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Samstag, 22. August 2015

Nicht zu wissen simply heisst, nicht zu glauben, was man weiss!


Rama da ma!

Meinen Blog ziehe ich gerade aus der Öffentlichkeit zurück, ich habe die zwei darauf hinweisenden Links entfernt. Ich denke mal, mein Blog ist nur noch auf den Google-Account hin verlinkt, den ich neulich gelöscht hatte; ich hatte versucht, das Picasa-Bildverarbeitungsprogramm zu löschen und löschte in diesem Zug den ganzen Google Account, den ich anschliessend  aber wieder revitalisieren musste, weil eben auch mein Blog im gleichen Zuge  mitgelöscht worden wäre - so weit ging mein Minimalisierungsbestreben nun auch wieder nicht.
Das Merkwürdige aber ist:  ich habe die Klickzählung bislang nie verfolgt, jetzt schau ich die letzten Tage mal genauer hin und staune. Da kommen durchschnittlich ca. 500 Klicks zusammen, dabei habe ich nur 15 Followers und die Links sind raus.  Gestern waren es an einem Tag sogar fast 1500 ... versteh ich nicht, ..hm,  mein Google-Profil war nicht einmal öffentlich, oder? keine Ahnung, ich habe mich mit dem Account bis vor kurzem überhaupt nicht abgegeben. Der ist mir viel zu kompliziert.

Auch wenn es mir widerstrebt, in Kategorien einzuteilen und mich in irgend einer Form zu begrenzen - auf Facebook möchte ich zur Zeit keinen pseudospirituellen Schabernak mehr sehen, so Sinnsprüche und dergleichen. Das hält mich unheimlich auf, weil es zuviel Aufmerksamkeit bindet und ich dann sofort anfangen muss, mir die Essenz aus der Blume herauszuholen.   Auf meiner Statuszeile postete mir mein "Spiritueller Lehrer" aus meiner spirituellen Kleinkinderzeit in  letzer Zeit  täglich Unmengen   an "humanistischen" Sinnsprüchen, die mich  bei ihrem Anblick stante pede die Doppelaxt  ziehen liessen - um mich wie immer in solchen Fällen durch das Tetralemma zu jagen.  Mein Mind kann  gar nicht anders, als zu "gründeln", um allem für mich Unstimmigen, was mir in den Fokus kommt und nach der Wahrheit fragt,  bis auf den Grund zu gehn.
Meine Kommentare fanden bei ihm wie früher schon keinen Anklang. Er hatte mich schon einmal blockiert, weil ich ihm wohl meine "autoritäre Rechthaberei" auf die Nerven ging. Dann meldete er sich nach 2 Jahren reumütig wieder, sein Ego sei es gewesen... usw. Nun versuchte mein alter  "Meister"  mich zu erziehen und. zu kontrollieren, indem er mir einzureden versuchte, dass  ich die Sprüche "viel zu ernst" nehme, zudem klinge ihm der Ton meiner Worte unangenehm  und autoritär belehrend in den Ohren. (Alphaweib? hehe)

Mein alter "Meister"  sah in mir einen philosophischen "Sparringpartner" .  Wie kämpferisch.  Ring Frei! Wie schon zuvor gedachte er, mit mir "Metaphysik" zu diskutieren, Objektivismus, LOL!  Das Absolute SUBJEKT aber, was ICH BIN, machte ihm ständig einen Strich durch die Rechnung und beharrte stur auf seinem HEILIGEN SUBJEKTIVISMUS.  Dass das relative Subjekt zuvor mit dem relativen Objekt Heilige Hochzeit gefeiert hat, bevor ES sich so unverschämt autokratisch radikalisiert  hat, hat der Meister nicht verstanden. Shit - da hat der Schüler wohl den Meister überholt. LOL. Das können die Männer ja gar nicht haben, wenn eine Frau selbstsicher auftritt, schon gar nicht, wenn sie mit dem Anspruch der Unpersönlichen WAHRHEIT auftritt. Hybris!
Seine Facebookseite war eine Familienseite, und der ganze Clan likte und lobte die schöngeistigen, jedoch meist dualistisch-spirituellen Sinnsprüche von Klugen und weniger Klugen unserer Menschheitsgeschichte.    Das letzte Like kam von einem solchen Familienmitglied und galt  m ei n e m  letzten Satz, dass es wohl besser sei, wenn ich von seiner Seite verschwinde, wenn meine Worte sein Wohlbefinden stören.

Diese Situation war wieder sehr lehrreich, hat sie mir doch u.a. gezeigt,  dass es nicht möglich ist, eine Familienseite UND spirituelle Themen - Persönliches UND Unpersönliche WAHRHEIT -  unter einen Hut zu bringen. Entweder macht man eine Familienseite bzw. normale FB-Seite auf oder man macht eine spirituelle Seite auf. Die Familienloyalität macht kurzen Prozess, wenn man den Sohn/Onkel/Vater (argumentativ) angegriffen sieht. Überhaupt scheint es fast unmöglich, persönlich Bekannten Verwandten, Freunden, LEuten, die man von früher her kannte, die  beFREMDliche unpersönliche Wahrheit zu "predigen". Entweder ignorieren sie, was du sagst oder schreibst oder werden stinksauer, weil du nicht mehr diejenige bist, die sie mal gekannt haben... oder halten dich für total übergeschnappt.

Jesus: „Denkt nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert". Jesus spricht hier nicht vom Frieden des Herzens, sondern vom Frieden in der Welt ...Das Schwert der WAHRHEIT scheidet die WAHRHEIT von der Unwahrheit, das UNPERSÖNLICHE vom Persönlichen. Und dabei geschieht es eben, wie es in der Bibel heisst, dass sich der Vater gegen den Sohn und die Tochter gegen die Mutter usw. erhebt, ja  erheben MUSS - kurz gesagt: dass sich persönliche Bindungen entzweien, wo BEWUSST auf UNBEWUSST trifft. Das ist der "Riss", den das Schwert der WAHRHEIT verursacht.


Ich brauche niemand. LehrenLernen ist SELBSTbezüglich, deshalb  benötige ich niemanden "da draussen". Da draussen ist niemand. Wenn man mir im scheinbaren Aussen Grenzen setzt,  wenn meine Kommentare die Befindlichkeit von Menschen stört, habe ich kein Problem, wegzugehen, - ich kämpfe nicht um Erlaubnisgebung, erkläre nicht oder nur wenig, je nach Fassungskraft des "Sparringpartners" und wenn seine  Kraft zu wenig fasst, dann drehe ich mich um und mache mich unsichtbar.  Deswegen habe ich im Zuge meines Ramadama nun auch  ganze 35 Leute aus meiner FB-Seite entfernt. Meinen täglichen Kacktus pflanze ich nur noch im Forum Spectrum Sein.de

Als ich meine FB-Freunde um die Hälfte reduzierte, habe ich wie immer keine Personen gesehen oder ausgelöscht, sondern Reize gelöscht. Mit derselben Emotionslosigkeit, wie ich anschliessend auch alle Youtube- und andere Abos, Gruppen, auch die Integral Life-Seite, die Ken Wilber-Seite, sämtliche 250 Likes gelöscht habe.  Mir ist einfach zuviel in den Fokus gekommen.

Ramadama ist übrigens bayrisch und heisst: Aufräumen tun wir.  Ob ich Fotos von mir lösche oder einen FB.Freund aus meiner Liste lösche, ist mir Jacke wie Hose - es ist nicht anders, als wenn ich meinen Schrank von alten geflickten Klamotten ausmiste, die ich nicht mehr anziehe. Wie ein kleines Kind mit seinen Bauklötzchen einen Turm baut und wieder zerstört, um etwas Neues aufzubauen. So ist das übrigens auch, wenn Welten zerstört werden -  wenn das Universum expandiert,  implodiert es am Ende und verschwindet in einem Schwarzen Loch, welches wieder neue Universen gebiert*... das Universum fragt dich nicht und beantwortet auch keine deiner dummen Theodizee-Fragen, wie z.B. Warum Gott  das nur zulassen kann. Alles geschieht ohne Warum. Ohne Ursache.
ICH BIN ein  ALLEINs-Unterhalter.

* "Reine unüberprüfte Spekulation! " mault der Schriftgelahrte.
Der Buddha aber sagt:  "Die Unpersönliche WAHRHEIT spekuliert nicht - sie SCHAUT, was der Gemeine Verstand des Schriftgelahrten nur DENKEN kann."  LOL!


Der Weise

steigt nicht zweimal in den selben Fluss. Nur der Verstand, der Egomind  bemerkt dauernd irgendwelche Eigenschaften an ihm, die ihm beweisen sollen, dass  auch der Weise in seiner Egolosigkeit immer noch ein ganz gewöhnlicher Mensch wie jeder andere ist, d.h., einer, der  wie alle anderen Menschen  den sog. Naturgesetzen unterworfen ist, d.h. er weiss ganz genau,  dass auch der Weise krank wird, dass die Wehwehchens niemals aufhören...dass ihm wie allen anderen Menschen auch Dinge auf den Kopf fallen können, wenn er nicht aufpasst,... dass er sich verbrennt, wenn er seine Finger an die heisse Herdplattte hält usw.
Dies wiederum weiß der Weise nicht, egal wie es einem Anderen  von aussen auch scheinen mag. Der Weise weiß, dass dies alles nur Denken ist, Konstruktion, Glaubenssatz.
Der Mensch, der vom Gemeinen (Callida-)Mind beherrscht ist, kann einfach nicht aufhören, zu definieren, was sich gegen alle Definition sperrt: Das befreite offene und weite Bewusstsein. Er hat sein Wissen über den Integralen Weisen nicht aus eigener ERfahrung, (sonst wüsste er nämlich, dass sich das vom Ego befreite Bewusstsein nicht definieren läßt - der Gemeine Mind schlussfolgert aus seinem Hören-Sagen-Wissen. Wenn  da ein Meister vielleicht einmal irgendwo zu irgendwem gesagt hat, dass er krank sei, schlussfolgert der Gemeine Egomind daraus, dass dies in Zukunft ebenfalls der Fall sein wird und dass dies verallgemeinerbar auf alle endgültig Befreiten zutrifft.Wie in der Vergangenheit, so wird es für ihn auch in alle Zukunft sein. Das wäre weiter nicht tragisch, wenn sich dieses Ego, welches ja mit dem Gemeinen Mind identisch ist, sich nicht als eine gewahrseinsträchtige, hochbelichtete  "Psychospirituelle Kapazität"  wähnen würde.  (Für den Wahnforscher: Wähnen kommt von Wahn). Seinem Gewahrsein wäre zu wünschen, dass er sich bewußt darüber werden sollte,

dass er sich mit diesen Überzeugungen nur neue alte Glaubenssätze schafft bzw. die alte dual-personale Weltsicht/Überzeugungen auf das Neue Bewusstsein stülpt!


Der Wahre Weise hingegen weiss von alledem nichts, und zwar deswegen weil er seine Gegenwartsbefindlichkeit  nicht mehr wie früher  in die Zukunft projeziert. DerWahre Weise steigt nicht zweimal in den selben Fluss - das heisst:  auch wenn der Weise ein zweites  oder drittes mal krank werden würde oder ihm 100 mal  ein Backstein auf den Kopf fallen sollte, dann wäre es für ihn jedes Mal  ein erstes Mal. Was kümmert ihn die Schwerkraft, was kümmert ihn die Zeit...!
Schlussfolgern tut nur der Verstand, derweil der ein geschlossenes System bevorzugt, der Freie Mind des Weisen aber ist ein offenes System - Unendliche Weite.

Alle diese BescheidWisser wissen genauestens darüber Bescheid, wie ein Weiser ist und zu sein hat, um ein Weiser zu sein, allein der Weise selbst weiss bzw. er glaubt nicht daran, was ein anderer über ihn DENKEN und zu wissen glaubt.  Er weiss, dass er "zunichte" ist, ...dass Gedanken/Definitionen keine Wirklichkeit haben. Er als absolutes SUBJEKT ist kein Jedermann und "Jemand" mehr, der sich definiert und definieren liesse.


HöHö höhnt Herr Callida da, erzähl' das deiner Großmama!

Welch Märchen,  dass ein Weiser nicht wissen soll, was einst geschah,
Dass er sich nicht erinnern kann ans erste, zweite, dritte Mal
Als just die Hand sich ihm verbrannte, als sie auf die  Herdplatt' langte?!
Das ist ein kümmerlicher Wicht, der sagt, er weiss von all dem nichts!

Da seufzt Herr Jesus schwer und spricht: Hör zu und unterbrich mich nicht:
Nichtwissen ist der Grund, die Basis für die Fülle an Erkenntnis,

Die aus der Ursprungsquelle quillt, die aus des Vaters Schoss entspringt.
Nichtwissen ist nur ein Begriff, der beschreiben soll, wie's ist,
Wenn man lebt im JETZT & HIER, doch nicht so wie es  dünket dir
Bedeutet dieses Nicht-zu-wissen, dass man tut Erinnerung missen!
Nicht-zu-Wissen schlichtweg heisst,
nicht zu GLAUBEN, was man WEISS!



Nicht zu wissen, bedeutet also, nicht nichtS zu wissen!
Alles, was der Weise tut, tut er immer JETZT! JETZT JETZT! Und wenn er etwas das 5000ste Mal tut!!! LOLOL - na, ist der Groschen JETZT endlich gefallen?  LOL.
Der wiedergeborene zeitlose Mind des Weisen kann nicht anders, als JETZT zu leben. Er kann sich wohl erinnern, aber er haftet nicht an seinen Erinnerungen, er ist nicht mit ihnen identifiziert!
Also noch klarer kann ich es nicht klären.


Herr Callidas Idee

Herr Callidas Idee vom  "natürlichen Menschen" jenseits von Ego ist eine Idee, die mehr auf der Trennung von Gott und Mensch beruht, denn die Ganzheit beschreibt.   Er pflegt die Idee, dass der Mensch jenseits von Ego ein ebensolcher "JEMAND" ist, wie der gemeine JEMAND diesseits von Ego. Ein Jemand, der zwar auch göttliche Attribute teilhaftig ist,  der aber als "natürlicher Mensch", der er ja auch sei, genauso wie diesseits immer  noch an die alten Gesetze der Dualität GLAUBT bzw. zu glauben hat, dass er daran gebunden ist wie jeder andere Mensch.

Herr Callida kann nicht anders denken, weil der Common Sense-Verstand nicht erfassen kann, dass der Neue Adam weder natürlich noch unnatürlich noch übernatürlich ist. Der von seinen konditionierten Fesseln befreite natürliche (Gott-) Mensch ist schlichtweg transzendiert, integriert und in die eigenschafts- und namenlose Einheit überführt. Anders gesagt: ins NICHTS. So etwas wie einen natürlichen Menschen gibts hier nicht mehr... er ist im SELBST oder in GOTT, der Einheit , der Ganzheit aufgegangen. Darüberhinaus gibt es weder Gott noch Mensch, sondern nur noch ICH.
Der Natürliche Mensch  (Wilbers Zentaur) ist die letzte Stufe auf der Leiter des spirituellen Wachstum. Darüberhinaus ist NICHTS bzw. nur noch der gänzlich "zunichte" gewordene Integrale Weise.

Die alten Meister hatten eine gute Antwort auf die Gedankenkonstruktionen des Gemeinen Verstandes, dieses verstaubten Relikts aus der (VOR-) Zeit - auf seine causaliziösen WENN- dann-SchlussfolgerungsExzesse...insbesondere auf  seine unaufhörlichen Bemühungen, aus NIEMAND doch immer wieder einen JEMAND zu machen, der "dies und jenes" ist und tut...zuletzt designte er gar einen JEMAND, der auch als NIEMAND mit den alten vergammelten Dogmen (Causalitätsprinzipien)  und anderen Glaubenssätzen identifiziert ist und bleibt -
Die Antwort ist: Wen kümmert's?
Wer ausser dem gemeinen (Callida-) Verstand  läuft  mit solcherlei Gedankenkonstruktionen am JETZT vorbei?!

Zum sog. Gesunden Menschenverstand s.a.:
http://blog.hehl-rhoen.de/der-gesunde-menschenverstand/  

Der Common Sense ist eine begrenzende Bastion, die von der Erkenntnis der  UnpersönlichenWAHRHEIT trennt.



Zu Ken Wilber

möchte ich nochmal sagen, dass ich ihn für den genialsten  Bewusstseinsforscher aller Zeiten halte. Er hat überaus gute  Landkarten des Bewusstseins aufgezeichnet.  Ich habe vor 30 Jahren einige Bücher von ihm gelesen, wobei ich allerdings nur das erste wirklich erinnere. Bis dato wusste ich überhaupt nichts von Integralem Bewusstsein. In seinem ersten Buch  "Spektrum des Bewusstseins"  (was er teilweise zurückgenommen hat) hat er u.a. die Grenzen aufgehoben zwischen den diversen psychologischen Schulen und aufgezeigt, wo und wann alle diese scheinbar gegensätzlichen und unvereinbaren Konzepte ihren Platz und Berechtigung haben. Das bewirkte bei mir einen ersten erregenden  Quantensprung - meine erste "Einheitserfahrung".
Einheitserfahrungen gibts jede Menge, nur die Letztgültige Erfahrung, woanders auch Advaita genannt,  ist der Gipfelpunkt - aber auch nur, wenn er dich komplett über den Styx gebracht hat, d.h., wenn du die Todeszonen durchquert hast und damit dauerhaft am Anderen Ufer angekommen bist.  Die allerletzte, die "letztgültige"  Gegensatz-Vereinigung ist die Erkenntnis von  Mensch-Gott-Einheit.  Eine Erkenntnis,  deren  Vorkommen  der gemeine Callida-Verstand frech und schamlos leugnet, weswegen er auch niemals in den Höchsten Genuß eben jener kommen wird.
Zur Info: Der gemeine diskursive Callida-Verstand  - auch Kleingeist genannt - schöpft sein Wissen aus "vermittelnder" zweiter Hand: Bücher u.a. Medien.   Im Gegensatz zum UNMITTELBAREN Modus des Geistigen Erkennens des  Ewigen ALL-EIN-igen FREIEN GEISTES, der die Weisheit direkt aus der Quelle schöpft.

Der Gemeine Verstand ist nicht fähig, die einzige WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT - die Einheit ohne ein Zweites zu erfassen.  Kleingeist klebt an den GEgensätzen und versucht immerzu den Realitätscharakter des "Zweiten" zu beweisen, aber nur, um damit recht eigentlich die Wahre WIRKLICHKEIT der gemeinen Unwirklichkeit zu überführen.  Anders gesagt: Er fehlinterpretiert den Sowohl-als auch-Charakter der WIRKLICHKEIT, indem er der Unwirklichkeit des vergänglichen dualistischen Daseins -  dem Common Sense, dem Konsensusbewusstsein -  eine gleichwertige Wirklichkeit verleiht. So glaubt er z.B. fest an wissenschaftliche Dogmen wie Naturgesetze und hält diese für WIRKLICH.
Der mit Wissen identifizierte  Callida-Verstand braucht seine Glaubenssätze, denn er hat große Angst, gänzlich ZUNICHTE zu werden, deshalb verteidigt er das "Zweite", indem er die Letztgültigen Dogmen des Konsensusbewusstseins verteidigt.

Mal Klartext: Die dual. Konsensusrealität  ist sowohl wirklich als auch unwirklich.  Je nachdem aus welcher Perspektive man die Konsensusrealität betrachtet: Aus dem Blickwinkel des konsensusverhafteten Verstandes ist seine sog. Realität Wirklichkeit und die nonduale, die WAHRE  WIRKLICHKEIT ist ihm unwirklich.
Aus der Erfahrung/Erkenntnis der EINHEIT - der transpersonalen Wahren WIRKLICHKEIT - ist die dual.personale Konsensusrealität unwirklich. Maya. DENKEN! Konstruktion!
Dennoch...
gehört beides zusammen. Wer sein Ego als Konstrukt erkannt hat, hat zugleich die Welt-Anschauung des Konsensusbewusstsein als Konstruktion/Konzept erkannt, die nur auf DENKEN, Gedanken basiert. Man glaubt allgemein, dass das Denken Wirklichkeit schaffe, weil die Idee, der Gedanke Dinge erschafft wie Tische, Häuser usw. ins materielle Leben ruft. Aber diese sind aus nondualer Sicht ebenso unwirklich, - alles, was auf DENKEN basiert ist als unwirklich erkannt. Alles, was materialisiert wird, beruht auf einem unwirklichen Gedanken! Das kannst du mit deinem Verstand niemals nachvollziehend denken, sondern nur als Freier Geist ERKENNEN.


Maulhelden & Wortgemächte

Verwandt mit dem Callida-Verstand ist der gemeine "Maus"-Verstand . Wie Callida tritt er nach außen hin  für die absolute (Dogmen-) Befreiung ein, aber nur wenns um die kollektiven Dogmen  der anderen geht. Mit donnerndem Pathos führt er den Diskussionsteilnehmern  deren  Glaubenssätze vor Augen,  andererseits hält er seine eigene  Person bzw.  deren Probleme mit diesem oder jenem für real und reagiert empfindlich, wenn man ihn mal aus der "Augenhöhe" wirft und mit gewöhnlichen  Dogmenjunkies und anderen BescheidWissern in einen Topf wirft....

Auf Empfehlungen, bei sich zu bleiben und an den eigenen Unvollkommenheiten und Balken zu arbeiten, statt den Splitter in den Augen des Nächsten zu monieren kriegt man von den Wissern immer nur die eine Antwort: Ich weiss ja... ich bin mir dessen bewusst....
Ja, manchmal ist sich der Wisser sogar  VOLlKOMMEN bewusst, derweil der Balken in seinem Auge immer größer wird .
Sagt einer: " Hey, Ich laufe jedenfalls nicht herum und spiele den Erleuchteten, ich bin mir bewusst, dass ich ein egozentrisches Arschloch bin" - dann  ist das ein eitler  Euphemismus, mit dem sich ein Ego aufpoliert und keineswegs die Demut, für die sie gehalten werden will. Nämlich genau das tut er unbewusst: er gibt den Checker, den Erleuchteten, den Dogma-Destroyer, statt  vor der eigenen Türe die Dogmen zusammenzukehren und auf dem Scheiterhaufen der göttlichen Liebe verbrennen lassen. Aber was sagt er mir schon wieder darauf, dieser Abergeist:
"Ich weiss," sagt er, "Ich bin mir dessen total bewusst."
BLAH! -  - wenn er sich dessen wirklich BEWUSST wäre, dann wäre sein Checker-Ego, dieser Chronische Bescheidwisser,  mausetot.  Checker sind nicht einfach nur Pöse Maulhelden, sie sind ganz kluge Burschen, immer auf der Höhe der Zeit. DAS ist das Problem! Die haben gar nicht so selten den vollen Durchblick...

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn man mich aufsucht, um (gemeinsam) unter Zuhilfenahme persönlicher Überzeugungen und zementierter Glaubenssätze ernsthaft und interessiert Scheingespräche über Scheinprobleme (im Sinne von Illusionshaftigkeit)  zu führen. Aber nein,  ich habe nichts dagegen, ich unterhalte mich immer sehr gut dabei, und bin hinterher immer überrascht,  wie ich noch so tun kann, als glaubte ich allen Ernstes an all das, - ich bin mir bewusst, dass es "von oben"  her gesehen nur Scheingespräche über Scheinprobleme sind, derweil es für den anderen die Ewige Wiederkehr des immer gleichen unlösbaren Problems ist. 


Es ist schon eine ungeheure Entlastung, grundsätzlich kein Interesse mehr daran zu haben, anderer Leute Probleme einer Lösung zuzuführen. Früher wollte ich immer ums Verrecken VERSTEHEN! Heute  bin nicht mal mehr fähig,  Probleme als Probleme anzusehen geschweige denn, dass ich ein Bedürfnis hätte, zu "verstehen". Entweder verstehe ich sofort oder ich verstehe nicht und wenn ich nicht verstehe -  wenn ich kein "Bild" kriege - fühle ich mich nicht gleich als Versager, weil ich nicht gleich den vollen Durchblick habe. Ich habe keinen Anspruch mehr an mich selbst. Früher  hätte ich nämlich für jedermann bei jeder Gelegenheit und für jedes Problem die zutiefst angerührte, ergriffene und empathisch-verstehende "Therapeutin" gegeben. Obwohl ich nicht "uninteressiert" bin,  ist es für mich heute viel fesselnder, nicht so sehr auf Worte, die ja eh  immer nur Vergangenes zum Thema haben -  sondern im Hier und Jetzt auf die  Körpersprache, das "Posing"  zu achten. Wenn ich Filme anschaue, ist es dasselbe: Ich achte kaum auf das Gesprochene, sondern mehr auf die Mimik, Gestik, Kleidung, die Ausstattung, das Setting... Ich war früher am Menschen immer sehr interessiert, zu interessiert; nicht, dass ich das heute als "schlecht" ansehen würde, aber damals war mein Interesse nicht sehr bekömmlich für mich, weil ich keinen Abstand hatte und es immer darauf hinauslief, dass ich mich mit den Problemen anderer Menschen sehr "unprofessionell"  belastete.

Nachtrag: Das Problem mit diesem speziellen Problem  ist, dass es  keinen Namen hat, deshalb ist es unlösbar. Das habe ich bis gerade eben noch nicht gewusst, LOL. Ein Problem läßt sich erst lösen, wenn man einen Namen dafür hat..( Ich rede hier "von unten", also der ganz normalen problembehafteten Alltagsebene.)
Aha aha aha -  DESHALB also kriege ich  kein "Bild" von diesem "Problem", was quasi ein doppeltes Scheinproblem ist, da es sich auch "von unten" her als Schemen, Schein präsentiert.
Das Problem hat bis zu diesem Punkt also nicht mal verdient, ein  "Problem" genannt zu werden.

Wir reden in unseren Gesprächen ständig nur um den Brei herum - DAS ist das Problem,  welches verhindert, dass das Hauptproblem einen Namen bekommt und damit einer Lösung zugeführt werden könnte. 
So, das ist das erste klare  "Bild", welches ich soeben bekommen habe. Ich bin wahrlich kein Schnell-Checker, LOL. Ich habe jetzt 2 Jahre gebraucht, um das Problem auch nur im Umriss zu zeichnen. (edit.23.8.)


Individuation

Nochmal:  Individuation ist der  HEilungsprozess der Persönlichkeit, parallel dazu findet  spirituelle Entwicklung, Bewusstseinsentwicklung statt. Wer sich auf den Individuationsprozess einläßt, kann nicht anders als am Ende "erleuchtet" herauskommen.
Im Prozess der Individuation geschieht die Heilung der Person, die SELBSTorganisierte Menschwerdung, die Entwicklung einer authentischen Persönlichkeit.   Der Individuationsprozess ist nur ein anderes Wort für den  Schattenintegrationsprozess, bei dem nach und nach das falsche Ich, die neurotischen Anteile der Persönlichkeit sterben und in gesunde Ich-Anteile transformiert werden... Wo ES war soll ICH werden. Das bedeutet u.a., dass im Individuationsprozess die personlichen "falschen" oder "negativen" Glaubenssätze  (introjezierte Botschaften)  die unsere Eigenschaften bzw. unser Selbstbild bestimmen,  zunächst in positive umgewandelt, besser gesagt, umgewertet werden.
Im selben Zug sich das Dritte Auge öffnet (die Anbindung an den Ursprung), im selben Maß erfährt oder erkennt man Einheit - denn Gegensatzvereinigung erfährt man als Einheitserkenntnis und die ist abhängig von der Bewusstheit (Gewahrsein), die sich durch Schattenintegration mehr und mehr stabilisiert.   Der Fokus, das Dritte Auge des Gewahrseins öffnet sich im selben Maße, als das Unbewusste bewusst gemacht wird.  Nur  Gewahrsein kann die Einheit der Gegensätze und Polaritäten erkennen.
Wer beispielsweise die Einheit von Ursache und Wirkung einmal erkannt hat, der wird das Causalitätsgesetz niemals mehr für WIRKLICHKEIT halten. Er weiss:  Himmel und Erde werden vergehen, aber die WAHRE WIRKLICHKEIT wird niemals vergehen.


Präsenz

Ich habe immer schon etwas gegen Pläne und Verplanungen gehabt. Besonders, was meine Person anging, Verabredungen zu tätigen, hat mich genervt, Zeitpläne einzuhalten war schon immer ein "Problem" für mich, ich fühlte mich verplant und empfindlich in meiner Zeitlosigkeit gestört. Beziehungen einzugehen, war deshalb schwierig für mich, weil ich immerzu gefragt wurde, was ich denn morgen und übermorgen, die nächste Woche/Monat/Jahr machen wolle, wohin gehen, wie und wo man etwas zusammen erleben und unternehmen könne.Bei solchen Fragen fühlte ich immer schon ein Brett vor dem Kopf. Die Frage: Was machen wir, brachte mich jedesmal in Not.  Es war mir so scheissendreckmirrregalll, dass man mir oft den Vorwurf machte, dass mit mir nichts los sei, keine eigenen Einfälle hätte, keine Initiative, einfach nur langweilig.  Ich überliess die Planungen den anderen, weil es mir einfach egal war, wo ich mich befand, Hauptsache, ich musste MIR nichts Planmäßiges einfallen lassen. Ich habe schon die Krise gekriegt, wenn mich ein Mann beim ersten Treffen gefragt hat, wann wir uns wiedersehen...das BRETT.

Mir gefiel es, eine Fremde zu sein. Wenn ich mich allzu bekannt und vertraut mit Menschen gemacht hatte, zu offen war, spürte ich sofort die Schublade, in die ich reingesteckt wurde, die Rolle, die mir fortan zugedacht wurde. Diese Art von "Vertrautheit" fand ich einengend, eine üble Nähe, die nichts wirklich Intimes an sich hatte.
Früher hat man mir wegen dieser Eigenarten eine negative Eigenschaft namens  "Bindungsunfähigkeit" an die Backe geknöpft, einen Schuh, den ich mir wie so oft willig anzog, einfach weil ich so erzogen war, dass die anderen immer Recht hatten und ich im Unrecht war.
Im Individuationsprozess wurde auch diese Unfähigkeit in eine Fähigkeit umgewertet, aus dem "Laster" eine Tugend -  aus der destruktiven Unfähigkeit eine konstruktive UnWILLIGgkeit. Ich hörte auf, mich von außen definieren zu lassen bzw. durch die Introjekte, die mein negatives Selbstbild bestimmten, sondern definierte mich selbst von innen - aus mir SELBST heraus.Ich lernte, mit EIGENEN Augen zu sehen.
Psychologisch ausgedrückt habe  ich das Böse-Mutter-Introjekt (Schatten) erfolgreich eliminiert und statt dessen ein gutes Introjekt gesetzt . Das göttliche Kind kann nämlich erst geboren werden, wenn zuvor im Individuationsprozess eine Gute-Eltern-"Objektrepräsentanz" introjeziert wurde.  Und diese wiederum ist von der Befreiung der männlichen und weiblichen Psycho-Anteile abhängig. Das habe ich nicht aus Büchern, sondern wie ich das beschreibe,  habe ich das erlebt und so erfährt es jeder Mensch. Deswegen kann ich das mit vollster SELBSTgewissheit verallgemeinern.

Heute habe ich keinen Wunsch mehr, eine Fremde zu sein.  HEute  erzähle ich zuweilen alles mögliche von mir und meinem Leben und ich erfahre dadurch weder Nähe noch Distanz. Jeder kann alles von mir wissen, ich schreibe einen Blog, den die ganze Welt lesen kann und es nimmt mir nichts, noch gibt es mir etwas hinzu.

Ich erinnere mich in dem Zusammenhang auch daran, dass ich keine aufgewärmten Gedanken mochte. Es war mir eine ständige Quelle der Frustration, dass ich meine Vorhaben nie so ausführen konnte, wie geplant. Wie oft nahm ich mir vor, dieses und jenes einem bestimmten Menschen bei Gelegenheit zu sagen und niemals kam es dazu, weil die Zeit eine andere war. Oder wenn es doch dazu kam und ich meinen KOPF durchsetzte und ich wiederholte, was ich mir vor längerer Zeit einmal geDACHT hatte, dann war es einfach nur Scheisse, die niemanden überzeugt hat - es war kein Pfeffer drin, kein Schmackes, eine elende flachwixige Wiederholung war es. Deswegen konnte ich in der Schule auch ganz schlecht (Gedichte) auswendig lernen. Alles Repetieren war mir ein Greuel. Damals hielt ich mich wegen dieser "Schwächen" für einen Versager. Heute sehe ich, dass es eine Stärke und eine Gnade war.

Magie vs. Mystik

Die Art der Weissagung und Wahrsagung, wie sie in der Magie begriffen und praktiziert wird, ist linear und zeitgebunden.  Entweder sieht man in die Vergangenheit oder in die Zukunft.  Die Wahre und Wirkliche WEissagung jedoch kommt aus dem JETZT, der Gegenwärtigkeit. Alles, was ich z.B. über die spirituelle Entwicklung, über den Prozess der Individuation sage, habe ich nicht aus zweiter Hand, sondern  ist selbst erfahren und von daher ist das wahr- und weissgesagt. Wahrheitende Weisheit  und weisheitende Wahrheit... Alles fließt.
Wenn die Trennung von Magie und Mystik aufgehoben ist, dann ... psssst...



Sonntag, 12. Juli 2015

Schau hin, schau hin! So mancher Wahnsinn ist göttlichster Sinn

Cesare Lombroso

Individuation

oder Schattenintegration ist kein Prozess, der sich  allein im stillen (Herzens-)Kämmerlein abspielt, unbemerkt von der Familie, den Kollegen, den Mitmenschen. Was da alles aus dem Unbewussten zutage gefördert wird, ist phasenweise mit großen seelischen Schmerzen und Angst vor Tod und  Wahnsinn verbunden, man gerät zuzeiten völlig aus den Fugen und in Zustände, die man nicht kontrollieren und deshalb oft auch nicht verheimlichen kann. alleinstehend und ist noch so klug und klarblickend, dass man es fertigbringt, sich in den Tiefenprozessen aus der Arbeitswelt zurückzuziehen; am Anfang - in darauf  folgenden Tiefenprozessen  ist es nicht mehr so aufrührend.  d.h. dann, wenn durch den Individuationsprozess ein guter innerer Erwachsener stabilisiert ist,  kann man auch am Arbeitsleben wieder teilnehmen, ohne befürchten zu müssen, die Kontrolle zu verlieren. Es ist in den meisten Fällen nicht ratsam, den Kollegen zu erzählen, was man durchmacht. Da kanns passieren, dass man  ganz schnell als psychiatrischer Fall angesehen wird. Man sollte wenn möglich in dieser Zeit wo wenig wie möglich unter Menschen gehen.  Die große Verletzlichkeit in diesen Prozessen kann bewirken, dass man genau dort Hilfe sucht, wo das sich öffnende Unbewusste mit Medikamenten wieder so zugeknallt wird, dass man den Zugang zu sich SELBST lange, wenn nicht für den Rest seines Lebens verlieren kann.
Ein Glück, wenn man einen Therapeuten gefunden hat, der diese Prozesse begleiten kann, weil er sie aus eigener Erfahrung  kennt. Die ungeheilten Therapeuten sind nicht verläßlich, d.h. sie wollen oder können nur innerhalb ihrer eigenen Erfahrung und Grenzen erlauben, was zugelassen werden darf und was nicht. Möglicherweise werden viele von ihnen  - aufgrund fehlender eigener Erfahrung - von falsch verstandenem Bücherwissen geleitet und glauben aufgrund ihrer falschen Vorstellungen, zu wissen, was der Klient braucht, der sich in Tiefenprozessen befindet.
Zum Beispiel sollte ein Psychotherapeut  wissen, dass sich Tiefenprozesse durch Rückzug von Gemeinschaft/Familie oder aus dem Berufsleben ankündigen können, was sogar so weit gehen kann, dass man seinen Job kündigt und die Familie verlassen, nach Tibet oder den Schleier nehmen und  in ein Kloster gehen will... oder man hat den Wunsch, sich einer spirit. Gemeinschaft anzuschliessen und alle fam. Bindungen zu kappen. Man sollte den "Argonauten" bei ansonsten guten Familienverhältnissen  nicht unbedingt  in solchen Vorhaben bestärken, sondern ihn, wenn möglich,  in den Tiefenprozessen an einem ruhigen Plätzchen unterbringen, bis die Heilungsphase abgeschlossen ist und "der Baum wieder ein Baum " und die Familie wieder die Familie ist.

Jesus (als das Wahre Selbst)  spricht  zwar: Wer nicht Vater und Mutter verläßt, wird nicht ins Reich Gottes kommen - aber das darf man nicht buchstäblich nehmen, sondern ist  tiefenpsychologisch insofern zu  interpretieren, dass man die familiären und gesellschaftlichen Ego-Strukturen "verläßt".  Wenn Jesus verlangt, dass man  Alles verläßt um seinetwillen, dann  ist damit gemeint, dass die Wahre Natur (Christus-SELBST)  erst dann bewusst erfahren/erkannt  wird, wenn man Alles losgelassen hat, was der Bewusstwerdung im Wege steht und das ist letztlich nicht mehr und nicht weniger als die ganze Struktur des falschen Ich. Dieses Loslassen ist ein innerer Akt, der nicht unbedingt in die äussere Welt ent-äussert werden muss, indem man faktisch seine sieben Sachen packt. Es kann, muss aber nicht sein. Manchmal kann es auch notwendig sein, die Umstände zu ändern... z.B. im Falle von "häuslicher Gewalt", körperlichem und emotionalem Mißbrauch.




Allmstery-Forum

Ein User schreibt:  "Wer Mord relativiert, auch unabhängig vom Holocaust oder anderen staatlichen Massenmorden, kommt auf die stille Treppe oder fliegt (aus dem Forum Allmystery)  komplett raus. Ganz egal wie er die Relativierung gestaltet. Ob "selbst Schuld weil Karma" oder "Todesstrafe für X" spielt da eine eher untergeordnete Rolle. Holocaust-Diskussionen sind da nur meistens der schnellste Weg zum Freiflug aus dem Forum."


Ja aber, Du lieber Mod in der Höhe, es  ist doch  das Wesen von Spiritualität, zu relativieren! Konsequenterweise dürfte man das Thema Spiritualität ja überhaupt nicht mehr diskutieren - Himmel, was da nicht alles relativiert wird. LOL
Das Allmy-Forum  - oder ist es gar ein gesamtdeutsches Phänomen? -  schrumpft immer mehr zu einem MeinungsGhetto, zu einem Kleinkindergarten von folgsamen rechtschaffenheitsbesoffenen Ja-Sagern..Wenn sie könnten, würden sie meinen Blog wegen Beleidigung anzeigen und verbieten lassen. Gottseidank gibt es noch einige demokratische Zellen im Netz, wo man sich sogar noch - außer über Frau Gott ElliM. -  über die Großkopferten, die Staatsoberhäupter, Mohammed-, Jesus-und andere ModKarikaturen beömmeln darf.   Ob die Mods und ihre faschistoiden Gesinnungsgenossen auch so gegen frauenfeindliche Propaganda und  Pornographie vorgehen, wie sie dem vermeintlichem "Holocaustleugner" und "Antisemiten" ihren Verdammungsstempel aufdrücken?


Jüdische Witze



Ein Jude kommt zum Metzger und zeigt geradewegs auf einen Schinken und sagt:"Ich hätt gern diesen Fisch dort."
"Aber das ist doch ein Schinken"
"Mich interessiert nicht, wie der Fisch heißt" 

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Ein Jude steht in Polen vor Gericht. Der Richter fragt ihn: Name?
Isidor Kaminsky
Wohnhaft?
Warschau, Seifensiederstr.6
Beruf?
Bankier
Religionszugehörigkeit?
Wie?
Ihre Religion bitte!!

Herr Richter, ich bin der Bankier Isidor Kaminski und wohne in der Seifensiederstrasse, glauben Sie vielleicht, ich bin Buddhist?



Ein alter Jude läuft schwerbepackt über einen Bahnhof in einer Kleinstadt und fragt nach längerem Zögern einen seiner Mitreisenden: "Was halten Sie eigentlich von Juden?"
Darauf erwidert der Mann : " Ich bin ein großer Bewunderer des jüdischen Volkes."
Der alte Jude geht weiter und fragt den nächsten die selbe Frage. Dieser erwidert:" Ich bin fasziniert von den Leistungen jüdischer Mitmenschen in der Kultur und der Wissenschaft."
Der Jude bedankt sich für diese Antwort und geht zu einem weiteren Mann. Dieser erwidert auf die Frage: " Ich mag Juden nicht besonders und bin froh, wenn ich nichts mit ihnen zu tun habe."
Darauf der alte Jude:" Sie sind ein ehrlicher Mann, könnten Sie bitte mal auf mein Gepäck aufpassen, Ich muß in die Toilette"
 

Lachen erlaubt - oder etwa nicht?
Zur Erklärung: Das sind  "Jüdische Witze" im Gegensatz zu "Judenwitzen". Die Schwarmdummheit kennt da leider  keine Unterschiede (Der Begriff der "Schwarmdummheit wurde übrigens von Prof. Gunter Dueck geprägt, ein helles Licht am deutschen Wirtschaftshimmel.)
.
Ich wette, aus diesen Witzen kannst du mir ohne großen Aufwand kinderleicht einen Antisemiten-Vorwurf basteln!
Aber, ihr allzu Allzurechtschaffenen Militanzen, vergesst nicht, dass man sich in den ethnischen Witzen ganz allgemein selber auf die Schippe nimmt! Wer da ernster und päpstlicher als der Papst sein will - und das bist du achsogutherziger faschistoider Antifaschist allemal - findet überall seinen  STOFF  für die Befriedigung seines sadistischen Rechtschaffenheitsbedürfnisses. 
Übrigens: Die Schwarzen nennen sich selbst Black oder Nigger - du  würdest dich schön blamieren, wenn du ihnen verbieten wolltest... LOL


Bei Dr. Callidari 

gehören "persönliche Offenbarungen" augenscheinlich in die Kategorie der psychospirituellen Störungen, weil sie durch den persönlichen Filter laufen. Wie anders aber als durch die Persönlichkeit soll sich denn der Geist äussern?

Geistige Offenbarungen sind  Erkenntnisse aus dem Ursprung und die sind zwar immer unpersönlich, wenn es sich um echte Geisterkenntnis handelt. Die Wiedergabe der unpersönlichen Offenbarungen ist jedoch IMMER durch persönliche Eigenart gefärbt.

Aber vielleicht m e i n t   Dr. Callidari es  ja ganz anders, als es rüberkommt, vielleicht meint er ja nicht den WAHREN GEIST, der sich durch die geläuterte Persönlichkeit ausdrückt,  sondern Personen, aus denen der ungeläuterte Ungeist der  ungeläuterten Person,  der "Dämon" spricht - anders gesagt: die "psychospirituelle Störung"?  Er meint vielleicht solche, die sich nur "dünken", Offenbarungen zu haben?!  Irgendwie leuchtet zwischen seinen Zeilen immer eine Überzeugung, dass es für Dr. C. - ausser ihm selbst - nur "staatlich anerkannte" berühmte Personen wie z.B. DOKTOR David Hawkins oder PROFESSOR EugenDrewermann sind, deren Offenbarungen vom Verdacht des "Dünkens" ausgeschlossen sind.

Das Problem ist wie immer, dass der Doc die pösen Geister nicht unterscheidet und bedingt durch fehlende Klarheit und Differenzierung wieder einmal MICH dazu zwingt, sie zu unterscheiden. LOL. Ich hier stehe ich und kann nicht anders als die Doppelaxt schwingen - Ach hättest du doch geschwiegen, Desdaemonus!


Spiritualität und psychospirituelle Störungen

http://www.allmystery.de/themen/rs119210
Aus der nondualen Perspektive ist alles schon immer da gewesen und seit Ewigkeiten determiniert. Alles was geschieht und geschehen ist, gehört in diesen "HeilsPlan"  Gottes. Die Kreuzzüge, die Inquisition, die Macht- und Eroberungsräusche unserer "Großen" wie Alexander der Große, Napoleon, Djingis Khan, Hunnenführer Attila und alle grausamen Herrscher dieser Welt, denen Millionen Menschen zum Opfer fielen -  spielen darin ihre perfekte Rolle. Alles ist Wille Gottes.

Hm...Bis dahin sagt keiner was im Forum. Das darf man diskutieren, das ist ok, - aber nur solange, bis der Teufel das Thema Hitler anschneidet und die rote Judenkarte zieht.
Der erbarmungslose und unversöhnliche  Gutmensch ist bemüht, das Leid aufrecht zu erhalten, statt das Leid  bzw. seine Person zu transzendieren, wie es sich gehören würde für einen spirituell fortgeschrittenen Geist.

Oder man nehme die Philosophie, dass jeder selbst für sein Schicksal verantwortlich ist - alles ok, bis der Teufel die Judenfrage stellt. Und dieser "Teufel" behauptet von sich, schon dreimal die Einheitserfahrung erlebt zu haben. Ich frage mich, wie man unter diesen Umständen noch an den Gesetzen der Polarität festhalten und die alte dualistische Weltsicht so vehement vertreten kann?

Wie konnte es geschehen, dass er in seinen Einheitserfahrungen nicht des Grundlosen Grundes gewahr wurde?            Die Ros blüht ohn' warum...

Dr. Callidari - der sich neuerdings als gottväterlicher Ursachensetzer geoutet hat, wird wohl  so schnell nicht von seiner gottväterlichen Lieblingsüberzeugung ablassen:  100%ig zu wissen, was in den Köpfen der Leute vor sich geht und auf diesem Vermutungswissen (ich meine das im personal-dualen Sinne,  denn aus nondualer Schau ist alles Wissen nichts als Glaubenssatz/Vermutungswissen) seine von ihm willkürlich gesetzten Ursachen  - i.d.R. eine Fehlnterpretation bzw. dysfunktionale Attribuierung und darauf aufbauenden Hypothesen und Schlussfolgerungen als unumstössliche Tatsachen zu setzen. 
.Insbesondere zur gottgefälligen Selbsterforschung, aber auch zwecks  therapeutischer Weiterbildung  empfehle ich dir  Fachliteratur über das  "Das Phänomen der Allwissenheit im paranoiden Formenkreis".

Herr Lombroso-Callidari ist in seinem neuen Thread  offenbar bestrebt, diskriminierungslustig und  mit der ihm eigenen wohlklingend-vernebelnden  WortGebärde den klinischen  ICD-Diagnoseschlüssel  auf alle anzuwenden, die nicht seinem dualistischen Weltbild entsprechen. Auch wenn die klinischen Diagnosen ihren Wert auf der Konsensusebene haben, sollte man als angehender Therapeut/spiritueller Heiler nicht mit ihnen identifiziert sein. NIemals darf die Majorität, die Allgemeinheit für einen spirituellen Heiler ein Maßstab für seelische oder geistige Gesundheit sein! Niemals! Krankheiten darf man als spiritueller Heiler nicht allein nach weltlichen Maßstäben und Kriterien  beurteilen. Jeder Wahn hat Ursachen und enthält Wahrheit, wenn nicht gar göttliche WAHRHEIT - wie oft wurde und wird die WAHRHEIT heute noch als Wahn gekreuzigt!? Als spiritueller Heiler oder transpersonaler Therapeut muss man die Fähigkeit entwickeln,  h i n t e r  die Dinge, die Namen und Diagnosen zu schauen.
Der Doc glaubt zwar nicht an Aliens, dafür glaubt er an das Causalitätsgesetz. Jacke wie Hose.. Glaube ist Glaube. Aus transpersonaler Sicht ist letzteres zwar kein Wahn - es ist schlicht die  UNWAHRHEIT.

Mancher Wahnsinn ist göttlichster Sinn-
Für den geschärften Blick -
Mancher Sinn - der nackte Wahnsinn -
Es ist Majorität, die hier, wie überall, bestimmt -
Stimm zu - und du bist kerngesund -
Ficht an - gleich fühlt man sich bedroht -
Und hängt dir Ketten um
(Emily Dickinson)
 

Falsches Ich vs. UNWAHRES Ich

Herr C.  schreibt:  Individuation bedeutet, sich dem wahren SELBST anzunähern. Dazu benötigen wir unseren Verstand! Nur mit unserem Verstand können wir bewusst entscheiden, ob wir den Einflüsterungen des falschen Ich oder dem wahren SELBST folgen. Diese Form der Weiterentwicklung ist einzigartig bei der Spezies "Homo sapiens vorzufinden ...im Unterschied zu anderen Lebewesen. Zitatende

Wahrlich wohlklingend kluge Worte, aber hat dieser doch etwas zerebralsklerotisch klingende Absatz auch Substanz?
Die christliche Wissenschaftsanalyse: Herr C. sieht hier den Verstand ganz klar vom "falschen Ich" getrennt.Aber: Wo das Ich falsch ist, ist auch der  Verstand falsch. Wie soll der falsche Egomind dem falschen Ego denn nur das "Rechte" einflüstern!? Bewusstheit hängt nicht vom Verstand ab - im Gegenteil, erst wo der Egomind schweigt, kann man die leise Geiststimme des Wahren SELBST vernehmen, die Stimme der Intuition.
Individuation bedeutet zwar, sich dem Wahren SELBST "anzunähern" durch die Bewusstmachung und Auflösung der Schatten, aber es ist nicht der Egomind, der entscheidet, sondern das Herz - Achtsamkeit, Bewusstheit. Bewusstheit ist Balance von Herz und Verstand (geläutert). Und wo man in Balance ist, ist man nicht vom Verstand, wohl aber von der Vernunft des Herzens geleitet. Es ist die Achtsamkeit bzw. das wachsende Gewahrsein im Zuge der Schattenauflösung, welches der "Einflüsterungen des falschen Ichs" gewahr wird
Im Unterschied zum Homo Sapiens folgen die Tiere alle ihrer wahren Natur. Deshalb haben sie es nicht nötig, ihre Wahre Natur  "weiter zu entwickeln".  Tiere sind nicht auf ein "falsches Ich" konditioniert. Tiere sind immer echt.
Einzigartig ist nur der SündenFall des Menschen aus seiner Wahren Natur und dass er gezwungen ist, seine wahre Natur unter großen Schwierigkeiten wiederzufinden, will er ein wahrer Mensch werden.
Cerebrus Rex

Wenn vom "Falschen Ich" die Rede ist, sollte man nie vergessen, zu differenzieren: auf der personalen Ebene gibt es ein gesundes und ein krankes Ich. Das kranke neurotische Ich ist das "falsche Ich", welches der Heilung bedarf. Alle Menschen sind mehr oder weniger neurotisch und bedürfen der Heilung.
Das Ich als solches ist niemals "falsch". Da gibt es viele Missverständnisse, weil es Sucher gibt, die alles in einen Topf werfen und das Ich generell als falsch ansehen. Das liegt darin begründet, dass das Ich bzw. die geheilte individuierte Persönlichkeit  aus der transpersonalen Perspektive als Ganzes transzendiert werden muss, um das spirituelle Ziel der Ganzheit zu erlangen. Transzendieren bedeutet einfach, die WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT zu erkennen, dass die Person eine "handfeste" Illusion ist  - wobei der Begriff der Illusion auch nicht zutrifft, weil es keinen Begriff für einen paradoxen "Zustand" gibt, der beides zugleich ist und nicht ist.
Das Ich als Ganzes ist aus der transpers. Perspektive weder falsch noch richtig, sondern UNWAHR.

Angehende Heiler, Psychologen und Psychiater sind am Anfang ihres Studiums immer  ganz wild darauf , andere Menschen zu kategorisieren und in  Schubladen zu stecken. Typisch für Anfänger ist, dass sie ihre eigene Person wie selbstverständlich dabei aussen vorlassen. Das führt dazu, dass die Heiler nicht anders als "schwarz" sein können, solange sie selbst nicht geheilt sind und ihre eigenen Probleme, Vorurteile  und kleingeistigen Defekte auf die Patienten projezieren.

Wer sich bzw. die Welt befreit hat ist von der Welt befreit. Ist die Person erlöst und befreit, dem ist zugleich die Welt erlöst. Ich= Welt.
Ich ist Welt ! Und wer da meint, er selbst sei endgültig befreit, aber immer noch an eine heilungsbedürftige Welt im Aussen glaubt, die seiner Hilfe bedarf, täuscht sich in seinem spirit. Status.  Ich IST Welt. Mit dem Ich zusammen geht auch die dualistische Welt(anschauung) unter. Wer gestorben ist und auferstanden, der kann nicht anders als immer im JETZT zu leben und im  JETZT ist der Dualismus aufgehoben.  Alles, was man darüberhinaus sagt gehört in die Kategorie Denken. Konstruktion. Womit man wieder aus dem Jetzt herausgeworfen wäre, wäre man nicht mausetot. LOL.


Charakter

Irgendwie  erinnert mich Dr. Callidari in letzter Zeit an Cesare Lombroso und dessen  Werk Genie und Irrsinn. Darin werden berühmte Menschen von Jesus Christus bis H. Kleist einer Analyse unterzogen unter dem Gesichtspunkt der  von Lombroso entwickelten These, dass der Verbrecher als solcher schon zur Welt kommt. Ähnlich wie der von mir erwähnte Nietzsche-Biograf kennt auch Lombrosos  Diskriminiierungslust  keine Grenzen. In meiner Sicht ist Lombroso ein Vertreter der Schwarzen Psychiatrie.
Lombroso war Jude und staatlich anerkannter ReichsHofLieferant, leider Gottes lieferte Lombroso mit seiner  diskriminierenden kriminellen Typologie Hitlers Genetikern und anderen Schergen des Dritten Reiches  recht eigentlich erst das  Handwerkszeug, um "Unwertes Leben"-  auszumerzen. Er hat es nicht mehr erlebt...

Soweit ich unterrichtet bin, gibt es zu der Frage, ob der Charakter genetisch vererbt oder  erworben wurde, keine eindeutige Antwort. Ich persönlich glaube nicht daran, dass der Charakter - ein doch recht vielschichtiges und komplexes Gebilde -  von Anfang an vorhanden  ist. Charakter ist etwas erworbenes, etwas Vergängliches, ein mit der Zeit und in der Zeit gebildetes Sammelsurium von bestimmten Aspekten aufgrund diverser Erfahrungen. In meiner Sicht ist  aber die Mentalität, das Temperament oder Talent - manchmal auch eine Krankheit eines Ahnen  als Anlage vorgegeben, ob sich das, was genetisch veranlagt ist,  immer auch verwirklicht, ist ja doch fraglich.  (In Potenz ist ja eine ganze Menge in uns vorhanden...he he)
Die "Vier Formen der Angst" - nach Fritz Riemann die 4 Standard-Neuroseformen des schizoide, depressiven, zwangsneurotischen und hysterischen Charakters sind Mischformen, die sich in jungen Jahren  durch Erfahrung bilden. Ein Neugeborenes hat noch keine Erfahrungen, es ist in dieser Beziehung noch ein unbeschriebenes Blatt.
Die Charakterbildung geschieht nach dem psychoanalytischen Modell  primär durch die 4-Phasen-Entwicklung durch die ein jeder Mensch in der Kindheit und Jugend hindurchgeht: die orale, anale, phallische und  genitale Entwicklungsphase.
Auf der anderen Seite ist das behaviouristische lerntheoretische Modell, wonach der Mensch ein Produkt seines Lernens ist. Bei beiden Theorien ist der kleine Mensch ein rein passives Objekt.
Die dritte Theorie ist die von Jean Piaget entwickelte  kognitive Entwicklungstheorie,  im Gegensatz zu diesen spielt bei Piaget das kleine Kind eine AKTIVE  Rolle. Nach Jean Piaget bestimmt das Kind im Laufe seiner Entwicklung selbst sein Weltbild. Entwicklungssprünge geschehen demnach immer dann, wenn das eigene Weltbild mit dem Weltbild der Umwelt in Konflikt gerät >> Anpassung >>Informationsverarbeitung, Intelligenz. Jean Piaget hatte wohl mit Genetik nichts am Hut, seine Entwicklungstheorie fußt auf GENESIS im Sinne von Entwicklung, Entstehung. Das gefällt mir, das macht für mich mehr Sinn als die anderen beiden, das entspricht meiner eigenen Intuition... Sehr anregend...

Entwicklung findet also statt durch Konzeptualisierung, wobei ein Konzept auf das andere aufbaut.
Nachdem ich neulich auf Jean Piaget gestoßen war, als ich auf der Suche nach dem Kindesalter war, in dem Kind das  Ursache-Wirkung-Prinzips begreift, stiess ich auch auf den Ausdruck der Objektpermanenz. Danach ist der  Zeitpunkt, an dem das Kind das Bild der Mutter introjeziert hat wohl der Beginn der Wirklichkeitserschaffung... das abgespeicherte Bild ist das erste Konzept, auf dem alles weitere Lernen, alle weiteren Konzepte aufbauen.

Alles, was wir an Wissen abspeichern sind Konzepte - BILDER, Imagos, Vorstellungen der Wirklichkeit, mit denen wir identifiziert sind und um wieder  zu werden wie die Kinder, müssen wir uns dieser Konzepthaftigkeit bewusst werden. Wer das Wesen der Konzepthaftigkeit im Gewahrsein erkannt hat, der ist desidentifiziert vom Ego und seiner Weltsichten und hält nicht mehr länger die Konzepte für die Realität.
Es ist so komisch, wie ich mich bogenschlagend immerzu im Kreis drehe: Nachdem ich vor 4 Jahren die Konzepthaftigkeit von "Gott" erkannte und mir auch die Konzepthaftigkeit der gesamten Realität an sich bewusst wurde,  kehre ich nun zu den menschlichen Anfängen zurück, und erkenne wann und wie Konzepte in der Kindheit gebildet werden... und was der Ausspruch Jesu wirklich bedeutet, wenn er sagt, das wir wieder wie die Kinder werden müssen, um ins Himmelreich einzugehen.
Es ist grad so, als ob ich noch einmal das kleine Kind geworden bin, nur um diesen Vorgang der Konzeptualisierung diesmal bewusst und irgendwie "plastisch" nachzuerleben.
Was die 3 Entwicklungstheorien angeht, sehe ich in ihnen letztlich  keine Gegensätzlichkeit, sie sind alle drei wahr und ergänzen sich in meiner Sicht vorzüglich.

Samstag, 27. Dezember 2014

In der Leichtigkeit des Scheins liegt Schwere dunklen NichtigSeins




To be or not to be



Sein oder Nichtsein ist die Frage, mit der ein Mensch hat große Plage,
Verwechselt er doch meist den Schein mit seiner Vorstellung von SEIN,
Des schönen Scheines Leichtigkeit mit des GewahrSEINS Geistigkeit,
Den Baum des Wissens mit Erkenntnis und den des Lebens mit Verhängnis,
Krankheit, Tod...  Und so wie er das Falsche lobt, fühlt er vom Richt'gen sich bedroht.
Den Weg zurück ins Paradies beschreibt Herr Goethe, guckst du - lies!:

 „Du mußt versteh’n! Aus Eins mach Zehn,
Und Zwei laß geh’n, und Drei mach gleich,
So bist Du reich.  Verlier die Vier!
Aus Fünf und Sechs, so sagt das Herz,
Mach Sieben und Acht, so ist's vollbracht:
Und Neun ist Eins, und Zehn ist keins.
Das ist des Herzens Einmaleins!
Frau Lol'sophie meint ohne Scherz:
Aus Hex mach Herz, vorbei der Schmerz!
Denn was für dich einst Teufel waren,
ward transformiert zu Engelscharen!

Im Himmel tanzen Ringelreih'n alle schlimmen Fingerlein; alle alles goes banana:
Herr Goethe mit Frau Lol'Sophia, MickyMouse mit Frau Callida
Und  Udo P. mit Sri Ramana...Come in and sing, let's twist and shout
Turn on , tune in and drop it out!

Denn Ganzheit, die im Geiste lüstet braucht keinen Shit und  Kümmerling,
wer  EINS ist, der raucht Holofeeling mit Micky und der Mäuse- äähm Engelschar
HIER und JETZT - Hallelujah!





Göttliche Eigenschaften - Seinsattribute

Immer wieder erstaunt es mich, dass sog. spirituelle Lehrer oder auch Leute, die sich als Meister oder Guruji ansprechen lassen,  in ihre Satsangs eine Menge vom Nichts und der Leere  und der Scheinbarkeit  zu erzählen haben  - dass aber m.W. kaum jemand von den Kräften, den Geistesgaben und Fähigkeiten spricht, die sich jenseits von Ego auftun. Seine Erlauchte Arroganz, Hochwürden Ikkyu, der sich gerne als Buddhismuskenner präsentiert,  meinte gar, dass die Gaben des (heiligen) Geistes nur eine Sache des Christentums sei! Einen heiligen Geist gebe es im Buddhismus nicht. Dort würde auch niemand so etwas wie die "Geister unterscheiden"... Oh Babylon!

Jeder Spiritant, der was auf sich hält, "weiss" ja inzwischen zu erzählen, dass das Sein eigenschafts- und formlos ist. Dass zur Fülle des Seins in der formlosen und eigenschaftslosen Leere paradoxerweise aber jene höherqualitativen Seinsattribute gehören wie Allmacht, Allwissen, All-Liebe und Allgegenwart, wird doch sehr wenig bis gar nicht angesprochen, möglicherweise auch, weil diese christl. Ausdrücke schwer belastet sind und immer noch kirchlicherseits fehlinterpretiert, dem niederen christlichen FussVolk versagt und allein dem Papst zugeschrieben werden.  Im Buddhismus und anderen Religionen hat man wiederum ganz andere Ausdrücke für die SEINSgaben.

In meinem Verständnis sind die o.g. genannten göttlichen Attribute Seins-QUALITÄTEN, die noch einmal unterteilt werden können in diverse Kräfte und Fähigkeiten wie Gelassenheit, Absichtslosigkeit, Gleichmut und andere Tugenden/Geistesgaben. Alles, was uns früher in der Galeere "Ägyptens"  Schwäche und Versagen schien, wird in den "Händen Gottes" zu virtue, zu Tugenden bzw. in geistige KRAFT verwandelt. Im Rückblick kann ich erkennen, dass sich die Kräfte und Fähigkeiten langsam im Verlauf der Schattenintegration herausbilden. Um so mehr unbewußte Anteile bewußt gemacht werden, um so fähiger und kräftiger wird das Ich in der Obhut und innigen Verbindung mit dem SELBST/Gott.




Zur Bedeutung der Bedeutungsleere

Das Ego  fühlt sich erniedrigt und beleidigt, wenn man ihm sagt, dass es als Person aus der transpersonalen Perspektive  keinerlei Bedeutung (für mich*) habe.  Er fühlt sich herabgewürdigt, er braucht es, als Persona gesehen, gelesen ,gehört  - vor allem bestätigt zu werden, derweil er mit seiner Maske (Persona), dem falschen Ich identifiziert ist.
Dass alles  nur eine Bedeutung für  m i c h   hat, bedeutet jedoch nicht, dass ich wie das Ego den Dingen der Welt ihre Bedeutung verleihe, sondern recht eigentlich, dass alles, was ich sage, schreibe und tue, keinerlei Bedeutung hat oder für andere haben soll, sondern nur für mich alleine hat - die Persona der anderen dient  allein mir..
Jenseits von Ego existiert die  Persona von Haus aus nicht,  ihre Bedeutungslosigkeit hat nur diese eine Bedeutung für mich: dass  die unwahren Äußerungen der mit Meinung und Vermutungswissen identifizierten  Personen mich triggern, mich zwar auf ihre Worte einzulassen,  aber nur deshalb, um die Wahrheit für  m i c h   zu finden. Wohlbemerkt geht es hier rein SELBSTbezüglich nur um mich und  m e in e   Bewußtseinserweiterung. Ich schreibe im Forum z.B. meine Kommentare, nicht um anderen dienlich und hilfreich zu sein, nein, es geht allein darum, dass ICH durch mein Einlassen auf die Texte anderer mein Bewußtsein erweitere und an Weisheit und wahrem Wissen zunehme. Insofern hat alles, was ich schreibe, nur eine Bedeutung für mich (allein.)
Ich glaube, das habe ich jetzt klar genug ausgedrückt.

Anders auf der Ego-Ebene:
Hier ist das Ego der Bedeutungsgeber, der durch Glaubenssätze erblindet und zudem durch seine mehr oder weniger neurotisch verzerrte Wahrnehmungsbrille interpretiert und dadurch den Menschen und Situationen seine subjektive Färbung/ Bedeutung verleiht.
Und zur Subjektivität, die von Unwissenden regelmäßig nur auf der Ego-Schiene angesiedelt wird: Zwischen der egoistischen Subjektbezogenheit und der SubjektBEZÜGLICHKEIT des wahren SELBST ist unendlicher Abstand.
(Aaaah - bei der Erwähnung der "Unwissenden"  höre ich schon den betroffenheitsbesoffenen gleichheitsfanatischen militanten Demokraten aufheulen ...)

Paradox aber auch dies: Ich interpretiere mitunter  die Aussagen rein willkürlich, wie es mir quasi in den "Kram" passt, was der andere wirklich gesagt oder gemeint hat, ist völlig obsolet - was oder wie ich etwas verstehe, hat auch hier nur eine Bedeutung für mich selbst. Auch hier spielt die Person und die Aussage der Person keine wirklich Rolle.
Ähnlich wie das selbstbezogene Ego interpretiere auch ich die Texte anderer, nur mit dem Unterschied der REINEN unverzerrten SELBSTbezüglichkeit. Im Unterschied zu den meisten anderen Diskussionsteilnehmern diskutiere ich aber nicht über die "richtige"  Bedeutung, weil sich evtl. jemand von mir falsch verstanden fühlt, einfach deshalb nicht, weil ich mir dessen bewußt bin, dass ich der Bedeutungsgeber bin.
Nochmal:  Wichtig ist also nicht, was der Sender mir an Sinn und Bedeutung vermitteln will, sondern wie ich das spontan verstehe, was er schreibt/sagt; ich denke nicht nach, was gemeint sein könnte, sondern  allein ausschlaggebend ist  die Bedeutung, die ICH dem Gesagten spontan gebe, egal wie immer es auch gemeint ist und wie falsch ich die Botschaft auch mißverstehe.  Diese Bedeutung ist es, die mich zu einer Antwort triggert, bei der ein Wissen zutage tritt, das ich bislang nicht hatte. Das bedeutet: Lehrend lerne ich und lernend lehre ich, wenn ich im Forum meine Beiträge schreibe. Dasselbe geschieht aber auch, wenn ich Selbstgespräche führe, weshalb es auch nicht unbedingt einer Kommunikation mit anderen bedarf, um mich selbst  aus mir SELBST heraus zu belehren. Die "Anderen" sind quasi  i n  mir.
Diese Art von SELBSTgespräch ist wohl ein spezifisches Merkmal des wilden unkonditionierten metaprogrammierten Denkens, das von keinerlei Skrupeln geplagt  keine Rücksichten auf die Gesprächsteilnehmer  bzw.  auf Zwänge und Regeln nimmt.
Wie die Kinder... was sich so absolut egozentrisch selbstbezogen anhört, ist jedoch absolut SELBSTbezüglich.


* das "mich und "mein" ist auch eine crux, die ich noch nicht zu umgehen gelernt habe. Es ist ja ein Unterschied, ob ich sage: DU hast für MICH als Person keinerlei Bedeutung oder ob ich sage: Das Ego, die Person hat keinerlei Bedeutung für den Wahrhaft Freien Denker. Wenn man in Kommunikation ist, läßt es sich aber nicht immer vermeiden, "ich, mich, mein" zu sagen, sonst wirkt man leicht unmenschlich kalt, unverbindlich und abweisend  - außerdem machts keinen Spass. Der Lasker hatte das ja richtig gut drauf, die wissenschaftlich-unpersönliche Schreibweise... dem entfleuchte kein "Yipppieeee" oder "Giggle gröhl und schenkelklopf"...der hatte das Kind voll under control.



Lehren und Lernen

Im Einheitsbewusstsein ist der Gegensatz, die Trennung zwischen Lehren  u n d  Lernen aufgehoben. Allein in der Absichtslosigkeit liegt die Gleichzeitigkeit von Lehren-Lernen. Solange ein Mensch andere Menschen überzeugen will, etwas bei anderen Menschen bewirken und erreichen  WILL, oder gleich welches Ziel verfolgt, schneidet  er sich von der Quelle der Erkenntnis ab. Er lernt nichts mehr hinzu.

Wer beispielsweise missioniert,  lehrt zwar, lernt aber nicht gleichzeitig. Nur wenn der Missionar erkennt, dass die zeitlose WAHRHEIT, die er wohl einmal erkannt hat, ebenfalls zu einem Konzept, d.h. einem schnöden Glauben als für-wahr-halten mutiert ist, findet er in den Zustand des Nichtwissens zurück, der ihm einst die Erkenntnis der WAHRHEIT überhaupt erst ermöglichte. Was das Nichtwissen ermöglicht, verhindert der (Konzept-)Glaube. Das Missionieren ist eine normale und unvermeidbare Phase, sollte aber nicht zu lange dauern. Die Identifikation mit dem Konzept verstopft die Quelle der Erkenntnis: So mancher weiss verstandesmäßig zwar um die Konzepthaftigkeit, hat die Konzepthaftigkeit - d.h. seine IDENTIFIKATION mit seinem Konzept!!! -  aber nicht  wirklich geistig  e r k a n n t. Erst die geistige Erkenntnis im Fokus des Gewahrseins befreit ihn von dieser Identifikation und macht somit Platz für neue Erkenntnis.
Deshalb ACHTSAMKEIT nicht vergessen. Nur Achtsamkeit führt zum Gewahrsein, in dem Identifikationen erkannt und damit aufgelöst werden.



Radikal

Eine "spirituelle Umgehung"ist grundsätzlich alles, was dich aus dem Hier und Jetzt beamt.



Die spirituelle Arroganz

ist augenscheinlich der Ansicht, dass es sich beim geistigen Erwachen eines ehemaligen Alkoholikers um eine andere - niedere - geistige Qualität von Erwachen handelt.  So ähnlich äusserte sich Herr JEMAND bezüglich meines Vergleiches zwischen dem Jahrestreffen des Forums Erleuchtung und dem Jahrestreffen der Anonymen Alkoholiker. Schade, dass mir diese Blüte durch die Lappen gegangen ist....kann man aber irgendwo in Nityas Blog nachlesen.
Dass es sich bei den erwachten Herren und Damen des Forum Erleuchtung ebenfalls um ehemalige bzw. Noch-Suchtbolzen handelt, dass es absolut keinen Unterschied macht, das entgeht dieser Erlauchten Arroganz in der Glorie ihrer "Unmittelbarkeit", LOL!
Erwacht zu sein, heißt nicht, geheilt zu sein. Erwacht zu sein ist erst der Anfang des geistigen Entwicklungsweges... bis sich eine Selbsterkenntnis bezüglich der eigenen Person und ihrer diversen stoffgebundenen und nicht-stoff-gebundenen Abhängigkeiten einstellt, kann es sehr sehr lange dauern. Bei denjenigen, die an ihrem Erwachsenserlebnis haften, stellt sich Selbsterkenntnis niemals ein... Diese Leute sind nach ihrem spirituellen Erwachen sozusagen religiös geworden: Die haben ihre "Wahre Natur", ihr Wahres SELBST erkannt und  g l a u b e n  dies nun für alle Zeiten. Und weil sie dies nur  glauben und "wissen",  wird es für sie  auch  für "alle Zeiten" kein dauerhaft verWIRKLICHTes SEIN  geben. Statt dessen werden sie weiterhin an ihre  Probleme glauben, auch wenn sie diese nicht für real halten und "resignativ bis ans Ende ihrer Tage" ihrem seit Äonen vergangenen "Moment" nachtrauern und halten dies für der Weisheit letzten Schluss.



Jesus, ein Magier?

So kann man es immer wieder lesen. Manche Magier oder solche, die sich dafür halten,  sehen sich  in der Nachfolge Jesu: sie sind des Glaubens, Jesus sei tatsächlich über das Wasser gelaufen oder habe tatsächlich dem Feigenbaum befohlen, sich hinwegzuheben, weil er faule Frucht trug, ...habe tatsächlich tausende Menschen mit ein paar Broten und wenigen Fischen gespeist...
Niemand ist ein gläubigerer Materialist als der Adept der Magie. Dass aus dem Materiegläubigen Magier einmal ein Mystiker wird - nach F. Bardon auf der 10. Stufe - ist mir schleierhaft. Wieso dann überhaupt all das Machen, das Üben usw.  wenns eh letztlich ums Lassen vom Machenwollen geht? Der Magier kommt mir wie der Hase vor, der immer am Laufen ist und nie ankommt, weil der Igel - hier der Mystiker - immer schon vor ihm da ist.
Jesus war ein Heilmagus. Ein therapeutischer Magus. Seine Wunder - Wunder der Heilung.




Interpretation und Wahrnehmung

Das Nichts ist nicht schwarz und die Bedeutungsleere der Dinge zu erkennen, heißt nicht, gar nicht mehr zu interpretieren oder gar ins Leere zu blicken.  Situationen, das Verhalten der Menschen ist keineswegs bedeutungsleer. Es ist gar nicht möglich, auf der dual-personalen Ebene zu agieren, ohne zu werten und zu interpretieren und auf Bedeutung zu prüfen. Auch eine unklare Kommunikation zwingt mich bzw. den Verstand,zu interpretieren, was gemeint sein könnte, ich wähle immer noch aus vielerlei InterpretationsOptionen die aus, die mir aufgrund von vergangener Erfahrung oder der Kenntnis oder Unkenntnis der Person passend erscheint. Manchmal liege ich richtig, manchmal falsch. Manchmal wird mein Handeln benötigt, manchmal nicht. Sobald die Situation vorüber ist, gehts sofort wieder in die Vertikale, die Anbindung an den Ursprung.  Denn ich hänge den Situationen gedanklich nicht mehr nach, ich hafte nicht an ihnen, sondern kann sie sofort wieder loslassen. Früher war es so, dass ich  vorher und nachher die Konsequenzen bedacht hätte, die mein Handeln nach sich ziehen könnte, ich wäre vorsichtig und zurückhaltend oder auch mal impulsiv vorpreschend gewesen, jedesmal aber hätte ich mir einen Kopf gemacht, ob mein Handeln gut/richtig oder falsch war...was man von mir denken könnte und hätte alles mit in den Schlaf genommen, begrübelt und beträumt... usw. Das alles gibts nicht mehr, ich handle und spreche immer spontan und ohne nachzudenken, was für eine Wirkung oder Konsequenz daraus erwüchse. Ich bewerte mein Verhalten nicht mehr.

Nochmal: Jenseits von Ego zu sein, bedeutet nicht, dass die duale BW-Ebene völlig verschwunden ist und man im schwarzen Nichts lebt.  Die duale Ebene verschwindet nicht, genausowenig wie die dazu notwendigen Ichfunktionen. Wenn ich z.b. ein streitendes Paar sehe, und der Mann den Arm hebt, dann denke ich nicht, dass er sich am Kopf kratzen will. Der neutrale Blick der  "Kamera" weiss nicht, warum der Mann den Arm hebt, dennoch bin ich immer noch gezwungen, 1 und 1 möglichst richtig zusammenzuzählen und die Informationen der Außenwelt möglichst richtig zu interpretieren, sonst käme ich nicht mal über eine Verkehrsampel.  Und doch ist meine Wahrnehmung nicht weniger "neutral". Paradox. "Neutralität" beschreibt es natürlich auch nicht, egal, was man für Worte benutzt - jedes Wort ist nur Annäherung an das, was sich nicht beschreiben läßt und im Grunde müßte ich jedes einzelne Wort in Anführungszeichen setzen. 
Ich bin mir bewusst, dass es kein einziges  Wort gibt, welches die "Sichtweise" des freien MINDS beschreiben könnte und dennoch sehe ich die Dinge, die ich schon x-mal mit den mehr oder wenigen selben Worten beschrieben habe, jedes Mal in größerer Klarheit und versuche jedes Mal, sie mit klareren Worten zu beschreiben - falsch, ich "versuche" nicht, ich MUSS. Alles, was mir aus dem Herzen heraus als WAHRHEIT aufscheint, will aufgeschrieben werden. Ich habe da keine Kontrolle drüber.
Seit meiner Kindheit schreibe ich Tagebuch. Früher schrieb ich alles auf, was mir  a u f  dem Herzen lag. Heute schreibe ich alles auf, was mir  a u s  dem Herzen kommt.Ich bin mir zudem bewusst, dass ich häufig immer  noch in Entweder-Oder-Kategorien denke bzw. mich ausdrücke, was nicht unbedingt immer an fehlender Bewußtheit liegt, sondern hauptsächlich an der trennenden Sprache. Mir wird immer klarer, dass es letztlich nichts zu beschreiben gibt und dass Schweigen die letzte Option ist, die bleibt.
Entweder-Oder-Denken scheint mich augenscheinlich auch in Bezug meiner Auseinandersetzung mit der Mystik vs. Magie zu bestimmen. Ist es aber nicht. Ich weiss mit dem Verstand, dass Gegensätze letztlich eine Einheit bilden, nur habe ich die Magie noch nicht vollständig von INNEN heraus erfasst. Da könnte ich noch so viele Bücher lesen oder der Adept Little James Bond noch so oft sagen, dass die Magie auch kein anderes Ziel als die Mystik habe - ich muss da durch: ich muss wohl zwangsläufig dagegen sprechen und zwar solange, bis ich aus mir SELBST heraus durch eigene ERKENNTNIS und EIN-Sicht die EINheit voll erkenne. These-Antithese-Synthese. So läuft der Erkenntnisprozess. Anders gesagt: Entweder-Oder; Sowohl als auch; Nicht dies, nicht das.



Magisches Denken

Die permanenten AbwehrReaktionen und KOntrollversuche von User XY zeigen überdeutlich, dass er Angst hat vor (Schwarzer) Magie und satanistischen Symbolen. Darauf angesprochen, entrüstet  er sich: Habe ich vielleicht irgendwo etwas von Angst geschrieben?
Auch hierüber musste ich einmal mehr lachen: Der freche Letterman machte mir einmal den Vorwurf, nichts Neues zu verkünden, alles, was ich sage, hätten schon Osho und viele andere gesagt. Wo denn bei alldem die universellen Wahrheiten blieben. LOL. *
Das erinnert mich an den Mann, der in der Nacht seinen Schlüssel verlor und ihn unter der Straßenlaterne sucht, weil es dort hell ist.
Und das erinnert mich gerade an den Herrn Transformer, dem die "Binsenweisheiten" meines Blogs nicht wahrheitsgemäß und aufregend genug sind und der mich fragt, warum ich nichts von den wunderbaren Dingen erzähle, die ein befreites Bewußtsein erfährt (statt seinen Neurosen so viel Aufmerksamkeit zu schenken....)

Alle wollen sie etwas Neues, etwas Spektakuläres hören, etwas, was noch niemals gesagt wurde, etwas, was sie aus den Socken knallt.  Himmel Sakra - die Wahrheit ist immer dieselbe und kann nur immer dieselbe sein, sonst würde man sie doch nicht "universell" nennen!

Die Wahrheit liegt direkt vor unseren Augen, doch man sucht sie stets  woanders,  so wie die Brille, die man auf der Nase trägt...

*Heute ist Letterman ein frisch bekehrter gläubiger "Entglauber" sprich Dogmenexorzist, sein Sannyas-Name ist MickyMouse.  Neue Identifikation: Rufer in der Wüste/Johannes.... bereitet den Weg des Herrn - ein Licht- und Hoffnungsträger, ein Donnerkeil, der mit der Verve eines Savanarola versucht, Licht in Platons Höhle resp. die dunklen Kanäle Allmysteries zu bringen und insbesondere in die kybalionvernebelten Eierköppen zu zwingen - wenn sich die Hornochsen nur umdrehen würden! Aber nein, ihre Hörner passen ja nicht durch die Tür. LOL!



Individuation

Früher war ich wie die Mehrzahl der anderen  Menschen konfliktunfähig. (War ich nun konfliktunfähig oder habe ich mich nur so bewertet? hahaha!)  Ich hatte Angst und zog mich meist zurück, wenn  oder weil  mir eine Aussprache nicht möglich war...natürlich verachtete ich mich für meine fehlende Selbstsicherheit,  meine Angst und (kommunikativen) Schwächen, weil ich immer den Kürzeren gezogen habe und niemals dabei irgendetwas gewonnen habe. Mein Selbstwert ging immer in den Keller bei meinen kläglichen Selbstbehauptungsversuchen und endete meist in tiefster Depression.  Ein Therapeut sagte mir einmal , ich sei jemand, der immer nur re-agierte und nie agierte - iiiihhh, pfui pfui pfui....

Aber damals glaubte ich noch an so etwas wie Selbstbehauptung - und an Therapeuten, LOL! 
Osho sagte einmal: Gehe nie als Verlierer aus einer Kommunikation. Nun, das war bei mir die Regel. Damals glaubte ich auch noch ans Gewinnen  - und an Osho. (pfui pfui pfui LOL!)

Irgendwann habe ich aber erkannt, dass es primär gar nicht darum geht, Auseinandersetzungen in der Außenwelt zu führen. Ich brauchte die anderen, vor denen ich Angst hatte, garnicht.  Meine inneren Auseinandersetzungen mit der Welt genügten vollkommen. Unbewußt tat ich das Richtige: ich zog mich in die Ein-samkeit zurück.Für alles, was ich den Menschen, der Welt mitzuteilen hatte, meldeten sich in mir selbst die möglichen Einwände,  die Pro- und Kontrastimmen. 
Ich hörte immer mehr auf, nach aussen hin konflikthaft zu agieren, auf Aussprache zu bestehen und den  Versuchen, die alte "harmonische" Situation wiederherstellen zu wollen. Ich begann, die äusseren Konflikte in mir selbst auszutragen. Alle Auseinandersetzung mit Menschen spielte sich in meiner Vorstellung ab. These, Antithese, Synthese bildeten sich in mir selbst. Das war bei weitem nicht ungefährlich, denn man GLAUBT ja an die Realität der Menschen, die man sich da grade vorstellt! Damals sah ich nicht, dass ich nicht die Menschen, sondern nur ihr Bild in meine Vorstellung holte. Und trotz allem war es heilsam! (Magie!!! LOL)
Krankheit als Chance auch hier:  Angst und Rückzug wurde mir zum Führer nach innen. Dass ich mich aus dem offenen Konflikt (aus Angst) zurückzog, hatte also sein Gutes im scheinbar Schlechten. In diesem Zusammenhang wurde mir nämlich unter vielem anderen klar, dass es "da draussen niemand gibt", keine anderen, keine Konflikte - sondern dass ich  i m m e r  nur mit mir selbst kämpfe,  weit ab von der Frage, ob ich nun nur  re-agiere (negativ) oder ob ich agiere (positiv).
Vielleicht ist dies auch mit ein Grund dafür, dass tibetische Mönche sich einmauern liessen: um zu erfahren, dass die Welt nicht aussen, sondern innen ist und u.a. mit der Kraft der Vorstellung die Konflikte des Ich/Welt aufzulösen.

Die Welt ist ICH war die Lektion.
Magista C:  glaubt auch noch ans Gewinnen, woll? Er kanns nicht lassen. Nun klopft der Windmühlenkämpfer mit seinem Plastikschwert ständig an meiner Hintertür und versucht mit mir das alte Spielchen vom Gewinner und Verlierer zu spielen. Wer ist der Größte... Ach hätte er doch die Demut und den rechten Glauben,  dass nicht nur TheLolosphian, Mickymaus und Udo Pescher, sondern dass vor allem der Regierungsbeauftragte  "Wicht"  Werkzeuge Gottes sind, die weiter nichts tun, als seiner Krankheit eine Chance zu geben.
Heute könnte ich von mir weder sagen, dass ich konfliktfähig wäre,  noch, dass ich -unfähig wäre. Solcherlei negative oder positiven Eigenschaften sind mir alle abhanden gekommen, weshalb ich gar nichts von mir aussagen kann.


Ob die lichtscheuen Adepten  des Kybalion aus ihrem praktizierten Modus Divide et conqer (Teile und herrsche) je in den Modus des lichthaften Solve et coagula ( Löse und binde)  transformieren statt nur darüber zu labern, ist äusserst fraglich angesichts der realitätsflüchtigen Bande, welche sich lieber mit Mary Jane ins Lotterbett legt, statt zu lernen, ihr elendes Hier und Jetzt auszuhalten. Wie ich schon sagte: Alles, was dich aus dem Hier und Jetzt beamt, ist eine spirituelle Umgehung bzw. magisches Denken.



Ora et labora oder SEIN und Nichtsein

Man hört öfters von Leuten, die das GEwahrsein, den Nullpunkt, das goldene JETZT willentlich aufsuchen oder "betreten" können.  Das habe ich nie verstanden, weil es ja gerade der Wille ist, der das "Betreten" der transpersonalen Dimension verhindert. Vielleicht liegts wie so häufig an der Ausdrucksweise, dass das auf Anhieb so widersinnig klingt?  Es klingt nämlich grad so, als ob man kurzfristige Besuche beim lieben Gott macht, nur um Kraft aufzutanken,  um  auf der Zeitschiene weiter sein Ego-Süppchen zu kochen. Als könne  man sich willentlich zwingen, aus dem Zeitmodus aus- und ins SEIN einzusteigen! Ich dachte immer, dies sei eine Gnade.
Um bei meiner eigenen ERfahrung von SEIN und Nichtsein zu bleiben: Einen Termin wahrzunehmen heißt für mich erst einmal, mich zu erinnern. Mit dieser Erinnerung bin ich im Zeitmodus der dual-personalen Ebene. Weil der GEIST aber viel stärker als der Gedanke ist,  durchKREUZT er sofort jeden Plan, jedes Ziel, jedes Vorhaben, jede Absicht, - ganz egal, um was es sich handelt: essen, anziehen, einkaufen, telefonieren usw. Ich muss mich wirklich zwingen, aus dem JETZT-Modus auszusteigen und die Lichter, die mir ständig aufgehen wollen, am Aufgehen zu hindern.
Immer wieder muss ich meinen Plan zurückrufen, weil ich meine Absichten vergessen habe, ich habe keine Kontrolle, keine Macht mehr über meinen Willen, weil jedes zeitlich gebundene Vorhaben sofort wieder vom  transpersonalen Überbewußtsein/"Gott" durchKREUZT wird. Um mich anzuzuziehen, brauche ich manchmal viele Stunden, weil ich mein Vorhaben immer wieder aus den Augen verliere. 
Die Leichtigkeit des Seins ist nur im vertikalen Modus verankert, sobald ich durch Termindruck aus der Vertikalen in die Horizonale komme, gibts Stress. Auch gut, dass ich nicht viel Eigentum, keine unnötigen Dinge habe, ich würde ständig alles verlegen.
Seit ein paar Wochen bin ich wieder termingebunden, ich habe einmal in der Woche im Fit for Life einen festen Reha-Sport-Termin, (Dienstag um 11.30)  wahrzunehmen. Nun habe ich neben Krafttraining auch noch die Möglichkeit, an anderen  Veranstaltungen im "Nautilust" teilzunehmen, Aqua-Training, Pilates, Rückenfit uvm. und dachte, dass es für mich gut wäre, mal ein bisschen Disziplin in die zeitlose Bude zu bringen und mir jeden TAg einen festen Termin für die diversen Angebote einzuräumen. Geht nicht, mach ich nicht, funzt nicht - ist einfach nur Stress! Nur weil ich pünktlich sein muss.  Ich bin wieder in meinen ZeitlosModus zurückgekehrt und mache auch dieDinge so wie immer, nämlich nur dann, wenn sie mir  spontan einfallen und der Körper mir Bescheid gibt.  Und wenn ich einen Tag lang mal nichts von den Zusatzangeboten in Anspruch genommen habe, ist auch gut. Krafttraining an den Geräten kann ich eh jeden Tag machen. Ich mache keine  Pflicht- sondern eine Lustkür.
Interessant daran war, dass ich in diesem Zeitdruck-Stress zwei mal für einen kurzen Moment einen Suchtdruck bekam, ... dieses typische Gefühl, wo man ganz kurz die Luft einzieht, das mich früher immer zur Zigarette greifen liess. FAzit: Jenseits von Ego gibt es scheinbar doch keine komplette Streßfreiheit, wie ich früher einmal wähnte...  Der starke Druck und die  äusseren Zwänge,  welche die Uhrzeitdiktatur mit sich bringt, werden als das empfunden, was sie sind:  geistige Vergewaltigung, Leiden. Erst jetzt kommt mir dieses Leiden in seinem vollen Ausmaß zu Bewusstsein!
Ich gehe ins Fitness-Studio irgendwie so, wie andere zur Arbeit gehen - Ora et labora.  D.h., ich bringe die Bedürfnisse des GEISTES und des Körpers - das vertikale zeitlose an den Ursprung gebundene Bewußsein (Ora)  und  das horizontale zeitgebundene Bewusstsein  (Labora) in  Balance. Einheit. Nichtzwei.
Ora et labora - ein ausgewogenes Pendeln zwischen scheinbarer Innenwelt und scheinbarer Außenwelt im Bewußtsein, dass  beides  EINS ist. Advaita.



Facebook

Ich habe den Titel meiner Facebookseite geändert in "Damenklo" - Treffpunkt für Frauen und Männer, die es werden wollen.  Die Damentoilette war lange Zeit  - und scheint es mitunter  noch heute  - der einzige Ort, an dem Frauen intim, vertraulich und ungestört unter sich waren.  Der Titel wurde von Santa Nikolaos K. angeregt, der die FB-Dialoge zwischen mir und einigen Frauen in seiner herabwürdigenden Weise gleichsetzte mit den Gesprächen von Frauen auf der Damentoilette.
Der Rest des Titeltextes ist  ein  Transformationshinweis. Wie es ausschaut, verstehts aber keiner, vielmehr scheint es manchen Leuten möglicherweise  zu "stinken".  Oder auch nicht.
Es sei wie es sei:  mir ist es gleich, ob auf meiner Seite jemand kommentiert oder nicht, es gab noch nie viel Verkehr.
So oder so: Es gibt mir nichts und nimmt mir nichts. (Für einen kurzen Augenblick kam mir neulich der Gedanke, selber auf meiner Seite gar nichts mehr zu schreiben bzw.zu kommentieren - aber Absichten, Prinzipien und Zielvorgaben lassen sich eben nicht mehr verwirklichen, weil mir sofort bewusst wird, inwiefern ich mich selber damit begrenzen würde.)


Das Frauen- bzw. Männerthema wird meiner Meinung nach von den meisten Lehrern, die ich im Netz antreffe, vernachlässigt. Ich habe erlebt, dass dabei viel zu schnell das für Männer - und auch Frauen! - immer noch bedrohlich-pöse Wort Feminismus im Raum steht. Wobei man unter Feminismus die Selbstverwirklichung der Frau auf der personalen Weltschiene versteht. Der radikale theologische, besser gesagt,  der spirituelle  bzw. ganzheitlich orientierte  SELBSTverwirklichungsfeminismus einer Mary Daly,  der die persönliche Selbstverwirklichung auf der Weltebene mit einschließt,  ist anscheinend so gut wie gar nicht  bekannt.

Buddha/ Jesus sinngemäß: Wenn du als  Frau nicht zum Manne und als Mann nicht zur Frau wirst, kannst du das Himmelreich  - Einheit - nicht erlangen.



Stress

Da ist die Hetze, die aufgrund meiner erneuten Termingebundenheit und des Uhrzeitterrors entsteht - besser gesagt: aufgrund meiner z.Zt. enormen Vergesslichkeit, und da ist zusätzlich auch der STreß, den ich empfinde, wenn ich etwas tue, was nicht "meins" ist.  Ich kenne da z.B. jemand, bei dessen Erzählungen ich oft lachen muss, weil mir bei seinen Metaphern immer witzige Cartoons und Bilder vor dem geistigen Auge erscheinen. Es kommt dann vor, dass er meint, dass ich das doch malen könne und gibt noch ein paar zusätzliche lustige  Tips zur Abrundung. Aber: Was zuerst zum Brüllen komisch war, ist in der Umsetzung nur noch lähmend langweilig, vor allem ungeheuer zeitaufwendig, weil ich viel zu  lange  im Netz herumsuchen muss, bis ich die empfohlenen  "Zutaten" zu meiner Idee finde.
Zwischen mein und dein besteht für mich eigentlich kein Unterschied mehr, es ist mir im Grunde  gleich, ob es meine oder die Idee eines anderen ist, die ich evtl. verwirkliche. Aber das Problem ist: wenn ich "meins" mache, dann muss ich niemals suchen, da fällt mir alles stante pede und spontan in den Schoß.

Das lähmend langweilige daran ist nicht  nur, dass ich einer "Vorgabe" von außen folge, sondern dass ich mit der Ausführung sozusagen "das zweite Mal in den Fluss steige" : denn als wir zusammen den Comic in der Phantasie malten, da war das originär und auch das Lachen darüber war herzlich und originär.  In der  realen Verwirklichung ist das nur  alter aufgewärmter Käse - Einmal gelacht reicht. Es ist ja zudem so, dass nicht der Sender für das Lachen verantwortlich ist, sondern die Phantasie des Empfängers...
In diesem Zusammenhang ist mir auch wieder einmal mehr klar geworden, wie sehr wir unsere Kinder langweilen, indem wir ihnen von Geburt an sagen, was und wie etwas zu "machen" ist. . Alles wird ihnen vorgegeben, vorgekaut,  so dass die Spontaneität von Anfang keine Chance hat bzw. von Anfang an unterdrückt wird. "Mach's wie ich" - das ist die Devise, nach der sich die Sünden der Väter  fortpflanzen.

Ein anderer Stresspunkt ist mein Blog, ich brauche immer länger mit dem Schreiben und Editieren; es ist nervig, weil mir beim Schreiben ständig die Buchstaben unter den Finger weghüpfen in andere Zeilen und ich dann dort weiterschreibe, wos nicht hingehört, was einer ständigen Korrektur bedarf. Editieren ist sowieso nervig, weil alter Käse eh langweilig ist. Oft würde ich am liebsten alles for ever in den Orkus schicken - man kann eben nicht zweimal in den selben Fluss steigen.
Ein weiterer Stressfaktor ist mein PC, weil ich nicht viel Ahnung habe und immer darauf hoffen muss, dass der sich mit der Zeit selber repariert...irgendwas läuft immer falsch... der lädt unheimlich langsam, ständig stürzt er ab, wird zu heiss usw., Firefox spinnt total bei mir und so wechsel ich permanent von FF zu Chrome und von Chrome zu FF, wenn ich im Allmystery was schreiben oder wenn ich irgendwas kopieren will, weil man mit Chrome offenbar nicht Copy&Paste machen kann... Shit!




Magie

Ich habe von Franz Bardon nur die Biographie gelesen: Frabato. Dass ich mich mit Magie nicht tiefergehend beschäftigen mußte, lag wohl daran, dass ich sehr schnell durchschaute, dass es ein Umweg ist. Ich arbeitete eine Zeitlang mit Vorstellungen á la Shaki Gawain oder Ferrucci und  praktizierte auch eine Zeitlang das Positive Denken nach Joseph Murphy. Das Positive Denken ist m. E. für  viele Leute der Einstieg in die Magie. Für mich war es nach kurzer Zeit zugleich das Ende.  Das schien mir alles nicht stimmig und schnell hatte ich erfasst, dass es nicht um eine schlichte Polverschiebung von negativ auf positiv ging, sondern darüberhinaus von einer  "Veschiebung" von  Ego auf SELBST und dass die wahre Magie nur im Hier und Jetzt und ganz von SELBST geschieht;  dass es eben nicht darum geht,  durch Vorstellungskraft, Können und Machen die Materie zu beherrschen, die Welt mir zu Diensten zu machen - sondern das Ziel  allein nur durch LASSEN zu erlangen ist... dass die Crux darin liegt, etwas erreichen zu wollen.   Später las ich im  Zusammenhang mit meiner Beschäftigung mit der Kaballah  alle 3 Bände von Israel Regardie über den Golden Dawn. Die teuren Bände habe ich anschliessend verschenkt. (später habe ich erfahren, dass auch die Kabbalah in einem ganz entscheidenden Punkt patriarchalisch gefälscht ist).  Dass mir das Gebet mehr hilft, als alle Rituale und Bannsprüche hatte sich da schon längst bestätigt. Jaja, ich weiss, Schatz, Gebet ist auch Magie...
Was der Magier da lernt und übt anhand von Büchern und Fremdwissen, habe ich fast alles aus mir SELBST heraus getan. Und so habe ich auch die Konzentration auf einen Punkt nicht vorsätzlich gelernt oder geübt, sondern wohl  daraus gewonnen, dass ich, wo es mir zeitlich möglich war, versuchte, das "Vater unser" zu beten und dies mit vollster konzentrativer Kraft, ohne mich von anderen Gedanken ablenken zu lassen.  (Vor allem vor dem Einschlafen, was besonders schwierig war.) Eine "Übung", die ich nicht "gemacht" hatte, sondern die mir aus dem Herzen kam - ganz von SELBST. Es war keine Vorgabe von aussen, kein Buch hat mir dazu geraten - es war die Liebe und das Vertrauen.

Der Weg des wahren Adepten, ein Buch von F. Bardon habe ich nicht gelesen. Um dieses Buch geht es wohl hauptsächlich in Kybalions Bewusstseinsentwicklungsthread. Der User Transformer stellte einmal einen Auszug aus den letzten Kapiteln  zur Debatte. Ich überflog es kurz und  sah, dass das Ziel wohl genau dasselbe ist: SELBSTverwirklichung in dem, was Kybalion mal die Nullzeit nannte - nur ein anderes Synonym für das Hier und Jetzt/Gott/Ewigkeit/Moment/Augenblic/Unmittelbarkeit usw usf. Auf die Frage, wer von den Diskutanten hier dieses Ziel schon verwirklicht habe, ging ich nicht ein, schien mir zu dem Zeitpunkt nicht wichtig zu sein.
F. Bardon schien ja augenscheinlich zu glauben, dass der Weg des "wahren" Adepten nur über die Magie,   das Machen - die Macht - und das "Können" geht. Zumindest  glaubt dies derjenige, der mich immerzu fragt: Kannst du dies, kannst du das?

Nein, ich weiß nicht, ob ich realiter "Wasser laden kann", ich habs noch nie versucht und brauche es auch gar nicht zu versuchen, weil ich alles habe, was ich für den Moment brauche... mir ist nurmehr alles auf geistige Weise gegeben,  permanent verwandelt sich mir das Wasser in Wein.
All dessen, was sich der Magier rühmt, zu "können", wird oder vielmehr ist mir in geistiger Entsprechung gegeben. Warum soll mich nach der Kopie verlangen, wenn ich das Original habe.
Der Magier will die Kontrolle, der Mystiker gibt sie ab. Allein darin liegt die Leichtigkeit des Seins. Aber das kann man schon mal verwechseln, denn auch das Macht ausübende Magier-Ego empfindet sein Ich-Sein als leicht.  Besonders das gute Ego. Es ist immer dieselbe Falle, für den Magier wie für den angehenden Mystiker: das Gute zu wollen. Dass die Identifikation mit dem Guten ebenso UNWAHR ist wie die mit dem Bösen, ist am allerschwersten einzusehen. Sogar Buddha hat viele viele Leben gebraucht...sagt man.




Christus-Bewusstsein -
(eine x-te ExtraWiederholung für den jungen Herrn Transformer)

Du kommst  zum Vater nur über den Sohn, sagt die Bibel. Das heisst: Du kommst nur zur Ganzheit über den Weg der Individuation, der Heilung der Persönlichkeit, über die  Erlösung und Befreiung zu deiner wahren Menschlichkeit. Der "Sohn" - das Christus-Bewusstsein ist die KRAFT, welche die Persönlichkeit heilt. 
Dieser Verwandlungsprozess wird von den militanten Nondualisten negiert, weil sie von Vornherein nicht an die Person glauben. Nur weil man einmal zu der Erkenntnis des Wahren Wesens erwacht ist, heisst das ja nicht, dass das Wahre Wesen auch (auf Dauer) BEWUSST verwirklicht ist. ES - das Christusbewusstsein -  kann nur dann auf Dauer verwirklicht werden, wenn der Mensch Gott auf halbem Wege (von "unten") entgegenkommt, d.h.wenn der Weg der Heilung/ Schattenintegration vollzogen wird.
Der Himmel senkt sich, er kommt und wird zur Erden;
wann steigt die Erd empor und wird zum Himmel werden?"
(Angelus Silesius)

(Hey - Du sagst, du beschäftigst dich ausführlich mit meinem Blog u.a. Aktivitäten und wirfst  m i r  einen einseitigen Nondualismus vor, der die Menschlichkeit negiere... Zudem beschwerst du dich über Wiederholungen und "Binsenweisheiten".  Wie oft muss man dich noch auf deine Unaufmerksamkeit, deine selektive Wahrnehmung und Blindheit hinweisen, bis du dir ihrer BEWUSST wirst? Willst du das Christus-Bewusstsein - von dem du dir so grundfalsche Vorstellungen machst -  verwirklichen, dann wirst du dir früher oder später dein Reiz-Reaktions-Schema bewusst machen müssen, d.h. der Emotionen gewahr werden, die deinen Blick so trüben, dass du nur das wahrnimmst, was du wahrnehmen willst, um deine Vorurteile zu bestätigen.
Warum ich DIR soviel Aufmerksamkeit schenke? Na ja - weil Du  MIR soviel Aufmerksamkeit schenkst. Reiz-Reaktion sozusagen. Der Unterschied: Ich lerne draus und du nicht.
Damit hast du dir ein schönes heisses Plätzchen an meinem kalten Herzen verdient  bzw. auf dem "Scheiterhaufen" meines "Denunzianten-Blogs".
Was ich durch meine Bekanntschaft mit dir lerne, könntest du selbst auch lernen - wenn du nur die Augen aufmachen könntest, statt mir ständig ans Tanzbein zu pinkeln und die Flügel mit deinen Dreckpfoten zu begriffeln.  Die Wahrheit liegt direkt vor deiner Nase...
Es geht hier keineswegs um dich, es geht allein darum, dass ich anhand deines Erscheinens meine "Lektionen" lerne, mein Bewusstsein erweitere, d.h. ich habe dich mit meiner Aufmerksamkeit erschaffen, um mir selbst die Welt/Ich  von innen heraus zu durchleuchten und zu verstehen, was genau der (deiner) SELBSTverwirklichung im Wege steht..  So etwas wie dich kann man nicht links liegen lassen, das Zwielicht, welches du in mich projezierst, zieht mich ungeheuer an, es mit meinem BewusstheitsLicht bis auf den Grund zu durchdringen. Du bist wie andere vor dir nur eine Art "Stofflieferant", der  - rein selbstbezüglich - zu nichts anderem als  meiner stetigen  Bewusstseinserweiterung dient. Beispielsweise ist das Christus-Bewusstsein (d)ein Thema, an welchem auch ich reifen kann.

Nein, es geht mir/hier gar nicht um deine Person, sondern nur um die "Struktur", um den Archetyp, mit dem du vorlieblich identifiziert bist. Anders gesagt: um den Dämon, von dem du beherrscht wirst. Auf meinem "Scheiterhaufen" (wie du es nennst)  brennen  bzw. fühlen sich nämlich nur  "Dämonen" verbrannt... derweil du aber mit ihnen identifiziert bist, kannst du das natürlich nicht erkennen.
Dämonen sind die Nattern, die  n i c h t   am Busen des Christus-Bewusstseins genährt und gehätschelt werden. Sie gehören umgewandelt, transformiert. Solange aber keine Demut und Einsicht in die eigene Heilungsbedürftigkeit besteht, wird der Dämon auf dem Scheiterhaufen/Hölle brennen müssen. DAS ist die wahre Hölle, eine andere gibt es nicht.
Nicht das Leben auf dieser Erde ist die Hölle, wie ich erst neulich wieder las und selbst auch einmal glaubte  - nein, die Hölle wird uns von unseren Dämonen - unseren ungeliebten, verdrängten Seelenanteilen beschert. Derartig "verteufelt" bestimmen diese Anteile unbewusst unser Leben und machen uns das Dasein in dieser Welt zur Hölle.
So und nicht anders ist es.
Es gibt nur eine Weg aus der Hölle: Heilung. Aber du bist ja nicht berrührbar, solange du mit Steinen nach mir wirfst.



Mit eigenen Augen sehen

XY - "Der Checker" -   hatte die Eigenart, mir oft im voraus zu erzählen, was sich gerade in einem  DiskussionsThread abspielt und liefert mir  eine Voraus-Analyse der Ansichten und Beiträge der Diskutanten,  bevor ich mir ein eigenes Bild machen konnte. Weil XY selten schief lag, nahm ich anfangs (wie immer)  alles für bare Münze und stimmte in vielem zu, übernahm auch mal eine Ansicht - bis ich merkte, dass sein Interpretationssystem, seine Wahrnehmung nicht immer mit der meinigen übereinstimmt...

Ich hatte unser uns schon früher das Problem der Symbiose angesprochen, was nicht selten ausbleibt, wenn  zwei gleichgestimmte Geister aufeinandertreffen, und war mir manchmal nicht so sicher, ob diese Verbindung bzw. dieses Verhalten so gesund für mich sei, weil es mich ja doch in gewisser Weise beeinflusst und meinen eigenen Blick trübt. Obwohl ich erstmal alles glaube, schlägt meine Bewusstheit jedoch ziemlich früh Alarm - deshalb kann ich heute vorübergehende Trübungen durchaus zulassen, denn die "Beeinflussung", die früher bei mir gegegriffen hätte, kann bei mir heute nicht mehr lange haften. Ich bin fähig, eine Beeinflussung oder einen FremdEindruck  sofort abzuschütteln und  meine eigenen Augen zu gebrauchen, so dass ich einen ganz neuen frischen ungetrübten Eindruck erhalte.
Das war mir als Frau Normal nicht möglich, da verharrte ich in der Symbiose und fühlte mich entweder eierkuchenwarm  im wohligen Gleichklang oder andererseits unwohl, verwirrt und konfus, weil ich meine eigenen Augen so gut wie gar nicht mehr gebrauchte, wenn/weil ich durch ein  "einnehmendes Wesen" zu sehr vereinnahmt war und nur noch mit den Augen eines anderen Menschen die Welt und die Menschen darin sah. Der Kampf um den eigenen ungetrübten Blick dauerte sehr lange, denn er bezog sich ja nicht nur auf die engen persönlichen Beziehungen sondern im weitesten Sinne  auf die gesamte Konditionierung durch Familie und Gesellschaft.

Es ist aber dieses symbiotische Verhalten nicht die Ausnahme sondern die Regel in persönlichen Beziehungen. Als Frau Normal hätte ich auf  einer drastischen Veränderung meiner (Gesprächs-) Partner bestanden, heute reagiere ich gar nicht oder nur sachlich auf Beeinflussungen jeglicher Art.

Auf dem spirituellen Weg ist Selbstbeobachtung bzw. Achtsamkeit gefragt, insbesondere wäre darauf zu achten, inwiefern wir unbewusst und unreflektiert in fast jeder Kommunikation anderen Menschen unser Welt- und Menschenbild vorkauen und damit ihre Wahrnehmung trüben, bevor diese sich überhaupt ein eigenes Bild machen können. Das fängt ja leider schon in der Kindheit an Familie, Schule, .Bücher... Wir werden dazu konditioniert, alles zu glauben, was man uns zum Fressen vorwirft.... alles, was "Die Großen" sagen wird uns so zur unhinterfragbaren Wahrheit, eine "Wahrheit", die verhindert, dass wir die Welt authentisch und ohne Verzerrung aus uns SELBST heraus wahrnehmen und interpretieren.
Mit eigenen Augen sehen, heißt nichts anderes als die Welt von INNEN heraus WAHRzunehmen.


Die Werke Eugen Drewermanns waren mir bei der Augenöffnung eine große Hilfe: Denn wenn wir nicht mit eigenen Augen sehen lernen, können wir auch unseren eigenen Weg nicht finden.
Den eigenen Weg gehen - Predigten zu den Büchern Exodus bis Richter
http://www.amazon.de/eigenen-gehen-Predigten-B%C3%BCchern-Richter/dp/3492037879

Und ja - nicht zu vergessen: Auch ansonsten fruchtbare Symbiosen haben ihr Tücken !