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Dienstag, 12. August 2014

Von Satkara R. Balsekar droht der frommen Sucherschar bös' Nihilismus und Gefahr


 
Ramesh Balsekar




Efflux


Auf dem Abstieg  (Efflux) in die Welt, - der Rückkehr, der Wiedergewinnung der Welt nach der geistigen Wiedergeburt offenbart sich  nicht nur die absolute WAHRHEIT, sondern auch die relativen Wahrheiten. Die Welt oder das Ich wird von innen her geschaut, durch-leuchtet und verstanden. Die Welt, der Kosmos in mir und aus mir SELBST heraus... ICH im ALL-EINS-SEIN.


Das ICH durchschauen, heißt die Welt und ihre Objekte in mir, aus mir und durch MICH SELBST durchschauen. Dass bedeutet vor allem erst einmal das Menschliche, die Psyche zu durch-leuchten. (Ich = Welt!.)
Von innen heraus siehst du die Welt und ihre Dinge in ihrer Wahrheit. Eigentlich gibt es hier weder eine absolute noch eine relative Wahrheit. Es gibt einfach nur Wahrheit (nur die Sprache muss wie immer Unterschiede/Trennung machen). Besser: GeWAHR-SEIN. Ob ich Wahrheit oder Wirklichkeit dazu sage, ist Jacke wie Hose.

Alles findet gleichzeitig statt,  bzw. alles  ERKENNE ich als gleichzeitig stattfindend, alles was der an Raum und Zeit gebundene Egomind in seiner zeit- und raumgebundenen Sprache  als vorher und nachher bezeichnet,wird aus transpersonaler Perspektive als gleichzeitiges Geschehen des eigenen Bewußtseins erkannt.



Schattenarbeit

Du sollst nicht stehlen, (lautet das 7. Gebot.)
Nitya fragt zurück: Warum solltest du  n i c h t  stehlen.
"Warum solltest du nicht... " ist die Gegenfrage, die man- wenn ich mich nicht irre -  monoton-penetrant bei The Work von Katie Byron stellt. Die Frage dient dazu, die (falschen) begrenzenden ERWARTUNGEN, die man an sich und andere hat, in Frage zu stellen und Projektionen aufzudecken.

Gehört schon auch mit zum Großen Werk,  die 10 Gebote in Frage zu stellen, die ganze herrschende Moral... Allerdings "sollte" ich tatsächlich stehlen  bin ich unmoralisch. Im spirituellen Kontext gilt es aber, über die Gegensätze von Moral-Unmoral hinauszugehen. A-Moral.

Die Gegenfrage "Warum solltest du nicht stehlen" ist hier fehl am Platze, weil es sich hier nicht um falsche oder unrealistische  Erwartungen/Projektionen handelt, sondern um allgemeine Ethikgesetze, die ihre Berechtigung auf der dual-person. Ebene haben und nicht einfach aufgehoben werden dürfen, wollen sie das Gemeinwohl nicht gefährden. Im Grunde wirkt  eine solche Frage auf naive Gemüter wie eine Einladung zum Stehlen. Der reifere Mensch könnte sich seiner unbewußten Konditionierung auf die herrschende (relative) Moral bewußt werden... Insofern könnte man diese Frage tolerieren, aber ob sie so auch gemeint, ist fraglich.


Schattenarbeit oder "The Work"?  Beides bezeichnet dasselbe. Welches Wort gefällt dir besser? Natürlich  "The Work".  Wortmagie.
Jemand schrieb einmal : Mein ganzes Leben ist Schattenarbeit und mein Leben soll nicht Schattenarbeit heißen. ...auch einer, der nicht nur an Worte glaubt, sondern sie geradezu liebt...Wortmagie...
Also ich habe nichts dagegen mein Leben als Opus Magnum zu bezeichnen, LOL!



Umkehr

Nur der, der umgekehrt, eingekehrt, umgedreht, verINNERlicht ist, kann die Bibel auch von innen heraus verstehen. Ich  b i n   die Bibel. Die Bibel ist in mir.  Ich erkenne, wie im Alten Testament der schmerzensreiche Weg des Menschen zu Gott und im Neuen Testament der Weg Gottes zum Menschen symbolisch dargestellt wird. Evolution und Involution.
Da gibts nichts mehr zu schwätzen.
Die Bibelthreads im Allmystery-Forum zeigen im Kleinen, wie es im Großen in der Welt (des Egos) zugeht mit dem exoterischen BuchstabenGLauben: Jede Menge BuchstabenWissen, wenig Weisheit. So gut wie gar kein inneres Verständnis.
Auch hierbei läßt man das Menschliche, die Psychologie, die TIEFENPSYCHOLOGIE außen vor. Erinnert mich an E. Drewermann, der die Bibel u.a. auch tiefenpsychologisch gedeutet hat... Die Ablehnung der Tiefenpsychologie durch die patriarchalische Kirche. Pseudo-Advaita halt. Gottvater-Syndrom. Der "Böse Gott".  Die alte Ablehnung der Weiblichkeit Gottes ist synonym mit der Ablehnung und Verachtung der vollen integralen Menschlichkeit resp. Göttlichkeit.




Dada oder Lala ?

Wenn der Dadaismus, der sowohl rebellisch als auch dies und jenes ist,  transzendiert ist, wird sowohl Dada als auch  -ismus transzendiert. Was bleibt ist Lachen. la lala
la la lol
Lala ist das Resultat der "Sprachzerstörung"  bzw. die Reduktion auf den Urlaut.  Die Lallosophie oder Lolosophie bezeichnet  EIN und dasselbe.
Der ursprüngliche Dadaismus wurde ebenfalls vom patr. Bewußtsein vereinnahmt, überfremdet und ideologisiert. Jeder Blödsinn...




Kommentar zu Nitya's Blog

FredoO schreibt:

an einem Tag in Gut Schermau , Ramesh Balsekar saß da und sprach in seinem OxfordEnglisch seine klugen Advaitasachen , erschien eine sichtlich erregte Frau und wollte sooooo dringend hilfreiches von ihm hören für ihre psychologischen Nöte . Sie ließ einfach nicht locker . ( die besophene Madame Lolo würde es wohl intensive Sehnsucht nach Schattenarbeit nennen ) .


darauf stand Ramash auf , wies auf die erste Reihe der Zuhörerschaft , und sagte ” da sitzt sie die Creme de la Creme der Therapeuten dieses Landes , einer von ihnen kann bestimmt helfen ihr Body-Mind-Organismus-Automobil wieder zum laufen zu bringen , ich habe von Autos nicht die geringste Ahnung , ich rede hier davon , wie es ist aus einem Auto auszusteigen und nicht davon , es zu reparieren ” .


ich habe es bereits immer nur “sekundär” gefunden , Probleme zu lösen ..

“Primär” schien mir immer zu sein , was Probleme erscheinen lässt , und nicht was für welche und wie diese zu lösen wären .

Weiter sagte damals Ramesh , “wenn die Maschine zu sehr stockt , suche einen Mechaniker auf ” und er erzählte selber von einer Antwort auf eine Frage , die ihm von einem Besucher gestellt wurde , der erfahren hatte , dass er seit Kindheit unter chronischen Kopfschmerzen litt, und wissen wollte , was er als Erleuchteter denn dagegen unternahm. Seine Antwort war : ” Ich nehme Aspirin” ." Zitatende



Nenne mir einen einzigen, dem Ramesh B. geholfen hat, aus der "Maschine" auf Dauer auszusteigen!



Das "Auto" - die Person bzw. Persönlichkeit gehört nicht repariert, sondern  e r n e u e r t .   "Aussteigen" kannst du nur, indem du dich von der letztlich in Tiefenprozessen geläuterten Persönlichkeit bzw. mit dem Körper  desidentifizierst, was nicht mit Dissoziation zu verwechseln ist. Desidentifkation geschieht ganz von SELBST wo Hingabe ist. Dann gibts auch keine Probleme mehr. Garantiert nie mehr - weil du nie mehr aus dem ewigen JETZT herausfallen kannst. Wie könnte es möglich sein, dass dort, wo Gleichmut und Gelassenheit verankert ist, Probleme auftauchen könnten?

Ich lese "Was Probleme erscheinen läßt", ... hm...was für eine Fiktion ist das denn? Was ist es, dass dir Probleme erscheinen läßt?  Etwa "ES"?   Läßt dir DAS so was wie Probleme erscheinen? he?  "Problem" beruht auf deiner Definition und Interpretation einer Situation!  Du selbst bist der Schöpfer und dein "Problem" ist dein Geschöpf bzw. eine Phantasmagorie deines Verstandes. Glaubst du im ernst, dass DAS an deine Interpretationen glaubt? Geschweige denn sie "erscheinen" läßt? Ganz klar, weißt du nicht, was Achtsamkeit ist, andernfalls wäre es dir bewußt, auf welche Weise  du deine Probleme herstellst. Achtsamkeit/Gewahrsein läßt niemals so etwas wie Probleme erscheinen, im Gegenteil, sie verhindern sie im Ansatz.

Du selbst bist es,  dein Denken, dein Egomind macht dir die Probleme. Höre auf, dich mit Ego bzw. deinen Gedanken zu identifizieren und du bist für alle Zeiten von Problemen frei. Innere Freiheit/Befreiung ist u.a. auch komplette Problembefreiung. (Höre auf... klingt wie eine Handlungsanweisung, beinhaltet aber harte Arbeit an sich selbst - Schattenarbeit nennt man das auch...lol!)
Wenn man natürlich der Überzeugung huldigt, dass man am eigenen Denken keinen Eigenanteil hat, weil alles, auch das problemeschaffende Denken  aus dem Ursprung kommt bzw. DAS ist - dann hört "die Scheiße" natürlich nie auf...

Klar ist ein Meister nicht für psychologische Probleme zuständig. Klar würde auch ich sagen, suche dir einen guten Doktor oder Therapeuten. Auch ich nehme (selten) Aspirin, aber ich werde auch nicht von jahrzehntelangen Kopfschmerzen heimgesucht.  Man kann am obigen Beispiel wieder einmal sehr gut erkennen, dass Balsekar in keinster Weise auf das einzelne Individuum eingehen kann. Was ich bisher von ihm gehört und gelesen habe, sind da keinerlei ganzheitliche oder integralen Ansätze zu sehen.

Die unbewußte Person/Menschen als Maschine zu sehen ist nicht ganz verkehrt und auch nichts Neues. Gurdjeff sprach vom Roboter - was wir alle sind, solange wir unbewußt bleiben. Wir gehorchen nur unseren Programmierungen und Prägungen. Genau daraus gilt es aber zu erwachen. Nicht nur einmal...   Wie aber will man "aussteigen", wenn man nicht mal in der Lage ist, seine Prägungen und Konditionierungen zu erkennen?

Der Mensch als "Bio"-Roboter meint m. E. aber wieder etwas anderes. Es meint die unbewußt und automatisch ablaufenden Arbeitsweisen des Körpers. das autonome Nervensystem z.B.
Balsekar scheint hier nicht zu berücksichtigen, dass auch der Body-Mind-Organismus nicht nur ein Body-Mind-Organismus ist, sondern neben Körper und Seele auch noch durch GEIST beeinflusst wird. Der Begriff "Body-Mind-Organismus" impliziert, dass der Mensch nur aus EgoVerstand und dem Körper/Psyche besteht. Allerdings ist es tatsächlich so, dass, so lange der Egomind mit seinem Negativ-Positiv-Denken einen schlechten resp. guten Einfluß auf den Körper ausübt, das autonome SELBST nicht die besten Karten hat.  Insofern ist er ein Maschinenmensch, als er unbewußten Programmen gehorcht.  Aus diesen Programmen dauerhaft  aussteigen geht nur über den GEIST, unter dessen Führung eben auch die Schattenintegration stattfindet!

RB war wohl kein Menschenkenner, wenn man den Berichten Fredos folgt.  Vielleicht  war es aber auch nur eine falsche Vorstellung bzw. Schlußfolgerung, aus der Antwort RBs auf die Frage, was er als Erleuchteter gegen Kopfschmerzen zu nehmen, ganz allgemein zu folgern, dass RB ganz allgemein den Leuten empfehle, Aspirin zu nehmen. Als erleuchteter Meister oder Lehrer läßt es sich einfach nicht von sich auf andere schließen. Ich nehme stark an, das wußte sogar R. Balsekar. Da war wohl nichts anderes der schlußfolgernde Verstand von Fredo am Werk.
 Es wäre nämlich nicht nur herzlos, einem seit Kindertagen vom Kopfschmerz geplagten Menschen zu empfehlen, Aspirin zu nehmen. Ganz offensichtlich ist es die Herzlosigkeit Fredos, die hier interpretiert hat.



Fredo-Advaita beruht auf nichts weiter als willkürlicher "persönlichkeitsgefärbter" Schlussfolgerung und Interpretation. ("Attribuierungsstil")

Schattenarbeit bedeutet, das Unbewußte bewußt machen: Was Freud für die Psychoanalyse formulierte: Wo ES  (als das Unbewußte) war, muß (bewußtes) Ich werden,  gilt für die  p e r s o n a l e  Ebene der Heilung der Persönlichkeit und ist im psychospirituellen Kontext unabdingbar die Voraussetzung für die Transformation auf die nächsthöhere Stufe des  T r a n s p e r s o n a l e n . Umgekehrt wird aus dem ICH bewußtes SEIN -  "ES" werden.
Das heisst, aus dem in Tiefenprozessen geläuterten  ICH wird bewußtes Sein. ES. Das alles kann man gewiß nicht "machen",  geschieht nicht unter der Leitung des Egos, sondern unter der Führung Gottes - psychologisch ausgedrückt: unter der Leitung des autonomen SELBST. Das Unbewußte bewußt zu machen - das habe ich schon mehrmals geschrieben - ist aber kein in sich abgeschlossener Prozess, der irgendwann mal endet, sondern ein fotlaufendes Voranschreiten auf dem Pfadlosen Pfad - der kontinuierlichen Erweiterung des Bewußtseins in die  unendlichen Weiten des  Bewußtsein Gottes. Was endet, ist der Individuationsprozess, wenn die personalen Schatten aufgelöst sind.



Das "Fredo-Advaita II"  

ist wieder etwas anders als Neo-Advaita. Mit Fredo-Advaita bezeichne ich die neurotisch verzerrten Schlussfolgerungen des Egominds - des "Denkers" , der sich mit besonderer Vorliebe in unreiner Weise  der spirituellen "Wortbestände"  zur   Beweisführung seiner Annahmen/Vermutungen/Glaubenssätze  bzw. an Suppenhaaren herbeigezogenen Unterstellungen bedient. Vorzugsweise, um andere Menschen bw. Konzepte herabzusetzen und sich selbst bzw. sein Religionskonzept zu erhöhen.

Fredo-Advaita ist pervertiertes Pseudo-Advaita. Im Pseudo-Advaita gibts keine Transformation, keinen Reifungsprozess. Da lautet der Slogan: Die Scheiße hört nie auf. Im Fredo-Advaita hat man ebenfalls resigniert, parfümiert man aber die Scheiße und hält sie für den Stein der Weisen.

Die seltsame "Resignation" des Pseudo-Advaita scheint mir eine Farce, eine täuschend echte Imitation der echten authentischen Kapitulation des Ichs in der totalen Hingabe. In der Hingabe gibt ein Mensch seinen Willen ab, weil es erkannt hat, dass es sein Leben nicht meistern kann mit den Mitteln des Ego/Eigenwillens. Der Akt der Hingabe muß ständig erneuert werden, um nach und nach vom eigenwilligen Selbermachen abzulassen und nach und nach alles loszulassen, was dem Fluss des Tao im Wege liegt.
Die "Resignation" des Pseudo-Advaita scheint zu sagen: Alles, was erscheint, ist DAS, meine Ups & Downs, Glück und Freude  meine Wut, meine guten und schlechten Eigenschaften... da kann man eben nichts  m a c h e n,  das läßt sich eben nicht ändern - so ist das "Leben eben. "

In dieser Resignation des Pseudo- oder Fredo-Advaita liegt keine Hingabe, sondern Aufgabe. Die Suche, Sehnsucht, die Ausrichtung des Herzens nach Ganzheit -  das alles kennt er nicht und gehört sich nicht für den Pseudo-Advaiti, (Fredo-Advaita)  das scheint ihm eitle Romantik. Einmal den Duft des  "Eigentlichen" -  DAS -  gerochen, glaubt er sich am Ende seiner Suche bzw. seine Wahre Natur schon verwirklicht: Es gibt nix zu tun. Er hält das Stückchen für die ganze Torte. Aus DAS/Bewußtheit wieder hinausgefallen, macht er aus seiner Erinnerungen einen Fetisch, ein Konstrukt, welches seiner lebenslangen resignativen Pflege bedarf. Er ist außerstande zu sehen, dass seine Identifikation mit seinem mit Zähnen und Klauen verteidigten Konzept ihn daran hindert, weiterzugehen, weiter in DAS hinein zu reifen.
Hier bestimmt nicht die Bewußtheit das SEIN, sondern die Unbewußtheit bestätigt den Schein. Diese militanten  Konzeptverfechter sind Theoretiker, Hohlköpfe und Flachlandwixer ohne einen Funken von Innerlichkeit und mystischem Verständnis. Statt einzuschließen, schließen sie alles aus, was nicht in ihr Konzept passt. (An ihren Früchten wird man sie erkennen...) Wo soviel Ego ist, kann ES nicht werden.

Liebe, Achtsamkeit und Hingabe sind Fremdworte für diese Leute, die an solchem "Leben eben" resignieren. "Wahrheit" ist ebenfalls so ein verfemtes Wort. Ramesh hat gesagt... Statt dass sie die Worte ihrer Meister hinterfragen, glauben und folgen sie zwanghaft jedem Buchstaben bzw. ihren eigenwilligen Schlußfolgerungen.  Wortwixer, Wortfetischisten die sie sind, scheinen sie aber doch den Begriff "Gewahrsein" zu akzeptieren. Gewahrsein der Wirklichkeit  i s t  aber nichts anderes als die WAHRHEIT zu schauen, die WAHRE Wirklichkeit hinter den Täuschungen zu schauen.

Ob Ramesh Balsekar je im Gewahrsein war? Wenn er tatsächlich glaubte, dass das Annehmen von Glück und Freude, Schmerz und Leid, Ups und Downs - das "Leben eben" - der Weisheit letzter Schluß sei, dann verneine ich das entschieden. Er ist m. E. nicht vollständig "gestorben". Das bedeutet nicht, dass er nicht  ab und an ego-entrückt/ im Gewahrsein war. Permagewahrsein aber erlangt nur der vollkommen geistig Wiedergeborene, der den finalen Schritt über den Jordan, ans "Andere Ufer" getan hat.

Die Annahme des "Lebens eben" ist nicht das Ende, sondern der Anfang und die Voraussetzung dafür, dass im letzten finalen Akt über die Gegensätze hinausgegangen werden kann und  - befreit von allem Leiden!!! - wahrer Gleichmut, wahre Gelassenheit in der geistigen Wiedergeburt erlangt wird.  Gleichmut, Gelassenheit kennt keine Ups und Downs.
Wer nicht an die Befreiung von allem Leiden glaubt, der hat die Botschaften des  Buddha, Jesus und alle wahren Meister nicht verstanden. Wenn sich ein solcher als Lehrer oder gar als Guru geriert,  da wird der Irrtum zum Kult. Ramesh Balsekar war ein Schüler Nisagadattas.  Ob er "alleinstehend" solchen Kultstatus errungen hätte, ist äusserst fraglich.

Balsekars Glaubenssatz war, dass der Mensch abhängig von seiner genetischen Veranlagung und seiner gesellschaftlichen Konditionierung ist und dass er in dieser  Abhängigkeit Gottes Willen tue. Daran sei nichts zu ändern oder zu machen. Das ist eine perverse teuflische Verkehrung. Der WAHRE Gottesglaube besagt, dass du  wiedergeboren wirst aus Wasser und aus Geist - d.h. dass du dich aus den Fesseln deiner konditionierten Prägung (Fremdbestimmheit) befreien kannst, sowie deine genetische Veranlagung geistig transzendieren; die genetische Veranlagung des "Todlosen", des geistig Wiedergeborenen hat keine Wirkkraft mehr.  Ramesh Balsekar mit seinem Konzept aber setzt die "Sünden der Väter fort bis ins sechste und siebte Glied"....
Die Anhänger Balsekars wären in einer Psychotherapie besser aufgehoben. Dort würden sie zuallererst lernen, ihre Person, ihr authentisches Menschsein zu entdecken, wertzuschätzen und anzunehmen, statt die Person als "Konzept"  voreilig auf den Misthaufen der Geschichte zu werfen. Dann erst ist die Basis geschaffen, das Ego (nicht die ganze Person/Ich als solche) als Konstrukt von innen heraus, aus sich SELBST heraus BEWUSST zu erkennen, statt einfach nur als eine Überzeung von anderen zu übernehmen. In dieser geistigen Erkenntnis wird das Ich transzendiert.

Im Pseudo-Advaita wird mit dem Glaubenssatz an die Konzepthaftigkeit der Person indes die ganze (göttliche) Menschlichkeit nullifiziert. Das ist Nihilismus, wie er schlimmer nicht sein kann, weil er nämlich im spirituellen Gewändlein auftritt. Bei manchen entwickelt er sich geradezu zum Wahn.  (Fredo-Advaita)

Ramesh Balsekar gehört in die Rubrik "Spiritueller Lehrer". Irrlehrer. Lehrer und Förderer der "spirituellen Umgehung." Der ist nicht einmal den halben Weg der Himmelsleiter hinaufgekommen. (Dass er einige Male aus der "Maschine ausgestiegen" ist, will ich ihm nicht nehmen.) Er ist ein idealer Lehrer für alle, die so bleiben wollen, wie sie sind und den Kuchen zwar essen, aber zugleich auch behalten wollen. Für alle, die die grundlegende konditionierte Faulheit und Nichtsnutzigkeit des Egos zelebrieren, kultivieren und sich und anderen als spirituelle Qualität verkaufen wollen. Wie nützlich eine solche Lehre dem Ego doch ist, dient sie doch seiner Aufrechterhaltung. Wobei man die Schizophrenie geflissentlich übersieht, die darin liegt,  einerseits zu glauben, dass es mich als Person gar nicht gibt und mir gleichzeitig das Recht nehme, den dressierten Affen, meine Triebhaftigkeiten, mein Ego (im Guten wie)  im Bösen hemmungslos auszuleben. Und das alles im Namen Gottes, weil ES es so will bzw. "erscheinen" läßt!





Unbeschreiblichkeit

Die Unbeschreibbarkeit des Bewußtseins jenseits von Ego ist gleichbedeutend mit der Unbeschreibbarkeit des Menschen jenseits von Ego. Sowenig sich das eigenschaftslose Bewußtsein eines Meisters beschreiben läßt, genauswenig läßt sich das Verhalten eines Meisters  beschreiben.  Es gibt keine Kriterien, deshalb ist alles, was den Meister oder das Bewußtsein des Meisters mit Eigenschaften versieht,  eine Projektion des Ego. Ein wahrer Meister tut dies oder jenes... oder: ein wahrer Meister tut dies oder jenes  n i c h t... Jacke wie Hose - der Meister ist jenseits von Ego und daher jenseits von Definition.


Bilderlosigkeit

Man wird letztlich jede Art von Vorstellung, jede Art von Bild loslassen müssen auf dem mystischen Weg.  Nicht nur die selbstgemachten im Kopf, sondern insgesamt loslassen, was in der christlichen Mystik "Augenlust" genannt wird.

Egal, ob es sich um häßliche An- und Ausblicke handelt oder um schöne Aus-Sichten -  immer ist es diese "Augenlust", mit und an der wir haften und die buchstäblich in den BANN zieht.  Der edle spirituelle Gutmensch, der Liebhaber des Wahren, Guten und Schönen in der (Außen-)Welt wird das wieder vehement dementieren und mich der Unmenschlichkeit zeihen.

Im Endeffekt wirst du auch aller  deiner  l i e bgewordenen guten, schönen und wahren Emotionen verlustig gehen müssen, z.B. auch deiner geliebten Gefühle, die dich beim Anblick eines beeindruckenden Naturschauspiels überfallen  - ganz gleich, ob real oder von Fotos oder anderen Medien übermittelt:
Alles, was dich von aussen beeindruckt, alles Äußerliche, was e-motional bewegt, ist Ego, mag es noch so schön, wahr und gut erscheinen.

(Für diejenigen, die auf das Wort "müssen" und "sollen" allergisch reagieren, ein Trostwort. Natürlich mußt du nichts. Es gibt keinen Zwang. Wenn du einmal Ja gesagt hast, wenn du einmal mit vollem Herzen deine Bereitschaft und Hingabe gefühlt hast, setzt sich der Zug von SELBST in Gang.  Voraussetzung dafür ist, dass du deinen Widerstand aufgibst. Kleiner Tip: Den Widerstand annehmen, heißt den Widerstand loslassen. Das gehört in den Bereich der sog. Schattenarbeit. Und deswegen noch ein Tip: Die Gefühle, die du beim Lesen von Muss und Sollte hast, wären eine kleine Schattenarbeit wert: Fühle deine Gefühle des Widerstands, geh in sie hinein, sie sind deine Führer in die Vergangenheit, wo sie entstanden sind und wo sie aufgelöst werden -  dann wirst du auch damit aufhören, sie in andere Menschen zu projezieren und du wirst aufhören, sie zu kontrollieren, indem du beispielsweise erbsenzählerisch ihre Ausdrucksweise angreifst und ihnen vorschreibst, wie sie zu sprechen oder nicht zu sprechen haben.  Dann würde dir auch bewußt, dass das Verhalten, was du an andern kritisierst und kontrollierst, exakt das ist, mit dem du dich selbst begrenzt!
Oh Ihr Mönche...

Schattenarbeit ist Bewußtseinsarbeit.
(Da fällt mir gerade ein: Der Mensch, der gesagt hat, dass sein ganzes Leben Schattenarbeit sei, hat aber irgendwo auch gesagt, dass er nichts vom Fühlen der Gefühle hält... in dem Fall nehme ich meine günstige Prognose wieder zurück... LOL!
Ach,  Ihr Dödelköppe!  Schattenarbeit ist keine Arbeit, sie ist Achtsamkeit im Hier und Jetzt!)

Ich bekam gerade einen Hinweis auf einen guten Beitrag in Nytia's Kloster:
http://satyamnitya.wordpress.com/2014/08/01/ronny-hiess-und-ein-nichts-ist-da-schon-zu-viel/
Ronnies Mund tut WAhrheit kund!
Ja, der Begriff NICHTS ist schon zuviel. Genau wie ES und DAS. Es sind nur Extrakte, Reduktion aufs Namen- und Eigenschaftslose.



Beim Pseudo-Advaita
handelt es sich offensichtlich um eine "spirituelle Umgehung".
Diagnose: narzisstische Neurose

Nur ein inflationäres Ego ist imstande, aus einer vorübergehenden  Erleuchtungserfahrung ein "Absolutum" zu machen. Eine narzisstische Verarbeitung von spirituellen Erfahrungen ist ziemlich weit verbreitet. Der Verstand kann gar nicht anders, als sofort ein Konzept, d.h. eine Religion draus zu machen: Du bist schon frei, du bist schon erlöst, das Ich muss nicht sterben - Jesus Christus ist schon für uns gestorben... Du bist erlöst durch GLauben... usw. und setzt das Ziel, das Ende einer langen Reifungsreise  als gegebenes Alpha und Omega.



An ihren Früchten ...

Ich bin eine Früchte-Leserin, ich erkenne die faulen Früchtchen an ihren Dornen, d.h. ihren Abwehrmechanismen und Identifizierungen.
Das (Allmy-)Forum ist eine gute Plattform, den Geist zu schärfen und  zu lernen, die Geister zu unterscheiden.  Wo anders kann man dies? Wo anders trifft man soviele (scheinbar) Erwachte, Erleuchtete und Entkoppelte? Auf dem Gladenbacher Marktplatz gewiß nicht!

Sonntag, 29. Juni 2014

So mancher Mensch hält für Marotte die Buddhaschaft und nennt's "Karotte"






Bücher

Wo ich mich mit Hesse, Kafka, Hölderlin, Nietzsche  uva. Schriftstellern und Dichtern im persönlichen Lebensschmerz des Einzelnen getroffen habe, so betrat ich mit Mary Daly zusammen den Bereich des kollektiven Schmerzes. (Wer ihre Bücher Jenseits von Godfather & Co., Gynökologie, Reine Lust, kennt und Mary Daly in die Tiefen des kollektiven weiblichen  Unbewußten folgen konnte, weiß wovon ich spreche.)


Wer den Weg der Individuation geht, wird nicht umhinkommen, sein Mann- oder Frausein aus dem kollektiven Menschheits-Blickwinkel heraus zu erfahren und den kollektiven Schmerz zu spüren. Nicht nur um die Person, sondern auch  die Welt so zu sehen wie sie "wirklich" ist,  - darum geht es in den Schattenprozessen, auch wenn die transformativen Prozesse auf einer höheren Ebene  diese Art der "Realität" wieder aufheben.

Wie mir meine "Feldforschungen" zeigen, handelt es sich bei den meisten sog. Spirituellen um Menschen, die sich in die Spiritualität flüchten, um sich nicht mit sich selbst und der Welt auseinandersetzen zu müssen.



Neo-Advaita


ist für mich eine Religion wie jede andere, solange es nur Gläubige und keine wahren Mystiker gibt. Auch eine Religion, die vorgibt, keine Religion zu sein, weil sie auf die üblichen konfessionellen Vokabeln verzichtet, ist dennoch eine, insofern sie dogmatisch an ihre sog. Wahrheiten glaubt. Da erscheint ihnen vielleicht nicht Gott, sondern "ES", weil es so nett neutral klingt.  Da ist man ja auch des Glaubens, dem  Meister, der per se überkonfessionell ist, würde auch das konfessionelle Vokabular obsolet.

Irrtum, lieber Mann. Im überkonfessionellen reinen neutralen Bewusstsein wird dir das konfessionelle Vokabular BEWUSST, da  werden die Worte zu Fleisch, da werden dir die konfessionellen Schriften jeglicher Religion  offenbart, in deiner Sprache: ES "erscheint" dir als die Bedeutung. Da  leuchtet dir die innere Wahrheit der Dinge und Worte  auf ... das Unbewußte entläßt seine Schätze...Jenseits von Ego gibt für mich nur Erscheinung im Sinne von Erleuchtung, "Aufscheinung" im Fokus des Gewahrseins, sonst nichts. (Verzeih mir, Herr Fredo, wenn ich mir eine kleine Umdeutung erlaube... lol)

Sowas wie die grundlose d.h. ursachenlose "Erscheinung" gibt es für mich nur jenseits von Identifikation. Dem Neo-Advaita-Dogmenjunkie, dem  Wut oder Ärger "erscheint", der hat nichts verstanden, denn er ist noch mit Wut und Ärger identifiziert, die allesamt eine Ursache haben. DAs Gewahrsein aber ist der Klebstofflöser, der jede Identifikation auflöst.

Ursachenlosigkeit  gibts nur, wo alle Ursachen "beseitigt" sind. Ursachenlose "Erscheinungen" gibt es daher m. E. nur im Gewahrseinsfokus. Wut kann dir nicht im Gewahrseinsfokus erscheinen, weil  n e u t r a l e  reine Bewußtheit m. E. so etwas wie Wut gar nicht wahrnehmen kann.
Weil: der Begriff "Wut" ist Bewertung, Wertung einer  im Grunde neutralen energetischen Wallung, die aber von einem wütenden Ego nicht neutral wahrgenommen werden kann.  Gewahrsein ist das, was die Wertung bzw. die Identifikation mit der Wertung  bewußt macht und dadurch die Identifikation (die Ursache)  auflöst, Klaro?

Nochmal: Was im Gewahrsein erscheint,ist per se ursachen- und grundlos, weil es jenseits der Identifikationen/Ego ist - das müßte mir jetzt langsam klar sein, LOL!  (Jaja, ich weiss jetzt schon, nur noch ein paar Windungen mehr und schon habe ich wieder den Knoten in der Birne und alle Klarheiten sind wieder beseitigt...ich glaub, ich  gehe besser mal  Kartoffeln schälen...LOL! Oder Shopping Queen angucken.)


Nach der Auferstehung


im Herbst 2011 war ich eine lange Zeit wohl überwiegend rechtshirnig gepolt, mir fiel es sehr schwer, die Beiträge im Forum in Gänze zu lesen und manchmal schien mir die deutsche Schriftsprache so fremd wie chinesisch, daher fiel es mir schwer, den Zusammenhang eines längeren Beitrages zu checken. Das Ausleseverfahren meines Minds war spontan:  Ein Wort oder Satz, der mich ansprang und sofort und ohne nachzudenken, schrieb es aus mir heraus Dinge, die ich in meinem Leben noch nie gewußt, gedacht oder gehört habe. Und ob das nun zum Thema passte oder nicht, war mir schnurzegal. Mittlerweile hat sich alles gelegt und ich bin wieder gut angepasst....LOL. Ich bin sogar wieder soweit, dass ich mir die Mühe mache, mir den Gesamtzusammenhang eines Beitrags zu erarbeiten - Igittigitt....

Außerdem war ich oft off topic mit meinen Kommentaren und fand das sehr lustig. (Vor allem fing ich plötzlich an zu dichten!) In meiner unkategorischen Grenzenlosigkeit  fand ich auch, dass ich meine Kommentare überall hin hätte posten können, sie paßten für mich in jede Allmystery-Kategorie. Das war eine sehr beschwingte Zeit. Diese Kundalini- Beschwingung und Leichtigkeit wurde wohl deshalb weniger, weil in den Foren eben das Linkshirn vorherrscht und ich mich darauf einlassen mußte, um mich einigermaßen verständlich zu machen. Mit der Zeit kam ich wieder "runter". Eigentlich bin ich nicht "unten", ich würde sagen, dass ich jetzt ausbalanciert bin... aber ständig high zu sein, war schon "cool". Man könnte es vielleicht mit einer Manie vergleichen, nur ohne psychische Erregung und die ganze üble Symptomatik.
Jetzt nach 3 Jahren hat sich der Hype gelegt, der Flow aber blieb.


Ein "Meister",


der sich noch in die Stille und Meditation zurückziehen muß, um sich zu sammeln, ist kein Meister. Dem wahren Meister ist es Jacke wie Hose, wo er sich aufhält, er ist immer in Meditation. Das heisst, er kann mit Leichtigkeit aus dem diskursiven Denken in den Vertikalen "Quellmodus" wechseln. Da brauchts kein Sitzen, keine besonderen Techniken mehr, es geschieht ohne Mühe ganz von SELBST. Wo das Gewahrsein noch nicht marktplatzkompatibel ist, kann man nicht von Meisterschaft sprechen. Da ist der finale Kampf noch nicht gefochten.
Ein Meister ist für mich der, der den finalen Kampf gekämpft hat und den letzten Tod gestorben ist;  einer,  der  "jenseits von Erleuchtung" - Param advaita ist...der über den Jordan ist und das "Andere Ufer" erreicht und damit das erreicht hat, was ich bislang Permanentgewahrsein nenne und bei Ken Wilber "permanent adaptation" heißt, wie ich heute zufällig auf Facebook gepostet bekam.

Recht eigentlich gesehen, fängt die  Meisterschaft erst hier an. Erst hier beginnt für mich der Pfadlose Pfad. Was das Substantiv Meisterschaft  impliziert, entspricht nicht der WIRKLICHKEIT des fliessenden Lebens. Der Begriff der Meisterschaft gaukelt eine Fertigkeit, Perfektion und Vollkommenheit vor, die es  so (für mich) nicht gibt.
Das Meistern hört nicht auf: Da es in der Offenen Weite des  Pfadlosen Pfads um kontinuierliche Bewußtseinserweiterung geht, d.h. schlecht ausgedrückt, um so etwas wie eine  kontinuierliche Vergrößerung des Gewahrseinsfokus, - würde das Verb "meistern" die Sache weit besser ausdrücken, da der  wohl unendliche Prozess der "Gottwerdung"  bzw. das Meisterwerk der Vergöttlichung (resp. Vermenschlichung)  unaufhörlich "gemeistert" werden wird.



Neo-Advaita

Ich weiss nie so recht, wie ich das verstehen soll, wenn ich immer wieder höre,  dass man "nichts tun" kann. (kann?)  Also bleibt mir nur die Vermutung.
Es gibt also für mich zwei Möglichkeiten das zu verstehen: Einmal, dass man glaubt,  gegen das, was immer auch  "erscheinen" will, könne man nichts tun...oder zum anderen, dass es sich nicht lohne, sich in Richtung Spiritualität, Bewusstseinsentwicklung usw. überhaupt zu bemühen, weil das Ich als Macher der Motor dieser Bestrebungen sei.
Beides ist m. E. falsch und einseitig gedacht.
Sagen wir mal, da "erscheint" bei jemandem so etwas wie Wut oder Ärger, wie ich das des öfteren schon gelesen habe - dann ist der Mensch sich dessen zwar bewußt, aber nicht gewahr. Wo die simple Aufmerksamkeit des Egos mit Gewahrsein verwechselt wird, glauben dann die Leute, dass ihnen der Ärger im Gewahrseinsfokus erscheint.
Was im Gewahrseinsfokus auch immer erscheint, wird immer auf neutrale unberührte und gleichmütige Weise wahrgenommen! Es ist unmöglich, im  Gewahrsein wütend zu sein oder so was wie Wut wahrzunehmen!


Im spirituellen Kontext liegt das Tun wohl eher im Lassen. Man kann gegen Wut und Ärger durchaus etwas "tun" und die Waffe heißt: Achtsamkeit und Annahme. Achtsamkeit heißt, etwas zu lassen und zwar die Aufmerksamkeit aus der äusseren Welt abziehen und nach innen richten, Selbstbeobachtung auf die Gedanken und Gefühle, den Körper. Was nicht heissen soll, dass ein Mensch  die Aussenwelt vernachlässigen soll. Das darf er schon deswegen nicht, auf dass er sich nicht in den Innenwelten verliere.
Wer achtsamkeitsgeübt ist, den führt die Achtsamkeit ziemlich schnell  h i n t e r  die Wut zu dem grundlegenden Schmerz bzw. Angst. Das nennt man Schattenarbeit. Aber gegen diesen Begriff sind die Neo-Advaita-Anhänger höchst allergisch!

Was mir aber ziemlich dubios vorkommt, dass - nach Berichten ihrer Anhänger -  sogar fremd- und selbstzerstörerische Verhaltensweisen ("Erscheinungen") und neurotische Reiz-Reaktionsmuster unter dem Aspekt des Nix-Tun-Könnens  "erscheinen" dürfen, Das bedeutet im Klartext: der Schatten wird voll ausgelebt, statt transformiert.
Das sei eben so, sagt der Neo-Advaita-Mensch, das sei determiniert und so wolle "ES" eben erscheinen.

Es ist aber unmöglich, dass man von der Person (Ego)  desidentifiziert  und gleichzeitig der unbewußte Roboter ist, der nur nach dem (neurotischen) Reiz-Reaktions-Muster reagiert und nichts gegen seine Automatismen tun kann.
In der Tat wird mir die Resignation unter dem Aspekt des "Nix-Tun-Könnens"  verständlich. Dieses Nixtun-Können klingt tatsächlich so resignativ, als wäre man unveränderbar auf den Alten Adam festgelegt.
Im neutralen Gewahrseinsmodus ist es keineswegs so, dass man nichts tun  k a n n  ,sondern dass man nichts gegen die "Erscheinungen" tun  m u s s!  Und zwar deshalb, weil kein Widerstand da ist, nur Gleichmut. Du  - bzw. das Gewahrsein - bist einfach nur ein Beobachter. Du BIST Gewahrsein und für Gewahrsein gibt es niemals etwas zu "tun", weil alles ok ist, so wie es ist. Da muss nichts verändert oder verbessert werden. Du bist aber beileibe kein Faulpelz: Das, was du tust, tust du, ohne zu tun, d.h. ohne Absicht und ohne willentliche Planung. Und ganz egal, ob andere dein Tun für einen Fehler oder gar für Unmenschlichkeit halten -  das Tun des Wahren Autopiloten liegt jenseits von richtig und falsch  -  sein Tun wie auch sein  Lassen ist in jedem Falle wohlgetan.



Ken Wilber



"There are four major stages of spiritual unfolding: belief, faith, direct experience, and permanent adaptation: you can believe in Spirit, you can have faith in Spirit, you can directly experience Spirit, you can become Spirit. Meditation is not primarily uncovering the repressed unconscious, but allowing the emergence of higher domains--which usually leaves the lower, repressed domains still lower, and still repressed. Well, the point, of course, is to take up integral practice as the only sound and balanced way to proceed. If you are interested in genuine transformative spirituality, find an authentic spiritual teacher and begin practice. Without practice, you will never move beyond the phases of belief, faith, and random peak experiences. You will never evolve into plateau experiences, nor from there into permanent adaptation. You will remain, at best, a brief visitor in the territory of your own higher estate, a tourist of your own true Self."
--Ken Wilber, One Taste

deutsche Übersetzung, (in Klammern meine Anmerkungen)
"Es gibt vier Hauptstufen der spirituellen Entfaltung: Glaube, Vertrauen, direkte Erfahrung und permanente Anpassung: Du kannst an den Geist glauben (für wahr halten), Du kannst  den Geist direkt erfahren (Gipfel- und Plateauerfahrungen) und letztlich kannst du zum Geist werden.
Meditation allein ist nicht imstande, das verdrängte Unbewußte aufzudecken, sie erlaubt zwar den Zugang zu höheren Ebenen - das Unbewußte aber bleibt weiterhin unterdrückt.
Der Punkt ist: Der einzig vernünftige und ausbalancierte Weg, um spirituell voranzuschreiten  ist,  eine  integrale Praxis aufzunehmen. Wenn du  an  transformativer Spiritualität interessiert bist, finde einen authentischen Lehrer. Ohne (integrale) Praxis wird es dir niemals möglich sein, die 4 Phasen von Glauben, Vertrauen und zufälligen Gipfelerlebnissen zu übersteigen. Du kannst weder  Plateauerfahrungen entwickeln noch den permanenten Anpassungszustand erlangen können. Im besten Fall bleibst du jedoch nur ein flüchtiger Besucher, ein Tourist auf dem Territorium deines Wahren Selbst.

- Ken Wilber, One Taste


Praxis

Was die sog. spirituelle
Praxis angeht, so war mein Weg neben der Achtsamkeit primär die Hingabe an die Achtsamkeit  und Selbstannahme (Bhakti-Yoga) und des Studiums der Schriften (Jajna-Yoga), daraus hat sich alles andere  (Rajna-Yoga und Karma-Yoga) aus sich SELBST heraus ergeben. Eigentlich sind diese 4 Yoga-Formen keine getrennten Entitäten oder Wege, die man strikt begehen könnte, sondern sie bilden eine ineinanderverwobene Einheit,  permanent beeinflussen sie einander...
Natürlich hatte ich damals keine solchen Namen für das, was mit mir geschah, auch wenn mir diese Begriffe bekannt waren...  Bewußt war mir jedoch, dass die Art der Verarbeitung des Unbewussten auf 4 verschiedene Weisen stattfand: auf der Gefühlsebene, auf der Ebene des Denkens, des Empfindens und der Intuition. Die Dinge, die ich auf meiner inneren Reise erfuhr liessen sich von mir auf 3 versch. Arten deuten:  philosophisch, exegetisch, tiefenpsychologisch/mystisch.

Erst retrospektiv konnte ich das in ein spirituelles Vokabular einordnen. Heute erklären sich mir solche Begriffe wie Karma oder Jajna-Yoga usw. von innen heraus. Es ist ein Akt der Wiedererkennung.
Als Karma-Yoga würde ich den Weg der Individuation bezeichnen, die Arbeit mit den verdrängten Inhalten des personalen Unbewußten.



Der Vowurf,


dass ich nur einen Weg und zwar den meinigen gelten lassen würde, wurde mir niemals erklärt und begründet.  Deshalb vermute ich mal, dass man damit die Schattenintegration meint, deren Notwendigkeit ich nie müde werde, zu verteidigen. Der Vorwurf entstammt ganz klar der Angst. Allein das Wort birgt für manche schon ein Krisenpotential, so aggressiv wird mitunter die Nichtnotwendigkeit von Schattenarbeit resp. Individuation propagiert. Aber wie Ken Wilber es oben kurz und bündig formuliert hat: derjenige, der seine integrale Arbeit nicht macht, bleibt nur ein spiritueller Tourist.



Kommentar zu Nytia's Blogpost

Danke. Gestern hatte ich  nach Texten von Werner Ablaß gesucht, - gut ich suche nie länger als 5 Minuten - aber ich fand nur Videos und  "Inspirationen", für deren Genuß  man wohl bezahlen muß. Deshalb mein Dank dafür,  dass du mir einen Einblick in seine Glaubenswelt geliefert hast. Wobei mir auch durch deinen heutigen diesbezüglichen Blogpostkommentar dazu noch zusätzlich ein paar Lichter aufgegangen sind.
http://satyamnitya.wordpress.com/2014/06/26/werner-ablass-das-ist-der-irrtum/#respond


Werner Ablaß: Es gibt keine Menschen, es gibt nur Bioroboter, die nur das tun,wozu sie bestimmt sind.
Wenn das die ultimative Ansage eines sog. "Meisters" ist, dann gute Nacht! Recht gut passt dazu auch der Kommentar Nytias, der endet:
...(wenn schon niicht Hunde und Hundebesitzer) ...warum sollte ausgerechnet der Olle Nytia über seinen Genen und seiner Konditionierung stehen? Da fängt für mich die Karotte an, aber hallo. Und was für eine. Die dickste spirituelle Karotte, die man sich vorstellen kann."

Wie tragisch aber auch,  dass der Olle Nytia", der hier so hyperbescheiden miit einer Karotte kokettiert, sich unglücklicherweise nicht bewußt zu sein scheint, dass das, was er für eine "Karotte" hält, die einzige Rettung ist für den NytiaRobot.
Richtig ist zwar, dass der Nytia als der Robot, der er ist, nicht in der Lage ist, seine Gene und Konditionierungen zu deprogrammieren  bzw. zu transzendieren- - - aber für solche Dinge haben wir doch den Lieben Gott, Nytia!

Hallo Du Kleingläubiger, hast du noch immer nicht begriffen, dass der GEIST über der Materie steht??? Sogar der Olle Paulus hatte manchmal recht, z.B. wenn er sagt, dass der GEIST  die Natur überwindet? Dass "in Christus" (Wahres Selbst) die Natur überwunden ist?
Hier wird von dir ausnahmsweise mal Glaube gefordert. Der "Rechte Glaube". Ein blinder Glaube...

Es gibt  immer wieder Etappen auf dem inneren Weg, da kannst du gar nicht anders als blind zu glauben und blind zu vertrauen. Hast du einmal auf die innere Frage:  Willst du geheilt werden? mit Ja geantwortet, gibts keinen Weg mehr zurück. Blind glauben, blind vertrauen - im Reich der Schatten nämlich gibt es so etwas wie Gott nicht, da gibt es absolut keinen Halt - deshalb blind....
Und  nein, dem Werner Ablaß traue ich unbedingt zu, dass er nicht aus Ramesh Balsekars Erkenntnissen ein Konzept basteln muss, er ist m. E. durchaus fähig, dasselbe aus den eigenen Erkenntnissen zu tun. LOL



Was ist eine "Karotte"?

Der Überlebenstrieb ist der Hauptmotor des Egos,  - der Selbstbehauptungsdrang des Egos steht nur im Dienste des Überlebens. Dieser Trieb ist eine Konditionierung, die im Laufe des spirituellen Entwicklungsprozesses(Individuation/Transformation) grösstenteils aufgelöst wird. Das äußert sich darin, dass du dich nicht mehr angegriffen fühlst, dass du wehrlos bist, dass du dich nicht mehr um den nächsten Tag sorgst, dass es dir an nichts mehr mangelt, nichts brauchst, frei von sämtlichen Bedürfnissen und Bedürftigkeiten... FröhlichFreiGewissenlos verschwendest du keine Gedanken mehr daran,ob du jetzt gut und richtig oder böse und falsch gehandelt/gesprochen oder geschrieben haben könntest... Kein Sicherheitsdenken mehr... die Moral ist den Bach hinunter...lol! Die Dinge sind nun  wie sie halt "so" sind... was heißt, du kennst so etwas wie Probleme gar nicht mehr...
So ist das Leben im Permanentgewahrsein - im ewigen Hier und Jetzt...und noch viel mehr!  Wozu braucht es hier so etwas wie Selbstbehauptung?
Bist du dir wirklich sicher, dass  diese wundervolle Aussicht eines permanenten Gewahrseins  (oder wie Ken Wilber sagt,  eine "permanent adaptation")  - eine unerreichbare "Karotte" ist? Eine Illusion, eine Marotte? Meinst du das? Oder habe ich dich nur falsch verstanden, du Undurchsichtiger, du... :-)

Die Karotten-Symbolik soll übrigens nur besagen, dass du Erleuchtung nicht erlangen kannst, solange du nicht erkennen kannst, dass es deine Vorstellung von Erleuchtung ist, der du hinterherjagst. DAS ist die dicke Karotte! (Die allerdickste Karotte ist natürlich deine Vorstellung, die du dir aufgrund meiner obigen Schilderung machst!!!LOL! Nichtsdestrotrotz kann Buddhaschaft zu deinem Sein und Sei-en werden, wenn du jegliche Vorstellung davon aufgibst...lol..)

Wer egolos ist, der ist auch seiner Programmierungen ledig, besonders der neurotischen Konditionierungen. Logo, oder? Das heißt paradoxerweise aber nicht, dass sich sein Verhalten völlig ändern würde.Viele (selbst- und fremdzerstörerische) Verhaltensweisen sind durch den Heilungsprozess geheilt worden, viele Verhaltensweisen bleiben aber auch. Wenn dein konditioniertes  Reiz-Reaktions-Muster noch funktioniert, kannst du nicht von Egolosigkeit sprechen, ebensowenig wenn deine psychologische Abwehrstruktur noch intakt ist. Das alles sind Konditionierungen, die durch den Prozess der Individuation geheilt werden. Deprogrammierung ist immer Selbstbilddemontierung. DAS TUT WEH! Und deshalb haben sie alle solch eine Heidenangst vor ihren Schatten.
Klar funktioniert der Überlebenstrieb noch insofern, dass ich i.d.R. immer noch bei Rot über eine verkehrsreiche Strasse gehe...usw... Wie ich reagiere, wenn mich ein Hund beißen würde? Keine Ahnung, mit Hypothesen und Zukunftsvisionen beschäftigt sich der metaprogrammierte Mind im Hier und Jetzt nicht wirklich ernsthaft...LOL.
Was im Buddhismus die Todlosigkeit und im Christentum die Unsterblichkeit ist ein Bewußtsein der psychischen Unverletzlichkeit, dieses Bewußtsein ist nicht zu erlangen, solange man noch irgendwelchen Glaubenssätzen und  Vorstellungen von Karotten bzw. Erleuchtung anhaftet.
Das Determinations- bzw. Verantwortungslosigkeitskonzept des  Werner Ablaß und der kleingläubige Nytia zeigt mir nur eins:da hängen dem Fuchs die Trauben der Transformation  zu hoch.
Deprogammierung heißt ja nicht nur, von persönl. bzw. gesellschaftlichen Konditionierungen geheilt und befreit zu werden, sondern auch vor allem vom Bewußtsein der Trennung.  Diese Deprogrammierung geschieht in der Erkenntnis, dass es keine Gegensätze gibt, bzw. in einem kontinuierlichen Vereinheitlichungsprozess der Gegensätze.
(Jaja, ich weiss, dass du weißt, dass es nichts zu vereinigen gibt, weil es nichts als Einheit gibt, ich weiß aber auch, dass dieses Wissen nicht dein SEIN/Sei-en ist, sondern nur in deinem Kopf steckt...)

Nochmal Werner Ablaß: Es gibt keine Menschen, es gibt nur Bioroboter, die nur das tun,wozu sie bestimmt sind.
Das ist insofern richtig, als es sich dabei um den normopathischen unfreien, d.h. untransformierten Menschen handelt. Zur inneren Freiheit des wahren Menschen muss man reifen. Diesen spirituellen Reifungsprozess nennt man auch Individuation.
Ich denke mal, dass der Satz von W.A. aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Mit ein bisschen bösem Willen, ließe dieser Satz sich nämlich auch so verstehen, dass es die Bestimmung des Menschen ist, ein Roboter zu sein - ein fester Glaube, der so scheint es mir, nicht nur in Neo-Advaita-Kreisen sehr verbreitet ist.
Oder habe ich dich  falsch verstanden, du Undurchsichtiger?? Scheinbar nicht, denn auf Steine böse zu werden und hinterher darüber zu lachen, das kann jeder und tut hoffentlich jeder, - ein kleines bisschen Restvernunft traue auch ich dir zu oder willst du, dass ich dich einen Psychotiker nenne?
Werner Ablaß und all jenen Neo-Advaita-Jüngern bzw. all denen, für die  Transformation ein Fremdwort ist und Permanentgewahrsein  (permanent adaptation) eine Hybris, denen wird Verwandlung/Individuation solange verwehrt werden,  als sie der  Stimme ihres Herzens , die sie ununterbrochen fragt: Willst du geheilt werden? nicht gewahr werden.

Und sie können dieser "Stimme" solange nicht gewahr werden,  als sie an ihren irrigen Glaubenssätzen festhalten! Wer Glauben und Vertrauen auf Heilung für eine Karotte hält, für denwird es auch keine "alchimistische Verwandlung", d.h. keine bleibende innere Befreiung geben.
....und solange bleibt der Mensch im besten Falle ein Besucher, dem ab und an mal ein flüchtiger Blick in die Heilige Kammer seiner Seelenburg werfen gegönnt ist,  - ein "Tourist", wie es Ken Wilber oben ausdrückt,  - dem nichts übrigbleibt, als weiterhin die Landkarte für das Territorium und den Finger, der auf den Mond zeigt,  für den Mond darselbst zu halten.


Ein Meister

der nicht Permanentgewahrsein erlangt hat, ist kein Meister. Nach meinen "Feldforschungsergebnissen" tummeln sich auf dem Spiri-Marktplatz  99,9% "Touristen" inclusiv ihrer sog. Meister.
Die Abneigung gegen Ken Wilber und sein integrales Modell wird mir immer klarer. Die teilweise aggressive Aversion gegen ihn ist Schattenprojektion und daher in den meisten Fällen wohl nichts anderes als Angstabwehr und Abneigung gegen den mühsamen Prozess der SELBSTverwirklichung (Transformation). Ganz klar auch , warum der intellektfeindliche "Herzensmensch" die Facebook-postings, die ich manchmal über die Ken-Wilber-FB-Seite beziehe, nicht "liked".


Ich lese gerade:

Passen Sie Firefox mit Ihrer Nationalflagge an und feiern Sie den weltweiten Gemeinschaftsgeist.
Ja, wie erst wäre der GemeinschaftsGeist ohne den Nationalgeist?



Identifikation


Es gibt vermutlich nur sehr wenige unter meinen Lesern, die klar sehen,  dass ich nicht gegen Personen "kämpfe", sondern gegen irrige Glaubenssätze, die von manchen Personen vertreten werden. Das sind jene, die imstande sind, die Meinung von der Person zu trennen.

Die meisten Spiris sind jedoch wie jeder Otto- Normal-Mensch  mit ihrer Meinung, ihrem angelesenen Wissen und/oder  ihren Konzepten noch immer identifiziert, und zwar derartig,  dass sie sich auch mit jenen identifizieren, die ihrer Meinung nach angegriffen werden. Das Gros meiner Leser zähle ich zu letzteren, denn immer wenn in meinem Blogpost ein Name auftaucht wie Fredo, Frau Gott oder Nytia schnellen die Klicks in die Höhe.
Wenn mir dann auch noch einer kommentiert:" Da war aber jemand sauer..." dann erkenne ich, dass derjenige  mit dem "Angegriffenen" identifiziert ist und sich im (neurotischen) Leid mit ihm verbrüdert hat. Das kann und darf er ruhig tun - solange er sich dabei nur nicht für "erwacht" hält.

Nochmal: Du kannst dich mir gegenüber äußern, wie und was immer du magst - nur darfst du von mir niemals erwarten, dass ich deine Projektionen und Identifikationen (immer) unter den Teppich der Verdrängung kehre. Verdrängung ist  mir erstens gar nicht mehr möglich und zweitens sehe ich i.d.R. keinen Anlaß, dich zu schonen. Der schöne Spruch: Wer austeilt, muß auch einstecken können findet hier durchaus seine berechtigte Anwendung,  - was heißt,  ich spiegle dir nur deine Projektionen und Identifikationen zurück. Das tue ich aber keineswegs für dich oder gegen dich, sondern rein selbstbezüglich nur für mich. Das sind meine Lektionen, die ich sozusagen "lernend lehren" oder "lehrend lernen"muß und hat mir dir nicht das geringste zu tun.
Wenn du meinen Blog unbedingt lesen mußt, wird es nicht ausbleiben, dass du dir "jeden Schuh" anziehen wirst -und glaub mir: es ist in den meisten Fällen immer was dran, zumindest, wenn es um das normopathische Allgemeinmenschliche geht. Dass du das alles höchstpersönlich nehmen wirst, bleibt nicht aus, das ist auch mir früher so ergangen.

Apropo Identifizieren: Was der Doktor immer gerne verschweigt: dass sich so gut wieder jeder angehende Mediziner mit dem ganzen Pschyrembel identifiziert.
Es gibt aber nicht nur auf körperliche Krankheiten fixierte Hypochonder...

Mittwoch, 25. Juni 2014

Die Wahrheit absolut nur ist, wo sie dir SELBST entsprungen ist




Keiner kommt zum Vater denn durch mich

sagt Jesus als das Wahre SELBST. Was das bedeutet,  kann man nicht groß genug ins Gesangbuch insbesondere der Neo-Advaita-Aspostel schreiben: Keiner kommt in den Himmel, ohne durch die Hölle der Schattenprozesse/Individuation gegangen zu sein. Die Reinigung und Läuterung von falschen Ich-Anteilen bzw. die Befreiung der Ichanteile, die wir wegen gesellschaftlicher/familiärer Unzumutbarkeit nicht leben durften und deshalb als unsere "Dämonen" im Dunkel des Unbewußten hausen.

Jesus heilt und wer sich dem Heilungsprozess verweigert, kommt nicht zum "Vater". Der "Vater" steht für das Heil, der Sohn  für Heilung.
Anders gesagt: Niemand kommt zum (überpersönlichen) Heil, der nicht durch den Prozess der (persönlichen) Heilung gegangen ist;  keiner wird das Überpersönliche erfassen, der nicht die Person erfasst hat; keiner wird die absolute Wahrheit erfassen, der nicht seine  persönliche Wahrheit erfasst hat.
(Und keiner wird den GEIST erfassen, der nicht den Geist aufgegeben hat. LOL!)

Wortmagie: Wie merkwürdig doch, dass man zwar oft willens ist, den biblisch "korrekten" d.h. überlieferten Wortlaut von "Jesus" als  "Wahrheit" zu akzeptieren, wird dasselbe aber in anderen Worten gesagt, wird es abgewertet: So hätte Jesus nie gesprochen.  Nur wer die absolute Wahrheit aus sich SELBST heraus erkennt, ist fähig, die Geister zu unterscheiden, was heißt,  die relative von der absoluten Wahrheit zu unterscheiden.
Wer sich SELBST kennt, kennt Jesus. Keine Trennung - kein Unterschied.
Es gibt ja auch christlich geprägte Leute, er erkennen zwar die Wahrheiten des Buddha als absolute Wahrheiten, aber die Aussagen Jesu nicht. Wortmagie. (Shit - habe schon wieder vergessen, dass keine Wahrheit absolut ist, die nicht aus sich SELBST heraus erkannt worden ist).
Also nochmal von vorne: Die Aussagen von Buddha und Jesus sind nur dann absolute Wahrheiten, wenn sie aus sich SELBST erkannt worden sind. Amen.




"Es geschieht einfach"

höre ich häufig aus Neo-Advaita-Munde. Die Dinge geschehen einfach, es gibt keinen Grund dafür...
Ja, schön und gut, das  w i s s e n wirklich alle , die genug Spiri-Bücher gelesen haben. Deswegen frage ich mich immer, aus welcher Quelle DEINE Worte sind. Aus sich SELBST heraus  erkannt oder nur irgendwo gehört oder gelesen und als wahr übernommen? Um tatsächlich dessen GEWAHR zu SEIN, dass die Dinge alle aus sich selbst heraus geschehen, gibt es eine Bedingung: du resp. dein Ego muß den Widerstand (gegen das Fließen des Tao/Gott) aufgegeben haben. Es darf keine Theorie, kein Glaubenssatz bleiben, sondern zum Sein, zum  Sei-en werden. Dann erkennst du auch , dass die Dinge aus DIR selbst herausgeschehen, weil es nichts anderes als ICH gibt!
Und dennoch... und dennoch ist das Ursache-Wirkung-Prinzip in meinem Sei-en nicht einfach aufgehoben, es wurde einfach nur als eine "handfeste Illusion" , als eine Gedankenkonstruktion erkannt. Ursache und Wirkung gibts nur, wenn Du daran denkst, klaro? Und Gedankenkonstruktionen haben keinen Platz in der absoluten Präsenz des Augenblicks, das läßt sich sogar logisch nachvollziehen, woll?
Und doch... hahahaaaaaa in aeternum dei...lalala


Die meisten Mißverständnisse

gibt es der  Begriffe wegen. Sprache kann zwar gut  die Gegensätze und Polaritäten beschreiben, ist aber völlig unfähig, die Einheit in Worte zu fassen. Sprache ist per se Trennung. Dennoch muß der Verstand - er kann gar nicht anders - versuchen, die Einheit zumindest annähernd in Worte zu fassen. Dabei benutzen die Menschen oft verschiedene Begriffe und Terminologien. Und genau hier liegt der Hund begraben, hierin liegt m. E. der Hauptgrund dafür, dass man sich sogar in den "erlauchten" Kreisen gerne die Köpfe einschlägt. Dieselbe Wahrheit in verschiedenen Begriffen dargestellt wird nicht als dieselbe Wahrheit erkannt.
So gehts den Menschen, die buchstabengläubig sich nur an eine einzige Religion geheftet haben. Bei eigener spiritueller Erkenntnis/Erleuchtung/Erwachen usw.  wird diese ja immer vom Verstand übernommen und in die religiöse Terminologie gepreßt, von der man geprägt wurde.

Auch Neo-Advaita ist z.B. eine Religion, solange keine empirische Erfahrung gegeben ist. Alles, woran ich ohne eigene empirische Erfahrung glaube, ist Religion. Und blöderweise wird die eigene spirituelle Erfahrung ebenfalls sofort zu Verstandeswissen, d.h. zu einem Glauben- und Religionskonzept, insofern sie sofort danach nurmehr  Erinnerung und Vergangenheit ist.
Ja, sogar der Atheismus fällt in die Kategorie Religion - der Glaube an die Materie ist ein Glaube wie jeder andere religiöse Glaube, solange keine spirituelle Erfahrung diesen Glauben verifiziert. Der Unterschied: Der Atheist wird niemals die Gelegenheit bekommen, seinen Nichtglauben zu verifizieren!

Die Geister unterscheiden,

bedeutet, die absolute Wahrheit von der relativen Wahrheit zu unterscheiden.  Anders und biblisch gesagt wird hierbei die Spreu vom Weizen getrennt. Nichts anderes tue ich oder geschieht in mir, sobald sich meine Aufmerksamkeit auf geschriebene Worte richtet. Es braucht aber nicht unbedingt der Anreize von Außen oder des Inputs von Außen - auch aus mir SELBST heraus fällt mir reichlich "Futter" zu. Deswegen halte ich mich mit dem Lesen fremder Texte ziemlich zurück...


Teufel

Das schwarzchristliche Askese-Konzept sagt, dass du die Welt, die Menschen, die Situationen, wie sie dir begegnen so annehmen sollst, wie sie sind.
 Ha ha ha - lacht da das Kind: Wie sind denn die Dinge, Eierkopp? Horsch, solange du noch nicht begriffen hast, dass es dein Denken, deine Interpretation über die Welt, die Dinge, Menschen, Situationen sind, die du versuchst, anzunehmen, wirst du bei dieser wahrlich sadomasochistischen Art der Annahme buchstäblich in Teufels Küche gebraten. Dann weißt du, was Hölle ist!
Auf diese schwarzmagische Weise schafft sich die Kirche ihre Teufel, den sie dann mit Beelzebub zu exorzieren trachtet.


News vom  "Irdischen Scheißhaufen"

Es wird nicht lange dauern, bis der Staat eine Frischluftsteuer erhebt dafür, dass er dafür sorgt, dass sich die Schadstoffbelastung in Grenzen hält.
Auch hier wird der  Teufel mit Beelzebub ausgetrieben. Die Sonnensteuer wird dann auch nicht lange auf sich warten lassen... und eine Wettersteuer...

Jo, genau, stimmt mir der Stammtischrevolutionär zu, endlich guckst du dir mal die irdische Scheiße an, statt esoterische Luftschlösser zu bauen....Endlich siehst du mal klar... Genauso wirds kommen, eine Schweinerei ist das, immer schlimmer wirds,  wir müssen was TUN, auf die Barrikaden gehen! Wir brauchen Denker!
Jo, sach ick, wenn du dein Auto öfters mal stehn ließest, statt soviel darüber nachzudenken, wie und was der Staat alles für DICH tun könnte, statt umgekehrt, d.h. Selbstverantwortung zu übernehmen, dann hättest DU etwas geTAN...
So war und ist es immer: Der Maulheld hält sich für einen mündigen Bürger und beschwert sich über die wachsende Bevormundung durch den Staat, ist aber nicht fähig, Selbstverantwortung für sich und sein Handeln zu übernehmen. Er ist immer noch des Glaubens, er müsse Big Daddy um Erlaubnis bitten, frei zu sein und frei zu handeln.

Horsch emol: Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich durchaus fähig bin, den "irdischen Scheißhaufen" wahrzunehmen? In Wirklichkeit heisst das aber, dass ich  mich weder über den Scheißhaufen beklage, noch dass ich mich darüber beklage, dass es ihn gar nicht gibt.  Sowas ist mir nur möglich, weil ich mit der "Scheiße" nicht identifiziert bin und weil eben deshalb die Scheiße keine Scheiße für mich ist.. weshalb ich auch keinen Scheißhaufen wahrnehmen kann....LOL.

Irgendwer sagte mal:  Der Gedanke, dass ich nicht länger an dich denken werde, bedeutet, weiter an dich zu denken. Lass mich also versuchen, nicht daran zu denken, dass ich nicht weiter an dich denken werde.
Oder: Ich bin nur froh, dass ich keinen Spinat mag. Denn würde ich Spinat mögen, dann würde ich ihn auch essen - dabei kann ich das Zeug nicht ausstehen!

Cool, woll? So sieht das Denken jenseits von Ego aus.  Am Ende eines Denkvorgangs kriegst du immer TILT - das ist ein sog. Empedoklescher Knoten im Hirn.  Denk an die Escherhände!

Man glaubt, irgendwann würde man davon ablassen, von der Sprache, den Worten, dem  Denken und ständigem Ad-Absurdum-führen (und vom Schreiben!) - aber das funzt net, weil du keine Kontrolle darüber hast und es so abläuft, wie es ablaufen muß, LOL.
BlingBling - REINE Lust! (Aber genau das willst du mir ja gerade abgewöhnen, solche absurden "Bewußtseinssprünge", Bruder, woll? Das lenkt mich nur von der Realität, d.h. dem irdischen Scheißhaufen ab? hahaha....)
Deshalb mach ich ab und mal Pause und zieh mir ein bisschen  Flachwix mit dem Nachbarn oder den Flachwix aus dem Fernseher rein, sonst käme ich gar nicht mehr raus aus dem Modus Absurdus. Ora et labora! Auch hier wieder die Symbolik des Kreuzes, des linear-diskursiven "labora" und des vertikalen "Ora".
Labora: Ob ich selbst Kartoffeln schäle oder dem Fernsehkoch beim Kartoffelschälen zuschaue ist hierbei mal wieder Jacke wie Hose.

Das Motto der Bendikter ist "Bete, arbeite und lies." Sie haben das Schreiben vergessen.
Schreiben ist im spirituellen Kontext "Verkündigung". Die sog. Verkündigung Christi" ist eine mystische Angelegenheit und kann von innen wie von außen (durch Wort und Schrift) erfolgen, insofern das Herz offen und empfangsbereit ist.


Ich ohne mich

Ich wurde einmal gefragt, was man sich darunter vorstellen soll: Ich ohne mich. Nun, abgesehen davon, dass man sich am besten NICHTS darunter vorstellt...lol - läßt es sich doch beschreiben:
"Ich ohne mich" - übrigens ein Buchtitel von Daniel Herbst -  bedeutet die Abwesenheit des Ego. Anders gesagt: es ist "niemand da" (ein geflügeltes Wort besonders bei jenen dogmatisch-einäugigen Nondualisten, die ständig mit  ihren moralversyphten und spiri-konzeptuösen Muckis spielen und damit unbewußt  beweisen , dass doch "Jemand" da ist.)

Dass Niemand da ist, bemerkt man zunächst einmal daran, dass du deiner nicht mehr überdrüssig bist, du bist nicht mehr das Objekt deiner Überlegungen.. lol... Du mußt dich nicht mehr fragen wie es dir geht - weil es dir weder gut noch schlecht geht. Da wo es dir früher immer sagte, ob es dir gut oder schlecht geht, ist Leere. Keiner da. Dein Dasein ist nun "grundlos", das bedeutet, dass alle Gründe, Ursachen weggefallen sind, die dich früher beeinträchtigt und negativ oder positiv beeinflußt haben. Es ist einfach unmöglich geworden, dir Sorgen über dich oder andere zu machen. Was dir "mit dir" Sorgen und Kümmernis brachte, ist "ohne dich"  ständiger Anlaß zu Heiterkeit. "Ohne dich" - in der Abwesenheit von Ego -  bist du unverletztlich, logo, oder?
Und zwar nicht nur vorübergehend. Param advaita - was bei mir "nach der geistigen Wiedergeburt" bedeutet, bist du es für immer - das heißt, dein Leben ist zu Meditation, zum JETZT geworden. No way back.

Die Anwesenheit von "Jemand" (Ego) konnte ich früher körperlich spüren und zwar im Solarplexus. Wer achtsam ist, der hat vermutlich schon gemerkt, dass sich Gefühle oder "Sünden" wie Neid, Hass, Überdruss, Gier, Angst hauptsächlich im Solarplexus abspielen. Diese Gefühle beruhen auf Gedanken und Vorstellungsbildern. Wenn "Keiner da" ist, fehlen zwar nicht unbedingt alle Gedanken und Vorstellungsbilder, aber es fehlt der "Jemand", der danach greift und aus den Vorstellungen und Gedanken gute oder schlechte Gefühle bastelt.

Wer achtsam ist, der bemerkt oder besser gesagt, dem enthüllt sich der Charakter von Gedanken und Vorstellungen, der SCHAUT, wie negative oder positive Gedanken den Körper beeinträchtigen oder erleichtern.... Wo kein "Jemand",
Wo keiner oder "Niemand" da ist, kann man auch vom Nichts oder der Leere sprechen. Das ist keine Gedankenleere, sondern wie oben gesagt, es fehlt die Anhaftung, der Identifikationsklebstoff des (besitz-)ergreifenden Egos an die Gedanken. Deshalb spricht man in diesem Zusammenhang auch von Bedeutungsleere, - weil die  Gedanken durch diese Nichtanhaftung  ihrer Bedeutung entleert sind.

In gewissen Spiri-Kreisen spricht man lieber von "Jemand" statt von Ego. Hört sich netter an...
Jop, und Gott heißt hier "Niemand", klaro...lol...
Ich ohne mich ist "laufende Gegenwart".

Die meisten spirituellen Sucher/Finder sind noch sehr auf Begriffe fixiert. Wenn ich z.B. wie oben davon sprach, dass "ich" in Achtsamkeit die Auswirkungen von Denken und Fühlen bemerke, dann heißt es sofort: Solange da jemand ist, der etwas bemerkt, solange ist da auch "Jemand" (Ego), der es bemerken muss. Die bodenständige Logik sagt also: Wo Niemand ist, kann auch nichts bemerkt werden. Man verwechselt da wohl den nach außen gerichteten Aufmerksamkeitsfokus des Egomind mit dem Gewahrseinsfokus des SELBST - denn das ist falsch. Richtig ist:

Wo Niemand ist, da ist Gewahrsein. Und GeWAHRsein ist WAHRnehmen und (reines) SEIN. Schauen. Ent-hüllung.  Der christliche Mystiker sagt dazu  "Offenbarung".


Schattenarbeit

Wenn ich sage, dass Tiefenprozesse/Schattenarbeit von SELBST geschehen, dann ist das richtig, sie geschehen aber nicht ohne deine Einwilligung. Wäre es so, dann wären ja alle Menschen schon frei und "erleuchtet". Sind sie aber nicht. Die Menschheit ist nach wie vor "in Agonie" und das vor allem, weil  der Mensch seinen Widerstand nicht aufgeben kann.
Genauso ist es mit der nondualen Sichtweise, dass alles einfach so aus sich selbst heraus geschieht. Das kannst du auch erst dann authentisch erkennen (und vor allem leben/sei-en), wenn du deinen Willen gegen das fliessende Leben/ Tao/Gott aufgegeben hast! Alles andere ist Geschwätz!


Wiederholung

fällt mir immer schwerer. Was ich in meinem Blog schreibend erkannt und/oder erkennend geschrieben habe, läßt sich sich kaum mehr oder nur  mit Mühe und Stottern wiederholen. Das stelle ich immer wieder fest, wenn ich z.B. mit jemand über die Dinge rede, die ich schon im blog geschrieben habe. Es ist alter Käse und schon in den Orkus des Vergessens und Nichtwissens abgesoffen. In der Wiederholung drischt man nur noch leeres Stroh.



Den Himmel auf die Erde holen

ist eine Metapher, die auch gut beschreibt, wie das geistige VertikalErkennen in die linear-horizontale Sprache transponiert wird... nichts anderes tue ich auch während des Schreibens in meinem Tagebuch/Blog. Wenn das Thema aber in der nächsten Stunde, am nächsten Tag oder gar in der nächsten Woche noch einmal angesprochen oder besprochen wird, ist es tot, dann schwätze ich über einen Leichnam. Auch wenn mir jemand im Nachhinein sagt: Hey, das hast du gut beschrieben - dann  weiß ich schon nicht mehr, wovon die Rede ist, so fern ist mir das vormals Geschriebene. Es berührt mich nicht mehr und langweilt mich, über Aufgewärmtes zu palavern.
Ich habe schon früher niemals zurückgeblickt -  was geschrieben war, war geschrieben und ich habe niemals das Bedürfnis gehabt, in meinen Tagebüchern noch einmal zu lesen,  und wenn ich zufällig einmal hineinsah, dann war mir der Text so fremd, als hätte ihn jemand anders verfaßt.

Von Luise Rinser las ich mal vor langer Zeit, dass sie öfters in ihren alten Tagebüchern las  - das konnte ich schon damals  nicht nachvollziehen... Auch mit Luise Rinser war ich ein Herz und eine Seele. Im selben Geist vereint: LIEBE.




Erscheinungen

Ich habe Schwierigkeiten, die Satsangs oder Texte von zeitgenössichen Gurus oder spirit.Lehrern anzuschauen, zu hören oder zu lesen.  Irgendwie scheint mir, benutzen viele von ihnen eine einheitliche Terminologie, die ich nirgends so richtig unterbringen kann.  Ich habe gestern mal kurz bei Werner Ablaß reingeschaut (Was immer ist) und gleich wird mir erzählt, was ist: Alles ist Erscheinung, selbst ICH BIN ist Erscheinung.... usw, das klang mir nach einem  philosophischen Exkurs, nach 3 Sätzen habe ichs aufgegeben...es klang mir irgendwie nach Neo- bzw. Fredo-Advaita

Entweder bin ich noch nicht "soweit" bzw. so  "bewußtseinserweitert" dass ich das in seiner vollen Bedeutung erfassen kann oder es ist wieder einmal eine mir fremdartige Terminologie, die das Verständnis blockiert.
Meinen sie mit "Erscheinung" vielleicht das, was ich als Gedankenkonstrukt bezeichne, noch simpler: eine Vorstellung?  Angenommen ich habe recht mit meiner Vermutung,  wäre das ein Bespiel für die Begriffsverwirrung auf die man allerorten trifft:
Erscheinung oder Gedankenkonstrukt/Vorstellung - an sich scheinbar widersprechenden Begrifflichkeiten entzünden sich vor allem die unerfahrenen Spiri-Geister (aber auch ich zuweilen immer noch) recht gerne, weil man die Synonyme nicht erkennt und weil  die Begriffe sehr oft zum Fetisch werden, dass man nicht imstande ist, mit anderen Worten zu bezeichnen, was man meint.

Aber vielleicht soll der Begriff "Erscheinung" ja auch andeuten, dass ich nichts dazu tue oder dass ich "nichts dafür kann", was da erscheinen will?
ES erscheint? Was man unter ES  und Erscheinung versteht , blieb für mich bislang auch immer im Dunklen.  Mir scheint, dass ES manchem  dasselbe ist, was dem anderen der Liebe Gott ist. ES ist vielleicht für manche ein Begriff, der das Namenlose besser wiedergibt als der viel zu arg strapaziert "Gott". Wenn es so ist, dann könnte man vielleicht sagen: Gott erscheint als alles, was in unserem Bewußtsein Gestalt und Form annimmt?  Gedanken, Gefühle, Vorstellung,, Empfinden. Ist das gemeint? Keine Ahnung...
Und dass ES, was immer es auch ist,  "einfach so erscheint"  - ich rate mal - bedeutet wohl, dass es keine Ursache gibt für das, was erscheint?

Egal - wo das Wort "Erscheinung" im spirituellen Kontext auftaucht, kann ich erfahrungsgemäß davon ausgehen, dass ich es mit dem Vokabular einer bestimmten philosophischen Schule oder Richtung zu tun habe. Ebenso mit Fug und Recht kann ich davon ausgehen, dass die meisten, die dieses Wort benutzen, einfach nur Anhänger einer bestimmten Philosphie  und/oder Nachbeter eines spirituellen Konzeptes  sind, weil und wo sie nämlich anderen spirit. Konzepten, einer anderen Terminologie gegenüber völlig anpassungs- und konsensunfähig d.h. nicht imstande sind, ihr Vokabular/Konzept einigermaßen verständlich zu übersetzen, auf dass sich ein gegenseitiges Verständnis entwickeln könnte.

Dass es für sie keine Ursache gibt für das, was ihnen "einfach so erscheint", das scheint mir auch die Ursache dafür zu sein, dass z.B. dem Neo-Advaita-Gläubigen der Begriff der Verantwortung völlig fremd geworden ist. Dass nichts eine Ursache hat - mit dieser Begründung kannst du nämlich alles rechtfertigen. Da wird die grundlegende Grundlosigkeit des Daseins zum Anlaß genommen, Unmenschlichkeit zu rechtfertigen, besonders die eigene.
Dazu kommt noch der Glaube, dass alles determiniert ist, voila - schon sind wir wieder im christlichen Modus: Gott will es so.
Godfather-Syndrom.

Nun ja, aus transpersonaler Perspektive ist das ja alles völlig richtig, nur ist dieser Glaube dem Gros solchart Gläubigen nicht zu einer  lebendigen absoluten WAHRHEIT, sondern weitmehr zu einem Dogma geworden. (Und es wird Dir solange nicht zur lebendigen Wahrheit, solange Du nicht für diese WAHRHEIT "gestorben"bist, du Faulpelz!)

Die lebendige WAHRHEIT ist immer paradox, in diesem Fall heißt dies, das das Überpersönliche das Persönliche einschließt. Wer das Persönliche ausschließt, entzieht sich nicht nur seiner menschlichen Reifung, sondern auch seiner menschlichen Verantwortung.

Im Neo-Advaita - so wie es sich mir durch seine Vertreter bislang gezeigt hat -  gibt es nur Eindeutigkeit, nur entweder-oder. Wo man ein Eines ohne das Zweite postuliert, gibt es nunmal kein paradoxes Sowohl - Als auch.
Das Neo-Advaita ist vergleichbar mit dem Christentum, insofern das Christentum auch ein Neo-Christentum ist - eine Fälschung, weit entfernt vom Original des noch ganzheitlich orientierten Ur-Christentums. Beides, das Neo-Advaita wie das Neo-Christentum leiden an der "halbheitlichen Einbeinigkeit" - bei beiden handelt es sich um exakt dieselbe  "Gemeinschaft der Gläubigen". Beide stehen nur auf dem "Yang-Fuß", d.h.  beide opfern und töten weiterhin das Weibliche, die "Göttin"  und dienen damit nichts anderem als Archetyp des alttestamentarischen unmenschlich-grausamen patriarchalischen Vatergottes. Animusbesessenheit nenne ich das. Godfather-Syndrom.
Godfather-Syndrom: Eine Krankheit der "Gläubigen". Man könnte auch sagen, dass es sich um eine "Erleuchtungskrankheit" handelt, denn es betrifft, so scheint es mir, so ziemliche alle sog. Erwachten und sog. Erleuchteten, die einmal ein Lichtlein gesehen haben und fürderhin glauben, sie hätten "ES".  Mit der voreiligen  Begründung: es müsse nichts getan werden, wird der mühsame Weg der Menschwerdung (Individuation) negiert und nicht selten sogar aggressiv abgelästert. Tragisch: Dass sie mit der Ablehnung des Weiblichen (Persönlichen) und ihrem Widerstand gegen Tiefenprozesse/Individuation  Christus resp. ihr Wahres Selbst kreuzigen.

Dass dergleichen Erwachte bzw. Wiedereingeschlafene glauben, dass "die Scheiße nie aufhört"  oder dass das Dasein in "Resignation bis zum Ende"  gelebt werden muss, nimmt nicht wunder.
Genauso wie alle diejenigen das Ziel verfehlen, denen "grundlos und ohne Ursache" (LOL!)   so etwas wie Wut, Gier, Neid, Hass usw. zu "erscheinen" pflegen und dabei nicht erkennen, dass ihr Neo-Advaita-Dogma es ihnen verbietet, dahinter Frust,  enttäuschte Erwartungshaltung usw. -  vor allem aber SCHMERZ & ANGST wahrzunehmen.

Vollkommen zu sein, heißt ganz zu sein. Der vollkommene Mensch ist weiblich  u n d  männlich und in dieser Einheit  ist er göttlich  u n d  wahrhaft menschlich. Wahrhaft menschlich kannst du aber nur durch den Prozess der Individuation werden, in dem das männliche und weibliche als Einheit erkannt wird. Als Einheit kann es nur erkannt werden, wenn das authentische Männliche und das authentische Weibliche aus der Verdrängung (Schatten) befreit wird.  Das verstehe ich unter Persönlichkeitsreifung, Individuation. Und erst hier wird das Männliche und Weibliche transzendiert und Mensch und Gott in seiner Einheit erkannt.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Bücherlesen ist koa Sünd' - wenn es die richt'gen Bücher sind!





Das richt'ge  Buch zum Herzen spricht
und zum Verstand:

"Es werde Licht!"








Nichtzweiheit heißt christlich ausgedrückt, in der Einheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes zu sein. Dies wiederum bedeutet u.a. ein einiges SEIN im GEISTE mit allen toten und lebenden Geistern, insoweit ihre Worte und Werke aus der höchsten WAHRHEIT sind.

Wenn ich z.B. sage, ich stehe im selben Geist wie Nietzsche, dann meine ich nicht (nur) die relativen Wahrheiten/Philosophien des relativen Nietzsche-Geistes, sondern primär den GEIST der höchsten WAHRHEIT, der mir in vielen seiner Aussagen aufgeleuchtet ist.
So ist es mit allen sog. Großen Geistern  oder Großen Namen. Nicht der Person eines Nietzsche oder eines Ramanas oder Oshos usw. fühle ich mich hier verbunden, sondern jenseits der Person, jenseits der Namen BIN ICH mit "ihnen" eines Geistes in der EINHEIT des Geistes der höchsten (absoluten) WAHRHEIT.
 (Verbundenheit hat nichts mit Einheit zu tun, Verbundenheit ist für mich immer Verbundenheit unter Personen, Einigkeit in dem, was relative WAhrheiten angeht.)

Mit manchen dieser sog. Großen Geister fühlte ich auch eine persönliche Verbundenheit, z.B. mit Nietzsche, ich konnte mich mit ihm  bzw. seiner allzu christlich geprägten Biographie  und schwarzpädagogischen Erziehung identifizieren. Sein Schmerz war mein Schmerz. Diese Art von Verbundenheit ist auch eine Art "Einssein", ein Erkennen im gemeinsamen Schmerz, er teilte mein Leid oder vice versa...Mitgefühl.  Diese Art von Einssein allerdings betrfft nur die personal-duale Ebene und hat nichts mit dem transpersonalen EINS-SEIN jenseits von Ego/Person zu tun.
I'm in you - you are in me - an dieser Stelle hatte diese Verschmelzung/Identifikation  mit einem anderen Menschen- wenn auch "nur" einen relativen, doch  auch seinen überaus berechtigten Sinn und Stellenwert.
Natürlich ist die relative und die absolute Ebene nicht voneinander zu trennen, nur werden leider die Ebenen allzuoft vertauscht.

Erst heute weiß ich, dass meine Art, Bücher zu lesen in sog. Schattenarbeit übergegangen ist - ich glaube, wir alle machen wir sog. Schattenarbeit, ohne es zu wissen, z.B. wenn wir Bücher, Biographien lesen, in denen wir uns, unsere Geschichte, unser Leiden, unseren Schmerz wiederfinden. Mit Franz Kafka ging es mir ebenso wie mit Nietzsche, ich fand mich  wieder in ihm bzw.seinen Erzählungen,  ich wurde zu Franz Kafka  - und wie er die Welt sah, sah ich sie ebenfalls zu manchen Zeiten.Tränenüberströmt schrieb ich mit ihm zusammen den "Brief an den Vater"... (im Nackten-Kaiser-Vokabular des befreiten Kindes: Pöser Pädagoge):
http://gutenberg.spiegel.de/buch/169/1

Sören Kierkegaard: Ich erkannte ihn und  mich, meine/seine  Ängste, mein/sein existentielles Leiden, meine Depressionen  wieder  in seinem Werk: Der Begriff Angst. Sein Ringen mit dem Christentum war mein Ringen... Die Auflösung seiner Verlobung sah ich anders als die meisten Interpreten als eine Art Opferung der weltlichen Liebe zugunsten der Liebe Gottes. Sicher war oft viel Projektion dabei, aber man könnte sagen, es war eine konstruktive Projektion.

Hugo von Hoffmannsthal fällt mir noch ein, Der Brief von Lord Chandos an Francis Bacon:
http://gutenberg.spiegel.de/buch/997/1
Mit ihm zusammen entdeckte und erlitt ich die Gewißheit, dass die Sprache nicht die wahre WIRKLICHKEIT wiedergeben kann. Der Brief gab diesen grausligen Schrecken der sich in mir ereignenden "Sprachzertrümmerung" wieder. Wie gut kannte ich dieses sich auflösende und zersplitternde Ich, dem die Worte "wie modernde Pilze" von den Lippen bröselten... Ein wahres Wunder, dass ich daran nicht wahnsinnig  wurde! (Erst gerade jetzt fällt mir auf, dass auch diese ziemlich grenzüberschrittene Phase in die Rubrik "Schattenarbeit" fällt. AHA!)

Das sind nur einige wenig, aber fast hätte ich Hermann Hesse vergessen. Er war mir recht eigentlich die Initiationszündung. Siddharta. Ich glaube, ich habe alle seine Bücher gelesen. Seine Briefe an die Eltern... ich.
Auf diese Weise fand ich alle Schriftsteller, bzw. den menschlich-persönlichen (!) Geist  aller sog. Großen Geister ebenfalls in mir als ICH.

Überhaupt ging ich seelisch durch alle literarischen Epochen, anders gesagt: im Sinne von "Ontogenese ist Stammesgenese" (übrigens auch eine eigene Erkenntnis, die mir aus dem fruchtbaren Miste eigener empirischer Erfahrungen zuwuchs) wurde mir exact im Jahre Tschernobyl  (1987?) bewußt, dass  ich in meinem Unterbewußtsein die ganze Entwicklung der Menschheitsgeschichte beherberge, eben auch das Wissen um alle Zeit- oder Kunstepochen. Hey - gerade eben fällt mir ein, dass ich hierbei wohl mit dem unterbewußten Bereich in Kontakt war, was man das Kollektive Unbewußte nennt. AHA!





D
er Deutsche geht nicht gerne auf die Barrikaden, sich wehren oder gar wildes Revolutionieren  ist nicht sein Ding.
Es muß ihn schon hart treffen, bevor sich ein autoritätsverängstigter Mensch gegen die Obrigkeit wehrt. Einen Comedian im TV hörte ich das gestern so formulieren: Wenn der Deutsche einen Bahnhof stürmen will, dann kauft er sich vorher brav eine Bahnsteigkarte. Lol, so sind wir Deutschen!

Den Deutschen kümmerts scheinbar auch wenig, überwacht und abgehört zu werden. Ich hab ja nichts zu verbergen, sagt sich der brave Mann. Dass man Transparenz aber umgekehrt auch von der Obrigkeit/NSA fordern dürfte, kommt ihm dabei nicht in den Sinn. "Ordnung muß sein" ist noch immer sein Lieblingsspruch, deshalb sorgt Deutschland noch immer gerne für Ordnung in der Welt.

Natürlich betrifft Autoritätshörigkeit nicht nur Deutsche, es ist die grundlegende Angst vor der (inneren) Freiheit eines jeden Menschen, eine "Mordsangst",  die auf dem psychospirituellen Weg konfrontiert werden muß.
In meiner Zeit bei den Anonymen Alkoholikern überwand ich sehr viele Ängste, u.a. wurde mir bewußt, wie ich anfangs förmlich um Erlaubnis bettelte, sagen zu  d ü r f e n , was mir auf dem Herzen lag, in der ARt: Hey, ich möchte gerne sagen, was mich an Euch, am AA-Programm uva. stört, - DARF ich? Natürlich gab man mir keine Erlaubnis, im Gegenteil, die Abwehrreaktion war sofort da, das AA-Programm war sakrosankt und über jede Kritik erhaben.

 Ich war sauer auf die Leute, die mich zu bremsen  und mir meine "Rechte"  oder Freiheiten streitig zu machen schienen. Es dauerte seine Zeit, bis mir klar wurde, dass es eine Instanz in mir selbst ist, die das besorgt und dass ich mir das Leben  - die Freiheit ! "nehmen" muss und dass ich  meine sog. "MenschenRechte" gegen den Willen/Widerstand des Kollektivs und gegen den Widerstand der inneren Überich-Instanz behaupten konnte. Ja, dass ich nicht nur Menschenrechte, sondern auch Menschenpflichten einfordern durfte!  Langsam überwand ich meine Unfähigkeit, mich zu wehren...  Das war eine schwere Hürde - die größte Angst ist die Angst vor der Freiheit!
Diederich Heßling, eine Romanfigur in Heinrich Manns Roman "Der Untertan" ist noch immer ein Teil unseres  (vor allem deutschen) Durchschnitts-Ichs. Auch in Heßling fand ich mich wieder, auch mit dem Untertan konnte ich mich gut identifizieren, allerdings erst nach erheblichem Widerstand...Diese Art der "negativen" Identifikation ist ganz gewiss nicht leicht, weil das Ego sich nur mit dem Guten, Edlen und Schönen von haus aus lieber identifizieren mag, wer sich aber auf den Individuationsweg macht und sich seinem Schatten stellt, wird nicht umhinkommen, sich auch mit diesen Schattenseiten zu identifizieren, bevor sie transformiert/ transzendiert werden können.

Das bin ich: Feige, ängstlich, ohnmächtig und zugleich größenwahnsinnig, ein ängstliches Mäuschen mit einer großen Klappe...; und vieles mehr, was ich an mir nicht sehen wollte und konnte. Das schmerzt... und wie das schmerzt. Selbsterkenntnis ist nämlich nicht  n u r   transpersonale SELBSTerkenntnis  - die Erkenntnis, dass ICH und Gott EINs und dasselbe ist , wie man mancherorts zu wissen meint - Selbsterkenntnis ist auch auf der personalen Ebene eine unabdingbare Notwendigkeit:  Ohne Schattenintegration wirds nichts mit der Bewußtseinsevolution. Die Erkenntnis oder besser gesagt, die Enthüllung im Gewahrsein, dass "Alles schon da"  ist, ist  von Schattenintegration abhängig, wenn Erwachen nicht nur ein kurzes Strohfeuer  - eine "vorübergehende Erscheinung" bleiben soll.

Die Weltliteratur war mir wie ich schon sagte, eine große Hilfe auf meinem Weg. Gerade auch die Romane... Romane, so lernte ich als Kind von den Nonnen, waren durchweg weltlicher Schund und antichristlich...
Ohne meine Bücher  - meine Geistesbrüder und Geistesschwestern - wäre das Zeitalter der Aufklärung niemals in mir selbst angebrochen. (Wer immer den Verstand verteufelt und  Bücher verbietet und vor allem  im Namen Gottes, ist ein Verbrecher!)

Immanuel Kant:
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. 

Freies Denken ist wildes und zugleich geordnetes Denken.
Es geht in der Spiritualität letztlich nicht darum, eine Heiliger - sondern ein wahrhaft freier Denker zu werden. Allerdings kommt er um die Heiiligkeit nicht herum... LOL! Erst wenn das Heilige ebenfalls transzendiert ist, bist du ein Wahrhaft Freier Denker!