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Freitag, 1. Januar 2016

Ein Meister, der mit Ablass handelt, nicht im Licht der WAHRHEIT wandelt


Die Essenz der Religion

ist in jeder Religion dieselbe. Der Gott ist derselbe Gott, resp.ist das SELBST dasselbe SELBST in jedem Menschen, nur die Namen für dieses SELBST sind unterschiedlich. Das zählt auf dem spirituellen Marktplatz zum Allgemeinwissen.  Um so mehr erstaunt es, wenn ein gelernter Zenpriester das leugnet  und offensichtlich den sog. Bodhisattva für einen Buddhisten und Jesus für einen Christen hält. LOL.
Die WAHRHEIT ist universell und namenlos, deswegen heisst es, dass man hinter die Namen blicken soll.  Solange jemand mit seiner Person identifiziert ist, wird er personenbezogen denken und die religiösen Gestalten personifizierend ins Aussen projezieren, statt die Projektionen zurückzuholen (introjezieren)   indem er erkennt: DAS bist (alles)DU. Damned, um wahrhaft NICHTS zu sein, muss du ALLES, was du projeziert und personalisiert hast, depersonalisieren!  Sonst hängst du weiterhin an den Formen und deine Leere und dein bejubeltes NICHTS ist nichts als eine nette Vorstellung, derweilen du immer noch mit deinem Denken und den Formen identifiziert bleibst. Du musst die "Verpackung" als eine solche erkennen, - aber bitt'schön, ohne sie kaputtzumachen, gell?.

Jeder, der innerlich, auf geistige Weise erkennt, erkennt auch dies: Bodhisattva ist ein Geist-Aspekt des Buddhas. Was der Buddha bzw. Bodhisattva-Aspekt im Buddhismus ist, ist der Christus im Christentum. Beide nehmen das Leid der Menschen auf sich. Beide spielen dieselbe Rolle im  inneren Vergebungs- bzw. Versöhnungsprozess, nur dem Namen nach sind sie unterschiedlich.   Für mich haben diese Aspekte nicht nur Gemeinsamkeiten, sie sind in "meinem" Einssein ein und derselbe GEIST. Nur die exoterischen Interpretationen der jeweiligen Religion postulieren oftmals einen Unterschiedlichkeit.
Wann eigentlich wird man je begreifen, dass die verschiedenen Religionen nur verschiedene Klamotten tragen - dass die Verpackung zwar verschieden, der Inhalt aber derselbe ist? Ein Priester, egal welcher Religion sollte dies wissen wenn nicht gar sich BEWUSST darüber sein, statt mit renitentem Unwissen am Angelernten - am Dogma und an der Schrift anzuhaften. Ach ihr Schriftgelahrten....!


Denker und Beweisführer

WAs der Denker denkt, wird der Beweisführer beweisen. Ein Satz aus einem Buch von R.A. Wilson.
Der Verstand ist in der Lage, alles zu beweisen, was er sich so ausdenkt. Der sachbezogene wissenschaftliche Verstand postuliert eine (Hypo-) These und baut darauf seine Beweiskette auf. Der unsachliche "getroffene"  beziehungsorientiert-personenbezogene Egomind postuliert Unterstellungen und tut dasselbe: er beweist ebenfalls, was immer er auch zu denken/unterstellen beliebt. Im Gegensatz zu Ersterem geht es dem Letzteren um den Erhalt des gefährdeten Selbstwertgefühls.
Ein korrupter Ernährungswissenschaftler beispielsweise kann alles beweisen, was er zu beweisen sich vorgenommen hat bzw. das, was zu beweisen ihm aufgetragen wurde  ...was im Interesse einer bestimmten Lobby ist.  Er kann auch das Gegenteil beweisen - es kommt nur darauf an, wer ihm mehr Geld bezahlt. Und so gelten z.b.  Lebensmittel, die gestern noch als gesund galten,  heute als ungesund, und dies oftmals nur, um den Verkauf eines bestimmten Produktes zu forcieren -  und die Konkurrenz kauft sich ihre Wissenschaftler, um das Gegenteil zu beweisen.
Oder: Ein spiritueller Lehrer postuliert die These, dass dein rationaler Verstand in der Lage sei, das Ego als Illusion zu erkennen und baut darauf seine Beweiskette auf.  In welchem Interesse handelt der? Ntürlich im Interesse des rationalen Egominds und dessen Selbsterhaltung.

Epiktet

sagte sinngemäß, dass uns nicht die Dinge und Geschehnisse beunruhigen, sondern dass es unser interpretierendes Denken darüber ist.
Es war ein Meilenstein in meiner Entwicklung, als ich die Wahrheit dieser Aussage erkannte. Im Herbst 2011, nach meiner "Glorreichen Auferstehung" glaubte ich mein Denken vollkommen revolutioniert und FÜR IMMER (!) frei von "beunruhigenden" Interpretationen. Wie so ziemlich alles, was ich damals FÜR IMMER zu "haben" schien und zu glauben beliebte, muss ich auch diesen Glaubenssatz revidieren und korrigieren: Es gibt zuweilen  interpretierende Gedanken, die in der Lage sind, mich kurzfristig zu "beunruhigen", d.h. mich in Aktion versetzen. DAs ist aber vor allem darauf zurückzuführen, dass meine Sinne viel schärfer geworden sind. WAs ich früher unbewusst übergangen und schnell wieder verdrängt habe, wird mir heute bewusst. Meine Reaktionen beruhen ganz klar auf ERfahrungen in der Vergangenheit.
Ich habe mein Verständnis von "Jedes Mal ist das erste Mal"  bzw. von Spontaneität und neutraler Wahrnehmung revidiert. Ich glaube, dass es nicht möglich ist, dass man ohne jeglichen vergangenen Bezug in der Welt überhaupt reagieren kann. Ich glaube, dass dies eine falsche Schlussfolgerung des Verstandes ist. Man darf  was das Bewusstsein jenseits von Ego angeht und insbesondere die Aussagen darüber nicht buchstäblich und wortwörtlich nehmen, weil sie nur Annäherungen sind.

Ich formuliere es lieber so:  Was auch geschieht, es ist für mich nurmehr jedes Mal WIE das erste Mal und zwar deshalb, weil ich auf alles, was geschieht nicht mehr wie ein Roboter nach alter Gewohnheit oder nach dem alten Reiz-Reaktions-Muster (der psychologischen Abwehrmechanismen bzw. nach Vorlieben und Abneigungen) sondern ohne Widerstand offen und SPONTAN reagiere.


Kunst

Ich habe einmal geschrieben, dass man jenseits von Ego kein Künstler mehr sein kann, als man unter Kunst  die bildenden bzw. Abbildenden Künste versteht. Da ging ein großer Aufschrei durch so manchen, der sich für einen solchen  hielt. Auch die Mantramalerin war damit nicht einverstanden und dementierte.
Es ist aber so: Jenseits von Ego siehst du keine Notwendigkeit mehr, die eine scheinbare Realität abzubilden, weil du erkennst, dass du nur ein Abbild von einem Abbild machst. Jenseits von Ego erkennt man die Strukturen des Geistes, die Ideen, die die Vorlage für die Materialisierung der äusseren Dinge bilden.
Der Künstler hat Angst vor SELBSTverwirklichung, weil er seine Schöpferkraft glaubt zu verlieren. Na ja, er ist aber ja nur ein Imitator, ein Nachahmer der Schöpfung... was hat er denn zu verlieren?
Der Künstler hat Angst vor der LEERE, die Fülle, die im Nichtwissen und Nicht-tun liegt, ist ihm eine grausige Vorstellung von NichtS-Tun- können. 
Kunst kann nur in der dualistischen Trennung von Urbild und Abbild entstehen. SELBSTverwirklichung aber bedeutet, die Idee, das Urbild und das Abbild als EINS zu erkennen. Wer Abbilder malt, kennt meist die Urbilder nicht, die Ideen, die den Abbildern zugrundeliegt. Es gibt allerdings eine Kunst, Bilder, die WAHRHEIT vermitteln können... an den unbewussten Gott in uns appellieren, Heilung initiieren können... Religiöse Kunst... Wer sein Mantra als SEIN realisiert hat, der bedarf seiner Abbildungen nicht mehr.


Zeit

Ich lese keine Bücher mehr. Früher las ich sehr gerne auch die Romane der Weltliteratur, seit ich aber mein Zeitempfinden verloren habe, weil ich den Großteil meiner Zeit in der Vertikalen "versacke" -  finde ich keinen Gefallen mehr an "erzählter Zeit". Zudem ist es mir unmöglich geworden, mit der Handlung bzw. den Personen ernsthaft "mitzugehen" und mich mit den jeweiligen Personen zu identifizieren.

Ich schreibe nun mein eigenes Buch - mir scheint, ich schreibe nun all die Bücher aus mir SELBST heraus, die ich in meinem Leben gelesen und nicht verstanden und auch alle die, die ich nicht gelesen habe. LOL


Der Meister

habe mich blockiert, erzählt man mir heute,  d.h., dass ich auch nicht mehr auf seine FB-Seite kommen kann, obwohl ich das gar nicht vorhabe, nachdem ich ihn vor Kurzem de-bonniert habe, um meine Startseite zu dezimieren.   
Ich blockiere auch zuweilen, aber nicht,  weil jemand meine spirituelle "Lehre" kritisiert, hinterfragt oder bezweifelt. Wenn ich blockiere, dann ist das kein Akt des "Widerstands", sondern mehr eine pädagogische Maßnahme, um die neurotischen Dämonen in die Schranken zu verweisen: ich versperre ihnen für 48 Stunden den Zugang zu  meiner FB-Seite ... ein Warnschuß für PösePädagogenPaulinen, WIR-Stalker oder sexuell frustrierte exhibitionistische griechische Frauenhasser. Und er wirkt.  Psychologisch drücke ich's mal so aus: mein Blockieren ist eine spontane Reaktion des Kindes in mir im Verbund mit den (göttlichen) Mutter-Vater-Instanzen.  Ich schütze mich nicht vor der persönlichen (oder unpersönlichen) Wahrheit, wie dies beim Neurotiker der Fall ist, sondern distanziere mich eine kurze Zeit von  der Neurose. Es ist eine spontane Reaktion, die eine Störung beseitigt, so etwa wie man eine Fliege von der Nase wischt.

Auffällig ist, dass der Meister so sehr mit seiner Lehre identifiziert scheint, dass er bei harmlosen Hinterfragungen offenbar seine ganze Person infrage gestellt sieht, (Die Lehre und ich sind eins) - die bei ihm doch gar net zuhaus sein dürfte:  So greift er zu den Waffen, verhängt Sanktionen - offenbar ganz nach dem Motto:

" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du gekränkt reagierst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht gekränkt reagieren sollte!"

Ich korrigiere: Jemand, mein Herr, JEMAND! es heisst: .... - ohne, dass sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein JEMAND nicht gekränkt reagieren sollte. , So erst wird ein Schuh draus: denn nur ein Ego (Jemand) kann gekränkt sein  -  wo das Ego abwesend ist, d.h. wo Niemand ist, kann auch Niemand gekränkt sein, oder?! Demnächst mehr darüber, wer hier was wem "einredet", da kommen wir nämlich zur Frage des Gewissens. Auch nicht uninteressant, auf welche Weise man sündigen kann, ohne zu sündigen.Mit und ohne Gewissen ... LOL!


Also VORSICHT, Leutz, gut aufpassen: Viele Menschen - sogar  "Meister" tun es -  verwechseln ihre narzisstische Gekränktheit mit Verletzlichkeit.  Echte Verletzlichkeit basiert auf Offenheit, und diese Offenheit und Weichheit wiederum fußt auf dem Fall der Mauer, d.h. der psychologischen Abwehrmechanismen. Offenheit hat die Waffen gestreckt - nur deshalb ist man verletzlich.
Die zu Ego-Inflation neigende narzisstische Persönlichkeit hingegen reagiert mit Abwehrmechanismen, zieht die BurgBrücke hoch, macht entweder dicht oder schlägt zu, derweil sie sich in ihrer grandiosen Selbstüberschätzung bedroht sieht. DerNarzisst ist ein in (s)ich selbst verschlossenes System.

Es ist gewiss nicht leicht, insbesondere für sich selbst den Unterschied herauszufinden zwischen authentischerVerletzlichkeit und dem sich verschliessendem Maschengefühl narzisstischen Gekränktseins, gerade wenn man sich nicht bewusst ist, ob und wann man offen oder geschlossen hat.
( Auch die Mehrheit der Psychologen ist in der Praxis nicht fähig, Verletzlichkeit von narzisstischer Kränkbarkeit zu unterscheiden! Nur geheilte Psychologen oder Therapeuten können die Geister unterscheiden.)

Auch was die Meister, Gurus und spirit. Lehrer angeht, muss man mit dem Urteilen vorsichtig sein, denn die SELBSTverliebtheit und SELBSTgewissheit des Meisters scheint "Margit", dem kleinen Ich, d.h. dem unbewussten  Egomind wie eine hybride narzisstische Selbst- bzw. Ichüberhöhung.
Überhaupt ist es an der Zeit, die Idee des Meisters aufzugeben, die den Meister in viel zu große Fernen rückt. Jeder, der sich von seinen Konditionierungen befreit hat, ist ein Meister.


Meister Eckhart

Die Sprache Meister Eckharts kann nur der spontan verstehn, dem das "So-Sein" oder die "Soheit" zur lebendigen WAHRHEIT/Sein geworden ist - dann ist er eines GEISTES mit Eckhart. Kierkegaard nannte das in Gleichzeitigkeit zu sein.
Das "Lebendige Wort" Gottes ist das Wort, welches seine Wurzel im Herzen und seine Krone im Intellekt ("Divina Ratio")  hat. Der Baum der Erkenntnis.

Unverletzlichkeit

Verletzlichkeit ist was Schönes, Warmes, sie entsteht, wenn die Mauern fallen und das Herz sich zu öffnen beginnt. Verletzlichkeit ist immer noch ein Ego-Attribut.
Unverletzlichkeit hingegen ist jenseits aller Egoattribute, sie ist die Frucht der Hochzeit von Verstand und Herz. Sie ist nicht "schön" oder "warm" - Unverletzlichkeit ist ein  nüchternes Seinsattribut und basiert auf der Letztgültigen Erkenntnis der Unsterblichkeit des Bewusstseins, derweil das Ego seinen Ungeist ganz aufgibt.  Die Seinstugenden oder Seinsattribute werden nur dem zuteil wird, der den Weg bis zum bittersüßen Ende gegangen ist und seine SchattenArbeit gemacht hat bzw. sich dem Führer ACHTSAMKEIT hingegeben hat.  Es gibt aus letztgültiger Sicht  tatsächlich keine andere Hingabe an irgendetwas anderes als die Hingabe an die Achtsamkeit, die uns  nicht nur durch die Unterwelt, sondern zugleich auch unweigerlich ins GEWAHRSEIN führt. Auf dem religiösen Hinweg glaubt man ja immer, dass man sich einem Gott hingibt, dabei gibt man sich in Wahrheit in der Achtsamkeit dem absoluten SUBJEKT hin...
Früher glaubte ich, dass ich mich Gott hingegeben hätte; nachdem Gott in der Erkenntnis der EINHEIT gestorben ist, erkannte ich, dass er unter anderem Namen weiterlebte: Gewahrsein. Oi oi -  Gott hat viele tausend Namen.

Wie gesagt, bedarf es nicht nur einer einzigen "Klarwerdung", einer einzigen singulären Einsicht, dass es keinen Handelnden gibt, sondern es bedarf der prozesshaften Entschattung,  damit es auch dauerhaft LICHT werde, was natürlich die dauerhafte Abwesenheit von EGO/Handelnden impliziert.

Auf dem spirituellen Marktplatz hingegen scheint die "Verletzlichkeit" richtiggehend trendy und wer sich mit Unverletzlichkeit outet, macht sich einer hybriden Selbstüberhebung schuldig. Schon merkwürdig, dass diese Beschwerden oft gerade von jenen kommen, die sich rühmen "Niemand" - und damit Meister -  zu sein, der doch per se unverletzlich ist, denn wer sollte verletzt sein, wenn dasjenige, was sich verletzt fühlen könnte, abwesend ist (Jemand,Ego).  Wenn sich sog. Meister ihrer Verletzlichkeit und ihrer Emotionalität rühmen, dann wirds besonders heikel. Eigentlich sollten sie als Meister per se jenseits von Ego-Emotionen sein und im himmlischen Frieden des immerwährenden Gleichmuts ruhen, der keine Höhen und keine Tiefen mehr kennt.

Vermutlich wird  mir so ein Meister jetzt  antworten:
 " Eins der besten Ereignisse ist, wenn du emotional sein kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht emotional sein darf!"

Yipppiiiie - Als Rohgerüst eignet sich diese Phrase phantastisch für Variationen jeglicher Art des Tuns und das Tun gleichzeitig als Nicht-Tun deklarieren. Klar, dass solche Glaubenssätze jede Menge Gläubige findet,  - entbindet es doch die Menschen vor allem von  jeglicher Verantwortung, zumal wenn sie GLAUBEN, dass alles, was sie tun von vornherein determiniert ist und alles erlaubt ist, was gefällt, wenn "Niemand da" ist.

Der radikale Nondualist oder Determinist ist auf einem Auge blind, das heisst, er erkennt nicht das Paradox, dass der Mensch sowohl determiniert als auch verantwortlich für seine Taten ist.
Der Radikale Nondualist eliminiert offenbar den menschlichen Aspekt aus seinem Konzept. Deswegen glaubt er auch nicht an die Reifung der Persönlichkeit/Individuation, die sich im Verlauf eines spirituellen Weges ganz von SELBST und aus sich SELBSt heraus ergibt, wenn man ES geschehen läßt. 

Aus einer falsch verstandenen  Laissez faire-Sicht  ist ein Mörder auch nicht verantwortlich, seine Kindheit ist schuld (jo, und das Opfer war halt zur falschen Zeit am falschen Ort, LOL)
Aus spiritueller Sicht wird manchmal  die Behauptung aufgestellt, dass niemand verantwortlich für seine Taten sei, derweil er ja unbewusst handelt. Eine grandiose Vereinfachung - denn die Verantwortung für uns selbst  beginnt damit, dass wir aufhören, die Verantwortung anderen in die Schuhe zu schieben und uns dieser Veranwortung BEWUSST werden. Du bist verantwortlich für dich und dein Leben, egal, wie oft du dir einreden willst, dass eh alles festgelegt sei. Das ist ja das Paradox, an dem der Verstand bekloppt wird!

Es ist mehr tragisch als erheiternd zu hören, wenn der radikale Nondualist oder Neoadvaita-Sektierer sich zwar für Bewusstheit/Gewahrsein, aber gegen die Schattenintegration ausspricht, ist doch Bewusstheit gerade dadurch bewusst, dass in und durch und mit dieser Bewusstheit das  Unbewusste bewusst gemacht wird.
 

Der radikale Nondualist:  Hey, erkenne einfach, dass es keinen Täter gibt und du bist frei, wozu noch  Schattenintegration und Persönlichkeitsreifung, wenn du erkennst, dass die Person eine Illusion ist?!
Das klingt schön logisch, ist aber eine schändliche, vom Ende her aufgezäumte rationale Schlussfolgerung, die als Glaubensartikel feilgeboten wird..
Ein solcher Glaube ist eine spirituelle Falle - es wundert nicht, dass er soviel Zustimmung kriegt  von den Fastfood-Junkies.  Doch wie zum Kind muss man auch zum "Niemand" reifen, - tatsächlich ist Kind und Niemand-Sein ein und dasselbe -  sonst ist das Nichts& Niemand-Sein nur eine vorübergehende Abwesenheit von Ego/"Täter", wenn überhaupt.  Es geht nicht allein nur um die Erkenntnis, dass es keinen Handelnden gibt, sondern es geht um das ungestörte und durch nichts zu erschütternde GewahrSEIN als eine dauerhafte Befreiung von der Identifizierung mit Ego/Handelnden.

Den Meistertitel hat man sich erst errungen, wenn du den Ritterschlag bekommen hast und du das Bewusstsein der Unsterblichkeit realisiert hast, als ein wahrer Meister bist du psychisch unverletzlich und daher ohne Widerstand/Abwehrmechanismen gegenüber psychischen Angriffen.

Triffst du einen Meister unterwegs, töte ihn. LOL.   



"Tun, als ob"

ist für mich kein Konzept, sondern mein von Konditionierung erlöstes und (weitgehendst) emotionsbefreites neutrales Sein Jenseits von Ego (!), welches sich bewusst ist, dass alles, was ICH nurmehr sagt und tut, keine wirkliche Realität hat. Darin liegt ja der Witz des bewussten Tun-als-ob bzw. des Bewusstseins, dass man nur so tut als ob! oi je, jetzt wirds wieder schwanzbeißmäßig kompliziert...haha

Es ist ein  ein kolossaler Selbstbetrug zu glauben,  man könne "Diesseits" sein unfreies Ego vollkommen frei (!)ausleben, derweil man ja doch wisse, dass Niemand da ist und  man nur so "tut, als ob" - so wie das von manchen verwirrten Suchern offenbar mißverstanden wird.
Mit Emotionen ist es so, dass man sie nicht fühlen kann, OHNE mit ihnen identifiziert zu sein.
Wenn ich sage, ich bin emotionslos, dann meine ich, dass ich seit 4 Jahren gleichmütig bin, immer ausbalanciert, immer in meiner Mitte. Es gibt keine Anlässe mehr, die mich froh oder traurig stimmen könnten. Manche Sucher glauben, das wäre nicht nur langweilig, sondern unmenschlich, so ohne Ups und Downs - ist es nicht: weil mir alles, was ich brauche von Innen zukommt.  Gleichmut ist für mich Glück - ein immer gleichbleibendes gleichmütiges zeitloses JETZT.
Ich tue so als ob das, was ich oder jemand anderes sagt, eine Realität hätte.
Ich tue so als ob ich mir der Scheinbarkeit der Realität NICHT bewusst wäre... he he -
Ich tu nicht so, als ob Niemand da wäre, ich tue nurmehr so, als ob JEMAND da wäre..LOL!


Meister X-Lass

macht seinem Namen alle Ehre, 15 Euronen muss man hinlegen, um eine seiner gnadewirkenden "Inspirationen"  zu empfangen. Darin ist er beileibe nicht der einzige seiner Zunft.
Die Gurus, die sich in der Inszenierung ihrer Frustrationen  mit dem Leiden Jesu identifizieren, wie es beim Gottvater-Sydrom so häufig zu beobachten ist, sollten sich besser auch an dessen Forderung halten: Umsonst habt Ihr's bekommen, umsonst gebt es. 
Sich mit dem leidenden Jesus zu identifizieren ist die typische Reaktion eines narzisstisch gekränkten spirituellen Superegos - die Identifikation mit dem fordernden Jesus hingegen läßt da meistens sehr zu wünschen übrig.  (s.a die diversen öffentlichen.Frustrationsbekundungen bei  Frau Gott Elli, Andersmensch uva. )  
Ablass = Indulgentia. Gnadenwerk. Nicht anders ist es mit den sog. "Inspirationen" der Meister,  die da frei nach Martin Luther versprechen:  Die Seele in den Himmel springt, wenns Geld im Portmonä mir klingt. (Nach Berichten der Süddeutschen erledigt  Papst Franziskus den Ablass demnächst per Twitter! wusste gar nicht, dass es so was noch gibt. Dazu noch kostenlos!!!

Da der Standl-Inhaber auf dem Devotionalienmarkt meinen KlarNamen kennt und mich auf Facebook wegen Meinungsunterschiedlichkeit  geblockt hat, muss  ich mir den Zugang zu den Gnadenwirkenden  Ablässen wohl als Undercover-Agentin ergaunern - wäre da nicht das doch etwas  paranoid angehauchte Kleingedruckte mit der  Drohung, mir als solche einen Rechtsanwalt auf den alten Hals zu schicken... hmmmm...darf ich daraus entnehmen,  dass er zudem noch ein rechter Geizhals ist und auf seine "Verweise auf die absolute Wahrheit"  Copyright erhebt? Als würde der GEIST der WAHRHEIT  sich begrenzen, verwalten und von einem weltlichen Gericht verteidigen lassen!Wer Einheit/Advaita realisiert hat, hat die EINHEIT des GEISTES realisiert, wie kann er da Grenzen aufstellen und den GEIST verschachern?

Es heisst, die größte Sünde sei die Sünde gegen den GEIST und die ist z.B. gegeben, wenn jemand überzeugt davon ist, dass bei ihm "Niemand da" sei, was in christl. Lesart bedeutet, dass der "Heilige Geist" in ihm wirkt -  und er gleichzeitig diesen GEIST verrät, indem er  persönliche (!) Rechte an den unpersönlichen Inspirationen per weltlicher Gesetzgebung  einfordert  "gemäß den Artikeln l. 111, 112 und 113 des Strafgesetzbuchs" und den GEIST der WAHRHEIT  damit als  sein persönliches (!) geistiges Eigentum deklariert. (Mal abgesehen davon, dass derjenige keine Sünde gegen den GEIST begehen kann,  der keinen GEIST hat, LOL)
15 Euro verlangst du für den "Spirit", wie? Und dabei soll "Niemand da" sein, du bist ganz frei von jeder Absicht und Motivation? Hey Mann, wo ein Händler ist, da ist auch ein Handelnder!

In solch einem "Spiritualien"-Handel liegt eine teuflische Umkehrung der Forderung Jesu, dem Kaiser zu geben,  was des Kaisers ist... Oder hat Jesus gesagt: NEHMT dem Kaiser, was des Kaisers ist und NEHMT Gott, was Gottes ist?
Wie sagte einer neulich: Erst pusten sie dir das Licht aus, dann fangen sie an, dir ihre Kerzen zu verkaufen.

    
Wer mit seiner Lehre und seinem Ruf als spirit. Lehrer arg identifiziert ist, der findet auch gar nichts dabei, sich der weltlichen Gerichte zu bedienen, wenn er seine spirituelle Reputation infrage gestellt sieht. Es wäre nicht das erste Mal, dass mir ein sog. spiritueller Lehrer aus diesem Grunde  eine Einstweilige Verfügung ins Haus schickte. Und weil ich dem Kaiser (fast) immer gebe, was des Kaisers ist, hatte ich mich dieser WICHTL-Verfügung gebeugt, wie ich mich in der Vergangenheit (fast) allen WICHTeln lustvoll beugte, was aber nicht heisst, dass ich mich auch morgen lustvoll unterwerfen würde. LOL.

Samstag, 12. Juli 2014

Der Jude ist in Dir und Israel die Seele, weil alles Gleichnis ist und Parallele

Nicolas Poissin; Anbetung des Goldenen Kalbs



Mühelosigkeit

ist ist wie die Absichtslosigkeit eine  F r u c h t   der Individuation  resp. spirituellen Entwicklung und keine vor-eilige Ausrede für Faulpelze, die sich der Transformation verweigern. (Nix zu tun) Die Leichtigkeit des Seins ist nur für jene, die sich ihren Schatten stellen.

John Welwood

http://www.arbor-verlag.de/files/9783936855975.pdf
prägte den  Begriff der "Spirituellen Umgehung"  - ein Abwehr- bzw.  Vermeidungsverhalten, durch das sich m. E. vor allem der Neo-Advaita-Anhänger auszeichnet.


Die Methode des Musterdurchbrechens -

ist für mich noch immer eine ziemlich undurchschaubare Art der  (körperlichen Symptom-) "Befreiung"...hm... nach wie vor bleibt für mich immer noch die Frage zu klären, inwieweit der Heiler diese Selbstorganisation/ Individuation, d.h. eine Innenkehr verifizieren kann? Individuation birgt große Gefahren. Die meisten Leute kommen mit der Schattenproblematik nicht allein zurecht. Wer ist dafür zuständig? Um vollumfängliche Individuation zu verifizieren, bräuchte es eine jahrelange Begleitung... und dazu fehlt mir einfach die Info. Mag ja sein, dass man ein bestimmtes Muster auflösen kann relativ schmerzfrei auflösen kann oder dadurch, dass man  bestimmte negative Glaubenssätze auflöst, indem man sie durch positive ersetzt... das hat aber nichts mit der grundlegenden personalen Transformation zu tun, die nur durch schmerzhafte innere Arbeit gewährleistet wird - wenns nicht wehtut, ist es m. E. auch keine Individuation/Heilung.

Das Thema Musterdurchbrechung scheint mir zuweilen weit mehr in die Rubrik der "Spirituellen Umgehung" zu gehören. Wo bleibt die Bewußtheit der solcherart "Geheilten"? Nichts nämlich kann die eigene Achtsamkeit ersetzen!
Denn: Was dich nicht transformiert, heilt dich auch nicht! Innere Freiheit kriegt man nicht für ein Linsengericht. Punkt!



Die Desidentifkation

vom Krankheits- resp. Gesundheitskonzept hat mich nicht, wie "hybride" erwartet (lol!), auf Dauer körperlich komplett gesund gemacht. Nach meinem "Tod" bzw. nach meiner Auferstehung im Herbst 2011 schien ich ca. ein halbes Jahr auf einem ziemlich hohen Energielevel,  diese  (Kundalini-) Beschwingtheit brachte während dieser Zeit auch meinen Körper in Schwingung. Damals verabschiedete ich auf unsanfte Weise meinen "zudringlichen" Hausarzt...
Schon im Vorfeld hatten sich über die Jahre  - im Zusammenhang mit Tiefenprozessen  - immer wieder Blockaden gelöst und  das sog. Fibromyalgiesyndrom (und/oder die schwere Borrelliosesymptomatik,) an dem ich seit 1994 litt, hatte sich langsam aus meinem Leben verabschiedet.

In der ersten Zeit  nach Herbst 2011 schien alles wie weggeblasen, was aber wieder einsetzte, ist eine LWS und HWS-Problematik, unter der ich schon seit Jugendtagen litt.  Auch die Symptomatik der HWS-Spinalkanalstenose, die mir immer wieder MS-artige Phasen von muskulärer Schwäche bzw. Lähmungen  verursacht, wuchs sich langsam wieder zur vollen Blüte aus.
Richtig eklig aber ist das mittlerweile schon  chronische Schulter-Arm-Syndrom. Cortison geht nicht, weil ich früher einmal allergisch darauf reagierte. Also muss ich es aushalten.
Ich habe es schon früher mit Muskelaufbautraining in Fitness-Studios versucht, das hatte zwar die Muskeln gestärkt, aber die Lähmungen nicht beseitigt. Bzw. war es so, dass ich dem Training nicht recht nachgehen konnte, wenn die Schübe einsetzten, weil mir einfach die Kraft dazu fehlte.
Mein home-made MuskelaufbauTraining mache ich heute ohne teures Fitness-Center mit einem simplen Sportband und statt Gewichten nehme ich einen mit Wasser gefüllen Eimer. Außerdem laufe ich jeden Tag 3 mal flott den Berg hinauf.  Das sind mir keine Gesundheits(Vorsorge)-maßnahmen, sondern ganz natürliche körperliche Bedürfnisse. Wozu noch irgendwelche Geräte?

Früher hatte mir hierbei Krankengymnastik und/oder Massagen geholfen. Besonders erwähnenswert sind da die Hände von Herrn Rindfleisch. Nur 6 Behandlungen und ich war für Jahre befreit.  Das  scheint aber nicht  mehr drin im "Budget", stattdessen schickte mich der Hausarzt vor ca. 2 Jahren ins Fitness-Studio, welches gerade unter der Leitung des dorfansässigen Physiotherapeuten eröffnet worden war.  Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Eine Bearbeitungspauschale von fast 200 Euro und  monatlich 70 Euro Beitrag. Dass ich aus dem Vertrag wieder herauskam, hatte ich nur meinem Umzug zu verdanken bzw. der zwar äusserst widerwilligen, aber wie er selbst von sich meinte,  großzügigen "Kulanz" des Betreibers. Ein Mordsgeschäft mit den alten Leuten - das ganze weibliche Wallau über 40 plus schien sich dort eingefunden zu haben.

Tatsächlich scheint der Trend dahin zu gehen, dass alte Menschen in Zukunft ihr RestLeben auf dem Crosstrainer zu beschließen haben; Jo, und wer sich dem nicht fügt, wird mit einer saftigen Krankenkassen-Beitragserhöhung rechnen müssen. ...Gibt bald keine Ärzte mehr auf dem Land, nur noch Fitness-Center -LOL.  Irgendwie auch witzig: da schwitzt und strampelt sich die Landbevölkerung tres chic und publikumswirksam auf den Laufbändern  einen ab, dabei ist der Wald, die Natur direkt vor der Haustür. Junge Leute!
Ansonsten habe ich gelernt, mit den körperlichen Einschränkungen zu leben. Es bekümmert mich nicht. Medikamente nehme ich nur selten, meist nur dann, wenn mich Schmerzen am Schlafen hindern.  (Mein Schlaf hat sich im übrigen auch wieder normalisiert, d.h. wenn ich nicht schlafe, dann bin ich müde.) Die Tabletten,  die mir der Doc verschrieben hat, reichen mir jahrlang - die pack ich nämlich in die Küchenmaschine und schreddere mir die in ganz winzige Stückchen...LOL... Mein früherer Glaube, dass Medikamente unsinnig und  dass rechte Heilung nur von innen kommt, relativiert sich.  Aussen und Innen sind für mich keine Gegensätze mehr.

Trotz allem würde ich niemals sagen "Der Scheiß hört nie auf..!"
In der Gegenwart zu leben, bedeutet nicht, dass man die Vergangenheit nicht beschreiben könnte. In der Gegenwart zu leben bedeutet, die Vergangenheit nicht zu fixieren und sie  nicht als Ursache für die Zukunft zu setzen.


Früher habe ich nach jedem  Durchbruch geglaubt, an Seele und Körper  "geheilt" zu sein und nichts mehr zu "brauchen". Alle Äußerlichkeiten oder auch Beeinflussungen von außen wollte ich auf ein Minimum reduzieren. Mit leichtem Gepäck wollte ich reisen...Auf diese Weise trennte ich mich häufig von allem, was ich eben glaubte, nicht mehr zu brauchen: Wohnung, Bücher, Kleider, Kosmetika, Medikamente usw. usw.  Fakt war, dass nach relativ kurzer Zeit alles, was ich abgeschafft hatte,  wieder von neuem "gebraucht" wurde. Heute schmeiß ich nichts mehr weg. Ich schaff aber auch kaum was an...
Und nein, ich habe mich immer noch nicht sesshaft gemacht, mich nicht "niedergelassen", ich bin so eingerichtet, dass ich jederzeit ohne große Probleme weiterreisen kann, falls es notwendig wird und ich woanders hin "gerufen" werde. Und das, was ich besitze, gebrauche ich, ohne zu brauchen - d.h. ich hafte nicht daran.



Tun als ob -  Schattenversion

"Erstaunlich ist, dass unsere Mimik nicht nur andere, sondern auch uns selbst beeinflusst: Versuchspersonen mussten mimisch ein Lachen „produzieren“, indem Sie sich einen Bleistift zwischen die Zähne steckten. Danach fanden Sie Comics viel komischer als andere, die den Stift – einen traurigen Flunsch ziehend – nur mit den Lippen halten durften." (Aus fokus online)
Ich stelle vor: Die neue Bleistift--Lachmeditation!

Das Selbstbewußtsein des Egos wird von Außen wie von Innen beeinflußt. Wie sehr nicht nur die Körperhaltung, sondern auch die Kleidung dein Selbstwertgefühl und Selbstbild stärkt,  kann dir jeder Schauspieler bestätigen. (Tun als ob)
Deshalb  kann der  A n s t o ß   zur  Heilung  (SELBSTorganisation) und Individuation durch den Inneren Therapeuten  wie auch von außen durch einen externen Therapeuten erfolgen. (Muster durchbrechen). Entweder durch Hypnose oder durch physiotherapeutische Maßnahmen; Ich bemerkte schon sehr früh im Leben, dass immer, wenn ich  Massagen bekam, sich nicht nur körperliche, sondern auch psychische Blockaden lösten.

"So tun als ob" ist zwar auf der personal-dualen Ebene eine legitime Möglichkeit, seine Befindlichkeiten bzw. sein Selbstbewußtsein positiv zu verändern, im spirituellen Prozess jedoch spielt das Selbstbewußtsein oder Selbstbild gar keine Rolle mehr, das positive wie das negative Selbstbild muß demontiert werden bzw. als das erkannt, was es ist: eine relative vergängliche Ich-Konstruktion. Ein Bild. Eine Vorstellung.

Die Schattenversion des "So tun als ob" wird insofern transformiert, als auf einer höheren Ebene genau dasselbe im unpersönlichen transpersonalen Rahmen geschieht; insofern du mit deinen Eigenschaften und Rollen nicht mehr identifiziert bist, bist du dennoch in der Lage, "so zu tun als ob"... Das heisst: Statt dich wie früher für die Rolle zu halten oder rebellisch aus den Rollen zu fallen,  s p i e l s t  du deine Rollen nun. Bewußt! Du spielst den Vater, die Mutter, den Chef, den Sohn... ob man allerdings ein Politiker oder ein Papst sein kann, ohne mit seinem Status, Partei und diesbezüglichen  Zielsetzungen nicht identifiziert zu sein?

Diese Art des unidentifizierten Tun als ob - ist Tun als täte man nicht. (Laotse)  Das heißt, das "Tuns" geschieht einfach spontan aus sich SELBST heraus, ohne nachzudenken, ohne willentliche Absicht, etwas zu erreichen oder etwas mit seinem Tun zu bezwecken, wie es beim Eigenwillen des Ego immer der Fall ist, das immer seinen Nutzen und Vorteil sucht.

Nochmal:
Vorsicht, Hans Vaihingers: "Handle, als ob du der Handelnde wärest, mit dem Wissen, dass du nicht der Handelnde bist" ist eine Handlungsanweisung. Das Tun ohne zu Tun aber ist ein SEIN, Sei-en jenseits von Ego und  bedarf keiner Aufforderung, "als ob" zu handeln. Für das spirituelle Ego sind solche Handlungsaufforderungen ein gefundenes Fresschen, wieder einmal das machen zu wollen, was sich jedem Machen entzieht.  In der Befolgung solcher "Affirmationen" wird einmal mehr die transpersonale WAHRHEIT und SEINS-Weise auf die personal-duale Ebene hinuntergezogen.

Solche mißverständliche "Handlungsanweisungen" findet man zuhauf in Lehrgeschichten und als Aphorismen berühmter Meister und Lehrer. Ein Befolgen solcher Gebote entspricht u.a. dem Befolgen der 10 christlichen Gebote als von außen gesetzten ethischen Vorgaben.
Gebote aber werden im Schattenprozess transfomiert und aus dem "Du sollst, Du sollst nicht" wird "Du  w i r s t ... - eine Verheißung kommender Erfüllung unter dem Gesetz der Liebe. Du erkennst: Du  w i r s t  aus dir SELBST heraus Vater und Mutter ehren, nicht stehlen, nicht morden, nicht ehebrechen usw. -
Und dann, wenn sich die Zeit erfüllt hat, wenn du am anderen Ufer angekommen bist,  - erst dann! - wirst du alles, was dir in den 10 Geboten (und anderen Handlungsanweisungen) zuvor von außen geboten war, von innen heraus, aus dem Herzen heraus als bereits erfüllt erkennen. Jetzt bist du eins mit dem Tao, Gottes Willen, jetzt erkennst du mit Augustinus, dass nun, in der Einheit des Ichs mit dem (Heiligen) GEIST, alles Tun (ohne willentliche Absicht und Zielsetzung) spontan aus sich SELBST heraus resp. aus der" Liebe Gottes" kommt.
Liebe und tu, was du willst.



Intepretation

Irgendwo las ich, ICH BIN sei auch nichts weiter als Interpretation. Das ist einerseits richtig, andererseits sollte man aber die Erfahrung als solche mit solchen Aussagen nicht herabwürdigen. Die authentische  ICHBIN-Erfahrung selbst ist natürlich keine Interpretation. Wahr ist, dass die IchBin-Erfahrung wie jede andere Erfahrung wortlos ist und wie alles nur retrospektiv als ICHBIN-Erfahrung interpretiert, bzw. wiedererkannt wird. In solchem Kontext wurde mir mit einem Schlag die tiefe Bedeutung der biblischen Dornbuschszene klar. Die ICH-BIN-Erfahrung beruht ja auf der Erkenntnis der Leere, die wiederum auf der Erkenntnis beruht,dass du EIGENSCHAFTSLOSES SEIN bist.
Natürlich ist der Verstand, dieser teuflische Verkehrer, auch imstande, die IchBINerfahrung zu simulieren. Bei einer solchen allerdings handelt es sich um reine Interpretation, Phantasie und Vorstellung.
Die ICH-BIN-Erfahrung ist die allerstillste Erfahrung überhaupt, die Leute, die aus ihrem Inneren eine laute Stimme dröhnen hören, sind ihrer Phantasie aufgesessen.
Der GEIST weht wortlos, sanft und leise wie ein Windhauch.

Was Besucher angeht,

lege ich allgemein keinen Wert darauf. Anfang liess ich mich darauf ein. Ich besuchte und ließ mich besuchen. Daraus habe ich gelernt, dass die Leute i.d.R. nur ihre Zweifel und VorstellungsBilder bestätigt haben wollen.
Viele sog. Meister glauben nur zu wissen, wie ein Meister zu sein hat und was man von ihm erwartet und spielen ihren Anhängern den Guru vor. Überall, wo einer dieser sog. Meister es zuläßt, dass zuviel Pathos und Geschiß um ihn gemacht wird, kann man sicher sein, dass es sich um einen Fake handelt. Das wäre eines der wenigen Kriterien, die ich an einen Meister anlegen würde.
Ich selbst würde mich niemals  "Meister" nennen lassen und ich habe auch keine Absicht, ein Lehrer oder Meister für andere zu sein. Es reicht völlig aus, dass ich mein Leben "meistere" - als VERB und nicht als Substantiv in die Geschichte eingehe...
begegne in meinem konkreten Leben den Menschen i.d.R. ganz gewöhnlich und unterschiedslos auf der Augenhöhe, die  i h r e m  (nicht meinem)  Horizont entspricht und die sie (konsensusmäßig) von mir erwarten. Ich habe keinen Missionsauftrag...
Wer sich als heiligmäßige Person verehren läßt und Wert auf diesen Nimbus legt, ist noch im Gut&Böse-Zirkus befangen.
Im Individuationsprozess wird die Persönlichkeit transformiert, geläutert, geheilt - geheiligt! Die Numinosität, die sich auf dieser (personalen!) Ebene auftut, wird jedoch auf der nächsthöheren Stufe wieder aufgehoben, d.h. wenn die Heiligkeit wiederum ins Überpersönliche, ins Trans-Personale transzendiert wird. Immer wieder heißt es: Darüberhinaus, darüberhinaus! Wer in der Heiligkeit "abhängt", ist nicht "darüber hinaus" gegangen, er ist noch mit Heiligkeit (Spirit. Ego) identifiziert...
Darüber hinaus - der Kreis schließt sich erst dann, wenn du jenseits von Heiligkeit wieder ein "ganz gewöhnlicher Mensch" geworden bist.


Individuation

ist nicht unbedingt ein lebenslanger Prozess, wie ich erst neulich irgendwo gelesen habe. In meiner Definition von Individuation und aus meiner eigenen Erfahrung ist der personale Prozess mit dem letzten Läuterungsakt des Egos abgeschlossen. Jetzt ist die Verdrängung aufgehoben und alle personalen Schatten sind transformiert.Die Persönlichkeit ist von ihren Prägungen und Konditionierungen gereinigt und der Mensch beginnt langsam, alle seine göttlichen Potentiale zu verwirklichen.  Anders gesagt: das sog. Karma ist "abgebüßt" und der Mensch ist zum Menschen geworden und dem Vergöttlichungsprozess steht nun nichts mehr im Wege: Offene Weite und nichts von heilig.


Der sog. Lichtarbeiter,

der Lightwarrior, der gegen das Böse und die Dunkelheit kämpft, steckt natürlich immer noch drin im Gut&Böse-Zirkus. Der sog. Schattenkrieger, der projektiv gegen die Schatten in der Außenwelt kämpft, statt die Schatten in sich selbst zu transformieren, ist immer noch dem Bösen Gott, dem "Demiurg", Yaldabaoth, hörig.  Wer Polarität und Gegensätze, d.h. auch Gut & Böse als eine nicht zu überwindende Notwendigkeit sieht, spricht für die Illusion, für Maya aus und betet damit den falschen Gott an! Dazu gehören auch die Utopisten,  - das  sind durchwegs Menschen, die das Gute wollen und dabei vergessen, dass sie damit das Böse schaffen und  aufrechterhalten.
Bevor man aber nicht neben dem Bösen auch das Gute transzendiert, wirds nichts mit der Menschwerdung, von Vergöttlichung schon mal gar nicht.


Guter Engel - Böser Engel


Wie ich schon mal sagte, ist der Gut&Böse-Dualismus in der geistigen (Innen-)Welt nicht aufgehoben, deshalb sollten die Engel-Medien sehr sehr vorsichtig mit ihren Channelings sein, solange sie selbst den Unterschied zwischen Gut & Böse nicht erkennen können. Wölfe im Schafspelz gibts hier wir dorten. Nur: wer vom rechten Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hat und den Dualismus überwunden hat,  - d.h. unter anderem auch, dass er Täter und  Opfer unterscheiden kann - wird garantiert kein Interesse mehr am Channeling haben, er sitzt nun direkt an der Quelle, und bedarf keiner Medien mehr.
Niemals sollte man sich mit Archetypen identifizieren - wie es die Engelmedien offensichtlich tun - seien es nun Gute oder Böse "Engel".
Aus christlicher Sicht gehört das Channeling, weiße wie schwarze Magie und der ganze Geisterbeschwörungsrummel  in die Kategorie der "Zauberei" -  ich selbst würde solche Praktiken im weitesten Sinne in das einordnen, was John Welwood eine  "Spirituelle Umgehung" nennt.



Immer wieder lese ich

von Kriterien, die einen Meister von einem Fake unterscheiden sollen. Da werden nun Eigenschaften und Fähigkeiten angeführt wie die Fähigkeit, zu staunen, warm und liebevoll soll er sein, empathisch, berührbar bis hin zu Tränen, Gefühle soll er zeigen...sämtliche Ego-Emotionen, die den spirit. GutMenschen auszeichnen, werden hier eingefordert.

Nur: Hier wird die Lüge zum Kriterium der Wahrheit erhoben. Ein wahrer Meister hat nämlich die guten Eigenschaften und Fähigkeiten ebenso transzendiert wie die negativen Eigenschaften, d.h. er ist "Niemand" - der Mensch ohne Eigenschaften.  Auf dieser Eigenschaftslosigkeit beruht sein Sei-en!

Und nun kommen die Hanseln daher und wollen von ihm just das sehen, was er unter großen Schmerzen und TodesQualen gelassen hat!
Seine "Fähigkeiten", seine "Eigenschaften" sind aber nicht mehr von dieser Welt, sondern Attribute des Seins, "virtue",  eine gänzlich andere QUALITÄT, die der (be-)urteilende Egomind nicht in der Lage ist, zu erkennen, geschweige denn anzuerkennen.
Der (neurotische) Egomind, der ja per se im dualistischen Denken von Gut & Böse befangen ist, hält die Seinsattribute nicht selten für Attribute des Teufels: Gleichmut & Neutralität hält er für Kälte, Allweisheit für angelerntes Wissen, wahres SELBSTvertrauen für Hybris... usw. usw.


Alles durchweg Projektionen, die von der Bedürftigkeit und Erwartungen diktiert sind: Wohlfühlen will man sich und sicher, anlehnen, kuscheln...
In der Nähe des Meister soll es anheimelnd menscheln, wärmeln und umärmeln soll er dich und nur ja nicht an der Maske zupfen. Im Gegenteil, die Maske fordert Anerkennung vom Meister und falsche Meister tun ihnen nicht selten auch den Gefallen.

Es gibt keine Meßlatte von Kriterien, an der man einen wahren Meister festmachen kann. Er ist jenseits von Eigenschaften und jeglicher Beurteilung, daher kann alles, was man an Kriterien einfordert, nur Projektion sein. Wer nicht bereit ist Risiken einzugehen, sollte sich ganz fernhalten von Meistern.

Das solltest du wissen: Ein wahrer Meister wird deine Bedürftigkeit und deine Projektionen nicht befriedigen, sondern aufdecken.Mit einem wahren Meister gehst du ein tödliches Risiko ein - denn eins ist sicher: er wird dein falsches Ich stören, verstören und letztlich auch gänzlich zerstören.


Der Name Mariana Caplan fiel mir diesbezüglich ein zweites Mal auf... Reingeschnuppert und für gut befunden. Ihre Bücher empfehle ich als Orientierungshilfe vor allem Menschen, die verwirrt und orientierungslos auf dem Spiri-Marktplatz herumlaufen.

http://integralesleben.org/il-home/il-integrales-leben/anwendungen/religion-spiritualitaet/papier-des-if-zur-diskussion-um-spirituelle-lehrer/mariana-caplan-wie-findet-man-einen-lehrerin/


Lüge? 

In meiner langjährigen Zeit bei den Anonymen Alkoholikern  (ca. 1990 - 2000) arbeitete ich quasi öffentlich und vor aller Augen und sehr emotional meine ganze Lebensgeschichte auf. Nach einigen Jahren begann ich langsam das Gefühl zu kriegen, dass alles, was ich von mir sagte, "gelogen" ist. Ein großer Zweifel hing über mir, wenn ich anfing zu sprechen - ein merkwürdig schwebendes und irgendwie witziges Gefühl, welches mich immer mehr in meinen Erzählungen stocken und in mich hineinkichern liess...
Heute sehe ich das so: Als alle Gefühle gefühlt und alle Emotionen bezgl. meiner Vergangenheit sozusagen ausgepowert waren, machte die Leere, die dadurch entstand, langsam Platz für die viele Jahre später (2011) kommende Einsicht oder "Letztgültige Erkenntnis", dass nichts von alledem, was ich glaubte zu sein, erlebt und erfahren zu haben, eine Wirklichkeit hat.

Um 2011 herum erlebte live und direkt vor Ort, wie mir im Gewahrseinsfokus alle meine Warumfragen null und nichtig wurden und sich mir dadurch der "grundlose Grund" offenbarte. (Die Worte "Gewahrsein" und "grundloser Grund" hatte ich aber dafür damals noch nicht.): Ich war WIRKLICH dabei, als ich mir  auf eine meiner Erklärungsversuche,  warum ich dies oder jenes tue - plötzlich GEWAHR wurde, wie die Antwort, die Begründung retrospektiv! in einem Sekundenbruchteil in meinem Fokus aufttauchte und ich plötzlich verstand, was ich früher schon einmal bei Prof. Wolf Singer gelesen hatte: dass alles, was wir an Antworten und Begründungen für unser Verhalten haben, nur eine nachträgliche Rationalisierung ist. Eine Rationalisierung dessen, was seit Ewigkeiten determiniert ist!
Jetzt wußte ich auch, warum ich immer kichern musste...LOL.
Als Jogi Löw nach dem 7:1 Sieg über die Brasilianer ernst und feierlich und voll überzeugt sein ErklärungsStatement abgab, mußte ich laut und herzhaft lachen.

Mit dem Fußballgucken ist das auch so eine Sache:  Ich habe keine (nationalen) Vorlieben mehr und habe oft auch keine Ahnung welche Mannschaft in welches Tor spielt. Mein mitunter lautes Mitfiebern gilt  - wenn ich nicht gut aufpasse -  j e d e m Spieler, der mit dem Ball nah an ein  Tor kommt - ein Umstand, der mir in der Kneipe schon einige fassungslose Blicke eintrug...LOL!


Israel

Der heimatlose in der Welt herumirrende Jude/Israelist bin ich. Es gibt kein gelobtes Land, als das Kanaan in deiner Seele jenseits des Jordans.  Israels Reise ist die Reise unserer Seele. Solang man die inneren UrBilder als eine Aktion in die Außenwelt ent-äußert, bleibt man ein Anbeter Yaldabaoths, ein Diener des Bösen Gottes, dem Rita Koch nicht aufhört, die Leviten zu lesen.  Der Jude/Israel symbolisiert die heimatlose Seele, die in der Welt keinen Platz findet, auf dem sie ihr Haupt legen könnte. Der Staat Israel hat aus dieser Sicht absolut keine Berechtigung und wie man sieht, tut er selbst auch nichts anderes als die, welche die Juden seit Jahrhunderten verfolgten. Israel ist Gleichnis. Das Volk Israel sollte sein Schicksal annehmen und erkennen, dass er kein Anrecht auf einen eigenen Staat hat. Genausowenig wie alle anderen Nationen. Die Grenzen sollten fallen, statt neue zu errichten. 
Alles Äussere ist Gleichnis und hat seine Entsprechung (Blaupause) im Geistigen.