Freitag, 28. November 2014

Zum "Knilch" gibts heut' ein Extrablatt - so sehr hat Babuschka gelacht!

Blick ins Schwarze Nichts



Schlußfolgerungen ***

Die Schlussfolgerung scheint  beileibe noch nicht "tot",  wie ich früher mal glaubte. Der schlussfolgernde Verstand funktioniert immer noch, wenn nicht gar besser als "zuvor", weil er nicht durch wahnhafte Emotionalität und verzerrte Wahrnehmung getrübt ist und auf der personal-dualen Ebene die "richtigen" Schlussfolgerungen zieht.  Auf der Konsensusebene sind Schlussfolgerungen immer noch unbedingt angebracht, sonst könnte ich nicht mal eine Straße überqueren. (Der Unterschied ist wie immer der, dass ich nicht mit meinen Schlußfolgerungen identifiziert bin).

Meine weiblichen Antennen sind ebenfalls nicht "abgestorben" und so ziehe ich meine Schlüsse, , wenn z.B. ein  "Knilch" (Ausdruck nach meiner alten Freundin Mary Daly, RIP) auf meine FB-Seite kommt,  und der, nur weil ihm die Argumente ausgehen, mich und damit alle Frauen auf widerlich-primitivste Weise in ihrer Weiblichkeit beleidigt ...ein Knilch, der ständig sexuelle und andere obszöne Anspielungen macht, auf seinem  Titelbild  angekettete junge Mädchen in einem Käfig zeigt, seine links auf Sado-Maso-Praktiken hinweist, sein Profilbild im Vordergrund  sein  "linksgetragenes" Glied  (so freundlich thematisiert von einer FB-Freundin des Herrn Lebensberaters)unter seiner Hose zeigt, im Hintergrund die Füße ...   Was für Schlüsse soll frau ziehen, wenn man ihr auf der Startseite sagt,  dass die beste Position die auf den Knien ist?  Alles nur Spass? Vielleicht will der Herr uns nur eine philosophische Lektion über die Vordergrund-Hintergrund-Wahrnehmung erteilen?



In Schrift, Bild und Ton versteht es der Knilch, sich so  vernebelt, verschwammelt und verschwurbelt zu präsentieren, dass einer "wohlwollenden"  Frau das Hören und Sehen vergeht. Klar ist, dass die Mehrdeutigkeit dieses Herrn ihn ganz eindeutig davor schützt, festgenagelt zu werden. Diese Undurchschaubarkeit sorgt für Verwirrung und macht ihn so gefährlich für blauäugige Frauen mit selektiver Wahrnehmung und eingeschlafenen Alarmglocken, so einer hats nämlich besonders auf jene Frauen abgesehen,  bei denen die Instinkte, das Alarmsystem geschädigt ist. Gelingt das nicht,  dann wird  - im übertragenen Sinne - das Gewehr (rifle)  herausgeholt. (This is my rifle, this is my gun, this one's  for fighting, this one's for fun) Eine Kostprobe vom heutigen Tag auf Facebook:

Nikolaos Kavazis: geht das noch lahmer? aber Mitleid kann auch Triebkraft sein. Da draussen ist also nichts? und warum hast Du Dir dann SELBST als Kind so den Hintern aufreissen lassen, dass der Dünnschiss nun vorne rauskommt Esokrüppel? Du solltest mal mit Monika ausgehen, und wenn ihr dann wieder zurück seit zeigt sie Dir noch einiges aus ihrem Perversitätenkabinett - Opfer.
Gestern um 01:59

Nikolaos Kavazis:  sind hier alle borderline Austherapierten unterwegs?? Mädels Mädels was für ne Station hier - da hilft nix mehr - Lobotomie vielleicht?

Nikolaos Kavazis: Und nu viel Spass noch bei der Gruppentherapiesitzung. Und was das "Loch" angeht war mein Instinkt ja wieder richtig. 12 Jahre Psychiatrieerfahrung und Strichbegehung sind in meinen Augen perfekt inszeniert hier als Monika aka Nessie. Aber gut auch Sch.. ist Göttlich.



Das Spielchen von Nikolaos ist für mich aber nichts Neues auf der spirituellen Spielwiese. Das Spiel sagt:  Egal, was ich sage und tue,  - für deine Reaktion bist nur du ganz allein verantwortlich - weil: du allein bist es, der allem die Bedeutung verleiht. 
Bei diesem Spiel wird immer eine transpersonale ehemalige lebendige Erkenntnis - von eigenem oder fremdem Mist ist egal - oftmals dazu benutzt, um sich einen Spass draus zu machen bzw. um andere Menschen den spirituellen "Mores" zu lehren. Das bedeutet, man leugnet seine Beteiligung des Konfliktes auf der dual-personalen Ebene, hebt ihn auf eine fiktive transpersonale  Ebene: Ätsch, du allein bist der Bedeutungsgeber. Dabei vergißt der Urheber des Konflliktes gänzlich, dass er - sein Egomind -  den Konflikt ebenfalls durch Bedeutungsvergabe initiiert hat. Hier wird die spirituelle Wahrheit/Erkenntnis, dass das Ego der Namen- und Bedeutungverleiher  ist für alles, was fleucht und kreucht und  "erscheint", personifiziert und dazu benutzt, die Verantwortung für das eigene Sprechen und Handeln und den gesamten Konflikt auf eine andere Person abzuwälzen und die eigene Beteiligung geleugnet.

Alles in allem hat sich Herr K. durch sein Verhalten, Schrift und Rede in jeder Hinsicht disqualifiziert. Wer den Unterschied zwischen Vorstellung und WAHRnehmung (Gewahrsein) nicht kennt, entlarvt alles, was er sagt, als hohles Geschwätz, insbesondere dann, wenn er anderen Menschen alles, was sie sagen, als "Vorstellungen" vorhält.  Wie viele irregeleitete Spiritanten sieht sich diese "spiripathische"  Dreckschleuder als einen klaren Spiegel und  fühlt sich dazu berufen, diesen Spiegel jedem vorzuhalten, der ihm nicht nach dem Mund redet.
Er jongliert mit der Sprache, alles ist  - gewollt oder unbewußt?  - mehrdeutig , für die Reaktion, den  "Film"  aber (bzw. die Interpretation), der im Kopf des anderen abläuft,  macht er diesen allein verantwortlich. (Wie gesagt: das stimmt nur aus der GEISTIG ERKANNTEN (!) transpersonalen SEINS-Perspektive,  die darf man nicht auf die persönliche Ebene des Egominds hinunterziehen und damit Schindluder treiben! Das ist das alte Sado-Maso-Knilchtum im neuen spirit. Gewande)
Wenn so ein Knilch einer Frau auch noch unreflektiert unverstandene Sentenzen von Virginia Woolf ins FB-Gesangbuch schreibt, dann dreht sich einer Freifrau von Vogelsang vollends der Magen um.


Prof Zoff,  der die interessanten spiripathologischen FB-Umtriebe dieses Herrn ebenfalls mit  Interesse verfolgt, hat irgendwo noch eine besondere Perle von Frauenverachtung gefunden. Sinngemäß habe Kavazis, der Frauen u.a. als "Löcher" tituliert,  dort geschrieben, der Frau sollte jede Bildung verweigert werden und am besten sei sie unter einer Burka aufgehoben.
Die Freifrau sagt: Der volle Namen dieses sexistischen Schmierlappens sollte zur Warnung veröffentlicht werden.
Dazu Prof Zoff aus dem Off:

Yep, Nikolaus Kavazis gibt sich als Spiritueller Heiler und Lebensberater aus. Er führt offenbar über ein Portal "Bistri" beratende Videogespräche. Der Verdacht besteht, dass er mit seiner Facebook-Präsenz Kund(inn)en abzuzocken versucht,  indem er sie mit  kostenlosen "Fernheilungen" anlockt - der brotlose „Heinz“.
Die Art und Weise, sein plötzliches Auf- und Abtauchen -  vor allem aber die verbale Hemmungslosigkeit, mit der N.K. seinen Dreck schleudert, könnte auch auf den Gebrauch von gewissen Substanzen schliessen lassen."

Was den (radikalen) Feminismus angeht: Man muss nicht mit Feminismus identifiziert sein, um Unrecht und Menschenverachtung zu erkennen und anzuprangern, ihr Buben und Spiripathen!! Habt's ihr immer noch nicht kapiert, dass es sich bei  Frauenrechten um MENSCHENrechte handelt?!
Feminismus spielt erst dann keine Rolle mehr, wenn Ihr  Frauen als gleichwertige Menschen erkannt habt, vor allem aber dann nicht mehr, wenn man seine eigenen männlichweiblichen Anteile aus der Verdrängung geholt hat.
Eine SELBSTverwirklichte Frau, die ihre weiblichen und männlichen Anteile verwirklicht hat - die mit ihrem wahren Mensch- (und Gott-) SEIN "identifiziert" ist,  wird nämlich immer noch gerne und oft als gehässige Emanze und bösartige Männerfeindin verunglimpft - davor scheint wohl auch der spirituellste Macho nicht gefeit, wie man es immer wieder erleben kann in diesen pseudoerleuchteten  Kreisen.
(Einen Freiherrn oder eine  Freifrau von Vogelgesang - die weder männlich noch weiblich sind,  könnte man in der Rubrik "androgyn" unterbringen,... Wahr ist aber: es gibt kein Wort dafür, weil dieses Bewußtsein über die Androgynität hinausgeht.)



Das Glossar der Knilche



Der amerikanische Original-Ausdruck von Mary Daly ist mir leider im Moment nicht erinnerlich. Die deutsche Übersetzung Knilch finde ich etwas unbeholfen und triffts nicht ganz.
Hier ein kleiner Auszug zur Definition von Knilch aus Daly's Werk "Reine Lust".
Zitatanfang:
"Knilche können manchmal als Personen im Sinne des lateinischen Wortes persona - Maske, Schauspieler, Rolle - bezeichnet werden. Diese personae "schlucken" Individuen, die die knilchigen Funktionen, die zur Erhaltung und Fortführung des Sadostaates notwendig sind, ausüben. Damit ist jedoch nicht gesagt, daß Individuen, die dies mit sich geschehen lassen, dafür nicht verantwortlich seien. Das Gegenteil ist der Fall.

Die knilchigen Akteuer/Schauspieler stützen den Sadostaat und werden von ihm gestützt. Ihre Handlungen, Rollen, Inszenierungen und endlosen Wiederholungen sind auf viel Weise frauenmörderisch, dazu gehört nicht zuletzt, daß sie so etwas wie Deck-Erinnerungen in die Welt setzen. Deckerinnerung ist "eine vorgestellte oder wirkliche Erinnerung an die frühe Kindheit, deren Wichtigkeit in der Erinnerung überbewertet oder auf andere Weise verzerrt wird und so dazu beiträgt, daß damit eine andereErinnerung von tiefer emotionaler Bedeutung unterdrückt wird". Die Bühnen und Bildschirme des Vordergrunds der Väter, des Staates/Zustandes von Erfundenem/Erdichtetem überschütten uns mit schrecklichen und mörderischen Gestalten/Formen. Diese stellen eine Masse von Menschen(Männern)-gemachten aufgeblasenen mumifizierten "Erinnerungen" dar, mit denen die aus uralten Zeiten kommenden Anderen Erinnerungen, die von tiefer Emotionaler Bedeutung sind, unterdrückt werden.

Die Erscheinung und Wider-Erscheinung von Knilchen geht in unterschiedlichen Formen vor sich. Zu diesem stoßenden Gedränge gehören die folgenden knilchigen Vertreter/Akteure/Typen:

bores - Langweiler/Bohrer
borchers/butchers
Pfuscher/Stümper/Metzger
cocks - Schwänze
danglers - Schwengel
dicks - Pimmel
drones - Drohnen
fakes - falsche Fuffzger
fixers - Fixer
flashers - Exhibis
framers - Linker

Knilch-Gesänge:
This is my rifle, this is my gun,
this one's for fighting, this one's for fun


frauds - Betrüger
hacks - Schmieranten
hucksters - Werbefifis
jabbers - Pieker
jerks - Wichser
jocks - Böcke
plug-uglies - Schläger
pricks - Säcke
prickers - Stecher
rakes - Gänger
rippers - Schlitzer
shams - Blender
sneaks - Schleicher
sniffers - Schnüffler
snitches - Spitzel
snookers - Schnüffler
snoops Schnüffler
snot-boys - Rotzbengels
snudges - Schleimer
snuffers - Snuffer - von Snuff-Filmen
studs - Beschäler/Besteiger
wantwits - Blödmänner, Nulpen

et cetera. 


Weiter gehts hier:
http://shiftdude22.twoday.net/stories/zweiter-liebesbrief-in-selbstreflexion-an-dich-der-philosophie-der-ver/
Mary Daly's Sprachgebrauch ist sehr ungewöhnlich, sie hat eine neue weibliche Sprache geprägt, die leider in der Übersetzung nicht gut rüberkommt. Was aber nicht an der Übersetzerin Erika Wisselinck liegt.


Wer glaubt, der Feminismus habe im spirituellen Kontext nichts zu suchen, weil er ein fieser Ismus ist, irrt. Um die weibliche Spiritualität, die weiblichen und männlichen Anteile aus dem Exil zu befreien, erachte  ich es für eine unbedingte Notwendigkeit, sich als Frau nicht nur mit der persönlichen, sondern auch mit der kollektiven Geschichte der Frauen zu beschäftigen. Der personale Schatten ist nämlich nicht getrennt vom kollektiven Schatten. Aber wie alles, kommt auch dieses Interesse ganz von SELBST im Verlaufe des Individuationsprozesses...
Ach ja die allzuguten Frauen in ihrer Selbstvergessenheit: Soviel Mitleid haben sie mit den Männern, dass sie das Mitgefühl für sich selbst darin ersäufen.




Gesundheit!

Mein Blutdruck ist wie schon gesagt, seit ca. 1 Woche viel zu hoch und es dauert manchmal Stunden, bis er wieder runter ist.  Das Herz scheint ekg-mäßig in Ordnung zu sein, allein die Schlaganfallgefahr ist gegeben, droht mir der Doc. Na gut, ich rechne damit und weiß, was ggf. zu tun ist, wenn die "Attacke" wieder auftauchen sollte. Nein, ich habe keine Angst, keinerlei Überlebensangst. Der Gedanke: "Ich will leben" taucht nicht auf, ich habe kein Gefühl, ich müßte in meinem Leben noch etwas nachholen, bewirken oder missionieren. Mein Lebensziel -  nicht dumm sterben zu müssen - habe ich verwirklicht. Aber wie schwer war es, die Zwiebel zu schälen,  die "Dummheit" zu heilen und Klarheit und Gewahrsein zu verwirklichen. Das ist heute für mich überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, all das Blut, der Schweiß und die Tränen... Im nachhinein scheint alles so leicht, so einfach, als wäre alles schon immer dagewesen... LOLOLOLLL
Aber die scheinbare Zwiebel muß woh geschält werden, auch wenn wir am Ende scheinbar NICHTS finden. he he he
Jedenfalls, egal wie es mir gesundheitlich gehen mag, ich werde beschreiben bis zum letzten ATemzug. Oder auch nicht... lol!



Umkehr

Umzukehren bedeutet, nach Innen zu gehen und Projektionen zurückzuholen...das, was man im Draußen so sehnsüchtig sucht, in sich SELBST zu finden. Schattenintegration bedeutet ja nicht nur, das Böse, was man bei anderen wahrnimmt, in sich selbst zu finden, sondern vor allem, das Gute,  die Güte - und darüber hinaus zu guter Letzt: die GÜTE - GOTT.



Gefühle

können m. e. nicht absichtlich oder willentlich  zu ihrem Ursprung "zurückverfolgt" werden. Ich glaube, das habe ich noch nicht richtig klar gemacht. Gefühle sollen total gefühlt werden, und die ursprüngliche Situation, in der sie entstanden sind, wird sich von selbst zeigen;  aber nur dann, wenn man genug Achtsamkeit entwickelt hat, dann zeigt sich dies in einem Bild, welches aus dem Unbewußten steigt. Wenn nicht, ist es auch nicht weiter schlimm... Die Bilder werden mit wachsender Achtsamkeit immer deutlicher.



@ XY:

Die Antwort auf deine Frage, warum der User Coppakiller "schrumpfen" muß, lautet:
Um so mehr er schrumpft, um so größer fühlt er sich. Um so kleiner er sich fühlt, um so mehr muß er andere Menschen (Egos) schrumpfen. Seine Größe fußt also auf der Kleinheit der anderen. Für coppakiller gibts nur schwarz oder weiß,  unten oder oben.  Entweder er ist oben oder er ist unten. Fühlt er sich unterlegen, wird geschrumpft. Deswegen sieht man ihn fast nur schrumpfen und wenig Substanzvolles schreiben, weil er ständig in der Defensive ist und um seine  Oben-Position kämpfen muss. Der kleinste Zweifel an seinem "Wissen", Hinterfragung oder Kritik  greift ihn in seinem Selbstwertgefühl so sehr an, dass sein Abwehrsystem hochfährt und den automatischen Schrumpf-Mechanismus ablaufen läßt.
Schrumpfen gehört in die Kategorie der psychologischen Abwehrmechanismen (Entwertung).
"Die Entwertung als ein psychischer Abwehrmechanismus gehört zu den primitiven Abwehrmechanismen und bildet den Gegenpol zur Idealisierung. Als Schutzmechanismus wird Entwertung zur Stabilisierung des Selbstwertgefühles eingesetzt und dient der Abwehr von Neidgefühlen oder Verlust- und Abhängigkeitsängsten...." weiter gehts hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Entwertung_%28Psychologie%29
Abwehrmechanismen sind Anteile des Egos, die der Bewußtheitsentwicklung im Wege stehn. Ein Mensch ist dann "erleuchtet" hat sich SELBSTverwirklicht,  wenn er diese Abwehrmechanismen nicht mehr braucht bzw. aufgelöst hat.
Solange Coppakiller die Menschen nicht nur abwerten, sondern auch depersonalisieren muß (Bilder von Gesichtern im "Avatar" kann er  nach eig. Angaben nicht ertragen), wandelt er auf "schwarzmagischen" Irrwegen. Ein Krieger, der gegen Windmühlen kämpft - dem eigenen Schatten.
Wie schon gesagt: der Ego-Verstand simuliert sogar das SELBST. So wie der Egomind aus  Dissoziation eine Desidentifikation bastelt, ahmt er die Entpersonifizierung, die im Laufe des spirit. Prozesses stattfindet, nach, indem er insbesondere die Person, den anderen entwertet.  Nicht selten wird  gar das pathologische Depersonalisieren  - eine schwere psychische  Not - als  spirituelle Tugend verkauft.
(im Allmystery gepostet?)

Das Don-Quichotte-Syndrom
Die Ritter, Retter und Krieger von der traurigen Gestalt
http://www.neon.de/artikel/fuehlen/erwachsen-werden/das-don-quichotte-syndrom/639162
Das D.Q.-Syndrom in der Ökonomie.
http://ef-magazin.de/2010/03/29/1968-oekonomie-das-don-quichotte-syndrom




Absichtslosigkeit

Klar bin ich noch in der Lage, Absichten zu hegen, ganz so ohne funktioniert das Leben nicht - allerdings kann ich nur kurzfristige Ziele verfolgen. In den Supermarkt einkaufen gehen, Wohnung aufräumen, Baden  z.B.  Wenn ich irgendeine Absicht nicht sofort umsetze, vergesse ich es wieder. Planungen wie: erst erledige ich dies, dann das, dann jenes - funktionieren nicht mehr. Die Zeitlosigkeit macht mir ständig einen Strich durch solcherart Zielvorstellungen....
Gerade eben fiel mir ein, dass die "Sterbephase" damals in 2011 ebenfalls von einer enormen Vergesslichkeit geprägt war und dass in dieser Phase wohl auch alle Zielverfolgungsantriebe abgestorben sind... viel anders als damals ist es heute nicht, alles, was ich plane oder beabsichtige wird ganz schnell vergessen... nur ängstigt es mich nicht mehr. Die Vergesslichkeit hat sich sozusagen normalisiert, ich vergesse z.B. nicht mehr, den Herd auszuschalten u.ä. Mein Mind ist so chaotisch, der kann nichts mehr festhalten.
Ich schrieb einmal, ich wäre gar nicht mehr in der Lage, Absichten und Pläne zu haben - das stimmt so nicht ganz: Absichten und Ziele tauchen auf, - ja, auch ab und an ein Wunsch - ich kann sie nur nicht mehr verfolgen, "durchziehen", eben weil alles so schnell den Orkus des Nichtwissens hinuntergeht. In der letzten Zeit hat sich das Vergessen allerdings so sehr verstärkt, dass ich mein angepeiltes Ziel nur 3 Minuten später an der Haustür schon wieder vergessen habe...




Marktplatz

Ich suche und brauche keine Stille mehr "aufzusuchen", ich BIN die Stille. Früher konnte ich mich nicht auf mich SELBST besinnen, ohne dass alle äußeren Störfaktoren ausgeschaltet waren. Heute verläßt mich das Gewahrsein auch nicht, wenn ich stundenlang den Fernseher anhab. Der Marktplatz ist überall. Nichts kann mich mehr zerstreuen. Wenn ich mir manchmal Filme anschaue, interessiert mich die Handlung ziemlich wenig. Ich schaue  und präge mir nur genau ein, was ich in den TV-Bildern sehe:  die Möbel in einer Wohnung, die Landschaft, die Details...
Identifikation mit den Personen im TV  ist nur ganz selten. Mir sind seit 2011 nur sehr wenige Male die Tränen gekommen angesichts des Leidens eines Menschen oder Tieres.... ich werde mir sofort bewußt, dass ich mich mit Unwirklichkeit identifiziere und kann die Identifikation sofort auf Situationen in meinem vergangenem Leben zurückführen.
Meine Heizung rauscht sehr laut und lästig seit Beginn der Heizungsperiode.  Das stört mich nur, wenn ich dem Geräusch Aufmerksamkeit schenke. Das tue ich selten, weil meine Aufmerksamkeit fast ständig nach Innen gerichtet ist. Dennoch habe ich der Hausverwaltung bescheid gegeben, ist wohl aber nichts zu machen. Na denn... Mietminderung kommt für mich nicht mehr in Frage, mit solchen Sachen geb ich mich nicht mehr ab. Das Leben im JETZT macht alles erträglich.




Geschichten

Was aus transpersonaler Sicht " Geschichten" sind, sind nicht einfach "nur" Geschichten, wie man aus manch unberufenem Munde zu hören kriegt. Die Lebensgeschichte, die Menschheitsgeschichte, der Kosmos sind alles Sinnbilder von geistigen Urbildern. Die eigene Lebensgeschichte, auch wenn sie nie geschehen scheint (!!!)* hat ihre tiefe Bedeutung und ihren Sinn.  Auf der unendlichen Bewußtwerdungsreise enthüllt sich mir dieser Sinn nach und nach. Hinter die Namen zu schauen bedeutet auch, hinter die Geschichten zu schauen.
Wenn ich mir Filme anschaue, soap operas, dann kann ich mich zwar nicht mehr mit Guten oder bösen Charakteren identifizieren, aber ich erkenne darüberhinausgehend alle Charaktere als diverse Anteile der menschlichen Psyche... diese Filme sind wie Märchen für mich, die sich tiefenpsychologisch deuten lassen.  Ebenso offenbaren mir die bekannten Märchen und Mythen auf einen Schlag ihre tiefenpsychologische resp. mythische Bedeutung, weil ich sie in mir selbst auf das Lebendigste erfahre oder erkenne.

* Es scheint noch viel irrwitziger zu sein: dass nämlich auch die Scheinbarkeit der sog. Realität  nur scheinbar eine Scheinbarkeit ist...oioioi
(Dass es irrwitzig für mich klingt, liegt natürlich wieder einmal an der Sprache, weil auch das Wort "Scheinbarkeit" nur Annäherung an die unbeschreibbare WIRKLICHKEIT ist.






Dank an Nitya's Blog

der mir einen  Hinweis auf die "Siddhis"  ("magischen" übernatürlichen  Kräfte) gegeben hat, die auf dem spirituellen Weg unweigerlich auftauchen. Der Siddhu (?) oder Magier kultiviert offenbar diese Fähigkeiten und identifiziert sich mit ihnen, der "Myste" läßt sie los, sobald sie auftauchen, damit Identifikation/Ego-Anhaftung gar nicht erst entstehen kann.
http://wiki.yoga-vidya.de/Siddhi



*** Ich vergass es oben, mich zu fragen, ob es sich bei dem, was ich  eine Schlussfolgerung nenne, nicht vielmehr um WAHRnehmung  im Sinne von GeWAHRsein handelt... manchmal verwechsle ich das noch und halte das eine für das andere. Der Verstand, der nicht durch neurotische Emotionalität getrübt  ist, nimmt  per se  w a h r  (jedoch nicht im Sinne der REINEN d.h. neutralen WAHRnehmung.) Dieser Verstand zieht zwar auf der personal-dualen Ebene die "richtigen" Schlüsse im Gegensatz zur Verzerrten Wahrnehmung und Interpretation des neurot. Egominds - aus transpersonaler Perspektive ist aber  j e d e   Art der Schlussfolgerung obsolet/UNWAHR, egal ob es sich um die neurot. Fehlinterpretation oder um die "richtige" Schlussfolgerung/Interpretation handelt.

Sonntag, 16. November 2014

Apokalypse NOW, my friend, 'cause at the end will Ich und Welt dir untergeh'n und im Lichte neu ersteh'n





Wenn Welt und Ich wird untergeh'n 
Und im Lichte neu erstehn,
Das ICH voll Freude Jubiliert:
ICH werde wieder eingeführt!
Yipppiiiieeeee!




Reinheit

Ein verpöntes Wort dank jahrtausende langen schwarzchristlich- moralitären Verständnisses.

Reinheit hat nichts mit körperlicher Jungfräulichkeit oder sexueller "Unbeflecktheit"  zu tun, sondern bezieht sich allein auf die Reinheit der Wahrnehmung, das reine Gewahrsein.


Reines Gewahrsein ist Reine Freude und deshalb rein, weil sie unbefleckt ist vom Eigenwillen des Egos.  Ananda, Glückseligkeit ist reine, stille Freude, obwohl auch dieses Substantiv nicht wirklich diesen zustandslosen Zustand beschreiben kann. Es gibt eben keine Worte dafür...


Reine Wahrnehmung ist auch deswegen rein, weil sie a) auf der dual-personalen Ebene unverzerrt ist von neurotischer* (!) FehlInterpretation  und b) auf der transpersonalen Ebene frei ist von jeglicher Interpretation überhaupt.

Reines neutrales Gewahrsein kann sich auf Dauer nur stabilisieren, wenn die personalen neurotischen Wahrnehmungsverzerrungen geheilt sind.

Das Interpretieren wird in spirituellen Kreisen auch sehr gerne gemaßregelt. So wie man versucht, keine Erwartungen zu haben, gibt man sich auch die  Mühe, nicht zu interpretieren  - vor allem aber lassen sich andere gut damit zu Räson bringen. Interpretation ist auf der personal-dualen Ebene absolut notwendig. Das neurotische Interpretieren aufgrund verzerrter Wahrnehmung allerdings ist eine Pathologie,  die  geheilt werden muss bzw. geheilt wird im Individuationsprozess.


* im Gegensatz zu den Interpretationen, die auf normaler subjektiver Deutung oder  Mißverstehen begründet sind.






Linji sagt:

"Werde zum Meister jeder Situation"... weiter komme ich mit dem Lesen nicht, sondern denke sofort: Was für eine herrliche Herausforderung für das EGO!
Es geht ja doch wirklich niemals darum, die Welt zu meistern bzw. wer sich selbst, das Ego gemeistert hat, hat auch die Welt gemeistert (Ego=Welt). Und wer sein Ego gemeistert hat, für den gibt es genausowenig "Situationen", wie es eine Welt oder ein Ego gibt. - außer derjenigen "Situation" , in der er gerade JETZT ist, und in der gibt es weder Situationen, noch etwas zu meistern. Das JETZT hat nämlich die Angewohnheit, sich nicht meistern zu lassen...LOL
Als Meister mußt du eh nichts mehr "meistern"...

Über Osho habe ich mich früher des öfteren geärgert, z.B. auch über den Satz: "Gehe niemals als Verlierer aus einer Situation." Ein wahrhaft leckeres Futterchen für das liebe Egolein.


Für eine lange Zeit war mein Thema  "Dominanz und Unterwerfung".  In zwischenmenschlichen BEgegnungen war ich von Haus aus der Verlierer. Als hilfreich-edel-gut dressierte Frau, die ich war, gab ich allen anderen den Vortritt. Ich liess alles mit mir machen, ich grüßte nicht zuerst und verabschiedete mich auch nicht zuerst, in allem veranstaltete ich die typisch-weiblichen Unterwerfungsrituale. Weil ich niemanden "verletzen" wollte, konnte ich nicht "dominant" sein.  Ich war höflich bis ins Koma und ständig fühlte ich mich  - narzißtisch leicht kränkbar, wie ich war - durch das dominante Verhalten von anderen, vorneweg die Männer, zutiefst verletzt.


Mokassins

In die Mokassins eines anderen Menschen steige ich bei jedem konkreten persönlichen Kontakt. Je nach Intensität und Dauer des Kontaktes gilt es,  danach  die "Pforten der Wahrnehmung" zu reinigen, um wieder mit eigenen Augen zu sehen. Zumindest früher brauchte ich  Rückzug und Stille, heute tritt die  SELBSTreinigung ohne mein Zutun in Kraft, wobei SELBSTreinigung nicht der richtige Begriff ist, weil ich mich nicht wie früher "schmutzig" mache oder fühle.

Früher hatte ich Angst davor, in den Mokassins anderer zu laufen, mich auf andere einzulassen - ich hatte Angst, mich selbst zu verlieren. Wie beim Sex hatte ich große Angst vor Ich-Auflösung, so brüchig war mein Identitätsgefühl, dass ich mich (ohne mich zu betäuben) weder einlassen noch hingeben konnte. An nichts und niemand. Erst als ich Gott - die wirksamste Arbeitshypothese, die es gibt, LOL! -  in mein Leben einließ, begann alles anders zu werden -  ich begann, mich  auf mich selbst einzulassen.



Das Allmystery-Forum

ist jedem Menschen zu empfehlen, der glaubt, "durch" zu sein. Allmystery ist ein guter "Marktplatz" um  Gelassenheit und  Gleichmut zu erproben. Hier wehen alle scharfen Winde, derer es bedarf, um die Basis, den "Felsen"  zu erproben. Läßt man sich allzu oft durch sie aus der SELBSTverankerung reißen, ist die Kirche auf Sand und nicht auf Fels gebaut,  - und du kannst sicher gehen, dass  deine "Wiedergeburt" ein Irrtum war. Dann gehts zurück auf "Los" ins persönliche Hier und Jetzt, denn diesbezüglich ist wohl die Achtsamkeit ziemlich auf der Strecke geblieben.



Weltverbesserer



wollen immerzu die Welt zu einem sicheren Ort machen. Man kriegt sogar Preise dafür...LOL. Weltverbesserung ist im Grunde Ichkosmetik und die schönste Spielwiese für das Ego, besonders für das spirituelle Ego, was etwas auf sich hält. LOL.   Jesus war (und ist als unser Wahres Selbst)  kein Sozialromantiker, sondern er fordert die radikale Abkehr von der Welt. Jesus als unser Wahres Wesen ist in der Welt, aber nicht von der Welt.
Es ist jedoch ganz in Ordnung, die Welt verbessern zu wollen, solange man dies nicht für eine spirituelle Tugend hält. Wer die Welt verbessern, sicherer machen will, sollte in die Politik gehen.

Buch-Empfehlung: Alan Watts; Die Weisheit des ungesicherten Lebens.




Lebenserfahrung

Leute wie Schildkrötin, die sich darüber empören, dass ich "psychologisiere" ohne eine akademische Ausbildung, Studium, Diplom zu haben,  erachten die eigene und anderer Menschen Lebenserfahrung viel zu gering. System- und autoritätshörig wie sie sind, glauben sie, Menschenkenntnis könne man in der Schule erwerben. Genau diese Sorte Menschen sind es, die man nach einem kurzen Psychologiestudium auf die Menschen losläßt. Wenn ich mir erlaube, Hinweise auf bestimmte Neuroseformen/ "Diagnosen" zu geben, dann habe ich mir das Rüstzeug dazu in den ca. 12 Jahren Krankenhaus (Psychosomatik, Psychiatrie)  geholt, von den unzähligen Büchern, die ich zum Thema las, ganz zu schweigen. Wenn auch nur eine einfache schlechtbezahlte "Tippse", war es schon immer meine Art, wissen und verstehen zu wollen, was ich da diktiert bekomme,  - ganz gleich, in welcher Sparte ich arbeitete.Es war mir  Gott sei dank nicht gegeben, wie meine Kolleginnen blindlings und bewußtlos einfach draufloszuschreiben, ohne den Sinn des Geschriebenen zu erfassen. Ich habe die Fremdwörter im Lexikon nicht nur auf die Schreibweise, sondern immer auch auf die Bedeutung geprüft - gleich, ob ich im Krankenhaus, im Rechtswesen, für den Schaustellerverband oder was auch immer ich gearbeitet habe. Ich war neugierig.  Ich mußte verstehen.

(Auch meine Jahre im Rotlichtmilieu waren nicht umsonst, allerdings bin ich doch ganz froh, dass ich da nicht allzu tief gegründelt habe und ich für die Zuhälter zwar ganz attraktiv, aber wegen meines penetranten Philosophierens doch nicht das geeignete Objekt schien...LOL... Ich habe mich bewußt (???) auf alles eingelassen, was mir in meinem beginenhaften AchterbahnLeben begegnet ist. Wozu das alles gut war, erkenne ich erst heute. Nach den Maßstäben der Gesellschaft war mein  Leben das Leben einer Streunerin, einer Gescheiterten, einer Versagerin... ständig krank,  unzählige Operationen, KLinikaufenthalte..., fast jedes Jahr ein anderer Job, eine andere Stadt, nichts "Gescheites" gelernt,... meine Buchhändler-Ausbildung machte ich erst mit 40 Jahren,  knapp am Gefängnis vorbeigeschrammt, die Einladung stand schon...LOL -  zwei nichteheliche Kinder...Angst- und Panikzustände, weil die Leichen in meinem Keller keine Ruhe geben wollten - mein Leben spielte sich fast durchgängig am Rande des Nervenzusammenbruchs ab, besonders dann, wenn ich es wie Herr Jedermann auf die gutbürgerliche Art versuchte.  Mit mir war gesellschaftlich kein Staat zu machen und die Verachtung meiner Mitmenschen war mein ständiger Begleiter. Naiv, blauäugig, rebellisch, bin ich mehr oder weniger bewußt in alle Fettnäpfchen getreten, die die gesellsch. Welt für mich bereithielt und hab das Süppchen, das ich mir einbrockte, jeweils  bis auf den Grund ausgelöffelt. Allein und ohne fremde Hilfe. Alle Rettungsangebote, mich feste in die bürgerliche Welt einzugliedern, vor allem die der Männer wurden von mir abgewiesen. Heiraten - NIE!!! Und ich hätte mit meinen Kindern ein schönes komfortables sicheres Leben haben können, es hat an mitunter wohlhabenden Bewerbern wahrlich nicht gefehlt. Aber ich wußte: In den sicheren Hafen der Ehe einzufahren, hätte mich daran gehindert,  mein Leben zu tanzen - d.h., weiterhin zwar ängstlich, doch lustvoll gesellschaftliche Regeln und Tabus zu brechen. LOL. Heirat hätte bedeutet, keine Bücher mehr, kein nächtliches Tanzengehen mehr, ich hätte mich in allem zurücknehmen müssen und meine Neugier und Wissensdrang wäre einen langsamen aber sicheren Tod gestorben.


So aber, frei wie ich war, habe ich meine Nase in alles hineingesteckt, was sich mir geboten hat. Ich lernte die Welt und ihre Menschen kennen, von ganz unten bis ganz oben. In alles habe ich hineingerochen, ich besuchte die politischen Befreiungsbewegungen, ich machte eine längerdauernde Bekanntschaft mit dem Rotlichtmileu, der Junkieszene, neben Menschen aller Hautfarben und Nationen lernte ich u.a. auch protzige und üppig lebende palästinensische Drogen- und Waffenschieber u.a. kriminelle Vereinigungen kennen - bis hin zu der Welt der Schriftsteller und der Welt der Reichen und Schönen, der Künstler, der Musiker, Filmstars und -sternchen. Es gibt nichts auf der Welt, was ich an "Milieu" wohl nicht kennengelernt habe. Wie bei meinen vielen Arbeitsstellen und ständig wechselnden Liebhabern war es auch hier: Nirgends - in keiner Szene - blieb ich haften, überall bin ich wieder ausgestiegen, weil ich nicht "bindungsfähig" bzw. identifikationsfähig war - das heißt, ich fand nirgendwo das, was ich suchte: Mich SELBST. Übrigens ist die Mutterrolle die einzige Rolle, mit der ich mich gut identifizieren konnte, die Bindung an meinen Sohn war so stark, dass mir seine Art, sich abzunabeln, das Herz gebrochen hatte und ich glaubte, sterben zu müssen, als diese Identifikation den Bach hinunterging...)


Dieses mehr oder weniger bewußte, vielmehr mehr oder weniger  n a i v e   Einlassen auf so viele verschiedene Tätigkeiten, Orte, Menschen hat mich soviel gelehrt -  heute offenbaren sich mir gaaanz laaangsam die größeren und tieferen  Zusammenhänge und wie mir (nicht nur) meine PsychologieKenntnisse zugute kommen, derweil ich heute die Menschen aus mir SELBST, von  Innen aus dem Ursprung heraus erkenne. Heute sehe ich: Nichts, was man je in seinem Leben getan und gelernt hat, war umsonst getan! (Das sei besonders jenen ins Gesangbuch geschrieben, die dem lebens- und menschenverachtendem Glaubenssatz anhängen, das Leben oder die Geschichte des Einzelnen habe keinerlei Bedeutung! Wie bei allem jenseits des Jordans ist es ein Paradox: Es ist so und ist nicht so.)


Am meisten aber hat mir die Beschäftigung mit Psychologie dazu verholfen, mich selbst mit meinen Leiden bzw. Neurosen zu verstehen. Vor allem das Buch über die 4 Grundformen der Angst (F. Riemann) verhalf mir zu einem besseren Verständnis meiner Tiefenprozesse und der  Schattenproblematik allgemein. Ich möchte nochmal betonen: Ich bin auf dem Gebiet der Neurose ein Experte, denn alles, was ich über Neurosen weiss, habe ich an mir selbst erfahren. Vorrangig eine eher depressive Persönlichkeit, habe ich während meines Individuationsprozesses mehr oder weniger bewußt das gesamte NeurosenQuadrat - schizoid, depressiv, hysterisch, zwanghaft -  durchtobt.




Egodrama 



Bitte nicht vergessen: das, was man oftmals so abwertend "Egodrama" nennt, ist das Drama des inneren Kindes. Wenn wir zu schnell aussteigen wollen aus dem "Drama" und das Ego nur diskriminieren, dann vernachlässigen wir weiterhin das Kind in uns, statt es zu heilen. Wenn ich immer davon spreche, dass das Ego sterben muss, meine ich damit v.a. die Psych. Abwehrmechanismen, was gleichbedeutend ist mit der Heilung des inneren Kindes... des weiteren meine ich die Identifikationsauflösung, die jedoch im Verlaufe des Weges ohne persönliches Mitwirken im Gewahrseinsfokus geschieht bzw. geschaut wird.
Das Ego wird nicht "umgebracht" - es löst sich von selbst auf im Laufe des Individuations- bzw. Schattenintegrationsprozesses.  Mit jedem Aufheben von Verdrängung wird Ego aufgelöst und um so leichter wird das Sein.
Yippppiiiiiiieeeee!


Die Wiedereinführung des Ichs

durch die "Hintertür", von der bei Hui Neng bzw. bei Fredo die Rede ist, ist eigentlich nur pro forma, - wer über den Jordan ist,  wessen Ego den Löffel completely abgegeben hat - für den ist der Berg wieder ein Berg und somit auch das Ich auch wieder Ich - wenn auch veredelt und verwandelt.  Nur ein totes Ego ist ein gutes Ego, LOL!
(Das wird dir der "Edle" in seiner außergewöhnlichen Gewöhnlichkeit allerdings nicht an die Nase binden, LOL!)

Ja, dem "Herrn Fredo"  schwant nichts Gutes bei der "Wiedereinführung des Ichs"... weil: Er hat das Ich "ausgeführt" und abgeführt, rein äußerlich, versteht sich, nur symbolisch, keineswegs realitär. Hätte er das Ego nämlich realitär, wie sich das gehört für eine schöne Leich',  zur Vordertür hinausgeführt, wäre er auch der Gnade teilhaftig geworden, das ICH unschuldig- skrupellos zur Hintertüre wieder eingeführt zu sehen.


Der "Herr Fredo"  begeht wie üblich den Fehler, sich zu zwanghaft aufs Wort, die Sprache zu fixieren. Dass er von sich selbst gerne in der dritten statt der ersten Person spricht, ist  eine seiner eigenen "eitlen Besonderheiten", die er sonst so gerne an anderen zu rügen pflegt.  Wer die Personalpronomen unterläßt, will damit i.d.R. Ichlosigkeit demonstrieren.  (Übrigens gehört das  zur asketischen Übungspraxis - dies sei dem ins Gebetbuch geschrieben, der nicht an das "Machen" von Übungen glaubt)

Das Wort "Ich" zu unterlassen macht aber keineswegs ichlos, wie man leicht feststellen kann, LOL! In der schwarzchristlichen Erziehung  wurde den Kindern schon sehr früh der Willen gebrochen und zugleich der häufige Gebrauch des Pösen Wortes "Ich" aufs schwerste geahndet...)
Ansonsten kann man gegen die Beiträge von Fredo zur Zeit nichts einwenden. Sind sogar gut lesbar und nicht so sehr gespreizt, wie man es zuweilen von ihm gewohnt ist - in manchem bin ich sogar so sehr ein Herz und eine Seele mit ihm, dass ich, wollte ich ihm böse, vermuten könnte, er habe meinen Blog beschmökert, LOL!

Die Userin "IamAlways" zeigt sich in diesem Zusammenhang zutiefst beeindruckt von den schönen Worten Fredos, nicht ahnend, dass sie sich mit dieser "Wahrnehmung" einmal mehr spirituell disqualifiziert.

Denn was nutzt Herrn Fredo  das kluge Spiri-Schönsprech wenn er noch nicht "über den Jordan" ist. Wer am "Anderen Ufer" angelangt ist, dem wird auch die Welt verwandelt zurückgegeben, d.h. die Welt kommt sozusagen durch die Hintertür wieder herein. Welt ist Ich und wo die Welt verwandelt ist, ist ja zugleich das Ich verwandelt, d.h. du bist nicht mehr mit  Ich bzw. Welt identifiziert.

Nein, ein "guter Diener des Herrn" ist Fredo wahrlich nicht, (Iamalways) -  ein  Schönredner ist er vor dem Herrn und dies solange, als seine Rede keinen Grund, keine Basis im SEIN hat. Derweil  er aber so beschmeichelt wird und es ihm so richtig gut geht beim "Ollen vom Berge" hat er auch keinen Grund, die "Kacke an der Hacke"  abzudampfen...


Aber so ist es nunmal: Der Wiedergeborene sieht die Dinge - Ich und Welt -  aus der jenseitigen Perspektive. Er kann mit dem Ich bzw. der Welt spielerisch umgehen. Das bilderlose Bewußtsein spielt jetzt mit den Bildern, weil es mit den Bildern  nicht mehr identifiziert ist. Von außen gesehen macht der Wiedergeborene - der "Vollendete", der "Edle"  wieder einen ganz gewöhnlichen Eindruck. Er unterscheidet sich nicht von anderen gewöhnlichen Menschen.  Und dies kann der diesseitige spirituelle Egomind nicht verstehen, weil er falschen Vorstellungen von geistiger WIedergeburt und Meisterschaft nachhängt. Nicht zuletzt  ist es wie mans so häufig sieht, der Glaube, dass man die Dinge, mit denen der Mensch nicht mehr identifiziert ist, auch nicht mehr sieht.


Beispiel: Wer von sich sagt, dass er mit der eigenen Person und der eigenen Geschichte  nicht mehr identifiziert ist, von dem erwartet der diesseitige  (spirit.) Egomind oft, dass diese Person auch bitte nicht unnötig in Erscheinung tritt und alles unterlässt, was auf die Person hindeuten könne. Wer "Ich" sagt (oder z.B. auch Bilder/Fotos von sich und seiner Geschichte zeigt,) könne demnach nicht  n i c h t identifiziert sein. LOL!



http://satyamnitya.wordpress.com/2014/10/28/adi-shankaracharya-setz-dich-an-einen-einsamen-platz/#comment-22041




Zum Untergang des Egos siehe auch dies Interview mit Eugen Drewermann:

Die Apokalypse ist eine Revolution im Ganzen

http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Utopie_kreativ/216/216Amzoll.pdf

und dazu
Eugen Drewermann:  Tiefenpsychologie und Exegese, Band II
Sehr sehr wichtig und empfehlenswert, besonders im Zusammenhang mit der Schattenintegration.


Individuation/Heilung 

bedeutet zunächst, die internalisierten negativen Eltern-Ich-Botschaften zu eruieren und von einem negativen Selbstbild in ein positives Selbstbild zu wechseln. Das hat aber nichts mit Positivem Denken zu tun, sondern ist nur der Anfang der Auflösung von Glaubenssätzen. Wird  danach das realistische Selbstbild mit seinen Stärken und Schwächen erlangt und  transzendiert, verschwindet auch dies. Dies, weil hier alles Werten und Urteilen (z.B. in Schwächen und Fehlern) aufhört.


Narzisstische Kränkung



kann man u.a. auch immer dort erkennen, wo sich jemand darüber erregt, dass man ihm nicht zutraut, die Dinge zu erfassen, die über den Verstand gehen. Allein der Satz: "Das kannst du noch nicht verstehen" bringt den grandiosen Egomind oft so in Rage, dass er jeden Anstand vergißt, seine Hosen runterläßt und der Welt geräuschvoll sein wahres Gesicht zeigt. Besonders krass zeigt sich der Narzissmus in spirituellen Foren und auf spirit. Facebookseiten. Überhaupt gibt es für das grandiose Ego keine schönere Spielwiese als die Spiritualität. Hier - im Vorhof des Heiligtums -  rotten sich alle Dämonen, Teufel und Unterteufel zusammen...das "Gewürm der Seele" zeigt sich hier in seiner vollen Häßlichkeit. Wie innen so außen.
Besonders anfällig und kränkbar sind dabei jene, die besonders viele spirit. Bücher gelesen haben, die  ein profundes Wissen über diese Dinge angesammelt haben,  selbst aber keinerlei spirituelle Erfahrung haben und ihr Wissen für geistige Erkenntnis halten.

Es sind vor allem diese narzisstischen Persönlichkeiten, die kein gutes Haar an anderen "Lehrern" lassen können, die sich zwar selbst nicht erleuchtet nennen, aber deren Kritik an anderen sog. Erleuchteten oder Lehrern  mehr als deutlich zeigt, dass sie sich für qualifizierter  (also erleuchteter!) halten, als jene, die sei kritisieren.  Das sind "Kritiker", deren Kritik nicht auf dem Schwert der WahrheitsUnterscheidung des GeWAHRseins, sondern die Basis in ihrer grandiosen Egozentrierung hat. (Der erstere nimmt WAHR, der zweite  interpretiert.)  Narzissten sind im übrigen auch jene, die permanent nach Augenhöhe verlangen...


Wenn  Arne Eckert,  Rei Mo oder Nikolaos K. u.a. die Szene kritisieren,  haben sie damit nicht grundsätzlich unrecht, nur: niemand kann diesen Kritikern und ihrer Kritik von außen ansehen, aus welcher Quelle ihre Kritik stammt. Die einzige Antwort, die ich zur Zeit darauf habe - das einzige Kriterium der Echtheit, welches ich kenne,  ist der Psychologische Abwehrmechanismus. Wenn der seinerseits durch Kritik oder was auch immer getriggert wird, kann man davon ausgehen, dass der "No-Mind" dieser Leute nicht marktplatzkompatibel ist, d.h., ihr Gewahrsein ist nicht stabil, wenn überhaupt jemals "aktiviert". Die "Kritik" der Narzissten dient also stets der Selbsterhöhung und nicht der (eigenen) Wahrheitsfindung und -unterscheidung, wie sie im Gewahrsein stattfindet.


Wer mir ins Facebook-"Wohnzimmer" scheißt, weil das seinem "Charakter"  enspreche, der darf sich nicht darüber wundern, dass ihm die Scheiße stante pede retour geschickt wird.




Worüber man nicht sprechen kann



darüber soll man schweigen, meint Wittgenstein.
Ich schrieb gerade auf Facebook: Das Konzept des Resonanzfelds ist mir bislang unbekannt, darüber habe ich bis jetzt keine interne Info... Aber ja, das hört sich logisch an mit der fehlenden Opferhaltung, dennoch wurde ich neulich im Wald von einem großen Hund angesprungen und heftig angebellt, ob aus Freude oder Frust - keine Ahnung. Mein müßiger Gedanke damals war, wenn ich wirkich so leer bin von Emotionen, wieso kommt da überhaupt eine Reaktion bei Hund (und Mensch?) Ich müßt eigentlich für jedemann unsichtbar sein - ein müßige Schlussfolgerung...LOL Shit, also doch ein schlußfolgernder Gedanke? he he he Aber so ist es: Du kannst jenseits von Ego nichts mehr von dir aussagen, weil du permanent am Paradox scheiterst...Zitatende
Auch das Paradox existiert nur in meinen Gedanken. Natürlich. Und ja klar, kommen mir ab und an auch schlussfolgernde Gedanken... nur bin ich mir eben derer bewußt, weil ich nicht mehr mit ihnen identifiziert bin.. ich glaube  nicht mehr an sie. Sie sind wirkungslos.
"Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken" - dieser Aphorismus von Karl Kraus bekommt eine ganze neue Bedeutung im spirituellen Kontext, LOL!
Der Verstand will und muß in Worte fassen, was geistig erkannt wurde.




Unsichtbarkeit

- ein Mythos, dem insbesondere alle hausgemachten Magier,  Zauberer und Allmächtige frönen. Wahre Unsichtbarkeit erlangst du aber nur, wenn du leer bist von Ego. Wenn der Berg wieder ein Berg und der Baum ein Baum geworden ist und du dich als ein gewöhnlicher Mensch von anderen gewöhnlichen Menschen in nichts unterscheidest.. Der Mythos vom Guru, vom "Edlen", der durch seine "unglaubliche Präsenz" alle Menschen in seinen Bann und alle Blicke ehrfürchtig auf sich zieht und den Zuschauern spirituelle Schauer über den Rücken jagt, ist ein Mythos, weiter nichts. Man sieht, was man erwartet zu sehen.
Übrigens:  Wahre Magie geschieht nicht durch Können, Herr C.,  sondern durch Lassen. Nicht durch die Beherrschung der Materie, sondern durch das Nicht-identifiziert-sein mit Materie. Statt dich  eitel als gesichtslosen Reinen Geist zu inszenieren,  kannst du bei Nicht-identifiziert-sein auch wieder dein Gesicht (Foto)  zeigen, ohne dich zu schämen oder künstlich  entpersonifizieren bzw. depersonalisieren zu müssen, weil du glaubst, du müsstest aller Welt beweisen, dass keine "Verpackung"/  Person mehr existiert. LOL. Da lacht das Kind...
Viele Spirituellen Sucher haben  die Marotte an sich, die Leere dadurch zu symbolisieren, dass sie keine Fotos von sich ins Netz stellen, bzw.  ihre Avatars und Profilseiten von allem Persönlichen  freihalten.  Das zeigt mir sehr deutlich, dass sie noch nicht "über den Jordan" sind. Symbolisierung ist Symbolisierung, ob durch Bild oder durch Schwärze ist gehupft wie gesprungen. Jenseits des Jordans ist der Berg wieder ein Berg und der Baum wieder ein Baum und das Ich ist wieder das Ich, und die Symbole sind Symbole - mit dem einzigen Unterschied: du bist nicht mehr mit Ich idententifiziert und weil das  Unbewußte,  die Schatten aufgelöst sind, bedarf es auch nicht mehr der Symbolik des Unbewußten - aber spielen kannst du damit!



Holofeeling



Das Konzept von Udo Pescher eignet sich m. E.  besonders vorzüglich dazu, das eigene grandiose narzisstische Ego noch weiter aufzublähen. Ähnlich wie die Hermetek/Magie ist es ein faszinierendes Konzept für alle, die sich klein und ohnmächtig  und hilflos ihren Um- und Zuständen ausgeliefert fühlen.  Ein Mensch, der sich nicht traut, sich das "Leben zu  n e h m e n ", für den kann ein solches Konzept eine ideale Fluchtburg werden, sich allmächtig zu fühlen und damit seine  grundlegenden Abhängigkeiten, seine Ohnmacht und Haltlosigkeit zu kompensieren.   Der grandiose, aber machtlose Ego-Mind ist ein Trickster, der alles simulieren  kann - auch eine fiktive Allmächtigkeit.

Dienstag, 11. November 2014

Jeder Mensch ist aufgerufen, die Wahrheit in sich selbst zu suchen






Neutralität

Kann man Neutralität sprachlich ausdrücken, an anderen Menschen wahrnehmen? Ich glaube nicht. Niemand kann m. E. Neutralität (=Gewahrsein) bemerken. Die neutrale Wahrnehmung ist etwas anderes als nur sachliche Objektivität, wie sie dem Egomind zu eigen ist. Die Neutralität des Gewahrseins bildet sich durch Gleichmut und Unterschiedslosigkeit, Absichtlosigkeit, Wertungslosigkeit  - LEERE, NICHTS  - genaugenommen kann man das Nichts und die Leere nicht ausdrücken, solange man mit anderen Menschen kommunizieren will.
Ich kommuniziere aber, ich bewege mich mit den Menschen auf der Ebene, wie sie mir begegnen. Ich mache (scheinbar!) Unterschiede,  urteile und werte, d.h. ich sage mitunter ganz wie früher auch: Das gefällt mir, das ist interessant, das ist gut gemacht, du siehst hübsch aus...  Das sind alles Wertungen bzw. Urteile. Rein äußerlich betrachtet verhalte ich mich also keineswegs neutral.
"Angewandte"  Neutralität hiesse, ganz die Klappe zu halten. Weil Kommunikation aber Spass macht,  tue ich so als ob und bin mir dabei  allem, was ich tue, voll bewußt. Ich kann im Grunde tun und sagen, was ich will, eben weil ich mir BEWUSST bin, was ich tue und mir bewußt bin, dass ich mit meinem Tun und Sagen nicht identifiziert bin.


Die Seitenaufrufe
meines blogs haben sich in letzter Zeit fast verdoppelt. Die meisten Seitenaufrufe kommen aus der Ukraine. 




Das Kreuz

Advaita-Nichtzwei ist nichts anderes als Erkennen der Einheit der Gegensätze. Was darüber hinausgeht ist weder denkbar noch erfahrbar. Das Auge kann sich nicht selber sehen, deshalb ist es auch nicht möglich, "Gott von Angesicht zu Angesicht zu sehen", was m. E. dasselbe bedeutet.   Wieso eigentlich sollte man Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, wenn man im Hierosgamos die Gotteinung vollzogen hat, anders gesagt, wenn die Trennung überwunden und sich in mir die Einheit von Gott und Mensch enthüllt hat? Das wäre ja ein Rückfall in die "Du"-alität. Gott würde mir damit ja wieder zu einem persönlichen Gott, zu einem Du. Neuerliche Trennung!

Jetzt  e r l e b e   ich mein Sein als ein dynamisches Sein, es ist Ruhe  u n d  Bewegung, es ist das Zentrum des Zyklons  u n d  die Peripherie   - u n d  das Erkennen der Einheit von Ruhe und Bewegung.  Mein Bewußtsein ist ein ständiger Wechsel aus dem vertikalen höheren "Denken" bzw. Erkennen aus der Anbindung an den Ursprung und der horizontalen raumzeitgebundenen diskursiven Denke der Ratio und des praktischen Alltagsbewußtseins. Symbol dafür ist das Kreuz.
Im christlichen Kreuz versinnbildlicht sich für mich vorrangig die Metapher, den "Himmel auf die Erde zu holen": was im GEISTE der WAHRHEIT erkannt wird, wird vom (geläuterten befreiten) Verstand verarbeitet, d.h. in Worte, in Mitteilung übersetzt. Das muss so sein, auch wenn erkannt wird, dass die absolute Wahrheit durch das Fassen  in Worte nicht mehr absolut ist, sondern zur relativen Wahrheit wird.

Das christliche Kreuz ist Symbol für dynamisches Geschehen des Bewußtseins und kein Substantiv. Das Kreuz verbt sozusagen. Und darin ist unaufhörliches Erkennen, Vereinheitlichen. Bewußtseinsentwicklung bzw. Integration hört niemals auf. Es einheitet. Integriert wird alles, was erkannt wird bzw. was sich enthüllt im Gewahrseinsfokus.

Das christliche Kreuz sehe ich weniger als ein Symbol für das Leiden Christi, denn ein Sinnbild für die Auferstehung Christi/Wahres Selbst.  Vollkommenheit.


Selbsttäuschung



"Ich lasse mir nichts mehr gefallen", las ich einmal von einer Person, die sich erleuchtet dünkt.  Wer sich nichts mehr gefallen läßt, ist aber nicht zu sich SELBST erwacht, sondern zu seinem Ich.  Es handelt sich nämlich bei dieser "Drohung" um eine Absichtserklärung, da wird ein Prinzip aufgestellt.  Prinzipien haben es an sich, in die Zukunft ausgedehnt zu werden. Wer zu sich SELBST erwacht ist, bzw. tatsächlich erleuchtet ist, dem ist eine solche Aussage gar nicht möglich. Der hält beide Wangen hin, weil: wo kein Ego ist, besteht grundsätzlich auch keine Notwendigkeit, sich zu wehren. Nur wer sich getroffen und angegriffen fühlt, wehrt sich.  Es ist grundsätzlich nichts verkehrtes daran, sich zu wehren, man sollte sich nur dessen bewußt sein, wer oder was das ist, was sich wehren muss.




Magie



Da gibt es die weiße und die schwarze Magie  - Magier, die destruktives oder konstruktives Wissen vermitteln. Im alten Testament war man nicht grundsätzlich gegen Zauberei und Magie eingestellt, sondern nur gegen ihren unauthorisierte Anwendung bzw. Mißbrauch. (Autorisiert waren nur Priester und Propheten).
Jesus war kein Magier, er war ein Heiler, ein Therapeut, der tief in die menschliche Psyche sehen konnte. Seine Wunder waren Wunder der Heilung und sind immer metaphorisch, mystisch bzw. tiefenpsychologisch zu deuten,  - niemals buchstabengetreu. Christus ist Symbol für unser Wahres SELBST. In Christus als unserem Wahren SELBST wird die weiße und die schwarze Magie transzendiert. Infolge wird Magie und Mystik als EINS erkannt. Christus ist das Alpha und das Omega. Christus ist der Narr der Tarotkarte 0.
Alpha: In Adam - dem Ich auf dem Weg in und durch die Welt - ist das Wahre Selbst/Christus verhüllt.
Omega: Der Kreis hat sich geschlossen. Im Adam Kadmos wird  am Ende des Weges Christus offenbar.




Liebe

Wenn die Liebe nicht der Wahrheit verpflichtet ist, ist es keine LIEBE. Die LIEBE ist ein zweischneidiges Schwert, Yin und Yang - Yang deckt auf und Yin deckt gnädig zu.


Paradox

Nichtwissen: Die lebendige WAHRHEIT stirbt, wenn sie  in tote Buchstaben gefasst wird. Das bedeutet aber nicht, dass man über die WAHRHEIT zu schweigen habe, wie man vielleicht glauben mag. Der Verstand ist gezwungen, in Worte zu fassen, was erlebt und erfahren wird und der Bodhisattva-Aspekt, wie ich ihn verstehe, kann nicht anders, als Mitteilung zu machen - d.h. er bringt den Himmel auf die Erde. Auch wenn es nur Worte sind - dem, der ein offenes Herz hat, wird sich der Sinn enthüllen.




Gefühle

Nur wer mit seinem Denken, Fühlen, Empfindung und Intuition in Kontakt ist, weiß, was richtig und falsch ist. Der "Neo-Gläubige" weiß zwar mit dem Verstand, dass es richtig und falsch nicht gibt, geistig erkannt und transzendiert hat er die Gegensätze allerdings nicht.


Auch XY mißbraucht die nonduale Wahrheit, dass die Person keine Wirklichkeit hat, sondern nur Vorstellung ist,  als eine moralische Waffe auf der personal-dualen  Ebene. Das, was andere tun, ist falsche Vorstellung, was sie hingegen tut, ist richtig. Dass ihre Abwehr und Abneigung ebenfalls auf Vor-Stellung und Vor-Urteil beruhen, ist ihr nicht bewußt. So viele glauben, im neutralen GeWAHRsein zu sein, dabei projezieren sie nur ihre verzerrte Wahrnehmung.

Menschen, die nicht in Kontakt mit ihren authentischen  Gefühlen sind innerlich leer. Auch diese Leere wird leicht mit der Leere der Abwesenheit von Ego verwechselt.




Absolute Wahrheit

Die WAHRHEIT ist absolut, die im Herzen aufleuchtet resp. im Gewahrsein erkannt wird. Auch wenn diese WAHRHEIT nur Aspekt, Stückwerk ist, ist dieses Stückwert zwar nicht in quantitativen Sinn, wohl aber in qualitativen Sinne absolut.
Der Egomind stellt sich unter Absolut eine quantitative Größe vor, z.B. "Alles, was ist", wobei "Alles, was ist" auf seiner Vorstellung beruht, z.B. auf der Vorstellung eines Kosmos mit allen Dingen darin.

XY  ist auch einer der vielen, die sich von der Wahrheit denunziert fühlen. Kein Kontakt zu seinen Gefühlen. Er benutzt ein zahlensymbolisches System, offenbar um die geschriebenen Worte anderer zu prüfen, wobei er aber durch seine Auslegungen nur seine Vorurteile und Erwartungen bestätigt. (Was der Denker denkt, beweist der Beweisführer.)
Angst vor "zersetzendem" Chaos. Kein Vertrauen in sich selbst, braucht deshalb "Systeme". Fühlt sich schnell "geschrumpft", daher unablässig bemüht, andere zu "schrumpfen".



Aus Nityas Blog

Zitatanfang: FredoO: Gestern las ich einen Text von Jaya Nagarkatti, der Tochter von Ramesh Balsekar, in dem ich einen, wie ich finde, recht feinen Bezug zu diesem Thema erwähnt fand.
Sie schrieb über drei Fragen, die Ihren Vater zeitlebens interessierten.
1. was ist Erleuchtung / Erwachen ?
2. was wird E/E für mein restliches Leben bewirken ?
3. wie kann E/E mein tägliches Leben erleichtern.
Ich war anfangs etwas irritiert, da es so gar nicht “advaitisch” klang, sondern 2 und 3 eher (selbst-)therapeutisch ! Zitatende


Wie merkwürdig, aber auch bezeichnend, dass niemand die richtigen Schlüsse aus diesen Fragen zieht -  dass sich keiner irritiert darüber zeigt dass Ramesh B. sich ein ganzes Leben lang überhaupt mit solchen Fragen beschäftigen mußte - Fragen die nicht nur ein ausgeprägtes Nützlichkeitsdenken verraten, sondern eben auch zukunftsbezogen sind! Solche Fragen stellt sich ein spirit. Greenhorn, ein bloody Beginner. Wenn dies tatsächlich der Wahrheit entspricht, dann war Ramesh Balsekar weder erwacht noch erleuchtet. Mit solchen lebenslangen (!)  Fragestellungen hätte er sich als spirit. Meister total disqualifiziert. Solche Fragen kann sich nur ein tief schlafender Egomind ausdenken, der nach Bedeutung, Sinn, Nutzen und Zweckdienlichkeit für etwas sucht, was sich jeder Nutzanwendung entzieht -  GEIST.

Für den, der endgültige Befreiung erlangt hat, für den, der im Gewahrsein (Nichtwissen) des JETZT ruht, haben sich diese Fragen komplett erledigt.
Nachdem, was ich bis jetzt von R. Balsekar gelesen habe, kann nicht mal ich diesen Schmarrn glauben. Zugunsten Balsekars bin ich geneigt, anzunehmen, dass die Tochter sich unglücklich ausgedrückt hat. Zumindest traue ich R. Balsekar  - wenn auch keine endgültige Befreiung - soviel Gewahrsein zu, dass er das Nützlichkeitsdenken des Egos in Frage gestellt hätte und die Erkenntnis , wie "unnütz" die ganze Fragestellung ist..




Abwehr

Für mich sieht es grad so aus, als ob den vielen Westlern, die zum Buddhismus konvertieren, die Lehren des Buddhismus nur der Abwehr von Individuation/Schattenintegration dienen. Wo die Heilung der Persönlichkeit keinen Stellenwert hat, dient sie der psychol. Abwehr. (Verdrängung, RAtionalisierung und die ganze Palette der Abwehrmechanismen) Ich weiss jetzt zwar nicht, was der Buddhismus von Individuation und Integration hält, aber bislang ist mir noch keiner begegnet, der sich dafür ausgesprochen hätte -  im Gegenteil.




Vernichtungswillen?

Der Text von Arne Eckert über das Forum Erleuchtung 2014  hat bei XY voll ins Schwarze getroffen und damit sämtliche Dämonen mobilisiert erst gegen Arne E. dann gegen mich, weil ich mit diesem Text konform gehe (was die gesamte spirituelle Szene angeht)  und ebenfalls nie müde werde, daraufhinzuweisen, dass Neurose oft aus der Not eine Tugend macht und sich als Erleuchtung verkleidet. Eine Wahrheit, von der sie sich XY zutiefst angegriffen und getroffen fühlt -  in der sie nichts als destruktiven und aggressiven Vernichtungswillen sieht.
Sie erkennt nicht, dass alles was hier  "vernichtet" oder angegriffen wird, ihre Illusionen bzw. Projektionen sind - unsere "Dämonen"...
Man kann grundsätzlich davon ausgehen, dass der Mensch, der sein spirituelles Konzept/Ego mit derart kombattanten Abwehrreaktionen  verteidigen muß, wie man es bei XY immer wieder sieht, sein spirituelles Haus auf Sand gebaut hat, egal wie schön die Fassade auch bei Sonnenschein zuweilen blitzen mag.



Ganz gewöhnlich

Wenn der Baum wieder zum Baum und der Berg zum Berg geworden ist, ist man wieder ein ganz gewöhnlicher Mensch und das Bewußtsein ist das ganz normale Alltagsbewußtsein - liest man häufig in spirituellen Kontexten.  Das stimmt. Was nicht stimmt, ist aber allein schon diese Eindeutigkeit, mit der man so etwas behauptet. Denn es stimmt auch wieder nicht.  Denn wie kannst du jenseits von Ego noch ein  normaler, d.h. normopathischer Mensch sein? Mit gewöhnlich ist m. E. schlicht und einfach gemeint, dass du dich wie ein gewöhnlicher, d.h. normaler Mensch  v e r h ä l t s t .
Du trägst deine Spiritualität nicht mehr nach außen, indem du dich spirituell stilisierst in Kleidung und Verhalten, um der Welt zu zeigen, wes Geistes Kind du bist. Das alles gehört zu den eitlen Besonderheiten.
Du fällst nicht mehr aus dem gesell. Rahmen, du verhältst dich nicht mehr rebellisch und unangepasst, weil du dich von gesellschaftlichen Zwängen befreien willst,  sondern wo du Erlösung und Befreiung/Moksha erfahren hast, ist  die Anpassung an gesellschaftliche Gepflogenheiten überhaupt kein Problem mehr.Die innere Freiheit tut als ob, sie passt sich (wieder) an -  in der Welt, aber nicht  v o n  der Welt  kann sie sich deshalb freudig bzw. widerstandslos anpassen, weil sie nicht mehr identifiziert ist mit den Sitten, Gebräuchen, Tradition, Moral und anderen gesell. Zwängen und Konditionierungen. Die innere Freiheit ist a-moralisch, ohne unmoralisch zu sein. Sie hält sich (wieder) an die Gesetze und Gepflogenheiten, gibt dem Kaiser, was des Kaisers ist und begehrt nicht gegen die Umstände auf, sondern nimmt sie an, so wie sie JETZT sind. Ein Schlag ins Gesicht all jener präspirituellen Weltverbesserer und Revolutionäre, die in einem Mahatma Ghandi die höchste spirituelle Verwirklichung sehen.
Und natürlich auch ein Schlag ins Gesicht all jener weltzugewandten Befreiungstheologen und Messiasse, die daran glauben, mit politischen Mitteln das Paradies auf Erden zu errichten und  den Himmel auf die Erde holen zu können. Statt umzukehren und das Paradies in der Weltabgewandtheit - in sich SELBST -  zu finden.
Klingt krass, is aber so. Und mach dich gefasst darauf, dass du bzw. die Freiheit  dafür von den Herzensgutmenschen gekreuzigt wird!



Kunst

Jenseits von Ego kann  es m. E. keine Kunst und keinen Künstler mehr geben. Kunst ist Sublimierung, Ersatzhandlung, Kunst ist der Finger, der auf den Mond zeigt, wenn es sich denn um wirkliche Kunst handelt. Und wer braucht den Finger, wenn er den Mond hat? Was will man denn als Künstler noch ent-äußern, wenn man das ganze Universum in sich selbst findet?




Jesus

hat keine Schlangen an seinem Busen genährt und auch keine Dämonen zur Brust genommen - er hat die Dämonen in die Schweine fahren lassen!
Offenbar nimmt man an, dass ein "guter" Meister die Neurosen - das falsche Ich -  hätschelt und die (neurotischen) "Spiele der Erwachsenen" mit mitfühlender Aufmerksamkeit belohnt.
Ich selbst habe mich schon gefragt, ob ich nicht zu hart und zu scharf gegen die Dämonen (Neurose, Krankheit) angehe, wenn sie mir in den spirituellen Foren begegnen. Denn sollte es nicht in der "Außenwelt" genauso wie im Inneren sein: habe  "ich" denn nicht in  meinen Schattenprozessen die eigenen Teufel in Engel verwandelt? Und sollte "ich" dies vielleicht nicht ebenfalls "da draussen" tun? Wo bleibt da mein Mitgefühl, bitte schön!?
Ich habe keins. Ich muß tun bzw. sagen und schreiben, was ich "sehe" und mir spontan in den Sinn kommt, wenn jemand allzu massiv seine Abwehrstacheln gegen mich und meinen "Größenwahn" ausfährt.  Da gibt es kein Nachdenken, ob ich dies oder jenes besser nicht sagen sollte, weil es irgend ein "Armes Ich"  verletzen könnte.  Ich habe keine Kontrolle darüber -  ich sehe die Projektion und schicke sie stante pede zurück an den Sender.
Jesus als unser Wahres SELBST nährt auch heute noch  - wenn er überhaupt jemals als Person auf dieser Welt gelebt hat - keine Schlangen an seinem Busen. Er bringt in jedem einzelnen Menschen zuerst das Schwert, bevor innerer Friede und innere Freiheit einkehren kann. Das falsche Ich muss offensichtlich so lange auf die Mütze kriegen, bis es den Widerstand aufgibt, kapituliert und seine Ohnmacht spürt. Allein die Kapitulation des Egos ist die Voraussetzung dafür, dass Heilung/Individuation überhaupt eintreten kann.
Wie Innen so Außen.



Kritik

Die Wahrheit läßt sich nicht kritisieren. Wenn ich sage, zur endgültigen Befreiung kommst du nur über die Individuation und die Schattenintegration, dann ist dies eine unumstößliche Wahrheit - und nicht ein Weg unter vielen, wie man mancherorts annimmt.  Der "Falsche Apostel",  - der "Gläubige", der ein anderes spirituelles Konzept "postuliert" und verteidigt, indem er meine Person angreift und hinterfragt und dabei nicht selten dabei unter die Gürtellinie zielt, der projeziert und zeigt mir damit seinen Schatten und seine Angst vor diesem Schatten. Dessen spirituelles Konzept ist auf Angst gebaut. Dieser "Kritiker" projeziert seine Ängste, er ist ein Angstbeißer, dessen Kritik mitsamt seinem spirituellen Konzept auf Sand/Angst gebaut ist. Ein spirituelles Konzept, welches die Schattenintegration ablehnt, dient nichts anderem als der Abwehr. Und wo Abwehr ist, kann es niemals Befreiung geben - die endgültige Befreiung, Moksha, schon mal gar nicht!
Der Vorwurf, ich lasse nur meinen Weg gelten, ist deshalb keine Kritik, sondern ein Abwehrmanöver/AngstProjektion des "Falschen Apostels". Und Falsche Apostel kriegen auf die Mütze, d.h., die Projektionen (und die Angst oder Bedürftigkeit dahinter) werden ihm stante pede zurückgespiegelt.
Wer in dieser Form der Wahrheit ans Tanzbein pinkelt oder ständig seine Häufchen vor ihrer Tür macht, muß damit rechnen, dass ihm der eigene Deposit um die Ohren fliegt.
Wer nicht hören will, muss fühlen. Fühlen - der Weg, um der eigenen Wahrheit, der persönlichen Wahrheit ins Auge zu sehen, statt die Kellerleichen mit "nondualen" Rationalisierungen zu konservieren, wie man es bei den Falschen Apostel sieht.
Alles nur mein "Größenwahn"?  Tja, der läßt sich als solcher natürlich auch nicht kritisieren, LOL! Ich bin nur so groß, wie du dich kleinmachst.



Weltverbesserung

ist ok, solange du das nicht für spirituell hältst. Und wenn du jetzt sagst: Alles ist spirituell, nehme ich dir das auch noch weg und sage dir:  Du babbelst nur nach wie ein Papagei, was du irgendwo gehört oder gelesen hast. Erst eine eigene sog. "Letztgültige Erkenntnis" kann dir diese Gewißheit und die Einsicht geben, ... "Alles" ist nämlich erst dann spirituell, wenn du selbst spirituell bzw. "Alles" geworden bist, d.h wenn du eine vollständige personale Transformation und Heilung erfahren hast. Dann hast du auch erkannt, dass "Alles" nur ein Konstrukt deines Verstandes ist  und dass Du SELBST aus Dir SELBST heraus ALLES bist, was IST.  Und dies "Alles" ist nicht quantitav gemeint, ist keine Vielheit, sondern das, was sich dir in jedem Moment zeigt. QUALITÄT.
Als Ego/Ich bist du die Welt. Hast du dich gelassen, hast du die Welt verlassen. Als wahres überzeitliches SELBST bist du in der Welt, aber nicht von der Welt.



Transformation

Wenn die Letztgültige Erkenntnis dich nicht verwandelt hat, war es keine (geistige) Erkenntnis! Der Geist  - jede einzelne geistige Erkenntnis -  i s t   immer transformierend. IMMER!
Wenn die Leere resp. das Nichts, das du erfahren hast, nicht gleichzeitig auch (geistige)  Fülle "zeitigte", war es kein NICHTS, sondern Einbildung von "Jemand", der sich einbildet, "Niemand" zu sein. Im selben Maß das Ich abnimmt, im selben maße wächst "Gott" bzw. wird die geistige Fülle der Erkenntnis offenbar. Eine andere Fülle gibt es nicht.
Übrigens: Die materielle Vielfalt ist nicht die Fülle. Vielfalt ist ein Gedankenkonstrukt! "Vielfalt" ist in deinem Hier und Jetzt nämlich nicht konkret wahrnehmbar, sondern erscheint in deiner Birne aus dem Reservoir deines angelernten Wissens über die Welt, die es JETZT genausowenig gibt wie eine Vielfalt. Was erscheint dir, wenn du an das Wort Welt oder das Wort Vielfalt einfällt? Die Wirklichkeit oder eine Vorstellung?  Eine Vor-Stellung natürlich, ein Bild und das hältst du für die Wirklichkeit - thats the problem!
Für den endgültig Befreiten gibt es nichts anderes mehr als das  k o n k r e t e   Hier und JETZT! Was dem Ego, der unerlösten und unbefreiten Person einst unvorstellbar langweilig dünkte, - weil sie glaubte, es gäbe nichts anderes als den Flachwix und das, was sinnlich wahrnehmbar wäre,  - ist jenseits von Ego durch die "übersinnliche" Rückbindung an den Ursprung
Der Polsprung von Ego auf  das wahre SELBST (ICHBIN) bewirkte die Fokus-Verschiebung von der zeitgebundenen Linearität/Horizontalen des Egominds in die vertikale Tiefenanbindung des Gewahrseins.



Verhängnis

Mädäm I. - Das Unbefleckte Verhängnis.  Hochschädliche kurzwellige und energiereiche UVC- Abstrahlung... LOL.
Ich habe mir angewöhnt, ihre Facebook-Kommentare an mich sofort in mein Wordpad zu copieren. So schnell, wie sie die nämlich zu löschen pflegt, kann ich gar nicht darauf antworten.

Wer seine Vergangenheit nicht bewältigt, ist gezwungen sie ständig zu wiederholen. Bei diesem Wiederholungszwang sehe ich Mädäm I. nun schon seit 3 Jahren zu. Irgendwo schrieb einmal einer ihrer Igel-bin-schon-da-Gesinnungsgenossen, Vergangenheitsbewältigung sei nicht notwendig auf dem spirituellen Weg, weil es keine Person mit einer Vergangenheit/Geschichte gäbe - ein angelesener Glaubenssatz, der grobe spirituelle Unerfahrenheit preisgibt und der Abwehr von Angst dient.   Man sieht, wie der  schlußfolgernde Verstand das Pferd von hinten aufzäumt und der letzte Schritt als Ausgangspunkt für den ersten genommen wird. Die authentisch erfahrene (!) "Letztgültige Erkenntnis" , dass es mich als Person mit einer Geschichte niemals gegeben hat - ist der  l e t z t e   Schritt auf der Leiter zur Endgültigen Befreiung.
Spirituelle Falschmünzer, die  die diese "Erkenntnis" nur vom Hören-Sagen her kennen und als einen Glaubenssatz übernehmen und missionieren, ohne noch nicht mal die erste Stufe der Leiter erklommen zu haben. Dass der Rest der "Stufen" für diese falschen Apostel ebenso obsolet ist, versteht sich von selbst.




Besonderheiten

Im Gegensatz zu den verdrehten Aposteln, die in den guten und wahren  Dingen falsche und eitle Besonderheiten sehen, sehe ich z.B. eine eitle Besonderheit in deren Habitus, Spiritualität z.B. dadurch zu beweisen, dass man das Wort Ich und jede ich-bezogene Grammatik unterläßt. Da wird das Wort "Ich" durch das Wort "Hier" ersetzt. "Hier zeigt sich.... hier "erscheint"  Wut, Freude, Akzeptanz, Neutralität,   usw.
Solcherlei Gehabe zeigt Egoidentifikation, aber kein Gewahrsein. Denn nur wo Ego ist, kann überhaupt so etwas wie Wut und Freude "erscheinen".  Im neutralen Gewahrsein, d.h. im egolosen Gleichmut "erscheint" Erkenntnis und Wahrheit. Klar erscheinen auch Flachwix-Gedanken, nur haben die keine Wirkkraft mehr, mich ernsthaft wütend oder freudig erregt zu machen.
Für den, für den der Berg wieder ein Berg und der Baum wieder ein Baum ist, ist auch das Ich wieder das Ich geworden. Ohne identifiziert zu sein, ohne ich-haft zu sein, benützt er die Sprache wie jeder andere. Der Unterschied: Es ist ihm nicht mehr möglich, sich ohne Not mit guten oder bösen, richtigen oder falschen Eigenschaften zu  be-denken, ichhafte Emotionen oder Prinzipien auszudrücken. ("Ich bin jemand, der sich nie etwas gefallen läßt..., der nie wütend wird",  oder:  "Ich bin niemand, der Frauen schlägt...., Versprechen bricht ... u.ä.m. ")

Dennoch  s a g e   ich noch manchmal: "ich freue mich für dich, wenn du..."  oder "Scheiße aber auch, dass dir das passiert ist..." , oder: "Tut mir leid, zu hören..." - d.h. ich "werte" aber das sind nur scheinwertende, scheinmitfühlende soziale Geräusche, Phrasen ohne wirkliche Emotion. Wenn ich das nicht tun würde, müßte ich die Leute mit Schweigen bedienen und mich total zurückziehen. Ach so, da gibt es doch die Ultimative Option aus der nondualen Fiktion: Statt (scheinbar)  mit meinem Gesprächspartner mitzuleiden oder mich ihm mitzufreuen, antworte ich einfach auf alles, was er mir sagt: Mach dir keinen Kopp, es gibt dich ja gar nicht. Oder meiner hochemotionalisierten Nachbarin: Du bist nicht deine Gefühle! LOLOLOL!
An dieser Stelle höre ich Mädäm Incognitoh sich moralisch gerieren,  dass ein Mensch jenseits von Ego auf alle  Menschen, die er trifft,  immer friedenstiftend und therapeutisch wirkt und die Menschen immer "dort abholt, wo sie sind". Yes, Mädäm, so ist es: nämlich paradox.

Ohne an Gleichmut zu verlieren, freue ich mich mit den Fröhlichen, jammere mit den Jammernden, weine mit den Weinenden, trauere mit den Trauernden, und mehr noch: meine außergewöhnliche Gewöhnlichkeit schimpft mit den Schimpfenden und zürnt mit den Zürnenden...LOL! Und weil ich mit all dem nicht identifiziert bin, sondern quasi bei all meinem Treiben mir BEWUSST bin, dass ich nur so "tue als ob", bekommen die doch sehr ernsthaft anmutenden Worte Jesu aus dem Neuen Testament eine ganz neue köstlich-heitere Note, eine kosmisch-witzige Note, die dem bierernsten Ego vordem gänzlich fremd war, ja ketzerisch, hybride und gotteslästerlich angemutet hätte.  Hahaha - da lacht das Kind!Überhaupt ist dem göttlichen Kind die ganze Bibel ein lustiges Kasperltheater, weil völlig von aller tiefenpsychologischen oder mystischen Bedeutung entleert -   jenseits von Ego mit seinem Pathos: Nichts von heilig.
Und dennoch...


Nochmal: Alles, was ich schreibe, ist aus mir selbst heraus erkannt. Es ist mir völlig gleichgültig, was andere vor mir geschrieben oder erkannt haben. Ich schau auch nicht nach, ich lese nicht nach, was andere für Erfahrungen gemacht haben und ob es Übereinstimmung mit diesem oder jenem gibt. Mein Erkennen ist Stückwerk, aber als Stückwerk ist es für mich absolute subjektive Wahrheit. Subjektiv im Sinne von "transsubjektiv". Eine objektive Wahrheit gibt es nicht.  Es gibt nur eine Wahrheit und die muß jeder Mensch, jeder Einzelne in sich resp. aus sich SELBST heraus erkennen.