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Sonntag, 6. September 2015

Das Nichts das keine Fülle hat, hat Dünken nur an seiner Statt




Antichrist

Die sog. Letztgültige Erfahrung ist nichts anderes als die Große Erleuchtung des Buddha unter dem Bodhibaum.  Der Bodhibaum ist der Baum der Erkenntnis, er ist ein Symbol....
Wer wie Herr Callida hartnäckig behauptet, dass es eine solche Erfahrung überhaupt nicht  gibt,  zeigt damit, dass er ihrer entbehrt und untergräbt damit noch mehr seine spirituelle Glaubwürdigkeit, als es ohnehin schon der Fall ist. Als die spirit. Kapazität, als die sich Herr C. sieht und gibt, müßte er zumindest theoretisch davon wissen. Aber wenn er nur ein klein wenig ehrlich wäre, müßte er zugeben, dass es ihm bei der Diskreditierung der Letztgültigen Erkenntnis eigentlich gar nicht darum geht,  die Erkenntnis als solche zu diskreditieren, sondern darum, sein persönliches Mütchen zu kühlen indem er die "Finder"  diskreditiert, die sich seiner Ansicht nach nur  "dünken", der Letztgültigen Erkenntnis und damit der Endgültigen Befreiung teilhaftig geworden zu sein. Dazu zählen insbesondere die Leute, die sich erlaubt haben,  seine spirituelle Kompetenz/Erfahrung öffentlich in Frage zu stellen.
 
Herr C. ist nicht nur der klügste und wortgewandtste Klugspeacher , der mir bislang auf dem spirituellen Marktplatz begegnet ist, er ist sogar ganz gefährlich klug,  insofern er mit seinem Reden und Tun einen Archetpyen oder einen Aspekt  des spirituellen SuperEgos -  den "Antichrist"  - verkörpert;  darunter verstehe ich  die fragwürdigen Lichtgestalten, die nach der Offenbarung des Johannes am "Ende der Zeit" als "Avatar", als Christus-Imitationen erscheinen und auf dem spirituellen Marktplatz  in seinem Namen predigend und heilend Wunder tun.

Jesus: Viele werden kommen in meinem Namen und Wunder tun...
Im Namen Jesu Wunder zu tun, bedeutet nicht unbedingt, dass der Name Jesu dabei auch benutzt wird, dass man sich als den neuen Messias präsentiert.  Kann, muss aber nicht sein. Ein InstantHeiler, der  kranken  Menschen unter dem Mäntelchen der "SELBSTorganisierten  Heilung"  die Große FREIHEIT  - eine FREIHEIT , die nur in der Ganzheit, im HEIL liegt -  verspricht,  wo er sie mit seinen "wohlwollenden" hypnotischen Kräften im Schnelldurchlauf  primär eigentlich nur von ihren Symptomen befreit, ist wesensmäßig ein solcher "Antichrist", der im Namen Jesu Wunder tut. 
Jesus bzw. der Christus steht ja doch für unser Wahres SELBST und ist der Wahre SELBSTorganisator, unter dessen Leitung die Individuation geschieht, Heilung der Persönlichkeit, bei der die kranken Ich-Kräfte abgebaut und die gesunden Ich-Kräfte gestärkt und aufgebaut werden.  Das "Freisein" der Person von ihren krankmachenden destruktiven Psychokomplexen - Individuation lässt sich nicht in ein paar Stunden sozusagen "einimpfen", auf dass sich der Prozess von SELBST und ohne jegliche Widerstände entfaltet. Der Individuationsprozess mündet  ja doch IMMER in die Transzendenz, das Transzendieren ("Sterben") der letztlich geheilten Persönlichkeit. Von einem Menschen wird verlangt, dass er sich frei und bewusst dafür entscheidet, den Großen Weg einzuschlagen. Es ist dies eine Frage auf Leben und Tod. 
Die Frage Jesu, unseres Inneren Heilers/ Wahren SELBST: WILLST DU GESUND WERDEN? erfordert eine tiefgreifende Selbstprüfung. Krankheit hat einen Sinn und ist ein Abwehrmechanismus, eine Metapher, die verstanden sein will. Ohne Ein-SICHT keine wirkliche Heilung, geschweige denn ganzheitliches HEIL.
Manche dieser "Wundertäter" versprechen oft eine ganzheitliche Heilung, dabei können sie das ganzheitliche HEIL nicht von psychosomatischer Heilung unterscheiden.

 Der Antichrist nach meiner Erfahrung und Erkenntnis nach keine einzelne Gestalt, keine Person, die auf der Bühne der Geschichte erscheint, sondern ein Archetyp, der in jedem Menschen "west", der sich auf die gefährliche spirituelle Reise macht und die Macht der Archetpyen zu spüren bekommt. Gefährlich wird die Reise, wenn man sich mit diesen Archetypen - den sog. Mächten und Gewalten - identifiziert.
Der Antichrist ist m. E. der mit dem Magier - dem "Macher" -  identifizierte Mensch. Wie Kybalion ist  auch Callida  mit dem Magier identifiziert, beide benutzen die Worte Jesu, um ihre magische Macher-Macht-Position zu untermauern, beide interpretieren die Worte Jesu auf eine mehr materialistische und "magische" Weise, die besagt, dass man den himmlischen Kuchen essen und gleichzeitig unangetastet behalten könne.

Gerade die Menschen, die schon einmal an diesem "Kuchen" gerochen haben,  deuten das Reich Gottes oft so, dass doppelten Ursprungs zu sein bedeute, dass man den Kuchen des Reiches Gottes essen und gleichzeitig erhalten könne, derweil man mit weltlichen  - vor allem den GUTEN Absichten und ergebnisorientierten Zielsetzungen  und anderen Überlebensmachenschaften identifiziert ist, indem er z.B.  für sich oder Familie finanziell vorsorgt, den guten Ruf (Status) verteidigt, alles für den Körper tut, um ein langes Leben zu gewährleisten usw..
Man kann nicht beides haben. Das Reich Gottes als das Alleinige Bewusstsein zu SEIN  und gleichzeitig auf Nummer Sicher gehen und beispielsweise eine Lebensversicherung abschliessen, Man kann keine Lebensversicherung abschliessen, wenn man nicht mit dem Körper (Ego) identifiziert ist.
Diese Leute scheinen tatsächlich zu glauben, man könne in der Welt die üblichen ergebnisorientieren Ziele verfolgen, ohne mit diesen Zielen identifiziert zu sein! Man könne Eigentum, irdische Reichtümer besitzen, ohne ihnen verpflichtet zu sein. Kurz: Man könne Jemand werden und gleichzeitig ein Niemand SEIN. LOL
Solche Leute hört man auch oft sagen: Du musst nicht wirklich etwas aufgeben, es reicht aus, BEREIT dazu zu sein. Von "hinten" - vom FINDER aus gesehen stimmt das,  ist aber eine ganz gefährliche Falle, wo sie für dich, den SUCHER zu einem Glaubenssatz wird, der  dich in Sicherheit wiegen soll, dich ansonsten aber auf der alten Bahn hält... Den Kuchen essen und behalten...

Auf der spirituellen Reise wird man nicht nur einmal an den Abgrund gestellt und zu springen aufgefordert. Entweder die Welt - oder das Reich Gottes - vor diese Entscheidung wird man öfters gestellt, ja,  jeden Tag und jede Stunde  muss der Neue Bund erneuert werden.   Die Bereitschaft ist immer die Bereitschaft, das Liebste, was man hat, zu opfern. Abraham hat das Gelobte Land erst erreicht, als er bereit war, Gott seinen Lieblingssohn zu opfern. Vor diese schwere und alles erschütternde  Entscheidung wird jeder Mensch auf dem Großen Weg gestellt!  ALLES ist loszulassen - das bedeutet es, zu sterben. Im Leben wie auch im Tode.
Wer nicht wirklich bereit ist, ALLES - alle Güter, alles Streben, jede Bindung,  ja sein Leben  für das Wahre LEBEN, das Reich Gottes hinzugeben, wird es auch nicht erben.


Fazit: Jede Art von Identifizierung ist eine spirituelle FALLE! Eine besonders gefährliche Falle  ist  der Glaskasten in dem man selbst  sitzt, derweil man sich anmaßt, andere Leute vor spirituellen Fallen zu mahnen und zu schützen oder irgendwelcher psychospiritueller Störungen zu verdächtigen, derweil man selbst mit einem Ideal identifiziert ist -  z.B. einer  (falschen)  Vorstellung von "gesunder Entwickung von Spiritualität".

Nein, nein - Herr C. ist nicht "Der Antichrist."  Natürlich nicht. Es geht mir nicht darum, einen einzelnen zu dämonisieren. Ein Antichrist ist m. E. jeder, der mit diesem Archetypen identifiziert ist und derer sind es gar viele auf der Weltebene...Der "Antichrist" kommt am Ende der Zeit, wenn das einzelne Ego seinen Weltuntergang, seine Apokalypse erlebt, der Antichrist ist eine Ausgeburt der Angst.  Ob er in der äusseren Welt als eine wirkliche Personifizierung erscheint, ist so unwichtig, wie es unwichtig ist daran zu glauben, dass Jesus am Ende der Zeit realiter auf einer Wolke wiederkommt. Die Posaunen der Offenbarung erschallen in deinem Herzen. Wichtig ist es daher, den Feind im eigenen Inneren zu erkennen. Wie der Heilige Krieg auf der Weltebene nach aussen projeziert und gekämpft wird, so wird nämlich auch der Antichrist als Feindbild ent-äussert. Wie alle Projektionen gilt es, auch diese Projektion als solche zu erkennen und zurückzuholen ins eigene Innere.


Ich lese seit nurmehr 4 Jahren keine Bücher mehr, auch im Netz lese ich kaum, was andere Menschen über Spiritualität erfahren und geschrieben haben. Ich "lese" und definiere alles, was ich brauche aus mir SELBST heraus. Ganz neu und frisch. Auch was den Antichristen betrifft, ist die Erkenntnis darüber -  wie alles andere auch, worüber ich schreibe - auf eigenem Mist gewachsen und bedarf auch keiner Bestätigung durch andere Autoren oder Autoritäten.  Ich weiss also nicht, was "man" so über den Antichrist gestern und heute schreibt oder geschrieben hat. ES oder  ICH erfindet die Welt aus sich SELBST heraus völlig neu nur anhand dessen, was ihm täglich so in den Fokus rückt. Herr Fredo oder Herr Callida und alle anderen "Personen", die hier in meinem Blog noch einen Namen haben, sind mir nur unpersönlicher Ausdruck  -  Personifizierungen von Kräften hinter den Namen, die ich lerne, zu dechriffrieren.
Viele werden in seinem Namen kommen und Wunder tun... Wölfe im Fell des Lammes.  Imitate Christi.

Und noch einmal:

Paradox und absolut unerhört für den Egomind: Ob es tatsächlich auch so ist, wie ich es hier beschreibe - ich meine damit, ob sich beispielsweise hinter Herrn Callida's Person "tatsächlich" das Wesen des Antichrist tummelt, spielt absolut keine Rolle, denn es geht der "Wahrhaft Heiligen Inquisition" nicht um die Person, sondern nur um die unpersönliche WAHRHEIT und der ist es egal, auf welchem Weg und durch welche "Person" sie erlangt wird.
ICH BIN der bewusste Bedeutungsgeber all dessen, was mir in den Fokus rückt. Es ist völlig gleich gültig, was jemand meint oder aussagen will mit seinen Worten/Texten, die Bedeutung, die ICH spontan den Texten gebe, die mir in den Fokus fallen, ist die UNMITTELBARE  Bedeutungsverleihung, aufgrund derer die "Doppelaxt" oder das "Schwert der Unterscheidung" die Geister scheidet zwischen WAHR und Unwahr - aber nicht, um andere zu lehren, sondern alles dient in REINER SELBSTbezüglichkeit primär nur mir allein bzw. der Mehrung von All-umfassender Erkenntnis und Liebe. (All-umfassendes ALL-EINS-SEIN, Bewusstseinserweiterung).
Das sei vor allem jenen gesagt, die weder an WAHRHEIT noch WIRKLICHKEIT, sondern nur an die "Leere" glauben. Oder für jene, die glauben WAHRHEIT und Unwahrheit seien Gegensätze. die Absolute WAHRHEIT als GeWAHR-SEIN hat keinen Gegensatz, es deckt die Unwahrheit und Unwirklichkeit der Gegensätze auf.


Bei der Scientology-Church

wie auch dem Callida-Contrast-Programming handelt es sich m. E. um eine patriarchalisch-dualistische Spiritualität -  "Mit dem Ego zur Erleuchtung" resp. zum Profit.
Angestrebt wird eine "magische" Ichveredelung im Sinne eines suprafunktionalen Ichs, welches sich bestens an die herrschende dualistische Weltsicht anzupassen ist.
Statt die Ichveredelung im LosLassen durch SELBSTorganisierende Prozesse geschehen zu lassen, wird etwas hinzugenommen und -gewonnen: weltliche Fähigkeiten, des weiteren werden "supranatural abilities", - übersinnliche Fähigkeiten eingeübt und genutzt, um die Materie/Körper/Welt zu verändern.
In der Welt, aber nicht von der Welt zu sein - Dieser Ausspruch Jesu über die Befindlicheit des Wiedergeborenen GEISTES bzw. der Wahren Natur  wird verstanden, als sich des Besten aus beiden Welten zu bedienen, sich vorrangig die Welt untertan zu machen, Wohlstand und (spirit.) Prestige  zu erwerben, berechtigte Ansprüche  ans Universum oder Gott zu stellen und sich dabei im Reiche Gottes zu GLAUBEN. Die Magie beruht auf Wunscherfüllung, Hypnose, Autosuggestion...Man kann den  Kuchen nicht essen und gleichzeitig behalten, man kann nicht Nicht-von-der-Welt-Sein und gleichzeitig alle Reichtümer/Annehmlichkeiten eines zielstrebigen, ergebnisorientierten Handelns  - In-der-Welt-Seins  - geniessen.  Das ist ein fataler GLAUBE, der hybrid in ein Voraus setzt, was erst die Frucht des Egotodes bzw. des SEINS  ist: Zu besitzen, als besäße man nicht.
Alle geistigen Attribute und übernatürliche Fähigkeiten, aller Reichtum  - ja, die ganze Welt - ist das, was  "hinzugegeben" wird dem, der sein Leben  (Ego) hingegeben hat, um das WAHRE LEBEN im Reiche Gottes anzutreten.
Ich glaube, dass viele Sucher die Selbstverwirklichung des Egos - auf der Weltebene "Jemand" zu werden -  mit der SELBSTverwirklichung des SELBST verwechseln.Man kann aber nicht gleichzeitig eine aktive Selbstverwirklichung auf der Ich-Welt-Ebene anstreben oder leben und sich gleichzeitig passiv dem WAHREN SELBST bzw. dem SELBSTinduzierten Individuationsprozess  HINGEBEN! Der Individuationsprozess IST die durch das Wahre SELBST induzierte Selbstverwirklichung des Ich, welche durch die SELBSTrealisation transzendiert und aufgehoben wird. Das ist sehr schwer zu verstehen. Beides läuft quasi in Gleichzeitigkeit ab.
 Ich glaube aber auch , dass diese Verwechslung  ganz normal ist und eine der vielen Fallen auf dem spirituellen Weg.



SELBSTsüchtig

Jemand, der die Geister nicht unterscheiden kann, könnte mich  SELBStsüchtig nennen, wie ich so meine Zeit verbringe: Ich könnte -  wenn meine Beine nicht wiederholt auf Auslauf bestehen würden -  den ganzen Tag an der Schreibmaschine sitzen und schreiben, was da ununterbrochen so alles aus mir heraussprudeln will.  Die Trennung ist aufgehoben, das heisst: Ich brauche die Welt da draussen nicht mehr, bedarf keines "Du", keiner Kommunikation, Freunde, auch keiner spirituellen Foren und dergleichen. Die Welt ist in mir und alles, was sich zuvor aussen abgespielt hat, spielt nun im Inneren... Ob ich rausgehe oder in meinem Zimmer bleibe, ist Jacke wie Hose...Ich bin der Mittelpunkt des Kosmos.
A Schmarrn, sagst Du?


Würde ich dem Professor Lombroso, dem Herrn der Fliegen oder dem Professor Kaess, was mal mein Oberster Chef  gewesen ist in der Psychiatrischen Klinik zu München so einen "Schmarrrrn" erzählen, der hätte sofort die Schublade ICD F30.9 aufgemacht: Manische Episode mit Größenphantasien - und würde mir raten, mal unter ganz normale Menschen zu gehen -  und dabei habe ich die GANZE VERRÜCKTE WAHRHEIT noch nicht mal ausgesprochen!  Es ist auch Jacke wie Hose, d.h. es ist gleich gültig, es macht absolut keinen Unterschied mehr für mich, ob ich nun unter "wirkliche" Menschen gehe, oder mir die "virtuellen" Menschen im Fernsehen anschaue

Manchmal lege ich mich nachmittags hin und schaue völlig anspruchsentleert  in die Röhre.... manchmal gönne ich mir auch eine gaaaanz klitzekleine Prise Callida-Kontrast-Programm auf dem Allmy-Kanal  - das reicht mir dann aber auch an Gesundem Menschenverstand. Ach so ja, die Tagesschau am Abend ist immer noch absolutes Normopathen-Pflicht-Programm- manchmal kommt es vor, dass ich  mich von den alltäglichen SchreckensBILDERN sogar  b e r ü h r e n  lasse.

Meine Nachbarn geben leider an Normalität genau so wenig her wie ich , die Eine ist verfolgungssüchtig,  der Andere sexsüchtig, eine Weitere ist klatschsüchtig... wieder Andere sind krankheitssüchtig oder vergessenssüchtig. Die Filme dieser Andern sind einer wie der andere - da bleibe ich mit meiner SELBSTverliebten SELBSTsucht doch lieber ALLEINs ohne Andere,  obwohl auch das eine unstatthafte spirituell äusserst unkorrekte  Bevorzugung darstellt. LOL. (Was aber nur daran liegt, dass mir die passenden Worte fehlen, die meine Befindlichkeit beschreiben könnten. )

Ah - der Herr der Fliegen - der wird noch lange seine Freude an mir haben. Was das Kreieren von "Psychospirituellen Störungen" angeht,  bietet ihm mein Blog bestes Fallmaterial. Ich werde mir Mühe geben, ihn nicht zu enttäuschen, LOL.  Bis er die Gabe der Unterscheidung der Geister erlangt,  - also bis zu seinem Tod - wird er eh' nicht wissen, was eigentlich sein ungebrochener Diskreditierungswillen diskriminiert. Er hat nämlich die Augen verloren, durch die er einstmals die "Geister" gesehen hat...


18.08.2015  Verlorenheit

Aus der evolutionären "gefallenen" Perspektive -  "von unten" gesehen kann man  sich sehr wohl verlieren. Der Mensch, der sich in der Äusseren Welt verloren hat, hat sich selbst - seine Beziehung zu seinem SELBSt -  verloren. Der mit der äusseren Welt identifizierte Mensch ist aus der Gnade herausgefallen. Erst von "hinten" aufgewickelt, aus der Befreiung, der Igel-bin-schon-da- Sicht bzw. des Einheits- und Ganzheitserlebens heraus gesehen, erkennt man, dass dies niemals der Fall war.
16.30 Kurz nachdem ich gerade die ersten Zeilen geschriebe habe, spüre ich eine Art "Rutsch", als ob ich in eine Tiefe hinunterrutsche oder blicke, die mir eine neue Dimension enthüllt. MIr kommt der Gedanke, dass ich dies meiner "Forenabstinenz" verdanke. Schwer auszudrücken:  Seit ich aus dem Allmystery-Forum EXkommuniziert wurde,  kommuniziere ich insofern mehr mit mir SELBST, als ich weniger  auf horizontale "äussere" (Foren-) Reize und viel mehr auf die "inneren" Reize aus der vertikalen Tiefe, der Quelle reagiere. Sie scheint mir um einiges ergiebiger zu sein..Mir ist aufgefallen, dass ich nun 4 Jahre lang auf die immer selben Fragen bzw. Reize von außen geantwortet habe.... hm...  Obwohl die Begrenzungen von Aussen und Innen weggefallen sind, EINS geworden sind, werde ich bei den Bezeichnungen aussen und innen bleiben. Manchmal setze ich es in Anführungszeichen, um die Scheinbarkeit zu verdeutlichen. Das ist mir lieber, als ständig mit dem Begriff der Scheinbarkeit die Scheinbarkeit der ausseren und inneren Welt/Realität  zu demonstrieren. LOL.  Ich finde das lächerlich, ständig alles, was ich beschreibe,  mit dem Wort "scheinbar" zu versehen. Der scheinbare Stuhl, auf dem mein scheinbarer Hintern sitzt, um in den scheinbaren Monitor zu glotzen...LOLOLOL...


Ich bin mir meines Atems nur bewusst, wenn ich bewusst auf meinen Atem achte. Genauso bin ich mir der Trennung nur bewusst wenn...
Genau so ist es mit dem Körper. Ich kann mir nicht mehr meines Körpers bewusst sein, wenn ich meine Aufmerksamkeit von ihm ablenke und  woanders hin richte. Das beweist mir doch recht eigentlich ganz konkret: Ich bin nicht mein Körper!

Ich habe gelesen, dass es Leute gibt...Es ist m. E. ein Blödsinn, daraufhin  zu üben, sich immer und zu allen Zeiten des Atems bewusst zu sein. Oder des Körpers...  LOL.  Ich habe auch mal geglaubt, ganzheitliche Bewusstheit bedeute, sich nicht nur seiner Gedanken und Gefühle, sondern sich auch seines Körpers und Atems und aller sinnlichen Empfindungen ständig bewusst zu sein.
Der Monitor und ich sind eins. Ich werde mir des Monitors erst bewusst, wenn ich darauf achte und meine Aufmerksamkeit auf ihn richte.
Kann jeder nachprüfen.
Das bedeutet es, wenn es heisst: Der Beobachter und das Beobachtete ist eins. Dieses Einsseins ist dir und mir normalerweise  nicht bewusst. Es reicht aus, dass man sich ein einziges Mal dieses Einsseins bewusst wird. Mehr braucht es nicht. Nur das Ego will immer Dauer, alles muss "für immer" sein.

Yipppieeee - das hatte  ich zwar schon vor längerer Zeit einmal erkannt, aber jetzt zum ersten Male WIRKLICH und konkret WAHRgenommen.
Da erinnere ich mich gerade wieder an Oneisenough, ich glaube, ich weiss jetzt, von was er geredet hat.
Ich erinnere mich auch: Ich habe tatsächlich einmal geglaubt, dass es krankhaft wäre, den Körper zu "vergessen".


Die Achtsamkeitsübungen sind keine Desidentifizierungsübungen sondern ganz im Gegenteil - sie sollen die Aufmerksamkeit in den Körper lenken, weil wir ihn vernachlässigen, sie sollen ihn mit Bewusstheit füllen - aber dann bitte wieder loslassen! Solche Übungen haben nur im Kontext mit dem Individuationsprozess ihren guten Sinn, wo es darum, sich mit dem Körper und den authentischen Gefühlen zu identifizieren, ihn zu lieben und die Materie wertzuschätzen: Ich BIN mein Körper, ich BIN meine Gefühle usw. - was für ein Graus für einbeinige Nondualistenbanditen wie die Herren Fredo, Pöhm.. Haferkamp...


Ein Wort zum natürlichen Menschen.

 Der natürlichste  Mensch ist das neugeborene Kind!  Ein kleines Kind ist polymorph pervers, d.h. ganzheitlich erotisch vitalisiert. Mit der Entwicklung des Egos fängt die Sozialiserung, die Verbiegung, die Entfremdung vom Körper an an und Schluss ist mit der glücklichen Perversion. Der natürliche Mensch geht bei diesem  körperfeindlichen Sozialisierungs- und Neurotisierungs-Procedere so ziemlich verschütt, d.h. er fristet ein Schattendasein im Unbewussten und wird dadurch "Böse".  Schattenintegration bedeutet, den Körper (Göttin) aus der Gefangenschaft, seinem Schatten-Dasein  zu befreien. Im Individuationsprozess wird nicht nur der GEIST, sondern auch der Körper wiedergeboren. Bei Wilber heisst dieser wiedergeborene natürliche Mensch der "Zentaur".
Der entfremdete Körper wird auf dem integralen Weg wieder seiner polymorph-perversen Bestimmung zugeführt und erfährt sich so als Tempel des Heiligen Geistes.
Die "Weibliche Seite" aus dem Schatten zu befreien, bedeutet für Männer wie für Frauen, den "Zentaur" in sich zu befreien.  Ziel der spirituellen Entwicklung ist es, nicht Gott, sondern ein in sich ungeteiltes GANZES einzigartiges authentisches Individuum zu werden!
Die Leute, die hier so unerfahren resp. unqualifiziert gegen Schattenintegration anreden und Indviduation für etwas Trennendes halten, weil darin das Wort "dual" enthalten sei , bezeugen mit allem was sie dagegen anzubringen haben,   recht eigentlich  nur die alte bekannte körperfeindliche  nicht-integrale, patriarchalisch-dualistische Spiritualität, die uns das patriarchalische Christentum beschert hat.
(Gepostet am 18.08. 2015 im spectrum.Sein.de)



Ach, das hab ich oft gehört,
Dass Mensch sich in der Leere wähnt,
Dass, wenn er in den Spiegel schaut,
Ihm gähnend Nichts entgegenhaut...
So DENKT er's  sich, der arme Tropf,
Und merkt es nicht, dass es dieses Dünken
Ist, was ihn haften läßt am Nichts,
Ein Nichts, was keine Fülle hat
Statt Fülle nur ein Dünken hat..
So dünkt es sich Herrn Haferkamp -
auch bekannt als Unverstand.


Laster oder Tugend?

Linji: Du kannst keinen Nagel in den leeren Himmel schlagen
https://satyamnitya.wordpress.com/2015/08/18/linji-yixuan-der-leere-himmel/
Ich könnte nun lobend sagen: Das ist alles stimmig und wahr, was Nitya dazu schreibt - wenn sich nicht immer sofort die Doppelaxt erheben würde und mir die Frage vorlegt: Woher  kommt diese Aussage -  aus dem Selbst oder aus dem Ego? Aus echter Tiefen-Einsicht oder ist es vielleicht einfach nur die Abwehr-Reaktion eines chronischen Faulpelzes, der jede eigene Beteiligung am spirituellen Prozess als eigenwilliges Streben und Machen von vornherein als obsolet betrachtet? Laster oder Tugend?
Manchmal werden in den Forendiskussionen die  Verfasser von (spirituellen) Texten gelobt. Es mutet mich immer sehr seltsam an,  wenn jemand (m)einen Beitrag mit "Fein gesagt" oder gleich welcher Art von Zustimmung und Lob beschenkt. Woher nimmt jemand die Chuzpe, mit der Wahrheit  konform zu gehen und  zu loben oder zu tadeln, wo er doch gar nicht die Geister unterscheiden kann?! Aus welcher Quelle...?
Jenseits von Ego gibt es weder Lob noch Tadel... und man weiß auch, warum man sich dessen enthält.

Mich interessiert es nicht,  woher dem Nitya die "Wahrheit" zufliesst, aus der eigenen Quelle oder aus Büchern. Allerdings beklage ich seinen unsauberen rhetorischen Stil - Ironiefasten täte ihm gut, es gibt auch Anführungszeichen... damit auch die Kinder ihn verstehen können. LOL.

Lustig, wie Nitya vom Dharmakaya schreibt und im gleichen Zuge quasi dementierend dagegen verstößt, als er in einem  - im übrigen von Falschheit glitzernden - Kommentar zu Frau Nagel bezüglich des "nagelns" bemerkt: Da muss ich gleich an Jesus am Kreuz denken und erschauere.Klangen seine obigen Worte noch nach erleuchteter Einsicht, so liefert uns Nitya mit diesem Satz einen Beweis für seine völlige Unbewusstheit -  so dass der berechtigte Verdacht sein gräulich' Haupt hebt, dass die Quelle seines Wissens nicht so sauber ist, wie es oben noch den Anschein hatte.

In diesem Sinne täte ihm eine gewisse "Schulung" des Geistes durchaus gut, eine Methode, die seine Gedanken in die Zucht nehmen - solange Gedanken eine unbewusste körperliche Wirkung zeitigen, wirds nix mit dem Himmelreich. Zazen wäre genau das richtige für den faulen Sack, damit er endlich mal erkennt, dass Dharmakaya vor allem darin besteht, dass man sich nicht von solcherlei  Gedanken körperlich verführen läßt, die ihn vor der Dame so kapriziös erschauern liessen.
Ein bisschen einfache unkapriziöse Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, wäre ein erster Einstieg.



Sonntag, 16. November 2014

Apokalypse NOW, my friend, 'cause at the end will Ich und Welt dir untergeh'n und im Lichte neu ersteh'n





Wenn Welt und Ich wird untergeh'n 
Und im Lichte neu erstehn,
Das ICH voll Freude Jubiliert:
ICH werde wieder eingeführt!
Yipppiiiieeeee!




Reinheit

Ein verpöntes Wort dank jahrtausende langen schwarzchristlich- moralitären Verständnisses.

Reinheit hat nichts mit körperlicher Jungfräulichkeit oder sexueller "Unbeflecktheit"  zu tun, sondern bezieht sich allein auf die Reinheit der Wahrnehmung, das reine Gewahrsein.


Reines Gewahrsein ist Reine Freude und deshalb rein, weil sie unbefleckt ist vom Eigenwillen des Egos.  Ananda, Glückseligkeit ist reine, stille Freude, obwohl auch dieses Substantiv nicht wirklich diesen zustandslosen Zustand beschreiben kann. Es gibt eben keine Worte dafür...


Reine Wahrnehmung ist auch deswegen rein, weil sie a) auf der dual-personalen Ebene unverzerrt ist von neurotischer* (!) FehlInterpretation  und b) auf der transpersonalen Ebene frei ist von jeglicher Interpretation überhaupt.

Reines neutrales Gewahrsein kann sich auf Dauer nur stabilisieren, wenn die personalen neurotischen Wahrnehmungsverzerrungen geheilt sind.

Das Interpretieren wird in spirituellen Kreisen auch sehr gerne gemaßregelt. So wie man versucht, keine Erwartungen zu haben, gibt man sich auch die  Mühe, nicht zu interpretieren  - vor allem aber lassen sich andere gut damit zu Räson bringen. Interpretation ist auf der personal-dualen Ebene absolut notwendig. Das neurotische Interpretieren aufgrund verzerrter Wahrnehmung allerdings ist eine Pathologie,  die  geheilt werden muss bzw. geheilt wird im Individuationsprozess.


* im Gegensatz zu den Interpretationen, die auf normaler subjektiver Deutung oder  Mißverstehen begründet sind.






Linji sagt:

"Werde zum Meister jeder Situation"... weiter komme ich mit dem Lesen nicht, sondern denke sofort: Was für eine herrliche Herausforderung für das EGO!
Es geht ja doch wirklich niemals darum, die Welt zu meistern bzw. wer sich selbst, das Ego gemeistert hat, hat auch die Welt gemeistert (Ego=Welt). Und wer sein Ego gemeistert hat, für den gibt es genausowenig "Situationen", wie es eine Welt oder ein Ego gibt. - außer derjenigen "Situation" , in der er gerade JETZT ist, und in der gibt es weder Situationen, noch etwas zu meistern. Das JETZT hat nämlich die Angewohnheit, sich nicht meistern zu lassen...LOL
Als Meister mußt du eh nichts mehr "meistern"...

Über Osho habe ich mich früher des öfteren geärgert, z.B. auch über den Satz: "Gehe niemals als Verlierer aus einer Situation." Ein wahrhaft leckeres Futterchen für das liebe Egolein.


Für eine lange Zeit war mein Thema  "Dominanz und Unterwerfung".  In zwischenmenschlichen BEgegnungen war ich von Haus aus der Verlierer. Als hilfreich-edel-gut dressierte Frau, die ich war, gab ich allen anderen den Vortritt. Ich liess alles mit mir machen, ich grüßte nicht zuerst und verabschiedete mich auch nicht zuerst, in allem veranstaltete ich die typisch-weiblichen Unterwerfungsrituale. Weil ich niemanden "verletzen" wollte, konnte ich nicht "dominant" sein.  Ich war höflich bis ins Koma und ständig fühlte ich mich  - narzißtisch leicht kränkbar, wie ich war - durch das dominante Verhalten von anderen, vorneweg die Männer, zutiefst verletzt.


Mokassins

In die Mokassins eines anderen Menschen steige ich bei jedem konkreten persönlichen Kontakt. Je nach Intensität und Dauer des Kontaktes gilt es,  danach  die "Pforten der Wahrnehmung" zu reinigen, um wieder mit eigenen Augen zu sehen. Zumindest früher brauchte ich  Rückzug und Stille, heute tritt die  SELBSTreinigung ohne mein Zutun in Kraft, wobei SELBSTreinigung nicht der richtige Begriff ist, weil ich mich nicht wie früher "schmutzig" mache oder fühle.

Früher hatte ich Angst davor, in den Mokassins anderer zu laufen, mich auf andere einzulassen - ich hatte Angst, mich selbst zu verlieren. Wie beim Sex hatte ich große Angst vor Ich-Auflösung, so brüchig war mein Identitätsgefühl, dass ich mich (ohne mich zu betäuben) weder einlassen noch hingeben konnte. An nichts und niemand. Erst als ich Gott - die wirksamste Arbeitshypothese, die es gibt, LOL! -  in mein Leben einließ, begann alles anders zu werden -  ich begann, mich  auf mich selbst einzulassen.



Das Allmystery-Forum

ist jedem Menschen zu empfehlen, der glaubt, "durch" zu sein. Allmystery ist ein guter "Marktplatz" um  Gelassenheit und  Gleichmut zu erproben. Hier wehen alle scharfen Winde, derer es bedarf, um die Basis, den "Felsen"  zu erproben. Läßt man sich allzu oft durch sie aus der SELBSTverankerung reißen, ist die Kirche auf Sand und nicht auf Fels gebaut,  - und du kannst sicher gehen, dass  deine "Wiedergeburt" ein Irrtum war. Dann gehts zurück auf "Los" ins persönliche Hier und Jetzt, denn diesbezüglich ist wohl die Achtsamkeit ziemlich auf der Strecke geblieben.



Weltverbesserer



wollen immerzu die Welt zu einem sicheren Ort machen. Man kriegt sogar Preise dafür...LOL. Weltverbesserung ist im Grunde Ichkosmetik und die schönste Spielwiese für das Ego, besonders für das spirituelle Ego, was etwas auf sich hält. LOL.   Jesus war (und ist als unser Wahres Selbst)  kein Sozialromantiker, sondern er fordert die radikale Abkehr von der Welt. Jesus als unser Wahres Wesen ist in der Welt, aber nicht von der Welt.
Es ist jedoch ganz in Ordnung, die Welt verbessern zu wollen, solange man dies nicht für eine spirituelle Tugend hält. Wer die Welt verbessern, sicherer machen will, sollte in die Politik gehen.

Buch-Empfehlung: Alan Watts; Die Weisheit des ungesicherten Lebens.




Lebenserfahrung

Leute wie Schildkrötin, die sich darüber empören, dass ich "psychologisiere" ohne eine akademische Ausbildung, Studium, Diplom zu haben,  erachten die eigene und anderer Menschen Lebenserfahrung viel zu gering. System- und autoritätshörig wie sie sind, glauben sie, Menschenkenntnis könne man in der Schule erwerben. Genau diese Sorte Menschen sind es, die man nach einem kurzen Psychologiestudium auf die Menschen losläßt. Wenn ich mir erlaube, Hinweise auf bestimmte Neuroseformen/ "Diagnosen" zu geben, dann habe ich mir das Rüstzeug dazu in den ca. 12 Jahren Krankenhaus (Psychosomatik, Psychiatrie)  geholt, von den unzähligen Büchern, die ich zum Thema las, ganz zu schweigen. Wenn auch nur eine einfache schlechtbezahlte "Tippse", war es schon immer meine Art, wissen und verstehen zu wollen, was ich da diktiert bekomme,  - ganz gleich, in welcher Sparte ich arbeitete.Es war mir  Gott sei dank nicht gegeben, wie meine Kolleginnen blindlings und bewußtlos einfach draufloszuschreiben, ohne den Sinn des Geschriebenen zu erfassen. Ich habe die Fremdwörter im Lexikon nicht nur auf die Schreibweise, sondern immer auch auf die Bedeutung geprüft - gleich, ob ich im Krankenhaus, im Rechtswesen, für den Schaustellerverband oder was auch immer ich gearbeitet habe. Ich war neugierig.  Ich mußte verstehen.

(Auch meine Jahre im Rotlichtmilieu waren nicht umsonst, allerdings bin ich doch ganz froh, dass ich da nicht allzu tief gegründelt habe und ich für die Zuhälter zwar ganz attraktiv, aber wegen meines penetranten Philosophierens doch nicht das geeignete Objekt schien...LOL... Ich habe mich bewußt (???) auf alles eingelassen, was mir in meinem beginenhaften AchterbahnLeben begegnet ist. Wozu das alles gut war, erkenne ich erst heute. Nach den Maßstäben der Gesellschaft war mein  Leben das Leben einer Streunerin, einer Gescheiterten, einer Versagerin... ständig krank,  unzählige Operationen, KLinikaufenthalte..., fast jedes Jahr ein anderer Job, eine andere Stadt, nichts "Gescheites" gelernt,... meine Buchhändler-Ausbildung machte ich erst mit 40 Jahren,  knapp am Gefängnis vorbeigeschrammt, die Einladung stand schon...LOL -  zwei nichteheliche Kinder...Angst- und Panikzustände, weil die Leichen in meinem Keller keine Ruhe geben wollten - mein Leben spielte sich fast durchgängig am Rande des Nervenzusammenbruchs ab, besonders dann, wenn ich es wie Herr Jedermann auf die gutbürgerliche Art versuchte.  Mit mir war gesellschaftlich kein Staat zu machen und die Verachtung meiner Mitmenschen war mein ständiger Begleiter. Naiv, blauäugig, rebellisch, bin ich mehr oder weniger bewußt in alle Fettnäpfchen getreten, die die gesellsch. Welt für mich bereithielt und hab das Süppchen, das ich mir einbrockte, jeweils  bis auf den Grund ausgelöffelt. Allein und ohne fremde Hilfe. Alle Rettungsangebote, mich feste in die bürgerliche Welt einzugliedern, vor allem die der Männer wurden von mir abgewiesen. Heiraten - NIE!!! Und ich hätte mit meinen Kindern ein schönes komfortables sicheres Leben haben können, es hat an mitunter wohlhabenden Bewerbern wahrlich nicht gefehlt. Aber ich wußte: In den sicheren Hafen der Ehe einzufahren, hätte mich daran gehindert,  mein Leben zu tanzen - d.h., weiterhin zwar ängstlich, doch lustvoll gesellschaftliche Regeln und Tabus zu brechen. LOL. Heirat hätte bedeutet, keine Bücher mehr, kein nächtliches Tanzengehen mehr, ich hätte mich in allem zurücknehmen müssen und meine Neugier und Wissensdrang wäre einen langsamen aber sicheren Tod gestorben.


So aber, frei wie ich war, habe ich meine Nase in alles hineingesteckt, was sich mir geboten hat. Ich lernte die Welt und ihre Menschen kennen, von ganz unten bis ganz oben. In alles habe ich hineingerochen, ich besuchte die politischen Befreiungsbewegungen, ich machte eine längerdauernde Bekanntschaft mit dem Rotlichtmileu, der Junkieszene, neben Menschen aller Hautfarben und Nationen lernte ich u.a. auch protzige und üppig lebende palästinensische Drogen- und Waffenschieber u.a. kriminelle Vereinigungen kennen - bis hin zu der Welt der Schriftsteller und der Welt der Reichen und Schönen, der Künstler, der Musiker, Filmstars und -sternchen. Es gibt nichts auf der Welt, was ich an "Milieu" wohl nicht kennengelernt habe. Wie bei meinen vielen Arbeitsstellen und ständig wechselnden Liebhabern war es auch hier: Nirgends - in keiner Szene - blieb ich haften, überall bin ich wieder ausgestiegen, weil ich nicht "bindungsfähig" bzw. identifikationsfähig war - das heißt, ich fand nirgendwo das, was ich suchte: Mich SELBST. Übrigens ist die Mutterrolle die einzige Rolle, mit der ich mich gut identifizieren konnte, die Bindung an meinen Sohn war so stark, dass mir seine Art, sich abzunabeln, das Herz gebrochen hatte und ich glaubte, sterben zu müssen, als diese Identifikation den Bach hinunterging...)


Dieses mehr oder weniger bewußte, vielmehr mehr oder weniger  n a i v e   Einlassen auf so viele verschiedene Tätigkeiten, Orte, Menschen hat mich soviel gelehrt -  heute offenbaren sich mir gaaanz laaangsam die größeren und tieferen  Zusammenhänge und wie mir (nicht nur) meine PsychologieKenntnisse zugute kommen, derweil ich heute die Menschen aus mir SELBST, von  Innen aus dem Ursprung heraus erkenne. Heute sehe ich: Nichts, was man je in seinem Leben getan und gelernt hat, war umsonst getan! (Das sei besonders jenen ins Gesangbuch geschrieben, die dem lebens- und menschenverachtendem Glaubenssatz anhängen, das Leben oder die Geschichte des Einzelnen habe keinerlei Bedeutung! Wie bei allem jenseits des Jordans ist es ein Paradox: Es ist so und ist nicht so.)


Am meisten aber hat mir die Beschäftigung mit Psychologie dazu verholfen, mich selbst mit meinen Leiden bzw. Neurosen zu verstehen. Vor allem das Buch über die 4 Grundformen der Angst (F. Riemann) verhalf mir zu einem besseren Verständnis meiner Tiefenprozesse und der  Schattenproblematik allgemein. Ich möchte nochmal betonen: Ich bin auf dem Gebiet der Neurose ein Experte, denn alles, was ich über Neurosen weiss, habe ich an mir selbst erfahren. Vorrangig eine eher depressive Persönlichkeit, habe ich während meines Individuationsprozesses mehr oder weniger bewußt das gesamte NeurosenQuadrat - schizoid, depressiv, hysterisch, zwanghaft -  durchtobt.




Egodrama 



Bitte nicht vergessen: das, was man oftmals so abwertend "Egodrama" nennt, ist das Drama des inneren Kindes. Wenn wir zu schnell aussteigen wollen aus dem "Drama" und das Ego nur diskriminieren, dann vernachlässigen wir weiterhin das Kind in uns, statt es zu heilen. Wenn ich immer davon spreche, dass das Ego sterben muss, meine ich damit v.a. die Psych. Abwehrmechanismen, was gleichbedeutend ist mit der Heilung des inneren Kindes... des weiteren meine ich die Identifikationsauflösung, die jedoch im Verlaufe des Weges ohne persönliches Mitwirken im Gewahrseinsfokus geschieht bzw. geschaut wird.
Das Ego wird nicht "umgebracht" - es löst sich von selbst auf im Laufe des Individuations- bzw. Schattenintegrationsprozesses.  Mit jedem Aufheben von Verdrängung wird Ego aufgelöst und um so leichter wird das Sein.
Yippppiiiiiiieeeee!


Die Wiedereinführung des Ichs

durch die "Hintertür", von der bei Hui Neng bzw. bei Fredo die Rede ist, ist eigentlich nur pro forma, - wer über den Jordan ist,  wessen Ego den Löffel completely abgegeben hat - für den ist der Berg wieder ein Berg und somit auch das Ich auch wieder Ich - wenn auch veredelt und verwandelt.  Nur ein totes Ego ist ein gutes Ego, LOL!
(Das wird dir der "Edle" in seiner außergewöhnlichen Gewöhnlichkeit allerdings nicht an die Nase binden, LOL!)

Ja, dem "Herrn Fredo"  schwant nichts Gutes bei der "Wiedereinführung des Ichs"... weil: Er hat das Ich "ausgeführt" und abgeführt, rein äußerlich, versteht sich, nur symbolisch, keineswegs realitär. Hätte er das Ego nämlich realitär, wie sich das gehört für eine schöne Leich',  zur Vordertür hinausgeführt, wäre er auch der Gnade teilhaftig geworden, das ICH unschuldig- skrupellos zur Hintertüre wieder eingeführt zu sehen.


Der "Herr Fredo"  begeht wie üblich den Fehler, sich zu zwanghaft aufs Wort, die Sprache zu fixieren. Dass er von sich selbst gerne in der dritten statt der ersten Person spricht, ist  eine seiner eigenen "eitlen Besonderheiten", die er sonst so gerne an anderen zu rügen pflegt.  Wer die Personalpronomen unterläßt, will damit i.d.R. Ichlosigkeit demonstrieren.  (Übrigens gehört das  zur asketischen Übungspraxis - dies sei dem ins Gebetbuch geschrieben, der nicht an das "Machen" von Übungen glaubt)

Das Wort "Ich" zu unterlassen macht aber keineswegs ichlos, wie man leicht feststellen kann, LOL! In der schwarzchristlichen Erziehung  wurde den Kindern schon sehr früh der Willen gebrochen und zugleich der häufige Gebrauch des Pösen Wortes "Ich" aufs schwerste geahndet...)
Ansonsten kann man gegen die Beiträge von Fredo zur Zeit nichts einwenden. Sind sogar gut lesbar und nicht so sehr gespreizt, wie man es zuweilen von ihm gewohnt ist - in manchem bin ich sogar so sehr ein Herz und eine Seele mit ihm, dass ich, wollte ich ihm böse, vermuten könnte, er habe meinen Blog beschmökert, LOL!

Die Userin "IamAlways" zeigt sich in diesem Zusammenhang zutiefst beeindruckt von den schönen Worten Fredos, nicht ahnend, dass sie sich mit dieser "Wahrnehmung" einmal mehr spirituell disqualifiziert.

Denn was nutzt Herrn Fredo  das kluge Spiri-Schönsprech wenn er noch nicht "über den Jordan" ist. Wer am "Anderen Ufer" angelangt ist, dem wird auch die Welt verwandelt zurückgegeben, d.h. die Welt kommt sozusagen durch die Hintertür wieder herein. Welt ist Ich und wo die Welt verwandelt ist, ist ja zugleich das Ich verwandelt, d.h. du bist nicht mehr mit  Ich bzw. Welt identifiziert.

Nein, ein "guter Diener des Herrn" ist Fredo wahrlich nicht, (Iamalways) -  ein  Schönredner ist er vor dem Herrn und dies solange, als seine Rede keinen Grund, keine Basis im SEIN hat. Derweil  er aber so beschmeichelt wird und es ihm so richtig gut geht beim "Ollen vom Berge" hat er auch keinen Grund, die "Kacke an der Hacke"  abzudampfen...


Aber so ist es nunmal: Der Wiedergeborene sieht die Dinge - Ich und Welt -  aus der jenseitigen Perspektive. Er kann mit dem Ich bzw. der Welt spielerisch umgehen. Das bilderlose Bewußtsein spielt jetzt mit den Bildern, weil es mit den Bildern  nicht mehr identifiziert ist. Von außen gesehen macht der Wiedergeborene - der "Vollendete", der "Edle"  wieder einen ganz gewöhnlichen Eindruck. Er unterscheidet sich nicht von anderen gewöhnlichen Menschen.  Und dies kann der diesseitige spirituelle Egomind nicht verstehen, weil er falschen Vorstellungen von geistiger WIedergeburt und Meisterschaft nachhängt. Nicht zuletzt  ist es wie mans so häufig sieht, der Glaube, dass man die Dinge, mit denen der Mensch nicht mehr identifiziert ist, auch nicht mehr sieht.


Beispiel: Wer von sich sagt, dass er mit der eigenen Person und der eigenen Geschichte  nicht mehr identifiziert ist, von dem erwartet der diesseitige  (spirit.) Egomind oft, dass diese Person auch bitte nicht unnötig in Erscheinung tritt und alles unterlässt, was auf die Person hindeuten könne. Wer "Ich" sagt (oder z.B. auch Bilder/Fotos von sich und seiner Geschichte zeigt,) könne demnach nicht  n i c h t identifiziert sein. LOL!



http://satyamnitya.wordpress.com/2014/10/28/adi-shankaracharya-setz-dich-an-einen-einsamen-platz/#comment-22041




Zum Untergang des Egos siehe auch dies Interview mit Eugen Drewermann:

Die Apokalypse ist eine Revolution im Ganzen

http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Utopie_kreativ/216/216Amzoll.pdf

und dazu
Eugen Drewermann:  Tiefenpsychologie und Exegese, Band II
Sehr sehr wichtig und empfehlenswert, besonders im Zusammenhang mit der Schattenintegration.


Individuation/Heilung 

bedeutet zunächst, die internalisierten negativen Eltern-Ich-Botschaften zu eruieren und von einem negativen Selbstbild in ein positives Selbstbild zu wechseln. Das hat aber nichts mit Positivem Denken zu tun, sondern ist nur der Anfang der Auflösung von Glaubenssätzen. Wird  danach das realistische Selbstbild mit seinen Stärken und Schwächen erlangt und  transzendiert, verschwindet auch dies. Dies, weil hier alles Werten und Urteilen (z.B. in Schwächen und Fehlern) aufhört.


Narzisstische Kränkung



kann man u.a. auch immer dort erkennen, wo sich jemand darüber erregt, dass man ihm nicht zutraut, die Dinge zu erfassen, die über den Verstand gehen. Allein der Satz: "Das kannst du noch nicht verstehen" bringt den grandiosen Egomind oft so in Rage, dass er jeden Anstand vergißt, seine Hosen runterläßt und der Welt geräuschvoll sein wahres Gesicht zeigt. Besonders krass zeigt sich der Narzissmus in spirituellen Foren und auf spirit. Facebookseiten. Überhaupt gibt es für das grandiose Ego keine schönere Spielwiese als die Spiritualität. Hier - im Vorhof des Heiligtums -  rotten sich alle Dämonen, Teufel und Unterteufel zusammen...das "Gewürm der Seele" zeigt sich hier in seiner vollen Häßlichkeit. Wie innen so außen.
Besonders anfällig und kränkbar sind dabei jene, die besonders viele spirit. Bücher gelesen haben, die  ein profundes Wissen über diese Dinge angesammelt haben,  selbst aber keinerlei spirituelle Erfahrung haben und ihr Wissen für geistige Erkenntnis halten.

Es sind vor allem diese narzisstischen Persönlichkeiten, die kein gutes Haar an anderen "Lehrern" lassen können, die sich zwar selbst nicht erleuchtet nennen, aber deren Kritik an anderen sog. Erleuchteten oder Lehrern  mehr als deutlich zeigt, dass sie sich für qualifizierter  (also erleuchteter!) halten, als jene, die sei kritisieren.  Das sind "Kritiker", deren Kritik nicht auf dem Schwert der WahrheitsUnterscheidung des GeWAHRseins, sondern die Basis in ihrer grandiosen Egozentrierung hat. (Der erstere nimmt WAHR, der zweite  interpretiert.)  Narzissten sind im übrigen auch jene, die permanent nach Augenhöhe verlangen...


Wenn  Arne Eckert,  Rei Mo oder Nikolaos K. u.a. die Szene kritisieren,  haben sie damit nicht grundsätzlich unrecht, nur: niemand kann diesen Kritikern und ihrer Kritik von außen ansehen, aus welcher Quelle ihre Kritik stammt. Die einzige Antwort, die ich zur Zeit darauf habe - das einzige Kriterium der Echtheit, welches ich kenne,  ist der Psychologische Abwehrmechanismus. Wenn der seinerseits durch Kritik oder was auch immer getriggert wird, kann man davon ausgehen, dass der "No-Mind" dieser Leute nicht marktplatzkompatibel ist, d.h., ihr Gewahrsein ist nicht stabil, wenn überhaupt jemals "aktiviert". Die "Kritik" der Narzissten dient also stets der Selbsterhöhung und nicht der (eigenen) Wahrheitsfindung und -unterscheidung, wie sie im Gewahrsein stattfindet.


Wer mir ins Facebook-"Wohnzimmer" scheißt, weil das seinem "Charakter"  enspreche, der darf sich nicht darüber wundern, dass ihm die Scheiße stante pede retour geschickt wird.




Worüber man nicht sprechen kann



darüber soll man schweigen, meint Wittgenstein.
Ich schrieb gerade auf Facebook: Das Konzept des Resonanzfelds ist mir bislang unbekannt, darüber habe ich bis jetzt keine interne Info... Aber ja, das hört sich logisch an mit der fehlenden Opferhaltung, dennoch wurde ich neulich im Wald von einem großen Hund angesprungen und heftig angebellt, ob aus Freude oder Frust - keine Ahnung. Mein müßiger Gedanke damals war, wenn ich wirkich so leer bin von Emotionen, wieso kommt da überhaupt eine Reaktion bei Hund (und Mensch?) Ich müßt eigentlich für jedemann unsichtbar sein - ein müßige Schlussfolgerung...LOL Shit, also doch ein schlußfolgernder Gedanke? he he he Aber so ist es: Du kannst jenseits von Ego nichts mehr von dir aussagen, weil du permanent am Paradox scheiterst...Zitatende
Auch das Paradox existiert nur in meinen Gedanken. Natürlich. Und ja klar, kommen mir ab und an auch schlussfolgernde Gedanken... nur bin ich mir eben derer bewußt, weil ich nicht mehr mit ihnen identifiziert bin.. ich glaube  nicht mehr an sie. Sie sind wirkungslos.
"Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken" - dieser Aphorismus von Karl Kraus bekommt eine ganze neue Bedeutung im spirituellen Kontext, LOL!
Der Verstand will und muß in Worte fassen, was geistig erkannt wurde.




Unsichtbarkeit

- ein Mythos, dem insbesondere alle hausgemachten Magier,  Zauberer und Allmächtige frönen. Wahre Unsichtbarkeit erlangst du aber nur, wenn du leer bist von Ego. Wenn der Berg wieder ein Berg und der Baum ein Baum geworden ist und du dich als ein gewöhnlicher Mensch von anderen gewöhnlichen Menschen in nichts unterscheidest.. Der Mythos vom Guru, vom "Edlen", der durch seine "unglaubliche Präsenz" alle Menschen in seinen Bann und alle Blicke ehrfürchtig auf sich zieht und den Zuschauern spirituelle Schauer über den Rücken jagt, ist ein Mythos, weiter nichts. Man sieht, was man erwartet zu sehen.
Übrigens:  Wahre Magie geschieht nicht durch Können, Herr C.,  sondern durch Lassen. Nicht durch die Beherrschung der Materie, sondern durch das Nicht-identifiziert-sein mit Materie. Statt dich  eitel als gesichtslosen Reinen Geist zu inszenieren,  kannst du bei Nicht-identifiziert-sein auch wieder dein Gesicht (Foto)  zeigen, ohne dich zu schämen oder künstlich  entpersonifizieren bzw. depersonalisieren zu müssen, weil du glaubst, du müsstest aller Welt beweisen, dass keine "Verpackung"/  Person mehr existiert. LOL. Da lacht das Kind...
Viele Spirituellen Sucher haben  die Marotte an sich, die Leere dadurch zu symbolisieren, dass sie keine Fotos von sich ins Netz stellen, bzw.  ihre Avatars und Profilseiten von allem Persönlichen  freihalten.  Das zeigt mir sehr deutlich, dass sie noch nicht "über den Jordan" sind. Symbolisierung ist Symbolisierung, ob durch Bild oder durch Schwärze ist gehupft wie gesprungen. Jenseits des Jordans ist der Berg wieder ein Berg und der Baum wieder ein Baum und das Ich ist wieder das Ich, und die Symbole sind Symbole - mit dem einzigen Unterschied: du bist nicht mehr mit Ich idententifiziert und weil das  Unbewußte,  die Schatten aufgelöst sind, bedarf es auch nicht mehr der Symbolik des Unbewußten - aber spielen kannst du damit!



Holofeeling



Das Konzept von Udo Pescher eignet sich m. E.  besonders vorzüglich dazu, das eigene grandiose narzisstische Ego noch weiter aufzublähen. Ähnlich wie die Hermetek/Magie ist es ein faszinierendes Konzept für alle, die sich klein und ohnmächtig  und hilflos ihren Um- und Zuständen ausgeliefert fühlen.  Ein Mensch, der sich nicht traut, sich das "Leben zu  n e h m e n ", für den kann ein solches Konzept eine ideale Fluchtburg werden, sich allmächtig zu fühlen und damit seine  grundlegenden Abhängigkeiten, seine Ohnmacht und Haltlosigkeit zu kompensieren.   Der grandiose, aber machtlose Ego-Mind ist ein Trickster, der alles simulieren  kann - auch eine fiktive Allmächtigkeit.

Freitag, 16. Mai 2014

Von Linji und anderen Leuten will ich dir gern die Schriften deuten...




Das Denken

dem einen ists ein wilder Aff',
dem andern Kerl ist es ein Feind.
Gedanken werden dir erst schlaff,
Wenn du in dir bist ganz vereint.

Darum lasst die Patriarchen toben
Was sie auch zusammenknobeln,
Ist nicht der Weisheit letzter Schluss,
mir fehlt hier klar der Musenkuss.

Zu weiden auf der Grünen Au,
Gib dich der Göttin Chaos hin,

Denn nach allgemeinem Sinn
Hat das letzte Wort die Frau.

Willst du den Morgen vor dem Abend loben,
GREIF NICHT EIN -.
und laß die Affen toben...
JETZT oder nie: LET IT BE

The Master says: The masterpiece
Is letting be the way it is!


Eine gute Übung

ist es, sich bei allem, was man tut, bewusst zu werden, was man dazu benötigt, um etwas zu tun. Und was benötigt man?
Ein mentales Vorstellungsbild.



Querelengeist

Kaum tauchte "Bökl" (Lasker) das erste Mal in Nityas Blog auf,  dichtet man ihm schon wieder etwas an. Diesmal soll er dem Nitya  eine Gute Genesung gewünscht haben, als dieser wohl vor einiger Zeit krank darniederlag -  und - welche Unverschämtheit aber auch, tritt er ihm jetzt so in den Arsch? Mal abgesehen davon, dass das nicht stimmt, scheint der solchermassen beschwerdeführende permameckernde und offensichtlich etwas paranoide  Soulghost an die Unvereinbarkeit von Kritik und Guten Wünschen zu glauben - das altbekannte typische Schwarz-Weiß-Denken, dem man so intensiv im  Wir-IntrigantenStadl zu huldigen pflegte.
In diesem Zusammenhang frage ich mich doch: Woher wohl hatte Seelengeist eine solche Information?  Und schon wird wieder hinter den Kulissen gemunkelt... wenn sich Nitya von solchen Leuten beeinflussen lässt - und so scheint es - dann gute Nacht, Alder!

Mein lieber Herr Querelen-Geist,  wenn dir deine spirituelle Bewusstseinsentwicklung wirklich am Herzen liegt,  dann solltest du ganz fix damit aufhören, andere Leute zu verleumden - der Balken im eigenen Auge wird dich noch erschlagen; wer hier der  "notorische Lügner" ist, ist ganz klar der, der es nicht unterlassen kann, seinen eigenen Dreck ständig auf andere zu schmeißen.



Mein  Kommentar

zu Nitya's Blogposting: Linji - alltäglich oder heilig
(Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, dann kommt der Prophet eben zum Berg - LOL!)
http://satyamnitya.wordpress.com/2014/05/13/linji-alltaglich-oder-heilig/


Linji's Bemerkung über den Holzpfosten, dass da nichts heiliges dran sei, sondern ein ganz gewöhnlicher hölzener Pfosten sei, ist natürlich aus der nondualen Perspektive betrachtet richtig.  Aber wunderbar?
Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose....
Aus der nondualen Perspektive ist da nichts "Wunderbares" dran, ohne Interpretation wahrzunehmen. Es ist wie es ist. Neutral. Ohne Eigenschaftten, also auch nichts Wunderbares. Weder dies noch das. (Nichts von heilig!) Eigentlich müßte man die Eigenschaft "hölzern" auch eliminieren, dann das Substantiv "Pfosten"...
Wunderbar sind die Dinge aus der gegenläufigen (YIN-) Perspektive der Vielheit bis in den Mikrokosmos hinein... Wie der Kosmos - wie sich alles nahtlos zusammenfügt. Wunderbar ist aus diesem Blickwinkel die  Maserung eines Stück Holzes oder Muster eines Steines. Mit offenem Herzen schauen - das Wunderbare in jedem Ding. Die Göttlichkeit, ja "Heiligkeit"...!

Dieses Staunen - das bringt eine "neutrale Wahrnehmung" allein nicht zustande, sondern allein im Verbund mit der Liebe. Liebe und Erkenntnis.  (Und nein, das Wunderbare ist auch nicht, dass wir mit dem Verstand nicht verstehen, fassen können, was über ihn hinausgeht. Das Wunderbare ist, dass wir GEISTIG ERKENNEN können, was über den Verstand hinausgeht - dass wir geistig erkennend  h i n t e r   den Vorhang der Worte SCHAUEN können.)
Die Heiligkeit des Lebens, der Erde, des Kosmos ist eine ebensolche "Tatsache" wie der Dualismus eine ist...
oder auch nicht - giggle gröhl und schenkelklopf!

Ach ja, und der doch etwas verächtlichgemachte christl. Pfarrer, der den Boden heiliggesprochen hätte, hätte natürlich auch recht gehabt... Der Pfarrer, "der mit Gott und dem Satan, Himmel und Hölle operiert..." und Linji, der ganz im Gegensatz zu dem Pfaffen "ganz im Sinne Bodhidharmas nur offene Weite" kennt, ist,  - so wahr ich hier stehe - bevor er in den Genuß dieser Weite kam, ganz gewiss durch eben diesen Himmel und diese Hölle gegangen, Ihr Buben!

Nur jemand, der nicht weiß, was Schattenintegration bedeutet, kann die Heiligkeit abwerten und negieren. (Ich meine dies jetzt ganz allgemein und nicht auf Nitya bezogen, denn offensichtlich hat er wohl Ahnung von wirklicher und nicht nur vor-gestellter Heiligkeit)Da fällt bei manchen der Begriff Heiligkeit und was damit verbunden ist unter die Rubrik "Romantik". Schattenarbeit bedeutet unter anderem, während des Heilungsprozesses durch die numinosen Schichten hindurch zu gehen.
Heiligkeit ist keine Schande, wie man es quasi von den einbeinigen Nondualisten zu hören kriegt, sondern das Bewusstsein der Heiligkeit ist ein Durchgangsstadum  auf dem Weg  - und mit dem Individuationsprozess der Heilung von "unten" ist man gleichzeitig auch des "HEILS"  von "oben" teilhaftig. Nur ist der Weg eben hier noch nicht zu Ende.
Nur wer nicht weiss, was der Individuationsprozess bedeutet... wer nicht erfahren hat, was Heilung bedeutet und Heil kann Heiligkeit abwerten.
Heil und Heilung: Nur dem kommt Gott auf halbem Weg entgehen,  der sich von SELBST auch tut bewegen... Wer sich der Transformation und  Heilung verweigert, verweigert sich der "Heiligkeit", den Wundern der (Ver-)Wandlung.
Dem Dummkopf, dem die Trauben zu hoch hängen, fiel es schon immer leicht, abzuwerten und zu verdammen, was ihm nicht erreichbar war. Und so feiert man die Phrase "Offene Weiten - nichts von heilig" vorzeitig und voreilig ab als der WEisheit letzter Schluß.( Ja, ist sie auch, aber nur dann , wenn du zuvor durch die Transformationsprozesse gegangen bist und die Wunder der Heil(ig)ung am eigenen Leibe und Seele erfahren hast.
Wie gesagt, ist der Weg damit nicht zu Ende.Damit der Berg wieder ein Berg ist oder  - um den Bogen von der Heiligkeit  zum  ganz "gewöhnlichen" Bewusstsein zu schlagen, muss das mit der Heiligkeit identifizierte (!) Spiri-Ego sterben. (Was aber nicht bedeutet, dass diese Heiligkeit verächtlich gemacht werden darf. Keinesfalls handelt es sich hierbei um billige "Romantik" und billige Gefühlchen.
Offene Weiten - nichts von Heilig? Ja, am Ende, wenn der Kreis sich geschlossen hat. Aber nicht Ge-Wußtheit, sondern Be-Wußtheit entscheidet darüber". Param advaita.

Monjiji



Wer sich so "platt",

wie er sich selbst ausdrückt, über das "Mannsein" mokiert wie N.  dies in seinem Kommentar  gegenüber einem User tut, hat sich nicht nur sehr abwertend gegenüber dem Ernst  und der Wichtigkeit der Frage (im spirituellen Kontext)verhalten, er hat sich damit nicht nur  auf der spirituellen, sondern vor allem  auf der Ebene des Menschseins  disqualifiziert.
 O-Ton:    "Witzig, auf die Idee, dass das Mann-Sein so’n Thema sein könnte, wär ich jetzt gar nicht gekommen. Ich würde einfach mal ganz platt sagen: Guckt doch mal zwischen eure Beine, dann wisst ihr’s. Mann, Frau oder irgendwie beides. Das kann doch nicht so rätselhaft sein. Was der einzelne damit anfängt, ändert ja nichts an seiner körperlichen Grundausstattung."

Männlichkeit und Weiblichkeit so "platt" auf das Geschlechtsteil zu reduzieren - dass Nytia von Integraler Spiritualität nichts hält wird hierbei gänzlich offenbar. Ja, platt und (im abwertenden Sinn) sehr gewöhnlich. Jetzt verstehe ich: Ken Wilber ist ihm nicht gewöhnlich genug.
Fazit: Der Kaiser ist nackt.



Die blöden Vorstellungen

von der  "Gewöhnlichkeit" des "Edlen" oder Erleuchteten geht mir auch auf den Heiligen Sack: Scheint man darunter doch eine falsche gewöhnliche "Einfachheit" zu verstehen.
"Gewöhnlich" in der übergeordneten Bedeutung jenseits von Ego bist du jedoch erst dann, wenn das "neue" Bewusstsein des Gewahrseins  zur "Gewohnheit" geworden ist: param advaita, klaro? param advaita ist jenseits der Erleuchtung, da ist das Gewahrsein zur Gewohnheit geworden und nicht wie vorher ein gelegentlicher Lichtblick, der auf dem Marktplatz des "Welt" schnell wieder erloschen ist.

Es scheint mir, als setzten viele Leute  die sog. Normalität des Alltagskonsens  und die  param-advaita-Gewöhnlichkeit  in eins. Wie der Verstand sich eine falsche Vorstellung vom "Einfachen Menschen" macht , so stellt er  sich vor, dass Gewöhnlichkeit heisst, den Mund nicht mehr aufzukriegen, antiintellektuell,  bescheiden, zurückhaltend, und "Nichts Besonderes" zu sein und diese   "Tugenden" sichtbarlich für alle Welt nach AUSSEN abzustrahlen.
Gewöhnlich, einfach und nichts Besonderes zu sein, ist mit dem Verstand aber nicht zu erfassen, weil eben diese Gewöhnlichkeit und Ein-fachheit etwas Besonderes ist - weil sie jenseits von Ego liegen.

Der Fehler liegt in der Annahme, das diese Gewöhnlichkeit und besondere Nicht-Besonderheit etwas wäre,  was  DU bei anderen Menschen sehen und beurteilen könntest!
Aber wie die Erleuchtung für jedes Individuum etwas rein Selbstbezügliiches, rein Subjektives, nicht Mitteilbares oder Vermittelbares ist und es keinerlei äussere Kriterien für Erleuchtete gibt, so gibt es eben auch keine Kriterien, um die Param Advaita-Gewöhnlichkeit zu bemerken und zu beurteilen. Darin liegt ja gerade das "Gewöhnliche": Dass es nicht auffällt. Gewöhnlichkeit bezieht sich niemals auf das Äussere und das Verhalten oder Gebaren eines Menschen, sondern allein auf das BewusstSEIN. Desgleichen die vielgerühmte Einfachheit.
Ich,  EINfältig, eingefalten, ALL-EINS, ICH BIN ist hier the Master of  Definition. ICH BIN das einzigste, was ist.

"Ich" hänge ohne Unterlaß an der Quelle und ich fasse das, was ich erkenne mehr schlecht als recht in  Worte, soweit mir dies möglich ist. Dazu deute ich "automatisch" die "Heiligen" Schriften aller Völker, wo sie mir vor Augen kommen, Bibel oder Linji - Jacke wie Hose.  Sollte dies jemand  unter dem Begriff "Klugscheißen" verbuchen wollen, so ist das nicht mehr als ein affektgeladener stinkender Wertungsfurz aus dem Emo-Eierkopp-Verstand, der die Geister nicht unterscheiden kann und dem Trugschluss unterliegt, jenseits von Ego hätte der Intellekt den Löffel abgegeben.
Wenn sich der Lotus zu seiner vollen Blüte entfaltet, entfaltet sich nach und nach auch die Kosmische Intelligenz.
Leute, die von der spirituellen Gewöhnlichkeit kein Bewusstsein, sondern nur eine Vor-Stellung haben,  benutzen diesen rein "jenseitig" gemeinten Begriff wie alle anderen falschen Vorstellungen über SEINStugenden gerne als moralische Waffe auf der relativen Ebene, um andere zur Räson zu bringen.



Linji: alltäglich oder heilig?

Alltäglich  o d e r  heilig?
Wer hat diese Frage eigentlich gestellt? Linji? Hat Linji damit gemeint, man müsse sich für eine Sichtweise entscheiden? Oder ist es nicht vielmehr eine Frage des kleingeistigen Verstandes, der eine Entweder-Oder-Sache daraus macht?
Der Holzpfosten ist einerseits natürlich erst mal beides! Sowohl - als auch. Noch ein Schritt weiter: Weder dies - noch das. (Diesen Schritt sollst  du aber nicht denkend nachvollziehen und "glauben", sondern ERKENNEN..


 

 

Offene Weite und nichts dahinter

Ein "vernichtendes Urteil" ist das,  schreibst du, BigMäcMouth? Hey, lass mal die Luft aus deiner aufgeplusterten GockelBrust! Warum, und sei ehrlich jetzt - warum hast du mich über Fredos Aufenthalt informiert, wo du doch sonst nichts als pharisäische Schmähung  über mich ausgießt? Und warum schicktest  du mich zuvor in Ronnies Blog, um dir zu melden, ob der authentisch ist?  Scheinbar traust du meiner Unterscheidungsgabe doch erheblich mehr zu als deiner?! Also beschwer dich nicht. Und lass den Fredo aus dem Spiel, vor allem aus dem Musterthread.. Um den geht es mir überhaupt nicht. Ich bin auf Nytias Blog und nicht auf Fredo, sondern aufs Thema eingestiegen -  nicht wegen, sondern trotz Fredo -  du teuflischer Verdreher, he?



   

Nitya schreibt:

Bodhidharma erschlug die Räuber, die den Tempel belagerten.
Räubererschlagen ist Räubererschlagen. Zitatende

Jaja, und Tempelbelagerung ist Tempelbelagerung....hehehe
Nix verstanden ist nix verstanden
Nix erkannt ist nix erkannt
Ach, Ihr Vollpfosten!
Wenn Bodhidharma die Räuber erschlägt, die den Tempel belagern dann tut er nichts anderes als Jesus, als er die Händler mit der Peitsche aus dem Tempel  trieb. Es ist nur eine verdammte Metapher, ein Gleichnis, ähnlich wie die GLeichnisse Jesu zu verstehen!
Hätte Nitya seine psychospirituellen Hausaufgaben  - Schattenarbeit - gemacht, dann hätte er mystische Ein-SICHT in die Bedeutung solcher Gleichnisse.
(Die innere Bedeutung solcher Metaphern korreliert mit den inneren Geschehnissen auf dem spirituellen Weg. Die Räuber  sind die Ego-Anteile, die blaubärtigen Räuber der Seele, die die SELBSTverwirklichung verhindern.)
Bodhidharma ist nichts anderes als ein anderer Begriff für den Archetyp des Wahren SELBST.

   
E:  schreibt daraufhin:
alltäglich oder heilig
ein holzpfosten ist nur ein holzpfosten
ein mann ist nur ein mann
eine frau ist nur eine frau
ein kind ist nur ein kind
ein dazwischen ist nur ein dazwischen
eine idee ist nur eine idee
eine ideologie ist nur eine ideologie
ein Krieg ist nur ein Krieg...usw. usw.

Brav nachgeplappert, setzen, Eins! Aber "nur"..?
Na gut, wenns sein muss....aber geh noch einen Schritt weiter und erkenne, dass alles, was du hier aufführst, nichts als mentale Konstrukte sind. In der absoluten Gegenwart des Hier und Jetzt ist eine Frau keine Frau, sondern  - außer, dass eine Frau auch ein  Mensch ist, was auf der relativen Alltagsebene noch nicht ganz anerkannt ist - nichts anderes als ein leeres bedeutungsloses Substantiv, besonders dann wenn sie nicht konkret anwesend ist, LOL!  Und der Krieg existiert auch nur in deiner Vor-Stellung. Kopfkino ist das - alles nur Kopfkino der Vorstellungen und Glaubenssätze!

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose - Gertrud Stein wollte damit einfach nur den neutralen Charakter der Wahrnehmung  - des GEWAHRSEINS! - jenseits von Egomind und dessen Wertung) skizzieren.
Einen "Räuber" (zumal in seiner Phantasie!) wahrzunehmen ist nicht neutral, sondern Wertung durch das Ego, das etwas zu verlieren hat... LOL!
Der Verstand ist ein Papagei.


Nitya - ein "Anarchist"? Wohl kaum, die alten autoritären Programme sind noch in voller Aktion. Jemand, der sich hinter Linji versteckt, um aus dessen Mund den anderen zu verkünden, dass sie Eierköppe sind, aber selbst nicht imstande ist, diese humorvolle Bezeichnung auszuhalten spricht sich ein spirituelles Armutszeugnis aus.
Eine herabgesetzte Frustrationstoleranzgrenze, die cholerische Art, Endlösungen statt Lösungen im Konflikt zu finden... Der Kaiser ist nackt!
Wahrer Anarchismus ist der Anarchismus des Herzens und dazu ist es nötig, sich von allen Prägungen und Konditionierungen  (im Gewahrsein resp.  durch Bewusstheit) zu desidentifizieren.
Ich höre, Nitya hat schon wieder einen rausgeworfen. Dass Micky ganz schlechte Karten bei Nytia auf Dauer haben würde, war mir klar. Micky kann es nun mal nicht lassen, sich in seine pharisäisch aufgeblähte  Brust zu werfen...
Von zwei weiteren Frauen höre ich dasselbe Schicksal. Scheinbar duldet er nur Speichellecker, Duckmäuser und Nachäffer. Zu den Ausschlüssen hörte man von den anderen nicht eine Silbe.



Die Gewöhnlichkeit

jenseits von Ego ist eine ungewöhnliche Gewöhnlichkeit. Man muss das m. E. so betrachten: Wenn man mit Heiligkeit identifiziert ist - das bleibt niemals aus! -  ist man der Welt ziemlich entfremdet. Hier lebt das Pathos und man atmet sozusagen in dünner Luft. Die Menschen kommen dir fremd vor, du fühlst dich so göttlich GÖTTLICH, dass du nie wieder aus diesem Himmel herabsteigen willst. Du siehst die Menschen und die ganze Welt am Abgrund und Du möchtest jeden bekehren und ihre Seelen retten, weil sie in deinen Augen allesamt Sünder sind und der Umkehr bedürfen.
Wie ich schon sagte, geht es darum, sich auch aus diesem Bewusstseinszustand wieder zu lösen und zu desidentifizieren. Und diese Desidentifikation geschieht im "Tod" des spirituellen (heiligen;"gutmenschlichen") Egos. Meiner Erfahrung nach ist das der letzte und schmerzhafteste Loslassen, weil hier die restlichen verbliebenen SpiriEgo-Anteile eine  kurze, aber schmerzhafte, aber LIEBEvolle  Läuterung im "Feuer" erfahren. Dies geschah mir  in einem Trancezustand im Halbschlaf, dessen ich aber voll bewusst und GEWAHR war. Erst danach ist man über dem Jordan: param advaita. Offene Weite - nichts von heilig.
Und erst jetzt, nachdem die Heiligkeit auch verbrannt ist, bist du wieder ein ganz "gewöhnlicher" Mensch, kehrst aus dem Himmel auf die Erde zurück. Der Baum ist wieder ein Baum, der Berg ein Berg und du bist wieder der Hans Müller. Mit dem Unterschied: Dass du mit dir und der ganzen Welt ausgesöhnt bist. Alles ist gut. Nichts muss man verändern, niemand muss gerettet werden. Das ist das Wunder der Gewöhnlichkeit param advaita. Die Wahre Natur ist nun zur Gewohnheit geworden. Nichts Besonderes.


Mich stört es nicht, 

wenn ich keinen Zugang zu öffentlichen Blogs oder Foren bekomme; solange sie öffentlich sind,  kann ich lesen und die Beiträge kommentiere ich dann evtl. in meinem eigenen Blog. Kommentare dazu oder Antworten brauche ich nicht. 
Ich benötige auch nicht unbedingt Leute, die mir ans Tanzbein pinkeln, um "weiter zu kommen" macht aber Spass.
Warnung: Jeder, der mir ans Tanzbein pinkelt, muss damit rechnen, dass ich gaaaanz genau hinter die Fassaden gucke.





Donnerstag, 15. Mai 2014

Indeed, my Dear, I LOVE KEN WILBER - sein Schweigen ist Gold und sein Schreiben ist Silber!

Ken Wilber


Mal so - mal so:



Manchmal nehme ich die Person weg, aber nicht die Umstände.
Manchmal nehme ich die Umstände weg, aber nicht die Person.
Manchmal nehme ich sowohl Person als auch Umstände weg.
Manchmal nehme ich weder Person noch Umstände weg. (Linji)-

Momentan verstehe ich das so:
Hier  beschreibt  Linji für mich dieses "umwälzende" Fluktuieren im "Neuen Bewusstsein", wenn der Fokus mal auf den persönlichen und  mal auf den unpersönlichen Aspekt gerichtet ist bzw. darüberhinaus. Mal siehst du die Namen, mal schaust du hinter die Namen. Mal Vordergrund, mal Hintergrund. Und weder dies nch das.
 Es scheint mir auch synonym mit dem Transformationsgeschehen, was sich in dem Spruch ausdrückt : Erst ist ein Baum, dann ist kein Baum, dann IST. Das "ich", welches hier wegnimmt, bin ich nicht, da ist kein Wille, etwas wegzunehmen, es geschieht einfach...
Dazu fällt mir das Bild eines Wellentales ein. "Ich" als der Surfer am Grunde dieses Tales, der sich an der Innenwand mit dieser Welle nach oben "wälzt"  und ganz oben angelangt kippe "ich" mit einem  Looping  in mich selbst zurück....LOL!

(Horsch, wenn du Zementbirne dich jetzt über meine zugegebenermaßen noch recht unfertig formulierte  "Schriftdeutung" lustig machen willst, - I AM the master of the definition, klaro? - LOL!)


Lasker and I

Abaelard & Heloise  - LOL! - nur dass es in unserer "Beziehung" der romantisch-verklärten herz-haften Umärmelungen und drückselnden Innigkeit entbehrt.Wir haben keine vertrauliche  "persönliche" Beziehung, uns verbindet allein die Sache, was nicht bedeutet, dass das Persönliche bei uns off topik ist.
Wir sind gewissermaßen Spielkameraden, wir spielen einfach nur gerne mit Bauklötzchen und Schachfiguren...
Lasker und ich: Science & Nonduality. Wobei er nicht der Nonduality und ich nicht der Wissenschaft entbehrt.
Unsere gemeinsamen Kinder sind allesamt Astralabien.
Well -  "Uns" gibt es natürlich nicht. Wir sind keine Dual-Union, die sich zur gegenseitigen Ergänzung be-NÖTigt. Wir haben keine Not ohne einander, aber viel Spaß miteinander.
Das, was uns verbindet, ist die menschliche Psychologie bzw. die Psychologischen Abwehrmechanismen im spirituellen Kontext - ganz allgemein psychopathologische Phänomene auf dem spirituellen Weg, sog. "Erleuchtungskrankheiten".
Wobei Laskers Texte in vielerlei Hinsicht meinen eigenen Erkenntnissen entsprechen. Er spricht nur eine andere Sprache.  Sein  verspielt-professorales Wortgebaren amüsiert, ist aber immer verständlich und klar im Gegensatz zum barock-manirierten VernebelungsSprachstil von Herrn Godfather, der ebenfalls amüsiert, aber eben nicht sehr verständlich ist..


Irgendwo las ich  einmal


eine entrüstete Klage über verwahrloste freilaufende Hunde, die sich um ein Zen-Kloster herumtrieben und niemanden der Mönche kümmerte es. Das heisst: niemand von den Mönchen sorgte sich um sie und  gab ihnen zu essen, sie überliessen die Hunde wohl sich selbst.

Vielleicht handelte es sich hierbei auch um eine dieser Zen-Lehr-Geschichten, weiss nicht mehr... aber eines weiss ich heute: dass das Handeln oder Nichthandeln der Mönche weder richtig noch falsch ist. Sie griffen einfach nicht ein, es besteht keine Notwendigkeit, einzugreifen in die Natur, das Leben der Natur.

Ich selbst habe früher jeden leichtsinnigen Regenwurm gerettet, der die Straße überqueren wollte. Habe Käfer wieder auf den Rücken geholfen, Ameisen eine UmgehungStrasse gebaut uvm. Ich konnte keiner Fliege etwas zu leide tun und auch heute noch schreie ich mitunter auf, wenn jemand in meiner Gegenwart die Fliegenklatsche in blutrünstiger kalter Tötungsabsicht in die  Hand nimmt. Nein, die Tiere töten kann ich nicht, so werden auch heute noch Spinnen oder verirrte Wesepen in Gläsern eingesammelt und an der frischen Luft freigesetzt. Und wenn ich schon einen Grund hierfür finden muss, dann tue ich das wohl eher aus dem selbstsüchtigen Grund heraus, dass ich nicht gestört oder gestochen werden will...)
Mir fehlt seit Christi Geburt im Jahre 2011 dieses sich mit allem und jedem  identifizierende anthropomorphisierende Verantwortungsgefühl.  Zum unbedingten Urvertrauen hat sich auch das tiefe Vertrauen in den Lauf der Natur, den Lauf der Dinge gesellt. Alles ist gut so wie es ist - niemand muß gerettet werden. Das ist keine Regel, es gibt auch Ausnahmen... LOL!


Den Himmel auf die Erde holen? -

nope - das gibt es m. E. nicht, jedenfalls nicht so, wie es sich die meisten Leute vorstellen und erwarten: in der Geschichte (der Menschheit). Für mich ist das ein rein innerliches Geschehen. Der Dualismus lässt m.E. sich PRAKTISCH doch gar nicht auflösen. Wie lassen sich denn PRAKTISCH und konkret sämtliche Begrenzungen - Kategorien und Klassifizierungen -  auflösen? Wie will man z.B. den HNO-Arzt mit dem Gynäkologen vereinen, überhaupt sämtliche wiss. Kategorien auflösen und zu einer Einheit führen? Ganzheitliche Medizin, ok, sollte da vielleicht jeder Arzt ALLES über den Menschen wissen? Müßige Fragen...weil ich keine Ahnung, keine Antwort darauf habe. Ich will es ja nicht ganz ausschliessen, aber für mich geschieht die Auflösung der Begrenzungen und die Vereinigung aller Kategorien allein in meinem Bewusstsein.
Die einzige Art, den Himmel auf die Erde zu holen, ist m. E. , aufzuhören, sich mit dem Ego und der Welt zu identifizieren. Alles geschieht erkennend im GEISTE.
Dieser Musterdurchbrechungs-Thread puzzelt mich auch deswegen, weil es für mich  nur eine Methode gab, Muster (Identifikationen) zu durchbrechen: Erkennend desidentifizieren. Durch BEWUSSTHEIT. Mich hat keiner von Aussen angestossen, um die SELBSTorganisation anzukurbeln. Ich kann es mit dem Kopf verstehen...das Aussen wirkt auf das Innen und vice versa... Egal, vielleicht kriege ich irgendwann einmal eine Antwort darauf... Bis dahin bleibt die Frage offen.


Spiritualität zu diskutieren

ist praktisch unmöglich. Die meisten Mißverständnisse gibt es deshalb, weil man nicht weiss, was Identifizierung überhaupt ist. Man kann sie nicht beschreiben oder  sehen und anfassen, weil sie einem zu dicht auf der Haut sitzt. Man erkennt den Klebstoff der Identifizierung erst im Loslassen der Identifizierung.

Dann der Fehler, den auch ich in diesem Zusammenhang immer wieder begehe: Beispielsweise wenn ich wie M. Eckhart von bilderloser WAhrnehmung spreche, oder davon, dass es unsere Vorstellungen sind, die uns die Sicht auf die WIRKLICHKEIT verbauen, weil wir unsere Vorstellungen, unser Denken  von der Welt und den Dingen für die Realität  halten. Dann sage ich oft: diese Vorstellungen müssen fallengelassen werden. Was natürlich Unsinn ist. Was fallengelassen werden muss, ist alleine die Identifikation mit dem Denken und seinen Vorstellungen. GEdankenleere herzustellen ist für mich Unfug, die Identifikation mit den Gedanken muss erkannt und losgelassen werden.


Etwasloser Fokus?

Grad eben lese ich im Forum von einem Bewusstsein ohne Etwas, das nenne man Gott. Gut, damit  ist der GewahrseinsFokus ohne Inhalt gemeint..
ETWASlose Wahrnehmung - derselbe Trugschluss. Die IDENTIFIKATION mit dem ETWAS, d.h. den Gedanken, Vorstellungen ist die Crux. Es gilt nicht, den Feind zu töten, sondern ihn unschädlich, unwirksam zu machen.

BigMäcMouth,

ich hau dich gleich!  Fredo's Selbstdarstellungsdrang, wie? Na - Deiner ist auch nicht von schlechten Eltern: sobald irgendwo nur der leiseste Unmut gegen mich laut wird, bist du prompt zur Stelle und blähst die pharisäische Brust und setzt deinen stinkenden Haufen drauf.. Scheisse,  sagst du dann, (deine Lieblingseinleitungsfloskel ) - yop - Das Medium ist die Botschaft.

Du schreibst u.a. Scheissdreck: Ich mag Fredo auch nicht.....
Auch? Unterstellst du mir jetzt, dass ich den Fredo nicht mag, he? Ich mag ihn genauso wenig nicht, wie ich dich nicht mag. LOL...Ich hab mit der Person Fredo nix am Hut, ich liebe sein Neo-Advaita so sehr, dass ich nicht ablassen kann, mich an seinen Worten emporzuranken... Er ist mein Meister, mein Guru, du Idiot -das Fredo-Advaita hat bei mir Kultstatus.
Du kannst ihn so sein lassen, wie er ist?  Aha - deshalb musstest du ihn auch so "liebevoll" im Musterthread en detail hauptthematisieren, wie?
Und hör auf, mich so vertraulich ( im Forum) mit "Moni" abzuwatscheln,  ich hab mit dir keine Kiste, Rolf! Roaring Rolfe.... LOL
boingboing


Individuation


Menschwerdung ist weiblich. Yin. Heilung. In der Identifizierung mit allen Wesen wird nicht nur die SELBST- und Nächstenliebe, sondern auch die BEDINGUNGSLOSE Liebe geboren. Deshalb: Wer diesen Prozess vermeiden will, ist ein Liebesvermeider und Liebesverweigerer...


Lebe total


Was bedeutet das? total leben? Ich las gerade Patrick Aigners Buch "Spirituelles Erwachen durch Alkohol".  Super geschrieben, authentisch und wirklich "ansprechend" und  temporeich geschrieben!  Ich habe mich bereitwillig  mitreissen  und von seinen Monologen derart  einwickeln lassen, dass ich das Buch in knapp einer Stunde ausgelesen hatte.  Was das spirituelle Erwachen durch Alkohol angeht - why not!? P. Aigner hat nach eigenen Angaben 25 Jahre gesoffen und sich dabei 25 Jahre beobachtet ("meditiert"), zumindest habe ich das so verstanden. Die Aufmerksamkeit auf sich selbst bedingte wohl die nötige Achtsamkeit, die u.a. auch zu dem Gewahrsein führte, dass das Allsehende Auge sich niemals schließt. Wunderbar.
Kein Buch für Anonyme Alkoholiker, es sei denn, sie sind "nüchtern" - LOL!

Mit seiner Art Verständnis von Totalität komme ich nicht ganz klar. Meines Erachtens sollte man Destruktivität nicht "total" ausleben.  Was er mit total meint,  scheint mir mehr ein Ausbrennen... Jimi Hendrix und viele andere brannten so schnell aus wie die  Kerze, die an beiden Enden angezündet ist...Saufen ist nun mal auf Dauer selbstschädigend und destruktiv - oder ist das Saufen vielleicht nur dann destruktiv, weil ich es so bewerte? LOL. Was natürlich besonders destruktiv und dem Saufvergnügen äusserst hinderlich ist die Moralinsäure, die einem oft aufstößt und einem den Spass und die Tage danach versaut. Männer sind  davon nicht so sehr betroffen wie Frauen.
Mit dem Begriff der "Minderwertigkeit" kann ich nichts anfangen. Benutzt er ihn so, wie ein Neger sich selbst einen Nigger nennt? Sozusagen kultivierte salonfähig gemachte Minderwertigkeit? Oder meint er vielleicht  "Kleinheit"...?War das grandiose Ego beiseite getreten?  Könnte das Geschilderte vielleicht mit der berühmtberüchtigten "Kapitulation" zusammenhängen, durch die man sein ("Gottes-")Kindsein erfährt, Urvertrauen, Geborgenheit. Hatte er die Kontrolle abgegeben? Freier Fall?

Na egal, um Näheres darüber zu sagen, muss ich abwarten, ich habe noch keine rechte Herzresonanz und  Ein-Sicht zu dem Buch. Ich erinnerte mich nur gerade an meinen Hund, demgegenüber hatte ich ähnliche Gedanken wie Aigner gegenüber sich selbst. Mein wildes Fritzchen wurde langsam alt und hatte niemals so richtig die Freiheit gekostet, der Leinenzwang ...Dann zog  ich nach Bad Dürkheim in die Nähe der Burgruine, letztes Haus am Waldrand.   Mein Hund lechzte so sehr nach Wald...und so machte ich die Hoftür morgens für ihn auf und liess ihn einfach in den Wald laufen - und wie der wetzte! Nach einer halben Stunde war er meist zurück. Damals kam ich nach schweren inneren Kämpfen zu dem Schluss: Ganz egal, ob der Hund nun vom Jäger abgeschossen wird - wenn er stirbt, dann stirbt er wenigstens glücklich.
Ich war weniger glücklich, musste ich ihm doch jedes Mal jede Menge  Stachelkastanien aus dem Zottelfell zupfen.
Niemals mehr wollte ich domestizierte Tiere halten.


Nichts regt mich mehr auf,

alles regt mich nurmehr an. Besonders Kritik oder Angriffe inspirieren mich und leiten mich stets zu neuen unbekannten Ufern.
Nein, nein, Kritik oder Angriff machen mich nicht (mehr) stärker, die Zeit ist schon lange vorbei, dass mir etwas gegeben oder genommen werden konnte. Nichts kann mich mehr stärken oder schwächen.

Besonders anregend sind natürlich Fredos "Flüsterungen". Aber Nitya's Blog bietet  jede Menge an besonders leckeren Häppchen. Dass Nitya mich geblockt hat tut der Anregung absolut keinen Abbruch, ganz im Gegenteil - es regte mich dazu an "hinzuschauen", wie er mir kurz zuvor riet. (Nur ahnte er nicht,  w o  ich "hinschaute" - LOL!
Wie ich schon sagte, wer Ken Wilber "zum Kotzen" findet, den hab ich schon am Wickel. Der sagt mir dadurch schon, an was ihm mangelt, wovor er Angst hat...
 Nitya  - ein ziemlich auffälliges männliches Ego, ein Spiri-Ego,  das ganz klar was auf sich hält. Und so lange er was auf sich hält, wird er niemals erfahren, was das integrale Modell des Ken Wilber in der eigenen spirituellen Praxis wirklich bedeutet. Bökl  (Lasker) lag mit seiner Vermutung, dass es sich bei N. um einen ehemaligen Lehrer handelt, ganz richtig. Es lässt sich nicht verbergen: Wer nicht brav den Finger hebt und sich nicht meldet, wird (sanft) gerügt. Und wer Widerworte gibt, fliegt (unsanft).
Ich flog. Bökl flog.
Deshalb konnte ich auch nicht mehr nachfragen, aus welchen Gründen er Ken Wilber ablehnt. Vielleicht hat er persönliche Gründe? Auf eine Weise, wie viele auch  Andrew Cohen ablehnen, weil der seine Macht mißbraucht hat?  Weil die beiden Freunde sind? Egal - er wird und will es mir "Alpha-Weib" und "Kampflesbe" nicht sagen, deswegen bin ich gezwungen, unsere anregende Konversation ohne ihn in meinem Blog fortzuführen, und dabei seinen Äusserungen die Bedeutung geben, die sie spontan für mich haben - LOL! Copyleft!
(Sollte er sich durch meine willkürlichen bzw. spontanen  Bedeutungsvergaben in seinem spirituellen Status und Ruf beeinträchtigt fühlen, möge er bitte gerne die weltlichen OrdnungsGewalten bemühen).

Ganz allgemein und von der Sache ausgehend,  kann ich sagen: Wer das INTEGRALE MODELL von Ken Wilber ablehnt, gehört für mich ganz klar in den Club der Einäugigen und Einbeinigen ("Nondualisten" oder Godfather-Syndrom), Leute, die die halbe Wegstrecke (des Ausschlusses/Negation) noch nicht mal zu Ende gegangen sind und schon glauben, angekommen zu sein.  Wieso N. mich überhaupt mit Ken Wilber in einen Topf wirft, ist mir schleierhaft. Ein Mann der guten Argumente scheint er nicht zu sein, sonst hätte er doch Stellung zu meinen Kommentaren nehmen können.

Was mich angeht: Ich kenne das integrale Modell von Ken Wilber gar nicht wirklich - LOL! - ich kenne nur mein eigenes Modell. Über K. Wilber habe ich vor vielen vielen Jahren nur mal kurz drübergelesen, und wir beide waren sofort ein Herz und eine Seele.  Haften blieb der Begriff der Involution, den  hatte ich damals bei Ken Wilber gefunden, aber die Einheit von Evolution und Involution ist mir ganz von selbst aufgegangen: Wo immer du kommst Gott auf halbem Weg entgegen,  da tut sich Gott im selben Maß bewegen - das ist lebendige Erfahrung für mich.

Evolution ist Werden, WErden ist weiblich, Yin, - Nondualisten sind nicht anders als die christlich-militanten Kreationisten, die behaupten, es gäbe keine Evolution, weil ja alles schon seit Ewigkeiten "da ist".  Dem Dualismus wird einfach jede Art von Wirklichkeit abgesprochen. Von vorherein. Per dekret. Ge-Wusstheit statt Be-wusstheit. (Da werden wohl die "Welt" des Ego und die Welt des Kosmos in einen Topf geworfen.)
Ganz klar, wer die Evolution verneint, verneint gleichzeitig damit den Prozess der Individuation. Die Nullifizierung der Person mißachtet das grundsätzliche Menschsein, ist in der Regel auch ein Welt- und Frauenverächter, lieblose Verächter des Menschseins.
(Selbstliebe erlangt man nur auf dem HeilungsWeg der Individuation.)
Ken Wilber ist für viele ein Klugscheißer, sein enziklopädisches Wissen ein Dorn in der durch Emotion  getrübten Linse von Herrn Kleingeist. Dieses Wissen lässt sich, so meinen sie vielleicht,  nicht mit dem Nichtwissen verbinden; wo soviel angelesenes Welt-Wissen ist, kann kein Nichtwissen sein,  ...denkt der paradoxfeindliche Verstand.

Nun ja, ich schlürfe die Weisheit zwar auch eimerweise, aber ich würde mal sagen, Ken Wilber  - wie viele andere - ist mir weit weit voraus auf dem Pfadlosen Pfad. Ehre wem Ehre gebührt!

Hätte der Herr Oberlehrer z.B. das Buch "Spektrum des Bewusstseins" gelesen und/oder verstanden, dann wäre es ihm nicht möglich, Ken Wilber mit seinem integralen Modell auszuschliessen. Dann wäre es ihm überhaupt nicht mehr möglich, irgendetwas auszuschliessen! Den wenigsten Suchern ist bekannt bzw. bewußt, dass auf dem Spirituellen Hinweg nicht nur ausgeschlossen (negiert) wird,  sondern auf dem Rückweg - param advaita - alles zuvor Negierte verwandelt (=desidentifziert und transformiert) LIEBEND & ERKENNEND wieder eingeschlossen wird.  Und so bleiben viele Sucher auf der halben Wegstrecke stecken, weil sie sich schon angekommen dünken.

Wer bei Ken Wilber "das Kotzen kriegt", sollte das Kotzen zumindest mit ungeteilter Aufmerksamkeit geniessen - dann hat er wenigstens was davon.

http://www.amazon.de/Das-Spektrum-Bewusstseins-westlicher-Psychologie/dp/3499185938
Ich empfehle das Buch, obwohl Ken Wilber heute nicht mehr 100%ig dazu stehen soll, habe ich irgendwo gelesen; was mir selbst damals besonders geholfen hat, war, dass er meine Verwirrung bezüglich der vielen verschiedenen und  sich scheinbar widersprechenden Therapieschulen aufgelöst hat.

PS: Ein Wort zum Abschluss an all die, die sich so dreckisch von mir angegangen fühlen: Ich bin nur eine Wildsau, die sich gerne an deutschen Eichen kratzt. Benehmt euch gefälligst danach! LOL!