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Freitag, 18. Dezember 2015

Es endet jeglich' Liebesleiden, wem Flausen aus der Rübe treiben


Alchimie

Ich würde schon öfters gefragt, warum ich nicht damit aufhöre, Perlen vor die Säue zu werfen. Nun, ganz gewiss nicht aus Liebe zur Menschheit, wie man gemeinhin annehmen sollte, sondern weil ich in jedem Sauhaufen neue  Perlen finde. Das nennt man Alchimie: Scheisse in Gold verwandeln. Meine wahre Natur.


Des Kaisers neue Kleider

"Niemand da", "Keiner da" sind in der Neu-Advaita-Szene inflationär verwendete Insider-Phrasen.  "Da ist Niemand, der dies oder jenes tut" ist zum allgemeinen Glaubensartikel, zum Geflügelten Mindfuck vor allem jener geworden, die niemals auch nur WAHRHEIT ansatzweise geschmeckt haben.

Wie oft lese ich, dass jemand meint, dass bei ihm "keiner da" sei, der dies oder jenes tut und wie oft wird diese Aussage von eben jenem auf dem Fusse Lügen gestraft. Auch die affektierte Vermeidung des Wortes "Ich" soll einen spirituellen Status vorgaukeln, der so nicht gegeben ist.
Dass "Niemand da" sei,  dürfte  ein Mensch recht eigentlich nur dann mit "Vollmacht" und Autorität sagen, wenn die Abwesenheit von Ego bzw. die Anwesenheit von "Niemand" für ihn dauerhaft zur Wahren WIRKLICHKEIT geworden ist. Für einen wahrhaft SELBSTverwirklichten Menschen ist am Punkt Omega der Berg wieder zum Berg und der Baum zum Baum und das (unerlöste) Ich zum (erlösten) Ich geworden. Alpha. Er ist nach all den scheinbaren Metamorphosen wieder ein ganz gewöhnlicher Mensch geworden, für ihn bedarf es keiner Demonstration erleuchteter Besonderheiten. Er lacht auch nicht die ganze Zeit das "Lachen, das bleibt". LOL.

Die babylonische Verwirrung bzw. Begriffsvielfalt hängt u.a. damit zusammen, dass viele spirit. Lehrer ihre eigenen exklusiven Benennungen kreiieren. Modernisiert wird vor allem dann, wenn der spirit. Lehrer eine Aversion gegen die Tradition bzw. die ihm angestammte Religion mit ihren altehrwürdigen Namen und Begriffen hat und/oder im ersten Überschwang des neutralen Gewahrseins der Leere und des Nichts das Kind mit dem Bade ausschüttet und die Stufen der JakobsLeiter, die ihn bis dahin getragen haben,  einfach von sich tritt. Dann wird aufgeräumt mit der Vergangenheit und alles Althergebrachte wird ent-heiligt.
Es  ist völlig legitim, neue Begriffe einzuführen, um dem Alten z.B. seinen Schimmel zu nehmen, wenn da nicht oft eine Verachtung für die Tradition durchschimmerte und eine Diskreditierung der Religion, des Heiligen an sich. "Nichts von heilig"  - eine Alte Meister-Phrase ist offenbar für viele zu einem moralitären Totschlagwort verkommen, welches das Numinose, das Heilige eher zu verlästern bemüht ist, statt es zu transzendieren.  In WAHRHEIT beschreibt diese Phrase nichts anderes als die NEutralität des Gewahrseins, die erst dann erlangt wird, wenn über Gott, das Religiöse bzw. Heilige transzendierend hinausgegangen ist. 

Ein Wort, was offenbar auch der Schönfärberei  bedarf,  ist das Wörtchen Ego, es hat ein unangenehmes Geschmäckle, es stinkt, insbesondere derweil es um sein "Sterben" geht. Angst.  Hingegen "Das Verschwinden des Subjekts" hört sich da für die Gemeinde der Gläubigen weit attraktiver, ja geradezu sexy an. Da scheint nichts zu "sterben" , da klingt kein schmerzhafter Todeskampf an, kein innerer Heiliger Krieg - da verschwindet der "Täter" einfach.... könnte man glauben. 

Den meisten Missionaren des Nichts & Niemand ist das Subjekt aber  offensichtlich nicht auf Dauer entschwunden. Wie nach jedem vorübergehenden Schmecken des  "Eigentlichen" bzw. der Täter-Absencen dauert es bekanntlich  nicht lange, bis das Subjekt seinen Platz wieder  einnimmt, wobei der "Täter"  hernach statt Heilung nicht selten  eine pervertierte Transformation erfährt: er wird geadelt, geadelt durch eine falsche Bejahung, die versehentlich das Falsche Ich bejaht, d.h. das Ausleben der Neurose favorisiert, statt sich einer tiefgreifenden Heilung hinzugeben. Heilung, die der g'stand'ne Neo-Advaita-Täter von vornherein  nicht für notwendig erachtet;  da er ja wisse, dass die Person eine Illusion sei, sei auch Heilung eine solche.Glaubt er. 

Wer kein Gewahrsein hat, sondern nur davon überzeugt ist, dass "Niemand da" ist und zudem weiss,  dass es "nichts zu tun" gibt, für den ist auch die Voraussetzung für spirituelle SELBSTverwirklichung -  Achtsamkeit und Selbstannahme - immer eine Abwertung wert:  Ist doch keiner da - wer sollte sich da annehmen? Tja, das überzeugt, als Glaubensartikel ist das ein unschlagbares TotschlagArgument.


Bücherweisheit

Warum werden eigentlich so viele Bücher geschrieben über Erwachen, Erleuchtung, Spirituelle Entwicklung, warum finden Wahrheits- bzw. Weisheitssprüche so regen Anklang, wenn man doch allgemein in diesen Kreisen  zu wissen glaubt, dass Weisheit nicht durch Bücherlesen und Sprücheklopfen zu erlangen ist?

Für mich ist das ein  Irrglaube. Mit der Weisheit ist es ja dasselbe , was ich woanders über die WAHRHEIT schrieb: Du kannst nicht wissen, ob die Wahrheit, die ein anderer niederschrieb, auch tatsächlich eine lebendige WAHRHEIT für den Schreiber war - ob seine WEISHEIT aus der (eigenen) QUELLE geflossen ist oder ein Wissen aus zweiter Hand ist.
Der WAHRHEIT ist es egal, wer sie ausspricht! Es kommt nicht auf den Sender an, auf dessen Kompetenz und Authentizität - sondern immer nur darauf, dass der Empfänger für die WEISHEIT  o f f e n  ist und die niedergeschriebene (universale) Wahrheit als  s e i n e  WAHRHEIT erkennt. Das Lesen von Weisheitsbüchern aktiviert also die eigene Weisheit und EIN-SICHT. DAS bist DU.
Bücherlesen ist dort, wo es dem Leser nicht um schnöden Wissenserwerb geht, ein Herzensanliegen, eine Herzensbildung. Bücher können Freunde, (Prozess-) Begleiter, Therapeuten sein und jede Menge Aha-Erlebnisse  - Erleuchtungen! -  bescheren. Man liest nur mit dem Herzen gut!
(Mir selbst wird oft vorgeworfen, dass ich mein Wissen aus Büchern hätte. Ich habe kein BEdürfnis, das zu dementieren. Solche Vorwürfe geben mir immer einen kurzen BLick in den Abgrund der betreffenden Seele,  auf das Gewürm, was da heisst Neid & Mißgunst - Projektionen der eigenen Begrenzung.
Wo der EINE Geist spricht, weiss ich mich ganz und gar EINS mit ihm.  Das gilt für viele  Bücher, die ich früher gelesen habe als auch für das "Buch", welches ich  schreibe, überall dort, wo der Geist ein freies Plätzchen findet.


Der spirituelle Gutmensch

glaubt, dass ein Meister, der ja per se absichtslos handelt, immer auch ein Gutmeinender, ein Helfender ist - dass sein WIRKEN in jedem Falle für andere immer hilfreich ist. Aber: der Meister wirkt ohne zu wirken. Die Vorstellung des "hilfreich Wirkenden"  ist  eine Vorstellung des Egominds, der dem Meister, der ja eine Verkörperung des eigenschaftslosen Bewusstseins ist, eine GUTE Eigenschaft zuweist.
Der Meister als der Endgültig Befreite weiss nichts von seinem Wirken. Seine rechte weiss nicht, was die linke tut. Er bewertet sein Verhalten nicht. Er tut weder Gutes noch Böses, denn er ist jenseits von Gut&Böse. Verhalten und Wirkung bewertet nur der sich getrennt geglaubte Egomind.

In meiner WIRKLICHKEIT  bin ICH als absichtlos=spontan Handelnder mit der Handlung  EINS. ICH denkt nicht mehr nach, was ICH tut.  Das Ego ist niemals absichtslos, es ist nur auf seinen Erhalt und Vorteil bedacht,  (ja, insbesondere dort, wo es glaubt, Gutes zu tun!) es ist zielorientiert und denkt  nach, bevor es handelt, es ist vergangenheits-, d.h. erfahrungsorientiert. Sein Motto ist: "Willst Du in die Zukunft schauen, sieh in die Vergangenheit" - so der Glaubenssatz eines Tiefgläubigen Materialisten. .
Worauf ich hinauswill: Der Meister ist das inkarnierte Paradox, deshalb  läßt sich keinerlei eindeutige Aussage über den Meister machen. Als  die Verkörperung des sog. Eigentlichen bzw. des Tao gilt hier für den Meister, was für das Tao bzw. Gott gilt: Das Tao, welches sich benennen läßt, ist nicht das Tao. 

Dies schreibe ich insbesondere im Hinblick auf  XY , die mich auf ihrer Facebookseite zum wiederholten Male des Besserwissens beschuldigte, als ich versucht, ihr zu erklären, dass der Meister nicht "hilfreich" oder auf diese oder jene  Weise wirkt, sondern sein Wesen & Wirken ganz ohne "Weise" sei. 

Es ist dem Verstand einfach nicht beizubringen, dass das, was jenseits von ihm liegt, nicht beschreibbar ist - weil es gaaanz anders ist, als er sich das vorstellen kann - totaliter aliter! Nur der mit (seiner) Person identifizierte Egomind erkennt das Personhafte nicht als das Unwirkliche, d.h. er kann nicht aufhören die WAHRHEIT, das TAO zu personifizieren; er  kann hinter der Person des  Meisters nicht dessen wahre  WIRKLICHKEIT als reinen GEIST wahrnehmen, solange er mit der eigenen Person identifiziert ist. Erst wenn er den Meister im Aussen als sich SELBST - das eigenschaftslose ICH BIN erkennt, ist die Reise zu sich SELBSt zu Ende. Wenn er sich SELBST erkennt, erkennt er den Meister und vice versa  als EINS- dann erst hat er die Vollmacht, über den Meister zu sprechen, als er ihn als sich SELBST erkannt hat.

Für das SELBST gibt es keine Trennung, d.h. unter anderem, dass es auch keine "Anderen" gibt. In der WIRKLICHKEIT, der Präsenz des SELBSt - JETZT  -  gibt es keinen Mangel, da ist jeder schon erlöst, da bedarf es keiner Hilfe oder hilfreichem Wirken. Das kann man sogar mit logischem Denken nachvollziehen. Wenn du wirklich - JETZT - präsent bist, bist weder du noch ein anderer mangelhaft oder hilfsbedürftig.

Auch wenn es meinem Da-SEIN qualitativ nichts nimmt oder hinzugibt, nervt es mich zuweilen, immer wieder Vorwürfen der Besserwisserei ausgesetzt zu sein und immer wieder nach Erklärungen zu suchen, die es den Leuten  verständlich machen, dass es  eine Grenze der Beschreibbarkeit gibt, an der mein Verstand scheitert, an der ich abwinke und mit den Alten Meistern sagen MUSS: Wen kümmert's? Dass mir auch dies als Ablenkungs- und "Vermeidungsstrategie" ausgelegt wird, liegt an Kleingeist's  intellektuellem Stolz und spiritueller Eitelkeit. Der in seinem spirit. Status getroffene  Egomind hört auch im spirituellen Kontext nicht auf zu versuchen,  die Oberhand zu behalten und alles mit seinem Dreck überziehen, um seine Vor-Urteile bzw. Unterstellungen zu verifizieren und  Fakten zu schaffen, nur um seinen Status/Wissen zu verteidigen.
Wenn es nicht so wäre, dass ich durch die Kommentare der Foren-Schreiber lernen würde und ihr UnWissen mich  zu Antworten anregt bzw. zu neuen Erkenntnissen bringt,  hätte ich es schon längst aufgegeben, in den Foren oder auf Facebook zu schreiben - dann würde ich gar mit Meister X-Lass ausrufen:
Ach,  wie geht mir Euer UnWissen doch so sehr auf den Sack!

Tacheles:
Ganz gleich,  wie intelligent und und spirituell "wissend" jemand glaubt zu sein -  einer der versucht, den Meister im Verhalten und in seiner Wirkung zu charakterisieren, der charakterisiert sich damit  nur selbst damit, d.h. er projeziert sich selbst und zeigt  dadurch sein (Un-)Wissen über sich SELBST, seine fehlende SELBSTerkennntnis..
Ganz gleich, wie oft er auch sein "Nichtwissen" beteuern mag, er beweist mit seinem Zuschreiben von (positiven) Eigenschaften genau das Gegenteil - er  w e i s s  einfach zuviel - sein Verstand versucht ständig das zu tun, wozu er auf der Welt ist: werten und schubladisieren.
Zum dem wiederholten Vorwurf, dass ich ja doch "dasselbe tue", wofür ich dich und andere kritisiere:

a)Was ich als Wahrheit  in deinen Texten erkenne,  ist weder dein Verdienst noch deine Wahrheit,  sondern ist WAHRHEIT nur für mich allein. Weil ich diese WAHRHEIT als absolutes SUBJEKT als meine absolute WAHRHEIT erkenne, läßt sie sich weder in Frage stellen noch  bestätigen.

b) Wenn zwei das Gleiche tun oder sagen, ist es noch lange nicht das Selbe. Wenn ich dich bitten würde, das Wort Arschloch zu unterlassen und bekäme von dir die Antwort: Du sagst es ja doch (gerade) selbst auch, älabätsch! - dann wäre das einfach nur dumm und unverschämt. Ganz ähnlich ist es mit deinen stereotypen Retourkutschen...

c) ALSO wenn ICH werte und schubladisiere, dann werte ich auf der Wertung und Beurteilung  gemäßen personal-dualen Ebene und bin mir dessen bewusst. Niemals aber könnte  ich das überzeitliche, überpersönliche transpersonale Bewusstsein mit personalen Eigenschaften verdrecken!

Noch so ein gutmeinender Irrtum, dass der Meister dem "Leben" dient. Kann gut sein, dass ich das früher auch mal glaubte...Nun, jetzt weiss ich: Das Wirken eines Meisters dient keineswegs so etwas wie dem "Leben" - weil ihm "Das Leben" quasi abhanden gekommen ist,  LOL, das Leben ist nur eine Vorstellung von "Vielheiten", ein Gedankenkonstrukt. Der Meister dient sich SELBST in allem was er tut, weil er das Leben IST!  Sein um des Seins willen. ICH BIN (weder dies noch das.)
Nur ein Ego setzt eine Ursache und nur ein Egomind will  (bei einem Meister) Wirkung erkennen, nur beim Ego weiss die rechte Hand, was die Linke tut. Kurz gesagt: Ein Meister weiss nicht um die Wirkung seines absichtslosen Tuns.
Also isch wees et net. LOL! 


Im Forum

A. wehrt sich gegen den Vorwurf des spirituellen Status-Denkens:

"Ich habe nie von mir behauptet, spirituell weit entwickelt zu sein, ich sage immer, dass ich nichts weiss", - und beteuert quasi im gleichen Atemzug eine Seite weiter ,  dass "da keiner mehr ist, der Pläne macht" - womit er doch recht eigentlich den höchsten spirituellen Status verrät: Kein Handelnder da.  
Einerseits liebäugelt der Schreiber mit unverhohlener Demut,  gleichzeitig  aber kokettiert er auch mit dem Bewusstsein des Nichtwissens - denn nichts zu wissen, weiss man seit Sokrates, ist eine spirituelle Tugend im Gegensatz dazu, dass es auf dem spirit. Marktplatz bei Strafe verpönt ist, sich selbst als erleuchtet darzustellen.  "Nichtwissend" zu sein,  bedeutet recht eigentlich dasselbe,  wie erleuchtet zu sein. Dazu noch die Angabe, dass da keiner ist, der Pläne macht - tja, also wirklich, noch erleuchteter kann man gar nicht sein,  - noch "weiter" kann man nicht kommen, als zu der Letztgültigen Erkenntnis, dass es keinen Handelnden, keinen (Pläne-) Macher gibt! LOL

So  argumentiert der spirituelle UnVerstand und lügt sich selbst in die Tasche! Erst leugnet er einen spirituellen Status, um gut dazustehen, nur um ihn gleich darauf durch die Hintertür wieder einzuführen, das heisst, er charakterisiert sich mit seinen Worten als Endgültig Befreiter: Niemand da.
Der Schreiber sagt in anderen Worten:  Ich habe nie behauptet, erleuchtet zu sein, ich sage nur, dass ich nichts weiss und dass da kein Handelnder mehr da ist.
Was der Sache zusätzlich einen recht komischen Anstrich gibt, ist die Frage des Schreibers A, ob dem Leser B die Botschaft  entgangen sei, dass da "keiner sei, der Pläne mache...", weil - nun, man habe es doch schon einmal und des öfteren geschrieben, verdammt noch mal.
Offenbar glaubt der Schreiber, dass etwas durch seine Worte bzw eine Behauptung auch wahr würde bzw.   dass dort, wo explizit keine Spiri-Status-Behauptung aufgestellt wird, es auch sonst nichts gäbe, woraus der Statusanspruch implizit hervor-"scheinen" könne.

Und so kann man sehen, wie das spirituelle Ego explizit das verneinen kann, was es gleichzeitig implizit bejaht und verrät - seinen spirituellen Status inclusiv der Verteidigung dieses Anspruchs.

Nochmal: Das Bewusstsein des Nicht-Wissens bedeutet nicht NichtS zu wissen, es bedeutet einfach nur, dass du mit deinem angesammelten Wissen und deinen Glaubenssätzen - Mindfucks über Gott und die Welt und das, was du für Realität hältst - nicht mehr identifiziert bist.


 Meisterschaft

Auch das will ich hier nochmal wiederholen - just  for you:  Es hat noch nie einen wahren Meister gegeben, der die Welt als solche zu verändern getrachtet bzw.  äussere Reformen/Revolutionen im Sinne gehabt hätte. Reformen und Revolutionen sind Ego-Spiele. Die Welt bist immer nur du selbst, immer ist es nur der Einzelne, der sich zu verändern hat in Richtung Heilung, Erlösung, Befreiung. Die Welt ist befreit, wenn DU befreit bist und zwar ohne wenn und dann! Deshalb heisst es: Suche ZUERST das Reich Gottes... Deshalb "entsagt" man der Welt auf dem "Hinweg", um auf dem Rückweg in die Welt - die nurmehr innerlich erfassbar wird - sich selbst bzw. die Welt verwandelt zurückgeschenkt zu kriegen.Wobei ich ausdrücklich darauf hinweise, dass diese "Verwandlung" sinnlich nicht wahrnehmbar ist. Verwandelt ist im Sinne von Transformation und Transzendenz  gemeint, die Aussenwelt hat sich keineswegs verändert, sondern wird im Gegensatz zu "vorher" neutral wahrgenommen. Nichts Besonderes.

Mahatma Gandhi war kein Wahrer Meister. Er war viel zu "voll", viel zu sehr mit weltlichen Werten bzw. Konzepten wie Nationalität identifziert. Die "Letztgültige Entleerung" basiert u.a. auf der tiefen Einsicht in das Wesen des Konzepts...

Wenn das spirituelle Ego über das Bewusstsein eines Meisters schreibt, wird es oft besonders tragikomisch. Ich möchte daher an dieser Stelle jeden bitten, nicht über den Edlen, den Befreiten, den Weisen oder den Meister zu schreiben, solange du  nicht selber ein Edler, ein Weiser, ein wahrer Meister BIST. Wenn du dich SELBST gefunden hast, weisst du wenigstens, über was du schreibst und redest.
.

Hausfreund  

Mit dem Hausfreund red' ich des öfteren mal Tacheles, er  nimmt er mich allerdings nicht ernst, weil der Tacheles, den ich bevorzuge,  seiner Wahren Natur nach immerzu  mit  Lollen durchwirkt ist und damit neutralisiert ist.
Er lacht hämisch: Ha ha - Du KANNST gar nicht böse sein - auch wenn du sauer bist, bist du süß!
Jahaha, das muss man ihm lassen - der hat das personifizierte Paradox verstanden!

Seit kurzem kocht er für mich sonntags und backt Kuchen.
Immer wenn ich gehe, fragt er: Wann kommst du wieder? -
Ich: Keine Ahnung, irgendwann, - wirst schon merken,... wenn ich da bin, bin ich da.
Er will feste Gewohnheiten installieren, Termine ausmachen -  dann gibts Tacheles. Süßsauer.
Er hat das Suchtmittel gewechselt:  Wenn du da bist, muss ich gar nicht rauchen... und: es geht mir so gut bei dir  -  jawoll, so gut, dass er mich ständig lustvoll von der Seite anspringt, LOL. Dann gibts Tacheles. Süßsauer.
Ansonsten ist unser Kontakt ganz unangestrengt. Neulich frozzelte ich,  es sei wirklich angenehm, mit ihm zusammen fernzusehen.  Er bedankte sich artig.

Ein jeder,  der mir schwätzt von Liebe kriegt lustvoll von mir auf die Rübe -
So endet jedes Liebesleiden, wenn Flausen aus der Rübe treiben! La la la...

Er mag Christian Anders. Ich sage, dass Christian Anders sich im Internet den Guru gibt, aber ich auch. Der Hausfreund guckt mich groß und ungläubig an.
Ha jo - und dann gibts Tacheles. Süß-sauer.  LOL


Mindcrash

Nochmal Tacheles:  Da weilt also einer kaum 3 Tage bei Ramesh Balsekar und erfährt nach ein bisschen Nachdenken und Schuppen-aus-den-Augen-Fall  DIE  "Entleerung"? Wirklich die "Letztgültige Entleerung"? For ever Mr. Nobody?
Da frage ich mich, warum im selben Buch anschliessend die diversen individuellen "Mindfucks"  diverser Staatsoberhäupter und anderer geschichtlichen/politischen Größen so ausgiebig thematisiert werden. So letztgültig kann die  "Entleerung"  - christlich: Entrückung - also nicht fortgeschritten sein, anders würde man nicht nur die individuellen, sondern auch die kollektiven Glaubenssätze als Mindfucks erkennen - und zwar alle, ALLE, ohne Ausnahme ALLE Überzeugungen, die uns an die sog. Realität binden! Wäre diese Erkenntnis/Entleerung die "Letztgültige",  hätte man keinen Grund, die individuellen Mindfucks anderer Leute überhaupt nur zu erwähnen - da wäre ja kein Ende in Sicht.
Na gut, ich habe das Buch nicht zuende lesen können, möglicherweise kommt die "Letztgültige Entleerung" im Kapitel 22, wo sie ihrer Wahren Natur nach hingehört...he he he
Ach, was bin ich so gemein,
wird wohl wieder Zeit mal sein...


Meister Yoda

Immer zu zweit sie sind.
Keiner mehr. Keiner weniger.
Ein Meister und ein Schüler. (Yoda)

Meister und Schüler sind insofern eins, als der Meister nie aufhört - lehrend-lernend -  ein Schüler zu sein.
Meister Yoda ist eine Filmfigur aus Starwars. Ein Jedi-Meister.  Er ist typischerweise nur 66 cm. groß. Er war ein weiser Magier, kein Weiser im Sinne des "Edlen" - aber wohl auf einem guten Weg dazu.  Meister Yoda bildet seine Schüler in der "Macht" aus.

Der Edle oder der Weise -  wie man den Endgültig Befreiten auch nennt -  steht nicht in der Macht, sondern in der KRAFT, womit immer die GEISTESkraft gemeint ist, wohingegen die Macht sich auf die Beherrschung der Materie beschränkt und die "Kraft"  des Magiers auf der kleingeistigen Kraft der Imagination und der Gedanken beruht. Die Körperkraft spielt in beiden Fällen absolut keine Rolle...ich denke da gerade an die antrainierten six-packs von Ken Wilber. Die Wahre KRAFT des Großen GEISTES hat keine Muskeln - sie liegt im Gewahrsein.



Aktuell

Wie ich schon schrieb bin ich 15. Oktober 2015 umgezogen. Auffällig ist: Ich habe in diesen ersten zwei Monaten nicht ein einziges Mal den "Herzkaschper" gehabt. Irgendwas ist anders hier, ich kann mich freier bewegen, laufe nicht mehr so eingezogen herum wie in dem kleinen Zimmerchen zuvor. Vor allem aber kann ich wunderbar gut durchschlafen, denn das neue Haus bindet meine Aufmerksamkeit nicht mehr, wie es im alten Haus war, wo ich Tag und Nacht quasi in Bereitschaft stand, weil die vielen unterschiedlichen nichtidentifizierbaren Gerüche und Geräusche in und außerhalb des Hauses irritierten.
Waldweg hinter unserem  Haus
Ich würde sagen, im Unterschied zu dem früheren Haus, habe ich Vertrauen in dieses neue Haus, -  ich kann es vergessen. Ich lebe noch zeitloser als vorher, weil sich das Haus nicht bemerkbar macht. Eigentlich hätte ich Grund zur Beunruhigung: Ich wohne jetzt am Waldrand, ebenerdig, jeder, der hier spazieren geht,  kann, wenn er will,  bei mir reinschauen und mit einem kurzen Schritt über die Ballustrade oder durch die geöffneten Fenster sogar bei mir einsteigen. Ich meine, ich könnte mir zur Abwechslung mal ein nettes schauriges Einbrecher& Vergewaltigungs-Kopfkino machen; was mir im Zusammenhang mit Brandgeruch und Feuer mitunter noch mühelos gelingt, gelingt hier nicht - hier tut sich nichts bei mir, keinerlei Irritation, es fällt mir schwer, die entsprechend benötigten Angst-Projektionen bereitzustellen, dazu reichen die Vorstellungskräfte einfach nicht mehr.
Weil ich mittlerweile eine hypersensible Nase (und Ohren)  habe, bin ich auch sehr froh, dass die Gerüche hier definierbar sind und nicht so alarmierend wie diese geballten  Geruchsexplosionen im alten Haus - vor allem dieser ranzige faulige Geruch von altem Speiseöl.  Wenn auch diealte  kleine Wohnung sehr kostengünstig und gemütlich war, war es doch so, dass die Fäulnis durch alle Ritzen zu dringen schien, ich hatte den Eindruck, dass das Haus langsam von innen heraus vor sich hin verweste.

Wenn man etwas über ein Haus bzw. über den Vermieter und seine Mieter erfahren will, muss man sich den Keller anschauen. Der Keller symbolisiert das Verdrängte, den Schatten, das Unbewusste und das ist ja bekanntermaßen nicht selten ein Ort des Grauens... Altlasten...jede Menge Leichen im Keller - die haben  mir wohl irgendwie die Luft genommen. LOL Jetzt kann ich durchatmen und die Wohnung und meine Klamotten  richtig durchlüften....eine ganze Fensterwand plus 2 zusätzlichen Fenstern, eine Terasse - ein Luxus, den ich durchaus zu schätzen weiss.

Ach ja,  und den Brandmelder-Tinnitus, den ich mir beim letzten Feuerchen angelernt habe,  habe ich inzwischen auch wieder verlernt - obwohl mir das Seniorenzentrum gegenüber meines Hauses täglich jede Menge Re-Traumatisierungsmöglichkeiten bietet durch die Wendemanöver bzw. das  Piepen der  Lastwagen und Sanitätsautos  LOL.
Foto by me, Waldspaziergang  Dez. 2015

Es ist schon irgendwie auffällig, dass überall da, wo ich seit 2007 gewohnt habe, ein Brand ausgebrochen,  der Blitz eingeschlagen, der Fernseher implodiert ist oder reihenweise div. Elektrogeräte verschmorten . (Abgesehen von meiner Zeit bei Kerl Allmächtig, da brach zwar kein Feuer aus, da bekam ich nur ständig elektrische Schläge, dass die Funken flogen.)

Nun, jetzt wohne ich im Erdgeschoss, wenns mir hier heiss unterm Hinter wird, da muss ich nicht wie beim letzten Mal aufs Dach flüchten.

Ich habe mir diese Wohnung übrigens nicht aktiv selber ausgesucht, sie ist auf mich zugekommen durch die Frau, die ich vor 3 Monaten mal auf der Strasse kennenlernte. Sie besuchte mich einmal zuhause, weil sie eine Nachmieterin für ihr Malstudio suchte; dann gingen wir zu ihr und ich sah, dass ihr Studio ebenerdig lag, was mir sehr sehr sehr entgegenkam. Dennoch ging mir das viel zu schnell und ich sagte nur zu unter der Bedingung, dass alles easy und einfach und vor allem laaangsam vonstatten geht, kein Stress und  keine Widerstände von seiten der div. Vermieter und der Umstände entstünden usw. - und weil sie gerne die Fäden zog, liess ich sie einfach machen, sie half mir u.a. mit ihrem Auto und div. Hinterlassenschaften. Auf diese Weise  kam ich sogar zu Möbeln, die ich in meinem ganzen Leben noch nie brauchte und besass:  Eine Riesen-Leder-Couch, 4 Stühle, ein runder Tisch... ein Wohnzimmerschrank aus Buche - Himmel! - und als Highlight ein fast 1 Meter langer Panasonic Flachbild TV! Das schwarze Ungetüm tausche ich jetzt aber mit einem kleineren Gerät...LOL.
Ach, und meine Bilder brauche ich mir auch nicht mehr selber malen - die liebe Frau, die ja eine Malerin war, hat jede Menge zurückgelassen; Bilder aus ihren frühen Jahren, die ich hätte selber malen können -  neben der schwarzchristlichen Pädagogik und ihrer perversen Auswirkungen, die wir beide genossen, LOL, ähnelten wir uns auch im Malstil.

Alles hier ist einfacher und bequemer zu handhaben,  - ich muss kaum putzen, die Wohnung scheint selbstreinigend zu sein. LOL und alles, was ich brauche, habe ich  in greifbarer Nähe, auch der Berg hinterm Haus fehlt hier nicht. Weil mir das Laufen Jahr für Jahr schwerer fällt, weiss ich es zu schätzen, dass die Steigung nicht gar so extrem ist, wie die hinter dem alten Haus - die Hintertür meiner neuen Bleibe führt direkt auf einen Waldweg mit wunderschönem Rundgang. So viele Wege... da kann ich sogar das Nützliche
mit dem Angenehmen verbinden und meinen Einkaufsweg zum Aldi durch den Wald nehmen.




Montag, 23. November 2015

Du entscheidest ganz allein, Niemand zu werden, heißt Alles zu sein





Sinnspruch aus der FB-Statuszeile

Je weiser ein Mensch wird, dester weniger ist er an Klärungen und Rechtfertigungen interessiert. Er steht auf, wünscht alles Gute und geht einfach.

Wie üblich in solchen Fällen schreit dieser auf Facebook dahergelaufene Spruch ad hoc und stante pede nach meiner sofortigen Klärung.IST DAS WAHR? Woher weiss der Sprüchemacher das? Kennt er einen solchen Weisen persönlich?
Zum ersten wirft er für mich die Frage auf, ob der Weise an eigenen oder anderer Menschen Klärungen und Rechtfertigungen nicht mehr interessiert sei. Da er aber aufsteht und einfach geht, kommt er in den Verdacht, dass ihn die Erklärungen der anderen nicht interessieren, was ein bisschen arrogant bzw.wunderlich rüberkommt auf das unwissende Volk. Die Weisen früherer Zeiten waren zwar auch nicht gerade höflich, dennoch schätze ich  ihre Reaktion in solcherlei Situationen : sie grimassierten, klatschten in die Hände, warfen Sachen auf den Boden, hauten dir mit dem Stock über die Rübe oder sagten ganz einfach: Wen kümmert's?!

Der Sprücheklopfer selbst kann kein Weiser sein, sonst wäre er sich im Klaren darüber, dass er nur einer frommen Vorstellungen huldigt, denn er charakterisiert den Weisen und verleiht damit dem eigenschaftslosen Bewusstsein des Weisen eine  Eigenschaft: Interesselosigkeit
Wie immer in solchen Fällen aber  lachen die Englein in den Himmeln, wenn und weil sich der Egomind mal wieder anmaßt, zu beurteilen, wie sich ein Meister resp. der Weise ihrer Meinung nach verhält. Dabei ist Futter für Herrn Jemand, der sich gerne als Niemand geriert. 
Wie oft hört oder liest man z.B. auch von der Vorstellung,  dass der Endgültig Befreite daran zu erkennen sei, dass er das lebt, was er predigt - grad so, als ob der Egomind beurteilen könnte, ob einer  den  Wein(GEIST) nur predigt, selbst aber Wasser säuft - wenn er doch bei einem Weisen vor dem Reinen Nichts steht!

Ganz allgemein bemängele ich auch an den Texten vieler sog. Meister und spiritueller Lehrer, dass sie oft zu pauschal und undifferenziert texten, sie sollten mehr ins Detail gehen und öfter mal sagen, was sie meinen, statt alles der Phantasie und Interpretation des Lesers zu überlassen. Ansonsten setzen sie sich dem Verdacht aus, dass sie nicht sagen können, was sie meinen, weil sie keine wirkliche Erfahrung haben.
Tatsächlich ist es so, dass jenseits von Ego eine Menge Erklärung und Rechtfertigung allein deshalb wegfällt, weil es mich u.a.  nicht mehr verletzt, wenn man mich für etwas hält, was ich meinem Selbstbild nach nicht bin. Beispielsweise dumm. Es fällt deswegen weg, weil ich kein Selbstbild mehr habe.
Dazu kommt die Einsicht in den grundlosen Grund, weshalb jede Frage nach dem Warum obsolet ist.
Was mich angeht ist die Rechtfertigungsformel: Ich tue oder tat dies und jenes, weil.... (hier folgt eine Begründung) mir "unglaubhaft" geworden, obwohl es vorkommen kann, dass ich sie in gewissen Fällen noch benutze... bin mir aber dann bewusst, dass dies nur Unterhaltungsstoff ist. Wenn mich jemand z.B. fragt, warum ich zu spät komme, dann antworte ich nicht, dass mein Zuspätkommen grundlos, weil determiniert ist, sondern sage ich meist die "Wahrheit" und begründe mein Verhalten. Ich habe kein Problem damit die "normalen" Erwartungen der "normalen" Menschen an mich zu erfüllen, ich verspüre keinen Widerstand und fühle mich dabei weder gut noch schlecht - es gibt mir weder etwas noch nimmt es mir was.

Der Gutmensch und der Gute Mensch

Der Gutmensch tut Gutes aus Schwäche. Er ist aggressor-/täteridentifiziert und kann zwischen gut und böse nicht unterscheiden, so kommt es dazu, dass er unbewusst die Intoleranz toleriert und verteidigt.
Der Gute Mensch hingegen ist opferidentifiziert und gut aus Stärke, er weiss, was gut und böse ist, wer Täter und wer Opfer ist.
Im spirituellen Kontext ist es allerdings gerade für den Guten Menschen nicht leicht einzusehen, dass  jegliche Identifizierung, ganz gleich ob mit Gut oder Böse  - Ego ist.
Bevor Gut&Böse transzendiert werden kann,
An dieser Stelle erinnere ich mich wieder an Ignoranten - speziell derer aus der Priesterkaste, - die in eitler Wortklingelei  vom "Darüberhinaus" schwadronieren,  Transformation & Transzendenz aber für eine Mär halten, ungeachtet dessen, dass es sich um den gleichen Erkenntnisvorgang handelt. Transformieren bedeutet z.B., über die GEGENSÄTZE hinausgehen.  Der Egomind ist ein Wortfetischist - ich würde ihn nicht einen solchen schimpfen, wenn es sich bei den Fetischisten nicht um Sucher handeln würde, die sich u.a. als Finder des "Eigentlichen"  erigieren.

Werner Ablass schreibt auf Facebook, dass ihm das (Un-)Wissen seiner FB-Freunde ganz gewaltig auf den Sack ginge. Ich musste lachen und "likte" - hehe - Obs ein Scherz war? Na ja,  "Love-Bonding" kann man ihm aber wirklich nicht vorwerfen;  Love-Bonding ist ein Trick aus der Kiste des Positiven Denkens, der die Leute bei der Stange halten soll, um sie noch leichter zu manipulieren und in Abhängigkeit zu halten, ein häufig anzutreffendes Phänomen auf dem psycho-spirit. Marktplatz.


Identifikation mit Desidentifikation?

Es ist nicht möglich, mit Schattenintegration identifiziert zu sein, weil Schattenintegration die Auflösung von Identifikation impliziert!. Genausowenig kann man mit Desidentifikation identifiziert sein.  Solcherlei Argumente entsammen der psych. Abwehr eines Egominds, der noch nicht erkannt hat, was Identifikation resp. Anhaftung wirklich bedeutet.
Wenn ich permanent auf die Notwendigkeit der Schattenintegration hinweise, tue ich nichts anderes als Jesus, als er ständig die Notwendigkeit der Umkehr beschwor. Kehret um! Es ist ein und dasselbe: Umkehr bewirkt Schattenintegration. Schattenauflösung bewirkt u.a.  auch Auflösung der Anhaftung und damit  BEWUSSTHEIT.

Loslassen

Ich habe Werner Ablass abonniert, manchmal begegnen mir seine Facebook-Postings auf der Startseite. Manche lasse ich unbehelligt laufen, andere Aussagen rufen nach Klärung. Neulich sprach er sich gegen das Loslassen aus. Ich weiss nun nicht mehr, ob er gegen das Wort Loslassen oder gegen das Loslassen an sich ist - es könnte auch sein, dass er es ganz eliminiert hat, weil er mit dem AbrakadabraTotschlagArgument kokettierte: "Wer sollte loslassen, wenn niemand da ist, der loslassen könnte?" oder so ähnlich. Ich finde leider sein diesbezügl.  Posting nicht mehr auf seiner Seite, also gebe ich dem ganzen die Bedeutung, die ich ihm spontan verlieh und lege mal los:
Also ich sach mal: Aus der personal-dualen Entwicklungsperspektive des Werdens gesehen gibt es das Loslassen natürlich. Um eine Innenkehrung - oder einen gelungenen "Mindcrash"  zu bewirken,  muss das Ego kapitulieren, in die Knie gehen infolge seiner hoffnungslos-vergeblichen Bemühungen, das Leben zu kontrollieren. Es muss aufgeben, das heisst LOSLASSEN angesichts der Einsicht, dass es nicht der Meister seines Lebens ist. Kapitulieren = Loslassen.


Werner Ablass pflegt ihm unliebsame oder "satirische" Kommentare zu löschen oder stereotyp mit "Advaitageplapper" oder "Mindfuck" abzuwerten. Er scheint offenbar  einen festen Standpunkt zu haben, er ist "fertig" und von diesem hohen Standpunkt des Nichts und der Leere kann man auch ohne SKrupel  alles als Mindfuck hinwegfegen, was sich diesem Nichts in den Weg stellt. Wobei er gar nicht ganz unrecht hätte, denn das (konditionierte!) Denken ist ja tatsächlich das mindfucking Hindernis - wenn da nicht der Umstand wäre, dass andere Sucher ihren eigenen Weg "von unten" durch die Gestrüppe des Unbewussten hinauf ins Licht bzw. ins Nichts gehen müssen, mit eigenen Augen sehen und ihre eigenen Worte finden müssen für das, was ihnen geschieht. Wer aber gleich mit der Nichts&Niemand- oder der Mindfuckkeule zuschlägt, schmeisst damit möglicherweise einen großen Stein in den Fluss... die Keule kann dich plötzlich "erleuchten" oder aber auch in die Dunkelheit zurückwerfen, nämlich dann, wenn der Egomind die NICHTS-Lehre als Glaubenssatz verinnerlicht und dies für geistige Erkenntnis bzw. die WIRKLICHKEIT hält und das tut der Egomind unweigerlich, solange das Denken nicht dekonditioniert ist und Gewahrsein an seine Stelle getreten ist."Von oben" - aus der nondualen Perspektive, die sich als Überzeugung versteift hat,  kann man alles niederknüppeln, was von unten - der vermeintlichen Illusion und "Unwahrheit" kommt. Das ist die einseitige halbblinde Sichtweise derer, die zur Klasse der Igel-bin-schon-da-Riege gehören, der   "Involutionäre" die in stinkig-stehenden Gewässern dümpeln, der einäugigen und einbeinigen Gottvater-Typen - eine bekannte spirituelle Fehlentwicklung bzw. eine typisch patriarchalische Stagnationserscheinung, die die Ruhe des Seins zu pflegen bemüht ist und die Bewegung des Werdens verabscheut.   Das sind meist die Sorte von Findern, die ein einziges Mal die Große Leere "gefunden" haben und darnach alles in die Tonne treten, was nur nach Evolution/Entwicklung riecht. Der Gottvaterspiritant schliesst nicht ein, sondern aus, d.h. er verbleibt in der Trennung und zelebriert sie nicht selten sogar, besonders dort, wo man undifferenziert das Ego als Gottgegebenheit bejubelt.Als "Quellen-Erzeugnis". LOL

Die Profilbilder von W.A. erinnern mich manchmal an den Manager-Charme eines ERFOLGREICHEN Positiv-Thinking-Predigers. Wieso aber sein Humor auf der Strecke bleibt. Ich will ihm ja seinen spirit. Status nicht streitigmachen, aber als Stratege und Planer, als der er sich mitunter zeigt, ist er sich offenbar noch immer nicht ganz darüber im Klaren, dass die Dinge immer anders kommen, als man denkt und plant - dies ist besonders tragisch angesichts einer  felsenfesten Überzeugung (Glaubenssatz) , dass da niemand sei, der plant und denkt. Ja, wird er mir womöglich sagen, sein Planen und Zielen  komme ganz absichts- und grundlos, ganz ohne Warum, LOL.  Das kann gar nicht anders sein, wenn einer davon überzeugt ist, dass das sich als "Täter" gerierende  Ego mitsamt seiner eigenwilligen Konditionierung aus der Quelle kommt. LOL. Mir fehlt aber noch die Antwort auf die Frage, warum das, was eh aus der Quelle kommt überhaupt noch dekonditioniert werden muss? Rätsel über Rätsel - oder etwa göttliche Paradoxe? (Oder habe ich den Texten von Werner Ablass vielleicht eine BEdeutung gegeben, die sie für ihn selbst gar nicht haben? Ach, sei's drum...)

Wahr ist: Wer wirklich im JETZT/bei Gott/sich SELBSt angekommen ist, der ist nicht mehr fähig, Planspiele und Strategien zu entwickeln, um irgendetwas zu erreichen - auch wenn er glaubt, dass da  niemand ist, der im JETZT ankommen könnte. LOL. 
Der von (Ego-Konditionierung)Befreite läuft nicht mehr den Dingen hinterher, er läßt die Dinge auf sich zukommen. Ihm fehlt es an nichts, er braucht nichts. Ich behaupte mal ganz forsch: Wenn einer noch glaubt, Bücher über seinen "Mindcrash" (wohl eins der vielen Synonyme für Egotod/Erleuchtung/christl. Auferstehung) schreiben zu müssen , dann kann er m. E. immer noch nicht die Spreu vom Weizen trennen.Bücherschreiben muss i.d.R. geplant werden, ausser man fasst seine ehemals spontane Reden oder Schriften in einem Buch zusammen.

" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du streiten kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht streitet!" (W. Ablass)

In der Tat ist das ein tolles Ereignis, wenn man das zum ersten Mal erlebt: dass man völlig angstfrei, emotionslos,  kalten Blutes  - LUSTVOLL und ausdauernd! - zu streiten imstande ist, weil "keiner da" ist, der sich ernsthaft mit dem Streitpunkt identifizieren könnte.  Und überhaupt:  "Streit" ist per se eine Wertung und wo nichts als "Streit" empfunden bzw. gewertet wird, kann man auch nicht streiten. Richtiges Streiten will gelernt sein. Streiten heisst nicht Angreifen oder den anderen in den Boden stampfen. Wer streitet, ist nicht "böse". Böse wird es erst, wenn der Streit aus dem Ruder läuft und  absichtsvoll und gehässig unter die Gürtellinie zielt.

Nun, wie ich schon letztes Mal ausführte, gibt es ein Problem mit der coolen Aussage von WA. Nämlich dann, wenn diese Aussage aus (möglicherweise)berufenem Munde auf unberufene Ohren trifft - und zwar auf die Ohren des Herrn Jemand, der sich für Herr Niemand hält. Der fühlt sich dann berechtigt, diesen Spruch  jederzeit zu seinen Gunsten durch andere "Tu-Wörter" zu ersetzen.  Und so kann nicht nur das Streiten, sondern auch das Planen, das Ärgern, das Wüten & Schlagen,  das Lügen & Betrügen, das Jubeln und das Trauern, das Heulen und das Zähneknirschen,  das Saufen & Raufen,  jede gute oder schlechte Absicht - kurz gesagt: jede konditionierte Ego-Expression - die ja doch in der Natur des Herrn Jemand liegt -   jeweils für eins der "besten Ereignisse" gehalten werden, die stattzufinden scheinen, "ohne dass ein Jemand sich einmischt und dir einreden will, dass ein Niemand nicht  plant, sich nicht  ärgert,  nicht wütet & schlägt, nicht lügt & betrügt und/oder anderer Leute Facebookkommentare  löscht  etc etc.... Capitsche?!

So billig und einfach macht es sich z.B. der einäugige Gottvater-Spiritant. Der spirituelle Marktplatz ist voll solcher Selbstbetrüger, die ganz offen ihre unbewussten Prägungen und Automatismen ausleben und dieses, - statt es zu läutern und zu transzendieren gar für eine Gabe Gottes halten, weil ja auch das Ego gottgeschaffen sei - so der fatale Glaubenssatz, - Leute, die nicht  nur ihre psych. Abwehrmechanismen und ihr häufig cholerisches Temperament, sondern ihre gesamten Konditionierungen  als Gottgegebenheit zelebrieren. Der Spruch, der die Engelein im 5. Himmel am meisten zum lachen , den lieben Jesus aber bitterlich zum Weinen bringt,  ist der: Es bedarf keiner Heilung, - wenn da keiner ist, wer sollte geheilt werden?!.Dann gibt es da die Babylonischen Wortwixer, deren Gewahrsein so gering ist, dass sie nicht mal die Synonyme erkennen, die das Gleiche meinen.. Es ist gut und richtig und völlig normal und folgerichtig, dass man nach seiner "Auferstehung", nach dem Tod des Egos - eben weil man die Welt von innen heraus für sich und aus sich SELBST heraus völlig neu erfindet - auch neue Worte findet bzw. selber definiert.
Nur zeugt es nicht von einer wahrhaft "Glorreichen Auferstehung", sollte  einer - noch immer wortfixiert wie in alten Adams zeiten - beispielsweise seinen "Mindcrash" oder seine Erfahrung mit dem "Eigentlichen" als Wahre Wirklichkeit glauben, den Menschen jedoch, die in den alten religiösen Termini von ihrer "Geistigen Wiedergeburt" oder "Auferstehung" sprechen, möglicherweise antwortet: Da ist niemand, der wiedergeboren werden oder auferstehen kann -  und dabei ganz vergessen, dass a) die Begriffe Auferstehung/Wiedergeburt/Mindcrash allesamt das Gleiche meinen und b)zudem vergessen, dass auch ein "Mindcrash" oder ein "Eigentliches" von "Niemand" erfahren worden ist.
Nicht die  Ablehnung der religiösen Symbolsprache zeugt von "Auferstehung", sondern das Verständnis für sie. Die Gabe der Schriftdeutung  ist ein Seinsattribut, über welches nur der "Glorreich" Auferstandene verfügt. Wenn dir dein "Mindcrash" nicht die Gabe der Schriftdeutung und der Geisterunterscheidung verliehen hat, dann war es kein wahrer "Letztgülter Mindcrash". Da muss noch mal gestorben werden.



Rebellion,

Dagegensein ist manchmal eine notwendige Phase, die aber ebenso vorübergeht wie alles andere.  Das Widerstreben gegen das Böse kommt wie das Widerstreben gegen das Gute aus dem rebellischen Ego - Rebellion läßt sich jedoch  nicht schönreden mit Ablass-Sprüchen (in Abwandlung) wie z.B.

" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du rebellisch sein kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, das ein Niemand nicht rebellisch sein darf!"

Wer so schlussfolgert, dass er gegen das Wort "Loslassen" sei, weil da "keiner da" sei, der loslassen könnte, zäumt das Pferd von hinten auf . Von "vorne" oder "von unten" gesehen,  siehts aber so aus, dass das Ego keineswegs eine illusionäre Fiktion ist, sondern das Ego ist per se Anhaften, Festkleben, Festhalten -anders gesagt: Identifikation. Der spirituelle Weg geht dahin, von den Anhaftungen/Identifizierungen l o s zu l a s s e n . (Erst durch das Loslassen bzw. der Desidentifizierung erkennt der Finder, dass da keiner da ist, der loslassen könnte.) Das Ego bedeutet per se Krampf/Muskelverspannung. Jeder, der unter Massage oder anderen Anwendungen entkrampft wurde, weiss was loslassen bedeutet. Und manchmal tut dieses Loslassen mehr weh als die Verkrampfung.
Erleuchtung ist nichts anderes als  eine Totalentspannung - die Folge eines Loslassens von der Verkrampfung eines verspannten Körper-Geist-Seele-Organismus.
Haus Abendsonne, Blick von meinem Balkon

W. Ablass hat aber recht: Es stimmt, dass das Ich nicht von sich selber loslassen kann. Das darf aber niemals ein Argument eines "Meisters"  oder spirit. Lehrers sein, um gegen ein unschuldiges (leeres) Wort, z.B. gegen das Wort Loslassen zu Felde zu ziehen, Wer im Licht der strahlenden Leere steht, steht in der SELBSTgewissheit des GEWAHRSEINS und der ist sich auch gewahr, dass sich nicht durch das Ego, sondern nur in und durch Bewusstheit - myth.:  "in und durch Christus!" -  alles auflöst, was dem Licht im Wege steht. (Dieses Gewahrsein oder Bewusstheit ist auch nur ein Synonym für Christus (-Bewusstsein))!

Gewahrsein/Erkenntnis der WAHRHEIT impliziert Loslassen. Wird man sich das Gewahrsein des Wesens der Identifizierung gewahr, ist die Identifizierung im gleichen Zuge "losgelassen".



Würde man ihm sagen, dass ein vollkommener Mindcrash synonym mit der christl. Metapher des Weltuntergangs und der Auferstehung ist dann würde er  womöglich mit dem Totschlag-Argument antworten: Blödes christliches Geplapper, wo keiner ist, wer soll da auferstehen?

Sicher hat nicht das (unerlöste/konditionierte)  Ich, sondern allein die Achtsamkeit bzw. Gewahrsein die Macht ,  die Welt/Ich zu verwandeln und zu befreien,  anders gesagt: Gewahrsein ist die "Höhere Macht", die das  "Loslassen" bewirkt.  Wo "Niemand" ist, ist Gewahrsein. Erkennen ist Loslassen. Gelassenheit ist nichts anderes als Losgelassenheit.
Ach Babylon, wie kann Werner Ablass gegen das Loslassen sein, wenn er auf der andern Seite  für Dekonditionierung ist - wo beide Begriffe doch das selbe meinen?
Garten hinter'm Haus Abendsonne

Wer gegen das Wort Loslassen ist, weil   niemand da sei, der loslassen könnte,  müßte folgerichtig auch  gegen alles sein, was ein Mensch auf dem spirituellen Weg  tut. Er müßte gegen alles Tun sein, Workshops, Seminare, Yoga, auch gegen Meditation und  Gebet usw. Aber gegen das Gebet ist Werner Ablass gar nicht; obwohl er ja "weiss", dass in Wahrheit  "keiner da" ist, der beten könnte, dass da kein Empfänger und auch kein Sender ist, glaubt er an eine "Paradoxie", bei der der "Sohn"  sich zugleich der Einheit mit dem "Vater" gewahr ist, aber gleichzeitig die Trennung vom Vater im Gebet an den Vater zu zelebrieren imstande ist. Eine solche "Paradoxie" zu denken (!) ist m. e. nur dem Egomind  möglich, dort wo noch keine endgültige Befreiung (=Auferstehung!) stattgefunden hat.
Jesus ging oft in die Wüste (Einsamkeit des Herzens)  und betete zum Vater, -  aber  nur bis zu seinem Tod am Kreuz! In der Zeit zwischen Auferstehung (Endgültige Befreiung)  und Himmelfahrt ist im Neuen Testament kein einziges Gebet überliefert! Die volle Einheit mit dem Vater hat Jesus mit dem Tod (des Egos) am Kreuz realisiert!
Vor der Terasse
Nun -  Werner Ablass weiss offenbar mehr über Jesus als das Neue Testament: er  phantasiert dem Jesus weiterhin ein inniges Verhältnis zum Vater, ein Jesus, der sich trotz Auferstehung  (Perma-Einheitsbewusstsein!) weiterhin im innigen Gebet an ein Du zu wenden imstande ist. Ein solches Denken verrät nur eins: dass in ihm der Christus-Mythos noch nicht wirklich lebendig geworden sein kann, was vielleicht auch an seiner Abneigung gegenüber dem Katholizismus/Kirche liegt bzw. daran, dass er keine Connection zum kollektiven Unbewussten hat? Ich weiss es nicht, ich weiss nur, dass  nicht jeder "Mindcrash" einen Meister macht. 

Deshalb nochmal und immer wieder: Ist das Ego gestorben bzw. ist die Einheit mit dem Vater oder der Quelle als solche erkannt und damit die dualistische Trennung (der Tod)  auf immer überwunden -  bedarf es keines Gebets mehr. Die Sehnsucht ist gestillt, d.h., Bitt- wie Dankgebete sind hier völlig obsolet, denn auch der Dank richtet sich ja doch immer an ein Gegenüber, an ein Du. Jeder, dessen Ego wirklich "tot" ist, kann dies bezeugen!
Vor 4 Jahren habe ich auf der FB-Seite des sog. Spirituellen Lehrers Christian Anders geschrieben, dass er, der beispielsweise noch die Liebe zwischen Mann und Frau besingt, noch immer mit Trennung identifiziert ist.  (Man kann nicht zwei Herren dienen: In der dauerhaften Bewusstheit des Gewahrseins zu sein und gleichzeitig die Trennung, die ja in der Einheit/Gewahrsein als Illusion erkannt und überwunden ist,  bejubeln und dies möglicherweise gar als Paradox bezeichnen. Das ist keine göttliche Paradoxie, sondern der schiere teuflische Widersinn.)  Ich schrieb: Wer Gegensatzvereinigung realisiert habe und u.a. das Männliche und das Weibliche in sich und aus sich SELBST heraus befreit und zur Einheit geführt hat, ist nicht mehr imstande, sehnsüchtige Liebeslieder zu dichten und zu singen, ganz gleich, ob es sich um die menschliche Liebe zu einem gegengeschlechtlichen Partner oder um die Liebe zu Gott handelt.  Ich machte noch eine satirische Bemerkung über seinen Zug, der nach Nirgendwo fährt - ... worauf mich der Meister blockierte. LOL.  )

Nachdem "Es vollbracht" ist, bin ICH - nicht als "Ego", sondern ICH als das eigenschaftslose Bewusstsein -  dauerhaft ungetrennt Zuhause beim "Vater". Ohne Worte, ohne Schweigen - DAS ist z.B. ein göttliches Paradox!.

Auch das irritiert mich: Nach eigenen Worten verehrt  W.A. den Ramesh Balsekar und Jesus Christus. So wahr es ist, dass Hingabe bzw. das Gebet, welches ja ein Ausdruck der Hingabe ist,  seinen Sinn verliert, wenn ich mich als SELBSTrealisierter Wiedergeborener  EINS mit dem Vater/Quelle erkannt habe, so wahr ist es auch, dass hier jede äussere Meisterverehrung ihren Sinn und Zweck verliert.
Wer sich SELBST realisiert hat, wer das sog. Christus-Bewusstsein realisiert hat, ist nurmehr selbst ein Meister und  bedarf  - außer zur Schriftdeutung auch der biblischen Jesus-Meister-Worte nicht mehr, um sich zu verifizieren oder zu bestätigen.   Er ist in und durch sich SELBST ALL-EINS. Die Verehrung anderer Menschen gibt es nur in der Identifikation mit der Trennung. Aber sobald  ich im Meister mein eigenes Wahres SELBST erkannt habe, dann hat der Meister in der äusseren Welt seine Wirksamkeit und seinen Zweck verloren.   Wen oder was soll ich bitte schön verehren, wenn ich alle Projektionen aus der äusseren Welt zurückgeholt habe und mein ehemaliger äusserer (und Wahres SELBST als innerer) Meister damit genauso bedeutungsentleert ist wie alles andere. Wenn das Ego "gestorben ist"  - wer sollte da irgendwen verehren können. Verehrt wird ein Meister nur so lange, als die Einheit mit ihm nicht dauerhaft realisiert wurde. Man kann nicht zwei Herren dienen, hier gibt es nur ein Entweder-Oder.

W. Ablass bringt es auch fertig, das Ego  u n d i f f e r e n z i e r t  hochzujubeln und im selben Zuge zu behaupten, dass "Niemand da" ist. So formuliert, zeigt es mir kein spirituelles Paradox, sondern stiftet nur unnötige Verwirrung. Man muss das Paradox nicht noch paradoxer machen als es ohnehin schon ist.

Es ist wahr: Ego-konditionert oder Gott-determiniert - wir sind im doppelten Sinne Roboter, ein  "Göttliches" Paradox, dem ich ausnahmsweise zustimmen würde, wenn es folgendermaßen differenziert formuliert würde: dass man sich zunächst dekonditionieren muss vom  Ego-Robot, um sich letztlich als ein erlöstes und befreites eigenschaftsloses ICH bzw. als einen determinierten "Roboter" Gottes wiederzufinden, Wobei beide (dekonditioniertes Ich "und" SELBST) als  unterschiedsloses und  ungetrenntes ICH BIN erkannt in den Ursprung sprich "Vater" zurückgeführt wird - "Ich und der Vater sind eins."

Das Paradox liegt darin, dass der Egomind von seinen Glaubenssätzen dekonditioniert werden muss, um hernach zu erkennen, dass dieses Ego samt  Konditionierungen eine Illusion war. Man kann die Illusion aber nicht als Glaubenssartikel missionieren, sie muss von jedem Einzelnen selbst erkannt werden und sie wird erst erkannt, wenn das Ego tot ist, losgelassen, dekonditioniert, zunichte usw. ist - scheissendrreckegall was du für Worte/Synonyme  dafür verwendest. Die unterschiedlichen Worte sollten nicht das Problem sein, das Problem ist und bleibt aus der Ent-Wickelungsperspektive gesehen das Ego, welches erst aus der Involutionsperspektive eine Illusion, als NICHTS erkannt ist.
Fensterblick auf das Christl. Seniorenzentrum
Gladenbach, Haupthaus

Werner Ablass schreibt ansonsten zum größten Teil  sehr gute Texte, die ich fast alle aus eigenem Erleben/Erkennen unterschreiben kann. Demnach würde ich nicht bezweifeln, dass das, was er schreibt aus seinem GewahrSEIN kommt, dass es seine Lebenswirklichkeit ist und keine Theorie. Dennoch: Seine Lösch- und andere div. Reaktionen fallen für mich nicht in die Sparte "Krishna spielt", sondern weit eher in die Rubrik: phallisches Mightymousegehabe, - davon geben mir meine Eierstöcke immer ein untrügliches körperhaftes Zeichen. LOL.
Vielleicht bin ich aber auch noch nicht "so weit" wie Werner Ablass, vielleicht ist seine Erfahrung des Nichts viel nichtiger als meine, vielleicht ist er ja noch viel nichtiger als ich Nichtsnießnutzerin.   LOL.Ich jedenfalls bin immer noch nicht "fertig" - ich bin immer noch auf dem "Pfadlosen Pfad", - das NICHTS hört nämlich nicht auf, mir seine FÜLLE  zu offenbaren.
"Zunichte werden" heisst, zu Niemand zu werden, um Alles zu SEIN. 


Mit dem Paradox

wird auf dem spirit. Marktplatz allerhand Unsinn getrieben, es ist die perfekte Ausrede, mit dem jede Sorte von  "devlish nonsens" gerechtfertigt werden kann.   In meiner Erkenntnis aber stehe ich vor dem  "Göttlichen Paradox" am dem Punkt, an dem der Verstand den Geist aufgibt, wenn der tetragrammische Erkenntnisvorgang in die Einheit überführt ist. Der Egomind ist listig und konstruiert bzw. simuliert (dualistische) unqualifizierte Paradoxe. Demgegenüber hat das sog. göttliche Paradox eine GEIST-QUALITÄT.



Aktuell

Mein Umzug ins Christliche Seniorenzentrum ist easy vonstatten gegangen, nur 1&1 hat mich 6 Wochen im Funkloch sitzengelassen, bis ich DSL bekam. Mein Blog wird jetzt wahrscheinlich wieder regelmäßiger erscheinen. Das Seniorenzentrum hat mehrere separate Häuser, je nach Alter und Schweregrad der Behinderungen. Mein Haus liegt dem Haupthaus gegenüber am Hang, schon fast direkt im Wald. Es ist seltsam schachtelig angelegt, aber die Wohnungen, Flur und alles ist sehr weiträumig und hell, das Haus ist sauber, es wird gut gepflegt, die Anlagen werden  gewartet, es  riecht gut und ist sehr ruhig. Also richtig vertrauenerweckend. Wo ich vorher war, war es ok, ich hatte keine Not, auszuziehen, es hat sich einfach so genial gefügt, dass ich eigentlich das getan habe, was meine Vormieterin für mich entschied, LOL.
Eigentlich ein normales Wohnhaus mit 12 Mietparteien, alle in bester Verfassung, im Alter zwischen 40 bis 95 J.
Meine Wohnung ist fast doppelt so groß wie die letzte, sie  liegt ebenerdig am Hang mit Terasse und Ausblick auf das Städtel. Ich habe im Gegensatz zur früheren eine Menge Annehmlichkeiten mehr. Allerdings ist sie auch doppelt so teuer...LOL, was mich nicht beeinträchtigt, weil ich kein Mangelgefühl mehr kenne. Den letzten Überlebensanfall hatte ich vor 2 Jahren. Ich bin nicht mehr fähig, mir Sorgen um den nächsten Tag zu machen.

Es ist ein christliches Haus, mich stört es nicht In jeder Wohnung ist ein Lautsprecher und wenn ich will,  kann  ich jeden Morgen eine Predigt frei Haus geliefert bekommen. Home-made sozusagen, der Heimleiter selbst und einige andere vom Personal haben ein großes Repertoire an Losungen für den Tag, Predigten durch das Jahr usw. Gottesdienste und Andachten, Bibelstunden, Chorsingen, Pläne und Unternehmungen für den Tag - alles wird übertragen.
Garten hinter Haus Abendsonne
Wer will, kann auch betreutes Wohnen für sich kriegen - na ja, kriegt man ja schon überall. Ich brauche keines, Was ich aber gut finde, ist eine Klingel für den Fall, dass mal was passiert, Krankheit, Feuer, oder was auch immer - man ist immer mit dem Haupthaus connected. Ansonsten hilft man sich hier gegenseitig, hat einen guten Kontakt zueinander, was im Reschnyhaus nicht der Fall war.
Man kann auch essen gehen, wenn man will oder sich das Essen bringen lassen: im Haupthaus gibts eine Küche/Köche, die noch selbst kochen und zwar ganz hervorragend -  kein DRK-Fresschen auf Rädern. Saune, Schwimmbad, Garten mit Bächlein - alles da. Sehr gut organisiert das ganze und über das Personal kann man sich nicht beschweren.
3 Minuten Fußweg und ich bin im Einkaufszentrum von Gladenbach. Alles da, nix zu meckern.
Dass das Haus zum Seniorenzentrum gehört, tangiert mich auch nicht. Das Wort Altenheim schreckt mich nicht mehr, wie es das früher tat, es ist wie alle Begriffe seiner emotionalen Bedeutung entleert, d.h. ich assoziiere damit nichts, was mich belasten könnte. Das war früher, als ich in einem ähnlichen Haus wohnte anders: wenn da eine 88jährige zu mir damals 60jährigen sagte: "...wir in unserem Alter" stellten sich mir die Haare zu Berge. Aber heute, wo die ganze Welt ein Altersheim wird...?

Unser Haus bekommt nächsten Monat einen interessanten Zuwachs. Pfarrer Reiner Unglaub, Theologe,  ist Sprecherzieher gewesen und ein bekannter (blinder) Hörbuchsprecher. Sehr  interessanter Lebenslauf.
http://www.hoerbuecher4um.de/Sprecherinfos/InterRU.htm
Hier mal kurz zum Reinhören:


Neue Diskussion im Forum Spectrum Sein.de: Je suis ISIS
http://spectrum-sein.de/showthread.php?tid=129&pid=3005#pid3005
Ein Versuch...denn mir ist klar, dass kaum jemand - auch nicht die im  Spectrum-Sein.de Schreibenden  an diesem brisanten (Schatten-)Thema interessiert sind, ähnlich wie die Allmystery-Spirituellen und die Leute aus dem WIR-Forum... Es ist für die meisten dieser Menschen noch immer eine  große Zumutung, die Strukturen des Bösen in sich selbst zu suchen, statt im Aussen festzumachen. Es ist schwer, in einem öffentlichen Forum über dieses Thema eingehend zu sprechen - weil es eben ans Eingemachte geht.

Das Spectrum Sein.de ist ein Ghetto, es setzt sich aus ein paar wenigen ehemaligen WIR-Mitgliedern zusammen und bedürfte dringendst einer Frischblut-Transfusion, doch die Ein-Frau- Moderation zieht es vor,  sich der Erneuerung beharrlich zu verweigern, die Forengründerin  ist die alleinige Entscheiderin, wer reindarf und wer nicht. Wie es aussieht hat es sich schon rumgesprochen, dass man unter sich bleiben will.
Gääähn.... doch es ist wie es ist: GÄHN...LOL -
Mir gefällt am Spectrum Sein.de u.a. , dass man dort nicht in diese hektische Zeilenschinderei verfällt, wie dies im Allmysteryforum der Fall war, wo ein Wort das andere jagte. Im Spectrum läßt man sich Zeit, was mir sehr entgegenkommt, ich bin lange nicht mehr so forenschreibfreudig wie im Allmy...


Fotos by me