Immer wieder überrascht es mich, wenn ich bekannte Autoren finde, die mehr oder weniger heimliche Mystiker waren oder sind.
http://www.amazon.de/Friede-Erden-Gesammelten-Werke-Gesammelte/dp/3780200309/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1459861975&sr=1-1&keywords=und+friede+auf+erden+karl+may#reader_3780200309
Hier zeigt es sich mit aller Drastik
dass Herr May ein Myste war,
zeigt er doch wie wunderbar
der Weg ist, der zur Mystik weist,
wenn der Mensch nach Innen reist.
Es fasziniert mich zur Zeit,
was in der Welt so los ist. Was hat es eigentlich mit der Gender-Diskussion auf sich? Sexuelle Früherziehung durch den Staat? Hm...Kinder fragen nach, wenn es an der Zeit ist - dann ist es auch an der Zeit auf ihre Fragen jeweils spezifisch zu antworten. Diese Fragen nicht zu beantworten dürften den wenigsten möglich sein. LOL.Ich habe mich lange Jahre nicht für die Weltgeschichte oder Politik interessiert, vieles ist an mir unbemerkt vorbeigegangen, insbesondere die 90iger Jahre bis 2011.
Ich wusste auch nicht viel vom Islam, mich interessierte die exoterische Religion nicht, sondern nur die Mystik, die Essenz der Religionen. Auffällig war mir schon, dass ich im Islam sehr wenig Mystiker fand, und dass es mystische "GeheimOrden" gibt, die gewaltbereiten Ideologien huldigten und islamistisch-imperialistischen Missionierungen nachstrebten. Rumi, Idries Shah, Al Ghazzali las ich auch, doch war er wohl ein Fundamentalist, wie ich jetzt las...
Ich lese sehr viel z.Zt. und versuche zu verstehen, die Zusammenhänge und Ursachen zu erfassen, die dazu geführt haben, dass die Ideologie des Islamismus den Kommunismus ablösen konnte und warum es eine geistlose (linke) elitäre politische und intellektuelle "Elite" gibt, die dem nichts entgegensetzt.
Die Mehrheit der Menschen ist von einer Endzeit-Stimmung und apokalyptischen Unruhe erfasst zumal die Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt wird und der Staat immer totalitärer zu werden droht. Tatsächlich hat man das Gefühl, sich im Vorfeld eines Krieges zu bewegen, auch im Anbetracht des Verschweigens bzw. der gezielten Desinformation, der man von der Seite mittlerweiler regierungstreuen - und -gesteuerten Medien ausgesetzt ist.
Gestern fiel mir ein Artikel der Emma von 1995 in die Hände, die ein für mich neues Licht auf das Islam-Problem warf und nachdem ich mich fragte, wieviele deutsche Islam-Konvertiten es eigentlich inzwischen schon im Deutschen Bundestag gibt...
Es ist für mich lustvoll verwirrend, zu sehen, wie sich alles verschiebt, so, wenn ich z.B. sehe, wie die Linken offensichtlich immer mehr zu dem werden, was sie zu bekämpfen vorgeben: rechts. Wobei erneut die Frage auftauchte, wieso der SEINS-Philosoph Heidegger mit der Nazi-Ideologie oder der ideologische Zenbuddhismus mit einem patriarchalischem Nationalismus im Bunde stehen kann.
Mir scheint eindeutig das Ende der Demokratie gekommen zu sein, das war absehbar ,aber ob eine Theokratie die bessere Antwort ist, ist ebenso fraglich wie uninteressant. Alles scheint sich zu vereinheitlichen, die rechten und die linken Parteien verlieren ihren Sinn, rechts sieht aus wie links und vice versa...Ende der Blockparteien... die AfD scheint sich zu einer Art Einheitspartei für ALLE zu entwickeln. Der Islam als Religion für ALLE. Unglaublich... Spiegelungen...
Das Ende der Demokratie ist nicht das Ende der Welt Alles in der Welt ist Veränderung unterworfen, das eine stirbt, das andere erscheint, die Welt ist vergänglich und alles was darin ist. Das Problem ist wie immer, dass jede Ideologie irrtümlich glaubt, den Menschen das Paradies auf Erden zu bescheren. Die Welt, der Mensch steht so oder so am Abgrund des Nichtseins - das merkt er aber erst, wenn ihm seine Welt(anschauung) unterzugehen droht. Die Chance in der Krise ist, dass die Menschen aufwachen, aus der Menge ausbrechen, sich individuieren - UMKEHREN! ...Dass der Mensch bzw. die Welt buchstäblich an und in sich zu GRUNDE geht.
Der Motor der Geschichte ist m. E. nicht der Kampf nach Anerkennung wie Hegel meinte, sondern allgemein gesagt, der Kampf des Egos um sein Überleben und Fortdauern - sein Ringen nach Unsterblichkeit, nach Macht, wobei das Streben nach Anerkennung dazu gehört, derweil sich das Ego sein Denkmal zu setzen bemüht ist. Stirbt das Ego, stirbt mit ihm auch jede Geschichte.
Eine "Neue Weltordnung" in der Aussenwelt ist nur der Spiegel der NWO im Inneren. Leute wie Andreas Poppe glauben an eine Weltverschwörung, die eine NWO in der Welt konstituieren will, die Art des "Erwachens", welche er propagiert, hat aber so rein gar nichts mit dem Erwachen zu sich SELBSt, zur Wahren Natur/WAHRHEIT zu tun, sondern dabei geht es um ein "materielles" Erwachen zur relativen Wahrheit jenseits der Lügen der Mainstremmedien. Ein Erwachen zu einer Wirklichkeit oder Realität, die genauso unwirklich ist wie die des Mainstreams.
"Michel Foucault,
ein eifriger Student Kojéves, nahm Nietzsches Doktrin der Selbstschöpfung aus dem Willen heraus zu seiner Leitlinie. Es ging ihm vor allem darum, in eigener Person „Grenzerfahrungen“ zu suchen: in der Sexualität, , im Irrsinn, in Drogen, Sadomasochismus sogar im Selbstmord. Die Suche treibt ihn in die Psychiatrie, ins stalinistische Warschau, zu den Steine werfenden 68er Demonstranten und in die Schwulenszene von Kalifornien. Es gehörte zu den 68er Überzeugungen, dass eine neue, dezentralisierte Gesellschaft entstehen würde, von der Arbeiterklasse, aber auch von den „nichtproletarischen Massen“, wie Frauen, Gefangenen, Homosexuellen, Psychiatriepatienten. Das Resümee von Foucaults Grenzerfahrungen war die Überzeugung, dass der Mensch verschwinde, „wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand“. (14) Foucault war so selbstbezogen, dass er bedenkenlos als Aids- Kranker weiter ungeschützten Sex hatte, also von ähnlicher Gleichgültigkeit gegenüber seinen Mitmenschen war, wie Kojève." (aus Wiki?)Diese "Selbstschöpfung aus dem Willen heraus" ist heutzutage tres chic, sie entspricht dem Trend, den man heute Sich-selbst-immer-wieder-neu erfinden" nennt, ein Spiel mit Rollen für vom Leben gelangweilte Ennuie-Gebeutelte, die versuchen, sich für sichselbst interessant zu machen, statt das in der Welt-Sein, das Dasein an sich, das Wunderbare der Schöpfung für interessant zu befinden.
Mit M. Foucauld konnte ich mich früher gut identifizieren, auch ich erfand mich ständig neu, ging über Grenzen und enttabuisierte sämtliche TAbus und BEgrenzungen. Ich bin tatsächlich auch "verschwunden", aber erst dann, als ich aufhörte, mich interessant zu machen - aufhörte mit dem Versuch, Spuren zu hinterlassen bzw. dem Ego mit seinem Rollenspiel ein Denkmal zu setzen.
IST DAS WAHR?
Diese Sentenz impliziert eine moralitäre Aufforderung an das Ego, sich nicht um Dinge zu kümmern, die es nichts angehen. Hm...Eine Aufforderung, die unreflektiert als eine solche übernommen wird, wird sehr schnell zum Instrument der Unterdrückung, statt zur Befreiung. Ich bezweifle, dass der Spruch von Buddha stammt.
Der Spruch wurde von meiner Schwester gepostet, in vorauseilendem Gehorsam verzichtete ich diesmal darauf, meinen Kommentar direkt darunter zu setzen und teilte den Spruch einfach nur. Ja, man könnte sagen, die Schere in meinem Kopf, - die sich insbesondere durch den lustfeindlichen Umgang mit Herrn K. und Frau P. in meinem Kopf konstituierte - übte eine Art Selbstzensur, um mit meiner "Besserwisserei" keine "religiösen Gefühle" zu verletzen und unnötige Diskussionen um Heilige Kühe zu vermeiden. Wie gesagt: Wenn ich Texte "korrigiere", ist mir der Sender und der Urheber der Texte/Sprüche herzlich einerlei, solange er sich nicht persönlich zu mir verhält. Die Korrektur hat nur Bedeutung für mich und die Schere im Kopf tut mir nicht weh und der WAHRHEIT keinen Abbruch.
Ein simples Beispiel,
wie der Verstand auch nach der Großen Erfahrung noch so gar nicht aufhören mag, Selbst-/Idealbilder zu basteln:Im Zusammenhang mit der Bewusstwerdung, dass "ich" nicht mehr mit Körper/Materie identifiziert bin, schliesse ich bzw. der schlussfolgernde Verstand: Jetzt, da ich nicht mehr mit der Materie identifiziert bin, schminke ich mich auch nicht mehr... interessieren mich die Materie bzw. die Dinge der Aussenwelt generell nicht mehr...
Ich kann heute quasi dabei zusehen, wie der Verstand sofort anfängt, Aussagen über sich zu tätigen bzw. dem Ich neuerlich Eigenschaft und Dauer zu verleihen - er vereinnahmt jede geistige Einsicht für sich und macht ein Zeitprojekt, ein Konzept daraus: Jetzt, wo ich dieses (oder anderes) eingesehen habe, werde ich dies und jenes (immer) tun bzw. (immer) lassen und das Ideal-Ich wird versuchen, zu MACHEN, - es wird versuchen, den Einsichten bzw. den Schlussfolgerungen aus den Einsichten aktiv zu entsprechen, statt geschehen zu lassen.
Mit solcherlei Vorhaben/Absichten legt der Verstand einen neuen Baustein an sein (spirituelles) Ego, wenn Achtsamkeit bzw. Gewahrsein dies nicht verhindert.
Im Unterschied zu früher - vor der Großen Erfahrung - ist allerdings das Gewahrsein so tief, dass es sich dieses subtilen Vorgangs ganz schnell bewusst wird und es daher zu keiner neuerlichen Identifizierung mit der Eigenschaft/Ego kommen kann.
Fehler
Ich schreibe oft, dass ich jenseits von Ego keine Fehler machen kann - das ist richtig, derweil ich an kein Wertesystem gebunden bin - manchmal allerdings bin ich nicht ungeneigt, zu sagen, dass es von mir ein "Fehler" war, persönliche Kontakte mit Spirituellen bzw. zu spirit. Forenmitgliedern einzugehen. Es gibt nunmal keine Augenhöhe zwischen dem Persönlichen und dem Überpersönlichen, wenn das Persönliche sich weigert, seine Ohnmacht zu erklären und zu kapitulieren vor dem Überpersönlichen. Wer von mir aufgrund der persönlichen Kontakte Schonung erwartet und die überpersönliche WAHRHEIT nicht vertragen kann, die sich auch in Beziehung zum Persönlichen äussert und persönliche Wahrheit umfasst - der sollte sich bewusst sein, dass die Bekanntschaft mit mir auf Dauer keine Kuschelparty ist. Es gibt so etwas wie Freundschaft für mich nicht mehr. Die paar wenigen persönlichen ForenBekanntschaften, die sich in den letzten 4 Jahren ergaben, scheiterten daran, dass jedes Mal eine Symbiose angestrebt wurde, die über Alles und Alle spricht, nur über sich selbst und die Beziehung nicht oder die eigenen Anteile an Konflikten bzw. was direkt vor den Augen liegt. Da wird das aktuelle Hier und Jetzt ausgeblendet, verdrängt und unter den Teppich gekehrt. Es wird i.d.r. nur nach Bestätigung der eigenen Glaubenssätze gesucht und das Ich dauerhaft verfestigt, indem es seine Glaubenssätze über sich verkündet: So bin ich - und niemals kann ich ein anderer werden. Ich habe es aufgegeben, dem zu widersprechen. Offenbar ist es viel einfacher, mit einfachen "normalen" Menschen Probleme und Konflikte anzusprechen, als mit sog. Spirituellen.Nachdem ich mich vom Spectrum Sein-Forum am 4. April verabschiedete, habe ich mir nun ein paar Spiri-Seiten auf FB abonniert, denn die Doppelaxt bedarf offenbar der Belehrung, um zu lernen und des Lernens, um zu lehren. Es bedarf keiner scheinbaren Personen in einer scheinbaren Aussenwelt. Ob die Reize von Innen heraus oder von Aussen kommen, ist der Axt egal. Derweil ich im Moment keine Lust mehr habe, die Axt an den Konzepten verkopfter und leicht entzündlicher Forenschreiberlinge zu wetzen, habe ich Lust, sie an mehr oder weniger anonymen Sinnsprüchen zu wetzen , obwohl ich die Erfahrung machte, dass die Vertreiber von Sinnsprüchen und Zitaten so sehr damit identifiziert sind, dass sie sich bei meiner "Korrektur" bzw. "Besserwisserei"oft genauso persönlich angegriffen fühlen, als wären sie die Verfasser. Die Leute spielen mir einfach zu sehr die beleidigte Wurst, derweil ich sie als Personen nicht so "würdige", wie sie das von mir erwarten.
