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Freitag, 12. Juni 2015

Noch immer tönt's vom Hohen Pult: Du bist sündig, du bist schuld!


Die Hitler-/Holocaust-Diskussion

im Allmystery-Forum war u.a. auch eine Theodizee-Diskussion und warf die alte abgewrackte Frage auf: Warum läßt Gott das Leiden bzw. das Böse zu? ..eine Kindergartenfrage, eine Frage  von "Gläubigen"... Der schon etwas fortgeschrittene spirituell "gebildete" Sucher weiss zumindest in der Theorie, dass das Leiden eine Illusion ist und dass es darum geht, sich dieser Illusionshaftigkeit bewusst zu werden. Die spirituelle Suche geht nach  nichts anderem als nach dem Glück, der Befreiung von allem Leid, nach Heilung.  Der Durchschnittsmensch, der  mit seinem Leben und sich (selbst-)zufrieden ist, macht sich nicht auf die Suche. Ist das Ego letztlich transzendiert, stellt man fest: Das Leiden ist genauso ein Abstraktum ohne Wirklicheitsgehalt wie "Das Leben" oder so etwas wie "Die Menschheit" - das sind nichts als  leere Substantive, GedankenKonstruktionen.
In der Spiritualität geht es  niemals um das Leiden einer bestimmten Menschengruppe oder der Menschheit oder gar der ganzen Welt, es geht primär immer nur um die Erlösung vom eigenen Leid. Wer immer meint, die Welt zu verbessern, zu erlösen und heilen zu müssen, ist primär immer gefordert, sich selbst zu erlösen. Selbsterlösung ist Welterlösung.

Dass Gott das Leiden letztendlich weder zuläßt noch nicht zuläßt, weil oder wenn das Leiden letztlich genauso so als Illusion (ein Produkt unseres Denkens)  erkannt wird wie das, was  wir unsere "Existenz" nennen - dieses Paradoxon kann der Verstand nicht fassen. Für den eitlen Verstand,  der auf alles eine Antwort haben muss, ist ein paradoxes  JEIN auf solche Fragen unerträglich...  Ein Mensch, der sich spirituell fortgeschritten hält, sich vielleicht sogar schon für angekommen wähnt und dennoch an der Wirklichkeit von Hitler und dem Holocaust bzw. der Menschheitsgeschichte festhält, zeigt damit, dass er immer noch an die Realität von Tod und Leiden glaubt, zumal wenn man  das "Menschliche" des endgültig befreiten Gottmenschen nach  alter "Alte-Adams-Art"  definiert als das Ego, welches mit den Naturgesetzen identifiziert ist. Der alte Glaubenssatz, dass der Apfel  den Baum nicht hinauf, sondern hinunterfällt, ist für den Gottmenschen irrelevant. Und wenn der Gottmensch zum Arzt geht, wenn er krank ist, zeugt auch das weder von Menschlichkeit noch von Göttlichkeit. Solche Fragen beschäftigen nur das Ego, welches sich eine fixe Vorstellung gemacht hat, wie es zu sein hat jenseits von Ego.
(Das erinnert mich an den  Anspruch der Empörten&Betroffenen, die theoretisch zwar wissen, dass es darum geht, das Leiden als Illusion zu überwinden, gleichzeitig aber für die Illusion bzw. das Leiden "berührbar" sein wollen. LOL!)
Die Antwort auf solche Fragen  ist wie stets: JEIN. Der Gottmensch ist sowohl-als auch und weder menschlich noch göttlich. he he he
Die Alten Meister hatten auf solcherlei Fragen immer nur eine  Entgegnung: WEN KÜMMERT'S???
Jesus dito: Sorgt Euch nicht...

Aber es muss wohl so sein: Wer Heiler werden will, der muss wohl an die Wirklichkeit von Krankheit, Elend und Tod - vor allem an die Wirklichkeit von Wissen -  glauben. Anders wäre es ihm gar nicht möglich, einen solchen Beruf zu ergreifen. Wer das Ego transzendiert hat, ist auch nicht mehr mit dem Archetyp des Heilers identifiziert - der ist Over the Edge und lacht sich eins, LOL!
Wenn der Heiler tot ist, heilt er ohne zu heilen.


News von der Facebookseite von  Nabhya Carmen K. Stern

Thema:  Abtreibung
 Es geht um eine Sammlung von Unterschriften, in der die Abtreibung für ein schwangeres kleine Mädchen, welches mißbraucht bzw. vergewaltigt wurde, genehmigt werden soll. Eine Petition...Ich glaube irgendwo in Südamerika.

Nabhya stellt diese Petition zur Diskussion. Sie hat wie sie eingangs schreibt, zwar aus einem  "sehr persönlichen" Blickwinkel heraus geschrieben, andererseits aber "empfiehlt" sie doch der Allgemeinheit, die Petition zur Abtreibung des Fötus des schwangeren Kindes  n i c h t  zu unterschreiben:
Nabhya in ihrem Eingangspost zu der FB-Diskussion:

Eine Abtreibung ist nicht unbedingt die bessere Alternative - der sexuelle Missbrauch zerstört alles- eine Abtreibung des Kindes aus einem Missbrauch ist noch mal eine umso tiefere, unvorstellbare Verletzung mehr, die kaum verarbeitet werden kann, so kann ich nicht empfehlen diese Petition zu unterschreiben...."

Wie sie des weiteren schreibt, hat sie ihre Sichtweise aus ihrer persönlichen Erfahrung mit  der systemischen Familienaufstellung heraus gewonnen.
Auch wenn ich schon viel zu dem Thema im FB-Thread geschrieben habe, insbesondere aus eigener Erfahrung mit dem Thema - läßt es mich doch nicht ganz los. Sicher ist es ok, wenn sie nicht unterschreibt, es ist auch ok,  wenn sie "empfiehlt", die Petition für das 10jährige schwangere Mädchen nicht zu unterschreiben

Die Frage, die ich vergass zu stellen: Wer oder was wird denn da "verletzt"? Geht es um Selbstverletzung des schwangeren Kindes oder vielleicht um die Verletzung einer höheren Ordnung? Vielleicht  - wie mir leise schwant - geht es gar um die Verletzung der "Ordnung der Liebe" des Bert Hellinger? 
Gegen die systemische Familientherapie nach V. Satir , Watzlawick u.a. ist nichts einzuwenden.  Aus eigener Erfahrung  kenne ich aber nur die "systemischen" Familienaufstellungen nach B. Hellinger - In diesem Rahmen ging  es hauptsächlich um die Aussöhnung mit den Eltern, u.a. eben auch mit Eltern und Verwandte, die ihre Kinder mißbrauchten und mißhandelten. Was ich da für Szenen erlebte, war "magisch" und sehr beeindruckend, aber es war für manche Teilnehmenden auch richtiggehend traumatisierend und sehr befremdlich und entfremdend auch für die Zuschauer, zu sehen, auf welche Weise  die "Ordnung der Liebe" wieder hergestellt wurde.

Hellinger: "Bei der Psychotherapie geht es einem wie einem guten Führer. Ein guter Führer sieht, was die Leute wollen, und das befiehlt er« (Bert Hellinger, zitiert nach: Der Spiegel 7/200 Zitatende

Was für eine Einladung, denn  wer von den Psychotherapeuten hält sich wohl nicht für einen Guten Führer!? Und so wurden den Teilnehmern an Familienaufstellungen  von ihren Therapeuten Sätze souffliert, wie: Ich liebe dich, Vater,  und ich weiss, dass du alles, was du mir angetan hast,  nur aus Liebe zu mir getan hast.
So manches Mal wurde aber auch mehr als deutlich, dass die Patienten eben nicht "wollten", was man ihnen soufflierte... Widerstand, wo der sich überhaupt aufzukommen traute,  wurde von den Therapeuten generell  als pathologische Abwehr gedeutet

Diese faszinösen "magischen" Familienaufstellungen haben wie alles auch ihren guten Sinn und können durchaus heilend wirken, m. E. aber sind sie keineswegs für jedermann zu empfehlen, vor allem Mißbrauchsopfer sollten nicht voreilig in eine Versöhnung mit ihren Mißbrauchern getrieben werden... nicht bevor sie gelernt haben, das Unrecht, was ihnen zugefügt wurde, zu  artikulieren. Es gilt, die Stummheit  zu überwinden und Klage zu erheben, Anklage.  Das ist der "missing link", der Zwischenschritt, der in den Therapien fehlt, wo Zensur/Überich (Eltern-Ich)  herrscht, wo die Eltern geschützt werden von ungeheilten Therapeuten, die ihre eigenen Traumata noch nicht geheilt haben, sich aber für "gute Führer" halten.
Man kam Jahrtausendelang ohne dieses "Magische Theater" aus, dennoch gelang es vielen  Menschen, sich mit sich und ihrem Schicksal auszusöhnen -  die Aussöhnung mit und durch sich SELBST ist gleich Aussöhnung mit dem Rest der Welt und das schließt eben die Täter mit ein.

Gleich, ob die Kirche oder die systemische Psychologie ihre "universellen"  Weisheiten verkündet - einer Frau (oder ein Kind)  in tiefster Existenznot und Verzweiflung wird die "NichtabtreibungsEmpfehlung" aus der systemischen Ecke bzw. aus der Sicht einer "Höheren Ordnung" genauso wenig helfen wie es die Haltung der Kirche in dieser Frage bislang tat. Aus der selben Sado-Maso-Ecke kommen im übrigen auch die altbekannten "Empfehlungen", bei einem schlagenden und mißhandelnden Ehepartner zu bleiben, bis ihr (!)  Tod sie voneinander scheidet!

Aus meiner Sicht ist es in einer solchen Situation für die werdene Mutter ein Hohn, von einer höheren oder  "tieferen Ebene" aus zu argumentieren und ihr mit schrecklichen seelischen Folgen zu drohen oder Verletzungen irgendeiner höheren Ordnung. Auch in der Bibel wird damit gedroht, dass die "Sünden der Väter" bis  ins 6. und 7. Glied auf die Nachgeborenen kommen... die Sünden der Väter als die Sünden der Täter wohlgemerkt!
 Abgesehen von der Gefahr der selffulfilling prophecy und dass sich wieder einmal das Opfer schuldig macht im Falle einer Abtreibung -   macht sich der  Mensch ja schon allein durch sein Dasein schuldig und es läßt sich daher nicht durch Verbote oder Empfehlungen abschrecken...Nur Einsicht kann helfen, aber Einsicht hat die dumme Angewohnheit, retrospektiv zu erscheinen, nämlich dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist... jo, und was macht man dann aus der Einsicht? In der Regel macht man dann aus einer ehemals lebendigen  Einsicht eine Gesetzestafel für alle: Du sollst nicht....

Die Familienaufstellung, wie ich sie kennengelernt habe,  blüht m. E. auf einem ideologischen faschistoiden Boden, wo und weil hier eine voreilige Täteridentifizierung stattfindet... (Vater, ich weiss, du hast alles, was du mir angetan hast, nur aus Liebe agetan...) In meiner eigenen Inneren-Kind-Arbeit fand diese "Täteridentifizierung" auch statt, aber erst, nachdem ich Anklage erheben konnte und meine Stimme fand - vor allem durch die Aussöhnung mit mir selbst.
Ich habe damals nach meinen Familienstellungserfahrungen in der Klinik Bad Grönenbach  2 Bücher von B. Hellinger gelesen und fand diese Bücher zum Teil entgegen aller Kritik gar nicht schlecht, wenn mir auch die "Ordnung der Liebe" nicht so recht einleuchten wollte. . Hellinger soll in einem Haus Hitlers auf dem Obersalzberg wohnen. Was mir früher ebenfalls befremdlich schien, kann ich heute vielleicht nachvollziehen: Ob es in seiner Absicht liegt oder nicht: in meinen Augen nimmt er mit dieser Geste A. Hitler etwas von dessen alienhaften "Monsterhaftigkeit" und macht ihn menschlich. Vielleicht leistet er auch "Trauerarbeit" stellvertretend für das deutsche Volk? Obwohl... Hellinger scheint fürs Trauern nicht viel übrig zu haben, er ist wohl eher für's Vergessen... für's NichtSwissen. LOL.
Ich habe mir zum ersten Mal seit Jahren wieder ein Buch bestellt:
Bert Hellinger, Vom Himmel, der krank macht und der Erde, die heilt.
Insbesondere tät mich das Kapitel über die feministische Theologie  interessieren... mal sehen, ob und wie sich meine Sicht auf B. Hellinger über die Jahre verändert hat.

Edgar Hofer lag ganz richtig mit seiner Bemerkung, dass in der Diskussion über die Kinderschwangerschaft bzw. Abtreibung  die Ebenen vertauscht wurden. Man kann eben nicht vom Hohen Pult herunter, d.h. mit transpersonalen Wissen die  persönlichen Probleme der Menschen lösen. Damit schafft man nur Gläubige und Glaubenssätze (Dogmen) wie die Kirche es Zeit ihres Bestehens tut.

Die Rechtschaffene Verlogenheit vieler Abtreibungsgegner trat auch in der Diskussion auffällig zu Tage... einerseits das unentwickelte Leben schützen und andererseits das entwickelte Leben bedenkenlos in den Krieg zum Sterben schicken... Wären die Abtreibungsgegner nur mit der gleichen Militanz gegen den Krieg, wie sie sich gegenüber der Abtreibung verhalten! Insbesondere hat sich in dieser Beziehung bzw. Diskussion einmal mehr der chronisch moralinversauerte und Dauerbetroffenheitsapostel Axel W. Englert hervorgetan, der sich darüber beschwerte, dass die Diskussion nicht so "neutral, nett und gefällig" verlief, wie sie uns doch von Nabhya dargeboten wurde.

Fazit:
Auch wenn es nicht beabsicht war und obwohl Nabhya ihre Empfehlung, die Petition nicht zu unterschreiben,  einschränkend  "nur" aufgrund  ihrer persönlichen Erfahrung ausspricht,  schafft  sie mit ihrer Empfehlung dennoch einen  "kategorischen Imperativ" für die Allgemeinheit, was  letztendlich doch wieder - wenn auch indirekt -  nach gehabter guter alter Kirchenart  auf  Schuld, Sünde und Sühne  hinausläuft - auf Moral.
Nabhya zeigt durch ihr pauschales Urteilen - denn sie sagt uns, - und fordert alle anderen mit ihrer Empfehlung  indirekt zum selben Urteil auf -  was richtig und falsch ist und zeigt damit, dass ihr Bewusstsein kein spirituelles, sondern ein religiöses bzw. ein moralisches Bewusstsein ist. Mit solchen  "Gewissensappellen" an die Allgemeinheit  entscheidet letztlich nicht nur sie, sondern auch alle jene, die ihrer Empfehlung folgen mit ihrem Urteil quasi über Leben und Tod aller verzweifelten Frauen und Kinder, denen mit einer Abtreibung geholfen werden könnte. Eine Entscheidung über eine Abtreibung bzw. über Leben und Tod sollte vielmehr am individuellen Fall orientiert und geprüft sein und nicht aufgrund pauschaler moralischer Wertung erfolgen, egal wie hoch oder tief das Pult ist, von dem her die moralische Weisung erfolgt.

Wenn Nabhya und ihre erbarmungslosen Gläubigen  - all jene falschen Apostel , die aufgrund ihrer Gläubigkeit an diese "Höhere Sichtweise"  dafür sind, dass schwangere weibliche Kinder die Kinder ihrer Mißbraucher austragen, weil durch eine Abtreibung eine  Höhere Ordnung verletzt würde, dann sollten sie - statt über Gut und Böse zu urteilen -  nicht nur  "blendende" Lippenbekenntnisse ablegen, sondern auch  die konkrete Verantwortung für das kleine Mädchen und dessen Baby übernehmen- Nur  so würden sie sich selbst glaubwürdig  in die Höhere Ordnung der Liebe einfügen.
Die LIEBE steht immer über der Moral!



"Alles" ist spirituell

WEISS man, und weil man weiss, dass alles spirituell ist, scheut man sich auch nicht, in spirituellen Zeitschriften oder auch in spirituellen Foren, "off topik-themen" anzuschneiden. egal - obs da um die Stadtarchitektur, die Wohnungssuche oder die Tomate auf der Fensterbank geht...
Auch hierbei wird eine geistige Erkenntnis - was einmal eine lebendige Wahrheit für einen Menschen war -  einfach über- und vorweggenommen, d.h. der Verstand vereinahmt geistige  Erkenntnis eines anderen und macht einen Glaubenssatz draus. Er bringt damit die Welt (wieder) ins Spiel, wo man auf der Suche nach dem Himmelreich die Welt  eigentlich verlassen sollte.  Dass "alles" spirituell ist,  ist synonym mit "Alles ist Gott", ...dass es nichts gibt, was nicht ICH ist.
Dass Alles spirituell ist, ist sozusagen die Erste Erkenntnis nach der  "Letztgültigen Erkenntnis". Anders gesagt: Erst wenn man über den Jordan ist und das "Andere Ufer", d.h. das Himmelreich  gefunden hat,  ist ALLES spirituell, weil und wo ALLES als EINS erkannt wird.


Leid

Neulich schrieb ich, dass es für mich einen Unterschied mache zwischen "second-hand"-Leid, welches mir durch Bücher, TV u.a. Medien vermittelt wird und dem konkreten Leid, dem ich in einer konkreten Hier und Jetzt-Situation begegne. Im Gegensatz zu dem 2nd-hand-Leid würde mich das konkrete Leid im konkreten Hier&Jetzt-Fall sehr wohl berühren.
 Fakt ist aber, dass ich in den letzten 4 Jahren seit meiner glorreichen Auferstehung keinem konkreten Leid begegnet bin - wahrscheinlich, weil ich kein Leid projeziert habe, lol  -  und dass ich deshalb keine Aussage darüber machen kann, wie ich mich in einer zukünftigen konkreten Hier&Jetzt-Situation verhalten würde, wenn mir konkretes Leid in den Fokus geriete.


Der Pöse Finger

Wenn du mit dem Finger auf jemanden zeigst, dann zeigen immer drei Finger auf dich zurück. Das ist wieder einer dieser unsäglich moralitären Sprüche, ähnlich wie: Sage einem Menschen nichts, wenn es nichts Gutes ist. Wer so etwas glaubt, begrenzt sich nicht nur selbst, er macht sich selbst zum Opfer. Solche Sprüche sind von moralinversäuerten Schwarz-Weiß-Denkern erfunden worden und werden mit Vorliebe von Herzensgutmenschen in Gebrauch genommen, um sich vor unliebsamen Angriffen bzw. Wahrheiten zu schützen.
Wer als Kind  mit solchen Sprüchen programmiert wurde, der hat es schwer, sich von diesen Prägungen wieder zu desidentifizieren.

Sicher, der Spruch will nichs anderes sagen, als was das Spiegelgesetz besagt: Alles, was du über einen anderen Menschen sagst, sagst du über dich aus.
Dennoch ist dies eine sehr einseitige und pauschalisierende Aussage. In Wirklichkeit ist der  Finger, der auf andere Menschen zeigt  weder böse noch gut und die 3 Finger, die dabei auf dich zurückzeigen, fördern nicht nur Projektion zutage sondern sehr oft  auch Erkenntnis.

Der Schwarz-Weiss-Denker kennt keine Grauzonen, so weiß eroft auch nicht, dass es verschiedene Arten gibt, den Zeigefinger zu gebrauchen, einmal, um auf jemanden zu zeigen -  da gibt es die Grauzonen der negativen, positiven und neutralen  "Hinweise" -  und zum anderen der erhobene Finger um zu belehren und Aufmerksamkeit zu sichern: Hör gut zu....  Der erhobene Zeigefinger ist nicht selten sogar so  etwas wie eine gesunde Art Statussymbol und kündet von gesundem Selbstbewusstsein (wobei die pathologische Variante nicht übersehen werden sollte.)
Das empfindliche Ego des Schwarz-Weiß-Denkers kann nicht differenzieren. Ein erigierter Zeigefinger ist für ihn in jedem Fall ein emotionaler Trigger und wird als böse und erniedrigend erlebt. Belehrung und die Aufforderung zuzuhören erträgt ein empfindliches Ego schon mal gar nicht.


Einfachheit

Simplefy your life? Schön und gut. Einfachheit hat im spirituellen Kontext allerdings eine völlig andere Bedeutung: einfach zu sein bedeutet hier ungetrennt und ganz - EINS zu sein. Die spirituelle Einfachheit basiert auf der Gegensatzvereinigung, der Aufhebung der Trennung.
Es hat nichts mit Spiritualität zu tun, wo die Einfachheit simply nur in Bezug zu einem  "Einfachen Leben" gerühmt wird, dessen man sich durch Verzicht und allerlei anderer Aktionen häufig befleissigt....obwohl diese aufs materielle bezogene Einfachheit hand in hand gegehen kann mit der geistigen Einfachheit -  kann, muss aber nicht sein.
Das solcherart praktizierte "Einfache Leben" ist nur eine weitere materielle Ent-Äusserung/Manifestation eines geistigen Urbildes.


WIRKLICHKEIT

Noch einmal: In meinem Blog beschreibe ich meine eigenen sog. Lebenserfahrungen und geistigen Erkenntnisse.
Wenn ich sage, dass die sog. Lebenserfahrungen im transpersonalen Modus  - übrigens im zweifachen Sinne - "aufgehoben" sind, ist ein Paradox, was nicht den Wert der Lebenserfahrungen mindert.  Lebenserfahrungen sind auf der Ebene zu würdigen, wo sie entstanden sind - auf der dual-personalen Ebene. Nur weil ich aus mir SELBST heraus  in "Letztgültiger Erkenntnis"  erkannt habe, dass meine freud- und leidvolle Lebensgeschichte resp. Menschheitsgeschichte  nichts anderes als ein (böser) Traum war - darf ich die Lebenserfahrungen anderer Menschen nicht einfach nullifizieren & diskreditieren.   Fremdbestimmung ist es, wenn  ich anderen Menschen, die noch fest mit dem Traum identifiziert sind, meine Erkenntnis aufzwinge und beispielsweise ihre "Erfahrungen" lächerlich mache, wie man es manchmal antrifft bei radikal-einäugigen Nondualisten - denn damit  manifestiert sich meine geistige Erkenntnis in einem Anderen nur als ein neuerlicher Glaubenssatz/Dogma.  Jeder Mensch aber ist angehalten, in, mit und durch sich SELBST seine Glaubenssätze als solche zu erkennen und letztlich in  "Letztgültiger Erkenntnis" die Letzten WAHRHEITEN und die wahre WIRKLICHKEIT zu erkennen - ein nicht mitteilbares Paradox.

Aus transpersonaler Sicht gibt es keine TRENNUNG! Ob es Hitler und den Holocaust gegeben hat ist genauso relevant wie die Frage, ob es die "Anderen" oder die "Vielheit" gebe.... Es ist dieselbe grundlegende Frage.
Die Antwort darauf hat nichts mit "Leugnung" zu tun, sondern ist wie alles jenseits des Egominds ein Paradox.  Es gibt sie, die Vielheit, und es gibt sie nicht. Sowohl - als auch... Kommt immer drauf an, aus welcher Perspektive man es betrachtet. Von unten oder von oben.  Betrachte ich die Vielheit aus der UntenPerspektive des Denkens/Egomind "gibt" es so etwas wie die Anderen oder die Vielheit. Erkenne ich "von oben" her  die Einheit allen SEINS, dann "gibt" es auch keine Anderen resp. Vielheit.
Und so ist es auch mit der TRENNUNG. Trennung gibts nur auf der diskursiven Ebene des Alten-Adams-Denkens.... im Einheitsbewusstsein des Neuen Adams ist die Trennung aufgehoben.Wem sich die Einheit einmal enthüllt hat und des ICH-BIN-Bewusstseins teilhaftig wurde, der hat das Denken transzendiert, dem hat sich  a l l e s   erworbene Wissen als Glaubenssatz enthüllt und die Geschichte der Menschheit als ein Geschehen archetypischer Kräfte, die nirgends wo anders als in ihm selbst stattfinden.
Fazit: Das diskursiv-lineare Denken, welches darauf beharrt, dass  seine Geschichte und Erfahrungen stattgefunden haben, ist  mit Trennung identifiziert, mit Ego, mit Egomind. Da beisst die Maus kein' Faden ab... Die spirituelle Suche gipfelt in der Erfahrung der Einheit und EINHEIT ist die einzige WIRKLICHKEIT, alles andere existiert nur im Kopf, im diskursiven Denken, als abgespeichertes WeltWissen - das ist die Realität, wie DU bzw.  der Konsensusmind sie geschaffen hat!
Die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT ist die WIRKLICHKEIT... undefinierbar, alles andere ist Denken/Weltanschauung - Unwahrheit, Unwirklichkeit.
Wenn ich diese WIRKLICHKEIT einmal erlebt bzw. in seiner Tiefe erkannt habe, dann bin ich nicht mehr mit der dualen Ebene identifiziert, dann ist es unmöglich, zurückzukehren und die dual-personale Weltanschauung weiterhin für wahr zu halten bzw. mich mit dieser Ebene zu identifizieren. 

Für viele Leute, die mir in den spirit. Foren in den Fokus kamen, ist die Ebene der WIRKLICHKEIT offenbar ein Raum, in den  man nach eigenem Willen aus- und eingehen kann. Da zieht man sich ab und an  eine Nase  "Sein" und kehrt danach wieder zurück in den Alten-Adams-Modus, um "voll identifiziert" weiterzuwirtschaften. Das sagt mir ganz deutlich, dass bei diesen Leuten niemals eine Transformation bzw. ein Individuationsprozess stattgefunden hat und dass die Art von "Sein", die sie erleben,  ganz gewiss keine WIRKLICHKEIT haben kann, denn die WIRKLICHKEIT hat die KRAFT, Scheisse in Gold zu verwandeln, d.h. Identifikation mit dem Ego und seiner Welt aufzulösen und die WIRKLICHKEIT zu enthüllen.  Wo sie dies nicht tut, kann sie sich nicht SEIN bzw. WIRKLICHKEIT nennen.).
Die Erkenntnis der WIRKLICHKEIT verändert ALLES.
Und nichts. LOL!

Samstag, 28. Juni 2014

Das Publikum ins Fäustchen lacht, wo nackte Kaiser frei gemacht!



Das Eine ohne das Zweite


ist für den einäugigen Nondualisten ein Sein ohne das Werden, also eine fiktive gedachte Einheit, weil sie das Zweite, das Weibliche offensichtlich nicht integriert, sondern ablehnt und ausschließt. Daher auch die von mir immer wieder festzustellende Frauenverachtung bei den Neo-Aposteln dieses Kultes. Das ist auch der Grund, warum diese Leute mit Jesus so wenig anfangen können. Sie erkennen IHN nicht. Der weibliche Weg ist nämlich nichts anderes als der Weg, den Jesus gegangen ist und der als unser wahres inneres SELBST  immer noch die "Nachfolge" fordert,  den Weg der Heilung, der Erlaubnisgebung...  Nachfolge Jesu ist vor allem der Weg der Menschwerdung, d.h., der Individuation.

Die Neo-Advaitisten wie ich sie kenne, sind nicht minder patrisch und phallozentriert wie das dogmatische exoterische Kirchenchristentum, nicht minder repressiv wie alle Weltreligionen, die allesamt Vater-Religionen sind. Wenn Ramesh Balsekar sagt, dass er von der Psychologie des Menschen nichts hält, spricht das für sich schon dafür, dass er das Menschliche, die Menschwerdung Gottes für absolut obsolet hält. Und natürlich sagt er mir damit, dass er selbst keine Erfahrung mit  Individuation, mit  Tiefen- resp. Schattenprozessen zu haben scheint. Eigentlich brauche ich von ihm nichts weiter lesen, diese Aussage sagt mir eigentlich schon genug.
Es ist gut möglich, dass er sich in einer Nisargaddata-Hypnose befand. Wer wie R.B. jahrelang mit den immer selben Worten zugetextet wird, wird eher hypnotisiert, als dass er Erleuchtung erfahren könnte. Auch die Christenheit ist hypnotisiert... die wiederholt ihren Schäflein seit 2000 Jahren dass Immergleiche - und?  Durch Wiederholung festigt sich nur der "Glaube".... der falsche Glaube. Die Wiederholung ist nicht die Mutter der Weisheit, sondern die Mutter des schnöden Wissens.

Das Neo-Advaita - wie es sich mir durch die Mission ihrer Jünger darstellt -  propagiert eine Leere ohne Form, einen Himmel ohne die (verklärte) Erde.
Individuation - der weibliche Weg -  bedeuetet eine  Reinigung von Prägungen und Programmierungen.  Das weiß und will nach eigenen Worten scheinbar auch Ramesh Balsekar, wie er das aber fernab von seiner eigenen Psyche  bzw. fernab jeglicher menschlichen Psychologie bewerkstelligen will, ist bislang eine offene Frage.... ohne die Mitwirkung der Psyche gibts keine Individuation. Individuation bedeutet Reinigung. Klärung. Der christliche Begriff der vollendeten Reinigung ist Verklärung und ein christliches Bild für dieses innere Geschehen ist die "Verklärung Christi".
Wer in sich geklärt, d.h. durch die Klärung seines Unbewußten mit der reinen Wahrnehmung beschenkt wurde, ist in sich selbst "verklärt" und sieht auch die Welt "verklärt" wahr. Das hat nichts mit romantischen Gefühlen zu tun, sondern ist wie jede WAhrheit parardox: strengste Nüchternheit gepaart mit Freude und Heiterkeit. Und man merkt es ihnen an, den Neo-Aposteln, dass es ihnen an Heiterkeit und Freude mangelt: ihre Art der Nüchternheit ist weiter nichts als Resignation und Ennui: Die Scheiße hört nie auf.

Ach Ihr Eierköppe!
Der "Eierkopp" ist von Linji noch liebevoll formuliert, denn im Grunde handelt es sich bei den einbeinigen Spiri-Banditen um destruktive Dogmendealer, die andere Menschen  - und dies nicht selten auf eine aggressive Weise -  ebenfalls auf ihren spirituellen Scheißhaufen herunterziehen. Das ist nicht lustig, sondern zum Weinen... deshalb werde ich nicht müde werden, dagegen anzugehen und davor zu warnen.
Das Christentum hat die Botschaft Jesu verwässert und verraten und damit den Menschen den Himmelsschlüssel versteckt. Genauso tut das Neo-Advaita... Das eine wie das andere ist eine "Gemeinde der Gläubigen", besser gesagt,  der "Irrgläubigen"...
Keiner kommt zum Vater denn durch mich, das heisst: In Christus  (als dem Wahren SELBST)  wird  bzw. IST der Mensch "evolutionär" vergöttlicht und Gott  "involutiv" vermenschlicht.
Werden und SEIN ist eine Einheit. Der Verstand kann so etwas nicht fassen!



Was ist eigentlich das Forum Erleuchtung?

Kann da jeder, der mal ein Lichtlein gesehen hat, als "Lehrer" auftreten?  Wenn das Forum nur aus Neo-Advaitisten besteht, ist das sehr gut vorstellbar.
Ob es wohl in diesem Forum jemanden gibt, für den die "Scheiße aufgehört" hat?
Wenn nicht, hat das Forum seinen Namen nicht verdient.



"Soheit"

Mit einen Grund dafür, dass man die Bedeutungsleere der Dinge und dadurch die  "Myriaden Dinge in ihrer Soheit" wahrnimmt, sehe ich der Schattenintegration resp. Individuationsprozess. Wo das Unbewußte geklärt ist, ist auch die personale Vergangenheit geklärt mitsamt den Prägungen, die uns die Welt und die Dinge nur aus der Sicht der Vergangenheit, der Erinnerung heraus erfahren bzw. interpretieren ließen.

Jetzt sind mir die Dinge, die Natur usw. wie "tot": Ein Baum ist ein Baum, d.h., sein Name interessiert mich nicht, er weckt in mir keine Gedanken und Assoziationen zu früher.  Die Natur berührt meine Seele nicht mehr wie früher, als sie mich  betören, beruhigen oder verängstigen konnte... nichts ist mehr wie früher, als mich äußere Dinge gefühlsmäßig beeinflussen konnten. Mein Leben findet in mir und durch mich SELBST statt: ICH BIN das Leben. Das SELBST ist der Meister und lehrt mich lebendiges Wissen, lebendige Wahrheit, d.h. die Dinge von innen (Nichtwissen) heraus zu verstehen, wo  zuvor nur der tote Buchstabe, d.h. angelerntes und angelesenen Welt-Wissen war.


Nach Abraham Maslows

Bedürfnispyramide strebt der Mensch erst dann nach spiritueller SELBSTverwirklichung, wenn alle irdischen (Grund-) Bedürfnisse gestillt sind.
Klingt logisch,  insofern ein Mensch, der den ganzen Tag und die halbe Nacht verzweifelt damit beschäftigt ist, das karge Brot für sich und die Seinen zu verdienen, wohl wenig Zeit hat, innezuhalten...
So ganz befriedigt mich dieses Konzept jedoch nicht, denn "Gott" oder der GEIST  klopft ständig an die Herzenstür, auch setzt er keine Bedingungen: Erst wenn du alles auf Erden erlangt hast, was die Welt dir zu bieten hat...
Kapital und Müßiggang ist zwar eine gute Voraussetzung für den Weg der SELBSTverwirklichung, aber nicht für jeden Menschen. Was dem einen nutzt, schadet dem anderen. Kapital, so hat sich gezeigt, verlangt nach Vermehrung, Verdoppelung,   -  heute verlangt es nach Vertausendfachung.
Die meisten Menschen sind nicht damit zufrieden, nur ihre Grundbedürfnisse befriedigt zu sehen.


Gleichmut

Immer wieder lese ich, dass es Menschen gibt,  die willentlich und absichtlich vom unbewußten Nichtsein ins erleuchtete Sein wechseln können.  Wie machen die das? Welchen Knopf drücken die da? Meditation? Ist nicht  jede willentliche Anstrengung, jede Absicht, jedes intentionale zielgerichtete (spirit.)  Streben genau das, was das Sein verhindert?
Eines aber steht für mich fest: Wem das sog. Nichtsein nicht ebenso lieb ist wie das Sein, dessen GewahrSEIN ist noch nicht marktplatzkompatibel, wenn es sich bei diesem "Sein" nicht gar um eine Selbsttäuschung handelt. Der Grund, das "Material", auf dem Christus seine Kirche baut, muss eine FELSENfeste SELBSTbasis sein. Petrus.


Ora et labora


Früher gehörten meine frühen Morgenstunden in die Kategorie "Ora" (oder "Sein"), wurde ich darin vom schnöden Alltag und seinen Anforderungen überrascht und unterbrochen, war ich "draußen" und fand den Anschluss nicht mehr, willentlich konnte ich da gar nichts machen. Das einzigste, was ich tun konnte, war, jeden morgen um 3 oder 4 Uhr aufzustehen und mich hinzusetzen, zu warten und zu lauschen. Das nennt man wohl auch "in die Stille gehen".  Was in dieser Stille ans Licht des Tages drängte, waren immer erst einmal verdrängte Inhalte aus dem Unbewußten. BEvor ich wirkliche Stille und Frieden in mir erlangte, was es wohl notwendig, diese Dinge zuerst zu KLÄREN. Klärungswerkzeug war mir das Schreiben.
Am liebsten hätte ich es gehabt, immer nur die Ora-Seite zu leben, weil die Labora-Seite,  die Anforderungen von Haushalt und Beruf mich immer von der Ora-Seite zu trennen schienen. Ich glaube, dass in dieser Trennung, diesem scheinbaren Mangel auch die Gefahr einer Sucht liegt, die manche Menschen dem Alltag völlig entfremden kann. Es gibt ja Leute, die nichts anderes als nur Meditieren wollen und sich damit den Anforderungen, die die Welt nun mal stellt, entziehen. Das ist sehr verführerisch, insbesondere, wenn man in der Meditation nur schöne Gefühle, Frieden und Stille zu erfahren sucht und die Inhalte des Unbewußten ignoriert und weiterhin unter Verschluß hält.
So wie man sagt, dass das Selbst das  Ich in sich birgt oder das Absolute das Relative - so ist Labora im Ora geborgen , wenn die Arbeit zum Gebet, d.h. wenn der Alltag zur Meditation bzw. Meditation zum "ganz alltäglichen Bewußtsein" geworden ist. Es sind alles  nur viele versch. Synonyme für das EINE.
Nochmal: Das EINE ohne das Zweite, heißt nicht Ausschluss des Zweiten, sondern Einschluß. Das Absolute ist nicht Absolut ohne das Relative.
Ob man nun sagt, Leere ist Form und Form ist Leere  oder das Absolute ist das Relative und das Relative das Absolute ist Jacke wie Hose. Es ist nur die Sprache, die  das Relative vom Absoluten trennt und die vielen versch. Begriffe für ein- und dasselbe sorgen für die babylonische Verwirrung...
Ich benutze die Sprache immer noch, aber sie wird immer obsoleter, weil sie immer am Gleicthen scheitert: am Zweideutigen bzw. an der Bedeutungsleerheit der Dinge, die sich dadurch nicht mehr beschreiben lassen,  am Paradox, an der Rückbezüglichkeit, am "TILT" oder am Schult'schen Knoten des Empedokles...




EINFACHHEIT vs. Einfachheit

Zur Seinstugend  oder anders gesagt, zur SeinsQUALITÄT der EINFACHHEIT:
Die Sprache verEINfacht sich, das heißt, alles wird mir als Synonym für das Eine enthüllt oder ins EINE "zurückgeführt".  Diese qualitativ höhere EINFACHHEIT hat keinen Gegensatz (Komplexität). Im spirituellen Kontext  ist dies die wahre Bedeutung von Einfachheit  und hat nichts aber auch gar nichts mit einem minimalistischen Vereinfachen des materiellen Lebens zu tun geschweige denn mit der von Manchen - vor allem von Sozialrevoluzzern  und  Kommunisten -   so hochgejubelten und glorifizierten  Einfachheit der "Einfachen Leute" (Handwerker, Arbeiter, Bauern usw.) auf der "qualitativ" ganz anderen  personal-dualen Ebene. Auch hier werden oft die Ebenen verwechselt, d.h. die Einfachheit eines Bauern wird als spirituelle Tugend geehrt und kriegt einen quasireligiösen Nimbus verpaßt... was dabei herauskommen kann?  Inquisition, die Verfolgung von Andersgläubigen, d.h. vorwiegend der Intellektuellen, der Intelligenzia > siehe auch die Roten Khmer.

(Wortmagie: ... wie das Wort "Tugend" bei manchen Spiris schon Abwehr hervorruft,weil sie es nicht anders als aus dem repressiv-christentümlichen Kontext her kennen.)


Prototypen

Hafiz, Fredo-Godfather, Frau Gott usw.  sehe ich nicht als Personen, sondern eher als Prototypen eines bestimmten Archetypen;  der Morbus Hafiz oder das Godfather-Syndrom von "Herrn Fredo" und "Frau Gott" ist  so was wie eine überzeichnete "Konzentration".

Ebenso Herr Horschemol - auch sein Name ist Legion: Er ist beileibe kein wütender Stier,  im Gegenteil, er ist ein i.d.R. ein ruhiger Zeitgenosse, ein eher intellektueller Rebell von der passiv-aggressiven Sorte, dessen "Rage" sich mehr im Unterbewußtsein tummelt, und sich nach außen in chronischem Stänkern und Meckern Ausdruck und Erleichterung verschafft.

Um die Rage des Rebellen als eine berechtigte Form des Aufbegehrens aus ihrer Gefangenschaft zu befreien, müsste man die Richtung ändern, das heißt, sie von außen nach innen kehren. Nicht der Pöse Vater Staat, nicht die Amerikaner, nicht die Bilderberger oder die NSA noch die Machenschaften eines Putins oder eines Obamas sind der wahre Feind - der wahre Feind sitzt in Dir, der internalisierte "Mamabot" und "Papabot"!
Hier, ganz allein hier ist der "irdische Scheißhaufen" am Dampfen!


Nochmal zum sog. Nichtwissen,


Nichtwissen ist bleibender Aspekt des Gewahrseins, wenn du fähig bist, alles an spirituellen Einsichten und Erfahrungen sofort loszulassen. Solange man nicht erkennt, daß und wie der Verstand sich mit er spirituellen Ein-Sicht (oder Erleuchtung) identifiziert und sie nicht als Konzept erkennt, gibts kein Nichtwissen.
Param advaita ist für mich nur ein anderer Begriff dafür.
Dass ich trotzdem über  Erfahrungen oder Erkenntnisse sprechen kann,  ist kein Widerspruch, der Unterschied ist, dass ich mit den ERfahrungen und Einsichten nicht mehr identfiziert bin.
Param advaita: Einsichten/Erkenntnisse kommen und gehen, der geläuterte (!) Verstand kann sie zwar in ihrer Bedeutung erfassen, ist aber unfähig, sie auf die alte Art zu "ergreifen" (identifizieren).
Param advaita - "Jenseits von Erleuchtung" - ein ziemlich schillernder Begriff, der sich mir in so vielen Facetten zeigt, u.a. ebenauch im Nichtwissen, anders gesagt: Leere.
(Oi je -  die verschiedenen Facetten sind wohl auch nichts anderes als die verschiedenen Begriffe...shit aber auch..., mein Verstand hört einfach nicht damit auf, Klarheit zu schaffen, indem er Eindeutigkeiten zu postulieren versucht. Nur gut, dass ich rechtzeitig dabei bin... LOL!


Spiegelgesetz

Es gibt Leute, die diesbezüglich einfach nur wiederholen, was sie gelesen, im höchsten Fall vielleicht selber erkannt haben, sind aber weder imstande, "konkrete" Projektionen bei anderen tatsächlich zu  erkennen, zu "schauen"   geschweige denn zu beschreiben.

Jemand, der Projektionen erkennt, ist fähig folgendes zu sagen: Das was du mir vorwirfst,  erkenne ich tatsächlich bei dir, wenn du (mir gegenüber) so oder so sagst und handelst... hier folgt eine detaillierte Beschreibung der Projektion.  Auf diese Weise ist es dem Projizierenden möglich, seine Projektionen auch zu erkennen, wenn die Abwehr nicht gar so stark ist.
Stark ist die Abwehr aber auch immer bei den Anwendern, dann nämlich, wenn Leute die sog. Spiegelgesetze wie ein ehernes Gesetz im 1:1-Kindergartenstil mißbrauchen, wie man es bei Frau Gott und Co. beobachten kann. Das ist nicht viel anders, als wenn ein kleines Kind dem anderen sagt: "Du bist doof" und als (spiegelnde) Antwort kriegt: "Aber du bist noch viel doofer". Oder "Selber doof". Erst recht kindisch wirds, wenn man dazu noch "grinst und grunzt" oder sich "schlappkichert".



Erkenntnis


Wenn ich nicht zwischendurch Aufgaben erledigen würde, die meine horizontale Aufmerksamkeit fordern, würde es ununterbrochen blinkblink machen - eine Ein-Sicht folgt auf die andere. Früher wars so, dass ich nicht so viel davon erfassen konnte, da es sich so schnell wieder entzog, vielleicht weil der Verstand danach griff. Heute greift der Verstand nicht mehr danach und so kriege ich  Erkenntnis als ein ganzheitliches Gesamtbild... wie ein Springbrunnen plätschert es ununterbrochen. Vieles kann ich behalten, wenn ich die Gelegenheit habe, es sofort niederzuschreiben, das meiste jedoch taucht auf, wird erfasst oder besser erkannt und schon ist es wieder untergetaucht. Ab und zu mache ich Pause, lege die Beine hoch und gebe mir den horizontalen Input mit TV und anderen unmaßgeblichen Tätigkeiten... wobei ich meist nach wenigen Minuten einschlafe.
Erleuchtung ist nichts anderes als vertikale Ein-Sicht oder geistige Erkenntnis.  Eigentlich dürfte ich mit Fug und Recht behaupten, weil ich ununterbrochen ein-sichtig bin, bin ich ununterbrochen erleuchtet,  - zumindest, solange ich nicht  auf die Uhr sehen oder eine Straße überqueren muss,  LOL!
Arrrrrgh.... höre ich Mr. Cock schon wieder ächzen: wie kann man nur so hybride sein... LOL !
Jaja, die Wortmagie....und ob ich den "Herrn Fredo" nun FredoGodfather oder ob ich ihn Mr. Cock nenne ist dem Sinn nach auch gehupft wie gesprungen - aber was für ein Unterschied in deiner emotionsgeschwängerten Wahrnehmung: bei ersterem bleibst du noch relativ gelassen und bei letzterem schwillt dir sofort der Kamm, nicht wahr, "Hafiz"?


Wenn es mir nur  darum ginge, die Leute bösartig anzuprangern und ihre Person zu "demaskieren", würde ich mir hochkarätigere Typen aussuchen. Anerkannte spirituelle Lehrer böten mir da jede Menge Stoff. Vor allem jene, die meinen Blog insgeheim belobigen und sich hinter der Hand davon amüsieren lassen, auf der anderen Seite aber nicht  öffentlich kommentieren wollen, weil sie immer noch dem Glaubenssatz anhaften, es gäbe so etwas wie einen Ruf zu verlieren.

Mit solcherlei Zurückhaltung hat man sich spirituell insofern disqualifiziert, als man damit  besorgtes Sicherheitsdenken und Angst vor Statusverlust demonstriert und wie sehr man doch noch mit dem Lehrerarchetyp identifiziert ist; des weiteren zeigt es mir,  dass die spirituellen Wahrheiten, die viele Lehrer in Wort und Schrift unter die Leute bringen, mehr dem konzeptuellen Verstand und  nicht einem ganzheitlichen Sei-en entsprechen (was nicht heißen soll, dass sie nicht selber erkannt hätten, was sie verbreiten.)
Doch nichtsdestotrotz sagen sie oft  Wahrheit. Ich reagiere i.d.Regel nicht auf Personen, sondern auf Unwahrheit. Für die Person, die mit ihren Wahrheiten bzw. Unwahrheiten/Konzepten identifiziert ist, macht dies allerdings keinen Unterschied, sie fühlt sich in jedem Fall persönlich angegriffen - was immer ein Zeichen für spirituelle Unreife ist.  Kaum dass er sich angepiekst glaubt, zeigt der Kaiser schon, dass er nackt ist.



Spirituelle Lehrer:

Ich kann sie durchaus als das akzeptieren, was sie sind: Lehrer - denn auch die werden gebraucht. Irgendwann werden sie aufhören, der Finger zu sein zu wollen, der auf den Mond zeigt und gänzlich über den Jordan setzen. (Ich spreche hier aber nicht von den Neo-Advaita-Dogmendealern)



So hätte Jesus nie gesprochen...

Bla bla bla. Du gehörst wohl  auch zu jenen, die glauben, dass, wenn Jesus auf dieser Welt leibhaftig anwesend wäre, er nur in den uns überlieferten Gleichnis-Bildern spräche? Und  zwar immer sanftmütig, niemals hart? Har har har - da lacht man aber  dort oben in den Himmeln!
Zu seiner Mutter, die ihn auf den "irdischen Scheißhaufen" herunterziehen wollte, sagte Jesus wortwörtlich: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen?! Und das sagt er heute noch, wenn du seine Stimme als die Deine vernehmen könntest!

"In Christus" - d. h. jenseits von Ego bist du beides: da kannst du sanftmütig  u n d/oder  hart sein. Ein Hälmchen im Wind  u n d  eine Deutsche Eiche. Wehrlos-weich  u n d  dennoch fest, weil nicht angreifbar.   Jesus gibt nicht nur dem Kaiser, sondern auch dem Räuber, was des Räubers ist, d.h. du kannst von "Jesus"  alles verlangen, was er an Besitz und weltlichen Gütern hat und ohne sich dagegen zu wehren, wird er es dir geben.
Das einzige, was du von ihm aber n i c h t  verlangen darfst:  dass er sich mit dir zum Kampfe gegen die Böse Welt rüstet!  Dass er seinen (heiligen)GEIST in den Dienst eines Kampfes um ÄUSSERE Freiheit stellt - Sein Reich (und seine Freiheit)ist nicht von dieser Welt!


Auch darin besteht die Wehrlosigkeit jenseits von Ego,  "In Christus": Er wehrt sich nicht gegen die Welt, er überwindet, (transzendiert) bzw.  h a t  sie überwunden und dabei gibt er dem Kaiser, was des Kaisers ist und läßt die Welt das sein, was sie von jeher war: Ein Ausbeutungssystem, Gefangenschaft, Knechtschaft, Unterdrückung,  - das heißt: Er läßt die Toten ihre Toten begraben!

Der Wahre Gleichmut  und die Wahre Gelassenheit des Wahren SELBST (Christus) wehrt sich nicht  gegen Steuereintreiber, Landbesetzer  oder andere weltlichen Zumutungen. Wehrlosigkeit erleidet quasi, ohne zu leiden. Als Jesus von den Dienern und Knechten der Hohepriester und Phärisäer gefangengenommen werden sollte,  wurde Petrus wütend  und hieb dem Knecht des Hohepriesters ein Ohr ab. Jesus: Stecke dein Schwert in die Scheide, soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat?
Jesus  - als das Wahre Selbst in jedem Menschen - weiß, was ihm blüht, er kennt alle Stationen seines Kreuzweges.

Petrus ist ein Archetyp, so wie jeder der Apostel ein Ich-Aspekt ist, den ein bewußter Mensch in sich selbst  wie auch in der äußeren Welt bei anderen Menschen wahrnehmen kann.  Als Jesus den Jüngern seinen Tod voraussagt, da wird er von Petrus, der noch immer nicht vom "Irdischen Scheißhaufen" herunterkommen will, getadelt: Gott behüte, Herr, das wird dir keineswegs widerfahren!  Jesus antwortet ihm und gar nicht nett: Geh hinter mich, Satan,du bist mir ein Ärgernis.

Das sind archetypische Bilder und Szenen, die sich gestern wie heute und immerdar im Unbewussten bzw. aussen  u n d   innen abspielen.   Wer sich ihrer bewußt wird,  - wem das Außen zum Innen und das Innere zum Äußeren wird, -  kann sie in der äußeren Welt wie auch in der inneren Welt erkennen und deuten. In der inneren Welt sind es Bilder und in der äusseren Welt "wirkliche" Entsprechungen - da wird das Bild, die Metapher sozusagen zum Fleische. So beispielsweise, wenn das patriarchalisch-pharisäische  Bewußtsein/Spiri-Ego eines sog. RechtGläubigen das ganzheitliche Bewußtsein  (Wahres Selbst) des vollkommenen (=ganzen)Menschen der Hybris anklagt:  Wie bitte, du willst der Sohn Gottes sein?  Diese Frage hört man noch immer hinter allen vordergründigen Geschehnissen. Und gleich darauf (im ü bertragenen Sinne) auch immer stante pede: Hybris! Kreuzigt ihn!

Wem die Heiligen Schriften zur Lebendigen Wahrheit werden, dem offenbart sich:
Die Kreuzigung Jesu findet immer und überall statt, wo die lebendige WAHRHEIT angegriffen wird. Im eigenen Inneren wie auch in der Außenwelt.

Was nun den "Irdischen Scheißhaufen" angeht:  Christus  (als das Wahre SELBSt in jedem Menschen) kommt, um uns von all dem "Scheiß" zu befreien - aber VON INNEN HERAUS! Das versteht nicht nur der Petrus, sondern vor allem der Judas in uns nicht. Er will  von Jesus Reformen, er will Jesus einspannen,  die Zustände in der äußeren Welt zu verbessern und kann nicht glauben, dass man das Reich Gottes nur von Innen - aus sich SELBST - heraus auf die Erde holt.
Die wahre Revolution findet innerlich statt.
Die wahre Revolution ist immer eine Revolution des Herzens!
Wahre Freiheit ist immer eine Freiheit des GEISTES!