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Dienstag, 30. Juni 2015

Aus Paraphonenmunde gellt, wem auf den Kopf ein Backstein fällt, dem wiederaufersteht die Welt



Scheinbarkeit vs. Illusion

Herr Callida sagt,  dass der Mensch jenseits von Ego immer noch menschlich ist, in dem Sinne,  dass der nämlich genauso Zahnschmerzen kriegt wie jeder andere und dass vor diesem Zahnschmerz jeder Glaube an die Scheinbarkeit des Körpers  in die Knie geht, -  WETTEN, DASS...?

Wetten, dass einer solchen Argumentation u.a. die falsche Vorstellung des Egominds zugrunde liegt, dass Desidentifikation gleich Nichtvorhandensein (in diesem Fall von Schmerz)  bedeutet?  Die Erkenntnis der Scheinbarkeit des Körpers ist aber im Grunde nichts als die Erkenntnis der IDENTIFIKATION des Egominds mit dem Körper. Diese Erkenntnis befreit dich dementsprechend auch nicht vom Körper, sondern nur von der Identifikation mit dem Körper/Materie. Himmelsack ...!

Callida's Argumentation kommt aus dem Verstand und ist dementsprechend UNWAHR. Der alte Egomind kann sich nicht vorstellen, dass der Mind jenseits des Jordans neu programmiert ist - besser gesagt: in stetiger Neuprogrammierung befindlich  und deshalb nicht mehr so leicht  im Stande ist, auf die alte Art und Weise Schlussfolgerungen zu ziehen und hypothetisch zu denken und wie zu guten Alte-Adams-Zeiten das Gestern ins Morgen zu transponieren. Vergangenheit bzw. die vergangene Erfahrung als allgemeingültig  in die Zukunft zu setzen. Herr Callida glaubt ganz wie Herr Normal, dass das, was gestern war auch heute ist ebenso auch noch  für morgen und alle ZEITEN gilt. Herr Callida's linear-diskursives Denken  macht eine eindeutige Aussage über den zustandslosen Zustand jenseits von Ego, der ÜBER den Verstand/Denken geht.
Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn Herr C. sich nicht als spirituell erfahrene Kapazität geben würde und tatsächlich auch sehr viel Wahres geschrieben hat. Allerdings sind es gerade solche Äusserungen, die zeigen, dass da eine tiefe Kluft herrscht zwischen dem, was er sagt und dem, was er IST!
Egal, was Herr Callida sagt - WAHR ist:
ICH, als ALL-EINiges SUBJEKT bin weder imstande, mir  JETZT  eine GESCHICHTE von einem schmerzenden Zahn auszudenken, der mich aus der Gnade hauen könnte, noch bin ich fähig, an eine solche "Vision"/Vorstellung zu glauben. Solange Herr Callida kein ALL-EINIGes SUBJEKT ist, wird er an seine Illusionen und Vorhersagen glauben... und natürlich an Logik, an Causalität und den ganzen unnötigen Kram - an alles, was man sich nur DENKEN kann! LOLOLOL!

Scheinbarkeit... hm...Illusion oder Illusionshaftigkeit (der sog. Realität) ist m. E. ein besserer Begriff, weil der  nicht so gebräuchlich ist auf der  personalen  Ebene und deshalb keinen Anlass für Mißverständnisse bietet. Dennoch: Scheinbarkeit, Illusion, Täuschung - egal, welchen Begriff man auch wählen mag, er ist nur Annäherung an die Wirklichkeit, es gibt halt kein treffendes Wort für etwas, was einerseits ist und andererseits nicht ist. 
Gleich welchen Begriff man bevorzugt, man muss die personale und die transpersonale Ebene im Auge behalten und differenzieren. Das Wort "scheinbar" wird auf der personalen Alltagsebene sehr häufig als synonym für "offenbar" gebraucht: z.B. Scheinbar hat jemand etwas verwechselt. Wenn man dieses Wort benutzt, muss man deutlich machen, für welche Ebene - dual/nondual - es gemeint ist, wenns nicht aus dem (spirituellen) Zusammenhang heraus deutlich wird. Sonst sorgt es für viel Verwirrung. Mit dem Wort Täuschung ist es ähnlich.Man kann zu jemand sagen: Du täuschst dich und beides meinen:  personal - sich in einer bestimmten Sache täuschen oder transpersonal gemeint im Sinne von "Alles ist Täuschung".
Deshalb bevorzuge ich den Begriff "Illusionshaftigkeit"-

Aufgeschnappt

Im Netz läuft mir ein bekannter Philosoph in den Fokus, der tatsächlich von "mystischen Weltanschauungen" spricht, soll er tatsächlich nicht wissen, dass Mystik iJenseits von allen Weltanschauungen ist? Derselbe Philosoph findet eine "rationale Mystik" als Widerspruch in sich.   Himmel, denke ich, hat der Kerle denn noch nie über seinen philosphischen Tellerrand geschaut?  Das ist doch nur scheinbar so, Herr Müller!  - ("scheinbar" ist hier im normalen Sinn gebraucht,das merke ich jetzt nur mal an wegen der Veranschaulichung dessen, was ich oben mit Ebenenkonfusion meinte).
Mystik ist TRANSrational, aber nicht irrational; eine "rationale Mystik", wie ich sie verstehe,  grenzt sich als solche vor allem ab von den romantisch-mystischen Schwarmgeistern der Heiligkeit. Die Vertreter der "rationalen Mystik"  zeichnen sich immer durch  äusserst trockene Nüchternheit aus, die den numinosen Bereich der Heiligkeit i.d.R.  transzendiert hat. In diesem Fall schliesst die trockene Nüchternheit den Narren und den Trottel keineswegs aus, sondern ein...LOL.
http://www.feuerbringer-magazin.de/2014/10/07/unsinn-ist-kein-akademisches-fachgebiet/

Andreas Müllers Statement ist ebenso unsinnig wie das Buch, welches er kritisiert. (Dark Buddhism)
Ach diese Philosophen - so nah sind sie dran...


Trottel-Ich

Wie ich schon im Zusammenhang mit Edgar Hofers Video-Satsang feststellte, bin auch  ich jenseits des Jordans noch genauso ein "Trottel" wie ich früher diesseits des Jordans einer war. An Weltklugheit habe ich wohl weder zugenommen noch abgenommen.  Es ist so, dass ich oft die selben "Dummheiten" mache oder sage wie früher auch, nur habe ich mich damals für meine "Blödheit" gegeisselt und verurteilt. Alle Dinge, für die ich mich früher verurteilte und schämte, tue ich immer noch, sie lassen mich im Gegensatz zu früher nurmehr kalt. 

Aktuelles Beispiel: Ich glaube,  meinen Wohnungstürschlüssel irgendwo vergessen oder steckengelassen zu haben. Ich gehe zum Hausmeister, dem ich einen Zweitschlüssel zur Aufbewahrung für diese Zwecke gegeben habe. Der aber kommt nicht in seine eigene Wohnung, weil sein Sohn gerade zu Besuch ist und mit dem Wohnungschlüssel unterwegs ist. Er holt eine große Leiter, steigt durchs Fenster und öffnet mir von innen die Tür. Ich bin höchst erfreut über die schnelle und effektive Aktion und lade ihn auf ein  Bierchen in die Poststube ein. Dass ich ihm gar nichts schuldig bin, weil ER ja schuld daran ist, dass ich meinen Zweitschlüssel nicht kriegen kann, ist mir sehr wohl bewusst, aber ändert überhaupt nichts an meiner Reaktion, die impliziert, ICH hätte die schuld daran, weil ja ICH den Schlüssel verschlampt habe. Irgendwas schien mir komisch an der ganzen Sache und später kam ich drauf: Es war nicht das erste Mal, dass ich meinen Zweitschlüssel beim Hausmeister X. holen wollte, schon beim ersten Mal konnte er mir meinen Schlüssel nicht aushändigen, weil er den in seinem Tresor eingeschlossen hatte und diesen nicht mehr aufkriegte, weil er SEINEN Tresorschlüssel vergammelt hatte...LOL... Ein Grund mehr, mich über IHN zu ärgern, ihn zum Schneck zu machen,  statt ihn zum Bier einzuladen, oder?  hehe - das funzt aber nicht mehr. In allen Fällen kann ich mich nur beömmeln. Hallelujah!

Und so war das schon früher.  Dem zugrunde liegt m. E. immer noch (!?) die alte Täter-Opfer-Verkehrung.
Früher habe ich mich auch immer dafür entschuldigt, wie meine Worte bei jemand angekommen sind. Für alles habe ich mich verantwortlich gefühlt, sogar für das Wetter habe ich mich einmal entschuldigt, als eine Verabredung wegen des Wetters nicht so stattfinden konnte, wie es von meinem Verehrer damals geplant war. Und hinterher, wenn es mir überhaupt aufgefallen war, habe ich mich in den Arsch getreten dafür und mich geärgert über meine dämlichen Reaktionen, meine Erniedrigungen... ich Trottel! Mich so richtig trottelig und dämlich zu fühlen, dazu bedurfte es wie immer der Projektion, d.h. ich  projezierte  meine Selbstverurteilung in den Kopf desjenigen, vor dem ich mich scheinbar erniedrigte. Ich dachte: Der ,muss mich ja für total bescheuert halten... was für ein Bild muss ich wohl abgeben usw... In diesem Zusammenhang wäre mir bestimmt auch wieder eingefallen, dass ich schon immer unfähig war, mit dem Finger auf die wahren Schuldigen, die Täter,  zu zeigen, weil ich automatisch die Schuld immer bei mir suchte. Opfermentalität.

Das komische ist: Mein Ich, mein Verhalten hat sich wohl in vielem gar nicht verändert, - trotz Heilung! Heute geschehen mir ähnlich "trottelige" bzw. "opfer"-mäßigen Reaktionen immer noch , aber ich bin mir dessen bewusst und es stört mich nicht im geringsten. Nichts folgt darauf, keine Grübel- oder Selbstverurteilungsorgien wie früher... keine quälenden Gedanken, was jemand anderes wohl von mir denken würde... keine Angst, jemandem, vor dem ich mich so "erniedrige", Macht über mich zu verleihen. Ich verliere nicht an Kraft dabei wie früher. Es gibt mir nichts und nimmt mir nichts.  Und dies  liegt nicht nur daran, dass ich meine Reaktionen nicht werte... Ich mache mir grundsätzlich keine Gedanken mehr über mein Verhalten und wie meine Worte bei anderen ankommen, dafür übernehme ich auch keine Verantwortung mehr.

Das "Komische" ist wirklich komisch: Ein aussenstehender normalopathischer Beobachter mit ausgeprägter Ichmuskelkraft - hehehe - würde mich wohl für eine etwas schwächliche Person halten, die sich nicht behaupten kann, für inen rechten "Trottel" oder ein "Armes Schwein" oder.... 
Und ja, vieles, was ich früher für einen Mangel, eine demütigende Ich-Schwäche hielt und für behandlungsbedürftig, ist noch immer da! Was nicht mehr da ist, ist mein Ideal-Ich, mein Selbstbild, nachdem ich mich gerne geformt hätte, es aber niemals schaffte...LOL. Was nicht mehr ist, ist das Gefühl, dass es mir an etwas mangelt, z.B. an Selbstbehauptungsfähigkeit..LOL
Alles ist leicht... alles ist einfach und leicht, wenn man aufgehört hat, jemand Bestimmtes sein zu müssen, einem bestimmten SelbstBild zu entsprechen.
Damit man das nicht falsch versteht - da ist nichts von Annahme oder Akzeptanz, mein  jetziger Zustand ist jenseits von Akzeptanz und Annahme. Wo früher Gefühle waren, wo entweder SelbstAnnahme oder Widerstand war -  da ist jetzt einfach nur Leere.
Um das mal ganz klar zu machen: Heilung/Individuation bedeutet nicht, ein starkes Welt-Ich zu bekommen. Ein autonomes selbstbestimmtes Ich ist nicht die Ultima ratio. Früher wollte ich ein schönes, STARKES durchsetzungsfähiges Ich haben, mich wehren lernen, Selbstbehauptungstraining habe ich gemacht, Aggressionstraining (im Sinne von Aggression adäquat ausdrücken lernen) - bis ich endlich die Frohe Botschaft vernahm: Suche zuerst das Reich Gottes... :-D
Nach SEINEM Bilde hat er mich geschaffen... yippppiiiieeeeeh!


Radikal-neutral

Ich habe in meinem Leben in -zig verschiedenen Städten gelebt. Nicht zuletzt war mein Herumziehen darauf zurückzuführen, dass ich es nicht mochte, wenn mir eine Umgebung, eine Stadt, ein Arbeitsplatz zu vertraut wurde. Wenn ich alles kannte und konnte musste ich weiterziehen. Eine Fremde sein - darin fühlte ich mich wohl. Im Zusammenhang mit der radikal-neutralen Wahrnehmung fiel mir gerade ein, dass ich einmal versuchte, aus einer vertrauten Umgebung eine fremde zu machen.  Ganz ähnlich wie ich es mit Texten und dem Lärm machte, der mich am Einschlafen hinderte,  starrte ich solange, bis alle Vertrautheit dahin war und mir alles fremd, "neutral" erschien. Merkwürdig... ich habe keine Ahnung, wie ich auf solche Dinge kam. Ich erinnere mich... München-Schwabing, es war im Bus, als ich von der Arbeitsstelle nach Hause fuhr in die  Luisenstrasse: ich starrte so lange aus dem Fenster auf die vorbeiziehenden Plätze und Straßen,  bis ich nicht mehr wusste, wo ich war - da kriegte ich  Angst  und fing an zu hyperventilieren und an der nächsten Haltestelle nix wie raus. Es war gottseidank die letzte Haltestelle. Ich stieg aus und guckte nur fassungslos...aber nach ein paar Sekunden panischen Umherschauens stellte sich die altvertraute konditionierte Sicht wieder her. Gottseidank!
Mit dem Essen machte ich es mal genauso... Wer oder was hat mir so etwas eingegeben? Allein meine Sehnsucht, das Langweilige und Vertraute zu verlassen?

Wenn ich jetzt ein anerkannter Guru wäre und Anhänger hätte, würden die aus meinen "lebendigen" spontanen Einfällen bestimmt "Dekonditionierungsübungen machen oder Übungen in  "Radikal-neutraler WAhrnehmung" - so läufts nämlich mit der Religion, LOL! Ich vermute aber mal, dass ich nicht die einzige bin, die in den letzten Jahrtausenden  auf solche Ideen gekommen ist. Gibt nix radikal Neues unter der Sonne.
Ja, ich kann es nur allen empfehlen, mal solche "Übungen" zu machen. Mittlerweile bin ich davon abgekommen, das "Machen" von Übungen als ein unstatthaftes hybrides Machen des Egos zu betrachten. Nach Erleuchtung streben kann man nicht, man kann aber Übungen machen, welche die Fesseln und Ketten der Gewohnheiten lockern, die Konditionierungen... der Rest erledigt sich mit der nötigen Hingabe von allein.



Jeder "Neue Adam"

drückt sich durch den Filter seiner (geläuterten)  Persönlichkeit aus. Er kann gar nicht anders, als das Unpersönliche persönlich - d.h. auf seine einzigartige Art -  auszudrücken. Die frohe Botschaft zu verkünden ist nicht nur Jesus vorbehalten gewesen oder Buddha und ist auch nicht auf deren Worte beschränkt. Es gibt viele Menschen die glauben, Christus-Selbst zu verwirklichen, hiesse, wie Jesus Christus  zu sprechen... Irrtum. Es gibt viele Schriftsteller und andere Menschen, die ihre Wahre Natur verwirklicht haben und kein Mensch erkennt es, weil sie kein spirituelles/religiöses Vokabular benutzen. Ein erwachter Mensch muss seine eigene Sprache finden, um die  Frohe Botschaft zu verkünden.


Idealbildung

Mir ist es mittlerweile Jacke wie Hose, ob die Heilung bzw. Linderung von innen oder von außen kommt. Ich habe mir meine Idealvorstellungen - meinen voreingenommenen und leichtfertigen  Glauben abgeschminkt, dass von Leiden befreit zu sein, bedeutet, dass mir jenseits von Ego durch die SELBSTregulation FÜR IMMER UND EWIG auch die vollkommene körperliche Gesundheit zuteil wird. Ich habe  kein Problem mehr  damit, auch mal zum Arzt zu gehen und dem Arzt zu gehorchen... Wenn ich sagen würde, dass der "Scheiß nie aufhören" würde, dann würde ich meine Beschwerden in die Zukunft projezieren, d.h. an eine Chronifizierung glauben und damit provozieren. Das tue ich nicht. Was jetzt ist, ist jetzt und was später sein wird kann ich nicht wissen. Vorhofflimmern habe ich jetzt schon ganz lange nicht mehr gehabt.und abgesehen von den gelegentlichen "Attacken" geht es mir recht gut trotz dieser paradoxen Gespaltenheit: Auf der einen Seite erlebe ich mich als ewig zeit- und alterslos und fühlt sich auch mein Körper mitunter richtig kraftvoll und jugendlich beschwingt, auf der anderen Seite oft das Empfinden, dass mein Herz an Kraft verliert und die Vitalität schwindet.


Das weiße Licht

Immer wieder stoße ich im Netz auf jemanden, dem ein Licht erschienen ist. Immer wieder muss ich sagen:  Erleuchtung bedeutet nicht, dass man ein Licht sieht. Was immer man mit eigenen Augen zu sehen glaubt, ist ES nicht! Erleuchtung ist BewusstHEIT, Erkenntnis. Licht ist nur eine Metapher für das Bewusstsein bzw. BewusstHEIT, genauso wie Schatten oder Dunkelheit nur eine Metapher für das Unbewusste ist oder für Unbewusstheit. Das "Bewusstheitslicht" - die Menge an Bewusstheit -  hängt davon ab, wieviel an Schatten  - an Verdrängung aufgehoben wurde.
Es ist schon merkwürdig, dass das Wort Erkenntnis und GEIST so gar nicht vorkommt im Wortschatz der modernen spirituellen Lehrer. Oder übersehe ich da was? Weder die Begriffe der  Schattenintegration noch GEISTErkenntnis habe ich in den Satsangs, die mir bislang im Netz über den Weg gelaufen sind, vernommen... entweder gehts um Licht & Liebe oder die Leere.  Das GeistErkenntnis-Licht, d.h. die Weisheit, das Wissen aus dem Ursprung hingegen ist kein Thema...

Das Reine Weiße Licht ist eine Metapher für die REINE unverzerrte neutrale  Wahrnehmung jenseits von Ego  und nicht für die Beschaffenheit und Farbe eines mit den Sinnen wahrnehmbaren Lichtes. Nochmal: Was immer ich außerhalb von mir zu sehen glaube, ist ES nicht.
Gerade habe ich neugierigerweise mal den Begriff Geisterkenntnis gegoogelt  und dabei stößt man seltsamerweise nur auf Rudolf Steiner.
Ich google weiter unter Erkenntnis plusBuddhismus und stoße auf   - yipppppiiiiiiieeeee!:
http://www.buddhismus-schule.de/inhalte/erkenntnis.html So und nicht anders ist es. Auch Udo Petscher sagt m. E. nichts anderes als:

Erklärungen über die Täuschung bei Objekt und Bewusstsein gibt es auch in anderen Weltanschauungen und Religionen. Die vollständigen Erklärungen zur restlosen Beseitigung fehlerhafter Wahrnehmung werden jedoch nur im Buddhismus gegeben. Buddha lehrt, dass die Illusion einer unabhängigen Existenz aus zwei Aspekten besteht: aus der Ich-Illusion und der Illusion in Bezug auf die äußere Welt. Löst man die Ich-Illusion auf, so bedeutet dies die Befreiung von allem Leid. Beseitigt man die Illusion in Bezug auf die äußere Welt, so erlangt man die volle Erleuchtung, den Zustand der Allwissenheit eines Buddhas.

Zunächst werden die Objekte der Wahrnehmung definiert: Ein Objekt ist das, was vom Geist erkannt wird. Diese Definition beinhaltet, dass es keine vom erlebenden Geist unabhängig existente äußere Welt geben kann, denn niemand wüsste davon.

Weiter unterscheidet man Objekte in echte und unechte Wahrnehmungsobjekte. Echte Wahrnehmungsobjekte sind immer konkrete Phänomene, die eine Funktion erfüllen. Diese konkreten Phänomene momentan wahrzunehmen, bedeutet, frei von Täuschung zu sein. Unechte Wahrnehmungsobjekte sind nicht-existente Dinge, die aber klar erscheinen, d.h. alle Arten von Abstraktionen oder geistigen Bildern, die keine konkrete Funktion erfüllen. Etwas Nicht-Existentes wird fälschlicherweise für existent gehalten.

Wer die äussere Welt für real hält (incl. der Geschichte der Menschheit) , ist mit dem Ego und seiner ihm eigenen  Subjekt-Objekt- Trennung identifiziert. Dualismus. Wenn ich "Licht" wahrnehme, dann nehme ich als Subjekt ein Objekt wahr - auch wenn dies nur in meiner Vorstellung geschieht.

Neulich schrieb ich über Einheit und dass die meisten spirit. Sucher darunter verstehen, dass die Menschheit bzw. alle lebenden Wesen als Bewusstsein eine Einheit bilden, oder dass Ich und Du aufgehoben sind... Ich bin Du... Oder dass Einheit in der  Vereinigung der GEgensätze erfahren wird. Die Einheit durch die radikale  Überwindung der Subjekt-Objekt-Trennung ist wenig thematisiert. Das ist zu abstrakt und wissenschaftlich für Herzensgutmenschen und Licht&Liebe- Da gibts Widerstand, denn dass der Beobachter und das Beobachtete eins ist, leuchtet nicht so schnell ein.  (OIE's Ausspruch: Wenn ich einen Kühlschrank wahrnehme, kann ich nicht der Kühlschrank sein, stimmt nur auf der dualen Ebene. ) Das gehört in die Rubrik der "Letzgültigen Erkenntnis". 

Retrospektiv kann ich sagen, das sich die Subjekt-Objekt-Trennung so um 1997 herum aufzulösen begann. Das war ein langer langer Prozess, bis ich erkannte, um was es überhaupt ging. Zuvor  war es  ein Satz, der mich herumtrieb, den Satz hatte ich nirgends gelesen und ich wusste auch nicht, was er wirklich bedeuten sollte, der SAtz lautete: Da draussen ist gar keiner. Dieser Satz wurde zu einem stets präsenten Hintergrundrauschen in meinem Kopf.  Die volle Erkenntnis ward mir in  der "Letztgültigen Erkenntnis" zuteil: dass wirklich alles, was ich von mir weiss und alles, was ich von der Welt weiß, eine Illusion ist. Konstrukt. Ich  oder mein Gehirn ist  der Erschaffer dieses Konstruktes.  Ich bin der Beobachter, der im Akt der Beobachtung das Beobachtete schafft - eine Gleichzeitigkeit, die der Verstand nicht fassen kann.
Konstruktivismus = Buddhismus. Die Letztgültige Erkenntnis hat alle Grenzen und Kategorien aufgelöst und mir u.a. die Einheit aller Wissenschaften aufgezeigt...die Einheit von Religion und Wissenschaft.

Fest steht: Wer den Dualismus, die duale Welt und ihre Geschichte verteidigt, verteidigt ein Konzept! - Herr Callida! Insbesondere, was die buddhistische Sicht besagt, müßte sogar jedem spirituellen Theoretiker bekannt sein. (Noch widerlicher, weil unversöhnlich, kann sich ein moralitär-pathologischer Gutmensch gar nicht aufführen, wie dies Herr Callida bezügl. der Holocaust-Diskussion an den Tag legte.

Ayn Rand  - wie war es möglich für sie, am Objektivismus festzuhalten, der Subjektivismus hat eine ebensolche Gültigkeit. Dann noch ein Schritt ... darüberhinaus... und YipppiiiieeeeH!


Krankheit Elend Tod

Es waren immer solche kurzen Sätze, die mich beschäftigten und über einen längeren Zeitraum begleiteten. Einer dieser Sentenzen lautete: "Krankheit Elend Tod "und tauchte immer im Kontakt mit Menschen auf. Ich bemerkte, dass die meisten Menschen nur "negativ" dachten und am liebsten Geschichten von Krankheit Elend und Tod erzählten  und dass auch die Nachrichten auf diesem Horror basierten. Ich entwickelte eine richtiggehende körperliche Aversion und Aggression gegen solche Geschichten und ich fing an, die Menschen zu meiden, die sich besonders gerne darin suhlten. Ich hörte auf, die Leute zu fragen, wie es ihnen geht, denn ich machte die Beobachtung, dass viele  - vor allem die älteren Frauen -  auf diese Frage hin förmlich in sich zusammenfielen,  ihre  Augen gen Himmel rollten und stöhnten: Aaahhh ... - und es folgte ein Sermon von "Krankheit Elend Tod", nicht nur das eigene Elend, auch das Elend der Verwandtschaft und fernen Bekanntschaften wurde ausführlich erörtert bis in des Elends Urschleim hinein... Ich hasste es, zu erleben, wie sie nicht nur sich selbst, sondern auch mir die Gegenwart versauten mit vergangenheitsorientierten Geschwätz. (Damals konnte ich mich noch nicht aus solchen Situationen lösen).  Ich hasste die Herunterzieher, die ständigen Nörgler,  die Neurotiker, die jede gegenwärtige Freude kaputtmachen mussten. Freute ich mich über das schöne Wetter, dann kam die Antwort: Ja, aber heute nachmittag, morgen, übermorgen, nächste Woche, wirds wieder schlechter werden. Diese Ja, aber-Typen hatte ich wirklich gefressen.LOL
Bis es soweit war, dass ich erkannte, dass Krankheit Elend Tod ebenfalls eine Illusion ist, hat es aber noch eine gute Zeit gedauert.

Als ich noch jung war, habe ich mich bedauert, als oder bis ich herausfand, dass die Frage "Wie geht's"  nur eine unbedeutende nichtssagende Floskel war , es kränkte mich zutiefst, dass niemand "wirklich" an meinem Ergehen interessiert war.  Später bedauerte ich, dass dieser Fakt nicht allgemein bekannt ist - vor allem nicht unter uns beziehungssüchtigen Frauen, LOL
Habe ich mich früher über Floskeln und Phrasen generell geärgert, finde ich vieles davon heute sehr angenehm, eben weil sie so unbedeutend und nichtssagend sind. Hi - Alles klar?  Ha jo, alles klar!
Ha ha ha!


Vision

 Was die "Letztgültige Erkenntnis" betrifft möchte ich noch hinzufügen, dass es sich dabei um eine Art "Panorama-Vision" gehandelt hat, ähnlich wie mir lange vordem in meinem "Berufungserlebnis" eine  Mandala-Vision zuteil wurde, die mir mein ganzes Leben als lebendiges ganzheitliches Bild zeichnete. Man sieht vieles auf einmal und erst später, retrospektiv, lassen sich die Einzelheiten herauslösen. Erst retrospektiv wird interpretiert, wie immer... LOL!


Wer sich selbst heilt,  heilt die Welt.

Auch das ist eine bekannte Weisheit, die aber, wenns wirklich drauf ankommt, damit ernst zu machen, mit allerlei Ausflüchten in Frage gestellt wird.  Es sind dies insbesondere die chronischen - vor allem maulheldenhaften Weltverbesserer und die ungeheilten Heiler... Ein Großteil der Spirituellen fällt darunter, allgemein kann man sagen, alle, die noch an das Gute glauben und ihr Ideal-Ich noch nicht durchschaut haben. (Das sind übrigens auch jene, die meinen Blog zerreissen und einen Bogen um mich machen)

Dieser Weisheit geht es aber leider wie dem Ausspruch Jesu: Suche zuerst das Reich Gottes oder den zur Hochzeit Geladenen im Hochzeitsgleichnis: ist nicht machbar, sagt man.  Da hat ein jeder noch etwas Wichtiges zu tun... vor allem ganz schnell noch die Welt retten vor den Menschen, die Tiere,  die Wale, die Natur... Wie egoistisch doch, nach Heilung zu suchen, solange die Welt und die Menschen darin so furchtbar leiden...Selbstheilung ist Hybris usw. usf.  - sagt man.

Einer ihrer  Einwände  lautet,  dass die Welt, die Menschheit als Ganzes nicht geheilt würde, sie würde so schrecklich und verbesserungswürdig bleiben wie sie ist, nur die Einstellung zur Welt würde sich für den Befreiten/Geheilten ändern, sonst rein  gar nichts  - deshalb müsse es Menschen geben, die die Welt zu einem besseren Ort machen. JEIN! Die Welt zu einem besseren Ort zu machen, fängt im Hier und Jetzt an, im eigenen konkreten Umfeld. Nirgends sonst, nicht in der Ferne, irgendwo in der Welt...Äthiopien, Afirka oder so...
Wenn das Ich geheilt ist, ist die Welt geheilt, -  für jeden Menschen, der im Jetzt zu leben gelernt hat. Alles andere ist nur Denken. Konstrukt. Suche zuerst das Reich Gottes... Wer geheilt und befreit ist, dem ist mit dem Ego die Welt kompletto untergegangen.

Höhö! höhnt frech Herr Callida,
für mich steht fest ganz sonnenklar:
wem auf den Kopf ein Backstein fällt
dem wiederaufersteht die Welt.
Dies ist ein Naturgesetz,
gestern heute hier & jetzt
es für jeden Menschen gilt,
für den, der mit dem Tode ringt
wie dem, der sich unsterblich dünkt
Wetten, dass...?

J.C.: Wetten, dass... mein lieber Freund
dass dein Denken nicht geheilt?
Alles,  was dir Böses schwant, ist
Konstrukt und finally und nicht zuletzt
eine Täuschung hier & jetzt!
Wetten, dass... deine üble Phantasie
dir den Tod bringt jetzt und hie!??
Kehr' nun um,  mein Sohn und bete
JETZT, ad hoc und stante pede
um Heilung deiner armen Seele!


Samstag, 6. Dezember 2014

Ein Prosit der Gewöhnlichkeit - ob DauerFlow, ob PermaHigh ist schnurzegal mir, EINerlei...


Geiler Film?

Also, nein,  in meinem Fokus laufen keine "geilen Filme" ab, zumindest nicht "da draussen".  Was ich schaue, ist weder geil noch ziehts mich runter.
Die "geilen Filme", die  du siehst und ständig bejubelst, sind Projektionen und zum großen Teil selbst inszenierte (Psycho-)Spielchen,  und die Reaktionen, die diese Spielchen bei anderen auslösen bzw.  deine Interpretation des "Films" findest du "geil"! 

Wo etwas geil ist, ist aber kein "no-mind" sondern der Trickster am Werk, der mit seinen Projektionen (Film) aufs innigste vereint bzw. identifiziert ist... Da ist man noch weit entfernt von der Erkenntnis, zugleich Regisseur, Projektor  u n d  die Leinwand zu sein...
Da draußen ist nichts, da ist weder ein geiler Film noch eine "schwarze" Leere. Wo Eigenschaft in die Dinge hineininterpretiert  wird, ist kein Gewahrsein, sondern Ego.
Der Egomind ist tricky, er simuliert sogar den Beobachter (Gewahrsein)  - aber die Neutralität des Beobachters attribuiert nicht, sie interpretiert keine Geilheit oder andere Eigenschaften in die scheinbare Außenwelt. Es ist ein unendlicher Abstand zwischen dem "Film", den der (neurotische) Egomind projeziert und der neutralen nonprojektiven  Beobachtung aus dem "no-mind".
Gewahrsein  - wird vom Egomind  mit der schlichten Aufmerksamkeit des Egos verwechselt.
Also wenn ich was "geil" finde, dann ist es die mich nie verlassende Heiterkeit und Freude, die unabhängig ist von äußeren Anlässen... eine obergöttlichgeile QUALITÄT erster GÜTE.



Wahrnehmen vs. WAHRnehmen

Da gibt es auf der personal-dualen BW-Schiene einerseits die neurotisch verzerrte Wahrnehmung und die gesunde, von Neurotizismen unverzerrte Wahrnehmung . Die gesunde Wahrnehmung ist eher selten, da wir alle mehr oder weniger krank sind, solange wir mit dem Ego identifiziert sind. Je rigider  die psychologischen Abwehrstrukturen, um so verzerrter die Wahrnehmung. Im Heilungsprozess der Individuation werden die Abwehrmechanismen abgebaut und die Neurose geheilt.


Die Wahrheit

kann nicht für alle Zeiten (!)  "stehen", man kann nur fest und unerschütterlich "IN der Wahrheit stehen" (Gewahrsein). Haarspalterei? Auch wenn ich vieles tatsächlich "nicht mehr so genau nehme" so treibt ES mich doch zu immer größerer Klarheit auch in der Beschreibung..
Die Wahrheit ist eine schillernde Figur und läßt sich letzten Endes nicht beschreiben, weil sie jenseits aller Beschreibung liegt.


Gedankenstille

gibt es meiner Erfahrung nach überhaupt nicht. Die Gedanken kommen und gehen wie sonst auch, nur dadurch, dass man nicht mehr mit ihnen verhaftet und identifiziert ist,  s c h e i n e n   sie zu schweigen. Stille - ein Synonym für Leere oder das Nichts, welches  absolutes leeres Nichts suggeriert, was es aber nicht ist. Die Stille jenseits von Ego ist äusserst beredsam.

Erlösung, Befreiung, Erfüllung
Ich definiere mal frischfromm von der Leber weg:
Erlösung heißt, von "Sünden" (Schatten) befreit zu sein.
Befreiung erlangt man, wenn man sich von allen Konditionierungen und Prägungen befreit hat.
ERfüllung ist Erleuchtung. Stabiles, marktplatzkompatibles  Gewahrsein.
Wobei dies  alles im Grunde nicht nacheinander, sondern gleichzeitig, nebeneinander abläuft.


Scheinbarkeit

Eigentlich müßte  ich vor fast jedes Wörtchen das Wort "scheinbar" setzen, wenns mir nicht zu blöd wäre auf die Dauer. Es reicht vollends aus, dass ich mir der Scheinbarkeit all dessen, was ich hier schreibe und beschreibe, BEWUSST bin.
Vor nicht allzulanger Zeit dachte ich noch, dass allein das konkrete Hier und Jetzt eine Wirklichkeit habe.... bis ich drauf kam, dass die konkrete Wirklichkeit meines Hinterns auf dem Stuhl ebenfalls nur ein Gedanke ist - eine Scheinbarkeit also. Denn sobald ich die Aufmerksamkeit vom Hintern  und seinem Gefühl des Sitzens abziehe und beispielsweise auf den Monitor schaue, bin ich nicht mehr mein Körper, d.h., dass er in den Orkus des Nichtwissens sinkt, dass er mir nicht länger bewußt ist.
Wirklichkeit haben nur die Dinge in dem MOMENT, in dem ich einem Ding meine Aufmerksamkeit schenke. Ganz normale Aufmerksamkeit meine ich, hat nichts mit Gewahrsein zu tun. 
 Das nämlich sind die "Welten", von denen es heißt, dass sie in jedem MOMENT geboren werden und untergehen. Andere gibt es m. E. nicht. So hat man es meiner Erkenntnis  nach  u.a. zu verstehen, wenn davon gesprochen wird, dass du dir selbst in jedem Augenblick die Welt erschaffst.
Nur:  Solange man nicht endgültig befreit ist von der Fessel des Alltagskonsensus, schafft man sich immerzu die gleiche alte Welt, den selben alten Käse.


Das Leiden

Ich schrieb einmal, dass ich von jedem "Ismus" desidentifiziert sei, u.a. eben auch vom Vegetarismus bzw. dem Veganismus und dass ich jetzt, nach meiner endgültigen Befreiung auch  (wieder) Fleisch essen kann, dass ich ALLES essen - und überhaupt ALLES machen kann und darf, dass ich mich in keinster Weise mehr (asketisch) einschränken muss. Alles ist erlaubt. Liebe und tue, was du willst...
Das kann jeder Mensch bestätigen, der die Letztgültige BEfreiung erlangt hat.
Das Problem ist aber einmal mehr: dass der (spirituelle) Egomind, der dies vernimmt, dies als Alibi versteht, weiterhin zu machen und zu wollen, was der egoistische Eigenwille will: Na ja, wenn das so ist, - warum mich bzw. meine Gewohnheiten überhaupt ändern, dann brauche ich auch nichts zu tun, um die Tiere, die Natur, die Umwelt  usw. zu schützen... usw.
Der Egomind setzt also wieder einmal ins "vornherein", was  nur die letztgültige Befreiung mit sich bringen kann.
Die Sache ist die: Es ist auf dem spirituellen Weg absolut notwendig, sich mit allen Lebewesen zu identifizieren. Wer also z.B. Mitleid mit den gequälten Tieren hat und deshalb Veganer wird, tut recht daran. Vor noch nicht allzulanger Zeit glaubte ich noch, dass die Identifikation mit einem "Ismus" in jedem Falle abgelegt werden müsse. Mein Irrtum: Ich setzte die Identifikation mit einer Ideologie, was der Veganismus ja auch ist - nur gleich mit der Identifikation mit Ego und übersah dabei, dass die Identifikation mit den Tieren ein absolut notwendiges Stadium im Individuationsprozess ist... genauso wie die Identifikation mit dem Leiden aller Frauen  (des weiteren mit dem Leiden der Männer bzw. der Menschen allgemein) eine Vorbedindung dafür ist, dass die Identifikation mit Ego letztlich gänzlich aufgehoben wird und das geheilte und starke Ich letztgültig transzendiert werden kann. Das ist wie alles jenseits von Ego paradox und unverständlich für den Verstehen suchenden Verstand.

Erst durch die endgültige Befreiung bin ich auch von allen Leiden befreit und im selben Zuge bin ich auch nicht mehr identifiziert mit dem Leiden der Wesen/Welt,  - was aber nicht heißt, dass kein Mitgefühl da ist, wo ich dem Leiden  KONKRET begegne.
Was mich persönlich angeht, gibt es Zeiten, wo ich gerne mal Fleich esse und Zeiten, in denen ich das wohl nicht brauche. Momentan bin ich ganz vernarrt in Kichererben und allerlei Nusszeugs und Samen, aus dem ich mir meinen Brotaufstrich selber herstelle. Und Chutneys.... hm, lecker.  Die asiatische Küche liegt mir sehr und ich mache süße Linsen- und andere Gemüsegerichte mit z.B. gebratenen Sesamnudeln. Ich kreiiere alles selbst, selten, dass ich mal in Kochbüchern oder im Netz nach Rezepten schaue. Was mir gut gelingt, schreibe ich nicht mehr auf, wie ich das früher tat - nichts wird mehr festgehalten. So wird alles, was ich mir koche ein Unikat. Und Unikate wiederholen sich nicht... Ähnlich war es mit der Fotobearbeitung. Anfangs habe ich mir noch bei  besonders gut gelungenen Fotos die Einstellungen notiert, aber auch das habe ich ganz schnell wieder gelassen - ich überlasse alles dem Zufall und so ist auch jedes Bild ein Unikat, unwiederholbar Raffinierte Fotobearbeitungsprogramme, bei denen alles schon vorgekaut ist, sind langweilig...



Besonderheit

Immer, wenn ich davon spreche, wie es heute ist im Gegensatz zu früher, vor meiner "Auferstehung", beschleicht mich ein komisch-"lachhaftes"  Gefühl der "eitlen Besonderheit" (lol)   an - angesichts dessen, dass das Wesen, welches da auferstanden ist, ja nicht neu ist, sondern immer schon da war, wenn auch unbewußt.
Im Grunde müßte ich bei all meinen Aussagen hinzu- oder voraussetzen: Im Gegensatz zu früher/vorher  bin ich mir  heute bewußt, dass... wobei ich mir aber auch bewußt bin,, dass es kein Früher oder Vorher gegeben hat...shit - schwanzbeiß.




Wahrheit

Man kann die Wahrheit nichts ins Feuer werfen, sie ist das Feuer. Sprach F. Dürrenmatt.
Neulich schrieb ich: Das Erkennen hört niemals auf - im Nachhinein stellte sich mir aber  doch einmal die Frage:  war das nun WAHRnehmung oder Vorstellung, Schlussfolgerung des Verstandes?  Wenn Karl Renz von seinen Zipperleins sagte, dass die "Scheiße niemals aufhört", war das eine Vorstellung des Egominds und keine WAHRnehmung im GeWAHRsein. Es ist das Wörtchen "niemals", an dem ich Anstoß nehme. "Korrekt" formuliert hieße es: Erkennen ist unendlich bzw. ewig,  weil Gott ewig ist. (So erkennt das Erkennen sich selbst, LOL!) Aber es ist halt schon schwer, sich daran zu gewöhnen, dass die Ewigkeit nicht zeitabhängig ist. Oder vielleicht doch? Ha ha ha.... aber darüber habe ich noch keine Nachricht von Sam.
Auch wenns wie Haarspalterei klingt und ich erkannt habe, dass man überhaupt die ganze Sprache auf den Misthaufen der Geschichte werfen kann - die Art des Sprachsgebrauchs gibt schon auch Anhaltspunkte, wo jemand spirituell steht - zumindest solange, bis er  (oder ich) sich gänzlich  ins Nichts auflöst...lach...


Gewöhnlichkeit

Für den Großteil der Lehrer, die man in der spirit. Szene im Netz antrifft, ist der Berg noch immer kein Berg und der Baum kein Baum.  Die meisten befinden sich noch in "außergewöhnlichen" Bewußtseinszuständen und sind noch weit von der Gewöhnlichkeit entfernt, die jenseits von Spiritualität erlangt wird.



Herzensgebet

Das Herzensgebet habe ich so lange praktiziert, bis es sich automatisiert hatte und nicht mehr meiner aktiven Aufmerksamkeit bedurfte. Besonders bei Re-Traumatisierungen war es sehr heilsam und hilfreich, dieses Gebet in die Brust zu atmen.



Gewöhnlich

Zur außergewöhnlichen Gewöhnlichkeit jenseits von Ego ist noch zu sagen, dass auch der Dauerflow und das High ganz "gewöhnlich" werden und nicht mehr als etwas Besonderes erlebt werden.



Alles ist spirituell?

Auch einer dieser Glaubenssätze, die eine große Falle in sich bergen: nämlich nicht nur die Welt, sondern ebenso alles, was man tut und macht  "vorweg" (!) für sprituell zu halten.  Ich habs schon mal gesagt: Eine spirituelle Zeitschrift z.B. sollte sich m. E. auf das Spirituelle , den Weg beschränken und keine Weltverbesserungsmaßnahmen beweihräuchern. Die Welt hat keine Veränderungen mehr  nötig, wenn du dich verändert hast.
Alles wird erst dann als sprituell erkannt - Erkennen ist immer geistiges Schauen! -  wenn das Ich mitsamt seinen Klassifikationen und Kategorien aufgelöst ist.
Also: Nur für den, der Bewußtheit erlangt hat, ist "alles spirituell", wo nicht, handelt es sich um Glauben als führ-wahr-halten. (Ab hier wirds wieder paradox: denn auch demjenigen, welcher einmal geistig erkannt hat, dass alles spirituell ist, ist diese Wahrheit wieder zurück in den Orkus des Nichtwissens gesunken, d.h. zu einer Erinnerung geworden, die ebenfalls zu einem Glaubenssatz mutiert, wenn man nicht bewußt ist.



Bedeutung

Wenn ich oft sage bzw. schreibe, dass alles, was ich schreibe, nur eine Bedeutung für mich selbst hat, dann meine ich damit, dass es immer nur  - in REINER subjektiver SELBSTbezüglichkeit -  darum geht, größere Klarheit und Weisheit für mich SELBST und aus mir SELBST zu erlangen - niemals ist da eine Absicht, andere zu belehren, oder sie für meine "Sichtweise" zu gewinnen. (Es ist  - für mich zumindest - nicht möglich, meine WAHRnehmung zu missionieren.)
Die Person hinter den Worten, auf die ich mich SELBSTbezüglich beziehe, ist für mich gleichgültig. Der Egomind der meisten Leute in den Foren  ist mir bzw. meinen Worten gegenüber in der Abwehr und fühlt sich von mir belehrt, d.h. angegriffen oder verunsichert und abgestoßen. (Das bringt der Egomind von Haus aus so mit sich, LOL.)

Zwischen der  Selbstbezüglichkeit des wahren SELBST und der  egozentrischen Selbstbezogenheit - ein unendlicher Abstand.  Ein egoidentifizierter Außenstehender/ Beobachter aber sieht da  keine Unterschiede. (Ego sieht eh immer nur Ego.)

Besonders, wenn er "weiß",  - d.h., wenn er gelernt/gelesen hat, dass das Ego als Bedeutungsgeber  darauf programmiert ist, die Welt zu definieren bzw. Realität - sondern auch die emotionale Bedeutung vergibt, für alles, was ihm begegnet, ist er schnell bereit, die SELBSTbezüglichkeit als Selbstbezogenheit zu definieren.

Deshalb antworte ich auch manchmal nicht mehr auf die Rückantworten der anderen Teilnehmer. Ich diskutiere nicht das Für und Wider meiner Aussagen; ich stelle fest, d.h. ich spreche "wahr" - und diese WAhrheit, die in meinen Kommentaren ans Licht des Neuen Tages tritt,  ist für mich ganz neu und frisch und hat daher nur für mich eine Bedeutung und diese Bedeutung ist die  der selbstbezüglichen WAhrheits- und Klarheitsgewinnung durch das "Schwert der Unterscheidung".  (Andere Menschen sind nicht in der Lage zu erkennen, dass ich immer und überall nur für mich SELBST und aus mir SELBST heraus das Wahre vom Unwahren scheide) Mit jedem Einlassen auf die Kommentare Anderer  gewinne ich  an Bewußtseinserweiterung. Kein Beitrag ist zu "dumm", als dass ich nicht noch eine Perle für mich daraus entnehmen könnte - wenn bzw. weil  ich mich drauf einlasse, kann ich SELBST aus jedem Scheißdreck Gold machen. (Wobei der Begriff "Scheißdreck" für mich nurmehr eine unterhaltsame Wertung ist und Bedeutung zu verleihen scheint, was keine Bedeutung mehr für mich hat  LOL...LOLOLLLlOL) Mein Einlassen ist eine ständig präsente Offenheit für alles, was mir begegnet.
Die Bedeutung, die das Ego anderer meinen Worten beimißt sind u.a.  Größenwahn, Selbsterhöhung, Widersprüchlichkeit, Belehrung,  - im Grunde alle negativen und positiven Attribuierungen, wobei die positiven Rückmeldungen sehr selten sind. (Wobei mir beides völlig gleichgültig ist)

In den Spirit. Foren wird  erinnertes Wissen disputiert. Das hat keine Chance  gegen die Hier und Jetzt-Wahrheit.



Gesunder Körper - gesunder Geist?

"In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist" - dieser äusserst selbstschädigende, krank- und verrücktmachende  Glaubenssatz hat mir früher einmal schwere Selbstzweifel und Selbstabwertung verursacht.  Meine  Schlussfolgerung daraus war nämlich:  bin ich nicht gesund, ist auch mein Geist krank  - und geisteskrank zu sein, war eine absolut  n e g a t i v e   Vorstellung, die sich auf mein Body-Mind-System dementsprechend negativ auswirkte - eine Vor-Stellung,  die den ganzen Spruch ad absurdum führt, weil er statt positive und gesunde Vorstellungen zu nähren, das Gegenteil verbricht.
Die Wahrheit : Aus der personal-dualen Sicht ist es einerseits durchaus richtig, dass ein gesunder Geist  - gemeint ist damit der Verstand, der Egomind - in einem gesunden Körper wohnt. 
Andererseits die WAHRHEIT, nämlich: aus der transpersonalen WAHRnehmung des absoluten GEISTES ist diese Aussage weder richtig noch falsch, sondern schlicht  UNWAHR.
Die Wahrheit auf der personal-dualen Ebene ist: negative Gedanken machen den Körper krank, positive Gedanken lassen ihn gesunden. (Von äußeren Krankheitseinflüssen abgesehen)
Die WAHRHEIT der transpersonalen Ebene:   Die Materie bzw. das Body-Ego/Mind-System ist hier transzendiert, d.h., weder positive noch negative Gedanken haben fürderhin einen Einfluss auf den Körper - einfach deswegen, weil es weder positive noch negative Gedanken gibt, mit denen man identifiziert sein könnte.  Das Krankheits-Gesundheits-Konzept (der Tod)  aufgehoben - was aber nicht bedeutet, dass du auf ewig und immer pumperlg'sund bist und bleiben wirst. Paradoxerweise  kannst du zwar immer noch körperliche (!) Leiden und Schmerzen kriegen, du hast aber eine andere Einstellung dazu: es (be-) kümmert dich nicht.


Gelesen auf einer spirit. Facebook-Seite:

"In den schmerzhaftesten Momenten ist die Freude präsent".  Ein Satz, der mir schon des öfteren ins Auge fiel und der wohl den Beobachter-BW-Zustand jenseits von Ego beschreiben soll.
Von welchen Schmerzen wird da eigentlich geredet?  Wo psychischer Schmerz ist, kann m.E.  keine Freude sein.  Psychische Schmerzen gibt es jenseits von Ego (damit ist von mir immer Perma-Gewahrsein gemeint!)  nicht mehr, es gibt weder Freude über irgendeinen "Zugewinn", gleich welcher Art, noch so  etwas wie tiefe Trauer über den Verlust von was auch immer.
Was körperliche Schmerzen betrifft:  Hier ist es so, dass die stille "jenseitige" Freude und Heiterkeit zwar sehr leise, aber doch spürbar im Hintergrund bleibt.




Zu Ramesh Balsekar

und dem Tod bzw. Verlust ein Beitrag von Allfredo im Allmystery-Forum  

Paulette schrieb:

Sogar Ramesh Balsekar soll geweint haben als seine Frau gestorben war.
Allfredo: Natürlich , und wie !...Als Rameshs Sohn , bereits mit 40 starb, und er auch bitterlich weinte , als er die Nachricht erhielt , fragte ihn jemand :
"Ramesh , warum weinst du ? Du hast doch gesagt , dass Leid und Not nur eine Illusion ist ? "
Seine Antwort : " Ja das stimmt , aber der Tod des eigenen Sohnes , ist die schmerzhafteste aller Illusionen !" Es ist schon merkwürdig , dass manche vermuten , das das Erkennen der "illusionären Substanz" der Erscheinungen zu einer Art "Abtreten" aus den Ereignissen des Lebens führen könnte .
Nein ....
Es ist sogar manchmal ( fast ) das Gegenteil der Fall .
Da sich ja mit der Enttarnung des Egos auch dessen Verteidigungsmethoden wie Verdrängen oder Ignorieren gleichfalls "enttarnen" treffen die Ereignisse des Lebens quasi auf "kindliche" ungeschützte Resonanz .
Es geschieht was geschieht . Und was geschieht für zur Resonanz ( gemäß Eigenart )
Glück und Freude erscheint .... und vergeht !
Not und Leid erscheint .... und vergeht !
Was sich geändert hat ist das >Festhalten< an Gefühlen der Reaktion ! Beides ( freude und Leid ) kommt wie es kommt .... und darf wieder gehen ...Ramesh weinte bitterlich um seinen Sohn , ... und bereits kurze Zeit danach lachte er in einem Talk mit Besuchern aus den USA ... dies hat seine Trauer nicht "entwürdigt" , sondern die Freiheit eines Erwachten gezeigt . Jesus am Kreuz flehte Gott an "Mein Gott, mein Gott warum tust du mir das an ? " ( den genauen Wortlaut hab ich grad nicht präsent ) um sofort danach zu sagen : "Dein Wille geschehe" Verzweiflung erschiehn ... und Verzweiflung durfte gehen . Kein Festhalten ... weder an Glück noch an Verzweiflung ....
Zitatende
Gefunden im Thread: Kreative Spiritualität
https://www.allmystery.de/themen/rs92167-2

R. Balsekar sagt: "Der Tod eines Sohnes ist die schmerzhafteste aller Illusionen".
Jawoll, besonders in Weltgegenden, wo man noch aufs allerstrengste mit dem Patriarchat/Gesellschaft/Kaste/ Religion/Familie identifiziert ist, wo die Schande, als  Frau geboren zu sein, noch immer mit dem Tod bestraft wird.
Dazu muss bei RB wohl immer noch eine starke Anhaftung und Identifikation mit der Familie bestanden haben, dass ihm die Schmerzhaftigkeit dieser Illusion erst bei dem Tod des Sohnes bewußt wurde.Normalerweise sind sämtliche Illusionen mit der endgültigen Befreiung passè.

Eine solche Antwort wie sie RB hier gab, verrät nicht nur eine besonders schmerzhafte Identifikation, sondern läßt zudem leicht glauben, dass negative und positive Gefühle insgesamt nicht auszurotten bzw. zu transformieren wären, sondern nur als Illusion "erkannt" oder besser gesagt "gewußt"  werden müssten, ansonsten wäre man gezwungen, mit der Identifikation mit dem Dualismus/Ego weiterzuleben, möglicherweise  "in Resignation bis zum Ende der Tage"...?(Wäre die Illusion tatsächlich im Gewahrseinsfokus erkannt, dann wäre sie damit auch sofort hinfällig. Bei dem verstandesmäßigen Wissen um die Illusionen handelt es sich um reine Glaubenssätze, die auf Identifikation mit einem Gedankenkonstrukt beruhen.)
Mit einem solchen Konzept ist es dann möglich,  alles Destruktive zu entschuldigen und auszuagieren, was einem so "erscheint":
Dann darf  buchstäblich alles erscheinen, dann muss einfach alles raus, wie "ES" - LOL -  erscheinen will. Dann wird der Wut, dem Narzissmus, der Selbst-und Menschenverachtung  -  kurz: der Krankheit/Neurose einfach das Etikett-Mäntelchen von "Illusion" umgehängt und alles ist gut:
Klar, ich bin wütend, why not?, sagt der Choleriker - Wut ist eine der besonders  entlastenden/zerstörerischen Illusionen.
Klar, ich bin sexsüchtig, why not? - Sex ist eine besonders schmerzhaft-schöne Illusion, von der man nicht lassen möchte.
Klar, ich saufe, why not?, sagt dann das spirit. Ego des  Suchtbolzen - Alkoholismus ist auch nur ein bedeutungsloses Wort , eine schmerzhaft himmlisch-höllische Illusion. So what, wenn "keiner da" ist.
Klar, ich hasse... why not?  - Hass ist ja in seiner illosorisch-schmerzhaften Wirkung eine besonders reine, kathartische Täuschung.
(Ich weiss, das sich das alles komisch verwirrend anhört, was ich gerade schrieb. Ich bin auch immer verwirrt, wenn ich auf gewisse Beiträge Fredos (u.a.)  stoße, besonders wenn sie R. Balsekar betreffen...deswegen muss ich schreiben, um meinen Kopf zu klären und das Dickicht von Falschheit und Mindfuck zu durchdringen. R. Balsekar interessiert mich nicht als Person, sondern als sog. Wahrheitsträger, als der er verehrt wird.... und auch hier nur soweit, als meine Beschäftigung mit seinen Äußerungen  (oder den Äußerungen Fredos und vieler anderer) mich nur dazu anregen, mein Bewußtsein stetig zu erweitern.)

Wo man so seinen Trieben und destruktiven Emotionen  freien Lauf lässt, wird nichts umgewandelt, da wird weder total gefühlt und sich eingelassen auf das, "was ist", noch wird hinter die Gefühle geschaut und  die grundlegende bzw. dahinterliegende Angst wird weiterhin verdrängt, -  ist ja alles nur Illusion und manche nennen diese Illusion auch noch GOTT oder ES. Was für eine pervertierte Version einer ehemals lebendigen Wahrheit.

(Was Fredo hier beschreibt, stimmt weniger mit der Befindlichkeit jenseits von Ego überein, als mit dem Umgang mit Emotionen im "Vorfeld": Das ist sozusagen Anfängerlatein, wo man Achtsamkeit übt und lernt, das Hier und Jetzt der Person so anzunehmen, wie es "erscheint": alle Ego-Eigenschaften wie Freude, Wut, Schmerz, Neid, Widerstand usw. usw. - mit dem Unterschied, dass bei diesem merkwürdigen Konzept da keine Annahme und Auflösung geschieht, sondern dass man offensichtlich versucht, die Gefühle neutral wahrzunehmen (Glaubenssatz: ich bin nicht meine Gefühle)  und sie "vorüberziehen" zu lassen - was aber letztlich kein Loslassen (=Vorüberziehen) (Desidentifikation) von Gedanken und Gefühlen bewirkt, sondern eine die Abwehrstruktur verstärkende seelische  Dissoziation.)

Aber weiter:  Nach der AUFERSTEHUNG, wenn die Ego-Identifikation aufgelöst ist, erscheinen weder Freude noch (psychischer!) Schmerz, noch Wut - zumindest nur gaaanz rudimentär. Alles, was hier auf der transpersonalen Ebene erscheinen kann, ist die WAHRHEIT/Erkenntnis  und die erscheint im Gewahrseinsfokus.
Zusammen mit dem Ego werden nämlich auch alle Illusionen aufgelöst!
Ich kann mich einfach nicht des Eindrucks erwehren, dass so mancher sich erwacht und erleuchtet Dünkende im Anfangsstadium steckengeblieben ist: Mich selbst mit meiner ganzen PERSON (!) so anzunehmen, wie ich im Hier und Jetzt gerade bin. Hier darf alles sein: Wut, Hass - alle Gefühle, alle Gedanken sind willkommen, was aber niemals bedeutet, sie hemmungslos ausleben zu dürfen, was die Anhaftung ja doch immens verstärken würde!  Man sollte die Gedanken bedenken und die Gefühle total fühlen, erst damit werden sie losgelassen. Nur so gehen negative und positive  Gedanken und Gefühle "vorüber".
Irgendwie scheinen mir die Leute da was zu verwechseln: All dies, was "vorübergeht" geht m. E. nur so lange vorüber, bis mit der "Auferstehung" ein bleibendes Permagewahrsein erlangt ist: Hier geht einfach nichts  Negatives oder Positives  mehr vorüber, an dem der metaprogrammierte Mind anhaften könnte.
Nochmal Fredo: 
Glück und Freude erscheint .... und vergeht !
Not und Leid erscheint .... und vergeht !
Irrtum!
Noch einmal und immer wieder: Im Permagewahrsein bist du bleibend jenseits der Polaritäten wie Glück und Freude und Not und Leiden.. Da kommt nichts und da geht auch nichts mehr.  Wenn du R. Balsekar Glück und Freude usw. unterstellst, tust du ihm damit keinen Gefallen, du disqualifizierst ihn geradezu als spirit. Meister! Wäre es nämlich so, dann war RB auch niemals ein Meister. Denn nur der Meister ist  "dauerhaft" jenseits der Gegensätze und Polaritäten.


***

Die buddhistische Sentenz: "All dies geht vorüber" bezieht sich m. E. einmal auf die personal-duale Ebene, auf der alles ein Ende hat, jedes Gefühl, jeder Gedanke, jede Situation wandelt sich unaufhörlich, wenn man nicht versucht, daran festzuhalten. Das Anhaften resp. Festhalten bringt das Leiden. Zum anderen bezieht er sich auf die transpersonale Stufe, bie dem das sich im Fluss befindliche neutrale Gewahrsein des "Vorübergehenden"  ohne Ergreifen und Anhaften alles, was in seinen Fokus fällt, loslässt und im Orkus des Nichtwissens untertauchen lässt.
Die buddhist. Aufforderung:  "Seid Vorübergehende" bezieht sich auf das Selbe: Identfiziere dich nicht mit dem, was dir begegnet, ent-binde dich.
Das alles aber kommt ganz von SELBST dann, n a c h d e m  man sich in Tiefenprozessen mit allen seelischen Anteilen  re-identifiziert hat, die  man in den Schatten verdrängt hatte.
Was Fredo also beschrieben hat, gilt für den am Kreuz hängenden, noch leidenden Jesus. Mit der Einwilligung in den Tod und der anschliessenden  Auferstehung  ist Permagewahrein erlangt, wie sie jeder Mensch erlangt, dessen Ego in den Todeszonen gereinigt wurde.

                                                                  

***

Die Worte Jesu am Kreuz waren: Vater, Vater, warum hast du mich  v e r l a s s e n ?!
Die letzten Worte Jesu in der traditionelle Reihenfolge beschreiben m. E. allesamt die Befindlichkeit der Seele in der "Dunklen Nacht"  bzw.  die letzte Station des des mystischen Ich-Todes. (Kreuzweg) Jesus war nämlich ein ganz normaler Mensch wie du ich  bis zu seinem (Ego-) Tod.. Erst die Auferstehung machte ihn (wie uns alle) zum Gottmenschen. "Wahrer Mensch und wahrer Gott." Die Verlassenheit am Kreuz ist das Schicksal jedes "Mysten" - jedes (EgoTod-) Sterbenden!

   „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34 EU)
    „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lk 23,43 EU)
    „Frau, siehe, dein Sohn!“ und: „Siehe, deine Mutter!“ (Joh 19,26-27 EU)
    „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mk 15,34 EU; Mt 27,46 EU)
    „Mich dürstet.“ (Joh 19,28 EU)
    „Es ist vollbracht.“ (Joh 19,30 EU)
    „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46 EU)

Verzweiflung, Trauer und Verlustgefühle sind Gefühle, die auf der personal-dualen Ebene ihre Berechtigung haben, aber wo die Anhaftung/Identifkation (mit Ich und Körper) wirklich aufgelöst ist, - nach der AUFERSTEHUNG auf die transpersonale Stufe! -  können sich Gefühle nicht mehr halten, weil da keiner mehr ist -  kein Ego, welches sie ergreifen könnte.
Ich weiss es nicht: Vielleicht kann kein Mensch 100%ig von allen Anhaftungen desidentifiziert sein, m. E. aber sollte ein Meister zu 99% "darüberhinaus" sein. Ob R. Balsekar wirklich so war, wie ihn seine Anhänger sehen und interpretieren?



ISIS

ist m. E. eine reaktionäre Reaktionsbildung auf die alle Grenzen und Tabus sprengende Dekadenz der westlichen  Lebensart, die für junge Menschen keine Perspektive bereitstellt. Wäre nicht weiter schlimm, wenn diese Zwänge und Grenzen auflösende Lebensart auch tatsächlich im Zeichen des Dyonisos bzw. Isis aka Eris  - der "Erlaubnisgebenden Göttin" stünde. Leider aber steht sie im Zeichen des Bösen Gottes, anders gesagt: des Kapitals.


Eris

die Göttin der Zwietracht ist für mich die weibliche  Gegenkraft zu den Ewig Richtigen der Alten Ordnung des ständig kriegführenden alttestamentarischen Gottes, der uns immer noch beherrscht. Der Mythos der Göttin Eris wurde m. E. vom Patriarchat pervertiert und verfälscht, damit er den Interessen der Macht, des Patriarchats dienen konnte. Eris ist die Göttin, die das Richtige vom Falschen unterscheidet. (sie stiftet Zwietracht im positiven Sinne  der Unterscheidung der Geister. )
Auf dem spirituellen Weg wird man nicht umhinkommen, neben den eigenen Lebenslügen auch die  kollektiven Lügen und Fälschungen aufzudecken - die eigene Geschichte liefert dazu immer die wahren Fakten. Die ganze Geschichtsschreibung wurde von den Männern des Patriarchats geschrieben - diese Geschichte ist eine Fälschung, weil sie viel zu viele blinde Flecken hat und z.B. die GEschichte der Frauen und anderer diskriminierter Minderheiten nicht berücksichtigt..

Richtig und Falsch ist keineswegs nur eine Illusion - das Richtige vom Falschen unterscheiden zu können, ist neben der Unterscheidung von WAHR-UNWAHR paradoxerweise ebenfalls eine spirituelle Tugend.



"Alles darf sein"?

tönte mir gerade eben aus einem Video-Interview von einer spirituellen Lehrerin entgegen. Auch so eine geistige Erkenntnis, die bei den meisten Spiris zum schnöden Glaubenssatz geronnen ist, bei dem man versucht, alles zu akzeptieren, was von AUSSEN auf dich zukommt. Da fühlt man sich häufig durch andere beeinträchtigt, unwohl und geärgert, rationalisiert aber seine Gefühle mit dem Argument: Alles das, was mich verärgert, dürfe sein.
Nein: Vergiß die anderen, vergiß die Außenwelt komplett! Alles, was sein darf, betrifft nur dich als einziges Subjekt - dich und deine subjektive Befindlichkeit. Dein Ärger darf sein, Dein Unwohlsein darf sein - alle DEINE Reaktionen auf die Um- und Außenwelt dürfen sein. (Problematisch ist nur das Ausagieren destruktiver Impulse.) Es geht immer nur um Selbstannahme!
Alles darf sein - diese ehemals lebendig erfahrene  Wahrheit wird als  Glaubenssatz und Übung praktiziert für viele Gläubige nur eine weitere wunderbare Möglichkeit, Konflikten aus dem Wege zu gehen und eine Vermeidungsstrategie als spirituelle Tugend zu verbrämen.

Wäre alles nicht weiter erwähnenswert, wenn man solche spirituellen faux pax  nicht auch von spirituellen Lehrern vernehmen müßte, die eigentlich wissen müßten, dass alles, was dich da draußen stört, deine eigene Projektion  bzw. Interpretation ist - warum sollte diese Projektion also "sein dürfen"?  Nein, sie darf nicht sein! Besser und weitaus heilsamer:  Immer bei sich selbst und den den eigenen Gefühlen bleiben. Dann kommt man auch seiner Projektion und der dahinterliegenden Angst auf die Spur.


Ich habe bezügl. dieser  falsch verstandenen Sado-Maso-Alles-darf-Sein-Attitüde lange auf dem Schlauch gestanden, bis mir die große Erleuchtung kam und ich die radikale Umkehr in die reine subjektive Selbstbezüglichkeit machte. Einher ging dies mit der Erkenntnis (Erleuchtung), dass es "da draussen niemanden gibt", da alles, was ich sehe, meine Interpretation und Projektion ist. Wenn ich also glaube, alles, was ich da draußen wahrnehme, dürfe sein, dann akzeptiere ich sozusagen meine eigene Projektion als Projektion bzw. meine Interpretation der sog. Realität.
Immer daran denken: Alles, was dich stört, beunruhigt und dich aus deiner Ruhe oder Stille bringt, ist dein Guru!

Ach ja, und zum Schluss noch was zur Erleuchtung, von der die Menschen so eine falsche Vorstellung haben, dass manche in ihrer spiritual correctness so  skrupulös sind, dass  sie nicht nur das Wort, sondern den Akt der Erleuchtung als solchen sogar für sich ablehnen:

Immer wenn dir ein Lichtlein aufgeht, handelt es sich um Erleuchtung! Geistige Erkenntnis ist auch nur ein anderes Synonym für Erleuchtung.  Jeder TIEFschürfende Gedanke...


Identifikation

Dass das Ich auf dem spirituellen Weg versucht, sich selbst auszutricksen ist normal und m. E. erstmal unumgänglich.  Das Macher-Ich kann gar nicht anders, als die Signale des Unbewußten, die Stimme des WAhren SELBST sofort in ein Konzept zu pressen und in die Praxis des "Machens" umzusetzen. (Zum Beispiel zu versuchen, nicht zu interpretieren oder zu "üben", keine Erwartungen  und Wünsche/Bedürfnisse zu haben oder Wertung und Beurteilungen zu unterlassen...Versuche, neutral und gleichmütig zu sein.) Das ist nichts als Selbstunterdrückung, die das Leiden verstärkt und ins andere Extrem umschlägt. Dieses Spielchen spielt man m. E. so lange , als noch kein Gewahrseinsfokus entwickelt wurde, in dessen Bewußtheitslicht dieser Irrtum geschaut werden könnte.
Noch einmal: Nichts, was nur von SELBST geschehen kann,  kann vom Ich gemacht werden, - nichts muss überhaupt getan werden. Es geht im Grunde nur um die Hingabe, d.h. die Bereitschaft zur Verwandlung und um das Beobachten, die Achtsamkeit, die letztlich zum Gewahrsein führt, in dessen Fokus die Identifikation mit dem Ego aufgelöst wird.
Das Beobachten des eigenen Denkens, Fühlen, Handelns im hier und jetzt ist der Schlüssel. Auch die Leute, die versuchen, "neutral" zu beobachten, sind auf dem Holzweg. Solange man mit dem Ego und seinen Gedanken, Gefühlen usw. identifziert ist, ist man nicht fähig zur Reinen neutralen WAhrnehmung. Alles, was  da "gemacht" wird, kann nicht anders, als zur Dissoziation  führen und die Verdrängung/Schatten aufrechterhalten bzw. sogar verstärken und die Kacke an den Hacken  am dampfen halten.
Die Neutralität des Reinen Gerwahrseins geschieht einfach, wenn sich das Lauscherohr nach innen gestellt bzw. die  Achtsamkeit sich nach Innen voll verankert hat und der Individuationsprozess soviel  Bewußtheit freigesetzt hat, dass Achtsamkeit in Gewahrsein übergehen kann.
Neutralität  i s t  Gewahrsein bzw. ein Aspekt und verbindet sich u.a. mit Gleichmut, Unterschieds- und Absichtslosigkeit und  das kann nicht gemacht oder geübt werden.
Auf dem kleinen Weg , dem "Hinweg" zu Gott/SELBST  aber ist es erstmal wichtig, die Identifikationen mit Ego überhaupt zu erfassen und sich u.a. auch bewußt mit seinen authentischen Gefühlen zu identifizieren. Dazu ist es notwendig, alles total zu fühlen, statt zu verdrängen, indem das Ich versucht, sich selbst am Schopfe aus dem Sumpf zu ziehen. Derweil  das Ich von seinen psych. Abwehrmechanismen gereinigt ist, öffnet sich auch das Gewahrseinsauge - zwar sehr  langsam, aber  kontinuierlich im Verlaufe der  Auflösung des Verdrängten.  (Bitte beachten: du wirst keine Worte für dein Erleben haben - wie z.B. Gewahrsein, Bewußtheit, Erleuchtung usw. -  Das kann Jahre dauern, bis du Worte dafür findest. Die intellektuelle Verarbeitung setzt meiner  Erfahrung nach nämlich erst dann ein, wenn das Ego komplett über den Jordan ist - auf dem "Rückweg" in die Welt, durch die "Wiedereinführung von ICH".  Ein Ich - geläutert und von daher in inniger Vereinigung mit Gott/SELBST, das sich als "Alles, was ist" erkannt hat... ein ICH, dem die ganze "Welt" gehört, weil es sich  SELBST als die ganze Welt, den ganzen Kosmos erkannt hat... ein ICH, welches liebend und erkennend diesen erINNERten Kosmos in forwährender Er-INNerung/Verinnerlichung sich  sozusagen Stück für Stück  gottverwirklichend resp. SELBSTverwirklichend (!) einverleibt - auf dem "Großen Weg", der in die unendlichen Weiten des Gottesbewußtseins führt.
Der "Rückweg" führt zurück in die Welt,  ein fortlaufender Prozess, in dem das angesammelte Welt-Wissen des Verstandes auf WAHRHEIT geprüft wird und von Innen heraus verstanden wird  und somit  "Fleisch" (und Blut) ansetzt - schlicht gesagt: das Wissen wird lebendig, derweil es vom Kopf ins Herz rutscht.  Und das Wort ist Fleisch geworden...
Auf dem Hinweg sucht man Gott. Hat man Gott gefunden und sich mit ihm als EINS erkannt, hat man sich SELBST gefunden. Auf dem Rückweg aber gibt es weder Gott noch SELBST. Es gibt nur SEIN.
Nur der Mensch, der über den Jordan bzw.  durch die reinigenden Wasser des Jordan gegangen ist, versteht meine Worte.  Der Jordan symbolisiert die Todeszonen, die man durchschreiten muss, um endgültige Befreiung zu erlangen.