Dienstag, 30. Juni 2015

Aus Paraphonenmunde gellt, wem auf den Kopf ein Backstein fällt, dem wiederaufersteht die Welt



Scheinbarkeit vs. Illusion

Herr Callida sagt,  dass der Mensch jenseits von Ego immer noch menschlich ist, in dem Sinne,  dass der nämlich genauso Zahnschmerzen kriegt wie jeder andere und dass vor diesem Zahnschmerz jeder Glaube an die Scheinbarkeit des Körpers  in die Knie geht, -  WETTEN, DASS...?

Wetten, dass einer solchen Argumentation u.a. die falsche Vorstellung des Egominds zugrunde liegt, dass Desidentifikation gleich Nichtvorhandensein (in diesem Fall von Schmerz)  bedeutet?  Die Erkenntnis der Scheinbarkeit des Körpers ist aber im Grunde nichts als die Erkenntnis der IDENTIFIKATION des Egominds mit dem Körper. Diese Erkenntnis befreit dich dementsprechend auch nicht vom Körper, sondern nur von der Identifikation mit dem Körper/Materie. Himmelsack ...!

Callida's Argumentation kommt aus dem Verstand und ist dementsprechend UNWAHR. Der alte Egomind kann sich nicht vorstellen, dass der Mind jenseits des Jordans neu programmiert ist - besser gesagt: in stetiger Neuprogrammierung befindlich  und deshalb nicht mehr so leicht  im Stande ist, auf die alte Art und Weise Schlussfolgerungen zu ziehen und hypothetisch zu denken und wie zu guten Alte-Adams-Zeiten das Gestern ins Morgen zu transponieren. Vergangenheit bzw. die vergangene Erfahrung als allgemeingültig  in die Zukunft zu setzen. Herr Callida glaubt ganz wie Herr Normal, dass das, was gestern war auch heute ist ebenso auch noch  für morgen und alle ZEITEN gilt. Herr Callida's linear-diskursives Denken  macht eine eindeutige Aussage über den zustandslosen Zustand jenseits von Ego, der ÜBER den Verstand/Denken geht.
Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn Herr C. sich nicht als spirituell erfahrene Kapazität geben würde und tatsächlich auch sehr viel Wahres geschrieben hat. Allerdings sind es gerade solche Äusserungen, die zeigen, dass da eine tiefe Kluft herrscht zwischen dem, was er sagt und dem, was er IST!
Egal, was Herr Callida sagt - WAHR ist:
ICH, als ALL-EINiges SUBJEKT bin weder imstande, mir  JETZT  eine GESCHICHTE von einem schmerzenden Zahn auszudenken, der mich aus der Gnade hauen könnte, noch bin ich fähig, an eine solche "Vision"/Vorstellung zu glauben. Solange Herr Callida kein ALL-EINIGes SUBJEKT ist, wird er an seine Illusionen und Vorhersagen glauben... und natürlich an Logik, an Causalität und den ganzen unnötigen Kram - an alles, was man sich nur DENKEN kann! LOLOLOL!

Scheinbarkeit... hm...Illusion oder Illusionshaftigkeit (der sog. Realität) ist m. E. ein besserer Begriff, weil der  nicht so gebräuchlich ist auf der  personalen  Ebene und deshalb keinen Anlass für Mißverständnisse bietet. Dennoch: Scheinbarkeit, Illusion, Täuschung - egal, welchen Begriff man auch wählen mag, er ist nur Annäherung an die Wirklichkeit, es gibt halt kein treffendes Wort für etwas, was einerseits ist und andererseits nicht ist. 
Gleich welchen Begriff man bevorzugt, man muss die personale und die transpersonale Ebene im Auge behalten und differenzieren. Das Wort "scheinbar" wird auf der personalen Alltagsebene sehr häufig als synonym für "offenbar" gebraucht: z.B. Scheinbar hat jemand etwas verwechselt. Wenn man dieses Wort benutzt, muss man deutlich machen, für welche Ebene - dual/nondual - es gemeint ist, wenns nicht aus dem (spirituellen) Zusammenhang heraus deutlich wird. Sonst sorgt es für viel Verwirrung. Mit dem Wort Täuschung ist es ähnlich.Man kann zu jemand sagen: Du täuschst dich und beides meinen:  personal - sich in einer bestimmten Sache täuschen oder transpersonal gemeint im Sinne von "Alles ist Täuschung".
Deshalb bevorzuge ich den Begriff "Illusionshaftigkeit"-

Aufgeschnappt

Im Netz läuft mir ein bekannter Philosoph in den Fokus, der tatsächlich von "mystischen Weltanschauungen" spricht, soll er tatsächlich nicht wissen, dass Mystik iJenseits von allen Weltanschauungen ist? Derselbe Philosoph findet eine "rationale Mystik" als Widerspruch in sich.   Himmel, denke ich, hat der Kerle denn noch nie über seinen philosphischen Tellerrand geschaut?  Das ist doch nur scheinbar so, Herr Müller!  - ("scheinbar" ist hier im normalen Sinn gebraucht,das merke ich jetzt nur mal an wegen der Veranschaulichung dessen, was ich oben mit Ebenenkonfusion meinte).
Mystik ist TRANSrational, aber nicht irrational; eine "rationale Mystik", wie ich sie verstehe,  grenzt sich als solche vor allem ab von den romantisch-mystischen Schwarmgeistern der Heiligkeit. Die Vertreter der "rationalen Mystik"  zeichnen sich immer durch  äusserst trockene Nüchternheit aus, die den numinosen Bereich der Heiligkeit i.d.R.  transzendiert hat. In diesem Fall schliesst die trockene Nüchternheit den Narren und den Trottel keineswegs aus, sondern ein...LOL.
http://www.feuerbringer-magazin.de/2014/10/07/unsinn-ist-kein-akademisches-fachgebiet/

Andreas Müllers Statement ist ebenso unsinnig wie das Buch, welches er kritisiert. (Dark Buddhism)
Ach diese Philosophen - so nah sind sie dran...


Trottel-Ich

Wie ich schon im Zusammenhang mit Edgar Hofers Video-Satsang feststellte, bin auch  ich jenseits des Jordans noch genauso ein "Trottel" wie ich früher diesseits des Jordans einer war. An Weltklugheit habe ich wohl weder zugenommen noch abgenommen.  Es ist so, dass ich oft die selben "Dummheiten" mache oder sage wie früher auch, nur habe ich mich damals für meine "Blödheit" gegeisselt und verurteilt. Alle Dinge, für die ich mich früher verurteilte und schämte, tue ich immer noch, sie lassen mich im Gegensatz zu früher nurmehr kalt. 

Aktuelles Beispiel: Ich glaube,  meinen Wohnungstürschlüssel irgendwo vergessen oder steckengelassen zu haben. Ich gehe zum Hausmeister, dem ich einen Zweitschlüssel zur Aufbewahrung für diese Zwecke gegeben habe. Der aber kommt nicht in seine eigene Wohnung, weil sein Sohn gerade zu Besuch ist und mit dem Wohnungschlüssel unterwegs ist. Er holt eine große Leiter, steigt durchs Fenster und öffnet mir von innen die Tür. Ich bin höchst erfreut über die schnelle und effektive Aktion und lade ihn auf ein  Bierchen in die Poststube ein. Dass ich ihm gar nichts schuldig bin, weil ER ja schuld daran ist, dass ich meinen Zweitschlüssel nicht kriegen kann, ist mir sehr wohl bewusst, aber ändert überhaupt nichts an meiner Reaktion, die impliziert, ICH hätte die schuld daran, weil ja ICH den Schlüssel verschlampt habe. Irgendwas schien mir komisch an der ganzen Sache und später kam ich drauf: Es war nicht das erste Mal, dass ich meinen Zweitschlüssel beim Hausmeister X. holen wollte, schon beim ersten Mal konnte er mir meinen Schlüssel nicht aushändigen, weil er den in seinem Tresor eingeschlossen hatte und diesen nicht mehr aufkriegte, weil er SEINEN Tresorschlüssel vergammelt hatte...LOL... Ein Grund mehr, mich über IHN zu ärgern, ihn zum Schneck zu machen,  statt ihn zum Bier einzuladen, oder?  hehe - das funzt aber nicht mehr. In allen Fällen kann ich mich nur beömmeln. Hallelujah!

Und so war das schon früher.  Dem zugrunde liegt m. E. immer noch (!?) die alte Täter-Opfer-Verkehrung.
Früher habe ich mich auch immer dafür entschuldigt, wie meine Worte bei jemand angekommen sind. Für alles habe ich mich verantwortlich gefühlt, sogar für das Wetter habe ich mich einmal entschuldigt, als eine Verabredung wegen des Wetters nicht so stattfinden konnte, wie es von meinem Verehrer damals geplant war. Und hinterher, wenn es mir überhaupt aufgefallen war, habe ich mich in den Arsch getreten dafür und mich geärgert über meine dämlichen Reaktionen, meine Erniedrigungen... ich Trottel! Mich so richtig trottelig und dämlich zu fühlen, dazu bedurfte es wie immer der Projektion, d.h. ich  projezierte  meine Selbstverurteilung in den Kopf desjenigen, vor dem ich mich scheinbar erniedrigte. Ich dachte: Der ,muss mich ja für total bescheuert halten... was für ein Bild muss ich wohl abgeben usw... In diesem Zusammenhang wäre mir bestimmt auch wieder eingefallen, dass ich schon immer unfähig war, mit dem Finger auf die wahren Schuldigen, die Täter,  zu zeigen, weil ich automatisch die Schuld immer bei mir suchte. Opfermentalität.

Das komische ist: Mein Ich, mein Verhalten hat sich wohl in vielem gar nicht verändert, - trotz Heilung! Heute geschehen mir ähnlich "trottelige" bzw. "opfer"-mäßigen Reaktionen immer noch , aber ich bin mir dessen bewusst und es stört mich nicht im geringsten. Nichts folgt darauf, keine Grübel- oder Selbstverurteilungsorgien wie früher... keine quälenden Gedanken, was jemand anderes wohl von mir denken würde... keine Angst, jemandem, vor dem ich mich so "erniedrige", Macht über mich zu verleihen. Ich verliere nicht an Kraft dabei wie früher. Es gibt mir nichts und nimmt mir nichts.  Und dies  liegt nicht nur daran, dass ich meine Reaktionen nicht werte... Ich mache mir grundsätzlich keine Gedanken mehr über mein Verhalten und wie meine Worte bei anderen ankommen, dafür übernehme ich auch keine Verantwortung mehr.

Das "Komische" ist wirklich komisch: Ein aussenstehender normalopathischer Beobachter mit ausgeprägter Ichmuskelkraft - hehehe - würde mich wohl für eine etwas schwächliche Person halten, die sich nicht behaupten kann, für inen rechten "Trottel" oder ein "Armes Schwein" oder.... 
Und ja, vieles, was ich früher für einen Mangel, eine demütigende Ich-Schwäche hielt und für behandlungsbedürftig, ist noch immer da! Was nicht mehr da ist, ist mein Ideal-Ich, mein Selbstbild, nachdem ich mich gerne geformt hätte, es aber niemals schaffte...LOL. Was nicht mehr ist, ist das Gefühl, dass es mir an etwas mangelt, z.B. an Selbstbehauptungsfähigkeit..LOL
Alles ist leicht... alles ist einfach und leicht, wenn man aufgehört hat, jemand Bestimmtes sein zu müssen, einem bestimmten SelbstBild zu entsprechen.
Damit man das nicht falsch versteht - da ist nichts von Annahme oder Akzeptanz, mein  jetziger Zustand ist jenseits von Akzeptanz und Annahme. Wo früher Gefühle waren, wo entweder SelbstAnnahme oder Widerstand war -  da ist jetzt einfach nur Leere.
Um das mal ganz klar zu machen: Heilung/Individuation bedeutet nicht, ein starkes Welt-Ich zu bekommen. Ein autonomes selbstbestimmtes Ich ist nicht die Ultima ratio. Früher wollte ich ein schönes, STARKES durchsetzungsfähiges Ich haben, mich wehren lernen, Selbstbehauptungstraining habe ich gemacht, Aggressionstraining (im Sinne von Aggression adäquat ausdrücken lernen) - bis ich endlich die Frohe Botschaft vernahm: Suche zuerst das Reich Gottes... :-D
Nach SEINEM Bilde hat er mich geschaffen... yippppiiiieeeeeh!


Radikal-neutral

Ich habe in meinem Leben in -zig verschiedenen Städten gelebt. Nicht zuletzt war mein Herumziehen darauf zurückzuführen, dass ich es nicht mochte, wenn mir eine Umgebung, eine Stadt, ein Arbeitsplatz zu vertraut wurde. Wenn ich alles kannte und konnte musste ich weiterziehen. Eine Fremde sein - darin fühlte ich mich wohl. Im Zusammenhang mit der radikal-neutralen Wahrnehmung fiel mir gerade ein, dass ich einmal versuchte, aus einer vertrauten Umgebung eine fremde zu machen.  Ganz ähnlich wie ich es mit Texten und dem Lärm machte, der mich am Einschlafen hinderte,  starrte ich solange, bis alle Vertrautheit dahin war und mir alles fremd, "neutral" erschien. Merkwürdig... ich habe keine Ahnung, wie ich auf solche Dinge kam. Ich erinnere mich... München-Schwabing, es war im Bus, als ich von der Arbeitsstelle nach Hause fuhr in die  Luisenstrasse: ich starrte so lange aus dem Fenster auf die vorbeiziehenden Plätze und Straßen,  bis ich nicht mehr wusste, wo ich war - da kriegte ich  Angst  und fing an zu hyperventilieren und an der nächsten Haltestelle nix wie raus. Es war gottseidank die letzte Haltestelle. Ich stieg aus und guckte nur fassungslos...aber nach ein paar Sekunden panischen Umherschauens stellte sich die altvertraute konditionierte Sicht wieder her. Gottseidank!
Mit dem Essen machte ich es mal genauso... Wer oder was hat mir so etwas eingegeben? Allein meine Sehnsucht, das Langweilige und Vertraute zu verlassen?

Wenn ich jetzt ein anerkannter Guru wäre und Anhänger hätte, würden die aus meinen "lebendigen" spontanen Einfällen bestimmt "Dekonditionierungsübungen machen oder Übungen in  "Radikal-neutraler WAhrnehmung" - so läufts nämlich mit der Religion, LOL! Ich vermute aber mal, dass ich nicht die einzige bin, die in den letzten Jahrtausenden  auf solche Ideen gekommen ist. Gibt nix radikal Neues unter der Sonne.
Ja, ich kann es nur allen empfehlen, mal solche "Übungen" zu machen. Mittlerweile bin ich davon abgekommen, das "Machen" von Übungen als ein unstatthaftes hybrides Machen des Egos zu betrachten. Nach Erleuchtung streben kann man nicht, man kann aber Übungen machen, welche die Fesseln und Ketten der Gewohnheiten lockern, die Konditionierungen... der Rest erledigt sich mit der nötigen Hingabe von allein.



Jeder "Neue Adam"

drückt sich durch den Filter seiner (geläuterten)  Persönlichkeit aus. Er kann gar nicht anders, als das Unpersönliche persönlich - d.h. auf seine einzigartige Art -  auszudrücken. Die frohe Botschaft zu verkünden ist nicht nur Jesus vorbehalten gewesen oder Buddha und ist auch nicht auf deren Worte beschränkt. Es gibt viele Menschen die glauben, Christus-Selbst zu verwirklichen, hiesse, wie Jesus Christus  zu sprechen... Irrtum. Es gibt viele Schriftsteller und andere Menschen, die ihre Wahre Natur verwirklicht haben und kein Mensch erkennt es, weil sie kein spirituelles/religiöses Vokabular benutzen. Ein erwachter Mensch muss seine eigene Sprache finden, um die  Frohe Botschaft zu verkünden.


Idealbildung

Mir ist es mittlerweile Jacke wie Hose, ob die Heilung bzw. Linderung von innen oder von außen kommt. Ich habe mir meine Idealvorstellungen - meinen voreingenommenen und leichtfertigen  Glauben abgeschminkt, dass von Leiden befreit zu sein, bedeutet, dass mir jenseits von Ego durch die SELBSTregulation FÜR IMMER UND EWIG auch die vollkommene körperliche Gesundheit zuteil wird. Ich habe  kein Problem mehr  damit, auch mal zum Arzt zu gehen und dem Arzt zu gehorchen... Wenn ich sagen würde, dass der "Scheiß nie aufhören" würde, dann würde ich meine Beschwerden in die Zukunft projezieren, d.h. an eine Chronifizierung glauben und damit provozieren. Das tue ich nicht. Was jetzt ist, ist jetzt und was später sein wird kann ich nicht wissen. Vorhofflimmern habe ich jetzt schon ganz lange nicht mehr gehabt.und abgesehen von den gelegentlichen "Attacken" geht es mir recht gut trotz dieser paradoxen Gespaltenheit: Auf der einen Seite erlebe ich mich als ewig zeit- und alterslos und fühlt sich auch mein Körper mitunter richtig kraftvoll und jugendlich beschwingt, auf der anderen Seite oft das Empfinden, dass mein Herz an Kraft verliert und die Vitalität schwindet.


Das weiße Licht

Immer wieder stoße ich im Netz auf jemanden, dem ein Licht erschienen ist. Immer wieder muss ich sagen:  Erleuchtung bedeutet nicht, dass man ein Licht sieht. Was immer man mit eigenen Augen zu sehen glaubt, ist ES nicht! Erleuchtung ist BewusstHEIT, Erkenntnis. Licht ist nur eine Metapher für das Bewusstsein bzw. BewusstHEIT, genauso wie Schatten oder Dunkelheit nur eine Metapher für das Unbewusste ist oder für Unbewusstheit. Das "Bewusstheitslicht" - die Menge an Bewusstheit -  hängt davon ab, wieviel an Schatten  - an Verdrängung aufgehoben wurde.
Es ist schon merkwürdig, dass das Wort Erkenntnis und GEIST so gar nicht vorkommt im Wortschatz der modernen spirituellen Lehrer. Oder übersehe ich da was? Weder die Begriffe der  Schattenintegration noch GEISTErkenntnis habe ich in den Satsangs, die mir bislang im Netz über den Weg gelaufen sind, vernommen... entweder gehts um Licht & Liebe oder die Leere.  Das GeistErkenntnis-Licht, d.h. die Weisheit, das Wissen aus dem Ursprung hingegen ist kein Thema...

Das Reine Weiße Licht ist eine Metapher für die REINE unverzerrte neutrale  Wahrnehmung jenseits von Ego  und nicht für die Beschaffenheit und Farbe eines mit den Sinnen wahrnehmbaren Lichtes. Nochmal: Was immer ich außerhalb von mir zu sehen glaube, ist ES nicht.
Gerade habe ich neugierigerweise mal den Begriff Geisterkenntnis gegoogelt  und dabei stößt man seltsamerweise nur auf Rudolf Steiner.
Ich google weiter unter Erkenntnis plusBuddhismus und stoße auf   - yipppppiiiiiiieeeee!:
http://www.buddhismus-schule.de/inhalte/erkenntnis.html So und nicht anders ist es. Auch Udo Petscher sagt m. E. nichts anderes als:

Erklärungen über die Täuschung bei Objekt und Bewusstsein gibt es auch in anderen Weltanschauungen und Religionen. Die vollständigen Erklärungen zur restlosen Beseitigung fehlerhafter Wahrnehmung werden jedoch nur im Buddhismus gegeben. Buddha lehrt, dass die Illusion einer unabhängigen Existenz aus zwei Aspekten besteht: aus der Ich-Illusion und der Illusion in Bezug auf die äußere Welt. Löst man die Ich-Illusion auf, so bedeutet dies die Befreiung von allem Leid. Beseitigt man die Illusion in Bezug auf die äußere Welt, so erlangt man die volle Erleuchtung, den Zustand der Allwissenheit eines Buddhas.

Zunächst werden die Objekte der Wahrnehmung definiert: Ein Objekt ist das, was vom Geist erkannt wird. Diese Definition beinhaltet, dass es keine vom erlebenden Geist unabhängig existente äußere Welt geben kann, denn niemand wüsste davon.

Weiter unterscheidet man Objekte in echte und unechte Wahrnehmungsobjekte. Echte Wahrnehmungsobjekte sind immer konkrete Phänomene, die eine Funktion erfüllen. Diese konkreten Phänomene momentan wahrzunehmen, bedeutet, frei von Täuschung zu sein. Unechte Wahrnehmungsobjekte sind nicht-existente Dinge, die aber klar erscheinen, d.h. alle Arten von Abstraktionen oder geistigen Bildern, die keine konkrete Funktion erfüllen. Etwas Nicht-Existentes wird fälschlicherweise für existent gehalten.

Wer die äussere Welt für real hält (incl. der Geschichte der Menschheit) , ist mit dem Ego und seiner ihm eigenen  Subjekt-Objekt- Trennung identifiziert. Dualismus. Wenn ich "Licht" wahrnehme, dann nehme ich als Subjekt ein Objekt wahr - auch wenn dies nur in meiner Vorstellung geschieht.

Neulich schrieb ich über Einheit und dass die meisten spirit. Sucher darunter verstehen, dass die Menschheit bzw. alle lebenden Wesen als Bewusstsein eine Einheit bilden, oder dass Ich und Du aufgehoben sind... Ich bin Du... Oder dass Einheit in der  Vereinigung der GEgensätze erfahren wird. Die Einheit durch die radikale  Überwindung der Subjekt-Objekt-Trennung ist wenig thematisiert. Das ist zu abstrakt und wissenschaftlich für Herzensgutmenschen und Licht&Liebe- Da gibts Widerstand, denn dass der Beobachter und das Beobachtete eins ist, leuchtet nicht so schnell ein.  (OIE's Ausspruch: Wenn ich einen Kühlschrank wahrnehme, kann ich nicht der Kühlschrank sein, stimmt nur auf der dualen Ebene. ) Das gehört in die Rubrik der "Letzgültigen Erkenntnis". 

Retrospektiv kann ich sagen, das sich die Subjekt-Objekt-Trennung so um 1997 herum aufzulösen begann. Das war ein langer langer Prozess, bis ich erkannte, um was es überhaupt ging. Zuvor  war es  ein Satz, der mich herumtrieb, den Satz hatte ich nirgends gelesen und ich wusste auch nicht, was er wirklich bedeuten sollte, der SAtz lautete: Da draussen ist gar keiner. Dieser Satz wurde zu einem stets präsenten Hintergrundrauschen in meinem Kopf.  Die volle Erkenntnis ward mir in  der "Letztgültigen Erkenntnis" zuteil: dass wirklich alles, was ich von mir weiss und alles, was ich von der Welt weiß, eine Illusion ist. Konstrukt. Ich  oder mein Gehirn ist  der Erschaffer dieses Konstruktes.  Ich bin der Beobachter, der im Akt der Beobachtung das Beobachtete schafft - eine Gleichzeitigkeit, die der Verstand nicht fassen kann.
Konstruktivismus = Buddhismus. Die Letztgültige Erkenntnis hat alle Grenzen und Kategorien aufgelöst und mir u.a. die Einheit aller Wissenschaften aufgezeigt...die Einheit von Religion und Wissenschaft.

Fest steht: Wer den Dualismus, die duale Welt und ihre Geschichte verteidigt, verteidigt ein Konzept! - Herr Callida! Insbesondere, was die buddhistische Sicht besagt, müßte sogar jedem spirituellen Theoretiker bekannt sein. (Noch widerlicher, weil unversöhnlich, kann sich ein moralitär-pathologischer Gutmensch gar nicht aufführen, wie dies Herr Callida bezügl. der Holocaust-Diskussion an den Tag legte.

Ayn Rand  - wie war es möglich für sie, am Objektivismus festzuhalten, der Subjektivismus hat eine ebensolche Gültigkeit. Dann noch ein Schritt ... darüberhinaus... und YipppiiiieeeeH!


Krankheit Elend Tod

Es waren immer solche kurzen Sätze, die mich beschäftigten und über einen längeren Zeitraum begleiteten. Einer dieser Sentenzen lautete: "Krankheit Elend Tod "und tauchte immer im Kontakt mit Menschen auf. Ich bemerkte, dass die meisten Menschen nur "negativ" dachten und am liebsten Geschichten von Krankheit Elend und Tod erzählten  und dass auch die Nachrichten auf diesem Horror basierten. Ich entwickelte eine richtiggehende körperliche Aversion und Aggression gegen solche Geschichten und ich fing an, die Menschen zu meiden, die sich besonders gerne darin suhlten. Ich hörte auf, die Leute zu fragen, wie es ihnen geht, denn ich machte die Beobachtung, dass viele  - vor allem die älteren Frauen -  auf diese Frage hin förmlich in sich zusammenfielen,  ihre  Augen gen Himmel rollten und stöhnten: Aaahhh ... - und es folgte ein Sermon von "Krankheit Elend Tod", nicht nur das eigene Elend, auch das Elend der Verwandtschaft und fernen Bekanntschaften wurde ausführlich erörtert bis in des Elends Urschleim hinein... Ich hasste es, zu erleben, wie sie nicht nur sich selbst, sondern auch mir die Gegenwart versauten mit vergangenheitsorientierten Geschwätz. (Damals konnte ich mich noch nicht aus solchen Situationen lösen).  Ich hasste die Herunterzieher, die ständigen Nörgler,  die Neurotiker, die jede gegenwärtige Freude kaputtmachen mussten. Freute ich mich über das schöne Wetter, dann kam die Antwort: Ja, aber heute nachmittag, morgen, übermorgen, nächste Woche, wirds wieder schlechter werden. Diese Ja, aber-Typen hatte ich wirklich gefressen.LOL
Bis es soweit war, dass ich erkannte, dass Krankheit Elend Tod ebenfalls eine Illusion ist, hat es aber noch eine gute Zeit gedauert.

Als ich noch jung war, habe ich mich bedauert, als oder bis ich herausfand, dass die Frage "Wie geht's"  nur eine unbedeutende nichtssagende Floskel war , es kränkte mich zutiefst, dass niemand "wirklich" an meinem Ergehen interessiert war.  Später bedauerte ich, dass dieser Fakt nicht allgemein bekannt ist - vor allem nicht unter uns beziehungssüchtigen Frauen, LOL
Habe ich mich früher über Floskeln und Phrasen generell geärgert, finde ich vieles davon heute sehr angenehm, eben weil sie so unbedeutend und nichtssagend sind. Hi - Alles klar?  Ha jo, alles klar!
Ha ha ha!


Vision

 Was die "Letztgültige Erkenntnis" betrifft möchte ich noch hinzufügen, dass es sich dabei um eine Art "Panorama-Vision" gehandelt hat, ähnlich wie mir lange vordem in meinem "Berufungserlebnis" eine  Mandala-Vision zuteil wurde, die mir mein ganzes Leben als lebendiges ganzheitliches Bild zeichnete. Man sieht vieles auf einmal und erst später, retrospektiv, lassen sich die Einzelheiten herauslösen. Erst retrospektiv wird interpretiert, wie immer... LOL!


Wer sich selbst heilt,  heilt die Welt.

Auch das ist eine bekannte Weisheit, die aber, wenns wirklich drauf ankommt, damit ernst zu machen, mit allerlei Ausflüchten in Frage gestellt wird.  Es sind dies insbesondere die chronischen - vor allem maulheldenhaften Weltverbesserer und die ungeheilten Heiler... Ein Großteil der Spirituellen fällt darunter, allgemein kann man sagen, alle, die noch an das Gute glauben und ihr Ideal-Ich noch nicht durchschaut haben. (Das sind übrigens auch jene, die meinen Blog zerreissen und einen Bogen um mich machen)

Dieser Weisheit geht es aber leider wie dem Ausspruch Jesu: Suche zuerst das Reich Gottes oder den zur Hochzeit Geladenen im Hochzeitsgleichnis: ist nicht machbar, sagt man.  Da hat ein jeder noch etwas Wichtiges zu tun... vor allem ganz schnell noch die Welt retten vor den Menschen, die Tiere,  die Wale, die Natur... Wie egoistisch doch, nach Heilung zu suchen, solange die Welt und die Menschen darin so furchtbar leiden...Selbstheilung ist Hybris usw. usf.  - sagt man.

Einer ihrer  Einwände  lautet,  dass die Welt, die Menschheit als Ganzes nicht geheilt würde, sie würde so schrecklich und verbesserungswürdig bleiben wie sie ist, nur die Einstellung zur Welt würde sich für den Befreiten/Geheilten ändern, sonst rein  gar nichts  - deshalb müsse es Menschen geben, die die Welt zu einem besseren Ort machen. JEIN! Die Welt zu einem besseren Ort zu machen, fängt im Hier und Jetzt an, im eigenen konkreten Umfeld. Nirgends sonst, nicht in der Ferne, irgendwo in der Welt...Äthiopien, Afirka oder so...
Wenn das Ich geheilt ist, ist die Welt geheilt, -  für jeden Menschen, der im Jetzt zu leben gelernt hat. Alles andere ist nur Denken. Konstrukt. Suche zuerst das Reich Gottes... Wer geheilt und befreit ist, dem ist mit dem Ego die Welt kompletto untergegangen.

Höhö! höhnt frech Herr Callida,
für mich steht fest ganz sonnenklar:
wem auf den Kopf ein Backstein fällt
dem wiederaufersteht die Welt.
Dies ist ein Naturgesetz,
gestern heute hier & jetzt
es für jeden Menschen gilt,
für den, der mit dem Tode ringt
wie dem, der sich unsterblich dünkt
Wetten, dass...?

J.C.: Wetten, dass... mein lieber Freund
dass dein Denken nicht geheilt?
Alles,  was dir Böses schwant, ist
Konstrukt und finally und nicht zuletzt
eine Täuschung hier & jetzt!
Wetten, dass... deine üble Phantasie
dir den Tod bringt jetzt und hie!??
Kehr' nun um,  mein Sohn und bete
JETZT, ad hoc und stante pede
um Heilung deiner armen Seele!


Sonntag, 28. Juni 2015

Hurra, hurra! Hallelujah - Heute gibts ein Extra-Blah!




Radikal-neutrale Wahrnehmung

Was ich neulich über Samarpan las, läßt mir noch immer keine Ruhe. Zur Erinnerung: Samarpan soll von sich erzählt haben, dass ihm nicht bewusst wurde, dass ein Kind am Ertrinken war... er war nicht handlungsfähig. Warum und wieso weiss ich bis heute nicht, dennoch hat mich diese Sentenz zu einigen Gedanken über die "radikal-neutrale Wahrnehmung" inspiriert, wie ich sie aus eigenem Erleben her kenne und definiere.

Unter radikal neutraler Wahrnehmung verstehe ich,  dass man die Zeichen nicht mehr auf die gewohnte Art deuten kann, weil man die Dinge, die äussere Welt nicht mehr interpretiert.  In diesem Zustand wird  z.B. ein ertrinkender Mensch mit entsprechenden Signalen  nicht als solcher wahrgenommen... man hört quasi nur nichtssagende bedeutungsentleerte Geräusche.  Neutrale Wahrnehmung versteht die eigene Sprache nicht mehr und ist auch nicht mehr imstande, die Buchstaben der Schrift  ihrem Sinn nach zu entziffern. Auf Dauer wäre solche eine Wahrnehmung nicht möglich und wer eine solche nicht unterbrechen kann, hat ein Problem.
Je nach Blickwinkel sieht man hier
eine junge oder eine alte Frau


Ich habe diese Art von Wahrnehmung früher sogar mal geübt , ist gar keine schlechte Übung, sie befreit von gewohnheitsmäßiger Sehweise und fördert die Kreativität. Genauso kann man z.B. üben, die Dinge ihrer gewohnten Form nach nicht mehr wahrzunehmen, sondern den Umrissen nach. Künstler können das sehr gut. Das ist eine Positiv-Negativ-Vertauschung. Statt die Dinge bzw. die Formen der Dinge sieht man die  Umrisse der Gegenstände als positiv. Zu dieser Zeit wachte ich des nachts auch öfters auf, wobei ich meine Umgebung nicht mehr erkannte, weil sich alles umgekehrt hat, die Umrisse bzw. der Hintergrund der  Möbel und anderer Gegenstände waren als Formen sichtbar, die Möbelumrisse aber waren verschwunden bzw. als solche nicht erkennbar; das war ganz schön erschreckend am Anfang. Allerdings hielt das nie lange an und nach ein paar Sekunden hatte sich alles wieder normalisiert.


Heute interpretiere ich diese Zustände/Zwischenfälle so, dass mir da ein praktischer Anschauungsunterricht in der Rubrik:  "Auflösung der Formen" zuteil wurde! Neutrale Wahrnehmung! Aber radikal! Oh boah, da war ich aber froh, dass mein Blick sich so schnell wieder normalisierte und in die alte Konditionierung zurückkehrte!


Damals als mir das geschah, konnte ich diese Erfahrungen nicht einordnen, ich habe das nicht mit Spiritualität oder neutraler Wahrnehmung in Verbindung gebracht. Erst heute in der Retrospektive werden mir Erfahrungen klar, für die ich früher keine Worte hatte. Ich war froh, dass ich diese Dinge ertragen konnte, ohne gleich zum Doc zu laufen: Herr Doktor, Herr Doktor, zu Hilfe... die Welt löst sich auf.

Diese Übungen für Maler kann ich nur jedem empfehlen, der mal konkret erleben will, wie sich Formen "auflösen", bzw. die gewohnte Sicht auf die Formen/Dinge sich verändert.  Dazu nehme man sich am besten
ein x-beliebiges Bild - vielleicht ein Portrait aus einer Zeitschrift o.ä. und drehe es  auf den Kopf. Dann male man das Bild ab, indem man die Umrisse des Gesichtes nachzeichnet. Das Umdrehen macht i.d. Regel, dass man vergißtm dass man ein Gesicht zeichnet...
Oder man schaue so lange auf einen Gegenstand,  - ein Bild an der Wand, eine Uhr o.ä. - bis sich der Gegenstand auflöst und der Hintergrund als abstrakte Form sichtbar wird. Ich denke, jeder kennt das Bild von der Vase, deren Hintergrund sich als zwei Gesichter darstellt.
(Ich habe damals sogar einmal die Stille als Hintergrund "gehört". he he)

Ähnlich machte ich  es mal  mit dem Lesen. Ich starrte so lange auf die Textstelle, bis mir der Sinn des Gelesenen und die Bedeutung der Worte und Buchstaben total fremd wurde.In diese Sparte gehört auch mein Einschlafzeremoniell, welches ich früher öfter anwandte, wenn mich der Straßenlärm o.ä. nicht einschlafen liess: Ich konzentrierte mich so lange auf den Lärm, bis er seine Bedeutung als negativ besetzter "Lärm" verloren hatte und zu einem neutralen Geräusch wurde und manchmal sogar wie Musik von verschiedenen Instrumenten klang.

(
Je nach Blickeinstellung sieht man
entweder eine Vase oder zwei Gesichter
Was ich aber sagen will:  Es reicht völlig aus, wenn dieser Umschlag/Switch in die "radikale Neutralität"  ein einziges Mal gelungen oder vielmehr  "zugestossen" ist und bewusst erlebt wurde.  Es geht nämlich keineswegs darum, dass man sich eine solche Sicht- oder Hörweise angewöhnt oder aus dem Hin- und Herswitchen einen Sport macht, sondern nur darum, die Wahrnehmungsgewohnheiten ins Bewusstsein zu heben. Die tiefere Bedeutung dieser Dinge wird mir erst heute nach vielen Jahrzehnten klar, heute  finde ich auch die passenden Begriffe dafür.

Im Grunde gehört all dies in die Rubrik der neutralen bzw. der "Reinen Wahrnehmung".  Gerade frage ich mich: Ist es möglich, dass es Menschen gibt, die am hellichten Tage unvorhergesehen und plötzlich  von der Wucht einer derartigen Wahrnehmung aus den Socken gehauen werden? Ich erinnere mich da gerade an Schilderungen von Menschen, denen die Welt in Fragmente oder Pixel zerfiel - sichtbarlich vor den eigenen Augen. Normalerweise kann man davon ausgehen, dass außergewöhnliche Phänomene, die  sich vor den sinnlichen Augen abzuspielen scheinen, Halluzinationen sind...Aaaber: Es könnte sich jedoch bei dieser Art von "Weltuntergang" aber auch um eben jene Wahrnehmungsverschiebung handeln, die gerade oben beschrieben habe - wobei der Hintergrund in den Vordergrund rückte und als "Pixel" interpretiert bzw. wahrgenommen wurde, weil dieser Begriff sich zur Beschreibung am besten zu eignen schien.

Es geht in diesen Dingen wie bei aller geistiger Erkenntnis nicht um eine dauerhafte  - das Ego will immer Dauer -  eine dauerhafte Veränderung in der Wahrnehmung; eine andauernde radikal-neutrale Wahrnehmung ist nicht möglich. Es geht auch niemals darum, die Wahrnehmung dauerhaft zu verändern, sondern sich dauerhaft von der uns ankonditionierten Wahrnehmung zu dekonditionieren/desidentifizieren!
Es sind dies immer die  kurzen Enthüllungs-  oder Gewahrseinsblitze, die von der Identifikation befrein, aber sie befreien uns nicht von den Objekten  der Wahrnehmung selbst. Desidentifikation bedeutet ganz einfach, dass man den Glauben an die alte Wahrnehmungsweise verliert bzw. die Realität der äusseren Welt, die wir wahrnehmen, nicht mehr ernstnehmen. Die Konditionierung ist erschüttert. Wo die Identifikation wegfällt, berührt die äussere Welt nicht mehr auf die alte gewohnte identifizierende Weise.  Am Ende des Transformationszyklus ist der Raum oder der  Baum wieder ein Baum ein Baum ein Baum - man ist nur nicht mehr mit dem Wissen über den Baum identifiziert.

Fazit:  Die radikal-neutrale Wahrnehmung ist nicht alltagstauglich. Man sollte ihrer nicht ausgiebig frönen, da unter dem Einfluss dieser "Droge" alle möglichen und unmöglichen Dinge passieren können.
Am Ende ist es so,  dass der Göttliche Gleichmut weit bekömmlicher ist als die radikal-neutrale Wahrnehmung, da der Gleichmut nicht nötig hat, die Sinne auszuschalten, wie es die radikal-neutrale Wahrnehmung  erfordert.

Fazit 2: Samarpan hat meditiert. Punkt. Jetzt wisse mer's. Endlich. LOL.

PS: Noch mal kurz, damit die Klarheiten restlos beseitig werden.  Die ungefährliche einfache gemeine Neutrale Wahrnehmung beruht auf der nichtwertenden Sichtweise, diese schliesst die Sinne nicht aus, alles bleibt intakt. Im Gegensatz dazu die radikal-neutrale Wahrnehmung, die wohl nebst der Nichtwertung auch die Eigenschaftlosigkeit der Dinge beinhaltet.... hehe, wie gesagt, soweit muss man  nicht gehen... - es reicht völlig aus, wenn man sich ein einziges Mal als das eigenschaftslose Bewusstsein/Gewahrsein erkannt hat, dann ist niemand mehr da, der... hehe


Buchempfehlung: Aldous Huxley, Die Pforten der Wahrnehmung
https://www.google.de/search?q=the+doors+of+perception+latin&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=_MqPVdTLNsv1UNTapNAC#q=the+doors+of+perception+pdf



Montag, 22. Juni 2015

St. Paulus den Korinthern schrieb: Tod wo ist dein Stachel, Hölle wo dein Sieg


Der Geliebte

 Bislang war es so, dass der Pfadlose Pfad für mich als "Großer Weg" dort begann, wo der kleine Weg mit dem Erreichen des Anderen Ufers an sein Ende gekommen war. Das Ziel, nämlich dauerhafte Bewusstheit ist hiermit erreicht.  Mit dem Pfadlosen Pfad betrat ich die Unendlichen Weiten des Bewusstseins im klaren  Bewusstsein der unendlichen Realiziation des Göttlichen.
Der  "Kleine Weg" ist für mich die Reise des Helden, der Individuationsprozess. Die Stationen dieses Weges sind allgemeingültig und beschreibbar bis zu dem Punkt, wo die Einheit des im Individuationsprozess geläuterten Ichs mit dem SELBST realisiert wird.
Am Ende des Individuationsprozess  - nach Schattenintegration bzw. "Kreuzigung" - wird Christus, das göttliche Kind geboren.  Das scheint paradox und ist es auch, dass das göttliche Kind  n a c h  der Kreuzigung Christi geboren wird. Aber in  Wirklichkeit  ist es an diesem Punkt der spirit. Entwicklung nicht nur Weihnachten, sondern Auferstehung und Geistherabkunft  zugleich. In Wirklichkeit geschieht gibt es hier keine Trennung, kein vor und nacheinander, alles geht drunter und drüber, alles geschieht immerzu JETZT.

Wenn nun das Christusbewusstsein geboren ist, - spirituell korrekt gesagt (lol):  Ist man sich des Christusbewusstseins BEWUSST geworden,  betritt man erst den Pfadlosen Pfad der kontinuierlichen Bewusstseinserweiterung.  Man könnte sagen: Die Geburt des Christus hat eigentlich kein Ende. Es ist die Geburt des "Sohnes" in den "Vater". In und AUS dem Vater.  Das Christusbewusstsein ist ein wachsendes Bewusstsein.  Das ist nichts, worüber man verfügen kann.  Geburt heisst im Grunde  BEWUSSTwerdung des Christus in uns. Anders gesagt, wir werden des Gewahrseins bewusst, eines wachsenden, das All unfassenden Gewahrseins.
Der Verstand stellt sich die vielbesungene  Endlose Weite geographisch raumzeit-örtlich  vor. Dabei ist dies nur eine andere Metapher für forlaufende Erkenntnis aus dem Ursprung. In der poetischen Metapher Salomons küsst mich der Geliebte mit dem Kusse seines Mundes...
Ich weiss nicht, wie andere Menschen bzw. der Buddhismus  den Begriff des Pfadlosen Pfades interpretieren, ich google auch nicht danach, sondern nehme einfach mal an, dass der Pfad deshalb pfadlos genannt wird, weil man erkennt, dass es keinen Weg zu gehen gab, insofern man jenseits aller Metaphorik und Symbolik ist und das gefunden hat, was eh "schon immer da war". Klaro!. Das ist eine retrospektive Erkenntnis, nachdem der Pfad sehr wohl gegangen worden  ist, anders ausgedrückt: der spirituelle Prozess gelaufen ist -  derweil man keine anderen Metaphern,Sprache, Bilder für den spirituellen Entwicklungs... ähäm Enthüllungsvorgang hatte als die uns zur Verfügung stehenden (Pfad, Weg, Reise usw.)..  Retrospektiv und aus der mit Sprache desidentifizierten transpersonalen Perspektive betrachtet, dürften wir -  bzw. der Endgültig Befreite -  streng genommen gar keine Sprache mehr benutzen bzw. jedes Wort, in Anführungszeichen setzen. Da gibt es radikale Nondualisten, militante Gläubige mit einem Faible für korrekten Sprachgebrauch im spirituellen Kontext, die es zum Allgemeinwissen und am liebsten zu einem allgemein befolgbaren Gebot machen wollen, nichts zu tun, gar nicht erst damit anzufangen, nach einem Weg zur Befreiung/Erlösung/Heilung zu suchen, weil es nichts gibt, was krank und heilungsbedürftig wäre  - alles ist "ES" -  und dass es keinen Weg gebe zur Befreiung, weil "alles schon da ist". Die würden es auch gerne zum allgemeinen Gebot machen, nicht mehr von Bewusstseinsentwicklung, sondern von -EntHÜLLUNG zu sprechen, weil sich ja doch nichts entwickeln kann, was schon da ist. Was für ein Mindfuck..., ein Mindfuck, der just enthüllt, dass sich ihnen ihre Wahre Natur weder enthüllt hat noch dass sie sie gefunden hätten - andererseits ihnen ihre Wahre Natur doch ganz bestimmt BEWUSST geworden wäre.... LOLOL! 

Statt Heilung und Überwindung des Leidens zu realisieren, glauben sie trotz ihrer gegenteiligen Lippenbekenntnisse   insgeheim doch weiterhin an Krankheit, Elend, Tod - ja, sie gehen sogar so weit zu sagen, auch dies sei Ausdruck Gottes/ES und alles Übel könne man nur tapfer und resignativ bis ans Ende des Lebens ertragen.
Die WAHRHEIT ist: Krankheit Elend Tod gibt es nur, solange der Mensch dem Tao Widerstand leistet, indem er seinem egomanischen Eigenwillen folgt - ganz gleich, ob dieser Eigenwille das Gute oder das Schlechte will! Fliesst er ohne Widerstand mit dem Tao - dem Willen Gottes - ist alles in bester Butter.

Würde man diesen falschen Aposteln folgen, würde es konsequenterweise auch bald  keine spirituellen Bücher geben, in denen uns der Weg, die Reise zu uns SELBSt so schön und ergreifend beschrieben werden.
Auch wenn die Sprache letztlich transzendiert wird: Die religiösen poetischen Metaphern dürfen wir nicht verbannen, sie sind keine banale "Romantik", sondern die Poesie ist die Sprache, die das Herz versteht und die Kraft hat, es zu öffnen.

Paulus

schreibt in einem seiner Briefe, dass Jesus durch seine Auferstehung den Tod besiegt hat... richtig, so wie Jesus geht es jedem Menschen, der eine geistige Wiedergeburt erfährt,  seine "Auferstehung von den Toten": er hat Krankheit, Elend Tod besiegt durch das Bewusstwerden seines unsterblichen Bewusstseins.
Korinther 1: Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?
Es ist eben nicht so, wie Herr Callida schreibt, dass der Neue Adam nur so lange währt, als ihn nichts anficht. In Callidas Auffassung fällt der endgültig Befreite, der  Neue Adam  im Falle von Krankheit promptly aus der Gnade Gottes heraus und  in den Alten Adam, das alte Ego-Bewusstsein zurück. Das sind Schlussfolgerungen, wie sie der Verstand zieht, der eine ganz bestimmte (falsche) Vorstellung von Befreiung hat.
Wahr ist: Wenn du das "Andere Ufer" erreicht hast  und dadurch das Gewahrsein  marktplatzresistent ist, kann nichts und niemand mehr das Wahre SELBSTbewusstsein aus seinem Fundament reißen. Es geht nicht um die Sterblichkeit, die Anfälligkeit, die Krankheiten des  Körpers/Materie, sondern um die Unsterblichkeit des Bewusstseins. Die Erkenntnis des Unsterblichkeitsbewusstseins löst  die Angst auf, die Angst vor dem Tod, die Angst vor Liebe, die Angst vor Menschen, dem Leben. . Angst ist das Fundament des Egos. Angst ist der Motor, der den Eigenwillen antreibt. Diese Angst ist mitsamt dem Ego aufgelöst. 
Der Tod hat seinen Stachel verloren, das bedeutet nicht, dass man sich körperlich unsterblich oder unverletzlich dünkt,  sondern dass der Tod seine Kraft, seine bislang angstbesetzte  Bedeutung verloren hat  - in WIRKLICHKEIT ist der Tod ist nur ein Gedanke, ein leeres Wort.
Es wird erkannt: Was gestorben ist, ist das Ego und das Ego ist das einzige, was stirbt, weil der Körper als Illusion erkannt wird.

Im Falle von Krankheit ist es dasselbe wie mit dem Tod: die Krankheit hat ihren Stachel verloren, egal wie weh es tut, Krankheit ist nicht mehr das, was es vorher war, die früheren angsterregenden Assoziationen kommen nicht mehr auf. Da ist auch keine direkte Angst, zu sterben, zumindest nicht bei mir. Wenn ich meine "Komischen Herzattacken" (Angina pectoris-Symptome)  kriege, dann bekomme ich einen Schrecken wegen der Plötzlichkeit... klar gibts auch Widerstand gegen die Attacke, aber es fehlen alle die Gedanken, die mich in früheren ähnlichen Fällen heimgesucht haben: Ich kann doch nicht jetzt schon sterben, ich habe doch noch dies und jenes zu tun, zu erleben, zu machen, das Kind versorgen, eine Reise machen, Gott suchen und finden -   na ja,  all diese Ausreden halt, wie sie auch die zur Hochzeit geladenen Gäste im bibl. Gleichnis hatten: der eine musste einen Acker bestellen, der andere seine Frau begraben , wieder eine andere musste das Haus putzen...
Früher betete ich in solchen Fällen:  ICH BIN NOCH NICHT SOWEIT! Lieber Gott, lass mich nicht sterben, ich will auch dies und jenes tun...Der Alte Adam hat noch gebetet.
Heute bete ich nicht mehr. Wer am Anderen Ufer ist, der hat kein Du mehr, zu dem er beten könnte,  dem ist in der Einheitserfahrung mit Gott das Egokonzept samt Gotteskonzept gestorben.
Heute bin ich immer "SOWEIT" .

PS Aber vielleicht hat Herr Callida gar nicht den Endgültig Befreiten bezweifelt, sondern nur den, der sich engültig befreit "dünkt"? Der pöse Verwirrer...


Suche zuerst das Reich Gottes...

ist eine Aufforderung, die mir früher  viel Kopfzerbrechen machte. Irgendwie kam ich damit nicht zurecht und gab immer wieder frustriert die Suche auf. Ich wusste, dass ich dafür  nicht weniger als mein Leben hingeben musste. Darunter verstand ich zunächst alle meine Süchte und Abhängigkeiten aufzugeben. Ich habe aber niemals eine gezielte Askese nach Plan gemacht, wie sie in den Kirchen bzw. Klöstern praktiziert werden (s.a. evangl. Räte), obwohl auch das mich mitunter reizte... die Heiligkeit. Aaaach...

Was die Süchte anging, führten mich die diesbezüglichen guten Vorsätze regelmäßig direkt in die Hölle , d.h. ich fiel nach großer Anspannung nach einiger Zeit wieder in die extreme Entspannung sprich: in den Rückfall. Dann geschah es, dass ich mir  den 'Alkohol bzw. Sex&Drugs&Rock'n Roll von neuem beschönigte  ja, mitunter sogar idealisierte  als das Rüstzeug eines jeden Künstlers und Rebellen und ich rief mir alle genialen Säufer und Grenzgänger  in Erinnerung, las ihre Bücher und fand mich als verkanntes Genie so recht eines Geistes mit ihnen. Baudelaire, Rimbaud,  Henry Miller, EE Cummings, später Ingeborg Bachmann, Duras, Huxley, Klaus Mann, Gottfried Benn uv.a.- sie alle rechtfertigten meine Selbstzerstörung.  Mit Ringelnatz  und meinen gleichgesinnten lasterhaften  literarischen Freunden verliess ich am liebsten den "schwankenden Boden der Nüchternen" -...
Damals war ich wohl noch weit davon entfernt, zu glauben, dass Gott mich so annimmt, wie ich bin, bzw. hatte ich von Selbstannahme noch nie was gehört - mal ganz zu schweigen von der Einsicht, dass Gott und Selbst ein und dasselbe ist. Jedenfalls kam nach meinen lasterhaften Ausflügen immer der reuevolle Absturz, damit wechselte der literarische Gusto ins andere Extrem und in masochistischer Reuelust  und erneuter Sehnsucht nach Reinheit und Heiligkeit berauschte ich mich an dem grauenhaften Leben  div. Heiliger, der kleinen Therese von Lisieux, Simone Weil, Vincent van Gogh und ähnlichen Flagellanten. Es müssen Jahrzehnte gewesen sein, in denen ich derartig hin- und her pendelte und keine Mitte fand.

Irgendwann mal, als es mir in der Anspannung  (beim "Vater") mal wieder so eng wurde, dass ich einfach loslassen mußte, um mich ins andere Extrem zu katapultieren,  ging mir ein Licht auf und ich blieb dann einfach auf der "entspannten"  - der "sündigen" Seite.  Ich wollte nicht mehr, ich wollte mich nicht mehr ändern, ich hatte keine Energie mehr weiterzukämpfen und kapitulierte. Mein mich ständig begleitendes  Lied damals: "Ich will so bleiben wie ich bin, lala"...  Hier war ich auf der Seite der GöttinMutter. Der Erlaubnisgebung. Mama!
Irgendwie kam ich dann im Lauf der Zeiten drauf,   h i n t e r  meine Süchte und andere Abhängigkeiten zu schauen und erkannte, dass ich den Bock zum Gärtner mache, wenn ich etwas zu unterdrücken versuche, was überhaupt niemals das Licht der Welt erblickte: meine ureigenen berechtigten MATERIELLEN Wünsche und Bedürfnisse, meine Ansprüche ans Leben, an die Menschen.  Ich erkannte, dass ich ein Recht darauf habe, anständig behandelt zu werden, mich nicht als Putzlappen mißbrauchen zu lassen  - eine Not, die mir fast schon zur schwarzchristlichen Tugend geriet!

Wo man aus Nöten Tugenden bastelt, gebiert es jedoch die gefährlichsten Dämonen, sie sind das Objekt christlicher Exorzisten, nur haben die keine Ahnung, dass sie die Teufel exorzieren, die sie selbst ins Leben riefen!)  Ich kam zum seligen Schluss,  dass ich ein Recht auf ALLES hatte, was das Leben zu bieten hatte. Ich will ALLES, wurde zu meinem neuen Motto. Nicht nur fragwürdige ideele Werte...Auch und sogar einen Lottogewinn zog ich dabei in Betracht, das schmutzige Geld. Wohlstand. igitt.  Ich machte eine Liste all meiner materiellen Wünsche, manche konnte ich mir schnell erfüllen z.B. Nachtwanderungen, nackt im Regen tanzen, nackt in Weihern baden, Tages-Eisenbahnreisen ins Blaue, ...

Letztlich ging es aber doch nicht um die Erfüllung all meiner Wünsche und Bedürfnisse, sondern allein darum, dass sie ans Licht kamen und akzeptiert wurden, damit waren die Wünsche gezähmt  - das Annehmen löste meine Wünsche in Nichts auf und das war es wohl, was mich in die Gegenwart brachte und mich erkennen liess: Das Reich Gottes beginnt mit der Annahme all dessen, was mich JETZT ausmacht. Und damit fing die Achtsamkeit an und ich hieß alles herzlich willkommen, was das Licht der Welt erblicken wollte. Erlaubnisgebung. Alles darf sein.
Tiefenprozesse = Umkehr is=Weltverlassen!


Skrupellos

Neulich schrieb ich, wie ich meine Krötens auf den Kopf haue, dass ich mir weder etwas versage, noch spare. Was gefällt, wird meist spontan im Vorbeigehen gekauft. Klar kaufe ich mitunter auch ziel,- plan und absichtsvoll, z.B.  das Essen für heute, d.h. ich habe nur den Plan, in den Rewe-Markt einkaufen zu gehen, der Rest erledigt sich im Vorbeigehen... irgendeine Vorstellung von dem, was ich kochen werde,  wird sich schon einstellen;
manchmal kaufe ich auch auf Vorrat für einige Tage im voraus. Dann schmeiss ich halt meinen alten Kühlschrank wieder an. ES gibt keine festen Gewohnheiten mehr. Am liebsten sind mir jedoch leere Schränke - obwohl ich auch das nicht mit Bestimmtheit behaupten könnte, denn wohin mit den "gefälligen" Sachen, die ich so ohne Nachdenken und im Vorbeigehen kaufe.... LOLLOLOL... Die moralitäre "spirituelle Korrektness" würde jetzt meckern: Hö hö, und das nennst du Wunsch-, Ziel- und Absichtslosigkeit, he? Und Nachdenken ist passé, wie?  Du kannst nicht ein Wort in deinen Blog schreiben, ohne nachzudenken...
So isses - was für ein Mysterium...LOL!


Abaelard und Heloise

waren  Eintagsfliegen, wie fast alles, was ich erfinde nur für den Moment, den Tag, oder eine bestimmte Gelegenheit gedacht ist. Nichts, was ich erfinde, wird auf Dauer konserviert, nichts hat Dauer. Es war nur ein Scherz, weil ich für die Nitya-Kaiser-Wilhelm-Collage Köpfe brauchte, die ich an des Kaisers Gürtel baumeln liess. Ich weiss, dass es Leute gibt, die glauben, dass sich dahinter eine Liebeserklärung an Herrn Callida verbirgt. Weit gefehlt. Ich habe bei der Wahl von  Heloise und Abaelard nur an die geistigen Bande gedacht, sie waren kein Liebespaar im gewöhnlichen Sinne sondern "Bruder und Schwester im Geiste".
Auch meine Frage, ob sich hinter Herrn Callida nun ein Djelil oder ein Schlemihl  verbirgt - (ein Liebchen oder ein Diebchen) mag für manche Spekulanten ein Anlass gewesen sein, mir Liebesgefühle gegenüber Herrn Callida zu unterstellen.   Djelil ist der Vorname meines Mannes, die Bedeutung "Liebchen" habe ICH diesem Namen verliehen, weil ich's gerade passend fand...


Ayn Rand

war eine Philosophin. Ich habe mich in ihr getäuscht.  Nach Wikipedia ist sie die "Erfinderin" des Objektivismus. Ich dachte immer, das war Aristoteles... Na ja, im Grunde ist jeder der mit dem Egomind identifiziert ist, ein Objektivist, wenn auch kein Philosoph.. Wenn ich mich richtig erinnere, wird sie jedoch oftmals in spirituellen Zusammenhängen erwähnt. So läßt mich  auch die obige Rand-Sentence zunächst vermuten, dass sie Zugang zum "Subjektivismus" hatte, zum Unbewussten, zu Gott/SELBST. Wenn aber ihr Buch "Atlas Shrugged" die letzte Antwort ist, dann hat sie wohl die  Objekt-Subjekt-Trennung zu Lebzeiten nicht überwunden.
Eine Zeitlang kann ich das Spielchen mitspielen, lange kann ich allerdings solche Philosophien nicht mehr diskutieren, ohne Kopfschmerzen zu kriegen. Viele Philosophen stützen sich zudem weniger auf ihre Intuitionen, als auf vorgefertigtes Wissenschafts-Wissen. Wenn z.B. Ayn Rand über die Wahrnehmung der Tiere schreibt, stützt sich dieses Wissen auf biologische Forschung bzw. Fremdwissen- dazu kann ich selbst  gar nichts sagen, weil ich darüber keine direkte unmittelbare Erfahrung/Erkenntnis habe. Ich wills auch nicht "wissen" -  eben weil es second-hand-Wissen ist und das kommt bei mir nicht mehr an,mein Mind kann es nicht mehr erfassen, wie an Teflon perlt es  einfach ab.  Entweder kann mein Mind spontan und stante pede verstehen, um was es geht  oder gar nicht. Ein Nachdenken über diese Dinge geht nicht mehr, das entzieht sich alles meinem Willen.

Um "Metaphysics" zu diskutieren, ist es nötig, zu trennen - Nur: Es ist mir unmöglich geworden,   e r n s t h a f t   das Objekt vom Subjekt zu trennen.
In der Diskussion um Ayn Rand ging es vorrangig um die Frage, ob etwas objektiv existiert, wenn keiner da ist, der die Dinge bemerkt.  Das ist wohl eine uralte Streitfrage, - und die läßt sich erst beantworten, wenn der GEIST die Objekt-Subjekt-Trennung überwunden hat: Weder dies noch das. Wer diese Trennung für sich überwunden hat, der hat auch die Hitler-Holocaust-Sache für sich entschieden. Denn in der ging es im Grunde um nichts anderes.
Ayn Rand ist sehr amerikanisch. Die Amerikaner lieben es, sich ihr Glück selber zu zimmern. Das Positive Denken ist auch so eine Erfindung...


Objektpermanenz

Diesen Begriff fand ich neulich im Zusammenhang mit der kognitiven Entwicklung des Kindes im 24. Monats, als mich die Frage beschäftigte, ab welchem Zeitpunkt dem Menschen das Causalitätsprinzip bewusst wird. Der Begriff der Objektipermanenz beschreibt das "Bildermachen" des Egominds und das Behalten des Bildes im Gedächtnis. Das kleine Kind ist z.B. erstmals fähig, das Bild seiner Mutter zu speichern und es vertraut darauf, dass die Mutter wieder auftaucht, falls sie mal aus dem Blickfeld verschwindet. Das Bild der Mutter wird mit der Zeit und mit der Erfahrung mit ihr mit Daten angefüllt. Die Fähigkeit zur Objektpermanenz ist nichts anderes als die Fähigkeit der KONZEPTUALISIERUNG des Egominds.

Ohne Objektpermanenz kann man die sog. Realität nicht händeln.  Um zum Supermarkt zu gehen, muss ich mir eine Vorstellung machen -  ich muss mir den Weg, das Gebäude vor Augen stellen,  wenn ich meine Absicht, einkaufen zu gehen, verwirklichen will.
Bei der Objektpermanenz handelt es sich um gespeicherte Erinnerungsbilder. (Ich war heute beim Zahnarzt und bekomme nach der Behandlung einen neuen Termin für eine Wurzelbehandlung. Prompt erscheinen die gespeicherten Erinnerungsbilder an vergangene Wurzelbehandlungen und es regt sich Widerstand in mir und so etwas wie die alte Zahnarztangst will aufkommen.  Damals waren diese Behandlungen noch blutig, da wurde geschnitten und genäht, dabei wurde ich bis über die Augen mit grünen Tüchern bedeckt). Weil ich mir heute aber dieser Bilder als Vorstellungsbilder bzw. Bilder der Vergangenheit bewusst werde, kann sich auch die Angst nicht mehr entfalten.)
Wir sind mit diesen Bildern  bzw. Objektpermanenz - identifiziert und halten sie für die Wirklichkeit. Alles, was wir gelernt und als Wissen gespeichert haben fällt in die Rubrik Objektpermanenz.


Angelernt

"Angelerntes Wissen" zu speichern,  beginnt mit der Realization der Objektpermanenz des  Bildes der Mutter oder ersten Bezugsperson. Vor dem 24. Lebensmonat ist nach Jean Piaget das Kind noch nicht imstande, zu "wissen", dass die Mutter zurückkommt, wenn diese sich aus seinem Blickfeld entfernt. Aus den Augen - aus dem Sinn. 
Ab dem 24. Monat bilden sich die Objektimago  und damit wird der Anfang der "Geschichte" wird gesetzt, die Imaginationskraft  tritt in Kraft, und das Theater bzw.  der Film des Lebens wird  mit Objekten bevölkert, die wir "im Sinn" behalten, auch wenn sie "aus den Augen" sind . Die Vorstellung (im Sinne einer Bühnen- oder Film-Aufführung)  beginnt.
Das Kind hat sich das Wissen um die Mutter "angelernt". So wird die Außenwelt cognitiv verarbeitet und vereinnahmt und zu Bildern (und Geschichten) verarbeitet, Bilder, mit denen wir uns identifizieren und die wir für real halten.
Das Bewusstsein des Nichtwissens basiert u.a. darauf, dass man sich dieses Vorgangs des Bildermachens gewahr wird.  Gewahrsein enthüllt nicht nur  die Illusionshaftigkeit unserer Vorstellungswelt, sondern auch die der sog. Realität, die auf dieser Vorstellungswelt aufbaut bzw. IST.
Die Diskussion um Ayn Rand und ihres abgehalfterten Objektivismus führte mich gerade zu der Frage, inwieweit der Objektivismus mit Zen in Zusammenhang gebracht werden kann, mein "Sparringparter" T.K. ist nämlich ein Zen-Anhänger... und ZEN ist jenseits der Subjekt-Objekt-Trennung. Also frage ich Google nach ZEN und Objektivismus und kriege folgenden Link serviert: Morgan D. Rosenberg, Dark Buddhism
darkbuddhism.com/ 
Dunkler Buddhismus? noch nie gehört.Aber gut...


Gottes Wille.

Alles, was geschieht, ist Gottes Wille. Dagegen hat keiner was zu sagen, solange es sich nur  um Gutes handelt... LOL
Ich lese über Bert Hellinger. Demnach muss er ein radikaler Determinist gewesen sein.

Auszug: "Doch auch die politischen Ergebnisse faschistischer Politik und Hitlerscher Entscheidungen werden von Hellinger gewuerdigt. Die Judenvernichtung, der Eroberungsfeldzug gegen Osteuropa, die Euthanasieprogramme: Nach Hellinger haben hier Menschen schlimmste Sachen angerichtet; doch gleichzeitig rechtfertigt er alle Ergebnisse faschistischer Politik mit dem Hinweis auf einen uebergeordneten Zwang: Wir muessen zugeben, dass auch das Boese in den Haenden von groesseren Maechten ist und einem groesseren Ganzen einen Sinn hat."
Tja, stimmt, das Böse hat ebenso sehr seinen Sinn wie das Gute - aber wer will das schon zugeben, wenn es um Adolf Hitler und den Holocaust geht...  Da wird aus dem Gutmenschen nicht selten eine reißende moralinätzende Bestie.
Letztlich - so könnte man interpretieren -  läuft es bei Hellinger ebenfalls auf Akzeptanz  und Annahme dessen, was ist, aus.  Alles, was geschieht, ist unpersönliches Schicksal, dem niemand entgehen kann.  Widerstand gegen das, was ist, macht krank.
Hm... das stimmt, dennoch...das sieht mir ganz danach aus, als ob man nach guter schwarzchristlicher Manier nur das akzeptiert, was von außen auf den Menschen zukommt. Die Reaktion des Menschen auf diese äußeren Einflüsse, -  u.a. gerade eben sein Widerstand !!! -  wird nicht in die Akzeptanz mit hineingenommen.
Das Buch, welches ich mir von B. Hellinger bestellte, war nicht mehr lieferbar.

Alice Miller

ist der krasse Gegensatz zu Bert Hellinger. A.Miller indes hat mir mit ihren Büchern sehr geholfen, zum Anwalt des inneren Kindes zu werden. Die Kritik an A. Miller geht zumeist dahin, dass sie die (mißbrauchenden und mißhandelnden)  Eltern zu Tätern und die Kinder zu Opfern mache, wenn sie die "Anklage" vertritt. Das hat sie wohl bewogen, ihr Buch "Das Drama des begabten Kindes" zu überarbeiten.
Für mich war es wichtig, mich als Opfer anzuerkennen, weil ich mir selbst die Schuld an meinem Schicksal gab und den Opferstatus hasste wie die Pest, ich war tough, immer on top  und sonst gar nix. .
Als ich gerade Alice Miller vs. Bert Hellinger googelte, um Alice Millers Ansicht zu B. Hellinger zu erfahren, fiel mir folgendes in die Hände. Ich gebe hier die ganze Antwort von A. Miller auf einen Leserbrief wieder, der unter folgendem Link zu lesen ist.
http://www.alice-miller.com/leserpost_de.php?lang=de&nid=2944&grp=0110

Antwort von Alice Miller:
AM: Ihre Zuschrift ist ein Beispiel für die Verwirrung und mangelnde Klarheit in vielen Therapien, auch in solchen, die sich (tatsächlich oder angeblich) Mühe geben wollen.
Sie kommen offenbar von der Praxis der Familienaufstellung, deren eigentlicher Sinn doch darin liegt, dass die Klienten ihre Gefühle eben gerade NICHT FÜHLEN, sondern sich den Manipulationen fügen sollten. Da Sie nicht länger leugnen können, dass fast alle Klienten misshandelte Kinder waren, geben Sie das zu, versuchen aber doch, mit Hilfe der Manipulation die Klienten zum Verzeihen zu bewegen. So bringen Sie die Strategien der Schwarzen Pädagogik in die angebliche Therapie, die gleiche Strategie, die das Kind einst krank gemacht hat.
Den Klienten zu sagen, ich stehe auf deiner Seite, ich verurteile die Übergriffe deiner Eltern, und du darfst das auch, aber gleichzeitig musst du auf einer anderen Ebene doch vergeben, kann ja nur Verwirrung stiften und wird verhindern, dass die Klientin eine eigene authentische Haltung gegenüber den Eltern entwickelt. Diese Art von "Therapien"ist sogar verwirrender als die Psychoanalysen, die das ehemalige Kind ja offen beschuldigen, während solche „wohlmeinenden“ Therapien die Klienten eher dazu verführen zu glauben, sie hätten nun endlich eine geeignete Begleitung gefunden, auf die sie sich verlassen können.
Natürlich gibt es viele Leute, die aus der unbewussten inneren Not heraus solche schön klingenden Formulierungen begrüßen, weil sie nur das kennen und sehr früh lernen mussten, daran zu glauben. Doch mit der Zeit werden sie vermutlich neue körperliche Symptome entwickeln, weil sich der Körper nicht von der Wahrheit abbringen lässt und gegen die angebliche "Moral" immun bleibt. Er wird weiter darauf bestehen, dass seine Signale ernst genommen werden und den Selbstbetrug nicht unterstützen. Zitatende

Dem stimme ich  uneingeschränkt zu.  Ich kann u.a. auch bestätigen,  dass ich mich damals in der Klinik Grönenbach (ca. 1997) durch die "Gute Führung"  d.h. durch das Soufflieren des Therapeuten in jeder Hinsicht vergewaltigt und re-traumatisiert fühlte; ich  wurde im Rahmen der Gruppentherapie  von einem  Therapeuten solange bearbeitet, bis ich jeden Widerstand aufgegeben habe und  unter Tränen "zugegeben" habe,  was mir die "Gute Führung" nicht aufgehört hat zu soufflieren,  nämlich die große Lüge, dass ich meine Therapeutin  l i e b e  (!) - die ich gerade mal ein paar Tage "kannte"  und mit der ich zu dem Zeitpunkt schon einen schweren Konflikt hatte, dem sie sich aber nicht gestellt, sondern gleich durch Urlaub entzogen hatte.  Der Konflikt wurde nicht mal thematisiert - man liess mich gar nicht zu Wort kommen - , statt dessen versuchte der Therapeut mir einzureden, ich projeziere meine Mutter auf die Therapeutin, weil mich die Therapeutin wie meine Mutter verlassen habe... (So eine Konfliktverlagerung nennt man "Verschiebung" und gehört zu den psychologischen Abwehrmechanismen insbesondere der Macht(in)haber - bei ungeheilten Therapeuten eine übliche Reaktionsweise.
 Dies geschah zwar außerhalb des Familienstellens in der normalen Gruppentherapie, doch war es offenbar üblich, dass sich die Therapeuten auch außerhalb des Familienstellens  gerne des "Soufflierens" bedienten, ganz allgemein wußten die Therapeuten besser als die Patienten, was diese wollten und so "befahlen sie den Leuten, was die Leute wollten"  (Bert Hellinger) .
Es hat Jahre gebraucht, bis ich mich davon erholt habe, zumal ich keinen Therapeuten fand, der bereit war, Therapieschäden zu therapieren.

Noch einmal: Die "Anklage" ist der Zwischenschritt, der missing link, welcher zur Heilung des Opfer-Seins führt. Eine voreilige Versöhnung  herbeizuführen, bevor das Opfer sich überhaupt als  ein solches erfahren und gewürdigt hat, ist wie A.M. oben andeutet, eine Re-Traumatisierung durch schwarzautoritäre Aktionen. - denn es ist ja so, dass das Opfer sich i.d.R.  als der Schuldige Part an Mißbrauch und Mißhandlung fühlt. 

Anzuklagen heisst, sich zum  Anwalt des Kindes zu machen, was wir einst waren und tief innen noch immer sind. Dieser Anwalt ist niemand anderes als unser guter Animus, der Mann in der Frau, der "Bräutigam" des Herzens - anders gesagt: der Erwachsene in uns, der mit dem guten  erwachsenen Elternteil in uns eine Liäson eingeht, um dem Kind endlich den Schutz, Liebe und Fürsorge zukommen zu lassen, die es niemals bekommen hat. In Gegenwart dieses inneren Erwachsenen war ich fähig, Wut und Hass zuzulassen - alles Gefühle, die ich bis dato immer gegen mich selbst gerichtet hatte.  Ich rate für diesen Prozess zu einer therapeutischen Begleitung, wenn möglich zu einer,  die NICHT mit dem Aggressor identifiziert ist, d.h. nicht die Eltern schützt. Ich bin alleine durch, aber ich habe mich mit dem Hass, der Wut, dem "Gerechten Zorn der Göttin" teilweise zu sehr identifiziert, das hat die Phase  unnötig verlängert.
Vorsicht: Hass ist ein schreckliches, aber sehr mächtiges und kraftvolles Gefühl, Hass muss man aushalten können, wer sich zu sehr an diesem Gefühl berauscht, kann auch darin ersaufen.


Sonntag, 21. Juni 2015

Ich glaub mit Aristoteles schwätz' ich gleich mal Tacheles.....LOL!..


Reinkarnation

Ich glaube nicht an Reinkarnation. Dennoch gab es vor vielen Jahren
mal eine Zeit, wo ich überzeugt war, eine Reinkarnation der Teresa von Avila zu sein, mit ihr konnte ich mich voll identifizieren und in vielem sah Ähnlichkeiten; so erhielt sie z.B. wie  ich die "Anweisung", zu schreiben. Mit  spiritueller Reife und wachsender Unterscheidungskraft kamen die Differenzen und ich begann die WAHRHEIT, wie ich sie erkannte,  von der Unwahrheit zu trennen, die ich später  u.a. auch zuweilen in ihren Werken fand.
Damals glaubte ich auch, Johannes vom Kreuz in Eugen Drewermann wieder zu erkennen und manchmal war ich nahe dran, nach Paderborn zu fahren...Ich lächele noch heute bei dem Gedanken und bin ganz froh darüber, dass ich soviel Verstand besaß und das nicht herumposaunt habe und als ich später dann erkannte, dass es nur einen Geist, ein Bewusstsein gibt und  man letztlich doch von dem einen GEISTE ist, gab es überhaupt keinen Grund mehr - es war mir nicht mehr wichtig,was ich "im einzelnen" gewesen bin. Wenn ich einen Therapeuten hatte, dann war es  Herr Prof. Drewermann,  seine  Bücher begleiteten mich durch dunkle Zeiten und in seinen Werken und Worten über Jesus Christus fand ich den selben Christus, wie ich ihn auch in meinem Herzen fand.


Neutralität:

Viele spirituellen Sucher haben eine merkwürdige Vorstellung von der neutralen reinen Wahrnehmung jenseits  von Ego. Nicht nur, dass Axel W. Englert glaubt, ein Thema wie Abtreibung "neutral und gefällig" - sprich unemotional und unpersönlich - behandeln zu können, irgendwo  wurde auch  Samarpan erwähnt, der offenbar so "neutral" wahrnimmt, dass er die Gebärden und/oder Geräusche eines ertrinkenden Kindes nicht deuten und entziffern konnte, sodass eine helfende Reaktion seinerseits unterblieb. Anders kann ich mir so eine Aussage nicht erklären.  Ich kann das schwerlich nachvollziehen, denn der Switch aus der Vertikalen in den normalen  horizontalen BW-Modus ist m. E. jederzeit möglich. Auch der Gleichmut hindert keineswegs daran,  Sprache und Zeichen zu verstehen, die Körpersprache von Menschen kann ich immer noch entziffern, wenn die Situation es von mir verlangt. Natürlich kann man so tief versunken sein, dass man die Umgebung gar nicht mehr wahrnimmt, das ist aber nicht optimal und gewiss nicht typisch für neutrale Wahrnehmung, sondern spricht eher für den Zustand der Versenkung.

Reine neutrale Wahrnehmung ist ohne Interpretation, dieser Zustand läßt sich m. E. nicht auf Dauer aufrechterhalten, denn man wäre auf der personal-dualen Ebene überhaupt nicht mehr handlungsfähig, wenn man die täglichen Geräusche und Bewegungen nicht mehr zuordnen/interpretieren könnte. Es reicht völlig aus, wenn man einmal erkannt hat und einmal erlebt hat, was reine Wahrnehmung ohne Bezugnahme zu Vergangenem ist. Diese Erkenntnis löst die Identifikation mit der normalen Wahrnehmung auf. Mehr brauchts nicht.  Wer danach strebt, einen solchen Zustand auf Dauer zu erreichen, ist im Ego. Das Ego will immer Dauer. Am Ende ist der Baum jedoch wieder ein Baum...


Gleichmut

wird vom Egomind oft für schnöde Gleichgültigkeit gehalten. In Indien läuft man gleichgültig an Tod und Elend der Menschen vorbei. Gleichgültig deshalb, weil hier die Religion den Glaubenssatz lehrt, dass Leben und Tod gleich gültig seien. Das ist richtig und dennoch ist es eine dogmatische Gleichgültigkeit, die keineswegs auf echtem göttlichen Gleichmut beruht. Wäre es anders, das ganze Volk wäre erleuchtet.   Wo der Egomind das Geistige für sich vereinnahmt, wird es immer, in jeder Religion, in jedem Menschen, zu Konzept und Dogmenglaube.


Forschergeist

Als eingeschriebener staatlich anerkannter beitragszahlender  Christ erforschte ich mein auf Sünde konditioniertes Gewissen. Seit  der Großen Kehrtwende erforsche ich den Kosmos in mir.
Ich bin der Schöpfer und schöpfe aus der Quelle allen SEINS.
ICH BIN die Quelle. 
Ich bin der Schöpfer, der aus sich Selbst schöpft, der Gott, der sich selbst erforscht. hö hö, wat'n trip! LOL!


Bezugloses Gewahrsein

Auf Facebook  finde mal wieder einen dieser unerträglichen Sprüche:

"Das spiegelgleiche Gewahrsein es Geistes ist das tragende Element wirklicher Zen-Meditation. Mache dein Bewusstsein zu einem Spiegel, der alles, was geschieht, ohne Bezugnahme reflektiert." Zensho W. Kopp

Na prima, damit wären wir ja wieder bei Samarpan, der nach eigenen Angaben die Zeichen nicht deuten konnte, dass in seiner unmittelbaren Nähe ein Kind zu ertrinken drohte - vielleicht weil er in einem "bezuglosen Gewahrsein" weilte....?
Nein, ich urteile hier weder schlecht nocht gut über Samarpans Verhalten. Es geht hier nicht um seine Person oder gar Moral - es geht um Verstehen, um das, was dieser Spruch für mich impliziert: nämlich,  es gäbe so etwas wie ein dauerhaftes (!?) "Gewahrsein ohne Bezugnahme".  Das gibt es m. E. nach nicht, wie ich schon im letzten Blogpost erwähnte. Diese "Bezugslosigkeit"  ist aber  doch keineswegs völlig BEZIEHUNGSlos,  sondern bezeichnet  die reine neutrale Wahrnehmung - und die ist z.B. immer dann gegeben, wenn ich das "Kreuz schlage", d.h.,   wenn ich auf der linearen Denk- Ebene nicht gefordert werde, sondern in der Vertikalen,  nach innengekehrt mit der Quelle verbunden bin.
Vor nicht allzulanger Zeit hätte ich gesagt, dass in dem Moment, wo ich einen Hilferuf höre,  meine Aufmerksamkeit nach außen gelenkt wird und ich durchaus einen Hilferuf auch als solchen deuten könne. Und natürlich hätte ich das verallgemeinert und für jeden Menschen jenseits von Ego als gültig postuliert.

Ob dies so ist oder nicht, kümmert aber nicht: Meine innere Auseinandersetzung mit Callida hat mir in diesem Kontext einen ganz anderen problematischen Punkt gezeigt, und zwar dass  dies eine spirituell unstatthafte Hypothese ist, da ich als nunmehr unberechenbare  "Charakterlose" absolut nichts über meine Reaktion aussagen kann, ausser der Hilferuf würde mir JETZT in einer konkreten Situation zu Ohren kommen.  Da ich aber in einer solchen Situation bisher nicht war, kann ich auch über meine evtl. Reaktion nichts aussagen. Nur das auf Erfahrung basierende Ego dehnt die Zeit und schlussfolgert von gestern auf morgen und vertraut darauf bzw. es WEISS mit Sicherheit, dass das, was gestern war auch morgen noch so ist. Das ist der Trugschluss.

Deutlicher: Ein dauerhaft "Bezugloses Gewahrsein" - was ja nichts anderes als ein Synonym für Nichtwissen ist -  bedeutet radikal gesagt,  eine neutrale Wahrnehmung ohne Bezug auf vergangene Erfahrung und Zugriff auf gespeichertes Wissen, also ohne Interpretation.  Und das gibt es nicht. Basta! Und dies gibt es deshalb nicht, weil das erfahrungsbasierte Ego-Wissen, welches zum Überleben, in Not- und vielen anderen Fällen gebraucht wird, anstandslos wiedererinnert wird. Zwischen dem bezuglosen Gewahrsein und der Wahrnehmung des dual-personalen Bewusstseins gibt es eine ständig Fluktuation, ein ständiges Hin- und Hergezwitsche, je nachdem wo meine Aufmerksamkeit gefordert wird, nach außen oder nach innen und das geht so schnell, dass es nicht wahrnehmbar  ist. Mit Sicherheit kann ich aber sagen: Mir ist bis jetzt noch nicht passiert, dass ich so von meiner Innenkehrung absorbiert gewesen wäre, dass ich meine Umgebung total vergessen hätte.  Im Gegenteil scheinen mir meine Sinne trotz "Ausschaltung" (Nichtidentifikation)  viel geschärfter als früher, manchmal sehr zu meinem Leidwesen...

Was Samarpans "Absence" angeht, will und kann ich nicht interpretieren.  Ich weiss ja nicht, was er mit dieser Geschichte veranschaulichen wollte. Als ich sie hörte, hat mich die Geschichte nur angeregt,  spekulativ eine Option durchzuspielen, weil mir eine bessere nicht eingefallen ist: Nehmen wir mal an, ...er wollte damit die Reine Wahrnehmung veranschaulichen... vielleicht wollte er ja auch gar nichts verdeutlichen.

Fazit: Jenseits von Ego bin ich ein Bürger beider Welten und funktioniere auf der Weltebene in den meisten Bereichen nicht schlechter (oder besser) als zuvor, als ich noch diesseits von Ego war. Wenn ich das nicht könnte, weil ich aus dem bezuglosen Gewahrseinsmodus nicht aussteigen könnte, wäre ich nicht alltagstauglich. Ich könnte nicht mal eine  Strasse überqueren, ich wüßte nicht, wofür die Dinge sind, die ich in Gebrauch nehmen muss, ich wäre so hilflos wie ein Alzheimerpatient im Endstadium. Weder mit Vorlieben oder Abneigungen identifiziert zu sein, bedeutet ja auch nicht, dass ich Scheisse wohlduftend finde, wäre es so, dann könnte es passieren, dass ich sie mir aufs Frühstucksbrot schmiere...  Shit, jetzt komme ich wieder in den Bereich der unstatthaften Schlussfolgerungen. LOL. Trotzdem: Nein, das ist ganz gewiss nicht das, was man unter Unterschiedslosigkeit oder Nichtwissen oder unter dem  "Vergessen"  alles angelerntem Wissens zu verstehen hat.

Bezugloses Gewahrsein - das erinnert mich auch an meine frühere  Einschlafzeremonie, bei der ich dem Rauschen des Verkehrs draussen vor dem Fenster so lange lauschte, bis es seinen Sinn verlor und zu einer fliessenden Symphonie verschiedener Töne wurde...oder so lange auf die Zeilen eines Buches starrte, bis sie ihren Sinn verloren.   Das geschieht bei jedem, wenn das interpretierende Gewohnheitsdenken aufhört, wenn man im Flow ist...Auch wenn ich früher Haschisch rauchte, verloren die Dinge ihren üblichen Bezug/Deutung, das ist wohl auch mit ein Grund für die "grundlose Freude" bzw. das grundlose Gelächter und Shit-Einfluss.
Bezugloses Wahrnehmen ist ein Synonym für REINE bzw. NEUTRALE Wahrnehmung, die a) deshalb REIN genannt wird, weil sie unverzerrt von Neurotizismen ist und b)der mind nicht mehr mit der Interpretation der Dinge identifiziert ist.
Jenseits von Ego lassen sich  -zumindest in meinem Erleben - Bezüge immer noch herstellen und das Interpretieren hört auch nicht auf, es ist nur so,  dass man mit den Bezügen/Intepretation nicht mehr identifiziert ist! Interpretiert wird in konkreten Hier und Jetzt-Situation , wo es nötig ist. Ansonsten ist das DENKEN! weitgehend von unnötiger Interpretation befreit.


Solche Aussagen wie der von Sheldon W. Kopp sind einseitig, irreführend und führen m. E. nur zu falschen  und unnötig angsterregenden Vorstellungen von Moksha/Befreiung. Die Leere ist kein "schwarzes Nichts", Leere ist einfach nur Unverhaftetsein. Die Dinge verschwinden nicht, alles bleibt, wie es ist.  Mit den Sinnen nicht mehr identifiziert zu sein, heisst nicht, dass die Sinne ausgeschaltet sind und ich gar nichts mehr sehen, hören, riechen, schmecken kann..
Bezugloses Gewahrsein ist nur ein anderes Synonym für Nichtwissen. Jeder Mensch kennt bezugloses Gewahrsein, wenn er  nach innen gekehrt ist oder tagträumt, z.B. wenn er wachträumerisch ins Leere (!) schaut, da schaut  er zwar auf die Dinge, die sich seinem Auge bieten, aber  er nimmt sie nicht in gewohnter Schärfe wahr. Wenn wir die Dinge HABEN wollen, dann wird unser Blick gaaaanz gaaanz scharf und wenn wir urteilen und zensieren, dann wird er richtig spitzig, sezierend und in die Zange nehmend. Der meditative  Blick jenseits von Ego schaut nicht durch die Dinge, er betrachtet die Dinge, aber dieser Blick ist nicht-zugreifend, er ist unscharf, nicht-fixierend, frei flottierend... ein gleichermaßen nach innen wie nach außen gekehrter Blick;  besonders die hellen Augen sind mystisch ausdrucksstark, dunkle Augen weniger, weil die nicht so klar und durchsichtig sind.  Die Augen des Herrn Drewermann z.B. sind blau und durch die Transparenz bedingt kann man die Tiefe des inneren Blickes erkennen. Diese Auge sind "tot", weil unverhaftet.

Learning by living,

so nenne ich das Lernen jenseits durch angstfreies  Einlassen.  Nur durch Einlassen läßt sich die Welt, der Kosmos  bzw. das Ich auf völlig neue Art erfassen. Von innen her.  Der Egomind lernt durch äußere Vermittlung/Medien aus zweiter Hand, das erlöste und befreite ICH lernt durch das Sich- Einlassen aus Erster Hand.  Es entdeckt oder erfindet  die alte Welt völlig neu. Wirklich einlassen auf Ich&Welt kann man sich nur jenseits des Jordans, weil hier keine Angst und keine Gefühle das Bewusstsein mehr begrenzen.  Das Second-Hand-Wissen des Egominds übernimmt die  Definierung der sog. Realität von außen.  Da wird dem Menschen von Kindheit an  alles schon  fix&fertig serviert.
Jetzt definiere ICH aufgrund innerer Erfahrung, wie die Welt resp. das  Ich beschaffen ist.
Jeder Widerstand, jeder Schatten, der sich mir entgegenstellt, ist mir Anlass zur Bewusstseinserweiterung und Neudefinierung.
Aggressoridentifkation bedeutet Täter-Opfer-Konfusion. Das sind u.a. die Menschen, die unfähig sind, mit dem Finger auf den wahren Täter/Aggressor zu zeigen, weil sie sich selbst schuldig fühlen.   Das findet man speziell bei mißbrauchten/mißhandelten Kindern. U.a. auch eine ausgeprägte Autoritätshörigkeit, die auf dem Loyalitätszwang, der Abhängigkeit und auch Liebe zu dem (elterlichen)  Mißhandler fußt. Deswegen auch die Identifikation mit den Schwarzpädagogischen Autoriäten.  Schwarzpädagogische Erziehungspraktiken wie beispielsweise die der Allmy-Moderation finden bei solchen Menschen großen Beifall und Zustimmung.
Dem zugrunde liegt auch eine Opfermentalität, die als solche keine Liebe und Anerkennung findet. In der Aggressoridentifikation partizipiert man an der Macht und bewirkt, dass das schmerzhafte Leiden des  Opfers, des "inneren Kindes"  nicht gefühlt wird, sondern im Schatten unter Verschluss gehalten wird.... und wehe, irgendjemand kommt und greift den Aggressor an und  zeigt mit dem Finger auf den wahren Täter. Dann ist ein großes Geschrei, der Falschheit und moralitären Betroffenheiten ist kein Ende... da mutiert der Aggressor flugs zum Opfer - unter dem Beifall bzw. Mitleid aller Bediensteten natürlich.... der Braven Mädchen und Braven Jungs.
Unter diesem Gesichtspunkt läßt sich nicht nur das Verhalten div. Forenmitglieder   (nicht nur in der Hitlerdiskussion) verstehen, sondern das Verhalten des gesamten Deutschen Volkes, welches sich mit dem Aggressor Hitler identifizierte, weil es kein Opfer sein wollte. Solche Täteridentifikation projeziert seinen eigenen verdrängten Opferstatus in andere. Die Juden waren somit die geeignetsten Sündenböcke, die man finden konnte, das jüdische Volk stand  schon seit Jahrhunderten für derlei Projektionen  bereit.... biblisch quasi vorherbestimmt... von "Gott" HIMSELF! 

Die schwarzpädagogische Erziehung, der sich besonders die Deutschen befleissigten, stand damals in vollster Blüte. Sie ist die Ursache von Nationalsozialismus bzw. Faschismus. Fast jeder hatte solch ein Opfer, so ein "Hitlerkind" in sich versteckt. Und weil sich der Mensch mit diesem Opfer nicht identifizieren wollte, identifizierte man sich mit der Macht, deswegen konnte Hitler so stark werden... das war die sog. Deutsche Volksseele und ist sie heute noch, man wechselt nur das Feindbild und die Rollen  im kollektiven Drama-Dreieck.
Diejenigen Deutschen, die sich so unschuldig am letzten Weltkrieg dünken, leiden entweder an ERinnerungsverlust oder sie sind zu jung. Der ekstatische Kriegsrausch, in dem sich das deutsche Volk  suhlte, ist eine gut dokumentierte Tatsache...
Kollekiver Narzissmus... grandioses Ego - Weltherrschaft...


Offene Weite

basiert auf Nichtwissen. Leere.  Offene Weite basiert z.B. darauf, nicht zu wissen , ob die Naturgesetze auch für Menschen jenseits von Ego gelten. Solche Fragen haben sich ein für alle mal erledigt.  Wenn ich sage, sie gelten nicht, bin ich ebenso sehr im Entweder-Oder-Modus wie der Normopath, der glaubt, auch dem Endgültig Befreiten könnte jederzeit ein Backstein auf den Kopf fallen.
Noch einmal und wieder wieder: Auf solche Fragen gibts nur eine Antwort: JEIN - bzw. Weder dies noch das. Den Meister kümmern solche Fragen nicht. Er weiss, er ist die Welle UND das Teilchen.

Die "Letztgültige Erkenntnis" hatte mir gezeigt, dass niemals etwas geschehen ist, keine Lebensgeschichte, kein Leiden, keine Menschheit... nichts davon hat eine WIRKLICHKEIT. Diese WIRKLICHKEIT wurde von mir  - und ich so erfährt dies ein jeder -  als die einzig WAHRE WIRKLICHKEIT erfahren. Diese Erkenntnis läßt sich wie alle geistigen Erkenntnisse nicht zur Diskussion stellen.  Die allzuklugen Köpfe , die  diese Erkenntnis in Abrede stellen oder diskutieren wollen, (indem sie z.B.  die Wirklichkeit der sog. Realität/Geschichte verteidigen!) sind nicht spirituell, sondern religiös.
Die Mentalität  der Denker und Philosophen ist häufig eine religiöse Mentalität,  durch die auch die christliche Inquisition geleitet wurde, die den  Mystiker als Ketzer verurteilte. Nicht nur der Mystiker Al Halladj wurde von dem frommen Muslimen gesteinigt, als er seine Letztgültige Erkenntnis - "Mein Ich ist Gott!" - nicht für sich behalten konnte...
Ganz ähnlich erging es ElisabethM., als sie diesen ketzerischen Gedanken  - oder war es  vielleicht gar ihre  Letztgültige Erkenntnis? -  laut aussprach. Der oberpäpstliche Inquisitor Callida exkommunizierte sie, indem er sich von ihr abwandte (BW 175 Stolz)  - da mag er in seine Rechtfertigung nachträglich noch so viele Sicherheitsverklausulierungen einbauen. Er exkommunizierte sie,  b e v o r  sie  sich ganz offiziell Gott nannte und in üblen Rundumschlägen die staatliche Anerkennung für ihren Titel einforderte, um ihren göttlichen Ruf via Einstweiliger Verfügungen zu verteidigen. Auf Facebook hat Ihre Göttlichkeit inzwischen einen etablierten Platz gefunden.


1. Blogkommentar von triunitas:   

"Interessant, wie Du den Kommentar des „kleinen Rackers“ als wohlmeinenden Gutmenschenrat und als Aufforderung wahrnimmst. Es liegt ihm jedoch fern, Dich von irgendwas abzuhalten. Du kannst soviel „kritisieren“ wie der liebe Tag lang ist. Dennoch steht es jedem Menschen frei, u.a. das „Pseudo-Advaita“ zu probieren und evtl. in eine Falle zu tappen, um durch eigene Erfahrungen zu lernen (über mehrere Lebenszeiten). Das kannst Du bei aller Kritik nicht verhindern (und liegt wohl auch nicht in Deiner Absicht).

Dieser vor längerer Zeit abgegebene Blog-Kommentar fiel mir erst heute in den Fokus, dazu mein Kommentar:
a) Wie ich Kommentare oder sonst etwas wahrnehme, ist insofern meine Sache, als ich mir BEWUSST die Deutung vorbehalte. Das bedeutet: Nicht wie etwas vom Sender GEMEINT ist, sondern wie es bei mir ankommt und welche Assoziationen oder Antworten es in mir auslöst. Das macht jeder Mensch so, im Unterschied zu den meisten Menschen bin ich mir dessen aber voll BEWUSST und ich übernehme die volle Verantwortung für die Art, wie ich die Worte anderer deute.
b) Ich "kritisiere" das Pseudo-Advaita nicht, sondern ich decke auf, was unwahr ist. So wie es einem Menschen frei steht, in eine Falle zu tappen, so frei steht es mir, ihn darauf hinzuweisen, dass er in eine Falle tappt. Ich verurteile niemanden für seine Irrtümer, aber von mir zu verlangen, dass ich mich blind und taub demgegenüber  stelle, ist Ausübung von Kontrolle und Kontrollen unterwirft sich ein Freifrau von Vogelgesang nicht mehr.
Tja, und auch, wenn ich nicht an Re-Inkarnation glaube: Woher will Triunitas wissen, ob meine Hinweise nicht doch verhindern könnten, dass sich der Empfänger meiner Hinweise dadurch nicht ein paar Inkarnationen ersparen könnte?

2. Blogkommentar von Triunitas
    "Was wäre, wenn Advaita genau (und nur) für jene Menschen geeignet ist, die die "lange Reifungsreise“ hinter sich haben und nur einen letzten "Kick" benötigen? Und alle anderen stoßen sich halt ein weiteres mal den Kopf und fallen früher oder später eh wieder dahin zurück, wo sie tatsächlich stehen. Auch "Pseudo-advaita“ erfüllt dann seinen Zweck, in dem Sinn: trial and error. Ja mei, dann wäre es kein Problem mehr und Lolo hätte nix mehr zu meckern - bis wieder eine andere (heilige) Kuh zum Schlachten hermuss :-)"
 Hey, du Tugendbolzen! Noch nie gehört: Heilige Kühe zu schlachten ist keine Sünde sondern eine Tugend auf dem spirituellen Pfad!  Die Neo-Advaita-Anhänger, die mir bislang  über den Weg gelaufen sind, waren allesamt Schattenintegrationsfeinde und ihre Abwehrstruktur hat gezeigt, dass sie mehr als den letzten Kick benötigten, weil sie sich eben  k e i n e   Zeit zum Reifen lassen und weil sie nicht gewillt sind, die nötige  Vorarbeit zu leisten, nämlich Schattenintegration bzw. Individuation. Ohne diesen Prozess gibts auch keinen "letzten Kick." Diese Leute finden es richtig, bis an ihr Lebensende von  der Angst bestimmt zu werden. Wäre nicht weiter schlimm, wenn sie ihre unbewusste Art zu leben nicht als Willen Gottes bzw. Ausdruck von "ES" verbrämen würden.

Ja, was wäre wenn... du endlich anfingest, dich deinerseits an die Schlachtung Heiliger Kühe zu machen , als mir die meinen madig zu machen, he?



To: The Scientist

Ja,  Moksha means the same as the word ZEN does.  It's the final unconditional condition, the ultimate state of consciousness - when the tree is a tree and the montain a montain ...
SEIN ist WAHRGENOMMEN werden!!! -  Ohne Beobachter, ohne jemand, der die Dinge der sog. Realität wahrnimmt, existiert nichts.
Well, ich SELBST bin der Quantenforscher, ich brauche keine Bücher oder physikalische Experimente. Auf dem Pfadlosen Pfad in die unendliche Weite des Bewusstseins/inneren Kosmos, auf der  Rückreise in die Welt ist der Mystiker ein Wissenschaftler! 


Naturgesetze

Ich finde in der FB-Statuszeile folgendes Zitat  von Ayn Rand:


Are you in a universe which is ruled by natural laws and, therefore, is stable, firm, absolute—and knowable? Or are you in an incomprehensible chaos, a realm of inexplicable miracles, an unpredictable, unknowable flux, which your mind is impotent to grasp? Are the things you see around you real—or are they only an illusion? Do they exist independent of any observer—or are they created by the observer? Are they the object or the subject of man’s consciousness? Are they what they are—or can they be changed by a mere act of your consciousness, such as a wish?
The nature of your actions—and of your ambition—will be different, according to which set of answers you come to accept. These answers are the province of metaphysics—the study of existence as such,  or, in Aristotle’s words, of “being qua being”—the basic branch of philosophy.
Ayn Rand hat offenbar auch nicht an die Universelle Gültigkeit von Naturgesetzen geglaubt oder warum gibt sie zwei Optionen vor?
Auf deutsch übersetzt in etwa:
Befindest du dich  in einem Universum, das von Naturgesetzen regiert wird, und daher ist stabil, feststehend und verstehbar? Oder befindest du dich eher in einem unverständlichen Chaos, einem Reich der unerklärlichen Wunder, in einem unvorhersehbaren, unerkennbar en Fluss, welches Ihr Geist unfähig ist  zu begreifen? Sind die Dinge, die Sie um sich herum sehen,  echt oder sind sie nur eine Illusion? Sind diese Dinge unabhängig von einem Beobachter vorhanden oder werden sie vom Beobachter geschaffen? Sind sie der Gegenstand oder das Thema des menschlichen Bewusstseins? Sind sie,  was sie sind, oder können sie - ähnlich wie ein Wunsch -  durch einen bloßen Akt des Bewusstseins verändert werden.
Die Art Ihrer Aktionen-und Ihrer Zielsetzungen wird  eine andere sein, je nach der Antworten, die Sie auf diese Fragen haben.  Diese Antworten sind die Domäne der  Metaphysik als das Studium der Existenz als solche oder in Aristoteles Worten gesagt:, die Wissenschaft vom "Seienden qua Sein" - die Grundlage der Philosophie.


Pfui, das ist aber eine fiese Entweder-Oder-Frage,Miss Rand! ich würde darauf mal antworten, dass ich beides bin - ich bewege mich sowohl im ersten als auch im zweiten Bewusstseinszustand, entweder im einen oder im anderen. Oder auch nicht, denn mit ersterem bin ich nicht identifiziert, also bewege ich mich gar nicht LOL. Der erstere beruht auf Denken, der zweite auf Wirklichkeit. Doch hier befinden wir uns noch immer in der Trennung. Um dieTrennung aufzuheben, muss man sie transzendieren:
Einheit heißt, zu erkennen,  dass ich mich in WIRKLICHKEIT weder in diesem noch in jenem befinde.
Ich glaub, mit Aristoteles
red ich gleich mal Tacheles! 

Lichtgeschwindigkeit ist Stillstand der Zeit. Das ist der zustandslose Zustand Null. Hier ist Subjekt und Objekt eins. Der Beobachter und das Beobachtete ist eins, was aber nicht heisst, dass du der Kühlschrank BIST, den du wahrnimmst. he he he  - du bist eins mit ihm, insofern du ihn durch deine Wahrnehmung erschaffen hast. Ach OneIsEnough, du Wahnsinniger, was gäbe ich für dein Statement hierzu. Oder habe ich es überlesen, als ich noch nicht erkannte, dass du der Kühlschrank bist, den ich durch meine Beobachtung schuf ? he he he

Heute gibts ein Doppel-Blah
es folgt sogleich, bin grad nicht da. :D