Donnerstag, 19. September 2013

Sei NICHT wie das Veilchen im Moose, sondern stachlig und stolz wie die Rose!

Mein Intergalactic B(L)ogbook

Nichtinterpretieren

 
ist nichts, was du machen kannst. Die per se nicht interpretierbare Bedeutungslosigkeit ist jenseits von Ego  g e g e b e n, ohne nachdenken, ohne Tun und Machen.


Alles, was getan werden kann, ist bei genügend Achtsamkeitsentwicklung das Ego zu beobachten,  wie  und auf welche Weise es interpretiert. Wie ich schon häufig schrieb, habe ich mich der Transaktionsanalyse bedient, um neurotische Kommunikationsmuster bei mir und anderen zu durchschauen. Diese pathologische Art zu interpretieren ist meistens dort anzutreffen, wo ein Mensch sich zutiefst minderwertig fühlt und alles auf sich bezieht. Ich glaube,jeder Mensch kennt solche Phasen, in der man so verletzt war, dass man alles falsch versteht und zu sachlichem Denken und Kommunizieren gar nicht mehr in der Lage ist.


Immer wieder sehe ich

 wie man die Ebenen verwechselt oder vertauscht und vermischt. So auch, wenn man Besonderheit zu  Einfachheit in Beziehung setzt. Unter Einfachheit wird dabei i.d.R. immer die äussere Ver-Ein-fach-ung gesehen, als Simplifizierung des Lebens im äusseren Sinne. Oder es wird der einfache Handwerker & Arbeiter herbemüht, das Lieblingskind der Sozialrevoluzzionäre, die sonst in allem nur die Dekadenz des Kapitalismus sehen.

Die Einfachheit im spirituellen Sinne aber ist das zu erringende Ziel jedes Suchenden und ist nur innerlich zu verstehen als VereinHEITlichung! DAs hat nichts mit dem äusseren Lebenswandel zu tun, sondern diese Art der Vereinfachung ist durch die VerEINigung der Gegensätze bedingt. Ein scheinbar unendlicher Prozess der Erkenntnis, bei dem man sich gewahr ist, dass man sich immer mehr verEINfacht, indem die Gegensatzvereinigungen das Bewusstsein weiten und gleichzeitig eine Art von Reduktion erkennbar ist, so, als ob man sich nach rückwärts hin immer mehr verdünnisieren, bis man wohl irgendwann absolut komprimiert in einer Art schwarzem Loch verschwindet. Dazu fällt mir gerade die Frage ein, wieviel Engel wohl auf einer Nadelspitze Platz haben...

Die Leute übrigens, die Einfachheit der Lebensführung in Gegensatz zu den eitlen (Status-) Besonderheiten setzen, sind in der Moralität befangen und weniger von Liebe, als von Neid motiviert.



Nein, Pico,
es ist niemals möglich, dass das unpersönliche ICH BIN -Bewusstsein gemeinsam mit Begierden "auftritt". Es ist nur das kleine Ego-Ich-bin, welches kongruent mit Begehren einhergeht. Im ICH-BIN-Gewahrsein werden Begierden nur erkannt und aufgelöst,  das ja...


Wir sind alle eins - stimmt das?
In der nondualen EINHEIT gibt es keine zwei, da gibts keine anderen, kein WIR. Da gibt es nur ICH, das eine ohne das Zweite oder Drittes, Viertes usw.
Ich sage absichtlich nur ICH ohne das dazugehörige BIN, welches ja im übrigen die Eigenschaftslosigkeit impliziert bzw. ausdrückt.


Es gibt nur ICH als ein sich ständig erweiterndes ICH-(SELBST)-Bewusstsein. (Hat nämlich nichts mit Ego/Ich/-Selbstbewusstsein zu tun.) Es gibt keine anderen, weil die Trennung aufgehoben ist, nicht die Trennung zwischen dir und mir, sondern die Trennung, die die Kausalität, die Gegensätzlichkeiten & Polaritäten bewirken. Allein die erkenntnismässige Gegensatzvereinigung hebt Trennung auf. Dass wir alle eins sind, magst du wohl glauben , solange du es nicht aus dir selbst heraus e r k e n n s t,  dass es kein WIR gibt, sondern nur ein einziges BewusstSEIN, welches ICHBIN, -  bleibst du in der Trennung.


Geistesgaben
 "Nach der Erleuchtung" bzw. Param Advaita. After you have killed the Buddha:
Liebe, Weisheit, Glück/ Sat chit ananda, Weissagung, Auslegung der Schriften, Unterscheidung der Geister, Gabe der Heilung von Krankheiten. FREIHEIT! AGAPE/Karuna , KRAFT/Stärke, Gleichmut/Gelassenheit.
Das Bild des Reinen Landes im Buddhismus entspricht dem Reich Gottes des Christentums. Die verschiedenen Geistesgaben werden wohl im Buddhismus unter dem Begriff der "Verdienste" zusammengefasst.



Die 6 Vollkommenheiten (Paramitas)
http://www.phathue.de/buddhismus/dharma_tts/sechs-vollkommenheiten/
Heiliger Geist = Prajna Paramita
Ich habe mir einige Texte vorgenommen und sehe, dass die 7 Reinheiten oder die 6 Paramitas immer als Form der Übung, der Askese betrachtet werden. Für mich aber sind  das  lebendige Wahrheiten,  christlich:  die  F r ü c h t e  des (Heiligen) GEISTES,  der Transformation. Ich selbst habe wie gesagt, Askese nie wirklich geübt, wo ich Entsagen und Verzichten wollte, hat mein Unbewusstes immer so heftigen Aufstand aufgeführt, dass ich immer ins extreme Gegenteil gefallen bin. Aber hier an diesem Punkt beisst sich die Katze wieder in den Schwanz. Der Verstand, der darüber nachdenken will, ist wie Hund des Nachbarn, der unaufhörlich sich im Kreis drehend seinen Schwanz fassen will.

Möglicherweise muss auch Askese sein als eine Form der Anstrengung und Bemühung des Ichs, Gott "entgegenzukommen". Der männliche "Right-Way-Path"  der Restriktion hat wohl genausoviel Berechtigung wie der weibliche Left-Way-Path der Erlaubnisgebung.
Unbewusst geht man wohl beide "Wege".
Allerdings: Wenns zu eng wird  - d.h., wird die Askese zu restriktiv, schaltet der Organismus und die Psyche wohl automatisch auf Entspannung und Erlaubnisgebung und der Mensch fällt damit ins andere Extrem. Askese, jede Art von Übung wird dann verworfen  - jetzt muss noch mal richtig die Sau rausgelassen werden.



Meine "Übungen" waren nichts vorgegebenes, sonder eher spontane Eingebungen, z.B. das Fernsehgucken einzustellen, mit dem Rauchen, Trinken, Fleischessen aufzuhören. Oder mein ausgeprägtes Kommunikationsbedürfnis einzuschränken, dabei besonders nicht mit anderen über meine Probleme oder Krankheiten zu sprechen, zu jammern und zu klagen...  Unterhaltungsromane waren tabu. Das äussere Leben wurde von mir so stark vereinfachfacht, bis ich buchstäblich nur noch einen kleinen Koffer mit dem Allernotwendigsten besass.

Auf diese Weise wurde ich leer von den Bedürfnissen, Eigentum zu besitzen. Das kam aber alles aus mir selbst heraus, da war kein Zwang, keine Vorgabe von Aussen, wie man es in den Klöstern z.B. praktiziert.


Eins aber ist sicher: zumindest muss der Versuch gemacht werden, durch gewisse Übungen  dem ersehnten Ziel näherzukommen. Ich habe erfahren, dass in vielen Fällen allein schon die Bereitschaft, loszulassen,  ausreicht. Die Grenzen der Askese sind dort, wo Askese in Sado-Maso ausartet. Das kann man sehr gut über gewisse Heilige der Katholischen Kirche nachlesen, die statt gegen den eigenen Trieb in sich, gegen die bösen, schmutzigen Weibsbilder ankämpfen.
Alle Übungen  - auch Meditation - fallen für mich in die Rubrik "Askese".


Der  persönliche Gott
 ist genauso wirklich oder unwirklich wie die Trennung zwischen Ich und Du, Innen und Aussen. Der Glaube an einen persönlichen Gott hebt paradoxerweise die Trennung auf. Hingabe, die Ekstasen der göttlichen Liebe ist nur möglich, wo Trennung ist. Trennung wird erst in der Gotteinung aufgehoben, dem Hierosgamos von Anima und Anims  -dann nämlich, wenn im Sinne der Umkehr die TRansformation, die Verinnerlichung stattfindet, die Transzendenten Umwandlungen ... (Hierosgamos, die Heilige Hochzeit  ist immer dort, wo man die EINHEIT der Gegensätze erkennt).

ES gibt auch hier kein Entweder-Oder. Beides braucht es: das Persönliche und das Unpersönliche, das Männlichen und das Weibliche. Yin und Yang. Man kann das eine niemals ohne das andere haben. Das unpersönliche ICH BIN ist erst jenseits von Ego erfahrbar wenn  die Desidentifikation von den Eigenschaften des Ego stattfindet. Dann erst BIN ICH - ICH ohne mich.




http://de.wikipedia.org/wiki/Prajnaparamita
Prajnaparamita - das andere Ufer.... In allen Religionen ist es wohl dasselbe Bild, die selbe Metapher des Überquerens des Todesflusses, des Jordan, des Styx. Das andere Ufer ist das Weite Land, das Reine Land oder Himmelreich oder oder oder...
Diese Kriege um Worte und Begrifflichkeiten entzünden sich vor allem am Paradox: Das Neo-Advaita nämlich, welches  "Niemand" postuliert, postuliert damit im Grunde eigentlich niemand anderen als den ICH BIN-Vatergott des Christentums. (Allerdings ohne seine Gemahlin, die Frau Welt, Prima Materia, Mutter Erde... oder im NA-Jargon gesagt: "Jemand")
Diese (christl. bzw. patriarchalische) Weltverachtung ist für den Zustand der heutigen Welt/Erde verantwortlich. Geschichtslos allerdings sind hier nur die Frauen...

Ein "Niemand", der das eigenschaftslose Nichts&Niemand propagiert und dabei zweifellos mit seinen EgoEigenschaften identifiziert bleibt, ist das, was Ralf Maucher in seiner gnostischen Sprache wohl eine baphometische Mutation nennen würde. (Im lolosphischen Jargon: Pöser Pädagoge, Pöser Paternoster)

Der "Glaube" des Neo-Advaiti nimmt nicht nur den Frauen ihre Geschichte, sondern auch den Männern, bleibt dabei aber damit identifiziert.

Übrigens: Menschen, denen man ihre Geschichte nimmt, landen häufig in den Irrenhäusern des Patriarchats, wobei das Patriarchat selbst das Irrenhaus ist, was seine "Irren" produziert. Das Patriarchat  i s t   die Krankheit, die es zu bekämpfen vorgibt.

Wer das Buch von Phyllis Chesler gelesen hat, kann gut nachvollziehen, warum speziell die Frauen verrückt und in Anstalten eingewiesen werden. Ich kanns nur jeder Frau empfehlen, die sich von den gesellschaftl. restriktiven  Rollenvorgaben (die u.a. die Geschichtslosigkeit der Frauen  fördern)  lösen und desidentifizeren will. Das gehört in den Bereich der Schattenarbeit. Eine Frau, die sich der Konfrontation mit ihrer Geschichtslosigkeit verweigert, wird es niemals gelingen, ihre verdrängten weiblichen Anteile zu integrieren.
Geschichte und Geschichtenerzählen symbolisiert Raum & Zeit und ist damit urweibliches Terrain und wer ihnen diesen Raum & Zeit nehmen will und damit das Menschsein, gehört zur Alten PerversenOrdnung, auf lollosophisch und mit Einverständnis von Sister Mary Daly, auch  "Knilch-Kultur" genannt!

http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/chronik-der-neuen-frauenbewegung/1974/frauen-das-verrueckte-geschlecht/