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Sonntag, 4. Oktober 2015

Lass auf jenen lichten Höhen uns bereits zu Lebzeit stehen...




Kurs in Wundern

Der Kurs sagt: Krankheit ist eine Abwehr gegen die Wahrheit.Ist das wahr?
Oder ist das nicht wieder ein Musterbeispiel für eine "spirituell unkorrekte" unparadoxe Eindeutigkeit. Meine erste Frage wäre: Welche Wahrheit ist gemeint? Die persönliche oder die unpersönliche WAHRHEIT?
Sicher sind  viele Krankheiten  Somatisierungen, die ihre Ursache in der Psyche haben und als Widerstand gedeutet werden können -  gegen die persönliche Wahrheit.  Dass diese persönliche Wahrheit, eben weil sie so unerträglich ist, in den Untergrund verdrängt wird, hat  seinen guten Grund. Nicht jeder Mensch ist fähig, die Wahrheit zu ertragen, die manchen Krankheiten zugrunde liegen. Krankheit ist Metapher.
Nicht jede Krankheit ist ein Aufbegehren, ein Widerstand  gegen  Gott resp. die Wahre Natur.. Die bösesten Widerständler haben oft ein allerbestes Immunsystem, ein dickes Fell, welches sie gegen jegliche Art von WAHRHEIT schützt. Der starke ("böse")  Wille des autoritären,  durchsetzungsgewohnten  Ego's ist ein besserer Schutz gegen Krankheiten als ein schwaches, durchsetzungsunfähiges Ich. 

Auch Jenseits von Ego ist man gegen Krankheit bzw. gesundheitliche Einschränkungen und Störungen  nicht gefeit, da kann den armen Bruder Esel alles mögliche überfallen, auch wenn da kein Ich mehr ist, welches sich mit Krankheit identifizieren könnte. Ich habe gehört, Jack McKenna litte an Alzheimer...


Die Wahre Natur realisiert zu haben bedeutet keineswegs, dass man einen gesundheitsstrotzenden superfunktionierenden Superbody hat, Die Wahre Natur ist Bewusstsein, Bewusstheit. GEIST.

Auch wenn der Verstand, das Denken von allem Wollen und Begehren befreit ist, kann es offensichtlich noch lange nicht vom konzeptualisieren lassen. Konzeptualisieren heisst programmieren oder konditionieren, z.B. einen Glaubenssatz, ein neues "Wissen über mich..."  fixieren: Nie wieder werde ich krank werden... Oder:  Jetzt, nach meiner Glorreichen Auferstehung werde ich IMMER gleichmütig sein, absichtslos, sanftmütig, gesund und heil  ... ich werde IMMER bedingungslos lieben, NIEMALS mehr werde ich Angst empfinden. usw. - Der Mind, egal wie erlöst und befreit er ist,  verlangt nach Dauer - er will trotz aller Ein-SICHTEN nicht aufhören, sich Vorstellungen zu machen, d.h.,  sein JETZT in eine Zukunft zu projezieren, die er nicht wissen kann. Der Mind will Dauer.
Krankheit ist nicht nur sinnhaft sondern u.U. auch segensreich: Ein niemals innehaltender Workaholic bricht sich nicht zufällig ein Bein bei seinem täglichen 15km-Lauf.  Auf diese Weise holt sich der Körper des Aktivisten seine Ruhe und Besinnlichkeit, den Gegenpol. Krankheit zwingt zum Innehalten und kann das Leben von Grund auf verändern - wenn man die Metapher entziffert. Durch Krankheit und Leid wird man reif - in die Zucht genommen. Wen Gott liebt, den züchtigt er. Zucht hat nichts mit Strafe zu tun, wie man das so oft mißverstanden hat.
Das Christentum hat mit einer übertriebenen Leidensmystik Krankheit und  Leiden aller Art verherrlicht und eine Gemeinde von Sado-Masochisten damit herangezüchtet. Wirklich mit dem Herzen gelesen, ist ein Gedicht wie das Folgende eine REINE ausgerichtete Liebesregung.



1. Endlich bricht der heiße Tiegel, und der Glaub empfängt sein Siegel,
gleich dem Gold in Feu'r bewährt. Zu des Himmels höchsten Freuden
werden nun durch tiefe Leiden Gottes Lieblinge verklärt.

2. Unter Leiden prägt der Meister in die Herzen, in die Geister,
sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer,
will er auch des Künftgen Schöpfer auf dem Weg der Leiden sein.

3. Leiden bringt empörte Glieder endlich zum Gehorsam wieder,
macht sie Christo untertan, daß er die gebrochnen Kräfte
zu dem Heiligungsgeschäfte sanft und still erneuern kann.

4. Leiden sammelt unsre Sinne, daß die Seele nicht zerrinne
in den Bildern dieser Welt,ist wie eine Engelwache,
die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält.

5. Leiden stimmt des Herzens Saiten für den Psalm der Ewigkeiten,
lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, wo die selgen Psalmenträger
mit dem Chor der Harfenschläger preisend vor dem Throne stehn.

6. Leiden macht im Glauben gründlich, Macht gebeugt, barmherzig, kindlich,
Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde;
droben bist du eine Würde,die nicht jedem widerfährt.

7. Im Gefühl der tiefsten Schmerzen dringt das Herz zu Jesu Herzen
immer liebender hinan.Und um eins nur fleht es sehnlich:
mache deinem Tod mich ähnlich, daß ich mit dir leben kann!

8. Endlich mit der Seufzer Fülle bricht der Geist durch jede Hülle
und der Vorhang reißt entzwei.Wer ermisset dann hienieden,
welch ein Meer voll Gottesfrieden droben ihm bereitet sei?

9. Jesu, laß zu jenen Höhen heller stets hinauf uns sehen,
bis die letzte Stunde schlägt.Da auch uns nach treuem Ringen
heim zu Dir auf lichten Schwingen eine Schar der Engel trägt.
(Nachfolgelied, Autor: Karl Friedrich Harttmann (1743 - 1815))


Epilog
10.Wenn es vollbracht,
lässt ER auf jenen lichten Höhen uns bereits zur Lebzeit stehen,
dass uns keine Stund' mehr schlägt,nichts die Ruh', den Frieden stört

weil wir Herzenseinheit leben und kein Sehnen uns mehr quält.
(by Lol'Sophie)

Ich weiss zwar immer noch nicht, was ein Transreligiöser ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass mich ein solcher aufgrund meiner christlich-mystischen Schriftdeutungen und meiner Würdigung von christlicher Leidens- bzw. Liebesmystik gewisslich für niemanden halten würde, der endgültige Befreiung erlangt hat, sondern für eine religionsgebundene Gläubige.
Unter dem Transzendieren der  Religion - "darüber hinaus" zu sein -  versteht man oft fälschlicherweise, die Religion insofern überwunden zu haben, als man sie auf den Misthaufen der Geschichte werfen darf.  Man verachtet die exoterische Religion, man schliesst sie aus, statt ein.  In meiner Erfahrung ist die Religion transzendiert, wenn ICH  über die Gegensätze von Exoterik und Esoterik - Aussen und Innen - hinausgegangen ist, indem Einheit erkannt wurde. In dieser Einheit sind die Gegensätze als solche - von Herzen! -  gewürdigt und eingeschlossen. Deswegen kann es immer noch passieren, dass mir  bei religiöser Liebeslyrik eines Johannes v. Kreuz oder Raimundo Llullus die Tränen aufsteigen wollen - so wie einst   in der Trennung, als Gott für mich noch ein Du war.


Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass es für jene Spirituelle,  die von vornherein an keine Höhere Macht/Gott -  glauben, keine wirkliche Hingabe und Herzöffnung (Heilung)  geben kann.... d.h., wer die Weiblichkeit Gottes, die für mich die Immanenz des Geistes in der Materie ist, leugnet und verachtet, wird auch keiner Liebe teilhaftig - egal welcher Art von Liebe, ob Eros, Agape, Gottesliebe, die Liebe zum Leben, zur Natur und allen Wesen, zum Dasein - er wird niemals erfahren, dass das Herz Jesu sein eigenes Herz ist.  


Fazit: Der Kurs in Wundern strotz nur so von Eindeutigkeit. Auch für die "Wahrheiten" des Kurs in Wundern gilt: Wenn die WAHRHEIT nicht patadox ist, ist es keine WAHRHEIT. 



Der Ramadama

geht weiter, mein Minimalisierungs- und Vereinfachungstrieb räumt alles aus dem Weg, was nicht niet- und nagelfest ist: Möbel, hübsche Decken,Kissen, Klamotten, meine selbstgemalten Bilder...  insbesondere die Massai-Kriegerin, an der ich vor einigen Jahren wochenlang malte und die für mich ein Symbol war für den Kampf im Heiligen Krieg hat jetzt einen würdigen Abnehmer gefunden. Es reut mich nichts, ich kann alles hergeben, ohne das geringste Gefühl des Bedauerns.  Es ist auch gleich gültig, wem ich die Dinge gebe.  Da sind immer noch ein paar wenige Bücher übrig, die ich bislang aber noch nicht bereit war so einfach auf den Müll zu werfen.  Sie stören meinen "Freiblick" aber nicht.

Neulich hatte ich in diesem AbmagerungsKontext auch meinen Google-Account gelöscht, als ich jedoch merkte, dass damit auch mein Blogger-Blog  gelöscht wurde, habe ich das schnell rückgängig gemacht... Soweit wollte ich nun doch nicht gehen, obwohl ich in der Vergangenheit schon einmal diesbzügliche Anstalten machte, aber den "Knopf" dafür nicht fand.  Als mein Laptop den Geist aufgabe, habe ich komplett alle Daten gelöscht, alle Adressen, Namen, Telefonnummern und dlgl. mehr; ich habe auch alle Texte gelöscht, die ich in Word geschrieben hatte, das war weit mehr, als ich in meinem offiziellen Blog veröffentlich hatte.  Nur meine Fotos habe ich noch, weil ich noch einiges davon bearbeiten möchte. Obwohl... eigentlich greife ich so gut wie garnicht auf etwas Vergangenes zurück, auch nicht auf die Fotos.... Ich habe nur ganz selten auf etwas zurückgegriffen, obwohl ich mir massenhaft Lesezeichen machte, die ich in einer Zukunft lesen wollte, die nie stattfand...LOL  

Was vergangen ist, will einfach nicht wieder aufgewärmt werden. Keine Reste. Keine Wiederholungen. Deshalb verstehe ich auch die Meister oder Lehrer nicht, die sich immerzu selbst zitieren und ihren alten Käse von Annu Dazumal auf ihren Web-Seiten anbieten.. Für mich ist Lesen überhaupt mühsam geworden,  insbesondere  das Editieren - das Nachlesen meiner eigenen Texte , die ich zuerst ins Word-Pad schreibe, bevor ich sie irgendwann mal in meinen Blog transferiere. Wenn ich sie in meinem Blog editiere, sind die Worte  alt und haben Schimmel angesetzt, sie sind nurmehr tot, leer und bedeutungslos, ohne Fleisch. Es fehlt ihnen an Tiefe - an Geist und Seele der Gegenwart. Dennoch annimieren sie mich oft, den vorhandenen Faden weiterzuspinnen.

Wie innen so aussen. LOL. Mein kleines Zimmer habe ich zwar teilentleert, aber wie immer auch schnellstmöglich wieder angefüllt. Ich habe eine Kommode verschenkt, und mir statt dessen einen kleinen Esstisch mit 2 Stühlen gekauft. So brauche ich nicht mehr am Schreibtisch zu essen, wo der Blick beim Essen mehr auf dem Monitor, als auf dem Teller weilte. Für den Fall, dass ich Besuch kriege, ist ein Tisch doch sehr  viel hilfreicher als mein bisheriges Provisorium, neulich habe ich den Nachbarn zum Essen geladen, spontan, weil er grad da war und ich grade gekocht hatte. Ansonsten spreche ich keine Einladungen aus, die sich auf irgendeinen Zeitpunkt in der Zukunft beziehen- meine Tür ist immer offen, alles und alle sind jederzeit willkommen. Um das Nachdenken weiter zu minimieren, möchte ich  mir gerne eine Türklinke aussen an der Wohnungstür anbringen, wer will, kann jederzeit reinkommen, ob ich da bin oder nicht. Dann muss ich mir auch keinen Kopp bezüglich des Wohnungstürschlüssels machen.

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Verantwortung

"Ich ohne mich" trägt keine Verantwortung, weder für sich selbst noch für andere. Für den, der  nicht mehr mit Ego und seinen Eigenschaften, Gedanken und Gefühlen identifiziert ist,  gibt es so etwas wie  Verantwortung nicht mehr, - es gibt keinen Grund dafür, mich für meine Gefühle, Gedanken oder Handlungen verantwortlich zu fühlen, die jenseits von Ego SPONTAN  geschehen. Verantwortung übernimmt nur das Ego in der Trennung. Insbesondere das spirituelle Ego -  der  "Jemand" mit Helfersyndrom, besteht geradezu darauf,   für ein Gegenüber,  ein "Etwas" oder einen andern  "Jemand" Verantwortung zu übernehmen.  Wo eigenschaftsloses Bewusstsein, also "Niemand" ist, ist es per se  nicht möglich, sich mit der Eigenschaft "verantwortungsvoll" zu identifizieren. Wer in der Einheit und Vollkommenheit des JETZT lebt, für den gibt es keine anderen, die einer Antwort bedürften oder gar einer Hilfe. Alles ist vollkommen wie es ist.
Der Egomind ist nicht fähig, diese jenseitige Art von "Verantwortungslosigkeit" zu verstehen, insbesondere das spirituelle Hardcore-Ego ist von seinen Vorstellungen partout nicht abzubringenm "Niemand" mit guten Eigenschaften zu schmücken wie hilfreich, edel und gut - "verantwortungsvoll."  
Das ist das alte Gegensatzdenken eines spirituellen Gutmensch-Egos, welches ausschliesslich mit Gutsein identifiziert ist und mit der Vorstellung, wer keine Verantwortung trage, könne nicht anders als verantwortungsLOS sein.

Einem eingefleischten spirituellen Ego, welches sich vorlieblich mit Gutmenschattributen schmückt  - wenn meist auch nur lippenbekenntlerisch und in der Theorie -    kann man das nicht begreiflich machen.  Ein solcher sieht seine  Gutmenschfelle davonschwimmen, deshalb fühlt er sich durch diesbezügliche Erklärungsbemühungen nicht selten sogar persönlich angegriffen und der Erklärer wird des bösen hybriden Rechthabenwollens beschuldigt - eine ganz klare Projektion eines rechthaberischen Spiri-Egos.

Ich sags nochmal:  Ein endgültig befreiter Mensch läßt sich nicht mehr über  Eigenschaften gleich welcher Art definieren.  Wenn überhaupt, dann läßt er sich nur im" negativen"  Sinne definieren, indem  was er NICHT ist und NICHT tut.  Der endgültig Befreite handelt spontan und nicht aus einer Identifikation mit einer Eigenschaft "hilfreich" oder "gut" heraus. Er ist kein Helfer und die Wirkung seines spontanen Handelns kann "hilfreich" sein oder auch nicht - es kommt immer auf einen Anderen an, der die Handlung als solche bewertet!  "Hilfreich" ist eine Interpretation, eine Wertung. Ein wahrer Meister wird sich und sein Tun daher niemals als hilfreich bezeichnen oder sich sonstwie mit Eigenschaft versehen/identifizieren.
Ein Meister wirkt ohne zu wirken.

That's all.... Ohne Absicht, ohne Ziel- und Ergebnisorientiertheit, ohne Warum, ohne Eigenschaft und ohne Ursache wirkt er weder Gutes noch Böses. Deshalb läßt sich über ihn und sein Wirken NICHTS aussagen!
Es gilt zu erkennen, dass alles, über man über einen Meister aussagt, Vorstellungen  des Verstandes sind. Dazu aber bedarf es Bewusstheit, Gewahrsein. Über einen Meister - über dein Wahres SELSBST! -  etwas auszusagen, ist dasselbe, als wenn du Gott in Schubladen sperrst!



Mathias Pöhm

hat einen interessanten Blog. Er kritisiert darin vorlieblich und überaus klug sog. Erwachte und Erleuchtete. In manchen Dingen  kann ich ihm durchaus zustimmen - dass er allerdings zum Maßstab der WAhrheit  und einem Kriterium der Egolosigkeit das normale 2jährige Kind heranzieht, das ist typisch Egomind, der alles wörtlich nimmt. Der Ausspruch Jesu zu werden wie die Kinder, ist aber nicht buchstäblich gemeint, wie alles, was man vom zustandslosen Zustand jenseits von Ego aussagen kann,  ist es nur eine annähernde Beschreibung. Wieder wie die Kinder zu sein sein, bedeutet, wieder unschuldig zu sein, zu lieben und zu tun, was man will - wobei der unschuldige Wille immer der Wille Gottes, das Fliessen des Tao ist. Diesem göttlichen Kind gehört die Welt insofern es nicht mehr mit der Welt identifziert ist, SPIELT es  BEWUSST in der Welt und mit der Welt und kann daher in ihr tun und lassen, was es will.

Wenn Mooji (Muni?)  darum bittet, den Monitor normal einzustellen, weil sein Gesicht darin so rot aussieht, fragt sich Herr Pöhm laut, ob dies ein 2jähriges Kind machen würde und unterstellt Muni irgendwelche egozentrischen Motive.  Kann sein, muss aber nicht...
Ich weiss nicht, ob Muni unterscheidet, M. Pöhm jedenfalls unterscheidet nicht zwischen Erwachen und Erleuchtung und unterstellt Muni "Meinungen", die im. E. durchaus hre Richtigkeit im richtigen Kontext entweder von Erwachen bezw. Erleuchtung hätten. Er merkt auch  nicht, dass er  den eigenen Glaubenssätzen von "Niemand" bzw. der Illusion des Ichs huldigt, ohne wirkliche GEISTIGE Erkenntnis resp. SEINS-Erfahrung, die die Scheinbarkeit unserer sog. Realität offenbart hätte.
Pöhm legt die Worte seiner "geschätzten Erleuchteten und Erwachten" ganz penibel auf die Goldwaage. Er interpretiert...sämtliche  seiner Kritiken entstammen dem schlussfolgernden Egomind.
http://www.spiritueller-blog.com/irrtuemer-kritik-an-muni
Meiner Meinung nach, müßte man als Kritiker ja eigentlich über den sog. Erwachten oder Erleuchteten stehen, man müßte zumindest eine Spur erwachter oder erleuchteter sein als die von ihm kritisierten.


Ein Bespiel.
Zitat Muni: "Ich hab noch keinen Beweis dafür gesehen, dass es Reinkarnation gibt".* 
Pöhm interpretiert dazu: Er (Muni)meint, dass gewisse Dinge deswegen nicht existieren, weil es "keine Beweise gibt.  ...Hier will ein "Erleuchteter" nur das anerkennen, wenn er "Beweise" hat?! Wer spricht hier eigentlich? Die ganze Spiritualität ist auf Nicht-Beweisbarem aufgebaut. Kein luzides Träumen, keine ausserkörperliche Erfahrung, keine Nahtoderfahrung, keine Telepathie, kein Energieheilen, nicht mal Gedanken und vor allem das Erwachen selbst, kann mit naturwissenschaftlichen Methoden "bewiesen" werden. Das sind alles nur Erfahrungen. Und dieser, angeblich der Spiritualität verpflichteten Mensch nimmt plötzlich dieses schwache Argument der Ultra-Materialisten zur Hand, um etwas (was bei ihm auch nur als Glauben existiert, aber kein Wissen ist) als "Einbildung" abzustempeln. Man kann mit den Mitteln des Traums nicht beweisen, dass man in einem Traum ist Muni."

Anm: Für mich (wie für jeden Befreiten) gilt es, dass ich ebenfalls nicht an Dinge wie Reincarnation glaube, weil ich nurmehr das glaube -  besser gesagt  e r l e b e  -  was ich in meinem konkreten Hier und Jetzt erkenne und all das, was ich über die Dinge nur gelesen und gehört habe, als Gedankenkonstrukte und Glaubenssätze entlarvt sind.
Dieses  "schwache Argument der Ultra-Materialisten" gilt - welch ein Paradox für den Verstand  - ebenso für den ENDGÜLTIG (von allen Glaubenssätzen!!!) BEFREITEN in seinem Hier und Jetzt! Klar, so was sorgt mächtig für Verwirrung bei Kleingeist, der nur auf Entweder-Oder und Eindeutigkeit konditioniert ist..

Also ich habe keine Ahnung, was Muni weiss oder nicht weiss, was nur seine Meinung ist oder tatsächliches "Wissen"  - fest steht, dass er auf eindeutige Fragen keine eindeutigen Antworten geben KANN! Muni's mind scheint unstrukturiert, er gibt den Fragen seine eigene Bedeutung und schert sich nicht um den Kern der Frechen Fragen. LOL. Er kommt nicht auf den Punkt. So eine Sauerei kann Kleingeist aber auf den Tod nicht leiden... Er will eindeutige und klare Antworten und zwar sofort und ohne Umschweife.

So auch bei der Frage: Gibt es einen Sinn im Leben.
Muni hat sie durchaus für mich beantwortet und zwar wie es sich gehört mit JEIN. Er hat  - wenn auch undeutlich und mit vielen Worten und Abschweifungen - dargelegt, dass es auf die SichtPosition ankommt, entweder aus der  sinnmachenden und sinnstiftenden persönlichen Perspektive "von unten"  oder aus der transpersonalen  Perspektive von "oben", der Bedeutungsleere und Sinnlentleertheit  der neutralen WAHRNEHMUNG.  Nicht jeder Erleuchtete oder Erwachte kann diese Zweideutigkeiten, die Paradoxa des Sowohl-Als auch und Weder dies - noch das , gut und klar und in wenigen Worten ausdrücken.

Nichts muss sich ändern - ein Buch von Matthias Pöhm
Pöhm's Buch - der alte Buddhageist in neuen Flaschen?  Ich habe fast  Lust, mir das Buch zu kaufen, anders werden sich meine Fragen wohl kaum beantworten lassen: Auf welche Weise will Pöhm erreichen, dass die Menschheit "vergißt" - müßte er doch die ganze Ich-Entwicklung im Ansatz schon vermeiden...hm, vielleicht mit monatlich verabreichten Elektroschocks ab dem 2. Lebensjahr, wenn das Kind zum ersten mal das böse Wort  ICH sagt?
Aber eigentlich brauche ich das ganze Buch nicht, es reichen mir schon ein paar Ausschnitte daraus und einige Besprechungen, um mir ein Bild zu machen.
M. Pöhm stellt wie viele vor und nach ihm  durch Selbstbeobachtung fest: Es gibt kein Ich.   Er stellte fest,  dass sich 85%  unserer ( seiner?)  Gedanken damit beschäftigt sind, wie wir von Anderen wahrgenommen werden oder wahrgenommen werden möchten.  Diese introjezierte  Fremdwahrnehmung gebe uns unsere Identität, unser Ich. Nehme man die Vorstellung, wie man bei den anderen dastehen will weg, sei dahinter nur Leere.
Das ist falsch bzw. nur ein Teil der Wahrheit... so schnell wird sich ein Ich nicht in die Leere verabschieden, denn nicht nur die Vorstellungen darüber, wer ich bin, sondern ALLE Vorstellungen und Glaubenssätze über Gott und die Welt, die meinen Verstand bevölkern sind als Ich/Ego/  "Jemand"  zu erkennen.
"Vergessen" findet man, wenn man im Hier und Jetzt des sog. Nichtwissens lebt. Das Bewusstsein des Nichtwissens ist keine neue Errungenschaft, es ist nur ein anderes Wort - ein anderer Name Gottes, eines der vielen Synonyme,  auch Leere, Nichts genannt, - kurz: die Leere in der Abwesenheit des Egos, welches seine "Fülle", besser gesagt "Völlerei"   ja aus  seiner Identifikation mit  seinen div. Eigenschaften  bezieht.

Heilung für die Erde? Wow - großes Projekt - das haben andere Religionen schon vor ihm versprochen. Auch M. Pöhm verkündet den Auszügen nach in seinem Buch wohl auch nichts anderes als den einbeinigen patriarchalischen Nondualismus, wie er im Neo-Advaita oder im Kurs in Wundern promoted wird.
Er scheint einer der vielen, die einmal oder evtl. auch mehrmals ihrem Ego entrückt waren und nun glaubt, er hätte den Schlüssel zur Weltrevolution in der Hand. 
Auch seine Leere scheint mir doch eine Leere ohne Fülle, ohne GEIST. M. Pöhm ist offenbar auch einer der vielen, die  zum "Niemand" Erwachten, der nun sein einäugiges Konzept missioniert. Weil er erkannt habe, dass da Niemand ist bzw. dass sich das Ich einbildet, "Jemand" zu sein, schmeißt er dieses Ich einfach mir nix dir nix auf den Misthaufen der Geschichte und negiert das evolutionäre, organische integrale Element des persönlichen Wachstum (Individuation) bzw. die notwendige Heilung bzw. Transformation der Persönlichkeit aufgrund  seines neuen Glaubenssatzes, es gäbe ein solches nicht.  Das neue Credo lautet: Es gibt keine Person, es gibt nur Leere.
Das ist die Crux mit vielen Erwachten, dass sie der KonzeptualisierungsKRAFT ihres Verstandes, mit dem ihr  Ich doch noch sehr verhaftet ist,  noch nicht GEWAHR werden können! Wie ruck-zuck sich der Verstand des Niemands bemächtigt und einen Jemand aus ihm macht - d.h. wie der Egomind spirituelle Einsichten für sich vereinnahmt und konzeptualisiert und damit neue  (spirituelle) Glaubenssätze kreiiert, die selbstverständlich auch missioniert sein wollen - ja, möglichst die ganze Welt verändern sollen.

Es ist bei vielen Erwachten wohl so,  dass  das  Gewahrsein sich mit der  EINSICHT in die Illusionshaftigkeit des Ichs schon erschöpft hatte und über kurz oder länger ein Rückfall in das Alte-Adam-Ego stattfindet. 
Um Gewahrsein aber dauerhaft zu stabilisieren, bedarf es der Schattenintegration. Deshalb werden die Wachstumsverweigerer auch nur sporadische Besucher ihres merkwürdig sterilen  "SEINS" sein  und bleiben. Ab und an ein paar SEINS-hafte "Glücksdurchbrüche" durch die Abwesenheit von Erdenschwere des Ichs, mehr ist nicht drin.
M. Pöhm ist ein bekannter Rhetoriker, er gibt Rhetorik- und Schlagfertigkeitskurse, ja sogar niedliche "Verführungsseminare".  Das heisst: Er ist Kosmetiker, er verkauft (sich in) Ichkosmetik, er verdient sich den Lebensunterhalt mit  Aufbau, Erweiterung und  Zusatzausstattungen à la mode eben dieses Ichs, was gleichzeitig negiert wird. Na ja, Hauptsache, er lacht sich was dabei... LOL.
Trotzdem eine Frage an Herrn Pöhm: Gibt ein zweijähriges Kind Rhetorik- oder Verführungsseminare?

http://www.amazon.de/Nichts-muss-sich-%C3%A4ndern-L%C3%B6sung/dp/3952395080

Auch lesenswert, weil es Achtsamkeit impliziert:
http://www.spiritueller-blog.com/blog/so-etwas-wie-glaube-gibt-es-nicht



Aus meiner FB-Startseite

"Die großartigste Lehre Christi besagt nicht, daß ihr ein ewiges Leben haben werdet, sondern daß ihr es habt; nicht daß ihr alle Brüder im Geiste Gottes sein werdet, sondern daß ihr es seid; nicht, daß ihr haben werdet, worum ihr bittet, sondern daß ihr es habt."
GmG 1, Seite 90 (ND Walsch, Gespräche mit Gott)

Kommentieren ist nicht möglich, sonst hätte ich gepostet, dass da doch etwas sehr Wichtiges fehlt. nämlich die BEWUSSTHEIT darüber, (dass ich das Ewige LEBEN bin) andernfalls bleibt es nur ein Glaube im Sinne von Für-wahr-Halten. Was nützt es mir zu glauben, dass ich schon "erlöst", "erwacht" und "befreit" bin, wenn ich mir dieses SEINS nicht bewusst bin?  Das hat die exoterische Christenheit jahrtausende lang getan...
Es ist natürlich nicht grundsätzlich falsch, daran zu glauben, nur darf man beim glauben nicht stehenbleiben. Eine Transformation, eine Wiedergeburt im Geiste  gibt es nicht  allein durch den "rechten" Glauben, sondern letztlich durch das Sterben dieses  glaubenden (konzeptualisierenden)  Egos. Ansonsten bleibt es nur ein frommer Wunsch, ein "Glaubensartikel".
Die WAHRHEIT ist: Werde der du Bist!  Walsch's Aussage bzw. Statement seines "Gottes" klingt hier für mich eher wie die eines  einbeinigen und einäugigen patriarchalisch-monotheistischen Nondualisten, dem Anbeter der NICHTSnutzigen Formlosigkeit,  dem nichts im Werden, sondern alles  "schon da"  - d.h., determiniert ist.  Der Vater ohne die Mutter.
Die Aussage schliesst  das Werden aus... Die Evolution, die Individuation der Persönlichkeit...Die Weiblichkeit Gottes. Zu einem Ganzen fehlt es hier an der paradoxen Sowohl-Als auch-Komponente. Ich erinnere hiermit nur an einen Ausspruch von Torsten Brügge: Eine WAHRHEIT, die nicht paradox ist, ist keine WAHRHEIT. (Im übrigen ein weiteres Kriterium für die Echtheit von  Wahrheitsverkündern, die das Paradox der Letztgültigen Erkenntnis erfasst haben: Form ist Leere und Leere ist Form  bzw. Nichts ist Fülle und Fülle ist Nichts .)

Eine weitere Aussage von ND Walsch' Gott: Ich bin deine allergrösste Vision von dir! Das ist es, was ich bin! Wenn du den grossartigsten Teil von dir verleugnest, verleugnest du mich.  Zitatende
Ja, das ist eine wirklich schöne Formulierung. Gott "sagt" nichts anderes als "Ich bin Du", wenn die Einheit Gott-Mensch erkannt ist. Der GottMensch darf nur nicht zu übermütig werden und sich mit Gott allein identifizieren, sonst kann es passieren, dass das eigenschaftslose ICH-BIN-Bewusstsein, der Unfaßbare und Namenlose plötzlich unter dem Namen Gott Elli Marichal auf einer Facebookseite erscheint, ausgestattet mit einer Palette von guten Eigenschaften. 


Ein gefährlicher Irrtum

ist die Überzeugung, dass der Mensch sich nicht verändern oder transformieren müsse, um ES zu verwirklichen. ES spreche durch alles und daher eben auch durch das Ego eines sog. Charakterschwein, ausschlaggebend sei, dass man als "Charakterschwein" nicht mit seinen (negativen) Eigenschaften und Taten identifiziert sei, durch die ES andere Menschen leiden läßt.  Noch perverseré Nondualisten-Auswüchse  gibts nicht...
Veränderung fängt mit der Selbst-Annahme an.

Focusing

Ich las in einem Blog folgendes:
"...Und gleichzeitig war mir sooo klar, dass beide nichts dafür konnten, dass mein Vater selbst ein so furchtbares Leben hatte, keine Jugend, auch meine Mutter keine Wahl hatte – doch es tat so gut, all das heraus zu brüllen und sich Luft zu machen. Ich tobte und ließ all dem freien Lauf. Wie ein Vulkan, der endlich ausbrechen kann... die Wellen dauerten noch Stunden..."
https://navigator.gmx.net/navigator/show?sid=3f981024714944e2d0cb1e7874b44e820b632ba4958085ec81719a15b4e9eb1f62408516bc8ebf0dfa28eebc7286700a&tz=2#mail
Wunderbar!
Nur: Bei solcherlei "Klarwerdungen" muss man gut auf sich aufpassen, dass diese Art der "Gleichzeitigkeit" nicht  vom Erleben des Gefühlten wieder abspaltet. Gut, wenn man schnell wieder zurück zu sich selbst findet und bei sich und seinen Gefühlen bleiben kann. Ich kenne das Problem von früher her sehr gut, dass die "Entschuldung" der Eltern bzw. Bezugspersonen viel zu früh stattfindet, weil es einfach eine große verführerische Erleichterung bringt, die manchmal sogar mit Erleuchterung verwechselt wird. Diese Abspaltung dient nichts anderem als  der Schmerzvermeidung. Focusing ist eine sehr bewährte Technik der Selbstannahme. Vergebung  und Entschuldung ist primär immer SELBSTvergebung.


Selbstbetrug

Das "Sich-dünken" und "Sich-Wähnen" in Bezug auf Erleuchtung/Gewahrsein ist für das spirituelle Ego eine große Gefahr, solange der Denker sich des Denkens und Dünkens nicht bewusst ist. Ganz gleich, ob es sich um eine authentische eigene spirituelle Erfahrung   (SCHAU, tiefe Ein-SICHT) handelt, oder um eine angelesene "Einsicht", die der Egomind "plausibel" findet, derweil er  geistige Erkenntnis mit Denken (verstandesmäßiger ANsicht )  verwechselt. Ob authentisch oder nicht: Solange kein Gewahrsein ist, wird der Egomind sich mit seinen Ein- bzw. Ansichten identifizieren, und solange er diese Identifikation nicht erkennt, wird er sich "dünken", erleuchtet zu sein (im Sinne von Permagewahrsein).
Dieses sich nur erleuchtet dünkende spirituelle Ego  verrät sich regelmäßig in seinen Äusserungen, so z.B. , wenn es sich dünkt, psychisch unverletztlich zu sein,  um auf der anderen Seite dieser Unverletzlichkeit Hohn zu sprechen, indem es seine Wehrhaftigkeit aufrechterhält und einen neuen Glaubenssatz kreiert, der besagt, dass er auch als ein erleuchteter Mensch sich nicht alles gefallen lassen müsse. Das ist besonders komisch, wenn man sieht, wie solche SichDünker ihren spirituellen Status de facto durch die Staatsmacht, die weltlichen Gerichte resp. Anwälte per Einstweilige Verfügungen und dergleichen mehr zu verteidigen sucht, weil er sich in dieser seiner "psychischen Unverletzlichkeit" angegriffen wähnt. LOL.
Diese Schwerstidentifikation mit Gott Himself läßt sie agieren im Sinne von: Ich bin ein eifersüchtiger Gott, ich werde keine anderen Götter neben mir dulden - ein Mißverständnis, eine pervertierte Fehlidentifikation, eine projektive "Ent-Äusserung" einer im tiefsten Grunde liegenden WAHRHEIT, die er-INNERT werden will.
In der Bibel sagt Gott: Ich bin ein eifersüchtiger Gott, du sollst keine falschen Götter neben mir haben. Tatsächlich ist Gott ein eifersüchtiger Gott, nur ist er dies ganz anders als man denkt -  totaliter aliter - d.h., nicht äusserlich, sondern  INNERST zu verstehen. Auf dem Weg der SELBSTwerdung ist es notwendig, die falschen Götter zu identifizieren, denen wir anhaften und huldigen, es handelt sich um Identifikationen mit Geld, Macht und Status, Besitz.
Auf der menschheitsgeschichtlichen Ebene hat das Patriarchat die ent-äusserten Kräfte, "Mächte und Gewalten" - die Vielgötterei der mutterrechtlichen "Heiden" - sich einverleibt und vermännlicht und als "Heilige" degradiert dem monotheistischen Gottesbild untergeordnet.



Kasperl

Im Krankenhaus wegen Verdachts auf Schlaganfall. Ein  "Kasperl" der besonderen Art, Kasperl ist mein Ausdruck für diverse körperliche Zustände, die mich seit einiger Zeit mehr oder weniger spektakulär in mehr oder weniger großen ZeitAbständen heimsuchen.
Das Krankenhaus betrieb wie gewohnt massivste Ursachenforschung, diverse MRT's, EEG's im Wachen und Schlafen, alles OK, kein Schlaganfall, nicht mal die kleinste "dissoziative Hirnleistung" war auszumachen. Nieren ok, Magen ok., Kopf und Herz ok. HWS nicht ok.

Ich habe ja jetzt keine Widerstandskräfte mehr, sonst hätte ich mich gegen die Krankenhaus-Einweisung gesträubt. Ich lasse also  alles über mich ergehen, schaue interessiert zu, was man so mit mir macht. Ich bin ich in allem gehorsam und wache sogar die ganze Nacht hindurch für ein Schlafentzugs-EEG.
Ich frage nicht, wann ich nach Hause kann. Es ist mir völlig gleich gültig, wo ich bin, ob ich zuhause oder im Krankenhaus bin, macht keinen Unterschied für mich. Es nimmt mir nichts und gibt mir nichts hinzu, d.h. es verändert meine gleichmütige  Stimmungslage nicht.  Kein Widerstand.  Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort wie stets. Nichts hat mich gestört und an nichts hat es mir gefehlt - die medizinische Versorgung und das Personal der neurologischen Station war im Gegensatz zur Cardiologie-Station sogar  herausragend freundlich und  schien relativ stressbefreit. Die Farbgebung der Station war pastellfarben und die verschiedenfarbigen Kittel des Personals fügten sich kunstvoll  und harmonisch ins Bild. Ich hatte 7 Tage lang keinen PC, keine Bücher und ob ich nun stundenlang an die Decke oder in die TV-Röhre guckte, war Jacke wie Hose. (Ich hielt mich mal eine ganze Nacht lang mit TV wach, weil ich wegen Schlafentzugs-EEG nicht schlafen durfte)
Kino im  "da draussen" oder das  Kopfkino meiner inneren Vorstellungsbilder - beides macht für mich keinen Unterschied mehr. Meine Teilnahme an egal welcher Art von "Vorstellung" ist immer vom selben interesselosen Interesse geprägt.

Nun, der neurorologischer Befund war negativ und einer der Ärzte meinte, das "Kasperle" könne also nur die Psyche sein...ob ich Sorgen hätte, vielleicht zu alleine sei usw? Nee, nicht dass ich wüßte , hehe,  aber das sagen sie ja alle, nicht wahr, Herr Doktor?
Auch diese übliche  Ohnmachtserklärung der Ärzte, dass es die Psyche sei oder sein könne, hat mir das Bewusstsein nicht getrübt. Ich habe mich weder innerlich noch äusserlich dagegen gewehrt und befand es nicht für notwendig, meinen spirituellen Standort ins Feld zu führen und  zu verteidigen und den weltlichen Autoritäten gegenüber meine außerordentliche Bewusstheit bezüglich unbewusster Ängste  und Sorgen zu betonen. LOL

Also, na gut...ich hätte schon gerne eine Ursache gehabt für die Wirkung , ich habe da seit langem schon meine eigene Privat-Verdächtigung und die bezieht sich auf die Halswirbelsäule, die "absolute Spinalkanalstenose",  die einzige "positive" Diagnose, die von einem MRT jetzt auch erneut bestätigt wurde. Aber die Docs winken ab,  weil das Knochenmark ja noch nicht angegriffen sei... na gut...Als letzte Untersuchungs-Möglichkeit bliebe noch eine Lumbalpunktion, schon wegen der in dunkler Vergangenheit zweimalig durchlittenen Neuroborreliose - arrgh...? aber da war die Entlassung für den Nachmittag schon für den Doc eine beschlossene Sache. Und für mich auch.
(Im Zusammenhang mit Schmerzen will ich hier noch einmal zu bedenken geben,  dass eine Achtsamkeit, die zu sehr nur auf den Körper fixiert ist, dazu führt, dass man sich jeder beschissenen körperlichen Veränderung bewusst wird - allzu sehr  bewusst wird und daher auch div. Schmerzaufkommen und unerklärlichen körperlichen Veränderungen ein viel zu großes Gewicht geben kann.)

Auf Facebook sagt Roland Baba gerade zu Krankheit und Gesundheit u.a. dasselbe wie der Kurs in Wundern.
https://www.facebook.com/roland.baba.71/posts/1651519735132668:0
Ich kann ihm so ziemlich in allem nur zustimmen, ausser in der Annahme, dass Krankheit in jedem Falle Widerstand ist gegen das, was ist. Das ist eine zu einseitige Sicht für eine komplexe Angelegenheit wie Krankheit, die man aus versch. Perspektiven betrachten kann. Meine Antithese lautet daher vorerst etwas erbsenzählerisch, dass Krankheit selbst nicht der Widerstand ist, sondern den Widerstand gegen das was ist, zusammenbrechen läßt.

Man sollte nicht gedankenlos alles schlucken, was die (dualistische) Eso-Küche so anbietet. Auf dem WEG gilt es, ALLES zu hinterfragen, insbesondere diese heimtückischen spirituellen resp. esoterischen Glaubenssätze. Wie Krishnamurti mal sagte  - auf eine Frage des Zuhörers, der auf eindeutige Antworten erpicht war:
"Wichtig ist nicht, was jemand auf all deine Fragen antwortet, sondern, dass du für dich selbst die Wahrheit durch ständiges Forschen und Hinterfragen herausfindest – und das bedeutet, dass du nicht in einem Glauben oder Gedankengebäude stecken bleibst. Nur durch ständiges Forschen werden eigenständiges Handeln und Intelligenz geweckt. Wenn man sich einfach mit Antworten zufrieden gibt, wird der Geist träge. Es ist also sehr wichtig, dass du Dinge nicht einfach akzeptierst, sondern ständig hinterfragst und anfängst, die ganze Bedeutung des Lebens für dich selbst in Freiheit zu entdecken."


Zur dissoziativen Hirnleistung

Sollte ich einem Arzt  meine furiose "Vergesslichkeit" in allen Details schildern, müsste der nicht lange in seinem ICD-Diagnoseschlüssel-Lexikon suchen. 
Neben der bekannten Alzheimer bzw. Demenzerkrankung käme hier noch die  "Transiente globale Anamnesie", eine vorübergehende Hirnleistungsschwäche in Betracht, von der vorwiegend ältere Menschen betroffen sind. Ob meine Vergesslichkeit auf einem pathologischen  "Ausfall des Kurzzeitgedächtnisses" beruht oder darauf, dass ich nur vorlieblich in der Zeitlosigkeit weile,  müßte evtl. durch CT oder MRT's  festzustellen sein. Zeitlosigkeit ist seit Herbst 2011* mein primärer Zustand, der ab und an nur durch zeitgebundene Notwendigkeiten wie z.B. Termine oder bestimmte Tätigkeiten unterbrochen wird, die diskursives Denken erfordern. Ansonsten befinde ich  mich permanent in einem Zustand der Betrachtung und Versenkung. - obwohl auch das schon der Eindeutigkeit zuviel ist. LOL. Stiller Aufruhr könnte man mein Neues Denken bezeichnen. Geordnetes Chaos, Bewegung aus der Ruhe. Es ist weder dies noch das andere - Paradox

Dr. Callidari, der neulich so hoffnungsfroh erwähnte, dass die Letztgültigen Advaita-Erfahrungen eines Ramana oder Nisargadatta von der Wissenschaft in Bälde als "dissoziative Hirnleistung" - also als eine pathologische Störung, oder?  -  entlarvt wird, hat sein Bestes getan, mir eine solche anzuhängen.  Der Pöse Pube hat einfach vergessen, dass ICH die Leitung des Erleuchtungskrankenhauses innehatte  und er nur der anteilige Chefpsychologe damals war. . http://www.allmystery.de/themen/uh90204
Wozu muss er auch eine eigene Allmy-Klinik aufmachen, läuft sowieso nicht, das Plagiat.   LOL.  http://www.allmystery.de/themen/rs119210  Echt tote Hose. Jeder Patient, der nicht linientreu war und gewagt hat, selbständig zu denken,  flog raus.. Elatzus - auch den Letzten Armen hat der Hund gebissen.


Aber wirklich schade finde ich, dass mir meine Vergangenheits- und Zeitvergesslichkeit - mein NICHTWISSEN -  bislang immer noch nicht dazu verholfen hat, zu vergessen, dass ich Zähne habe und mich erinnernd zu  w i s s e n , was die bei mir schon alles angerichtet haben, - echt scheisse, dass es mir bislang noch nicht gelungen ist, eine dissoziative Leistung beim Zahnarzt zu erreichen oder den Zahnschmerz effektiv  in den Großen Zeh umzuleiten - äääächz...eine bislang zwar  n o c h  unumstößliche Gegebenheit, wenn ich auch keine GeWISSheit darüber habe, dass sich der Schmerz bei passender Gelegenheit auch in einer Zukunft wiederholen wird, von der ich nichts  w i s s e n  kann. Dennoch ein Umstand, der dem Dr. C. wiederum nur zum  Beweis für die Natürlichkeit des Menschen gilt, der auch Jenseits von Ego dem diesseitigen körperlichen Leiden voll ausgeliefert sei. Wie gehabt halt, wie in der Vergangenheit so in der Zukunft. Aber nochmal:  es geht mir bei der Krankheits- oder SchmerzThematik nicht um irgendeine eine Idee eines abstrakten "natürlichen Menschen" oder um die Überwindung von körperlichem Leiden, Identifikation oder Desidentifikation mit KrankheitElendTod, sondern allein um die Bewusstheit, dass alles, was  m i r  als SUBJEKT geschieht, das Erste Mal ist - und das kann man dem zeitgebundenen Callida-Verstand einfach nicht begreiflich machen, weil der das "Jedes Mal ist ein erstes Mal" ähnlich wie auch das "Nichtwissen" wortwörtlich und buchstäblich nimmt, was wie alles jenseits von Ego nur annähernde Beschreibung ist und sein kann, weil der zustandslose Zustand per se unbeschreibbar ist und alle Worte für die Katz'....

"Hö hö!" höhnt Herr Callida da und reibt sich schadenfroh die Hände.
"Du sagst erneut, es wär das erste Mal bei jedem Mal, wenn Zahnschmerz kommt -
Auf dass es nicht Gewohnheit werde, zu glauben, alles komme wie gehabt
Auch in Zukunft ohne Ende?
Mein Credo ist, dass es morgen ist wie heut', weil auf  Ursach' Wirkung folgt, Ihr Leutz
Und weil die Wirkung Ursach' ist für ´weit're Wirkung...
Ha, dass ich nicht lache drüber, sagst du doch nichts anderes wieder
Als du tatest schon zuvor...Doch bin ich weder Narr noch Tor
Und habs gezählt, wie oft du sprachst vom Schmerz, den du nicht überwunden
In manchen deiner Leidensstunden.
Nichts hat sich geändert, Dear, auch in deinem Jetzt und Hier
Gilt kein anderes Gesetz als für mich in meinem Jetzt -
Und für das Jetzt von Tante Emma,
höhö - - -


Der Meister unterbricht und spricht:

Ein Grand Dilemma ist dein Credo, mein lieber allzukluger Freund,
Was mir klar und deutlich zeigt: noch hast du dich nicht mir vereint!
Dein Jetzt gibts nur in deinem Kopf, ist Vorstellung, der alte Zopf
des Alten Denkens, was sich auf Altes stützt, nur Altes tut erdenken
Hör auf zu zählen - SEI JETZT HIER - lass dich in Gegenwart versenken -
der VATER wird es lohnen dir. Denn siehe, ICH mach alles neu
derweil ICH scheide Jetzt und Hier den Neuen Weizen von der Spreu.

...und Hildchen Ludendorff reimt aus der Himmelsferne:
Mein lieber Freund, das glaube ich dir gerne!




*
(Jawoll, kurz nach der Auferstehung - heutzutage sagt man wohl "mindcrash" dazu -  war ich so neben der Zeitkappe, dass ich mir nicht mal das Datum meiner glorreichen Wiedergeburt gemerkt habe. Ja,  und ich war mir nicht mal meiner "Aufgestiegenen Meisterschaft"  bewusst, LOL! Die Sprache  dafür liess sich enorm Zeit und die Worte kamen  erst so nach und nach angetrödelt... Dieser leere komische Zustand rührte u.a. daher, dass ich nicht mehr nach-denken konnte. Re-Flektieren. Das wusste ich damals aber auch nicht, also ich meine, ich wusste nicht, dass ich nicht nachdenken konnte, ich tats einfach nicht. Es war irgendwie voll angenehm. Erst viel später war ich in der Lage, zu interpretieren und  Worte und Erklärungen  zu finden.Nachdenken geht auch wieder, aber nur wenn ich muss, wenn ich z.B. irgend etwas gefragt werden, z.B. jemanden den Weg erklären soll... Ansonsten gibt es keine Grund mehr für mich, über irgend etwas nachzudenken, oder gar zu  g r ü b e l n, LOL.


Unfehlbar

ist man, wenn man nicht mehr mit Wertung, mit richtig und falsch, gut und böse identifiziert ist. Dann kann ich zurecht von mir behaupten, dass ich so etwas wie Fehler nicht mehr machen kann. Einen Unfehlbarkeitsanspruch hat insbesondere die unpersönliche transpersonale absolute WAHRHEIT, die in absoluter SELBSTgewissheit erkannt und gesprochen wird. Ist das wertende Ich endgültig tot, dann ist man unmittelbar und dauerhaft mit Unfehlbarkeit gesegnet.



Aktuell  04.10.2015

Die "Spiritual correctness"*geht nund auch den Jordan hinunter. Heute habe ich eine erste politische Meinung (zur Flüchtlingsfrage) auf Facebook veröffentlich. Meine erste unmaßgebliche Meinung. LOL. Ganz in Sinne und in Abänderung eines Statements über das Streiten von Werner Ablass neulich auf seiner Facebookseite behaupte ich :

" Eins der köstlichsten  Ereignisse ist, wenn du deine Meinung vertreten kannst, ohne dass sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, das ein Niemand keine Meinung vertritt"



*Der Begriff der "Spiritual Correctness"  ist ironisch gemeint. Spirituelle Korrektness
wird oft vom Wisser angemahnt, dem Kleingeist, der genau weiss, wie "Ich ohne mich" zu sein hat. LOL.




Montag, 18. August 2014

Oh, Du Mönch und all Ihr Schwarmengeister - ein einzig' Lichtlein macht noch keinen Meister!




Kommentar zu Nytia's Blog


Das Eichhörnchen als  Beispiel für "NichtS-Tun" (!?) anzuführen,  ist mir unbegreiflich. Wohlbemerkt für Nicht(sssss!!!)-Tun! Eichhörnchen sind im Gegenteil die fleißigsten Sammler, sie kümmern sich sehr wohl, es ist  ihre Natur/Programmierung, die Nahrung zu sammeln und einzugraben und Vorsorge für den Winter zu treffen. Nicht für Nicht(s)-Tun, sondern für absichtsloses Tun (Nichtttttt-Tun mit t)  sind sie ein Beispiel. Das gilt aber nicht nur für Eichhörnchen, sondern für die ganze Tier- und Pflanzenwelt, die gar nicht anders können, als dem ihnen eingeschriebenen göttlichen Plan (Programm)  zu gehorchen.

Das Tun der Eichhörnchen ist nur deshalb absichtsloses Tun, weil es nicht in ihrer Absicht, sondern in ihrer Natur liegt, zu sammeln und zu horten.  Sie denken nicht an die Zukunft und doch wird/ist alles getan und für alles gesorgt mit ihrem Tun. Alles Tun der Tiere ist absichtslos, weil sie kein Ego haben. Da ist kein Handelnder, kein "Jemand".

Die wahre Natur des Menschen liegt daher auch nicht im  NichtS-Tun von Klofrau Friedelinde, sondern im absichtslosen Tun, ohne zu Tun...  im NICHT-Tun, ohne "s". Dann erst folgt der Mensch dem Willen Gottes, dem Tao, dem ihm eingeschriebenen Plan/Programm.
Das Eichhörnchen kümmert sich,  aber be-kümmert sich nicht um seine Zukunft, und doch wird für alles gesorgt. Wenn der Mensch aber sammelt und hortet, liegt das nicht in seiner wahren Natur, sondern ist angstgesteuert, er denkt an die Zukunft, an's Überleben. Er will immer mehr, als er wirklich braucht. Sehet die Lilien auf dem Felde...

Das NichtS-Tun, wie es hier verstanden wird, ist Oblomow-Advaita. Und so lange man die Welt als  schlecht betrachtet, die beklagt und verbessert werden müßte, zeigt man damit, dass man glaubt, dass es etwas zu tun gäbe. Nytia u. Co. haben noch nicht erkannt, dass es außerhalb ihrer selbst keine andere Welt gibt, als das Ich. Ich = Welt.

Der Typ, der die 12 Lehren "verstanden" hatte und dennoch ebendig in die Hölle gefahren ist, ist nur deshalb in die Hölle gefahren, weil die Lehre keine lebendige Wahrheit für ihn war, sondern weil er sie nur mit dem Kopf erfasst hatte und sie wohl auf eine ganz ähnliche Weise gedeutet hat, wie man dies immer wieder bei dem Blogbetreiber lesen kann: er hatte keine "Wahre Einsicht".
Die "Große Erde" hat nichts mit dem Zustand unseres Planeten zu tun, sondern ist m. E. nur eine Metapher für die Große Mutter, wie sie z.B.  Laotse verstand.
Das Bewußtsein des NICHT-Tuns jenseits von Ego wirst du erst dann erlangen, wenn du erkennst, dass alles zweckgebundene und nützlichkeitsbedachte Tun - ob in böser oder  guter Absicht getan, eitel ist - VERGÄNGLICH!

Alles vergängliche Tun ist relativ.  Die Vergänglichkeit ALLEN Tuns und Machens erkennen - darum geht es. Kümmere dich nicht, sorge dich nicht um die Zukunft des Planeten, der Menschheit, ziehe deine Aufmerksamkeit ab von der Welt, egal ob du sie gut oder schlecht findest und folge deiner Wahren Natur.  Erkenne, dass alles, was du von der Welt weißt, nur eine Vorstellung deines Verstandes ist! ("Klugscheiß")  (Das Klingt wie eine Handlungsanweisung, woll, - ist auch nicht zu "machen", solange du keine Achtsamkeit resp. Gewahrsein entwickelt hast, in dessen Fokus allein dir die "Wahre Einsicht" zuteil werden könnte. Und solange dein Blick nach draussen geht und Gutes und Böses, Richtiges und Falsches wahrnimmt, wirds auch nichts mit  Gewahrsein von "Wahrer Einsicht".

Ooooh ihr Mönche, aaaach ihr  Eierköppe und Schönsprecher! Easy is right?
YES, aber leicht "nehmen", kannst du's eben nicht. Du mußt die Leichtigkeit SEIN. Die Dinge "leicht nehmen" ist der Versuch des Egominds, seine Kellerleichen,  die ihm das Leben so schwer machen, unter Verschluß zu halten; (leicht nimmt es auch die Klofrau Friedelinde)  Sehr lange funzt das aber nicht...Wie lange nimmst du's leicht? Ein kleiner Piekser nur und schon bist du wieder drin im Emo-Zirkus und der nächste Unliebsame fliegt aus deinem Blog. By the way: Was geschah eigentlich mit dem User "Alles ist Bewußtsein"?

Leichtigkeit gewinnst du vor allem nicht, indem du aus dem Hier & Jetzt "nach draußen" in deine gedanklichen Vorstellungswelten/Gräuelszenarien flüchtest... Da draußen ist niemand! Vergiß die Welt und laß die Toten ihre Toten begraben. Überlasse die Welt den Moralisten und Philosophen... Kehr um - das heißt: werde innerlich.
Sei achtsam. Der Anfang wäre damit getan, im Hier und Jetzt zu bleiben, statt sich mit Gedanken über den Zustand der  "Welt" zu identifizieren, egal wie sie  für dich auch sein mag - sie ist nur so, weil du  sie so siehst. Weil du konditioniert bist, sie so zu sehen... Du allein, dein Verstand, gibt der "Welt" die Bedeutung und hält die Interpretation  für die Wirklichkeit. Die Erkenntnis alles dessen als Maya und die Erkenntnis der WIRKLICHKEIT hinter deinen Vorstellungen und Gedanken bewirkt die wahre Leichtigkeit des Seins.

Der Schreiber N.zieht Schlüsse, d.h. er deutet mit dem Verstand und wenn der Verstand deutet, was jenseits des Verstandes liegt, nennt man das auch  "WeltKlugscheiß" und  "Moral predigen"....der Gutmensch ist nicht totzukriegen.

http://satyamnitya.wordpress.com/2014/08/04/friedelinde-es-ist-besser-nichts-zu-tun-und-es-leicht-zu-nehmen/

Nitya schreibt an anderer Stelle über Hingabe/Vertrauen ...".Na ja, wie kommt man zu diesem unbedingten Vertrauen? Gar nicht natürlich, solange da zwei im Spiel zu sein scheinen. Oder doch? Ich denke gerade an das Spielchen, das Gott mit Hiob gespielt hat. Ich nehm dir alles weg, was du hast, mal sehen, ob du mir dann noch vertraust."

Ja? Oder Nein? Oder doch? Ein bisschen sehr wirr, wenn man bedenkt, dass hier einerseits gesagt wird, dass es kein Vertrauen (in Gott/Dharma)  geben könne, wo zwei im Spiel seien...
Wer sind denn die zwei? Mensch und Gott. Es kann nur Vertrauen und Hingabe geben wo es ein Gegenüber gibt. Und Gott ist solange ein DU, ein Gegenüber, bis die Einheit mit ihm erkannt ist. Wer Gott aus dem spirituellen Prozess draussen vorlassen will, hat das Ziel schon vefehlt:Heilung, Menschwerdung. Aber schließliich führt Nitya den lieben Gott mit Hiob durch Hintertür wieder ein. Also doch zwei???? Oder sogar drei? Fragen über Fragen...
By the way: Wenn Gott dir alles genommen hat,  b e w e i s t  sich allererst dein Vertrauen. Da musst du schon einen Vorschuß leisten und es dirzuerst einmal recht gut mit IHM gehen lassen...die Dunkle Nacht des Hiob wartet gleich um die Ecke. Du bist Hiob.

Rinzai meinte zu den  Fragen seiner Anhänger: Wer seinen Mund auftut, hat es schon verfehlt.  LOL!



Krankheit


Wenn ich sage, ich sehe die Krankheit, dann sehe ich "Struktur" , anders kann ich es nicht beschreiben. Es gibt ja die Sucher oder gar Finder, die glauben, Krankheit zu sehen, wäre unmöglich, wenn man "erleuchtet" sei. Krankheit zu sehen, sei eine "Wertung" und komme daher aus dem Ego. Gut möglich, dass ich das früher selbst mal so geglaubt habe... aber dem ist nicht so. Ich sehe Krankheit genauso, wie ich das Ego, das falsche Ich anderer Menschen wahrnehme, wenn es in Aktion tritt. Nicht, weil es mir Spaß machen würde, anderer Menschen Schatten zu sehen, sondern weil ich die Heilungsbedürftigkeit oder -notwendigkeit sehe. Das ist für mich "Lernstoff". Erst seit 2011, seit  ich Ich bzw. die Welt von Innen her wahrnehme, kannn ich solchen Dingen bis auf den Grund sehen und gehen. Das nennt man auch "Hell-Sehen" - aber nein, die Zukunft kann ich nicht sehen,  sicher aber verstärkt sich dieses Hell-Sehen immer mehr und erfaßt oder beleuchtet immer größere "Räume". Hellsehen ist ein Aspekt unserer Wahren Natur.

All das, was "ich" heute "kann",  tun wir Menschen alle ununterbrochen, wir sind uns dessen nur nicht bewußt, wir vertrauen uns und unserem Unbewußten nicht und schenken dem deshalb keine Aufmerksamkeit und verdrängen... Alles, was dir spontan in den Sinn kommt ist WAhrheit ohne Unterschied, - ob persönliche-relative  oder überpersönlich-absolute Wahrheit spielt keine Rolle. Wir glauben unserem unbewußten Gott nicht, wir fangen sofort an, nachzudenken, ob das denn richtig und gut sei, was da so in den Sinn kommt. Ob "man" das denken oder sagen darf...

Neulich dachte ich an einen Mann, der mir reichlich aktivistisch erscheint und m. E. nicht innehalten und zur Ruhe kommen kann. Sofort fiel mir eine Medizin dagegen ein: Mondlichtbaden in einem Weiher bei Nacht, in stiller Rückenlage. Als ich daran dachte, dies dem Mann zu empfehlen, kam  sofort die Vorstellung einer Mauer und dass es diesem Mann unangenehm werden könnte, wenn ich mich zu sehr  in sein Leben "einmische".  Ich meine, es sind ja keine Ratschläge, die ich erteile, es teile nur die Dinge mit, die ich "sehe" und denen ich nun  absolut vertrauen kann.
Diese Vorstellung einer Mauer - war das nur die Projektion meiner Befürchtung, oder kam dieser Impuls ebenfalls aus dem Unbewußten? Spontan oder impulsiv? Solche Fragen bewegen mich immer wieder. (Anm. Ich lag völlig richtig mit der Mauer, es hat sich später bestätigt.)

Ich sehe, s c h a u e  also  eine psychol. Struktur, das heißt, ich analysiere  nicht mit derm Kopf, obwohl die Ratio selbstverständlich mitbeteiligt ist an diesem Prozess, denn das, was ich schaue, will ganzheitlich, also auch intellektuell verarbeitet und in Sprache umgesetzt werden. Auch die Erinnerung spielt eine Rolle, denn zu der Struktur fallen mir oft, aber nicht immer spontan auch die herkömmlichen Diagnosen zu dieser STruktur ein, die mir durch meine Krankenhausarbeit  in Psychosomatik und Psychiatrie her geläufig sind.


Ich habe schon des öfteren Fritz Riemann erwähnt. In seinem bekannten Buch "Grundformen der Angst" beschreibt er, wie die verschiedenen Ängste mit verschiedenen neurotischen Zügen zusammenhängen, die in jedem Menschen in  mehr oder weniger ausgeprägter Form zu eigen sind. Ich kann dem Buch in voller Gänze zustimmen, ich habe auf meinen "Schattenreisen"  den  gesamten Neurose-Quadranten  sozusagen "durchtobt".  Ich konnte alle diese Neurotizismen in mir erkennen und auflösen.
Wer sich selbst erkannt hat, erkennt alle Menschen. Das gilt für das kleine Selbst genauso wie für das Wahre SELBST.

Niemand will neurotisch sein, aber jeder ist es. Die Angst und Abwehr, die diesem Wort entgegengebracht wird, ist verständlich. Aber ein spiritueller Sucher sollte sich dieser Angst bewußt werden... die meisten allerdings reagieren so abwehrend wie Otto Normal auf die Aussicht, zu einem Psychiater gehen zu müssen. Da ist immer noch das Vorurteil am Werke, neurotisch zu sein, hieße verrückt zu sein. Eugen Drewermann schrieb irgendwo, dass Neurose die Sünde sei. So ist es. Erbsünde sozusagen. Das versteht man aber erst, wenn man in Kontakt mit seinem Unbewußten gekommen ist. Selbsterkenntnis ist immer auch ein personaler Prozess. Im Christentum hat man seine Sünden bekannt und gebeichtet. In der Psychotherapie wird man sich seiner Abwehrmechanismen und seiner Neurosen bewußt. Die Wirkung ist dieselbe. Erlösung. Befreiung.


Pseudo-Advaita

als Trial & Error zu bezeichnen, ist schon recht blauäugig.
2000 Jahre exoterisches Christentum - Trial & Error? Die mißverstandene bzw. gefälschte  Botschaft Jesu - Trial & Error? Das ist auch nichts anderes als Pseudo-Advaita. "Godfather-Syndrom". Da wurde der Irrtum - die Verfälschung der Botschaft Jesu -  für Jahrtausende zum Massenwahn.
Die Advaita-Lehre ist nichts besonders Exklusives, sie hat nur den Geruch des Besonderen. Die Mystik des Christentums, des Islam (Sufi) u.a.  sagt nichts anderes. Einheit ist Einheit und die Erfahrung von Einheit ist immer dieselbe, egal aus welcher Religion jemand kommt, die Mystik, die Essenz ist immer dieselbe.
Advaita klingt elegant, trendy. Advaita-Cafe - Wow! Klingt doch ganz anders als Einheits-Cafe, Nicht-Zwei-Cafe! Gottvater-Cafe....Triunity-Cafe, Leere-Cafe, Nichts-Cafe. Nobody-Cafe. Wortmagie.

Das Eine ohne Zweites; das ist im patriarchalischen Christentum Gottvater ohne die übrigen 2 "göttlichen "Personen" - das ist das Eine ohne Zweites, wie es im Pseudo-Advaita verstanden wird,  2000 Jahre patr. Christentum brachte Gottvater ohne Sohn und Heiligen Geist, von der Mutter gar nicht zu reden..dem Sohn und Heiligen Geist zollt man nur Lippenbekenntnisse und die Mutter - die Weiblichkeit Gottes  modert immer noch als Kellerleiche im kollektiven Schatten.
Das nenne ich das Godfather-Syndrom, Pseudo-Advaita - eine leere Einheit, die alles ausschließt, was die Fülle des Seins ausmacht!
Statt das Zweite  - die Vielheit, die Dualität, Polarität  - transzendierend einzuschließen, schließt man die im Pseudo-Advaita konzeptuell aus.

Das Eine ohne Zweites bedeutet in Wahrheit aber einfach nur die Transzendierung der Dualität, nicht deren Eliminierung.  Das Zweite ist im Einen eingeschlossen und aufgehoben, aufgehoben im zweifachen Sinne. Paradox. Nicht zu verstehen. Das Pseudo-Advaita ist nichts anders als das Pseudo-Christentum, dieselbe Pseudo-Religiösität, die den Menschen und die ganze Welt an den Abgrund gebracht hat.

Wenn ich  Pseudo-Advaita "kritisiere", dann kritisiere ich damit zugleich das traditionelle patriarchalische  Kirchen-Christentum, (du kleiner Racker, du, der mir in einem Blog-Kommentar den wohlmeinenden GutmenschRat gab, doch endlich mit meiner Kritik am Pseudo-Advaita und dem Schlachten Heiliger Kühe (Ramesh B.) aufzuhören, das wäre nur Trial & Error. Darum geht es nicht.  Solange ich etwas nicht TOTAL durchschaut habe, wird es eben weiterhin durchschaut. ... oi oi oi und du willst "alle" Heiligen Kühe geschlachtet haben? Wäre dies tatsächlich der Fall, dann hättest du den SINN hinter den Schlachtungen verstanden.



Die Leerheit

der Dinge (in Abwesenheit von Ego)  bedingt die Fülle des Geistes! Das heißt, erst die Leerheit macht der Fülle Platz, d.h. die Abwesenheit des Egos bedingt die Anwesenheit des SELBST.

Das Advaita-Schlagwort bzw. die Kultphrase vom "Einsickern des Verstehens" bedeutet nichts anderes als das Aufscheinen der geistigen Erkenntnis/Weisheit,Wirklichkeit;  christl: Herabkunft des Hl. Geistes: eine sprudelnde Quelle ständiger Ein-Sichten (Erleuchtung), des GeWAHR-SEINS von Wahrheit, der relativen wie der absoluten Wahrheit.
Was da "einsickert", sind Ein-Sichtströpfchen aus dem unendlichen Weisheitsreservoir Gottes.
Der Begriff "Verstehen" ist mißverständlich, denn er impliziert ein Verständnis des Egominds, der niemals verstehen kann,was über ihn hinaus geht. 


Respekt

Ich höre einen Gesprächsfetzen im Vorübergehen:" Respekt heißt, nicht nur vor der Person, sondern auch vor deren Meinungen zu haben....".

Tja, das gilt nur für die dual-personale Ebene und auch da gilt: Meinungen sind keine Tatsachen. Aus transpersonaler Sicht sind alle Meinungen abzulegen, besonders wenn man sie für die eigene hält. Unmöglich, dass ein Meister jemals Meinungen tolerieren oder gar respektieren würde. Solche Sätze wie sie oben gesprochen wurden von Otto Normal sind sogar nicht selten aus spirituell berufenem Munde zu hören, da hält man Meinungen mitunter  sogar für  "persönliche Wahrheiten".
Es besteht kein Anlaß, die Person, d.h. das falsche Ich mit seinen   second-hand-Meinungen zu respektieren. Im Gegenteil, diese Personen inc. ihrer Glaubenssätze und Meinungen soll zerstört werden.


Demenz

Ich habe mich ja schon einmal gefragt, ob ein SELBSTverwirklichter Mensch Demenz bekommen kann. Mir schien und scheint das immer noch unmöglich. Wer sich SELBST/Gott verwirklicht hat,  der ist schon im Leben gestorben. Das heißt, im Egotod hast du alles losgelassen und "vergessen", d.h. du hast deine Identifizierung mit deiner Geschichte und Vergangenheit usw. losgelassen.  Alzheimer oder Demenz im allgemeinen ist ein körperlicher Prozess, der über einen längeren Zeitraum genau dasselbe Vergessen im Sterben simuliert, nur dass dieses Sterben zum körperlichen Tod führt.
Krankheit ist Metapher, Hyroglyph mit einem geistigen Hintergrund. Krankheit ist m. E.  immer eine Manifestation des Unbewußten, die besagt,  dass da etwas bewußt gemacht werden will.  Eine körperliche/somatische Manifestation  ist meist Ausdruck der Psyche.  Psyche und Soma sind untrennbar miteinander verbunden. Wer nicht auf seine Seele hört, der muß fühlen. Wer nicht loslassen kann, der wird letztlich über den Körper bzw. Krankheit  gezwungen, loszulassen, um "einzugehen durch die enge Pforte"

Mit der Neurose zur Erleuchtung?
Jesus: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? …
Das triffts auf den Punkt!




Von Jiddu Krishnamurti


sagt man, er hätte sich beklagt, dass niemand von seinen tausenden von Zuhörern seiner Vorträge das JETZT erfahren habe, welches er ihnen (redend) ständig vor Augen führen wollte.
Jetzt weiß ich auch warum das nicht möglich war oder ist: Er hatte das "Kleine Jetzt" nicht berücksichtigt: die Befindliichkeit des Ichs  in seiner Ego-Trance mit seinen gegenwärtigen Gefühlen (der Abwehr, der Zuneigung, des Ergreifen- und Habenwollens). Diese Trance konnte er mit Sprechen nicht durchbrechen.  Er sprach i.d.Regel zu Intellektuellen (Eierköppen), die zwar ganz Ohr wahren allerdings nur einohrig/linkshirnig auf seine Ausführungen reagiert haben. Er hat ihnen das überpersönliche Hohe JETZT  - die Zeitlosie Ewigkeit - vermitteln wollen, ohne auf das persönliche "niedrige Jetzt" einzugehen.
Natürlich ist es für Menschen jederzeit möglich, in eine  JETZT-Erfahrung einzutreten, das Ego kann jederzeit  beiseitetreten, aber diese einzelne Ego-Entrückung macht noch keinen Meister. Meister wird man erst, wenn das Ego komplett gestorben ist bzw. wenn man SELBSTverwirklichung im Sinne von kompletter Wiedergeburt erlangt hat.
Um auf Dauer Gewahrsein zu erlangen, ist die Annahme dessen, was jetzt ist, was jetzt in der Person vorgeht, die Voraussetzung und  Bedingung für die Transformation auf die höhere Stufe der  transpersonalen  Erfahrung von "JETZT".



UG Krishnamurti.

"Das Problem oder das Pathologische, wenn Sie so wollen, entsteht dann, wenn sie ständig mit sich im Selbstgespräch sind, unabhängig davon, ob die äußeren Umstände das Denken überhaupt erfordern. Sie unablässig mit sich selbst: Ich bin unglücklich, was ist der Sinn des lebens usw. Wenn die unaufhörliche Kommunikation mit Ihnen nicht vorhanden ist, sind SIe, so wie Sie sich kennen und erfahren, nicht vorhanden. Wenn es diesen inneren Monolog nicht mehr gibt, fehlt auch das Bedürfnis, mit anderen zu kommunizieren, Sie kommunizieren  mit anderen also nur,, um die Kommunikation mit sich selbst aufrecht zu erhalten....
UG Krishnamurti"

WAs UG hier sagt, stimmt nur teilweise. Das normal-Pathologische sind m. E. nicht die Selbstgespräche, sondern dass die Selbstgespräche diskursiv-horizontal verlaufen, entweder vergangenheitsbezogen oder zukunftsbezogen, nicht die Selbstgespräche, sondern die Identifikation mit den Gedanken... Diese Befangenheit in Selbstgesprächen sind mit ein Grund dafür, warum wohl niemand von den "Eierköppen" vom Zuhören erleuchtet werden konnte. Keiner konnte mit dem vertikalen Ohr hören, dem mit derTiefe verbundenem Herzensohr. Trotzdem kann es passieren, die Herzöffnung...jederzeit.

Richtig ist, dass kein Bedürfnis mehr nach Kommunikation besteht, wenn das diskursive Denken aufhört. Das Denken, die "Selbstgespräche" hören nicht auf,  weil oder wenn die Selbstgespräche auf eine höhere Ebene transformiert sind.  Die Basis hat gewechselt vom Egogespräch zum bewußten SELBSTgespräch und der Bewußtheit darüber, dass die Kommuniikation mit anderen SELBSTbezügliche SELBSTgespräche sind.  Die Verlagerung geht von der horizontalen diskursiven Denke zur vertikalen Erkenntnis, die ja auch wiederum  in Worte gefasst werden will.
Dass man kein Bedürfnis mehr nach Austausch oder  Kommunikation im ganzen hat, bedeutet aber keineswegs, dass man keine Kommunikation mehr hat oder dass man zum Schweigen verdonnert ist! Man schwätzt sozusagen, ohne zu schwätzen.... LOL!


Diesseits von Ego bist du egoistisch-selbstbezogen. Sogar der Altruist ist aus transpersoneller Sicht ein selbstbezogener Egoist, der nur "glaubt", dass er irgendetwas für die anderen Menschen tue.
Leider scheint mir auch bei den Worten UG Krishnamurtis eine Leere ohne Fülle durch... sehr mißverständlich... eine Leere ohne GEIST. Ich habe nicht allzuviel von ihm gelesen... Aber man sollte beim Lesen von Texten sog. Meister immer daran denken, dass diese Menschen auch erst zum Meister reifen mußten...(Wer weiß, aus welcher Zeit seine Worte stammen) ...dass eine Erfahrung noch keinen Meister macht - außer die  voreilig selbsternannten Meister, die auf einem Auge blind sind, weil sie auf die notwendigen menschlichen Reifungsprozesse meinen  verzichten zu können).

Das Problem ist, was ich heute an WAhrheit erkenne, erscheint morgen möglicherweise wieder in einem ganz anderen Licht und in einem anderen oder in größeren Zusammenhängen. Man sollte möglichst auch beachten, dass die Texte von sog.  Meistern  über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg entstanden sind und dass manche Unwahrheiten oder Mißverständnisse  eben auch darauf beruhen, dass die Meister nicht immer (vollendete) Meister waren, als sie ihre Worte sprachen.
Wie man in der Spiri-Szene gut beobachten kann, gehen die meisten Menschen mit ihren spirituellen Erkenntnissen, Erleuchtungen und Erweckungen viel zu schnell an die Öffentlichkeit, manche fühlen sich nach nur einer Erfahrung gar ad hoc zum Lehrer berufen, weil sie eine einzelne spirituelle Erfahrung  mit SELBST-Verwirklichung verwechseln, den Teil für das Ganze halten.




Annahme 

Annehmen, was ist, heißt für den WIedergeborenen jenseits von Ego  keinerlei Widerstand mehr gegen die Dinge und Situation/Menschen zu leisten. Hier bin ich absolut unfähig, Widerstand zu leisten, (was aber nicht heißt, dass du zu gegebener Zeit nicht laut und deutlich Tacheles reden könntest.) Wenn ich mir dies oder jenes vornehme und mein Vorhaben scheitert an irgendwas, dann nehme ich das emotionslos hin. Deswegen gibt es für mich auch keine Probleme mehr: Wo kein Widerstand herrscht und nur Annahme ist, da ist es unmöglich, ein Problem zu kreiieren. Mein Haut ist zudem dicker als eine Elefantenhaut, da prallt alles ab. Nicht nur Tadel,  Abwehr und Abneigung anderer Menschen, sondern auch deren Zuwendung und Zuneigung.

"Das, was ist", ist nicht in jedem Fall dasselbe:
Diesseits von Ego nämlich, heißt annehmen, was ist, zuerst einmal, den Widerstand anzunehmen gegen das was ist! Hier geht es immer um die Annahme des  Hier und Jetzt meiner persönlichen Befindlichkeit bzw. der Situation, in der ich mich befinde. Meistens flüchte ich mit allerlei Abwehrmaßnahmen aus der Gegenwart....

Ich meine, dass dies mit für die Verwirrung verantwortlich ist, die auf spirituellem Gebiet herrscht: dass man den BW-Zustand diesseit mit demjenigen jenseits von Ego verwechselt oder gleichsetzt!
WEnn ich die Redewendung Jenseits von Ego benutze, meine ich  i m m e r  den "entkoppelten" Perma-BW-Zustand des WIedergeborenen. Keineswegs ist damit ein singulärer vorübergehender Erwachens- oder Erleuchtungszustand gemeint, bei dem das Ego für eine kurze Zeit beiseite getreten ist.
DAS, WAS IST ist jenseits von Ego die unpersönliche REINE neutrale Wahrnehmung der WIRKLICHKEIT des Moments.