Sonntag, 27. September 2015

Dies hohe Wort wird WAHRHEIT nennen und von der Unwahrheit es trennen...

Oh no, my Dear, da muss ich korrigieren
Was hier aus Dichtermund sich tut gerieren,
Ist eine Täuschung, lieber Mann,
Nicht Gut und Böse wird es trennen  -
Dies hohe Wort wird WAHRHEIT nennen
Und von der Unwahrheit es trennen
.

Glaube

Gurdjeff tat es: er warnte seine Anhänger, ihm zu glauben. Er meinte damit den Glauben im Sinne von Für-Wahr-Halten. Eigene Erkenntnis war gefragt. Udo Petscher schreibt gewiss viel Wahres, aber schreibt er auch, dass seine Anhänger aufhören sollten, IHM und seinen Schriften zu "glauben"? Oder macht er darauf aufmerksam, dass seine Gläubigen erst einmal ihre persönlichen Glaubenssätze unter die Lupe nehmen sollten, bevor sie die kollektiven Glaubenssätze bei anderen in die Zange nehmen - sind doch die leidenschaftlichsten und zutiefstgläubigen  Petscher-Fans, zumindest jene, die mir bekannt sind,  damit beschäftigt, ihre Überzeugungen, d.h. Glaubenssätze bezüglich Holofeeling zu missionieren und mit logischen Argumenten die kollektiven Dogmen in Frage zu stellen.

Was schreibt Petscher über Schattenintegration, was  über Achtsamkeit - die ja von Schattenarbeit gar nicht zu trennen ist?
Noch mal und immer wieder: Organisches spirituelles Wachstum fängt im Hier und Jetzt der Person an. Und zwar mit der Annahme und Achtsamkeit auf das Hier und Jetzt der eigenen Person mit ihren Gedanken, Gefühlen, allem sinnlich-körperhaftem Erleben des Körpers in seiner Interaktion  mit seinem Umfeld. Mehr als das hat man erst mal nicht. Spiritualität fängt also nicht mit der INFRAGESTELLUNG der Person an, wie es der Glaube der Radikalen Nondualisten versteht, sondern mit der Achtung und Würdigung der eigenen Person.

 Was infrage gestellt wird, sind zu allererst einmal unsere negativen Überzeugungen, die falschen Vorstellungen/Glaubenssätze, die wir von uns selbst haben, die uns "angelernt" wurden... infrage gestellt werden die Introjekte, die unser negatives Selbstbild bestimmen, weil wir uns damit identifiziert haben. Das nennt man auch Schattenarbeit. Soviel ich gehört habe, schrieb Udo P. auch über Schattenarbeit,  seine eierköpfige Jüngerschaft jedoch scheint in der Praxis nicht viel davon zu halten. Ohne Schattenarbeit werden sie weiterhin nur Petscher-Konzept-Gläubige bleiben. Es ist ja nicht schwer, ein Gläubiger zu sein und das Holofeeling-Konzept mit dem Verstand zu begreifen, wünschenswert wäre jedoch,  dass ihnen ihr Wissen irgendwann einmal vom Kopf ins Herz fällt - anders als durch Schatten"arbeit" ist es nicht möglich, die persönlichen Glaubenssätze, die unser Selbstbild bestimmen, als solche zu enttarnen und umzuwandeln.

Ich befand es jedesmal für komisch, wenn ich einen Petscherfan ab und an mal auf seine persönlichen Glaubenssätze aufmerksam machte und dann seinen kraftlosen Beglaubigungen lauschte wie z.B. : 
Ich kann dies und jenes aus diesen und jenen Gründen nicht denken, machen, tun - WEIL ICH MICH KENNE! 
...Meine Frau/mein Mann, meine Kinder sind wie sie sind und nichts wird sich daran ändern.
Egal, wie meine Frau/Mann auch ist, wenn ich sie nicht hätte, gings bergab mit mir...
ohne diesen oder jenen Menschen bin ich nichts.

Ein anderer bekennender Petscherfan und Alkoholiker sagte auf meine Frage hin, warum er sich nach sovielen Jahren Trockenheit nicht getraut habe, das Gläschen Bier zu trinken, um herauszufinden, ob es nun Alkohol enthält oder alkfrei ist. Die Antwort: Weil ich weiss, wie ich reagieren werde, wenn da Alkohol drin ist.  Auch er kennt sich, nur von wahrer Selbsterkenntnis keine Spur.
Aus solchen Antworten spricht Angst, nackte Angst aufgrund des nicht auszurottenden Glaubens,  morgen derselbe Mensch wie gestern und heute sein zu müssen, der nicht anders handeln und denken kann, als er gestern dachte. (Diese letzte Frage ist eine Frage für in Achtsamkeit und Schattenintegration Fortgeschrittene und für unbewusste Alkis kontraindiziert, klaro? )
So lahmarschig in Sachen Glaubenssätze argumentieren ansonsten  savanaroladonnerstimmige Petscher-Prediger, die zwar kollektive Dogmen erkennen und geisseln, aber ihre eigenen Glaubenssätze unreflektiert wiederholen wiederholen wiederholen - und auch wirklich daran glauben, was sie da von sich denken.
Da ist man so überzeugt, ein Jemand mit unabänderlichen div. Eigenschaften zu sein, da fühlt sich der "Allmächtige" und der "Bußprediger" so von der Vergangenheit und den Umständen determiniert, dass es zum Erbarmen ist. Ich erkläre, aber es geht ihnen nicht das kleinste Licht auf - alles, was man von ihnen  bekommt ist ein ungläubiger Blick und ein schlaff dahingeschwindeltes: Ja, ich weiss... und schon kommt im Brustton der Überzeugung der nächste Glaubenssatz und der fängt vorlieblich mit "Aber, ..." an.

Um persönliche Glaubenssätze zu eliminieren, bedarf es des Gefühlseinsatzes, nicht der Logik. Wer sich nicht ans Eingemachte traut, der argumentiert mit kalter Logik. Dogmen, Glaubenssätze lassen sich aber nicht mit logischer Argumentation aus der Welt schaffen, allein das Herz-Verstand-vereinigende Gewahrsein - der alles Unwahre vernichtende Strahl der Bewusstheit tut das.
Ganz ähnlich wie es der Gläubige Einäugige Nondualist tut, tut auch der Einbeinige Petscher-Gläubige: er zäumt das Pferd von hinten auf, d.h. er negiert und leugnet die Person und damit die individuelle Basis, von der aus Heilung und Heil seinen Anfang nimmt. 


Ideale

Es ist keineswegs so, wie ich früher immer annahm, dass man jenseits von Ego immer alles,wessen man  beschuldigt wird,  "demütig" auf sich nimmt, nichts rechtfertigt, nichts korrigiert oder dementiert, weil man selbst ohne Widerstand sei und nur noch reiner Gleichmut sei, der alles . Das ist ein Mythos.  Diese oftmals gefühlsduselig klingenden  Legenden, die sich um diesen Mythos ranken, darf man nicht glauben. Es ist alles ganz anders - Totaliter aliter.  Ich denke da grad speziell an diese Zen-Legende vom "Weisen", der von einer Frau zu Unrecht beschuldigt wurde, der Vater ihres unehelich geborenen Kindes zu sein. In dieser Geschichte übernimmt Der Weise für die nächsten Jahrzehnte widerstandslos die ihm zugedachte VaterRolle, ohne die Vaterschaft zu dementieren oder die Dinge richtigzustellen. In meiner Sicht ist das  kein Weiser oder Edler, sondern ein Heiliger - nicht zur Nachahmung empfohlen. (Um ein Weiser oder Edler zu werden, muss  auch die Heiligkeit transzendiert werden)
Das klingt ziemlich krass, darf aber m.E.nicht als Ideal oder Vorbild eines Endgültig Befreiten dienen, sondern  nur der Verdeutlichung einer "vollkommenen" Annahme, Widerstandslosigkeit und Wertungsbefreitheit - Tao.Ob eine solche vollkommene 100%ige Annahme für den Endgültig Befreiten immer und zu allen Zeiten jederzeit möglich ist, bezweifle ich.
Solchen Idealen heiligmäßig nachzueifern ist genauso krank und sado-masochistisch wie eine falsch verstandene Nachfolge Christi.

(Niedergeschrieben anlässlich der unaufhörlichen Beschuldigungen meiner paranoiden Nachbarin, die mir regelmäßig unterstellt, in ihre Wohnung einzubrechen, was ich regelmäßig dementiere. Nicht aber dementiere ich, wenn sie ebenso regelmäßig an MEINEM Geisteszustand zweifelt. LOL.)
.

Es ist erstaunlich,

dass sehr viele intelligente  Menschen/Sucher den Unterschied zwischen Wahrnehmung und Interpretation/Schlussfolgerung überhaupt nicht kennen. Sie möchten z.B., dass man ihren Erzählungen bzw. ihren Wahrnehmungen  Glauben schenkt, hört man näher hin, suchen sie aber meist nur Bestätigung für ihre Schlussfolgerungen und ihre Intepretationen ihrer Wahrnehmungen - wobei es sich bei diesen "Wahrnehmungen" oft gar nicht um konkrete Wahrnehmung handelt, sondern um Vermutungen und Annahmen. Um willkürliche Attribuierung...faktenschaffende "Axiome" - Projektionen.


Projektion:

Wo ein Affe hineinschaut, kann kein Weiser herausschauen. Ich behaupte gerne, dass dieser Spruch von Buddha stammt, egal, wer immer ihn getextet haben mag,  LOL.  Der Spruch lautet wörtlich: Ein Buch ist ein Spiegel - wenn ein Affe hineinschaut, kann kein Weiser herausschauen.
Damit ist ganz allgemein der Vorgang der Projektion gemeint, z.B. was man in die Worte eines Buches oder eines Menschen hineinlegt...den Sinn, den man Worten und Verhalten eines anderen unterlegt/unterstellt - vor allem dysfunktionale Attribuierungen und faktenschaffende Unterstellungen und was unser Affe da so alles im Sortiment hat.
Buddha hätte vielleicht gesagt: Die Welt ist ein Spiegel...

Ein Mensch, den dieser Spruch trifft, erfasst i.d.R. den Sinn nicht, sondern reagiert spontan beleidigt und sollte er den Sinn erfassen, ebenso - z.B. das religiöse Ego eines Schriftgelehrten, des Second-Hand-Wissers. Ein solcher wird sich tödlich beleidigt fühlen und mir sogleich beweisen wollen, dass Buddha niemals so einen Spruch abgelassen hätte. LOL. Das mag sein, aber es ist gleichgültig, wie der NAME des Verfassers ist.  Huang Po, Linji oder wie sie alle heissen. Der Buddhageist ist immer derselbe. Auch im Christentum, LOL.
Der "Religiöse Schriftgelehrte" oder der Priester ist nicht nur ein  personifizierter autoritätshöriger Aspekt, es ist der mit religiösem Wissen identifizierte Ego-Anteil bzw. ein Archetyp in einem jeden von uns.  Da glaubt man nur das, was irgendwo von irgendeiner religiösen oder wissenschaftlichen  sozusagen  "staatlich anerkannten" Autorität  geschrieben oder gesagt wurde. So einer  braucht immerzu Beweise und Überprüfung, Vergleich... Sicherheit.

Jeder, der  auf den "Marktplatz" geht und die unerhörte WAHRHEIT mit unerhörter Vollmacht ausspricht kommt in die biblische Situation des Jesus von Nazareth. Das Neue Testament liefert uns alle Bilder, die dem Finder in seinem Leben begegnen werden.

Mathäus 13.55 "....und kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Schule, also auch, daß sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten? 55Ist er nicht eines Zimmermann's Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria? und seine Brüder Jakob und Joseph und Simon und Judas? 56Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles?"

In derselben Situation ist der Mensch/Finder auch, wenn er mit einem Spirituellen (Sucher) hauptsächlich auf der persönlichen Alltagsebene verkehrt und dann plötzlich die allgemeine und vertrauliche Bahn verläßt und die Unpersönliche WAHRHEIT aus ihm spricht. Der Andere, das  Ego des Anderen wird sich beleidigt fühlen, weil es aus der "Augenhöhe" geworfen wurde. (Ein "Finder" ist in meiner Definition jemand, der sich SELBST gefunden hat, d.h., der den ganzen Weg gegangen ist und dessen Ego "verbrannt" wurde.)
Ich bin mir voll bewusst darüber, wie anmassend und hybrid sich meine Worte für den Egomind anhören, der da doch nur sieht, wie sich jemand  mit Jesus und Buddha vergleicht. Das wird er solange anmassend finden, als er noch nicht "umgekehrt" ist und Jesus als den Archetyp des SELBSTrepräsentanten in sich SELBST gefunden hat. Den inneren Heiler.
Auf dem Großen WEG wird man immer wieder vor innere Forderungen gestellt, die ein absolutes JA fordern - ein Ja auf Leben oder Tod. Erst nach dem Tod des Egos erkennt man, dass man nie eine andere Wahl hatte, als JA zu sagen.

Man muss als in der Argonautik  unerfahrener (christlicher) Mystiker schon gut auf seinen Geisteszustand aufpassen, denn als Christ identifiziert man sich ganz fix mit dem neuen wiedergeborenen  Messias, der nach ganz  wie Jesus damals auftritt, genauso spricht und dieselben Wunder tut. Du fühlst dich berufen, auserwählt. Es ist sehr gefährlich und auch oft sehr angsterregend, wenn man sich mit Jesus  identifiziert und nicht weiss, dass es sich um einen Archetyp handelt, der in jedem Menschen als Wahres SELBST west.  
In den  Schattenintegrationsprozessen lernte  ich, Projektionen zu erkennen und  zurück zu holen und so habe  ich relativ schnell solcherlei Gedanken als das erkannt, was sie waren: in die Ferne schweifenden Befürchtungen, Bilder, Vorstellungen des Verstandes,mit denen ich  mich als eine bestimmte Person  (z.B. als Messias) in die Zukunft projezierte. (Da besteht aber auch eine ganz große Ego-Inflations-Gefahr, weil sich die Person, das Ego mit den Bildern identifiziert, solange es noch nicht geläutert ist.)  Ich lernte mich mit Achtsamkeit in meinem persönlichen Hier und  Jetzt zu verankern: Ok, JETZT habe ich Angst, JETZT befürchte ich dieses oder jenes...JETZT denke/fühle ich so....Und bekräftigte mich immer mehr darin, dass ich absolut nicht wissen kann, was sein wird, wenn...
Auf diese Weise wurde ich meiner Ängste Herr und mir wurde bewusst:  Es waren nicht die Visionen, die inneren Bilder, die mir Angst machten, es waren meine diesbezüglichen Re-Aktionen - die Interpretationen, Gedanken und Schlussfolgerungen...

Wenn du DAS einmal verstanden hast, dann kann dich nichts mehr so leicht ängstigen! Es wurde mir dann allmählich zu einem Automatismus, mir bei allem, was mir so in den Kopf kam, zu sagen: so denke ich JETZT! Egal, um was es sich handelte, Vorhaben, Pläne oder Absichten, dies oder jenes zu tun oder zu sagen... Auf diese Weise lernte ich langsam, meine hinaus-schweifenden Gedanken zurückzuholen und meinem zukunftsweisendem und vergangenheitsverliebten Kopfkino die Nahrung, die Bilder zu entziehen. Auf diese Weise erkannte ich auch die Entstehung von guten, heiligmäßigen Idealbildern, denen das Ego bei allem, was es tut und sagt, nicht aufhören will, nachzueifern bzw. zu entsprechen.

Wahrnehmung und Interpretation - das sollte  man neben der Achtsamkeit als spiritueller Sucher zu seinem Hauptthema machen. Die meisten Spirituellen bauen lieber an spirituellen Luftschlössern und träumen von DEM  "Goldenen Augenblick", statt auf dem Boden zu bleiben  - oder auf die Erde zurückzukommen, wenn sie diesen AUGENBLICK schon einmal geschmeckt haben - und  in ihrem ganz gewöhnlichen/persönlichen Hier und Jetzt auf ihr Denken und Fühlen zu achten, auf ihre (verzerrte) Wahrnehmung und deren Intepretation.  Eigentlich gibt es keine verzerrte Wahrnehmung, sondern nur eine die Wahrnehmung verzerrende Deutung.

Meditation sollte m. E. primär dazu dienen, sich der Mechanismen des Denkens und Fühlens gewahr zu werden und nicht dazu, diese Mechanismen zu verändern. Statt dessen wird fälschlicherweise oft versucht, sich vor der Zeit seines Körpers bzw.  der Gedanken "desidentifizierend" zu entleeren, oder erfolglos und demzufolge frustriert,  versucht, sie "vorbeiziehen" zu lassen.
Man kann sich gar nicht dagegen wehren: wo Achtsamkeit für das Hier und Jetzt der Person stabilisiert ist,  leitet sie ganz von SELBST über in den (gewahrheitsbildenden) Individuationsprozess der Persönlichkeit; hierbei  geht es zunächst um die Desidentifikation/Demontage der falschen, kranken Ich-Anteile, des neurotischen Egos und seiner Abwehrmechanismen. In diesem Zusammenhang findet eine Identifizierung mit den gesunden geheilten Ich-Anteilen statt - mit den enttabuisierten Gedanken und Gefühlen und  natürlichen Trieben des Körpers  - des "natürlichen Menschen".   In dieser Identifikation identifiziere ich mich voll mit "Heilung", d.h. mit meinem geheilten Körper und seinem gesunden Denken und Fühlen: Ich BIN mein Körper! Ich BIN meine Gefühle, Gedanken, Empfindungen.

Was nun niemand wohl so recht versteht von den einäugigen Spiritanten (zur Erklärung: Mit dem Begriff "Spiritanten" meine ich alle einäugigen resp. einbeinigen Nondualisten und Gläubige, die die Persönlichkeit vorzeitig eliminiert sehen wollen, statt die Notwendigkeit der Individuation einzusehen)  ist der Umstand, dass in diesem Prozess in einem weiteren Schritt  eben diese Identifikation mit dem geheilten Ich, - der "Natürliche Mensch" - wiederum einer Desidentifzierung unterzogen wird, d.h. ich erkenne hier ganz BEWUSS:  Ich bin NICHT mein Körper, ich bin NICHT meine Gedanken, Gefühle usw.  -
So - und in dieser neuerlichen Erkenntnis wird das geheilte Ich transzendiert, d.h. auf einer höheren Stufe  in das Wahre SELBST integriert - in die Einheit.  Zu integrieren bedeutet nichts anderes, als zu "vereinheitlichen".
Das will oder kann man so oft nicht verstehen:  dass man auch das Ich, welches  im harten Individuationsprozess errungen wurde, wieder hingeben muss. Man kann sich nicht ausruhen...
Herr Callida wie wohl die meisten seiner Kollegen von der dualistischen Spiri-Front glauben daran, dass der "natürliche Mensch" das Non-Plus-Ultra der Evolution ist.
Der Individuationsprozess kann nicht für sich allein existieren als eine abgeschlossene Entität für sich,  sondern führt immer in die Einheitserfahrung von Mensch und Gott. Es gibt m. E. kein Stehenbleiben bei der Heilung, auch Heilung wird von SELBST transzendiert. Wenn der personale Heilungsprozess abgeschlossen ist, gibt es kein Zurück mehr in den alten kranken Zustand des Alten Adam, der Transzendierungsprozess nimmt seinen Lauf, ob man will oder nicht... aber da ist der  Eigenwille auch schon umgewandelt und der Widerstand nicht mehr ganz so stark wie zu Anfang.
Seelische Heilung führt immer ins geistige Heil (Ganzheit).

So - noch klarer kann ich es wirklich nicht ausdrücken. Der SELBSTfindungsprozess, den ich hier beschrieben habe und am eigenen Leib und Seele erfahren habe, gilt für alle Menschen. Der Große WEG ist der Große WEg für alle Sucher, nur die religiösen Bilder sind andere. Es gibt keine geistige Wiedergeburt, keine Endgültige Befreiung, kein  dauerhaftes GEwahrsein ohne Individuation - ohne die Heilung der Persönlichkeit. Auch wenn viele Wege nach Rom führen - an der Individuation/Schattenintegration  führt kein Weg vorbei! Das Ende der Reise zu sich SELBST ist der Anfang einer neuen Reise in die unendliche Weite des inneren Raumes, der Leere, die die Fülle ist. Da spielt kein Jesus mehr eine Rolle, kein religiöses oder spirituelles Pathos - NICHTS! Und dennoch...

Die bekennenden  Leere&Nichts-Befürworter vergessen immer viel zu leicht, dass es dort, wo die Maske gefallen und das Individuum geheilt ist,  eine neue PERSÖNLICHKEIT herangereift ist, die, da mit dem WAHREN SELBST vereinigt,  die Vollmacht erworben hat, die WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT zu erkennen und die Frohe Botschaft - natürlich durch den Filter dieser neuen Persönlichkeit  - auch auf ihre einzigartige individuelle Weise verkündet. Nicht wie Jesus, nicht wie Buddha... Die WAHRHEIT ist immer dieselbe, nur die Art der Verkündigung ist persönlich gefärbt und der Marktplatz ist auch nicht der von Nazareth oder
Der Marktplatz ist für viele WAHRHEITSverkünder heute das Internet - wo sie die meisten Leute erreicht. Es sind Vorurteile, wenn man da  sagen hört, dass ein Jesus, ein Buddha niemals im Internet, geschweige denn in einem Forum seine Botschaft verkünden würde. Das zeigt nur, wie sehr sie sich selbst für viel zu gering achten... Der GEIST weht wo er will.


Früchte vs. FRÜCHTE

12 Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten. (Matthäus 22.36-40) (Römer 13.8-10) (Galater 5.14)
   13 Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. (Lukas 13.24) 14 Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden. (Matthäus 19.24) (Apostelgeschichte 14.22)
   15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. (Matthäus 24.4-5) (Matthäus 24.24) (2. Korinther 11.13-15) 16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? (Galater 5.19-22) (Jakobus 3.12) 17 Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte. (Matthäus 12.33) 18 Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. 19 Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. (Matthäus 3.10) (Johannes 15.2) (Johannes 15.6) 20 Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
   21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. (Römer 2.13) (Jakobus 1.22) 22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan? Zitatende

Ja, an ihren Früchten WERDET ihr sie erkennen, "werdet", dann nämlich, wenn ihr Augen habt zu sehen und Ohren zu hören - anders gesagt: Gewahrsein, Bewusstheit! (Blindheit, Unbewusstheit - der Egomind aber wertet irrtümlicherweise  g u t e Taten als die Früchte der Erfüllung/SELBSTrealisation.)
In einer deutschen Bibelübersetzung werden Früchte als Taten übersetzt.  Das ist m. E. irreführend. Denn gerade an den Taten lässt sich ein SELBSTrealisierter (Meister) eben  n i c h t   erkennen. 
Für den "religiotischen" Egomind  steht fest: die Früchte,  an denen man einen rechten Propheten erkennt, sind Taten und zwar g u t e ! Das Ego kann sich in anderen nämlich nur selbst wahrnehmen, d.h. es wird allen Taten des Meisters Ego-Eigenschaften/Wertungen unterlegen: Hilfreich, edel, gut muss er sein; wenn er das augenscheinlich nicht ist, dann wird sein göttlicher Gleichmut und Gelassenheit  als Gleichgültigkeit bewertet, seine SELBSTgewissheit als autoritär-hybrides Gehabe, Absichtslosigkeit als Fatalismus - alle seine geistigen Fähigkeiten - "Virtues" - werden umgedreht in egoistische Eigenschaften.

Die Früchte von denen Jesus hier spricht, sind nicht die Früchte vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, sondern vom Baum des Wahren LEBENS, vom Baum der GEISTigen ERkenntnis. Nur wer Augen zu sehen und Ohren hat zu hören, wird die Geister unterscheiden können, die einen falschen Propheten ausmachen.
Die höchste Frucht des Geistes ist primär Bewusstheit/Gewahrsein. Des weiteren pneumatische Geistesgaben wie Weisheit, Erkenntnis, Unterscheidung der Geister, die Gabe der Schriftdeutung, Heilung, Wahr- und Weissagung. (Die Liebe fehlt, weil sie m. E. keine Frucht an sich ist, sondern die Basis der Geistesgaben, aus der alle diese Fähigkeiten fliessen.)
Jesus heilte Kranke, aber nicht um sie nur  für das (normopathische) Leben tauglich zu machen, sondern um sie für das Himmelreich "zuzubereiten". Ein Heiler, der "im Namen Jesu" den Kranken nur gesund im Sinne von symptomfrei macht, ist ein solcher "Falscher Prophet", wie er von Jesus in der Bergpredigt beschrieben wird.
"Supranatural abilities" -  mediale oder supramentale Fähigkeiten gehören m. E. nicht zu den Geistesgaben, weil sie noch an die Zeit gebunden sind. Sie treten zwar mehr oder weniger während des Individuationsprozesses auf, man sollte sich allerdings nicht mit ihnen identifizieren oder sie gar kultivieren, wie es der Magier vorlieblich tut.  Das wäre eine "spirituelle Umgehung".  Der mit der Magie identifizierte Sucher gewinnt i.d.R. an magischen Fähigkeiten (Ego) hinzu, statt diese relativen Fähigkeiten als dem  Ego zugehörig zu erkennen und loszulassen. Auf diese Weise kommt er nie durch die "Enge Pforte".


Der Verstand

des spirituellen Egos ist der sperrigste, der hartnäckigste und rechthaberischste Egomind. Auch wenn ich psychisch nicht mehr verletzbar bin, spüre ich doch die "Machart" dieses Gebildes. Wenn mir noch irgendetwas wirklich widerlich oder Ekel erregend sein könnte, dann wäre es das Spiri-Ego, was auf seinen Erfahrungen und seinem Wissen beharrt. Wenn ich von einem solchen EgoVerstand aggressiv angegangen werde, weil ich ihn bzw. seine konzeptualisierten spirituellen Erfahrungen  in Frage gestellt habe, dann spüre ich das in der Solarplexusgegend so, als ob eine  dunkel-wuchtige Barriere hochgezogen wäre zwischen mir und dem Verstand/Menschen. Gleichzeitig SEHE ich auch, wie es genau dieses "Gebilde" ist, was diesen Menschen innerlich von der WIRKLICHKEIT trennt. DAS tut mir weh.
Wer das einmal geschaut hat, der weiss, warum man sagt, dass der EgoVerstand der größte Feind des GEISTES ist.... der beschönigt den Verstand nicht mehr, indem er ihm brauchbare Qualitäten auf der personal-dualen Ebene bescheinigt. LOL.
Im Moment ist es so, dass ich darauf keine Lust mehr habe. Ich mache weiterhin Ramadama. Flurbereinigung. Der GEIST weht wo er will. Wo Egomind ist, kann er nicht wehen. Aussen wie Innen.


Ichlosigkeit


Immer wieder lese ich, dass Leute glauben, sie seien ichlos, nur um mir kurze Zeit danach das genaue Gegenteil zu demonstrieren. Beispielsweise fallen sie immer noch von einem Extrem ins andere. Wer ichlos ist, ist aber gleichmütig, der kennt keine Höhen und keine Tiefen mehr. Wer ich-los ist, ist auch nicht mehr mit dem Guten identifiziert, er hält die Welt nicht für verbesserungswürdig; es würde ihm schwerfallen, am laufenden Band in Bild und Text zu beweisen, wie schlecht die Welt ist. Horrorvideos u.a. Schreckensszenarien, die Betroffenheit und Empörung - Emotionen auslösen, die den Helferdrang wiederum aktivieren. Kurzfristig, allzu kruzfristig. Solange, bis eine andere Emotion kommt, z.B. der Zweifel... Ich kann ja nichts alleine tun, usw. blah blah blah.

Zeige mir deine Wohnung, deine Bücher oder deine Facebookseite und ich sage dir,was du bist.
So zeigen sich diese "Ichlosen" in ihren Texten noch immer entweder extrem berührt oder abgestossen von diesem oder jenem. Da lobt und tadelt man, findet jenes gut und jenes böse, fühlt sich den Veganern nahe und den Kriegstreibern ferne oder huldigt schönheitstrunken unserer wunderbaren Welt wobei klar, wird, dass die (Bedeutungs-) Leere oder das NICHTS, der diese Leute mitunter huldigen nur ein leeres Wort ist. LOL.

(Vorsicht! Das Spirituelle Ego ist ein Imitator und wird sich nicht genieren, so zu tun als ob es ichlos sei. Es wird aufhören zu tadeln oder zu loben, es wird versuchen, alles zu vermeiden, was darauf hinweisen könnte, dass es doch nicht so ichlos ist, wie es dachte und glaubte. Es wird aufhören, grauslige Bilder von der sog. Realität zu posten. Womit es allerdings schlecht aufhören kann: Es kann nicht verhindern, dass seine Hoch- oder Tiefbefindlichkeiten ans Tageslicht kommen - was speziell dann immer der Fall ist, wenn man dieses selbstlose Ich in Frage stellt, ihm z.B. die Illusionshaftigkeit seiner Ichlosigkeit vor Augen hält. Damit meine ich nicht die nonduale SCHEINBARKEIT  (Illusionshaftigkeit), sondern die ganz gewöhnliche irrige Selbstwahrnehmung  von Ichlosigkeit aufgrund falscher Vorstellung von Ichlosigkeit)



Hm hm hmmmm...

Anlässlich meiner Beschäftigung mit Wilber-Kritik fällt mir eine Kritik von Martin Erdman in den Fokus. Hmmm... Verstehe ich nicht ganz.
Also ich bin, was Gewahrsein angeht, ganz bei K. Wilber: Gewahrsein kann nicht wahrgenommen werden, weil es das Wahrnehmende ist - ganz so wie ein Messer sich nicht selbst schneiden kann, das Feuer sich nicht verbrennen, der Gaumen sich nicht schmecken, die Nase sich nicht riechen, die Augen sich nicht sehen können... usw. (Nicht das Gewahrsein an sich, sondern die QUALITÄT des WAHRnehmens im Gewahrsein wird bewusst wahrgenommen.)
Das sind alles herkömmliche Metaphern, die einem Menschen auch ganz von SELBST einfallen können, der sich des Gewahrseins bewusst geworden ist - ein Paradox, weil man sich wie gesagt des Gewahrseins als solchem eigentlich nicht bewusst sein kann, genauso wenig wie sich das Messer selbst schneiden kann. Aus meiner Sicht ist es nur eine sprachliche, eine semantische Chose. In meiner Erfahrung war es einfach so, dass ich mit dem Begriff Gewahrsein ein Wort, einen Begriff für meine Neue Betrachtungsweise, das neutral wahrnehmende Bewusstsein fand. Gewahrsein ist Bewusstheit und Bewusstheit kann sich nicht seiner selbst gewahr bzw. bewusst sein.  Wo das Ego den Dingen Bedeutung verleiht, nimmt sie das Gewahrsein weg.

Martin Erdmann schreibt, dass Wilber sich die Messer-Metapher  von Alan Watts abgeschrieben habe. Das kann natürlich auch sein, zumal dann, wenn es stimmt, dass Wilber zwecks Spracheinübung sämtliche Watts-Werke abschrieb...höhö, wie plagiatverdächtig... hehe  Ich habe früher - in der Schule -  einmal die Dichtungen des Befreiungstheologen Ernesto Cardenal und Novalis' Christenheit oder Europa u.a. abgeschrieben, in Steno, damit habe ich die monoton-grausligen Kürzel mit HERZ aufgeladen  .. vor Liebe bin ich nur so dahingeschmolzen. Damals gab's das noch... diesen Schmelz.
Nach "Stil" hat's mich nicht verlangt und dennoch hat das viele BücherLesen meinen Schreibstil gewiss beeinflusst.

Satsang mit Martin Erdmann, Jetzt-TV
http://www.jetzt-tv.net/index.php?id=411

Für mich gilt: ICH-BIN-Bewusstsein ist das Bewusstsein, das Absolute SUBJEKT zu sein, welches niemals zum Objekt werden kann. Gewahrsein ist nur ein anderes Wort für ICH BIN-Bewusstsein. Die Nase kann sich nicht selber riechen. Das Messer nicht selber schneiden... Das Auge (des Horus) kann sich nicht selber sehen.
DAS ist damit gemeint, wenn man diese Metaphern gebraucht. Egal, wo man diese Vergleiche  nun her hat, aus einem Buch, oder aus sich selbst heraus, diese Metaphern bieten sich in jedem Falle an, wenn man sich des Gewahrseins gewahr wird... Beispiele gibt es genug für einen kreativen Kopf, z.B. kann sich auch der Finger nicht selbst befingern,... da braucht man keinen Alan Watts, um einen doch recht bekannten Vergleich zu adaptieren. Und wenn adaptiert, was beweist das denn schon, ist doch nichts Unredliches dran .. Adaptieren ist noch lange nicht plagiieren - .macht doch jeder. Man muss ja nicht alles selbst erfinden.
Keine Ahnung, warum Erdmann diese Belanglosigkeit  erwähnenswert fand...



Paranoia

Ich erlebe wie ich schon schrieb,  hautnah, wie und auf welche Weise sich die Paranoia meiner Nachbarin anfühlt. Die Gefühle, besser gesagt, die "Effekte", die ihre bizarren  Beschuldigungen bei mir bewirken, scheinen exakt diejenigen zu sein, denen sie sich eingebildeteterweise von  m i r   ausgeliefert fühlt. Ich habe nun erkannt, dass dieses komische Gefühl, wenn sie wieder einmal auf mich losgeht, nichts mit mir zu tun hat, sondern ihre Angst ist, die ich übernommen habe und die sie an sich selbst verdrängt und nicht wahrhaben will.

Sehr interessant: Auf diese Weise geben die eigenen Gefühle und Reaktionen auf Menschen das wider, was im anderen Menschen, im "Täter" oder Angreifer geschieht.  Ich glaube, das ist die Grundlage dessen, was man auch Empathie nennt.  Empathie kann also nur da sein, wo man die eigenen Gefühle achtsam beobachtet. Die meisten Menschen sind deshalb nicht zur Empathie fähig, weil sie alle unangenehmen angstvollen und irritierenden Gedanken und Gefühle verdrängen.

Ihre Geschichte wird zu meiner Geschichte,  d.h. ich werde zu einer Art Sündenbock, auf dem man seine Krankheit abläd und dann in die Wüste schickt. Ist das vielleicht das Schicksal der Empathen - dass sie die Krankheit am eigenen Leibe spüren?  Ich habe mich bislang für nicht besonders empathisch gehalten... Es ist was ganz neues, was mir hier widerfährt oder bewusst wird.
Als ich vor einiger Zeit einmal die zweijährigen  Erlebnisse mit meiner Nachbarin en detail aufschrieb, musste ich am Ende laut auflachen, denn mir war klar, würde ich diese MEINE Geschichte  jemand anderem erzählen - vielleicht gar einem schwarzpädagogischen Psychiater - würde man mir nicht glauben, was ich erlebt habe, man würde ganz gewiss MIR eine Paranoia bescheinigen.  (Nochmal: Meine Nachbarin wirft mir ständig vor,  in ihre Wohnung einzudringen und Sachen kaputt zu machen, Schmuck zu stehlen, faules Obst zu verteilen usw. Das Bizarre nun  ist, dass die braune Farbe, mit der sie meinen Türgucker mal verschmiert hatte, sich zu dem Zeitpunkt  auch INNerhalb meiner Wohnung, auf der Türklinke der Wohnungstür und  Farbspritzer an der Innenseite meiner Tür befanden. Ui ui ui ... Das macht nur Sinn, wenn SIE es war, die mir vor 2 Jahren meinen Wohnungstürschlüssel aus dem Schloss geklaut hat, als ich kurz mal das Treppenhausgeländer reinigte. Woraufhin sie mich beschuldigte, IHREN Schlüssel gestohlen zu haben, um  in ihre Wohnung einzudringen. Alles, wessen sie andere beschuldigt, macht sie nämlich selbst. Ob sie sich dessen bewusst ist? Keine Ahnung. Wohl kaum, denn jetzt hat sie nicht nur überall in der Wohnung Kameras aufgestellt, sondern auch noch eine Alarmanlage an ihrer Wohnungstür, die bei jedem Öffnen ihrer Wohnungstür ein durchdringendes Pfeifen abgibt. Aber es nützt nichts - in ihren Augen kann ich durch Wände gehen.
Sie ist bekannt für ihre Beschuldigungen, egal wo sie wohnt, sie sucht sich jemand, den sie des Eindringens beschuldigen kann. Jetzt bin ich das. Wie immer lasse ich mich ein...

Erzählte ich das alles jemandem, der die Umstände nicht kennt, wäre es möglich, dass ich damit in dieselbe Situation wie meine Nachbarin komme und als vollkommen paranoid wahrgenommen würde! 

ES kommt nicht selten vor, dass das Opfer eines Stalkers so paranoid wird - dass nicht der kranke Täter, sondern das Opfer des Stalkers in die Psychiatrie eingeliefert wird. Das sollten die Opfer unbedingt vermeiden, denn in den Augen der Justiz  (und auch der Allgemeinheit) spricht sich abstruserweise das Opfer damit  quasi selber schuldig, ein Aufenthalt in der Psychiatrie bedeutet perverserweise eine Einbusse an Glaubwürdigkeit des Opfers. 

Der Täter, der Stalker wie das Opfer leiden an Paranoia. Ein jeder, der andere verfolgt, hat ja doch selbst Angst vor Verfolgung. Genauso wie jeder Dieb große Angst hat, bestohlen zu werden. LOL.

Das habe ich bislang auch nicht gewusst bzw. nicht bewusst erlebt: dass es Gefühle gibt, die auf andere übertragen werden. Jetzt ERLEBE ich das ganz BEWUSST.

Früher war ich immer das Opfer, der Sündenbock, auf dessen Rücken andere ihre Krankheiten abladen konnten. Ich konnte mich nicht abgrenzen und verschmolz mit den Wünschen und Bedürfnissen anderer, wusste selbst nicht, wer ich bin und so  introjezierte bzw. identifizierte ich mich mit dem krankmachenden "Bösen Blick",mit der Projektion (ich fühlte mich oft so krank, schlecht und böse wie manche Menschen mich sahen.)  Heute macht mir der Böse Blick meiner Nachbarin und ihre Unterstellungen nichts mehr aus,  - obwohl ich guten Grund dazu hätte, werde ich selbst nicht paranoid und habe mein Türschloss noch immer nicht ausgewechselt. Von mir aus kann jeder in meine Wohnung.... Ich habe keine Angst.


Kurs in Wundern

Der Kurs in Wundern fragt dich: Willst du lieber recht haben oder glücklich sein?
Pfui - Das ist eine ganz fiese manipulative, weil jeden Zweifel und Kritik ausschaltende Entweder-Oder-Frage, die nicht nur den den von Natur aus rechthaberischen "gesunden Menschenverstand" ausschaltet,  sondern ebenso deine Intuition. Eine erzieherische, entmündigende Frage, die zudem impliziert, dass du und jeder Leser ein pathologischer Rechthaber ist. "Recht haben wollen" ist demnach also etwas Schlechtes und Glücklichsein das Gute und die erstrebenswerte Zielvorgabe.

Bevor das Glück zuschlagen kann, muss erst einmal das Rechthaben(wollen) gelernt und akzeptiert sein bzw. das Recht auf eine eigene Meinung - das Recht auf Rechthaben -  vertreten werden dürfen. Die meisten Menschen können nicht einmal richtig von falsch unterscheiden und  haben Angst, ihre Meinung "rechthaberisch"d.h. selbstsicher und nachdrücklich zu vertreten. Viele Menschen habe gar keine eigene Meinung. Es sind gerade diese Ängstlichen, die sich eh nicht trauen, den Mund  aufzumachen, die sich solchen KIW-Fragen gehorsam & gläubig beugen um der Karotte des Glücks hinterherzujagen unbewusst dessen, dass sie damit aus der Unfähigkeit und Schwäche eine Fähigkeit - aus der krassen Not eine spirituelle Tugend basteln.
Prima Drachenfütterung! -  der Backlash dieses Drachens/Schattens wird nicht lange auf sich warten lassen... das Unbewusste, Gott läßt sich nicht bescheissen.

Rechthaben ist keine Sünde, jeder, der eine Meinung hat, will Recht haben, glaubt damit recht zu haben. Wie  rechthaberisch aber insbesondere das spirituelle Ego sein kann, sieht man u.a. an der rechthaberischen und nicht selten militanten Verbreitung spiritueller Glaubenssätze von spirituellen Meinungsmachern  in den spirit. Foren des Internets, wo man u.a.  auch den rechthaberischen Tendenzen der KIW-Gläubigen ausgesetzt ist.
Jeder Gläubige ist per se ein Rechthaber und potentieller Inquisisitor.
Recht zu haben bedeutet primär, richtig von falsch zu unterscheiden und das Richtige, Rechte zu tun und zu vertreten. Auf der ihm gemäßen dual-personalen Ebene hat der Rechthaber durchaus seine Berechtigung. Wenn jemand - Hinz und Kunz -  behauptet, dass das Gras blau sei, werde ich ihm heftigst widersprechen und auf der allgemein und weltweit anerkannten Farbe Grün bestehen. Also da will ich schon recht haben, gell?!  LOL! Keineswegs würde ich mich mit Hinz und Kunz über die "Scheinbarkeit" im Sinne der Illusionshaftigkeit der staatlich anerkannten Realität streiten, LOL. Anders sähe dies aus, wenn ich mit Herrn Callida streiten würde... im spirituellen Kontext -  man sollte die duale und nonduale Ebene nicht miteinander vermischen und die Kirche schön im Dorf lassen.

Pathologische Rechthaber sind eher selten, weit häufiger sind jene intellektuellen "Underdogs" -  Unwissende oder Neid- und Minderwertigkeitsbehaftete, die es nicht ertragen können, dass ein anderer mehr Kenntnis,Weisheit, Wissen oder Bildung hat als sie selbst. 


Freitag, 18. September 2015

Es muss den Freien Fall ins Chaos wagen, der, der den Stock geschluckt, der ihn geschlagen

Antoine de St. Exupery, Der kleine Prinz



Ken Wilber und Eugen Drewermann

sind aus meiner Sicht - neben Osho -  die größten Geister der "Neuzeit".  Eugen Drewermann hat die Kirche  "von unten" reformiert, auch wenn sie das noch nicht (zu schätzen) weiss. Mit seiner tiefenpsychologische Erfassung und Deutung der Bibel bzw. der Person Jesus hat er vielen Menschen den Glauben an Jesus bzw. an seinen "Vater", einen persönlichen Gott wiedergegeben - aus der Perspektive der Individuation/Heilung unabdingbar. 
Drewermann steht für Individuation und Menschlichkeit. K. Wilber mehr für Göttlichkeit oder den nondualen Supermenschen  mit "Supranatural abilities."

Wie ich höre, sollen auch die Schriften von  Udo Petscher (Holofeeling) ähnliche "Bekehrungen" auslösen -  dennoch würde ich den Petscher-Gläubigen,  die durch Holofeeling den Glauben an einen persönlichen Gott wiedergewonnen haben wollen, als nächstes zu Drewermann raten bzw. ans HERZ legen.

 Drewermanns Schriften führen dich zu dir selbst, sie sind herzerwärmend und herzenöffnend, wo Udo Petschers Holofeeling doch noch sehr den Intellekt anspricht und "von oben"  oder von hinten her das Pferd aufzäumt. Heilung, Individuation/Schattenintegration wird bei ihm wohl nicht gerade groß geschrieben. Statt dessen sieht man so manchen Petscher-Gläubigen die neuen Glaubenssätze zu missionieren, die ihnen das Holofeeling des  Udo P. vermittelt hat, statt ihre eigenen persönlichen Glaubenssätze anzugehn. Auf diese Weise geht man dem eigenen Schatten/Heilung aus dem Weg und der ach so gepriesene  "Persönliche Gott" bleibt nichts als eine Kopfgeburt.
Gewahrsein ist Sehen mit dem Herzen, ohne Herzöffnung (Heilung)  kein Gewahrsein.


Advaita-Konstrukt?

Herr Callida nennt die Advaita-Erkenntnisse von Ramana und Nisargadatta "Konstrukte", die von der Hirnforschung widerlegt würden.  Also ich  gehe jetzt mal wohlwollend davon aus, dass es sich bei den Erkenntnissen Ramanas und Nisargadattas bezüglich Advaita nicht um verstandesmäßig angelesene Konstrukte, sondern um ursprünglich GEISTIGE Erkenntnis, also um Erleuchtung handelt. Zum Konstrukt werden sie nur in den Händen des Verstandes, wenn der sich die lebendige WAHRHEIT/geistige ERkenntnis konzeptualisierend vereinnahmt. So wie man es z.B.  es laufend bei Herrn Callida beobachten kann, der sich immer mehr von der Spiritualität entfernt und naturwissenschaftlichen Dogmen anzuhängen scheint.

Callida schreibt wörtlich:

"So wie die Naturwissenschaft nachgewiesen hat, dass bei Blitz und Donner am Himmel nicht Thor seinen Hammer schwingt ist die Hirnforschung dabei die Erfahrungen und Erklärungen der Altvorderen des Advaita/Neo-Advaita dahingehend zu entmytifizieren, dass ihre Beschreibungen auf dissoziativen Leistungen des Gehirns fußen."


Höre ich richtig - so spricht doch nur ein tiefgläubiger Materialist! - aber mich wundert langsam gar nichts mehr und so sehe ich auch diese Aussage als  eines der callidatpyischen Abwehrargumente eines Fuchses, dem die Trauben zu hoch hängen.   -  ich weiss zufällig genau, dass er, Callida glaubt, dass es sich bei den Erfahrungen so  manches bekennenden Advaita-"Erfahrungsmachers" schlichtwegs um eine  p s y c h i s c h e  Dissoziation handelt.   Womit er gar nicht mal Unrecht hätte,  ich glaube das nämlich auch, weil der der Egomind  im Stande ist, alles zu imitieren und das kreiert, was er erwartet und wünscht.
Dass der Dr. Callidari  jetzt aber einen totalen Rundumschlag macht und die Advaita-Erkenntnis als solche diskreditiert und pathologisiert,  das ist was ganz Neues.
Nach meinen Recherchen hat sich die Forschung  bis jetzt speziell mit dem Advaita-Einheits-Erlebnis  gar nicht befasst. Advaita ist ja doch auch keine besondere, exklusive Erkenntnis, sondern nur ein anderer Name Gottes -  Advaita ist das, was bei Graf Dürckheim und anderen "Die Große Erfahrung" genannt wird. Soweit ich unterrichtet bin,  ist es der Hirnforschung bislang noch nicht gelungen, die Physiologie dieser EinheitsErfahrung aufzuklären bzw. zu pathologisieren - der GEIST läßt sich nämlich nicht dingfest machen, weshalb sich eine geistige Erkenntnis nicht wissenschaftlich verifizieren und fixieren läßt. 

Die Aussage Callidas besagt recht eigentlich, dass es gar keine Erleuchtung  (Einheitserfahrung) gäbe und impliziert des weiteren,  dass spirituelle Erkenntnis/Erfahrung eine dysfunktionale organische Ursache habe. Ist ihm nicht klar, dass er sich mit solchen Aussagen "psychospirituell"  total disqualifiziert?  Und wo ist eigentlich der Beleg für seine Behauptung?  Das einzige, was sich dazu eruieren liess, sind die Untersuchungen zu Nahtoderfahrungen, die von der Neurowissenschaft als "dissoziative Leistung" bezeichnet werden, ähnlich derjenigen, die bei Mißbrauchserfahrungen auftreten - dass der Geist sich aus dem Körper zurückzieht usw..
http://www.kersti.de/O000735.HTM
Callida schreibt des weiteren, dass auch er früher einmal die "Konstrukte" von Ramana und Nisargadatta "plausibel" fand - was einmal mehr beweist, dass hier  ein  "verstehender" Kopf argumentiert, der verstandesmäßige Kriterien anlegt und  etwas als "glaubhaft" bzw. verständlich befindet, was jenseits des Verstandes liegt.  Niemand, der eigene spirit. Erfahrung hat, könnte irgendwelche "Konstrukte plausibel" finden und sich einer derart verkopften Ausdrucksweise bedienen. (Allerdings ist die lebendige WAHRHEITSerfahrung eines Erleuchteten für den unbewussten Verstand ein Konstrukt, ein Glaubensartikel, insofern er es "gläubig" annimmt bzw. ablehnt.)

Ob man nun die spirituellen Erfahrungen eines Ramana u.a. pathologisiert, indem man ihm eine psychische oder eine hirnorganische Störung unterstellt, ist einerlei.
Psychisch bedingte dissoziative Störungen beruhen auf Angstbewältigungsmechanismen und gibt es  primär im Zusammenhang mit traumatischen Erlebnissen. 
Dissoziative organisch bedingte Störungen gibt es wohl auch im hirnorganischen Bereich, z.B. bei Epilepsie... Sehr fraglich aber, dass bei einer Einheitserfahrung ein identisches hirnorganisches Geschehen vorliegt.  Und wenn - was würde es beweisen? Dass  beide an einer Heiligen Krankheit leiden?
Herr Callida hat nach eigenen Angaben schon dreimal eine Einheitserfahrung gemacht.... LOL.... hirnorganisch gestört? Oder war das in seinem Fall vielleicht eine exklusive effektive HirnleistungsANPASSUNG an das Neue Bewusstsein?

(Was Herr Callida offenbar nicht weiss: Es gibt nicht nur die klinisch auffällige krankhafte dissoziative Störung, sondern auch eine "konstruktive" Dissoziation, das ist dann keine pathol. Störung, sondern  eine dissoziative "Strategie", derer das -  wohlbemerkt unbefreite und abwehrbewaffnete -  Ego sich permanent im normopathischen Alltagskonsensuskampf bedient.)

Ich schliesse also nicht aus, dass es eingebildete Einheitserfahrungen geben kann, die auf einer PSYCHISCHEN  Dissoziation beruhen können, die sich evtl. auch hirnorganisch nachweisen läßt. Meditation läßt sich ja auch im EEG nachweisen.  Wenn man zu ausgiebig meditiert, dass man nicht der Körper ist usw., kann sich Dissoziation einstellen und einen abgehobenen "Frieden" erzeugen, der leicht mit dem Himmlischen Frieden verwechselt wird - der Dissoziation ähnlich, die sich einstellt, wenn jemand z.B. sexuell mißhandelt oder mißbraucht wird. Es handelt sich dabei um ein dissoziatives Trance-Phänomen - man steht dann quasi neben sich und fühlt sich wie ein neutraler Beobachter.
Die echte Advaita-Erfahrung ist aber keine von Angst getriebene dissoziative Trance,- sondern ein Meditations-Phänomen, In einer Advatia-Einheits-Erfahrung  gibt es keine dissoziativen Hirnleistungen - da ist zusammengewachsen, was zusammengehört. Yin und Yang - Rechtshirn und Linkshirn in perfect harmonie!
Was die neurowissenschaftliche Forschung von meditativen Zuständen angeht, - und die Advaitaerfahrung ist ein solcher Zustand -  werden keine pathologischen Befunde erhoben, sondern es zeigen sich die bislang erhobenen Daten absolut  kompatibel mit der buddhistischen Bewusstseinforschung!!!

Ich glaube aber, Herrn Callida geht es im Grunde gar nicht darum, die Advaita- oder Einheitserfahrungen als solche zu diskreditieren, sondern primär darum, die Finder, die sich seiner Meinung nach nur einer solchen "dünken" , zu überführen.

Ich denke, dass ich mit den Analysen der Texte des Herrn Callida nun zu einem Ende gekommen bin. Wäre es mir möglich, dann würde ich mich jetzt erschüttert zeigen, LOL, denn ich muss zugeben, dass ich mir früher nie die Mühe gemacht habe, seine allzu  leftbrainlastigen Texte einer genauen Untersuchung zu unterziehen. Jetzt zeigt es sich, dass mein damaliges Unvermögen zu verstehen, nicht allein an mir bzw. der Linkshirnigkeit seiner  Texte alleine lag, sondern ans einer  beeindruckend verwirrungsstiftenden "mindfucking" pseudowissenschaftlichen Blendungsrhetorik, die ihresgleichen sucht. Wer den Mut und die Zeit hat, sich mit diesen Texten eingehend  zu befassen, wird große Mühe haben, nicht darüber verrückt zu werden. Es gibt von ihm auch sehr gute und verständliche Texte, Texte, die ich sogar einmal in meinem Blog aufgenommen habe - aber von denen rede ich hier nicht; ich beziehe mich  nur auf  seine Kommentare und Beiträge ab dem Zeitpunkt der Hitler-Diskussion im Forum Allmystery.


Die Unpersönliche Wahrheit

macht sich nicht beliebt und macht sich keine Freunde. Sie ist nicht auf Stimmenfang aus. Es ist eine Unpersönliche Wahrheit, die  dem Priester und Schriftgelehrten sagt, dass er aus einem Verstand heraus spricht, dass es (s)ein neidisches und hoffärtiges Ego ist, welches keine anderen Götter neben sich duldet, welches immerzu den Worten der unpersönlichen WAHRHEIT unlautere Motive und Absichten unterstellt. (Psych. Abwehrmechanismus d. Attribuierung) Weil aber Priester, Pharisäer und Schriftgelehrte aber mit Ego/Verstand identifiziert sind, nehmen sie die Unpersönliche WAHRHEIT persönlich und reagieren beleidigt, wenn ihr Verstand/Ego in Frage gestellt wird.  Alle, die ihm zustimmen in seiner gekränkten Befindlichkeit, sind ebenfalls mit ihm bzw mit Ego identifiziert.
In den Foren erlebe ich es oftmals so,  dass die Leute sich nicht auf die Worte der Unpersönlichen WAHRHEIT besinnen, sondern dass sie die Person angreifen, aus deren Mund oder Feder die WAHRHEIT textet und sie beschuldigen, sich einen spirituellen Status zuzulegen, der ihr nicht zustehe. Das sind die ewigen Neid-&Streithammel, die immerzu alles  Unpersönliche auf die persönliche (Dominanz-Unterwerfungs-) Ebene herunterziehen müssen. Ich kann sehr genau sehen, wie sich diese Menschen  auf dieselbe Weise begrenzen, wie sie die Unpersönliche WAHRHEIT begrenzen - dazu gehören die Chronischen Bescheidwisser, das sind die Schriftgelahrten Experten oder die sich dafür halten,  die genau wissen, was Jesus oder Buddha gesagt und gemeint hat. Wenn sie einmal erkennen werden, dass sie mit ihren Angriffen, Beschuldigungen und andere Arten von Anfeindung nichts anderes getan haben, als den Buddha mit dem Buddha zu erschlagen, wird Großes Heulen und Zähneknirschen sein.

Herr Mausfeld schreibt irgendwo:

“Nur wenn wir uns entschließen,
uns unseres Verstandes zu bedienen
und unsere induzierte moralische Apathie überwinden
und nicht mehr bereit sind,
die Illusion der Informiertheit,
die Illusion der Demokratie,
die Illusion der Freiheit,
uns mit diesen Illusionen zufrieden zu geben,
haben wir eine Chance,
diesen Manipulationstechniken zu entgehen.”
(Rainer Mausfeld)

Klingt gut.  Ich bin durchaus nicht dagegen, Illusionen aufzugeben...nur...
Also: Auf der personal-dualen Ebene unseres  Alltagskonsensus  - von "unten" her - ist es wahr, was Prof. Mausfeld sagt.Auf den zweiten Blick aber - von oben her -  ist es "Unwahr". 
WAHR ist, dass du die Illusionen der Freiheit/Demokratie/Informiertheit nicht aufgeben kannst, ohne die gesamte sog. KonsensusRealität in Frage zu stellen und die Illusionshaftigkeit unserer KonsensusWeltsicht zu erkennen. Den Manipulationstechniken entgeht man nur, wenn man das Bedürfnis nach "Information" (Wissen über die äussere Welt) hinterfragt inclusive den  egoidentifizierten Verstand,  der so unersättlich nach seinem Wissensstoff suchtet.
Ich würde es anders sagen: Nur wenn wir uns entschliessen, unseren Verstand zu VERLIEREN,  haben wir eine Chance... diese "induzierte moralische Apathie" ist normopathisch bedingt, im Christentum nennt man es "Die Erbsünde". Diese Moral/Apathie läßt sich nur durch die Gnade der Erlösung und Befreiung von Moral überwinden. Was dann bleibt ist keine allgemeine Moral, kein Kant'scher Imperativ, der sich verallgemeinern liesse, sondern eine unbeschreibbare & undefinierbare "Ethik" des absoluten SUBJEKTS aus dem Augenblick heraus. (Der Begriff "Ethik" ist hier schon eine Definition zuviel.)

Es kommt manchmal noch vor, dass ich auf solche Texte wie die von Herrn Mausfeld wie früher reagiere und GLAUBEN möchte, was da jemand geschrieben hat und es öffentlich lobend gar für "Tiefsinn" halte. LOL.  Ein paar Sekunden nur und die WIRKLICHKEIT hat sich wieder zurechtgerückt bzw. hat sich die Unwirklichkeit, die Illusionshaftigkeit dieses Wissens wieder enthüllt.  Zunächst hatte ich tatsächlich Lust,  mir  eine Nase von Mausfelds "Schweigen der Lämmer"-Stoff reinzuziehen und im Forum oder auf Facebook zur Diskussion zu stellen, gleich darauf aber wich  die Luft aus diesem Vorhaben, weil ich erkannte, dass es nichts zu diskutieren gab - ICH war schon längst  "darüber hinaus" gegangen, hatte die These mit der Antithese beglückt und in die Heilige Hochzeit  überführt.

(Was wird denn aus der Demokratie, wenn ihre Illusionshaftigkeit erkannt wird? Der Egomind wird sich flugs ins andere Extrem stürzen und einen neuen Gegensatz basteln, eine Autokratie, wahrscheinlicher noch tritt eine politische Anarchie ein, wenn Demokratie zusammenbricht  - was nicht  nicht minder illusionshaft ist.
An dieser Stelle hat sich mein "ChaosMind"  in die Lüfte erhoben und in Blitzesschnelle  die einzige Lösung erkannt: er hat die (Wahre) Autokratie mit der (Wahren) Anarchie vereinigt und im SELBST verankert. he he he -  DAS ist FREIHEIT!)
Aus der Ferne, von Draussen komm ich her
Ich will Euch sagen, es einheitet sehr.
La la la
Ich habe mir den Vortrag von R. Mausfeld nun doch nicht angehört. Ich könnte mir aber gut denken, dass er so wie ich  die "Demokratie" in faschistoider Entartung befindlich sieht.
Anarchie ist der einzige Ausweg. Nicht die politische, sondern die Anarchie des HERZENS! Als mein demokratisch gesinnter Egomind damals  zusammenbrach, herrschte die reinste Anarchie, der Totale Weltuntergang. So soll es sein. Wie innen so aussen.

In dem Zusammenhang  fällt mir gerade der anarchismusverliebte Schöngeist Nitya ein, der allerdings nur maulheldenhafte Lippenbekenntnisse zum  politischen Anarchismus absondert. Das Chaos, der Anarchismus aber ist weiblich. Sieht man nämlich mal genau hin, was er tut, wenn sich nur ein wenig unliebsames anarchisches, d.h. WEIBLICH-göttliches Chaos in seinem Blog ankündigt, wird man erkennen, dass er immer noch der Alten Zwangsordnung  des Alten Adam anhaftet. Nicht allein das:  Seine faschistoiden Säuberungsaktionen hinsichtlich unliebsamer Meinungsabweichler erinnern mehr an die Zuchtrute eines verängstigten Diktators, dessen Namen ich hier nicht nenne, weil er sich bemüßigt fühlen könnte,  die faschistoide weltliche Gerichtsbarkeit zu bemühen, um  eine Alte Klamotte  mit Namen  "Rennomè" zu verteidigen. LOL.

Wie viele Menschen einst in  Kaiser Wilhelms Tagen
hat er den Stock verschluckt, der ihn geschlagen -
drum soll den Freien Fall er  in das Chaos wagen !
Als Medizin empfehlen wir ihm weiterhin
(und ohne Stuss ganz legitim)
ein Pfeifchen Equilibrius
dann kommt er gut in Schuss und Fluss.

Ein Pfeifchen am Morgen und ein Pfeifchen am Abend
wirkt galle-,  herz- und hirnerlabend,
Deshalb bau er sich 'ne (Knall-) Tüte
für das gramerfüllt' Gemüte
mit Black-Afghan-Kalashnikov -
einer ganz besond'ren Blüte...

http://de.dailysmoker.com/feminisierte-samen/38-kalashnikov.html
Als Unterstützung der Chaos-Therapie empfehle ich ihm die Principia Diskordia.

http://home.arcor.de/zwyrd/principia/body.html
.

Unpersönlichkeit

Es ist gleich gültig, ob ich direkt auf div. Kommentare von div. Usern in den Foren antworte, oder ob ich in meinem Blog "antworte", denn antworten tue ich immer nur mir selbst. Ich re-agiere nicht mehr auf äussere Reize, auf "Andere", meine Re-Aktion ist SELBSTbezüglich.
Ich bin ALLEINs-Unterhalter. Der "Andere"  - besser: die Worte von "Anderen" sind mir nur ein äusserer Anlass, ein äusserer InspirationsAuslöser. Die Person hinter den div. Worten , die mir in den Fokus fallen, spielt keine Rolle. Ich trenne und teile nicht und so gibt es auch keine "Anderen", denen ich etwas mitzuteilen hätte.
Der Professor Callidari würde das als Autismus bezeichnen. Himmelzack - mir gehen ganz neuartige Lichter auf... insbesondere über Krankheit - aber das ist noch nicht näher beschreibbar.


Tiefrutsch

Tatsächlich, ICH ist "tiefergerutscht"! -  ich erfasse die verschiedenen Dimensionen, die div. Seinsebenen irgendwie schärfer und gleichzeitiger. Zum Beispiel wird mir die Symbolhaftigkeit der Dinge noch einmal klarer und bewusster... wie soll ichs sagen - ICH übersetzt jetzt quasi sofort ins Geistige, wo ich vorher noch Zeit brauchte und nur zeitversetzt, retrospektiv die diversen Analogien und  Entsprechungen erkannte.
Jetzt ist es so: Ich lese etwas oder mir fällt etwas ein wie beispielsweise grade vorhin  der Vers: Von drauss vom Walde komm ich her, ich will euch sagen, es weihnachtet sehr - da wird das jetzt sofort "entziffert" und  ins tiefenpsychologisch-mystische übersetzt. Wald symbolisiert das Unbewusste, Weihnacht die Geburt des SELBSt. Ich sehe eine ganze "Geschichte", eine Art Entwurf oder Design... keine Ahnung, irgendwann werde ich noch besser SEHEN und bessere Worte dafür finden.

Dieser Vorgang  der Entzifferung funktioniert jetzt besser als zuvor, schneller, klarer, "umfangreicher",  UMFASSENDER.  Es ist, als würde sich die Welt der Materie langsam "auflösen", indem sie immer mehr und umfassender ihre Gleichnishaftigkeit enthüllt. All-umfassend. Ahhh, das ist so schwer zu beschreiben. Nein, die Materie selbst löst sich nicht auf, es ist die Bedeutung... noch besser: die Identifikation mit der Bedeutung der Dinge.
He he - die Tiefe hat sich vertieft. Ja, das war gestern so, als ob ich ein kleines  Stück weit rückwärts in "mich" - das Schwarze Loch meines inneren Kosmos -  hineingefallen wäre und mein Blick, der Fokus ein Stück weit mehr das Dunkel der unendlichen Tiefe oder Weite  durchdringt. Diese "Rückwärtsrolle" habe ich schon einmal erlebt, als sich das äussere Universum als den Inneren Kosmos enthüllte bzw. "umstülpte". Eine wahrlich UMWÄLZENDE Erfahrung war das.  Christlich translatiert war damit die  "Umkehr" vollzogen. 
Solche Beschreibungen hören sich nur für den Egomind spektakulär und dramatisch an. 
Natürlich bin ICH nirgendwohin gefallen.  In Wirklichkeit hat sich nur das All-Umfassende - das All-Sehende Dritte Auge  -  der Gewahrseinsfokus um ein paar "Millimeter" vergrößert. Sonst ist weiter nichts passiert.
Sowas wirft mich schon lange nicht mehr aus der Bahn.  LOL.


Verschwörungstheorien

Ich lese, dass die Flüchtlingsströme US-gesteuert seien, die USA (Wer? die Fed?)  wolle dadurch erreichen, dass die Grenzen alle abgeschafft würden und die Völker sich vermischen . Das gehöre alles zur NWO.
Hm...Das ist eine typische paranoid-"ent-äusserte" Hypothese, eine Angst,  die auf dem apokalyptischen Boden blüht. Tatsächlich ist es so, dass die evolutionäre Entwickung dahingeht, dass sich nicht nur innen, sondern auch aussen die (nationalen Grenzen) sauflösen und die Völker sich vermischen und sich EINHEIT auch auf dieser relativen Ebene nach aussen hin darstellt. NWO Verschwörungstheorien jedoch sind nach außen projezierte Ängste, die aus einem apokalyptischen Bewusstseinszustand resultieren.
Die Wahre Neue Weltordnung  geschieht nicht primär in der äußeren Welt, sondern wird innerlich in jedem einzelnen Menschen durch das Christus-Bewusstsein postuliert und begründet. Der Mensch, der sich SELBST gefunden hat, der hat die Alte Ordnung verlassen, welche das alte Testament darstellt. Die Neue Ordnung, der Neue Tag ist mit Christus angebrochen, der ein Archetyp für unser WAhres SELBST ist.
NWO-Theorien sind ent-äusserte Projektionen, die den "Heiligen Krieg", der im eigenen Inneren gekämpft sein will -  in die äussere Welt projeziert.


  Die "Wahre Natur"

wird ja oft besungen, man hat sie mal geschmeckt und seitdem trauert man ihr mit Resignation hinterher.  Viele Sucher scheinen der Ansicht zu sein, die Wahre Natur lasse sich gar nicht dauerhaft verwirklichen. Perma-Gewahrsein, die Wahre Natur, scheint für sie nur etwas vorübergehendes zu sein, oder ein Bewusstsein, welches man nach Gutdünken betreten und wieder verlassen könne.



Kippbilder

sind äusserst interessante Symbolträger. So verdeutlichte sich mir anhand eines dieser Bilder soeben einmal mehr, dass es nicht möglich ist, die Aufmerksamkeit gleichzeitig auf 2 verschiedenen Objekten verweilen zu lassen und sie als ein Ganzes zu sehen.  (Na ja, gut, ich glaubte zumindest, dass ich dazu fähig war für einen kurzen Moment)  Ferner zeigt es mir auch, dass ich mich bei jedem Aufmerksamkeitswechsel auf div. Objekte jedesmal identifiziere und desidentifiziere. Der Beobachter ist mit dem Objekt der Beobachtung eins. Das ist wohl nichts anderes als Identifizierung!
Ich rede nicht vom TiefenGewahrsein, sondern vom ganz gewöhnlichen Aufmerksamkeitsfokus der Sinne.
Ich schliesse daraus, dass ich ebenso identifiziert bin, wenn ich jemandem aufmerksam zuhöre und erst wieder desidentifiziert bin, wenn ich mich daraus löse.  Solve et coagula. Schon wieder ein neuer Aspekt des Bindens & Lösens!  Hey - Ich kann also gar nicht sagen, dass ich mir einer "Scheinbarkeit" (Illusionshaftigkeit) eines Gespräches bewusst bin, derweil meine Aufmerksamkeit gefesselt ist und ich demgemäß identifiziert bin.  Hier gibts nur ein Entweder-Oder.
Na gut - schon sind wieder alle Klarheiten beseitigt. LOL.  Nee, eines ist klar, hierbei handelt es sich nicht um eine Gemeine Ego-Identifikation. 

Absolute Wahrheit

Jede Teilwahrheit, die sich mir offenbart, ist die Absolute Wahrheit. Ganz gleich, wie und in welcher Weise sie sich auch modifizieren mag im weiteren Verlauf der Offenbarungen.
Das Wort Offenbarung mögen die "Modernen" nicht sehr. Es klingt ihnen so religiös und nach Schwärmerei. Dabei ist geistige Erkenntnis nichts anderes als Offenbarung. Erleuchtung.

(Aus August 2015)


Aktuell  (18.09.2015)

Herr Fredo ist wieder aufgetaucht. Wir sind ausnahmsweise ein Herz und eine Seele, was die unheilige Nüchternheit  in der  Betrachtung der Flüchtlingskrise angeht. Interessante Diskussion mit allem, was dazu gehört: Gutmenschen, Nüchterne und Allzunüchterne, Sozialromantiker, Rosarote Brillen, Schwarzmalende Brillen. Träumer & Transzendentalisten...
Guckst du hier: Spectrum Sein.de - Thread: Was denkst du gerade
(Keine Ahnung, warum die Verlinkung immer so schwarz ist, dass man sie kaum sehen kann... )
http://spectrum-sein.de/showthread.php?tid=26&page=25

Sonntag, 6. September 2015

Das Nichts das keine Fülle hat, hat Dünken nur an seiner Statt




Antichrist

Die sog. Letztgültige Erfahrung ist nichts anderes als die Große Erleuchtung des Buddha unter dem Bodhibaum.  Der Bodhibaum ist der Baum der Erkenntnis, er ist ein Symbol....
Wer wie Herr Callida hartnäckig behauptet, dass es eine solche Erfahrung überhaupt nicht  gibt,  zeigt damit, dass er ihrer entbehrt und untergräbt damit noch mehr seine spirituelle Glaubwürdigkeit, als es ohnehin schon der Fall ist. Als die spirit. Kapazität, als die sich Herr C. sieht und gibt, müßte er zumindest theoretisch davon wissen. Aber wenn er nur ein klein wenig ehrlich wäre, müßte er zugeben, dass es ihm bei der Diskreditierung der Letztgültigen Erkenntnis eigentlich gar nicht darum geht,  die Erkenntnis als solche zu diskreditieren, sondern darum, sein persönliches Mütchen zu kühlen indem er die "Finder"  diskreditiert, die sich seiner Ansicht nach nur  "dünken", der Letztgültigen Erkenntnis und damit der Endgültigen Befreiung teilhaftig geworden zu sein. Dazu zählen insbesondere die Leute, die sich erlaubt haben,  seine spirituelle Kompetenz/Erfahrung öffentlich in Frage zu stellen.
 
Herr C. ist nicht nur der klügste und wortgewandtste Klugspeacher , der mir bislang auf dem spirituellen Marktplatz begegnet ist, er ist sogar ganz gefährlich klug,  insofern er mit seinem Reden und Tun einen Archetpyen oder einen Aspekt  des spirituellen SuperEgos -  den "Antichrist"  - verkörpert;  darunter verstehe ich  die fragwürdigen Lichtgestalten, die nach der Offenbarung des Johannes am "Ende der Zeit" als "Avatar", als Christus-Imitationen erscheinen und auf dem spirituellen Marktplatz  in seinem Namen predigend und heilend Wunder tun.

Jesus: Viele werden kommen in meinem Namen und Wunder tun...
Im Namen Jesu Wunder zu tun, bedeutet nicht unbedingt, dass der Name Jesu dabei auch benutzt wird, dass man sich als den neuen Messias präsentiert.  Kann, muss aber nicht sein. Ein InstantHeiler, der  kranken  Menschen unter dem Mäntelchen der "SELBSTorganisierten  Heilung"  die Große FREIHEIT  - eine FREIHEIT , die nur in der Ganzheit, im HEIL liegt -  verspricht,  wo er sie mit seinen "wohlwollenden" hypnotischen Kräften im Schnelldurchlauf  primär eigentlich nur von ihren Symptomen befreit, ist wesensmäßig ein solcher "Antichrist", der im Namen Jesu Wunder tut. 
Jesus bzw. der Christus steht ja doch für unser Wahres SELBST und ist der Wahre SELBSTorganisator, unter dessen Leitung die Individuation geschieht, Heilung der Persönlichkeit, bei der die kranken Ich-Kräfte abgebaut und die gesunden Ich-Kräfte gestärkt und aufgebaut werden.  Das "Freisein" der Person von ihren krankmachenden destruktiven Psychokomplexen - Individuation lässt sich nicht in ein paar Stunden sozusagen "einimpfen", auf dass sich der Prozess von SELBST und ohne jegliche Widerstände entfaltet. Der Individuationsprozess mündet  ja doch IMMER in die Transzendenz, das Transzendieren ("Sterben") der letztlich geheilten Persönlichkeit. Von einem Menschen wird verlangt, dass er sich frei und bewusst dafür entscheidet, den Großen Weg einzuschlagen. Es ist dies eine Frage auf Leben und Tod. 
Die Frage Jesu, unseres Inneren Heilers/ Wahren SELBST: WILLST DU GESUND WERDEN? erfordert eine tiefgreifende Selbstprüfung. Krankheit hat einen Sinn und ist ein Abwehrmechanismus, eine Metapher, die verstanden sein will. Ohne Ein-SICHT keine wirkliche Heilung, geschweige denn ganzheitliches HEIL.
Manche dieser "Wundertäter" versprechen oft eine ganzheitliche Heilung, dabei können sie das ganzheitliche HEIL nicht von psychosomatischer Heilung unterscheiden.

 Der Antichrist nach meiner Erfahrung und Erkenntnis nach keine einzelne Gestalt, keine Person, die auf der Bühne der Geschichte erscheint, sondern ein Archetyp, der in jedem Menschen "west", der sich auf die gefährliche spirituelle Reise macht und die Macht der Archetpyen zu spüren bekommt. Gefährlich wird die Reise, wenn man sich mit diesen Archetypen - den sog. Mächten und Gewalten - identifiziert.
Der Antichrist ist m. E. der mit dem Magier - dem "Macher" -  identifizierte Mensch. Wie Kybalion ist  auch Callida  mit dem Magier identifiziert, beide benutzen die Worte Jesu, um ihre magische Macher-Macht-Position zu untermauern, beide interpretieren die Worte Jesu auf eine mehr materialistische und "magische" Weise, die besagt, dass man den himmlischen Kuchen essen und gleichzeitig unangetastet behalten könne.

Gerade die Menschen, die schon einmal an diesem "Kuchen" gerochen haben,  deuten das Reich Gottes oft so, dass doppelten Ursprungs zu sein bedeute, dass man den Kuchen des Reiches Gottes essen und gleichzeitig erhalten könne, derweil man mit weltlichen  - vor allem den GUTEN Absichten und ergebnisorientierten Zielsetzungen  und anderen Überlebensmachenschaften identifiziert ist, indem er z.B.  für sich oder Familie finanziell vorsorgt, den guten Ruf (Status) verteidigt, alles für den Körper tut, um ein langes Leben zu gewährleisten usw..
Man kann nicht beides haben. Das Reich Gottes als das Alleinige Bewusstsein zu SEIN  und gleichzeitig auf Nummer Sicher gehen und beispielsweise eine Lebensversicherung abschliessen, Man kann keine Lebensversicherung abschliessen, wenn man nicht mit dem Körper (Ego) identifiziert ist.
Diese Leute scheinen tatsächlich zu glauben, man könne in der Welt die üblichen ergebnisorientieren Ziele verfolgen, ohne mit diesen Zielen identifiziert zu sein! Man könne Eigentum, irdische Reichtümer besitzen, ohne ihnen verpflichtet zu sein. Kurz: Man könne Jemand werden und gleichzeitig ein Niemand SEIN. LOL
Solche Leute hört man auch oft sagen: Du musst nicht wirklich etwas aufgeben, es reicht aus, BEREIT dazu zu sein. Von "hinten" - vom FINDER aus gesehen stimmt das,  ist aber eine ganz gefährliche Falle, wo sie für dich, den SUCHER zu einem Glaubenssatz wird, der  dich in Sicherheit wiegen soll, dich ansonsten aber auf der alten Bahn hält... Den Kuchen essen und behalten...

Auf der spirituellen Reise wird man nicht nur einmal an den Abgrund gestellt und zu springen aufgefordert. Entweder die Welt - oder das Reich Gottes - vor diese Entscheidung wird man öfters gestellt, ja,  jeden Tag und jede Stunde  muss der Neue Bund erneuert werden.   Die Bereitschaft ist immer die Bereitschaft, das Liebste, was man hat, zu opfern. Abraham hat das Gelobte Land erst erreicht, als er bereit war, Gott seinen Lieblingssohn zu opfern. Vor diese schwere und alles erschütternde  Entscheidung wird jeder Mensch auf dem Großen Weg gestellt!  ALLES ist loszulassen - das bedeutet es, zu sterben. Im Leben wie auch im Tode.
Wer nicht wirklich bereit ist, ALLES - alle Güter, alles Streben, jede Bindung,  ja sein Leben  für das Wahre LEBEN, das Reich Gottes hinzugeben, wird es auch nicht erben.


Fazit: Jede Art von Identifizierung ist eine spirituelle FALLE! Eine besonders gefährliche Falle  ist  der Glaskasten in dem man selbst  sitzt, derweil man sich anmaßt, andere Leute vor spirituellen Fallen zu mahnen und zu schützen oder irgendwelcher psychospiritueller Störungen zu verdächtigen, derweil man selbst mit einem Ideal identifiziert ist -  z.B. einer  (falschen)  Vorstellung von "gesunder Entwickung von Spiritualität".

Nein, nein - Herr C. ist nicht "Der Antichrist."  Natürlich nicht. Es geht mir nicht darum, einen einzelnen zu dämonisieren. Ein Antichrist ist m. E. jeder, der mit diesem Archetypen identifiziert ist und derer sind es gar viele auf der Weltebene...Der "Antichrist" kommt am Ende der Zeit, wenn das einzelne Ego seinen Weltuntergang, seine Apokalypse erlebt, der Antichrist ist eine Ausgeburt der Angst.  Ob er in der äusseren Welt als eine wirkliche Personifizierung erscheint, ist so unwichtig, wie es unwichtig ist daran zu glauben, dass Jesus am Ende der Zeit realiter auf einer Wolke wiederkommt. Die Posaunen der Offenbarung erschallen in deinem Herzen. Wichtig ist es daher, den Feind im eigenen Inneren zu erkennen. Wie der Heilige Krieg auf der Weltebene nach aussen projeziert und gekämpft wird, so wird nämlich auch der Antichrist als Feindbild ent-äussert. Wie alle Projektionen gilt es, auch diese Projektion als solche zu erkennen und zurückzuholen ins eigene Innere.


Ich lese seit nurmehr 4 Jahren keine Bücher mehr, auch im Netz lese ich kaum, was andere Menschen über Spiritualität erfahren und geschrieben haben. Ich "lese" und definiere alles, was ich brauche aus mir SELBST heraus. Ganz neu und frisch. Auch was den Antichristen betrifft, ist die Erkenntnis darüber -  wie alles andere auch, worüber ich schreibe - auf eigenem Mist gewachsen und bedarf auch keiner Bestätigung durch andere Autoren oder Autoritäten.  Ich weiss also nicht, was "man" so über den Antichrist gestern und heute schreibt oder geschrieben hat. ES oder  ICH erfindet die Welt aus sich SELBST heraus völlig neu nur anhand dessen, was ihm täglich so in den Fokus rückt. Herr Fredo oder Herr Callida und alle anderen "Personen", die hier in meinem Blog noch einen Namen haben, sind mir nur unpersönlicher Ausdruck  -  Personifizierungen von Kräften hinter den Namen, die ich lerne, zu dechriffrieren.
Viele werden in seinem Namen kommen und Wunder tun... Wölfe im Fell des Lammes.  Imitate Christi.

Und noch einmal:

Paradox und absolut unerhört für den Egomind: Ob es tatsächlich auch so ist, wie ich es hier beschreibe - ich meine damit, ob sich beispielsweise hinter Herrn Callida's Person "tatsächlich" das Wesen des Antichrist tummelt, spielt absolut keine Rolle, denn es geht der "Wahrhaft Heiligen Inquisition" nicht um die Person, sondern nur um die unpersönliche WAHRHEIT und der ist es egal, auf welchem Weg und durch welche "Person" sie erlangt wird.
ICH BIN der bewusste Bedeutungsgeber all dessen, was mir in den Fokus rückt. Es ist völlig gleich gültig, was jemand meint oder aussagen will mit seinen Worten/Texten, die Bedeutung, die ICH spontan den Texten gebe, die mir in den Fokus fallen, ist die UNMITTELBARE  Bedeutungsverleihung, aufgrund derer die "Doppelaxt" oder das "Schwert der Unterscheidung" die Geister scheidet zwischen WAHR und Unwahr - aber nicht, um andere zu lehren, sondern alles dient in REINER SELBSTbezüglichkeit primär nur mir allein bzw. der Mehrung von All-umfassender Erkenntnis und Liebe. (All-umfassendes ALL-EINS-SEIN, Bewusstseinserweiterung).
Das sei vor allem jenen gesagt, die weder an WAHRHEIT noch WIRKLICHKEIT, sondern nur an die "Leere" glauben. Oder für jene, die glauben WAHRHEIT und Unwahrheit seien Gegensätze. die Absolute WAHRHEIT als GeWAHR-SEIN hat keinen Gegensatz, es deckt die Unwahrheit und Unwirklichkeit der Gegensätze auf.


Bei der Scientology-Church

wie auch dem Callida-Contrast-Programming handelt es sich m. E. um eine patriarchalisch-dualistische Spiritualität -  "Mit dem Ego zur Erleuchtung" resp. zum Profit.
Angestrebt wird eine "magische" Ichveredelung im Sinne eines suprafunktionalen Ichs, welches sich bestens an die herrschende dualistische Weltsicht anzupassen ist.
Statt die Ichveredelung im LosLassen durch SELBSTorganisierende Prozesse geschehen zu lassen, wird etwas hinzugenommen und -gewonnen: weltliche Fähigkeiten, des weiteren werden "supranatural abilities", - übersinnliche Fähigkeiten eingeübt und genutzt, um die Materie/Körper/Welt zu verändern.
In der Welt, aber nicht von der Welt zu sein - Dieser Ausspruch Jesu über die Befindlicheit des Wiedergeborenen GEISTES bzw. der Wahren Natur  wird verstanden, als sich des Besten aus beiden Welten zu bedienen, sich vorrangig die Welt untertan zu machen, Wohlstand und (spirit.) Prestige  zu erwerben, berechtigte Ansprüche  ans Universum oder Gott zu stellen und sich dabei im Reiche Gottes zu GLAUBEN. Die Magie beruht auf Wunscherfüllung, Hypnose, Autosuggestion...Man kann den  Kuchen nicht essen und gleichzeitig behalten, man kann nicht Nicht-von-der-Welt-Sein und gleichzeitig alle Reichtümer/Annehmlichkeiten eines zielstrebigen, ergebnisorientierten Handelns  - In-der-Welt-Seins  - geniessen.  Das ist ein fataler GLAUBE, der hybrid in ein Voraus setzt, was erst die Frucht des Egotodes bzw. des SEINS  ist: Zu besitzen, als besäße man nicht.
Alle geistigen Attribute und übernatürliche Fähigkeiten, aller Reichtum  - ja, die ganze Welt - ist das, was  "hinzugegeben" wird dem, der sein Leben  (Ego) hingegeben hat, um das WAHRE LEBEN im Reiche Gottes anzutreten.
Ich glaube, dass viele Sucher die Selbstverwirklichung des Egos - auf der Weltebene "Jemand" zu werden -  mit der SELBSTverwirklichung des SELBST verwechseln.Man kann aber nicht gleichzeitig eine aktive Selbstverwirklichung auf der Ich-Welt-Ebene anstreben oder leben und sich gleichzeitig passiv dem WAHREN SELBST bzw. dem SELBSTinduzierten Individuationsprozess  HINGEBEN! Der Individuationsprozess IST die durch das Wahre SELBST induzierte Selbstverwirklichung des Ich, welche durch die SELBSTrealisation transzendiert und aufgehoben wird. Das ist sehr schwer zu verstehen. Beides läuft quasi in Gleichzeitigkeit ab.
 Ich glaube aber auch , dass diese Verwechslung  ganz normal ist und eine der vielen Fallen auf dem spirituellen Weg.



SELBSTsüchtig

Jemand, der die Geister nicht unterscheiden kann, könnte mich  SELBStsüchtig nennen, wie ich so meine Zeit verbringe: Ich könnte -  wenn meine Beine nicht wiederholt auf Auslauf bestehen würden -  den ganzen Tag an der Schreibmaschine sitzen und schreiben, was da ununterbrochen so alles aus mir heraussprudeln will.  Die Trennung ist aufgehoben, das heisst: Ich brauche die Welt da draussen nicht mehr, bedarf keines "Du", keiner Kommunikation, Freunde, auch keiner spirituellen Foren und dergleichen. Die Welt ist in mir und alles, was sich zuvor aussen abgespielt hat, spielt nun im Inneren... Ob ich rausgehe oder in meinem Zimmer bleibe, ist Jacke wie Hose...Ich bin der Mittelpunkt des Kosmos.
A Schmarrn, sagst Du?


Würde ich dem Professor Lombroso, dem Herrn der Fliegen oder dem Professor Kaess, was mal mein Oberster Chef  gewesen ist in der Psychiatrischen Klinik zu München so einen "Schmarrrrn" erzählen, der hätte sofort die Schublade ICD F30.9 aufgemacht: Manische Episode mit Größenphantasien - und würde mir raten, mal unter ganz normale Menschen zu gehen -  und dabei habe ich die GANZE VERRÜCKTE WAHRHEIT noch nicht mal ausgesprochen!  Es ist auch Jacke wie Hose, d.h. es ist gleich gültig, es macht absolut keinen Unterschied mehr für mich, ob ich nun unter "wirkliche" Menschen gehe, oder mir die "virtuellen" Menschen im Fernsehen anschaue

Manchmal lege ich mich nachmittags hin und schaue völlig anspruchsentleert  in die Röhre.... manchmal gönne ich mir auch eine gaaaanz klitzekleine Prise Callida-Kontrast-Programm auf dem Allmy-Kanal  - das reicht mir dann aber auch an Gesundem Menschenverstand. Ach so ja, die Tagesschau am Abend ist immer noch absolutes Normopathen-Pflicht-Programm- manchmal kommt es vor, dass ich  mich von den alltäglichen SchreckensBILDERN sogar  b e r ü h r e n  lasse.

Meine Nachbarn geben leider an Normalität genau so wenig her wie ich , die Eine ist verfolgungssüchtig,  der Andere sexsüchtig, eine Weitere ist klatschsüchtig... wieder Andere sind krankheitssüchtig oder vergessenssüchtig. Die Filme dieser Andern sind einer wie der andere - da bleibe ich mit meiner SELBSTverliebten SELBSTsucht doch lieber ALLEINs ohne Andere,  obwohl auch das eine unstatthafte spirituell äusserst unkorrekte  Bevorzugung darstellt. LOL. (Was aber nur daran liegt, dass mir die passenden Worte fehlen, die meine Befindlichkeit beschreiben könnten. )

Ah - der Herr der Fliegen - der wird noch lange seine Freude an mir haben. Was das Kreieren von "Psychospirituellen Störungen" angeht,  bietet ihm mein Blog bestes Fallmaterial. Ich werde mir Mühe geben, ihn nicht zu enttäuschen, LOL.  Bis er die Gabe der Unterscheidung der Geister erlangt,  - also bis zu seinem Tod - wird er eh' nicht wissen, was eigentlich sein ungebrochener Diskreditierungswillen diskriminiert. Er hat nämlich die Augen verloren, durch die er einstmals die "Geister" gesehen hat...


18.08.2015  Verlorenheit

Aus der evolutionären "gefallenen" Perspektive -  "von unten" gesehen kann man  sich sehr wohl verlieren. Der Mensch, der sich in der Äusseren Welt verloren hat, hat sich selbst - seine Beziehung zu seinem SELBSt -  verloren. Der mit der äusseren Welt identifizierte Mensch ist aus der Gnade herausgefallen. Erst von "hinten" aufgewickelt, aus der Befreiung, der Igel-bin-schon-da- Sicht bzw. des Einheits- und Ganzheitserlebens heraus gesehen, erkennt man, dass dies niemals der Fall war.
16.30 Kurz nachdem ich gerade die ersten Zeilen geschriebe habe, spüre ich eine Art "Rutsch", als ob ich in eine Tiefe hinunterrutsche oder blicke, die mir eine neue Dimension enthüllt. MIr kommt der Gedanke, dass ich dies meiner "Forenabstinenz" verdanke. Schwer auszudrücken:  Seit ich aus dem Allmystery-Forum EXkommuniziert wurde,  kommuniziere ich insofern mehr mit mir SELBST, als ich weniger  auf horizontale "äussere" (Foren-) Reize und viel mehr auf die "inneren" Reize aus der vertikalen Tiefe, der Quelle reagiere. Sie scheint mir um einiges ergiebiger zu sein..Mir ist aufgefallen, dass ich nun 4 Jahre lang auf die immer selben Fragen bzw. Reize von außen geantwortet habe.... hm...  Obwohl die Begrenzungen von Aussen und Innen weggefallen sind, EINS geworden sind, werde ich bei den Bezeichnungen aussen und innen bleiben. Manchmal setze ich es in Anführungszeichen, um die Scheinbarkeit zu verdeutlichen. Das ist mir lieber, als ständig mit dem Begriff der Scheinbarkeit die Scheinbarkeit der ausseren und inneren Welt/Realität  zu demonstrieren. LOL.  Ich finde das lächerlich, ständig alles, was ich beschreibe,  mit dem Wort "scheinbar" zu versehen. Der scheinbare Stuhl, auf dem mein scheinbarer Hintern sitzt, um in den scheinbaren Monitor zu glotzen...LOLOLOL...


Ich bin mir meines Atems nur bewusst, wenn ich bewusst auf meinen Atem achte. Genauso bin ich mir der Trennung nur bewusst wenn...
Genau so ist es mit dem Körper. Ich kann mir nicht mehr meines Körpers bewusst sein, wenn ich meine Aufmerksamkeit von ihm ablenke und  woanders hin richte. Das beweist mir doch recht eigentlich ganz konkret: Ich bin nicht mein Körper!

Ich habe gelesen, dass es Leute gibt...Es ist m. E. ein Blödsinn, daraufhin  zu üben, sich immer und zu allen Zeiten des Atems bewusst zu sein. Oder des Körpers...  LOL.  Ich habe auch mal geglaubt, ganzheitliche Bewusstheit bedeute, sich nicht nur seiner Gedanken und Gefühle, sondern sich auch seines Körpers und Atems und aller sinnlichen Empfindungen ständig bewusst zu sein.
Der Monitor und ich sind eins. Ich werde mir des Monitors erst bewusst, wenn ich darauf achte und meine Aufmerksamkeit auf ihn richte.
Kann jeder nachprüfen.
Das bedeutet es, wenn es heisst: Der Beobachter und das Beobachtete ist eins. Dieses Einsseins ist dir und mir normalerweise  nicht bewusst. Es reicht aus, dass man sich ein einziges Mal dieses Einsseins bewusst wird. Mehr braucht es nicht. Nur das Ego will immer Dauer, alles muss "für immer" sein.

Yipppieeee - das hatte  ich zwar schon vor längerer Zeit einmal erkannt, aber jetzt zum ersten Male WIRKLICH und konkret WAHRgenommen.
Da erinnere ich mich gerade wieder an Oneisenough, ich glaube, ich weiss jetzt, von was er geredet hat.
Ich erinnere mich auch: Ich habe tatsächlich einmal geglaubt, dass es krankhaft wäre, den Körper zu "vergessen".


Die Achtsamkeitsübungen sind keine Desidentifizierungsübungen sondern ganz im Gegenteil - sie sollen die Aufmerksamkeit in den Körper lenken, weil wir ihn vernachlässigen, sie sollen ihn mit Bewusstheit füllen - aber dann bitte wieder loslassen! Solche Übungen haben nur im Kontext mit dem Individuationsprozess ihren guten Sinn, wo es darum, sich mit dem Körper und den authentischen Gefühlen zu identifizieren, ihn zu lieben und die Materie wertzuschätzen: Ich BIN mein Körper, ich BIN meine Gefühle usw. - was für ein Graus für einbeinige Nondualistenbanditen wie die Herren Fredo, Pöhm.. Haferkamp...


Ein Wort zum natürlichen Menschen.

 Der natürlichste  Mensch ist das neugeborene Kind!  Ein kleines Kind ist polymorph pervers, d.h. ganzheitlich erotisch vitalisiert. Mit der Entwicklung des Egos fängt die Sozialiserung, die Verbiegung, die Entfremdung vom Körper an an und Schluss ist mit der glücklichen Perversion. Der natürliche Mensch geht bei diesem  körperfeindlichen Sozialisierungs- und Neurotisierungs-Procedere so ziemlich verschütt, d.h. er fristet ein Schattendasein im Unbewussten und wird dadurch "Böse".  Schattenintegration bedeutet, den Körper (Göttin) aus der Gefangenschaft, seinem Schatten-Dasein  zu befreien. Im Individuationsprozess wird nicht nur der GEIST, sondern auch der Körper wiedergeboren. Bei Wilber heisst dieser wiedergeborene natürliche Mensch der "Zentaur".
Der entfremdete Körper wird auf dem integralen Weg wieder seiner polymorph-perversen Bestimmung zugeführt und erfährt sich so als Tempel des Heiligen Geistes.
Die "Weibliche Seite" aus dem Schatten zu befreien, bedeutet für Männer wie für Frauen, den "Zentaur" in sich zu befreien.  Ziel der spirituellen Entwicklung ist es, nicht Gott, sondern ein in sich ungeteiltes GANZES einzigartiges authentisches Individuum zu werden!
Die Leute, die hier so unerfahren resp. unqualifiziert gegen Schattenintegration anreden und Indviduation für etwas Trennendes halten, weil darin das Wort "dual" enthalten sei , bezeugen mit allem was sie dagegen anzubringen haben,   recht eigentlich  nur die alte bekannte körperfeindliche  nicht-integrale, patriarchalisch-dualistische Spiritualität, die uns das patriarchalische Christentum beschert hat.
(Gepostet am 18.08. 2015 im spectrum.Sein.de)



Ach, das hab ich oft gehört,
Dass Mensch sich in der Leere wähnt,
Dass, wenn er in den Spiegel schaut,
Ihm gähnend Nichts entgegenhaut...
So DENKT er's  sich, der arme Tropf,
Und merkt es nicht, dass es dieses Dünken
Ist, was ihn haften läßt am Nichts,
Ein Nichts, was keine Fülle hat
Statt Fülle nur ein Dünken hat..
So dünkt es sich Herrn Haferkamp -
auch bekannt als Unverstand.


Laster oder Tugend?

Linji: Du kannst keinen Nagel in den leeren Himmel schlagen
https://satyamnitya.wordpress.com/2015/08/18/linji-yixuan-der-leere-himmel/
Ich könnte nun lobend sagen: Das ist alles stimmig und wahr, was Nitya dazu schreibt - wenn sich nicht immer sofort die Doppelaxt erheben würde und mir die Frage vorlegt: Woher  kommt diese Aussage -  aus dem Selbst oder aus dem Ego? Aus echter Tiefen-Einsicht oder ist es vielleicht einfach nur die Abwehr-Reaktion eines chronischen Faulpelzes, der jede eigene Beteiligung am spirituellen Prozess als eigenwilliges Streben und Machen von vornherein als obsolet betrachtet? Laster oder Tugend?
Manchmal werden in den Forendiskussionen die  Verfasser von (spirituellen) Texten gelobt. Es mutet mich immer sehr seltsam an,  wenn jemand (m)einen Beitrag mit "Fein gesagt" oder gleich welcher Art von Zustimmung und Lob beschenkt. Woher nimmt jemand die Chuzpe, mit der Wahrheit  konform zu gehen und  zu loben oder zu tadeln, wo er doch gar nicht die Geister unterscheiden kann?! Aus welcher Quelle...?
Jenseits von Ego gibt es weder Lob noch Tadel... und man weiß auch, warum man sich dessen enthält.

Mich interessiert es nicht,  woher dem Nitya die "Wahrheit" zufliesst, aus der eigenen Quelle oder aus Büchern. Allerdings beklage ich seinen unsauberen rhetorischen Stil - Ironiefasten täte ihm gut, es gibt auch Anführungszeichen... damit auch die Kinder ihn verstehen können. LOL.

Lustig, wie Nitya vom Dharmakaya schreibt und im gleichen Zuge quasi dementierend dagegen verstößt, als er in einem  - im übrigen von Falschheit glitzernden - Kommentar zu Frau Nagel bezüglich des "nagelns" bemerkt: Da muss ich gleich an Jesus am Kreuz denken und erschauere.Klangen seine obigen Worte noch nach erleuchteter Einsicht, so liefert uns Nitya mit diesem Satz einen Beweis für seine völlige Unbewusstheit -  so dass der berechtigte Verdacht sein gräulich' Haupt hebt, dass die Quelle seines Wissens nicht so sauber ist, wie es oben noch den Anschein hatte.

In diesem Sinne täte ihm eine gewisse "Schulung" des Geistes durchaus gut, eine Methode, die seine Gedanken in die Zucht nehmen - solange Gedanken eine unbewusste körperliche Wirkung zeitigen, wirds nix mit dem Himmelreich. Zazen wäre genau das richtige für den faulen Sack, damit er endlich mal erkennt, dass Dharmakaya vor allem darin besteht, dass man sich nicht von solcherlei  Gedanken körperlich verführen läßt, die ihn vor der Dame so kapriziös erschauern liessen.
Ein bisschen einfache unkapriziöse Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, wäre ein erster Einstieg.