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Montag, 15. September 2014

Der Advaita-Scrapkacktus sorgt schmerzhaft mir für Ileus





Spiri-Idiotien

Es ist das Schicksal der Wahrheit, dass sie von der Welt zugespamt wird, da bin ich inzwischen gar nicht mehr traurig drüber, wenn ich sehe, wie auch und ganz besonders die Spiri-Trolle daherkommen und mir meinen Thread mit dem SpiriMüll des Gutmenschen zuspammen. 
SpiriSpam ist es z.B. auch, wenn  Leute, die von sich behaupten, befreit bzw. erwacht zu sein, felsenfest davon überzeugt sind, es gäbe keine Selbstvewirklichung, es gäbe kein Leben ohne Ego, ohne Leiden.  Da schreibt einer, er sei wie ich ein Lolosophian und eine Seite weiter behauptet er, eine dauerhafte Befreiung von Ego wäre "unmenschlich".

Oder der Mensch, der sich als befreit geriert und nur wenig später  danach fragt, was man denn überhaupt gegen das Ego habe, es sei doch nützlich usw. usw. das alte elende Lied....o je...so mancher glaubt sich befreit und weiß nicht von was...

Wieder ein anderer weiß, dass man Gewahrsein per NLP-Zauberei "verankern" kann.  Ohne sich zu fragen, WER das überhaupt ist, der da etwas verankern möchte. Als ließe Gott sich dingfest machen! Der einzigste Anker, den es  gibt, ist Gott bzw.  die SELBSTverankerung. -  anders gesagt: die feste unverrückbare und  dauerhafte Verankerung in "Gott". ("Auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen."

Oder der, der von sich behauptet, kein Weltbild zu haben, aber ständig Leute/Köpfe/Egos "schrumpfen" läßt und am laufenden Band blutrünstige Videos postet, die exakt wiedergeben, welchem Weltbild er huldigt: einem üblen fanatischen Gut & Böse-Dualismus. Nicht anders als die Gotteskrieger.
Spiri-Idiotien.

Wenn ich fest davon überzeugt wäre, die Nase voll zu haben von solchen Kommentaren... aber so sind es bislang nur vorübergehende leichte Anwandlungen.... ein Gestänkle, was mir in die Nase steigt, mir aber nocht nicht Anlaß genug gibt...
Kann man Perlen vor die Säue werfen?

Die Perlen, die ich streue, die kommen alle mehrfach zu mir zurück. So oder so.
Ich brauche keine "Kommunikation", kein Forum, ich befruchte mich selbst. Wenn ich Außenanregung genießen will, kann  ich genausogut irgendein spirituelles Buch aufschlagen und schon sprudelt die Quelle. Mit dem knapp  5seitigen Vorwort von Colin Wilson zu Wolinskys Quantenpsychologie war ich noch nicht ganz fertig und schon hatte ich fast ein ganzes Notizbuch gefüllt... Jetzt habe ich zumindest den Prolog hinter mir.

Um den Geist zu schärfen, die Geister zu unterscheiden brauche ich das Allmy-Forum eigentlich nicht mehr.  Das war wohl nur die erste Übungsstrecke, ein pars cours,  um das Messerchen der Unterscheidung zu wetzen und mich, mein neues Bewusstsein auf dem "Marktplatz" zu bewähren.
Now I am shot-proofed. Schuß,- stich- und hiebfest.
Jeder Finder wird einmal auf den Marktplatz bzw. zu den Pharisäern, Schriftgelehrten und Tanzenden Mäusen geschickt, um zu prüfen, ob die SELBSTverankerung gefestigt ist.
(Bibelanalogie/Symbol: Christus als das WAhre SELBST resp. der 12jährige Jesus unter den Schriftgelehrten)


Die Leichtigkeit des Seins

Ich ging zum Doc, um mir eine Reha-Sportverordnung zu besorgen. Als ich rausging, hatte ich ca. 5 zusätzliche Verordnungen. Zudem wurde ich mit einer Grippe-SchutzImpfung beglückt.
Ich wehre mich nicht (mehr) - gegen was auch immer. Wenn der Doc mir eine Impfung verpassen will - ok - soll er, es nimmt mir nichts und gibt mir nichts. Ich glaube nicht an  Impfungen, aber ich glaube auch nicht NICHT an Impfungen...LOL!
Als er mich allerdings auch noch gegen Tollwut impfen wollte, zog ich  ein wenig die Brauen hoch. Damit war das erledigt. Dieser Doc ist ein Doc der Zukunft, ein Manager, ein ganz Umtriebiger, der ist ein Geschäftsmann.
Lustig war, dass ich irrtümlich auf seinem Stuhl saß.
Kurz danach mußte ich im Rathaus einen neuen Personalausweis beantragen. Ob ich meine Fingerabdrücke abgeben wolle?  Sie erzählte mir einen langen Sermon von  der Online-Ausweisfunktion... ob ich evtl. auch dies und jenes...? .Ich: Die billigste Option, bitte schön. Dann nahm sie mir meine Fingerabdrücke ab.
Früher hätte sich in mir ein ganz gewaltiger Widerstand geregt, ich hätte mich in meiner Freiheit beeinträchtigt gefühlt...Die Paranoia hätte mich schon im Vorfeld ergriffen... Gott, wie schrecklich  auch die Vorstellung, nie mehr das Gesetz übertreten zu können, ohne erwischt zu werden...LOL!

Danach ging's ins Nautilust-Freizeitbad, um mich für die Reha-SportMaßnahme anzumelden. Der nette Mann, der mich beriet,  war sehr informativ und überzeugend. Als er fertig war mit Erklären, hatte er meine Unterschrift und ich war Vereinsmitglied von Fit for Life. Bei 25 Euro monatlich und einem Jahresbeitrag von 36 Euro für den Reha-Sport kann ich nun alles in Anspruch nehmen, was geboten wird. Von Gerätesport bis Aqua-Training.
Das Nautilust ist ebenfalls gerade um die Ecke. Ist schon angenehm, alles in der Nähe zu haben: die Bäckereien, den wohlbestückten Rewe-Markt direkt im Haus und ein Haus weiter die Möglichkeit das wieder abzuspecken, was ich mir im ersten angefressen habe.Das Eiscafe ist auch direkt bei mir im Haus, seit 2 Wochen nun laufe ich tapfer daran vorbei... der Zucker ist ganz aus dem Schrank verbannt, die Sahne, die Mascarponecremes... Mittlerweile wiege ich nämlich 93 Kilo, das ist entschieden zu viel. Auch wenn ich groß bin - Fliessen ja,  Rollen nein.

Es ist so angenehm, keinen Widerstand mehr gegen die Welt zu leisten. Was immer sie von mir will, kann sie haben. (Dies ist aus transpersonaler Sicht  eine unstatthafte Pauschalisierung, der man damit entgegentritt, dass man hinzufügt: Oder auch nicht. Dies ist so,  weil die Ausnahmen immer noch die Regeln bestätigen und kein Schwein die Zukunft kennt. .LOL.)   

Mein heutiges Diät- Mittagessen: Hähnchenbrustfilet mit Salat
Salat de Jour:
gedünst. Karottenscheibchen vom Vortag, 1 Apfel reiben, 1 Orange in kl. Stücke schneiden, alles mit etwas Apfelessig ansäuern.
Salatsoße: Schmand, eine Prise Salz, ein wenig Honig, frisch geriebenen Ingwer, frischer Dill, Currypulver und ein scharfe  Chiliflocken.  Alles vermengen. Fertig.
Hähnchenbrustfilet salzen, zitronenpfeffern, braten. Mit etwas Sweet Chili Sauce servieren.
Rezept byME
Eine Frage ist noch offen: Haben die Toastbrotscheiben schon früher so entsetzlich gestunken, wenn sie angekokelt waren?  Es roch, als ob die BASF abgebrannt sei. Ich habe den Toaster gleich mit in den Abfall geworfen. Mein Nachbar über mir war sehr erleichtert...LOL!

Mein Blog

Was meinen Blog angeht, möchte ich gerne die Leute beruhigen, die annehmen, dass ich massenhaft "Publikum" hätte... Nope, Folks, monatlich sind es mittlerweile maximal an die 2500 Klicks, nichts umwerfendes, Tendenz gaaaanz laaaaangsam steigend.
Nein, ich mache keine Webung für meinen Blog, mir liegt nichts daran, die Leute anzuziehen, meinen Blog habe ich nur auf Allmy und auf Facebook/Google verlinkt. Mein Tagebuch  ist nichts für Leute, die in der Spiritualität bzw. in der Ent-Wicklung des Bewusstseins nur  Wohlgefühl und tolle Erlebnisse suchen. Ich  vertrete die integrale Spiritualität und betone immer wieder den harten Weg der Individuation resp.  Schattenintegration. Wer  die SELBSTverwirklichung  leicht, easy und instant haben will, ist bei mir an der falschen Adresse.. Wenn ich überhaupt in einer Tradition stehe, dann in der Tradition von Gurdjeff, R.A. Wilson, Ken Wilber -  den fernöstlichen Guru-Klimbim lehne ich zwar nicht ab, aber wo er einäugig und einbeinig ist, d.h. die menschliche Psyche negiert, ist er m. E. nichts für den Westler. Osho ist rühmliche Ausnahme.
Meine Art der westöstlichen Synthese war es, Jesus und Buddha in mir zur Einheit zu bringen, dazu bedurfte es keines Gurus - meine christliche "Haus-Religion" bot mir dazu genug Stoff.

Übrigens: Schattenintegration im weitesten Sinne hört m. E. niemal auf, der unbewußte Gott ist unendlich und solange wir Mensch sind, können wir diese Unendlichkeit nicht fassen. (Mir ist bewußt, dass dies aus transpersonaler Sicht eine unstatthafte Hypothese ist, LOL! trotzdem kann ichs nicht lassen...... krch... ..ch....ch.... )

In meinem Blog handelt es sich um 99 Prozent unpersönliche bzw. überpersönliche Aussagen. Man kann getrost davon ausgehen, dass 99% der Leser sich nur für die personale, die "persönliche" Seite meines blogs interessieren und nur 1 % für die transpersonale ...


Musik

Ich lese, dass jemand mit Musik ganz gezielt seine Stimmung zu steuern pflegt. Alles kann zur Droge werden. Auch Musik kann zur Droge werden. Dem einen ist es das positive Denken, dem anderen die Musik, dem anderen die TAbletten oder Alkohol, Drogen, Sex... Spiele...Joggen...Putzen... Gott.
Zustands-, bzw. stimmungsverändernde Maßnahmen sind Fluchtmaßnahmen und können abhängig machen vom Stimulus.
Die Dinge süchtig benutzen/mißbrauchen oder die Dinge lustvoll GENIESSEN - darin liegt der Unterschied zwischen Abhängigkeits-/Mangelverhalten und absichtslosem Genuß, der nichts erreichen und nichts am Zustand verändern will.
Es ist nichts verkehrt daran, sich mit Musik zu entspannen, nur hat dies mit Bewußtseinsentwicklung bzw. Spiritualität nichts zu tun.
In Kybalions Allmy-Thread  scheinen sich nur noch Junkies zu tummeln - im Moment leiden sie offensichtlich an Entzugsentscheidungen. Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf den Tischen...
Auch Musik ist für manche Menschen ein "Gott". Auch für diesen gilt: Wer Gott nicht um Gottes Willen loslässt, wird das Himmelreich verfehlen.
Gott ist immer das, was dir das Liebste ist. Und das gute spirituelle Ego, dem Gott das Liebste geworden ist, hat es am allerschwersten,seinen  Fetisch wieder loszulassen.



Transformation

die "Alchimistische Verwandlung" ist ein Erkenntnisprozess. Und dieser ist vom Gewahrsein abhängig. Transformation ist im Grunde auch keine wirkliche "Verwandlung" von hier nach dort, sondern ERkenntnis dessen was ist und immer schon war: dein Wahres Wesen.

Die Neutralität

des überpersönlichen Bewußtseins wird von unbewußten Menschen als unpersönliche Kälte und fehlende Empathie wahrgenommen. Wahrgenommen/erkannt wird dabei leider nicht, dass  eine solche "WAhrnehmung" keine WAHRnehmung, sondern  eine Vorstellung des Verstandes ist und den Mangel des bedürftigen, sich nach Wärme und Liebe sehnenden Ichs verrät.


Es gibt Lehrer,

die erzählen dir, dass Erleuchtung den Charakter nicht verändert. Ich denke mal, sie verwechseln da das erste Erwachen mit dem Endzustand, wie es so oft geschieht. Ich habe früher auch nicht definiert zwischen erster Erleuchtung/ ERwachen und param advaita, d.h. der endgültigen geistigen Wiedergeburt in das, was man auch "Zustandslosigkeit" nennt  (Dadurch entstand und entsteht eine große Verwirrung.)  Vor allem in Pseudo-Advaita-Kreisen schenkt man solchen Annahmen einen Glauben, der nicht auszurotten scheint.
Noch einmal: Nicht die Erleuchtung oder das erste Erwachen verändert bzw.eliminiert den Charakter, sondern es ist der infolge einsetzende  Individuationsprozess der Menschverwirklichung -  der Heilungsprozess,  der "Hinweg" zu Gott (Wahres SELBSToder Wahres Wesen), in dessen Verlauf sich der Charakter der Person völlig transformiert in die Eigenschaftslosigkeit des ICH BIN.

Ich lese:


"Die Leere entfaltet sich als gleichzeitige Fülle durch die Form." Der Satz inspiriert mich zum Weiterspinnen: Das ist m. E. ein Gedankenkonstrukt oder eine mystisch-intellektuelle "Schau",  welche nur auf der dual-personalen Ebene ihre  Richtigkeit hat, wo die Welt der Vielfalt und ihres Formenreichtums vom Egomind noch mit Bedeutung gefüllt sind.
Aber: Nach dem finalen Tod des Ego auf dem "Rückweg" in die Welt  - in der nun permanenten Angebundenheit an den Ursprung bzw. unser Wahres Wesen - hat die äussere Welt und ihre Formen völlig an Bedeutung verloren, da hat sich die äußere Fülle verinnerlicht und quasi von der Form auf den GEIST verlagert, d.h.,  die Fülle scheint mir  hier jenseits der Formen zu sein -  allein durch die ständig sprudelnde Quelle von Liebe und geistiger Erkenntnis auf dem pfadlosen Pfad der Gottverwirklichung. (Es scheint manchem vielleicht wirr, aber ich kanns im Moment nicht anders ausdrücken... verstehen kann mich wahrscheinlich nur der, der "gestorben" ist und den Rückweg in die Welt  angetreten hat (Pfad der Gottesverwirklichung).
Ich möchte noch einmal betonen, dass es zwischen Menschwerdung (Evolution)  und Gottwerdung (Involution)  keine Trennung gibt, alles ist ineinanderverwoben, das eine läuft nicht ohne das andere. Dass der Anschein der Trennung entsteht, ist der Sprache zu verdanken oder zu verschulden, die nicht anders als in Trennung beschreiben kann.


Konstruktive und destruktive spirituelle Umgehung


Die Katze  - Der Magier ist in seinen Thread zurückgekehrt. Kurz zuvor wurde der Thread in den Unterhaltungsbereich strafversetzt, weil die Mäuse auf dem Tisch getanzt hatten.
Zwar sagt K. , dass alles so gut ist, wie es ist, seine Anwesenheit jedoch sorgt allein schon für eine gewisse Disziplinierung der "Mäuschen".
K. versorgt  seine Junkies weiterhin mit dem Stoff, aus dem die Träume sind... K. ist ein lieber netter Kerl, der sich in archaischen Gefilden herumtreibt und gleichzeitig davon träumt,  die Dualität zu überwinden. Geht halt nicht: den Kuchen essen und gleichzeitig erhalten wollen. Um die Dualität zu überwinden, muß er sein Lieblingsspielzeug opfern - die Magie. Meister Eckhart hätte dazu gesagt: Gott um Gottes Willen lassen.  Um den Dualismus/Dualität zu transzendieren müßte Kybalion als erstes einsehen, dass er nicht  allein  das Negative eliminieren kann, es gilt beides zu transzendieren - das Negative wie das Positive bzw. das Gute ebenso wie das Böse. (Nochmal für diejenigen, die meinen beim Transzendieren handle es sich um ein "Machen": Transzendieren ist geistiges Erkennen! Transformation und Transzendieren sind Vorgänge, die sich ganz aus sich SELBST heraus ereignen, sobald der Gewahrseinsfokus groß genug ist, dass man sich der Einheit der Gegensätze und Polaritäten bewußt werden kann.)
Das Böse abschaffen und das Gute behalten, das ist die größte Ego-Falle. Das Gut & Böse-Gemetzel kann man sehr gut in diesem Thread beobachten. Die Videos, die da am laufenden Band gepostet werden, sprechen für sich.

Der Bereich der Magie verspricht dem Ego reichlich an spektakulären Erfahrungen. Das Ego ist ein Junkie und das spirituelle Ego ist da nicht besser: es ist süchtig nach "spirituellen" Erfahrungen. Ohne die Große Mutter zu degradieren, ist es m. E. auf dem spirituellen Weg notwendig, die archaischen Bereiche
zu "umgehen", sie von Christus (als unserem Wahren Selbst)  "unter die Füße"  tun zu lassen.  ("Konstruktive" Umgehung). Die Beschäftigung mit Magie ist "destruktive" spirit. Umgehung, weil sie Anhaftung, Identifikation fördert. Der gerade WEG führt hier über die konstruktive Umgehung.
Auf dem Weg der Schattenintegration betritt man auch die magischen, die archaischen unterbewußten Bereiche. Die kurzen Einblicke, die man erhält, reichen völlig aus, man darf diese Einblicke nicht künstlich zu verlängern trachten oder durch Rituale kultivieren und forcieren. (Es kann auch sein, dass man für längere Zeit in ihnen verweilt, das ist allerdings nicht ungefährlich, wenn kein Führer da ist. Die Gefahr, vom Unbewußten überschwemmt zu werden, ist viel zu groß, als dass man diesen Zustand noch willentlich beeinflussen sollte.
Bibelanalogie: Jesus geht über das Wasser (des Unbewußten) ... die Rettung des Petrus auf dem See Genezareth.
 Leider ist es so, dass sich die unwissenden Sucher von der Magie  faszinieren und gefangennehmen lassen. Kybalion fällt in die Rubrik der spirituellen Verführer, der Rattenfänger, die man mit Zauberkunststückchen zu beeindrucken sucht.
 Magier sind   "Macher",  Machtmenschen, sie binden und haften an der Materie; statt sie zu transzendieren, "spielen" sie mit ihr. Statt sich selbst zu alchimieren, versuchen sie die Materie in ihrem Sinne zu beeinflussen. Gut-Böse-Dualismus-Anhaftung.Der Magier überwindet den Dualismus erst, wenn er von der Magie abläßt.
Die wahre Macht ist der GEIST, die KRAFT Gottes des wahren SELBST. Im Gegensatz zu der Zauberei und  den Wundertaten des Magiers stehen die Wunder Jesu: Wunder der Heilung.
Da kann Kybalion lange von der nondualen Dimension träumen, solange er daran festhält, dass Vorstellungen, Imaginationen KEINE Illusionen sind, wirds nix mit der Bewußtseinsentwicklung.


Das pervertierte patr. Bewußtsein


ist der wahre Schwarzmagier. Um die Göttin in dir zu "aktivieren" brauchst du keine Magie, du mußt "nur" erkennen, dass dein gegenwärtiges Bewußtsein eine  patriarchalische Perversion ist. Der Weg führt über deine Gefühle. Achtsamkeit im Hier & Jetzt. Die Göttin erwacht, sobald du deine Prägung und weibl. RollenKonditionierung erkannt hast. Um die Konditionierung zu erkennen ist es  nowendig, all das, was man für (weibl.) Tugenden hält,  einer Überprüfung zu unterziehen...Selbstbeobachtung in Interaktionen. Die unbewußten weibl. Unterwerfungsrituale... (In der REgel geht es bei jeder zwischenmenschlichen Kommunikation um Dominanz und Unterwerfung, insbesondere bei der Geschlechterbegegnung.) Es ist nicht leicht, diese Tugenden als das zu erkennen, was sie sind: Dressur. Wenn dir diese sog. Tugenden zu Not und Leiden geworden sind, dann bist du reif...
Ein "Magier", der sein Bewußtsein nicht transformiert hat, kennt den Unterschied zwischen Gut und Böse nicht, er spielt immer noch auf der patr. Machtklaviatur und hält den Teufel für einen Engel und vice versa. Schwarzmagier halt.
Man kann nur das Gute wollen, wenn man weiß, was das (WAHRE) Gute ist. Und da gibt es nur eins: Das Höchste Gut(e) - jenseits von Gut & Böse.



Das "Ich bin"

bei Nisargadatta ist das "Ich bin dieses und jenes"-Ego, habe ich gerade gelesen. Das sollte der Leser wissen. Besonders der bibelkundige Leser.  Das kleine "Ich bin" wird nämlich immerzu verwechselt mit dem großen ICH BIN - das "ICH BIN, DER ICH BIN, der Stimme des Vatergottes aus dem Dornbusch  resp. mit dem Wahren SELBST ohne Eigenschaften. Vielen Suchern ist der Unterschied nicht klar, weil sie ihre Bibel nicht kennen und sich nur auf fernöstliche Traditionen/ Gurus und deren Definitionen verlassen.

(ParaDoxa hat ein eigenes Forum eröffnet. Dort fiel mein Blick gerade auf einen Beitrag über Nisargadatta bzgl. Bewußtsein und Ich bin...
http://spectrum-sein.de/showthread.php?tid=19)

 Der Sämann

Er ist ein Schönredner. Seine Worte gefallen, man spendet ihnen Beifall.
Er gehört zu jenen Christen, jenen in allen Religionen zu findenden  pharisäischen Schriftgelehrten - die ohne jedes tiefere Verständnis die Bibel oder den Koran zitieren,  um die Ungläubigen  "Mores" zu lehren. Seine Beschwerde sinngemäß: Ich ließe mein Licht so stark leuchten, dass es anderer Menschen Licht nicht scheinen ließe.  Recht eigentlich fordert er damit, dass ich mein Licht unter den Scheffel stelle, damit das Seine besser zur Wirkung komme.
Wie viele andere, glaubt er, dort wo Liebe und  Wahrheit sei, müsse sofort alles zu blühen anfangen. Dass der Acker erst gerodet, bereitet, gedüngt werden muß, bevor der Same zu keimen beginnen kann, ist diesen "Romantikern" trotz ihrer vorgeblichen Bibelkenntnis immer noch nicht klar.

Wenn irgend etwas in abwertender Weise "Romantik" genannt werden kann, dann sind es solche falschen Annahmen und Vorstellungen, die sämtliche auf dem Mangelbewußtsein beruhen und auf der Bedürftigkeit, dem Bedürfnis, geliebt zu werden. Da ist nichts Falsches dran, wenn es den Leuten denn bewußt würde. Das tut es aber nicht, - Bedürftigkeit ist etwas, dessen sich die meisten schämen. Deshalb bin ich "böse", wenn ich darauf hinweise , man fühlt sich dann von  m i r  beschämt.  (Projektion)

Bevor Christus (als das Wahre Selbst in uns) den himmlischen Frieden bringt, bringt er das Schwert.  Wie innen, so außen. Erst wird der Acker gerodet und bereitet, bevor der Samen fallen und aufgehen kann. Siehe auch Matthäus 13, 1-9 das Gleichnis vom Sämann.
Der Egomind verlangt immer nach sichtbaren Zeichen und Wundern. Nach Magie. Aber wie kann ein Acker Frucht bringen, wenn er mit Unkraut und Dornen übersät ist?  Ich spiegele die Projektionen, die Dornen zurück, das, was am Blühen hindert. Jeder will geliebt werden, aber keiner will seinen Stachelpanzer ablegen.
Romantik: Aus transpersonaler Sicht gehört alles, was das Gute Spiri-Ego für sich in Anspruch nimmt,  in die Rubrik "Romantik". Das Gute muß ebenso überwunden werden wie das Böse.
Das gute Spiri-Ego will wie stets immer den Kuchen essen und gleichzeitig erhalten, d.h. es will das Gute und verabscheut das Böse. Die Erkenntnis sollte dahin gehen, dass das Gute, das ich tue, stets auch das Böse schafft und braucht. (um das Gute zu sein.)


Besuche

von Forenmitgliedern wird es wohl nicht mehr geben -  (Vorsicht, dies ist eine aus transpersonaler Sicht unstatthafte Formulierung eines Prinzips, eine dreckische Absichtserklärung, LOL! Trotzdem unterhalte ich mich auf diese Weise gerne...lol)  Die Leute sind offensichtlich nicht in der Lage, meine beiden Seiten zusammenzubringen: mein konkrete Anwesenheit und mein abstraktes Schreiben im Forum und zu erkennen, dass es einen bedeutenden Unterschied macht, ob man wie Hinz und Kunz miteinander ineiner Kneipe ein Bier oder einen Kaffee trinkt oder ob es um die spirituelle WAhrheit geht. Da empfindet man nun meine konkrete Seite als gut und liebevoll und die andere Seite als böse und lieblos. Die erste Seite überschätzt und die zweite unterschätzt man. Die persönliche "menschliche" Seite akzeptiert man, die überpersönliche lehnt man ab, wobei die Leute sich nicht im Klaren darüber sind, dass sie sich damit SELBST ablehnen. Das Überpersönliche wird immer als unpersönlich, kalt und lieblos vom Ego wahrgenommen. Das Ego fühlt sich nur dort wohl, wo es herzelt und menschelt. Die meisten spirit. Sucher sind ja offenbar auch  der Auffassung, dass das Überpersönliche das Unmenschliche ist. Genauso "unmenschlich", wie der Umstand, dass man nicht mehr leiden könnte. LOL.. Ach, Ihr Mönche!

Da gibt es auch welche, die glauben nicht an ein Ende allen Leidens, aber machen Lippenbekenntnisse zur "Zustandslosigkeit". Dass diese Zustandslosigkeit auf dem Ende allen Leidens beruhen könnte - param advaita, ihr Eierköppe!  -  das geht dir nicht in die Birne, woll? Gut so, denn das kannst du auch nur dann verstehen, wenn du gestorben bist. Stirb bevor du stirbst.


Meister

Oft lese ich, dass sich ein Meister  oder spirit. Lehrer zur Disposition  stellen muß, dass er bereit sein sollte, sich hinterfragen und auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Was ist damit gemeint, was soll da geprüft werden? Seine Person oder seine überpersönliche Wahrheit/Lehre? Und wer oder was ist das eigentlich, was da wen oder was hinterfragt?
Grundsätzlich läßt sich ein wahrer Meister, - das ist ein im GEIST wiedergeborener Mensch  - nicht mehr hinterfragen. Mit dem Tod des Egos ist er auf Dauer fest in seinem SELBST verankert, er kann in dieser absoluten SELBSTgewissheit nichts als die (absolute = überpersönliche) Wahrheit sagen. Niemals würde er daher imstande sein, das, was er als Wahrheit erkannt hat,  zu widerrufen.
Anders ist es mit den spirit. Lehrern, die ihren finalen Kampf noch nicht gekämpft haben.Auch darunter gibt es viele, die mit absoluter Gewißheit davon überzeugt sind, sie seien schon wiedergeboren. Deren Selbstgewißheit kommt jedoch nicht aus der wahren SELBSTzentriertheit sondern aus der spirituellen Egozentrale.
Wer oder was ist es, was diesbezüglich "hinterfragt"? Das Ego natürlich. Das Dumme ist nur, an einen wahren Meister lassen sich keine (Prüf-)Kriterien anlegen! Das Ego ist daher absolut ungeeignet, einen Meister zu beurteilen. Es urteilt nämlich nach moralischen Kriterien.  Ego sieht nur Ego. Jaja, da wäre auch noch die Intuition, wenn die nur nicht so empfindlich wäre, dass sie sich sofort verschließt, wo nur das leiseste Vorurteil ist.
Ansonsten wie immer: Nur Gleiches erkennt Gleiches. Viveka.


Die Intuition

wäre imstande, die Authentiziät eines Meisters oder Lehrers zu verifizieren, schrieb sie mir einmal sinngemäß.  Aber gerade diese Schreiberin ist mir gegenüber permanent in der Abwehrhaltung. Intuition ist aber nicht möglich, wo Abwehrmechanismen sind. Wo ich voller Ablehnung, Hass, Angst, Wut und Vorurteil bin, ersticke ich die Intuition. Die meisten Menschen verwechseln Intuition mit irgendwelchen vagen Gefühlen oder "Eingebungen", deren Quelle höchst zweifelhaft ist.


Mein Allmysterythread

dümpelt scheinbar seinem Ende zu. Es war vorauszusehen. Es ist immer das Gleiche: ich werde irgendetwas gefragt, z.B. zuletzt, ob ich denn von allem Leiden befreit sei und auf wahrheitsgemäße Antwort stürzt sich wie abgesprochen der altbekannte "Stechmückenschwarm" auf den leckeren "hybriden" und sich "selbsterhöhenden" Happen und macht dem Thread thematisch ein Ende. Meistens wartete ich ab, bis sich alles beruhigt hatte, diesmal löste ich mein Allmy-Konto auf  - es ist einfach niemand da, der die Reife und vor allem den Ernst hat, dem Thema der spirituellen Umgehung zu folgen. Denke ich. 
Im Moment so scheint es, tobt im Spiritualitätsbereich von Allmy scheinbar nur noch der spirit. Vorschulkindergarten unter der Leitung des fleischfressenden Dämonen Botulus Doloroso, auch bekannt unter ICD 10 und seinen "Brüdern im Geiste",  alle die selbst ernannten Schamanen, Magier, Drachentöter, Lichtkrieger und "Schrumpfer" gegen das Böse -   befeuert und beschmunzelt von ein paar wenigen ehemaligen Wir-Family-Members. Sämtliche,  wie Swantje freundlich bemerkt:"over the top"..

Stimme aus dem Off:  Ja, wenn man hier noch schreibt, wäre es grade so, als würde Martin Luther seine Thesen statt an der Wittenberger Schloßkirche an  die Eingangstür der  Klinik Heiligenfeld nageln.!



Advaita-Krümelkackolores

Soeben gelesen: Laut Fredo ist das spirituelle Erwachen und die Heilige Nüchternheit eines ehemaligen Alkoholikers eine minderwertige Variante... Habs doch gleich gewußt:  das Pseudo-oder Fredo-Advaita ist eine extravagante elitäre Advaita-Stilrichtung, bei der es mehr auf die etymologische Bedeutung der Worte als auf das in der Einheit-SEIN selbst ankommt - ungeachtet, dass sich die Einheit jeglicher Beschreibung entzieht, weil sie jenseits von Denken und Sprache ihr SEIN hat. Es scheint dem Fredo-Advaita mehr darauf anzukommen, die etymologisch "richtigen" Worte für das Unsagbare zu haben - ungeachtet der Tatsache, dass in der NichtzweiHEIT (Einheit) "keiner da" ist, der urteilen könnte, was richtig oder falsch ist!
Im Advaita bedeutet Advaita Nichtzwei.  Richtig. In meiner Definition ist Nichtzwei dasselbe wie Einheit. Für Fredo  gibts Einheit deshalb nicht, weil die Endung "heit" der Einheit im Wege steht. Was bleibt sei nur "Ein".
Wahrheit gibt es bei ihm auch nicht, weil die Endung "heit" dem Wahren den Garaus macht.  O je - nicht mal "verben" tuts bei ihm, so rückt er den Worten zuleibe. Oder ist es vielleicht das, was er eigentlich sagen will: dass ES verbt? Damit läge er voll und ganz richtig.

So,  und wenn ich jetzt weiter im Stile Fredos die Erbsen zählen wollte, würde ich  das Undenkbare noch einmal mehr weiterspinnen:
Nichtzweiheit = Nullzustand. Null Zustand! Um die Zustandslosigkeit nun auch im Bilde anzuzeigen ziehe man die Null und den Zustand ab, weil ja beides immer noch im Rahmen des Denk- und Beschreibbaren wäre, nöch... was bleibt? "Losigkeit" - ist das nicht geil????. O Lord! Was ein Hirnfick im Vergleich zum unendlichen LEBEN im "Himmlischen Dilemma"!
Muss man jetzt auch noch Etymologe und Mathematiker sein?

Dann doch lieber meine alte Version, die zumindest eine Basis hat -  Erfahrung:
"Nichtzwei" ist Erkenntnis der Einheit von Gegensätzen und Polaritäten.(Aufhebung von Dualiät&Dualismus)  Einheit ist kein Zustand, deshalb ist Einheit nicht beschreibbar. Einheit ist mein eigenschaftsloses SEIN und SEI-en. ICH BIN. (ohne dies und jenes). AMEN.OM.LOL.
Ja, ich weiß, da gibt es jemanden, der das BIN  - das fliessende SEIen des ICHs auch noch gerne amputiert, was bleibt? ICH. ALLEIN(s).
Stimmt. Gääähn...


(14.09.2014)



August/Anfang September 2014

Donnerstag, 17. Juli 2014

"Graus seid ihr mir, getünchte Gräber!" schalt Jesus einst die Pharisäer

Flämischer Meister
Jesus spricht vor den Pharisäern



Schattenarbeit.


Ein Beispiel für Transformation von sog. Schwächen bezieht sich auf meine sog. Bindungsunfähigkeit, die ich aufgrund Fehlens einer konstanten Bezugsperson in meiner Kindheit entwickelte.  Das lieblose Wort Unfähigkeit wurde im Verlauf des Individuationsprozesses vollkommen aus meinem EigenschaftsKatalog  gestrichen, weil es Abwertung implizierte. In diesem Fall wertete ich die Unfähigkeit in Bindungsangst um.
Nachdem ich diese unter die Lupe nahm, entpuppte sich die Angst als  Trennungsangst. Das war stimmig und damit konnte ich viel besser umgehen  und meine Angst und frühen verdrängten Schmerzen intensiv fühlen und liebevoll annehmen. Diese Annahme wiederum transformierte die Trennungsangst  in eine neutrale Bindungslosigkeit. Mit solchen Akten der Annahme wurden nach und nach sämtliche Ängste ans Licht des Tages geholt und aufgelöst.
Ich möchte noch hinzufügen, dass ich keine Anleitungen zur Transformation gelesen hatte, alles entwickelte sich letztlich aus der Kapitulaltion des Ichs und  der Hingabe an den Prozess aus sich SELBST heraus. (Vor allem lief alles über das Fühlen, ich fühlte den Worten, den abwertenden und aufwertenden Begriffen nach,  mit denen mich identifiziert war.)
 Damals konnte ich nicht in Worte fassen, was sich da in mir erereignete. (Gepostet am 15.07.2014 im Allmy-Forum)


Nimm dir das Leben

Als ich heute durch den Wald ging und ein paar Himbeeren pflückte und aß, fiel mir wieder einmal mehr die Leere auf, mit der ich die Natur betrachte und dass es daran liegt, dass kein Begehren mehr da ist.
Früher nahm ich immer Tüten mit, mit dem Ziel die Beeren pfundweise nach Hause zu tragen, heute pflücke ich mir ein paar süße Himbeeren am Wegesrand und esse nicht mehr, als sich mir gerade bietet, ohne gezielt zu suchen.
Ich suche gar nichts mehr im Außen..

Früher waren meine Augen immer auf der Suche, irgendetwas mußte ich immer mitnehmen aus dem Wald, irgendetwas brauchte ich immer, egal, wo ich war...
Immer ging es ums Habenwollen, ums Genießen, und wenn es eine schöne Aussicht war... Jetzt genieße ich nichts Äußeres mehr, alles wird mir von Innen her geschenkt.

In meiner frauenbewegten Zeit hieß ein Slogan: Wer nicht begehrt, der lebt verkehrt. Was mir im späteren spirituellen Kontext ein verwirrender Widerspruch schien, hatte damals durchaus Sinn. Die vor allem "schwarzpatriarchalische" Domestizierung und Zucht und Ordnung-Dressur hatte uns das Begehren ausgetrieben. Und so begann ich das verbotene Wollen, das  Begehren aus der Verdrängung zu befreien, ein Begehren, welches sich nicht auf Männer reduzierte bezw. auf Sexualität, sondern die ganze Welt umschloß. Reaching out, nannte ich es - oder Nimm Dir das Leben!
Schattenarbeit: Bevor das Begehren, das Wollen und Wünschen transzendiert werden kann, muss man es sich zunächt einmal bewußt machen - den meisten Menschen wurden ihre natürlichen Triebe des Wollens und Begehrens nämlich in der Kindheit ausgetrieben. Schattenarbeit resp. Schattenintegration ist die Weise, auf die das ("labilste") Ich stark genug wird, um schließlich transzendiert und auf einer höheren Stufe wiedergeboren zu werden.


Das Gute im Schlechten

1970 bekam ich während der Schwangerschaft eine Thrombose. Wegen vorzeitigem Blasensprung mußte ich ins Krankenhaus.  Ich durfte wochenlang nicht aus dem Bett steigen, nur im Halbsitz essen.. die Schmerzen und die Schwellung am Bein hat man nicht ernst genommen.  Erst nachdem das Kind geboren und ich entlassen war und wieder laufen durfte, schwoll das Bein wie verrückt an und ich bekam Zinkleimverbände. Fortan litt ich unter Postthrombotischem Syndrom und ein Krankenhaus-Arzt sagte mir anläßlich eines wiederholten Erisypels (Blutvergiftung) am li. Bein , ich müsse unbedingt auch kleinste Verletzungen an den Beinen vermeiden und außerdem damit rechnen, jederzeit eine Lungenembolie zu bekommen. Hah!
Dieser "fürsorgliche" im Grunde unverantwortliche ärztliche Rat hat mich dahingebracht, mich bei jedem Beinschmerz dem Tode nah zu wähnen, was sein Gutes insofern hatte, dass ich mich noch intensiver mit Tod und Sterblichkeit auseinandersetzte und somit meine Bereitschaft der Hingabe und des Loslassens trainierte.

Unbeschreibbar

Die Unbeschreibbarkeit des Seins jenseits von Ego sorgt ob ihrer Paradoxität immer wieder für heftige Reaktionen unter den Gutmensch-Spiritanten und -spiritussen.
Beispiel:
Es gibt nichts mehr, was ich gerne tun würde.
Es gibt aber auch nichts mehr, was ich nicht gerne tun würde.
Bei Punkt 1 schreit der Spiri-Gutmensch laut auf: Das ist nicht erleuchtet, das ist unmenschlich! Punkt zwei dagegen akzeptiert er ohne weiteres...

Es gibt nichts mehr, was ich über mich aussagen könnte. Ich kann z.B. nicht einmal sagen, dass ich mich wohl fühle, weil es keinen Augenblick gibt, in dem ich mich unwohl fühlen würde. (Wohlfühlen bezieht sich hier auf das psychische, nicht auf körperliches Wohl- oder Unwohlsein, das kommt mitunter auch vor.)
Ja, und deshalb kann ich über mich auch nicht aussagen, dass ich erleuchtet wäre!  D a s   ist der einzige Grund, warum sog. Erleuchtete nichts über ihren erleuchteten Bewußtseinszustand aussagen können!
Aber auch daraus hat das niedrige Ego-BW wie es seine Art ist, eine moralitäre Verhaltensvorgabe gemacht,ein Kriterium, ein Merkmal von Demut vor Gott, aber besonders vor den Menschen: Ein wahrhaft Erleuchteter sagt niemals, dass er erleuchtet ist. Denkt man.. - ein Erleuchteter sagt aber auch niemals, dass er  n i c h t  erleuchtet ist, LOL!


Der Begriff der Erleuchtung

ist mittlerweile so abgelutscht und abgegriffelt, dass keiner ihn mehr in den Mund nehmen mag.
Ich selbst habe zwischen Erwachen und Erleuchtung nie einen Unterschied gemacht. Die erste Erleuchtung oder ein erstes Erwachen zu meiner "wahren Natur" war vor vielen Jahren die Erfahrung des Ur-Geborgenseins in der bedingungslosen Kosmischen Liebe,  - eine tiefgreifende und umwälzende Erfahrung, die der bedingungslosen Kapitulation des Egos entsprang. Diese Erfahrung ebnete  mir den Weg zu dem, was man auch Bhakti-Yoga nennt, den Weg der Hingabe - meine Hauptstraße, in den alle anderen sog. Yoga-Wege einmündeten und sich zu einer Einheit verbanden.
In meiner Definition von Erleuchtung gibt es nichts als "Geistesblitze". Am Anfang hauen sie dich noch um, später, param advaita,  wird es zum ganz "gewöhnlichen" SEIN.

Paradox: Ess ist keineswegs so, dass, wie man allgemein glaubt, das Unbeschreibbare in jeder Hinsicht jenseits aller Worte wäre. Es gehört zur intellektuellen Integration, dass man die geistigen Erkenntnisse soweit als möglich in Klarheit und Wahrheit wiedergeben kann.


Lüge und Wahrheit

Zum Video Forum Erleuchtung 2013. Gleich zu Anfang höre ich von einigen der Lehrer-Teilnehmer, sie könnten seit ihrem Erwachen nicht mehr lügen. Immer wenn sie lügen wollten, kämen sie ins Stocken: ... äh...äh... (Publikum lacht)
Ich kann nicht mehr lügen... Tja - das kann nicht anders als gelogen sein...LOL!

Ich drücke es mal so aus:
Im Sein jenseits von Ego hast du keine Angst mehr, deshalb fällt der meiste Grund fürs Lügen einfach flach. Du sagst spontan die Wahrheit oder auch die "Unwahrheit".
Weil: Man nimmt es,  - um es ausnahmsweise einmal mit Edgar Hofer zu sagen - "nicht mehr so genau".  Fragt mich jemand, ob ich verheiratet bin, was öfter vorkommt, dann sage ich mal ja, mal nein. Tatsache ist, dass ich seit über 10 Jahren in "Trennung" lebe und mein Männlein in Algerien so tief verschütt' gegangen ist, dass es die Scheidungspapiere nicht unterschreiben konnte bzw. wollte  - und mir außerdem mein Status inzwischen ziemlich scheißendrrreckmirrregalllo ist.

In dieser Hinsicht mache ich also nicht mehr viele Worte. Als mich letztes Jahr mal jemand fragte, ob mein Begleiter (Kerl Allmächtig) , mit dem ich gesehen wurde, mein Ehemann sei, habe ich das kurz und bündig bejaht. Dies hat mir weder etwas gegeben noch etwas genommen (an Reputation z.B.)
Es ist gleich gültig, egal, was ich sage; ich habe einfach kein Image mehr zu polieren, weder den unverheirateten noch den verheirateten Status gibt es mehr zu verteidigen. Bis zu meiner Heirat am Vorabend der neuen Zeitrechnung, dem 10.September 2001 war ich stolz, eine ledige Mutter und "Freifrau" zu sein und dass ich tatsächlich geheiratet habe, hatte ich mir streckenweise sehr sehr übel genommen, so übel, dass ich nicht lange danach die Scheidung eingereicht habe und einen Haufen Geld dabei verloren habe... Finanziell gesehen war die Heirat und die noch nicht vollzogene Scheidung für mich ein reines Verlustgeschäft. Aber bei Gott, was diesbezüglich an innerer Auseinandersetzung ablief, läßt sich mit Geld nicht aufwiegen...! (Wie nicht anders von mir zu erwarten war, hatte ich einen ziemlich Pösen Puben geheiratet... LOL)

Um es kurz zu machen: Lüge oder Wahrheit - diese Frage hat sich jenseits von Ego total erledigt. Du sagst einfach, was dir spontan in den Sinn kommt, die relativen persönlichen Wahrheiten, an denen man so geklebt hat und mit denen man sich identifzierte, spielen keine Rolle mehr. Da ist weder ein Erklärungs- noch ein Rechtfertigungsbedürfnis... da ist kein Image, kein Selbstbild mehr, was es nach außen hin zu vermitteln und zu profilieren gäbe. Du bist ein "ungerahmter" Mensch ohne Eigenschaften und ob man dich für eine Madam oder eine Hure hält, ist dir jetzt Jacke wie Hose.

Und zu guter Letzt: Im Sein jenseits von Ego gibt es keine Automatismen und es ist tatsächlich gar nicht möglich, (spontan!) lügen zu  w o l l e n . Und da ist auch nichts, was dich in dieser Hinsicht stocken ließe. Wenn du tatsächlich lügen willst und du wirst dir dessen bewußt (äähm...usw), dann ist da einfach keine Spontaneität, sondern, wie es sich mir darstellt,  könnte das, was dich stocken läßt, immer noch eine gewisse Angst bzw. der reflektierende Verstand sein.

Ein Kriterium der Inneren Freiheit:
Im Sein bist du der relativen Wahrheit und der allgemeinen Moral nicht mehr zwanghaft verpflichtet, hier fallen Lüge und Wahrheit in die Rubrik der unstatthaften Wertung, genau wie Negativ und Positiv, Gut und Böse usw. - In der Leichtigkeit des SEINS ist das, was immer du auch spontan (!) tust und sagst, weder gut noch schlecht, sondern wohlgetan und wohlgesagt und überhaupt kein Anlaß, sich darüber Gedanken zu machen. Die Wertungen (schlecht oder gut)  kannst du getrost den anderen überlassen...LOL! BEsonders das spirit. Gutmensch-Ego wird sich deiner Worte und Taten  gerne annehmen und dich  der hybriden, anarchistischen Umtriebe zeihen... ha ha ha...


Und so sehe ich auch auf dem Forum Erleuchtung wie der Verstand des erlauchten Lehrergremiums wie es so seine Art ist,  zu Pauschalisierung und Verallgemeinerumg neigt:  "Man lügt nicht mehr", man tut dies und jenes nicht mehr... wobei man  übersieht, dass man jenseits von Ego im eigenschaftslosen Sein  per se keinerlei eindeutige Aussagen machen kann.

Man kann nicht mehr lügen...? Mir liegt es fern, die Menschen abzuwerten in ihren spirit. Erfahrungen oder Wahrnehmungen, aber grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass der spirituelle Sucher/Finder sich der Finten seines Verstandes solange nicht gewahr wird, als er noch nicht den finalen Tod gestorben ist. Wer wirklich über den Jordan und am Anderen Ufer angekommen ist, der kann sich m. E.  nicht mehr so schnell solcher Worte bedienen - auch wenn man es nicht mehr so "genau nimmt".
Der Verstand ist nicht nur ein flinker, sondern auch ein linker Geselle:  er fixiert aus deiner authentischen spontanen Erfahrung des "Nichtlügen-Könnens" - bessser gesagt, des Wahrheitsagens - sofort eine feste Eigenschaft: die des nicht-lügen-könnens. Deshalb wäre das "Stocken" sehr kritisch zu betrachten, möglicherweise handelt es sich schlichtweg um den  reflektierenden Verstand, der eine authentische Erfahrung für sich vereinnahmt und nun den Glaubenssatz (inclusiv "Gewissen")  übernommen hat, dass er nun nicht mehr lügen könne.
Im Sein, d.h. im GeWAHRsein sieht man nur Wahrheit und sagt man nur Wahrheit. Diese Wahrheit aber ist rein subjektiv und nicht von und vor anderen Menschen als Lüge oder Wahrheit verifizierbar. Das Wort "Lüge" ist hier absolut bedeutungsleer.

Es stimmt schon: Vieles kommt einem nicht mehr so ohne weiteres über die Lippen. Ich selbst gerate grundsätzlich dann ins Stocken, wenn ich über mich selbst sprechen will. Es wird mir immer unmöglicher, denn alles, was ich über mich sage, könnte ich sofort wieder dementieren, weil es fast zeitgleich als nicht wahr erkannt wird, LOL!
Wenn ich Abaelard beispielsweise erzähle, dass ich mir zwar über eine Operation der HWS-Spinalkanalstenose Gedanken mache, (machen  s o l l , sagte mir der Doc vorgestern, hahaha!) aber andererseits die Diagnose keine Rolle für mich spielt, weil ich nicht an Diagnosen "glaube", dann gerate ich in höchsten Erklärungsnotstand und ich fange an zu stottern, zu lachen und zu lispeln... es geht nicht, es geht einfach nicht mehr...ganz egal, was immer ich auch von mir sagen will.
Und doch kann der Verstand nicht von seinem Laster ablassen, zu erklären...  Das ist so, weil...
Erklären ist im Chinesischen ein Synoynm für vergeblich.
LOL!


Focussing!

Focussing war auch etwas, was sich bei mir infolge der permanenten Selbstbeobachtung von Selbst einstellte. Dies fiel mir auf, als ich vor vielen Jahren das Buch von E.Gendlin kaufte, um das Focussing zu erlernen. Ähnlich ging es mir Jahre später, als ich meine "Faulheit" zu überwinden trachtete und mich entschloss, endlich Achtsamkeit zu erlenen;  nach ein paar Seiten fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich das gar nicht mehr "üben" muss, weil ich es schon jahrelang praktizierte. Babylon... 

http://www.amazon.de/Focusing-Praxis-schulen%C3%BCbergreifende-Methode-Psychotherapie/dp/3608890629/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1405410546&sr=8-3&keywords=focusing+eugene+gendlin

Dass ich jetzt noch ein weiteres Mal auf  Focussing komme, habe ich Colin Wilson zu verdanken, der das Vorwort zu Stephen Wolinsky's Quantenbewußtsein schrieb. Das Buch nahm ich mir mit, als ich gestern zum Doc ging, um mir ein Massagerezept abzuholen und um die Wartezeit zu überbrücken. Gleich auf der zweiten Seite lese ich im Vorwort:

"Meiner Meinung nach ist eine der interessantesten Entwicklungen der letzten Zeit die Technik des "Fokussierens", die von Eugine T. Gendlin entwickelt wurde. Beim Fokussieren bringt man dem Patienten als Grundlage bei, in sich selbst u blicken und zu versuchen, das Wesen seines Unglücks zu "fokussieren" und es mit Worten auszudrücken. Das hat natürlich etwas gemeinsam mit Freuds "Therapie durch Gespräch", es ist eine Technik, die für Schriftsteller ganz natürlich ist -insbesondere für Lyriker: Man lernt, seine Probleme auf Papier auszugießen und sie so aus seinem System zu verbannen.

All dies zeigt, dass es so etwas wie "Originalität" in der Psychologie nicht gibt. Die Psychologie ist schließlich die Wissenschaft von der Seele und jeder, der zu einer genauen Beobachtung fähig ist, wird unvermeidlich dieselben fundamentalen Wahrheiten erkennen."

Colin Wilson, der das Vorwort schrieb ist übrigens der Verfasser von "The Outsider", deutsch: Außenseiter. Ob dieses Buch noch am deutschen Markt zu haben ist, weiß ich nicht, auf jeden Fall war es ein Buch, welches mich unwahrscheinlich gestärkt hat und mich auf "going my own way" hielt. Allen sog. Außenseitern, den  Menschen, die sich so fremd in dieser Welt fühlen, kann ich es nur wärmstens ans Herz legen.


Tat vam asi

Das bist Du. Auch das gibt es in zwei Versionen: Einmal im personalen Individuationsprozess, wo du dich mit allen Menschen identifizierst und alles, was Menschen im Guten wie im Bösen ausmacht, in dir selbst erkennst. Ist der persönliche Bereich, das Unbewußte letztlich geläutert und transzendiert erkennst du in der Einheit mit Gott: ICH BIN.
Das BIN ICH. In der Einheit gibt es keine Trennung, also auch kein "Du".
Die Tat vam asi-Erfahrung  entspricht sogesehen der ICH-BIN-Erfahrung in der Einheit mit Gott, bzw. der Erkenntnis, dass niemand anders als ICH Gott ist.



Mensch ohne Schatten?


Ein Mensch ohne Schatten bist du dann, wenn du ein Mensch ohne Eigenschaften geworden bist, bzw. dich als das göttliche eigenschaftslose  ICH-BIN-Bewußtsein nicht nur ein- oder zweimal im "Moment" erkannt, sondern auch  - param advaita - dauerhaft stabilisiert hast.
Vorausbedingung dafür ist, dass du deine Schatten, dein  Unbewußtes bewußt machst und integrierst. Daran führt kein Weg vorbei.

Interessant zu sehen, dass die Menschen mit den stärksten psychologischen Abwehrreaktionen am aggressivsten gegen Schattenintegration polemisieren. Der ideologisch dogmenverseuchte Spiri-Betonkopf leugnet schlichtweg, dass es bei ihm so etwas wie Schatten oder Unbewußtes überhaupt gibt. Sowas wie Schatten haben seiner Meinung nach nur andere, z.B. Leute, die in ihrer Kindheit "schwer auf den Deckel gekriegt" haben.  Die Häme, die mitunter daraus spricht, ist eine Verächtlichmachung aller Opfer (von Miißhandlung).  Pharisäisch sagt er im übertragenen Sinne: Herr, wie froh bin ich, dass ich  nicht so bin wie diese.
Ein solches Ego ist unfähig, zu erkennen, dass es selbst Opfer ist und sein ganzes Abwehrsystem im Dienste der Verdrängung eben dieser Hilflosigkeit und Ohnmacht  eines wehrlosen Opfers steht. Statt zu fühlen und bewußt zu machen,  projeziert er seinen Mangel und seine  Minderwertigkeitsgefühle und macht andere Menschen zu Opfern, indem er sie erniedrigt und sich auf ihre Kosten erhöht. Er hat keinen Zugang zu seinem Unbewußten, d.h. vor allem hat er keinen Kontakt mit seinem inneren Kind, dem Kind, was er einst war.  Deshalb auch muß er das innere Kind, das freie Kind in anderen bekämpfen: mit Häme, Spott und einer elitären Ansprüchlichkeit, der er selbst keineswegs zu genügen imstande ist.

Alles an ihm ist Pseudo: berechnende Pseuofreundlichkeit, Pseudointellektualität, Pseudogefühle, Pseudo-Spiritualität - alles in allem zeigt sich hier eine immense Gefühlskälte und eine geisterhafte innere Leere, die u.a. damit aufgefüllt wird, dass man sie spiritualisiert und damit zum Kult erhebt:

Auf diese Weise kann ein Neurotiker aus jeder  Not eine Tugend machen, z.B.. aus der Unfähigkeit, sich selbst zu fühlen und zu lieben macht er einen spirituellen Event der "Leere" und seine unheilige Gefühllosigkeit wird zur Heiligen Nüchternheit umgedeutet.
Und um sein Grab auch richtig schön zu tapezieren,  wird  eine  philosophische oder eine spirituelle "Schule", ein berühmter Name  (z.B. das Neo-Advaita, R. Balsekar, Nisargaddata usw.) ) dazu benützt, die Abwehr resp. Ego zu stärken, statt "konstruktiv" zu schwächen, wie es eine Schattenkonfrontation mit sich brächte.
Jetzt ist aus dem Herrn Jemand ein Herr Niemand geworden, und zwar einer, der was auf sich hält!
Ein getünchtes Grab.



Alles angelesen?

Klar habe ich viel gelesen, aber auch wenig verstanden, bzw. wo ich nicht intuitiv verstanden habe, da hatte ich mir meine Bilder/ Vor-Stellungen gemacht. Nun verifiziert sich alles "Angelesene" von innen heraus...

Es ist schon komisch, aus der Retrospektive zu sehen, dass ich früher wohl einiges über Transformation oder Psychosynthese und einiges mehr gelesen hatte, aber als ich mitten drin im Prozess war, erkannte ich von dem Gelesenen rein gar nichts wieder. Ich wußte nicht, dass ich mich z.B. in einem Schattenprozess befand - und dies auch deshalb, weil die Vor-Stellung und Bilder, die man sich beim Lesen macht, ganz und gar nicht der Wirklichkeit entsprachen.
Manchmal dauerte es Jahre und es dauert noch an, bis sich die Kluft zwischen der verkopften Vorstellung und der erfahrenen Wirklichkeit erkennend schließt.
Manchmal dauerte es sogar Jahre, bis ich das geeignete Wort für  die Vorgänge fand.

Heilung

Vollständig geheilt ist man, wenn man die psychologischen Abwehrmechanismen nicht mehr benötigt.
AMEN!



Selbstbezüglichkeit


Alles, was ich schreibe oder auch jemandem sage,  erkenne ich als selbstbezüglich, d.h. ich spreche und schreibe nur für mich, um  m i r   über die Dinge  Klarheit zu verschaffen. Es ist eine Art von Spiralen und ein Ringen um immer größere Klarheit.
Wenn ich mir z.B. jetzt gerade erzählen will, weshalb ich mich nicht mehr mit Büchern, Videos u.a. beschäftigen kann, dann nur deshalb, weil ich mir selbst klar werden will über den Gegenstand meiner Betrachtung und durch das Aufschreiben und Benennen auch häufig wieder völlig neue Erkenntnisse gewinne - ein Spiralen und ein Ringen um immer größere Klarheit (auch der Beschreibung).

Dass ich nach Input keinerlei Bedürfnisse mehr habe, beruht v. a. darauf,  dass mein Wissen nurmehr aus mir SELBST herauskommen will. Sicher lasse ich mich mitunter auch von außen befruchten, aber ich habe keinerlei "aktiven"  Wissensdurst mehr, keinerlei Neugierde, die von außen befriedigt werden wollte, weshalb Bücher für mich völlig uninteressant geworden sind. Ich will nicht mehr Wissen, als ich immer frisch und neu  aus mir selbst heraus gewinne.
Was Videos angeht, ist es nicht nur die CPU-Überhitzung, die mich davon abhält, länger als nötig reinzuschaun, sondern wie auch bei spirit. Büchern oder Forenbeiträgen setzt bei mir nach nur wenig Fremdtext sofort der Vorgang der Geisterunterscheidung ein, sobald ich auf eine Unstimmigkeit stoße - was mir wiederum als "Blogfutter" dient, d.h. aufgeschrieben werden will.... Wie überhaupt all mein Schreiben mir schon seit 60 Jahren nur dazu dient, mich SELBST mehr und mehr zu erkennen.
Manchmal ist es auch so, dass ich nach wenigen Minuten Text  angetriggert werde, aus mir SELBSt heraus den Faden, den ich im Außen aufgenommen habe, einfach nur weiterzuspinnen und -  aufzuschreiben.
Schreibend habe ich mich befreit und schreibend feiere ich meine Freiheit. Aus den frühren gemeinen Selbstgesprächen,  haben sich nun SELBSTgespräche der höheren Art entwickelt.



Ego, Gutmensch-Ego

Ein alter Bekannter brach den nach langer Zeit wieder aufgenommenen Kontakt zu mir ab, als ich ihm zu verstehen gab, dass seine edelsten Motive im Grunde selbstsüchtig seien.

Ein anderes "High-Light" brach den Kontakt ab, als ich ihm erklärte, sein Garten sei wirklich sehr schön und seine Beschneidung in der Tat FORM-vollendet, zeige mir aber, dass er die (wilde) Weiblichkeit in sich nicht integriert habe.
Außerdem sei er viel zu nett... Big Daddy... LOL




Karl Renz

Da läuft mir soeben der Zenblog über die Linse und ich lese erstmals, was K. Renz unter dem doch sehr unpassenden und mißverständichen Begriff der  Resignation versteht, den man bei seinen Anhängern öfters lesen kann.  Ich vermute mal, er meint dasselbe wie  Kapitulation (des Egos.) Aber bei Gott - "Resignation"  klingt so müde und sooo depressiv... jo, so ähnlich wie: Die Scheiße hört nie auf...LOL

Ja, das Ego kann durchaus des öfteren kapitulieren oder in selbstvergessenen Momenten beiseite treten, wenn es aufgehört hat, mit sich und anderen zu kämpfen...daher ist es durchaus möglich, dass ein Mensch dadurch auch öfter in das erwacht, was man SEIN nennt und sich der Seinsattribute seiner Wahren Natur bewußt wird: Alliebe, All-Präsenz, AllWeisheit
Wenn dieses Erwachen ihn jedoch nicht transfomiert und letztlich in ein dauerhaftes Gewahrsein bringt, dann bleibt er wie K. Wilber sagt, ein Tourist -  ein kleines VerstandesLicht ohne Strahlkraft.

Sonntag, 29. Juni 2014

So mancher Mensch hält für Marotte die Buddhaschaft und nennt's "Karotte"






Bücher

Wo ich mich mit Hesse, Kafka, Hölderlin, Nietzsche  uva. Schriftstellern und Dichtern im persönlichen Lebensschmerz des Einzelnen getroffen habe, so betrat ich mit Mary Daly zusammen den Bereich des kollektiven Schmerzes. (Wer ihre Bücher Jenseits von Godfather & Co., Gynökologie, Reine Lust, kennt und Mary Daly in die Tiefen des kollektiven weiblichen  Unbewußten folgen konnte, weiß wovon ich spreche.)


Wer den Weg der Individuation geht, wird nicht umhinkommen, sein Mann- oder Frausein aus dem kollektiven Menschheits-Blickwinkel heraus zu erfahren und den kollektiven Schmerz zu spüren. Nicht nur um die Person, sondern auch  die Welt so zu sehen wie sie "wirklich" ist,  - darum geht es in den Schattenprozessen, auch wenn die transformativen Prozesse auf einer höheren Ebene  diese Art der "Realität" wieder aufheben.

Wie mir meine "Feldforschungen" zeigen, handelt es sich bei den meisten sog. Spirituellen um Menschen, die sich in die Spiritualität flüchten, um sich nicht mit sich selbst und der Welt auseinandersetzen zu müssen.



Neo-Advaita


ist für mich eine Religion wie jede andere, solange es nur Gläubige und keine wahren Mystiker gibt. Auch eine Religion, die vorgibt, keine Religion zu sein, weil sie auf die üblichen konfessionellen Vokabeln verzichtet, ist dennoch eine, insofern sie dogmatisch an ihre sog. Wahrheiten glaubt. Da erscheint ihnen vielleicht nicht Gott, sondern "ES", weil es so nett neutral klingt.  Da ist man ja auch des Glaubens, dem  Meister, der per se überkonfessionell ist, würde auch das konfessionelle Vokabular obsolet.

Irrtum, lieber Mann. Im überkonfessionellen reinen neutralen Bewusstsein wird dir das konfessionelle Vokabular BEWUSST, da  werden die Worte zu Fleisch, da werden dir die konfessionellen Schriften jeglicher Religion  offenbart, in deiner Sprache: ES "erscheint" dir als die Bedeutung. Da  leuchtet dir die innere Wahrheit der Dinge und Worte  auf ... das Unbewußte entläßt seine Schätze...Jenseits von Ego gibt für mich nur Erscheinung im Sinne von Erleuchtung, "Aufscheinung" im Fokus des Gewahrseins, sonst nichts. (Verzeih mir, Herr Fredo, wenn ich mir eine kleine Umdeutung erlaube... lol)

Sowas wie die grundlose d.h. ursachenlose "Erscheinung" gibt es für mich nur jenseits von Identifikation. Dem Neo-Advaita-Dogmenjunkie, dem  Wut oder Ärger "erscheint", der hat nichts verstanden, denn er ist noch mit Wut und Ärger identifiziert, die allesamt eine Ursache haben. DAs Gewahrsein aber ist der Klebstofflöser, der jede Identifikation auflöst.

Ursachenlosigkeit  gibts nur, wo alle Ursachen "beseitigt" sind. Ursachenlose "Erscheinungen" gibt es daher m. E. nur im Gewahrseinsfokus. Wut kann dir nicht im Gewahrseinsfokus erscheinen, weil  n e u t r a l e  reine Bewußtheit m. E. so etwas wie Wut gar nicht wahrnehmen kann.
Weil: der Begriff "Wut" ist Bewertung, Wertung einer  im Grunde neutralen energetischen Wallung, die aber von einem wütenden Ego nicht neutral wahrgenommen werden kann.  Gewahrsein ist das, was die Wertung bzw. die Identifikation mit der Wertung  bewußt macht und dadurch die Identifikation (die Ursache)  auflöst, Klaro?

Nochmal: Was im Gewahrsein erscheint,ist per se ursachen- und grundlos, weil es jenseits der Identifikationen/Ego ist - das müßte mir jetzt langsam klar sein, LOL!  (Jaja, ich weiss jetzt schon, nur noch ein paar Windungen mehr und schon habe ich wieder den Knoten in der Birne und alle Klarheiten sind wieder beseitigt...ich glaub, ich  gehe besser mal  Kartoffeln schälen...LOL! Oder Shopping Queen angucken.)


Nach der Auferstehung


im Herbst 2011 war ich eine lange Zeit wohl überwiegend rechtshirnig gepolt, mir fiel es sehr schwer, die Beiträge im Forum in Gänze zu lesen und manchmal schien mir die deutsche Schriftsprache so fremd wie chinesisch, daher fiel es mir schwer, den Zusammenhang eines längeren Beitrages zu checken. Das Ausleseverfahren meines Minds war spontan:  Ein Wort oder Satz, der mich ansprang und sofort und ohne nachzudenken, schrieb es aus mir heraus Dinge, die ich in meinem Leben noch nie gewußt, gedacht oder gehört habe. Und ob das nun zum Thema passte oder nicht, war mir schnurzegal. Mittlerweile hat sich alles gelegt und ich bin wieder gut angepasst....LOL. Ich bin sogar wieder soweit, dass ich mir die Mühe mache, mir den Gesamtzusammenhang eines Beitrags zu erarbeiten - Igittigitt....

Außerdem war ich oft off topic mit meinen Kommentaren und fand das sehr lustig. (Vor allem fing ich plötzlich an zu dichten!) In meiner unkategorischen Grenzenlosigkeit  fand ich auch, dass ich meine Kommentare überall hin hätte posten können, sie paßten für mich in jede Allmystery-Kategorie. Das war eine sehr beschwingte Zeit. Diese Kundalini- Beschwingung und Leichtigkeit wurde wohl deshalb weniger, weil in den Foren eben das Linkshirn vorherrscht und ich mich darauf einlassen mußte, um mich einigermaßen verständlich zu machen. Mit der Zeit kam ich wieder "runter". Eigentlich bin ich nicht "unten", ich würde sagen, dass ich jetzt ausbalanciert bin... aber ständig high zu sein, war schon "cool". Man könnte es vielleicht mit einer Manie vergleichen, nur ohne psychische Erregung und die ganze üble Symptomatik.
Jetzt nach 3 Jahren hat sich der Hype gelegt, der Flow aber blieb.


Ein "Meister",


der sich noch in die Stille und Meditation zurückziehen muß, um sich zu sammeln, ist kein Meister. Dem wahren Meister ist es Jacke wie Hose, wo er sich aufhält, er ist immer in Meditation. Das heisst, er kann mit Leichtigkeit aus dem diskursiven Denken in den Vertikalen "Quellmodus" wechseln. Da brauchts kein Sitzen, keine besonderen Techniken mehr, es geschieht ohne Mühe ganz von SELBST. Wo das Gewahrsein noch nicht marktplatzkompatibel ist, kann man nicht von Meisterschaft sprechen. Da ist der finale Kampf noch nicht gefochten.
Ein Meister ist für mich der, der den finalen Kampf gekämpft hat und den letzten Tod gestorben ist;  einer,  der  "jenseits von Erleuchtung" - Param advaita ist...der über den Jordan ist und das "Andere Ufer" erreicht und damit das erreicht hat, was ich bislang Permanentgewahrsein nenne und bei Ken Wilber "permanent adaptation" heißt, wie ich heute zufällig auf Facebook gepostet bekam.

Recht eigentlich gesehen, fängt die  Meisterschaft erst hier an. Erst hier beginnt für mich der Pfadlose Pfad. Was das Substantiv Meisterschaft  impliziert, entspricht nicht der WIRKLICHKEIT des fliessenden Lebens. Der Begriff der Meisterschaft gaukelt eine Fertigkeit, Perfektion und Vollkommenheit vor, die es  so (für mich) nicht gibt.
Das Meistern hört nicht auf: Da es in der Offenen Weite des  Pfadlosen Pfads um kontinuierliche Bewußtseinserweiterung geht, d.h. schlecht ausgedrückt, um so etwas wie eine  kontinuierliche Vergrößerung des Gewahrseinsfokus, - würde das Verb "meistern" die Sache weit besser ausdrücken, da der  wohl unendliche Prozess der "Gottwerdung"  bzw. das Meisterwerk der Vergöttlichung (resp. Vermenschlichung)  unaufhörlich "gemeistert" werden wird.



Neo-Advaita

Ich weiss nie so recht, wie ich das verstehen soll, wenn ich immer wieder höre,  dass man "nichts tun" kann. (kann?)  Also bleibt mir nur die Vermutung.
Es gibt also für mich zwei Möglichkeiten das zu verstehen: Einmal, dass man glaubt,  gegen das, was immer auch  "erscheinen" will, könne man nichts tun...oder zum anderen, dass es sich nicht lohne, sich in Richtung Spiritualität, Bewusstseinsentwicklung usw. überhaupt zu bemühen, weil das Ich als Macher der Motor dieser Bestrebungen sei.
Beides ist m. E. falsch und einseitig gedacht.
Sagen wir mal, da "erscheint" bei jemandem so etwas wie Wut oder Ärger, wie ich das des öfteren schon gelesen habe - dann ist der Mensch sich dessen zwar bewußt, aber nicht gewahr. Wo die simple Aufmerksamkeit des Egos mit Gewahrsein verwechselt wird, glauben dann die Leute, dass ihnen der Ärger im Gewahrseinsfokus erscheint.
Was im Gewahrseinsfokus auch immer erscheint, wird immer auf neutrale unberührte und gleichmütige Weise wahrgenommen! Es ist unmöglich, im  Gewahrsein wütend zu sein oder so was wie Wut wahrzunehmen!


Im spirituellen Kontext liegt das Tun wohl eher im Lassen. Man kann gegen Wut und Ärger durchaus etwas "tun" und die Waffe heißt: Achtsamkeit und Annahme. Achtsamkeit heißt, etwas zu lassen und zwar die Aufmerksamkeit aus der äusseren Welt abziehen und nach innen richten, Selbstbeobachtung auf die Gedanken und Gefühle, den Körper. Was nicht heissen soll, dass ein Mensch  die Aussenwelt vernachlässigen soll. Das darf er schon deswegen nicht, auf dass er sich nicht in den Innenwelten verliere.
Wer achtsamkeitsgeübt ist, den führt die Achtsamkeit ziemlich schnell  h i n t e r  die Wut zu dem grundlegenden Schmerz bzw. Angst. Das nennt man Schattenarbeit. Aber gegen diesen Begriff sind die Neo-Advaita-Anhänger höchst allergisch!

Was mir aber ziemlich dubios vorkommt, dass - nach Berichten ihrer Anhänger -  sogar fremd- und selbstzerstörerische Verhaltensweisen ("Erscheinungen") und neurotische Reiz-Reaktionsmuster unter dem Aspekt des Nix-Tun-Könnens  "erscheinen" dürfen, Das bedeutet im Klartext: der Schatten wird voll ausgelebt, statt transformiert.
Das sei eben so, sagt der Neo-Advaita-Mensch, das sei determiniert und so wolle "ES" eben erscheinen.

Es ist aber unmöglich, dass man von der Person (Ego)  desidentifiziert  und gleichzeitig der unbewußte Roboter ist, der nur nach dem (neurotischen) Reiz-Reaktions-Muster reagiert und nichts gegen seine Automatismen tun kann.
In der Tat wird mir die Resignation unter dem Aspekt des "Nix-Tun-Könnens"  verständlich. Dieses Nixtun-Können klingt tatsächlich so resignativ, als wäre man unveränderbar auf den Alten Adam festgelegt.
Im neutralen Gewahrseinsmodus ist es keineswegs so, dass man nichts tun  k a n n  ,sondern dass man nichts gegen die "Erscheinungen" tun  m u s s!  Und zwar deshalb, weil kein Widerstand da ist, nur Gleichmut. Du  - bzw. das Gewahrsein - bist einfach nur ein Beobachter. Du BIST Gewahrsein und für Gewahrsein gibt es niemals etwas zu "tun", weil alles ok ist, so wie es ist. Da muss nichts verändert oder verbessert werden. Du bist aber beileibe kein Faulpelz: Das, was du tust, tust du, ohne zu tun, d.h. ohne Absicht und ohne willentliche Planung. Und ganz egal, ob andere dein Tun für einen Fehler oder gar für Unmenschlichkeit halten -  das Tun des Wahren Autopiloten liegt jenseits von richtig und falsch  -  sein Tun wie auch sein  Lassen ist in jedem Falle wohlgetan.



Ken Wilber



"There are four major stages of spiritual unfolding: belief, faith, direct experience, and permanent adaptation: you can believe in Spirit, you can have faith in Spirit, you can directly experience Spirit, you can become Spirit. Meditation is not primarily uncovering the repressed unconscious, but allowing the emergence of higher domains--which usually leaves the lower, repressed domains still lower, and still repressed. Well, the point, of course, is to take up integral practice as the only sound and balanced way to proceed. If you are interested in genuine transformative spirituality, find an authentic spiritual teacher and begin practice. Without practice, you will never move beyond the phases of belief, faith, and random peak experiences. You will never evolve into plateau experiences, nor from there into permanent adaptation. You will remain, at best, a brief visitor in the territory of your own higher estate, a tourist of your own true Self."
--Ken Wilber, One Taste

deutsche Übersetzung, (in Klammern meine Anmerkungen)
"Es gibt vier Hauptstufen der spirituellen Entfaltung: Glaube, Vertrauen, direkte Erfahrung und permanente Anpassung: Du kannst an den Geist glauben (für wahr halten), Du kannst  den Geist direkt erfahren (Gipfel- und Plateauerfahrungen) und letztlich kannst du zum Geist werden.
Meditation allein ist nicht imstande, das verdrängte Unbewußte aufzudecken, sie erlaubt zwar den Zugang zu höheren Ebenen - das Unbewußte aber bleibt weiterhin unterdrückt.
Der Punkt ist: Der einzig vernünftige und ausbalancierte Weg, um spirituell voranzuschreiten  ist,  eine  integrale Praxis aufzunehmen. Wenn du  an  transformativer Spiritualität interessiert bist, finde einen authentischen Lehrer. Ohne (integrale) Praxis wird es dir niemals möglich sein, die 4 Phasen von Glauben, Vertrauen und zufälligen Gipfelerlebnissen zu übersteigen. Du kannst weder  Plateauerfahrungen entwickeln noch den permanenten Anpassungszustand erlangen können. Im besten Fall bleibst du jedoch nur ein flüchtiger Besucher, ein Tourist auf dem Territorium deines Wahren Selbst.

- Ken Wilber, One Taste


Praxis

Was die sog. spirituelle
Praxis angeht, so war mein Weg neben der Achtsamkeit primär die Hingabe an die Achtsamkeit  und Selbstannahme (Bhakti-Yoga) und des Studiums der Schriften (Jajna-Yoga), daraus hat sich alles andere  (Rajna-Yoga und Karma-Yoga) aus sich SELBST heraus ergeben. Eigentlich sind diese 4 Yoga-Formen keine getrennten Entitäten oder Wege, die man strikt begehen könnte, sondern sie bilden eine ineinanderverwobene Einheit,  permanent beeinflussen sie einander...
Natürlich hatte ich damals keine solchen Namen für das, was mit mir geschah, auch wenn mir diese Begriffe bekannt waren...  Bewußt war mir jedoch, dass die Art der Verarbeitung des Unbewussten auf 4 verschiedene Weisen stattfand: auf der Gefühlsebene, auf der Ebene des Denkens, des Empfindens und der Intuition. Die Dinge, die ich auf meiner inneren Reise erfuhr liessen sich von mir auf 3 versch. Arten deuten:  philosophisch, exegetisch, tiefenpsychologisch/mystisch.

Erst retrospektiv konnte ich das in ein spirituelles Vokabular einordnen. Heute erklären sich mir solche Begriffe wie Karma oder Jajna-Yoga usw. von innen heraus. Es ist ein Akt der Wiedererkennung.
Als Karma-Yoga würde ich den Weg der Individuation bezeichnen, die Arbeit mit den verdrängten Inhalten des personalen Unbewußten.



Der Vowurf,


dass ich nur einen Weg und zwar den meinigen gelten lassen würde, wurde mir niemals erklärt und begründet.  Deshalb vermute ich mal, dass man damit die Schattenintegration meint, deren Notwendigkeit ich nie müde werde, zu verteidigen. Der Vorwurf entstammt ganz klar der Angst. Allein das Wort birgt für manche schon ein Krisenpotential, so aggressiv wird mitunter die Nichtnotwendigkeit von Schattenarbeit resp. Individuation propagiert. Aber wie Ken Wilber es oben kurz und bündig formuliert hat: derjenige, der seine integrale Arbeit nicht macht, bleibt nur ein spiritueller Tourist.



Kommentar zu Nytia's Blogpost

Danke. Gestern hatte ich  nach Texten von Werner Ablaß gesucht, - gut ich suche nie länger als 5 Minuten - aber ich fand nur Videos und  "Inspirationen", für deren Genuß  man wohl bezahlen muß. Deshalb mein Dank dafür,  dass du mir einen Einblick in seine Glaubenswelt geliefert hast. Wobei mir auch durch deinen heutigen diesbezüglichen Blogpostkommentar dazu noch zusätzlich ein paar Lichter aufgegangen sind.
http://satyamnitya.wordpress.com/2014/06/26/werner-ablass-das-ist-der-irrtum/#respond


Werner Ablaß: Es gibt keine Menschen, es gibt nur Bioroboter, die nur das tun,wozu sie bestimmt sind.
Wenn das die ultimative Ansage eines sog. "Meisters" ist, dann gute Nacht! Recht gut passt dazu auch der Kommentar Nytias, der endet:
...(wenn schon niicht Hunde und Hundebesitzer) ...warum sollte ausgerechnet der Olle Nytia über seinen Genen und seiner Konditionierung stehen? Da fängt für mich die Karotte an, aber hallo. Und was für eine. Die dickste spirituelle Karotte, die man sich vorstellen kann."

Wie tragisch aber auch,  dass der Olle Nytia", der hier so hyperbescheiden miit einer Karotte kokettiert, sich unglücklicherweise nicht bewußt zu sein scheint, dass das, was er für eine "Karotte" hält, die einzige Rettung ist für den NytiaRobot.
Richtig ist zwar, dass der Nytia als der Robot, der er ist, nicht in der Lage ist, seine Gene und Konditionierungen zu deprogrammieren  bzw. zu transzendieren- - - aber für solche Dinge haben wir doch den Lieben Gott, Nytia!

Hallo Du Kleingläubiger, hast du noch immer nicht begriffen, dass der GEIST über der Materie steht??? Sogar der Olle Paulus hatte manchmal recht, z.B. wenn er sagt, dass der GEIST  die Natur überwindet? Dass "in Christus" (Wahres Selbst) die Natur überwunden ist?
Hier wird von dir ausnahmsweise mal Glaube gefordert. Der "Rechte Glaube". Ein blinder Glaube...

Es gibt  immer wieder Etappen auf dem inneren Weg, da kannst du gar nicht anders als blind zu glauben und blind zu vertrauen. Hast du einmal auf die innere Frage:  Willst du geheilt werden? mit Ja geantwortet, gibts keinen Weg mehr zurück. Blind glauben, blind vertrauen - im Reich der Schatten nämlich gibt es so etwas wie Gott nicht, da gibt es absolut keinen Halt - deshalb blind....
Und  nein, dem Werner Ablaß traue ich unbedingt zu, dass er nicht aus Ramesh Balsekars Erkenntnissen ein Konzept basteln muss, er ist m. E. durchaus fähig, dasselbe aus den eigenen Erkenntnissen zu tun. LOL



Was ist eine "Karotte"?

Der Überlebenstrieb ist der Hauptmotor des Egos,  - der Selbstbehauptungsdrang des Egos steht nur im Dienste des Überlebens. Dieser Trieb ist eine Konditionierung, die im Laufe des spirituellen Entwicklungsprozesses(Individuation/Transformation) grösstenteils aufgelöst wird. Das äußert sich darin, dass du dich nicht mehr angegriffen fühlst, dass du wehrlos bist, dass du dich nicht mehr um den nächsten Tag sorgst, dass es dir an nichts mehr mangelt, nichts brauchst, frei von sämtlichen Bedürfnissen und Bedürftigkeiten... FröhlichFreiGewissenlos verschwendest du keine Gedanken mehr daran,ob du jetzt gut und richtig oder böse und falsch gehandelt/gesprochen oder geschrieben haben könntest... Kein Sicherheitsdenken mehr... die Moral ist den Bach hinunter...lol! Die Dinge sind nun  wie sie halt "so" sind... was heißt, du kennst so etwas wie Probleme gar nicht mehr...
So ist das Leben im Permanentgewahrsein - im ewigen Hier und Jetzt...und noch viel mehr!  Wozu braucht es hier so etwas wie Selbstbehauptung?
Bist du dir wirklich sicher, dass  diese wundervolle Aussicht eines permanenten Gewahrseins  (oder wie Ken Wilber sagt,  eine "permanent adaptation")  - eine unerreichbare "Karotte" ist? Eine Illusion, eine Marotte? Meinst du das? Oder habe ich dich nur falsch verstanden, du Undurchsichtiger, du... :-)

Die Karotten-Symbolik soll übrigens nur besagen, dass du Erleuchtung nicht erlangen kannst, solange du nicht erkennen kannst, dass es deine Vorstellung von Erleuchtung ist, der du hinterherjagst. DAS ist die dicke Karotte! (Die allerdickste Karotte ist natürlich deine Vorstellung, die du dir aufgrund meiner obigen Schilderung machst!!!LOL! Nichtsdestrotrotz kann Buddhaschaft zu deinem Sein und Sei-en werden, wenn du jegliche Vorstellung davon aufgibst...lol..)

Wer egolos ist, der ist auch seiner Programmierungen ledig, besonders der neurotischen Konditionierungen. Logo, oder? Das heißt paradoxerweise aber nicht, dass sich sein Verhalten völlig ändern würde.Viele (selbst- und fremdzerstörerische) Verhaltensweisen sind durch den Heilungsprozess geheilt worden, viele Verhaltensweisen bleiben aber auch. Wenn dein konditioniertes  Reiz-Reaktions-Muster noch funktioniert, kannst du nicht von Egolosigkeit sprechen, ebensowenig wenn deine psychologische Abwehrstruktur noch intakt ist. Das alles sind Konditionierungen, die durch den Prozess der Individuation geheilt werden. Deprogrammierung ist immer Selbstbilddemontierung. DAS TUT WEH! Und deshalb haben sie alle solch eine Heidenangst vor ihren Schatten.
Klar funktioniert der Überlebenstrieb noch insofern, dass ich i.d.R. immer noch bei Rot über eine verkehrsreiche Strasse gehe...usw... Wie ich reagiere, wenn mich ein Hund beißen würde? Keine Ahnung, mit Hypothesen und Zukunftsvisionen beschäftigt sich der metaprogrammierte Mind im Hier und Jetzt nicht wirklich ernsthaft...LOL.
Was im Buddhismus die Todlosigkeit und im Christentum die Unsterblichkeit ist ein Bewußtsein der psychischen Unverletzlichkeit, dieses Bewußtsein ist nicht zu erlangen, solange man noch irgendwelchen Glaubenssätzen und  Vorstellungen von Karotten bzw. Erleuchtung anhaftet.
Das Determinations- bzw. Verantwortungslosigkeitskonzept des  Werner Ablaß und der kleingläubige Nytia zeigt mir nur eins:da hängen dem Fuchs die Trauben der Transformation  zu hoch.
Deprogammierung heißt ja nicht nur, von persönl. bzw. gesellschaftlichen Konditionierungen geheilt und befreit zu werden, sondern auch vor allem vom Bewußtsein der Trennung.  Diese Deprogrammierung geschieht in der Erkenntnis, dass es keine Gegensätze gibt, bzw. in einem kontinuierlichen Vereinheitlichungsprozess der Gegensätze.
(Jaja, ich weiss, dass du weißt, dass es nichts zu vereinigen gibt, weil es nichts als Einheit gibt, ich weiß aber auch, dass dieses Wissen nicht dein SEIN/Sei-en ist, sondern nur in deinem Kopf steckt...)

Nochmal Werner Ablaß: Es gibt keine Menschen, es gibt nur Bioroboter, die nur das tun,wozu sie bestimmt sind.
Das ist insofern richtig, als es sich dabei um den normopathischen unfreien, d.h. untransformierten Menschen handelt. Zur inneren Freiheit des wahren Menschen muss man reifen. Diesen spirituellen Reifungsprozess nennt man auch Individuation.
Ich denke mal, dass der Satz von W.A. aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Mit ein bisschen bösem Willen, ließe dieser Satz sich nämlich auch so verstehen, dass es die Bestimmung des Menschen ist, ein Roboter zu sein - ein fester Glaube, der so scheint es mir, nicht nur in Neo-Advaita-Kreisen sehr verbreitet ist.
Oder habe ich dich  falsch verstanden, du Undurchsichtiger?? Scheinbar nicht, denn auf Steine böse zu werden und hinterher darüber zu lachen, das kann jeder und tut hoffentlich jeder, - ein kleines bisschen Restvernunft traue auch ich dir zu oder willst du, dass ich dich einen Psychotiker nenne?
Werner Ablaß und all jenen Neo-Advaita-Jüngern bzw. all denen, für die  Transformation ein Fremdwort ist und Permanentgewahrsein  (permanent adaptation) eine Hybris, denen wird Verwandlung/Individuation solange verwehrt werden,  als sie der  Stimme ihres Herzens , die sie ununterbrochen fragt: Willst du geheilt werden? nicht gewahr werden.

Und sie können dieser "Stimme" solange nicht gewahr werden,  als sie an ihren irrigen Glaubenssätzen festhalten! Wer Glauben und Vertrauen auf Heilung für eine Karotte hält, für denwird es auch keine "alchimistische Verwandlung", d.h. keine bleibende innere Befreiung geben.
....und solange bleibt der Mensch im besten Falle ein Besucher, dem ab und an mal ein flüchtiger Blick in die Heilige Kammer seiner Seelenburg werfen gegönnt ist,  - ein "Tourist", wie es Ken Wilber oben ausdrückt,  - dem nichts übrigbleibt, als weiterhin die Landkarte für das Territorium und den Finger, der auf den Mond zeigt,  für den Mond darselbst zu halten.


Ein Meister

der nicht Permanentgewahrsein erlangt hat, ist kein Meister. Nach meinen "Feldforschungsergebnissen" tummeln sich auf dem Spiri-Marktplatz  99,9% "Touristen" inclusiv ihrer sog. Meister.
Die Abneigung gegen Ken Wilber und sein integrales Modell wird mir immer klarer. Die teilweise aggressive Aversion gegen ihn ist Schattenprojektion und daher in den meisten Fällen wohl nichts anderes als Angstabwehr und Abneigung gegen den mühsamen Prozess der SELBSTverwirklichung (Transformation). Ganz klar auch , warum der intellektfeindliche "Herzensmensch" die Facebook-postings, die ich manchmal über die Ken-Wilber-FB-Seite beziehe, nicht "liked".


Ich lese gerade:

Passen Sie Firefox mit Ihrer Nationalflagge an und feiern Sie den weltweiten Gemeinschaftsgeist.
Ja, wie erst wäre der GemeinschaftsGeist ohne den Nationalgeist?



Identifikation


Es gibt vermutlich nur sehr wenige unter meinen Lesern, die klar sehen,  dass ich nicht gegen Personen "kämpfe", sondern gegen irrige Glaubenssätze, die von manchen Personen vertreten werden. Das sind jene, die imstande sind, die Meinung von der Person zu trennen.

Die meisten Spiris sind jedoch wie jeder Otto- Normal-Mensch  mit ihrer Meinung, ihrem angelesenen Wissen und/oder  ihren Konzepten noch immer identifiziert, und zwar derartig,  dass sie sich auch mit jenen identifizieren, die ihrer Meinung nach angegriffen werden. Das Gros meiner Leser zähle ich zu letzteren, denn immer wenn in meinem Blogpost ein Name auftaucht wie Fredo, Frau Gott oder Nytia schnellen die Klicks in die Höhe.
Wenn mir dann auch noch einer kommentiert:" Da war aber jemand sauer..." dann erkenne ich, dass derjenige  mit dem "Angegriffenen" identifiziert ist und sich im (neurotischen) Leid mit ihm verbrüdert hat. Das kann und darf er ruhig tun - solange er sich dabei nur nicht für "erwacht" hält.

Nochmal: Du kannst dich mir gegenüber äußern, wie und was immer du magst - nur darfst du von mir niemals erwarten, dass ich deine Projektionen und Identifikationen (immer) unter den Teppich der Verdrängung kehre. Verdrängung ist  mir erstens gar nicht mehr möglich und zweitens sehe ich i.d.R. keinen Anlaß, dich zu schonen. Der schöne Spruch: Wer austeilt, muß auch einstecken können findet hier durchaus seine berechtigte Anwendung,  - was heißt,  ich spiegle dir nur deine Projektionen und Identifikationen zurück. Das tue ich aber keineswegs für dich oder gegen dich, sondern rein selbstbezüglich nur für mich. Das sind meine Lektionen, die ich sozusagen "lernend lehren" oder "lehrend lernen"muß und hat mir dir nicht das geringste zu tun.
Wenn du meinen Blog unbedingt lesen mußt, wird es nicht ausbleiben, dass du dir "jeden Schuh" anziehen wirst -und glaub mir: es ist in den meisten Fällen immer was dran, zumindest, wenn es um das normopathische Allgemeinmenschliche geht. Dass du das alles höchstpersönlich nehmen wirst, bleibt nicht aus, das ist auch mir früher so ergangen.

Apropo Identifizieren: Was der Doktor immer gerne verschweigt: dass sich so gut wieder jeder angehende Mediziner mit dem ganzen Pschyrembel identifiziert.
Es gibt aber nicht nur auf körperliche Krankheiten fixierte Hypochonder...