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Dienstag, 29. April 2014

Am Nichts&Niemand-Nulllpunkt ist, wer ES erfaßt und dann vergißt

 

 

Als Frau wird

man über 40 langsam aber sicher für die Welt unsichtbar. Als Frau und Mutter wird man nicht mehr gebraucht bzw. uninteressant. Was für viele Frauen ein großer Einschnitt und eine Quelle ständigen Leidens ist, war für mich noch nie Anlaß zur Beschwerde. Ich genoß es nicht nur, eine "Fremde" zu sein, sondern genoß auch später meine weibliche "Unsichtbarkeit". Unbekannt, unerkannt zu sein, hieß für mich, frei zu sein. Als meine weibliche Attraktivität nicht mehr gefragt war und das Begehren aus den Augen der Männer verschwand, konstatierte ich dies nur mit einem sekundenlangen Anflug von Traurigkeit.



Advaita

Noch einmal: Ich habe nie etwas über Advaita gelesen. Außer was man im Wiki darüber findet, habe ich auch nichts über Neo-Advaita gelesen. Ab und an fielen mir ein paar Sätze von Neo-Advaita-Vertretern wie  Ramesh Balsekar oder Sri Nisargadatta in den Fokus. Param advaita ist jenseits Advaita. Darüberhinaus. Nullpunkt.


Patrick Aigner,

der Bukowski der Spiriszene? Auch wenn er sich selbst nicht so sieht,  klingt es  hoffnungsvoll angesichts vieler allzu adrett-manierlichen oder zuweilen auch allzu manirierten Herren und Damen in der Spiriszene, die sich nie in ihrem Leben mal so rischtisch dreckisch gemacht haben...
http://www.mondlichttraeger.de/spirituelles_erwachen_durch_alkohl.htm

Ein "spiritueller Rebell" ist er, lese ich woanders  - na ja, das ist ja wohl ein Anachronismus...


Klar gucke ich TV,

nur ist das meiste uninteressant geworden. Problemfilme,  Sozialkritisches oder Beziehungsdramen usw.  interessieren überhaupt nicht mehr. Krimis, wenn sie gut gemacht sind und Rätsel aufgeben, schon eher.  Liebesfilme - na ja, die französischen sind  manchmal witzig und intelligent gemacht. Oder eine gute Unterhaltungsshow...
Es fehlt halt an der  Spannung - man kann sich mit nichts und niemand mehr identifizieren, mit niemanden mehr mitfiebern, mitfreuen, mitleiden...Das Gute imponiert nicht und das Böse schreckt nicht.
Zum Einschlafen halt...



Ich lese zum wiederholten Male,

dass es sog.Erleuchtete geben soll, die Selbstmord begangen hätten. Das gibt es nicht! Niemals - wenn man unter einem Erleuchteten jemand versteht, der param advaita - also geistig wirklich und unwiderruflich wiedergeboren ist.
Möglich wäre es, dass jemand  zwar einmal ein Licht gesehen und die Leichtigkeit in der EgoAbsence gespürt hat, jedoch nur um danach um so tiefer in die alte Schwere zurückzufallen -  die ihm zu unerträglich wurde? Hm...
Oder er hat die große Leere als völlige Sinnlosigkeit aufgefaßt und wurde mit der Offenbarung der tiefen Bedeutungslosigkeit (der Ego-Ebene) nicht fertig.

Wer wirklich erleuchtet ist, d.h. bewusst ist, ist nicht mehr mit der Materie identifiziert. Wer mit dem Körper nicht mehr identifiziert ist, wirft ihn nicht leichtsinnig weg. Im Gegenteil, er bewohnt seinen Körper als den Tempel des Geistes und das "Leben" hat sich für ihn verklärt bzw. total erledigt. Es gibt nur ein Leben und das ist seins.
Was es vielleicht auch geben mag: Dass man mit  unerträglichen chronischen körperlichen Schmerzen lieber einen vorzeitigen Tod wählt, - was aber anbetracht des Lebens in der Gegenwart ebenfalls Humbug wäre.  Man sollte differenzieren und die Umstände in Betracht ziehen, die solcherlei "Annahmen" zugrundliegen.

Ich google noch ein wenig nach Patrick Aigner, der mir gestern auf FB in den Fokus fiel... der "Bukowski der Spiriszene"...   Ein Buch von Aigner heißt: Mit Alkohol zur Erleuchtung. Provokanter Titel, macht neugierig...Gute Rezensionen. Steht in Gegensatz zu all den sauberen Herzensmenschen und anderen getünchten Gräbern.

Ich google noch ein bisschen weiter und finde etwas über den "Vorgang der Gleichköpfigkeit von Erleuchtung und Suizid" - Wow! Ich lese wie meistens nicht weiter, sondern pflege meinen Attribuierungsstil:
"Tod" - ja, ok, aber Suizid...?


Und noch  einmal zur Leere:

Die Leere wie ich sie kenne und definiere ist durch die ABwesenheit des Egos gekennzeichnet. Unter Ego verstehe ich einmal den Zensor, das Elter- oder Überich, worunter die gesamte Moral fällt und alle Eltern-Botschaften, mit denen wir uns als Kind identifiziert haben. Des weiteren fällt darunter der Eigenwille und der Selbstbehauptungstrieb. Das heisst, in der Abwesenheit von Ego trübt  kein Wollen, Wünschen oder Begehren die Reinheit der Wahrnehmung.
Die Wahrnehmung, wenn sie nach aussen gerichtet ist, ist neutral und emotionslos wie eine Kamera. Plakativ. Dies deswegen, weil kein Widerstand gegen das im Aussen wahrgenommene aufkommt. 
Nehmen wir einen normalen Spaziergang: Da gibt es keine Urteile mehr wie früher, das gefällt mir, dies gefällt mir nicht. Urteile wie geschmacklos, langweilig, spießig, toll, schön, wie gräßlich,  usw. kommen nicht mehr auf beim Anblick von Menschen, Häusern, Gärten usw. DAsselbe mit Geräuschen, mit  allem, was man sinnlich wahrnehmen kann. Alles wird registriert, aber nichts berührt mich mehr, weder angenehm noch unangenehm.  (Früher  fiel ich bei jedem Flugzeug über meinem Kopf oder beim Anblick von Fleisch in der Metzgereiabteilung in Systemanklagen, jederzeit empörungs- und betroffenheitsbereit...)

Nun ist es so: dass die Gülle vom Acker her immer noch "stinkt" und Gasgeruch mich noch immer in Alarmbereitschaft setzt...Nur: ich kriege keine empörten oder betroffenen Emo-Anfälle mehr wie früher anlässlich der Umweltvergiftung  oder der ökologischen Unverantwortlichkeit usw., diese typischen Assoziationsketten, die letztlich doch immer nur darin gipfelten, die Böse Welt/das System/ das Patriarchats zu beweisen. Diese Stimmung, die mich früher immer in entrüstete Leserbrieflaune versetzte, ein vorübergehender ohnmächtiger Aktionismus, der schnell erlahmte.

In dem Zusammenhang erinnere ich mich, wie ich vor ein paar Jahren in diesem gottverlassenen Nest XY sass, wo es mir jeden Morgen, wenn ich aus dem Fenster schaute, buchstäblich schlecht wurde. Jeden Morgen fragte ich mich beim Anblick der wenigen Häuser : Was zum Teufel mache ich hier? Ich hatte ganz vergessen, dass ich mir die "Einöde" gewünscht hatte - und bekam.
 Mit dem Ego zugleich "abwesend" ist auch alles lineare Wissen, der Erinnerungsspeicher scheint - scheint! -  wie entleert, obwohl die Erinnerung keineswegs "tot" ist. Es wird kein Wissen mehr angesammelt und ständig reproduziert wie zu früheren Zeiten. Paradox: Dieses Nichtwissen ist die Grundlage für geistige Erkenntnis, Weisheit, also für ein höheres Wissen, höheres Denken. Es gibt Leute, die glauben, es gäbe überhaupt kein wie auch immer geartetes Wissen oder Denken jenseits von Ego - was nur ihre eigene Unwissenheit demonstriert. Man kanns aber auch auch übertreiben, so, wenn mir  z.B. jetzt einer sagt, - looping the loop -  dass mein vorhergehender Satz, dass das Nichtwissen die Grundlage für geistige Erkenntnis ist, ein unstatthaftes Wissen sei, dessen sich der Verstand angenommen hat... oi oi oi  schwanzbeiß...!

Param advaita ist kreatives Chaos. Der "metaprogrammierte" Mind des Wiedergeborenen ist unkontrolliertes kreatives Brainstorming.

Keineswegs aber ist  Leere mit Gedankenleere gleichzusetzen. Wie ich schon schrieb, halte ich nichts von Bemühungen, Gedankenleere herzustellen.  Ich bin fürs Chaos.

Es ist sehr schwer, diese Dinge zu beschreiben. Und so ist es mit der Leere und dem Wissen. Die Leere entsteht im Grunde auch nicht durch die eine direkte Abwesenheit des Egos oder  eine Abwesenheit des linearen Wissens, wie man es allgemein beschreibt (auch ich schreibe mitunter von Abwesenheit)  - es ist vielmehr so:
die NICHTIDENTIFIKATION mit dem  Ego wird als Abwesenheit empfunden und so bezeichnet, weil man mit dem Ego und seinem Wissen nicht mehr IDENTIFIZIERT ist. Und weil man Identifikation und Nichtidentifikation nicht beschreiben kann sagt man oft, es gäbe kein Wissen... o shit... schwanzbeiss
Ok, das angelernte Wissen ist nicht einfach komplett verschwunden -  man braucht es ja für die Alltagsbewältigung  -  man ist nur nicht mehr mit dem Alltagskonsensus und dem dazugehörigen Wissen identifiziert. Man könnte auch sagen, man brauchts zur "Unterhaltung"... LOL!

 

Ich schrieb von Suppenhaaren

und No-Thing sagt mir daraufhin:
...erkenne, dass es gar keine Suppe gibt...
Hm, interessant - Woran erkennt  No-Thing  nur, dass ich erkennen sollte, dass es gar keine Suppe gibt?  Hätte er selbst dies wirklich erkannt, wären wir beide echte Brüder im Geiste und als diese könnten wir miteinander lachen,  spielen und lustig in der Suppe plantschen, die es gar nicht gibt.
Klar gibt es diese "Suppe" schon rein logisch nicht, ist ja nur eine Metapher, du kleines Neo-Advaita-Besserkläfferschätzchen,  du,  - jaja, es gibt ja auch keine Person namens No-Thing, die da schreibt, dass es keine Suppe gibt... - welcher kleine Teufel hat dir nur die Feder geführt...denn scheinbar  gibts aber doch einen Jesus für dich, eine ziemlich symbolträchtige Person, ein Gesicht, ein Name - dass du dich mit seinem Bild verbindest... oi oi oi  - Saint Charly lässt grüßen!


Du meinst immer noch, ein Meister

verbreite, wo immer er auftaucht, Frieden, Freude und Bonbons? Nope, dem ist nicht so. ein verrammeltes Herz lässt sich nicht "automatisch" durch das Erscheinen eines Meisters für Frieden, Freude öffnen. Es gibt viele Menschen, die haben Angst.  Nimm Jesus: Wo der auftauchte, griff er auch zum "Schwert" oder der Peitsche, so, wenn er die Händler aus dem Tempel trieb. Ein Meister bringt Unruhe in den Konsens, er scheidet die Geister.
Die Wunderheilungen Jesu trafen immer auf Bereitschaft der zu Heilenden. Wo keine Bereitschaft ist, da ist auch nichts zu machen.
Noch einmal: Es gibt keine Kriterien, die einen Meister auszeichneten. Ein Meister  - die Wahre Natur - ist unberechenbar, weil spontan. Auch ich muss es immer wieder von neuem lernen: Es gibt jenseits von Ego keine Eindeutigkeiten, keine eindeutigen Festlegungen.


Nur aus der Bewusstheit 

der transpersonalen Igel-Bin-schon-da-Perspektive erfaßt man, d.h. erkennt man auf geistige Weise, dass "Alles schon da ist", dass ich schon immer das bin, was man erleuchtet nennt - wers nur "glaubt", wird nicht nur nicht selig, sondern ist nur ein Papagei, der wiederholt, was er gehört oder gelesen hat.
Wenn in meinen Texten  von erkennen oder "erfassen" die Rede ist, dann meine ich nicht das profane Erkennen des EgoVerstandes, sondern geistige Erkenntnis im Gewahrsein.
"Frau Gott", weist denen die Tür, die "noch nicht erfassen" können, was sie ihnen mitzuteilen hat. Die Kritiker werden gebeten, wiederzukommen, wenn sie "erfassen" können...
Frau Gott hat offensichtlich noch nicht erfasst, dass, wenn ihre Facebooksektenseitenbesucher irgendwann einmal  auf die rechte Weise "erfaßt" haben, von was sie redet -  sie sich samt ihrer  FB-Seite komplett überflüssig gemacht hätte. Das ist sogar mit der von ihr verachteten Intelligenz und Logik des ganz banalen Verstandes "erfassbar"!

Hier baut Frau Gott nur eine weitere double-bind-Falle, weil/wenn sie als Eintrittskarte auf ihre FB-Seite von den Menschen im Vornherein eine Einsicht/Erleuchtung  resp. "Erfassung" erwartet, derer diese noch gar nicht fähig sind. Das ist grad so, als ob man von den Patienten eines "Irrenhauses" fordert, vernünftig zu sein - (was durchaus keine Seltenheit ist, lol!)





Geistige Erkenntnisse

Befreit, erlöst, erleuchtert ist,
wer sie erfaßt und dann vergißt.... Nichtwissen.  Param advaita ist die Wahre Natur keine besondere singuläre Erfahrung mehr, kein Event, sondern ganz normaler Permastatus.

Noch einmal und immer wieder: Es ist möglich, Erleuchtung  als etwas "Besonderes" oder eine Besonderheit  zu bezeichnen, insofern es ein besonderer Zustand ist, der das normale Alltagskonsensus-Bewusstsein für eine kurze Zeit durchbricht.

Im  Fredo-Advaita bekommt das Wort "Besonderheit" allerdings immer eine negative Wertung. Das ist das Problem beim Fredo-Advatia: dass es eine diesseitige moralitäre "Religion" ist und nichts mit Spiritualität zu tun hat. Unter dem Begriff der Besonderheit wird im Fredo-Advaita die Anmaßung und  Eitelkeit des Egos attribuiert. Von dieser Art von Besonderheit - die es natürlich auch gibt - unterscheidet sich aber die neutrale wertungsfreie Auffassung von Besonderheit jenseits von Gut & Böse.

Es ist übrigens nicht unüblich, die Reden, Schriften erleuchteter Meister unter dem Gesichtspunkt der Moral zu verstehen. Das ist leider unvermeidlich, solange man die anerzogenene Moral im Prozess der Individuation noch nicht hinterfragt und transzendiert hat. Es ging auch mir so, dass ich z.B. Laotse früher einmal unter dem moralischen Gesichtspunkt verstand. Der Verstand kann eben nicht verstehen, was über den Verstand geht...

Aus diesem falschen Verständnis des moralitären Egominds heraus lassen sich sämtliche inspierenden  oder erleuchteten Texte als Waffe gebrauchen, um andere zurechtzuweisen.

Ohne den tieferen Sinn und die höhere Ebene erfaßt zu haben, die in und hinter diesen Worten liegen,  eignet sich beispielsweise die Aussage "Der Weise redet nicht, der Redende weiss nicht" u.a. hervorragend dazu, andere Menschen, die nicht den spirituellen Vorstellungen und Normen entsprechen, zur Räson oder in Mißkredit zu bringen.
Allen vom Rechtschaffenheitsvirus arg Angekränkelten rate ich an dieser Stelle noch einmal  zur Lektüre sämtlicher Bücher von Arno Gruen.

Alles ist schon da?

Alles ist schon da - das ist nur ein weiterer Glaubenssatz des Fredo-Advaita,  - verträgt sich allerdings schlecht mit der kultivierten Leere, dem Nichts.
Was ist das Gegenteil von "glauben"? SEIN!

Allweisheit - Allwissenheit

Alles ist schon da, glaubt man. Aber wirklich "da" ist es nur dann in jenem Augenblick, in dem das WISSEN, die Erkenntnis sich mir ENTHÜLLT. Die "kontinuierliche Bewusstheit" param advaita könnte man u.a. auch als kontinuierliches Enthüllen beschreiben. Es ist wie ein Vorhang, der sich langsam hebt und der nie aufhört, sich zu heben... Offene Weite...
Die Fülle des Seins: Es gibt so viele Dinge, von denen ich keine Ahnung habe: Dualseelen, Astralreisen uva. - all die Dinge, von denen ich gelesen habe, an die ich aber nicht glaube, weil ich sie nicht erfahren habe und sollte ich sie erfahren, werde ich nicht den Fehler begehen, an sie zu glauben... LOL!

Sonntag, 23. März 2014

Der Mensch ist ein Spiropath, der Mutter nicht, nur Vater hat



Die Vereinigung

von Wissenschaft (Yang) und Religion (Yin) geschieht primär in mir selbst. (Bzw. die Erkenntnis, dass Wissenschaft und Religion niemals getrennt waren) Es ist völlig irrelevant, sich Gedanken darüber zu machen, ob diese Vereinigung auch "da draußen" in der Welt geschieht. Da draußen ist keiner.


Der Phönix und die Taube

symbolisieren beide für mich dasselbe: Tod und Auferstehung bzw. den  Heiligen Geist. Den Feuervogel finden die meisten Menschen zwar faszinierend,  aber auch oft sehr beunruhigend und beängstigend. Dagegen die Taube...
Der Feuervogel - ein Seelenbild - trägt seinen Namen zu recht. Die Seele bzw. das Ego wird durch das Feuer (der Liebe)  geläutert. Das ist eine Tatsache, die jeder mehr oder weniger schmerzhaft erfährt, dessen Achtsamkeit/ Gewahrsein so "trainiert"  ist, dass er an dieser Reinigung ganz bewusst teilnimmt.
Feuertaufe.


Leiden

Nur aus dem gnadenreichen Zustand des Nichtwissens
heraus kann man zu Recht sagen, dass es kein Leiden mehr gibt, weder bei mir noch in dem, was der normale Verstand  "Welt" nennt..
Param advaita - nach der Erleuchtung oder christl. jargoniert: nach der geistigen Wiedergeburt - ist man im Permanentgewahrsein des Nichtwissens. (hahaha... d e n k  das mal!)
In diesem BewusstSEIN ist der Traum - Maya - für alle Zeiten ausgeträumt und es gibt kein Zurückfallen mehr in den Schlaf. Jetzt erst  bist du wirklich wach und du erkennst, es hat nie etwas anderes als DICH = ICH BIN gegeben, und alles, was zwischen ICH BIN und dieser Erkenntnis stand, war das Wissen um dich und die Dinge dieser Welt.

Manche Spiropathen nun machen aus der "letztgültigen" spirituellen Erkenntnis,  - ob der eigenen oder der eines anderen ist furzegal - einen Glaubenssatz resp. eine banale Ideologie des Nichts-tuns im Sinne von "nichts muss getan werden, weil nichts ge m a c h t  werden kann."

Das absichtslose NICHT -Tun jenseits von Erleuchtung wird hier wie gehabt vom Verstand vereinnahmt und pervertiert. Transformation - die Umwandlung der Persönlichkeit wird als nicht notwendig erachtet und von manchen, wie es scheint,  sogar als ein Machen des Egos verachtet.

"Nichts muss getan werden". : Auf diese Weise  kann der Spiropath seine Neurosen & Persönlichkeitsstörungen legitimieren und den Menschen um die Ohren schlagen, die sich "von unten", von der Individuation und Schattenintegration her auf schmerzhafteste Weise der Heilung von Neurose und der nötigen "Reinigung" von Prägungen und Konditionierungen unterziehen. Der Spiritant sagt: Alles ist gut, wie es ist. Ich bin gut, wie ich bin.  Ich will so bleiben, wie ich bin  - und schlägt zu.  Statt zuzulassen, dass seine negativen destruktiven Antriebe transformiert werden, verlästert er jene spirit. Sucher, die sich in schwierigen Schattenprozessen mit ihren verdrängten Anteilen herumschlagen...



Oder so: Das Wissen ist dein Feind

Aus nondualer Sicht gibt es die "Welt" nicht. Die Illusion von Welt bewirkt allein der Ego-Mind. Bevor du nicht erkannst hast, dass das, was du Welt nennst, nur ein gedankliches (angelerntes)  Konstrukt ist, kannst du nicht von dir behaupten, zur WIRKLICHKEIT erwacht zu sein.

Du bzw. Dein Verstand kann mir dies nun zwar "glauben" im Sinne von fürwahrhalten, aber WIRKLICH, d.h. geistig erkennen kannst du dies nur im Fokus des Gewahrseins.

Nichtwissen: Hast du als kleines Kind etwas über die Welt gewusst? Nope, erst die Welterklärungen der Eltern, der Schule, der Medien usw. usw. haben dich dieses Weltwissen gelehrt. Dieses Wissen ist es, welches dem gnadenreichen Zustand des Nichtwissens im Weg steht.
Werden wie die Kinder...


Bisexualität

ist eine prima Sache. Wer bisexuell ist und sich das traut, offen zu leben, hat die starre sexuelle Rollenfixierung durchbrochen.  Ich habe es u.a. meiner Bisexualität zu verdanken, dass ich mir in spiritueller Hinsicht  sehr schnell bewusst wurde, dass Sexualität in jedem Falle nur ein Ausleben, eine  materielle Ent-Äusserung einer  geistigen "Gegebenheit" ist. Als ich dies erkannte, war ein gewaltiger Schritt hin zum Hierosgamos, der Heiligen Hochzeit von Animus und Anima getan.
Jaja, die Liebe zwischen den Menschen -  die will man so schnell nicht aufgeben. Das wird leicht vergessen: die Trennung existiert nur aus Liebe und  LIEBE will sich immer vereinigen.


Heilige Kühe

sind da, um geschlachtet zu werden. Samarpan ist für viele eine solche Heilige Kuh.
In vielem, was er sagt, erkenne ich Wahrheit. Dann aber kommen wieder Sätze, bei denen sich mir die Haare sträuben. Aber vielleicht nimmt auch er "es nicht mehr so genau"? Denn wie er selbst in einem seiner Videos sagt, versuchen viele Meister sich so klar auszudrücken, dass bei den Disziples keine Vorstellungen entstehen können.

Aber wenn Samarpan in einem anderen Video sagt: "I just am" und anschliessend aufführt, was er doch alles ist: dasselbe Arschloch wie früher, der selbe Außenseiter, der selbe "wrong boy" - dann kommen mir aber sehr erhebliche Zweifel und die Frage taucht auf: Wer ist es denn, der sich hier mit Eigenschaften (von "Jemand"!) schmückt und der hier Wertungen bezüglich der eigenen Person vornimmt???

Ich lese:
Buddha sagt, wenn du gehst, dann geh einfach. Nichts anderes tun, als gehn... jaja, das habe ich auch alles versucht - aber wie lange kann ein Mensch das tun,wenn sein Unbewusstes ständig störend an die Bewusstseinstür anklopft? Mir gelang es nicht. Und ich glaube nicht, dass dies damals allein meinen nie verarbeiteten verdrängten frühkindlichen Traumen zuzuschreiben war. Jeder Mensch hat ins Unbewusste verdrängte Anteile, die bewusst gemacht werden wollen und die Störgeräusche, Störgefühle verursachen. Wer versucht, nur das zu tun, was er gerade tut und die Störgeräusche ignoriert, verdammt sie auf ewig in den Schatten.


Es ist nicht möglich,

einerseits im Gewahrsein zu sein und andererseits auf der personal-dualen Ebene vollidentifiziert zu sein, wie manche das glauben.  Da meint man z.B., dass man auf dem GEbiet der  Arbeit absolut den weltlichen ERfordernissen entsprechen kann, dem Geld  oder sonstigen Zielen und Planungen hinterher jagen, kapitalistische Ausbeutungsstrategien verfolgen zu können usw. und am Ende dieses Arbeitstages mal schnell auf die Andere Seite ins Gewahrsein zu gehen.  Das läuft so nicht meines Erachtens. Wer einmal volles Gewahrsein erlangt hat, ist nicht in der Lage, sich weiterhin mit weltlichen Zielen zu identifizieren. Natürlich kann er seiner Arbeit weiter nachgehen, aber ohne mit ihr identifiziert zu sein - dann ist die ARbeit ein REINES Spiel.
Kinderspiel.


Die letzte Befreiung

Von wahrer innerer Freiheit macht sich der EgoVerstand wie von allem, was jenseits des Verstandes liegt, nur eine Vor-Stellung, ein Bild. Letztlich  muss ein Mensch sich, um wirklich und WAHRhaftig frei zu sein, sich von der Sehnsucht und dem Bedürfnis nach Freiheit  - was nichts anderes heisst, als sich  von der Vorstellung von Freiheit zu befreien.



Samarpan

ist mir zu weichgespült. Keine Rede von der Gefährlichkeit des Weges, von den Fallen... Dafür rät er den Leuten davon ab, sich medizinisch behandeln zu lassen, wenn sie (krebs-)krank sind, was ich für ziemlich gefährlich halte...Alles ist gut. Für ihn.  Das funktioniert aber nicht bei anderen, wenn sie noch nicht reif für solche Dinge sind, denn solange die Menschen noch egoidentifiziert sind, sind sie zugleich mit dem Krankheiits-Gesundheitskonzept identifziert. Erst wenn diese Identifizierung aufgehoben ist, ist ALLES GUT, wie es ist und Krankheit sowie Gesundheit spielt keine Rolle mehr. Du hast dich als unverletztliches todloses ewiges Bewusstsein erkannt... In diesem Wissen spielt der Körper nur noch eine sehr untegeordnete Rolle.


Ich habe nur kurz reingelesen, 

aber m. E. handelt es sich bei diesem Blog um authentische Spiritualität:
http://derwegnachinnen.blogspot.de/
Wenn ich mich nicht irre, habe ich diesen Fund dem "Hans Scholl" zu verdanken.



Ich höre und lese

des öfteren bei spirit. Lehrern, dass ich "bedingungsloses Gewahrsein" bzw.  erleuchtet bin, völlig unabhängig davon, ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht, und dass deshalb nichts zu tun sei.
Das ist jedoch nichts als Wissensvermittlung. Wer das glaubt und nichts "tut" ist nicht anders als diese Neo-Advaita-Gläubigen.
Das spirituelle Ziel ist, sich des Gewahrseins  b e w u ß t zu werden.
"Offene Weite nichts von Heilig " kann man auch nicht mit Leere gleichsetzen, wie ich gerade lese. Offene Weite heisst einfach nur unendliches Bewusstsein ohne Grenzen.
ES gibt keine Leere ohne Fülle!
Sat heisst Wahrheit und Sangha Gemeinschaft, lese ich und das bedeute, dass man in einem Satsang über die grundlegende Wahrheit unseres Daseins sprechen würde. Genau - die meisten Lehrer sprechen  ü b e r  die Wahrheit und zwar von "Wahrheiten", die schon längst Vergangenheit sind - alter aufgewärmter Käse...  Wenn ich allein schon den Begriff "grundlegende Wahrheit unseres Daseins" lese, möchte ich am liebsten meine Axt holen und daran herumhäxeln, bis von mir, dir, uns und dem angesprochenen "Dasein" nix mehr übrig bleibt...


Aber vielleicht bin ich Spiri-Greenhorn einfach noch zu unerfahren und daher viel zu streng und nehme viele Dinge noch viel "zu genau"?


Samarpan sagt:

Die Wahrheit ist die grundlegende Essenz in jedem Fels, jedem Grashalm, jedem Tier, jeder Mikrobe und in dir. Dies zu entdecken ist eine Freude jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Es erfordert keine Anstrengung, keine spirituellen Praktiken oder irgendeinen Glauben. Du musst nur für einen Moment all deine Konzepte, Ideen, Meinungen und Vorstellungen beiseite stellen. Dann enthüllt sich die Wahrheit ganz von selbst.
http://www.samarpan.de/satsang.aspx?sflang=de

So einfach? "Nur für einen Moment"?  Und was ist nach diesem Moment? Zurück ins alte Ich und bis zum Lebensende  "ü b e r  die Wahrheit" labern, statt in ihr zu Sei-en?
Um   a l l e  (???) Glaubenssätze und Konzepte  "beiseite zu stellen" müssen sie zuvor als solche bewusst hinterfragt und bzw. als solche erkannt worden sein. Das ist keine Sache eines Momentes, sondern bedarf dessen, was ich auch unter Schattenarbeit verstehe.
Einen Moment der Ego-"Entrückung" und was dann?  Total transformiert?

Der "Moment, in dem alle (! sic!)  deine Glaubenssätze,  Konzepte, Ideen, Meinungen und Vorstellungen beiseite gestellt sind", ist nichts weniger als der Moment des Ego-Todes. Aus meiner Sicht würde ich eine solch plötzliche Entrückung  - modern ausgedrückt: Entkoppelung - niemandem empfehlen!
Was für den einen eine Katastrophe bedeutet, ist für den anderen eine Gnade.

Samarpan macht sich zudem Gedanken - oder gar Sorgen? -  um zeitliche Dinge, z.B. um  seine Ernährung und gibt entsprechende Gesundheitsheitstips. Na ja, sich bewusst, d.h.  "gut" zu ernähren, ist nicht schlecht, hat aber mit Spiritualität nichts zu tun. Der Spirit ist jenseits von Gut und schlecht, also auch jenseits von guter oder schlechter Ernährung. Wer sich solche Gedanken macht, macht sich Sorgen um seinen Körper.
Sobald man aber im Gewahrsein die Konzepthaftigkeit des  Gesundheit-Krankheits-Gegensatzdenkens erkannt hat ist Schluss mit Sorgen oder Gedanken um irgend etwas den Körper Betreffendes. Mit dieser Transzendierung ist nämlich die Identifikation mit dem Körper - bzw. mit der Materie/Welt/Ego gänzlich aufgehoben!

"Du bist, was du isst" stimmt nur für die personal-duale B-Ebene, der Ebene, auf der man noch mit seinem Körper identifiziert ist. Es gilt aber, darüber hinauszugehen!
Jesus sprach u.a. zu seinen Jüngern: .... und esset, was man euch vorsetzt zu essen.
Im Sein  - als ein geistig Wiedergeborener - machst du keine Unterschiede mehr, auch nicht zwischen Fleischessen und Nichtfleischessen. Jenseits von Erleuchtung erst ist "Alles gut"  -hier ist  nichts ist besser oder schlechter... nichts wird ausgeschlossen.
Jenseits der Materie ist auch die Vorstellung von "Lichtnahrung" völlig obsolet. Das einzige "Licht" ist hier das "dunkle Licht" des Gewahrseins, in dessen Fokus dir permanent "Erleuchtung" - Bewusstseinserweiterung -  zuteil wird.
Paradox: Param advaita - "Jenseits von Erleuchtung" hört die Erleuchtung nicht auf: es gibt im Grunde nur noch Erleuchtung, nur wird dieser Zustand nicht mehr als etwas Besonderes, als Ausnahmezustand erfahren, wie es früher der Fall war, als man nach div. "Erleuchtungserfahrungen" doch immer wieder zurück in den Alten Adam fiel...

Worauf auch immer das Licht des Gewahrseins fällt, enthüllt sich jetzt  in seiner relativen oder in seiner absoluten Wahrheit.  Du bist Mensch und du bist Gott. Sowohl dies als auch jenes -  und doch bin ich in letzter Konsequenz der EINHEIT alles SEINS weder dies noch das... ungetrennt.
Das sind nur annähernde Beschreibungen dessen, was sich jeder Beschreibung entzieht.


Es gibt spirituelle Lehrer,

die vermeiden krampfhaft, christliche Vokabeln in den Mund zu nehmen, obgleich sie in der christlichen Religion erzogen wurden. Auch das ist für mich ein Zeichen dafür, dass dieser Mensch noch nicht den Sprung getan hat, der ihn mit allen Religionen aussöhnt und in der Essenz vereint.
Param advaita - Welche Freude und welches Staunen,  die WAHRHEIT  (von innen heraus)in allem zu erkennen, auch in den diversen Heiligen Schriften der Völker! Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört: Esoterik und Exoterik sind EINS.
Nichts wird ausgeschlossen. In der Alles Umfassenden Liebe und Erkenntnis des Gewahrseins wird alles - Alles! -  EINGESCHLOSSEN! (allumfassend=einschliessend!


Samarpan

erzählt Geschichten über die "Neue Zeit":  Nein, die Welt wird nicht untergehen, sagt er - nein, dies und jenes wird geschehen...
Das ist keine Prophetie, sondern schlichtes "Geschichtenerzählen". Für Samarpan scheint es noch so etwas wie eine  Welt "da draussen"  geben, die  (evtl.?) untergehen wird, but: : "You will be in peace, if the world falls apart."
Ich sage, es ist gerade umgekehrt: Ich bin erst im Frieden, wenn die Welt untergegangen ist - und zwar in MIR!  In diesem Frieden der absoluten  - konkreten - Gegenwart existiert keine Welt da draussen, die "apart" fallen könnte. "Welt" ist jenseits von Ego - aus transpersonaler Perspektive - nur ein Begriff ohne Substanz, eine Abstraktion, eine Idee, eine angelernte Vorstellung, die auf dem Wissens-Input basiert, was man uns beibringt, erst in der Familie, dann in der Schule und zuletzt über die Medien wie TV, Bücher usw.
Welt ist nichts anderes als erlernte tradierte Weltsicht, Weltanschauung und die ist relativ und vergänglich.

Wenn die Welt(sicht)  "untergegangen" ist, d.h. von innen her überwunden ist, dann ist der Welt  nur noch ein Begriff -   eine leere Hülle ohne jede Bedeutung.

Samarpan ist in meinen Augen ein zwar netter liebenswürdiger Märchenonkel, aber er füttert - nein, er mästet geradezu -  die Vorstellungen des EgoMinds in seinen Disciples, seinen Devotees.
You will be in peace, if the world falls apart...?
Ja, aber nur, wenn du es ganz fix schaffst,  "für einen Moment...ohne Anstrengung jede Art von Glauben, alle deine Konzepte, Ideen, Meinungen und Vorstellungen beiseite zu stellen." Wer aber schafft so etwas???
Aus spiritueller Sicht gibt es keine Neue Zeit in der Weltgeschichte. Aus der transpersonalen Perspektive ist die Zeit immer JETZT.
Jesus: Es kommt die Zeit und die ist JETZT.



Nichtwissen

heisst nicht, dass man alles, was man sich von aussen her angelernt hat im Leben, komplett vergessen muss.  Nichtwissen heisst, nicht mehr mit diesen Wissen identifiziert zu sein. Das Wissen der Welt steht mir jenseits von Ego jederzeit zur Verfügung, wenn ich es auf der dual-personalen Ebene brauche.  Im Zustand des Nichtwissens bin ich nicht mehr fähig, wie ehedem Weltwissen zu speichern und zu repetieren. Ich bin kein Papagei mehr, der nur nachplappert, was er gehört und gelesen haben.
In diesem Nichtwissen bin ich an den Ursprung gekoppelt, hieraus wird Weisheit geboren, geistige Erkenntnis, die Fülle des Seins.
ES gibt keine andere Leere als die Leere, die eintritt, wenn das Ego seine Bedeutung verliert. (Eigenschaften, Sprache/Wortbedeutung). Im selben Maße wie das Ego an Bedeutung verliert, erscheint die Fülle des Seins, die Teilhabe an den Attributen Gottes.

Ich persönlich habe bei  Drewermann mit folgenden Büchern gestartet, die  sind noch am einfachsten zu lesen.
Wort des Heils, Wort der Heilung
http://www.amazon.de/Wort-Heils-Heilung-Band-befreienden/dp/3492116221
3 Bände gibts davon. Diese Bücher hatte ich vor ca. 20 jahren aus der Stadtbibl. KL geliehen. Die hatten damals fast alle Werke von ihm.
Als nächstes würde ich die Märcheninterpretationen empfehlen und/oder die Predigten von ihm, darunter war mir dieses am liebsten:
Den eigenen Weg gehen...
http://www.amazon.de/eigenen-gehen-Predigten-B%C3%BCchern-Richter/dp/3492037879
Wenn du erziehungsmässig christlich massivst traumatisiert bist und einem schönen saftigen Katholen- bzw. Kirchenhass frönst, dann lies "Kleriker, ein Psychogramm...", ist aber schon schwieriger zu lesen.
Des weiteren bei Gefallen alle Jesus-Bücher, bzw. die Interpretationen der div. Evangelien nach Lukas, Matthäus, Johannes, Markus.
Zum Schluss las ich "Strukturen des Bösen", 3 Bände, das war höchster Schwierigkeitsgrad. Wäre schon ganz gut bzw. sehr viel leichter, wenn man die psychologische Terminologie einigermassen beherrscht.


Mit dem Denken

ist es exakt dasselbe wie mit dem Ich, von dem es ja nicht zu trennen ist. Es stimmt, wenn es heisst, um das Ich loszulassen, braucht es ein starkes Ich, was hätte man sonst auch loszulassen? Dasselbe gilt für das Denken. Das Denken muss bis zur Grenze ausgereizt werden, d.h. alle Gedanken, die kommen wollen, sollen zugelassen werden, statt meditativ unterdrückt! Mit den Gefühlen ist es genauso:  Beobachten, was geschieht und alles zulassen und  TOTAL erleben.
Quantenbewusstsein fußt  meiner Erfahrung nach auf dem Chaos - statt (Gedanken-) Kontrolle!
 Ich kenne mich auf dem SpiriEso-Markt nicht so gut aus, aber bis jetzt habe ich diese Art des Weges - den Leftway-Path (den weiblichen Weg der "Göttin") der Erlaubnisgebung außer bei Mary Daly nur noch nur im Diskordianismus gefunden.



Leerefetischismus und Erkenntnis

Es gibt Leute, die glauben nicht an geistige Erkenntnis, weil sie das mit "Inhalten" gleichsetzen, die im Bewusstsein erscheinen. Danach ist alles, was im Bewusstsein erscheint, vergängliche Erscheinung. (Das sind i.d.R. die Leerefetischisten, die militanten Verteidiger des grauen "nüchternen" Nichts.) Das stimmt nur, wenn man vom linear-diskursiven Aufmerksamkeitsfokus des Egos ausgeht.
Der Bewusstseinsfokus des  erlösten und befreiten Menschen, der den Polsprung vom Ego zum SELBST gemacht hat, ist aber ein gänzlich anderer, bzw. ist er viel umfassender, weil er beide B-Ebenen einschließt, die duale und die nonduale: Gewahrsein. (Wobei er auch dies als EINheit erkennt.) Die geistige Erkenntnis, die aus dem Ursprung, der Quelle stammt, ist nicht mit den Inhalten des Egominds vergleichbar. Aber auch hier stimmt: Jede Erkenntnis taucht auf und verschwindet wieder.
Geistige Erkenntnis ist synonym mit "absolute Wahrheit". Absolute Wahrheit kann man erkennen, aber nicht fixieren. Aus dem Begriff des Absoluten hat man auch einen Fetisch gemacht...



Wenn Samarpan und Co. 

uns erzählen, dass wir alle schon erleuchtet sind, dann ist dies nicht anders, als wenn manche Leute glauben, dass alle Menschen  Kinder Gottes seien....von Amts wegen sozusagen - per dekret, weil Christus für uns am Kreuz gestorben ist. So man diesem Glauben anhaftet, wird die Gnade der Innerlichkeit lange auf sich warten lassen.Wozu bedüfte es da auch einer Umkehr!.
Aber ohne Umkehr bzw. ohne Schattenarbeit - was dasselbe ist - kann man sich nicht nach innen wenden. Oder wohin kehren sich diese Leute???
Zum Kinde Gottes muss man reifend sich entwickeln.
So wie alle Zeit Ewigkeit will, braucht auch die Ewigkeit alle Zeit.
Das Kind kann ja doch nicht ohne die Mutter geboren werden!


Nichts und die Leere

sind unzureichende Metaphern für das unterschiedslose Eine.  Nothing bzw. besser:  No Thing bringt es eher auf den Punkt.Mir gefällt das Wort Chaos sehr viel besser. Eine andere Metapher: Ursuppe.


Der "Schoß des Vaters",

aus dem im Christentum alles Werdende sich gebiert, ist eine Perversion und wahrscheinlich nur eine der üblichen Folgen des patriarchalischen Ideen- und Götterklaus  bzw. der Vermännlichung des weiblichen Heiligen nach der matriarchalischen Zeitenwende. Wo bitte gibt es einen männlichen Geburtsschoß? Es ist immer der Schoß der  Mutter, das Weibliche, welches gebiert.
 Letztlich ist es mir heute egal, ob man Gott nun Vater oder Mutter nennt, ob der Schoß nun weiblich oder männlich ist - für mich ist beides eins geworden. Vater-Mutter-Gott ist ein Ausdruck, dem man immer öfter begegnet. Gut.
Wer die Mutter nicht ehrt, ist den Vater nicht wert. Das heisst, wer ein Sein ohne das weibliche zeitliche entwicklungsabhängige Werden negiert, huldigt dem alten patr. PaternosterGeist und verdrängt wie üblich die "Göttin", die Weiblichkeit Gottes. Yin (Werden, Evolution)  und Yang (Geist, Logos, Involution) - oder nochmal  anders gesagt: Mensch und Gott  müssen als eins erkannt werden, soll das göttliche Kind geboren werden..


Fliessen

mit dem Lauf des Wassers oder mit dem Willen Gottes (Tao) heisst nicht, mit meinen ständig wechselnden Ego-Gefühlen zu "fliessen". Nur in der Auflösung von  Ego-Identifikationen wie Ärger, Wut - allen, positiven wie negativen Gefühlen liegt ja die Ursache für das Fliessen begründet!

Ärger kommt, Ärger geht? Die Leute, die glauben und sagen, dass sie Ärger, Wut und dgl. neutral beobachten könnten, lügen sich gewaltig in die Tasche. Neutralität ist eine transpersonale (geistige!) QUALITÄT! Dass diese QUALITÄT überhaupt wirksam werden kann beruht ja eben auf der Abwesenheit von Ego bzw. allen Identifikationen mit Gefühlen, Eigenschaften usw. Niemand kann sagen: Ich bin ärgerlich und sich dabei neutral beobachten. Neutralität ist nichts anderes als Gewahrsein, in dem sich jede Egoidentifikation auflöst.
Ich glaube, dass da etwas verwechselt wird. Wichtig ist, solange man noch egoidentifiziert ist, sich aller Gefühle und Gedanken bewusst zu werden sie nicht nur benennen zu können, sondern sie total zu fühlen  - und erst dann gehen sie wieder...

Solve et coagula - Binde und löse bekommt schon wieder ein etwas anderes Gesicht: identifiziere dich und löse dich von dieser Identifikation wieder - dann nämlich, wenn die Zeit gekommen ist, um Gegensätze und Polaritäten zu transzendieren. Denn vor dem Desidentifizieren ist es notwendig, sich zu identifizieren -  und zwar mit meinen authentischen Gefühlen und Gedanken! Das ist ziemlich verwirrend und schwer für den Verstand zu begreifen:  Das (wahre) Ich wird niemals unterdrückt und einem abstrusen spirituellen Ziel geopfert, sondern das das wahre Ich unterdrückende falsche Ego - die alte Eva, der alte Adam -  wird transformiert,wie in der Alchimie das Blei in Gold umgewandelt wird.


Die zwei Gesichter Gottes

sorgten früher bei mir für erhebliche Verwirrungen. Der gute und der böse Gott. Zwei Seiten einer Medaille. Mit Yaldabaoth, dem bösen Gott wachsen alle auf, ganz besonders böse haust dieser Gott aber in  jenen, die sein sadistisches moralitäres Überich gewaltsam eingeprügelt bekamen. Yaldabaoth ist der Herrscher des Alten Testamentes, der Gott der Unterdrücker, der den Menschen in Ketten legt.Der Gute Gott ist die andere Seite Gottes, eine Kraft, die den Menschen hinaus aus der Gefangenschaft der Fremdbestimmungen führt in die SELBSTbestimmung.. Es ist der Gott Jesu, mit dem der Neue Tag (das Neue Testament) beginnt. Das Neue Testament - der Neue Tag - beginnt am anderen Ufer des Jordan, nachdem man den Todesfluss überquert hat.
Das "Andere Ufer" ist ein geflügeltes Wort in allen Weltreligionen.
Param advaita.
Die zwei Gesichter Gottes -  d a s Thema übrigens in Rita's Blog.



Allwissenheit 

ist eine Seinstugend und ist als solche kein statischer Zustand, in dem mir "jederzeit" alles Wissen um Alles zur Verfügung stünde - Allwissenheit ist der Prozess des sich ständig erweiterternden GottesBewusstseins resp. Gewahrseins. Allwissenheit gedeiht auf der Basis des Nichtwissens.


Ich merke, dass ich mich doch sehr oft wiederhole, trotzdem ist es immer wie neu für mich. Mit jeder "Wiederholung" (die keine ist...hahaha) wird mir der Gegenstand oder das Thema der Erkenntnis  klarer und umfangreicher bewusst. Es ist ganz ähnlich der Traumaverarbeitung, nur auf einem höheren Level angesiedelt... eine Art Spiralen...
Und alles wird offenbar werden...