Samstag, 30. Januar 2016

Wo der Mindcrash eine Farce, ist der Mensch nit ausgeschlaft.


Ductus apodictus

Schattenintegration ist MUSS,
ansonsten bleibst du unbewusst.
Wer andres lehrt, der lehrt dich Stuss
und Kacktus kackolorius!

Das Licht scheint in die Finsternis,
doch  Finsternis erkennt es nicht,
derweil sie unbeLICHTet ist -
Hört hört!!

Wo der  Mindcrash eine Farce,
Ist der Mensch nicht ausgeschlaft,
Weil den Schatten er verzweifelt
Ignoriert und arg verteufelt
Hat, bis an's Ende seiner Zeit
Wird er brennen, weil's ihn reut.

Ein Mensch erst dann geläutert ist
Wenn er sich ist ganz SELBSTgewiss,
Dass er die 10 Amendements
Verwandelt in Amusements. LOL
Wer die  göttlich' Alchimie gerafft
Und den Polsprung hat geschafft
Vom Sein des Alten Testaments
In die  Christus-SELBST-Essenz
SEINES  Neuen Testaments -
Der ist befreit von allem Leid!

Denn wie Jesus uns gezeigt:
Der Phönix aus der Asche erst steigt,
Wenn's Vater-UND MUTTER-Kind ist gezeugt.
(Hat mich schon immer sehr gestört,
Wenn man vom "Vaterschoß" spricht und hört. He he)



Die Lehre des Lehrer Ablass

wird mir immer wieder zum Anlass...LOL.  Wie man inzwischen wohl allseits bemerken konnte,  hat es mir insbesondere dieser Satz angetan, dem ich die ihm INNEwohnende Wahrheit unter bestimmten Umständen gar nicht abstreiten will, u.a. natürlich nur solange, als ICH und kein andere es ist, der IN der WAHRHEIT steht und erkennt:

" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du streiten kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht streitet!" (W. Ablass)

Wie des öfteren schon gesagt, ist diese Aussage nicht ganz unwahr, denn ob es aber für das betreffende SUBJEKT  (W.A.) auch wirklich WAHR ist, d.h. ABSOLUT wahr und nicht nur relativ wahr ist -  hängt von seinem SEIN ab. Unwahr an diesem Satz aber ist,  dass es jenseits von Ego - also dort, wo Herr Jemand abwesend  bzw. Herr Niemand anWESENd! - bessere, gute und weniger gute Ereignisse gibt. Also mal ganz  im Ernst. soweit ich dazu in der Lage bin, LOL  - hier gibt es überhaupt keine Ereignisse, die man als solche interpretieren könnte!

Ok. Was mich an diesem Satz nun schon seit längerem fasziniert, ist, dass man statt "streiten" buchstäblich jedes egoische Tun des Herrn Jemand an seiner Statt setzen kann und trotzdem daran GLAUBEN kann, dass da "Niemand da" sei, der egoisch handelt. Ob es sich bei Herrn Ablass um einen solchen Gläubigen handelt, sei mal dahingestellt, ich kenne aber sog. Neu-Advaitianer, die einen solchen Widersinn offenbar glauben. Und wo immer auch so ein fader fleischloser toter Glaubenssatzglaube herrscht, erscheint bei mir unweigerlich die Heilige Doppelaxt und tut ihr "spaltendes" Werk, d.h. die Axt scheidet die WAHRHEIT von der Unwahrheit - ob ich das will oder nicht, das ist bei mir seit nurmehr  4 Jahren ein spontan auftauchender "Automatismus" geworden.

Ok. Es stellte sich mir also die Frage, was an diesem Ereignis so besonders ist und in welchem Kontext man so richtig begeistert sein kann von div. Ereignissen - wobei mir natürlich niemand anders als Herr Jemand einfiel - ein Herr Jemand, dem es so richtig Spass macht, all das zu tun, was ihm vordem von seinem Über-Ich verboten war. Wobei wir beim Thema "Sünde" angekommen sind und ich in diesem Kontext den Herrn Ablass für durchaus fähig halte,  in Abwandlung seines Satzes ganz allgemein zu glauben, dass es 


" eins der besten Ereignisse ist, wenn du sündigen kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht sündigt!" 
Aber egal, ob es sich nun um das Streiten oder das Sündigen handelt, was im Endeffekt ja aufs selbe rauskommt - es stellte sich mir plötzlich ganz dringlich die Frage,  ob es sich bei diesen  "besten"Ereignissen" nicht einfach nur um eine "simple Bekehrung" handelt, wobei der Betreffende  seinem Über-Ich ein Schnippchen geschlagen hat bzw. eingesehen hat, dass Streiten (Sündigen) nichts Böses ist... ich kenne nämlich die große Erleuchterung und Euphorie, die eintritt, wenn man sich z.B. von seinen schwarzchristlichen Tabus befreit glaubt oder sich teilweise befreit hat. (Ich sage deshalb  "glaubt", weil eine umfassende Dekonditionierung nämlich keine Euphorie und andere sog. Seeligkeiten, sondern Heilige Nüchternheit hervorbringt. Seeligkeiten gibts nur solange der Vogel noch nicht richtig das Fliegen erlernt hat und immer wieder "ernüchtert" auf der alten Erde des Alten Adam notlanden muss. LOL)

Ganz allgemein verdichtete sich bei mir immer mehr der Verdacht, dass es sich bei der "Entleerung" des "Täters" eher um eine Gewissensentleerung handeln könnte. (Rubrik "relative (persönliche) Wahrheit" im Verlauf der Individuation) ...der Streiter/Sünder/"Täter" kann möglicherweise im Gegensatz zu früher nur deshalb genüsslich streiten, weil er sich die Erlaubnis zum Streiten gegeben hat!  Vielleicht war der Täter (eigentlich: der Handelnde) möglicherweise ein Böser Täter, derweil er schwarzchristlich auf Sünde konditioniert war -  und in dieser Lesart ist Streiten nun mal eine Sünde und deshalb immer mit Angst und Aufregung verbunden.
(WAHR ist: Jenseits von Ego  - also im absoluten "Raum" - kann man nun tatsächlich genussvoll streiten, ohne sich zu ängstigen oder aufzuregen. Früher warst du vielleicht verunsichert und leicht irritierbar, wenn jemand deine Wahrnehmung in Frage gestellt hat - jenseits von Ego kann dir so schnell keiner mehr ein X für ein U vormachen, auch wenn dir bewusst ist, dass X und U nur relative Glaubenssätze ohne Wirklichkeit sind. LOL.)

Was mich nun angeht, hatte ich eine schwarzpädagogische resp. schwarzchristliche Erziehung genossen. Ich war von Klerikern erzogen und hatte dementsprechend eine ängstliche kleine sündenbewusste schuldbeladene übergewissenhafte Klerikerseele, mit dem Unterschied, dass ich ab meinem 13. Lebensjahr  auf Teufel komm raus aus gegen sie rebellierte. Ich habe an anderer Stelle schon beschrieben, mit welch schweren inneren Kämpfen die Freiheiten verbunden waren, die ich mir gestattete... die immer wiederkehrenden Reue-Orgien...
Theoretisch war ich immer sehr dafür,  zu "sündigen", was das Zeug hält, in der Praxis sah das anders aus... Ich habe weiter oben schon beschrieben,  wie ich "sündigte", wie ich bei vollem Bewusstsein und unter wahrhaft höllischen Ängsten die 10 Gebote demontierte. Das tat ich so lange - und mit massenweisen Rückfällen ins alte Elend - bis sich nach fast 30 Jahren aus den 10 Amendments die 10 Amusements transformierten, was bedeutete, die Gebote der Pösen Pater Noster bzw. ihr pervertiertes  Sündenverständnis ad absurdum zu führen und als das zu begreifen, was sie sind und waren: Instrumente der patriarchalischen Unterdrückung, um das wilde (weibliche) Leben unserer Wahren (menschlich-göttlichen) Natur,  zu knebeln.

Umkehr: Was aus patriarchalischer Moralperspektive und im Yang-Entsagungsmodus eine  Sünde war, wurde im Zuge der Erlaubsnisgebung in den Heilungs-/Schattenprozessen  völlig herumgedreht, die alte Sündenkonditionierung wurde  total auf den Kopf gestellt. 
Insofern könnte ich sagen, dass ich frei wurde  v o n   der Fremdbestimmung und frei wurde  z u m   lustvollen "Sündigen", besser gesagt, zum Feiern des wilden Lebens und darin zu wissen, was Gut & Böse wirklich ist - ich erkannte: Gut ist alles, was dem Leben dient und Böse d.h.  Sünde ist alles, was gegen das Leben ist. Und was Leben bedeutet, definierte ich aus mir SELBST/Gott.
Ich bin frei heute, nicht frei zum Sündigen, sondern frei  v o n  Sünde, ich bin ohne Schuld, ohne konditioniertes Gewissen, tute weder Gutes noch Böses - ich bin frei, das zu SEIN, was ich wirklich bin. Niemals käme mir heute in den Sinn, auch nur im Spass  zu sagen, dass ich sündigen könnte, mit oder ohne Jemand bzw. Niemand, LOL! - denn das würde bedeuten, dass ich immer noch unfrei wäre und  mir Freiheiten  irgendwoher von irgendwem  n e h m e n  müßte. Es gibt keinen Grund, das Wort Sünde überhaupt in den Mund nehmen, es gibt nun mal keinen Begriff, der die REINE Lust dieser köstlich REINEN Skrupellosigkeit jenseits von Ego beschreibt, basta!
Und doch ist damit schon wieder zuviel des Guten gesagt... LOL.


Zurück zum Zitat: Angenommen, Herr Ablass würde meiner leichten Abwandlung seines Originals zustimmen, wäre dieser Ausspruch ganz gewiss kein göttliches Paradox, mit dem offensichtlich kokettiert würde, sondern  Widersinn hoch zwei,  - ähnlich dem meinigen, als ich heute zum neuen Nachbarn auf seine besorgte Frage antwortete:  Es stört mich nicht, wenn Sie mich stören. LoL.
Zudem: Wo jemand "sündigt" ist jemand da, der sein Tun als Sünde bewertet - Werten kann nur das Ego, d.h. unser berüchtigter Herr Jemand, (der Mann, den man zwar sieht, der aber nicht da ist. LOL.)  Also kann ich als dieser Jemand nicht behaupten, dass ich sündigen könnte, ohne dass sich "Jemand" einmischt.

Zum anderen liefe das "Sündigen", wo es den Herrn Niemand nur dem Glauben, aber nicht dem SEIN entsprechend gibt -  auf eine totale Anarchie des Gewissens hinaus statt auf die Freiheit und Anarchie des Herzens. Da ist dann zwar dem Glauben nach "Niemand da, der streitet, sündigt...usw. und trotzdem wird das Ego (Jemand!)  insofern bejaht, als es hemmungslos seine Neurose (Sünde) auslebt, all dies womöglich im naiven Glauben, dass eh alles, was man tut, determiniert ist und es deshalb gepisst wie geschissen ist, ob das Ego in seinem Tun nun geheilt oder ungeheilt ist. 

Es geht aber doch in der spirituellen Sache um ein bleibendes BEWUSST-SEIN dieser Leere/Entleerung im einzelnen Menschen und nicht um den allgemeinen Glauben, dass es keinen Täter/Ego gibt. Und in dieser Hinsicht bin und bleibe ich meinerseits ganz "apodiktisch" dabei, dass eine bleibende "Entleerung" nicht ohne Schattenintegration zu haben ist.

Es geht bei der Schattenintegration um die Dekonditionierung unserer Moralvorstellungen, der Demontage von ALLEM, was wir glauben zu sein und zu wissen. Das Wahre Gewissen will entdeckt werden, welches auf  dem Wahren Wissen um Gut und Böse basiert, dieses Wissen ist das,  was uns zutiefst menschlich macht. Die meisten Menschen sind kulturell/religiös konditioniert und  g l a u b e n  nur zu wissen, was gut und böse ist. Die Reifung der menschlichen Persönlichkeit im Individuationsprozess läuft auf die  Erkenntnis von Gut und Böse hinaus - das Transzendieren dieser Polarität ist der nächste Schritt und steht auf einem völlig anderen Blatt,was nicht näher "beschriftet" werden kann.

Was ist nun Sünde und was ist das Böse? Böse ist alles, was auf der personal-dualistischen Ebene nicht der Terra Mater, dem Kosmos, dem vielfältigen Leben dient. Im Individuationsprozess  musste erst einmal lernen, zu unterscheiden zwischen richtig und falsch, - was MIR ganz persönlich wirklich dienlich ist und was nicht. Ichbejahung oder Selbstannahme heisst, dass nicht die Neurose, sondern das Leben bejaht wird. Das ist der Punkt, an dem stets die Große Verwirrung einsetzt. Im Grunde geht es nicht um Bejahung, sondern ums reine Fühlen. DAss alles sein darf, heißt nicht, dass alles, was sein darf, auch ausgelebt werden darf. Ich kann und darf z.B. meine zerstörerischen Emotionen nicht annehmen bzw. als "berechtigt" oder "ES-gewollt" an anderen Menschen ausleben, ich kann mich nur im Schmerz und der Angst und den ungestillten Bedürfnissen des Kindes in mir annehmen, die HINTER den destruktiven Ent-Äusserungen zu finden sind.

Ok, die Frage, die sich in mir formulierte, ging also dahin, was wohl  so mancher öffentlich deklarierten "Entleerung" (von Ego/Jemand) zugrunde liegen mag. Ist diese Entleerung nur eine Kopfgeburt des Egos oder hat basiert diese Leere auf (Gewahr-) SEIN -  hat man sich wirklich von der Illusion des Handelnden/Täters "entleert"  oder hat man sich nur des falschen Gewissens bzw. des sadistischen Zensors  entledigt???
Im letzteren Falle würde ich mich vorübergehend anschliessen: bei Überlistung des Zensors ist es eine wahre Lust zu "sündigen", wenn sündigen heisst, das zu tun, was mir ein schwarzchristliches SadoMaso-Überich  bei Todesstrafe verboten hat - dieses teuflisch verdrehte und verkehrende  Über-Ich, welches nicht weiss, was richtig und falsch ist, ein Über-Ich,  welches sich als Gott aufspielt, derweil es in Wahrheit der Teufel ist: ein Über-Ich, welches das Gute für böse und das Böse für gut verkauft. .

Solange ich gegen dieses falsche Gewissen ankämpfe, bin ich ein Rebell und als solcher zwar relativ frei und freier werdend, aber nicht absolut frei von der Identifizierung mit dem  "Täter", dem Handelnden als solchem. Die "Letztgültige Entleerung" läßt da noch auf sich warten und zwar so lange, als er metaphorisch gesehen noch nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hat. Um die Früchte vom Baum des LEBENS zu ernten, braucht man das Schwert der Unterscheidung von richtig/falsch und gut/böse. Und das erlangt man nur durch Schattenarbeit, Schattenarbeit, Schattenarbeit - (ohne zu arbeiten, natürlich, LOL). Auch der Rebell muss sterben.


Abwandlung Nr. 5 - Die Prüfungsfrage
" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du BEGEHREN kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht BEGEHRT!"
Sollte W. Ablass etwa dieser Ansicht zustimmen? Wenn ja, dann hätte er sich damit als spiritueller Lehrer allerdings völlig disqualifiziert. Denn erst mit dem Ende des Begehrens hat auch das menschliche Leiden ein Ende - das Ziel allen spirituellen Strebens und Lassens! 
Aaaaber -  und jetzt kommts: Als Psychologen/Therapeuten könnte ich ihm hierbei durchaus zustimmen, als es auf dem spirit. "Hinweg" im Rahmen der Individuation/Reinigung der Psyche um die Erlaubnisgebung dessen geht, was vordem verboten war. Ein Mensch, der von Kindesbeinen an niemals überhaupt je begehren durfte, dessen Willen früh gebrochen wurde, der nie ausgreifen durfte, der sich das Leben nicht "nehmen" durfte - dieser Mensch wird im Heilungsprozess kräftig und fähig, zu wollen, was er begehrt  und zu begehren was er will.

AHAAAAH - ich komme der Sache immer näher und frage mich nun finally: Ist es vielleicht möglich, dass die Verwirrung, die mich bei Ablass-Sentenzen oftmals befällt und nach Klarheit schreit,  auf einer mutmaßlichen Vertauschung/Verwechslung der Ebenen basiert, mit der ich bei W. Ablass konfrontiert werde??? Dass ich W. Ablass nicht fragen kann, da er sich meiner Fragestellung entzogen hat, spielt keine Rolle, wie man sieht, komme ich auch ohne ihn zu den Antworten, die meine Fragerei aufgeworfen hat. Die Person W. Ablass' spielt nur eine sehr sehr untergeordnete Rolle beim "WAHRHEITsSpiel" - er vermittelt mir wie jede Person, die mir mit Unklarheiten in den Fokus tritt,  nur eine div. Verwirrung, die es für mich zu klären gibt. Dass diese Personen, die sich oftmals gar als erleuchtet oder als spirit. Lehrer gerieren, die Erwähnung ihrer Person so persönlich nehmen, spricht natürlich GEGEN ihre spirit. Qualifikation und FÜR eine VollIdentifikation mit ihrer Person... also mit dem geleugneten "Jemand", ne? LOL

Nochmal und immer wieder:

Jenseits von Ego ist deshalb "Niemand da", weil JEMAND (Ego) abwesend ist.  Sollte da in WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT "Niemand da" sein, dann ist ja nur deswegen "Niemand da",  WEIL er sich der Attribute des Egos entleert hat!!! - unter anderem des Begehrens, des Habenwollens, des Eingreifens, der Kontrolle. Wo Begehren ist, ist JEMAND, ist ein Handelnder. Ego.
An meinem Eindruck, dass es sich bei Neu-Advaita um eine Schmerzvermeidungsreligion handelt, hat sich bis jetzt nichts verändert. Sieht ganz so aus, als ob der Neu-Advaita-Gläubige das Kunststück vollbringt,  den Kuchen  zugleich zu essen und zu erhalten. (Den Handelnden/Ego  gleichzeitig bejahend auszuleben UND zu negieren.)
Ihr "Niemand da" hat mehrheitlich keine Basis in ihnen SELBST, sondern ist zu einer allgemeinen philosophischen Phrase heruntergewürdigt, zu einem Glaubensartikel, wie man ja auf dem spirit. Marktplatz auch allgemein weiss und glaubt, dass  - anders gesagt - das Ego eine Illusion ist, man selbst aber mehr als  meilenweit davon entfernt ist, das eigene Ego als einer solchen den Abschied gegeben zu haben.
Ich bin und bleibe dabei, dass jede Lehre, die die Schattenintegration bzw. die Heilung der Psyche für unnötig befindet, eine Irrlehre  -  eine Schmerzvermeidungsreligion ist.

Wer sagt, es gebe keine Sünde, versündigt sich! Sünde ist all das, was das Leben verletzt und gegen den GEIST handelt!.
Das Paradox: Erst durch die Letzte Befreiung, d.h. der  Letztgültigen Erkenntnis, u.a. der  Einsicht in das Detiminiertsein meines Handelns bedeutet, dass ich nurmehr, - insofern als "Jemand" (Ego) seinen Geist total aufgegeben hat, "param advaita" -  machen kann, was ich will, insofern mein Wille der Wille Gottes bzw. des Tao ist; ich kann nicht mehr gegen das Leben handeln,  weil ICH erkannte, dass ich das Leben BIN. 
Dieser Wille, der eigentlich kein Wille ist, sondern ein widerstandsloses Gehorchen auf den Fluss,  KANN nicht sündigen - das Verhalten des befreiten Individuum ist trans-ethisch, was bedeutet, dass dieser Wille niemals gegen das vielfältige Leben verstoßen kann oder in irgendwelcher Form gegen den GEIST handeln könnte.
Das Paradox: die Erkenntnis, dass  die Person incl. ihrer Geschichte nicht stattgefunden hat und DENNOCH alles, was ich als dieses Individuum  tue, determiniert ist.
Dieses "dennoch" - welches man auch am Ende vieler Weisheiten bekannter alter Meister findet -  bezieht sich auf das Paradox resp. die WAHRHEIT und  macht allen Eindeutigkeiten, allen festgelegten Definitionen des zustandeslosen Zustands jenseits von Ego einen Strich durch die Rechnung!
Die Letztgültige Erkenntnis ist deshalb letztgültig, weil sie letztgültig und nicht "erstgültig" ist -  das heisst, diese Erkenntnis, (die nicht nur einen Punkt, ein einzelnes Erkenntnis"objekt" betrifft, sondern eine Menge "Untererkenntnisse" beinhaltet - darf niemals ins Voraus gesetzt werden und als Glaubensartikel an empfängliche Gläubige verhökert werden. Ein "Meister", der seine Schüler beispielsweise lehrt, sie könnten sündigen wie sie wollten, ihr Verhalten sei eh  festgelegt, gleich, was sie machen, sie könnten gar nicht anders handeln, als sie handeln - der versündigt sich gegen den GEIST, der verhökert den GEIST aufs allerbilligste. Ebenso der sog. Meister, der voreilig  "Niemand" postuliert - also die Anwesenheit der (göttl.) WESENheit -   mit der Begründung,  da das Jemand/Ego eh eine Illusion sei, bedürfe es auch keiner Dekonditionierung/Desidentifizierung... Es gebe nix zu tun!   Das sind alles Kopfgeburten von Irrlehrern!
Dito der sog. Meister, der das Wort "Achtsamkeit" und "Gewahrsein"  oder (Schatten-) "Integration" meidet wie der Teufel das Weihwasser!


Verletzlichkeit

scheint eine besondere  Tugend auf dem spirituellen Marktplatz, die man nie mehr missen will. Verletzlichkeit ist aber keine spirituelle Tugend, sondern nur eine "Errungenschaft", die man im Verlauf des Heilungs- bzw. Individuationsprozesses (wieder-)erlangt, derweil die Abwehrstrukturen aufgelöst werden. Im selben Maß wie die Abwehr abgebaut wird, wird man liebesfähig und empathisch.  Viele Menschen wähnen sich verletzlich, dabei sind sie nur leicht kränkbar. Narzisstisch kränkbar aufgrund eines leicht irritierbaren Selbstwertgefühls. Ein Narzisst, ein Neurotiker kann sich nicht mit anderen identifizieren, was er für einfühlsame Identifikation hält, ist eine neurotische Projektion. (s.a. path. HerzensGutmenschen) Es sind dies gerade jene, die sich so vehement gegen die Unverletzlichkeit der Psyche wehren, die in der Endgültigen Befreiung liegt.
 Verletzlichkeit bedeutet, zu fühlen und berührbar, anrührbar zu sein, - es ist die gesunde Fähigkeit, sich mit den Menschen - allen Wesen -  in ihren diversen Freuden und Leiden zu identifizieren. Der ungeheilte Neurotiker hält sich für  anrührbar, derweil er sich  in seinen projektiv bedingten spektakulären Gefühlen suhlt, die er nicht selten für die kosmische LIEBE selbst hält. Jeder, der ihm seine Gefühligkeit wegnehmen will, ist für ihn ein Teufel.
Verletzlichkeit ist ja doch nicht die ultimative spirituelle Tugend, sondern nur  ein  Entwicklungsaspekt im Heilungsgeschehen der Persönlichkeitsreifung. Wird die Person im "Anschluss" daran letztendlich transzendiert, dann hat man das unendliche Bewusstsein realisiert, da ist das Ego  - Person und Psyche - mitsamt seiner Verletzlichkeit und seiner Identifikation mit dem Leiden überwunden.  Wer nicht mehr mit sich selbst als Person identifiziert ist, kann sich auch nicht mehr mit anderen Personen identifizieren. Mitzuleiden ist hier  nicht mehr möglich. Das "neutralisierte" Mitgefühl jenseits von Ego ist genausowenig ein Gefühl wie die LIEBE ein Gefühl ist.
Die neurotische "Verletzlichkeit" steht auf gefühligen "zu Herzen gehenden" Bild- und MusikMeditationen, sie ist süchtig nach "Berührtsein" und braucht dafür ständig neue äussere Reize. Werden ihr diese Reize verwehrt, wird sie depressiv bzw.  aggressiv.
Wo immer ein solcher  Gefühliger auf das mitleidlose  Mitgefühl eines Endgültig Befreiten triff, hört man ihn aufschreien - nach Umärmelung, nach Menschlichkeit, nach Liebe, nach Berührtsein, nach Wärme...
Weit weit ist der Weg.

EpiEpilog: Ach ja, und damit am Ende alle Klarheiten endgültig beseitigt sind:  Um absolut zu sein, bedarf das Absolute der relativen Wahrheit. LOLOLOL! Scheiss auf Advaita! Denn wo man hurt mit Babylon
gibt's nur Kopfgeburt, mein Sohn!


Weg ohne Meister?

„Die spirituelle Freundschaft endet sofort, wenn man offen von der gemeinsamen Ideologie abweicht.“
aus:
https://vikas.de/Meditieren%20ohne%20Meister.html
Lehre ist immer Ideologie, wo sie nicht verinnerlicht ist. Der Meister, der mit seiner Lehre identifiziert ist, verlangt bedingungs- und kritiklose Idealisierung seiner selbst. Er sagt z.B.: Ich und meine Lehre sind eins, wer meine Lehre angreift, greift mich an. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.
Es gibt m. E. keine "spirituelle Freundschaft", da Freundschaft immer eine Form der besonderen Liebe darstellt, die auf dem Weg nicht favorisiert sondern überwunden werden sollte.  Der Meister ist nur der unpersönlichen WAHRHEIT verpflichtet und keiner persönlichen Verbindung. Die unpersönliche WAHRHEIT wird da, wo sie unbequem wird, vom Schüler fast immer persönlich genommen, d.h. als Angriff auf sein Ego wahrgenommen.
Die Idealisierung und Ideologisierung kann  man in jeder sektenhaft organisierten Community sehen.
Es ist wahr: die Absolute Wahrheit läßt sich nicht diskutieren und kritisieren.  Die WAHRHEIT ist aber nur absolut für mich als das SUBJEKT, welches sie als die WAHR erkannte.  Du kannst zwar meine Person angreifen, aber nicht die WAHRHEIT, die ich als absolut erkannte. Ich - als Meister -  wiederum würde dich in der Freiheit deiner  Person angreifen, würde ich darauf bestehen, dass du  meiner SUBJEKTIV erkannten Absoluten WAHRHEIT einen absoluten bedingungslosen  Glauben schenkst. Die WAHRHEIT läßt sich niemals objektivieren!
Ich kann als Meister einen Schüler nur dahin begleiten, dass er den "rechten" Weg einschlägt, - also keine Umwege wählt -  um letztlich auf eigene Faust diese WAHRHEIT als das Absolute SUBJEKT, welches er ist in und aus sich SELBST heraus als ABSOLUT zu erkennen.


Ausschnitt: Dazu Zen-Aussteiger X , Zitat:

„ Aus psychologischer Sicht läuft der unkritische Glaube an eine absolute Autorität , die unangreifbar von rationalen Argumenten ist, der Entwicklung des Selbst zuwider, weil hierdurch die Eigenverantwortung aufgegeben und an eine andere Instanz übergeben wird. Eine Lehre,  die absolutes Vertrauen einfordert bei gleichzeitiger Unterminierung des Selbstvertrauens der Praktizierenden, kann keine taugliche Basis für persönlichen Fortschritt sein.“ (Zitat Ende).
Das ist aus psychologischer Sicht auch durchaus richtig, auch wenn der "persönliche Fortschritt" für Erklärungsbedarf sorgt. 
Die geschilderten Autoritätsprobleme treten auf, wenn unberücksichtigt bleibt,  dass die Entwicklung des Selbst (Ich) quasi zeitgleich mit der Demontage dieses Selbst abläuft. Vorsicht, Paradox: Ein Meister muss kein  Psychologe sein, weil ein Meister das Ich, welches der Psychologe aufgebaut bzw. geheilt  hat,  "zerstört" insofern es transzendiert wird. Trotzdem ist jeder Wahre Meister per se auch ein guter Psychologe, der wissen muss, dass Schattenintegration - die Persönlichkeitsentwicklung  in eine wahre Menschlichkeit - eine Vorbedingung für die Entwicklung des Bewusstseins/Gewahrseins ist.  Er muss wissen, dass es kein dauerhaftes Gewahrsein ohne die Heilung der Psyche gibt.
Caravaggio, Thomas der Zweifler
Der unkritische Glaube an eine absolute Autorität des Meisters symbolisiert das absolute Vertrauen in dein innerstes Wahres SELBST. Das ist seit jeher in allen Klöstern aller Religionen so, dass der Abt, die Äbtissin als die oberste Autorität und Stellvertretung Gottes gesehen werden, die niemals kritisiert werden können, egal wie fragwürdig und kritisierbar ihre Haltungen und Handlungen auch sind.  Persönlichkeit  wird hier nicht entfaltet, sondern unterdrückt, da die Person mit ihrem Eigenwillen als solche die Sünde repräsentiert.(Siehe den zweifelnden Apostel Thomas und der Kurs in Wundern,auch da wird die Person nicht zu der Persönlichkeit gereift und geläutert, die sich mit dem SELBST als EINS erkennt, sondern ganz aus dem Fokus eliminiert. ICH BIN ES, Thomas! sagt Jesus aber, als er ihm nach der Auferstehung im Körper/Person erscheint - zum Beweise lege deine Hand in meine Seite!


In diesen autoritär geführten Gemeinschaften geht es darum, den Willen und jeden Widerstand gegen die Lehre zu brechen, statt mit dem Widerstand zu arbeiten und den durch Transformation  veredelten Eigenwillen als einen konstruktiven Wegbegleiter zu akzeptieren.
Das Geschilderte hat große Ähnlichkeit mit der schwarzchristlichen Askese: da werden Wünsche, Bedürfnisse, Einstellungen, Standpunkte erwartungs- und programmgemäß "fallengelassen", LOL, statt sie bewusst zu machen und zu würdigen oder sie gar zu befriedigen suchen, bis sie wie reife Früchte selbst vom Baum abfallen.
Eine Community, in der mit allen Mitteln versucht wird, die Persönlichkeit als solche zu zerstören, ohne zu berücksichtigen, dass es auf dem spirit. Weg zuvorderst  um die Heilung der Neurose, der "Zerstörung" der FALSCHEN Persönlichkeit geht, sollte man schnellstens verlassen. Die patriarchalischen Religionen haben ausgedient, ebenso die patriarchalische Meister-Schüler-Beziehung, die zuvorderst auf eine Persönlichkeitszerstörung zielt, bei der nicht  zwischen falschen und wahrem Ich differenziert wird.
Der spirituelle Marktplatz ist trotz seiner scheinbaren Modernität und Aufgeschlossenheit immer noch ein Tummelplatz patriarchalischer Spiritualität.


Loslassen

kann nicht geübt werden, das Loslassen liegt im Akt der Selbstannahme beschlossen. Wer loslassen übt, dessen Ego versucht, sich selbst abzuschaffen, der übt sich recht eigentlich in der Selbstunterdrückung.
Bei Meister Eckhart heisst es: Der Mensch kommt durch das Lassen zur Gelassenheit, wenn er hinter sich lässt, aufgibt, vergisst. Der Mensch soll lassen, d. h., er soll das vergessen, dessen er sich stets erinnert, um sich dessen zu erinnern, was er stets vergisst.LOL.
Du, Mensch,  Du ollst lassen, was du weißt
und dich erinnern, wie du heißt.

Meister Eckhart kommt mir in letzter Zeit wieder sehr häufig in den Sinn, ...seine Wortschöpfungen... Das Wort Gelassenheit geht wohl auf sein Konto. Ich fragte mich, was hat er eigentlich für ein Wort für das Gemeine Ego? Sei's drum - es ist nicht wichtig, auch wenn mir Meister Eckhart früher lieb und teuer war - sein Schüler Johannes Tauler war mir dennoch näher und  lieber -  heute hat jener wie dieser seinen besonderen Glanz für mich verloren, weil ICH damit aufgehört habe, den Dingen und Menschen Glanz zu verleihen. (Alle, die zu Gurus laufen sage ich nur: DU machst den Guru zum Guru - niemand sonst.)

Eckharts  "So-heit", die mir einstmals in meiner Vorstellung das Wunderbare schlechthin zu sein schien, hat in der WIRKLICHKEIT & WAHRHEIT einer nüchternen Betrachtung - besser gesagt, WAHRNEHMUNG Platz gemacht. Die So-heit ist als das neutrale Gewahrsein dessen, was ist, ist etwas so Einfaches und Unspektakuläres, dass ich immer wieder lachen muss, wenn ich an den Respekt und die Verehrung denke, die ich früher den numinos-wohlklingenden Worten anderer (Meister) entgegenbrachte. Das numinose Pathos hat gewisslich seinen Platz auf der Jakobsleiter, nur nicht in der ersten Reihe. LOL. Wenn das Kind erst geboren ist, dann kann ES nur noch darüber lachen - das Lachen, das bleibt, hehe!


Die meisten Leute meditieren

wohl aus selbstsüchtigen Gründen, um erleuchtet oder vom Leiden befreit zu werden. Tatsächlich ist der Wunsch und  die Sehnsucht, vom Leiden befreit zu werden, ein legitimes Bedürfnis , die Sehnsucht nach Erlösung, nach Heilung ist ja doch geradezu die Triebfeder jeder echten Persönlichkeitsentwicklung, an deren Ende auch das Letztgültige HEIL winkt (Gewahrsein). Meditation ist gut, aber wo sie benutzt wird, um dem Leiden zu entfliehen, statt sich dem Leiden zu stellen, wird sie mißbraucht.
Ich kannte jemand, der jeden Ärger mit seinen Mitmenschen entweder in Meditation erstickt oder im Alkohol ersäuft hat, statt den Ärger zu fühlen, je nachdem, was ihm am nächsten war... die Flasche hatte jedenfalls ein Daueraufenthaltsrecht. Meditation und die Flasche erfüllten beide den selben Zweck: Zustandsveränderung statt adäquater Konfliktbewältigung. Seine Frau wollte noch immer reden, als er aus seiner "Versenkung" auftauchte, war für ihn die Sache erledigt.


Mißbrauch ist dann gegeben, wenn man durch Meditation eine Veränderung erreichen will - also aus dem Hier und Jetzt flieht, statt das persönliche Hier und Jetzt achtsam zu beobachten und anzunehmen.  Meditation kann, wo sie nur eine positive Zustandsveränderung bewirken soll,  zur Sucht werden... beam me up, Scotty! 

Selbstbehauptung

Nur damit man mich nicht falsch versteht: Wenn ich sagte, dass viele Sucher auf dem spirit. Weg aus ihren Nöten und Schwächen Tugenden basteln, dann bedeutet dies keineswegs, dass auf dem Individuationsweg aus IchSchwächen schöne kräftige IchStärken werden, um in der Welt den Mann zu stehen. Der Individuationsprozess ist kein Selbstbehauptungstrainingskurs, in dem man lernt, seine Aggressionen an anderen ab- oder zuzulassen und "Bedürfnisse adäquat auszudrücken" bzw. sich und seinen Eigenwillen durchzusetzen. Die Ichstärke, die im Individuationsprozess erlangt wird, hat eine gänzlich andere QUALITÄT. Diese Ich-Stärke kann sich zwar, aber muss sich nicht mehr behaupten und durchsetzen um z.B. anderen Menschen Grenzen  aufzeigen, um das Verhalten Anderer im "guten",  Sinne zu steuern bzw. vielmehr zum Zwecke der eigenen Selbsterhaltung zu kontrollieren. Diese Ichstärke, die im Individuationsprozess erlangt wird,  ist eine wehrlose Stärke, eine Stärke, die im Nicht-Tun liegt - im fehlenden Widerstand und fehlendem Eigenwillen, irgendetwas erreichen zu müssen - sie ist keine Stärke, um weltliche Ziele und Pläne durchzusetzen, die Stärke die aus sich SELBST herauswächst ist eine GEISTIGE KRAFT! Das Ich wird auf dem Individuationsweg nicht zum Kampf zwischen Gut und Böse auf der Weltbühne gestärkt und entwickelt, sondern um den  "Heiligen Krieg" im Inneren zu kämpfen. Das ist der Hauptgrund für die Erstarkung des Ichs im Individuationsprozess! Sich nach aussen wehren können, sich verteidigen, Grenzen setzen können  ist ok, aber ist nicht Vorbedingung. Selbstannahme ist bedingungslose Liebe zu sich selbst in dem wie ich mich auch immer vorfinde, v.a. in meiner Kleinheit, Schwäche, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Das Paradox im Individuationsprozess: dass das Ich, indem es nach aussen immer schwächer bzw. immer mehr gelassen wird, nach innen für seine eigentliche Aufgabe erstarkt. 

Dem weltlich erfolgreichen, dem eigen- und durchsetzungswilligen Ich geht es um psychische MACHT und Kontrolle,  hingegen geht es beim individuierenden/transformierenden Ich um eine geistige KRAFT, die alles aus dem Weg räumt, was der Vollendung im Wege steht und letztlich zur Vereinigung mit dem SELBST bereit macht.
Ich denke, ein Großteil der Verwirrung kommt daher, dass man nicht zwischen egoischer (relativer) Selbstverwirklichung und (absoluter)SELBSTverwirklichung unterscheidet.
Die Ichstärke als egoische Eigenmacht und Eigenwille muss und will  sich in der Welt behaupten bzw. selbstverwirklichen, das ist das Ziel der normalen Psychotherapie, die dich tauglich zum täglichen Arbeits- und Existenzkampf macht. Mit dieser Form einer "Gemeinen" Selbstverwirklichung  kannst du zwar Karriere in der Welt machen und dem Bruttosozialprodukt dienen,  sie steht aber in einem in einem unendlichen Abstand  zur SELBSTverwirklichung des Wahren SELBST und dessen Dienst an "Gott" (wie ich früher, als ich noch religiös war, zu sagen pflegte, als Gott für mich noch ohne Anführungszeichen existierte, LOL)
Wie gesagt, Selbstannahme heisst nicht, dass ich mich erst verändern muss, um mich anzunehmen, zumindest nicht in dem Sinne,  dass ich erst lernen muss, mich abzugrenzen, mich zu wehren bzw. diese und jene als positiv gewerteten Ich-Eigenschaften zu kultivieren. Ganz im Gegenteil muss ich all meine Ideale was die relative Selbstverwirklichung angeht, loslassen, um der zu werden, der ich wirklich bin.

Ja? Wirklich?

Um es an einem konkreten Beispiel zu zeigen, auf welche Weise Schwächen in WAHRE Stärke umgewandelt wird: Wer z.B. immer das Opfer war, weil er niemals gelernt hat, sich abzugrenzen, zu streiten oder sich zu wehren, hat sich nicht zu ändern, sondern in dieser Wehrlosigkeit anzunehmen. Niemand will gern ein Opfer sein, weil es verächtlich gemacht wird und als eine Schande empfunden wird. Opfersein ist mit der größten Scham besetzt. Das kann jede Frau bestätigen, die seelisch oder körperlich mißbraucht und vergewaltigt wurde. Nicht das Selbstwertgefühl des Täters, sondern das Selbstwertgefühl der Frau ist zerstört, was bleibt, ist der reinste Selbsthass - du fühlst dich abgrundtief gedemütigt und denkst abgrundtief schlecht von dir selbst und machst dich unbewusst zweifach zum Opfer, d.h. du wirst durch die introjezierte Selbstverachtung  zum Täter an dir selbst, derweil du dich mit der negativen Projektion  (Verachtung, Hass) des Mißbrauchers identifiziert hast. Das Problem dabei ist, dass du dir einen dicken Panzer angelegt hast,  um dein Opfersein nicht zu spüren, dass du ständig in der Defensive bist....dass du  gegen Männer und andere potentielle MißbraucherInnen eine hyper- bzw. pseudoselbstbewusste toffe und schroffe Linie abfährst, derweil du überall Mißbrauch, Verrat und Angriff witterst und damit in permanenter Alarm- und Verteidigungsbereitschaft bist - du bist an dir selbst zum Mißbraucher geworden.

Die Scham des Opferseins ist zu groß, als dass sie empfunden werden dürfte, doch die Scham  ist erst dann vorbei, wenn du den inneren Widerstand gegen dein Opfersein aufgibst.  Es gehört schon eine große Portion Achtsamkeit dazu, sich dieses Widerstandes überhaupt gewahr zu werden.  Der innere Widerstand gegen "Das Gute" - und darum geht es hier -  ist der größte Widerstand, den es jeweils zu überwinden gilt im Prozess der Selbstannahme.  Statt dem schamhaften Gefühl des Opferseins zu entfliehen und alle diesbezgl. Gefühle zu verdrängen, wirst du lernen müssen, sie anzunehmen.  
Transformation bedeutet nicht primär Desidentifizierung, sondern , dass du dich zu allererst einmal  mit dir selbst identifizieren musst, indem, was du wirklich und authentisch denkst und fühlst. Der Rest folgt ganz von SELBST: Das Opfer erlaubt sich, Opfer zu sein und es erlaubt sich damit seinerseits, den Täter - statt sich selbst -  zu verachten. Das Böse zu  h a s s e n   ist m. E.  ein notwendiger Schritt, ohne den es keine (Selbst-)Vergebung, keinen seelischen "Täter-Opfer-Ausgleich" geben kann - denn Selbstannahme hat immer Selbst- und "Fremd"vergebung zur Folge. Immer. Anders läuft der innere Aussöhnungsprozess mit dem sog. Inneren Kind nicht. Selbstvergebung bedeutet nicht, dass man sich irgendwelche "Sünden" vergibt, die man an ANDEREN verbrochen hat, sondern dass man sich den Selbstverrat vergibt... dass man sich mit den introjezierten Stimmen der Vergangenheit gemein gemacht hat...dass man  an der permanenten Vergewaltigung des eigenen Ichs mitbeteiligt war, derweil man mit dem inneren Aggressor identifiziert war. Selbstannahme und Selbstvergebung ist  SELBSTerkenntnis und - wie alles jenseits von Ego  - kein Tun & Machen, sondern ein Akt des Erkennens.


Wer strebt denn da?

Warum nur glauben so viele Sucher, dass es das Ego ist, welches nach seiner Erlösung "strebt"! So was gibts doch gar nicht, es sei denn es könnte sich selbst abschaffen. Das Ego strebt immer nach Lust und niemals nach seiner Auflösung! Es kann sich nicht selber loslassen! 
Was dabei rauskommt, wenn sich das Ego selbst abschaffen will, sieht man,  wenn man die schwarzchristliche Askese, die patriarchalische Mystik der sadomasochistischen Selbstzerstörung betrachtet, derweil das Ich das Ich auszurotten bemüht ist. Mit Loslassen hat das wenig zu tun, LOL. 
Der Mensch  kann nicht nach dem Göttlichen streben, da sein Verstand nur Vorstellungen vom Göttlichen produziert. Er kann erst dann dauerhaft  Eins mit dem Göttlichen,  - und damit auf Dauer vom Leiden befreit sein - wenn seine Seele/Psyche geheilt ist. Irgendwie ist das doch ganz logisch, nä? Wieso da immer noch Menschen sind, die glauben, man könne ungeheilt SELBSTverwirklichung (Ganzheit)erlangen, ist und bleibt mir ein Rätsel. Ganzheit ist das spirituelle Ziel, nachdem jeder Mensch mit allen seinen Zellen bewusst oder unbewusst strebt, ob er will oder nicht - und Ganzheit umfasst den GANZEN Menschen.


Die Erleuchtung Buddhas - jedes Menschen "Letztgültige Erkenntnis"  besteht darin, dass er Mensch und Gott , den Sucher und das Gesuchte als EINS erkannt hat. Buddha  erkannte, dass es Gott himSELF ist, der sich im Menschen SELBST sucht. Nicht das Ego ist die eigentliche TRiebfeder des Strebens, sondern ES - Gott selbst - das unendliche ewige Bewusstsein.


Donnerstag, 21. Januar 2016

Wer sich mit Leerefedern schmückt, bleibt auf die Dauer unentrückt

Laotse
Worlds Best Matrix Hacker


Spiritual Rap - modern talking


Gerade hab' ich so nachgedacht
an die zeit, als mir wurde die matrix gehackt
und als ich mich über den mindfuck belacht,
den papa und mama mir beigebracht
und was die lehrer in der schule gesacht...
doch irgendwann hat es dann total gekracht,
mein mind ist gecrasht und voll hinunter den bach -
und mit ihm hat der herrgott die fliege gemacht -
was blieb, war das lachen, ihr Leutz, lach lach!
Jetzt bin ich gottlos, atheistisch
neural highgetuned, ekstatisch
oder je nachdem intrinsisch
lacht mir immerzu erkenntnis
vorbei ist alle entbefremdnis
endlich.
Früher war ich ein anecker
ein armer time-beggar
jetzt  bin ich ein nullchecker
ein nobody und neverever
unifieing all-connector,
all-embracing collector
spiritual corrector
Tor
Null zu checken is  very much fun,
avanti, mach die Socken scharf, mann
kehr um und fang an -
und mach dich bereit für die ewigkeit -
denn nur JETZT JETZT JETZT ist die Zeit,
JETZT ist die  nullzeit, mein freund!

(mit Zimbel- und mit Geigensonus
 klingt aus dem off ein engelchorus)

Es haucht mit SEINES Mundes Kuss
IHM zum Lob und dir zur Lust
der Liebe Gott (my dear, no stuss!):
"EGO TE ABSOLVO DEUS! -
Komm zu DIR, Schatz und mach' die Welt
wie sie DIR -  nicht mir - gefällt.
Erkenn' dich SELBST,  lass dich erregen,
von der Erkenntnis dich bewegen:
Was Gott ist für dich in der Zeit,
bist du SELBST in Ewigkeit!"
Yipppiiiiiieeeee!*



Epilog:
Wirst nicht glauben, was geschah,
ich sah 'nen Mann, der war nicht da,
auch heute bog er nicht ums Eck,
ach,  ich wünscht, er wär schon weg.

Wer versteht dies Paradox
der weiss, wie's steht um seinen Gott.
La la la

*Yippiiiieeeee=So IST es, im Gegensatz zu Amen=So SEI es



Netz-Fundsachen

Babylon ist überall dort, wo und wenn man alte Begriffe durch neue ersetzt. Es klingt sexy, statt Glaubenssatz oder Überzeugung "Mindfuck" oder für den Egotod  den englischen Begriff "Mindcrash" zu setzen. Man liegt damit voll im Unheiligen-Trend, von dem die Spiri-Szene offenbar nicht wenig erfasst ist: Religion ist out und Gott ist schon tot, bevor man ihm überhaupt eine GLAUBhafte Chance gegeben hat, LOL. Wie niemandsmäßig und leer sich ein Mensch auch dünken mag, sein Ego kann es offenbar nicht lassen, nach einem kurzen Moment seiner Abwesenheit stante pede eine Sekte zu gründen.
Im Netz stoße ich dieser Tage mal wieder auf die Webseite der Liga der Leeren. Nachdem die erste Seite meiner Doppelaxt keinen Anslass gab, aktiv zu werden, werde ich im Gruppenprofil fündig.

Wer sind wir? Wir SINNd!
Die "LIGA DER LEEREN" wurde 2014 als anonymes Netzwerk diverser politisierter Autoren aus dem Umfeld des Magazins "connection spirit" ins Leben gerufen, um über den eigenen spirituellen Tellerrand zu schauen...

http://urruhe.jimdo.com/gruppenprofil/

Nun, allein in dieser kurzen Introduktion ist schon ein erster Widerspruch, denn so leer kann der Leerling nicht sein, wenn er das Politisieren beliebt! Und was nützt  "politisierten Autoren" die Anonymität, wenn man doch als solchermaßen Politisierer nichts anderes als Weltverbesserung im Fokus haben kann und demnach das Licht der Öffentlichkeit doch geradezu suchen müßte? Aber vielleicht meint man die  Art zu politisieren, ohne zu politisieren?...  ähm, also irgendwie absichtslos, ohne was  bewirken zu wollen???LOL
Einen "spirituellen Tellerrand" gibt es auch nicht, Spiritualität  ist  Weite und hat bei einem Letztgültig Entleerten so wenig einen Rand, wie "Das Loch" von Tom de Toys eine Umwandung hat.  Spirituelle Tellerränder gibt es nur bei Religiösen, die mit ihren spirituellen Erfahrungen resp. ihren daraus folgenden religiösen Glaubenssätzen identifiziert sind. LOL. (Wie ich neulich darlegte, wird aus spirit. Erfahrung/Erkenntnis  ad hoc ein RELIGIÖSER Glaubenssatz, derweil der Verstand die spirit. Erfahrung vereinnahmt und ein Konzept draus macht.)

Der Mensch, der den  Begriff des "Neuroatheismus" erfunden hat, liegt damit ebenfalls voll im Unheiligen- Trend.  Ich selbst bin dafür,  abzuwarten, bis die Worte sich von SELBST in einheitender EIN-fachheit ihrer Bedeutung entleeren, statt der verwirrenden babylonischen Begriffsvielfalt neue hinzuzufügen.

Als radikal Entleerter und transdualistischer "Lifestyler" sollte man sich der "harten Infragestellung gesellschaftlicher Strukturen" vorzüglich im eigenen Mind/Psyche im Vorfeld schon gestellt haben,  -  womit automatisch der Wunsch entfällt,  "etwas in Erfahrung zu bringen, dessen Kenntnis irgendwie verboten ist..."  (Sage mir, wen du zitierst und ich sage dir, mit was du identifiziert bist!)
Und noch was: Desidentifikation bzw. Dekonditonierung  v o n  "gesellschaftlichen Strukturen" ist die bei weitem beste Waffe  g e g e n  "gesellschaftliche Strukturen", die wie gesagt, nirgends sonst als im eigenen Kopf existieren, weshalb man den Kriegsschauplatz nicht ent-äussern sollte. Auch die uralte Frage:  Wer bin ich? leistet dabei immer noch ganz gute Dienste. 




Heiligkeit

ist nicht das Letztgültige spirituelle Ziel, weil auch Heiligkeit noch nicht ganz rein ist, derweil sie noch mit Eigenschaft "durchschmutzt" ist, und zwar mit der angesehensten und am meisten gratifizierten Lieblingseigenschaft der Menschen: dem Guten.  Der Begriff der Reinheit ist von den Kirchen fälschlicherweise immer in den sexuellen Kontext gestellt worden, in Wahrheit aber bezeichnet er die Eigenschaftslosigkeit des befreiten (ICH-BIN-) Bewusstseins resp. Gottes.
Bei der Befreiung von der Dogmenhörigkeit geht es keineswegs nur um die Befreiung von religiösen Dogmen, wie die meisten Menschen annehmen, sondern um ALLES, was du an Wissen über unsere sog. Realität angesammelt hast. Wer nur gegen die Religion als solche ist, hat offenbar noch nicht erkannt, dass es nicht nur um die Dogmen der Religion geht, sondern dass alles angesammelte und angelernte (konditionierte) Wissen DOGMEN sind und als solche der Erkenntnis der WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT im Wege stehen. Insofern ist dieser Mensch nicht "leer".
 
Ganz allgemein bezweifle ich stark, dass "param advaita" - was ich als Letztgültige Befreiung/Entleerung verstehe -  noch ein Literaturinteresse bestünde oder  dass man  noch imstande oder willens sein könnte,  Literatur als Mittel zum  Zweck zu schaffen, die Politik zu beeinflussen resp. die Welt zu verändern.

Ein radikal Entleerter im Sinne von "param advaita" wäre auch nicht imstande,  den Dingen in der Aussenwelt immer noch eine Bedeutung bzw. Eigenschaft zuzumessen, -  wer z.B. die DINGE der Aussenwelt "durchtränkt von der eigenen Leere" sieht, ist nicht leer. Er projeziert.
Wer mir jetzt sagen will, das sei nur eine poetische Umschreibung, dem sage ich, dass er als Entleerter nicht der Schönheit der Sprache, sondern allein der WAHRHEIT verpflichtet ist. So leer von Eigenschaft ist man hier also nicht, dass man bzw. das Ego nicht noch in der Lage wäre, die Leere - die der Mensch in Abwesenheit des Egos erfahren hat, - stante pede  in die Dinge der AussenWELT hineinprojezieren könnte,LOL. Hier ist das Ego noch immer ganz fest mit der Aussenwelt "verklebt" und Gewahrsein ist noch nicht so entwickelt, dass es erfasst hätte,  dass Ego und Welt keine getrennten Entitäten sind, sondern dass 

das Ego die Welt  IST!  Hier - in diesem Sinne -  ist der Beobachter als der Egomind und das Beobachtete als die Welt da draussen EINS. Das versteht man unter Identifikation!


Ist das Ego letztlich  "getötet" - also  seiner selbst, d.h. seiner Eigenschaften und div. Zustände vollkommen entleert (dekonditioniert) , mit denen es sich Zeit seines Lebens identifizierte, ist im selben Zuge auch die Welt "dauerhaft" (!) ihrer Bedeutung/Eigenschaften entleert. Neutrale WAHRnehmung basiert ja auf nichts anderem als auf dem Prozess der  Dekonditionierung resp. Desidentifizierung von Ego-Eigenschaften. Neti neti, ich bin nicht dies, nicht das...

Jeder Ismus ist eine Ideologie für viele. Der Mensch,  der aus der Leere, dem Nichts -  einer nur vorübergehenden Abwesenheit von Ego -  einen Ismus , ein Objekt oder gar einen Kult macht,  kann nicht leer sein. Er projeziert und solange er projeziert, ist er nicht wirklich leer, sondern seine "Leere" basiert nur auf einem neuen  Glaubenssatz -  seinem Glauben an die Leere, wie er jeder spirituellen Erfahrung zustösst, derweil  der Egomind  sich am GEIST versündigt, indem er sich  an der geistigen Erkenntnis der Leere verGREIFT und ein Dogma/Konzept/Objekt daraus macht.

Nebenbei sei's noch einmal gesagt und immer wieder: Das Absolute ist keine  feste Größe, ein Bereich, ein Ort, den man betreten und verlassen könnte, es ist auch nicht das "ganz normale Alltagsbewusstsein" wie ein sog. Weiser das einmal gesagt haben soll - das Absolute BIN ICH als der eigenschaftslose "zustandslose Zustand" in Abwesenheit (des Egos) und wird erst nach entsprechender Eingewöhnungszeit ganz "normal" im Sinne von "nichts Besonderem".  Es ist also nicht wahr, dass das Gewahrsein/Erleuchtung nichts anderes als das "ganz normale Alltagsbewusstsein" sei -  denn wenn es so wäre, wäre keine Dekonditionierung von eben diesen Normen, mit denen wir identifiziert sind,  notwendig.
Es gibt auch  keine Grenzen, die man zum Absoluten hin überschreiten könnte oder die das Absolute begrenzten. Der Verstand, der Egomind ist das Begrenzende. Solange eine Identifikation mit dem Verstand besteht, begrenzt du dich. Diese "Begrenzung"  ist allein durch permanente Achtsamkeit  auf das eigene Denken aufzudröseln.
Das Absolute - DAS bist DU - jenseits des diskursiven Denkens, jenseits von Ego! ICH/DU bist das absolute ICH BIN (Gott). Gewahrsein. Du kannst dir des Absoluten/Gewahrseins BEWUSST werden, aber Du kannst Gewahrsein nicht wahrnehmen - denn wie soll das Aug' sich selber sehen!?

Das Reich Gottes

ist nicht von dieser Welt. Es ist nicht für die Vielen. Nur der EINZELNE, der das REich Gottes in sich und aus sich SELBST heraus realisiert hat, steht in dieser Gleichzeitigkeit des IN und nicht VON der Weltseins. Das Reich Gottes resp. das Paradies auf Erden gibt es nicht, weil es niemals eine Sache von Vielen sein kann, eines "WIR".  Einheit bedeutet EINES Geistes zu sein mit GOTT. In diesem Einssein bin ich ALL-Eins, aber ich bin nicht eins mit einer Vielheit im Sinne von ich und die Anderen , also von "Wir"- es gibt im Bewusssein des All-Einsseins schlichtweg keine "Anderen". Das kann man gar nicht oft genug wiederholen;  weil der altruistische mit dem Guten identifizierte Mensch sich seine Objekte - also die Anderen -  nicht nehmen lassen will, empfindet er es als eine kalte und  mitleidslose Zumutung, von diesen Objekten abzulassen. Für ihn ist das Reich Gottes ganz  v o n   dieser Welt, weshalb er sich es auch u.a.   nicht nehmen lassen will, wohlwollend das Gute wollend "politisierend" in die Welt einzugreifen.
Jeder Mensch, der dir das Reich Gottes, das Paradies auf Erden für ALLE Menschen verspricht, ist ein Irrlehrer. Weltfrieden gibt es nicht, es sei denn, die Welt geht unter und dies nirgendwo anders als in DIR. (siehe oben: Ich=Welt)

Jesus als das große Vorbild (bzw. uns innewohnendem Urbild) eines Entleerten hat nicht politisiert, Jesus wurde mißverstanden,  - er wurde gekreuzigt, weil die Herrscher der Welt glaubten, er plane den politischen Umsturz. Ebenso dachte Judas, weshalb er Jesus verriet, als ihm klar wurde, dass es Jesus nicht um die Revolution ging, die er, Judas,  so sehnlichst für das jüdische Volk erhoffte.
Dem spirituellen Sucher/Finder, dem das einmal wirklich klar wird, der ist nicht mehr in der Lage, zu "politisieren". Die politisierenden "Leeren" sind nicht leer, sie sind demnach auch nicht (geist-)ERFÜLLT, sondern sie sind immer noch der Glaubenssätze und Überzeugungen voll, die ein Weltbild statuieren, über dessen Tellerrand sie nicht hinauszublicken fähig sind.
Und dennoch... und dennoch... und DENNOCH...!

Eine Liga der Leeren kann es  dementsprechend ebensowenig geben, wie es ein Reich Gottes in der Welt gibt - eine Liga von POLITISIERENDEN Leeren gar ist ein Antagonismus hoch zwei.  

Wie oben gesagt: Wären die mit der Leere Kokkettierenden wirklich leer, wäre ihnen die Welt genauso leer - kein Grund also einzugreifen! Man komme mir da jetzt bitte nicht mit der "Sowohl-als auch-Ausrede!
Es ist und bleibt so: Solange du das Gute tust und willst, wirst du das Böse schaffen,  - mithin bleibst du in der dualistischen Kiste, statt ganz aus ihr auszusteigen!


Du sagst, Religion sei nicht die Rettung, aber
solange du etwas für die Welt, die scheinbaren "Anderen" tun willst, bist du nicht leer, sondern recht eigentlich religiös und wie jeder Religiöse v o l l  von der Welt, derweil du sie für rettungsbedürftig hältst. Auch wer gegen den sog. Gotteswahn polemisiert, bestätigt in seinem Dagegensein genau das, wogegen er ist: Gott.


Religio est subsidii.
Recht verstanden ist Religion als "religio" die einzige Rettung. Religio=Rückbindung. Es gibt keine andere Rettung, als die Rückbindung an unsere Wahre Natur bzw.die  bewusste Verbindung zum Ursprung.


Die Liga der Leeren ist eine dem Schein nach transreligiöse Sekte, deren Mitglieder offenbar dem Glauben huldigen, leer zu sein. In diesem Sinne wäre ihnen allen der RECHTE Glaube inclusiv eines anständigen konstruktiven Gotteswahns zu wünschen. AMEN

 

Projektionen

zurückzunehmen, fing ich schon früh an. Ich hatte nur keinen Namen für die merkwürdigen "Übungen", die ich machte.
Ich hielt es früher mit den Niederländern und lehnte Fenstervorhänge ab. Von den Fenstern meiner Wohnung hatte ich einen prima Ausblick auf hunderte von Fenstern der gegenüberliegenden WohnBlocks. Ich stellte mir hinten diesen Fenstern ebensoviele Augen vor,  von denen ich zu Recht annehmen durfte, dass die mich jederzeit bemerken könnten, wenn sie das wollten...Damals fing es an, dass mir bewusst wurde, dass es nicht die Augen der Andern, sondern meine eigenen Augen waren, mit denen ich mich selbst ansah (bewertete, verurteilte, beschämte, bewunderte usw.)


Viele Heiler, Hellseher, Astralreisende

Evolution=Decline of God,
Involution=Fall of God, LOL
und andere Menschen mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten werden ihrer Fähigkeiten wegen bewundert, heiliggesprochen und auf den Sockel gestellt. Nicht nur, dass man dabei in Wahrheit die eigenen verdrängten Fähigkeiten projeziert - aus spiritueller Sicht ist dies eine Verehrung von "Besonderheit",  Götzenanbetung,  weil heilen und hellsehen und andere sinnlichen und aussersinnlichen Fähigkeiten zu den Phämomenen  gehören, die man auf dem spirit. Weg nicht  ergreifen sollte, da die Gefahr besteht, sich zu sehr damit zu identifizieren.  Besondere Fähigkeiten sind Fallen auf dem spirituellen Weg. Ja, sogar das Heilenwollen ist eine solche Falle. Besondere Fähigkeiten sind auf dem spirituellen Wege nicht zu entwickeln, sondern loszulassen, statt identifizierend zu ergreifen! Denn solange du dies und jenes sein willst, solange du z.B. heilen und helfen WILLST, glaubst du an eine Welt, die der Heilung bzw. deiner Hilfe bedarf - und solange deine Welt nicht heil für dich ist, bist du selbst nicht heil. Das ist für das wohlwollende GUTES-Tuende HeilerEgo unbegreiflich, dass es diese Identifikation auch noch loslassen muss, um WIRKLICH geheilt zu sein.




Schattenarbeit:

Ein "Meister", der einerseits an die Illusion der Person glaubt und andererseits für eine Bejahung eben dieses personhaften Ichs eintritt, ist darin nicht merkwürdiger als ich - der Widersinn besteht darin, dass er gleichzeitig gegen Schattenintegration bzw. Individuation zu Felde zieht. 
Es ist mir schleierhaft, wie so ein "Meister" ohne sog. Schattenarbeit überhaupt zu einer Ich-Bejahung kommen kann.  Es sei denn, dass für ihn auch die Ich-Bejahung eine Sache der rationalen Beweisführung und des kognitiven Verständnisses ist. LOL
Ich-Bejahung - Selbstannahme -  kann aber nur im persönlichen Hier und Jetzt geschehen. Wer nun jedoch von vornherein - oder auch im nachhinein*  nur g l a u b t , dass es keine Person/"Täter" gibt, wird sich von seinem Hier und Jetzt-Empfinden, -Fühlen und -Denken wohl eher dissoziieren, denn dass er es bejahen könnte. 

(*Nochmal zur Erinnerung: auch wenn du eine tatsächliche "Täter-Entrückung" erfahren hast, bist du hernach doch nur ein "Gläubiger", insofern du danach in den Alten Adam zurückgekehrt bist und der Egomind deine Nichts&Niemand- da-Erfahrung als Glaubenssatz/Überzeugtheit/Dogma konzeptualisiert hat und du fürderhin  (d)eine Erfahrung für wirklich hältst, die schon längst Vergangenheit ist. Der Verstand ist ein Dogmen-Junkie und kann nicht anders, als alles Erleben zu interpretieren und zu konzeptualisieren bzw. als Erfahrung zu konservieren und die Konserve für das authentische Erleben zu halten.)

Weil der radikale Nondualist bzw. Neu-Advaita-Sektenfuzzi auch Transformation für eine Mär hält - dazu mal ein Text von Robert Betz, der zumindest als Psychologe gute Arbeit leistet.
http://robert-betz.com/mediathek/robert-betz-in-den-medien/artikel-von-robert-betz/deine-gefuehle-liebevoll-fuehlen-annehmen-und-verwandeln-lernen/

Selbstliebe oder Annahme bedeutet m. E. nicht, seine positiven wie negativen Gefühle zu "lieben", sondern die Bereitschaft, sie voll zu spüren. Annahme.  Ich zumindest konnte unerwünschte Gefühle wie  Wut weder loslassen noch lieben, weil ich eine panische Angst hatte, die Kontrolle zu verlieren und damit eine zerstörerische Bombe zu zünden.
http://mymonk.de/wie-man-leid-aufloesen-kann-eine-uebung-v-thomas-pfitzer/ 
Ich litt früher über einen längeren Zeitraum an  Angstzuständen und Depressionen, die Angst kam zu einem großen Teil daher, dass ich  negative Gefühle wie Wut und Hass verdrängt hatte, weil ich sie uralten internalisierten Befehlen nach nicht spüren durfte. Mit der Zeit aber wurde es mir langsam möglich, meine Ängste vor mir selbst zu überwinden und meine TabuGefühle  "zu  Tisch zu bitten", statt sie zu verdrängen oder aus der Not eine Tugend zu basteln, wie es beispielsweise dem sado-masochistischen KIW-Gläubigen zu eigen ist, der offenbar  alles andere annimmt, nur sich selbst nicht.



Spiritualität mit Tücken:

 - Wo Heilung bzw. Transformation verweigert wird, weil die Person illusionär und Heilung als ebenso illusionär nur  a n g e n o m m e n  wird, verstärken sich unweigerlich die div. Neurosen. Selbstbejahung, Annahme bedeutet in solchen Fällen, dass die Krankheit, die Neurose akzeptiert wird. So wird Wut und Hass nicht geheilt/transformiert, sondern als eine "Erscheinung" gedeutet,  die einfach so geschieht. 

 -  s.a. spirit. Materialismus: Alles steht mir zu-Attitüde.

 -  Spirituelle Lehrer, die Kritik an der Lehre sehr persönlich nehmen und ihr Gekränktsein damit begründen, dass sie und die Lehre eins seien. Absurd in anbetracht, dass ihren Angaben nach "niemand da" sei, denn wo keine Person/Ego  ist, da kann man auch nichts persönlich nehmen!

 - Tückisch ist auch die Sorte unerlöster Yang-
Spiritualität, die sich äussert in "der spirituellen Kompetenz, die das kognitive Verständnis und Beherrschen der unangenehmen Impulse überbewertet auf Kosten des inneren Raums, den eine emotionale Reifung und Tiefe bereitstellt
....die Sprache, die sich in einer Lehre zum Übermitteln ihrer Bedeutung entwickelt hat, wird künstlich benutzt: bei spontanen Äußerungen fällt dann der Widerspruch auf (im Neo-Advaita das "Da ist keiner da, der..." und dann "Ich...") - oder wie in diesem Artikel beschrieben: "Ich-sagen verboten". Hier werden 2 Erlebens-Ebenen vermischt, die eine in die andere hineingezogen, was die Person nicht-authentisch macht
http://secret-wiki.de/wiki/Spiritualit%C3%A4t_mit_T%C3%BCcken


Nochmal: Die einzige und dauerhafte Art der Dekonditionierung ist durch den Individuationsprozess  (Schattenintegration) zu erlangen und nicht durch einen logisch-rationalen Denkprozess des schlussfolgernden Verstandes.  Wenn die Frucht deiner "Dekonditionierung" nicht ein dauerhaftes Gewahrsein ist, dann deshalb, weil es an der Schattenintegration fehlt. Dauerhafte Bewusstheit ist nur über die Schattenintegration zu haben. Das kann man sogar logisch-rational begründen bzw. schlussfolgern: Wo Verdrängung bzw. Schatten sind, kann es kein (Bewusstheits-)Licht geben. Es kann keine dauerhafte BEWUSSTHEIT (Gewahrsein) geben, wenn nicht das Verdrängte (Unbewusste)  BEWUSST gemacht wird.
SELBSTannahme ist nicht durch logisch-rationale Beweisführungen  m a c h bar, sondern allein durch das Mitgefühl mit uns selbst. Und dieses Mitgefühl - welches im selben Maße alle Wesen umfasst -  ist die Frucht der Aussöhnung mit dir selbst,  der Selbstvergebung.
SELBSTannahme, Selbstvergebung, Dekonditionierung  - all das gehört in die Rubrik Schattenintegration!
Es gibt ja Köpfe, die beispielsweise überhaupt gar nichts gegen die "Aussöhnung mit dem Inneren Kind" haben, aber gegen die Schattenintegration zu Felde ziehen, nicht wissend, dass diese Begriffe für dasselbe stehen. Ach Babylon!


Der Guru sagt:

"Meine Lehre und ich sind eins. Wer meine Lehre angreift, greift den Vater an.  Der Vater und ich sind eins!"

Da wird die  Lehre  - also ein Konzept! - mit dem "Vater", dem Absoluten gleichgesetzt. Mir scheint, der Guru, der so spricht, ist insofern "eins" mit der Lehre, als er voll identifiziert mit seiner Lehre bzw. mit seinem Glauben an seine Lehre ist  und er  hält dieses Identifiziert-Sein für das EINS-SEIN mit dem Vater.
Und wo ein Angriff auf die "Reine Lehre"  zudem noch ssehr  persönlich genommen wird, sollte wirklich "niemand da" sein? Der zustandslose Zustand des Nichtwissens scheint dem Guru ein Fremdwort zu sein - denn nicht anders gelangt man in das dauerhafte Bewusstsein des Nichtwissens (ein anderes Synonym dafür ist Leere, LOL) indem man die Lehre um der Lehre willen gelassen hat, den Vater um des Vaters willen zu lassen ist, Gott um Gottes willen... usw. - ALL das ist zu lassen, von dem du glaubst, du HAST es! 
Sich selbst zu lieben,
heisst, Gott zu lieben


Wie man liest und hört,  gibt es der autoritären Gurus viele, die ihren Schülern nicht (gern) erlauben wollen, zu einem anderen Meister zu gehen, die darauf bestehen, dass ihr Weg, ihre Lehre die einzig richtige sei, die verlangen, nur ihm allein zu glauben.
Es sind dies vor allem ungeheilte spirituelle Lehrer, die sehr schön und zuweilen sogar WAHRsprechen können;  sie geben dir eine scheinbare Freiheit der Wahl,  dich z.B.  nur solange zu begleiten, bis du alle Krücken wegwerfen kannst... Bist du dann aber soweit, dass du deine  Krücken wegwerfen willst, erweisen sich diese Lehrer oft als die größte Krücke und zeigen sich nicht selten im höchsten Maße gekränkt, solltest du jemals den Wunsch hegen, die Meisterkrücke wegzuwerfen.  Oh ja, er erlaubt dir, alle anderen Krücken wegzuschmeissen: sämtliche Meister, Lehrer -  alles, was sich in Büchern an GEIST niedergeschlagen hat, mag er dir geradezu  verbieten.  Sich selbst aber überflüssig  machen? Nein, das läßt das spirit. Ego nicht zu und wo es nicht offen rachelüstern zuschlägt, wird es den schnöden Krückenverächter locken, liebevoll erpressen, möglicherweise gar als Auserwählte(n) adeln und als etwas ganz Besonderes hochhudeln.
Allgemein lässt sich sagen: Wenn ein spirit. Lehrer von dir verlangt, dass du ihm seine WAHRHEIT  g l a u b s t , dann ist er kein  Meister, sondern ein Menschenfänger. 

Niemand da?  Allgemein kann man sagen, ein Guru, der auf sachliche nichtbeleidigende Einwände mit Verärgerung, Bitterkeit, (narzisstischer) Gekränktheit, Spott, Verächtlichmachung oder gar mit mehr oder weniger subtilen/massiven Drohungen reagiert, bei dem ist ganz klar JEMAND da - da kann sich so ein eingebildeteter"Niemand" noch so oft in die Tasche lügen nach dem mittlerweile altbekannten Motto,  dass es eins der "besten Ereignisse sei, dies oder jenes zu sein -  incl. gekränkt/spöttisch/verächtlich/verärgert,  ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht gekränkt, verächtlich, verärgert usw. sei!" 
 .

Fundsache 1

http://www.epag.org/de/faq.htm

Zu item 1)Das ist nur eingeschränkt wahr:
SELBSTverwirklichung ist dann erlangt, wenn letztgültig erkannt wurde, dass die Person, bzw. das Ego eine Illusion ist und insoweit diese Erkenntnis den Menschen dauerhaft ans "Andere Ufer" (Gewahrsein) gebracht hat. Insoweit das Ego gestorben/überwunden ist, kann ein Lehrer von sich selbst zu Recht sagen, dass er SELBSTverwirklicht ist, das ist ihm daran erkenntlich, dass sein Gewahrsein marktplatzkompatibel und damit dauerhaft stabilisiert ist. Die Reise hingegen ist damit nicht zuende - die Bewusstseinserweiterung oder Gottwerdungsprozess geht unendlich weiter. Wer das Ego überwunden hat, ist per se ein Meister. Was die sog. "aufgestiegenen Meister" angeht, so wäre es besser, von aufsteigenden Meistern zu reden, weil der "Aufstieg" in die unendlichen Weiten des göttlichen Bewusstseins niemals ein Ende hat. Jeder (lebende) Meister ist ein aufsteigender Meister. Er kann gar nicht anders als "aufsteigen". Aufstieg ist eine Metapher für das sich ständig erweiternde Bewusstsein. Für den Meister selbst gibt es keinen Aufstieg, insofern für ihn oben und unten EINS ist.

Like

Wenn ich spirituelle Wahrheiten/Texte von anderen  als "richtig"  like, liege ich falsch. LOL.   Ganz generell: Ein spiritueller  Lehrer sollte von Suchern verfasste "Wahrheiten nicht einfach nur "liken". Dieses  Facebook-Like bringt es womöglich mit sich, dass dadurch nur das Ego der Nachplapperer gestärkt wird, derweil sie zu glauben geneigt sind, dass der Lehrer ihnen durch sein Like nicht nur zustimmt, sondern  ihnen zudem einen spirituellen Status bestätigt (Erwachen usw.)

Man kann die überzeitliche WAHRHEIT eines anderen nicht als (absolute) WAHRHEIT bezeugen. Das Zeugnis liegt nicht in den Worten dessen, der die Wahrheit spricht, sondern in dessen SEIN.  Niemand kann sagen: Ich bezeuge, dass dieser Mensch die WAHRHEIT spricht, dieweil er nicht erkennen kann, ob "dieser Mensch" WIRKLICH  i n  der WAHRHEIT (Gewahrsein) steht.

Mindfuck

Man macht einen Fehler, wenn man die Menschheit als das Opfer von Mindfucks weniger sieht. Für mich ist Mindfuck ALLES, was man dir von Geburt an beigebracht hat,  für real zu halten. Die perverse "Diktatur des Verstandes" herrscht demnach nicht nur über einzelne Menschen oder ganze Gesellschaften, sondern ist ein männlich-patriarchalisches Problem rund um den ganzen Erdball.  Mich hat es einen gewaltigen Schritt vorwärts gebracht, zu erkennen, dass mein Bewusstsein ein patriarchalisch-konditioniertes Bewusstsein ist;  als ich  mir dieses spezifischen kollektiv-männlichen Wahnsinns auf der Alltagsebene voll bewusst wurde, war es wahrlich nicht leicht, meinen Verstand nicht zu verlieren.  
Mich hat es weitergebracht, den Männern bzw. dem Patriarchat die Schuld/ Verantwortung zu geben. Klage und Anklage.Auch Schuldzuweisung will gelernt sein, LOL!


Fundstück 2:  "Der Advaita Vedanta

ist eine dieser Schulen des Vedanta. Er wird als Advaita bezeichnet, weil er letztlich keinen Unterschied zwischen uns oder dem Universum und der letzten Wirklichkeit macht - sie sind 'nicht-zwei'. Er nennt sie lieber 'nicht-zwei' und nicht 'eins', weil 'nicht-zwei' von Anfang an das Nichtvorhandensein einer fundamentalen Trennung impliziert, während 'eins' das Zusammenkommen von zwei Dingen meinen kann, die tatsächlich voneinander getrennt sind. Er spricht also lieber von der 'ungeteilten' (a-dvaita) Wirklichkeit, weil seiner Ansicht nach das Postulieren einer solchen grundlegenden Trennung an sich das Produkt eines Irrtums ist."
Aus: Advaita Vedanta, Sharma/Schuhmacher, S. 24

Wer sein Wahres SELBST verwirklicht hat, der IST in und durch sich SELBST die Essenz aller Religionen. Das Wahre Selbst findet sich überall, -  in jeder Sprache, jeder Kultur, jeder Religion ist es dasselbe SELBST. Ganz gleich, ob ich buddhistische, christliche oder hinduistische Schriften lese - die WAHRHEIT ist überall dieselbe, nur die Begriffe, mit denen sie beschrieben wird, sind andere. Es spricht nur von engherziger Buchstabengläubigkeit, die einem Mystiker die WAHRHEIT absprechen will, die er überall findet. Der Mystiker muss keine Schriften studieren, er muss nichts über die div. Religionen wissen.... Die lebendige WAHRHEIT, das lebendige Wort ist in seinem Herzen, einem offenen Herzen erst offenbaren sich alle toten Buchstaben aller  Heiligen Schriften in ihrer lebendigen Fülle.

Den Gedanken des vedischen Advaita - Nichtzwei - finde ich auch im Christentum. Mal abgesehen, dass hier ständig von der Nichtzweiheit als der EINHEIT des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes gesprochen wird,  kann man das "Nichtvorhandensein einer fundamentalen Trennung"  z.B. auch den Worten Jesu entnehmen: „Wenn ihr aus zweien eines macht, und wenn ihr das Innere zum Äußeren und das Äußere zum Inneren und das Obere zum Unten, und wenn ihr aus dem Männlichen und dem Weiblichen ein und dasselbe macht... dann werdet ihr in das Reich Gottes kommen.“
Dem Schriftgelehrten ist die Aussage Jesu wohl ein Rätsel, nur der Mystiker, dem  dieses Ungetrenntsein tatsächlich zum lebendigen SEIN, zur Lebendigen WAHRHEIT geworden ist, weiss, von was Jesus hier spricht, der versteht auch die Advaita-Lehre.  Dem ist es auch Jacke wie Hose, ob er sein SEIN  nun in der Einheit oder in der Nichtzweiheit hat. LOL.  Es sind immer die buchstabengläubigen Schriftgelehrten, die hier auf Unterscheidungen beharren. Was aber letztlich den Ausschlag gibt, ist die  QUALITÄT der eigenen Erfahrung, des eigenen SEINS.
Das "Postulieren einer Trennung" ist Sache des Egominds und die Aufhebung der Trennung eine Sache des Gewahrseins.  Im Christentum ist  es eine Sache Jesu Christi. LOL. 
Ach Babylon, du dreckische Hur'!


Die Leeren sagen:

There is ... no god no love no peace no truth no enlightment no divine dimension no absolute emptyness no soul no self, no secret... but - THIS!
Tzzzzz tzzzz....Diese Sentenz läßt mal wieder an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig, he he
I say: Nothing like THIS - und noch vielmehr. LOL



Ein letztes Wort an die Ekstatiker unter uns:
Solang' man den Ekstasen frönt,
ist man nicht sinn- und weltentleert.



Mittwoch, 13. Januar 2016

Oh, Meister Eckhart, mein geschätzter mindzersetzing Matrixhetzer...



In agro dominico - BEST OF


Hiermit widerlege ich Papst Johannes diesen Wicht,
welcher Unwahrheit nur spricht.
Gestern liess ich mich erregen, Meister Eckharts Ketzerreden
auf WAHRHEIT hin zu recherchieren,nicht im geringsten tat's genieren
mich, dass ich die Latte setzte an, worüber man nicht sprechen kann. LOL.

Anbei ihr Leutz, mein Fazitus
zu Meister Eckhart mei'm geschätzten Lieblingsketzer,  mindzersetzing
Matrixhetzer - repleti dei dominus.

Ach, was wußte schon der schriftgelehrte von dem Klerus hochverehrte
Dr. Theologicus von der QUALITÄT und GÜTE
Deutschlands schönster Mystikblüte!?



Meister Eckharts

ketzerische Lehrsätze, verurteilt durch Papst Johannes XXII
interpretiert und WAHRHEITsmäßig bestätigt byME Himself



1. Einst befragt, warum Gott die Welt nicht früher erschaffen habe, gab er damals, wie auch jetzt noch, die Antwort, daß Gott nicht eher die Welt habe erschaffen können, weil nichts wirken kann, bevor es ist. Darum: sobald Gott war, sobald hat er auch die Welt erschaffen.


WAHR! Dieser Lehrsatz vonM. Eckhart basiert auf der "Letztgültigen Erkenntnis", der  paradoxen Einsicht, dass das SEIN zwar ursachlos und grundlos ist und dass dennoch alle Ursache und Wirkung aus ihm kommt.
  Wo das Persönliche und das Überpersönliche (dual.&nondual.) als Einheit erkannt ist, sind auch die Gegensätze von Ursache und Wirkung verEINigt. In dieser Einheit liegt alles schon beschlossen, bevor es in Erscheinung (Wirkung) tritt. Für Gott tritt mit dem Gewahrsein dessen, was IST, in "Wirkung". Werden heisst im Grunde, dass das (bewusst)  wird, was schon IST. Christus: Ehe Abraham ward ich, was bedeutet, dass das überzeitliche unpersönliche SELBST (Atman)  in der Einheit mit dem VATER (Brahman)  v o r   der persönlichen zeitbedingten Erscheinung des Abraham IST. Christus: ICH BIN das Alpha UND das Omega (in EINS) - Eine Gleichzeitigkeit, die der Verstand nicht fassen kann.
Die Welt wird mit dem Gewahrsein erschaffen. Jeder Mensch erschafft sich so seine Welt, unbewusst schafft er sich seine Illusion, bewusst erschafft sich das realisierte GeWAHRSein  die Wahre WIRKLICHKEIT.
Nochmal: Die Quelle resp. das (Gewahr-) SEIN selbst ist ohne Ursache (bzw. die "Letzte Ursache") und dennoch erscheint in, mit und durch ES in der Zeit
Ursache und Wirkung. 


2. Desgleichen kann zugegeben werden, daß die Welt von Ewigkeit her gewesen ist.
WAHR! Insofern ich erkenne, dass ICH die Phänomene im EWIGEN zeitlosen JETZT erschaffe und mit jedem  Augenblick neu erschaffe. Deswegen ist die Welt auch nicht "gewesen", sondern sie IST in Ewigkeit, als "Gott" sie in jedem Augenblick neu erschafft.


3. Desgleichen: Auf einmal und zugleich, als Gott war, da er seinen ihm gleich ewigen Sohn als ihm völlig gleichen Gott erzeugte, schuf er auch die Welt.
WAHR. Wenn ich in der EINHEIT des EINEN GLEICHEN GEISTES, des Vaters, Sohnes, Hl. Geistes (Gewahrsein) erkenne, dass der Beobachter und das Beobachtete eins sind bzw. dass Gott bzw. ICH die Welt im Moment der Wahrnehmung schaffe.



4. Desgleichen: In jedem Werk, auch im bösen, im Übel der Strafe ebensosehr wie im Übel der Schuld, offenbart sich und erstrahlt gleichermaßen Gottes Herrlichkeit.
Boah, das glaube ich, dass das dem Johannes ganz schön aufgestossen sein muss. LOL!Es ist paradox, aber WAHR! Das Wahre SELBST (Christus-SELBST) ist Jenseits von Gut und Böse, es ist  unverletzlich, unbeührbar durch Schuld oder  böse Werke tue - was immer auch an Bösem oder Gutem in der Welt geschieht und je geschehen ist - es ist alles Gottes Wille. Das erkennt man aber erst, wenn man Gut&Böse transzendiert hat und erkennt, dass der Gut&Böse-Dualismus eine ebensolche (Ego-) Illusion ist, wie alles, von dem der Egomind annimmt, es sei real.


5. Desgleichen: Wer jemanden mit einer Schmähung lästert, lobt Gott durch eben diese Sünde der Schmähung; und je mehr er schmäht und je schwerer er sündigt, um so kräftiger lobt er Gott. 6. Desgleichen: Wer Gott selbst lästert, lobt Gott.
Ooops - Ist das WAHR?  Zum einen  kann man  Gott nicht lästern oder schmähen, damit schmäht man ja nur ein Bild von Gott, die Vorstellung, die man sich von ihm macht,  - recht eigentlich schmäht man sich mit der Lästerung selbst als den Erschaffer dieses unwirklichen Bildes. LOL. Wer gegen Gott ist, überhaupt wer gegen etwas ist, der steckt noch in den Gegensätzen fest, der hat Gott, die EINHEIT mit Gott noch nicht realisiert. Auf der anderen Seite aber lobt er Gott durch seine Schmähung, weil er ihm damit recht eigentlich eine Existenz zuspricht und damit seinem Glauben an Gott Ausdruck verleiht.


7. Desgleichen: Wer um dies oder jenes bittet, der bittet um Übles und in übler Weise, weil er um die Verneinung des Guten und um die Verneinung Gottes bittet, und er betet darum, daß Gott sich ihm versage.

Anm.: Das Üble am Bitten liegt darin, dass du die Dinge anders haben willst, als sie sind und Gott als das einige EINzig  GUTE (im Sinne von QUALITÄT, Güte)  recht eigentlich darum bittest, dass nicht der Wille Gottes, sondern  d e i n   Wille geschehe.
Das Tao, der Wille Gottes geschieht in dir nur dann, wenn das Ego nicht eingreift in den Strom des Geschehens - insofern verneint der Mensch Gott bzw. betet er im Grunde darum, dass Gott sich ihm versage.Wo ein Wille ist, ist KEIN Weg. (Jaja, ich weiss, ich kenne schon die Einwände, das allgemeine und verallgemeinernde Postulat, dass das Tao immer geschehe, mit oder ohne Eigenwille - sollte sich diese WAHRHEIT je in mir offenbaren, sage ich euch garantiert Bescheid und leiste Abbitte für die Schmähung und Lästerung von Pater Noster Ablass&Co. LOL.)


8. Die nach nichts Trachten, weder nach Ehren noch nach Nutzen noch nach innerer Hingabe noch nach Heiligkeit noch nach Belohnung noch nach dem Himmelreich, sondern auf dieses alles verzichtet haben, auch auf das, was das Ihrige ist, - in solchen Menschen wird Gott geehrt.
WAHR! Gott wird in dem Menschen geehrt, das heisst, der Mensch ehrt Gott in sich selbst,  der  aufgehört hat zu streben, -  der erkannt hat, dass auch das höchste Streben und Sehnen nach Gott noch aus dem Eigenwillen des Egos entspringt... der erkennt, dass er sich noch immer ein (Vorstellungs)-Bild, ein Konzept von Gott macht, ... der erkennt, dass dieses Streben ihn aus dem Hier und Jetzt bringt. 
Der Mensch, der das Göttliche, Gott,  als sein wahres SELBST erkennt, hat es noch nicht realisiert... dieser Mensch ehrt Gott in sich als sich SELBST, insofern er "Gott um Gottes Willen" losläßt, indem er auch die letzte Identifikation,  die Identifikation mit Gott (SELBST) losläßt.



 9. Ich habe neulich darüber nachgedacht, ob ich wohl von Gott etwas annnehmen oder begehren wollte: Ich will mir das gar sehr überlegen, weil ich da, wo ich von Gott empfangen würde, unter ihm oder unterhalb seiner wäre wie ein Diener oder Knecht, er selbst aber im Geben wie ein Herr wäre, - und so soll es mit uns nicht stehen im ewigen Leben.
WAHR! Im "Ewigen Leben" des immerwährenden JETZT "steht es so mit uns", dass wir in der EINHEIT des Vaters Sohnes GEISTES nichts brauchen, weil alle unsere Bedürfnisse gestillt sind bzw. wir jenseits aller Bedürfnisse sind, weswegen wir um nichts bitten müssen.
Angelus Silesius: „Ich bin wie Gott, und Gott ist wie ich. Ich bin so groß wie Gott und Gott ist so klein wie ich. Er kann nicht über mir, ich nicht unter ihm stehen!
  

10. Wir werden völlig in Gott umgeformt und in ihn verwandelt; auf gleiche Weise, wie im Sakrament das Brot verwandelt wird in den Leib Christi: so werde ich in ihn verwandelt, daß er selbst mich hervorbringt als sein Sein als eines, nicht (etwa nur) als gleiches; beim lebendigen Gott ist es wahr, daß da kein Unterschied besteht.
Das Brot, welches wir essen, IST der Leib Christi, insofern als der Leib Christi als der ganze Kosmos zu verstehen ist. Alle Materie wird vom selben GEIST bewegt. Die "Verwandlung" geschieht, indem man aufhört, sich mit der Materie, der "Verpackung" zu identifizieren. In Wahrheit wird letztlich (!) erkannt, dass nichts verwandelt, sondern "nur" erkannt wird, was schon IST. (Bitte nicht als Glaubenssatz vereinnahmen und als Glaubensartikel handeln!!)  Der Individuationprozess = Umformungsprozess. (Transformation) Verdrängungsaufhebung=Schattenintegration = Bewusstwerdung


11. Alles, was Gott Vater seinem eingeborenen Sohne in der menschlichen Natur gegeben hat, das hat er alles auch mir gegeben: hiervon nehme ich nichts aus, weder die Einigung noch die Heiligkeit, sondern er hat mir alles ebenso gegeben wie ihm.
Der "eingeborene Sohn Gottes" ist nicht nur in Jesus Christus "eingeboren", sondern in uns allen, in allen Lebenwesen. Solange der Mensch schläft, schläft auch Gott in ihm. Nur im Menschen kann Gott und Mensch  zum  Bewusstsein seiner SELBST erwachen. Dies SELBST in uns ist vom selben Stoff wie der "Vater". Der "eingeborene Sohn" ist das göttliche Fünklein in uns, das Wahre SELBST, Christus-Selbst. Der Vater ist die Sonne, wir sind die Strahlen...
In der Heiligung (Individuationsprozess/Heilung) erkenne ich mich als Gottes geliebtes Kind, als den eingeborenen Sohn des Vaters.In der Einigung (HEILserfüllung) erkenne ich:  Ich und der Vater sind eins.


12. Alles, was die Heilige Schrift über Christus sagt, das bewahrheitet sich völlig an jedem guten und göttlichen Menschen.
JA, so ist es.

13. Alles, was der göttlichen Natur eigen ist, das alles ist auch dem gerechten und göttlichen Menschen eigen; darum wirkt solch ein Mensch auch alles, was Gott wirkt, und er hat zusammen mit Gott Himmel und Erde geschaffen, und er ist Zeuger des ewigen Wortes, und Gott wüßte ohne einen solchen Menschen nichts zu tun.

JA, durch die Erkenntnis, dass Gott nicht ohne mich sein kann, weil ich EINES Geistes bin, eines BEWUSSTEN SEINS, der göttlichen WAHREN NATUR, der nichts genommen und nichts hinzugefügt werden kann. Die Umkehr bzw Innenkehr bewirkt das Unbeschreibbare, dass das äussere Universum  inwendig geboren wird, insofern wird der göttliche Mensch zum (Mit-)Schöpfer "in der EINHEIT des Vaters, Sohnes, Heiligen Geistes."


14. Der gute Mensch soll seinen Willen so dem göttlichen Willen angleichen, daß er selber alles will, was Gott will: Weil nun Gott in gewisser Weise will, daß ich gesündigt habe, so wollte ich nicht, daß ich keine Sünden begangen hätte, und das ist wahre Buße.
Umso mehr vom Ego abgelassen wird, umso mehr ist der Eigenwille gemindert und umso mehr ist er dem Willen Gottes "angeglichen" und kann gar nichts anderes tun, als das, was Gott will.  Wer den Willen Gottes tut, der handelt ohne zu handeln. Absichtslos.

15. Wenn ein Mensch tausend Todsünden begangen hätte, und es wäre ein solcher Mensch in rechter Verfassung, so dürfte er nicht wünschen, er hätte sie nicht begangen.
Das ist WAHR.
Ob er wahr spricht oder nicht,
sagt euch euer inner Licht.
...er WÜRDE nicht wünschen, er hätte sie nicht begangen, insofern er in "rechter Verfassung" ist!
Die "rechte Verfassung" ist die Verfassung Jenseits von Ego, aus dieser Perspektive ist alles, was geschieht, Gottes Wille. Da erkannt wird, dass es als Mensch gar nicht möglich ist, anders zu handeln als er handelte und dass ALLES Gottes Wille ist, was auch immer (ihm) geschieht, so ist auch die sog. Sünde Gottes Wille. Aus dieser Sicht ist es nicht möglich, zu bereuen, weil man erkennt, dass alles was geschehen ist, seinen Grund nicht in mir hat, sondern ohne Grund und Ursache geschieht.
Die "Verfassung" der Reue hat jedoch ihren  berechtigten Platz auf der ihr gemäßen Ebene des personal-dualen  Gut&Böse-Modus,  wenn ich das Leid der Menschen am eigenen Leib spüre, denen ich Unrecht getan habe. (Das kommt so sicher wie das Amen in der Kirche für den, der sich auf den Weg einläßt.)  Dies kann ich erst erkennen, wenn ich von der Identifikation mit dem inneren Aggressor, (dem falschen Gott, dem Teuflischen Verkehrer) geheilt bin, der gut und böse/Täter-Opfer verwechselt. Dann erst - wenn das Gute böse und das Böse gut geworden ist,  weiss ich, was wirklich gut und wirklich schlecht und böse ist.Überhaupt ist alles Wünschen loszulassen, auch der Wunsch, nicht gesündigt zu haben, ist ein Egowünsch. 



16. Gott befiehlt nicht ausdrücklich das äußere Werk.
Das ist WAHR!
Gott befiehlt überhaupt nichts, derweil ich mit Gott ein Herz und eine Seele bin. Jeder, der mit guter Absicht und der Motivation, die Umstände/Welt zu verbessern,  äussere bzw. sog. Gute Werke tut, ist immer noch mit dem guten Ego identifiziert. Jenseits von Ego wird alles, was getan wird, absichtslos getan. (Handeln ohne zu handeln) Diese "Werke" sind weder gut noch schlecht, sondern "wohlgetan", insofern unbewertet.  Würde Gott gute Werke befehlen, stünde der Mensch in der Pflicht, doch nur das Ego kennt Pflichten, also wäre sein Handeln pflichtmotiviert und keineswegs spontan und absichtslos. Wo Mensch und Gott eins sind, gibt es keinen Handelnden mehr, Gott handelt durch den Menschen.


17. Das äußere Werk ist nicht eigentlich gut und göttlich, und Gott wirkt und gebiert es nicht eigentlich
.
Ja, das ist WAHR! Siehe oben. Gleich, ob jemand gut oder böse handelt, wo ein Handelnder ist, ist Ego und nicht Gott. Ich habe an anderer Stelle schon einmal ausführlicher darüber geschrieben.

18. Laßt uns nicht die Frucht äußerer Werke bringen, sie uns nicht gut machen, sondern innerer Werke, die der Vater, in uns bleibend, tut und wirkt.
Dito. Siehe oben Item 16 und 17

19. Gott liebt die Seelen, nicht das äußere Werk.

Dito. s.a. 16/17/18. Werke sind vergänglich, die Seele, das unsterbliche Bewusstsein ist unvergänglich.

20. Der gute Mensch ist der eingeborene Sohn Gottes.
WAHR! Der gute Mensch im Verständnis M. Eckharts ist nicht das Gegenteil vom bösen Menschen, sondern es handelt sich um eine GÜTE im Sinne von göttlicher QUALITÄT der Wahren Natur. Wer den "Eingeborenen Sohn" - das Christus-Bewusstsein oder Wahre SELBST verwirklicht hat, hat die EINHEIT  mit dem Vater realisiert. (Advaita, Einheit jenseits der zwei/Vielheit)


21. Der »edle Mensch« ist jener eingeborene Sohn Gottes, den der Vater von Ewigkeit her gezeugt hat.
WAHR! Ich glaube jedoch nicht, dass M. Eckhart einen Unterschied zwischen dem guten und dem edlen Menschen macht, insofern gilt hier dasselbe wie für Item 20. Die Realisisation des unsterblichen Bewusstseins erst macht den "Edlen", der sich in der EINHEIT mit dem Vater, Sohn und Hl. Geist als ewig und unsterblich erkennt.


22. Der Vater zeugt mich als seinen Sohn und als denselben Sohn. Was immer Gott wirkt, das ist Eines; darum zeugt er mich als seinen Sohn ohne allen Unterschied.
WAHR! Der "Vater" zeugt mich als den selben Sohn Gottes, als den er Jesus Christus gezeugt hat. Kein Unterschied - der GEIST, die Essenz ist dieselbe.


23. Gott ist auf alle Weisen und in jedem Betracht nur Einer, so daß in ihm selber keinerlei Vielheit zu finden ist, weder in der Vernunft noch außerhalb der Vernunft; wer nämlich Zweiheit oder Unterschiedenheit sieht, der sieht Gott nicht, denn Gott ist Einer außerhalb aller Zahl und über aller Zahl und fällt mit nichts in Eins zusammen. Daraus folgt: In Gott selbst kann demnach keinerlei Unterschied sein oder erkannt werden.
Ja, es ist WAHR: Gott ist reines BewusstSEIN ohne Zweites.(Advaita).  Und dennoch... Unerklärbares Paradox. Nicht beschreibbar.   Gott ist in der Vielheit ebenso wie in der Einheit. In der Einheit ist die Vielheit in doppeltem Sinne "aufgehoben". Gott ist m. E. aber niemals ausserhalb der Dinge. In einem Bild dargestellt, würde ich es so beschreiben: wenn man die vergängliche "Verpackung", also die Materie, die Körper, die Dinge "wegnimmt" und sie quasi als nonexistent erkennt, bleibt nur (verkörpertes) Bewusstsein. Energie. Diese Energie hat immer dieselbe Masse oder Größe, sie nimmt weder zu noch ab. Form ist Leere, Leere ist Form. Kein Unterschied. Keine Trennung.


24. Jede Unterschiedenheit ist Gott fremd, sowohl in der Natur wie in den Personen. Beweis: Seine Natur selbst ist Eine und eben dieses selbe Eine, und jede Person ist Eine und eben dieses selbe Eine, das die Natur ist.
WAHR! Sie oben Item 23. In Gott oder  in der EINHEIT (des Vaters, Sohne, Hl. Geistes) gibt es keine Trennung/Vielheit. In Gott  - im Gewahrsein - erkennst du: Es gibt keine Welt mit div. Dingen darin, es gibt keine Geschichte, keinen Holocaust, es gibt MICH nicht. Ich erkenne: Alles, was ich glaube zu wissen und zu sehen, beruht nur auf unwirklichen Gedanken. EINHEIT - unsere Wahre Natur ist EIN Bewusstsein. 



25. Wenn es heißt: »Simon, liebst du mich mehr als diese?«, so ist der Sinn dieser: »will sagen, mehr als dieses, und zwar auf gute, nicht aber auf vollkommene Weise.« Wo nämlich ein »Erstes« und ein »Zweites« ist, da ist ein »Mehr« oder »Weniger«, ist Gradunterschied und Rangordnung; im Einen aber gibt es weder Grad noch Rang. Wer demnach Gott mehr liebt als den Nächsten, liebt ihn zwar auf gute, nicht aber auf vollkommene Weise.
WAHR! Jenseits von Ego, d.h. in der "vollkommenen Weise" der Liebe Gottes liebt man, ohne Unterschiede zu machen. Die Liebe Gottes ist frei flottierend. Eine besondere Liebe gilt hier weder Gott noch den einzelnen Kreaturen, da in Gott die Trennung/Vielheit überwunden ist.
26. Alle Kreaturen sind ein reines Nichts: ich sage nicht, daß sie etwas Geringes oder (überhaupt) irgend etwas sind, sondern daß sie ein reines Nichts sind.
WAHR. Siehe oben: Form ist Leere, Leere ist Form. Materie ist "unwirklich".


Außerdem wurde besagtem Eckhart vorgehalten, daß er noch zwei andere Artikel mit folgenden Worten gepredigt hatte:



1. Es ist etwas in der Seele, das unerschaffen und unerschaffbar ist; wenn die ganze Seele solcherart wäre, so wäre sie unerschaffen und unerschaffbar, - und dies ist die Vernunft.
zu 1: WAHR! Alle Kreaturen, alle Materie ist in sich selbst NICHTS,  Leere ist Form, Form ist Leere. Materie ist nur verdichtete Energie. Das Unerschaffene ist das Gewahrsein, mit Vernunft ist die Weisheit aus der Quelle gemeint, nicht die verstandesmäßige Kenntnis, sondern GEISTIGE Erkenntnis. 


2. Gott ist weder gut noch besser noch vollkommen; wenn ich Gott gut nenne, so sage ich etwas ebenso Verkehrtes, als wenn ich das Weiße schwarz nennen würde.
Gott ist nicht gut, er ist jenseits von Gut und Böse-Dualismen. Seine GÜTE ist nicht als das Gegenteil von böse zu verstehen, sondern im Sinne von  QUALITÄT. Gott ist weder dies noch das, Gott ist mit Worten überhaupt nicht definierbar, er ist ohne Eigenschaft.




Meine Interpretation der "ketzerischen" Lehrsätze M. Eckharts ist ohne Gewähr, sie entstammt meinem jetzigen Stand der Erkenntnis.  Eine Ähnlichkeit mit den Interpretationen anderer Autoren/Interpreten ist zufällig und nicht beabsichtigt. Ich könnte noch sehr viel mehr dazu sagen, wenn ich das nicht schon getan hätte in meinen vorherigen Texten, die den Lehrsätzen M. Eckharts bislang nicht oder kaum widersprachen.

Gladenbach, 13.01.2016