Sonntag, 21. Dezember 2014

Fast täglich schickt mir zur Versöhnung der HERR 'ne Prise Coppa-Dröhnung!




Gott
Die letzte Illusion, die stirbt ist GOTT.  Gott erkennt man in letzter Instanz als eine Vater-(Mutter-)Projektion. Vor allem eine Vater-Projektion (seit Beginn des Patriarchats).  Wenn  das innere Kind befreit ist -  christlich gesprochen: wenn man Vater und Mutter verlassen hat, -  kann man das sehr leicht erkennen, weil die Introjekte, die verinnerlichten Botschaften der Eltern oder Bezugspersonen entmachtet sind. Sind die "SELBSTorganisierten" inneren Eltern - "Animus und Anima", das authentische Männliche und Weibliche geweckt bzw. hat man ihre Einheit erkannt, ist Gott völlig hinfällig geworden und man hört nicht auf, sich zu wundern, wieso der Glaube an IHN sich so lange halten konnte und noch kann im Bewußtsein des Einzelnen und der Gesellschaft/Historie!
In dieser Erkenntnis würde ich sagen, erfreut man sich eines konstruktiven Atheismus. LOL! Das darfst man auch, aber nur, wenn du eine leibhaftige Erkenntnis dessen hattest, d.h., wenn diese Erkenntnis der Einheit "geerdet" ist,  - ansonsten handelt es sich um banales "Glauben" als für wahr halten.
"Mein Ich ist Gott" schrie Al Halladsch begeistert in den Gassen, als er dies alles erkannte und die frommen Muselmanen steinigten ihn. Wie gestern, so heute. Wie außen so innen - d.h, so wie Al Halladj im Außen gesteinigt wird, so steinigt der innere Feind, das Ego das wahre SELBST.
"Ich bin Gott" hallt auch der Schrei Frau "Gott Elli Marichals"  durch die Untiefen des Internets und von wenigen Begeisterten abgesehen wird auch sie mitunter"gesteinigt". Warum nur? Wo liegt der Unterschied zwischen Al Halladj und EM?
Fortsetzung folgt....

Nochmal:

Niemand mehr kann mich psychisch verletzen.  Und obwohl das Männliche und Weibliche transzendiert ist, ist da immer noch diese Empfindung, dass der Mann, der mich  in meinem Frausein beleidigt, alle Frauen dieser Welt beleidigt. Weil: Ich bin alle Frauen!  Ich bin jeder Mensch. Vor allem aber verachtet und beleidigt so ein sadistisches Überich das Weibliche   u n d  Männliche in sich selbst. Solche Menschen sind mit dem Agressor identifiziert, mit dem staatlich anerkannten Sado-Masochismus des Patriarchats, des "Pösen Pädagogen."


Impulsivität und Spontaneität

Die beiden werden oft miteinander verwechselt. Der Unterschied liegt für mich darin, dass Impulsivität  auf  Unbewußtheit  beruht und Spontaneität  aus dem Ursprung/SELBSt und daher (SELBST-) b e w u s s t   ist.
Das wird vom Egomind oft verwechselt: viele Impulse, die auftauchen, basieren auf den psych. Abwehrmechanismen.  Beispielsweise viele "spontane" Beiträge in den Foren. Da gibt es viele, die lesen nur quer, unbewußt suchen sie nur das, was sie erregt und zu einer Antwort  r e i z t  ,  und der erste emotionale Trigger läßt sie reagieren. Dieses Reiz-Reaktionsmuster nennt der Unwissende* dann nicht selten eine "spontane" Reaktion.

*"Unwissende", -  ein ReizWort, welches jeden anderen Inhalt dieses Absatzes vergessen läßt und promptly das alte so beliebte ReizReaktionsmusterprogramm ablaufen läßt - aber wie gesagt: nur bei den Unwissenden des Paradigmas 1 (nach Dame Callida)  lOL! Ein anderes Rotes Tuch ist der Satz: Du bist noch nicht so weit! Oder: Das verstehst du nicht, das kannst du (als Egomind) nicht erfassen.  Für "Transformer" reicht allein schon das Wort "Ego", um sein Ego auf die Palme zu bringen... he he he. Der Burschi ist ein Überflieger, ein Möchtegern-TopDog und gehört damit zur Spezies Nikolaos Kamphafiz, nur 3 Nummern kleiner.

Wenn ich ernst genommen werden wollte, würde ich alle solche Reizworte vermeiden, aber ich liebe es nun mal, "zwielichtig" für dich zu erscheinen, Schatzi! Wie Hallihallo-Allmächtig schon vor Jahrtausenden sagte: Die Welt wird in jedem Augenblick für dich so sein, wie du  g l a u b s t  , dass sie ist. Und ich ergänze... wie du es für dich bzw. für die Aufrechterhaltung einer bestimmen persönlichen Weltsicht (Paradigma) deines Egos  b r a u c h s t ...

Ach ja, fast vergessen: Neu in Town ist auch die Dame Callida - ein weiteres äusserst zwielichtiges  WOW- und ZwitterWesen, quasi aus dem NICHTS im Allmystery aufgetaucht...



Bedingungslose Liebe

gibt es nicht, zumindest nicht so wie sich der Egomind  vorstellt. Der "Edle"  liebt keine "anderen", - weder liebt noch haßt er die Menschen -  für ihn gibt es keine Anderen, weil er die Trennung zwischen Ich und Du überwunden hat. Die bedingungslose Liebe ist kein warmes kuschliges Gefühl, welches einen anderen Menschen "einhüllt" und zur Brust nimmt  - sie zeigt sich einfach nur darin, dass sie bedingungslos annimmt, was im GEWAHR-Seins-Fokus auftaucht. Bedingungslose Liebe ist wie alle Seinstugenden rein SELBSTbezüglich und kann nicht anders sein, eben, weil es keine Trennung gibt. Was nicht heißt, dass der "Edle"  in seinem konkreten Hier und Jetzt keine anderen Menschen wahrnimmt. Es heißt einfach, dass er mit anderen Menschen  - mit Trennung - nicht mehr identifiziert ist.)

Als Mensch dürfen wir von anderen Menschen keine bedingungslose Liebe erwarten, wer dies erwartet, ist  gewissermaßen regrediert, der sucht noch nach der Mutterbrust, der ist (liebe-)bedürftig - mangelorientiert und zeigt damit seine spirituelle Unreife.  Nichts ist falsch an Bedürftigkeit, wenn sie nur auch angenommen würde, statt  wie so häufig abgewehrt, weil es die Grandiosität des Egos bedroht.
Ich brauche, ich brauche... Gib mir, gib mir, so der Hungergeist. Es geht aber darum, die Bedürfnisbefriedigung nicht mehr von außen her zu einzufordern, sondern alles nur von Innen her  - von Gott/SELBST - zu erwarten.  Sonst bleibt man ein Junkie, immer auf der Jagd nach Kuschel- und Streicheleinheiten. In den Foren kann ich sehr schnell erkennen, wer "beziehungssüchtig"  bzw. schonungsbedürftig und so sehr mit seiner Meinung identifiziert ist, dass er eine Infragestellung seiner Ansichten oder seines Glaubens kaum erträgt, ohne massiv an Selbstwert einzubüßen. 

Es sind dies oft gerade die Angreifer, die Angstbeißer und Unsicheren, die unter dem Dach einer persönlichen Beziehung Schutz und Schonung suchen -  die Beschwichtiger und Harmonizer und Symbiotiker, die Konflikten aus dem Wege gehen und Auseinandersetzungen nicht aushalten können, weil sie die Trennung fürchten...die Passiv-Aggressiven, die durch die Anwendung von "Verbizidien", durch Ironie, Sarkasmus, Albernheit/Herabsetzung/Abwertung all dessen, was ihnen heilig sein sollte, ihr wahres Gesicht zeigen trotz aller Bemühungen, durch spirituelles Schönsprech zu beweisen, wie weit sie fortgeschritten, schon angekommen oder gar wiedergeboren sind.

In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist auch der Irrglaube, der SELBSTverwirklichte Mensch diene der Welt bzw. der ganzen Menschheit. Irrtum! Wo  Welt+Ich  überwunden ist, ist auch sowas wie die Menschheit transzendiert/überwunden. Ganz im Gegenteil dient die Welt allein dem, der die Welt überwunden hat. Genauso wie das Ich allein dem SELBST/Gott dient. Genaugesagt gibt es hier weder einen Dienenden noch Etwas, dem er dienen könnte.
Wie gesagt, alles ist rein SELBSTbezüglich jenseits von Ego - auch der Bodhisatthva-Archetyp dient nur GOTT/ dir SELBST. Niemand anders gibt es nämlich im NICHTS des ALL-EINs-SEINs.


Kurz und bündig:  Bedingungslose Liebe ist bedingungslose SELBSTannahme. Nicht mehr und nicht weniger.  Brutal ausgedrückt: Wenn du dich selbst nicht liebst, liebt dich auch kein anderer, geschweige denn bedingungslos, Basta!


Flow

Im Flow zu sein versteht man häufig offenbar, mit dem "Fluss" der Ego-Gefühle zu schwimmen, z.B. "sich mal zu ägern und dann wieder nicht zu ärgern", wie ich grad vorhin in einem Beitrag auf FB lesen konnte.  Nach meiner Erfahrung verstehe ich unter Flow etwas ganz anderes. Ganz gleich, wie andere das definieren, in meiner Lesart/Erfahrung hat Ärger im Flow nichts zu suchen, nicht weil es ein negatives Gefühl wäre, sondern weil Flow auf der Abwesenheit von Ärger und Ego-Gefühlen/Gedanken negativer  u n d  positiver Art fußt. Im Flow zu sein, heißt, ohne Widerstände im JETZT zu sein. Flow geht den Lauf des Wassers, Flow goes Wu Wei- natürlich wie ICH  (und nicht du!)  Wu Wei definiere, LOL. Die Identifikationen mit positiv und negativ sind die großen Felsbrocken im Fluss...

Zunächst geht es darum, den Widerstand gegen Gefühle/Gedanken zu spüren und aufzulösen,  d.h. statt nur oberflächlich zu fühlen oder gar zu verdrängen, sollten die Gefühle total gefühlt werden, was bedeutet, sich mit den Gefühlen also zunächst einmal total zu identifizieren.  Nur so lösen sie sich auf und machen den Weg frei für den Flow. Binde und Löse. Solve et coagula. Meiner Erfahrung nach ist es nicht möglich, die Gefühle neutral zu beobachten, solange man mit ihnen identifiziert ist. Nicht die Gefühle selbst, sondern die Identifikation mit ihnen ist aufzulösen bzw. zu erkennen. Wenn man achtsam seine Gedanken beobachtet, kann man zugleich beobachten, wie Gefühle entstehen: immer aufgrund eines Gedankens, eines Bildes, einer Vorstellung. Fiktion also.. Vergangenheit... die Identifikation mit der Vergangenheit ist die Crux.

Mit dem Flow geht man also nur, wo "keiner da ist", klaro?



Nichts gegen Mutter Meera

und wie sie alle heißen, die Gurus und Gurulinen -  den Segen, den sie spenden, die Hand die sie dir auflegen, gibt dir aber nichts, was du nicht schon hättest: Du projezierst dein BESTES und erhältst es aus fremder Hand zurück.

Nochmal: Für den, der endgültige Befreiung erlangt hat, gibt es keine Welt bzw. keine anderen Menschen mehr zu retten, zu erlösen oder zu heilen. Wer sich selbst geheilt hat, hat die Welt geheilt. Das soll man nun nicht so verstehen, dass man überall nur "Heile Welt" und jeden Menschen mit überirdischer Schönheit übergossen sieht,  sondern in dem Sinne, dass Welt gleich Ich,  bzw. dass Ich und Welt synonym, eine Einheit ist. Und wo das Ich/Ego überwunden ist, ist die ganze Welt (in sich) überwunden.



Psychologisieren

Der pathologische Gutmensch krankt an der Täter-Opfer-Konfusion:  Er ist mit dem (inneren) Agressor identifiziert...

Hoppla - unterbricht  mich hier der AllmyUser Transformer, ein auf den ersten Blick intelligenter, scheinbar hochbelichteter, aber leider etwas zu profilierungssüchtiger Quertreiber: Bist du vielleicht  Psychologin, he?   Auf den zweiten BLick stellt sich heraus, dass er zu der Sorte betroffenheitsanfälliger Holzschwertkämpfer gehört,  den Kriegern, die immer schuß- und stechbereit,  das Gewehr im Anschlag, das Holzschwert gezückt, bereitstehen, um das zum Himmel schreiende Unrecht an vermeintlich Erniedrigten und Beleidigten zu rächen. Als phallisch zentrierter  "Schrumpfer und Bücker"  ist er zumindest verbal begabter als Coppakiller, wenn auch gleich wirkungslos. Gehört zur Brigade des Rifle-Creed: This is my rifle, this is my gun...



Psychologische Kenntnis sollte primär Menschenkenntnis sein und möglichst auf Lebens- bzw. Selbsterfahrung fußen! Wer glaubt, man müßte einen akademischen Titel haben, um Menschen richtig einzuschätzen,  ist eine autoritätshörige und mit der herrschenden Moral und gesellschaftlichen Wertungen identifizierte Schnarchnase!

Extra for you: Ich bin "Psychologe aus dem Ursprung". Das bedeutet, dass man jenseits von Ego eine natürliche Menschenkenntnis aus sich SELBST heraus erlangt, - diese (Er-) Kenntnis ist immer JETZT und gilt auch immer nur für diesen einen Moment, bevor sie wieder ins Nichtwissen sinkt -  statt wie ein Papagei nur das zu repetieren und zu "wissen", was man in der Welt den Studenten auf der Uni gewaltsam einspeichert.  Wenn du einmal so weit bist, Top Doggy, dann wirst du mich verstehen. Dass dir das noch in diesem Leben passieren wird, bezweifele ich bei deinem derzeit zutiefst verelendeten Bewusstseinszustand...

Ich erinnere mich: Früher hatte ich immer ein Buch dabei, welches ich in Pausen oder Warteschlaufen las.  Du bist immer am Lesen,  hörte ich dann oft. Wenn ich aber sagte, dass ich Buchhändlerin sei, waren sie's zufrieden: Ah deshalb, alles klar...
Ich lese aber doch  nicht, weil ich Buchhändlerin bin! - es ist genau umgekehrt: Ich bin Buchhändlerin geworden,  w e i l  ich Bücher liebe und gerne lese...weil es meine Neugier und meinen Wissensdrang befriedigt.

Anderes Beispiel: Es geschah auch früher sehr oft, dass ich gefragt wurde, ob ich Psychologin sei, weil ich einfach nur zuhörte und mitfühlende und/oder interessierte Fragen stellte, wenn jemand offensichtlich ein Problem hatte, weinte usw...  "Hey, bist du vielleicht Psychologin?".  Tonfall: Wer bist du, dass du dich so überhebst? 

 Aber so macht die Bösartigkeit aus dem "Verben", dem ganz natürlichen "Flow" einer menschlichen (weiblichen) Zuwendung ein hässliches fixierendes (männliches) Substantiv - und projeziert in die Reinheit einer unverstellten Begegnung eine dreckige Absicht, die der eigenen Profilierung dienen soll.

Im weiteren Sinne kommt die Gesellschaft offenbar immer mehr dahin, dass man sich für ganz einfache menschliche Regungen rechtfertigen muß, weil man keine Berechtigung hat, ohne (akademischen) Titel oder Berufsabschluss zu helfen oder zu raten oder einfach nur zuzuhören... sich einzumischen.  Es kommt wohl immer mehr dahin, dass alles von Staats wegen geordnet und vorgeschrieben wird: jede Hilfestellung, jeder Handgriff muss behördlich genehmigt werden. Bald darfst du deiner alten Mutter oder  Tante nicht mal mehr im Haushalt helfen, ohne dies staatlich genehmigen zu lassen und standardmäßig nach EU-Reglement  auszuführen.
Die sich selbstgerecht inszenierenden Fragesteller jedoch sind   agressoridentifiziert und  autoritätshörig. Wo immer ich hinter die virulente Rechtschaffenheitsfassade schaue, gibt sich der Kaiser als nackt zu erkennen. Und nur darum gehts mir: das Wahre vom Unwahren und das Richtige vom Falschen zu unterscheiden.  Da genügt manchmal nur ein Satz und schon ist der Kaiser bis auf die Unterhose ausgezogen. (Bei Transformer waren es drei...)
Die  "herodische" Täter-Opfer-Konfusion bewirkt im einzelnen Menschen, dass das freie Kind, welches den Kaiser als nackt entlarven könnte, weiterhin getötet wird. Und dies nicht nur in sich selbst, sondern auch in anderen Menschen - und damit das Leid, die  Blindheit und Unbewußtheit verstärken.

Herodes - der falsche König ist der Täter, der KinderVerfolger, der Killer, der das Opfer, das er einmal war, nicht in sich anerkennen und in den Arm nehmen kann. Das, was man ihm einst als Kind antat, gibt er weiter und verfolgt dieses Kind in anderen auf dieselbe Weise, wie das Kind in ihm verfolgt und kaputtgemacht wurde..
Der König Herodes im spirituellen Gewand ist keine Seltenheit, sondern eher die Regel, derweil man noch nicht WIRKlich weiss, was gut und böse, richtig und falsch ist. Die Regel ist auch, dass er von seinen Hofschranzen, den "Gutmenschen" gleicher pathologischer Coleur beklatscht  und verteidigt wird, die im Falle eines Angriffs auf das Imago des Kaisers emsig bemüht ist, dessen Nacktheit zu bedecken und dabei die eigene Blöße und Kleinheit/Ohnmacht zu verstecken suchen. Wie aussen so innen.
 

Vorsicht: Das freie göttliche Kind in uns, welches den Kaiser  - innen wie außen - als nackt entlarvt,  l a c h t !, wie es über alle Dämonien lacht. Der verkehrte bzw.  gut und böse verkehrende Gutmensch in uns aber sieht im nackten Kaiser das Opfer und nicht den Täter - der pathologische Gutmensch will den  scheinbar armen, nackten Kaiser ans Herz drücken, was nichts weiter heißt, als Nattern am eigenen Busen zu nähren.  Wie aussen so innen.

 PS: Um dem Profilierungsbedürfnis Transformers etwas entgegenzukommen, anbei sein Selbstbildnis. (Best selfie ever) Die Bildbearbeitung ist von mir, um die Doppelnatur darzustellen, wie er von Anderen wahrgenommen wird. Ach...

"Ich werde an mir selbst zu Grunde gehn.

Ich, das sind zwei, ein Möchte sein und Bin, –
und jenes wird zum Schlusse dies erwürgen.
Das Möchte sein ist wie ein rasend Roß,
an dessen Schweif das Bin gefesselt ward,
ist wie ein Rad, darauf das Bin geflochten,
ist wie ein Mönch, der sich den Leib zerdornt,
wie eine Furie, deren Finger sich
in ihres Opfers Haar verstricken, wie
ein Vampyr, der am Herzen sitz und saugt
und saugt ..." Chr. Morgenstern

Schattenintegration

Wenn Jesus im Thomasevangelium davon spricht, dass am Ende der Tage das Obere zum Unteren gemacht ist und die Nacht zum TAge und der TAg zur Nacht  wird, dann bedeutet das primär, dass es im ewigen JETZT, in der Zeitlosigkeit keinen Unterschied mehr zwischen dem Tagesbewußtsein und dem Unbewußten gibt.

Zu Udo Pescher

In seinen Schriften wird, soweit ich informiert bin,  nichts gesagt, was gegen die Wahrheit der Bibel spricht. Da gibt es nun immer wieder diese bibelbuchstabengläubigen rechtschaffenen Besserwisser, die glauben zu wissen, dass die Bibel und  Jesus Christus uns genug  an Wahrheit überliefert habe. Mehr brauche es nicht...
Ach Jungs, ihr sehts vor lauter Buchstaben die BILDER dahinter nicht.  Die gesamte Bibel ist nur ein BILD, eine Metapher für den Weg des Menschen aus der Gefangenschaft (AT) zu Gott bzw. zu sich Selbst (NT). Die Bibel muss man deuten wie man einen Traum deutet.
Und muß nicht jeder Mensch für sich die Bibel interpretieren und die Bilder dechiffrieren? Hätte es keine Menschen auf dieser Welt gegeben, die dies immer wieder für sich und ihre Mitmenschen getan haben, wer wüßte davon?

Auch Udo Pescher's Holofeeling tut m.E. im Grunde nichts anderes als exegetisch, tiefenpsychologisch (mystisch) und philosophisch die Schriften auszulegen -auf eine originäre, sehr interessante und zeitgemäße Art. Die Übermittlungen des "Vaters" lassen die Wahrheiten der Bibel bzw. des wahren Christentums in neuem Licht erscheinen - was viele Menschen wieder zurück zum christlichen Glauben finden läßt, bzw. für Viele das Christsein ebenfalls in völlig neues Licht taucht.
In vielem spricht es den Intellekt an, also genau das, was uns LeftbrainHirnis anspricht - gewissermaßen Krankheit als Chance!

Holofeeling holt uns quasi dort ab wo wir stehen,  und wer nicht gänzlich herzverrammelt ist, dem sickert  das übermittelte Wissen vom Kopf ins Herz - denn nur einem geöffneten Herzen tut sich die Wahrheit kund.  Der Wahrheit ist es egal, wer sie ausspricht... Kinder, Betrunkene und  Narren sprechen oft die Wahrheit. Vielleicht ist Udo Pescher solch ein Narr? Also Jacke wie Hose, woll?...
Ich habe nur diverse Auszüge von Holofeeling gelesen und im Wesentlichen nur Wahrheit gefunden, es ist mir unvorstellbar, dass der große mir noch unbekannte Rest des Werkes  Unwahrheit enthalten sollte. Im Übrigen enthält das Werk ein Wissen, welches mir (noch?) nicht zugänglich ist - aber ich will nicht mehr, als ich JETZT bekomme und nicht mehr, als ich JETZT aus mir SELBST heraus erkenne. Das  reicht mir - die Reise ist unendlich lang... und mehr als Nichts zu wissen, braucht es nicht.

Samstag, 13. Dezember 2014

Einsamkeit und Pranayama sind dein Trittbrett ins Nirvana






Das Leiden Christi

Warum nur sehen seine Anhänger(innen) in ihm einen Guru? Der Mensch ist viel zu gefühlvoll, poetisch, blumig, sinnlich. Er singt das Lied der menschlichen Liebe, das Lied des Körpers. Er braucht das Du, das Du einer Frau. Ohne dieses Du - ohne sein weibliches Pendant sei seine Welt leer.
"Guruji" singt das Lied der Trennung und das gehört sich nicht für einen Guru! Das kann und tut nun wirklich jeder!

Statt die Sehnsucht nach Überwindung dieser Trennung zu thematisieren, die Einheit, suchtet der Guru larmoyant und selbstmitleidig nach seiner besseren Hälfte und leidet Einsamkeitsqualen,  weil er von der Welt, insbesondere wohl den Frauen,  nicht so behandelt wird, wie er es verdient hätte.


Es ist ja nichts falsch an der Sinnlichkeit oder daran, die Schönheit der Frau(en) und der Welt zu besingen oder die Einsamkeit zu beklagen. Einsamkeits- oder VerlassenheitsKlagen sollte man gerade im spirituellen Kontext möglichst für sich alleine abmachen bzw. nicht öffentlich nach Strohhalmen greifen, der falsche Trost der allzugutmeinenden  "Herzensmenschen" läßt bestimmt nicht lange auf sich warten. Als Guru macht er wirklich keine gute Figur - als Guru  wüßte er um die Einsamkeit als Trittbrett ins Nirvana.
Um den letzten Schritt aus der Trennung in die Einheit zu tun, muss man sich aller Sinne entäußern und vor allem Mama und Papa verlassen!  Der Kerle liebt die Welt einfach zu sehr, als dass er sie transzendiert hätte. Da fehlt es doch sehr an der Heiligen Nüchternheit, die nur durch die endgültige Befreiung erlangt wird.


Guru X macht ganz den Eindruck eines Mannes, der "zuviel liebt"...  vielleicht gehört er ja zu jenen beziehungssüchtigen "Frauenverstehern", mit denen frau auf Dauer einfach nicht kann? Wer klammert und nicht loslassen kann, der  w i r d   verlassen.
Wem die Einsamkeit ein so schmerzhaftes Problem ist, hat in sich selbst noch keinen Halt gefunden, der hat seine Weiblichkeit/Männlichkeit - seine Anima/Animus -  noch nicht befreit. Buddha: Wenn der Mann nicht zur Frau und die Frau nicht zum Manne wird... Das alles deutet darauf hin, dass kein Individuationsprozess, keine Schattenintegration stattgefunden hat, geschweige denn eine endgültige Befreiung. Die Kluft zwischen spirituellem Anspruch und seelischer Wirklichkeit scheint mir hier viel zu groß, als dass die Anrede "Guruji" gerechtfertigt wäre. Nenn mich nicht (guter) Meister, rügte Jesus... bevor er gekreuzigt wurde. Und danach? Nach der Auferstehung?... LOL
Jesus Christ Superstar 


Unter vielen Spiris gibt es im Netz auch einige spirituelle Lehrer, die sich auf ihren Seiten auf eine mehr oder weniger narzisstische Art und Weise inszenieren: Einerseits liest man schöne wahre Worte, die auf eine endgültige Befreiung schließen lassen,  andererseits springen mir im selben Zuge auf der selben Seite sämtliche Identifizierungen ins Auge: da werden Dramen inszeniert,  Klagen über Lug und Trug der Welt, über die Einsamkeit; da wird Schmerz &  Leid und das Gute abgefeiert,  die Emotionen, die Zweierbeziehung, das Familienleben,  die Bindungen -  Das Ich!

Wer sich so als Opfer sieht, muss gut    aufpassen, dass er keinen  "Erlöserwahn"  kriegt -  auch eine Falle auf dem spirituellen WEg:   dass man sich in seinem Anderssein, seiner Weltentfremdung, seiner Gekränktheit und seinem Ungeliebtsein  vorschnell mit dem gekreuzigten Christus identifiziert.

Vorsicht, Vorsicht,! -  die Identifikation mit dem "Leiden Christi" gerät so manchem spirituellen Sucher zur psychotischen Dekompensation.


Übrigens scheint mir das Kreuz auch ein doppelsinniges Symbol: Viele Menschen glauben ja, den Kreuzweg Christi zu gehen, wenn sie einfach nur  krank werden, oder den Schmerz der Verlassenheit spüren, wenn die Kinder aus dem Haus gehen  oder andere schicksalhafte Unbill und Leiden über sie hereinbricht.  Die Worte "Jeder nehme sein Kreuz auf sich " kann man auf zweierlei Weise deuten: Einmal das Kreuz des ganz alltäglichen menschlichen Leidens und zum anderen das Kreuz der Individuation, der wahren Menschwerdung, der den Kreuzweg Christi nachvollzieht.

Diese Läuterung in den Schattenprozessen mutet ebenfalls an wie eine Kreuzigung  - woanders sagt man auch "Zerstückelung" dazu.

ABER - und hier gibt es oft üble Verwechslungen bei der tiefenpsychologischen Deutung: Am Kreuze wird in Wirklichkeit nicht das Ego - also Jesus als die (vergängliche) Person gekreuzigt, wie viele Spiritanten annehmen, sondern umgekehrt: Christus als unser WAHRES SELBST wird vom Ego gekreuzigt!  Wenn sich aber das neurotische "Arme Ich"/Ego  gekreuzigt fühlt, - wie dies so häufig der Fall ist -  dann nährt es damit letztlich nur den narzisstischen Größenwahn, das inflationäre spirituelle Ego. 


Das Kreuz ist ein Sinnbild für Zeit /horizontal und Ewigkeit/vertikal - es ist das Wahre Selbst, der "Sohn Gottes", der hier zwischen Zeit und Ewigkeit gespannt ist.Das Leiden Christi erfährt man an sich selbst als viel umfassender, als man das zunächst glauben mag  - nämlich als das Leiden  a l l e r   Wesen,  mit denen man sich hier zu identifizieren hat.

Auf der psychospirituellen Ebene  k a n n   es m. E. nur hilflose Helfer und kranke Heiler und unwissende Lehrer (im Gegensatz zum Nichtwissen) geben! Hätten all die Helfer, Heiler und Lehrer tatsächlich die letztgültige Befreiung erlangt, hätten sie allesamt  ihr Amt bzw. ihre Rollen und alle ihre besonderen Fräckchen und Käppchen und andere BesonderheitsAttitüden ab und -niedergelegt.


Die "Wiedereinführung des Ichs" auf dem Rückweg in die Welt bedeutet nämlich, ein ganz gewöhnlicher Mensch unter gewöhnlichen Menschen zu sein. Die Außergewöhnlichkeit daran ist: der Ex-Helfer hilft  ohne (die Absicht)  helfen zu wollen.  Der Ex-Heiler heilt  ohne (die Absicht) heilen zu wollen und der Ex-Lehrer lehrt, ohne (die Absicht) lehren zu wollen. Ohne Zielgerichtetheit, Plan, Absicht oder Einmischung ist alles getan.

Paradox: Trotz alledem brauchen wir sie alle,  die unvollkommenen, gespaltenen, ungeheilten und "wissenden" Lehrer. Was ist, ist. Und das spirituelle Wissen will vermittelt werden, denn irgendwann wird sich bei jedem Menschen das Wissen in Nichtwissen verwandeln und das Wissen des Kopfes mit der Weisheit des Herzens verschmelzen.

Ach,  noch eins: der Sucher, der auf dem Hinweg zu Gott/SELBST ist, der ist blind für den Menschen, der auf dem Rückweg in die Welt ist. Nicht selten wird der Rückkehrer sogar für den Satan selbst gehalten, lOL!

Der Rückkehrer scheint für andere Menschen so gewöhnlich, dass er quasi unsichtbar ist. Er ragt nicht mehr heraus aus der Menge, weil er "leer" ist.


  

Ganz gewöhnlich

Die Zen-Sentenz, dass am Ende des Weges der Berg wieder ein Berg und der Fluss wieder ein Fluss ist,  korrelliert mit der Zen-Sentenz: Vor der Erleuchtung Holzhacken und Wasser tragen, nach der Erleuchtung Holzhacken und Wasser tragen. Beide bezeichnen  nach meiner Erkenntnis die Gewöhnlichkeit - das "ganz alltägliche Bewußtsein". Das Außergewöhnliche am gewöhnlichen Alltagsbewußtsein ist, dass sich das Bewußtsein am Ende seiner selbst bewußt ist, d.h. BewußtHEIT (Gewahrsein)  erlangt hat.  Nichts ist anders - alles ist anders.
Mißverständlich ist die Formulierung "Vor bzw. nach der Erleuchtung", weil hier Erleuchtung nicht definiert ist. Nach einer einzelnen vorübergehenden Erleuchtungserfahrung geht es nämlich erst einmal richtig los mit den Aussergewöhnlichkeiten, den "Besonderheiten": Als erstes das Missionieren... es folgt eine mehr oder weniger lange Zeit des Identifiziertseins mit dem Aspekt der Einheit, der sich in der Erleuchtung gezeigt hat, bei der man mehr oder weniger fanatisch seine Umwelt mit seiner "Liebe und Erkenntnis" bedrängt.  Wenn der Mensch Glück hat, läßt er hoffentlich bald seine Erfahrung los und läßt sich mit diesem Loslassen hingebungsvoll auf die notwendige schmerzhafte Wandlung/Transformation ein. Erst wenn die WAndlung abgeschlossen ist, - nach der "Großen Erfahrung" oder Letztgültigen Erkenntnis , die die letztgültige Befreiung bringt, ist der Baum wieder ein Baum... Mit dieser letzten Großen Erleuchtung  ist die Innenkehrung, die "Umkehr" vollbracht und damit das Bewußtsein endgültig aus seinen Fesseln und Begrenzungen befreit  - der Phönix steigt jubelnd aus der Asche...
Und dann siehst du: Die Welt steht immer noch, sie ist immer noch, was sie vor dem Tod des Egos (vor der letztgültigen Erleuchtung) war, trotz der Erkenntnis ihrer Bedeutungslosigkeit, Scheinbarkeit und Leerheit ist sie dadurch nicht einfach verschwunden, wie der Verstand so grauslig befürchtet hat - der Baum ist wieder ein Baum und der Berg wieder ein Berg...

Ich kann es nicht oft genug sagen: Alles, was sich aufgelöst hat, ist der Klebstoff der Identifizierung mit der Welt  (=Ich) und ihren Inhalten, verschwunden ist der Greifreflex... das Begehren nach den Inhalten, der Vielfalt der Welt.  Die Identifizierung mit der Außenwelt.
Jenseits von Ego, jenseits von Polarität ist das Außen nun (dauerhaft) zum Inneren geworden und das Oben zum Unten... das Gewahrsein hat sich stabilisiert und ist damit marktplatzkompatibel geworden - das Ich wird  verwandelt "wieder eingeführt" und kann  seinen üblichen Beschäftigungen nachgehen, ohne jeglichen Widerstand gegen die Welt und  ihren Anforderungen...Ohne mit der Welt  identifiziert zu sein, gibt man dem Kaiser (der Welt), was des Kaisers ist. Und dabei fällt dir kein Zacken aus der spirituellen Krone...LOL. Jetzt erst  bist du   i n  der Welt, aber nicht  v o n  der Welt.
Yipppppiiiiiieeeeee!




Ein Koan

soll den Verstand so lange beschäftigen und verunsichern, bis er vor Not den Geist aufgibt. Eine vollkommene Transformation allerdings ist damit noch lange nicht gegeben.



Glauben

Den einzigsten Glauben, den man auf der personalen BW-Schiene aufbringen muss, ist der Glaube an die Heilungswunder Jesu, die bei jedem Menschen aus sich SELBST heraus geschehen, wenn er genug Hingabe aufbringt und einwilligt in den Prozess der  Heilung der Persönlichkeit/Individuation.  Nur hier hat das Glauben seinen Platz.
"Entglauben" ist der nächste Schritt, der aus der Geheiltheit hervorgeht; das Entglauben von allen begrenzenden Glaubenssätzen läuft auf der transpersonalen Schiene.



Kommunikation

Alles, was ich in Foren an Beiträgen und Kommentaren an (scheinbare) Personen richte, hat nur eine Bedeutung für mich selbst und zwar:  das Lernen aus der Antwort, die ich gebe. Deshalb interessiert mich auch die Antwort auf meine Beiträge wenig. Die Person ist nicht wichtig, nur die Aussagen sind es, die mich inspirieren, den Faden, den mir jemand vorgelegt hat, erkenntnismäßig weiterzuspinnen.
Das Problem ist, dass die meisten Leute meine Beiträge persönlich nehmen, weil oder wenn meine Kommentare deren Weltanschauung tangieren und sie sich kritisiert und belehrt fühlen. Auch wenn ich versuche,  in meinen Antworten auf BEiträge den Namen des Schreibers des Beitrags nicht anzuädden - es wird nicht verstanden und  in der Regel genauso persönlich genommen wie mit Ädden.
Ähnlich ist es mit dem Gebrauch von Smilies: viele lesen darin Häme und Auslachen.  Die will auch nicht mehr verwenden, sinnlos. Ich habe  kein Bock mehr auf Projektionen und auch eigentlich keine Lust mehr auf Kommunikation überhaupt. Ist  auch nicht notwendig, zum Spasshaben brauche ich kein Du mehr. Ich könnte meine Antworten auf die Beiträge anderer statt ins Forum auch in meinen Blog schreiben, wie ich es teilweise zu Anfang schon aus den selben Gründen tat... hat nur eine Bedeutung für mich. Das bedeutet u.a. auch: dass ich Andere weder  belehren noch verändern noch erleuchten will.  Damit würde ich viel Zeit sparen, vor allem die Gefechte mit phallozentrischen Weltenerschaffern, LOL!  Das substanzlose Gekabbel macht mir wohl streckenweise Spass, aber zum "Weiterspinnen"  ist nichts dabei... Zum "Spinnen" brauche ich weder  Bücher noch Foren, noch sonstige äußere Einwirkung.  Inspiriration kommt mir im gleichen Maße aus dem Inneren als auch aus dem Äußeren.




WAhrnehmung

Vorhin auf dem "Watzmann" schoß  plötzlich aus dem Dickicht ein Hund auf mich zu, ich erschrak und bekam ein mulmiges Gefühl in der Magengrube,  sofort schoß mir  auch die kindl. Vergangenheit mit ihren schlechten Hundeerfahrungen in den Sinn. Das war ganz klar ein Angstgefühl, wie ich es schon lange nicht mehr spürte, wenn mich ein Hund ansprang....
Ich habe in der letzten Zeit immer mehr den Eindruck, dass allzuvieles Reden und Schreiben auf der personalen bzw. dualistischen  Ebene mir die REINE Wahrnehmung trübt. Ich werde dabei offensichtlich wieder durchlässiger für die Materie, die Schwere.  Ein Angriff wie der von Nikolaos wird stärker im Solarplexus  gespürt als früher.  Der Humor ist zwar noch erhalten, d.h., das Kind  in mir bespaßt sich auf seiner REINEN UnterhaltungsEbene wie sonst auch über die destruktiven Herodeskräfte der  "Holzschwertkrieger" und die ohnmächtigen Versuche diverser anderer "Nackter Kaiser", die noch heute versuchen, die Kinder von Bethlehem zu töten -  gleichzeitig sieht ein anderer Aspekt  hinter den Herodeskriegern die nackte Angst, von der sie getrieben werden, den  Todestrieb in Action, live und vor Ort sozusagen.



Bedeutung

Ich wurde gefragt, warum ich mir das überhaupt antue, in Kybalions Thread zu schreiben, wo es nichts als Gegenwind gebe.
Zum ersten tue ich mich nichts damit an, zum zweiten deshalb, weil mein derzeitiges Thema Magie vs. Mystik ist. Zum dritten: Weil alles, was ich schreibe nur für mich ist, nur für mich eine Bedeutung hat. Lehrend-Lernen heißt nicht, die Absicht zu haben "da draußen" Menschen zu lehren oder zu verbessern, sondern ist rein subjektiv und selbstbezüglich gemeint.  Die anderen Personen  spielen nicht die geringste Rolle... , sie bzw. ihre Aussagen sind nur Trigger zur Inspiration. Ich lese die Beiträge ohne Ansehen der Person. Nichts, was jemand schreibt, ist "dumm"  (obwohl Dummheit auch jenseits von Ego noch als Phänomen zu beobachten ist, allerdings als Wertung nur auf der personalen Ebene und sogar auch dann noch, wenn die pers. Ebene als Illusion durchschaut wurde. hahaha -  Oh Mann... nix geht mehr... ich kann nur hoffen, dass den Lesern meines Blogs der Kopf so schwirrt, dass sie vor Not den Geist aufgeben...)
Jedenfalls ist es mir gleich, ob es sich um die Frisch- und Frechlinge des Kybalions oder um die die unheilige Gestalt des Santa Nikolaos handelt - es gibt keinen Misthaufen, - sorry für die Wertung, folks! -  in den ich nicht gerne die Nase reinstecke und aus dem ich mir nicht eine Perle fische.




Potential

XY schrieb: "Ich sehe gelegentlich immer mal für einen Augenblick, dass alles in meinem Geist nur "meins" ist und letztens hab ich dabei das erste Mal die unendlichen Möglichkeiten gesehen, die sich auftun, wenn ich "meins" loslasse und das hat sich sehr gut und frei angefühlt."

Möglichkeiten gibt es nur für den Verstand, jenseits des Verstandes gibt es m. E. nur WIRKLICHKEIT - JETZT.  Aber das ist wieder die Crux mit der Sprache, die nicht beschreiben kann, was jenseits von ihr liegt. Jenseits von Ego gibts für mich nur eine Möglichkeit: Erkenntnis aus dem Ursprung. Das kann man  sich so vorstellen:
Der Ursprung: Ein brodelnder Kessel voller Schaumbläschen, die alle an die Oberfläche dringen wollen. Ein Bläschen davon kannst du fassen bzw. realisieren, die anderen platzen und sinken wieder in den Orkus.

Das befreite Denken, der  chaotische meta- oder nonprogrammierte Mind kann immer nur eine einzelnen Erkenntnis (Möglichkeit) aus dem unendlichen (Lichter-) Meer der "Möglichkeiten" aufnehmen. Vieles drängt heran aus dem Ursprung und will geboren werden , aber nur eines kriegt die Chance, an das Licht des Bewußtseins zu erlangen. Das Wort Möglichkeit impliziert für mich irgendwie, dass man eine WAhl habe, dass man sich zwischen a und b entscheiden könne,  - kann man aber nicht. Was letztlich an Erkenntnis geboren wird, kann ich nicht entscheiden.

Das, was du "unendliche Möglichkeiten" nennst,  sind also geistige Erkenntnisse aus dem unendlichen Pool der Weisheit aus dem unendlich sprudelnden  Ursprungsquell, dem Chaos, welches alles Potential enthält.
Alles will sich dir in seiner Wahrheit offenbaren, aber Gott als unendlich ALLES in seiner Gesamtheit ist zuviel und kann sich deshalb einem menschlichen Wesen so nicht offenbaren. Das zeitlose Wissen erweitert sich mit dem wachsenden Gewahrsein/Bewußtheit.


Ich habe früher mal zuweilen Gedankenstop gemacht, vor allem bei Waldspaziergängen. Waldspaziergänge halfen mir immer, den Kopf frei zu kriegen, wenn ich mich mit einem Problem herumschlug, was mir einfach nicht aus dem Kopf gehen wollte. Meistens aber dauerte es so ungefähr eine Stunde, bis sich mein Kopf klärte. Das dauert mir viel zu lange und weil ich irgendwann auch noch was von meiner Umgebung mitkriegen wollte, kam ich auf die Idee, die Gedanken einfach abzureißen, statt mich in ihnen zu verlieren. Sauschwer war das am Anfang. Das machte ich ungefähr jeweils nur für 5 Minuten, länger klappte das wohl nicht, weil dieses identifikative Ergreifen der Gedanken einfach zu lustvoll war.  Bei dieser Übung merkt man sehr schnell, wie schwer es ist, auf sein geliebtes Kopfkino zu verzichten.  Die Anhaftung wird dir bewußt... Nun, mein jetziges neues Bewußtsein ist exakt so angelegt, dass es mir gar nicht mehr möglich ist, mich mit meinen Gedanken zu identifizieren. Es ist so, als hätte sich der Gedankenstop quasi automatisiert... ich bin nicht mehr imstande lineare Gedanken zu verfolgen, kaum fasse ich einen, reißt er schon wieder ab. Was aber  ununterbrochen zur Oberfläche des Bewußtseins steigt sind die Erkenntnisbläschen, die mir  WAHRHEIT zeigen wollen. Da muss ich mich entscheiden, für welches ich mich ganz öffenen will und was wieder zurücksinken lasse in den brodelnden Topf...

Die quantumschaumgeborene Venus...
So wie ich meine Gedanken stoppte, wenn das Kopfkino am schönsten war, so machte ich es auch mit anderen Dingen, z.b. wenn ich TV guckte - wenns am schönsten oder spannendsten war,  schaltete ich ab.




To like or not to like

Auf Facebook bittet man mich immer wieder mal, dies oder jenes zu "liken". Wenn ichs nicht vergesse, tue ich wie gebeten. Manchmal like ich eine Seite auch von mir aus ... Dabei ist mir immer bewußt, dass ich im Grunde "lüge", denn es gibt nichts, was mir gefällt, noch gibt es etwas, was mir nicht gefällt. Mir gefällt alles und nichts.

Als ich 2011 mein Facebookkonto schließen wollte, war dies mit ein Grund dafür: ich stand vor der Entscheidung, entweder alles zu liken oder es striktweg abzulehnen. Ebenfalls dünkte ich mich vor der Entscheidung: entweder nur Spiris oder nur "Normalos" als Freunde anzunehmen...entweder eine Spiriseite oder eine Normaloseite zu machen.

Als ich "übern Berg" oder "übern Jordan" war, d.h. nach meiner "Auferstehung", da ging ich nämlich plötzlich ab wie eine Rakete, mich bremste nichts mehr, mich so zu zeigen wie ich wirklich bin und die Wahrheit auszusprechen, wie ich sie erkannte. 
Plötzlich sprudelte ich vor Kreativität  - ich tanzte, d.h. meine Beine liefen in musikalischem Versrhytmus und auch meine Gedanken passten sich diesem Rhytmus an, so fing ich plötzlich an zu dichten...Ein FB-Friend, den ich sehr schätzte, fragte des öfteren, was mit mir denn plötzlich los sei... irgendwie konnte ich das nicht händeln: meine plötzliche Wesensveränderung stellte mich vor eine Menge Probleme, wie ich meinen Mitmenschen das erklären sollte... den früheren Mitschülern in der Liste, mit denen ich einen ganz normalen Kontakt hatte, und früheren Arbeitskollegen. Da war einfach diese große Distanz, diese totale Entfremdung zu den  "Normalos" . Die persönliche Nähe bzw. der distanzlos-vertrauliche Tonfall mancher Menschen schlug  mir voll in den Solarplexus. Ich war soooo weit weg...
So wollte sich auch meine Sprache nicht mal mehr der alltäglichen Prosa bedienen,  viel zu schwerfällig, richtiggehend widerlich war mir das. (Meine geschriebene BlogProsa war eher rhytmisch, was sie heute nicht mehr ist.)
In allem musste ich "wahr-sagen": Stellte mir jemand im  Forum eine Frage, so antwortete ich darauf so ehrlich und ausführlich wie ein Kind... Kurz: Ich verhielt mich sehr  "merkwürdig" im Gegensatz zu früher und mancher wandte sich von mir schnell wieder ab.

Dann gabs auf meiner FB-Seite die ersten spirituell gefärbten Gespräche mit einem FB-Freund, was mir auch nicht passend schien, weil mir die meisten Ausdrücke, die benutzt wurden, total fehlten. Ich hatte z.B.keine Ahnung, was Nondualität ist,mir fehlten fast alle Worte für das, was mir geschehen war. Ich hatte eh noch nie mit anderen Menschen über (meine) Spiritualität bzw. meine Erfahrungen gesprochen.  Zudem  nervten mich  die klügelnden verkopften Diskussionen, mein Hirn schien vollständig rechtsgepolt... Kurz:  Ich wußte nicht mehr, wie ich mit den Leuten reden sollte. Alles schien falsch. Ich dachte, es sei vielleicht besser, mein FB-Account ganz aufzulösen; nachdem aber ein paar Leute sich dagegen wehrten, blieb ich. Ich machte es dann so, dass ich ein Stayfriend- Account eröffnete, um mit meinen ehemaligen Mitschülern dort im Kontakt zu bleiben, andere verabschiedete ich und nahm sie wieder auf und hin und her...
Dass ich mich gezwungen fühlte, mich für  dies oder jenes  zu entscheiden,  ging mir ganz krass gegen den STrich, gerade weil ich alle Begrenzungen wie Klassifizierungen und Kategorisierungen transzendiert hatte und mir eine Kategorie so gut und passend wie die andere war. Beispielsweise die diversen Allmy-Forenrubriken: Ich hätte alle meine scheinbar aufs Spirituelle bezogenen Beiträge überall unterbringen können, ich sah überall  Zusammenhänge, Bezüge, Ganzheit, nichts war mehr voneinander getrennt.

Es war sehr schwierig für den nunmehr chaotischen Mind, sich wieder in die "Alte Ordnung" der Rubriken/Trennungen einzufügen, wie eine Zwangsjacke fühlte es sich an, eine Bremse. Aber auch daran gewöhnte ich mich leider wieder. Leider. Aber diese erneute Anpassung bei der "Wiedereinführung des Ichs" muss wohl so sein, ansonsten man wohl nicht mehr in der Lage wäre, sich wie ein ganz gewöhnlicher Mensch "normal" und unauffällig auf der Alltagskonsensus-Ebene zu bewegen.

Mittlerweile bin ich wieder so gewöhnlich, dass  mein BW-Zustand für mich nichts  Außergewöhnliches mehr ist. LOL. Die Zwangsjacke ist nicht mehr spürbar.




Besuch von MickyM. am 11.12.2014

4 Stunden lang haben wir bzw. ich ganz ernsthaft und völlig problemlos allgemeine und besondere  Glaubenssätze (Blödsinn "2.o") diskutiert - hätte ich ihn darauf aufmerksam gemacht, wäre die Unterhaltung zuende gewesen. LOL! Was sonst als Glaubenssätze gibt es denn überhaupt zu besprechen? Aber lustig war es, die Konzentration konnte ich glatte 4 Stunden halten, bis ich anfing, dummes Zeug (Blödsinn "1.0") . zu labern... Von dem  Rückenfit-Trainer im Nautilust lasse ich mich freiwillig nicht mal eine Stunde hypnotisieren... Die Unterhaltungen mit MM verlaufen meinem neuen mentalen Naturell entsprechend: wild und chaotisch. Leider aber auch zu temporeich - der  Nachteil dabei ist, dass von meiner Seite zu schnell zuviel abgenickt wurde, was einer näheren Betrachtung oder eines Einwandes wert gewesen wäre.
So what - mit frischen neuen Glaubenssätzen über alte Glaubenssätze herzuziehen, ist ein besonders lustiges zeitstrukturierendes Entertainment, LOL!




Der Magus fragt den Mystiker:

"Kannst du Wasser laden... kannst du dies, kannst du das...? - komm, widerlege mich, beweise!"
Der Magus legt Wert aufs Können und Machen, d.h. der Beherrschung der Materie, der Großen Mutter. Der Mystiker - bzw. der, das Bewußtsein in der Einheit jenseits von Magie und Mystik  -  hat die Materie überwunden, indem es die Identifikation mit der Materie (Ego/Körper) losgelassen hat.

Gestern wie heute spricht der Magus zu Jesus: Wenn du der Sohn Gottes bist, dann stürze dich von den Zinnen dieses Tempels. Beweise!

Der Magus will die Macht.

Der Mystiker resp. Jesus als unser wahres Selbst  i s t  die KRAFT.


Alles, was dir begegnet, dient dir - dient Gott. Solange dir dies nicht BEWUSST ist, wirst du versuchen, Big Mama an der Nase herumzuführen.
Ich schalte nun um zu unseren großen magischen Denkern des Kybalion-7WichtelThreads:

https://www.allmystery.de/themen/uh102631-1747

Der sich im unfreiwilligen Exil befindliche Magus schrieb mir,  er habe dorten eine  "Reaktion"ausgelöst.  Die muss ich jetzt unbedingt mal observieren.
Nicht zu vergessen den augenscheinlich vom Lolo- resp. Jesuswahn befallenen Hohnloller "Transformer", dem der Scharfblick einer Freifrau von Vogelgesang unbedingt auf die machomagischen Schmuddelgriffel schauen sollte, hat er doch mit seinen hypnotischen Kräften bewirkt, dass frau bei seinem Namen sofort das Wort "Schwanz" einfällt. LOL!

Samstag, 6. Dezember 2014

Ein Prosit der Gewöhnlichkeit - ob DauerFlow, ob PermaHigh ist schnurzegal mir, EINerlei...


Geiler Film?

Also, nein,  in meinem Fokus laufen keine "geilen Filme" ab, zumindest nicht "da draussen".  Was ich schaue, ist weder geil noch ziehts mich runter.
Die "geilen Filme", die  du siehst und ständig bejubelst, sind Projektionen und zum großen Teil selbst inszenierte (Psycho-)Spielchen,  und die Reaktionen, die diese Spielchen bei anderen auslösen bzw.  deine Interpretation des "Films" findest du "geil"! 

Wo etwas geil ist, ist aber kein "no-mind" sondern der Trickster am Werk, der mit seinen Projektionen (Film) aufs innigste vereint bzw. identifiziert ist... Da ist man noch weit entfernt von der Erkenntnis, zugleich Regisseur, Projektor  u n d  die Leinwand zu sein...
Da draußen ist nichts, da ist weder ein geiler Film noch eine "schwarze" Leere. Wo Eigenschaft in die Dinge hineininterpretiert  wird, ist kein Gewahrsein, sondern Ego.
Der Egomind ist tricky, er simuliert sogar den Beobachter (Gewahrsein)  - aber die Neutralität des Beobachters attribuiert nicht, sie interpretiert keine Geilheit oder andere Eigenschaften in die scheinbare Außenwelt. Es ist ein unendlicher Abstand zwischen dem "Film", den der (neurotische) Egomind projeziert und der neutralen nonprojektiven  Beobachtung aus dem "no-mind".
Gewahrsein  - wird vom Egomind  mit der schlichten Aufmerksamkeit des Egos verwechselt.
Also wenn ich was "geil" finde, dann ist es die mich nie verlassende Heiterkeit und Freude, die unabhängig ist von äußeren Anlässen... eine obergöttlichgeile QUALITÄT erster GÜTE.



Wahrnehmen vs. WAHRnehmen

Da gibt es auf der personal-dualen BW-Schiene einerseits die neurotisch verzerrte Wahrnehmung und die gesunde, von Neurotizismen unverzerrte Wahrnehmung . Die gesunde Wahrnehmung ist eher selten, da wir alle mehr oder weniger krank sind, solange wir mit dem Ego identifiziert sind. Je rigider  die psychologischen Abwehrstrukturen, um so verzerrter die Wahrnehmung. Im Heilungsprozess der Individuation werden die Abwehrmechanismen abgebaut und die Neurose geheilt.


Die Wahrheit

kann nicht für alle Zeiten (!)  "stehen", man kann nur fest und unerschütterlich "IN der Wahrheit stehen" (Gewahrsein). Haarspalterei? Auch wenn ich vieles tatsächlich "nicht mehr so genau nehme" so treibt ES mich doch zu immer größerer Klarheit auch in der Beschreibung..
Die Wahrheit ist eine schillernde Figur und läßt sich letzten Endes nicht beschreiben, weil sie jenseits aller Beschreibung liegt.


Gedankenstille

gibt es meiner Erfahrung nach überhaupt nicht. Die Gedanken kommen und gehen wie sonst auch, nur dadurch, dass man nicht mehr mit ihnen verhaftet und identifiziert ist,  s c h e i n e n   sie zu schweigen. Stille - ein Synonym für Leere oder das Nichts, welches  absolutes leeres Nichts suggeriert, was es aber nicht ist. Die Stille jenseits von Ego ist äusserst beredsam.

Erlösung, Befreiung, Erfüllung
Ich definiere mal frischfromm von der Leber weg:
Erlösung heißt, von "Sünden" (Schatten) befreit zu sein.
Befreiung erlangt man, wenn man sich von allen Konditionierungen und Prägungen befreit hat.
ERfüllung ist Erleuchtung. Stabiles, marktplatzkompatibles  Gewahrsein.
Wobei dies  alles im Grunde nicht nacheinander, sondern gleichzeitig, nebeneinander abläuft.


Scheinbarkeit

Eigentlich müßte  ich vor fast jedes Wörtchen das Wort "scheinbar" setzen, wenns mir nicht zu blöd wäre auf die Dauer. Es reicht vollends aus, dass ich mir der Scheinbarkeit all dessen, was ich hier schreibe und beschreibe, BEWUSST bin.
Vor nicht allzulanger Zeit dachte ich noch, dass allein das konkrete Hier und Jetzt eine Wirklichkeit habe.... bis ich drauf kam, dass die konkrete Wirklichkeit meines Hinterns auf dem Stuhl ebenfalls nur ein Gedanke ist - eine Scheinbarkeit also. Denn sobald ich die Aufmerksamkeit vom Hintern  und seinem Gefühl des Sitzens abziehe und beispielsweise auf den Monitor schaue, bin ich nicht mehr mein Körper, d.h., dass er in den Orkus des Nichtwissens sinkt, dass er mir nicht länger bewußt ist.
Wirklichkeit haben nur die Dinge in dem MOMENT, in dem ich einem Ding meine Aufmerksamkeit schenke. Ganz normale Aufmerksamkeit meine ich, hat nichts mit Gewahrsein zu tun. 
 Das nämlich sind die "Welten", von denen es heißt, dass sie in jedem MOMENT geboren werden und untergehen. Andere gibt es m. E. nicht. So hat man es meiner Erkenntnis  nach  u.a. zu verstehen, wenn davon gesprochen wird, dass du dir selbst in jedem Augenblick die Welt erschaffst.
Nur:  Solange man nicht endgültig befreit ist von der Fessel des Alltagskonsensus, schafft man sich immerzu die gleiche alte Welt, den selben alten Käse.


Das Leiden

Ich schrieb einmal, dass ich von jedem "Ismus" desidentifiziert sei, u.a. eben auch vom Vegetarismus bzw. dem Veganismus und dass ich jetzt, nach meiner endgültigen Befreiung auch  (wieder) Fleisch essen kann, dass ich ALLES essen - und überhaupt ALLES machen kann und darf, dass ich mich in keinster Weise mehr (asketisch) einschränken muss. Alles ist erlaubt. Liebe und tue, was du willst...
Das kann jeder Mensch bestätigen, der die Letztgültige BEfreiung erlangt hat.
Das Problem ist aber einmal mehr: dass der (spirituelle) Egomind, der dies vernimmt, dies als Alibi versteht, weiterhin zu machen und zu wollen, was der egoistische Eigenwille will: Na ja, wenn das so ist, - warum mich bzw. meine Gewohnheiten überhaupt ändern, dann brauche ich auch nichts zu tun, um die Tiere, die Natur, die Umwelt  usw. zu schützen... usw.
Der Egomind setzt also wieder einmal ins "vornherein", was  nur die letztgültige Befreiung mit sich bringen kann.
Die Sache ist die: Es ist auf dem spirituellen Weg absolut notwendig, sich mit allen Lebewesen zu identifizieren. Wer also z.B. Mitleid mit den gequälten Tieren hat und deshalb Veganer wird, tut recht daran. Vor noch nicht allzulanger Zeit glaubte ich noch, dass die Identifikation mit einem "Ismus" in jedem Falle abgelegt werden müsse. Mein Irrtum: Ich setzte die Identifikation mit einer Ideologie, was der Veganismus ja auch ist - nur gleich mit der Identifikation mit Ego und übersah dabei, dass die Identifikation mit den Tieren ein absolut notwendiges Stadium im Individuationsprozess ist... genauso wie die Identifikation mit dem Leiden aller Frauen  (des weiteren mit dem Leiden der Männer bzw. der Menschen allgemein) eine Vorbedindung dafür ist, dass die Identifikation mit Ego letztlich gänzlich aufgehoben wird und das geheilte und starke Ich letztgültig transzendiert werden kann. Das ist wie alles jenseits von Ego paradox und unverständlich für den Verstehen suchenden Verstand.

Erst durch die endgültige Befreiung bin ich auch von allen Leiden befreit und im selben Zuge bin ich auch nicht mehr identifiziert mit dem Leiden der Wesen/Welt,  - was aber nicht heißt, dass kein Mitgefühl da ist, wo ich dem Leiden  KONKRET begegne.
Was mich persönlich angeht, gibt es Zeiten, wo ich gerne mal Fleich esse und Zeiten, in denen ich das wohl nicht brauche. Momentan bin ich ganz vernarrt in Kichererben und allerlei Nusszeugs und Samen, aus dem ich mir meinen Brotaufstrich selber herstelle. Und Chutneys.... hm, lecker.  Die asiatische Küche liegt mir sehr und ich mache süße Linsen- und andere Gemüsegerichte mit z.B. gebratenen Sesamnudeln. Ich kreiiere alles selbst, selten, dass ich mal in Kochbüchern oder im Netz nach Rezepten schaue. Was mir gut gelingt, schreibe ich nicht mehr auf, wie ich das früher tat - nichts wird mehr festgehalten. So wird alles, was ich mir koche ein Unikat. Und Unikate wiederholen sich nicht... Ähnlich war es mit der Fotobearbeitung. Anfangs habe ich mir noch bei  besonders gut gelungenen Fotos die Einstellungen notiert, aber auch das habe ich ganz schnell wieder gelassen - ich überlasse alles dem Zufall und so ist auch jedes Bild ein Unikat, unwiederholbar Raffinierte Fotobearbeitungsprogramme, bei denen alles schon vorgekaut ist, sind langweilig...



Besonderheit

Immer, wenn ich davon spreche, wie es heute ist im Gegensatz zu früher, vor meiner "Auferstehung", beschleicht mich ein komisch-"lachhaftes"  Gefühl der "eitlen Besonderheit" (lol)   an - angesichts dessen, dass das Wesen, welches da auferstanden ist, ja nicht neu ist, sondern immer schon da war, wenn auch unbewußt.
Im Grunde müßte ich bei all meinen Aussagen hinzu- oder voraussetzen: Im Gegensatz zu früher/vorher  bin ich mir  heute bewußt, dass... wobei ich mir aber auch bewußt bin,, dass es kein Früher oder Vorher gegeben hat...shit - schwanzbeiß.




Wahrheit

Man kann die Wahrheit nichts ins Feuer werfen, sie ist das Feuer. Sprach F. Dürrenmatt.
Neulich schrieb ich: Das Erkennen hört niemals auf - im Nachhinein stellte sich mir aber  doch einmal die Frage:  war das nun WAHRnehmung oder Vorstellung, Schlussfolgerung des Verstandes?  Wenn Karl Renz von seinen Zipperleins sagte, dass die "Scheiße niemals aufhört", war das eine Vorstellung des Egominds und keine WAHRnehmung im GeWAHRsein. Es ist das Wörtchen "niemals", an dem ich Anstoß nehme. "Korrekt" formuliert hieße es: Erkennen ist unendlich bzw. ewig,  weil Gott ewig ist. (So erkennt das Erkennen sich selbst, LOL!) Aber es ist halt schon schwer, sich daran zu gewöhnen, dass die Ewigkeit nicht zeitabhängig ist. Oder vielleicht doch? Ha ha ha.... aber darüber habe ich noch keine Nachricht von Sam.
Auch wenns wie Haarspalterei klingt und ich erkannt habe, dass man überhaupt die ganze Sprache auf den Misthaufen der Geschichte werfen kann - die Art des Sprachsgebrauchs gibt schon auch Anhaltspunkte, wo jemand spirituell steht - zumindest solange, bis er  (oder ich) sich gänzlich  ins Nichts auflöst...lach...


Gewöhnlichkeit

Für den Großteil der Lehrer, die man in der spirit. Szene im Netz antrifft, ist der Berg noch immer kein Berg und der Baum kein Baum.  Die meisten befinden sich noch in "außergewöhnlichen" Bewußtseinszuständen und sind noch weit von der Gewöhnlichkeit entfernt, die jenseits von Spiritualität erlangt wird.



Herzensgebet

Das Herzensgebet habe ich so lange praktiziert, bis es sich automatisiert hatte und nicht mehr meiner aktiven Aufmerksamkeit bedurfte. Besonders bei Re-Traumatisierungen war es sehr heilsam und hilfreich, dieses Gebet in die Brust zu atmen.



Gewöhnlich

Zur außergewöhnlichen Gewöhnlichkeit jenseits von Ego ist noch zu sagen, dass auch der Dauerflow und das High ganz "gewöhnlich" werden und nicht mehr als etwas Besonderes erlebt werden.



Alles ist spirituell?

Auch einer dieser Glaubenssätze, die eine große Falle in sich bergen: nämlich nicht nur die Welt, sondern ebenso alles, was man tut und macht  "vorweg" (!) für sprituell zu halten.  Ich habs schon mal gesagt: Eine spirituelle Zeitschrift z.B. sollte sich m. E. auf das Spirituelle , den Weg beschränken und keine Weltverbesserungsmaßnahmen beweihräuchern. Die Welt hat keine Veränderungen mehr  nötig, wenn du dich verändert hast.
Alles wird erst dann als sprituell erkannt - Erkennen ist immer geistiges Schauen! -  wenn das Ich mitsamt seinen Klassifikationen und Kategorien aufgelöst ist.
Also: Nur für den, der Bewußtheit erlangt hat, ist "alles spirituell", wo nicht, handelt es sich um Glauben als führ-wahr-halten. (Ab hier wirds wieder paradox: denn auch demjenigen, welcher einmal geistig erkannt hat, dass alles spirituell ist, ist diese Wahrheit wieder zurück in den Orkus des Nichtwissens gesunken, d.h. zu einer Erinnerung geworden, die ebenfalls zu einem Glaubenssatz mutiert, wenn man nicht bewußt ist.



Bedeutung

Wenn ich oft sage bzw. schreibe, dass alles, was ich schreibe, nur eine Bedeutung für mich selbst hat, dann meine ich damit, dass es immer nur  - in REINER subjektiver SELBSTbezüglichkeit -  darum geht, größere Klarheit und Weisheit für mich SELBST und aus mir SELBST zu erlangen - niemals ist da eine Absicht, andere zu belehren, oder sie für meine "Sichtweise" zu gewinnen. (Es ist  - für mich zumindest - nicht möglich, meine WAHRnehmung zu missionieren.)
Die Person hinter den Worten, auf die ich mich SELBSTbezüglich beziehe, ist für mich gleichgültig. Der Egomind der meisten Leute in den Foren  ist mir bzw. meinen Worten gegenüber in der Abwehr und fühlt sich von mir belehrt, d.h. angegriffen oder verunsichert und abgestoßen. (Das bringt der Egomind von Haus aus so mit sich, LOL.)

Zwischen der  Selbstbezüglichkeit des wahren SELBST und der  egozentrischen Selbstbezogenheit - ein unendlicher Abstand.  Ein egoidentifizierter Außenstehender/ Beobachter aber sieht da  keine Unterschiede. (Ego sieht eh immer nur Ego.)

Besonders, wenn er "weiß",  - d.h., wenn er gelernt/gelesen hat, dass das Ego als Bedeutungsgeber  darauf programmiert ist, die Welt zu definieren bzw. Realität - sondern auch die emotionale Bedeutung vergibt, für alles, was ihm begegnet, ist er schnell bereit, die SELBSTbezüglichkeit als Selbstbezogenheit zu definieren.

Deshalb antworte ich auch manchmal nicht mehr auf die Rückantworten der anderen Teilnehmer. Ich diskutiere nicht das Für und Wider meiner Aussagen; ich stelle fest, d.h. ich spreche "wahr" - und diese WAhrheit, die in meinen Kommentaren ans Licht des Neuen Tages tritt,  ist für mich ganz neu und frisch und hat daher nur für mich eine Bedeutung und diese Bedeutung ist die  der selbstbezüglichen WAhrheits- und Klarheitsgewinnung durch das "Schwert der Unterscheidung".  (Andere Menschen sind nicht in der Lage zu erkennen, dass ich immer und überall nur für mich SELBST und aus mir SELBST heraus das Wahre vom Unwahren scheide) Mit jedem Einlassen auf die Kommentare Anderer  gewinne ich  an Bewußtseinserweiterung. Kein Beitrag ist zu "dumm", als dass ich nicht noch eine Perle für mich daraus entnehmen könnte - wenn bzw. weil  ich mich drauf einlasse, kann ich SELBST aus jedem Scheißdreck Gold machen. (Wobei der Begriff "Scheißdreck" für mich nurmehr eine unterhaltsame Wertung ist und Bedeutung zu verleihen scheint, was keine Bedeutung mehr für mich hat  LOL...LOLOLLLlOL) Mein Einlassen ist eine ständig präsente Offenheit für alles, was mir begegnet.
Die Bedeutung, die das Ego anderer meinen Worten beimißt sind u.a.  Größenwahn, Selbsterhöhung, Widersprüchlichkeit, Belehrung,  - im Grunde alle negativen und positiven Attribuierungen, wobei die positiven Rückmeldungen sehr selten sind. (Wobei mir beides völlig gleichgültig ist)

In den Spirit. Foren wird  erinnertes Wissen disputiert. Das hat keine Chance  gegen die Hier und Jetzt-Wahrheit.



Gesunder Körper - gesunder Geist?

"In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist" - dieser äusserst selbstschädigende, krank- und verrücktmachende  Glaubenssatz hat mir früher einmal schwere Selbstzweifel und Selbstabwertung verursacht.  Meine  Schlussfolgerung daraus war nämlich:  bin ich nicht gesund, ist auch mein Geist krank  - und geisteskrank zu sein, war eine absolut  n e g a t i v e   Vorstellung, die sich auf mein Body-Mind-System dementsprechend negativ auswirkte - eine Vor-Stellung,  die den ganzen Spruch ad absurdum führt, weil er statt positive und gesunde Vorstellungen zu nähren, das Gegenteil verbricht.
Die Wahrheit : Aus der personal-dualen Sicht ist es einerseits durchaus richtig, dass ein gesunder Geist  - gemeint ist damit der Verstand, der Egomind - in einem gesunden Körper wohnt. 
Andererseits die WAHRHEIT, nämlich: aus der transpersonalen WAHRnehmung des absoluten GEISTES ist diese Aussage weder richtig noch falsch, sondern schlicht  UNWAHR.
Die Wahrheit auf der personal-dualen Ebene ist: negative Gedanken machen den Körper krank, positive Gedanken lassen ihn gesunden. (Von äußeren Krankheitseinflüssen abgesehen)
Die WAHRHEIT der transpersonalen Ebene:   Die Materie bzw. das Body-Ego/Mind-System ist hier transzendiert, d.h., weder positive noch negative Gedanken haben fürderhin einen Einfluss auf den Körper - einfach deswegen, weil es weder positive noch negative Gedanken gibt, mit denen man identifiziert sein könnte.  Das Krankheits-Gesundheits-Konzept (der Tod)  aufgehoben - was aber nicht bedeutet, dass du auf ewig und immer pumperlg'sund bist und bleiben wirst. Paradoxerweise  kannst du zwar immer noch körperliche (!) Leiden und Schmerzen kriegen, du hast aber eine andere Einstellung dazu: es (be-) kümmert dich nicht.


Gelesen auf einer spirit. Facebook-Seite:

"In den schmerzhaftesten Momenten ist die Freude präsent".  Ein Satz, der mir schon des öfteren ins Auge fiel und der wohl den Beobachter-BW-Zustand jenseits von Ego beschreiben soll.
Von welchen Schmerzen wird da eigentlich geredet?  Wo psychischer Schmerz ist, kann m.E.  keine Freude sein.  Psychische Schmerzen gibt es jenseits von Ego (damit ist von mir immer Perma-Gewahrsein gemeint!)  nicht mehr, es gibt weder Freude über irgendeinen "Zugewinn", gleich welcher Art, noch so  etwas wie tiefe Trauer über den Verlust von was auch immer.
Was körperliche Schmerzen betrifft:  Hier ist es so, dass die stille "jenseitige" Freude und Heiterkeit zwar sehr leise, aber doch spürbar im Hintergrund bleibt.




Zu Ramesh Balsekar

und dem Tod bzw. Verlust ein Beitrag von Allfredo im Allmystery-Forum  

Paulette schrieb:

Sogar Ramesh Balsekar soll geweint haben als seine Frau gestorben war.
Allfredo: Natürlich , und wie !...Als Rameshs Sohn , bereits mit 40 starb, und er auch bitterlich weinte , als er die Nachricht erhielt , fragte ihn jemand :
"Ramesh , warum weinst du ? Du hast doch gesagt , dass Leid und Not nur eine Illusion ist ? "
Seine Antwort : " Ja das stimmt , aber der Tod des eigenen Sohnes , ist die schmerzhafteste aller Illusionen !" Es ist schon merkwürdig , dass manche vermuten , das das Erkennen der "illusionären Substanz" der Erscheinungen zu einer Art "Abtreten" aus den Ereignissen des Lebens führen könnte .
Nein ....
Es ist sogar manchmal ( fast ) das Gegenteil der Fall .
Da sich ja mit der Enttarnung des Egos auch dessen Verteidigungsmethoden wie Verdrängen oder Ignorieren gleichfalls "enttarnen" treffen die Ereignisse des Lebens quasi auf "kindliche" ungeschützte Resonanz .
Es geschieht was geschieht . Und was geschieht für zur Resonanz ( gemäß Eigenart )
Glück und Freude erscheint .... und vergeht !
Not und Leid erscheint .... und vergeht !
Was sich geändert hat ist das >Festhalten< an Gefühlen der Reaktion ! Beides ( freude und Leid ) kommt wie es kommt .... und darf wieder gehen ...Ramesh weinte bitterlich um seinen Sohn , ... und bereits kurze Zeit danach lachte er in einem Talk mit Besuchern aus den USA ... dies hat seine Trauer nicht "entwürdigt" , sondern die Freiheit eines Erwachten gezeigt . Jesus am Kreuz flehte Gott an "Mein Gott, mein Gott warum tust du mir das an ? " ( den genauen Wortlaut hab ich grad nicht präsent ) um sofort danach zu sagen : "Dein Wille geschehe" Verzweiflung erschiehn ... und Verzweiflung durfte gehen . Kein Festhalten ... weder an Glück noch an Verzweiflung ....
Zitatende
Gefunden im Thread: Kreative Spiritualität
https://www.allmystery.de/themen/rs92167-2

R. Balsekar sagt: "Der Tod eines Sohnes ist die schmerzhafteste aller Illusionen".
Jawoll, besonders in Weltgegenden, wo man noch aufs allerstrengste mit dem Patriarchat/Gesellschaft/Kaste/ Religion/Familie identifiziert ist, wo die Schande, als  Frau geboren zu sein, noch immer mit dem Tod bestraft wird.
Dazu muss bei RB wohl immer noch eine starke Anhaftung und Identifikation mit der Familie bestanden haben, dass ihm die Schmerzhaftigkeit dieser Illusion erst bei dem Tod des Sohnes bewußt wurde.Normalerweise sind sämtliche Illusionen mit der endgültigen Befreiung passè.

Eine solche Antwort wie sie RB hier gab, verrät nicht nur eine besonders schmerzhafte Identifikation, sondern läßt zudem leicht glauben, dass negative und positive Gefühle insgesamt nicht auszurotten bzw. zu transformieren wären, sondern nur als Illusion "erkannt" oder besser gesagt "gewußt"  werden müssten, ansonsten wäre man gezwungen, mit der Identifikation mit dem Dualismus/Ego weiterzuleben, möglicherweise  "in Resignation bis zum Ende der Tage"...?(Wäre die Illusion tatsächlich im Gewahrseinsfokus erkannt, dann wäre sie damit auch sofort hinfällig. Bei dem verstandesmäßigen Wissen um die Illusionen handelt es sich um reine Glaubenssätze, die auf Identifikation mit einem Gedankenkonstrukt beruhen.)
Mit einem solchen Konzept ist es dann möglich,  alles Destruktive zu entschuldigen und auszuagieren, was einem so "erscheint":
Dann darf  buchstäblich alles erscheinen, dann muss einfach alles raus, wie "ES" - LOL -  erscheinen will. Dann wird der Wut, dem Narzissmus, der Selbst-und Menschenverachtung  -  kurz: der Krankheit/Neurose einfach das Etikett-Mäntelchen von "Illusion" umgehängt und alles ist gut:
Klar, ich bin wütend, why not?, sagt der Choleriker - Wut ist eine der besonders  entlastenden/zerstörerischen Illusionen.
Klar, ich bin sexsüchtig, why not? - Sex ist eine besonders schmerzhaft-schöne Illusion, von der man nicht lassen möchte.
Klar, ich saufe, why not?, sagt dann das spirit. Ego des  Suchtbolzen - Alkoholismus ist auch nur ein bedeutungsloses Wort , eine schmerzhaft himmlisch-höllische Illusion. So what, wenn "keiner da" ist.
Klar, ich hasse... why not?  - Hass ist ja in seiner illosorisch-schmerzhaften Wirkung eine besonders reine, kathartische Täuschung.
(Ich weiss, das sich das alles komisch verwirrend anhört, was ich gerade schrieb. Ich bin auch immer verwirrt, wenn ich auf gewisse Beiträge Fredos (u.a.)  stoße, besonders wenn sie R. Balsekar betreffen...deswegen muss ich schreiben, um meinen Kopf zu klären und das Dickicht von Falschheit und Mindfuck zu durchdringen. R. Balsekar interessiert mich nicht als Person, sondern als sog. Wahrheitsträger, als der er verehrt wird.... und auch hier nur soweit, als meine Beschäftigung mit seinen Äußerungen  (oder den Äußerungen Fredos und vieler anderer) mich nur dazu anregen, mein Bewußtsein stetig zu erweitern.)

Wo man so seinen Trieben und destruktiven Emotionen  freien Lauf lässt, wird nichts umgewandelt, da wird weder total gefühlt und sich eingelassen auf das, "was ist", noch wird hinter die Gefühle geschaut und  die grundlegende bzw. dahinterliegende Angst wird weiterhin verdrängt, -  ist ja alles nur Illusion und manche nennen diese Illusion auch noch GOTT oder ES. Was für eine pervertierte Version einer ehemals lebendigen Wahrheit.

(Was Fredo hier beschreibt, stimmt weniger mit der Befindlichkeit jenseits von Ego überein, als mit dem Umgang mit Emotionen im "Vorfeld": Das ist sozusagen Anfängerlatein, wo man Achtsamkeit übt und lernt, das Hier und Jetzt der Person so anzunehmen, wie es "erscheint": alle Ego-Eigenschaften wie Freude, Wut, Schmerz, Neid, Widerstand usw. usw. - mit dem Unterschied, dass bei diesem merkwürdigen Konzept da keine Annahme und Auflösung geschieht, sondern dass man offensichtlich versucht, die Gefühle neutral wahrzunehmen (Glaubenssatz: ich bin nicht meine Gefühle)  und sie "vorüberziehen" zu lassen - was aber letztlich kein Loslassen (=Vorüberziehen) (Desidentifikation) von Gedanken und Gefühlen bewirkt, sondern eine die Abwehrstruktur verstärkende seelische  Dissoziation.)

Aber weiter:  Nach der AUFERSTEHUNG, wenn die Ego-Identifikation aufgelöst ist, erscheinen weder Freude noch (psychischer!) Schmerz, noch Wut - zumindest nur gaaanz rudimentär. Alles, was hier auf der transpersonalen Ebene erscheinen kann, ist die WAHRHEIT/Erkenntnis  und die erscheint im Gewahrseinsfokus.
Zusammen mit dem Ego werden nämlich auch alle Illusionen aufgelöst!
Ich kann mich einfach nicht des Eindrucks erwehren, dass so mancher sich erwacht und erleuchtet Dünkende im Anfangsstadium steckengeblieben ist: Mich selbst mit meiner ganzen PERSON (!) so anzunehmen, wie ich im Hier und Jetzt gerade bin. Hier darf alles sein: Wut, Hass - alle Gefühle, alle Gedanken sind willkommen, was aber niemals bedeutet, sie hemmungslos ausleben zu dürfen, was die Anhaftung ja doch immens verstärken würde!  Man sollte die Gedanken bedenken und die Gefühle total fühlen, erst damit werden sie losgelassen. Nur so gehen negative und positive  Gedanken und Gefühle "vorüber".
Irgendwie scheinen mir die Leute da was zu verwechseln: All dies, was "vorübergeht" geht m. E. nur so lange vorüber, bis mit der "Auferstehung" ein bleibendes Permagewahrsein erlangt ist: Hier geht einfach nichts  Negatives oder Positives  mehr vorüber, an dem der metaprogrammierte Mind anhaften könnte.
Nochmal Fredo: 
Glück und Freude erscheint .... und vergeht !
Not und Leid erscheint .... und vergeht !
Irrtum!
Noch einmal und immer wieder: Im Permagewahrsein bist du bleibend jenseits der Polaritäten wie Glück und Freude und Not und Leiden.. Da kommt nichts und da geht auch nichts mehr.  Wenn du R. Balsekar Glück und Freude usw. unterstellst, tust du ihm damit keinen Gefallen, du disqualifizierst ihn geradezu als spirit. Meister! Wäre es nämlich so, dann war RB auch niemals ein Meister. Denn nur der Meister ist  "dauerhaft" jenseits der Gegensätze und Polaritäten.


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Die buddhistische Sentenz: "All dies geht vorüber" bezieht sich m. E. einmal auf die personal-duale Ebene, auf der alles ein Ende hat, jedes Gefühl, jeder Gedanke, jede Situation wandelt sich unaufhörlich, wenn man nicht versucht, daran festzuhalten. Das Anhaften resp. Festhalten bringt das Leiden. Zum anderen bezieht er sich auf die transpersonale Stufe, bie dem das sich im Fluss befindliche neutrale Gewahrsein des "Vorübergehenden"  ohne Ergreifen und Anhaften alles, was in seinen Fokus fällt, loslässt und im Orkus des Nichtwissens untertauchen lässt.
Die buddhist. Aufforderung:  "Seid Vorübergehende" bezieht sich auf das Selbe: Identfiziere dich nicht mit dem, was dir begegnet, ent-binde dich.
Das alles aber kommt ganz von SELBST dann, n a c h d e m  man sich in Tiefenprozessen mit allen seelischen Anteilen  re-identifiziert hat, die  man in den Schatten verdrängt hatte.
Was Fredo also beschrieben hat, gilt für den am Kreuz hängenden, noch leidenden Jesus. Mit der Einwilligung in den Tod und der anschliessenden  Auferstehung  ist Permagewahrein erlangt, wie sie jeder Mensch erlangt, dessen Ego in den Todeszonen gereinigt wurde.

                                                                  

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Die Worte Jesu am Kreuz waren: Vater, Vater, warum hast du mich  v e r l a s s e n ?!
Die letzten Worte Jesu in der traditionelle Reihenfolge beschreiben m. E. allesamt die Befindlichkeit der Seele in der "Dunklen Nacht"  bzw.  die letzte Station des des mystischen Ich-Todes. (Kreuzweg) Jesus war nämlich ein ganz normaler Mensch wie du ich  bis zu seinem (Ego-) Tod.. Erst die Auferstehung machte ihn (wie uns alle) zum Gottmenschen. "Wahrer Mensch und wahrer Gott." Die Verlassenheit am Kreuz ist das Schicksal jedes "Mysten" - jedes (EgoTod-) Sterbenden!

   „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34 EU)
    „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lk 23,43 EU)
    „Frau, siehe, dein Sohn!“ und: „Siehe, deine Mutter!“ (Joh 19,26-27 EU)
    „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mk 15,34 EU; Mt 27,46 EU)
    „Mich dürstet.“ (Joh 19,28 EU)
    „Es ist vollbracht.“ (Joh 19,30 EU)
    „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46 EU)

Verzweiflung, Trauer und Verlustgefühle sind Gefühle, die auf der personal-dualen Ebene ihre Berechtigung haben, aber wo die Anhaftung/Identifkation (mit Ich und Körper) wirklich aufgelöst ist, - nach der AUFERSTEHUNG auf die transpersonale Stufe! -  können sich Gefühle nicht mehr halten, weil da keiner mehr ist -  kein Ego, welches sie ergreifen könnte.
Ich weiss es nicht: Vielleicht kann kein Mensch 100%ig von allen Anhaftungen desidentifiziert sein, m. E. aber sollte ein Meister zu 99% "darüberhinaus" sein. Ob R. Balsekar wirklich so war, wie ihn seine Anhänger sehen und interpretieren?



ISIS

ist m. E. eine reaktionäre Reaktionsbildung auf die alle Grenzen und Tabus sprengende Dekadenz der westlichen  Lebensart, die für junge Menschen keine Perspektive bereitstellt. Wäre nicht weiter schlimm, wenn diese Zwänge und Grenzen auflösende Lebensart auch tatsächlich im Zeichen des Dyonisos bzw. Isis aka Eris  - der "Erlaubnisgebenden Göttin" stünde. Leider aber steht sie im Zeichen des Bösen Gottes, anders gesagt: des Kapitals.


Eris

die Göttin der Zwietracht ist für mich die weibliche  Gegenkraft zu den Ewig Richtigen der Alten Ordnung des ständig kriegführenden alttestamentarischen Gottes, der uns immer noch beherrscht. Der Mythos der Göttin Eris wurde m. E. vom Patriarchat pervertiert und verfälscht, damit er den Interessen der Macht, des Patriarchats dienen konnte. Eris ist die Göttin, die das Richtige vom Falschen unterscheidet. (sie stiftet Zwietracht im positiven Sinne  der Unterscheidung der Geister. )
Auf dem spirituellen Weg wird man nicht umhinkommen, neben den eigenen Lebenslügen auch die  kollektiven Lügen und Fälschungen aufzudecken - die eigene Geschichte liefert dazu immer die wahren Fakten. Die ganze Geschichtsschreibung wurde von den Männern des Patriarchats geschrieben - diese Geschichte ist eine Fälschung, weil sie viel zu viele blinde Flecken hat und z.B. die GEschichte der Frauen und anderer diskriminierter Minderheiten nicht berücksichtigt..

Richtig und Falsch ist keineswegs nur eine Illusion - das Richtige vom Falschen unterscheiden zu können, ist neben der Unterscheidung von WAHR-UNWAHR paradoxerweise ebenfalls eine spirituelle Tugend.



"Alles darf sein"?

tönte mir gerade eben aus einem Video-Interview von einer spirituellen Lehrerin entgegen. Auch so eine geistige Erkenntnis, die bei den meisten Spiris zum schnöden Glaubenssatz geronnen ist, bei dem man versucht, alles zu akzeptieren, was von AUSSEN auf dich zukommt. Da fühlt man sich häufig durch andere beeinträchtigt, unwohl und geärgert, rationalisiert aber seine Gefühle mit dem Argument: Alles das, was mich verärgert, dürfe sein.
Nein: Vergiß die anderen, vergiß die Außenwelt komplett! Alles, was sein darf, betrifft nur dich als einziges Subjekt - dich und deine subjektive Befindlichkeit. Dein Ärger darf sein, Dein Unwohlsein darf sein - alle DEINE Reaktionen auf die Um- und Außenwelt dürfen sein. (Problematisch ist nur das Ausagieren destruktiver Impulse.) Es geht immer nur um Selbstannahme!
Alles darf sein - diese ehemals lebendig erfahrene  Wahrheit wird als  Glaubenssatz und Übung praktiziert für viele Gläubige nur eine weitere wunderbare Möglichkeit, Konflikten aus dem Wege zu gehen und eine Vermeidungsstrategie als spirituelle Tugend zu verbrämen.

Wäre alles nicht weiter erwähnenswert, wenn man solche spirituellen faux pax  nicht auch von spirituellen Lehrern vernehmen müßte, die eigentlich wissen müßten, dass alles, was dich da draußen stört, deine eigene Projektion  bzw. Interpretation ist - warum sollte diese Projektion also "sein dürfen"?  Nein, sie darf nicht sein! Besser und weitaus heilsamer:  Immer bei sich selbst und den den eigenen Gefühlen bleiben. Dann kommt man auch seiner Projektion und der dahinterliegenden Angst auf die Spur.


Ich habe bezügl. dieser  falsch verstandenen Sado-Maso-Alles-darf-Sein-Attitüde lange auf dem Schlauch gestanden, bis mir die große Erleuchtung kam und ich die radikale Umkehr in die reine subjektive Selbstbezüglichkeit machte. Einher ging dies mit der Erkenntnis (Erleuchtung), dass es "da draussen niemanden gibt", da alles, was ich sehe, meine Interpretation und Projektion ist. Wenn ich also glaube, alles, was ich da draußen wahrnehme, dürfe sein, dann akzeptiere ich sozusagen meine eigene Projektion als Projektion bzw. meine Interpretation der sog. Realität.
Immer daran denken: Alles, was dich stört, beunruhigt und dich aus deiner Ruhe oder Stille bringt, ist dein Guru!

Ach ja, und zum Schluss noch was zur Erleuchtung, von der die Menschen so eine falsche Vorstellung haben, dass manche in ihrer spiritual correctness so  skrupulös sind, dass  sie nicht nur das Wort, sondern den Akt der Erleuchtung als solchen sogar für sich ablehnen:

Immer wenn dir ein Lichtlein aufgeht, handelt es sich um Erleuchtung! Geistige Erkenntnis ist auch nur ein anderes Synonym für Erleuchtung.  Jeder TIEFschürfende Gedanke...


Identifikation

Dass das Ich auf dem spirituellen Weg versucht, sich selbst auszutricksen ist normal und m. E. erstmal unumgänglich.  Das Macher-Ich kann gar nicht anders, als die Signale des Unbewußten, die Stimme des WAhren SELBST sofort in ein Konzept zu pressen und in die Praxis des "Machens" umzusetzen. (Zum Beispiel zu versuchen, nicht zu interpretieren oder zu "üben", keine Erwartungen  und Wünsche/Bedürfnisse zu haben oder Wertung und Beurteilungen zu unterlassen...Versuche, neutral und gleichmütig zu sein.) Das ist nichts als Selbstunterdrückung, die das Leiden verstärkt und ins andere Extrem umschlägt. Dieses Spielchen spielt man m. E. so lange , als noch kein Gewahrseinsfokus entwickelt wurde, in dessen Bewußtheitslicht dieser Irrtum geschaut werden könnte.
Noch einmal: Nichts, was nur von SELBST geschehen kann,  kann vom Ich gemacht werden, - nichts muss überhaupt getan werden. Es geht im Grunde nur um die Hingabe, d.h. die Bereitschaft zur Verwandlung und um das Beobachten, die Achtsamkeit, die letztlich zum Gewahrsein führt, in dessen Fokus die Identifikation mit dem Ego aufgelöst wird.
Das Beobachten des eigenen Denkens, Fühlen, Handelns im hier und jetzt ist der Schlüssel. Auch die Leute, die versuchen, "neutral" zu beobachten, sind auf dem Holzweg. Solange man mit dem Ego und seinen Gedanken, Gefühlen usw. identifziert ist, ist man nicht fähig zur Reinen neutralen WAhrnehmung. Alles, was  da "gemacht" wird, kann nicht anders, als zur Dissoziation  führen und die Verdrängung/Schatten aufrechterhalten bzw. sogar verstärken und die Kacke an den Hacken  am dampfen halten.
Die Neutralität des Reinen Gerwahrseins geschieht einfach, wenn sich das Lauscherohr nach innen gestellt bzw. die  Achtsamkeit sich nach Innen voll verankert hat und der Individuationsprozess soviel  Bewußtheit freigesetzt hat, dass Achtsamkeit in Gewahrsein übergehen kann.
Neutralität  i s t  Gewahrsein bzw. ein Aspekt und verbindet sich u.a. mit Gleichmut, Unterschieds- und Absichtslosigkeit und  das kann nicht gemacht oder geübt werden.
Auf dem kleinen Weg , dem "Hinweg" zu Gott/SELBST  aber ist es erstmal wichtig, die Identifikationen mit Ego überhaupt zu erfassen und sich u.a. auch bewußt mit seinen authentischen Gefühlen zu identifizieren. Dazu ist es notwendig, alles total zu fühlen, statt zu verdrängen, indem das Ich versucht, sich selbst am Schopfe aus dem Sumpf zu ziehen. Derweil  das Ich von seinen psych. Abwehrmechanismen gereinigt ist, öffnet sich auch das Gewahrseinsauge - zwar sehr  langsam, aber  kontinuierlich im Verlaufe der  Auflösung des Verdrängten.  (Bitte beachten: du wirst keine Worte für dein Erleben haben - wie z.B. Gewahrsein, Bewußtheit, Erleuchtung usw. -  Das kann Jahre dauern, bis du Worte dafür findest. Die intellektuelle Verarbeitung setzt meiner  Erfahrung nach nämlich erst dann ein, wenn das Ego komplett über den Jordan ist - auf dem "Rückweg" in die Welt, durch die "Wiedereinführung von ICH".  Ein Ich - geläutert und von daher in inniger Vereinigung mit Gott/SELBST, das sich als "Alles, was ist" erkannt hat... ein ICH, dem die ganze "Welt" gehört, weil es sich  SELBST als die ganze Welt, den ganzen Kosmos erkannt hat... ein ICH, welches liebend und erkennend diesen erINNERten Kosmos in forwährender Er-INNerung/Verinnerlichung sich  sozusagen Stück für Stück  gottverwirklichend resp. SELBSTverwirklichend (!) einverleibt - auf dem "Großen Weg", der in die unendlichen Weiten des Gottesbewußtseins führt.
Der "Rückweg" führt zurück in die Welt,  ein fortlaufender Prozess, in dem das angesammelte Welt-Wissen des Verstandes auf WAHRHEIT geprüft wird und von Innen heraus verstanden wird  und somit  "Fleisch" (und Blut) ansetzt - schlicht gesagt: das Wissen wird lebendig, derweil es vom Kopf ins Herz rutscht.  Und das Wort ist Fleisch geworden...
Auf dem Hinweg sucht man Gott. Hat man Gott gefunden und sich mit ihm als EINS erkannt, hat man sich SELBST gefunden. Auf dem Rückweg aber gibt es weder Gott noch SELBST. Es gibt nur SEIN.
Nur der Mensch, der über den Jordan bzw.  durch die reinigenden Wasser des Jordan gegangen ist, versteht meine Worte.  Der Jordan symbolisiert die Todeszonen, die man durchschreiten muss, um endgültige Befreiung zu erlangen.