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Samstag, 30. Januar 2016

Wo der Mindcrash eine Farce, ist der Mensch nit ausgeschlaft.


Ductus apodictus

Schattenintegration ist MUSS,
ansonsten bleibst du unbewusst.
Wer andres lehrt, der lehrt dich Stuss
und Kacktus kackolorius!

Das Licht scheint in die Finsternis,
doch  Finsternis erkennt es nicht,
derweil sie unbeLICHTet ist -
Hört hört!!

Wo der  Mindcrash eine Farce,
Ist der Mensch nicht ausgeschlaft,
Weil den Schatten er verzweifelt
Ignoriert und arg verteufelt
Hat, bis an's Ende seiner Zeit
Wird er brennen, weil's ihn reut.

Ein Mensch erst dann geläutert ist
Wenn er sich ist ganz SELBSTgewiss,
Dass er die 10 Amendements
Verwandelt in Amusements. LOL
Wer die  göttlich' Alchimie gerafft
Und den Polsprung hat geschafft
Vom Sein des Alten Testaments
In die  Christus-SELBST-Essenz
SEINES  Neuen Testaments -
Der ist befreit von allem Leid!

Denn wie Jesus uns gezeigt:
Der Phönix aus der Asche erst steigt,
Wenn's Vater-UND MUTTER-Kind ist gezeugt.
(Hat mich schon immer sehr gestört,
Wenn man vom "Vaterschoß" spricht und hört. He he)



Die Lehre des Lehrer Ablass

wird mir immer wieder zum Anlass...LOL.  Wie man inzwischen wohl allseits bemerken konnte,  hat es mir insbesondere dieser Satz angetan, dem ich die ihm INNEwohnende Wahrheit unter bestimmten Umständen gar nicht abstreiten will, u.a. natürlich nur solange, als ICH und kein andere es ist, der IN der WAHRHEIT steht und erkennt:

" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du streiten kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht streitet!" (W. Ablass)

Wie des öfteren schon gesagt, ist diese Aussage nicht ganz unwahr, denn ob es aber für das betreffende SUBJEKT  (W.A.) auch wirklich WAHR ist, d.h. ABSOLUT wahr und nicht nur relativ wahr ist -  hängt von seinem SEIN ab. Unwahr an diesem Satz aber ist,  dass es jenseits von Ego - also dort, wo Herr Jemand abwesend  bzw. Herr Niemand anWESENd! - bessere, gute und weniger gute Ereignisse gibt. Also mal ganz  im Ernst. soweit ich dazu in der Lage bin, LOL  - hier gibt es überhaupt keine Ereignisse, die man als solche interpretieren könnte!

Ok. Was mich an diesem Satz nun schon seit längerem fasziniert, ist, dass man statt "streiten" buchstäblich jedes egoische Tun des Herrn Jemand an seiner Statt setzen kann und trotzdem daran GLAUBEN kann, dass da "Niemand da" sei, der egoisch handelt. Ob es sich bei Herrn Ablass um einen solchen Gläubigen handelt, sei mal dahingestellt, ich kenne aber sog. Neu-Advaitianer, die einen solchen Widersinn offenbar glauben. Und wo immer auch so ein fader fleischloser toter Glaubenssatzglaube herrscht, erscheint bei mir unweigerlich die Heilige Doppelaxt und tut ihr "spaltendes" Werk, d.h. die Axt scheidet die WAHRHEIT von der Unwahrheit - ob ich das will oder nicht, das ist bei mir seit nurmehr  4 Jahren ein spontan auftauchender "Automatismus" geworden.

Ok. Es stellte sich mir also die Frage, was an diesem Ereignis so besonders ist und in welchem Kontext man so richtig begeistert sein kann von div. Ereignissen - wobei mir natürlich niemand anders als Herr Jemand einfiel - ein Herr Jemand, dem es so richtig Spass macht, all das zu tun, was ihm vordem von seinem Über-Ich verboten war. Wobei wir beim Thema "Sünde" angekommen sind und ich in diesem Kontext den Herrn Ablass für durchaus fähig halte,  in Abwandlung seines Satzes ganz allgemein zu glauben, dass es 


" eins der besten Ereignisse ist, wenn du sündigen kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht sündigt!" 
Aber egal, ob es sich nun um das Streiten oder das Sündigen handelt, was im Endeffekt ja aufs selbe rauskommt - es stellte sich mir plötzlich ganz dringlich die Frage,  ob es sich bei diesen  "besten"Ereignissen" nicht einfach nur um eine "simple Bekehrung" handelt, wobei der Betreffende  seinem Über-Ich ein Schnippchen geschlagen hat bzw. eingesehen hat, dass Streiten (Sündigen) nichts Böses ist... ich kenne nämlich die große Erleuchterung und Euphorie, die eintritt, wenn man sich z.B. von seinen schwarzchristlichen Tabus befreit glaubt oder sich teilweise befreit hat. (Ich sage deshalb  "glaubt", weil eine umfassende Dekonditionierung nämlich keine Euphorie und andere sog. Seeligkeiten, sondern Heilige Nüchternheit hervorbringt. Seeligkeiten gibts nur solange der Vogel noch nicht richtig das Fliegen erlernt hat und immer wieder "ernüchtert" auf der alten Erde des Alten Adam notlanden muss. LOL)

Ganz allgemein verdichtete sich bei mir immer mehr der Verdacht, dass es sich bei der "Entleerung" des "Täters" eher um eine Gewissensentleerung handeln könnte. (Rubrik "relative (persönliche) Wahrheit" im Verlauf der Individuation) ...der Streiter/Sünder/"Täter" kann möglicherweise im Gegensatz zu früher nur deshalb genüsslich streiten, weil er sich die Erlaubnis zum Streiten gegeben hat!  Vielleicht war der Täter (eigentlich: der Handelnde) möglicherweise ein Böser Täter, derweil er schwarzchristlich auf Sünde konditioniert war -  und in dieser Lesart ist Streiten nun mal eine Sünde und deshalb immer mit Angst und Aufregung verbunden.
(WAHR ist: Jenseits von Ego  - also im absoluten "Raum" - kann man nun tatsächlich genussvoll streiten, ohne sich zu ängstigen oder aufzuregen. Früher warst du vielleicht verunsichert und leicht irritierbar, wenn jemand deine Wahrnehmung in Frage gestellt hat - jenseits von Ego kann dir so schnell keiner mehr ein X für ein U vormachen, auch wenn dir bewusst ist, dass X und U nur relative Glaubenssätze ohne Wirklichkeit sind. LOL.)

Was mich nun angeht, hatte ich eine schwarzpädagogische resp. schwarzchristliche Erziehung genossen. Ich war von Klerikern erzogen und hatte dementsprechend eine ängstliche kleine sündenbewusste schuldbeladene übergewissenhafte Klerikerseele, mit dem Unterschied, dass ich ab meinem 13. Lebensjahr  auf Teufel komm raus aus gegen sie rebellierte. Ich habe an anderer Stelle schon beschrieben, mit welch schweren inneren Kämpfen die Freiheiten verbunden waren, die ich mir gestattete... die immer wiederkehrenden Reue-Orgien...
Theoretisch war ich immer sehr dafür,  zu "sündigen", was das Zeug hält, in der Praxis sah das anders aus... Ich habe weiter oben schon beschrieben,  wie ich "sündigte", wie ich bei vollem Bewusstsein und unter wahrhaft höllischen Ängsten die 10 Gebote demontierte. Das tat ich so lange - und mit massenweisen Rückfällen ins alte Elend - bis sich nach fast 30 Jahren aus den 10 Amendments die 10 Amusements transformierten, was bedeutete, die Gebote der Pösen Pater Noster bzw. ihr pervertiertes  Sündenverständnis ad absurdum zu führen und als das zu begreifen, was sie sind und waren: Instrumente der patriarchalischen Unterdrückung, um das wilde (weibliche) Leben unserer Wahren (menschlich-göttlichen) Natur,  zu knebeln.

Umkehr: Was aus patriarchalischer Moralperspektive und im Yang-Entsagungsmodus eine  Sünde war, wurde im Zuge der Erlaubsnisgebung in den Heilungs-/Schattenprozessen  völlig herumgedreht, die alte Sündenkonditionierung wurde  total auf den Kopf gestellt. 
Insofern könnte ich sagen, dass ich frei wurde  v o n   der Fremdbestimmung und frei wurde  z u m   lustvollen "Sündigen", besser gesagt, zum Feiern des wilden Lebens und darin zu wissen, was Gut & Böse wirklich ist - ich erkannte: Gut ist alles, was dem Leben dient und Böse d.h.  Sünde ist alles, was gegen das Leben ist. Und was Leben bedeutet, definierte ich aus mir SELBST/Gott.
Ich bin frei heute, nicht frei zum Sündigen, sondern frei  v o n  Sünde, ich bin ohne Schuld, ohne konditioniertes Gewissen, tute weder Gutes noch Böses - ich bin frei, das zu SEIN, was ich wirklich bin. Niemals käme mir heute in den Sinn, auch nur im Spass  zu sagen, dass ich sündigen könnte, mit oder ohne Jemand bzw. Niemand, LOL! - denn das würde bedeuten, dass ich immer noch unfrei wäre und  mir Freiheiten  irgendwoher von irgendwem  n e h m e n  müßte. Es gibt keinen Grund, das Wort Sünde überhaupt in den Mund nehmen, es gibt nun mal keinen Begriff, der die REINE Lust dieser köstlich REINEN Skrupellosigkeit jenseits von Ego beschreibt, basta!
Und doch ist damit schon wieder zuviel des Guten gesagt... LOL.


Zurück zum Zitat: Angenommen, Herr Ablass würde meiner leichten Abwandlung seines Originals zustimmen, wäre dieser Ausspruch ganz gewiss kein göttliches Paradox, mit dem offensichtlich kokettiert würde, sondern  Widersinn hoch zwei,  - ähnlich dem meinigen, als ich heute zum neuen Nachbarn auf seine besorgte Frage antwortete:  Es stört mich nicht, wenn Sie mich stören. LoL.
Zudem: Wo jemand "sündigt" ist jemand da, der sein Tun als Sünde bewertet - Werten kann nur das Ego, d.h. unser berüchtigter Herr Jemand, (der Mann, den man zwar sieht, der aber nicht da ist. LOL.)  Also kann ich als dieser Jemand nicht behaupten, dass ich sündigen könnte, ohne dass sich "Jemand" einmischt.

Zum anderen liefe das "Sündigen", wo es den Herrn Niemand nur dem Glauben, aber nicht dem SEIN entsprechend gibt -  auf eine totale Anarchie des Gewissens hinaus statt auf die Freiheit und Anarchie des Herzens. Da ist dann zwar dem Glauben nach "Niemand da, der streitet, sündigt...usw. und trotzdem wird das Ego (Jemand!)  insofern bejaht, als es hemmungslos seine Neurose (Sünde) auslebt, all dies womöglich im naiven Glauben, dass eh alles, was man tut, determiniert ist und es deshalb gepisst wie geschissen ist, ob das Ego in seinem Tun nun geheilt oder ungeheilt ist. 

Es geht aber doch in der spirituellen Sache um ein bleibendes BEWUSST-SEIN dieser Leere/Entleerung im einzelnen Menschen und nicht um den allgemeinen Glauben, dass es keinen Täter/Ego gibt. Und in dieser Hinsicht bin und bleibe ich meinerseits ganz "apodiktisch" dabei, dass eine bleibende "Entleerung" nicht ohne Schattenintegration zu haben ist.

Es geht bei der Schattenintegration um die Dekonditionierung unserer Moralvorstellungen, der Demontage von ALLEM, was wir glauben zu sein und zu wissen. Das Wahre Gewissen will entdeckt werden, welches auf  dem Wahren Wissen um Gut und Böse basiert, dieses Wissen ist das,  was uns zutiefst menschlich macht. Die meisten Menschen sind kulturell/religiös konditioniert und  g l a u b e n  nur zu wissen, was gut und böse ist. Die Reifung der menschlichen Persönlichkeit im Individuationsprozess läuft auf die  Erkenntnis von Gut und Böse hinaus - das Transzendieren dieser Polarität ist der nächste Schritt und steht auf einem völlig anderen Blatt,was nicht näher "beschriftet" werden kann.

Was ist nun Sünde und was ist das Böse? Böse ist alles, was auf der personal-dualistischen Ebene nicht der Terra Mater, dem Kosmos, dem vielfältigen Leben dient. Im Individuationsprozess  musste erst einmal lernen, zu unterscheiden zwischen richtig und falsch, - was MIR ganz persönlich wirklich dienlich ist und was nicht. Ichbejahung oder Selbstannahme heisst, dass nicht die Neurose, sondern das Leben bejaht wird. Das ist der Punkt, an dem stets die Große Verwirrung einsetzt. Im Grunde geht es nicht um Bejahung, sondern ums reine Fühlen. DAss alles sein darf, heißt nicht, dass alles, was sein darf, auch ausgelebt werden darf. Ich kann und darf z.B. meine zerstörerischen Emotionen nicht annehmen bzw. als "berechtigt" oder "ES-gewollt" an anderen Menschen ausleben, ich kann mich nur im Schmerz und der Angst und den ungestillten Bedürfnissen des Kindes in mir annehmen, die HINTER den destruktiven Ent-Äusserungen zu finden sind.

Ok, die Frage, die sich in mir formulierte, ging also dahin, was wohl  so mancher öffentlich deklarierten "Entleerung" (von Ego/Jemand) zugrunde liegen mag. Ist diese Entleerung nur eine Kopfgeburt des Egos oder hat basiert diese Leere auf (Gewahr-) SEIN -  hat man sich wirklich von der Illusion des Handelnden/Täters "entleert"  oder hat man sich nur des falschen Gewissens bzw. des sadistischen Zensors  entledigt???
Im letzteren Falle würde ich mich vorübergehend anschliessen: bei Überlistung des Zensors ist es eine wahre Lust zu "sündigen", wenn sündigen heisst, das zu tun, was mir ein schwarzchristliches SadoMaso-Überich  bei Todesstrafe verboten hat - dieses teuflisch verdrehte und verkehrende  Über-Ich, welches nicht weiss, was richtig und falsch ist, ein Über-Ich,  welches sich als Gott aufspielt, derweil es in Wahrheit der Teufel ist: ein Über-Ich, welches das Gute für böse und das Böse für gut verkauft. .

Solange ich gegen dieses falsche Gewissen ankämpfe, bin ich ein Rebell und als solcher zwar relativ frei und freier werdend, aber nicht absolut frei von der Identifizierung mit dem  "Täter", dem Handelnden als solchem. Die "Letztgültige Entleerung" läßt da noch auf sich warten und zwar so lange, als er metaphorisch gesehen noch nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hat. Um die Früchte vom Baum des LEBENS zu ernten, braucht man das Schwert der Unterscheidung von richtig/falsch und gut/böse. Und das erlangt man nur durch Schattenarbeit, Schattenarbeit, Schattenarbeit - (ohne zu arbeiten, natürlich, LOL). Auch der Rebell muss sterben.


Abwandlung Nr. 5 - Die Prüfungsfrage
" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du BEGEHREN kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht BEGEHRT!"
Sollte W. Ablass etwa dieser Ansicht zustimmen? Wenn ja, dann hätte er sich damit als spiritueller Lehrer allerdings völlig disqualifiziert. Denn erst mit dem Ende des Begehrens hat auch das menschliche Leiden ein Ende - das Ziel allen spirituellen Strebens und Lassens! 
Aaaaber -  und jetzt kommts: Als Psychologen/Therapeuten könnte ich ihm hierbei durchaus zustimmen, als es auf dem spirit. "Hinweg" im Rahmen der Individuation/Reinigung der Psyche um die Erlaubnisgebung dessen geht, was vordem verboten war. Ein Mensch, der von Kindesbeinen an niemals überhaupt je begehren durfte, dessen Willen früh gebrochen wurde, der nie ausgreifen durfte, der sich das Leben nicht "nehmen" durfte - dieser Mensch wird im Heilungsprozess kräftig und fähig, zu wollen, was er begehrt  und zu begehren was er will.

AHAAAAH - ich komme der Sache immer näher und frage mich nun finally: Ist es vielleicht möglich, dass die Verwirrung, die mich bei Ablass-Sentenzen oftmals befällt und nach Klarheit schreit,  auf einer mutmaßlichen Vertauschung/Verwechslung der Ebenen basiert, mit der ich bei W. Ablass konfrontiert werde??? Dass ich W. Ablass nicht fragen kann, da er sich meiner Fragestellung entzogen hat, spielt keine Rolle, wie man sieht, komme ich auch ohne ihn zu den Antworten, die meine Fragerei aufgeworfen hat. Die Person W. Ablass' spielt nur eine sehr sehr untergeordnete Rolle beim "WAHRHEITsSpiel" - er vermittelt mir wie jede Person, die mir mit Unklarheiten in den Fokus tritt,  nur eine div. Verwirrung, die es für mich zu klären gibt. Dass diese Personen, die sich oftmals gar als erleuchtet oder als spirit. Lehrer gerieren, die Erwähnung ihrer Person so persönlich nehmen, spricht natürlich GEGEN ihre spirit. Qualifikation und FÜR eine VollIdentifikation mit ihrer Person... also mit dem geleugneten "Jemand", ne? LOL

Nochmal und immer wieder:

Jenseits von Ego ist deshalb "Niemand da", weil JEMAND (Ego) abwesend ist.  Sollte da in WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT "Niemand da" sein, dann ist ja nur deswegen "Niemand da",  WEIL er sich der Attribute des Egos entleert hat!!! - unter anderem des Begehrens, des Habenwollens, des Eingreifens, der Kontrolle. Wo Begehren ist, ist JEMAND, ist ein Handelnder. Ego.
An meinem Eindruck, dass es sich bei Neu-Advaita um eine Schmerzvermeidungsreligion handelt, hat sich bis jetzt nichts verändert. Sieht ganz so aus, als ob der Neu-Advaita-Gläubige das Kunststück vollbringt,  den Kuchen  zugleich zu essen und zu erhalten. (Den Handelnden/Ego  gleichzeitig bejahend auszuleben UND zu negieren.)
Ihr "Niemand da" hat mehrheitlich keine Basis in ihnen SELBST, sondern ist zu einer allgemeinen philosophischen Phrase heruntergewürdigt, zu einem Glaubensartikel, wie man ja auf dem spirit. Marktplatz auch allgemein weiss und glaubt, dass  - anders gesagt - das Ego eine Illusion ist, man selbst aber mehr als  meilenweit davon entfernt ist, das eigene Ego als einer solchen den Abschied gegeben zu haben.
Ich bin und bleibe dabei, dass jede Lehre, die die Schattenintegration bzw. die Heilung der Psyche für unnötig befindet, eine Irrlehre  -  eine Schmerzvermeidungsreligion ist.

Wer sagt, es gebe keine Sünde, versündigt sich! Sünde ist all das, was das Leben verletzt und gegen den GEIST handelt!.
Das Paradox: Erst durch die Letzte Befreiung, d.h. der  Letztgültigen Erkenntnis, u.a. der  Einsicht in das Detiminiertsein meines Handelns bedeutet, dass ich nurmehr, - insofern als "Jemand" (Ego) seinen Geist total aufgegeben hat, "param advaita" -  machen kann, was ich will, insofern mein Wille der Wille Gottes bzw. des Tao ist; ich kann nicht mehr gegen das Leben handeln,  weil ICH erkannte, dass ich das Leben BIN. 
Dieser Wille, der eigentlich kein Wille ist, sondern ein widerstandsloses Gehorchen auf den Fluss,  KANN nicht sündigen - das Verhalten des befreiten Individuum ist trans-ethisch, was bedeutet, dass dieser Wille niemals gegen das vielfältige Leben verstoßen kann oder in irgendwelcher Form gegen den GEIST handeln könnte.
Das Paradox: die Erkenntnis, dass  die Person incl. ihrer Geschichte nicht stattgefunden hat und DENNOCH alles, was ich als dieses Individuum  tue, determiniert ist.
Dieses "dennoch" - welches man auch am Ende vieler Weisheiten bekannter alter Meister findet -  bezieht sich auf das Paradox resp. die WAHRHEIT und  macht allen Eindeutigkeiten, allen festgelegten Definitionen des zustandeslosen Zustands jenseits von Ego einen Strich durch die Rechnung!
Die Letztgültige Erkenntnis ist deshalb letztgültig, weil sie letztgültig und nicht "erstgültig" ist -  das heisst, diese Erkenntnis, (die nicht nur einen Punkt, ein einzelnes Erkenntnis"objekt" betrifft, sondern eine Menge "Untererkenntnisse" beinhaltet - darf niemals ins Voraus gesetzt werden und als Glaubensartikel an empfängliche Gläubige verhökert werden. Ein "Meister", der seine Schüler beispielsweise lehrt, sie könnten sündigen wie sie wollten, ihr Verhalten sei eh  festgelegt, gleich, was sie machen, sie könnten gar nicht anders handeln, als sie handeln - der versündigt sich gegen den GEIST, der verhökert den GEIST aufs allerbilligste. Ebenso der sog. Meister, der voreilig  "Niemand" postuliert - also die Anwesenheit der (göttl.) WESENheit -   mit der Begründung,  da das Jemand/Ego eh eine Illusion sei, bedürfe es auch keiner Dekonditionierung/Desidentifizierung... Es gebe nix zu tun!   Das sind alles Kopfgeburten von Irrlehrern!
Dito der sog. Meister, der das Wort "Achtsamkeit" und "Gewahrsein"  oder (Schatten-) "Integration" meidet wie der Teufel das Weihwasser!


Verletzlichkeit

scheint eine besondere  Tugend auf dem spirituellen Marktplatz, die man nie mehr missen will. Verletzlichkeit ist aber keine spirituelle Tugend, sondern nur eine "Errungenschaft", die man im Verlauf des Heilungs- bzw. Individuationsprozesses (wieder-)erlangt, derweil die Abwehrstrukturen aufgelöst werden. Im selben Maß wie die Abwehr abgebaut wird, wird man liebesfähig und empathisch.  Viele Menschen wähnen sich verletzlich, dabei sind sie nur leicht kränkbar. Narzisstisch kränkbar aufgrund eines leicht irritierbaren Selbstwertgefühls. Ein Narzisst, ein Neurotiker kann sich nicht mit anderen identifizieren, was er für einfühlsame Identifikation hält, ist eine neurotische Projektion. (s.a. path. HerzensGutmenschen) Es sind dies gerade jene, die sich so vehement gegen die Unverletzlichkeit der Psyche wehren, die in der Endgültigen Befreiung liegt.
 Verletzlichkeit bedeutet, zu fühlen und berührbar, anrührbar zu sein, - es ist die gesunde Fähigkeit, sich mit den Menschen - allen Wesen -  in ihren diversen Freuden und Leiden zu identifizieren. Der ungeheilte Neurotiker hält sich für  anrührbar, derweil er sich  in seinen projektiv bedingten spektakulären Gefühlen suhlt, die er nicht selten für die kosmische LIEBE selbst hält. Jeder, der ihm seine Gefühligkeit wegnehmen will, ist für ihn ein Teufel.
Verletzlichkeit ist ja doch nicht die ultimative spirituelle Tugend, sondern nur  ein  Entwicklungsaspekt im Heilungsgeschehen der Persönlichkeitsreifung. Wird die Person im "Anschluss" daran letztendlich transzendiert, dann hat man das unendliche Bewusstsein realisiert, da ist das Ego  - Person und Psyche - mitsamt seiner Verletzlichkeit und seiner Identifikation mit dem Leiden überwunden.  Wer nicht mehr mit sich selbst als Person identifiziert ist, kann sich auch nicht mehr mit anderen Personen identifizieren. Mitzuleiden ist hier  nicht mehr möglich. Das "neutralisierte" Mitgefühl jenseits von Ego ist genausowenig ein Gefühl wie die LIEBE ein Gefühl ist.
Die neurotische "Verletzlichkeit" steht auf gefühligen "zu Herzen gehenden" Bild- und MusikMeditationen, sie ist süchtig nach "Berührtsein" und braucht dafür ständig neue äussere Reize. Werden ihr diese Reize verwehrt, wird sie depressiv bzw.  aggressiv.
Wo immer ein solcher  Gefühliger auf das mitleidlose  Mitgefühl eines Endgültig Befreiten triff, hört man ihn aufschreien - nach Umärmelung, nach Menschlichkeit, nach Liebe, nach Berührtsein, nach Wärme...
Weit weit ist der Weg.

EpiEpilog: Ach ja, und damit am Ende alle Klarheiten endgültig beseitigt sind:  Um absolut zu sein, bedarf das Absolute der relativen Wahrheit. LOLOLOL! Scheiss auf Advaita! Denn wo man hurt mit Babylon
gibt's nur Kopfgeburt, mein Sohn!


Weg ohne Meister?

„Die spirituelle Freundschaft endet sofort, wenn man offen von der gemeinsamen Ideologie abweicht.“
aus:
https://vikas.de/Meditieren%20ohne%20Meister.html
Lehre ist immer Ideologie, wo sie nicht verinnerlicht ist. Der Meister, der mit seiner Lehre identifiziert ist, verlangt bedingungs- und kritiklose Idealisierung seiner selbst. Er sagt z.B.: Ich und meine Lehre sind eins, wer meine Lehre angreift, greift mich an. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.
Es gibt m. E. keine "spirituelle Freundschaft", da Freundschaft immer eine Form der besonderen Liebe darstellt, die auf dem Weg nicht favorisiert sondern überwunden werden sollte.  Der Meister ist nur der unpersönlichen WAHRHEIT verpflichtet und keiner persönlichen Verbindung. Die unpersönliche WAHRHEIT wird da, wo sie unbequem wird, vom Schüler fast immer persönlich genommen, d.h. als Angriff auf sein Ego wahrgenommen.
Die Idealisierung und Ideologisierung kann  man in jeder sektenhaft organisierten Community sehen.
Es ist wahr: die Absolute Wahrheit läßt sich nicht diskutieren und kritisieren.  Die WAHRHEIT ist aber nur absolut für mich als das SUBJEKT, welches sie als die WAHR erkannte.  Du kannst zwar meine Person angreifen, aber nicht die WAHRHEIT, die ich als absolut erkannte. Ich - als Meister -  wiederum würde dich in der Freiheit deiner  Person angreifen, würde ich darauf bestehen, dass du  meiner SUBJEKTIV erkannten Absoluten WAHRHEIT einen absoluten bedingungslosen  Glauben schenkst. Die WAHRHEIT läßt sich niemals objektivieren!
Ich kann als Meister einen Schüler nur dahin begleiten, dass er den "rechten" Weg einschlägt, - also keine Umwege wählt -  um letztlich auf eigene Faust diese WAHRHEIT als das Absolute SUBJEKT, welches er ist in und aus sich SELBST heraus als ABSOLUT zu erkennen.


Ausschnitt: Dazu Zen-Aussteiger X , Zitat:

„ Aus psychologischer Sicht läuft der unkritische Glaube an eine absolute Autorität , die unangreifbar von rationalen Argumenten ist, der Entwicklung des Selbst zuwider, weil hierdurch die Eigenverantwortung aufgegeben und an eine andere Instanz übergeben wird. Eine Lehre,  die absolutes Vertrauen einfordert bei gleichzeitiger Unterminierung des Selbstvertrauens der Praktizierenden, kann keine taugliche Basis für persönlichen Fortschritt sein.“ (Zitat Ende).
Das ist aus psychologischer Sicht auch durchaus richtig, auch wenn der "persönliche Fortschritt" für Erklärungsbedarf sorgt. 
Die geschilderten Autoritätsprobleme treten auf, wenn unberücksichtigt bleibt,  dass die Entwicklung des Selbst (Ich) quasi zeitgleich mit der Demontage dieses Selbst abläuft. Vorsicht, Paradox: Ein Meister muss kein  Psychologe sein, weil ein Meister das Ich, welches der Psychologe aufgebaut bzw. geheilt  hat,  "zerstört" insofern es transzendiert wird. Trotzdem ist jeder Wahre Meister per se auch ein guter Psychologe, der wissen muss, dass Schattenintegration - die Persönlichkeitsentwicklung  in eine wahre Menschlichkeit - eine Vorbedingung für die Entwicklung des Bewusstseins/Gewahrseins ist.  Er muss wissen, dass es kein dauerhaftes Gewahrsein ohne die Heilung der Psyche gibt.
Caravaggio, Thomas der Zweifler
Der unkritische Glaube an eine absolute Autorität des Meisters symbolisiert das absolute Vertrauen in dein innerstes Wahres SELBST. Das ist seit jeher in allen Klöstern aller Religionen so, dass der Abt, die Äbtissin als die oberste Autorität und Stellvertretung Gottes gesehen werden, die niemals kritisiert werden können, egal wie fragwürdig und kritisierbar ihre Haltungen und Handlungen auch sind.  Persönlichkeit  wird hier nicht entfaltet, sondern unterdrückt, da die Person mit ihrem Eigenwillen als solche die Sünde repräsentiert.(Siehe den zweifelnden Apostel Thomas und der Kurs in Wundern,auch da wird die Person nicht zu der Persönlichkeit gereift und geläutert, die sich mit dem SELBST als EINS erkennt, sondern ganz aus dem Fokus eliminiert. ICH BIN ES, Thomas! sagt Jesus aber, als er ihm nach der Auferstehung im Körper/Person erscheint - zum Beweise lege deine Hand in meine Seite!


In diesen autoritär geführten Gemeinschaften geht es darum, den Willen und jeden Widerstand gegen die Lehre zu brechen, statt mit dem Widerstand zu arbeiten und den durch Transformation  veredelten Eigenwillen als einen konstruktiven Wegbegleiter zu akzeptieren.
Das Geschilderte hat große Ähnlichkeit mit der schwarzchristlichen Askese: da werden Wünsche, Bedürfnisse, Einstellungen, Standpunkte erwartungs- und programmgemäß "fallengelassen", LOL, statt sie bewusst zu machen und zu würdigen oder sie gar zu befriedigen suchen, bis sie wie reife Früchte selbst vom Baum abfallen.
Eine Community, in der mit allen Mitteln versucht wird, die Persönlichkeit als solche zu zerstören, ohne zu berücksichtigen, dass es auf dem spirit. Weg zuvorderst  um die Heilung der Neurose, der "Zerstörung" der FALSCHEN Persönlichkeit geht, sollte man schnellstens verlassen. Die patriarchalischen Religionen haben ausgedient, ebenso die patriarchalische Meister-Schüler-Beziehung, die zuvorderst auf eine Persönlichkeitszerstörung zielt, bei der nicht  zwischen falschen und wahrem Ich differenziert wird.
Der spirituelle Marktplatz ist trotz seiner scheinbaren Modernität und Aufgeschlossenheit immer noch ein Tummelplatz patriarchalischer Spiritualität.


Loslassen

kann nicht geübt werden, das Loslassen liegt im Akt der Selbstannahme beschlossen. Wer loslassen übt, dessen Ego versucht, sich selbst abzuschaffen, der übt sich recht eigentlich in der Selbstunterdrückung.
Bei Meister Eckhart heisst es: Der Mensch kommt durch das Lassen zur Gelassenheit, wenn er hinter sich lässt, aufgibt, vergisst. Der Mensch soll lassen, d. h., er soll das vergessen, dessen er sich stets erinnert, um sich dessen zu erinnern, was er stets vergisst.LOL.
Du, Mensch,  Du ollst lassen, was du weißt
und dich erinnern, wie du heißt.

Meister Eckhart kommt mir in letzter Zeit wieder sehr häufig in den Sinn, ...seine Wortschöpfungen... Das Wort Gelassenheit geht wohl auf sein Konto. Ich fragte mich, was hat er eigentlich für ein Wort für das Gemeine Ego? Sei's drum - es ist nicht wichtig, auch wenn mir Meister Eckhart früher lieb und teuer war - sein Schüler Johannes Tauler war mir dennoch näher und  lieber -  heute hat jener wie dieser seinen besonderen Glanz für mich verloren, weil ICH damit aufgehört habe, den Dingen und Menschen Glanz zu verleihen. (Alle, die zu Gurus laufen sage ich nur: DU machst den Guru zum Guru - niemand sonst.)

Eckharts  "So-heit", die mir einstmals in meiner Vorstellung das Wunderbare schlechthin zu sein schien, hat in der WIRKLICHKEIT & WAHRHEIT einer nüchternen Betrachtung - besser gesagt, WAHRNEHMUNG Platz gemacht. Die So-heit ist als das neutrale Gewahrsein dessen, was ist, ist etwas so Einfaches und Unspektakuläres, dass ich immer wieder lachen muss, wenn ich an den Respekt und die Verehrung denke, die ich früher den numinos-wohlklingenden Worten anderer (Meister) entgegenbrachte. Das numinose Pathos hat gewisslich seinen Platz auf der Jakobsleiter, nur nicht in der ersten Reihe. LOL. Wenn das Kind erst geboren ist, dann kann ES nur noch darüber lachen - das Lachen, das bleibt, hehe!


Die meisten Leute meditieren

wohl aus selbstsüchtigen Gründen, um erleuchtet oder vom Leiden befreit zu werden. Tatsächlich ist der Wunsch und  die Sehnsucht, vom Leiden befreit zu werden, ein legitimes Bedürfnis , die Sehnsucht nach Erlösung, nach Heilung ist ja doch geradezu die Triebfeder jeder echten Persönlichkeitsentwicklung, an deren Ende auch das Letztgültige HEIL winkt (Gewahrsein). Meditation ist gut, aber wo sie benutzt wird, um dem Leiden zu entfliehen, statt sich dem Leiden zu stellen, wird sie mißbraucht.
Ich kannte jemand, der jeden Ärger mit seinen Mitmenschen entweder in Meditation erstickt oder im Alkohol ersäuft hat, statt den Ärger zu fühlen, je nachdem, was ihm am nächsten war... die Flasche hatte jedenfalls ein Daueraufenthaltsrecht. Meditation und die Flasche erfüllten beide den selben Zweck: Zustandsveränderung statt adäquater Konfliktbewältigung. Seine Frau wollte noch immer reden, als er aus seiner "Versenkung" auftauchte, war für ihn die Sache erledigt.


Mißbrauch ist dann gegeben, wenn man durch Meditation eine Veränderung erreichen will - also aus dem Hier und Jetzt flieht, statt das persönliche Hier und Jetzt achtsam zu beobachten und anzunehmen.  Meditation kann, wo sie nur eine positive Zustandsveränderung bewirken soll,  zur Sucht werden... beam me up, Scotty! 

Selbstbehauptung

Nur damit man mich nicht falsch versteht: Wenn ich sagte, dass viele Sucher auf dem spirit. Weg aus ihren Nöten und Schwächen Tugenden basteln, dann bedeutet dies keineswegs, dass auf dem Individuationsweg aus IchSchwächen schöne kräftige IchStärken werden, um in der Welt den Mann zu stehen. Der Individuationsprozess ist kein Selbstbehauptungstrainingskurs, in dem man lernt, seine Aggressionen an anderen ab- oder zuzulassen und "Bedürfnisse adäquat auszudrücken" bzw. sich und seinen Eigenwillen durchzusetzen. Die Ichstärke, die im Individuationsprozess erlangt wird, hat eine gänzlich andere QUALITÄT. Diese Ich-Stärke kann sich zwar, aber muss sich nicht mehr behaupten und durchsetzen um z.B. anderen Menschen Grenzen  aufzeigen, um das Verhalten Anderer im "guten",  Sinne zu steuern bzw. vielmehr zum Zwecke der eigenen Selbsterhaltung zu kontrollieren. Diese Ichstärke, die im Individuationsprozess erlangt wird,  ist eine wehrlose Stärke, eine Stärke, die im Nicht-Tun liegt - im fehlenden Widerstand und fehlendem Eigenwillen, irgendetwas erreichen zu müssen - sie ist keine Stärke, um weltliche Ziele und Pläne durchzusetzen, die Stärke die aus sich SELBST herauswächst ist eine GEISTIGE KRAFT! Das Ich wird auf dem Individuationsweg nicht zum Kampf zwischen Gut und Böse auf der Weltbühne gestärkt und entwickelt, sondern um den  "Heiligen Krieg" im Inneren zu kämpfen. Das ist der Hauptgrund für die Erstarkung des Ichs im Individuationsprozess! Sich nach aussen wehren können, sich verteidigen, Grenzen setzen können  ist ok, aber ist nicht Vorbedingung. Selbstannahme ist bedingungslose Liebe zu sich selbst in dem wie ich mich auch immer vorfinde, v.a. in meiner Kleinheit, Schwäche, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Das Paradox im Individuationsprozess: dass das Ich, indem es nach aussen immer schwächer bzw. immer mehr gelassen wird, nach innen für seine eigentliche Aufgabe erstarkt. 

Dem weltlich erfolgreichen, dem eigen- und durchsetzungswilligen Ich geht es um psychische MACHT und Kontrolle,  hingegen geht es beim individuierenden/transformierenden Ich um eine geistige KRAFT, die alles aus dem Weg räumt, was der Vollendung im Wege steht und letztlich zur Vereinigung mit dem SELBST bereit macht.
Ich denke, ein Großteil der Verwirrung kommt daher, dass man nicht zwischen egoischer (relativer) Selbstverwirklichung und (absoluter)SELBSTverwirklichung unterscheidet.
Die Ichstärke als egoische Eigenmacht und Eigenwille muss und will  sich in der Welt behaupten bzw. selbstverwirklichen, das ist das Ziel der normalen Psychotherapie, die dich tauglich zum täglichen Arbeits- und Existenzkampf macht. Mit dieser Form einer "Gemeinen" Selbstverwirklichung  kannst du zwar Karriere in der Welt machen und dem Bruttosozialprodukt dienen,  sie steht aber in einem in einem unendlichen Abstand  zur SELBSTverwirklichung des Wahren SELBST und dessen Dienst an "Gott" (wie ich früher, als ich noch religiös war, zu sagen pflegte, als Gott für mich noch ohne Anführungszeichen existierte, LOL)
Wie gesagt, Selbstannahme heisst nicht, dass ich mich erst verändern muss, um mich anzunehmen, zumindest nicht in dem Sinne,  dass ich erst lernen muss, mich abzugrenzen, mich zu wehren bzw. diese und jene als positiv gewerteten Ich-Eigenschaften zu kultivieren. Ganz im Gegenteil muss ich all meine Ideale was die relative Selbstverwirklichung angeht, loslassen, um der zu werden, der ich wirklich bin.

Ja? Wirklich?

Um es an einem konkreten Beispiel zu zeigen, auf welche Weise Schwächen in WAHRE Stärke umgewandelt wird: Wer z.B. immer das Opfer war, weil er niemals gelernt hat, sich abzugrenzen, zu streiten oder sich zu wehren, hat sich nicht zu ändern, sondern in dieser Wehrlosigkeit anzunehmen. Niemand will gern ein Opfer sein, weil es verächtlich gemacht wird und als eine Schande empfunden wird. Opfersein ist mit der größten Scham besetzt. Das kann jede Frau bestätigen, die seelisch oder körperlich mißbraucht und vergewaltigt wurde. Nicht das Selbstwertgefühl des Täters, sondern das Selbstwertgefühl der Frau ist zerstört, was bleibt, ist der reinste Selbsthass - du fühlst dich abgrundtief gedemütigt und denkst abgrundtief schlecht von dir selbst und machst dich unbewusst zweifach zum Opfer, d.h. du wirst durch die introjezierte Selbstverachtung  zum Täter an dir selbst, derweil du dich mit der negativen Projektion  (Verachtung, Hass) des Mißbrauchers identifiziert hast. Das Problem dabei ist, dass du dir einen dicken Panzer angelegt hast,  um dein Opfersein nicht zu spüren, dass du ständig in der Defensive bist....dass du  gegen Männer und andere potentielle MißbraucherInnen eine hyper- bzw. pseudoselbstbewusste toffe und schroffe Linie abfährst, derweil du überall Mißbrauch, Verrat und Angriff witterst und damit in permanenter Alarm- und Verteidigungsbereitschaft bist - du bist an dir selbst zum Mißbraucher geworden.

Die Scham des Opferseins ist zu groß, als dass sie empfunden werden dürfte, doch die Scham  ist erst dann vorbei, wenn du den inneren Widerstand gegen dein Opfersein aufgibst.  Es gehört schon eine große Portion Achtsamkeit dazu, sich dieses Widerstandes überhaupt gewahr zu werden.  Der innere Widerstand gegen "Das Gute" - und darum geht es hier -  ist der größte Widerstand, den es jeweils zu überwinden gilt im Prozess der Selbstannahme.  Statt dem schamhaften Gefühl des Opferseins zu entfliehen und alle diesbezgl. Gefühle zu verdrängen, wirst du lernen müssen, sie anzunehmen.  
Transformation bedeutet nicht primär Desidentifizierung, sondern , dass du dich zu allererst einmal  mit dir selbst identifizieren musst, indem, was du wirklich und authentisch denkst und fühlst. Der Rest folgt ganz von SELBST: Das Opfer erlaubt sich, Opfer zu sein und es erlaubt sich damit seinerseits, den Täter - statt sich selbst -  zu verachten. Das Böse zu  h a s s e n   ist m. E.  ein notwendiger Schritt, ohne den es keine (Selbst-)Vergebung, keinen seelischen "Täter-Opfer-Ausgleich" geben kann - denn Selbstannahme hat immer Selbst- und "Fremd"vergebung zur Folge. Immer. Anders läuft der innere Aussöhnungsprozess mit dem sog. Inneren Kind nicht. Selbstvergebung bedeutet nicht, dass man sich irgendwelche "Sünden" vergibt, die man an ANDEREN verbrochen hat, sondern dass man sich den Selbstverrat vergibt... dass man sich mit den introjezierten Stimmen der Vergangenheit gemein gemacht hat...dass man  an der permanenten Vergewaltigung des eigenen Ichs mitbeteiligt war, derweil man mit dem inneren Aggressor identifiziert war. Selbstannahme und Selbstvergebung ist  SELBSTerkenntnis und - wie alles jenseits von Ego  - kein Tun & Machen, sondern ein Akt des Erkennens.


Wer strebt denn da?

Warum nur glauben so viele Sucher, dass es das Ego ist, welches nach seiner Erlösung "strebt"! So was gibts doch gar nicht, es sei denn es könnte sich selbst abschaffen. Das Ego strebt immer nach Lust und niemals nach seiner Auflösung! Es kann sich nicht selber loslassen! 
Was dabei rauskommt, wenn sich das Ego selbst abschaffen will, sieht man,  wenn man die schwarzchristliche Askese, die patriarchalische Mystik der sadomasochistischen Selbstzerstörung betrachtet, derweil das Ich das Ich auszurotten bemüht ist. Mit Loslassen hat das wenig zu tun, LOL. 
Der Mensch  kann nicht nach dem Göttlichen streben, da sein Verstand nur Vorstellungen vom Göttlichen produziert. Er kann erst dann dauerhaft  Eins mit dem Göttlichen,  - und damit auf Dauer vom Leiden befreit sein - wenn seine Seele/Psyche geheilt ist. Irgendwie ist das doch ganz logisch, nä? Wieso da immer noch Menschen sind, die glauben, man könne ungeheilt SELBSTverwirklichung (Ganzheit)erlangen, ist und bleibt mir ein Rätsel. Ganzheit ist das spirituelle Ziel, nachdem jeder Mensch mit allen seinen Zellen bewusst oder unbewusst strebt, ob er will oder nicht - und Ganzheit umfasst den GANZEN Menschen.


Die Erleuchtung Buddhas - jedes Menschen "Letztgültige Erkenntnis"  besteht darin, dass er Mensch und Gott , den Sucher und das Gesuchte als EINS erkannt hat. Buddha  erkannte, dass es Gott himSELF ist, der sich im Menschen SELBST sucht. Nicht das Ego ist die eigentliche TRiebfeder des Strebens, sondern ES - Gott selbst - das unendliche ewige Bewusstsein.


Montag, 23. November 2015

Du entscheidest ganz allein, Niemand zu werden, heißt Alles zu sein





Sinnspruch aus der FB-Statuszeile

Je weiser ein Mensch wird, dester weniger ist er an Klärungen und Rechtfertigungen interessiert. Er steht auf, wünscht alles Gute und geht einfach.

Wie üblich in solchen Fällen schreit dieser auf Facebook dahergelaufene Spruch ad hoc und stante pede nach meiner sofortigen Klärung.IST DAS WAHR? Woher weiss der Sprüchemacher das? Kennt er einen solchen Weisen persönlich?
Zum ersten wirft er für mich die Frage auf, ob der Weise an eigenen oder anderer Menschen Klärungen und Rechtfertigungen nicht mehr interessiert sei. Da er aber aufsteht und einfach geht, kommt er in den Verdacht, dass ihn die Erklärungen der anderen nicht interessieren, was ein bisschen arrogant bzw.wunderlich rüberkommt auf das unwissende Volk. Die Weisen früherer Zeiten waren zwar auch nicht gerade höflich, dennoch schätze ich  ihre Reaktion in solcherlei Situationen : sie grimassierten, klatschten in die Hände, warfen Sachen auf den Boden, hauten dir mit dem Stock über die Rübe oder sagten ganz einfach: Wen kümmert's?!

Der Sprücheklopfer selbst kann kein Weiser sein, sonst wäre er sich im Klaren darüber, dass er nur einer frommen Vorstellungen huldigt, denn er charakterisiert den Weisen und verleiht damit dem eigenschaftslosen Bewusstsein des Weisen eine  Eigenschaft: Interesselosigkeit
Wie immer in solchen Fällen aber  lachen die Englein in den Himmeln, wenn und weil sich der Egomind mal wieder anmaßt, zu beurteilen, wie sich ein Meister resp. der Weise ihrer Meinung nach verhält. Dabei ist Futter für Herrn Jemand, der sich gerne als Niemand geriert. 
Wie oft hört oder liest man z.B. auch von der Vorstellung,  dass der Endgültig Befreite daran zu erkennen sei, dass er das lebt, was er predigt - grad so, als ob der Egomind beurteilen könnte, ob einer  den  Wein(GEIST) nur predigt, selbst aber Wasser säuft - wenn er doch bei einem Weisen vor dem Reinen Nichts steht!

Ganz allgemein bemängele ich auch an den Texten vieler sog. Meister und spiritueller Lehrer, dass sie oft zu pauschal und undifferenziert texten, sie sollten mehr ins Detail gehen und öfter mal sagen, was sie meinen, statt alles der Phantasie und Interpretation des Lesers zu überlassen. Ansonsten setzen sie sich dem Verdacht aus, dass sie nicht sagen können, was sie meinen, weil sie keine wirkliche Erfahrung haben.
Tatsächlich ist es so, dass jenseits von Ego eine Menge Erklärung und Rechtfertigung allein deshalb wegfällt, weil es mich u.a.  nicht mehr verletzt, wenn man mich für etwas hält, was ich meinem Selbstbild nach nicht bin. Beispielsweise dumm. Es fällt deswegen weg, weil ich kein Selbstbild mehr habe.
Dazu kommt die Einsicht in den grundlosen Grund, weshalb jede Frage nach dem Warum obsolet ist.
Was mich angeht ist die Rechtfertigungsformel: Ich tue oder tat dies und jenes, weil.... (hier folgt eine Begründung) mir "unglaubhaft" geworden, obwohl es vorkommen kann, dass ich sie in gewissen Fällen noch benutze... bin mir aber dann bewusst, dass dies nur Unterhaltungsstoff ist. Wenn mich jemand z.B. fragt, warum ich zu spät komme, dann antworte ich nicht, dass mein Zuspätkommen grundlos, weil determiniert ist, sondern sage ich meist die "Wahrheit" und begründe mein Verhalten. Ich habe kein Problem damit die "normalen" Erwartungen der "normalen" Menschen an mich zu erfüllen, ich verspüre keinen Widerstand und fühle mich dabei weder gut noch schlecht - es gibt mir weder etwas noch nimmt es mir was.

Der Gutmensch und der Gute Mensch

Der Gutmensch tut Gutes aus Schwäche. Er ist aggressor-/täteridentifiziert und kann zwischen gut und böse nicht unterscheiden, so kommt es dazu, dass er unbewusst die Intoleranz toleriert und verteidigt.
Der Gute Mensch hingegen ist opferidentifiziert und gut aus Stärke, er weiss, was gut und böse ist, wer Täter und wer Opfer ist.
Im spirituellen Kontext ist es allerdings gerade für den Guten Menschen nicht leicht einzusehen, dass  jegliche Identifizierung, ganz gleich ob mit Gut oder Böse  - Ego ist.
Bevor Gut&Böse transzendiert werden kann,
An dieser Stelle erinnere ich mich wieder an Ignoranten - speziell derer aus der Priesterkaste, - die in eitler Wortklingelei  vom "Darüberhinaus" schwadronieren,  Transformation & Transzendenz aber für eine Mär halten, ungeachtet dessen, dass es sich um den gleichen Erkenntnisvorgang handelt. Transformieren bedeutet z.B., über die GEGENSÄTZE hinausgehen.  Der Egomind ist ein Wortfetischist - ich würde ihn nicht einen solchen schimpfen, wenn es sich bei den Fetischisten nicht um Sucher handeln würde, die sich u.a. als Finder des "Eigentlichen"  erigieren.

Werner Ablass schreibt auf Facebook, dass ihm das (Un-)Wissen seiner FB-Freunde ganz gewaltig auf den Sack ginge. Ich musste lachen und "likte" - hehe - Obs ein Scherz war? Na ja,  "Love-Bonding" kann man ihm aber wirklich nicht vorwerfen;  Love-Bonding ist ein Trick aus der Kiste des Positiven Denkens, der die Leute bei der Stange halten soll, um sie noch leichter zu manipulieren und in Abhängigkeit zu halten, ein häufig anzutreffendes Phänomen auf dem psycho-spirit. Marktplatz.


Identifikation mit Desidentifikation?

Es ist nicht möglich, mit Schattenintegration identifiziert zu sein, weil Schattenintegration die Auflösung von Identifikation impliziert!. Genausowenig kann man mit Desidentifikation identifiziert sein.  Solcherlei Argumente entsammen der psych. Abwehr eines Egominds, der noch nicht erkannt hat, was Identifikation resp. Anhaftung wirklich bedeutet.
Wenn ich permanent auf die Notwendigkeit der Schattenintegration hinweise, tue ich nichts anderes als Jesus, als er ständig die Notwendigkeit der Umkehr beschwor. Kehret um! Es ist ein und dasselbe: Umkehr bewirkt Schattenintegration. Schattenauflösung bewirkt u.a.  auch Auflösung der Anhaftung und damit  BEWUSSTHEIT.

Loslassen

Ich habe Werner Ablass abonniert, manchmal begegnen mir seine Facebook-Postings auf der Startseite. Manche lasse ich unbehelligt laufen, andere Aussagen rufen nach Klärung. Neulich sprach er sich gegen das Loslassen aus. Ich weiss nun nicht mehr, ob er gegen das Wort Loslassen oder gegen das Loslassen an sich ist - es könnte auch sein, dass er es ganz eliminiert hat, weil er mit dem AbrakadabraTotschlagArgument kokettierte: "Wer sollte loslassen, wenn niemand da ist, der loslassen könnte?" oder so ähnlich. Ich finde leider sein diesbezügl.  Posting nicht mehr auf seiner Seite, also gebe ich dem ganzen die Bedeutung, die ich ihm spontan verlieh und lege mal los:
Also ich sach mal: Aus der personal-dualen Entwicklungsperspektive des Werdens gesehen gibt es das Loslassen natürlich. Um eine Innenkehrung - oder einen gelungenen "Mindcrash"  zu bewirken,  muss das Ego kapitulieren, in die Knie gehen infolge seiner hoffnungslos-vergeblichen Bemühungen, das Leben zu kontrollieren. Es muss aufgeben, das heisst LOSLASSEN angesichts der Einsicht, dass es nicht der Meister seines Lebens ist. Kapitulieren = Loslassen.


Werner Ablass pflegt ihm unliebsame oder "satirische" Kommentare zu löschen oder stereotyp mit "Advaitageplapper" oder "Mindfuck" abzuwerten. Er scheint offenbar  einen festen Standpunkt zu haben, er ist "fertig" und von diesem hohen Standpunkt des Nichts und der Leere kann man auch ohne SKrupel  alles als Mindfuck hinwegfegen, was sich diesem Nichts in den Weg stellt. Wobei er gar nicht ganz unrecht hätte, denn das (konditionierte!) Denken ist ja tatsächlich das mindfucking Hindernis - wenn da nicht der Umstand wäre, dass andere Sucher ihren eigenen Weg "von unten" durch die Gestrüppe des Unbewussten hinauf ins Licht bzw. ins Nichts gehen müssen, mit eigenen Augen sehen und ihre eigenen Worte finden müssen für das, was ihnen geschieht. Wer aber gleich mit der Nichts&Niemand- oder der Mindfuckkeule zuschlägt, schmeisst damit möglicherweise einen großen Stein in den Fluss... die Keule kann dich plötzlich "erleuchten" oder aber auch in die Dunkelheit zurückwerfen, nämlich dann, wenn der Egomind die NICHTS-Lehre als Glaubenssatz verinnerlicht und dies für geistige Erkenntnis bzw. die WIRKLICHKEIT hält und das tut der Egomind unweigerlich, solange das Denken nicht dekonditioniert ist und Gewahrsein an seine Stelle getreten ist."Von oben" - aus der nondualen Perspektive, die sich als Überzeugung versteift hat,  kann man alles niederknüppeln, was von unten - der vermeintlichen Illusion und "Unwahrheit" kommt. Das ist die einseitige halbblinde Sichtweise derer, die zur Klasse der Igel-bin-schon-da-Riege gehören, der   "Involutionäre" die in stinkig-stehenden Gewässern dümpeln, der einäugigen und einbeinigen Gottvater-Typen - eine bekannte spirituelle Fehlentwicklung bzw. eine typisch patriarchalische Stagnationserscheinung, die die Ruhe des Seins zu pflegen bemüht ist und die Bewegung des Werdens verabscheut.   Das sind meist die Sorte von Findern, die ein einziges Mal die Große Leere "gefunden" haben und darnach alles in die Tonne treten, was nur nach Evolution/Entwicklung riecht. Der Gottvaterspiritant schliesst nicht ein, sondern aus, d.h. er verbleibt in der Trennung und zelebriert sie nicht selten sogar, besonders dort, wo man undifferenziert das Ego als Gottgegebenheit bejubelt.Als "Quellen-Erzeugnis". LOL

Die Profilbilder von W.A. erinnern mich manchmal an den Manager-Charme eines ERFOLGREICHEN Positiv-Thinking-Predigers. Wieso aber sein Humor auf der Strecke bleibt. Ich will ihm ja seinen spirit. Status nicht streitigmachen, aber als Stratege und Planer, als der er sich mitunter zeigt, ist er sich offenbar noch immer nicht ganz darüber im Klaren, dass die Dinge immer anders kommen, als man denkt und plant - dies ist besonders tragisch angesichts einer  felsenfesten Überzeugung (Glaubenssatz) , dass da niemand sei, der plant und denkt. Ja, wird er mir womöglich sagen, sein Planen und Zielen  komme ganz absichts- und grundlos, ganz ohne Warum, LOL.  Das kann gar nicht anders sein, wenn einer davon überzeugt ist, dass das sich als "Täter" gerierende  Ego mitsamt seiner eigenwilligen Konditionierung aus der Quelle kommt. LOL. Mir fehlt aber noch die Antwort auf die Frage, warum das, was eh aus der Quelle kommt überhaupt noch dekonditioniert werden muss? Rätsel über Rätsel - oder etwa göttliche Paradoxe? (Oder habe ich den Texten von Werner Ablass vielleicht eine BEdeutung gegeben, die sie für ihn selbst gar nicht haben? Ach, sei's drum...)

Wahr ist: Wer wirklich im JETZT/bei Gott/sich SELBSt angekommen ist, der ist nicht mehr fähig, Planspiele und Strategien zu entwickeln, um irgendetwas zu erreichen - auch wenn er glaubt, dass da  niemand ist, der im JETZT ankommen könnte. LOL. 
Der von (Ego-Konditionierung)Befreite läuft nicht mehr den Dingen hinterher, er läßt die Dinge auf sich zukommen. Ihm fehlt es an nichts, er braucht nichts. Ich behaupte mal ganz forsch: Wenn einer noch glaubt, Bücher über seinen "Mindcrash" (wohl eins der vielen Synonyme für Egotod/Erleuchtung/christl. Auferstehung) schreiben zu müssen , dann kann er m. E. immer noch nicht die Spreu vom Weizen trennen.Bücherschreiben muss i.d.R. geplant werden, ausser man fasst seine ehemals spontane Reden oder Schriften in einem Buch zusammen.

" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du streiten kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht streitet!" (W. Ablass)

In der Tat ist das ein tolles Ereignis, wenn man das zum ersten Mal erlebt: dass man völlig angstfrei, emotionslos,  kalten Blutes  - LUSTVOLL und ausdauernd! - zu streiten imstande ist, weil "keiner da" ist, der sich ernsthaft mit dem Streitpunkt identifizieren könnte.  Und überhaupt:  "Streit" ist per se eine Wertung und wo nichts als "Streit" empfunden bzw. gewertet wird, kann man auch nicht streiten. Richtiges Streiten will gelernt sein. Streiten heisst nicht Angreifen oder den anderen in den Boden stampfen. Wer streitet, ist nicht "böse". Böse wird es erst, wenn der Streit aus dem Ruder läuft und  absichtsvoll und gehässig unter die Gürtellinie zielt.

Nun, wie ich schon letztes Mal ausführte, gibt es ein Problem mit der coolen Aussage von WA. Nämlich dann, wenn diese Aussage aus (möglicherweise)berufenem Munde auf unberufene Ohren trifft - und zwar auf die Ohren des Herrn Jemand, der sich für Herr Niemand hält. Der fühlt sich dann berechtigt, diesen Spruch  jederzeit zu seinen Gunsten durch andere "Tu-Wörter" zu ersetzen.  Und so kann nicht nur das Streiten, sondern auch das Planen, das Ärgern, das Wüten & Schlagen,  das Lügen & Betrügen, das Jubeln und das Trauern, das Heulen und das Zähneknirschen,  das Saufen & Raufen,  jede gute oder schlechte Absicht - kurz gesagt: jede konditionierte Ego-Expression - die ja doch in der Natur des Herrn Jemand liegt -   jeweils für eins der "besten Ereignisse" gehalten werden, die stattzufinden scheinen, "ohne dass ein Jemand sich einmischt und dir einreden will, dass ein Niemand nicht  plant, sich nicht  ärgert,  nicht wütet & schlägt, nicht lügt & betrügt und/oder anderer Leute Facebookkommentare  löscht  etc etc.... Capitsche?!

So billig und einfach macht es sich z.B. der einäugige Gottvater-Spiritant. Der spirituelle Marktplatz ist voll solcher Selbstbetrüger, die ganz offen ihre unbewussten Prägungen und Automatismen ausleben und dieses, - statt es zu läutern und zu transzendieren gar für eine Gabe Gottes halten, weil ja auch das Ego gottgeschaffen sei - so der fatale Glaubenssatz, - Leute, die nicht  nur ihre psych. Abwehrmechanismen und ihr häufig cholerisches Temperament, sondern ihre gesamten Konditionierungen  als Gottgegebenheit zelebrieren. Der Spruch, der die Engelein im 5. Himmel am meisten zum lachen , den lieben Jesus aber bitterlich zum Weinen bringt,  ist der: Es bedarf keiner Heilung, - wenn da keiner ist, wer sollte geheilt werden?!.Dann gibt es da die Babylonischen Wortwixer, deren Gewahrsein so gering ist, dass sie nicht mal die Synonyme erkennen, die das Gleiche meinen.. Es ist gut und richtig und völlig normal und folgerichtig, dass man nach seiner "Auferstehung", nach dem Tod des Egos - eben weil man die Welt von innen heraus für sich und aus sich SELBST heraus völlig neu erfindet - auch neue Worte findet bzw. selber definiert.
Nur zeugt es nicht von einer wahrhaft "Glorreichen Auferstehung", sollte  einer - noch immer wortfixiert wie in alten Adams zeiten - beispielsweise seinen "Mindcrash" oder seine Erfahrung mit dem "Eigentlichen" als Wahre Wirklichkeit glauben, den Menschen jedoch, die in den alten religiösen Termini von ihrer "Geistigen Wiedergeburt" oder "Auferstehung" sprechen, möglicherweise antwortet: Da ist niemand, der wiedergeboren werden oder auferstehen kann -  und dabei ganz vergessen, dass a) die Begriffe Auferstehung/Wiedergeburt/Mindcrash allesamt das Gleiche meinen und b)zudem vergessen, dass auch ein "Mindcrash" oder ein "Eigentliches" von "Niemand" erfahren worden ist.
Nicht die  Ablehnung der religiösen Symbolsprache zeugt von "Auferstehung", sondern das Verständnis für sie. Die Gabe der Schriftdeutung  ist ein Seinsattribut, über welches nur der "Glorreich" Auferstandene verfügt. Wenn dir dein "Mindcrash" nicht die Gabe der Schriftdeutung und der Geisterunterscheidung verliehen hat, dann war es kein wahrer "Letztgülter Mindcrash". Da muss noch mal gestorben werden.



Rebellion,

Dagegensein ist manchmal eine notwendige Phase, die aber ebenso vorübergeht wie alles andere.  Das Widerstreben gegen das Böse kommt wie das Widerstreben gegen das Gute aus dem rebellischen Ego - Rebellion läßt sich jedoch  nicht schönreden mit Ablass-Sprüchen (in Abwandlung) wie z.B.

" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du rebellisch sein kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, das ein Niemand nicht rebellisch sein darf!"

Wer so schlussfolgert, dass er gegen das Wort "Loslassen" sei, weil da "keiner da" sei, der loslassen könnte, zäumt das Pferd von hinten auf . Von "vorne" oder "von unten" gesehen,  siehts aber so aus, dass das Ego keineswegs eine illusionäre Fiktion ist, sondern das Ego ist per se Anhaften, Festkleben, Festhalten -anders gesagt: Identifikation. Der spirituelle Weg geht dahin, von den Anhaftungen/Identifizierungen l o s zu l a s s e n . (Erst durch das Loslassen bzw. der Desidentifizierung erkennt der Finder, dass da keiner da ist, der loslassen könnte.) Das Ego bedeutet per se Krampf/Muskelverspannung. Jeder, der unter Massage oder anderen Anwendungen entkrampft wurde, weiss was loslassen bedeutet. Und manchmal tut dieses Loslassen mehr weh als die Verkrampfung.
Erleuchtung ist nichts anderes als  eine Totalentspannung - die Folge eines Loslassens von der Verkrampfung eines verspannten Körper-Geist-Seele-Organismus.
Haus Abendsonne, Blick von meinem Balkon

W. Ablass hat aber recht: Es stimmt, dass das Ich nicht von sich selber loslassen kann. Das darf aber niemals ein Argument eines "Meisters"  oder spirit. Lehrers sein, um gegen ein unschuldiges (leeres) Wort, z.B. gegen das Wort Loslassen zu Felde zu ziehen, Wer im Licht der strahlenden Leere steht, steht in der SELBSTgewissheit des GEWAHRSEINS und der ist sich auch gewahr, dass sich nicht durch das Ego, sondern nur in und durch Bewusstheit - myth.:  "in und durch Christus!" -  alles auflöst, was dem Licht im Wege steht. (Dieses Gewahrsein oder Bewusstheit ist auch nur ein Synonym für Christus (-Bewusstsein))!

Gewahrsein/Erkenntnis der WAHRHEIT impliziert Loslassen. Wird man sich das Gewahrsein des Wesens der Identifizierung gewahr, ist die Identifizierung im gleichen Zuge "losgelassen".



Würde man ihm sagen, dass ein vollkommener Mindcrash synonym mit der christl. Metapher des Weltuntergangs und der Auferstehung ist dann würde er  womöglich mit dem Totschlag-Argument antworten: Blödes christliches Geplapper, wo keiner ist, wer soll da auferstehen?

Sicher hat nicht das (unerlöste/konditionierte)  Ich, sondern allein die Achtsamkeit bzw. Gewahrsein die Macht ,  die Welt/Ich zu verwandeln und zu befreien,  anders gesagt: Gewahrsein ist die "Höhere Macht", die das  "Loslassen" bewirkt.  Wo "Niemand" ist, ist Gewahrsein. Erkennen ist Loslassen. Gelassenheit ist nichts anderes als Losgelassenheit.
Ach Babylon, wie kann Werner Ablass gegen das Loslassen sein, wenn er auf der andern Seite  für Dekonditionierung ist - wo beide Begriffe doch das selbe meinen?
Garten hinter'm Haus Abendsonne

Wer gegen das Wort Loslassen ist, weil   niemand da sei, der loslassen könnte,  müßte folgerichtig auch  gegen alles sein, was ein Mensch auf dem spirituellen Weg  tut. Er müßte gegen alles Tun sein, Workshops, Seminare, Yoga, auch gegen Meditation und  Gebet usw. Aber gegen das Gebet ist Werner Ablass gar nicht; obwohl er ja "weiss", dass in Wahrheit  "keiner da" ist, der beten könnte, dass da kein Empfänger und auch kein Sender ist, glaubt er an eine "Paradoxie", bei der der "Sohn"  sich zugleich der Einheit mit dem "Vater" gewahr ist, aber gleichzeitig die Trennung vom Vater im Gebet an den Vater zu zelebrieren imstande ist. Eine solche "Paradoxie" zu denken (!) ist m. e. nur dem Egomind  möglich, dort wo noch keine endgültige Befreiung (=Auferstehung!) stattgefunden hat.
Jesus ging oft in die Wüste (Einsamkeit des Herzens)  und betete zum Vater, -  aber  nur bis zu seinem Tod am Kreuz! In der Zeit zwischen Auferstehung (Endgültige Befreiung)  und Himmelfahrt ist im Neuen Testament kein einziges Gebet überliefert! Die volle Einheit mit dem Vater hat Jesus mit dem Tod (des Egos) am Kreuz realisiert!
Vor der Terasse
Nun -  Werner Ablass weiss offenbar mehr über Jesus als das Neue Testament: er  phantasiert dem Jesus weiterhin ein inniges Verhältnis zum Vater, ein Jesus, der sich trotz Auferstehung  (Perma-Einheitsbewusstsein!) weiterhin im innigen Gebet an ein Du zu wenden imstande ist. Ein solches Denken verrät nur eins: dass in ihm der Christus-Mythos noch nicht wirklich lebendig geworden sein kann, was vielleicht auch an seiner Abneigung gegenüber dem Katholizismus/Kirche liegt bzw. daran, dass er keine Connection zum kollektiven Unbewussten hat? Ich weiss es nicht, ich weiss nur, dass  nicht jeder "Mindcrash" einen Meister macht. 

Deshalb nochmal und immer wieder: Ist das Ego gestorben bzw. ist die Einheit mit dem Vater oder der Quelle als solche erkannt und damit die dualistische Trennung (der Tod)  auf immer überwunden -  bedarf es keines Gebets mehr. Die Sehnsucht ist gestillt, d.h., Bitt- wie Dankgebete sind hier völlig obsolet, denn auch der Dank richtet sich ja doch immer an ein Gegenüber, an ein Du. Jeder, dessen Ego wirklich "tot" ist, kann dies bezeugen!
Vor 4 Jahren habe ich auf der FB-Seite des sog. Spirituellen Lehrers Christian Anders geschrieben, dass er, der beispielsweise noch die Liebe zwischen Mann und Frau besingt, noch immer mit Trennung identifiziert ist.  (Man kann nicht zwei Herren dienen: In der dauerhaften Bewusstheit des Gewahrseins zu sein und gleichzeitig die Trennung, die ja in der Einheit/Gewahrsein als Illusion erkannt und überwunden ist,  bejubeln und dies möglicherweise gar als Paradox bezeichnen. Das ist keine göttliche Paradoxie, sondern der schiere teuflische Widersinn.)  Ich schrieb: Wer Gegensatzvereinigung realisiert habe und u.a. das Männliche und das Weibliche in sich und aus sich SELBST heraus befreit und zur Einheit geführt hat, ist nicht mehr imstande, sehnsüchtige Liebeslieder zu dichten und zu singen, ganz gleich, ob es sich um die menschliche Liebe zu einem gegengeschlechtlichen Partner oder um die Liebe zu Gott handelt.  Ich machte noch eine satirische Bemerkung über seinen Zug, der nach Nirgendwo fährt - ... worauf mich der Meister blockierte. LOL.  )

Nachdem "Es vollbracht" ist, bin ICH - nicht als "Ego", sondern ICH als das eigenschaftslose Bewusstsein -  dauerhaft ungetrennt Zuhause beim "Vater". Ohne Worte, ohne Schweigen - DAS ist z.B. ein göttliches Paradox!.

Auch das irritiert mich: Nach eigenen Worten verehrt  W.A. den Ramesh Balsekar und Jesus Christus. So wahr es ist, dass Hingabe bzw. das Gebet, welches ja ein Ausdruck der Hingabe ist,  seinen Sinn verliert, wenn ich mich als SELBSTrealisierter Wiedergeborener  EINS mit dem Vater/Quelle erkannt habe, so wahr ist es auch, dass hier jede äussere Meisterverehrung ihren Sinn und Zweck verliert.
Wer sich SELBST realisiert hat, wer das sog. Christus-Bewusstsein realisiert hat, ist nurmehr selbst ein Meister und  bedarf  - außer zur Schriftdeutung auch der biblischen Jesus-Meister-Worte nicht mehr, um sich zu verifizieren oder zu bestätigen.   Er ist in und durch sich SELBST ALL-EINS. Die Verehrung anderer Menschen gibt es nur in der Identifikation mit der Trennung. Aber sobald  ich im Meister mein eigenes Wahres SELBST erkannt habe, dann hat der Meister in der äusseren Welt seine Wirksamkeit und seinen Zweck verloren.   Wen oder was soll ich bitte schön verehren, wenn ich alle Projektionen aus der äusseren Welt zurückgeholt habe und mein ehemaliger äusserer (und Wahres SELBST als innerer) Meister damit genauso bedeutungsentleert ist wie alles andere. Wenn das Ego "gestorben ist"  - wer sollte da irgendwen verehren können. Verehrt wird ein Meister nur so lange, als die Einheit mit ihm nicht dauerhaft realisiert wurde. Man kann nicht zwei Herren dienen, hier gibt es nur ein Entweder-Oder.

W. Ablass bringt es auch fertig, das Ego  u n d i f f e r e n z i e r t  hochzujubeln und im selben Zuge zu behaupten, dass "Niemand da" ist. So formuliert, zeigt es mir kein spirituelles Paradox, sondern stiftet nur unnötige Verwirrung. Man muss das Paradox nicht noch paradoxer machen als es ohnehin schon ist.

Es ist wahr: Ego-konditionert oder Gott-determiniert - wir sind im doppelten Sinne Roboter, ein  "Göttliches" Paradox, dem ich ausnahmsweise zustimmen würde, wenn es folgendermaßen differenziert formuliert würde: dass man sich zunächst dekonditionieren muss vom  Ego-Robot, um sich letztlich als ein erlöstes und befreites eigenschaftsloses ICH bzw. als einen determinierten "Roboter" Gottes wiederzufinden, Wobei beide (dekonditioniertes Ich "und" SELBST) als  unterschiedsloses und  ungetrenntes ICH BIN erkannt in den Ursprung sprich "Vater" zurückgeführt wird - "Ich und der Vater sind eins."

Das Paradox liegt darin, dass der Egomind von seinen Glaubenssätzen dekonditioniert werden muss, um hernach zu erkennen, dass dieses Ego samt  Konditionierungen eine Illusion war. Man kann die Illusion aber nicht als Glaubenssartikel missionieren, sie muss von jedem Einzelnen selbst erkannt werden und sie wird erst erkannt, wenn das Ego tot ist, losgelassen, dekonditioniert, zunichte usw. ist - scheissendrreckegall was du für Worte/Synonyme  dafür verwendest. Die unterschiedlichen Worte sollten nicht das Problem sein, das Problem ist und bleibt aus der Ent-Wickelungsperspektive gesehen das Ego, welches erst aus der Involutionsperspektive eine Illusion, als NICHTS erkannt ist.
Fensterblick auf das Christl. Seniorenzentrum
Gladenbach, Haupthaus

Werner Ablass schreibt ansonsten zum größten Teil  sehr gute Texte, die ich fast alle aus eigenem Erleben/Erkennen unterschreiben kann. Demnach würde ich nicht bezweifeln, dass das, was er schreibt aus seinem GewahrSEIN kommt, dass es seine Lebenswirklichkeit ist und keine Theorie. Dennoch: Seine Lösch- und andere div. Reaktionen fallen für mich nicht in die Sparte "Krishna spielt", sondern weit eher in die Rubrik: phallisches Mightymousegehabe, - davon geben mir meine Eierstöcke immer ein untrügliches körperhaftes Zeichen. LOL.
Vielleicht bin ich aber auch noch nicht "so weit" wie Werner Ablass, vielleicht ist seine Erfahrung des Nichts viel nichtiger als meine, vielleicht ist er ja noch viel nichtiger als ich Nichtsnießnutzerin.   LOL.Ich jedenfalls bin immer noch nicht "fertig" - ich bin immer noch auf dem "Pfadlosen Pfad", - das NICHTS hört nämlich nicht auf, mir seine FÜLLE  zu offenbaren.
"Zunichte werden" heisst, zu Niemand zu werden, um Alles zu SEIN. 


Mit dem Paradox

wird auf dem spirit. Marktplatz allerhand Unsinn getrieben, es ist die perfekte Ausrede, mit dem jede Sorte von  "devlish nonsens" gerechtfertigt werden kann.   In meiner Erkenntnis aber stehe ich vor dem  "Göttlichen Paradox" am dem Punkt, an dem der Verstand den Geist aufgibt, wenn der tetragrammische Erkenntnisvorgang in die Einheit überführt ist. Der Egomind ist listig und konstruiert bzw. simuliert (dualistische) unqualifizierte Paradoxe. Demgegenüber hat das sog. göttliche Paradox eine GEIST-QUALITÄT.



Aktuell

Mein Umzug ins Christliche Seniorenzentrum ist easy vonstatten gegangen, nur 1&1 hat mich 6 Wochen im Funkloch sitzengelassen, bis ich DSL bekam. Mein Blog wird jetzt wahrscheinlich wieder regelmäßiger erscheinen. Das Seniorenzentrum hat mehrere separate Häuser, je nach Alter und Schweregrad der Behinderungen. Mein Haus liegt dem Haupthaus gegenüber am Hang, schon fast direkt im Wald. Es ist seltsam schachtelig angelegt, aber die Wohnungen, Flur und alles ist sehr weiträumig und hell, das Haus ist sauber, es wird gut gepflegt, die Anlagen werden  gewartet, es  riecht gut und ist sehr ruhig. Also richtig vertrauenerweckend. Wo ich vorher war, war es ok, ich hatte keine Not, auszuziehen, es hat sich einfach so genial gefügt, dass ich eigentlich das getan habe, was meine Vormieterin für mich entschied, LOL.
Eigentlich ein normales Wohnhaus mit 12 Mietparteien, alle in bester Verfassung, im Alter zwischen 40 bis 95 J.
Meine Wohnung ist fast doppelt so groß wie die letzte, sie  liegt ebenerdig am Hang mit Terasse und Ausblick auf das Städtel. Ich habe im Gegensatz zur früheren eine Menge Annehmlichkeiten mehr. Allerdings ist sie auch doppelt so teuer...LOL, was mich nicht beeinträchtigt, weil ich kein Mangelgefühl mehr kenne. Den letzten Überlebensanfall hatte ich vor 2 Jahren. Ich bin nicht mehr fähig, mir Sorgen um den nächsten Tag zu machen.

Es ist ein christliches Haus, mich stört es nicht In jeder Wohnung ist ein Lautsprecher und wenn ich will,  kann  ich jeden Morgen eine Predigt frei Haus geliefert bekommen. Home-made sozusagen, der Heimleiter selbst und einige andere vom Personal haben ein großes Repertoire an Losungen für den Tag, Predigten durch das Jahr usw. Gottesdienste und Andachten, Bibelstunden, Chorsingen, Pläne und Unternehmungen für den Tag - alles wird übertragen.
Garten hinter Haus Abendsonne
Wer will, kann auch betreutes Wohnen für sich kriegen - na ja, kriegt man ja schon überall. Ich brauche keines, Was ich aber gut finde, ist eine Klingel für den Fall, dass mal was passiert, Krankheit, Feuer, oder was auch immer - man ist immer mit dem Haupthaus connected. Ansonsten hilft man sich hier gegenseitig, hat einen guten Kontakt zueinander, was im Reschnyhaus nicht der Fall war.
Man kann auch essen gehen, wenn man will oder sich das Essen bringen lassen: im Haupthaus gibts eine Küche/Köche, die noch selbst kochen und zwar ganz hervorragend -  kein DRK-Fresschen auf Rädern. Saune, Schwimmbad, Garten mit Bächlein - alles da. Sehr gut organisiert das ganze und über das Personal kann man sich nicht beschweren.
3 Minuten Fußweg und ich bin im Einkaufszentrum von Gladenbach. Alles da, nix zu meckern.
Dass das Haus zum Seniorenzentrum gehört, tangiert mich auch nicht. Das Wort Altenheim schreckt mich nicht mehr, wie es das früher tat, es ist wie alle Begriffe seiner emotionalen Bedeutung entleert, d.h. ich assoziiere damit nichts, was mich belasten könnte. Das war früher, als ich in einem ähnlichen Haus wohnte anders: wenn da eine 88jährige zu mir damals 60jährigen sagte: "...wir in unserem Alter" stellten sich mir die Haare zu Berge. Aber heute, wo die ganze Welt ein Altersheim wird...?

Unser Haus bekommt nächsten Monat einen interessanten Zuwachs. Pfarrer Reiner Unglaub, Theologe,  ist Sprecherzieher gewesen und ein bekannter (blinder) Hörbuchsprecher. Sehr  interessanter Lebenslauf.
http://www.hoerbuecher4um.de/Sprecherinfos/InterRU.htm
Hier mal kurz zum Reinhören:


Neue Diskussion im Forum Spectrum Sein.de: Je suis ISIS
http://spectrum-sein.de/showthread.php?tid=129&pid=3005#pid3005
Ein Versuch...denn mir ist klar, dass kaum jemand - auch nicht die im  Spectrum-Sein.de Schreibenden  an diesem brisanten (Schatten-)Thema interessiert sind, ähnlich wie die Allmystery-Spirituellen und die Leute aus dem WIR-Forum... Es ist für die meisten dieser Menschen noch immer eine  große Zumutung, die Strukturen des Bösen in sich selbst zu suchen, statt im Aussen festzumachen. Es ist schwer, in einem öffentlichen Forum über dieses Thema eingehend zu sprechen - weil es eben ans Eingemachte geht.

Das Spectrum Sein.de ist ein Ghetto, es setzt sich aus ein paar wenigen ehemaligen WIR-Mitgliedern zusammen und bedürfte dringendst einer Frischblut-Transfusion, doch die Ein-Frau- Moderation zieht es vor,  sich der Erneuerung beharrlich zu verweigern, die Forengründerin  ist die alleinige Entscheiderin, wer reindarf und wer nicht. Wie es aussieht hat es sich schon rumgesprochen, dass man unter sich bleiben will.
Gääähn.... doch es ist wie es ist: GÄHN...LOL -
Mir gefällt am Spectrum Sein.de u.a. , dass man dort nicht in diese hektische Zeilenschinderei verfällt, wie dies im Allmysteryforum der Fall war, wo ein Wort das andere jagte. Im Spectrum läßt man sich Zeit, was mir sehr entgegenkommt, ich bin lange nicht mehr so forenschreibfreudig wie im Allmy...


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