Donnerstag, 19. Februar 2015

Much better als ein Drogenschuß ist der Musengöttin Kuss

Keilrahmenbild (40 x 21, H.M. Hess) von "Apollo und die Musen

IN MEMORIAM  - Von der Muse geküsst


Potentiale verschüttet unter Konventionen,
verdeckt durch Regeln, entgegen kreativer Natur.
Zweifel, Ängste Ungewissheit -
doch die Hoffnung und der Glaube an mich gaben mir die Kraft - - -
als eines nachts ein göttlicher Funke
mein Bewusstsein hat erfaßt:

Die Tiefen meines Bewußtseins -
ein Meer (mehr) aus Emotionen, Tränen, Freude quillt hervor,
sich ständig erneuernd im Zwiegespräch.
Bilder, Farben, Töne - alles Eins, mein tiefstes Inneres.

Lange habe ich gerungen, sie wiederzubekommen -
 meine Kindheit, die Freude am Leben und der Glaube an die eigene Kraft.
Einklang der Wahrnehmung von Ratio und Intuition schwemmt Unbewußtes aus den Tiefen meiner Seele hervor -
Emotionen, die ich lange nicht gekannt, waren  sie doch durch Konventionen verbannt.

Überwältigt von der Flut der Emotionen begreife kaum, wie mir geschieht,
läßt mich erschaudern in Freude und Angst, mich entfremdend von dieser Welt -
so wesensfremd und destruktiv.

Ich suche meine Kraft, Ruhe und Geborgenheit
in der Unendlichkeit
meiner inneren Welt aus Farben, Klängen... eine Welt so schön und rein -
Einfach "SEIN", unverfälscht, nicht kategorisierbar.

Das bin ICH,
Dein Sohn 

(Brief 1998,  Mit freundlicher Genehmigung von "Sohn")


Dieser Brief fiel mir nach vielen Jahren mal wieder in die Hände und liess mich nachsinnen....Als ich den Sohn anlässlich dessen fragte, ob ich ihn eigentlich  mit meinen spirituellen Begeisterungen aufdringlich okkupiert oder bedrängt habe, meine er,  so ein bisschen sanfte Gewalt sei schon rübergekommen.
Ja, so ab ca. 17. Lebensjahr fand ich, er sei reif und gab ihm ein Buch von Bhagwan (Osho), ich schenkte ihm im Laufe der Zeit dann haufenweise meine Bücher div. Meister -  meiner Erinnerung nach aber war das Osho-Buch das erste und letzte dieser Art, was er tatsächlich auch las. Er liess sich von mir nicht gerne beeinflussen und er  war auch kein Büchernarr wie ich. Er hatte andere kreative Leidenschaften. Ich glaube, das erste Buch kaufte er sich im Alter von ca. 24 Jahren: Flow, das Geheimnis des Glücks von Mihaly Csikszentmihalyi.

http://www.amazon.de/FLOW-Geheimnis-Gl%C3%BCcks-Mihaly-Csikszentmihalyi/dp/3608957839

Der Flow sowie das Ego interessierte ihn wohl primär nur  im Zusammenhang mit seiner Musik.
In meiner Erinnerung habe ich ihn, was meine spirituellen Begeisterungen angingen,  nicht allzusehr bedrängt, das Motto über meiner Tür: Hier ist ein jeder frei. Und: You go your own way.
Dennoch gab es (christlich motivierte)  Zeiten, wo ich ihn seines lustvollen Lebenswandels schon ewiger Verdammnis ausgesetzt sah und seine "Gottesferne" -ähnlich wie die Heilige Monika ihrem hedonistisch-leichtfüßigen Sohn Augustinus gegenüber -  überaus schmerzhaft empfand und ich mich schwer zurückhalten mußte mit christlich-militanten Bekehrungsoffensiven.
Als ich 1998 obigen Brief von ihm erhielt, war ich sprachlos, erschüttert und begeistert. Juchhuuu! jubelte da mein Mutterherz, er ist also doch der Sohn seiner Mutter! Als ich kürzlich mit ihm telefonierte, stellte ich aber doch noch mal sicher, dass dieser Erfahrung keine Drogen zugrunde lagen. Er lachte.
Ich u.a.: Das ganze klingt mir heute wie eine spirit. Erwachenserfahrung, wenn ich da vom "unkategorisierbaren Sein" usw. lese...
Er - lachend: Na, dann bin ich aber schnell wieder eingeschlafen....
Ich: Why not - derweil gibt dir's der Herr im Schlaf.
Er interessiert sich im Moment nicht für Spiritualität, sagt er, mehr für das gegenwärtige Weltgeschehen. Seine diesbezügl. Infos und sein gegenwärtiges Weltbild  bezieht er von "Russia Today". Why not - das eine ist so gut oder so schlecht wie das andere.
He goes his own way...
(Ich finde Putin auch sexy...LOL!)

Fazit: Wer sich in und aus sich selbst als ALLEINS erkannt hat  - d.h. sich als Alles in Einem und das Eine in Allem erfahren bzw. erkannt hat - hat kein Bedürfnis mehr, andere Menschen auf den "rechten Weg" zu bringen, zu mahnen und Weisung zu geben. Alles ist gut wie es ist....
und soooooo leicht... (wenn der Blutdruck nicht gerade Druck macht,  LOLOLOL!)


Jesus

solle man  "annehmen",  hört man oftmals aus christlich berufenem Munde. Was das wirklich bedeutet, scheint aber manchen dieser Prediger gar nicht recht bewusst zu sein: Jesus "anzunehmen" bedeutet, ihn in das eigene Herz zu "nehmen", sich seiner SELBST er-INNERN! Dann nämlich, wenn man mit Jesus "gleichzeitig" geworden ist, wie Kierkegaard es nannte, hört man die Stimme Jesu, die Botschaft Jesu aus dem eigenen Herzen heraus zu sich sprechen. In dieser Ver-EIN-igung erkennt man die Person des vordergründig-historischen Jesus als eine Metapher für das eigene Herz, das WAHRE SELBST. Jetzt bist du zu Gottes Kind berufen - denn Gottes Kind ist man erst, wenn man sich dieser Gotteskindschaft auch WIRKlich BEWUSST ist. Der dogmatische Glaube daran tuts nicht.
Du bist mein geliebtes Kind...
Yippppiiiiiiiiieeeeeee!

Ich war übrigens lange Zeit eine hasserfüllte von der Kirche und dem Christentum  abgefallene Atheistin. Mit ca. 40 Jahren erst habe ich über die Philosphie und den Buddhismus zum Christentum (im Verbindung mit Zen)  zurückgefunden, besser gesagt: zu Jesus Christus.  Mit dem Buddhismus habe ich mich nicht sehr intensiv auseinandersetzen müssen - es hatte nicht lange gedauert, da schmeckte ich die Essenz des Buddhismus und wer die Essenz einer Religion schmeckt, schmeckt die Essenz aller Religionen. Damit begann  ich auch das Christentum von innen heraus zu verstehen.
Eine Mystikerin wurde ich mit meiner ersten spirituellen Erfahrung der kosmischen Liebe.) 


Entertainment

ist mir mein eigenes Geschwätz von Krankheit, Elend, Tod usw.  Denn auch wenn ich z.B. von "meinem" hehehe sog. Vorhofflimmern berichte, glaube ich als Zuschauer gleichzeitig doch nicht daran.
Ich habe keine Kontrolle über meinen Körper. Keinen Willen, geheilt zu werden. Ob heil oder unheil ist mir gleich gültig.
Ob ich lebe oder sterbe ist mir also auch gleich gültig. Warum ich dennoch zum Arzt gehe? Reflex, ich meine, muss ja nicht sein... Der Körper will halt leben und warum sollte er nicht?
Nicht die unverwundbare Pyche, der Körper hat Überlebensangst, die Seele hat sich am Leben sattgefuttert, d.h. da sind keine Gedanken wie bei früheren ähnlichen Anlässen, als ich noch ein Leben VOR mir sah und glaubte, noch irgend etwas NACHholen zu müssen: Lieber Gott, lass mich nicht schon jetzt sterben, ich will auch ganz brav sein und alles tun, was du willst... LOL. So war das früher, wirklich! Ich lag schon so oft im Sterben -  ich habe Lieder davon gesungen...

Ich habe keine Wünsche mehr ans sog. "Leben". Die Dinge sind wie sie sind: weder gut noch schlecht.



Wohl und Wollen

ER sagt, ich zeige ihm gegenüber (m)ein Wohlwollen. Aber da ist bei mir  weder Wohl noch Wollen. Soll ich ihm das sagen? Das wäre nicht "nett", ne?
Denn sagt man den Menschen, dass es dir nicht um sie PERSÖNLICH geht, sind sie meist beleidigt.. Gerade die spirituellen Sucher, die noch nicht im mindesten begriffen haben, was Ego oder Identifikation ist, bestehen darauf  g e m e i n t  zu sein. Der AllmyOberAbergeist BabyBond begreift es bis heute nicht, dass die AugenBlicke von "Lolo", die einmal oder sogar mehrmals völlig unabsichtlich und plan- und ziellos auf ihm geruht haben, keineswegs ihm galten, sondern der reinsten unverzerrtesten lustvollsten SELBSTbefriedigung dienten.

SELBSTliebe vs. Selbstliebe.

Die Selbstliebe ist die Annahme der eigenen Person mit ihrem Denken und Fühlen und diese Annahme beginnt mit der Achtsamkeit für das Hier & Jetzt des kleinen Ich. Innere Kind-Heilung bewirkt die persönliche Selbstliebe. die überpersönliche SELBSTliebe geht darüber hinaus, die erlangt man erst mit der EINHEITSerkenntnis: Hilfe -  Mein ICH  ist Gott, juchhu! Aber aufpassen - wenn du das zu laut sagst, dann erwarten sie - wo du nicht offen für deine Unvorsichtigkeit bekämpft wirst, von dir die "allumfassende Liebe" Gottes resp. menschliche (!) Wärme und Akzeptanz und dergleichen Scheißendreckmirreggall.  Dass  die allumfassende Liebe Gottes überpersönlicher NichtAusdruck ist und sich u.a. vornehmlich im Schwingen der Doppelaxt zeigt, kann das dräckische Ego nicht nachvollziehen.
Für mich gibt es keine spezielle besondere persönliche Liebe zu einem einzelnen Menschen mehr,  ich bin für niemand "family"... und wenn ich auch nicht unmütterlich bin, bin ich doch auch kein Mami-Ersatz. Ganz im Gegenteil, der Eiserne Büstenhalter sorgt dafür, dass du das Land, wo Milch und Honig fliesst, auf eigenen Beinen und mit eigenen Augen suchst.



CoppaKrieger,

wenn du aufhörst zu kämpfen, wirst du getragen! (Hat mir Sam geflüstert...)


In einem Satsang-Blog

denkt eine Frau laut über das Altwerden nach:
"... es stieg Abwehr auf und nicht ganz Hinsehen wollen. - Und die scheinbare Störung, die gesehen wurde, war erstaunlicher Weise sofort herzlich willkommen - denn es ist Sein, das Abwehr spielte und Nicht- hinsehen- wollen. "

Ist die "Störung" oder die Abwehr denn erst dadurch "Herzlich willkommen", dass ich mir eine Erklärung dafür abgebe?  - dass ich interpretiere, d.h., mir klarmache, dass es das Sein ist, das Abwehr spielt usw.? Hey, ich bins ja nicht, nicht ICH will "nicht hinsehen", sondern das SEIN ist es, das nicht hinsehen will... na dann, liebes Sein: Herzlich Willkommen! - ??? Ich vesteh's nicht.
Ich komme da nicht mit. Für mich ist die Abwehr etwas, was das SEIN verhindert.
Da ist wieder dieser "Scheinbarkeits-Slang", wie ich ihn des öfteren bei militanten Nondualisten hörte, die ihr Ego deshalb "resigniert bis an ihr Lebensende" behalten wollen, weil es das Sein ist, was Ego spielt.

Na ja, ich räume gerne ein, dass ich vielleicht noch nicht "so weit bin", dass ich erkenne, dass alles SEIN ist, dass also auch die Abwehr zum SEIN gehört. Das sogenannte So-Sein hat in meiner ERfahrung bzw. Definition halt mal die überpersönliche QUALITÄT der REINEN WAHRnehmung. Abwehrmechanismen bzw. alle Gefühle sind Ego-Qualitäten, wenn ich z.B. mit Wut oder Freude (über etwas) identifiziert bin, kann ich diese Wut nicht als So-Sein akzeptieren.... ich google grade mal nach So-Sein und finde sofort:
http://kulturkritik.net/begriffe/begr_txt.php?lex=sosein
Wie ich sehe, wird auch hier das So-Sein als bestimmungslose, d.h. bedeutungsleere Wahrnehmung definiert.
Militante einäugige Nondualisten haben, soweit sie mir bislang über den Weg liefen, keine Erfahrung, weder kennen sie Tiefenprozesse/Individuation noch haben sie einen Schimmer von dem, was man Gewahrsein nennt. Ihr Nichts ist "schwarze Leere", eine Leere ohne die Fülle der "göttlichen" Seins-Attribute. No Thing, Niemand oder Keiner da ist lediglich eine Floskel, leere Worthülsen bzw. Glaubenssätze oder - wenns hochkommt - zu Glaubenssätzen geronnene eigene EIN-SICHT.
Spirituelle Umgehung: Die Nondualisten wollen den Vater ohne den Sohn. Das  ganzheitliche HEIL/SEIN ohne die Heilung der Person.
Jesus als das Wahre SELBST ist die erste und einzige Antwort. Jesus steht für die Wunder der Heilung. Zum Heil, d.h. zum überpersönlichen Sein/Vater kommt man nur über den Sohn (Jesus: Heilung der Person)
Deshalb bleibt es niemanden erspart, "Jesus" (als das Wahre SELBST)   irgendwann einmal "anzunehmen".



Leerheit

Auch ich habe die Bedeutungsleerheit der Dinge oft mit Bedeutungs l o s igkeit verwechselt ...letzteres impliziert eine Wertung...

Ein paar "praktische" Beispiele für Bedeutungsleerheit:  Ich gehe im Wald spazieren und ein Hund kommt auf mich zugelaufen. Ich konstantiere einfach: Hund läuft auf mich zu. Früher hätten sich promptly meine bösen Erinnerungen an böse Hunde gemeldet und ich hätte Angst gekriegt. (Mich erschrecken (manchmal) nur die ganz plötzlich auftauchenden Gestalten, wenn ich gedankengeschwängert und in mich gekehrt durch die Geographie laufe, egal, ob es sich um Hunde oder sonstwen handelt.

Beispiel 2: Ich sehe einen Baum, ich registriere einfach nur: Baum. Sonst nichts, keine Namen oder Eigenschaften. Ich finde ihn weder schön noch hässlich. Früher hätte mich die Frage nach dem Namen und  der Nutzanwendung bewegt, d.h. es  hätten mich hübsche "Besonderheiten" zum Malen gereizt, Früchte hätten mich z.B. begehrlich zum Essen animiert...früher habe ich zwecks Heilung auch Bäume umarmt und der schöne dicke Stamm einer Eiche hätte mich zum Verweilen eingeladen, weil er meinem Rücken so gut getan hat und meine Ängste und Nervositäten beruhigt hat.
Heute begehre ich nichts und niemand, ich denke nicht mehr bzw. verlange nicht mehr nach Zweck und Nutzen der Dinge oder Menschen, die ich wahrnehme. Sie sind "leer" und ohne Bedeutung, weil das Ego, der "Bedeutungsgeber", tot ist.

Beispiel 3: Ich rufe nach langer Zeit meinen Sohn an, weil ich eine Frage habe bezüglich seines "Erwachens": Weder freue ich mich, noch freue ich mich nicht. Es ist kein Unterschied, ob ich den Nachbarn treffe oder Lasker oder mein Sohn mich anruft oder trifft - alle Menschen sind mir gleich gültig. Ich sehe in meinem Sohn nicht mehr "meinen" Sohn - es gibt keine familiären "Besonderheiten" /Bindungen mehr, keine besondere Beziehung, keine kläbrische Mutterliebe trübt mehr mein Bewusstsein. Das ist sehr angenehm, nicht zuletzt deshalb, weil ich auch keine besondere Sohnesliebe mehr erwarte...LOL. Wer hätte geglaubt, dass es diese Mutterliebe ist, die unsere Beziehung trübt?!
Früher freute ich mich narrisch, wenn ich seine Stimme hörte und der Schmerz der Abnabelung  raubte mir manchmal den Atem. Meine "mütterlichen" Erwartungen an den Sohn wurden regelmäßig brachial ent-täuscht. So kommt es, dass wir uns in 10 Jahren nur ein einziges kurzes Mal gesehen haben, obwohl wir über Jahre nur 20 km voneinander getrennt waren. Jetzt sind es fast 300 km und es stört mich nicht mehr. Keine Sehnsucht mehr. Es reicht mir vollkommen, ab und an mit ihm auf Facebook zu schreiben und zu telefonieren, wenns nötig ist.

Anti-Beispiel für Leerheit: Brandgeruch dringt des öfteren durch die Türritzen aus dem Treppenhaus zu mir in die Wohnung.  Auch wenn es sich in den letzten Jahren sehr abgemildert hat, gerate ich ich dennoch zuweilen in Unruhe und mein Puls schlägt schneller, derweil ich mir ein Bild mache, d.h. mir eine gefährliche Situation VOR-Stelle. Ich bin mir dieser Angst auslösenden Vor-Stellungen durchaus bewusst, kann sie aber nicht immer ausschalten, solange ich nicht herausgefunden habe, woher dieser Geruch kommt und ob überhaupt Gefahr besteht. Das legt den Verdacht nahe, dass es sich um eine konstruktive Angst handelt, die aufgrund vergangener böser Erfahrungen zum richtigen Handeln anleitet. Diese Angst und meine aufreizend gute Nase haben in der Vergangenheit schon Menschenleben gerettet und Häuser vor dem Totalruin bewahrt.  Warum zum Teufel bildet sich mein spirituelles Ego (?) ein, diese Ängste dürften nicht sein? Weil das Adrenalin, was da geputscht wird, auf Gedanken und Vorstellungen beruht??? he?  Fall ich deswegen schon aus der Gnade??? Oder ist es nicht vielmehr so, dass es völlig ausreicht, mir dieser Vorstellungen, Gedanken und ihrer Auswirkungen BEWUSST zu sein?!

Auch was die aufregenden Aktivitäten meines Herzens bzw. Blutdrucks in letzter Zeit betreffen... Seit ich mit Vorhofflimmern im Krankenhaus lag, hat sich meine Einstellung zu meinem Körper geändert. Ich bin u.a. viel aufmerksamer auf das Herz, wobei ich aufpassen muss, dass es zu keiner Fixierung kommt. Ich kann es nicht verhindern, dass es mich "engstet", wenn sich mir die Brust verkrampft und sich ungute Vorstellungen einstellen, die die das beengende körperliche Angstgefühl begünstigen und verstärken.Ich kann es nicht verhindern, aber ich bin mir bewusst um die Vorstellungsbilder... Ich beobachte das ganze Geschehen und schliesslich entkrampft sich die Brust auch wieder schnell.
Insofern kann ich sagen, dass ich zuweilen immer noch leicht mit Gedankenkonstrukten und Vorstellungen identifiziert bin, wenn auch nicht so unbewusst wie früher, denn ich beobachte mehr, statt mich in die Vorstellungen und Gedanken komplett zu verstricken.




Nichtwissen vs. Unwissen


Es ist einfach nur tragisch,zu sehen, wie oft und ausgiebig sich im Wikipedia insbesondere die Unwissenden erdümmeln, der Welt die Welt zu erklären. Da werden skrupellos und mit munterer Naivität aufs AllerFlachwixigste sogar die Heiligen Schriften gedeutet. Nur so kann es denn auch zur Verwechslung von Unwissenheit mit "Nichtwissen" kommen.
Nichtwissen jedoch ist keine Unwissenheit, sondern das QUALITATIV höchste Bewusstsein der Leere, des Nichts  in der Abwesenheit von ego, aus der allein die Fülle des (Heiligen) GEISTES  fließt... die Geistesgaben.

 „Wer nicht erkennt, sondern nur vieles gehört (oder gelesen)  hat, kann den Sinn der Schriften nicht verstehen, so wie ein Löffel nichts vom Geschmack der Suppe weiß“. (Unbekannt)


Avidya bedeutet UNwissenheit - s.a. Yoga-Vidya:
"Avidya (Sanskrit: अविद्या avidyā f.): Nichtwissen, Unwissenheit; der grundlegendste der fünf Kleshas (Ursachen des Leidens). Aus Unwissenheit hält der Mensch das Vergängliche, Unreine, Schmerzvolle und das Nicht–Selbst fälschlich für das Ewige, Reine, Gute und das Selbst. Er identifiziert sich mit dem Körper, ebenso wie mit der Persönlichkeit, den Talenten, Fähigkeiten und Neigungen: „So bin ich halt“. Er hält das Schmerzvolle für das Gute, Freudvolle. Alles Sinnliche ist letztlich nicht wirklich freudvoll, aber er denkt, dies oder jenes zu erreichen, müsste freudvoll sein."
Avidya ist also Unwissenheit infolge Unbewusstheit.
Dem gegenüber das "Nichtwissen"  des Vollendeten oder Sokrates': "Ich weiss, dass ich nichts weiss."
http://platon-heute.de/vom-nichtwissen.html
Das höchste Wissen kommt aus dem Nichtwissen. Ein Paradox, an welchem sich der Verstand die Zacken aus der Krone beisst.



Übungen

Ich lese immer wieder von "Sadhanas", die ein  spiritueller Schüler üben solle , z.B. Viveka, die Unterscheidungskraft. Wie kann man etwas üben, was eine Gabe des Geistes ist? Wer die Unterscheidungskraft erlangt hat, ist  kein Schüler mehr, sondern Meister! Der Buddha selbst wird ja mit dem Schwert der Unterscheidung dargestellt und nicht die Adepten... Die Frage beschäftigte mich schon früher: Wie kann man  diese Gabe der  Unterscheidungskraft  ü b e n ? Man HAT sie einfach, wenn das Ego verschwunden ist.



Ken Wilber

Zitatanfang "Ken Wilber ist der Meinung, dass jeder Mensch, unabhängig von seinen moralischen Voraussetzungen, die von ihm beschriebene Erleuchtung erfahren kann. Im Gegensatz dazu ist eine Annäherung an die nächsthöhere Ebene des Christus unmittelbar mit einer grundlegenden Umwandlung des Menschen verbunden. Erst auf dieser Ebene erschließt sich uns der Sinn des Werdens. Aus seinem Erleuchtungserlebnis heraus versteht Wilber die Schöpfung als das Ergebnis eines sich langweilenden Gottes, der zu seiner Unterhaltung die polare Welt von Leid und Glück hervorbringt.[1] Das würde bedeuten, dass der Mensch die polare Welt zu überwinden sucht, um den einen Gott zu finden, der wiederum aus Langeweile die polare Welt erschafft. Diese Vorstellung zeigt auf, dass wir den ‹Sinn› nicht auf dieser Ebene des Bewusstseins finden können."
Autor: Zoran Perowanowitsch

Die Vorstellung eines sich langweilenden Gottes ist wohl für einen moralitären Charakter unerträglich... lol... ich würde auch lieber von einem spielenden Gott sprechen ... Schliesslich aber findet der Mensch sich SELBST.
Ken Wilber aber hat m. E. noch nie den Sinn des Werdens in Frage gestellt. Im Gegenteil, seine integrale Theorie und wohl auch Praxis bezieht ALLES ein, auch die Schattenintegration bzw. Individuation, die  Heilung der personalen Ebene , die erst die "Annäherung an die nächsthöhere Ebene des Christus" ermöglicht.
Die Schlussfolgerungen des Autors sind schlicht falsch. Wahrscheinlicher ist, dass sie nur verschiedene Sprachen sprechen. Babylon.


Viele erlauchten Geister

rangen um eine neue Sprache. Das ist m. E. völlig sinnlos, weil Sprache - ganz egal wie sie ist, per se Trennung ist und schafft.  Mary Daly versuchte, das weiblich-fliessende Verb sprachlich zu verwirklichen. Das Verben aber funzte nicht - weil: erstens war den Leuten das zu ungewohnt und zweitens läuft das auf nichts anderes als  Weltverbesserung hinaus.  Wer aber wirklich in der Einheit ist, hat auch die Sprache transzendiert, der muss nichts mehr verändern, der akzeptiert, was ist. Meines Erachtens kann man keine Sprache kreiieren, die die Linkshirn- und Rechtshirnbalance ausdrückt. Diese Balance ist ja per se jenseits von Sprache.



Weisheit

Nochmal: Alles, was ich hier schreibe, habe ich aus mir SELBST erkannt. Wenn andere nichts Neues darin finden oder sich gar über Binsenweisheiten beschweren, dann liegt das daran, dass sie aus ihrem Verstand heraus urteilen und daher  egomindnaturgemäß nicht unterscheiden können zwischen (ihrem) angelesenem Weisheits-Wissen und der Erkenntnis der Weisheit aus dem Ursprung.  Das universale oder profane Wissen, was ich aus mir SELBST heraus erkenne, haben gewiß schon viele Menschen  v o r   mir aus sich SELBST erkannt, ja die meisten haben wohl weit mehr erkannt als ich - ich bin bloss ein Bloody Beginner, ich  stehe erst am Anfang des Pfadlosen Pfades, habe ihn gerade erste betreten.  Nun lerne ich sozusagen das ABC des Lebens noch einmal von innen heraus. 
Das Wissen/Erkenntnis aus dem Ursprung ist QUALITATIV immer vollkommen neu und frisch, auch wenns für dich bzw. den Egomind  wie alter Käse riecht.
"Und siehe, ich mache alles neu."

Donnerstag, 12. Februar 2015

In der Bibel steht geschrieben, du sollst allein dem HERREN dienen...

Duccio di Buoninsegna: Der Teufel zeigt Jesus die Welt





Er war ein Priester,


der zum Therapeuten konvertierte.In meiner ersten Einzeltherapiesitzung dirigierte er mich in "Trance" ins Pfarrhaus meines Heimatortes. Obwohl ich  mich zunächst weigerte, durch diese Tür zu gehen, bestand er darauf.  Ich betrat das Haus und sah schwarzweiß gekachelten Boden, eine geschwungene Treppe...ich weinte, weiter kam bzw. wollte ich nicht gehen,weswegen die "Reise" dann doch abgebrochen wurde. Die ganze Zeit über war ich überaus  verwirrt und gespalten:  Mir war nicht klar,warum ich eigentlich weinte, ob aus dem Grund, weil mich der Therapeut gegen meinen Willen gezwungen hatte, das Haus  zu betreten, oder weil ich  vielleicht tatsächlich guten Grund hatte, vor dem Pastor Angst zu haben...


Das  Pfarrhaus hatte ich  deshalb in so guter  Erinnerung, weil ich mit 5 Jahren dort eine einsame verschrumpelte Pflaume vom Baum geklaut hatte, es war die einzige Pflaume am Baum. Ich war schon sehr früh sehr katholisch dressiert und deshalb fühlte ich mich total schuldig...sogar noch Jahre danach.  Das war die Vorgeschichte zu der Trancereise.  Mit S. Freud könnte man natürlich diese Pflaume sexuell interpretieren und vielleicht war es das, was diesen Therapeuten dazu veranlasste, mich in dieses Haus zu  leiten, um seinen Verdacht zu bestätigen. Dass ich mich dagegen wehrte, war für ihn wahrscheinlich nur ein weiterer Hinweis. Dass ich mich gegen SEINEN Zwang wehrte, darauf kam er wohl gar nicht. Ähnliche Situationen sind mir früher mit Therapeuten des öfteren passiert, damals durfte ich diese Dinge aber nicht klar fühlen und benennen, zu groß war die Angst.

Kurzum: Nach Ansicht meines Therapeuten  wurde  ich damals im Alter von 5 Jahren von dem Pfarrer mißbraucht. 
Sehr verwirrend und verrücktmachend war aber seine eigene Haltung mir gegenüber.  Auf der einen Seite weigerte er sich, mich (das regredierte "Kind") nach dem Abbruch der "Reise" tröstend in den Arm zu nehmen, als ich ihn laut weinend darum bat - auf der anderen Seite lud er mich ständig privat zu sich ein, zeigte mir seine gemalten Bilder und  rückte mir bedenklich auf den Pelz.  Nach dieser Sitzung jedoch brach ich die Therapie bei ihm ganz ab. (Nebenbei ging ich noch zu einer von ihm geleiteten Gruppentherapie).Er ging zu alledem nämlich auch noch in den Urlaub und hat wohl vergessen, mich richtig aus der Trance zu holen, denn ich fiel während der nächsten 14 Tage ständig von einem Lebensalter in ein anderes, was mir große Angst bereitete -  ich kam einfach nicht mehr in die Gegenwart und fühlte mich wieder wie früher als Kind,sah die Welt mit denselben Augen wie früher... ganz ähnlich wie auf meinem ersten LSD-Trip.
Erst heute am 25.01.2015 bekomme ich volle Klarheit über diese "Gleichzeitigkeit": Auf der einen Seite der mich scheinbar mißbrauchende Pfarrer aus meiner frühkindlichen Vergangenheit, wobei zum selben Zeitpunkt der Therapeut - ebenfalls ein (ehemaliger) Pfarrer mich,  bzw. das regredierte Kind  mißbrauchte. Diese Überlagerungen waren mir damals nur halbbewusst,  es war nicht greifbar, ich konnte es nicht in Worte fassen.
Diese merkwürdige verwirrende Gleichzeitigkeit war es, die mich damals so irre gemacht hat und der ich erst heute auf Spur kam.
Auf diese Weise kam ich damals dazu, den Mißbrauch durch den Pfarrer in Hallenberg als real anzunehmen.
Ich möchte nicht wissen, wieviele "sexuelle Mißbräuche" sich einfach nur auf den Mißbrauch von Macht - d.h. auf das "(ver-)einnehmende" und "be-zwingende" Verhalten  eines projezierenden Therapeuten zurückführen lassen, der nur seine Vor-Urteile bestätigt sehen will, wenn er nicht gar einen eigenen Mißbrauch projeziert.
Dass ER mich trotz meiner Bitte in dieser Situation  n i c h t   in den Arm genommen hat, war gut - das hätte meine Verwirrung nur noch verstärkt.  Es war mir nämlich zur Gewohnheit geworden,   mich gerne  - in vollster Identifikation mit dem Aggressor -  von den Menschen trösten zu lassen, die mich verletzten oder verließen... die gefühlsmäßig perverseste Sache,die ich kenne.
"Und alles wird offenbar werden."


Noch einmal zu UG Krishnamurti

"Sie sind blind. Sie sehen nichts. Wenn Sie wirklich zum ersten Mal sehen und wahrnehmen, dass es kein Selbst zu verwirklichen gibt, keine Psyche zu reinigen, keine Seele zu befreien, dann wird das ein unglaublicher Schock sein. Sie haben alles in Seele, Verstand, Psyche – wie immer Sie es nennen wollen – investiert, und plötzlich stellt es sich als falsch heraus. Es ist schwierig für Sie, sich die Wirklichkeit anzusehen, in Ihrer momentanen Situation. Ein Blick genügt, und Sie sind erledigt."
Jeder Sucher "investiert" zunächst einmal "alles" in die Selbstverwirklichung, er gibt letztlich sein Leben dafür hin. Wenn er dann in einer Letztgültigen Erkenntnis erkennt, dass es kein SELBST zu suchen gab, dann hat sich die Suche "erledigt", aber nicht
Wenn er zum ersten Mal wirklich "wahrnimmt", dass alles schon immer da war, was er suchte, dann ist er nicht "erledigt", sondern BEFREIT! Nichts, absolut nichts stellt sich als "falsch" heraus. Das Ego kann nicht anders, den Schlüssel zu seiner Befreiung zunächst unter der Laterne zu  bzw.  in der Außenwelt zu suchen, bevor es sich auflöst und damit die komplette Innenwendung vollzogen ist, aus der heraus erst ein Perma- Gewahrsein dessen IST, was immer schon da IST.
Für mich hat dieser Text von UG einen herablassenden Unterton, so, als ob es in der Hand des Egos liege, im spirituellen Kontext etwas richtig oder falsch zu machen. Der letzte Satz ist typisch männlich, damit wird dem Sucher quasi die Pistole auf die Brust gesetzt.
In den Händen unerfahrener Spiritanten bietet solch ein Text wie stets  auch eine moralitäre Waffe, um z.B. vorlaute Weiber zur Räson zu bringen - zu "erledigen", z.B. in den Händen von cholerischen Pösen Pädagogen oder paranoiden AllzuSchriftgelehrten.

Und wo man sich der eigenen Schatten, also der Psyche und ihrer Abwehrmechanismen nicht bewusst ist,  ja, nach UGs obigem Text und der Ansicht  einäugiger, weil schattenarbeitsscheuer Nondualisten gar nicht bewusst zu werden braucht,  - denn es handelt sich bei diesen ja augenscheinlich um eine unnötige und "falsche" psychische "Investition".

Auch wenn ER diesen Text scheinbar hinterfragt, ist es doch auf der andern Seite so, dass er  sich davon die eigenen Vor-Urteile und Überzeugungen bestätigen läßt:  Schattenarbeit brauchts nicht, d.h., das Hier und Jetzt der Person ist schnuppe, die Psyche an sich ist nicht "ernst zu nehmen."  Dass dies nur eine weitere Vor-Stellung, ein weiterer Glaubenssatz ist, den man der großen Frage: Ist das wahr? unterziehen sollte, wird dabei übersehen. Statt dessen glaubt man, es sei spirituell völlig ok, wenn man sich in seinem kostbaren Hier und Jetzt  zum "Kotzen" über Politik aufregt, solange man die Aufregung nicht "ernst" nimmt. HAH! solange du deine Emotionen hast, nimmst du sie auch ernst, d.h. solange du Emotionen auslebst, bist du mit ihnen identifiziert. Und Identifikation ist das Übel, was dich von der Wahrnehmung der Wirklichkeit trennt!
Aber solange IHM die  "Schafsscheisse" so köstlich und wichtig ist, dass ihm durch das An- oder Ausgekotztsein eine solche Befriedigung zuteil wird, wird er auch seine Anhaftung an seine Emotionen nicht aufgeben.

Zitat:
U.G.: “Es ist schwierig für Sie, sich die Wirklichkeit anzusehen, in Ihrer momentanen Situation. Ein Blick genügt, und Sie sind erledigt."
ER: Vielleicht seh’ ich ja nichts, vielleicht liegt’s tatsächlich an meiner Blindheit, aber ich kann diese dramatische Feststellung für mich nicht bestätigen. Ich bin nicht erledigt. Erledigt ist allenfalls der Glaube an die Wahrheit irgendeiner Vorstellung."


Isser nicht! Wäre dies nämlich tatsächlich der Fall, dann wäre es dir unmöglich, dir weiterhin lustvolle Gedanken bzw. Vor-Stellungen über Politik zu machen, bei denen dir so was wie ein Kotzen kommt. Denn dass du überhaupt so etwas wie "Schafsscheiße" wahrzunehmen meinst und deine dazugehörige Vor-Stellung von Kotzen beweist, dass dein Glaube an die Wirklichkeit deiner GEdanken und Vorstellungen noch immer fest und unverbrüchlich intakt ist.  Du DENKST nur, dass du deinen Glauben aufgegeben hast... Solange du negative oder positive Wertungen abgibst, an denen du deine Emotionen anbindest, bist du tatsächlich blind.

"Schafsscheisse" ist z.B. die  Wertung, die dein doch augenscheinlich etwas cholerisches Temperament braucht, damit es sein FETT kriegt, das FETT, welches dein/das Ego benötigt, um seine Substanz aufrecht zu erhalten.
Durch solche negativen, aber auch positiven Wertungen  holt sich das Ego seine Lust, seinen Schmerz und seinen Frust -das eine wie das andere ist ein LeckerFreßchen fürs Egoschätzchen, allerdings werden die negativen WErtungen bevorzugt behandelt, weil das Fleisch einfach saftiger, FETTER ist.
Achtsamkeit! Allein die Beobachtung des Denkens und Fühlens im Hier und Jetzt deiner Person bringt dir das GeWAHRwerden deiner Gedanken und ihrer Bezogen- und Bedingtheit zu den Emotionen. GeWAHRsein löscht die Identifikation mit Gedanken und im selben Zuge befreit sie von den "dazugehörigen" Emotionen. Gedanken werden immer mal wieder kommen, aber Gewahrsein verhindert das emotionale Ergreifen. Du kannst dann immer noch über Politik schwatzen und zwar im völligen Gleichmut, ohne Kotzen, ohne Emotion, ohne Aufregung. Jetzt erst nimmst du nichts mehr "ernst", was an Unwahrem in deinen Gedanken aufscheint. Bislang DENKST du nur, dass du nichts mehr ernst nimmst. Regst dich auf und HINTERHER lachst du darüber. Hö hö hö! Warum sich überhaupt aufregen?
Achtsamkeit! Alleine die Achtsamkeit für dein persönliches Hier und Jetzt bringt dich über die Schwelle. Achtsamkeit/Gewahrsein ist es auch hier, was die Schatten  BEWUSST macht und damit auflöst.
Jeder der sich gegen Schattenintegration ausspricht, spricht sich unbewusst im gleichen Zuge auch gegen Achtsamkeit aus.
Gutes Entertainment - der überpersönliche Film des sog. Lebens läuft nur störungsfrei ab, wenn du jenseits von Wertungen bist. Reine unverzerrte WAHRnehmung gibts nur Jenseits von Ego. Solange du wertest, verdreckst du das KameraAuge und projezierst deinen persönlichen Film.

UG hat sich in seinem Text m.E. mißverständlich ausgedrückt. Statt "falsch" wäre der Begriff "unwahr" treffender gewesen, setzt er doch m. E. im Grunde  das Nonduale in Bezug zum Dual-Relativen -also das WAHRE zum Unwahren. Falsch und richtig gibts nur auf der dualen Ebene und hat dort auch durchaus seine Berechtigung, nur: solange niemand wirklich weiss, was wirklich falsch und wirklich richtig ist, gibts Meinungen. Wenn ich auf der relativen BW-Ebene meinem Kind sage, dass es bei Grün über die Strasse zu gehen hat, dann ist das keine subjektive "Meinung", die sich in 5 Minuten wieder ändern könnte,  sondern objektiv richtig und gilt i.d.R. auch noch für übermorgen. Aus nondualer Sicht gehören die Verkehrsregeln zu den kollektiven Glaubenssätzen, von denen ich selbst mich wohl desidentifizieren kann, aber mich hüten würde, einem anderen seinen Glauben an sie  auszureden.
Mein eigener Glaube an die kollektiven Glaubenssätze ist wohl noch nicht ganz gebrochen, d.h. ich  würde mich hüten, bei großer Verkehrsdichte bei Rot über die Kreuzung zu marschieren. Sage ich JETZT...denn ich weiss, dass ich mit diesem letzten SAtz schon einen neuen Glaubenssatz formuliere bzw. aufrechterhalte. Denn wer weiss denn, was noch alles kommt...Es soll ja "Allmächtige" und "Allgegenwärtige"  geben, die sich über sämtliche kollektiven Glaubenssätze incl. aller geglaubten  Naturgesetze auf die "rechte Weise"  hinwegglauben können und durch Wände marschieren bzw. bei Rot über Kreuzungen laufen... hehehe
Loslösung - "Entglauben" - scheint ein unaufhörlicher Prozess zu sein.

Die Berühmtheit mancher Meister basiert auf der Unwissenheit und Unerfahrenheit ihrer Bewunderer. Im spirituellen Kontext kann man den Leuten  wirklich nahezu alles verkaufen. Heilige Kühe schlachten ist ab einem gewissen Punkt in der spirit. Entwicklung ein Tugend. Und so kriegt auch Krishnamurti von mir sein "Fett" weg bzw. die obige Textpassage. Ich spreche UG nämlich keineswegs die Meisterschaft ab. Vieles, was er sagt, spricht dafür, manches dagegen - was aber evtl. aus einer früheren Zeit stammen könnte, in der auch ein späterer Meister noch nicht so den Durchblick gehabt hat. Meine "Doppelaxt" spaltet keine Menschen, sondern scheidet nur die WAHRHEIT von der Unwahrheit - wie sie mir JETZT begegnet -  ohne Ansehen der Person oder ihrer Historie.
Das beste, was einem Menschen mit so einem Text passieren kann, ist, dass er diese Worte wie einen Koan solange kaut, bis er daran verrückt wird.


Probleme

mit Nähe und Distanz gibt es nicht mehr für mich. Persönliche Grenzen habe ich keine mehr. (Dennoch ist es gut möglich, dass ich Menschen in ihre Grenzen verweise, wenn sie wie ungezogene Kinder allzufrech daherkommen.) Wirkliche Nähe empfindet man nur durch die eigene Offenheit. Offenheit ist nur möglich, wo keine Angst ist, bzw. deren Überwindung.


Aufmerksamkeit und Vorstellung

Es ist richtig, wir erschaffen mit unserer Aufmerksamkeit das, was wir für real halte. ER weiss das, dennoch scheint er m. E. noch nicht realisiert zu haben, wie sein Egomind z.B. die Vorstellung eines Users namens XY schafft.... Er bermerkt nicht, dass es nicht die Person XY ist, die er erschafft und wieder "wegschafft", indem er "ihm" die Aufmerksamkeit entzieht, sondern dass er eine VORSTELLUNG erschafft  von einer Person namens XY, welcher er Aufmerksamkeit  gibt und entzieht. Solange ER. glaubt, er habe mit seiner Aufmerksamkeit eine Person namens XY erschaffen, liegt er immer noch falsch.

Es ist ja doch so, dass wir im Forum nur schreiben, da sind keine realen, d.h. konkrete Personen in meiner Hier und Jetzt-Gegenwart, sondern was ich sehe, sind nur Buchstaben, denen ich bzw.mein Mind vorstellungsmäßig automatisch einen Sender zuordne; wenn ich den Sender persönlich kenne, kriegt er vorstellungsmäßig das Gesicht, an das ich mich mehr oder weniger gut erinnere. Diese Erinnerung beruht auf Vergangenheit und kann daher  nicht die Wirklichkeit sein. Kenne ich den Sender persönlich  n i c h t , kriegt er ebenfalls ein Gesicht verpasst -  der Verstand kann nichts anderes tun, als sich Vorstellungen zu bilden, die auf vergangenen Erfahrungen basieren.
Merke: Jegliche Vorstellung katapultiert dich aus dem Hier und Jetzt. Das gilt für dein/das Hier und Jetzt -Empfinden der Person genauso wie für das Ewige JETZT.

Das Dogma der Nondualisten, dass es keine Person gibt, verführt sie dazu zu glauben, dass es unnötig wäre, das Ich zu "veredeln" bzw. vom Ego loszulassen. Das Paradox aber ist: um die Person zu veredeln (vervollkommnen), musst du die Identifikation mit der Person, von der du glaubst, dass du sie bist, loslassen. Und diese Loslösung von Identifikationen geht nur über die Schattenintegration/Individuation. Die einäugigen und eindeutigkeitsgeilen Nondualisten wollen den Kuchen essen und gleichzeitig unversehrt erhalten. Das Ego mit seinen Abwehrmechanismen wird hierbei resignativ for ever  - als "DAS, was ist" quasi glorifiziert und festgeschrieben.
Da wird m. E. oft etwas verwechselt und zwar wird die SELBSTannahme der personalen HierundJetzt-Befindlichkeit mit dem Akzeptieren des Egos mit seinen Abwehrmechanismen verwechselt. Auf diese Art und Weise kann man sich selbst spirituell faken, z.B. wenn man retrospektiv über "sich", d.h., über seine Abwehrmechanismen  (Wut, RAtionalisierung, sämtliche 7 Todsünden bzw.neurotischen Aufstände/Auskotzen über die Böse Welt usw. ) "schmunzelt" und im nachhinein (!) seine Identifikationen nicht ernstzunehmen pflegt - ja, so lassen sich auch mitunter die  eigenen selbstinszenierten persönlichen Ego-Dramen als tolle Filme nachbereiten und als kosmisches überpersönliches Entertainment/ "Unterhaltung" bejubeln. HAH - als wäre das Ego imstande, sich selbst als nackten Kaiser zu entlarven!
Kosmisches Entertainment  - das Lachen des befreiten göttlichen Kindes - liegt jenseits von Ego. Der "Film", der WIRKLICH  abläuft, hat weder Ton, noch Farbe, noch Bild. Da draussen ist keiner! Nichts und Niemand!

Ich lese:

Der Vollendete strahlt das Licht in die Welt. Ich ergänze: aber die Welt  erkennt es nicht.  Es liegt im Wesen der "Welt", das Licht nicht zu sehen. Welt=Dunkelheit.
In Wirklichkeit ist es auch so, dass nicht nur der "Vollendete" sein Licht ausstrahlt jeder Mensch strahlt das "Licht" aus - unbewusst. Es geht nur darum, sich des Lichtes bewusst zu werden. Anders gesagt: sich des Gewahrseins bewusst zu werden. Es gibt kein anderes Licht als das Bewusstseinslicht. Das Wort "Licht" ist viel zu mißverständlich und zu sehr mystifiziert.


Nach der glorreichen Auferstehung

- das Wort "Auf-Stand" gefällt mir besser -  im Herbst 2011 glaubte ich mich unsterblich, unverletzbar u.a. auch vor allen äusseren Einflüssen gefeit, unberührbar. Damals war ich mir weder der Glaubenssätze gewahr, die der Verstand aus allem Erlebten bildet noch wusste ich um die Unmöglichkeit der Beschreibung des "ERlebens" jenseits von Ego. Mein immer noch schlussfolgender Verstand brauchte und suchte Eindeutigkeit. Die Wahrheit des un-fassbaren unbeschreibbaren Paradoxen wurde mir erst nach und nach bewusst.
Jedes Wort also, was man über den Zustand der eigenschaftslosen Zustandslosigkeit jenseits von Ego sagt, ist nur Annäherung. So eben auch die "Unberührbarkeit". Damals glaubte ich, diese Unberührtheit beziehe sich nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf den Körper - ich glaubte beispielsweise, dass ich vor körperlichen Überlebensängsten völlig gefeit wäre und dass ich nie mehr körperlich krank werden könne, ... dass ich völlig immun gegen Krankheitskeime usw. wäre.... dass mein Körper durch den GEIST komplett geheilt würde und mich fortan  nur noch wunderbarste Gesundheit durchlichtete... ich tanzte und badete in dieser warmen,  mich "polymorph pervers" erregenden und alle Zellen glücklich machenden Kundalini-Energie - ein halbes Jahr etwa dauerte dies an.
Aber nein, das Ego bzw. der Egomind war nicht tot, was mausetot war, war der Zensor/Überich und die Abwehrmechanismen. Der Verstand aber schlussfolgerte und bildete seine automatischen Glaubenssätze wie eh und je und er neigt  bis heute dazu. Vor allem in  Gesprächen mit anderen... mit dem Unterschied zu früher, dass ich "dabei" bin.
Unberührbarkeit war also eine der Eigenschaften, die der Egomind sich einverleibte, indem er sich darüber - wie es seine Eigenschaft ist,  -  eine ganz bestimmte Vor-Stellung, ein Bild  machte: ab jetzt wird es IMMER so und so sein... das Ego will "IMMER" die Dauer.
Das Leiden überwunden zu haben, bedeutet, nicht mehr mit Leid identifiziert zu sein und das bedeutet auch, unberührt  gegenüber dem Leid anderer Menschen zu sein - auch eine Schlussfolgerung, die so nicht ganz stimmte. Die Erkenntnis der Bedeutungsleere der Dinge in der sog. Außenwelt bedeutete  durchaus nicht, dass ich gar nicht mehr interpretierte, was ich "da draussen" sah, also "bemerkte" ich ab und auch "Leid" und bei manchen Anlässen vergaß ich den Beobachter und mir kamen die Tränen, weil ich mich mit einer gequälten Kreatur identifizierte, die ich auf dem Fernsehschirm sah. Dass dieses "Leid" auf Vergangenheit basierte, auf Fiktion bzw. Vor-Stellung und Projektion und  keinerlei (konkrete) Wirklichkeit in meinem Hier und Jetzt hatte, dessen wurde bzw. werde ich mir sofort gewahr, wenn ich merke, dass mir eine Emotion bzw. die Tränen kommen wollen  und damit ist die Identifikation aufgelöst.
Oder als mir eine Frau von ihrer traurigen Vergangenheit berichtete... VERGANGENHEIT! Aufgewärmter alter Käse - und Mann, mir wollten tatsächlich die Tränen kommen!
Tja - das ist EGO - immer noch.
Aber was ist mit der Gänsehaut, die ich immer noch bekomme, wenn ich z.B. im Fernsehen eine wunderschöne Stimme höre? Basiert diese Berührtheit  auf Vergangenheit oder Vorstellung? Denken?

Es ist so tragisch zu sehen, dass es gerade die sich besonders spirituell Dünkenden sind, die darauf pochen, "berührbar" zu bleiben und nicht sehen können, dass sie nur von ihren eigenen, selbstgemachten Bildern und Vorstellungen genarrt werden und  dass ihre gutmenschliche Empörung, Betroffenheit, ihr herrisches Bestehen auf Berührtsein in der Identifikation mit einer abstrakten Menschheit auf nichts anderem fußt als auf Interpretation und den Bildern in ihrem Kopf - ihrem ganz persönlichen Film.
Dies sind i.d.Regel diejenigen, die glauben, ihnen fliegen die spirituellen Tauben fertig gebraten in den Mund, wenn sie nur ihr Leben aussitzen:  "Was kütt, kütt.."... wenn  nicht in diesem Leben, dann im nächsten...Leute, die nichts von Achtsamkeit bzw.  Selbstbeobachtung halten, sondern des Kleingeists BücherWissen  ü b e r  Spiritualität für GEIST/Spiritualität halten. Bewusstseinsentwicklungstechnisch hängen sie, wenns hochkommt, in der Identifikation mit dem Guten fest, ihre Ideale: Helfen und Heilen.


Überlebensangst

ist auch etwas, von dem ich glaubte, nie mehr betroffen zu werden. Aber wenns eng und drückend  in der Brust wird, das Herz acht Stunden lang zwischen 150 und 200 unregelmässige Morserhytmen abgibt, dann "engstet" der Körper nicht wenig,  Mein Herzschlag wurde maschinell überprüft und teilweise lautgestellt, damit das Personal von weitem ein Ohr drauf hatte... früher wäre ich dabei panisch geworden, heute überlege ich mir, was mir das - mein? -  Herz wohl "morsen" mag.  Ich beobachtete mich und den ganzen Rummel um "mein Herz" mit kühlem Kopf und heiterem Staunen über soviel Aktivismus. Nur die KurzNarkose für den Elektroschock "engstete" mich ein wenig, weil da promptly die alte käsige Vergangenheit ihr gräulich Haupt hob und mir mit Wiederholung drohte...LOL.  Bei der letzten Narkose nämlich, die ich vor ca. 20 Jahren anlässlich einer Rachenpolypenentfernung bekam, wachte ich zwar aus der Narkose auf, konnte aber nicht atmen und mich nicht bewegen, ich hörte nur das Schreien der OP-Schwestern und Ärzte, die immer wieder meinen Namen riefen und soweit ich mich erinnere, haben  die mir ein paar runtergehauen, damit ich wieder zur Besinnung kam. Damals war bei mir  nur reine PANIK... der Körper vergißt nix. Doch alles verlief reibungslos und nach dem ersten Elektroschock war die  "Absolute Tachykardie" und das Vorhofflimmern absolutely behoben. (Hier erhebt sich natürlich aus dem sehr verehrten Publikum die Frage: Glaubst du wirklich an Diagnosen, Monika? LOL)

Irgendwann einmal in naher Zukunft, - so denke ich mir hypothetisch-müßig -  wenn die Menschen immer älter und immer kränker werden und Papa Staat nur noch auf der Tasche liegen, wird mans mit ihnen wie mit den Tieren machen: einschläfern, einfach narkotisieren. Zum Teufel mit der "Menschlichkeit"! -  einen schöneren Tod gibts nicht, folks! Verbluten ist auch noch 'ne Option, wenn auch etwas schmutzig und humanistisch anrüchig - jo, einfach den Lebenssaft ablassen -  aber bitte langsam, moderat und genußvoll. Wie immer spreche ich aus eigener freud- und leidvoller Erfahrung, LOL.

Das einzigste, was im Uniklinikumslabyrint zu Marburg nicht chaotisch war, war das Mittagessen. Hervorragend. Die Ärzte und Pflegekräfte waren fast durchwegs alle freundlich & kompetent -  w e n n   sie denn mal erschienen...


In der Uniklinik Marburg herrschte ein unglaubliches Chaos und Desorganisation. Der Bau - ein Labyrint, in dem sich kein Besucher/Patient zurechtfinden kann. Das Personal vergißt die Patienten einfach... Keiner da, wenn man ihn braucht. Keiner zuständig.  Wenn man noch einigermassen bei Bewusstsein ist, ist man gezwungen, sich um seine Mitpatienten zu kümmern, die sich nicht wehren können und sich oft nicht trauen, nach der Schwester zu klingeln, weil zu offensichtlich, dass sie mit ihren Belangen den Betrieb stören.  Als ich nach vielen Stunden mal nach einem Glas Wasser klingelte, musste ich noch zwei weitere Male danach klingeln, es dauerte insgesamt 3 Stunden, bis das Wasser kam.
Wer unter den heutigen profitorientierten Bedingungen noch Arzt oder Krankenschwester werden will, muss verrückt sein. Die Chance in der Krankheit ist jedoch - dass, wenn das Gesundheitswesen mitsamt dem Finanzwesen vollends den Orkus hinabgeht, - und früher oder später wird es das - die Menschen auf ihre 2 Beine zurückfallen, d.h. mehr Verantwortung für sich selbst übernehmen und sich mehr auf sich, als auf äußere Instanzen/Autoritäten verlassen.

Fazit: Auch wenn ich nicht mehr mit dem Körper identifiziert bin,  hatte mein Körper, als es hart auf hart kam,  ganz normale kreatürliche ÜberlebensAngst.  Angst ist da, aber ich kann dafür sorgen, dass keine Panik daraus daraus wird, d.h., ich kann  bzw. konnte den AngstPuls streckenweise bewusst niedrig halten.Ob ich das "immer" kann, kann ich nicht voraussagen.  In dieser Situation blieb ich zwar ruhig, dennoch fand ich es sehr fremdartig und völlig überflüssig, wieder so intensiv mit dem Körper beschäftigt zu sein.

Als es anfing in der Nacht um 4 Uhr, - mit Schwäche, Schwindel, Übelkeit, Ohnmachtsnähe, BrustEngegefühl und Blutdruck von ca. 220 zu 125 -  hatte ich bzw. mein Körper zunächst eine richtige Todesangst. Die folgenden 8 langen Stunden im Krankenhaus hat mir niemand sagen können,  ob ich leben oder sterben würde. Seitdem weiss ich, aus welchem Anlaß, in welcher seelischen Situation  Jesus am Kreuze sagte: Vater, warum hast du mich verlassen?!


 

Magie

Der Väterchen Kybalion sagt, dass der vollendete Mensch ein Magier sei. Magie sei höherwertiger als die Mystik. Mystik sei Theorie und Magie die Praxis. Daraus kann man messerscharf schliessen,  dass der Herr Magier nichts von Mystik/Innenschau versteht.


Zu den (materiellen) Wundertaten des Magiers:
Matthäus 4,1-11 (Mk 1,12-13; Lk 4,1-13)
1 Dann wurde Jesus von dem Geist in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden; 2 und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn schließlich 3 Und der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brote werden 4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht 5 Darauf nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels 6 und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab! Denn es steht geschrieben: "Er wird seinen Engeln über dir befehlen, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stößt 7 Jesus sprach zu ihm: Wiederum steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen 8 Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9 und sprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst. 10 Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen 11 Dann verlässt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm.

Das sagt für mich alles. Ob es tatsächlich ein Zeichen von Heilung oder gar HEIL ist, durch Türen und Mauern gehen zu können oder sonstige magischen  Kunststückchen zu vollbringen, wird durch diese Passage m. E. vollstens beantwortet. Die einzigsten legitimen Wunder sind die Wunder der Heilung. Die einzig wahre Magie liegt in der SELBSTannahme resp. Transformation, der Alchimie, die das bleischwere Ego in die goldene Leichtigkeit des SELBST/SEINS verwandelt.

Der Vollendete weiss im Gegensatz zum Magier, dass die Welt, so wie sie ist, perfekt ist und keiner Veränderung, Verbesserung, Hilfe  bedarf - auch nicht der des Magiers, der mit außergewöhnlichen Fähigkeiten scheinbar dem Wohle der Menschheit dient.
Es sieht so aus, als ob derMagier und der Mystiker nicht dem selben Gott dienten. Der Jesus Meister Kybalions ist nicht mein Jesus. Solange der Magier nicht wie der Mystiker erkennt, dass Jesus sein eigenes innerstes Herz ist, hat er den Mystiker in sich nicht integriert. So einfach ist das.


Mittwoch, 4. Februar 2015

Mensch, verpfusch dir nicht das Leben - Idealen nachzustreben heißt Hier&Jetzt-Flucht zu begehen!





Der Krieger sagt:

"Der Magier sucht das Verborgene unter dem Schleier...Wo ist dein Schleier, sehe dich immerzu mit Bildnis..". ER wirft mir immer wieder vor, dass ich mein eigenes Gesicht auf Avatars oder im ForenProfil zeige. Auf meine Erklärungen geht er nicht ein.
Was den "Schleier des Mystikers" angeht, so nimmt er dies allzu buchstäblich, ähnlich den katholischen Nonnen, die "den Schleier nehmen" und ins Kloster gehen und damit die innere Symbolik, um die es eigentlich geht, ent-äussern. Oder den Muslimen, die Bilder verbieten, weil der Mensch sich keine Bildnisse machen soll. Im Grunde bedeutet,  keine Bildnisse zu machen, sich keine Vorstellungsbilder von Gott bzw. den geistigen Dingen zu machen, weil diese über den Verstand gehen und es keine Worter und Bilder gibt, die die WIRKLICHKEIT hinter den Dingen wiedergibt.  Diesen inneren Vorgang hat man ent-äussert, indem man die angefertigten Bilder solcher Vorstellungen verboten hat.

Dee "Schleier" ist eine Symbolik, die ihre Wirklichkeit in den Tiefenprozessen findet, dem Prozess der "Umkehr", der  Nachinnenwendung. Ich kann mich gut erinnern, wie ich immer, wenn Tiefenprozesse anstanden, ein ganz großes Bedürfnis hatte, die Welt ganz real zu verlassen, in die Kirche zu gehen bzw. ins KLoster, in die "Einöde" - also ganz buchstäblich den Schleier zu nehmen.

Der "Schleier" der Umkehr trennt dich von der Welt...der Blick ist nach innen gerichtet, statt zur Welt hin.  In diesen Tiefenprozessen mied ich die Gesellschaft anderer, mied ich den Blick anderer Menschen, ich schaute beim Gehen auf den Boden, die Reklamebilder, das bunte überall gegenwärtige Konsumparadies war mir eine unangenehme kaum zu ertragende Reizüberflutung...
Immer, wenn ich so den "Schleier" nahm, kehrten sich alle Sinne langsam nach innen..."verließen die Welt". Heute erkenne ich, dass ich damals von Innen heraus das befolgte, was man die Kath. Kirche bzw. den Klöstern unter den Evangelischen Räten versteht.

Man muss also nicht wirklich ein Mönch oder eine Nonne werden, um die "Welt zu verlassen". Ein Mönch oder eine Nonne ent-äussern die innere Symbolik, weil sie nicht verstanden wird! Der Egomind nimmt die innere Symbolik  buchstäblich und manifestiert sie in der äußeren Welt.  Auf diese Weise schafft er sich seine Realität! Alles, was Menschen in dieser Welt geschaffen und manifestiert haben, beruht auf innerer unbewusster SYmbolik! Daher dieses ständige Tun und Machen... Jenseits von Ego besteht keine Notwendigkeit mehr, zu ent-äußern, zu machen, zu schaffen, zu manifestieren... Das verstehe ich unter dem buddhistischen NICHT-TUN! Gewahrsein schaut die Symbolik und verhindert die Ent-äusserung. Jenseits von Ego ist das  Äussere  zum Inneren geworden, d.h. das Ent-Äußerte bzw. vom unbewussten Ich im Aussen Manifestierte wird als Symbolik erkannt - Projektionen, die als solche erkannt, zurückgeholt werden.

Ich könnte sagen, dass ich 33 Jahre (mit Unterbrechungen) den Schleier getragen habe und mein Gesicht vor der Welt verborgen habe. (Ich liess mich übrigens auch nicht gerne fotografieren, Bilder von mir hatte ich sämtliche vernichtet. )
Nachdem (2011)  sämtliche  Schleier der Illusion fielen, d.h, nachdem die Identifikation mit Ich und Welt aufgehoben war, das Äussere als das Innere erkannt bzw. die Trennung aufgehoben war, gab es  kein Innen mehr   - die Welt war überwunden, transzendiert. Ich bin mit Ich/Welt/Körper, also auch meinem Gesicht/ "Bildnis" nicht mehr identifiziert und gerade deshalb kann ich nun mit Ich/Welt/Körper  BEWUSST s p i e l e n , Fotos von mir machen, bearbeiten usw., ich bin mein eigenes Modell... Ich kann überhaupt machen, was immer ich will, wenn ich wollen können täte... LOL
Wenn der Berg wieder ein Berg und der Baum wieder ein Baum ist, ist auch (m)ein Gesicht wieder ein Gesicht, ein "Bildnis" ist einfach nur ein Bild -  ohne jede Bedeutung.
Allerdings kann ich heute nicht mehr malen -  ich kann keine Abbildungen der äusseren Welt - die ja auch nur Symbol ist - mehr herstellen. Ich habe meine Farben, Pinsel und Blöcke allesamt verschenkt.
Noch einmal: Sich kein Bildnis zu machen, heißt also, sich keine Vorstellung zu machen. Was die  Vorstellungen des Kriegers angeht, offenbaren sie sich  - ihm völlig unbewußt! - ebenfalls in den Bildern seiner zum größten Teil gewalttätigen Videos, der Kämpfe zwischen Gut&Böse. Schaut man hinter den Schleier dieser Bilder erkennt man: This is a Man's World...Diese "Bildnisse" sind Ausdruck der Kämpfe in seiner Seele. Da sieht man ein starkes Bedürfnis nach Männerfreundschaft/Kampfgenossen,... nach heroischen Taten und Kämpfen, nach Ruhm und Ehre auf dem Schlachtfeld der Geschichte... Da sehe ich einen kleinen Jungen, der einen großen Traum träumt..
Hinter dem Schleier der Bilder: Eine große Angst,sich zu zeigen wie er ist, Angst vor Frauen bzw. der eigenen verdrängten Weiblichkeit, d.h. vor Nähe und Hingabe, dem Weich-Werden, dem Nachgeben, dem Aufgeben und Aufgehen - dem Kapitulieren. Kompensation dieser verpönten und vermeintlichen "Schwächen" durch Machtphantasien, der Gloriole des Kriegers, des Kämpfers für das vermeintlich Gute. Und gut ist für ihn das, was seinem Kriegerego schmeichelt. Böse ist, was seinen Krieg und seine KämpferEhre in Frage stellt.
Alle Macht liege im Können, sagt er. Nur was - außer andere Menschen zu bücken und zu schrumpfen und Zahlen zählen - kann er eigentlich?
Ach Ihr magischen ADeppten! Oh - Ihr Schrumpfköpfe!
Wann ist es soweit, dass Kybalions Avatar ihm endlich die Augen öffnet und ihm zeigt, dass die KRAFT, die im Lassen liegt, mächtiger ist als die Macht des Könnens.

 

 

Kommentar

MickyM: unser geist ist nur in der lage begrenzte ausschnitte der REALITÄT zu erfassen
Oneness: Du meinst, ein begrenzter Geist ist nur in der Lage begrenzte Ausschnitte seiner Realität zu erfassen.
DER Geist, kann ALLES erfassen, da DER Geist in ALLEM ist. Die Realität entspring aus DEM Geist.
Somit kann der unbegrenzte Geist auch die vollkommene Realität erfassen.
Die Vergangenheit, ist das was WAR.
Der Moment ist das, was IST.
Und die Zukunft ist das, was sein SOLLTE.  Zitatende

Nein, hat er m. E. nicht "gemeint". MickyM. hat möglicherweise gemeint, unser menschlicher Verstand kann erleuchtet oder nicht erleuchtet immer nur Stückwerk der geistigen (!) WIRKLICHKEIT hinter den Dingen erkennen. Und so ist es und bleibt es auch nach der geistigen Wiedergeburt. Auch der geläuterte Verstand, der nun eins ist mit dem Großen GEIST ist,  ist nicht imstande "Alles"  zu erfassen. Denn "Alles" ist die undenkbare Unendlichkeit des göttlichen Bewusstseins, an dem der menschliche Mind, geläutert oder nicht, solange er in einem Körper wohnt, nur bruchstückhaft teilhaben kann. Da gibts nicht "Alles" auf einmal.  Spirituelles Wachstum ist kontinuierliches WAchsen in das unendliche Bewusstsein Gottes  hinein - iIn dich SELBST hinein, dem Universum IN dir.
Was der Mensch also erkennen kann - und diese Erkenntnis wird oft verwechselt oder mißverstanden - ist, dass ICH ALLES bin, was IST.  In dieser alles umstürzenden geistigen ERkenntnis erkennst du, du dass DU GOTT bist. Dass es nichts gibt, was DU nicht bist.
Der Rest deines Beitrags ist zwar ganz nett philosphiert,   basiert aber auf Glaubenssatz bzw. Schlussfolgerung des Verstandes - spirituell gesehen just für die Tonne. "Der unbegrenzte Geist, der die vollkommene Realität erfassen" könne, hört sich zunächst korrekt und gut an,  ist  aber auch nur ein Denkkonstrukt. Der menschliche GEIST, der die künstlichen Grenzen transzendiert hat, ist zwar unbegrenzt, aber die Vollkommenheit der Realität, die er "erfasst",  liegt allein im MOMENT, JETZT. Das  i s t  Alles, was er hat.  Im JETZT ist weder eine Vergangenheit, die "war" noch eine Zukunft, die ein "Sollte" umfasst.
Nochmal: Die WIRKLICHKEIT, die Wahre REALITÄT hinter den Dingen kann man nicht erfassen bzw. wahrnehmen, weil: ICH BIN diese WIRKLICHKEIT. Was man "erfassen" kann von dieser WIRKLICHKEIT ist immer WAHRHEIT - und die ist immer ein un-fassbares Paradoxon.
(Allmystery, nicht gepostet)



Neal D. Walsch

"Das tiefste Geheimnis ist, dass das Leben nicht ein Entdeckungsprozess, sondern ein Schöpfungsprozess ist. Du entdeckst Dich nicht selbst, sondern Du erschaffst Dich neu.Trachte deshalb nicht danach herauszufinden, wer Du bist, sondern trachte danach zu entscheiden, wer Du sein möchtest." Neal Donald Walsch
Wie soll man das deuten? Scheint mir ein ziemlich definitionsbedürftiges und wohl auch aus dem Zusammemhang gerissenes Zitat.
Der Autor dieser Worte ist möglicherweise zum Zeitpunkt dieser Äusserungen noch im Entweder-Oder-Modus. Der BW-Modus des Sowohl-Als auch bzw. der Gleichzeitigkeit von Evolution-Involution scheint ihm fremd: Von unten her, von der Evolutionsschiene her erfährt der Sucher sich wie auf  einer  Entdeckungsreise bzw. Entwicklungsprozess. Hat er dann gefunden,  entdeckt  er aus transpersonaler Perspektive (von oben), dass es so etwas wie eine  Entwicklung/Entdeckung nie gegeben hat, sondern dass seine Wahre Natur immer schon da war.
Besser ausgedrückt: Es ist mehr ein Enthüllungs- als ein Entwicklungsprozess.
Das Leben ist beides: es ist ein Entdeckungsprozess UND ein Schöpfungsprozess. ES kommt ganz auf die Sichtweise bzw. die Wortwahl an.
Bei Walsch scheint es hier aber so etwas wie eine Wahre Natur/SELBST/GoTT aber nicht zu geben, die man ja doch letztlich entdeckt bzw. die sich enthüllt, wenn die Egokrusten abgefallen sind.
Was den Schöpfungsprozess angeht, wird man sich auf dem Weg zunächst einmal bewusst, dass man der Schöpfer seiner relativen REalität war (Projektion/Konditionierung) und mit der geistigen Wiedergeburt, mit der GEburt Gottes im Menschen erfährt man sich mehr und mehr als Gott selbst. Und auch die unendliche Reise des Bewusstseins ist Enthüllung dessen, was immer schon da war, sich aber vor unseren Augen verborgen hatte. Klar könnte man diesen Enthüllungsprozess auch Schöpfungsprozess nennen...hahaha LOL... ach Babylon. Ok, Master of the Universe wäre auch noch ne Option... oh je...
Die Worte Walsch's implizieren, dass es eine Möglichkeit gäbe zu wählen, wer man sein möchte. Es gibt aber auf dem spirituellen Weg nur eine Wahl: LEBEN oder (Ego-)Tod.  Ego oder WAhres SELBST. Eine andere Möglichkeit gibts nicht, zu SEIN. Wer immer auch "Jemand" sein möchte, ist im falschen Ich. Walsch nährt m. E.  mit solchen Aussprüchen nur die Phantasien  des Egos, es könne sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf seines unliebsamen pesönlichen Hier und Jetzt ziehen. Wer danach "trachtet", jemand anderes zu sein, als das, was er JETZT ist, ist spirituell auf dem Holzweg.
Es geht nicht um Neu-Erschaffung, Neu-Schöpfung, es geht nicht darum, sich neu zu erfinden, sondern sich SELBST, seine Wahre Natur erNEUT zu FINDEN. Wer die sprit. Erkenntnis hatte: Ich bin alles, was ist, der erkennt, dass er SELBST der Schöpfer  u n d  die Schöpfung ist. 
Die Devise: Erkenne dich SeLbst, ist immer noch 1. Wahl. Alles andere stiftet nur Verwirrung.
Neals D. Walsh ist meines Erachtens - zumindest zum Zeitpunkt dieser Aussage - nicht über die 600 auf der BW-Skala hinausgekommen. Alle spirituellen Leser sollten sich klarmachen, dass 99.9 % der spirituellen Bücher, die man auf dem Markt erwerben kann, von Menschen geschrieben wurden, die über den BW 600 nicht hinausgekommen sind, sondern an ihren spirituellen Erfahrungen  haften geblieben sind.
Nochmal: Wo kein Wollen ist, da gibts auch keine Wahl bzw. Entscheidung. Paradox: Jenseits von Ego wählst du ohne zu wollen.
Und das "tiefste Geheimnis" ist die "Entdeckung", dass es kein LEBEN ausser deinem eigenen gibt!


Der Krieger

sagt, Sklaven seien an ihrem Sklavendasein selber schuld. Er verachtet Sklaven, weil bzw. wenn sie nicht gegen ihr Los aufbegehren. Sein Problem ist es, dass er die eigene menschliche Schwäche, seine Kleinheit, seine Hilflosigkeit  nicht annehmen kann.
Sein Ideal ist äussere Freiheit.  Das wahre Ziel jeglicher spiritueller Entwicklung aber ist die Innere Freiheit und diese ist dem Sklaven sehr viel näher als dem Rebellen, der nur mit den Ketten rasseln kann...
Nur deshalb, weil er sich schwach und ohnmächtig fühlt, muss er sein Dasein auf magische Art verbessern...
Als Krieger bist du nur  im ständigen Widerstand gegen das, was ist - was du jetzt und hier BIST und gegen (d)eine vermeintliche Schwachheit, die du nach außen in andere hineinprojezierst. Du verachtest in anderen Menschen das, was du als Schwäche definierst, d.h., du projezierst deine Selbstverachtung...Ein kaltherziger und mitleidloser Umgang nicht nur mit anderen - vermeintlich schwachen Menschen, sondern vor allem mit sich selbst bw. dem inneren Kind.
Eine solche Mentalität hat schon stärkere Menschen in die Umnachtung getrieben...
Nicht zuletzt  deswegen ist Georgerus derjenige, der von den Adepten  die größeren Chancen hat... in seiner Schwachheit liegt die KRAFT verborgen.


Magie-Mystik

Alles mühsam geschulte und errungene Können des Magiers wird dem Mystiker geschenkt. Nichts liegt in meiner Macht, alle Macht liegt in der KRAFT.
Ganz allgemein kann man sagen, dass jemand, der sich als spirituell Wissender geriert  aber Toleranz gegenüber den verschiedenen Weltbildern der Leute predigt, von Nichts eine Ahnung hat, und wenn er noch so weise und gottesgelahrt dahersäuselt. Auch daran läßt sich ein Meister erkennen - dass er Weltbilder zertrümmert, statt aufrechtzuerhalten.

Bei Transformer, Hashem, Frau Gott, "Herrn Fredo" u.a..  zeigen sich mir die spiripathologischen Verzerrungen, die auf dem spirituellen Weg ausnahmslos jeden Menschen in mehr oder weniger starker Ausgestaltung heimsuchen. Diese Blumen des Bösen blühen eben nur dort, wo keine Heilung, keine Individuationsprozesse zugelassen werden.  Was dann nach aussen eine spirituelle oder religiöse Haltung zu sein scheint , ist oft nur eine Verstärkung der grundlegenden Neurose, die sich geistimitierend des GEISTES bemächtigt, und sich unter einem spirituellen  Mäntelchen austobt. Ansonsten wird jeder spirit. Sucher im inneren Krieg von Gut vs. Böse durch solche Verwirrungen verstört, weil er nicht weiss, was wirklich gut und was wirklich böse ist und wohl auch zuweilen seine Kämpfe in die Außenwelt trägt, wenn er noch nicht genügend Gewahrsein entwickelt hat.

Da lobe ich mir doch den kavaziösen Akhyor Levian - ein gespenstischer Wiedergänger, der seine Abgründe offen zelebriert und dessen kreative Ausflüsse dennoch Wahrheit offenbaren. Wenn man lange genug googelt, kann man sogar fündig werden. Sein kapriziöser Glaube, dass Abgrund und Ursprung - Schatten und Licht, Unbewusstheit und Bewusstheit -  nebeneinander gleichberechtigt ihre Existenz haben, hindert ihn an der vollen Entfaltung seines BW-Potentials.


Träume
Immer wieder träume ich in letzter Zeit von Feuer. Ich stehe z.B. mit Menschen auf der Strasse und überall in den umliegenden  Häusern bricht Feuer aus. Ich schau unberührt zu.Früher wären das angst- und fluchtauslösende Alpträume gewesen, ich wäre schweissnass aufgewacht mit gelähmten Beinen... Die Träume tauchen auf wie die GEdanken: bedeutungsleer.


Ouroborus

sei die Kundalinischlange, die sich das Rückgrat entlang rollt... so lese ich irgendwo. Ok, Gott hat bekanntlich viele Namen... Für mich, wie ich es  e r f a h r e  und definiere,ist der sog. Uroborus ein "Bewusstseinsvorgang", die Art oder Bewegung  der geistigen Erkenntnis, die immer darin endet, dass die "Katze sich in den Schwanz beißt."  Es ist schwierig zu erklären, hat aber etwas mit der Transformation von Aussen nach Innen zu tun, ähnlich wie sie in der"Wendung" der Möbiusschleife symbolisch zum Ausdruck kommt.  Also Entweder-Oder? Nein, beides ist richtig - wie aussen so innen. Wie im Geist, so in der Materie. Wie im Himmel so auf Erden.


Mystik vs Magie

Wie es mir durch die Adepten des Kybalion vermittelt wird, werden in der Magie "bleiernde Gemütszustände in goldene Gemütszustände" umgewandelt.
Aus dem negativen Ist- und Bin-Zustand  wird ein positives SOLL- Sollte-Sein angestrebt. Der Initiator solcher Spiele ist ganz klar das Ego, welches aus seinem Hier und Jetzt flieht.
Die Mystik jedoch geht über ALLE (Gemüts-)Zustände - den positiven wie den negativen- hinaus. Zustands l o s i g k e i t! Ein Sollte-Sein ist immer ein in die Zukunft projezierter angestrebter Idealzustand aufgrund einer Vor-Stellung, alle Ideale aber sind spirituell gesehen "just for'n Arsch",  - weil Idealen nachzustreben immer bedeutet,  Hier und Jetzt-Flucht zu begehen.
Dies WIRKLICH einzuSEHEN, badarf einer gehörigen Portion GeWAHRseins. Bis es soweit ist, kann der EgoEsel gar nicht anders, als der Karotte von spirituellen (Ich-)Idealen und ErleuchtungsVORSTELLUNGEN  hinterherzu laufen, bzw. was UG Krishnamurti bemängelt, "...alles in Seele, Verstand, Psyche – wie immer Sie es nennen wollen – zu investieren"... 

(Schattenarbeit ist übrigens keine "Investition", wie mancher Schattenarbeitsscheue wohl gerne UG hier interpretiert... Schattenintegration ist der EgoSTERBEprozess)
 



Der Prophet

gilt nichts im eigenen Land. Das bedeutet u.a., dass dort, wo du als Person, als Mensch, als "Du" wahrgenommen wirst, deine spirituelle Glaubwürdigkeit leidet. Es gibt ja viele Menschen, die ein "Du" distanzlos mißbrauchen und mit ihrem Duzen die andern auf ihren eigenen gewöhnlich-primitiven Level herunterziehen müssen.
Es gibt auch  Menschen, die ihre Erkenntnisse nur auf unpersönliche Weise mitteilen, ohne ein Du, ohne jeglichen persönlichen Bezug zu den Menschen, die sie ja doch recht eigentlich ansprechen. Wo dies im spirituellen Kontext mit Absicht geschieht, -  also um ein bestimmtes Ziel oder Wirkung zu erreichen -  geschieht es oft aus einem sich selbst mystifizierenden Grund heraus, ähnlich wie jemand keine Bilder benutzt, sein Forenprofil absichtlich von "Bildnissen" rein und sauber hält, um einen nichthaftenden Geisteszustand  (Leere/Nichts) zu demonstrieren. Ob es sich bei dieser Demonstration von Zustandslosigkeit  um einen authentischen Ist-"Zustand"- oder um ein Ideal,  d.h. eine Wunschvorstellung um einen Sollte-sein-Zustand handelt - diese Frage bleibt dabei offen.
Manche nach aussen hin geistig fortgeschritten scheinenden  Geister geben sich absichtlich geheimnisvoll und kryptisch, nicht aus Bescheidenheit, sondern aus Angst, dass ihre Person ins Kreuzfeuer der Kritik kommt.


Die Emotionslosigkeit

jenseits von Ego beruht darauf, dass die Gefühle, die durch Gedanken entstehen, "ausgemerzt" sind. Wer seine Gedanken beobachten lernt, der wird auch schnell erkennen, wie aus wir aus Gedanken und Glaubenssätzen/ Ansichten/Meinungen/Vermutungen usw.  entsprechende Gefühle basteln. Wie ich interpretiere, so fühle ich. Glaube ich z.B., du hast mich beleidigt, dann glaube ich dass es so ist und ich fühle ein dem entsprechendes "Leid". Gerade bei Borderlinern kann man sehr gut beobachten, wie aus Interpretation Selbstverletzung entsteht - die Schuld daran wird aber den anderen angelastet.
Die Menschen hängen an ihren Gefühlen, sie glauben, ohne diese Gefühle sei man kein Mensch. Es ist unmöglich sie davon zu überzeugen, dass ihr gesamtes Gefühlsleben nur auf Konzepten, Gedankenstrukturen - Maya - beruht.


Akzeptanz

Da  halten sie sich oft für besonders spirituell und predigen anderen Menschen Akzeptanz und Annahme für "das, was (angeblich) ist" und gleichzeitig mobben und grenzen sie aus, was das Zeug hält.
Das Ego, wenn es versucht, das Hier und Jetzt zu "akzeptieren", nimmt nicht das Hier und Jetzt, so wie es ist, an, sondern seine INTERPRETATION des Hier und Jetzt, - also wie es DENKT, das es ist.

 

Wenn jemand im Forum 

aus dem angepassten Über-/Eltern-Ich heraus kommentiert, spüre ich das sofort im solarplexus. .Es sind dies insbesonders die Leute, die sich für alles und jeden verantwortlich fühlen und ihre armen Mitmenschen ständig aus vermeintlichen Nöten retten müssen... Diese "Schwingungen" haben verschiedene Qualitäten, sie reichen von einem kaum vernehmlichen unangenehmen Gefühl in der Magengrube bis zum ausgewachsenen Faustschlag.


Dekonditionierung

Dieses Wort hatte ich damals nicht dafür, als mir auffiel, dass mein Gefühl für Wochentage jeweils eine verschiedene Färbung hatte. Das Montagsgefühl und das Freitagsgefühl war am stärksten. Klar,  Arbeitsanfang - Arbeitsende.  Mir fiel auf, dass ich morgens nach dem Wachwerden als erstes fragte: Was für einen Tag haben wir heute. (Danach folgten evtl. Termine)
Damals arbeitete ich in der Psychiatrie und für den Psychiater ist es ein Zeichen geistiger Gesundheit, dass man "zeitlich und örtlich orientiert" war und ein Zeichen von Krankheit, wenn man nicht wusste, wie der heutige Wochentag heißt.  Damals glaubte ich jeden Quatsch,  - wenn ich mal nicht wusste, welchen Tag wir haben, kriegte ich gleich die Panik...LOL  Die Arbeit in der Psychiatrie bescherte mir neue (destruktive) Glaubenssätze , eine Arbeit, die mich von allen Tätigkeiten, die ich ausübte, am stärksten gesundheitlich gefährdete.
Mit Spiritualität hatte ich zu dem Zeitpunkt  noch nichts am Hut... mit Psychologie und Philosophie wohl...damals konnte ich Psychologie und Psychiatrie noch nicht unterscheiden.  Mich interessierte mehr die Psychologie a la Watzlawick, Kommunikationspsychologie a la Eric Berne. Die Transaktionsanalyse half mir, meine "Verletzlichkeit" zu verstehen - letztlich SELBSTverletzungen, die nur auf meinem  neurotisch verzerrten Interprationsraster beruhten, welches wiederum auf fehlendem Selbstwert basierte, welcher wiederum auf der frühen Prägung durch Familie und Umwelt fußte.
Heute ist jegliche  Programmierung und Prägung aufgehoben, ich lebe zeitlos. Einige Male in der Woche habe ich Nautilust-Termine, deshalb bin ich wieder gezwungen nach Uhrzeit und Wochentag zu fragen.  Diese Frage stelle ich mir an die hundert mal am  Tage, weil ich immer wieder vergesse, meine Termine einzuhalten.


Abwehrmechanismen

Sobald er sich in die Enge getrieben fühlt, fängt er an zu " babbeln", d.h., er schreibt unverständliches und teils lügenhaftes Zeug, das auch bei 10maligem Lesen nicht klarer wird. Ganz wie die kleinen Kindern, die, wenn der Papa böse ist und zu schimpfen anheben will,  blitzschnell eine fesselnde bzw. ablenkende Geschichte erfinden.   Das nennt man Fabulation, Rubrik: Psychoabwehr.

Es ist schwer bis unmöglich, jemandem klarzumachen, dass es sein Egomind ist, der DAS, WAS WIRKLICH (!) IST definiert und interpretiert. Die Leute bzw. der Egomind hält wie gesagt, seine Deutung der Wirklichkeit für DAS, WAS WIRKLICH ist.
Wobei man differenzieren muss. Das personale Hier und Jetzt des kleinen Ichs und das transpersonale HIER und JETZT.   Diese Trennung ist anfangs notwendig, denn nur durch die Annahme der Person mit ihrem persönlichen Empfindungen im Hier und Jetzt kann man die Person transzendieren , d.h. man kommt nur über das Persönliche in das überpersönliche JETZT.
Biblisch ausgedrückt: Man kommt zum Vater nur über den Sohn - d.h., man kriegt das Heil nur über die Heilung.