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Sonntag, 28. Februar 2016

Es schwindet Sinn mir, Zeit und Raum, schlägt Tom de Toys den Quantenschaum


Der Künstler ist immer anwesend - wenn niemand da ist.
Heute war ich kreativ
als mir vor die Linse lief,
Herr Tom de Toys ...

Rezension der Rezension

Ist Tom de Toys nun ein hinterrücks Gotterfüllter Neuroatheist oder ein Gottverdammter tiefgläubiger Neo-Materialist?
Aus welcher Quelle entspringt der Schaum den er schlägt?  Der charmanten kreativen "Nervosität" nach, die von ihm ausgeht, scheint er mir einer jener rasanten entwicklungsüberspringen Überflieger und  QuantenSchaumschläger zu sein...
DAS fiel mir ins Auge:
Pier Zellin hat den Gedichtband außerdem für Kultura-extra rezensiert und untersucht die Gedichte  (TdT's) auf ihre lebensphilosophische Tauglichkeit:

“Das direkte Du ohne jenseitige Dimension ist vielleicht das Kernthema der Gedichtauswahl und erklärt auch den Titel. Wo früher traditionell Gott angesiedelt wurde, ist nun eine Leere, die mit konkretem Leben gefüllt wird. (…) Tom de Toys holt das ehemals Religiöse, das Heile und Heilige, ganz ins konkrete, diesseitige Leben, er zersetzt geradezu jegliche Hoffnung auf Überirdisches und bietet als philosophische Alternative einen “radikalen Kontaktismus”, der sich wie eine anti-esoterische mystische Erfahrung anfühlt”
Quelle: Neuro? Atheismus? Kombiniert? http://www.kultura-extra.de/literatur/spezial/buchkritik_tomdetoys_neuroatheismus.php
Es wird viel geredet über die Notwendigkeit einer neuen Politisierung der zeitgenössischen Lyrik, aber da noch immer Kriege und Terrorismus durch Glaubenssysteme verursacht werden, muß auch nach den spirituellen Dimensionen von Lyrik gefragt werden. Nicht nur “engagierte” Gedichte üben Gesellschaftskritik, auch spirituelle Poesie ist politisch! Alles Wissenswerte über den Gedichtband hier: www.TRANSRELIGIÖS.de
copyleft

Falls TdT dieser Kritik zugestimmt hat, dann frage ich:  eine "philosophische Alternative" wozu? zur Religion? Zum Spirit? Im GEIST, im Spirit sind ja doch alle Philosophien aufgehoben bzw. transzendiert. Spiritualität, der Spirit ist weder politisch noch unpolitisch, er läßt sich auch nicht auf Lebenstauglichkeit prüfen. LOL.
Klar ist mir aber, dass dort, wo das "Direkte Du ohne jenseitige Dimension" im Vordergrund steht,  die Trennung nicht überwunden ist, hier wird  offenbar das Zweite ohne das Eine geradezu zelebriert. Ein solches philosophisches Konzept basiert auf Trennung - ein  geteiltes Bewusstsein ist gewiss kein geheiltes Bewusstsein. - DAS ist der Grund dafür, dass die "jenseitige Dimension" fehlt! Tom de Toys pflegt offenbar eine dualistische Spiritualität, die sich auch politisch verarbeiten läßt... Allerdings ist der Terminus "Spiritualität" hierbei völlig fehl am Platze. Es fehlt ja gerade die "jenseitige" Tiefendimension, die Verbindung zum Ursprung, die die Spiritualität so jenseitig macht. LOL:  Woher aber kommt ihm nur die Erkenntnis, die ihn so nervös erregt - wenn nicht aus dem Ursprung? Aus welchen Kanälen stammen sie?
(Denn es stimmt, was er sagt: wenn der GEIST "spricht" dann spürt man das in allen Fasern, Erleuchtung (=Erkenntnis) macht alle Zellen glücklich - zumindest solange die erregende Kundaliniphase anhält. Denn wie alles im Leben,  geht auch die Kundalinierregung vorüber. Wobei mir gerade einfällt, dass es auch pathologische Ereignisse gibt, "manische Erregungen", die  Kundalini-Energien freisetzen könnten. In manischen Phasen wird nämlich der sadomaso-Zensor ausgeschaltet, das "böse" internalisierte Eltern-Ich;  das bedeutet, dass da ne Menge Raum frei wird für  Erkenntnisse aller Arten aus dem Unbewussten. Das innere Kind ist hierbei nicht kontrolliert freigelassen, sondern kreativ-explosiv in die Freiheit "durchgebrochen" und ausser Rand und Band, weil innerpsychisch kein fürsorglicher Erwachsener (Animus/Anima)  stabilisiert ist, der dem Kind   adäquate Grenzen setzen könnte.)


Tom's  "radikaler Kontaktismus"  erinnert mich an Holofeeling bzw. an die Gläubigen, die an nichts glauben, was sie nicht selbst erfahren (haben) und was nicht in ihrem konkreten Hier und Jetzt-Umfeld erscheint. Auch bei denen fehlts an der Jenseits- bzw. Tiefendimension.


 Tom de Toys scheint für sich offenbar eine neue Philosophie begründet zu haben. Einen neuen dual-Ismus, einen antimystischen Neuro-Atheismus.  Um die Trennung zu überwinden bedarf es aber des anderen Pols, der Esoterik, Mystik. Sollten sich Tom de Toys Nervenfasern wirklich an "anti-esoterischen" Erfahrungen bzw.  anti-mystischer Schau erregen..??? Die Frage nach der Quelle seiner faserergreifenden zellulären Erleuchtungen steht also noch offen, sehr gut möglich,  dass es vor allem der Sprachgebrauch des Rezensenten ist, der hier jede Klarheit beseitigt. 
Der Spirit - ein anderes Wort für  "jenseitige Dimension" -  läßt sich diesseitig weder performen noch politisieren oder unter Copyright stellen.



Die Überwindung der Religiösität, der schrift- und buchstabengläubigen erkenntnis- bzw. mystikfeindlichen exoterischen Religiösität wohlgemerkt, erlangt man nur durch das Gegenteil: der  Umkehr in die Mystik bzw. Innerlichkeit. Die Überwindung der Religion ist nicht ihre Abschaffung, sondern die Vereinigung von Exoterik und Esoterik in der Erkenntnis der Einheit der Gegensätze. Transzendierung der Gegensätze bedeutet auch die Überwindung von Krieg und Terror. Wirklich "transreligiös" ist das Bewusstsein, wenn man von der Identifikation mit seinem persönlichen und kollektiven Glaubenssystem befreit ist, transreligiös=transpersonal, ach Babylon...

Das Jenseitige ist immer das Jenseits von Ego - ein anderes Jenseits gibt es nicht.
Das Heilige ist noch sehr diesseitig, keinesfalls schon "überirdisch", - überirdisch oder überweltlich  ist nur ein anderes Wort für transreligiös bzw. transpersonal! Das Heilige ist immer noch ein diesseitiger Ego-Aspekt, der letztlich transzendiert werden muss, will man das GANZheitliche HEIL erlangen. Im Heiligen ist die Trennung noch nicht überwunden, es bedarf eines Gegenübers, eines Du, Gott. Ohne Ego bzw. Gott keine Heiligkeit, Lol.

Im GANZheitlichen HEIL hingegen sind Exoterik und Esoterik, das Aussen und das Innen, Ich und Du transzendiert, das Bewusstsein ist in der EINHEIT  letztlich auch  Jenseits von Diesseits und Jenseits, und  "Wo früher traditionell Gott - (bzw. das Ego!) - angesiedelt wurde, ist nun eine Leere, die mit konkretem Leben gefüllt wird".... 
Yipppieee, die Katze hat sich in den Schwanz gebissen! Jetzt kommen wir uns näher. Aber ich bin noch nicht fertig, die Frage bleibt, ob die Anfüllung der "Leere mit konkretem Leben" als Gipfelpunkt der Erfüllung gefühlt wird?!

Wenn man statt des Begriffs der Leere oder des Nichts das Wort GEWAHRSEIN setzt, dann hätte man die  "jenseitige" GEISTIGE Tiefendimension, die Verbindung zum Ursprung, der Quelle von Erkenntnis und Kreativität hinzugewonnen zum konkreten Leben. Denn wo nur konkretes Hier-und Jetzt-Leben ist,  geht das Bewusstsein nur in die Länge und die Breite und entbehrt der Höhe und der Tiefe - also der "jenseitigen Dimension". 
Die Frage ist für mich auch noch nicht beantwortet, wie eine (ungeteilte) Leere sein kann, wo gleichzeitig “das direkte Du ohne jenseitige Dimension" ein "Kernthema" ist. Das eine  schliesst doch das andere förmlich aus: Das Nichts oder die Leere entsteht ja erst doch durch die Aufhebung der Identifikation mit dem Ego bzw. Gott; anders gesagt, wenn Einheit realisiert wurde, ist Ich und Du transzendiert  - d.h. die Subjekt-Objekt-Trennung ist aufgehoben.
 Mir scheint, dass dieses "direkte Du ohne jenseitige Dimension" ein  eher abstraktes Gedankenkonstrukt ist -  nicht anders als das "direkte  Du" MIT "jenseitiger Dimension" -  Arrrrrrghhh....u88dz zq4jigesagojoeuiczoebecuyieureruidh $(%$)(%))()($§)()()ODUF - boing


Foto: reworked byMe
Überarbeitet am 01.03.2016


Meister

Ein wahrer Meister hält es aus, hinterfragt und kritisiert zu werden. Für ihn ist alles, was ihm begegnet  "Guru", auch Angriff und Kritik;  jedoch nicht in dem Sinne, dass er die Kritik demütig als berechtigt "annimmt", sondern insofern als die Kritik für ihn selbst nur eine weitere lernend-lehrende Bewusstseinserweiterungsaktion ist.  Dies geschieht aber nur dann, wenn er sich auf die Kritik oder den Kritiker EINLÄSST! Seit ich im Netz unterwegs bin, ist es aber so, dass ich die Erfahrung machte,  dass sich viele sog. Meister/Lehrer/ Gurus  sich nicht einlassen, statt dessen  blockieren sie, strafen ab und/oder  verschliessen sich. 

(Nur ein narzisstisch-geschlossenes System kann sich weder öffnen noch einlassen.  Ein wahrer Meister ist insofern demütig, als er weiss, dass er niemals fertig wird mit dem Lernen-(Lehren) und dass die WAHRHEIT, die er JETZT gerade ausspricht, im nächsten Moment schon Alter Käse ist.

Ein wahrer Meister ist "Param advaita", er hat die endgültige Befreiung erlangt, Moksha was zur Folge hat, dass das Universum nicht mehr von aussen, sondern in und aus sich SELBST heraus erfasst/umfasst wird. Das geschieht nicht mit einem Schlag, wie man gemeinhin annimmt,  die süße Milch der universalen Erkenntnis ersäuft dich nicht, sondern der Prozess der ALL-Umfassung ist ein moderater kontinuierlicher Prozess der Einvernahme und  Vereinnahmung - Seele isst Universum auf. Param advaita hat  Ich und Welt keineswegs aufgehört zu existieren, es  hat sich nur nach Innen gestülpt.  Param advaita gewinnt man die Welt, die man gelassen hat, von Innen her zurück.  Hat man die Welt zuvor nur durch den Verstand wissend-verstehend als ein "Angelerntes", d.h.  konditioniertes angesammeltes und gespeichertes PapageienWissen erLERNT, erfasst man sie nurmehr auf eine unwissende=dekonditionierte Weise aus sich SELBST heraus. Jesus: "Und siehe, ich mache alles NEU..."


Angelernt vs. Angelesen

Eine ganz billige und eines Meisters unwürdige Revanche ist es,  wenn sog. spirit. Lehrer oder Meister in ihrer (Kritik-) Abwehr und oftmals aggressiven Konzeptverteidigung anderen Suchern/ "Findern" stante pede die spirituelle Erfahrung/Erkenntnis absprechen und sie stereotyp beschuldigen, sie hätten sich ihre Erfahrung oder Erkenntnis nur "angelernt". Wo das Methode hat, diskreditiert sich ein "Meister" mit solchen Beschuldigungen selbst. Solche Reaktionen kommen immer aus der Abwehr.

Das sollte man wissen: Der Unterschied zwischen angelesen und angelernt ist der, dass man mit dem ANGELERNTEN Wissen das GESAMTE (!)  von Kindheit an Gelernte, also das KONDITIONIERTE abgespeicherte  VerstandesWissen meint, angelesenes Wissen beschränkt sich hingegen auf Bücherwissen.   Viele sog. Meister kennen offenbar den Unterschied nicht, so  benutzen sie z.B. den Begriff des "Angelernten" im Sinne von "angelesen" und zwar immer nur als moralischen Knüppel aus der Kritikabwehr heraus,  um andere zur Räson zu bringen und ihnen eigene Erfahrung abzusprechen. Was im übrigen ein Zeichen dafür ist, dass sie projezieren und/oder mit ihrem eigenen ("angelernten"?) Wissen/Lehre stark identifiziert sind.
Es sind dies gerade jene, die so schön von der Leere und der Scheinbarkeit sprechen können, die sich offenbar nicht einmal  BEWUSST sind, dass ALLES, was sie jemals gehört und gelesen haben, "angelernt" ist, dass alles, was ihnen die Eltern, Lehrer, die Umwelt ihnen erzählt hat, ein Wissen aus zweiter Hand ist. Und dieses "Allgemeinwissen" aus der Konserve nehmen sie immer noch für bare Münze, haben sie immer noch nicht hinterfragt und als UNWAHRHEIT (oder SCHEIN) enttarnt; ihr eigenes Wissen, ihre eigenen Glaubenssätze, d.h. ihr  spirituelles Konzept nehmen sie für bare Münze und wer diesem Konzept widerspricht, kriegt die Angelernten-Keule zu spüren. SpirIdioten! Wer solche Papageien in Aktion sehen will, muss nur mal durch die Foren streifen- man findet hier ganz besonders prächtige Papageien, die sich mit besonders schönen  Federn zu schmücken belieben und seit Jahren immer dieselbe alte Papageienleier plappern : "Da ist niemand" und mit nicht selten äusserst aggressiver Konzeptverteidigung sich selbst ad absurdum führen und zeigen, das sehr wohl "Jemand" da ist. In Wahrheit halten sie ihre Glaubenssätze nämlich nur für glaubenswerter als die deinen,  - derweil sie ihre Konzepte der Leere und der Scheinbarkeit mit einer oftmals menschenverachtenden Aggressivät und Herablassung verteidigen,  beweisen sie gerade mit dieser Verteidigung genau das Gegenteil: dass sie immer noch an der Alten BW-Ordnung haften,  indem sie an das  GLAUBEN, was sie zu  w i s s e n  meinen.
Hö hö höhnt Herr Callida da, .mich dünkts mal wieder sonderbar...
Sicher wird der schriftgelahrte Oberklugscheisser nun schleunigst einwenden, dass ja auch ich nicht minder militant das Konzept der Schattenintegration verteidige,derweil ich nicht müde werde, auf  der Notwendigkeit der Schattenintegration zu bestehen, um endgültig befreit zu werden. Mal davon abgesehen, dass alle wirklichen Meister nur die Dringlichkeit betonten, waren sie darin weder darin aggressiv noch verteidigten sie in dieser Dringlichkeit ein Konzept. Glaubt man wirklich, dass Jesus mit seinem dringlichen Ruf nach Umkehr ein Konzept missionierte? Oder hat Ramana Maharshi ein Achtsamkeitskonzept missioniert?  Oder missionierten Krishnamurti oder E. Tolle ein JETZT-Konzept? Nope, folks -  sie verteidigten kein Konzept, genausowenig wie ich ein Konzept verteidige. Denn wo tatsächlich "Niemand ist", ist auch kein Verstand, der noch imstande wäre, geistige Erkenntnis zu konzeptualisieren! Alle diese Leute haben den konzeptualisierenden Verstand transzendiert.

Horsch: Konzepte gibt es nur für den EgoVerstand! Schattenintegration,Achtsamkeit oder "Das Jetzt"  bleibt nur so lange ein Konzept, als du und all jene, derweil ihr noch mit dem Egomind identifiziert seid NICHT im Hier und Jetzt, im konzeptlosen Augenblick leb.

 
Ja, das Ewige JETZT, der Ewige Moment, der in der Zeitlosigkeit des dekonditionierten  Bewusstseins liegt, ist das Ziel der Bewusstseinsentwicklung, du kannst es aber nicht erstreben, derweil es für deinen Verstand nur eine Vorstellung ist und bleibt, derweil du immer auf der Flucht vor deinem persönlichen Hier und Jetzt bist. Diese Vorstellung und der Eigenwille, der machen will, was nicht zu machen ist, ist die Karotte, hinter der du herläufst und die du niemals zu fassen kriegst!
Was du aber tun kannst ist,  dass du erst mal im Jetzt und Hier deiner Person ankommst.  Ein anderes Jetzt steht dir nicht zur Verfügung. Das ganze Geschwafel über Erleuchtung und Erwachen - vergiß es! Buddha, Christus, Krishna, Murti, Lolosophen - vergiß sie, vergiß alles, was sie sagten.  Du hast nur dich und es kommt nur auf dich an und was du in der Birne und im Herzen hast, deshalb werde ein Bewusstseinsforscher und sei dein eigenes Laboratorium,  - alles, was du dazu brauchst, hast du schon.  Vergiß alles, was du weisst.
Nein, folks, Schattenintegration ist und bleibt nur ein  Konzept für die Widerständler und Unachtsamen, die sich gegen Schattenintegration sträuben.  Schattenintegration in Aktion ist die Frucht der Achtsamkeit/Gewahrsein und nichts anderes als ein lebendiger Aspekt des Geschehens in deinem ganz persönlichen Hier und JETZT. (Nur der schriftgelehrte Papagei (des) Meister Ikkyu glaubt, dass das Hier und Jetzt ein langweiliges abgekautes  Konzept jener Leute sei, die nichts anderes im Sinn haben als das Hier und Jetzt  (sic!)
Man sieht: Auch hinter ignoranten priesterlichen Hoh(l)heitsMasken lauert der alltägliche Wahnsinn.)

Nochmal:

Erwachen fängt in deinem persönlichen Hier und Jetzt an. Das überpersönliche SEIN enthüllt sich erst, wenn du deine persönliche Befindlichkeit  hier und jetzt annimmst.  Dekonditionierung beginnt in deinem persönlichen Hier und Jetzt. Achtsamkeit! Achte auf deine Gefühle und fühle sie, statt sie zu verdrängen oder auszuagieren.  Lerne deine authentischen Gefühle von den Maschengefühlen zu differenzieren. Maschengefühle sind neurotische Konditionierungen.  Maschengefühle sind Frustrationen, Gefühlsimitate,   - du fühlst dich verletzt,  weil du konditionierte Erwartungen an die Umwelt hast. Wenn deine ebenfalls konditionierten BEdürfnisse nicht befriedigt werden, bist du verletzt. Das nennt man auch "narzisstische Kränkung". Maschengefühle sind angelernte Gefühle. Also achte darauf, was dich verletzt und frustriert. Konditionierte Gefühle/Erwartungen/Bedürfnisse müssen gefühlt werden, um sie aufzulösen.  Hinter diesen Gefühlen steckt das angepasste (konditionierte)  innere Kind. Diese Anpassung gilt es bewusst zu machen resp. zu dekonditionieren.

Ich hatte gerade eine Woche lang lebhaften Anschauungsunterricht in Maschengefühlen. Frau X.  z.B. ist ein Muster an Frustrationsintoleranz und falscher Verletzlichkeit aufgrund von Maschengefühlen. In anklagendem Ton jammert sie  in einem fort, wie schlecht das Leben bzw. die Menschen sie behandeln...weil jemand sie nicht gegrüsst hat, ...oder bei Tisch nicht das Wort an sie gerichtet habe, die Welt ist ihr einfach nicht so zu willen, wie sie es erwartet.  Wenn jemand sich nicht an ihre angelernten (konditionierten) Benimmregeln des 18. Jahrhunderts hält, ist das für sie ein Quell ständiger persönlicher Beleidigung. Sie weiss, was "man" tut und was "man" zu lassen hat. Sie steckt voller Erwartungen und überhöhten Ansprüchen an die anderen, selbst aber tut sie genau das Gegenteil von dem, was sie von anderen erwartet  - im Grunde fordert sie,  dass sich alles und alle nur um sie zu drehen habe. Dem zugrunde liegt ein unersättliches gefräßiges Aufmerksamsdefizit - unbefriedigte Bedürfnisse des inneren Kindes, -   wenn das nicht ausreichend bzw. erwartungsgemäß  gefüttert wird, reagiert sie empört, frustriert und verletzt.
DAS sind Maschengefühle. Heilung des inneren Kindes besteht darin, die authentischen Gefühle hinter den Maschengefühlen bewusst zu machen: Angst, Ohnmacht, Kleinheit und die berechtigten Bedürfnisse nach Zuwendung und Liebe, die ein absolutes Recht haben, auf eine adäquate (!) Weise befriedigt zu werden.

Schattenintegration, Selbstannahme bewirkt Heilung, es sind dies drei Begriffe, die dasselbe Geschehen kennzeichnen und bewirken,  die Verdrängung aufzuheben, die uns in Unbewusstheit hält.  Alle drei werden von Achtsamkeit initiiert. Achtsamkeit ist der "Heilungsstrahl" und geschieht immer nur im persönlichen Hier und Jetzt. Schattenintegration ist nichts anderes als Bewusstwerdung im Hier und Jetzt.  Deswegen hat Krishnamurti auch  nicht aufgehört, sein JETZT JETZT JETZT zu betonen. Hörte nur keiner hin, weil sie das JETZT als einen Ewigen Moment phantasierten, der mit ihrem persönlichen Hier und Jetzt nichts zu tun habe. Sie starrten auf einen vorgestellten "göttlichen" Punkt Omega, derweil sie Alpha  - den Ausgangspunkt, die Person - übersprangen.
JETZT ist dort, wo Anfang und Ende als EINS erkannt sind. Erst die "Letztgültige Erkenntnis" der Einheit (Moksha oder Advaita) bewirkt die endgültige Befreiung ins Ewige JETZT - no way back.
Drum: Wer das  "Kleine Jetzt" des "Kleinen Ichs"  nicht ehrt, ist des überzeitlichen Ew'gen JETZT nicht wert.

Bevor das SELBST geboren wird, muss aber das ICH erst mal das Licht des neuen Tages erblicken - das göttliche Kind bedarf einer Hebamme bzw. einer inneren "VaterMutterGott-Instanz", um das Licht des Neuen Tages zu erblicken.  Wer glaubt, das Ich vor der Zeit in die Tonne treten zu können, wie man dies augenscheinlich mit der  Hilfe des schmerzvermeidenden Wunderkurses zu tun beliebt, der erlebt weder Weihnachten noch Ostern. weder die Geburt des göttl. Kindes  noch die Glorreiche Auferstehung in der Erkenntnis der Unsterblichkeit seiner WAHREN NATUR.  Mosksha.
Achtsamkeit ist der Führer. Es gibt keinen anderen Weg als den Weg der Achtsamkeit.

PS: Unter vielen anderen Bibliotherapeuten war es insbesondere Ronald Laing, der mir  mit seinen Werken auf dem holprigen Individuationspfad - dem Weg der Ich-(und SELBST)Werdung -  geholfen hat, meine Sinne beisammen zu halten und mein "Geteiltes Selbst" zu heilen.


Meditation

ist wohl auch passe. Ich sehe Leute, die jahrelang meditiert haben und sich immer noch hinsetzen, obwohl sie es gar nicht mehr nötig hätten, weil sie zu Meditation geworden waren - bloss gemerkt haben sie es noch  nicht, LOL.
Meditation wird überbewertet, die meisten benutzen es, um ihrem persönlichen Hier und Jetzt zu entfliehen, statt es anzunehmen. Sie suchen eine Zustandsveränderung, die aber liegt nur in der Selbstannahme des persönl. Hier und Jetzt.



Ich muss immer lachen,
wenn ich in den sozialen Medien sehe, wie sog. Meister/spirit. Lehrer sich prä mortem -  zu ihren Lebzeiten - selbst re-zitieren und ihre jahrzehntealten Texte aufwärmen.
Es hat für mich einfach so ein nachrufmäßiges SelbstbeweihräucherungsGeschmäckle... 
Ein wahrer Meister schaut  nicht zurück auf sein vergangenes Tun und Sagen.  Er kopiert sich nicht, re-zitiert sich nicht selbst.  Er wiederholt sich nicht, steigt nicht zweimal in den selben Fluss um alten Käse aufzuwärmen und als "neue" Inspiration oder als Buch zu verhökern. (Was anderes ist es, wenn seine Worte von seinen Anhängern gesammelt und veröffentlicht werden ) Für Inspiriation gibt es keine Neuauflage. Wer seinen alten Käse neuauflegt,  ist m. E. kein Meister, sondern ein Wiederholungstäter und Leichenfledderer, der sich nurmehr an  toten Buchstaben vergeht und bereichert. Lots Frau schaute zurück, sie konnte nicht loslassen, nicht vergessen. So sind wir alle, derweil wir das Vergangene nicht loslassen können und nicht einmal vor der einstmals lebendigen WAHRHEIT haltmachen.  Das Bewusstsein des Nichtwissens erlangt nur der, der vergessen und loslassen kann und sein Herz an nichts mehr hängt und haftet, insbesondere nicht an seine in der Vergangenheit erkannten  "universellen" Wahrheiten ... copyright für Alten Käse?  Pfuiiiii LOL. 


Gustav Landauer

soll gesagt haben: “Meister Eckhart ist zu gut für historische Würdigung; er muss als Lebendiger auferstehen”.
Gustav Landauer war kein Mystiker, er war nicht eines  GEISTES mit M. Eckhart, sonst hätte er gewusst, dass Meister Eckhart wie Jesus Ch.  in jedem Menschen aufersteht, in dem die LEBENDIGE Ewige Wahrheit aufersteht.  Oder umgekehrt: dass mit jedem Menschen, in dem die WAHRHEIT aufleuchtet, auch Meister Eckhart aufersteht.
Bei der Auferstehung. dem berüchtigten "Mindcrash" geht es um nichts anderes als die GEburt der WAHRHEIT.  GeWAHR-SEIN. Wird die WAHRHEIT nicht geboren, war es kein "Mindcrash".

(Auch wenn ich des öfteren von "meiner" Glorreichen Auferstehung spreche, bin ich mir doch gewahr, dass nicht "ICH", sondern die WAHRHEIT in mir auferstanden ist. Und sie ist nicht nur einmal auferstanden, sie hört nicht auf, aufzuerstehen. PermaGeWAHR-SEIN bedeutet nichts anderes, als dass die WAHRHEIT permanent aufleuchtet resp. aufersteht. Die WAHRHEIT kommt als ein sprudelnder Quell der Erkenntnis.
Na gut, das nächste Mal spreche ich nicht mehr von Auferstehung, sondern von Moksha, der Letztgültigen Befreiung - das klingt schöner in den Ohren der gottlos-zeitgenössischen Spirispezies...lol - Ach Babylon...


SEIN

Ich lese irgendwo ein Zitat:

Es ist nicht besonders schwer, den Zustand “bewussten Seins” zu erlangen. Die wirkliche Herausforderung ist, ihn zu erhalten. Zitatende
 Einspruch! Es ist sauschwer ja sogar unmöglich, ein Gewahrsein zu "erlangen", weil nur der Eigenwille "erlangen" will. Das Paradox ist: Man er-langt Gewahrsein nämlich erst dann, wenn das Ver-langen nach ihm aufgehört hat. Die wirkliche Herausforderung eben darin, damit aufzuhören, nach ihm zu verlangen.
Das Zitat erinnert mich an die Gurus,  die zu Workshops einladen und z.B. mit dem Versprechen locken, spirit. Suchern zu zeigen, mit welchen Techniken man das Sein betreten könne: 
Das GewahrSein ist aber kein Ort, deshalb kann man das Sein weder "betreten" und verlassen; zudem ist es  ja gerade der Eigenwille, der den Zugang zum Gewahr-SEIN, die Verbindung zum Ursprung verhindert!  
Wenn man ein anderes Wort für GewahrSein, nämlich "Gott" nimmt, dann kann man sich besser vorstellen, wie arrogant und überheblich der Mensch ist, der glaubt, mit einer Technik  Gott  in eine raumzeitlich begrenzte Schublade zu pressen.
Ausser Gebet und Meditation kenne ich keine Technik, allein der Wunsch schon, Gott/SEIN zu erlangen, jagd Gott davon... die Absicht, der Wunsch ist das Hindernis, der Dreck auf dem Kleid der Seele, welche das Sein resp. Gott in weite Fernen rückt.


Ein Tao (Sein) welches betreten und verlassen werden kann, ist nicht das Tao. Entweder du hast dein Kleid gewaschen und erkennst: DAS bist DU und dann hat sich die Frage nach Gott oder dem Sein für alle Zeiten erledigt oder du bist und bleibst noch immer in der Trennung, derweil du dein Kleid nicht wäschst und deine dreckigen Füße nicht abputzt, bevor du die Heiligen Hallen betrittst. Das Kleid ist eine Metapher für das Ego, tatsächlich musst du nackt sein, geläutert und "entblösst" von jeglichem Wunsch und Willen. Nicht der Eigenwille, sondern allein Hingabe und  Liebe öffnet die Tür zum Himmelreich.  Auch die  Bittgebete, die nichts anderes wollen als Gott allein, müssen letztlich um Gottes Willen aufgegeben werden... und damit auch jede Technik, die da glaubt, Gott, das Sein zwingen zu können. Solange dieses Macher-Ego nicht gestorben ist, wird auch kein (dauerhaftes)GeWAHR-SEIN erlangt.
Wie Meister Eckhart in einem seiner "Ketzer"-Lehrsätze sagt: ... Wer (Gott)  um dies oder jenes bittet, der bittet um Übles und in übler Weise, weil er um die Verneinung des Guten und um die Verneinung Gottes bittet, und er betet darum, dass Gott sich ihm versage. Zitatende
Das Üble darin ist, dass du die Dinge anders haben willst, als sie sind und Gott als das einige EINzig  GUTE recht eigentlich darum bittest, dass nicht sein, sondern dein Wille geschehe.

Da sollte es tatsächlich eine EntrückungsTechnik geben, die dich von jetzt auf nachher -  in einem Nu sozusagen -  von all diesem Hinderlichen "entblösst", dich aller Verhaftungen "ledig" macht? Und die Entrückungstechniker sog.  Seinsakademien lehren nun, wie man das anstellt??? Früher machte das noch der Heilige Geist. Nun ja, die Betreiber solchen Schabernaks behalten ihre  Geheimnisse wohlweislich für sich, schliesslich wollen sie daran verdienen.  Das SEIN läßt sich nicht verhandeln und verhökern und mit Geld bezahlen - so billig ist "religio", die Rückbindung an den Ursprung/Sein nicht zu haben! Man sollte den Menschen lieber zeigen, wie sie ihre Kleider waschen können.

Fazit:
Es ist sehr schwer, aber nicht unmöglich, einen Zustand  "bewussten Seins" z.B. durch die Technik  der Gedankenunterdrückung zu erlangen. Unmöglich aber ist es,  ihn zu erhalten, derweil die psychologischen Abwehrmechanismen noch lebhaft intakt sind. Die besagte Herausforderung besteht allein im Abbau der Abwehr resp.durch die Hingabe an den Heilungsprozess/Individuation.




Wissen

Ich habe viele Bücher gelesen und ich bereue  nicht eines davon. Alles Gelesene,  was sich nur als KopfWissen niederschlug und  nicht auch vom Herzen verstanden wurde, offenbart sich mir nun langsam und kontinuierlich  in seiner  g a n z e n   WAHRHEIT aus dem GeWAHRsein des Herzens.  Das ganze Buch des LEBENS schlägt sich mir vor meinem inneren Auge auf.


Der Schriftgelahrte

 Als ich vor einigen Jahrzehnten mit einem noch ziemlich jungen Priester und anderen Besuchern des  Klosters zu Tische sass und voller Begeisterung über die Hl. Terese von Avila sprach, lächelte er jugendlich-herablassend und belustigt und nannte mich fortan bei Tisch neckend "Terese". Wie recht er  hatte, war ich doch eines GEISTES mit Terese! . 
Der Schriftgelehrte
Wie jedem herzlosen "Pfaffen" fehlte es ihm am rechten Glauben und  an der rechten BeGEISTerung.   Er konnte das nicht zusammenbringen, dass ich aus der Kirche ausgetreten war, mich als Atheistin bezeichnete und mich gleichzeitig für die christlichen Mystiker beGEISTerte. Ketzerin! Damals kannte man das Wort "Neuro-Atheist" noch nicht. LOL. Damals war ich  auch noch sehr der Symbolik verhaftet, ich gefiel mir als eine vorlieblich  in Weiss gekleidete
Beginenschlampe, eine moderne Wanderhure, die sich permament im inneren Umbruch befand und noch nicht so recht wusste, wie sie sich entscheiden sollte: Kloster oder Strich.  Heilige oder Hure.Die Synthese liess noch lange auf sich warten.LOL.   Metaphorisch gesagt, befand sich mein "Kleid" in der Wäscherei.  Mich vom Dreck zu befreien,  hiess für mich letztlich, nicht von Sünde befreit zu sein, sondern  eine paternosterbefreite Freidenkerin, eine  Freifrau von Vogelgesang zu sein - ohne Luden (Guru), ohne Orden so schlampierte ich im Underground sämtlicher  Religionen herum auf der Suche nach GEISTesverwandten.

Man steigt nicht zweimal in den selben Fluss... Als ich diesen Spruch neulich in einem bestimmten Kontext zitierte, fing  der Schriftgelahrte sofort an,  langatmig sein gesamtesWissen über Herakles zu dozieren., er nahm weder den  Gesprächszusammenhang wahr, noch ging er darauf ein. Früher hätte ich Bauchschmerzen plus einen schweren feministischen Anfall davon gekriegt, LOL.
 


Der Antichrist

wurde an dem Tag  geboren, als das 1. Konzil zu Konstantinopel im Jahre 381 n. Chr. beschloss, das Christentum zur Staatsreligion/Organsisation zu erheben. Hebamme des Antichristen war Kaiser Theodosius der Erste.
Wie aussen so innen: Der Antichrist ist innerpsychisch dort zu finden,  wo und wenn die Lebendige WAHRHEIT - die geistige Erkenntnis bzw. spirituelle Erfahrung  -  vom Verstand gestohlen bzw. konzeptionalisiert wird. Das ist, solange wir unbewusst sind und mit dem Egomind identifiziert, IMMER der Fall. Der Antichrist ist der konzeptualisierende Verstand.
 


Alles spirituell?

Im Forum eröffnet man jetzt eine "Spelunke". Überhaupt will man nun die ganze Welt ins Forum hineinlassen,  neinnein, beileibe keine neuen Mitglieder, statt dessen will man alle Themen zulassen, die die Welt bzw. die kleine persönliche Welt des Einzelnen bewegen.  Ich glaube, unter diesen Einflüssen wird nicht lange dauern, dass die die Welt  das Ruder übernimmt, dann wird es an der Sachlichkeit fehlen, die das spirit. Thematik bestimmt, der Ton wird weiblicher, d.h. persönlicher werden. Weniger Spiritualität, mehr Psychologie... nicht unbedingt schlecht, es besteht aber die Gefahr einer Verwässerung, wenn man am ernsthaften Erläutern der  Illusion einen größeren Gefallen findet, als an der tastenden Suche nach der WAHRHEIT.  So wird der Illusion gehuldigt, statt diese Welt als Illusion zu durchschauen. 
 Auf diese WEise geschieht es, dass man  - statt sich selbst anzunehmen,  die Dinge der Welt annimmt und damit die Identifikation annimmt - wo es doch gerade die Identifizierung mit den Dingen der Welt ist,die den Zugang zu sich selbst verbaut!  Damit räumt man recht eigentlich der Unwahrheit einen gleichwertigen Platz neben der WAHRHEIT ein. Man will den  Kuchen essen und gleichzeitig erhalten, ungeachtet der Aufgabe, dass die Welt erst gelassen werden muss, bevor man sie "hinzugewinnt". Die meisten sind noch immer sehr stark  mit ihrem Ego (=Welt) identifiziert.Nur die Transformation des Egos verwandelt die Welt, insofern man das Universum, die Welt nicht mehr im Aussen festmacht, sondern sie im Inneren erkennt. Erst jetzt erhält die Welt ihr wahres Sein, derweil die Scheinbarkeit der Welt(anschauung)/Ego entlarvt ist. 
"Siehe ich mache alles neu". Aber erst dann, wenn du nicht mehr identifizierst bist mit der Welt!

Es ist ja alles spirituell - diese Erkenntnis basiert im Original auf der Erleuchtung, dass Gott in allen Dingen ist, dass es nichts gibt, was nicht Gott ist, dass nichts geschieht ohne den Willen Gottes... Aber ohne dies wirklich in seiner Tiefe erkannt zu haben, werden mit einem solchen (Glaubens-)Satz egoische Anhaftungen legitimiert und zu rechtfertigen versucht, statt sie in Frage zu stellen, oberflächliche Beschäftigungen werden  für wichtig erklärt. Die ABLENKUNG wird kultiviert - Ablenkung aber ist in diesem Kontext ein Abwehrmechanismus und dient der Flucht aus der  Hier und Jetzt-Befindlichkeit.

Deshalb sage ich immer, dass es nicht dasselbe ist, wenn zwei das Gleiche tun. Ein Mensch, der sich politisch, als Heiler oder sonstwie in der Welt engagiert, sieht eine veränderungs- und verbesserungswürdige Welt. Solange er die Welt als solche sieht, ist er mit seinem Ego identifiziert (Ego=Welt!)
Der aber, der nicht mehr mit Ego/Welt identifiziert ist, hat keinen Anlass mehr, etwas zu verbessern, Er ist heil, also ist auch die Welt heil. Er ist ein Beobachter, ein Spieler in der Welt, er nimmt wahr, was auf der Weltbühne geschieht, aber greift nicht "engagierend" und verändernd ein.
Das ist den Menschen, die unbedingt Gutes tun wollen, nicht begreiflich zu machen. Ob der Heiler seinen Job an den Nagel hängt, wenn er endgültig befreit ist? Die Frage ist nicht beantwortbar, denn das kann der Heiler vorher nicht wissen, das wird er erst wissen, wenn er endgültig befreit ist von seiner Identifikation mit dem Guten - dem WERDEN.


Im Forum

seitenlanges spirituelles Schönsprech, so schön, dass man dem Schreiber glatt ein Erleuchtungszertifikat ausstellen möchte   - dann der Satz, der alles vorhergehende zunichte macht, sinngemäß:
Die Selbstannahme  der Person in ihrer Hier und Jetzt-Befindlichkeit sei deswegen eine Illusion, weil die Person als solche eine Illusion sei. Basta. Anders gesagt: Heilung sei nicht notwendig, um endgültige Befreiung zu erfahren.
Das ist genauso schräg, als wenn einer behauptet und glaubt, er könne sein neurotisches Ich ausleben, weil ja Niemand da sei, der neurotisch ist.
Genau dies ist das Dogma, die schwache Argumentation  aller schwächelnden  "Neo-Astheniker", insbesondere der geistig impotenten  Schwachköpfe der Neu-Advaita-Szene.
Wenn der PapageienVerstand teuflisch ist, dann ist er hierin besonders teuflisch: dass er eine unbewiesene  Annahme postuliert, ein totes Wissen aus zweiter Hand,  und diese MEINUNG  - was anderes ist es nicht - als eine absolute WAHRHEIT setzt, ohne dass diese WAHRHEIT in ihm selbst jemals lebendig geworden wäre! 
Der "Antichrist"  verwandelt somit die "Letztgültige Erkenntnis" in ein Dogma und setzt dies Dogma in ein ein Voraus. Eine teuflische Verkehrung von Alpha und Omega und ganz typisch für die schmerzvermeidende Fluchtreligiösität.  Ähnlich wie das christliche Dogma, dass der Christ quasi per dekret schon durch Jesus CHristus erlöst sei, insofern er nur an das Dogma  g l a u b e !  (Nochmal: Dogmen sind 2nd-hand-Meinungen, tote Glaubenssätze, weil sie gedankliche Konstrukte sind, Vorstellungen, die keinerlei WIRKLICHKEIT haben. Im weitesten Sinne ist alles, was du über die Welt gelernt hast, Dogma, Glaubensatz, Konstrukt.)

Genauso wie der Neu-Advaita-Gläubige daran glaubt, dass "Niemand" da ist, diese Leere=Abwesenheit  von "Jemand" (Ego)  aber niemals WIRKLICH erkannt/erfahren hat - oder wie er glaubt und missioniert,  dass die Suche obsolet sei, weil das Gesuchte "schon da" ist, man müsse nur "hingucken",  und seine Art hinzugucken den Schlussfolgerungen seines Papageien-Verstandes überläßt, statt sich der harten und schmerzhaften Arbeit zu widmen, den Dreck von der Linse zu kratzen, der das "Hingucken" unmöglich macht - - - genauso glaubt der dogmenversaute Kirchenchrist, dass er schon erlöst ist und daher "nichts tun" muss, außer dran zu glauben; er kann sich ausleben, wie er lustig ist, das Beichten räumt jede Sünde aus der Welt usw. Die Missionare von derlei Widersinn schaffen bei anderen Menschen eine verrücktmachende Double-Bind-Falle, die sie ihren armen Schäflein dann als göttliches Paradoxon verkaufen.

Diese Art zu glauben, versetzt keinesfalls Berge, sie hält im Tiefschlaf fest... Erwachen bedeutet u.a. das Wesen des Dogmas zu erkennen,  aus dem Glauben an Dogmen aufzuwachen und letztlich deine ganze sog. Realität als Glaubensatz- bzw. Gedankenkonstrukt zu entlarven.


Hingucken

-auch so eine inflationäre Phrase auf dem Spiri-Marktplatz.   Wann und wohin aber soll man gucken, wenn es heisst, dass du "hingucken" sollst?  Du kannst nirgendwo anders hingucken als in dein persönliches Hier und Jetzt deiner Befindlichkeit, deines Denkens, deiner Gefühle und Empfindungen. Was anderes gibt es erstmal nicht zu gucken. Achtsamkeit "guckt hin". Das Dritte Auge des Gewahrseins öffnet sich nur für den, der gelernt hat, achtsam auf sein persönliches Hier und Jetzt zu "gucken".  Annahme ist primär immer Selbstannahme des "kleinen" Selbst/Ich. Bevor man die Illusionshaftigkeit des Ichs erkennt, musst du erst mal eines haben, d.h. dir deines Ichs  BEWUSST sein. Wer niemals "Ich will" sagen durfte, wird sich seines Ichs niemals bewusst. Ganz schlimm aber, wenn er  so ganz nach neo-asthenischen Gutmensch-Art aus seiner Not eine spirituelle Tugend macht.
Die Große ERfahrung der Gott/SELBSTfindung kriegst du  nicht ohne die kleine Selbstfindung. Das eine gibts nicht ohne das andere. Darin liegt die Einheit, die Ganzheit.

DAs ist das Problem, dass du - dass alle DogmenGläubigen - nur an das Gedankenkonstrukt glauben, dass da "Niemand da" ist, bzw. dass die Person eine Illusion sei!
Um aber die WIRKLICHE und WAHRE Erkenntnis/ ERfahrung der WIRKLICHKEIT zu haben, musst du zunächst einmal die relative Wirklichkeit deiner Person mit ihren "kleinen" Efahrungen würdigen, statt sie im Voraus als eliminiert zu DENKEN. Wenn nicht, dann wird dir  dein Hier und jetzt  mit deiner relativen BEfindlichkeit zu einem permanenten Störfaktor, der die Große Erfahrung der Absoluten WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT  verhindert und aus dem du permanent zu fliehen trachtest.


Yoga

und sämtliche spirituelle Schulungen und Übungen, die man auf dem Spiri-Markt mehr oder weniger käuflich erwerben bzw. erlernen kann, sind nichts anderes als eingefrorene Wahrheit und Weisheit des Körpers. Aus ehemals unkontrolliertem lebendigen Geschehenlassen hat man ein Programm gemacht. Irgendein Mensch hat seine Erfahrungen auf dem Weg geoutet und er selbst oder ein anderer hat sie retrospektiv mit Namen und Begriffen versehen, niedergeschrieben und "materialisiert": aus dem ehemaligen Geschehen wurde ein kontrolliertes und kontrollierendes zielbewusstes Machen, welches unbewusst bemüht ist, das Original nachzuäffen. Komischerweise scheint das Machen wechselwirksam zu funktionieren, - wenn die Ausrichtung stimmt!

Für mich gibt es nur einen YogaWeg und das ist der weibliche Weg der Achtsamkeit und Hingabe, Bhakti. Wer kapituliert und die Kontrolle aufgegeben hat, dem wird alles andere ganz von selbst ohne große Anstrengung zufliessen. Beim Bhakti, wie ich es verstehe und erlebte,  werden keine spirit. Tugenden "geübt" wie man es z.B. im Buddhismus zu tun scheint, sondern das komplette Yoga" (incl. aller  SeinsTugenden) erscheint oder entwickelt sich mühelos aus sich SELBST heraus. Erwartungen und  Bedürfnisse fallen durch Achtsamkeit/ Gewahrsein z.B. einfach ab, ohne dass man übt, keine Erwartungen zu haben usw., was nur auf Unterdrückung hinausläuft. Hinterher - aus der Retrospektive erst erkennt man, dass all das, was man da durch Üben zu erlangen suchte, schon immer da war und niemals verloren gegangen war. DieWAhre Natur war nur verdeckt -  so wie Wolken die Sonne verdecken, verdecken die Schatten die WAHRHEIT.
Hingabe ist das Schwerste, es ist nichts weniger als die Bereitschaft, sein Leben für die WAHRHEIT  hinzugeben.  



Samstag, 30. Januar 2016

Wo der Mindcrash eine Farce, ist der Mensch nit ausgeschlaft.


Ductus apodictus

Schattenintegration ist MUSS,
ansonsten bleibst du unbewusst.
Wer andres lehrt, der lehrt dich Stuss
und Kacktus kackolorius!

Das Licht scheint in die Finsternis,
doch  Finsternis erkennt es nicht,
derweil sie unbeLICHTet ist -
Hört hört!!

Wo der  Mindcrash eine Farce,
Ist der Mensch nicht ausgeschlaft,
Weil den Schatten er verzweifelt
Ignoriert und arg verteufelt
Hat, bis an's Ende seiner Zeit
Wird er brennen, weil's ihn reut.

Ein Mensch erst dann geläutert ist
Wenn er sich ist ganz SELBSTgewiss,
Dass er die 10 Amendements
Verwandelt in Amusements. LOL
Wer die  göttlich' Alchimie gerafft
Und den Polsprung hat geschafft
Vom Sein des Alten Testaments
In die  Christus-SELBST-Essenz
SEINES  Neuen Testaments -
Der ist befreit von allem Leid!

Denn wie Jesus uns gezeigt:
Der Phönix aus der Asche erst steigt,
Wenn's Vater-UND MUTTER-Kind ist gezeugt.
(Hat mich schon immer sehr gestört,
Wenn man vom "Vaterschoß" spricht und hört. He he)



Die Lehre des Lehrer Ablass

wird mir immer wieder zum Anlass...LOL.  Wie man inzwischen wohl allseits bemerken konnte,  hat es mir insbesondere dieser Satz angetan, dem ich die ihm INNEwohnende Wahrheit unter bestimmten Umständen gar nicht abstreiten will, u.a. natürlich nur solange, als ICH und kein andere es ist, der IN der WAHRHEIT steht und erkennt:

" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du streiten kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht streitet!" (W. Ablass)

Wie des öfteren schon gesagt, ist diese Aussage nicht ganz unwahr, denn ob es aber für das betreffende SUBJEKT  (W.A.) auch wirklich WAHR ist, d.h. ABSOLUT wahr und nicht nur relativ wahr ist -  hängt von seinem SEIN ab. Unwahr an diesem Satz aber ist,  dass es jenseits von Ego - also dort, wo Herr Jemand abwesend  bzw. Herr Niemand anWESENd! - bessere, gute und weniger gute Ereignisse gibt. Also mal ganz  im Ernst. soweit ich dazu in der Lage bin, LOL  - hier gibt es überhaupt keine Ereignisse, die man als solche interpretieren könnte!

Ok. Was mich an diesem Satz nun schon seit längerem fasziniert, ist, dass man statt "streiten" buchstäblich jedes egoische Tun des Herrn Jemand an seiner Statt setzen kann und trotzdem daran GLAUBEN kann, dass da "Niemand da" sei, der egoisch handelt. Ob es sich bei Herrn Ablass um einen solchen Gläubigen handelt, sei mal dahingestellt, ich kenne aber sog. Neu-Advaitianer, die einen solchen Widersinn offenbar glauben. Und wo immer auch so ein fader fleischloser toter Glaubenssatzglaube herrscht, erscheint bei mir unweigerlich die Heilige Doppelaxt und tut ihr "spaltendes" Werk, d.h. die Axt scheidet die WAHRHEIT von der Unwahrheit - ob ich das will oder nicht, das ist bei mir seit nurmehr  4 Jahren ein spontan auftauchender "Automatismus" geworden.

Ok. Es stellte sich mir also die Frage, was an diesem Ereignis so besonders ist und in welchem Kontext man so richtig begeistert sein kann von div. Ereignissen - wobei mir natürlich niemand anders als Herr Jemand einfiel - ein Herr Jemand, dem es so richtig Spass macht, all das zu tun, was ihm vordem von seinem Über-Ich verboten war. Wobei wir beim Thema "Sünde" angekommen sind und ich in diesem Kontext den Herrn Ablass für durchaus fähig halte,  in Abwandlung seines Satzes ganz allgemein zu glauben, dass es 


" eins der besten Ereignisse ist, wenn du sündigen kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht sündigt!" 
Aber egal, ob es sich nun um das Streiten oder das Sündigen handelt, was im Endeffekt ja aufs selbe rauskommt - es stellte sich mir plötzlich ganz dringlich die Frage,  ob es sich bei diesen  "besten"Ereignissen" nicht einfach nur um eine "simple Bekehrung" handelt, wobei der Betreffende  seinem Über-Ich ein Schnippchen geschlagen hat bzw. eingesehen hat, dass Streiten (Sündigen) nichts Böses ist... ich kenne nämlich die große Erleuchterung und Euphorie, die eintritt, wenn man sich z.B. von seinen schwarzchristlichen Tabus befreit glaubt oder sich teilweise befreit hat. (Ich sage deshalb  "glaubt", weil eine umfassende Dekonditionierung nämlich keine Euphorie und andere sog. Seeligkeiten, sondern Heilige Nüchternheit hervorbringt. Seeligkeiten gibts nur solange der Vogel noch nicht richtig das Fliegen erlernt hat und immer wieder "ernüchtert" auf der alten Erde des Alten Adam notlanden muss. LOL)

Ganz allgemein verdichtete sich bei mir immer mehr der Verdacht, dass es sich bei der "Entleerung" des "Täters" eher um eine Gewissensentleerung handeln könnte. (Rubrik "relative (persönliche) Wahrheit" im Verlauf der Individuation) ...der Streiter/Sünder/"Täter" kann möglicherweise im Gegensatz zu früher nur deshalb genüsslich streiten, weil er sich die Erlaubnis zum Streiten gegeben hat!  Vielleicht war der Täter (eigentlich: der Handelnde) möglicherweise ein Böser Täter, derweil er schwarzchristlich auf Sünde konditioniert war -  und in dieser Lesart ist Streiten nun mal eine Sünde und deshalb immer mit Angst und Aufregung verbunden.
(WAHR ist: Jenseits von Ego  - also im absoluten "Raum" - kann man nun tatsächlich genussvoll streiten, ohne sich zu ängstigen oder aufzuregen. Früher warst du vielleicht verunsichert und leicht irritierbar, wenn jemand deine Wahrnehmung in Frage gestellt hat - jenseits von Ego kann dir so schnell keiner mehr ein X für ein U vormachen, auch wenn dir bewusst ist, dass X und U nur relative Glaubenssätze ohne Wirklichkeit sind. LOL.)

Was mich nun angeht, hatte ich eine schwarzpädagogische resp. schwarzchristliche Erziehung genossen. Ich war von Klerikern erzogen und hatte dementsprechend eine ängstliche kleine sündenbewusste schuldbeladene übergewissenhafte Klerikerseele, mit dem Unterschied, dass ich ab meinem 13. Lebensjahr  auf Teufel komm raus aus gegen sie rebellierte. Ich habe an anderer Stelle schon beschrieben, mit welch schweren inneren Kämpfen die Freiheiten verbunden waren, die ich mir gestattete... die immer wiederkehrenden Reue-Orgien...
Theoretisch war ich immer sehr dafür,  zu "sündigen", was das Zeug hält, in der Praxis sah das anders aus... Ich habe weiter oben schon beschrieben,  wie ich "sündigte", wie ich bei vollem Bewusstsein und unter wahrhaft höllischen Ängsten die 10 Gebote demontierte. Das tat ich so lange - und mit massenweisen Rückfällen ins alte Elend - bis sich nach fast 30 Jahren aus den 10 Amendments die 10 Amusements transformierten, was bedeutete, die Gebote der Pösen Pater Noster bzw. ihr pervertiertes  Sündenverständnis ad absurdum zu führen und als das zu begreifen, was sie sind und waren: Instrumente der patriarchalischen Unterdrückung, um das wilde (weibliche) Leben unserer Wahren (menschlich-göttlichen) Natur,  zu knebeln.

Umkehr: Was aus patriarchalischer Moralperspektive und im Yang-Entsagungsmodus eine  Sünde war, wurde im Zuge der Erlaubsnisgebung in den Heilungs-/Schattenprozessen  völlig herumgedreht, die alte Sündenkonditionierung wurde  total auf den Kopf gestellt. 
Insofern könnte ich sagen, dass ich frei wurde  v o n   der Fremdbestimmung und frei wurde  z u m   lustvollen "Sündigen", besser gesagt, zum Feiern des wilden Lebens und darin zu wissen, was Gut & Böse wirklich ist - ich erkannte: Gut ist alles, was dem Leben dient und Böse d.h.  Sünde ist alles, was gegen das Leben ist. Und was Leben bedeutet, definierte ich aus mir SELBST/Gott.
Ich bin frei heute, nicht frei zum Sündigen, sondern frei  v o n  Sünde, ich bin ohne Schuld, ohne konditioniertes Gewissen, tute weder Gutes noch Böses - ich bin frei, das zu SEIN, was ich wirklich bin. Niemals käme mir heute in den Sinn, auch nur im Spass  zu sagen, dass ich sündigen könnte, mit oder ohne Jemand bzw. Niemand, LOL! - denn das würde bedeuten, dass ich immer noch unfrei wäre und  mir Freiheiten  irgendwoher von irgendwem  n e h m e n  müßte. Es gibt keinen Grund, das Wort Sünde überhaupt in den Mund nehmen, es gibt nun mal keinen Begriff, der die REINE Lust dieser köstlich REINEN Skrupellosigkeit jenseits von Ego beschreibt, basta!
Und doch ist damit schon wieder zuviel des Guten gesagt... LOL.


Zurück zum Zitat: Angenommen, Herr Ablass würde meiner leichten Abwandlung seines Originals zustimmen, wäre dieser Ausspruch ganz gewiss kein göttliches Paradox, mit dem offensichtlich kokettiert würde, sondern  Widersinn hoch zwei,  - ähnlich dem meinigen, als ich heute zum neuen Nachbarn auf seine besorgte Frage antwortete:  Es stört mich nicht, wenn Sie mich stören. LoL.
Zudem: Wo jemand "sündigt" ist jemand da, der sein Tun als Sünde bewertet - Werten kann nur das Ego, d.h. unser berüchtigter Herr Jemand, (der Mann, den man zwar sieht, der aber nicht da ist. LOL.)  Also kann ich als dieser Jemand nicht behaupten, dass ich sündigen könnte, ohne dass sich "Jemand" einmischt.

Zum anderen liefe das "Sündigen", wo es den Herrn Niemand nur dem Glauben, aber nicht dem SEIN entsprechend gibt -  auf eine totale Anarchie des Gewissens hinaus statt auf die Freiheit und Anarchie des Herzens. Da ist dann zwar dem Glauben nach "Niemand da, der streitet, sündigt...usw. und trotzdem wird das Ego (Jemand!)  insofern bejaht, als es hemmungslos seine Neurose (Sünde) auslebt, all dies womöglich im naiven Glauben, dass eh alles, was man tut, determiniert ist und es deshalb gepisst wie geschissen ist, ob das Ego in seinem Tun nun geheilt oder ungeheilt ist. 

Es geht aber doch in der spirituellen Sache um ein bleibendes BEWUSST-SEIN dieser Leere/Entleerung im einzelnen Menschen und nicht um den allgemeinen Glauben, dass es keinen Täter/Ego gibt. Und in dieser Hinsicht bin und bleibe ich meinerseits ganz "apodiktisch" dabei, dass eine bleibende "Entleerung" nicht ohne Schattenintegration zu haben ist.

Es geht bei der Schattenintegration um die Dekonditionierung unserer Moralvorstellungen, der Demontage von ALLEM, was wir glauben zu sein und zu wissen. Das Wahre Gewissen will entdeckt werden, welches auf  dem Wahren Wissen um Gut und Böse basiert, dieses Wissen ist das,  was uns zutiefst menschlich macht. Die meisten Menschen sind kulturell/religiös konditioniert und  g l a u b e n  nur zu wissen, was gut und böse ist. Die Reifung der menschlichen Persönlichkeit im Individuationsprozess läuft auf die  Erkenntnis von Gut und Böse hinaus - das Transzendieren dieser Polarität ist der nächste Schritt und steht auf einem völlig anderen Blatt,was nicht näher "beschriftet" werden kann.

Was ist nun Sünde und was ist das Böse? Böse ist alles, was auf der personal-dualistischen Ebene nicht der Terra Mater, dem Kosmos, dem vielfältigen Leben dient. Im Individuationsprozess  musste erst einmal lernen, zu unterscheiden zwischen richtig und falsch, - was MIR ganz persönlich wirklich dienlich ist und was nicht. Ichbejahung oder Selbstannahme heisst, dass nicht die Neurose, sondern das Leben bejaht wird. Das ist der Punkt, an dem stets die Große Verwirrung einsetzt. Im Grunde geht es nicht um Bejahung, sondern ums reine Fühlen. DAss alles sein darf, heißt nicht, dass alles, was sein darf, auch ausgelebt werden darf. Ich kann und darf z.B. meine zerstörerischen Emotionen nicht annehmen bzw. als "berechtigt" oder "ES-gewollt" an anderen Menschen ausleben, ich kann mich nur im Schmerz und der Angst und den ungestillten Bedürfnissen des Kindes in mir annehmen, die HINTER den destruktiven Ent-Äusserungen zu finden sind.

Ok, die Frage, die sich in mir formulierte, ging also dahin, was wohl  so mancher öffentlich deklarierten "Entleerung" (von Ego/Jemand) zugrunde liegen mag. Ist diese Entleerung nur eine Kopfgeburt des Egos oder hat basiert diese Leere auf (Gewahr-) SEIN -  hat man sich wirklich von der Illusion des Handelnden/Täters "entleert"  oder hat man sich nur des falschen Gewissens bzw. des sadistischen Zensors  entledigt???
Im letzteren Falle würde ich mich vorübergehend anschliessen: bei Überlistung des Zensors ist es eine wahre Lust zu "sündigen", wenn sündigen heisst, das zu tun, was mir ein schwarzchristliches SadoMaso-Überich  bei Todesstrafe verboten hat - dieses teuflisch verdrehte und verkehrende  Über-Ich, welches nicht weiss, was richtig und falsch ist, ein Über-Ich,  welches sich als Gott aufspielt, derweil es in Wahrheit der Teufel ist: ein Über-Ich, welches das Gute für böse und das Böse für gut verkauft. .

Solange ich gegen dieses falsche Gewissen ankämpfe, bin ich ein Rebell und als solcher zwar relativ frei und freier werdend, aber nicht absolut frei von der Identifizierung mit dem  "Täter", dem Handelnden als solchem. Die "Letztgültige Entleerung" läßt da noch auf sich warten und zwar so lange, als er metaphorisch gesehen noch nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hat. Um die Früchte vom Baum des LEBENS zu ernten, braucht man das Schwert der Unterscheidung von richtig/falsch und gut/böse. Und das erlangt man nur durch Schattenarbeit, Schattenarbeit, Schattenarbeit - (ohne zu arbeiten, natürlich, LOL). Auch der Rebell muss sterben.


Abwandlung Nr. 5 - Die Prüfungsfrage
" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du BEGEHREN kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht BEGEHRT!"
Sollte W. Ablass etwa dieser Ansicht zustimmen? Wenn ja, dann hätte er sich damit als spiritueller Lehrer allerdings völlig disqualifiziert. Denn erst mit dem Ende des Begehrens hat auch das menschliche Leiden ein Ende - das Ziel allen spirituellen Strebens und Lassens! 
Aaaaber -  und jetzt kommts: Als Psychologen/Therapeuten könnte ich ihm hierbei durchaus zustimmen, als es auf dem spirit. "Hinweg" im Rahmen der Individuation/Reinigung der Psyche um die Erlaubnisgebung dessen geht, was vordem verboten war. Ein Mensch, der von Kindesbeinen an niemals überhaupt je begehren durfte, dessen Willen früh gebrochen wurde, der nie ausgreifen durfte, der sich das Leben nicht "nehmen" durfte - dieser Mensch wird im Heilungsprozess kräftig und fähig, zu wollen, was er begehrt  und zu begehren was er will.

AHAAAAH - ich komme der Sache immer näher und frage mich nun finally: Ist es vielleicht möglich, dass die Verwirrung, die mich bei Ablass-Sentenzen oftmals befällt und nach Klarheit schreit,  auf einer mutmaßlichen Vertauschung/Verwechslung der Ebenen basiert, mit der ich bei W. Ablass konfrontiert werde??? Dass ich W. Ablass nicht fragen kann, da er sich meiner Fragestellung entzogen hat, spielt keine Rolle, wie man sieht, komme ich auch ohne ihn zu den Antworten, die meine Fragerei aufgeworfen hat. Die Person W. Ablass' spielt nur eine sehr sehr untergeordnete Rolle beim "WAHRHEITsSpiel" - er vermittelt mir wie jede Person, die mir mit Unklarheiten in den Fokus tritt,  nur eine div. Verwirrung, die es für mich zu klären gibt. Dass diese Personen, die sich oftmals gar als erleuchtet oder als spirit. Lehrer gerieren, die Erwähnung ihrer Person so persönlich nehmen, spricht natürlich GEGEN ihre spirit. Qualifikation und FÜR eine VollIdentifikation mit ihrer Person... also mit dem geleugneten "Jemand", ne? LOL

Nochmal und immer wieder:

Jenseits von Ego ist deshalb "Niemand da", weil JEMAND (Ego) abwesend ist.  Sollte da in WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT "Niemand da" sein, dann ist ja nur deswegen "Niemand da",  WEIL er sich der Attribute des Egos entleert hat!!! - unter anderem des Begehrens, des Habenwollens, des Eingreifens, der Kontrolle. Wo Begehren ist, ist JEMAND, ist ein Handelnder. Ego.
An meinem Eindruck, dass es sich bei Neu-Advaita um eine Schmerzvermeidungsreligion handelt, hat sich bis jetzt nichts verändert. Sieht ganz so aus, als ob der Neu-Advaita-Gläubige das Kunststück vollbringt,  den Kuchen  zugleich zu essen und zu erhalten. (Den Handelnden/Ego  gleichzeitig bejahend auszuleben UND zu negieren.)
Ihr "Niemand da" hat mehrheitlich keine Basis in ihnen SELBST, sondern ist zu einer allgemeinen philosophischen Phrase heruntergewürdigt, zu einem Glaubensartikel, wie man ja auf dem spirit. Marktplatz auch allgemein weiss und glaubt, dass  - anders gesagt - das Ego eine Illusion ist, man selbst aber mehr als  meilenweit davon entfernt ist, das eigene Ego als einer solchen den Abschied gegeben zu haben.
Ich bin und bleibe dabei, dass jede Lehre, die die Schattenintegration bzw. die Heilung der Psyche für unnötig befindet, eine Irrlehre  -  eine Schmerzvermeidungsreligion ist.

Wer sagt, es gebe keine Sünde, versündigt sich! Sünde ist all das, was das Leben verletzt und gegen den GEIST handelt!.
Das Paradox: Erst durch die Letzte Befreiung, d.h. der  Letztgültigen Erkenntnis, u.a. der  Einsicht in das Detiminiertsein meines Handelns bedeutet, dass ich nurmehr, - insofern als "Jemand" (Ego) seinen Geist total aufgegeben hat, "param advaita" -  machen kann, was ich will, insofern mein Wille der Wille Gottes bzw. des Tao ist; ich kann nicht mehr gegen das Leben handeln,  weil ICH erkannte, dass ich das Leben BIN. 
Dieser Wille, der eigentlich kein Wille ist, sondern ein widerstandsloses Gehorchen auf den Fluss,  KANN nicht sündigen - das Verhalten des befreiten Individuum ist trans-ethisch, was bedeutet, dass dieser Wille niemals gegen das vielfältige Leben verstoßen kann oder in irgendwelcher Form gegen den GEIST handeln könnte.
Das Paradox: die Erkenntnis, dass  die Person incl. ihrer Geschichte nicht stattgefunden hat und DENNOCH alles, was ich als dieses Individuum  tue, determiniert ist.
Dieses "dennoch" - welches man auch am Ende vieler Weisheiten bekannter alter Meister findet -  bezieht sich auf das Paradox resp. die WAHRHEIT und  macht allen Eindeutigkeiten, allen festgelegten Definitionen des zustandeslosen Zustands jenseits von Ego einen Strich durch die Rechnung!
Die Letztgültige Erkenntnis ist deshalb letztgültig, weil sie letztgültig und nicht "erstgültig" ist -  das heisst, diese Erkenntnis, (die nicht nur einen Punkt, ein einzelnes Erkenntnis"objekt" betrifft, sondern eine Menge "Untererkenntnisse" beinhaltet - darf niemals ins Voraus gesetzt werden und als Glaubensartikel an empfängliche Gläubige verhökert werden. Ein "Meister", der seine Schüler beispielsweise lehrt, sie könnten sündigen wie sie wollten, ihr Verhalten sei eh  festgelegt, gleich, was sie machen, sie könnten gar nicht anders handeln, als sie handeln - der versündigt sich gegen den GEIST, der verhökert den GEIST aufs allerbilligste. Ebenso der sog. Meister, der voreilig  "Niemand" postuliert - also die Anwesenheit der (göttl.) WESENheit -   mit der Begründung,  da das Jemand/Ego eh eine Illusion sei, bedürfe es auch keiner Dekonditionierung/Desidentifizierung... Es gebe nix zu tun!   Das sind alles Kopfgeburten von Irrlehrern!
Dito der sog. Meister, der das Wort "Achtsamkeit" und "Gewahrsein"  oder (Schatten-) "Integration" meidet wie der Teufel das Weihwasser!


Verletzlichkeit

scheint eine besondere  Tugend auf dem spirituellen Marktplatz, die man nie mehr missen will. Verletzlichkeit ist aber keine spirituelle Tugend, sondern nur eine "Errungenschaft", die man im Verlauf des Heilungs- bzw. Individuationsprozesses (wieder-)erlangt, derweil die Abwehrstrukturen aufgelöst werden. Im selben Maß wie die Abwehr abgebaut wird, wird man liebesfähig und empathisch.  Viele Menschen wähnen sich verletzlich, dabei sind sie nur leicht kränkbar. Narzisstisch kränkbar aufgrund eines leicht irritierbaren Selbstwertgefühls. Ein Narzisst, ein Neurotiker kann sich nicht mit anderen identifizieren, was er für einfühlsame Identifikation hält, ist eine neurotische Projektion. (s.a. path. HerzensGutmenschen) Es sind dies gerade jene, die sich so vehement gegen die Unverletzlichkeit der Psyche wehren, die in der Endgültigen Befreiung liegt.
 Verletzlichkeit bedeutet, zu fühlen und berührbar, anrührbar zu sein, - es ist die gesunde Fähigkeit, sich mit den Menschen - allen Wesen -  in ihren diversen Freuden und Leiden zu identifizieren. Der ungeheilte Neurotiker hält sich für  anrührbar, derweil er sich  in seinen projektiv bedingten spektakulären Gefühlen suhlt, die er nicht selten für die kosmische LIEBE selbst hält. Jeder, der ihm seine Gefühligkeit wegnehmen will, ist für ihn ein Teufel.
Verletzlichkeit ist ja doch nicht die ultimative spirituelle Tugend, sondern nur  ein  Entwicklungsaspekt im Heilungsgeschehen der Persönlichkeitsreifung. Wird die Person im "Anschluss" daran letztendlich transzendiert, dann hat man das unendliche Bewusstsein realisiert, da ist das Ego  - Person und Psyche - mitsamt seiner Verletzlichkeit und seiner Identifikation mit dem Leiden überwunden.  Wer nicht mehr mit sich selbst als Person identifiziert ist, kann sich auch nicht mehr mit anderen Personen identifizieren. Mitzuleiden ist hier  nicht mehr möglich. Das "neutralisierte" Mitgefühl jenseits von Ego ist genausowenig ein Gefühl wie die LIEBE ein Gefühl ist.
Die neurotische "Verletzlichkeit" steht auf gefühligen "zu Herzen gehenden" Bild- und MusikMeditationen, sie ist süchtig nach "Berührtsein" und braucht dafür ständig neue äussere Reize. Werden ihr diese Reize verwehrt, wird sie depressiv bzw.  aggressiv.
Wo immer ein solcher  Gefühliger auf das mitleidlose  Mitgefühl eines Endgültig Befreiten triff, hört man ihn aufschreien - nach Umärmelung, nach Menschlichkeit, nach Liebe, nach Berührtsein, nach Wärme...
Weit weit ist der Weg.

EpiEpilog: Ach ja, und damit am Ende alle Klarheiten endgültig beseitigt sind:  Um absolut zu sein, bedarf das Absolute der relativen Wahrheit. LOLOLOL! Scheiss auf Advaita! Denn wo man hurt mit Babylon
gibt's nur Kopfgeburt, mein Sohn!


Weg ohne Meister?

„Die spirituelle Freundschaft endet sofort, wenn man offen von der gemeinsamen Ideologie abweicht.“
aus:
https://vikas.de/Meditieren%20ohne%20Meister.html
Lehre ist immer Ideologie, wo sie nicht verinnerlicht ist. Der Meister, der mit seiner Lehre identifiziert ist, verlangt bedingungs- und kritiklose Idealisierung seiner selbst. Er sagt z.B.: Ich und meine Lehre sind eins, wer meine Lehre angreift, greift mich an. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.
Es gibt m. E. keine "spirituelle Freundschaft", da Freundschaft immer eine Form der besonderen Liebe darstellt, die auf dem Weg nicht favorisiert sondern überwunden werden sollte.  Der Meister ist nur der unpersönlichen WAHRHEIT verpflichtet und keiner persönlichen Verbindung. Die unpersönliche WAHRHEIT wird da, wo sie unbequem wird, vom Schüler fast immer persönlich genommen, d.h. als Angriff auf sein Ego wahrgenommen.
Die Idealisierung und Ideologisierung kann  man in jeder sektenhaft organisierten Community sehen.
Es ist wahr: die Absolute Wahrheit läßt sich nicht diskutieren und kritisieren.  Die WAHRHEIT ist aber nur absolut für mich als das SUBJEKT, welches sie als die WAHR erkannte.  Du kannst zwar meine Person angreifen, aber nicht die WAHRHEIT, die ich als absolut erkannte. Ich - als Meister -  wiederum würde dich in der Freiheit deiner  Person angreifen, würde ich darauf bestehen, dass du  meiner SUBJEKTIV erkannten Absoluten WAHRHEIT einen absoluten bedingungslosen  Glauben schenkst. Die WAHRHEIT läßt sich niemals objektivieren!
Ich kann als Meister einen Schüler nur dahin begleiten, dass er den "rechten" Weg einschlägt, - also keine Umwege wählt -  um letztlich auf eigene Faust diese WAHRHEIT als das Absolute SUBJEKT, welches er ist in und aus sich SELBST heraus als ABSOLUT zu erkennen.


Ausschnitt: Dazu Zen-Aussteiger X , Zitat:

„ Aus psychologischer Sicht läuft der unkritische Glaube an eine absolute Autorität , die unangreifbar von rationalen Argumenten ist, der Entwicklung des Selbst zuwider, weil hierdurch die Eigenverantwortung aufgegeben und an eine andere Instanz übergeben wird. Eine Lehre,  die absolutes Vertrauen einfordert bei gleichzeitiger Unterminierung des Selbstvertrauens der Praktizierenden, kann keine taugliche Basis für persönlichen Fortschritt sein.“ (Zitat Ende).
Das ist aus psychologischer Sicht auch durchaus richtig, auch wenn der "persönliche Fortschritt" für Erklärungsbedarf sorgt. 
Die geschilderten Autoritätsprobleme treten auf, wenn unberücksichtigt bleibt,  dass die Entwicklung des Selbst (Ich) quasi zeitgleich mit der Demontage dieses Selbst abläuft. Vorsicht, Paradox: Ein Meister muss kein  Psychologe sein, weil ein Meister das Ich, welches der Psychologe aufgebaut bzw. geheilt  hat,  "zerstört" insofern es transzendiert wird. Trotzdem ist jeder Wahre Meister per se auch ein guter Psychologe, der wissen muss, dass Schattenintegration - die Persönlichkeitsentwicklung  in eine wahre Menschlichkeit - eine Vorbedingung für die Entwicklung des Bewusstseins/Gewahrseins ist.  Er muss wissen, dass es kein dauerhaftes Gewahrsein ohne die Heilung der Psyche gibt.
Caravaggio, Thomas der Zweifler
Der unkritische Glaube an eine absolute Autorität des Meisters symbolisiert das absolute Vertrauen in dein innerstes Wahres SELBST. Das ist seit jeher in allen Klöstern aller Religionen so, dass der Abt, die Äbtissin als die oberste Autorität und Stellvertretung Gottes gesehen werden, die niemals kritisiert werden können, egal wie fragwürdig und kritisierbar ihre Haltungen und Handlungen auch sind.  Persönlichkeit  wird hier nicht entfaltet, sondern unterdrückt, da die Person mit ihrem Eigenwillen als solche die Sünde repräsentiert.(Siehe den zweifelnden Apostel Thomas und der Kurs in Wundern,auch da wird die Person nicht zu der Persönlichkeit gereift und geläutert, die sich mit dem SELBST als EINS erkennt, sondern ganz aus dem Fokus eliminiert. ICH BIN ES, Thomas! sagt Jesus aber, als er ihm nach der Auferstehung im Körper/Person erscheint - zum Beweise lege deine Hand in meine Seite!


In diesen autoritär geführten Gemeinschaften geht es darum, den Willen und jeden Widerstand gegen die Lehre zu brechen, statt mit dem Widerstand zu arbeiten und den durch Transformation  veredelten Eigenwillen als einen konstruktiven Wegbegleiter zu akzeptieren.
Das Geschilderte hat große Ähnlichkeit mit der schwarzchristlichen Askese: da werden Wünsche, Bedürfnisse, Einstellungen, Standpunkte erwartungs- und programmgemäß "fallengelassen", LOL, statt sie bewusst zu machen und zu würdigen oder sie gar zu befriedigen suchen, bis sie wie reife Früchte selbst vom Baum abfallen.
Eine Community, in der mit allen Mitteln versucht wird, die Persönlichkeit als solche zu zerstören, ohne zu berücksichtigen, dass es auf dem spirit. Weg zuvorderst  um die Heilung der Neurose, der "Zerstörung" der FALSCHEN Persönlichkeit geht, sollte man schnellstens verlassen. Die patriarchalischen Religionen haben ausgedient, ebenso die patriarchalische Meister-Schüler-Beziehung, die zuvorderst auf eine Persönlichkeitszerstörung zielt, bei der nicht  zwischen falschen und wahrem Ich differenziert wird.
Der spirituelle Marktplatz ist trotz seiner scheinbaren Modernität und Aufgeschlossenheit immer noch ein Tummelplatz patriarchalischer Spiritualität.


Loslassen

kann nicht geübt werden, das Loslassen liegt im Akt der Selbstannahme beschlossen. Wer loslassen übt, dessen Ego versucht, sich selbst abzuschaffen, der übt sich recht eigentlich in der Selbstunterdrückung.
Bei Meister Eckhart heisst es: Der Mensch kommt durch das Lassen zur Gelassenheit, wenn er hinter sich lässt, aufgibt, vergisst. Der Mensch soll lassen, d. h., er soll das vergessen, dessen er sich stets erinnert, um sich dessen zu erinnern, was er stets vergisst.LOL.
Du, Mensch,  Du ollst lassen, was du weißt
und dich erinnern, wie du heißt.

Meister Eckhart kommt mir in letzter Zeit wieder sehr häufig in den Sinn, ...seine Wortschöpfungen... Das Wort Gelassenheit geht wohl auf sein Konto. Ich fragte mich, was hat er eigentlich für ein Wort für das Gemeine Ego? Sei's drum - es ist nicht wichtig, auch wenn mir Meister Eckhart früher lieb und teuer war - sein Schüler Johannes Tauler war mir dennoch näher und  lieber -  heute hat jener wie dieser seinen besonderen Glanz für mich verloren, weil ICH damit aufgehört habe, den Dingen und Menschen Glanz zu verleihen. (Alle, die zu Gurus laufen sage ich nur: DU machst den Guru zum Guru - niemand sonst.)

Eckharts  "So-heit", die mir einstmals in meiner Vorstellung das Wunderbare schlechthin zu sein schien, hat in der WIRKLICHKEIT & WAHRHEIT einer nüchternen Betrachtung - besser gesagt, WAHRNEHMUNG Platz gemacht. Die So-heit ist als das neutrale Gewahrsein dessen, was ist, ist etwas so Einfaches und Unspektakuläres, dass ich immer wieder lachen muss, wenn ich an den Respekt und die Verehrung denke, die ich früher den numinos-wohlklingenden Worten anderer (Meister) entgegenbrachte. Das numinose Pathos hat gewisslich seinen Platz auf der Jakobsleiter, nur nicht in der ersten Reihe. LOL. Wenn das Kind erst geboren ist, dann kann ES nur noch darüber lachen - das Lachen, das bleibt, hehe!


Die meisten Leute meditieren

wohl aus selbstsüchtigen Gründen, um erleuchtet oder vom Leiden befreit zu werden. Tatsächlich ist der Wunsch und  die Sehnsucht, vom Leiden befreit zu werden, ein legitimes Bedürfnis , die Sehnsucht nach Erlösung, nach Heilung ist ja doch geradezu die Triebfeder jeder echten Persönlichkeitsentwicklung, an deren Ende auch das Letztgültige HEIL winkt (Gewahrsein). Meditation ist gut, aber wo sie benutzt wird, um dem Leiden zu entfliehen, statt sich dem Leiden zu stellen, wird sie mißbraucht.
Ich kannte jemand, der jeden Ärger mit seinen Mitmenschen entweder in Meditation erstickt oder im Alkohol ersäuft hat, statt den Ärger zu fühlen, je nachdem, was ihm am nächsten war... die Flasche hatte jedenfalls ein Daueraufenthaltsrecht. Meditation und die Flasche erfüllten beide den selben Zweck: Zustandsveränderung statt adäquater Konfliktbewältigung. Seine Frau wollte noch immer reden, als er aus seiner "Versenkung" auftauchte, war für ihn die Sache erledigt.


Mißbrauch ist dann gegeben, wenn man durch Meditation eine Veränderung erreichen will - also aus dem Hier und Jetzt flieht, statt das persönliche Hier und Jetzt achtsam zu beobachten und anzunehmen.  Meditation kann, wo sie nur eine positive Zustandsveränderung bewirken soll,  zur Sucht werden... beam me up, Scotty! 

Selbstbehauptung

Nur damit man mich nicht falsch versteht: Wenn ich sagte, dass viele Sucher auf dem spirit. Weg aus ihren Nöten und Schwächen Tugenden basteln, dann bedeutet dies keineswegs, dass auf dem Individuationsweg aus IchSchwächen schöne kräftige IchStärken werden, um in der Welt den Mann zu stehen. Der Individuationsprozess ist kein Selbstbehauptungstrainingskurs, in dem man lernt, seine Aggressionen an anderen ab- oder zuzulassen und "Bedürfnisse adäquat auszudrücken" bzw. sich und seinen Eigenwillen durchzusetzen. Die Ichstärke, die im Individuationsprozess erlangt wird, hat eine gänzlich andere QUALITÄT. Diese Ich-Stärke kann sich zwar, aber muss sich nicht mehr behaupten und durchsetzen um z.B. anderen Menschen Grenzen  aufzeigen, um das Verhalten Anderer im "guten",  Sinne zu steuern bzw. vielmehr zum Zwecke der eigenen Selbsterhaltung zu kontrollieren. Diese Ichstärke, die im Individuationsprozess erlangt wird,  ist eine wehrlose Stärke, eine Stärke, die im Nicht-Tun liegt - im fehlenden Widerstand und fehlendem Eigenwillen, irgendetwas erreichen zu müssen - sie ist keine Stärke, um weltliche Ziele und Pläne durchzusetzen, die Stärke die aus sich SELBST herauswächst ist eine GEISTIGE KRAFT! Das Ich wird auf dem Individuationsweg nicht zum Kampf zwischen Gut und Böse auf der Weltbühne gestärkt und entwickelt, sondern um den  "Heiligen Krieg" im Inneren zu kämpfen. Das ist der Hauptgrund für die Erstarkung des Ichs im Individuationsprozess! Sich nach aussen wehren können, sich verteidigen, Grenzen setzen können  ist ok, aber ist nicht Vorbedingung. Selbstannahme ist bedingungslose Liebe zu sich selbst in dem wie ich mich auch immer vorfinde, v.a. in meiner Kleinheit, Schwäche, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Das Paradox im Individuationsprozess: dass das Ich, indem es nach aussen immer schwächer bzw. immer mehr gelassen wird, nach innen für seine eigentliche Aufgabe erstarkt. 

Dem weltlich erfolgreichen, dem eigen- und durchsetzungswilligen Ich geht es um psychische MACHT und Kontrolle,  hingegen geht es beim individuierenden/transformierenden Ich um eine geistige KRAFT, die alles aus dem Weg räumt, was der Vollendung im Wege steht und letztlich zur Vereinigung mit dem SELBST bereit macht.
Ich denke, ein Großteil der Verwirrung kommt daher, dass man nicht zwischen egoischer (relativer) Selbstverwirklichung und (absoluter)SELBSTverwirklichung unterscheidet.
Die Ichstärke als egoische Eigenmacht und Eigenwille muss und will  sich in der Welt behaupten bzw. selbstverwirklichen, das ist das Ziel der normalen Psychotherapie, die dich tauglich zum täglichen Arbeits- und Existenzkampf macht. Mit dieser Form einer "Gemeinen" Selbstverwirklichung  kannst du zwar Karriere in der Welt machen und dem Bruttosozialprodukt dienen,  sie steht aber in einem in einem unendlichen Abstand  zur SELBSTverwirklichung des Wahren SELBST und dessen Dienst an "Gott" (wie ich früher, als ich noch religiös war, zu sagen pflegte, als Gott für mich noch ohne Anführungszeichen existierte, LOL)
Wie gesagt, Selbstannahme heisst nicht, dass ich mich erst verändern muss, um mich anzunehmen, zumindest nicht in dem Sinne,  dass ich erst lernen muss, mich abzugrenzen, mich zu wehren bzw. diese und jene als positiv gewerteten Ich-Eigenschaften zu kultivieren. Ganz im Gegenteil muss ich all meine Ideale was die relative Selbstverwirklichung angeht, loslassen, um der zu werden, der ich wirklich bin.

Ja? Wirklich?

Um es an einem konkreten Beispiel zu zeigen, auf welche Weise Schwächen in WAHRE Stärke umgewandelt wird: Wer z.B. immer das Opfer war, weil er niemals gelernt hat, sich abzugrenzen, zu streiten oder sich zu wehren, hat sich nicht zu ändern, sondern in dieser Wehrlosigkeit anzunehmen. Niemand will gern ein Opfer sein, weil es verächtlich gemacht wird und als eine Schande empfunden wird. Opfersein ist mit der größten Scham besetzt. Das kann jede Frau bestätigen, die seelisch oder körperlich mißbraucht und vergewaltigt wurde. Nicht das Selbstwertgefühl des Täters, sondern das Selbstwertgefühl der Frau ist zerstört, was bleibt, ist der reinste Selbsthass - du fühlst dich abgrundtief gedemütigt und denkst abgrundtief schlecht von dir selbst und machst dich unbewusst zweifach zum Opfer, d.h. du wirst durch die introjezierte Selbstverachtung  zum Täter an dir selbst, derweil du dich mit der negativen Projektion  (Verachtung, Hass) des Mißbrauchers identifiziert hast. Das Problem dabei ist, dass du dir einen dicken Panzer angelegt hast,  um dein Opfersein nicht zu spüren, dass du ständig in der Defensive bist....dass du  gegen Männer und andere potentielle MißbraucherInnen eine hyper- bzw. pseudoselbstbewusste toffe und schroffe Linie abfährst, derweil du überall Mißbrauch, Verrat und Angriff witterst und damit in permanenter Alarm- und Verteidigungsbereitschaft bist - du bist an dir selbst zum Mißbraucher geworden.

Die Scham des Opferseins ist zu groß, als dass sie empfunden werden dürfte, doch die Scham  ist erst dann vorbei, wenn du den inneren Widerstand gegen dein Opfersein aufgibst.  Es gehört schon eine große Portion Achtsamkeit dazu, sich dieses Widerstandes überhaupt gewahr zu werden.  Der innere Widerstand gegen "Das Gute" - und darum geht es hier -  ist der größte Widerstand, den es jeweils zu überwinden gilt im Prozess der Selbstannahme.  Statt dem schamhaften Gefühl des Opferseins zu entfliehen und alle diesbezgl. Gefühle zu verdrängen, wirst du lernen müssen, sie anzunehmen.  
Transformation bedeutet nicht primär Desidentifizierung, sondern , dass du dich zu allererst einmal  mit dir selbst identifizieren musst, indem, was du wirklich und authentisch denkst und fühlst. Der Rest folgt ganz von SELBST: Das Opfer erlaubt sich, Opfer zu sein und es erlaubt sich damit seinerseits, den Täter - statt sich selbst -  zu verachten. Das Böse zu  h a s s e n   ist m. E.  ein notwendiger Schritt, ohne den es keine (Selbst-)Vergebung, keinen seelischen "Täter-Opfer-Ausgleich" geben kann - denn Selbstannahme hat immer Selbst- und "Fremd"vergebung zur Folge. Immer. Anders läuft der innere Aussöhnungsprozess mit dem sog. Inneren Kind nicht. Selbstvergebung bedeutet nicht, dass man sich irgendwelche "Sünden" vergibt, die man an ANDEREN verbrochen hat, sondern dass man sich den Selbstverrat vergibt... dass man sich mit den introjezierten Stimmen der Vergangenheit gemein gemacht hat...dass man  an der permanenten Vergewaltigung des eigenen Ichs mitbeteiligt war, derweil man mit dem inneren Aggressor identifiziert war. Selbstannahme und Selbstvergebung ist  SELBSTerkenntnis und - wie alles jenseits von Ego  - kein Tun & Machen, sondern ein Akt des Erkennens.


Wer strebt denn da?

Warum nur glauben so viele Sucher, dass es das Ego ist, welches nach seiner Erlösung "strebt"! So was gibts doch gar nicht, es sei denn es könnte sich selbst abschaffen. Das Ego strebt immer nach Lust und niemals nach seiner Auflösung! Es kann sich nicht selber loslassen! 
Was dabei rauskommt, wenn sich das Ego selbst abschaffen will, sieht man,  wenn man die schwarzchristliche Askese, die patriarchalische Mystik der sadomasochistischen Selbstzerstörung betrachtet, derweil das Ich das Ich auszurotten bemüht ist. Mit Loslassen hat das wenig zu tun, LOL. 
Der Mensch  kann nicht nach dem Göttlichen streben, da sein Verstand nur Vorstellungen vom Göttlichen produziert. Er kann erst dann dauerhaft  Eins mit dem Göttlichen,  - und damit auf Dauer vom Leiden befreit sein - wenn seine Seele/Psyche geheilt ist. Irgendwie ist das doch ganz logisch, nä? Wieso da immer noch Menschen sind, die glauben, man könne ungeheilt SELBSTverwirklichung (Ganzheit)erlangen, ist und bleibt mir ein Rätsel. Ganzheit ist das spirituelle Ziel, nachdem jeder Mensch mit allen seinen Zellen bewusst oder unbewusst strebt, ob er will oder nicht - und Ganzheit umfasst den GANZEN Menschen.


Die Erleuchtung Buddhas - jedes Menschen "Letztgültige Erkenntnis"  besteht darin, dass er Mensch und Gott , den Sucher und das Gesuchte als EINS erkannt hat. Buddha  erkannte, dass es Gott himSELF ist, der sich im Menschen SELBST sucht. Nicht das Ego ist die eigentliche TRiebfeder des Strebens, sondern ES - Gott selbst - das unendliche ewige Bewusstsein.