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Donnerstag, 19. Februar 2015

Much better als ein Drogenschuß ist der Musengöttin Kuss

Keilrahmenbild (40 x 21, H.M. Hess) von "Apollo und die Musen

IN MEMORIAM  - Von der Muse geküsst


Potentiale verschüttet unter Konventionen,
verdeckt durch Regeln, entgegen kreativer Natur.
Zweifel, Ängste Ungewissheit -
doch die Hoffnung und der Glaube an mich gaben mir die Kraft - - -
als eines nachts ein göttlicher Funke
mein Bewusstsein hat erfaßt:

Die Tiefen meines Bewußtseins -
ein Meer (mehr) aus Emotionen, Tränen, Freude quillt hervor,
sich ständig erneuernd im Zwiegespräch.
Bilder, Farben, Töne - alles Eins, mein tiefstes Inneres.

Lange habe ich gerungen, sie wiederzubekommen -
 meine Kindheit, die Freude am Leben und der Glaube an die eigene Kraft.
Einklang der Wahrnehmung von Ratio und Intuition schwemmt Unbewußtes aus den Tiefen meiner Seele hervor -
Emotionen, die ich lange nicht gekannt, waren  sie doch durch Konventionen verbannt.

Überwältigt von der Flut der Emotionen begreife kaum, wie mir geschieht,
läßt mich erschaudern in Freude und Angst, mich entfremdend von dieser Welt -
so wesensfremd und destruktiv.

Ich suche meine Kraft, Ruhe und Geborgenheit
in der Unendlichkeit
meiner inneren Welt aus Farben, Klängen... eine Welt so schön und rein -
Einfach "SEIN", unverfälscht, nicht kategorisierbar.

Das bin ICH,
Dein Sohn 

(Brief 1998,  Mit freundlicher Genehmigung von "Sohn")


Dieser Brief fiel mir nach vielen Jahren mal wieder in die Hände und liess mich nachsinnen....Als ich den Sohn anlässlich dessen fragte, ob ich ihn eigentlich  mit meinen spirituellen Begeisterungen aufdringlich okkupiert oder bedrängt habe, meine er,  so ein bisschen sanfte Gewalt sei schon rübergekommen.
Ja, so ab ca. 17. Lebensjahr fand ich, er sei reif und gab ihm ein Buch von Bhagwan (Osho), ich schenkte ihm im Laufe der Zeit dann haufenweise meine Bücher div. Meister -  meiner Erinnerung nach aber war das Osho-Buch das erste und letzte dieser Art, was er tatsächlich auch las. Er liess sich von mir nicht gerne beeinflussen und er  war auch kein Büchernarr wie ich. Er hatte andere kreative Leidenschaften. Ich glaube, das erste Buch kaufte er sich im Alter von ca. 24 Jahren: Flow, das Geheimnis des Glücks von Mihaly Csikszentmihalyi.

http://www.amazon.de/FLOW-Geheimnis-Gl%C3%BCcks-Mihaly-Csikszentmihalyi/dp/3608957839

Der Flow sowie das Ego interessierte ihn wohl primär nur  im Zusammenhang mit seiner Musik.
In meiner Erinnerung habe ich ihn, was meine spirituellen Begeisterungen angingen,  nicht allzusehr bedrängt, das Motto über meiner Tür: Hier ist ein jeder frei. Und: You go your own way.
Dennoch gab es (christlich motivierte)  Zeiten, wo ich ihn seines lustvollen Lebenswandels schon ewiger Verdammnis ausgesetzt sah und seine "Gottesferne" -ähnlich wie die Heilige Monika ihrem hedonistisch-leichtfüßigen Sohn Augustinus gegenüber -  überaus schmerzhaft empfand und ich mich schwer zurückhalten mußte mit christlich-militanten Bekehrungsoffensiven.
Als ich 1998 obigen Brief von ihm erhielt, war ich sprachlos, erschüttert und begeistert. Juchhuuu! jubelte da mein Mutterherz, er ist also doch der Sohn seiner Mutter! Als ich kürzlich mit ihm telefonierte, stellte ich aber doch noch mal sicher, dass dieser Erfahrung keine Drogen zugrunde lagen. Er lachte.
Ich u.a.: Das ganze klingt mir heute wie eine spirit. Erwachenserfahrung, wenn ich da vom "unkategorisierbaren Sein" usw. lese...
Er - lachend: Na, dann bin ich aber schnell wieder eingeschlafen....
Ich: Why not - derweil gibt dir's der Herr im Schlaf.
Er interessiert sich im Moment nicht für Spiritualität, sagt er, mehr für das gegenwärtige Weltgeschehen. Seine diesbezügl. Infos und sein gegenwärtiges Weltbild  bezieht er von "Russia Today". Why not - das eine ist so gut oder so schlecht wie das andere.
He goes his own way...
(Ich finde Putin auch sexy...LOL!)

Fazit: Wer sich in und aus sich selbst als ALLEINS erkannt hat  - d.h. sich als Alles in Einem und das Eine in Allem erfahren bzw. erkannt hat - hat kein Bedürfnis mehr, andere Menschen auf den "rechten Weg" zu bringen, zu mahnen und Weisung zu geben. Alles ist gut wie es ist....
und soooooo leicht... (wenn der Blutdruck nicht gerade Druck macht,  LOLOLOL!)


Jesus

solle man  "annehmen",  hört man oftmals aus christlich berufenem Munde. Was das wirklich bedeutet, scheint aber manchen dieser Prediger gar nicht recht bewusst zu sein: Jesus "anzunehmen" bedeutet, ihn in das eigene Herz zu "nehmen", sich seiner SELBST er-INNERN! Dann nämlich, wenn man mit Jesus "gleichzeitig" geworden ist, wie Kierkegaard es nannte, hört man die Stimme Jesu, die Botschaft Jesu aus dem eigenen Herzen heraus zu sich sprechen. In dieser Ver-EIN-igung erkennt man die Person des vordergründig-historischen Jesus als eine Metapher für das eigene Herz, das WAHRE SELBST. Jetzt bist du zu Gottes Kind berufen - denn Gottes Kind ist man erst, wenn man sich dieser Gotteskindschaft auch WIRKlich BEWUSST ist. Der dogmatische Glaube daran tuts nicht.
Du bist mein geliebtes Kind...
Yippppiiiiiiiiieeeeeee!

Ich war übrigens lange Zeit eine hasserfüllte von der Kirche und dem Christentum  abgefallene Atheistin. Mit ca. 40 Jahren erst habe ich über die Philosphie und den Buddhismus zum Christentum (im Verbindung mit Zen)  zurückgefunden, besser gesagt: zu Jesus Christus.  Mit dem Buddhismus habe ich mich nicht sehr intensiv auseinandersetzen müssen - es hatte nicht lange gedauert, da schmeckte ich die Essenz des Buddhismus und wer die Essenz einer Religion schmeckt, schmeckt die Essenz aller Religionen. Damit begann  ich auch das Christentum von innen heraus zu verstehen.
Eine Mystikerin wurde ich mit meiner ersten spirituellen Erfahrung der kosmischen Liebe.) 


Entertainment

ist mir mein eigenes Geschwätz von Krankheit, Elend, Tod usw.  Denn auch wenn ich z.B. von "meinem" hehehe sog. Vorhofflimmern berichte, glaube ich als Zuschauer gleichzeitig doch nicht daran.
Ich habe keine Kontrolle über meinen Körper. Keinen Willen, geheilt zu werden. Ob heil oder unheil ist mir gleich gültig.
Ob ich lebe oder sterbe ist mir also auch gleich gültig. Warum ich dennoch zum Arzt gehe? Reflex, ich meine, muss ja nicht sein... Der Körper will halt leben und warum sollte er nicht?
Nicht die unverwundbare Pyche, der Körper hat Überlebensangst, die Seele hat sich am Leben sattgefuttert, d.h. da sind keine Gedanken wie bei früheren ähnlichen Anlässen, als ich noch ein Leben VOR mir sah und glaubte, noch irgend etwas NACHholen zu müssen: Lieber Gott, lass mich nicht schon jetzt sterben, ich will auch ganz brav sein und alles tun, was du willst... LOL. So war das früher, wirklich! Ich lag schon so oft im Sterben -  ich habe Lieder davon gesungen...

Ich habe keine Wünsche mehr ans sog. "Leben". Die Dinge sind wie sie sind: weder gut noch schlecht.



Wohl und Wollen

ER sagt, ich zeige ihm gegenüber (m)ein Wohlwollen. Aber da ist bei mir  weder Wohl noch Wollen. Soll ich ihm das sagen? Das wäre nicht "nett", ne?
Denn sagt man den Menschen, dass es dir nicht um sie PERSÖNLICH geht, sind sie meist beleidigt.. Gerade die spirituellen Sucher, die noch nicht im mindesten begriffen haben, was Ego oder Identifikation ist, bestehen darauf  g e m e i n t  zu sein. Der AllmyOberAbergeist BabyBond begreift es bis heute nicht, dass die AugenBlicke von "Lolo", die einmal oder sogar mehrmals völlig unabsichtlich und plan- und ziellos auf ihm geruht haben, keineswegs ihm galten, sondern der reinsten unverzerrtesten lustvollsten SELBSTbefriedigung dienten.

SELBSTliebe vs. Selbstliebe.

Die Selbstliebe ist die Annahme der eigenen Person mit ihrem Denken und Fühlen und diese Annahme beginnt mit der Achtsamkeit für das Hier & Jetzt des kleinen Ich. Innere Kind-Heilung bewirkt die persönliche Selbstliebe. die überpersönliche SELBSTliebe geht darüber hinaus, die erlangt man erst mit der EINHEITSerkenntnis: Hilfe -  Mein ICH  ist Gott, juchhu! Aber aufpassen - wenn du das zu laut sagst, dann erwarten sie - wo du nicht offen für deine Unvorsichtigkeit bekämpft wirst, von dir die "allumfassende Liebe" Gottes resp. menschliche (!) Wärme und Akzeptanz und dergleichen Scheißendreckmirreggall.  Dass  die allumfassende Liebe Gottes überpersönlicher NichtAusdruck ist und sich u.a. vornehmlich im Schwingen der Doppelaxt zeigt, kann das dräckische Ego nicht nachvollziehen.
Für mich gibt es keine spezielle besondere persönliche Liebe zu einem einzelnen Menschen mehr,  ich bin für niemand "family"... und wenn ich auch nicht unmütterlich bin, bin ich doch auch kein Mami-Ersatz. Ganz im Gegenteil, der Eiserne Büstenhalter sorgt dafür, dass du das Land, wo Milch und Honig fliesst, auf eigenen Beinen und mit eigenen Augen suchst.



CoppaKrieger,

wenn du aufhörst zu kämpfen, wirst du getragen! (Hat mir Sam geflüstert...)


In einem Satsang-Blog

denkt eine Frau laut über das Altwerden nach:
"... es stieg Abwehr auf und nicht ganz Hinsehen wollen. - Und die scheinbare Störung, die gesehen wurde, war erstaunlicher Weise sofort herzlich willkommen - denn es ist Sein, das Abwehr spielte und Nicht- hinsehen- wollen. "

Ist die "Störung" oder die Abwehr denn erst dadurch "Herzlich willkommen", dass ich mir eine Erklärung dafür abgebe?  - dass ich interpretiere, d.h., mir klarmache, dass es das Sein ist, das Abwehr spielt usw.? Hey, ich bins ja nicht, nicht ICH will "nicht hinsehen", sondern das SEIN ist es, das nicht hinsehen will... na dann, liebes Sein: Herzlich Willkommen! - ??? Ich vesteh's nicht.
Ich komme da nicht mit. Für mich ist die Abwehr etwas, was das SEIN verhindert.
Da ist wieder dieser "Scheinbarkeits-Slang", wie ich ihn des öfteren bei militanten Nondualisten hörte, die ihr Ego deshalb "resigniert bis an ihr Lebensende" behalten wollen, weil es das Sein ist, was Ego spielt.

Na ja, ich räume gerne ein, dass ich vielleicht noch nicht "so weit bin", dass ich erkenne, dass alles SEIN ist, dass also auch die Abwehr zum SEIN gehört. Das sogenannte So-Sein hat in meiner ERfahrung bzw. Definition halt mal die überpersönliche QUALITÄT der REINEN WAHRnehmung. Abwehrmechanismen bzw. alle Gefühle sind Ego-Qualitäten, wenn ich z.B. mit Wut oder Freude (über etwas) identifiziert bin, kann ich diese Wut nicht als So-Sein akzeptieren.... ich google grade mal nach So-Sein und finde sofort:
http://kulturkritik.net/begriffe/begr_txt.php?lex=sosein
Wie ich sehe, wird auch hier das So-Sein als bestimmungslose, d.h. bedeutungsleere Wahrnehmung definiert.
Militante einäugige Nondualisten haben, soweit sie mir bislang über den Weg liefen, keine Erfahrung, weder kennen sie Tiefenprozesse/Individuation noch haben sie einen Schimmer von dem, was man Gewahrsein nennt. Ihr Nichts ist "schwarze Leere", eine Leere ohne die Fülle der "göttlichen" Seins-Attribute. No Thing, Niemand oder Keiner da ist lediglich eine Floskel, leere Worthülsen bzw. Glaubenssätze oder - wenns hochkommt - zu Glaubenssätzen geronnene eigene EIN-SICHT.
Spirituelle Umgehung: Die Nondualisten wollen den Vater ohne den Sohn. Das  ganzheitliche HEIL/SEIN ohne die Heilung der Person.
Jesus als das Wahre SELBST ist die erste und einzige Antwort. Jesus steht für die Wunder der Heilung. Zum Heil, d.h. zum überpersönlichen Sein/Vater kommt man nur über den Sohn (Jesus: Heilung der Person)
Deshalb bleibt es niemanden erspart, "Jesus" (als das Wahre SELBST)   irgendwann einmal "anzunehmen".



Leerheit

Auch ich habe die Bedeutungsleerheit der Dinge oft mit Bedeutungs l o s igkeit verwechselt ...letzteres impliziert eine Wertung...

Ein paar "praktische" Beispiele für Bedeutungsleerheit:  Ich gehe im Wald spazieren und ein Hund kommt auf mich zugelaufen. Ich konstantiere einfach: Hund läuft auf mich zu. Früher hätten sich promptly meine bösen Erinnerungen an böse Hunde gemeldet und ich hätte Angst gekriegt. (Mich erschrecken (manchmal) nur die ganz plötzlich auftauchenden Gestalten, wenn ich gedankengeschwängert und in mich gekehrt durch die Geographie laufe, egal, ob es sich um Hunde oder sonstwen handelt.

Beispiel 2: Ich sehe einen Baum, ich registriere einfach nur: Baum. Sonst nichts, keine Namen oder Eigenschaften. Ich finde ihn weder schön noch hässlich. Früher hätte mich die Frage nach dem Namen und  der Nutzanwendung bewegt, d.h. es  hätten mich hübsche "Besonderheiten" zum Malen gereizt, Früchte hätten mich z.B. begehrlich zum Essen animiert...früher habe ich zwecks Heilung auch Bäume umarmt und der schöne dicke Stamm einer Eiche hätte mich zum Verweilen eingeladen, weil er meinem Rücken so gut getan hat und meine Ängste und Nervositäten beruhigt hat.
Heute begehre ich nichts und niemand, ich denke nicht mehr bzw. verlange nicht mehr nach Zweck und Nutzen der Dinge oder Menschen, die ich wahrnehme. Sie sind "leer" und ohne Bedeutung, weil das Ego, der "Bedeutungsgeber", tot ist.

Beispiel 3: Ich rufe nach langer Zeit meinen Sohn an, weil ich eine Frage habe bezüglich seines "Erwachens": Weder freue ich mich, noch freue ich mich nicht. Es ist kein Unterschied, ob ich den Nachbarn treffe oder Lasker oder mein Sohn mich anruft oder trifft - alle Menschen sind mir gleich gültig. Ich sehe in meinem Sohn nicht mehr "meinen" Sohn - es gibt keine familiären "Besonderheiten" /Bindungen mehr, keine besondere Beziehung, keine kläbrische Mutterliebe trübt mehr mein Bewusstsein. Das ist sehr angenehm, nicht zuletzt deshalb, weil ich auch keine besondere Sohnesliebe mehr erwarte...LOL. Wer hätte geglaubt, dass es diese Mutterliebe ist, die unsere Beziehung trübt?!
Früher freute ich mich narrisch, wenn ich seine Stimme hörte und der Schmerz der Abnabelung  raubte mir manchmal den Atem. Meine "mütterlichen" Erwartungen an den Sohn wurden regelmäßig brachial ent-täuscht. So kommt es, dass wir uns in 10 Jahren nur ein einziges kurzes Mal gesehen haben, obwohl wir über Jahre nur 20 km voneinander getrennt waren. Jetzt sind es fast 300 km und es stört mich nicht mehr. Keine Sehnsucht mehr. Es reicht mir vollkommen, ab und an mit ihm auf Facebook zu schreiben und zu telefonieren, wenns nötig ist.

Anti-Beispiel für Leerheit: Brandgeruch dringt des öfteren durch die Türritzen aus dem Treppenhaus zu mir in die Wohnung.  Auch wenn es sich in den letzten Jahren sehr abgemildert hat, gerate ich ich dennoch zuweilen in Unruhe und mein Puls schlägt schneller, derweil ich mir ein Bild mache, d.h. mir eine gefährliche Situation VOR-Stelle. Ich bin mir dieser Angst auslösenden Vor-Stellungen durchaus bewusst, kann sie aber nicht immer ausschalten, solange ich nicht herausgefunden habe, woher dieser Geruch kommt und ob überhaupt Gefahr besteht. Das legt den Verdacht nahe, dass es sich um eine konstruktive Angst handelt, die aufgrund vergangener böser Erfahrungen zum richtigen Handeln anleitet. Diese Angst und meine aufreizend gute Nase haben in der Vergangenheit schon Menschenleben gerettet und Häuser vor dem Totalruin bewahrt.  Warum zum Teufel bildet sich mein spirituelles Ego (?) ein, diese Ängste dürften nicht sein? Weil das Adrenalin, was da geputscht wird, auf Gedanken und Vorstellungen beruht??? he?  Fall ich deswegen schon aus der Gnade??? Oder ist es nicht vielmehr so, dass es völlig ausreicht, mir dieser Vorstellungen, Gedanken und ihrer Auswirkungen BEWUSST zu sein?!

Auch was die aufregenden Aktivitäten meines Herzens bzw. Blutdrucks in letzter Zeit betreffen... Seit ich mit Vorhofflimmern im Krankenhaus lag, hat sich meine Einstellung zu meinem Körper geändert. Ich bin u.a. viel aufmerksamer auf das Herz, wobei ich aufpassen muss, dass es zu keiner Fixierung kommt. Ich kann es nicht verhindern, dass es mich "engstet", wenn sich mir die Brust verkrampft und sich ungute Vorstellungen einstellen, die die das beengende körperliche Angstgefühl begünstigen und verstärken.Ich kann es nicht verhindern, aber ich bin mir bewusst um die Vorstellungsbilder... Ich beobachte das ganze Geschehen und schliesslich entkrampft sich die Brust auch wieder schnell.
Insofern kann ich sagen, dass ich zuweilen immer noch leicht mit Gedankenkonstrukten und Vorstellungen identifiziert bin, wenn auch nicht so unbewusst wie früher, denn ich beobachte mehr, statt mich in die Vorstellungen und Gedanken komplett zu verstricken.




Nichtwissen vs. Unwissen


Es ist einfach nur tragisch,zu sehen, wie oft und ausgiebig sich im Wikipedia insbesondere die Unwissenden erdümmeln, der Welt die Welt zu erklären. Da werden skrupellos und mit munterer Naivität aufs AllerFlachwixigste sogar die Heiligen Schriften gedeutet. Nur so kann es denn auch zur Verwechslung von Unwissenheit mit "Nichtwissen" kommen.
Nichtwissen jedoch ist keine Unwissenheit, sondern das QUALITATIV höchste Bewusstsein der Leere, des Nichts  in der Abwesenheit von ego, aus der allein die Fülle des (Heiligen) GEISTES  fließt... die Geistesgaben.

 „Wer nicht erkennt, sondern nur vieles gehört (oder gelesen)  hat, kann den Sinn der Schriften nicht verstehen, so wie ein Löffel nichts vom Geschmack der Suppe weiß“. (Unbekannt)


Avidya bedeutet UNwissenheit - s.a. Yoga-Vidya:
"Avidya (Sanskrit: अविद्या avidyā f.): Nichtwissen, Unwissenheit; der grundlegendste der fünf Kleshas (Ursachen des Leidens). Aus Unwissenheit hält der Mensch das Vergängliche, Unreine, Schmerzvolle und das Nicht–Selbst fälschlich für das Ewige, Reine, Gute und das Selbst. Er identifiziert sich mit dem Körper, ebenso wie mit der Persönlichkeit, den Talenten, Fähigkeiten und Neigungen: „So bin ich halt“. Er hält das Schmerzvolle für das Gute, Freudvolle. Alles Sinnliche ist letztlich nicht wirklich freudvoll, aber er denkt, dies oder jenes zu erreichen, müsste freudvoll sein."
Avidya ist also Unwissenheit infolge Unbewusstheit.
Dem gegenüber das "Nichtwissen"  des Vollendeten oder Sokrates': "Ich weiss, dass ich nichts weiss."
http://platon-heute.de/vom-nichtwissen.html
Das höchste Wissen kommt aus dem Nichtwissen. Ein Paradox, an welchem sich der Verstand die Zacken aus der Krone beisst.



Übungen

Ich lese immer wieder von "Sadhanas", die ein  spiritueller Schüler üben solle , z.B. Viveka, die Unterscheidungskraft. Wie kann man etwas üben, was eine Gabe des Geistes ist? Wer die Unterscheidungskraft erlangt hat, ist  kein Schüler mehr, sondern Meister! Der Buddha selbst wird ja mit dem Schwert der Unterscheidung dargestellt und nicht die Adepten... Die Frage beschäftigte mich schon früher: Wie kann man  diese Gabe der  Unterscheidungskraft  ü b e n ? Man HAT sie einfach, wenn das Ego verschwunden ist.



Ken Wilber

Zitatanfang "Ken Wilber ist der Meinung, dass jeder Mensch, unabhängig von seinen moralischen Voraussetzungen, die von ihm beschriebene Erleuchtung erfahren kann. Im Gegensatz dazu ist eine Annäherung an die nächsthöhere Ebene des Christus unmittelbar mit einer grundlegenden Umwandlung des Menschen verbunden. Erst auf dieser Ebene erschließt sich uns der Sinn des Werdens. Aus seinem Erleuchtungserlebnis heraus versteht Wilber die Schöpfung als das Ergebnis eines sich langweilenden Gottes, der zu seiner Unterhaltung die polare Welt von Leid und Glück hervorbringt.[1] Das würde bedeuten, dass der Mensch die polare Welt zu überwinden sucht, um den einen Gott zu finden, der wiederum aus Langeweile die polare Welt erschafft. Diese Vorstellung zeigt auf, dass wir den ‹Sinn› nicht auf dieser Ebene des Bewusstseins finden können."
Autor: Zoran Perowanowitsch

Die Vorstellung eines sich langweilenden Gottes ist wohl für einen moralitären Charakter unerträglich... lol... ich würde auch lieber von einem spielenden Gott sprechen ... Schliesslich aber findet der Mensch sich SELBST.
Ken Wilber aber hat m. E. noch nie den Sinn des Werdens in Frage gestellt. Im Gegenteil, seine integrale Theorie und wohl auch Praxis bezieht ALLES ein, auch die Schattenintegration bzw. Individuation, die  Heilung der personalen Ebene , die erst die "Annäherung an die nächsthöhere Ebene des Christus" ermöglicht.
Die Schlussfolgerungen des Autors sind schlicht falsch. Wahrscheinlicher ist, dass sie nur verschiedene Sprachen sprechen. Babylon.


Viele erlauchten Geister

rangen um eine neue Sprache. Das ist m. E. völlig sinnlos, weil Sprache - ganz egal wie sie ist, per se Trennung ist und schafft.  Mary Daly versuchte, das weiblich-fliessende Verb sprachlich zu verwirklichen. Das Verben aber funzte nicht - weil: erstens war den Leuten das zu ungewohnt und zweitens läuft das auf nichts anderes als  Weltverbesserung hinaus.  Wer aber wirklich in der Einheit ist, hat auch die Sprache transzendiert, der muss nichts mehr verändern, der akzeptiert, was ist. Meines Erachtens kann man keine Sprache kreiieren, die die Linkshirn- und Rechtshirnbalance ausdrückt. Diese Balance ist ja per se jenseits von Sprache.



Weisheit

Nochmal: Alles, was ich hier schreibe, habe ich aus mir SELBST erkannt. Wenn andere nichts Neues darin finden oder sich gar über Binsenweisheiten beschweren, dann liegt das daran, dass sie aus ihrem Verstand heraus urteilen und daher  egomindnaturgemäß nicht unterscheiden können zwischen (ihrem) angelesenem Weisheits-Wissen und der Erkenntnis der Weisheit aus dem Ursprung.  Das universale oder profane Wissen, was ich aus mir SELBST heraus erkenne, haben gewiß schon viele Menschen  v o r   mir aus sich SELBST erkannt, ja die meisten haben wohl weit mehr erkannt als ich - ich bin bloss ein Bloody Beginner, ich  stehe erst am Anfang des Pfadlosen Pfades, habe ihn gerade erste betreten.  Nun lerne ich sozusagen das ABC des Lebens noch einmal von innen heraus. 
Das Wissen/Erkenntnis aus dem Ursprung ist QUALITATIV immer vollkommen neu und frisch, auch wenns für dich bzw. den Egomind  wie alter Käse riecht.
"Und siehe, ich mache alles neu."

Freitag, 8. August 2014

Der alte Käs' in neuer Frische kommt Euch heut' auf den Gabentische



Nichts verschwindet.

Ich lese immer wieder von spirit. Erfahrungen, worin den Betroffenen die Welt und ihre Dinge verschwinden. Wohin bitte eigentlich? Und warum so vage in der Beschreibung? Oder wissen die von derlei himmlischem Unheil Betroffenen überhaupt nicht, wohin ihnen in die Welt verschwindet? Verschwindet die äußere Welt? Die innere? Oder liegts an der Unfähigkeit der Beschreibung?
Dennoch, Vorsicht ist geboten: Sollte es sich um eine tatsächliche visuelle "Wahrnehmung" in der Außenwelt handeln, dann ist es ganz klar eine Halluzination.

Die Wahrheit ist, dass, wenn das Ego plötzlich beiseite tritt, weder die Welt, noch die Dinge verschwinden. Es scheint nur so. Was verschwindet, ist die  H a f t u n g   an den Dingen. Der Klebstoff der Identifikation hat sich plötzlich gelöst.  Der Anblick der Dinge in der äußeren Welt und das Erleben der psychisch-emotionalen Innenwelt ist  plötzlich  "leer", (neutral!)  d.h. sie sind ihrer Bedeutung entleert, weil du nicht mehr mit ihnen identifiziert bist.  Der Egomind, der Bedeutungsgeber ist dann unfähig, die Dinge zu "ergreifen" und zu deuten. Es ist diese Leere, die durch die Abwesenheit von Ego mit seinen Emotionen entstanden ist, die vorgaukelt, die "Welt" wäre verschwunden. "


Bei einer Eg-Entrückung sind die  Menschen, die Dinge, alles, was du wahrnimmst "leer",vor allem deshalb, weil du aufgehört hast, zu projezieren, die Welt und die Dinge nicht mit "Stoff" versorgst - der (emotionalen) Bedeutung, die sie für dich haben. Ohne den Stoff ist Ruhe im Karton -  ist STILLE! Leere.
So eine Erfahrung kann natürlich jeder Mensch jederzeit machen. Aber nicht jeder findet das toll. Manchen ergreift das schiere Ensetzen. Die Welt plötzlich neutral wahrzunehmen, kann besonders für hochemotionalisierte Menschen ein großer Schock sein. Woran das liegt? Weil man sich in dieser Erfahrung zwar der Leere, jedoch nicht der Fülle bewußt wird.  Wer Achtsamkeit bzw. genügend Gewahrsein entwickelt hat, dem wird das nicht passieren, dass ihn die Heilige Nüchternheit und das göttliche Nichts aus den Latschen kippt,
Wahrscheinlicher ist, dass dem derart Geschockten nichts daran liegt, diese Erfahrung zu wiederholen. Sehr gut. Denn wenn er Glück hat und die Abwehr dagegen nicht gar so stark ist, wird ihn diese Erfahrung initiieren und den Prozess in Gang setzen, der ihn langsam und weniger schockartig seiner menschlichen Bestimmung entgegentreibt. Wenn er Glück hat, d.h., wenn die Abwehr und sein Widerstand nicht gar so stark sind, sogar noch in diesem Leben. Kommt halt sehr drauf an, wieviel man an Leichen (z.B.Traumen)  im Keller hat.

Diese  Entrückung oder Entkoppelung, die manchen Menschen so plötzlich und unvorbereitet geschieht wird ihm in seinem Reifungsprozess in bekömmlichen moderaten Happen verabreicht,  wenn er damit beginnt, sich ACHTSAM auf das Hier und Jetzt der eigenen Person einzulassen und damit gemächlich seinen personalen Schattenspeicher entleert. Im selben Zuge wird sich das Auge des Gewahrseins resp. dein " Herz", die Quelle, der Ursprung mehr und mehr öffnen, und um so mehr wirst du an der Fülle, d.h. ERkenntnis und Liebe teilhaben.  Spektakuläre Erfahrungen mindern sich und weichen dem ruhigen stillen, kontinuierlichen geistigen Erkennen aus dem Ursprung. Im selben maß der Verlauf der Transformation/Integration die verdrängten psych. Anteile integriert, im selben Maße entleeren sich dieWelt und die Dinge ihrer Bedeutung, solange, bis man die Nüchternheiit und die Leere, die sich nach und nach mit dem Abbau des Egos durch die  Schattenintegration einstellt, als Neutrale REINE Wahrnehmung  in keinster Weise mehr bedrohlich findet.... und dann, wenn am Ende der finale Befreiungsschritt getan sein wird... voila, here I AM! Yipppppiiiiieeeee!

(Noch mal: Ich spreche wie immer aus eigener Erfahrung und benutze meine eigene Sprache. Andere erfuhren und erfahren dasselbe, benutzen aber vielleicht andere Begriffe - im Endeffekt aber bleibt die Tatsache: Es gibt nur einen Weg. Wer den Himmel will, wer auf ewig wiedergeboren will, dessen Weg führt  i m m e r   durch die "Hölle" der Schattenprozesse - ganz gleich, welchen individuellen Weg er gehen mag: den Weg des Künstlers, des Weg des christlichen Mystikers, des Sufi, den Weg des Schamanen usw....)

Man vergesse nicht: Das Benutzen spektakulärer und dramatischer Redewendungen bzgl. spiritueller Erfahrungen füttert nur den sensationsgeilen Egomind der Zuhörer/Leser. Zudem bringt der Egomind, der Blender - dieser Große Imitator bringt, wo er so etwas liest, es sogar fertig, die Welt verschwinden zu lassen und nennt es dann Erwachen.
Der Verstand neigt dazu exakt, die Erfahrungen zu produzieren, die "erwünscht" sind - je nachdem, welche Bücher man liest, oder welchen Meister/Satsang man hört... Auf ähnliche Weise wie ein Analysand für seinen PsychoAnalytiker Träume produziert, so produziert der Spiritand für sich und/oder seinen Meister die diversen "Erleuchtungen". Nur dass die Träume i.d.R. bedeutungsvoller sind, als manche sog. spirituelle Erfahrung.

Was "verschwindet" ist also immer die Identifikation mit den materiellen und immateriellen "Dingen", die Anhaftung des Ich an sich und seinen Eigenschaften, bzw. der Welt und ihren Dingen.


Zitat:

"Alle Worte sind dem Unbefreiten nutzlos, da sie Vorstellungen erzeugen;
allse Worte sind dem Befreiten nutzlos, da er sie nicht benötigt." (Eno)

Gut und richtig, das bedeutet aber nicht, dass der Befreite nicht mehr denkt, spricht oder schreibt. Seine Gedanken sind andere Gedanken, seine Worte kommen frisch und spontan aus der Erkenntnis, nicht aus dem GEdächtnisspeicher des Verstandes.
Ich würde es so sagen:  Du kannst dem unbewußten Menschen soviel von  (deinen) spirituellen WAhrheiten erzählen wie du willst, er wird sich immer Vorstellungen machen und die Vorstellungen für die Wirklichkeit halten.
Der Befreite benötigt kein Fremdwissen mehr, er erhält alle WAHRHEIT  aus sich SELBST heraus.
Deshalb ist die letzte Identifikation, die letzte Bastion, die fallen muß die Identifikation mit dem Lehrer-Archetpyen, dem Guru, dem Meister.  Jetzt bist du Antiguru und lehrst ohne zu lehren.


Was meine Worte angeht, gelten sie weder den Befreiten noch den Unbefreiten.  Ich lehre nicht. Meine Worte sind nicht an andere gerichtet, um irgend etwas zu bewirken, sondern selbstbezüglich, d.h.: Meine Worte haben keinen anderen Sinn, als mir selbst zu dienen. Alles, was ich sage, hat eine Bedeutung nur für mich. Aufhören zu sprechen - aufzuhören, die Wahrheit zu sagen -  nur weil sich die Leute  UNWAHRE Vorstellungen von der Wahrheit/Wirklichkeit machen?

Der Befreite benötigt keinen Input mehr, egal von welcher Sorte, er benötigt keinen Meister mehr. Er hat die Tradition transzendiert. Auf dem Pfadlosen Pfad angekommen, definiert er selbst, was ihm an Erleuchtung/Weisheit/Wissen  zuteil wird.  In seiner absoluten SELBSTgewissheit  braucht er keine Bestätigung, er muß nicht (mehr) googeln und sich fragen, ob seine WAHRHEIT mit der eines anderen übereinstimmt.



Re-Aktion

Im Realen Leben  - außerhalb des Internets - verkehre ich mit jedem Menschen auf dessen aktueller Wellenlänge.  Ich re-agiere. Da ist kein Bedürfnis mehr zu Agieren.Wer hätte das gedacht!
Früher habe ich meist aus meinen Neurotizismen heraus re-agiert, aus Schwäche und Unfähigkeit, zu agieren und die Initiative zu ergreifen. Andere haben das wohl nicht so gesehen, weil ich oft spontan re-agierte und sich nicht alles unterdrücken ließ... Allerdings habe ich mich für meine spontane Reaktionen und Initiativen schuldig gefühlt, ich schämte mich ihrer...Deswegen fühlte ich mich ich so lenk- und manipulierbar. Dafür habe ich mich gehaßt. Als Charakterlose lasse ich mich jetzt ohne Widerstand lenken. Oder auch nicht.

Ja, sogar entführen lasse ich mich. Wie neulich, als mich die Nachbarn unter einem Vorwand, "nur mal kurz um die Ecke" ins Auto packten... oder Letterman, der das selbe tat. Bei ersteren fand ich mich 15 km weiter auf einem hohen Berg mit gut frequentiertem Tretbecken in schöner Natur wieder, LOL! ...bei letzterem landete ich  nach mehr als 30 km vor seinem nicht minder schönen Eigenheim.
Klar fiel mir auf, dass wir ziemlich weit fuhren, aber es bekümmerte mich, ich wunderte mich nur... ein paar Phantasien von vorgestern waren inbegriffen, aber wirkungslos.. Erst nach 10 bzw. 20 Kilometern stellte ich meine Frage: Wohin gehts eigentlich?
Beide sagten, sie hätten befürchtet, dass ich nein sagen könnte...

Nein sage ich selten, Nein sagte ich neulich zu meiner Nachbarin,  als es mir zu heiß  zum Spazierenlaufen war.

(An diesem Punkt meiner Beschreibung, wie ich früher war und heute und dass ich "eigentlich" gar nicht so anders bin als früher, aber doch wieder auch gaaanz anders  - da taucht immer wieder diese bestimmte  "Schwanzbeiß"-Frage auf, in diesem Fall: War ich tatsächlich so labil und neurotisch oder war ich dies nur durch die Bewertung "labil" und "neurotisch" bzw. durch die Bedeutung, die ich meinem Verhalten gegeben habe? Habe ich tatsächlich nur durch die Bewertung gelitten? Das würde in der Tat die ganze Psychologie hinfällig machen. Oder? Oder nicht? Nee, ja... nee... und  wie stets tiltet der Denk-/Beschreibungsvorgang und führt mich ad absurdum bei dieser Frage und Eschers Hände lassen grüßen...
Ich weiß nur: es ist so und ist auch nicht so....
Nichts ist eindeutig. Ich lach mich tot.)

Transformation eines abgefuckten Schrankes

PS: Lettermann, der bekannte mitteldeutsche Fettnapftreter und Attribuierungskünstler hielt sich bei seinem Besuch moderat und unaufgeregt auf niedrigstem Performance-Level, nur mein Schrank mußte dran glauben...lol.... "Oma-Stil", was?
Um jeden Verdacht abzuwenden, es handele sich um eine Billigtapete, hier ein Foto; der Experte wird glasklar schon von Weitem  erkennen, dass es sich hier um eine Vliestapete vom Feinsten handelt! LOL! Der Schrank ist noch nicht fertig renoviert, es fehlen irgendwie die Kontraste. Aber ich habe Zeit, die Phantasie wird sich wie stets zur rechten Zeit mit der richtigen Idee melden.
Nur gut, dass ich bei dieser Gelegenheit nicht vergessen habe, Zahn Nr. 32 anzulegen, nicht auszudenken, zu welchen Attribuierungen dieser ansprüchliche Kerl gegriffen hätte.

(Nein, das Foto von Ärgernis Z 32 zeig ich hier nicht, es ist ein Sado-Maso-Produkt aus der Kralle meines ehemaligen Zahnarztes Wolli Busch, dem ich vor ca. 20 Jahren voreilig-optimistisch ein mehrzeiliges VersEpos gesungen hatte... LOL!)



Erscheinungen und Formen

Formen und Erscheinungen gibt es nur solange es jemand gibt, der sie bemerkt.  Nichts existiert, wenn ich nicht dessen gewahr bin. Nichts existiert außerhalb meines momentanen Fokus im gegenwärtigen Hier & Jetzt.
Ich habe das schon früher einmal beschrieben. Der Aufschrei war laut. "Wie bitte, ich soll  nicht existieren, wenn du deine Aufmerksamkeit von mir abziehst?   I c h  existiere genauso weiter, wie   d u  weiter existierst, wenn  i c h   die Aufmerksamkeit von  d i r   abziehe.  Auch wenn ich nicht mehr bin, weiß ich, dass die Erde sich weiter um die Sonne drehen wird,  ich weiß genau, dass alles auch ohne mich weiterbesteht..".
Eben nicht! All das, was du zu wissen meinst, ist nur Gedanke! Alles nur Wissen aus zweiter Hand. Erinnerung. Glaubenssatz. Vermutung. Annahme. Überzeugung des EgoVestands. Alles angelernt und angelesen. Niemals hast du  w a h r genommen, dass die Erde sich um die Sonne dreht, niemals hast du  w a h r genommen, dass es ohne dich weitergehen wird. Niemals nimmst du w a h r, dass ich in deiner Abwesenheit weiterexistiere. Oder? Wenn im Wald ein Baum umkracht und es keiner hört (wahrnimmt) , gibt es schlichtwegs keinen Baum, der umkracht. Ohne dich, ohne den Wahrnehmenden, gibt es keine Welt
Der Egomind  kann nicht erkennen, dass er phantasiert und die Erinnerung, den Gedanken, das Wissen für die Wirklichkeit hält.
Formen lösen sich sofort auf, wenn du deine Aufmerksamkeit abwendest und entstehen neu, wenn du dich ihnen zuwendest.. Du bist der Schöpfer! WOW!

Was ich gerade geschrieben habe,  war einmal meine lebendige Erkenntnis (ca. 2011), heute ist das alter Käse. Konzept. Und dennoch: Alter Käse in neuer Frische - wie alles in meinem blog, (was sich für den Egomind wie eine xte Wiederholung liest...LOL)!


Das bist du

Im Individuationsprozess identifizierte ich mich mit jedem Menschen, mit der ganzen "Menschheit."  Alles, was einen Menschen im guten oder im schlechten ausmacht, fand ich dort im Schatten. Das bedeutet u.a. auch , dass ich den Täter in mir fand.
Den Mörder in mir hatte ich schon im Alter von 19 Jahren gefunden. Meine Bereitschaft, meinen damaligen Terror-Verlobten H.H.  zu töten stand felsenfest. Klar aus Notwehr, aber nicht spontan, sondern gut geplant. Die Waffe hatte ich auch schon. Aber dann gelang es mir doch, in eine andere Stadt zu flüchten. Es war nicht das erste Mal, dass ich flüchtete. Wie vorher fand er auch diesmal meine Adresse heraus. Dieses Mal aber ließ er mich in Ruhe, verfolgte mich nicht weiter durch ganz Deutschland und rief nur noch einige Male an und drohte... Wenn du einen Mord planen kannst, egal aus welchen Motiven, dann holt das deine dunkelste Seite aus dir heraus. Man kann sich vorstellen, was das besonders für einen schwarzchristlich geprägten Mind bedeutet..
Ich habe an anderer Stelle erzählt, was ich in einem  knappen Jahr mit diesem Mann erlebte, ich wiederhole es hier nicht. Auch hier durfte ich dem Tod mehrmals ins Auge blicken. H.  ist nun schon lange tot. Er starb wie ich hörte durch einen Autounfall.  Ich vermute mal, durch eigene Schuld. Sein selbstmörderisches Rasen vorzugsweise auf der linken Fahrbahn hat ihm möglicherweise den Tod gebracht... Slalomfahren bei Nacht auf kurvigen kleinen Landstraßen war seine Spezialität, speziell wenn er mich bestrafen wollte. Er hatte aber noch weit mehr im Bestrafungsrepertoir...

Das bist du - alle verdrängten Anteile mußten auf dem Schattenintegrationsprozess in mein Ich integriert werden. Es gibt nichts Schlechtes oder Böses im Schatten - es gibt nur das verteufelte Gute.



Im Forum

Ich lese: "Allerdings ist Frieden der Psyche und die Verwirklichung der wahren Natur nicht voneinander abhängig. Und leider ist es das, was du behauptest."
(Behauptet K.)

Die Verwirklichung der Wahren Natur beinhaltet selbstverständlich auch den inneren Frieden. SELBSTVerwirklichung ist integral und kann nichts ausschließen.  Anders kann es gar nicht sein.

(Nach meinem Vorschlag, in Zukunft mancher der  Begriffe erst mal zu definieren, kam die Antwort, sie brauche keinen Konsens. Ganz offensicht hat K. ein anderes Modell von SELBSTverwirklichung vor Augen.)




Glaubenssätze


sind sehr schwer als solche zu erkennen, noch schwerer ist es, sie aufzulösen. Nur Gewahrsein kann dies.  Am schwierigsten aber sind die  Interpretationen und Vorstellungen, die sich als Glaubenssätze zementieren, aufzulösen, die sich infolge spiritueller Erwachenserlebnisse bilden.  Dass man die Vollkommenheit des Seins erkannt hat, kann dann zu der Überzeugung, dem Glaubenssatz führen: Weil alles  perfekt und vollkommen ist, ist  Heilung nicht notwendig. Das ist ganz klar eine Schlußfolgerung des konzeptbildenden Verstandes. Jede Interpretation,jede Schlußfolgerung, die man aus Erwachsenserlebnissen zieht, ist per se ein Konzept des Egominds, der das Paradox nicht ertragen kann, dass die Welt zwar vollkommen ist, aber dennoch der Heilung bedarf.

Die "Vollkommenheit des Seins" ist ebenfalls nachträgliche Interpretation. Die Vollkommenheit der Welt dito... Alles. In der Großen Erfahrung gibt es keine Welt, kein Sein. Es gibt nur ICH (und auch das ist nachträgliche Interpretation). Es gibt nichts außerhalb von Dir. Die Erfahrung zeigt keineswegs, dass die Welt vollkommen ist, sondern dass ICH  vollkommen  und  h ei l   bin, wenn und weil in dieser Erfahrung das   E g o    mitsamt seiner Neurose  z u r ü c k g e t r e t e n   ist!
Wenn das Ego  - der alte kranke Adam - aber wiederkommt, macht der Egomind sofort eine "Geschichte",  eine Story  draus und  zieht  Schlußfolgerungen:  Heilung ist nicht nötig, ich bin vollkommen mit oder ohne Neurose.  Alles, die ganze Welt ist gut und vollkommen richtig, so wie sie ist.... In seiner Rückkehr in die Unbewußtheit des Egos ist  ihm nicht bewußt, dass er Vollkommenheit nur erfahren hat,  w e i l   ABwesenheit von Ego  per se  Heilung bedeutet. Aber nur für den Moment.

Kein Neurotiker - und das sind wir alle, solange wir nicht dauerhaft geheilt sind -  kann sich als vollkommen erfahren und in dieser Erfahrung sich gleichzeitig seiner Vollkommenheit  u n d  seiner  Neurose bewußt sein - eine solche Behauptung wäre tatsächlich ziemlich neurotisch.

Das Ego ist tricky: es bastelt sich seine Rationalisierungen wie es in sein Konzept paßt, dann hört man: Ich muss nichts tun,  - Heillung, wenn überhaupt, dann geschieht das alles ganz  von Selbst.
Nichts geschieht, wenn du nicht BEREIT bist.
Bereitsein heißt Hingabe! Und Hingabe ist das Allerschlimmste für ein narzisstisches Spiri-Ego, was nicht von seinen faulen verrotteten Überzeugungen ablassen kann.



Erscheinungen

Solange deine Persönlichkeit, dein Egomind nicht geläutert ist, ist alles, was dir "erscheint" eine Vorstellung des Egominds. Er kann nichts anderes sehen als die eigene Interpretation seiner Wahrnehmung - ganz gleich, ob es sich (auf der personalen Ebene) um die verzerrte Wahrnehmung des Neurotikers oder die neurotisch-unverzerrte Wahrnehmung eines normal-gesunden Menschen handelt.
Die personale Ebene wird nur transzendiert, wenn man über jegliche Interpretation hinausgeht. Alle Attribute, die ich dem Wahrgenommenen in der Außen- und Innenwelt gebe, sind  aus transpersonaler Sicht Interpretation. Alle Beschreibung der mit den Sinnen erfahrbaren Welt ist Identifikation und  Interpretation, die der Erfahrung der WAhren Wirklichkeit/ Leere im Wege steht.



Auf- und Abstieg.

Wer sich auf dem Aufstieg (aus der Welt) befindet,  kann den, der auf dem Abstieg, auf dem Rückweg in die Welt ist, nicht beurteilen. Er wird ihn für gewöhnlich, wenn nicht gar hybride halten.



Leere

Wenn die Sprache sich der Bedeutung entleert,entleert sie sich ihrer emotionalen Färbung. Die Sprache - alle Worte, die zuvor beruhigten oder aufregten,  werden buchstäblich "geschmacklos". Auch deswegen ist es komisch,  auf normale Art mit sog. normalen Menschen zu reden.
Aus der "entleerten" Sicht sieht die emotional belastete Sprache wie schwarze  resp. weiße Magie aus...
Erst aus der entleerten Perspektive trifft der Spruch wahrheitsgemäß zu: Sticks and stones can breake my bones, but words wont ever hurt me...  Kommt die Redensart aus dem rebellischen Ego, dann hat sie ein Leck-mich-am-Arsch-Geschmäckle... Du kannst mich mal...

Die Leere kann jeder jederzeit erfahren. Um die Leere aber dauerhaft zu stabilsieren, ist "Arbeit" notwendig, d.h. Schattenarbeit: Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte bewußt zu machen und zu transzendieren.
Die "Arbeitsscheuen" scheuen ja sogar die Selbstbeobchtung, ansonsten wären sie sich bewußt, wie sich sich selbst - Geist und Körper -  emotional per Gedanke und Wort manipulieren.
Achte mal darauf, wie es dir geht, wenn du beispielsweise TV Nachrichten guckst, wie die  du auf die  Betonungen bestimmter Wörter reagierst... auch die Seifenopern eignen sich vorzüglich dafür.***
Zuviel "Arbeit"?  LOL! Tja, dann wirds auch nix mit der Leere resp. der Neutralität des Nichts  h i n t e r   den Namen und Worten. Solange wirst du dich vom Elend und Leid der Welt in unwahrer  Weise berühren lassen und wie die Nachrichten das es dir zum täglichen Brot sein.  Du brauchst den Stoff... Du brauchst den Stoff und nennst dies moralitätsversüffelt auch noch  "Hinschau'n statt wegschau'n",   - hinschaun auf etwas, was nur  als "Weltwissen", bzw. als Vorstellung und Gedanke in deinem Kopf existiert.. Maya...damit gehst du besser in die Politik...

Die Leere, die Fülle des Nichts  - Nirvana - ist nur da, wo du nicht bist. Jenseits von Weltwissen und  Vorstellung.
MACH DIR KEIN BILD! Das gilt nicht nur für Gott, sondern für alles.


***PS: Schon gemerkt? Ich habe dir hier eine unstatthafte, weil paradoxe "Handlungsanweisung" gegeben: Ganz sicher kannst du der dich "verzaubernden"  Emotionalität in der Sprache nämlich nur gewahr werden, wenn du selbst einigermaßen leer bist....LOL!


Alles fließt

Damit meine ich jetzt, dass das, was ich schreibe mir spontan zufließt.. Da ist kein Nachdenken "über" etwas. Früher glaubte ich,  Fließen bedeute, dass das, was mir zufließt mir ohne zu Stocken und zu überlegen, aus der Feder flösse. So ist es nun aber auch nicht. Sicher war meine Schreibe kurz nach dem "Tage Hallelujah" in 2011  sehr viel spontaner, frecher  und lustiger. DA hatte ich das Kind auch noch nicht unter Kontrolle. Weil meine Spontaneitäten im Forum jedoch mißverstanden und ich zuweilen deswegen gesperrt wurde, nahm ich es um der " Diskussionskultur" wegen an die Kandare. Das mußte auch erst mal wieder gelernt sein: mich projektiv in andere Köpfe zu versetzen und meine Worte wieder durch die verzerrte Brille von Otto Normal zu lesen... Ja, es hat nicht wenig gezwickt, mich wieder ins Korsett zu zwingen - aber es hat dem Zufluß aus der Quelle nichts genommen, auch wenn das in Wortefassen nicht mehr so flüssig geschieht wie ehedem.
Mit dem Tao zu fließen hat viele Aspekte...
Die Wahrheit spüre ich immer in der Brust aufgehen.

DAs Kreuz

Die Vertikale ist Er-INNERN
die Horizontale ist Vergessen.


Philosophieren

ist kein Hirnfick, Schatz!  Nur aus der transpersonalen Perspektive gehört das Philosophieren zur Kategorie Mindfuck. Solange man dies aber nicht aus sich SELBST heraus erkannt hat, darf man das Philosphieren nicht als Mindfuck abwerten. Alles hat seinen Wert auf der jeweiligen Ebene, wo es hingehört. Und wer das Philosophieren zudem abwertet  mit der Begründung, aus höchster Sicht gesehen wäre es nichtig, zieht die transpersonale Ebene auf die personale Ebene hinunter, was immer moralitäre Überzeugungen zur Folge hat.





Dienstag, 29. Juli 2014

Die babylonische Verwirrung ist eine devlish Mind-Verirrung


Pieter Brueghel der Ältere


Teuflische Verkehrung

Wer mit dem inneren (und äußeren) Aggressor identifiziert ist, ist demententsprechend auch täter-opfer-konfusioniert. Der kann auch nicht unterscheiden, ob jemand auf Schatten hinweist oder ob einer projeziert und im draußen die eigenen Schatten bekämpft.
Ein solcher Mensch geriert sich in seiner Rüstung von dekorativer Selbstgerechtigkeit gern und publikumswirksam als St. Michael der Drachentöter, Retter der Enterbten und Rächer der scheinbar Erniedrigten & Beleidigten. Blind wie ein Maulwurf , ahnungslos weil unbewußt ist er so recht der Verteidiger des Egos, der Verteidiger von Unehrlichkeit, Stolz und sämtlicher sog.  7 Todsünden. Wer auf  Schatten ("Sünde") hinweist, wird von ihm gnadenlos zur Sau projeziert. Seine Rüstung ist eine militante psych. Abwehrstruktur und der Motor die Angst.

So ein "Engel der Dunkelheit"  lebt als Schattenkämpfer die  dunkle Seite des St. Michael- Archetyps, indem er den eigenen Schatten auf andere projeziert und in diesen anderen zu bekämpfen sucht.  Er ist der mit den meisten Leichen im Keller  und - immer bereit, sich mit anderen ebenso aggressorinfizierten Pseudo-Leidenden projektiv zu identifizieren, projeziert er auch seine Angst vor dem Licht der Bewußtwerdung (Schatten) und kämpft um nichts mehr, als die Dunkelheit der Verdrängung nicht nur in sich, sondern auch in anderen Menschen aufrechtzuerhalten. Immer in der Annahme, er tue das Gute.


All dies wird aber m. E.  jeder Mensch mehr oder weniger auf seinem spirituellen Weg  konfrontieren müssen; dass man  die dunkle von der hellen Seite nicht unterscheiden kann, den Täter für das Opfer und den Engel für den Teufel und den Teufel für den Engel hält, ist (im günstigsten Fall) nur eine kurzzeitige, vorübergehende, aber heilsame Verwirrung im Kontext von Transformation. Die Projektionsrücknahme der Anteile, die wir in die anderen verlagern, ist die Vorbedingung, um die eigenen ver-teufelten Anteile in uns in Engel zu verwandeln. Keine leichte Aufgabe... Projektionen zu erkennen bedarf schon einer gehörigen Achtsamkeit.




Lustig

Ein anderes Wort für das Allsehende Auge des Gewahrseins ist das Auge der Vorsehung. The eye of the providence. So viele Namen... Babylon.



Krankheit

hat für mich genauso wie sein Gegenteil, die  Gesundheit, alle Bedeutung verloren. Für mich könnte ich weder sagen, dass ich krank noch dass ich gesund wäre. Beispielsweise sind da  ab und an immer noch gewisse Dinge, die ich früher als krankhaft bezeichnet hätte.  Aber sie bekümmern mich nicht. Wenn andere Menschen von Krankheiten berichten, dann läßt mich das genauso kalt wie mein eigenes "Zipperlein". das ich zwar mitunter lästig finde, aber nicht weiter schlimm. Tatsächlich herrscht hier , wo es früher einen Grund zur Besorgnis gab, eher ein Gefühl der Erheiterung über die körperlichen Gebrechlichkeiten...
Und so lausche ich auch den Erzählungen von Krankheit und ihren mitunter spektakulären Heilungen immer mit Belustigung. Dass es mich nicht interessieren würde, kann ich nicht sagen - es langweilt mich aber auch nicht. Es hat einfach keine Bedeutung. Leere. Zuhören und Sprechen,  a l s   o b  alles  eine Bedeutung hätte...LOL! wozu eigentlich braucht es (jetzt noch) eine Sprache? Antwort: Weils Spass macht zu kommunizieren und sich gleichzeitig bewußt zu sein, dass es gar keine anderen gibt, mit denen ich kommuniziere...Spielen.

Hier & Jetzt an dieser Stelle meiner Überlegungen wird mir gerade klar, dass das Ich/Ego 
sprachgebunden ist. Sobald das kleine Kind zu sprechen anfängt, fängt es auch an, ein Ich zu bilden und Ich zu sagen.  Damit beginnt es sich zu separieren, die erste grundlegende Individuation, die Abnabelung von der Mutter ...die Vertreibung aus dem Paradies hat begonnen und bald ist es endgültig aus dem Paradies der mütterlichen Einheit gefallen.




Erleuchtet  - ja oder nein?


Wieder einmal konnte ich lesen, dass ein wirklicher Erleuchteter niemals von sich sagen würde, er wäre erleuchtet.

Wie so oft in solchen Fällen kann man dahinter einen kleinlichen und moralin-brodelnden Neid finden,  der u.a.  Bescheidenheit und Demut von denen einfordert, die sich einfach nur trauen, den aufrechten Gang einzulegen.

Also nochmal: Das Sein jenseits von Ego ist auch jenseits von Erleuchtung, jenseits von Sprache und damit  unbeschreibbar. Das bedeutet aber nicht, dass man der Sprache nicht mehr mächtig sei und sich für alle Zeiten ins Schweigen zurückzieht. Ich bin hier so wenig erleuchtet wie ich bescheiden oder demütig oder sonst was bin, weil ich mit keinen Eigenschaften mehr identifiziert bin, weder mit negativen noch mit positiven.  Weder kann ich mich erleuchtet nennen  noch unerleuchtet. Und dennoch kann ich mich mit dem selben Recht sowohl erleuchtet als auch nicht erleuchtet nennen.


Ich bin NICHTS. Leere. Ich bin leer von allen Identifikationen mit Eigenschaften. Dynamisches NICHTS, weil nämlich auch das Nichts, die Leere nicht eindeutig zu definieren ist...

Der  Egomind kann das Paradox nicht begreifen und greift wie  stets zur Moral.
Ich bin ein spiritueller Mensch, schrieb die empörte Beschwerdeführerin eingangs...Nein, bist du nicht - du bist weder spirituell noch ein (wahrer) Mensch. Du glaubst nur an dein Konzept von Spiritualität. Du bist ein selbstgerechter pharisäischer  Moralapostel der allerübelsten Sorte, das Übel: dass du deine penetrante Gutmensch-Moral mit Spiritualität verwechselst.

Die Wahrheit ist ein Paradox. Deswegen verwirren die Meister, Osho..usw.... nicht weil sie verwirren  w o l l e n  , sondern v.a. dadurch, dass sie das Unbeschreibbare nicht anders als in Paradoxen beschreiben können.

Ich weiß nicht, ob Ramesh Balsekar seine Zuhörer verwirrte...LOL...


StolzStolz

"Ich bin stolz darauf, was ich als Deutscher für mein Land durch meiner Hände Arbeit geleistet habe,  durch mein Sein als Mann, Vater, Freund... und dies alles mit meiner Nationalität als Deutscher"
Ich nehme schwer an, ja, ich weiß, dass der Schreiber dieser Zeilen sich für schwer spirituell hält und sich u.a. als "Sterbebegleiter" versteht....LOL..



Schamanismus..

ehrt die Vergangenheit, die Ahnen und die heimatliche Scholle. Vor allem die Familie, (die Brutstätte der Neurosen....) Nichts verkehrt dran, wenn's heilt - aber was für Blüten das treiben kann, zeigt die dunkle Mystik des  Nationalsozialismus im dritten Reich.  Die Mutter als Heldin... Der Mütterkult... Die Volksseele

Bert Hellinger  - benutzt der nicht auch schamanistische Rituale? Es wundert mich nicht, dass der in die rechte Ecke gerückt wird.  Für mich ist Schamanismus eine bedenkliche Sache, vor allem der Freizeitschamanismus. Aus (meiner) radikal-spirituellen Sicht ist Schamanismus keine Option. Im Gegenteil gehört in er in die Rubrik der "Spirituellen Umgehung".  Schamanismus ist etwas, was Christus (das Wahre SELBST) unter seine "Füße legt".  Wenn ich mich nicht täusche, gehört das in der Bibel in die Rubrik "Zauberei und Magie". Obwohl ich da auch Einschränkungen machen würde, wenn ich an das Häxentum  der Mary Daly denke, was mit dem patriarchalischen Schamanismus gar nichts gemein hat.
Mit der Großen Mutter ist aber allgemein nicht gut Kirschen essen... die hat schon so manchen allzuneugierigen und labilen Charakter verschlungen.


Ich betone auch dies nochmal: Die zugegebenermaßen äusserst faszinierende Familienaufstellung nach B. Hellinger ist für traumatisierte Menschen äusserst gefährlich - die Gefahr einer Re-Traumatisierung ist viel zu groß.




Demut

Auch Frau Gott mahnt immer sie immer wieder an -  die Demut: Wer sich erhöht, wird erniedrigt werden! Das kann man meist dann von ihr lesen, wenn ihr jemand kontra gibt oder ihre Aussagen hinterfragt. Wie immer hat sie nie ganz unrecht, dennoch schwebt dabei immer das Gestänkle in der Luft, dass es ihr vor allem darum geht, sich vor ihr - "Frau Gott" -  demutsvoll zu erniedrigen. Der aufrechte Gang, die volle Menschengröße zu erlangen ist scheinbar nur ihr gestattet. Vielleicht sollte sie mal den Unterschied zwischen der wahren und der falschen Demut/Erniedrigung thematisieren?

Mißtraue allen blumig-poetischen schönen Worten, die sich wie eine Handungsanweisung lesen, egal, ob sie von Ramana M. oder einem Ronnie Hieß stammen. Solange du unbewußt bist, wird sich der Verstand ihrer bemächtigen und versuchen zu machen, was er nicht machen kann.

http://satyamnitya.wordpress.com/2014/07/23/ronny-hiess-die-groste-hilfe/#comment-20417
Und vergiß nicht: die Fülle des Seins birgt nicht nur (scheinbar) schöne Worte, sondern auch (scheinbar) saftige Arschtritte, wo sie (scheinbar?) spontan  aus sich SELBST heraus erfolgen...LOL!
Dies war eine Handlungsanweisung, denkst du nun? LOLLOL! Nur, wenn du die Ebene mal wieder verwechselst.



Nichts ist heilig

in der offenen Weite des Bewußtseins jenseits von Erleuchtung... Stimmt. Das Heilige Pathos kennt man nur in den heiligen, den numinosen Hallen. Die Dichtungen Sri Aurobindos und Dantes Dichtung stammen aus dieser Ecke... Jenseits von Ego herrscht pure Heiterkeit und die hehren numinosen DichterWorte von Himmel- und von Höllenfahrten zerbröseln dir wie modrige Pilze auf der Zunge. Für dich mag das wie Ketzerei, Lästerung und Sich-lustig-machen klingen, wenn Heiliger Pathos in himmlischen Nonsens transformiert...
Wenn das Kind geboren ist, hat man die Heiligen Hallen zwar transformiert, damit wird das Heilige und Numinose aber nicht nullifiziert. Transformieren heißt zwar darüberhinauszugehen, ist aber auch immer zugleich ein Um- oder Einfassen der vorherigen Stufe.

Nun gibt es da jene, die  - ohne das Heilige, die "Heiligen Hallen" je betreten zu haben - den Heiligen Pathos von vornherein negieren und das Heilige als nichtsnutzige Romantik verscherbeln.

D a s  ist Lästerung.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als Schulkind  über das Heilige Pathos mancher Dichtung gelacht habe und dafür immer wieder auf den Deckel gekriegt habe... LOL! Mit dem Pathos der Opern dasselbe.... die Komik im Pathos. Tragi-Komödie.


Wer das Kind in sich nicht so schnell findet und den Stoff gut verträgt, kann mal einen Joint rauchen und sich dann den Dante oder - noch besser, die Dichtung der Mathilde Ludendorff reinziehen - das sorgt für mehr Heiterkeit als eine Sitzung des deutschen Bundestags! LOL!


(Vorsicht! Haschisch oder Mariuhana befreit nicht in jedem Fall das innere Kind. Bei mir bewirkte es  das Gegenteil: ich wurde mit Drogen  i m m e r zurückgeworfen in das frühere kleine KindIch. Meist waren es Zustände  der Angst und der Minderwertigkeitsgefühle, ich bekam auch Angst vor den anwesenden Menschen. Wenn ich jedoch alleine war, konnte ich mich angstfrei der Musik hingeben...  )


Bei der Schilderung fällt mir grade auf, dass ich meine Zustände damals schon sehr gut bebachten konnte, was es mir später leicht machte, die aktuellen Gefühle auf deren Ursprung in der  Vergangenheit zurückzuführen. Nicht nur beim Shit-Rauchen, sogar während eines LSD-Trips war es mir möglich, die Kontrolle nicht ganz zu verlieren - ich war in der Lage, zu beobachten und zu "wissen", in welchem (kindlichen) Lebensalter ich mich gerade befand. Der "Beobachter" das Auge der Achtsamkeit und des Gewahrseins war somit schon relativ aufgeweckt... 


Übrigens ist Erwachen nichts anderes: das Auge des Gewahrseins tut sich auf. Gewahrsein ist die Wahre Natur. Babylon, Babylon...


Viel später, nach einigen Primärtherapiesitzungen mit  Bodo S.  ging es mir ganz ähnlich. Der ging in Urlaub und hatte mich in der letzten Sitzung wahrscheinlich nicht richtig zurückgeholt und downgesettelt.
Was geschah, war ähnlich wie im LSD-Trip: ich fiel am hellichten Tag permanent von einem Lebensalter in ein anderes. Plötzlich fühlte ich mich exakt so angsterfüllt wie ich mich als 7jährige damals während meines Aufenthalts  bei T. T. fühlte- im nächsten Augenblick war ich vier Jahre alt und stand z.B. vor dem Pfarrerhaus in Hallenberg... usw.

So ging es in einem fort  - alles Traumatische erstand noch einmal in mir... boah, das machte mir Angst damals, ich fühlte mich richtig gespalten: Hier einerseits voll bewußt meiner aktuellen Situation als ca. 45jährige Erwachsene, die ihren erwachsenen Tätigkeiten nachging  - dort das kleine Kind mit all den damaligen Empfindungen...  Der Erwachsenen in mir  war es möglich,  dieses Kind in mir genau beobachten, ohne mich mit ihm allzusehr zu identifizieren. Ich glaube, das war meine Rettung... dass ich BEOBACHTEN konnte. Hätte ich mich mit dem Kind voll identifiziert, wäre ich möglicherweise ins Unbewußte abgesoffen. Von Innerer-Kind-Arbeit hatte ich damals keine Ahnung, sonst hätte ich dieses Kind, das ich war, wohl in den Arm genommen und getröstet. So beobachtete ich nur und versuchte,  meiner Angst herr zu werden.


Ich brauchte etwa 14 TAge, bis sich das Phänomen legte. Ich habe darüber in meinen Tagebüchern geschrieben, alles festgehalten und "bearbeitet". Die Primärtherapie brach ich ab. Ich war böse und wieder einmalmehr enttäuscht und hatte kein Vertrauen mehr in Therapeuten. 

In der Retrospektive ich das heute ganz anders: Er hatte mir unbewußt ein großes Geschenk gemacht. Dieses angstauslösende Phänomen WAR die Therapie und sie war  - im großen Ganzen gesehen - erfolgreich!!




Foto: https://www.uzh.ch/ds/wiki/ssl-dir/Karidol/uploads/Main/babylon1.jpg



Donnerstag, 17. Juli 2014

"Graus seid ihr mir, getünchte Gräber!" schalt Jesus einst die Pharisäer

Flämischer Meister
Jesus spricht vor den Pharisäern



Schattenarbeit.


Ein Beispiel für Transformation von sog. Schwächen bezieht sich auf meine sog. Bindungsunfähigkeit, die ich aufgrund Fehlens einer konstanten Bezugsperson in meiner Kindheit entwickelte.  Das lieblose Wort Unfähigkeit wurde im Verlauf des Individuationsprozesses vollkommen aus meinem EigenschaftsKatalog  gestrichen, weil es Abwertung implizierte. In diesem Fall wertete ich die Unfähigkeit in Bindungsangst um.
Nachdem ich diese unter die Lupe nahm, entpuppte sich die Angst als  Trennungsangst. Das war stimmig und damit konnte ich viel besser umgehen  und meine Angst und frühen verdrängten Schmerzen intensiv fühlen und liebevoll annehmen. Diese Annahme wiederum transformierte die Trennungsangst  in eine neutrale Bindungslosigkeit. Mit solchen Akten der Annahme wurden nach und nach sämtliche Ängste ans Licht des Tages geholt und aufgelöst.
Ich möchte noch hinzufügen, dass ich keine Anleitungen zur Transformation gelesen hatte, alles entwickelte sich letztlich aus der Kapitulaltion des Ichs und  der Hingabe an den Prozess aus sich SELBST heraus. (Vor allem lief alles über das Fühlen, ich fühlte den Worten, den abwertenden und aufwertenden Begriffen nach,  mit denen mich identifiziert war.)
 Damals konnte ich nicht in Worte fassen, was sich da in mir erereignete. (Gepostet am 15.07.2014 im Allmy-Forum)


Nimm dir das Leben

Als ich heute durch den Wald ging und ein paar Himbeeren pflückte und aß, fiel mir wieder einmal mehr die Leere auf, mit der ich die Natur betrachte und dass es daran liegt, dass kein Begehren mehr da ist.
Früher nahm ich immer Tüten mit, mit dem Ziel die Beeren pfundweise nach Hause zu tragen, heute pflücke ich mir ein paar süße Himbeeren am Wegesrand und esse nicht mehr, als sich mir gerade bietet, ohne gezielt zu suchen.
Ich suche gar nichts mehr im Außen..

Früher waren meine Augen immer auf der Suche, irgendetwas mußte ich immer mitnehmen aus dem Wald, irgendetwas brauchte ich immer, egal, wo ich war...
Immer ging es ums Habenwollen, ums Genießen, und wenn es eine schöne Aussicht war... Jetzt genieße ich nichts Äußeres mehr, alles wird mir von Innen her geschenkt.

In meiner frauenbewegten Zeit hieß ein Slogan: Wer nicht begehrt, der lebt verkehrt. Was mir im späteren spirituellen Kontext ein verwirrender Widerspruch schien, hatte damals durchaus Sinn. Die vor allem "schwarzpatriarchalische" Domestizierung und Zucht und Ordnung-Dressur hatte uns das Begehren ausgetrieben. Und so begann ich das verbotene Wollen, das  Begehren aus der Verdrängung zu befreien, ein Begehren, welches sich nicht auf Männer reduzierte bezw. auf Sexualität, sondern die ganze Welt umschloß. Reaching out, nannte ich es - oder Nimm Dir das Leben!
Schattenarbeit: Bevor das Begehren, das Wollen und Wünschen transzendiert werden kann, muss man es sich zunächt einmal bewußt machen - den meisten Menschen wurden ihre natürlichen Triebe des Wollens und Begehrens nämlich in der Kindheit ausgetrieben. Schattenarbeit resp. Schattenintegration ist die Weise, auf die das ("labilste") Ich stark genug wird, um schließlich transzendiert und auf einer höheren Stufe wiedergeboren zu werden.


Das Gute im Schlechten

1970 bekam ich während der Schwangerschaft eine Thrombose. Wegen vorzeitigem Blasensprung mußte ich ins Krankenhaus.  Ich durfte wochenlang nicht aus dem Bett steigen, nur im Halbsitz essen.. die Schmerzen und die Schwellung am Bein hat man nicht ernst genommen.  Erst nachdem das Kind geboren und ich entlassen war und wieder laufen durfte, schwoll das Bein wie verrückt an und ich bekam Zinkleimverbände. Fortan litt ich unter Postthrombotischem Syndrom und ein Krankenhaus-Arzt sagte mir anläßlich eines wiederholten Erisypels (Blutvergiftung) am li. Bein , ich müsse unbedingt auch kleinste Verletzungen an den Beinen vermeiden und außerdem damit rechnen, jederzeit eine Lungenembolie zu bekommen. Hah!
Dieser "fürsorgliche" im Grunde unverantwortliche ärztliche Rat hat mich dahingebracht, mich bei jedem Beinschmerz dem Tode nah zu wähnen, was sein Gutes insofern hatte, dass ich mich noch intensiver mit Tod und Sterblichkeit auseinandersetzte und somit meine Bereitschaft der Hingabe und des Loslassens trainierte.

Unbeschreibbar

Die Unbeschreibbarkeit des Seins jenseits von Ego sorgt ob ihrer Paradoxität immer wieder für heftige Reaktionen unter den Gutmensch-Spiritanten und -spiritussen.
Beispiel:
Es gibt nichts mehr, was ich gerne tun würde.
Es gibt aber auch nichts mehr, was ich nicht gerne tun würde.
Bei Punkt 1 schreit der Spiri-Gutmensch laut auf: Das ist nicht erleuchtet, das ist unmenschlich! Punkt zwei dagegen akzeptiert er ohne weiteres...

Es gibt nichts mehr, was ich über mich aussagen könnte. Ich kann z.B. nicht einmal sagen, dass ich mich wohl fühle, weil es keinen Augenblick gibt, in dem ich mich unwohl fühlen würde. (Wohlfühlen bezieht sich hier auf das psychische, nicht auf körperliches Wohl- oder Unwohlsein, das kommt mitunter auch vor.)
Ja, und deshalb kann ich über mich auch nicht aussagen, dass ich erleuchtet wäre!  D a s   ist der einzige Grund, warum sog. Erleuchtete nichts über ihren erleuchteten Bewußtseinszustand aussagen können!
Aber auch daraus hat das niedrige Ego-BW wie es seine Art ist, eine moralitäre Verhaltensvorgabe gemacht,ein Kriterium, ein Merkmal von Demut vor Gott, aber besonders vor den Menschen: Ein wahrhaft Erleuchteter sagt niemals, dass er erleuchtet ist. Denkt man.. - ein Erleuchteter sagt aber auch niemals, dass er  n i c h t  erleuchtet ist, LOL!


Der Begriff der Erleuchtung

ist mittlerweile so abgelutscht und abgegriffelt, dass keiner ihn mehr in den Mund nehmen mag.
Ich selbst habe zwischen Erwachen und Erleuchtung nie einen Unterschied gemacht. Die erste Erleuchtung oder ein erstes Erwachen zu meiner "wahren Natur" war vor vielen Jahren die Erfahrung des Ur-Geborgenseins in der bedingungslosen Kosmischen Liebe,  - eine tiefgreifende und umwälzende Erfahrung, die der bedingungslosen Kapitulation des Egos entsprang. Diese Erfahrung ebnete  mir den Weg zu dem, was man auch Bhakti-Yoga nennt, den Weg der Hingabe - meine Hauptstraße, in den alle anderen sog. Yoga-Wege einmündeten und sich zu einer Einheit verbanden.
In meiner Definition von Erleuchtung gibt es nichts als "Geistesblitze". Am Anfang hauen sie dich noch um, später, param advaita,  wird es zum ganz "gewöhnlichen" SEIN.

Paradox: Ess ist keineswegs so, dass, wie man allgemein glaubt, das Unbeschreibbare in jeder Hinsicht jenseits aller Worte wäre. Es gehört zur intellektuellen Integration, dass man die geistigen Erkenntnisse soweit als möglich in Klarheit und Wahrheit wiedergeben kann.


Lüge und Wahrheit

Zum Video Forum Erleuchtung 2013. Gleich zu Anfang höre ich von einigen der Lehrer-Teilnehmer, sie könnten seit ihrem Erwachen nicht mehr lügen. Immer wenn sie lügen wollten, kämen sie ins Stocken: ... äh...äh... (Publikum lacht)
Ich kann nicht mehr lügen... Tja - das kann nicht anders als gelogen sein...LOL!

Ich drücke es mal so aus:
Im Sein jenseits von Ego hast du keine Angst mehr, deshalb fällt der meiste Grund fürs Lügen einfach flach. Du sagst spontan die Wahrheit oder auch die "Unwahrheit".
Weil: Man nimmt es,  - um es ausnahmsweise einmal mit Edgar Hofer zu sagen - "nicht mehr so genau".  Fragt mich jemand, ob ich verheiratet bin, was öfter vorkommt, dann sage ich mal ja, mal nein. Tatsache ist, dass ich seit über 10 Jahren in "Trennung" lebe und mein Männlein in Algerien so tief verschütt' gegangen ist, dass es die Scheidungspapiere nicht unterschreiben konnte bzw. wollte  - und mir außerdem mein Status inzwischen ziemlich scheißendrrreckmirrregalllo ist.

In dieser Hinsicht mache ich also nicht mehr viele Worte. Als mich letztes Jahr mal jemand fragte, ob mein Begleiter (Kerl Allmächtig) , mit dem ich gesehen wurde, mein Ehemann sei, habe ich das kurz und bündig bejaht. Dies hat mir weder etwas gegeben noch etwas genommen (an Reputation z.B.)
Es ist gleich gültig, egal, was ich sage; ich habe einfach kein Image mehr zu polieren, weder den unverheirateten noch den verheirateten Status gibt es mehr zu verteidigen. Bis zu meiner Heirat am Vorabend der neuen Zeitrechnung, dem 10.September 2001 war ich stolz, eine ledige Mutter und "Freifrau" zu sein und dass ich tatsächlich geheiratet habe, hatte ich mir streckenweise sehr sehr übel genommen, so übel, dass ich nicht lange danach die Scheidung eingereicht habe und einen Haufen Geld dabei verloren habe... Finanziell gesehen war die Heirat und die noch nicht vollzogene Scheidung für mich ein reines Verlustgeschäft. Aber bei Gott, was diesbezüglich an innerer Auseinandersetzung ablief, läßt sich mit Geld nicht aufwiegen...! (Wie nicht anders von mir zu erwarten war, hatte ich einen ziemlich Pösen Puben geheiratet... LOL)

Um es kurz zu machen: Lüge oder Wahrheit - diese Frage hat sich jenseits von Ego total erledigt. Du sagst einfach, was dir spontan in den Sinn kommt, die relativen persönlichen Wahrheiten, an denen man so geklebt hat und mit denen man sich identifzierte, spielen keine Rolle mehr. Da ist weder ein Erklärungs- noch ein Rechtfertigungsbedürfnis... da ist kein Image, kein Selbstbild mehr, was es nach außen hin zu vermitteln und zu profilieren gäbe. Du bist ein "ungerahmter" Mensch ohne Eigenschaften und ob man dich für eine Madam oder eine Hure hält, ist dir jetzt Jacke wie Hose.

Und zu guter Letzt: Im Sein jenseits von Ego gibt es keine Automatismen und es ist tatsächlich gar nicht möglich, (spontan!) lügen zu  w o l l e n . Und da ist auch nichts, was dich in dieser Hinsicht stocken ließe. Wenn du tatsächlich lügen willst und du wirst dir dessen bewußt (äähm...usw), dann ist da einfach keine Spontaneität, sondern, wie es sich mir darstellt,  könnte das, was dich stocken läßt, immer noch eine gewisse Angst bzw. der reflektierende Verstand sein.

Ein Kriterium der Inneren Freiheit:
Im Sein bist du der relativen Wahrheit und der allgemeinen Moral nicht mehr zwanghaft verpflichtet, hier fallen Lüge und Wahrheit in die Rubrik der unstatthaften Wertung, genau wie Negativ und Positiv, Gut und Böse usw. - In der Leichtigkeit des SEINS ist das, was immer du auch spontan (!) tust und sagst, weder gut noch schlecht, sondern wohlgetan und wohlgesagt und überhaupt kein Anlaß, sich darüber Gedanken zu machen. Die Wertungen (schlecht oder gut)  kannst du getrost den anderen überlassen...LOL! BEsonders das spirit. Gutmensch-Ego wird sich deiner Worte und Taten  gerne annehmen und dich  der hybriden, anarchistischen Umtriebe zeihen... ha ha ha...


Und so sehe ich auch auf dem Forum Erleuchtung wie der Verstand des erlauchten Lehrergremiums wie es so seine Art ist,  zu Pauschalisierung und Verallgemeinerumg neigt:  "Man lügt nicht mehr", man tut dies und jenes nicht mehr... wobei man  übersieht, dass man jenseits von Ego im eigenschaftslosen Sein  per se keinerlei eindeutige Aussagen machen kann.

Man kann nicht mehr lügen...? Mir liegt es fern, die Menschen abzuwerten in ihren spirit. Erfahrungen oder Wahrnehmungen, aber grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass der spirituelle Sucher/Finder sich der Finten seines Verstandes solange nicht gewahr wird, als er noch nicht den finalen Tod gestorben ist. Wer wirklich über den Jordan und am Anderen Ufer angekommen ist, der kann sich m. E.  nicht mehr so schnell solcher Worte bedienen - auch wenn man es nicht mehr so "genau nimmt".
Der Verstand ist nicht nur ein flinker, sondern auch ein linker Geselle:  er fixiert aus deiner authentischen spontanen Erfahrung des "Nichtlügen-Könnens" - bessser gesagt, des Wahrheitsagens - sofort eine feste Eigenschaft: die des nicht-lügen-könnens. Deshalb wäre das "Stocken" sehr kritisch zu betrachten, möglicherweise handelt es sich schlichtweg um den  reflektierenden Verstand, der eine authentische Erfahrung für sich vereinnahmt und nun den Glaubenssatz (inclusiv "Gewissen")  übernommen hat, dass er nun nicht mehr lügen könne.
Im Sein, d.h. im GeWAHRsein sieht man nur Wahrheit und sagt man nur Wahrheit. Diese Wahrheit aber ist rein subjektiv und nicht von und vor anderen Menschen als Lüge oder Wahrheit verifizierbar. Das Wort "Lüge" ist hier absolut bedeutungsleer.

Es stimmt schon: Vieles kommt einem nicht mehr so ohne weiteres über die Lippen. Ich selbst gerate grundsätzlich dann ins Stocken, wenn ich über mich selbst sprechen will. Es wird mir immer unmöglicher, denn alles, was ich über mich sage, könnte ich sofort wieder dementieren, weil es fast zeitgleich als nicht wahr erkannt wird, LOL!
Wenn ich Abaelard beispielsweise erzähle, dass ich mir zwar über eine Operation der HWS-Spinalkanalstenose Gedanken mache, (machen  s o l l , sagte mir der Doc vorgestern, hahaha!) aber andererseits die Diagnose keine Rolle für mich spielt, weil ich nicht an Diagnosen "glaube", dann gerate ich in höchsten Erklärungsnotstand und ich fange an zu stottern, zu lachen und zu lispeln... es geht nicht, es geht einfach nicht mehr...ganz egal, was immer ich auch von mir sagen will.
Und doch kann der Verstand nicht von seinem Laster ablassen, zu erklären...  Das ist so, weil...
Erklären ist im Chinesischen ein Synoynm für vergeblich.
LOL!


Focussing!

Focussing war auch etwas, was sich bei mir infolge der permanenten Selbstbeobachtung von Selbst einstellte. Dies fiel mir auf, als ich vor vielen Jahren das Buch von E.Gendlin kaufte, um das Focussing zu erlernen. Ähnlich ging es mir Jahre später, als ich meine "Faulheit" zu überwinden trachtete und mich entschloss, endlich Achtsamkeit zu erlenen;  nach ein paar Seiten fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich das gar nicht mehr "üben" muss, weil ich es schon jahrelang praktizierte. Babylon... 

http://www.amazon.de/Focusing-Praxis-schulen%C3%BCbergreifende-Methode-Psychotherapie/dp/3608890629/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1405410546&sr=8-3&keywords=focusing+eugene+gendlin

Dass ich jetzt noch ein weiteres Mal auf  Focussing komme, habe ich Colin Wilson zu verdanken, der das Vorwort zu Stephen Wolinsky's Quantenbewußtsein schrieb. Das Buch nahm ich mir mit, als ich gestern zum Doc ging, um mir ein Massagerezept abzuholen und um die Wartezeit zu überbrücken. Gleich auf der zweiten Seite lese ich im Vorwort:

"Meiner Meinung nach ist eine der interessantesten Entwicklungen der letzten Zeit die Technik des "Fokussierens", die von Eugine T. Gendlin entwickelt wurde. Beim Fokussieren bringt man dem Patienten als Grundlage bei, in sich selbst u blicken und zu versuchen, das Wesen seines Unglücks zu "fokussieren" und es mit Worten auszudrücken. Das hat natürlich etwas gemeinsam mit Freuds "Therapie durch Gespräch", es ist eine Technik, die für Schriftsteller ganz natürlich ist -insbesondere für Lyriker: Man lernt, seine Probleme auf Papier auszugießen und sie so aus seinem System zu verbannen.

All dies zeigt, dass es so etwas wie "Originalität" in der Psychologie nicht gibt. Die Psychologie ist schließlich die Wissenschaft von der Seele und jeder, der zu einer genauen Beobachtung fähig ist, wird unvermeidlich dieselben fundamentalen Wahrheiten erkennen."

Colin Wilson, der das Vorwort schrieb ist übrigens der Verfasser von "The Outsider", deutsch: Außenseiter. Ob dieses Buch noch am deutschen Markt zu haben ist, weiß ich nicht, auf jeden Fall war es ein Buch, welches mich unwahrscheinlich gestärkt hat und mich auf "going my own way" hielt. Allen sog. Außenseitern, den  Menschen, die sich so fremd in dieser Welt fühlen, kann ich es nur wärmstens ans Herz legen.


Tat vam asi

Das bist Du. Auch das gibt es in zwei Versionen: Einmal im personalen Individuationsprozess, wo du dich mit allen Menschen identifizierst und alles, was Menschen im Guten wie im Bösen ausmacht, in dir selbst erkennst. Ist der persönliche Bereich, das Unbewußte letztlich geläutert und transzendiert erkennst du in der Einheit mit Gott: ICH BIN.
Das BIN ICH. In der Einheit gibt es keine Trennung, also auch kein "Du".
Die Tat vam asi-Erfahrung  entspricht sogesehen der ICH-BIN-Erfahrung in der Einheit mit Gott, bzw. der Erkenntnis, dass niemand anders als ICH Gott ist.



Mensch ohne Schatten?


Ein Mensch ohne Schatten bist du dann, wenn du ein Mensch ohne Eigenschaften geworden bist, bzw. dich als das göttliche eigenschaftslose  ICH-BIN-Bewußtsein nicht nur ein- oder zweimal im "Moment" erkannt, sondern auch  - param advaita - dauerhaft stabilisiert hast.
Vorausbedingung dafür ist, dass du deine Schatten, dein  Unbewußtes bewußt machst und integrierst. Daran führt kein Weg vorbei.

Interessant zu sehen, dass die Menschen mit den stärksten psychologischen Abwehrreaktionen am aggressivsten gegen Schattenintegration polemisieren. Der ideologisch dogmenverseuchte Spiri-Betonkopf leugnet schlichtweg, dass es bei ihm so etwas wie Schatten oder Unbewußtes überhaupt gibt. Sowas wie Schatten haben seiner Meinung nach nur andere, z.B. Leute, die in ihrer Kindheit "schwer auf den Deckel gekriegt" haben.  Die Häme, die mitunter daraus spricht, ist eine Verächtlichmachung aller Opfer (von Miißhandlung).  Pharisäisch sagt er im übertragenen Sinne: Herr, wie froh bin ich, dass ich  nicht so bin wie diese.
Ein solches Ego ist unfähig, zu erkennen, dass es selbst Opfer ist und sein ganzes Abwehrsystem im Dienste der Verdrängung eben dieser Hilflosigkeit und Ohnmacht  eines wehrlosen Opfers steht. Statt zu fühlen und bewußt zu machen,  projeziert er seinen Mangel und seine  Minderwertigkeitsgefühle und macht andere Menschen zu Opfern, indem er sie erniedrigt und sich auf ihre Kosten erhöht. Er hat keinen Zugang zu seinem Unbewußten, d.h. vor allem hat er keinen Kontakt mit seinem inneren Kind, dem Kind, was er einst war.  Deshalb auch muß er das innere Kind, das freie Kind in anderen bekämpfen: mit Häme, Spott und einer elitären Ansprüchlichkeit, der er selbst keineswegs zu genügen imstande ist.

Alles an ihm ist Pseudo: berechnende Pseuofreundlichkeit, Pseudointellektualität, Pseudogefühle, Pseudo-Spiritualität - alles in allem zeigt sich hier eine immense Gefühlskälte und eine geisterhafte innere Leere, die u.a. damit aufgefüllt wird, dass man sie spiritualisiert und damit zum Kult erhebt:

Auf diese Weise kann ein Neurotiker aus jeder  Not eine Tugend machen, z.B.. aus der Unfähigkeit, sich selbst zu fühlen und zu lieben macht er einen spirituellen Event der "Leere" und seine unheilige Gefühllosigkeit wird zur Heiligen Nüchternheit umgedeutet.
Und um sein Grab auch richtig schön zu tapezieren,  wird  eine  philosophische oder eine spirituelle "Schule", ein berühmter Name  (z.B. das Neo-Advaita, R. Balsekar, Nisargaddata usw.) ) dazu benützt, die Abwehr resp. Ego zu stärken, statt "konstruktiv" zu schwächen, wie es eine Schattenkonfrontation mit sich brächte.
Jetzt ist aus dem Herrn Jemand ein Herr Niemand geworden, und zwar einer, der was auf sich hält!
Ein getünchtes Grab.



Alles angelesen?

Klar habe ich viel gelesen, aber auch wenig verstanden, bzw. wo ich nicht intuitiv verstanden habe, da hatte ich mir meine Bilder/ Vor-Stellungen gemacht. Nun verifiziert sich alles "Angelesene" von innen heraus...

Es ist schon komisch, aus der Retrospektive zu sehen, dass ich früher wohl einiges über Transformation oder Psychosynthese und einiges mehr gelesen hatte, aber als ich mitten drin im Prozess war, erkannte ich von dem Gelesenen rein gar nichts wieder. Ich wußte nicht, dass ich mich z.B. in einem Schattenprozess befand - und dies auch deshalb, weil die Vor-Stellung und Bilder, die man sich beim Lesen macht, ganz und gar nicht der Wirklichkeit entsprachen.
Manchmal dauerte es Jahre und es dauert noch an, bis sich die Kluft zwischen der verkopften Vorstellung und der erfahrenen Wirklichkeit erkennend schließt.
Manchmal dauerte es sogar Jahre, bis ich das geeignete Wort für  die Vorgänge fand.

Heilung

Vollständig geheilt ist man, wenn man die psychologischen Abwehrmechanismen nicht mehr benötigt.
AMEN!



Selbstbezüglichkeit


Alles, was ich schreibe oder auch jemandem sage,  erkenne ich als selbstbezüglich, d.h. ich spreche und schreibe nur für mich, um  m i r   über die Dinge  Klarheit zu verschaffen. Es ist eine Art von Spiralen und ein Ringen um immer größere Klarheit.
Wenn ich mir z.B. jetzt gerade erzählen will, weshalb ich mich nicht mehr mit Büchern, Videos u.a. beschäftigen kann, dann nur deshalb, weil ich mir selbst klar werden will über den Gegenstand meiner Betrachtung und durch das Aufschreiben und Benennen auch häufig wieder völlig neue Erkenntnisse gewinne - ein Spiralen und ein Ringen um immer größere Klarheit (auch der Beschreibung).

Dass ich nach Input keinerlei Bedürfnisse mehr habe, beruht v. a. darauf,  dass mein Wissen nurmehr aus mir SELBST herauskommen will. Sicher lasse ich mich mitunter auch von außen befruchten, aber ich habe keinerlei "aktiven"  Wissensdurst mehr, keinerlei Neugierde, die von außen befriedigt werden wollte, weshalb Bücher für mich völlig uninteressant geworden sind. Ich will nicht mehr Wissen, als ich immer frisch und neu  aus mir selbst heraus gewinne.
Was Videos angeht, ist es nicht nur die CPU-Überhitzung, die mich davon abhält, länger als nötig reinzuschaun, sondern wie auch bei spirit. Büchern oder Forenbeiträgen setzt bei mir nach nur wenig Fremdtext sofort der Vorgang der Geisterunterscheidung ein, sobald ich auf eine Unstimmigkeit stoße - was mir wiederum als "Blogfutter" dient, d.h. aufgeschrieben werden will.... Wie überhaupt all mein Schreiben mir schon seit 60 Jahren nur dazu dient, mich SELBST mehr und mehr zu erkennen.
Manchmal ist es auch so, dass ich nach wenigen Minuten Text  angetriggert werde, aus mir SELBSt heraus den Faden, den ich im Außen aufgenommen habe, einfach nur weiterzuspinnen und -  aufzuschreiben.
Schreibend habe ich mich befreit und schreibend feiere ich meine Freiheit. Aus den frühren gemeinen Selbstgesprächen,  haben sich nun SELBSTgespräche der höheren Art entwickelt.



Ego, Gutmensch-Ego

Ein alter Bekannter brach den nach langer Zeit wieder aufgenommenen Kontakt zu mir ab, als ich ihm zu verstehen gab, dass seine edelsten Motive im Grunde selbstsüchtig seien.

Ein anderes "High-Light" brach den Kontakt ab, als ich ihm erklärte, sein Garten sei wirklich sehr schön und seine Beschneidung in der Tat FORM-vollendet, zeige mir aber, dass er die (wilde) Weiblichkeit in sich nicht integriert habe.
Außerdem sei er viel zu nett... Big Daddy... LOL




Karl Renz

Da läuft mir soeben der Zenblog über die Linse und ich lese erstmals, was K. Renz unter dem doch sehr unpassenden und mißverständichen Begriff der  Resignation versteht, den man bei seinen Anhängern öfters lesen kann.  Ich vermute mal, er meint dasselbe wie  Kapitulation (des Egos.) Aber bei Gott - "Resignation"  klingt so müde und sooo depressiv... jo, so ähnlich wie: Die Scheiße hört nie auf...LOL

Ja, das Ego kann durchaus des öfteren kapitulieren oder in selbstvergessenen Momenten beiseite treten, wenn es aufgehört hat, mit sich und anderen zu kämpfen...daher ist es durchaus möglich, dass ein Mensch dadurch auch öfter in das erwacht, was man SEIN nennt und sich der Seinsattribute seiner Wahren Natur bewußt wird: Alliebe, All-Präsenz, AllWeisheit
Wenn dieses Erwachen ihn jedoch nicht transfomiert und letztlich in ein dauerhaftes Gewahrsein bringt, dann bleibt er wie K. Wilber sagt, ein Tourist -  ein kleines VerstandesLicht ohne Strahlkraft.