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Sonntag, 21. Juni 2015

Ich glaub mit Aristoteles schwätz' ich gleich mal Tacheles.....LOL!..


Reinkarnation

Ich glaube nicht an Reinkarnation. Dennoch gab es vor vielen Jahren
mal eine Zeit, wo ich überzeugt war, eine Reinkarnation der Teresa von Avila zu sein, mit ihr konnte ich mich voll identifizieren und in vielem sah Ähnlichkeiten; so erhielt sie z.B. wie  ich die "Anweisung", zu schreiben. Mit  spiritueller Reife und wachsender Unterscheidungskraft kamen die Differenzen und ich begann die WAHRHEIT, wie ich sie erkannte,  von der Unwahrheit zu trennen, die ich später  u.a. auch zuweilen in ihren Werken fand.
Damals glaubte ich auch, Johannes vom Kreuz in Eugen Drewermann wieder zu erkennen und manchmal war ich nahe dran, nach Paderborn zu fahren...Ich lächele noch heute bei dem Gedanken und bin ganz froh darüber, dass ich soviel Verstand besaß und das nicht herumposaunt habe und als ich später dann erkannte, dass es nur einen Geist, ein Bewusstsein gibt und  man letztlich doch von dem einen GEISTE ist, gab es überhaupt keinen Grund mehr - es war mir nicht mehr wichtig,was ich "im einzelnen" gewesen bin. Wenn ich einen Therapeuten hatte, dann war es  Herr Prof. Drewermann,  seine  Bücher begleiteten mich durch dunkle Zeiten und in seinen Werken und Worten über Jesus Christus fand ich den selben Christus, wie ich ihn auch in meinem Herzen fand.


Neutralität:

Viele spirituellen Sucher haben eine merkwürdige Vorstellung von der neutralen reinen Wahrnehmung jenseits  von Ego. Nicht nur, dass Axel W. Englert glaubt, ein Thema wie Abtreibung "neutral und gefällig" - sprich unemotional und unpersönlich - behandeln zu können, irgendwo  wurde auch  Samarpan erwähnt, der offenbar so "neutral" wahrnimmt, dass er die Gebärden und/oder Geräusche eines ertrinkenden Kindes nicht deuten und entziffern konnte, sodass eine helfende Reaktion seinerseits unterblieb. Anders kann ich mir so eine Aussage nicht erklären.  Ich kann das schwerlich nachvollziehen, denn der Switch aus der Vertikalen in den normalen  horizontalen BW-Modus ist m. E. jederzeit möglich. Auch der Gleichmut hindert keineswegs daran,  Sprache und Zeichen zu verstehen, die Körpersprache von Menschen kann ich immer noch entziffern, wenn die Situation es von mir verlangt. Natürlich kann man so tief versunken sein, dass man die Umgebung gar nicht mehr wahrnimmt, das ist aber nicht optimal und gewiss nicht typisch für neutrale Wahrnehmung, sondern spricht eher für den Zustand der Versenkung.

Reine neutrale Wahrnehmung ist ohne Interpretation, dieser Zustand läßt sich m. E. nicht auf Dauer aufrechterhalten, denn man wäre auf der personal-dualen Ebene überhaupt nicht mehr handlungsfähig, wenn man die täglichen Geräusche und Bewegungen nicht mehr zuordnen/interpretieren könnte. Es reicht völlig aus, wenn man einmal erkannt hat und einmal erlebt hat, was reine Wahrnehmung ohne Bezugnahme zu Vergangenem ist. Diese Erkenntnis löst die Identifikation mit der normalen Wahrnehmung auf. Mehr brauchts nicht.  Wer danach strebt, einen solchen Zustand auf Dauer zu erreichen, ist im Ego. Das Ego will immer Dauer. Am Ende ist der Baum jedoch wieder ein Baum...


Gleichmut

wird vom Egomind oft für schnöde Gleichgültigkeit gehalten. In Indien läuft man gleichgültig an Tod und Elend der Menschen vorbei. Gleichgültig deshalb, weil hier die Religion den Glaubenssatz lehrt, dass Leben und Tod gleich gültig seien. Das ist richtig und dennoch ist es eine dogmatische Gleichgültigkeit, die keineswegs auf echtem göttlichen Gleichmut beruht. Wäre es anders, das ganze Volk wäre erleuchtet.   Wo der Egomind das Geistige für sich vereinnahmt, wird es immer, in jeder Religion, in jedem Menschen, zu Konzept und Dogmenglaube.


Forschergeist

Als eingeschriebener staatlich anerkannter beitragszahlender  Christ erforschte ich mein auf Sünde konditioniertes Gewissen. Seit  der Großen Kehrtwende erforsche ich den Kosmos in mir.
Ich bin der Schöpfer und schöpfe aus der Quelle allen SEINS.
ICH BIN die Quelle. 
Ich bin der Schöpfer, der aus sich Selbst schöpft, der Gott, der sich selbst erforscht. hö hö, wat'n trip! LOL!


Bezugloses Gewahrsein

Auf Facebook  finde mal wieder einen dieser unerträglichen Sprüche:

"Das spiegelgleiche Gewahrsein es Geistes ist das tragende Element wirklicher Zen-Meditation. Mache dein Bewusstsein zu einem Spiegel, der alles, was geschieht, ohne Bezugnahme reflektiert." Zensho W. Kopp

Na prima, damit wären wir ja wieder bei Samarpan, der nach eigenen Angaben die Zeichen nicht deuten konnte, dass in seiner unmittelbaren Nähe ein Kind zu ertrinken drohte - vielleicht weil er in einem "bezuglosen Gewahrsein" weilte....?
Nein, ich urteile hier weder schlecht nocht gut über Samarpans Verhalten. Es geht hier nicht um seine Person oder gar Moral - es geht um Verstehen, um das, was dieser Spruch für mich impliziert: nämlich,  es gäbe so etwas wie ein dauerhaftes (!?) "Gewahrsein ohne Bezugnahme".  Das gibt es m. E. nach nicht, wie ich schon im letzten Blogpost erwähnte. Diese "Bezugslosigkeit"  ist aber  doch keineswegs völlig BEZIEHUNGSlos,  sondern bezeichnet  die reine neutrale Wahrnehmung - und die ist z.B. immer dann gegeben, wenn ich das "Kreuz schlage", d.h.,   wenn ich auf der linearen Denk- Ebene nicht gefordert werde, sondern in der Vertikalen,  nach innengekehrt mit der Quelle verbunden bin.
Vor nicht allzulanger Zeit hätte ich gesagt, dass in dem Moment, wo ich einen Hilferuf höre,  meine Aufmerksamkeit nach außen gelenkt wird und ich durchaus einen Hilferuf auch als solchen deuten könne. Und natürlich hätte ich das verallgemeinert und für jeden Menschen jenseits von Ego als gültig postuliert.

Ob dies so ist oder nicht, kümmert aber nicht: Meine innere Auseinandersetzung mit Callida hat mir in diesem Kontext einen ganz anderen problematischen Punkt gezeigt, und zwar dass  dies eine spirituell unstatthafte Hypothese ist, da ich als nunmehr unberechenbare  "Charakterlose" absolut nichts über meine Reaktion aussagen kann, ausser der Hilferuf würde mir JETZT in einer konkreten Situation zu Ohren kommen.  Da ich aber in einer solchen Situation bisher nicht war, kann ich auch über meine evtl. Reaktion nichts aussagen. Nur das auf Erfahrung basierende Ego dehnt die Zeit und schlussfolgert von gestern auf morgen und vertraut darauf bzw. es WEISS mit Sicherheit, dass das, was gestern war auch morgen noch so ist. Das ist der Trugschluss.

Deutlicher: Ein dauerhaft "Bezugloses Gewahrsein" - was ja nichts anderes als ein Synonym für Nichtwissen ist -  bedeutet radikal gesagt,  eine neutrale Wahrnehmung ohne Bezug auf vergangene Erfahrung und Zugriff auf gespeichertes Wissen, also ohne Interpretation.  Und das gibt es nicht. Basta! Und dies gibt es deshalb nicht, weil das erfahrungsbasierte Ego-Wissen, welches zum Überleben, in Not- und vielen anderen Fällen gebraucht wird, anstandslos wiedererinnert wird. Zwischen dem bezuglosen Gewahrsein und der Wahrnehmung des dual-personalen Bewusstseins gibt es eine ständig Fluktuation, ein ständiges Hin- und Hergezwitsche, je nachdem wo meine Aufmerksamkeit gefordert wird, nach außen oder nach innen und das geht so schnell, dass es nicht wahrnehmbar  ist. Mit Sicherheit kann ich aber sagen: Mir ist bis jetzt noch nicht passiert, dass ich so von meiner Innenkehrung absorbiert gewesen wäre, dass ich meine Umgebung total vergessen hätte.  Im Gegenteil scheinen mir meine Sinne trotz "Ausschaltung" (Nichtidentifikation)  viel geschärfter als früher, manchmal sehr zu meinem Leidwesen...

Was Samarpans "Absence" angeht, will und kann ich nicht interpretieren.  Ich weiss ja nicht, was er mit dieser Geschichte veranschaulichen wollte. Als ich sie hörte, hat mich die Geschichte nur angeregt,  spekulativ eine Option durchzuspielen, weil mir eine bessere nicht eingefallen ist: Nehmen wir mal an, ...er wollte damit die Reine Wahrnehmung veranschaulichen... vielleicht wollte er ja auch gar nichts verdeutlichen.

Fazit: Jenseits von Ego bin ich ein Bürger beider Welten und funktioniere auf der Weltebene in den meisten Bereichen nicht schlechter (oder besser) als zuvor, als ich noch diesseits von Ego war. Wenn ich das nicht könnte, weil ich aus dem bezuglosen Gewahrseinsmodus nicht aussteigen könnte, wäre ich nicht alltagstauglich. Ich könnte nicht mal eine  Strasse überqueren, ich wüßte nicht, wofür die Dinge sind, die ich in Gebrauch nehmen muss, ich wäre so hilflos wie ein Alzheimerpatient im Endstadium. Weder mit Vorlieben oder Abneigungen identifiziert zu sein, bedeutet ja auch nicht, dass ich Scheisse wohlduftend finde, wäre es so, dann könnte es passieren, dass ich sie mir aufs Frühstucksbrot schmiere...  Shit, jetzt komme ich wieder in den Bereich der unstatthaften Schlussfolgerungen. LOL. Trotzdem: Nein, das ist ganz gewiss nicht das, was man unter Unterschiedslosigkeit oder Nichtwissen oder unter dem  "Vergessen"  alles angelerntem Wissens zu verstehen hat.

Bezugloses Gewahrsein - das erinnert mich auch an meine frühere  Einschlafzeremonie, bei der ich dem Rauschen des Verkehrs draussen vor dem Fenster so lange lauschte, bis es seinen Sinn verlor und zu einer fliessenden Symphonie verschiedener Töne wurde...oder so lange auf die Zeilen eines Buches starrte, bis sie ihren Sinn verloren.   Das geschieht bei jedem, wenn das interpretierende Gewohnheitsdenken aufhört, wenn man im Flow ist...Auch wenn ich früher Haschisch rauchte, verloren die Dinge ihren üblichen Bezug/Deutung, das ist wohl auch mit ein Grund für die "grundlose Freude" bzw. das grundlose Gelächter und Shit-Einfluss.
Bezugloses Wahrnehmen ist ein Synonym für REINE bzw. NEUTRALE Wahrnehmung, die a) deshalb REIN genannt wird, weil sie unverzerrt von Neurotizismen ist und b)der mind nicht mehr mit der Interpretation der Dinge identifiziert ist.
Jenseits von Ego lassen sich  -zumindest in meinem Erleben - Bezüge immer noch herstellen und das Interpretieren hört auch nicht auf, es ist nur so,  dass man mit den Bezügen/Intepretation nicht mehr identifiziert ist! Interpretiert wird in konkreten Hier und Jetzt-Situation , wo es nötig ist. Ansonsten ist das DENKEN! weitgehend von unnötiger Interpretation befreit.


Solche Aussagen wie der von Sheldon W. Kopp sind einseitig, irreführend und führen m. E. nur zu falschen  und unnötig angsterregenden Vorstellungen von Moksha/Befreiung. Die Leere ist kein "schwarzes Nichts", Leere ist einfach nur Unverhaftetsein. Die Dinge verschwinden nicht, alles bleibt, wie es ist.  Mit den Sinnen nicht mehr identifiziert zu sein, heisst nicht, dass die Sinne ausgeschaltet sind und ich gar nichts mehr sehen, hören, riechen, schmecken kann..
Bezugloses Gewahrsein ist nur ein anderes Synonym für Nichtwissen. Jeder Mensch kennt bezugloses Gewahrsein, wenn er  nach innen gekehrt ist oder tagträumt, z.B. wenn er wachträumerisch ins Leere (!) schaut, da schaut  er zwar auf die Dinge, die sich seinem Auge bieten, aber  er nimmt sie nicht in gewohnter Schärfe wahr. Wenn wir die Dinge HABEN wollen, dann wird unser Blick gaaaanz gaaanz scharf und wenn wir urteilen und zensieren, dann wird er richtig spitzig, sezierend und in die Zange nehmend. Der meditative  Blick jenseits von Ego schaut nicht durch die Dinge, er betrachtet die Dinge, aber dieser Blick ist nicht-zugreifend, er ist unscharf, nicht-fixierend, frei flottierend... ein gleichermaßen nach innen wie nach außen gekehrter Blick;  besonders die hellen Augen sind mystisch ausdrucksstark, dunkle Augen weniger, weil die nicht so klar und durchsichtig sind.  Die Augen des Herrn Drewermann z.B. sind blau und durch die Transparenz bedingt kann man die Tiefe des inneren Blickes erkennen. Diese Auge sind "tot", weil unverhaftet.

Learning by living,

so nenne ich das Lernen jenseits durch angstfreies  Einlassen.  Nur durch Einlassen läßt sich die Welt, der Kosmos  bzw. das Ich auf völlig neue Art erfassen. Von innen her.  Der Egomind lernt durch äußere Vermittlung/Medien aus zweiter Hand, das erlöste und befreite ICH lernt durch das Sich- Einlassen aus Erster Hand.  Es entdeckt oder erfindet  die alte Welt völlig neu. Wirklich einlassen auf Ich&Welt kann man sich nur jenseits des Jordans, weil hier keine Angst und keine Gefühle das Bewusstsein mehr begrenzen.  Das Second-Hand-Wissen des Egominds übernimmt die  Definierung der sog. Realität von außen.  Da wird dem Menschen von Kindheit an  alles schon  fix&fertig serviert.
Jetzt definiere ICH aufgrund innerer Erfahrung, wie die Welt resp. das  Ich beschaffen ist.
Jeder Widerstand, jeder Schatten, der sich mir entgegenstellt, ist mir Anlass zur Bewusstseinserweiterung und Neudefinierung.
Aggressoridentifkation bedeutet Täter-Opfer-Konfusion. Das sind u.a. die Menschen, die unfähig sind, mit dem Finger auf den wahren Täter/Aggressor zu zeigen, weil sie sich selbst schuldig fühlen.   Das findet man speziell bei mißbrauchten/mißhandelten Kindern. U.a. auch eine ausgeprägte Autoritätshörigkeit, die auf dem Loyalitätszwang, der Abhängigkeit und auch Liebe zu dem (elterlichen)  Mißhandler fußt. Deswegen auch die Identifikation mit den Schwarzpädagogischen Autoriäten.  Schwarzpädagogische Erziehungspraktiken wie beispielsweise die der Allmy-Moderation finden bei solchen Menschen großen Beifall und Zustimmung.
Dem zugrunde liegt auch eine Opfermentalität, die als solche keine Liebe und Anerkennung findet. In der Aggressoridentifikation partizipiert man an der Macht und bewirkt, dass das schmerzhafte Leiden des  Opfers, des "inneren Kindes"  nicht gefühlt wird, sondern im Schatten unter Verschluss gehalten wird.... und wehe, irgendjemand kommt und greift den Aggressor an und  zeigt mit dem Finger auf den wahren Täter. Dann ist ein großes Geschrei, der Falschheit und moralitären Betroffenheiten ist kein Ende... da mutiert der Aggressor flugs zum Opfer - unter dem Beifall bzw. Mitleid aller Bediensteten natürlich.... der Braven Mädchen und Braven Jungs.
Unter diesem Gesichtspunkt läßt sich nicht nur das Verhalten div. Forenmitglieder   (nicht nur in der Hitlerdiskussion) verstehen, sondern das Verhalten des gesamten Deutschen Volkes, welches sich mit dem Aggressor Hitler identifizierte, weil es kein Opfer sein wollte. Solche Täteridentifikation projeziert seinen eigenen verdrängten Opferstatus in andere. Die Juden waren somit die geeignetsten Sündenböcke, die man finden konnte, das jüdische Volk stand  schon seit Jahrhunderten für derlei Projektionen  bereit.... biblisch quasi vorherbestimmt... von "Gott" HIMSELF! 

Die schwarzpädagogische Erziehung, der sich besonders die Deutschen befleissigten, stand damals in vollster Blüte. Sie ist die Ursache von Nationalsozialismus bzw. Faschismus. Fast jeder hatte solch ein Opfer, so ein "Hitlerkind" in sich versteckt. Und weil sich der Mensch mit diesem Opfer nicht identifizieren wollte, identifizierte man sich mit der Macht, deswegen konnte Hitler so stark werden... das war die sog. Deutsche Volksseele und ist sie heute noch, man wechselt nur das Feindbild und die Rollen  im kollektiven Drama-Dreieck.
Diejenigen Deutschen, die sich so unschuldig am letzten Weltkrieg dünken, leiden entweder an ERinnerungsverlust oder sie sind zu jung. Der ekstatische Kriegsrausch, in dem sich das deutsche Volk  suhlte, ist eine gut dokumentierte Tatsache...
Kollekiver Narzissmus... grandioses Ego - Weltherrschaft...


Offene Weite

basiert auf Nichtwissen. Leere.  Offene Weite basiert z.B. darauf, nicht zu wissen , ob die Naturgesetze auch für Menschen jenseits von Ego gelten. Solche Fragen haben sich ein für alle mal erledigt.  Wenn ich sage, sie gelten nicht, bin ich ebenso sehr im Entweder-Oder-Modus wie der Normopath, der glaubt, auch dem Endgültig Befreiten könnte jederzeit ein Backstein auf den Kopf fallen.
Noch einmal und wieder wieder: Auf solche Fragen gibts nur eine Antwort: JEIN - bzw. Weder dies noch das. Den Meister kümmern solche Fragen nicht. Er weiss, er ist die Welle UND das Teilchen.

Die "Letztgültige Erkenntnis" hatte mir gezeigt, dass niemals etwas geschehen ist, keine Lebensgeschichte, kein Leiden, keine Menschheit... nichts davon hat eine WIRKLICHKEIT. Diese WIRKLICHKEIT wurde von mir  - und ich so erfährt dies ein jeder -  als die einzig WAHRE WIRKLICHKEIT erfahren. Diese Erkenntnis läßt sich wie alle geistigen Erkenntnisse nicht zur Diskussion stellen.  Die allzuklugen Köpfe , die  diese Erkenntnis in Abrede stellen oder diskutieren wollen, (indem sie z.B.  die Wirklichkeit der sog. Realität/Geschichte verteidigen!) sind nicht spirituell, sondern religiös.
Die Mentalität  der Denker und Philosophen ist häufig eine religiöse Mentalität,  durch die auch die christliche Inquisition geleitet wurde, die den  Mystiker als Ketzer verurteilte. Nicht nur der Mystiker Al Halladj wurde von dem frommen Muslimen gesteinigt, als er seine Letztgültige Erkenntnis - "Mein Ich ist Gott!" - nicht für sich behalten konnte...
Ganz ähnlich erging es ElisabethM., als sie diesen ketzerischen Gedanken  - oder war es  vielleicht gar ihre  Letztgültige Erkenntnis? -  laut aussprach. Der oberpäpstliche Inquisitor Callida exkommunizierte sie, indem er sich von ihr abwandte (BW 175 Stolz)  - da mag er in seine Rechtfertigung nachträglich noch so viele Sicherheitsverklausulierungen einbauen. Er exkommunizierte sie,  b e v o r  sie  sich ganz offiziell Gott nannte und in üblen Rundumschlägen die staatliche Anerkennung für ihren Titel einforderte, um ihren göttlichen Ruf via Einstweiliger Verfügungen zu verteidigen. Auf Facebook hat Ihre Göttlichkeit inzwischen einen etablierten Platz gefunden.


1. Blogkommentar von triunitas:   

"Interessant, wie Du den Kommentar des „kleinen Rackers“ als wohlmeinenden Gutmenschenrat und als Aufforderung wahrnimmst. Es liegt ihm jedoch fern, Dich von irgendwas abzuhalten. Du kannst soviel „kritisieren“ wie der liebe Tag lang ist. Dennoch steht es jedem Menschen frei, u.a. das „Pseudo-Advaita“ zu probieren und evtl. in eine Falle zu tappen, um durch eigene Erfahrungen zu lernen (über mehrere Lebenszeiten). Das kannst Du bei aller Kritik nicht verhindern (und liegt wohl auch nicht in Deiner Absicht).

Dieser vor längerer Zeit abgegebene Blog-Kommentar fiel mir erst heute in den Fokus, dazu mein Kommentar:
a) Wie ich Kommentare oder sonst etwas wahrnehme, ist insofern meine Sache, als ich mir BEWUSST die Deutung vorbehalte. Das bedeutet: Nicht wie etwas vom Sender GEMEINT ist, sondern wie es bei mir ankommt und welche Assoziationen oder Antworten es in mir auslöst. Das macht jeder Mensch so, im Unterschied zu den meisten Menschen bin ich mir dessen aber voll BEWUSST und ich übernehme die volle Verantwortung für die Art, wie ich die Worte anderer deute.
b) Ich "kritisiere" das Pseudo-Advaita nicht, sondern ich decke auf, was unwahr ist. So wie es einem Menschen frei steht, in eine Falle zu tappen, so frei steht es mir, ihn darauf hinzuweisen, dass er in eine Falle tappt. Ich verurteile niemanden für seine Irrtümer, aber von mir zu verlangen, dass ich mich blind und taub demgegenüber  stelle, ist Ausübung von Kontrolle und Kontrollen unterwirft sich ein Freifrau von Vogelgesang nicht mehr.
Tja, und auch, wenn ich nicht an Re-Inkarnation glaube: Woher will Triunitas wissen, ob meine Hinweise nicht doch verhindern könnten, dass sich der Empfänger meiner Hinweise dadurch nicht ein paar Inkarnationen ersparen könnte?

2. Blogkommentar von Triunitas
    "Was wäre, wenn Advaita genau (und nur) für jene Menschen geeignet ist, die die "lange Reifungsreise“ hinter sich haben und nur einen letzten "Kick" benötigen? Und alle anderen stoßen sich halt ein weiteres mal den Kopf und fallen früher oder später eh wieder dahin zurück, wo sie tatsächlich stehen. Auch "Pseudo-advaita“ erfüllt dann seinen Zweck, in dem Sinn: trial and error. Ja mei, dann wäre es kein Problem mehr und Lolo hätte nix mehr zu meckern - bis wieder eine andere (heilige) Kuh zum Schlachten hermuss :-)"
 Hey, du Tugendbolzen! Noch nie gehört: Heilige Kühe zu schlachten ist keine Sünde sondern eine Tugend auf dem spirituellen Pfad!  Die Neo-Advaita-Anhänger, die mir bislang  über den Weg gelaufen sind, waren allesamt Schattenintegrationsfeinde und ihre Abwehrstruktur hat gezeigt, dass sie mehr als den letzten Kick benötigten, weil sie sich eben  k e i n e   Zeit zum Reifen lassen und weil sie nicht gewillt sind, die nötige  Vorarbeit zu leisten, nämlich Schattenintegration bzw. Individuation. Ohne diesen Prozess gibts auch keinen "letzten Kick." Diese Leute finden es richtig, bis an ihr Lebensende von  der Angst bestimmt zu werden. Wäre nicht weiter schlimm, wenn sie ihre unbewusste Art zu leben nicht als Willen Gottes bzw. Ausdruck von "ES" verbrämen würden.

Ja, was wäre wenn... du endlich anfingest, dich deinerseits an die Schlachtung Heiliger Kühe zu machen , als mir die meinen madig zu machen, he?



To: The Scientist

Ja,  Moksha means the same as the word ZEN does.  It's the final unconditional condition, the ultimate state of consciousness - when the tree is a tree and the montain a montain ...
SEIN ist WAHRGENOMMEN werden!!! -  Ohne Beobachter, ohne jemand, der die Dinge der sog. Realität wahrnimmt, existiert nichts.
Well, ich SELBST bin der Quantenforscher, ich brauche keine Bücher oder physikalische Experimente. Auf dem Pfadlosen Pfad in die unendliche Weite des Bewusstseins/inneren Kosmos, auf der  Rückreise in die Welt ist der Mystiker ein Wissenschaftler! 


Naturgesetze

Ich finde in der FB-Statuszeile folgendes Zitat  von Ayn Rand:


Are you in a universe which is ruled by natural laws and, therefore, is stable, firm, absolute—and knowable? Or are you in an incomprehensible chaos, a realm of inexplicable miracles, an unpredictable, unknowable flux, which your mind is impotent to grasp? Are the things you see around you real—or are they only an illusion? Do they exist independent of any observer—or are they created by the observer? Are they the object or the subject of man’s consciousness? Are they what they are—or can they be changed by a mere act of your consciousness, such as a wish?
The nature of your actions—and of your ambition—will be different, according to which set of answers you come to accept. These answers are the province of metaphysics—the study of existence as such,  or, in Aristotle’s words, of “being qua being”—the basic branch of philosophy.
Ayn Rand hat offenbar auch nicht an die Universelle Gültigkeit von Naturgesetzen geglaubt oder warum gibt sie zwei Optionen vor?
Auf deutsch übersetzt in etwa:
Befindest du dich  in einem Universum, das von Naturgesetzen regiert wird, und daher ist stabil, feststehend und verstehbar? Oder befindest du dich eher in einem unverständlichen Chaos, einem Reich der unerklärlichen Wunder, in einem unvorhersehbaren, unerkennbar en Fluss, welches Ihr Geist unfähig ist  zu begreifen? Sind die Dinge, die Sie um sich herum sehen,  echt oder sind sie nur eine Illusion? Sind diese Dinge unabhängig von einem Beobachter vorhanden oder werden sie vom Beobachter geschaffen? Sind sie der Gegenstand oder das Thema des menschlichen Bewusstseins? Sind sie,  was sie sind, oder können sie - ähnlich wie ein Wunsch -  durch einen bloßen Akt des Bewusstseins verändert werden.
Die Art Ihrer Aktionen-und Ihrer Zielsetzungen wird  eine andere sein, je nach der Antworten, die Sie auf diese Fragen haben.  Diese Antworten sind die Domäne der  Metaphysik als das Studium der Existenz als solche oder in Aristoteles Worten gesagt:, die Wissenschaft vom "Seienden qua Sein" - die Grundlage der Philosophie.


Pfui, das ist aber eine fiese Entweder-Oder-Frage,Miss Rand! ich würde darauf mal antworten, dass ich beides bin - ich bewege mich sowohl im ersten als auch im zweiten Bewusstseinszustand, entweder im einen oder im anderen. Oder auch nicht, denn mit ersterem bin ich nicht identifiziert, also bewege ich mich gar nicht LOL. Der erstere beruht auf Denken, der zweite auf Wirklichkeit. Doch hier befinden wir uns noch immer in der Trennung. Um dieTrennung aufzuheben, muss man sie transzendieren:
Einheit heißt, zu erkennen,  dass ich mich in WIRKLICHKEIT weder in diesem noch in jenem befinde.
Ich glaub, mit Aristoteles
red ich gleich mal Tacheles! 

Lichtgeschwindigkeit ist Stillstand der Zeit. Das ist der zustandslose Zustand Null. Hier ist Subjekt und Objekt eins. Der Beobachter und das Beobachtete ist eins, was aber nicht heisst, dass du der Kühlschrank BIST, den du wahrnimmst. he he he  - du bist eins mit ihm, insofern du ihn durch deine Wahrnehmung erschaffen hast. Ach OneIsEnough, du Wahnsinniger, was gäbe ich für dein Statement hierzu. Oder habe ich es überlesen, als ich noch nicht erkannte, dass du der Kühlschrank bist, den ich durch meine Beobachtung schuf ? he he he

Heute gibts ein Doppel-Blah
es folgt sogleich, bin grad nicht da. :D



Dienstag, 11. November 2014

Jeder Mensch ist aufgerufen, die Wahrheit in sich selbst zu suchen






Neutralität

Kann man Neutralität sprachlich ausdrücken, an anderen Menschen wahrnehmen? Ich glaube nicht. Niemand kann m. E. Neutralität (=Gewahrsein) bemerken. Die neutrale Wahrnehmung ist etwas anderes als nur sachliche Objektivität, wie sie dem Egomind zu eigen ist. Die Neutralität des Gewahrseins bildet sich durch Gleichmut und Unterschiedslosigkeit, Absichtlosigkeit, Wertungslosigkeit  - LEERE, NICHTS  - genaugenommen kann man das Nichts und die Leere nicht ausdrücken, solange man mit anderen Menschen kommunizieren will.
Ich kommuniziere aber, ich bewege mich mit den Menschen auf der Ebene, wie sie mir begegnen. Ich mache (scheinbar!) Unterschiede,  urteile und werte, d.h. ich sage mitunter ganz wie früher auch: Das gefällt mir, das ist interessant, das ist gut gemacht, du siehst hübsch aus...  Das sind alles Wertungen bzw. Urteile. Rein äußerlich betrachtet verhalte ich mich also keineswegs neutral.
"Angewandte"  Neutralität hiesse, ganz die Klappe zu halten. Weil Kommunikation aber Spass macht,  tue ich so als ob und bin mir dabei  allem, was ich tue, voll bewußt. Ich kann im Grunde tun und sagen, was ich will, eben weil ich mir BEWUSST bin, was ich tue und mir bewußt bin, dass ich mit meinem Tun und Sagen nicht identifiziert bin.


Die Seitenaufrufe
meines blogs haben sich in letzter Zeit fast verdoppelt. Die meisten Seitenaufrufe kommen aus der Ukraine. 




Das Kreuz

Advaita-Nichtzwei ist nichts anderes als Erkennen der Einheit der Gegensätze. Was darüber hinausgeht ist weder denkbar noch erfahrbar. Das Auge kann sich nicht selber sehen, deshalb ist es auch nicht möglich, "Gott von Angesicht zu Angesicht zu sehen", was m. E. dasselbe bedeutet.   Wieso eigentlich sollte man Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, wenn man im Hierosgamos die Gotteinung vollzogen hat, anders gesagt, wenn die Trennung überwunden und sich in mir die Einheit von Gott und Mensch enthüllt hat? Das wäre ja ein Rückfall in die "Du"-alität. Gott würde mir damit ja wieder zu einem persönlichen Gott, zu einem Du. Neuerliche Trennung!

Jetzt  e r l e b e   ich mein Sein als ein dynamisches Sein, es ist Ruhe  u n d  Bewegung, es ist das Zentrum des Zyklons  u n d  die Peripherie   - u n d  das Erkennen der Einheit von Ruhe und Bewegung.  Mein Bewußtsein ist ein ständiger Wechsel aus dem vertikalen höheren "Denken" bzw. Erkennen aus der Anbindung an den Ursprung und der horizontalen raumzeitgebundenen diskursiven Denke der Ratio und des praktischen Alltagsbewußtseins. Symbol dafür ist das Kreuz.
Im christlichen Kreuz versinnbildlicht sich für mich vorrangig die Metapher, den "Himmel auf die Erde zu holen": was im GEISTE der WAHRHEIT erkannt wird, wird vom (geläuterten befreiten) Verstand verarbeitet, d.h. in Worte, in Mitteilung übersetzt. Das muss so sein, auch wenn erkannt wird, dass die absolute Wahrheit durch das Fassen  in Worte nicht mehr absolut ist, sondern zur relativen Wahrheit wird.

Das christliche Kreuz ist Symbol für dynamisches Geschehen des Bewußtseins und kein Substantiv. Das Kreuz verbt sozusagen. Und darin ist unaufhörliches Erkennen, Vereinheitlichen. Bewußtseinsentwicklung bzw. Integration hört niemals auf. Es einheitet. Integriert wird alles, was erkannt wird bzw. was sich enthüllt im Gewahrseinsfokus.

Das christliche Kreuz sehe ich weniger als ein Symbol für das Leiden Christi, denn ein Sinnbild für die Auferstehung Christi/Wahres Selbst.  Vollkommenheit.


Selbsttäuschung



"Ich lasse mir nichts mehr gefallen", las ich einmal von einer Person, die sich erleuchtet dünkt.  Wer sich nichts mehr gefallen läßt, ist aber nicht zu sich SELBST erwacht, sondern zu seinem Ich.  Es handelt sich nämlich bei dieser "Drohung" um eine Absichtserklärung, da wird ein Prinzip aufgestellt.  Prinzipien haben es an sich, in die Zukunft ausgedehnt zu werden. Wer zu sich SELBST erwacht ist, bzw. tatsächlich erleuchtet ist, dem ist eine solche Aussage gar nicht möglich. Der hält beide Wangen hin, weil: wo kein Ego ist, besteht grundsätzlich auch keine Notwendigkeit, sich zu wehren. Nur wer sich getroffen und angegriffen fühlt, wehrt sich.  Es ist grundsätzlich nichts verkehrtes daran, sich zu wehren, man sollte sich nur dessen bewußt sein, wer oder was das ist, was sich wehren muss.




Magie



Da gibt es die weiße und die schwarze Magie  - Magier, die destruktives oder konstruktives Wissen vermitteln. Im alten Testament war man nicht grundsätzlich gegen Zauberei und Magie eingestellt, sondern nur gegen ihren unauthorisierte Anwendung bzw. Mißbrauch. (Autorisiert waren nur Priester und Propheten).
Jesus war kein Magier, er war ein Heiler, ein Therapeut, der tief in die menschliche Psyche sehen konnte. Seine Wunder waren Wunder der Heilung und sind immer metaphorisch, mystisch bzw. tiefenpsychologisch zu deuten,  - niemals buchstabengetreu. Christus ist Symbol für unser Wahres SELBST. In Christus als unserem Wahren SELBST wird die weiße und die schwarze Magie transzendiert. Infolge wird Magie und Mystik als EINS erkannt. Christus ist das Alpha und das Omega. Christus ist der Narr der Tarotkarte 0.
Alpha: In Adam - dem Ich auf dem Weg in und durch die Welt - ist das Wahre Selbst/Christus verhüllt.
Omega: Der Kreis hat sich geschlossen. Im Adam Kadmos wird  am Ende des Weges Christus offenbar.




Liebe

Wenn die Liebe nicht der Wahrheit verpflichtet ist, ist es keine LIEBE. Die LIEBE ist ein zweischneidiges Schwert, Yin und Yang - Yang deckt auf und Yin deckt gnädig zu.


Paradox

Nichtwissen: Die lebendige WAHRHEIT stirbt, wenn sie  in tote Buchstaben gefasst wird. Das bedeutet aber nicht, dass man über die WAHRHEIT zu schweigen habe, wie man vielleicht glauben mag. Der Verstand ist gezwungen, in Worte zu fassen, was erlebt und erfahren wird und der Bodhisattva-Aspekt, wie ich ihn verstehe, kann nicht anders, als Mitteilung zu machen - d.h. er bringt den Himmel auf die Erde. Auch wenn es nur Worte sind - dem, der ein offenes Herz hat, wird sich der Sinn enthüllen.




Gefühle

Nur wer mit seinem Denken, Fühlen, Empfindung und Intuition in Kontakt ist, weiß, was richtig und falsch ist. Der "Neo-Gläubige" weiß zwar mit dem Verstand, dass es richtig und falsch nicht gibt, geistig erkannt und transzendiert hat er die Gegensätze allerdings nicht.


Auch XY mißbraucht die nonduale Wahrheit, dass die Person keine Wirklichkeit hat, sondern nur Vorstellung ist,  als eine moralische Waffe auf der personal-dualen  Ebene. Das, was andere tun, ist falsche Vorstellung, was sie hingegen tut, ist richtig. Dass ihre Abwehr und Abneigung ebenfalls auf Vor-Stellung und Vor-Urteil beruhen, ist ihr nicht bewußt. So viele glauben, im neutralen GeWAHRsein zu sein, dabei projezieren sie nur ihre verzerrte Wahrnehmung.

Menschen, die nicht in Kontakt mit ihren authentischen  Gefühlen sind innerlich leer. Auch diese Leere wird leicht mit der Leere der Abwesenheit von Ego verwechselt.




Absolute Wahrheit

Die WAHRHEIT ist absolut, die im Herzen aufleuchtet resp. im Gewahrsein erkannt wird. Auch wenn diese WAHRHEIT nur Aspekt, Stückwerk ist, ist dieses Stückwert zwar nicht in quantitativen Sinn, wohl aber in qualitativen Sinne absolut.
Der Egomind stellt sich unter Absolut eine quantitative Größe vor, z.B. "Alles, was ist", wobei "Alles, was ist" auf seiner Vorstellung beruht, z.B. auf der Vorstellung eines Kosmos mit allen Dingen darin.

XY  ist auch einer der vielen, die sich von der Wahrheit denunziert fühlen. Kein Kontakt zu seinen Gefühlen. Er benutzt ein zahlensymbolisches System, offenbar um die geschriebenen Worte anderer zu prüfen, wobei er aber durch seine Auslegungen nur seine Vorurteile und Erwartungen bestätigt. (Was der Denker denkt, beweist der Beweisführer.)
Angst vor "zersetzendem" Chaos. Kein Vertrauen in sich selbst, braucht deshalb "Systeme". Fühlt sich schnell "geschrumpft", daher unablässig bemüht, andere zu "schrumpfen".



Aus Nityas Blog

Zitatanfang: FredoO: Gestern las ich einen Text von Jaya Nagarkatti, der Tochter von Ramesh Balsekar, in dem ich einen, wie ich finde, recht feinen Bezug zu diesem Thema erwähnt fand.
Sie schrieb über drei Fragen, die Ihren Vater zeitlebens interessierten.
1. was ist Erleuchtung / Erwachen ?
2. was wird E/E für mein restliches Leben bewirken ?
3. wie kann E/E mein tägliches Leben erleichtern.
Ich war anfangs etwas irritiert, da es so gar nicht “advaitisch” klang, sondern 2 und 3 eher (selbst-)therapeutisch ! Zitatende


Wie merkwürdig, aber auch bezeichnend, dass niemand die richtigen Schlüsse aus diesen Fragen zieht -  dass sich keiner irritiert darüber zeigt dass Ramesh B. sich ein ganzes Leben lang überhaupt mit solchen Fragen beschäftigen mußte - Fragen die nicht nur ein ausgeprägtes Nützlichkeitsdenken verraten, sondern eben auch zukunftsbezogen sind! Solche Fragen stellt sich ein spirit. Greenhorn, ein bloody Beginner. Wenn dies tatsächlich der Wahrheit entspricht, dann war Ramesh Balsekar weder erwacht noch erleuchtet. Mit solchen lebenslangen (!)  Fragestellungen hätte er sich als spirit. Meister total disqualifiziert. Solche Fragen kann sich nur ein tief schlafender Egomind ausdenken, der nach Bedeutung, Sinn, Nutzen und Zweckdienlichkeit für etwas sucht, was sich jeder Nutzanwendung entzieht -  GEIST.

Für den, der endgültige Befreiung erlangt hat, für den, der im Gewahrsein (Nichtwissen) des JETZT ruht, haben sich diese Fragen komplett erledigt.
Nachdem, was ich bis jetzt von R. Balsekar gelesen habe, kann nicht mal ich diesen Schmarrn glauben. Zugunsten Balsekars bin ich geneigt, anzunehmen, dass die Tochter sich unglücklich ausgedrückt hat. Zumindest traue ich R. Balsekar  - wenn auch keine endgültige Befreiung - soviel Gewahrsein zu, dass er das Nützlichkeitsdenken des Egos in Frage gestellt hätte und die Erkenntnis , wie "unnütz" die ganze Fragestellung ist..




Abwehr

Für mich sieht es grad so aus, als ob den vielen Westlern, die zum Buddhismus konvertieren, die Lehren des Buddhismus nur der Abwehr von Individuation/Schattenintegration dienen. Wo die Heilung der Persönlichkeit keinen Stellenwert hat, dient sie der psychol. Abwehr. (Verdrängung, RAtionalisierung und die ganze Palette der Abwehrmechanismen) Ich weiss jetzt zwar nicht, was der Buddhismus von Individuation und Integration hält, aber bislang ist mir noch keiner begegnet, der sich dafür ausgesprochen hätte -  im Gegenteil.




Vernichtungswillen?

Der Text von Arne Eckert über das Forum Erleuchtung 2014  hat bei XY voll ins Schwarze getroffen und damit sämtliche Dämonen mobilisiert erst gegen Arne E. dann gegen mich, weil ich mit diesem Text konform gehe (was die gesamte spirituelle Szene angeht)  und ebenfalls nie müde werde, daraufhinzuweisen, dass Neurose oft aus der Not eine Tugend macht und sich als Erleuchtung verkleidet. Eine Wahrheit, von der sie sich XY zutiefst angegriffen und getroffen fühlt -  in der sie nichts als destruktiven und aggressiven Vernichtungswillen sieht.
Sie erkennt nicht, dass alles was hier  "vernichtet" oder angegriffen wird, ihre Illusionen bzw. Projektionen sind - unsere "Dämonen"...
Man kann grundsätzlich davon ausgehen, dass der Mensch, der sein spirituelles Konzept/Ego mit derart kombattanten Abwehrreaktionen  verteidigen muß, wie man es bei XY immer wieder sieht, sein spirituelles Haus auf Sand gebaut hat, egal wie schön die Fassade auch bei Sonnenschein zuweilen blitzen mag.



Ganz gewöhnlich

Wenn der Baum wieder zum Baum und der Berg zum Berg geworden ist, ist man wieder ein ganz gewöhnlicher Mensch und das Bewußtsein ist das ganz normale Alltagsbewußtsein - liest man häufig in spirituellen Kontexten.  Das stimmt. Was nicht stimmt, ist aber allein schon diese Eindeutigkeit, mit der man so etwas behauptet. Denn es stimmt auch wieder nicht.  Denn wie kannst du jenseits von Ego noch ein  normaler, d.h. normopathischer Mensch sein? Mit gewöhnlich ist m. E. schlicht und einfach gemeint, dass du dich wie ein gewöhnlicher, d.h. normaler Mensch  v e r h ä l t s t .
Du trägst deine Spiritualität nicht mehr nach außen, indem du dich spirituell stilisierst in Kleidung und Verhalten, um der Welt zu zeigen, wes Geistes Kind du bist. Das alles gehört zu den eitlen Besonderheiten.
Du fällst nicht mehr aus dem gesell. Rahmen, du verhältst dich nicht mehr rebellisch und unangepasst, weil du dich von gesellschaftlichen Zwängen befreien willst,  sondern wo du Erlösung und Befreiung/Moksha erfahren hast, ist  die Anpassung an gesellschaftliche Gepflogenheiten überhaupt kein Problem mehr.Die innere Freiheit tut als ob, sie passt sich (wieder) an -  in der Welt, aber nicht  v o n  der Welt  kann sie sich deshalb freudig bzw. widerstandslos anpassen, weil sie nicht mehr identifiziert ist mit den Sitten, Gebräuchen, Tradition, Moral und anderen gesell. Zwängen und Konditionierungen. Die innere Freiheit ist a-moralisch, ohne unmoralisch zu sein. Sie hält sich (wieder) an die Gesetze und Gepflogenheiten, gibt dem Kaiser, was des Kaisers ist und begehrt nicht gegen die Umstände auf, sondern nimmt sie an, so wie sie JETZT sind. Ein Schlag ins Gesicht all jener präspirituellen Weltverbesserer und Revolutionäre, die in einem Mahatma Ghandi die höchste spirituelle Verwirklichung sehen.
Und natürlich auch ein Schlag ins Gesicht all jener weltzugewandten Befreiungstheologen und Messiasse, die daran glauben, mit politischen Mitteln das Paradies auf Erden zu errichten und  den Himmel auf die Erde holen zu können. Statt umzukehren und das Paradies in der Weltabgewandtheit - in sich SELBST -  zu finden.
Klingt krass, is aber so. Und mach dich gefasst darauf, dass du bzw. die Freiheit  dafür von den Herzensgutmenschen gekreuzigt wird!



Kunst

Jenseits von Ego kann  es m. E. keine Kunst und keinen Künstler mehr geben. Kunst ist Sublimierung, Ersatzhandlung, Kunst ist der Finger, der auf den Mond zeigt, wenn es sich denn um wirkliche Kunst handelt. Und wer braucht den Finger, wenn er den Mond hat? Was will man denn als Künstler noch ent-äußern, wenn man das ganze Universum in sich selbst findet?




Jesus

hat keine Schlangen an seinem Busen genährt und auch keine Dämonen zur Brust genommen - er hat die Dämonen in die Schweine fahren lassen!
Offenbar nimmt man an, dass ein "guter" Meister die Neurosen - das falsche Ich -  hätschelt und die (neurotischen) "Spiele der Erwachsenen" mit mitfühlender Aufmerksamkeit belohnt.
Ich selbst habe mich schon gefragt, ob ich nicht zu hart und zu scharf gegen die Dämonen (Neurose, Krankheit) angehe, wenn sie mir in den spirituellen Foren begegnen. Denn sollte es nicht in der "Außenwelt" genauso wie im Inneren sein: habe  "ich" denn nicht in  meinen Schattenprozessen die eigenen Teufel in Engel verwandelt? Und sollte "ich" dies vielleicht nicht ebenfalls "da draussen" tun? Wo bleibt da mein Mitgefühl, bitte schön!?
Ich habe keins. Ich muß tun bzw. sagen und schreiben, was ich "sehe" und mir spontan in den Sinn kommt, wenn jemand allzu massiv seine Abwehrstacheln gegen mich und meinen "Größenwahn" ausfährt.  Da gibt es kein Nachdenken, ob ich dies oder jenes besser nicht sagen sollte, weil es irgend ein "Armes Ich"  verletzen könnte.  Ich habe keine Kontrolle darüber -  ich sehe die Projektion und schicke sie stante pede zurück an den Sender.
Jesus als unser Wahres SELBST nährt auch heute noch  - wenn er überhaupt jemals als Person auf dieser Welt gelebt hat - keine Schlangen an seinem Busen. Er bringt in jedem einzelnen Menschen zuerst das Schwert, bevor innerer Friede und innere Freiheit einkehren kann. Das falsche Ich muss offensichtlich so lange auf die Mütze kriegen, bis es den Widerstand aufgibt, kapituliert und seine Ohnmacht spürt. Allein die Kapitulation des Egos ist die Voraussetzung dafür, dass Heilung/Individuation überhaupt eintreten kann.
Wie Innen so Außen.



Kritik

Die Wahrheit läßt sich nicht kritisieren. Wenn ich sage, zur endgültigen Befreiung kommst du nur über die Individuation und die Schattenintegration, dann ist dies eine unumstößliche Wahrheit - und nicht ein Weg unter vielen, wie man mancherorts annimmt.  Der "Falsche Apostel",  - der "Gläubige", der ein anderes spirituelles Konzept "postuliert" und verteidigt, indem er meine Person angreift und hinterfragt und dabei nicht selten dabei unter die Gürtellinie zielt, der projeziert und zeigt mir damit seinen Schatten und seine Angst vor diesem Schatten. Dessen spirituelles Konzept ist auf Angst gebaut. Dieser "Kritiker" projeziert seine Ängste, er ist ein Angstbeißer, dessen Kritik mitsamt seinem spirituellen Konzept auf Sand/Angst gebaut ist. Ein spirituelles Konzept, welches die Schattenintegration ablehnt, dient nichts anderem als der Abwehr. Und wo Abwehr ist, kann es niemals Befreiung geben - die endgültige Befreiung, Moksha, schon mal gar nicht!
Der Vorwurf, ich lasse nur meinen Weg gelten, ist deshalb keine Kritik, sondern ein Abwehrmanöver/AngstProjektion des "Falschen Apostels". Und Falsche Apostel kriegen auf die Mütze, d.h., die Projektionen (und die Angst oder Bedürftigkeit dahinter) werden ihm stante pede zurückgespiegelt.
Wer in dieser Form der Wahrheit ans Tanzbein pinkelt oder ständig seine Häufchen vor ihrer Tür macht, muß damit rechnen, dass ihm der eigene Deposit um die Ohren fliegt.
Wer nicht hören will, muss fühlen. Fühlen - der Weg, um der eigenen Wahrheit, der persönlichen Wahrheit ins Auge zu sehen, statt die Kellerleichen mit "nondualen" Rationalisierungen zu konservieren, wie man es bei den Falschen Apostel sieht.
Alles nur mein "Größenwahn"?  Tja, der läßt sich als solcher natürlich auch nicht kritisieren, LOL! Ich bin nur so groß, wie du dich kleinmachst.



Weltverbesserung

ist ok, solange du das nicht für spirituell hältst. Und wenn du jetzt sagst: Alles ist spirituell, nehme ich dir das auch noch weg und sage dir:  Du babbelst nur nach wie ein Papagei, was du irgendwo gehört oder gelesen hast. Erst eine eigene sog. "Letztgültige Erkenntnis" kann dir diese Gewißheit und die Einsicht geben, ... "Alles" ist nämlich erst dann spirituell, wenn du selbst spirituell bzw. "Alles" geworden bist, d.h wenn du eine vollständige personale Transformation und Heilung erfahren hast. Dann hast du auch erkannt, dass "Alles" nur ein Konstrukt deines Verstandes ist  und dass Du SELBST aus Dir SELBST heraus ALLES bist, was IST.  Und dies "Alles" ist nicht quantitav gemeint, ist keine Vielheit, sondern das, was sich dir in jedem Moment zeigt. QUALITÄT.
Als Ego/Ich bist du die Welt. Hast du dich gelassen, hast du die Welt verlassen. Als wahres überzeitliches SELBST bist du in der Welt, aber nicht von der Welt.



Transformation

Wenn die Letztgültige Erkenntnis dich nicht verwandelt hat, war es keine (geistige) Erkenntnis! Der Geist  - jede einzelne geistige Erkenntnis -  i s t   immer transformierend. IMMER!
Wenn die Leere resp. das Nichts, das du erfahren hast, nicht gleichzeitig auch (geistige)  Fülle "zeitigte", war es kein NICHTS, sondern Einbildung von "Jemand", der sich einbildet, "Niemand" zu sein. Im selben Maß das Ich abnimmt, im selben maße wächst "Gott" bzw. wird die geistige Fülle der Erkenntnis offenbar. Eine andere Fülle gibt es nicht.
Übrigens: Die materielle Vielfalt ist nicht die Fülle. Vielfalt ist ein Gedankenkonstrukt! "Vielfalt" ist in deinem Hier und Jetzt nämlich nicht konkret wahrnehmbar, sondern erscheint in deiner Birne aus dem Reservoir deines angelernten Wissens über die Welt, die es JETZT genausowenig gibt wie eine Vielfalt. Was erscheint dir, wenn du an das Wort Welt oder das Wort Vielfalt einfällt? Die Wirklichkeit oder eine Vorstellung?  Eine Vor-Stellung natürlich, ein Bild und das hältst du für die Wirklichkeit - thats the problem!
Für den endgültig Befreiten gibt es nichts anderes mehr als das  k o n k r e t e   Hier und JETZT! Was dem Ego, der unerlösten und unbefreiten Person einst unvorstellbar langweilig dünkte, - weil sie glaubte, es gäbe nichts anderes als den Flachwix und das, was sinnlich wahrnehmbar wäre,  - ist jenseits von Ego durch die "übersinnliche" Rückbindung an den Ursprung
Der Polsprung von Ego auf  das wahre SELBST (ICHBIN) bewirkte die Fokus-Verschiebung von der zeitgebundenen Linearität/Horizontalen des Egominds in die vertikale Tiefenanbindung des Gewahrseins.



Verhängnis

Mädäm I. - Das Unbefleckte Verhängnis.  Hochschädliche kurzwellige und energiereiche UVC- Abstrahlung... LOL.
Ich habe mir angewöhnt, ihre Facebook-Kommentare an mich sofort in mein Wordpad zu copieren. So schnell, wie sie die nämlich zu löschen pflegt, kann ich gar nicht darauf antworten.

Wer seine Vergangenheit nicht bewältigt, ist gezwungen sie ständig zu wiederholen. Bei diesem Wiederholungszwang sehe ich Mädäm I. nun schon seit 3 Jahren zu. Irgendwo schrieb einmal einer ihrer Igel-bin-schon-da-Gesinnungsgenossen, Vergangenheitsbewältigung sei nicht notwendig auf dem spirituellen Weg, weil es keine Person mit einer Vergangenheit/Geschichte gäbe - ein angelesener Glaubenssatz, der grobe spirituelle Unerfahrenheit preisgibt und der Abwehr von Angst dient.   Man sieht, wie der  schlußfolgernde Verstand das Pferd von hinten aufzäumt und der letzte Schritt als Ausgangspunkt für den ersten genommen wird. Die authentisch erfahrene (!) "Letztgültige Erkenntnis" , dass es mich als Person mit einer Geschichte niemals gegeben hat - ist der  l e t z t e   Schritt auf der Leiter zur Endgültigen Befreiung.
Spirituelle Falschmünzer, die  die diese "Erkenntnis" nur vom Hören-Sagen her kennen und als einen Glaubenssatz übernehmen und missionieren, ohne noch nicht mal die erste Stufe der Leiter erklommen zu haben. Dass der Rest der "Stufen" für diese falschen Apostel ebenso obsolet ist, versteht sich von selbst.




Besonderheiten

Im Gegensatz zu den verdrehten Aposteln, die in den guten und wahren  Dingen falsche und eitle Besonderheiten sehen, sehe ich z.B. eine eitle Besonderheit in deren Habitus, Spiritualität z.B. dadurch zu beweisen, dass man das Wort Ich und jede ich-bezogene Grammatik unterläßt. Da wird das Wort "Ich" durch das Wort "Hier" ersetzt. "Hier zeigt sich.... hier "erscheint"  Wut, Freude, Akzeptanz, Neutralität,   usw.
Solcherlei Gehabe zeigt Egoidentifikation, aber kein Gewahrsein. Denn nur wo Ego ist, kann überhaupt so etwas wie Wut und Freude "erscheinen".  Im neutralen Gewahrsein, d.h. im egolosen Gleichmut "erscheint" Erkenntnis und Wahrheit. Klar erscheinen auch Flachwix-Gedanken, nur haben die keine Wirkkraft mehr, mich ernsthaft wütend oder freudig erregt zu machen.
Für den, für den der Berg wieder ein Berg und der Baum wieder ein Baum ist, ist auch das Ich wieder das Ich geworden. Ohne identifiziert zu sein, ohne ich-haft zu sein, benützt er die Sprache wie jeder andere. Der Unterschied: Es ist ihm nicht mehr möglich, sich ohne Not mit guten oder bösen, richtigen oder falschen Eigenschaften zu  be-denken, ichhafte Emotionen oder Prinzipien auszudrücken. ("Ich bin jemand, der sich nie etwas gefallen läßt..., der nie wütend wird",  oder:  "Ich bin niemand, der Frauen schlägt...., Versprechen bricht ... u.ä.m. ")

Dennoch  s a g e   ich noch manchmal: "ich freue mich für dich, wenn du..."  oder "Scheiße aber auch, dass dir das passiert ist..." , oder: "Tut mir leid, zu hören..." - d.h. ich "werte" aber das sind nur scheinwertende, scheinmitfühlende soziale Geräusche, Phrasen ohne wirkliche Emotion. Wenn ich das nicht tun würde, müßte ich die Leute mit Schweigen bedienen und mich total zurückziehen. Ach so, da gibt es doch die Ultimative Option aus der nondualen Fiktion: Statt (scheinbar)  mit meinem Gesprächspartner mitzuleiden oder mich ihm mitzufreuen, antworte ich einfach auf alles, was er mir sagt: Mach dir keinen Kopp, es gibt dich ja gar nicht. Oder meiner hochemotionalisierten Nachbarin: Du bist nicht deine Gefühle! LOLOLOL!
An dieser Stelle höre ich Mädäm Incognitoh sich moralisch gerieren,  dass ein Mensch jenseits von Ego auf alle  Menschen, die er trifft,  immer friedenstiftend und therapeutisch wirkt und die Menschen immer "dort abholt, wo sie sind". Yes, Mädäm, so ist es: nämlich paradox.

Ohne an Gleichmut zu verlieren, freue ich mich mit den Fröhlichen, jammere mit den Jammernden, weine mit den Weinenden, trauere mit den Trauernden, und mehr noch: meine außergewöhnliche Gewöhnlichkeit schimpft mit den Schimpfenden und zürnt mit den Zürnenden...LOL! Und weil ich mit all dem nicht identifiziert bin, sondern quasi bei all meinem Treiben mir BEWUSST bin, dass ich nur so "tue als ob", bekommen die doch sehr ernsthaft anmutenden Worte Jesu aus dem Neuen Testament eine ganz neue köstlich-heitere Note, eine kosmisch-witzige Note, die dem bierernsten Ego vordem gänzlich fremd war, ja ketzerisch, hybride und gotteslästerlich angemutet hätte.  Hahaha - da lacht das Kind!Überhaupt ist dem göttlichen Kind die ganze Bibel ein lustiges Kasperltheater, weil völlig von aller tiefenpsychologischen oder mystischen Bedeutung entleert -   jenseits von Ego mit seinem Pathos: Nichts von heilig.
Und dennoch...


Nochmal: Alles, was ich schreibe, ist aus mir selbst heraus erkannt. Es ist mir völlig gleichgültig, was andere vor mir geschrieben oder erkannt haben. Ich schau auch nicht nach, ich lese nicht nach, was andere für Erfahrungen gemacht haben und ob es Übereinstimmung mit diesem oder jenem gibt. Mein Erkennen ist Stückwerk, aber als Stückwerk ist es für mich absolute subjektive Wahrheit. Subjektiv im Sinne von "transsubjektiv". Eine objektive Wahrheit gibt es nicht.  Es gibt nur eine Wahrheit und die muß jeder Mensch, jeder Einzelne in sich resp. aus sich SELBST heraus erkennen.