Montag, 4. Juni 2012

Zur Transpersonalen Entwicklung

Einige Auszüge aus der überaus interessanten, wenn auch teilweise ein wenig schwierigen Doktorarbeit von Marcus Klische

http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-5689/klische_diss.pdf


„Das indische System arbeitet auf der Ebene der Chakren. Wie wir gesehen
haben, arbeiten die Chakren mit der Energie, die das Rohmaterial emotionaler
Zustände ist. Daher bedeutet die Befreiung der Chakren in Wirklichkeit die
Befreiung von der Dominanz der Emotionen und ihrer Konflikte. Andere
Energien, die einzeln als Grundlage eines Systems genommen werden, sind
‚prana’, ‚kundalini’ und ‚shakti’. ‚Prana’ ist die mit dem Atem und daher mit der
Vitalität verbundene Energie. Atem enthält aber noch andere feinstoffliche
Energien, die in anderen Systemen erwähnt werden. ‚Kundalini’ ist die
Hauptenergie, die das Chakren-System speist. Sie ist mit sexueller Energie
verbunden, aber ist selbst nur sexuelle Energie, wenn sie in den unteren Chakren
auftritt. Im Herz-Chakra wird sie als Liebe erfahren, in den Kopf-Chakren als
Licht. ‚Shakti’ ist die gleiche Energie, aber in anderer Form, der der Kraft. Sie
wird mit einer eher elektrischen Qualität erfahren als ‚kundalini’. ‚Prana’ , auf der
anderen Seite, erfährt man als eine weichere Art Energie als die beiden anderen.
Sie ist fast wie flüssige Luft.“ (Almaas 1994; 46)


YES -Genau so ist es zu erfahren.
Aha - Die KRAFT nennt sich also Shakti.


und noch einmal aus  og.PDF:


„Primal repression, as we know, is a psychophysical structure that blocks the free
flow of energy in the body. The lifting of primal repression therefore leads not
only to an energization of experience generally but also to an energization of
somatic experience in particular. Spiritual awakening is at the same time bodily
awakening.” (Washburn 1995; 251)


Über die Aktivierung und Intensivierung des Bewusstseins durch transpersonale, d.h.
übergeistige Bewusstheit kommt es immer wieder zur Erfahrung und Entladung
enormer Mengen von Energie, die als substanzieller Kraftstrom das innere
Bewusstseinsfeld beherrschen. Als variierende Intensitäten polymorpher Sensualität
leiten sie über in ein neues Ganzkörpergefühl von organismischer Weisheit und
Körperintelligenz, in der der inkarnierte Geist eine neue Wahrnehmungsbeziehung mit
der psychomentalen Aufladung der Welt und deren Objekte herstellt. Achtsamkeit als
Gewahrwerden von Präsenz wechselt fließend über von aufgelöster Absorption in die
neuromagnetische Ausgeglichenheit eines In-der-Welt-Seins des Individuums in seinem
Umwelt-Feld."
YES, you say it.


"„Psychologically speaking, this state of mind gives itself up unreservedly to an
unknown „power“ that comes to one from nowhere and yet seems strong enough
to possess the whole field of conciousness and make it work for the unknown.
Hereby he becomes a kind of automaton, so to speak, as far as his own
conciousness is concerned. But (..) it ought not to be confused with the helpless
passivity of an inorganic thing, such as a piece of rock or a block of wood. He is
‘unconsciously conscious’ or ‘consciously unconscious’.” (Suzuki 1991; 94 f.)


"„ ...wir müssen immer darüber hinausgehen, immer das Geringere für das
Größere, das Endliche für das Unendliche aufgeben. Wir müssen darauf
vorbereitet sein, von Erleuchtung zu Erleuchtung voranzuschreiten, von Erfahrung
zu Erfahrung, von Seelenzustand zu Seelenzustand... Wir dürfen an nichts
festhalten“ (Aurobindo in Satprem 1991; 182)"


"97 Kamalashila beschreibt die einzelnen Intensitätsstadien der Ekstase oder Verzückung wie folgt: “Man erlebt Verzückung als ein körperliches Wohlgefühl, das den Prozeß der Integration gewissermaßen ‚reflektiert’. Sie ist überwiegend – wenn auch nicht ausschließlich – körperlicher Natur. Man empfindet körperliches Prickeln und überschäumende Freude zugleich. Traditionell unterscheidet man fünf Intensitätsgrade der Verzückung. Die erste Stufe... ist die ‚Gänsehaut’ – wenn sich die Haare auf demKörper vor wohliger Erregung aufrichten. Die zweite ist noch viel angenehmer: Die Verzückung kommtin kleinen Schauern, die wie eine Folge von Lichtblitzen sind. Auf der dritten Stufe rollt die Verzückungwie Meeresbrandung wieder und wieder über uns hinweg. Auf der vierten strömt sie rasch durch jeden Teil des Körpers wie eine gewaltige Wassermasse, die plötzlich eine Höhle an der Küste überflutet. Die fünfte ist nach traditionellen Aussagen so überaus beglückend, daß sie den Körper in die Luft hebt – das ‚Wunder’ der Levitation.“ (Kamalashila 1997; 98)"


„Im Nirvikalpa Samadhi jedoch gibt es keinen Verstand; da gibt es nur
unendlichen Frieden und unendliche Glückseligkeit. Hier endet der Tanz der
Natur, und der Wissende und das Gewusste werden eins. Hier erfreut man sich
einer höchst göttlichen, alldurchdringenden, selbstverliebten Ekstase. Man wird
zum Gegenstand des Entzückens, man wird zu dem, der sich entzückt, und man
wird zum Entzücken selbst (...) Im Nirvikalpa Samadhi gibt es unendliche
Seligkeit... (und) Kraft. Alle Kraft, alle Macht aller Okkultisten zusammen ist
nichts, wenn man sie mit der Kraft vergleicht, die man im Nirvikalpa Samadhi
besitzt.“ (Chinmoy 1995; 321 f.)


Hah! Klar, diese Selbstverliebtheit verströmt sich quasi rund um den ganzen Erdball!Nach der Raumunendlichkeitsphase folgt die Bewusstseinsunendlichkeitsphase. Seite 94! Diese Phasen folgen aufeinander ganz genau wie sie hier beschrieben werden!


103 Denn es ist „...the work of the first nen, which directly (intuitively) penetrates the object and thereby
achieves transcendental cognition.“ (Sekida 1989; 190) Differenziertere Darstellungen des
Erleuchtungsprozesses finden sich bei Gunaratana 1985, Hayward 1990, Kornfield 1994, Scholz 1992.


104 Der eigentliche Moment der Erleuchtung selbst währt zumeist nur einen kurzen Augenblick, wie David Smith aus eigener Erfahrung berichtet: “Awakening is a short experience (…) indeed, it happens so fast that some people hardly know it has happened, until wisdom arises, when presumably it is known. This momentary happening is possible because it is said, consciousness arises and passes away moment by moment – and at the end of one of those moments the next on fails to arise, thus giving the ‘blip’ before the next one does then arise. But for me it was not like this. It was not a momentary cessation, but lasted much longer – about half a second, I would say. And during this winking out of consciousness there was not a blankness, but a ‘knowing’. “ (Smith 1999; 30)




“So at a certain point the gravitational pull of the Wheel of Life ceases to have an
influence, and one begins to feel more and more powerfully and decisively the
gravitational pull of the Unconditioned, of nirvana. This is the moment of
conversion within Buddhist practice, the beginning of the transformation from a
conditioned to an Unconditioned mode of being. According to Buddhist tradition,
if we reach up this far, if we undergo conversion in this sense, we are assured of
Enlightenment...(…) All this is to look at the experience subjectively - from
within, as it were. It can be described more objectively as consisting in the
bursting asunder of three fetters. This is, of course, to bring in another metaphor -
and again it is a traditional one. The Pali Canon enumerates ten fetters which bind
us to the Wheel of Life. When all ten have been broken, enlightenment is attained;
the Stream Entrant is said to have broken the first three of them.” (Sangharakshita
2001a)"


105 Zur Bedeutung des Begriffs Stromeintritt äußert sich Sangharakshita: “The ‚stream’ is the current
which flows to Enlightenment, and the point of Stream Entry is the stage of spiritual practice at which
your momentum towards Enlightenment is so strong that no obstacle can hinder your progress. Until this
point, spiritual life is bound to be a struggle - you are going `against the flow’ of our own mundane nature
- but when you enter the stream, all the struggling is over.” (Sangharakshita 2001a)


YES! Flow = DAO. von hier aus gibt es kein zurück in einen vorhergehenden niedrigen Zustand.




.......Nirvana entspringt der Erfahrung einer “überweltlichen Realität“, die auf der Ebene
personalen Erlebens nur als das beschrieben werden kann, was sie nicht ist; in der
negativen Vorsilbe “nir“ und der Wurzel “vana“, was „brennen“ oder
„zusammengesetzt“ bedeutet. Dieses „Nichtbrennen“ führt zum Ende aller personalen
Strukturen und Kräfte, den klesas, in einen Zustand der Nicht-Bedingtheit, in dem
Begehren, Haften und Eigeninteresse endgültig verloschen sind. Damit einher gehen
drastische Bewusstseins- und Verhaltensveränderungen, in dem das Diaphane, die
Durchsichtigkeit des Ganzen, in jedem Moment und jeder inneren wie äußeren
Handlung durchscheint109:„When you attain Enlightenment, the element of resistance to the objectivecontent of the perceptual situation is no longer there. You no longer have a willthat is separate from that of others…What they want, you want; what you want,they want. You experience others in a completely different way: they become
diaphanous or transparent, because your will is not coming into collision with
theirs. This completely different, more relaxed, lighter, and freer attitude, taken to
the nth degree, is something of the nature of Enligthenment.”


YES! Das heisst: Du sagst einfach Ja zu allem was Dir begegnet! In Dir und ausserhalb von Dir. Kein Widerstand.
Nirvana könnte gleichbedeutung mit dem "Feuerofen der Liebe" christl. jargoniert sein. Denn danach bist Du völlig frei von allen Konditionierungen! Wie es aussieht, folgt hier doch nicht eins aus dem anderen, sondern quasi drunter und drüber gehts hier. Du kommst in Berührung mit diesen verschiedenen Kräften/Mächten und Zuständen, einmal vielleicht und nur für kurze Zeit, manchmal nur für eine Sekunde und das reicht schon aus für eine transformatorische Wirkung.! Wir stellen uns das immer ganz falsch vor und die Heiligen Schriften beschreiben es auch in der Regel linear und diskursiv. Aber in der Erfahrung ist alles vertikal und ohne lange Dauer, eher zeitlos.


"Jenseits der Formationen virtueller Konstruktion wird das permanent wirksame Erleben
von Mitgefühl zur tragenden Grundlage der Ich-Transzendenz begleitet vom
unauslöschlichen Gefühl nirvanischer Freiheit:


“Wer die Wahrheit, Nirvana, erfahren hat, ist das glücklichste Wesen in der Welt.
Er ist frei von allen Verwicklungen, Heimsuchungen, Schwierigkeiten und
Sorgen, die andere quälen. Sein geistiger Gesundheitszustand ist vollkommen. Die
Vergangenheit bereut er nicht. Um die Zukunft sorgt er sich nicht. Er lebt ganz in
der Gegenwart. Daher würdigt und genießt er die Dinge in ursprünglicher
Reinheit ohne die Projektionen eines Selbst. Froh und glücklich erfreut er sich des
reinen Lebens, seiner erhebenden Empfindungen, ist frei von Angst, heiter und
friedvoll.“ (Rahula 1983; 80)"
AMEN.Aus.This is it!


.....Kraft akkumulierter Konzentration vollzieht sich die Schau-Logik des höheren Geistes
in einer Atmosphäre von Flexibilität und Leichtigkeit des Denkens, der die Ergebnisse
mehr zufallen, als dass sie hart erarbeitet werden müssen und deren Besonderheit im
systemischen Erfassen von Sachverhalten besteht:
„Auf dieser höheren Denkebene aber ist es nicht mehr nötig, zu suchen und
kritisch zu überlegen. Hier gibt es kein logisches Vorgehen, Schritt für Schritt bis
zu einem Schluß, keinen Mechanismus der ausdrücklichen oder unterstellenden
Ableitungen und Folgerungen, keine Konstruktion oder absichtliche Verkettung
von Ideen miteinander, um so zu einem regelrechten Schluß, zu einem Ergebnis
der Erkenntnis zu gelangen...


 Dieses höhere Bewußtsein stellt ein Wissen dar, das
sich auf Grund eines totalen Gewahrseins selbst formuliert, das in sich selbst ruht
und das seinen Teil seiner Ganzheit offenbart, eine Harmonie von Bedeutungen,
in Gedankenform gebracht. Obwohl es sich frei in einzelnen Gedanken
ausdrücken kann, ist doch seine charakteristische Weise ein Begreifen im Großen,
das Erfassen des Systems, des Ganzen der Wahrheit in einem einzigen Blick. Die
Beziehungen von Vorstellungen zueinander, von Wahrheiten zueinander, werden
nicht von der Logik hergestellt, sondern bestehen a priori und tauchen
selbstgesehen bereits im integralen Ganzen auf.“ (Aurobindo 1975; 108 f.)
YES - This is it!


Weiter auf Seite 108: 5. Dimension! 4DWürfel, Tesseract! = "Durchsichtigkeit"
"Vision Logic"
.....Dabei lassen sich die Manifestationen des höheren Geistes mit Jean Gebsers
Klassifizierung des integralen Bewusstseins in Übereinstimmung bringen:


Denn mitdem Dimensionssprung in die höheren Bereiche der vision logic kommt eszurBefreiung aus der perspektivischen Fixierung mental-rationalen Bewusstseins, der gerichteten, dualen Raum-Welt-Abstraktion, in die aperspektivische Freiheit integraler Struktur, der gegenwärtigenden, diaphanierenden Konkretion und Gänzlichung des sichselbst bewussten höheren Geistes. Diese integrale Bewusstseinsstruktur bedient sich der Synairese, die sich nach Gebser als Fähigkeit versteht, Sachverhalte von allen Seiten geistig zu erfassen:


„Die Anerkennung der Wirksamkeit innerhalb jeden Systems dessen, was wir als
akategoriale Systase bezeichnen, befähigt uns, an Stelle einer bloß mentalen
Synthese die integrale Synairese zu setzen. Die Synairese ist der aperspektivische
Vollzug des zusammenfassenden Wahrnehmens von Systase und System. Dieses
synairetische Wahrnehmen ist die Vorbedingung für die Diaphanik...“ (Gebser
1975; 419 f.)
Die Freiheit des von allen Seiten erfassenden, wahrnehmenden aperspektivischen
Bewusstseins drückt sich in einer multidimensionalen bzw. arationalen Logik aus, die
jenseits aller Dualismen weder Gegensatz noch bloße Verneinung ist, sondern ein Drittes, das beides enthält, wie es auch Derrida bereits mit seinem Begriff der
Infrastruktur philosophisch aufzeigte:


„Der Gegensatz zu perspektivisch ist unperspektivisch; zwischen den drei Formen
unperspektivisch, perspektivisch und aperspektivisch besteht das selbe
Sinnverhältnis wie beispielsweise zwischen logisch, unlogisch und alogisch, oder
wie zwischen moralisch, unmoralisch und amoralisch.“ (Gebser 1975; 25)
Eine neue Logik aber und eine neue Wahrnehmung bedeuten immer auch neue Selbst-
Erkenntnisse: Über ein intensiviertes Bewusstsein und der daraus folgenden
Ausweitung und Sichtbarmachung von Wahrnehmungsakten folgt die Diaphanie, das
Durchsichtigmachen des ganzen Menschen in seiner Strukturdeterminiertheit durch
Offenlegung von Gedanken, affektlogischen Komplexen und Reiz-Reaktionsmustern
auf allen Bewusstseinsebenen. Die horizontale Integration des Selbstsystems beinhaltet
dabei ebenso das veränderte Erleben einer differenzierteren und reichhaltigeren
Emotionalität, die sich beispielsweise in einer ausgeweiteten Freude und einer größeren
Liebe zu den großen und kleinen Dingen des Lebens manifestieren kann. Die
fortschreitende Diaphanisierung des erkennenden Subjekts folgt damit dem Weg zur
Ichfreiheit, zum Trans-Personalen in der Überwindung des Du und Ich im Sich (Gebser
1975; 490).
Für OneIsEnough, bzw. Thread Aufstieg in die 5. Dimension, kopieren! Sehr gut erklärt, Tesseract- 4D Bewusstsein


*****


4D Würfel, (Tesserakt)
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/8-cell-simple.gif


Auf jeder Höhe, die wir erobern,müssen wir uns umwenden, um ihre Kraft und Erleuchtung in die niederen sterblichen Regungen
einzubringen; unter dieser Bedingung allein wird das Leben umgewandelt...“ (Satprem 1976)
das heisst, man muss es auch in Worte fassen können, was man wortlos erfahren hat. Intellektuelle Integration in die Relative Wahrheit.
*****
http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-5689/klische_diss.pdf


Eine Doktorarbeit über Transpersonale Entwicklung, sehr gut, aber sehr schwierig zu lesen.
Schildert die horizontale Integration (persönliches Unbewusste) und vertikale Integration (unpersönliches, transpersonales Unbewusstes) u.v.m.


Auszug:
"Während auf der Ebene personalen Ich-Bewusstseins ein vom Körper abgegrenztes Ich erlebt wird, wird auf der transpersonalen Ebene Geist und Körper von einem integrierten Bewusstsein erfahren, d.h. das Ende der Virtualität des personalen Ich und seinen anonymen Strukturen führt zur Wiedergeburt in der Realität leiblicher Existenz. Erst das wirkliche Spüren des Habens des eigenen Körpers als eine Gesamtheit und ein Wissen um seine Gesamtgestalt und der Relationen seiner einzelnen Teile garantiertdie unmittelbare Kommunikation und Verbundenheit des leiblichen Ichs mit seiner Welt. Dieseharmonische Vereinigung von Geist und Körper markiert den Beginn transpersonaler Entwicklung,welche Wilber als „Zentaur-Ebene“ beschreibt."


Genauso und nicht anders wird es erfahren! Hier an dieser Stelle kann man sich aber nicht länger von seinem Körper desidentifizieren. Weder - noch.