23.05.2012
Der "Himmlische Vater", - das ist die archetypische Kraft des Animus. Der Animus ist zunächst der Bräutigam der Seele (Anima). Aus dem Hierosgamos erfolgt die Geburt des befreiten göttlichen Kindes, womit der Bräutigam zum Vater mutiert und unter dem Schutz dieses Himmlischen Vaters ist das befreite Kind geborgen und völlig unverletzbar, keine äusseren Einflüsse können ihm etwas anhaben. Die "diabolischen" HerodesKräfte haben ihre Macht verloren. (Der Kaiser ist nackt.)
Nun scheint es mir aber, dass der kleine (B)engel doch ein bisschen "in die Form gebracht" werden muss. Mit zum Wesen des befreiten Kindes gehört das freie Assoziieren und damit ist es zwangsläufig permanent "off topic". Etwas in eine Form bringen ist yang, männlich, und so sieht es aus, als ob der Himmlische Vater sein Kind doch nicht so völlig frei, hemmungslos und unkontrolliert durch die gesellschaftliche Geographie herumhüpfen lassen will, sondern ihm doch noch ein gewisses Benehmen anempfohlen wird. Das lustige Herumspielen, das Hüh und Hott des kleinen Rackers wird unter der Leitung der Divina Ratio des Himmlischen Animuspapas wieder (ich-)kontrollierbar. Natürlich leidet die Poesie darunter, der jenseitige Humor, das kosmische Kichern...
Es ist wohl so, dass man überall, wo man sich aufhält, wieder herunterkommen muss. Auch die sog. Kundalini (die mit dem Kind verbunden ist und der Eriskraft) hält sich wohl nicht lange in diesem Reinzustand des freudigen Entzückens. Die Ebene, auf der man Animus und Anima (Shiva und Parvati, Krishna und Radha, Christus und Sophia usw.)in ewig liebender Umarmung überall wahrnahm versinkt wieder ins Nichts und andere Ebenen kommen zum Vorschein..
Nichts kann man festhalten... mit nichts kann und soll man sich identifizieren. Immer wieder von allem leermachen..
Das ist wohl auch eine Gefahr: sich mit Archetypen/"Mächten und Gewalten" dauerhaft zu identifizieren.
Immer geht es wohl auf die Erde zurück, im transzendenten Himmel festzuhängen scheint auf die Dauer nicht möglich. Das Transzendente muss wieder der Immanenz vermählt werden..Der Himmel der Erde...
Auch in die gesellschaftliche "Wirklichkeit" wird man wieder "eingespannt", nur mit dem Unterschied, dass du bewusst, wach und nicht mehr identifiziert bist mit den falschen Strukturen, Werten, Moral etc.
Du kannst alle gesellschaftlichen Rollen spielen wie ein Schauspieler und dabei völlig unbewegt von Ego-Beimischungsemotionen auf der Bühne der illusionären Realität Deinen Spass haben.. - auch das fällt unter die Rubrik: Fülle des Lebens.
Und auch das: Hier bist Du wie Gott: der unbewegte Beweger. Nahe der Nabe des Rades...bzw. bist Du beides..
Die Unbewegtheit ist nichts anderes als die Abwesenheit von Ego.
Im Zentrum des Zyklons.
Christlich ausgedrückt: Du hast hier die "Teilhabe am Reiche Gottes": an der Macht, der Kraft und der Herrlichkeit.
Die MACHT: Deine Eigenmacht im Sinne von SELBSTauthorisierung/Vollmacht
Die KRAFT: Im Sinne unbegrenzter Energie, Kraft zu "bewegen"
Die HERR-LICHKEIT: Hier bist Du "in Christus, mit Christus und durch Christus" der Meister Deines Lebens geworden.
Ebenbild Gottes - Adam Kadmon
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22.05.2012
An XY:
Du siehst hier jede Menge überhebliche und aufgeblähte Egos? Das ist schon möglich, nur im Moment sehe ich nur 1 Ego, ein ganz besonderes Prachtexemplar seiner Gattung: welches permanent nur eines im Sinn hat: zu stören, zu kritisieren, verhöhnen, aufzureizen/aufzuheizen...
Ein Ego welches sich einbildet, über ein BeurteilungsInstrumentarium zu verfügen, zu entscheiden, wer Ego und wer Non-Ego ist. Wenn Du am Thema nicht interessiert bist, dann verlasse bitte den Thread. Oder Du provozierst mich mal wieder, Dich öffentlich mit Deinen Komplexen bzw. dem Schmerz dahinter zu konfrontieren. Willst du das?
21.05.2012
An E. auf FB:
Alle sog. GEistes Krankheiten auf spirituelle Krise zu reduzieren, ist wohl nicht gerade angebracht. DAs Problem bei Schizophrenie oder Psychose ist doch, dass die Patienten keine rationale Kontrolle über solche spirituellen Erfahrungen, wie sie bei Schizophrenie etc. vorkommen, haben. Ihr EgoMindVerstand, bzw. der Intellekt ist nicht ausreichend erstarkt, um diese z.T. erschreckenden Erfahrungen zu verarbeiten und zu integrieren. Daher sind Medikamente in vielen Fällen zunächst einfach sinnvoll, um die Überschwemmung von unbewussten Inhalten einzudämmen. In einer Therapie sollte m.E. nach und nach die Inhalte aus der Unbewusstheit befreit und bearbeitet werden.
Die Ichschwäche muss zuallererst behandelt werden, damit das Ich stark genug ist, sich gegen die Überschwemmung zu wehren.
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Es gibt keine exklusive Meister/Lehrer-Schüler-Beziehung, weil ein Meister (also der aufgeweckte Mensch) jenseits aller exklusiven persönlichen Beziehungen steht. Er strebt nicht nach dem Lehrer-Status, weil er erstens einmal nicht mehr strebt und zweitens seinen "Duft" ohne Absicht (zu lehren) je nach Augenblicksanforderung verströmt. Er ist für alle und alles offen und beantwortet jede Frage, ohne Wertung, ob dieses von Belang oder nicht von Belang sei.. Hier ist das (unbeabsichtigte) Lehrer-Schüler-Verhältnis angesiedelt, dass der Lehrer zum Schüler und der Schüler zum Lehrer wird. Diese Beziehung kann nicht gemacht werden, weil sie ein kurzfristiges spontanes unvorhergesehenes Ereignis darstellt.(quasi im Vorübergehen)
Es ist wie eine langsame PolVerschiebung: vom Ego zum SELBST.
Analogie zur äusseren "REalität" der äusseren Polverschiebung?
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TheDiskordian an XY:
Was mich betrifft: Ich bin auf dem WEG, dem Dao sanft gelandet und von dort kann ich nie wieder herunterfallen, weil ich fest im SELBST zentriert bin, also nicht mehr fähig, aus der Egozentrierung überhaupt etwas zu tun. DAs sog. "Gewahrsein" (Mann, was man mit diesem Wort alles schon angerichtet hat!) .. hat hier eine fortschreitende Qualität, d.h. mein Bewusstsein erweitert sich kontinuierlich. Ich strebe nichts nach, vor allem keinem Nirvana, weil ich schon im Reiche Gottes bin, welches unendlich ist, aber nicht in seiner Unendlichkeit in allem sofort und auf einmal erfasst werden kann, sondern wie gesagt, kontinuierlich fortschreitend sich öffnend i n die Unendlichkeit.
Zu UGK:
UG Krishnamurti ist noch einen Schritt weiter "abgestorben": er hat sich völlig aus der Lehrer-Archetype-Identifizierung gelöst, sein Namenskollege Jiddu allerdings hat diesen Schritt nie getan, im Gegenteil: er sogar selbst die Organisation gegründet, die ihn fordauern lassen soll. Bislang gründeten nur die Schüler von Meistern auf der lebendigen Erfahrung ihrer Meister eine Kirche/Sekte und aus dem LEBEN wurden tote Buchstaben. Das ist der Unterschied, wie ich ihn sehe. Denn mein Wissen kommt nunmehr aus der vertikalen Erkenntnis und nicht aus der linear-diskursiven secondhand-Wissensaneignung.
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TheDiskordian an XY:
Was Dir da geschieht, ist ganz normal. Das passiert immer, egal ob es sich um eine PsychotherapieSituation handelt, (also in der Beziehung zwischen Therapeut und Klient kommt es zu Übertragung, der Klient verliebt sich in den Therapeuten usw.) oder um eine Meister-Schüler-Beziehung , oder einfach auch in einer normalen Liebesbeziehung in der Verliebtheitsphase - immer kommt es dazu, dass Du Dein eigenes "Bestes" auf den anderen projezierst.
Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass die Verschmelzung, die Du da erlebst, aus dem eigenen starken Wunsch zu lieben herausstammt. Lass sie einfach zu, wenn dieses "GEfühl" noch mal auftritt. Es ist Dein eigenes göttliches Selbst, welches du auf den Mann projeziert hast, welches nun quasi zu Dir zurückkommt. Wenn Du die Verschmelzung zugelassen hast, weisst du, wer Du bist. (Dieser Mann repräsentiert ja so etwas wie einen spirituellen Meister bzw.Lehrer).
Mir ist das mit Osho, also Bhagwan so gegangen. Ich war nie in Poona oder Oregon in der Kommune, aber sein Bild hing bei mir. BEvor diese Verschmelzung stattfand, war ich in einer absolut verzweifelten Situation und dachte, ich müsste tatsächlich verrückt werden. Ich sah auf das Bild und bat um Hilfe - und da geschah es. Seitdem weiss ich auch, dass Fotos von Menschen eine starke energetische Kraft ausstrahlen, die allerdings auch wiederum von uns genährt wird. Von unserer Aufmerksamkeit/Liebe.
DAs alles hat nichts mit Sexualität zu tun, kann allerdings eine starke erotische Komponente haben, das ist auch normal und muss so sein. Erotik und Sexualität sind zwei paar Schuhe.
Am besten wäre, Du könntest das ganze unter eher unpersönlichen Gesichtspunkten sehen. Ob das der Mann fürs Leben ist oder nicht, spielt keine Rolle, solche Überlegungen kommen aus dem zeit-und raumbehafteten Ego. Gedanken über die Zukunft mit dem Mann oder ohne usw. versuchen fallenlassen bzw. wahrnehmen und das Hier und Heute so geniessen, wie es sich darbietet. Das ist schwer, denn unsere Bindungs- und Anhaftungsbereitschaft/-bedürfnis ist sehr stark..
Das glaube ich, beantwortet Deine Frage.
Mann könnte die Verschmelzung auch mit Projektionsrücknahme bezeichnen.
Wir sind es immer selbst, die projektiv andere Menschen mit Macht u.a. Attributen ausstattten, die unsere eigenen sind.
Nochmal: Das Ego ist ganz gewieft und will sich sofort aus solchen Projektionen eine persönliche Beziehung basteln, oder wie in Deinem Fall, befürchtest Du eine lebenslange Beziehung...
Danke für Deine Frage, in meiner Beantwortung bin ich mir wieder einmal selber über ein paar Dinge klargeworden, die bislang im Nebel lagen.
PS: Ich lasse PNs wieder zu, denn ich sehe jetzt ganz klar, dass meine Vorstellung von Transparenz auch noch ausläuferhaft egobehaftet ist, im Sinne von Kontrolle ausüben, wenn ich anderen private Nachrichten "untersage". Es geht darum, a l l e s zuzulassen, auch hier keine Trennungen vorzunehmen. (Obwohl die PN selbst eine Trennung vom public Thread.) Ich beraube mich jedoch selbst, wenn ich hier eine Grenze setze, d.h. ich schneide mich selbst von Erkenntnismöglichkeiten ab. Sehr merkwürdig zu sehen, dass selbst in der Trennungauflösung sogar noch eine Trennungsidee enthalten ist, denn eigentlich wollte ich ja doch eigentlich genau diese Trennung von privat und öffentlich aufheben!
(Grenzen aufzulösen ist allerdings nicht angesagt, wo du noch im Ich verhaftet bist. Grenzen bieten Schutz und haben ihren Sinn. Oftmals muss man erst einmal lernen, Grenzen zu setzen.)
Alles dies, was ich schreibe, gilt nur für mich und hat nur für mich eine Bedeutung. Denn, wer mir glaubt, d.h., wer meine Texte im Sinne von Für-Wahr-Halten glaubt, hat sich ein neues Konzept, also Wissen aus zweiter Hand inseine EgoHausBibliothek geholt.
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18.05.2012
TheDiskordian schrieb @ Lesslow:
Es heisst Philosophieren hiesse, das Sterben zu lernen.
Lesslow@Diskord:Das Hagakure fand ich genau deswegen immer ein spannendes Werk.
Diskord(1): Hagakure? Was ist das? Gut ich schaute in Wikipedia und lese http://de.wikipedia.org/wiki/Hagakureund wieder fällts wie Schuppen...bzw. schon vor Tagen beschäftigte mich sekundenkurz der Samurai, "welcher mit sanfter und effezienter Geschicklichkeit" das Töten versteht... So schrieb ich, ohne zu verstehen..Jetzt aber spüre ich den Samurai in mir selbst, die Stärke, die Kraft, die Todesmutigkeit...sogar das "humane Töten" im Zen bekommt langsam Sinn...MannMann ...OmGooooood...
Himmel auch, genauso ist es: Du musst "da draussen" keine "Ausbildung" zum Samurai machen, Du bist ein Krieger, Du b i s t ein Samurai, sobald Du jenseits des Egos Dich der KRAFT überlässt.
Diese KRAFT ist die geistige QUALITÄT, die aus Dir einen Samurai macht, das körperliche Ausagieren ist völlig nebensächlich. Der Geist ist stärker als die Materie.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hagakure
@ Less (2):Ich verstehe nicht, was das Hagakure - ich habe im Wiki nachgeschaut - mit Mystik oder Sterben zu tun hat. Sowie das beschrieben wird, ist der Samurai hier ein Diener im Dienste eines Fürsten dieser Welt, kurz und radikalfeministisch ausgedrückt: er ist ein patriarchalisches Arschloch.
Allerdings muss gesagt werden, dass auch die IchHingabe an Menschen sogenannte mystische Erfahrungen des EinsSeins zeitigen kann. Das fällt aber in den Bereich der prärationalen regressiven PseudoMystik. Auch in den Klöstern, wo man auf Gehorsam gegenüber dem Abt als Stellvertreter Gottes so grossen Wert legt, ist diese PseudoMystik zu beobachten.
Hier wird das göttliche SELBST in den Fürsten bzw. den Abt projeziert. Leider versäumen es die Fürsten und Äbte/Gurus dieser Welt aus reinen Machtinteressen sehr oft, den Schülern/Samurais die Gelegenheit zu geben, dass sie ihre Projektion zurücknehmen können, um das göttliche Selbst (König/Fürsten) - in sich selbst zu finden.
Möglicherweise - muss ich einräumen - ist es aber auch so, dass zunächst einmal die prärationale/ präpersonale PseudoMystik im selbstlosen Dienste an einem "höheren" Menschen eine für manche Menschen notwendige Vorstufe ist, bevor er letztlich die progressive trans-personale wahre Mystik, die Einheit mit dem WAhren SELBST erfährt.
So langsam scheine ich der SAche näherzukommen...
Heutzutage ist es übrigens häufig die Psychotherapie/Psychoanalyse, die den Leuten die Hingabe an einen "höheren" Menschen erlaubt, wobei auch alle diese GuruMechanismen zum Tragen kommen.
17.05.2012
hört hört!: mit nur einem Klick ins Jenseits, MannMann!
"*Transformation geschieht einfach und mühelos mit dem Vergebungsklick beschrieben in Rowenna‘s
Buch „Verbindung zu Allem was ist - dein Werdegang ins Licht, Adama Verlag" -
gefunden bei Vigena!
16.05.2012
An X:
"So Du nicht Vater und Mutter verlässt, wirst Du nicht in das Himmelreich eingehen" (sinngemäss) -
heisst nichts anderes als die verinnerlichte autoritäre Erziehungsstruktur zu dekonditionieren.
Darum geht es mir.
XY: Was mich immer wieder stolpern läßt, ist die "Einstellung" zu Frauen. In allen Religionen, Text
Diskordian:Ja, in allen patriarchalen Religionen wird die Frau unterdrückt. . Vermutlich wurden die matriarchalen (Natur)Religionen zu stark und einseitig, so dass ein männliches Korrektiv vorgenommen wurde und wie es halt immer ist, man verliert sich in den Extremen so lange, bis diese wieder zerstörerisch werden.
Auch die matrirachale Religion kannte die Dreifaltigkeit, die dreifaltige Göttin, Mutter, Tocher, Geist.(Weisheit), Gott Vater betrat erst die Bühne der Weltgeschichte, als die Männer begriffen, dass sie an der Zeugung von Kindern im wesentlichen mitbeteiligt waren. Das gab den Männern soviel Aufwind, dass sie Revolution machten, dem Matriarchat den Garaus machten und die Göttin ins Exil schickten.
Die christl. patr. Kirche verunglimpfte die Menschen nunmehr zu "Heiden", die noch an die Mutterreligionen glaubten, was sie - die Kirche - jedoch nicht davon abhielt, sich die "Götter" der "Heiden" illegal anzueignen und unter falschem christlichem Namen zu "heiligen" und als die eigenen zu receiceln.
Jetzt schlägt das Pendel wieder in die andere Richtung, die Göttin kehrt zurück. Natürlich ebenfalls in transformierter Weise. Sie wird aus dem Exil des Unbewussten der Menschheit befreit. Dies geschieht in jedem Individuum, welches sich seinen Individuationsprozessen hingibt. Während eines solchen Prozesses wird man mit seinen alten Kindheitswunden konfrontiert, im Zuge der inneren Auseinandersetzung eben auch mit der weiblichen Rolle/pervertierten Weiblichkeit.
Und man erfährt hier ganz konkret noch einmal die Schmerzen der Programmierung/Deformierung.
Gleichzeit "schaust" Du das ganze Chaos, das ganze Grausen, was das Patriachat angerichtet hat.
Wer Interesse hat, der lese Mary Daly's "GynÖkologie". Sie ist ebenfalls in ihre Tiefen abgetaucht und beschreibt auf sehr drastische Weise das patr. System. Für Frauen, die keine Erfahrung mit ihren unbewussten Tiefen haben, ist es nicht leicht zu lesen oder zu verstehen. Viele lehnen es ab, weil es für sie nicht nachvollziehbar ist.
Ich persönlich habe es exakt auf solche Art erfahren, in der sie es beschreibt, mit dem ganzen Schrecken und mir schien es wie ein Wunder, dass ich daran nicht verrückt geworden bin. Viele Frauen werden es, wurden es...Erkenntnis ist nicht immer heilsam. Man muss schon eine gewisse Stärke gewonnen haben. Gesunde Ich-Stärke.
Und vor allem eine gute Ratio/Intellekt, denn alles, was aus den Tiefen des Unbewussten geholt wird, muss intellektuell integriert werden.
In diesen transformatorischen Individuationsprozessen erfährst Du nicht nur den eigenen Schmerz der frühen Kind, sondern Du fühlt Dich hierin mit allen Menschen solidarisch, hier in diesem Fall mit den unterdrückten Frauen, mit a l l e n Frauen von damals bis heute. Auf diese Weise weitest Du auch Dein Bewusstsein aus auf die gesellschaftliche Ebene aus , also weg vom rein individuellen zu einer "Gesamtschau" im Allgemeinen.
*****
XY @ TheDiskordian: Ich hätte nicht gedacht, dass ich dies hier mal sagen würde, aber vielen Dank für die obigen Ausführungen, insbesondere die schöne Beschreibung des Pfuhls, geschickt gestrickt in Deinen gut platzierten Worten! Auch wenn es zwischen unseren Sichtweisen nachwievor gewisse Unterschiede gibt, scheinen mir die Prämissen - auf diese zwei Posts von heute Abend bezogen - erstaunlicherweise doch plötzlich grösstenteils kongruent zu sein.
TheDiskordian: GEschickt-gestrickte Platzierung setzt Berechnung voraus und das sehe ich eher bei Dir. Die "schöne Beschreibung des FeuerPfuhls" beruht nicht auf einer Prämisse, sondern auf persönlicher Erfahrung im Sept. 2011. Diese Erfahrung war es auch, die mich ins Jenseits von Gut und Böse trug.
Da ich sehe, dass es sich bei D i r aber wohl um eine Prämisse und keineswegs um Erfahrung handelt, schliesse ich daraus, dass Du eben nicht, wie Du behauptest, jenseits von Gut und Böse bist.
Denn diesen krassen Kriegs- und Kampfgeist, denn Du an den Tag legst, dieses ständige cholerische Rotsehen ist ganz typisch für den cholerischen Sozialrevolutionär, der noch in der alten Moral (und Dualismus von Gut/Böse) festgefahren ist und gegen das Böse meint kämpfen zu müssen.
Du tust nichts weiter, als was alle Revolutionäre und Heiligen Krieger aller Religionen taten: den Heiligen Krieg nach "Da draussen" zu verlagern, anstatt ihn dort zu kämpfen, wo er wirklich zu kämpfen wäre: in Deinem Herzen.
Der Grund für solcherart nach aussen verlagerte psychische archetypischen Komplexe:
Schmerzvermeidung!
Denn würdest Du Dich Deinem Schatten stellen, müsstest Du dich auch den Schmerzen der frühen Kindheit stellen.
PS Du siehst mit Erstaunen plötzlich Kongruenzen zwischen uns bzw. unseren "Prämissen"? Wie männlich-herablassend Du dich hier doch gibst. Würdest Du nicht immerzu auf deine eigenen von Dir selbst in ungetrübter Eigenliebe hochgejubelten "Perlen" bei jeder Gelegenheit hinweisen, hättest Du schon seit langer Zeit Gelegenheit gehabt, in m e i n e Beiträge hineinzulesen und dort Übereinstimmungen en masse zu finden.
Leider sitzt Dir jedoch die Rote Brille des Zorns und der Voruteile zu fest auf dem Nasensattel, als dass du eine andere Sichtweise fähig wärest einzunehmen.
PS2 Es ist gewiss nicht Dein Göttliches SELBST, welches mit solchem Kampfgeschrei zum Kriegführen aufruft. Was da ruft ist das Gebrüll eines spirituellen SuperEgo's.
Das Patriarchat mit seinem Kampfgeschrei vertrittst nämlich Du, Dude -und dagegen werde ich - wenn schon nicht "sanft und geschicklich" - dann wenigstens lust- und kraftvoll vom Leder ziehen!
PS3 Wer jenseits von Gut und Böse ist, hat ne Menge Humor und so kann man schon allein an Deinem bitterernsten Habitus erkennen, wo Du tatsächlich stehst..
PS... Männliche Spiritualität, wie Pansy Hawk Wing sie beschreibt, ist „der Weg des Kriegers“, der dazu neigt, die Energie durch Ausdruck und das, was er erreicht, nach außen zu tragen. Aus:
http://www.arbor-verlag.de/files/9783936855180.pdf
Über die weibliche Spiritualität. Wunderbar beschrieben, spricht mir aus dem Herzen...
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Gibt es so etwas wie eine spirituelle Wissenschaft,
die davon ausgeht, dass die spirituelle Transformation von Frauen im Einklang mit ihrem weiblichen Wesen stattfindet?
Ja, es gibt sie. Es ist ein altes Wissen, so alt wie das menschliche Bewusstsein.
Und für manche Frauen ist es der Weg nach Hause. (Angela Fischer)
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15.05.2012:
Der hier gehört zur Grundausrüstung:
www.weripower.at/pdfs/riemann_angst_grundformen.pdf
Eine tiefenpsychologische Studie
von Fritz Riemann
Wir haben prinzipiell immer vier Möglichkeiten, auf eine Lebenssituation zu antworten.
Wir können uns erkennend von ihr distanzieren oder uns mit ihr liebend identifizieren, wir
können sie wie ein Gesetz auf uns nehmen oder sie unseren Wünschen gemäß
umzuwandeln versuchen. [Riemann, S. 202
Love it, leave it, or change it. --- Or accept it as a given rule!
Riemann klassifiziert vier Grundformen der Angst, auf die sich seiner Meinung nach alle
Formen der Angst zurückführen lassen:
1. Impuls zur Selbstwerdung – Angst vor Selbsthingabe – Ich-Verlust und
Abhängigkeit
2. Impuls zur Selbsthingabe – Angst vor Selbstwerdung – Ungeborgenheit und
Isolierung
3. Impuls zur Stabilität – Angst vor Veränderung – Vergänglichkeit und Unsicherheit
4. Impuls zur Veränderung – Angst vor Notwendigkeit – Endgültigkeit und Unfreiheit
Dabei stehen 1 und 2 im Widerspruch sowie 3 und 4. Es geht darum, das richtige
Gleichgewicht zwischen den entsprechenden Impulsen zu finden.
Impuls zur Selbstwerdung – Angst vor Selbsthingabe
Impuls, unverwechselbares Individuum zu werden
Impuls, nicht beliebig austauschbar zu sein
Impuls, unabhängig und autark zu leben, auf niemanden angewiesen zu sein,
niemanden zu brauchen, niemandem verpflichtet zu sein
Angst vor Abhängigkeit
Angst vor mitmenschlicher Nähe
Impuls zur Selbsthingabe – Angst vor Selbstwerdung
Impuls, vertrauten Nahkontakt zu leben
Impuls, lieben zu können und geliebt zu werden
Impuls, den geliebten Menschen glücklich zu ,,,, Ende Auszug PDF
Siehe weiter im Buch