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Samstag, 12. Juli 2014

Der Jude ist in Dir und Israel die Seele, weil alles Gleichnis ist und Parallele

Nicolas Poissin; Anbetung des Goldenen Kalbs



Mühelosigkeit

ist ist wie die Absichtslosigkeit eine  F r u c h t   der Individuation  resp. spirituellen Entwicklung und keine vor-eilige Ausrede für Faulpelze, die sich der Transformation verweigern. (Nix zu tun) Die Leichtigkeit des Seins ist nur für jene, die sich ihren Schatten stellen.

John Welwood

http://www.arbor-verlag.de/files/9783936855975.pdf
prägte den  Begriff der "Spirituellen Umgehung"  - ein Abwehr- bzw.  Vermeidungsverhalten, durch das sich m. E. vor allem der Neo-Advaita-Anhänger auszeichnet.


Die Methode des Musterdurchbrechens -

ist für mich noch immer eine ziemlich undurchschaubare Art der  (körperlichen Symptom-) "Befreiung"...hm... nach wie vor bleibt für mich immer noch die Frage zu klären, inwieweit der Heiler diese Selbstorganisation/ Individuation, d.h. eine Innenkehr verifizieren kann? Individuation birgt große Gefahren. Die meisten Leute kommen mit der Schattenproblematik nicht allein zurecht. Wer ist dafür zuständig? Um vollumfängliche Individuation zu verifizieren, bräuchte es eine jahrelange Begleitung... und dazu fehlt mir einfach die Info. Mag ja sein, dass man ein bestimmtes Muster auflösen kann relativ schmerzfrei auflösen kann oder dadurch, dass man  bestimmte negative Glaubenssätze auflöst, indem man sie durch positive ersetzt... das hat aber nichts mit der grundlegenden personalen Transformation zu tun, die nur durch schmerzhafte innere Arbeit gewährleistet wird - wenns nicht wehtut, ist es m. E. auch keine Individuation/Heilung.

Das Thema Musterdurchbrechung scheint mir zuweilen weit mehr in die Rubrik der "Spirituellen Umgehung" zu gehören. Wo bleibt die Bewußtheit der solcherart "Geheilten"? Nichts nämlich kann die eigene Achtsamkeit ersetzen!
Denn: Was dich nicht transformiert, heilt dich auch nicht! Innere Freiheit kriegt man nicht für ein Linsengericht. Punkt!



Die Desidentifkation

vom Krankheits- resp. Gesundheitskonzept hat mich nicht, wie "hybride" erwartet (lol!), auf Dauer körperlich komplett gesund gemacht. Nach meinem "Tod" bzw. nach meiner Auferstehung im Herbst 2011 schien ich ca. ein halbes Jahr auf einem ziemlich hohen Energielevel,  diese  (Kundalini-) Beschwingtheit brachte während dieser Zeit auch meinen Körper in Schwingung. Damals verabschiedete ich auf unsanfte Weise meinen "zudringlichen" Hausarzt...
Schon im Vorfeld hatten sich über die Jahre  - im Zusammenhang mit Tiefenprozessen  - immer wieder Blockaden gelöst und  das sog. Fibromyalgiesyndrom (und/oder die schwere Borrelliosesymptomatik,) an dem ich seit 1994 litt, hatte sich langsam aus meinem Leben verabschiedet.

In der ersten Zeit  nach Herbst 2011 schien alles wie weggeblasen, was aber wieder einsetzte, ist eine LWS und HWS-Problematik, unter der ich schon seit Jugendtagen litt.  Auch die Symptomatik der HWS-Spinalkanalstenose, die mir immer wieder MS-artige Phasen von muskulärer Schwäche bzw. Lähmungen  verursacht, wuchs sich langsam wieder zur vollen Blüte aus.
Richtig eklig aber ist das mittlerweile schon  chronische Schulter-Arm-Syndrom. Cortison geht nicht, weil ich früher einmal allergisch darauf reagierte. Also muss ich es aushalten.
Ich habe es schon früher mit Muskelaufbautraining in Fitness-Studios versucht, das hatte zwar die Muskeln gestärkt, aber die Lähmungen nicht beseitigt. Bzw. war es so, dass ich dem Training nicht recht nachgehen konnte, wenn die Schübe einsetzten, weil mir einfach die Kraft dazu fehlte.
Mein home-made MuskelaufbauTraining mache ich heute ohne teures Fitness-Center mit einem simplen Sportband und statt Gewichten nehme ich einen mit Wasser gefüllen Eimer. Außerdem laufe ich jeden Tag 3 mal flott den Berg hinauf.  Das sind mir keine Gesundheits(Vorsorge)-maßnahmen, sondern ganz natürliche körperliche Bedürfnisse. Wozu noch irgendwelche Geräte?

Früher hatte mir hierbei Krankengymnastik und/oder Massagen geholfen. Besonders erwähnenswert sind da die Hände von Herrn Rindfleisch. Nur 6 Behandlungen und ich war für Jahre befreit.  Das  scheint aber nicht  mehr drin im "Budget", stattdessen schickte mich der Hausarzt vor ca. 2 Jahren ins Fitness-Studio, welches gerade unter der Leitung des dorfansässigen Physiotherapeuten eröffnet worden war.  Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Eine Bearbeitungspauschale von fast 200 Euro und  monatlich 70 Euro Beitrag. Dass ich aus dem Vertrag wieder herauskam, hatte ich nur meinem Umzug zu verdanken bzw. der zwar äusserst widerwilligen, aber wie er selbst von sich meinte,  großzügigen "Kulanz" des Betreibers. Ein Mordsgeschäft mit den alten Leuten - das ganze weibliche Wallau über 40 plus schien sich dort eingefunden zu haben.

Tatsächlich scheint der Trend dahin zu gehen, dass alte Menschen in Zukunft ihr RestLeben auf dem Crosstrainer zu beschließen haben; Jo, und wer sich dem nicht fügt, wird mit einer saftigen Krankenkassen-Beitragserhöhung rechnen müssen. ...Gibt bald keine Ärzte mehr auf dem Land, nur noch Fitness-Center -LOL.  Irgendwie auch witzig: da schwitzt und strampelt sich die Landbevölkerung tres chic und publikumswirksam auf den Laufbändern  einen ab, dabei ist der Wald, die Natur direkt vor der Haustür. Junge Leute!
Ansonsten habe ich gelernt, mit den körperlichen Einschränkungen zu leben. Es bekümmert mich nicht. Medikamente nehme ich nur selten, meist nur dann, wenn mich Schmerzen am Schlafen hindern.  (Mein Schlaf hat sich im übrigen auch wieder normalisiert, d.h. wenn ich nicht schlafe, dann bin ich müde.) Die Tabletten,  die mir der Doc verschrieben hat, reichen mir jahrlang - die pack ich nämlich in die Küchenmaschine und schreddere mir die in ganz winzige Stückchen...LOL... Mein früherer Glaube, dass Medikamente unsinnig und  dass rechte Heilung nur von innen kommt, relativiert sich.  Aussen und Innen sind für mich keine Gegensätze mehr.

Trotz allem würde ich niemals sagen "Der Scheiß hört nie auf..!"
In der Gegenwart zu leben, bedeutet nicht, dass man die Vergangenheit nicht beschreiben könnte. In der Gegenwart zu leben bedeutet, die Vergangenheit nicht zu fixieren und sie  nicht als Ursache für die Zukunft zu setzen.


Früher habe ich nach jedem  Durchbruch geglaubt, an Seele und Körper  "geheilt" zu sein und nichts mehr zu "brauchen". Alle Äußerlichkeiten oder auch Beeinflussungen von außen wollte ich auf ein Minimum reduzieren. Mit leichtem Gepäck wollte ich reisen...Auf diese Weise trennte ich mich häufig von allem, was ich eben glaubte, nicht mehr zu brauchen: Wohnung, Bücher, Kleider, Kosmetika, Medikamente usw. usw.  Fakt war, dass nach relativ kurzer Zeit alles, was ich abgeschafft hatte,  wieder von neuem "gebraucht" wurde. Heute schmeiß ich nichts mehr weg. Ich schaff aber auch kaum was an...
Und nein, ich habe mich immer noch nicht sesshaft gemacht, mich nicht "niedergelassen", ich bin so eingerichtet, dass ich jederzeit ohne große Probleme weiterreisen kann, falls es notwendig wird und ich woanders hin "gerufen" werde. Und das, was ich besitze, gebrauche ich, ohne zu brauchen - d.h. ich hafte nicht daran.



Tun als ob -  Schattenversion

"Erstaunlich ist, dass unsere Mimik nicht nur andere, sondern auch uns selbst beeinflusst: Versuchspersonen mussten mimisch ein Lachen „produzieren“, indem Sie sich einen Bleistift zwischen die Zähne steckten. Danach fanden Sie Comics viel komischer als andere, die den Stift – einen traurigen Flunsch ziehend – nur mit den Lippen halten durften." (Aus fokus online)
Ich stelle vor: Die neue Bleistift--Lachmeditation!

Das Selbstbewußtsein des Egos wird von Außen wie von Innen beeinflußt. Wie sehr nicht nur die Körperhaltung, sondern auch die Kleidung dein Selbstwertgefühl und Selbstbild stärkt,  kann dir jeder Schauspieler bestätigen. (Tun als ob)
Deshalb  kann der  A n s t o ß   zur  Heilung  (SELBSTorganisation) und Individuation durch den Inneren Therapeuten  wie auch von außen durch einen externen Therapeuten erfolgen. (Muster durchbrechen). Entweder durch Hypnose oder durch physiotherapeutische Maßnahmen; Ich bemerkte schon sehr früh im Leben, dass immer, wenn ich  Massagen bekam, sich nicht nur körperliche, sondern auch psychische Blockaden lösten.

"So tun als ob" ist zwar auf der personal-dualen Ebene eine legitime Möglichkeit, seine Befindlichkeiten bzw. sein Selbstbewußtsein positiv zu verändern, im spirituellen Prozess jedoch spielt das Selbstbewußtsein oder Selbstbild gar keine Rolle mehr, das positive wie das negative Selbstbild muß demontiert werden bzw. als das erkannt, was es ist: eine relative vergängliche Ich-Konstruktion. Ein Bild. Eine Vorstellung.

Die Schattenversion des "So tun als ob" wird insofern transformiert, als auf einer höheren Ebene genau dasselbe im unpersönlichen transpersonalen Rahmen geschieht; insofern du mit deinen Eigenschaften und Rollen nicht mehr identifiziert bist, bist du dennoch in der Lage, "so zu tun als ob"... Das heisst: Statt dich wie früher für die Rolle zu halten oder rebellisch aus den Rollen zu fallen,  s p i e l s t  du deine Rollen nun. Bewußt! Du spielst den Vater, die Mutter, den Chef, den Sohn... ob man allerdings ein Politiker oder ein Papst sein kann, ohne mit seinem Status, Partei und diesbezüglichen  Zielsetzungen nicht identifiziert zu sein?

Diese Art des unidentifizierten Tun als ob - ist Tun als täte man nicht. (Laotse)  Das heißt, das "Tuns" geschieht einfach spontan aus sich SELBST heraus, ohne nachzudenken, ohne willentliche Absicht, etwas zu erreichen oder etwas mit seinem Tun zu bezwecken, wie es beim Eigenwillen des Ego immer der Fall ist, das immer seinen Nutzen und Vorteil sucht.

Nochmal:
Vorsicht, Hans Vaihingers: "Handle, als ob du der Handelnde wärest, mit dem Wissen, dass du nicht der Handelnde bist" ist eine Handlungsanweisung. Das Tun ohne zu Tun aber ist ein SEIN, Sei-en jenseits von Ego und  bedarf keiner Aufforderung, "als ob" zu handeln. Für das spirituelle Ego sind solche Handlungsaufforderungen ein gefundenes Fresschen, wieder einmal das machen zu wollen, was sich jedem Machen entzieht.  In der Befolgung solcher "Affirmationen" wird einmal mehr die transpersonale WAHRHEIT und SEINS-Weise auf die personal-duale Ebene hinuntergezogen.

Solche mißverständliche "Handlungsanweisungen" findet man zuhauf in Lehrgeschichten und als Aphorismen berühmter Meister und Lehrer. Ein Befolgen solcher Gebote entspricht u.a. dem Befolgen der 10 christlichen Gebote als von außen gesetzten ethischen Vorgaben.
Gebote aber werden im Schattenprozess transfomiert und aus dem "Du sollst, Du sollst nicht" wird "Du  w i r s t ... - eine Verheißung kommender Erfüllung unter dem Gesetz der Liebe. Du erkennst: Du  w i r s t  aus dir SELBST heraus Vater und Mutter ehren, nicht stehlen, nicht morden, nicht ehebrechen usw. -
Und dann, wenn sich die Zeit erfüllt hat, wenn du am anderen Ufer angekommen bist,  - erst dann! - wirst du alles, was dir in den 10 Geboten (und anderen Handlungsanweisungen) zuvor von außen geboten war, von innen heraus, aus dem Herzen heraus als bereits erfüllt erkennen. Jetzt bist du eins mit dem Tao, Gottes Willen, jetzt erkennst du mit Augustinus, dass nun, in der Einheit des Ichs mit dem (Heiligen) GEIST, alles Tun (ohne willentliche Absicht und Zielsetzung) spontan aus sich SELBST heraus resp. aus der" Liebe Gottes" kommt.
Liebe und tu, was du willst.



Intepretation

Irgendwo las ich, ICH BIN sei auch nichts weiter als Interpretation. Das ist einerseits richtig, andererseits sollte man aber die Erfahrung als solche mit solchen Aussagen nicht herabwürdigen. Die authentische  ICHBIN-Erfahrung selbst ist natürlich keine Interpretation. Wahr ist, dass die IchBin-Erfahrung wie jede andere Erfahrung wortlos ist und wie alles nur retrospektiv als ICHBIN-Erfahrung interpretiert, bzw. wiedererkannt wird. In solchem Kontext wurde mir mit einem Schlag die tiefe Bedeutung der biblischen Dornbuschszene klar. Die ICH-BIN-Erfahrung beruht ja auf der Erkenntnis der Leere, die wiederum auf der Erkenntnis beruht,dass du EIGENSCHAFTSLOSES SEIN bist.
Natürlich ist der Verstand, dieser teuflische Verkehrer, auch imstande, die IchBINerfahrung zu simulieren. Bei einer solchen allerdings handelt es sich um reine Interpretation, Phantasie und Vorstellung.
Die ICH-BIN-Erfahrung ist die allerstillste Erfahrung überhaupt, die Leute, die aus ihrem Inneren eine laute Stimme dröhnen hören, sind ihrer Phantasie aufgesessen.
Der GEIST weht wortlos, sanft und leise wie ein Windhauch.

Was Besucher angeht,

lege ich allgemein keinen Wert darauf. Anfang liess ich mich darauf ein. Ich besuchte und ließ mich besuchen. Daraus habe ich gelernt, dass die Leute i.d.R. nur ihre Zweifel und VorstellungsBilder bestätigt haben wollen.
Viele sog. Meister glauben nur zu wissen, wie ein Meister zu sein hat und was man von ihm erwartet und spielen ihren Anhängern den Guru vor. Überall, wo einer dieser sog. Meister es zuläßt, dass zuviel Pathos und Geschiß um ihn gemacht wird, kann man sicher sein, dass es sich um einen Fake handelt. Das wäre eines der wenigen Kriterien, die ich an einen Meister anlegen würde.
Ich selbst würde mich niemals  "Meister" nennen lassen und ich habe auch keine Absicht, ein Lehrer oder Meister für andere zu sein. Es reicht völlig aus, dass ich mein Leben "meistere" - als VERB und nicht als Substantiv in die Geschichte eingehe...
begegne in meinem konkreten Leben den Menschen i.d.R. ganz gewöhnlich und unterschiedslos auf der Augenhöhe, die  i h r e m  (nicht meinem)  Horizont entspricht und die sie (konsensusmäßig) von mir erwarten. Ich habe keinen Missionsauftrag...
Wer sich als heiligmäßige Person verehren läßt und Wert auf diesen Nimbus legt, ist noch im Gut&Böse-Zirkus befangen.
Im Individuationsprozess wird die Persönlichkeit transformiert, geläutert, geheilt - geheiligt! Die Numinosität, die sich auf dieser (personalen!) Ebene auftut, wird jedoch auf der nächsthöheren Stufe wieder aufgehoben, d.h. wenn die Heiligkeit wiederum ins Überpersönliche, ins Trans-Personale transzendiert wird. Immer wieder heißt es: Darüberhinaus, darüberhinaus! Wer in der Heiligkeit "abhängt", ist nicht "darüber hinaus" gegangen, er ist noch mit Heiligkeit (Spirit. Ego) identifiziert...
Darüber hinaus - der Kreis schließt sich erst dann, wenn du jenseits von Heiligkeit wieder ein "ganz gewöhnlicher Mensch" geworden bist.


Individuation

ist nicht unbedingt ein lebenslanger Prozess, wie ich erst neulich irgendwo gelesen habe. In meiner Definition von Individuation und aus meiner eigenen Erfahrung ist der personale Prozess mit dem letzten Läuterungsakt des Egos abgeschlossen. Jetzt ist die Verdrängung aufgehoben und alle personalen Schatten sind transformiert.Die Persönlichkeit ist von ihren Prägungen und Konditionierungen gereinigt und der Mensch beginnt langsam, alle seine göttlichen Potentiale zu verwirklichen.  Anders gesagt: das sog. Karma ist "abgebüßt" und der Mensch ist zum Menschen geworden und dem Vergöttlichungsprozess steht nun nichts mehr im Wege: Offene Weite und nichts von heilig.


Der sog. Lichtarbeiter,

der Lightwarrior, der gegen das Böse und die Dunkelheit kämpft, steckt natürlich immer noch drin im Gut&Böse-Zirkus. Der sog. Schattenkrieger, der projektiv gegen die Schatten in der Außenwelt kämpft, statt die Schatten in sich selbst zu transformieren, ist immer noch dem Bösen Gott, dem "Demiurg", Yaldabaoth, hörig.  Wer Polarität und Gegensätze, d.h. auch Gut & Böse als eine nicht zu überwindende Notwendigkeit sieht, spricht für die Illusion, für Maya aus und betet damit den falschen Gott an! Dazu gehören auch die Utopisten,  - das  sind durchwegs Menschen, die das Gute wollen und dabei vergessen, dass sie damit das Böse schaffen und  aufrechterhalten.
Bevor man aber nicht neben dem Bösen auch das Gute transzendiert, wirds nichts mit der Menschwerdung, von Vergöttlichung schon mal gar nicht.


Guter Engel - Böser Engel


Wie ich schon mal sagte, ist der Gut&Böse-Dualismus in der geistigen (Innen-)Welt nicht aufgehoben, deshalb sollten die Engel-Medien sehr sehr vorsichtig mit ihren Channelings sein, solange sie selbst den Unterschied zwischen Gut & Böse nicht erkennen können. Wölfe im Schafspelz gibts hier wir dorten. Nur: wer vom rechten Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hat und den Dualismus überwunden hat,  - d.h. unter anderem auch, dass er Täter und  Opfer unterscheiden kann - wird garantiert kein Interesse mehr am Channeling haben, er sitzt nun direkt an der Quelle, und bedarf keiner Medien mehr.
Niemals sollte man sich mit Archetypen identifizieren - wie es die Engelmedien offensichtlich tun - seien es nun Gute oder Böse "Engel".
Aus christlicher Sicht gehört das Channeling, weiße wie schwarze Magie und der ganze Geisterbeschwörungsrummel  in die Kategorie der "Zauberei" -  ich selbst würde solche Praktiken im weitesten Sinne in das einordnen, was John Welwood eine  "Spirituelle Umgehung" nennt.



Immer wieder lese ich

von Kriterien, die einen Meister von einem Fake unterscheiden sollen. Da werden nun Eigenschaften und Fähigkeiten angeführt wie die Fähigkeit, zu staunen, warm und liebevoll soll er sein, empathisch, berührbar bis hin zu Tränen, Gefühle soll er zeigen...sämtliche Ego-Emotionen, die den spirit. GutMenschen auszeichnen, werden hier eingefordert.

Nur: Hier wird die Lüge zum Kriterium der Wahrheit erhoben. Ein wahrer Meister hat nämlich die guten Eigenschaften und Fähigkeiten ebenso transzendiert wie die negativen Eigenschaften, d.h. er ist "Niemand" - der Mensch ohne Eigenschaften.  Auf dieser Eigenschaftslosigkeit beruht sein Sei-en!

Und nun kommen die Hanseln daher und wollen von ihm just das sehen, was er unter großen Schmerzen und TodesQualen gelassen hat!
Seine "Fähigkeiten", seine "Eigenschaften" sind aber nicht mehr von dieser Welt, sondern Attribute des Seins, "virtue",  eine gänzlich andere QUALITÄT, die der (be-)urteilende Egomind nicht in der Lage ist, zu erkennen, geschweige denn anzuerkennen.
Der (neurotische) Egomind, der ja per se im dualistischen Denken von Gut & Böse befangen ist, hält die Seinsattribute nicht selten für Attribute des Teufels: Gleichmut & Neutralität hält er für Kälte, Allweisheit für angelerntes Wissen, wahres SELBSTvertrauen für Hybris... usw. usw.


Alles durchweg Projektionen, die von der Bedürftigkeit und Erwartungen diktiert sind: Wohlfühlen will man sich und sicher, anlehnen, kuscheln...
In der Nähe des Meister soll es anheimelnd menscheln, wärmeln und umärmeln soll er dich und nur ja nicht an der Maske zupfen. Im Gegenteil, die Maske fordert Anerkennung vom Meister und falsche Meister tun ihnen nicht selten auch den Gefallen.

Es gibt keine Meßlatte von Kriterien, an der man einen wahren Meister festmachen kann. Er ist jenseits von Eigenschaften und jeglicher Beurteilung, daher kann alles, was man an Kriterien einfordert, nur Projektion sein. Wer nicht bereit ist Risiken einzugehen, sollte sich ganz fernhalten von Meistern.

Das solltest du wissen: Ein wahrer Meister wird deine Bedürftigkeit und deine Projektionen nicht befriedigen, sondern aufdecken.Mit einem wahren Meister gehst du ein tödliches Risiko ein - denn eins ist sicher: er wird dein falsches Ich stören, verstören und letztlich auch gänzlich zerstören.


Der Name Mariana Caplan fiel mir diesbezüglich ein zweites Mal auf... Reingeschnuppert und für gut befunden. Ihre Bücher empfehle ich als Orientierungshilfe vor allem Menschen, die verwirrt und orientierungslos auf dem Spiri-Marktplatz herumlaufen.

http://integralesleben.org/il-home/il-integrales-leben/anwendungen/religion-spiritualitaet/papier-des-if-zur-diskussion-um-spirituelle-lehrer/mariana-caplan-wie-findet-man-einen-lehrerin/


Lüge? 

In meiner langjährigen Zeit bei den Anonymen Alkoholikern  (ca. 1990 - 2000) arbeitete ich quasi öffentlich und vor aller Augen und sehr emotional meine ganze Lebensgeschichte auf. Nach einigen Jahren begann ich langsam das Gefühl zu kriegen, dass alles, was ich von mir sagte, "gelogen" ist. Ein großer Zweifel hing über mir, wenn ich anfing zu sprechen - ein merkwürdig schwebendes und irgendwie witziges Gefühl, welches mich immer mehr in meinen Erzählungen stocken und in mich hineinkichern liess...
Heute sehe ich das so: Als alle Gefühle gefühlt und alle Emotionen bezgl. meiner Vergangenheit sozusagen ausgepowert waren, machte die Leere, die dadurch entstand, langsam Platz für die viele Jahre später (2011) kommende Einsicht oder "Letztgültige Erkenntnis", dass nichts von alledem, was ich glaubte zu sein, erlebt und erfahren zu haben, eine Wirklichkeit hat.

Um 2011 herum erlebte live und direkt vor Ort, wie mir im Gewahrseinsfokus alle meine Warumfragen null und nichtig wurden und sich mir dadurch der "grundlose Grund" offenbarte. (Die Worte "Gewahrsein" und "grundloser Grund" hatte ich aber dafür damals noch nicht.): Ich war WIRKLICH dabei, als ich mir  auf eine meiner Erklärungsversuche,  warum ich dies oder jenes tue - plötzlich GEWAHR wurde, wie die Antwort, die Begründung retrospektiv! in einem Sekundenbruchteil in meinem Fokus aufttauchte und ich plötzlich verstand, was ich früher schon einmal bei Prof. Wolf Singer gelesen hatte: dass alles, was wir an Antworten und Begründungen für unser Verhalten haben, nur eine nachträgliche Rationalisierung ist. Eine Rationalisierung dessen, was seit Ewigkeiten determiniert ist!
Jetzt wußte ich auch, warum ich immer kichern musste...LOL.
Als Jogi Löw nach dem 7:1 Sieg über die Brasilianer ernst und feierlich und voll überzeugt sein ErklärungsStatement abgab, mußte ich laut und herzhaft lachen.

Mit dem Fußballgucken ist das auch so eine Sache:  Ich habe keine (nationalen) Vorlieben mehr und habe oft auch keine Ahnung welche Mannschaft in welches Tor spielt. Mein mitunter lautes Mitfiebern gilt  - wenn ich nicht gut aufpasse -  j e d e m Spieler, der mit dem Ball nah an ein  Tor kommt - ein Umstand, der mir in der Kneipe schon einige fassungslose Blicke eintrug...LOL!


Israel

Der heimatlose in der Welt herumirrende Jude/Israelist bin ich. Es gibt kein gelobtes Land, als das Kanaan in deiner Seele jenseits des Jordans.  Israels Reise ist die Reise unserer Seele. Solang man die inneren UrBilder als eine Aktion in die Außenwelt ent-äußert, bleibt man ein Anbeter Yaldabaoths, ein Diener des Bösen Gottes, dem Rita Koch nicht aufhört, die Leviten zu lesen.  Der Jude/Israel symbolisiert die heimatlose Seele, die in der Welt keinen Platz findet, auf dem sie ihr Haupt legen könnte. Der Staat Israel hat aus dieser Sicht absolut keine Berechtigung und wie man sieht, tut er selbst auch nichts anderes als die, welche die Juden seit Jahrhunderten verfolgten. Israel ist Gleichnis. Das Volk Israel sollte sein Schicksal annehmen und erkennen, dass er kein Anrecht auf einen eigenen Staat hat. Genausowenig wie alle anderen Nationen. Die Grenzen sollten fallen, statt neue zu errichten. 
Alles Äussere ist Gleichnis und hat seine Entsprechung (Blaupause) im Geistigen.

Sonntag, 20. April 2014

Ist erst das Ego transzendiert, lebt es sich froh und ungeniert



Unterhaltung vs. UNTERHALTUNG

Ich könnte es auch so sagen: der größte Unterschied zwischen den zweierlei Arten von Unterhaltung liegt darin, dass erstere aus der Egozentrierung stammende Unterhaltung der Zerstreuung dient und letztere der SELBSTzentrierten Sammlung entspringt.
Zum Bereich der Unterhaltung gehören die Kategorien, z.B. die ganze Wissenschaftsbühne, auf der das Ego am liebsten herumstolziert. Politik hat ein großes Lachpotential, wie jeder Kiffer schon weiss... Kiffen ist egoreduzierend, deshalb ist es so lustig... und wo das Ego reduziert und nicht mehr so massiv mit dem Körper identifiziert ist, ist auch das Schmerzempfinden eingeschränkt. logo!  - Yipppiiiiiiiiiiiiiiiiiiiehhhhh!
Ist erst das Ego transzendiert,
lebt es sich froh und  ungeniert. lala la


Der Attribuierungsstil

dient der Stabilisierung eines instabilen fragilen  Ichs. Durch diesen Stil verleiht sich das Ego uva. seinen Glanz auf Kosten der anderen.
Mir scheint dieser faszinierende Attribuierungsstil eine Art dysfunktioniales Problembewältigungsmuster zu sein, welches die Selbstwert- Balance wiederherstellen soll.


Werden

Viele Leute, die sich gegen das Werden aussprechen.  verwechseln womöglich WERDEN im Sinne von Evolution/ Entwicklung/Wachstum mit dem statusidentifizierten Jemand-Werden des Egos in der Welt.


Rita Kochs Blog

zeigt offen und unzensiert den (eigentlich inneren) Kampf Gut gegen Böse.  Der "BigMäc",  der meinte, das sei einfach nur krank, ist noch nicht einmal ansatzweise mit sich selbst in Kontakt gekommen.(Täter/Opfer) Wer im Gegenzug gegen Rita Koch kämpft, ist im selben entäußerten Heiligen Kriegs-Spiel. (Gut&Böse-Konfusion)

Ausnahmslos jeder Mensch wird auf seinem spirit. Weg  - sei es schon im Leben oder im Tode - in den Heiligen Krieg ziehen müssen. Jeder ansonsten gesunde Mensch  wird auf diesem Weg vorübergehend durch psychologische Zustände gehen, die man in der Psychologie "Borderline-Störung" nennt. Nur dass es im spirituellen Kontext  nicht um die verwirrenden Aspekte der guten Mutter-bösen Mutter-Problematik geht, sondern um den  (projektiv) schillernden Guten Gott vs. Böser Gott-Konflikt - was im tiefsten Grunde dasselbe ist.
Rita Koch verlagert immer wieder die Ebenen. Ihre Anklage, die meist mehr oder weniger fiktiven Menschen gilt, kommt immer wieder zurück  auf die metaphysische Ebene und gilt Gott. She goes her own way...

Wer sich gegen Rita Koch verschließt, ist auch gegen sich selbst verschlossen. Er hat Angst vor seinem Unbewussten, seinem Schatten. Es sind dies insbesondere die Art  Gutmenschen, die sich selbst gerne als Opfer sehen, ihre Täterseiten aber leugnen, bzw. sich ihrer unbewusst sind. (Täter-Opfer-Konfusion hat wohl auch hier ihren Ursprung)
Deswegen noch einmal: Jeder ist Rita Koch !


Alles, was ein Mensch tut,

ist aus überpersönlicher Perspektive  vorherbestimmt und determiniert. Es geht nur darum, sich dessen bewusst zu werden. Das Selbst- und Fremdzerstörerische jedoch ist m. E. keineswegs "gottgewollt" resp. SELBSTorganisiert. Selbstzerstörung ist Ichzerstörung und beruht auf einer erlernten negativen Selbstbewertung. Das ist die "Illusion", die das schmerzhafteste (illusionäre)  Leiden für sich und andere bewirkt.
Deswegen ist es auch so wichtig, im psychosomatischen Heilungs-/Individuationsprozess ein positives Selbstbild zu entwickeln, auch wenn letztlich   - im spirituellen Kontext - das gute, positive Selbstbild transzendiert werden soll, um wirklich jenseits von Gut & Böse zu gelangen.



SELBSTVERWIRKLICHUNG vs Selbstverwirklichung

Ich bin nichts Besonderes, sagt das Spiri-Ego, wenn es sich besonders geben will.
Auch eine mögliche Form der Eitelkeit,des falschen Stolzes oder der falschen Demut, wenn es nicht der WIRKlichen Erkenntnis entspricht, dass der Zustand jenseits von Ego nichts "Besonderes" ist,  - was immer dann geschieht, wenn der Baum wieder ein Baum und der Berg wieder ein Berg wurde und "ICH"  scheinbar! wieder normal. Param advaita.Das ganz gewöhnliche Bewusstsein, nur mit dem Unterschied der BewusstHEIT.

Das diesseitig orientierte unerlöste Ego geriert sich gerne als etwas Besonderes, obwohl gar nichts besonderes an ihm dran ist. Gerade die Menschen mit brachliegenden TAlenten singen ganz besonders laut das Lied der Gleichheit und bilden sich oft ein, besonders qualifiziert zu sein, um über besondere Menschen - Menschen, die ihre Begabungen verwirklichen - herablassend und abwertend zu urteilen.

Authentische Menschen, sich selbstverwirklichende Menschen sind etwas Besonderes in unserer Massengesellschaft von Robotern. Beethoven war etwas Besonderes. Madonna, all diese kreativen VIPs werden als etwas Besonderes bewundert und idealisiert.  Selbstverwirklichung im ganz gewöhnlichen Sinne auf der personal-dualen Ebene ist keineswegs des Teufels. Wer seine Begabungen nicht verwirklicht,  - egal, was für Gründe und Hemmungen ihn daran hindern - lebt ein armes eingeschränktes trauriges Leben.

Zu unserer Bestimmung gehört es keineswegs, dass wir im Schweisse unseres Angesichts unseren Klein- oder Großwagen u.a. verdienen, um das Bruttosozialprodukt zu steigern, womit wir noch immer unter der Fuchtel des patr. Gottes Yaldabaoth stehen - zu unserer Bestimmung gehört es, die Welt mit unseren Begabungen zunächst "von unten" her zu "durch-Ichen" und später in den "Wechseljahren" der Umpolung von Ich zu SELBST  von "oben" her  zu vergeistigen.

Ich-Entwicklung:  nur ein Mensch, der seine authentischen Bedürfnisse und Wünsche - im Gegensatz zu fremdbestimmten Pseudobedürfnissen - in und aus sich selbst erkennt,lebt und erfüllt/befriedigt,  kann ein gesundes starkes Ich entwickeln.
Dieses Ich steht der SELBSTverwirklichung nicht konträr entgegen, sondern geht dieser entgegen. Evolution ist Involution.
DAss dieses selbstverwirklichte Welt-Ich nichtsdestotrotz letztlich SELBSTverwirklichend transzendiert wird, ist ein Paradox, was der Verstand nicht versteht.


Openmindcafe.ch

Der ultimative Beitrag zu einer lebensfähigen Welt?
Sterben statt Werden. (Werden im Sinne von VerbessertWerden).


Werten

Von "unten" her aus der personalen Ebene ist Werten absolut notwendig. Gut-Böse, richtig-falsch...

Von "oben" her - aus transpersonaler Perspektive  - ist quasi alles, was man über die Dinge sagt, wertend, die ganze dualistische Sprache ist per se Wertung. Vielleicht wird jetzt das " Schweigen" jenseits von Ego verständlicher?


Die Religion

wird von vielen Suchern, wie es für mich aussieht, auch viel zu frühzeitig über Bord geworfen. Die christliche Religion findet unter der Rubrik Spiritualität nicht so viel Beachtung wie der Buddhismus. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Sucher den Kreis vollenden und über den Buddhismus auch das Christentum finden und verstehen. Wer die Essenz des Buddhismus geschmeckt hat, kennt zugleich die Essenz des Christentums.

Manche  schütten das Kind mit dem Bade aus und orientieren sich an gar keiner Religion, aber nur weil sie u.a. aus zweiter Hand gehört oder gelesen haben, dass Religion völlig "bedeutungslos" ist im spirituellen Kontext... Dass es weder Religion noch Gott gäbe... usw. und sie zäumen das Pferd von hinten auf, indem sie solcherart  Glaubenssätze übernehmen, bevor auf organisch gewachsene Weise die Religion/Gott transzendiert ist.

Da will man Bewusstheit/Gewahrsein erlangen, ohne sich mit den Schatten des Unbewussten herumschlagen zu  müssen. Eine Spiritualität jenseits des Mainstreams herkömmlicher Religionen und tradierter Mystik/Spiritualität.

Bewusstheit, Gewahrsein ist davon abhängig, inwieweit das personale Unbewusste gelichtet ist. Die religiöse Symbolik wird im kollektiven Unbewussten aufbewahrt und ob du willst oder nicht, sie wird jedem Menschen irgendwann bewusst werden...


Hafiz der Schöne

 - sein Name ist Legion - sagt auf seiner Facebookseite:
Friend, nobody has the ultimate Answer, no teaching is the only teaching, and life is not a question to be answered, or a state or concept to be taught, but a mystery to be lived, a dance to be danced by the only dancer there is. (Anm: Aha, also doch ein Konzept! und wer is the Dancer? Ich, du, WIR vielleicht???)

A new age of spirituality is dawning, a radically inclusive and accessible spirituality free from the dogma and ideology and blind belief of the past , a spirituality in which nothing and nobody – including the teachers themselves – can escape the loving light of ruthless inquiry and blinding transparency, in which nobody can claim any kind of absolute truth or privileged knowledge. Equality, deep friendship, honesty and integrity are the new gods. The disembodied, detached, disengaged, anti-personal, life-denying and often arrogant spirituality of the past, the “I know and you don’t” spirituality, the “I’m awakened and you’re not” spirituality, the “I have no ego but you still do” spirituality, is dead and dying, and this ordinary life is shining through. Separation, of any kind, cannot stand, for it is ultimately without foundation. Fundamentalism, of any kind, eventually collapses under its own ridiculous weight.
And so here we finally meet, teacher and non-teacher alike, in the unconditionally loving rubble of the present moment. Here, we are all teachers, and here, nobody knows anything at all.

Ist das wahr?
Erstens: Spiritualität ist von Religion zu unterscheiden! Es gibt keine neue dogmenfreie Art von Spiritualität, der Spirit ist per se dogmenfrei, weil überkonfessionell und insofern das Gegenteil von Religion, die allein rel. Dogmen verkündet. Mystik oder GEIST ist jenseits aller Konfessionen angesiedelt, klaro, schliesst aber die Konfessionen ein!. Exoterik (Konfession) ist nicht von Esoterik (überkonfessioell) zu trennen!

Natürlich gibt es die absolute Wahrheit  und zwar im Sinne von  - subjektiver  - absoluter Gewissheit im Gewahrsein!  Diese Gewissheiten oder Wahrheiten sind nicht vermittelbar.

In diesem Text aber werden hier bezüglich der ungewissen Zukunft  Aussagen mit der absoluten Gewissheit eines Propheten gemacht . So weiss er genau, wie das New Age of Spiritualität aussieht.  A l l e  leben demnach "in the unconditionally loving rubble of the present moment"....  Aufstieg aller in die fünfte Dimension? Paradies auf Erden?

Klar, wenn diese Vision Wirklichkeit würdee,  dann wäre es auch gar nicht mehr möglich, zwischen unbewussten Menschen und bewussten Menschen zu unterscheiden, dann wären ja alle so bewusst, dass die "arroganten" Spiri-Schnöseln sich eh überflüssig gemacht hätten.
Dogmenfreiheit ist harte Arbeit an dir selbst! Dogmen müssen in sich selbst als solche erkannt werden, was allein schon eine ziemlich große Bewusstheit erfordert. Religiöse Dogmen aufzulösen sind erst der Anfang des Dogmenentzugs.
Die Trennung, "Separation of any kind" betrifft nichts zwischenmenschliches, betrifft kein Ich und Du, kein Wir, sondern nur dich in deinem ALL-EINS-SEIN. Trennung hebt sich allein in deinem Bewusstsein auf. Da ist kein Gefühl von (herzlicher) Verbundenheit, sondern nur Erkenntnis.Das hat mit menschlicher Verbundenheit mit "Dir" und "Uns"   gar nichts zu tun, sondern betrifft die langsame Aufhebung der Begrenzungen durch Kategorien und Klassifizierungen, Polaritäten und Gegensätze... Trennung wird aufgehoben durch Gegensatzvereinigung  (bzw. wird die  Erkenntnis der Einheit  a l l e n Seins auf der Basis von Gegensatzvereinigung erkannt..) Es ist ein kolossaler Fehler vieler sog. Gurus, Einheitserfahrung allein auf die Trennung zwischen  Menschen (oder anderen Wesen)   zu reduzieren. Es geht hier keineswegs um "alle", sondern allein nur um dich!(mich). Denn wer ist es, der da tanzt?
Hafiz  tut nichts anderes mit diesem Text als das fundament. Christentum: Er verspricht das Paradies auf Erden für alle Menschen - das WIR. Die Wahre Gemeinschaft aber ist das, was die Christen die Gemeinschaft der Heiligen nennt und die ist jenseits von diesseits.
Ansonsten spricht er das Wort jenen ewigen spirituellen Neidern und Autoritätshörigen (und -ängstlichen) , die zu allen Zeiten das Gleichheitsgebot aufstellten. Jenen, die es nicht ertragen können, dass jemand in einer höheren Liga spielt - aber nichtsdestotrotz deren Bücher lesen.
...und in der Zukunft treffen wir uns dann alle "finally  h e r e  " - wir "Alle" im Nichtwissen? Teacher and Non-Teacher? Im Nichtwissen?
Teacher und Nonteacher, Schatz, ist auch nur eine Sache zwischen mir und mir!) Und überhaupt, wozu brauchen die Leute, wenn sie ja alle erwacht sind, überhaupt einen Lehrer? Und so viele Lehrer, wenn es doch gar keine Schüler gibt? Und wen will man "nicht-lehren?" Ist non-teacher vielleicht ein anderes Wort für "Schüler"? Oder spricht er vom nonteaching Anti-Guru?

Hafiz weiss nicht um den B-Zustand des Nichtwissens, sonst könnte er diesen Begriff nicht im Zusammenhang mit Lehren bringen. Nichtwissen hat nämlich absolut nichts damit zu tun  n i c h t s  zu wissen.  Das wiederum zeigt, dass er die Bodhisatthva-Kräfte nicht kennt, die lehren, ohne Absicht, zu lehren. Von der Weisheit im Nichtwissen, von geistiger Erkenntnis aus dem Ursprung - kein Wort... Einmal mehr wird hier eine Leere ohne Fülle propagiert. Wer den B-Zustand des Nicht-Wissens im Gewahrsein mit "gar nichts zu wissen"  gleichsetzt, hat sich spirituell disqualifiziert. Da dreht sich die Sophie glatt im Grabe um!
Was der Autor hier tut?  Finally he's TEACHING! Und zwar Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Leutz! Und er weiss mir einfach zuviel um die Zukunft und wie mensch zu sein hat... usw...... Wenn er spirituell irgendwo steht, dann würde ich sagen, er steht auf "Halbzeit". Es ist Zeit, dass er die Spielfeld-Seite wechselt und den Ball auf die andere Seite kickt...
Vielleicht war er früer mal einer jener "arroganten" Spiri-Schnöseln, die die Notwendigkeit der Individuation zur authentischen Person nicht einsehen wollte? Kann sein. Möglicherweise ist er gerade dabei, seine weibliche Seite zu verwirklichen (Verbundenheit)? Kann sein.
Der Autor ist ein "guter Mensch" und hat meines Erachtens Angst vor der eigenen Stärke und Macht, deswegen braucht und betont er die Gleichheit aller Menschen. Die Gemeinschaft, das WIR, die Vielen, Alle. Du und ich.

Für mich ist er ganz klar ein revolutionärer Romantiker oder romantischer Revolutionär. Wahr ist: Wenn du in den "Neuen Morgen" wiedergeboren bist, gibt es niemand als ICH. Das ist die Erkenntnis der EINHEIT , in der jede Trennung von Du und Ich aufgehoben ist.
Wenn die Einheit nur als Verbundenheit aller Menschen und Wesen gesehen wird, ist  das zu kurzsichtig gedacht. Einheit ist die Aufhebung aller Gegensätze und künstlichen Trennungen von Kategorien und Klassifizierungen, hat mit anderen Menschen und Wesen nichts zu tun, sondern ist das reine ICH BIN-Bewusstsein des All-EINS-Seins in der Auflösung all dieser Begrenzungen.  Es ist die Aufhebung des EgoMindDenkens und das Fallenlassen oder " Vergessen" aller scheinbaren Unterschiede.
Dir fallen sozusagen sämtliche Schubladen aus dem Hirnkastl - darunter auch alle "Anderen".
Trennung besteht nur im EgoMindDenken. (Insofern ist das Denken der "Feind")

Der obige Text ist nicht von Hafiz, sondern von Jeff Forster, wie Tante Google mir sagt und fällt -  wie mir jemand anders sagte -  ganz klar in die Rubrik "Politik" und ist vor allem Wasser auf die Mühlen derjenigen Zukurzgekommenen, die sich schon immer über die (scheinbare) Arroganz und das  SELBSTbewusstsein der sog. Erwachten, Entkoppelten  und Bekloppelten geärgert haben. Wobei natürlich die Arroganz des Neo-bzw. Fredo-Advaita zu recht angeprangert wird. Welcher Art Arroganz der Autor früher einmal frönte, wird nicht ganz klar. Könnte aber sein, dass er genau diese person- resp. individuationsfeindliche Godfather-Syndrom-Arroganz meint, eine spirituelle Falle, in die jeder mehr oder weniger vorübergehend stolpert, bevor er die "Göttin" aus der Verdrängung befreit. Vor allem die Kerle...

Sonntag, 21. Juli 2013

Es hasst der Geist der Transzendenz gar teufelisch die Immanenz

Intergalactic B(L)logbook Juli 2013


Ha ha ha  - so tönt das fleischlose Lachen von Meister Ikkyu des Kraftlosen durch die Kanalisation  Allmysteries.  Ikkyu - Meister des Rückzugs und des Ausweichens. Zahnlos-zickender Zenfundi reitet zahnlosen Tiger... Zikkyu der Zenzampano... TZZZZZZzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz...

Ikkyiu erinnert an  diese "Witzfigur":
Zwei Freunde gehen ins Theater. Gespielt wird "Warten auf Godot". Als der Vorhang aufgeht, muss der eine dringend aufs Klo. Unterwegs zum Klo wirds plötzlich stockdunkel, er findet das Klo nicht und  erleichtert sich schliesslich in seiner Not nach langem Herumirren in das nächstbeste Gefäss...
Zurück an seinem Platz, fragt er den Freund, ob er was verpasst habe. "Nöö", sagt der Freund, "typisch Sartre: Kommt einer auf die Bühne, pinkelt in die Vase und verschwindet wieder...."

Genauso ist Ikkyu... kommt ins Forum, lässt einen übelstinkenden Haufen und verschwindet wieder.


Wie oneisenough treffend sagte: Es gibt Meister in allen möglichen (rühmlichen &unrühmlichen)  "Qualitäten".
Ikkyu Sojun - der rühmliche Meister und sein unrühmliches Plagiat.



Beschreibung


Jemand schrieb etwas vom "Herumreiten auf der absoluten Ebene"....
Was immer das heissen soll,  Fakt ist:  Man  - der Verstand - kann gar nicht anders, als auf der absoluten Ebene  "herumzureiten"  und das gilt genauso für die Duale Ebene. Hört man auf, hier Unterschiede zu machen, hört man auch auf zu beschreiben. Solange aber noch ein Bedarf oder Bedürfnis nach be-schreiben ist, werden Unterschiede gemacht werden müssen.Das ist völlig legitim, solange man sich dessen bewusst ist. Auch das Beschreiben stösst an seine ganz natürlichen Grenzen...

Deswegen ist es auch ein Unding, Leuten vorzuwerfen, sie würden hybriderweise Dinge beschreiben, die nicht beschreibbar wären. Das ist Kokolores. Die Wahrheit ist ja eben,  d a s s  sie einfach nicht beschreibbar ist,  w e i l   sie sich nicht beschreiben  l ä s s t .
Wo der Verstand aussetzt, kann der Verstand auch nichts beschreiben...
Ich, der Verstand kann nur den Vordergrund beschreiben, d.h. die vergänglichen ERscheinungen. Dagegen kann der Verstand  nicht den Hintergrund beschreiben, auf dem die vergänglichen Erscheinungen erscheinen: ICHBIN.
Das Dao, welches sich beschreiben lässt, ist nicht das Dao!
Schwanzbeiss LOLlala



Fredo's Fetisch

Fredo mag Nathan Gill und dessen Begriff des "Eintröpfelns". Fredo Godfather allein weiss, wie man die unbeschreibbare WAHRHEIT mit "unverstehbaren" Worten beschreibbar macht. Fredo braucht dazu allerdings die Worte anderer, um die Ein-Sichten - den Einbruch des "Unmittelbaren" - zu beschreiben.


    Egal, ob es die "Verblüffung in der Unmittelbarkeit" ist, oder das "Stammeln" - Er allein beansprucht mit dieser (ansprüchlichen) Wortwahl das Monopol auf die klare Sprache, die das Uner-KLÄRliche beschreibbar machen soll.



    Dass es vor Fredo und seinen von ihm zitierten Autor(itäten) auch schon Beschreibungen gab, vor allem in der  Liebeslyrik der Mystiker aller Religionen - ist ihm nicht bewusst oder wird von ihm i.d.R. als romantisches Gefasel diskriminiert.

    Dass es bei Fredo  - wenn überhaupt - nur "tröpfelt"  und nicht "fliesst", kann man deutlich erkennen an seinem Widerstand und seiner BLindheit anderen Begriffen gegenüber, die das selbe in anderen Worten beschreiben.

    Solange es bei Fredo also tröpfelt, so lange wird es nicht FLIESSEN. Und es wird solange nicht fliessen, wie er an seinem Fetisch der alleinseligmachenden Begrifflichkeiten hängt.

    Und so kann man dem "Armen Tropf " nur wünschen, dass aus dem mageren und allzu seltenen "Tröpfeln" baldmöglichst eine sprudelnde Quelle wird, aus der ihm die Lebendigen Wasser (der Erkenntnis) zuf l i e s s e n .
Dito Nathan Gill. RIP. (gepostet im WIR-Forum)


Konzept

Es ist m. E. unmöglich, ein spiritueller Lehrer zu sein, wenn man sich wirklich bewusst ist, dass man ein Konzept missioniert. Im Bewusstsein, dass alle vergangene Erfahrung zu einer neuen Überzeugung (Glauben) des Verstandes wird, hört alles lehren und missionieren auf. Der Rest ist nämlich das buchstäbliche Schweigen angesichts der Unbeschreibbarkeit der göttlichen Paradoxe, an denen der Verstand zerbricht und das Göttliche Kind in kosmisches Gelächter ausbricht.


Die Neo-Advaita-Anhänger

wollen m. E. ohne die Psychologie des Menschen auskommen. Das bricht ihnen ihr spirituelles Genick, weil dies bedeutet, ganz ohne den Menschen auskommen zu wollen.  Etwas seltsam sektenhaft-monistisches umgibt sie ,  die kraftlos- militante Impotenz ihrer  Argumentation lässt so etwas wie ein fahles Endzeit-Szenario  hindurchschimmern...-

Das wäre sogar sehr begrüssenswert, gäbe es für diese überzeugten "Niemands" überhaupt einen "Jemand", dessen Welt untergehen könnte.
Es wäre ihnen nur zu wünschen, dass auch ihre Thesen möglichst bald einer Apokalypse anheimfallen....
(gepostet im Allmy am 12.07.2013, Thread "Bewusstseinsentwicklung")


Frau Gott "Elisaela"

sagt: Geld sei immer und in jedem Falle Dunkelheit.
Deutlicher als in solchen Worten kann man nicht machen, dass man den Gut&Böse-Dualismus noch nicht überwunden hat.



Da können sie noch soviel von Neutralität quatschen - sie wissen nicht, von was sie reden. Wenn man von EM liest, dass sie mit dem Satan  (ihrem Schatten!) kämpft , dann hat man ein weiteres Indiz für Unerleuchtetsein - also für ihre eigene "Dunkelheit",  ihren Schatten.
Solange jemand noch gegen Dunkelheit kämpft, ist er mit Dunkelheit identifiziert. So einfach ist das.
Geld ist jenseits von Gut & Böse einfach das, was es ist: Geld.
Wer gegen Geld ist, weil Geld die Dunkelheit repräsentiert, ist nicht nur mit Dunkelheit, sondern auch noch mit dem Geld identifiziert.

Jenseits von Gut & Böse ist der Kampf mit dem "Satan" ausgekämpft. Satan ist überwunden. Das heisst, Satan ist erlöst. Wer durch die Hölle ("Höhle", Schattenreich) gegangen ist und seine verdrängten Aspekte erlöst hat, hat "Satan" erlöst!
Gott kämpft auch nicht - in Gott sind alle Kämpfe überwunden.
Die Kraft, die gegen das sog. Böse, den Satan kämpft ist ein Archetyp, ein "Archangel", im Christentum nennt man diese Kraft Erzengel St. Michael.
EM - mit ihrer Verachtung für die Materie, ihrem Kampf gegen das Böse im Menschen (kleinen Ego) bereitet sie  - wie viele andere vor ihr - einen sektenhaften Nährboden, in dessen Sumpf man niemandem wünscht, unterzugehen.

Frau Gott verspricht mehr oder weniger direkt  Heilung und wer Heilung verspricht, schafft damit per se Abhängigkeitsstrukturen. Wer sich in solchen Strukturen verstrickt, dem Menschen kann es passieren, dass er in seiner  neu erlernten Welt- und Geldverachtung nicht nur sein  gesamtes Geld & Gut "den Armen" sprich seinem spirituellen Führer vermacht, sondern dabei auch auf eine sehr unspirituelle (regressive) Weise seine  Persönlichkeit verliert.
(gepostet auf Facebook am 12.07.2013)



Das erlöste und befreite Ich

erstrahlt im Glanz der vollkommensten Unvollkommenheit. Wo das Überich mit seinem Bewertungssystem wegfällt, ist kein Perfektionsstreben mehr. Da darf ich alles sein, alle Fehler machen, für die ich mich früher gegeisselt und geknechtet habe...  Auch eines dieser Paradoxe...



Gewahrsein

Wenn ich sagte, es sei unmöglich, im Gewahrsein Pläne für die Zukunft zu schmieden möchte ich dahingehend korrigieren: Selbstverständlich ist es möglich, im Gewahrsein Bilder und Vorstellungen hinsichtlich der Zukunft zu entwerfen, es ist nur unmöglich, sie planend auszuführen. Denn im Gewahrsein erkennst du jeden Plan als ein Hindernis, als Widerstand gegen das "Fliessen", christlich: gegen Gottes Führung. In solcher Erkenntnis kann niemand seine Pläne ausführen. Hier übergibst du sozusagen Gott deine Pläne..., das heisst, das Vorstellungsbild, welches dem Zukunftsgedanken unterliegt, wird im Erkennen dessen einfach aufgelöst...
Wenn ich im Gewahrsein bin, bin ich in der absoluten Gegenwart des Hier & Jetzt

Es soll Leute geben, die sagen, dass sie ihre Pläne ausführen könnten, a) weil sie damit nicht mehr identifiziert seien und b) weil es erlaubt sei, auf der relativen Ebene auch den relativen Beschäftigungen  (des relativen EgoVerstandes!)  nachzugehen.
Das ist m. E. ein Selbstbetrug. Wo man seine Pläne plant und ausführt ist man überall, nur nicht im Hier & Jetzt des Gewahrseins.  Das meiste Planen kommt aus dem Wünschen und Begehren und beruht auf  der Unzufriedenheit mit dem was ist . Erkennt man dies, löst sich all dies im Lichte von Gewahrsein auf.
Im Gewahrsein gibt es daher letztlich weder ein Planen noch ein Nicht-Planen.

EinIm  v o l l e n  Gewahrsein gibt es nicht einmal mehr ein Wünschen und Begehren, keine Vorstellungsbilder, kein Planen. Wenn hier  "Entscheidungen" getroffen werden, sind dies  s p o n t a n e  Handlungen, ohne Denken, ohne Planen, ohne Berechnen
Wie ich GeWAHRsein bislang erlebe: als unaufhörliches Erkennen von Wahrheit, als nie endendes Unterscheiden der Geister, ein permanentes Aha!-Erleben oder als "Lichteraufgang"  (Lichter-Aufgehen.)
Wie ich schon  mal sagte, scheint mir das immer noch zum Reinigungsprozess zu gehören, in dem alles Falsche als falsch erkannt und hinausgeworfen wird.
V o l l e s  Gewahrsein heisst auch, dass ich von sämtlichen Identifikationen befreit bin.
Im vollen Gewahrsein gibt es keinen Unterschied mehr zu drinnen oder draussen. Du stehst auf dem "Markplatz" und nichts haut dich mehr raus aus dem "Fels, auf dem "Christus seine Kirche gebaut hat". Es braucht keine  "Rückzüge in die Stille"  - es braucht kein Üben von Meditation mehr. Der Mind ist reprogrammiert und  i s t  meditativ. Das Wogen der Konflikte und des Denkens sind geglättet.  Klarheit, Stille, Frieden, Freude  ist jetzt ständiger Begleitung, egal was um dich herum auch toben mag.



An XY,

Du schreibst:

"Ich finde den Vergleich von Willigis Jäger gut: Der Psychotiker ertrinkt im Ozean, der Mystiker schwimmt.
Das Erleben kann wohl ähnlich sein, aber die Integration erfolgt interessanterweise durch das ICH und das ist, bzw. war - wie er schreibt - gerade bei den Mystikern besonders stark und ausgeprägt."


Ja, genau so ist es. Das Ich bzw. der Intellekt muss stark sein und das Unbewusste in Schranken halten können, bzw. fähig sein, die unbewussten Inhalte, die das Ich zu überschwemmen drohen,  zu deuten und zu verarbeiten. (Das ist auch mit ein Grund dafür, dass ich allen spirituellen Argonauten und "Tiefseetauchern" für ihre Hausapotheke dringend Neuroleptika empfehle. Ja, genau - du hast richtig gehört: Neuroleptika wie Neurocil z.B. kann helfen, in Tiefenprozessen evtl. Überflutungen einzudämmen. Ich selbst habe da ab und an nach eigenem Gutdünken dosiert; 1-2 Tage lang eingenommen und dann ging es wieder.  Im Grunde sind es "nur" die grossen Ängste vor dem Unbekannten, die zu beruhigen sind...

Die Tiefenprozesse kündigten sich immer vorher durch eine innere Unruhe (und Möbelverstellen!)  an, ich spürte förmlich, wie sich die tektonischen Platten in meinem Inneren zu verschieben begannen und ich langsam nach Innen  "umgewälzt"  wurde....  (Ich träumte in solchen Zeiten oft von Vulkanausbrüchen, Feuersbrünsten, Erdbeben... später dann von Wasser...)

Das hat mir nach einigen Malen fast gar keine Angst mehr gemacht, im Gegenteil, ich war bereit für das Unbekannte, denn unbekannt war es mir immer, nie wusste ich, wohin die Reise ging ...
Dennoch habe ich für schwierige Passagen immer Medikamente bereit gehalten, auch wenn ich sie meist nicht brauchte. Die Ängste vor einer psychotischen Entgleisung waren schon da... Aber jeder soll das so machen, wie es ihm seine Schmerzgrenze vorgibt, man muss nicht auf Teufel komm raus "durch" und alles aufs Schmerzhafteste erleiden!!!  Ich hatte keinerlei therapeutische Begleitung, mein "Steuermann"  war mein absolutes Gottvertrauen...

Und immer wieder von Neuem die bewusste Erneuerung des "Neuen Bundes" - die einzige "Zielvorgabe", die ich hatte.

Der "Neue Bund" muss  quasi tagtäglich erneuert werden, erst mit dem  v o l l e n  Gewahrseinseintritt, der Fröhlichen Auferstehung, dem Eischlupf, der Geburt des Schmetterlings ist der Bund unverbrüchlich... salopp gesagt: die Verbindung  s t e h t  ...

PS:  Ganz Ganz wichtig: Ich möchte anmerken, dass Ichstärke  k e i n e  Vorbedingung ist, sondern Ich-Stärke erringt man im Lauf der Individuationsprozesse!!! Das läuft parallel: Der Aufbau eines starken Ichs durch das SELBST im Individuationsprozess und gleichzeitig das Loslassen von allen das Erwachen bzw. Befreiung hindernden Ego-Anhaftungen.

Wäre Ichstärke eine Vorbedingung - wie auch ich früher immer glaubte - würde sich wahrscheinlich kaum ein  Mensch an die Aufgabe der Menschwerdung wagen! Mein Ich war äusserst labil und zerbrechlich,  und wenn ich nicht einen starken Glauben gehabt hätte... wahrscheinlich wäre ich dann jedes Mal, wenn Tiefenprozesse angestanden sind, angstvoll in die Psychiatrie gelaufen: Hilfe Hilfe, Herr Doktor -  Ich werd verrückt!


Weiter sagst du:

"Krishnamurti hat einige gute Ideen, aber er fällt darauf rein, dem Denken die Schuld zu geben. Da fallen ja leider viele rein. Die sollten echt mal in einem Heim für Schwerstbehinderte arbeiten oder einer Station für Demente oder Wachkomapatienten. Dann denken sie vielleicht weiter...."


Dass Krishnamurti das Denken verteufelt hat  -  so weit bin ich früher gar nicht  in den Alten Knochen eingedrungen, dass mir das aufgefallen wäre!

 Na, wenn das wirklich so ist, wieso hat er dann so viele Vorträge vor so vielen intellektuellen Eierköpfen gehalten.. wieso glaubte er, mit Worten etwas erreichen zu können, was er der Meditation absprach?  Sprach er doch hauptsächlich das Denken, den Intellekt in seinen vor allem intellektuellen Zuhörern an.  Ich las einmal, dass er frustriert war, dass niemals jemand durch seine Vorträge erleuchtet wurde...

Es ist eine alte Tradition der Patriarchen aller Religionen und spirituellen (asketischen)  Disziplinen, das Kind mit dem Bade auszuschütten und damit u.a. auch das Denken zu verteufeln.

Aber danke für den Perspektivwechsel: Das gestörte oder eingeschränkte Denken eines Schwerstbehinderten - An ein solches Argument   f ü r   das Denken  habe ich noch nicht gedacht.
Dennoch: Das diskursive Denken ist nur aus nondualer Sicht eine Schranke, die das Erkennen der wahren Wirklichkeit verbaut.



Weiter:

"Wenn ein Kurzschluss erleuchtend ist, dann ist Epilepsie die Lebensform der Zukunft. Lass uns alles weich polstern und alle Messer außer Reichweite nehmen. Ich fände das nicht übel, fast wie in Mamis Bauch."


Ja, Epilepsie galt als eine Heilige Krankheit. Dostojewski hat sie sozusagen geadelt...

Es gab in den 7oigern  eine psychospirituelle Richtung, die misst auch  Psychosen eine Erleuchtungsqualität zu, die ihnen m. E. nicht zusteht. Für mich sind Psychosen so etwas wie Verzweiflungstaten der Seele, die die schmerzhafte Realität nicht länger mehr aushalten kann... Der Verstand ist hier schlichtweg nicht stark genug, den Überschwemmungen des Unbewussten standzuhalten.


Anfängergeist

ist der leere  "nichtwissende" Geist, der an nichts haftet, auch an keiner Erkenntnis und sei sie noch so gross. Die grosse Erkenntnis in der Gotteinung : Mein ICH ist Gott könnte in diesem Geist  gar nicht erst "Fuss fassen", d.h.   vom Verstand als Konzept, (als einen Zustand von Dauer)   - "Ich bin Gott"  - vereinnahmt werden. Im Gewahrsein wird jedes Konzept als solches erkannt und löst sich damit auf.
shitpics.de



Alles, alles dient einander. Und so lieben auch die Deutschen Eichen  ihre Wildsäu'.... :)


Unten vs. oben

Heilung kommt von unten - der "nonduale"  Segen von oben... - das sind nur Beschreibungshilfen. Es gibt weder oben noch unten!  Aber das erkennst du auch erst, nachdem das Oben mit dem Unten vereinigt wurde - besser ausgedrückt: wenn du das Oben mit dem Unten als EINS  e r k e n n s t  .
Der Neoadvaiti kennt keinen Hierosgamos. Er ist ein "gläubiger" Ungläubiger.
Für den scheint keine Notwendigkeit der Integration zu bestehen, z.B. dass aus dem Manne eine Frau und aus der Frau ein Mann werde.



N
och einmal  postet Angelus mir dieses aus  Silentius:
"Gott liebt und lobt sich selbst, soviel er immer kann,
er kniet und neiget sich, er bet' sich selber an."
Der Engel  - hört! - der meint nur dies:
wo du mit Gott so EINES bist,
da bist du gänzlich weg und hin
und weisst nur dies:
ICHBIN



M
acht hoch die Tür, die Tor macht weit,
das Herz macht weit, den Kopf macht frei,
dann kommt der Herr der Herrlichkeit,
in der  Seele Brautgemach,
wo die Geliebte liegt &  lacht.

Der "Herr", das ist der Bräutigam,
der seine Braut zu freien kam,
die Reine Jungfer, die bestimmt
zur Mutter für das Göttlich' Kind...
Der Herr, man nennt ihn  Animus -
der flehlichst seine Muse ruft:
Komm Anima, du Schöne,
komm her an meine Brust.

Mit SEINES  Mundes Kusse küsst
er sie und wiegt die holde Seele,
fernab von Diskord und Querele
schläft sie sanft ein -
denn SEINE Liebe ist
viel köstlicher als Wein.

Der HERR - einst war er auch bekannt
als König Salomon im Land
wo Milch und Honig fliesst
und fliesst es wohl noch heute...
Das war's Ihr lieben Leute.
Im Kampf und im Getriebe
sang ich das Hohe Lied der Liebe...
Wie "Päddy der von Oben" sagt:
Habt Euch lieb!
Euch Guten Tag!



Satan

Satan ist die Kraft, die stets das Gute will und doch das Böse schafft... (Frei nach XY)

Satan, der  Teufel ist das böse gewordene ungeliebte Gute in uns. Zum TEufel wurde in uns  die verdrängte Weiblichkeit, die Göttin. Die verteufelten Urinstinkte. Die verteufelte Natur, das unschuldige Animalische... der Körper.

Satan ist der Verächter der Mater, der Grossen Mutter, der Materia prima, der Anima Mundi. Satan ist der Hass des transzendenten monistischen Geistes auf den immanenten Geist, der Weiblichkeit Gottes.

(Rita Koch hat das sehr gut durchschaut und in ihrem blog in anderen Worten beschrieben.
http://www.ritakoch.net/author/schattenkrieger/)

Alle verdrängten PsychoAnteile in uns, die nicht konform mit den Vorstellungen der Kultur/Gesellschaft gehen...
Der Teufel kommt besonders gerne

im Gewande von Rechtschaffenheit und Moral...