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Samstag, 30. Januar 2016

Wo der Mindcrash eine Farce, ist der Mensch nit ausgeschlaft.


Ductus apodictus

Schattenintegration ist MUSS,
ansonsten bleibst du unbewusst.
Wer andres lehrt, der lehrt dich Stuss
und Kacktus kackolorius!

Das Licht scheint in die Finsternis,
doch  Finsternis erkennt es nicht,
derweil sie unbeLICHTet ist -
Hört hört!!

Wo der  Mindcrash eine Farce,
Ist der Mensch nicht ausgeschlaft,
Weil den Schatten er verzweifelt
Ignoriert und arg verteufelt
Hat, bis an's Ende seiner Zeit
Wird er brennen, weil's ihn reut.

Ein Mensch erst dann geläutert ist
Wenn er sich ist ganz SELBSTgewiss,
Dass er die 10 Amendements
Verwandelt in Amusements. LOL
Wer die  göttlich' Alchimie gerafft
Und den Polsprung hat geschafft
Vom Sein des Alten Testaments
In die  Christus-SELBST-Essenz
SEINES  Neuen Testaments -
Der ist befreit von allem Leid!

Denn wie Jesus uns gezeigt:
Der Phönix aus der Asche erst steigt,
Wenn's Vater-UND MUTTER-Kind ist gezeugt.
(Hat mich schon immer sehr gestört,
Wenn man vom "Vaterschoß" spricht und hört. He he)



Die Lehre des Lehrer Ablass

wird mir immer wieder zum Anlass...LOL.  Wie man inzwischen wohl allseits bemerken konnte,  hat es mir insbesondere dieser Satz angetan, dem ich die ihm INNEwohnende Wahrheit unter bestimmten Umständen gar nicht abstreiten will, u.a. natürlich nur solange, als ICH und kein andere es ist, der IN der WAHRHEIT steht und erkennt:

" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du streiten kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht streitet!" (W. Ablass)

Wie des öfteren schon gesagt, ist diese Aussage nicht ganz unwahr, denn ob es aber für das betreffende SUBJEKT  (W.A.) auch wirklich WAHR ist, d.h. ABSOLUT wahr und nicht nur relativ wahr ist -  hängt von seinem SEIN ab. Unwahr an diesem Satz aber ist,  dass es jenseits von Ego - also dort, wo Herr Jemand abwesend  bzw. Herr Niemand anWESENd! - bessere, gute und weniger gute Ereignisse gibt. Also mal ganz  im Ernst. soweit ich dazu in der Lage bin, LOL  - hier gibt es überhaupt keine Ereignisse, die man als solche interpretieren könnte!

Ok. Was mich an diesem Satz nun schon seit längerem fasziniert, ist, dass man statt "streiten" buchstäblich jedes egoische Tun des Herrn Jemand an seiner Statt setzen kann und trotzdem daran GLAUBEN kann, dass da "Niemand da" sei, der egoisch handelt. Ob es sich bei Herrn Ablass um einen solchen Gläubigen handelt, sei mal dahingestellt, ich kenne aber sog. Neu-Advaitianer, die einen solchen Widersinn offenbar glauben. Und wo immer auch so ein fader fleischloser toter Glaubenssatzglaube herrscht, erscheint bei mir unweigerlich die Heilige Doppelaxt und tut ihr "spaltendes" Werk, d.h. die Axt scheidet die WAHRHEIT von der Unwahrheit - ob ich das will oder nicht, das ist bei mir seit nurmehr  4 Jahren ein spontan auftauchender "Automatismus" geworden.

Ok. Es stellte sich mir also die Frage, was an diesem Ereignis so besonders ist und in welchem Kontext man so richtig begeistert sein kann von div. Ereignissen - wobei mir natürlich niemand anders als Herr Jemand einfiel - ein Herr Jemand, dem es so richtig Spass macht, all das zu tun, was ihm vordem von seinem Über-Ich verboten war. Wobei wir beim Thema "Sünde" angekommen sind und ich in diesem Kontext den Herrn Ablass für durchaus fähig halte,  in Abwandlung seines Satzes ganz allgemein zu glauben, dass es 


" eins der besten Ereignisse ist, wenn du sündigen kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht sündigt!" 
Aber egal, ob es sich nun um das Streiten oder das Sündigen handelt, was im Endeffekt ja aufs selbe rauskommt - es stellte sich mir plötzlich ganz dringlich die Frage,  ob es sich bei diesen  "besten"Ereignissen" nicht einfach nur um eine "simple Bekehrung" handelt, wobei der Betreffende  seinem Über-Ich ein Schnippchen geschlagen hat bzw. eingesehen hat, dass Streiten (Sündigen) nichts Böses ist... ich kenne nämlich die große Erleuchterung und Euphorie, die eintritt, wenn man sich z.B. von seinen schwarzchristlichen Tabus befreit glaubt oder sich teilweise befreit hat. (Ich sage deshalb  "glaubt", weil eine umfassende Dekonditionierung nämlich keine Euphorie und andere sog. Seeligkeiten, sondern Heilige Nüchternheit hervorbringt. Seeligkeiten gibts nur solange der Vogel noch nicht richtig das Fliegen erlernt hat und immer wieder "ernüchtert" auf der alten Erde des Alten Adam notlanden muss. LOL)

Ganz allgemein verdichtete sich bei mir immer mehr der Verdacht, dass es sich bei der "Entleerung" des "Täters" eher um eine Gewissensentleerung handeln könnte. (Rubrik "relative (persönliche) Wahrheit" im Verlauf der Individuation) ...der Streiter/Sünder/"Täter" kann möglicherweise im Gegensatz zu früher nur deshalb genüsslich streiten, weil er sich die Erlaubnis zum Streiten gegeben hat!  Vielleicht war der Täter (eigentlich: der Handelnde) möglicherweise ein Böser Täter, derweil er schwarzchristlich auf Sünde konditioniert war -  und in dieser Lesart ist Streiten nun mal eine Sünde und deshalb immer mit Angst und Aufregung verbunden.
(WAHR ist: Jenseits von Ego  - also im absoluten "Raum" - kann man nun tatsächlich genussvoll streiten, ohne sich zu ängstigen oder aufzuregen. Früher warst du vielleicht verunsichert und leicht irritierbar, wenn jemand deine Wahrnehmung in Frage gestellt hat - jenseits von Ego kann dir so schnell keiner mehr ein X für ein U vormachen, auch wenn dir bewusst ist, dass X und U nur relative Glaubenssätze ohne Wirklichkeit sind. LOL.)

Was mich nun angeht, hatte ich eine schwarzpädagogische resp. schwarzchristliche Erziehung genossen. Ich war von Klerikern erzogen und hatte dementsprechend eine ängstliche kleine sündenbewusste schuldbeladene übergewissenhafte Klerikerseele, mit dem Unterschied, dass ich ab meinem 13. Lebensjahr  auf Teufel komm raus aus gegen sie rebellierte. Ich habe an anderer Stelle schon beschrieben, mit welch schweren inneren Kämpfen die Freiheiten verbunden waren, die ich mir gestattete... die immer wiederkehrenden Reue-Orgien...
Theoretisch war ich immer sehr dafür,  zu "sündigen", was das Zeug hält, in der Praxis sah das anders aus... Ich habe weiter oben schon beschrieben,  wie ich "sündigte", wie ich bei vollem Bewusstsein und unter wahrhaft höllischen Ängsten die 10 Gebote demontierte. Das tat ich so lange - und mit massenweisen Rückfällen ins alte Elend - bis sich nach fast 30 Jahren aus den 10 Amendments die 10 Amusements transformierten, was bedeutete, die Gebote der Pösen Pater Noster bzw. ihr pervertiertes  Sündenverständnis ad absurdum zu führen und als das zu begreifen, was sie sind und waren: Instrumente der patriarchalischen Unterdrückung, um das wilde (weibliche) Leben unserer Wahren (menschlich-göttlichen) Natur,  zu knebeln.

Umkehr: Was aus patriarchalischer Moralperspektive und im Yang-Entsagungsmodus eine  Sünde war, wurde im Zuge der Erlaubsnisgebung in den Heilungs-/Schattenprozessen  völlig herumgedreht, die alte Sündenkonditionierung wurde  total auf den Kopf gestellt. 
Insofern könnte ich sagen, dass ich frei wurde  v o n   der Fremdbestimmung und frei wurde  z u m   lustvollen "Sündigen", besser gesagt, zum Feiern des wilden Lebens und darin zu wissen, was Gut & Böse wirklich ist - ich erkannte: Gut ist alles, was dem Leben dient und Böse d.h.  Sünde ist alles, was gegen das Leben ist. Und was Leben bedeutet, definierte ich aus mir SELBST/Gott.
Ich bin frei heute, nicht frei zum Sündigen, sondern frei  v o n  Sünde, ich bin ohne Schuld, ohne konditioniertes Gewissen, tute weder Gutes noch Böses - ich bin frei, das zu SEIN, was ich wirklich bin. Niemals käme mir heute in den Sinn, auch nur im Spass  zu sagen, dass ich sündigen könnte, mit oder ohne Jemand bzw. Niemand, LOL! - denn das würde bedeuten, dass ich immer noch unfrei wäre und  mir Freiheiten  irgendwoher von irgendwem  n e h m e n  müßte. Es gibt keinen Grund, das Wort Sünde überhaupt in den Mund nehmen, es gibt nun mal keinen Begriff, der die REINE Lust dieser köstlich REINEN Skrupellosigkeit jenseits von Ego beschreibt, basta!
Und doch ist damit schon wieder zuviel des Guten gesagt... LOL.


Zurück zum Zitat: Angenommen, Herr Ablass würde meiner leichten Abwandlung seines Originals zustimmen, wäre dieser Ausspruch ganz gewiss kein göttliches Paradox, mit dem offensichtlich kokettiert würde, sondern  Widersinn hoch zwei,  - ähnlich dem meinigen, als ich heute zum neuen Nachbarn auf seine besorgte Frage antwortete:  Es stört mich nicht, wenn Sie mich stören. LoL.
Zudem: Wo jemand "sündigt" ist jemand da, der sein Tun als Sünde bewertet - Werten kann nur das Ego, d.h. unser berüchtigter Herr Jemand, (der Mann, den man zwar sieht, der aber nicht da ist. LOL.)  Also kann ich als dieser Jemand nicht behaupten, dass ich sündigen könnte, ohne dass sich "Jemand" einmischt.

Zum anderen liefe das "Sündigen", wo es den Herrn Niemand nur dem Glauben, aber nicht dem SEIN entsprechend gibt -  auf eine totale Anarchie des Gewissens hinaus statt auf die Freiheit und Anarchie des Herzens. Da ist dann zwar dem Glauben nach "Niemand da, der streitet, sündigt...usw. und trotzdem wird das Ego (Jemand!)  insofern bejaht, als es hemmungslos seine Neurose (Sünde) auslebt, all dies womöglich im naiven Glauben, dass eh alles, was man tut, determiniert ist und es deshalb gepisst wie geschissen ist, ob das Ego in seinem Tun nun geheilt oder ungeheilt ist. 

Es geht aber doch in der spirituellen Sache um ein bleibendes BEWUSST-SEIN dieser Leere/Entleerung im einzelnen Menschen und nicht um den allgemeinen Glauben, dass es keinen Täter/Ego gibt. Und in dieser Hinsicht bin und bleibe ich meinerseits ganz "apodiktisch" dabei, dass eine bleibende "Entleerung" nicht ohne Schattenintegration zu haben ist.

Es geht bei der Schattenintegration um die Dekonditionierung unserer Moralvorstellungen, der Demontage von ALLEM, was wir glauben zu sein und zu wissen. Das Wahre Gewissen will entdeckt werden, welches auf  dem Wahren Wissen um Gut und Böse basiert, dieses Wissen ist das,  was uns zutiefst menschlich macht. Die meisten Menschen sind kulturell/religiös konditioniert und  g l a u b e n  nur zu wissen, was gut und böse ist. Die Reifung der menschlichen Persönlichkeit im Individuationsprozess läuft auf die  Erkenntnis von Gut und Böse hinaus - das Transzendieren dieser Polarität ist der nächste Schritt und steht auf einem völlig anderen Blatt,was nicht näher "beschriftet" werden kann.

Was ist nun Sünde und was ist das Böse? Böse ist alles, was auf der personal-dualistischen Ebene nicht der Terra Mater, dem Kosmos, dem vielfältigen Leben dient. Im Individuationsprozess  musste erst einmal lernen, zu unterscheiden zwischen richtig und falsch, - was MIR ganz persönlich wirklich dienlich ist und was nicht. Ichbejahung oder Selbstannahme heisst, dass nicht die Neurose, sondern das Leben bejaht wird. Das ist der Punkt, an dem stets die Große Verwirrung einsetzt. Im Grunde geht es nicht um Bejahung, sondern ums reine Fühlen. DAss alles sein darf, heißt nicht, dass alles, was sein darf, auch ausgelebt werden darf. Ich kann und darf z.B. meine zerstörerischen Emotionen nicht annehmen bzw. als "berechtigt" oder "ES-gewollt" an anderen Menschen ausleben, ich kann mich nur im Schmerz und der Angst und den ungestillten Bedürfnissen des Kindes in mir annehmen, die HINTER den destruktiven Ent-Äusserungen zu finden sind.

Ok, die Frage, die sich in mir formulierte, ging also dahin, was wohl  so mancher öffentlich deklarierten "Entleerung" (von Ego/Jemand) zugrunde liegen mag. Ist diese Entleerung nur eine Kopfgeburt des Egos oder hat basiert diese Leere auf (Gewahr-) SEIN -  hat man sich wirklich von der Illusion des Handelnden/Täters "entleert"  oder hat man sich nur des falschen Gewissens bzw. des sadistischen Zensors  entledigt???
Im letzteren Falle würde ich mich vorübergehend anschliessen: bei Überlistung des Zensors ist es eine wahre Lust zu "sündigen", wenn sündigen heisst, das zu tun, was mir ein schwarzchristliches SadoMaso-Überich  bei Todesstrafe verboten hat - dieses teuflisch verdrehte und verkehrende  Über-Ich, welches nicht weiss, was richtig und falsch ist, ein Über-Ich,  welches sich als Gott aufspielt, derweil es in Wahrheit der Teufel ist: ein Über-Ich, welches das Gute für böse und das Böse für gut verkauft. .

Solange ich gegen dieses falsche Gewissen ankämpfe, bin ich ein Rebell und als solcher zwar relativ frei und freier werdend, aber nicht absolut frei von der Identifizierung mit dem  "Täter", dem Handelnden als solchem. Die "Letztgültige Entleerung" läßt da noch auf sich warten und zwar so lange, als er metaphorisch gesehen noch nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hat. Um die Früchte vom Baum des LEBENS zu ernten, braucht man das Schwert der Unterscheidung von richtig/falsch und gut/böse. Und das erlangt man nur durch Schattenarbeit, Schattenarbeit, Schattenarbeit - (ohne zu arbeiten, natürlich, LOL). Auch der Rebell muss sterben.


Abwandlung Nr. 5 - Die Prüfungsfrage
" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du BEGEHREN kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht BEGEHRT!"
Sollte W. Ablass etwa dieser Ansicht zustimmen? Wenn ja, dann hätte er sich damit als spiritueller Lehrer allerdings völlig disqualifiziert. Denn erst mit dem Ende des Begehrens hat auch das menschliche Leiden ein Ende - das Ziel allen spirituellen Strebens und Lassens! 
Aaaaber -  und jetzt kommts: Als Psychologen/Therapeuten könnte ich ihm hierbei durchaus zustimmen, als es auf dem spirit. "Hinweg" im Rahmen der Individuation/Reinigung der Psyche um die Erlaubnisgebung dessen geht, was vordem verboten war. Ein Mensch, der von Kindesbeinen an niemals überhaupt je begehren durfte, dessen Willen früh gebrochen wurde, der nie ausgreifen durfte, der sich das Leben nicht "nehmen" durfte - dieser Mensch wird im Heilungsprozess kräftig und fähig, zu wollen, was er begehrt  und zu begehren was er will.

AHAAAAH - ich komme der Sache immer näher und frage mich nun finally: Ist es vielleicht möglich, dass die Verwirrung, die mich bei Ablass-Sentenzen oftmals befällt und nach Klarheit schreit,  auf einer mutmaßlichen Vertauschung/Verwechslung der Ebenen basiert, mit der ich bei W. Ablass konfrontiert werde??? Dass ich W. Ablass nicht fragen kann, da er sich meiner Fragestellung entzogen hat, spielt keine Rolle, wie man sieht, komme ich auch ohne ihn zu den Antworten, die meine Fragerei aufgeworfen hat. Die Person W. Ablass' spielt nur eine sehr sehr untergeordnete Rolle beim "WAHRHEITsSpiel" - er vermittelt mir wie jede Person, die mir mit Unklarheiten in den Fokus tritt,  nur eine div. Verwirrung, die es für mich zu klären gibt. Dass diese Personen, die sich oftmals gar als erleuchtet oder als spirit. Lehrer gerieren, die Erwähnung ihrer Person so persönlich nehmen, spricht natürlich GEGEN ihre spirit. Qualifikation und FÜR eine VollIdentifikation mit ihrer Person... also mit dem geleugneten "Jemand", ne? LOL

Nochmal und immer wieder:

Jenseits von Ego ist deshalb "Niemand da", weil JEMAND (Ego) abwesend ist.  Sollte da in WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT "Niemand da" sein, dann ist ja nur deswegen "Niemand da",  WEIL er sich der Attribute des Egos entleert hat!!! - unter anderem des Begehrens, des Habenwollens, des Eingreifens, der Kontrolle. Wo Begehren ist, ist JEMAND, ist ein Handelnder. Ego.
An meinem Eindruck, dass es sich bei Neu-Advaita um eine Schmerzvermeidungsreligion handelt, hat sich bis jetzt nichts verändert. Sieht ganz so aus, als ob der Neu-Advaita-Gläubige das Kunststück vollbringt,  den Kuchen  zugleich zu essen und zu erhalten. (Den Handelnden/Ego  gleichzeitig bejahend auszuleben UND zu negieren.)
Ihr "Niemand da" hat mehrheitlich keine Basis in ihnen SELBST, sondern ist zu einer allgemeinen philosophischen Phrase heruntergewürdigt, zu einem Glaubensartikel, wie man ja auf dem spirit. Marktplatz auch allgemein weiss und glaubt, dass  - anders gesagt - das Ego eine Illusion ist, man selbst aber mehr als  meilenweit davon entfernt ist, das eigene Ego als einer solchen den Abschied gegeben zu haben.
Ich bin und bleibe dabei, dass jede Lehre, die die Schattenintegration bzw. die Heilung der Psyche für unnötig befindet, eine Irrlehre  -  eine Schmerzvermeidungsreligion ist.

Wer sagt, es gebe keine Sünde, versündigt sich! Sünde ist all das, was das Leben verletzt und gegen den GEIST handelt!.
Das Paradox: Erst durch die Letzte Befreiung, d.h. der  Letztgültigen Erkenntnis, u.a. der  Einsicht in das Detiminiertsein meines Handelns bedeutet, dass ich nurmehr, - insofern als "Jemand" (Ego) seinen Geist total aufgegeben hat, "param advaita" -  machen kann, was ich will, insofern mein Wille der Wille Gottes bzw. des Tao ist; ich kann nicht mehr gegen das Leben handeln,  weil ICH erkannte, dass ich das Leben BIN. 
Dieser Wille, der eigentlich kein Wille ist, sondern ein widerstandsloses Gehorchen auf den Fluss,  KANN nicht sündigen - das Verhalten des befreiten Individuum ist trans-ethisch, was bedeutet, dass dieser Wille niemals gegen das vielfältige Leben verstoßen kann oder in irgendwelcher Form gegen den GEIST handeln könnte.
Das Paradox: die Erkenntnis, dass  die Person incl. ihrer Geschichte nicht stattgefunden hat und DENNOCH alles, was ich als dieses Individuum  tue, determiniert ist.
Dieses "dennoch" - welches man auch am Ende vieler Weisheiten bekannter alter Meister findet -  bezieht sich auf das Paradox resp. die WAHRHEIT und  macht allen Eindeutigkeiten, allen festgelegten Definitionen des zustandeslosen Zustands jenseits von Ego einen Strich durch die Rechnung!
Die Letztgültige Erkenntnis ist deshalb letztgültig, weil sie letztgültig und nicht "erstgültig" ist -  das heisst, diese Erkenntnis, (die nicht nur einen Punkt, ein einzelnes Erkenntnis"objekt" betrifft, sondern eine Menge "Untererkenntnisse" beinhaltet - darf niemals ins Voraus gesetzt werden und als Glaubensartikel an empfängliche Gläubige verhökert werden. Ein "Meister", der seine Schüler beispielsweise lehrt, sie könnten sündigen wie sie wollten, ihr Verhalten sei eh  festgelegt, gleich, was sie machen, sie könnten gar nicht anders handeln, als sie handeln - der versündigt sich gegen den GEIST, der verhökert den GEIST aufs allerbilligste. Ebenso der sog. Meister, der voreilig  "Niemand" postuliert - also die Anwesenheit der (göttl.) WESENheit -   mit der Begründung,  da das Jemand/Ego eh eine Illusion sei, bedürfe es auch keiner Dekonditionierung/Desidentifizierung... Es gebe nix zu tun!   Das sind alles Kopfgeburten von Irrlehrern!
Dito der sog. Meister, der das Wort "Achtsamkeit" und "Gewahrsein"  oder (Schatten-) "Integration" meidet wie der Teufel das Weihwasser!


Verletzlichkeit

scheint eine besondere  Tugend auf dem spirituellen Marktplatz, die man nie mehr missen will. Verletzlichkeit ist aber keine spirituelle Tugend, sondern nur eine "Errungenschaft", die man im Verlauf des Heilungs- bzw. Individuationsprozesses (wieder-)erlangt, derweil die Abwehrstrukturen aufgelöst werden. Im selben Maß wie die Abwehr abgebaut wird, wird man liebesfähig und empathisch.  Viele Menschen wähnen sich verletzlich, dabei sind sie nur leicht kränkbar. Narzisstisch kränkbar aufgrund eines leicht irritierbaren Selbstwertgefühls. Ein Narzisst, ein Neurotiker kann sich nicht mit anderen identifizieren, was er für einfühlsame Identifikation hält, ist eine neurotische Projektion. (s.a. path. HerzensGutmenschen) Es sind dies gerade jene, die sich so vehement gegen die Unverletzlichkeit der Psyche wehren, die in der Endgültigen Befreiung liegt.
 Verletzlichkeit bedeutet, zu fühlen und berührbar, anrührbar zu sein, - es ist die gesunde Fähigkeit, sich mit den Menschen - allen Wesen -  in ihren diversen Freuden und Leiden zu identifizieren. Der ungeheilte Neurotiker hält sich für  anrührbar, derweil er sich  in seinen projektiv bedingten spektakulären Gefühlen suhlt, die er nicht selten für die kosmische LIEBE selbst hält. Jeder, der ihm seine Gefühligkeit wegnehmen will, ist für ihn ein Teufel.
Verletzlichkeit ist ja doch nicht die ultimative spirituelle Tugend, sondern nur  ein  Entwicklungsaspekt im Heilungsgeschehen der Persönlichkeitsreifung. Wird die Person im "Anschluss" daran letztendlich transzendiert, dann hat man das unendliche Bewusstsein realisiert, da ist das Ego  - Person und Psyche - mitsamt seiner Verletzlichkeit und seiner Identifikation mit dem Leiden überwunden.  Wer nicht mehr mit sich selbst als Person identifiziert ist, kann sich auch nicht mehr mit anderen Personen identifizieren. Mitzuleiden ist hier  nicht mehr möglich. Das "neutralisierte" Mitgefühl jenseits von Ego ist genausowenig ein Gefühl wie die LIEBE ein Gefühl ist.
Die neurotische "Verletzlichkeit" steht auf gefühligen "zu Herzen gehenden" Bild- und MusikMeditationen, sie ist süchtig nach "Berührtsein" und braucht dafür ständig neue äussere Reize. Werden ihr diese Reize verwehrt, wird sie depressiv bzw.  aggressiv.
Wo immer ein solcher  Gefühliger auf das mitleidlose  Mitgefühl eines Endgültig Befreiten triff, hört man ihn aufschreien - nach Umärmelung, nach Menschlichkeit, nach Liebe, nach Berührtsein, nach Wärme...
Weit weit ist der Weg.

EpiEpilog: Ach ja, und damit am Ende alle Klarheiten endgültig beseitigt sind:  Um absolut zu sein, bedarf das Absolute der relativen Wahrheit. LOLOLOL! Scheiss auf Advaita! Denn wo man hurt mit Babylon
gibt's nur Kopfgeburt, mein Sohn!


Weg ohne Meister?

„Die spirituelle Freundschaft endet sofort, wenn man offen von der gemeinsamen Ideologie abweicht.“
aus:
https://vikas.de/Meditieren%20ohne%20Meister.html
Lehre ist immer Ideologie, wo sie nicht verinnerlicht ist. Der Meister, der mit seiner Lehre identifiziert ist, verlangt bedingungs- und kritiklose Idealisierung seiner selbst. Er sagt z.B.: Ich und meine Lehre sind eins, wer meine Lehre angreift, greift mich an. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.
Es gibt m. E. keine "spirituelle Freundschaft", da Freundschaft immer eine Form der besonderen Liebe darstellt, die auf dem Weg nicht favorisiert sondern überwunden werden sollte.  Der Meister ist nur der unpersönlichen WAHRHEIT verpflichtet und keiner persönlichen Verbindung. Die unpersönliche WAHRHEIT wird da, wo sie unbequem wird, vom Schüler fast immer persönlich genommen, d.h. als Angriff auf sein Ego wahrgenommen.
Die Idealisierung und Ideologisierung kann  man in jeder sektenhaft organisierten Community sehen.
Es ist wahr: die Absolute Wahrheit läßt sich nicht diskutieren und kritisieren.  Die WAHRHEIT ist aber nur absolut für mich als das SUBJEKT, welches sie als die WAHR erkannte.  Du kannst zwar meine Person angreifen, aber nicht die WAHRHEIT, die ich als absolut erkannte. Ich - als Meister -  wiederum würde dich in der Freiheit deiner  Person angreifen, würde ich darauf bestehen, dass du  meiner SUBJEKTIV erkannten Absoluten WAHRHEIT einen absoluten bedingungslosen  Glauben schenkst. Die WAHRHEIT läßt sich niemals objektivieren!
Ich kann als Meister einen Schüler nur dahin begleiten, dass er den "rechten" Weg einschlägt, - also keine Umwege wählt -  um letztlich auf eigene Faust diese WAHRHEIT als das Absolute SUBJEKT, welches er ist in und aus sich SELBST heraus als ABSOLUT zu erkennen.


Ausschnitt: Dazu Zen-Aussteiger X , Zitat:

„ Aus psychologischer Sicht läuft der unkritische Glaube an eine absolute Autorität , die unangreifbar von rationalen Argumenten ist, der Entwicklung des Selbst zuwider, weil hierdurch die Eigenverantwortung aufgegeben und an eine andere Instanz übergeben wird. Eine Lehre,  die absolutes Vertrauen einfordert bei gleichzeitiger Unterminierung des Selbstvertrauens der Praktizierenden, kann keine taugliche Basis für persönlichen Fortschritt sein.“ (Zitat Ende).
Das ist aus psychologischer Sicht auch durchaus richtig, auch wenn der "persönliche Fortschritt" für Erklärungsbedarf sorgt. 
Die geschilderten Autoritätsprobleme treten auf, wenn unberücksichtigt bleibt,  dass die Entwicklung des Selbst (Ich) quasi zeitgleich mit der Demontage dieses Selbst abläuft. Vorsicht, Paradox: Ein Meister muss kein  Psychologe sein, weil ein Meister das Ich, welches der Psychologe aufgebaut bzw. geheilt  hat,  "zerstört" insofern es transzendiert wird. Trotzdem ist jeder Wahre Meister per se auch ein guter Psychologe, der wissen muss, dass Schattenintegration - die Persönlichkeitsentwicklung  in eine wahre Menschlichkeit - eine Vorbedingung für die Entwicklung des Bewusstseins/Gewahrseins ist.  Er muss wissen, dass es kein dauerhaftes Gewahrsein ohne die Heilung der Psyche gibt.
Caravaggio, Thomas der Zweifler
Der unkritische Glaube an eine absolute Autorität des Meisters symbolisiert das absolute Vertrauen in dein innerstes Wahres SELBST. Das ist seit jeher in allen Klöstern aller Religionen so, dass der Abt, die Äbtissin als die oberste Autorität und Stellvertretung Gottes gesehen werden, die niemals kritisiert werden können, egal wie fragwürdig und kritisierbar ihre Haltungen und Handlungen auch sind.  Persönlichkeit  wird hier nicht entfaltet, sondern unterdrückt, da die Person mit ihrem Eigenwillen als solche die Sünde repräsentiert.(Siehe den zweifelnden Apostel Thomas und der Kurs in Wundern,auch da wird die Person nicht zu der Persönlichkeit gereift und geläutert, die sich mit dem SELBST als EINS erkennt, sondern ganz aus dem Fokus eliminiert. ICH BIN ES, Thomas! sagt Jesus aber, als er ihm nach der Auferstehung im Körper/Person erscheint - zum Beweise lege deine Hand in meine Seite!


In diesen autoritär geführten Gemeinschaften geht es darum, den Willen und jeden Widerstand gegen die Lehre zu brechen, statt mit dem Widerstand zu arbeiten und den durch Transformation  veredelten Eigenwillen als einen konstruktiven Wegbegleiter zu akzeptieren.
Das Geschilderte hat große Ähnlichkeit mit der schwarzchristlichen Askese: da werden Wünsche, Bedürfnisse, Einstellungen, Standpunkte erwartungs- und programmgemäß "fallengelassen", LOL, statt sie bewusst zu machen und zu würdigen oder sie gar zu befriedigen suchen, bis sie wie reife Früchte selbst vom Baum abfallen.
Eine Community, in der mit allen Mitteln versucht wird, die Persönlichkeit als solche zu zerstören, ohne zu berücksichtigen, dass es auf dem spirit. Weg zuvorderst  um die Heilung der Neurose, der "Zerstörung" der FALSCHEN Persönlichkeit geht, sollte man schnellstens verlassen. Die patriarchalischen Religionen haben ausgedient, ebenso die patriarchalische Meister-Schüler-Beziehung, die zuvorderst auf eine Persönlichkeitszerstörung zielt, bei der nicht  zwischen falschen und wahrem Ich differenziert wird.
Der spirituelle Marktplatz ist trotz seiner scheinbaren Modernität und Aufgeschlossenheit immer noch ein Tummelplatz patriarchalischer Spiritualität.


Loslassen

kann nicht geübt werden, das Loslassen liegt im Akt der Selbstannahme beschlossen. Wer loslassen übt, dessen Ego versucht, sich selbst abzuschaffen, der übt sich recht eigentlich in der Selbstunterdrückung.
Bei Meister Eckhart heisst es: Der Mensch kommt durch das Lassen zur Gelassenheit, wenn er hinter sich lässt, aufgibt, vergisst. Der Mensch soll lassen, d. h., er soll das vergessen, dessen er sich stets erinnert, um sich dessen zu erinnern, was er stets vergisst.LOL.
Du, Mensch,  Du ollst lassen, was du weißt
und dich erinnern, wie du heißt.

Meister Eckhart kommt mir in letzter Zeit wieder sehr häufig in den Sinn, ...seine Wortschöpfungen... Das Wort Gelassenheit geht wohl auf sein Konto. Ich fragte mich, was hat er eigentlich für ein Wort für das Gemeine Ego? Sei's drum - es ist nicht wichtig, auch wenn mir Meister Eckhart früher lieb und teuer war - sein Schüler Johannes Tauler war mir dennoch näher und  lieber -  heute hat jener wie dieser seinen besonderen Glanz für mich verloren, weil ICH damit aufgehört habe, den Dingen und Menschen Glanz zu verleihen. (Alle, die zu Gurus laufen sage ich nur: DU machst den Guru zum Guru - niemand sonst.)

Eckharts  "So-heit", die mir einstmals in meiner Vorstellung das Wunderbare schlechthin zu sein schien, hat in der WIRKLICHKEIT & WAHRHEIT einer nüchternen Betrachtung - besser gesagt, WAHRNEHMUNG Platz gemacht. Die So-heit ist als das neutrale Gewahrsein dessen, was ist, ist etwas so Einfaches und Unspektakuläres, dass ich immer wieder lachen muss, wenn ich an den Respekt und die Verehrung denke, die ich früher den numinos-wohlklingenden Worten anderer (Meister) entgegenbrachte. Das numinose Pathos hat gewisslich seinen Platz auf der Jakobsleiter, nur nicht in der ersten Reihe. LOL. Wenn das Kind erst geboren ist, dann kann ES nur noch darüber lachen - das Lachen, das bleibt, hehe!


Die meisten Leute meditieren

wohl aus selbstsüchtigen Gründen, um erleuchtet oder vom Leiden befreit zu werden. Tatsächlich ist der Wunsch und  die Sehnsucht, vom Leiden befreit zu werden, ein legitimes Bedürfnis , die Sehnsucht nach Erlösung, nach Heilung ist ja doch geradezu die Triebfeder jeder echten Persönlichkeitsentwicklung, an deren Ende auch das Letztgültige HEIL winkt (Gewahrsein). Meditation ist gut, aber wo sie benutzt wird, um dem Leiden zu entfliehen, statt sich dem Leiden zu stellen, wird sie mißbraucht.
Ich kannte jemand, der jeden Ärger mit seinen Mitmenschen entweder in Meditation erstickt oder im Alkohol ersäuft hat, statt den Ärger zu fühlen, je nachdem, was ihm am nächsten war... die Flasche hatte jedenfalls ein Daueraufenthaltsrecht. Meditation und die Flasche erfüllten beide den selben Zweck: Zustandsveränderung statt adäquater Konfliktbewältigung. Seine Frau wollte noch immer reden, als er aus seiner "Versenkung" auftauchte, war für ihn die Sache erledigt.


Mißbrauch ist dann gegeben, wenn man durch Meditation eine Veränderung erreichen will - also aus dem Hier und Jetzt flieht, statt das persönliche Hier und Jetzt achtsam zu beobachten und anzunehmen.  Meditation kann, wo sie nur eine positive Zustandsveränderung bewirken soll,  zur Sucht werden... beam me up, Scotty! 

Selbstbehauptung

Nur damit man mich nicht falsch versteht: Wenn ich sagte, dass viele Sucher auf dem spirit. Weg aus ihren Nöten und Schwächen Tugenden basteln, dann bedeutet dies keineswegs, dass auf dem Individuationsweg aus IchSchwächen schöne kräftige IchStärken werden, um in der Welt den Mann zu stehen. Der Individuationsprozess ist kein Selbstbehauptungstrainingskurs, in dem man lernt, seine Aggressionen an anderen ab- oder zuzulassen und "Bedürfnisse adäquat auszudrücken" bzw. sich und seinen Eigenwillen durchzusetzen. Die Ichstärke, die im Individuationsprozess erlangt wird, hat eine gänzlich andere QUALITÄT. Diese Ich-Stärke kann sich zwar, aber muss sich nicht mehr behaupten und durchsetzen um z.B. anderen Menschen Grenzen  aufzeigen, um das Verhalten Anderer im "guten",  Sinne zu steuern bzw. vielmehr zum Zwecke der eigenen Selbsterhaltung zu kontrollieren. Diese Ichstärke, die im Individuationsprozess erlangt wird,  ist eine wehrlose Stärke, eine Stärke, die im Nicht-Tun liegt - im fehlenden Widerstand und fehlendem Eigenwillen, irgendetwas erreichen zu müssen - sie ist keine Stärke, um weltliche Ziele und Pläne durchzusetzen, die Stärke die aus sich SELBST herauswächst ist eine GEISTIGE KRAFT! Das Ich wird auf dem Individuationsweg nicht zum Kampf zwischen Gut und Böse auf der Weltbühne gestärkt und entwickelt, sondern um den  "Heiligen Krieg" im Inneren zu kämpfen. Das ist der Hauptgrund für die Erstarkung des Ichs im Individuationsprozess! Sich nach aussen wehren können, sich verteidigen, Grenzen setzen können  ist ok, aber ist nicht Vorbedingung. Selbstannahme ist bedingungslose Liebe zu sich selbst in dem wie ich mich auch immer vorfinde, v.a. in meiner Kleinheit, Schwäche, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Das Paradox im Individuationsprozess: dass das Ich, indem es nach aussen immer schwächer bzw. immer mehr gelassen wird, nach innen für seine eigentliche Aufgabe erstarkt. 

Dem weltlich erfolgreichen, dem eigen- und durchsetzungswilligen Ich geht es um psychische MACHT und Kontrolle,  hingegen geht es beim individuierenden/transformierenden Ich um eine geistige KRAFT, die alles aus dem Weg räumt, was der Vollendung im Wege steht und letztlich zur Vereinigung mit dem SELBST bereit macht.
Ich denke, ein Großteil der Verwirrung kommt daher, dass man nicht zwischen egoischer (relativer) Selbstverwirklichung und (absoluter)SELBSTverwirklichung unterscheidet.
Die Ichstärke als egoische Eigenmacht und Eigenwille muss und will  sich in der Welt behaupten bzw. selbstverwirklichen, das ist das Ziel der normalen Psychotherapie, die dich tauglich zum täglichen Arbeits- und Existenzkampf macht. Mit dieser Form einer "Gemeinen" Selbstverwirklichung  kannst du zwar Karriere in der Welt machen und dem Bruttosozialprodukt dienen,  sie steht aber in einem in einem unendlichen Abstand  zur SELBSTverwirklichung des Wahren SELBST und dessen Dienst an "Gott" (wie ich früher, als ich noch religiös war, zu sagen pflegte, als Gott für mich noch ohne Anführungszeichen existierte, LOL)
Wie gesagt, Selbstannahme heisst nicht, dass ich mich erst verändern muss, um mich anzunehmen, zumindest nicht in dem Sinne,  dass ich erst lernen muss, mich abzugrenzen, mich zu wehren bzw. diese und jene als positiv gewerteten Ich-Eigenschaften zu kultivieren. Ganz im Gegenteil muss ich all meine Ideale was die relative Selbstverwirklichung angeht, loslassen, um der zu werden, der ich wirklich bin.

Ja? Wirklich?

Um es an einem konkreten Beispiel zu zeigen, auf welche Weise Schwächen in WAHRE Stärke umgewandelt wird: Wer z.B. immer das Opfer war, weil er niemals gelernt hat, sich abzugrenzen, zu streiten oder sich zu wehren, hat sich nicht zu ändern, sondern in dieser Wehrlosigkeit anzunehmen. Niemand will gern ein Opfer sein, weil es verächtlich gemacht wird und als eine Schande empfunden wird. Opfersein ist mit der größten Scham besetzt. Das kann jede Frau bestätigen, die seelisch oder körperlich mißbraucht und vergewaltigt wurde. Nicht das Selbstwertgefühl des Täters, sondern das Selbstwertgefühl der Frau ist zerstört, was bleibt, ist der reinste Selbsthass - du fühlst dich abgrundtief gedemütigt und denkst abgrundtief schlecht von dir selbst und machst dich unbewusst zweifach zum Opfer, d.h. du wirst durch die introjezierte Selbstverachtung  zum Täter an dir selbst, derweil du dich mit der negativen Projektion  (Verachtung, Hass) des Mißbrauchers identifiziert hast. Das Problem dabei ist, dass du dir einen dicken Panzer angelegt hast,  um dein Opfersein nicht zu spüren, dass du ständig in der Defensive bist....dass du  gegen Männer und andere potentielle MißbraucherInnen eine hyper- bzw. pseudoselbstbewusste toffe und schroffe Linie abfährst, derweil du überall Mißbrauch, Verrat und Angriff witterst und damit in permanenter Alarm- und Verteidigungsbereitschaft bist - du bist an dir selbst zum Mißbraucher geworden.

Die Scham des Opferseins ist zu groß, als dass sie empfunden werden dürfte, doch die Scham  ist erst dann vorbei, wenn du den inneren Widerstand gegen dein Opfersein aufgibst.  Es gehört schon eine große Portion Achtsamkeit dazu, sich dieses Widerstandes überhaupt gewahr zu werden.  Der innere Widerstand gegen "Das Gute" - und darum geht es hier -  ist der größte Widerstand, den es jeweils zu überwinden gilt im Prozess der Selbstannahme.  Statt dem schamhaften Gefühl des Opferseins zu entfliehen und alle diesbezgl. Gefühle zu verdrängen, wirst du lernen müssen, sie anzunehmen.  
Transformation bedeutet nicht primär Desidentifizierung, sondern , dass du dich zu allererst einmal  mit dir selbst identifizieren musst, indem, was du wirklich und authentisch denkst und fühlst. Der Rest folgt ganz von SELBST: Das Opfer erlaubt sich, Opfer zu sein und es erlaubt sich damit seinerseits, den Täter - statt sich selbst -  zu verachten. Das Böse zu  h a s s e n   ist m. E.  ein notwendiger Schritt, ohne den es keine (Selbst-)Vergebung, keinen seelischen "Täter-Opfer-Ausgleich" geben kann - denn Selbstannahme hat immer Selbst- und "Fremd"vergebung zur Folge. Immer. Anders läuft der innere Aussöhnungsprozess mit dem sog. Inneren Kind nicht. Selbstvergebung bedeutet nicht, dass man sich irgendwelche "Sünden" vergibt, die man an ANDEREN verbrochen hat, sondern dass man sich den Selbstverrat vergibt... dass man sich mit den introjezierten Stimmen der Vergangenheit gemein gemacht hat...dass man  an der permanenten Vergewaltigung des eigenen Ichs mitbeteiligt war, derweil man mit dem inneren Aggressor identifiziert war. Selbstannahme und Selbstvergebung ist  SELBSTerkenntnis und - wie alles jenseits von Ego  - kein Tun & Machen, sondern ein Akt des Erkennens.


Wer strebt denn da?

Warum nur glauben so viele Sucher, dass es das Ego ist, welches nach seiner Erlösung "strebt"! So was gibts doch gar nicht, es sei denn es könnte sich selbst abschaffen. Das Ego strebt immer nach Lust und niemals nach seiner Auflösung! Es kann sich nicht selber loslassen! 
Was dabei rauskommt, wenn sich das Ego selbst abschaffen will, sieht man,  wenn man die schwarzchristliche Askese, die patriarchalische Mystik der sadomasochistischen Selbstzerstörung betrachtet, derweil das Ich das Ich auszurotten bemüht ist. Mit Loslassen hat das wenig zu tun, LOL. 
Der Mensch  kann nicht nach dem Göttlichen streben, da sein Verstand nur Vorstellungen vom Göttlichen produziert. Er kann erst dann dauerhaft  Eins mit dem Göttlichen,  - und damit auf Dauer vom Leiden befreit sein - wenn seine Seele/Psyche geheilt ist. Irgendwie ist das doch ganz logisch, nä? Wieso da immer noch Menschen sind, die glauben, man könne ungeheilt SELBSTverwirklichung (Ganzheit)erlangen, ist und bleibt mir ein Rätsel. Ganzheit ist das spirituelle Ziel, nachdem jeder Mensch mit allen seinen Zellen bewusst oder unbewusst strebt, ob er will oder nicht - und Ganzheit umfasst den GANZEN Menschen.


Die Erleuchtung Buddhas - jedes Menschen "Letztgültige Erkenntnis"  besteht darin, dass er Mensch und Gott , den Sucher und das Gesuchte als EINS erkannt hat. Buddha  erkannte, dass es Gott himSELF ist, der sich im Menschen SELBST sucht. Nicht das Ego ist die eigentliche TRiebfeder des Strebens, sondern ES - Gott selbst - das unendliche ewige Bewusstsein.


Freitag, 1. Januar 2016

Ein Meister, der mit Ablass handelt, nicht im Licht der WAHRHEIT wandelt


Die Essenz der Religion

ist in jeder Religion dieselbe. Der Gott ist derselbe Gott, resp.ist das SELBST dasselbe SELBST in jedem Menschen, nur die Namen für dieses SELBST sind unterschiedlich. Das zählt auf dem spirituellen Marktplatz zum Allgemeinwissen.  Um so mehr erstaunt es, wenn ein gelernter Zenpriester das leugnet  und offensichtlich den sog. Bodhisattva für einen Buddhisten und Jesus für einen Christen hält. LOL.
Die WAHRHEIT ist universell und namenlos, deswegen heisst es, dass man hinter die Namen blicken soll.  Solange jemand mit seiner Person identifiziert ist, wird er personenbezogen denken und die religiösen Gestalten personifizierend ins Aussen projezieren, statt die Projektionen zurückzuholen (introjezieren)   indem er erkennt: DAS bist (alles)DU. Damned, um wahrhaft NICHTS zu sein, muss du ALLES, was du projeziert und personalisiert hast, depersonalisieren!  Sonst hängst du weiterhin an den Formen und deine Leere und dein bejubeltes NICHTS ist nichts als eine nette Vorstellung, derweilen du immer noch mit deinem Denken und den Formen identifiziert bleibst. Du musst die "Verpackung" als eine solche erkennen, - aber bitt'schön, ohne sie kaputtzumachen, gell?.

Jeder, der innerlich, auf geistige Weise erkennt, erkennt auch dies: Bodhisattva ist ein Geist-Aspekt des Buddhas. Was der Buddha bzw. Bodhisattva-Aspekt im Buddhismus ist, ist der Christus im Christentum. Beide nehmen das Leid der Menschen auf sich. Beide spielen dieselbe Rolle im  inneren Vergebungs- bzw. Versöhnungsprozess, nur dem Namen nach sind sie unterschiedlich.   Für mich haben diese Aspekte nicht nur Gemeinsamkeiten, sie sind in "meinem" Einssein ein und derselbe GEIST. Nur die exoterischen Interpretationen der jeweiligen Religion postulieren oftmals einen Unterschiedlichkeit.
Wann eigentlich wird man je begreifen, dass die verschiedenen Religionen nur verschiedene Klamotten tragen - dass die Verpackung zwar verschieden, der Inhalt aber derselbe ist? Ein Priester, egal welcher Religion sollte dies wissen wenn nicht gar sich BEWUSST darüber sein, statt mit renitentem Unwissen am Angelernten - am Dogma und an der Schrift anzuhaften. Ach ihr Schriftgelahrten....!


Denker und Beweisführer

WAs der Denker denkt, wird der Beweisführer beweisen. Ein Satz aus einem Buch von R.A. Wilson.
Der Verstand ist in der Lage, alles zu beweisen, was er sich so ausdenkt. Der sachbezogene wissenschaftliche Verstand postuliert eine (Hypo-) These und baut darauf seine Beweiskette auf. Der unsachliche "getroffene"  beziehungsorientiert-personenbezogene Egomind postuliert Unterstellungen und tut dasselbe: er beweist ebenfalls, was immer er auch zu denken/unterstellen beliebt. Im Gegensatz zu Ersterem geht es dem Letzteren um den Erhalt des gefährdeten Selbstwertgefühls.
Ein korrupter Ernährungswissenschaftler beispielsweise kann alles beweisen, was er zu beweisen sich vorgenommen hat bzw. das, was zu beweisen ihm aufgetragen wurde  ...was im Interesse einer bestimmten Lobby ist.  Er kann auch das Gegenteil beweisen - es kommt nur darauf an, wer ihm mehr Geld bezahlt. Und so gelten z.b.  Lebensmittel, die gestern noch als gesund galten,  heute als ungesund, und dies oftmals nur, um den Verkauf eines bestimmten Produktes zu forcieren -  und die Konkurrenz kauft sich ihre Wissenschaftler, um das Gegenteil zu beweisen.
Oder: Ein spiritueller Lehrer postuliert die These, dass dein rationaler Verstand in der Lage sei, das Ego als Illusion zu erkennen und baut darauf seine Beweiskette auf.  In welchem Interesse handelt der? Ntürlich im Interesse des rationalen Egominds und dessen Selbsterhaltung.

Epiktet

sagte sinngemäß, dass uns nicht die Dinge und Geschehnisse beunruhigen, sondern dass es unser interpretierendes Denken darüber ist.
Es war ein Meilenstein in meiner Entwicklung, als ich die Wahrheit dieser Aussage erkannte. Im Herbst 2011, nach meiner "Glorreichen Auferstehung" glaubte ich mein Denken vollkommen revolutioniert und FÜR IMMER (!) frei von "beunruhigenden" Interpretationen. Wie so ziemlich alles, was ich damals FÜR IMMER zu "haben" schien und zu glauben beliebte, muss ich auch diesen Glaubenssatz revidieren und korrigieren: Es gibt zuweilen  interpretierende Gedanken, die in der Lage sind, mich kurzfristig zu "beunruhigen", d.h. mich in Aktion versetzen. DAs ist aber vor allem darauf zurückzuführen, dass meine Sinne viel schärfer geworden sind. WAs ich früher unbewusst übergangen und schnell wieder verdrängt habe, wird mir heute bewusst. Meine Reaktionen beruhen ganz klar auf ERfahrungen in der Vergangenheit.
Ich habe mein Verständnis von "Jedes Mal ist das erste Mal"  bzw. von Spontaneität und neutraler Wahrnehmung revidiert. Ich glaube, dass es nicht möglich ist, dass man ohne jeglichen vergangenen Bezug in der Welt überhaupt reagieren kann. Ich glaube, dass dies eine falsche Schlussfolgerung des Verstandes ist. Man darf  was das Bewusstsein jenseits von Ego angeht und insbesondere die Aussagen darüber nicht buchstäblich und wortwörtlich nehmen, weil sie nur Annäherungen sind.

Ich formuliere es lieber so:  Was auch geschieht, es ist für mich nurmehr jedes Mal WIE das erste Mal und zwar deshalb, weil ich auf alles, was geschieht nicht mehr wie ein Roboter nach alter Gewohnheit oder nach dem alten Reiz-Reaktions-Muster (der psychologischen Abwehrmechanismen bzw. nach Vorlieben und Abneigungen) sondern ohne Widerstand offen und SPONTAN reagiere.


Kunst

Ich habe einmal geschrieben, dass man jenseits von Ego kein Künstler mehr sein kann, als man unter Kunst  die bildenden bzw. Abbildenden Künste versteht. Da ging ein großer Aufschrei durch so manchen, der sich für einen solchen  hielt. Auch die Mantramalerin war damit nicht einverstanden und dementierte.
Es ist aber so: Jenseits von Ego siehst du keine Notwendigkeit mehr, die eine scheinbare Realität abzubilden, weil du erkennst, dass du nur ein Abbild von einem Abbild machst. Jenseits von Ego erkennt man die Strukturen des Geistes, die Ideen, die die Vorlage für die Materialisierung der äusseren Dinge bilden.
Der Künstler hat Angst vor SELBSTverwirklichung, weil er seine Schöpferkraft glaubt zu verlieren. Na ja, er ist aber ja nur ein Imitator, ein Nachahmer der Schöpfung... was hat er denn zu verlieren?
Der Künstler hat Angst vor der LEERE, die Fülle, die im Nichtwissen und Nicht-tun liegt, ist ihm eine grausige Vorstellung von NichtS-Tun- können. 
Kunst kann nur in der dualistischen Trennung von Urbild und Abbild entstehen. SELBSTverwirklichung aber bedeutet, die Idee, das Urbild und das Abbild als EINS zu erkennen. Wer Abbilder malt, kennt meist die Urbilder nicht, die Ideen, die den Abbildern zugrundeliegt. Es gibt allerdings eine Kunst, Bilder, die WAHRHEIT vermitteln können... an den unbewussten Gott in uns appellieren, Heilung initiieren können... Religiöse Kunst... Wer sein Mantra als SEIN realisiert hat, der bedarf seiner Abbildungen nicht mehr.


Zeit

Ich lese keine Bücher mehr. Früher las ich sehr gerne auch die Romane der Weltliteratur, seit ich aber mein Zeitempfinden verloren habe, weil ich den Großteil meiner Zeit in der Vertikalen "versacke" -  finde ich keinen Gefallen mehr an "erzählter Zeit". Zudem ist es mir unmöglich geworden, mit der Handlung bzw. den Personen ernsthaft "mitzugehen" und mich mit den jeweiligen Personen zu identifizieren.

Ich schreibe nun mein eigenes Buch - mir scheint, ich schreibe nun all die Bücher aus mir SELBST heraus, die ich in meinem Leben gelesen und nicht verstanden und auch alle die, die ich nicht gelesen habe. LOL


Der Meister

habe mich blockiert, erzählt man mir heute,  d.h., dass ich auch nicht mehr auf seine FB-Seite kommen kann, obwohl ich das gar nicht vorhabe, nachdem ich ihn vor Kurzem de-bonniert habe, um meine Startseite zu dezimieren.   
Ich blockiere auch zuweilen, aber nicht,  weil jemand meine spirituelle "Lehre" kritisiert, hinterfragt oder bezweifelt. Wenn ich blockiere, dann ist das kein Akt des "Widerstands", sondern mehr eine pädagogische Maßnahme, um die neurotischen Dämonen in die Schranken zu verweisen: ich versperre ihnen für 48 Stunden den Zugang zu  meiner FB-Seite ... ein Warnschuß für PösePädagogenPaulinen, WIR-Stalker oder sexuell frustrierte exhibitionistische griechische Frauenhasser. Und er wirkt.  Psychologisch drücke ich's mal so aus: mein Blockieren ist eine spontane Reaktion des Kindes in mir im Verbund mit den (göttlichen) Mutter-Vater-Instanzen.  Ich schütze mich nicht vor der persönlichen (oder unpersönlichen) Wahrheit, wie dies beim Neurotiker der Fall ist, sondern distanziere mich eine kurze Zeit von  der Neurose. Es ist eine spontane Reaktion, die eine Störung beseitigt, so etwa wie man eine Fliege von der Nase wischt.

Auffällig ist, dass der Meister so sehr mit seiner Lehre identifiziert scheint, dass er bei harmlosen Hinterfragungen offenbar seine ganze Person infrage gestellt sieht, (Die Lehre und ich sind eins) - die bei ihm doch gar net zuhaus sein dürfte:  So greift er zu den Waffen, verhängt Sanktionen - offenbar ganz nach dem Motto:

" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du gekränkt reagierst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht gekränkt reagieren sollte!"

Ich korrigiere: Jemand, mein Herr, JEMAND! es heisst: .... - ohne, dass sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein JEMAND nicht gekränkt reagieren sollte. , So erst wird ein Schuh draus: denn nur ein Ego (Jemand) kann gekränkt sein  -  wo das Ego abwesend ist, d.h. wo Niemand ist, kann auch Niemand gekränkt sein, oder?! Demnächst mehr darüber, wer hier was wem "einredet", da kommen wir nämlich zur Frage des Gewissens. Auch nicht uninteressant, auf welche Weise man sündigen kann, ohne zu sündigen.Mit und ohne Gewissen ... LOL!


Also VORSICHT, Leutz, gut aufpassen: Viele Menschen - sogar  "Meister" tun es -  verwechseln ihre narzisstische Gekränktheit mit Verletzlichkeit.  Echte Verletzlichkeit basiert auf Offenheit, und diese Offenheit und Weichheit wiederum fußt auf dem Fall der Mauer, d.h. der psychologischen Abwehrmechanismen. Offenheit hat die Waffen gestreckt - nur deshalb ist man verletzlich.
Die zu Ego-Inflation neigende narzisstische Persönlichkeit hingegen reagiert mit Abwehrmechanismen, zieht die BurgBrücke hoch, macht entweder dicht oder schlägt zu, derweil sie sich in ihrer grandiosen Selbstüberschätzung bedroht sieht. DerNarzisst ist ein in (s)ich selbst verschlossenes System.

Es ist gewiss nicht leicht, insbesondere für sich selbst den Unterschied herauszufinden zwischen authentischerVerletzlichkeit und dem sich verschliessendem Maschengefühl narzisstischen Gekränktseins, gerade wenn man sich nicht bewusst ist, ob und wann man offen oder geschlossen hat.
( Auch die Mehrheit der Psychologen ist in der Praxis nicht fähig, Verletzlichkeit von narzisstischer Kränkbarkeit zu unterscheiden! Nur geheilte Psychologen oder Therapeuten können die Geister unterscheiden.)

Auch was die Meister, Gurus und spirit. Lehrer angeht, muss man mit dem Urteilen vorsichtig sein, denn die SELBSTverliebtheit und SELBSTgewissheit des Meisters scheint "Margit", dem kleinen Ich, d.h. dem unbewussten  Egomind wie eine hybride narzisstische Selbst- bzw. Ichüberhöhung.
Überhaupt ist es an der Zeit, die Idee des Meisters aufzugeben, die den Meister in viel zu große Fernen rückt. Jeder, der sich von seinen Konditionierungen befreit hat, ist ein Meister.


Meister Eckhart

Die Sprache Meister Eckharts kann nur der spontan verstehn, dem das "So-Sein" oder die "Soheit" zur lebendigen WAHRHEIT/Sein geworden ist - dann ist er eines GEISTES mit Eckhart. Kierkegaard nannte das in Gleichzeitigkeit zu sein.
Das "Lebendige Wort" Gottes ist das Wort, welches seine Wurzel im Herzen und seine Krone im Intellekt ("Divina Ratio")  hat. Der Baum der Erkenntnis.

Unverletzlichkeit

Verletzlichkeit ist was Schönes, Warmes, sie entsteht, wenn die Mauern fallen und das Herz sich zu öffnen beginnt. Verletzlichkeit ist immer noch ein Ego-Attribut.
Unverletzlichkeit hingegen ist jenseits aller Egoattribute, sie ist die Frucht der Hochzeit von Verstand und Herz. Sie ist nicht "schön" oder "warm" - Unverletzlichkeit ist ein  nüchternes Seinsattribut und basiert auf der Letztgültigen Erkenntnis der Unsterblichkeit des Bewusstseins, derweil das Ego seinen Ungeist ganz aufgibt.  Die Seinstugenden oder Seinsattribute werden nur dem zuteil wird, der den Weg bis zum bittersüßen Ende gegangen ist und seine SchattenArbeit gemacht hat bzw. sich dem Führer ACHTSAMKEIT hingegeben hat.  Es gibt aus letztgültiger Sicht  tatsächlich keine andere Hingabe an irgendetwas anderes als die Hingabe an die Achtsamkeit, die uns  nicht nur durch die Unterwelt, sondern zugleich auch unweigerlich ins GEWAHRSEIN führt. Auf dem religiösen Hinweg glaubt man ja immer, dass man sich einem Gott hingibt, dabei gibt man sich in Wahrheit in der Achtsamkeit dem absoluten SUBJEKT hin...
Früher glaubte ich, dass ich mich Gott hingegeben hätte; nachdem Gott in der Erkenntnis der EINHEIT gestorben ist, erkannte ich, dass er unter anderem Namen weiterlebte: Gewahrsein. Oi oi -  Gott hat viele tausend Namen.

Wie gesagt, bedarf es nicht nur einer einzigen "Klarwerdung", einer einzigen singulären Einsicht, dass es keinen Handelnden gibt, sondern es bedarf der prozesshaften Entschattung,  damit es auch dauerhaft LICHT werde, was natürlich die dauerhafte Abwesenheit von EGO/Handelnden impliziert.

Auf dem spirituellen Marktplatz hingegen scheint die "Verletzlichkeit" richtiggehend trendy und wer sich mit Unverletzlichkeit outet, macht sich einer hybriden Selbstüberhebung schuldig. Schon merkwürdig, dass diese Beschwerden oft gerade von jenen kommen, die sich rühmen "Niemand" - und damit Meister -  zu sein, der doch per se unverletzlich ist, denn wer sollte verletzt sein, wenn dasjenige, was sich verletzt fühlen könnte, abwesend ist (Jemand,Ego).  Wenn sich sog. Meister ihrer Verletzlichkeit und ihrer Emotionalität rühmen, dann wirds besonders heikel. Eigentlich sollten sie als Meister per se jenseits von Ego-Emotionen sein und im himmlischen Frieden des immerwährenden Gleichmuts ruhen, der keine Höhen und keine Tiefen mehr kennt.

Vermutlich wird  mir so ein Meister jetzt  antworten:
 " Eins der besten Ereignisse ist, wenn du emotional sein kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht emotional sein darf!"

Yipppiiiie - Als Rohgerüst eignet sich diese Phrase phantastisch für Variationen jeglicher Art des Tuns und das Tun gleichzeitig als Nicht-Tun deklarieren. Klar, dass solche Glaubenssätze jede Menge Gläubige findet,  - entbindet es doch die Menschen vor allem von  jeglicher Verantwortung, zumal wenn sie GLAUBEN, dass alles, was sie tun von vornherein determiniert ist und alles erlaubt ist, was gefällt, wenn "Niemand da" ist.

Der radikale Nondualist oder Determinist ist auf einem Auge blind, das heisst, er erkennt nicht das Paradox, dass der Mensch sowohl determiniert als auch verantwortlich für seine Taten ist.
Der Radikale Nondualist eliminiert offenbar den menschlichen Aspekt aus seinem Konzept. Deswegen glaubt er auch nicht an die Reifung der Persönlichkeit/Individuation, die sich im Verlauf eines spirituellen Weges ganz von SELBST und aus sich SELBSt heraus ergibt, wenn man ES geschehen läßt. 

Aus einer falsch verstandenen  Laissez faire-Sicht  ist ein Mörder auch nicht verantwortlich, seine Kindheit ist schuld (jo, und das Opfer war halt zur falschen Zeit am falschen Ort, LOL)
Aus spiritueller Sicht wird manchmal  die Behauptung aufgestellt, dass niemand verantwortlich für seine Taten sei, derweil er ja unbewusst handelt. Eine grandiose Vereinfachung - denn die Verantwortung für uns selbst  beginnt damit, dass wir aufhören, die Verantwortung anderen in die Schuhe zu schieben und uns dieser Veranwortung BEWUSST werden. Du bist verantwortlich für dich und dein Leben, egal, wie oft du dir einreden willst, dass eh alles festgelegt sei. Das ist ja das Paradox, an dem der Verstand bekloppt wird!

Es ist mehr tragisch als erheiternd zu hören, wenn der radikale Nondualist oder Neoadvaita-Sektierer sich zwar für Bewusstheit/Gewahrsein, aber gegen die Schattenintegration ausspricht, ist doch Bewusstheit gerade dadurch bewusst, dass in und durch und mit dieser Bewusstheit das  Unbewusste bewusst gemacht wird.
 

Der radikale Nondualist:  Hey, erkenne einfach, dass es keinen Täter gibt und du bist frei, wozu noch  Schattenintegration und Persönlichkeitsreifung, wenn du erkennst, dass die Person eine Illusion ist?!
Das klingt schön logisch, ist aber eine schändliche, vom Ende her aufgezäumte rationale Schlussfolgerung, die als Glaubensartikel feilgeboten wird..
Ein solcher Glaube ist eine spirituelle Falle - es wundert nicht, dass er soviel Zustimmung kriegt  von den Fastfood-Junkies.  Doch wie zum Kind muss man auch zum "Niemand" reifen, - tatsächlich ist Kind und Niemand-Sein ein und dasselbe -  sonst ist das Nichts& Niemand-Sein nur eine vorübergehende Abwesenheit von Ego/"Täter", wenn überhaupt.  Es geht nicht allein nur um die Erkenntnis, dass es keinen Handelnden gibt, sondern es geht um das ungestörte und durch nichts zu erschütternde GewahrSEIN als eine dauerhafte Befreiung von der Identifizierung mit Ego/Handelnden.

Den Meistertitel hat man sich erst errungen, wenn du den Ritterschlag bekommen hast und du das Bewusstsein der Unsterblichkeit realisiert hast, als ein wahrer Meister bist du psychisch unverletzlich und daher ohne Widerstand/Abwehrmechanismen gegenüber psychischen Angriffen.

Triffst du einen Meister unterwegs, töte ihn. LOL.   



"Tun, als ob"

ist für mich kein Konzept, sondern mein von Konditionierung erlöstes und (weitgehendst) emotionsbefreites neutrales Sein Jenseits von Ego (!), welches sich bewusst ist, dass alles, was ICH nurmehr sagt und tut, keine wirkliche Realität hat. Darin liegt ja der Witz des bewussten Tun-als-ob bzw. des Bewusstseins, dass man nur so tut als ob! oi je, jetzt wirds wieder schwanzbeißmäßig kompliziert...haha

Es ist ein  ein kolossaler Selbstbetrug zu glauben,  man könne "Diesseits" sein unfreies Ego vollkommen frei (!)ausleben, derweil man ja doch wisse, dass Niemand da ist und  man nur so "tut, als ob" - so wie das von manchen verwirrten Suchern offenbar mißverstanden wird.
Mit Emotionen ist es so, dass man sie nicht fühlen kann, OHNE mit ihnen identifiziert zu sein.
Wenn ich sage, ich bin emotionslos, dann meine ich, dass ich seit 4 Jahren gleichmütig bin, immer ausbalanciert, immer in meiner Mitte. Es gibt keine Anlässe mehr, die mich froh oder traurig stimmen könnten. Manche Sucher glauben, das wäre nicht nur langweilig, sondern unmenschlich, so ohne Ups und Downs - ist es nicht: weil mir alles, was ich brauche von Innen zukommt.  Gleichmut ist für mich Glück - ein immer gleichbleibendes gleichmütiges zeitloses JETZT.
Ich tue so als ob das, was ich oder jemand anderes sagt, eine Realität hätte.
Ich tue so als ob ich mir der Scheinbarkeit der Realität NICHT bewusst wäre... he he -
Ich tu nicht so, als ob Niemand da wäre, ich tue nurmehr so, als ob JEMAND da wäre..LOL!


Meister X-Lass

macht seinem Namen alle Ehre, 15 Euronen muss man hinlegen, um eine seiner gnadewirkenden "Inspirationen"  zu empfangen. Darin ist er beileibe nicht der einzige seiner Zunft.
Die Gurus, die sich in der Inszenierung ihrer Frustrationen  mit dem Leiden Jesu identifizieren, wie es beim Gottvater-Sydrom so häufig zu beobachten ist, sollten sich besser auch an dessen Forderung halten: Umsonst habt Ihr's bekommen, umsonst gebt es. 
Sich mit dem leidenden Jesus zu identifizieren ist die typische Reaktion eines narzisstisch gekränkten spirituellen Superegos - die Identifikation mit dem fordernden Jesus hingegen läßt da meistens sehr zu wünschen übrig.  (s.a die diversen öffentlichen.Frustrationsbekundungen bei  Frau Gott Elli, Andersmensch uva. )  
Ablass = Indulgentia. Gnadenwerk. Nicht anders ist es mit den sog. "Inspirationen" der Meister,  die da frei nach Martin Luther versprechen:  Die Seele in den Himmel springt, wenns Geld im Portmonä mir klingt. (Nach Berichten der Süddeutschen erledigt  Papst Franziskus den Ablass demnächst per Twitter! wusste gar nicht, dass es so was noch gibt. Dazu noch kostenlos!!!

Da der Standl-Inhaber auf dem Devotionalienmarkt meinen KlarNamen kennt und mich auf Facebook wegen Meinungsunterschiedlichkeit  geblockt hat, muss  ich mir den Zugang zu den Gnadenwirkenden  Ablässen wohl als Undercover-Agentin ergaunern - wäre da nicht das doch etwas  paranoid angehauchte Kleingedruckte mit der  Drohung, mir als solche einen Rechtsanwalt auf den alten Hals zu schicken... hmmmm...darf ich daraus entnehmen,  dass er zudem noch ein rechter Geizhals ist und auf seine "Verweise auf die absolute Wahrheit"  Copyright erhebt? Als würde der GEIST der WAHRHEIT  sich begrenzen, verwalten und von einem weltlichen Gericht verteidigen lassen!Wer Einheit/Advaita realisiert hat, hat die EINHEIT des GEISTES realisiert, wie kann er da Grenzen aufstellen und den GEIST verschachern?

Es heisst, die größte Sünde sei die Sünde gegen den GEIST und die ist z.B. gegeben, wenn jemand überzeugt davon ist, dass bei ihm "Niemand da" sei, was in christl. Lesart bedeutet, dass der "Heilige Geist" in ihm wirkt -  und er gleichzeitig diesen GEIST verrät, indem er  persönliche (!) Rechte an den unpersönlichen Inspirationen per weltlicher Gesetzgebung  einfordert  "gemäß den Artikeln l. 111, 112 und 113 des Strafgesetzbuchs" und den GEIST der WAHRHEIT  damit als  sein persönliches (!) geistiges Eigentum deklariert. (Mal abgesehen davon, dass derjenige keine Sünde gegen den GEIST begehen kann,  der keinen GEIST hat, LOL)
15 Euro verlangst du für den "Spirit", wie? Und dabei soll "Niemand da" sein, du bist ganz frei von jeder Absicht und Motivation? Hey Mann, wo ein Händler ist, da ist auch ein Handelnder!

In solch einem "Spiritualien"-Handel liegt eine teuflische Umkehrung der Forderung Jesu, dem Kaiser zu geben,  was des Kaisers ist... Oder hat Jesus gesagt: NEHMT dem Kaiser, was des Kaisers ist und NEHMT Gott, was Gottes ist?
Wie sagte einer neulich: Erst pusten sie dir das Licht aus, dann fangen sie an, dir ihre Kerzen zu verkaufen.

    
Wer mit seiner Lehre und seinem Ruf als spirit. Lehrer arg identifiziert ist, der findet auch gar nichts dabei, sich der weltlichen Gerichte zu bedienen, wenn er seine spirituelle Reputation infrage gestellt sieht. Es wäre nicht das erste Mal, dass mir ein sog. spiritueller Lehrer aus diesem Grunde  eine Einstweilige Verfügung ins Haus schickte. Und weil ich dem Kaiser (fast) immer gebe, was des Kaisers ist, hatte ich mich dieser WICHTL-Verfügung gebeugt, wie ich mich in der Vergangenheit (fast) allen WICHTeln lustvoll beugte, was aber nicht heisst, dass ich mich auch morgen lustvoll unterwerfen würde. LOL.