Dienstag, 1. September 2015

Jesus sprach: Es werde Licht! Herr Freud sagt es viel anders nicht


 

Reinheit des Seins

Ich lese in einem Forum:  "Und wenn die Welt untergehen würde, das Sein bleibt unberührt von alledem."  Woher w e i ß  man so etwas nur?  So etwas kann man weder erfahren noch erkennen. Also ist es ganz klar eine Überlegung des Egominds, der die Reinheit des Seins diskutiert, als ob es etwas anderes als  s e i n   eigenes BewusstSEIN wäre, etwas "Da draussen".  Bei näherer Beleuchtung müsste derjenige, der so etwas DENKT, entweder einen Knoten ins Hirn kriegen oder ein  augenblickliches Satori.   Nun ja, das würde spätestens dann der Fall sein, wenn er begriffen hat, dass das Sein seine REINHEIT ja gerade dadurch hat, dass ihm die Erde oder die Welt mitsamt ihren Glaubenssätzen untergegangen ist! 

Ego ist synonym mit Welt. Welt ist nur eine angelernte Sichtweise, ein abstraktes Wort, eine Vorstellung, die der Egomind mit angelerntem Wissen versorgt.  Geht das Ego unter, geht die Welt (-anschauung/Wissen)  unter. Wem die Welt untergegangen ist, der ist unberührt von der Welt bzw. den Weltanschauungen inclusiv der Glaubenssätze, die seine Realität bis dato definierten. .
Reinheit des Seins ist nichts anderes als die Reinheit der Wahrnehmung jenseits von Ego. Die Reinheit und Unberührtheit der Wahrnehmung (GewahrSEINS)  u.a. auch auf dem göttlichen Gleichmut, der sich weder  (durch Verlangen/Mangel) von äusseren Dingen  berühren oder erregen läßt  noch von  Hochs und Tiefs, wie sie dem Ego zu eigenen sind. Unberührt-Sein  heisst, dass du nicht mehr mit Leiden identifiziert bist, aber auch nicht mit den Freuden.

Getrübt wird diese  Reinheit,  "Keuschheit" des Seins auch durch das schlussfolgernde DENKEN.  In dem Moment, wo ich  eine Hypothese aufstelle,  und eine causaliziöse Wenn- dann-Aussage  mache, ersteht die Trennung/Welt/Maya in mir wieder auf und ich  bin nicht mehr im REINEN - d.h. von Schlussfolgerungen des Egominds unberührten GewahrSein sondern mit meinen Gedanken in der Zukunft -  im DENKEN! Das heisst, ich  bin in den Schlaf des Nicht-Seins zurückgesunken. !
Die REINHEIT des SEINS ist REINE - weil durch Denken und Neurotiszimen -  unverzerrte WAHRnehmung.
Und dennoch: Über das SEIN läßt sich nichts aussagen, es ist jenseits von Eigenschaften, jenseits von Berührtsein oder Unberührtsein. Man kann statt Sein auch Gott nehmen. Über Gott läßt sich nichts mehr aussagen, - das heisst, Gott ist tot - wenn du dich mit ihm bzw. dem SEIN als EINS erkannt hast. Wenn Gott tot ist, bleibt nur noch das eigenschaftslose ICH-BIN-Bewusstsein... ab hier ist jedes weitere Wort zuviel gesagt.
Ein anderer Begriff für SEIN ist Ganzheit. Ganzheit ist absolut und ganz, insofern das Absolute das Relative in sich birgt und aufhebt. Bewusstes SEIN hat sein SEIN in dieser uneindeutigen Spannung, wie sie auch im christlichen Kreuz symbolisiert ist.



Ich lese:

"Nichtidentifikation ist genauso eine Vorstellung wie Identifikation...
Aus der Identifikation mit der Nichtidentifikation Erleuchtung abzuleiten, ist eine spirituelle Falle!"
Da gibt es für den Schreiber also Jemand, ein Ego, welches mit Identifikation  und/oder  Desidentifizierung identifiziert sein kann!? Hm, weiss ein Ego überhaupt, was Identifikation ist? Nein, es weiss weder, was Ego ist noch was Identifikation ist; denn wüßte ein Ego, was Identifikation  WIRKLICH ist, wäre Ego ad hoc von seiner Identifizierung (Ego) sowie im selben Zuge von sich selbst befreit! Das funzt aber nicht, weil das Ego sich nicht selbst abschaffen kann.  Kann der Egomind sich wirklich eine Vorstellung, ein Konzept von Nichtanhaftung (Desidentifikation, eigenschaftsloses Bewusstsein)  machen und kann er dann dieses Konzept missionieren - ein Konzept, was ihn selbst ja total in Frage stellt bzw. eliminieren soll? Gibts das?

Nein, ich glaube nicht. Solche Sätze wie oben kann nur ein klügelnder KOPF daher schwätzen, jemand, der seiner eigenen Anhaftungen nicht gewahr ist, geschweige denn, dass er das Wesen von Identifikation/Anhaftung erfasst hätte.
Wie in der Hitler-Diskussion und an anderen Orten kann ein scharfes und WAHRsehendes Auge auch hier wieder diese Gleichzeitigkeit erkennen - wie der Schreiber genau das  demonstriert, was er zugleich tadelt; diese hirnverdrehenden  Äusserungen zeigen recht eigentlich, dass der Schreiber selbst es ist, der sich wohl falsche Vorstellungen von Identifikation sowie Desidentifiktion macht, sonst könnte er sich nicht so verw(IRRE)nd ausdrücken.

Was nun mich angeht - ( wie immer, fühle ich mich bei solchen Sätzen "automatisch" angesprochen und hinterfragt, eine spirituelle Tugend, die eine ständige Selbstprüfung gewährleistet, LOL): 
ICH BIN weder mit Identifikation noch mit Desidentifikation identifiziert.
ICH BIN das, was die Anhaftungen bemerkt bzw. ihrer gewahr wird. . Da kann ich nicht gleichzeitig die Anhaftung sein, denn das  Gewahrwerden  ist gleichzeitig die Auflösung des Klebstoffs der Identifizierung. Klar, der unerfahrene und unwissende Egomind versucht sich von allem Vorstellungen zu machen, vom Identifiziert- oder Nichtidentifiziertsein genauso wie von Erdbeermarmelade.  Jeder Begriff ruft eine Vorstellung hervor.  Das ist das WEsen des Egominds, dass er sich ständig Bilder macht und alles konzeptionalisieren muss.
Gerade um diese Erkenntnis geht es bei  der Desidentifierung von Ego. Dabei geht es gar nicht primär um diverse einzelne Begriffe und die damit verbundenen einzelnen Vorstellungen, an denen der Mensch haftet/identifiziert ist, sondern bei Desidentifkation geht es generell um die Erkenntnis, dass JEGLICHE Vorstellung  ein Irrtum, eine Lüge ist.  Desidentifikation  ist Bewusstwerdung der Anhaftung und per se die Auflösung jeglicher Identifizierung mit Konzepten.
Um es nochmal deutlich zu sagen:  es geht im Transformationsprozess auch nicht allein um die DesIdentifizierung von den persönlichen Eigenschaften des Egos, sondern im erweiterten Sinn um die Desidentifikation von  gesamten kollektiven Glaubenssätzen, auf denen unsere Auffassung von Realität aufgebaut ist.
Ganz zuletzt geht es um die Desidentifizierung mit den Glaubenssätzen des Spirituellen Egos. Das ist die härteste Nuss für das in seine spirit. Erfahrungen und diesbezüglichen Konzepte verliebte Spiri-Ego. Bevor es sich nicht des Unterschieds zwischen Erleben und Konzept geWAHR wird, bleibt es mit seiner Erfahrung bzw. Konzept identifiziert.

Dass ich  meine Erkenntnisse niederschreibe bedeutet, dass ich "Zeugnis ablege" und  besagt keinesfalls, dass ich mit meinen Erkenntnissen identifiziert bin.  Wäre ich mit ihnen identifiziert, wäre ich auf der Stelle geistig tot, d.h. ich würde damit die Quelle  verstopfen, die mich unaufhörlich nährt. Im Individuationsprozess lernt man langsam, alles loszulassen. Heute ist es mir gar nicht mehr möglich, mich mit irgendwas zu identifizieren, den Klebstoff der Identifikation erneut zu produzieren.

Es ist sehr viel unterhaltsamer und angenehmer sich mit dem Konzept Erdbeermarmelade zu identifizieren als mit dem Konzept Nichtidentifikation. Beim ersteren kannst du dir jedenfalls so leckere Vorstellungen machen, dass dir das Wasser im Munde zusammenläuft. Und was fällt dir ein, wenn du an Nichtidentifizieren denkst? Nichts. also kannst du dich auch nur  mit NICHTS identifizieren. Der EgoVerstand ist zwar sehr wendig, dem fällt sogar zu dem Begriff der Leere und dem allernichtigsten göttlichen  NICHTS allerlei Unterhaltsames ein - aber bei diesem Begriff  der Desidentifikation müßte er wohl passen. Identifizieren tut das Ego sich ja doch vorlieblich  mit Eigenschaften, Ideen und Vorstellungen, die ihm Lust bereiten... 

Meiner Erfahrung nach klingen solche Sprüche eher nach den lahmen Argumente eines wehrhaften Egos; ganz ähnlich dem AbwehrArgument, dass der, der nicht aufhört, darauf hinzuweisen, wie wichtig die Schattenintegration ist,  mit Schatten identifiziert sei. Mit diesen abstrusen Einwänden projeziert man seinen eigenen Schatten - seine Abwehr gegen Schattenarbeit resp. Desidentifikation. Solcherlei Statements dienen zu nichts anderem, al die Verdrängung aufrecht zu erhalten und sich nicht den Leichen im eigenen Keller stellen zu müssen.

Fazit: Aus meiner Sicht und Erfahrung ist es unmöglich, dass ein  Ego, dessen Wesen ja doch per se  die Anhaftung ist,  sich mit Anhaftung identifiziert, dasselbe gilt für Desidentifizierung/Nichtanhaftung. Das wäre genauso, als ob das Messer versuchen würde, sich selber zu schneiden oder ein Mund versuche, sich selbst zu küssen.  Solche hirnakrobatischen Postulate entspringen der Vorstellung eines Verstandes, der stets bemüht ist, mit "schlagender" Beweiskraft Fakten aufgrund von Annahmen zu schaffen resp. ein  analytischer, abwehrgebeutelter Egomind, der seine Beweise vorlieblich auf  FALSCHEN, an den Suppenhaaren herbeigezogenen Prämissen aufbaut.  

Was es aber durchaus geben kann, ist  eine Identifizierung  mit zielgerichteten und ergebnisorietierten  MeditiationsÜbungen, die man zwecks Desidentifikation einsetzt. Wer ständig meditiert: Ich bin nicht meine Gefühle, ich bin nicht meine Gedanken, ich bin nicht mein Körper- der löst  damit möglicherweise keine Identifikationen auf, sondern der hypnotisiert sich oftmals nur  selbst und GLAUBT irgendwann daran,  -  will sagen:  er hält eine aus den Übungen resultierende Dissoziation,  - eine Abspaltung vom Körper und seinen Empfindungen, was in Wahrheit eine psychische Störung ist -   für Desidentifikation, wenn nicht gar für Erleuchtung.
Dasselbe mit dem Kurs in Wundern. Wer sich ständig hypnotisiert: Alles ist bedeutungslos, wird sich von der sog. Realtiät bzw. von seinem Ego  nicht desidentifizieren, sondern weit häufiger  nur dissoziieren.Der Kurs in Wundern ist nichts weiter als ein Desidentifikations-Übungsprogramm.  Desidentifikation läßt sich aber weder üben noch sonst wie "machen", es geschieht einfach, wenn im Gewahrsein das Wesen von Identifikation (mit Glaubenssätzen/Ego) und die Unwirklichkeit des DENKENS erkannt wird.
Das ist die dunkle Seite der "machbaren" DesidentifikationsÜbungen, dass sie  oft nur das Ego spalten bzw. die Spaltung aufrechterhalten und verstärken, statt zu heilen.

Der Begriff der "Bedeutungslosigkeit", wie man ihn im Kurs in Wundern findet, hat für mich ein schlechtes negatives Gerüchle, neutraler wäre es, von BedeutungsLEERE zu sprechen. Es geht ja auch im KIW darum, das interpretierende Ego als den Bedeutungsgeber zu erkennen und loszulassen. Ohne Interpretation bzw. ohne die Identifikation mit Interpretation  ist die WAHRnehmung - oder das SEIN -  REIN und WAHR. Die Objekte der WAHRnehmung sind insofern ihrer  Bedeutung entleert, als man sie nicht bewertet und interpretiert - besser gesagt: als man nicht mehr mit dem Bedeutungsverleiher identifiziert ist. Und dennoch verlieren die Dinge nicht in der Art an Bedeutung, dass man überhaupt nicht mehr wüßte, wozu sie gut und zu gebrauchen sind. Ein Kochtopf ist auch in der neutralen Betrachtungsweise immer noch ein Kochtopf und kein unbekanntes formloses Etwas, dessen Bewandtnis  man nicht kennt. Das, was die Objekte der Aussenwelt  "leer" macht, ist vor allem das fehlende Verlangen und Begehren  nach den Dingen. Es fehlt der Greif- und Identifiizierungsreflex des "habenwollenden" Egos. "Da draussen" ändert sich nichts. Am Ende ist der Baum wieder ein Baum und der Berg ein Berg. Wenn sich für dich in der Aussenwelt etwas verändert,  solltest du besser zum Arzt gehen;  wenn die Dinge in der Aussenwelt auf eine Art die Bedeutung verloren haben, dass du z.B. nicht mehr wissen solltest, wozu sie dienen, dann bist du auf dem falschen Trip.  Die alltägliche Betrachtungsweise der Dinge bleibt erhalten, auch wenn man nicht mehr mit ihnen identifiziert ist. (In diesem Kontext fallen mir meine früheren LSD-Trips ein und dass es doch eigentlich recht seltsam ist, dass sich nicht mal unter LSD meine Wahrnehmung verändert hatte, ich sah keine Farbräusche oder spektakuläre Effekte in der Aussenwelt wie die anderen. Weder vor dem äusseren noch dem inneren Auge.  Es waren psychische Veränderungen, die ich bemerkte, z.B. wie ich wieder zum kleinen Kind wurde oder wie märchenhaft mir die äussere Welt anmutete...)

GeWAHR-SEIN  ist nichts anderes als hellwache  BEWUSSTHEIT - ein neutrales, unverzerrtes WAHRnehmen.Wo das Ego den Dingen ihre Bedeutung verleiht, nimmt sie das Gewahrsein hinweg. Es geht nicht darum, dass sich die Dinge verändern, sondern immer nur um GeistErkenntnis. Um das Erkennen geht es -  es geht um das Gewahrwerden der IDENTIFIKATION mit den Dingen der äusseren Welt. Nur Gewahrsein macht (bedeutungs-)frei.

Die Bedeutungsleere als neutrale Betrachtung im Gewahrsein läßt sich m. E. nicht formelhaft einimpfen, sondern kann dauerhaft nur aus Achtsamkeit resp. dem Individuationsprozess (Schattenintegration) heraus ent-wickelt werden. Das Gewahrsein - das "Auge des Horus" -  wächst mit seinen Aufgaben,  d.h., es wächst im selben Maße, als Schatten/Verdrängung aufgehoben wird. Durch eben dieses Gewahrsein.

Was nun die "Reinheit" des Gewahrseins angeht,  hat das Gewahrsein eine doppelte oder zweifache Ausrichtung  (auch wenn das dem "Einen ohne Zweites" zu widersprechen scheint und scheinbare Trennung vorweist):  einerseits ist die Wahrnehmung auf der persönlichen Ebene unverzerrt im Sinne von entneurotisierter "gesunder"  Interpretation, und aus der transpersonalen Perspektive  ist die Wahrnehmung unverzerrt im Sinne von wertungsbefreiter Interpretation.
Interpretation - Bedeutungsvergabe -  als solche ist  i m m e r   gegeben, man kann m. E. nicht  n i c h t   interpretieren, auch nicht jenseits von Ego. Es geht nur darum, dass das Neue Bewusstsein mit Interpretation nicht mehr identifiziert ist. Mit dem ultimativen "Tod" des Egos ist dies Nichtidentifiziertsein als Wahre Natur erkannt. Damit  ist man sozusagen dauerhaft vom Glauben abgefallen, dass Interpretation die Wirklichkeit darstellt. Man interpretiert immer noch bzw. ist man sich bewusst, dass man so tut, als ob man dran glaubt... LOL
Also so leer ist die Bedeutungsleere auch wieder nicht. LOL. Tja, man darf da ja auch nicht die Fülle des Seins vergessen, die unaufhörlich aus der vertikalen Quelle quillt. Die quillt und sprudelt natürlich auch nur, wo Leere ist, also Abwesenheit von Ego.


Jesus sprach: Es werde Licht! Herr Freud sagt es viel anders nicht,
Wenn er mit seinen Worten spricht: Wo ES war, liebe Leutz, wird ICH!

Doch damit nicht genug, my friends, noch harrt dies Ich der Transzendenz -
was heißt, es muss zunichte werden -  was ward, muss ganz zu Lichte werden,
der Phönix aus der Asche steigt, wenn nichts mehr von Ich  übrigbleibt...




Ich hörte auch des öfteren schon, ich sei mit Schatten bzw. Schattenintegration identifiziert, weil ich die Dringlichkeit und Notwendigkeit von Schattenintegration so oft betone. Dieser Vorwurf ist genauso abstrus, als wenn man Jesus vorwerfen würde, dass er ganz arg bös' mit der Umkehr oder mit dem Himmelreich identifiziert gewesen sei; wie man weiss, hat er ja  nicht aufgehört, die Dringlichkeit der Umkehr zu betonen: Kehret um. Die Zeit ist JETZT.  Dann müßten wohl auch Krishnamurti und Eckhart Tolle ganz arg mit dem JETZT identifiziert (gewesen) sein, auf das sie  unaufhörlich hinweisen? .. oder mit dem Loslassen  usw.?

Umkehr bedeutet nichts anderes als Aufhebung der Verdrängung, was glaubst du denn, was du findest, wenn du "umkehrst" in dein Inneres? Du findest erstmal die Hölle mit all den verdrängten Engeln und Teufeln,  d.h., Dich selbst -  deine unterdrückten  unbewussten Anteile. Bevor du diese nicht umarmt hast, wird es nichts mit der glorrreichen Auferstehung.Wer den Himmel will, muss zuvor durch die Hölle, da führt kein Weg dran vorbei!
Gegen die Begriffe der Innerlichkeit, der  "Innenkehr" oder "Einkehr" hat man in der Regel nichts einzuwenden,  das klingt ja auch so schön poetisch und romantisch; was das aber wirklich bedeutet, worauf diese Innerlichkeit, Innenkehr eigentlich basiert  - nämlich auf nichts anderem als der Schattenintegration, das will man nicht wissen.

Identifikation bedeutet ANHAFTUNG. Darüber sollten sich die Herren und Damen Bescheidwisser mal kundig machen und ihre eigenen Anhaftungen mal unter die Lupe nehmen, bevor sie so dummes Zeug quatschen.
http://www.karma-yoga.eu/2008/09/anhaftung-und-loslassen/
In diesem Artikel geht es allerdings primär um das Anhaften an der Materie. Das ist was für Anfänger. Viel problematischer und schwieriger loszulassen ist die Identifizierung/Anhaftung an den mentalen Formen/ Gedanken und Vorstellungsbildern oder spirituellen Übungsbüchern, die hier leider keine Erwähnung finden. Letztlich geht es um die Identifikation bzw. Desidentifikation vom Verstand/Egomind als solchem.


So klug und so einsichtig sich die Leute geben, sind sie sich dabei nicht bewusst , dass sie bei all ihrem Wissen doch nur ständig vor dem weglaufen, was sie suchen... Es ist zuweilen bedrückend so klar zu sehen,  wie sie sich von sich selbst dissoziieren, wie sie ihr persönliches Hier und Jetzt vermeiden und ihre Gedanken und Gefühle unterdrücken.

Die Wunderkurs-Autohypnotisierten und andere sich auf Entfremdung Programmierenden sollten unbedingt bedenken:
Nicht jedes Buch, nicht jede Übung ist zu jeder Zeit auch wirklich gut für den Menschen. Manche Übungen sind zu gewissen Zeiten kontraindiziert, z.B. darf man keine Desidentifikationsübungen machen, derweil man noch munter und unbewusst auf Alte-Adam-Weise seine Gedanken und Gefühle verdrängt.  Was dabei rauskommt, sagte ich schon: Dissoziation, eine pathologische Entfremdung von sich selbst. Drachenfütterung.

An welcher Stelle hat wohl  der "integralierende" Ken Wilber dem Kurs in Wundern seinen "berechtigten" (?) Platz eingeräumt? Mir jedenfalls ist es bislang  noch nicht aufgeleuchtet, wie und an welcher Stelle des spirituellen Weges man dieses ja doch Individuation ausschliessende Werk integrieren, d.h. einschliessen könnte. Integriert wird ja doch immer nur Wahres, der Weizen -  die Spreu wird aussortiert.

Wie immer spreche ich auch hier aus eigener Erfahrung: Ich habe vor ca. 20 Jahren das ganze Buch und die dazugehörigen Begleitbücher gelesen und  an die 35 Lektionen dieses Übungsbuches gemacht. Ich kam schon mal  mit der Sprache/Übersetzung nicht klar, nicht, dass sie unpersönlich war, störte mich, sondern sie war mir zu sperrig und linkszerebral, alles in mir  hat sich dagegen aufgelehnt, letztlich habe ich es zu Grabe getragen wie so viele Bücher vorher.  Mir wurde damals klar, dass dieses Buch  den Effekt hat,  Gefühle zu verdrängen bzw. die Verdrängung aufrecht zu erhalten, statt Gefühle und Gedanken in ihrem Hier und Jetzt anzunehmen. Die Übungen führen ganz klar aus dem Hier und Jetzt hinaus, statt hinein. Das war nicht mein Weg. Dieses Buch war für mich ein seelenloses patriarchalisch-orthodoxes Folterwerkzeug für Sado-Masochisten. WAs ich auch in aller Klarheit erkannt habe:  Dieses Buch wurde keineswegs von Jesus gechannelt, wie es uns die Autoren weismachen wollen.
Jesus hat und hätte niemals so herzlos und viktorianisch prüde gesprochen, wie in diesem Machwerk!  Niemals!
Jesus spricht nicht nur zum Verstand, sondern v.a. zum Herzen, zum Gefühl, zur Person!
Nur der "Vater" ist unpersönlich. Jesus verkörpert nicht die unpersönliche Liebe, sondern er ist der mütterliche Heiler der Person,  der Mittler zwischen Verstand und Herz. Die UNPERSÖNLICHE LIEBE ist die FRUCHT der geistigen Hochzeit von Verstand und Herz und nicht Vorbedingung.  Bis es aber soweit ist, muss der Kreuzweg gegangen werden. Der spirituelle Weg ist ein Kreuzweg und kein schmerzloser Spaziergang durch hunderte von affirmativen Mindfuck-Lektionen.
Jesus ist die Verkörperung von männlicher und weiblicher Integration.
Jesus (als dein WAHRES SELBST)  liebt dich  - DICH ganz persönlich - und foltert dich nicht! 
Jesus sagt: Fühle! und nicht: Du bist nicht deine Gefühle oder dein Körper.  Er sagt nicht: Alles ist bedeutungslos, sondern Jesus als dein Wahres SELBST gibt dir und deinem Da-SEIN einen höchsten Sinn.
Jesus als der Innere Heiler heilt und heiligt die Person inclusiv Vergebung und Aussöhnung. Das kann man nicht machen und übungsmäßig anstreben, sondern geschieht aus sich SELBSt heraus, wo man die Hingabe und Bereitschaft hat, sich heilen zu lassen.

Das Problem mit dem Kurs in Wundern in meines Erachtens, dass er mit den Mitteln der Autosuggestion  - ich sags mal ganz krass: der Gehirnwäsche - versucht, zielbewusst und ergebnisorientiert  eine höhere geistige Stufe zu erklimmen, ohne die Vorstufe genommen zu haben.
Dass er den Himmel will, ohne zuvor einen Fuss auf die Erde gekriegt zu haben, dass er Desidentifikation von Ego/Körper anstrebt, ohne sich zuvor mit dem geheilten (!) Ich identifiziert zu haben.Sehr fraglich, ob ihm der Jesus, wie er im KIW erscheint,  die rettende Hand reichen wird, wenn es darum geht, über die Wasser des Unbewussten zu laufen - eine Entität, die es früher oder später zu KLÄREN und zu LICHTEN gilt, ob er will oder nicht.


Desidentifikation ist etwas, was einfach geschieht - eine ganz normale Reaktion auf eine "gesunde" Identifikation. Wer im Individuationsprozess seine tabuisierten Gefühle und Gedanken  aus der Verdrängung befreit, muss sich   - um sie zu heilen -  mit ihnen identifizieren, d.h. er muss seine Gefühle und Gedanken annehmen:  Das bin ich - Ich bin ich. Dieses gesunde stolze ICH BIN ICH-Bewusstsein hat hier an dieser Stelle des spirituellen Weges seine Berechtigung!
Das ist der Punkt in der spirituellen Entwickelung, der auf dem spirituellen Marktplatz am allerwenigsten thematisiert wird! Warum wohl? Weil es bedeutet, dass man sich als heilungsbedürftig anerkennt....als seelisch blind, taub und lahm. Aber das stolze spirituelle Ego WEISS zuviel, und so WEISS es auch, dass es so etwas wie Krankheit, Unheilsein gar nicht gibt... solange es dies GLAUBT, wird es auch keine Einsicht in die Heilungsbedürftigkeit der Person geben.

In der Annahme des persönlichen Hier und Jetzt liegt die Transformation auf die nächsthöhere Stufe schon inbegriffen, auf der man sich von diesem Ich desidentifiziert, um in die Einheit einzugehen oder die Einheit zu erkennen. Das geschieht alles organisch aus, in und durch sich SELBST, wenn man nicht vorhat, die Stufen zu überspringen....SELBSTorganisatorisch...
Christlich übersetzt: In Christus, durch Christus und mit Christus.

Im Kurs in Wundern nun wird die Stufe der  Ich-Werdung  (oder der Menschwerdung/Persönlichkeitsreifung) einfach übergangen! Da wird von dem Menschen blinde Hörigkeit verlangt, dass er ohne zu denken und zu verstehen, alles schluckt, was ihm da an dicken und unverdaulichen Brocken serviert wird. Eine Kapitulation des eigenen Verstandes/Verstehens und eine Hingabe wird hier verlangt, die allein nur Gott zukommt. Da wird auf hunderten von Seiten affirmativ an einer Innenkehr, einer Umkehr gebastelt, die nur durch bewusste Achtsamkeit auf das persönliche Hier und Jetzt geschehen kann.


Ich rate diesen Kurs-in-Wundern- SadoMasochisten dringlichst, sich des Wahren Jesus bewusst zu werden, der nichts anderes als ihr Wahres Selbst ist. Literatur dazu findet sich vor allem in den Werken Eugen Drewermanns. Im Gegensatz zur Zwangsbeglückung durch den KIW findet man hier nicht nur den wahren Jesus und seine wahrhaft zu Herzen gehenden Worte der Heilung, sondern eine tiefgehende (Biblio-) Therapie, der man sich nicht entziehen kann, wenn man nicht ganz herzverrammelt ist. Die Kapitulation des Egos, d.h. die tiefe Einsicht,  dass ich nicht der Meister meines Lebens bin, sondern Christus als unser Wahres SELBST bringt  eine Aussöhnung mit sich selbst, eine SELBSTvergebung, die  organisch auf SELBStorganisiertem Mist gewachsen ist.
HaH - den Menschen möchte ich mal kennenlernen,  den der KIW transformiert und endgültig befreit hat. Was ist eigentlich  mit dem Medium geschehn?
Jesus sagte im Zusammenhang mit dem Auftauchen der falschen Propheten in der "Endzeit": Prüfet und behaltet das Gute.  Ich habe den Kurs in Wundern geprüft und nichts Gutes an ihm befunden.  Er tut nichts anderes als das, was alle einbeinigen Nondualisten tun: Er propagiert einen Himmel ohne die Erde, eine Spiritualität ohne Individuation. Eine Involution ohne Evolution. Einen Vater ohne die Mutter.


 Der KIW sagt:

Alle seelischen Bedürfnisse des Menschen gehen von der Illusion des Ego aus und können deshalb
nicht befriedigt werden. Nur das Erwachen befreit den Menschen.

Wer erwachen will, muss verzeihen, aber nicht in dem Sinn, dass er anderen Schuld vergibt, sondern indem er erkennt, dass Sünde und Schuld nie real waren, sondern nur Kosequenzen des eingebildeten Ichs
.

Jesus - selber auch nur ein Teil des einzigen, alle Menschen umfassenden Sohnes Gottes - ist der erste, der erkannt hat, dass er Sohn Gottes ist. Andere Söhne Gottes, die ihr Gottessohnsein noch nicht wahrhaben wollten oder konnten, haben diesen erwachten Gottessohn aus der Welt geschafft. 

(Entnommen dem Buch: Kirchen, Sekten, Religionen) 


Dem stimme ich zu, das ist absolut richtig, ich nenne diese Erkenntnis die "Letztgültige Erkenntnis", in der man erkennt, dass es nie eine Geschichte, ein Leiden gegeben hat, ...keine Schuld, keine Sünde, In dieser Erkenntnis erkennt man die ganze Illusionshaftigkeit*** der sog. Realität. Wer das wirklich im GEIST erkannt hat, der ist fortan von allem Leiden befreit  - der ist vom Ego mitsamt  seinen  Konzepten, seiner Körperidentifikation und  seinem Krankheits-Gesundheits-Konzept komplett desidentifziert. Ob dies der KIW tatsächlich leistet? Kann das KIW-Programm das  Gewahrsein, auf dem die Große Erfahrung bzw. die Letztgültige Erkenntnis ja doch basiert,  über Lektionen bzw. Affirmationen tatsächlich programmieren -  das Unterbewusstsein ist so empfänglich, dass es alles glaubt, was man ihm eintrichtert - aber Gewahrsein? BEWUSSTHEIT?

Nur glaube ich nicht, dass ein Übungsweg wie der KIW  dorthin führen kann. Für mich beginnt der Weg zur Letztgültigen Erkenntnis im Hier und Jetzt der Person, die  mit ihren Gedanken und Gefühlen erst einmal als eine solche anzunehmen  und ernstzunehmen ist, statt sie im Vornherein als Illusion abzustempeln - ganz so wie es der Gemeine Nondualist macht!
Um aber zu dieser Erkennnis zu gelangen, muss das falsche Ego mit seinem falschen Weltbild  "sterben"  - und das tut verdammt weh - und der KIW-Proband, der glaubt, das sei nicht notwendig, weil man das Ego doch eh als bedeutungslos erkannt habe, der täuscht sich. Er hat es nicht wirklich "erkannt", er hat sich nur hunderte Male eingeredet, ja eingebleut, dass das Ego und das, was das Ego für wirklich hält,  eine bedeutungslose Illusion ist. Er ist ein Gläubiger, der an die Bedeutungslosigkeit der Unwirklichkeit nur  g l a u b t , aber keine Ahnung hat, dass er seine ganze WAHRnehmung ändern muss, um sie - die WAHRE WIRKLICHKEIT - auch  tatsächlich zu seinem SEIN zu machen. Formeln nachzuäffen führt nicht zu "vollkommener Reinheit" - ein Begriff, der wie das Wort "unberührt"  im KIW fast immer nur im Zusammenhang mit Schuld gebraucht wird - sondern weit mehr zu einer übermäßigen Strenge mit sich selbst, hat man sich doch ein wahrhaft hohes Ziel gesetzt - die Vollkommene Reinheit. Hah! Was für eine fiese double-bind-Falle:  auf der einen Seite wird dem Gläubigen verkauft, dass es  keine Schuld und keine Sünde gäbe und auf der anderen Seite steht das Bestreben "ganz rein" zu werden und dazu bedarf es unzähliger formelhafter Affirmationen?  Das Alte-Adam-Denken läßt sich nicht mit Formeln und AutoHypnose aus der Welt schaffen, sondern nur durch Transformation. 

Jesus: Viele werden kommen und in meinem Namen sprechen und Wunder tun...
 .

Der Kurs in Wundern hat den Anspruch, Wasser in Wein zu verwandeln,  doch füllt auch er nur den alten sauren Wein in neue Schläuche. Neo-Christentum. Wie im Neo-Advaita  wird auch im EKIW das Pferd von hinten aufgezäumt. Sie alle wollen das Unbewusste austricksen, in den Himmel kommen, ohne durch die Hölle gegangen zu sein,  - d.h., ohne die Hölle,  den Schatten  in "Himmel" transformiert zu haben.




***Zur "Illusionshaftigkeit" möchte ich noch sagen, dass auch der Begriff der Illusion nicht passt und wie alle Begriffe für die "Chose" jenseits von Ego nur eine Annäherung darstellen. Ist Materie vielleicht eine Illusion, wo doch inzwischen auch die Wissenschaft weiss, dass Form Leere und Leere Form ist? JEIN.  Jenseits von Ego  läßt sich absolut nichts mehr mit eindeutigen Begriffen beschreiben. Es gibt keine passenden Worte mehr für das Zweideutige, das paradox. Man könnte höchstens sagen: Materie  ist sowohl eine Illusion als auch keine Illusion, je nachdem, aus welcher Perspektive ich das betrachte, dual oder nondual. Wobei die Spache/Verstand notgedrungen trennen muss in das eine oder das andere - obwohl es in der Einheit eine solche Trennung nicht gibt.  Eigentlich kann man hier nur schweigen, sonst dreht man sich ad infinitum im Kreis herum in einem ewigen unfruchtbaren Entweder-Oder-Gezänk.



Die Einheit

oder das Sein kann man nicht beschreiben. Das einheitliche BewusstSein ist  sowohl Leere als auch Fülle. bzw. weder dies noch jenes.  Es ist immer der Verstand, der teilen und trennen muss, was unteilbar ist. Wer sagt, dass im Sein nichts geschieht, dass da nur gedankenlose Leere sei, der irrt, der kennt nicht die Fülle des Seins.

Das Sein ist paradox und läßt sich nicht  EINDEUTIG definieren. Die Berichte von  Seinserfahrung als (länger andauernden?)  gedankenloser Leere, in der man des Lesens und Bedeutungerfassens gar nicht mehr fähig ist, um hernach  wieder in das alte diskursive Egodenken zurückzufallen, kann ich nicht nachvollziehen.  Das Bewusste SEIN ist aber ein hirnhemisphärisch ausbalanciertes,  fliessend-schwingendes und  vertikal-horizontal gleitendes  BewusstSEIN. Yin und Yang in perfect harmony. Da gibt es kein krassen Sprünge von links nach rechts und vice versa. Ein ausbalancierter Mind ist durchaus fähig, beim Lesen die Bedeutung des Gelesenen zu erfassen, außer es handelt sich bei den Texten um die typische männliche einseitig-linkshirnige Begriffsakrobatik.
Wo vorher die leere Fülle der diskursiven Gedanken war,  ist im ausbalancierten BewussstSEIN die Fülle der geistigen Erkenntnis, der vertikal angebundenen Gedanken.  Wo keine Erkenntnis, keine Fülle ist, da ist auch kein SEIN.
Der himmlische SEINS-Frieden ist auch kein leerer toter Friede, sondern höchste GEISTige Aktivität. Wenn da das Ora nicht ab und an von Labora gekreuzt würde (die Vertikale von der Horizonalen Ebene), dann erführe man ein ununterbrochenes geistiges Feuerwerk an Erkenntnis, Offenbarung.
.

Die Blendung

Ich forsche nach dem Ursprung des Namens Callida und finde nur, dass Callida die weibliche Form von Callidus ist. Das einzig Interessante ist, dass sich neuerdings auf dem Wirtschaftssektor eine Art des Denkens entwickelt haben soll, die  "The Callida Contrast" genannt wird. Es ist dies ein "ergebnisorienter Ansatz der Leistungsoptimierung", der nichts mit dem typischen Macker-Ego zu tun haben soll.  Dieses Neue Denken  sei auf Optimierung der Energie, sprich Leistung programmiert und immer bereit, "die Ärmel hochzukrempeln und den Job zu erledigen". (Hehe, das machen die alles ohne Ego?) Für die Callida-Anhänger  gibt es keine Probleme,sondern nur Herausforderungen.Wer das ist, der solcherlei Herausforderungen ergreift wird nicht erklärt.
Ach wen kümmerts, ist eh der alte saure Wein in neuen Schläuchen, das lernt man in jedem banalen betriebswirtschaftlichen Unterricht für Einzelkaufleute.
Natürlich  ist es ein  Irrtum , zu glauben, es handele sich hier um egobefreites Handeln - jede Art von Ziel- bzw. Ergebnisorientierung ist per se Ego.
Callida-Consulting riecht mir doch ein bisschen sehr nach Scientology-Chefetagen-Hochglanz-"Spiritualität" für Macher, für die das Leben selbst ergebnisorientiert zu sein hat.   Da hat man dem Kind einfach nur einen anderen Namen gegeben!
In der Tat ein  Kontrastprogramm.

Aus Juli/August 2015


Neuer Thread im Forum
http://spectrum-sein.de/showthread.php?tid=116&pid=1980#pid1980
Ah, die Michiji - wie hochmütig sie darauf besteht, von Buddha nichts zu wissen. Da fehlt es wohl noch arg bös an der SELBSTerkenntnis. Ihr Verständnis von "Nichtwissen" hat Michiji wohl dem Bildungsvernichtungsprogramm der Roten Khmer entliehen bzw. bei ihrer intellektfeindlichen Mamaji, die sie seit beträchtlicher Zeit in liebevolle Geiselhaft nimmt. 




Freitag, 28. August 2015

Es commonsenst der Common Sense just for entertainement



Der ungeheilte Therapeut

ist  ein  Beziehungsverweigerer, nicht von berufswegen, sondern er versteckt sich aus einem Mangel heraus.
Er beschränkt sich vorlieblich auf intellektualisiertes  Analysieren und Deuten,  ist direktiv und wird auch im therapeutischen SEtting  eine mehr  unpersönliche, autoritär-führende  Position für sich beanspruchen.  Er bevorzugt das  gute alte patriarchalische freud'schen Therapie-Konzept, welches auf  der ÜberlegenheitsPosition des allwissenden "auktorialen" Beobachters basiert, der sich selbst als fleckenlosen reinen Spiegel wahnt oder sich als solchen zur Verfügung stellt.
Auch für den Therapeuten gilt und dessen sollte er sich bewusst sein: Wo ein Affe hineinschaut, kann kein Weiser herausschauen - es werden dem Therapeuten  bei der sog. Gegenübertragung immer nur die eigenen projizierten Introjekte ins Gesicht schlagen. Schlecht für die Patienten, denn wenn der ungeheilte Therapeut  aufgrund  "gefühlter" Kritik  seine Autorität, sein  Wissen und seine Kompetenz in Frage gestellt sieht, wird er nicht anders reagieren wie es die  Eltern des Patienten taten: er holt den Stock raus,  - das heisst, er wird den Pat. der Abwehr und Projektion beschuldigen, um die Mitverantwortung an der Situation bzw. den Eigenanteil an Abwehr und Projektion von sich abzuwehren und auf den Patienten abzuwälzen.

Mit solchen unbewussten PsychoSpielchen bewirkt der  "schwarzpsychologische" Therapeut bei seinem Patienten eine iatrogene Re-Traumatisierung. Die Konsequenz: der Patient - falls er noch nicht ganz den Verstand verloren hat -  wird nicht wiederkommen. Falls doch, wird er in stillschweigendem Agreement ein Abhängigkeitsverhältnis, eine Symbiose mit dem Therapeuten eingehen, in der alten stillen  Hoffnung, dass der, der den Schaden verbockt hat, den Schaden auch beheben könne bzw. in der alten ungestillten Sehnsucht, dass,wenn er, der Patient, in Zukunft nur schön brav ist,  aus den bösen Eltern endlich einmal gute Eltern würden - womit unbewusst die alte Eltern-Kind-Konstellation re-inszeniert und die Identifikation mit dem Aggressor gefestigt wird.  Der Patient wird vom Therapeuten quasi in liebevolle Geiselhaft genommen. Fortan wird er auf dem Schoß seines "Sugardaddys" oder seiner "Sugar-Mom" sitzen - dort gehts ihm gut - aber auch  nur solange er nicht an die Leichen im Keller seines Therapeuten rührt und sein braves Mädchen oder sein braver Junge bleibt.

Post scriptum: Natürlich sind diese Ein-Blicke in den "Ungeheilten Theapeuten" auf meinem eigenen Lebenserfahrungsmist gewachsen ---


"Hö hö"! höhnt Herr Callida da, "Das dünkt  mich doch recht sonderbar,
Befremdlich, kauzig und  bizarr, dass JEMAND sich zugleich erfahren
und nicht verhaftet wähnt, mir scheint dies doch an Suppenhaaren
herbeigezogen, ohne Frage - - -

Haha!" Herr Fredo unterbricht und  lacht: "Mein Freund, dein Argument besticht!
Aus meiner nondualen Sicht: Ein Jemand, der Erfahrung' macht,
ist niemals nie ein NIEMAND nicht!"

Doch unser Herr und Meister spricht:
"Erfahrung kann ein Mensch nicht missen -
solang er auf der Erde weilt , wird er sie erleben müssen."


Auch Roland Baba aus der Ferne im selben Geist vereint verspricht:
"Ich erkläre es Euch gerne, hört zu und widersprecht mir nicht:

"Gar prima ist Materia!

Der Große GEIST, der wirkt und webt in allem, was da kreucht und lebt;
Er durchdringet Mensch und Tier, also wirkt er auch in dir
Als Divina Femina!
Ohn' Erfahrung, ohne Wachstum,  ohne Sterben, ohne Werden
bleibt ein Mensch ein trüber Gast nur auf unserer schönen Erden."


Und hellwach aus dem Grabe ruft uns Joseph Karl von Eichendorff:
„Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort.“
La la la



Auch wenn ich nicht mehr mit Erfahrung identifiziert bin, höre ich keineswegs damit auf, Erfahrungen zu machen. LOL. 4 Jahre Forenerfahrung gaben mir u.a. eine tiefe Ein-SICHT in das Fredo- und Callida-Wesen bzw. in das Wesen von Herrn Niemand und Herrn Jemand.  Es wäre zwar nicht unbedingt notwendig, dieses "Wesen" zu benamsen oder zu personifizieren, aber es wäre doch recht langweilig, täte ich es nicht. Oder, folks?! :-D  - Just for entertainment!

Nachfolge Christi: Kehret um! Es ist dieses "Lied in allen Dingen", welches sich dem offenbart, der umgekehrt ist. Im Reich Gottes zu sein, bedeutet, den Kosmos in  All-umfassender Liebe und Erkenntnis von innen heraus zu erfassen. Erfahrung ist weiblich, wer Erfahrung negiert, negiert die Weiblichkeit Gottes, die Prima Materia. Ohne ERfahrung - ohne das Leben in der Materie -  gäbe es auch keine Transzendenz. Ohne die Mutter keinen Vater.


In der Hitler-Diskussion

konnte ein geübtes Auge sehr gut verfolgen, wie und auf welche Weise Kellerleichen lebendig werden. Nicht nur bei Herrn Callida, sondern bei so ziemlich allen Beteiligten; unbewusst  demonstrierten die Diskutanten ihre  unbewussten ("Hitler-") Anteile, die sie zugleich leugneten und entwertet wurde das, was den Himmelsschlüssel hätte liefern können. Das waren alles "nette Leute".
Adolf Hitler soll im übrigen auch sehr "nett" gewesen sein. Er war ein Vegetarier und konnte keiner Fliege etwas zu leide tun.  Tatsächlich war Adolf Hitler ein Parzifal auf der Suche nach dem Heiligen Gral, nicht anders als Herr Callida oder der vollmundige kleine Mr. Bond.

Ganz allgemein gilt: Wer andere Menschen verurteilt, verurteilt sich selbst. Das ist eine spirituelle Binsenweisheit, die insbesondere gerne und immer wieder von den "Herzensgutmenschen" als moralische Keule gegen die bösen Anderen verwendet wird.  Dieselbe Art von Gutmenschen zögern aber nicht, Hitler zu verurteilen. So sehr stehn gerade die Deutschen im Bann dieser unseligen  political correctness und vaterländischen Pflicht, Hitler zu verurteilen.  Wer das nicht tut,  ist ein Faschist und Judenfeind  in den Augen der faschistoiden Antifaschisten. Das mag auf der KonsensusEbene seine Richtigkeit haben, aus spiritueller Sicht ist es ein Zeichen spiritueller Unreife, Hitler zu verurteilen oder ihn gar der ewigen Verdammnis zu übergeben.

Es ist auch blosses Maulheldentum, wenn man die Leute sagen hört, sie würden nicht den Menschen, sondern seine Taten verurteilen, - spätestens beim Thema  Hitler kommt die Wahrheit ans Licht.   Da kann man sehen, wer mit sich und der Welt wirklich ausgesöhnt ist, wer Wahre SELBSTliebe durch wahre SELBSTvergebung erlangt hat, wer wirklich FREI ist. Das Thema Hitler und Holocaust liefert gute Kriterien, anhand derer man die Geister unterscheiden kann. In der Hitlerdiskussion konnte man nämlich ganz klar sehen, dass keineswegs getrennt wurde in Hitler als Mensch einerseits und seine Taten andererseits. Der Mensch Hitler wurde striktly mit seinen Taten identifiziert. Alle Versuche, den Menschen Hitler herauszuschälen aus seinen Taten, verliefen unfruchtbar und stiessen auf  Hass und Häme und sturer boshafter Verstehensverweigerung - darin hat sich insbesondere der Herr Callida hervorgetan. Was da für ein Dreck hochgespült wurde, welch Leichengestank da aus dem Keller drang - wie sehr sich das Spirituelle Ego entlarvt hat, das wird es so leicht nicht wieder gut machen können.

.Deswegen ist ja das Thema Hitler so ergiebig und so augenöffnend, da zeigt sich der "Teufel" -   Da macht sich der Kaiser (Ego) aber richtig nackich: Wer großmäulig seine  Moralität, seine rechtschaffene, herzensgutmenschliche Unversöhnlichkeit zelebriert, wie man es bei Herrn C. sehen konnte, zeigt mir, uns - die wir SEHEN können - damit deutlich, welche unbewussten Psycho-Anteile der Erlösung harren....der hat sich  disqualifiziert, kompetent über Individuationsprozesse resp.  Schattenintegration zu sprechen.
Warum wohl vermeidet Herr C. den Begriff der "Schattenintegration",  obwohl er nur ein Synonym ist für Individuaton?  Ist das wieder eine kluge Strategie? Um die Leute nicht abzuschrecken? Über Individuation hingegen läßt sich ungefährlicher dozieren, wobei es beim Thema Schatten ganz schnell ans  Eingemachte  geht. Allein das Wort "Schatten" ruft stante pede die Schatten - d.h. die Person, die Abwehr des Egos auf den Plan, wie man es  immer wieder in den Foren sehen kann. 

Um Schatten zu erkennen, muss man selbst im Licht stehen, d.h. es braucht Bewusstheit, Gewahrsein, um Unbewusstes bewusst zu machen.  Ein unbewusster Schatten-Dozent aber besitzt  gar nicht die Fähigkeit im konkreten (persönlichen) Hier und Jetzt Schatten zu erkennen und bewusst zu machen - weder bei sich noch bei anderen.  Da  könnte es wiederum die  Abwehr sein,  die ihn das Wort "Schatten" meiden läßt -   statt dessen zieht man  sich auf ein  theoretisches Terrain zurück und doziert abstrakt und unpersönlich über "Individuation". Das kann man als staatlich anerkannter  Dozent machen, ist aber im spirituellen Kontext kontraproduktiv. Um wirklich glaubwürdig zu sein, muss man die unpersönliche Position verlassen können und persönliche Erfahrung mitteilen, so man hat. Wo man nicht hat, sollte man das zugeben können.  Der Individuationsprozess findet im Diesseits von Ego statt, das  ist kein unpersönlicher Prozess, sondern das gerade Gegenteil. Nur die Unpersönliche WAHRHEIT ist Jenseits von Ego angesiedelt.

Ein unpersönliches Dozieren beweist aber noch lange keine Unpersönliche WAHRHEIT. Zur Abwehr gehört es nämlich mitunter auch, sich klügelnd und wissenschaftlich-unpersönlich zu geben, d.h., die persönliche Ich-Form zu vermeiden und einfach nur allgemeine unangreifbare Statements zu produzieren. Wer durch die Individuationsprozesse gegangen ist,  der kann eine ganze Menge erzählen - vor allem von Ängsten, Todesnähe, Sterben, Verrücktsein, Kleinsein, Schwachsein, Größenwahn...der Bekanntschaft mit den Mächten und Gewalten (Archetypen) usw.

Herr C.aber, der  von einer "gesunden" spirituellen Entwicklung theoretisiert, zeigt schon mit dieser Formulierung, dass er keine Ahnung hat, was es in Tat und Praxis bedeutet, sich SELBSTorganisatorisch  "ver-rücken" zu lassen. Dass er keine eigene Erfahrung mit "psychospirituellen Störungen" hat,zeigt schon die abstrakt-distanzierte Abgehobenheit, mit der er dieses Thema diskutiert.
Es gibt m. E. keine spirituelle Entwicklung, in der sich KEINE "psychospirituellen Störungen!  Die Umkehrung oder UmWERTung aller Werte geht nicht "gesund", moderat und in bekömmlichen kleinen Happen vor sich. Im Gegenteil, man ist auf stürmischer See und manches Mal droht man darin unterzugehen.

Im Individuationsprozess wird  auch die Definition von gesund-krank komplett umgedreht und umgewertet! Alles, woran man einmal geglaubt hat, wird auf den Kopf gestellt.  Auf dieser Gratwanderung tobt man sich durch sämtliche Neurosen und wenn man nicht gut aufpasst, kanns am Anfang auch passieren, dass man von einer psychotischen Episode überschwemmt wird. Insbesondere wenn das innere böse Mutter-Introjekt mit dem guten Introjekt  im Konflikt liegt und dieser Krieg projeziert und in die Aussenwelt getragen wird...
Man darf nicht vergessen: Alles, was im Individuationsprozess geschieht - Transformation, die Umwertung aller Werte - ist  per se "ungesund", nicht normal, krankhaft, psychopathologisch für den Common Sense! So ein Verstand muss allerhand aushalten! Schattenarbeit bedeutet nämlich auch die Dunkle Seite des Gesunden Menschenverstands auszuleuchten.
Ich finde es  grundsätzlich schwierig, im Zusammenhang mit der spirituellen Entwicklung die selben Begriffe zu gebrauchen wie auf der Ego-Ebene des Konsensbewusstseins.

Es gibt keine "gesunde" spirituelle Entwicklung ohne "psychospirituelle Störungen". Genauso wenig wie man von einer "normalen" spirituellen Entwicklung sprechen könnte.Lachhaft.  Der spirituelle Weg ist nicht gerade, er ist voller Gefahren und Irrtümer. Trial and Error...Ich würde sogar sagen: Alles, was schiefgehen kann, geht auch erstmal schief. Es kommt nur darauf an, wie lange man sich mit der "Schieflage" identifziert. .
Wenn du dich durch das Neurosequadrat "tobst" und du deinen  hysterischer Anteil lebst, dann kanns passieren, dass du, dein Inneres KIND so losgelassen bist, dass dein Verhalten u.U. das "psychopathologische" Bild einer Manie zeigt. Wie lange man durch einen solchen Zustand geht, hängt davon ab, ob und wie stark man sich damit identifiziert.  (Auf dem spirituellen Weg entstehen psychische Störungen u.a. durch Identifikation des Egos mit den Archetypen bzw. mit den Gedanken darüber.) Man wird i.d. R. nicht nur einmal hindurchgehen, sondern so lange, bis man nicht mehr ins Gegenteil verfällt. In der Regel schlägt z.B. nach einer manischen Losgelassenheit des inneren Kindes das restriktive Überich wieder zu, der Zensor, Folge: Depression.  Umschläge von der Hysterie in die zwanghafte Ordnungsschafferei- vom Chaos zurück in die Zwangsneurose... ein ständiges Hin- und Hergependel zwischen allen Gegensätzen und Polaritäten. Du weisst gar nicht, wie dir geschieht. Und dann diese schrecklichen Todes- bzw. Herodesängste des Kindes, wenn es sich erlaubt, frei zu sein... sie  rufen das Kind, den sich ent-wickelnden Menschen immer wieder zurück in die Galeere, unter die Fuchtel eines restriktiven und oftmals  sadistischen Über-Ichs.
Erst wenn ein gutes erwachsenes Eltern-Paar-Introjekt stabilisiert ist (Anima-Animus)ist auch das Über-Ich von seinem Sadismus geheilt bzw. ist die Identifikation mit dem schwarzautoritären Aggressor aufgelöst.

Nach Herrn Callidas Auffassung gelten die  "psychospirituellen Störungen", die sich im Verlauf des Individuationsprozesses zeigen,  offenbar nicht für alle, sondern nur für die Normalsterblichen. Nach seiner Auffassung - besser gesagt, nach diesem Glaubenssatz gibt es Menschen, die mehr oder weniger bewusst auf die Welt kommen, oder gar als sog. Avatar überhaupt keine Schattenintegration/Individuationsprozesse mehr notwendig haben. (Wie Herr C. habe ich zwar davon gelesen, im Gegensatz zu ihm GlAUBE ich das aber nicht - ich schreibe nur über die Dinge, über die ich WAHRE Erkenntnis habe.) Dass er aber nicht dazu gehört, hat er allerdings in der Hitler-Diskussion "blendend"  bewiesen.


JETZT

Das Christentum hatte ganz recht, dass es die Reincarnation aus seinem Programm nahm. Es ist reine Zeitverschwendung, sich damit zu beschäftigen oder gar daran zu glauben.  Nur das Ego, der Tiefgläubige Materialist macht es sich in seiner Selbstzufriedenheit bequem,  "nimmt" sich die Zeit - haha -  und  lässt es sich damit nicht nehmen, eine  körperliche Wiedergeburt für wichtiger zu erachten als die geistige.  Jesus hat ganz klar von einer GEISTIGEN Wiedergeburt gesprochen und gezeugt. Es bedarf einer Heiligen Unzufriedenheit, nach dem Reich Gottes zu suchen. Die Zeit ist nah - JETZT ist die Zeit.

Das Nichts

oder auch "Der Vater" ist das Lieblingskind der patriarchalen Religiosität.  Wer z.B. auf Gedankenleere meditiert, übt eine patriarchalische Askese aus. Wer die Leere als Gedankenstille für das Non plus Ultra der Spiritualität hält ist ein altväterlicher Lustverweigerer, der Angst vor dem weiblichen Chaos hat.
 
Nicht der Kopf sollte sich seiner  Gedanken entledigen, sondern das Ego soll sich seiner Eigenschaften und Bedeutung entleeren - dann sind auch die Gedanken bedeutungsleer.
Meditieren, UM etwas zu erreichen ist kontraproduktiv, geradezu absurd. Zielvorgaben wie Gedankenleere, Stille erreichen zu wollen ist dasselbe wie nach Erleuchtung zu streben  - das ist nur ein weiterer Trick des Verstandes, die Kontrolle aufrechtzuerhalten.
Bevor das Denken transzendiert wird, muss man sich erst mal voll auf seine  GEdanken einlassen, sich erstmal bewusst identifizieren, indem man sich u.a. der in den Schatten verdrängten Gedankentabus bewusst wird. Desidentifikation geschieht nicht, wenn man sich nicht zuvor BEWUSST identifiziert hat. Versucht man nun, das Denken (und die Gefühle, die sich aus dem Denken entwickeln) ganz aufzugeben zB. mit vor-eiligen autohypnotischen SelbstBeteuerungen wie:  Ich bin nicht meine Gedanken, ich bin nicht meine Gefühle -  dann ist das Ergebnis keine Desidentifikation, sondern eine pathologische Dissoziation - eine "psychospirituelle Störung", die vom Kontrollwahn des Egos herrührt, seinen Bemühungen, statt loszulassen, die Kontrolle durch Verdrängung weiterhin aufrecht zu erhalten.
Affirmationen, Autohypnotische Selbstbeteuerungen sind im Grunde nichts anderes als Fluchten aus dem Hier und Jetzt.  Es soll anders sein, als es jetzt gerade ist - Ich will anders sein als ich Jetzt gerade bin.  Es ist wie das Pfeifen im Walde... Affirmationen sind ein gutes Tool, um Gedanken und Gefühle zu verdrängen, statt zu spüren. Ob diese Selbsthypnosen jemals zu der tiefen SELBSTerkenntnis dessen führen, was sie so hypnotisch eingeben, ist fraglich. Wahr ist: Wenn das persönliche Hier und Jetzt nicht gewürdigt und angenommen wird (wozu immer auch der Widerstand gegen die Annahme gehört!) geschieht kein geistiges Wachstum/Transformation in das unpersönliche Ewige JETZT!
Wahr ist auch, dass das Ego erst mal alles mißbraucht, was nur mißbrauchbar ist, dazu gehört auch das Gebet und die Meditation, der GEIST.
"Psychospirituelle Störungen" treten auch dann auf, wenn das Ego sich mit den geistigen Erkenntnissen und spirituellen Erfahrungen identifiziert. Wer immer auch seine spirituellen Erfahrungen verteidigt, wo er sie angegriffen fühlt, der ist identifiziert mit seinen ERfahrungen. Das inflationäre Spiri-Super-Ego zum Beispiel basiert auf der Super-Identifikation des Egominds mit Gott SELBSt.  Da kann  eine vormals  harmlose  psychische PersönlichkeitsStörung zum psychospirituellen Supergau ausarten.


Herzensschau

Der GeWAHRseinsfokus sitzt im Gegensatz zum Aufmerksamkeitsfokus des Egominds  in der Brust, der Herzgegend. WAHRHEIT leuchtet immer im und aus dem Herzen heraus.  Bewusstheit oder Gewahrsein ist das Auge des Herzens, welches mit dem Verstand vereinigt ist. Mit dem Herzen SCHAUTE ich damals auch, wie das Äussere Universum sich in mir umkehrte,  umstülpte und das Äussere zum Inneren (Universum) wurde.  Die Tesseractbewegung....Das war auf eine paradoxe unsinnliche Art sinnlich- körperlich spürbar.  Es geschah im Sommer/Herbst 2011, derweil ich mich zum ersten Mal mit OneIsEnough herumzankte,   er war der erste, dem ich davon erzählte...
OneIsEnough ist übrigens genauso wie ich vom Common Sense exekutiert worden... hehehe wie sinnig aber auch, Commons Sense ist der Nick eines Allmy- Moderators,  er ist die  Personfizierung des sog. Gesunden Menschenverstands, der alles  eliminiert - aus dem Forum bannt - was für ihn nicht "bewertbar" ist. Köstlich. An diesem BEispiel kann man beispielhaft sehen, wie sich der sog. Gesunde Menschenverstand  anmaßt, sich über spirituelle Dinge zu erheben und zu urteilen.  Wie abstrus und lachhaft er sich gebärdet, einerseits eine spirituelle Rubrik einzurichten und andererseits die spirituelle WAhrheit zu leugnen und zu bekämpfen und aus dem Forum zu bannen. Erlaubt ist in der spirituellen Sparte nur noch, was dem Common Sense genehm und verständlich ist. Und das soll nicht faschistoid sein? he?
Die Welt - und das Forum Allmystery repräsentiert allerschönst die Weltebene - maßt sich immer an, zu wissen, was real ist und  was nicht, was man glauben darf und was nicht - wer ein Ungläubiger  oder ein Spinner ist.  Die Gesellschaft, die exoterische  Kirche - sie alle haben ihre Mystiker als Ungläubige, als Ketzer verbannt und verbrannt.  Heute verbrennt  man die "Ketzer" nicht mehr, heute kreuzigt man Christus nicht mehr am Holzkreuz,  heute schliesst man sie bzw. IHN  aus, aus der Gesellschaft, Kirche oder aus einem Forum.
Insbesondere der christlich-gesunde Menschenverstand  ist so gesund, dass er schon wieder ungesund ist.   Wie alle Religioten hat er die christliche Botschaft Jesu exoterisch veräusserlicht und  in den falschen Hals gekriegt, dort ist sie steckengeblieben und schnürt ihm nun die Luft ab - das Herz konnte sie bislang noch nicht erreichen; mit Umkehr ist bei ihm wohl nicht mehr zu rechnen, wenn er weiter so ungesund herumcommonsenst wie bisher.
Das Gewöhnliche muss immer das letzte Wort haben. Hier die 11 391 Beiträge von Oneisenough und seine letzten WiderWorte - auch wenn man es nicht hören kann, kann man doch deutlich sehen, wie  Common Sense das letzte MachtWort spricht. Pfui, schäm dich  - vor  dem GEIST  hat der Common Sense die Waffen zu strecken!
http://www.allmystery.de/fcgi/?m=mposts&user=122860

Das Gute

Der mit dem Guten identifizierte Mensch ist nicht wirklich "selbstlos", wie er sich das gerne so vorstellt, er ist auch als guter Mensch immer noch mit Ego identifiziert.  Er ist altruistisch, aber nicht selbstlos im Sinne von egobefreit. Beim Guten Menschen weiss die rechte Hand immer, was die Linke tut. Er folgt hehren Idealen und ist sich des Guten bewusst, das er tut.  Er hat die Absicht, Gutes zu tun, ein Guter Mensch zu sein und die Welt mit seiner Güte ein wenig besser zu machen. Daran ist nichts verkehrt, solange er das nicht für "spirituell"  oder die ultimative Evolutionsstufe hält.
Der "Gemeine Gutmensch" nun ist die pervertierte neurotische Version des Guten Menschen. Der Gemeine Gutmensch hält nämlich das Böse für das Gute und das Gute für das Böse - er ist aggressoridentifiziert. Ganz gemein wird es, wenn zwei Gemeine Gutmenschen aus zwei verschiedenen ideologischen Lagern zusammentreffen .Daran ist eine ganze Menge verkehrt.

Desidentifikation vom Guten, vom Ideal-Ich bedeutet nun nicht, dass man keine "Guten" Taten mehr verrichtet, sondern einfach nur, dass man mit seinen Taten nicht mehr identifiziert ist, dass man seine SpontanHandlungen nicht bewertet. Was immer man auch tut, wird nicht mehr bewertet, wenn/weil da kein Ego ist, was gut oder schlecht, richtig-falsch, gut-böse  werten könnte. Das ist die Bedeutung von dem Ausspruch Jesu: "Wenn du aber Almosen gibst, dann lass die rechte Hand nicht wissen, was die linke tut".  Nichtwissen - das ist eine spirituelle Tugend und kein Laster, wie es so häufig mißverstanden wird . Wer  weiss, dass er Gutes tut, ist schon aus der Gnade gefallen.


Ken Wilber

Ken Wilber ist eine groooße Leuchte. Die hellste Leuchte- Ob Wilbers großes Licht tatsächlich so einen langen Schatten wirft, wie seine Kritiker das annehmen, kan ich bislang nicht beurteilen. 
K. Wilber war mir unter vielen anderen ein spannender und augenöffnender Unterwegsautor, seine integralen Bemühungen sind absolut genial, - ich glaube, man muss kein Mystiker sein, jeder einigermaßen offene kluge Kopf kann sie verstehn.  Ob Ken Wilbe erleuchtet ist? Ob er im Genuss des zustandslosen Zustands des Nichtwissens weilt? Hm... kommt drauf an, -  also wenn er noch Bücher liest, bin ich skeptisch;  für den endgültig Befreiten besteht nämlich absolut kein Bedarf mehr an Fremdwissen, derweil man sich des integralen Prozesses in und durch sich SELBST bewusst ist  und das Wissen aus der eigenen Quelle schöpft. Fremdwissen zu sammeln wäre hier grade so,  als ob man Abfälle in einen sauberen Fluss wirft.

Ohne Not Fremdwissen anzusammeln, wäre für mich ein Kriterium, welches mich generell an Meisterschaft zweifeln läßt. Ich vermute jetzt einfach mal zu Wilbers Gunsten, dass auch er  die vielen Bücher die er las, VOR seiner geistigen Wiedergeburt gelesen hat. So er denn eine hatte. Wenn er auch noch meditieren sollte, hatte er keine... LOL

Die Kriterien, die Mark Manson und andere Kritiker an Ken Wilber anlegen, um dessen Kompetenz in Frage zu stellen, kommen m. E. allesamt aus dem Common Sense und der ist keine Meßlatte für Dinge, die über ihn, den sog. Gesunden Menschenverstand gehen.  Nur Gleiches kann Gleiches erkennen. Eine niedere Bewusstseinsstufe kann die Stufen darüber nicht berurteilen.
Man wirft Ken Wilber u.a.  fehlendes ethisches Bewusstsein vor, weil er sich nicht distanzierend  und aburteilend über seine Kollegen Andrew Cohen und Marc Gafni geäussert hat. Warum sollte er?  Die Vorstellung, die der moralische, insbesondere der entartete= faschistoide moralitäre Common Sense von Ethik und ethischem Verhalten hat, ist jenseits von Ego komplett hinfällig. Wen kümmert's?! LOL ( Was nun nicht besagen soll, dass man mit Kindesmißbrauch oder "Jüngermißbrauch" einverstanden ist.)

Was mir an Ken Wilber nicht so zusagt, ist seine Neigung zu "Supernatural Abilities", die mir bei ihm allzusehr im Vordergrund zu stehen scheinen. Scheinen. Zumindest in seinen Texten, die mir im Netz mitunter vor die Linse kommen.
Ich will es nicht gerade einen Körperkult nennen, aber offenbar hat er nicht nur gewöhnliche Fitness betrieben, sondern auf Sixpacks traniniert, der muskulöse Körper steht m. E.  in  unnatürlichem Gegensatz zu seinem vergeistigten und vermutlich auch von Krankheit gezeichnetem ?) Gesicht. Auch das könnte darauf hindeuten, dass er  - zumindest zum Zeitpunkt dieser athletischen Bemühungen immer noch mit dem Körper identifiziert war. Vielleicht hat er zuviel an "Integration" tun WOLLEN?  Was liegt dem zugrunde - ein Vollkommenheitsideal, die Vorstellung von einem  "perfekten" Körper? Da muss man aber am Ball bleiben, ein solcher Körper bedarf einer ständigen Inspektion und "Für-Sorge", wenn da  nicht regelmäßig und äusserst zielbewusst trainiert wird, dann geht ganz schnell die Luft raus. Auch das spricht für Identifikation mit dem Körper (Ego). Jede zielbewusste Aktion, die auf ein Ergebnis zielt, ist Ego.

Dieses Foto  fand ich im Zusammenhang mit einem Artikel von Martin Erdmann, der wohl einen "Blind Spot", einen  Blinden Fleck bei Ken Wilber entdeckte.  Nun ja, das heisst nicht viel - die meisten Kritiker sind sich nicht bewusst, dass es ihr eigener Blinder Fleck ist, der sie Blinde Flecken bei anderen sehen läßt. Wie gesagt: Nur Gleiches erkennt Gleiches.  Ich weiss auch nicht, wer Martin Erdmann ist, ich höre das erste mal von ihm. Ich habe ihn angemailt, mal sehen, ob ich von ihm eine Antwort kriege, dann kann ich seine Kritik vielleicht in deutsch lesen.. Vorher erlaube ich mir kein Urteil.  http://www.integralworld.net/erdmann8.html


Aprospos Schatten:  ich habe in der letzten halben Stunde mal ein wenig in Wilbers Blog geschmökert. Es ist nicht das erste Mal, dass mir auffällt,  wie er einer Verletztheit Ausdruck verleiht oder von Kränkungen spricht, die ihm von verschiedener Seite zugefügt wurden,  und wie er dann allen verzeiht und vergibt, die ihn kritisieren und verunglimpfen. Auch das ist für mich ein Zeichen, dass jemand nicht komplett "über den Jordan ist".  Wo kein Ego mehr ist, muss nämlich  nichts verziehen werden, weil nichts mehr (psychisch) verletzen kann. Er beklagt sich auch über das Unverständnis und  lästert zuweilen über seine Kritiker, die er ja doch bewusstseinsmäßig weit unter ihm ansiedeln  müßte,  Reaktionen, die wie ich finde,  seine "OberHohheit"  in Frage stellen. Wäre er tatsächlich befreit, dann würde ihn das weder wundern, noch verletzen, dass ihn die "Eggheads" nicht verstehen. Er würde wissen, dass der "Eierkopf" als der Gemeine Verstand nicht anders kann, als sich einzubilden, zu verstehen, was ÜBER den Verstand geht.

All diese Reaktionen deuten m. E. daraufhin, dass er  - der sich ja doch offensichtlich noch stark durch  Kritik in Frage gestellt sieht oder sah - zum Zeitpunkt dieser Aussagen mit seinem spirituellen Status und vor allem seinem immensen Wissen identifiziert war.

Meditiert K. Wilber noch ? Ein auferstandener Meister als der "Integrale Weise", wie ich ich ihn definiere - würde nämlich nicht mehr "aktiv" meditieren oder "in die Stille gehen" müssen, mit dem Egotod ist er sich seiner Verbindung zum Ursprung "sicher",  sein SEIN ist zu PermagewahrSEIN =Meditation geworden.

(Auch der ist übrigens noch nicht endgültig befreit, der glaubt, dem lieben Jesus nachbeten  zu müssen: Gott vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.  Jesus sprach hier noch als Mensch, er war noch nicht zu seiner vollen gottmenschlichen Größe auferstanden, als er diese Bitte sprach. Bei den meisten seiner  Nachsprecher aber ist dies nur eitles selbstmitleidiges Wortgeklingel.)

Noch ein Kritiker, Jeff Meyerhoff. Der schreibt zu Anfang einen etwas merkwürdig klingenden Satz und es klingt wie ein Vorwurf:
"Auf wesentliche Weisen ist die Geschichte des Kosmos Wilbers Geschichte. Sein Leben und seine Aufgabe werden die Beschaffenheit und der Zweck des Kosmos." 
Ja sicher, so ist es, jede, aber auch jede  Philosophie spiegelt die  Lebensgeschichte und die Grundbefindlichkeit des Philosophen! Nichts falsch daran , es kann nicht anders sein...Deshalb gibt es auch optimistische und pessimistische, skeptische, hedonistische und anhedonistische Philosophien bzw. Philosophen.  Anders ausgedrückt: Es gibt  schizoide, depressive, zwangsneurotische und hysterische Philosophien.(oder: cholerisch sanguinisch melancholisch phlegmatische Philosophien) . Deswegen wird jeder Mensch seine zu ihm und seinem Temperament passende Philosophie finden oder erfinden.
Philosophien befreien dich allerdings nicht... Wie ein psychiatrischer Patient mal sagte: Wer Jesus hat, braucht keine Philosphie.


PS: Martin Erdmann hat mir die deutsche Übersetzung seines Integral-World-Artikels freundlicherweise zugeschickt. Nach den ersten 10 Zeilen Hirnsausen habe ich es vorerst aufgeben müssen. Ich glaube, ich schreibe meine "Kritiken" doch lieber selbst. LOLOL...


Samstag, 22. August 2015

Nicht zu wissen simply heisst, nicht zu glauben, was man weiss!


Rama da ma!

Meinen Blog ziehe ich gerade aus der Öffentlichkeit zurück, ich habe die zwei darauf hinweisenden Links entfernt. Ich denke mal, mein Blog ist nur noch auf den Google-Account hin verlinkt, den ich neulich gelöscht hatte; ich hatte versucht, das Picasa-Bildverarbeitungsprogramm zu löschen und löschte in diesem Zug den ganzen Google Account, den ich anschliessend  aber wieder revitalisieren musste, weil eben auch mein Blog im gleichen Zuge  mitgelöscht worden wäre - so weit ging mein Minimalisierungsbestreben nun auch wieder nicht.
Das Merkwürdige aber ist:  ich habe die Klickzählung bislang nie verfolgt, jetzt schau ich die letzten Tage mal genauer hin und staune. Da kommen durchschnittlich ca. 500 Klicks zusammen, dabei habe ich nur 15 Followers und die Links sind raus.  Gestern waren es an einem Tag sogar fast 1500 ... versteh ich nicht, ..hm,  mein Google-Profil war nicht einmal öffentlich, oder? keine Ahnung, ich habe mich mit dem Account bis vor kurzem überhaupt nicht abgegeben. Der ist mir viel zu kompliziert.

Auch wenn es mir widerstrebt, in Kategorien einzuteilen und mich in irgend einer Form zu begrenzen - auf Facebook möchte ich zur Zeit keinen pseudospirituellen Schabernak mehr sehen, so Sinnsprüche und dergleichen. Das hält mich unheimlich auf, weil es zuviel Aufmerksamkeit bindet und ich dann sofort anfangen muss, mir die Essenz aus der Blume herauszuholen.   Auf meiner Statuszeile postete mir mein "Spiritueller Lehrer" aus meiner spirituellen Kleinkinderzeit in  letzer Zeit  täglich Unmengen   an "humanistischen" Sinnsprüchen, die mich  bei ihrem Anblick stante pede die Doppelaxt  ziehen liessen - um mich wie immer in solchen Fällen durch das Tetralemma zu jagen.  Mein Mind kann  gar nicht anders, als zu "gründeln", um allem für mich Unstimmigen, was mir in den Fokus kommt und nach der Wahrheit fragt,  bis auf den Grund zu gehn.
Meine Kommentare fanden bei ihm wie früher schon keinen Anklang. Er hatte mich schon einmal blockiert, weil ich ihm wohl meine "autoritäre Rechthaberei" auf die Nerven ging. Dann meldete er sich nach 2 Jahren reumütig wieder, sein Ego sei es gewesen... usw. Nun versuchte mein alter  "Meister"  mich zu erziehen und. zu kontrollieren, indem er mir einzureden versuchte, dass  ich die Sprüche "viel zu ernst" nehme, zudem klinge ihm der Ton meiner Worte unangenehm  und autoritär belehrend in den Ohren. (Alphaweib? hehe)

Mein alter "Meister"  sah in mir einen philosophischen "Sparringpartner" .  Wie kämpferisch.  Ring Frei! Wie schon zuvor gedachte er, mit mir "Metaphysik" zu diskutieren, Objektivismus, LOL!  Das Absolute SUBJEKT aber, was ICH BIN, machte ihm ständig einen Strich durch die Rechnung und beharrte stur auf seinem HEILIGEN SUBJEKTIVISMUS.  Dass das relative Subjekt zuvor mit dem relativen Objekt Heilige Hochzeit gefeiert hat, bevor ES sich so unverschämt autokratisch radikalisiert  hat, hat der Meister nicht verstanden. Shit - da hat der Schüler wohl den Meister überholt. LOL. Das können die Männer ja gar nicht haben, wenn eine Frau selbstsicher auftritt, schon gar nicht, wenn sie mit dem Anspruch der Unpersönlichen WAHRHEIT auftritt. Hybris!
Seine Facebookseite war eine Familienseite, und der ganze Clan likte und lobte die schöngeistigen, jedoch meist dualistisch-spirituellen Sinnsprüche von Klugen und weniger Klugen unserer Menschheitsgeschichte.    Das letzte Like kam von einem solchen Familienmitglied und galt  m ei n e m  letzten Satz, dass es wohl besser sei, wenn ich von seiner Seite verschwinde, wenn meine Worte sein Wohlbefinden stören.

Diese Situation war wieder sehr lehrreich, hat sie mir doch u.a. gezeigt,  dass es nicht möglich ist, eine Familienseite UND spirituelle Themen - Persönliches UND Unpersönliche WAHRHEIT -  unter einen Hut zu bringen. Entweder macht man eine Familienseite bzw. normale FB-Seite auf oder man macht eine spirituelle Seite auf. Die Familienloyalität macht kurzen Prozess, wenn man den Sohn/Onkel/Vater (argumentativ) angegriffen sieht. Überhaupt scheint es fast unmöglich, persönlich Bekannten Verwandten, Freunden, LEuten, die man von früher her kannte, die  beFREMDliche unpersönliche Wahrheit zu "predigen". Entweder ignorieren sie, was du sagst oder schreibst oder werden stinksauer, weil du nicht mehr diejenige bist, die sie mal gekannt haben... oder halten dich für total übergeschnappt.

Jesus: „Denkt nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert". Jesus spricht hier nicht vom Frieden des Herzens, sondern vom Frieden in der Welt ...Das Schwert der WAHRHEIT scheidet die WAHRHEIT von der Unwahrheit, das UNPERSÖNLICHE vom Persönlichen. Und dabei geschieht es eben, wie es in der Bibel heisst, dass sich der Vater gegen den Sohn und die Tochter gegen die Mutter usw. erhebt, ja  erheben MUSS - kurz gesagt: dass sich persönliche Bindungen entzweien, wo BEWUSST auf UNBEWUSST trifft. Das ist der "Riss", den das Schwert der WAHRHEIT verursacht.


Ich brauche niemand. LehrenLernen ist SELBSTbezüglich, deshalb  benötige ich niemanden "da draussen". Da draussen ist niemand. Wenn man mir im scheinbaren Aussen Grenzen setzt,  wenn meine Kommentare die Befindlichkeit von Menschen stört, habe ich kein Problem, wegzugehen, - ich kämpfe nicht um Erlaubnisgebung, erkläre nicht oder nur wenig, je nach Fassungskraft des "Sparringpartners" und wenn seine  Kraft zu wenig fasst, dann drehe ich mich um und mache mich unsichtbar.  Deswegen habe ich im Zuge meines Ramadama nun auch  ganze 35 Leute aus meiner FB-Seite entfernt. Meinen täglichen Kacktus pflanze ich nur noch im Forum Spectrum Sein.de

Als ich meine FB-Freunde um die Hälfte reduzierte, habe ich wie immer keine Personen gesehen oder ausgelöscht, sondern Reize gelöscht. Mit derselben Emotionslosigkeit, wie ich anschliessend auch alle Youtube- und andere Abos, Gruppen, auch die Integral Life-Seite, die Ken Wilber-Seite, sämtliche 250 Likes gelöscht habe.  Mir ist einfach zuviel in den Fokus gekommen.

Ramadama ist übrigens bayrisch und heisst: Aufräumen tun wir.  Ob ich Fotos von mir lösche oder einen FB.Freund aus meiner Liste lösche, ist mir Jacke wie Hose - es ist nicht anders, als wenn ich meinen Schrank von alten geflickten Klamotten ausmiste, die ich nicht mehr anziehe. Wie ein kleines Kind mit seinen Bauklötzchen einen Turm baut und wieder zerstört, um etwas Neues aufzubauen. So ist das übrigens auch, wenn Welten zerstört werden -  wenn das Universum expandiert,  implodiert es am Ende und verschwindet in einem Schwarzen Loch, welches wieder neue Universen gebiert*... das Universum fragt dich nicht und beantwortet auch keine deiner dummen Theodizee-Fragen, wie z.B. Warum Gott  das nur zulassen kann. Alles geschieht ohne Warum. Ohne Ursache.
ICH BIN ein  ALLEINs-Unterhalter.

* "Reine unüberprüfte Spekulation! " mault der Schriftgelahrte.
Der Buddha aber sagt:  "Die Unpersönliche WAHRHEIT spekuliert nicht - sie SCHAUT, was der Gemeine Verstand des Schriftgelahrten nur DENKEN kann."  LOL!


Der Weise

steigt nicht zweimal in den selben Fluss. Nur der Verstand, der Egomind  bemerkt dauernd irgendwelche Eigenschaften an ihm, die ihm beweisen sollen, dass  auch der Weise in seiner Egolosigkeit immer noch ein ganz gewöhnlicher Mensch wie jeder andere ist, d.h., einer, der  wie alle anderen Menschen  den sog. Naturgesetzen unterworfen ist, d.h. er weiss ganz genau,  dass auch der Weise krank wird, dass die Wehwehchens niemals aufhören...dass ihm wie allen anderen Menschen auch Dinge auf den Kopf fallen können, wenn er nicht aufpasst,... dass er sich verbrennt, wenn er seine Finger an die heisse Herdplattte hält usw.
Dies wiederum weiß der Weise nicht, egal wie es einem Anderen  von aussen auch scheinen mag. Der Weise weiß, dass dies alles nur Denken ist, Konstruktion, Glaubenssatz.
Der Mensch, der vom Gemeinen (Callida-)Mind beherrscht ist, kann einfach nicht aufhören, zu definieren, was sich gegen alle Definition sperrt: Das befreite offene und weite Bewusstsein. Er hat sein Wissen über den Integralen Weisen nicht aus eigener ERfahrung, (sonst wüsste er nämlich, dass sich das vom Ego befreite Bewusstsein nicht definieren läßt - der Gemeine Mind schlussfolgert aus seinem Hören-Sagen-Wissen. Wenn  da ein Meister vielleicht einmal irgendwo zu irgendwem gesagt hat, dass er krank sei, schlussfolgert der Gemeine Egomind daraus, dass dies in Zukunft ebenfalls der Fall sein wird und dass dies verallgemeinerbar auf alle endgültig Befreiten zutrifft.Wie in der Vergangenheit, so wird es für ihn auch in alle Zukunft sein. Das wäre weiter nicht tragisch, wenn sich dieses Ego, welches ja mit dem Gemeinen Mind identisch ist, sich nicht als eine gewahrseinsträchtige, hochbelichtete  "Psychospirituelle Kapazität"  wähnen würde.  (Für den Wahnforscher: Wähnen kommt von Wahn). Seinem Gewahrsein wäre zu wünschen, dass er sich bewußt darüber werden sollte,

dass er sich mit diesen Überzeugungen nur neue alte Glaubenssätze schafft bzw. die alte dual-personale Weltsicht/Überzeugungen auf das Neue Bewusstsein stülpt!


Der Wahre Weise hingegen weiss von alledem nichts, und zwar deswegen weil er seine Gegenwartsbefindlichkeit  nicht mehr wie früher  in die Zukunft projeziert. DerWahre Weise steigt nicht zweimal in den selben Fluss - das heisst:  auch wenn der Weise ein zweites  oder drittes mal krank werden würde oder ihm 100 mal  ein Backstein auf den Kopf fallen sollte, dann wäre es für ihn jedes Mal  ein erstes Mal. Was kümmert ihn die Schwerkraft, was kümmert ihn die Zeit...!
Schlussfolgern tut nur der Verstand, derweil der ein geschlossenes System bevorzugt, der Freie Mind des Weisen aber ist ein offenes System - Unendliche Weite.

Alle diese BescheidWisser wissen genauestens darüber Bescheid, wie ein Weiser ist und zu sein hat, um ein Weiser zu sein, allein der Weise selbst weiss bzw. er glaubt nicht daran, was ein anderer über ihn DENKEN und zu wissen glaubt.  Er weiss, dass er "zunichte" ist, ...dass Gedanken/Definitionen keine Wirklichkeit haben. Er als absolutes SUBJEKT ist kein Jedermann und "Jemand" mehr, der sich definiert und definieren liesse.


HöHö höhnt Herr Callida da, erzähl' das deiner Großmama!

Welch Märchen,  dass ein Weiser nicht wissen soll, was einst geschah,
Dass er sich nicht erinnern kann ans erste, zweite, dritte Mal
Als just die Hand sich ihm verbrannte, als sie auf die  Herdplatt' langte?!
Das ist ein kümmerlicher Wicht, der sagt, er weiss von all dem nichts!

Da seufzt Herr Jesus schwer und spricht: Hör zu und unterbrich mich nicht:
Nichtwissen ist der Grund, die Basis für die Fülle an Erkenntnis,

Die aus der Ursprungsquelle quillt, die aus des Vaters Schoss entspringt.
Nichtwissen ist nur ein Begriff, der beschreiben soll, wie's ist,
Wenn man lebt im JETZT & HIER, doch nicht so wie es  dünket dir
Bedeutet dieses Nicht-zu-wissen, dass man tut Erinnerung missen!
Nicht-zu-Wissen schlichtweg heisst,
nicht zu GLAUBEN, was man WEISS!



Nicht zu wissen, bedeutet also, nicht nichtS zu wissen!
Alles, was der Weise tut, tut er immer JETZT! JETZT JETZT! Und wenn er etwas das 5000ste Mal tut!!! LOLOL - na, ist der Groschen JETZT endlich gefallen?  LOL.
Der wiedergeborene zeitlose Mind des Weisen kann nicht anders, als JETZT zu leben. Er kann sich wohl erinnern, aber er haftet nicht an seinen Erinnerungen, er ist nicht mit ihnen identifiziert!
Also noch klarer kann ich es nicht klären.


Herr Callidas Idee

Herr Callidas Idee vom  "natürlichen Menschen" jenseits von Ego ist eine Idee, die mehr auf der Trennung von Gott und Mensch beruht, denn die Ganzheit beschreibt.   Er pflegt die Idee, dass der Mensch jenseits von Ego ein ebensolcher "JEMAND" ist, wie der gemeine JEMAND diesseits von Ego. Ein Jemand, der zwar auch göttliche Attribute teilhaftig ist,  der aber als "natürlicher Mensch", der er ja auch sei, genauso wie diesseits immer  noch an die alten Gesetze der Dualität GLAUBT bzw. zu glauben hat, dass er daran gebunden ist wie jeder andere Mensch.

Herr Callida kann nicht anders denken, weil der Common Sense-Verstand nicht erfassen kann, dass der Neue Adam weder natürlich noch unnatürlich noch übernatürlich ist. Der von seinen konditionierten Fesseln befreite natürliche (Gott-) Mensch ist schlichtweg transzendiert, integriert und in die eigenschafts- und namenlose Einheit überführt. Anders gesagt: ins NICHTS. So etwas wie einen natürlichen Menschen gibts hier nicht mehr... er ist im SELBST oder in GOTT, der Einheit , der Ganzheit aufgegangen. Darüberhinaus gibt es weder Gott noch Mensch, sondern nur noch ICH.
Der Natürliche Mensch  (Wilbers Zentaur) ist die letzte Stufe auf der Leiter des spirituellen Wachstum. Darüberhinaus ist NICHTS bzw. nur noch der gänzlich "zunichte" gewordene Integrale Weise.

Die alten Meister hatten eine gute Antwort auf die Gedankenkonstruktionen des Gemeinen Verstandes, dieses verstaubten Relikts aus der (VOR-) Zeit - auf seine causaliziösen WENN- dann-SchlussfolgerungsExzesse...insbesondere auf  seine unaufhörlichen Bemühungen, aus NIEMAND doch immer wieder einen JEMAND zu machen, der "dies und jenes" ist und tut...zuletzt designte er gar einen JEMAND, der auch als NIEMAND mit den alten vergammelten Dogmen (Causalitätsprinzipien)  und anderen Glaubenssätzen identifiziert ist und bleibt -
Die Antwort ist: Wen kümmert's?
Wer ausser dem gemeinen (Callida-) Verstand  läuft  mit solcherlei Gedankenkonstruktionen am JETZT vorbei?!

Zum sog. Gesunden Menschenverstand s.a.:
http://blog.hehl-rhoen.de/der-gesunde-menschenverstand/  

Der Common Sense ist eine begrenzende Bastion, die von der Erkenntnis der  UnpersönlichenWAHRHEIT trennt.



Zu Ken Wilber

möchte ich nochmal sagen, dass ich ihn für den genialsten  Bewusstseinsforscher aller Zeiten halte. Er hat überaus gute  Landkarten des Bewusstseins aufgezeichnet.  Ich habe vor 30 Jahren einige Bücher von ihm gelesen, wobei ich allerdings nur das erste wirklich erinnere. Bis dato wusste ich überhaupt nichts von Integralem Bewusstsein. In seinem ersten Buch  "Spektrum des Bewusstseins"  (was er teilweise zurückgenommen hat) hat er u.a. die Grenzen aufgehoben zwischen den diversen psychologischen Schulen und aufgezeigt, wo und wann alle diese scheinbar gegensätzlichen und unvereinbaren Konzepte ihren Platz und Berechtigung haben. Das bewirkte bei mir einen ersten erregenden  Quantensprung - meine erste "Einheitserfahrung".
Einheitserfahrungen gibts jede Menge, nur die Letztgültige Erfahrung, woanders auch Advaita genannt,  ist der Gipfelpunkt - aber auch nur, wenn er dich komplett über den Styx gebracht hat, d.h., wenn du die Todeszonen durchquert hast und damit dauerhaft am Anderen Ufer angekommen bist.  Die allerletzte, die "letztgültige"  Gegensatz-Vereinigung ist die Erkenntnis von  Mensch-Gott-Einheit.  Eine Erkenntnis,  deren  Vorkommen  der gemeine Callida-Verstand frech und schamlos leugnet, weswegen er auch niemals in den Höchsten Genuß eben jener kommen wird.
Zur Info: Der gemeine diskursive Callida-Verstand  - auch Kleingeist genannt - schöpft sein Wissen aus "vermittelnder" zweiter Hand: Bücher u.a. Medien.   Im Gegensatz zum UNMITTELBAREN Modus des Geistigen Erkennens des  Ewigen ALL-EIN-igen FREIEN GEISTES, der die Weisheit direkt aus der Quelle schöpft.

Der Gemeine Verstand ist nicht fähig, die einzige WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT - die Einheit ohne ein Zweites zu erfassen.  Kleingeist klebt an den GEgensätzen und versucht immerzu den Realitätscharakter des "Zweiten" zu beweisen, aber nur, um damit recht eigentlich die Wahre WIRKLICHKEIT der gemeinen Unwirklichkeit zu überführen.  Anders gesagt: Er fehlinterpretiert den Sowohl-als auch-Charakter der WIRKLICHKEIT, indem er der Unwirklichkeit des vergänglichen dualistischen Daseins -  dem Common Sense, dem Konsensusbewusstsein -  eine gleichwertige Wirklichkeit verleiht. So glaubt er z.B. fest an wissenschaftliche Dogmen wie Naturgesetze und hält diese für WIRKLICH.
Der mit Wissen identifizierte  Callida-Verstand braucht seine Glaubenssätze, denn er hat große Angst, gänzlich ZUNICHTE zu werden, deshalb verteidigt er das "Zweite", indem er die Letztgültigen Dogmen des Konsensusbewusstseins verteidigt.

Mal Klartext: Die dual. Konsensusrealität  ist sowohl wirklich als auch unwirklich.  Je nachdem aus welcher Perspektive man die Konsensusrealität betrachtet: Aus dem Blickwinkel des konsensusverhafteten Verstandes ist seine sog. Realität Wirklichkeit und die nonduale, die WAHRE  WIRKLICHKEIT ist ihm unwirklich.
Aus der Erfahrung/Erkenntnis der EINHEIT - der transpersonalen Wahren WIRKLICHKEIT - ist die dual.personale Konsensusrealität unwirklich. Maya. DENKEN! Konstruktion!
Dennoch...
gehört beides zusammen. Wer sein Ego als Konstrukt erkannt hat, hat zugleich die Welt-Anschauung des Konsensusbewusstsein als Konstruktion/Konzept erkannt, die nur auf DENKEN, Gedanken basiert. Man glaubt allgemein, dass das Denken Wirklichkeit schaffe, weil die Idee, der Gedanke Dinge erschafft wie Tische, Häuser usw. ins materielle Leben ruft. Aber diese sind aus nondualer Sicht ebenso unwirklich, - alles, was auf DENKEN basiert ist als unwirklich erkannt. Alles, was materialisiert wird, beruht auf einem unwirklichen Gedanken! Das kannst du mit deinem Verstand niemals nachvollziehend denken, sondern nur als Freier Geist ERKENNEN.


Maulhelden & Wortgemächte

Verwandt mit dem Callida-Verstand ist der gemeine "Maus"-Verstand . Wie Callida tritt er nach außen hin  für die absolute (Dogmen-) Befreiung ein, aber nur wenns um die kollektiven Dogmen  der anderen geht. Mit donnerndem Pathos führt er den Diskussionsteilnehmern  deren  Glaubenssätze vor Augen,  andererseits hält er seine eigene  Person bzw.  deren Probleme mit diesem oder jenem für real und reagiert empfindlich, wenn man ihn mal aus der "Augenhöhe" wirft und mit gewöhnlichen  Dogmenjunkies und anderen BescheidWissern in einen Topf wirft....

Auf Empfehlungen, bei sich zu bleiben und an den eigenen Unvollkommenheiten und Balken zu arbeiten, statt den Splitter in den Augen des Nächsten zu monieren kriegt man von den Wissern immer nur die eine Antwort: Ich weiss ja... ich bin mir dessen bewusst....
Ja, manchmal ist sich der Wisser sogar  VOLlKOMMEN bewusst, derweil der Balken in seinem Auge immer größer wird .
Sagt einer: " Hey, Ich laufe jedenfalls nicht herum und spiele den Erleuchteten, ich bin mir bewusst, dass ich ein egozentrisches Arschloch bin" - dann  ist das ein eitler  Euphemismus, mit dem sich ein Ego aufpoliert und keineswegs die Demut, für die sie gehalten werden will. Nämlich genau das tut er unbewusst: er gibt den Checker, den Erleuchteten, den Dogma-Destroyer, statt  vor der eigenen Türe die Dogmen zusammenzukehren und auf dem Scheiterhaufen der göttlichen Liebe verbrennen lassen. Aber was sagt er mir schon wieder darauf, dieser Abergeist:
"Ich weiss," sagt er, "Ich bin mir dessen total bewusst."
BLAH! -  - wenn er sich dessen wirklich BEWUSST wäre, dann wäre sein Checker-Ego, dieser Chronische Bescheidwisser,  mausetot.  Checker sind nicht einfach nur Pöse Maulhelden, sie sind ganz kluge Burschen, immer auf der Höhe der Zeit. DAS ist das Problem! Die haben gar nicht so selten den vollen Durchblick...

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn man mich aufsucht, um (gemeinsam) unter Zuhilfenahme persönlicher Überzeugungen und zementierter Glaubenssätze ernsthaft und interessiert Scheingespräche über Scheinprobleme (im Sinne von Illusionshaftigkeit)  zu führen. Aber nein,  ich habe nichts dagegen, ich unterhalte mich immer sehr gut dabei, und bin hinterher immer überrascht,  wie ich noch so tun kann, als glaubte ich allen Ernstes an all das, - ich bin mir bewusst, dass es "von oben"  her gesehen nur Scheingespräche über Scheinprobleme sind, derweil es für den anderen die Ewige Wiederkehr des immer gleichen unlösbaren Problems ist. 


Es ist schon eine ungeheure Entlastung, grundsätzlich kein Interesse mehr daran zu haben, anderer Leute Probleme einer Lösung zuzuführen. Früher wollte ich immer ums Verrecken VERSTEHEN! Heute  bin nicht mal mehr fähig,  Probleme als Probleme anzusehen geschweige denn, dass ich ein Bedürfnis hätte, zu "verstehen". Entweder verstehe ich sofort oder ich verstehe nicht und wenn ich nicht verstehe -  wenn ich kein "Bild" kriege - fühle ich mich nicht gleich als Versager, weil ich nicht gleich den vollen Durchblick habe. Ich habe keinen Anspruch mehr an mich selbst. Früher  hätte ich nämlich für jedermann bei jeder Gelegenheit und für jedes Problem die zutiefst angerührte, ergriffene und empathisch-verstehende "Therapeutin" gegeben. Obwohl ich nicht "uninteressiert" bin,  ist es für mich heute viel fesselnder, nicht so sehr auf Worte, die ja eh  immer nur Vergangenes zum Thema haben -  sondern im Hier und Jetzt auf die  Körpersprache, das "Posing"  zu achten. Wenn ich Filme anschaue, ist es dasselbe: Ich achte kaum auf das Gesprochene, sondern mehr auf die Mimik, Gestik, Kleidung, die Ausstattung, das Setting... Ich war früher am Menschen immer sehr interessiert, zu interessiert; nicht, dass ich das heute als "schlecht" ansehen würde, aber damals war mein Interesse nicht sehr bekömmlich für mich, weil ich keinen Abstand hatte und es immer darauf hinauslief, dass ich mich mit den Problemen anderer Menschen sehr "unprofessionell"  belastete.

Nachtrag: Das Problem mit diesem speziellen Problem  ist, dass es  keinen Namen hat, deshalb ist es unlösbar. Das habe ich bis gerade eben noch nicht gewusst, LOL. Ein Problem läßt sich erst lösen, wenn man einen Namen dafür hat..( Ich rede hier "von unten", also der ganz normalen problembehafteten Alltagsebene.)
Aha aha aha -  DESHALB also kriege ich  kein "Bild" von diesem "Problem", was quasi ein doppeltes Scheinproblem ist, da es sich auch "von unten" her als Schemen, Schein präsentiert.
Das Problem hat bis zu diesem Punkt also nicht mal verdient, ein  "Problem" genannt zu werden.

Wir reden in unseren Gesprächen ständig nur um den Brei herum - DAS ist das Problem,  welches verhindert, dass das Hauptproblem einen Namen bekommt und damit einer Lösung zugeführt werden könnte. 
So, das ist das erste klare  "Bild", welches ich soeben bekommen habe. Ich bin wahrlich kein Schnell-Checker, LOL. Ich habe jetzt 2 Jahre gebraucht, um das Problem auch nur im Umriss zu zeichnen. (edit.23.8.)


Individuation

Nochmal:  Individuation ist der  HEilungsprozess der Persönlichkeit, parallel dazu findet  spirituelle Entwicklung, Bewusstseinsentwicklung statt. Wer sich auf den Individuationsprozess einläßt, kann nicht anders als am Ende "erleuchtet" herauskommen.
Im Prozess der Individuation geschieht die Heilung der Person, die SELBSTorganisierte Menschwerdung, die Entwicklung einer authentischen Persönlichkeit.   Der Individuationsprozess ist nur ein anderes Wort für den  Schattenintegrationsprozess, bei dem nach und nach das falsche Ich, die neurotischen Anteile der Persönlichkeit sterben und in gesunde Ich-Anteile transformiert werden... Wo ES war soll ICH werden. Das bedeutet u.a., dass im Individuationsprozess die personlichen "falschen" oder "negativen" Glaubenssätze  (introjezierte Botschaften)  die unsere Eigenschaften bzw. unser Selbstbild bestimmen,  zunächst in positive umgewandelt, besser gesagt, umgewertet werden.
Im selben Zug sich das Dritte Auge öffnet (die Anbindung an den Ursprung), im selben Maß erfährt oder erkennt man Einheit - denn Gegensatzvereinigung erfährt man als Einheitserkenntnis und die ist abhängig von der Bewusstheit (Gewahrsein), die sich durch Schattenintegration mehr und mehr stabilisiert.   Der Fokus, das Dritte Auge des Gewahrseins öffnet sich im selben Maße, als das Unbewusste bewusst gemacht wird.  Nur  Gewahrsein kann die Einheit der Gegensätze und Polaritäten erkennen.
Wer beispielsweise die Einheit von Ursache und Wirkung einmal erkannt hat, der wird das Causalitätsgesetz niemals mehr für WIRKLICHKEIT halten. Er weiss:  Himmel und Erde werden vergehen, aber die WAHRE WIRKLICHKEIT wird niemals vergehen.


Präsenz

Ich habe immer schon etwas gegen Pläne und Verplanungen gehabt. Besonders, was meine Person anging, Verabredungen zu tätigen, hat mich genervt, Zeitpläne einzuhalten war schon immer ein "Problem" für mich, ich fühlte mich verplant und empfindlich in meiner Zeitlosigkeit gestört. Beziehungen einzugehen, war deshalb schwierig für mich, weil ich immerzu gefragt wurde, was ich denn morgen und übermorgen, die nächste Woche/Monat/Jahr machen wolle, wohin gehen, wie und wo man etwas zusammen erleben und unternehmen könne.Bei solchen Fragen fühlte ich immer schon ein Brett vor dem Kopf. Die Frage: Was machen wir, brachte mich jedesmal in Not.  Es war mir so scheissendreckmirrregalll, dass man mir oft den Vorwurf machte, dass mit mir nichts los sei, keine eigenen Einfälle hätte, keine Initiative, einfach nur langweilig.  Ich überliess die Planungen den anderen, weil es mir einfach egal war, wo ich mich befand, Hauptsache, ich musste MIR nichts Planmäßiges einfallen lassen. Ich habe schon die Krise gekriegt, wenn mich ein Mann beim ersten Treffen gefragt hat, wann wir uns wiedersehen...das BRETT.

Mir gefiel es, eine Fremde zu sein. Wenn ich mich allzu bekannt und vertraut mit Menschen gemacht hatte, zu offen war, spürte ich sofort die Schublade, in die ich reingesteckt wurde, die Rolle, die mir fortan zugedacht wurde. Diese Art von "Vertrautheit" fand ich einengend, eine üble Nähe, die nichts wirklich Intimes an sich hatte.
Früher hat man mir wegen dieser Eigenarten eine negative Eigenschaft namens  "Bindungsunfähigkeit" an die Backe geknöpft, einen Schuh, den ich mir wie so oft willig anzog, einfach weil ich so erzogen war, dass die anderen immer Recht hatten und ich im Unrecht war.
Im Individuationsprozess wurde auch diese Unfähigkeit in eine Fähigkeit umgewertet, aus dem "Laster" eine Tugend -  aus der destruktiven Unfähigkeit eine konstruktive UnWILLIGgkeit. Ich hörte auf, mich von außen definieren zu lassen bzw. durch die Introjekte, die mein negatives Selbstbild bestimmten, sondern definierte mich selbst von innen - aus mir SELBST heraus.Ich lernte, mit EIGENEN Augen zu sehen.
Psychologisch ausgedrückt habe  ich das Böse-Mutter-Introjekt (Schatten) erfolgreich eliminiert und statt dessen ein gutes Introjekt gesetzt . Das göttliche Kind kann nämlich erst geboren werden, wenn zuvor im Individuationsprozess eine Gute-Eltern-"Objektrepräsentanz" introjeziert wurde.  Und diese wiederum ist von der Befreiung der männlichen und weiblichen Psycho-Anteile abhängig. Das habe ich nicht aus Büchern, sondern wie ich das beschreibe,  habe ich das erlebt und so erfährt es jeder Mensch. Deswegen kann ich das mit vollster SELBSTgewissheit verallgemeinern.

Heute habe ich keinen Wunsch mehr, eine Fremde zu sein.  HEute  erzähle ich zuweilen alles mögliche von mir und meinem Leben und ich erfahre dadurch weder Nähe noch Distanz. Jeder kann alles von mir wissen, ich schreibe einen Blog, den die ganze Welt lesen kann und es nimmt mir nichts, noch gibt es mir etwas hinzu.

Ich erinnere mich in dem Zusammenhang auch daran, dass ich keine aufgewärmten Gedanken mochte. Es war mir eine ständige Quelle der Frustration, dass ich meine Vorhaben nie so ausführen konnte, wie geplant. Wie oft nahm ich mir vor, dieses und jenes einem bestimmten Menschen bei Gelegenheit zu sagen und niemals kam es dazu, weil die Zeit eine andere war. Oder wenn es doch dazu kam und ich meinen KOPF durchsetzte und ich wiederholte, was ich mir vor längerer Zeit einmal geDACHT hatte, dann war es einfach nur Scheisse, die niemanden überzeugt hat - es war kein Pfeffer drin, kein Schmackes, eine elende flachwixige Wiederholung war es. Deswegen konnte ich in der Schule auch ganz schlecht (Gedichte) auswendig lernen. Alles Repetieren war mir ein Greuel. Damals hielt ich mich wegen dieser "Schwächen" für einen Versager. Heute sehe ich, dass es eine Stärke und eine Gnade war.

Magie vs. Mystik

Die Art der Weissagung und Wahrsagung, wie sie in der Magie begriffen und praktiziert wird, ist linear und zeitgebunden.  Entweder sieht man in die Vergangenheit oder in die Zukunft.  Die Wahre und Wirkliche WEissagung jedoch kommt aus dem JETZT, der Gegenwärtigkeit. Alles, was ich z.B. über die spirituelle Entwicklung, über den Prozess der Individuation sage, habe ich nicht aus zweiter Hand, sondern  ist selbst erfahren und von daher ist das wahr- und weissgesagt. Wahrheitende Weisheit  und weisheitende Wahrheit... Alles fließt.
Wenn die Trennung von Magie und Mystik aufgehoben ist, dann ... psssst...