Freitag, 10. Oktober 2014

Die Nullzeit ist die schönste Zeit, wer in ihr weilt, schmeckt Ewigkeit

Ach du holde Ewigkeit,
wer in dir weilt, der hat null Zeit.



 Nichtzwei (Advaita)

Dieser Begriff scheint auch zu einem Dogma erstarrt zu sein. Da gibt es wohl eine korrekte Auffassung, bzw. Beschreibungen, die Anspruch auf Wahrheit erheben.
Advaita ist für mich kein Dogma oder ein stagnierter BewußtseinsZustand, sondern lebendige Erfahrung bzw. Erkenntnis  der Rückführung der Gegensätze und Polaritäten in ihren Ursprung. Advaita ist Stillstand und Bewegung in EINS. Advaita ist mein Bewußtsein.

Und noch einmal: Jenseits des Jordans definiere ICH, was immer auch "erscheint".  So wie ich die Welt, die menschliche Psyche, das Ich von innen heraus, aus mir SELBST  heraus  erkennend "erfinde", so erfahre ICH,  definiere und  "erfinde" ICH aus mir SELBST heraus, was Nichtzweiheit oder Einheit ist.  Advaita.  ICH braucht dazu keine äußeren Bestätigungen, keine spirit. "Lehr"Bücher, die zu 99% nichts als Unwahrheit beinhalten, weil sie  auf verstandesmäßigen Vorstellungen beruhen. ICH  erkenne und definiere, was WAHRHEIT und was Unwahrheit ist - völlig wurrscht, was der Ehrwürdige Meister Dingensdogens damals und heute gesagt haben mag.

Die Tradition sollte man jedoch nicht von vorherein verachten und vorschnell in den Orkus der Vergessenheit werfen, wie man es häufig bei gewissen Spiritanten beobachten kann.
Die transzendierenden "Bewußtheitsschritte" finden meiner Erfahrung nach folgendermaßen statt:
1. Zuerst ist man für Tradition: Man liest die Hl. Schriften, die alten und neuen Meister..
2. dann ist man gegen Tradition, d.h. die Tradition wird losgelassen,  die Hl. Schriften, Meister, quasi jeden Input von Außen.
3. dann erkennst du, dass es SOWOHL dieses ALS  AUCH jenes ist, d.h. in diesem Falle: Du erkennst  die Berechtigung von Traditon auf der dualen Ebene und dieselbige aus nondualer Perspektive  her als aufgehoben.
4. Weder dies noch jenes. NICHTS.  Da ist weder eine duale Ebene noch ist da eine nonduale Ebene. Die Tradition (bzw. die gesamte Historie/Geschichte) hat sich erledigt und im NICHTS aufgelöst. (Jenseits von Nondual-Dual)

Schritt 2 hat nichts mit dem schwarzweißen Entweder-Oder- Gegensatzdenken  oder dem pubertären Dagegensein des unreifen Rebellen zu tun, der hochmütig und voreilig  die Tradition (Schriften, Meister) verwirft, weil er den letzten vor dem ersten Schritt tun will. Schritt 2 basiert auf Ein-SICHT.

Schritt 1 - Das "Studium der Schriften" hat "Tradition", Selbststudium, "Swadhyaya".
Jeder Leser von Heiligen Schriften - darunter zählen alle spirituellen Bücher -  ist ein Yoga-Praktizierender, ohne dass es ihm bewußt wäre.  Er übt sozusagen, ohne zu üben.
Zur "Tradition" gehört m. E. auch die Liebesbeziehung zu einem persönlichen Gott - die man m. E. niemals überspringen kann. Der Weg ins überpersönliche SEIN führt nur über den persönlichen Gott. Basta. Denn was nützte dir all dein Wissen, aber du hättest die (SELBST-) Liebe nicht.


Babylon

Ich lese irgendwo: Avidya = Nichtwissen - das Übel, was für die Wiedergeburten verantwortlich sei...
Ziemlich verwirrend für die spirit. Sucher und Leser. Denn im Gegensatz zum Nichtwissen jenseits des Egos, wie es im Zen z.B. auch den Anfängergeist charakterisiert, meint Avidya hier die Unwissenheit, die Unbewußtheit der Person! Die Unwissenheit darüber, dass wir an die Quelle allen überpersönlichen Wissens/Weisheit angeschlossen sind, die Unbewußtheit über unsere Wahre Natur.


Sein oder Nichtsein

ist und bleibt immer die große Frage.  Darüber abe  herrscht eine große Verwirrung. Denn das Sein und das Nichtsein wird häufig miteinander vertauscht, verwechselt und falsch verstanden.
Aus nondualer Perspektive ist die dual-personale Ebene illusionär, Nichtsein. Aus der Perspektive der Person aber ist das Sein die persönliche Wirklichkeit und das Nichtsein/Thanatos liegt in der Abwesenheit des Egos auf der transpersonalen Ebene. (Ist was dran, nur ist diese Annahme  angst und abwehrgesteuert).
Ich habe in letzter Zeit mehrere Male den Begriff vom  "Totenreich" gelesen.  Ich weiß nicht, was damit gemeint ist, aber mir fällt dazu folgendes ein:

Aus der Sicht des transpersonalen WAHREN LEBENS in "Gott" ist das Leben ohne Gott resp. ohne SELBSTverwirklichung ein totes Leben. (Lasset die Toten ihre Toten begraben, mahnte Jesus, als er zum Hochzeitsmahl (der  SELBSTverwirklichung)  einlud. Doch die Leute hatten keine Zeit, sie wollten zuerst noch ihre weltlichen Dinge regeln, Haus und Acker bestellen,  den Vater begraben... Das meinte Jesus mit den  Toten, die ihre Toten begraben... Daraufhin schickte Jesus die Diener auf die Suche nach Menschen, die kein Eigentum besaßen, an dem sie hafteten, die mit keinen weltlichen Pflichten und gesellschaft. Tradition identifiziert waren: die Bettler und Obdachlosen auf den Straßen... Und alle alle kamen.
So hört man auch heute noch die Leute: Selbstverwirklichung? Dafür habe ich keine Zeit, ich muss warten, bis das Haus abbezahlt ist, die Kinder aus dem Haus sind... bis ich gesund bin, wenn ich dies und das erledigt habe...Ich habe schließlich Verpflichtungen und trage eine Verantwortung...
Ja, aber-Geister. Die Zeit wird kommen? Die Zeit ist immer JETZT (Letterman!)
Das Reich der Toten ist aus der transpersonalen Sicht das Reich der Weltkinder.
Aus der Sicht des unerlösten personalen Welt-Ichs aber sind jene tot, die das Welt-Ich überwunden haben. Man meint dies nämlich im destruktiven Sinne, denn das Welt-Ich kann nicht erkennen,dass der, dessen Ego "tot" ist, im wahresten Sinne lebendig geworden ist.
Für die Welt gestorben zu sein, heißt, todlos zu sein und das Gewahrsein/BewußtSEIN des ewigen LEBEN zu haben. In solchem Sinne wäre das Totenreich recht eigentlich das Himmelreich!

Fredo-Advaita

Ist es vielleicht möglich, dass Fredo und vielleicht auch viele andere Sucher die Aussagen der Meister/Finder, es gäbe keinen Weg, keinen Pfad, kein Ziel, einfach nur mißverstehen? Aus transpersonaler Sicht, ist es ja stimmig und richtig, niemals aber aus personaler Perspektive, weil der Person die Letztgültige Erfahrung/Erkenntnis  fehlt,  - es ist ja gerade die Person , die dieser geistigen (!) Erkenntnis im Wege steht.
Ich frage mich, ob man diese "finalen" Erkenntnisse, die allesamt am Ende eines mitunter sehr sehr langen spirituellen Reifeprozesses stehen, vielleicht so deutet, dass man diese Ein-Sichten auf temporäre Erwachens- oder Erleuchtungserfahrungen bezieht, - zu denen hin es tatsächlich keinen Weg gibt, weil sie spontan geschehen und auch spontan wieder verschwinden.
Das würde einiges erklären, - auch die "Resignation" darüber, dass es keine endgültige Befreiung gebe...




Dem Pseudo-Advaita

und wohl auch im Zen-Buddhismus fehlt m. E. das Bhakti-Yoga, das Element der Hingabe. Weil die Person als solche im Vornherein schon als fiktiv und illusionär geglaubt wird, hat man Gott,  vor allem die Göttin,  die Weiblichkeit Gottes ganz aus dem Programm genommen.

Bhakti-Yoga ist dualistisch, klar, aber dennoch ist die dualistische Gott-Mensch-Beziehung m. E. solange eine notwendige Zwischenstufe, wie die Einheit  - Mein SELBST/ICH ist GOTT! - nicht erkannt wird.
"Mein ICH ist GOTT" - Nichtzwei!  Dies kann nur von einem geeinigten und von allen Anhaftungen ge-Reinigten Gewahrsein erkannt werden.
Nun gibt es aber die Sorte von "Gläubigen", die glauben, ihr unerlöstes, unbefreites, "sündiges" Ego sei Gott . Solchen Leuten  können die Anhaftungen - also genau das, was sie von Gott trennt! -  wie etwa Wut "erscheinen" und sie nennen es ES oder DAS (was ist) .
 Oi oi oi...
DAS, was IST, ist in jedem Falle immer das, was WIRKLICH ist. Die WIRKLICHKEIT ist  jenseits der Trennung, der Täuschung, Maya - ist jenseits vom Ego mit seinen Anhaftungen/Identifikationen mit Maya.
Viele verwechseln DAS, was IST  mit der Befindlichkeit der Person. Das Komische und Verwirrende daran ist, dass es manchmal zugleich die Leute sind, die die Person von vornherein für fiktiv erklären.
Um der Verwirrung ein Ende zu bereiten bzw. sie zu komplettieren: DAS, was WIRKLICH ist, kann man nur über das Annehmen der  Hier&Jetzt- Befindlichkeit der Person EIN-SEHEN. Das verstandesmäßige second-hand-Wissen um die Scheinbarkeit/Fiktion der Person ist dabei das größte Hindernis!

Die Scheinbarkeit des Egos mit seiner Lebensgeschichte usw. wird erst durch die "Letztgültige Erkenntnis" verifiziert!  In dieser Erkenntnis wird das Ich vollends von seiner Identifikation/Verhaftung  mit Ich&Welt/Geschichte usw. losgelöst.
DAS, was WIRKLICH ist, erscheint nur dem geclearten von allen Anhaftungen gereinigtem Auge - der reinen neutralen Wahrnehmung: Wenn der Fokus nach draußen gerichtet ist: NICHTS/Leere;  wenn  er nach Innen gerichtet ist: Alles/Fülle.
So, wie ich auf dem spirituellen SuperMarktplatz von der Scheinbarkeit des Egos sprechen höre, handelt es sich bei den meisten derartig Missionierenden durchweg um "Gläubige". Ein wirklich "Erfahrener", d.h. einer der sich wirklich der Letztgültigen Erkenntnis erfreuen durfte, wäre an ihr auch "gestorben".  Der hätte damit sämtliche Anhaftung gelöst und  wäre daher niemals imstande , Anhaftungen wie Wut als "Erscheinung" zu  lokalisieren.
Zutiefst komisch und lächerlich von einem Menschen zu hören, dass ihm ein scheinbares Ego mit scheinbaren Gefühlen "erscheint".  Das ist  Maya hoch 2!  soviel Schein/Maya, dass die "Erscheinung" des  scheinbaren Egos  scheinbar gar in einen Kultstatus erhoben wird.  Kultstammeln, Kultflüstern, Kultlachen ... Das "Lachen, das bleibt" und demonstrativ vorgeführt wird, wirkt keineswegs leicht und befreit, sondern vielmehr beklagenswert verkrampft.  Da ist keine "kosmische Heiterkeit", die auf der tatsächlichen Losgelöstheit des Egos beruht, sondern dieses Lachen hat seine Ursache in  jämmerlichen pathologischen Dissoziationsbemühungen. Bekloppelt statt entkoppelt.



"Was bleibt, ist Lachen"


scheint mir auch zu einer Kultphrase verkommen zu sein. Dieses Lachen braucht einen Witz und ein Publikum
Das Wahre Kosmische Lachen aber hat keinen Zuhörer und braucht kein Publikum. Dieses heitere und losgelöste Lachen "erscheint" angesichts des Paradoxes, der Gegensatzvereinigung. Einheitsverwirklichung. Am Ende des Erkenntnisvorganges,  dort wo der 4. Schritt getan ist: Wo weder dies noch das ist. ... Hier, wo das Wortlose wortet ...wo das Schweigen wortet und die Worte schweigen... hahahahhaaaaaaaaa! ..YES! - wo der Verstand aussetzt!
Clap your hand, Schazzy!



Es gibt nichts zu tun

Das Ego vereinnahmt alle transpersonalen Wahrheiten/Einsichten - die eigenen und die der anderen -  und wandelt sie in Dogmen und moralische Imperative (Handlungsanweisungen) um. Beispielsweise erkennt ein Mensch, dass es seine Erwartungen sind, die ihn von der WIrklichkeit trennen. Promptly versucht er zu "machen", was nicht zu machen ist, das heißt, der Egomind   i n t e r p r e t i e r t  seine Eingebung und macht aus einer tiefen geistigen Einsicht (Erleuchtung) ein Gebot, einen Imperativ: Du darfst keine Erwartungen haben und versucht sich eigen-willig in diesbezüglicher Entsagung/ Askese.
Wenn der Mensch Glück hat und nicht allzu lange an seinen asketischen Bemühungen haftet, wird ihm eine weitere Ein-Sicht zuteil und ihn eines Besseren belehren:
 Es ist dein Wollen, dein Selber-Machen-Wollen, was im Wege steht.  Du kannst nichts tun. Lass die Dinge geschehen.  Alles macht sich ganz allein aus sich SELBST heraus... Vertraue.

Es gibt nichts zu Tun. Das bedeutet u.a., dass geistige Ein-Sichten nicht dazu da sind, (eigenwillig) in die Praxis umgesetzt zu werden. Das Ego aber will alles in die Hand nehmen und selber tun. Vor allem das scheinbar Gute, das scheinbar "Wachstumsfördernde".  Solange aber da ein Egowille der oder das Handelnde ist, ist alles, was man tut wie Spreu im Winde.
Aber Vorsicht Dogmengefahr! Niemandem auf dem spirit. Wege bleibt es erspart -  kein Mensch kann seinen eigenwilligen  interpretierenden Egomind austricksen, solange er mit dem Ego identifiziert ist!
Da werden ihn auch keine Neo-Advaita-Apostel eines Besseren belehren können, die ja doch ebenfalls einem  Dogma, dem gegenteiligen GLaubenssatz huldigen, dem, der aus der zweiten Ein-Sicht  (oder dem "Glauben") heraus erfolgte:" Es gibt nix zu tun!" -  und  dies in militanter Weise missionieren, um andere vorzeitig zur Räson zu bringen und  zu bekehren, ohne zu sehen, dass sie damit nichts weiter als einer faulen Oblomow-Spiritualität das Wort reden.
 Der Verstand macht aus allem ein Dogma, ein Imperativ.


Viveka & Vairagya

kann man m. E. nicht üben. Im Buddhismus zählt das zu den Tugenden, die geübt werden. So habe ich zumindest gelesen.  Oi oi oi... da beißt sich doch schon wieder die Katze in den Schwanz!

In meiner Erkenntnis bzw.  Erfahrung sind Viveka und Vairagya die Geistesgaben, deren jeder Mensch teilhaftig wird, der "über den Jordan" ist. Die Gabe der Unterscheidung der Geister (des Wahren vom Unwahren, der Spreu vom Weizen) kann man nicht üben, genauso wenig wie Loslassen von der Anhaftung.
Was so alles geschrieben steht... ALLES musst du vergessen. Nicht auf richtig oder falsch hinterfragen, sondern buchstäblich auf den Müll der Geschichte schmeißen und allem Gewußten und Geschriebenen deinen Glauben verweigern. Entglaubung.
Die einzige wirksame Übung ist für mich die Achtsamkeitsübung und alles regelt sich von SELBST.

Ich

Was für eine naive Vorstellung, dass man das Wort Ich nicht mehr benützen würde, wenn man sich  SELBST verwirklicht hat. Genauso naiv wie die Vorstellung, dass man sich dann nur noch ins Schweigen zurückziehen würde. Am Ende, dann, wenn der Berg wieder ein Berg und der Baum wieder ein Baum ist, ist auch  Ich wieder Ich, sogar ganz grossgeschrieben: ICH. Nichts anderes mehr gibt es nämlich finally. Mein SELBST ist ICH! Mein ICH ist GOTT!
Die kritischen Gemüter würden sich ein wenig beruhigen, schriebe ich "ICH" in Anführungszeichen. ABER: Wenn ich spiritually ganz correct  wäre, dann müßte ich alle - ALLE!!! - Wörter in Anführungszeichen setzen!


Eine Frau,

die ihre männlichen Anteile aus dem Schatten befreit hat und bewußt lebt, ist offensichtlich für den unerwachten Mann das Böse schlechthin. Authentizität und Echtheit sind an sich bedrohlich für das unerwachte Ego.


Magie - Allmy-Thread "Praktisches Wissen zur Bewußtseinsentwicklung"

Kybalion7: "Ja, und wenn du mal jeden Zustand selber hervorrufen kannst, dann wirst du nie mehr von auseren Begebenheiten beeinflusst werden, das heist du kannst es auch annehmen wenn du willst, aber im Nu kannst stoppen und einen anderen Zustand haben.
Da bist mal Herr der Gefühle und Zustande.
Das ist schon mal etwas sehr herrliches, wunderbares, erfasst erst wenn es total erlebst.
Denk mal nach was man da alles hervorbringen kann, denk nach.
Nun die Nullzeit erleben, da benötigt man Zeit um es auszuführen. Gewisse Vorbereitungen, das erste mal."
https://www.allmystery.de/themen/uh102631-1505
2.42 Uhr


An diesem Text kann man die "Spirituelle Umgehung" quasi in ungebremster Aktion sehen:
Da wird den Menschen suggeriert, dass das Meistern ihres Lebens - ihres Denkens, ihrer Gefühle -  in ihren eigenen Händen liege, im  "Machen" -    dass man z.B. selbst  die Zustände und Stimmungen verändern könne. Von Psychologie scheint mir der Magus aber keine Ahnung zu haben. Denn das einzige, was man mit solchen "Operationen" bewirkt, ist, dass alles, was an Unangenehmen ins Bewußtsein vordringt, abgeschmettert und verdrängt wird.
Da wird versprochen, dass man quasi auf Knopfdruck die Haut wechseln kann. Wenn du dich verletzt fühlst - einfach Knöpfchen drücken...

Und was Eure "Nullzeit" angeht, Leutz!: Nullzeit ist ZustandsLOSIGKEIT und der einzige "Zustand", in dem man nicht mehr von äußeren Einflüssen beeinflusst werden kann. Nullzeit ist  das absolute HIER&JETZT, der Goldene Augenblick der Ewigkeit, in dem du unverletzbar, "todlos" d.h. bewußtes unsterbliches Bewußtsein bist. Jemand, der wüßte, wie er in die Nullzeit kommt, der würde alles daran setzen, auf Ewig in ihr zu verweilen, der wird niemals auf die Idee kommen, anderen Menschen aufzuzeigen, wie man seine Ichzustände verändert , sondern wie man die Ichzustände  ü b e r w i n d e t!   Es geht darum, ganz auszusteigen aus dem, was Veränderungen unterworfen  ist! So aber ist es gerade so, als ob man das häßliche Zimmer, in dem man wohnt, nicht gewechselt, sondern nur anders, schöner, tapeziert hat.
Magie? Wie man die äußere Fassade von Ego und Welt verändert, wie man mit äußeren Welt Unfug treibt, die Materie beeinflußt - was für ein "Umweg" auf dem Weg zum wahren LEBEN!
In der Nullzeit "auf Ewig" zu verweilen,  darum geht es. Dazu braucht manche nicht nur Zeit, sondern viele viele  Leben. Nur ein Reines Herz, ein Reines Bewußtsein kann in der sog. Nullzeit verweilen. Einem Ich, was selber machen will, ist der Zugang verwehrt - Gott läßt sich nicht dingfest machen! Der GEIST läßt sich nicht vom Ich unterjochen. Nur der geistig Wiedergeborene fällt niemals mehr aus der Gnade (Nullzeit) heraus. Null Zeit ist da, wo der Eigenwille des Ichs schweigt. Wer machen will, was nicht machbar ist

Der arme Georgerus, immer in Hoffnung,jemand könne ihm helfen,  aus seiner Haut herauszukommen...
Magie? Für das Ego ist es wichtig, die äußere Fassade von Ego und Welt zu verändern. Wie man mit der äußeren Welt Unfug treibt, die Materie beeinflußt - was für ein "Umweg" auf dem Weg zum wahren ewigen LEBEN in der  nondualen "Nullzeit".
Bewußtseinsreisen in astrale Welten? Die sog. astralen Welten sind ja doch ebenfalls dem Dualismus unterworfen.  Es geht darum, den Dualismus zu überwinden. All dies muß geopfert werden - das ist der einzige Weg, um dauerhaft in der Nullzeit zu leben. Die Beschäftigung mit Magie ist aus der Sicht von Null nur eine nette Spielerei .

Zauberei, Wundertaten? All den armen verwirrten Seelen in Kybalions Thread sei die Botschaft Jesu anempfohlen, dessen Wundertaten eben jenen Menschen Wunder der Heilung bringen,  - die Wunder der almistischen  Verwandlung.
Kybalion ist nicht anders als jene mittelalterlichen rein materiell orientierten "Alchimisten", die  es buchstabengenau nahmen und die die eigentlich innerlich, mystisch gemeinte  Verwandlung des Menschen ent-äußerten, indem sie versuchten de fakto Blei in Gold zu verwandeln. Das Gold aber ist nur eine Metapher für das einzige Ziel, für das es sich zu "sterben" lohnt:  Die SELBSTverwirklichung unserer Wahren Natur.


Nochmal zur Zustandslosigkeit:


Das scheint mir nämlich auch so ein unverstandenes Schlagwort zu sein.  Zustandslos bist du per se, wenn du jenseits von Ego bist. Das Ego ist abhängig von Auf und Abs, Hoch und Tiefs, von veränderten Stimmungslagen und Gefühlszuständen. Jenseits von Ego bist du im Gleichmut. Immer gleichen Mutes, unveränderbar.

Natürlich gibt es temporäre Ego-Entrückungen, wo man einen Geschmack für diesen Gleichmut/Zustandslosigkeit bekommt. Man nennt es vorlieblich "Leere".  Aber davon spreche ich nicht. Das Erlangen von unveränderlichem Gleichmut ist erst mit der geistigen Wiedergeburt gegeben.  Ein Ding der Unmöglichkeit, dass jemand, der diese Geburt erfahren hat, jemals wieder aus der Gnade des Gleichmuts (Aspekt des SEINS) herausgehen könnte. Wenn ich höre, wie Leute sagen, sie können willentlich ins Gewahrsein bzw. den Gleichmut ("Nullzeit")  rein und rausgehen, dann ist es kein Gewahrsein/Gleichmut.

Zauberei, Wundertaten? All den armen verwirrten Seelen in seinem Thread sei die Botschaft Jesu anempfohlen, dessen Wundertaten eben jenen Menschen die einzigsten Wunder vollbringt, derer sie bedürfen: Die Wunder  der Heilung.


Wahnsinn und Methode

Daniel Paul Schrebers Reflexionen eines Paranoikers
"...Zentrale Elemente des Schreber'schen Wahns wie die Sonne als Symbol des Vatergottes (nach Freud eine Idealisierung des Vaters) und die Zwangsvorstellung, in eine Frau verwandelt werden zu müssen, um (wenn auch im Geheimen) aus den körperfeindlichen Geschlechterstereotypen seiner Zeit ausbrechen zu können, sind nicht zuletzt auf diese kollektiven bürgerlichen Zwangsvorstellungen zurückzuführen. In diesem Zusammenhang steht auch die von Freud in seinen "Bemerkungen" geäußerte These einer in der transsexuellen Phantasie ausagierten latenten Homosexualität Schrebers. "

Freud und Jung  - zwei unterschiedliche Ausrichtungen in der Psychologie. Der Unterschied ist exakt der zwischen Kopf und Herz. Was ich in diesem Link vermisse, ist die Ansicht Jungs zur "transsexuellen Phantasie" des  Herrn Schreber. Mir fehlt in diesem Text von Rainer Zuch die Übersetzung, die "Wandlung" dieses "Symbols der Libido" in die spirituelle Sphäre.
Wenn man diese "Transsexuellen Phantasien" nämlich aus der Sicht der Bewußtseinsentwicklung  betrachtet, dann sehe ich darin ganz klar ein spirituelles Symbol der Ganzheitlichkeit, welches dem Herrn Schreber nicht bewußt war und welches er aufgrund seiner rigiden christl. Erziehung wahnhaft verarbeitete.

Genau besehen drücken seine Phantasien nämlich nichts anderes  die Sehnsucht nach Ganzheit aus, nach einer männlich-weiblichen Synthese, wie sie jedem Menschen letztlich in und durch den Individuationsprozess bzw. im Verlauf von Schattenintegration geschieht. Was im Schatten liegt, sind  bei allen Männern die weiblichen Anteile, die ans Licht der Bewußtheit gehoben werden  und in das (Neue) Ich integriert werden wollen. (Wo Es war, soll Ich werden, sagte Freud - viel Einblick oder Ahnung von seinem eigenen unbewußten ES, seiner eigenen unterdrückten Weiblichkeit hat er wohl nicht gehabt.)

In diesem Entwicklungsverlauf geschieht es, dass Frauen mehr oder weniger bewußt davon träumen, zusätzlich zu ihrer körperlichen Weiblichkeit einen Penis zu haben und Männer eine Vagina. Dazu gehören  "transsexuelle Phantasien",  die sind aber nicht alles - denn das Selbst-Wunschbild  ist nicht Mann   o d e r   Frau zu sein, sondern  der  Hermaphrodit, d.h.,  beides zugleich zu sein: Mann  u n d  Frau . Diese androgyne Vision übt eine ungeheuer (verbotene!) erotische Anziehungskraft aus, ist aber äußerst angstbesetzt für puristische Gemüter, so sehr, dass die wahre spirituelle BEdeutung dahinter es sehr schwer hat, bewußt zu werden. Wobei letztlich auch bewußt werden sollte, dass es sich im spirituellen Kontext keineswegs um ein  sexuelles Ausleben handelt, sondern um Geschlechtslosigkeit, das Transzendieren der Geschlechterrolle.
Katoey   nennt man in Thailand diejenige Sorte von künstlichen, operativ "hergestellten" Hermaphroditen,  "Ladyboys", die sich wohl eher als  "Sextoy" verkaufen, doch hinter all diesen "Manifestationen"  ist der unbewußte psychospirituelle Wunsch nach Ganzheit.
Leider muss das  Ich  aber immerzu alles ent-äußern, d.h. in der materiellen Welt zur "Realität" bringen. Und so ist der Katoey die materielle Ent-Äußerung der geistigen Einheit von Yin und Yang.  Anders als der Mystiker, feiert/lebt  der Katoey den mystischen Hierosgamos, die Heilige Hochzeit auf körperlicher sexueller Ebene aus.
Von Buddha wie auch von Jesus wird fast wortgenau überliefert, dass die Frau zum Mann und der Mann zur Frau werden soll, will man ins Nirvana bzw. Himmelreich kommen.

Wie man an auch hier wieder sehen kann: Der Geist, der Spirit ist nicht von der Psyche zu trennen! Man muß nur lernen, die Metaphern und Symbole zu verstehen.

http://ssl.einsnull.com/paymate/search.php?vid=5&rid=153



Wissen

Ich habe kein unbedingtes Interesse daran, herauszufinden oder zu wissen, warum weshalb und wozu jemand macht, was er macht. Alle Kausalitäts-Fragen haben sich im Grunde  für mich erledigt.

Eigentlich war es schon früher eine Qual für mich , so dass ich mich oft weigerte zuzuhören, wenn jemand versuchte,mir die Welt und die Menschen darin zu erklären. Wenn jemand schon anfing:"Das ist so, weil..." reagierte ich schon allergisch. Ich wollte selber denken und selber herausfinden, was es mit der Welt und den Menschen auf sich hat.

Die ganze Schulbildung ist  Welterklärung aus zweiter Hand, -  mit ein Grund, warum die Menschen nicht lernen, selbst zu denken. Gedacht wird, was gelehrt wird...  Gedichte interpretieren hieß z.B. , möglichst nahe an die offizielle Deutung heranzukommen...

Heute beziehe ich mein Wissen aus dem Nichtwissen, d.h. ich benötige keine äußere Quelle, sondern beziehe lebendiges Wissen (mit Fleisch und Blut gefüllt) über Menschen und die Welt  nur aus mir SELBST heraus und zwar nur so viel wie ich im Moment brauche. Nicht mehr und nicht weniger. Ich brauche keine Bücher noch Menschen mehr zur Welterklärung.  Früher habe ich Bücher gefressen. Eigentlich kaufte ich mir ein Buch, nur um ein bestimmtes Thema, an dem ich innerlich arbeitete, bestätigt zu finden. Das war mit ein paar Sätzen oder Buchseiten meist erledigt, d.h., ich las das, was ich verstand mit Kopf und Herz. Dennoch konnte ich nicht anders, als das ganze Buch durchzulesen, obwohl mein Herz nicht mehr dabei war; ich habe somit immer zuviel  (an KopfWissen) gefressen, was ich nicht verdauen konnte.
Heute ist es so, dass ich kaum noch eine Seite am Stück lesen kann... Auch das Zuhören fällt mir schwer, wenn es dabei um FremdWissensvermittlung geht. Und FremdWissen ist alles, was nicht aus mir SELBST herauskommt. Videos z.B. mit Vorträgen... unmöglich bzw. wenn ich mir das in voller Länge antue, dann ist das wie Selbstverletzung. Sooo anstrengend.

Ich habe mich seit einiger Zeit schon gefragt, warum ich das Empfinden habe, dass mir bei längeren Unterhaltungen (am Telefon) die Augen herausquellen. Dies liegt m. E. teilweise daran, dass ich mir nicht nur den Gesprächspartner ständig bildhaft "vor-stellen" muss (den ich z.T. nie zuvor gesehen habe), sondern auch an den Bildern, die sich bilden, wenn mir einer  erzählt, was er so alles macht oder gemacht hat.  Ich bin dadurch gezwungen, wieder das alte blöde   "Kopfkino" einzuschalten. Hinzu kommen evtl. noch Schilderungen, wie man die Welt sieht oder bestimmte Menschen/Situationen/Krankheiten interpretiert - und schon bin  ich angefüllt mit fremdem Wissen, fremden Eindrücken.


Vieles von dem, was ein anderer sagt wird, hatte ich vielleicht selbst schon erkannt, aber das war vorgestern; das ist Vergangenheit und hat heute seinen Sinn und seine Berechtigung verloren bzw.ist schon vergessen und damit in den Orkus des Nichtwissens zurückgesunken. Wenn ich das wiederhole oder gutheiße und für wirklich halte, was ich vor 4 Wochen einmal als richtig, wahr und wirklich erkannt habe, dann habe ich das Gefühl, stinkigen alten Käse aufzuwärmen. Das ist auch echt stinkelangweilig.

Ich habe seit 2011  einfach nicht mehr die linear ausgerichtete Konzentrationskraft, die angesichts einer manchmal  enormen diskursiven Informationsfülle täglich aufgebracht werden will. Wenn ich mich z.B. vormittags mit der Lösung meiner PC-Probleme beschäftigen muß, ist der Tag schon gelaufen, d.h., ich habe keine Lust mehr auf weitere Infos.  Wenn man pc-mäßig so  unwissend ist wie ich und nicht mal einen Namen für das Problem hat, um ein Stichwort oder Schlagwort für google zu finden, dann ist man stundenlang am Suchen und durch Unmengen an LeseStoff durchzubeißen... Qualvoll ist mir auch das Editieren meines blogs. Im Grunde ist es so, dass ich gut und gerne auf jegliche Form von Input verzichten könnte.



So etwas wie Konflikte

kenne ich nicht mehr. Weder innen noch außen. Was nicht heißt, dass ich keine konfliktträchtigen Situationen  wahrnehme - nur: Was früher als unangenehm konflikthaft erlebt wurde,  bekümmert mich nicht mehr - kein Bedürfnis mehr, zu schlichten,  zu harmonisieren und zu glätten.  Kein Ärger, keine Befindlichkeitsveränderung...Was mich früher nicht hätte schlafen lassen, das belustigt mich heute.
Ich habe auch kein Bedürfnis mehr wie früher, "Beziehungen" zu festigen und aufrecht zu erhalten. Ich habe keine Beziehungen, d.h. weder gehe ich Beziehungen ein, noch beende ich sie.  Ich lasse alles so laufen, wie es ist, ohne einzugreifen.
Früher hätte ich gesagt: Hey, wir (ich) haben ein Problem, wir müssen reden... Heute sehe ich keinerlei Problem darin,  n i c h t  "darüber" zu reden. LOL!
Bewußte bzw. überlegte  Entscheidungen für oder wider etwas zu treffen, hat sich auch so ziemlich erledigt. Obwohl ab und an noch Anflüge dieses alten Denkens aufkommen, sind sie jedoch ganz schnell entlarvt. Die Leichtigkeit des Seins: Es gibt nichts zu bedenken, nichts zu tun, nichts zu wählen, nichts zu  entscheiden.


Gottesliebe

Klar gibt es die Liebe zu Gott,  - das Ich braucht solange das (personal-göttliche)  DU, bis es erkannt hat, dass Gottesliebe und die Liebe zu dir SELBST  nicht zweierlei ist, sondern EINES. Nichtzwei. Advaita.

Montag, 6. Oktober 2014

Wenn die Wahrheit wär' nicht wahr, wär' es keine Wahrheit, klar?!



Bücher

Von Jiddu Krishnamurti erzählte  Osho einmal lachend, dass der Krimis lese,  von  UG Krishnamurti hört man, dass er Science Fiction bevorzugte.  Ich lache über beides. Nein, eigentlich lache ich darüber, dass man Jenseits von Ego überhaupt noch Bücher lesen könnte... Warum sich  a k t i v (!)  Bilder und Vor-Stellungen machen, wenn man an den bilderlosen Ursprung angebunden ist?  Dazu kommt der Umstand, dass der Gut-Böse-Modus leer geworden ist und keinerlei Spannung mehr aufkommt, weil ich mich weder mit dem Guten noch dem Bösen Wicht identifizieren kann...LOL
Das ist überhaupt nicht lustig, sondern einschläfernd.
P a s s i v e s  Fernsehen dagegen strengt mich nicht an, denn es liefert die Bilder frei Haus, die muss ich mir nicht erst selber basteln. Im Gegensatz zum fiktiven Krimi finde ich jedoch zunehmend die (fiktiven) Nachrichten unterhaltsam, - wenn auch nicht weniger einschläfernd - besonders die apokalyptischen Schattenkrieger der ISIS....oder die HauptProtagonisten Herr Putin,  Herr Obama, Frau Merkel - köstlich. Die ganze Welt ist eine Bühne!

Wenn die weltliche Art von Unterhaltung auf eine höhere Ebene gehoben ist, dann ist die Scheinbarkeit, die Illusion the "Point of Entertainment". Und ja, man lacht in den Himmeln über die Menschen, die an so etwas wie Realität (der Geschichte)  glauben....

Ha ha ha - Da lacht das Kind! Wie garstig aber auch... :-D


"Dilemma"

nennt man im Fredo-Advaita etwa geziert  - ich sehe das gespreizte Fingerchen -  den Kollaps des Verstandes angesichts des göttlichen Paradoxons.
Dilemma. hm... wieso klingt mir das irgendwie nach coitus interruptus...???
Gewiss liege ich aber wieder einmal falsch und   "Herr Fredo's Dilemma" ist ein ganz besonderes, exklusives, bislang nie dagewesenes... ganz jenseits vom spirituellen Mainstream.

Schade, vom Advaita-Thread im Forum Spectrum-Sein.de  versprach ich mir eine fruchtbare und klärende Auseinandersetzung mit dem Neo-bzw. Fredo-Advaita   - leider aber fiel Fredo schon wieder die Teetasse in die Tastatur.

Noch mal schade: ich hätte Den Flüchtigen gerne noch gefragt, was es im Neo-Advaita mit den Geistesgaben von Viveka  und Vairaghia  u.a. auf sich hat. (Der Gabe der Unterscheidung und der Losgelöstheit - Sorry Schazzi, , schon wieder ein "heit", ich wäre ja auch dafür, die Substantive überhaupt abzuschaffen- Gottseidank reicht es aber völlig  aus, nicht mit der Sprache identifiziert zu sein, sonst bliebe uns nicht mal mehr das Lachen! )
Aber wahrscheinlich hätte mir Der Verstummte ähnlich wie X.  geantwortet, dass es Viveka und Vairaghia  nur im tibetischen Buddhismis gebe und dass so etwas wie "Gaben"  zu den Erscheinungen gehören, die kommen und gehen.

Neuer Koan für Den Schweigsamen:
Wenn das Dilemma kein Paradox ist, ist es kein Dilemma.



Werte Herren Literalisten!*


Nur mal so zur Info:  Im lebendigen (!)  spirituellen (GEISTIGEN) ErLeben geht es niemals um andere, sondern nur um dich als SUBJEKT! Das bedeutet u.a., dass es dir gleichgültig ist, was andere glauben, meinen, sagen.
 Ob da jemand mit deinen Beschreibungen oder Definitionen einverstanden ist  oder ob sie der offiziellen Lesart entsprechen, ist dir da so was von scheissendrrrreckmirrregalll -


DENN SIEHE, ICH MACHE ALLES NEU!


Ja, ich gebs zu: ich bin ignorant.  Dergestalt ignorant bin ich  - Halleluja! -  dass  ich  alles, was ich erkenne,  mit eigenen Worten aus eigenem originären "fleischgewordenem" WortVerständnis so definiere, wie ich es aus mir SELBST heraus erfahre und erkenne und nicht, wie beispielsweise ein "Herr Fredo"  seinen Ramesh Balsekar interpretiert oder Herr Balsekar seinen Herrn Nisargadatta oder Hochwürden Ikkyu sein Zen... Aber Vorsicht, Bub! Diese göttliche Ignoranz darf sich nur derjenige erlauben, der "durch" ist  -  
nur der ist "fully authorized",  der allein hat die "Vollmacht", zu definieren. Vorher nicht! Weißt ja: Wer definiert, hat die Macht... Vollmacht jedoch hat nur der, der sein Wissen aus der Quelle des Nichtwissens bezieht.



"Nichtzwei" 


 oder Advaita scheint mir auch zu einem extraordinären bedeutungsschwangeren Kultwort verkommen zu sein, einer spirituellen Extravaganz, die eine nie dagewesene QUALITÄT von Einheit jenseits von Einheit beschreiben soll, wie sie niemals - in keiner Tradition - jemals erlangt worden ist. (Zur Differenzierung:  "Nicht-Zwei" ist das Dingsbums  jenseits von Tradition, was aber nicht bedeutet, dass die Tradition keine Menschen hervorgebracht hätte, die die Tradition transzendiert hätten. LOL!)

Meine Güte, Nichtzwei heißt nichts anderes als non-dual! Und Nondualität=Einheit und  bezeichnet im Grunde nichts anderes als die Einheit von absoluter und relativer Wirklichkeit. Jeder Mystiker, egal welcher religiösen Herkunft, erfährt oder erkennt diese QUALITÄT. Param advaita - jenseits von Erleuchtung ist dies das keine graue Theorie, sondern gelebte WAhrheit. Gewahrsein. Advaita ist nicht an bestimmte Personen aus einem bestimmten Kulturkreis gebunden, wie man manchmal fast glauben könnte, wenn man  ihre Vertreter hört.
Nichtzwei mit oder ohne "heit" bezeichnet nichts anderes als Nonduali t ä t. Nur einem krümelkacking Zwangsdenken kann es einfallen, die Substantive lieblos von ihren Endungen "heit" oder "tät"  zu kastrieren, ohne ihnen einen Ersatz anzubieten.


Also: Wenn man schon die Substantive kastriert, dann brauchts eine Endung, die das Verben  (Fliessen) versinnbildlicht, z.B. im Falle der Wahrheit, würde man sagen: es  "wahrheitet".


 Aus zwei mach eins! Das heißt: bring das Substantiv und das Verb zur Einheit und du wirst wie weiland Herr Buckminster Fuller entzückt stammeln, flüstern, lachen:

Ey Mann - Ich bin kein Substantiv, ich bin ein Verb! -

als sein Schiffchen in den Strom des Tao einfuhr. (Jaja, ich höre euch schon meckern: "Solange der noch gewußt hat, was er meinte zu sein, is es nix mit der Nichtzwei. Nichtzwei ist jenseits von Substantiv und Verb!"

 Rischtisch, sach ich! Aber eben auch jenseits der Worte, deshalb: beschreiben kannst es nur aus der ZWEI, Schazzi! Wenns die Zwei, die Trennung nicht gäbe, könntest du auch nicht über die "Nichtzwei" labern, hi hi hi!

Mary Daly, die wohl radikalste Frauenbefreiungstheologin unserer Zeit,  hats getan. Um das Tao, das Fliessende Leben zu versinnbildlichen,versuchte sie die  Substantive  (Yang) so gut wie es ging, ganz aus dem Spiel zu nehmen,  um u.a.das weibliche "Verben", das Fließen des Tao zu versinnbildchen - viele (auch Frauen) hielten sie für verrückt, Männer fühlten sich wie üblich kastriert.
Na ja, sie war nicht verrückter als andere. Ich  meine damit, dass auch sie m. E. auf einem Auge blind war. Wo der Neo-Advaiti radikal auf dem Yin-Auge erblindet ist, ist oder war M. Daly  zumindest bis zu ihrem Buch "REINE LUST" auf dem Yang-Auge blind.  Das Chaos (Yin) bedarf nämlich der Ordnung (Yang) . Ob ihr die Synthese finally geglückt ist, würde mir die "Quintessenz" ihrer  letzten beiden Bücher zeigen können. Leider sind sie noch nicht ins Deutsche übersetzt.

Quintessence: Realizing the Outrageous Contagious Courage of Women. A Radical Elemental Feminist Manifesto Beacon Press, Boston 1998.
Amazon Grace: Re-Calling the Courage to Sin Big. Palgrave Macmillan, New York 2006

Fazit: So wie's bis jetzt ausschaut, ist der Pseudo-Advaiti wie ein trübes stehendes Gewässer, ein verschlammter stinkender Tümpel - ein stagniertes herrisches Substantiv, das gerne weiblich verben würde, nur dass ihm das Zeug dazu fehlt. Und das Zeug, Schazzi, heißt Loslösung! Vairagya. Wo Vairagya ist, da ist auch Viveka nicht weit: Die Gabe der Unterscheidung der Geister. Leider bleibt dies für dich solange nur graue Theorie bis du den Mut hast, deinen Gott um Gottes Willen zu lassen: das Neo-Advaita-Konzept als solches zu erkennen und loszulassen.


Neuer Koan für Den Schweiger:
Wenn die Wahrheit nicht wahr ist, ist es keine Wahrheit.
LOL!

*(Literalist =Euphemismus für Wortwixer)!



Wortmagie

Vairagya bedeutet Loslösung, Viveka ist die Gabe der Geisterunterscheidung (WAHRHEIT vs. Unwahrheit).
Lustig, wenn man sieht, welche Worte auf das Ego Eindruck machen.... Das Exotische, Fernöstliche klingt  musikalisch , einzigartig und besonders.... Dasselbe  in Deutsch bzw.  in die christliche Traditionsterminologie übersetzt  klingt altbacken und unattraktiv und riecht mehr nach dumpfer Askese und Langeweile denn nach Erfüllung.



 SELBSTwert vs. Selbstwert

Wie immer gibts da zweierlei: einmal die Qualität des  Selbstwertgefühls, welches sich auf dem Ego - dem (positiv-negativen) Selbstbild aufbaut.  Und zum anderen der SELBSTwert mit dem absoluten Güte-/QUALITÄTSsiegel, der aus dem  bilder- bzw. eigenschaftslosen Wahren SELBST entspringt.
Paradoxerweise ist es notwendig, ein positives Selbstbild zu erwerben, bevor beides, das Gute und das Böse transzendiert werden können. Anders gesagt: der TEufel - unsere Dämonen bzw. die dämonisch gewordenen verdrängten Seelenanteile  - muss in einen  Engel verwandelt werden, bevor man über "Das Gute", die "Engelnatur" transzendierend hinausgeht.



 Guru - Kriterium

Menschen, die sich als Gurus, als "Heiligkeit"  vergotten und verehren lassen und zulassen, dass sich ein Kult der Anbetung um sie bildet sind für mich keine Meister. Da gibt es jene allzu distanzierten, die sich den Nimbus der Unnahbarkeit umhängen - UG Krishnamurti ließ gar niemanden gerne an sich heran, liest man -  und dann jene, die ganz auf Nähe setzen, wie z.B. Samarpan, der  mir mehr den Eindruck eines gütigen "Sugardaddys" macht.
Verräterisch aber ist immer, wenn die sog. Meister wichtige Dinge verschweigen, wie beispielsweise die Notwendigkeit der Transformation/Transzendierung nicht nur des Bösen, sondern vor allem die des GUTEN. Ganz allgemein ist es für mich ein Kriterium für Unauthentizität  und spirituelle Unreife eines Meisters/Gurus, wenn er sich gänzlich gegen Transformation bzw. Transzendierung ausspricht oder diesen Umwandlungsprozess überhaupt negiert. Wobei Schattenintegration nur ein anderes Wort dafür ist.



Bekehrung

Verblüfft lese ich bei "Herrn Fredo", dass er plötzlich Lippenbekenntnisse für die Notwendigkeit (jawoll!!!)  der Schattenintegration abgibt (Forum Spectrum-Sein.de) Nur: wie kann man dann noch den Prozess der Transformation und des Transzendierens in Frage stellen?  Geht doch das eine ohne das andere nicht.
Man merkt einmal mehr: hier jongliert sich ein Ahnungs- und Erfahrungsloser in seiner babylonischen Verwirrung um Kopf und Kragen. Und bevor diese Ahnungslosigkeit vollends sichtbar wird, verläßt man lieber gekränkt und empört das Forum, um in die gütigen Arme vom Guten Väterchen Nitya zurückzukehren.
Wie die Schattenintegration  hat "Herr Fredo" nun auch die  Fülle  klammheimlich nachgereicht. (Siehe sein Erwachenserlebnis auf Nytias Blog) Wenn ich mich recht erinnere, war die  Fülle vor noch nicht allzu langer Zeit für ihn verächtliches vergängliches "Etwas", eine "Erscheinung", die nur "Jemand" erscheinen kann. Nun aber gibt er Lippenbekenntnisse für die der Leere als die Fülle ab. Was genau eigentlich will er an "Fülle"  in seinem Erwachenserlebnis "gesehen" haben? Es kann sich dabei nämlich auf keinen Fall um die Fülle des Geistes handeln  - Attribute der All-Macht, All-Weisheit, All-Liebe, All-Präsenz  including all der Geistesgaben wie beispielsweise das Zwillingspärchen "Viveka &Vairagya". Diese GeistesFülle kann man nämlich nicht "schauen", sondern nur SEIN.
Der dualistische Verstand allein ist es, der unter Fülle einzig die Vielfalt der Natur, der äußeren Welt versteht. Dass diese Vielfalt gleichzeitig Leere ist,  - dass die Vielfalt der Leere bedarf, um als Vielfalt überhaupt sichtbar zu sein - das kannn sich sogar ein intelligenter Normalverstand  d e n k e n, dazu bedarf es keines höheren geistigen Ein-Sehens.


Rollendesidentifikation

Achtsamkeit lehrt dich, hinter deine Rollen zu schauen. Du entdeckst, dass alles, was du tust und sagst, nicht original, sonder vorgekaut ist. Du siehst, alles, was du machst, machst du "nach Rezept". Nichts ist originell oder kreativ. Gleich, ob du kochst, den Haushalt machst, deinen Job, wie du dich verhältst, sprichst - alles seceond-hand. Nur Achtsamkeit macht diese "traditionelle "Struktur" sichtbar.


Ego Grandiosa

Ein Therapeut ist in der Regel  gesünder als die Patienten, denen er zu helfen bemüht ist. Von Borderline-Kranken wird berichtet, dass sie oft und gerne den Spiess umdrehen um ihrerseits den Therapeuten zu behandeln.
Therapeuten sind oder sollten  i.d.R. im Stande sein, Projektionen zu erkennen und zurückzuweisen. Das kann der Kranke jedoch keinesfalls; der Stolz eines grandiosen Egos läßt es nicht zu, einen anderen Menschen als gesünder und heiler anzuerkennen und so wird er einfach den Spieß umdrehen und alles, was der Therapeut  (oder ein anderer) ihm sagt, als  d e s s e n  Projektion diskriminieren.

Das grandiose Ego hält (psycho-somatische) Krankheit bzw. Neurose für eine Sünde und/oder eine demütigende Schande.
Ein solches Ego geniert sich dann auch nicht, das sog. Spiegelgesetz radikal zu banalisieren (à la Frau Gott) und dem Arzt, der ihm eine Diagnose mitteilt,  die Diagnose frech zurückzuspiegeln:  Selber krank - Ällabätsch!




Schatttenintegration

bewirkt zunächst einmal Identifkation mit allen Menschen. Das kommt daher, dass man alle seine bösen wie seine guten verdrängten Anteile ans Licht des Bewußtseins holt. Alles, was das Menschsein im dualistischen Modus ausmacht, findet man in sich selbst. Den Verbrecher/Mörder, den Outlaw, den Betrüger, die Nonne, Priester, -  alles Gut, alles Böse.




Schattenprozesse

oder Tiefenprozesse werden immer weniger tief, umso mehr Verdrängtes bewußt gemacht wurde. Ist der Individuationsprozess abgeschlossen, ist das Untere zum Oberen geworden, anders gesagt: das persönliche Unbewußte bewußt gemacht.
Dennoch hört die "Schattenintegration" niemals auf. Denn was weiterhin im Unbewußten verbleibt, ist das Überpersönliche, der  unendliche GEIST/Gott , die "Offene Weite" des unendlichen göttlichen Bewußtseins, in die man langsam integrierend hineinwächst.

Forum Spectrum-Sein.de
Der wichtigeste Satz im ganzen Thread ist ein Zitat von CG Jung:

“It is probably even more difficult
to free oneself from the good than from the evil.” (C.G.Jung)
Es ist möglicherweise weit schwieriger, sich vom Guten zu befreien als vom Bösen.

Jesus wies die Anrede "Guter Meister" mit den Worten zurück: Nenne mich nicht gut, der einzigste der gut ist, ist mein Vater im Himmel.
Wenn Jesus davon sprach, dass er nicht gekommen sei, Frieden zu bringen, sondern das Schwert, dann meinte er das schmerzhafte Schwert der Unterscheidung, mit dem das Wahre vom Unwahren geschieden wird.

Der Titel eines Buches von Teresa von Avila hieß: Ich bin ein Weib und obendrein kein Gutes.  Ich kann mich noch erinneren, wie meine  Chefin in der Buchhandlung mit mir darüber einen Disput führte. Sie meinte, so eine Aussage zeuge von einem schlechten Selbstwertgefühl. Ich selbst war  geneigt, diese Aussage für übertriebene Demut zu halten. Heute sehe ich den Satz auf wieder andere Weise:  Möglicherweise entstammt diese Aussage der erlebten Transformation bzw. Transzendierung des Bösen wie des Guten.... "Was nennst du mich gut..."
(Zeitgleich las ich das Buch "Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin".  Die Teresa wäre mir damals als "Böses Mädchen" bei weitem lieber gewesen, LOL!)




Hah! 



The whole of antiquity was imbued with that philosophy which teaches the involution of spirit into matter, the progressive, downward cyclic descent, or active, self-conscious evolution. . . . One and all, they allegorized and explained the FALL as the desire to learn and acquire knowledge — to KNOW. This is the natural sequence of mental evolution, the spiritual becoming transmuted into the material or physical. The same law of descent into materiality and re-ascent into spirituality asserted itself during the Christian era, the reaction having stopped only just now, in our own special sub-race.

— H.P. Blavatsky, The Secret Doctrine, Vol I, pp. 416-7
Gefunden bei:
http://www.universaltheosophy.com/key-concepts/involution-evolution/

Als ich diesen Text vor einigen Tagen  in meinem Blog postete, hatte ich es eilig und vergass hinzuzufügen, dass der Sinn der Evolution der Gebrauch unseres gottgegebenen Verstandes ist, um uns objektives SachWissen über die Welt und den Kosmos anzueignen. Dass dieses Wissen letztlich wieder vergessen werden muß, um spirituelle SELBSTverwirklichung zu erlangen, steht auf einem anderen Blatt bzw.ist die involutive Bewegung von oben.
Involution-Evolution ist die Bewegung des Tesseract. Und der Tesseract versinnbildlicht nichts anderes als mein Bewußtsein. Wissenschaft und Religion kommt in mir selbst zur Einheit. WeltWissen zu erwerben, ist nichts "Schlechtes", deswegen bin ich gegen "Bücherverbrennungen", wie sie manche spirit. Lehrer wohl praktizieren, indem sie ihren Schülern pauschal das Lesen von  Büchern verbieten und/oder WeltWissen zu erwerben.
In meiner Sicht macht es zwar Sinn, gewissen Büchern zu gewissen Zeiten zu entraten, dazu gehören die meisten spirituellen Ratgeber oder spirituelle Bücher, die nur die Vorstellung anheizen, wobei es ja im spirituellen Kontext eigentlich darum geht, die Vorstellungen, das Bildermachen als das zu erkennen, was es ist: Phantasie, Illusion des Verstandes; ansonsten: Lesen, was das Herz begehrt. Nichts anderes  verstehe ich unter Herzensbildung. Das Lernen, das Denken, die wissenschaftliche Neugierde  - die REINE LUST  am Lesen, Denken und Forschen darf m. E. niemals asketisch unterdrückt werden.
(Es gibt auch die "unreine" Lust am Lesen: dann nämlich, wenn ich das Lesen als Flucht vor inneren und äußeren Konflikten benutze, oder um mich z.B. einer unangenehmen Realität/Situation nicht stellen zu müssen.)

http://www.universaltheosophy.com/key-concepts/involution-evolution/



Absichtslosigkeit

Absichtslosigkeit ist eine Seins-Tugend. Wer absichtslos ist,  kann sich nicht mehr in Zukunftsentwürfen ergehen. Es dürfte  ihm schwerfallen, wenn es nicht gar ganz unmöglich wird, Redewendungen zu gebrauchen, die einen Plan, eine Absicht oder eine Berechnung beinhalten. Zum Beispiel wird er nicht mehr guten Gewissens sagen können: Jetzt mache ich mal dies und jenes, um zu sehen, was geschieht. Er kann auch nicht mehr guten Gewissens Gründe für sein Handeln angeben.  Diese Art des Rationalisierens ist Bestandteil des alten Denkens im dualistischen  Ursache und Wirkung--Modus. "Warum"-Fragen oder "Weil"-Antworten sind für den nonprogrammierten Mind  obsolet geworden, auf der personal-dualen Ebene können sie jedoch immer noch spielerisch-"ungläubig" benutzt werden, manchmal ist es erforderlich, den Leuten Gründe zu liefern, um sie ruhigzustellen sozusagen, LOL!
"Wenn, dann..."  oder das zukunftsweisende "Ich würde... (dies oder jenes machen...")  oder auch einen anderen zu fragen: "Was würdest du machen...?" -
(Es gibt also schon Kriterien, um die  Spreu vom Weizen zu scheiden, allerdings muss man schon ganz schön aufgeweckt sein, um solche sprachlichen Unfeinheiten zu entlarven.
Vorsicht: Der Gute Mensch hält sich leicht schon deshalb für absichtslos, weil er keine  s c h l e c h t e n  Absichten hat!)

Um so weiter man auf dem pfadlosen Pfad fortschreitet, um so weniger an Worten kann man über sich (und die Welt; Ich=Welt)  machen angesichts der fortschreitenden Erkenntnis, dass nichts von dem, was ich sage, der Wahrheit entspricht - weder der relativen persönlichen Wahrheit noch der überpersönlichen WAHRHEIT, denn  auch die überpersönliche WAHRHEIT ist nicht mehr WAHR, wenn ich sie in Worte gefasst habe.  A l l e s   Sprechen erkenne ich aus der transpersonalen Perspektive als UNWAHR.

Im WIR-Forum hatte ich gegen Ende einen Thread eröffnet: Was ist Wahrheit?
Gemeinsam wollte ich mit den anderen herausfinden, ob sich Wahrheit definieren läßt. (Ich weiß nämlich nicht, was Wahrheit ist, sie zeigt sich für mich  in vielerlei Aspekten) Die Beteiligten waren allerdings zu sehr in der Abwehr...


Mittwoch, 1. Oktober 2014

My Mantra is - I shout it loud: Turn on, tune in and drop it out!





My Mantra is - I shout it loud: 

...or like the Bodhidharma said:
break bad, go mad, drop deadly dead!
Tune in, turn on, and drop  IT out!

Sheltered in the arms of God
He' s leading me the path I trod.
He turned my darkness into light,
upraised the depths into the height
and makes my heart and soul sing bright.

The only drug which reaches me 

tunes in my heart in harmony
It  drops my Inner into Out
so I shout loud:
Turn in, tune in and drop IT out!

The time is NOW  - der NEUE TAG,
Let's praise the Lord - God is my Drug! 
In other words the bible said:
HE  is my wine and daily bread.





Ist Gott eine Droge


oder haben wir sie nur falsch verstanden?
Alles ist Gott bzw. die Göttin, in jeder Pflanze steckt eine besondere Kraft. Der eine findet Gott auf dem Weg von "unten" her durch Drogen, über die Materie, die Mater/Mutter, der andere von "Oben" dem GEIST/Vater.

Allerdings bezweifle ich, dass Drogen eine anhaltende Transformation der Persönlichkeit bewirken, besonders, wenn sie von Freaks als Freizeit-und Fluchtmittel konsumiert werden - m. E. können manche Drogen unter der Kontrolle und Begleitung eines Therapeuten durchaus eine heilende Wirkung erzielen. Drogen wie LSD und Meskalin öffnen die Tür ins  Unbewußte... Gute Gelegenheit für Schattenarbeit - wird die wahrgenommen, dann wirds auch was mit der Transformation.



Turn on, tune in, drop out 


was a famous slogan of the 1960s counterculture popularized by Timothy Leary, who stated that slogan was "given to him" by Marshall McLuhan during a lunch in New York City in 1966.
Tune in referred to gaining an awareness of the countercultural spectrum of ideas and values, turn on referred to mind-expansion via psychedelics and drop out meant to drop out of conventional society; Leary later explained that "drop out meant self-reliance, a discovery of one's singularity, a commitment to mobility, choice, and change."
In 1967, Leary modified the slogan thusly: Drop out. Turn on. Drop in.

Here at oftwominds.com, the slogan has been updated to Tune In, Turn On, Opt Outtune in means to become aware the status quo is unsustainable and deranging; turn on means to become engaged in self-reliance and taking control of one's life and livelihood, and opting out means opting out of supporting our financialized cartel-state Neofeudal Debtocracy by being a compliant debt-serf and tax donkey.
http://www.zerohedge.com/news/2013-05-17/guest-post-tune-turn-opt-out




Mutter

Man sagt, das letzte Wort eines Mannes sei "Mutter!".
Auf dem spirituellen Weg wird uns Gott zur Mutter, wenn wir die weiblichen Anteile ins uns befreien und den "Pösen Paternoster" als das perverse Abbild des Himmlischen Vaters in uns entthront haben.  VaterMutter-Gott. Psychologisch übersetzt heißt das nichts anderes, als dass wir unser internalisiertes gutes&böses Eltern-Ich in uns zur Versöhnung gebracht haben.

 Mother is the name for god in the lips and hearts of little children.
(William Makepeace Thackeray) 



Pseudo-Advaita

wie es sich mir darstellt, scheint einseitig nur auf die Leere ausgerichtet und verweigert mitunter sogar recht fanatisch die Synthese von Mensch-Gott, Psychologie-Spiritualität, (Psyche-GEIST). Eine Synthese, auf der die Erfahrung von Nichtzwei ja recht eigentlich erst aufbaut. Denn Advaita/Nichtzwei ist immer ein Zusammenschluß zu EINEM, die Erkenntnis der EINHEIT der GEgensätze.

Um endlose Mißverständnisse und Diskussionen zu vermeiden, sollte man unbedingt unterscheiden zwischen Einmal-Erfahrungen von Erwachen bzw. Advaita und dem Perma-EINHEITS-Gewahrsein des sog. "Zweimalgeborenen". Sonst gibts endlose mißverständliche Diskussionen. Viele Autoren von spirit. Büchern differenzieren hier nicht, wohl auch nicht, weil viele - sogar sog. "Meister" - gar nicht daran glauben, dass es eine letztgültige Erlösung und Befreiung von allem Leiden geben kann. Erfüllung aber ist es, was uns der Buddha und Jesus  - beide Symbole für unser wahres SELBST, unsere Wahre Natur - verspricht.

Wenn die Leere in der Abwesenheit von Ego  nicht auch  Er-FÜLL-ung ist, dann liegt das an der sog. Spirituellen Umgehung,  einer einseitigen spirituellen Ausrichtung  und rigiden Entweder-Oder-Haltung auf die  Nondualität.  Einer fiktiven Nichtzweiheit, weil kein gelebtes Seien,  die den Menschen und seine Psychologie unterdrückt, eliminiert und von vornherein - d.h. ins VORAUS (!) setzt und  für Illlusion erklärt, was erst am  E n d e   eines mitunter sehr sehr  langen Reifeprozess im GEISTE resp. Gewahrsein erkannt sein will.
20.09.2014



Empathie

In einem "empathischen" Dialog läßt jeder dem anderen soviel Zeit und Raum, dass der sich nicht nur entfalten kann, sondern dass sich aus diesem Stillen Raum heraus sich völlig neue Erkenntnisse und Einsichten für beide Teilnehmer bilden können.
So ist es im SELBST-Gespräch und wie innen könnte es auch außen sein, zwischen den Menschen. Könnte - denn leider ist dies ein sehr seltenes Vorkommnis. Normalpathologisch ist es ja so, dass die meisten Menschen nicht richtig zuhören können, weil sie, während der andere spricht, immer schon in den Startlöchern sitzen, um ihr Eigenes loszuwerden. Um zuzuhören, müßten sie ihren Faden loslassen und sich ablenken lassen.
Loslassen aber will in jeder Richtung gelernt sein...
Die Haftung an den eigenen Gedanken ist der dickste Identifikations-Klebstoff.
Mein Mind ist chaotisch: er läßt sich immerzu ablenken. Das war schon immer so, aber: Was mir früher eine Schwäche war, ist mir heute eine Gnade.

Der Dialog nach David Bohm

http://www.loser-kalbermatten.ch/dialog.html 



 Das Unbeschreibliche

Da gibt es tatsächlich Leute, die glauben, es gäbe richtige und falsche Worte/Formulierungen, um das Unbeschreibliche zu beschreiben. Wahr ist: Es gibt nur wahre und unwahre Worte.




Schaulogik

Es gibt eine intellektuelle Schau, aus der heraus die Dinge intellektuell verstanden werden oder bestimmte Zusammenhänge geschaut werden. Zum Beispiel kann man "schauen" bzw. erkennen, dass es keine Leere ohne Fülle gibt. Die Fülle selbst aber kann man nicht konkret beschreiben, weil man sie noch nicht konkret erfahren hat. Die intellektuelle Schau ist kein rein mystisches Erkennen,  dieser Bereich ist im Vorfeld der finalen Einheitserfahrung, des  Hieros Gamos angesiedelt.
(Ich beschreibe aus eigener Erfahrung und definiere auch selbst aufgrund meiner Erfahrungen. Der Begriff der Schaulogik ist mir zwar bekannt, ich weiß aber nicht, was offiziell darunter vestanden wird und muss es auch nicht wissen. Übereinstimmung ist nicht wichtig - ich erfinde die Dinge aus mir SELBST heraus völlig neu.)



Spirituelle Umgehung

Jede Bemühung, auf der Weltebene etwas zu bewirken ist "antispirituell". Alles, was eine bessere Welt, eine schönere lebenswertere Welt bewirken will, fällt in die Rubrik  spirituelle Umgehung und ist ein Abkommen vom Pfad. Wenn man letztendlich erkennt, dass man selbst Gott und die Welt ist, fällt jede weitere VerbesserungsBemühung ab.
Die Welt zu verbessern ist synonym mit der Ichkosmetik, Ichverbesserung, wie sie im spirituellen ENtwicklungsprozess vorkommt, eine Falle, in die jeder m. E. hineintappt. RAuskommen tut man  erst, wenn man nicht nur das Böse, sondern auch das Gute "hassen" bzw. als relativ, vergänglich erkennt. Damit ist die Gut&Böse-Polarität überwunden und transzendiert. Solange man das Gute liebt und das Böse hasst, bleibt man  im WeltSpiel bzw. ist man immer noch mit dem Ego identifiziert. Das gute (spirituelle) Ego - die letzte Hürde...
(Das spirituelle Ego ist noch um einiges besser als das  gemeine gute Ego. Es wird in seiner Güte mitunter ziemlich fanatisch missionierend, intolerant und inquisitorisch.)



ES ist wie Es  IST. 

Die "Istigkeit des So-Seins" ist synonym mit ICH BIN DER ICH BIN.




Erwachen

'Fredo's Erwachen gibt ihm - wie vielen anderen "Gerufenen" - ein ganzes Leben lang zu DENKEN!
Erstaunlich, wie die  Leere sich bei ihm klammheimlich nun auch der "Fülle" erfreut. LOL!

http://satyamnitya.wordpress.com/2014/09/11/tilopa-das-allbewusstsein-ist-ungeboren/#comment-21221)



Erwachen hat für mich die Bedeutung des  e r s t e n   Erwachens. Die Initiation....Das erste Blinzeln des Gewahrseins mit anschließendem Rückfall in den Alten Adam. Erwachen hat m. E.
so viele Aspekte wie Gott - bzw. meine Wahre Natur - Aspekte oder Attribute hat. In meiner Definition gehört zum ersten Erwachen auch die Erfahrung der Kosmischen Liebe, wie sie im Akt der Kapitulation des Egos oftmals erfahren wird. Zweifelhaft ist mir, dass es spirituelle Ersterfahrungen gibt, wo man ohne alle "Vorarbeit"  bzw. Schattenintegration zur Letztgültigen Erkenntnis "erwachen" könnte, beides ist von einander abhängig. Meines Erachtens ist es die  Letztgültige Erkenntnis, die dich vollends über den Jordan - ans "Andere Ufer" bringt. Die Letztgültige Erkenntnis läßt dich in vollstem Licht des Gewahrseins erkennen, dass du nicht der Körper bist, dass du weder geboren bist, noch sterben kannst, dass deine Geschichte nie gewesen ist... dass alles, dein ganzes irdisches Leben nur ein Traum ist. Mit dieser Erkenntnis ist die Identifikation mit der Materie aufgehoben. ENDGÜLTIG!



Puritus Putin Pruritus

Ich höre eine Stimme: Putin stellte Kerzen auf...?  ich sah kurz von meinem PC  auf, als ich plötzlich ein frommes HelenenGesicht auf dem TV-Monitor sehe.... HimmelSack! der Kerl ist entweder komplett verrückt geworden oder ein Schauspieler, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Köstlich.
Als nächstes wird er von der Orthodoxen Kirche heiliggesprochen, die Mythen seiner göttlichen Geburt hat er auch schon in Szene gesetzt, die heimliche Taufe... Ein neuer puristischer Wind weht in Russland. Putin geht den Frauen an die Wäsche: Erotikwäsche wird verboten, die Sexualität in die Grenzen der 50iger Jahre  zurückverwiesen...eine neue christlich-restriktive ReinheitsMoral staatlich nicht nur anerkannt, sondern allen Menschen vorgeschrieben.
Boah - was für ein Backlash - Putin for Papst.

Allerdings: Putins "Umkehr" wird erst glaubhaft, wenn er mir auch den Russischen Wodka auf den Index setzt. LOL.
Purismus = Pruritus . Pruritus Vulgaris. Obs ihn schon kratzt?
Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch - das gilt auch im Umkehrschluß!


Allmystery-Forum

Nachdem ich noch einen kurzen Kommentar zum Gleichnis des Sämanns abgab, verabschiede ich mich aus dem Allmy, ich sehe  nichts als Kindergarten und öde Landschaften...

Stimme aus dem Off: Ja, das ist Perlen vor die Säue geworfen - gerade so, als ob der Sämann seinen Samen auf der Autobahn aussäen würde.


Ich loggte mich aus, nachdem der Allmy-Wicht mir mitteilte, dass ich meinen Thread nicht schließen könne, so lange dort jemand schreibe. Na gut.
Allmy macht es dem User nicht leicht,  einfach so abzuhauen. Die haben Erfahrung: Einmal Allmy, immer Allmy. Und so schaute ich mir meine Threadspielwiese und die Käfer, die sich darauf tummelten,  eine Zeitlang von außen an...allen voran der Querubotulus der Schmerzhafte....sorry,  der Schmerzensreiche... Magista Coppafield - alle arbeiteten kräftig und zügig mit am Bau  der "spirituellen Umgehungsstrasse".  Das Medium ist die Botschaft.


Doch  weil ich Nogo nicht so info- und feedbackless im Regen stehen lassen wollte, loggte ich mich noch mal ein, um ihr zu sagen, dass ich nicht mehr da bin...ha ha ha

...und weil ich Lust hatte, machte ich mich auch in meinem Thread kurz bemerkbar: BUH!

Als Kind habe ich lernen müssen, die Tür hinter mir zuzumachen, aber "richtig". Später schien es wichtig zu sein, Prinzipien oder Glaubenssätzen zu gehorchen, wie: Du musst Dinge abschließen,hinter dir lassen... einen Schlußstrich ziehen. Ich lernte, dass ich inkonsequent bin, wenn ich mir "Hintertürchen offenlasse". Ich gehorchte der Devise: Schau niemals zurück.

Da ist nix falsch dran, - auf der personal-dualen Ebene ist das absolut angebracht. Nun ist es aber so, dass, wenn ich dasselbe heute mache,  ich mir  darüber bewußt werde, dass ich mir damit Grenzen setze. Klar kann ich jederzeit wieder in das Allmy-Forum zurück...
Also warum nicht alle Türen einfach offenstehen lassen?

Nichts tun, nichts entscheiden? Nope: Nicht-Tun, Nicht-Entscheiden!  Dazwischen ein unendlicher Abstand.



Beziehung vs. Beziehungskiste

Beziehungskisten sind Beziehungen, in denen  man beispielsweise die Grenzen des anderen nicht achtet...Wer immerzu in den( emotionalen) Clinch geht... Querulatius und Letterman sind Beispiele dafür: Sie suchen Beziehung, bauen aber Kisten, die genau das verhindern, was sie eigentlich suchen: Nähe. Bindung. Beziehung.
(Mit Beziehung meine ich keine Paarbeziehung, sondern ganz allemein die menschliche Beziehung.)



Filme und Bücher

egal, ob Drama, Tragödie oder Komödie beziehen ihre Dramatik oder Komik nur auf der Grundlage von (Schatten-)Projektion. Filme gucken ist für mich bedeutungsleer wie alles andere in der Außenwelt. Da ist rein gar nichts und niemand mehr, mit dem ich mich identifizieren könnte.
Es macht keinen Unterschied: ob ich nun UnterhaltungsFilme anschaue,  Dokus/aktuelle Nachrichten  oder die "realen" Ereignisse vor meiner Nase  - alles ist mir Fiktion.



DAs Medium ist die Botschaft

Mein Thread demonstriert im Moment mal wieder exakt das Thema (Spirituelle Umgehung). Man ergeht sich exzessiv in gutmenschlichen und schöngeistigen GEdanken über Mutter Erde, die Rettung des Planeten, die Verbesserung der Welt...
Erkenne dich selbst und du erkennst die Welt. Diese Umkehr in die Innerlichkeit ist so schwer begreiflich zu machen...




ICH BIN

ist dort, wo "Keiner da" ist. ICH BIN ist Abwesenheit von Ego mit seinen Eigenschaften.
Tragisch ist, dass es immer wieder verwechselt wird mit dem kleinen Ich, welches  mit Eigenschaft und Charakter identifiziert ist: Ich bin dies und jenes, gut, schlecht,



Viveka (Discrimination)

Herrlich - Discrimination! Der Zankapfel der Eris! 
Die Doppelaxt der Göttin (Demeter) ist nicht allein nur ein Symbol für die Unterscheidung des Wahren vom Unwahren, (Dual-Nondual) sondern in meiner Definition  auch die Unterscheidung/Erkenntnis auf der dualen Ebene von Richtig- Falsch, Gut-Böse.
Den Dualismus Gut&Böse transzendiert zu haben, heißt nicht, dass er komplett aus der Welt bzw. aus dem Fokus ist. Genausowenig  wie die Person/Körper nicht unsichtbar wird, nur weil man nicht mehr damit identifiziert ist.



Jesus: An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen. 


 Das Ego vereinnahmt alle Jesusworte und macht aus ihnen einen Moralknüppel. Tatsächlich aber kann das Ego die Früchte des Geistes gar nicht erkennen. Deshalb heißt es auch: Ihr  s o l l t  sie erkennen im Sinne von "Ihr  w e r d e t   sie erkennen" - dann nämlich, wenn Ihr selbst so gecleart seid,wenn Eure Wahrnehmung so rein ist,  dass ihr der WAHRHEIT bzw. WIRKLICHKEIT gewahr seid.
Der Egomind, das Gutmensch-Ego  kann nur in der Kategorie von Moral denken. Es glaubt,  die Früchte ließen sich an den Guten Taten ablesen und  an moralisch einwandfreiem Gehabe.
Die Früchte aber, um die es Jesus hier geht,  sind die Früchte des Geistes. Dabei geht es einerseits  primär um die  göttlichen Seinsattribute, als da wären All-Liebe, All-Präsenz,  All-Weisheit, Allmacht und sekundär um die menschlichen Seinstugenden wie die Absichtlosigkeit, Gleichmut, Losgelöstheit...



Fredo-Advaita-Dilemma

Fredo glaubt nicht an WAHRES, solange ein "heit" dahinter steht. Mein heutiger Koan für Fredo:
Wenn die Wahrheit kein Dilemma ist, dann ist es nicht wahr.



 Verwechslungen

Immer wieder sehe ich Leute von "Erscheinungen" schreiben, die "kommen und gehen." Unter diese Erscheinungen fällt u.a. Wut, Freude, Leid, das Wetter, alles, was aus der eigenen Befindlichkeit und dem Auge so vor die Linse kommt.
Dass diese und andere  Dinge  "kommen und gehen" heißt aus der persönlichen Perspektive  des Egos zunächst einmal , dass sie vergänglich sind. Es sind jedoch zwei paar Stiefel, ob ich das "Kommen und Gehen" von  Vergänglichkeit aus dem egozentierten Aufmerksamkeitsfokus bzw. dem Erinnerungsvermögen feststelle oder  das Kommen und Gehen der Erscheinungen aus dem SELBSTzentrierten Modus jenseits von Ego WAHRnehme. Im ersteren bin ich, verhaftet, gebunden -  da können so Gefühle wie Leid und Freude erscheinen und ebenso wieder verschwinden.  "All dies geht vorüber."

Hingegen: Im  SELBSTzentrierten Modus - dem Fokus des unpersönlichen Gewahrseins - können Gefühle  wie Leid und Freude gar nicht nicht mehr "erscheinen", weil die Persönlichkeit transformiert und der Dualismus/Dualität - Gut/Böse &Vergänglichkeit  transzendiert ist.
Wenn also ein Meister sagt, dass die Dinge, die erscheinen, kommen und gehen, dann hat das eine ganz andere Bedeutung, als wenn das Ego vom Kommen und Gehen der Erscheinungen redet. Der Meister, d.h. der  Wiedergeborene ist jenseits der Gegensätze (Dualität/Dualismus), er ist GLEICH-mütig,   - immer gleichen Mutes - d.h, er ist keinen Stimmungen mehr unterworfen.  Deshalb kann ihm  (aus sich heraus) so etwas wie Leid und Freude nicht mehr "erscheinen".  Wo Freude und Leid ist, ist Anhaftung, Identifizierung.Er ist nicht von dieser Welt, weil er nicht an ihr haftet. Er ist losgelöst  von allen Identifikationen; er nimmt zwar diese Ego- "Erscheinungen"/Identifkationen  an anderen Menschen wahr, er nimmt  a l l e   Phänomene in der äußeren Welt wahr - mit dem einen Unterschied: sie tangieren ihn nicht mehr, weil kein Greifreflex, kein Begehren mehr nach den Dingen der Welt ist und seine Wahrnehmung daher eine reine, eine neutrale ist, so objektiv  und nüchtern wie ein Kamerauge. Er ist gleichzeitig der Kameramann, der nicht mit dem identifiziert ist, was das Auge sieht.

Ein konkretes Beispiel für Gleichmut den "Erscheinungen" (in diesem Falle Geld)  gegenüber: 
Wenn ich sage, Geld kommt, Geld geht, dann bedeutet das in meinem Erleben: Es tangiert mich  gefühlsmäßig in keinster Weise, ob ich mein Konto überzogen habe oder ob es ausgeglichen ist. Weder bekümmert es mich noch freut es mich. BEispielsweise erhielt ich gestern eine Nachzahlung, die mein überzogenes Konto wieder ausgeglichen hat. Ich registrierte es einfach nur, bin weder erleichtert noch erfreut. Es ist wie es ist, es gibt mir nichts und nimmt mir nichts. (Statt Gleichmut könnte man auch den Begriff der Zustandslosigkeit nehmen, ist Jacke wie Hose. Fredo's normopathisches Gegensatzdenken würde  so etwas wohl "Eintopf von Begriffen" nennen - ha!, wenn ich verEINheitlichend  Synonyme finde für das EINE, ist "EIN-Topf" gar nicht so abwegig, LOL! )

Ich gehe heute mit Geld anders um als früher.  Ich spare nicht mehr und gebe die Krötens spontan, ziel- und planlos aus, wie ich im Moment gerade lustig bin und verschwende keine Besorgnis-Gedanken mehr wie früher daran, ob es bis ans Ende des Monats reichen wird. Mit dieser Unbekümmertheit habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich mein Konto immer wie von selbst auffüllt.  Geld geht, Geld kommt. Weder nimmt ES mir etwas, noch gibt ES mir etwas hinzu.




Spirituelle Umgehung

Das Neo-Advaita, wie es sich mir durch Fredo darbietet, entbehrt des Yin-Aspektes, der Weisheit des Herzens, wie sie immer dort fehlt, wo die Person negiert wird und Erlösung und Befreiung, Transzendenz und Transformation  für nicht notwendig befunden wird - weil, wie man überzeugt ist,  es keine Person, keinen Handelnden gibt. Es ist exakt diese Überzeugung , die diese Leute daran hindert, das zu SEIN, von dem sie überzeugt sind.
Die  Fredo-Advaita- Verkopfung zeigt sich u.a.auch immer wieder darin, dass er seine INTERPRETATION  der Worte Ramesh Balsekars und Nisargadattas für die Wahrheit hält.  Der Verstand ist  per se ein Wortfetischist. Fredo's "Zementbirne"  - eine besonders gut gekörnte Betonmischung ist so undurchlässig, dass nichts die verkrustete PlattenTektonik seines Unbewußten in Bewegung bringen könnte.
Wo der Yin-Aspekt fehlt, fehlt die Innerlichkeit. (Das ist unausbleiblich. weil nur Ganzheit,(= Vollkommenheit)  alle Aspekte des SEINS innehat.) Da kennt man auch  so etwas wie die 4 Seinsattribute (Allweisheit, All-Liebe, Allmacht, Allpräsenz)  oder  Geistesgaben wie Viveka und Vairagia nicht. Da werden die Attribute des Seins  wohl als "Etwas" gesehen, als "Eigenschaften", die die "Leere" trüben könnten, der man nicht aufhört zu huldigen. Wo "Niemand" ist, gibt es auch kein Etwas und keine Eigenschaft, hört man argumentieren...Was wiederum verrät, dass diese Leute keine Ahnung davon haben, was GEIST, Spirit, Gewahrsein ist, denn solcherlei Argumente gelten nur für die Eigenschaften des unerlösten Ego.
Seinstugenden oder Seinseigenschaften wie Viveka (Unterscheidungskraft) und Vairagia (Losgelöstheit) sind kein "Etwas",  keine Inhalte des Bewußtseins, sondern Grundlagen  - Früchte des SEINS, die nur dort blühen, wo "Niemand", kein Ego ist - in der "Leere", der Abwesenheit von Ego.
Gewahrsein nun ist das, aus dem heraus man sich all dieser Seins-Aspekte gewahr ist.

Verinnerlichung findet nicht im Kopf statt - Erleuchtung ist keine "Implosion" im Kopf. Verinnerlichung heißt Umkehr zur Einheit (Yin und Yang) . Rückbindung an den Ursprung. Das Licht der Bewußtheit bzw. des Gewahrseins leuchtet in allen seinen Facetten   - auf subtile Weise sogar spürbar! - aus dem Herzen heraus!
Die Leere in der Abwesenheit des Egos sollte man möglichst  nicht mit einer Leere im Kopf verwechseln, wie sie auch von einer dissoziativen Absence hervorgerufen werden kann.

Der "Betonkopf", ein rigider starrer buchstabenverliebter Verstand,  ist unfähig hinter die Worte zu schauen. Wo Intuition fehlt bzw. die EIN-SICHT, das innere Verständnis  -  da ist man auch nicht fähig, den selben Sinn in einer unterschiedlichen Beschreibung zu finden.
Das Neo-Advaita scheint mir weit mehr eine Religion zu sein, die den Unwissenden zur Überzeugung, zum Glauben zu bekehren sucht, dass es keinen Handelnden gibt, ohne ihm den Weg zu weisen, wie man dies seinsmäßig auch tatsächlich verwirklicht.  Um zu erkennen bzw. zu verwirklichen, dass es keinen Handelnden gibt, muß ich mein Ego transzendiert haben, ansonsten gibst du dich einer Täuschung hin. Wo Ego ist, ist immer Absicht und Wollen und mit der Erwartung verknüpft, mit der Handlung etwas zu erreichen. Wo kein Ego-Eigenwille ist, ist zwar kein (aktiv-absichtsvoll) Handelnder, wohl aber Handlung: Spontan, d.h. absichtslos handelt man ohne zu handeln.
Wenn jemand von sich sagt, dass ihm beispielsweise immer noch Wut, Zorn, Freude, Ziel, Plan und  Handlungen "erscheinen" die auf Ergebnisse zielen , kann er nicht von sich behaupten, dass in ihm kein Handelnder wäre. Hierbei handelt es sich garantiert um Selbsttäuschung.