Samstag, 30. August 2014

Ein Hindernis sind Heil'ge Schriften, wenn sie buchstäblich sind begriffen


Das Studieren Heil'ger Schrift
hat schon so manchen Mind versypht!









Meditation

Vielen Menschen wären besser Achtsamkeitsübungen statt Leere- oder Weisse-Wand-Meditationen anempfohlen. Die dissoziationsfördernde "Ich bin nicht meine Gefühle, ich bin nicht mein Denken"-Meditation/Autosuggestion sollte man m. E. erst dann beginnen, wenn Achtsamkeit gegenüber aussen und innen einigermaßen autonom verläuft. Total kontraindiziert ist m. E. diese Art der Meditation bei Menschen mit Depersonalisationsstörungen oder "gefühlskalten" Menschen, die keinen Kontakt zu ihren Gefühlen haben.
Es gilt primär immer, sich im Hier und Jetzt zu verankern. Achtsamkeit primär auf den Körper fokussieren, durch und mit allen Sinne. Sich erden.  Die Leute sind meist im Kopf und nicht im Körper.   

Dasselbe gilt unbedingt auch für jede Art von Meditation. Gedanken beobachten, ok,  aber dabei sollte man nicht wegfliegen, d.h. die Achtsamkeit auf den Körper vergessen.
Annahme und Achtsamkeit auf das, was ist... mehr brauchts nicht. Das ist schon die halbe Miete... Annahme ist die Basis der Transformation, die erfolgt aus nichts anderen der Annahme der Person wie sie im Hier und Jetzt ist.
Den Schmerzvermeidungs-Pseudo-Spiri-Egomanen ist das personale Hier und Jetzt zu langweilig, deshalb fliehen sie in die Vorstellung, dass aus allem, was ihnen "erscheint" - sogar aus den Problemen, die ihr Mind gerade am basteln ist -  der liebe Gott/ES spreche.

Die Annahme des Hier und Jetzt des kleinen Ich ist die Basis, - das Sprungbrett ins große JETZT des großen eigenschaftslosen ICH BIN.
(Beim Schreiben dieser Zeilen hatte ich neben den WeisseWand-Meditierern u.a. insbesondere L.  vor Augen, der seit Jahren sein spirituelles Soll erfüllt... und dem ich zur Spannungsauflösung resp.  Erhöhung der Hingabebereitschaft einen Positionswechsel empfehle:  zur ENTSPANNUNG möge er sich bitte aus der vertikalen stockverschluchten MeditationsSitzposition in die horizontale Lage begeben und die Füllübungen nach Gurdjeff durchführen. Ist nicht schwer, erfordert nur ein paar Minuten täglich und automatisiert sich schnell.
Sitzen kann er später immer noch, bzw. stellt sich das rechte Sitzen ganz spontan und jederzeit aus sich SELBST heraus ein. Da braucht es keine bestimmte Zeit oder eine bestimmte Körperhaltung mehr.

Die Horizontale steht für die Person in Raum und Zeit/Linearität, die Vertikale für das Wahre SELBST/Ursprung/Ewigkeit, Anbindung an die Quelle.

Wer die eigene Person, den Körper aus dem spirituellen Kontext herausgehommen hat, ist mit Gurdjeffübungen bestens bedient. Charles Tart hat mit Gurdjeff-Übungen gearbeitet, Ich kann seine Bücher bzw. die Übungen darin nur wärmstens empfehlen.
To whom it may concern!





Das Medium ist die Botschaft

Nur wer "hellsichtig" ist,  kann diese Aussage verstehen. Was man allgemein so über Hellsichtigkeit zu wissen weiß und zu verstehen glaubt, ist Hokus Pokus aus dem Populärhandbuch des Magiers.

Niemand kann nicht n i c h t  kommunizieren. Vor der Hellsicht kann sich deshalb niemand verstecken, weil man hinter die Namen und Wortes schauen  die Botschaft lesen kann, die  im Vordergrund verdeckt ist.
Ein unbewußter Mensch verrät bzw. zeigt  sich mir durch seine Worte, seine Kleidung, sein Verhalten - auch im Forum durch die Art seines Schreibens.  Er  i s t  die "Botschaft" und ich kann sie dechiffrieren.
Als der User X   mich im Forum fragt, worauf Wärme und Reibung beruht, w e i ß  ich dies nicht aus dem Gedächtnisspeicher des Schulwissens, sondern sehe in der Frage  und dem Fragesteller selbst die Antwort.  Seine Erwartungen... die  penetrante Art, Fragen zu stellen und auf Beantwortung zu bestehen, zeigte mir einen Menschen, der die Reibung sucht. Und Reibung beruht immer auf Nähe, Reibung entsteht durch Anziehung.  Ergo ist die Grundlage für Wärme und Reibung die Anziehungskraft.
Das ging mir in kürzester Zeit durch den Kopf. Dann erst googelte ich nach, ob das stimmte. Und hätte ich keine "Bestätigung" gefunden, wäre es trotzdem so wie ich es "schaute"... was natürlich eine unstatthafte hypothetische Spekulation ist....LOL.




Weltfrieden.

So etwas wie einen Weltfrieden wird es niemals geben. Es gibt in dieser Welt kein Paradies zu errichten.  Spirituelle Sucher hängen in diesem Glauben oftmals fest und engagieren sich in der Welt für einen Frieden, der nur in ihnen selbst und aus sich SELBST heraus geschehen kann.
Das Schaf wird niemals im Real Life neben dem Löwen liegen. Wer solches in der materiellen Welt verwirklicht sehen will frönt  tatsächlich "romantischen" religiösen Vorstellungen. Eine solche Auffassung von Spiritualität und diesbezügliche Aktivitäten in der äusseren Welt läßt sich ebenfalls in die Rubrik "Spirituelle Umgehung"  einordnen.
Wenn Jesus sagte: Laßt die Toten ihre Toten begraben, dann meinte er damit: Kehre um. Laß die Welt ihren gutbösen Gang gehen und kümmere dich nicht um die Welt und auch nicht um die Irrgläubigen , die glauben, den Frieden in der äußeren Welt zu schaffen, die Welt retten zu müssen. Sie wissen nicht, was wahrer Friede, wahre innere Freiheit ist. Kehre um, Kehre dich ab von der Welt, kehre  dich zu MIR.. sagt Jesus als das WAhre SELBST in jedem Menschen, wenn man der inneren Stimme zu lauschen gelernt hat.



Leben in der Gegenwart

Ich stelle immer wieder fest, dass mir von längeren Telefongesprächen die Augen wehtun. Das kommt wohl davon, dass man ja immer durch die Erzählung des anderen gezwungen ist, sich Vorstellungen zu machen, Bilder,  - etwas, das für mich mittlerweile immer anstrengender wird ... Anstrengend ist es auch, wenn ich generell Dinge aus der Vergangenheit repetiere und z.B. erzählen will, was ich getan oder erlebt habe. Es gelingt mir nurmehr sehr schlecht, die dazu nötigen Vorstellungen zu erwecken und zu halten.... Alles, was mein Vorstellungsvermögen übermäßig strapaziert ist anstrengend und reißt mich aus der Gegenwart. Und so komme ich ins Schlingern und Stocken und es drückt auf meine Augen und meine Zunge zerfranst... rpflllzpflll...




Zeitlos

Ich höre im Eiscafe im Vorbeigehen einen Gesprächsfetzen:
"Die ist ja total durch den Wind, die weiß nicht mal, was fürn Wochentag wir haben".
Der könnte glatt mich gemeint haben...LOL.  Diese Art von WeltWissen muss ich mir jeden Tag aufs neue erwerben, lol,  und ich verliere es sofort wieder. Je nachdem, was ansteht, muss ich manchmal einige Male auf dem Kalender nachschauen, weil ichs nicht behalten kann. Ich habe immer Sonntagsgefühl, FEIER-Tag. Ich fühle die Zeit nicht mehr vergehen, für mich ist sie stehengeblieben."Null-Punkt". Himmel, ich brauche dringend einen Wecker, damit ich meine Termine wahrnehmen kann...
Wie oft passiert es, dass ein Mensch, der in der Zeitlosigkeit lebt, für verrückt erklärt wird? Ich erinnere mich an meine Ängste, wenn Schattenprozesse anstanden - da vergaß ich auch alles, woran sich sonst der normal-pathologische  Verstand festzuhalten beliebt. Zeit und Raum.



Während des pers. Transformationsprozesses auf eine höhere Stufe wechseln die Sichtweisen ständig von der personalen zur transpersonalen Sichtweise. Ich erkenne  einerseits, dass wir alle Opfer sind und andererseits alle Täter. Ich erkenne die Einheit von Opfer-Täter. Und ich  erkenne, dass weder das Opfer noch der Täter eine Verantwortung für sein Handeln trägt. Auf der nächsthöheren Stufe der Erkenntnis gibt es weder Täter noch Opfer - jetzt ist die personale Transformation ins Transpersonale eingegangen und "aufgehoben".
Das bedeutet für den EgoMind eine außerordentliche kräftezehrende "projektive" Verwirrung, die sich erst auflöst, wenn sich am Ende des Erkenntnisvorgang alles im  Paradox auflöst und nicht weiter nach Verstehen gesucht werden kann.

Wenn ich sagte, es gibt bei mir nichts mehr zu verdrängen, weder Gedanken noch Gefühle, dann liegt das nicht zuletzt daran, dass ich der üblichen Ego- Emotionen nicht mehr fähig bin. Wie soll ich etwas verdrängen, wo NICHTS ist? Die Gedanken sind ja deshalb leer, weil ich sie nicht mehr mit Emotionen versorgen kann.



Hier und Jetzt

Bevor man Bewußtsein für das Überpersönliche erlangt, muß man erst einmal Bewußtsein fürs Persönliche haben. Was ich in den spirituellen Foren zumeist wahrnehme, sind spirituelle Konzepte, die das Hier und Jetzt der Person völlig ausschalten. Wer aber die Basis nicht hat, hat sein Haus auf Sand gebaut und lebt in einem spirituellen Vakuum.



 Gefühle

Mein Therapeut fragte mich früher des öfteren, was ich JETZT fühle. Ich konnte ihm nie eine Antwort geben. Er verstand das nicht, interpretierte es als Abwehr. Ich wiederum fühlte mich unfähig, gefühllos, therapierenitent, schuldig...
Heute bin ich gewahr, dass es unmöglich ist, im Hier und Jetzt etwas zu fühlen.
Ich habe früher auch geglaubt, dass man  n i c h t   nichts denken könnte - was für ein Irrtum.



Nichtzweiheit 

Die Einheit ist sowohl Leere als auch Fülle. Dass in der nächsthöheren Transformation weder Leere noch Fülle noch Fülle ist, ist ganz einfach der Tatsache gedankt, dass es "darüberhinaus" - jenseits der Zweiheit/Trennung  in Leere  u n d  Fülle   keine Sprache mehr gibt für das Paradox, dass in der Einheit die Leere zugleich auch Fülle ist. NICHT ZWEI! Wenn man nämlich sagt: Das Eine ist zugleich auch Alles, dann spielt hier immer noch eine Vorstellung des Verstandes mit  hinein (von Alles). Der Verstand kann gar nicht anders, als sich Bilder machen und schreckt auch nicht vor Vorstellungen wie "Nichts" oder "Leere" zurück, LOL!
Nirwana und Samsara ist EiNS.



Lebenserfahrung

Auch wenn man erkannt habe, dass die eigene Lebensgeschichte, alle Erfahrungen niemals geschehen sind, dass es die Person eigentlich nicht gibt, darf man daraus nicht schließen, dass jegliche Lebenserfahrung für die Katz ist. Meine sich langsam entwickelnde "Hellsichtigkeit" beruht nicht zuletzt auf dieser Lebenserfahrung...Nicht zu vergessen auf der Identifikation mit allen Wesen, wie sie im Individuationsprozess geschah.
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Ziran -  Hi,  Schatzo, 

Kurz nach dem doch etwas schwachen Auftritt von Schildkroetin betritt Ziran die Allmy-Bühne.Thread: Spirituelle Umgehung.  Gleich mit seinen ersten Beiträgen beginnt er mit samtpfotiger Tücke seine nihilistische Zersetzungsarbeit. Der Scheinheilige.

Das Medium ist die Botschaft. Das bedeutet, ohne sich dessen  bewußt zu sein,  spricht das Verhalten/Sprache eines Menschen die Wahrheit, seine Wirklichkeit aus ...   Der Fragende selbst inszeniert sich unbewußt  als die Antwort, nach der er fragt...
Fredos erste  Beiträge schon  sprechen die Sprache bzw. zeigen die Syptomatik der spirituellen Umgehung, die er leugnet.
Oops - wohin ist er denn jetzt entschwunden?
James Bond: "So kennen wir dich.".. . Kurze Zeit später  ist der Konterrevolutionsführer Ziran alias Fredo von der Allmy-Antiterror-Abteilung seiner Majestät einmal mehr aus dem ForenVerkehr gezogen.
Und wieder einmal fragt man sich:
Wer ist der schmutz'ge Schänder, sprich!



Nach Fredos Ansicht gibt es weder einen Pfad noch eine WAhrheit... schon der, der solche Begriffe benutzt, ist ihm höchst hybrisverdächtig...  Der Guru, dem er anhängt, erzählt ja auch in seinen Büchern, es gäbe keine Wahrheit oder wahre Wirklichkeit. Die Wirklichkeit des Hintergrundes hat der wohl noch nie erfahren. In Wahrheit sind die Anhänger weiterhin  dem Vordergrund verhaftet, das heißt, sie sind weiterhin in der Täuschung befangen,  man glaubt weiterhin an die Phänomene und Erfahrungen (Maya) mit dem einzigen Unterschied, dass man den "Erscheinungen"  das Prädikat einer fiktiven Leere und des NICHTS verliehen hat.
Diese Leute entbehren der Tiefe, der Er-INNERung, deshalb können sie die Wirklichkeit hinter den Dingen nicht schauen.

Ich lerne mehr und mehr hinter die Vordergründigkeiten zu schauen. Die "Clairvoyance" bildet sich immer stärker aus. Ich traue meinen ersten Eingebungen inzwischen total, obwohl sie mir manchmal immer noch durch die Lappen gehen, wenn ich beispielsweise mit Vordergründigkeiten beschäftigt bin.  Wenn mir z.B. beim Gedanken an einen bestimmten  Menschen spontan eine "Vision"  von Mondlichtbaden in einem Weiher aufleuchtet, dann verdränge ich das nicht mehr oder weise ich das nicht mehr als kindischen Blödsinn zurück, sondern nehme das ernst und als Wahrheit an.

Als ich den Tip an den Betreffenden weiterreiche, erscheint promptly die Abwehr (Rationalisierung) : Mondlichtbaden nachts in einem Weiher? (Tenor: Was'ne Zumutung aber auch... )viel zu nass, zu dunkel, zu spät...  Ich mach schon genug spirituelle Übungen...
So der Ja, -aber-Geist.
Man will ganz einfach die kleinen Schritte nicht gehen, zu banal, zu einfach... Mondlichtbaden ist wohl nur was für kleine Mädchen oder für "Pussys"?...Aber im Fitness-Studio die Muskeln stärken und härten und damit die Anspannung noch erhöhen,  für so etwas haben die Kerle Zeit und Muße. Muskelspiele. Alles wird "geleistet", auch die Meditation. 
LUST statt Leistung, Bub!

Es ist immer dasselbe: Ich kann noch so oft erklären und  erklären und erklären, warum die Heilung der Seele nicht über den Kopf, sondern über den Körper verläuft  - Ja, aber... 
Ich bin keine Therapeutin oder Heilerin, ich erwarte nicht von dem Betreffenden, dass er meinem Einfall folgt. Allerdings darfst du  von mir auch nicht erwarten, dass ich mich deinen Belangen weiterhin mit Interesse zuwende. Versuchs mal in der 12-Schritte-Liga. Zurück auf Los.




Unmoral vs. A-Moral


Kriminelle Energie bemächtigt sich nicht selten auch der Spiritualität. Auf dem Marktplatz der spirituellen Eitelkeiten kommt es wohl auch vor,  daß Gurus oder Lehrer die A-moral jenseit von Ego mit der Unmoral des gemeinen diesseitigen Egos verwechseln. Osho warf man Steuerhinterziehung vor. Lag das in seiner Absicht? Wenn ja, dann war es sein Ego, was ihn davon abhielt, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers war. Wer in betrügerischer Absicht den Staat beklaut, ist nicht a-moralisch, sondern handelt unmoralisch. Jede Absicht, jede Nützlichkeitserwägung, ganz gleich, ob es sich um einen guten oder bösen Zweck handelt, ist Eigenwille,  Ego. Ob ich für mich oder für andere die Reichen bestehle oder den Staat betrüge, ist Jacke wie Hose. Der Zweck heiligt keinesfalls die Mittel. Der Guru oder spirit. Lehrer, der von der Stütze lebt und unversteuerte Spendengelder  oder andere Einkünfte z.B. aus Schwarzarbeit  (Workshops usw.) anhäuft, weil er glaubt, die Spiritualität müsse durch den Staat besonders honoriert werden und wo er das nicht tut, wäre Selbstbedienung ein probates Mittel, ist ein unmoralischer Betrüger, der gegen das Allgemeinwohl handelt. Da mag er noch so sehr die gnadenreiche A-Moral aus dem Jenseits herbeirufen, um seine Handlungen zu verbrämen und zu rationalisieren.

Die Moral zu transzendieren heisst nicht,  die Moral  zu nullifizieren und außer Kraft zu setzen. Es heißt einfach nur, nicht mehr mit der Moralkonditionierung identifiziert zu sein. Man achtet die Moral und die Gesetze und verstößt nicht mutwillig und zielstrategisch gegen sie. Was nicht bedeutet, dass man schafsgehorsam ist und ab und an nicht  die eine oder andere (Zwangs-)Vorschrift spontan übergehen könnte. Ich gehe immer noch bei Grün über die Kreuzung, wenn kein Auto in der Nähe ist. Ich lehre immer noch den einen oder anderen den "Morus", wenn der den Unterschied zwischen Gut und Böse nicht kennt... ich gehe nicht vorbei, wo einem Menschen Unrecht getan wird, nur weil ich mich außerhalb von Gut & Böse weiß.
Um den Staat zu hintergehen, dazu braucht es schon eine plan- und zielstrebige Absicht, die auf eine sorgenfreie Zukunft hinzielt. Da fehlt es ganz eindeutig an Gleichmut und Gelassenheit nach dem Motto Jesu: Sorget nicht für den nächsten Tag... Und wer nicht nur den Staat ausnutzt, sondern auch  seine ehrenamtlichen Mitarbeiter als Diener des Guten Zwecks  finanziell und emotional  ausbeutet - alles in Gottes Namen oder für  die Verbreitung der Lehre -  der hat als spirit. Lehrer für mich jegliche Glaubwürdigkeit verloren.

Was im großen dabei rauskommt, sieht man ja an der  Mutter Kirche, die beutet ihre Schäflein und den Vater Staat sozusagen staatlich-anerkanntermaßen bis heute aus.



Pseudo-Advaita

Im Christentum glaubt man, dass der Mensch auf seine persönliche Selbstverwirklichung zu verzichten habe,um die wahre SELBST-/Gottesverwirklichung willen. Deshalb artete die christliche Mystik nicht selten in SadoMaso-Mystik aus.
Das Pseudo-Advaita tut im Grunde genau dasselbe, wenn es die Person als null und nichtig erklärt und jede Entwicklung leugnet.  Man versteht auf beiden Seiten das Paradox nicht, was heißt: die persönliche und die überpersönliche Selbstverwirklichung gehen Hand in Hand, wo Hingabe stattfindet.



Nirvana

Ich bin nicht nur von allen Leiden, sondern auch von allen Freuden befreit.
 Param advaita bedeutet in meiner Auffassung nichts anderes als  Nirvana. Jenseits des siebten Himmels.(nach und nach wird der babylonische Turm abgebaut... die babylonische Begriffsvielfalt für das EINE.)



Heilige Schriften

Es ist die  allzugroße Verehrung der Heiligen Schriften, welche  die SELBSTverwirklichung bzw. Gottesverwirklichung für den  Menschen in weite Fernen rückt. Die Idealisierung. Solange ein Buddha oder ein Jesus als Gott oder wie ein Gott  verehrt wird resp.  als ein unerreichbares Ideal vergottet wird, sind diese Schriften eher ein Hindernis für den Sucher.  Die Personifizierung der Archetypen ist ein weiteres Hindernis. Der normale Mensch hält nun mal die Symbole für die Wirklichkeit.
Solange ein Mensch spricht: "Der Buddha sagt..." oder "Jesus hat gesagt..." und sich dabei nicht bewußt ist, dass er SELBST es ist, der da "sagt", ent-äußert er die Buddha-Natur bzw. das Christus-Selbst. Er setzt sie aus sich heraus, statt sie zu verinnerlichen.
Es ist die übergroße Ehrfurcht vor den Symbolen, die Überhöhung, die Heiligung...
Wenn ein Mensch das erste mystische Verständnis für die Schriften bekommt, d.h. wenn er sie von Innen heraus zu verstehen beginnt, beginnen die Schriften auch ihren Wahren Sinn zu verWIRKlichen. Innen wie außen. Lebendige Wahrheit.



Schattenintegration

heißt, zu Lebzeiten durch die reinigenden Stadien des Bardo Todöl zu gehen.


Attribuierungsstil

Dazu gehört u.a. auch, dass man sich alles Gute, was geschieht selbst zuschreibt und die unangenehmen Dinge den anderen.



Wiedergeburt

Als ich an jenem Morgen - nach der Nacht im Feuer -  im Herbst 2011 aufwachte und die üblichen morgendlichen Ekelreaktionen auf mich und mein Umfeld ausblieben...  als ich erstaunt dieser (emotionalen) Leere und des weiten Raums in mir gewahr wurde, dachte ich nicht: Hey, ich bin wiedergeboren. Juchhu, der große Durchbruch ist da... (die "großen Durchbrüche" hatte ich früher, und ich war damit immer im Irrtum).
Ich habe auch nicht gedacht: wie leer es in mir ist. Oder dass ich nun "Niemand" bin...Ich habe nicht mal gedacht,  dass ich mich frei fühle. Die Worte und die Deutung für den sonderbaren Zustand kamen mir erst nach und nach... Ich lief wie in einer Trance herum, aus der ich nie wieder aufwachen würde... nicht einmal verwundert war ich. Ich beobachtete und registrierte...
Alles, was ich über mich und meine psychospirituelle Entwicklung schreibe, kam mir erst später, manchmal fand ich die Worte für das Erfahrene sogar erst nach vielen Jahren.
Ich habe weder gewußt, dass ich Schattenprozesse durchlaufe, noch bemerkt, dass ich so etwas wie buddhistische "Achtsamkeit übe". Alles, was ich wußte war, dass ich mich und mein Verhalten, Fühlen und Denken im Hier und Jetzt beobachte...  das war kein neutrales Beobachten, das war gar nicht möglich, weil ich am Anfang immer mit meinen PseudoGefühlen und second-hand-Gedanken identifizierte... Zunächst ging es also darum, die Gefühle und das tabuisierte Denken aus der Verdrängung zu befreien und mich mit eben diesen authentischen Gefühlen zu identifizieren. (Transformation von Pseudo zu Authentizität). Erst darin liegt die Möglichkeit des Transzendierens, des "Darüberhinausgehens":

Transformation im Individuationsprozess -
1. Schritt : Ich bin  n i c h t   meine (Pseudo)-Gefühle. (Desidentifikation vom falschen Ich)

2. Schritt: Ich  b i n   meine (authentischen) Gefühle. (Identifikation mit dem authentischen Ich/ Erkenntnis von Gut & Böse)
3. Schritt: Ich bin  n i c h t   meine (authentischen) Gefühle (Desidentifikation von geheiltem Ich/ Gut & Böse-Polarität)
4. ICH BIN

Vorsicht, diese drei Punkte sind nicht als  Handlungsanweisungen zu verstehen! Wenn ich hier von Schritten spreche, heißt das nicht, dass man diese "Schritte" willentlich "machen" kann.  Was ich hier beschreibe ist eine retrospektive Schilderung (m)eines Prozesses, in dem alles von SELBST geschah.  Diese Transformation wurde von mir  wie eine einzige Bewegung erfahren.


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Freitag, 22. August 2014

Gar mancher ist zu dem erwacht, wie er's im Buch gelesen hat.




Spiritual Correct

Oh jemini, Oh weh Oh weh,
wie tut's mir in den Ohren weh
wenn der gemeine Herzensmensch sinnt auf Rache und Revange
unbewußt, weil er' nicht weiss, macht er sich selbst die Hölle heiß -
nicht nur sich nein, auch den andern, von Brasilien bis Flandern
und von Kassel bis nach Polen
toben jetzt MoralDämonen...

Immer dort, wo solch'  Gestalten ihres "hohen" Amtes waltenWzTWt
sieht man sie das Lager spalten: Hier die Böse, dort die Gute
spricht mit eitel hohem Mute die Kämpferin für's scheinbar GUTE
bissig wie' ne  Pferdestute...und mit sanftem Wortgeklirr nimmt sie jeden ins Geschirr
der nicht sagt: ich folge dir, spiritual incorrekt der, der  nicht im  Lotterbett
von Gut &Böse mit uns pennt.



Jeder weiß, welch Kräfte walten, wo man tut Gut und Böse spalten:
Hier das Gute, dort das Böse, statt zu binden und zu lösen
schafft man Trennung,  - Kriegsgetöse!
Im sanft gehübschten Schafsgesichte verbirgt der Wolf sich, und die  Früchte
zeigen rote  Farbe wohl, doch sind sie faul und innen hohl.
Ein Mensch, der noch nicht ausgepennt,
erkennt's erst, wenn er aufgeweckt.









Die Gesandte
des Bekannten aus Kassel ,
                                        gepanzert, gespornt und mit Säbelgerassel schlägt sie in meinen Allmy-Thread auf, "um transpersonale Reaktionen zu beobachten": tugendbewehrt und granatenvoll des süßen Giftes der moralinversauten Rechtschaffenheit...Wölfli  im Schafspelz mit Heiligenschein; die gespaltene Zunge predigt Integration und Einigkeit und fängt im selben Zuge an, in Gut und Böse zu unterteilen und sich evtl.  Gleichgesinnten anzudienen.  Dysfunktionalisierende Verhaltensweisen... Little JimmyB. fiel ad hoc in die Lieblingsrolle des (von mir) Erniedrigten und Beleidigten. co-abhängig bis zur Halskrause,  Erzieherin , Typ "Pöse Pädagogin mit dem Pösen Plick" lacht das Kind...


Vorabinformiert und -instruiert  ist sie gekommen, um das Licht der Welt in die Dunkelheit meiner schwarzen Seele und meines Allmy-Threads zu bringen und  mich Mores zu lehren, eine Tugendboldin, die sich vollmundig der Reinheit auf allen Ebenen verschriebenen hat -  mit eigenen Worten: ".... humanmedizinisch, ethisch, psychologisch oder einfach nur empathisch betrachtet". Wau-Wau.

Wie viele andere mit und vor ihr hat auch sie Ihrem Erwachen mit ihrer Website ein verfrühtes Denkmal gesetzt.

Ach, Ihr Mönche! Die voreilige Identifkation mit dem Bodhisattva-Aspekt verhindert den Reifungsprozess, der nötig ist, die volle SELBSTverwirklichung zu erlangen. Die Folge ist eine superkläbrische Identifikation mit dem Guten Spiri- Ego. Granatenvoll mit Gutmensch-Empörungsschleim abgefüllt...Die schlimmste Sorte, wie Laotse schon wußte... die Missionare, die Kämpfer gegen das Böse. Die Lichtarbeiter und Herzensmenschen. Die instant-Erwachten...




Ziemlich scharfe Dornen am Zweiglein ihrer Tugendhaftigkeit. Ihr verstorbener "Meister" hat mir daher gechannelt, dass sie bis zur Verwirklichung des Bodhisattva-Aspektes die nächsten  256 Jahre ans Rad der Ewigen Wiederkehr gefesselt ist und mit

"...Kummer und Freude
Trost und Leid
Krankheit und Gesundheit
Liebe und Hass
Anspannung und Entspannung
Urlaub und Arbeit
Alltag und Meditation..." satt

gesegnet sein wird.


Epilog: Schildkrötin nutzte die Gunst der Stunde:  als sie den Feind scheinbar in Bedrängnis sah, sah sie/er die Stunde gekommen. Der Rückenwind via Kassel wehte jedoch nur noch schwach, als kurze Zeit später Tonton Fredo Fulbert, der "Bekannte aus Kassel" unter dem Pseudonym "Zierhahn" zur Schützenhilfe herbei eilt. Kikerikiki... dreimal nur krähte der Hahn...und prompt wird der Bekannte aus Kassel erneut gesperrt und mit ihm unter taucht auch die Gesandte des Bekannten. Gluck Gluck.
Die Adwaita-Schildkröte kann unheimlich lange  unter Wasser atmen, sie atmet über ihre Kloake, lese ich. Wie oben so unten. Wie außen so innen. Heiligs Blechle.


Stimme aus dem Off:
Stichwort Kriechen und Kläffen - B.t.w. Mein Hund Willy hat sich für den Faschingsball im Hundeverein ein Schildkrötenkostüm gewünscht.
http://dicker-hund.net/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Hundekostuem-Schildkroete.jpg

Ach, was sind wir heut' gemein,wird wohl wieder's Wetter sein?!







Alles ist Bewußtsein

Dass alles Bewußtsein ist oder dass das Bewußtsein unsterblich ist, weiß man  inzwischen ja allerorten, nur ist man sich dessen meist leider nicht BEWUSST. Verstandeswissen wird besonders von den Spiritanten, die was auf sich halten noch immer  mit BewusstSEIN bzw. BewusstHEIT verwechselt.
Erkenntnis kommt immer aus dem Herzen, der Mitte... Den Unterschied zwischen dem Erkennen des Verstandes und dem Erkennen aus dem Geist kennt nur das Gewahrsein.
Vor vielen Jahren, als ich frühmorgens einfach nur saß und lauschte, da wartete ich darauf, dass mein Herz sich öffnete. Von einer winzig kleinen Öffnung wuchs es über die vielen Jahre zu einem großen Herzen... und es wächst und wächst...
Herz ist nur ein anderes Wort für Gewahrsein. Ich kann auch sagen: Aus einem anfänglichen Blinzeln weitete sich das Auge des Gewahrsein und wuchs über die vielen Jahre...
So viele Synonyme ... Babylon.
Damals hatte ich keine Worte für das, was mir geschah, Herz, Gewahrsein, Gott, Bewußtheit usw., diese Begriffe brauchten Jahre, um bei mir anzukommen. Param Advaita.



Spiritueller Narzissmus

Es ist ein völlig normaler Narzissmus, dass man nach einer Erleuchtungserfahrung glaubt, der einzige auf der Welt zu sein, dem diese Erfahrung zuteil wurde. Möglicherweise beruht der auf der Fehlverarbeitung der Erkenntnis, der Schöpfer deiner Welt zu sein, Gott zu SEIN, ALL-EINS zu sein. Wenn die Trennung aufgehoben ist, erkennt man, dass es keine Anderen gibt, es gibt nur dich... Gott.
Ins Menschsein zurückgekehrt vereinnahmt der Egomind wie immer auch diese Erfahrung und macht aus dem transpersonalen  ALLEINS-SEIN  eine persönliche Überzeugung : Ich allein bin erleuchtet, ich allein bin Gott.




Der Weise



Jaja, ich habe auch mal geglaubt, man könne gar nichts anderes als den Willen Gottes tun - ob nun mit Absicht oder absichtslos, mit oder ohne Ego... ob gut oder böse... Irgendwie stimmt das auch aus deterministischer Sicht, und dennoch gibt es auch hier keine Eindeutigkeit, kein  Entweder-Oder.

Vielleicht ist dies ja der einzige Unterschied: mit dem egoistischen Eigenwillen und seinen Anhaftungen habe ich mir selbst und anderen Leid zugefügt. Jetzt leide ich nicht mehr, weil ich keinen Ego-Eigenwillen mehr habe, weil die Trennung aufgehoben, die Identifikation in Freude und Leid mit Anderen aufgelöst ist.)
Der WEise, wenn er tatsächlich weise ist,  weiß übrigens, dass er an der Quelle der Weisheit sitzt, bzw. selbst diese Quelle ist. Er spielt keine Rolle (des Weisen), jedes Rollenverständnis ist ihm abhandengekommen, weil er nicht mehr mit Rollen identifiziert ist. Er fällt aber auch nicht aus der Rolle, sondern  s p i e l t  nurmehr die Rollen des FAmilienvaters, des Chefs, des Arbeiters, des Kindes... usw. - Er tut so als ob... Er vergibt sich nichts dabei.  Im Alltagsleben leistet er keinen Widerstand mehr  gegen ihm aufgetragene Rollen. Darin ist er so biegsam wie ein Grashalm.


"Der Weise, Tattvavith – der die Realität kennt, weiß, was wirklich vor sich geht, und verliert sich nicht in dem, was immer auch geschehen mag. Mit anderen Worten erachtet der Weise alle Ereignisse als Gottes Taten und bezeichnet sie daher nicht als “gut” oder “schlecht”.
Ramakrishna Paramahamsa gab seinen Schülern diese simple Anweisung: 

“Sei absolut davon überzeugt, dass du lediglich eine Maschine bist, die von Gott gesteuert wird, und dann magst du tun, was immer du willst.”


Natürlich sind solche "Handlungsvorgaben" Futter fürs Ego und seine permanente Bereitschaft zur Glaubenssatzbildung.Schon verwirrend, wenn man einerseits von R.B. liest, dass es ihm darum geht, dass die Leute aus der (unbewußten) "Maschine" aussteigen. und andererseits sich mit dieser Metapher bewußt identifizieren sollen.
Ich bin jetzt mal großzügig und interpretiere es wohlwollend dahingehend, dass R. B. hier vielleicht nichts anderes sagen will, als was andere Geister schon vor ihm sagten: Liebe und tu, was du willst.

Der wahre Weise ist jenseits von Gut & Böse, gut und schlecht und  Gott & Co. Der wahre Weise ist im Gewahrsein und kann daher gar nicht anders als neutral wahrnehmen. Er hat erkannt, dass alles, was geschieht, aus ihm SELBST (=Gott)  heraus geschieht.. Von daher sind "Gottes Taten" obsolet - trennende Interpretation des Verstandes, ein Begriff aus dem Repertoir des "Gläubigen", der die Einheit noch nicht erfahren hat.
Ach ihr Mönche... so überzeugt und wisst nicht von was. Fälschlicherweise davon überzeugt,  dass der  Gut & Böse-Dualismus untransformiert und untranszendiert ausgelebt werden darf, habt ihr das Ziel verfehlt.
"Überzeugen" kann nur die Einheitserfahrung, bei der das Ego/ Dualismus stirbt. 
Liebe und tu, was du willst...  die Crux ist: wahrhaft lieben man auch nur, wenn das Ego mausetot ist.

(Wer ist eigentlich "weise"? Wen meint man damit in den Lehrgeschichten? So weise scheinen mir die Weisen zuweilen denn doch nicht zu sein.)



Gott

Nein, ich glaube nicht (mehr) an Gott. Was mich angeht,  benutze ich das Wort Gott nur selten...manchmal, um Gott seinen berechtigten Platz zuzuweisen im  Zusammenhang mit der Heilung der Persönlichkeit  oder weil Sprache eben trennend ist und Trennung braucht, um beschreiben zu können.  Oder wenn die Gottlosen Spiris  nur deshalb gottlos sind, weil sie irgendwo gelesen oder gehört haben, dass Gott keine Rolle spielt - statt selbst den Tod Gottes zu erleiden bzw. Gott um Gottes willen gelassen zu haben...




Ramesh Balsekar:

"Was der gewöhnliche Mensch als “seine” Handlungen bezeichnet, sind tatsächlich nichts anderes als Reaktionen im Gehirn, welches auf die Sinne reagiert, wenn sie mit den ihnen entsprechenden Objekten in Berührung kommen. Wenn also die Augen etwas sehen oder die Ohren etwas hören, dann reagiert das Gehirn auf dieses Ereignis entsprechend den natürlichen Charaktermerkmalen des Körper-Verstand-Organismus und produziert eine Reaktion. Es sind dies natürliche Reaktionen auf Ereignisse, die der durchschnittliche Mensch irrtümlicherweise für seine Handlungen hält.

Der Weise, Tattvavith – der die Realität kennt, weiß, was wirklich vor sich geht, und verliert sich nicht in dem, was immer auch geschehen mag. Mit anderen Worten erachtet der Weise alle Ereignisse als Gottes Taten und bezeichnet sie daher nicht als “gut” oder “schlecht”.


Ramakrishna Paramahamsa gab seinen Schülern diese simple Anweisung: “Sei absolut davon überzeugt, dass du lediglich eine Maschine bist, die von Gott gesteuert wird, und dann magst du tun, was immer du willst.”


Kommentar des O.v.B.:
Ramesh unterscheidet zwischen dem “gewöhnlichen Menschen” und dem “Weisen”. Der gewöhnliche Mensch glaubt, dass seine Taten seine Taten sind, der Weise weiß, dass seine Taten Gottes Taten sind. Das ist der ganze Unterschied. Ansonsten reagiert das Gehirn sowohl des gewöhnlichen Menschen wie das des Weisen auf ein äußeres Ereignis entsprechend den natürlichen Charaktermerkmalen des jeweiligen Körper-Verstand-Organismus und produziert eine Reaktion. Das, was Ramakrishna sagt, zielt in die gleiche Richtung: Du bist eine Maschine, die von Gott gesteuert wird. Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Was die maschinenhaften Reaktionen des gewöhnlichen Menschen und des Weisen betrifft, gibt es keinen Unterschied. Ein sog. Erwachter, der sich durch ein besonderes Verhalten auszeichnen würde, fehlt in der Geschichte. Er kommt darin einfach nicht vor.


Ach Ihr Hörnervieh!
Es ist ein großer Unterschied zwischen dem von Konditionierung/Sozialisation  dressierten Menschen als Maschine zu sprechen oder ob man vom Wiedergeborenen "Weisen" als "Maschine Gottes" spricht.
Ein "Weiser" bzw. der "Edle" ist der Mensch, der durch die Befreiung von Neurose und Programmierung ja allererst zu einem Weisen und wahren Menschen geworden ist. Ein unbewußter Mensch, der seinen sozialen Programmierungen gehorcht  kann nicht gleichzeitig ein Weiser sein.

Hier  der Weise, d.h. die SELBSTorganisierte Führung durch das wahre SELBST/Gott. (Jasagen.) Auf der anderen Seite die Führung durch die Programmierungen des Egos. (Neinsagen.) Der eine erwacht, der andere im Tiefschlaf.  Ja, es ist richtig, der Mensch steht in beiden Fällen - ob bewußt oder unbewußt -  unter Gottes Führung. Das Problem ist, dass er gegen diese Führung rebelliert! Das Leid kommt durch den Eigenwillen,  durch den Widerstand gegen Gottes Führung, den ihm innewohnenden Plan. Das Leid kommt durch Unbewußtheit, unsere außengesteuerte Fremdbestimmtheit die unserer außengesteuerten Programmierung und Prägung inne sind. Das Ego  i s t  per se der Widerstand. Wo Es war, muß Ich werden!

Es ist unmöglich, unter der Führung Gottes/SELBST seine Schöpfung, unseren Planeten kaputt zu machen. Das liegt und unterlag dem freien Willen des Menschen, der auf der relativen Weltebene agiert. Der Mensch hat Verantwortung für die Erde... Nur aus der transpersonalen deterministischen Sicht/Erkenntnis gibt es keinen freien Willen. Aber aus dieser Sicht gibt es nicht einmal eine Person oder eine Menschheitsgeschichte. Deshalb darf man die Ebenen aber nicht vertauschen bzw. gleichsetzen, wie es auch hier wieder geschieht.
Das Böse, das Unmenschliche, das ich tue, kann daher niemals  Gottes Wille sein, es ist gegen den Willen Gottes, das Tao, in dessen Fluss allein wir glücklich, gelassen und im Frieden sind.
Und da sollte kein Unterschied sein? Der Unterschied liegt in der BEWUSSTHEIT bzw. dem GEWAHRSEIN!




An ihren Früchten wird man sie erkennen

- oder an den Dornen. Richtet nicht, empört sich der Pharisäer, der zwar permanent den Splitter in seines Bruders Auge sieht und richtet - weist man ihn selbst jedoch auf den Balken im eigenen Auge hin, fordert er eine wertungsfreie, nicht urteilende Betrachtung für das Unrecht, das er selber tut: Richte (mich) nicht,
bewerte, urteile nicht. Solche Gebote stellt nur derjenige für sich selbst auf, der was zu verlieren hat. Status zum Bespiel.  Auch daran erkenne ich die faule Frucht: dass sie die SEINSFrüchte der SELBSTverwirklichung auf die relative Ego-Ebene herunterzieht und eine moralische Forderung/Vorwurf draus macht, indem man von anderen (unbewußten) Menschen etwas verlangt, was erst die volle Bewußtheit/ SELBSTverwirklichung geben kann. Oh ihr Mönche!

Wenn man die Dornen des Unwahren sichtbar macht, jammert und schimpft der Pharisäer: Richtet nicht! Wenns gegen sein Konzept des buchstabengläubigen "Schriftgelehrten" geht: Urteilt nicht!
Insbesondere sind es darunter diejenigen, die keine Kritik vertragen können; die besonders Rechtschaffenenheitsvirusbehafteten, die zwar gut austeilen können, aber wenn es um's Einstecken geht, wehren sie sich mit Spiri-Floskeln:  du sollst nicht urteilen, werten... Jammerlappapp...
Die Liebedienerei und Lobhudelei, die ihnen entgegenbracht wird, sehen sie jedoch keineswegs in der Rubrik "Wertung", LOL!




Jenseits von Sprache

bin ich weder dies noch das. Dass ich weder dies noch das bin, bedeutet, dass ICH jenseits von Eigenschaft und Sprache BIN. Dennoch bleibt auch hier immer ein Wort, welches "Weder dies -noch das" bezeichnet. Beispielsweise die "letztgültigen" Worte : Nichts. Leere. DAS. ES. ICH BIN, manche ziehen das BIN auch noch ab, aber das ist Haarspalterei, Jacke wie Hose... gestern las ich irgendwo, dass Ich-bin auf BW 780  und ICH ohne das  BIN auf der Bewusstseinsskala 1000 liegt...LOL! Darüber hätte ich gerne mit dem Hawkins David ein paar letztgültige Wörtlein geredet. Oder mit Abaelard... :)



Annahme II

Nochmal: Eine merkwürdige Annahme ist das, wenn Wut und Ärger "angenommen" werden.  Ärger kommt, Ärger geht? ... da wird das Auftauchen und Abtauchen von EgoEmotionen als mit dem Strom/Tao fliessen gleichgesetzt.  Der Strom aber fliesst erst, wenn es diese Emotionen überhaupt nicht mehr gibt, d.h. wenn die Gefühle transformiert und transzendiert sind.
Transformation bedeutet, dass  die authentischen Gefühle hinter den Pseudogefühlen fühlbar werden.
Transzendieren heißt in meiner Erfahrung, über diese authentischen Gefühle wiederum hinauszugehen. Das ist gewisslich kein Machen des Macher-Egos, sondern geschieht alles von SELBST, wo Hingabe ist.
Pseudo-Advaita: Ein Gedankenkonstrukt, welches nur einem dient: der Schmerzvermeidung.

Annahme bedeutet im personalen Bezug tatsächlich zunächst einmal die Annahme aller Pseudo-Gefühle wie Wut, Ärger usw. Annahme bedeutet aber nicht die Annahme der Wertung oder der Interpretation! Genauso wenig, wie ein Problem "erscheinen" kann, bin ich in der Lage, ein Problem "anzunehmen". Ein Problem ist nichts als eine Art "Syndrom", ein Konstrukt meines Verstandes, eine Interpretation meiner Befindlichkeit. Dies gilt es zu erkennen. Erkennen aber kann dies nur das Gewahrsein. Ich kann nur etwas Wirkliches annehmen: die wahren Gefühle hinter den Pseudogefühlen und "Problemen".
Im Hier und Jetzt gibt es keine Konstrukte.
Wenn ich sage, ich bin von allen Leiden befreit,  dann heißt dies insbesondere, dass ich von allen Problemen befreit bin. Einmal das Wesen eines Problems als GEdankenkonstrukt erkannt und es ist dem Mind niemals mehr möglich, eines zu konstruieren. Meine Angstfreiheit basiert ebenfalls darauf, dass die Angst als selbstgemacht, als ein Konstrukt erkannt wurde. Ganz hundertprozentig ist mein Ego noch nicht über den Jordan, - als letztes Jahr eine quittegelbe dick quellende GiftWolke über dem Horizont aufstieg und alles verdunkelte,da wurde mir ganz schön mulmig, so etwas hatte ich noch nie gesehen...





Kommentar zu WzT *



Noch immer bewegt die Frage, wohin  der User "Alles ist Bewußtsein" verschwunden ist. Nach seinen zwei oder drei "kritischen" Beiträgen und nachdem Tonton Fredo ihn laut verdächtigte, der "Psychotherapeut"  aus Dingsda zu sein,  - hat ihn der OvB vielleicht ebenfalls aus seiner MuzzleTrainingTroop ausgeschlossen?

Professor Z. aus dem Off: 

Jep - Nicht ausgeschlossen, denn in einem Erleuchtungskrankenhaus mit neo-Advaita-Infizierten verwässert jeder Gesunde den Krankenstand frei nach dem Motto: Klares Wasser gehört nicht in diesen Pfuhl ...der Ov.B ist ein Politiker und Manager, der regiert sein Reich nach der Devise: Wer weit vorne sein will, hält sich am besten dicht hinter mir. Daher duldet der Hirte des Schäfchenstalls auch nur Lahme und Kranke in seiner Herde. In seiner einäugigen Blindheit hält er gesunde Schafe für böse Wölfe,  die den Herdenfrieden bedrohen.
Schreiber wie "Alles ist Bewusstsein" befördern die ANGST des Kaisers, sein Blog könnte von der Wahrheit eingeholt werden.



 Fredo-Advaita

Im Fredo-Advaita-Glauben werden "Latinismen"  (und Psychologismen) aus der Sprache ausgeschlossen.Warum nicht vollends die Ratio, den Intellekt zum Teufel schicken? Hatten wir doch schon mal, nicht nur mit den Roten Khmer, die Kirche, jede Sekte...
Jo, am besten gleich die ganze Sprache hinterherwerfen und allen zwangsweise Leere, Schweigen und die Stille eines KarmeliterKlosters verordnen. (Gar nicht mal  das Schlechteste für spirit. Wisenheimers). Was bleibt ist die Worthülse: "Kindliches Staunen"  - Mann, nicht mal mehr ein (Kult-) Lachen bleibt.. Oh Lord!
Wahre Spiritualität schließt NICHTS aus, sie schließt ALLES ein; der GEIST schließt nicht nur das  gepflegte Oxfordenglisch des Advaita-Klugsprechers R. Balsekar ein. Für ihn ist der  Klugsprech  eines Balsekar oder Fredo's genauso leer wie es die Vulgärsprache bis hin zu den motherfucking Latinismen ist  - LOL!
(Fredo: "An einem Tag in Gut Schermau , Ramesh Balsekar saß da und sprach in seinem OxfordEnglisch seine klugen Advaitasachen..." ja, das macht Eindruck auf das ansprüchliche Gemüt des "HerrnFredo", da war er wohl dabei, da saß er in der ersten Reihe... ein einfacher Schuhmacher wie der sächselnde Jakob Böhme wäre glatt durchgefallen, ganz zu schweigen von Klofrau Friedelinde, deren Nichtstun man spiritualisieren mag, dennoch würde ein Fredo bei ihr nicht in der ersten Reihe sitzen wollen, besonders wenn sie hinterländisch Hessisch babbelt...

Nochmal: Fredo als Person interessiert mich nicht, sie interessiert mich nur insofern, als er als Person ("Jemand") allem widerspricht, woran er glaubt, nämlich "Niemand" zu sein, ... dass  bei ihm "Keiner da" ist. 
Er repräsentiert für mich den Prototyp für degeneriertes pervertiertes (Pseudo-) Advaita. Pseudo-Advaita im weitesten Sinne: The Godfather-Syndrom.




*WzT ist eine Abkürzung zum Schutze von "Jemand".
OvB ist eine Abkürzung zum Schutze von "Niemand".
Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig. LoL.  



Montag, 18. August 2014

Oh, Du Mönch und all Ihr Schwarmengeister - ein einzig' Lichtlein macht noch keinen Meister!




Kommentar zu Nytia's Blog


Das Eichhörnchen als  Beispiel für "NichtS-Tun" (!?) anzuführen,  ist mir unbegreiflich. Wohlbemerkt für Nicht(sssss!!!)-Tun! Eichhörnchen sind im Gegenteil die fleißigsten Sammler, sie kümmern sich sehr wohl, es ist  ihre Natur/Programmierung, die Nahrung zu sammeln und einzugraben und Vorsorge für den Winter zu treffen. Nicht für Nicht(s)-Tun, sondern für absichtsloses Tun (Nichtttttt-Tun mit t)  sind sie ein Beispiel. Das gilt aber nicht nur für Eichhörnchen, sondern für die ganze Tier- und Pflanzenwelt, die gar nicht anders können, als dem ihnen eingeschriebenen göttlichen Plan (Programm)  zu gehorchen.

Das Tun der Eichhörnchen ist nur deshalb absichtsloses Tun, weil es nicht in ihrer Absicht, sondern in ihrer Natur liegt, zu sammeln und zu horten.  Sie denken nicht an die Zukunft und doch wird/ist alles getan und für alles gesorgt mit ihrem Tun. Alles Tun der Tiere ist absichtslos, weil sie kein Ego haben. Da ist kein Handelnder, kein "Jemand".

Die wahre Natur des Menschen liegt daher auch nicht im  NichtS-Tun von Klofrau Friedelinde, sondern im absichtslosen Tun, ohne zu Tun...  im NICHT-Tun, ohne "s". Dann erst folgt der Mensch dem Willen Gottes, dem Tao, dem ihm eingeschriebenen Plan/Programm.
Das Eichhörnchen kümmert sich,  aber be-kümmert sich nicht um seine Zukunft, und doch wird für alles gesorgt. Wenn der Mensch aber sammelt und hortet, liegt das nicht in seiner wahren Natur, sondern ist angstgesteuert, er denkt an die Zukunft, an's Überleben. Er will immer mehr, als er wirklich braucht. Sehet die Lilien auf dem Felde...

Das NichtS-Tun, wie es hier verstanden wird, ist Oblomow-Advaita. Und so lange man die Welt als  schlecht betrachtet, die beklagt und verbessert werden müßte, zeigt man damit, dass man glaubt, dass es etwas zu tun gäbe. Nytia u. Co. haben noch nicht erkannt, dass es außerhalb ihrer selbst keine andere Welt gibt, als das Ich. Ich = Welt.

Der Typ, der die 12 Lehren "verstanden" hatte und dennoch ebendig in die Hölle gefahren ist, ist nur deshalb in die Hölle gefahren, weil die Lehre keine lebendige Wahrheit für ihn war, sondern weil er sie nur mit dem Kopf erfasst hatte und sie wohl auf eine ganz ähnliche Weise gedeutet hat, wie man dies immer wieder bei dem Blogbetreiber lesen kann: er hatte keine "Wahre Einsicht".
Die "Große Erde" hat nichts mit dem Zustand unseres Planeten zu tun, sondern ist m. E. nur eine Metapher für die Große Mutter, wie sie z.B.  Laotse verstand.
Das Bewußtsein des NICHT-Tuns jenseits von Ego wirst du erst dann erlangen, wenn du erkennst, dass alles zweckgebundene und nützlichkeitsbedachte Tun - ob in böser oder  guter Absicht getan, eitel ist - VERGÄNGLICH!

Alles vergängliche Tun ist relativ.  Die Vergänglichkeit ALLEN Tuns und Machens erkennen - darum geht es. Kümmere dich nicht, sorge dich nicht um die Zukunft des Planeten, der Menschheit, ziehe deine Aufmerksamkeit ab von der Welt, egal ob du sie gut oder schlecht findest und folge deiner Wahren Natur.  Erkenne, dass alles, was du von der Welt weißt, nur eine Vorstellung deines Verstandes ist! ("Klugscheiß")  (Das Klingt wie eine Handlungsanweisung, woll, - ist auch nicht zu "machen", solange du keine Achtsamkeit resp. Gewahrsein entwickelt hast, in dessen Fokus allein dir die "Wahre Einsicht" zuteil werden könnte. Und solange dein Blick nach draussen geht und Gutes und Böses, Richtiges und Falsches wahrnimmt, wirds auch nichts mit  Gewahrsein von "Wahrer Einsicht".

Ooooh ihr Mönche, aaaach ihr  Eierköppe und Schönsprecher! Easy is right?
YES, aber leicht "nehmen", kannst du's eben nicht. Du mußt die Leichtigkeit SEIN. Die Dinge "leicht nehmen" ist der Versuch des Egominds, seine Kellerleichen,  die ihm das Leben so schwer machen, unter Verschluß zu halten; (leicht nimmt es auch die Klofrau Friedelinde)  Sehr lange funzt das aber nicht...Wie lange nimmst du's leicht? Ein kleiner Piekser nur und schon bist du wieder drin im Emo-Zirkus und der nächste Unliebsame fliegt aus deinem Blog. By the way: Was geschah eigentlich mit dem User "Alles ist Bewußtsein"?

Leichtigkeit gewinnst du vor allem nicht, indem du aus dem Hier & Jetzt "nach draußen" in deine gedanklichen Vorstellungswelten/Gräuelszenarien flüchtest... Da draußen ist niemand! Vergiß die Welt und laß die Toten ihre Toten begraben. Überlasse die Welt den Moralisten und Philosophen... Kehr um - das heißt: werde innerlich.
Sei achtsam. Der Anfang wäre damit getan, im Hier und Jetzt zu bleiben, statt sich mit Gedanken über den Zustand der  "Welt" zu identifizieren, egal wie sie  für dich auch sein mag - sie ist nur so, weil du  sie so siehst. Weil du konditioniert bist, sie so zu sehen... Du allein, dein Verstand, gibt der "Welt" die Bedeutung und hält die Interpretation  für die Wirklichkeit. Die Erkenntnis alles dessen als Maya und die Erkenntnis der WIRKLICHKEIT hinter deinen Vorstellungen und Gedanken bewirkt die wahre Leichtigkeit des Seins.

Der Schreiber N.zieht Schlüsse, d.h. er deutet mit dem Verstand und wenn der Verstand deutet, was jenseits des Verstandes liegt, nennt man das auch  "WeltKlugscheiß" und  "Moral predigen"....der Gutmensch ist nicht totzukriegen.

http://satyamnitya.wordpress.com/2014/08/04/friedelinde-es-ist-besser-nichts-zu-tun-und-es-leicht-zu-nehmen/

Nitya schreibt an anderer Stelle über Hingabe/Vertrauen ...".Na ja, wie kommt man zu diesem unbedingten Vertrauen? Gar nicht natürlich, solange da zwei im Spiel zu sein scheinen. Oder doch? Ich denke gerade an das Spielchen, das Gott mit Hiob gespielt hat. Ich nehm dir alles weg, was du hast, mal sehen, ob du mir dann noch vertraust."

Ja? Oder Nein? Oder doch? Ein bisschen sehr wirr, wenn man bedenkt, dass hier einerseits gesagt wird, dass es kein Vertrauen (in Gott/Dharma)  geben könne, wo zwei im Spiel seien...
Wer sind denn die zwei? Mensch und Gott. Es kann nur Vertrauen und Hingabe geben wo es ein Gegenüber gibt. Und Gott ist solange ein DU, ein Gegenüber, bis die Einheit mit ihm erkannt ist. Wer Gott aus dem spirituellen Prozess draussen vorlassen will, hat das Ziel schon vefehlt:Heilung, Menschwerdung. Aber schließliich führt Nitya den lieben Gott mit Hiob durch Hintertür wieder ein. Also doch zwei???? Oder sogar drei? Fragen über Fragen...
By the way: Wenn Gott dir alles genommen hat,  b e w e i s t  sich allererst dein Vertrauen. Da musst du schon einen Vorschuß leisten und es dirzuerst einmal recht gut mit IHM gehen lassen...die Dunkle Nacht des Hiob wartet gleich um die Ecke. Du bist Hiob.

Rinzai meinte zu den  Fragen seiner Anhänger: Wer seinen Mund auftut, hat es schon verfehlt.  LOL!



Krankheit


Wenn ich sage, ich sehe die Krankheit, dann sehe ich "Struktur" , anders kann ich es nicht beschreiben. Es gibt ja die Sucher oder gar Finder, die glauben, Krankheit zu sehen, wäre unmöglich, wenn man "erleuchtet" sei. Krankheit zu sehen, sei eine "Wertung" und komme daher aus dem Ego. Gut möglich, dass ich das früher selbst mal so geglaubt habe... aber dem ist nicht so. Ich sehe Krankheit genauso, wie ich das Ego, das falsche Ich anderer Menschen wahrnehme, wenn es in Aktion tritt. Nicht, weil es mir Spaß machen würde, anderer Menschen Schatten zu sehen, sondern weil ich die Heilungsbedürftigkeit oder -notwendigkeit sehe. Das ist für mich "Lernstoff". Erst seit 2011, seit  ich Ich bzw. die Welt von Innen her wahrnehme, kannn ich solchen Dingen bis auf den Grund sehen und gehen. Das nennt man auch "Hell-Sehen" - aber nein, die Zukunft kann ich nicht sehen,  sicher aber verstärkt sich dieses Hell-Sehen immer mehr und erfaßt oder beleuchtet immer größere "Räume". Hellsehen ist ein Aspekt unserer Wahren Natur.

All das, was "ich" heute "kann",  tun wir Menschen alle ununterbrochen, wir sind uns dessen nur nicht bewußt, wir vertrauen uns und unserem Unbewußten nicht und schenken dem deshalb keine Aufmerksamkeit und verdrängen... Alles, was dir spontan in den Sinn kommt ist WAhrheit ohne Unterschied, - ob persönliche-relative  oder überpersönlich-absolute Wahrheit spielt keine Rolle. Wir glauben unserem unbewußten Gott nicht, wir fangen sofort an, nachzudenken, ob das denn richtig und gut sei, was da so in den Sinn kommt. Ob "man" das denken oder sagen darf...

Neulich dachte ich an einen Mann, der mir reichlich aktivistisch erscheint und m. E. nicht innehalten und zur Ruhe kommen kann. Sofort fiel mir eine Medizin dagegen ein: Mondlichtbaden in einem Weiher bei Nacht, in stiller Rückenlage. Als ich daran dachte, dies dem Mann zu empfehlen, kam  sofort die Vorstellung einer Mauer und dass es diesem Mann unangenehm werden könnte, wenn ich mich zu sehr  in sein Leben "einmische".  Ich meine, es sind ja keine Ratschläge, die ich erteile, es teile nur die Dinge mit, die ich "sehe" und denen ich nun  absolut vertrauen kann.
Diese Vorstellung einer Mauer - war das nur die Projektion meiner Befürchtung, oder kam dieser Impuls ebenfalls aus dem Unbewußten? Spontan oder impulsiv? Solche Fragen bewegen mich immer wieder. (Anm. Ich lag völlig richtig mit der Mauer, es hat sich später bestätigt.)

Ich sehe, s c h a u e  also  eine psychol. Struktur, das heißt, ich analysiere  nicht mit derm Kopf, obwohl die Ratio selbstverständlich mitbeteiligt ist an diesem Prozess, denn das, was ich schaue, will ganzheitlich, also auch intellektuell verarbeitet und in Sprache umgesetzt werden. Auch die Erinnerung spielt eine Rolle, denn zu der Struktur fallen mir oft, aber nicht immer spontan auch die herkömmlichen Diagnosen zu dieser STruktur ein, die mir durch meine Krankenhausarbeit  in Psychosomatik und Psychiatrie her geläufig sind.


Ich habe schon des öfteren Fritz Riemann erwähnt. In seinem bekannten Buch "Grundformen der Angst" beschreibt er, wie die verschiedenen Ängste mit verschiedenen neurotischen Zügen zusammenhängen, die in jedem Menschen in  mehr oder weniger ausgeprägter Form zu eigen sind. Ich kann dem Buch in voller Gänze zustimmen, ich habe auf meinen "Schattenreisen"  den  gesamten Neurose-Quadranten  sozusagen "durchtobt".  Ich konnte alle diese Neurotizismen in mir erkennen und auflösen.
Wer sich selbst erkannt hat, erkennt alle Menschen. Das gilt für das kleine Selbst genauso wie für das Wahre SELBST.

Niemand will neurotisch sein, aber jeder ist es. Die Angst und Abwehr, die diesem Wort entgegengebracht wird, ist verständlich. Aber ein spiritueller Sucher sollte sich dieser Angst bewußt werden... die meisten allerdings reagieren so abwehrend wie Otto Normal auf die Aussicht, zu einem Psychiater gehen zu müssen. Da ist immer noch das Vorurteil am Werke, neurotisch zu sein, hieße verrückt zu sein. Eugen Drewermann schrieb irgendwo, dass Neurose die Sünde sei. So ist es. Erbsünde sozusagen. Das versteht man aber erst, wenn man in Kontakt mit seinem Unbewußten gekommen ist. Selbsterkenntnis ist immer auch ein personaler Prozess. Im Christentum hat man seine Sünden bekannt und gebeichtet. In der Psychotherapie wird man sich seiner Abwehrmechanismen und seiner Neurosen bewußt. Die Wirkung ist dieselbe. Erlösung. Befreiung.


Pseudo-Advaita

als Trial & Error zu bezeichnen, ist schon recht blauäugig.
2000 Jahre exoterisches Christentum - Trial & Error? Die mißverstandene bzw. gefälschte  Botschaft Jesu - Trial & Error? Das ist auch nichts anderes als Pseudo-Advaita. "Godfather-Syndrom". Da wurde der Irrtum - die Verfälschung der Botschaft Jesu -  für Jahrtausende zum Massenwahn.
Die Advaita-Lehre ist nichts besonders Exklusives, sie hat nur den Geruch des Besonderen. Die Mystik des Christentums, des Islam (Sufi) u.a.  sagt nichts anderes. Einheit ist Einheit und die Erfahrung von Einheit ist immer dieselbe, egal aus welcher Religion jemand kommt, die Mystik, die Essenz ist immer dieselbe.
Advaita klingt elegant, trendy. Advaita-Cafe - Wow! Klingt doch ganz anders als Einheits-Cafe, Nicht-Zwei-Cafe! Gottvater-Cafe....Triunity-Cafe, Leere-Cafe, Nichts-Cafe. Nobody-Cafe. Wortmagie.

Das Eine ohne Zweites; das ist im patriarchalischen Christentum Gottvater ohne die übrigen 2 "göttlichen "Personen" - das ist das Eine ohne Zweites, wie es im Pseudo-Advaita verstanden wird,  2000 Jahre patr. Christentum brachte Gottvater ohne Sohn und Heiligen Geist, von der Mutter gar nicht zu reden..dem Sohn und Heiligen Geist zollt man nur Lippenbekenntnisse und die Mutter - die Weiblichkeit Gottes  modert immer noch als Kellerleiche im kollektiven Schatten.
Das nenne ich das Godfather-Syndrom, Pseudo-Advaita - eine leere Einheit, die alles ausschließt, was die Fülle des Seins ausmacht!
Statt das Zweite  - die Vielheit, die Dualität, Polarität  - transzendierend einzuschließen, schließt man die im Pseudo-Advaita konzeptuell aus.

Das Eine ohne Zweites bedeutet in Wahrheit aber einfach nur die Transzendierung der Dualität, nicht deren Eliminierung.  Das Zweite ist im Einen eingeschlossen und aufgehoben, aufgehoben im zweifachen Sinne. Paradox. Nicht zu verstehen. Das Pseudo-Advaita ist nichts anders als das Pseudo-Christentum, dieselbe Pseudo-Religiösität, die den Menschen und die ganze Welt an den Abgrund gebracht hat.

Wenn ich  Pseudo-Advaita "kritisiere", dann kritisiere ich damit zugleich das traditionelle patriarchalische  Kirchen-Christentum, (du kleiner Racker, du, der mir in einem Blog-Kommentar den wohlmeinenden GutmenschRat gab, doch endlich mit meiner Kritik am Pseudo-Advaita und dem Schlachten Heiliger Kühe (Ramesh B.) aufzuhören, das wäre nur Trial & Error. Darum geht es nicht.  Solange ich etwas nicht TOTAL durchschaut habe, wird es eben weiterhin durchschaut. ... oi oi oi und du willst "alle" Heiligen Kühe geschlachtet haben? Wäre dies tatsächlich der Fall, dann hättest du den SINN hinter den Schlachtungen verstanden.



Die Leerheit

der Dinge (in Abwesenheit von Ego)  bedingt die Fülle des Geistes! Das heißt, erst die Leerheit macht der Fülle Platz, d.h. die Abwesenheit des Egos bedingt die Anwesenheit des SELBST.

Das Advaita-Schlagwort bzw. die Kultphrase vom "Einsickern des Verstehens" bedeutet nichts anderes als das Aufscheinen der geistigen Erkenntnis/Weisheit,Wirklichkeit;  christl: Herabkunft des Hl. Geistes: eine sprudelnde Quelle ständiger Ein-Sichten (Erleuchtung), des GeWAHR-SEINS von Wahrheit, der relativen wie der absoluten Wahrheit.
Was da "einsickert", sind Ein-Sichtströpfchen aus dem unendlichen Weisheitsreservoir Gottes.
Der Begriff "Verstehen" ist mißverständlich, denn er impliziert ein Verständnis des Egominds, der niemals verstehen kann,was über ihn hinaus geht. 


Respekt

Ich höre einen Gesprächsfetzen im Vorübergehen:" Respekt heißt, nicht nur vor der Person, sondern auch vor deren Meinungen zu haben....".

Tja, das gilt nur für die dual-personale Ebene und auch da gilt: Meinungen sind keine Tatsachen. Aus transpersonaler Sicht sind alle Meinungen abzulegen, besonders wenn man sie für die eigene hält. Unmöglich, dass ein Meister jemals Meinungen tolerieren oder gar respektieren würde. Solche Sätze wie sie oben gesprochen wurden von Otto Normal sind sogar nicht selten aus spirituell berufenem Munde zu hören, da hält man Meinungen mitunter  sogar für  "persönliche Wahrheiten".
Es besteht kein Anlaß, die Person, d.h. das falsche Ich mit seinen   second-hand-Meinungen zu respektieren. Im Gegenteil, diese Personen inc. ihrer Glaubenssätze und Meinungen soll zerstört werden.


Demenz

Ich habe mich ja schon einmal gefragt, ob ein SELBSTverwirklichter Mensch Demenz bekommen kann. Mir schien und scheint das immer noch unmöglich. Wer sich SELBST/Gott verwirklicht hat,  der ist schon im Leben gestorben. Das heißt, im Egotod hast du alles losgelassen und "vergessen", d.h. du hast deine Identifizierung mit deiner Geschichte und Vergangenheit usw. losgelassen.  Alzheimer oder Demenz im allgemeinen ist ein körperlicher Prozess, der über einen längeren Zeitraum genau dasselbe Vergessen im Sterben simuliert, nur dass dieses Sterben zum körperlichen Tod führt.
Krankheit ist Metapher, Hyroglyph mit einem geistigen Hintergrund. Krankheit ist m. E.  immer eine Manifestation des Unbewußten, die besagt,  dass da etwas bewußt gemacht werden will.  Eine körperliche/somatische Manifestation  ist meist Ausdruck der Psyche.  Psyche und Soma sind untrennbar miteinander verbunden. Wer nicht auf seine Seele hört, der muß fühlen. Wer nicht loslassen kann, der wird letztlich über den Körper bzw. Krankheit  gezwungen, loszulassen, um "einzugehen durch die enge Pforte"

Mit der Neurose zur Erleuchtung?
Jesus: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? …
Das triffts auf den Punkt!




Von Jiddu Krishnamurti


sagt man, er hätte sich beklagt, dass niemand von seinen tausenden von Zuhörern seiner Vorträge das JETZT erfahren habe, welches er ihnen (redend) ständig vor Augen führen wollte.
Jetzt weiß ich auch warum das nicht möglich war oder ist: Er hatte das "Kleine Jetzt" nicht berücksichtigt: die Befindliichkeit des Ichs  in seiner Ego-Trance mit seinen gegenwärtigen Gefühlen (der Abwehr, der Zuneigung, des Ergreifen- und Habenwollens). Diese Trance konnte er mit Sprechen nicht durchbrechen.  Er sprach i.d.Regel zu Intellektuellen (Eierköppen), die zwar ganz Ohr wahren allerdings nur einohrig/linkshirnig auf seine Ausführungen reagiert haben. Er hat ihnen das überpersönliche Hohe JETZT  - die Zeitlosie Ewigkeit - vermitteln wollen, ohne auf das persönliche "niedrige Jetzt" einzugehen.
Natürlich ist es für Menschen jederzeit möglich, in eine  JETZT-Erfahrung einzutreten, das Ego kann jederzeit  beiseitetreten, aber diese einzelne Ego-Entrückung macht noch keinen Meister. Meister wird man erst, wenn das Ego komplett gestorben ist bzw. wenn man SELBSTverwirklichung im Sinne von kompletter Wiedergeburt erlangt hat.
Um auf Dauer Gewahrsein zu erlangen, ist die Annahme dessen, was jetzt ist, was jetzt in der Person vorgeht, die Voraussetzung und  Bedingung für die Transformation auf die höhere Stufe der  transpersonalen  Erfahrung von "JETZT".



UG Krishnamurti.

"Das Problem oder das Pathologische, wenn Sie so wollen, entsteht dann, wenn sie ständig mit sich im Selbstgespräch sind, unabhängig davon, ob die äußeren Umstände das Denken überhaupt erfordern. Sie unablässig mit sich selbst: Ich bin unglücklich, was ist der Sinn des lebens usw. Wenn die unaufhörliche Kommunikation mit Ihnen nicht vorhanden ist, sind SIe, so wie Sie sich kennen und erfahren, nicht vorhanden. Wenn es diesen inneren Monolog nicht mehr gibt, fehlt auch das Bedürfnis, mit anderen zu kommunizieren, Sie kommunizieren  mit anderen also nur,, um die Kommunikation mit sich selbst aufrecht zu erhalten....
UG Krishnamurti"

WAs UG hier sagt, stimmt nur teilweise. Das normal-Pathologische sind m. E. nicht die Selbstgespräche, sondern dass die Selbstgespräche diskursiv-horizontal verlaufen, entweder vergangenheitsbezogen oder zukunftsbezogen, nicht die Selbstgespräche, sondern die Identifikation mit den Gedanken... Diese Befangenheit in Selbstgesprächen sind mit ein Grund dafür, warum wohl niemand von den "Eierköppen" vom Zuhören erleuchtet werden konnte. Keiner konnte mit dem vertikalen Ohr hören, dem mit derTiefe verbundenem Herzensohr. Trotzdem kann es passieren, die Herzöffnung...jederzeit.

Richtig ist, dass kein Bedürfnis mehr nach Kommunikation besteht, wenn das diskursive Denken aufhört. Das Denken, die "Selbstgespräche" hören nicht auf,  weil oder wenn die Selbstgespräche auf eine höhere Ebene transformiert sind.  Die Basis hat gewechselt vom Egogespräch zum bewußten SELBSTgespräch und der Bewußtheit darüber, dass die Kommuniikation mit anderen SELBSTbezügliche SELBSTgespräche sind.  Die Verlagerung geht von der horizontalen diskursiven Denke zur vertikalen Erkenntnis, die ja auch wiederum  in Worte gefasst werden will.
Dass man kein Bedürfnis mehr nach Austausch oder  Kommunikation im ganzen hat, bedeutet aber keineswegs, dass man keine Kommunikation mehr hat oder dass man zum Schweigen verdonnert ist! Man schwätzt sozusagen, ohne zu schwätzen.... LOL!


Diesseits von Ego bist du egoistisch-selbstbezogen. Sogar der Altruist ist aus transpersoneller Sicht ein selbstbezogener Egoist, der nur "glaubt", dass er irgendetwas für die anderen Menschen tue.
Leider scheint mir auch bei den Worten UG Krishnamurtis eine Leere ohne Fülle durch... sehr mißverständlich... eine Leere ohne GEIST. Ich habe nicht allzuviel von ihm gelesen... Aber man sollte beim Lesen von Texten sog. Meister immer daran denken, dass diese Menschen auch erst zum Meister reifen mußten...(Wer weiß, aus welcher Zeit seine Worte stammen) ...dass eine Erfahrung noch keinen Meister macht - außer die  voreilig selbsternannten Meister, die auf einem Auge blind sind, weil sie auf die notwendigen menschlichen Reifungsprozesse meinen  verzichten zu können).

Das Problem ist, was ich heute an WAhrheit erkenne, erscheint morgen möglicherweise wieder in einem ganz anderen Licht und in einem anderen oder in größeren Zusammenhängen. Man sollte möglichst auch beachten, dass die Texte von sog.  Meistern  über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg entstanden sind und dass manche Unwahrheiten oder Mißverständnisse  eben auch darauf beruhen, dass die Meister nicht immer (vollendete) Meister waren, als sie ihre Worte sprachen.
Wie man in der Spiri-Szene gut beobachten kann, gehen die meisten Menschen mit ihren spirituellen Erkenntnissen, Erleuchtungen und Erweckungen viel zu schnell an die Öffentlichkeit, manche fühlen sich nach nur einer Erfahrung gar ad hoc zum Lehrer berufen, weil sie eine einzelne spirituelle Erfahrung  mit SELBST-Verwirklichung verwechseln, den Teil für das Ganze halten.




Annahme 

Annehmen, was ist, heißt für den WIedergeborenen jenseits von Ego  keinerlei Widerstand mehr gegen die Dinge und Situation/Menschen zu leisten. Hier bin ich absolut unfähig, Widerstand zu leisten, (was aber nicht heißt, dass du zu gegebener Zeit nicht laut und deutlich Tacheles reden könntest.) Wenn ich mir dies oder jenes vornehme und mein Vorhaben scheitert an irgendwas, dann nehme ich das emotionslos hin. Deswegen gibt es für mich auch keine Probleme mehr: Wo kein Widerstand herrscht und nur Annahme ist, da ist es unmöglich, ein Problem zu kreiieren. Mein Haut ist zudem dicker als eine Elefantenhaut, da prallt alles ab. Nicht nur Tadel,  Abwehr und Abneigung anderer Menschen, sondern auch deren Zuwendung und Zuneigung.

"Das, was ist", ist nicht in jedem Fall dasselbe:
Diesseits von Ego nämlich, heißt annehmen, was ist, zuerst einmal, den Widerstand anzunehmen gegen das was ist! Hier geht es immer um die Annahme des  Hier und Jetzt meiner persönlichen Befindlichkeit bzw. der Situation, in der ich mich befinde. Meistens flüchte ich mit allerlei Abwehrmaßnahmen aus der Gegenwart....

Ich meine, dass dies mit für die Verwirrung verantwortlich ist, die auf spirituellem Gebiet herrscht: dass man den BW-Zustand diesseit mit demjenigen jenseits von Ego verwechselt oder gleichsetzt!
WEnn ich die Redewendung Jenseits von Ego benutze, meine ich  i m m e r  den "entkoppelten" Perma-BW-Zustand des WIedergeborenen. Keineswegs ist damit ein singulärer vorübergehender Erwachens- oder Erleuchtungszustand gemeint, bei dem das Ego für eine kurze Zeit beiseite getreten ist.
DAS, WAS IST ist jenseits von Ego die unpersönliche REINE neutrale Wahrnehmung der WIRKLICHKEIT des Moments.



Freitag, 15. August 2014

Der Mensch braucht Kraft und großen Mut, der Heil'ge Kühe schlachten tut.

U.G. Krishnamurti



Kommentar zu Nity'as Blog


Zum Zitat von UG Krishnamurti:

"Sie sind blind. Sie sehen nichts. Wenn Sie wirklich zum ersten Mal sehen und wahrnehmen, dass es kein Selbst zu verwirklichen gibt, keine Psyche zu reinigen, keine Seele zu befreien, dann wird das ein unglaublicher Schock sein. Sie haben alles in Seele, Verstand, Psyche – wie immer Sie es nennen wollen – investiert, und plötzlich stellt es sich als falsch heraus. Es ist schwierig für Sie, sich die Wirklichkeit anzusehen, in Ihrer momentanen Situation. Ein Blick genügt, und Sie sind erledigt."

http://satyamnitya.wordpress.com/?s=+%22Sie+sind+blind.+Sie+sehen+nichts.



Na ja , wenn man alles glaubt, was so geschrieben steht, ohne zu hinterfragen, ob nicht etwa aus dem Zusammenhang gerissen oder falsch übersetzt., oder...Aber der Egomind braucht Bestätigung und um seine Überzeugungen/ Glaubenssätze zu unterstützen, filtert er nur das heraus, was ihm nutzt, was seine Abwehr stärkt und aufrechterhält.  Da dienen auch die Texte UGKs manch einem  nur dazu, die eigenen Ängste zu beruhigen und die Vorurteile gegen Schattenintegration bzw. eine integrale Spiritualität zu betonieren..

Also erst einmal sagt dieses Zitat von UGK  hier absolut nichts gegen sog. Schattenarbeit oder integrale Spiritualität aus,  Leutz; wahrscheinlich ist, dass er diesen Begriff  (C.G. Jung)  nicht gekannt hat. Unwahrscheinlich, dass ihm der Begriff des Unbewußten fremd war - er hat in Europa  Psychologie studiert! Noch unwahrscheinlicher ist, dass ihm sein Unbewußtes nicht zu Bewußtsein gekommen ist (=Schattenintegration).
Und ganz WICHTIG: Bitte beachten,  dass  er mit dem Begriff des Selbst nicht das sog. Wahre SELBST meint, sondern kleine Ich/Ego! Diese Gleichsetzung/Verwechslung sorgt  bei "ungebildeten" Lesern immer für erhebliche Verwirrung.


Bevor man also deutet, sollte man vor dem Projezieren immer erst einmal  definieren., folks!  (Wer das Projezieren benötigt , wird sich vorlieblich um das Definieren drücken).

Um des Verständnisses  willen würde  ich zunächst einmal die Frage stellen: Was oder wen meint UGK mit diesen Leuten, die "alles in Seele, Psyche, Verstand investiert haben?
Meint er vielleicht die  Leute, die z.B. auf dem Spiri-Markt kein Schnäppchen verpassen, die Wellness-Spiris, die Guru- und Workshop-Hoppers,  die "Macher"?
 Meint er "Investition" in die HEILUNG allein von Seele, Psyche und Verstand, ohne die Hingabe an den GEIST? Das wäre im spirituellen Kontext unverständlich,  weil  Heilung nicht zu  m a c h e n   ist, weil es der Führung des Wahren SELBST unterliegt. Ohne den Großen GEIST geht gar nix. "Investieren" tue ich nur, wo keine Hingabe ist": da renne ich von Doc zu Doc, von Guru zu Guru, von Workshop zu Workshop. Das kostet unnötig viel Geld und Kraft...und dennoch braucht der Mensch seine Irrwege.
Nur wo Hingabe ist, geschieht Heilung.(Schattenintegration/Individuation)


Ich weiß  nicht, wie die Worte UGKs von ihm gemeint sind, für mich zeugen sie nicht gerade von großer Klarheit.


Klar, irgendwann gibt es immer ein  Erwachen aus dem Irrtum, aber kein "übles",  sondern DAS Große Erwachen: Dann nämlich, wenn die Sucher nach all ihren Bemühungen  unter dem Bodhibaum endlich erkennen dürfen, dass all ihr Machen und Tun, was sie für hochspirituell hielten,  nichts anderes als Verbesserungen zur Aufrechterhaltung und Kultivierung des  (spirit.) Egos waren  - nur: dann aber werden sie auch zugleich ihrer Wahren Natur gewahr!!!
Es ist  nicht möglich, den Irrtum zu erkennen, ohne gleichzeitig erleuchtet zu sein. Die Bewußtheit in der Erkenntnis,   dass ich auf dem falschen (Ich-) Dampfer war,  IST die Erleuchtung! Nichts ausser dem Ego ist hier "erledigt". Bewußtheit oder Bewußtwerdung (Gewahrein)  ist zugleich Loslassen! 
In dieser "Letztgültigen Erkenntnis" erkennen sie, dass Sucher und Gesuchtes eins ist und immer schon IST, dass es keinen Weg, keine Geschichte, keine Person je gegeben hat.


Das Ego kann  zunächst gar nicht anders, als im Außen zu suchen und in manche Irrtümer zu "investieren".  Der Prozess der Verinnerlichung geht nicht von heute auf morgen.Das einzige, was man in die Suche letztlich zu  "investieren" hat, ist das eigene falsche Leben.Und dies radikal. Das "Investieren" ins spirituelle Ego gehört mit zu den Irrtümern auf dem spirituellen Weg. Das Ego ist per se der Macher, und solange es lebt, will es eben auch den spirituellen Weg "machen" und spirituelle Erfolge erzielen.)



Noch einmal UGK:
"Sie sind blind. Sie sehen nichts. Wenn Sie wirklich zum ersten Mal sehen und wahrnehmen, dass es kein Selbst zu verwirklichen gibt, keine Psyche zu reinigen, keine Seele zu befreien, dann wird das ein unglaublicher Schock sein. Sie haben alles in Seele, Verstand, Psyche – wie immer Sie es nennen wollen – investiert, und plötzlich stellt es sich als falsch heraus. Es ist schwierig für Sie, sich die Wirklichkeit anzusehen, in Ihrer momentanen Situation. Ein Blick genügt, und Sie sind erledigt."
 

Wer diesen UGK- Text des längeren meditiert, statt ihn vorschnell zu interpretieren, der wird an ihm verrückt werden. Schön oder schrecklich verrückt...  Der Text beinhaltet  kein "heiliges Paradox", sondern  scheint mir eher falsche Interpretation und Schlußfolgerung aus dem Verstand zu sein und spricht auch nur den Verstand an. Eine Teuflische Verkehrung, der man nur auf die Spur kommt, wenn man die Wahrheit kennt.

Deshalb erlaube ich mir den Text aus meiner eigenen Erfahrung heraus zu modifizieren:

Du bist blind, Du siehst nicht. Wenn du wirklich zum ersten Mal EINHEIT erfährst, dann erkennst du auch, dass es immer Einheit gab, dass Du niemals aus der Einheit Mensch-Gott hinausgefallen bist... du erkennst, dass es niemals etwas wie ein personhaftes Ich (Psyche, Verstand, Seele, Körper) gegeben hat, dass Du schon immer frei bist und alles, was du glaubtest zu sein, Maya, Schein ist. Ein Blick genügt und das Ich ist erledigt.Tot. Mausetot.



Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob es  einen Menschen gibt, der ohne vorhergehendende ReifungsProzesse eine sog. "Letztgültige Erkenntnis" haben kann.


Wenn ja, und wenn ihn diese Erfahrung nicht verwandelt hat, dann wird er paradoxerweise - um wirklich geistig wiedergeboren zu werden - dennoch nicht drumherumkommen, die" Psyche zu reinigen", sonst wird es für ihn nie eine letzte "Letztgültige Erkenntnis" geben, die wie der Begriff schon andeutet, die  l e t z t e   Erkenntnis ist -  die Erkenntnis des Sterbenden! - die ihn für "immer" ans Andere Ufer bringt.
Wenn du nicht "sterben" willst, bleibt dir nur eins: ein Konzept, welchem du in schöngeistiger Resignation bis ans Ende deiner Tage anhaften kannst - ein  Verrat am SELBST bzw. der Verrat an der Verwirklichung deiner Wahren Natur für das Linsengericht eines Konzeptes.

Alles klar jetzt? No? Absurd? Eben.
Da kannste echt bekloppt werden, woll? HAH! - Hörst du jetzt das Klatschen der einen Hand?
(Eigentlich ist es Jacke wie Hose, ob man sich von den Ausführungen UGK's oder den meinigen ad absurdum führen läßt, Hauptsache, der Verstand setzt aus!)

"Sie sind blind und sehen nichts..." das sagen mit besonderer Vorliebe diejenigen mit dem dicksten Balken im Auge und meinen die anderen. UGK aber meint DICH.

Im übrigen sage ich mit meiner Deutung der Worte UGKs nichts über dessen gesamte spirituelle Qualifikation  aus. Es geht mir hier nur um dieses Zitat. Ich weiß, wie schwer das Absurde in Sprache zu bringen ist... Da nimmt man es ja häufig auch "nicht mehr so genau" mit der Ausdrucksweise und dann wird das Absurde gerne noch absurder als es ohnehin schon ist... 
Meine Deutung hat nur eine Bedeutung für mich - Geister zu unterscheiden ist mir ein ungetrübtes Vergnügen, ab und an wird da auch mal eine Heilige Kuh geschlachtet... UGK jedoch hat mir bislang noch keinen Anlass für ein Schlachtfest gegeben - nichts von heilig. LOL!

(Sollte UGK tatsächlich gemeint haben, dass es nicht notwendig ist, das Unbewußte bewußt zu machen, dann war er kein Meister. Höchstenfalls ein Tourist. Ein Gelegenheitserleuchteter.
An den Dornen wird man sie erkennen...LOL. Dann gibts Schlachtfest!)



Selbstfindung, Selbstverwirklichung


hat immer einen zwiefachen Charakter. Einerseits die personale andererseits die transpersonale. Der Ursprung des Menschen ist nun mal ein zweifacher.

Wer seine Milchtüten mit Spüli auswäscht, "plattmacht", zusammenfaltet und noch einmal verschließt, damit sie nicht stinken - zeigt mir mit dieser doch recht zwanghaft. unbewußten anmutenden  Aktion exakt seinen Umgang mit den ungeliebten Anteilen/ Verdrängung: Mit dem ganzen Aufgebot  psych. Abwehrmittel wird hier das Grab tapeziert und der stinkende Misthaufen der Verdrängung  parfümiert.



Identitätsverlustangst


ist auf der spirituellen Reise ein ständiger Begleiter, schon deshalb ist es wichtig, niemals die personale Selbstverwirklichung zu vernachlässigen. Zu vernachlässigen wäre in diesem Falle weit eher eine allzu große Beschäftigung mit spirituellen Themen und/oder das Einstellen von exzessiver Meditation. Erdung ist da angesagt



Allgegenwart


bedeutet nicht, dass mir alles (Wissen) zu jeder Zeit gegenwärtig ist. Allpräsenz bedeutet in meiner Erfahrung die Erkenntnis,  dass sich mein BewußtSEIN    a l l e r   Bewußtseinsebenen  gleichzeitig gewahr ist - der dualen ebenso wie der nondualen. Allgegenwart bedeutet nicht, dass ich an jedem Punkt des Universum gleichzeitig anwesend wäre, wie es offenbar von manchen Leuten interpetiert wird.


Narzissmus

Der Narzissmus macht auch vor Erleuchtungserfahrungen nicht halt. Wo eine narzisstische Komponente hineinspielt, wird das transpersonale Erlebnis der SELBSTerfahrung stante pede vom Ego dazu mißbraucht, um das persönliche Selbstwertgefühl zu verbessern und zu erhöhen. Nur deshalb klammern sich manche dieser sog. Erwachten so an ihre Erlebnisse, verewigen sie, indem sie sich Konzepte konstruieren,  z.B. das Konzept, dass DAS und  Neurose/"Sünde" neben- und miteinander friedlich koexistieren könnten.  (DAS  ist Gewahrsein, BEwußtheit, in deren Licht sich jede  Neurose  auflöst!)  Ihr Argument lautet: Erleuchtung bedeute nicht, dass die Neurose geheilt wird.

Damit haben sie recht: eine einzelne oftmals nur sekundenkurze Entrückung des Egos bedeutet eben halt auch nur einen kurzen Einblick in die "Wahre Natur" - damit hat man sie jedoch keineswegs auf Dauer verwirklicht! Ich glaube, dass hier der große Irrtum dieser Leute liegt: dass ein einmaliges Erwachen schon "Verwirklichung" der Wahren Natur sei. Dass mehr nicht möglich sei... Und wenn ich mich recht erinnere, hat  R. Balsekar sich irgendwo ähnlich mißverständlich ausgedrückt. Ob er das so gemeint hat, ist mir fraglich. Ich kenne fast nur die Interpretationen seiner Anhänger und was die aus meinen Worten machen, machen sie auch aus den Worten anderer: Nur das herausfiltern, was ihren Urteilen und Vor-Urteilen Nahrung und Bestätigung gibt.
Ein einmaliges Erwachen ist i.d.R. die Initiationszündung, die die personale und die transpersonale Selbstverwirklichung in Gang bringen kann - allerdings nur, wenn der Erwachte seine Erfahrung loslassen kann und damit die Bereitschaft zeigt, sich auch den Tiefenprozessen  der Selbstverwirklichung der Person/ Individuation hinzugeben.
Einsicht in die eigene Heilungsbedürftigkeit - statt die Neurose mit scheinspirituellen Gründen zu rationalisieren und damit  aufrechtzuerhalten. Ohne die Selbstverwirklichung der authentischen Persönlichkeit gibt es auch keine Transformation auf die transpersonale Ebene der SELBST-Vewirklichung.  Erst jetzt in der geläuterten ICH-SELBST-Einheit sehe ich  die Wahre Natur "verwirklicht"  - ein Ausdruck, der nur annäherend beschreibt, denn die SELBST- bzw. Gottverwirklichung in der EINHEIT von Person und SELBST - beginnt auf dem Pfadlosen Pfad und hört niemals auf.

Der narzisstische Gewinn, die Selbstwerterhöhung, die oft aus der spirituellen ERfahrung gewonnen wird,  ist allerdings so labil wie eh und je, sodass er mit jeder Infragestellung des Erlebten drastisch sinkt und das Ego/ Falsche Ich zu den alten Waffen der Abwehr und Entwertung greift. Um den Selbstwert beständig hochzuhalten, ist permanente Bestätigungszufuhr von nöten. Die Erwähnung berühmter Lehrer/Meister, die man natürlich alle persönlich, wenn nicht gar intim kennt,  oder man brüstet sich gerne mit der Teilnahme an Satsangs berühmter Lehrer und  schmückt sich insgesamt gerne mit berühmten Namen von Lehrern und Gurus... Höhepunkt der Selbstbefriedigung ist dann für manche die Teilnahme am Berliner Forum für Erleuchtung,  wo scheinbar jeder Erwachte seinen Furz lassen  und sein Häufchen machen kann, wenn der Haufen nur angenehm parfümiert ist.
Mit einem voll intakten  Abwehrsystem wird die Verdrängung aufrechterhalten, das Unbewußte bewußt zu machen, bekommt somit keine Chance. Ein Leben mit der Neurose - nein gar die Kultivierung und Überhöhung der Neurose als "Erscheinung" von Es bedeutet eben auch, resigniert und aufgegeben, -  den Traum vom Fliegen -  ausgeträumt zu haben. Es bedeutet, den Rest des Lebens  nurmehr eine alte käsige Erinnerung an das vom Ego befreite "entkoppelte" Bewußtsein zu pflegen.  Das macht wütend! und bedeutet fürderhin eben auch ein lebenslanges Herumhacken der dressierten domestizierten Hausgans auf das Fliegen und die Freiheit der Freien Wildgans - ein ständig bohrender  Neid und Haß auf jene, die sich dem schmerzhaften Verwandlungsprozess hingegeben haben und dadurch auf Dauer und Zeit ihre wahre wilde Natur und auf EWIG  ihr Gottbewußtseins wieder erlangt haben.


Kunst

sehe ich jetzt auch unter zwei Blickwinkeln: einmal im personalen Bezug, Kunst als Darstellung und Verarbeitung von persönlichem oder kollektivem Leid und auf der anderen Seite die Wahre Kunst, die über all das Persönliche in den transpersonalen Raum hinausweist. Wirklich ergreifen kann nur die Kunst, die uns er-INNERT, wer wir wirklich sind.

Nondualismus

Wenn ich davon spreche, dass man beim Pseudo-Advaita in der Nondualität hängengeblieben ist, dann meine ich damit, dass man in den Vorstellungen von Nondualität hängenbleibt.  Ganz allgemein könnte man sagen, dass jede PseudoSpiritualität  Pseudo-Advaita ist. Dazu gehört auch der Bereich der prärationalen Verwechslungen uvm. Ja klar, und natürlich das ganze Christentum.



Projektive Identifizierung

Erst beschwert man sich, dass ich Namen nenne in meinem blog - anonyme Nicknamen wohlbemerkt! - demnächst wird man sich beschweren, dass ich keine Namen mehr nenne. Die Gefahr dabei ist, dass man sich jeden Schuh anzieht.jeder wird damit die Möglichkeit bekommen, sich im eigenen Spiegel zu sehen... Wäre für meine Leser eine  gute Gelegenheit zur Schattenarbeit: Projektionen erkennen und zurücknehmen.

Wenn man sich jeden Schuh anzieht, beruht das auf einer Selbstwertproblematik. Dabei zieht man sich aber häufig nicht den eigenen, sondern den fremden Schuh an - was auf einer Projektion des Eltern- Introjekts beruht, des bösen Eltern-Über-Ichs/Böse Mutter.

Diesen Projektionen und Introjekten auf die Spur zu kommen, war für mich mit eine der schwierigsten Übungen auf dem Individuationsweg.

Den Spruch: "Getroffener Hund bellt" mußte ich ebenfalls einer Total-Hinterfragung unterziehen.
Denn wie wohl die meisten Menschen war ich des (falschen) Glaubens, das, was mich treffe und defensiv oder offensiv hochbringt, sei genau das Negative und Böse, was ich verdrängt hätte...., und dass "Hinschauen" in diesem Zusammenhang bedeute, mich im Licht des fremden Spiegels zu sehen.
Es verging viel Zeit, bis ich erkannte, dass die Spiegel der anderen nicht gerade die saubersten waren und was mir da von anderen Menschen (falsch) gespiegelt wird der eigene Dreck ist. Immerzu ließ ich mich von den "Projektiven Identifikation" der anderen einschüchtern und kleinmachen. Solange mein Selbstwertgefühl aber durch die negativ-Botschaften der "Bösen Mutter" bestimmt und negativ beeinflußt wurde, konnte ich weder die Projektion der anderen auf mich, noch meine "Gegenübertragung", meine eigene  Identifikation mit dem mir von den anderen angebotenen Spiegel-/Selbst-/Bild  erkennen.  Ich nahm das angebotene Bild immer an, weil es meinem negativen Selbstbild entsprach. Das war eines der Dinge, die mich verrückt machten und die mich den engeren Umgang mit anderen Menschen meiden ließ: ihr Attribuierungsstil.
Der neurotische Attribuierungsstil scheint ganz eng mit der projektiven Identifizierung in Zusammenhang zu stehen bzw. beruht der Stil darauf.

Mich hat das früher schier verrückt gemacht: Bin ich wirklich das, was  andere in mir sehen? Betrüge ich mich ständig selbst? Habe ich so ein falsches Selbstbild von mir? Welches Bild stimmt nun, das meine oder das Bild, was andere mir spiegeln?

Auch dass die projektive Identifizierung ständig ihr Gesicht wechselte, irritierte mich: Manchmal interpretierte ich die projektive Identfikation als Identifikation mit dem "Bösen Blick" der anderen. Ein ander Mal fand ich die projektive Identifikation darin, wie sie im psychol. Lehrbuch definiert ist: ich projezierte meine eigenen unbewußten Anteile auf andere und diese Anteile schlugen dann scheinbar durch andere Menschen auf mich ein. Allerdings kam das eher selten vor, ich litt vielmehr unter denjenigen, die sich dieser Manöver bedienten. Ganz so aggressionsgehemmt war ich wohl nie gewesen , dass mir meine eigenen feindlichen Gefühle nicht bewußt gewesen wären.

Ein Beispiel: Jemand glaubt bei dir eine schlechte Gestimmtheiit wahrzunehmen und fragt, ob du böse auf ihn bist. Du sagst, nein, ich denke nur grade über was nach, hat mit dir nix zu tun.  Der Andere gibt nicht nach: Doch, du hast doch was, komm, sag, was hab ich dir denn getan?  So geht das hin und her, schliesslich bist du total gereizt und wirst laut. Daraufhin der Andere: siehst du, du bist doch böse auf mich! Warum lügst du dann?
In Wirklichkeit ist  der Andere derjenige, der insgeheim was gegen dich hat, negative  Gefühle wie Hass, Neid, oder was auch immer für verborgene Aggressionen,  die er sich selbst verbietet und unter Verschluss hält.  Diese nimmt er nun in der Außenwelt bei den anderen wahr. Dieses Manöver dient dazu, das eigene sauber-geschönte Selbstbild zu stärken und im ganzen gesehen die negative Weltsicht zu bestätigen und aufrecht zu erhalten.
Projektive Identifizierung findet man auch bei jenen Leuten, die den Scheiß im eigenen Garten nicht sehen, aber im Garten ihres Nachbarn...  oder  bei jenen, die  den eigenen Balken, die eigenen unbewußten Eigenschaften in einen Putin oder Obama projezieren, den eigenen SchafStall aber nicht weniger repressiv  regieren.


Vorstellungen

Vorstellungen kann man sich auch jenseits von Ego machen. Man ist nur nicht mit ihnen identifiziert, man glaubt nicht an sie, sondern lacht darüber... Ich mache mir immer noch Vorstellungen, z.B. wenn ich mir vorstelle, dass wir "vom Koma umgeben" sind, eine Ableitung von dem Kometen, der von Koma umgeben ist, was immer damit auch gemeint ist. Natürlich ist damit gemeint: Ich bin von Tiefschläfern umgeben. Was aber wiederum nur als eine weitere Vorstellung ohne WIRKLICHKEITSCHARAKTER erkannt wird... LOL... das Spiel mit den eigenen Vorstellungen ist mir jetzt zu einer ständigen Quelle der Heiterkeit geworden...


 Das Pseudo-Advaita

macht jede Suche von vorherein obsolet. Wer resigniert ist und eh im Leben keinen Sinn sieht, wird bestärkt,  dem Leben von VORNHEREIN   jeden  Sinn abzusprechen und dem Suchen nach Sinn von vorherein den Riegel vorschiebt und die Resignation wird kultiviert, indem man ihr einen exstistentiellen Anstrich gibt. Das ist nichts anderes als Nihilismus, weil es durch diese Glaubenshaltung niemals zu der nötigen Innenwendung kommt.  Dabei wird  entweder die gewonnene Erkenntnis eines singulären, jedoch  folgenlosen Erleuchtungs- oder Erwachenserlebnisses dazu mißbraucht, die Suche als Ganzes von vornherein als nicht notwendig zu postulieren. ...Oder es werden auch die Früchte der SELBSTverwirklichung am Ende einer lebenslangen Suche als Ausgangspunkt für die gesetzt, die noch nicht mal angefangen haben, zu suchen. Oblomow.
Es ist aber mal so, dass das Suchen im Außen nicht ausbleiben kann, weil das Ego nicht anders kann, als im Außen zu suchen. Auch die Leute, die bei Ramesh B. oder Samarpan in der ersten Reihe sitzen, suchen im Außen.  Erst wenn durch Hingabe und Innenkehr das Wahre SELBST/Gott oder der Meister im Herzen gefunden wurde, hat die Suche ein Ende.

Der in der verkopften Fiktion  - statt im Sein verwurzelte  - von nondualistischen Vorstellungen Befangene wie ich es immer wieder beim  Fredo-Advaita  sehe,  hält dieses "ONE" für den ganzen Kuchen - da  bejubelt man die eingebildete Einheit und  EIN-fachheit und leugnet die Komplexität des ganzen Kosmos/Lebens/Vielfalt, die in diesem ONE inbegriffen ist. Thanatos-Philosophie.
Kindliches Staunen über die Wunder der Einfachheit? - Oh je, wenn da das Staunen über die Vielfalt der relativen und vergänglichen Welt fehlt, da fehlts dir an der Bewußtheit und vor allem der LIEBE, die ALLES integriert und ALLES umfasst und auch die Vielfalt des Kosmos durchdringt. Nichts als das übliche zahnlose und impotente lebensunfrohe  Pseudo-Spiri-Geschwafel. Ein Erfahrener sieht, dass da weder Abstieg noch Aufstieg - weder Flux noch Efflux stattgefunden hat.
Und darauf bildet sich die Impotenz auch noch was ein.
Staunen, Flüstern,  Resignation - Kultworte, leere Banalitäten, von vielen staunend gestammelt und  geflüstert werden in den Seinszustand eines göttlichen Attributs erhoben.
Es gibt so etwas wie Staunen nicht jenseits von Ego. Nur das Ego kann staunen, - nur wo etwas objektiviert wird, nach außen gesetzt, kann man staunen,  - retrospektiv -  nach der "Ergriffenheit".

Staunen  - so könnte ich sagen, wenn ich ganz radikal bin - ist quasi wider den Geist der Heiligen Nüchternheit! Sehr viel wahrscheintlicher nämlich ist, dass man über die eigenen Interpretation und Vorstellungen staunt, die man sich über ONE gemacht hat. Staunen kann man über die Wunder des Lebens, aber nicht über die Wunder des NICHTS. Wenn du erkennst, dass du SELBST das LEBEN bist, hört auch das Staunen (über die Wunder der Vielfalt) auf, welches immer ein Gegenübergesetztes, ein Du, ein Objekt braucht.

Solange du staunst, hast du ES nicht (auf Dauer)  verwirklicht. Staunen ist eine philosophische Tugend. Emotion. Das wahre  Einheitsbewußtsein ist jenseits aller Emotion. Wer die Welt und ihre Dinge von innen heraus erfaßt, ist unberührt von der Welt und ihren Dingen,  er ergreift nichts und wird von nichts mehr "ergriffen" - auch nicht vom Staunen.
Boah, klingt das langweilig, wa?!


http://satyamnitya.wordpress.com/2014/08/03/fredo-es-ist-so-einfach-und-simpel/#comment-20570
Siehe auch den heutigen (03.08.14)  Gast-blogpost von Fredo in Nitys Blog.
"Bissgurk'n"? Coool... LOL.. Nur: Wen meint er eigentlich? Kommt mir irgendwie bekannt vor, die "Verfolgerin" und der Herr Professor Z.

Besser: ERKENNTNIS. Geistiges Verständnis.