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Sonntag, 28. Februar 2016

Es schwindet Sinn mir, Zeit und Raum, schlägt Tom de Toys den Quantenschaum


Der Künstler ist immer anwesend - wenn niemand da ist.
Heute war ich kreativ
als mir vor die Linse lief,
Herr Tom de Toys ...

Rezension der Rezension

Ist Tom de Toys nun ein hinterrücks Gotterfüllter Neuroatheist oder ein Gottverdammter tiefgläubiger Neo-Materialist?
Aus welcher Quelle entspringt der Schaum den er schlägt?  Der charmanten kreativen "Nervosität" nach, die von ihm ausgeht, scheint er mir einer jener rasanten entwicklungsüberspringen Überflieger und  QuantenSchaumschläger zu sein...
DAS fiel mir ins Auge:
Pier Zellin hat den Gedichtband außerdem für Kultura-extra rezensiert und untersucht die Gedichte  (TdT's) auf ihre lebensphilosophische Tauglichkeit:

“Das direkte Du ohne jenseitige Dimension ist vielleicht das Kernthema der Gedichtauswahl und erklärt auch den Titel. Wo früher traditionell Gott angesiedelt wurde, ist nun eine Leere, die mit konkretem Leben gefüllt wird. (…) Tom de Toys holt das ehemals Religiöse, das Heile und Heilige, ganz ins konkrete, diesseitige Leben, er zersetzt geradezu jegliche Hoffnung auf Überirdisches und bietet als philosophische Alternative einen “radikalen Kontaktismus”, der sich wie eine anti-esoterische mystische Erfahrung anfühlt”
Quelle: Neuro? Atheismus? Kombiniert? http://www.kultura-extra.de/literatur/spezial/buchkritik_tomdetoys_neuroatheismus.php
Es wird viel geredet über die Notwendigkeit einer neuen Politisierung der zeitgenössischen Lyrik, aber da noch immer Kriege und Terrorismus durch Glaubenssysteme verursacht werden, muß auch nach den spirituellen Dimensionen von Lyrik gefragt werden. Nicht nur “engagierte” Gedichte üben Gesellschaftskritik, auch spirituelle Poesie ist politisch! Alles Wissenswerte über den Gedichtband hier: www.TRANSRELIGIÖS.de
copyleft

Falls TdT dieser Kritik zugestimmt hat, dann frage ich:  eine "philosophische Alternative" wozu? zur Religion? Zum Spirit? Im GEIST, im Spirit sind ja doch alle Philosophien aufgehoben bzw. transzendiert. Spiritualität, der Spirit ist weder politisch noch unpolitisch, er läßt sich auch nicht auf Lebenstauglichkeit prüfen. LOL.
Klar ist mir aber, dass dort, wo das "Direkte Du ohne jenseitige Dimension" im Vordergrund steht,  die Trennung nicht überwunden ist, hier wird  offenbar das Zweite ohne das Eine geradezu zelebriert. Ein solches philosophisches Konzept basiert auf Trennung - ein  geteiltes Bewusstsein ist gewiss kein geheiltes Bewusstsein. - DAS ist der Grund dafür, dass die "jenseitige Dimension" fehlt! Tom de Toys pflegt offenbar eine dualistische Spiritualität, die sich auch politisch verarbeiten läßt... Allerdings ist der Terminus "Spiritualität" hierbei völlig fehl am Platze. Es fehlt ja gerade die "jenseitige" Tiefendimension, die Verbindung zum Ursprung, die die Spiritualität so jenseitig macht. LOL:  Woher aber kommt ihm nur die Erkenntnis, die ihn so nervös erregt - wenn nicht aus dem Ursprung? Aus welchen Kanälen stammen sie?
(Denn es stimmt, was er sagt: wenn der GEIST "spricht" dann spürt man das in allen Fasern, Erleuchtung (=Erkenntnis) macht alle Zellen glücklich - zumindest solange die erregende Kundaliniphase anhält. Denn wie alles im Leben,  geht auch die Kundalinierregung vorüber. Wobei mir gerade einfällt, dass es auch pathologische Ereignisse gibt, "manische Erregungen", die  Kundalini-Energien freisetzen könnten. In manischen Phasen wird nämlich der sadomaso-Zensor ausgeschaltet, das "böse" internalisierte Eltern-Ich;  das bedeutet, dass da ne Menge Raum frei wird für  Erkenntnisse aller Arten aus dem Unbewussten. Das innere Kind ist hierbei nicht kontrolliert freigelassen, sondern kreativ-explosiv in die Freiheit "durchgebrochen" und ausser Rand und Band, weil innerpsychisch kein fürsorglicher Erwachsener (Animus/Anima)  stabilisiert ist, der dem Kind   adäquate Grenzen setzen könnte.)


Tom's  "radikaler Kontaktismus"  erinnert mich an Holofeeling bzw. an die Gläubigen, die an nichts glauben, was sie nicht selbst erfahren (haben) und was nicht in ihrem konkreten Hier und Jetzt-Umfeld erscheint. Auch bei denen fehlts an der Jenseits- bzw. Tiefendimension.


 Tom de Toys scheint für sich offenbar eine neue Philosophie begründet zu haben. Einen neuen dual-Ismus, einen antimystischen Neuro-Atheismus.  Um die Trennung zu überwinden bedarf es aber des anderen Pols, der Esoterik, Mystik. Sollten sich Tom de Toys Nervenfasern wirklich an "anti-esoterischen" Erfahrungen bzw.  anti-mystischer Schau erregen..??? Die Frage nach der Quelle seiner faserergreifenden zellulären Erleuchtungen steht also noch offen, sehr gut möglich,  dass es vor allem der Sprachgebrauch des Rezensenten ist, der hier jede Klarheit beseitigt. 
Der Spirit - ein anderes Wort für  "jenseitige Dimension" -  läßt sich diesseitig weder performen noch politisieren oder unter Copyright stellen.



Die Überwindung der Religiösität, der schrift- und buchstabengläubigen erkenntnis- bzw. mystikfeindlichen exoterischen Religiösität wohlgemerkt, erlangt man nur durch das Gegenteil: der  Umkehr in die Mystik bzw. Innerlichkeit. Die Überwindung der Religion ist nicht ihre Abschaffung, sondern die Vereinigung von Exoterik und Esoterik in der Erkenntnis der Einheit der Gegensätze. Transzendierung der Gegensätze bedeutet auch die Überwindung von Krieg und Terror. Wirklich "transreligiös" ist das Bewusstsein, wenn man von der Identifikation mit seinem persönlichen und kollektiven Glaubenssystem befreit ist, transreligiös=transpersonal, ach Babylon...

Das Jenseitige ist immer das Jenseits von Ego - ein anderes Jenseits gibt es nicht.
Das Heilige ist noch sehr diesseitig, keinesfalls schon "überirdisch", - überirdisch oder überweltlich  ist nur ein anderes Wort für transreligiös bzw. transpersonal! Das Heilige ist immer noch ein diesseitiger Ego-Aspekt, der letztlich transzendiert werden muss, will man das GANZheitliche HEIL erlangen. Im Heiligen ist die Trennung noch nicht überwunden, es bedarf eines Gegenübers, eines Du, Gott. Ohne Ego bzw. Gott keine Heiligkeit, Lol.

Im GANZheitlichen HEIL hingegen sind Exoterik und Esoterik, das Aussen und das Innen, Ich und Du transzendiert, das Bewusstsein ist in der EINHEIT  letztlich auch  Jenseits von Diesseits und Jenseits, und  "Wo früher traditionell Gott - (bzw. das Ego!) - angesiedelt wurde, ist nun eine Leere, die mit konkretem Leben gefüllt wird".... 
Yipppieee, die Katze hat sich in den Schwanz gebissen! Jetzt kommen wir uns näher. Aber ich bin noch nicht fertig, die Frage bleibt, ob die Anfüllung der "Leere mit konkretem Leben" als Gipfelpunkt der Erfüllung gefühlt wird?!

Wenn man statt des Begriffs der Leere oder des Nichts das Wort GEWAHRSEIN setzt, dann hätte man die  "jenseitige" GEISTIGE Tiefendimension, die Verbindung zum Ursprung, der Quelle von Erkenntnis und Kreativität hinzugewonnen zum konkreten Leben. Denn wo nur konkretes Hier-und Jetzt-Leben ist,  geht das Bewusstsein nur in die Länge und die Breite und entbehrt der Höhe und der Tiefe - also der "jenseitigen Dimension". 
Die Frage ist für mich auch noch nicht beantwortet, wie eine (ungeteilte) Leere sein kann, wo gleichzeitig “das direkte Du ohne jenseitige Dimension" ein "Kernthema" ist. Das eine  schliesst doch das andere förmlich aus: Das Nichts oder die Leere entsteht ja erst doch durch die Aufhebung der Identifikation mit dem Ego bzw. Gott; anders gesagt, wenn Einheit realisiert wurde, ist Ich und Du transzendiert  - d.h. die Subjekt-Objekt-Trennung ist aufgehoben.
 Mir scheint, dass dieses "direkte Du ohne jenseitige Dimension" ein  eher abstraktes Gedankenkonstrukt ist -  nicht anders als das "direkte  Du" MIT "jenseitiger Dimension" -  Arrrrrrghhh....u88dz zq4jigesagojoeuiczoebecuyieureruidh $(%$)(%))()($§)()()ODUF - boing


Foto: reworked byMe
Überarbeitet am 01.03.2016


Meister

Ein wahrer Meister hält es aus, hinterfragt und kritisiert zu werden. Für ihn ist alles, was ihm begegnet  "Guru", auch Angriff und Kritik;  jedoch nicht in dem Sinne, dass er die Kritik demütig als berechtigt "annimmt", sondern insofern als die Kritik für ihn selbst nur eine weitere lernend-lehrende Bewusstseinserweiterungsaktion ist.  Dies geschieht aber nur dann, wenn er sich auf die Kritik oder den Kritiker EINLÄSST! Seit ich im Netz unterwegs bin, ist es aber so, dass ich die Erfahrung machte,  dass sich viele sog. Meister/Lehrer/ Gurus  sich nicht einlassen, statt dessen  blockieren sie, strafen ab und/oder  verschliessen sich. 

(Nur ein narzisstisch-geschlossenes System kann sich weder öffnen noch einlassen.  Ein wahrer Meister ist insofern demütig, als er weiss, dass er niemals fertig wird mit dem Lernen-(Lehren) und dass die WAHRHEIT, die er JETZT gerade ausspricht, im nächsten Moment schon Alter Käse ist.

Ein wahrer Meister ist "Param advaita", er hat die endgültige Befreiung erlangt, Moksha was zur Folge hat, dass das Universum nicht mehr von aussen, sondern in und aus sich SELBST heraus erfasst/umfasst wird. Das geschieht nicht mit einem Schlag, wie man gemeinhin annimmt,  die süße Milch der universalen Erkenntnis ersäuft dich nicht, sondern der Prozess der ALL-Umfassung ist ein moderater kontinuierlicher Prozess der Einvernahme und  Vereinnahmung - Seele isst Universum auf. Param advaita hat  Ich und Welt keineswegs aufgehört zu existieren, es  hat sich nur nach Innen gestülpt.  Param advaita gewinnt man die Welt, die man gelassen hat, von Innen her zurück.  Hat man die Welt zuvor nur durch den Verstand wissend-verstehend als ein "Angelerntes", d.h.  konditioniertes angesammeltes und gespeichertes PapageienWissen erLERNT, erfasst man sie nurmehr auf eine unwissende=dekonditionierte Weise aus sich SELBST heraus. Jesus: "Und siehe, ich mache alles NEU..."


Angelernt vs. Angelesen

Eine ganz billige und eines Meisters unwürdige Revanche ist es,  wenn sog. spirit. Lehrer oder Meister in ihrer (Kritik-) Abwehr und oftmals aggressiven Konzeptverteidigung anderen Suchern/ "Findern" stante pede die spirituelle Erfahrung/Erkenntnis absprechen und sie stereotyp beschuldigen, sie hätten sich ihre Erfahrung oder Erkenntnis nur "angelernt". Wo das Methode hat, diskreditiert sich ein "Meister" mit solchen Beschuldigungen selbst. Solche Reaktionen kommen immer aus der Abwehr.

Das sollte man wissen: Der Unterschied zwischen angelesen und angelernt ist der, dass man mit dem ANGELERNTEN Wissen das GESAMTE (!)  von Kindheit an Gelernte, also das KONDITIONIERTE abgespeicherte  VerstandesWissen meint, angelesenes Wissen beschränkt sich hingegen auf Bücherwissen.   Viele sog. Meister kennen offenbar den Unterschied nicht, so  benutzen sie z.B. den Begriff des "Angelernten" im Sinne von "angelesen" und zwar immer nur als moralischen Knüppel aus der Kritikabwehr heraus,  um andere zur Räson zu bringen und ihnen eigene Erfahrung abzusprechen. Was im übrigen ein Zeichen dafür ist, dass sie projezieren und/oder mit ihrem eigenen ("angelernten"?) Wissen/Lehre stark identifiziert sind.
Es sind dies gerade jene, die so schön von der Leere und der Scheinbarkeit sprechen können, die sich offenbar nicht einmal  BEWUSST sind, dass ALLES, was sie jemals gehört und gelesen haben, "angelernt" ist, dass alles, was ihnen die Eltern, Lehrer, die Umwelt ihnen erzählt hat, ein Wissen aus zweiter Hand ist. Und dieses "Allgemeinwissen" aus der Konserve nehmen sie immer noch für bare Münze, haben sie immer noch nicht hinterfragt und als UNWAHRHEIT (oder SCHEIN) enttarnt; ihr eigenes Wissen, ihre eigenen Glaubenssätze, d.h. ihr  spirituelles Konzept nehmen sie für bare Münze und wer diesem Konzept widerspricht, kriegt die Angelernten-Keule zu spüren. SpirIdioten! Wer solche Papageien in Aktion sehen will, muss nur mal durch die Foren streifen- man findet hier ganz besonders prächtige Papageien, die sich mit besonders schönen  Federn zu schmücken belieben und seit Jahren immer dieselbe alte Papageienleier plappern : "Da ist niemand" und mit nicht selten äusserst aggressiver Konzeptverteidigung sich selbst ad absurdum führen und zeigen, das sehr wohl "Jemand" da ist. In Wahrheit halten sie ihre Glaubenssätze nämlich nur für glaubenswerter als die deinen,  - derweil sie ihre Konzepte der Leere und der Scheinbarkeit mit einer oftmals menschenverachtenden Aggressivät und Herablassung verteidigen,  beweisen sie gerade mit dieser Verteidigung genau das Gegenteil: dass sie immer noch an der Alten BW-Ordnung haften,  indem sie an das  GLAUBEN, was sie zu  w i s s e n  meinen.
Hö hö höhnt Herr Callida da, .mich dünkts mal wieder sonderbar...
Sicher wird der schriftgelahrte Oberklugscheisser nun schleunigst einwenden, dass ja auch ich nicht minder militant das Konzept der Schattenintegration verteidige,derweil ich nicht müde werde, auf  der Notwendigkeit der Schattenintegration zu bestehen, um endgültig befreit zu werden. Mal davon abgesehen, dass alle wirklichen Meister nur die Dringlichkeit betonten, waren sie darin weder darin aggressiv noch verteidigten sie in dieser Dringlichkeit ein Konzept. Glaubt man wirklich, dass Jesus mit seinem dringlichen Ruf nach Umkehr ein Konzept missionierte? Oder hat Ramana Maharshi ein Achtsamkeitskonzept missioniert?  Oder missionierten Krishnamurti oder E. Tolle ein JETZT-Konzept? Nope, folks -  sie verteidigten kein Konzept, genausowenig wie ich ein Konzept verteidige. Denn wo tatsächlich "Niemand ist", ist auch kein Verstand, der noch imstande wäre, geistige Erkenntnis zu konzeptualisieren! Alle diese Leute haben den konzeptualisierenden Verstand transzendiert.

Horsch: Konzepte gibt es nur für den EgoVerstand! Schattenintegration,Achtsamkeit oder "Das Jetzt"  bleibt nur so lange ein Konzept, als du und all jene, derweil ihr noch mit dem Egomind identifiziert seid NICHT im Hier und Jetzt, im konzeptlosen Augenblick leb.

 
Ja, das Ewige JETZT, der Ewige Moment, der in der Zeitlosigkeit des dekonditionierten  Bewusstseins liegt, ist das Ziel der Bewusstseinsentwicklung, du kannst es aber nicht erstreben, derweil es für deinen Verstand nur eine Vorstellung ist und bleibt, derweil du immer auf der Flucht vor deinem persönlichen Hier und Jetzt bist. Diese Vorstellung und der Eigenwille, der machen will, was nicht zu machen ist, ist die Karotte, hinter der du herläufst und die du niemals zu fassen kriegst!
Was du aber tun kannst ist,  dass du erst mal im Jetzt und Hier deiner Person ankommst.  Ein anderes Jetzt steht dir nicht zur Verfügung. Das ganze Geschwafel über Erleuchtung und Erwachen - vergiß es! Buddha, Christus, Krishna, Murti, Lolosophen - vergiß sie, vergiß alles, was sie sagten.  Du hast nur dich und es kommt nur auf dich an und was du in der Birne und im Herzen hast, deshalb werde ein Bewusstseinsforscher und sei dein eigenes Laboratorium,  - alles, was du dazu brauchst, hast du schon.  Vergiß alles, was du weisst.
Nein, folks, Schattenintegration ist und bleibt nur ein  Konzept für die Widerständler und Unachtsamen, die sich gegen Schattenintegration sträuben.  Schattenintegration in Aktion ist die Frucht der Achtsamkeit/Gewahrsein und nichts anderes als ein lebendiger Aspekt des Geschehens in deinem ganz persönlichen Hier und JETZT. (Nur der schriftgelehrte Papagei (des) Meister Ikkyu glaubt, dass das Hier und Jetzt ein langweiliges abgekautes  Konzept jener Leute sei, die nichts anderes im Sinn haben als das Hier und Jetzt  (sic!)
Man sieht: Auch hinter ignoranten priesterlichen Hoh(l)heitsMasken lauert der alltägliche Wahnsinn.)

Nochmal:

Erwachen fängt in deinem persönlichen Hier und Jetzt an. Das überpersönliche SEIN enthüllt sich erst, wenn du deine persönliche Befindlichkeit  hier und jetzt annimmst.  Dekonditionierung beginnt in deinem persönlichen Hier und Jetzt. Achtsamkeit! Achte auf deine Gefühle und fühle sie, statt sie zu verdrängen oder auszuagieren.  Lerne deine authentischen Gefühle von den Maschengefühlen zu differenzieren. Maschengefühle sind neurotische Konditionierungen.  Maschengefühle sind Frustrationen, Gefühlsimitate,   - du fühlst dich verletzt,  weil du konditionierte Erwartungen an die Umwelt hast. Wenn deine ebenfalls konditionierten BEdürfnisse nicht befriedigt werden, bist du verletzt. Das nennt man auch "narzisstische Kränkung". Maschengefühle sind angelernte Gefühle. Also achte darauf, was dich verletzt und frustriert. Konditionierte Gefühle/Erwartungen/Bedürfnisse müssen gefühlt werden, um sie aufzulösen.  Hinter diesen Gefühlen steckt das angepasste (konditionierte)  innere Kind. Diese Anpassung gilt es bewusst zu machen resp. zu dekonditionieren.

Ich hatte gerade eine Woche lang lebhaften Anschauungsunterricht in Maschengefühlen. Frau X.  z.B. ist ein Muster an Frustrationsintoleranz und falscher Verletzlichkeit aufgrund von Maschengefühlen. In anklagendem Ton jammert sie  in einem fort, wie schlecht das Leben bzw. die Menschen sie behandeln...weil jemand sie nicht gegrüsst hat, ...oder bei Tisch nicht das Wort an sie gerichtet habe, die Welt ist ihr einfach nicht so zu willen, wie sie es erwartet.  Wenn jemand sich nicht an ihre angelernten (konditionierten) Benimmregeln des 18. Jahrhunderts hält, ist das für sie ein Quell ständiger persönlicher Beleidigung. Sie weiss, was "man" tut und was "man" zu lassen hat. Sie steckt voller Erwartungen und überhöhten Ansprüchen an die anderen, selbst aber tut sie genau das Gegenteil von dem, was sie von anderen erwartet  - im Grunde fordert sie,  dass sich alles und alle nur um sie zu drehen habe. Dem zugrunde liegt ein unersättliches gefräßiges Aufmerksamsdefizit - unbefriedigte Bedürfnisse des inneren Kindes, -   wenn das nicht ausreichend bzw. erwartungsgemäß  gefüttert wird, reagiert sie empört, frustriert und verletzt.
DAS sind Maschengefühle. Heilung des inneren Kindes besteht darin, die authentischen Gefühle hinter den Maschengefühlen bewusst zu machen: Angst, Ohnmacht, Kleinheit und die berechtigten Bedürfnisse nach Zuwendung und Liebe, die ein absolutes Recht haben, auf eine adäquate (!) Weise befriedigt zu werden.

Schattenintegration, Selbstannahme bewirkt Heilung, es sind dies drei Begriffe, die dasselbe Geschehen kennzeichnen und bewirken,  die Verdrängung aufzuheben, die uns in Unbewusstheit hält.  Alle drei werden von Achtsamkeit initiiert. Achtsamkeit ist der "Heilungsstrahl" und geschieht immer nur im persönlichen Hier und Jetzt. Schattenintegration ist nichts anderes als Bewusstwerdung im Hier und Jetzt.  Deswegen hat Krishnamurti auch  nicht aufgehört, sein JETZT JETZT JETZT zu betonen. Hörte nur keiner hin, weil sie das JETZT als einen Ewigen Moment phantasierten, der mit ihrem persönlichen Hier und Jetzt nichts zu tun habe. Sie starrten auf einen vorgestellten "göttlichen" Punkt Omega, derweil sie Alpha  - den Ausgangspunkt, die Person - übersprangen.
JETZT ist dort, wo Anfang und Ende als EINS erkannt sind. Erst die "Letztgültige Erkenntnis" der Einheit (Moksha oder Advaita) bewirkt die endgültige Befreiung ins Ewige JETZT - no way back.
Drum: Wer das  "Kleine Jetzt" des "Kleinen Ichs"  nicht ehrt, ist des überzeitlichen Ew'gen JETZT nicht wert.

Bevor das SELBST geboren wird, muss aber das ICH erst mal das Licht des neuen Tages erblicken - das göttliche Kind bedarf einer Hebamme bzw. einer inneren "VaterMutterGott-Instanz", um das Licht des Neuen Tages zu erblicken.  Wer glaubt, das Ich vor der Zeit in die Tonne treten zu können, wie man dies augenscheinlich mit der  Hilfe des schmerzvermeidenden Wunderkurses zu tun beliebt, der erlebt weder Weihnachten noch Ostern. weder die Geburt des göttl. Kindes  noch die Glorreiche Auferstehung in der Erkenntnis der Unsterblichkeit seiner WAHREN NATUR.  Mosksha.
Achtsamkeit ist der Führer. Es gibt keinen anderen Weg als den Weg der Achtsamkeit.

PS: Unter vielen anderen Bibliotherapeuten war es insbesondere Ronald Laing, der mir  mit seinen Werken auf dem holprigen Individuationspfad - dem Weg der Ich-(und SELBST)Werdung -  geholfen hat, meine Sinne beisammen zu halten und mein "Geteiltes Selbst" zu heilen.


Meditation

ist wohl auch passe. Ich sehe Leute, die jahrelang meditiert haben und sich immer noch hinsetzen, obwohl sie es gar nicht mehr nötig hätten, weil sie zu Meditation geworden waren - bloss gemerkt haben sie es noch  nicht, LOL.
Meditation wird überbewertet, die meisten benutzen es, um ihrem persönlichen Hier und Jetzt zu entfliehen, statt es anzunehmen. Sie suchen eine Zustandsveränderung, die aber liegt nur in der Selbstannahme des persönl. Hier und Jetzt.



Ich muss immer lachen,
wenn ich in den sozialen Medien sehe, wie sog. Meister/spirit. Lehrer sich prä mortem -  zu ihren Lebzeiten - selbst re-zitieren und ihre jahrzehntealten Texte aufwärmen.
Es hat für mich einfach so ein nachrufmäßiges SelbstbeweihräucherungsGeschmäckle... 
Ein wahrer Meister schaut  nicht zurück auf sein vergangenes Tun und Sagen.  Er kopiert sich nicht, re-zitiert sich nicht selbst.  Er wiederholt sich nicht, steigt nicht zweimal in den selben Fluss um alten Käse aufzuwärmen und als "neue" Inspiration oder als Buch zu verhökern. (Was anderes ist es, wenn seine Worte von seinen Anhängern gesammelt und veröffentlicht werden ) Für Inspiriation gibt es keine Neuauflage. Wer seinen alten Käse neuauflegt,  ist m. E. kein Meister, sondern ein Wiederholungstäter und Leichenfledderer, der sich nurmehr an  toten Buchstaben vergeht und bereichert. Lots Frau schaute zurück, sie konnte nicht loslassen, nicht vergessen. So sind wir alle, derweil wir das Vergangene nicht loslassen können und nicht einmal vor der einstmals lebendigen WAHRHEIT haltmachen.  Das Bewusstsein des Nichtwissens erlangt nur der, der vergessen und loslassen kann und sein Herz an nichts mehr hängt und haftet, insbesondere nicht an seine in der Vergangenheit erkannten  "universellen" Wahrheiten ... copyright für Alten Käse?  Pfuiiiii LOL. 


Gustav Landauer

soll gesagt haben: “Meister Eckhart ist zu gut für historische Würdigung; er muss als Lebendiger auferstehen”.
Gustav Landauer war kein Mystiker, er war nicht eines  GEISTES mit M. Eckhart, sonst hätte er gewusst, dass Meister Eckhart wie Jesus Ch.  in jedem Menschen aufersteht, in dem die LEBENDIGE Ewige Wahrheit aufersteht.  Oder umgekehrt: dass mit jedem Menschen, in dem die WAHRHEIT aufleuchtet, auch Meister Eckhart aufersteht.
Bei der Auferstehung. dem berüchtigten "Mindcrash" geht es um nichts anderes als die GEburt der WAHRHEIT.  GeWAHR-SEIN. Wird die WAHRHEIT nicht geboren, war es kein "Mindcrash".

(Auch wenn ich des öfteren von "meiner" Glorreichen Auferstehung spreche, bin ich mir doch gewahr, dass nicht "ICH", sondern die WAHRHEIT in mir auferstanden ist. Und sie ist nicht nur einmal auferstanden, sie hört nicht auf, aufzuerstehen. PermaGeWAHR-SEIN bedeutet nichts anderes, als dass die WAHRHEIT permanent aufleuchtet resp. aufersteht. Die WAHRHEIT kommt als ein sprudelnder Quell der Erkenntnis.
Na gut, das nächste Mal spreche ich nicht mehr von Auferstehung, sondern von Moksha, der Letztgültigen Befreiung - das klingt schöner in den Ohren der gottlos-zeitgenössischen Spirispezies...lol - Ach Babylon...


SEIN

Ich lese irgendwo ein Zitat:

Es ist nicht besonders schwer, den Zustand “bewussten Seins” zu erlangen. Die wirkliche Herausforderung ist, ihn zu erhalten. Zitatende
 Einspruch! Es ist sauschwer ja sogar unmöglich, ein Gewahrsein zu "erlangen", weil nur der Eigenwille "erlangen" will. Das Paradox ist: Man er-langt Gewahrsein nämlich erst dann, wenn das Ver-langen nach ihm aufgehört hat. Die wirkliche Herausforderung eben darin, damit aufzuhören, nach ihm zu verlangen.
Das Zitat erinnert mich an die Gurus,  die zu Workshops einladen und z.B. mit dem Versprechen locken, spirit. Suchern zu zeigen, mit welchen Techniken man das Sein betreten könne: 
Das GewahrSein ist aber kein Ort, deshalb kann man das Sein weder "betreten" und verlassen; zudem ist es  ja gerade der Eigenwille, der den Zugang zum Gewahr-SEIN, die Verbindung zum Ursprung verhindert!  
Wenn man ein anderes Wort für GewahrSein, nämlich "Gott" nimmt, dann kann man sich besser vorstellen, wie arrogant und überheblich der Mensch ist, der glaubt, mit einer Technik  Gott  in eine raumzeitlich begrenzte Schublade zu pressen.
Ausser Gebet und Meditation kenne ich keine Technik, allein der Wunsch schon, Gott/SEIN zu erlangen, jagd Gott davon... die Absicht, der Wunsch ist das Hindernis, der Dreck auf dem Kleid der Seele, welche das Sein resp. Gott in weite Fernen rückt.


Ein Tao (Sein) welches betreten und verlassen werden kann, ist nicht das Tao. Entweder du hast dein Kleid gewaschen und erkennst: DAS bist DU und dann hat sich die Frage nach Gott oder dem Sein für alle Zeiten erledigt oder du bist und bleibst noch immer in der Trennung, derweil du dein Kleid nicht wäschst und deine dreckigen Füße nicht abputzt, bevor du die Heiligen Hallen betrittst. Das Kleid ist eine Metapher für das Ego, tatsächlich musst du nackt sein, geläutert und "entblösst" von jeglichem Wunsch und Willen. Nicht der Eigenwille, sondern allein Hingabe und  Liebe öffnet die Tür zum Himmelreich.  Auch die  Bittgebete, die nichts anderes wollen als Gott allein, müssen letztlich um Gottes Willen aufgegeben werden... und damit auch jede Technik, die da glaubt, Gott, das Sein zwingen zu können. Solange dieses Macher-Ego nicht gestorben ist, wird auch kein (dauerhaftes)GeWAHR-SEIN erlangt.
Wie Meister Eckhart in einem seiner "Ketzer"-Lehrsätze sagt: ... Wer (Gott)  um dies oder jenes bittet, der bittet um Übles und in übler Weise, weil er um die Verneinung des Guten und um die Verneinung Gottes bittet, und er betet darum, dass Gott sich ihm versage. Zitatende
Das Üble darin ist, dass du die Dinge anders haben willst, als sie sind und Gott als das einige EINzig  GUTE recht eigentlich darum bittest, dass nicht sein, sondern dein Wille geschehe.

Da sollte es tatsächlich eine EntrückungsTechnik geben, die dich von jetzt auf nachher -  in einem Nu sozusagen -  von all diesem Hinderlichen "entblösst", dich aller Verhaftungen "ledig" macht? Und die Entrückungstechniker sog.  Seinsakademien lehren nun, wie man das anstellt??? Früher machte das noch der Heilige Geist. Nun ja, die Betreiber solchen Schabernaks behalten ihre  Geheimnisse wohlweislich für sich, schliesslich wollen sie daran verdienen.  Das SEIN läßt sich nicht verhandeln und verhökern und mit Geld bezahlen - so billig ist "religio", die Rückbindung an den Ursprung/Sein nicht zu haben! Man sollte den Menschen lieber zeigen, wie sie ihre Kleider waschen können.

Fazit:
Es ist sehr schwer, aber nicht unmöglich, einen Zustand  "bewussten Seins" z.B. durch die Technik  der Gedankenunterdrückung zu erlangen. Unmöglich aber ist es,  ihn zu erhalten, derweil die psychologischen Abwehrmechanismen noch lebhaft intakt sind. Die besagte Herausforderung besteht allein im Abbau der Abwehr resp.durch die Hingabe an den Heilungsprozess/Individuation.




Wissen

Ich habe viele Bücher gelesen und ich bereue  nicht eines davon. Alles Gelesene,  was sich nur als KopfWissen niederschlug und  nicht auch vom Herzen verstanden wurde, offenbart sich mir nun langsam und kontinuierlich  in seiner  g a n z e n   WAHRHEIT aus dem GeWAHRsein des Herzens.  Das ganze Buch des LEBENS schlägt sich mir vor meinem inneren Auge auf.


Der Schriftgelahrte

 Als ich vor einigen Jahrzehnten mit einem noch ziemlich jungen Priester und anderen Besuchern des  Klosters zu Tische sass und voller Begeisterung über die Hl. Terese von Avila sprach, lächelte er jugendlich-herablassend und belustigt und nannte mich fortan bei Tisch neckend "Terese". Wie recht er  hatte, war ich doch eines GEISTES mit Terese! . 
Der Schriftgelehrte
Wie jedem herzlosen "Pfaffen" fehlte es ihm am rechten Glauben und  an der rechten BeGEISTerung.   Er konnte das nicht zusammenbringen, dass ich aus der Kirche ausgetreten war, mich als Atheistin bezeichnete und mich gleichzeitig für die christlichen Mystiker beGEISTerte. Ketzerin! Damals kannte man das Wort "Neuro-Atheist" noch nicht. LOL. Damals war ich  auch noch sehr der Symbolik verhaftet, ich gefiel mir als eine vorlieblich  in Weiss gekleidete
Beginenschlampe, eine moderne Wanderhure, die sich permament im inneren Umbruch befand und noch nicht so recht wusste, wie sie sich entscheiden sollte: Kloster oder Strich.  Heilige oder Hure.Die Synthese liess noch lange auf sich warten.LOL.   Metaphorisch gesagt, befand sich mein "Kleid" in der Wäscherei.  Mich vom Dreck zu befreien,  hiess für mich letztlich, nicht von Sünde befreit zu sein, sondern  eine paternosterbefreite Freidenkerin, eine  Freifrau von Vogelgesang zu sein - ohne Luden (Guru), ohne Orden so schlampierte ich im Underground sämtlicher  Religionen herum auf der Suche nach GEISTesverwandten.

Man steigt nicht zweimal in den selben Fluss... Als ich diesen Spruch neulich in einem bestimmten Kontext zitierte, fing  der Schriftgelahrte sofort an,  langatmig sein gesamtesWissen über Herakles zu dozieren., er nahm weder den  Gesprächszusammenhang wahr, noch ging er darauf ein. Früher hätte ich Bauchschmerzen plus einen schweren feministischen Anfall davon gekriegt, LOL.
 


Der Antichrist

wurde an dem Tag  geboren, als das 1. Konzil zu Konstantinopel im Jahre 381 n. Chr. beschloss, das Christentum zur Staatsreligion/Organsisation zu erheben. Hebamme des Antichristen war Kaiser Theodosius der Erste.
Wie aussen so innen: Der Antichrist ist innerpsychisch dort zu finden,  wo und wenn die Lebendige WAHRHEIT - die geistige Erkenntnis bzw. spirituelle Erfahrung  -  vom Verstand gestohlen bzw. konzeptionalisiert wird. Das ist, solange wir unbewusst sind und mit dem Egomind identifiziert, IMMER der Fall. Der Antichrist ist der konzeptualisierende Verstand.
 


Alles spirituell?

Im Forum eröffnet man jetzt eine "Spelunke". Überhaupt will man nun die ganze Welt ins Forum hineinlassen,  neinnein, beileibe keine neuen Mitglieder, statt dessen will man alle Themen zulassen, die die Welt bzw. die kleine persönliche Welt des Einzelnen bewegen.  Ich glaube, unter diesen Einflüssen wird nicht lange dauern, dass die die Welt  das Ruder übernimmt, dann wird es an der Sachlichkeit fehlen, die das spirit. Thematik bestimmt, der Ton wird weiblicher, d.h. persönlicher werden. Weniger Spiritualität, mehr Psychologie... nicht unbedingt schlecht, es besteht aber die Gefahr einer Verwässerung, wenn man am ernsthaften Erläutern der  Illusion einen größeren Gefallen findet, als an der tastenden Suche nach der WAHRHEIT.  So wird der Illusion gehuldigt, statt diese Welt als Illusion zu durchschauen. 
 Auf diese WEise geschieht es, dass man  - statt sich selbst anzunehmen,  die Dinge der Welt annimmt und damit die Identifikation annimmt - wo es doch gerade die Identifizierung mit den Dingen der Welt ist,die den Zugang zu sich selbst verbaut!  Damit räumt man recht eigentlich der Unwahrheit einen gleichwertigen Platz neben der WAHRHEIT ein. Man will den  Kuchen essen und gleichzeitig erhalten, ungeachtet der Aufgabe, dass die Welt erst gelassen werden muss, bevor man sie "hinzugewinnt". Die meisten sind noch immer sehr stark  mit ihrem Ego (=Welt) identifiziert.Nur die Transformation des Egos verwandelt die Welt, insofern man das Universum, die Welt nicht mehr im Aussen festmacht, sondern sie im Inneren erkennt. Erst jetzt erhält die Welt ihr wahres Sein, derweil die Scheinbarkeit der Welt(anschauung)/Ego entlarvt ist. 
"Siehe ich mache alles neu". Aber erst dann, wenn du nicht mehr identifizierst bist mit der Welt!

Es ist ja alles spirituell - diese Erkenntnis basiert im Original auf der Erleuchtung, dass Gott in allen Dingen ist, dass es nichts gibt, was nicht Gott ist, dass nichts geschieht ohne den Willen Gottes... Aber ohne dies wirklich in seiner Tiefe erkannt zu haben, werden mit einem solchen (Glaubens-)Satz egoische Anhaftungen legitimiert und zu rechtfertigen versucht, statt sie in Frage zu stellen, oberflächliche Beschäftigungen werden  für wichtig erklärt. Die ABLENKUNG wird kultiviert - Ablenkung aber ist in diesem Kontext ein Abwehrmechanismus und dient der Flucht aus der  Hier und Jetzt-Befindlichkeit.

Deshalb sage ich immer, dass es nicht dasselbe ist, wenn zwei das Gleiche tun. Ein Mensch, der sich politisch, als Heiler oder sonstwie in der Welt engagiert, sieht eine veränderungs- und verbesserungswürdige Welt. Solange er die Welt als solche sieht, ist er mit seinem Ego identifiziert (Ego=Welt!)
Der aber, der nicht mehr mit Ego/Welt identifiziert ist, hat keinen Anlass mehr, etwas zu verbessern, Er ist heil, also ist auch die Welt heil. Er ist ein Beobachter, ein Spieler in der Welt, er nimmt wahr, was auf der Weltbühne geschieht, aber greift nicht "engagierend" und verändernd ein.
Das ist den Menschen, die unbedingt Gutes tun wollen, nicht begreiflich zu machen. Ob der Heiler seinen Job an den Nagel hängt, wenn er endgültig befreit ist? Die Frage ist nicht beantwortbar, denn das kann der Heiler vorher nicht wissen, das wird er erst wissen, wenn er endgültig befreit ist von seiner Identifikation mit dem Guten - dem WERDEN.


Im Forum

seitenlanges spirituelles Schönsprech, so schön, dass man dem Schreiber glatt ein Erleuchtungszertifikat ausstellen möchte   - dann der Satz, der alles vorhergehende zunichte macht, sinngemäß:
Die Selbstannahme  der Person in ihrer Hier und Jetzt-Befindlichkeit sei deswegen eine Illusion, weil die Person als solche eine Illusion sei. Basta. Anders gesagt: Heilung sei nicht notwendig, um endgültige Befreiung zu erfahren.
Das ist genauso schräg, als wenn einer behauptet und glaubt, er könne sein neurotisches Ich ausleben, weil ja Niemand da sei, der neurotisch ist.
Genau dies ist das Dogma, die schwache Argumentation  aller schwächelnden  "Neo-Astheniker", insbesondere der geistig impotenten  Schwachköpfe der Neu-Advaita-Szene.
Wenn der PapageienVerstand teuflisch ist, dann ist er hierin besonders teuflisch: dass er eine unbewiesene  Annahme postuliert, ein totes Wissen aus zweiter Hand,  und diese MEINUNG  - was anderes ist es nicht - als eine absolute WAHRHEIT setzt, ohne dass diese WAHRHEIT in ihm selbst jemals lebendig geworden wäre! 
Der "Antichrist"  verwandelt somit die "Letztgültige Erkenntnis" in ein Dogma und setzt dies Dogma in ein ein Voraus. Eine teuflische Verkehrung von Alpha und Omega und ganz typisch für die schmerzvermeidende Fluchtreligiösität.  Ähnlich wie das christliche Dogma, dass der Christ quasi per dekret schon durch Jesus CHristus erlöst sei, insofern er nur an das Dogma  g l a u b e !  (Nochmal: Dogmen sind 2nd-hand-Meinungen, tote Glaubenssätze, weil sie gedankliche Konstrukte sind, Vorstellungen, die keinerlei WIRKLICHKEIT haben. Im weitesten Sinne ist alles, was du über die Welt gelernt hast, Dogma, Glaubensatz, Konstrukt.)

Genauso wie der Neu-Advaita-Gläubige daran glaubt, dass "Niemand" da ist, diese Leere=Abwesenheit  von "Jemand" (Ego)  aber niemals WIRKLICH erkannt/erfahren hat - oder wie er glaubt und missioniert,  dass die Suche obsolet sei, weil das Gesuchte "schon da" ist, man müsse nur "hingucken",  und seine Art hinzugucken den Schlussfolgerungen seines Papageien-Verstandes überläßt, statt sich der harten und schmerzhaften Arbeit zu widmen, den Dreck von der Linse zu kratzen, der das "Hingucken" unmöglich macht - - - genauso glaubt der dogmenversaute Kirchenchrist, dass er schon erlöst ist und daher "nichts tun" muss, außer dran zu glauben; er kann sich ausleben, wie er lustig ist, das Beichten räumt jede Sünde aus der Welt usw. Die Missionare von derlei Widersinn schaffen bei anderen Menschen eine verrücktmachende Double-Bind-Falle, die sie ihren armen Schäflein dann als göttliches Paradoxon verkaufen.

Diese Art zu glauben, versetzt keinesfalls Berge, sie hält im Tiefschlaf fest... Erwachen bedeutet u.a. das Wesen des Dogmas zu erkennen,  aus dem Glauben an Dogmen aufzuwachen und letztlich deine ganze sog. Realität als Glaubensatz- bzw. Gedankenkonstrukt zu entlarven.


Hingucken

-auch so eine inflationäre Phrase auf dem Spiri-Marktplatz.   Wann und wohin aber soll man gucken, wenn es heisst, dass du "hingucken" sollst?  Du kannst nirgendwo anders hingucken als in dein persönliches Hier und Jetzt deiner Befindlichkeit, deines Denkens, deiner Gefühle und Empfindungen. Was anderes gibt es erstmal nicht zu gucken. Achtsamkeit "guckt hin". Das Dritte Auge des Gewahrseins öffnet sich nur für den, der gelernt hat, achtsam auf sein persönliches Hier und Jetzt zu "gucken".  Annahme ist primär immer Selbstannahme des "kleinen" Selbst/Ich. Bevor man die Illusionshaftigkeit des Ichs erkennt, musst du erst mal eines haben, d.h. dir deines Ichs  BEWUSST sein. Wer niemals "Ich will" sagen durfte, wird sich seines Ichs niemals bewusst. Ganz schlimm aber, wenn er  so ganz nach neo-asthenischen Gutmensch-Art aus seiner Not eine spirituelle Tugend macht.
Die Große ERfahrung der Gott/SELBSTfindung kriegst du  nicht ohne die kleine Selbstfindung. Das eine gibts nicht ohne das andere. Darin liegt die Einheit, die Ganzheit.

DAs ist das Problem, dass du - dass alle DogmenGläubigen - nur an das Gedankenkonstrukt glauben, dass da "Niemand da" ist, bzw. dass die Person eine Illusion sei!
Um aber die WIRKLICHE und WAHRE Erkenntnis/ ERfahrung der WIRKLICHKEIT zu haben, musst du zunächst einmal die relative Wirklichkeit deiner Person mit ihren "kleinen" Efahrungen würdigen, statt sie im Voraus als eliminiert zu DENKEN. Wenn nicht, dann wird dir  dein Hier und jetzt  mit deiner relativen BEfindlichkeit zu einem permanenten Störfaktor, der die Große Erfahrung der Absoluten WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT  verhindert und aus dem du permanent zu fliehen trachtest.


Yoga

und sämtliche spirituelle Schulungen und Übungen, die man auf dem Spiri-Markt mehr oder weniger käuflich erwerben bzw. erlernen kann, sind nichts anderes als eingefrorene Wahrheit und Weisheit des Körpers. Aus ehemals unkontrolliertem lebendigen Geschehenlassen hat man ein Programm gemacht. Irgendein Mensch hat seine Erfahrungen auf dem Weg geoutet und er selbst oder ein anderer hat sie retrospektiv mit Namen und Begriffen versehen, niedergeschrieben und "materialisiert": aus dem ehemaligen Geschehen wurde ein kontrolliertes und kontrollierendes zielbewusstes Machen, welches unbewusst bemüht ist, das Original nachzuäffen. Komischerweise scheint das Machen wechselwirksam zu funktionieren, - wenn die Ausrichtung stimmt!

Für mich gibt es nur einen YogaWeg und das ist der weibliche Weg der Achtsamkeit und Hingabe, Bhakti. Wer kapituliert und die Kontrolle aufgegeben hat, dem wird alles andere ganz von selbst ohne große Anstrengung zufliessen. Beim Bhakti, wie ich es verstehe und erlebte,  werden keine spirit. Tugenden "geübt" wie man es z.B. im Buddhismus zu tun scheint, sondern das komplette Yoga" (incl. aller  SeinsTugenden) erscheint oder entwickelt sich mühelos aus sich SELBST heraus. Erwartungen und  Bedürfnisse fallen durch Achtsamkeit/ Gewahrsein z.B. einfach ab, ohne dass man übt, keine Erwartungen zu haben usw., was nur auf Unterdrückung hinausläuft. Hinterher - aus der Retrospektive erst erkennt man, dass all das, was man da durch Üben zu erlangen suchte, schon immer da war und niemals verloren gegangen war. DieWAhre Natur war nur verdeckt -  so wie Wolken die Sonne verdecken, verdecken die Schatten die WAHRHEIT.
Hingabe ist das Schwerste, es ist nichts weniger als die Bereitschaft, sein Leben für die WAHRHEIT  hinzugeben.  



Dienstag, 1. September 2015

Jesus sprach: Es werde Licht! Herr Freud sagt es viel anders nicht


 

Reinheit des Seins

Ich lese in einem Forum:  "Und wenn die Welt untergehen würde, das Sein bleibt unberührt von alledem."  Woher w e i ß  man so etwas nur?  So etwas kann man weder erfahren noch erkennen. Also ist es ganz klar eine Überlegung des Egominds, der die Reinheit des Seins diskutiert, als ob es etwas anderes als  s e i n   eigenes BewusstSEIN wäre, etwas "Da draussen".  Bei näherer Beleuchtung müsste derjenige, der so etwas DENKT, entweder einen Knoten ins Hirn kriegen oder ein  augenblickliches Satori.   Nun ja, das würde spätestens dann der Fall sein, wenn er begriffen hat, dass das Sein seine REINHEIT ja gerade dadurch hat, dass ihm die Erde oder die Welt mitsamt ihren Glaubenssätzen untergegangen ist! 

Ego ist synonym mit Welt. Welt ist nur eine angelernte Sichtweise, ein abstraktes Wort, eine Vorstellung, die der Egomind mit angelerntem Wissen versorgt.  Geht das Ego unter, geht die Welt (-anschauung/Wissen)  unter. Wem die Welt untergegangen ist, der ist unberührt von der Welt bzw. den Weltanschauungen inclusiv der Glaubenssätze, die seine Realität bis dato definierten. .
Reinheit des Seins ist nichts anderes als die Reinheit der Wahrnehmung jenseits von Ego. Die Reinheit und Unberührtheit der Wahrnehmung (GewahrSEINS)  u.a. auch auf dem göttlichen Gleichmut, der sich weder  (durch Verlangen/Mangel) von äusseren Dingen  berühren oder erregen läßt  noch von  Hochs und Tiefs, wie sie dem Ego zu eigenen sind. Unberührt-Sein  heisst, dass du nicht mehr mit Leiden identifiziert bist, aber auch nicht mit den Freuden.

Getrübt wird diese  Reinheit,  "Keuschheit" des Seins auch durch das schlussfolgernde DENKEN.  In dem Moment, wo ich  eine Hypothese aufstelle,  und eine causaliziöse Wenn- dann-Aussage  mache, ersteht die Trennung/Welt/Maya in mir wieder auf und ich  bin nicht mehr im REINEN - d.h. von Schlussfolgerungen des Egominds unberührten GewahrSein sondern mit meinen Gedanken in der Zukunft -  im DENKEN! Das heisst, ich  bin in den Schlaf des Nicht-Seins zurückgesunken. !
Die REINHEIT des SEINS ist REINE - weil durch Denken und Neurotiszimen -  unverzerrte WAHRnehmung.
Und dennoch: Über das SEIN läßt sich nichts aussagen, es ist jenseits von Eigenschaften, jenseits von Berührtsein oder Unberührtsein. Man kann statt Sein auch Gott nehmen. Über Gott läßt sich nichts mehr aussagen, - das heisst, Gott ist tot - wenn du dich mit ihm bzw. dem SEIN als EINS erkannt hast. Wenn Gott tot ist, bleibt nur noch das eigenschaftslose ICH-BIN-Bewusstsein... ab hier ist jedes weitere Wort zuviel gesagt.
Ein anderer Begriff für SEIN ist Ganzheit. Ganzheit ist absolut und ganz, insofern das Absolute das Relative in sich birgt und aufhebt. Bewusstes SEIN hat sein SEIN in dieser uneindeutigen Spannung, wie sie auch im christlichen Kreuz symbolisiert ist.



Ich lese:

"Nichtidentifikation ist genauso eine Vorstellung wie Identifikation...
Aus der Identifikation mit der Nichtidentifikation Erleuchtung abzuleiten, ist eine spirituelle Falle!"
Da gibt es für den Schreiber also Jemand, ein Ego, welches mit Identifikation  und/oder  Desidentifizierung identifiziert sein kann!? Hm, weiss ein Ego überhaupt, was Identifikation ist? Nein, es weiss weder, was Ego ist noch was Identifikation ist; denn wüßte ein Ego, was Identifikation  WIRKLICH ist, wäre Ego ad hoc von seiner Identifizierung (Ego) sowie im selben Zuge von sich selbst befreit! Das funzt aber nicht, weil das Ego sich nicht selbst abschaffen kann.  Kann der Egomind sich wirklich eine Vorstellung, ein Konzept von Nichtanhaftung (Desidentifikation, eigenschaftsloses Bewusstsein)  machen und kann er dann dieses Konzept missionieren - ein Konzept, was ihn selbst ja total in Frage stellt bzw. eliminieren soll? Gibts das?

Nein, ich glaube nicht. Solche Sätze wie oben kann nur ein klügelnder KOPF daher schwätzen, jemand, der seiner eigenen Anhaftungen nicht gewahr ist, geschweige denn, dass er das Wesen von Identifikation/Anhaftung erfasst hätte.
Wie in der Hitler-Diskussion und an anderen Orten kann ein scharfes und WAHRsehendes Auge auch hier wieder diese Gleichzeitigkeit erkennen - wie der Schreiber genau das  demonstriert, was er zugleich tadelt; diese hirnverdrehenden  Äusserungen zeigen recht eigentlich, dass der Schreiber selbst es ist, der sich wohl falsche Vorstellungen von Identifikation sowie Desidentifiktion macht, sonst könnte er sich nicht so verw(IRRE)nd ausdrücken.

Was nun mich angeht - ( wie immer, fühle ich mich bei solchen Sätzen "automatisch" angesprochen und hinterfragt, eine spirituelle Tugend, die eine ständige Selbstprüfung gewährleistet, LOL): 
ICH BIN weder mit Identifikation noch mit Desidentifikation identifiziert.
ICH BIN das, was die Anhaftungen bemerkt bzw. ihrer gewahr wird. . Da kann ich nicht gleichzeitig die Anhaftung sein, denn das  Gewahrwerden  ist gleichzeitig die Auflösung des Klebstoffs der Identifizierung. Klar, der unerfahrene und unwissende Egomind versucht sich von allem Vorstellungen zu machen, vom Identifiziert- oder Nichtidentifiziertsein genauso wie von Erdbeermarmelade.  Jeder Begriff ruft eine Vorstellung hervor.  Das ist das WEsen des Egominds, dass er sich ständig Bilder macht und alles konzeptionalisieren muss.
Gerade um diese Erkenntnis geht es bei  der Desidentifierung von Ego. Dabei geht es gar nicht primär um diverse einzelne Begriffe und die damit verbundenen einzelnen Vorstellungen, an denen der Mensch haftet/identifiziert ist, sondern bei Desidentifkation geht es generell um die Erkenntnis, dass JEGLICHE Vorstellung  ein Irrtum, eine Lüge ist.  Desidentifikation  ist Bewusstwerdung der Anhaftung und per se die Auflösung jeglicher Identifizierung mit Konzepten.
Um es nochmal deutlich zu sagen:  es geht im Transformationsprozess auch nicht allein um die DesIdentifizierung von den persönlichen Eigenschaften des Egos, sondern im erweiterten Sinn um die Desidentifikation von  gesamten kollektiven Glaubenssätzen, auf denen unsere Auffassung von Realität aufgebaut ist.
Ganz zuletzt geht es um die Desidentifizierung mit den Glaubenssätzen des Spirituellen Egos. Das ist die härteste Nuss für das in seine spirit. Erfahrungen und diesbezüglichen Konzepte verliebte Spiri-Ego. Bevor es sich nicht des Unterschieds zwischen Erleben und Konzept geWAHR wird, bleibt es mit seiner Erfahrung bzw. Konzept identifiziert.

Dass ich  meine Erkenntnisse niederschreibe bedeutet, dass ich "Zeugnis ablege" und  besagt keinesfalls, dass ich mit meinen Erkenntnissen identifiziert bin.  Wäre ich mit ihnen identifiziert, wäre ich auf der Stelle geistig tot, d.h. ich würde damit die Quelle  verstopfen, die mich unaufhörlich nährt. Im Individuationsprozess lernt man langsam, alles loszulassen. Heute ist es mir gar nicht mehr möglich, mich mit irgendwas zu identifizieren, den Klebstoff der Identifikation erneut zu produzieren.

Es ist sehr viel unterhaltsamer und angenehmer sich mit dem Konzept Erdbeermarmelade zu identifizieren als mit dem Konzept Nichtidentifikation. Beim ersteren kannst du dir jedenfalls so leckere Vorstellungen machen, dass dir das Wasser im Munde zusammenläuft. Und was fällt dir ein, wenn du an Nichtidentifizieren denkst? Nichts. also kannst du dich auch nur  mit NICHTS identifizieren. Der EgoVerstand ist zwar sehr wendig, dem fällt sogar zu dem Begriff der Leere und dem allernichtigsten göttlichen  NICHTS allerlei Unterhaltsames ein - aber bei diesem Begriff  der Desidentifikation müßte er wohl passen. Identifizieren tut das Ego sich ja doch vorlieblich  mit Eigenschaften, Ideen und Vorstellungen, die ihm Lust bereiten... 

Meiner Erfahrung nach klingen solche Sprüche eher nach den lahmen Argumente eines wehrhaften Egos; ganz ähnlich dem AbwehrArgument, dass der, der nicht aufhört, darauf hinzuweisen, wie wichtig die Schattenintegration ist,  mit Schatten identifiziert sei. Mit diesen abstrusen Einwänden projeziert man seinen eigenen Schatten - seine Abwehr gegen Schattenarbeit resp. Desidentifikation. Solcherlei Statements dienen zu nichts anderem, al die Verdrängung aufrecht zu erhalten und sich nicht den Leichen im eigenen Keller stellen zu müssen.

Fazit: Aus meiner Sicht und Erfahrung ist es unmöglich, dass ein  Ego, dessen Wesen ja doch per se  die Anhaftung ist,  sich mit Anhaftung identifiziert, dasselbe gilt für Desidentifizierung/Nichtanhaftung. Das wäre genauso, als ob das Messer versuchen würde, sich selber zu schneiden oder ein Mund versuche, sich selbst zu küssen.  Solche hirnakrobatischen Postulate entspringen der Vorstellung eines Verstandes, der stets bemüht ist, mit "schlagender" Beweiskraft Fakten aufgrund von Annahmen zu schaffen resp. ein  analytischer, abwehrgebeutelter Egomind, der seine Beweise vorlieblich auf  FALSCHEN, an den Suppenhaaren herbeigezogenen Prämissen aufbaut.  

Was es aber durchaus geben kann, ist  eine Identifizierung  mit zielgerichteten und ergebnisorietierten  MeditiationsÜbungen, die man zwecks Desidentifikation einsetzt. Wer ständig meditiert: Ich bin nicht meine Gefühle, ich bin nicht meine Gedanken, ich bin nicht mein Körper- der löst  damit möglicherweise keine Identifikationen auf, sondern der hypnotisiert sich oftmals nur  selbst und GLAUBT irgendwann daran,  -  will sagen:  er hält eine aus den Übungen resultierende Dissoziation,  - eine Abspaltung vom Körper und seinen Empfindungen, was in Wahrheit eine psychische Störung ist -   für Desidentifikation, wenn nicht gar für Erleuchtung.
Dasselbe mit dem Kurs in Wundern. Wer sich ständig hypnotisiert: Alles ist bedeutungslos, wird sich von der sog. Realtiät bzw. von seinem Ego  nicht desidentifizieren, sondern weit häufiger  nur dissoziieren.Der Kurs in Wundern ist nichts weiter als ein Desidentifikations-Übungsprogramm.  Desidentifikation läßt sich aber weder üben noch sonst wie "machen", es geschieht einfach, wenn im Gewahrsein das Wesen von Identifikation (mit Glaubenssätzen/Ego) und die Unwirklichkeit des DENKENS erkannt wird.
Das ist die dunkle Seite der "machbaren" DesidentifikationsÜbungen, dass sie  oft nur das Ego spalten bzw. die Spaltung aufrechterhalten und verstärken, statt zu heilen.

Der Begriff der "Bedeutungslosigkeit", wie man ihn im Kurs in Wundern findet, hat für mich ein schlechtes negatives Gerüchle, neutraler wäre es, von BedeutungsLEERE zu sprechen. Es geht ja auch im KIW darum, das interpretierende Ego als den Bedeutungsgeber zu erkennen und loszulassen. Ohne Interpretation bzw. ohne die Identifikation mit Interpretation  ist die WAHRnehmung - oder das SEIN -  REIN und WAHR. Die Objekte der WAHRnehmung sind insofern ihrer  Bedeutung entleert, als man sie nicht bewertet und interpretiert - besser gesagt: als man nicht mehr mit dem Bedeutungsverleiher identifiziert ist. Und dennoch verlieren die Dinge nicht in der Art an Bedeutung, dass man überhaupt nicht mehr wüßte, wozu sie gut und zu gebrauchen sind. Ein Kochtopf ist auch in der neutralen Betrachtungsweise immer noch ein Kochtopf und kein unbekanntes formloses Etwas, dessen Bewandtnis  man nicht kennt. Das, was die Objekte der Aussenwelt  "leer" macht, ist vor allem das fehlende Verlangen und Begehren  nach den Dingen. Es fehlt der Greif- und Identifiizierungsreflex des "habenwollenden" Egos. "Da draussen" ändert sich nichts. Am Ende ist der Baum wieder ein Baum und der Berg ein Berg. Wenn sich für dich in der Aussenwelt etwas verändert,  solltest du besser zum Arzt gehen;  wenn die Dinge in der Aussenwelt auf eine Art die Bedeutung verloren haben, dass du z.B. nicht mehr wissen solltest, wozu sie dienen, dann bist du auf dem falschen Trip.  Die alltägliche Betrachtungsweise der Dinge bleibt erhalten, auch wenn man nicht mehr mit ihnen identifiziert ist. (In diesem Kontext fallen mir meine früheren LSD-Trips ein und dass es doch eigentlich recht seltsam ist, dass sich nicht mal unter LSD meine Wahrnehmung verändert hatte, ich sah keine Farbräusche oder spektakuläre Effekte in der Aussenwelt wie die anderen. Weder vor dem äusseren noch dem inneren Auge.  Es waren psychische Veränderungen, die ich bemerkte, z.B. wie ich wieder zum kleinen Kind wurde oder wie märchenhaft mir die äussere Welt anmutete...)

GeWAHR-SEIN  ist nichts anderes als hellwache  BEWUSSTHEIT - ein neutrales, unverzerrtes WAHRnehmen.Wo das Ego den Dingen ihre Bedeutung verleiht, nimmt sie das Gewahrsein hinweg. Es geht nicht darum, dass sich die Dinge verändern, sondern immer nur um GeistErkenntnis. Um das Erkennen geht es -  es geht um das Gewahrwerden der IDENTIFIKATION mit den Dingen der äusseren Welt. Nur Gewahrsein macht (bedeutungs-)frei.

Die Bedeutungsleere als neutrale Betrachtung im Gewahrsein läßt sich m. E. nicht formelhaft einimpfen, sondern kann dauerhaft nur aus Achtsamkeit resp. dem Individuationsprozess (Schattenintegration) heraus ent-wickelt werden. Das Gewahrsein - das "Auge des Horus" -  wächst mit seinen Aufgaben,  d.h., es wächst im selben Maße, als Schatten/Verdrängung aufgehoben wird. Durch eben dieses Gewahrsein.

Was nun die "Reinheit" des Gewahrseins angeht,  hat das Gewahrsein eine doppelte oder zweifache Ausrichtung  (auch wenn das dem "Einen ohne Zweites" zu widersprechen scheint und scheinbare Trennung vorweist):  einerseits ist die Wahrnehmung auf der persönlichen Ebene unverzerrt im Sinne von entneurotisierter "gesunder"  Interpretation, und aus der transpersonalen Perspektive  ist die Wahrnehmung unverzerrt im Sinne von wertungsbefreiter Interpretation.
Interpretation - Bedeutungsvergabe -  als solche ist  i m m e r   gegeben, man kann m. E. nicht  n i c h t   interpretieren, auch nicht jenseits von Ego. Es geht nur darum, dass das Neue Bewusstsein mit Interpretation nicht mehr identifiziert ist. Mit dem ultimativen "Tod" des Egos ist dies Nichtidentifiziertsein als Wahre Natur erkannt. Damit  ist man sozusagen dauerhaft vom Glauben abgefallen, dass Interpretation die Wirklichkeit darstellt. Man interpretiert immer noch bzw. ist man sich bewusst, dass man so tut, als ob man dran glaubt... LOL
Also so leer ist die Bedeutungsleere auch wieder nicht. LOL. Tja, man darf da ja auch nicht die Fülle des Seins vergessen, die unaufhörlich aus der vertikalen Quelle quillt. Die quillt und sprudelt natürlich auch nur, wo Leere ist, also Abwesenheit von Ego.


Jesus sprach: Es werde Licht! Herr Freud sagt es viel anders nicht,
Wenn er mit seinen Worten spricht: Wo ES war, liebe Leutz, wird ICH!

Doch damit nicht genug, my friends, noch harrt dies Ich der Transzendenz -
was heißt, es muss zunichte werden -  was ward, muss ganz zu Lichte werden,
der Phönix aus der Asche steigt, wenn nichts mehr von Ich  übrigbleibt...




Ich hörte auch des öfteren schon, ich sei mit Schatten bzw. Schattenintegration identifiziert, weil ich die Dringlichkeit und Notwendigkeit von Schattenintegration so oft betone. Dieser Vorwurf ist genauso abstrus, als wenn man Jesus vorwerfen würde, dass er ganz arg bös' mit der Umkehr oder mit dem Himmelreich identifiziert gewesen sei; wie man weiss, hat er ja  nicht aufgehört, die Dringlichkeit der Umkehr zu betonen: Kehret um. Die Zeit ist JETZT.  Dann müßten wohl auch Krishnamurti und Eckhart Tolle ganz arg mit dem JETZT identifiziert (gewesen) sein, auf das sie  unaufhörlich hinweisen? .. oder mit dem Loslassen  usw.?

Umkehr bedeutet nichts anderes als Aufhebung der Verdrängung, was glaubst du denn, was du findest, wenn du "umkehrst" in dein Inneres? Du findest erstmal die Hölle mit all den verdrängten Engeln und Teufeln,  d.h., Dich selbst -  deine unterdrückten  unbewussten Anteile. Bevor du diese nicht umarmt hast, wird es nichts mit der glorrreichen Auferstehung.Wer den Himmel will, muss zuvor durch die Hölle, da führt kein Weg dran vorbei!
Gegen die Begriffe der Innerlichkeit, der  "Innenkehr" oder "Einkehr" hat man in der Regel nichts einzuwenden,  das klingt ja auch so schön poetisch und romantisch; was das aber wirklich bedeutet, worauf diese Innerlichkeit, Innenkehr eigentlich basiert  - nämlich auf nichts anderem als der Schattenintegration, das will man nicht wissen.

Identifikation bedeutet ANHAFTUNG. Darüber sollten sich die Herren und Damen Bescheidwisser mal kundig machen und ihre eigenen Anhaftungen mal unter die Lupe nehmen, bevor sie so dummes Zeug quatschen.
http://www.karma-yoga.eu/2008/09/anhaftung-und-loslassen/
In diesem Artikel geht es allerdings primär um das Anhaften an der Materie. Das ist was für Anfänger. Viel problematischer und schwieriger loszulassen ist die Identifizierung/Anhaftung an den mentalen Formen/ Gedanken und Vorstellungsbildern oder spirituellen Übungsbüchern, die hier leider keine Erwähnung finden. Letztlich geht es um die Identifikation bzw. Desidentifikation vom Verstand/Egomind als solchem.


So klug und so einsichtig sich die Leute geben, sind sie sich dabei nicht bewusst , dass sie bei all ihrem Wissen doch nur ständig vor dem weglaufen, was sie suchen... Es ist zuweilen bedrückend so klar zu sehen,  wie sie sich von sich selbst dissoziieren, wie sie ihr persönliches Hier und Jetzt vermeiden und ihre Gedanken und Gefühle unterdrücken.

Die Wunderkurs-Autohypnotisierten und andere sich auf Entfremdung Programmierenden sollten unbedingt bedenken:
Nicht jedes Buch, nicht jede Übung ist zu jeder Zeit auch wirklich gut für den Menschen. Manche Übungen sind zu gewissen Zeiten kontraindiziert, z.B. darf man keine Desidentifikationsübungen machen, derweil man noch munter und unbewusst auf Alte-Adam-Weise seine Gedanken und Gefühle verdrängt.  Was dabei rauskommt, sagte ich schon: Dissoziation, eine pathologische Entfremdung von sich selbst. Drachenfütterung.

An welcher Stelle hat wohl  der "integralierende" Ken Wilber dem Kurs in Wundern seinen "berechtigten" (?) Platz eingeräumt? Mir jedenfalls ist es bislang  noch nicht aufgeleuchtet, wie und an welcher Stelle des spirituellen Weges man dieses ja doch Individuation ausschliessende Werk integrieren, d.h. einschliessen könnte. Integriert wird ja doch immer nur Wahres, der Weizen -  die Spreu wird aussortiert.

Wie immer spreche ich auch hier aus eigener Erfahrung: Ich habe vor ca. 20 Jahren das ganze Buch und die dazugehörigen Begleitbücher gelesen und  an die 35 Lektionen dieses Übungsbuches gemacht. Ich kam schon mal  mit der Sprache/Übersetzung nicht klar, nicht, dass sie unpersönlich war, störte mich, sondern sie war mir zu sperrig und linkszerebral, alles in mir  hat sich dagegen aufgelehnt, letztlich habe ich es zu Grabe getragen wie so viele Bücher vorher.  Mir wurde damals klar, dass dieses Buch  den Effekt hat,  Gefühle zu verdrängen bzw. die Verdrängung aufrecht zu erhalten, statt Gefühle und Gedanken in ihrem Hier und Jetzt anzunehmen. Die Übungen führen ganz klar aus dem Hier und Jetzt hinaus, statt hinein. Das war nicht mein Weg. Dieses Buch war für mich ein seelenloses patriarchalisch-orthodoxes Folterwerkzeug für Sado-Masochisten. WAs ich auch in aller Klarheit erkannt habe:  Dieses Buch wurde keineswegs von Jesus gechannelt, wie es uns die Autoren weismachen wollen.
Jesus hat und hätte niemals so herzlos und viktorianisch prüde gesprochen, wie in diesem Machwerk!  Niemals!
Jesus spricht nicht nur zum Verstand, sondern v.a. zum Herzen, zum Gefühl, zur Person!
Nur der "Vater" ist unpersönlich. Jesus verkörpert nicht die unpersönliche Liebe, sondern er ist der mütterliche Heiler der Person,  der Mittler zwischen Verstand und Herz. Die UNPERSÖNLICHE LIEBE ist die FRUCHT der geistigen Hochzeit von Verstand und Herz und nicht Vorbedingung.  Bis es aber soweit ist, muss der Kreuzweg gegangen werden. Der spirituelle Weg ist ein Kreuzweg und kein schmerzloser Spaziergang durch hunderte von affirmativen Mindfuck-Lektionen.
Jesus ist die Verkörperung von männlicher und weiblicher Integration.
Jesus (als dein WAHRES SELBST)  liebt dich  - DICH ganz persönlich - und foltert dich nicht! 
Jesus sagt: Fühle! und nicht: Du bist nicht deine Gefühle oder dein Körper.  Er sagt nicht: Alles ist bedeutungslos, sondern Jesus als dein Wahres SELBST gibt dir und deinem Da-SEIN einen höchsten Sinn.
Jesus als der Innere Heiler heilt und heiligt die Person inclusiv Vergebung und Aussöhnung. Das kann man nicht machen und übungsmäßig anstreben, sondern geschieht aus sich SELBSt heraus, wo man die Hingabe und Bereitschaft hat, sich heilen zu lassen.

Das Problem mit dem Kurs in Wundern in meines Erachtens, dass er mit den Mitteln der Autosuggestion  - ich sags mal ganz krass: der Gehirnwäsche - versucht, zielbewusst und ergebnisorientiert  eine höhere geistige Stufe zu erklimmen, ohne die Vorstufe genommen zu haben.
Dass er den Himmel will, ohne zuvor einen Fuss auf die Erde gekriegt zu haben, dass er Desidentifikation von Ego/Körper anstrebt, ohne sich zuvor mit dem geheilten (!) Ich identifiziert zu haben.Sehr fraglich, ob ihm der Jesus, wie er im KIW erscheint,  die rettende Hand reichen wird, wenn es darum geht, über die Wasser des Unbewussten zu laufen - eine Entität, die es früher oder später zu KLÄREN und zu LICHTEN gilt, ob er will oder nicht.


Desidentifikation ist etwas, was einfach geschieht - eine ganz normale Reaktion auf eine "gesunde" Identifikation. Wer im Individuationsprozess seine tabuisierten Gefühle und Gedanken  aus der Verdrängung befreit, muss sich   - um sie zu heilen -  mit ihnen identifizieren, d.h. er muss seine Gefühle und Gedanken annehmen:  Das bin ich - Ich bin ich. Dieses gesunde stolze ICH BIN ICH-Bewusstsein hat hier an dieser Stelle des spirituellen Weges seine Berechtigung!
Das ist der Punkt in der spirituellen Entwickelung, der auf dem spirituellen Marktplatz am allerwenigsten thematisiert wird! Warum wohl? Weil es bedeutet, dass man sich als heilungsbedürftig anerkennt....als seelisch blind, taub und lahm. Aber das stolze spirituelle Ego WEISS zuviel, und so WEISS es auch, dass es so etwas wie Krankheit, Unheilsein gar nicht gibt... solange es dies GLAUBT, wird es auch keine Einsicht in die Heilungsbedürftigkeit der Person geben.

In der Annahme des persönlichen Hier und Jetzt liegt die Transformation auf die nächsthöhere Stufe schon inbegriffen, auf der man sich von diesem Ich desidentifiziert, um in die Einheit einzugehen oder die Einheit zu erkennen. Das geschieht alles organisch aus, in und durch sich SELBST, wenn man nicht vorhat, die Stufen zu überspringen....SELBSTorganisatorisch...
Christlich übersetzt: In Christus, durch Christus und mit Christus.

Im Kurs in Wundern nun wird die Stufe der  Ich-Werdung  (oder der Menschwerdung/Persönlichkeitsreifung) einfach übergangen! Da wird von dem Menschen blinde Hörigkeit verlangt, dass er ohne zu denken und zu verstehen, alles schluckt, was ihm da an dicken und unverdaulichen Brocken serviert wird. Eine Kapitulation des eigenen Verstandes/Verstehens und eine Hingabe wird hier verlangt, die allein nur Gott zukommt. Da wird auf hunderten von Seiten affirmativ an einer Innenkehr, einer Umkehr gebastelt, die nur durch bewusste Achtsamkeit auf das persönliche Hier und Jetzt geschehen kann.


Ich rate diesen Kurs-in-Wundern- SadoMasochisten dringlichst, sich des Wahren Jesus bewusst zu werden, der nichts anderes als ihr Wahres Selbst ist. Literatur dazu findet sich vor allem in den Werken Eugen Drewermanns. Im Gegensatz zur Zwangsbeglückung durch den KIW findet man hier nicht nur den wahren Jesus und seine wahrhaft zu Herzen gehenden Worte der Heilung, sondern eine tiefgehende (Biblio-) Therapie, der man sich nicht entziehen kann, wenn man nicht ganz herzverrammelt ist. Die Kapitulation des Egos, d.h. die tiefe Einsicht,  dass ich nicht der Meister meines Lebens bin, sondern Christus als unser Wahres SELBST bringt  eine Aussöhnung mit sich selbst, eine SELBSTvergebung, die  organisch auf SELBStorganisiertem Mist gewachsen ist.
HaH - den Menschen möchte ich mal kennenlernen,  den der KIW transformiert und endgültig befreit hat. Was ist eigentlich  mit dem Medium geschehn?
Jesus sagte im Zusammenhang mit dem Auftauchen der falschen Propheten in der "Endzeit": Prüfet und behaltet das Gute.  Ich habe den Kurs in Wundern geprüft und nichts Gutes an ihm befunden.  Er tut nichts anderes als das, was alle einbeinigen Nondualisten tun: Er propagiert einen Himmel ohne die Erde, eine Spiritualität ohne Individuation. Eine Involution ohne Evolution. Einen Vater ohne die Mutter.


 Der KIW sagt:

Alle seelischen Bedürfnisse des Menschen gehen von der Illusion des Ego aus und können deshalb
nicht befriedigt werden. Nur das Erwachen befreit den Menschen.

Wer erwachen will, muss verzeihen, aber nicht in dem Sinn, dass er anderen Schuld vergibt, sondern indem er erkennt, dass Sünde und Schuld nie real waren, sondern nur Kosequenzen des eingebildeten Ichs
.

Jesus - selber auch nur ein Teil des einzigen, alle Menschen umfassenden Sohnes Gottes - ist der erste, der erkannt hat, dass er Sohn Gottes ist. Andere Söhne Gottes, die ihr Gottessohnsein noch nicht wahrhaben wollten oder konnten, haben diesen erwachten Gottessohn aus der Welt geschafft. 

(Entnommen dem Buch: Kirchen, Sekten, Religionen) 


Dem stimme ich zu, das ist absolut richtig, ich nenne diese Erkenntnis die "Letztgültige Erkenntnis", in der man erkennt, dass es nie eine Geschichte, ein Leiden gegeben hat, ...keine Schuld, keine Sünde, In dieser Erkenntnis erkennt man die ganze Illusionshaftigkeit*** der sog. Realität. Wer das wirklich im GEIST erkannt hat, der ist fortan von allem Leiden befreit  - der ist vom Ego mitsamt  seinen  Konzepten, seiner Körperidentifikation und  seinem Krankheits-Gesundheits-Konzept komplett desidentifziert. Ob dies der KIW tatsächlich leistet? Kann das KIW-Programm das  Gewahrsein, auf dem die Große Erfahrung bzw. die Letztgültige Erkenntnis ja doch basiert,  über Lektionen bzw. Affirmationen tatsächlich programmieren -  das Unterbewusstsein ist so empfänglich, dass es alles glaubt, was man ihm eintrichtert - aber Gewahrsein? BEWUSSTHEIT?

Nur glaube ich nicht, dass ein Übungsweg wie der KIW  dorthin führen kann. Für mich beginnt der Weg zur Letztgültigen Erkenntnis im Hier und Jetzt der Person, die  mit ihren Gedanken und Gefühlen erst einmal als eine solche anzunehmen  und ernstzunehmen ist, statt sie im Vornherein als Illusion abzustempeln - ganz so wie es der Gemeine Nondualist macht!
Um aber zu dieser Erkennnis zu gelangen, muss das falsche Ego mit seinem falschen Weltbild  "sterben"  - und das tut verdammt weh - und der KIW-Proband, der glaubt, das sei nicht notwendig, weil man das Ego doch eh als bedeutungslos erkannt habe, der täuscht sich. Er hat es nicht wirklich "erkannt", er hat sich nur hunderte Male eingeredet, ja eingebleut, dass das Ego und das, was das Ego für wirklich hält,  eine bedeutungslose Illusion ist. Er ist ein Gläubiger, der an die Bedeutungslosigkeit der Unwirklichkeit nur  g l a u b t , aber keine Ahnung hat, dass er seine ganze WAHRnehmung ändern muss, um sie - die WAHRE WIRKLICHKEIT - auch  tatsächlich zu seinem SEIN zu machen. Formeln nachzuäffen führt nicht zu "vollkommener Reinheit" - ein Begriff, der wie das Wort "unberührt"  im KIW fast immer nur im Zusammenhang mit Schuld gebraucht wird - sondern weit mehr zu einer übermäßigen Strenge mit sich selbst, hat man sich doch ein wahrhaft hohes Ziel gesetzt - die Vollkommene Reinheit. Hah! Was für eine fiese double-bind-Falle:  auf der einen Seite wird dem Gläubigen verkauft, dass es  keine Schuld und keine Sünde gäbe und auf der anderen Seite steht das Bestreben "ganz rein" zu werden und dazu bedarf es unzähliger formelhafter Affirmationen?  Das Alte-Adam-Denken läßt sich nicht mit Formeln und AutoHypnose aus der Welt schaffen, sondern nur durch Transformation. 

Jesus: Viele werden kommen und in meinem Namen sprechen und Wunder tun...
 .

Der Kurs in Wundern hat den Anspruch, Wasser in Wein zu verwandeln,  doch füllt auch er nur den alten sauren Wein in neue Schläuche. Neo-Christentum. Wie im Neo-Advaita  wird auch im EKIW das Pferd von hinten aufgezäumt. Sie alle wollen das Unbewusste austricksen, in den Himmel kommen, ohne durch die Hölle gegangen zu sein,  - d.h., ohne die Hölle,  den Schatten  in "Himmel" transformiert zu haben.




***Zur "Illusionshaftigkeit" möchte ich noch sagen, dass auch der Begriff der Illusion nicht passt und wie alle Begriffe für die "Chose" jenseits von Ego nur eine Annäherung darstellen. Ist Materie vielleicht eine Illusion, wo doch inzwischen auch die Wissenschaft weiss, dass Form Leere und Leere Form ist? JEIN.  Jenseits von Ego  läßt sich absolut nichts mehr mit eindeutigen Begriffen beschreiben. Es gibt keine passenden Worte mehr für das Zweideutige, das paradox. Man könnte höchstens sagen: Materie  ist sowohl eine Illusion als auch keine Illusion, je nachdem, aus welcher Perspektive ich das betrachte, dual oder nondual. Wobei die Spache/Verstand notgedrungen trennen muss in das eine oder das andere - obwohl es in der Einheit eine solche Trennung nicht gibt.  Eigentlich kann man hier nur schweigen, sonst dreht man sich ad infinitum im Kreis herum in einem ewigen unfruchtbaren Entweder-Oder-Gezänk.



Die Einheit

oder das Sein kann man nicht beschreiben. Das einheitliche BewusstSein ist  sowohl Leere als auch Fülle. bzw. weder dies noch jenes.  Es ist immer der Verstand, der teilen und trennen muss, was unteilbar ist. Wer sagt, dass im Sein nichts geschieht, dass da nur gedankenlose Leere sei, der irrt, der kennt nicht die Fülle des Seins.

Das Sein ist paradox und läßt sich nicht  EINDEUTIG definieren. Die Berichte von  Seinserfahrung als (länger andauernden?)  gedankenloser Leere, in der man des Lesens und Bedeutungerfassens gar nicht mehr fähig ist, um hernach  wieder in das alte diskursive Egodenken zurückzufallen, kann ich nicht nachvollziehen.  Das Bewusste SEIN ist aber ein hirnhemisphärisch ausbalanciertes,  fliessend-schwingendes und  vertikal-horizontal gleitendes  BewusstSEIN. Yin und Yang in perfect harmony. Da gibt es kein krassen Sprünge von links nach rechts und vice versa. Ein ausbalancierter Mind ist durchaus fähig, beim Lesen die Bedeutung des Gelesenen zu erfassen, außer es handelt sich bei den Texten um die typische männliche einseitig-linkshirnige Begriffsakrobatik.
Wo vorher die leere Fülle der diskursiven Gedanken war,  ist im ausbalancierten BewussstSEIN die Fülle der geistigen Erkenntnis, der vertikal angebundenen Gedanken.  Wo keine Erkenntnis, keine Fülle ist, da ist auch kein SEIN.
Der himmlische SEINS-Frieden ist auch kein leerer toter Friede, sondern höchste GEISTige Aktivität. Wenn da das Ora nicht ab und an von Labora gekreuzt würde (die Vertikale von der Horizonalen Ebene), dann erführe man ein ununterbrochenes geistiges Feuerwerk an Erkenntnis, Offenbarung.
.

Die Blendung

Ich forsche nach dem Ursprung des Namens Callida und finde nur, dass Callida die weibliche Form von Callidus ist. Das einzig Interessante ist, dass sich neuerdings auf dem Wirtschaftssektor eine Art des Denkens entwickelt haben soll, die  "The Callida Contrast" genannt wird. Es ist dies ein "ergebnisorienter Ansatz der Leistungsoptimierung", der nichts mit dem typischen Macker-Ego zu tun haben soll.  Dieses Neue Denken  sei auf Optimierung der Energie, sprich Leistung programmiert und immer bereit, "die Ärmel hochzukrempeln und den Job zu erledigen". (Hehe, das machen die alles ohne Ego?) Für die Callida-Anhänger  gibt es keine Probleme,sondern nur Herausforderungen.Wer das ist, der solcherlei Herausforderungen ergreift wird nicht erklärt.
Ach wen kümmerts, ist eh der alte saure Wein in neuen Schläuchen, das lernt man in jedem banalen betriebswirtschaftlichen Unterricht für Einzelkaufleute.
Natürlich  ist es ein  Irrtum , zu glauben, es handele sich hier um egobefreites Handeln - jede Art von Ziel- bzw. Ergebnisorientierung ist per se Ego.
Callida-Consulting riecht mir doch ein bisschen sehr nach Scientology-Chefetagen-Hochglanz-"Spiritualität" für Macher, für die das Leben selbst ergebnisorientiert zu sein hat.   Da hat man dem Kind einfach nur einen anderen Namen gegeben!
In der Tat ein  Kontrastprogramm.

Aus Juli/August 2015


Neuer Thread im Forum
http://spectrum-sein.de/showthread.php?tid=116&pid=1980#pid1980
Ah, die Michiji - wie hochmütig sie darauf besteht, von Buddha nichts zu wissen. Da fehlt es wohl noch arg bös an der SELBSTerkenntnis. Ihr Verständnis von "Nichtwissen" hat Michiji wohl dem Bildungsvernichtungsprogramm der Roten Khmer entliehen bzw. bei ihrer intellektfeindlichen Mamaji, die sie seit beträchtlicher Zeit in liebevolle Geiselhaft nimmt. 




Samstag, 17. Januar 2015

Wer immer strebend sich bemüht im Lassen, was er hat und liebt...

Dieu n'est ni essence ni être
Dieu n'est ni vertu ni beauté
Dieu n'est n'est ni chose ni non chose
Dieu n'est pas liberté
Dieu est ce que chacun de nous ne connaîtra jamais
qu'en devenant ce qu'Il est

Angelus Silesius

http://livres-mystiques.com/partieTEXTES/Stthomas/Gentils/gentils.htm




Wer immer strebend sich bemüht,
Zu lassen, was er hat und liebt
Der wird erlöst schon JETZT auf Erden.
Weiter weiter ins Verderben! -
Postet dir mein Angelus
Wie immer aus Silentius:

Stirb, eh denn du sterben mußt,
Meid, eh du mußt meiden.
Ertöt in dir die böse Lust
Und alle falschen Freuden.
Wer nicht gestorben, wenn er stirbt,
Muß ewiglich verderben
Und durch den Wurm, der nie verdirbt,
Ohn alles Ende sterben.

Da wir eines Geistes sind,

der Angelus und ich, mein Kind,
plagiieren wir uns frisch und munter
die Himmelsleiter rauf und runter...LOL




Entspannung

Neulich hörte ich von jemanden, er sei's zufrieden dieses Leben, er trachte nicht (mehr?)  nach spiritueller SELBSTverwirklichung, weil er alle Zeit der Welt habe.  Das habe ich auch einmal gedacht - da hatte mich der Glaube an Re-Inkarnation eingeschläfert und selbstzufrieden gemacht.Später erkannte Ich: Du kriegst keinen Aufschub - die Zeit (der Umkehr) ist immer JETZT!
Solche schwächelnden Gedanken kommen oft, weil oder wenn man zu verkrampft und angespannt ist, zuviel meditiert/geübt hat oder so ziemlich alles versucht hat und enttäuscht ist... weil man vielleicht erfolglos zuviele Workshops besucht und man zu lange in der Helligkeit der "Laterne" nach dem (im Dunklen) verlorenen Schlüssel gesucht hat. Oder auch, weil man sich immer noch die Hucke vollsäuft, weil mans einfach  trotz bester Vorsätze nicht schafft...
Aber so ein bisschen Entspannung ist auch nicht schlecht, macht den Kopf frei.  Vielleicht kommt er dann darauf, dass er vielleicht nur aufgehört hat, seinen falschen Vorstellungen von Selbstverwirklichung/Erleuchtung/Erwachen usw.  nachzuhängen... Ab und an ganz bewusst ein entspanntes Glas Bier trinken gehen, oder zwei, oder drei oder... Das ist weit besser, als die Ausrichtung total zu verlieren, weil man glaubt,  sich die volle Pulle "Leben" geben zu müssen... Wichtig dabei: Nichts bereuen -  Reue tut dem lasterhaften Masochisten so schrecklich schön weh, dass er sogar davon süchtig werden kann.LOL. Ich weiss wie immer, von was ich rede...

Im übrigen: Wenn man schon ein wenig  Achtsamkeit praktiziert hat, kann man gar nicht mehr damit  aufhören, sich selbst und sein Denken/Fühlen usw. zu beobachten. Achtsamkeit und Selbstannahme ist "Arbeit" genug. Mehr an Strebung und "Trachtung" brauchts nicht. Der Rest folgt ganz von SELBST nach.


Überzeugung

Ich habe keine Absicht, irgendwen von irgendwelchen Wahrheiten zu überzeugen. Dass ich dabei aber auf andere überzeugend oder belehrend wirke, ist nicht mein Problem, sondern das  der anderen, die sich  nicht gerne überzeugen lassen, weil sie von ihrem eigenen festgefahrenen Weltbild/Selbstbild nicht loslassen können. Überzeugungen sind eh für die Tonne... Ich führe SELBSTbezügliche SELBSTgespräche, ohne den Anspruch, dass man mir glauben sollte - ganz im Gegenteil.



Freidenker

Es scheint, dass jeder, der eine Meinung hat und sie äussern und verteidigen kann, sich als Freidenker dünkt.. Der Wahre Freidenker aber ist der Wiederauferstandene Christus, d.h. der Mensch, der im Geiste wiedergeboren ist. Der hat nicht nur Gottvater, sondern auch Christus um Christi Willen gelassen.
Der Wahre Freidenker ist  "nüchtern", d.h. er ist jenseits von Religion. Ich würde es mal so sagen: der Wahre Freidenker ist der, der sogar die Mystik transzendiert hat. Der Verstand sucht halt immer nach Worten... LOL.  Wo der Mystiker noch nach Innen schaut, ist dem Freien Denker das Äussere zum Inneren und das Oben zum Unten geworden. Das heisst mit Freud: Wo ES war, ist  ICH (BIN) geworden. Komplett. Mystik, das Mystische impliziert noch immer Eigenschaft und Religion... der Wahrhaft Freie Denker hingegen.... hehehe.... Jetzt reichts aber, Lolo! hahahaaa...
LOL! -
(Für  Kybalion7 fallen meine Assoziationen in die Rubrik "ozeanische Gedankengänge" - wie recht er damit hat, ahnt er gar nicht.  Auf irgend einer Seite seines bardonischen Programmes hängt der Arme Tropf  und traut sich nicht, ins Meer zu fallen. Shit - Programmierfehler! Auf Stufe 1.


Wiedergeburt

Wie die Kinder werden... Im GEiste wiedergeboren zu werden, heißt wieder wie ein Kind zu sein, wie Jesus es in der Bibel sagt. Wo ICH  als Kind meiner Mutter in die Welt hinein geboren wurde, wird IN MIR als wiedergeborenem Kind Gottes die Welt aus dem Inneren heraus ebenfalls neu geboren.Ganz neu und originär erklärt  sich mir nun die Welt, unmittelbar... kein Mittler mehr vermag mir mehr die Welt zu erklären. Alles Wisssen, was sich von aussen an mich heranträgt, sei es durch Menschen oder andere Medien, rutscht an mir nurmehr ab wie Wasser an Teflon. Nichtwissen.


Bücherwissen

Mir wird des öfteren vorgeworfen, dass ich alles, was ich schreibe, aus Büchern habe. Mal von diesem Irrtum abgesehen: haben diejenigen, die spirituelle Bücher verfassen auch aus Büchern abgeschrieben? Oder ist das Ego des Herrn Kritikers so aufgebläht, dass er keinem anderen Menschen als sich selbst zutraut, authentisch zu sein?  Oh Lord,  ich müßte wirklich ein kolossal krankes Superego haben, würde ich ein Tagebuch schreiben, welches ich mit Fremdstoff aus Büchern füllen würde. Ein solches krankes Ego wäre aber auf Bestätigung angewiesen und würde daher wohl auch dafür sorgen, dass sein "Buch" Verbreitung findet...
Aber es ist wohl so: Die Menschen, die mir vorwerfen, aus Büchern zu klauen, haben Bücher gelesen, die ähnliche oder selbige Wahrheiten verkünden, wie ich sie niederschreibe. Dass es sich dabei um universelle Wahrheiten handelt, wird sogar von den augenscheinlich Intelligenten übersehen.
Es sind immer diejenigen, die sich selbst am weitesten spirituell entwickelt dünken, die anderen vorschnell vorwerfen, aus Büchern geklaut zu haben.  Rubrik: Godfather-Syndrom, inflationäres Spiri-Ego.


Nichtwissen

Ich möchte noch einmal zum Nichtwissen etwas schreiben, so wie ich es erfahre. Öfters passiert es, dass mir Leute etwas zum Lesen posten, z.B. einen Ausschnitt aus einem Buch und dabei annehmen, dies könne mir (noch)  etwas g e b e n, sagen oder mir gar die "Ohren schlackern" lassen. So ist es eben nicht! An mich gehts nichts Äusseres mehr ran, auch kein Fremdwissen. Sicher kann ich es lesen, aber es ist für mich wie Flachwix... Es ist nicht so wie früher, als manches Buch, manche Schrift in mir noch eine Resonanz auslöste, ein tiefes Verstehen, ein Einssein mit dem Geist des Autors. Ich verstehe buchstäblich nichts mehr. Eigentlich sehe ich nicht einmal nur Flachwix, sondern nur noch Buchstaben, ohne den  (tieferen) Sinn zu erfassen. Ich bin quasi so verinnerlicht, dass ich von der "Aussenwelt", wozu auch fremde Schriften gehören -  wie abgeschnitten bin. Lesen ist für mich eine richtige Qual geworden. Es reicht mir vollauf, die Beiträge in den Foren zu lesen und das Lesen nur auf die Kommunikation zu beschränken.
Ähnlich ist es im persönlichen Gespräch. Jemand beschreibt mir seinen Eindruck von einem Menschen, den auch ich "kenne". Ich kann diesen Urteilen und Bewertungen weder zustimmen, noch kann ich mich dagegen verwehren; kann sein, dass der Mensch recht hat mit seiner Einschätzung, kann sein, dass er aufgrund einer falschen Wahrnehmung beurteilt. Is wurschtegal  - es kümmert mich nicht, weil ich  n i c h t s  mehr GLAUBEN kann, was ein anderer mir mitteilt. Alles, was ich kann, ist ERKENNEN, ich kann aber nicht erkennen, wie und wann ich oder ein anderer WILL!
Beispiel: Mein Gesprächspartner erzählt mir von seinem Eindruck (oder seine WAHRnehmung?) , der X. habe diese oder jene Krankheit/Problematik. Hm, kann sein. Möglich. Klingt logisch usw. Ich  weiss es schlichtweg nicht! Ich habe nämlich bislang keine WAHRnehmung bezüglich des Betreffenden.  Ich bilde mir kein Urteil mehr wie früher aufgrund angesammelten Wissens über jemand, sondern ich empfange klare Strukturen jenseits von Wissen. An mich geht nichts mehr ran, ich kann nichts mehr an- und übernehmen von anderen, anderer Leute Urteile, Bewertungen, Diagnosen usw.   Es ist gut möglich,dass es wahr ist, was der andere wahrgenommen hat - nur ICH kann es nur dann als WAHR nehmen, wenn ich es aus mir SELBST heraus erkannt - sozusagen"erschlauscht"  -  habe.
Und so geschieht es, dass ich relativ verspätet zum "selben" Schluss kommen kann,  wie mein Gesprächspartner, (aber eben nicht auf die gleiche, sondern auf meine eigene Art und Weise - nämlich erkenntnismäßig aus mir SELBST heraus und aufgrund von Faktoren, die gänzlich andere sind als die meines Gesprächspartners);  teile ich das mit, dann wird mir häufig entgegnet: Das habe ich dir doch schon damals gesagt. Was dabei aber immer irgendwie mitzuklingen scheint: ...wieso  g l a u b s t   du mir denn  nicht, was ich dir sage?
Yep - Und genau das ist die Crux bzw. die Große Gnade: Ich kann nichts mehr GLAUBEN im Sinne von für-wahr-halten, was ein anderer "weiß", wahrnimmt oder wahrzunehmen glaubt.
Und deswegen ist es für mich mittlerweile so, dass ich es absolut sinnlos empfinde, mit anderen Menschen über andere Menschen zu reden,  wenn  ich sehe, dass ich einen anderen Menschen beeinflusse, das zu  g l a u b e n , was ich wahrzunehmen glaube, LOL!
Nur wer die QUALITÄT des Nichtwissens kennt, weiss, wovon ich spreche.



Die Leichtigkeit des Seins

Die Moral jenseits von Ego ist wahrlich "jenseitig" für den Moralisten.  Von wegen "Ehrlichkeit".  Mir ist es passiert, dass ich ich das Wechselgeld, welches die Supermarktkassiererin mir  z u v i e l   herausgegeben hat, genauso anstandslos, gleichmütig-skrupellos entgegengenommen habe,  wie ich es ein andermal zurückgegeben habe. LOL! Was für eine Erleichterung: Der christlich konditionierte Drang, ehrlich zu sein und Gutes zu tun ist mir so abhanden gekommen wie alle anderen Zwänge... Geld ist mir so gleich gültig wie alles andere geworden. Ich fühlte mich durch die Aktion weder bereichert, noch wurde mir etwas genommen.


Magie vs. Mystik

Zwei Seiten der selben Medaille Was die Umwandlung der negativen in positive Eigenschaften angeht, so ist mir dies ganz von SELBST geschehen, ohne dass ich dies vorhatte, zu "machen". Es geschah einfach, es kam wie alles einfach über mich: Ich schrieb auf exakt 99 Seiten meine Lebensgeschichte ein zweites Mal und völlig neu.  Das negative Selbstbild wurde damit in ein positives Selbstbild  umgewandelt bzw. in ein realistisches Selbstbild.

Eigentlich dachte ich würde  meine Lebensgeschichte für meinen Sohn aufschreiben, auf Seite 99 aber wusste ich genau, dass es nicht um meinen Sohn ging, sondern um mich allein. Es ging um die Umwertung aller Werte, das heisst,  dass alle negativen internalisierten Eltern-Ich-Botschaften und moralischen gesellschaftlichen Wertungen, die mein Selbstbild bestimmten  in positive umgewandelt wurden. Ich war wie in Trance, - nein, nicht "wie", sondern ich  w a r  in Trance, das weiss ich heute. Zuweilen war es äusserst merkwürdig, von mir nur Gutes zu schreiben, und es widerstrebte mir oftmals, mich derartig in den Himmel zu heben. Eine gesellschaftlich geächtete Tätigkeit, die ich früher einmal ausübte, habe ich z.B. glorifiziert, statt mich dafür zu verachten... Alle internalisierten negativen Wertungen, durch deren Brille ich mich selbst anzuschauen gelernt hatte, wurden dabei umgewandelt und ins Gegenteil verkehrt. Aus Teufeln wurden Engel. Aus dem bösen Mädchen wurde ein gutes Mädchen. Ich schrieb meine ganze Lebensgeschichte von Grund auf neu... ich ERFAND mich neu, könnte man sagen. Aber "Ich" war es nicht...

Mit dieser Reinwaschung wars aber noch nicht getan...

Die meisten Sucher, speziell die aus dem Bereich Magie halten die Umwandlung von negativ in positiv wohl für die letztgültige Transformation. Erst durch diesen Ausschnitt aus Bardons Buch über den Wahren Adepten, - die in Kybalions Thread gepostet wurden, klärte sich vieles bislang unerklärliche für mich auf.

Zitat F. Badon: :"... Auf dieser Stufe angelangt muß der Magier in der Lage sein, mindestens 15 Minuten lang eine Vorstellung, ganz gleich welchem Element sie entspricht, ohne die geringste Störung im Geist zu behalten. " (Das große Jetzt)

Ja, genau dies habe ich eine Zeitlang mit dem Vater Unser gemacht, ich habe mir aber kein Zeitlimit gesetzt... ob ich 10 oder 15 Minuten die Konzentration halten konnte ist völlig unwesentlich. Aus der Retrospektive gesehen,war es wohl die Vorbedingung für das, was später kam, als ich - ebenfalls aus einem Bedürfnis heraus, meine Aufmerksamkeit von allen Gedanken abziehen und auf einen Punkt ausrichten konnte. Dann geschah die Innenkehrung.  Was andere eine Übung nennen und ganze Programme daraus machen, war mir ein von Liebe und Sehnsucht beflügeltes innerstes Bedürfnis.

 Zitat Bardon.: Deshalb wäre es grundfalsch, der Vergangenheit nachzuhängen und zu bedauern, daß ihm das Schicksal dies oder jenes Unliebsame aufgetischt hat. Nur Schwächlinge klagen unentwegt und wollen bemitleidet werden. Ein wahrer Magier weiß, daß durch das Zurückrufen von Bildern der Vergangenheit dieselben belebt werden, wodurch neue Ursachen entstehen, die erneute Hindernisse in den Weg stellen. Darum lebt ein Magier womöglich ausschließlich in der Gegenwart und blickt nur im Notfall zurück. In die Zukunft macht er nur die allernotwendigsten Pläne und läßt ab von allen Träumereien und Schwärmereien, vergeudet mit ihnen nicht unnütz die mühsam erworbenen Kräfte und gibt gleichzeitig dem Unterbewußtsein keine Möglichkeit, ihm Hindernisse in den Weg zu stellen. Ein Magier arbeitet zielbewußt an seiner Entwicklung, und vergißt dabei auch nicht seine materiellen Pflichten, die er gerade so gewissenhaft erfüllt wie die übernommenen Aufgaben seines geistigen Fortkommens. Er sei deshalb streng zu sich selbst. Immer sei er bescheiden und, was seine Entwicklung anbetrifft, verschwiegen. Das Akashaprinzip kennt nicht Zeit und Raum, wirkt also ständig in der Gegenwart, denn Zeitbegriffe sind von unseren Sinnen abhängig. Deshalb wird dem Magier empfohlen, sich so viel als nur möglich dem Akasha anzupassen. Er muß Akasha als das große JETZT anerkennen, danach denken und handeln.

Zitatende, aus:

http://www.verlag-dr.de/verlag/Adept/249-Jetzt.htm

Der Mystiker tut dasselbe, nur dass das, was der Magier durch "Arbeit an sich selbst":  Asketische Schulungen, Selbsterziehung, Strenge,Selbstbeherrschung und Können/Machen  unter Aufbringung aller  WillensKräfte erreicht, fällt dem Mystiker anstrengungslos in den Schoß. Er muss nicht "ablassen von...", sondern er hat losgelassen. Alles, was hier vom Magier ausgesagt wird, ist dem Mystiker gegeben. Nicht durch "Zielbewußtheit", sondern durch das Gegenteil: durch Hingabe und  der Einsicht, dass jede Zielbewußtheit das Ego stärkt. Natürlich bedurfte es auch da eines Willens, aber nicht eines Willens zum Tun, sondern zum Lassen. Schwer genug...weit schwerer, weil Ego ist gleich Tun.

Die Verschwiegenheit, die den Adepten bzgl. ihrer geistigen Entwicklung angeraten wird, gilt unabdingbar auch für den Mystiker. (Verschwiegenheit wäre auch heute noch vielen Möchtegern-Magiern und  Möchtegern-Mystikern angeraten, sieht man doch allzuhäufig, dass Menschen, denen grade mal ein Lichtlein aufgegangen ist, sich vorzeitig und voreilig als Erwachte bzw. Erleuchtete in der Öffentlichkeit präsentieren.

Kräfte kann der Mystiker nicht mehr vergeuden - hat er Unsterblichkeitsbewusstsein erlangt, i s t  er die KRAFT. Der göttliche Gleichmut sorgt für einen fürderhin unstörbaren, ständig ausbalancierten Energiepegel.

Eigentlich sehe ich keinen großen Unterschied mehr zwischen Magie und Mystik, der Kreis schliesst sich grade mal wieder.Weil der Uroborus sich hier einmal mehr in den Schwanz beißt sei nur noch daran erinnert, dass i.d.R. auch der Mystiker mit Askese anfängt und mit dem "Yoga der Erlaubnisgebung" aufhört - bzw. zwischen diesen beiden Extremen hin- und herpendelt, bis er seine Mitte gefunden hat.

Spannung-Entspannung. Binden-Lösen.

Askese, der Rightway-Path des Gottvaters scheint mir immer noch der allgemeine Einstieg zu sein... jedenfalls für religiöse Menschen.  Ausser man macht Psychotherapie. Ansonsten habe ich natürlich versucht, willensmäßig meine Süchte in den Griff zu kriegen. Wird die Anstrengung, die Spannung zu groß, fällt man ins andere Extrem und geht den "Weg der GöttinMutter", den Leftway-Path, der für das schwarzchristliche Christentum das Böse schlechthin verkörpert, weshalb daraus der Satanismus entsprang. Hier drohen dem sich dekonditionierenden Ego-Bewusstsein große Gefahren, weil es nicht weiss, wer Engel und wer Teufel ist und große Verwirrung die Folge ist, die sich manchmal bis in psychotisches Erleben steigern kann.

Klar ist mir bislang immer noch nicht, warum die Magier ihre KonzentrationsKräfte dermassen für die Beherrschung und Kontrolle des Ich/Materie/Körper verbraten, wenn sie nach F. Bardon letztlich doch dieselbe Konzentrationskraft für die Wendung nach Innen gebrauchen, um ihr letztes Ziel zu erreichen - das Große JETZT aus Kapitel 7 von F. Bardons Wahrem Adepten! Warum soviel Wissen und Können ansammeln, um am Ende - nach vielen weiteren  Kapiteln -  all das wieder aufzugeben?

Achtsamkeit ist der Schlüssel des Mystikers, Achtsamkeit führt  zur Innenkehrung und von Achtsamkeit hat bislang noch keiner der "Adepten"  gesprochen bzw. geschrieben. Inwieweit die Achtsamkeit gleichbedeutend mit der Introspektion des Magiers ist, ist mir noch nicht ganz klar geworden. Ob man mit der "Introspektion"  eine Innenkehrung erreichen kann, ohne sich seinen Dämonen, seinem Schatten - den Verdrängungen,  Abwehrmechanismen  zu stellen... Unter den Adepten gibt es wohl auch Leute, die glauben, mit ein paar TRancereisen durch den sog. Bardo hätten sie de fakto auch schon die Todeszone durchquert und der Egotod sei nur symbolisch zu verstehen.

Was in der Magie - wie sie mir hier durch den Thread vermittelt wird -  unter  Introspektion verstanden wird, dient hier scheinbar nur der Veränderung/Verbesserung und Kontrolle des Denkens von Negativ ins Positive und nicht dem Aufgeben der Kontrolle bzw. der Desidentifikation von den Denkinhalten an sich, wie auf dem spirituellen Weg. Die Magie fördert das Mentale, arbeitet mit der Vorstellungskraft - Spiritualität mindert sie und löst die Identifikation mit den inneren Bildern letztlich völlig auf.

Ich lese wie gesagt, keine Bücher mehr, auch nicht über das Thema Magie, ich mache mich nicht "schlau", sondern  stütze mich in meinen "Studien" fast ausschliesslich nur auf die Informationen und Bardon-BuchAusschnitte, die ich den Beiträgen der hiesigen Magie-Adepten entnehme und die spontanen Erkenntnisse, die sich durch mein Einlassen auf deren Beiträge ergeben.  Wenn mich das Lesen fremden spirituellen Wissens nicht sofort zur "Korrektur" von Unwahrheit triggert, (wenn vorhanden)schneidet es mich von der Quelle ab.  Es reicht mir völlig, täglich ein paar Sätze im Forum zu lesen und "ES" fliesst in Strömen...

Magie und Mystik - wirklich zwei Wege zum selben Ziel? Der Weg ist nicht derselbe... Wo wie in der Magie der Willen gefragt ist, kann der Weg zumindest mal nicht das Ziel sein.
Die Auseinandersetzungen im BW-Thread Kybalions bzw. mit der Magie des  Wahren Adepten von F. Bardon dienen mir wie es aussieht zur retrospektiven Klärung: Ich entdecke, dass mir alles, was der Adept in Bezug zur Magie übt, einfach zugefallen ist. Ich wusste damals nichts von Magie und Übungen... Ich nähere mich der Magie quasi durch die Hintertür. Sehr spannend...

http://www.verlag-dr.de/verlag/Adept/249-Jetzt.htm

Dass ich meine Auseinandersetzung mit Magie im Thread von Kybalion7 führe, wird mir sehr übel genommen, die Magie"Adepten"  fühlen sich persönlich von mir angegriffen. Daran könnten sie lernen, was Identifikation ist, allerdings hat man ja doch kein Interesse an Desidentifikation in diesem Metier, im Gegenteil, man wird in neuen Glaubenssätzen geschult, mit neuem scheinbar "höherem" Wissen abgefüllt , mit denen das Ich sich identifizieren soll. Bislang kann ich nichts Spirituelles an der Magie erkennen, auch wenn Spiritualität - das Unsterblichkeitsbewusstsein -  das erklärte Ziel der Magie sein soll.




"Gott Elli Marichal"

ist mir wieder erschienen. Sie hat sich zu meinem Titelbild (Damenklo, Treffpunkt für Frauen und Männer, die es werden wollen)  folgendermassen geäußert:

Glaubst du wirklich das du eine Frau bist mein Kind? Du hast noch wirklich viel zu lernen bist du erwachst, wie ich es bin.

Hihihi, ich freu mich...Als ich mal gucken will, ob sie mich noch immer auf ihrer Seite gesperrt hat, sehe ich, dass ihre Facebooksektenseite offensichtlich die 5000 Freunde-Grenze erreicht hat und daher unter einem neuen Titel läuft. Unter ihrem Klarnamen hat sie nun wohl einen neuen Account?  Nun, ich werde das Aufmerksamkeitsdefizit von Frau Gott befriedigen und ein bisschen Werbung für ihre Seiten machen. Bislang konnte sie in dieser Hinsicht immer auf mich zählen.

https://www.facebook.com/profile.php?id=100006644194320&fref=ts
https://www.facebook.com/profile.php?id=100008630678435&fref=ts

***
Elisabeth Marichal: Erkenne dich Selbst und du erkennst Gott, Gemeinschaft
https://www.facebook.com/pages/Elisabeth-Marichal-Erkenne-dich-Selbst-und-du-erkennst-Gott/298291343514860?fref=ts

­­­­­­***

Elisabeth Marichal, Gruppe:  Erkenne dich selbst durch Rückbindung an dich Selbst
https://www.facebook.com/groups/124333770958902/?fref=ts

***

Gott Elli Marichal
https://www.facebook.com/pages/Gott-Elli-Marichal-Informationen-%C3%BCber-die-Wahrheit-der-Welt/431376480265014?fref=ts

***

Der letzte Link ist besonders interessant und allen empfohlen, die eine direkte Ansprache von Gott bevorzugen, wer ein offenes Herz hat, kann hier durchaus gutes universelles Futterchen kriegen. Mich dünkt nur, dass sie als "Gott" die universellen Wahrheiten offenbar selbst nicht so recht versteht, zumindest scheint sie ihre göttlichen "Ausflüsse" nicht näher erläutern zu können. Ich habe gehört,  dass "zwielichtige geistige Wesenheiten" es lieben, Menschen zu besetzen. Vielleicht mit besonderer Vorliebe diejenigen, die in ihrer Menschlichkeit noch nicht geläutert sind und sich mit Gott HIMSELF allzusehr identifiziert haben.
Ihr Auftreten im Netz ist eher das Auftreten eines "Asura-Dämons", denn als eine durchs Geistfeuer geläuterte Seele: Prahlen, Überheblichkeit, Stolz und Dünkel/spirit. Statusbewußtsein , kurz: kein Hauch der kosmischen Intelligenz des Göttlichen Kindes, statt dessen spielt sie  noch immer die ganze Klaviatur menschlicher Dummheit rauf und runter.  (Das nimmt mich nicht Wunder, kann sie doch noch immer nicht das befreite göttliche Kind vom unfreien angepasssten inneren Kind unterscheiden, was m. E. eben auf  fehlende Individuation hinweist.) Wobei die Menschen, die mit ihr persönlich schreiben und verkehren, des Lobes voll sind über ihre  umwerfend liebevolle Ausstrahlung. Eine ziemlich brüchige Ausstrahlung allerdings, die nur solange hält, wie man ihr bedingungslos folgt und keinen Widerstand leistet oder ihre göttliche Autorität hinterfragt. (Hehehe, dasselbe sagen manche auch von mir!) Sie ist ein eifersüchtiger Gott,d.h., sie duldet keine anderen Götter neben sich. Wenn sie bei anderen Menschen universelle Wahrheit liest, dann wertet sie diese schlicht als "angelesen" und "angelernt". Neben ihr kann einfach niemand bestehen.

Man sollte vielleicht wissen: Die "DirektAnsprachen", die man auf der Seite von Gott Elli Marichal liest, gelten -  w e n n  sie denn authentisch sind -  nach meiner Erfahrung in allererster Linie ihr, Elisabeth, selbst. Sie kommen aus ihr SELBST und gelten primär nur ihr selbst.

Jeder Mensch, der sich auf dem Weg der inneren Heilung befindet, fühlt sich  m. E. einmal oder mehrmals in dieser numinosen Art  von "Gott" angesprochen . Ich kann mich gut erinnern, wie ich damals, (ich glaube, es war ca. 1997 )während ich in meinem TAgebuch schrieb, sich plötzlich mein Schreibstil von der Ich- in die Du-Form veränderte. Offensichtlich war ich in Trance und ich schrieb,als ob mir eine unhörbare Stimme in die Feder diktierte. Diese "Stimme" schien mir numinos und prophetisch, sie sagte mir auf ca. 2 Seiten, wer ich wirklich bin und was mit mir geschehen solle. Über allem, was diese Stimme sagte, schwebte dieser Satz aus der Bibel: Du bist mein geliebtes Kind (Sohn), an dem ich mein Wohlgefallen haben. Erst viel viel später ging mir auf, dass es sich  hierbei um den  Akt der SELBSTannahme, der AusSÖHNung und Selbstvergebung handelte, der mich mit biblischen Bildern begleitete.  Ich tat damals etwas, was ich später einmal bereute: Ich warf die Seiten weg, wie ich fast alles wegwarf damals.
Damals war ich im  Entrümpelungsfieber, die Dinge wurden mir sämtliche zum Ballast, und so warf ich bis auf die notwendigsten Dinge ALLES weg, sogar das, was mir das Liebste und Allerhöchste und Schönste war.  An nichts wollte ich mein Herz hängen. Keine Reste war das Motto, und: Schau niemals  zurück! Das tat ich später auch mit meinen TAgebucheinträgen: jeden Abend warf ich die Seiten weg, die ich tagsüber geschrieben hatte, machte meinen Schreibtisch vollkommen leer und blanco - so war jeder Tag ein Neuanfang; wie aussen, so auch innen: jeden Morgen räucherte ich rituell meine Wohnung schob dabei alle störenden Gedanken beiseite,  - räucherte gewissermassen dabei mein auch Hirnkastl aus und richtete mich aus, d.h., ich stellte meine Ohren und mein inneres Auge auf Empfang, lauschte und schaute... ("Schlauschen"  - ein lustiges "vereinheitetes" Wort, welches OneIsEnough prägte und welches sehr schön diesen Doppelcharakter des  Gewahrseins beschreibt). (Ich hatte nie viel an Ritual und hielt auch nichts von vorgekauten Ritualen. Alles, was ich diesbezüglich tat, kam aus mir SELBST. So zündete ich in diesem Zusammenhang eine zeitlang  auch 2 Kerzen an,  in die ich gerne schaute, später kam noch eine hinzu. Diese Lichter schienen mich links/rechts-hemisphärisch in Balance zu bringen. Ich nahm ihren Wiederschein spürbar in meinem Herzen auf.
JETZT  - gerade eben "zeigt" sich mir, dass ich mit dieser Ent-Äusserung meines Inneren eine Gleichzeitigkeit von Innen und Aussen symbolisch manifestierte.Vielleicht ist dieses komische merkwürdige unbeschreibbare "Gleichzeitigkeitsgefühl", was so oft in  meinem BewusstSEIN  schwebt, ja überhaupt die paradoxe Gleichzeitigkeit von Aussen und Innen??? AHA! - GENAU DAS IST ES!!!
Jop!  und schon wieder hat sich  - während des Schreibens, LOL - etwas "gecleart", was bislang unbeschreibbar war. HAH!

Jahre später in einer dieser von Gott und allen Menschen verlassenen Dunklen Nächte war ich versucht, zu bereuen, dass ich diese "Ansprachen" wegwarf, ich suchte nach Halt, denn ich hatte nichts mehr, an was ich mich festhalten konnte und die erinnerungsmässigen Wiederbelebungsversuche  meines "Erwachens zum Gotteskind" schlugen fehl...Nur ein ganz kurzes Aufblitzen von Reue, dann nahm ich meine "Haltlosigkeit" an und wie es war, war es dann auch gut: Ich hatte keinen Kult aus diesem AusSÖHNungsGeschehen gemacht und bin mit dieser "Stimme" intuitiv genauso verfahren, wie mit den Erscheinungen der anderen Archetypen - ich liess es vorübergehen und haftete nicht daran. Keine Reste.  Mit den Worten M. Eckharts: Ich  hatte Gott um Gottes Willen gelassen. Loslassen, Vergessen, Verlernen... alles Worte, die ich damals aber nicht hatte für das, was ich tat. Ich liess mich poetisch ausgedrückt einfach nur von der Hand Gottes leiten, ohne zu wissen, wie mir geschah.


EM: Erleuchtung/Erwachen bedeutet alles so zu lieben wie es jetzt ist und aufzuhören zu kämpfen und etwas zu verändern.
Frage: Ach so, und deshalb bekämpfst du eine ganze Facebook-Gruppe auf abscheuliche penetrante Weise - weil du alles lassen kannst, wie es ist.

Ja, EM  hat durchaus recht mit ihrer Aussage. Ich würde aber hier nicht von Erleuchtung und Erwachen reden, sondern vom geistig Wiedergeborenen, der nicht mehr egorückfällig werden kann. Dann erst ist marktplatzstabiles Permagewahrsein gegeben, jetzt erst hat der Kampf wirklich aufgehört.

Allerdings wirkt sie doch recht kämpferisch zumal dann, wenn sie Law und Order für sich in Anspruch nimmt.  Sie wirkt nicht streng, sondern strafend. wenn sie die Pösen Egos bannt, die sich ihr entgegensetzen. Sie sieht m. E. keine psychologische "Struktur" der Abwehrmechanismen, sondern  w e h r t (!) sich vehement gegen solche, statt sie aufzudecken. Sie wertet einfallslos nur ab, was sich ihrer PERSON  entgegenstellt und reagiert ebenfalls mit Abwehrmechanismen.  In der Regel ist man m. E. nicht gegen ihre Verkündigung von universellen Wahrheiten, sondern gegen ihre  persönliche Art der Vermittlung dieser. Immer derselbe herablassende Tenor: Du bist nicht so weit/erleuchtet/erwacht wie ich es bin, mein Kind.

Zu unterscheiden wären hier aber doch auch die Kritiker, die Sorte "Sucher", für die allein schon die Wahrheit ein Angriff auf ihr Ego bedeutet, ganz egal,  auf welche Weise man sie ihnen nahebringt. Das sind ja doch oftmals die inflationären SpiriEgos, die ähnlich EM selbst keine anderen Götter neben sich dulden. Man glaubt allgemein wohl, die WAHRHEIT käme, wenn sie kommt, auf Samtpfoten. Die WAHRHEIT aber kommt wie ein Schwert - ein  Schwert, welches das Unwahre vom WAHREN und das Richtige vom Falschen scheidet. Ist der Widerstand groß gegen sie, ist auch der Schmerz groß.  Die WAHRHEIT hätschelt niemanden, sie züchtet auch keine Nattern an ihrem Busen. Das ist den Nattern (Neurosen) unbegreiflich.

ES ist ja so: Das Unterscheiden zwischen SELBSTausdruck und EGOzentrik ist nicht leicht. Das SELBSTgewisse befreite Ich wird sehr leicht verwechselt mit dem sich selbst überhöhenden grandiosen Ego. Gerade die narzisstische Persönlichkeitsstörung mit ihrem mal grandios, mal niedrigem Selbstwertgefühl neigt zu dieser Verwechslung.  es ist tragisch, aber diese Menschen kämpfen in der Außenwelt (in anderen Menschen) wie auch in sich selbst  oft gegen das, was sie am meisten ersehnen: ihr wahres SELBST.

WAs  meinte Rita K. dazu, dass Frau Gott hinterrücks so ganz legal wiederauferstanden ist?

http://www.ritakoch.net/wp-content/uploads/2015/01/facebookgruppe-bek%C3%A4mpft.jpg

Rita K.'s Gottesbeschimpfung hat sich folgerichtig von Frau Gott auf Herrn Gott verlagert. Rita K.geht dem falschen Gottesbild an die Wäsche nach dem Motto: Nicht der Mensch, sondern Gott ist für ALLES, was geschieht, verantwortlich. Da fliegen die Fetzen! Gut, auf diese Weise verliert man jeden ungesunden Respekt vor Yaldabaoth, oder wie immer auch der Gott der KNILCHE heißen mag! Da muss man durch auf dem Weg der Läuterung, Reinigung, Rein-WASCHUNG. Bis man dann mal erkennt, dass man SELBST/Gott war und ist, und zwar dieser UND jener, der Alte und der Neue.. der Gott des Alten Testamentes und der liebende Vater des Neuen Testamentes...

"Rita K." ist keine second-hand-Wissende. Ganz egal, wie sie die Bibel auch interpretieren mag.. sie ist so unkontrolliert-authentisch, dass so mancher Maskenträger es richtig mit der Angst kriegt, nach Kontrolle schreit und schnellstens den Deckel auf seinen aufrührerischen Rita-Seelenanteil hält.
Rita läßt sich nicht kontrollieren. She goes her own way! -  in die Einheit unseres lieben Vaters, des Sohnes und des heiligen GEistes, AMEN! Dass der Weg zum Vater über den Sohn führt, das weiss sie schon mal... in welchem Sinne Nachfolge zu verstehen ist, wird ihr spätestens dann dämmern, wenn sie sich ausgetobt hat an dem, was Henry Miller ein "Motherfucking Asshole" nannte....was mich mit meinen damaligen 16 Jahren zutiefst beeindruckt hatte und ein Schrittchen weiter aus dem kirchlichen Hohheitsbereich brachte und damit näher hin zu dem, was ich heute in allernüchternster Schlichtheit einfach nur einen FREIEN GEIST nenne - nichts von heilig.


Der Rechte Glaube

Nochmal deutlicher: Dem Glauben als schnödes Für-wahr-halten steht das geistige Erkennen aus sich SELBST heraus gegenüber. Aus welcher Quelle nun das eine oder andere stammt, kann der Egomind nicht beurteilen. Der "''Rechte Glaube" wäre demnach der Glaube an die WAHRHEIT, die im Geiste, im Gewahrsein "erschlauscht" wird. Aber nur dem, der  (Perma-)Gewahrsein verwirklicht hat, kann geistige Erkenntnis nicht mehr zu einem Konzept/Glaubenssatz gerinnen - Bewusstheit weiss das zu verhindern.



Wenn der Magier

dasselbe Ziel wie der Mystiker hat, dann wird er zum Mystiker werden müssen, indem er seine Energie von der Außenwelt abzieht und nach Innen geht. Ein Magier, der das Große Jetzt  auf Dauer erlangt hat (Perma-Gewahrsein) ist kein Magier mehr und müßte seinen Magierhut und sein Magierfräckchen ablegen, genauso wie der  der Sannyasin, wenn er  Selbstverwirklichung erlangt hat ,  seinen Sannyas-Namen ablegt und zur Gewöhnlichkeit des Alltagslebens zurückkehrt und wieder zu Hänschen Müller wird, wenn der Berg wieder zum Berg geworden ist.  Aus dieser "gewöhnlichen" Perspektive fallen alle diese Dinge in die Rubrik der Eitlen Besonderheiten. YES!, Fredo  :-)

Wie ich schon einmal schrieb: Ich weiß nichts über Magie,  - was ich lernen muss, lerne ich JETZT Stück für Stück aus mir SELBST heraus . Die drei Bände über den Golden Dawn und die Biographie von Franz Bardon, die ich mal vor Jahrzehnten las,  sind total vergessen. Es geht auch nicht primär um die  Magie, sondern immer nur um die Unterscheidung der Geister WAHR vs. Unwahr.
Gewöhnlichkeit


Wenn Gewahrsein

alltagskompatibel geworden ist, dann bedarf es auch keines Rückzuges in die "Einsamkeit" mehr. Auf dem "Marktplatz"  - im ganz konkreten Leben - bin ich ein ganz gewöhnlicher Mensch unter anderen gewöhnlichen Menschen. Es besteht kein Drang,  universelle Wahrheiten zu missionieren, zu retten, zu heilen oder die Leute auf den rechten Weg zu bringen  - (das Bild, wie ich mir früher einen Meister vorstellte!).Jeder ist so wie er ist, vollkommen ok und bedarf keiner Verbesserung oder Heilung. Von Rollen desidentifiziert, spiele ich heute  b e w u s s t  und lustvoll die Rollen, die man von mir erwartet. Manchmal falle ich auch lustvoll raus... LOL..Die Gewöhnlichkeit besteht u.a. darin, dass ich zu einem großen Teil  genauso spreche und handle wie die anderen Menschen, nur mit dem Unterschied, dass ich mir im Vergleich zu früher dessen  b e w u s s t  bin, dass ich bei allem nur so "tue, als ob..." . Dass ich dabei oft ganz schön ins Stottern komme, ist ein lustiger Nebeneffekt.

Das gilt aber nur im konkreten Leben, in spirit. Foren schwinge ich die Doppelaxt...da nämlich geht es primär um nichts anderes als die Scheidung der Unwahrheit von der WAHRHEIT. Da bleibt nichts, wie es "ist", - im Gegenteil: da bleibt kein Stein auf dem anderen. Und da bleibt es auch nicht aus,  dass so mancher dabei sein "Gesicht" - die Maske der (konditionierten) Persona - verliert. Ein "Gesichtsverlust", der nur dann schmerzhaft ist, wenn man mit den übernommenen Weltbildern der Person allzu sehr identifiziert ist.


Paradoxe Handlungsanweisungen

findet man zur Genüge bei den "Meistern" aller Coleur. Paradoxe Anweisungen sind dem Verstand ein Gräuel!
Sei spontan! Bereue nichts! Habe keine Erwartungen! Liebe und tue was du willst! Sei einfach!
MickyM: GLAUBE nicht!
Alle fordern dich auf: HÖR AUF DAMIT! Höre einfach damit auf!

Solche Sprüche waren mir früher ein Koan, ich habe mich auf  solcherlei Ärgernisse eingelassen, ich habe mit ihnen gekämpft,  sie in mir bewegt,gekaut und schliesslich ausgespuckt. Diese "Meister" - ich habe den Mund verflucht, der solche Scheisse von sich gab, - ach, wie viele von ihnen sind in meiner Vorstellung eines qualvollen Todes gestorben, geteert & gefedert auf den Scheiterhaufen der Geschichte geworfen. Bücherverbrennungen...

Bhagwan, Osho - der Schlimmsten einer. Satz für Satz habe ich mit ihm gekämpft...ihn geliebt, gehaßt...Deswegen sage ich manchmal, er war mein Meister. Sein Bild, wenn ich es mal gerade nicht geteert und gefedert hatte, begleitete mich überall hin...hing in meiner Wohnung, sein Blick folgte mir überallhin. 1994 - In der KarfreitagNacht meiner Höllenfahrt durchs Spiegelkabinett - einem wahrhaft höllischen "Projektionsgewitter" -  rettete mich sein Bild: Ich schaute in seine Augen und wurde EINS. Mit mir SELBST. Der weil ich in diese Augen schaute, öffnete sich mein inneres Auge und ich erkannte mich.
Es war wohl damals das erste Mal, dass ich mir des Gewahrseins bewusst wurde - das Wort, welches ich erst 20 Jahre später dafür fand.
1994 war zugleich das schlimmste und wunderbarste Jahr meines Lebens...  Komplizierteste Schwangerschaft und schmerzhaftschöne Geburt des SELBST. Christusbewusstsein.. Damit war der Grundstock gelegt, der Fels, auf dem  "ER" seine Kirche baut... eine Kirche so hoch, dass sie in die Unendlichkeit der Himmel reicht...
Aber wer nun glaubt, dass das Leiden damit ein Ende hat, der täuscht sich. Geburt ist nicht gleich Auferstehung! (Auch wenns so erlebt wird.)Der Weg war nicht zuende, das Christusbewusstsein hat noch seine ganze Kindheit vor sich - vor allem aber den schmerzhaften Kreuzweg...
Auf dem Individuationsweg der Persönlichkeit wird ja zunächst "nur" das falsche Ich "gekreuzigt" und so mancher hält sich damit schon für erleuchtet und "gestorben" bzw. fully  SELBSTverwirklicht. Das Ich  - das innere Kind - hat erst einmal Heilung und Erlösung erfahren, aber noch keine Erfüllung. Vollkommene Erfüllung  - EINHEIT - erfährt man erst, wenn das Christus-SELBST gekreuzigt ist. In dieser "Kreuzigung" wird die Letzte Identifikation aufgehoben: die Spiri-Ego-Identifikation mit dem SELBST. Mit Meister Eckhart gesagt: wenn man "Gott um Gottes Willen gelassen" hat, ist man erst den "mystischen Tod" gestorben - nicht vorher und nicht nachher. Durch diesen mystischen Tod  ist das "Göttliche Kind" - das Permagewahrsein geboren.
(Ich habe das alles vermutlich schon des öfteren beschrieben, aber nie war es mir klarer, bzw. habe ich es klarer ausgedrückt.)
Es gibt aber nur scheinbar ein Nacheinander dieser "Ereignisse". Zuguterletzt wird alles als EINS erkannt oder erlebt. Wenn der "Neue Tag"  des Neuen Bewusstseins anbricht, wird die  Auferstehung des SELBST als Weihnachten, Ostern, Pfingsten zugleich erlebt -  du erkennst: alles findet gleichzeitig statt. JETZT.
ES gibt  zweierlei Geburt gibauf dem Weg: Einmal die Geburt des Wahren Menschen, d.h. des freien inneren Kindes durch die Individuation/personal-kollektive Schattenintegration und zum anderen die Geburt des göttlichen Kindes, die geschieht, wenn die "wahre Menschlichkeit" der Persönlichkeit transzendiert - d.h. auf eine höhere Stufe hinaufgehoben wird. (Nochmal: Transzendieren ist nichts, was man "tut", Transzendieren ist in meiner Erfahrung einfach nur BEWUSSTHEIT oder GEWAHRSEIN in dessen BewusstheitsLicht eine niedere Stufe auf eine Höhere Stufe gehoben wird - anders, sozusagen von "oben" her gesagt: du erkennst, was immer schon da war bzw. IST, aber durch die Egostrukturen verborgen war.
Wieder anders gesagt, du erkennst IN der Einheit und durch die  Einheit die EINHEIT des Gesuchten mit dem, der sucht. Gut, mir fallen da noch andere babylonische Synonyme für das EINE ein... aber lassen wir das...LOL