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Freitag, 1. August 2014

Erst wenn "Die Scheiße" aufgehört, lebt sich's heiter-ungeniert!






Gutmensch

Und nochmal: Zweierlei Gutmenschen gibt es. Da ist einmal jener neurotische und  täter-opfer-konfusionierte Gutmensch, der mit dem Aggressor identifiziert stets die Täter verteidigt,
und zum anderen der spirituelle Gutmensch, der das Gute nicht loslassen kann und mit der Liebe und Heiligkeit identifiziert ist.  Beide sind mit dem Guten identifiziert, wobei ersterer Gut und Böse nicht unterscheiden kann bzw. das eine mit dem anderen verwechselt und der Zweite zwar Gut&Böse unterscheiden kann, jedoch nicht die Qualitäten von Gut und wahrer GÜTE.
(Wer Engel oder Teufel ist, ist für den Normalmenschen ganz schlecht zu unterscheiden, es sei denn, er hat noch einigermaßen intakte Gefühle und eine ebensolche Intuition).

Der spirituelle Gutmensch weiß, was Gut & Böse ist, kann aber nicht über  b e i d e s   hinausgehen. Er haftet am Guten...an der Liebe zur Welt und den Geschöpfen... Vielheit, den Formen. (Göttin, Große Mutter, Materie).
Im Patriarchat des Bösen Gottes  hat man sich gegen die Göttin  -  g e g e n Form und Vielheit gewandt,   Auch der Igel-bin-schon-da-Nondualist ist von dieser welt- und ebensverneinenden Sorte. Diese Anbeter des Thanatos haben nicht begriffen, dass der Buddhageist JENSEITS von Erscheinung, Form und Vielheit (Göttin) liegt. Deshalb die Verachtung und Zerstörung der Materie, des Weiblichen, der Großen Mutter, unseres Planeten.
Statt über die Gegensätze yin-yang HINAUSZUGEHEN, kämpfen sie  g e g e n das YIN , d.h., statt es zu transzendieren, nullifizieren sie das YIN. Auf diese Weise wird die Materie verteufelt, wie es beispielsweise in der christlichen Gnosis zu finden ist und beim Pseudo-Advaita. (Pseudo-Advaita ist wie das Zen eine patriarchalische Religion. Alle rein exoterischen Weltreligionen sind patriarchalische Religionen, auch der Buddhismus, Leutz! Es ist also gehupft wie gesprungen, wenn du vom Christentum zum Buddhismus konvertierst...LOL, du hast damit deinem Grab nur eine etwas andere Tapete verpasst, du Jünger des Gottes Thanatos!
Dieser Teufel ist nichts anderes als die verdrängte Weiblichkeit Gottes in den Menschen. In den Untergrund - die Hölle  - exiliert, wird das Gute immer böse und dämonisch. Jeder Mensch, der sich auf den spirituellen Weg begibt, hat die Aufgabe, aus dem Teufel einen Engel zu transformieren und die Weiblichkeit Gottes in sich selbst zu befreien. Das bedeutet Schattenintegration!

Glück

Der Egomind definiert Glück immer in Bezug zu seinem Gegenteil, dem  Unglück. Ist man down, fühlt man sich unglücklich und ersehnt das Gegenteil. Jenseits von Ego gibt es weder Ups noch Downs, - hier bist du buchstäblich in deiner Mitte... hier gibt es weder Glück noch Unglück.
Die "Glückseligkeit" jenseits von Ego wird meist total überschätzt und macht nur den Anfänger high. Mit der Zeit und der Gewöhnung an die "Seinstugenden" macht die Glückseligkeit einer ruhigen nüchternen Heiterkeit Platz. Jenseits von Heiligkeit gibt es keine spektakulären Ekstasen mehr.


Nüchternheit

Die  sog. "Heilige Nüchternheit" jenseits von Ego ist natürlich auch jenseits von Heiligkeit. Der Begriff ist wie alle anderen Begriff nur annähernde Beschreibung...
Diese Nüchternheit beruht u.a. auf der Abwesenheit von Vorstellungsbildern.
 Phantasien und Vorstellungen sind diesseits von Ego allesamt Reize, die auf den Körper und das Nervensystem wirken. Jenseits von Ego gibt es natürlich auch Vorstellungen, aber sie haben ihre Wirkung auf den Körper verloren. Höchstens, dass sie vielleicht Kopfschmerzen bewirken können


Spektakuläre Erleuchtung

Ich habe keine Ahnung, von was die Leute sprechen, wenn sie von spirit.  Erfahrungen  (?)sprechen wie: da fiel die ganze Welt in mich hinein. Oder: Alles stürzte auf mich zu.
Eine spektakuläre Wortwahl, nöch?  da könnte man ja Angst kriegen was?  hört sich irgendwie so laut und gräßlich an...LOL.
Meine Hinterfragung lautet jezt: was ist da nun spektakulär - die Wortwahl oder die Erfahrung?

Schattenintegration -  scfi-poetisch: Ein Schwarzes Loch verschlang mich, wirbelte mich spiralig einem fernen hellen Licht entgegen und spuckte mich am anderen Ende sanft wieder aus. Die Welt, in die ich hineingeworfen wurde  -  eine Parallelwelt, scheinbar genauso wie die Welt wie ich sie vorher  kannte, und dennoch ganz anders. Hier ist alles friedlich, kein Krieg, kein Streit... Das Schaf liegt neben dem Löwen, der Fuchs lümmelt friedlich im Hühnerstall und Huris, wohin das Auge schaut...  Eine Welt, so rein und jungfräulich - das muss das Paradies sein!
(Man beachte übrigens, was die beschreibende Sprache da für einen Unterschied ausmacht bzw. was für unterschiedliche Vorstellungen sie hervorrufen.  Ersteres religiös-romantisch, letzteres nüchtern-psychologisch. Man könnte wirklich glauben, das eine habe mit dem anderen nichts zu tun... Babylon.)

Aber hey  - irgendwie komisch, dass es sich meine Science-Fi-Beschreibung wie eine Nahtoderfahrung liest, wie? Oder etwa nicht so komisch? Ist der Prozess der Schattenintegration nicht dasselbe? ...Na klar doch, man könnte sagen, was in der Nahtoderfahrung im Zeitraffer passiert, geschieht in über Jahrzehnte wiederkehrenden Tiefenprozessen in Zeitlupe. In jeder Tiefenprozessphase wird  ein bisschen mehr gestorben,  ein bisschen mehr an  Schatten gelichtet... das Licht am Ende des Tunnels rückt immer näher, wird größer und größer...

Ich vermute mal, der Mensch, in den die Welt gestürzt ist, hat eine involutive Umwälzung à la  Tesseract erfahren. Dem ist das Aussen vielleicht ein wenig zu plötzlich zum Innen geworden. Das Universum in Dir. 

Die Erkenntnis, dass das Universum in mir ist,kenne ich, ist gar nicht so lange her, vielleicht 15 Jahre. Es geschah, während ich Geschirr spülte... nein, da stürzte nichts in mich hinein, ich erkannte einfach nur... Das hatte mir schon gereicht, mehr wollte ich nicht wissen, das hat mir solch einen Schreck eingejagt, dass ich alles stehen und liegen liess und in den Wald lief. Laufen half mir immer, Erfahrungen/Ein-Sichten, die mir suspekt waren und mir Angst machten, zu "relativieren" und die Angst aus meinem System zu kriegen.   Auch Muskelanspannung hatte einen solchen Effekt: Alle Muskeln des Körpers anspannen und die Anspannung so lange halten wie es geht und dann plötzlich loslassen....

Ich weiß nicht, ob es möglich ist, dass ein Mensch das, wofür ich und viele andere Jahrzehnte brauchten mit einem einzigen Schlag erleben kann.  Eine Umkehr von jetzt auf gleich inclusiv  Transformation. Für den hätte mit einem Schlag jede "Scheiße aufgehört."


Dass die geistige WAhrheit/Schau nur subjektiv erfahrbar ist, bedeutet, dass sie nicht mitteilbar, nicht objektiviert werden kann. Man soll diese Subjektivität auf keinen Fall so deuten, als handle es sich um subjektive Beurteilung und Werten wie es das Werten von relativen WAhrheiten mit sich bringt: Auf der personalen Ebene hat jeder Mensch seine eigene persönliche Wahrheit, jeder erlebt die Dinge anders, jeder deutet sie anders


Ich bin nicht so oft in Gesellschaft, suche sie auch nicht.Wenn ich schon reden muß, dann am liebsten small talk. Ich habe kein Bedürfnis mehr nach tiefen Gesprächen.  Das  Reden und Erzählen anderer Menschen strengt an - die Vorstellungskräfte werden zu sehr gefordert. Das ist lästig, weil mir gleichzeitig bewußt ist, dass  meine Vorstellungen nicht der Wirklichkeit entsprechen. Oft schalte ich dann einfach ab oder ich entziehe mich weiterem Gespräch. Von mir selbst mag ich auch nicht mehr viel erzählen. Dann und wann ein kleiner Schwank aus meinem Leben, wobei ich mir ebenso bewußt bin, wie mein Gegenüber sich seine Vorstellungen macht, die nicht der Wirklichkeit entsprechen.



Der Rebell

Ich bin nicht gegen Rebellen, ich bin weder gegen etwas noch für etwas, ich bin allein für die WAHRHEIT;  ich bin also im spirituellen Kontext gesehen "dagegen", wenn die Identifikation mit dem Rebellen aufrechterhalten wird. Jede ARt von Identifikation verhindert die Verwirklichung der WAhren Natur.

Wie bei allem in unserem Gut&Böse-Zirkus gibt es auch hierbei immer zwei: den richtigen und den falschen, den guten und den  bösen, den  konstruktiven und den destruktiven Rebellen. Da gibt es den destruktiven, sturen, selbst- und fremdzerstörerischen Charakter,  der grundsätzlich immer dagegen ist, was es auch sei, der immer recht haben muß, nicht nachgeben kann, sich immer angegriffen fühlt  - dessen Ego läßt es einfach nicht zu, "gehorsam" zu sein, sich einer anderen Meinung oder gesunden Autoriität unterzuordnen...die Schattenversion des guten Rebellen.
Der andere Typ Rebell ist der gute vom Typ Robin Hood, der sich hehren Zielen verschrieben hat. Die Generation der 68iger gehört dazu.
Rebellen sind in meiner Sicht  Pubertierende und sie werden es auch so lange bleiben, bis sie die Identifikation mit dem ARchetyp erkennen und loslassen können.

Rebellen kämpfen  - egal gegen was sie kämpfen oder für was sie sind - im Grund immer nur gegen Mama und Papa. Erst wer in Schattenprozessen den wahren Feind - das verinnerlichte ÜberEltern-Ich  - dingfest machen kann, ist frei. Jeder, der in der äußeren Welt kämpft - egal, wofür oder wogegen - kämpft gegen sich selbst bzw. gegen die Introjekte. Erst die Wendung nach Innen bringt den "Heiligen Krieg" in die Region, wo er hingehört und die Große Befreiung.

Die ist dann der Fall, wenn die pubertäre Rebellion transformiert wird und aus der Rebellion der Abwehr eine Rebellion des Herzens wird, die die neurotischen  Strukturen des inneren Gefängnisses der Fremdbestimmung bis in die Grundfesten erschüttert. Exodus. Und Abraham zog aus...

Auch Osho war m. E. zuweilen  (oder immer noch?) mit dem Archetyp des Rebellen identifiziert. Wenn ich daran denke, wie er immer wieder über die Politik, Priester, die gesellschaftlichen Mißstände...  als er zuletzt im US-Knast wegen angebl. (?) Steuerhinterziehung  eine Strafe absitzen mußte  - da könnte man, wenn man wollte,  glatt das Arme Ich des Armen Opfers hervorlugen sehen, so hat er sich darüber ausgelassen.
Auch Henry Miller, Charles Bukowski waren Rebellen, die die herrschende Moral  schreibend angegriffen haben, ob sie es tatsächlich schafften, diese in sich selbst zu exorzieren, entzieht sich meiner Kenntnis. (Ein Kriterium dafür wäre, dass man aufhört, in der äusseren Welt zu kämpfen und die Toten ihre Toten begraben läßt.)
Alle Kämpfe in der äußeren Welt sind Schattenkämpfe.



Selbstverwirklichung vs. SELBSTverwirklichung

Die Verwirklichung der Wahren Natur  scheint oft dahingehend mißverstanden zu werden, dass man glaubt, mit einer einmaligen Erfahrung sei schon die volle Verwirklichung gegeben.

Aus meiner ErfahrungsSicht steht die Verwirklichung am Ende eines langen Weges der persönlichen Selbstverwirklichung, der durch läuternde Tiefenprozesse die geistige Wiedergeburt des Menschen beWIRKT. Erst mit der  "Auferstehung" beginnt die SELBSTverwirklichung.
Die Erfahrung des Hierosgamos (Einheit) und damit die Geburt des Göttlichen Kindes  ist nur dann möglich, wenn die Persönlichkeitsentwicklung insofern abgeschlossen ist, als das personale Unbewußte geläutert  - d.h. bewußt gemacht  - worden ist und u.a. die verdrängten männlichen wie weiblichen Anteile befreit wurden. Jetzt erst, mit einem gesunden Animus und einer gesunden Anima kann die Einheitserfahrung in der Heiligen Hochzeit/ Hierosgamos stattfinden. Die menschliche bzw. persönliche Entwicklung des Ichs  nenne ich Selbstverwirklichung (kleingeschrieben, weil kleines Selbst/Ich.). Erst mit dem Hierosgamos, der Erfahrung der Vereinigung der Gegensätze Yin & Yang beginnt in meiner Erfahrung der Pfadlose Pfad einer unendlichen SELBSTverwirklichung in die unendlichen Weiten des göttlichen Bewußtseins..
Die Hochzeit von Anima und Animus, von Ich und SELBST beWIRKT die bewußte Geburt des befreiten = "göttlichen" Kindes. Diese Einheitserfahrung ist christlich gesprochen  Ostern (Auferstehung), Weihnachten, Pfingsten, Himmelfahrt in EINEM. All das geschieht  in Gleichzeitigkeit .


Wortmagie - Schreiben


Du wirst nicht mehr so wie bisher schreiben können, wenn du deiner Emotionen entleert bist.
Du wirst nicht mehr schreiben können, wenn du dir der Wortmagie und ihrer Funktion  der Gefühlsmanipulation bewußt  wirst. Die Heilige Nüchternheit jenseits von Heiligkeit wird dir das rauschhafte Schwelgen in Worten verbieten. Wie willst du schreiben, wenn Du  überhaupt keine Eigenschaftswörter mehr benutzen kannst? ...die "Tu-Wörter" ebenfalls als bedeutungslos geschaut sind?
Wem das Schreiben das Leben ist, der schreibt oft  u m  sein Leben.  Ob er das LEBEN dabei gewinnt bleibt die Frage. Je nachdem, um welches Leben du schreibt, schreibst du zur Selbsterhaltung, um dein altes Ich zu erhalten...
Wer dagegen sein LEBEN gewonnen hat, wird vielleicht aufhören, zu schreiben. Wenn er nicht aufhört, verlagert sich m. E. das Objekt, das Thema von der Person weg und hin zum SELBST. Stand das Schreiben zuvor im Dienst an der sich entwickelnden und suchenden  Person, steht es jetzt im Dienst "Gottes" resp.  des gefundenen Wahren SELBST. (Die Trennung Ich-Selbst ist natürlich aufgehoben)

Gibts auch: Suchtverlagerung in Wort(ge)RÄUSCHE




Eine Antwort


Wozu?
Weil es der Deutschen Eiche guttut  und weil sie groß und stark wird, wenn sich kleine und große Stachelschweinchen an ihr reiben besonders, wenn sich das Warzenschweinlein für die Deutsche Eiche hält, was mitunter vorkommt, wenn der Kontakt zu innig wird und die Grenzen zwischen Eiche und Schwein verwischen...

Du liest mich 
a)weil du mehr über dich erfahren willst und b) weil ich dir alle Vorstellungen  kaputtmache.

To whom it may concern.
(Und sag jetzt bloß nicht,ich hätte irgendwo geschrieben, dass es keine Gründe gibt...LOL!)
la la la



Symbiose

Wenn Menschen eine destruktive symbiotische Beziehung herstellen wollen, dann werden sie gerne persönlich, d.h.:  Sie weichen vom Thema ab oder benutzen das Thema dazu, andere in ihrer Integrität anzugreifen, bis unter die Gürteillinie zu provozieren, Killerphrasen zu benutzen, wie Quatsch, Blödsinn,  Unfug, Schwachsinn  usw. und auf das eigene  Niveau herunterziehen.

Diese Art, eine Beziehung herzustellen ist auch in den Schreibforen zu beobchten und macht kurz oder lang  jeder sachlichen Diskussion ein Ende, indem sie die Person, das Persönliche, das Private in den Vordergrund rückt.  Da sind u.a. die Händelsüchtigen und die Mittelpunktsüchtigen, die es in der letzten Reihe nicht aushalten und (Spiri-)Trolls, Energievampire, so gierig wie schwarze Löcher... 
Auch bei den freundlich-verlogenenen notorischen Herzchenmalern lassen sich häufig symbiotische Verschmelzungswünsche finden.
Oder man trifft auf  jene Kontrollfreaks, die wissen, wie man zu sein und wie man die Worte zu setzen hat und die, fühlen sie sich in Frage gestellt oder erfüllt man ihre unrealistischen Erwartungen nicht, aus ihrer Liebe stante pede in Haß umschlagen.
Die unheilvolle Art ihrer Versuche, Nähe herzustellen und dabei jedoch gleichzeitig "Hau ab" zu signalisieren, erinnert macht jeden Kontakt mit solchen Menschen zu einer Achterbahn der Gefühle. Freundlich sind sie nur, solange man ihren Erwartungen und unbewußten Abhängigkeitswünschen entspricht.  Geht man auf ihre Erwartungen und Verschmelzungsbedürfnisse nicht ein, reagieren sie oft mit verbalen Angriffen, zweifeln die Integrität des anderen an und bei direkter Kritik reagieren sie aufs heftigste gekränkt und/oder geraten in Wut.  Das Umkippen der Gefühle von z.B. herzchenmalenden Liebesbekundungen (die sich miitunter bis zum Exzess steigern können) " zur totalen Entwertung des Symbioseverweigerers läßt meistens nicht lange auf sich warten.

Eine sachliche Diskussionsatmophäre  ist  mit solchen Menschen nicht zu machen, weil sie immerzu die Nähe und Verschmelzung suchen müssen und deshalb nicht aufs Sachliche beschränkt bleiben können. Wo es nicht menschelt, sorgen sie für eine "Menschlichkeit", die mitunter einen ziemlich hysterischen Einschlag hat, was man oft mit Lebendigkeit verwechselt.
Sie geben sich oft in besonderer Weise engelhaft-warm, herzlich und liebevoll und  brauchen das "Du" und vor allem das "Wir" und um die (kühle) Sachlichkeit zu durchbrechen, die im Wesen einer Diskussion liegt, lassen sie nichts unversucht, sie mit Herzchen, Schmeichelattacken, Lobhudeleien usw. aufzuwärmen...  Bleibt die erhoffte Zuwendung, Bestätigung und Aufmerksamkeit aus,  kommt ganz schnell das Teufelchen und heizt die Atmosphäre gar höllisch auf.

Wohin solche Leute auch kommen - alles müssen sie mit ihrer sich selbst idealisierenden persönlichen Färbung überziehen; und wer der Selbstidealisierung ihrer Person nicht zustimmt - wer ihrem aufs Eindrucksvollste gehübschten Selbstbild nicht das Hallelujah singt  - wird gnadenlos in Grund und Boden gestampft.

(In manchen Foren kann man beobachten, wie sich ähnlich strukturierte Leute zu einer destruktiven  Gruppen-Symbiose vereinigen. Man liebt es dann, unter sich zu bleiben. Neu Hinzugekommene, die mit den Erwartungen dieser Gruppe nicht konform gehen, werden  nicht selten rausgemobbt.)

Die Psychologie des Spiri-Trolls - auch eine bemerkenswerte Gattung... LOL!


Vom Pfarrer von Ars

erzählt man , dass er in die "sündigen" Seelen der Menschen schauen konnte, die bei ihm beichteten., derart, dass es ihn oft grauste ob der Abgründe, die sich ihm da auftaten...
Nichts anderes tun die Psychologen, wenn sie die Abwehrmechanismen bei ihren Klienten durchschauen. Nichts anderes tue auch ich, wenn mir die Abwehrstrukturen eines Menschen die verdrängten Schattenanteile  offenbaren. Mit dem einen Unterschied, dass es mich nicht "graust". Der Pfarrer v. Ars war offenbar noch mit Heiligkeit identifiziert. Als ich ich durch die Gefilde der Heiligkeit strich (oder  umgekehrt: als die heiligen Gefilde durch mich hindurchstrichen) war mir ganz ähnlich grauslig. Das  Böse kann sehr wirklich grauenerregend erschrecken. 

Heute ist es so, dass mich das sog. Böse (wie auch das Gute) nicht mehr berührt, mitunter reizt es sogar zur Heiterkeit. ... beispielsweise, wenn  ein Gläubiger  sich "DAS, was ist"  im Gewande der eigenen Neurose vorstellt  und/oder wenn in Folge DAS nach Lust und Laune fiktive Tatbestände halluziniert und in wahnhafter Verkennung die  Interpretation des Egominds für ES, die göttliche Wirklichkeit hält... ob soviel Torheit lacht man in den Himmeln.

Wenn ich mich nicht täusche, war es der Pfarrer von Ars, der einigen Schriftstellern als literarisches Vorbild diente.  Unter der Sonne Satans, Tagesbuch eines Landpfarrers. Paul Claudel, George Bernanos - ihre Werke ging mir teilweise sehr ans Herz. (Ach, abgesehen von den schwarzchristlichen Sado-Maso-Auswüchsen ist das Christentum ist eine wunderbare Religon mit einer wundervollen Symbolik der Seele!)
Besonders aber liebte ich die Zweifler, die Gotteshasser, die Ringenden, die Hin-und Herbewegten, die Abtrünnigen und Heimkehrenden ... Mit vielen Schriftstellern konnte ich mich in bestimmten Phasen meiner Entwicklung identifizieren. Miguel de Unamuno, Julien Green, .Graham Green - nur einige Namen,  deren Werke mich in meinen  Reifungsphasen begleiteten.

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Der Wolf im Schafstall


"Ich bin unverletzbar, ich bin unschlagbar. Gegen mich kommt niemand an."  Hah - das hört sich für dich aber arrogant an. Hybris, meinst du, woll? So darf man nicht sprechen, wie?
Hättest du nur den RECHTEN Glauben, dann wärest auch unverletzbar, d.h. du wärest so sehr in dir SELBST verankert, dass nichts mehr dich aus dieser Verankerung reißen könnte. Es ist der RECHTE GLaube, der dich durch die Hölle, die Höhle, durch das Reich der Schatten führt bis hin zur siegreichen Auferstehung. Keiner kommt in den Himmel, der nicht durch die Hölle (des Unbewussten) gegangen ist. Das ist eine Tatsache und wer ihr ausweicht, der bleibt "auf ewig"  in dieser Hölle des Unbewußten, heißt es bei den Christen.  Stimmt das? Wer eigentlich sagt, dass alle geretttet werden? Im Ernst, ich selbst weiß es nicht, ich habe keine Erkenntnis darüber, was mit der Spreu geschehen soll oder den braven Schafen, von denen Jesus in einem Gleichnis spricht.
Wenns nach Nitya geht, dann werden sie vom Wolf gefressen... hm... mal gucken...

Vom Hirten (Christus als dem wahren SELBST) gerettet wird das Schaf, was am weitesten weggelaufen ist und sich in der Welt verirrte.  Die Schäflein, die im Stall blieben sind die Vorsichtigen, die sich nicht in die Welt hinauszugehen trauen, die kein Risiko eingehen;  passive Mitläufer... Fußvolk, Feiglinge, Angsthasen, Faulpelze und Ja-Sager, die einer Religion huldigen, ohne in ihre Tiefe zu gehen, ohne zu verstehen, zu was sie überhaupt Ja sagen.
Die Kirchgänger und Gläubigen aller coleur  gehören dazu, ...die, die  sich niemals zu zweifeln trauten, die nicht aufbegehrten... die immer in der engen Tradition verhaftet blieben, nie gegen ihre religiöse Programmierung rebellierten ... Dazu gehört das  christliche Schäflein ebenso wie das konvertierte Neo-Advaita-Schäfleinund der konvertierte Buddhist, der glaubt, dass die Früchte woanders süßer sind als im heimatlichen Garten.
Wer als Buddhist  nicht irgendwann auch die Wahrheiten des Christentums erkennt, hat das Ziel verfehlt. Egal, wie oft er wiederholen mag, dass er den Buddhageist verwirklich hat. Wer die Universelle Wahrheit in allen Religionen erkennt, bedarf keiner Religion mehr und hat auch  kein Bedürfnis mehr, seine Religion nach außen hin zu zeigen und zu vertreten und sein Priesterfräcklein oder seine orangene Mönchskluft durch die Welt zu tragen. Was wohl aber nicht unbedingt bedeuten muss, dass er seine Kirche, sein Kloster verlässt. Er erkennt nämlich, dass der Marktplatz überall ist, auch im Kloster, deshalb gibt es keine Notwendigkeit, irgendetwas an seinem äußeren Leben zu verändern.

Patrick Aigner sehe ich übrigens nicht im Schafsstall,  das will ich hier mal ganz deutlich sagen! :)  Der hat m. E. die Welt bis auf den Grund ausgesoffen - wenn nicht, dann hoffentlich in Bälde; deshalb schätze ich mal, dass auch für ihn die "Scheiße" einmal komplett aufhören wird. Die Auffassung, dass "die Scheiße nie aufhört" , ist eine resignative Pseudo-Advaita-Vorstellung, aber wie aus allem Pseudo kann auch aus dem Pseudo-Advaita noch echtes Advaita werden. Und da hat eben vor allem der eine Chance, der die Süße und die Bitternis der Welt bis auf den Grund ausgelöffelt hat. Nicht das weltflüchtige, sondern das welterfahrene Schaf hat Jesus gesucht. (Genau besehen ist einer, der in die Welt hinaus zieht genauso flüchtig wie der, der im Stall bleibt)
Die Neider&Hater&Jasager  -  die Schafe, die im heimatlichen Stall ihren ruhigen bequemen Lebensrasen abgrasen, die frißt zuletzt der Wolf. Yippppieeeee

http://satyamnitya.wordpress.com/2014/07/28/osho-ja-sager-sind-praktisch-tot/

Es gibt neben Foren auch Blogs mit Kommentarfunktion, die ihre Gesprächsteilnehmer am Maulkorb führen - ganz ähnlich den braven Schäflein in Jesu Gleichnis. Wer nicht brav ist und den vorgegebenen geordneneten Bahnen des Hirten die Gefolgschaft und den Gehorsam verweigert,  kriegt nix zu fressen und/oder wird aus dem Stall gejagt... LOL!
Der Balken im eigenen Auge ist immer noch der dicksten einer - die Unbewußtheit gegenüber dem eigenen Verhalten, dem eigenen Mist, während man exakt dasselbe "da draussen" in der Welt anprangert und von anderen einfordert, was man selbst nicht imstande ist zu tun....
Das sind die typischen Projektionen eines moralitären rechtsschaffenheitsversüffelten Moralisten - ein (Schatten-)Anteil, der besonders den schattenintegrationsfeindlichen (politischen, linken oder rechten)  "Anarchisten" zu eigen ist, den moralitären Gutmenschen, die ihr rebellisches Gutsein mit dem Anarchismus des göttlichen bzw. befreiten Kindes verwechseln...


Sonntag, 1. Juni 2014

Will man in der Tiefe gründeln, muß man seine Kräfte bündeln...

Spiritus Autem



Abergeist

Eines seiner Merkmale ist der Böse Blick. Jeder kennt die mit dem Bösen Blick begabten Menschen,  -  den Blick, der alles, was er anschaut, in einen Haufen Scheiße verwandelt. Nichts kann man ihnen recht machen, nichts ist ihnen gut genug,  nichts kann ihre Bitternis trüben - immer kommt dieselbe Reaktion: Ja, aber..
Kein Wetter ist ihnen gut und schön genug, sagst du z.B.: Was für ein herrlicher Tag, kommt prompt eine Ja, aber-Einschränkung: Ja, aber morgen soll es schon wieder regnen und nächste Woche solls noch schlimmer kommen.. usw. usf...

Fragt Jesus: Willst du geheilt werden? Ja, aber... Im Buddhismus wie auch im Christentum sind die sich der Heilung und dem Heil verweigernden Abergeister als Dämonen benannt.



Verstehen

Neulich las ich in einem spirituellen Forum, dass jemand es jetzo aufgibt, andere Menschen verstehn  zu wollen, weil Verstehen ja eh ganz unmöglich sei.
Wie so oft, werden m. E. auch hier die Ebenen verwechselt. Auf der personalen Ebene ist es nicht nur möglich und wünschenswert, sondern menschlich unerlässlich,  sich die Mühe zu machen, andere Menschen zu verstehen, sich in sie einzufühlen. Und nicht nur Menschen... Verstehen heißt sich mit dem Menschsein im anderen zu identifizieren und diese Art der Identifikation ist auf der personal-dualen Beziehungsebene eine Tugend.

Was der konzeptuale Verstand aber nicht verstehen kann ist die geistige Dimension, die über das Verstehen des Verstandes geht.  Hier sollte man das Verstehenwollen tatsächlich aufgeben. Das kann ein Mensch aber so lange nicht, wie er mit seinem angelernten Wissen resp. seinen Konzepten identifiziert ist.



 Ja zum Leben zu sagen,

ist nichts anderes, als Ja zu sich selbst zu sagen. Es gibt kein Leben außerhalb von mir - ICH BIN das Leben.
(Mal ehrlich: Wenn du dir suggerierst, dass du Ja zum Leben sagst, was geht da in deinem Kopf vor sich? Was siehst du? Bilder, Vorstellungen, Szenarien - allesamt Gedankenkonstrukte, die aus der Erinnerung, der Vergangenheit gespeist sind, die buchstäblich NICHTS sind vor dem Herrn. Deswegen gibt es so etwas wie "Das Leben" in letzter Instanz gar nicht. In letzter Instanz - aus der Einheitssicht -  ist es genauso bedeutugsleer wie alle anderen Substantive. Jaja -
und doch...und doch... LOL.


 Die wahre SELBSTliebe

hat nichts mit der gewöhnlichen Eigenliebe zu tun. Die Wahre SELBSTliebe hat ihren Geburtsort im Hierosgamos, der Heiligen Hochzeit von männlich und weiblich, oder auch Gott und der Seele".  Es ist dieselbe Liebe, die man auf dem kleinen (persönlichen) Weg zum Großen (überpersönlichen) WEG Gott entgegengebracht hat. In der Gotteinung der Heiligen Hochzeit wird das göttliche Kind geboren.  Gotteinung wird nur dadurch erlangt, , indem man Gott um Gottes Willen gelassen hat (durch Tod bzw. Läuterung des spirituellen Egos). Param advaita.
Hierosgamos: Erkenntnis des Einsseins von Sucher und Gesuchtem.


Wir-Forum

Mein Posting anlässlich eines Threads mit dem Titel: Einfach leben

 Es gibt noch eine dritte Art, um EIN-fach zu leben, das ist die EINfachheit  und EINheit, die in der VerEINigung der Gegensätze zustande kommt.Das allerdings ist eine geistige Gegebenheit, die jenseits von Gut&Böse/Ego liegt.

    Spiritualität in den Alltag zu integrieren - ich denke, da gibts keinen Plan oder irgendetwas, was du tun oder m a c h e n  kannst, ausser: du horchst auf dein Inneres und tust, was dein Inneres spontan von dir will.

    In meinem Leben war es so, dass ES mich morgens ziemlich früh aus der Kiste warf, kurz vor der Morgendämmerung. Ich tat nichts anderes als zu sitzen und nach innen zu lauschen. Nein , ich habe nie meditiert wie andere Leute, wenn ich sage "sitze", dann sass ich ganz einfach auf einem Stuhl - mehr braucht es auch nicht...  "Ich" habe mich spontan wie auf einen Punkt konzentriert und gelauscht und dabei kamen die Tiefenprozesse in Gang. Ich schrieb alles auf, was ich darin erkannte. GEistige Erkenntnisse, Schattenprozesse, das ging alles Hand in Hand und das hat sich phasenhaft  in längeren Abständen wiederholt. Jahrzehntelang. Manchmal war es auch ein Satz aus einem vor mir liegenden Buch, z.B. ein Satz, ein Vers z.B. von Johannes vom Kreuz.... oder auch andere Texte, die mein Herz ansprachen. Verkopfte Texte kamen gar nicht in frage, weil mein Kopf unfähig war, solche aufzunehmen... (Erst viele Jahre später erkannte ich, dass es sich um Kontemplation handelte, was ich da tat. Ich fiel in Trance... Meditation.
    Um 6 Uhr machte ich mich dann in der Regel zu ARbeit fertig.

    Für die Arbeitspausen hatte ich immer ein Buch dabei, in dem ich oft las, Kierkegaard, Novalis, Spinoza, Blaise Pascal - meistens nur die kurzen Aphorismen. Dabei ging ich raus in die Natur oder den Park, je nachdem wo ich arbeitete.

 Natürlich verbrachte ich auch manchmal die Pause mit meinen KollegInnen zum Schwatzen. Und natürlich las ich ansonsten auch andere Bücher, sah TV, ging unter Leute. Ich lebte zwar sehr für mich, bekam sehr selten Besuch, aber dennoch hatte ich genügend soziale Kontakte, so dass ich nicht den Faden zur sog. Normalität verlor. Ja, vegetarisch habe ich in diesem Rahmen auch eine Zeitlang gelebt. Das alles war spontan und ungewollt.

    Der Hauptpunkt liegt ja darin, die Kontrolle überhaupt abzugeben. In der Kapitulation ist zugleich die Hingabe und darin liegt der Schlüssel für alles weitere - z.B. die Erweckung der  Intuition. Dann kommt alles, was man tut, spontan aus dir SELBSt heraus.

    Aber primär ist es die Stille, die in den Alltag Eingang finden sollte, Ablenkung und Zerstreuung meiden, d.h. dem vielen Geschwätz aus dem Weg gehen, TV, Zeitunglesen einschränken, alles Dinge, die man  m a c h e n  kann.
    Fast hätte ichs vergessen: die (Stille der) Natur war es vor allen Dingen, die eine ungeheure Heilkraft auf mich ausübte. Jahrelang war ich jeden Tag an die 2- 3 Stunden lang in den Wäldern unterwegs...Wobei natürlich auch die Bewegung eine grosse Rolle spielte. Laufen, aber kein schnelles Laufen, sondern zügiges Spazierengehen... ZitatEnde

Anm: Mein Posting hatte den Threadersteller wohl sehr wenig interessiert, es ging ihm wohl in erster Linie um das Einfachleben auf der materiellen Ebene. Nur - all dieses Vereinfachen wird nicht viel nützen, wenn man nicht gleichzeitig die Konditionierungen (Glaubenssätze, wie man zu leben hat) unter die Lupe nimmt und loslässt. Zur Einfachheit kann ich nur noch einmal sagen. Suche zuerst das Reich Gottes, dann bist du EINfach im Sinne von EINS ohne ein zweites ...äääähm, falsch... Richtig: EINS incl. Allem. Wieso begreifen diese absolutistischen Kastraten  nicht, dass das Nichts Alles IST - eben Nichtzwei! Advaita!
Keine Leere ohne Fülle, keine Leere ohne Form.

Hat man das Reich Gottes gefunden, dann lebst du einfach, ohne Fragen, wie man zu leben hat. Du bist jenseits jeglicher Ideologie. Kannst auch wieder skrupellos Plastikgegenstände gebrauchen, ohne einen moralischen Anfall zu kriegen "und gegessen wird, was auf den Tisch kommt", Fleisch oder nicht Fleisch, auch diese Frage ist obsolet. Du  w ä h l s t  nicht mehr, du machst keine  U n t e r s c h i e d e mehr: "dies ist gut und das ist schlecht, dies gesund und jenes ungesund..." (Oi oi oi - Bei solchen ketzerischen Äusserungen kriegt der Veganer regelmäßig einen moralischen Grand Mal!)

Ja, und du gibst auf dieselbe skrupellose Weise dein Geld aus, keine Sparimpulse, kein Horten von Lebensmitteln, man isst, was am besten schmeckt. Deshalb wurde der Buddha wohl mit so einem dicken Bauch ausgestattet. Der lebte aus dem VOLLEN, der FÜLLE aus beiden Welten!.  Jetzt erst bist du nämlich mit materiellem Wohlleben gesegnet, die irdischen Früchte, die du geniessen kannst, ohne Angst, zu fett zu werden. Alle Äusserlichkeiten fallen dahin... Du bist todlos, da hängst du nicht mehr am Leben und kontrollierst deshalb auch nicht ständig deinen Cholesterinspiegel oder das Gewicht... "Gesund leben"?? - HAHAHAAAAAAA  - da lacht das Kind!
Die FÜLLE, die dir jenseits von Ego zuteil wird,  ist geistige wie auch materielle Fülle. Du hast alles was du brauchst - in jeder Hinsicht. Du bist der reichste Mensch  - wie im Himmel so auf Erden, Amen.
Yipppiiiiiiie!!!

Nicht schlecht zum Thema:
http://www.amazon.de/Das-einfache-Leben-Ernst-Wiechert/dp/3784429106
(aus 2013)



Ironie

Es sollte jedem einigermassen intelligenten Menschen klar sein, dass Ironie erkennbar sein sollte und dass diese Erkennbarkeit in einem SchreibForum mit unbekannten Menschen  - ohne die Mimik, Gestik, Stimmlage eines Gesprächspartners zu sehen - nicht so einfach gegeben ist.
(aus 2013)


Im Allmy-Thread "Bewusstseinsentwicklung"

sind wir wieder am selben  toten Punkt angekommen. Merkwürdig, immer spielt sich dasselbe ab, wenn ich auf Individuation zu sprechen komme und die Desidentifikation von der Geschlechterrolle anspreche bzw. dass ich die Wichtigkeit der Befreiung der verdrängten weiblichen und männlichen Anteile anspreche: sämtliche Schwänze stellen sich auf - cock it's tail -  da sträuben sich bei den Männern nicht nur die Nackenhaare, sondern sofort werden Kastrationsängste wach, ich werde eine Feministin geschimpft. An dieser Abwehrreaktion  erkennt man die Angst vor der Individuation, dem Schatten - ja, und natürlich auch die spirituelle UnReife. Es sind genau jene Kerle, die von sich selbst behaupten, erwacht zu sein und/oder ihre männlichen und weiblichen Anteile in 50:50-Balance verwirklicht zu haben - genau die schreien und am lautesten und lassen ihrer  Frauenverachtung (Selbstverachtung!) freien Lauf.

Immer wenn in einem Thread das Thema der Individuation angesprochen wird, wirds unweigerlich persönlich, und dann kann man sich darauf verlassen, dass Oneisenough erscheint und versucht, das Thema  mit seinen  gemeinen und komplizierten Linkswix- Fragen zu boykottieren - Cock it's tail - und natürlich Little JimmyBond, der sich keine Gelegenheit entgehen läßt, dem BigBoss auf den Schwanz zu treten...

BigMoms best piece... mine's  bigger than yours...LOL -  die geistige Androgynität ist eine der vielen Früchte der Hl. Hochzeit von Animus und Anima:
Ebony and Ivory live in perfect harmony, Balance, keine kognitiven Dissonanzen stören meine Kreise... Der Ernst der linken Gehirnhälfte wird parallel dazu immer von der Heiterkeit der rechten Gehirnhälfte begleitet. Balance. Anstrengungsloses Gleichgewicht.

Da fällt mir ein:  als ich vor vielen Jahren anfing, während meinen frühmorgendlichen Kontemplationen Gewahrsein zu entwickeln (wofür ich damals  natürlich keinen Namen hatte, ich schreibe jetzt aus der Retrospektive)  hat es genügt, den Kühlschrank zu öffnen, um mich wieder rauszukicken: diese kleine Funzel, dieses bisschen künstliches Licht brachte es fertig, meine HirnHemisphären komplett aus dem vertikalen Takt zu bringen. Mit Kerzenlicht hatte ich kein Problem. Auch Kommunikation mit anderen war nicht möglich: Ein Dialog von wenigen Sätzen und ich war aus meiner Mitte geworfen.
Erst wenn ich arbeitslos oder krank wurde,  - und diese Gnade wurde mir Gottseidank des öfteren beschieden - hatte ich die Zeit und die Muße, die Kontemplation bis in den Mittag hinein auszudehnen. Dann war ich bereit für den Tag, d.h. für die Begegnung mit Menschen. Seit Herbst 2011  brauche ich keine Rückzüge mehr in die Innerlichkeit. Das Aussen ist mir nun wie das Innen und das Innen wie das Aussen. Keine Trennung, kein Unterschied. Meditation ist nichts Besonderes mehr, sondern ist mir quasi zur Gewohnheit geworden,  - also ein ganz "gewöhnlicher" Bewußtseinszustand: Ein ständiges Hin- und HerGleiten aus der Vertikalen Tiefendimension in den horizontal-linearen B-Modus. Ich habe keine Angst mehr, den Anschluss an den Ursprung, die Tiefendimension nicht mehr zu finden. Das eine ist mir nun param advaita - unterschiedslos so lieb wie das andere.

PS. Die Arbeitslosigkeit konnte ich auch erst dann als Gnade empfinden, als ich aufgehört hatte, mich mit dem Bruttosozialprodukt zu identifzieren - LOL - ein hartes Stück Schattenarbeit... Den wenigsten spirituellen Suchern ist bewußt, dass das Dagegensein - gegen das System, gegen das Establishment - immer noch Identifikation mit dem System/Welt/Ego ist!
(aus 2013)




Dem werten Schriftgelehrten, dem Verehrten, fehlts nicht an eignen Worten nur,

es ist Erfahrung, die ihm fehlt, weshalb er sich darin gefällt,

die nonduale Wahrheit  zu bewerten als Traum und Quatsch und Blödsinn pur...


Wo Niemand ist, soll niemand klagen

Gabriele Rudolph versichert mir, dass sie sie nicht nur an  Nichts & Niemand glaubt, sondern auch an ALLES inclusiv der Wechseljahre. Ja, sie tut recht und gut daran, die Symptome zu umarmen. Warum aber gelingt es ihr dann nicht, in der selben Weise (ihren Videos) die Gefühle der Anrufer zu umarmen bzw. auf sie einzugehen, statt ihnen einzureden, dass da eigentlich ja niemand sei, der da Gefühle hätte.


PS.  Wo du ALLES bekommst - param advaita: jenseits der Erleuchtung - da gibts im übrigen auch keine WEchseljahre, da bist du so daneben und darüberhinaus, dass da nämlich tatsächlich keiner ist, der in so etwas wie die Wechseljahre überhaupt kommen könnte.
Die Wechseljahre sind m. E. organischer Ausdruck der Unbalanciertheit von Yin und Yang. Man befreie die verdrängte Männlichkeit bzw. Weiblichkeit in sich  - dann ist auch der Hormonhaushalt in Ordnung.
(Rubrik: Individuation.)

Diese Verkünder des Neoadvaita sind so überzeugt, dass sie buchstäblich NICHT wissen, von was. Dass sie sich neben NICHTS  nun auch am "ALLES" vergreifen, wo doch die Voraussetzung und Bedingung, um in den Genuß von "ALLES" (e x c l u s i v  der Wechseljahre!) zu kommen, darin besteht, dass Heilung/ Individuation/Schattenarbeit  zugelassen wird, um  letztlich den Buddha zu töten. Der Tod Gottes resp. des Buddha ist die Fahrkarte ins Fröhliche Jenseits. Gott um Gottes willen lassen nennt das unser Meister Eckhart.
(aus 2013)


Alles vs. ALLES


Der Neo-Advaita-Dogmatiker versteht offensichtlich unter  "ALLES"  die "vorübergehenden Erscheinungen" der egozentrierten Gefühle wie im vorliegenden Falle körperliche (Leidens-)"Erscheinungen" wie Hitzewallungen und Schweissausbrüche.
Wirklich ALLES aber kriegst du erst jenseits aller Ego (Körper-)Identifikation.
G. R. ist für sich zwar in der Lage, sich selbst dort abzuholen wo sie steht: Im körper- und gefühlsidentifizierten dualistischen Bewusstsein. Annahme -  sich hier an dieser Stelle so anzunehmen, wie frau sich fühlt - nämlich: aufgeregt, verwirrt, wütend, krank, verrückt usw... aber statt das "Arme Ich" zu hätscheln -  der Fehler, den wir häufig machen - sollte frau sich primär ihren wütenden Widerstand gegen die Symptome und den Widerstand gegen die Annahme derselben total bewusst machen und in den Arm nehmen.
Jetzt, Frau, ist die Zeit gekommen, psychisch, somatisch  u n d  geistig zum Mann zu werden.  Apokalypse Now!
(aus 2013)


Die eitlen Ignoranten

die sich so sehr darin gefallen, andere Sucher/Finder "eitler spiritueller Besonderheiten" anzuklagen, gefallen sich nicht selten darin, ihren spirituellen Status dadurch zu exhibitionieren, indem sie absichtsvoll auf das Wort Ich verzichten, um damit anzuzeigen, dass bei ihnen der Heilige Sei-bei-uns bzw. "Niemand" zu Hause ist. Auch leere schwarze Profilseiten oder Nicks mit Aufschriften: "Niemand da" sollen auf die göttliche Leere hinweisen. Wäre nicht weiter schlimm, wenn manche nicht so sehr mit diesem Nichts identifiziert wären und damit einem ganz gewöhnlichen Nihilismus huldigen, wie er jedem profan-freidünkerischen Atheisten zu eigen ist.

Der Schritt von "Ich bin Nichts" zum "Ich bin Alles"  wird dann getan, wenn die Identifikation mit dem Nichtskonzept aufgegeben wird. Solange dieses Dogma aber für viele Dogmenjunkies so überlebenswichtig ist, wird das transpersonale Bewusstsein des NICHTS=ALLES  vom Verstand auf der dualistischen EgoEbene fehlidentifiziert bzw. falsch gedeutet und verstanden.
(aus 2013)