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Sonntag, 26. Juli 2015

Wie uns schon Zarathrustra lehrte: Jenseits von Ego gibt es keine Werte





Prä und Trans

Ebenenverwechslung oder -vertauschung findet auch da statt, wo man Problemen, die auf der Alltagsebene stattfinden, mit  spirituellen Einsichten begegnet. bzw. man den Menschen den Mores lehren will - ob man will oder nicht: was anderes kommt nämlich nie dabei raus, wenn man  "von oben" herab sozusagen per göttliches dekret dem "uneinsichtigen" Menschen verordnen will, was einstmals für einen Menschen eine lebendige Wahrheit war.(s.a.Kirche, die Jesus, die lebendige Wahrheit verhökerte)

Einer vom Ehemann geschlagenen Frau aus der "höheren Sicht" zu raten, bei ihrem Mann zu bleiben, wäre sie nur imstande,  ihre Sichtweise zu ändern,  ist einfach nur zynisch.  Oder wenn man schwangere Vergewaltigungsopfer mit einer "höheren Sichtweise" emotional erpresst,  - eine Abtreibung sei von einer höheren/tieferen Ebene aus betrachtet nicht zu rechtfertigen... Am Ende ist es so, dass es doch wieder auf die Strafe eines Gottes hinausläuft, wenn man diese" höheren Gesetze" nicht befolgt. 
Folgt das ( in einem doppelten Sinne "Opfer")  diesen gutgemeinten spirituellen Ratschlägen, dann versucht es hehren spirit. Idealen zu entsprechen. Nicht anders,  wenn man Erwartungen und Bedürfnisse asketisch  "abtötet", den Willen...

Auch die Sinnsprüche, die da täglich massenhaft in den Statuszeilen von Facebook gepostet werden,  transportieren unterschwellig solche unmachbaren Ideale und laden direkt oder indirekt zum Nacheifern auf.
Doch am Ende all der "Machenschaften" des Machers, des Sei-Spontan-Egos kommt immer dasselbe raus: MehrheitsMoral und Schuld.  Sünde.


Charles Eisenstein ist ein Gutmensch der konstruktiven Sorte,  er will seinen "kreativen"  Psychopathen am liebsten mit verständnisvoller Systemik und Liebe auf den Pelz rücken, sehr lobenswert, aber wenn der Psychopath nicht in irgendeinem Chefsessel sondern in deinem Bett liegt, denkst du ganz anders darüber. Frauen zogen mit der Liebeskarte stets den kürzeren, denn der "Psychopath" läßt sich in seinem Kontroll- und MachtWahn davon nicht beeindrucken. Im Gegenteil, die ihm entgegengebrachte Liebe spornt ihn an, sie zu zerstören.


Auch die Kirche war dafür, auszuharren in unhaltbaren Situationen - die Ehe sei unauflöslich und nicht die Umstände, sondern die eigene Einstellung sei zu ändern - der GLAUBE!... Wer zuerst das Reich Gottes sucht und findet, der könne alles, jeden lieben, jeden heiraten und Blinde sehend und schlagende Ehemänner zu schnurrenden Kätzchen machen... jo, stimmt, WENN ... WENN es denn möglich wäre, diesem Ideal - nichts anderes ist es - Folge zu leisten, ohne eine dementsprechende spirit. Entwicklung (Individuation) durchgemacht zu haben.

Aus einer Situation nicht herausgehen zu können, die uns nicht förderlich ist, ist eine Unfähigkeit, die meist auf traumatischen Begebenheiten in der Kindheit beruht.  Ich kann mich noch gut erinnern, wie erbost ich auf jenen Therapeuten war, der mich einmal ansprach, was denn "los" mit mir sei, weil ich so schwer die Treppe raufging. Auf meine Antwort, was ich mir gerade eine geschlagene Stunde lang habe anhören müssen,  antwortete er lapidar: Geh doch einfach raus aus dem Kontakt!  Ich:  Ja, aber das ist ja doch das  Problem, dass ich das eben nicht kann! Als Therapeut sollte man wissen, dass eine Unfähigkeit, zu flüchten,  auf Trauma beruht und nicht mit einem Abwinken abgetan ist.   Paradoxerweise war es in der Kultklinik Grönenbach aus gemeinschaftsfördernden bzw. therapeutischen Gründen quasi verboten, "einfach" aus den Kontakten zu gehen. Im Gegenteil, man sollte zudem noch dulden, dass jeder x-beliebige (fremde)  "Dahergelaufene" sich in einen Kontakt, eine intime Unterhaltung zwischen 2 Personen  einmischen konnte.Das Private war quasi verboten, nur die Gemeinschaft zählte.  Es war geboten, Einmischung zuzulassen, ganz gleich,  auf welche Art sich der Einmischende einmischte. Einerseits hatte man die Regeln zu befolgen, andererseits sollte  das "Freie Kind"  freie Bahn haben, sich auszutoben. Das Austoben galt aber nur untereinander  auf der Gemeinschaftsebene, bei den Therapeuten hatte das Freie Kind nichts mehr zu melden geschweige denn zu toben, da wurde strikter Gehorsam verlangt und scharf auf die Regelbefolgung geachtet. 

Was das Freie Kind betrifft, so wurde da einmal mehr etwas vorausgesetzt - ins Voraus gesetzt -  d.h. von den Pat. wurde paradoxerweise etwas verlangt, wessen sie noch gar nicht fähig waren.  Das "Befreite Kind" zeigte sich daher nicht in seiner authentischen echten Spontaneität , sondern zumeist in einer narzisstischen und unersättlichen  Ansprüchlichkeit und Ausleben neurotischer Überempfindlichkeiten und infantiler Wutausbrüche. Offenbar konnte ein Großteil der Therapeutenschaft dazwischen  nicht differenzieren, nicht zuletzt, weil so mancher von ihnen wie die Patienten  ebenfalls sämtliche Anzeichen von Gestörtheit zelebrierten.  Gehätschelt wurden i.d.R. die, welche die schönsten Augen machen konnte...(Gute Eltern-Projektion)  da sass so manches "Freie Kind" zuweilen  auf den Schößen der  "freien" Therapeuten und liess sich herzen  - eine Distanzlosigkeit, die wiederum in krassem Gegensatz zu der ansonsten auffälligen und fast angstvollen Distanzierung zu den Patienten und der Gemeinschaftsebene stand.


Derartige Double-bind-Situation  und wiedersprüchlichen Botschaften der Therapeuten fanden sich in dieser Klinik zuhauf. Zum Beispiel wurde uns eingangs gesagt, dass wir bei gesundheitlichen Problemen immer den Therapeuten fragen bzw. Bescheid sagen sollten,  wenn wir einen Doktor aufsuchen wollen. Als ich sehr dicke geschwollene Beine bekam, sagte ich den Therapeuten, dass ich gerne zum Arzt gehen würde und bekam zur Antwort, warum ich frage, ob ich nicht alt genug sei, um selbst zu wissen, was zu tun sei. Einerseits war da die krasse regressionsfördernde Entmündigung der Klienten durch strenge Hausregeln, andererseits erntete man oft  irritiert-gespieltes Erstaunen und Ungläubigkeit der Therapeuten, wenn man sich gehorsam an die Regeln hielt. Hatte man seine diversen  Posten ((Tischabdecken, Spülküche usw.)  verantwortlich übernommen und zur Zufriedenheit aller seine Arbeit gemacht, wurde nicht selten erstaunt festgestellt: Hey, du kannst ja, wenn du willst. Reaktionen der Therapeuten, die u.a. auch zeigten, dass sie ihren Patienten überhaupt nichts zutrauten. Erst die Pat. bis  zur Unfähigkeit und absoluter Aufgelöstheit in die Regression treiben und hernach sich darüber beschweren bzw. zu staunen. Der Pat.  wurde "weich" - weil er weich geklopft wurde!

Jedenfalls gab es kein Entkommen aus dieser Zwangsherrschaft. Wer gehen wollte, der wurde "konfrontiert", möglichst öffentlich in der sog. "Vollversammlung".

"Geh doch einfach weg"  - das war ein Hohn.  Nach einer für mich heftigen gruppentherap. Sitzung bekam ich einmal eine große Angst vor der riesigen Menschenansammlung, die sich im Speisesaal zum Essen versammelten - ich wurde dazu gezwungen, von Gert.  Gert war der Leiter der Abschiedsgruppe und er war derselbe, der mir riet, doch "einfach wegzugehen"!! LOL  - Ich habe in dieser Klinik habe nichts als Zwang erlebt.


"Hier kriegst du nicht, was du willst, sondern was du brauchst". 

Ein Motto der Klinik Bad Herrenalb, welches offensichtlich wenn auch unausgesprochen das Motto der Klinik Grönenbach war - ein Abklatsch des Herrenalb-Modells des Dr. W. Lechler. . Nach dieser anmassenden SelbsterMÄCHTigung der Therapeuten, allein zu wissen, was der Patient braucht,  kann der Eigenwille der Patienten  in jedem Falle nur  ein kranker Wille sein. Und so sah man in dieser psychospirituell orientierten Klinik -  dessen Leiter ein ehemaliger Sannyasin war und noch ist -   wie die Macht der Therapeuten den Willen ihrer Klienten brachen, wo sie nur konnten, ohne zu differenzieren, ob der Eigenwille bei einigen ihrer Patienten in diversen Situationen nicht vielleicht doch ein guter förderlicher "SELBSTorganisisierter" Wille sein könnte.
Dies beruht m.E. auf einer Verwechslung der Ebenen Prä und Trans. Von transpersonaler Sicht heraus  ist es so, dass der Eigenwille generell zwar nicht schlecht oder böse ist, aber UNWAHR und letzten Endes transzendiert werden muss, um Befreiung zu erfahren.
Erst im Individuationsprozess wird der kranke neurotische Eigenwille geläutert. Danach oder parallel dazu wird das geläuterte  Ich/Wille transzendiert und in die Einheit des SELBST überführt.


Das Klinik-Konzept stand unter dem Motto der Persönlichkeitszerstörung/Wiederaufbau/"Re-Parenting". 
Erst wurde durch ein entmüdigungendes "Regelwerk" der Patient regrediert und durch "nachbeelternde" Erziehungsmaßnahmen die Abwehr geschwächt bzw. wurde die Persönlichkeit nicht selten bis an die Grenze von Psychose zerrütttet. Manche Leute wurden schon im Vorfeld traumatisiert von der Vollversammlung, die verlangte, dass man sich schon am ersten Tag vor versammelter HundertMannschaft "nackig" machte, Rede und Antwort stand, sich vor allen offenbarte. Eine Möglichkeit Nein zu sagen gab es (damals)  nicht. Ein Nein war Widerstand und Widerstand war "böse".
Wie in der schwarzautoritären Erziehung wurde der Wille des Patienten einfach gebrochen. Die Folgen: nicht Heilung/Individuation sondern Regression und Re-Traumatisierung waren die Regel!
Die Prä-Trans-Verwechslung bewirkte eine Regression in einen prärationalen Zustand. Auf der dual-personalen Therapie-Ebene wäre statt einer Ich-Schwächung eine Ich-Stärkung, eine Stärkung des Willens therapeutisch angesagt gewesen. Statt dessen folgte das Klinik-Konzept quasi unter der Hand einem schablonisierten spirituellen Ideal, ohne auf das psychospirituelle Wachstum des einzelnen überhaupt acht zu haben.  Jeder, der sich kritisch äusserte und Widerstand leistete gegen diese totalitäre  Kontrolle wurde wie ein ungezogener Borderliner behandelt, der nur eines im Sinn hatte: die Regeln zu brechen und den Gehorsam zu verweigern.  (Das Borderline-Syndrom war en vogue damals, die Klinik-Leitung darauf spezialisiert. Gleich nach Eintritt konnte man einen Fragebogen ausfüllen: Bist du ein Borderliner? (!) Und - ja klar konnte sich ein jeder darin wiedererkennen. LOL! So  schufen sie sich die Krankheit, die sie zu behandeln vorgaben! Selffulfilling prophecy...)

Das Rosenhan-Experiment hat gezeigt: der Arzt muss nur an die Krankheit des Patienten glauben und dann wird es nicht lange dauern, bis der Mensch selber anfängt daran zu glauben und  die Symptome zeigt, die man in ihn projeziert.

Die entmündigende Behandlung durch die Therapeuten hat das Introjekt gesetzt: Ich bin klein, unartig, ungehorsam, unfähig, verrückt, schlecht und böse; es wurde der Glaube bestärkt: alles, was ich bislang in meinem Leben getan habe, war falsch, null und nichtig, nichts wert, weil falsche Persönlichkeit...die Therapeuten sind perfekt und gut, weil sie "richtige" Persönlichkeiten sind und wissen, was gut und richtig für mich ist. Wenn ich brav und gehorsam bin, werde ich von Mama und Papa Therapeut geliebt. (Und so war es auch). Die Patienten wurden in ihren Stärken und Talenten einfach nur ignoriert. Das Ego musste kaputt gemacht werden, da lobt man nicht, da baut man nicht auf mit guten Worten... da ignoriert man alles, was gut ist. Die Gaben und Talente, die sich bei vielen der Patienten zeigten, wurden durch Ignoranz einfach in den Dreck getreten. Es war den Therapeuten sehr viel wichtiger, dass der Maler oder der Bastler den Bastelraum sauber hinterliess - ein vergessnes Blatt Papier auf dem Tisch, eine Farbtube genügte schon als Anlass, um die Regelübertretung öffentlich zu ahnden - das wunderbare Bild/Skulptur interessierte niemanden. Diese Versammlungen wurden für manche Leute zu regelrechten  Hinrichtungszenarien.

Nach 6 oder 8  Wochen wurde eine große Anzahl  der Patienten, die vorher arbeitsfähig waren, als arbeitsUNfähig " in die Therapie entlassen"! Perverserweise zum "Wiederaufbau der zerstörten Persönlichkeit!" Dass ein Großteil dieser Persönlichkeiten  aufgrund iatrogen verursachter Traumatisierung zerstört wurde, schien dort niemandem auf- oder einzufallen.

Ich sehe es heute so: Die Persönlichkeit darf niemals unter gar keinen Umständen von Menschenhand zerstört werden. Ein Therapie-Konzept wie ich es erlebt habe,  ist nicht humanistisch sondern das krasse Gegenteil, es ist menschenverachtend! Im nachhinein kommt es mir vor, als hätte jeder Therapeut den Guru, Gott gespielt. Nicht, dass ich was dagegen hätte, buddhistische Mantras und Gesänge zu repetieren, aber in einer öffentlichen Einrichtung, einer Klinik haben die nichts zu suchen, ob christlich oder buddhistisch...
In jedem Falle hat eine therapeutische Einrichtung das Ich des Patienten zu stärken und nicht zu zerstören. Die Macht, das Ego zu "zerstören"  d.h. den Individuationsprozess einzuleiten und zu begleiten -  hat nur Gott bzw. das WAHRE SELBST - die Unpersönliche LIEBE! - welcher Therapeut kann sich ihrer schon rühmen - sind sie doch allesamt selber der Heilung bedürftig!

Den selben Fehler hat die schwarzautoritäre christliche Erziehung gemacht, wenn es früh schon den sich gerade entwickelnden  Eigenwillen der Kinder brach, im falschen Glauben, dass jedes Kind (der Mensch)  von Natur aus böse bzw. jeder Wille böse sei. Damit verhinderte man das Zugreifen auf die Welt, eine gesunde Ich-Bildung und züchtete stattdessen einen Kadavergehorsam. 
Was ein  Häkchen werden will,  krümmt sich beizeiten - eine mißbrauchte Redensart aus der schwarzpädagogischen Erziehungskiste, die auch Eingang in die therapeutischen Einrichtungen findet, wenn man die ehemals lebendige Wahrheit des EINZELNEN (absoluten SUBJEKTS) zu einem therapeutischen Werkzeug für die Allgemeinheit macht.

In den darauf folgenden 7 Jahren  habe ich zig Male in meinen Tagebüchern über diese Zeit geschrieben,  solange bis ich von der  Re-Traumatisierung geheilt war.
"Sei still, du projezierst.." (unterbrach mich damals die Therapeutin schroff,  als ich ihr ruhig und sachlich erklären wollte, um was es mir eigentlich ging.) Mit solchen Worten kann sich heute mir gegenüber  niemand mehr aus seiner Verantwortung stehlen. Solche mundtodmachenden und seelenmordenden Sprüche fallen in die Rubrik "Therapeutischer Machtmißbrauch",  weil man sich weigert, a) richtig ZUZUHÖREN und b) weil man den eigenen VerantwortungsAnteil am Dialog nicht übernimmt.

Ich habe mich schreibend befreit, so lange habe ich geschrieben, bis ich das Introjekt aus mir heraus exorziert habe und  ganz klar und ein für alle Male erkannte und wusste, dass ICH nicht schuld war, dass ich nicht Täter, sondern Opfer war. Damit hatte die Täter-Opfer-Konfusion ein für alle Mal ein Ende, unter der ich mein Leben lang litt. Es war ein langer Weg, bis ich das Opfersein wirklich voll und ganz akzeptieren konnte und nicht als fehlerhafte Schwäche und beschämte Unterlegenheit ansah - d.h. erst als  ich meinen falschen Stolz begrub, durfte ich auch Opfer sein und mich als solches in den Arm nehmen.

Ich schreibe noch immer bzw. schon wieder  über die Zeit in Grönenbach, obwohl das Trauma längst überwunden ist. Ich schreibe, weil sich mir jedesmal ein anderer Sinn auftut, eine andere Perspektive... Alles wird zurechtgerückt, zusammengesetzt... zu einem schillernden Ganzen. Alles bekommt Sinn. Nichts ist sinnlos gewesen in meinem Leben. Nichts ist überhaupt sinnlos. (Man darf nicht den Fehler begehen, die Bedeutungsleere jenseits von Ego mit Sinnlosigkeit gleichzusetzen!) 
Alles, was ich erlebt habe, jede Freude, jedes Trauma wird zum Segen... IST Segen. Unbeschreibbar.


Umerziehung II

Nochmal zum Thema: Was bedeutet es eigentlich, die "Sichtweise" zu ändern? Die MoralPrediger haben immer schon gut reden, denn sie fordern im Grunde nichts anderes, als dass die Frau dem Manne zuliebe ihr Rest-Ego in die Tonne tritt. Die Tag für Tag drangsalierte Ehefrau, deren (persönliche) Liebe eh schon in die Tonne getreten wurde, würde mit der Hilfe Gottes alles aushalten, alles erdulden  können - Klar,  mit Gott ist jeder Schlag  der erste Schlag. Oder? Ja oder Nein?! :-D
Wahr ist: Wer zur Unpersönlichen LIEBE fähig ist, kann jeden "lieben" - bloss, welcher Mann/Frau will schon unpersönliche Liebe? Man darf auch nicht vergessen: Die unpersönliche LIEBE ist eine angstmachende Macht... Gottesmacht!

Tatsächlich darf niemand seine spirituellen Einsichten verallgemeinernd als Gebote verordnen - erst recht nicht im Namen der göttlichen LIEBE! Ein spiritueller Lehrer, der dies tut, akzeptiert die Dinge nicht so wie sie sind. Annahme ist übrigens ein Prozess, ein schrittweiser Prozess der Selbstversöhnung und kein spontaner Akt. Annahme beinhaltet zwar primär die Annahme meinerselbst,  m e i n e r   Reaktion  - v.a. meines Widerstands auf die Welt "da draussen", wenn ich aber am Ende nicht auch mit der Welt versöhnt bin, mit meinem persönlichen Hier und Jetzt in der Welt, dann war es keine Annahme.  
Wahr ist: Jede spirituelle Einsicht, jede  lebendige Wahrheit wird in den  Fingern des Egos zur Moral.


Bad News für alle Guten Menschen und Gutmenschen:

Jenseits von Ego gibt es keine Werte!
LOL



Personen

Nochmal: Wenn ich von Samarpan, Callida, Fredo und all den anderen Titelfiguren schreibe, geht es mir niemals um die Verurteilung  von  Menschen, sondern immer nur um Forschung, SELBSTerforschung, um die Feststellung und Erforschung eines besonderen menschlichen oder auch transpersonalen Aspekt, den ich von INNEN heraus zu verstehen lerne. Die Namen/Personen sind für mich nur Träger dieses bestimmten  Aspektes.  Erst wenn mir dieser Aspekt völlig klar und bewusst wurde, ist meine unpersönliche Beschäftigung mit der Person bzw. deren Aussagen beendet. Es geht niemals um die Person, mit der ich mich scheinbar beschäftige, es geht immer nur um Erkennen. Erkennen. Erkennen.

Und dennoch...

Ich habe nicht viel von den alten Meistern gelesen, insbesondere die östlichen sind mir so gut wie  unbekannt. Ja, Laotse, Dschuang Tsi, die Bhagavadgita...  die meisten sind mir von Nityas Blog her bekannt... und wenn ich mich nicht irre, war es dort, dass mir oft die Redewendung "und dennoch..." auffiel. Erst nach und nach wurde mir klar, auf was sich das bezog. Den Grund hierfür habe ich  schon einmal geschrieben, aber jetzt würde ich es noch anders sagen: Dieser Satz kommt immer dann, nachdem eine transpersonale WAHRHEIT verkündet wurde.
Ein Beispiel wäre: Nichts existiert außer Bewusstsein. UND DENNOCH... (...kann ich nicht sagen, dass NICHTS existiert).
"Dennoch" deutet also auf das Paradox. Die Wahrheit ist ein zwieschneidiges Schwer: Es ist und es ist nicht. Der Verstand aber argumentiert immer Entweder-Oder. Entweder das eine oder das andere.
Das "Dennoch" hörte sich bei Robert Anton Wilson so an: Oder auch nicht.
Alles, was ich sage, ist absolute WAHRHEIT - Oder auch nicht! LOL!
Das Absolut wird erst durch das "dennoch" absolut. Oder?  he he he he lustig

Stille

Früher hatte ich öfters "Visionen", das waren innere Bilder, die sich über die äusseren "Bilder" legten. Als ich z.B. mal mit einem Bekannten im Auto durch die Stadt fuhr, legte sich über das Bild des lebhaften Verkehrs ein anderes, in dem ich in den selben Straßen  keinen Verkehr mehr, sondern nur ausgebrannte Autowracks sah. Keine Menschenseele. Kein Laut. Absolute Stille.  Ein sehr apokalyptisches Bild schien mir... So etwas geschah des öfteren damals und hat mir keine Angst gemacht... es war ähnlich den hypnagogen Bildern in der Einschlafphase: da befand ich mich manchmal mitten in einem Kriegs- oder Kampfgetümmel zwischen Menschen und blieb dabei ein völlig ungerührter und unberührter für andere unsichtbarer Zuschauer (radikal-neutrale Wahrnehmung! hehe) ...
in diesem Zusammenhang erinnere ich mich jetzt auch wieder an die merkwürdige "Sicht", die ich 1987 von Seckbach aus auf die Stadt Frankfurt hatte. Da wurde das Bild, welches ich konkret vor Augen hatte, überlagert von dem "Bild" einer  "Urszene" eines menschenleeren Urwalds weit weit vor der Zeit der Menschen und der Stadt Frankfurt... Auch hier war wieder diese absolute Stille spürbar. Den Tag werde ich nie vergessen - nachdem ich von dem Hügel wieder herunterkam bzw. auf dem Weg hinunter fand ich 13 vierblättrige Kleeblätter.  Ich hatte noch nie zuvor auch nur eines gefunden.  Mein Blick war wohl ein anderer als sonst.
Ich bin überzeugt, wir alle machen ständig solche Erfahrungen, kriegen es nur nicht mit, weil wir nicht achtsam sind auf unsere inneren und äusseren Wahrnehmungen, sondern mit Gedanken "über..." beschäftigt sind.


Antisemitismus

 https://www.youtube.com/watch?t=28&v=BC4MovoLd44
Ken Jebsen wegen Antisemitismus angeklagt?! Na ja, die Verschwörungstheoretiker stehen mehr oder weniger alle mit einem Bein in brauner  Soße... LOL.   Die Art jedoch, wie hier von seiten der Rechtsanwälte der Antilopengang  gegen Ken Jebsen vorgegangen wird, entspricht exakt der  Art von totalitärem Herrschaftsgebaren der anti-antifaschistischen Allmystery-"Regierung".(Gutmenschen der destruktiven Sorte) und einiger regierungstreuen Mitglieder wie Herr Callida, Geeky...
Zusammengefasst: "Wir erklären, wer schuldig ist, dieses Urteil ist unanfechtbar."
Wie ich schon sagte, ist Allmystery das getreue Spiegelbild der Gesellschaft. Ich hab nix gegen die Gesellschaft. LOL. Ich bin nur ein ungerührter Beobachter von selbst konstruierten Filmen/Geschichten/Träumen - hypnagogen Bildern! Das soll mir mal einer glauben, gell?  LOL!


Die junge griechische Regierung

erinnert mich nicht nur an Max und Moritz, sondern  in ihrem Diskussionsverhalten erinnert sie mich in manchem an die Anfänge der linken Frauenbefreiungsbewegung, hier ganz speziell an Jutta Ditfurt...Kurz gesagt: an  ideologisches Querulantentum.  Der griechische Gast Theodoros Paraskevopoulos bei Günter Jauch am 28.06.2016 rundete dieses Bild vollends ab.  Man sah in dieser Talkshow wohl en minitature, wie und auf welche Weise die Griechen ihre Probleme mit den "Vätern" , den Bösen "Großen" in Brüssel kommunizierten. Youngsters & Tricksters.   Charismatisch-trotziger Narzissmus und die damit einhergehende antiautoritäre Respektlosigkeit der sich auch der Theodorus erfreute , ist wohl im Begriff,  eine internationale Volksskrankheit zu werden. In der Klinik Grönenbach hätte der zeit- und raumumgreifende "vorlaute" Theo sehr schnell ein warmes Plätzchen auf Therapeutenschoß ergattert, habe er doch weiter nichts als spontan sein  "Freies Kind" herausgelassen...hehe... aber nur solange es sich nicht um den Therapeuten-Talk handelt, der gestört wird. LOL  Im Gegensatz zur doublelbinding Grönenbach-Regierung hatte der Theodorus bei Jauch keine ausdrückliche Erlaubnis, sich  n i c h t  an die Diskussions-Regeln zu halten. LOL:


Wenn Cerebrus, der Teuflische Verwirrer sagt,

dass der Mensch jenseits von Ego ebenso Zahnschmerzen bekomme wie jeder normale Mensch und damit der  "Scheinbarkeit" der sog. Realität  Hohn gesprochen sei, hat er unrecht.
Das Unrecht liegt nicht in der Sache, sondern in der linearen Kausalitäts-Denke seines schlussfolgernden Vestandes: Er geht von Erfahrung aus und objektiviert und verallgemeinert das die Scheinbarkeit erkennende SUBJEKT.* Nur ein Verstand, ein Egomind kann eine solche Aussage tätigen, der nicht weiss, dass über den Freien GEIST keine Aussage gemacht werden kann - über das eigenschaftslose ICH-BIN-Bewusstsein läßt sich nichts aussagen!. Das Kausalitätsgesetz ist aufgehoben. Das erfahrungsbasierte Alte-Adam-Denken mit seinen Wenn-Dann-Schlussfolgerungen ist hier absolut obsolet!

*Wenn ich hier vom SUBJEKT spreche, dann meine ich das unpersönliche ABSOLUTE Subjekt  und nicht die  persönliche Subjektivität des gemeinen Egos. ABSOLUT nenne ich den Freien GEIST des erkennenden SUIBJEKTs, der nicht mehr von den Eigenschaften des Ego beeinträchtigt ist, sondern an den SEINSattributen Gottes teilhat. Die Erfahrung des All-Eins-Seins macht nicht das Ego, sondern das erlöste und befreite ICH als das Absolute SUBJEKT. Besser kann ich es nicht erklären, weil ich sonst wieder trennen müßte, was zusammengehört. Das ABSOLUTE SUBJEKT ist das Eine ohne das Zweite. Advaita. Das Zweite ist das Objekt, das Obektive als die Welt, die einstmals dem Ego gegenüberstand,  ist aber durch die "Umkehrung" in die Innerlichkeit obsolet geworden, bzw. ver-innert.  Die Subjekt und Objekttrennung ist aufgehoben im ABSOLUTEN SUBJEKT.
Mit diesen Worten und Begriffen definiere ICH in Absoluter EIGENMACHT als das Absolute SUBKJEKT meine Erfahrungen bzw.  Erkenntnisse selbst. Mag sein, dass es in Büchern anders geschrieben steht, andere Begriffe verwendet werden. Für mich als Absolutes SUBJEKT ist meine Erkenntnis&Definition  die ABSOLUTE WAHRHEIT und die Definitionsgewalt hat niemand anders als ICH, der FREIE GEIST! Jenseits von Ego gibt es zwar keine Werte, aber es gibt die Teilhabe des Absoluten SUBJEKTS an den Seinsattributen Gottes.


Herr Fredo und Herr Callida


sind archetypische Vertreter der Unheiligen Einbeinigkeit, sie vertreten beide unterschiedliche Positionen. Beide sind einäugig. Herr Callida  g l a u b t   zwar an Nonduality, ist sich aber nicht wirklich EINIG - das heisst er ist mit dem Dualismus (Naturgesetze/ Vielheit/Causalität =Person) identifiziert.  Herr Fredo  ist  ebenfalls unEINIG in sich selbst, weil er mit Nondualität identifiziert ist und sich als Person (ver-)leugnet.
Obwohl er seine Person leugnet ist Herr Fredo mit der Person/Dualismus identifiziert, denn man kann nicht wie er es tut,  gleichzeitig die eigene Person leugnen und zugleich die Abwehrmechanismen eben dieser Person zeigen.
"Niemand" zu sein beruht auf der Abwesenheit von "Jemand"  und dieser Jemand ist immer Jemand mit Abwehrmechanismen. Wäre es anders, wäre Jemand ein Niemand. LOL Hm!
Ich habe beide - BEIDES! -  in  mir zur Einheit gebracht.
WAs immer einer leugnet oder verteidigt, mit dem ist er identifiziert.
Zur Erklärung: Unter "Jemand" versteht ich die eigenschaftsidentifizierte Person/Charakter oder das Ego, unter "Niemand" das eigenschaftslose bzw. eigenschaftsdesidentifizierte ICH-BIN-Bewusstsein.

Donnerstag, 12. Februar 2015

In der Bibel steht geschrieben, du sollst allein dem HERREN dienen...

Duccio di Buoninsegna: Der Teufel zeigt Jesus die Welt





Er war ein Priester,


der zum Therapeuten konvertierte.In meiner ersten Einzeltherapiesitzung dirigierte er mich in "Trance" ins Pfarrhaus meines Heimatortes. Obwohl ich  mich zunächst weigerte, durch diese Tür zu gehen, bestand er darauf.  Ich betrat das Haus und sah schwarzweiß gekachelten Boden, eine geschwungene Treppe...ich weinte, weiter kam bzw. wollte ich nicht gehen,weswegen die "Reise" dann doch abgebrochen wurde. Die ganze Zeit über war ich überaus  verwirrt und gespalten:  Mir war nicht klar,warum ich eigentlich weinte, ob aus dem Grund, weil mich der Therapeut gegen meinen Willen gezwungen hatte, das Haus  zu betreten, oder weil ich  vielleicht tatsächlich guten Grund hatte, vor dem Pastor Angst zu haben...


Das  Pfarrhaus hatte ich  deshalb in so guter  Erinnerung, weil ich mit 5 Jahren dort eine einsame verschrumpelte Pflaume vom Baum geklaut hatte, es war die einzige Pflaume am Baum. Ich war schon sehr früh sehr katholisch dressiert und deshalb fühlte ich mich total schuldig...sogar noch Jahre danach.  Das war die Vorgeschichte zu der Trancereise.  Mit S. Freud könnte man natürlich diese Pflaume sexuell interpretieren und vielleicht war es das, was diesen Therapeuten dazu veranlasste, mich in dieses Haus zu  leiten, um seinen Verdacht zu bestätigen. Dass ich mich dagegen wehrte, war für ihn wahrscheinlich nur ein weiterer Hinweis. Dass ich mich gegen SEINEN Zwang wehrte, darauf kam er wohl gar nicht. Ähnliche Situationen sind mir früher mit Therapeuten des öfteren passiert, damals durfte ich diese Dinge aber nicht klar fühlen und benennen, zu groß war die Angst.

Kurzum: Nach Ansicht meines Therapeuten  wurde  ich damals im Alter von 5 Jahren von dem Pfarrer mißbraucht. 
Sehr verwirrend und verrücktmachend war aber seine eigene Haltung mir gegenüber.  Auf der einen Seite weigerte er sich, mich (das regredierte "Kind") nach dem Abbruch der "Reise" tröstend in den Arm zu nehmen, als ich ihn laut weinend darum bat - auf der anderen Seite lud er mich ständig privat zu sich ein, zeigte mir seine gemalten Bilder und  rückte mir bedenklich auf den Pelz.  Nach dieser Sitzung jedoch brach ich die Therapie bei ihm ganz ab. (Nebenbei ging ich noch zu einer von ihm geleiteten Gruppentherapie).Er ging zu alledem nämlich auch noch in den Urlaub und hat wohl vergessen, mich richtig aus der Trance zu holen, denn ich fiel während der nächsten 14 Tage ständig von einem Lebensalter in ein anderes, was mir große Angst bereitete -  ich kam einfach nicht mehr in die Gegenwart und fühlte mich wieder wie früher als Kind,sah die Welt mit denselben Augen wie früher... ganz ähnlich wie auf meinem ersten LSD-Trip.
Erst heute am 25.01.2015 bekomme ich volle Klarheit über diese "Gleichzeitigkeit": Auf der einen Seite der mich scheinbar mißbrauchende Pfarrer aus meiner frühkindlichen Vergangenheit, wobei zum selben Zeitpunkt der Therapeut - ebenfalls ein (ehemaliger) Pfarrer mich,  bzw. das regredierte Kind  mißbrauchte. Diese Überlagerungen waren mir damals nur halbbewusst,  es war nicht greifbar, ich konnte es nicht in Worte fassen.
Diese merkwürdige verwirrende Gleichzeitigkeit war es, die mich damals so irre gemacht hat und der ich erst heute auf Spur kam.
Auf diese Weise kam ich damals dazu, den Mißbrauch durch den Pfarrer in Hallenberg als real anzunehmen.
Ich möchte nicht wissen, wieviele "sexuelle Mißbräuche" sich einfach nur auf den Mißbrauch von Macht - d.h. auf das "(ver-)einnehmende" und "be-zwingende" Verhalten  eines projezierenden Therapeuten zurückführen lassen, der nur seine Vor-Urteile bestätigt sehen will, wenn er nicht gar einen eigenen Mißbrauch projeziert.
Dass ER mich trotz meiner Bitte in dieser Situation  n i c h t   in den Arm genommen hat, war gut - das hätte meine Verwirrung nur noch verstärkt.  Es war mir nämlich zur Gewohnheit geworden,   mich gerne  - in vollster Identifikation mit dem Aggressor -  von den Menschen trösten zu lassen, die mich verletzten oder verließen... die gefühlsmäßig perverseste Sache,die ich kenne.
"Und alles wird offenbar werden."


Noch einmal zu UG Krishnamurti

"Sie sind blind. Sie sehen nichts. Wenn Sie wirklich zum ersten Mal sehen und wahrnehmen, dass es kein Selbst zu verwirklichen gibt, keine Psyche zu reinigen, keine Seele zu befreien, dann wird das ein unglaublicher Schock sein. Sie haben alles in Seele, Verstand, Psyche – wie immer Sie es nennen wollen – investiert, und plötzlich stellt es sich als falsch heraus. Es ist schwierig für Sie, sich die Wirklichkeit anzusehen, in Ihrer momentanen Situation. Ein Blick genügt, und Sie sind erledigt."
Jeder Sucher "investiert" zunächst einmal "alles" in die Selbstverwirklichung, er gibt letztlich sein Leben dafür hin. Wenn er dann in einer Letztgültigen Erkenntnis erkennt, dass es kein SELBST zu suchen gab, dann hat sich die Suche "erledigt", aber nicht
Wenn er zum ersten Mal wirklich "wahrnimmt", dass alles schon immer da war, was er suchte, dann ist er nicht "erledigt", sondern BEFREIT! Nichts, absolut nichts stellt sich als "falsch" heraus. Das Ego kann nicht anders, den Schlüssel zu seiner Befreiung zunächst unter der Laterne zu  bzw.  in der Außenwelt zu suchen, bevor es sich auflöst und damit die komplette Innenwendung vollzogen ist, aus der heraus erst ein Perma- Gewahrsein dessen IST, was immer schon da IST.
Für mich hat dieser Text von UG einen herablassenden Unterton, so, als ob es in der Hand des Egos liege, im spirituellen Kontext etwas richtig oder falsch zu machen. Der letzte Satz ist typisch männlich, damit wird dem Sucher quasi die Pistole auf die Brust gesetzt.
In den Händen unerfahrener Spiritanten bietet solch ein Text wie stets  auch eine moralitäre Waffe, um z.B. vorlaute Weiber zur Räson zu bringen - zu "erledigen", z.B. in den Händen von cholerischen Pösen Pädagogen oder paranoiden AllzuSchriftgelehrten.

Und wo man sich der eigenen Schatten, also der Psyche und ihrer Abwehrmechanismen nicht bewusst ist,  ja, nach UGs obigem Text und der Ansicht  einäugiger, weil schattenarbeitsscheuer Nondualisten gar nicht bewusst zu werden braucht,  - denn es handelt sich bei diesen ja augenscheinlich um eine unnötige und "falsche" psychische "Investition".

Auch wenn ER diesen Text scheinbar hinterfragt, ist es doch auf der andern Seite so, dass er  sich davon die eigenen Vor-Urteile und Überzeugungen bestätigen läßt:  Schattenarbeit brauchts nicht, d.h., das Hier und Jetzt der Person ist schnuppe, die Psyche an sich ist nicht "ernst zu nehmen."  Dass dies nur eine weitere Vor-Stellung, ein weiterer Glaubenssatz ist, den man der großen Frage: Ist das wahr? unterziehen sollte, wird dabei übersehen. Statt dessen glaubt man, es sei spirituell völlig ok, wenn man sich in seinem kostbaren Hier und Jetzt  zum "Kotzen" über Politik aufregt, solange man die Aufregung nicht "ernst" nimmt. HAH! solange du deine Emotionen hast, nimmst du sie auch ernst, d.h. solange du Emotionen auslebst, bist du mit ihnen identifiziert. Und Identifikation ist das Übel, was dich von der Wahrnehmung der Wirklichkeit trennt!
Aber solange IHM die  "Schafsscheisse" so köstlich und wichtig ist, dass ihm durch das An- oder Ausgekotztsein eine solche Befriedigung zuteil wird, wird er auch seine Anhaftung an seine Emotionen nicht aufgeben.

Zitat:
U.G.: “Es ist schwierig für Sie, sich die Wirklichkeit anzusehen, in Ihrer momentanen Situation. Ein Blick genügt, und Sie sind erledigt."
ER: Vielleicht seh’ ich ja nichts, vielleicht liegt’s tatsächlich an meiner Blindheit, aber ich kann diese dramatische Feststellung für mich nicht bestätigen. Ich bin nicht erledigt. Erledigt ist allenfalls der Glaube an die Wahrheit irgendeiner Vorstellung."


Isser nicht! Wäre dies nämlich tatsächlich der Fall, dann wäre es dir unmöglich, dir weiterhin lustvolle Gedanken bzw. Vor-Stellungen über Politik zu machen, bei denen dir so was wie ein Kotzen kommt. Denn dass du überhaupt so etwas wie "Schafsscheiße" wahrzunehmen meinst und deine dazugehörige Vor-Stellung von Kotzen beweist, dass dein Glaube an die Wirklichkeit deiner GEdanken und Vorstellungen noch immer fest und unverbrüchlich intakt ist.  Du DENKST nur, dass du deinen Glauben aufgegeben hast... Solange du negative oder positive Wertungen abgibst, an denen du deine Emotionen anbindest, bist du tatsächlich blind.

"Schafsscheisse" ist z.B. die  Wertung, die dein doch augenscheinlich etwas cholerisches Temperament braucht, damit es sein FETT kriegt, das FETT, welches dein/das Ego benötigt, um seine Substanz aufrecht zu erhalten.
Durch solche negativen, aber auch positiven Wertungen  holt sich das Ego seine Lust, seinen Schmerz und seinen Frust -das eine wie das andere ist ein LeckerFreßchen fürs Egoschätzchen, allerdings werden die negativen WErtungen bevorzugt behandelt, weil das Fleisch einfach saftiger, FETTER ist.
Achtsamkeit! Allein die Beobachtung des Denkens und Fühlens im Hier und Jetzt deiner Person bringt dir das GeWAHRwerden deiner Gedanken und ihrer Bezogen- und Bedingtheit zu den Emotionen. GeWAHRsein löscht die Identifikation mit Gedanken und im selben Zuge befreit sie von den "dazugehörigen" Emotionen. Gedanken werden immer mal wieder kommen, aber Gewahrsein verhindert das emotionale Ergreifen. Du kannst dann immer noch über Politik schwatzen und zwar im völligen Gleichmut, ohne Kotzen, ohne Emotion, ohne Aufregung. Jetzt erst nimmst du nichts mehr "ernst", was an Unwahrem in deinen Gedanken aufscheint. Bislang DENKST du nur, dass du nichts mehr ernst nimmst. Regst dich auf und HINTERHER lachst du darüber. Hö hö hö! Warum sich überhaupt aufregen?
Achtsamkeit! Alleine die Achtsamkeit für dein persönliches Hier und Jetzt bringt dich über die Schwelle. Achtsamkeit/Gewahrsein ist es auch hier, was die Schatten  BEWUSST macht und damit auflöst.
Jeder der sich gegen Schattenintegration ausspricht, spricht sich unbewusst im gleichen Zuge auch gegen Achtsamkeit aus.
Gutes Entertainment - der überpersönliche Film des sog. Lebens läuft nur störungsfrei ab, wenn du jenseits von Wertungen bist. Reine unverzerrte WAHRnehmung gibts nur Jenseits von Ego. Solange du wertest, verdreckst du das KameraAuge und projezierst deinen persönlichen Film.

UG hat sich in seinem Text m.E. mißverständlich ausgedrückt. Statt "falsch" wäre der Begriff "unwahr" treffender gewesen, setzt er doch m. E. im Grunde  das Nonduale in Bezug zum Dual-Relativen -also das WAHRE zum Unwahren. Falsch und richtig gibts nur auf der dualen Ebene und hat dort auch durchaus seine Berechtigung, nur: solange niemand wirklich weiss, was wirklich falsch und wirklich richtig ist, gibts Meinungen. Wenn ich auf der relativen BW-Ebene meinem Kind sage, dass es bei Grün über die Strasse zu gehen hat, dann ist das keine subjektive "Meinung", die sich in 5 Minuten wieder ändern könnte,  sondern objektiv richtig und gilt i.d.R. auch noch für übermorgen. Aus nondualer Sicht gehören die Verkehrsregeln zu den kollektiven Glaubenssätzen, von denen ich selbst mich wohl desidentifizieren kann, aber mich hüten würde, einem anderen seinen Glauben an sie  auszureden.
Mein eigener Glaube an die kollektiven Glaubenssätze ist wohl noch nicht ganz gebrochen, d.h. ich  würde mich hüten, bei großer Verkehrsdichte bei Rot über die Kreuzung zu marschieren. Sage ich JETZT...denn ich weiss, dass ich mit diesem letzten SAtz schon einen neuen Glaubenssatz formuliere bzw. aufrechterhalte. Denn wer weiss denn, was noch alles kommt...Es soll ja "Allmächtige" und "Allgegenwärtige"  geben, die sich über sämtliche kollektiven Glaubenssätze incl. aller geglaubten  Naturgesetze auf die "rechte Weise"  hinwegglauben können und durch Wände marschieren bzw. bei Rot über Kreuzungen laufen... hehehe
Loslösung - "Entglauben" - scheint ein unaufhörlicher Prozess zu sein.

Die Berühmtheit mancher Meister basiert auf der Unwissenheit und Unerfahrenheit ihrer Bewunderer. Im spirituellen Kontext kann man den Leuten  wirklich nahezu alles verkaufen. Heilige Kühe schlachten ist ab einem gewissen Punkt in der spirit. Entwicklung ein Tugend. Und so kriegt auch Krishnamurti von mir sein "Fett" weg bzw. die obige Textpassage. Ich spreche UG nämlich keineswegs die Meisterschaft ab. Vieles, was er sagt, spricht dafür, manches dagegen - was aber evtl. aus einer früheren Zeit stammen könnte, in der auch ein späterer Meister noch nicht so den Durchblick gehabt hat. Meine "Doppelaxt" spaltet keine Menschen, sondern scheidet nur die WAHRHEIT von der Unwahrheit - wie sie mir JETZT begegnet -  ohne Ansehen der Person oder ihrer Historie.
Das beste, was einem Menschen mit so einem Text passieren kann, ist, dass er diese Worte wie einen Koan solange kaut, bis er daran verrückt wird.


Probleme

mit Nähe und Distanz gibt es nicht mehr für mich. Persönliche Grenzen habe ich keine mehr. (Dennoch ist es gut möglich, dass ich Menschen in ihre Grenzen verweise, wenn sie wie ungezogene Kinder allzufrech daherkommen.) Wirkliche Nähe empfindet man nur durch die eigene Offenheit. Offenheit ist nur möglich, wo keine Angst ist, bzw. deren Überwindung.


Aufmerksamkeit und Vorstellung

Es ist richtig, wir erschaffen mit unserer Aufmerksamkeit das, was wir für real halte. ER weiss das, dennoch scheint er m. E. noch nicht realisiert zu haben, wie sein Egomind z.B. die Vorstellung eines Users namens XY schafft.... Er bermerkt nicht, dass es nicht die Person XY ist, die er erschafft und wieder "wegschafft", indem er "ihm" die Aufmerksamkeit entzieht, sondern dass er eine VORSTELLUNG erschafft  von einer Person namens XY, welcher er Aufmerksamkeit  gibt und entzieht. Solange ER. glaubt, er habe mit seiner Aufmerksamkeit eine Person namens XY erschaffen, liegt er immer noch falsch.

Es ist ja doch so, dass wir im Forum nur schreiben, da sind keine realen, d.h. konkrete Personen in meiner Hier und Jetzt-Gegenwart, sondern was ich sehe, sind nur Buchstaben, denen ich bzw.mein Mind vorstellungsmäßig automatisch einen Sender zuordne; wenn ich den Sender persönlich kenne, kriegt er vorstellungsmäßig das Gesicht, an das ich mich mehr oder weniger gut erinnere. Diese Erinnerung beruht auf Vergangenheit und kann daher  nicht die Wirklichkeit sein. Kenne ich den Sender persönlich  n i c h t , kriegt er ebenfalls ein Gesicht verpasst -  der Verstand kann nichts anderes tun, als sich Vorstellungen zu bilden, die auf vergangenen Erfahrungen basieren.
Merke: Jegliche Vorstellung katapultiert dich aus dem Hier und Jetzt. Das gilt für dein/das Hier und Jetzt -Empfinden der Person genauso wie für das Ewige JETZT.

Das Dogma der Nondualisten, dass es keine Person gibt, verführt sie dazu zu glauben, dass es unnötig wäre, das Ich zu "veredeln" bzw. vom Ego loszulassen. Das Paradox aber ist: um die Person zu veredeln (vervollkommnen), musst du die Identifikation mit der Person, von der du glaubst, dass du sie bist, loslassen. Und diese Loslösung von Identifikationen geht nur über die Schattenintegration/Individuation. Die einäugigen und eindeutigkeitsgeilen Nondualisten wollen den Kuchen essen und gleichzeitig unversehrt erhalten. Das Ego mit seinen Abwehrmechanismen wird hierbei resignativ for ever  - als "DAS, was ist" quasi glorifiziert und festgeschrieben.
Da wird m. E. oft etwas verwechselt und zwar wird die SELBSTannahme der personalen HierundJetzt-Befindlichkeit mit dem Akzeptieren des Egos mit seinen Abwehrmechanismen verwechselt. Auf diese Art und Weise kann man sich selbst spirituell faken, z.B. wenn man retrospektiv über "sich", d.h., über seine Abwehrmechanismen  (Wut, RAtionalisierung, sämtliche 7 Todsünden bzw.neurotischen Aufstände/Auskotzen über die Böse Welt usw. ) "schmunzelt" und im nachhinein (!) seine Identifikationen nicht ernstzunehmen pflegt - ja, so lassen sich auch mitunter die  eigenen selbstinszenierten persönlichen Ego-Dramen als tolle Filme nachbereiten und als kosmisches überpersönliches Entertainment/ "Unterhaltung" bejubeln. HAH - als wäre das Ego imstande, sich selbst als nackten Kaiser zu entlarven!
Kosmisches Entertainment  - das Lachen des befreiten göttlichen Kindes - liegt jenseits von Ego. Der "Film", der WIRKLICH  abläuft, hat weder Ton, noch Farbe, noch Bild. Da draussen ist keiner! Nichts und Niemand!

Ich lese:

Der Vollendete strahlt das Licht in die Welt. Ich ergänze: aber die Welt  erkennt es nicht.  Es liegt im Wesen der "Welt", das Licht nicht zu sehen. Welt=Dunkelheit.
In Wirklichkeit ist es auch so, dass nicht nur der "Vollendete" sein Licht ausstrahlt jeder Mensch strahlt das "Licht" aus - unbewusst. Es geht nur darum, sich des Lichtes bewusst zu werden. Anders gesagt: sich des Gewahrseins bewusst zu werden. Es gibt kein anderes Licht als das Bewusstseinslicht. Das Wort "Licht" ist viel zu mißverständlich und zu sehr mystifiziert.


Nach der glorreichen Auferstehung

- das Wort "Auf-Stand" gefällt mir besser -  im Herbst 2011 glaubte ich mich unsterblich, unverletzbar u.a. auch vor allen äusseren Einflüssen gefeit, unberührbar. Damals war ich mir weder der Glaubenssätze gewahr, die der Verstand aus allem Erlebten bildet noch wusste ich um die Unmöglichkeit der Beschreibung des "ERlebens" jenseits von Ego. Mein immer noch schlussfolgender Verstand brauchte und suchte Eindeutigkeit. Die Wahrheit des un-fassbaren unbeschreibbaren Paradoxen wurde mir erst nach und nach bewusst.
Jedes Wort also, was man über den Zustand der eigenschaftslosen Zustandslosigkeit jenseits von Ego sagt, ist nur Annäherung. So eben auch die "Unberührbarkeit". Damals glaubte ich, diese Unberührtheit beziehe sich nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf den Körper - ich glaubte beispielsweise, dass ich vor körperlichen Überlebensängsten völlig gefeit wäre und dass ich nie mehr körperlich krank werden könne, ... dass ich völlig immun gegen Krankheitskeime usw. wäre.... dass mein Körper durch den GEIST komplett geheilt würde und mich fortan  nur noch wunderbarste Gesundheit durchlichtete... ich tanzte und badete in dieser warmen,  mich "polymorph pervers" erregenden und alle Zellen glücklich machenden Kundalini-Energie - ein halbes Jahr etwa dauerte dies an.
Aber nein, das Ego bzw. der Egomind war nicht tot, was mausetot war, war der Zensor/Überich und die Abwehrmechanismen. Der Verstand aber schlussfolgerte und bildete seine automatischen Glaubenssätze wie eh und je und er neigt  bis heute dazu. Vor allem in  Gesprächen mit anderen... mit dem Unterschied zu früher, dass ich "dabei" bin.
Unberührbarkeit war also eine der Eigenschaften, die der Egomind sich einverleibte, indem er sich darüber - wie es seine Eigenschaft ist,  -  eine ganz bestimmte Vor-Stellung, ein Bild  machte: ab jetzt wird es IMMER so und so sein... das Ego will "IMMER" die Dauer.
Das Leiden überwunden zu haben, bedeutet, nicht mehr mit Leid identifiziert zu sein und das bedeutet auch, unberührt  gegenüber dem Leid anderer Menschen zu sein - auch eine Schlussfolgerung, die so nicht ganz stimmte. Die Erkenntnis der Bedeutungsleere der Dinge in der sog. Außenwelt bedeutete  durchaus nicht, dass ich gar nicht mehr interpretierte, was ich "da draussen" sah, also "bemerkte" ich ab und auch "Leid" und bei manchen Anlässen vergaß ich den Beobachter und mir kamen die Tränen, weil ich mich mit einer gequälten Kreatur identifizierte, die ich auf dem Fernsehschirm sah. Dass dieses "Leid" auf Vergangenheit basierte, auf Fiktion bzw. Vor-Stellung und Projektion und  keinerlei (konkrete) Wirklichkeit in meinem Hier und Jetzt hatte, dessen wurde bzw. werde ich mir sofort gewahr, wenn ich merke, dass mir eine Emotion bzw. die Tränen kommen wollen  und damit ist die Identifikation aufgelöst.
Oder als mir eine Frau von ihrer traurigen Vergangenheit berichtete... VERGANGENHEIT! Aufgewärmter alter Käse - und Mann, mir wollten tatsächlich die Tränen kommen!
Tja - das ist EGO - immer noch.
Aber was ist mit der Gänsehaut, die ich immer noch bekomme, wenn ich z.B. im Fernsehen eine wunderschöne Stimme höre? Basiert diese Berührtheit  auf Vergangenheit oder Vorstellung? Denken?

Es ist so tragisch zu sehen, dass es gerade die sich besonders spirituell Dünkenden sind, die darauf pochen, "berührbar" zu bleiben und nicht sehen können, dass sie nur von ihren eigenen, selbstgemachten Bildern und Vorstellungen genarrt werden und  dass ihre gutmenschliche Empörung, Betroffenheit, ihr herrisches Bestehen auf Berührtsein in der Identifikation mit einer abstrakten Menschheit auf nichts anderem fußt als auf Interpretation und den Bildern in ihrem Kopf - ihrem ganz persönlichen Film.
Dies sind i.d.Regel diejenigen, die glauben, ihnen fliegen die spirituellen Tauben fertig gebraten in den Mund, wenn sie nur ihr Leben aussitzen:  "Was kütt, kütt.."... wenn  nicht in diesem Leben, dann im nächsten...Leute, die nichts von Achtsamkeit bzw.  Selbstbeobachtung halten, sondern des Kleingeists BücherWissen  ü b e r  Spiritualität für GEIST/Spiritualität halten. Bewusstseinsentwicklungstechnisch hängen sie, wenns hochkommt, in der Identifikation mit dem Guten fest, ihre Ideale: Helfen und Heilen.


Überlebensangst

ist auch etwas, von dem ich glaubte, nie mehr betroffen zu werden. Aber wenns eng und drückend  in der Brust wird, das Herz acht Stunden lang zwischen 150 und 200 unregelmässige Morserhytmen abgibt, dann "engstet" der Körper nicht wenig,  Mein Herzschlag wurde maschinell überprüft und teilweise lautgestellt, damit das Personal von weitem ein Ohr drauf hatte... früher wäre ich dabei panisch geworden, heute überlege ich mir, was mir das - mein? -  Herz wohl "morsen" mag.  Ich beobachtete mich und den ganzen Rummel um "mein Herz" mit kühlem Kopf und heiterem Staunen über soviel Aktivismus. Nur die KurzNarkose für den Elektroschock "engstete" mich ein wenig, weil da promptly die alte käsige Vergangenheit ihr gräulich Haupt hob und mir mit Wiederholung drohte...LOL.  Bei der letzten Narkose nämlich, die ich vor ca. 20 Jahren anlässlich einer Rachenpolypenentfernung bekam, wachte ich zwar aus der Narkose auf, konnte aber nicht atmen und mich nicht bewegen, ich hörte nur das Schreien der OP-Schwestern und Ärzte, die immer wieder meinen Namen riefen und soweit ich mich erinnere, haben  die mir ein paar runtergehauen, damit ich wieder zur Besinnung kam. Damals war bei mir  nur reine PANIK... der Körper vergißt nix. Doch alles verlief reibungslos und nach dem ersten Elektroschock war die  "Absolute Tachykardie" und das Vorhofflimmern absolutely behoben. (Hier erhebt sich natürlich aus dem sehr verehrten Publikum die Frage: Glaubst du wirklich an Diagnosen, Monika? LOL)

Irgendwann einmal in naher Zukunft, - so denke ich mir hypothetisch-müßig -  wenn die Menschen immer älter und immer kränker werden und Papa Staat nur noch auf der Tasche liegen, wird mans mit ihnen wie mit den Tieren machen: einschläfern, einfach narkotisieren. Zum Teufel mit der "Menschlichkeit"! -  einen schöneren Tod gibts nicht, folks! Verbluten ist auch noch 'ne Option, wenn auch etwas schmutzig und humanistisch anrüchig - jo, einfach den Lebenssaft ablassen -  aber bitte langsam, moderat und genußvoll. Wie immer spreche ich aus eigener freud- und leidvoller Erfahrung, LOL.

Das einzigste, was im Uniklinikumslabyrint zu Marburg nicht chaotisch war, war das Mittagessen. Hervorragend. Die Ärzte und Pflegekräfte waren fast durchwegs alle freundlich & kompetent -  w e n n   sie denn mal erschienen...


In der Uniklinik Marburg herrschte ein unglaubliches Chaos und Desorganisation. Der Bau - ein Labyrint, in dem sich kein Besucher/Patient zurechtfinden kann. Das Personal vergißt die Patienten einfach... Keiner da, wenn man ihn braucht. Keiner zuständig.  Wenn man noch einigermassen bei Bewusstsein ist, ist man gezwungen, sich um seine Mitpatienten zu kümmern, die sich nicht wehren können und sich oft nicht trauen, nach der Schwester zu klingeln, weil zu offensichtlich, dass sie mit ihren Belangen den Betrieb stören.  Als ich nach vielen Stunden mal nach einem Glas Wasser klingelte, musste ich noch zwei weitere Male danach klingeln, es dauerte insgesamt 3 Stunden, bis das Wasser kam.
Wer unter den heutigen profitorientierten Bedingungen noch Arzt oder Krankenschwester werden will, muss verrückt sein. Die Chance in der Krankheit ist jedoch - dass, wenn das Gesundheitswesen mitsamt dem Finanzwesen vollends den Orkus hinabgeht, - und früher oder später wird es das - die Menschen auf ihre 2 Beine zurückfallen, d.h. mehr Verantwortung für sich selbst übernehmen und sich mehr auf sich, als auf äußere Instanzen/Autoritäten verlassen.

Fazit: Auch wenn ich nicht mehr mit dem Körper identifiziert bin,  hatte mein Körper, als es hart auf hart kam,  ganz normale kreatürliche ÜberlebensAngst.  Angst ist da, aber ich kann dafür sorgen, dass keine Panik daraus daraus wird, d.h., ich kann  bzw. konnte den AngstPuls streckenweise bewusst niedrig halten.Ob ich das "immer" kann, kann ich nicht voraussagen.  In dieser Situation blieb ich zwar ruhig, dennoch fand ich es sehr fremdartig und völlig überflüssig, wieder so intensiv mit dem Körper beschäftigt zu sein.

Als es anfing in der Nacht um 4 Uhr, - mit Schwäche, Schwindel, Übelkeit, Ohnmachtsnähe, BrustEngegefühl und Blutdruck von ca. 220 zu 125 -  hatte ich bzw. mein Körper zunächst eine richtige Todesangst. Die folgenden 8 langen Stunden im Krankenhaus hat mir niemand sagen können,  ob ich leben oder sterben würde. Seitdem weiss ich, aus welchem Anlaß, in welcher seelischen Situation  Jesus am Kreuze sagte: Vater, warum hast du mich verlassen?!


 

Magie

Der Väterchen Kybalion sagt, dass der vollendete Mensch ein Magier sei. Magie sei höherwertiger als die Mystik. Mystik sei Theorie und Magie die Praxis. Daraus kann man messerscharf schliessen,  dass der Herr Magier nichts von Mystik/Innenschau versteht.


Zu den (materiellen) Wundertaten des Magiers:
Matthäus 4,1-11 (Mk 1,12-13; Lk 4,1-13)
1 Dann wurde Jesus von dem Geist in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden; 2 und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn schließlich 3 Und der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brote werden 4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht 5 Darauf nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels 6 und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab! Denn es steht geschrieben: "Er wird seinen Engeln über dir befehlen, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stößt 7 Jesus sprach zu ihm: Wiederum steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen 8 Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9 und sprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst. 10 Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen 11 Dann verlässt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm.

Das sagt für mich alles. Ob es tatsächlich ein Zeichen von Heilung oder gar HEIL ist, durch Türen und Mauern gehen zu können oder sonstige magischen  Kunststückchen zu vollbringen, wird durch diese Passage m. E. vollstens beantwortet. Die einzigsten legitimen Wunder sind die Wunder der Heilung. Die einzig wahre Magie liegt in der SELBSTannahme resp. Transformation, der Alchimie, die das bleischwere Ego in die goldene Leichtigkeit des SELBST/SEINS verwandelt.

Der Vollendete weiss im Gegensatz zum Magier, dass die Welt, so wie sie ist, perfekt ist und keiner Veränderung, Verbesserung, Hilfe  bedarf - auch nicht der des Magiers, der mit außergewöhnlichen Fähigkeiten scheinbar dem Wohle der Menschheit dient.
Es sieht so aus, als ob derMagier und der Mystiker nicht dem selben Gott dienten. Der Jesus Meister Kybalions ist nicht mein Jesus. Solange der Magier nicht wie der Mystiker erkennt, dass Jesus sein eigenes innerstes Herz ist, hat er den Mystiker in sich nicht integriert. So einfach ist das.


Freitag, 3. Januar 2014

Zum Thema Morbus Nick O. Laus kommt heut' ein Extrablatt heraus


Mein Progressiver Wir-Alltag




Wenn Gegensätze eins geworden,
wird in dir Trennung aufgehoben und  pö a pö aus  Quantumschaum geboren
die Einheit allen Seins.

Zum Sein gehört die EInheit auch
von Ernst und Heiterkeit,
denn nur im Ernst der  Heiterkeit liegt
Wahrheit, Weg und Wirklichkeit
zur Einheit allen Seins.



 




Zur Behandlung des Morbus Nick

Als Therapie des  μαλακία Morbus Nick O. Lausig, eine Störung, wie sie vor allem in dysfunktionalen matrixüberidentifizierten spirituellen InternetForen  vorkommt, wird aus diskopäpstlicher Sicht und in Anlehnung an Viktor Frankls paradoxe Intention* folgende lollotherapeutische Schattenintegrationsmaßnahme für das von Krankheit schwergebeutelte WIR-Forum vorgeschlagen:

Jedes Forenmitglied wird verpflichtet,  sich ein oder mehrere Falschnicks zulegen.

Der User !Puh bekommt neben seinem Klarnick nur einen einzigen Falschnick zugewiesen:  Pumuckl. In dieser Eigenschaft hat er sich intensiv und LUSTvoll (!!!) mit den Koboldgesetzen zu beschäftigen; er bekommt zudem die Auflage,  als WIR-Forenkobold Streiche aller Arten zu kreieren und anspruchslose sinnfreie lustige Verse zu reimen.

Zudem hat er die Aufgabe, seine eigene WIR-Diskussions-Chronik auf mindestens 20 Bespiele von "Was der Denker denkt, beweist der Beweisführer" zu durchforsten. Es wird ihm zudem auferlegt, diesen Lehrsatz  so lange zu meditieren, bis er fähig ist, Denker & Co. in flagranti zu ertappen. Ich verspreche ihm: Damit zugleich wäre auch dem Teuflischen Verdreher (hoch1) stante pede der 

Garaus gemacht.




Meister Fredi kriegt neben seinem Klarnick ebenfalls nur einen FalschNick:
Pinoccio. In seiner ihm unbewussten Eigenschaft als Hungriger Schwindelgeist ist er aufgefordert, nun ganz bewusst a) den Teuflischen Verdreher (hoch2)  und b) die Gemeine Lügensau rauszulassen, d.h. er darf in allem, was er sagt, niemals die Wahrheit sagen.  (Doppel- paradoxe Intention der logolollosophischen Extraklasse!)
Er wird zudem dazu aufgefordert, möglichst viele beleidigende Schimpfworte zu kreiieren und bei der Anwendung die psychophysischen Veränderungen seines Körpers zu beobachten. Ich stelle mich ihm gerne als Übungsobjekt zur Verfügung.



Nach Ablauf der 1 Spielhälfte werden die Rollen getauscht:Meister Fredi kriegt den Nick und die Auflage von Pumuckel und Pumuckel den Nick und die  Auflage von Pinoccio.



Die samtpfotenterroristische Wooligani  KratzTatz Mira bekommt  neben ihrem KlarNick nur einen einzigen Falschnick: Nuda Veritas. Eine gute Übung in der Nackten Selbstoffenbarung ist es,  in der Ich-Form zu sprechen!
Beispiel: Ich habe Angst, dass ich meinen Ruf/Status/Arbeit  verliere, wenn ich offen meine Meinung resp. die Wahrheit sage. Ich habe Angst, dass andere Schlechtes von mir denken könnten. Ich habe Angst, .... Oder: Ich fühle mich klein, hilflos und ohnmächtig, wenn der/die/das dies oder jenes tut und sagt...
Keine E-Mails, keine PNs hinter den Kulissen. Absolute Transparenz im WIR-Forum. Let it all hang out... Erlaubnisgebung: Ich darf Flecken auf meiner Weste haben! Also: Mach dich mal richtisch dreckiiiiisch!




Die besonders aufmerksamkeitsintensive  Wir-Wooligani Eve läuft fürderhin offiziell unter dem zugegebenermaßen schon etwas abgenutzten  Falschnick "Bianca Reisewitz". :-D. In diesem Zusammenhang sollte sie sich 3 Monate lang ausführlichst und intensiv der Frage widmen: Wer bin ich und wenn ja, wieviele und wieso weiss ich nichts davon?

Desweiteren  darf Eve für 3 Monate nichts anderes sagen und schreiben als das Heilige Mantra: ICH BIN der Kuchen.
Der tiefe Sinn dahinter wird sich ihr dann erschliessen, wenn sie mit dem Kuchen so eins geworden, dass sie niemals wieder Pappardella sagen kann. 

Weiterhin wird ihr auferlegt, als Info- und Selbehilfemaßnahme folgendes Forum aufzusuchen:
http://www.psychologieforum.de/chronisches-luegen-8260.html

und folgenden Text zu meditieren:

Pseudologia Phantastica bezeichnet eine Form des krankhaften Lügens, bei der es den Betroffenen vor allem darum geht, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Der Begriff wurde von dem Schweizer Psychiater Anton Delbrück im Jahr 1891 geprägt, umgangssprachlich sind die Begriffe "Münchhausen-Syndrom" und "Hochstapler". Im Vordergrund der Pseudologia Phantastica steht die dramatische Selbstdarstellung gepaart mit einem gesteigerten Geltungsbedürfnis.

Heute gilt die Pseudologia Phantastica als Symptom der narzisstischen Persönlichkeitsstörung.
aus: http://www.psychomeda.de/lexikon/krankhaftes-luegen.html


Bei Verweigerung der Auflagen wird als besondere Re-parenting-Maßnahme "Biancas"  Dirty Kommentar, der zusammen mit obigen Foto unter meinem Blog erschienen ist, nachgeschoben. 

(Wie ich gerade  im WIR-Käfig lesen konnte, hat Eve heute ein paar ganz besonders würzige LügenFürzchen abgesondert... na warte nur, Du... ich bin schon unterwegs!)


S. Kamikatze  bekommt die Auflage, sich mit folgenden Falschnicks anzumelden:  Murti, Runaway, Einklang, Michdra, Mitmensch, Klaus. Hat sie diese Nicks zur vollsten Zufriedenheit ausgefüllt und ist in ihr dadurch die  Einsicht gereift, dass sie selbst hinter allen Nicks steckt, weil sie Alles ist, was ist (!),  wird ihr zur allerletzten Auflage gemacht,  ihr Potential unter dem Falschnick Ma Monji Pooh zu verwirklichen und alle (Foren-) Begrenzungen  zu sprengen! Das PapstPotential sieht man durchaus gegeben.. Eine besonders lohnende Aufgabe wäre es für sie,  die Forenregeln und andere Ordnungsstrukturen einmal so richtig auf den Kopf zu stellen und das Chaos zuzulassen...



Die übrigen Wir-Wooligans können sich Nicks ihrer Wahl zulegen, der Anzahl ist keine Grenze gesetzt. Wichtig ist immer für jeden Teilnehmenden, das Fühlen, Denken, Empfinden nicht zu vergessen und  sich bei ihren hoffentlich ungehemmten FalschnickAktionen immer zu fragen:

Was macht das mit mir? -

Achtsamkeit!

Empfohlen wird daher, für diese Zeit ein Tagebuch zu führen. Solcherart Rollenspiel offenbart die verdrängten Seelenanteile oder  Teilpersönlichkeiten und erweitert ganz erheblich den Aktions- bzw. Bewusstseinssradius des  Evolutionsprobanden!

Nicht vergessen: Diese Falschnicknamen bleiben natürlich geheim - hö hö hö -  keiner darf  sich verraten, jeder sollte versuchen, im Namen des 1. Hauptsatzes der Thermodynamik, anders gesagt: im Namen  der Heiligen Involution vs.  Individuation (Evolution)  -  so gut zu spielen, bis er mit seiner Nickrolle eins geworden ist! In diesem Kontext ist Identifizierung erforderlich!

Der Erste Hauptsatz der Lollosophie lautet: Ohne Evolution keine Involution! Das heisst, ohne Evolution es gibts nix zu LOLLEN , Leutz!  Ohne Entwicklung (Evolution) wirds nix mit dem Aufstieg in die Fünfte! Is sooo!
Alles klar jetzt? Wenn nicht, schaugts, was der Erleuchtungskrankheitsexperte Prof. Klaus Klarblick dazu heute im Aufstehen gesagt hat, auch wenn es niemand von Euch glaubt: der hats echt drauf!  Ich verspreche: Wer seinen chronisch-sturen Widerstand gegen den Professor aufgibt,  wird ihn sogar verstehen! -  yippppiiiiieeeee!

Auch wenn der Tonfall dieser Therapieanweisung wie stets  heiter erscheint, ist  mein Therapievorschlag durchaus ernst gemeint! 

Dies ist Dienst an der Evolution und deshalb ist es Gottesdienst.


Was macht uns alle Zellen glücklich?
Die Schlampe ist's, die Göttin Eris -

das Chaos of the Quantumfoam, 
der Alten Ordnung ledig!
Und nun Ihr Leute wird gelacht,
bis dass uns schier die Schwarte kracht!





* Unter Paradoxer Intention versteht man die Verordnung dessen, was Angst macht: In diesem Falle sind es die  Falschnicks bzw. der sog. "Nickmißbrauch", der bei manchen Menschen große Ängste auslösen kann. 

Bei der paradoxen Intention geht es darum, das, wovor man Angst hat, bewusst anzustreben. Denn, wo man etwas  bewusst anstrebt, darüber hat man in jedem Fall immer auch die Kontrolle.