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Sonntag, 9. August 2015

Es zeigt das Holy चटि)तुष्को dir stets den Weg aus dem Dilemma


Aus Sein.de

Interessanter Fragenkatalog...
https://www.sein.de/liebe-frieden-stille-und-kampf-unsere-neueste-droge-heisst-kalaschnikow/

Alle dise  Fragen gehen von dem Fehlschluss aus, dass der "Psychonaut" gekommen sei, die Welt zu verändern. Der Fragesteller ist ganz kläbrisch mit der LIEBE identifiziert. Solange dies so ist, wird er nicht aufhören, zu versuchen, die Welt da draussen zu verbessern, statt umzukehren und in sich zu gehen.
Im Neuen Testament gibt es ein Gleichnis, darin schickt der König seine Diener aus, um die Menschen zu einem königlichen Festmahl einzuladen, doch keiner hatte Zeit, jeder hatte sein Geschäft zu erledigen, seine Termine wahrzunehmen, jeder hatte Wichtiges zu tun. .Darunter auch Politiker, Reformer, REvoluzzer... Weltretter.
Der König ist Sinnbild für den "Vater" bzw. das Wahre SELBST, der "Sohn, der EINS ist mit dem Vater".
Wer die Welt verbessern will hat zwei Optionen: Entweder er macht ernst und geht in die Politik oder er macht TODernst und geht IN SICH.
Was dem einen die Kalaschnikow ist, ist dem anderen die Liebe. Ist Gott eine Droge oder haben wir sie nur falsch verstanden? fragte mal jemand..
Solange man versucht, die Umstände im Außen zu verändern, tut sich nichts im Inneren.  Man kann auch hier nicht zwei Herren dienen,einerseits die Welt verändern und zugleich sich selbst.
Ich habe mir den Spass gemacht und atemlos und auf die Schnelle alle hier aufgeworfene  Fragen en detail auf einer Facebook-Spiri-Seite beantwortet. Ich weiss nicht, ob ich nochmal Lust auf so'n Act habe...LOL


Begrenzung

Es geschieht immer wieder einmal, dass ich mir vornehme, mir wie in alten Adamszeiten ein bestimmtes Verhalten zuzulegen, eine neue Gewohnheit, Stil oder ähnliches und sobald ich den ZielGEdanken gefasst habe, erkenne ich auch schon die Unmöglichkeit der Durchführung.
Seit ich nicht mehr im Allmy-Forum bin, schreibe ich auf Facebook. FB ist ein nettes Spielzeug,aber viel zu zeitaufwendig. Das Liken... Es ist nicht das erste Mal, dass ich einem FB-Freund  zur Vorwarnung geschrieben habe, dass ich das Liken und die Smilies in Zukunft unterlassen werde und die Gründe mitgeteilt. Sobald ich es mitgeteilt hatte, war mir bewusst, dass das nicht mehr funktioniert, weil ich einfach nicht mehr fähig bin, mich zu kontrollieren und in meinen Aktionen zu begrenzen.  Auch wenn ich es wirklich wollte: Ich kriege keine "Linie" mehr rein, ich bin unfähig, eine Zielsetzung/Absicht, die sich auf die Zukunft beziehen, zu verfolgen, weil mir gleich darauf die Begrenzung klar wird, die das Prinzipien-Verfolgen darstellt. Vorhaben wie, dies oder jenes in Zukunft zu tun oder zu unterlassen, sind einfach nicht mehr ernsthaft denkbar, geschweige denn durchführbar.

Smilies sind weder gut noch schlecht, sie sind zuweilen nützlich, gerade weil unpersönliche Mitteilungen in den Ohren anderer oft hart und unfreundlich klingen oder besänftigend, wenn das Kind über die Stränge schlägt und in den Ohren der "Höhlenbewohner" befremdlich giggelt, gröhlt und schenkelklopft...
Auch mein Tun zu begründen, ist eine äusserst fragwürdige Sache für mich geworden. Seit ich erkannt habe, dass es keine Gründe gibt, ist auch diese gute alte Gewohnheit für mich nicht mehr durchführbar. Wer das einmal erkannt hat, dass alle Begründung nachträgliche Rationalisierung ist und das Wahre SEIN  "grundloser Grund" ist, dem kommt die Rationalisierungsfloskeln nicht mehr so leicht über die Lippen: Das ist so, weil... Na ja, gut, so ab und an geschieht es noch, um die anderen in ihrer Erwartung zufiiedenzustellen... he he he, ( was natürlich auch schon wieder eine Rationalisierung ist. LOLOLOL!) 
Das Ursache-Wirkung-Gesetz  ist nun mal  etwas, woran man nicht mehr glauben kann, wenn man die Einheit aller scheinbaren Gegensätze erkannt hat - äähm - oder die Scheinbarkeit aller Zweiheit/Gegensätze... LOL


Das Tetralemma

bezeichnet 4 Arten recht zu haben, LOL.
Eine Aussage ist
    wahr (und nur wahr)
    falsch (und nur falsch)
    sowohl wahr als auch falsch
    weder wahr noch falsch


   Oder so:
   Alles ist wirklich
    Alles ist unwirklich,
    Alles ist sowohl wirklich als auch unwirklich,
    Alles ist weder wirklich noch unwirklich.

(Man kann ALLES auch gerne durch NICHTS oder andere "Etwasse" ersetzen, es kommt das gleiche dabei raus. Auch das Nichts stellt sich der Mind als ein Etwas vor ,z. B. als eine "schwarze Leere" oder eine "geräuschlose Stille", oder "gedankenlose Leere"... LOL)
Tetralemma, Sanskrit: चतुष्कोटि) bzw. caturidhya- mehr will ich nicht von Google wissen. Mich interessiert die offizielle Lesart nicht. Nach meiner eigenen Erfahrung und SELBSTorganisierten Definition, LOL,  sind diese 4 Punkte  der Erkenntnis-Pfad der Bewusstwerdung, den das Bewusstsein geht, wenn Gegensätze transzendiert und. letztlich als Einheit erkannt werden:

Zuerst scheint die sog. Realität der Alltagswelt wirklich zu sein.  - Alles ist wirklich.
Als nächstes erkennt der spirit. Sucher die Scheinbarkeit dieser sog. Realität - Alles ist unwirklich.
Im nächsten Schritt erkennt er, dass die Art wie wir die Welt sehen, sowohl wirklich als auch unwirklich ist. (Das Nonduale/Transpersonale Bewusstsein ist nicht abgetrennt vom personalen Bewusstsein, sondern umfasst es, >>  EINHEITserfahrung, wenn das geläuterte (!) Ich transzendiert und im SELBST aufgegangen ist.)
Die letzte Umwandlung geht über den  Sowohl-Als auch-Modus  hinaus, indem man erkennt, dass es weder dies noch das ist, womit  man im eigenschaftslosen ICH-BIN-Bewusstsein angekommen ist..
Das ist die absolute Negation, das sprachlose Nichts, welches nondualistische  SchwarzNihilisten wie Herrn Fredo so sehr entzückt, LOL.  Herr Fredo und Anhänger dieses Glaubens zäumen das Pferd allerdings vom Schwanz her auf, vom Ende her, ohne sich die vorherigen Bewusstseins- bzw.Umwandlungsschritte der Gegensatzvereinigung  bewusst gemacht zu haben.
Das ist der Unterschied zwischen Nondualist und "Nondualist": Der eine ist erfahren, weil er die 4 Schritte von Anfang an bewusstheitsmäßig bis ins Große Nichts, welches zugleich Fülle ist, durchdringt; der andere unerfahren und gläubig, d.h. er ist sich nicht BEWUSST, sondern GLAUBT nur an ein Konzept des Nichts. Sein Nichts wurde ihm zum Glaubenssatz und entbehrt der Fülle.

Das Tetralemma bezeichnet (m)einen Bewusstseinsvorgang,  - mit anderen Worten: es ist nichts anderes als die Doppelaxt, die die Unwahrheit von der WAHRHEIT scheidet und These, Antithese, Synthese bildet und darüber hinausgehend in das eigenschaftslose Nichts des "weder dies noch das"  führt. Das geschieht jedes mal, wenn mir etwas in den Fokus kommt und mich fragt: IST DAS WAHR? Ein göttliches Reiz-Reaktions-Muster, LOLOLOL!

Frage

Anlässlich einer Diskussion stellte sich mir mal die Frage, ob Eugen Drewermann "endgültig befreit" ist. Ich weiss es nicht. Manches spricht dafür, manches dagegen. Z.B. dass er aus der Kirche ausgetreten ist, war - so fand ich damals - eine emotionale Geste GEGEN die Kirche. Ich glaubte: Wer befreit ist, der kann bleiben, wo er ist, der hat kein Bedürfnis mehr, sich zu verändern, keinen Wunsch nach Orts- oder "Statusveränderung"... er ist nicht mehr GEGEN etwas. Er gibt dem Kaiser, was des Kaisers ist.
Willigis Jäger hingegen blieb in der Kirche... na ja...
So DACHTE ich... JETZT und überhaupt kümmert es mich nicht mehr. Es gibt kein "Sollte sein" jenseits von Ego. Auf jede Frage, ob ein Befreiter nicht so oder so sein sollte, gibts nur eine Antwort: Warum sollte er nicht...?

Nochmal: eine absolut ENDgültige Befreiung gibt es nicht. Wenn ich von  "Endgültiger Befreiung"  spreche, dann meine ich damit immer, dass der Egotod und die damit verbundene  geistige Wiedergeburt stattgefunden hat, was einen permanenten Gewahrseinsmodus stabilisiert. Danach hört sie aber nicht auf, sondern es schreitet die Bewusstseinsentwicklung resp. "Befreiung" fort. Gott-Befreiung könnte man das nennen. Gott wird aus dem Unbewussten entbunden. Die Schatten sind ja doch nicht alle aufgelöst. Als Schatten bezeichne ich Alles, was verdrängt im Unbewussten liegt und dazu gehört "Gott" bzw. der unendliche innere Kosmos.


Energie

Auch wenn ich mit Gefühlen nicht mehr identifiziert bin, bin ich  durchaus nicht gefühlstaub. Ich bin fähig, anderer Menschen Gefühle zu spüren. Es gibt zwar keine Worte für das, was ich erfahre, aber das Wort "Empathie" nähert sich dem wohl an, was mir mitunter Einblick in die Gefühle anderer verschafft. Ich bin diejenige, die dann das Gefühl des anderen spürt. ...dann erinnere ich mich oft an Begebenheiten in meinem Leben, wo ich dieselben oder ähnliche Gefühle spürte. Ich glaube nicht, dass es irgendein ein Gefühl gibt, was ich in meinem Leben  nicht gefühlt habe. Nichts Menschliches ist mir mehr fremd.  Deshalb ist mir auch der  "Ekel" nicht fremd, von dem z.B. Mike Hellwig in seinem Video spricht - er ist mir selbst als Gefühl nur nicht präsent, d.h. ich kann das Gefühl  resp. die bestimmte Situation, die mit diesem Gefühl zusammenhing, nicht jederzeit in Erinnerung bringen. Das hängt ja nicht von meinem Willen ab, ob und wann ich "Empathie" aufbringe.

Ich sehe es so: So lange man mit Ego identifiziert ist, sind Gefühle und Gedanken energetische Phänomene, die alles Mögliche bei mir und anderen auslösen können. Auch Ekel. Der Ekel, wie ich ihn kenne oder kannte,  beruht auf "Penetration", auf Eindringen, das kann v.a.  psychisches Eindringen sein, wenn jemand die Grenzen des anderen verletzt, mit Gesten oder auch mit Worten. Allerdings muss man gerade in Foren sehr darauf achten, dass man in die geschriebenen Worte eines anderen nichts eigenes hineinprojeziert, andernfalls geht man nur in Resonanz mit den eigenen unbewussten Gefühlen und Antrieben und was dich so aus dem Monitor anspringt, sind deine eigenen Kreationen -  Schattenkämpfe...
Jenseits von Ego gibt es übrigens keine "Energetischen Phänomene" mehr, mit denen man in Resonanz gehen könnte.  Aber damit betrete ich schon wieder unbeschreibbares Terrain...LOL


Wille Gottes

Ein Sinnspruch auf der Facebook-Status-Seite: Der Weise will nur das Gute, alles, was der Weise tut, ist gut. Der Weise tut den Willen Gottes.
Oh nein, schon bin ich wieder gefragt, ob es möglich ist, zu wollen, wo kein (Eigen-) Wille ist. Wobei das fragwürdige "Gute" noch aussen vor bleibt... Ach, diese unselige Flut von Sinnsprüchen, LOL!

Wahr ist, es gibt kein Wort für das spontane Geschehen, wenn sich kein menschlicher Wille einmischt. Der Terminus "Wille Gottes"  ist ja ebenfalls nur eine Annäherung. Gott hat keinen Willen.
Na gut, sagen wir mal: Alles was geschieht, ist "Wille Gottes"  bzw.  alles was geschieht IST. Das heisst, es IST ohne Grund und Ursache. Es ist wie es ist.
Herr Callida jedoch glaubt nicht, dass alles, was geschieht, der Wille Gottes ist bzw. dass in den Augen Gottes (Gewahreins) alles IST wie es IST. Herr Callida möchte den Dingen Bedeutung und Dauer und Realität verleihen. Das kommt daher, weil Herr Callida sich selbst Bedeutung, Dauer, Realität verleiht, LOL.

Die unverschämte Frage, die ich gestern auf einer Facebookseite  aufwarf, hat leider niemanden so sehr vor den Kopf gestossen wie mich. Die Frage lautet:

Wenn alles, was geschieht, der Wille Gottes ist, dann ist das,  was das Ego an Bösem und Gutem tut, ebenfalls der Wille Gottes. Ist doch klar, wenn eigenwillentliche Absicht und Motivation, Zielstrebigkeit und Planung nur nachträgliche Rationalisierungen sind, oder?!


Haaaaach - Jedesmal, wenn ich diese unfassbare Frage klügelnd und schlussfolgernd zu begreifen suche, sträubt sich mir das Hirn und macht einen Salto Mortale, TILT. Das würde ja bedeuten, dass mein Eigenwille - das Ego als solches - gar nicht anders kann, als den Willen Gottes zu tun -  dass es so etwas wie einen Eigenwillen getrennt vom Willen Gottes gar nicht gibt! ...dass das, was ich für bewusste gute oder böse Absicht eines Eigenwillens halte, im Grunde ebenfalls spontanes Handeln aus dem Nicht-Tun wäre, aus dem Ursprung....ääähm...hm?

"Höhö!" -  höhnt Herr Callida da, "dies dünkte mir recht sonderbar,
Bei des Propheten langem Barte zieh' gleich ich meine Nazikarte!"

Doch wie's so ist im Leben imma: schon zeigt das Holy Tetralemma
Mir den Weg aus dem Dilemma.
So wie gestern spricht auch heute Jesus Christus: Liebe Leute,
Macht kein Drama, Vergang'nes fiel dem Ramadama
Anheim, dem göttlich' Hexenbesen, an dem das Ich & Welt genesen.

In Prosa und in Deutlichkeit und kloßbrühklarer EINfachheit
Sei's euch gesagt:
HIER gehts nicht um Vergangenheit, um Hitler und die Nazizeit -
JETZT geht's um's Hier und Heut, Ihr Leut!
Horscht, liebe Brüder, liebe Schwestern:
"Alles, was ist" ist nicht von gestern, "Alles" ist nichts, was jemals war
oder sein wird - ALLES KLAR?

ALLES, WAS IST!  ist das, was JETZT IN dir, MIT dir und DURCH d(ICH) in deiner konkreten Gegenwart erscheint - Das zeitlose Hier und JETZT unterliegt keiner Wertung. Und wo keine Wertung, da ist auch kein Ego.  

Shit -  ich glaub' die schnöde Prosa ging mir grade in die Hosa -
 Egal -  hat's JETZT geschnackelt, Leutz? So sprach einst der Jeshua
am Kreuz und auch zu Magdala und JETZT und HIER in deinem Herzen,
wenn es rein und ohne Schmerzen in SEINEM Geist geboren ist -
in und durch Herrn Jesus Christ.
Amen.


Das böse und das gute Ego.

 Immer wieder hört man im Zusammenhang mit dem Ego-loslassen die Leute sagen: Jaja, immer das böse Ego... Diese Menschen verstehn nicht, dass nicht nur das "Böse Ego" überwunden werden muss, sondern vor allem das "Gute Ego".
DAsselbe mit dem Schatten, auch darin glaubt man nur Unheilvolles und Ungeliebtes zu finden. Dabei liegt  unser Bestes im Schatten der Verdrängnis... des weiteren der ganze Kosmos, Gott... unendliche Weite. Die Bewusstwerdung des personalen Schattens bewirkt die Öffnung des Großen Tores in die unendliche Weite  - des Bewusstseins Gottes.
Aus der transpersonalen Perspektive ist das böse wie das gute Ego UNWAHR. Das ganze Haus muss abgerissen werden.


Ja Ja - Nein nein

Jesus sagt im Neuen Testament "Deine Rede sei Ja ja - Nein nein". Das ist keine Aufforderung zu einer aketischen Übung, sondern eine Verheissung! Es reicht völlig aus,  ein einziges Mal die Tiefe der  Bedeutung dieser Worte - die Grundlosigkeit des Grundes! -  zu begreifen, weiter nichts. Doch der Verstand vereinnahmt und vergreift  sich wie immer an der ehemalig lebendigen geistigen Erkenntnis  und will machen, was nicht machbar ist: er wird "üben", er wird sich in der Askese üben, nur noch ja oder nein zu sagen ...
So ist es mit allen geistigen Erkenntnissen - das Ego  will sie partout ins Leben übertragen und das Innere in die äussere Welt ent-äussern, schliesslich hat man ja oft genug gehört, dass der Weise das lebt, was er spricht bzw. schreibt.
Irrtum, so nicht! Totaliter aliter!
..

Und dennoch... eine Korrektur:

Es gibt keine innere Umkehr,wenn das Ich in seinem konkreten Hier und Jetzt nicht gewürdigt wird. Manchmal lese ich von einem spirit. "Finder", dass das konkrete Hier und Jetzt ALLES wäre, was man hat. Und das sei eben das berühmte Nichts. Es gebe keinen Anschluss an die Quelle, keine Geisterkenntnis, denn wo Erkenntnis wäre, wäre noch immer "Etwas" bzw. Ego.
Das konkrete Hier und Jetzt der Person ist aber nur die Startrampe in die Ewigkeit des unendlichen Bewusstseins.
Auch die Nüchternheit jenseits von Ego wird oft  als ein resignatives Sich-Abfinden mit dem "was ist" geschildert. Man vergisst, dass das Wort Nüchternheit auch nur eine Annäherung ist  an den unsagbaren zustands- und namenlosen Zustand. Die trennende und nach Eindeutigkeit verlangende Sprache hat keine Begriffe für so etwas wie einen Heiteren Ernst  oder Nüchterne Heiterkeit.
"Unwissende" wie Lou Cypher aka Nikolaos Bigmouth demonstrieren mit ihren absichtsvoll und gekonnt narrischen (d.h. hemmungslosen und übergriffigen) Auftritten in aller EINDEUTIGKEIT einen blöden Unernst "wider den tierischen Ernst", weil sie gelesen oder gehört haben, dass der Spirit niemals ernst wäre... ihr EINDEUTIGER Glaubenssatz besagt: wo man auf Ernst trifft, ist  keine Spiritualität. Ganz eindeutig ist sein Mind noch im Gegensatzdenken, im Entweder-Oder-Denken beheimatet, da täuschen auch seine  kreativen Wortschöpfungen nicht drüber hinweg, wes Geistes Kind er ist. Er spielt den "Verrückten Weisen"...Er gehört zu jener Art von "Spirituellen", die offiziell Lippenbekenntnisse ablegen, sich keineswegs  erleuchtet zu dünken, sich insgeheim aber für spirituelle Genies halten. Eine kleine Korrektur/Kritik bringt sie schon in Rage und läßt sie komplett und durchaus  krankheitswertig ausflippen.)
Der NEue Adam ist nicht hemmungslos, er ist losgelassen. Er ist sowohl ernst als auch heiter. Sein Ernst ist ein heiterer Ernst und seine Heiterkeit ist  äähm... "ernst"?  Ach sagen wir einfach, seine Heiterkeit ist nicht von dieser Welt und begreifen endlich, dass es keine EINDEUTIGE Begrifflichkeit für die Befindlichkeit jenseits von Ego gibt!
Der göttliche Humor ist jenseits der Gegensätze von Ernst und Heiterkeit.
Solche Leute halten sich für angekommen, dabei sind  sie noch tief in die duale Welt der Gegensätze verstrickt. Sie fordern Eindeutigkeit. Ihre Heiterkeit kennt keinen Ernst und ihr Ernst hat keine Heiterkeit. (Weil der Mind jenseits von Ego aber so nach Klarheit dürstet bei der größtmöglichen Annäherung an die WIRKLICHKEIT jenseits der Gegensätze, streiche ich das Wort "Ernst" ganz von der Liste und ersetze es durch "Nüchternheit". he he he)
Wer die Geister nicht unterscheiden kann, kann auch nicht zwischen dem tierischen Ernst des Egos und der Heiligen Nüchternheit des Freien GEISTES unterscheiden. Das Ego kann nur sich selber projezieren und wer immer auch "tierischen Ernst" in meine Worte hineinprojeziert, projeziert den eigenen tierischen Ernst. Ihm tanzt gerade Jetzt der göttliche Humor auf der Nase herum und er erkennt ihn nicht. LOL ;-)

Viele Leute messen die Authentizität eines Meisters daran, dass er niemals von sich behaupten würde, erleuchtet zu sein und führen das mitunter auf die "Bescheidenheit" des  Meisters zurück. Dieses Denken kommt aus der Moral und dem Vokabular des "Guten Menschen".  (Um Verwirrung zu vermeiden, spreche ich nicht mehr vom Gutmenschen, wenn ich den Guten Menschen meine, der einseitig mit dem Guten identifiziert ist)  In Wahrheit ist der Meister jenseits der Worte und jenseits aller  (erleuchteten oder unerleuchteten) Zustände und Eigenschaften.  Er ist weder das eine  noch das andere.

Viele Leute meinen auch, dass Konzepte unumgänglich notwendig sind  - das meine ich auch, hehe, aber im Unterschied zu mir bleiben die Konzeptverteidiger an ihrem Glauben an das Konzept haften,  sie sind mit ihrem spirituellen Konzept identifiziert. Nochmal: Konzept ist eine Machenschaft des Verstandes! Des Egominds. Zu glauben, dass auch die Machenschaften des Machers ein Ausdruck von ES sei, ist ein weiteres Konzept des Egominds. Um die Haftung an die Identifikation zu erkennen, ist Achtsamkeit und BEwusstheit notwendig. Ein "Blick" genügt und gutt is - für alle Zeiten, LOL.
Viele Leute glauben auch sie "sehen", dabei "dünkt" es ihnen nur.

Was ich eigentlich aber korrigieren wollte und was man immer wieder vergisst - die Fülle des SEINS in der "konkreten"  WIRKLICHKEIT - die jenseits von konkret und abstrakt ist -  bezieht sich auf den inneren Kosmos, der sich kontinuierlich in seiner Unendlichkeit erschliesst.Die äussere Welt ist bedeutungsleer, insofern man nicht mehr mit dem Ego als dem Bedeutungsgeber und "Interpreten" der sog. Realität identifiziert ist.


Der Gute Mensch

bzw. die DesIdentifikation von den guten Eigenschaften ist am allerschwierigsten. Es ist keine Sünde, ein Guter Mensch zu sein, nur ist der gute Mensch nicht die ultimative spirituelle Endlösung! Wenn das Gute nicht ebenso wie das Böse transzendiert wird, kann keine geistige Wiedergeburt geschehen.
Ich höre und lese manchmal,  dass man unter spiritueller Erfüllung und Reife versteht, Verantwortung zu übernehmen, den Menschen Unterstützung und Hilfe zu leisten, heilend zu wirken, Wegbegleitung auf dem  Großen Wege zu sein usw. ...oioioi...
Im  ultimativen Hier und JETZT kenne ich so etwas wie Bereitschaft nicht und es ist auch niemand da, der helfen will oder  meiner Bereitschaft bedarf, Hilfe oder Heilung  zu spendieren. In meinem JETZT ist alles "gut", d.h., in bester Ordnung  SO wie es IST - nichts muss verändert oder verbessert werden.
SO-SEIN ist die beste Bezeichnung für den zustandslosen Zustand der Dinge im JETZT.  Weder gut noch schlecht - nur ohne Bewertung sind die Dinge EINFACH SO wie sie sind!
Nur wenn der Kopf dazwischen funkt und infolgedessen so selbstlose  "menschliche Bedürfnisse" wie das, zu helfen, auftaucht, ists Schluss mit dem Hier und Jetzt und dem So-Sein. So etwas wie Verantwortung oder Bereitschaft sind zeitgebundene Zustände des Guten Ich. Jenseits von Ego sind es einfach nur leere, bedeutungsfreie Worte. Abstraktionen.
Ich lese öfters, dass die Welt die guten Menschen braucht. Das mag stimmen, solange ich im Gut&Böse-Modus denke. Das Böse bedarf des Guten auf der dualen Ebene, beide bedürfen einander.
Der spirituelle Sucher aber wird am Ende über das Böse wie das Gute hinaus gehen - dahin, wo die Dinge oder das SEIN weder gut noch böse, sondern EINFACH SO ist, wie es ist:  Bedeutungsleer.
Wenn man einmal erkannt, dass jede Gute Tat auch ein Böses in sich trägt und vice versa,  wird man nicht mehr so wild sein auf Gutes-Tun.

Bei wachsender Achtsamkeit bzw. Gewahrsein wird man sich "automatisch" - besser gesagt  "SELBSTorganisatorisch" einer wachsenden Selbstbild-Beobachtung unterziehen und es auf Idealisierungen hin untersuchen.
Die Idealbildung ist, solange man mit dem Ego identifiziert ist,  ein unbewusster Vorgang, der das SELBSTbild ständig auf seine Idealvorstellung von sich selbst  hin korrigiert und ausbalanciert, um damit die egoische Selbstzufriedenheit aufrecht zu erhalten. Da wird das eigene Verhalten ständig zensiert und angepasst an das gute Selbstbild, welches man von sich hat.
Diese Vorgänge habe ich "gesehen". In meiner Erfahrung war es so, dass ich mir nur einige Male dieser Vorgänge bewusst wurde, das waren nur ganz kurze blitzartige "Momentaufnahmen" und die Identifzierung mit den guten Eigenschaften  - mit "Gutmensch" - war aufgelöst. So war es auch später mit der Konzeptbildung, als ich den Vorgang des Konzeptualisierens "sah" bzw. das Wesen meines konzeptualisierenden Verstandes erkannte und damit im selben Zuge dem Lieben Gott den Garaus machte bzw. meinem Bild, dem Konzept von Gott, LOL.
Bewusstheit/Gewahrsein macht diese ansonsten unbewussten Vorgänge (Identifizierungen)  bewusst und löst sie  auf. Da ist man quasi live und vor Ort dabei, so dass man richtiggehend beobachten bzw. wahrnehmen kann, wie es sich beim Vorgang des Identifizierens um eine Art kläbrisches "Besitzergreifen" handelt.
(Das hört sich jetzt so leicht an, mit dem Identifizierungauflösen im Gewahrsein, dem gingen aber schwere innere Kämpfe voraus.)

Zum So-Sein noch ein Wort: So-Sein ist immer die Bedeutungsleere, die "aufgeweckte" neutrale Wahrnehmung der inneren und äußeren Dinge/Erscheinungen im Hier und Jetzt. Erst in dieser neutralen, weil jeder Bedeutung (Interpretation) entleerten WAHRnehmung - besser gesagt: einer mit Bedeutung nicht mehr identifizierten Sichtweise -  sind die Dinge, wie sie sind.

Das Ego - seine Gefühle, Empfindungen, Emotionen, seine Eigenschaften - alles das, was für das Ego von Bedeutung ist, ist kein So-Sein! Das wird häufig mißverstanden. Ich lese häufig, dass man sich in seinem So-Sein akzeptieren soll...da hält man Wut, Liebe, Hass, die ganze Palette von Gefühlen und Eigenschaften, mit denen das Ego in seinem personalen Hier und Jetzt identifiziert ist,  fälschlicher Weise für So-Sein. 
Das transpersonale So-Sein aber ist immer unpersönlich, eigenschaftslos und bedeutungsleer. Neutral. Mein oder Dein So-Sein gibt es nicht.

Also noch (un-)klarer kann ich mich für heute wirklich nicht mehr ausdrücken, Lol! 

*


Montag, 22. Juni 2015

St. Paulus den Korinthern schrieb: Tod wo ist dein Stachel, Hölle wo dein Sieg


Der Geliebte

 Bislang war es so, dass der Pfadlose Pfad für mich als "Großer Weg" dort begann, wo der kleine Weg mit dem Erreichen des Anderen Ufers an sein Ende gekommen war. Das Ziel, nämlich dauerhafte Bewusstheit ist hiermit erreicht.  Mit dem Pfadlosen Pfad betrat ich die Unendlichen Weiten des Bewusstseins im klaren  Bewusstsein der unendlichen Realiziation des Göttlichen.
Der  "Kleine Weg" ist für mich die Reise des Helden, der Individuationsprozess. Die Stationen dieses Weges sind allgemeingültig und beschreibbar bis zu dem Punkt, wo die Einheit des im Individuationsprozess geläuterten Ichs mit dem SELBST realisiert wird.
Am Ende des Individuationsprozess  - nach Schattenintegration bzw. "Kreuzigung" - wird Christus, das göttliche Kind geboren.  Das scheint paradox und ist es auch, dass das göttliche Kind  n a c h  der Kreuzigung Christi geboren wird. Aber in  Wirklichkeit  ist es an diesem Punkt der spirit. Entwicklung nicht nur Weihnachten, sondern Auferstehung und Geistherabkunft  zugleich. In Wirklichkeit geschieht gibt es hier keine Trennung, kein vor und nacheinander, alles geht drunter und drüber, alles geschieht immerzu JETZT.

Wenn nun das Christusbewusstsein geboren ist, - spirituell korrekt gesagt (lol):  Ist man sich des Christusbewusstseins BEWUSST geworden,  betritt man erst den Pfadlosen Pfad der kontinuierlichen Bewusstseinserweiterung.  Man könnte sagen: Die Geburt des Christus hat eigentlich kein Ende. Es ist die Geburt des "Sohnes" in den "Vater". In und AUS dem Vater.  Das Christusbewusstsein ist ein wachsendes Bewusstsein.  Das ist nichts, worüber man verfügen kann.  Geburt heisst im Grunde  BEWUSSTwerdung des Christus in uns. Anders gesagt, wir werden des Gewahrseins bewusst, eines wachsenden, das All unfassenden Gewahrseins.
Der Verstand stellt sich die vielbesungene  Endlose Weite geographisch raumzeit-örtlich  vor. Dabei ist dies nur eine andere Metapher für forlaufende Erkenntnis aus dem Ursprung. In der poetischen Metapher Salomons küsst mich der Geliebte mit dem Kusse seines Mundes...
Ich weiss nicht, wie andere Menschen bzw. der Buddhismus  den Begriff des Pfadlosen Pfades interpretieren, ich google auch nicht danach, sondern nehme einfach mal an, dass der Pfad deshalb pfadlos genannt wird, weil man erkennt, dass es keinen Weg zu gehen gab, insofern man jenseits aller Metaphorik und Symbolik ist und das gefunden hat, was eh "schon immer da war". Klaro!. Das ist eine retrospektive Erkenntnis, nachdem der Pfad sehr wohl gegangen worden  ist, anders ausgedrückt: der spirituelle Prozess gelaufen ist -  derweil man keine anderen Metaphern,Sprache, Bilder für den spirituellen Entwicklungs... ähäm Enthüllungsvorgang hatte als die uns zur Verfügung stehenden (Pfad, Weg, Reise usw.)..  Retrospektiv und aus der mit Sprache desidentifizierten transpersonalen Perspektive betrachtet, dürften wir -  bzw. der Endgültig Befreite -  streng genommen gar keine Sprache mehr benutzen bzw. jedes Wort, in Anführungszeichen setzen. Da gibt es radikale Nondualisten, militante Gläubige mit einem Faible für korrekten Sprachgebrauch im spirituellen Kontext, die es zum Allgemeinwissen und am liebsten zu einem allgemein befolgbaren Gebot machen wollen, nichts zu tun, gar nicht erst damit anzufangen, nach einem Weg zur Befreiung/Erlösung/Heilung zu suchen, weil es nichts gibt, was krank und heilungsbedürftig wäre  - alles ist "ES" -  und dass es keinen Weg gebe zur Befreiung, weil "alles schon da ist". Die würden es auch gerne zum allgemeinen Gebot machen, nicht mehr von Bewusstseinsentwicklung, sondern von -EntHÜLLUNG zu sprechen, weil sich ja doch nichts entwickeln kann, was schon da ist. Was für ein Mindfuck..., ein Mindfuck, der just enthüllt, dass sich ihnen ihre Wahre Natur weder enthüllt hat noch dass sie sie gefunden hätten - andererseits ihnen ihre Wahre Natur doch ganz bestimmt BEWUSST geworden wäre.... LOLOL! 

Statt Heilung und Überwindung des Leidens zu realisieren, glauben sie trotz ihrer gegenteiligen Lippenbekenntnisse   insgeheim doch weiterhin an Krankheit, Elend, Tod - ja, sie gehen sogar so weit zu sagen, auch dies sei Ausdruck Gottes/ES und alles Übel könne man nur tapfer und resignativ bis ans Ende des Lebens ertragen.
Die WAHRHEIT ist: Krankheit Elend Tod gibt es nur, solange der Mensch dem Tao Widerstand leistet, indem er seinem egomanischen Eigenwillen folgt - ganz gleich, ob dieser Eigenwille das Gute oder das Schlechte will! Fliesst er ohne Widerstand mit dem Tao - dem Willen Gottes - ist alles in bester Butter.

Würde man diesen falschen Aposteln folgen, würde es konsequenterweise auch bald  keine spirituellen Bücher geben, in denen uns der Weg, die Reise zu uns SELBSt so schön und ergreifend beschrieben werden.
Auch wenn die Sprache letztlich transzendiert wird: Die religiösen poetischen Metaphern dürfen wir nicht verbannen, sie sind keine banale "Romantik", sondern die Poesie ist die Sprache, die das Herz versteht und die Kraft hat, es zu öffnen.

Paulus

schreibt in einem seiner Briefe, dass Jesus durch seine Auferstehung den Tod besiegt hat... richtig, so wie Jesus geht es jedem Menschen, der eine geistige Wiedergeburt erfährt,  seine "Auferstehung von den Toten": er hat Krankheit, Elend Tod besiegt durch das Bewusstwerden seines unsterblichen Bewusstseins.
Korinther 1: Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?
Es ist eben nicht so, wie Herr Callida schreibt, dass der Neue Adam nur so lange währt, als ihn nichts anficht. In Callidas Auffassung fällt der endgültig Befreite, der  Neue Adam  im Falle von Krankheit promptly aus der Gnade Gottes heraus und  in den Alten Adam, das alte Ego-Bewusstsein zurück. Das sind Schlussfolgerungen, wie sie der Verstand zieht, der eine ganz bestimmte (falsche) Vorstellung von Befreiung hat.
Wahr ist: Wenn du das "Andere Ufer" erreicht hast  und dadurch das Gewahrsein  marktplatzresistent ist, kann nichts und niemand mehr das Wahre SELBSTbewusstsein aus seinem Fundament reißen. Es geht nicht um die Sterblichkeit, die Anfälligkeit, die Krankheiten des  Körpers/Materie, sondern um die Unsterblichkeit des Bewusstseins. Die Erkenntnis des Unsterblichkeitsbewusstseins löst  die Angst auf, die Angst vor dem Tod, die Angst vor Liebe, die Angst vor Menschen, dem Leben. . Angst ist das Fundament des Egos. Angst ist der Motor, der den Eigenwillen antreibt. Diese Angst ist mitsamt dem Ego aufgelöst. 
Der Tod hat seinen Stachel verloren, das bedeutet nicht, dass man sich körperlich unsterblich oder unverletzlich dünkt,  sondern dass der Tod seine Kraft, seine bislang angstbesetzte  Bedeutung verloren hat  - in WIRKLICHKEIT ist der Tod ist nur ein Gedanke, ein leeres Wort.
Es wird erkannt: Was gestorben ist, ist das Ego und das Ego ist das einzige, was stirbt, weil der Körper als Illusion erkannt wird.

Im Falle von Krankheit ist es dasselbe wie mit dem Tod: die Krankheit hat ihren Stachel verloren, egal wie weh es tut, Krankheit ist nicht mehr das, was es vorher war, die früheren angsterregenden Assoziationen kommen nicht mehr auf. Da ist auch keine direkte Angst, zu sterben, zumindest nicht bei mir. Wenn ich meine "Komischen Herzattacken" (Angina pectoris-Symptome)  kriege, dann bekomme ich einen Schrecken wegen der Plötzlichkeit... klar gibts auch Widerstand gegen die Attacke, aber es fehlen alle die Gedanken, die mich in früheren ähnlichen Fällen heimgesucht haben: Ich kann doch nicht jetzt schon sterben, ich habe doch noch dies und jenes zu tun, zu erleben, zu machen, das Kind versorgen, eine Reise machen, Gott suchen und finden -   na ja,  all diese Ausreden halt, wie sie auch die zur Hochzeit geladenen Gäste im bibl. Gleichnis hatten: der eine musste einen Acker bestellen, der andere seine Frau begraben , wieder eine andere musste das Haus putzen...
Früher betete ich in solchen Fällen:  ICH BIN NOCH NICHT SOWEIT! Lieber Gott, lass mich nicht sterben, ich will auch dies und jenes tun...Der Alte Adam hat noch gebetet.
Heute bete ich nicht mehr. Wer am Anderen Ufer ist, der hat kein Du mehr, zu dem er beten könnte,  dem ist in der Einheitserfahrung mit Gott das Egokonzept samt Gotteskonzept gestorben.
Heute bin ich immer "SOWEIT" .

PS Aber vielleicht hat Herr Callida gar nicht den Endgültig Befreiten bezweifelt, sondern nur den, der sich engültig befreit "dünkt"? Der pöse Verwirrer...


Suche zuerst das Reich Gottes...

ist eine Aufforderung, die mir früher  viel Kopfzerbrechen machte. Irgendwie kam ich damit nicht zurecht und gab immer wieder frustriert die Suche auf. Ich wusste, dass ich dafür  nicht weniger als mein Leben hingeben musste. Darunter verstand ich zunächst alle meine Süchte und Abhängigkeiten aufzugeben. Ich habe aber niemals eine gezielte Askese nach Plan gemacht, wie sie in den Kirchen bzw. Klöstern praktiziert werden (s.a. evangl. Räte), obwohl auch das mich mitunter reizte... die Heiligkeit. Aaaach...

Was die Süchte anging, führten mich die diesbezüglichen guten Vorsätze regelmäßig direkt in die Hölle , d.h. ich fiel nach großer Anspannung nach einiger Zeit wieder in die extreme Entspannung sprich: in den Rückfall. Dann geschah es, dass ich mir  den 'Alkohol bzw. Sex&Drugs&Rock'n Roll von neuem beschönigte  ja, mitunter sogar idealisierte  als das Rüstzeug eines jeden Künstlers und Rebellen und ich rief mir alle genialen Säufer und Grenzgänger  in Erinnerung, las ihre Bücher und fand mich als verkanntes Genie so recht eines Geistes mit ihnen. Baudelaire, Rimbaud,  Henry Miller, EE Cummings, später Ingeborg Bachmann, Duras, Huxley, Klaus Mann, Gottfried Benn uv.a.- sie alle rechtfertigten meine Selbstzerstörung.  Mit Ringelnatz  und meinen gleichgesinnten lasterhaften  literarischen Freunden verliess ich am liebsten den "schwankenden Boden der Nüchternen" -...
Damals war ich wohl noch weit davon entfernt, zu glauben, dass Gott mich so annimmt, wie ich bin, bzw. hatte ich von Selbstannahme noch nie was gehört - mal ganz zu schweigen von der Einsicht, dass Gott und Selbst ein und dasselbe ist. Jedenfalls kam nach meinen lasterhaften Ausflügen immer der reuevolle Absturz, damit wechselte der literarische Gusto ins andere Extrem und in masochistischer Reuelust  und erneuter Sehnsucht nach Reinheit und Heiligkeit berauschte ich mich an dem grauenhaften Leben  div. Heiliger, der kleinen Therese von Lisieux, Simone Weil, Vincent van Gogh und ähnlichen Flagellanten. Es müssen Jahrzehnte gewesen sein, in denen ich derartig hin- und her pendelte und keine Mitte fand.

Irgendwann mal, als es mir in der Anspannung  (beim "Vater") mal wieder so eng wurde, dass ich einfach loslassen mußte, um mich ins andere Extrem zu katapultieren,  ging mir ein Licht auf und ich blieb dann einfach auf der "entspannten"  - der "sündigen" Seite.  Ich wollte nicht mehr, ich wollte mich nicht mehr ändern, ich hatte keine Energie mehr weiterzukämpfen und kapitulierte. Mein mich ständig begleitendes  Lied damals: "Ich will so bleiben wie ich bin, lala"...  Hier war ich auf der Seite der GöttinMutter. Der Erlaubnisgebung. Mama!
Irgendwie kam ich dann im Lauf der Zeiten drauf,   h i n t e r  meine Süchte und andere Abhängigkeiten zu schauen und erkannte, dass ich den Bock zum Gärtner mache, wenn ich etwas zu unterdrücken versuche, was überhaupt niemals das Licht der Welt erblickte: meine ureigenen berechtigten MATERIELLEN Wünsche und Bedürfnisse, meine Ansprüche ans Leben, an die Menschen.  Ich erkannte, dass ich ein Recht darauf habe, anständig behandelt zu werden, mich nicht als Putzlappen mißbrauchen zu lassen  - eine Not, die mir fast schon zur schwarzchristlichen Tugend geriet!

Wo man aus Nöten Tugenden bastelt, gebiert es jedoch die gefährlichsten Dämonen, sie sind das Objekt christlicher Exorzisten, nur haben die keine Ahnung, dass sie die Teufel exorzieren, die sie selbst ins Leben riefen!)  Ich kam zum seligen Schluss,  dass ich ein Recht auf ALLES hatte, was das Leben zu bieten hatte. Ich will ALLES, wurde zu meinem neuen Motto. Nicht nur fragwürdige ideele Werte...Auch und sogar einen Lottogewinn zog ich dabei in Betracht, das schmutzige Geld. Wohlstand. igitt.  Ich machte eine Liste all meiner materiellen Wünsche, manche konnte ich mir schnell erfüllen z.B. Nachtwanderungen, nackt im Regen tanzen, nackt in Weihern baden, Tages-Eisenbahnreisen ins Blaue, ...

Letztlich ging es aber doch nicht um die Erfüllung all meiner Wünsche und Bedürfnisse, sondern allein darum, dass sie ans Licht kamen und akzeptiert wurden, damit waren die Wünsche gezähmt  - das Annehmen löste meine Wünsche in Nichts auf und das war es wohl, was mich in die Gegenwart brachte und mich erkennen liess: Das Reich Gottes beginnt mit der Annahme all dessen, was mich JETZT ausmacht. Und damit fing die Achtsamkeit an und ich hieß alles herzlich willkommen, was das Licht der Welt erblicken wollte. Erlaubnisgebung. Alles darf sein.
Tiefenprozesse = Umkehr is=Weltverlassen!


Skrupellos

Neulich schrieb ich, wie ich meine Krötens auf den Kopf haue, dass ich mir weder etwas versage, noch spare. Was gefällt, wird meist spontan im Vorbeigehen gekauft. Klar kaufe ich mitunter auch ziel,- plan und absichtsvoll, z.B.  das Essen für heute, d.h. ich habe nur den Plan, in den Rewe-Markt einkaufen zu gehen, der Rest erledigt sich im Vorbeigehen... irgendeine Vorstellung von dem, was ich kochen werde,  wird sich schon einstellen;
manchmal kaufe ich auch auf Vorrat für einige Tage im voraus. Dann schmeiss ich halt meinen alten Kühlschrank wieder an. ES gibt keine festen Gewohnheiten mehr. Am liebsten sind mir jedoch leere Schränke - obwohl ich auch das nicht mit Bestimmtheit behaupten könnte, denn wohin mit den "gefälligen" Sachen, die ich so ohne Nachdenken und im Vorbeigehen kaufe.... LOLLOLOL... Die moralitäre "spirituelle Korrektness" würde jetzt meckern: Hö hö, und das nennst du Wunsch-, Ziel- und Absichtslosigkeit, he? Und Nachdenken ist passé, wie?  Du kannst nicht ein Wort in deinen Blog schreiben, ohne nachzudenken...
So isses - was für ein Mysterium...LOL!


Abaelard und Heloise

waren  Eintagsfliegen, wie fast alles, was ich erfinde nur für den Moment, den Tag, oder eine bestimmte Gelegenheit gedacht ist. Nichts, was ich erfinde, wird auf Dauer konserviert, nichts hat Dauer. Es war nur ein Scherz, weil ich für die Nitya-Kaiser-Wilhelm-Collage Köpfe brauchte, die ich an des Kaisers Gürtel baumeln liess. Ich weiss, dass es Leute gibt, die glauben, dass sich dahinter eine Liebeserklärung an Herrn Callida verbirgt. Weit gefehlt. Ich habe bei der Wahl von  Heloise und Abaelard nur an die geistigen Bande gedacht, sie waren kein Liebespaar im gewöhnlichen Sinne sondern "Bruder und Schwester im Geiste".
Auch meine Frage, ob sich hinter Herrn Callida nun ein Djelil oder ein Schlemihl  verbirgt - (ein Liebchen oder ein Diebchen) mag für manche Spekulanten ein Anlass gewesen sein, mir Liebesgefühle gegenüber Herrn Callida zu unterstellen.   Djelil ist der Vorname meines Mannes, die Bedeutung "Liebchen" habe ICH diesem Namen verliehen, weil ich's gerade passend fand...


Ayn Rand

war eine Philosophin. Ich habe mich in ihr getäuscht.  Nach Wikipedia ist sie die "Erfinderin" des Objektivismus. Ich dachte immer, das war Aristoteles... Na ja, im Grunde ist jeder der mit dem Egomind identifiziert ist, ein Objektivist, wenn auch kein Philosoph.. Wenn ich mich richtig erinnere, wird sie jedoch oftmals in spirituellen Zusammenhängen erwähnt. So läßt mich  auch die obige Rand-Sentence zunächst vermuten, dass sie Zugang zum "Subjektivismus" hatte, zum Unbewussten, zu Gott/SELBST. Wenn aber ihr Buch "Atlas Shrugged" die letzte Antwort ist, dann hat sie wohl die  Objekt-Subjekt-Trennung zu Lebzeiten nicht überwunden.
Eine Zeitlang kann ich das Spielchen mitspielen, lange kann ich allerdings solche Philosophien nicht mehr diskutieren, ohne Kopfschmerzen zu kriegen. Viele Philosophen stützen sich zudem weniger auf ihre Intuitionen, als auf vorgefertigtes Wissenschafts-Wissen. Wenn z.B. Ayn Rand über die Wahrnehmung der Tiere schreibt, stützt sich dieses Wissen auf biologische Forschung bzw. Fremdwissen- dazu kann ich selbst  gar nichts sagen, weil ich darüber keine direkte unmittelbare Erfahrung/Erkenntnis habe. Ich wills auch nicht "wissen" -  eben weil es second-hand-Wissen ist und das kommt bei mir nicht mehr an,mein Mind kann es nicht mehr erfassen, wie an Teflon perlt es  einfach ab.  Entweder kann mein Mind spontan und stante pede verstehen, um was es geht  oder gar nicht. Ein Nachdenken über diese Dinge geht nicht mehr, das entzieht sich alles meinem Willen.

Um "Metaphysics" zu diskutieren, ist es nötig, zu trennen - Nur: Es ist mir unmöglich geworden,   e r n s t h a f t   das Objekt vom Subjekt zu trennen.
In der Diskussion um Ayn Rand ging es vorrangig um die Frage, ob etwas objektiv existiert, wenn keiner da ist, der die Dinge bemerkt.  Das ist wohl eine uralte Streitfrage, - und die läßt sich erst beantworten, wenn der GEIST die Objekt-Subjekt-Trennung überwunden hat: Weder dies noch das. Wer diese Trennung für sich überwunden hat, der hat auch die Hitler-Holocaust-Sache für sich entschieden. Denn in der ging es im Grunde um nichts anderes.
Ayn Rand ist sehr amerikanisch. Die Amerikaner lieben es, sich ihr Glück selber zu zimmern. Das Positive Denken ist auch so eine Erfindung...


Objektpermanenz

Diesen Begriff fand ich neulich im Zusammenhang mit der kognitiven Entwicklung des Kindes im 24. Monats, als mich die Frage beschäftigte, ab welchem Zeitpunkt dem Menschen das Causalitätsprinzip bewusst wird. Der Begriff der Objektipermanenz beschreibt das "Bildermachen" des Egominds und das Behalten des Bildes im Gedächtnis. Das kleine Kind ist z.B. erstmals fähig, das Bild seiner Mutter zu speichern und es vertraut darauf, dass die Mutter wieder auftaucht, falls sie mal aus dem Blickfeld verschwindet. Das Bild der Mutter wird mit der Zeit und mit der Erfahrung mit ihr mit Daten angefüllt. Die Fähigkeit zur Objektpermanenz ist nichts anderes als die Fähigkeit der KONZEPTUALISIERUNG des Egominds.

Ohne Objektpermanenz kann man die sog. Realität nicht händeln.  Um zum Supermarkt zu gehen, muss ich mir eine Vorstellung machen -  ich muss mir den Weg, das Gebäude vor Augen stellen,  wenn ich meine Absicht, einkaufen zu gehen, verwirklichen will.
Bei der Objektpermanenz handelt es sich um gespeicherte Erinnerungsbilder. (Ich war heute beim Zahnarzt und bekomme nach der Behandlung einen neuen Termin für eine Wurzelbehandlung. Prompt erscheinen die gespeicherten Erinnerungsbilder an vergangene Wurzelbehandlungen und es regt sich Widerstand in mir und so etwas wie die alte Zahnarztangst will aufkommen.  Damals waren diese Behandlungen noch blutig, da wurde geschnitten und genäht, dabei wurde ich bis über die Augen mit grünen Tüchern bedeckt). Weil ich mir heute aber dieser Bilder als Vorstellungsbilder bzw. Bilder der Vergangenheit bewusst werde, kann sich auch die Angst nicht mehr entfalten.)
Wir sind mit diesen Bildern  bzw. Objektpermanenz - identifiziert und halten sie für die Wirklichkeit. Alles, was wir gelernt und als Wissen gespeichert haben fällt in die Rubrik Objektpermanenz.


Angelernt

"Angelerntes Wissen" zu speichern,  beginnt mit der Realization der Objektpermanenz des  Bildes der Mutter oder ersten Bezugsperson. Vor dem 24. Lebensmonat ist nach Jean Piaget das Kind noch nicht imstande, zu "wissen", dass die Mutter zurückkommt, wenn diese sich aus seinem Blickfeld entfernt. Aus den Augen - aus dem Sinn. 
Ab dem 24. Monat bilden sich die Objektimago  und damit wird der Anfang der "Geschichte" wird gesetzt, die Imaginationskraft  tritt in Kraft, und das Theater bzw.  der Film des Lebens wird  mit Objekten bevölkert, die wir "im Sinn" behalten, auch wenn sie "aus den Augen" sind . Die Vorstellung (im Sinne einer Bühnen- oder Film-Aufführung)  beginnt.
Das Kind hat sich das Wissen um die Mutter "angelernt". So wird die Außenwelt cognitiv verarbeitet und vereinnahmt und zu Bildern (und Geschichten) verarbeitet, Bilder, mit denen wir uns identifizieren und die wir für real halten.
Das Bewusstsein des Nichtwissens basiert u.a. darauf, dass man sich dieses Vorgangs des Bildermachens gewahr wird.  Gewahrsein enthüllt nicht nur  die Illusionshaftigkeit unserer Vorstellungswelt, sondern auch die der sog. Realität, die auf dieser Vorstellungswelt aufbaut bzw. IST.
Die Diskussion um Ayn Rand und ihres abgehalfterten Objektivismus führte mich gerade zu der Frage, inwieweit der Objektivismus mit Zen in Zusammenhang gebracht werden kann, mein "Sparringparter" T.K. ist nämlich ein Zen-Anhänger... und ZEN ist jenseits der Subjekt-Objekt-Trennung. Also frage ich Google nach ZEN und Objektivismus und kriege folgenden Link serviert: Morgan D. Rosenberg, Dark Buddhism
darkbuddhism.com/ 
Dunkler Buddhismus? noch nie gehört.Aber gut...


Gottes Wille.

Alles, was geschieht, ist Gottes Wille. Dagegen hat keiner was zu sagen, solange es sich nur  um Gutes handelt... LOL
Ich lese über Bert Hellinger. Demnach muss er ein radikaler Determinist gewesen sein.

Auszug: "Doch auch die politischen Ergebnisse faschistischer Politik und Hitlerscher Entscheidungen werden von Hellinger gewuerdigt. Die Judenvernichtung, der Eroberungsfeldzug gegen Osteuropa, die Euthanasieprogramme: Nach Hellinger haben hier Menschen schlimmste Sachen angerichtet; doch gleichzeitig rechtfertigt er alle Ergebnisse faschistischer Politik mit dem Hinweis auf einen uebergeordneten Zwang: Wir muessen zugeben, dass auch das Boese in den Haenden von groesseren Maechten ist und einem groesseren Ganzen einen Sinn hat."
Tja, stimmt, das Böse hat ebenso sehr seinen Sinn wie das Gute - aber wer will das schon zugeben, wenn es um Adolf Hitler und den Holocaust geht...  Da wird aus dem Gutmenschen nicht selten eine reißende moralinätzende Bestie.
Letztlich - so könnte man interpretieren -  läuft es bei Hellinger ebenfalls auf Akzeptanz  und Annahme dessen, was ist, aus.  Alles, was geschieht, ist unpersönliches Schicksal, dem niemand entgehen kann.  Widerstand gegen das, was ist, macht krank.
Hm... das stimmt, dennoch...das sieht mir ganz danach aus, als ob man nach guter schwarzchristlicher Manier nur das akzeptiert, was von außen auf den Menschen zukommt. Die Reaktion des Menschen auf diese äußeren Einflüsse, -  u.a. gerade eben sein Widerstand !!! -  wird nicht in die Akzeptanz mit hineingenommen.
Das Buch, welches ich mir von B. Hellinger bestellte, war nicht mehr lieferbar.

Alice Miller

ist der krasse Gegensatz zu Bert Hellinger. A.Miller indes hat mir mit ihren Büchern sehr geholfen, zum Anwalt des inneren Kindes zu werden. Die Kritik an A. Miller geht zumeist dahin, dass sie die (mißbrauchenden und mißhandelnden)  Eltern zu Tätern und die Kinder zu Opfern mache, wenn sie die "Anklage" vertritt. Das hat sie wohl bewogen, ihr Buch "Das Drama des begabten Kindes" zu überarbeiten.
Für mich war es wichtig, mich als Opfer anzuerkennen, weil ich mir selbst die Schuld an meinem Schicksal gab und den Opferstatus hasste wie die Pest, ich war tough, immer on top  und sonst gar nix. .
Als ich gerade Alice Miller vs. Bert Hellinger googelte, um Alice Millers Ansicht zu B. Hellinger zu erfahren, fiel mir folgendes in die Hände. Ich gebe hier die ganze Antwort von A. Miller auf einen Leserbrief wieder, der unter folgendem Link zu lesen ist.
http://www.alice-miller.com/leserpost_de.php?lang=de&nid=2944&grp=0110

Antwort von Alice Miller:
AM: Ihre Zuschrift ist ein Beispiel für die Verwirrung und mangelnde Klarheit in vielen Therapien, auch in solchen, die sich (tatsächlich oder angeblich) Mühe geben wollen.
Sie kommen offenbar von der Praxis der Familienaufstellung, deren eigentlicher Sinn doch darin liegt, dass die Klienten ihre Gefühle eben gerade NICHT FÜHLEN, sondern sich den Manipulationen fügen sollten. Da Sie nicht länger leugnen können, dass fast alle Klienten misshandelte Kinder waren, geben Sie das zu, versuchen aber doch, mit Hilfe der Manipulation die Klienten zum Verzeihen zu bewegen. So bringen Sie die Strategien der Schwarzen Pädagogik in die angebliche Therapie, die gleiche Strategie, die das Kind einst krank gemacht hat.
Den Klienten zu sagen, ich stehe auf deiner Seite, ich verurteile die Übergriffe deiner Eltern, und du darfst das auch, aber gleichzeitig musst du auf einer anderen Ebene doch vergeben, kann ja nur Verwirrung stiften und wird verhindern, dass die Klientin eine eigene authentische Haltung gegenüber den Eltern entwickelt. Diese Art von "Therapien"ist sogar verwirrender als die Psychoanalysen, die das ehemalige Kind ja offen beschuldigen, während solche „wohlmeinenden“ Therapien die Klienten eher dazu verführen zu glauben, sie hätten nun endlich eine geeignete Begleitung gefunden, auf die sie sich verlassen können.
Natürlich gibt es viele Leute, die aus der unbewussten inneren Not heraus solche schön klingenden Formulierungen begrüßen, weil sie nur das kennen und sehr früh lernen mussten, daran zu glauben. Doch mit der Zeit werden sie vermutlich neue körperliche Symptome entwickeln, weil sich der Körper nicht von der Wahrheit abbringen lässt und gegen die angebliche "Moral" immun bleibt. Er wird weiter darauf bestehen, dass seine Signale ernst genommen werden und den Selbstbetrug nicht unterstützen. Zitatende

Dem stimme ich  uneingeschränkt zu.  Ich kann u.a. auch bestätigen,  dass ich mich damals in der Klinik Grönenbach (ca. 1997) durch die "Gute Führung"  d.h. durch das Soufflieren des Therapeuten in jeder Hinsicht vergewaltigt und re-traumatisiert fühlte; ich  wurde im Rahmen der Gruppentherapie  von einem  Therapeuten solange bearbeitet, bis ich jeden Widerstand aufgegeben habe und  unter Tränen "zugegeben" habe,  was mir die "Gute Führung" nicht aufgehört hat zu soufflieren,  nämlich die große Lüge, dass ich meine Therapeutin  l i e b e  (!) - die ich gerade mal ein paar Tage "kannte"  und mit der ich zu dem Zeitpunkt schon einen schweren Konflikt hatte, dem sie sich aber nicht gestellt, sondern gleich durch Urlaub entzogen hatte.  Der Konflikt wurde nicht mal thematisiert - man liess mich gar nicht zu Wort kommen - , statt dessen versuchte der Therapeut mir einzureden, ich projeziere meine Mutter auf die Therapeutin, weil mich die Therapeutin wie meine Mutter verlassen habe... (So eine Konfliktverlagerung nennt man "Verschiebung" und gehört zu den psychologischen Abwehrmechanismen insbesondere der Macht(in)haber - bei ungeheilten Therapeuten eine übliche Reaktionsweise.
 Dies geschah zwar außerhalb des Familienstellens in der normalen Gruppentherapie, doch war es offenbar üblich, dass sich die Therapeuten auch außerhalb des Familienstellens  gerne des "Soufflierens" bedienten, ganz allgemein wußten die Therapeuten besser als die Patienten, was diese wollten und so "befahlen sie den Leuten, was die Leute wollten"  (Bert Hellinger) .
Es hat Jahre gebraucht, bis ich mich davon erholt habe, zumal ich keinen Therapeuten fand, der bereit war, Therapieschäden zu therapieren.

Noch einmal: Die "Anklage" ist der Zwischenschritt, der missing link, welcher zur Heilung des Opfer-Seins führt. Eine voreilige Versöhnung  herbeizuführen, bevor das Opfer sich überhaupt als  ein solches erfahren und gewürdigt hat, ist wie A.M. oben andeutet, eine Re-Traumatisierung durch schwarzautoritäre Aktionen. - denn es ist ja so, dass das Opfer sich i.d.R.  als der Schuldige Part an Mißbrauch und Mißhandlung fühlt. 

Anzuklagen heisst, sich zum  Anwalt des Kindes zu machen, was wir einst waren und tief innen noch immer sind. Dieser Anwalt ist niemand anderes als unser guter Animus, der Mann in der Frau, der "Bräutigam" des Herzens - anders gesagt: der Erwachsene in uns, der mit dem guten  erwachsenen Elternteil in uns eine Liäson eingeht, um dem Kind endlich den Schutz, Liebe und Fürsorge zukommen zu lassen, die es niemals bekommen hat. In Gegenwart dieses inneren Erwachsenen war ich fähig, Wut und Hass zuzulassen - alles Gefühle, die ich bis dato immer gegen mich selbst gerichtet hatte.  Ich rate für diesen Prozess zu einer therapeutischen Begleitung, wenn möglich zu einer,  die NICHT mit dem Aggressor identifiziert ist, d.h. nicht die Eltern schützt. Ich bin alleine durch, aber ich habe mich mit dem Hass, der Wut, dem "Gerechten Zorn der Göttin" teilweise zu sehr identifiziert, das hat die Phase  unnötig verlängert.
Vorsicht: Hass ist ein schreckliches, aber sehr mächtiges und kraftvolles Gefühl, Hass muss man aushalten können, wer sich zu sehr an diesem Gefühl berauscht, kann auch darin ersaufen.


Sonntag, 23. März 2014

Der Mensch ist ein Spiropath, der Mutter nicht, nur Vater hat



Die Vereinigung

von Wissenschaft (Yang) und Religion (Yin) geschieht primär in mir selbst. (Bzw. die Erkenntnis, dass Wissenschaft und Religion niemals getrennt waren) Es ist völlig irrelevant, sich Gedanken darüber zu machen, ob diese Vereinigung auch "da draußen" in der Welt geschieht. Da draußen ist keiner.


Der Phönix und die Taube

symbolisieren beide für mich dasselbe: Tod und Auferstehung bzw. den  Heiligen Geist. Den Feuervogel finden die meisten Menschen zwar faszinierend,  aber auch oft sehr beunruhigend und beängstigend. Dagegen die Taube...
Der Feuervogel - ein Seelenbild - trägt seinen Namen zu recht. Die Seele bzw. das Ego wird durch das Feuer (der Liebe)  geläutert. Das ist eine Tatsache, die jeder mehr oder weniger schmerzhaft erfährt, dessen Achtsamkeit/ Gewahrsein so "trainiert"  ist, dass er an dieser Reinigung ganz bewusst teilnimmt.
Feuertaufe.


Leiden

Nur aus dem gnadenreichen Zustand des Nichtwissens
heraus kann man zu Recht sagen, dass es kein Leiden mehr gibt, weder bei mir noch in dem, was der normale Verstand  "Welt" nennt..
Param advaita - nach der Erleuchtung oder christl. jargoniert: nach der geistigen Wiedergeburt - ist man im Permanentgewahrsein des Nichtwissens. (hahaha... d e n k  das mal!)
In diesem BewusstSEIN ist der Traum - Maya - für alle Zeiten ausgeträumt und es gibt kein Zurückfallen mehr in den Schlaf. Jetzt erst  bist du wirklich wach und du erkennst, es hat nie etwas anderes als DICH = ICH BIN gegeben, und alles, was zwischen ICH BIN und dieser Erkenntnis stand, war das Wissen um dich und die Dinge dieser Welt.

Manche Spiropathen nun machen aus der "letztgültigen" spirituellen Erkenntnis,  - ob der eigenen oder der eines anderen ist furzegal - einen Glaubenssatz resp. eine banale Ideologie des Nichts-tuns im Sinne von "nichts muss getan werden, weil nichts ge m a c h t  werden kann."

Das absichtslose NICHT -Tun jenseits von Erleuchtung wird hier wie gehabt vom Verstand vereinnahmt und pervertiert. Transformation - die Umwandlung der Persönlichkeit wird als nicht notwendig erachtet und von manchen, wie es scheint,  sogar als ein Machen des Egos verachtet.

"Nichts muss getan werden". : Auf diese Weise  kann der Spiropath seine Neurosen & Persönlichkeitsstörungen legitimieren und den Menschen um die Ohren schlagen, die sich "von unten", von der Individuation und Schattenintegration her auf schmerzhafteste Weise der Heilung von Neurose und der nötigen "Reinigung" von Prägungen und Konditionierungen unterziehen. Der Spiritant sagt: Alles ist gut, wie es ist. Ich bin gut, wie ich bin.  Ich will so bleiben, wie ich bin  - und schlägt zu.  Statt zuzulassen, dass seine negativen destruktiven Antriebe transformiert werden, verlästert er jene spirit. Sucher, die sich in schwierigen Schattenprozessen mit ihren verdrängten Anteilen herumschlagen...



Oder so: Das Wissen ist dein Feind

Aus nondualer Sicht gibt es die "Welt" nicht. Die Illusion von Welt bewirkt allein der Ego-Mind. Bevor du nicht erkannst hast, dass das, was du Welt nennst, nur ein gedankliches (angelerntes)  Konstrukt ist, kannst du nicht von dir behaupten, zur WIRKLICHKEIT erwacht zu sein.

Du bzw. Dein Verstand kann mir dies nun zwar "glauben" im Sinne von fürwahrhalten, aber WIRKLICH, d.h. geistig erkennen kannst du dies nur im Fokus des Gewahrseins.

Nichtwissen: Hast du als kleines Kind etwas über die Welt gewusst? Nope, erst die Welterklärungen der Eltern, der Schule, der Medien usw. usw. haben dich dieses Weltwissen gelehrt. Dieses Wissen ist es, welches dem gnadenreichen Zustand des Nichtwissens im Weg steht.
Werden wie die Kinder...


Bisexualität

ist eine prima Sache. Wer bisexuell ist und sich das traut, offen zu leben, hat die starre sexuelle Rollenfixierung durchbrochen.  Ich habe es u.a. meiner Bisexualität zu verdanken, dass ich mir in spiritueller Hinsicht  sehr schnell bewusst wurde, dass Sexualität in jedem Falle nur ein Ausleben, eine  materielle Ent-Äusserung einer  geistigen "Gegebenheit" ist. Als ich dies erkannte, war ein gewaltiger Schritt hin zum Hierosgamos, der Heiligen Hochzeit von Animus und Anima getan.
Jaja, die Liebe zwischen den Menschen -  die will man so schnell nicht aufgeben. Das wird leicht vergessen: die Trennung existiert nur aus Liebe und  LIEBE will sich immer vereinigen.


Heilige Kühe

sind da, um geschlachtet zu werden. Samarpan ist für viele eine solche Heilige Kuh.
In vielem, was er sagt, erkenne ich Wahrheit. Dann aber kommen wieder Sätze, bei denen sich mir die Haare sträuben. Aber vielleicht nimmt auch er "es nicht mehr so genau"? Denn wie er selbst in einem seiner Videos sagt, versuchen viele Meister sich so klar auszudrücken, dass bei den Disziples keine Vorstellungen entstehen können.

Aber wenn Samarpan in einem anderen Video sagt: "I just am" und anschliessend aufführt, was er doch alles ist: dasselbe Arschloch wie früher, der selbe Außenseiter, der selbe "wrong boy" - dann kommen mir aber sehr erhebliche Zweifel und die Frage taucht auf: Wer ist es denn, der sich hier mit Eigenschaften (von "Jemand"!) schmückt und der hier Wertungen bezüglich der eigenen Person vornimmt???

Ich lese:
Buddha sagt, wenn du gehst, dann geh einfach. Nichts anderes tun, als gehn... jaja, das habe ich auch alles versucht - aber wie lange kann ein Mensch das tun,wenn sein Unbewusstes ständig störend an die Bewusstseinstür anklopft? Mir gelang es nicht. Und ich glaube nicht, dass dies damals allein meinen nie verarbeiteten verdrängten frühkindlichen Traumen zuzuschreiben war. Jeder Mensch hat ins Unbewusste verdrängte Anteile, die bewusst gemacht werden wollen und die Störgeräusche, Störgefühle verursachen. Wer versucht, nur das zu tun, was er gerade tut und die Störgeräusche ignoriert, verdammt sie auf ewig in den Schatten.


Es ist nicht möglich,

einerseits im Gewahrsein zu sein und andererseits auf der personal-dualen Ebene vollidentifiziert zu sein, wie manche das glauben.  Da meint man z.B., dass man auf dem GEbiet der  Arbeit absolut den weltlichen ERfordernissen entsprechen kann, dem Geld  oder sonstigen Zielen und Planungen hinterher jagen, kapitalistische Ausbeutungsstrategien verfolgen zu können usw. und am Ende dieses Arbeitstages mal schnell auf die Andere Seite ins Gewahrsein zu gehen.  Das läuft so nicht meines Erachtens. Wer einmal volles Gewahrsein erlangt hat, ist nicht in der Lage, sich weiterhin mit weltlichen Zielen zu identifizieren. Natürlich kann er seiner Arbeit weiter nachgehen, aber ohne mit ihr identifiziert zu sein - dann ist die ARbeit ein REINES Spiel.
Kinderspiel.


Die letzte Befreiung

Von wahrer innerer Freiheit macht sich der EgoVerstand wie von allem, was jenseits des Verstandes liegt, nur eine Vor-Stellung, ein Bild. Letztlich  muss ein Mensch sich, um wirklich und WAHRhaftig frei zu sein, sich von der Sehnsucht und dem Bedürfnis nach Freiheit  - was nichts anderes heisst, als sich  von der Vorstellung von Freiheit zu befreien.



Samarpan

ist mir zu weichgespült. Keine Rede von der Gefährlichkeit des Weges, von den Fallen... Dafür rät er den Leuten davon ab, sich medizinisch behandeln zu lassen, wenn sie (krebs-)krank sind, was ich für ziemlich gefährlich halte...Alles ist gut. Für ihn.  Das funktioniert aber nicht bei anderen, wenn sie noch nicht reif für solche Dinge sind, denn solange die Menschen noch egoidentifiziert sind, sind sie zugleich mit dem Krankheiits-Gesundheitskonzept identifziert. Erst wenn diese Identifizierung aufgehoben ist, ist ALLES GUT, wie es ist und Krankheit sowie Gesundheit spielt keine Rolle mehr. Du hast dich als unverletztliches todloses ewiges Bewusstsein erkannt... In diesem Wissen spielt der Körper nur noch eine sehr untegeordnete Rolle.


Ich habe nur kurz reingelesen, 

aber m. E. handelt es sich bei diesem Blog um authentische Spiritualität:
http://derwegnachinnen.blogspot.de/
Wenn ich mich nicht irre, habe ich diesen Fund dem "Hans Scholl" zu verdanken.



Ich höre und lese

des öfteren bei spirit. Lehrern, dass ich "bedingungsloses Gewahrsein" bzw.  erleuchtet bin, völlig unabhängig davon, ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht, und dass deshalb nichts zu tun sei.
Das ist jedoch nichts als Wissensvermittlung. Wer das glaubt und nichts "tut" ist nicht anders als diese Neo-Advaita-Gläubigen.
Das spirituelle Ziel ist, sich des Gewahrseins  b e w u ß t zu werden.
"Offene Weite nichts von Heilig " kann man auch nicht mit Leere gleichsetzen, wie ich gerade lese. Offene Weite heisst einfach nur unendliches Bewusstsein ohne Grenzen.
ES gibt keine Leere ohne Fülle!
Sat heisst Wahrheit und Sangha Gemeinschaft, lese ich und das bedeute, dass man in einem Satsang über die grundlegende Wahrheit unseres Daseins sprechen würde. Genau - die meisten Lehrer sprechen  ü b e r  die Wahrheit und zwar von "Wahrheiten", die schon längst Vergangenheit sind - alter aufgewärmter Käse...  Wenn ich allein schon den Begriff "grundlegende Wahrheit unseres Daseins" lese, möchte ich am liebsten meine Axt holen und daran herumhäxeln, bis von mir, dir, uns und dem angesprochenen "Dasein" nix mehr übrig bleibt...


Aber vielleicht bin ich Spiri-Greenhorn einfach noch zu unerfahren und daher viel zu streng und nehme viele Dinge noch viel "zu genau"?


Samarpan sagt:

Die Wahrheit ist die grundlegende Essenz in jedem Fels, jedem Grashalm, jedem Tier, jeder Mikrobe und in dir. Dies zu entdecken ist eine Freude jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Es erfordert keine Anstrengung, keine spirituellen Praktiken oder irgendeinen Glauben. Du musst nur für einen Moment all deine Konzepte, Ideen, Meinungen und Vorstellungen beiseite stellen. Dann enthüllt sich die Wahrheit ganz von selbst.
http://www.samarpan.de/satsang.aspx?sflang=de

So einfach? "Nur für einen Moment"?  Und was ist nach diesem Moment? Zurück ins alte Ich und bis zum Lebensende  "ü b e r  die Wahrheit" labern, statt in ihr zu Sei-en?
Um   a l l e  (???) Glaubenssätze und Konzepte  "beiseite zu stellen" müssen sie zuvor als solche bewusst hinterfragt und bzw. als solche erkannt worden sein. Das ist keine Sache eines Momentes, sondern bedarf dessen, was ich auch unter Schattenarbeit verstehe.
Einen Moment der Ego-"Entrückung" und was dann?  Total transformiert?

Der "Moment, in dem alle (! sic!)  deine Glaubenssätze,  Konzepte, Ideen, Meinungen und Vorstellungen beiseite gestellt sind", ist nichts weniger als der Moment des Ego-Todes. Aus meiner Sicht würde ich eine solch plötzliche Entrückung  - modern ausgedrückt: Entkoppelung - niemandem empfehlen!
Was für den einen eine Katastrophe bedeutet, ist für den anderen eine Gnade.

Samarpan macht sich zudem Gedanken - oder gar Sorgen? -  um zeitliche Dinge, z.B. um  seine Ernährung und gibt entsprechende Gesundheitsheitstips. Na ja, sich bewusst, d.h.  "gut" zu ernähren, ist nicht schlecht, hat aber mit Spiritualität nichts zu tun. Der Spirit ist jenseits von Gut und schlecht, also auch jenseits von guter oder schlechter Ernährung. Wer sich solche Gedanken macht, macht sich Sorgen um seinen Körper.
Sobald man aber im Gewahrsein die Konzepthaftigkeit des  Gesundheit-Krankheits-Gegensatzdenkens erkannt hat ist Schluss mit Sorgen oder Gedanken um irgend etwas den Körper Betreffendes. Mit dieser Transzendierung ist nämlich die Identifikation mit dem Körper - bzw. mit der Materie/Welt/Ego gänzlich aufgehoben!

"Du bist, was du isst" stimmt nur für die personal-duale B-Ebene, der Ebene, auf der man noch mit seinem Körper identifiziert ist. Es gilt aber, darüber hinauszugehen!
Jesus sprach u.a. zu seinen Jüngern: .... und esset, was man euch vorsetzt zu essen.
Im Sein  - als ein geistig Wiedergeborener - machst du keine Unterschiede mehr, auch nicht zwischen Fleischessen und Nichtfleischessen. Jenseits von Erleuchtung erst ist "Alles gut"  -hier ist  nichts ist besser oder schlechter... nichts wird ausgeschlossen.
Jenseits der Materie ist auch die Vorstellung von "Lichtnahrung" völlig obsolet. Das einzige "Licht" ist hier das "dunkle Licht" des Gewahrseins, in dessen Fokus dir permanent "Erleuchtung" - Bewusstseinserweiterung -  zuteil wird.
Paradox: Param advaita - "Jenseits von Erleuchtung" hört die Erleuchtung nicht auf: es gibt im Grunde nur noch Erleuchtung, nur wird dieser Zustand nicht mehr als etwas Besonderes, als Ausnahmezustand erfahren, wie es früher der Fall war, als man nach div. "Erleuchtungserfahrungen" doch immer wieder zurück in den Alten Adam fiel...

Worauf auch immer das Licht des Gewahrseins fällt, enthüllt sich jetzt  in seiner relativen oder in seiner absoluten Wahrheit.  Du bist Mensch und du bist Gott. Sowohl dies als auch jenes -  und doch bin ich in letzter Konsequenz der EINHEIT alles SEINS weder dies noch das... ungetrennt.
Das sind nur annähernde Beschreibungen dessen, was sich jeder Beschreibung entzieht.


Es gibt spirituelle Lehrer,

die vermeiden krampfhaft, christliche Vokabeln in den Mund zu nehmen, obgleich sie in der christlichen Religion erzogen wurden. Auch das ist für mich ein Zeichen dafür, dass dieser Mensch noch nicht den Sprung getan hat, der ihn mit allen Religionen aussöhnt und in der Essenz vereint.
Param advaita - Welche Freude und welches Staunen,  die WAHRHEIT  (von innen heraus)in allem zu erkennen, auch in den diversen Heiligen Schriften der Völker! Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört: Esoterik und Exoterik sind EINS.
Nichts wird ausgeschlossen. In der Alles Umfassenden Liebe und Erkenntnis des Gewahrseins wird alles - Alles! -  EINGESCHLOSSEN! (allumfassend=einschliessend!


Samarpan

erzählt Geschichten über die "Neue Zeit":  Nein, die Welt wird nicht untergehen, sagt er - nein, dies und jenes wird geschehen...
Das ist keine Prophetie, sondern schlichtes "Geschichtenerzählen". Für Samarpan scheint es noch so etwas wie eine  Welt "da draussen"  geben, die  (evtl.?) untergehen wird, but: : "You will be in peace, if the world falls apart."
Ich sage, es ist gerade umgekehrt: Ich bin erst im Frieden, wenn die Welt untergegangen ist - und zwar in MIR!  In diesem Frieden der absoluten  - konkreten - Gegenwart existiert keine Welt da draussen, die "apart" fallen könnte. "Welt" ist jenseits von Ego - aus transpersonaler Perspektive - nur ein Begriff ohne Substanz, eine Abstraktion, eine Idee, eine angelernte Vorstellung, die auf dem Wissens-Input basiert, was man uns beibringt, erst in der Familie, dann in der Schule und zuletzt über die Medien wie TV, Bücher usw.
Welt ist nichts anderes als erlernte tradierte Weltsicht, Weltanschauung und die ist relativ und vergänglich.

Wenn die Welt(sicht)  "untergegangen" ist, d.h. von innen her überwunden ist, dann ist der Welt  nur noch ein Begriff -   eine leere Hülle ohne jede Bedeutung.

Samarpan ist in meinen Augen ein zwar netter liebenswürdiger Märchenonkel, aber er füttert - nein, er mästet geradezu -  die Vorstellungen des EgoMinds in seinen Disciples, seinen Devotees.
You will be in peace, if the world falls apart...?
Ja, aber nur, wenn du es ganz fix schaffst,  "für einen Moment...ohne Anstrengung jede Art von Glauben, alle deine Konzepte, Ideen, Meinungen und Vorstellungen beiseite zu stellen." Wer aber schafft so etwas???
Aus spiritueller Sicht gibt es keine Neue Zeit in der Weltgeschichte. Aus der transpersonalen Perspektive ist die Zeit immer JETZT.
Jesus: Es kommt die Zeit und die ist JETZT.



Nichtwissen

heisst nicht, dass man alles, was man sich von aussen her angelernt hat im Leben, komplett vergessen muss.  Nichtwissen heisst, nicht mehr mit diesen Wissen identifiziert zu sein. Das Wissen der Welt steht mir jenseits von Ego jederzeit zur Verfügung, wenn ich es auf der dual-personalen Ebene brauche.  Im Zustand des Nichtwissens bin ich nicht mehr fähig, wie ehedem Weltwissen zu speichern und zu repetieren. Ich bin kein Papagei mehr, der nur nachplappert, was er gehört und gelesen haben.
In diesem Nichtwissen bin ich an den Ursprung gekoppelt, hieraus wird Weisheit geboren, geistige Erkenntnis, die Fülle des Seins.
ES gibt keine andere Leere als die Leere, die eintritt, wenn das Ego seine Bedeutung verliert. (Eigenschaften, Sprache/Wortbedeutung). Im selben Maße wie das Ego an Bedeutung verliert, erscheint die Fülle des Seins, die Teilhabe an den Attributen Gottes.

Ich persönlich habe bei  Drewermann mit folgenden Büchern gestartet, die  sind noch am einfachsten zu lesen.
Wort des Heils, Wort der Heilung
http://www.amazon.de/Wort-Heils-Heilung-Band-befreienden/dp/3492116221
3 Bände gibts davon. Diese Bücher hatte ich vor ca. 20 jahren aus der Stadtbibl. KL geliehen. Die hatten damals fast alle Werke von ihm.
Als nächstes würde ich die Märcheninterpretationen empfehlen und/oder die Predigten von ihm, darunter war mir dieses am liebsten:
Den eigenen Weg gehen...
http://www.amazon.de/eigenen-gehen-Predigten-B%C3%BCchern-Richter/dp/3492037879
Wenn du erziehungsmässig christlich massivst traumatisiert bist und einem schönen saftigen Katholen- bzw. Kirchenhass frönst, dann lies "Kleriker, ein Psychogramm...", ist aber schon schwieriger zu lesen.
Des weiteren bei Gefallen alle Jesus-Bücher, bzw. die Interpretationen der div. Evangelien nach Lukas, Matthäus, Johannes, Markus.
Zum Schluss las ich "Strukturen des Bösen", 3 Bände, das war höchster Schwierigkeitsgrad. Wäre schon ganz gut bzw. sehr viel leichter, wenn man die psychologische Terminologie einigermassen beherrscht.


Mit dem Denken

ist es exakt dasselbe wie mit dem Ich, von dem es ja nicht zu trennen ist. Es stimmt, wenn es heisst, um das Ich loszulassen, braucht es ein starkes Ich, was hätte man sonst auch loszulassen? Dasselbe gilt für das Denken. Das Denken muss bis zur Grenze ausgereizt werden, d.h. alle Gedanken, die kommen wollen, sollen zugelassen werden, statt meditativ unterdrückt! Mit den Gefühlen ist es genauso:  Beobachten, was geschieht und alles zulassen und  TOTAL erleben.
Quantenbewusstsein fußt  meiner Erfahrung nach auf dem Chaos - statt (Gedanken-) Kontrolle!
 Ich kenne mich auf dem SpiriEso-Markt nicht so gut aus, aber bis jetzt habe ich diese Art des Weges - den Leftway-Path (den weiblichen Weg der "Göttin") der Erlaubnisgebung außer bei Mary Daly nur noch nur im Diskordianismus gefunden.



Leerefetischismus und Erkenntnis

Es gibt Leute, die glauben nicht an geistige Erkenntnis, weil sie das mit "Inhalten" gleichsetzen, die im Bewusstsein erscheinen. Danach ist alles, was im Bewusstsein erscheint, vergängliche Erscheinung. (Das sind i.d.R. die Leerefetischisten, die militanten Verteidiger des grauen "nüchternen" Nichts.) Das stimmt nur, wenn man vom linear-diskursiven Aufmerksamkeitsfokus des Egos ausgeht.
Der Bewusstseinsfokus des  erlösten und befreiten Menschen, der den Polsprung vom Ego zum SELBST gemacht hat, ist aber ein gänzlich anderer, bzw. ist er viel umfassender, weil er beide B-Ebenen einschließt, die duale und die nonduale: Gewahrsein. (Wobei er auch dies als EINheit erkennt.) Die geistige Erkenntnis, die aus dem Ursprung, der Quelle stammt, ist nicht mit den Inhalten des Egominds vergleichbar. Aber auch hier stimmt: Jede Erkenntnis taucht auf und verschwindet wieder.
Geistige Erkenntnis ist synonym mit "absolute Wahrheit". Absolute Wahrheit kann man erkennen, aber nicht fixieren. Aus dem Begriff des Absoluten hat man auch einen Fetisch gemacht...



Wenn Samarpan und Co. 

uns erzählen, dass wir alle schon erleuchtet sind, dann ist dies nicht anders, als wenn manche Leute glauben, dass alle Menschen  Kinder Gottes seien....von Amts wegen sozusagen - per dekret, weil Christus für uns am Kreuz gestorben ist. So man diesem Glauben anhaftet, wird die Gnade der Innerlichkeit lange auf sich warten lassen.Wozu bedüfte es da auch einer Umkehr!.
Aber ohne Umkehr bzw. ohne Schattenarbeit - was dasselbe ist - kann man sich nicht nach innen wenden. Oder wohin kehren sich diese Leute???
Zum Kinde Gottes muss man reifend sich entwickeln.
So wie alle Zeit Ewigkeit will, braucht auch die Ewigkeit alle Zeit.
Das Kind kann ja doch nicht ohne die Mutter geboren werden!


Nichts und die Leere

sind unzureichende Metaphern für das unterschiedslose Eine.  Nothing bzw. besser:  No Thing bringt es eher auf den Punkt.Mir gefällt das Wort Chaos sehr viel besser. Eine andere Metapher: Ursuppe.


Der "Schoß des Vaters",

aus dem im Christentum alles Werdende sich gebiert, ist eine Perversion und wahrscheinlich nur eine der üblichen Folgen des patriarchalischen Ideen- und Götterklaus  bzw. der Vermännlichung des weiblichen Heiligen nach der matriarchalischen Zeitenwende. Wo bitte gibt es einen männlichen Geburtsschoß? Es ist immer der Schoß der  Mutter, das Weibliche, welches gebiert.
 Letztlich ist es mir heute egal, ob man Gott nun Vater oder Mutter nennt, ob der Schoß nun weiblich oder männlich ist - für mich ist beides eins geworden. Vater-Mutter-Gott ist ein Ausdruck, dem man immer öfter begegnet. Gut.
Wer die Mutter nicht ehrt, ist den Vater nicht wert. Das heisst, wer ein Sein ohne das weibliche zeitliche entwicklungsabhängige Werden negiert, huldigt dem alten patr. PaternosterGeist und verdrängt wie üblich die "Göttin", die Weiblichkeit Gottes. Yin (Werden, Evolution)  und Yang (Geist, Logos, Involution) - oder nochmal  anders gesagt: Mensch und Gott  müssen als eins erkannt werden, soll das göttliche Kind geboren werden..


Fliessen

mit dem Lauf des Wassers oder mit dem Willen Gottes (Tao) heisst nicht, mit meinen ständig wechselnden Ego-Gefühlen zu "fliessen". Nur in der Auflösung von  Ego-Identifikationen wie Ärger, Wut - allen, positiven wie negativen Gefühlen liegt ja die Ursache für das Fliessen begründet!

Ärger kommt, Ärger geht? Die Leute, die glauben und sagen, dass sie Ärger, Wut und dgl. neutral beobachten könnten, lügen sich gewaltig in die Tasche. Neutralität ist eine transpersonale (geistige!) QUALITÄT! Dass diese QUALITÄT überhaupt wirksam werden kann beruht ja eben auf der Abwesenheit von Ego bzw. allen Identifikationen mit Gefühlen, Eigenschaften usw. Niemand kann sagen: Ich bin ärgerlich und sich dabei neutral beobachten. Neutralität ist nichts anderes als Gewahrsein, in dem sich jede Egoidentifikation auflöst.
Ich glaube, dass da etwas verwechselt wird. Wichtig ist, solange man noch egoidentifiziert ist, sich aller Gefühle und Gedanken bewusst zu werden sie nicht nur benennen zu können, sondern sie total zu fühlen  - und erst dann gehen sie wieder...

Solve et coagula - Binde und löse bekommt schon wieder ein etwas anderes Gesicht: identifiziere dich und löse dich von dieser Identifikation wieder - dann nämlich, wenn die Zeit gekommen ist, um Gegensätze und Polaritäten zu transzendieren. Denn vor dem Desidentifizieren ist es notwendig, sich zu identifizieren -  und zwar mit meinen authentischen Gefühlen und Gedanken! Das ist ziemlich verwirrend und schwer für den Verstand zu begreifen:  Das (wahre) Ich wird niemals unterdrückt und einem abstrusen spirituellen Ziel geopfert, sondern das das wahre Ich unterdrückende falsche Ego - die alte Eva, der alte Adam -  wird transformiert,wie in der Alchimie das Blei in Gold umgewandelt wird.


Die zwei Gesichter Gottes

sorgten früher bei mir für erhebliche Verwirrungen. Der gute und der böse Gott. Zwei Seiten einer Medaille. Mit Yaldabaoth, dem bösen Gott wachsen alle auf, ganz besonders böse haust dieser Gott aber in  jenen, die sein sadistisches moralitäres Überich gewaltsam eingeprügelt bekamen. Yaldabaoth ist der Herrscher des Alten Testamentes, der Gott der Unterdrücker, der den Menschen in Ketten legt.Der Gute Gott ist die andere Seite Gottes, eine Kraft, die den Menschen hinaus aus der Gefangenschaft der Fremdbestimmungen führt in die SELBSTbestimmung.. Es ist der Gott Jesu, mit dem der Neue Tag (das Neue Testament) beginnt. Das Neue Testament - der Neue Tag - beginnt am anderen Ufer des Jordan, nachdem man den Todesfluss überquert hat.
Das "Andere Ufer" ist ein geflügeltes Wort in allen Weltreligionen.
Param advaita.
Die zwei Gesichter Gottes -  d a s Thema übrigens in Rita's Blog.



Allwissenheit 

ist eine Seinstugend und ist als solche kein statischer Zustand, in dem mir "jederzeit" alles Wissen um Alles zur Verfügung stünde - Allwissenheit ist der Prozess des sich ständig erweiterternden GottesBewusstseins resp. Gewahrseins. Allwissenheit gedeiht auf der Basis des Nichtwissens.


Ich merke, dass ich mich doch sehr oft wiederhole, trotzdem ist es immer wie neu für mich. Mit jeder "Wiederholung" (die keine ist...hahaha) wird mir der Gegenstand oder das Thema der Erkenntnis  klarer und umfangreicher bewusst. Es ist ganz ähnlich der Traumaverarbeitung, nur auf einem höheren Level angesiedelt... eine Art Spiralen...
Und alles wird offenbar werden...