Dienstag, 24. Januar 2012

UG Krishnamurti - Er trifft in Mark und Bein und drüberdrunterraus...

http://www.well.com/user/jct/GERMAN/Mystiq/Mystiq1.htm
UG Krishnamurti - er sagt es.
Ich bin nicht darauf aus, irgend jemanden zu befreien. Sie müssen sich selbst befreien, und Sie sind unfähig, das zu tun. Was ich zu sagen
habe, wird Ihnen nicht dabei helfen. Ich bin nur daran interessiert,
diesen Zustand zu beschreiben und mit der Okkultation und Mystifikation
aufzuräumen, mit der die Leute aus dem 'Heiligen Geschäft' das Ganze
eingehüllt haben. Vielleicht kann ich Sie davon überzeugen, nicht eine
Menge Zeit und Energie auf die Suche nach einem Zustand zu verschwenden,
den es außer in Ihrer Einbildung nicht gibt.

Verstehen Sie das recht, das ist Ihr Zustand, den ich beschreibe, Ihr natürlicher Zustand -
und nicht mein Zustand oder der eines Mannes, der Gott erkannt hat oder
eines Mutanten oder dergleichen. Das ist Ihr natürlicher Zustand, den
Sie dadurch, daß Sie über ihn hinausgelangen wollen und versuchen, etwas
anderes zu sein, als Sie es wirklich sind, daran hindern, sich selbst
auf seine eigene Weise darzustellen.

Sie werden das niemals verstehen; Sie können es nur im Sinne Ihrer vergangenen Erfahrungen
erleben. Es liegt außerhalb des erfahrbaren Bereichs. Der natürliche
Zustand ist akausal: er geschieht einfach. Es ist keine Kommunikation
möglich und keine ist nötig. Das einzige, das für Sie real ist, ist die
Art und Weise, in der Sie funktionieren; es ist ein Akt der
Vergeblichkeit, meine Beschreibung dieses Zustandes auf die Weise zu
beziehen, in der Sie funktionieren. Was jedoch dann in Erscheinung
treten kann, wenn Sie mit all diesen Vergleichen aufhören, ist Ihr
natürlicher Zustand. Dann werden Sie auf niemanden mehr hören.

U.G. Krishnamurti

"Verhaftetsein wird deshalb zu einem Problem, weil wir ungebunden sein wollen. Was stimmt nicht mit dem Verhaftetsein? Die Permanenz: wir können nicht auf ewig an unseren Bindungen
festhalten. Da man das weiß, steigt man in das Karussell des
Losgelöstseins. Das alles kommt Ihnen sehr anziehend vor, denn Sie
meinen, Sie hätten jetzt ein Mantra, das Ihnen dabei helfen wird, mit
all den Schmerzen und dem Leid fertigzuwerden, die das Verhaftetsein
Ihnen bringt. Dann werden Sie mit der Idee des Losgelöstseins verhaftet
und verbringen den Rest Ihres Lebens damit, das Ziel des Losgelöstseins
zur Realität werden zu lassen."

"Der Mensch ißt um des Genusses willen. Ihre Eßorgien unterscheiden sich nicht von Ihren Sexorgien.
Alles, was der Mensch tut, macht er um des Genusses willen. Um Genuß und
Vergnügen zu finden, bedarf es des Denkens. Das schafft Probleme, denn
es gibt keinen Genuß ohne Schmerz. Es ist in physischer Hinsicht
unmöglich, den Genuß ewig andauern zu lassen. Also tritt der religiöse
Mensch dazwischen und sagt: 'Du sollst dich vom Denken befreien!' und
man stellt sich vor, daß ein gedankenloser Zustand ein sehr angenehmer
Zustand sein müsse. Deshalb strebt man ihn an. Genuß ohne Denken gibt es
nicht. Sie leben in einer Welt der Ideen, und deshalb sind Ihnen Ihre
Ideen so wichtig. Sie selbst sind eine Idee!"

"Es gibt keine Personen, und es gibt keinen Raum im Innern, um ein Selbst zu schaffen.
Was bleibt, nachdem die Kontinuität des Denkens verflogen ist, ist eine
zusammenhangslose, unabhängige Serie von Wechselwirkungen. Was in meiner
Umgebung geschieht, geschieht in mir. Es gibt keine Trennung. Wenn die
Panzerung, mit der man sich umgeben hat, demontiert wird, findet man
eine außergewöhnliche Sensibilität der Sinne, die auf die Phasen des
Mondes, den Lauf der Jahreszeiten und die Bewegungen der anderen
Planeten reagieren. Es gibt einfach keine isolierte, getrennte
eigenständige Existenz mehr, nur noch das Pulsieren des Lebens.



"WAHRHEIT ist eine Bewegung. Sie können sie nicht einfangen und einschließen, ihr Ausdruck verleihen oder sie dazu benutzen, Ihre Interessen zu vertreten. In dem Moment, in dem Sie sie fassen, hört sie auf, Wahrheit zu sein. Was für mich die Wahrheit ist, das ist etwas, das Ihnen unter keinen Umständen vermittelt werden kann. Diese Gewißheit hier kann an niemanden weitergegeben werden. Aus diesem Grund ist das ganze Guru-Geschäft absoluter Unsinn.
...
So etwas wie Wahrheit gibt es nicht. Es gibt lediglich Ihre durch ‘logisches’ Denken ermittelte Prämisse, die Sie ‘Wahrheit’ nennen."

"Was immer Sie jedoch in dieser Richtung tun mögen oder worauf Sie auch aus sind - das Streben oder die Suche nach der Wahrheit oder der Wirklichkeit - es entfernt Sie aus dem Ihnen eigenen ganz natürlichen Zustand, in dem Sie sich schon immer befinden. Es ist nichts, das man erwerben, erringen oder auf Grund eigener Anstrengung erreichen kann; daher verwende ich das Wort 'akausal". Es hat keine
Ursache, aber irgendwie kommt die Suche dadurch an ein Ende."

"Es sind die Lügner, Gecken, Schwindler und Betrüger der Welt, die behaupten, sie hätten nach der Wahrheit gesucht und sie gefunden! Gut, Sie wollen für sich selbst herausfinden, was die Wahrheit ist. Können Sie sie finden? Können Sie die Wahrheit einfangen, sie festhalten und sagen: "Das ist die Wahrheit?" Ob Sie das akzeptieren oder ablehnen, ist dasselbe; es hängt von Ihren persönlichen
Vorlieben und Vorurteilen ab. Wenn Sie also für sich selbst herausfinden wollen, was die Wahrheit ist, was immer sie sein mag, dann sind Sie nicht in der Lage, sie entweder anzunehmen, noch sie abzulehnen. Sie setzen voraus, daß es so etwas wie Wahrheit gibt, Sie setzen voraus, daß es so etwas wie Realität gibt (eine letzte oder sonst eine), und es ist diese Annahme, die für Sie das Problem und das Leiden schafft!!!"

Textausschnitte


"Das Problem ist, daß Sie Ihren Schatten überholen wollen. Der Baum versucht nicht, seinen Schatten zu überholen, oder? Solange Sie in der Sonne stehen, wird es einen Schatten geben. Die einzige Möglichkeit, wie Sie Ihren Schatten loswerden können, besteht darin, sich selbst loszuwerden. Das Elend verschwindet, wenn das 'Ich ' geht. Solange Sie da sind, wird auch das Elend da sein."

"Menschliche Schwachheiten und Eigenheiten werden von mir nicht akzeptiert. Für die Geistlichen sind sie gut, denn sie werden zu ihrer Einnahmequelle. Sehen Sie nicht, daß diese Gurus, Psychiater und Therapeuten von Ihren Schwachheiten und Eigenheiten leben?"

"Ich bin voll und ganz Teil dieser Welt. Was wollen Sie, daß ich tun sollte? Soll ich in einer Höhle leben? Sie sind es, die mit der Gesellschaft in Konflikt stehen. Deshalb laufen Sie auf Ihrer Suche nach Frieden von ihr weg. Warum zum Teufel flüchten Sie denn weiter hinauf auf diese Berggipfel? Die Welt kann nicht anders sein, als sie ist."

"Der Tod ist eine Erlösung für den Menschen, der leidet. Aber selbst hier wäre es Ihnen lieber, Ihre Beziehung zu dem leidenden Menschen aufrechtzuerhalten und ihn mit all den lebenserhaltenden Maschinen weitermachen zu lassen, als die Leere zu ertragen, die durch seinen Tod entstehen wird. Sehen Sie, wie selbstsüchtig Sie sind?"

"Geld hat nichts mit Glück zu tun. Aber es ist besser mit Geld unglücklich zu sein als ohne. Menschen ohne Geld sagen oft: 'Schauen Sie sich all diese Menschen an, die Geld haben. Sind sie glücklich?' Sie sagen das, weil sie neidisch sind. Es ist tröstlich für sie, den Mangel an Geld mit solchen Sprüchen rechtfertigen zu können."

"Als Kind habe ich gesehen, wie mein Großvater aus seinem Meditationsraum gestürmt ist und sein eigenes Urenkelkind verprügelt hat, weil es schrie und seine Meditation gestört hatte. Ich habe mich gefragt: 'Worum geht es bei dieser Meditation eigentlich?' Ich habe ihn nie deswegen verurteilt, daß er das Kind geschlagen hat. Ich konnte sehen, wie frustriert und voller Zorn er war - er konnte gar nicht anders handeln. Aber ich habe die ganze Idee von Meditation und den sogenannten seligen, friedlichen Zustand in Frage gestellt, in den sie einen angeblich versetzen soll. Da ich es also für mich selbst herausfinden wollte, begann ich zu meditieren. Ich entdeckte bald, daß alles, was ich während der Meditation erlebte, meine eigene Schöpfung war. Ich fand auch heraus, daß die Lehrer, die diese Dinge vermarktet haben, Menschen waren wie ich, die selbst nicht über diesen Zustand verfügten. Nachdem ich also jahrelang meditiert hatte, ließ ich es fallen. Ich sagte mir, daß die Vorstellung eines seligen Zustandes mich verfälschte. Es war diese Vorstellung, die in mir das Gegenteil schuf, und das war das 'Ich'."

"Nein, Sie haben mich nicht gestört. Sehen Sie, der Körper reagiert nur auf die Situation. Er erwacht, um der Möglichkeit einer Gefahr entgegenzutreten. Dieser Organismus besitzt eine weit höhere Intelligenz, als dieses scheußliche Ding, das 'Intellekt' genannt wird und das von der Kultur geschaffen wurde. Dieser Körper ist nur daran interessiert, sich selbst zu schützen und zu vögeln. Unglücklicherweise haben wir den Sex in eine lustvolle Tätigkeit umgewandelt und auch dort die Dinge verdorben. Dieser Körper ist nicht an Ihrer Kunst, Musik, Malerei, Schriftstellerei oder Religion interessiert."


"Der Mensch ißt um des Genusses willen. Ihre Eßorgien unterscheiden sich nicht von Ihren Sexorgien. Alles, was der Mensch tut, macht er um des Genusses willen. Um Genuß und Vergnügen zu finden, bedarf es des Denkens. Das schafft Probleme, denn es gibt keinen Genuß ohne Schmerz. Es ist in physischer Hinsicht unmöglich, den Genuß ewig andauern zu lassen. Also tritt der religiöse Mensch dazwischen und sagt: 'Du sollst dich vom Denken befreien!' und man stellt sich vor, daß ein gedankenloser Zustand ein sehr angenehmer Zustand sein müsse. Deshalb strebt man ihn an. Genuß ohne Denken gibt es nicht. Sie leben in einer Welt der Ideen, und deshalb sind Ihnen Ihre Ideen so wichtig. Sie selbst sind eine Idee!"

"Können Sie sich vorstellen, daß wir beide, Sie und ich, die wir jeden Morgen all diesen Unsinn miteinander reden, eines Tages nicht mehr da sein werden? Dieser Körper, der Ihnen so wertvoll ist, wird eines Tages verbrennen und zu Asche werden. Können Sie sich das vorstellen?"

"Wenn ich kein Egoist bin, wer ist dann einer? Was ich öffentlich verkündigt habe, nämlich, daß alles, was jeder Mann, jede Frau und jedes Kind in der Geschichte der Menschheit gedacht, gefühlt und erfahren hat, aus mir verschwunden sei, ist die aller-egoistischste Behauptung..."

"Selbst die Apotheker, eigentlich die ganze medizinische Welt, gedeiht auf Ihrer Paranoia. Und die Medien, helfen ihnen dabei, diese Paranoia fortzupflanzen, um selbst zu überleben. Nur, weil sie einer Krankheit einen Phantasienamen geben, bedeutet das noch nicht, daß sie auch eine Heilung dafür gefunden hätten. Sie fügen der Ansammlung von Wissen nur immer neues hinzu. Wir haben heute mehr Worte in unserem Arsenal als es Shakekspeare zu seiner Zeit hatte. Aber das will nicht heißen, daß es besser um uns stünde, nicht wahr? Sagen Sie, was Sie wollen, aber was das Leben ist, werden wir niemals wissen."

"Solange die Menschheit nicht die nackte Wahrheit akzeptieren kann, daß sie nicht wichtiger ist als ein Mosquito oder die Feldratte, ist sie zum Untergang verurteilt. Dieses Individuum namens U.G. ist nur ein Tier, nichts weiter.