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Sonntag, 24. April 2016

Wer vom Verstand nicht mehr versklavt, ist frei und wach und ausgeschlaft

Abend im April - foto by/ME

Liebe deinen NÄCHSTEN!

Würd' ein jeder Mensch sich richten
nach der Botschaft unseres Lords
wär' die Welt ein schöner Ort,
ohne Totschlag, Krieg und Mord.

"Ja, aber ..".höhnt der Abergeist,
(der sich auch "Callida" heißt)
Wenn-dann-Gedanken gibt es nicht,
So sagtest du erst neulich mir ..."

Doch Jesus aus dem Off uns spricht:
Erübrigt hat sich solches Denken nur für mich
und nicht für dich derweil du noch gefangen bist,
im Alten Adam - verstehst du es noch immer nicht?
"Wer ist mein Nächster, Jesus, sprich!"
entgegnet ihm finster der Wüterich.

"Lieber Bruder, meine Lieben!
Würd' jeder Mensch den NÄCHSTEN lieben,
Ganz konkret im Hier und Jetzt
Würd' er die Liebe JETZT ihm schenken,
Statt ihm aus der Fern' geDENKEN (!)
Gäb' es keine Flüchtlingskrise,
Darum heisst die Hauptdevise:
Wer online ist mit Jesus Christ,
Der ist heraus aus allem Mist!
(Denn offenes Geheimnis ist:
Den Nächsten liebst du wie dich selbst,
Wenn du dir selbst der Nächste bist."
Yippppiiiiieeeee)



Vorher - nachher.

Das Tragische an jeder diesseitigen Erfahrung ist, dass man erst klug aus ihr wird, nachdem man sie gemacht hat.
Jenseits von Ego ist das Komische,  dass man zwar auch hier Erfahrungen macht,  aber nicht mehr klug aus ihnen wird. LOL


Polsprünge

Wenn vom Polsprung Ego-SELBSt die Rede ist, verwechselt der Unwissende dies regelmäßig mit der dualistischen "Polverschiebung" vom negativen Selbstbild zum positiven "guten" Selbstbild.


Das Kontemplieren

wurde mir vom lieben Gott in die Wiege gelegt...  wusste ich damals nicht, es  fehlten mir die Worte für das, was da absichtslos und ohne "üben" zu wollen, geschah. Ich übte kein Zen oder "Sitzen", sondern folgte meiner Sehnsucht:  ich sass einfach und lauschte der Morgenstille. Es kann sein, dass ich unter anderen Vorzeichen schon darüber geschrieben habe, aber in meinen frühen Morgenstunden tat ich nichts anderes als zu sitzen und zu lauschen. Es dauerte meist nicht lange, dann war ich über die "Schwelle" getreten und mir offenbarte sich mir das Unbewusste, das Verdrängte kam ans Licht.  Ich hatte immer schon als Kind den Drang, alles aufzuschreiben und so schrieb ich auch hier alles auf, was sich mir von innen her offenbarte.  Manchmal geschah nichts, dann hörte ich auf, nach Innen zu lauschen und ging sozusagen aus der Vertikalen in die Horizontale und nahm ein Buch in die Hand, Johannes v. Kreuz, Th. v. Avila, Ramana Maharshi, Paul Brunton, Eckhart, Tauler, Philosophia Perennis...Meist traf mich der erste Satz schon ins Herz und die WAhrheit offenbarte sich mir.  Ein einziger solcher Satz reichte aus, und die  Quelle begann ohne Unterlass zu sprudeln, ich schrieb stundenlang meine eigenen Assoziationen,  Seite um Seite...fliessend und ohne mich je zu korrigieren oder nachzudenken.  Das war mein Gottesdienst, mein tägliches Rendezvous mit meinem "Geliebten".  Ich liebte, als Gott noch ein Du für mich war.  Erst sehr viel später durch das Vereinigungserleben realisierte ich, dass Gottesfindung SELBSTfindung bzw. Gottesliebe SELBSTliebe ist und dass der Speer der Liebe der Speer der Erkenntnis ist.

Deswegen kann ich auch nicht glauben,  dass es spirit. Sucher gibt,  die ohne ein göttliches DU/Gegenüber zur SELBSTfindung bzw. SELBSTliebe gelangen.
SELBSTverwirklichung und Selbstverwirklichung sind zwei paar Schuhe. Die Innere-Kind-Arbeit z.B. führt primär nicht zur Realisation der Gottesliebe/SELBSTliebe, sondern zunächst einmal  zur "kleinen" Selbstannahme - der Annahme des persönlichen AUTHENTISCHEN  Ichs - der persönlichen Selbstfindung, die alle Selbstunsicherheiten auflöst und dem Ich eine absolute Daseinsberechtigung in der Welt verleiht. Damit wird das Ich bzw. der Mensch  in der Erde verwurzelt. Ohne Erdung ist der Himmel nämlich nicht erreichbar!
Die große SELBSTverwirklichung ist die Gottesverwirklichung, das Ziel allen Liebens, Leidens und Strebens. Die Realisation des WAHREN SELBST, einer Einheit, in der es letztlich keine Trennung mehr zwischen kleinem und großem Selbst gibt. 


Wahrheit leben?

Es  gibt irgendwo auf youtube ein Video, darin sagt Udo P. u.a. , dass er aus der Entfernung bzw. den Schriften des "Lolosophians"  nicht beurteilen könne, ob der  die Wahrheit lebe, die er verkündet oder ob er nur "re-zitiert", das könne er erst, wenn er dem Lolosphian von Angesicht zu Angesicht gegenüber stünde.
Viele Menschen denken und glauben so, m.E. ist das aber ein großer Irrtum.  Denn was bedeutet das eigentlich, die  Wahrheit zu "leben?" Und wie läßt die sich an  anderen erkennen? Läßt sie sich überhaupt  v o n   anderen erkennen? Überhaupt: Bedarf es nicht eines mehr oder weniger langen Zeitraums des Zusammenseins, um herauszufinden, ob jemand das lebt, was er predigt?
Das Ego lebt nach Überzeugungen/Glaubenssätzen/Lehren. Ich lebe nicht nach Überzeugungen, weil ich von der WAHRHEIT nicht überzeugt werden kann, um nach ihr zu "leben".   WAHRHEIT kann man nur SEIN. WAHRHEIT ist GEWAHRSEIn, wer will Gewahrsein erkennen, wenn er mir "von Angesicht zu Angesicht" gegenübersteht?  Wie will man Leere erkennen?
Ich bin die WAHRHEIT, d.h. Ich lebe die WAHRHEIT und die WAHRHEIT lebt MICH.  Leben? Wer könnte mich die WAHRHEIT "leben" sehen? Wo und Wie? Sollte ich etwa Wunder tun?
Sollte mir dieser Mensch wirklich einmal von face to face begegnen, wird er möglicherweise einem ganz gewöhnlichen Menschen mit einem ganz gewöhnlichen Verhalten begegnen.Oder auch nicht, denn woher soll ich wissen, wie ich in einer Zukunft bin, die noch nicht eingetreten ist. Vielleicht levitiere ich ja vor seinen Augen, LOL - mein Verhalten ist jedenfalls nicht voraussag- und berechenbar, derweils mir am Charakter mangelt.

Auch UP weiss m. E. viel  zuviel, wenn er sagt - nein GLAUBT!! -  er wüsste, ob ich das "lebe", was ich schreibe,  wenn er mir gegenübersteht.  Wer so spricht, kann nicht im ungeteilten BW des Nichtwissens sein - er macht ja "Zukunftsmusik"... er offenbart ja doch offensichtlich mit dieser hypothetischen Aussage genau dieselbe Glaubenssatz-Dogmatik, die er angeblich überwunden hat. Er projeziert Vergangenheit, er ist sich nicht GEWAHR, dass er nur "glaubt", da  er nicht wissen kann, was er tun würde oder was ihm geschehen würde,  WENN er mir von face to face begegnen würde.
Er ist sich nicht gewahr, dass er nur mit GEDANKEN spielt, wenn er glaubt - konstruiert! - , dass er sich von face to face über meinen spirituellen Status/SEIN vergewissern könnte. 

Die WAHRHEIT läßt sich nicht splitten, weder von Angesicht zu Angesicht noch in  DICH und MICH.  Der GEIST ist EINS und DU spiel(s)t überhaupt keine Rolle. Ein DU kann die WAHRHEIT in mir nicht erkennen - es kann sie nur in und durch sich SELBST erkennen.
Ich und Du haben immer Namen und was immer Namen hat, kann im GEIST gar nicht vereint sein. Udo und Monika müssen erst sterben...

Natürlich wollte Udo P. mit der Erwähnung meines Namens nichts über meine Person aussagen, sondern nur illustrieren, dass es nicht möglich ist, am SCHREIBEN der Wahrheit zu erkennen, ob der Schreiber auch WIRKLICH dabei in der WAHRHEIT steht. Er hat recht, aber: was für das Schreiben gilt,  gilt auch für das Sprechen in einem persönlichen Gespräch: Es gibt keine sichtbaren materiellen Kriterien anhand derer man prüfen kann, ob jemand die WAHRHEIT lebt, die er verkündet.  Ich weiss auch nicht, was ich "verkünden" würde, wenn...ob ich überhaupt was "verkünde"... Die WAHRHEIT, die ich "verkünde", verkünde ich immer nur JETZT, (derweil ich gerade JETZT schreibe und nicht "dann und wann und wenn, ...") und nicht unbedingt, wenn ich Besuch kriege. Ich kann nicht wissen, was ich machen WÜRDE, WENN ...vielleicht betrinke ich mich ja auch maßlos... haha - oder ich schmeisse ihn raus, damit er mal zu sich SELBSt kommt. LOL... wer WEISS!?
Überhaupt war es bislang so, dass ich meinen wenigen persönlichen Spiri-Bekanntschaften fast immer auf der persönlichen (Quassel-)Ebene begegnet bin und es bei diesen Unterhaltungen per se wenig Raum zum Innehalten gibt, um der WAHRHEIT Platz zu machen - was auch nicht nötig ist, weil ich auf jeden dort eingehe, wo er sich gerade befindet. Spass beiseite: Ich weine mit den Weinenden, saufe mit den Säufern, schimpfe mit den Schimpfenden, lache mit den Witzelnden und quassle mit den Quasselnden -  ich habe kein Bedürfnis und keine Absichten, die Leute zustandsmäßig zu verändern, zu bekehren, zu therapieren oder zu  "erwecken"  LOL. 

In jedem Falle aber bringt ein Besucher sich immer selber mit, seine Erwartungen und Projektionen werden entweder bestätigt oder enttäuscht -  es schaut (aus mir) für ihn immer nur das heraus, was er hineinwirft... WAHRHEIT oder Unwahrheit. (Deshalb ist es auch ein Irrtum zu glauben, dass in der Gegenwart eines Befreiten jeden Menschen eine himmlische Ruhe überfällt - was man so allgemein glaubt. Das hiesse, dass in einem Augenblick die ganze Mauer der Abwehr zusammenbräche. Eine ganz gefährliche Sache...Das kann vielleicht mal passieren, wenn  die Abwehr eh schon ziemlich abgebaut ist. ALLES ist Projektion! Auch in der Begegnung mit einem Meister gilt: Wo ein Affe hineinschaut, kann kein Weiser herausschauen.
Die WAHRHEIT ist in jedem Falle absolut SUBJEKTIV - du kannst immer nur die WAHRHEIT deines eigenen Herzens erfahren, - JETZT!!! -  egal, ob sie dir von Aussen oder Innen zukommt.  Die "Verpackung" der WAHRHEIT, die Person, die sie vermittelt,  spielt keine Rolle. Es kommt allein auf deine Herzensbereitschaft an, darauf, dass du keinen Widerstand gegen die WAHRHEIT hast - dann spricht dir ALLES von der WAHRHEIT.
Als  ich z.B. früher Willigis Jäger las, befand ich, dass (nur) der Herr Jäger in der WAHRHEIT stand. Damals hätte ich ihn gerne persönlich kennengelernt, weil ich nicht wusste, dass ich projezierte.

Wenn ich heute irgendwo von irgendwem WAHRHEIT lese,  zweifele ich keinen Augenblick mehr  daran, dass allein ICH in der WAHRHEIT stehe, die ich scheinbar im Text des anderen erkenne, der "Andere", der Sender  verschwindet dabei.
Nachdem ich erkenne, dass ich eines GEISTES mit der WAHRHEIT bin,  muss ich niemanden "von Angesicht zu Angesicht" sehen, um mir dem Empfänger oder dem anderen als Sender irgendetwas zu beweisen - denn ich  bin nicht mit der Person des Senders/Vermittlers, sondern allein mit der WAHRHEIT ein Herz und eine Seele.
Es gibt für mich selten einen Grund dafür, mich zu fragen,  ob andere  Fremdwissen "re-zitieren"  oder ob sie wirklich  "leben", was sie schreiben
- solange ICH die WAHRHEIT ihrer geschriebenen oder gesprochenen  Worte in meinem eigenen Herzen aufleuchten sehe!!!  -  die Zweifel an deren Authentizität erscheinen erst,  wenn ich  Unwahrheit in ihren Worten finde... An der Unwahrheit  und an der Abwehr gegen die Wahrheit erkenne ich den spirituellen Status eines Menschen.  Ob ich sie nur lese oder ob er sie mir direkt ins Gesicht spricht, ist dabei egal. Erst wenn ein sog. Guru offenkundig  Irrtum und Unwahrheit sagt und verbreitet, wird  die Person dieses "Meisters" für mich von Interesse und dann beginnt ES aus mir SELBST heraus  "automatisch"  den Status zu hinterfragen... Eine solche Unwahrheit wäre z.B. die Aussage, dass es zur endgültigen Befreiung keiner Schattenintegration bedürfe - das ist eine absolut disqualifizierende und eines wahren Meisters unwürdige Aussage und ein Kriterium für die Nicht-Authentizität eines Meisters. 

"Ja, aber..." wird mir jetzt vielleicht ein UP-Jünger antworten, "der Meister kann  in die HERZEN der Menschen sehen."
 Ah ja? Das Dumme dabei ist nur, wenn der "Meister" das selber von sich sagt und glaubt, hat er damit einen (spirituellen) Glaubenssatz kreiiert - denn wie kann er im VORAUS  schon wissen, dass er in mein Herz schauen kann, WENN er mir von face to face...? he??? Wenn er das nämlich im VORAUS schon zu wissen scheint, dann glaubt er nur, dass er es weiss... - das heisst, dass er mit diesem Glauben/Wissen einen spirituellen Glaubenssatz kreiiert hat, der ihn als Meister stante pede disqualifiziert. 
Ein wahrer Meister weiss, dass er nur JETZT in die Herzen sehen kann - niemals aber "DANN..., WENN er z.B. jemandem von face to face gegenüber steht. Er kann keine Aussagen über sich machen bzw. sein Verhalten in der Zukunft festlegen - das  JETZT läßt sich für einen Ego-Befreiten nicht (mehr)verallgemeinernd  in die Zukunft projezieren! Ein Meister definiert sich auch  niemals über "Fähigkeiten" und Eigenschaften,  bzw. einen Glauben an besondere Fähigkeiten, die sich von ihm jederzeit anwenden liessen.  Er lebt im Ewigen Moment, weshalb er sich keiner Fähigkeiten bewusst ist... er kann nicht auf vergangene Erfahrung zurückgreifen und vergangene Erfahrung/"Fähigkeit" in die Zukunft projezieren in der Überzeugung, was gestern war, wird auch morgen so sein -  unmöglich!

UP ist für die folgende "Weltformel" bekannt: Jede Situation in Deinem Dasein wird für Dich immer so sein (Dir so erscheinen), wie Du glaubst, dass sie ist! Es wird Dir daher zwangsläufig auch alles immer so erscheinen, „wie Du glaubst“, dass es ist!
Im Bewusstsein des Nichtwissens, was nichts anderes als neutrales Gewahrsein ist, hat man allem Glauben (als für-wahr-Halten) abgeschworen - sollte er wirklich seiner eigenen Einsicht/Formel zuwiderdenken...zuwiderGLAUBEN?
Ich weiss nicht, WAS Udo P. mitbringt, wenn er mir von face to face begegnen sollte, auf jeden Fall wäre jedem Menschen zu raten, sämtliche Erwartungen/Überzeugungen  fallenzulassen, insbesondere die Überzeugung, er wüßte bei einer persönlichen Begegnung, ob ich (oder jemand anders) im Gewahrsein stünde bzw. ob ich das lebe, was ich schreibe - derweil nicht einmal ICH von mir selbst WISSEN kann, ob ich nachher, morgen, übermorgen in der WAHRHEIT stehe - denn die WAHRHEIT erscheint immer JETZT.
Überzeugungen nämlich sind unwahre Glaubenssätze, die dir die Welt so erscheinen lassen, wie du glaubst, dass sie ist.

Hö hö -  höhnt Herr Callida da,
da hol ich doch aus dem Archiv
den Satz, der mich nicht schlafen liess,
den Satz darin du selber schreibst,
du sei'st für "alle Zeit" befreit!
Jetzt wirst du uns erklären müssen,
Wo dir herkommt dieses WISSEN,
Was man auch Überzeugung nennt,
Oder hab ich was verpennt?

Der Meister aus dem Off uns spricht
Aus seiner ungeteilten Sicht,
Um Erklärung unbesorgt,
Hier ad hoc sein WAHRHEITsWort:
"Für die WAHRHEIT gibts kein Morgen,
Nur der Kopf, der will sich borgen
Falsches Wissen und sich sorgen
um gestern und um Übermorgen.
Doch "alle Zeit" meint Ewigkeit für den,
Der ist komplett befreit.
Bist du  wach und ausgeschlaft,
Und von Verstand  nicht mehr versklavt,
Dann schaust auch du im WAHRHEITslicht:
Ich bin du und du bist ich - 
Du SELBST bist der geliebte Sohn
Des Vaters auf dem Himmelsthron!
Wer so in Einheit mit mir ist,
der ist fürwahr ein Wahrer Christ,
(oder auch ein Muslimist, ein Hindu
oder Zen-Buddhist )
der schaut im Eins- und EinigSEIN
in sein eigen SELBST hinein,
welches EINS mit allen Wesen
die auf dieser Erde wesen..

Die Gurus,

die viel  Brimborium um ihre Person machen, sich majestätisch und pathetisch als etwas Besonderes inszenieren und sich verehren lassen, sind m. E.  nicht befreit.  Ein wahrer Meister läßt sich nicht in persona verehren, er verweigert sich einem Personenkult, der verweist bei der WAHRHEIT, die er spricht, auf den "Vater", bzw. den unpersönlichen GEIST. Der Mind aber, der mit der WAHRHEIT identifiziert ist, der spricht nicht WAHRHEIT, der spricht Unwahrheit, da er keine lebendige,sondern  tote Wahrheit re-zitiert. Ein solcher Guru  ist selbst nur ein Gläubiger, der (s)ein Konzept missioniert.
Osho inszenierte sich in starkem Maße, nach eigenen Worten war wohl vieles, was er tat, ein absichtliches In-Szenarium, um die Leute zu verwirren, die z.B. eine klischeehafte Vorstellung von einem Guru haben; ein solches absichtsvolles zielorientiertes und berechnendes Handeln, um etwas Bestimmtes -  eine Wirkung, ein Ergebnis -  zu erreichen,  spricht aber wiederum GEGEN eine Meisterschaft!  Das Problem ist, dass es schwer ist, das Verhalten eines Gurus zu deuten, da ein Meister wirklich fast alles machen kann, solange er nicht mit diesem Machen identifiziert ist... die Sprache aber verrät ihn zuweilen.
Auch seine vielen Rolls-Royce sollten etwas demonstrieren, eine bestimmte Wirkung zeitigen... Beim Lesen seiner Vorträge hatte ich damals öfters den Eindruck, dass er noch nicht so ganz aus der Rebellion gegen das Establishment herausgewachsen war.


Fehler

Allgemein läßt sich sagen: Wenn ein sog.  Meister  "zugibt", Schwächen und Fehler zu haben, dann mag er zwar ehrlich sein, recht eigentlich aber  ist diese "Zugabe"  keine (spirit.) Tugend, sondern er gibt damit nur zu, dass er noch immer unbewusst mit Schwächen und Fehlern identifiziert ist, - was ihn letztlich für die Meisterschaft disqualifiziert.

 
Weltgeschehen - aktuell

Die Antifa - die Söhne der vaterlosen Gesellschaft -  pflegt einen suizidalen Anti-Nationalismus, eine Gesinnungsethik, welche die Zerstörung des eigenen "Vater"-Landes zum Ziel hat. Ich habe den Eindruck, dass unter den linken Aktivisten viele Pseudo-Spirituelle sind, die -  ähnlich wie der IS seine PseudoReligion -  ihre pseudospirituellen Überzeugungen in die Welt/Materie projezieren, um dort zu verändern, was nur im einzelnen Individuum verändert und verwandelt werden kann. Der Antifa-Traum einer Welt ohne Grenzen ist ein infantiler utopischer Traum, der nur ablenkt von dem, was JETZT nottut.
 Man sollte niemals vergessen: Bei der spirit. Entwicklung geht es nicht darum, dass äussere Grenzen fallen, sondern innere Grenzen transzendiert werden.  Wenn ich oben sagte, nur die Liebe wird im Kampfe Gut vs. Böse siegen, dann meinte ich damit nicht die Entscheidungen einer "liebevollen" Frau Merkel oder die Willkommenskultur.  Die Masse der Menschen ist nicht so weit, dass sie ihren Nationalismus transzendieren könnte. Nationalismus wird heute schlecht geredet von den Antifa, den Grünen, aber er hat wie alles im Leben auch eine gute, konstruktive Seite.

Die Desidentifikation von Ego ist u.a. auch Desidentifikation vom Nationalismus  und wird nur im einzelnen Menschen überwunden, unabhängig von äusseren "Grenzfällen".  Mit politischen Zwangsmaßnahmen wird man weder innere noch äussere Grenzen überwinden.  Ich persönlich habe keine Angst vor dem Islam, hingegen sehe ich die deutsche Regierung auf dem Weg zu  einer Diktatur - gestützt von einer nicht minder gewalttätigen und ideologischen und von der Regierung bezahlten Antifa bzw. von  faschistoidem Gesinnungsterror. Deutschland scheint von einem nationalen Borderline-Syndrom befallen...  Täter-Opferverkehrung, path. SchwarzWeiss-Denken. Wer sich z.B. besorgt über "Islamisierung" äussert, wird als islamophob beschimpft, die Angst wird zum Schimpfwort erklärt, wenn nicht gar schon zum Strafbestand. Bei Facebook werden schon  "islamophobische" Äusserungen zensiert, bzw. werden kritische Äusserungen gegenüber dem Islam als islamophob verortet und diffamiert/zensiert. Islamkritik = islamfeindlich. Die Sprache verwirrt sich, die Medien bedienen sich immer mehr einer äusserst manipulativen Sprachstrategie und der offenen Lüge.   Eine  unterdrückerische infantile verblödete Intoleranz fordert Toleranz für die Intoleranten. Was unsere Regierenden angeht, befleissigen diese sich einer  Diffamierungskampagne unfassbaren Ausmasses gegen das eigene Volk.
Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Unbwusst geht Deutschland in Sachen Faschismus einmal mehr voran.Nur die Vorzeichen sind andere. Nach dem hitler'schen "Bösmensch"-Faschismus fallen wir nun folgerichtig in das andere Extrem - den antideutschen sog. Gutmenschfaschismus a la Antifa, der Europa und die ganze Welt  erneut in den Untergang treiben könnte. (Wikipedia deutsch scheint schon  fest in linker Hand.) Der Wahnsinn des pathol. SchwarzWeiss-Denkens, der zur Zeit ausgebrochen ist, zeigt die totale Verblödung insbesondere unserer sog. intellektuellen Elite.
Wir haben keine auf Europa oder gar auf Deutschland begrenzte Flüchtlingskrise, sondern eine Weltkrise. Das Flüchtlingsproblem ist ein Weltproblem. Komisch - das Verhalten des Herrn Obama  in dieser Hinsicht ist so merkwürdig gelassen.... 

"Wenn die Begriffe sich verwirren, ist die Welt in Unordnung ... Darum achte man darauf, dass die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem." (eine relative Wahrheit von Konfuzius, dem Weltweisen)


Opium

Man polemisiert allerorten wieder gegen die Religion. Die Religion als solche ist nicht der böse Feind,  wie bei allem kommt es  auch bei der Ausübung der Religion immer auf die Art der Anwendung und das rechte Maß an. Man kann das  "Opium"  äusserlich anwenden oder innerlich... LOL. Spirit ist der beste Stoff.... beruhigt in schweren Zeiten kolossal die Nerven.
Ernst beiseite: Die einzige Antwort auf einen gewalttätigen Islam ist wie Margot Käßmann schon sagte, die Liebe. Eine Liebe, die niemand verändern will, auch nicht den Islam, sondern die Liebe, die aus einer Erneuerung des abendländischen Christenmenschen entstammt. Eine Erneuerung nicht der Kirche, sondern die Umkehr des Einzelnen. Nicht Reform, sondern Mystik ist die Antwort auf jede Art von Religion.    Religion läßt sich nicht abschaffen. Menschen brauchen Religion. Beim exoterischen Glauben an einen Gott befindet man sich zwar noch in den spirituellen Kinderschuhen - aber der Kindergarten ist die Vorstufe zur Schule und als solcher unbedingt notwendig.  WAhre Religion ist Rückbindung an die Wahre Natur. Gegen Religion oder gegen Gott zu sein, -  wie ich das auch immer wieder bei spirit. Suchern finde, die sich z.B. lustvoll als neuatheistische oder neuroatheistische Finder inszenieren -  ist ein Zeichen von spirit. Unverständnis und Unwissen - ein solcher Mensch ist immer noch mit Ego/Gegensatzdenken identifiziert.  Der Spirit schliesst Gegensätze ein, nicht aus. DAS verstehe ich unter dem Begriff des "Transzendierens": über die Gegensätze einschliessend hinauszugehen.
Neo- oder Neuro-Atheisten, die die Religion abschaffen wollen, sind in ihrer Gesinnung ebenso faschistoid, wie Mao oder die Roten Khmer.


26.02.2016

... die Anarchie macht sich auf Facebook breit, jeder gegen jeden, Türken gegen Kurden, Graue Wölfe gegen PKK, Antifa gegen Rechts, IS-Fans gegen ALLE, -  sehr interessant. Ich habe sie alle geliked, um mal einen Einblick zu bekommen.  Die FB-Regierung ist machtlos und löscht, was das Zeug hält, Richtiges und Falsches, vermeintlich Böses und vermeintlich Gutes... Islamkritik wird als rechtsradikale "Hetze" gelöscht und   linksradikaler Gesinnungsterror und offene Androhung von Gewalttaten usw. wird ignoriert. Gar nicht zu reden von den Anwerbungen und Gewaltvideos durch IS-Anhänger.
Mit der "Hetze" wird auch die Meinungsfreiheit beschnitten, die Freiheit anders zu denken... Mit dem Massenzustrom von Migranten hats nun ein Ende mit der deutschen Gemütlichkeitskultur.

Scheinbarkeit

Maya ist die Art, wie der Egomind die Welt betrachtet. Allein das Üben von Achtsamkeit öffnet das Auge des Gewahrseins,  welches der Illusionshaftigkeit unserer weltanschaulichen PseudoWirklichkeit gewahr wird.  Ohne Beteiligung der(geläuterten)  Persönlichkeit ist Achtsamkeit/Gewahrsein unmöglich, denn Achtsamkeit beginnt im Hier und Jetzt der Person, des Körpers und seines Umfeldes.  Dass es "nichts zu tun" gibt, ist nicht Voraussetzung, sondern  basiert auf der Letztgültigen Erkenntnis/Erleuchtung, dass es jenseits von Ego  keinen  Handelnden gibt, weil das eigenwillige motivationsgetriebene Ego nicht mehr aktiv ist.
Auferstehung bedeutet nichts anderes als die Geburt des neutralen  "Beobachters", -  das Gewahrsein erkennt sich selbst als Gewahrsein.


Das spirituelle Ego

bzw. Ideal-Ich gibt offensichtlich nicht so schnell den Geist auf. In meiner Erfahrung hat nicht einmal die Glorreiche Auferstehung meinen Verstand daran gehindert, sich weiterhin Ideale und Sollvorschriften zu schaffen - neue "spirituelle" Glaubenssätze. Der Vorgang, wie der Verstand nun aus geistiger Erkenntnis eine Erfahrung macht, die wiederholbar sein sollte, wird allerdings durch das stabile Gewahrsein erkannt und gehindert.
.
Nach meiner Glorreichen Auferstehung im Jahre des Herrn 2011  dachte ich z.B., ohne Widerstand zu sein, bedeute,  alles und jeden "anzunehmen, was und wie es ist"  und freudig zu allem Ja zu sagen,  was Menschen so von mir verlangen. Und weil ich nurmehr jeden gleichermassen schätzte , schlussfolgerte mein Verstand, dass ich von nun an und für immer mit jedem gut auskommen würde, dass ich nur immer sanft, lieb und freundlich wäre, ja, dass ich sogar jeden heiraten könnte, weil jeder Mensch mir nun gleich gültig und gleich lieb sei... usw. usw. Ich war durchaus noch nicht frei von hypothetischen Schlussfolgerungen, sondern  mein Verstand kreiierte immer wieder neue Glaubenssätze und Überzeugungen, wie die Dinge in Zukunft sind und sein SOLLTEN! Ich füllte die frischgeborene "Leere" (Abwesenheit von Ego/Eigenschaften) mit NEUEN Eigenschaften und versah mich mit den Attributen liebend, sanftmütig, jasagend usw.  Die Erfahrung des "grenzenlosen" Bewusstsein wurde u.a. von mir so interpretiert, dass es auch nicht mehr nötig sei, Menschen Grenzen zu setzen. So DACHTE ich! Mein Verstand schaffte sich damit ein neues "Wissen", er  phantasierte sich  Vorstellungen, er projezierte wie eh und je  und versuchte, aus allem, auch aus  meiner neugeborenen Widerstandslosigkeit ein spirituell korrektes Programm zu machen.

Mein neues Dogma des Jasagens brachte mich allerdings in Situationen, in denen ich mich doch irgendwann wieder gezwungen sah, Widerstand zu leisten und Grenzen zu setzen, z.B. wenn mir ein Kerl allzusehr an die Wäsche ging oder an mein Portemonais wollte. An meiner neuen dogmatischen Art, Ja zu sagen, war ja rein gar nichts mehr spontan, sondern ich dachte nach: habe ich das Geld? kann ichs mir leisten? Kriege ich es zurück? Will ich es zurück? Sollte ich nicht ganz darauf verzichten, - wäre es nicht spirituell korrekter, wenn ich das Geld, welches ich ausleihe, gar nicht mehr zurücknehme? Würde es mir etwas nehmen oder geben, wenn ich den Kerl an meine Wäsche liesse???

Wenn man es spirituell ganz korrekt nimmt, ist es ja tatsächlich so, dass ich, -  wenn ich dir gegenüber Widerstand leiste und deinem Grabschen Grenzen setze,  die Dinge anders will, als sie JETZT im Moment sind. Derweil ich spirituell total unkorrekt den IST-Zustand zu meinen Gunsten verändern will, müßte ich demnach im pösen Ego handeln und wäre damit (nach den GuruKriterien des Mathias Pöhm) voll aus der Gnade gefallen.  ABER - und das wird bei der Selbstreflexion gerne vergessen:  Das Ja-Sagen ist eine rein SELBSTbezügliche Angelegenheit, sie gilt nicht deinen Ansprüchen an mich,  sondern allein  m e i n e r   Reaktion auf dich und deinen Bitten, Bedürfnissen, (Besitz-) Ansprüchen.
Das JA gilt primär nur  mir selbst -  MIR, dem alleins-innigen SUBJEKT in Reaktion auf die Objekte und nicht den Objekten der Welt  selbst! Kurz und knapp: Wenn ich also zu Dir Nein sage, dann sage ich JA zu mir selbst! Alles andere ist Sado-Maso-Religiösität.
Heute sage ich wieder spontan Nein und Ja, ohne darüber nachzudenken, ob mein Ja oder Nein  "spirituell korrekt" ist....ähm... ähm.....shit aber auch...  unterzöge ich den letzten Satz einer faktischen Untersuchung auf Wahrheit, müßte ich spirituellkorrekterweise zugeben, dass ich einmal mehr auf den Pösen Widersacher reingefallen bin...LOL  Na gut -  sämtliche Aussagen, die ich über mich treffe, nehme ich hiermit sofort wieder zurück.  Sollte mir der Leser tatsächlich Glauben schenken, so weiss er mehr wie ich. LOL.



Samstag, 19. Juli 2014

Ohne Wort' und ohne Schweigen läßt sich gut die Zeit vertreiben...LOL




Ich
 las gerade eben irgendwo im SpiriNetz, jenseits von Ego akzeptiere man sich mit allen Fehlern und Schwächen.
Nope - das trifft's nicht.
Jenseits von Ego heisst nämlich jenseits von Gut&Böse und Richtig&Falsch, da gibt es keine Fehler...
Akezptanz trifft weit eher auf das Ich diesseits von Ego zu, das im Individuationsprozess lernt, sich selbst mit all seinen sog. Fehlern und (Ich-)Schwächen, die auf der personalen Ebene durchaus existieren, anzunehmen. Akzeptanz und Annahme ist nur eine Vorstufe...


Wahr ist: Jenseits von Ego habe ich schlichtweg keine Fehler und Schwächen, weil ich nicht mehr mit Fehlerhaftigkeit bezw. Wertung identifiziert bin und ich sehe im konkreten Hier&Jetzt auch bei anderen Menschen keine Fehlerhaftigkeit. Fehlerhaftigkeit oder Schwächen sieht nur der Verstand, der sich re-flektierend und permanent um Wertung bemüht aus der Gegenwart des konkreten Hier&Jetzt verabschiedet. Re-flektierend sammelt er sozusagen "Beweise", um sich ein (realistisches) Bild zu machen von seinem Gegenüber. Sich ein Bild von einem Menschen zu machen ist auf der personalen Ebene nichts Schlechtes und ganz normal. Kommt auf das Bild an..., wenn es dazu dient, mich selbst zu erhöhen, indem ich mein SELBSTbild auf Kosten eines anderen repariere... nope.

Wenn ich keine Fehler sehen kann, warum ich (dennoch) bei anderen Menschen Schatten wahrnehmen könne, wurde ich mal gefragt.

Schatten sind keine "Fehler". Ich weise in der Regel auf die  psychologischen Abwehrmechanismen hin, die wiederum auf verdrängte unbewußte Inhalte (Schatten) hinweisen. Ich weise auf das hin, was dem Erkennen der Vollkommenheit im Wege steht.
Dass ein sog. Erleuchteter stets und immer (!) nur Vollkommenheit in allem sehe, ist eine Mär, ein Mißverständnis.
Es genügt, dass man einmal erkennt, dass ICH als  alles, was ist, vollkommen und perfekt ist. Einmal!
Ein einmaliges Erkennen  - mehr kriegst du nicht, mehr brauchst du nicht. Du kannst deine geistigigen Erkenntnisse, deine "Geistesblitze" nicht festhalten!
Das Problem ist wie immer der Verstand, der die geistigen Erkenntnisse für sich vereinnahmt und aus der Erinnerung daran eine "Geschichte" und einen Glaubenssatz macht, obwohl die Erfahrung selbst schon längst wieder ins Chaos zurückgesunken ist.

Das Problem ist: Nach jeder "Erleuchtung",  jeder tiefen Ein-Sicht erfolgt nämlich die Leere des Nichtwissens und diese Leere kann der unerlöste Egomind nicht ertragen. Er kann von seiner Erfahrung nicht loslassen und bastelt sich dann flugs seine Glaubenssätze und Ansprüche, wie z.B. die Vollkommenheit in Zukunft immer und überall in Allem und Jedem  "da draussen" (!) wahrzunehmen oder wahrnehmen zu müssen. Dann geht er nicht selten auch noch seinen neuen GLauben missionieren: Hey, du bist vollkommen, du bist perfekt, du bist schon erlöst, befreit, erleuchtet - es gibt nichts zu tun.. und pflanzt seine Glaubenssätze in die unschuldigen Gemüter, die fortan glauben, die Hände in den Schoß legen zu können.
Sein oder Nichtsein - diese Frage hat sich infolge für diese Gläubigen erledigt und der Unterschied zwischen Bewußtheit/Sein bzw. Sei-en  und dem billigen Glauben-als für-wahr-halten wird sich ihnen niemals auftun - weil es nämlich dazu ein Gewahrsein braucht, welches nicht durch Glaubenssätze, sondern im schmerzhaften Loslassen von (allen!) Glaubenssätzen und (allen!) Überzeugungen errungen wird.
Ohne diese Apokalypse gibts auch keine Auferstehung!
Der geistig Wiedergeborene haftet nicht (mehr) an seinen Ein-Sichten, er hat gelernt, die Leere des Nichtwissens zu ertragen, die aus dem Loslassen aller Erfahrung und Erleuchtungen entsteht - deshalb fließt das LEBEN und sprudelt die Quelle und das Füllhorn des wahren LEBENS wird paradoxerweise niemals leer.
Die Leere des Nichtwissens ist synonym mit der Leere durch die Abwesenheit des Egos.
Das christliche Kreuz symbolisiert das "Switchen" des erlösten und befreiten Bewußtseins/IchSELBST des wiedergeborenen Menschen,  der mit beiden Beinen in Zeit und Ewigkeit steht.
Statt Zeit (horizontal) und Ewigkeit (vertikal)  könnte man  ebensogut von einem permanenten Switchen zwischen  "Anwesenheit"   und "Abwesenheit"  sprechen - ist nur ein weiteres babylonisches Synonym, welches das EINE a n n ä h e r n d  beschreibt...

Ich wiederhole es noch mal: Jede Beschreibung der WAHRHEIT ist nur deshalb "annähernd", weil man das Paradoxe nicht beschreiben kann. Die Sprache selbst ist ein Trennwerkzeug und kann daher niemals EINHEIT (jenseits der Gegensätze) beschreiben! Das Paradox erkennen, heißt Einheit erkennen.  (Das Paradox besteht immer immer in der Erkenntnis,  dass das Objekt der Erkenntnis sowohl ist als auch nicht ist bezw. weder dies noch jenes ist.)

Der oftmals belesene, aber immer noch rechtschaffenheitsvirusversüffelte Spiritant macht aus dieser Unbeschreibbarkeit oder "Unwörterbarkeit"  - und nicht selten auch aus seiner Unfähigkeit, die eigenen Erfahrungen zu beschreiben, (so man überhaupt hat!)  - ein moralisches Gebot und einen Vorwurf der Hybris gegenüber Menschen, die versuchen, ihre spirituellen Einsichten  a n n ä h e r n d   zu beschreiben.
Das Schweigen, was da mitunter selbstgerecht und streng angemahnt wird, wird nicht durch Mundhalten bewirkt resp. dass man damit aufhört, Worte zu machen und  die Dinge  a n n ä h e r n d  zu beschreiben - das Schweigen ist in WIRKLICHKEIT  das Schweigen, welches  im dynamischen Vorgang des Erkennens durch eben die Erkenntnis der paradoxen WAHRHEIT (EINHEIT) immer wieder ganz aus sich SELBST entsteht.

Dieses Schweigen ist anderen Menschen weder auffällig noch miitteilbar.  Der SeinsTourist, der mir neulich den Vorwurf des zuviele Worte-Schreibens machte, erkennt nicht,  dass mein Schreiben ein Teil meines Erkenntnisvorgangs ist. (s.a. die Symbolik der Escherhände), was mir wiederum zeigt, das das, was er sein SEIN nennt, ein Konzept ist und kein wirkliches SEI-en. Es ist nämlich unmöglich, bewußt und willentlich (he?)) zwischen Nichtsein, d.h. dem Tod im Sinne von Unerlöstheit und  SEIN als dem wahrem LEBEN zu "switchen".  Das kann zwar mal passieren, aber nur durch Gnade, niemals durch den Eigenwillen.
Das REINE "Switchen" ist nur dem erlösten und befreiten Ich zu eigen, welches seinen Eigenwillen und die Kontrolle so komplett aufgegeben hat, dass es genügend Gewahrsein entwickelt hat, um das Switchen überhaupt zu bemerken.

Das Schweigen also, von dem ICH spreche ist die Stille bzw. nichts anderes als die dynamische Leere des Nichtwissens   - wie immer paradox und daher nur  a n n ä h e r n d  beschreibbar: OHNE Worte - OHNE Schweigen.



Roberto Assagioli zu Erwachen und den Folgen:

„Das sich Öffnen einer Verbindungstür zwischen Persönlichkeit und Seele und die Wogen von Licht, Freude und Energie, die diese Öffnung begleiten, führen oft zu einem wunderbaren Gefühl der Befreiung. Die inneren Konflikte und Leiden und die psychischen und körperlichen Störungen verschwinden manchmal erstaunlich schnell wieder.

… In solchen Fällen führt das spirituelle Erwachen zu einer echten Heilung.

…Wenn die Psyche zu schwach und nicht ausreichend vorbereitet ist, um dem spirituellen Licht standhalten zu können, oder wenn der betreffende Mensch zu Anmaßung und Egoismus neigt, kann es sein, dass er das innere Erlebnis falsch interpretiert. Es kommt sozusagen zu einer „Verwechslung der Ebenen: Der Unterschied zwischen dem Absoluten und dem Relativen, zwischen dem höheren Geist und der Persönlichkeit wird nicht erkannt, und die spirituelle Kraft kann dann zu einer Schwärmerei, zu einer „Aufblähung“ des persönlichen Ichs führen

…Einer der Patienten an der psychiatrischen Klinik von Ancona, ein sympathischer Alter, beteuerte ruhig, aber beharrlich, er sei Gott.

…Der verhängnisvolle Irrtum all jener, die solchen Illusionen verfallen, besteht darin, dass sie ihrem noch nicht geläuterten persönlichen Ich die Eigenschaften und Kräfte des absoluten Geistes zuschreiben."


‎Samstag, ‎19. ‎Juli ‎2014


PS: Ich versuche ab heute, meine Texte täglich zu veröffentlichen, es sammelt sich sonst zuviel an und das Editieren und Bilderbearbeiten ist mir im Moment zu zeitraubend, vielleicht wird sich das Layout überhaupt ändern...






Samstag, 21. Juni 2014

Der See Genezareth, my dear, ist nirgend sonst als nur in dir

(Überarbeitet und ergänzt)


Fehler

Na klar habe ich immer noch "Schwächen" und mache immer noch "Fehler"  - ich bin nur nicht mehr mit ihnen identifiziert. Sie ärgern mich nicht, berühren oder bekümmern
mich nicht (mehr), sie müssen nicht ausgeräumt werden, ich muß mich nicht mehr schlecht fühlen und für meine sog. Schwächen bestrafen, noch können andere mich für meine sog. Schwächen bestrafen. Ich verurteile mich nicht mehr, genausowenig  wie  das Urteil anderer mich nicht mehr bekümmert. Ich BEWERTE nicht mehr, deshalb ist das, was dem angepassten Ego eine Schwäche, ein Fehler/Fehleistung oder eine Unangepasstheit an die Normen ist, zwar immer noch da, aber sie werden eben auf neutrale Art wahrgenommen als das was es ist: ein Fliegenschiß, Nichts.
(Es ist total bekloppt, von Schwächen zu reden/schreiben, die keine Schwächen mehr sind und daher auch als solche nicht wahrgenommen werden können. Insfern habe ich keine Fehler und Schwächen, obwohl Du darüber garantiert gegensätzlicher Meinung wärest, Herr Horschemol, gell? LOL!)

Meine sog. "Ichschwächen" gehören in eine andere Kategorie von "Fehlern".  Sie waren mir eine ständige Quelle des Ungenügens und der (phantasierten) Niederlagen.
Ich habe früher ständig an mir herumgedoktort, noch schlimmer: ich  l i e ß  doktern: Weil ich mich nicht wehren konnte, machte ich ein "Aggressionstraining", ein Training, nicht um Aggressionen einzudämmen, sondern umgekehrt, mich in gesunder Aggression selbst behaupten zu können, meine Interessen wahrzunehmen, statt immer ängstlich anderen den Vortritt zu lassen. Einmal ohne schlechtes Gewissen laut zu werden und eine gesunde Wut oder einen berechtigten (!)  Ärger zu zeigen, ohne mich anschließend als schlecht und abgrundtief böse zu fühlen, war mir damals unmöglich. Das Training hat nicht geholfen,nicht zuletzt weil alles nur ein Spiel war. Auch hier fand ich diese typische Double-Bind-Situation wieder: Sobald ich nämlich vor Ort und live tatsächlich einmal aggressiv oder laut wurde, wurde mir die Tür gewiesen, Begründung: Widerstand und Abwehr. Wenn ich Spiel-Anordnungen nicht verstand, wurde ich von dem äusserst ungeduldigen und autoritären Leiter/Psychologe aus der Gruppe entfernt und in die Ecke gesetzt. Meine Verwirrung wurde nicht geglaubt, sondern als Abwehr & Widerstand gedeutet.
Diese Double-Binds sind in allen therapeutischen Situationen gegeben. Als Spiel  - als Tun-als-ob - ist Aggression erlaubt, im Rollenspiel wirst du dazu aufgefordert, aggressiv und fordernd zu deinen Eltern, Partner oder deinem Chef zu sprechen, du sollst und darfst sogar wütend werden und sie anschreien und dabei sollst du authentisch sein - aber sobald sich eine wirkliich echte authentische Aggression gegen den Therapeuten selbst richtet, bist du draußen. Therapeuten sind sakrosankt, sie genießen Immunität. Darin liegt ihr Machtpotential bzw. Machtmißbrauchspotential.

Eine weitere Schwäche und Quelle ständiger Selbstverachtung war meine Art,  anderer Leute Schwächen auf die eigene Kappe zu nehmen. Ich bin mir nicht sicher, ob aus Höflichkeit oder aus anerzogener weiblicher Unterwerfungslust, es war eine Art Reflex, den ich mir nicht abgewöhnen konnte. So konnte ich beispielsweise einem Bekannten nicht sagen, dass ich (mit einiger Berechtigung) seinen Autofahrkünsten nicht traute, sondern ich machte mich selbst selbst unfähig, klein oder krank, indem ich z.B. sagte, dass mir beim Autofahren schlecht würde... Damals glaubte ich, dass es Angst war, die mich zurückhielt - die Wahrheit zu sagen, schien mir nicht zumutbar, es schien mir, als müßte ich zwanghaft die anderen auf meine Kosten schützen und schonen und bewertete mein Verhalten mit den Begriffen Unfähigkeit, Schwäche, Krankheit.
Nun, dieser kleine (selbstgebastelte) Dämon taucht doch tatsächlich zuweilen immer noch auf. So beispielsweise, als Mr. Letterman mich vor 2 Jahren querfeldein durch die wilde Prärie Nordhessens jagen wollte, da entschuldigte ich mich damit, dass ich mir doch keine Zecken zuziehen wolle. In Wahrheit hatte ich kein Vertrauen in seinen Richtungssinn, der Typ, das hatte ich schon gemerkt, war ein Chaot, ein Abenteurer, dem durfte ich mich nicht anvertrauen, der verschwand einfach mal so aus dem Blickfeld, wenn ich ihn aus den Augen ließ. Mit dem über unwegsames und wildwüchsiges Gelände, wo wir uns eh schon kilometer abseits verlaufen hatten und die Nacht schon hereinbrach? Niemals!
So gingen meine Gedanken damals, Herr Letterman, so sieht die Wahrheit aus, mein Herr! LOL!

Ja, und neulich passierte es ein weiteres Mal, dass ich gegenüber einem Bekannten den Schongang einschaltete und ich stellte dabei wieder einmal fest, dass es mich überhaupt nicht mehr berührt oder bekümmert, und zwar  w e i l  ich das nicht mehr (als Unfähigkeit und Schwäche) BEWERTE! Ich registriere diesen Reflex oder Vorgang einfach nur, ohne ihm eine irgendwie geartete Bedeutsamkeit zuzuweisen.
Seit meiner "Auferstehung" im Herbst 2011 hat sich vieles geändert, aber vieles ist auch geblieben.



So hätte Jesus nicht gesprochen?

Das hört man vorwiegend aus Pharisäer-Munde, wenn sich der "Kaiser", das angepaßte Eltern-Ich (Überich)  in seiner angemaßten Ehre beleidigt und erniedrigt fühlt. Als hätte Jesus je Nattern an seinem Busen genährt! Als hätte Jesus nicht die Peitsche genommen und  Händler aus dem Vorhof des Tempels getrieben. Und er treibt sie heute noch aus, JETZT in diesem Moment -  i n  DIR,  i n  uns.
Dieses "Ungeziefer der Seele" sind u.a. die Händler, die Schacherer, die den Kuchen essen und behalten wollen, sich nicht zwischen Welt und Gott entscheiden wollen.  Der Sozialreformer Judas ist solch ein "Händler", der die Revolution will und glaubt, auf diese Weise das Reich Gottes auf die Erde zu holen, statt in sich selbst zu finden.
Alles diese Namen sind nur Metaphern für Ich-Anteile, die uns vom Inneren Heiligtum, dem Wahren SELBST (Buddha oder Christus-SELBST) trennen.


Wer nicht für mich ist, ist gegen mich

sagt Jesus und hat damit absolut recht. Mit "Jesus"  gibt es kein bequemes sowohl - als auch. Hier muss man sich entscheiden: Entweder- Oder. Entweder fürs wahre  Leben oder für den (seelischen) Tod.  Wer gegen Jesus  (das Wahre SELBST) ist, hat sich für den Tod entschieden und gehört damit  zu seinen Verfolgern, seinen Häschern, zu denen, die ihn ununterbrochen ans Kreuz schlagen.
Jeder, der den spirituellen Weg geht, wird an diese Weggabelung kommen und sich entscheiden müssen.


Offene Weite  - nichts von heilig

Das sog. Heilige ist die letzte kategorische Begrenzung, die überstiegen werden muß. Das Heilige (Gott, spirituelle Erfahrungen, mit denen man identifiziert ist)  als Konzepte des spirituellen Egos erkannt - und yipppppiiiiieeeee! Tragisch: Sogar die LIEBE kann zum Konzept werden!

Tragikomisch auch wieder, dass der spirituelle Maulheld, für den es offenbar so etwas wie  Transformation und Transzendieren gar nicht gibt -  trotz seiner  Heiligkeitsabwertung  (das ist sie nämlich in diesem Fall, denn das Heilige muss transzendiert werden statt negiert oder abgewertet) von einem Guru oder Meister einen heiligen Nimbus und ein heiligmäßiges Leben zu erwarten scheint. Da imponiert immer noch der Lendenschurz, das Käppi und das weiße Gewandl.

Aber wie stets ist auch hier nicht das Heilige selbst das Problem, sondern die Identifikation des Ego mit der Heiligkeit.


Gewahrsein

ist zwar unsere Wahre Natur, aber als das dritte Auge sich das erste Mal ein wenig öffnete, schien es das "Ganz Andere" zu sein. So fremd, so erschreckend und numinos... Die ersten Ein-SICHTEN liessen sich nicht fassen und artikulieren. Sie kamen wie ein kleiner Hauch und als ich danach greifen wollte, war es wieder weg. Ähnlich wie man morgens aufwacht und erhascht grad noch einen Zipfel eines schönen Traumes, aber egal, was man macht, er läßt sich nicht mehr fassen. Mit der kontinuierlichen Vergrößerung des Fokus oder Bewußtseinserweiterung ändert sich das: die Erkenntnis, die sich vorher nicht fassen ließ läßt, wird glasklar und läßt sich auch in Sprache formulieren.


Nur das Herz kann beurteilen,

ob ein anderer Mensch aus eigener Lebens- bzw. spiritueller Erfahrung heraus oder nur aus angelerntem theoretischem Bücherwissen schreibt oder spricht. Ein verkopfter linkshirnig gepolter Verstand kann in den Schriften anderer eben auch nichts anderes als Theorie wahrnehmen bzw. projezieren.
Im übrigen ist es der WAHRHEIT völlig schnurze, aus welchem Mund sie spricht. Aus Kinder- oder Narrenmund - Jacke wie Hose. Ich erinnere mich: Vor vielen Jahren in meiner Zeit bei den Anonymen Alkoholikern war ein Mann, der nicht gerade mit Intellekt oder Intelligenz gesegnet war. Aber einmal sprach er einen Satz aus - ich weiss nicht mehr, was - aber der hat mich fast umgehauen, der traf mich mitten ins Herz...boah, mit einem Schlag wurde es Licht in mir!
Oh, sollte ich den Mann sooo unterschätzt haben, verwunderte ich mich, ist er in wirklich vielleicht ein ganz anderer, ein Heiliger, ein weiser Mann? In meiner Ergriffenheit und Bewunderung ging ich später auf ihn zu und bedankte mich überschwänglich bei ihm für die Einsicht, die er mir mit seinem Satz beschert hatte. Er lächelte nur verlegen und verdrückte sich schnell.
Die Wahrheit war, wie mir relativ schnell klar wurde, dass er einfach nur bewußtlos eine wiederholte und oft gehörte AA-Allerweltsweisheit von sich gegeben hatte, die ich schon öfters gehört hatte, die aber nie so ganz an mich ran ging. Der Zufall? Schicksal? oder Gott WhatEver wollte es, dass mein Herz in diesem Moment offen und empfänglich für die WAHRHEIT und die Weisheit war. Es hatte mit diesem Mann aber nicht das geringste zu tun! Ich bin sicher, er war sich der wahren Bedeutung dessen, was er da so leicht dahinsagte, gar nicht bewußt.

Was ich damit sagen will: Der Verstand neigt dazu, die Weisheit zu personalisieren, und dann kommts vor, dass man sich bei Menschen für etwas bedankt, von dem sie selbst überhaupt keine Ahnung haben. Das ist mir früher sehr oft passiert. Dennoch war der Dank nicht unangebracht - einer mußte ja die Wahrheit aussprechen, damit ich sie empfangen konnte.
Aber wie gesagt, ist es egal, wer eine Weisheit oder Wahrheit ausspricht, ob der Sender sich ihrer bewußt oder unbewußt ist - es kommt wie stets nur auf das offene Herz des Empfängers an!
Ein anderes Wort für ein offenes Herz ist der (erweiterte) Gewahrseinsfokus.


Glaube vs. GLAUBE

Wenn die Kirche dogmatisch  behauptet, dass der  Glaube an Jesus  Christus unsere Rettung sei, dann hat sie recht. Dass dies ein Vorwand für Religionskriege wurde, liegt daran, dass die Kirche nicht nachdrücklich genug klar gemacht hat, dass das Himmelreich in uns liegt: Jesus CHristus als unsere Wahre Natur, statt dessen hat man aus Jesus Christus einen unerreichbaren Götzen gemacht. Glaubst du an Jesus? Diese Frage hieß, glaubst du an den Jesus der Geschichte, glaubst du an den Buchstaben der Schrift. Diese Frage entscheidet tatsächlich über Leben oder Tod;  aber anders als es gemeint war,  - nämlich innerlich - hat die Kirch/Inquisition diese Fragen aus dem Raum der Innerlichkeit in den Raum der Geschichte verlagert und wer nicht an den Buchstaben glaubte, dem hat man sein Leben genommen.
Wer an mich glaubt wird ewig leben. Eine absolute Wahrheit.


Absolute Wahrheit - Definition

Niemand kommt zum Vater denn durch mich, sagt Jesus.
Anders gesagt: Niemand kommt in den Himmel, ohne durch die Hölle der Individuation gegangen zu sein. (Schattenintegration,Heilung).
Nochmal anders: niemand kommt zum Heil, der nicht Heilung erlangt hat.
Dies ist für mich eine absolute Wahrheit.

Alles, was Christus als das Wahre SELBST in und aus mir selbst heraus "sagt", ist in diesem Sinn für mich eine Absolute Wahrheit. Wenn ich jetzt sagen würde: A l l e  Aussagen Jesu sind absolute Wahrheit, dann handelte es sich bei dieser Aussage um eine relative Wahrheit, d.h. es wäre ein Glaubenssatz (Dogma), insofern ich damit identifiziert wäre. Dies deshalb, weil ich noch nicht  a l l e   Aussagen Jesu als lebendige Wahrheit in meinem Herzen erkannt habe.
Insofern würde ich ergänzend sagen: Die gesamte Bibel ist für den Gläubigen eine relative und für den Erfahrenden/Erkennenden  (Mystiker) eine absolute Wahrheit. Der eine versteht sie exoterisch dem toten Buchstaben nach, dem anderen wird die Schrift nach und nach als eine lebendig gewordene Wahrheit von innen heraus offenbart. Aber nicht allein die Bibel, sondern alle Heiligen Schriften enthüllen sich in ihrem wahren Sinn.



 Es gibt Männer,

die finden den Intellekt, die Intelligenz einer Frau erotisch, andere fühlen sich von ihr in ihrer männlichen Monopolstellung verunsichert,  viele halten weibliche Intelligenz sogar für verkopfte Intellektualität. Dem patrischen "Knilch" sind intellektuelle Frauen garstige "Emanzen" oder  "kastrierende Weiber".


Auf meinem Weg

gab es Phasen, da habe ich mir jeden Schuh angezogen: Alle schlechten Eigenschaften waren die meinen. Das bin ich, jenes bin ich...Da gings mir gar nicht gut und ich dachte, ich bin in einer psychischen Krise. Es ging wieder vorbei... Heute glaube ich, dass das notwendig war - dass ich mich auch mit allem identifizierte, was ich glaubte, nicht zu sein.

Geschichte (History)  vs. Geschichte (Story) 

Ich habe schon öfters gelesen, wie von dogmatischen Neo-Advaita-Aposteln, die sich als erwacht bezeichneten,  die spirituellen Erfahrungen von Menschen als "Geschichten erzählen" bezeichnet oder mit "romantischen Gefühlen" gleichgesetzt wurden. Dass ihr eigenes Erwachen eine "romantische Story"  ist, die schon lange der Geschichte angehört, schien ihnen allerdings nicht bewußt.
Ich sehe die Sache so:  Alles, was du sagst, alles, was die Sprache formuliert, ist Geschichte im Sinne von Historie, Vergangenheit. Genau wie alles was das Ego als Gründe für sein Tun angibt, eine spätere Rationalisierung ist. In Wirklichkeit gibt es keine Gründe: wo das Ursache-Wirkung-Prinzip aufgehoben ist, erkennt man, dass die Dinge  grundlos geschehen. Im Grunde ist alles, was vergangen ist, Fiktion, die Menschheits- wie die Lebensgeschichte...
Und dennoch...


Kunst 


Der Künstler braucht das Leid, um Künstler zu sein, sagte mir einmal ein Künstler. Seine Kunst entspringt dem Leiden und dient eigentlich nichts anderem als der Kompensation von Leid. Wirkliche Kunst weist darüber hinaus auf die Wahre Wirklichkeit., sie ist ein  Finger der auf den Mond weist.  Hat der Künstler sich SELBST verwirklicht, hat sich die (religiöse) Kunst erledigt. Deswegen haben viele Künstler den letzten Schritt nicht getan: der Tod des Egos ist auch der Tod der Kunst, denn wer braucht noch Symbolik, wenn er die Wirklichkeit schaut, - wieso Finger malen, beschreiben oder besingen, wenn er auf dem Mond  l e b t?
Aber das Ego haftet am Leiden und der Leidenschaft... das Elend des Menschen ist dem Künstler eine stetige Quelle der Inspiration.... die Vorstellung von dieser Quelle abgeschnitten zu sein, erschreckt ihn zutiefst...



Das  Ego

will immer mehr, als es jetzt und heute gebrauchen kann. Ich habe eine Zeitlang jeden Tag nur das gekauft, was ich für das unmittelbare Überleben brauchte. Das ist gar nicht so einfach, weil man heutzutage immer alles im Dutzend kaufen muß. Es gibt nur noch Großpackungen. Hier in Gladenbach gibt es noch ein Geschäft, da kann ich die Nägel, Haken usw.  noch einzeln kaufen. Aber auch nicht mehr lange...



 Der Böse Blick


hat mich immer schon fasziniert.  "Attribuierungsstil" ist nur ein Synonym. In der WG, in der ich früher einmal lebte, war ein junger Mann, der wurde einmal furchtbar böse, weil er über das neue Bild, welches er sich voller Freude und Stolz an der Wand aufhängte von einigen Mitbewohnern ausgelacht wurde, es  sähe lächerlich und absolut altmodisch aus. Es war ein Pferdebild und es war glaube ich eine Art Gobelin, diese ARt, wie man sie im Orient heute noch gerne hat.
Er riß das Bild fluchend herunter und warf es in den Müll. Ich verstand das. Er hätte niemals mehr mit seiner ursprünglichen Freude darauf blicken können, für immer hätte er das Bild mit dem  Bösen BLick der anderen angeschaut.
Man internalisiert diese "Blicke". Auf diese Weise empfängt man auch als Kind sein negatives Selbstbild. Man wird zu dem, wie man wahrgenommen wird von anderen. Heute weiß ich, wie man sie "exorziert" bzw. bin ich immun dagegen.



Gottesliebe

In den Gesangbüchern der evangelischen und katholischen Kirche gibt es wunderschöne Liedertexte. Es ist erst ein paar Jahre her, dass ich mir ein Gesangbuch aus einer Kirche mitnahm, weniger, dass ich zuhause sang, als dass ich mir die Texte zu Herzen gehen ließ...  Ich ging in den Kirchenchor wegen der Liedertexte , weil ich nicht nur meine eigene Stimme hören wollte und kopierte mir die schönsten Lieder.. (Weil meine Stimme so tief war, sang ich mit den Männern entweder Tenor oder Baß. Seit meiner schweren Bronchitis vor kurzem kann ich kaum noch Töne treffen weil mir die Stimme bricht.)

Mit diesen Liedern bzw. Liedertexten war ich ein Herz und eine Seele. Wer das nicht kennt, weiß nicht, was LIEBE ist: Auch wenns "von oben", aus der transpersonalen Sicht anders aussehen mag: Die Liebe zu Gott ist dennoch kein frommes Märchen. Ob ich Gottes- oder SELBSTliebe dazu sage, ist mir jetzt Jacke wie Hose, in mir ist es EINS, Und deshalb  steht für mich immer noch felsenfest fest: Zur Wahren Selbstliebe kommt man nur über die Gottesliebe!
Anders gesagt: Ohne Gott - oder ohne Religion gibt es keine Spiritualität...Ohne Exoterik keine Esoterik. Weiße Wände können m. E. die  Hingabe an eine sog.Höhere Macht nicht ersetzen und allein die Beobachtung des Denkens macht das Denken nicht frei. Sich ständig einzureden, ich bin nicht meine Gefühle, ich bin nicht meine Gedanken ersetzt keine Schattenarbeit/Individuation, d.h. kann m. E. keine dauerhafte  Desidentifikation von Gefühlen und Gedanken bewirken.

Achtsamkeit ist der Schlüssel und wenn dich die Achtsamkeit über die Schwelle des Unbewußten trägt, dann ist es nicht das falscheste, einen festen Glauben und unerschütterliches Vertrauen in einen Jesus (oder Gott)  zu haben, der deine Angst beschwichtigt und dich trockenen Fußes über die stürmischen Gewässer des Unbewußten trägt. Dem "Ungläubigen" nämlich wird es sonst wie dem zweifelnden Petrus ergehen, der in letzter Sekunde seine Hand ausstreckte und sein Vertrauen bewies.


Sofort danach schickte Jesus seine Jünger zum Boot zurück und befahl ihnen, ans andere Ufer überzusetzen, während er die Menschen nach Hause entließ. Dann stieg er allein in die Berge hinauf, um dort zu beten. Als es dunkel wurde, war er immer noch allein dort oben. 
In der Zwischenzeit gerieten die Jünger weit weg vom Ufer in Seenot, denn ein starker Wind war aufgekommen, und sie hatten gegen hohe Wellen anzukämpfen.
Gegen drei Uhr morgens kam Jesus über das Wasser zu ihnen. Als ihn die Jünger sahen, schrien sie entsetzt auf, denn sie hielten ihn für einen Geist. Doch Jesus sprach sie sogleich an: »Es ist gut«, sagte er. »Ich bin es! Habt keine Angst.«
Da rief Petrus ihm zu: »Herr, wenn du es wirklich bist, befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.« »Dann komm«, sagte Jesus. Und Petrus stieg aus dem Boot und ging über das Wasser, Jesus entgegen.
Als er sich aber umsah und die hohen Wellen erblickte, bekam er Angst und begann zu versinken. »Herr, rette mich!«, schrie er. Sofort streckte Jesus ihm die Hand hin und hielt ihn fest. »Du hast nicht viel Glauben«, sagte Jesus. »Warum hast du gezweifelt?«

Als sie schließlich zurück ins Boot stiegen, legte sich der Wind. Da beteten ihn die Jünger an. »Du bist wirklich der Sohn Gottes!«, riefen sie.

http://gott.net/jesusgeschichten/sinkender-petrus.html

Die TodesSymbolik in dieser Geschichte ist jedem klar, der auf dem Individuationsweg die unbewußten Tiefen durchquert hat. Die Symbolik des "Anderen Ufers", der Überquerung des Todesflusses (Styx) kann man in jeder Religion finden. Petrus wie alle Apostel sind tiefenpsychologisch interpretiert allesamt "Teilpersönlichkeiten", Ich-Anteile... Hier wird gleichnishaft in Bildern dargestellt, was während  Individuationsprozessen innerseelisch geschieht.
Da gibt es viele dunkle Nächte, Phasen, in denen man sich von Gott und allen guten Geistern verlassen fühlt. Dies ist deshalb besonders schlimm, weil und wenn man sich zuvor schon eines großen Friedens, Freude und vieler geistiger "Süßigkeiten" oder "Seligkeiten" erfreute und sich dadurch oftmals schon am Ziel wähnte.
Dann aber muss man noch einmal hinab, noch einmal gilt es, Schatten zu konfrontieren. Gott ist fern  (Jesus auf dem Berg) Man fühlt sich total hilflos und allein den Wogen des Unbewußten ausgeliefert, durch vorangegangene Tiefenprozesse aber hat man schon gelernt, übers Wasser zu laufen, d.h. man lernte, sich nicht mehr mit den Inhalten des Unbewussten zu identifizieren. Trotzdem kommt immer wieder einmal eine schreckliche Angst vor dem Versinken, vor der Auflösung, vor dem Tode auf.  (Ich habe zu manchen Zeiten oft davon geträumt, übers Wasser zu laufen, mit Anlauf klappte das auch recht gut... lol)

Derweil das Menschlein orientierungslos, verlassen und verängstigt sein heftig schaukelndes Lebensschifflein durch das gefährliche Meer des Unbewussten rudert, ist Jesus (Wahres Selbst und der eigentliche Steuermann) auf dem Berg, d.h. er  ist beim "Vater". Als er auf dem Wasser laufend zu ihnen zurückkehrte konnten sie es zunächst nicht glauben, dass dies Jesus war, als sie ihn aber "erkannten", wußten sie sich beruhigt und gerettet, er gab ihnen die Gewissheit, dass es auch ihnen möglich ist... Petrus blickt zurück - Petrus sehe ich als den Teil in uns, der sich noch an die Vergangenheit klammert, er kann noch nichtganz  loslassen, sein Vertrauen ist noch nicht gefestigt,  deshalb versinkt er im Moment des Zurückblickens,ganz ähnlich wie Lots Frau zur Salzsäule erstarrte, weil sie auf die Stadt Sodom zurückblickte, die sie verlassen sollte...
Erst nach seinem Wasserlauf wird Petrus ist sein Vertrauen in Jesus gefestigt. Nun ist er der Fels geworden, auf dem Jesus seine Kirche (Reich Gottes) zu bauen verspricht.
Das "Andere Ufer" zu erreichen, bedeutet jenseits von Verstand und Ego in das Reich Gottes einzutreten.








Lasse das Gute und hasse das Böse sei deine Number-One-Devise!





Kommentar zu Nytia's Blog


Die natürliche Weisheit ist aus sich erleuchtet,
Die Myriaden Phänomene kehren zurück in Soheit.
Es gibt kein Zurückkehren und kein Empfangen,
Drum lass das Meditieren und das Halten von Geboten. (Xinming, Auszug)



Mit Geboten sind hier natürlich die asketischen Reinhaltegebote der buddhistischen Lehre gemeint. (Kann man natürlich auch auf die christliche Lehre übertragen, auf alle religiösen Lehren)
Das dumme oder der Haken daran ist nur:  Was man lassen soll, an dem muß man zuvor gehaftet oder muß man zuvor "gemacht"  haben;  um also eine Askeseübung  zu "lassen", muss also Askese zuvor geübt worden sein. Andernfalls machen solche Aufforderungen ja gar keinen Sinn!

Eine Doppelbindung liegt darin, dass im selben Zug ein Gebot aufgestellt wird, indem geboten wird, die Gebote  zu lassen.
Und weil es als eine Aufforderung formuliert ist, etwas (bleiben) zu lassen,  ist das für das autoritätshörige Spiri-Ego ein gefundenes Freßchen, ein richtig schöner fetter Happen!
Wenn das Ego nämlich etwas "läßt", dann läßt es etwas bleiben, was ihm Mühe macht oder keinen Nutzen bringt. Das Loslassen aber, welches nur durch Bewußtheit/Gewahrsein bewirkt wird, hat eine ganz andere QUALITÄT , weil es aus sich SELBST heraus geschieht..

Das LosLassen von Meditation und Geboten geschieht aber doch ganz von selbst, wenn man seine Identifikation mit der Konzepthaftigkeit von Geboten usw. erkannt hat. Man braucht hierzu keine Aufforderung... Intepretiert hier der Egomind, dann ist das alles in allem ein schöner Mindfuck für jene Faulpelze, die noch nicht einmal angefangen haben zu "meditieren" geschweige denn, dass sie sich je an irgendwelche "Gebote"  gehalten oder sich mühevoller Übungen unterworfen hätten...

Mehrfache Doppelbindung: Denn einerseits wird aufgefordert, die Meditation zu lassen, - nur:  die wird jedoch durch die Hintertür wieder hereingelassen, wenn es heißt, man solle das Auf und Ab von Begierden (u.ä. "Phänomenen) einfach nur beobachten, dann verschwänden sie.  Genau dies nämlich ist Achtsamkeitsmeditation! Was für ein Irrsinn. Das ist kein heiterer Witz und auch kein ernsthaft zu übender Koan, - das ist m. E. einfach nur irreführend.
Mit Meditation im Sinne von Sitzen oder besonderen Ritualen wird "automatisch" aufgehört  wenn sich Achtsamkeit resp. Gewahrsein stabilisiert hat und es keinerlei äusserer Aktion mehr bedarf, um in Kontakt mit der Quelle zu kommen. Dann nämlich bist du zu Meditation geworden und damit auch "marktplatzkompatibel". Permanentgewahrsein sage ich dazu.

Mißverständlich auch deshalb, weil hier für den (fehl-) interpretierenden Egomind garantiert eine Begründung herausgehört wird und flugs greift er mit Begeisterung in  die alte Trickkiste der alten verschimmelten Glaubenssätze und bastelt sich seine Entschuldigungen, w e s h a l b  er guten GEwissens mit dem Meditieren und allen Übungen  aufhören darf -  nämlich  w e i l    es weder dies noch jenes gibt,.... w e i l  ich eh schon erleuchtet bin ... weil es das, was ich mir so vorstelle, eh alles nicht gibt...   w e i l   alles eh schon da ist... w e i l  es nichts zu tun gibt... Egomind wird seine Faulheit schon zu rationalisieren wissen.

Ich meine im übrigen auch, der Meister XY hätte bei der  Frage die alte Frau betreffend den Finger auf den Mund legen müssen, - pssst -  denn die Frage, wie ein Meister handelt, wenn eine alte Frau auf der Straße stürzt ist nichts als eine Gedankenkonstruktion, eine Szenerie ohne jede Wirklichkeit, ein Tagtraum, der in einer vorgestellten Zukunft spielt - genau das, ein Bild, mit dem ein Meister niemals identifizert sein kann. Eine solche Entweder-Oder-Frage will  ja immer eine eindeutige Antwort. Läuft so aber nicht:  Ein Meister weiß, dass sein Handeln immer  spontan und daher unberechenbar der Notwendigkeit des Augenblicks gehorcht,  - ganz im Gegensatz zu früher, als er  im alten Adam seiner sozialen Programmierung , einem evtl. Helfersyndrom bzw. einer "Gutmensch"-Attitüde oder den Erwartungen anderer Menschen blindlings gehorchte.


Die Wahrheit jenseits von Ego ist wie immer paradox:: Es besteht weder eine "Notwendigkeit" zu helfen noch nicht zu helfen. Er kann der Frau helfen, er kann aber auch vorbeigehen. In jedem Fall hat er gut getan.
 Jop, und hier schießt dem AllzuGutmensch garantiert  einmal mehr der Empörungssaft in die Birne und die Rechtschaffenheit rüstet zum Kampf.

Was die "Notwendigkeit" angeht, sage ich es mal so: Jenseits von Ego besteht keine Notwendigkeit mehr, sich an Reinheitsgeboten noch sonstwelchen Gesetzen oder Geboten zu orientieren, man ist jenseits des Gesetzes. Hier gilt die Devise des Augustinus und die seines Plagiators Aleister Crowleys: Liebe und tu was du willst. (Natürlich kann das ungeläuterte Ich dieser Aufforderung auch nicht nachkommen, dem geläuterten Ich jedoch ist es ein Sein/Sei-en.)

Wer noch tief schläft, wird , was die Lehrgeschichten dieser alten Meister angeht, eben nicht SELBSTbezüglich, sondern ego-bezogen verstehen. Man liest eben nur mit dem Herzen gut. Deshalb sollte man nicht vergessen,  dass es darum geht, die Worte von spirituellen Meistern als die  "Stimme" des eigenen inneren Meisters in sich zu "hören". Es gilt, "gleichzeitig" mit IHM zu werden. Nur mit dem Herzen gelesen kann man den Vers aus dem Xinming in der rechten Weise verstehen - und zwar als lebendiges Geschehen in der eigenen Seele. Dann nämlich, wenn ich die Bindung oder Identifikation erkenne, kann ich im gleichen Zuge auch loslassen.

Natürlich fordert diese sog. innere Stimme nicht ausdrücklich auf: Lasse dies oder tue jenes, sondern läßt dich auf geistige Weise deine Identifikation, d.h. deine Bindung und dein  Anhaften und Ergreifen im Gewahrsein erkennen - Erkennen IST Loslassen.

Man sollte um Gottes Willen nicht alles wortwörtlich nehmen und immer daran denken, dass in diesen Beschreibungen/Versen eine Menge Poesie und Metapher hineingewoben ist, weil man auf diese Weise am  besten das Unbeschreibbare ausdrücken kann.
So wenig es natürlich eine Stimme gibt, sowenig gibt es ja LETZTLICH auch ein Lassen. Das solltest du aber eigentlich auch nicht wissen,  - weil ohne eigenes Erkennen ist es  nur Futter fürs Ego : angelernt und angelesen.  Nicht zuletzt deshalb wurden m. E. diese Dinge früher nie laut und öffentlich ausgesprochen: damit der Kopf nicht die Dinge des Herzens und seiner "Geheimer Offenbarungen"  vereinnahmt und mißbraucht.  Dafür gab es Klöster und Geheime Orden, man sprach über diese Dinge nur in kleinen Kreisen und unter strengstem Stillschweigen.



Ich übersetze und zerlege den eingangs zitierten  Xinmingtext  nun aus der Poesie  in meine Erfahrungswirklichkeit - guckst du:

Wenn die natürliche Weisheit der wahren Natur erlangt ist, werden im Gewahrsein - in der Bewußtheit der reinen neutralen Wahrnehmung -  die  Phänomene der äusseren und inneren Vielfalt als als leer und bedeutungslos erkannt. (Soheit) Es gibt kein Zurückkehren und Empfangen (mehr), weil du erstens übern Zenit geschossen bist, andere sagen,"über den Jordan gegangen",  wiedergeboren,  (ich nenne es auch param advaita) und zweitens so etwas wie Myriaden Dinge nicht gibt bzw. als Abstraktion erkannt werden.
Ist Gewahrsein alltagstauglich und markplatzkompatibel geworden - anders gesagt:

Dann, wenn Meditation zu deinem Sein und Sei-en geworden ist, brauchst du keine Gebote, keine Gesetze, keine Übungen, kein Sitzen, kein Mantra, kein gar nix mehr,  - es gibt weder etwas zu tun, noch gibt es etwas zu lassen.
Alles klar jetzt? LOL.







In der heutigen Zeit

sind alle früher geheimgehaltenen Schriften  jedem zugänglich...auch deshalb gab es niemals soviele pseudospirituelle Schwätzer,  Gurufakes  und Möchtegernmagier. Heute wirft man die Perlen en masse vor die Säue und aus dem  Gold der Wahrheit wird ein stinkender Scheißhaufen.

Das ist einer der Gründe, warum ich ab jetzt (19.06.2014, 18.00 Uhr)  auf meiner  Facebookseite kein ernsthaftes Wort mehr über Spiritualität schreiben mag. Meinen Blog werde ich wohl weiterschreiben, aber ich werde ihn nicht mehr unter die Leute bringen, d.h. keine Links mehr zu Facebook setzen. Ich habe einfach keine Lust und Freude daran, meine Worte jenen Gockeln zum Fraß vorzuwerfen, die Spiritualität wie Politik diskutieren wollen oder auf jene Angsthasen und chronischen Verdränger, die ihre Ängste auf mich projezieren und mir raten, Unangenehmes zu ignorieren und die Wahrheit in genießbaren Häppchen zu servieren... keine Lust mehr auf  Stutzer, die nicht ahnen, dass sie mit derselben Selbstgerechtigkeit, wie sie anderen Menschen die Flügel stutzen, sich selbst beschneiden. Und nein, ich habe kein Mitleid mit ihnen, Mitgefühl habe ich für das gequälte innere Kind in ihnen, aber keineswegs für den "Kaiser" bzw. den "König Herodes", das Sado-Maso-Überich - den Teil im Menschen, der das Kind gefangenhält und auf sadistische Weise quält und tötet - den mach ich nackisch, den führ ich vor.
Da lacht das Kind!


Gegenwart ist nicht Zeit, 

Gegenwart ist der zeitlose Moment, in dem Zeit nur eine Abstraktion ist. Dieser zeitlose Moment nennt sich auch Ewigkeit.  In der absoluten Präsenz zu leben heißt, "todlos" zu sein - d.h. nicht mehr mit Raum & Zeit (Ego) identifiziert zu sein. Dennoch bist du der Zeit bewußt, d.h. du bist dir des  Morgens, des Mittags und  des Abend bewußt - haha - bist dir aber auch dessen bewußt, dass dies nur "vorübergehende Erscheinungen" sind. Abstraktionen, Vorstellungen von Mittag, Abend usw.
Na ja, eigentlich läßt sich in oder von der absoluten Gegenwart gar nichts sagen, aber ich nehme mir die Freiheit, soviel darüber auszusagen, wie ich lustig bin... solange ich mit meinen Worten nicht identifiziert bin und sie für die WIRKLICHKEIT halte, spiele ich mit ihnen... REINES Spiel.
Da lacht das Kind!

Begrenzungen:

Vorsicht beim Lesen: Althergebrachte Definitionen/Klassifizierungen/Kategorien werden von mir öfters mal spielerisch umgedeutet. In meinem Universum BIN ICH the master of the definition, hält sich aber im Rahmen und wird meist auch von mir erklärt, wo die Bedeutungsänderung nicht so sichtbar ist.



Das Schlimmste


für den passiv-aggressiven Weltverbesserer und moralinsäuerlichen Stammtischrevolutionär wäre,  ihm die täglichen Horrornachrichten wegzunehmen. Nachrichten sind FETT für das moralitäre Ego, Futter für den gierigen Rechtschaffenheitsvirus;  Eine Nachrichten-Diät  wäre der Tod (LOL).
Der moralitäre Rechtschaffenheitsvirus des rebellischen Maulhelden mästet  sich mit Vorliebe an "Katastrophen" und Ereignissen, die ihn nichts angehen und weder in positiver noch negativer Weise tangieren könnten: die Zustände im Kongo oder Afghanistan oder die WM in Brasilien, Hauptsache, es ist weit weg und erfordert keinerlei eigenen persönlichen Einsatz geschweige denn so etwas wie heroischen Mut und Zivilcourage.  Typisch für diese Krankheit ist, dass man absolut blind ist für das konkrete Elend im eigenen engsten Umkreis.
Es soll ja tatsächlich sogar sog. spirituelle Leute geben, die diese Mediengeilheit  - das passive lesen und Fernsehen - "hingucken" nennen.
Man muss doch hingucken... hört man des öfteren. Auf der anderen Seite können es dieselben Leute sein, die dir erzählen, alles, was man hört und sieht, sei nur eine "Geschichte" ohne Bedeutung...eine Vorstellung des Verstandes - RICHTIG - aber warum willst du denn noch immer auf diese Geschichte "hingucken" - warum begehrst du dann noch gegen diese "Geschichte"  auf?
Ich sage es dir: Weil Du nur ein Maulheld bist, weil es nicht dein Sei-en ist, weil Nichtwissen bzw. das Leben in der Gegenwart für dich keine WIRKLICHKEIT ist, weil du immer noch mit Denken und Vorstellungen  identifiziert bist und dir deshalb eben nur vorstellst, dass  alles nur  Vorstellung ist.




Die Nöte zur Tugend zu erheben 

ist eine der vielen Fallen  auf dem spirituellen Weg. So erhöht der Egozentriker seine Neurose zur Gottheit. Der Zustand dieser Höchsten UnHeiligen Egozentrik scheint der All-Einigen SelbstZentriertheit von "aussen" gesehen völlig identisch. Auch hier sieht man wieder diese "Teuflische Verdrehung/Verkehrung"...denen wir so leicht auf den Leim gehen.
Wer brav und fromm erzogen wurde (edel,hilfreich,gut), glaubt zum Beispiel, die beste Voraussetzung fürs Klosterleben/Nachfolge Christi zu haben. die dressierte Folgsamkeit wird umbenannt in "christlichen Gehorsam".  Eine fulminante Selbsttäuschung. Denn noch immer folgt man nicht seiner inneren Führung/Autorität, sondern einer äusseren, dem Abt, der Oberin etc. Diese  Art von Spiritualität ist somit eine in die prärationale(unbewusste) Regression (unmündige, abhängige) führende Pseudo-Spiritualität. Sie sieht der authentischen Spiritualität von aussen täuschend ähnlich. Authentisch ist nur eine Spiritualität, die den Menschen aus der Autoritätsabhängigkeit hinausführt, ihn seinen eigenen Weg finden lässt in eine transpersonale/überbewusste Spiritualität.

Führung kann aber  bis zu einem gewissen Grade von Wert sein, später jedoch muss auch jede Führung losgelassen werden. In Klöstern ist dies z.B. selten der Fall, deswegen muss das Kloster auch nicht gleich schlecht sein, aber sollte seine Grenzen akzeptieren. Ich bin für Kloster auf Zeit - welches es wohl schon längere Zeit gibt, aber im allgemeinen nur für wohlhabende Erwerbstätige erschwinglich ist, die die Stille suchen, um mehr Kraft für ihre weltliche Karrierelaufbahn zu tanken. Ein guter Nebenerwerb der Klöster/Kirche. Weiter nichts. Ebenfalls ein Laster  und Dem Herrn ein Greuel".

Alle sog. Tugenden, die man erziehungsmässig antrainiert bekam, die kannst du schlicht vergessen. Keiner kann sich hier  z.b. seiner Hilfsbereitschaft rühmen  . Alles, was das ich/Ego an Tugend, an Gutem für sich reklamiert zu sein, ist für das göttl. Selbst ein Laster -
"Dem Herrn ein Greuel".
Nett und lieb sein ist eine Maske, die frau sich abschminken muss. Auch mit allen guten Manieren und Damenhaftigkeit kommt man nicht ins wilde Himmelreich.


Spiegelung

Auszug aus Nyta's Blog-Präfix:
 "Gestern habe ich mit meinen Kommentaren anscheinend den heiligen Raum eines Blogs entweiht und ich wurde schon in die geistige Nähe zu einem jugendlich-männlich-alkoholisierten Chauvinisten gerückt, nur weil ich mich nicht an der Verurteilung irgendeines menschlichen Verhaltens beteiligen wollte. Und ich bekam die Frage gestellt, ob ich das Attentat auf Hitler spirituell gut heißen kann. Ich habe diese Art von Fragen schon in meiner Kriegsdienstverweigerungs-Verhandlung nicht abgekonnt. Was für ein Missverstehen!" Zitatende

Hey, stell dir vor, das habe ich fast haargenau auch so erlebt:
Neulich habe ich mit meinen Kommentaren anscheinend den heiligen Blog-Raum des sich oben beklagenden Bloggers entweiht, kaum hatte ich den Mund aufgemacht, wurde ich  in die geistige Nähe zu einem gar garstigen großmäuligen Flintenweib gerückt, nur weil meine Beiträge nicht den spirituellen Vorstellungen des BlogBetreibers entsprochen haben!Der Fiese Möpp nahm sich nicht einmal die Zeit für eine Frage, der  hat doch tatsächlich ohne Vorwarnung  geblockt...schluchz  Oh mei...seufz.... Schon in meiner Kindheit  habe ich  Oberlehrerärsche nicht abgekonnt.

Aber: Was mir früher ein Arsch des Anstoßes war, ist mir heute eine tägliche Quelle  des Entzückens und der Inspiration.
Da lacht das Kind!



Kommentar zu Nytias Blog



http://satyamnitya.wordpress.com/2014/06/14/mullers-esel-der-bist-du/#respond

Zitiert wird Daniel Odier: "Im Chan verfolgen wir nicht den Traum, das Gemüt zu unterdrücken oder es zu vernichten. Viel einfacher: Wir lassen ihm einfach seinen Lauf, ohne ihm Aufmerksamkeit zu schenken, bis es zum Augenblick der großen Entspannung kommt. "

Nytia:"Aber spielt das für die Aussage Odiers eine Rolle? Sind die Wirkungen des Reptilienhirns, des limbischen Systems und des Großhirns nicht allesamt nur Erscheinungen im Bewusstsein? “Wir lassen ihm einfach seinen Lauf, ohne ihm Aufmerksamkeit zu schenken, bis es zum Augenblick der großen Entspannung kommt.”, sagt Daniel Odier.
Und was sagen die geschätzten Leser dieses Blogs dazu?"

Tja, ich meine, was Odier da sagt, stellt für mich mal wieder eine Doppelbindung dar, wie fast alles, was die Leute darüber aussagen... Jeder Entspannung geht eine Anspannung voraus, oder? Wenn man aber in der Lage wäre, dem Gemüt keine Aufmerksamkeit zu schenken und alles "ziehen zu lassen",  wäre man ja schon nicht mehr mit den "Erscheinungen" identifiziert, woll?  Was wiederum hiesse, dass es keine Verspannung und demzufolge auch keine Entspannung geben könnte.  Wer in der Lage ist, die Gedanken und Emotionen ziehen zu lassen, statt sich mit ihnen zu identifizieren, ist im Gewahrsein - also am Ziel seiner Träume. Gewahrsein aber ist per se Entspannung.
Verspannung liegt ja in der Identifikation  bzw. den Anstrengungen des Ego in der Verfolgung irgendwelcher (auch spiritueller) Ziele, ... Ich könnte mir vorstellen, dass es sehr anstrengend für das Ego ist, seine eigenen Gedanken und Emotionen gehenzulassen... Askese ist Anspannung. Und jede Anspannung verlangt nach Entspannung.
Was hat "Buddha" so unglaublich viele Leben getan, bevor er sich unter dem Bodhi-Baum entspannte?
Was hat "Christus" getan, bevor er in seinem letzten Seufzer endgültig kapitulierte:  Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist? Was ging da voraus? Bei Christus war es die Dunkle Nacht der Seele: Gott, warum hast du mich verlassen?
Und bei Buddha? Viel anders als bei Christus kann es nicht gewesen sein.
Buddha war mir einmal der Gegenpol zu Christus. Buddha war Erkenntnis, Christus die Liebe. Christus heilt, Buddha erleuchtet. Christus von unten, Buddha von oben. (Evolution vs. Involution).
In mir sind beide zu einer Einheit geschmolzen - (dualistisch ausgedrückt, ein Neo-Advaita-Aspostel würde das nun aus der nondualistischen Perspektive berichtigen und sagen: Da gibt es kein Zusammenschmelzen, da gibts keine Aktion, kein Machen, kein Tun - weil alles schon in Einheit "da" ist. Es kann nichts zusammenschmelzen, was nie getrennt war...
Jo,  is ja recht, mein kleines Wortwichserle...du erzählst mir nix, was ich nicht schon selbst erkannt habe: Ich bin nämlich sowohl der Hase als auch der Igel "Bin schon da".



Celebration of the Female Form

heisst eine Seite auf Facebook. Was da zelebriert wird ist nicht gerade die wilde, sondern größtenteils die domestizierte Frau als Sexobjekt. Vorrangig Femme fatale und Burlesque.

Alle Formen sind Yin... Deswegen: Wer die Formen verachtet, geht auch der Leere verlustig, er hat keinen Zugang zur Qelle.  Vater und Mutter (Leere und Form) sind eine Einheit: Leere ist Form und Form ist Leere. Zwei in Eins. Yin und Yang sind eins: Nichtzwei. ooops... I did again... LOL!




Wortmagie

Du willst also kein chronischer Suppenhaarsucher sein?
Na, wie wärs es dann damit: Gegen alles, was man dir sagt, findest du Einwände.  Auf diese Weise ausgedrückt, kannst du die Kritik  besser annehmen, nicht wahr? Was Worte doch für eine emotionale Wirkung auf uns entfalten...Oder wie wäre es mit "Abergeist"? - klingt dir auch nicht nett genug, ne?


Der Tesseract

ist auch ein Symbol für das Geschehen der Welt- bzw. Icherfassung: Was zuvor (diesseits) über das Außen erfasst wurde, wird jenseits von Ego von Innen erfasst.


Der spirituelle Gutmensch

verlangt, dass man die Wahrheit so sagt, dass sie niemanden verletzt. Unmöglich! Was mein letztes "Extrablatt" angeht, meinte jemand, da sei ja "jemand" ziemlich sauer gewesen. Nein, der emotionale Aufwand, den man betreiben muß,um "sauer" zu sein, ist gnädig von mir genommen. Wenn mich jemand "anpißt" ist mir das nur wie alles andere eine weitere Quelle der Inspiration. Dass du das  nicht wahrnimmst, liegt daran, dass du mit dem verletzten Ego des von mir Angesprochenen Titelhelden identifiziert bist , Deine Identifikation, deine Emotionen haben dich für die Wahrheit blind gemacht.
Ja aber, sagst du, die Liebe ist doch sanftmütig und deckt gnädig alle Fehler zu... Eine fromme Mär, wenn du meinst, dass sie DEINE "Fehler" zudeckt. Die Liebe ist erstens selbstbezüglich und zweitens streng, d.h. sie  kehrt ihre Wahrnehmungen nicht unter den Teppich der Verdrängung, sondern spricht an, was sie wahrnimmt.



Jaja, die Klitoris,

- das dreckige kleine Miststück war den "patrischen" Kerlen schon immer ein dicker  Dorn in Fleisch und Auge. Schließlich sieht sie nicht nur aus wie ein kleiner Phallus, sondern ist es auch -  ja, die Klitoris war zuerst da, der männliche Phallus hat sich aus dem weiblichen Geschlecht heraus entwickelt. Das weiß die Wissenschaft heute. Und die Psychologie weiß auch, dass der Phallus resp. die Klitoris  ein Machtsymbol ist...Gottvater aber teilt seine Macht nicht, er duldet keine anderen Götter neben sich und so werden auch heute noch in archaischen Gesellschaften, - mögen sie noch so modern daherkommen,  - die Frauen kastriert, indem man sie ihrer Eigenmacht, ihres Lustzentrums beraubt.

Was hat das Frauenproblem der Moslems mit Spiritualität zu tun, fragt der Neo-Apostel: Ja, was wohl? Es zeigt, wie du dich hier auf Erden an Gottes Stelle setzt. Wer, ich? Ich tue doch gar nichts, ich bin erstens mal ein christlicher Abendländer und zweitens bin ich  Softi!
Ja klar doch - aber wenn man ihn nicht 3mal vergrößert wiederspiegelt, läuft auch ein christlich-abendländischer Softi Amok.

Hätte ein Mann wirkliche Individuationserfahrung und Selbsterkenntnis, könnte er solche Fragen gar nicht nicht stellen. Leider ist es aber so, dass Individuation  (u.a. eben auch die Befreiung der authentischen Weiblichkeit  und Männlichkeit)  nicht auf dem Plan der Neo-Apostel steht. Ist ja "Alles schon da" und munter wird weiter gemetzelt, wo nicht direkt, dann sinnbildlich, auf unsichtbare "unkörperliche" Weise:  Verbale Gewalt ist auch Gewalt und seelische Unterdrückung ist auch Unterdrückung.

Ein befreiter aufrechter Mensch - darunter insbesondere das erigierte SELBSTbewußtsein einer befreiten Frau  - ist den Knilchen immer noch derselbe Dorn in Fleisch und Auge wie die Klitoris.
"Knilch" - ein Ausdruck von Mary Daly bezeichnet das unbewußte und unbefreite männliche Mitglied der patriarchalischen  Männergesellschaft. Ein Knilch ist z.B. derjenige, der die Kritik der Frauen (und Männer)  an der patriarchalischen Gesellschaft und deren Frauenfeindlichkeit  für Männerhass hält. Ein Knilch ist derjenige, der Freie Frauen auf den sog. Boden der Wirklichkeit  ("irdischer Scheißhaufen") herunterholen will. Der amerikanische Begriff, den Daly für Knilch benutzte,  ist mir nicht erinnerlich, aber die (patr.) Menschheitsgeschichte war für sie eine  cock & bull-history. Aus reinem Männerhass? Wohl eher Frauenschmerz.
Der Vergleich mit Tieren ist absolut gerechtfertigt: solange wir unbewußte Roboter sind, sind wir nichts weiter als programmierte domestizierte Primaten. Hör auf zu heulen - is so!

Jesus sagt: Hasse das Böse! Auch das ist eine Etappe auf dem spirituellen Weg, wo das WORT als lebendige Wirklichkeit nicht nur erkannt, sondern auch durchlebt und durchlitten wird.
Das Böse hassen kann man aber nur, wenn man das Böse kennt. Das patriarchalische Bewußtsein der Menschen ist sich seiner frauen- bzw. menschenverachtenden Programmierung nicht bewußt, wie kann man  dann das Böse daran erkennen?

Ich hasse nicht mehr, ich bin schon lange darüber hinaus. Habe genug gehaßt. Vor allem mich selbst. Diesen Selbsthass umzukehren und als internalisierte Projektion zu erkennen, war für mich keine leichte Sache, (sehr angstbesetzt) aber ist ganz allgemein unumgänglich auf dem Weg der SELBStverwirklichung. Aus dem Selbsthass muss der gesunde konstruktive  Hass werden, der das Böse hasst. (In der Gefangenschaft hassen wir ja das  G u t e  , weil wir es für das Böse halten, das muss alles umgedreht werden ("Umkehr")), Auf diesen Vorgang der Umkehrung bezieht sich meines Wissens und meiner Erfahrung nach die Aufforderung Jesu, das Böse zu hassen. Es muss und sollte aber m. E. nicht aktiv bekämpft, sondern nur "enthüllt" werden,  im Sinne von  BEWUSSTmachung.

Mary Daly hat sich wohl sehr viel Zeit genommen, das Böse zu hassen, - ob dieser sorgsam gepflegte und kultivierte Haß tatsächlich auch solange bei Gesundheit blieb? - keine Ahnung, jedenfalls hat er sie beflügelt, einige wunderbar unverständliche Bücher zu schreiben mit einer eigens für Frauen erfundenen Sprache. Unverständlich aber nur für unbewußte Menschen, für solche, die keinen Zugang zu ihrem Unbewußten haben.
Auch sie war mein Guru, eine meiner vielen Geburtshelfer...