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Montag, 22. Juni 2015

St. Paulus den Korinthern schrieb: Tod wo ist dein Stachel, Hölle wo dein Sieg


Der Geliebte

 Bislang war es so, dass der Pfadlose Pfad für mich als "Großer Weg" dort begann, wo der kleine Weg mit dem Erreichen des Anderen Ufers an sein Ende gekommen war. Das Ziel, nämlich dauerhafte Bewusstheit ist hiermit erreicht.  Mit dem Pfadlosen Pfad betrat ich die Unendlichen Weiten des Bewusstseins im klaren  Bewusstsein der unendlichen Realiziation des Göttlichen.
Der  "Kleine Weg" ist für mich die Reise des Helden, der Individuationsprozess. Die Stationen dieses Weges sind allgemeingültig und beschreibbar bis zu dem Punkt, wo die Einheit des im Individuationsprozess geläuterten Ichs mit dem SELBST realisiert wird.
Am Ende des Individuationsprozess  - nach Schattenintegration bzw. "Kreuzigung" - wird Christus, das göttliche Kind geboren.  Das scheint paradox und ist es auch, dass das göttliche Kind  n a c h  der Kreuzigung Christi geboren wird. Aber in  Wirklichkeit  ist es an diesem Punkt der spirit. Entwicklung nicht nur Weihnachten, sondern Auferstehung und Geistherabkunft  zugleich. In Wirklichkeit geschieht gibt es hier keine Trennung, kein vor und nacheinander, alles geht drunter und drüber, alles geschieht immerzu JETZT.

Wenn nun das Christusbewusstsein geboren ist, - spirituell korrekt gesagt (lol):  Ist man sich des Christusbewusstseins BEWUSST geworden,  betritt man erst den Pfadlosen Pfad der kontinuierlichen Bewusstseinserweiterung.  Man könnte sagen: Die Geburt des Christus hat eigentlich kein Ende. Es ist die Geburt des "Sohnes" in den "Vater". In und AUS dem Vater.  Das Christusbewusstsein ist ein wachsendes Bewusstsein.  Das ist nichts, worüber man verfügen kann.  Geburt heisst im Grunde  BEWUSSTwerdung des Christus in uns. Anders gesagt, wir werden des Gewahrseins bewusst, eines wachsenden, das All unfassenden Gewahrseins.
Der Verstand stellt sich die vielbesungene  Endlose Weite geographisch raumzeit-örtlich  vor. Dabei ist dies nur eine andere Metapher für forlaufende Erkenntnis aus dem Ursprung. In der poetischen Metapher Salomons küsst mich der Geliebte mit dem Kusse seines Mundes...
Ich weiss nicht, wie andere Menschen bzw. der Buddhismus  den Begriff des Pfadlosen Pfades interpretieren, ich google auch nicht danach, sondern nehme einfach mal an, dass der Pfad deshalb pfadlos genannt wird, weil man erkennt, dass es keinen Weg zu gehen gab, insofern man jenseits aller Metaphorik und Symbolik ist und das gefunden hat, was eh "schon immer da war". Klaro!. Das ist eine retrospektive Erkenntnis, nachdem der Pfad sehr wohl gegangen worden  ist, anders ausgedrückt: der spirituelle Prozess gelaufen ist -  derweil man keine anderen Metaphern,Sprache, Bilder für den spirituellen Entwicklungs... ähäm Enthüllungsvorgang hatte als die uns zur Verfügung stehenden (Pfad, Weg, Reise usw.)..  Retrospektiv und aus der mit Sprache desidentifizierten transpersonalen Perspektive betrachtet, dürften wir -  bzw. der Endgültig Befreite -  streng genommen gar keine Sprache mehr benutzen bzw. jedes Wort, in Anführungszeichen setzen. Da gibt es radikale Nondualisten, militante Gläubige mit einem Faible für korrekten Sprachgebrauch im spirituellen Kontext, die es zum Allgemeinwissen und am liebsten zu einem allgemein befolgbaren Gebot machen wollen, nichts zu tun, gar nicht erst damit anzufangen, nach einem Weg zur Befreiung/Erlösung/Heilung zu suchen, weil es nichts gibt, was krank und heilungsbedürftig wäre  - alles ist "ES" -  und dass es keinen Weg gebe zur Befreiung, weil "alles schon da ist". Die würden es auch gerne zum allgemeinen Gebot machen, nicht mehr von Bewusstseinsentwicklung, sondern von -EntHÜLLUNG zu sprechen, weil sich ja doch nichts entwickeln kann, was schon da ist. Was für ein Mindfuck..., ein Mindfuck, der just enthüllt, dass sich ihnen ihre Wahre Natur weder enthüllt hat noch dass sie sie gefunden hätten - andererseits ihnen ihre Wahre Natur doch ganz bestimmt BEWUSST geworden wäre.... LOLOL! 

Statt Heilung und Überwindung des Leidens zu realisieren, glauben sie trotz ihrer gegenteiligen Lippenbekenntnisse   insgeheim doch weiterhin an Krankheit, Elend, Tod - ja, sie gehen sogar so weit zu sagen, auch dies sei Ausdruck Gottes/ES und alles Übel könne man nur tapfer und resignativ bis ans Ende des Lebens ertragen.
Die WAHRHEIT ist: Krankheit Elend Tod gibt es nur, solange der Mensch dem Tao Widerstand leistet, indem er seinem egomanischen Eigenwillen folgt - ganz gleich, ob dieser Eigenwille das Gute oder das Schlechte will! Fliesst er ohne Widerstand mit dem Tao - dem Willen Gottes - ist alles in bester Butter.

Würde man diesen falschen Aposteln folgen, würde es konsequenterweise auch bald  keine spirituellen Bücher geben, in denen uns der Weg, die Reise zu uns SELBSt so schön und ergreifend beschrieben werden.
Auch wenn die Sprache letztlich transzendiert wird: Die religiösen poetischen Metaphern dürfen wir nicht verbannen, sie sind keine banale "Romantik", sondern die Poesie ist die Sprache, die das Herz versteht und die Kraft hat, es zu öffnen.

Paulus

schreibt in einem seiner Briefe, dass Jesus durch seine Auferstehung den Tod besiegt hat... richtig, so wie Jesus geht es jedem Menschen, der eine geistige Wiedergeburt erfährt,  seine "Auferstehung von den Toten": er hat Krankheit, Elend Tod besiegt durch das Bewusstwerden seines unsterblichen Bewusstseins.
Korinther 1: Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?
Es ist eben nicht so, wie Herr Callida schreibt, dass der Neue Adam nur so lange währt, als ihn nichts anficht. In Callidas Auffassung fällt der endgültig Befreite, der  Neue Adam  im Falle von Krankheit promptly aus der Gnade Gottes heraus und  in den Alten Adam, das alte Ego-Bewusstsein zurück. Das sind Schlussfolgerungen, wie sie der Verstand zieht, der eine ganz bestimmte (falsche) Vorstellung von Befreiung hat.
Wahr ist: Wenn du das "Andere Ufer" erreicht hast  und dadurch das Gewahrsein  marktplatzresistent ist, kann nichts und niemand mehr das Wahre SELBSTbewusstsein aus seinem Fundament reißen. Es geht nicht um die Sterblichkeit, die Anfälligkeit, die Krankheiten des  Körpers/Materie, sondern um die Unsterblichkeit des Bewusstseins. Die Erkenntnis des Unsterblichkeitsbewusstseins löst  die Angst auf, die Angst vor dem Tod, die Angst vor Liebe, die Angst vor Menschen, dem Leben. . Angst ist das Fundament des Egos. Angst ist der Motor, der den Eigenwillen antreibt. Diese Angst ist mitsamt dem Ego aufgelöst. 
Der Tod hat seinen Stachel verloren, das bedeutet nicht, dass man sich körperlich unsterblich oder unverletzlich dünkt,  sondern dass der Tod seine Kraft, seine bislang angstbesetzte  Bedeutung verloren hat  - in WIRKLICHKEIT ist der Tod ist nur ein Gedanke, ein leeres Wort.
Es wird erkannt: Was gestorben ist, ist das Ego und das Ego ist das einzige, was stirbt, weil der Körper als Illusion erkannt wird.

Im Falle von Krankheit ist es dasselbe wie mit dem Tod: die Krankheit hat ihren Stachel verloren, egal wie weh es tut, Krankheit ist nicht mehr das, was es vorher war, die früheren angsterregenden Assoziationen kommen nicht mehr auf. Da ist auch keine direkte Angst, zu sterben, zumindest nicht bei mir. Wenn ich meine "Komischen Herzattacken" (Angina pectoris-Symptome)  kriege, dann bekomme ich einen Schrecken wegen der Plötzlichkeit... klar gibts auch Widerstand gegen die Attacke, aber es fehlen alle die Gedanken, die mich in früheren ähnlichen Fällen heimgesucht haben: Ich kann doch nicht jetzt schon sterben, ich habe doch noch dies und jenes zu tun, zu erleben, zu machen, das Kind versorgen, eine Reise machen, Gott suchen und finden -   na ja,  all diese Ausreden halt, wie sie auch die zur Hochzeit geladenen Gäste im bibl. Gleichnis hatten: der eine musste einen Acker bestellen, der andere seine Frau begraben , wieder eine andere musste das Haus putzen...
Früher betete ich in solchen Fällen:  ICH BIN NOCH NICHT SOWEIT! Lieber Gott, lass mich nicht sterben, ich will auch dies und jenes tun...Der Alte Adam hat noch gebetet.
Heute bete ich nicht mehr. Wer am Anderen Ufer ist, der hat kein Du mehr, zu dem er beten könnte,  dem ist in der Einheitserfahrung mit Gott das Egokonzept samt Gotteskonzept gestorben.
Heute bin ich immer "SOWEIT" .

PS Aber vielleicht hat Herr Callida gar nicht den Endgültig Befreiten bezweifelt, sondern nur den, der sich engültig befreit "dünkt"? Der pöse Verwirrer...


Suche zuerst das Reich Gottes...

ist eine Aufforderung, die mir früher  viel Kopfzerbrechen machte. Irgendwie kam ich damit nicht zurecht und gab immer wieder frustriert die Suche auf. Ich wusste, dass ich dafür  nicht weniger als mein Leben hingeben musste. Darunter verstand ich zunächst alle meine Süchte und Abhängigkeiten aufzugeben. Ich habe aber niemals eine gezielte Askese nach Plan gemacht, wie sie in den Kirchen bzw. Klöstern praktiziert werden (s.a. evangl. Räte), obwohl auch das mich mitunter reizte... die Heiligkeit. Aaaach...

Was die Süchte anging, führten mich die diesbezüglichen guten Vorsätze regelmäßig direkt in die Hölle , d.h. ich fiel nach großer Anspannung nach einiger Zeit wieder in die extreme Entspannung sprich: in den Rückfall. Dann geschah es, dass ich mir  den 'Alkohol bzw. Sex&Drugs&Rock'n Roll von neuem beschönigte  ja, mitunter sogar idealisierte  als das Rüstzeug eines jeden Künstlers und Rebellen und ich rief mir alle genialen Säufer und Grenzgänger  in Erinnerung, las ihre Bücher und fand mich als verkanntes Genie so recht eines Geistes mit ihnen. Baudelaire, Rimbaud,  Henry Miller, EE Cummings, später Ingeborg Bachmann, Duras, Huxley, Klaus Mann, Gottfried Benn uv.a.- sie alle rechtfertigten meine Selbstzerstörung.  Mit Ringelnatz  und meinen gleichgesinnten lasterhaften  literarischen Freunden verliess ich am liebsten den "schwankenden Boden der Nüchternen" -...
Damals war ich wohl noch weit davon entfernt, zu glauben, dass Gott mich so annimmt, wie ich bin, bzw. hatte ich von Selbstannahme noch nie was gehört - mal ganz zu schweigen von der Einsicht, dass Gott und Selbst ein und dasselbe ist. Jedenfalls kam nach meinen lasterhaften Ausflügen immer der reuevolle Absturz, damit wechselte der literarische Gusto ins andere Extrem und in masochistischer Reuelust  und erneuter Sehnsucht nach Reinheit und Heiligkeit berauschte ich mich an dem grauenhaften Leben  div. Heiliger, der kleinen Therese von Lisieux, Simone Weil, Vincent van Gogh und ähnlichen Flagellanten. Es müssen Jahrzehnte gewesen sein, in denen ich derartig hin- und her pendelte und keine Mitte fand.

Irgendwann mal, als es mir in der Anspannung  (beim "Vater") mal wieder so eng wurde, dass ich einfach loslassen mußte, um mich ins andere Extrem zu katapultieren,  ging mir ein Licht auf und ich blieb dann einfach auf der "entspannten"  - der "sündigen" Seite.  Ich wollte nicht mehr, ich wollte mich nicht mehr ändern, ich hatte keine Energie mehr weiterzukämpfen und kapitulierte. Mein mich ständig begleitendes  Lied damals: "Ich will so bleiben wie ich bin, lala"...  Hier war ich auf der Seite der GöttinMutter. Der Erlaubnisgebung. Mama!
Irgendwie kam ich dann im Lauf der Zeiten drauf,   h i n t e r  meine Süchte und andere Abhängigkeiten zu schauen und erkannte, dass ich den Bock zum Gärtner mache, wenn ich etwas zu unterdrücken versuche, was überhaupt niemals das Licht der Welt erblickte: meine ureigenen berechtigten MATERIELLEN Wünsche und Bedürfnisse, meine Ansprüche ans Leben, an die Menschen.  Ich erkannte, dass ich ein Recht darauf habe, anständig behandelt zu werden, mich nicht als Putzlappen mißbrauchen zu lassen  - eine Not, die mir fast schon zur schwarzchristlichen Tugend geriet!

Wo man aus Nöten Tugenden bastelt, gebiert es jedoch die gefährlichsten Dämonen, sie sind das Objekt christlicher Exorzisten, nur haben die keine Ahnung, dass sie die Teufel exorzieren, die sie selbst ins Leben riefen!)  Ich kam zum seligen Schluss,  dass ich ein Recht auf ALLES hatte, was das Leben zu bieten hatte. Ich will ALLES, wurde zu meinem neuen Motto. Nicht nur fragwürdige ideele Werte...Auch und sogar einen Lottogewinn zog ich dabei in Betracht, das schmutzige Geld. Wohlstand. igitt.  Ich machte eine Liste all meiner materiellen Wünsche, manche konnte ich mir schnell erfüllen z.B. Nachtwanderungen, nackt im Regen tanzen, nackt in Weihern baden, Tages-Eisenbahnreisen ins Blaue, ...

Letztlich ging es aber doch nicht um die Erfüllung all meiner Wünsche und Bedürfnisse, sondern allein darum, dass sie ans Licht kamen und akzeptiert wurden, damit waren die Wünsche gezähmt  - das Annehmen löste meine Wünsche in Nichts auf und das war es wohl, was mich in die Gegenwart brachte und mich erkennen liess: Das Reich Gottes beginnt mit der Annahme all dessen, was mich JETZT ausmacht. Und damit fing die Achtsamkeit an und ich hieß alles herzlich willkommen, was das Licht der Welt erblicken wollte. Erlaubnisgebung. Alles darf sein.
Tiefenprozesse = Umkehr is=Weltverlassen!


Skrupellos

Neulich schrieb ich, wie ich meine Krötens auf den Kopf haue, dass ich mir weder etwas versage, noch spare. Was gefällt, wird meist spontan im Vorbeigehen gekauft. Klar kaufe ich mitunter auch ziel,- plan und absichtsvoll, z.B.  das Essen für heute, d.h. ich habe nur den Plan, in den Rewe-Markt einkaufen zu gehen, der Rest erledigt sich im Vorbeigehen... irgendeine Vorstellung von dem, was ich kochen werde,  wird sich schon einstellen;
manchmal kaufe ich auch auf Vorrat für einige Tage im voraus. Dann schmeiss ich halt meinen alten Kühlschrank wieder an. ES gibt keine festen Gewohnheiten mehr. Am liebsten sind mir jedoch leere Schränke - obwohl ich auch das nicht mit Bestimmtheit behaupten könnte, denn wohin mit den "gefälligen" Sachen, die ich so ohne Nachdenken und im Vorbeigehen kaufe.... LOLLOLOL... Die moralitäre "spirituelle Korrektness" würde jetzt meckern: Hö hö, und das nennst du Wunsch-, Ziel- und Absichtslosigkeit, he? Und Nachdenken ist passé, wie?  Du kannst nicht ein Wort in deinen Blog schreiben, ohne nachzudenken...
So isses - was für ein Mysterium...LOL!


Abaelard und Heloise

waren  Eintagsfliegen, wie fast alles, was ich erfinde nur für den Moment, den Tag, oder eine bestimmte Gelegenheit gedacht ist. Nichts, was ich erfinde, wird auf Dauer konserviert, nichts hat Dauer. Es war nur ein Scherz, weil ich für die Nitya-Kaiser-Wilhelm-Collage Köpfe brauchte, die ich an des Kaisers Gürtel baumeln liess. Ich weiss, dass es Leute gibt, die glauben, dass sich dahinter eine Liebeserklärung an Herrn Callida verbirgt. Weit gefehlt. Ich habe bei der Wahl von  Heloise und Abaelard nur an die geistigen Bande gedacht, sie waren kein Liebespaar im gewöhnlichen Sinne sondern "Bruder und Schwester im Geiste".
Auch meine Frage, ob sich hinter Herrn Callida nun ein Djelil oder ein Schlemihl  verbirgt - (ein Liebchen oder ein Diebchen) mag für manche Spekulanten ein Anlass gewesen sein, mir Liebesgefühle gegenüber Herrn Callida zu unterstellen.   Djelil ist der Vorname meines Mannes, die Bedeutung "Liebchen" habe ICH diesem Namen verliehen, weil ich's gerade passend fand...


Ayn Rand

war eine Philosophin. Ich habe mich in ihr getäuscht.  Nach Wikipedia ist sie die "Erfinderin" des Objektivismus. Ich dachte immer, das war Aristoteles... Na ja, im Grunde ist jeder der mit dem Egomind identifiziert ist, ein Objektivist, wenn auch kein Philosoph.. Wenn ich mich richtig erinnere, wird sie jedoch oftmals in spirituellen Zusammenhängen erwähnt. So läßt mich  auch die obige Rand-Sentence zunächst vermuten, dass sie Zugang zum "Subjektivismus" hatte, zum Unbewussten, zu Gott/SELBST. Wenn aber ihr Buch "Atlas Shrugged" die letzte Antwort ist, dann hat sie wohl die  Objekt-Subjekt-Trennung zu Lebzeiten nicht überwunden.
Eine Zeitlang kann ich das Spielchen mitspielen, lange kann ich allerdings solche Philosophien nicht mehr diskutieren, ohne Kopfschmerzen zu kriegen. Viele Philosophen stützen sich zudem weniger auf ihre Intuitionen, als auf vorgefertigtes Wissenschafts-Wissen. Wenn z.B. Ayn Rand über die Wahrnehmung der Tiere schreibt, stützt sich dieses Wissen auf biologische Forschung bzw. Fremdwissen- dazu kann ich selbst  gar nichts sagen, weil ich darüber keine direkte unmittelbare Erfahrung/Erkenntnis habe. Ich wills auch nicht "wissen" -  eben weil es second-hand-Wissen ist und das kommt bei mir nicht mehr an,mein Mind kann es nicht mehr erfassen, wie an Teflon perlt es  einfach ab.  Entweder kann mein Mind spontan und stante pede verstehen, um was es geht  oder gar nicht. Ein Nachdenken über diese Dinge geht nicht mehr, das entzieht sich alles meinem Willen.

Um "Metaphysics" zu diskutieren, ist es nötig, zu trennen - Nur: Es ist mir unmöglich geworden,   e r n s t h a f t   das Objekt vom Subjekt zu trennen.
In der Diskussion um Ayn Rand ging es vorrangig um die Frage, ob etwas objektiv existiert, wenn keiner da ist, der die Dinge bemerkt.  Das ist wohl eine uralte Streitfrage, - und die läßt sich erst beantworten, wenn der GEIST die Objekt-Subjekt-Trennung überwunden hat: Weder dies noch das. Wer diese Trennung für sich überwunden hat, der hat auch die Hitler-Holocaust-Sache für sich entschieden. Denn in der ging es im Grunde um nichts anderes.
Ayn Rand ist sehr amerikanisch. Die Amerikaner lieben es, sich ihr Glück selber zu zimmern. Das Positive Denken ist auch so eine Erfindung...


Objektpermanenz

Diesen Begriff fand ich neulich im Zusammenhang mit der kognitiven Entwicklung des Kindes im 24. Monats, als mich die Frage beschäftigte, ab welchem Zeitpunkt dem Menschen das Causalitätsprinzip bewusst wird. Der Begriff der Objektipermanenz beschreibt das "Bildermachen" des Egominds und das Behalten des Bildes im Gedächtnis. Das kleine Kind ist z.B. erstmals fähig, das Bild seiner Mutter zu speichern und es vertraut darauf, dass die Mutter wieder auftaucht, falls sie mal aus dem Blickfeld verschwindet. Das Bild der Mutter wird mit der Zeit und mit der Erfahrung mit ihr mit Daten angefüllt. Die Fähigkeit zur Objektpermanenz ist nichts anderes als die Fähigkeit der KONZEPTUALISIERUNG des Egominds.

Ohne Objektpermanenz kann man die sog. Realität nicht händeln.  Um zum Supermarkt zu gehen, muss ich mir eine Vorstellung machen -  ich muss mir den Weg, das Gebäude vor Augen stellen,  wenn ich meine Absicht, einkaufen zu gehen, verwirklichen will.
Bei der Objektpermanenz handelt es sich um gespeicherte Erinnerungsbilder. (Ich war heute beim Zahnarzt und bekomme nach der Behandlung einen neuen Termin für eine Wurzelbehandlung. Prompt erscheinen die gespeicherten Erinnerungsbilder an vergangene Wurzelbehandlungen und es regt sich Widerstand in mir und so etwas wie die alte Zahnarztangst will aufkommen.  Damals waren diese Behandlungen noch blutig, da wurde geschnitten und genäht, dabei wurde ich bis über die Augen mit grünen Tüchern bedeckt). Weil ich mir heute aber dieser Bilder als Vorstellungsbilder bzw. Bilder der Vergangenheit bewusst werde, kann sich auch die Angst nicht mehr entfalten.)
Wir sind mit diesen Bildern  bzw. Objektpermanenz - identifiziert und halten sie für die Wirklichkeit. Alles, was wir gelernt und als Wissen gespeichert haben fällt in die Rubrik Objektpermanenz.


Angelernt

"Angelerntes Wissen" zu speichern,  beginnt mit der Realization der Objektpermanenz des  Bildes der Mutter oder ersten Bezugsperson. Vor dem 24. Lebensmonat ist nach Jean Piaget das Kind noch nicht imstande, zu "wissen", dass die Mutter zurückkommt, wenn diese sich aus seinem Blickfeld entfernt. Aus den Augen - aus dem Sinn. 
Ab dem 24. Monat bilden sich die Objektimago  und damit wird der Anfang der "Geschichte" wird gesetzt, die Imaginationskraft  tritt in Kraft, und das Theater bzw.  der Film des Lebens wird  mit Objekten bevölkert, die wir "im Sinn" behalten, auch wenn sie "aus den Augen" sind . Die Vorstellung (im Sinne einer Bühnen- oder Film-Aufführung)  beginnt.
Das Kind hat sich das Wissen um die Mutter "angelernt". So wird die Außenwelt cognitiv verarbeitet und vereinnahmt und zu Bildern (und Geschichten) verarbeitet, Bilder, mit denen wir uns identifizieren und die wir für real halten.
Das Bewusstsein des Nichtwissens basiert u.a. darauf, dass man sich dieses Vorgangs des Bildermachens gewahr wird.  Gewahrsein enthüllt nicht nur  die Illusionshaftigkeit unserer Vorstellungswelt, sondern auch die der sog. Realität, die auf dieser Vorstellungswelt aufbaut bzw. IST.
Die Diskussion um Ayn Rand und ihres abgehalfterten Objektivismus führte mich gerade zu der Frage, inwieweit der Objektivismus mit Zen in Zusammenhang gebracht werden kann, mein "Sparringparter" T.K. ist nämlich ein Zen-Anhänger... und ZEN ist jenseits der Subjekt-Objekt-Trennung. Also frage ich Google nach ZEN und Objektivismus und kriege folgenden Link serviert: Morgan D. Rosenberg, Dark Buddhism
darkbuddhism.com/ 
Dunkler Buddhismus? noch nie gehört.Aber gut...


Gottes Wille.

Alles, was geschieht, ist Gottes Wille. Dagegen hat keiner was zu sagen, solange es sich nur  um Gutes handelt... LOL
Ich lese über Bert Hellinger. Demnach muss er ein radikaler Determinist gewesen sein.

Auszug: "Doch auch die politischen Ergebnisse faschistischer Politik und Hitlerscher Entscheidungen werden von Hellinger gewuerdigt. Die Judenvernichtung, der Eroberungsfeldzug gegen Osteuropa, die Euthanasieprogramme: Nach Hellinger haben hier Menschen schlimmste Sachen angerichtet; doch gleichzeitig rechtfertigt er alle Ergebnisse faschistischer Politik mit dem Hinweis auf einen uebergeordneten Zwang: Wir muessen zugeben, dass auch das Boese in den Haenden von groesseren Maechten ist und einem groesseren Ganzen einen Sinn hat."
Tja, stimmt, das Böse hat ebenso sehr seinen Sinn wie das Gute - aber wer will das schon zugeben, wenn es um Adolf Hitler und den Holocaust geht...  Da wird aus dem Gutmenschen nicht selten eine reißende moralinätzende Bestie.
Letztlich - so könnte man interpretieren -  läuft es bei Hellinger ebenfalls auf Akzeptanz  und Annahme dessen, was ist, aus.  Alles, was geschieht, ist unpersönliches Schicksal, dem niemand entgehen kann.  Widerstand gegen das, was ist, macht krank.
Hm... das stimmt, dennoch...das sieht mir ganz danach aus, als ob man nach guter schwarzchristlicher Manier nur das akzeptiert, was von außen auf den Menschen zukommt. Die Reaktion des Menschen auf diese äußeren Einflüsse, -  u.a. gerade eben sein Widerstand !!! -  wird nicht in die Akzeptanz mit hineingenommen.
Das Buch, welches ich mir von B. Hellinger bestellte, war nicht mehr lieferbar.

Alice Miller

ist der krasse Gegensatz zu Bert Hellinger. A.Miller indes hat mir mit ihren Büchern sehr geholfen, zum Anwalt des inneren Kindes zu werden. Die Kritik an A. Miller geht zumeist dahin, dass sie die (mißbrauchenden und mißhandelnden)  Eltern zu Tätern und die Kinder zu Opfern mache, wenn sie die "Anklage" vertritt. Das hat sie wohl bewogen, ihr Buch "Das Drama des begabten Kindes" zu überarbeiten.
Für mich war es wichtig, mich als Opfer anzuerkennen, weil ich mir selbst die Schuld an meinem Schicksal gab und den Opferstatus hasste wie die Pest, ich war tough, immer on top  und sonst gar nix. .
Als ich gerade Alice Miller vs. Bert Hellinger googelte, um Alice Millers Ansicht zu B. Hellinger zu erfahren, fiel mir folgendes in die Hände. Ich gebe hier die ganze Antwort von A. Miller auf einen Leserbrief wieder, der unter folgendem Link zu lesen ist.
http://www.alice-miller.com/leserpost_de.php?lang=de&nid=2944&grp=0110

Antwort von Alice Miller:
AM: Ihre Zuschrift ist ein Beispiel für die Verwirrung und mangelnde Klarheit in vielen Therapien, auch in solchen, die sich (tatsächlich oder angeblich) Mühe geben wollen.
Sie kommen offenbar von der Praxis der Familienaufstellung, deren eigentlicher Sinn doch darin liegt, dass die Klienten ihre Gefühle eben gerade NICHT FÜHLEN, sondern sich den Manipulationen fügen sollten. Da Sie nicht länger leugnen können, dass fast alle Klienten misshandelte Kinder waren, geben Sie das zu, versuchen aber doch, mit Hilfe der Manipulation die Klienten zum Verzeihen zu bewegen. So bringen Sie die Strategien der Schwarzen Pädagogik in die angebliche Therapie, die gleiche Strategie, die das Kind einst krank gemacht hat.
Den Klienten zu sagen, ich stehe auf deiner Seite, ich verurteile die Übergriffe deiner Eltern, und du darfst das auch, aber gleichzeitig musst du auf einer anderen Ebene doch vergeben, kann ja nur Verwirrung stiften und wird verhindern, dass die Klientin eine eigene authentische Haltung gegenüber den Eltern entwickelt. Diese Art von "Therapien"ist sogar verwirrender als die Psychoanalysen, die das ehemalige Kind ja offen beschuldigen, während solche „wohlmeinenden“ Therapien die Klienten eher dazu verführen zu glauben, sie hätten nun endlich eine geeignete Begleitung gefunden, auf die sie sich verlassen können.
Natürlich gibt es viele Leute, die aus der unbewussten inneren Not heraus solche schön klingenden Formulierungen begrüßen, weil sie nur das kennen und sehr früh lernen mussten, daran zu glauben. Doch mit der Zeit werden sie vermutlich neue körperliche Symptome entwickeln, weil sich der Körper nicht von der Wahrheit abbringen lässt und gegen die angebliche "Moral" immun bleibt. Er wird weiter darauf bestehen, dass seine Signale ernst genommen werden und den Selbstbetrug nicht unterstützen. Zitatende

Dem stimme ich  uneingeschränkt zu.  Ich kann u.a. auch bestätigen,  dass ich mich damals in der Klinik Grönenbach (ca. 1997) durch die "Gute Führung"  d.h. durch das Soufflieren des Therapeuten in jeder Hinsicht vergewaltigt und re-traumatisiert fühlte; ich  wurde im Rahmen der Gruppentherapie  von einem  Therapeuten solange bearbeitet, bis ich jeden Widerstand aufgegeben habe und  unter Tränen "zugegeben" habe,  was mir die "Gute Führung" nicht aufgehört hat zu soufflieren,  nämlich die große Lüge, dass ich meine Therapeutin  l i e b e  (!) - die ich gerade mal ein paar Tage "kannte"  und mit der ich zu dem Zeitpunkt schon einen schweren Konflikt hatte, dem sie sich aber nicht gestellt, sondern gleich durch Urlaub entzogen hatte.  Der Konflikt wurde nicht mal thematisiert - man liess mich gar nicht zu Wort kommen - , statt dessen versuchte der Therapeut mir einzureden, ich projeziere meine Mutter auf die Therapeutin, weil mich die Therapeutin wie meine Mutter verlassen habe... (So eine Konfliktverlagerung nennt man "Verschiebung" und gehört zu den psychologischen Abwehrmechanismen insbesondere der Macht(in)haber - bei ungeheilten Therapeuten eine übliche Reaktionsweise.
 Dies geschah zwar außerhalb des Familienstellens in der normalen Gruppentherapie, doch war es offenbar üblich, dass sich die Therapeuten auch außerhalb des Familienstellens  gerne des "Soufflierens" bedienten, ganz allgemein wußten die Therapeuten besser als die Patienten, was diese wollten und so "befahlen sie den Leuten, was die Leute wollten"  (Bert Hellinger) .
Es hat Jahre gebraucht, bis ich mich davon erholt habe, zumal ich keinen Therapeuten fand, der bereit war, Therapieschäden zu therapieren.

Noch einmal: Die "Anklage" ist der Zwischenschritt, der missing link, welcher zur Heilung des Opfer-Seins führt. Eine voreilige Versöhnung  herbeizuführen, bevor das Opfer sich überhaupt als  ein solches erfahren und gewürdigt hat, ist wie A.M. oben andeutet, eine Re-Traumatisierung durch schwarzautoritäre Aktionen. - denn es ist ja so, dass das Opfer sich i.d.R.  als der Schuldige Part an Mißbrauch und Mißhandlung fühlt. 

Anzuklagen heisst, sich zum  Anwalt des Kindes zu machen, was wir einst waren und tief innen noch immer sind. Dieser Anwalt ist niemand anderes als unser guter Animus, der Mann in der Frau, der "Bräutigam" des Herzens - anders gesagt: der Erwachsene in uns, der mit dem guten  erwachsenen Elternteil in uns eine Liäson eingeht, um dem Kind endlich den Schutz, Liebe und Fürsorge zukommen zu lassen, die es niemals bekommen hat. In Gegenwart dieses inneren Erwachsenen war ich fähig, Wut und Hass zuzulassen - alles Gefühle, die ich bis dato immer gegen mich selbst gerichtet hatte.  Ich rate für diesen Prozess zu einer therapeutischen Begleitung, wenn möglich zu einer,  die NICHT mit dem Aggressor identifiziert ist, d.h. nicht die Eltern schützt. Ich bin alleine durch, aber ich habe mich mit dem Hass, der Wut, dem "Gerechten Zorn der Göttin" teilweise zu sehr identifiziert, das hat die Phase  unnötig verlängert.
Vorsicht: Hass ist ein schreckliches, aber sehr mächtiges und kraftvolles Gefühl, Hass muss man aushalten können, wer sich zu sehr an diesem Gefühl berauscht, kann auch darin ersaufen.


Freitag, 12. Juni 2015

Noch immer tönt's vom Hohen Pult: Du bist sündig, du bist schuld!


Die Hitler-/Holocaust-Diskussion

im Allmystery-Forum war u.a. auch eine Theodizee-Diskussion und warf die alte abgewrackte Frage auf: Warum läßt Gott das Leiden bzw. das Böse zu? ..eine Kindergartenfrage, eine Frage  von "Gläubigen"... Der schon etwas fortgeschrittene spirituell "gebildete" Sucher weiss zumindest in der Theorie, dass das Leiden eine Illusion ist und dass es darum geht, sich dieser Illusionshaftigkeit bewusst zu werden. Die spirituelle Suche geht nach  nichts anderem als nach dem Glück, der Befreiung von allem Leid, nach Heilung.  Der Durchschnittsmensch, der  mit seinem Leben und sich (selbst-)zufrieden ist, macht sich nicht auf die Suche. Ist das Ego letztlich transzendiert, stellt man fest: Das Leiden ist genauso ein Abstraktum ohne Wirklicheitsgehalt wie "Das Leben" oder so etwas wie "Die Menschheit" - das sind nichts als  leere Substantive, GedankenKonstruktionen.
In der Spiritualität geht es  niemals um das Leiden einer bestimmten Menschengruppe oder der Menschheit oder gar der ganzen Welt, es geht primär immer nur um die Erlösung vom eigenen Leid. Wer immer meint, die Welt zu verbessern, zu erlösen und heilen zu müssen, ist primär immer gefordert, sich selbst zu erlösen. Selbsterlösung ist Welterlösung.

Dass Gott das Leiden letztendlich weder zuläßt noch nicht zuläßt, weil oder wenn das Leiden letztlich genauso so als Illusion (ein Produkt unseres Denkens)  erkannt wird wie das, was  wir unsere "Existenz" nennen - dieses Paradoxon kann der Verstand nicht fassen. Für den eitlen Verstand,  der auf alles eine Antwort haben muss, ist ein paradoxes  JEIN auf solche Fragen unerträglich...  Ein Mensch, der sich spirituell fortgeschritten hält, sich vielleicht sogar schon für angekommen wähnt und dennoch an der Wirklichkeit von Hitler und dem Holocaust bzw. der Menschheitsgeschichte festhält, zeigt damit, dass er immer noch an die Realität von Tod und Leiden glaubt, zumal wenn man  das "Menschliche" des endgültig befreiten Gottmenschen nach  alter "Alte-Adams-Art"  definiert als das Ego, welches mit den Naturgesetzen identifiziert ist. Der alte Glaubenssatz, dass der Apfel  den Baum nicht hinauf, sondern hinunterfällt, ist für den Gottmenschen irrelevant. Und wenn der Gottmensch zum Arzt geht, wenn er krank ist, zeugt auch das weder von Menschlichkeit noch von Göttlichkeit. Solche Fragen beschäftigen nur das Ego, welches sich eine fixe Vorstellung gemacht hat, wie es zu sein hat jenseits von Ego.
(Das erinnert mich an den  Anspruch der Empörten&Betroffenen, die theoretisch zwar wissen, dass es darum geht, das Leiden als Illusion zu überwinden, gleichzeitig aber für die Illusion bzw. das Leiden "berührbar" sein wollen. LOL!)
Die Antwort auf solche Fragen  ist wie stets: JEIN. Der Gottmensch ist sowohl-als auch und weder menschlich noch göttlich. he he he
Die Alten Meister hatten auf solcherlei Fragen immer nur eine  Entgegnung: WEN KÜMMERT'S???
Jesus dito: Sorgt Euch nicht...

Aber es muss wohl so sein: Wer Heiler werden will, der muss wohl an die Wirklichkeit von Krankheit, Elend und Tod - vor allem an die Wirklichkeit von Wissen -  glauben. Anders wäre es ihm gar nicht möglich, einen solchen Beruf zu ergreifen. Wer das Ego transzendiert hat, ist auch nicht mehr mit dem Archetyp des Heilers identifiziert - der ist Over the Edge und lacht sich eins, LOL!
Wenn der Heiler tot ist, heilt er ohne zu heilen.


News von der Facebookseite von  Nabhya Carmen K. Stern

Thema:  Abtreibung
 Es geht um eine Sammlung von Unterschriften, in der die Abtreibung für ein schwangeres kleine Mädchen, welches mißbraucht bzw. vergewaltigt wurde, genehmigt werden soll. Eine Petition...Ich glaube irgendwo in Südamerika.

Nabhya stellt diese Petition zur Diskussion. Sie hat wie sie eingangs schreibt, zwar aus einem  "sehr persönlichen" Blickwinkel heraus geschrieben, andererseits aber "empfiehlt" sie doch der Allgemeinheit, die Petition zur Abtreibung des Fötus des schwangeren Kindes  n i c h t  zu unterschreiben:
Nabhya in ihrem Eingangspost zu der FB-Diskussion:

Eine Abtreibung ist nicht unbedingt die bessere Alternative - der sexuelle Missbrauch zerstört alles- eine Abtreibung des Kindes aus einem Missbrauch ist noch mal eine umso tiefere, unvorstellbare Verletzung mehr, die kaum verarbeitet werden kann, so kann ich nicht empfehlen diese Petition zu unterschreiben...."

Wie sie des weiteren schreibt, hat sie ihre Sichtweise aus ihrer persönlichen Erfahrung mit  der systemischen Familienaufstellung heraus gewonnen.
Auch wenn ich schon viel zu dem Thema im FB-Thread geschrieben habe, insbesondere aus eigener Erfahrung mit dem Thema - läßt es mich doch nicht ganz los. Sicher ist es ok, wenn sie nicht unterschreibt, es ist auch ok,  wenn sie "empfiehlt", die Petition für das 10jährige schwangere Mädchen nicht zu unterschreiben

Die Frage, die ich vergass zu stellen: Wer oder was wird denn da "verletzt"? Geht es um Selbstverletzung des schwangeren Kindes oder vielleicht um die Verletzung einer höheren Ordnung? Vielleicht  - wie mir leise schwant - geht es gar um die Verletzung der "Ordnung der Liebe" des Bert Hellinger? 
Gegen die systemische Familientherapie nach V. Satir , Watzlawick u.a. ist nichts einzuwenden.  Aus eigener Erfahrung  kenne ich aber nur die "systemischen" Familienaufstellungen nach B. Hellinger - In diesem Rahmen ging  es hauptsächlich um die Aussöhnung mit den Eltern, u.a. eben auch mit Eltern und Verwandte, die ihre Kinder mißbrauchten und mißhandelten. Was ich da für Szenen erlebte, war "magisch" und sehr beeindruckend, aber es war für manche Teilnehmenden auch richtiggehend traumatisierend und sehr befremdlich und entfremdend auch für die Zuschauer, zu sehen, auf welche Weise  die "Ordnung der Liebe" wieder hergestellt wurde.

Hellinger: "Bei der Psychotherapie geht es einem wie einem guten Führer. Ein guter Führer sieht, was die Leute wollen, und das befiehlt er« (Bert Hellinger, zitiert nach: Der Spiegel 7/200 Zitatende

Was für eine Einladung, denn  wer von den Psychotherapeuten hält sich wohl nicht für einen Guten Führer!? Und so wurden den Teilnehmern an Familienaufstellungen  von ihren Therapeuten Sätze souffliert, wie: Ich liebe dich, Vater,  und ich weiss, dass du alles, was du mir angetan hast,  nur aus Liebe zu mir getan hast.
So manches Mal wurde aber auch mehr als deutlich, dass die Patienten eben nicht "wollten", was man ihnen soufflierte... Widerstand, wo der sich überhaupt aufzukommen traute,  wurde von den Therapeuten generell  als pathologische Abwehr gedeutet

Diese faszinösen "magischen" Familienaufstellungen haben wie alles auch ihren guten Sinn und können durchaus heilend wirken, m. E. aber sind sie keineswegs für jedermann zu empfehlen, vor allem Mißbrauchsopfer sollten nicht voreilig in eine Versöhnung mit ihren Mißbrauchern getrieben werden... nicht bevor sie gelernt haben, das Unrecht, was ihnen zugefügt wurde, zu  artikulieren. Es gilt, die Stummheit  zu überwinden und Klage zu erheben, Anklage.  Das ist der "missing link", der Zwischenschritt, der in den Therapien fehlt, wo Zensur/Überich (Eltern-Ich)  herrscht, wo die Eltern geschützt werden von ungeheilten Therapeuten, die ihre eigenen Traumata noch nicht geheilt haben, sich aber für "gute Führer" halten.
Man kam Jahrtausendelang ohne dieses "Magische Theater" aus, dennoch gelang es vielen  Menschen, sich mit sich und ihrem Schicksal auszusöhnen -  die Aussöhnung mit und durch sich SELBST ist gleich Aussöhnung mit dem Rest der Welt und das schließt eben die Täter mit ein.

Gleich, ob die Kirche oder die systemische Psychologie ihre "universellen"  Weisheiten verkündet - einer Frau (oder ein Kind)  in tiefster Existenznot und Verzweiflung wird die "NichtabtreibungsEmpfehlung" aus der systemischen Ecke bzw. aus der Sicht einer "Höheren Ordnung" genauso wenig helfen wie es die Haltung der Kirche in dieser Frage bislang tat. Aus der selben Sado-Maso-Ecke kommen im übrigen auch die altbekannten "Empfehlungen", bei einem schlagenden und mißhandelnden Ehepartner zu bleiben, bis ihr (!)  Tod sie voneinander scheidet!

Aus meiner Sicht ist es in einer solchen Situation für die werdene Mutter ein Hohn, von einer höheren oder  "tieferen Ebene" aus zu argumentieren und ihr mit schrecklichen seelischen Folgen zu drohen oder Verletzungen irgendeiner höheren Ordnung. Auch in der Bibel wird damit gedroht, dass die "Sünden der Väter" bis  ins 6. und 7. Glied auf die Nachgeborenen kommen... die Sünden der Väter als die Sünden der Täter wohlgemerkt!
 Abgesehen von der Gefahr der selffulfilling prophecy und dass sich wieder einmal das Opfer schuldig macht im Falle einer Abtreibung -   macht sich der  Mensch ja schon allein durch sein Dasein schuldig und es läßt sich daher nicht durch Verbote oder Empfehlungen abschrecken...Nur Einsicht kann helfen, aber Einsicht hat die dumme Angewohnheit, retrospektiv zu erscheinen, nämlich dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist... jo, und was macht man dann aus der Einsicht? In der Regel macht man dann aus einer ehemals lebendigen  Einsicht eine Gesetzestafel für alle: Du sollst nicht....

Die Familienaufstellung, wie ich sie kennengelernt habe,  blüht m. E. auf einem ideologischen faschistoiden Boden, wo und weil hier eine voreilige Täteridentifizierung stattfindet... (Vater, ich weiss, du hast alles, was du mir angetan hast, nur aus Liebe agetan...) In meiner eigenen Inneren-Kind-Arbeit fand diese "Täteridentifizierung" auch statt, aber erst, nachdem ich Anklage erheben konnte und meine Stimme fand - vor allem durch die Aussöhnung mit mir selbst.
Ich habe damals nach meinen Familienstellungserfahrungen in der Klinik Bad Grönenbach  2 Bücher von B. Hellinger gelesen und fand diese Bücher zum Teil entgegen aller Kritik gar nicht schlecht, wenn mir auch die "Ordnung der Liebe" nicht so recht einleuchten wollte. . Hellinger soll in einem Haus Hitlers auf dem Obersalzberg wohnen. Was mir früher ebenfalls befremdlich schien, kann ich heute vielleicht nachvollziehen: Ob es in seiner Absicht liegt oder nicht: in meinen Augen nimmt er mit dieser Geste A. Hitler etwas von dessen alienhaften "Monsterhaftigkeit" und macht ihn menschlich. Vielleicht leistet er auch "Trauerarbeit" stellvertretend für das deutsche Volk? Obwohl... Hellinger scheint fürs Trauern nicht viel übrig zu haben, er ist wohl eher für's Vergessen... für's NichtSwissen. LOL.
Ich habe mir zum ersten Mal seit Jahren wieder ein Buch bestellt:
Bert Hellinger, Vom Himmel, der krank macht und der Erde, die heilt.
Insbesondere tät mich das Kapitel über die feministische Theologie  interessieren... mal sehen, ob und wie sich meine Sicht auf B. Hellinger über die Jahre verändert hat.

Edgar Hofer lag ganz richtig mit seiner Bemerkung, dass in der Diskussion über die Kinderschwangerschaft bzw. Abtreibung  die Ebenen vertauscht wurden. Man kann eben nicht vom Hohen Pult herunter, d.h. mit transpersonalen Wissen die  persönlichen Probleme der Menschen lösen. Damit schafft man nur Gläubige und Glaubenssätze (Dogmen) wie die Kirche es Zeit ihres Bestehens tut.

Die Rechtschaffene Verlogenheit vieler Abtreibungsgegner trat auch in der Diskussion auffällig zu Tage... einerseits das unentwickelte Leben schützen und andererseits das entwickelte Leben bedenkenlos in den Krieg zum Sterben schicken... Wären die Abtreibungsgegner nur mit der gleichen Militanz gegen den Krieg, wie sie sich gegenüber der Abtreibung verhalten! Insbesondere hat sich in dieser Beziehung bzw. Diskussion einmal mehr der chronisch moralinversauerte und Dauerbetroffenheitsapostel Axel W. Englert hervorgetan, der sich darüber beschwerte, dass die Diskussion nicht so "neutral, nett und gefällig" verlief, wie sie uns doch von Nabhya dargeboten wurde.

Fazit:
Auch wenn es nicht beabsicht war und obwohl Nabhya ihre Empfehlung, die Petition nicht zu unterschreiben,  einschränkend  "nur" aufgrund  ihrer persönlichen Erfahrung ausspricht,  schafft  sie mit ihrer Empfehlung dennoch einen  "kategorischen Imperativ" für die Allgemeinheit, was  letztendlich doch wieder - wenn auch indirekt -  nach gehabter guter alter Kirchenart  auf  Schuld, Sünde und Sühne  hinausläuft - auf Moral.
Nabhya zeigt durch ihr pauschales Urteilen - denn sie sagt uns, - und fordert alle anderen mit ihrer Empfehlung  indirekt zum selben Urteil auf -  was richtig und falsch ist und zeigt damit, dass ihr Bewusstsein kein spirituelles, sondern ein religiöses bzw. ein moralisches Bewusstsein ist. Mit solchen  "Gewissensappellen" an die Allgemeinheit  entscheidet letztlich nicht nur sie, sondern auch alle jene, die ihrer Empfehlung folgen mit ihrem Urteil quasi über Leben und Tod aller verzweifelten Frauen und Kinder, denen mit einer Abtreibung geholfen werden könnte. Eine Entscheidung über eine Abtreibung bzw. über Leben und Tod sollte vielmehr am individuellen Fall orientiert und geprüft sein und nicht aufgrund pauschaler moralischer Wertung erfolgen, egal wie hoch oder tief das Pult ist, von dem her die moralische Weisung erfolgt.

Wenn Nabhya und ihre erbarmungslosen Gläubigen  - all jene falschen Apostel , die aufgrund ihrer Gläubigkeit an diese "Höhere Sichtweise"  dafür sind, dass schwangere weibliche Kinder die Kinder ihrer Mißbraucher austragen, weil durch eine Abtreibung eine  Höhere Ordnung verletzt würde, dann sollten sie - statt über Gut und Böse zu urteilen -  nicht nur  "blendende" Lippenbekenntnisse ablegen, sondern auch  die konkrete Verantwortung für das kleine Mädchen und dessen Baby übernehmen- Nur  so würden sie sich selbst glaubwürdig  in die Höhere Ordnung der Liebe einfügen.
Die LIEBE steht immer über der Moral!



"Alles" ist spirituell

WEISS man, und weil man weiss, dass alles spirituell ist, scheut man sich auch nicht, in spirituellen Zeitschriften oder auch in spirituellen Foren, "off topik-themen" anzuschneiden. egal - obs da um die Stadtarchitektur, die Wohnungssuche oder die Tomate auf der Fensterbank geht...
Auch hierbei wird eine geistige Erkenntnis - was einmal eine lebendige Wahrheit für einen Menschen war -  einfach über- und vorweggenommen, d.h. der Verstand vereinahmt geistige  Erkenntnis eines anderen und macht einen Glaubenssatz draus. Er bringt damit die Welt (wieder) ins Spiel, wo man auf der Suche nach dem Himmelreich die Welt  eigentlich verlassen sollte.  Dass "alles" spirituell ist,  ist synonym mit "Alles ist Gott", ...dass es nichts gibt, was nicht ICH ist.
Dass Alles spirituell ist, ist sozusagen die Erste Erkenntnis nach der  "Letztgültigen Erkenntnis". Anders gesagt: Erst wenn man über den Jordan ist und das "Andere Ufer", d.h. das Himmelreich  gefunden hat,  ist ALLES spirituell, weil und wo ALLES als EINS erkannt wird.


Leid

Neulich schrieb ich, dass es für mich einen Unterschied mache zwischen "second-hand"-Leid, welches mir durch Bücher, TV u.a. Medien vermittelt wird und dem konkreten Leid, dem ich in einer konkreten Hier und Jetzt-Situation begegne. Im Gegensatz zu dem 2nd-hand-Leid würde mich das konkrete Leid im konkreten Hier&Jetzt-Fall sehr wohl berühren.
 Fakt ist aber, dass ich in den letzten 4 Jahren seit meiner glorreichen Auferstehung keinem konkreten Leid begegnet bin - wahrscheinlich, weil ich kein Leid projeziert habe, lol  -  und dass ich deshalb keine Aussage darüber machen kann, wie ich mich in einer zukünftigen konkreten Hier&Jetzt-Situation verhalten würde, wenn mir konkretes Leid in den Fokus geriete.


Der Pöse Finger

Wenn du mit dem Finger auf jemanden zeigst, dann zeigen immer drei Finger auf dich zurück. Das ist wieder einer dieser unsäglich moralitären Sprüche, ähnlich wie: Sage einem Menschen nichts, wenn es nichts Gutes ist. Wer so etwas glaubt, begrenzt sich nicht nur selbst, er macht sich selbst zum Opfer. Solche Sprüche sind von moralinversäuerten Schwarz-Weiß-Denkern erfunden worden und werden mit Vorliebe von Herzensgutmenschen in Gebrauch genommen, um sich vor unliebsamen Angriffen bzw. Wahrheiten zu schützen.
Wer als Kind  mit solchen Sprüchen programmiert wurde, der hat es schwer, sich von diesen Prägungen wieder zu desidentifizieren.

Sicher, der Spruch will nichs anderes sagen, als was das Spiegelgesetz besagt: Alles, was du über einen anderen Menschen sagst, sagst du über dich aus.
Dennoch ist dies eine sehr einseitige und pauschalisierende Aussage. In Wirklichkeit ist der  Finger, der auf andere Menschen zeigt  weder böse noch gut und die 3 Finger, die dabei auf dich zurückzeigen, fördern nicht nur Projektion zutage sondern sehr oft  auch Erkenntnis.

Der Schwarz-Weiss-Denker kennt keine Grauzonen, so weiß eroft auch nicht, dass es verschiedene Arten gibt, den Zeigefinger zu gebrauchen, einmal, um auf jemanden zu zeigen -  da gibt es die Grauzonen der negativen, positiven und neutralen  "Hinweise" -  und zum anderen der erhobene Finger um zu belehren und Aufmerksamkeit zu sichern: Hör gut zu....  Der erhobene Zeigefinger ist nicht selten sogar so  etwas wie eine gesunde Art Statussymbol und kündet von gesundem Selbstbewusstsein (wobei die pathologische Variante nicht übersehen werden sollte.)
Das empfindliche Ego des Schwarz-Weiß-Denkers kann nicht differenzieren. Ein erigierter Zeigefinger ist für ihn in jedem Fall ein emotionaler Trigger und wird als böse und erniedrigend erlebt. Belehrung und die Aufforderung zuzuhören erträgt ein empfindliches Ego schon mal gar nicht.


Einfachheit

Simplefy your life? Schön und gut. Einfachheit hat im spirituellen Kontext allerdings eine völlig andere Bedeutung: einfach zu sein bedeutet hier ungetrennt und ganz - EINS zu sein. Die spirituelle Einfachheit basiert auf der Gegensatzvereinigung, der Aufhebung der Trennung.
Es hat nichts mit Spiritualität zu tun, wo die Einfachheit simply nur in Bezug zu einem  "Einfachen Leben" gerühmt wird, dessen man sich durch Verzicht und allerlei anderer Aktionen häufig befleissigt....obwohl diese aufs materielle bezogene Einfachheit hand in hand gegehen kann mit der geistigen Einfachheit -  kann, muss aber nicht sein.
Das solcherart praktizierte "Einfache Leben" ist nur eine weitere materielle Ent-Äusserung/Manifestation eines geistigen Urbildes.


WIRKLICHKEIT

Noch einmal: In meinem Blog beschreibe ich meine eigenen sog. Lebenserfahrungen und geistigen Erkenntnisse.
Wenn ich sage, dass die sog. Lebenserfahrungen im transpersonalen Modus  - übrigens im zweifachen Sinne - "aufgehoben" sind, ist ein Paradox, was nicht den Wert der Lebenserfahrungen mindert.  Lebenserfahrungen sind auf der Ebene zu würdigen, wo sie entstanden sind - auf der dual-personalen Ebene. Nur weil ich aus mir SELBST heraus  in "Letztgültiger Erkenntnis"  erkannt habe, dass meine freud- und leidvolle Lebensgeschichte resp. Menschheitsgeschichte  nichts anderes als ein (böser) Traum war - darf ich die Lebenserfahrungen anderer Menschen nicht einfach nullifizieren & diskreditieren.   Fremdbestimmung ist es, wenn  ich anderen Menschen, die noch fest mit dem Traum identifiziert sind, meine Erkenntnis aufzwinge und beispielsweise ihre "Erfahrungen" lächerlich mache, wie man es manchmal antrifft bei radikal-einäugigen Nondualisten - denn damit  manifestiert sich meine geistige Erkenntnis in einem Anderen nur als ein neuerlicher Glaubenssatz/Dogma.  Jeder Mensch aber ist angehalten, in, mit und durch sich SELBST seine Glaubenssätze als solche zu erkennen und letztlich in  "Letztgültiger Erkenntnis" die Letzten WAHRHEITEN und die wahre WIRKLICHKEIT zu erkennen - ein nicht mitteilbares Paradox.

Aus transpersonaler Sicht gibt es keine TRENNUNG! Ob es Hitler und den Holocaust gegeben hat ist genauso relevant wie die Frage, ob es die "Anderen" oder die "Vielheit" gebe.... Es ist dieselbe grundlegende Frage.
Die Antwort darauf hat nichts mit "Leugnung" zu tun, sondern ist wie alles jenseits des Egominds ein Paradox.  Es gibt sie, die Vielheit, und es gibt sie nicht. Sowohl - als auch... Kommt immer drauf an, aus welcher Perspektive man es betrachtet. Von unten oder von oben.  Betrachte ich die Vielheit aus der UntenPerspektive des Denkens/Egomind "gibt" es so etwas wie die Anderen oder die Vielheit. Erkenne ich "von oben" her  die Einheit allen SEINS, dann "gibt" es auch keine Anderen resp. Vielheit.
Und so ist es auch mit der TRENNUNG. Trennung gibts nur auf der diskursiven Ebene des Alten-Adams-Denkens.... im Einheitsbewusstsein des Neuen Adams ist die Trennung aufgehoben.Wem sich die Einheit einmal enthüllt hat und des ICH-BIN-Bewusstseins teilhaftig wurde, der hat das Denken transzendiert, dem hat sich  a l l e s   erworbene Wissen als Glaubenssatz enthüllt und die Geschichte der Menschheit als ein Geschehen archetypischer Kräfte, die nirgends wo anders als in ihm selbst stattfinden.
Fazit: Das diskursiv-lineare Denken, welches darauf beharrt, dass  seine Geschichte und Erfahrungen stattgefunden haben, ist  mit Trennung identifiziert, mit Ego, mit Egomind. Da beisst die Maus kein' Faden ab... Die spirituelle Suche gipfelt in der Erfahrung der Einheit und EINHEIT ist die einzige WIRKLICHKEIT, alles andere existiert nur im Kopf, im diskursiven Denken, als abgespeichertes WeltWissen - das ist die Realität, wie DU bzw.  der Konsensusmind sie geschaffen hat!
Die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT... undefinierbar, alles andere ist Denken/Weltanschauung - Unwahrheit, Unwirklichkeit.
Wenn ich diese WIRKLICHKEIT einmal erlebt bzw. in seiner Tiefe erkannt habe, dann bin ich nicht mehr mit der dualen Ebene identifiziert, dann ist es unmöglich, zurückzukehren und die dual-personale Weltanschauung weiterhin für wahr zu halten bzw. mich mit dieser Ebene zu identifizieren. 

Für viele Leute, die mir in den spirit. Foren in den Fokus kamen, ist die Ebene der WIRKLICHKEIT offenbar ein Raum, in den  man nach eigenem Willen aus- und eingehen kann. Da zieht man sich ab und an  eine Nase  "Sein" und kehrt danach wieder zurück in den Alten-Adams-Modus, um "voll identifiziert" weiterzuwirtschaften. Das sagt mir ganz deutlich, dass bei diesen Leuten niemals eine Transformation bzw. ein Individuationsprozess stattgefunden hat und dass die Art von "Sein", die sie erleben,  ganz gewiss keine WIRKLICHKEIT haben kann, denn die WIRKLICHKEIT hat die KRAFT, Scheisse in Gold zu verwandeln, d.h. Identifikation mit dem Ego und seiner Welt aufzulösen und die WIRKLICHKEIT zu enthüllen.  Wo sie dies nicht tut, kann sie sich nicht SEIN bzw. WIRKLICHKEIT nennen.).
Die Erkenntnis der WIRKLICHKEIT verändert ALLES.
Und nichts. LOL!

Sonntag, 24. Mai 2015

Hast du der Welt und deinem Willen abgeschworen, wirst du aus Quantumschaume neu geboren

Chaos



Der Scheiss, der hört nie auf

Um es noch mal klarzumachen, denn ich glaube,man hat mich neulich nicht so recht verstanden, um was es mir ging... es ging mir keineswegs darum, den spirituellen Status eines Karl Renz oder Edgar Hofer anzuzweifeln.  Weder zweifle ich noch habe ich Gewissheit über ihren Status. Es kümmert mich schlichtweg nicht.
Nochmal:  Es gibt keine sicheren BeurteilungsKriterien, die einen Meister ausmachen. Ob der  eine Meister sagt, dass die Scheisse nie aufhöre oder der andere sagt, dass ihm ganz heimatlich zumute werde bei diesem oder jenem... Fakt ist,  er kann sagen, was er will, solange er nur nicht daran GLAUBT! Ob er daran glaubt oder nicht, kann man ihm einfach nicht nachweisen! Und dennoch -  und da war oder  bin ich auch nicht ganz frei von einer gewissen "spiritual correctness" -  gibt es m. E. Dinge, die ein Meister, ein endgültiger Befreiter nicht aussprechen kann, ohne sich daran zu verschlucken bzw. totzulachen... das weiss wohl auch Karl Renz, sonst würde er nicht sagen, er könne an der Sprache eines Menschen erkennen, ob dieser erwacht oder erleuchtet sei. 
Es gibt da gewisse Satsang-Videos von sog. Erwachten, die kriegen kein vernünftiges Wort raus, weil sie gleich anfangen zu lachen... und, was beweist das? Was sagt das Lachen aus? Ist es das berühmte "Lachen, das bleibt"?  Oder imitiert da nur jemand das Lachen, das bleibt? So wie man mancherorts schriftlich-stilistisch  das mystische "Stammeln" auszudrücken bemüht ist...
Im Grunde ist es so, dass man als Meister weiss, dass jedes Wort, welches man spricht, zuviel ist. Dennoch verfallen wohl die wenigsten ins totale Schweigen und benutzen die Sprache, ohne mit ihr identifiziert zu sein, einfach nur deshalb, weils einen Heiden-Spass macht - vor allem aber deswegen, weil der Bodhisattva eine Stimme braucht! Jenseits des Jordans besteht absolut kein Grund mehr, sich von der Welt bzw.  ins "Schweigen" zurückzuziehen. Wirken, ohne zu wirken...


Test

Solange wir mit dem Ego/Körper identifiziert sind, beeinflussen unsere Gedanken und Emotionen unseren Körper.Ein Test:  Wenn deine negativen und positiven Gedanken immer noch Gefühle bewirken können, dann bist du im Ego. Zum Beispiel:
Wenn dir beim Essen von Fleisch übel wird, wenn du an die Massentierhaltung denkst...
Wenn dir bei der Vorstellung einer Zitrone das Wasser im Mund zusammenläuft...
Wenn du bei der Vorstellung, deine Familie, Haus, Job zu verlieren, Angst bekommst.
Wenn bei dem Gedanken an bestimmte Ereignisse oder Menschen deiner Vergangenheit bestimmte Emotionen auftauchen, z.B. Weinen, Trauer, Freude, Aufregung  usw.

Solange man mit dem Ego identifiziert ist, sind die Gedanken "zustandsverändernde Mittel". Der Magier befasst sich ganz gezielt mit Gedankenkraft, nicht selten wird sie ihm zur Droge. Nettes Spiel, fällt aber aus spiritueller Sicht in die Rubrik der "Zauberei" und führt aus der Gegenwart hinaus, statt hinein.
Ziel der Bewusstseinsentwicklung ist jedoch der Zustandslose Zustand, jenseits von Ego mit seinen Eigenschaften und (gedanklichen) Fähigkeiten, den Zustand bzw. die Eigenschaften - das Ich - kosmetisch zu verändern.  Suche ZUERST das Reich Gottes. Das Himmelreich ist JETZT. Statt den  Zustand verändern zu wollen, den Zustand Hier und Jetzt akzeptieren. Annahme und Achtsamkeit - das sind die Schlüssel zum Himmelreich. Andere gibt es nicht.
Die wahre KRAFT ist jenseits der Gedankenkraft.

Ich weiss nicht, ob man komplett  frei von Gedanken-Emotionen werden kann - ich jedenfalls reagiere, wenn auch selten, immer noch auf meine Gedanken: gerade heute wollte mir eine Träne ins Auge springen, als ich eine Szene im Fernsehn sah, wo Whoopy Goldberg einen jungen Mann in den Arm nahm, der vor versammeltem Publikum bekannte, ein ehemaliger Autist gewesen zu sein und dass es Whoopy's kleine  Rolle in einem Startreckfilm gewesen war, die ihn auf den Weg der  Heilung brachte. Also ganz so ungerührt ud frei von äusserer Beeinflussung bin ich jetzt doch nicht, auch wenn mir bewusst ist, dass diese Erfahrung auf second-hand-Vermittlung beruht und keinerlei konkrete Wirklichkeit in der Gegenwart hat.
https://www.youtube.com/watch?v=rRmh7aF0BCo
Auch bei meinen "Attacken", den merkwürdigen Herzbeschwerden, - seit es warm geworden ist, geht es mir recht gut und die Attacken kommen seltener -  kamen schon manchmal Gedanken der Angst, dass ich ohnmächtig werden könnte oder dass die Schmerzen in der Brust sich steigern könnten... Da ist keine direkte Angst vorm Sterben, weil ich keine Vorstellung davon habe... Als das anfing im letzten Oktober habe ich zunächst Panik kriegen wollen, diese Gedanken konnte ich aber schnell in  flagranti ertappen und damit unschädlich machen, bevor sich eine Angst bilden konnte, die mich noch mehr beeinträchtigt hätte. Die Attacken kamen fast immer nur im Einschlafen oder mitten in der Nacht um 3 oder 4. Und da habe ich das getan, was früher schon geholfen hatte: Als ich feststellte, dass sich bei mir eine Konditionierung prägen wollte, indem ich eine generelle Angst vor dem Schlafengehen entwickeln könnte, rief ich nach alter Sitte  die Angst herbei, um sie zu verstärken, bis sie lächerlich wird - aber sie kam erst gar nicht...LOL.
Aber die Vorstellung von "Ohnmacht"... ha ha ha




Spiritual Correctness

verlangen fast immer nur diejenigen, die selbst kaum oder keine Erfahrung haben, aber genau wissen, "wie's geht", wie ES zu sein hat. Das kann man daran erkennen, dass jemand sich bei der Meßlatte die er ansetzt, nicht auf sich SELBST verläßt, sondern berühmte Namen zur Unterstützung seiner  Thesen und "Beweise" anführt. Je mehr Autoritäten jemand anführt, umso unsicherer ist die eigene spirituelle Basis.



Auferstehung

Solange du noch an Verschwörungstheorien glaubst, bist du nicht "von den Toten auferstanden". Der Glaube an Verschwörungstheorien gehört ins apokalyptische Repertoir des Johannes-Evangeliums. Es ist das Weltuntergangs-Bewusstsein... noch ein weniges und du bist ganz tot.



Was glaubt Geeky?

Die Frage ist noch nicht geklärt: Ist Geeky ein Erleuchteter Weiser oder ein Tiefgläubiger Materialist?
Wenn er z.B. sagt, es gebe so etwas wie Feinstofflichkeit nicht, hat er aus  der transpersonalen Sicht heraus durchaus recht. Feinstofflichkeit gibt es hier so wenig wie Grobstofflichkeit, weil ich es nicht anfassen kann, weil es nichts konkretes in meiner Gegenwart ist, sondern nur ein Gedanke, eine Abstraktum ohne Realitätswert. Bei beidem - Feinstofflichkeit und Grobstofflichkeit -  handelt sich aus dieser Sicht um angelerntes WEltWissen des Verstandes.
Wenn Geeky ein Udo-Petscher-Fan wäre bzw. das Holofeeling hätte, dürfte er auch nicht an die Katholische Kirche glauben. Die ist im Hier und Jetzt auch nur ein Abstraktum, ein reines Gedankenkonstrukt... (Und es geht immer ums Hier und Jetzt! Immer geht es um die Frage: Was ist JETZT? Nichts anderes als JETZT gibt es!)
MickyM. hat ja die scheinbare Sicht Geekys aus der Holofeeling-Perspektive bestätigt. Doch ist bei der Beurteilung Vorsicht geboten, denn nicht nur der Weise, auch Kinder und Narren reden manchmal die Wahrheit, ohne wirklich weise zu sein.
Mal Tacheles:  Geeky, glaubst du an Grobstofflichkeit?
Wenn du das bejahst, dann  kann man getrost davon ausgehen, dass du  nur ein tiefgläubiger Materialist ist.

Der Materialist, der nur an das glaubt, was er sehen und hören kann, hat ja aus der transpersonalen Perspektive gar nicht mal ganz so unrecht - aber nur, solange sich das, was er hört und sieht auf das ganz konkrete Hier und Jetzt beschränkt und nicht in Glaubenssätze ausartet, wie es z.B. der feinstoffliche Glaube an die Grobstofflichkeit der Katholische Kirche wäre. LOLOLOLOLLL!
Mit Sicherheit aber kann man ausschliessen, dass Geeky geeky ist.


Abwehr

Die Leute, die einem sofort Abwehr vorwerfen, wenn sie sich bzw. ihre Meinungen und Überzeugungen (Ego) angegriffen sehen, sind mit größter Vorsicht zu geniessen. Besonders dann wenn sie sich anmaßen, therapeutisch tätig zu sein oder zu werden.
Auch bei Callida konnte man sehen, wie nur ein bisschen Widerstand gegen ihn ausgereicht hat, das Tor zu seinem Schattenkabinett sperrangelweit zu öffen.
Es ist ja doch gerade umgekehrt: Er war in der Abwehr, nicht gegen mich, sondern gegen die Wahrheit, dass der Mensch  potentiell jeder Mensch ist, im Guten wie im Bösen. Auf diese Weise zeigte er mir, dass er nicht weiss, von was er redet, wenn er so klug über Schattenintegration und Individuation spricht. Und dieser Vorwurf wiederum machte das Tor noch weiter auf und was da alles infolge  an "Dämonen"  herauskam - nach der Hawkins-BW-skala kallibrierte sein Bewusstsein auf der niedersten Stufe bei Angst, Stolz und Hochmut.  Für einen Menschen wie Callida muss die von der Psychoanalyse  vertretene  These von "Hitler in dir"  eine ungeheure narzisstische Kränkung bedeuten... Mit seiner Uneinsichtigkeit und Abwehr stellt er sich damit so ganz auf die Seite derjenigen Deutschen, die damals zu Zeiten des Dritten Reiches wie auch heute noch ihre Beteiligung und Verantwortung an der politischen Entwicklung (insbesondere am Holocaust)  leugnen. Hitler das Monster und die deutsche Bevölkerung - bzw. die ganze Welt, die ja zugeschaut hat -  das arme manipulierte unschuldige Opfer.
Mit seiner Ausrede,  sinngemäß:  dass die Psychologie, die solcherart Thesen vertrete, nicht ernstgenommen werden könne,  entwertet er nicht nur die Erkenntnisse  CG Jungs, sondern  die gesamte Psychoanalyse - und nicht zuletzt sich selbst, da er sich ja doch selbst als Therapeut und Heiler sieht.
Das wäre ja weiter nicht schlimm, wenn er nicht -  nach seinen Versuchen, mich persönlich zu diskreditieren und lächerlich zu machen -  noch tiefer in die psychopathische* Zaubertrickkiste gegriffen hätte, sodass er sich  mit seinen verdeckten Hinweisen, manipulativen Winkelzügen und Faktenverdrehungen nicht nur beruflich, sondern vor allem menschlich absolut disqualifiziert hat.

*Psychopathisch ist es z.B. , chronisch unangenehme Gefühle zu leugnen (Angst, Schmerz, Hass, Wut, Machtstreben und letztlich eben "Hitler in uns" usw.)
Siehe auch Esther-Bläsing-Blog
"Jede so genannte Persönlichkeitsstörung ist die potenzierte Form dessen, was in uns allen steckt, also ein jeweils besonders ausgeprägter Charakter mit wenig Flexibilität und Handlungsspielraum im zwischenmenschlichen Bereich aufgrund innerer Verfestigung, ja: Erstarrung." Weiter hier:  http://antipsychopathen.blog.de/2013/01/08/normopathen-psychopathen-15408504/
Ob man es nun "Hiter in dir" oder "Der Psychopath in dir" nennt, ist Jacke wie Hose.


Für Dr. Callidari

ist augenscheinlich nur das wahr, was man nachlesen bzw. ergoogeln kann. Aber nur, weil Dr. Callidari das Unerhörte noch nirgends gelesen hat, ist es nicht weniger wahr. Mich interessiert es jedenfalls schon lange nicht mehr, ob das, was ich generell erfahre und erkenne von anderen Menschen schon beschrieben wurde...was ich erfahren habe, habe ich erfahren, da muss ich nichts beweisen..da brauche ich keine Unterstützung von CG Jung  oder irgendeine Absicherung durch andere anerkannte Autoritäten..... hahaha...   Hier, wo ich jetzt stehe, bin ich ja doch nichts weniger als der Erfinder und Erschaffer von CG Jung und S. Freud und der ganzen Psychoanalytischen Vereinigung LOLOL... ach ja, ich bin auch der Erschaffer von Dr. Callidari... he he he - ich erfinde die Wissenschaften und ich schöpfe dabei aus dem selben  Geist, demselben "Pool" wie alle Wissenschaft - aus "Akasha". Deshalb kann ich dort wo ich eines Geistes mit ihnen bin, sagen: Ich bin Sigmund Freud, ich bin CG Jung...usw. Die Wirklichkeit, der GEIST ist hinter den Namen. Beyond Ego.



Stille

Nochmal für jene, die "in die Stille gehen". Es gibt keine "Stille". Mit dem Begriff der Stille ist das "Zentrum des Zyklons" nur annähernd beschrieben. Der Verstand stellt sich Stille als Abwesenheit von Lärm vor.  So wie der Verstand sich auch einen Lärm der Gedanken vor und Stille, wenn der Lärm der Gedanken schweigt. So ist es aber nicht. Die Gedanken "lärmen" nur, wenn man mit ihnen identifiziert ist, und wenn da "Jemand" ist, der sie partout abstellen will. Wenn sie vorbeiziehen, ohne dass da jemand ist, der nach ihnen greift und sich ihrer bemächtigt, ist weder Stille noch Lärm. Die Gedanken sind Gedanken sind Gedanken... Jenseits der Gedanken zu sein, heisst also nicht, in einer Stille zu sein, in der keine GEdanken aufkommen können.  Jenseits der Gedanken ist Jenseits von IDENTIFIKATION mit Gedanken. Die "Stille" im Zentrum des Zyklons ist die Stille der Abwesenheit von Ego ("Jemand"). Gedanken kommen und gehen... Man muss also die Gedanken nicht ausrotten oder versuchen, abzustellen, man muss nur den "Klebstoff" entfernen, mit denen der Egomind  an ihnen haftet.


Die Stimme des Versuchers

in der Wüste: Hey, Du! derweil du dich ja so vollkommen dünkst und in der Scheinbarkeit deiner Komfortzone der Scheinbarkeit aller sichtbaren Phänomene und Naturgesetze huldigst-  derweil du also glaubst, dass du der Sohn Gottes bist, dann werfe dich von den Zinnen dieses Tempels ... Wetten, dass du hinterher nicht mehr derselbe bist wie vorher, he he he  - WETTEN, DASS...?
Warum nur schweigt Jesus hier? LOL! Warum bleibt diese Frage bis heute offen? Finde dein Wahres Selbst, finde "Jesus" - dann weisst du, warum die Frage offen bleiben muss.
Nochmal die Bibel:

Matthäus 4,1-11 (Mk 1,12-13; Lk 4,1-13)
1 Dann wurde Jesus von dem Geist in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden; 2 und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn schließlich 3 Und der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brote werden 4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht 5 Darauf nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels 6 und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab! Denn es steht geschrieben: "Er wird seinen Engeln über dir befehlen, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stößt 7 Jesus sprach zu ihm: Wiederum steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen 8 Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9 und sprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst. 10 Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen 11 Dann verlässt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm.Zitatende

Es ist ganz wichtig für den spirituellen (christlichen) Sucher, zu erkennen, dass es sich bei der Stimme der Versuchung wie bei den Stimmen aller biblischen Personen primär um einen Ego-Anteil handelt. Alles, was der "Teufel" in der Bibel oder anderen Heiligen Schriften sagt, gehört zu den Strukturen des Egos. Wer das Ego banalisiert und es seines großen Nutzens und seiner funktionellen Brauchbarkeit auf der Alltagsebene wegen hochjubelt und lobhudelt -  wie dies nicht nur bei Kybalion7 zu finden ist, sondern allen Schmerzvermeidern zu eigen ist, die glauben, sie könnten eine Glorreiche Auferstehung/geistige Wiedergeburt ohne das Kreuz kriegen. Die Asche, aus der der "Phönix" steigt ist die Asche des Alten Adam-Kostüms, des  verbrannten  Egos... solange das Ego keine Federn läßt, gibts auch keine Endgültige Befreiung. (Die radikal-einäugigen Nondualisten glauben, - abgesehen von ein paar bis zu ihrem Lebensende Resignierten, lol -  sie könnten ihre Federn behalten UND zugleich als Phönix aufsteigen.)
Im Individuations- bzw. Schattenprozess sind es die eigenen Egoanteile, mit denen man sich auseinandersetzen muss.  Nach der Auferstehung trifft man sie in der Aussenwelt an...

Sempiternus LOL


Geburtstag

Das Geschenk: ein neues Angebot,  in fremde  Mokassins zu steigen. Ich nehme  an - mit einem Seufzer, denn ich ahne, was kommt ist "Umgang mit Gerede". Meinen letzten und seit Herbst 2011 einzigen persönlichen (regelmäßigen)   "Umgang mit Gerede" hatte ich mit Herrn Callida - der hat mich sozusagen wieder gesellschaftsfähig gemacht, es tut nicht mehr so weh, das Zuhören und Verstehen auf der Alten Flachwixschiene.
Jede persönliche Beziehung bedeutet,  in die Mokassins eines anderen Menschen zu steigen und ein paar Meilen mit ihm zu wandern.  Früher unbewusst und ängstlich, weil ich Angst vor dem Verschlungenwerden hatte -  heute bewusst, weil ich keine Angst mehr habe. Auch Mr.X hat niemanden, mit dem er über spirituelle Dinge reden könnte.  Er weiss gar nicht, was für ein Segen das ist! Es ist gerade diese Art der  Einsamkeit, die am schnellsten zum ALL-EINS-SEIN führt. Wenn ich jetzt ein ganz fieser Guru wäre, würde ich ablehnen mit der Begründung, er sei noch nicht allein genug... ordentlich über die Rübe würde ich ihm geben, ihn ganz tief in sein Alleinsein hinabstoßen...
Und so schreibe ich ihm: Wenn ich ein fieser Guru wäre, würde ich dich...  - und erteile ihm den "Segen".
Schweigen.


"Advaita-Vedanta

ist eine Philosophie des Vedanta, die davon ausgeht, das es im Bereich des Absoluten, d.h. als höchste Realität, nur 'Nicht-Dualität' (advaita) gibt. Damit ist die letztendliche Identität von Individualseele (jiva) und Überseele (brahman) gemeint. Der berühmteste Vertreter dieser Philosophie, die ihren Anfang in den Upanishaden nahm, ist Shankara. "
http://wiki.yoga-vidya.de/Advaita_Vedanta
Ja, finde ich auch...Nur darf man nicht den Fehler der radikal-einäugigen Nondualisten machen und glauben, mit der Individualseele sei das gemeine Ego gemeint. NOPE - die EINHEIT mit Brahman, dem "Vater" wird erst erfahren, a)wenn das gemeine Ego mal kurzfristig  beiseite getreten  bzw. b) dauerhaft durch die erlösende, reinigende und befreiende "Alchimistische Verwandlung" im  Individuationsprozess abgedankt hat. .
Noch mal, weil es da häufig Mißverständnisse gibt: der Individuationsprozess macht aus dem konditionierten Roboter, der wir alle sind eine geheilte authentische Persönlichkeit, ein wirkliches unverwechselbares Individuum.  Mit Jiva, der Individualseele ist also nicht das unerlöste und unfreie "Individuum" gemeint, sondern der endgültig von seinen Unterdrückungsstrukturen befreite Mensch.
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Je suis Shankara. Hier aus dieser Perspektive bedeutet das: Ich bin vom selben GEIST.  ICH BIN der GEIST, das Bewusstsein hinter den Namen.
Mit dem Großen Geist, mit Gott möchte sich jeder identifizieren, da gibts nur selten Probleme für das Ego.  Bevor du dich aber nicht mit dem KleinGeist Adolf Hitlers identifizieren kannst, wirds auch nix mit dem Großen GEIST  h i n t e r  dem Namen Adolf Hitlers. Der Hauptdarsteller auf der Bühne des Lebens ist immer derselbe, der verbirgt sich hinter der Rolle von Hinz und Kunz genauso wie hinter der Rolle Adolf Hitlers. Nichts geschieht ohne Gottes Willen.

Mit Hitler bin ich offenbar  noch lange nicht fertig. Meine Zeit im Allmystery-forum hat mich u.a. gelehrt, den Begriff Faschismus vom Nationalsozialismus zu isolieren und von innen heraus zu erfassen. Bert Hellinger, den ich selbst vor gar nicht langer Zeit noch für eine Braune Socke gehalten habe, bekommt langsam eine ganz andere Färbung. Bert Hellinger bezog das Haus A. Hitlers auf dem Obersalzberg... Was tut er da? Buße? Familienaufstellung? Why not!


Nondualität

Noch immer knacke ich an den "Kopf"-Nüssen, die Callida mir in der Hitlerdiskussion beschert hat. Auf den Punkt habe ichs noch nicht gebracht, aber eines ist sicher: das Problem ist nur solange ein Problem, weil und wenn das Nonduale BW vom dualen BW getrennt wird. Nur Theoretiker haben ein Problem damit bzw. glauben sie, dass es möglich wäre, vom nondualen zum dualen Bewusstsein hin und herzuschwingen, wobei das duale Bewusstsein/Weltbild mit seinen Dogmen seine volle Gültigkeit behält und  auch die Naturgesetze ihre Daseinsberechtigung weiterhin haben. So kann aber nur der Verstand denken, der mit diesem Weltbild/Ego noch immer identifiziert ist.  Fällt die Identifikation weg - d.h. ist Jiva mit Brahman eins - ist man in dieser Einheit auch jenseits der Naturgesetze. Die Frage, ob der Apfel vom Baum rauf oder runterfällt, taucht einfach nicht mehr auf... Es interessiert kein Schwein. Kuckuckuru  Roshi wie stets einfach und bündig: Wen kümmert's?!






Ich lese:

"Du kannst nicht über die Stille sprechen, ohne sie zu zerstören."

Ja,klingt voll logisch, ne? Wenn der Egomind unter Stille die Abwesenheit von Lärm versteht, ist das sonnenklar. Die Stille im "Zentrum des Zyklons" ist aber nicht Abwesenheit von Lärm. Die "Stille" jenseits von Ego setzt man besser in Anführungszeichen, weil es keine Stille ist, wie der Verstand sie definiert, das Wort Stille ist wie jedes Wort, jeder Begriff nur Annäherung an das undefinierbare Sein jenseits der Sprache. Ein paar weitere Annährungen, annähernde Begriffe, die alle nur vom EINEN künden: Stille ist Frieden der Seele. Frieden ist Abwesenheit des Egos mit seinen Emotionen. Frieden, Stille = Gleichmut. Gedanken und Worte können diese "Stille/Frieden/Gleichmut" nicht mehr stören. Stille=Gewahrsein.  Das Gewahrsein ist kein Gewahrsein mehr, wenn Worte - der "Marktplatz"  das SEIN, die "Stille"  zerstören können. Jenseits des Jordans kann ein marktplatzkompatibles Gewahrsein nicht mehr durch Worte oder Gedanken zerstört werden.

Die meisten solcher "WeisheitsSprüche" sind für die Tonne... die sollte man vergessen. ALLES sollte man "vergessen" (vergessen - auch dieses Wort ist nur Annäherung)...
Hinter dem obigen Spruch steckt die alte nicht auszurottende Annahme, Nichtidentifiziertsein mit Gedanken sei gleich Nichtvorhandensein von Gedanken und Nichtwissen bedeute das komplette Vergessen des erworbenen Wissens. Irrtum! Irrtum! Irrtum! Am Ende ist der Baum wieder ein Baum und der Berg ein Berg... das ganz alltägliche Bewusstsein. Und dennoch... LOL!

Wenn das Ego schweigt, spricht Gott... irgendwie muss sich ja doch die Kosmische Intelligenz ausdrücken. Leere IST zugleich Fülle. Da gibts kein Entweder-Oder...Wo vorher lineares Denken war, ist nun vertikale geistige Erkenntnis (Anschluss an den Ursprung/"Akasha"/Quelle der Weisheit und des kosmischen Wissens.) "CHAOS" beschreibt den zustandslosen Zustand m. E. noch am besten. Quantenschaum.