Posts mit dem Label Verstand werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Verstand werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 4. Mai 2016

Herr May zeigt uns, wie wunderbar der Weg zum Himmel ist und war







Immer wieder überrascht es mich, wenn ich bekannte Autoren finde, die mehr oder weniger heimliche Mystiker waren oder sind.

http://www.amazon.de/Friede-Erden-Gesammelten-Werke-Gesammelte/dp/3780200309/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1459861975&sr=1-1&keywords=und+friede+auf+erden+karl+may#reader_3780200309

Hier zeigt es sich mit aller Drastik
dass Herr May ein Myste war,
zeigt er doch wie wunderbar
der Weg ist, der zur Mystik weist,
wenn der Mensch nach Innen reist.



Es fasziniert mich zur Zeit,

was in der Welt so los ist. Was hat es eigentlich mit der Gender-Diskussion auf sich? Sexuelle Früherziehung durch den Staat?  Hm...Kinder fragen nach, wenn es an der Zeit ist - dann ist es auch an der Zeit auf ihre Fragen jeweils spezifisch zu antworten.  Diese Fragen nicht zu beantworten dürften den wenigsten möglich sein. LOL.

Ich habe mich lange Jahre nicht für die Weltgeschichte oder Politik interessiert, vieles ist an mir unbemerkt  vorbeigegangen, insbesondere die   90iger Jahre bis 2011. 
Ich wusste auch nicht viel vom Islam, mich interessierte die exoterische Religion nicht, sondern nur die Mystik, die Essenz der Religionen. Auffällig war mir schon, dass ich im Islam sehr wenig Mystiker fand, und  dass es mystische "GeheimOrden" gibt,  die  gewaltbereiten Ideologien huldigten und islamistisch-imperialistischen Missionierungen nachstrebten. Rumi, Idries Shah, Al Ghazzali las ich auch, doch war er wohl ein Fundamentalist, wie ich jetzt las...
Ich lese sehr viel z.Zt. und versuche zu verstehen, die Zusammenhänge und Ursachen zu erfassen, die dazu geführt haben, dass die Ideologie des Islamismus den Kommunismus ablösen konnte und warum es eine geistlose (linke) elitäre politische und intellektuelle "Elite" gibt, die dem nichts entgegensetzt.

Die Mehrheit der Menschen ist  von einer Endzeit-Stimmung und apokalyptischen Unruhe erfasst zumal die Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt wird und der Staat immer totalitärer zu werden droht. Tatsächlich hat man das Gefühl, sich im Vorfeld eines Krieges zu bewegen, auch im Anbetracht des Verschweigens bzw. der gezielten Desinformation, der man von der Seite mittlerweiler regierungstreuen - und -gesteuerten  Medien ausgesetzt ist.

Gestern fiel mir ein Artikel der Emma von 1995 in die Hände, die ein für mich neues Licht auf das Islam-Problem warf und nachdem ich mich fragte, wieviele deutsche Islam-Konvertiten es eigentlich inzwischen schon im Deutschen Bundestag gibt...
Es ist für mich lustvoll verwirrend, zu sehen, wie sich alles verschiebt, so, wenn ich z.B. sehe, wie die Linken offensichtlich immer mehr zu dem werden, was sie zu bekämpfen vorgeben: rechts. Wobei erneut die Frage auftauchte, wieso der SEINS-Philosoph Heidegger mit der Nazi-Ideologie oder der ideologische Zenbuddhismus mit einem patriarchalischem Nationalismus im Bunde stehen kann. 
Mir scheint eindeutig das Ende der Demokratie gekommen zu sein,  das war absehbar ,aber ob eine Theokratie die bessere Antwort ist, ist ebenso fraglich wie uninteressant. Alles scheint sich zu vereinheitlichen, die rechten und die linken Parteien verlieren ihren Sinn, rechts sieht aus wie links und vice versa...Ende der Blockparteien... die AfD scheint sich zu einer Art Einheitspartei für ALLE zu entwickeln. Der Islam als Religion für ALLE. Unglaublich... Spiegelungen...

Das Ende der Demokratie ist nicht das Ende der Welt Alles in der Welt ist Veränderung unterworfen, das eine stirbt, das andere erscheint, die Welt ist vergänglich und alles was darin ist. Das Problem ist wie immer, dass jede Ideologie irrtümlich glaubt, den Menschen das Paradies auf Erden zu bescheren. Die Welt, der Mensch steht so oder so  am Abgrund des Nichtseins - das merkt er aber erst, wenn ihm seine Welt(anschauung) unterzugehen droht. Die Chance in der Krise ist, dass die Menschen aufwachen, aus der Menge ausbrechen, sich individuieren - UMKEHREN! ...Dass der Mensch bzw. die Welt buchstäblich an und in sich zu GRUNDE geht.

Der Motor der Geschichte ist m. E. nicht der Kampf nach Anerkennung wie Hegel meinte, sondern allgemein gesagt, der Kampf des Egos um sein Überleben und Fortdauern - sein Ringen nach Unsterblichkeit, nach Macht, wobei das Streben nach Anerkennung dazu gehört, derweil sich das Ego sein Denkmal zu setzen bemüht ist.  Stirbt das Ego, stirbt mit ihm auch jede Geschichte.
Eine "Neue Weltordnung" in der Aussenwelt ist nur der Spiegel der NWO im Inneren. Leute wie Andreas Poppe glauben an eine Weltverschwörung, die eine NWO in der Welt konstituieren will, die Art des "Erwachens", welche er propagiert, hat aber so rein gar nichts mit dem Erwachen zu sich SELBSt, zur Wahren Natur/WAHRHEIT zu tun, sondern dabei geht es um ein "materielles" Erwachen zur relativen Wahrheit  jenseits der Lügen der Mainstremmedien. Ein Erwachen zu einer Wirklichkeit oder Realität, die genauso unwirklich ist wie die des Mainstreams.


"Michel Foucault, 

ein eifriger Student Kojéves, nahm Nietzsches Doktrin der Selbstschöpfung aus dem Willen heraus zu seiner Leitlinie. Es ging ihm vor allem darum, in eigener Person „Grenzerfahrungen“ zu suchen: in der Sexualität, , im Irrsinn, in Drogen, Sadomasochismus sogar im Selbstmord. Die Suche treibt ihn in die Psychiatrie, ins stalinistische Warschau, zu den Steine werfenden 68er Demonstranten und in die Schwulenszene von Kalifornien. Es gehörte zu den 68er Überzeugungen, dass eine neue, dezentralisierte Gesellschaft entstehen würde, von der Arbeiterklasse, aber auch von den „nichtproletarischen Massen“, wie Frauen, Gefangenen, Homosexuellen, Psychiatriepatienten. Das Resümee von Foucaults Grenzerfahrungen war die Überzeugung, dass der Mensch verschwinde, „wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand“. (14) Foucault war so selbstbezogen, dass er bedenkenlos als Aids- Kranker weiter ungeschützten Sex hatte, also von ähnlicher Gleichgültigkeit gegenüber seinen Mitmenschen war, wie Kojève."  (aus Wiki?)
Diese "Selbstschöpfung aus dem Willen heraus" ist heutzutage tres chic, sie entspricht dem Trend, den man heute Sich-selbst-immer-wieder-neu erfinden" nennt, ein Spiel mit Rollen für vom Leben gelangweilte Ennuie-Gebeutelte,  die versuchen, sich für sichselbst interessant zu machen, statt das in der Welt-Sein, das Dasein an sich, das Wunderbare der Schöpfung für interessant zu befinden.
Mit M. Foucauld konnte ich mich früher gut identifizieren, auch ich erfand mich ständig neu, ging über Grenzen und enttabuisierte sämtliche TAbus und BEgrenzungen.  Ich bin tatsächlich auch "verschwunden", aber erst dann, als ich aufhörte, mich interessant zu machen  - aufhörte mit dem Versuch, Spuren zu hinterlassen bzw. dem Ego mit seinem Rollenspiel ein Denkmal zu setzen.


IST DAS WAHR?

Einmal mehr fällt  mir folgender Buddha zugeschriebene Spruch in den Fokus: Am Ende zählen nur drei Dinge: Wieviel du geliebt hast, wie sanftmütig du gelebt hast und wie anmutig du die Dinge losgelassen hast, die nicht für dich bestimmt/gemeint waren.
Diese Sentenz impliziert eine moralitäre Aufforderung an das Ego, sich nicht um Dinge zu kümmern, die es nichts angehen.  Hm...Eine Aufforderung, die unreflektiert als eine solche übernommen wird, wird sehr schnell zum Instrument der Unterdrückung, statt zur Befreiung. Ich bezweifle, dass der Spruch von Buddha stammt.

Der Spruch wurde von meiner Schwester gepostet, in vorauseilendem Gehorsam verzichtete ich diesmal darauf, meinen Kommentar direkt darunter zu setzen und teilte den Spruch einfach nur.  Ja, man könnte sagen, die Schere in meinem Kopf,  - die sich insbesondere durch den lustfeindlichen Umgang mit Herrn K. und Frau P. in meinem Kopf konstituierte -  übte eine Art Selbstzensur, um mit meiner "Besserwisserei"  keine "religiösen Gefühle" zu verletzen und unnötige Diskussionen um Heilige Kühe zu vermeiden. Wie gesagt: Wenn ich Texte "korrigiere", ist mir der Sender und der Urheber der Texte/Sprüche herzlich einerlei, solange er sich nicht persönlich zu mir verhält. Die Korrektur hat nur Bedeutung für mich und die Schere im Kopf tut mir nicht weh und der WAHRHEIT keinen Abbruch.




Ein simples Beispiel,

wie der Verstand auch nach der Großen Erfahrung noch so gar nicht aufhören mag, Selbst-/Idealbilder zu basteln:
Im Zusammenhang mit der Bewusstwerdung, dass "ich" nicht mehr mit Körper/Materie identifiziert bin, schliesse ich bzw. der schlussfolgernde Verstand: Jetzt, da ich nicht mehr mit der Materie identifiziert bin, schminke ich mich auch nicht mehr...  interessieren mich die Materie bzw. die Dinge der Aussenwelt generell nicht mehr...
Ich kann heute quasi dabei zusehen, wie der Verstand sofort anfängt, Aussagen über sich zu tätigen bzw. dem Ich neuerlich Eigenschaft und Dauer zu verleihen - er vereinnahmt jede geistige Einsicht für sich und macht ein Zeitprojekt, ein Konzept daraus: Jetzt, wo ich dieses (oder anderes)  eingesehen habe, werde ich dies und jenes (immer) tun bzw. (immer) lassen und das Ideal-Ich wird versuchen, zu MACHEN,  - es wird versuchen, den Einsichten bzw. den Schlussfolgerungen aus den Einsichten  aktiv zu entsprechen, statt geschehen zu lassen.

Mit solcherlei Vorhaben/Absichten legt der Verstand einen neuen Baustein an sein (spirituelles) Ego, wenn Achtsamkeit bzw. Gewahrsein dies nicht verhindert.
Im Unterschied zu früher - vor der Großen Erfahrung - ist allerdings das Gewahrsein so tief, dass es sich dieses subtilen Vorgangs ganz schnell  bewusst wird und es daher zu keiner neuerlichen Identifizierung mit der Eigenschaft/Ego kommen kann.



Fehler

Ich schreibe oft, dass ich jenseits von Ego keine Fehler machen kann - das ist richtig, derweil ich an kein Wertesystem gebunden bin - manchmal allerdings bin ich nicht ungeneigt, zu sagen, dass es von mir ein "Fehler" war, persönliche Kontakte mit Spirituellen bzw. zu spirit. Forenmitgliedern einzugehen.  Es gibt nunmal keine Augenhöhe zwischen dem Persönlichen und dem Überpersönlichen, wenn das Persönliche sich weigert, seine Ohnmacht zu erklären und zu kapitulieren vor dem Überpersönlichen. Wer von mir aufgrund der persönlichen Kontakte Schonung erwartet und die überpersönliche WAHRHEIT nicht vertragen kann, die sich auch in Beziehung zum Persönlichen äussert und persönliche Wahrheit umfasst - der sollte sich bewusst sein, dass die Bekanntschaft mit mir auf Dauer keine Kuschelparty ist.   Es gibt so etwas wie Freundschaft für mich nicht mehr. Die paar wenigen persönlichen ForenBekanntschaften, die sich in den letzten 4 Jahren ergaben, scheiterten daran, dass jedes Mal eine Symbiose angestrebt wurde, die über Alles und Alle spricht, nur über sich selbst und die Beziehung nicht oder die eigenen Anteile an Konflikten bzw. was direkt vor den Augen liegt.  Da wird das aktuelle Hier und Jetzt ausgeblendet, verdrängt  und unter den Teppich gekehrt. Es wird i.d.r. nur nach Bestätigung der eigenen Glaubenssätze gesucht und das Ich dauerhaft verfestigt, indem es seine Glaubenssätze über sich verkündet: So bin ich - und niemals kann ich ein anderer werden. Ich habe es aufgegeben, dem zu widersprechen. Offenbar ist es viel einfacher, mit einfachen "normalen"  Menschen Probleme und  Konflikte anzusprechen, als mit sog. Spirituellen. 

Nachdem ich mich vom Spectrum Sein-Forum am 4. April verabschiedete,  habe ich mir nun ein paar Spiri-Seiten auf FB abonniert, denn die Doppelaxt bedarf offenbar der Belehrung, um zu lernen und des Lernens, um zu lehren. Es bedarf keiner scheinbaren Personen in einer scheinbaren Aussenwelt.  Ob die Reize von Innen heraus oder von Aussen kommen, ist der Axt egal.  Derweil ich im Moment  keine Lust mehr habe, die Axt an den Konzepten verkopfter und leicht entzündlicher Forenschreiberlinge zu wetzen,  habe ich Lust, sie an  mehr oder weniger anonymen Sinnsprüchen zu wetzen , obwohl ich die Erfahrung machte, dass die Vertreiber von Sinnsprüchen und Zitaten so sehr damit identifiziert sind, dass sie sich bei meiner "Korrektur" bzw. "Besserwisserei"oft genauso persönlich angegriffen fühlen, als wären sie die Verfasser. Die Leute spielen mir einfach zu sehr die beleidigte Wurst, derweil ich sie als Personen nicht so "würdige", wie sie das von mir erwarten.


Mein Leben

hängt an einem dünnen Faden, der jederzeit abreissen kann.  Dieses Gefühl habe ich seit der Glorreichen Auferstehung 2011. es ist,  als ob mein Körper sehr genau wüßte, dass er gelebt wird... und wie lange er gelebt wird... Alles scheint mir vorprogrammiert.




Aktuell

versuche ich mit meinem Blog aufzuholen, vielleicht gelingt es mir dann endlich einmal, täglich wenig, statt wöchentlich so viel zu editieren bzw. zu veröffentlichen..

Sonntag, 27. September 2015

Dies hohe Wort wird WAHRHEIT nennen und von der Unwahrheit es trennen...

Oh no, my Dear, da muss ich korrigieren
Was hier aus Dichtermund sich tut gerieren,
Ist eine Täuschung, lieber Mann,
Nicht Gut und Böse wird es trennen  -
Dies hohe Wort wird WAHRHEIT nennen
Und von der Unwahrheit es trennen
.

Glaube

Gurdjeff tat es: er warnte seine Anhänger, ihm zu glauben. Er meinte damit den Glauben im Sinne von Für-Wahr-Halten. Eigene Erkenntnis war gefragt. Udo Petscher schreibt gewiss viel Wahres, aber schreibt er auch, dass seine Anhänger aufhören sollten, IHM und seinen Schriften zu "glauben"? Oder macht er darauf aufmerksam, dass seine Gläubigen erst einmal ihre persönlichen Glaubenssätze unter die Lupe nehmen sollten, bevor sie die kollektiven Glaubenssätze bei anderen in die Zange nehmen - sind doch die leidenschaftlichsten und zutiefstgläubigen  Petscher-Fans, zumindest jene, die mir bekannt sind,  damit beschäftigt, ihre Überzeugungen, d.h. Glaubenssätze bezüglich Holofeeling zu missionieren und mit logischen Argumenten die kollektiven Dogmen in Frage zu stellen.

Was schreibt Petscher über Schattenintegration, was  über Achtsamkeit - die ja von Schattenarbeit gar nicht zu trennen ist?
Noch mal und immer wieder: Organisches spirituelles Wachstum fängt im Hier und Jetzt der Person an. Und zwar mit der Annahme und Achtsamkeit auf das Hier und Jetzt der eigenen Person mit ihren Gedanken, Gefühlen, allem sinnlich-körperhaftem Erleben des Körpers in seiner Interaktion  mit seinem Umfeld. Mehr als das hat man erst mal nicht. Spiritualität fängt also nicht mit der INFRAGESTELLUNG der Person an, wie es der Glaube der Radikalen Nondualisten versteht, sondern mit der Achtung und Würdigung der eigenen Person.

 Was infrage gestellt wird, sind zu allererst einmal unsere negativen Überzeugungen, die falschen Vorstellungen/Glaubenssätze, die wir von uns selbst haben, die uns "angelernt" wurden... infrage gestellt werden die Introjekte, die unser negatives Selbstbild bestimmen, weil wir uns damit identifiziert haben. Das nennt man auch Schattenarbeit. Soviel ich gehört habe, schrieb Udo P. auch über Schattenarbeit,  seine eierköpfige Jüngerschaft jedoch scheint in der Praxis nicht viel davon zu halten. Ohne Schattenarbeit werden sie weiterhin nur Petscher-Konzept-Gläubige bleiben. Es ist ja nicht schwer, ein Gläubiger zu sein und das Holofeeling-Konzept mit dem Verstand zu begreifen, wünschenswert wäre jedoch,  dass ihnen ihr Wissen irgendwann einmal vom Kopf ins Herz fällt - anders als durch Schatten"arbeit" ist es nicht möglich, die persönlichen Glaubenssätze, die unser Selbstbild bestimmen, als solche zu enttarnen und umzuwandeln.

Ich befand es jedesmal für komisch, wenn ich einen Petscherfan ab und an mal auf seine persönlichen Glaubenssätze aufmerksam machte und dann seinen kraftlosen Beglaubigungen lauschte wie z.B. : 
Ich kann dies und jenes aus diesen und jenen Gründen nicht denken, machen, tun - WEIL ICH MICH KENNE! 
...Meine Frau/mein Mann, meine Kinder sind wie sie sind und nichts wird sich daran ändern.
Egal, wie meine Frau/Mann auch ist, wenn ich sie nicht hätte, gings bergab mit mir...
ohne diesen oder jenen Menschen bin ich nichts.

Ein anderer bekennender Petscherfan und Alkoholiker sagte auf meine Frage hin, warum er sich nach sovielen Jahren Trockenheit nicht getraut habe, das Gläschen Bier zu trinken, um herauszufinden, ob es nun Alkohol enthält oder alkfrei ist. Die Antwort: Weil ich weiss, wie ich reagieren werde, wenn da Alkohol drin ist.  Auch er kennt sich, nur von wahrer Selbsterkenntnis keine Spur.
Aus solchen Antworten spricht Angst, nackte Angst aufgrund des nicht auszurottenden Glaubens,  morgen derselbe Mensch wie gestern und heute sein zu müssen, der nicht anders handeln und denken kann, als er gestern dachte. (Diese letzte Frage ist eine Frage für in Achtsamkeit und Schattenintegration Fortgeschrittene und für unbewusste Alkis kontraindiziert, klaro? )
So lahmarschig in Sachen Glaubenssätze argumentieren ansonsten  savanaroladonnerstimmige Petscher-Prediger, die zwar kollektive Dogmen erkennen und geisseln, aber ihre eigenen Glaubenssätze unreflektiert wiederholen wiederholen wiederholen - und auch wirklich daran glauben, was sie da von sich denken.
Da ist man so überzeugt, ein Jemand mit unabänderlichen div. Eigenschaften zu sein, da fühlt sich der "Allmächtige" und der "Bußprediger" so von der Vergangenheit und den Umständen determiniert, dass es zum Erbarmen ist. Ich erkläre, aber es geht ihnen nicht das kleinste Licht auf - alles, was man von ihnen  bekommt ist ein ungläubiger Blick und ein schlaff dahingeschwindeltes: Ja, ich weiss... und schon kommt im Brustton der Überzeugung der nächste Glaubenssatz und der fängt vorlieblich mit "Aber, ..." an.

Um persönliche Glaubenssätze zu eliminieren, bedarf es des Gefühlseinsatzes, nicht der Logik. Wer sich nicht ans Eingemachte traut, der argumentiert mit kalter Logik. Dogmen, Glaubenssätze lassen sich aber nicht mit logischer Argumentation aus der Welt schaffen, allein das Herz-Verstand-vereinigende Gewahrsein - der alles Unwahre vernichtende Strahl der Bewusstheit tut das.
Ganz ähnlich wie es der Gläubige Einäugige Nondualist tut, tut auch der Einbeinige Petscher-Gläubige: er zäumt das Pferd von hinten auf, d.h. er negiert und leugnet die Person und damit die individuelle Basis, von der aus Heilung und Heil seinen Anfang nimmt. 


Ideale

Es ist keineswegs so, wie ich früher immer annahm, dass man jenseits von Ego immer alles,wessen man  beschuldigt wird,  "demütig" auf sich nimmt, nichts rechtfertigt, nichts korrigiert oder dementiert, weil man selbst ohne Widerstand sei und nur noch reiner Gleichmut sei, der alles . Das ist ein Mythos.  Diese oftmals gefühlsduselig klingenden  Legenden, die sich um diesen Mythos ranken, darf man nicht glauben. Es ist alles ganz anders - Totaliter aliter.  Ich denke da grad speziell an diese Zen-Legende vom "Weisen", der von einer Frau zu Unrecht beschuldigt wurde, der Vater ihres unehelich geborenen Kindes zu sein. In dieser Geschichte übernimmt Der Weise für die nächsten Jahrzehnte widerstandslos die ihm zugedachte VaterRolle, ohne die Vaterschaft zu dementieren oder die Dinge richtigzustellen. In meiner Sicht ist das  kein Weiser oder Edler, sondern ein Heiliger - nicht zur Nachahmung empfohlen. (Um ein Weiser oder Edler zu werden, muss  auch die Heiligkeit transzendiert werden)
Das klingt ziemlich krass, darf aber m.E.nicht als Ideal oder Vorbild eines Endgültig Befreiten dienen, sondern  nur der Verdeutlichung einer "vollkommenen" Annahme, Widerstandslosigkeit und Wertungsbefreitheit - Tao.Ob eine solche vollkommene 100%ige Annahme für den Endgültig Befreiten immer und zu allen Zeiten jederzeit möglich ist, bezweifle ich.
Solchen Idealen heiligmäßig nachzueifern ist genauso krank und sado-masochistisch wie eine falsch verstandene Nachfolge Christi.

(Niedergeschrieben anlässlich der unaufhörlichen Beschuldigungen meiner paranoiden Nachbarin, die mir regelmäßig unterstellt, in ihre Wohnung einzubrechen, was ich regelmäßig dementiere. Nicht aber dementiere ich, wenn sie ebenso regelmäßig an MEINEM Geisteszustand zweifelt. LOL.)
.

Es ist erstaunlich,

dass sehr viele intelligente  Menschen/Sucher den Unterschied zwischen Wahrnehmung und Interpretation/Schlussfolgerung überhaupt nicht kennen. Sie möchten z.B., dass man ihren Erzählungen bzw. ihren Wahrnehmungen  Glauben schenkt, hört man näher hin, suchen sie aber meist nur Bestätigung für ihre Schlussfolgerungen und ihre Intepretationen ihrer Wahrnehmungen - wobei es sich bei diesen "Wahrnehmungen" oft gar nicht um konkrete Wahrnehmung handelt, sondern um Vermutungen und Annahmen. Um willkürliche Attribuierung...faktenschaffende "Axiome" - Projektionen.


Projektion:

Wo ein Affe hineinschaut, kann kein Weiser herausschauen. Ich behaupte gerne, dass dieser Spruch von Buddha stammt, egal, wer immer ihn getextet haben mag,  LOL.  Der Spruch lautet wörtlich: Ein Buch ist ein Spiegel - wenn ein Affe hineinschaut, kann kein Weiser herausschauen.
Damit ist ganz allgemein der Vorgang der Projektion gemeint, z.B. was man in die Worte eines Buches oder eines Menschen hineinlegt...den Sinn, den man Worten und Verhalten eines anderen unterlegt/unterstellt - vor allem dysfunktionale Attribuierungen und faktenschaffende Unterstellungen und was unser Affe da so alles im Sortiment hat.
Buddha hätte vielleicht gesagt: Die Welt ist ein Spiegel...

Ein Mensch, den dieser Spruch trifft, erfasst i.d.R. den Sinn nicht, sondern reagiert spontan beleidigt und sollte er den Sinn erfassen, ebenso - z.B. das religiöse Ego eines Schriftgelehrten, des Second-Hand-Wissers. Ein solcher wird sich tödlich beleidigt fühlen und mir sogleich beweisen wollen, dass Buddha niemals so einen Spruch abgelassen hätte. LOL. Das mag sein, aber es ist gleichgültig, wie der NAME des Verfassers ist.  Huang Po, Linji oder wie sie alle heissen. Der Buddhageist ist immer derselbe. Auch im Christentum, LOL.
Der "Religiöse Schriftgelehrte" oder der Priester ist nicht nur ein  personifizierter autoritätshöriger Aspekt, es ist der mit religiösem Wissen identifizierte Ego-Anteil bzw. ein Archetyp in einem jeden von uns.  Da glaubt man nur das, was irgendwo von irgendeiner religiösen oder wissenschaftlichen  sozusagen  "staatlich anerkannten" Autorität  geschrieben oder gesagt wurde. So einer  braucht immerzu Beweise und Überprüfung, Vergleich... Sicherheit.

Jeder, der  auf den "Marktplatz" geht und die unerhörte WAHRHEIT mit unerhörter Vollmacht ausspricht kommt in die biblische Situation des Jesus von Nazareth. Das Neue Testament liefert uns alle Bilder, die dem Finder in seinem Leben begegnen werden.

Mathäus 13.55 "....und kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Schule, also auch, daß sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten? 55Ist er nicht eines Zimmermann's Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria? und seine Brüder Jakob und Joseph und Simon und Judas? 56Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles?"

In derselben Situation ist der Mensch/Finder auch, wenn er mit einem Spirituellen (Sucher) hauptsächlich auf der persönlichen Alltagsebene verkehrt und dann plötzlich die allgemeine und vertrauliche Bahn verläßt und die Unpersönliche WAHRHEIT aus ihm spricht. Der Andere, das  Ego des Anderen wird sich beleidigt fühlen, weil es aus der "Augenhöhe" geworfen wurde. (Ein "Finder" ist in meiner Definition jemand, der sich SELBST gefunden hat, d.h., der den ganzen Weg gegangen ist und dessen Ego "verbrannt" wurde.)
Ich bin mir voll bewusst darüber, wie anmassend und hybrid sich meine Worte für den Egomind anhören, der da doch nur sieht, wie sich jemand  mit Jesus und Buddha vergleicht. Das wird er solange anmassend finden, als er noch nicht "umgekehrt" ist und Jesus als den Archetyp des SELBSTrepräsentanten in sich SELBST gefunden hat. Den inneren Heiler.
Auf dem Großen WEG wird man immer wieder vor innere Forderungen gestellt, die ein absolutes JA fordern - ein Ja auf Leben oder Tod. Erst nach dem Tod des Egos erkennt man, dass man nie eine andere Wahl hatte, als JA zu sagen.

Man muss als in der Argonautik  unerfahrener (christlicher) Mystiker schon gut auf seinen Geisteszustand aufpassen, denn als Christ identifiziert man sich ganz fix mit dem neuen wiedergeborenen  Messias, der nach ganz  wie Jesus damals auftritt, genauso spricht und dieselben Wunder tut. Du fühlst dich berufen, auserwählt. Es ist sehr gefährlich und auch oft sehr angsterregend, wenn man sich mit Jesus  identifiziert und nicht weiss, dass es sich um einen Archetyp handelt, der in jedem Menschen als Wahres SELBST west.  
In den  Schattenintegrationsprozessen lernte  ich, Projektionen zu erkennen und  zurück zu holen und so habe  ich relativ schnell solcherlei Gedanken als das erkannt, was sie waren: in die Ferne schweifenden Befürchtungen, Bilder, Vorstellungen des Verstandes,mit denen ich  mich als eine bestimmte Person  (z.B. als Messias) in die Zukunft projezierte. (Da besteht aber auch eine ganz große Ego-Inflations-Gefahr, weil sich die Person, das Ego mit den Bildern identifiziert, solange es noch nicht geläutert ist.)  Ich lernte mich mit Achtsamkeit in meinem persönlichen Hier und  Jetzt zu verankern: Ok, JETZT habe ich Angst, JETZT befürchte ich dieses oder jenes...JETZT denke/fühle ich so....Und bekräftigte mich immer mehr darin, dass ich absolut nicht wissen kann, was sein wird, wenn...
Auf diese Weise wurde ich meiner Ängste Herr und mir wurde bewusst:  Es waren nicht die Visionen, die inneren Bilder, die mir Angst machten, es waren meine diesbezüglichen Re-Aktionen - die Interpretationen, Gedanken und Schlussfolgerungen...

Wenn du DAS einmal verstanden hast, dann kann dich nichts mehr so leicht ängstigen! Es wurde mir dann allmählich zu einem Automatismus, mir bei allem, was mir so in den Kopf kam, zu sagen: so denke ich JETZT! Egal, um was es sich handelte, Vorhaben, Pläne oder Absichten, dies oder jenes zu tun oder zu sagen... Auf diese Weise lernte ich langsam, meine hinaus-schweifenden Gedanken zurückzuholen und meinem zukunftsweisendem und vergangenheitsverliebten Kopfkino die Nahrung, die Bilder zu entziehen. Auf diese Weise erkannte ich auch die Entstehung von guten, heiligmäßigen Idealbildern, denen das Ego bei allem, was es tut und sagt, nicht aufhören will, nachzueifern bzw. zu entsprechen.

Wahrnehmung und Interpretation - das sollte  man neben der Achtsamkeit als spiritueller Sucher zu seinem Hauptthema machen. Die meisten Spirituellen bauen lieber an spirituellen Luftschlössern und träumen von DEM  "Goldenen Augenblick", statt auf dem Boden zu bleiben  - oder auf die Erde zurückzukommen, wenn sie diesen AUGENBLICK schon einmal geschmeckt haben - und  in ihrem ganz gewöhnlichen/persönlichen Hier und Jetzt auf ihr Denken und Fühlen zu achten, auf ihre (verzerrte) Wahrnehmung und deren Intepretation.  Eigentlich gibt es keine verzerrte Wahrnehmung, sondern nur eine die Wahrnehmung verzerrende Deutung.

Meditation sollte m. E. primär dazu dienen, sich der Mechanismen des Denkens und Fühlens gewahr zu werden und nicht dazu, diese Mechanismen zu verändern. Statt dessen wird fälschlicherweise oft versucht, sich vor der Zeit seines Körpers bzw.  der Gedanken "desidentifizierend" zu entleeren, oder erfolglos und demzufolge frustriert,  versucht, sie "vorbeiziehen" zu lassen.
Man kann sich gar nicht dagegen wehren: wo Achtsamkeit für das Hier und Jetzt der Person stabilisiert ist,  leitet sie ganz von SELBST über in den (gewahrheitsbildenden) Individuationsprozess der Persönlichkeit; hierbei  geht es zunächst um die Desidentifikation/Demontage der falschen, kranken Ich-Anteile, des neurotischen Egos und seiner Abwehrmechanismen. In diesem Zusammenhang findet eine Identifizierung mit den gesunden geheilten Ich-Anteilen statt - mit den enttabuisierten Gedanken und Gefühlen und  natürlichen Trieben des Körpers  - des "natürlichen Menschen".   In dieser Identifikation identifiziere ich mich voll mit "Heilung", d.h. mit meinem geheilten Körper und seinem gesunden Denken und Fühlen: Ich BIN mein Körper! Ich BIN meine Gefühle, Gedanken, Empfindungen.

Was nun niemand wohl so recht versteht von den einäugigen Spiritanten (zur Erklärung: Mit dem Begriff "Spiritanten" meine ich alle einäugigen resp. einbeinigen Nondualisten und Gläubige, die die Persönlichkeit vorzeitig eliminiert sehen wollen, statt die Notwendigkeit der Individuation einzusehen)  ist der Umstand, dass in diesem Prozess in einem weiteren Schritt  eben diese Identifikation mit dem geheilten Ich, - der "Natürliche Mensch" - wiederum einer Desidentifzierung unterzogen wird, d.h. ich erkenne hier ganz BEWUSS:  Ich bin NICHT mein Körper, ich bin NICHT meine Gedanken, Gefühle usw.  -
So - und in dieser neuerlichen Erkenntnis wird das geheilte Ich transzendiert, d.h. auf einer höheren Stufe  in das Wahre SELBST integriert - in die Einheit.  Zu integrieren bedeutet nichts anderes, als zu "vereinheitlichen".
Das will oder kann man so oft nicht verstehen:  dass man auch das Ich, welches  im harten Individuationsprozess errungen wurde, wieder hingeben muss. Man kann sich nicht ausruhen...
Herr Callida wie wohl die meisten seiner Kollegen von der dualistischen Spiri-Front glauben daran, dass der "natürliche Mensch" das Non-Plus-Ultra der Evolution ist.
Der Individuationsprozess kann nicht für sich allein existieren als eine abgeschlossene Entität für sich,  sondern führt immer in die Einheitserfahrung von Mensch und Gott. Es gibt m. E. kein Stehenbleiben bei der Heilung, auch Heilung wird von SELBST transzendiert. Wenn der personale Heilungsprozess abgeschlossen ist, gibt es kein Zurück mehr in den alten kranken Zustand des Alten Adam, der Transzendierungsprozess nimmt seinen Lauf, ob man will oder nicht... aber da ist der  Eigenwille auch schon umgewandelt und der Widerstand nicht mehr ganz so stark wie zu Anfang.
Seelische Heilung führt immer ins geistige Heil (Ganzheit).

So - noch klarer kann ich es wirklich nicht ausdrücken. Der SELBSTfindungsprozess, den ich hier beschrieben habe und am eigenen Leib und Seele erfahren habe, gilt für alle Menschen. Der Große WEG ist der Große WEg für alle Sucher, nur die religiösen Bilder sind andere. Es gibt keine geistige Wiedergeburt, keine Endgültige Befreiung, kein  dauerhaftes GEwahrsein ohne Individuation - ohne die Heilung der Persönlichkeit. Auch wenn viele Wege nach Rom führen - an der Individuation/Schattenintegration  führt kein Weg vorbei! Das Ende der Reise zu sich SELBST ist der Anfang einer neuen Reise in die unendliche Weite des inneren Raumes, der Leere, die die Fülle ist. Da spielt kein Jesus mehr eine Rolle, kein religiöses oder spirituelles Pathos - NICHTS! Und dennoch...

Die bekennenden  Leere&Nichts-Befürworter vergessen immer viel zu leicht, dass es dort, wo die Maske gefallen und das Individuum geheilt ist,  eine neue PERSÖNLICHKEIT herangereift ist, die, da mit dem WAHREN SELBST vereinigt,  die Vollmacht erworben hat, die WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT zu erkennen und die Frohe Botschaft - natürlich durch den Filter dieser neuen Persönlichkeit  - auch auf ihre einzigartige individuelle Weise verkündet. Nicht wie Jesus, nicht wie Buddha... Die WAHRHEIT ist immer dieselbe, nur die Art der Verkündigung ist persönlich gefärbt und der Marktplatz ist auch nicht der von Nazareth oder
Der Marktplatz ist für viele WAHRHEITSverkünder heute das Internet - wo sie die meisten Leute erreicht. Es sind Vorurteile, wenn man da  sagen hört, dass ein Jesus, ein Buddha niemals im Internet, geschweige denn in einem Forum seine Botschaft verkünden würde. Das zeigt nur, wie sehr sie sich selbst für viel zu gering achten... Der GEIST weht wo er will.


Früchte vs. FRÜCHTE

12 Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten. (Matthäus 22.36-40) (Römer 13.8-10) (Galater 5.14)
   13 Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. (Lukas 13.24) 14 Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden. (Matthäus 19.24) (Apostelgeschichte 14.22)
   15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. (Matthäus 24.4-5) (Matthäus 24.24) (2. Korinther 11.13-15) 16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? (Galater 5.19-22) (Jakobus 3.12) 17 Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte. (Matthäus 12.33) 18 Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. 19 Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. (Matthäus 3.10) (Johannes 15.2) (Johannes 15.6) 20 Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
   21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. (Römer 2.13) (Jakobus 1.22) 22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan? Zitatende

Ja, an ihren Früchten WERDET ihr sie erkennen, "werdet", dann nämlich, wenn ihr Augen habt zu sehen und Ohren zu hören - anders gesagt: Gewahrsein, Bewusstheit! (Blindheit, Unbewusstheit - der Egomind aber wertet irrtümlicherweise  g u t e Taten als die Früchte der Erfüllung/SELBSTrealisation.)
In einer deutschen Bibelübersetzung werden Früchte als Taten übersetzt.  Das ist m. E. irreführend. Denn gerade an den Taten lässt sich ein SELBSTrealisierter (Meister) eben  n i c h t   erkennen. 
Für den "religiotischen" Egomind  steht fest: die Früchte,  an denen man einen rechten Propheten erkennt, sind Taten und zwar g u t e ! Das Ego kann sich in anderen nämlich nur selbst wahrnehmen, d.h. es wird allen Taten des Meisters Ego-Eigenschaften/Wertungen unterlegen: Hilfreich, edel, gut muss er sein; wenn er das augenscheinlich nicht ist, dann wird sein göttlicher Gleichmut und Gelassenheit  als Gleichgültigkeit bewertet, seine SELBSTgewissheit als autoritär-hybrides Gehabe, Absichtslosigkeit als Fatalismus - alle seine geistigen Fähigkeiten - "Virtues" - werden umgedreht in egoistische Eigenschaften.

Die Früchte von denen Jesus hier spricht, sind nicht die Früchte vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, sondern vom Baum des Wahren LEBENS, vom Baum der GEISTigen ERkenntnis. Nur wer Augen zu sehen und Ohren hat zu hören, wird die Geister unterscheiden können, die einen falschen Propheten ausmachen.
Die höchste Frucht des Geistes ist primär Bewusstheit/Gewahrsein. Des weiteren pneumatische Geistesgaben wie Weisheit, Erkenntnis, Unterscheidung der Geister, die Gabe der Schriftdeutung, Heilung, Wahr- und Weissagung. (Die Liebe fehlt, weil sie m. E. keine Frucht an sich ist, sondern die Basis der Geistesgaben, aus der alle diese Fähigkeiten fliessen.)
Jesus heilte Kranke, aber nicht um sie nur  für das (normopathische) Leben tauglich zu machen, sondern um sie für das Himmelreich "zuzubereiten". Ein Heiler, der "im Namen Jesu" den Kranken nur gesund im Sinne von symptomfrei macht, ist ein solcher "Falscher Prophet", wie er von Jesus in der Bergpredigt beschrieben wird.
"Supranatural abilities" -  mediale oder supramentale Fähigkeiten gehören m. E. nicht zu den Geistesgaben, weil sie noch an die Zeit gebunden sind. Sie treten zwar mehr oder weniger während des Individuationsprozesses auf, man sollte sich allerdings nicht mit ihnen identifizieren oder sie gar kultivieren, wie es der Magier vorlieblich tut.  Das wäre eine "spirituelle Umgehung".  Der mit der Magie identifizierte Sucher gewinnt i.d.R. an magischen Fähigkeiten (Ego) hinzu, statt diese relativen Fähigkeiten als dem  Ego zugehörig zu erkennen und loszulassen. Auf diese Weise kommt er nie durch die "Enge Pforte".


Der Verstand

des spirituellen Egos ist der sperrigste, der hartnäckigste und rechthaberischste Egomind. Auch wenn ich psychisch nicht mehr verletzbar bin, spüre ich doch die "Machart" dieses Gebildes. Wenn mir noch irgendetwas wirklich widerlich oder Ekel erregend sein könnte, dann wäre es das Spiri-Ego, was auf seinen Erfahrungen und seinem Wissen beharrt. Wenn ich von einem solchen EgoVerstand aggressiv angegangen werde, weil ich ihn bzw. seine konzeptualisierten spirituellen Erfahrungen  in Frage gestellt habe, dann spüre ich das in der Solarplexusgegend so, als ob eine  dunkel-wuchtige Barriere hochgezogen wäre zwischen mir und dem Verstand/Menschen. Gleichzeitig SEHE ich auch, wie es genau dieses "Gebilde" ist, was diesen Menschen innerlich von der WIRKLICHKEIT trennt. DAS tut mir weh.
Wer das einmal geschaut hat, der weiss, warum man sagt, dass der EgoVerstand der größte Feind des GEISTES ist.... der beschönigt den Verstand nicht mehr, indem er ihm brauchbare Qualitäten auf der personal-dualen Ebene bescheinigt. LOL.
Im Moment ist es so, dass ich darauf keine Lust mehr habe. Ich mache weiterhin Ramadama. Flurbereinigung. Der GEIST weht wo er will. Wo Egomind ist, kann er nicht wehen. Aussen wie Innen.


Ichlosigkeit


Immer wieder lese ich, dass Leute glauben, sie seien ichlos, nur um mir kurze Zeit danach das genaue Gegenteil zu demonstrieren. Beispielsweise fallen sie immer noch von einem Extrem ins andere. Wer ichlos ist, ist aber gleichmütig, der kennt keine Höhen und keine Tiefen mehr. Wer ich-los ist, ist auch nicht mehr mit dem Guten identifiziert, er hält die Welt nicht für verbesserungswürdig; es würde ihm schwerfallen, am laufenden Band in Bild und Text zu beweisen, wie schlecht die Welt ist. Horrorvideos u.a. Schreckensszenarien, die Betroffenheit und Empörung - Emotionen auslösen, die den Helferdrang wiederum aktivieren. Kurzfristig, allzu kruzfristig. Solange, bis eine andere Emotion kommt, z.B. der Zweifel... Ich kann ja nichts alleine tun, usw. blah blah blah.

Zeige mir deine Wohnung, deine Bücher oder deine Facebookseite und ich sage dir,was du bist.
So zeigen sich diese "Ichlosen" in ihren Texten noch immer entweder extrem berührt oder abgestossen von diesem oder jenem. Da lobt und tadelt man, findet jenes gut und jenes böse, fühlt sich den Veganern nahe und den Kriegstreibern ferne oder huldigt schönheitstrunken unserer wunderbaren Welt wobei klar, wird, dass die (Bedeutungs-) Leere oder das NICHTS, der diese Leute mitunter huldigen nur ein leeres Wort ist. LOL.

(Vorsicht! Das Spirituelle Ego ist ein Imitator und wird sich nicht genieren, so zu tun als ob es ichlos sei. Es wird aufhören zu tadeln oder zu loben, es wird versuchen, alles zu vermeiden, was darauf hinweisen könnte, dass es doch nicht so ichlos ist, wie es dachte und glaubte. Es wird aufhören, grauslige Bilder von der sog. Realität zu posten. Womit es allerdings schlecht aufhören kann: Es kann nicht verhindern, dass seine Hoch- oder Tiefbefindlichkeiten ans Tageslicht kommen - was speziell dann immer der Fall ist, wenn man dieses selbstlose Ich in Frage stellt, ihm z.B. die Illusionshaftigkeit seiner Ichlosigkeit vor Augen hält. Damit meine ich nicht die nonduale SCHEINBARKEIT  (Illusionshaftigkeit), sondern die ganz gewöhnliche irrige Selbstwahrnehmung  von Ichlosigkeit aufgrund falscher Vorstellung von Ichlosigkeit)



Hm hm hmmmm...

Anlässlich meiner Beschäftigung mit Wilber-Kritik fällt mir eine Kritik von Martin Erdman in den Fokus. Hmmm... Verstehe ich nicht ganz.
Also ich bin, was Gewahrsein angeht, ganz bei K. Wilber: Gewahrsein kann nicht wahrgenommen werden, weil es das Wahrnehmende ist - ganz so wie ein Messer sich nicht selbst schneiden kann, das Feuer sich nicht verbrennen, der Gaumen sich nicht schmecken, die Nase sich nicht riechen, die Augen sich nicht sehen können... usw. (Nicht das Gewahrsein an sich, sondern die QUALITÄT des WAHRnehmens im Gewahrsein wird bewusst wahrgenommen.)
Das sind alles herkömmliche Metaphern, die einem Menschen auch ganz von SELBST einfallen können, der sich des Gewahrseins bewusst geworden ist - ein Paradox, weil man sich wie gesagt des Gewahrseins als solchem eigentlich nicht bewusst sein kann, genauso wenig wie sich das Messer selbst schneiden kann. Aus meiner Sicht ist es nur eine sprachliche, eine semantische Chose. In meiner Erfahrung war es einfach so, dass ich mit dem Begriff Gewahrsein ein Wort, einen Begriff für meine Neue Betrachtungsweise, das neutral wahrnehmende Bewusstsein fand. Gewahrsein ist Bewusstheit und Bewusstheit kann sich nicht seiner selbst gewahr bzw. bewusst sein.  Wo das Ego den Dingen Bedeutung verleiht, nimmt sie das Gewahrsein weg.

Martin Erdmann schreibt, dass Wilber sich die Messer-Metapher  von Alan Watts abgeschrieben habe. Das kann natürlich auch sein, zumal dann, wenn es stimmt, dass Wilber zwecks Spracheinübung sämtliche Watts-Werke abschrieb...höhö, wie plagiatverdächtig... hehe  Ich habe früher - in der Schule -  einmal die Dichtungen des Befreiungstheologen Ernesto Cardenal und Novalis' Christenheit oder Europa u.a. abgeschrieben, in Steno, damit habe ich die monoton-grausligen Kürzel mit HERZ aufgeladen  .. vor Liebe bin ich nur so dahingeschmolzen. Damals gab's das noch... diesen Schmelz.
Nach "Stil" hat's mich nicht verlangt und dennoch hat das viele BücherLesen meinen Schreibstil gewiss beeinflusst.

Satsang mit Martin Erdmann, Jetzt-TV
http://www.jetzt-tv.net/index.php?id=411

Für mich gilt: ICH-BIN-Bewusstsein ist das Bewusstsein, das Absolute SUBJEKT zu sein, welches niemals zum Objekt werden kann. Gewahrsein ist nur ein anderes Wort für ICH BIN-Bewusstsein. Die Nase kann sich nicht selber riechen. Das Messer nicht selber schneiden... Das Auge (des Horus) kann sich nicht selber sehen.
DAS ist damit gemeint, wenn man diese Metaphern gebraucht. Egal, wo man diese Vergleiche  nun her hat, aus einem Buch, oder aus sich selbst heraus, diese Metaphern bieten sich in jedem Falle an, wenn man sich des Gewahrseins gewahr wird... Beispiele gibt es genug für einen kreativen Kopf, z.B. kann sich auch der Finger nicht selbst befingern,... da braucht man keinen Alan Watts, um einen doch recht bekannten Vergleich zu adaptieren. Und wenn adaptiert, was beweist das denn schon, ist doch nichts Unredliches dran .. Adaptieren ist noch lange nicht plagiieren - .macht doch jeder. Man muss ja nicht alles selbst erfinden.
Keine Ahnung, warum Erdmann diese Belanglosigkeit  erwähnenswert fand...



Paranoia

Ich erlebe wie ich schon schrieb,  hautnah, wie und auf welche Weise sich die Paranoia meiner Nachbarin anfühlt. Die Gefühle, besser gesagt, die "Effekte", die ihre bizarren  Beschuldigungen bei mir bewirken, scheinen exakt diejenigen zu sein, denen sie sich eingebildeteterweise von  m i r   ausgeliefert fühlt. Ich habe nun erkannt, dass dieses komische Gefühl, wenn sie wieder einmal auf mich losgeht, nichts mit mir zu tun hat, sondern ihre Angst ist, die ich übernommen habe und die sie an sich selbst verdrängt und nicht wahrhaben will.

Sehr interessant: Auf diese Weise geben die eigenen Gefühle und Reaktionen auf Menschen das wider, was im anderen Menschen, im "Täter" oder Angreifer geschieht.  Ich glaube, das ist die Grundlage dessen, was man auch Empathie nennt.  Empathie kann also nur da sein, wo man die eigenen Gefühle achtsam beobachtet. Die meisten Menschen sind deshalb nicht zur Empathie fähig, weil sie alle unangenehmen angstvollen und irritierenden Gedanken und Gefühle verdrängen.

Ihre Geschichte wird zu meiner Geschichte,  d.h. ich werde zu einer Art Sündenbock, auf dem man seine Krankheit abläd und dann in die Wüste schickt. Ist das vielleicht das Schicksal der Empathen - dass sie die Krankheit am eigenen Leibe spüren?  Ich habe mich bislang für nicht besonders empathisch gehalten... Es ist was ganz neues, was mir hier widerfährt oder bewusst wird.
Als ich vor einiger Zeit einmal die zweijährigen  Erlebnisse mit meiner Nachbarin en detail aufschrieb, musste ich am Ende laut auflachen, denn mir war klar, würde ich diese MEINE Geschichte  jemand anderem erzählen - vielleicht gar einem schwarzpädagogischen Psychiater - würde man mir nicht glauben, was ich erlebt habe, man würde ganz gewiss MIR eine Paranoia bescheinigen.  (Nochmal: Meine Nachbarin wirft mir ständig vor,  in ihre Wohnung einzudringen und Sachen kaputt zu machen, Schmuck zu stehlen, faules Obst zu verteilen usw. Das Bizarre nun  ist, dass die braune Farbe, mit der sie meinen Türgucker mal verschmiert hatte, sich zu dem Zeitpunkt  auch INNerhalb meiner Wohnung, auf der Türklinke der Wohnungstür und  Farbspritzer an der Innenseite meiner Tür befanden. Ui ui ui ... Das macht nur Sinn, wenn SIE es war, die mir vor 2 Jahren meinen Wohnungstürschlüssel aus dem Schloss geklaut hat, als ich kurz mal das Treppenhausgeländer reinigte. Woraufhin sie mich beschuldigte, IHREN Schlüssel gestohlen zu haben, um  in ihre Wohnung einzudringen. Alles, wessen sie andere beschuldigt, macht sie nämlich selbst. Ob sie sich dessen bewusst ist? Keine Ahnung. Wohl kaum, denn jetzt hat sie nicht nur überall in der Wohnung Kameras aufgestellt, sondern auch noch eine Alarmanlage an ihrer Wohnungstür, die bei jedem Öffnen ihrer Wohnungstür ein durchdringendes Pfeifen abgibt. Aber es nützt nichts - in ihren Augen kann ich durch Wände gehen.
Sie ist bekannt für ihre Beschuldigungen, egal wo sie wohnt, sie sucht sich jemand, den sie des Eindringens beschuldigen kann. Jetzt bin ich das. Wie immer lasse ich mich ein...

Erzählte ich das alles jemandem, der die Umstände nicht kennt, wäre es möglich, dass ich damit in dieselbe Situation wie meine Nachbarin komme und als vollkommen paranoid wahrgenommen würde! 

ES kommt nicht selten vor, dass das Opfer eines Stalkers so paranoid wird - dass nicht der kranke Täter, sondern das Opfer des Stalkers in die Psychiatrie eingeliefert wird. Das sollten die Opfer unbedingt vermeiden, denn in den Augen der Justiz  (und auch der Allgemeinheit) spricht sich abstruserweise das Opfer damit  quasi selber schuldig, ein Aufenthalt in der Psychiatrie bedeutet perverserweise eine Einbusse an Glaubwürdigkeit des Opfers. 

Der Täter, der Stalker wie das Opfer leiden an Paranoia. Ein jeder, der andere verfolgt, hat ja doch selbst Angst vor Verfolgung. Genauso wie jeder Dieb große Angst hat, bestohlen zu werden. LOL.

Das habe ich bislang auch nicht gewusst bzw. nicht bewusst erlebt: dass es Gefühle gibt, die auf andere übertragen werden. Jetzt ERLEBE ich das ganz BEWUSST.

Früher war ich immer das Opfer, der Sündenbock, auf dessen Rücken andere ihre Krankheiten abladen konnten. Ich konnte mich nicht abgrenzen und verschmolz mit den Wünschen und Bedürfnissen anderer, wusste selbst nicht, wer ich bin und so  introjezierte bzw. identifizierte ich mich mit dem krankmachenden "Bösen Blick",mit der Projektion (ich fühlte mich oft so krank, schlecht und böse wie manche Menschen mich sahen.)  Heute macht mir der Böse Blick meiner Nachbarin und ihre Unterstellungen nichts mehr aus,  - obwohl ich guten Grund dazu hätte, werde ich selbst nicht paranoid und habe mein Türschloss noch immer nicht ausgewechselt. Von mir aus kann jeder in meine Wohnung.... Ich habe keine Angst.


Kurs in Wundern

Der Kurs in Wundern fragt dich: Willst du lieber recht haben oder glücklich sein?
Pfui - Das ist eine ganz fiese manipulative, weil jeden Zweifel und Kritik ausschaltende Entweder-Oder-Frage, die nicht nur den den von Natur aus rechthaberischen "gesunden Menschenverstand" ausschaltet,  sondern ebenso deine Intuition. Eine erzieherische, entmündigende Frage, die zudem impliziert, dass du und jeder Leser ein pathologischer Rechthaber ist. "Recht haben wollen" ist demnach also etwas Schlechtes und Glücklichsein das Gute und die erstrebenswerte Zielvorgabe.

Bevor das Glück zuschlagen kann, muss erst einmal das Rechthaben(wollen) gelernt und akzeptiert sein bzw. das Recht auf eine eigene Meinung - das Recht auf Rechthaben -  vertreten werden dürfen. Die meisten Menschen können nicht einmal richtig von falsch unterscheiden und  haben Angst, ihre Meinung "rechthaberisch"d.h. selbstsicher und nachdrücklich zu vertreten. Viele Menschen habe gar keine eigene Meinung. Es sind gerade diese Ängstlichen, die sich eh nicht trauen, den Mund  aufzumachen, die sich solchen KIW-Fragen gehorsam & gläubig beugen um der Karotte des Glücks hinterherzujagen unbewusst dessen, dass sie damit aus der Unfähigkeit und Schwäche eine Fähigkeit - aus der krassen Not eine spirituelle Tugend basteln.
Prima Drachenfütterung! -  der Backlash dieses Drachens/Schattens wird nicht lange auf sich warten lassen... das Unbewusste, Gott läßt sich nicht bescheissen.

Rechthaben ist keine Sünde, jeder, der eine Meinung hat, will Recht haben, glaubt damit recht zu haben. Wie  rechthaberisch aber insbesondere das spirituelle Ego sein kann, sieht man u.a. an der rechthaberischen und nicht selten militanten Verbreitung spiritueller Glaubenssätze von spirituellen Meinungsmachern  in den spirit. Foren des Internets, wo man u.a.  auch den rechthaberischen Tendenzen der KIW-Gläubigen ausgesetzt ist.
Jeder Gläubige ist per se ein Rechthaber und potentieller Inquisisitor.
Recht zu haben bedeutet primär, richtig von falsch zu unterscheiden und das Richtige, Rechte zu tun und zu vertreten. Auf der ihm gemäßen dual-personalen Ebene hat der Rechthaber durchaus seine Berechtigung. Wenn jemand - Hinz und Kunz -  behauptet, dass das Gras blau sei, werde ich ihm heftigst widersprechen und auf der allgemein und weltweit anerkannten Farbe Grün bestehen. Also da will ich schon recht haben, gell?!  LOL! Keineswegs würde ich mich mit Hinz und Kunz über die "Scheinbarkeit" im Sinne der Illusionshaftigkeit der staatlich anerkannten Realität streiten, LOL. Anders sähe dies aus, wenn ich mit Herrn Callida streiten würde... im spirituellen Kontext -  man sollte die duale und nonduale Ebene nicht miteinander vermischen und die Kirche schön im Dorf lassen.

Pathologische Rechthaber sind eher selten, weit häufiger sind jene intellektuellen "Underdogs" -  Unwissende oder Neid- und Minderwertigkeitsbehaftete, die es nicht ertragen können, dass ein anderer mehr Kenntnis,Weisheit, Wissen oder Bildung hat als sie selbst. 


Samstag, 18. Februar 2012

Avocados isst man nicht, die küsst man... sagt die Eris, Unsere Liebe Frau..

Antwort an Swami Bhaktafritzchen in der 2. Oberhölle, Diskussion: Bhakti Yoga
Bhakti - also Hingabe ist die reinste Form von "Yoga" und eine ganz natürliche Frucht/Konsequenz unserer Sehnsucht nach Gott/Befreiung/Erlösung/Heilung/Erleuchtung/Liebe.
Damit meine ich, dass es nicht geübt, g e m a c h t werden kann. Es ist ein Geschehen. Allein diese Sehnsucht, diese Bewegung des Herzens zu dem hin, was wir Gott nennen oder meinen, führt zu Hingabe, ist schon Hingabe. Dort, wo mein ganzes Wesen mit diesem Wunsch/Sehnsucht ausgefüllt ist und nichts anderes mehr will, geschieht es ganz natürlich und organisch aus sich selbst heraus.

Der Verstand kann Gott nicht lieben, der fragt sich (und andere), wie soll ich das denn tun - und deshalb macht er Übungen. Wo das Herz aber schon genügend wach und offen ist, - wo diese grosse LiebesBEREITSCHAFT ist, "Bereitschaft" ist das Schlüsselwort! - da geschieht alles von SELBST. Ohne Absicht oder Plan oder Ziel. Oft ist es so, dass die Menschen gar nicht merken, dass sie schon längst auf dem WEG angekommen sind und machen Übungen, wo es gar nicht mehr nötig wäre. Das ist dann so, als ob man einem Kind das Laufen beibringen müsste.
Wo wirkliche Hingabe/Bhakti ist, folgt auch Jnana, Karma, Raja ganz wie von selbst aus reiner "Gnade" heraus. Nichts muss getan werden, weil mit Bhakti alles getan ist.
Wo wahre Hingabe ist, gibt es keine Regeln mehr, da gibt es weder Enthaltungs-/Entsagungsregeln noch Verhaltensregeln, keine Disziplinen.

ES ist dem Verstand total verrückt und man kann es nicht beschreiben, was hier geschieht und trotzdem hat man diesen Mitteilungsdrang aus reiner Freude heraus. Nur die meisten wollen es nicht hören, wenn Du selbst lebendige Erfahrungen mitzuteilen hast,- statt totes Wissen - die meisten wollen im Verstand bleiben und lieber blutleere Konzepte diskutieren. Das, Bruder, macht sehr sehr traurig. Denn es ist ja auch so, dass derjenige, der mitteilt, wiederum durch dieses Mitteilen - lebendigen Austausch/Kommunikation -selber lernt und neue Erkenntnisse gewinnt.
Die meisten Menschen wollen geführt bzw. verführt werden. Einem Menschen, der aussieht und auftritt wie Du und ich wird schon garnicht zugetraut, von höheren Dingen Ahnung zu haben. Aber wenn Du Dir einen weissen Kaftan anziehst und Dich auf Guru stylest, sind sie hingerissen. So viele von diesen selbsternannten spirituellen Lehrern würden Jesus/Krishna usw. gar nicht mal erkennen, wo er ihnen begegnete! Und zwar, weil sie noch immer im Gegensatzdenken verhaftet sind. (bzw. Spirituellen Ego).
Die Zeiten, wo man sog. Heilige Männer (und Frauen manchmal auch) verehrte, sind vorbei. Man hat sämtlichen Autoritäten gekündigt und das betrifft auch die religiösen Traditionen. Es ist die Zeit, wo das autoritäre Regime (Überich) in sich selbst erkannt und abgesetzt wird..
Die Zeit von Training/Übung und Disziplin ist vorbei, das Zeitalter des Heiligen Geistes ist das Zeitalter der Gnade, in dem nur Eines nottut: Hingabe
********
An BhaktaFritz Teil 2
Bei Eris, "Göttin der Zwietracht und Verwirrung" handelt es sich, wie ich es sehe bzw. wie ich diese Kraft/Archetyp/Wesenheit erfahre, um Attribute, die sich zerstörerisch/verwirrend nur auf den öden schnöden Mind/Verstand /Ego auswirken. Auch ist Eris die Kraft, die die Spreu vom Weizen trennt. Sie ist die göttlichfeminine mütterliche Kraft, die (positive) Trennung schafft, die Labrys der "Hexen"/Frauen, die sich durch den Dschungel des Unterbewusstseins ihre Schneisen bahnt. Trennung auch als Unter-scheidung -sgabe der "Geister".
Eris ist Geburtshelferin und Begleiterin des neugeborenen Kindes (Christus/Krishna). Möglicherweise ist Eris eine Kraft, die sich in der 5. Dimension erst zeigt (mit der ich mich gerade anfange zu beschäftigen, weil das Namenlose doch immer wieder nach Benennung ruft).
Ich erfahre "Eris" als äusserst rational und auch streng, sie lässt nichts durchgehen, pocht auf Konkretheit, ist mütterlich-erziehend in ihrer Auswirkung.
Eris sorgt dafür, dass Krishna/Christus/Kind spielen und lachen kann..
Wo ich dieser Kraft gehorche, bin ich wie ein Kind an seiner Mutter Hand, alles bejahend, alles einschliessend. Und allein in diesem Gehorsam liegt das Geheimnis der Magie, hier an dieser Hand betrittst du das magische Reich, wo sich alles zu Deinen Gunsten fügt. Das Kinderland von damals, nur diesmal vollbewusst. Das Reich der Kreativität, der Musik, der Dichtung..des Spieles! Denn in diesem Reich/Bewusstsein gibt es nicht den verstaubten Ernst des Egos, hier wird alles tänzerisch spielend, spielerisch getan, egal, was man anfasst und tut. Nichts wird mehr nach erlernter Vorgabe/Rezept getan, alles wird neu getan,alles ist Unikat. Alle Formen/Formale ist hier zerbrochen.

Bhakti, Hingabe führt letztendlich genau zu dieser mütterlichen Kraft/Hand.
Anders gesagt: Es ist die Göttin (oder deren Aspekte), die weibliche Seite der Gottheit, die uns "heim ins Reich" holt, und zwar dort, wo Christus in Bethlehem geboren wird in der eigenen Seele, bw. wo Krishna aus dem Lotus aufsteigt. Dieser "Aufstieg" ist der "Beginn" des Aufstiegs in das, was man 5. Dimension wohl nennt. Und das geschieht erst dort, wo Integration (Lotusblütenblätter) im Menschen stattfindet, Heilige Hochzeit, usw. - wo der Mythos, das WORT in dir lebendig wird, lebendige Wahrheit, lebendiges Geschehen.
Ich habe keine Ahnung, unter wie vielen Namen Eris läuft, Maria ist ein Name davon, die MutterGottes. Leider wurde sie von der Kirche radikal gezähmt.
Das hinduistische Konzept hat wieder andere Namen dafür, am Ende ists dasselbe. Ich persönlich fühle mich mit den christlichen Namen/Archetypen am wohlsten, sind alles Bilder der Seele und im Kollektivbewusstsein gespeichert.
***

Lieber Bruder BhaktaFritzchen,
ziemlich konfusing ist das Ganze im Hinduistischen Götterpantheon, zuviel Ganz-Halbgötter und Dämonen. Auf meiner Reise durch die "Unterwelt" habe ich keinen einzigen Dämonen getroffen, der ich nicht selbst gewesen wäre. Da draussen gibt es nämlich nichts. DAs was man Dämonen nennt, habe ich, zumindest in mir selbst, als abgespaltene Psychoteile meiner selbst begriffen, die, angenommen, zu Freunden transmutieren oder "Engeln."

Für Schriften interessiere ich mich nicht mehr, auch nicht für die Bibel, die Schrift bin ich, ich trage sie in mir, sind alles Bilder meiner Seele,die in den untren Welten hausen.

Ach so, nochmal zu den Dämonen: man nennt es auch den "Schatten" in der Tiefenpsychologie. Wenn ich mir Mühe machen täte, könnte ich das ganze hinduistisch-vedische Götterpantheon in tiefenpsychologische moderne Sprache übersetzen, genauso wie man es schon mit den heidnischen, griechischen und patriarchalischen Göttern gemacht hat. Auf meiner Reise waren mir solcherlei Götterkonzepte eher hinderlich als förderlich. Da hat mir die Tiefenpsychologie bedeutend bessere Erklärungsmuster meinerselbst geliefert. Oder Carl Gustav Jung mit seiner Archetypenlehre war mir auch 'ne Hilfe.

Wir dürfen nicht so ehrfüchtig auf solche alten Schriften starren. Sie waren Ausdruck der Menschen in längst vergangner Zeit, deren archaisches Bewusstsein alles personalisierte, was wir heute als Kräfte/Archetypen/ Energien bezeichnen, die in uns selbst zu finden sind...

Es ist zwar nett gemeint von Dir und auch ganz interessant, doch sag mir einen Grund, warum es mich kümmern sollte, was die Veden usw. sagen, wo ich so ziemlich "hinüber" bin im Grunde und keiner Schrift bedarf, an die ich vielleicht sogar "glauben" sollte? Ich glaube nicht an das, was du mir da erzählst, es ist nur ein Konzept für den Verstand. Und an Konzepte glaub ich schon seit langem nicht mehr..
Ich hab nämlich den Verstand verloren, der da was glauben könnte, - ganz kontrolliert und über 30 Jahre lang hinweg, das Ego, das ist auch hinüber. Es ist noch nicht so lange her, dass es den Geist so ziemlich aufgegeben hat - auch hier ganz kontrolliert und moderat und sehr bekömmlich. Weil man sich ans Sterben schon gewöhnt hat, tut es nicht mehr gar so weh..

Also: Konzepte muss man überwinden, fallenlassen, erst dann bist Du wirklich frei. Denn drüben auf der andern Seite, da gibt es keinen Gott, kein Jesus, keinen Krishna, da gibt es nur das Namenlose. Da gibt es auch kein Bhakti mehr, weil da niemand ist, dem man sich hingeben könnte. Hingeben kann man sich nur, wo es ein Gegenüber gibt. Hier ist man immer noch im Dualismus und im Gegensatzdenken befangen.
Wenn man jenseits des Verstandes ist, erkennst du ganz genau, wie Gott/Götter Dir vorher eigentlich nur eine Vorstellung, war, eine Idee, ein Konzept, ja, im Grunde war Gott nur eine Arbeitshypothese, die aber grosse Wirkung zeitigt, ganz wie in der Wissenschaft.

Es grüsst Dich mit Alaaf Helau und Namaste
ganz rational-verrückt-entrückt
die grosse Schwester

PS: Alaaf und Helau scheint dem gläubigen Verstand 'ne Blasphemie, doch jenseits von Verstand und Ego da gibt es keine Kategorien wie profan und heilig, da ist Alaaf, Helau genau dasselbe, weil alles aus der Freude stammt und daher selbe Qualität hat wie Namaste.

PS2. Zum Schluss sei Dir gesagt, dass es mir grossen Spass macht, mit Dir zu schreiben, auch wenns nicht so scheint vielleicht, im Austausch mit Dir krieg ich immer wieder neue Erkenntnis und lerne viel dazu, wenn auch nicht über Veden oder Götter anderer Coleur.
Ich pinkel Dir hier nicht ans Vedenbein - ich bringe nur die Botschaft aus dem Jenseits (des Ego/Verstandes) und die ist ziemlich lustig, wäre da nur einer, der die Signale hört...


NedlimFeb 15, 2012 12:36 PM

    Ists nicht der natürlich Fluß der Sprache
    Sprache uns gegeben
    oder die wir ham genommen
    von Eris weiß woher.
    Ists einerlei woher sie kommt
    die Sprach
    von der wir sagen diene uns
    doch lässt man loß von dieser Dienerfarce
    wird selbst ein Diener man der Sprache
    sprudelts von allein.
    Zu viel regelei und vorschrift in dem Wort
    warum solls so sein
    Viel lustger ists bisweilen
    kann man schreiben frei
    Ohne Regel die befielt
    so wie wir der Sprache
    Doch dies nur am Rande ich schweife ab
    in Sphären die zur Sache grad nichts tun
    und doch kann ichs nicht lassen
    Erheitert bin ich wenn ichs leß
    dein munteres Geschreibsel
    Frei und weg von das was Seele man genannt
    obs existiert wer weiß das schon
    mir ists egal nicht einerlei
    nein schlicht egal.
    Nicht Off Topic bist du gegangen
    das ganze Leben geht vorbei am Thema
    Ja so ists auf dieser Welt
    der eine kanns nicht leiden
    was dem andren ist sein Wort
    Dabei verbirgt sich manche Wahrheit dort
    Schreib leider zu wenig ich
    in dieser deiner Welt
    doch verzei mir bitte und versteh
    ich bin der einen dort verpflichtet
    die man nennt dort dreiundzwanzig
    Die Zeit die ists die mir fehlt
    sehr zum bedauern
    ich jag ihr ständig hinterher
    und kann sie doch nicht fangen
    und hab ich sie denn doch einmal
    schlag ich sie tot mit Koboldkram und spinnerei
    Doch Zeit ist eh ein Unding wie ich find
    Mutter Eris einst mir sagte
    alles sei zu jeder zeit und dies auch noch gleichzeitig
    Wars das heut von mir
    ich denke schon
    ein schönes ist wenn bevorzugt gern auch sein
    wünscht Nedlim allen die dies lesen

    Und gruße auch vom alten B.S.
    du weißt ja wen ich meine
    er der besser noch versteht
    was du und ich hier schreiben
    Verrückter alter Kautz
    Doch muß ich mit ihm leben
    Nunja so ists Leben eben

Antwort byMe
Lieber Nedlim, MeinLiebesKind der Göttin Eris
 und wie sie immer heissen mag...!
welche Freude wieder mal die Poesie zu hören und zu lesen,
die Dir von Bart und Lippen perlt und nicht B.S. dem Alter Ego zugehört,
wer ist das überhaupt, häh? Sag!
Bei scribd dort ist er mir schon aufgefallen
neulich, gestern erst und bin ihm just gefollowed und nicht nur dort
auch Nr. 523 hab ich jetzt betreten können ohne Stöhnen ,ohne Knirschen von Scharniern
und anderen Gelenken ... und hab dort Bwana und noch einen andern Herrn gefunden,
die Atmosphäre dort war dumpf und sehr gedrückt, warum, das frag sie mal,
die beiden glaubten sich allein im Universium haha - ach nein, das war woanders,
next door in Nr. 524, wo man sich ömmelte lasziv und ganz gewaltig Gestänklein hat verbreitet..
wahrscheinlich von Erleuchterung - von was auch immer..
Ja,Du hast recht, die Sprache ist ein komisch Ding,
besonders dort wo sie zur Waffe wird,
und komisch wird sie erst jenseits von Gut und Böse, weisste?
Da halte ich mich grad mal wieder auf mit Lust und LiebeStrollerei
hab gestern erst gehört, das nennt man auch die FünfteDimension,
na ja, wenn dem so ist, ein nettes neues Denkkonstrukt,
bin schwer am Butterflyen im Moment und LOLLING auf allen Ebenen
der Unterhöllen hier in Indras ArteficialNetz.
Und küsse Avocados aus Versehn, und Eris sagt,
die küsst man nicht, die isst man! Ja, bin ich blöd?
Nein, ich bin liebestoll, sagt sie, die Schöne,
Wenn man den Verstand verliert, verloren hat, den ödenschnöden mein ich, -
nicht die ratio, die ratio ist cleared, ganz klar, Mann - nur narrisch wirds halt ohne
das alte gute Teil, was manchen Dienst mir tat und andern auch und tut es noch...
Ach Gotttt ach Gottttt...
Du hast den Verstand noch nicht verloren, da hast du Arbeit noch zu tun,  mein alter Schwede Nedlim! Weisst Du?
Ich helf Dir aber gerne auf die Sprünge, den Rhythmus hast du schon,
nur noch nicht die volle ganze fünfte Dimension!