Sonntag, 17. Juni 2012

Unzensiert: Über Erleuchtung, DieScheinHeilige und noch mehr Bulshit


Elisabeth M."Erleuchtete streiten sich nicht". 
Nein: ERLEUCHTETE SIND UNBERECHENBAR

Es ist ein Vor-Urteil,  eine Annahme, eine falsche Überzeugung (= Ego!), zu glauben, Erleuchtete würden sich nicht streiten. Der "Krieg der Götter" fängt  oft erst am anderen Ufer an, my Dear!


Doch, warum sollen sich Erleuchtete nicht streiten? Was hast Du für eine fixe Idee/Vorstellung von Erleuchteten: windelweich gespült, immer moderat-gelassen-langweilig? Immer selig lächelnd?
Wenn Erleuchtete sich streiten, dann streiten sie lustvoll-kreativ, spielerisch, kunstvoll, denn sie sind nicht identifiziert mit ihrem Konzept, um das sie sich (z.B.) streiten. Das nämlich ist der springende Punkt, der niemals vergessen werden darf: der sog. Erleuchtete darf  und kann alles machen. Er darf sogar reich sein wie'd Sau! Weil er nicht identifiziert ist mit Reichtum etc.



 Es gibt graduell verschieden erleuchtete Menschen und es lässt sich trefflich darüber streiten, wer in der wahren Gewissheit der Wahrheit steht oder nur im "teilweisen Stückwerk". Es gibt immer noch jemanden, der auf einer höheren Stufe steht und von dort aus be-urteilen, -  das heisst, die Geister unterscheiden kann.

Auch gibt es grosse Unterschiede, was die Erkenntnisse betrifft. Darüber lässt sich besonders gerne "streiten", wenn man "spiritual  immature", Neuling auf dem Weg ist.
Derjenige,welcher sich "fertig und angekommen" glaubt, kriegt auch mal eine konstruktive Ohrwatscheln und wird darauf hingewiesen, dass es kein Stehenbleiben gibt. Das fällt gewiss nicht unter die Kategorie" Streit". Ein  Zurechtgewiesener  der von Streit spricht, fühlt sich angegriffen. (=Ego). Wer der Meinung ist, er stehe über all dem und müsse sich keiner konstruktiven klärenden Auseinandersetzung stellen, ist sehr im Irrtum. Unbelehrbarkeit gehört zum spirituellen Superego und ist identisch mit spirituellem Stolz.

Ein Mensch, der sich noch mit sog. freiem Willen und freien Entscheidungen  "abplagt",  ist nicht erleuchtet, er hat ein Licht gesehen- oder zwei -  und hält es für das ganze Feuerwerk. Er glaubt sich auf dem DAO/WEG, befindet sich aber noch immer auf dem kleinen Weg der Vorbereitung auf den zum grossen WEG.

Es gibt keinen freien Willen, weder "vorher" noch "nachher".

Solange man im konditionieren Welt-Ich lebt, ist man unfrei per se. Diese Unfreiheit ist synonym mit Ego. Das Ego aber, als  fremdgesteuerter Roboter hat keinen freien Willen. Er lebt nur in der Illusion des freien Willens.

In der Nondualität erkennt man dass man mit dem Ego/Person nicht identisch ist. Wo keine Person ist, gibt es weder freien noch unfreien Willen.
In der Nondualität/Dao nun existiert absolut kein Wollen mehr. Da gibt es weder einen Willen noch einen Unwillen. Da bist du mit "dem Willen Gottes/SELBST" identisch. Alles was man tut, kommt aus der SELBST-Zentrale. Es gibt hier auch keine Ent-Scheidungen (=Trennung!) mehr, weil alles Wählen aufgehört hat. Entscheidung gibt es nur zwischen 2 Dingen. Das ist dem metaprogrammierten Mind absolut nicht mehr möglich. Er kann auch eine solche trennende Sprache nicht mehr benutzen, auch nicht auf der relativen Ebene.
Nur ein Ego kann sich ent-scheiden. Wo es sich entscheidet, ist es aber noch mit der relativen Ebene incl. Ego  identifiziert!
 
Man wird jenseits des Ego auch nicht Vegetarier. Eine solche Entscheidung ist absolut unmöglich - weil man 1. keine Entscheidung trifft und 2. jede Art von ismus transzendiert hat.  In der Nondualität, d.h. im  ( sich langsam aufbauenden bzw. sich enthüllenden) Reiche Gottes ist es völlig egal, gleich-gültig, was in den Mund hineinkommt.
(J e d e   Art von  "berührendem Input" ist hier quasi ausgeschlossen).
Nur der "Output" bzw. die QUALITÄT dessen, was aus dem Mund  h e r a u s  kommt, ist von Bedeutung. Man wird einfach nicht mehr von äusseren Einflüssen gebeutelt bw. berührt. (oder wie SternAnis es buddhistisch formuliert: ergriffen).

Im nondualistischen Wahrnehmungsmodus kann ich zunächst einmal  A l  l e s  essen und zwar deshalb, weil es keinerlei Vorstellung mehr gibt, bzw. keine mit der Vorstellung verbundenen EgoEmotionen wie moralische Betroffenheit, Ekel usw. Da das dualistische Konzept von Krankheit- Gesundheit "abgestorben" ist, kann mich einfach gar nichts mehr verletzen, kränken oder krankmachen, weil von aussen buchstäblich nichts mehr in mich hineinkommt  - wenn/ weil/ der "Burggraben" zum "Schloss" (syn. Goldene Stadt/Himmelreich/Himmlisches Jerusalem) schon gezogen ist.

Auch ist kein anderer Mensch/Wesen in der Lage, mir irgendetwas Unerwünschtes "aufzudrücken".

Typisch für in der Transzendenz "Abgehangene" ist auch die Kontrollausübung über andere Menschen, indem sie sich als unangreifbar stilisieren. Sie sind ihrer eigenen Person derartig entfremdet (und damit auch ihren persönl. Charakterfehlern), dass sie  - weil als illusionär erkannt/oder angenommen - keine Rolle mehr spielt. Nichtsdestotrotz lässt es sich in der Kommunikation mit den Mitmenschen nicht vermeiden, als Person aufzutreten, die eine entsprechende persönliche Wirkung ausübt. Auf eine solche (meist unangenehme) Auswirkung ihrer Person hin angesprochen, weisen sie dies als persönlichen Angriff zurück, oft mit dem Hinweis, dass eine Person als solche bei ihnen ja gar nicht mehr existiere. Was sie aber oft nicht davon abhält, ihrerseits persönlich "zurückzuschlagen", indem die Schuld immer bei den andern liegt, bzw. in deren spiritueller Unreife und Unverständnis für höhere Dinge. Nicht selten verbieten sie jedes Sprechen über ihre Person.
 
Sie sind so von ihrer Wahrheit und  der  Missionierung ihrer Wahrheit überzeugt, dass sie sich keinerlei Gedanken machen, dass die Art und Weise,   w i e   sie ihre Botschaft missionieren, evtl. zum Stein des Anstosses wird. Man kann die Botschaft niemals vom Sender trennen, die Beziehungsebene kann niemals ausgelassen werden, auch wenn man "glaubt", keine Person,  bzw.  sogar kein Mensch mehr zu sein.

Das alles deutet m.E. darauf hin, dass bei Personen mit solchem Verhalten bzw. Äusserungen kein Individuationsprozess, keine abgeschlossene Persönlichkeitsreifung stattgefunden haben kann - vielmehr dass es sich um Anzeichen und Symptome der sog. Erleuchtungskrankheit handeln könnte. Dies besonders dann, wenn sich diese Menschen selbst als Erleuchtete darstellen und einem Kult um ihre Person nicht abgeneigt sind bzw. diesen sogar direkt und aktiv fördern, wo/wenn in öffentlichen Medien zum Beispiel nach "Kunden" gesucht wird. "Ruft mich an".

Die Missionierungsphase ist eine weitere Phase, die überwunden werden muss, um auf dem DAO/WEG letztlich anzukommen. Hier findet alles Gutes-Tun ein Ende, weil hier alles Gute von SELBST getan wird, ungeplant,  ganz aus dem Augenblick. Keiner der handelt, doch alles ist getan.

„In der Dunkelheit weilen sie, die die Welt verehren, in noch größerer Dunkelheit aber verweilen jene, die das Unendliche allein verehren.“ (Isa Upanisad)