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Freitag, 25. Juli 2014

Das Glück liegt in Vollkommenheit, in Ganzheit und Unsterblichkeit


Die Kellerleiche - Skeleton in the closet


Bukowski Charlie sagte einst:
Find what you love and let it kill you -
Ich dagegen setze meins:
Find your Self, this kills your ego!


Ein diskussionswürdiger Satz mit vielen Fragezeichen...Unbewusst lassen wir uns nämlich alle von dem töten, was wir zu lieben glauben.. wenn man Liebe mit Abhängigkeit verwechselt, egal von was: von Frauen, Männern, Alkohol usw. Die Selbstzerstörung liebt das, was sie tötet. Wenn der Todestrieb überhand nimmt, sucht man nicht selten auch den ganz konkreten Liebestod in einer Überdosis Sex - mit einem Fremden natürlich. Eine gefährliche Art der Selbstaufgabe...Killing me softly... Destruktive Regression...(Wie bei allem, was ich schreibe, spreche ich aus eigener leid-und freudvoller Erfahrung).




Ein Satz von Patrick Aigner: 

"Merken, dass du kein Glück brauchst"....  Hm... Klingt irgendwie nach Resignation...
Ich würds mal so sagen: Merken, dass du deine Vorstellung vom Glück nicht brauchst! Höre auf, dir Vorstellungen darüber zu machen und du wirst glücklich sein. Vor allem höre auf, dir Vorstellungen zu machen von einer "Scheisse, die nie aufhört." 

Klar gibt es das Glück. Wenn es das Glück nicht gäbe, würde niemand danach streben...dann gäbe es auch so etwas wie Spiritualität nicht.
Glück liegt u.a.  im Göttlichen Gleichmut. Aber Gleichmut ist eine Horrorvorstellung der äußersten Langeweile für den Egomind, der auf seine Kicks nicht verzichten kann. Es gibt Leute, die verwechseln ihre kultivierte Resignation mit dem Gleichmut jenseits von Ego.


Image und Selbstbild

Charles Bukowski, Lesung

Gut aufpassen muss man, dass man sich nicht korrumpieren läßt. Mit einem Image des unangepaßten Säufers und dem Anstrich eines Rebellen lassen sich in der oft verachteten und/oder gefürchteten Welt besonders gute Geschäfte machen. Das Publikum liebt Rebellen; nur das früh - ganz besonders das spätpubertierende...

Die Identifikation mit dem Archetypen des Rebellen ist eine Identität, die sehr leicht mit dem "Anarcho-Child" verwechselt wird - dem von Konditionierung befreiten Anarchismus des erlösten Bewußtseins des Göttlichen Kindes jenseits von Erleuchtung.
(Politischer Anarchismus ist rebellisch und hat rein garnichts mit dem Anarchismus des befreiten Minds zu tun.)

P.A. scheint sich mir im Moment nüchtern und unrebellisch eine feste Identität//Status als Schriftsteller zuzulegen.  Nichts verkehrt dran,  nur hat es nichts mit Spiritualität zu tun, die im Gegenteil von dir verlangt, alle Identitäten, neben dem Status uva.  auch die Identifizierung mit Nation oder "Heimat" aufzugeben, was natürlich nicht unbedingt heißt, dass du deine Heimat verlassen und deinen Job hinschmeißen sollst...
"Ich bin stolz darauf, ein Deutscher zu sein", schrieb neulich einer, der den "schamanischen Weg" geht und andere Menschen zum Sterben einlädt... LOL! Ach, du liebe arme Seele, solange du selbst,  dein Stolz und einiges mehr  noch nicht gestorben ist, bist du nur ein weiterer Billiganbieter auf dem Schnäppchenmarkt der spirituellen Eitelkeiten.

Merke: Was immer du verteidigst, mit dem bist du identifiziert!  Ob du den Schamanismus, deine Nationalität, deinen Status, deine Berufswahl, deinen Besitz, deinen Alkoholkonsum, deine Peergroup, deine Spiritualität verteidigst,  in jedem Falle ist es Identifizierung -  Anhaftungen, die auf dem spirituellen Weg erkennend loszulassen wären.
The Mortalist

Ich bin stolz darauf, ein Säufer zu sein...?

Sowas gibt's auch. Das sagen dann vielleicht jene, denen die Trauben der Trockenheit/Nüchternheit einfach nur zu hoch hängen oder ihren Ist-Status mitunter damit verklären, indem man die ganze Trinkerklasse in den Kultstatus der Heiligkeit erhebt. Der Egomind eines Suchtbolzen ist trickreicher als jeder andere. Um aus dem sich selbst erniedrigenden Selbstverurteilungsmodus der Sucht rauszukommen, macht er wie stets aus der Not eine Tugend, dreht den Spieß einfach um, bastelt sich aus dem negativen (Säufer-)Selbstbild ein positive Identität bzw. Identifikation und nennt das möglicherweise auch noch Selbstannahme. Ich bin stolz, dies oder jenes zu sein... Ich will so bleiben, wie ich bin... ich bin vollkommen, nichts muss verbessert oder verändert werden...Da hat mal jemand gesagt: Ich stehe zu meiner Sucht! Auch eine diskussionswürdige Aussage. Gibts das denn?  Und was bedeutet das? Liebe ich dann meine Abhängigkeiten, nehme ich sie an, akzeptiere ich sie  - als unabänderlich vielleicht sogar?
Kann ich die Zigarette resp. das Rauchen "lieben", den Alkohol "lieben"?

Die Grabkosmetik kann manchen Menschen zu einem lebenslangen Hobby werden... (Ich meine hier keine bestimmte Person, einige Aussagen von P.A. und nicht zuletzt die Erinnerung an eigene Sucht-Erfahrung haben mich nur dazu angeregt, freiflottierend-assoziativ den Faden weiter zu spinnen...)

Aus spiritueller Sicht ist die Identifikation mit einer Peer-Group, zu B. auch mit allen scheinbar ("scheinbar"  im Sinne von neurotisch-verzerrter Wahrnehmung) Erniedrigten und Beleidigten ein schweres Übel, von dem der rechtschaffenheitsversoffene Innere Gutmensch nicht so leicht ablassen kann... (den von Bukowski habe ich auch schon geortet, gepostet von einem FB-Friend trieb er unkommentiert auf meiner FB-Startseite dahin...! Nein, nach dem, was ich früher von Bukowski gelesen habe, war er kein Mystiker, diesen und anderenWorten nach war er auch ein Moralist, zum IMMORTALISTEN hatte er wohl doch nicht das Zeug, dazu "wußte" er zuviel... Henry Miller und Bukowski: wenn die deutsche Dichterseele auf den Amerikanischen Traum trifft, bleibt von dem nichts mehr übrig... Für den wiedergeborenen Immortalisten aber hat der Amerikanische Traum noch weniger Realität als das, was man allgemein für "Das Leben" hält, LOL )

Rechtschaffenheitstrunkenheit ist die Suchtkompensation aller Moralapostel und militanten Anti-Betonköpfe! LOL! Solange die sich nämlich zu fein und puristisch sind, sich mit den Alkoholikern resp. allen Erniedrigten und Beleidigten zu identifizieren, siehts schlecht aus für die Bewusstseinsentwicklung. 


Einer, der kapituliert hat und zugeben kann, ein Alkoholiker zu sein, kann sich damit eine neue heilsame Identität aufbauen. Ob die Identifikation mit dem Gegenteil ebenso heilsam ist, sei dahingestellt. Wer den Alkohol zum Kult macht, macht damit gleichzeitig auch die Scheiße, "die nie aufhört",  zum Kult. 

Der Geruch dieser "Scheiße" ist der Verwesungsgeruch der Kellerleiche,  -  "the fragrance composition of repression und resistance."



Einem  (bekennenden)  Alkoholiker wäre es schlechterdings nicht möglich, Alkohol verklärend in den Kultstatus zu erheben und Erwachen/ Erleuchtung, was per se "frei flottierend " ist, am Alkohol anzubinden.

Einmal erkannt, dass sich das Auge des Gewahrsein niemals schliesst, bedeutet nicht, dass du dir auch "immer" dieses Gewahrseins BEWUSST bist. Mit dem Alkohol ist es wie mit manchen Drogen: Sie können vorübergehend die Ich-Kräfte löchern, aber wirklich transformieren können sie dich nicht. Wer sagt, dass die "Scheiße nie aufhöre", der ist ganz gewiss aus der Gnade gefallen;  Achtsamkeit/Gewahrsein nämlich würde ihn direkt erkennen lassen, dass es sich bei einem solchen Gedanken um eine Zukunftsprojektion des Egominds handelt, die auf Befürchtung und Sorge beruht. Es ist absolut unmöglich, zu sagen: "Die Scheiße hört nie auf" und dabei zu lachen! Wer hierbei lacht, macht eine Show -  befreiendes Lachen findet jenseits von "Scheiße" statt und vor allem jenseits des Denkens. Denn nichts anderes ist diese mittlerweile fast schon in den Kultstatus erhobene Phrase: ein vor-sorgender, voraus-schauender Gedanke, den es im Hier und JETZT niemals geben kann! Das Ego muß allem Dauer verleihen, auch der Scheiße...


Wer seine religiöse Überzeugung dazu gebraucht, seine Körper und Geist zerrüttenden Abhängigkeiten und Süchte zu kultivieren, indem er gar glaubt, es sei dies alles "Gottes Wille" - nichts andere nämlich sagt das Pseudo-Advaita - ist ein Phantast - ein selbstbetrügerischer Versuch des listigen Egos, sich auf die faule Haut zu legen und jede eigene Beteiligung/Selbstverantworung zu leugnen: Alles ist determiniert...  
Tatsache ist, dass ein Süchtiger nicht aufhören kann mit dem Saufen und erst die totale Kapitulation (=Hingabe) des Egos die Erlösung brächte. Im innerlichkeitsfeindlichen Pseudo-Advaita aber scheinkapituliert das Ego schon im vornherein und rationalisiert sein Verlangen und seine Sucht, ganz wie der Fuchs, dem die Trauben zu hoch hängen.
Fragrance
Möglicherweise wird auch hier etwas verwechselt und einmal mehr die absolute auf die relative Ebene heruntergezogen. Param advaita - jenseits von Erleuchtung, wenn du ganz "gestorben" bist, wenn die "Scheiße aufgehört hat" und alles Begehren, Verlangen und Suchten ein Ende gefunden hat, kannst du nämlich tatsächlich Alkohol trinken wie du lustig bist, dein Körper gibt dir die Grenze vor und du hörst i.d.R. drauf. Tatsächlich bist du auch nicht immer "lustig" -wahrscheinlicher ist, dass du eher selten lustig bist...
Es ist nicht möglich, die Kontrolle zu verlieren, weil sie schon verloren ist, LOL. ..Gewahrsein ist kein vorübergehendes seltenes Ereignis mehr. Geistiges Erkennen ist nicht (mehr) an "Nüchternheit" gebunden.  Ob du ein Bier, 10 Bier oder gar kein Bier trinkst, ist Jacke wie Hose. Dieser typische Kontrollverlust, der den Alkoholiker immer weiter trinken läßt, den gibt es hier nicht mehr. 

Ohne Zweifel ist es möglich, dass man im Rausch erkennt, dass es da in dir etwas gibt, was niemals schläft, was immer anwesend ist - das Allsehende Auge - aber es muss zu deinem bewußten SEIN, deinem immerwährenden SEI-en werden. Dann nämlich erst ist  Alkohol und das Saufen so bedeutungslos wie alles übrige auch.

Und das steht für mich im Moment felsenfest fest: Solange das Ich mit dem Körper identifiziert ist, solange du also daran glaubst, dass du dein Körper BIST, wirst du auch ein Verlangen nach Alkohol u.a. haben. Und genauso ist es, wenn du  n i c h t  daran  "glaubst",  LOL! Beide Überzeugungen sind Glaubenssätze, die du erkennend loslassen musst, um über den Jordan zu gelangen. Das jahrelange Soufflieren und Affirmieren "Ich bin nicht mein Körper, ich bin nicht meine Gedanken, ich bin nicht meine Gefühle usw." wird dir gar nichts nützen, wenn du den Beobachter, das Gewahrseinsauge nicht in dir stabil und bewußt verankert hast. Achtsamkeit beobachtet und negiert nicht...ohne Achtsamkeit keine Individuation und ohne Individuation kein Gewahrsein  als "permanent adaptation".



Pseudo-Advaita

Fragrance...
kennt von Vornherein keinen Weg, der zu gehen wäre. Es leugnet jede Beteiligung des Individuums an diesem Prozess. Pseudo-Advaita ist eine teuflisch verdrehte Religion von exoterisch Gläubigen, die sich schon erlöst  g l a u b e n. Pseudo-Advaita sehe ich als eine Kopfgeburt, wo das "Leben eben" nie aufhört "Scheiße" zu sein und das Glück darin besteht, auf es zu verzichten und in "Resignation bis zum Ende der Tage" auszuharren.

Das Ziel und die Sehnsucht des Menschen, dessen ganzes Wesen nach Ganzheit/Vollkommenheit (Glück) strebt, wird hier für Manchen zur unerreichbaren Traube und in perverser Verkehrung als die "Mohrrübe" deklariert, die der Erfassung der WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT im Wege steht - in der Verkennung, dass die Suche eine Vorbedingung des Findens ist und niemandem der Weg erspart bleibt, an dessen Ende du die Lebendige WAHRHEIT erkennst, dass es keinen Weg gab und dass Suchen und Finden, Sucher und Gesuchtes ein und dasselbe ist und das "Blatt" sich buchstäblich wendet....LOL...! Einheit! Ganzheit! Hierosgamos! Was für eine Seligkeit - welch ein GLÜCK!
Das ganze Glück der Ganzheit/Vollkommenheit erlangt man, wenn das Göttliche Kind in dir geboren ist. Param Advaita: das Bewusstsein der Unsterblichkeit.  Solange du dein Inneres Weihnachten nicht erlebt hast, bleibt auch Gewahrsein und sämtl. spirit. Erfahrungen, die man machen kann, nur vorübergehende "Erleuchterungen".
Weihnachten ist als Begriff zwar bedeutungsleer, aber als die Geburt deines SELBST gleichzeitig auch die Geburt der Fülle des SEINS. Gewahrsein. REINES Glück!


Früher wußten die (alten) Meister noch den Finger auf die Lippen zu legen, wenn sie von ihren Schülern befragt wurden, heute beantworten diese einäugigen und spirituell halbgaren sog. Lehrer, die sich für Meister halten, jede Frage, besonders aber antworten sie auf Fragen, die nie gestellt wurden:  Du bist schon erwacht...Du bist schon erlöst...es gibt keine Person, keiner da...du bist schon befreit... du bist schon erleuchtet... es gibt keinen Weg, es ist alles schon da... Wer sucht, der findet nicht... es gibt nichts zu erreichen...fang erst gar nicht mit dem Suchen an...oder auch: die Scheiße hört nie auf... usw.
(Die "Letztgültige Erkenntnis" (eines anderen) , dass es keinen Weg, dass es nichts zu erreichen gab, oder auch,  dass das Ich nicht erreichen/machen kann, was von SELBST geschieht, wird offenbar für manche auch dahingehend interpretiert, dass alle Ziele "Mohrrüben" sind - Glück, Ganzheit, SELBSTverwirklichung...)



Na schön, kann ja sein, dass du oder andere durch Affirmationen, Mantras und der Wiederholung des immerselben wirklich mal einen Moment des Erwachens erleben, das ist aber erst der Anfang... Das Pseudo-Advaita wie ich es antreffe aber macht in der ihm eigenen Teuflischen Verkehrung den Schwanz zum Kopf, d.h. den Anfang  zum Ende: die Potentialität von Ganzheit und Gewahrsein wird als Realität verscherbelt,, an die man glauben soll, aber deren b e w u ß t e Verwirklichung nicht angestrebt werden könne, weil "keiner da" -  keine Person da wäre, die sie verwirklichen könne...
Weshalb manche auch getrost die Hände in den Schoß legen und der Faulheit ein Loblied singen und der Läuterung der Persönlichkeit (Individuation) den Abgesang. Damit nullifiziert und leugnet man das Unbewußte und die Notwendigkeit, dieses Unbewußte - den sog. Schatten -  bewußt zu machen.

Dass "Keiner da" ist - ist eine lebendige Erfahrung der Abwesenheit des Egos, bzw. die geistige Erkenntnis, dass es keinen Handelnden gibt. Das ist eine subjektive ABSOLUTE Wahrheit, aber nur für den, der diese "Erfahrung" macht - eine UN-MITTELBARE  "letztgültige Erkenntnis", die auch nicht ver m i t t e l b a r  ist.


Das bedeutet im Klartext, du kannst anderen Menschen nicht die (absolute) Wahrheit als einen Glaubenssatz verkaufen, der eine  Handlungsanweisung impliziert, z.B., dass "nichts zu tun" wäre.

Wer immer solche Erfahrungen macht, wer immer zu einer "Letztgültigen Erkenntnis" kommt, darf niemals vergessen, dass seine Worte  in den seltensten Fällen auf ein offenes Herz treffen, üblicherweise werden die Worte vom konzeptualisierenden Egomind der Zuhörer vereinnahmt und fixiert, der ad hoc einen Glaubenssatz draus macht. Der EGOmind - ohne den Intellekt, den Mind, die Ratio insgesamt zu verteufeln -  ist der "Fixer", der Süchtige, Pacman, ein unersättliches Raubtier. 


Solange du dir der WAHRHEIT nicht  aus dir SELBST von innen heraus bewußt wirst, bleibst du ein "Glaubenssatz-Gläubiger". (Der Unterschied zwischen lebendiger Wahrheit und Glaubenssatz kann nur durch Gewahrsein/Bewußtheit erkannt werden.)

Deshalb niemals vergessen: Nach dem Erwachen ist vor dem Erwachen. Nach der Erleuchtung/Erkenntnis ist nach der Erleuchtung/Erkenntnis. Das bedeutet. Alles was dir ein-leuchtet, alles was du geistig erkennst,  jede lebendige Wahrheit muß immer wieder ins Nichtwissen losgelassen werden.

Solange die Persönlichkeit (Verstand)  nicht geläutert ist, wird jede Absolute Wahrheit zur relativen Wahrheit (Glaubenssatz). Permanent-Gewahrsein (permanent adaptation) ist das Ziel der Bewußtseinsentwicklung und kann nur durch den Individuationsprozess bzw. Schattenintegration erlangt werden.


Scheiße. Es ist schon schwer diese Dinge zu beschreiben, weil es mich dauernd im Kreise herumführt und alles, was ich jetzt sage, sich im nächsten Moment wieder aufgehoben hat. Der Verstand, der Egomind kann meine Beschreibungen nicht verstehen, den Erfahrenen ist es ein Wiedererkennen.


Zum Schluß eine heiter-ernste Bitte:


Wenn Patrick Aigner nicht nur ein FreizeitAlki ist und  in seiner Eigenschaft/Identität als  (Un-) Heiliger Säufer wirklich was auf sich hält und ernst genommen werden will, dann möchte ich ihn bitten,  in Berlin beim alljährlichen Event des erlauchten Forums Erleuchtung doch bitte nicht die Flasch' zu vergessen und live und vor Ort sein "Erwachen durch Alkohol"  und den Vergleich mit Charles Bukowski zu verifizieren. Eine kleine gepflegte Randale inbegriffen. 
Das wäre doch mal eine ehrliche Ansage und nicht etwa 3 Tage vorher ausnüchtern oder den Flachmann versteckt in der Hosentasche ...  Das nenne ich eine coole Rampensau!

Ich erinnere mich: ich hatte in meinen Hardcore-Zeiten (1966-70) u.a. selbstgemachten Eiergrog mit Stroh-Rum in der Thermoskanne mit mir herumgetragen und immer Petersilie oder Knoblauch dabei, "Komm mir besser nicht zu nahe, ich stinke gaaanz schlimm nach Knoblauch..." LOL!

Wenn P.A. kein Alki ist, bitte ich um Enschuldigung - dann ist meine Bitte natürlich hinfällig.



Köstlich: Flasch
Cora von Ablass - haha- Krause
https://www.youtube.com/watch?v=DJGqBthQTPI

Dienstag, 24.07.2014






Mittwoch, 25. Juni 2014

Die Wahrheit absolut nur ist, wo sie dir SELBST entsprungen ist




Keiner kommt zum Vater denn durch mich

sagt Jesus als das Wahre SELBST. Was das bedeutet,  kann man nicht groß genug ins Gesangbuch insbesondere der Neo-Advaita-Aspostel schreiben: Keiner kommt in den Himmel, ohne durch die Hölle der Schattenprozesse/Individuation gegangen zu sein. Die Reinigung und Läuterung von falschen Ich-Anteilen bzw. die Befreiung der Ichanteile, die wir wegen gesellschaftlicher/familiärer Unzumutbarkeit nicht leben durften und deshalb als unsere "Dämonen" im Dunkel des Unbewußten hausen.

Jesus heilt und wer sich dem Heilungsprozess verweigert, kommt nicht zum "Vater". Der "Vater" steht für das Heil, der Sohn  für Heilung.
Anders gesagt: Niemand kommt zum (überpersönlichen) Heil, der nicht durch den Prozess der (persönlichen) Heilung gegangen ist;  keiner wird das Überpersönliche erfassen, der nicht die Person erfasst hat; keiner wird die absolute Wahrheit erfassen, der nicht seine  persönliche Wahrheit erfasst hat.
(Und keiner wird den GEIST erfassen, der nicht den Geist aufgegeben hat. LOL!)

Wortmagie: Wie merkwürdig doch, dass man zwar oft willens ist, den biblisch "korrekten" d.h. überlieferten Wortlaut von "Jesus" als  "Wahrheit" zu akzeptieren, wird dasselbe aber in anderen Worten gesagt, wird es abgewertet: So hätte Jesus nie gesprochen.  Nur wer die absolute Wahrheit aus sich SELBST heraus erkennt, ist fähig, die Geister zu unterscheiden, was heißt,  die relative von der absoluten Wahrheit zu unterscheiden.
Wer sich SELBST kennt, kennt Jesus. Keine Trennung - kein Unterschied.
Es gibt ja auch christlich geprägte Leute, er erkennen zwar die Wahrheiten des Buddha als absolute Wahrheiten, aber die Aussagen Jesu nicht. Wortmagie. (Shit - habe schon wieder vergessen, dass keine Wahrheit absolut ist, die nicht aus sich SELBST heraus erkannt worden ist).
Also nochmal von vorne: Die Aussagen von Buddha und Jesus sind nur dann absolute Wahrheiten, wenn sie aus sich SELBST erkannt worden sind. Amen.




"Es geschieht einfach"

höre ich häufig aus Neo-Advaita-Munde. Die Dinge geschehen einfach, es gibt keinen Grund dafür...
Ja, schön und gut, das  w i s s e n wirklich alle , die genug Spiri-Bücher gelesen haben. Deswegen frage ich mich immer, aus welcher Quelle DEINE Worte sind. Aus sich SELBST heraus  erkannt oder nur irgendwo gehört oder gelesen und als wahr übernommen? Um tatsächlich dessen GEWAHR zu SEIN, dass die Dinge alle aus sich selbst heraus geschehen, gibt es eine Bedingung: du resp. dein Ego muß den Widerstand (gegen das Fließen des Tao/Gott) aufgegeben haben. Es darf keine Theorie, kein Glaubenssatz bleiben, sondern zum Sein, zum  Sei-en werden. Dann erkennst du auch , dass die Dinge aus DIR selbst herausgeschehen, weil es nichts anderes als ICH gibt!
Und dennoch... und dennoch ist das Ursache-Wirkung-Prinzip in meinem Sei-en nicht einfach aufgehoben, es wurde einfach nur als eine "handfeste Illusion" , als eine Gedankenkonstruktion erkannt. Ursache und Wirkung gibts nur, wenn Du daran denkst, klaro? Und Gedankenkonstruktionen haben keinen Platz in der absoluten Präsenz des Augenblicks, das läßt sich sogar logisch nachvollziehen, woll?
Und doch... hahahaaaaaa in aeternum dei...lalala


Die meisten Mißverständnisse

gibt es der  Begriffe wegen. Sprache kann zwar gut  die Gegensätze und Polaritäten beschreiben, ist aber völlig unfähig, die Einheit in Worte zu fassen. Sprache ist per se Trennung. Dennoch muß der Verstand - er kann gar nicht anders - versuchen, die Einheit zumindest annähernd in Worte zu fassen. Dabei benutzen die Menschen oft verschiedene Begriffe und Terminologien. Und genau hier liegt der Hund begraben, hierin liegt m. E. der Hauptgrund dafür, dass man sich sogar in den "erlauchten" Kreisen gerne die Köpfe einschlägt. Dieselbe Wahrheit in verschiedenen Begriffen dargestellt wird nicht als dieselbe Wahrheit erkannt.
So gehts den Menschen, die buchstabengläubig sich nur an eine einzige Religion geheftet haben. Bei eigener spiritueller Erkenntnis/Erleuchtung/Erwachen usw.  wird diese ja immer vom Verstand übernommen und in die religiöse Terminologie gepreßt, von der man geprägt wurde.

Auch Neo-Advaita ist z.B. eine Religion, solange keine empirische Erfahrung gegeben ist. Alles, woran ich ohne eigene empirische Erfahrung glaube, ist Religion. Und blöderweise wird die eigene spirituelle Erfahrung ebenfalls sofort zu Verstandeswissen, d.h. zu einem Glauben- und Religionskonzept, insofern sie sofort danach nurmehr  Erinnerung und Vergangenheit ist.
Ja, sogar der Atheismus fällt in die Kategorie Religion - der Glaube an die Materie ist ein Glaube wie jeder andere religiöse Glaube, solange keine spirituelle Erfahrung diesen Glauben verifiziert. Der Unterschied: Der Atheist wird niemals die Gelegenheit bekommen, seinen Nichtglauben zu verifizieren!

Die Geister unterscheiden,

bedeutet, die absolute Wahrheit von der relativen Wahrheit zu unterscheiden.  Anders und biblisch gesagt wird hierbei die Spreu vom Weizen getrennt. Nichts anderes tue ich oder geschieht in mir, sobald sich meine Aufmerksamkeit auf geschriebene Worte richtet. Es braucht aber nicht unbedingt der Anreize von Außen oder des Inputs von Außen - auch aus mir SELBST heraus fällt mir reichlich "Futter" zu. Deswegen halte ich mich mit dem Lesen fremder Texte ziemlich zurück...


Teufel

Das schwarzchristliche Askese-Konzept sagt, dass du die Welt, die Menschen, die Situationen, wie sie dir begegnen so annehmen sollst, wie sie sind.
 Ha ha ha - lacht da das Kind: Wie sind denn die Dinge, Eierkopp? Horsch, solange du noch nicht begriffen hast, dass es dein Denken, deine Interpretation über die Welt, die Dinge, Menschen, Situationen sind, die du versuchst, anzunehmen, wirst du bei dieser wahrlich sadomasochistischen Art der Annahme buchstäblich in Teufels Küche gebraten. Dann weißt du, was Hölle ist!
Auf diese schwarzmagische Weise schafft sich die Kirche ihre Teufel, den sie dann mit Beelzebub zu exorzieren trachtet.


News vom  "Irdischen Scheißhaufen"

Es wird nicht lange dauern, bis der Staat eine Frischluftsteuer erhebt dafür, dass er dafür sorgt, dass sich die Schadstoffbelastung in Grenzen hält.
Auch hier wird der  Teufel mit Beelzebub ausgetrieben. Die Sonnensteuer wird dann auch nicht lange auf sich warten lassen... und eine Wettersteuer...

Jo, genau, stimmt mir der Stammtischrevolutionär zu, endlich guckst du dir mal die irdische Scheiße an, statt esoterische Luftschlösser zu bauen....Endlich siehst du mal klar... Genauso wirds kommen, eine Schweinerei ist das, immer schlimmer wirds,  wir müssen was TUN, auf die Barrikaden gehen! Wir brauchen Denker!
Jo, sach ick, wenn du dein Auto öfters mal stehn ließest, statt soviel darüber nachzudenken, wie und was der Staat alles für DICH tun könnte, statt umgekehrt, d.h. Selbstverantwortung zu übernehmen, dann hättest DU etwas geTAN...
So war und ist es immer: Der Maulheld hält sich für einen mündigen Bürger und beschwert sich über die wachsende Bevormundung durch den Staat, ist aber nicht fähig, Selbstverantwortung für sich und sein Handeln zu übernehmen. Er ist immer noch des Glaubens, er müsse Big Daddy um Erlaubnis bitten, frei zu sein und frei zu handeln.

Horsch emol: Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich durchaus fähig bin, den "irdischen Scheißhaufen" wahrzunehmen? In Wirklichkeit heisst das aber, dass ich  mich weder über den Scheißhaufen beklage, noch dass ich mich darüber beklage, dass es ihn gar nicht gibt.  Sowas ist mir nur möglich, weil ich mit der "Scheiße" nicht identifiziert bin und weil eben deshalb die Scheiße keine Scheiße für mich ist.. weshalb ich auch keinen Scheißhaufen wahrnehmen kann....LOL.

Irgendwer sagte mal:  Der Gedanke, dass ich nicht länger an dich denken werde, bedeutet, weiter an dich zu denken. Lass mich also versuchen, nicht daran zu denken, dass ich nicht weiter an dich denken werde.
Oder: Ich bin nur froh, dass ich keinen Spinat mag. Denn würde ich Spinat mögen, dann würde ich ihn auch essen - dabei kann ich das Zeug nicht ausstehen!

Cool, woll? So sieht das Denken jenseits von Ego aus.  Am Ende eines Denkvorgangs kriegst du immer TILT - das ist ein sog. Empedoklescher Knoten im Hirn.  Denk an die Escherhände!

Man glaubt, irgendwann würde man davon ablassen, von der Sprache, den Worten, dem  Denken und ständigem Ad-Absurdum-führen (und vom Schreiben!) - aber das funzt net, weil du keine Kontrolle darüber hast und es so abläuft, wie es ablaufen muß, LOL.
BlingBling - REINE Lust! (Aber genau das willst du mir ja gerade abgewöhnen, solche absurden "Bewußtseinssprünge", Bruder, woll? Das lenkt mich nur von der Realität, d.h. dem irdischen Scheißhaufen ab? hahaha....)
Deshalb mach ich ab und mal Pause und zieh mir ein bisschen  Flachwix mit dem Nachbarn oder den Flachwix aus dem Fernseher rein, sonst käme ich gar nicht mehr raus aus dem Modus Absurdus. Ora et labora! Auch hier wieder die Symbolik des Kreuzes, des linear-diskursiven "labora" und des vertikalen "Ora".
Labora: Ob ich selbst Kartoffeln schäle oder dem Fernsehkoch beim Kartoffelschälen zuschaue ist hierbei mal wieder Jacke wie Hose.

Das Motto der Bendikter ist "Bete, arbeite und lies." Sie haben das Schreiben vergessen.
Schreiben ist im spirituellen Kontext "Verkündigung". Die sog. Verkündigung Christi" ist eine mystische Angelegenheit und kann von innen wie von außen (durch Wort und Schrift) erfolgen, insofern das Herz offen und empfangsbereit ist.


Ich ohne mich

Ich wurde einmal gefragt, was man sich darunter vorstellen soll: Ich ohne mich. Nun, abgesehen davon, dass man sich am besten NICHTS darunter vorstellt...lol - läßt es sich doch beschreiben:
"Ich ohne mich" - übrigens ein Buchtitel von Daniel Herbst -  bedeutet die Abwesenheit des Ego. Anders gesagt: es ist "niemand da" (ein geflügeltes Wort besonders bei jenen dogmatisch-einäugigen Nondualisten, die ständig mit  ihren moralversyphten und spiri-konzeptuösen Muckis spielen und damit unbewußt  beweisen , dass doch "Jemand" da ist.)

Dass Niemand da ist, bemerkt man zunächst einmal daran, dass du deiner nicht mehr überdrüssig bist, du bist nicht mehr das Objekt deiner Überlegungen.. lol... Du mußt dich nicht mehr fragen wie es dir geht - weil es dir weder gut noch schlecht geht. Da wo es dir früher immer sagte, ob es dir gut oder schlecht geht, ist Leere. Keiner da. Dein Dasein ist nun "grundlos", das bedeutet, dass alle Gründe, Ursachen weggefallen sind, die dich früher beeinträchtigt und negativ oder positiv beeinflußt haben. Es ist einfach unmöglich geworden, dir Sorgen über dich oder andere zu machen. Was dir "mit dir" Sorgen und Kümmernis brachte, ist "ohne dich"  ständiger Anlaß zu Heiterkeit. "Ohne dich" - in der Abwesenheit von Ego -  bist du unverletztlich, logo, oder?
Und zwar nicht nur vorübergehend. Param advaita - was bei mir "nach der geistigen Wiedergeburt" bedeutet, bist du es für immer - das heißt, dein Leben ist zu Meditation, zum JETZT geworden. No way back.

Die Anwesenheit von "Jemand" (Ego) konnte ich früher körperlich spüren und zwar im Solarplexus. Wer achtsam ist, der hat vermutlich schon gemerkt, dass sich Gefühle oder "Sünden" wie Neid, Hass, Überdruss, Gier, Angst hauptsächlich im Solarplexus abspielen. Diese Gefühle beruhen auf Gedanken und Vorstellungsbildern. Wenn "Keiner da" ist, fehlen zwar nicht unbedingt alle Gedanken und Vorstellungsbilder, aber es fehlt der "Jemand", der danach greift und aus den Vorstellungen und Gedanken gute oder schlechte Gefühle bastelt.

Wer achtsam ist, der bemerkt oder besser gesagt, dem enthüllt sich der Charakter von Gedanken und Vorstellungen, der SCHAUT, wie negative oder positive Gedanken den Körper beeinträchtigen oder erleichtern.... Wo kein "Jemand",
Wo keiner oder "Niemand" da ist, kann man auch vom Nichts oder der Leere sprechen. Das ist keine Gedankenleere, sondern wie oben gesagt, es fehlt die Anhaftung, der Identifikationsklebstoff des (besitz-)ergreifenden Egos an die Gedanken. Deshalb spricht man in diesem Zusammenhang auch von Bedeutungsleere, - weil die  Gedanken durch diese Nichtanhaftung  ihrer Bedeutung entleert sind.

In gewissen Spiri-Kreisen spricht man lieber von "Jemand" statt von Ego. Hört sich netter an...
Jop, und Gott heißt hier "Niemand", klaro...lol...
Ich ohne mich ist "laufende Gegenwart".

Die meisten spirituellen Sucher/Finder sind noch sehr auf Begriffe fixiert. Wenn ich z.B. wie oben davon sprach, dass "ich" in Achtsamkeit die Auswirkungen von Denken und Fühlen bemerke, dann heißt es sofort: Solange da jemand ist, der etwas bemerkt, solange ist da auch "Jemand" (Ego), der es bemerken muss. Die bodenständige Logik sagt also: Wo Niemand ist, kann auch nichts bemerkt werden. Man verwechselt da wohl den nach außen gerichteten Aufmerksamkeitsfokus des Egomind mit dem Gewahrseinsfokus des SELBST - denn das ist falsch. Richtig ist:

Wo Niemand ist, da ist Gewahrsein. Und GeWAHRsein ist WAHRnehmen und (reines) SEIN. Schauen. Ent-hüllung.  Der christliche Mystiker sagt dazu  "Offenbarung".


Schattenarbeit

Wenn ich sage, dass Tiefenprozesse/Schattenarbeit von SELBST geschehen, dann ist das richtig, sie geschehen aber nicht ohne deine Einwilligung. Wäre es so, dann wären ja alle Menschen schon frei und "erleuchtet". Sind sie aber nicht. Die Menschheit ist nach wie vor "in Agonie" und das vor allem, weil  der Mensch seinen Widerstand nicht aufgeben kann.
Genauso ist es mit der nondualen Sichtweise, dass alles einfach so aus sich selbst heraus geschieht. Das kannst du auch erst dann authentisch erkennen (und vor allem leben/sei-en), wenn du deinen Willen gegen das fliessende Leben/ Tao/Gott aufgegeben hast! Alles andere ist Geschwätz!


Wiederholung

fällt mir immer schwerer. Was ich in meinem Blog schreibend erkannt und/oder erkennend geschrieben habe, läßt sich sich kaum mehr oder nur  mit Mühe und Stottern wiederholen. Das stelle ich immer wieder fest, wenn ich z.B. mit jemand über die Dinge rede, die ich schon im blog geschrieben habe. Es ist alter Käse und schon in den Orkus des Vergessens und Nichtwissens abgesoffen. In der Wiederholung drischt man nur noch leeres Stroh.



Den Himmel auf die Erde holen

ist eine Metapher, die auch gut beschreibt, wie das geistige VertikalErkennen in die linear-horizontale Sprache transponiert wird... nichts anderes tue ich auch während des Schreibens in meinem Tagebuch/Blog. Wenn das Thema aber in der nächsten Stunde, am nächsten Tag oder gar in der nächsten Woche noch einmal angesprochen oder besprochen wird, ist es tot, dann schwätze ich über einen Leichnam. Auch wenn mir jemand im Nachhinein sagt: Hey, das hast du gut beschrieben - dann  weiß ich schon nicht mehr, wovon die Rede ist, so fern ist mir das vormals Geschriebene. Es berührt mich nicht mehr und langweilt mich, über Aufgewärmtes zu palavern.
Ich habe schon früher niemals zurückgeblickt -  was geschrieben war, war geschrieben und ich habe niemals das Bedürfnis gehabt, in meinen Tagebüchern noch einmal zu lesen,  und wenn ich zufällig einmal hineinsah, dann war mir der Text so fremd, als hätte ihn jemand anders verfaßt.

Von Luise Rinser las ich mal vor langer Zeit, dass sie öfters in ihren alten Tagebüchern las  - das konnte ich schon damals  nicht nachvollziehen... Auch mit Luise Rinser war ich ein Herz und eine Seele. Im selben Geist vereint: LIEBE.




Erscheinungen

Ich habe Schwierigkeiten, die Satsangs oder Texte von zeitgenössichen Gurus oder spirit.Lehrern anzuschauen, zu hören oder zu lesen.  Irgendwie scheint mir, benutzen viele von ihnen eine einheitliche Terminologie, die ich nirgends so richtig unterbringen kann.  Ich habe gestern mal kurz bei Werner Ablaß reingeschaut (Was immer ist) und gleich wird mir erzählt, was ist: Alles ist Erscheinung, selbst ICH BIN ist Erscheinung.... usw, das klang mir nach einem  philosophischen Exkurs, nach 3 Sätzen habe ichs aufgegeben...es klang mir irgendwie nach Neo- bzw. Fredo-Advaita

Entweder bin ich noch nicht "soweit" bzw. so  "bewußtseinserweitert" dass ich das in seiner vollen Bedeutung erfassen kann oder es ist wieder einmal eine mir fremdartige Terminologie, die das Verständnis blockiert.
Meinen sie mit "Erscheinung" vielleicht das, was ich als Gedankenkonstrukt bezeichne, noch simpler: eine Vorstellung?  Angenommen ich habe recht mit meiner Vermutung,  wäre das ein Bespiel für die Begriffsverwirrung auf die man allerorten trifft:
Erscheinung oder Gedankenkonstrukt/Vorstellung - an sich scheinbar widersprechenden Begrifflichkeiten entzünden sich vor allem die unerfahrenen Spiri-Geister (aber auch ich zuweilen immer noch) recht gerne, weil man die Synonyme nicht erkennt und weil  die Begriffe sehr oft zum Fetisch werden, dass man nicht imstande ist, mit anderen Worten zu bezeichnen, was man meint.

Aber vielleicht soll der Begriff "Erscheinung" ja auch andeuten, dass ich nichts dazu tue oder dass ich "nichts dafür kann", was da erscheinen will?
ES erscheint? Was man unter ES  und Erscheinung versteht , blieb für mich bislang auch immer im Dunklen.  Mir scheint, dass ES manchem  dasselbe ist, was dem anderen der Liebe Gott ist. ES ist vielleicht für manche ein Begriff, der das Namenlose besser wiedergibt als der viel zu arg strapaziert "Gott". Wenn es so ist, dann könnte man vielleicht sagen: Gott erscheint als alles, was in unserem Bewußtsein Gestalt und Form annimmt?  Gedanken, Gefühle, Vorstellung,, Empfinden. Ist das gemeint? Keine Ahnung...
Und dass ES, was immer es auch ist,  "einfach so erscheint"  - ich rate mal - bedeutet wohl, dass es keine Ursache gibt für das, was erscheint?

Egal - wo das Wort "Erscheinung" im spirituellen Kontext auftaucht, kann ich erfahrungsgemäß davon ausgehen, dass ich es mit dem Vokabular einer bestimmten philosophischen Schule oder Richtung zu tun habe. Ebenso mit Fug und Recht kann ich davon ausgehen, dass die meisten, die dieses Wort benutzen, einfach nur Anhänger einer bestimmten Philosphie  und/oder Nachbeter eines spirituellen Konzeptes  sind, weil und wo sie nämlich anderen spirit. Konzepten, einer anderen Terminologie gegenüber völlig anpassungs- und konsensunfähig d.h. nicht imstande sind, ihr Vokabular/Konzept einigermaßen verständlich zu übersetzen, auf dass sich ein gegenseitiges Verständnis entwickeln könnte.

Dass es für sie keine Ursache gibt für das, was ihnen "einfach so erscheint", das scheint mir auch die Ursache dafür zu sein, dass z.B. dem Neo-Advaita-Gläubigen der Begriff der Verantwortung völlig fremd geworden ist. Dass nichts eine Ursache hat - mit dieser Begründung kannst du nämlich alles rechtfertigen. Da wird die grundlegende Grundlosigkeit des Daseins zum Anlaß genommen, Unmenschlichkeit zu rechtfertigen, besonders die eigene.
Dazu kommt noch der Glaube, dass alles determiniert ist, voila - schon sind wir wieder im christlichen Modus: Gott will es so.
Godfather-Syndrom.

Nun ja, aus transpersonaler Perspektive ist das ja alles völlig richtig, nur ist dieser Glaube dem Gros solchart Gläubigen nicht zu einer  lebendigen absoluten WAHRHEIT, sondern weitmehr zu einem Dogma geworden. (Und es wird Dir solange nicht zur lebendigen Wahrheit, solange Du nicht für diese WAHRHEIT "gestorben"bist, du Faulpelz!)

Die lebendige WAHRHEIT ist immer paradox, in diesem Fall heißt dies, das das Überpersönliche das Persönliche einschließt. Wer das Persönliche ausschließt, entzieht sich nicht nur seiner menschlichen Reifung, sondern auch seiner menschlichen Verantwortung.

Im Neo-Advaita - so wie es sich mir durch seine Vertreter bislang gezeigt hat -  gibt es nur Eindeutigkeit, nur entweder-oder. Wo man ein Eines ohne das Zweite postuliert, gibt es nunmal kein paradoxes Sowohl - Als auch.
Das Neo-Advaita ist vergleichbar mit dem Christentum, insofern das Christentum auch ein Neo-Christentum ist - eine Fälschung, weit entfernt vom Original des noch ganzheitlich orientierten Ur-Christentums. Beides, das Neo-Advaita wie das Neo-Christentum leiden an der "halbheitlichen Einbeinigkeit" - bei beiden handelt es sich um exakt dieselbe  "Gemeinschaft der Gläubigen". Beide stehen nur auf dem "Yang-Fuß", d.h.  beide opfern und töten weiterhin das Weibliche, die "Göttin"  und dienen damit nichts anderem als Archetyp des alttestamentarischen unmenschlich-grausamen patriarchalischen Vatergottes. Animusbesessenheit nenne ich das. Godfather-Syndrom.
Godfather-Syndrom: Eine Krankheit der "Gläubigen". Man könnte auch sagen, dass es sich um eine "Erleuchtungskrankheit" handelt, denn es betrifft, so scheint es mir, so ziemliche alle sog. Erwachten und sog. Erleuchteten, die einmal ein Lichtlein gesehen haben und fürderhin glauben, sie hätten "ES".  Mit der voreiligen  Begründung: es müsse nichts getan werden, wird der mühsame Weg der Menschwerdung (Individuation) negiert und nicht selten sogar aggressiv abgelästert. Tragisch: Dass sie mit der Ablehnung des Weiblichen (Persönlichen) und ihrem Widerstand gegen Tiefenprozesse/Individuation  Christus resp. ihr Wahres Selbst kreuzigen.

Dass dergleichen Erwachte bzw. Wiedereingeschlafene glauben, dass "die Scheiße nie aufhört"  oder dass das Dasein in "Resignation bis zum Ende"  gelebt werden muss, nimmt nicht wunder.
Genauso wie alle diejenigen das Ziel verfehlen, denen "grundlos und ohne Ursache" (LOL!)   so etwas wie Wut, Gier, Neid, Hass usw. zu "erscheinen" pflegen und dabei nicht erkennen, dass ihr Neo-Advaita-Dogma es ihnen verbietet, dahinter Frust,  enttäuschte Erwartungshaltung usw. -  vor allem aber SCHMERZ & ANGST wahrzunehmen.

Vollkommen zu sein, heißt ganz zu sein. Der vollkommene Mensch ist weiblich  u n d  männlich und in dieser Einheit  ist er göttlich  u n d  wahrhaft menschlich. Wahrhaft menschlich kannst du aber nur durch den Prozess der Individuation werden, in dem das männliche und weibliche als Einheit erkannt wird. Als Einheit kann es nur erkannt werden, wenn das authentische Männliche und das authentische Weibliche aus der Verdrängung (Schatten) befreit wird.  Das verstehe ich unter Persönlichkeitsreifung, Individuation. Und erst hier wird das Männliche und Weibliche transzendiert und Mensch und Gott in seiner Einheit erkannt.

Montag, 9. Juni 2014

Was nützt Dir 'ne Vollkommenheit in Theorie statt WIRKLICHKEIT???

sagt Paulus...





09.06.2014 - News vom Ollen Nytia


Monday morning, 8 o'clock:
Stante pede und adhoc
Grüß' Nytia ich von Blog zu Blog!
http://satyamnitya.wordpress.com/2014/06/09/karl-renz-du-bist-vollkommen-mit-und-ohne-sehnsucht/

Um deine hoffentlich rhetorischen Fragen zu beantworten -
also, die Sache ist so: Es ist wie mit den verflixten Koans, da kann dir wie immer das Licht nur aufgehen, indem du aus dem diskursiven Denken des Verstandes ausststeigst bzw. durch den "Polsprung" vom Egomind zum SELBST ins Vertikale Erkennen wechselst.

Tja, wie man das "macht"? Da wären wir wieder bei dem "Rattenfänger" Karl Renz: Durch "Resignation" und "Total anhalten" bzw.  durch Innehalten. Leider Gottes auch nur alles Dinge, die man nicht machen oder tun kann.
Statt "Resignation" würde ich übrigens lieber von einer "Kapitulation des Egos" sprechen, Resignation klingt mir viel zu sehr nach Depri & Ennui.

Innehalten oder anhalten - egal, wie man es nennt - heißt, in der Gegenwart anzukommen, in der absoluten Präsenz. (Eine lange Reise - viele Sucher verheizen dazu viele viele Leben, habe ich gehört...LOL!) Was dem Ego hier die totale Resignation ist, ist dem SELBST die fröhliche Auferstehung von den Toten. Und mehr noch: hier gibt es nicht nur kein Ego, sondern weder Selbst, Gott noch sonst ein "Etwas". Ab hier - param advaita - wirst du dann alles, was du von dir gibst, in Anführungszeichen setzen müssen... LOL!
Was ist denn das SELBST, was ist Gott? Sowohl Alles - als auch Nichts. Sowohl Fülle als auch Leere.

Ernsthaft? Na gut, in allem heitrem Ernste sei gesagt:  Bevor du "resignieren" tust, braucht das Ego erstmal einen Grund, zu kapitulieren, denn niemals wird es kampflos kapitulieren - das heißt, du mußt so lange im Außen kämpfen und suchen, bis du merkst, dass du jedes Mal, wenn du mit dem Kopf durch die Wand gegangen bist, statt in die ersehnte Freiheit nur in ein neues anderes Gefängnis durchgebrochen bist. Um dies zu erkennen, bedarf es aber wie immer des Hauptschlüssels: der Achtsamkeit.

(Die Universalantwort auf alle Fragen, Be- und Hinterfragungen ist immer dieselbe und im Grunde sehr einfach: Sei achtsam!)

Spirituelle  Double-Binds sind nur scheinbare Double-Binds und beantworten sich meistens, wenn man gelernt hat, sich im Paradox einzurichten, d.h. wenn man die Dinge von "oben"  aus der nondualen Sicht  und von "unten" aus der dualen Perspektive zu SCHAUEN gelernt hat und letztlich eben auch als EINHEIT erkennt.
Sowohl - als auch: "Wer sucht, der findet" hat aus der Einheitssicht dieselbe Berechtigung wie sein Gegenteil: Wer sucht, findet nicht.  Es braucht wie gesagt, die Kapitulation des Ego, um den Kampf und die Suche aufzugeben,  dann wirst du nämlich gefunden - Yippppieeee!
Was der Sucher letztlich findet, ist die Ein-Sicht, dass Sucher und Gesuchtes - Mensch und Gott - EINS- und dasselbe sind, aber das sollte er im vornherein weder glauben noch wissen. Denn alles, was man vom Hören-Sagen übernommen hat, gehört in die Rubrik: Meinung und Meinung ist ein großes Gräuel vor dem Herrn, Jungs!

Karl Renz meint:



Hier haben wir den Salat: Man darf dies um Himmels Willen nicht als eine Aufforderung begreifen, die Hände in den Schoß zu legen. Wenn es als eine solche gemeint ist - darfst du das Häppchen, welches Karl Renz uns hier so appetitlich missioniert, niemals schlucken, nur um ein bequemes Alibi dafür zu haben, die Suche aufzugeben!

Renz behauptet hier eine spirituell unstatthafte Entweder-Oder-Position aus der transpersonalen (nondualen) Sicht,  - eine Überzeugung des spirit. Egominds - eine konzeptuale Erinnerung an eine einstmals lebendige transpersonale Ein-Sicht. (Die seine oder die eines anderen, ist hier Jacke wie Hose)  Alter ranziger Käse!

Einheit


Es geht ja doch darum, dass jeder Mensch eine Ein-Sicht als zu einer LEBENDIGEN WAHRHEIT in sich und für sich SELBST vorstößt  - und ohne schmerzhafte Suche und ebenso schmerzhafte Kapitulation des Egominds geschieht dies einfach nicht. Und glaube mir, wenn du dann einmal tatsächlich total kapitulieren solltest "geht die Scheiße erst richtig los": da wartet das "Leben eben" darauf, dass du dich auf das "Leben eben" einläßt, was da bedeutet: Persönlichkeitsentwicklung resp. Individuation. Das eine geht nicht ohne das andere! Anders gesagt: den Gott Vater ohne die Mutter gibts nit!

Wo Gott kommt dir auf halbem Weg entgegen,
muß sich der Mensch im selben Maße bewegen... Evolution und Involution ist EINS!

So schaugts aus:

Du bist nicht eher "vollkommen", bis du aus dir SELBST der WIRKLICHKEIT deiner Vollkommenheit BEWUSST geworden bist.

Nicht früher und nicht später.





PROLOG

Ach Herr,
wie ist mir sonderbar:
der Igel sagt, ich bin schon da,
der Hase aber rast wie Hotte
und hechelt hinter 'ner Karotte.

Herr gib,
dass sie zusammenfinden,
die böse Trennung überwinden
um sich in Hochzeit zu verbinden,
und aller Welt dann zu verkünden,
dass Hüh und Hott ne Einheit bilden!
Hare Hedgehoc!