Freitag, 27. April 2012

Zur Einheit wäre was zu sagen..es ist nicht so, wie Du's Dir denkst...

14.04.2012
An X:
OK, es gibt ein Einheitsempfinden, welches alle Bewusstseinsstufen/Ebenen umfasst, ich kann allerdings immer nur auf einer Ebene anwesend sein. Wenn ich mich im sozialen Kontext aufhalte, bin ich im rationalen "Schaltkreis"/Ebene, hier bin ich durch die Sprache gezwungen, diskursiv-linear zu denken/sprechen und in Kategorien zu denken, allerdings bin ich nicht mehr mit ihnen identifiziert, sodass ich mit ihnen spielerisch umgehe. Höre ich auf mit der Kommunikation gehe ich oft in die "Vertikale", die intuitive Ebene.. ich habe das aber nicht in der Hand, alles geschieht.
Man ist auch nicht immer in Ekstasen oder Glückseligkeit, wie manche Leute das scheinbar erleben. Mich hats jedenfalls noch nicht ekstatisch hinweggelupft.....das Sehen und Hören ist mir noch nie vergangen.
Ich bin auch nicht dauerhaft auf dem SEINSModus der Einheit.(Es ist ein dauerndes Fluktuieren von :" Es ist -  es ist nicht -  ist". anders gesagt: Selbst - Nichtselbst - weder noch. Noch anders gesagt: Persönlich ERfahren und Fühlen.Unpersönliches Nichterfahren.Dann:weder persönlich, noch unpersönlich. Erst ist ein Berg, dann ist kein Berg, dann IST (Zenspruch). Das gilt für inneres und äuserliches Geschehn. Das Persönliche, das Denken, Fühlen usw. muss in seiner ganzen Totalität erfahren/wahrgenommen werden, bevor es transformiert ins Unpersönliche. Nichts darf verdrängt werden, sonst läuft gar nix...)

..
Ich erfahre bzw. erfuhr verschiedene Arten von Einheit, d.h. ich befinde mich permanent im Prozess und permanenter Veränderung bzw. kontimuierlicher Erweiterung der Einheitserfahrungen.
Zuerst erfuhr ich Einheit in Bezug auf meine psychologische ENtwicklung, der Integration der verschiedenen Persönlichkeitsanteile, zuletzt wurde der unpersönliche männliche Animus integriert. (DAs ist der Archetyp, der den Gutmensch in Dir "killt", der nimmt Dir den Heiligenschein wieder weg, den Du glaubtest, schon errungen zu haben). Hier geschieht die Einheit von Animus und Anima, die Heilige Hochzeit. Ist aber kein Polterabend, sondern eine stille unspektakuläre Feier. Dann erlebst Du die Geburt des göttlichen Kindes in Deiner Seele. Pychologisch heisst das, das Kind ist befreit und kann geboren werden, weil es jetzt Eltern hat, die für es sorgen können (Animus u. Anima).

Hier hast du die Ketten des restriktiven Überichs/Konditionierung endgültig abgeworfen, bzw. bist nicht mehr identifiziert mit den Regeln und Zwängen, die dich bis dahin fesselten. Der Schmetterling öffnet die Flügel. Erste Seinserfahrung. Aber nicht von Dauer.

Die ERfahrung von Einheit setzt sich kontinuierlich fort, in dem ich mich in den Augen derTiere auf der Weide erkenne, den Pferden, Eseln, Hunde etc.
Sie setzt sich fort, wenn ich Menschen begegne, ich habe keine Widerstände mehr wie früher oft und beginne mich, in a l l e n Menschen wiederzuerkennen. Im Alkoholiker genauso wie im Psychotiker, in Männern, wie in Frauen, im alten Mann genauso wie im kleinen Kind. Ich höre auf zu unterscheiden, den oder das mag ich, den oder das nicht. Sympathie oder Antipathie gibt es nicht mehr..

Alles, was das Ego vorher ausschloss, wird kontinuierlich eingeschlossen, integriert, wird "Heim ins Reich geholt". Alle Trennungen werden langsam aufgehoben - alles Schubladisieren findet ein Ende.

Ich erfahre Einheit in dreierlei Hinsicht:
-innerseelisch als psychospirituelle Integration und
-in der Integrierung ausserhalb von mir in der Begegnung mit Menschen, Natur usw.
- und als geistige intuitive ErkenntnisErfahrung

Danke für Deine Frage @mich, meine Antworten machen mir immer selber manches sehr viel klarer. Früher habe ich alles aufgeschrieben, seit Sept. 2011 schreibe/spreche ich mit wirklichen Menschen, wobei jede Interaktion mir "hilft", Einheit zu erfahren.
So sind meine Einheits -Erfahrungen, ob die so allgemeingültig sind, weiss ich nicht.
Ich fühle mich auch nicht als "erleuchtet", eher würde ich sagen: Ich bin frei.

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13.04.2012
X @ Diskordian Das was du von anderen Menschen erwartest ist ein subjektives Selbstbild zu glauben, wenn ich das tue, dann bin ich verloren.Text
Diskordian:Ich habe keinerlei Erwartungen, weder an Dich noch an andere. Ich habe kein Weltbild zu verkaufen, weil ich über keine Bilder und Konzepte mehr im Glaubenssinne verfüge. Du sollst mir überhaupt nichts glauben im Sinne von Für-Wahr-Halten. Es stimmt, dann wärest Du verloren. Du sollst Dir selbst die einzige Autorität sein, aber auch das verlange ich nicht von Dir, sondern liegt in Deiner Verantwortung. Ich red nur von mir und meinem Weg, der Deine führt Dich wahrscheinlich über andere Wege zum Ziel.
Ich will auch niemanden beeinflussen, ich schreibe nur da, wo*s mich "juckt" und in gewissem Sinne nur für mich selbst.
Ich habe auch keinerlei Absicht, irgendwem zu "helfen", ich schreibe nur, weils mir Spass macht und solange es mir Freude/Unterhaltung macht.
Ich habe Spass an der Kommunikation.

Du musst dein eigenes "subjektives Selbstbild" finden. Es gilt für jeden Menschen, sich selbst jenseits der vorgefertigten Schablonen zu finden, die uns konditionierten. Und dazu muss man krass "subjektiv" zunächst einmal werden, bevor man die so geheiligte "Objektivität" findet. Es gibt niemand anderen als Dich Selbst! Und man muss den Mut finden, ein Subjekt zu sein. Objektivität stellt sich dann im Zuge dessen von selbst ein.
Natürlich könnte ich von Jenseits des Dualismus und so weiter schwadronieren, tue ich manchmal auch, wo es in den Kontext passt.
Moment aber, in meinem HierundJetzt nehme ich nur uns beide wahr. Und ich nehme wahr, dass wir beide einen kleinen "Balztanz der Liebe" aufführen, denn anders kann ich Kommunikation nicht mehr wahrnehmen. Insoweit kann ich in der Sprache des "unten" das "oben" beschreiben. Ganz konkret aus meinem Jetzt heraus. Mehr habe ich nicht in diesem Moment, mehr nehme ich nicht wahr. Das ist alles was ist. Kein Einheitsbrei, in dem Du  Dich in sämtliche Universen hinweg auflöst und überall zugleich bist, wie manche meinen. Vielleicht gibt es das, - jenseits von Ego ist alles möglich, aber Du bewegst Dich langsam in kontinuierlichen Bewusstseinserweiterungen und Einheitserfahrungen immer weiter hinein in unbekanntes Terain.
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12.04.2012
Thread über Murphy, Positives Denken
Teelöffelchen:
    Ich glaube wenn mann als Tatsache davon ausgeht geht es schnellerText (Meint damit, einen Wunsch ans Unversum bzw. das Unterbewusstsein o.ä., so auszusprechen, als wäre es schon eine Tatsache, ein Ist-Zustand)

TheDiskordian: Im Selbsterfahrungsprozess kann man direkt erkennen und erfahren, dass alles, was man glaubt, sich "wünschen" zu müssen, bereits da i s t .
Diese ErkenntnisErfahrung ist aber etwas völlig anderes und steht als Erfahrung total im Gegensatz zu dem Für-Wahr-halten, was die Anhänger einer solchen Philosphie praktizieren. Mit jedem Konzept, mit jeder neuen Überzeugung, mit jedem neuen Glauben als Für-Wahrhalten baust Du dein Haus auf Sand.

Wer oder was ist es denn, was sich da neu und "positiv" programmieren will?
Dein Ich! Und das Ich ist unfähig, sich selbst zu verbessern oder zu programmieren.
Der einzige Meta-Programmierer ist dein Selbst, dein Wahres Ich, welches du nur in einem SELBSterfahrungsprozess erfahren kannst. Du kannst es Transformation nennen oder Individuation - ich weiss nicht, wie alt Du bist, aber in jedem Menschenleben kommt einmal der Punkt, wo es Dich herumreissen will und Du Dir sagst: Ich muss mein Leben ändern...
Und Du hast keine Ahnung, warum, nur dies: Ich muss mein Leben ändern... dieser Ruf wird immer lauter, bis man es nicht mehr überhören kann und ihm blindlings Folge leistet.
Das ist meist in den Jahren nach 40 der Fall, bei manchen schon sehr viel früher, je nachdem wie "falsch" sie ihr Leben leben, wie entfremdet sie sich selbst sind...Hier ist der Beginn Deiner Individuation, deiner Menschwerdung..

Eines ist aber gewiss: Du kannst niemals den Pfad eines anderen gehen, egal, was der dir sagt...es war s e i n (in diesem Fall Murphys) Pfad und sein AnfängerIrrtum ist, daraus ein Programm für andere Menschen zu machen.
Auch wenns Euch noch so magisch vorkommen mag, wenn Ihr Eure Wünsche ans Universum richtet und Ihr glaubt, da passiere etwas - da ist der Wunsch der Vater des Gedankens bzw., "WAs der Denker denkt, beweist der Beweisführer"! - ein bisschen diskordianische Philosophie täte Euch da recht gut....
bzw.Ein bisschen Kenntnis in der Bewusstseinsforschung/Psychologie/Neurologie kann hier auch nicht schaden.
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