Montag, 30. Juni 2014

Für dich Kybalion, mein Sohn, ein Extrablatt - hier ist es schon!




Magie und Mystik



"Karmabefreiung" ist nichts anderes als der Prozess der personalen Schattenintegration: Im Schattenprozess wird die Spreu vom Weizen getrennt. Schattenprozesse sind (Ego-) Sterbeprozesse.

Die apokalyptischen Bilder der Bibel zeigen das Ende der Welt im Gericht, ein Auswahlprozess von Gut und Böse, Spreu und Weizen,  wo die Menschheit entweder auf die rechte oder auf die linke Seite Jesu gestellt wird. Das ist nur Symbol für inneres Geschehen auf dem Weg der SELBSTwerdung.
Jenseits von Ego, jenseits von Dualismus gibt es keine Menschheit, keine "Anderen". Von daher kann ich auch nicht verstehen, dass man sogar im Christentum glaubt, dass man seine Lieben nach dem Tode wiedersieht.
Astrale Welten?   Viele glauben daran und manche schwirren sogar zu Lebzeiten darin herum, wenn man ihnen Glauben schenken darf.
Wenn ich mich recht erinnere, sagt Jesus in der Bibel, dass man sich vor den sog. astralen Bereichen hüten soll. Das ist nach meiner Erkenntnis und Erfahrung völlig richtig. Die Beschäftigung damit ist ein Umweg und kann zum Irrweg werden, wenn dies nicht rechtzeitig erkannt wird. Viele Menschen erliegen ihrer Faszination. Das gilt ebenso für die archaischen Bereiche. Schamanismus kann, wo man damit identifiziert ist,  eine ebensolche eine Falle sein, und führt nicht unbedingt zur SELBSTverwirklichung.

(Ich habe auf meiner inneren Reise gelernt, mich nicht mit solchen Bereichen zu identifizieren, ich nahm solche Phänomene zur Kenntnis und ließ sie weiterziehen. Wie es für mich aussah, ist der Dualismus in diesen Astralbereichen nicht aufgehoben - es geht aber genau darum: den Dualismus zu überwinden!)

Magie - dasselbe. Der Mensch, der sich für Magie interessiert oder sogar sein Leben danach auszurichten bestrebt ist, will in erster Linie (be-)herrschen... Menschen, die sich schwach und ohnmächtig fühlen und/oder in ihrer Kindheit Opfer von Mißhandlung, Ächtung, Ausschluss und Mobbing wurden, sind hierfür besonders disponiert.
Dasselbe gilt aber auch für die Mystik. Aber ganz egal, wofür man sich nun entscheidet - für Magie oder Mystik - primär will man seiner Ohnmacht, d.h. einem meist unerträglichen Leiden an der Welt und den Menschen  bzw. seiner realen Lebenswirklichkeit entkommen.  (Persönlichkeitsstörungen wie Narzissmus und Borderline-Syndrom sind in diesen Bereichen keine Seltenheit)

Beides, sowohl Magie als auch die Mystik, kann zur Krankheit oder zur Chance werden, d.h., Magie wie Mystik kann bei einem Menschen mit vorwiegender Täterstruktur zu einem Instrument der Macht werden, um andere Menschen zu kontrollieren, unterdrücken und zu beherrschen.
Bei vorwiegender Opferstruktur wird man Magie wie auch Mystik (Spiritualität)als Fluchtburg und Dissoziation von Ich und  Alltagswelt benutzen. Das sind dann jene MenschenTypen, die sich der Kontrolle eines  Gurus/Lehrers/Therapeuten willig unterwerfen und an seiner Macht(mißbrauch)  zu partizipieren.

Hier liegt nämlich eine der großen Gefahren auf dem Weg: der Identifikation mit den Archentypen, dir dir unterwegs begegnen werden. Wer mit Archetypen oder sog. Archangeln identifiziert ist, befindet sich noch innerhalb des dualistischen Gut&Böse-Modus. Wer da glaubt, in den sog. Himmeln herrsche eitel Sonnenschein, ist schwer im Irrtum. Tatsächlich herrschen hier Kampf und Krieg unter den Mächten und Gewalten. Die archetypische Engelwelt ist in sich ebenso gespalten wie der Mensch es ist. Tatsächlich ist die sog. Engelwelt ein Teil unseres inneren Kosmos. Sie gestalten unser Leben bzw. werden wir von ihnen gelebt und zwar so lange, wie wir ihrer nicht bewußt, d.h. mit ihnen identifiziert bleiben.

Wie immer erkenne und  spreche ich aus eigener Erfahrung. Vor vielen Jahren einmal habe ich uva. auch die große Macht des Magier-Archetyps in mir gespürt - WOW!  - ein pseudopodisches Superego, welches die ganze Welt umspannt. Damals konnte ich diese Kräfte oder Mächte weder in gut noch böse einordnen. Trotz der Faszination und verführerischen Anziehungskraft habe ich mich instinktiv dagegen entschieden - und das Identifikationsangebot abgelehnt.  Es fühlte sich einfach nicht wahr und richtig an; heute weiß ich, dass ich intuitiv das Richtige tat.

"Und Satan führte Jesus auf einen sehr hohen Berg zeigte und bot ihm alle Königreiche dieser Welt an, wenn er niederfiele und ihn anbetete."
Heute erkenne ich in meiner damaligen Situtation eine Entsprechung zu einer der Versuchungen Jesu in der Wüste. Der Mensch Jesus  (auf seinem Weg zur Vergöttlichung) wird hier von den SuperKräften des (teuflischen oder inflationären) spirituellen SuperEgos in Versuchung geführt.
Gott führte Jesus in eine Wüste ...
Das bedeutet: Jeder Mensch  wird  auf seinem spirituellen Weg "40 Tage"  - der (Zahlen-)Mystiker kennt die Bedeutung -   in die Wüste geschickt.
Die "Dunkle Nacht der Seele" ist eine andere poetische Umschreibung für den Aufenthalt  in der Unterwelt, dem Reich der Schatten...

Erst heute zeigen sich mir die verschiedenen Stationen meiner Reise durch die Unterwelt in der entsprechenden  Bibelmetaphorik. Die Bilder der Bibel  sind wie alle religiösen Bilder allesamt Inhalte des Kollektiven Unbewussten. Nur der, der sein Karma bereinigt hat, d.h., der seine personalen Schatten transformiert und somit integriert hat, hat auch Zugang zum kollektiven Unbewussten.

Magie und Mystik sind in letzter Instanz eine Einheit. Zu dieser Bewußtheit/Gewahrsein  zu kommen, ist die Aufgabe des evolutionären Bewußtsein.


Sonntag, 29. Juni 2014

So mancher Mensch hält für Marotte die Buddhaschaft und nennt's "Karotte"






Bücher

Wo ich mich mit Hesse, Kafka, Hölderlin, Nietzsche  uva. Schriftstellern und Dichtern im persönlichen Lebensschmerz des Einzelnen getroffen habe, so betrat ich mit Mary Daly zusammen den Bereich des kollektiven Schmerzes. (Wer ihre Bücher Jenseits von Godfather & Co., Gynökologie, Reine Lust, kennt und Mary Daly in die Tiefen des kollektiven weiblichen  Unbewußten folgen konnte, weiß wovon ich spreche.)


Wer den Weg der Individuation geht, wird nicht umhinkommen, sein Mann- oder Frausein aus dem kollektiven Menschheits-Blickwinkel heraus zu erfahren und den kollektiven Schmerz zu spüren. Nicht nur um die Person, sondern auch  die Welt so zu sehen wie sie "wirklich" ist,  - darum geht es in den Schattenprozessen, auch wenn die transformativen Prozesse auf einer höheren Ebene  diese Art der "Realität" wieder aufheben.

Wie mir meine "Feldforschungen" zeigen, handelt es sich bei den meisten sog. Spirituellen um Menschen, die sich in die Spiritualität flüchten, um sich nicht mit sich selbst und der Welt auseinandersetzen zu müssen.



Neo-Advaita


ist für mich eine Religion wie jede andere, solange es nur Gläubige und keine wahren Mystiker gibt. Auch eine Religion, die vorgibt, keine Religion zu sein, weil sie auf die üblichen konfessionellen Vokabeln verzichtet, ist dennoch eine, insofern sie dogmatisch an ihre sog. Wahrheiten glaubt. Da erscheint ihnen vielleicht nicht Gott, sondern "ES", weil es so nett neutral klingt.  Da ist man ja auch des Glaubens, dem  Meister, der per se überkonfessionell ist, würde auch das konfessionelle Vokabular obsolet.

Irrtum, lieber Mann. Im überkonfessionellen reinen neutralen Bewusstsein wird dir das konfessionelle Vokabular BEWUSST, da  werden die Worte zu Fleisch, da werden dir die konfessionellen Schriften jeglicher Religion  offenbart, in deiner Sprache: ES "erscheint" dir als die Bedeutung. Da  leuchtet dir die innere Wahrheit der Dinge und Worte  auf ... das Unbewußte entläßt seine Schätze...Jenseits von Ego gibt für mich nur Erscheinung im Sinne von Erleuchtung, "Aufscheinung" im Fokus des Gewahrseins, sonst nichts. (Verzeih mir, Herr Fredo, wenn ich mir eine kleine Umdeutung erlaube... lol)

Sowas wie die grundlose d.h. ursachenlose "Erscheinung" gibt es für mich nur jenseits von Identifikation. Dem Neo-Advaita-Dogmenjunkie, dem  Wut oder Ärger "erscheint", der hat nichts verstanden, denn er ist noch mit Wut und Ärger identifiziert, die allesamt eine Ursache haben. DAs Gewahrsein aber ist der Klebstofflöser, der jede Identifikation auflöst.

Ursachenlosigkeit  gibts nur, wo alle Ursachen "beseitigt" sind. Ursachenlose "Erscheinungen" gibt es daher m. E. nur im Gewahrseinsfokus. Wut kann dir nicht im Gewahrseinsfokus erscheinen, weil  n e u t r a l e  reine Bewußtheit m. E. so etwas wie Wut gar nicht wahrnehmen kann.
Weil: der Begriff "Wut" ist Bewertung, Wertung einer  im Grunde neutralen energetischen Wallung, die aber von einem wütenden Ego nicht neutral wahrgenommen werden kann.  Gewahrsein ist das, was die Wertung bzw. die Identifikation mit der Wertung  bewußt macht und dadurch die Identifikation (die Ursache)  auflöst, Klaro?

Nochmal: Was im Gewahrsein erscheint,ist per se ursachen- und grundlos, weil es jenseits der Identifikationen/Ego ist - das müßte mir jetzt langsam klar sein, LOL!  (Jaja, ich weiss jetzt schon, nur noch ein paar Windungen mehr und schon habe ich wieder den Knoten in der Birne und alle Klarheiten sind wieder beseitigt...ich glaub, ich  gehe besser mal  Kartoffeln schälen...LOL! Oder Shopping Queen angucken.)


Nach der Auferstehung


im Herbst 2011 war ich eine lange Zeit wohl überwiegend rechtshirnig gepolt, mir fiel es sehr schwer, die Beiträge im Forum in Gänze zu lesen und manchmal schien mir die deutsche Schriftsprache so fremd wie chinesisch, daher fiel es mir schwer, den Zusammenhang eines längeren Beitrages zu checken. Das Ausleseverfahren meines Minds war spontan:  Ein Wort oder Satz, der mich ansprang und sofort und ohne nachzudenken, schrieb es aus mir heraus Dinge, die ich in meinem Leben noch nie gewußt, gedacht oder gehört habe. Und ob das nun zum Thema passte oder nicht, war mir schnurzegal. Mittlerweile hat sich alles gelegt und ich bin wieder gut angepasst....LOL. Ich bin sogar wieder soweit, dass ich mir die Mühe mache, mir den Gesamtzusammenhang eines Beitrags zu erarbeiten - Igittigitt....

Außerdem war ich oft off topic mit meinen Kommentaren und fand das sehr lustig. (Vor allem fing ich plötzlich an zu dichten!) In meiner unkategorischen Grenzenlosigkeit  fand ich auch, dass ich meine Kommentare überall hin hätte posten können, sie paßten für mich in jede Allmystery-Kategorie. Das war eine sehr beschwingte Zeit. Diese Kundalini- Beschwingung und Leichtigkeit wurde wohl deshalb weniger, weil in den Foren eben das Linkshirn vorherrscht und ich mich darauf einlassen mußte, um mich einigermaßen verständlich zu machen. Mit der Zeit kam ich wieder "runter". Eigentlich bin ich nicht "unten", ich würde sagen, dass ich jetzt ausbalanciert bin... aber ständig high zu sein, war schon "cool". Man könnte es vielleicht mit einer Manie vergleichen, nur ohne psychische Erregung und die ganze üble Symptomatik.
Jetzt nach 3 Jahren hat sich der Hype gelegt, der Flow aber blieb.


Ein "Meister",


der sich noch in die Stille und Meditation zurückziehen muß, um sich zu sammeln, ist kein Meister. Dem wahren Meister ist es Jacke wie Hose, wo er sich aufhält, er ist immer in Meditation. Das heisst, er kann mit Leichtigkeit aus dem diskursiven Denken in den Vertikalen "Quellmodus" wechseln. Da brauchts kein Sitzen, keine besonderen Techniken mehr, es geschieht ohne Mühe ganz von SELBST. Wo das Gewahrsein noch nicht marktplatzkompatibel ist, kann man nicht von Meisterschaft sprechen. Da ist der finale Kampf noch nicht gefochten.
Ein Meister ist für mich der, der den finalen Kampf gekämpft hat und den letzten Tod gestorben ist;  einer,  der  "jenseits von Erleuchtung" - Param advaita ist...der über den Jordan ist und das "Andere Ufer" erreicht und damit das erreicht hat, was ich bislang Permanentgewahrsein nenne und bei Ken Wilber "permanent adaptation" heißt, wie ich heute zufällig auf Facebook gepostet bekam.

Recht eigentlich gesehen, fängt die  Meisterschaft erst hier an. Erst hier beginnt für mich der Pfadlose Pfad. Was das Substantiv Meisterschaft  impliziert, entspricht nicht der WIRKLICHKEIT des fliessenden Lebens. Der Begriff der Meisterschaft gaukelt eine Fertigkeit, Perfektion und Vollkommenheit vor, die es  so (für mich) nicht gibt.
Das Meistern hört nicht auf: Da es in der Offenen Weite des  Pfadlosen Pfads um kontinuierliche Bewußtseinserweiterung geht, d.h. schlecht ausgedrückt, um so etwas wie eine  kontinuierliche Vergrößerung des Gewahrseinsfokus, - würde das Verb "meistern" die Sache weit besser ausdrücken, da der  wohl unendliche Prozess der "Gottwerdung"  bzw. das Meisterwerk der Vergöttlichung (resp. Vermenschlichung)  unaufhörlich "gemeistert" werden wird.



Neo-Advaita

Ich weiss nie so recht, wie ich das verstehen soll, wenn ich immer wieder höre,  dass man "nichts tun" kann. (kann?)  Also bleibt mir nur die Vermutung.
Es gibt also für mich zwei Möglichkeiten das zu verstehen: Einmal, dass man glaubt,  gegen das, was immer auch  "erscheinen" will, könne man nichts tun...oder zum anderen, dass es sich nicht lohne, sich in Richtung Spiritualität, Bewusstseinsentwicklung usw. überhaupt zu bemühen, weil das Ich als Macher der Motor dieser Bestrebungen sei.
Beides ist m. E. falsch und einseitig gedacht.
Sagen wir mal, da "erscheint" bei jemandem so etwas wie Wut oder Ärger, wie ich das des öfteren schon gelesen habe - dann ist der Mensch sich dessen zwar bewußt, aber nicht gewahr. Wo die simple Aufmerksamkeit des Egos mit Gewahrsein verwechselt wird, glauben dann die Leute, dass ihnen der Ärger im Gewahrseinsfokus erscheint.
Was im Gewahrseinsfokus auch immer erscheint, wird immer auf neutrale unberührte und gleichmütige Weise wahrgenommen! Es ist unmöglich, im  Gewahrsein wütend zu sein oder so was wie Wut wahrzunehmen!


Im spirituellen Kontext liegt das Tun wohl eher im Lassen. Man kann gegen Wut und Ärger durchaus etwas "tun" und die Waffe heißt: Achtsamkeit und Annahme. Achtsamkeit heißt, etwas zu lassen und zwar die Aufmerksamkeit aus der äusseren Welt abziehen und nach innen richten, Selbstbeobachtung auf die Gedanken und Gefühle, den Körper. Was nicht heissen soll, dass ein Mensch  die Aussenwelt vernachlässigen soll. Das darf er schon deswegen nicht, auf dass er sich nicht in den Innenwelten verliere.
Wer achtsamkeitsgeübt ist, den führt die Achtsamkeit ziemlich schnell  h i n t e r  die Wut zu dem grundlegenden Schmerz bzw. Angst. Das nennt man Schattenarbeit. Aber gegen diesen Begriff sind die Neo-Advaita-Anhänger höchst allergisch!

Was mir aber ziemlich dubios vorkommt, dass - nach Berichten ihrer Anhänger -  sogar fremd- und selbstzerstörerische Verhaltensweisen ("Erscheinungen") und neurotische Reiz-Reaktionsmuster unter dem Aspekt des Nix-Tun-Könnens  "erscheinen" dürfen, Das bedeutet im Klartext: der Schatten wird voll ausgelebt, statt transformiert.
Das sei eben so, sagt der Neo-Advaita-Mensch, das sei determiniert und so wolle "ES" eben erscheinen.

Es ist aber unmöglich, dass man von der Person (Ego)  desidentifiziert  und gleichzeitig der unbewußte Roboter ist, der nur nach dem (neurotischen) Reiz-Reaktions-Muster reagiert und nichts gegen seine Automatismen tun kann.
In der Tat wird mir die Resignation unter dem Aspekt des "Nix-Tun-Könnens"  verständlich. Dieses Nixtun-Können klingt tatsächlich so resignativ, als wäre man unveränderbar auf den Alten Adam festgelegt.
Im neutralen Gewahrseinsmodus ist es keineswegs so, dass man nichts tun  k a n n  ,sondern dass man nichts gegen die "Erscheinungen" tun  m u s s!  Und zwar deshalb, weil kein Widerstand da ist, nur Gleichmut. Du  - bzw. das Gewahrsein - bist einfach nur ein Beobachter. Du BIST Gewahrsein und für Gewahrsein gibt es niemals etwas zu "tun", weil alles ok ist, so wie es ist. Da muss nichts verändert oder verbessert werden. Du bist aber beileibe kein Faulpelz: Das, was du tust, tust du, ohne zu tun, d.h. ohne Absicht und ohne willentliche Planung. Und ganz egal, ob andere dein Tun für einen Fehler oder gar für Unmenschlichkeit halten -  das Tun des Wahren Autopiloten liegt jenseits von richtig und falsch  -  sein Tun wie auch sein  Lassen ist in jedem Falle wohlgetan.



Ken Wilber



"There are four major stages of spiritual unfolding: belief, faith, direct experience, and permanent adaptation: you can believe in Spirit, you can have faith in Spirit, you can directly experience Spirit, you can become Spirit. Meditation is not primarily uncovering the repressed unconscious, but allowing the emergence of higher domains--which usually leaves the lower, repressed domains still lower, and still repressed. Well, the point, of course, is to take up integral practice as the only sound and balanced way to proceed. If you are interested in genuine transformative spirituality, find an authentic spiritual teacher and begin practice. Without practice, you will never move beyond the phases of belief, faith, and random peak experiences. You will never evolve into plateau experiences, nor from there into permanent adaptation. You will remain, at best, a brief visitor in the territory of your own higher estate, a tourist of your own true Self."
--Ken Wilber, One Taste

deutsche Übersetzung, (in Klammern meine Anmerkungen)
"Es gibt vier Hauptstufen der spirituellen Entfaltung: Glaube, Vertrauen, direkte Erfahrung und permanente Anpassung: Du kannst an den Geist glauben (für wahr halten), Du kannst  den Geist direkt erfahren (Gipfel- und Plateauerfahrungen) und letztlich kannst du zum Geist werden.
Meditation allein ist nicht imstande, das verdrängte Unbewußte aufzudecken, sie erlaubt zwar den Zugang zu höheren Ebenen - das Unbewußte aber bleibt weiterhin unterdrückt.
Der Punkt ist: Der einzig vernünftige und ausbalancierte Weg, um spirituell voranzuschreiten  ist,  eine  integrale Praxis aufzunehmen. Wenn du  an  transformativer Spiritualität interessiert bist, finde einen authentischen Lehrer. Ohne (integrale) Praxis wird es dir niemals möglich sein, die 4 Phasen von Glauben, Vertrauen und zufälligen Gipfelerlebnissen zu übersteigen. Du kannst weder  Plateauerfahrungen entwickeln noch den permanenten Anpassungszustand erlangen können. Im besten Fall bleibst du jedoch nur ein flüchtiger Besucher, ein Tourist auf dem Territorium deines Wahren Selbst.

- Ken Wilber, One Taste


Praxis

Was die sog. spirituelle
Praxis angeht, so war mein Weg neben der Achtsamkeit primär die Hingabe an die Achtsamkeit  und Selbstannahme (Bhakti-Yoga) und des Studiums der Schriften (Jajna-Yoga), daraus hat sich alles andere  (Rajna-Yoga und Karma-Yoga) aus sich SELBST heraus ergeben. Eigentlich sind diese 4 Yoga-Formen keine getrennten Entitäten oder Wege, die man strikt begehen könnte, sondern sie bilden eine ineinanderverwobene Einheit,  permanent beeinflussen sie einander...
Natürlich hatte ich damals keine solchen Namen für das, was mit mir geschah, auch wenn mir diese Begriffe bekannt waren...  Bewußt war mir jedoch, dass die Art der Verarbeitung des Unbewussten auf 4 verschiedene Weisen stattfand: auf der Gefühlsebene, auf der Ebene des Denkens, des Empfindens und der Intuition. Die Dinge, die ich auf meiner inneren Reise erfuhr liessen sich von mir auf 3 versch. Arten deuten:  philosophisch, exegetisch, tiefenpsychologisch/mystisch.

Erst retrospektiv konnte ich das in ein spirituelles Vokabular einordnen. Heute erklären sich mir solche Begriffe wie Karma oder Jajna-Yoga usw. von innen heraus. Es ist ein Akt der Wiedererkennung.
Als Karma-Yoga würde ich den Weg der Individuation bezeichnen, die Arbeit mit den verdrängten Inhalten des personalen Unbewußten.



Der Vowurf,


dass ich nur einen Weg und zwar den meinigen gelten lassen würde, wurde mir niemals erklärt und begründet.  Deshalb vermute ich mal, dass man damit die Schattenintegration meint, deren Notwendigkeit ich nie müde werde, zu verteidigen. Der Vorwurf entstammt ganz klar der Angst. Allein das Wort birgt für manche schon ein Krisenpotential, so aggressiv wird mitunter die Nichtnotwendigkeit von Schattenarbeit resp. Individuation propagiert. Aber wie Ken Wilber es oben kurz und bündig formuliert hat: derjenige, der seine integrale Arbeit nicht macht, bleibt nur ein spiritueller Tourist.



Kommentar zu Nytia's Blogpost

Danke. Gestern hatte ich  nach Texten von Werner Ablaß gesucht, - gut ich suche nie länger als 5 Minuten - aber ich fand nur Videos und  "Inspirationen", für deren Genuß  man wohl bezahlen muß. Deshalb mein Dank dafür,  dass du mir einen Einblick in seine Glaubenswelt geliefert hast. Wobei mir auch durch deinen heutigen diesbezüglichen Blogpostkommentar dazu noch zusätzlich ein paar Lichter aufgegangen sind.
http://satyamnitya.wordpress.com/2014/06/26/werner-ablass-das-ist-der-irrtum/#respond


Werner Ablaß: Es gibt keine Menschen, es gibt nur Bioroboter, die nur das tun,wozu sie bestimmt sind.
Wenn das die ultimative Ansage eines sog. "Meisters" ist, dann gute Nacht! Recht gut passt dazu auch der Kommentar Nytias, der endet:
...(wenn schon niicht Hunde und Hundebesitzer) ...warum sollte ausgerechnet der Olle Nytia über seinen Genen und seiner Konditionierung stehen? Da fängt für mich die Karotte an, aber hallo. Und was für eine. Die dickste spirituelle Karotte, die man sich vorstellen kann."

Wie tragisch aber auch,  dass der Olle Nytia", der hier so hyperbescheiden miit einer Karotte kokettiert, sich unglücklicherweise nicht bewußt zu sein scheint, dass das, was er für eine "Karotte" hält, die einzige Rettung ist für den NytiaRobot.
Richtig ist zwar, dass der Nytia als der Robot, der er ist, nicht in der Lage ist, seine Gene und Konditionierungen zu deprogrammieren  bzw. zu transzendieren- - - aber für solche Dinge haben wir doch den Lieben Gott, Nytia!

Hallo Du Kleingläubiger, hast du noch immer nicht begriffen, dass der GEIST über der Materie steht??? Sogar der Olle Paulus hatte manchmal recht, z.B. wenn er sagt, dass der GEIST  die Natur überwindet? Dass "in Christus" (Wahres Selbst) die Natur überwunden ist?
Hier wird von dir ausnahmsweise mal Glaube gefordert. Der "Rechte Glaube". Ein blinder Glaube...

Es gibt  immer wieder Etappen auf dem inneren Weg, da kannst du gar nicht anders als blind zu glauben und blind zu vertrauen. Hast du einmal auf die innere Frage:  Willst du geheilt werden? mit Ja geantwortet, gibts keinen Weg mehr zurück. Blind glauben, blind vertrauen - im Reich der Schatten nämlich gibt es so etwas wie Gott nicht, da gibt es absolut keinen Halt - deshalb blind....
Und  nein, dem Werner Ablaß traue ich unbedingt zu, dass er nicht aus Ramesh Balsekars Erkenntnissen ein Konzept basteln muss, er ist m. E. durchaus fähig, dasselbe aus den eigenen Erkenntnissen zu tun. LOL



Was ist eine "Karotte"?

Der Überlebenstrieb ist der Hauptmotor des Egos,  - der Selbstbehauptungsdrang des Egos steht nur im Dienste des Überlebens. Dieser Trieb ist eine Konditionierung, die im Laufe des spirituellen Entwicklungsprozesses(Individuation/Transformation) grösstenteils aufgelöst wird. Das äußert sich darin, dass du dich nicht mehr angegriffen fühlst, dass du wehrlos bist, dass du dich nicht mehr um den nächsten Tag sorgst, dass es dir an nichts mehr mangelt, nichts brauchst, frei von sämtlichen Bedürfnissen und Bedürftigkeiten... FröhlichFreiGewissenlos verschwendest du keine Gedanken mehr daran,ob du jetzt gut und richtig oder böse und falsch gehandelt/gesprochen oder geschrieben haben könntest... Kein Sicherheitsdenken mehr... die Moral ist den Bach hinunter...lol! Die Dinge sind nun  wie sie halt "so" sind... was heißt, du kennst so etwas wie Probleme gar nicht mehr...
So ist das Leben im Permanentgewahrsein - im ewigen Hier und Jetzt...und noch viel mehr!  Wozu braucht es hier so etwas wie Selbstbehauptung?
Bist du dir wirklich sicher, dass  diese wundervolle Aussicht eines permanenten Gewahrseins  (oder wie Ken Wilber sagt,  eine "permanent adaptation")  - eine unerreichbare "Karotte" ist? Eine Illusion, eine Marotte? Meinst du das? Oder habe ich dich nur falsch verstanden, du Undurchsichtiger, du... :-)

Die Karotten-Symbolik soll übrigens nur besagen, dass du Erleuchtung nicht erlangen kannst, solange du nicht erkennen kannst, dass es deine Vorstellung von Erleuchtung ist, der du hinterherjagst. DAS ist die dicke Karotte! (Die allerdickste Karotte ist natürlich deine Vorstellung, die du dir aufgrund meiner obigen Schilderung machst!!!LOL! Nichtsdestrotrotz kann Buddhaschaft zu deinem Sein und Sei-en werden, wenn du jegliche Vorstellung davon aufgibst...lol..)

Wer egolos ist, der ist auch seiner Programmierungen ledig, besonders der neurotischen Konditionierungen. Logo, oder? Das heißt paradoxerweise aber nicht, dass sich sein Verhalten völlig ändern würde.Viele (selbst- und fremdzerstörerische) Verhaltensweisen sind durch den Heilungsprozess geheilt worden, viele Verhaltensweisen bleiben aber auch. Wenn dein konditioniertes  Reiz-Reaktions-Muster noch funktioniert, kannst du nicht von Egolosigkeit sprechen, ebensowenig wenn deine psychologische Abwehrstruktur noch intakt ist. Das alles sind Konditionierungen, die durch den Prozess der Individuation geheilt werden. Deprogrammierung ist immer Selbstbilddemontierung. DAS TUT WEH! Und deshalb haben sie alle solch eine Heidenangst vor ihren Schatten.
Klar funktioniert der Überlebenstrieb noch insofern, dass ich i.d.R. immer noch bei Rot über eine verkehrsreiche Strasse gehe...usw... Wie ich reagiere, wenn mich ein Hund beißen würde? Keine Ahnung, mit Hypothesen und Zukunftsvisionen beschäftigt sich der metaprogrammierte Mind im Hier und Jetzt nicht wirklich ernsthaft...LOL.
Was im Buddhismus die Todlosigkeit und im Christentum die Unsterblichkeit ist ein Bewußtsein der psychischen Unverletzlichkeit, dieses Bewußtsein ist nicht zu erlangen, solange man noch irgendwelchen Glaubenssätzen und  Vorstellungen von Karotten bzw. Erleuchtung anhaftet.
Das Determinations- bzw. Verantwortungslosigkeitskonzept des  Werner Ablaß und der kleingläubige Nytia zeigt mir nur eins:da hängen dem Fuchs die Trauben der Transformation  zu hoch.
Deprogammierung heißt ja nicht nur, von persönl. bzw. gesellschaftlichen Konditionierungen geheilt und befreit zu werden, sondern auch vor allem vom Bewußtsein der Trennung.  Diese Deprogrammierung geschieht in der Erkenntnis, dass es keine Gegensätze gibt, bzw. in einem kontinuierlichen Vereinheitlichungsprozess der Gegensätze.
(Jaja, ich weiss, dass du weißt, dass es nichts zu vereinigen gibt, weil es nichts als Einheit gibt, ich weiß aber auch, dass dieses Wissen nicht dein SEIN/Sei-en ist, sondern nur in deinem Kopf steckt...)

Nochmal Werner Ablaß: Es gibt keine Menschen, es gibt nur Bioroboter, die nur das tun,wozu sie bestimmt sind.
Das ist insofern richtig, als es sich dabei um den normopathischen unfreien, d.h. untransformierten Menschen handelt. Zur inneren Freiheit des wahren Menschen muss man reifen. Diesen spirituellen Reifungsprozess nennt man auch Individuation.
Ich denke mal, dass der Satz von W.A. aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Mit ein bisschen bösem Willen, ließe dieser Satz sich nämlich auch so verstehen, dass es die Bestimmung des Menschen ist, ein Roboter zu sein - ein fester Glaube, der so scheint es mir, nicht nur in Neo-Advaita-Kreisen sehr verbreitet ist.
Oder habe ich dich  falsch verstanden, du Undurchsichtiger?? Scheinbar nicht, denn auf Steine böse zu werden und hinterher darüber zu lachen, das kann jeder und tut hoffentlich jeder, - ein kleines bisschen Restvernunft traue auch ich dir zu oder willst du, dass ich dich einen Psychotiker nenne?
Werner Ablaß und all jenen Neo-Advaita-Jüngern bzw. all denen, für die  Transformation ein Fremdwort ist und Permanentgewahrsein  (permanent adaptation) eine Hybris, denen wird Verwandlung/Individuation solange verwehrt werden,  als sie der  Stimme ihres Herzens , die sie ununterbrochen fragt: Willst du geheilt werden? nicht gewahr werden.

Und sie können dieser "Stimme" solange nicht gewahr werden,  als sie an ihren irrigen Glaubenssätzen festhalten! Wer Glauben und Vertrauen auf Heilung für eine Karotte hält, für denwird es auch keine "alchimistische Verwandlung", d.h. keine bleibende innere Befreiung geben.
....und solange bleibt der Mensch im besten Falle ein Besucher, dem ab und an mal ein flüchtiger Blick in die Heilige Kammer seiner Seelenburg werfen gegönnt ist,  - ein "Tourist", wie es Ken Wilber oben ausdrückt,  - dem nichts übrigbleibt, als weiterhin die Landkarte für das Territorium und den Finger, der auf den Mond zeigt,  für den Mond darselbst zu halten.


Ein Meister

der nicht Permanentgewahrsein erlangt hat, ist kein Meister. Nach meinen "Feldforschungsergebnissen" tummeln sich auf dem Spiri-Marktplatz  99,9% "Touristen" inclusiv ihrer sog. Meister.
Die Abneigung gegen Ken Wilber und sein integrales Modell wird mir immer klarer. Die teilweise aggressive Aversion gegen ihn ist Schattenprojektion und daher in den meisten Fällen wohl nichts anderes als Angstabwehr und Abneigung gegen den mühsamen Prozess der SELBSTverwirklichung (Transformation). Ganz klar auch , warum der intellektfeindliche "Herzensmensch" die Facebook-postings, die ich manchmal über die Ken-Wilber-FB-Seite beziehe, nicht "liked".


Ich lese gerade:

Passen Sie Firefox mit Ihrer Nationalflagge an und feiern Sie den weltweiten Gemeinschaftsgeist.
Ja, wie erst wäre der GemeinschaftsGeist ohne den Nationalgeist?



Identifikation


Es gibt vermutlich nur sehr wenige unter meinen Lesern, die klar sehen,  dass ich nicht gegen Personen "kämpfe", sondern gegen irrige Glaubenssätze, die von manchen Personen vertreten werden. Das sind jene, die imstande sind, die Meinung von der Person zu trennen.

Die meisten Spiris sind jedoch wie jeder Otto- Normal-Mensch  mit ihrer Meinung, ihrem angelesenen Wissen und/oder  ihren Konzepten noch immer identifiziert, und zwar derartig,  dass sie sich auch mit jenen identifizieren, die ihrer Meinung nach angegriffen werden. Das Gros meiner Leser zähle ich zu letzteren, denn immer wenn in meinem Blogpost ein Name auftaucht wie Fredo, Frau Gott oder Nytia schnellen die Klicks in die Höhe.
Wenn mir dann auch noch einer kommentiert:" Da war aber jemand sauer..." dann erkenne ich, dass derjenige  mit dem "Angegriffenen" identifiziert ist und sich im (neurotischen) Leid mit ihm verbrüdert hat. Das kann und darf er ruhig tun - solange er sich dabei nur nicht für "erwacht" hält.

Nochmal: Du kannst dich mir gegenüber äußern, wie und was immer du magst - nur darfst du von mir niemals erwarten, dass ich deine Projektionen und Identifikationen (immer) unter den Teppich der Verdrängung kehre. Verdrängung ist  mir erstens gar nicht mehr möglich und zweitens sehe ich i.d.R. keinen Anlaß, dich zu schonen. Der schöne Spruch: Wer austeilt, muß auch einstecken können findet hier durchaus seine berechtigte Anwendung,  - was heißt,  ich spiegle dir nur deine Projektionen und Identifikationen zurück. Das tue ich aber keineswegs für dich oder gegen dich, sondern rein selbstbezüglich nur für mich. Das sind meine Lektionen, die ich sozusagen "lernend lehren" oder "lehrend lernen"muß und hat mir dir nicht das geringste zu tun.
Wenn du meinen Blog unbedingt lesen mußt, wird es nicht ausbleiben, dass du dir "jeden Schuh" anziehen wirst -und glaub mir: es ist in den meisten Fällen immer was dran, zumindest, wenn es um das normopathische Allgemeinmenschliche geht. Dass du das alles höchstpersönlich nehmen wirst, bleibt nicht aus, das ist auch mir früher so ergangen.

Apropo Identifizieren: Was der Doktor immer gerne verschweigt: dass sich so gut wieder jeder angehende Mediziner mit dem ganzen Pschyrembel identifiziert.
Es gibt aber nicht nur auf körperliche Krankheiten fixierte Hypochonder...

Samstag, 28. Juni 2014

Das Publikum ins Fäustchen lacht, wo nackte Kaiser frei gemacht!



Das Eine ohne das Zweite


ist für den einäugigen Nondualisten ein Sein ohne das Werden, also eine fiktive gedachte Einheit, weil sie das Zweite, das Weibliche offensichtlich nicht integriert, sondern ablehnt und ausschließt. Daher auch die von mir immer wieder festzustellende Frauenverachtung bei den Neo-Aposteln dieses Kultes. Das ist auch der Grund, warum diese Leute mit Jesus so wenig anfangen können. Sie erkennen IHN nicht. Der weibliche Weg ist nämlich nichts anderes als der Weg, den Jesus gegangen ist und der als unser wahres inneres SELBST  immer noch die "Nachfolge" fordert,  den Weg der Heilung, der Erlaubnisgebung...  Nachfolge Jesu ist vor allem der Weg der Menschwerdung, d.h., der Individuation.

Die Neo-Advaitisten wie ich sie kenne, sind nicht minder patrisch und phallozentriert wie das dogmatische exoterische Kirchenchristentum, nicht minder repressiv wie alle Weltreligionen, die allesamt Vater-Religionen sind. Wenn Ramesh Balsekar sagt, dass er von der Psychologie des Menschen nichts hält, spricht das für sich schon dafür, dass er das Menschliche, die Menschwerdung Gottes für absolut obsolet hält. Und natürlich sagt er mir damit, dass er selbst keine Erfahrung mit  Individuation, mit  Tiefen- resp. Schattenprozessen zu haben scheint. Eigentlich brauche ich von ihm nichts weiter lesen, diese Aussage sagt mir eigentlich schon genug.
Es ist gut möglich, dass er sich in einer Nisargaddata-Hypnose befand. Wer wie R.B. jahrelang mit den immer selben Worten zugetextet wird, wird eher hypnotisiert, als dass er Erleuchtung erfahren könnte. Auch die Christenheit ist hypnotisiert... die wiederholt ihren Schäflein seit 2000 Jahren dass Immergleiche - und?  Durch Wiederholung festigt sich nur der "Glaube".... der falsche Glaube. Die Wiederholung ist nicht die Mutter der Weisheit, sondern die Mutter des schnöden Wissens.

Das Neo-Advaita - wie es sich mir durch die Mission ihrer Jünger darstellt -  propagiert eine Leere ohne Form, einen Himmel ohne die (verklärte) Erde.
Individuation - der weibliche Weg -  bedeuetet eine  Reinigung von Prägungen und Programmierungen.  Das weiß und will nach eigenen Worten scheinbar auch Ramesh Balsekar, wie er das aber fernab von seiner eigenen Psyche  bzw. fernab jeglicher menschlichen Psychologie bewerkstelligen will, ist bislang eine offene Frage.... ohne die Mitwirkung der Psyche gibts keine Individuation. Individuation bedeutet Reinigung. Klärung. Der christliche Begriff der vollendeten Reinigung ist Verklärung und ein christliches Bild für dieses innere Geschehen ist die "Verklärung Christi".
Wer in sich geklärt, d.h. durch die Klärung seines Unbewußten mit der reinen Wahrnehmung beschenkt wurde, ist in sich selbst "verklärt" und sieht auch die Welt "verklärt" wahr. Das hat nichts mit romantischen Gefühlen zu tun, sondern ist wie jede WAhrheit parardox: strengste Nüchternheit gepaart mit Freude und Heiterkeit. Und man merkt es ihnen an, den Neo-Aposteln, dass es ihnen an Heiterkeit und Freude mangelt: ihre Art der Nüchternheit ist weiter nichts als Resignation und Ennui: Die Scheiße hört nie auf.

Ach Ihr Eierköppe!
Der "Eierkopp" ist von Linji noch liebevoll formuliert, denn im Grunde handelt es sich bei den einbeinigen Spiri-Banditen um destruktive Dogmendealer, die andere Menschen  - und dies nicht selten auf eine aggressive Weise -  ebenfalls auf ihren spirituellen Scheißhaufen herunterziehen. Das ist nicht lustig, sondern zum Weinen... deshalb werde ich nicht müde werden, dagegen anzugehen und davor zu warnen.
Das Christentum hat die Botschaft Jesu verwässert und verraten und damit den Menschen den Himmelsschlüssel versteckt. Genauso tut das Neo-Advaita... Das eine wie das andere ist eine "Gemeinde der Gläubigen", besser gesagt,  der "Irrgläubigen"...
Keiner kommt zum Vater denn durch mich, das heisst: In Christus  (als dem Wahren SELBST)  wird  bzw. IST der Mensch "evolutionär" vergöttlicht und Gott  "involutiv" vermenschlicht.
Werden und SEIN ist eine Einheit. Der Verstand kann so etwas nicht fassen!



Was ist eigentlich das Forum Erleuchtung?

Kann da jeder, der mal ein Lichtlein gesehen hat, als "Lehrer" auftreten?  Wenn das Forum nur aus Neo-Advaitisten besteht, ist das sehr gut vorstellbar.
Ob es wohl in diesem Forum jemanden gibt, für den die "Scheiße aufgehört" hat?
Wenn nicht, hat das Forum seinen Namen nicht verdient.



"Soheit"

Mit einen Grund dafür, dass man die Bedeutungsleere der Dinge und dadurch die  "Myriaden Dinge in ihrer Soheit" wahrnimmt, sehe ich der Schattenintegration resp. Individuationsprozess. Wo das Unbewußte geklärt ist, ist auch die personale Vergangenheit geklärt mitsamt den Prägungen, die uns die Welt und die Dinge nur aus der Sicht der Vergangenheit, der Erinnerung heraus erfahren bzw. interpretieren ließen.

Jetzt sind mir die Dinge, die Natur usw. wie "tot": Ein Baum ist ein Baum, d.h., sein Name interessiert mich nicht, er weckt in mir keine Gedanken und Assoziationen zu früher.  Die Natur berührt meine Seele nicht mehr wie früher, als sie mich  betören, beruhigen oder verängstigen konnte... nichts ist mehr wie früher, als mich äußere Dinge gefühlsmäßig beeinflussen konnten. Mein Leben findet in mir und durch mich SELBST statt: ICH BIN das Leben. Das SELBST ist der Meister und lehrt mich lebendiges Wissen, lebendige Wahrheit, d.h. die Dinge von innen (Nichtwissen) heraus zu verstehen, wo  zuvor nur der tote Buchstabe, d.h. angelerntes und angelesenen Welt-Wissen war.


Nach Abraham Maslows

Bedürfnispyramide strebt der Mensch erst dann nach spiritueller SELBSTverwirklichung, wenn alle irdischen (Grund-) Bedürfnisse gestillt sind.
Klingt logisch,  insofern ein Mensch, der den ganzen Tag und die halbe Nacht verzweifelt damit beschäftigt ist, das karge Brot für sich und die Seinen zu verdienen, wohl wenig Zeit hat, innezuhalten...
So ganz befriedigt mich dieses Konzept jedoch nicht, denn "Gott" oder der GEIST  klopft ständig an die Herzenstür, auch setzt er keine Bedingungen: Erst wenn du alles auf Erden erlangt hast, was die Welt dir zu bieten hat...
Kapital und Müßiggang ist zwar eine gute Voraussetzung für den Weg der SELBSTverwirklichung, aber nicht für jeden Menschen. Was dem einen nutzt, schadet dem anderen. Kapital, so hat sich gezeigt, verlangt nach Vermehrung, Verdoppelung,   -  heute verlangt es nach Vertausendfachung.
Die meisten Menschen sind nicht damit zufrieden, nur ihre Grundbedürfnisse befriedigt zu sehen.


Gleichmut

Immer wieder lese ich, dass es Menschen gibt,  die willentlich und absichtlich vom unbewußten Nichtsein ins erleuchtete Sein wechseln können.  Wie machen die das? Welchen Knopf drücken die da? Meditation? Ist nicht  jede willentliche Anstrengung, jede Absicht, jedes intentionale zielgerichtete (spirit.)  Streben genau das, was das Sein verhindert?
Eines aber steht für mich fest: Wem das sog. Nichtsein nicht ebenso lieb ist wie das Sein, dessen GewahrSEIN ist noch nicht marktplatzkompatibel, wenn es sich bei diesem "Sein" nicht gar um eine Selbsttäuschung handelt. Der Grund, das "Material", auf dem Christus seine Kirche baut, muss eine FELSENfeste SELBSTbasis sein. Petrus.


Ora et labora


Früher gehörten meine frühen Morgenstunden in die Kategorie "Ora" (oder "Sein"), wurde ich darin vom schnöden Alltag und seinen Anforderungen überrascht und unterbrochen, war ich "draußen" und fand den Anschluss nicht mehr, willentlich konnte ich da gar nichts machen. Das einzigste, was ich tun konnte, war, jeden morgen um 3 oder 4 Uhr aufzustehen und mich hinzusetzen, zu warten und zu lauschen. Das nennt man wohl auch "in die Stille gehen".  Was in dieser Stille ans Licht des Tages drängte, waren immer erst einmal verdrängte Inhalte aus dem Unbewußten. BEvor ich wirkliche Stille und Frieden in mir erlangte, was es wohl notwendig, diese Dinge zuerst zu KLÄREN. Klärungswerkzeug war mir das Schreiben.
Am liebsten hätte ich es gehabt, immer nur die Ora-Seite zu leben, weil die Labora-Seite,  die Anforderungen von Haushalt und Beruf mich immer von der Ora-Seite zu trennen schienen. Ich glaube, dass in dieser Trennung, diesem scheinbaren Mangel auch die Gefahr einer Sucht liegt, die manche Menschen dem Alltag völlig entfremden kann. Es gibt ja Leute, die nichts anderes als nur Meditieren wollen und sich damit den Anforderungen, die die Welt nun mal stellt, entziehen. Das ist sehr verführerisch, insbesondere, wenn man in der Meditation nur schöne Gefühle, Frieden und Stille zu erfahren sucht und die Inhalte des Unbewußten ignoriert und weiterhin unter Verschluß hält.
So wie man sagt, dass das Selbst das  Ich in sich birgt oder das Absolute das Relative - so ist Labora im Ora geborgen , wenn die Arbeit zum Gebet, d.h. wenn der Alltag zur Meditation bzw. Meditation zum "ganz alltäglichen Bewußtsein" geworden ist. Es sind alles  nur viele versch. Synonyme für das EINE.
Nochmal: Das EINE ohne das Zweite, heißt nicht Ausschluss des Zweiten, sondern Einschluß. Das Absolute ist nicht Absolut ohne das Relative.
Ob man nun sagt, Leere ist Form und Form ist Leere  oder das Absolute ist das Relative und das Relative das Absolute ist Jacke wie Hose. Es ist nur die Sprache, die  das Relative vom Absoluten trennt und die vielen versch. Begriffe für ein- und dasselbe sorgen für die babylonische Verwirrung...
Ich benutze die Sprache immer noch, aber sie wird immer obsoleter, weil sie immer am Gleicthen scheitert: am Zweideutigen bzw. an der Bedeutungsleerheit der Dinge, die sich dadurch nicht mehr beschreiben lassen,  am Paradox, an der Rückbezüglichkeit, am "TILT" oder am Schult'schen Knoten des Empedokles...




EINFACHHEIT vs. Einfachheit

Zur Seinstugend  oder anders gesagt, zur SeinsQUALITÄT der EINFACHHEIT:
Die Sprache verEINfacht sich, das heißt, alles wird mir als Synonym für das Eine enthüllt oder ins EINE "zurückgeführt".  Diese qualitativ höhere EINFACHHEIT hat keinen Gegensatz (Komplexität). Im spirituellen Kontext  ist dies die wahre Bedeutung von Einfachheit  und hat nichts aber auch gar nichts mit einem minimalistischen Vereinfachen des materiellen Lebens zu tun geschweige denn mit der von Manchen - vor allem von Sozialrevoluzzern  und  Kommunisten -   so hochgejubelten und glorifizierten  Einfachheit der "Einfachen Leute" (Handwerker, Arbeiter, Bauern usw.) auf der "qualitativ" ganz anderen  personal-dualen Ebene. Auch hier werden oft die Ebenen verwechselt, d.h. die Einfachheit eines Bauern wird als spirituelle Tugend geehrt und kriegt einen quasireligiösen Nimbus verpaßt... was dabei herauskommen kann?  Inquisition, die Verfolgung von Andersgläubigen, d.h. vorwiegend der Intellektuellen, der Intelligenzia > siehe auch die Roten Khmer.

(Wortmagie: ... wie das Wort "Tugend" bei manchen Spiris schon Abwehr hervorruft,weil sie es nicht anders als aus dem repressiv-christentümlichen Kontext her kennen.)


Prototypen

Hafiz, Fredo-Godfather, Frau Gott usw.  sehe ich nicht als Personen, sondern eher als Prototypen eines bestimmten Archetypen;  der Morbus Hafiz oder das Godfather-Syndrom von "Herrn Fredo" und "Frau Gott" ist  so was wie eine überzeichnete "Konzentration".

Ebenso Herr Horschemol - auch sein Name ist Legion: Er ist beileibe kein wütender Stier,  im Gegenteil, er ist ein i.d.R. ein ruhiger Zeitgenosse, ein eher intellektueller Rebell von der passiv-aggressiven Sorte, dessen "Rage" sich mehr im Unterbewußtsein tummelt, und sich nach außen in chronischem Stänkern und Meckern Ausdruck und Erleichterung verschafft.

Um die Rage des Rebellen als eine berechtigte Form des Aufbegehrens aus ihrer Gefangenschaft zu befreien, müsste man die Richtung ändern, das heißt, sie von außen nach innen kehren. Nicht der Pöse Vater Staat, nicht die Amerikaner, nicht die Bilderberger oder die NSA noch die Machenschaften eines Putins oder eines Obamas sind der wahre Feind - der wahre Feind sitzt in Dir, der internalisierte "Mamabot" und "Papabot"!
Hier, ganz allein hier ist der "irdische Scheißhaufen" am Dampfen!


Nochmal zum sog. Nichtwissen,


Nichtwissen ist bleibender Aspekt des Gewahrseins, wenn du fähig bist, alles an spirituellen Einsichten und Erfahrungen sofort loszulassen. Solange man nicht erkennt, daß und wie der Verstand sich mit er spirituellen Ein-Sicht (oder Erleuchtung) identifiziert und sie nicht als Konzept erkennt, gibts kein Nichtwissen.
Param advaita ist für mich nur ein anderer Begriff dafür.
Dass ich trotzdem über  Erfahrungen oder Erkenntnisse sprechen kann,  ist kein Widerspruch, der Unterschied ist, dass ich mit den ERfahrungen und Einsichten nicht mehr identfiziert bin.
Param advaita: Einsichten/Erkenntnisse kommen und gehen, der geläuterte (!) Verstand kann sie zwar in ihrer Bedeutung erfassen, ist aber unfähig, sie auf die alte Art zu "ergreifen" (identifizieren).
Param advaita - "Jenseits von Erleuchtung" - ein ziemlich schillernder Begriff, der sich mir in so vielen Facetten zeigt, u.a. ebenauch im Nichtwissen, anders gesagt: Leere.
(Oi je -  die verschiedenen Facetten sind wohl auch nichts anderes als die verschiedenen Begriffe...shit aber auch..., mein Verstand hört einfach nicht damit auf, Klarheit zu schaffen, indem er Eindeutigkeiten zu postulieren versucht. Nur gut, dass ich rechtzeitig dabei bin... LOL!


Spiegelgesetz

Es gibt Leute, die diesbezüglich einfach nur wiederholen, was sie gelesen, im höchsten Fall vielleicht selber erkannt haben, sind aber weder imstande, "konkrete" Projektionen bei anderen tatsächlich zu  erkennen, zu "schauen"   geschweige denn zu beschreiben.

Jemand, der Projektionen erkennt, ist fähig folgendes zu sagen: Das was du mir vorwirfst,  erkenne ich tatsächlich bei dir, wenn du (mir gegenüber) so oder so sagst und handelst... hier folgt eine detaillierte Beschreibung der Projektion.  Auf diese Weise ist es dem Projizierenden möglich, seine Projektionen auch zu erkennen, wenn die Abwehr nicht gar so stark ist.
Stark ist die Abwehr aber auch immer bei den Anwendern, dann nämlich, wenn Leute die sog. Spiegelgesetze wie ein ehernes Gesetz im 1:1-Kindergartenstil mißbrauchen, wie man es bei Frau Gott und Co. beobachten kann. Das ist nicht viel anders, als wenn ein kleines Kind dem anderen sagt: "Du bist doof" und als (spiegelnde) Antwort kriegt: "Aber du bist noch viel doofer". Oder "Selber doof". Erst recht kindisch wirds, wenn man dazu noch "grinst und grunzt" oder sich "schlappkichert".



Erkenntnis


Wenn ich nicht zwischendurch Aufgaben erledigen würde, die meine horizontale Aufmerksamkeit fordern, würde es ununterbrochen blinkblink machen - eine Ein-Sicht folgt auf die andere. Früher wars so, dass ich nicht so viel davon erfassen konnte, da es sich so schnell wieder entzog, vielleicht weil der Verstand danach griff. Heute greift der Verstand nicht mehr danach und so kriege ich  Erkenntnis als ein ganzheitliches Gesamtbild... wie ein Springbrunnen plätschert es ununterbrochen. Vieles kann ich behalten, wenn ich die Gelegenheit habe, es sofort niederzuschreiben, das meiste jedoch taucht auf, wird erfasst oder besser erkannt und schon ist es wieder untergetaucht. Ab und zu mache ich Pause, lege die Beine hoch und gebe mir den horizontalen Input mit TV und anderen unmaßgeblichen Tätigkeiten... wobei ich meist nach wenigen Minuten einschlafe.
Erleuchtung ist nichts anderes als vertikale Ein-Sicht oder geistige Erkenntnis.  Eigentlich dürfte ich mit Fug und Recht behaupten, weil ich ununterbrochen ein-sichtig bin, bin ich ununterbrochen erleuchtet,  - zumindest, solange ich nicht  auf die Uhr sehen oder eine Straße überqueren muss,  LOL!
Arrrrrgh.... höre ich Mr. Cock schon wieder ächzen: wie kann man nur so hybride sein... LOL !
Jaja, die Wortmagie....und ob ich den "Herrn Fredo" nun FredoGodfather oder ob ich ihn Mr. Cock nenne ist dem Sinn nach auch gehupft wie gesprungen - aber was für ein Unterschied in deiner emotionsgeschwängerten Wahrnehmung: bei ersterem bleibst du noch relativ gelassen und bei letzterem schwillt dir sofort der Kamm, nicht wahr, "Hafiz"?


Wenn es mir nur  darum ginge, die Leute bösartig anzuprangern und ihre Person zu "demaskieren", würde ich mir hochkarätigere Typen aussuchen. Anerkannte spirituelle Lehrer böten mir da jede Menge Stoff. Vor allem jene, die meinen Blog insgeheim belobigen und sich hinter der Hand davon amüsieren lassen, auf der anderen Seite aber nicht  öffentlich kommentieren wollen, weil sie immer noch dem Glaubenssatz anhaften, es gäbe so etwas wie einen Ruf zu verlieren.

Mit solcherlei Zurückhaltung hat man sich spirituell insofern disqualifiziert, als man damit  besorgtes Sicherheitsdenken und Angst vor Statusverlust demonstriert und wie sehr man doch noch mit dem Lehrerarchetyp identifiziert ist; des weiteren zeigt es mir,  dass die spirituellen Wahrheiten, die viele Lehrer in Wort und Schrift unter die Leute bringen, mehr dem konzeptuellen Verstand und  nicht einem ganzheitlichen Sei-en entsprechen (was nicht heißen soll, dass sie nicht selber erkannt hätten, was sie verbreiten.)
Doch nichtsdestotrotz sagen sie oft  Wahrheit. Ich reagiere i.d.Regel nicht auf Personen, sondern auf Unwahrheit. Für die Person, die mit ihren Wahrheiten bzw. Unwahrheiten/Konzepten identifiziert ist, macht dies allerdings keinen Unterschied, sie fühlt sich in jedem Fall persönlich angegriffen - was immer ein Zeichen für spirituelle Unreife ist.  Kaum dass er sich angepiekst glaubt, zeigt der Kaiser schon, dass er nackt ist.



Spirituelle Lehrer:

Ich kann sie durchaus als das akzeptieren, was sie sind: Lehrer - denn auch die werden gebraucht. Irgendwann werden sie aufhören, der Finger zu sein zu wollen, der auf den Mond zeigt und gänzlich über den Jordan setzen. (Ich spreche hier aber nicht von den Neo-Advaita-Dogmendealern)



So hätte Jesus nie gesprochen...

Bla bla bla. Du gehörst wohl  auch zu jenen, die glauben, dass, wenn Jesus auf dieser Welt leibhaftig anwesend wäre, er nur in den uns überlieferten Gleichnis-Bildern spräche? Und  zwar immer sanftmütig, niemals hart? Har har har - da lacht man aber  dort oben in den Himmeln!
Zu seiner Mutter, die ihn auf den "irdischen Scheißhaufen" herunterziehen wollte, sagte Jesus wortwörtlich: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen?! Und das sagt er heute noch, wenn du seine Stimme als die Deine vernehmen könntest!

"In Christus" - d. h. jenseits von Ego bist du beides: da kannst du sanftmütig  u n d/oder  hart sein. Ein Hälmchen im Wind  u n d  eine Deutsche Eiche. Wehrlos-weich  u n d  dennoch fest, weil nicht angreifbar.   Jesus gibt nicht nur dem Kaiser, sondern auch dem Räuber, was des Räubers ist, d.h. du kannst von "Jesus"  alles verlangen, was er an Besitz und weltlichen Gütern hat und ohne sich dagegen zu wehren, wird er es dir geben.
Das einzige, was du von ihm aber n i c h t  verlangen darfst:  dass er sich mit dir zum Kampfe gegen die Böse Welt rüstet!  Dass er seinen (heiligen)GEIST in den Dienst eines Kampfes um ÄUSSERE Freiheit stellt - Sein Reich (und seine Freiheit)ist nicht von dieser Welt!


Auch darin besteht die Wehrlosigkeit jenseits von Ego,  "In Christus": Er wehrt sich nicht gegen die Welt, er überwindet, (transzendiert) bzw.  h a t  sie überwunden und dabei gibt er dem Kaiser, was des Kaisers ist und läßt die Welt das sein, was sie von jeher war: Ein Ausbeutungssystem, Gefangenschaft, Knechtschaft, Unterdrückung,  - das heißt: Er läßt die Toten ihre Toten begraben!

Der Wahre Gleichmut  und die Wahre Gelassenheit des Wahren SELBST (Christus) wehrt sich nicht  gegen Steuereintreiber, Landbesetzer  oder andere weltlichen Zumutungen. Wehrlosigkeit erleidet quasi, ohne zu leiden. Als Jesus von den Dienern und Knechten der Hohepriester und Phärisäer gefangengenommen werden sollte,  wurde Petrus wütend  und hieb dem Knecht des Hohepriesters ein Ohr ab. Jesus: Stecke dein Schwert in die Scheide, soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat?
Jesus  - als das Wahre Selbst in jedem Menschen - weiß, was ihm blüht, er kennt alle Stationen seines Kreuzweges.

Petrus ist ein Archetyp, so wie jeder der Apostel ein Ich-Aspekt ist, den ein bewußter Mensch in sich selbst  wie auch in der äußeren Welt bei anderen Menschen wahrnehmen kann.  Als Jesus den Jüngern seinen Tod voraussagt, da wird er von Petrus, der noch immer nicht vom "Irdischen Scheißhaufen" herunterkommen will, getadelt: Gott behüte, Herr, das wird dir keineswegs widerfahren!  Jesus antwortet ihm und gar nicht nett: Geh hinter mich, Satan,du bist mir ein Ärgernis.

Das sind archetypische Bilder und Szenen, die sich gestern wie heute und immerdar im Unbewussten bzw. aussen  u n d   innen abspielen.   Wer sich ihrer bewußt wird,  - wem das Außen zum Innen und das Innere zum Äußeren wird, -  kann sie in der äußeren Welt wie auch in der inneren Welt erkennen und deuten. In der inneren Welt sind es Bilder und in der äusseren Welt "wirkliche" Entsprechungen - da wird das Bild, die Metapher sozusagen zum Fleische. So beispielsweise, wenn das patriarchalisch-pharisäische  Bewußtsein/Spiri-Ego eines sog. RechtGläubigen das ganzheitliche Bewußtsein  (Wahres Selbst) des vollkommenen (=ganzen)Menschen der Hybris anklagt:  Wie bitte, du willst der Sohn Gottes sein?  Diese Frage hört man noch immer hinter allen vordergründigen Geschehnissen. Und gleich darauf (im ü bertragenen Sinne) auch immer stante pede: Hybris! Kreuzigt ihn!

Wem die Heiligen Schriften zur Lebendigen Wahrheit werden, dem offenbart sich:
Die Kreuzigung Jesu findet immer und überall statt, wo die lebendige WAHRHEIT angegriffen wird. Im eigenen Inneren wie auch in der Außenwelt.

Was nun den "Irdischen Scheißhaufen" angeht:  Christus  (als das Wahre SELBSt in jedem Menschen) kommt, um uns von all dem "Scheiß" zu befreien - aber VON INNEN HERAUS! Das versteht nicht nur der Petrus, sondern vor allem der Judas in uns nicht. Er will  von Jesus Reformen, er will Jesus einspannen,  die Zustände in der äußeren Welt zu verbessern und kann nicht glauben, dass man das Reich Gottes nur von Innen - aus sich SELBST - heraus auf die Erde holt.
Die wahre Revolution findet innerlich statt.
Die wahre Revolution ist immer eine Revolution des Herzens!
Wahre Freiheit ist immer eine Freiheit des GEISTES!



Mittwoch, 25. Juni 2014

Die Wahrheit absolut nur ist, wo sie dir SELBST entsprungen ist




Keiner kommt zum Vater denn durch mich

sagt Jesus als das Wahre SELBST. Was das bedeutet,  kann man nicht groß genug ins Gesangbuch insbesondere der Neo-Advaita-Aspostel schreiben: Keiner kommt in den Himmel, ohne durch die Hölle der Schattenprozesse/Individuation gegangen zu sein. Die Reinigung und Läuterung von falschen Ich-Anteilen bzw. die Befreiung der Ichanteile, die wir wegen gesellschaftlicher/familiärer Unzumutbarkeit nicht leben durften und deshalb als unsere "Dämonen" im Dunkel des Unbewußten hausen.

Jesus heilt und wer sich dem Heilungsprozess verweigert, kommt nicht zum "Vater". Der "Vater" steht für das Heil, der Sohn  für Heilung.
Anders gesagt: Niemand kommt zum (überpersönlichen) Heil, der nicht durch den Prozess der (persönlichen) Heilung gegangen ist;  keiner wird das Überpersönliche erfassen, der nicht die Person erfasst hat; keiner wird die absolute Wahrheit erfassen, der nicht seine  persönliche Wahrheit erfasst hat.
(Und keiner wird den GEIST erfassen, der nicht den Geist aufgegeben hat. LOL!)

Wortmagie: Wie merkwürdig doch, dass man zwar oft willens ist, den biblisch "korrekten" d.h. überlieferten Wortlaut von "Jesus" als  "Wahrheit" zu akzeptieren, wird dasselbe aber in anderen Worten gesagt, wird es abgewertet: So hätte Jesus nie gesprochen.  Nur wer die absolute Wahrheit aus sich SELBST heraus erkennt, ist fähig, die Geister zu unterscheiden, was heißt,  die relative von der absoluten Wahrheit zu unterscheiden.
Wer sich SELBST kennt, kennt Jesus. Keine Trennung - kein Unterschied.
Es gibt ja auch christlich geprägte Leute, er erkennen zwar die Wahrheiten des Buddha als absolute Wahrheiten, aber die Aussagen Jesu nicht. Wortmagie. (Shit - habe schon wieder vergessen, dass keine Wahrheit absolut ist, die nicht aus sich SELBST heraus erkannt worden ist).
Also nochmal von vorne: Die Aussagen von Buddha und Jesus sind nur dann absolute Wahrheiten, wenn sie aus sich SELBST erkannt worden sind. Amen.




"Es geschieht einfach"

höre ich häufig aus Neo-Advaita-Munde. Die Dinge geschehen einfach, es gibt keinen Grund dafür...
Ja, schön und gut, das  w i s s e n wirklich alle , die genug Spiri-Bücher gelesen haben. Deswegen frage ich mich immer, aus welcher Quelle DEINE Worte sind. Aus sich SELBST heraus  erkannt oder nur irgendwo gehört oder gelesen und als wahr übernommen? Um tatsächlich dessen GEWAHR zu SEIN, dass die Dinge alle aus sich selbst heraus geschehen, gibt es eine Bedingung: du resp. dein Ego muß den Widerstand (gegen das Fließen des Tao/Gott) aufgegeben haben. Es darf keine Theorie, kein Glaubenssatz bleiben, sondern zum Sein, zum  Sei-en werden. Dann erkennst du auch , dass die Dinge aus DIR selbst herausgeschehen, weil es nichts anderes als ICH gibt!
Und dennoch... und dennoch ist das Ursache-Wirkung-Prinzip in meinem Sei-en nicht einfach aufgehoben, es wurde einfach nur als eine "handfeste Illusion" , als eine Gedankenkonstruktion erkannt. Ursache und Wirkung gibts nur, wenn Du daran denkst, klaro? Und Gedankenkonstruktionen haben keinen Platz in der absoluten Präsenz des Augenblicks, das läßt sich sogar logisch nachvollziehen, woll?
Und doch... hahahaaaaaa in aeternum dei...lalala


Die meisten Mißverständnisse

gibt es der  Begriffe wegen. Sprache kann zwar gut  die Gegensätze und Polaritäten beschreiben, ist aber völlig unfähig, die Einheit in Worte zu fassen. Sprache ist per se Trennung. Dennoch muß der Verstand - er kann gar nicht anders - versuchen, die Einheit zumindest annähernd in Worte zu fassen. Dabei benutzen die Menschen oft verschiedene Begriffe und Terminologien. Und genau hier liegt der Hund begraben, hierin liegt m. E. der Hauptgrund dafür, dass man sich sogar in den "erlauchten" Kreisen gerne die Köpfe einschlägt. Dieselbe Wahrheit in verschiedenen Begriffen dargestellt wird nicht als dieselbe Wahrheit erkannt.
So gehts den Menschen, die buchstabengläubig sich nur an eine einzige Religion geheftet haben. Bei eigener spiritueller Erkenntnis/Erleuchtung/Erwachen usw.  wird diese ja immer vom Verstand übernommen und in die religiöse Terminologie gepreßt, von der man geprägt wurde.

Auch Neo-Advaita ist z.B. eine Religion, solange keine empirische Erfahrung gegeben ist. Alles, woran ich ohne eigene empirische Erfahrung glaube, ist Religion. Und blöderweise wird die eigene spirituelle Erfahrung ebenfalls sofort zu Verstandeswissen, d.h. zu einem Glauben- und Religionskonzept, insofern sie sofort danach nurmehr  Erinnerung und Vergangenheit ist.
Ja, sogar der Atheismus fällt in die Kategorie Religion - der Glaube an die Materie ist ein Glaube wie jeder andere religiöse Glaube, solange keine spirituelle Erfahrung diesen Glauben verifiziert. Der Unterschied: Der Atheist wird niemals die Gelegenheit bekommen, seinen Nichtglauben zu verifizieren!

Die Geister unterscheiden,

bedeutet, die absolute Wahrheit von der relativen Wahrheit zu unterscheiden.  Anders und biblisch gesagt wird hierbei die Spreu vom Weizen getrennt. Nichts anderes tue ich oder geschieht in mir, sobald sich meine Aufmerksamkeit auf geschriebene Worte richtet. Es braucht aber nicht unbedingt der Anreize von Außen oder des Inputs von Außen - auch aus mir SELBST heraus fällt mir reichlich "Futter" zu. Deswegen halte ich mich mit dem Lesen fremder Texte ziemlich zurück...


Teufel

Das schwarzchristliche Askese-Konzept sagt, dass du die Welt, die Menschen, die Situationen, wie sie dir begegnen so annehmen sollst, wie sie sind.
 Ha ha ha - lacht da das Kind: Wie sind denn die Dinge, Eierkopp? Horsch, solange du noch nicht begriffen hast, dass es dein Denken, deine Interpretation über die Welt, die Dinge, Menschen, Situationen sind, die du versuchst, anzunehmen, wirst du bei dieser wahrlich sadomasochistischen Art der Annahme buchstäblich in Teufels Küche gebraten. Dann weißt du, was Hölle ist!
Auf diese schwarzmagische Weise schafft sich die Kirche ihre Teufel, den sie dann mit Beelzebub zu exorzieren trachtet.


News vom  "Irdischen Scheißhaufen"

Es wird nicht lange dauern, bis der Staat eine Frischluftsteuer erhebt dafür, dass er dafür sorgt, dass sich die Schadstoffbelastung in Grenzen hält.
Auch hier wird der  Teufel mit Beelzebub ausgetrieben. Die Sonnensteuer wird dann auch nicht lange auf sich warten lassen... und eine Wettersteuer...

Jo, genau, stimmt mir der Stammtischrevolutionär zu, endlich guckst du dir mal die irdische Scheiße an, statt esoterische Luftschlösser zu bauen....Endlich siehst du mal klar... Genauso wirds kommen, eine Schweinerei ist das, immer schlimmer wirds,  wir müssen was TUN, auf die Barrikaden gehen! Wir brauchen Denker!
Jo, sach ick, wenn du dein Auto öfters mal stehn ließest, statt soviel darüber nachzudenken, wie und was der Staat alles für DICH tun könnte, statt umgekehrt, d.h. Selbstverantwortung zu übernehmen, dann hättest DU etwas geTAN...
So war und ist es immer: Der Maulheld hält sich für einen mündigen Bürger und beschwert sich über die wachsende Bevormundung durch den Staat, ist aber nicht fähig, Selbstverantwortung für sich und sein Handeln zu übernehmen. Er ist immer noch des Glaubens, er müsse Big Daddy um Erlaubnis bitten, frei zu sein und frei zu handeln.

Horsch emol: Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich durchaus fähig bin, den "irdischen Scheißhaufen" wahrzunehmen? In Wirklichkeit heisst das aber, dass ich  mich weder über den Scheißhaufen beklage, noch dass ich mich darüber beklage, dass es ihn gar nicht gibt.  Sowas ist mir nur möglich, weil ich mit der "Scheiße" nicht identifiziert bin und weil eben deshalb die Scheiße keine Scheiße für mich ist.. weshalb ich auch keinen Scheißhaufen wahrnehmen kann....LOL.

Irgendwer sagte mal:  Der Gedanke, dass ich nicht länger an dich denken werde, bedeutet, weiter an dich zu denken. Lass mich also versuchen, nicht daran zu denken, dass ich nicht weiter an dich denken werde.
Oder: Ich bin nur froh, dass ich keinen Spinat mag. Denn würde ich Spinat mögen, dann würde ich ihn auch essen - dabei kann ich das Zeug nicht ausstehen!

Cool, woll? So sieht das Denken jenseits von Ego aus.  Am Ende eines Denkvorgangs kriegst du immer TILT - das ist ein sog. Empedoklescher Knoten im Hirn.  Denk an die Escherhände!

Man glaubt, irgendwann würde man davon ablassen, von der Sprache, den Worten, dem  Denken und ständigem Ad-Absurdum-führen (und vom Schreiben!) - aber das funzt net, weil du keine Kontrolle darüber hast und es so abläuft, wie es ablaufen muß, LOL.
BlingBling - REINE Lust! (Aber genau das willst du mir ja gerade abgewöhnen, solche absurden "Bewußtseinssprünge", Bruder, woll? Das lenkt mich nur von der Realität, d.h. dem irdischen Scheißhaufen ab? hahaha....)
Deshalb mach ich ab und mal Pause und zieh mir ein bisschen  Flachwix mit dem Nachbarn oder den Flachwix aus dem Fernseher rein, sonst käme ich gar nicht mehr raus aus dem Modus Absurdus. Ora et labora! Auch hier wieder die Symbolik des Kreuzes, des linear-diskursiven "labora" und des vertikalen "Ora".
Labora: Ob ich selbst Kartoffeln schäle oder dem Fernsehkoch beim Kartoffelschälen zuschaue ist hierbei mal wieder Jacke wie Hose.

Das Motto der Bendikter ist "Bete, arbeite und lies." Sie haben das Schreiben vergessen.
Schreiben ist im spirituellen Kontext "Verkündigung". Die sog. Verkündigung Christi" ist eine mystische Angelegenheit und kann von innen wie von außen (durch Wort und Schrift) erfolgen, insofern das Herz offen und empfangsbereit ist.


Ich ohne mich

Ich wurde einmal gefragt, was man sich darunter vorstellen soll: Ich ohne mich. Nun, abgesehen davon, dass man sich am besten NICHTS darunter vorstellt...lol - läßt es sich doch beschreiben:
"Ich ohne mich" - übrigens ein Buchtitel von Daniel Herbst -  bedeutet die Abwesenheit des Ego. Anders gesagt: es ist "niemand da" (ein geflügeltes Wort besonders bei jenen dogmatisch-einäugigen Nondualisten, die ständig mit  ihren moralversyphten und spiri-konzeptuösen Muckis spielen und damit unbewußt  beweisen , dass doch "Jemand" da ist.)

Dass Niemand da ist, bemerkt man zunächst einmal daran, dass du deiner nicht mehr überdrüssig bist, du bist nicht mehr das Objekt deiner Überlegungen.. lol... Du mußt dich nicht mehr fragen wie es dir geht - weil es dir weder gut noch schlecht geht. Da wo es dir früher immer sagte, ob es dir gut oder schlecht geht, ist Leere. Keiner da. Dein Dasein ist nun "grundlos", das bedeutet, dass alle Gründe, Ursachen weggefallen sind, die dich früher beeinträchtigt und negativ oder positiv beeinflußt haben. Es ist einfach unmöglich geworden, dir Sorgen über dich oder andere zu machen. Was dir "mit dir" Sorgen und Kümmernis brachte, ist "ohne dich"  ständiger Anlaß zu Heiterkeit. "Ohne dich" - in der Abwesenheit von Ego -  bist du unverletztlich, logo, oder?
Und zwar nicht nur vorübergehend. Param advaita - was bei mir "nach der geistigen Wiedergeburt" bedeutet, bist du es für immer - das heißt, dein Leben ist zu Meditation, zum JETZT geworden. No way back.

Die Anwesenheit von "Jemand" (Ego) konnte ich früher körperlich spüren und zwar im Solarplexus. Wer achtsam ist, der hat vermutlich schon gemerkt, dass sich Gefühle oder "Sünden" wie Neid, Hass, Überdruss, Gier, Angst hauptsächlich im Solarplexus abspielen. Diese Gefühle beruhen auf Gedanken und Vorstellungsbildern. Wenn "Keiner da" ist, fehlen zwar nicht unbedingt alle Gedanken und Vorstellungsbilder, aber es fehlt der "Jemand", der danach greift und aus den Vorstellungen und Gedanken gute oder schlechte Gefühle bastelt.

Wer achtsam ist, der bemerkt oder besser gesagt, dem enthüllt sich der Charakter von Gedanken und Vorstellungen, der SCHAUT, wie negative oder positive Gedanken den Körper beeinträchtigen oder erleichtern.... Wo kein "Jemand",
Wo keiner oder "Niemand" da ist, kann man auch vom Nichts oder der Leere sprechen. Das ist keine Gedankenleere, sondern wie oben gesagt, es fehlt die Anhaftung, der Identifikationsklebstoff des (besitz-)ergreifenden Egos an die Gedanken. Deshalb spricht man in diesem Zusammenhang auch von Bedeutungsleere, - weil die  Gedanken durch diese Nichtanhaftung  ihrer Bedeutung entleert sind.

In gewissen Spiri-Kreisen spricht man lieber von "Jemand" statt von Ego. Hört sich netter an...
Jop, und Gott heißt hier "Niemand", klaro...lol...
Ich ohne mich ist "laufende Gegenwart".

Die meisten spirituellen Sucher/Finder sind noch sehr auf Begriffe fixiert. Wenn ich z.B. wie oben davon sprach, dass "ich" in Achtsamkeit die Auswirkungen von Denken und Fühlen bemerke, dann heißt es sofort: Solange da jemand ist, der etwas bemerkt, solange ist da auch "Jemand" (Ego), der es bemerken muss. Die bodenständige Logik sagt also: Wo Niemand ist, kann auch nichts bemerkt werden. Man verwechselt da wohl den nach außen gerichteten Aufmerksamkeitsfokus des Egomind mit dem Gewahrseinsfokus des SELBST - denn das ist falsch. Richtig ist:

Wo Niemand ist, da ist Gewahrsein. Und GeWAHRsein ist WAHRnehmen und (reines) SEIN. Schauen. Ent-hüllung.  Der christliche Mystiker sagt dazu  "Offenbarung".


Schattenarbeit

Wenn ich sage, dass Tiefenprozesse/Schattenarbeit von SELBST geschehen, dann ist das richtig, sie geschehen aber nicht ohne deine Einwilligung. Wäre es so, dann wären ja alle Menschen schon frei und "erleuchtet". Sind sie aber nicht. Die Menschheit ist nach wie vor "in Agonie" und das vor allem, weil  der Mensch seinen Widerstand nicht aufgeben kann.
Genauso ist es mit der nondualen Sichtweise, dass alles einfach so aus sich selbst heraus geschieht. Das kannst du auch erst dann authentisch erkennen (und vor allem leben/sei-en), wenn du deinen Willen gegen das fliessende Leben/ Tao/Gott aufgegeben hast! Alles andere ist Geschwätz!


Wiederholung

fällt mir immer schwerer. Was ich in meinem Blog schreibend erkannt und/oder erkennend geschrieben habe, läßt sich sich kaum mehr oder nur  mit Mühe und Stottern wiederholen. Das stelle ich immer wieder fest, wenn ich z.B. mit jemand über die Dinge rede, die ich schon im blog geschrieben habe. Es ist alter Käse und schon in den Orkus des Vergessens und Nichtwissens abgesoffen. In der Wiederholung drischt man nur noch leeres Stroh.



Den Himmel auf die Erde holen

ist eine Metapher, die auch gut beschreibt, wie das geistige VertikalErkennen in die linear-horizontale Sprache transponiert wird... nichts anderes tue ich auch während des Schreibens in meinem Tagebuch/Blog. Wenn das Thema aber in der nächsten Stunde, am nächsten Tag oder gar in der nächsten Woche noch einmal angesprochen oder besprochen wird, ist es tot, dann schwätze ich über einen Leichnam. Auch wenn mir jemand im Nachhinein sagt: Hey, das hast du gut beschrieben - dann  weiß ich schon nicht mehr, wovon die Rede ist, so fern ist mir das vormals Geschriebene. Es berührt mich nicht mehr und langweilt mich, über Aufgewärmtes zu palavern.
Ich habe schon früher niemals zurückgeblickt -  was geschrieben war, war geschrieben und ich habe niemals das Bedürfnis gehabt, in meinen Tagebüchern noch einmal zu lesen,  und wenn ich zufällig einmal hineinsah, dann war mir der Text so fremd, als hätte ihn jemand anders verfaßt.

Von Luise Rinser las ich mal vor langer Zeit, dass sie öfters in ihren alten Tagebüchern las  - das konnte ich schon damals  nicht nachvollziehen... Auch mit Luise Rinser war ich ein Herz und eine Seele. Im selben Geist vereint: LIEBE.




Erscheinungen

Ich habe Schwierigkeiten, die Satsangs oder Texte von zeitgenössichen Gurus oder spirit.Lehrern anzuschauen, zu hören oder zu lesen.  Irgendwie scheint mir, benutzen viele von ihnen eine einheitliche Terminologie, die ich nirgends so richtig unterbringen kann.  Ich habe gestern mal kurz bei Werner Ablaß reingeschaut (Was immer ist) und gleich wird mir erzählt, was ist: Alles ist Erscheinung, selbst ICH BIN ist Erscheinung.... usw, das klang mir nach einem  philosophischen Exkurs, nach 3 Sätzen habe ichs aufgegeben...es klang mir irgendwie nach Neo- bzw. Fredo-Advaita

Entweder bin ich noch nicht "soweit" bzw. so  "bewußtseinserweitert" dass ich das in seiner vollen Bedeutung erfassen kann oder es ist wieder einmal eine mir fremdartige Terminologie, die das Verständnis blockiert.
Meinen sie mit "Erscheinung" vielleicht das, was ich als Gedankenkonstrukt bezeichne, noch simpler: eine Vorstellung?  Angenommen ich habe recht mit meiner Vermutung,  wäre das ein Bespiel für die Begriffsverwirrung auf die man allerorten trifft:
Erscheinung oder Gedankenkonstrukt/Vorstellung - an sich scheinbar widersprechenden Begrifflichkeiten entzünden sich vor allem die unerfahrenen Spiri-Geister (aber auch ich zuweilen immer noch) recht gerne, weil man die Synonyme nicht erkennt und weil  die Begriffe sehr oft zum Fetisch werden, dass man nicht imstande ist, mit anderen Worten zu bezeichnen, was man meint.

Aber vielleicht soll der Begriff "Erscheinung" ja auch andeuten, dass ich nichts dazu tue oder dass ich "nichts dafür kann", was da erscheinen will?
ES erscheint? Was man unter ES  und Erscheinung versteht , blieb für mich bislang auch immer im Dunklen.  Mir scheint, dass ES manchem  dasselbe ist, was dem anderen der Liebe Gott ist. ES ist vielleicht für manche ein Begriff, der das Namenlose besser wiedergibt als der viel zu arg strapaziert "Gott". Wenn es so ist, dann könnte man vielleicht sagen: Gott erscheint als alles, was in unserem Bewußtsein Gestalt und Form annimmt?  Gedanken, Gefühle, Vorstellung,, Empfinden. Ist das gemeint? Keine Ahnung...
Und dass ES, was immer es auch ist,  "einfach so erscheint"  - ich rate mal - bedeutet wohl, dass es keine Ursache gibt für das, was erscheint?

Egal - wo das Wort "Erscheinung" im spirituellen Kontext auftaucht, kann ich erfahrungsgemäß davon ausgehen, dass ich es mit dem Vokabular einer bestimmten philosophischen Schule oder Richtung zu tun habe. Ebenso mit Fug und Recht kann ich davon ausgehen, dass die meisten, die dieses Wort benutzen, einfach nur Anhänger einer bestimmten Philosphie  und/oder Nachbeter eines spirituellen Konzeptes  sind, weil und wo sie nämlich anderen spirit. Konzepten, einer anderen Terminologie gegenüber völlig anpassungs- und konsensunfähig d.h. nicht imstande sind, ihr Vokabular/Konzept einigermaßen verständlich zu übersetzen, auf dass sich ein gegenseitiges Verständnis entwickeln könnte.

Dass es für sie keine Ursache gibt für das, was ihnen "einfach so erscheint", das scheint mir auch die Ursache dafür zu sein, dass z.B. dem Neo-Advaita-Gläubigen der Begriff der Verantwortung völlig fremd geworden ist. Dass nichts eine Ursache hat - mit dieser Begründung kannst du nämlich alles rechtfertigen. Da wird die grundlegende Grundlosigkeit des Daseins zum Anlaß genommen, Unmenschlichkeit zu rechtfertigen, besonders die eigene.
Dazu kommt noch der Glaube, dass alles determiniert ist, voila - schon sind wir wieder im christlichen Modus: Gott will es so.
Godfather-Syndrom.

Nun ja, aus transpersonaler Perspektive ist das ja alles völlig richtig, nur ist dieser Glaube dem Gros solchart Gläubigen nicht zu einer  lebendigen absoluten WAHRHEIT, sondern weitmehr zu einem Dogma geworden. (Und es wird Dir solange nicht zur lebendigen Wahrheit, solange Du nicht für diese WAHRHEIT "gestorben"bist, du Faulpelz!)

Die lebendige WAHRHEIT ist immer paradox, in diesem Fall heißt dies, das das Überpersönliche das Persönliche einschließt. Wer das Persönliche ausschließt, entzieht sich nicht nur seiner menschlichen Reifung, sondern auch seiner menschlichen Verantwortung.

Im Neo-Advaita - so wie es sich mir durch seine Vertreter bislang gezeigt hat -  gibt es nur Eindeutigkeit, nur entweder-oder. Wo man ein Eines ohne das Zweite postuliert, gibt es nunmal kein paradoxes Sowohl - Als auch.
Das Neo-Advaita ist vergleichbar mit dem Christentum, insofern das Christentum auch ein Neo-Christentum ist - eine Fälschung, weit entfernt vom Original des noch ganzheitlich orientierten Ur-Christentums. Beides, das Neo-Advaita wie das Neo-Christentum leiden an der "halbheitlichen Einbeinigkeit" - bei beiden handelt es sich um exakt dieselbe  "Gemeinschaft der Gläubigen". Beide stehen nur auf dem "Yang-Fuß", d.h.  beide opfern und töten weiterhin das Weibliche, die "Göttin"  und dienen damit nichts anderem als Archetyp des alttestamentarischen unmenschlich-grausamen patriarchalischen Vatergottes. Animusbesessenheit nenne ich das. Godfather-Syndrom.
Godfather-Syndrom: Eine Krankheit der "Gläubigen". Man könnte auch sagen, dass es sich um eine "Erleuchtungskrankheit" handelt, denn es betrifft, so scheint es mir, so ziemliche alle sog. Erwachten und sog. Erleuchteten, die einmal ein Lichtlein gesehen haben und fürderhin glauben, sie hätten "ES".  Mit der voreiligen  Begründung: es müsse nichts getan werden, wird der mühsame Weg der Menschwerdung (Individuation) negiert und nicht selten sogar aggressiv abgelästert. Tragisch: Dass sie mit der Ablehnung des Weiblichen (Persönlichen) und ihrem Widerstand gegen Tiefenprozesse/Individuation  Christus resp. ihr Wahres Selbst kreuzigen.

Dass dergleichen Erwachte bzw. Wiedereingeschlafene glauben, dass "die Scheiße nie aufhört"  oder dass das Dasein in "Resignation bis zum Ende"  gelebt werden muss, nimmt nicht wunder.
Genauso wie alle diejenigen das Ziel verfehlen, denen "grundlos und ohne Ursache" (LOL!)   so etwas wie Wut, Gier, Neid, Hass usw. zu "erscheinen" pflegen und dabei nicht erkennen, dass ihr Neo-Advaita-Dogma es ihnen verbietet, dahinter Frust,  enttäuschte Erwartungshaltung usw. -  vor allem aber SCHMERZ & ANGST wahrzunehmen.

Vollkommen zu sein, heißt ganz zu sein. Der vollkommene Mensch ist weiblich  u n d  männlich und in dieser Einheit  ist er göttlich  u n d  wahrhaft menschlich. Wahrhaft menschlich kannst du aber nur durch den Prozess der Individuation werden, in dem das männliche und weibliche als Einheit erkannt wird. Als Einheit kann es nur erkannt werden, wenn das authentische Männliche und das authentische Weibliche aus der Verdrängung (Schatten) befreit wird.  Das verstehe ich unter Persönlichkeitsreifung, Individuation. Und erst hier wird das Männliche und Weibliche transzendiert und Mensch und Gott in seiner Einheit erkannt.

Samstag, 21. Juni 2014

Der See Genezareth, my dear, ist nirgend sonst als nur in dir

(Überarbeitet und ergänzt)


Fehler

Na klar habe ich immer noch "Schwächen" und mache immer noch "Fehler"  - ich bin nur nicht mehr mit ihnen identifiziert. Sie ärgern mich nicht, berühren oder bekümmern
mich nicht (mehr), sie müssen nicht ausgeräumt werden, ich muß mich nicht mehr schlecht fühlen und für meine sog. Schwächen bestrafen, noch können andere mich für meine sog. Schwächen bestrafen. Ich verurteile mich nicht mehr, genausowenig  wie  das Urteil anderer mich nicht mehr bekümmert. Ich BEWERTE nicht mehr, deshalb ist das, was dem angepassten Ego eine Schwäche, ein Fehler/Fehleistung oder eine Unangepasstheit an die Normen ist, zwar immer noch da, aber sie werden eben auf neutrale Art wahrgenommen als das was es ist: ein Fliegenschiß, Nichts.
(Es ist total bekloppt, von Schwächen zu reden/schreiben, die keine Schwächen mehr sind und daher auch als solche nicht wahrgenommen werden können. Insfern habe ich keine Fehler und Schwächen, obwohl Du darüber garantiert gegensätzlicher Meinung wärest, Herr Horschemol, gell? LOL!)

Meine sog. "Ichschwächen" gehören in eine andere Kategorie von "Fehlern".  Sie waren mir eine ständige Quelle des Ungenügens und der (phantasierten) Niederlagen.
Ich habe früher ständig an mir herumgedoktort, noch schlimmer: ich  l i e ß  doktern: Weil ich mich nicht wehren konnte, machte ich ein "Aggressionstraining", ein Training, nicht um Aggressionen einzudämmen, sondern umgekehrt, mich in gesunder Aggression selbst behaupten zu können, meine Interessen wahrzunehmen, statt immer ängstlich anderen den Vortritt zu lassen. Einmal ohne schlechtes Gewissen laut zu werden und eine gesunde Wut oder einen berechtigten (!)  Ärger zu zeigen, ohne mich anschließend als schlecht und abgrundtief böse zu fühlen, war mir damals unmöglich. Das Training hat nicht geholfen,nicht zuletzt weil alles nur ein Spiel war. Auch hier fand ich diese typische Double-Bind-Situation wieder: Sobald ich nämlich vor Ort und live tatsächlich einmal aggressiv oder laut wurde, wurde mir die Tür gewiesen, Begründung: Widerstand und Abwehr. Wenn ich Spiel-Anordnungen nicht verstand, wurde ich von dem äusserst ungeduldigen und autoritären Leiter/Psychologe aus der Gruppe entfernt und in die Ecke gesetzt. Meine Verwirrung wurde nicht geglaubt, sondern als Abwehr & Widerstand gedeutet.
Diese Double-Binds sind in allen therapeutischen Situationen gegeben. Als Spiel  - als Tun-als-ob - ist Aggression erlaubt, im Rollenspiel wirst du dazu aufgefordert, aggressiv und fordernd zu deinen Eltern, Partner oder deinem Chef zu sprechen, du sollst und darfst sogar wütend werden und sie anschreien und dabei sollst du authentisch sein - aber sobald sich eine wirkliich echte authentische Aggression gegen den Therapeuten selbst richtet, bist du draußen. Therapeuten sind sakrosankt, sie genießen Immunität. Darin liegt ihr Machtpotential bzw. Machtmißbrauchspotential.

Eine weitere Schwäche und Quelle ständiger Selbstverachtung war meine Art,  anderer Leute Schwächen auf die eigene Kappe zu nehmen. Ich bin mir nicht sicher, ob aus Höflichkeit oder aus anerzogener weiblicher Unterwerfungslust, es war eine Art Reflex, den ich mir nicht abgewöhnen konnte. So konnte ich beispielsweise einem Bekannten nicht sagen, dass ich (mit einiger Berechtigung) seinen Autofahrkünsten nicht traute, sondern ich machte mich selbst selbst unfähig, klein oder krank, indem ich z.B. sagte, dass mir beim Autofahren schlecht würde... Damals glaubte ich, dass es Angst war, die mich zurückhielt - die Wahrheit zu sagen, schien mir nicht zumutbar, es schien mir, als müßte ich zwanghaft die anderen auf meine Kosten schützen und schonen und bewertete mein Verhalten mit den Begriffen Unfähigkeit, Schwäche, Krankheit.
Nun, dieser kleine (selbstgebastelte) Dämon taucht doch tatsächlich zuweilen immer noch auf. So beispielsweise, als Mr. Letterman mich vor 2 Jahren querfeldein durch die wilde Prärie Nordhessens jagen wollte, da entschuldigte ich mich damit, dass ich mir doch keine Zecken zuziehen wolle. In Wahrheit hatte ich kein Vertrauen in seinen Richtungssinn, der Typ, das hatte ich schon gemerkt, war ein Chaot, ein Abenteurer, dem durfte ich mich nicht anvertrauen, der verschwand einfach mal so aus dem Blickfeld, wenn ich ihn aus den Augen ließ. Mit dem über unwegsames und wildwüchsiges Gelände, wo wir uns eh schon kilometer abseits verlaufen hatten und die Nacht schon hereinbrach? Niemals!
So gingen meine Gedanken damals, Herr Letterman, so sieht die Wahrheit aus, mein Herr! LOL!

Ja, und neulich passierte es ein weiteres Mal, dass ich gegenüber einem Bekannten den Schongang einschaltete und ich stellte dabei wieder einmal fest, dass es mich überhaupt nicht mehr berührt oder bekümmert, und zwar  w e i l  ich das nicht mehr (als Unfähigkeit und Schwäche) BEWERTE! Ich registriere diesen Reflex oder Vorgang einfach nur, ohne ihm eine irgendwie geartete Bedeutsamkeit zuzuweisen.
Seit meiner "Auferstehung" im Herbst 2011 hat sich vieles geändert, aber vieles ist auch geblieben.



So hätte Jesus nicht gesprochen?

Das hört man vorwiegend aus Pharisäer-Munde, wenn sich der "Kaiser", das angepaßte Eltern-Ich (Überich)  in seiner angemaßten Ehre beleidigt und erniedrigt fühlt. Als hätte Jesus je Nattern an seinem Busen genährt! Als hätte Jesus nicht die Peitsche genommen und  Händler aus dem Vorhof des Tempels getrieben. Und er treibt sie heute noch aus, JETZT in diesem Moment -  i n  DIR,  i n  uns.
Dieses "Ungeziefer der Seele" sind u.a. die Händler, die Schacherer, die den Kuchen essen und behalten wollen, sich nicht zwischen Welt und Gott entscheiden wollen.  Der Sozialreformer Judas ist solch ein "Händler", der die Revolution will und glaubt, auf diese Weise das Reich Gottes auf die Erde zu holen, statt in sich selbst zu finden.
Alles diese Namen sind nur Metaphern für Ich-Anteile, die uns vom Inneren Heiligtum, dem Wahren SELBST (Buddha oder Christus-SELBST) trennen.


Wer nicht für mich ist, ist gegen mich

sagt Jesus und hat damit absolut recht. Mit "Jesus"  gibt es kein bequemes sowohl - als auch. Hier muss man sich entscheiden: Entweder- Oder. Entweder fürs wahre  Leben oder für den (seelischen) Tod.  Wer gegen Jesus  (das Wahre SELBST) ist, hat sich für den Tod entschieden und gehört damit  zu seinen Verfolgern, seinen Häschern, zu denen, die ihn ununterbrochen ans Kreuz schlagen.
Jeder, der den spirituellen Weg geht, wird an diese Weggabelung kommen und sich entscheiden müssen.


Offene Weite  - nichts von heilig

Das sog. Heilige ist die letzte kategorische Begrenzung, die überstiegen werden muß. Das Heilige (Gott, spirituelle Erfahrungen, mit denen man identifiziert ist)  als Konzepte des spirituellen Egos erkannt - und yipppppiiiiieeeee! Tragisch: Sogar die LIEBE kann zum Konzept werden!

Tragikomisch auch wieder, dass der spirituelle Maulheld, für den es offenbar so etwas wie  Transformation und Transzendieren gar nicht gibt -  trotz seiner  Heiligkeitsabwertung  (das ist sie nämlich in diesem Fall, denn das Heilige muss transzendiert werden statt negiert oder abgewertet) von einem Guru oder Meister einen heiligen Nimbus und ein heiligmäßiges Leben zu erwarten scheint. Da imponiert immer noch der Lendenschurz, das Käppi und das weiße Gewandl.

Aber wie stets ist auch hier nicht das Heilige selbst das Problem, sondern die Identifikation des Ego mit der Heiligkeit.


Gewahrsein

ist zwar unsere Wahre Natur, aber als das dritte Auge sich das erste Mal ein wenig öffnete, schien es das "Ganz Andere" zu sein. So fremd, so erschreckend und numinos... Die ersten Ein-SICHTEN liessen sich nicht fassen und artikulieren. Sie kamen wie ein kleiner Hauch und als ich danach greifen wollte, war es wieder weg. Ähnlich wie man morgens aufwacht und erhascht grad noch einen Zipfel eines schönen Traumes, aber egal, was man macht, er läßt sich nicht mehr fassen. Mit der kontinuierlichen Vergrößerung des Fokus oder Bewußtseinserweiterung ändert sich das: die Erkenntnis, die sich vorher nicht fassen ließ läßt, wird glasklar und läßt sich auch in Sprache formulieren.


Nur das Herz kann beurteilen,

ob ein anderer Mensch aus eigener Lebens- bzw. spiritueller Erfahrung heraus oder nur aus angelerntem theoretischem Bücherwissen schreibt oder spricht. Ein verkopfter linkshirnig gepolter Verstand kann in den Schriften anderer eben auch nichts anderes als Theorie wahrnehmen bzw. projezieren.
Im übrigen ist es der WAHRHEIT völlig schnurze, aus welchem Mund sie spricht. Aus Kinder- oder Narrenmund - Jacke wie Hose. Ich erinnere mich: Vor vielen Jahren in meiner Zeit bei den Anonymen Alkoholikern war ein Mann, der nicht gerade mit Intellekt oder Intelligenz gesegnet war. Aber einmal sprach er einen Satz aus - ich weiss nicht mehr, was - aber der hat mich fast umgehauen, der traf mich mitten ins Herz...boah, mit einem Schlag wurde es Licht in mir!
Oh, sollte ich den Mann sooo unterschätzt haben, verwunderte ich mich, ist er in wirklich vielleicht ein ganz anderer, ein Heiliger, ein weiser Mann? In meiner Ergriffenheit und Bewunderung ging ich später auf ihn zu und bedankte mich überschwänglich bei ihm für die Einsicht, die er mir mit seinem Satz beschert hatte. Er lächelte nur verlegen und verdrückte sich schnell.
Die Wahrheit war, wie mir relativ schnell klar wurde, dass er einfach nur bewußtlos eine wiederholte und oft gehörte AA-Allerweltsweisheit von sich gegeben hatte, die ich schon öfters gehört hatte, die aber nie so ganz an mich ran ging. Der Zufall? Schicksal? oder Gott WhatEver wollte es, dass mein Herz in diesem Moment offen und empfänglich für die WAHRHEIT und die Weisheit war. Es hatte mit diesem Mann aber nicht das geringste zu tun! Ich bin sicher, er war sich der wahren Bedeutung dessen, was er da so leicht dahinsagte, gar nicht bewußt.

Was ich damit sagen will: Der Verstand neigt dazu, die Weisheit zu personalisieren, und dann kommts vor, dass man sich bei Menschen für etwas bedankt, von dem sie selbst überhaupt keine Ahnung haben. Das ist mir früher sehr oft passiert. Dennoch war der Dank nicht unangebracht - einer mußte ja die Wahrheit aussprechen, damit ich sie empfangen konnte.
Aber wie gesagt, ist es egal, wer eine Weisheit oder Wahrheit ausspricht, ob der Sender sich ihrer bewußt oder unbewußt ist - es kommt wie stets nur auf das offene Herz des Empfängers an!
Ein anderes Wort für ein offenes Herz ist der (erweiterte) Gewahrseinsfokus.


Glaube vs. GLAUBE

Wenn die Kirche dogmatisch  behauptet, dass der  Glaube an Jesus  Christus unsere Rettung sei, dann hat sie recht. Dass dies ein Vorwand für Religionskriege wurde, liegt daran, dass die Kirche nicht nachdrücklich genug klar gemacht hat, dass das Himmelreich in uns liegt: Jesus CHristus als unsere Wahre Natur, statt dessen hat man aus Jesus Christus einen unerreichbaren Götzen gemacht. Glaubst du an Jesus? Diese Frage hieß, glaubst du an den Jesus der Geschichte, glaubst du an den Buchstaben der Schrift. Diese Frage entscheidet tatsächlich über Leben oder Tod;  aber anders als es gemeint war,  - nämlich innerlich - hat die Kirch/Inquisition diese Fragen aus dem Raum der Innerlichkeit in den Raum der Geschichte verlagert und wer nicht an den Buchstaben glaubte, dem hat man sein Leben genommen.
Wer an mich glaubt wird ewig leben. Eine absolute Wahrheit.


Absolute Wahrheit - Definition

Niemand kommt zum Vater denn durch mich, sagt Jesus.
Anders gesagt: Niemand kommt in den Himmel, ohne durch die Hölle der Individuation gegangen zu sein. (Schattenintegration,Heilung).
Nochmal anders: niemand kommt zum Heil, der nicht Heilung erlangt hat.
Dies ist für mich eine absolute Wahrheit.

Alles, was Christus als das Wahre SELBST in und aus mir selbst heraus "sagt", ist in diesem Sinn für mich eine Absolute Wahrheit. Wenn ich jetzt sagen würde: A l l e  Aussagen Jesu sind absolute Wahrheit, dann handelte es sich bei dieser Aussage um eine relative Wahrheit, d.h. es wäre ein Glaubenssatz (Dogma), insofern ich damit identifiziert wäre. Dies deshalb, weil ich noch nicht  a l l e   Aussagen Jesu als lebendige Wahrheit in meinem Herzen erkannt habe.
Insofern würde ich ergänzend sagen: Die gesamte Bibel ist für den Gläubigen eine relative und für den Erfahrenden/Erkennenden  (Mystiker) eine absolute Wahrheit. Der eine versteht sie exoterisch dem toten Buchstaben nach, dem anderen wird die Schrift nach und nach als eine lebendig gewordene Wahrheit von innen heraus offenbart. Aber nicht allein die Bibel, sondern alle Heiligen Schriften enthüllen sich in ihrem wahren Sinn.



 Es gibt Männer,

die finden den Intellekt, die Intelligenz einer Frau erotisch, andere fühlen sich von ihr in ihrer männlichen Monopolstellung verunsichert,  viele halten weibliche Intelligenz sogar für verkopfte Intellektualität. Dem patrischen "Knilch" sind intellektuelle Frauen garstige "Emanzen" oder  "kastrierende Weiber".


Auf meinem Weg

gab es Phasen, da habe ich mir jeden Schuh angezogen: Alle schlechten Eigenschaften waren die meinen. Das bin ich, jenes bin ich...Da gings mir gar nicht gut und ich dachte, ich bin in einer psychischen Krise. Es ging wieder vorbei... Heute glaube ich, dass das notwendig war - dass ich mich auch mit allem identifizierte, was ich glaubte, nicht zu sein.

Geschichte (History)  vs. Geschichte (Story) 

Ich habe schon öfters gelesen, wie von dogmatischen Neo-Advaita-Aposteln, die sich als erwacht bezeichneten,  die spirituellen Erfahrungen von Menschen als "Geschichten erzählen" bezeichnet oder mit "romantischen Gefühlen" gleichgesetzt wurden. Dass ihr eigenes Erwachen eine "romantische Story"  ist, die schon lange der Geschichte angehört, schien ihnen allerdings nicht bewußt.
Ich sehe die Sache so:  Alles, was du sagst, alles, was die Sprache formuliert, ist Geschichte im Sinne von Historie, Vergangenheit. Genau wie alles was das Ego als Gründe für sein Tun angibt, eine spätere Rationalisierung ist. In Wirklichkeit gibt es keine Gründe: wo das Ursache-Wirkung-Prinzip aufgehoben ist, erkennt man, dass die Dinge  grundlos geschehen. Im Grunde ist alles, was vergangen ist, Fiktion, die Menschheits- wie die Lebensgeschichte...
Und dennoch...


Kunst 


Der Künstler braucht das Leid, um Künstler zu sein, sagte mir einmal ein Künstler. Seine Kunst entspringt dem Leiden und dient eigentlich nichts anderem als der Kompensation von Leid. Wirkliche Kunst weist darüber hinaus auf die Wahre Wirklichkeit., sie ist ein  Finger der auf den Mond weist.  Hat der Künstler sich SELBST verwirklicht, hat sich die (religiöse) Kunst erledigt. Deswegen haben viele Künstler den letzten Schritt nicht getan: der Tod des Egos ist auch der Tod der Kunst, denn wer braucht noch Symbolik, wenn er die Wirklichkeit schaut, - wieso Finger malen, beschreiben oder besingen, wenn er auf dem Mond  l e b t?
Aber das Ego haftet am Leiden und der Leidenschaft... das Elend des Menschen ist dem Künstler eine stetige Quelle der Inspiration.... die Vorstellung von dieser Quelle abgeschnitten zu sein, erschreckt ihn zutiefst...



Das  Ego

will immer mehr, als es jetzt und heute gebrauchen kann. Ich habe eine Zeitlang jeden Tag nur das gekauft, was ich für das unmittelbare Überleben brauchte. Das ist gar nicht so einfach, weil man heutzutage immer alles im Dutzend kaufen muß. Es gibt nur noch Großpackungen. Hier in Gladenbach gibt es noch ein Geschäft, da kann ich die Nägel, Haken usw.  noch einzeln kaufen. Aber auch nicht mehr lange...



 Der Böse Blick


hat mich immer schon fasziniert.  "Attribuierungsstil" ist nur ein Synonym. In der WG, in der ich früher einmal lebte, war ein junger Mann, der wurde einmal furchtbar böse, weil er über das neue Bild, welches er sich voller Freude und Stolz an der Wand aufhängte von einigen Mitbewohnern ausgelacht wurde, es  sähe lächerlich und absolut altmodisch aus. Es war ein Pferdebild und es war glaube ich eine Art Gobelin, diese ARt, wie man sie im Orient heute noch gerne hat.
Er riß das Bild fluchend herunter und warf es in den Müll. Ich verstand das. Er hätte niemals mehr mit seiner ursprünglichen Freude darauf blicken können, für immer hätte er das Bild mit dem  Bösen BLick der anderen angeschaut.
Man internalisiert diese "Blicke". Auf diese Weise empfängt man auch als Kind sein negatives Selbstbild. Man wird zu dem, wie man wahrgenommen wird von anderen. Heute weiß ich, wie man sie "exorziert" bzw. bin ich immun dagegen.



Gottesliebe

In den Gesangbüchern der evangelischen und katholischen Kirche gibt es wunderschöne Liedertexte. Es ist erst ein paar Jahre her, dass ich mir ein Gesangbuch aus einer Kirche mitnahm, weniger, dass ich zuhause sang, als dass ich mir die Texte zu Herzen gehen ließ...  Ich ging in den Kirchenchor wegen der Liedertexte , weil ich nicht nur meine eigene Stimme hören wollte und kopierte mir die schönsten Lieder.. (Weil meine Stimme so tief war, sang ich mit den Männern entweder Tenor oder Baß. Seit meiner schweren Bronchitis vor kurzem kann ich kaum noch Töne treffen weil mir die Stimme bricht.)

Mit diesen Liedern bzw. Liedertexten war ich ein Herz und eine Seele. Wer das nicht kennt, weiß nicht, was LIEBE ist: Auch wenns "von oben", aus der transpersonalen Sicht anders aussehen mag: Die Liebe zu Gott ist dennoch kein frommes Märchen. Ob ich Gottes- oder SELBSTliebe dazu sage, ist mir jetzt Jacke wie Hose, in mir ist es EINS, Und deshalb  steht für mich immer noch felsenfest fest: Zur Wahren Selbstliebe kommt man nur über die Gottesliebe!
Anders gesagt: Ohne Gott - oder ohne Religion gibt es keine Spiritualität...Ohne Exoterik keine Esoterik. Weiße Wände können m. E. die  Hingabe an eine sog.Höhere Macht nicht ersetzen und allein die Beobachtung des Denkens macht das Denken nicht frei. Sich ständig einzureden, ich bin nicht meine Gefühle, ich bin nicht meine Gedanken ersetzt keine Schattenarbeit/Individuation, d.h. kann m. E. keine dauerhafte  Desidentifikation von Gefühlen und Gedanken bewirken.

Achtsamkeit ist der Schlüssel und wenn dich die Achtsamkeit über die Schwelle des Unbewußten trägt, dann ist es nicht das falscheste, einen festen Glauben und unerschütterliches Vertrauen in einen Jesus (oder Gott)  zu haben, der deine Angst beschwichtigt und dich trockenen Fußes über die stürmischen Gewässer des Unbewußten trägt. Dem "Ungläubigen" nämlich wird es sonst wie dem zweifelnden Petrus ergehen, der in letzter Sekunde seine Hand ausstreckte und sein Vertrauen bewies.


Sofort danach schickte Jesus seine Jünger zum Boot zurück und befahl ihnen, ans andere Ufer überzusetzen, während er die Menschen nach Hause entließ. Dann stieg er allein in die Berge hinauf, um dort zu beten. Als es dunkel wurde, war er immer noch allein dort oben. 
In der Zwischenzeit gerieten die Jünger weit weg vom Ufer in Seenot, denn ein starker Wind war aufgekommen, und sie hatten gegen hohe Wellen anzukämpfen.
Gegen drei Uhr morgens kam Jesus über das Wasser zu ihnen. Als ihn die Jünger sahen, schrien sie entsetzt auf, denn sie hielten ihn für einen Geist. Doch Jesus sprach sie sogleich an: »Es ist gut«, sagte er. »Ich bin es! Habt keine Angst.«
Da rief Petrus ihm zu: »Herr, wenn du es wirklich bist, befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.« »Dann komm«, sagte Jesus. Und Petrus stieg aus dem Boot und ging über das Wasser, Jesus entgegen.
Als er sich aber umsah und die hohen Wellen erblickte, bekam er Angst und begann zu versinken. »Herr, rette mich!«, schrie er. Sofort streckte Jesus ihm die Hand hin und hielt ihn fest. »Du hast nicht viel Glauben«, sagte Jesus. »Warum hast du gezweifelt?«

Als sie schließlich zurück ins Boot stiegen, legte sich der Wind. Da beteten ihn die Jünger an. »Du bist wirklich der Sohn Gottes!«, riefen sie.

http://gott.net/jesusgeschichten/sinkender-petrus.html

Die TodesSymbolik in dieser Geschichte ist jedem klar, der auf dem Individuationsweg die unbewußten Tiefen durchquert hat. Die Symbolik des "Anderen Ufers", der Überquerung des Todesflusses (Styx) kann man in jeder Religion finden. Petrus wie alle Apostel sind tiefenpsychologisch interpretiert allesamt "Teilpersönlichkeiten", Ich-Anteile... Hier wird gleichnishaft in Bildern dargestellt, was während  Individuationsprozessen innerseelisch geschieht.
Da gibt es viele dunkle Nächte, Phasen, in denen man sich von Gott und allen guten Geistern verlassen fühlt. Dies ist deshalb besonders schlimm, weil und wenn man sich zuvor schon eines großen Friedens, Freude und vieler geistiger "Süßigkeiten" oder "Seligkeiten" erfreute und sich dadurch oftmals schon am Ziel wähnte.
Dann aber muss man noch einmal hinab, noch einmal gilt es, Schatten zu konfrontieren. Gott ist fern  (Jesus auf dem Berg) Man fühlt sich total hilflos und allein den Wogen des Unbewußten ausgeliefert, durch vorangegangene Tiefenprozesse aber hat man schon gelernt, übers Wasser zu laufen, d.h. man lernte, sich nicht mehr mit den Inhalten des Unbewussten zu identifizieren. Trotzdem kommt immer wieder einmal eine schreckliche Angst vor dem Versinken, vor der Auflösung, vor dem Tode auf.  (Ich habe zu manchen Zeiten oft davon geträumt, übers Wasser zu laufen, mit Anlauf klappte das auch recht gut... lol)

Derweil das Menschlein orientierungslos, verlassen und verängstigt sein heftig schaukelndes Lebensschifflein durch das gefährliche Meer des Unbewussten rudert, ist Jesus (Wahres Selbst und der eigentliche Steuermann) auf dem Berg, d.h. er  ist beim "Vater". Als er auf dem Wasser laufend zu ihnen zurückkehrte konnten sie es zunächst nicht glauben, dass dies Jesus war, als sie ihn aber "erkannten", wußten sie sich beruhigt und gerettet, er gab ihnen die Gewissheit, dass es auch ihnen möglich ist... Petrus blickt zurück - Petrus sehe ich als den Teil in uns, der sich noch an die Vergangenheit klammert, er kann noch nichtganz  loslassen, sein Vertrauen ist noch nicht gefestigt,  deshalb versinkt er im Moment des Zurückblickens,ganz ähnlich wie Lots Frau zur Salzsäule erstarrte, weil sie auf die Stadt Sodom zurückblickte, die sie verlassen sollte...
Erst nach seinem Wasserlauf wird Petrus ist sein Vertrauen in Jesus gefestigt. Nun ist er der Fels geworden, auf dem Jesus seine Kirche (Reich Gottes) zu bauen verspricht.
Das "Andere Ufer" zu erreichen, bedeutet jenseits von Verstand und Ego in das Reich Gottes einzutreten.