Sonntag, 7. Februar 2016

Ohn' den Willen zu bemühen, tut alles aus Mir SELBST geschehen


Die Zen-Sentenz

 "Jeder Tropfen ist der erste Tropfen" aus dem Wasserfolter-Gleichnis impliziert die Annahme einer völligen StörUNanfälligkeit  oder Schmerzbefreitheit des "Edlen",  - insofern, dass es für den, der nur im Moment lebt,  keinerlei Erinnerung an die Vergangenheit bzw. an die vergangenen Tropfen/Torturen geben solle.  Das habe ich früher auch mal geglaubt. LOL.


Ich habe im letzten halben Jahr sage und schreibe  31 Zahnarztsitzungen (insgesamt über 40 Stunden) unter den Händen eines äusserst denk- und merkwürdigen Zahnarztes verbracht und hatte daher viel Zeit, den Schmerz und meinen Umgang mit ihm zu studieren. Bis zu meiner Glorreichen Auferstehung hatte ich mein Leben lang eine Zahnarztphobie: Bevor der ZA überhaupt Hand an mich gelegt hat, hats mich auf dem ZA-Stuhl regelrecht gelupft und geschüttelt, mir wurde schwindelig und schwarz vor Augen. Ich habe früher schon mit der Angst und den angstmachenden Vorstellungen experimentiert. Mit positivem Denken konnte ich meiner Ängste nicht Herr werden, obwohl ich mir der negativen und positiven Macht von Vorstellungen und Gedanken bewusst war, glaubte ich nicht so recht an Autosuggestionen.  Erst seit der "Glorreichen Auferstehung" im Jahre 2011  ist es mir möglich, angstfrei zum Zahnarzt zu gehen, und zwar deshalb, weil die angstmachenden Vorstellungen so gut wie gar  n i c h t   mehr auftauchen bzw. wenn Vorstellungen auftauchen, sind sie kraftlos -  zahnlos sozusagen. Das Kopfkino löst keine Emotionen aus,  macht kein Drama mehr. Was die Schmerzen angeht,  so kommen sie und gehn sie vorüber wie ehedem -  da ist nur keine Besorgtheit mehr, die den Schmerz angstvoll vorwegnimmt oder in die Zukunft hinein verlängert/projeziert. Mein Interesse richtete sich eher wissenschaftlich und neugierig auf meine Umgebung bzw. auf die Tätigkeit des Zahnarztes.
Als ich letztes Jahr im Krankenhaus lag mit Vorhofflimmern und einem Puls von um die 300/Min. (für über 24 Stunden) fand ich das weniger beängstigend als interessant;  der schnelle stotternde Puls war weithin hörbar, weil der Apparat, an den ich angeschlossen war,  laut gestellt war und der Herzschlag hörte sich für mich an wie eine Botschaft in Morsezeichen. Meine Aufmerksamkeit war mehr auf das Geschehen in meiner Umwelt gerichtet, als auf körperliche Phänomene fixiert.  Früher hätte ich mir die Zeit mit einem Buch vertrieben -  in meiner Gegenwärtigkeit wird es mir heute niemals mehr langweilig, ich bedarf keinerlei Zerstreuung oder Ablenkung mehr.


Erfahrungen

sind da, um gemacht zu werden, ungeachtet dessen, dass Erfahrungen als solche nur in deiner Vorstellung existieren. Nicht, weil da "Niemand da" ist, der Erfahrungen machen könnte, wie die Neo-Entleerten gerne behaupten, für den, der noch nicht erkannt hat, dass das Ego eine reale  Illusion ist, ist da immer noch "Jemand", der reale Erfahrungen macht. LOL.
Unter den Neo-Entleerten sind es insbesondere die fundamentalistischen erbsenzählenden Wortglauber, die glauben, dass du deshalb keine Erfahrungen "machen" kannst, weil alles einfach ohne dich, den Macher,  geschehe bzw. "erscheine".  Das ist nichts als Wortwixerei, derweil sie wie eh und je mit ihren Erfahrungen identifiziert sind  und  ihr Nichts & Niemand-Fetisch ein verkappter Jemand ist.

Desidentifizierung von der Materie bedeutet, nicht mehr mit den irdischen (körperhaften) Erfahrungen identifiziert zu sein. Nicht mit Erfahrung identifiziert  zu sein, heisst, dass man z.B. keine Weltbilder und Ideologien aus seinen Erfahrungen herleiten kann, derweil die Erfahrungen  nicht dementsprechend  interpretiert werden.  
Solange man im Körper ist, macht das Ich sinnliche Erfahrungen, es weiss, es HAT einen Körper, aber IST nicht sein Körper (incl. Erfahrungen) - anders gesagt ist es  IN  der Welt, aber nicht VON der Welt.


Dämonen

Früher schon fragte ich mich des öfteren, warum gerade muslimische Frauen so häufig von sog. Dämonen besessen sind. 
Dämonen sind offenbar typisch für die patriarchalischen Religionen. Kannte das Heidentum Dämonen?
Natürlich gibt es in Wirklichkeit keine Dämonen, genauso wenig wie es einen "Bodhisattva" gibt. Was man Dämonen nennt, sind wie die Götter Archetypen bzw. abgespaltene psychische Anteile.  Der Dämonenglaube entspringt dem primitiven archaischen Bewusstsein, welches die Symbole für den "Mond" hält.
Muslimische Frauen sind  unterdrückte Frauen und sie projezieren wie alle Unterdrückten zumeist ihre unterdrückten Anteile  als Dämonen nach aussen. Um so weniger Verdrängung, umsoweniger Schatten/Dämonen. Musliminsche Frauen müssen eine ganze Menge in ihrem Leben verdrängen:
Über Kindesmißbrauch im Islam siehe Video des Al Hayat TV:
 https://www.facebook.com/alhayattv.net/?pnref=story

Ein Mann kann Geschlechtsverkehr mit Tieren wie Schafen, Kühen, Kamelen haben.
Jedoch sollte er das Tier töten, nachdem er seinen Orgasmus hatte. Er sollte nicht das Fleisch an die Leute in seinem eigenen Dorf verkaufen; jedoch das Fleisch ins nächste Dorf zu verkaufen ist erlaubt.”
Ayatollah Ruhollah Khomeini, oberster Rechtsgelehrter und Ex-Staatsoberhaupt des Iran. Derselbe der 29jährig eine 15jährige heiratete und für Tausende von Hinrichtungen verantwortlich ist…
Die Lösung findet sich hier:
Ibn Sharib erzählt, Ib Abdul Talib habe gesagt: Immer wenn seine Frauen sich in ihrer monatliche Reinigung (d.h. Menstruation) befanden, sah ich den Gesandten Allahs (sws) (Mohammed) des Öfteren in der Nähe seiner Kamelherde. Dort pflegte er liebevollen Umgang mit den weiblichen Tieren, wandte sich aber mitunter auch den Jungtieren beiderlei Geschlechts zu.? (Sahih Al-Buchari Bd. 2, Nr. 357)...

Das Denken ist die Krankheit

Ohne Suche läuft nichts. Auch Buddha hätte ohne Suche niemals gefunden. Es ist für den Verstand normal, dass er den Himmel dort sucht, wo er ihn nicht findet, nämlich in der Aussenwelt, statt in seiner Innenwelt. Die Umkehr in die Innenwelt ist keine leichte Angelegenheit, sie  fängt mit der Selbstannahme an und hört mit der Einheitserfahrung auf.

Erst mit mit der Selbstannahme hat man m. E. aufgehört, im AUSSEN zu suchen. Ab jetzt geht es darum, permanent ausgerichtet zu sein auf dein persönliches Hier und Jetzt, nirgendwo sonst findet man Gott bzw. sich Selbst. Die Suche nach deiner Wahren Natur hat erst dann wirklich aufgehört, wenn du erkennst, dass DU als der Sucher nichts anderes als das Gesuchte bist. (Dieses Letztgültige Ereignis nennt man auch Hieros Gamos. Heilige Hochzeit. Einheit. Nichtzwei. Advaita...usw.)

Die Neo-Entleerten reden viel von Erscheinungen, Phänomenen, - was ihnen so erscheint, scheint ihnen in der Aussenwelt zu erscheinen. Dem Herrn Fredo erschien vor einigen Jahren gar einmal so etwas wie ein "Alltagsleben", - ein wahrhaft ausserirdisches Phänomen, LOL.

Doch es geht nicht um Dinge da draussen, um die Erscheinungen oder "Phänomene", die in der Aussenwelt "erscheinen", es geht allein darum, dass du erkennst, dass sie in deinem Denken "erscheinen" - nirgends wo sonst! Deshalb ist aus der höchsten Sicht das Denken die Krankheit, besser gesagt, alles Gedachte ist  u n w a h r . "Unwahr" deshalb, weil jenseits von Richtig und Falsch, Gut und Böse, Gesund und Krank.

Schon wenn man von den "Phänomenen" nur spricht, hat man - nicht die Dinge selbst, sondern unsere Vorstellungen von den Dingen - in Gedanken in ein Aussen projeziert, welches gar nicht existiert ausser in unserer Vorstellung als Dinge, die außerhalb von mir, dem Subjekt erscheinen.

Nochmal:  Es gibt  keine äusseren Erscheinungen/Phänomene. Wenn etwas "erscheint", erscheint es in deinem Kopf - du DENKST sie dir nur in einer scheinbaren Aussenwelt.
Du sagst nun, dass bei dir u.a. so etwas wie Wut, Ärger, Trauer, Freude  "erscheinen" kann, wenn "Niemand da" ist....Hah, dass "Niemand da" ist, basiert ja gerade auf der Abwesenheit von div. negativen oder positiven Emotionen,  die immer die Anwesenheit  von Ego signalisieren.

Wenn ICH nun sage, die Ereignisse erscheinen, dann bedeutet das, sie geschehen aus (s)ICH SELBST heraus, ohne dass da "Jemand" ist, der in das Geschehen eigenwillig eingreift.  Es gibt kein (objektives) SELBST ausser dem MEINEM. Wenn die Dinge aus sich SELBST heraus geschehen, dann meine ich damit, sie geschehen nicht aus dir, sondern aus MIR selbst heraus.
Mit dem "Erscheinen" ist immer nur die SUBJEKTIVE absichtslose Wirkung gemeint, die meinem (nicht deinem!) absichtslosen  Handeln  - dem spontanen absichtslosen Handeln aus sich SELBST bzw. dem "Grundlosen Grund"  heraus - folgt.  Die Dinge "erscheinen" nur dem, der reinen, d.h. absichtslosen Herzens ist. Deswegen kann Wut nicht erscheinen, genauswenig wie die egoische Freude nicht  absichtslos und ohne Grund "erscheinen" kann.

Man möge mich berichtigen, nach allem, was ich bislang von ihren Anhängern über Neo-Advaita höre und lese, scheint diese Lehre zu verkünden, dass auch das Ego in seiner konstruktiven und destruktiven Wirkung eine "Erscheinung" sei, die aus der selben Quelle, dem "Vater", dem "Quellenden Urgrund" fliesse.  Mit Logik kommt man hier zwar nicht weiter, aber dennoch frage ich mich, wie das sein kann, wenn doch das Ego dasjenige ist, was die Verbindung zum Urgrund verdeckt und verhindert... Also mal ehrlich - hey ! -  wie könnte  "Jemand" ein absichtsloser Ausdruck von "Niemand" sein?  - wenn das ein göttliches Paradox sein soll, dann freß ich  meinen Hexenbesen, ihr folks von der Neo-Front! Meister Ablass kann mir offensichtlich auf meine Fragen auch keine Antwort geben, er hat sich ins Exil verdrückt.
Tja, Herr A., was meinen Sie, sind die Steine und das Geröll, welches den Lauf des Wassers staut und verdreckt, aus derselben Quelle wie der Fluss?
Warum ich mich hier so ozeanisch über Neo-Advaita auslasse? Keine Ahnung, vielleicht liegts daran, dass ich selbst nicht weiss, woher das Ego und seine Illusionen und Scheinbarkeiten herkommen und die Neo-Entleerten darauf eindeutige Antworten zu haben scheinen? Wen kümmert's. 


Ernst beiseite - die Frage wäre:  Warum gibt es dieses Ich, welches auf der Weltbühne durchaus seinen berechtigten Dienst tut und auch tun muss, aber dennoch die "Krankheit" (Identifizierung)  ist, von der wir genesen bzw. lassen  müssen, wollen wir endgültige Befreiung erlangen?
Die Frage ist nur rhetorisch, weil mich die Antwort ehrlich gesagt nicht interessiert. Mich interessiert kein Grund, kein Warum... aber kann es vielleicht sein,  dass der pseudo-entleerte Verstand einfach nur eine seiner beliebten Schlussfolgerungen gezogen hat, wenn er das Ego derselben Quelle zuschreibt wie das SELBST? WENN es so ist, dass........, dann folgt daraus, dass..... und flugs konstruierte er sich eine Neo-Wahrheit: mit dem Ego zur Erleuchtung.
Sagen wir mal, der  Egomind postuliert eine philosophische Annahme, eine Prämisse, die ungefähr so lauten könnte:
Alles, was in der Welt geschieht, all unser Machen und Tun erscheint ohne (meinen) Willen und Absicht aus dem grundlosen Grund. Egal, was wir auch tun und machen, wir können  nicht anders handeln, als wir handeln, weil all unser Handeln determiniert ist.
Als Glaubensartikel für die Masse ist so eine Prämisse unschlagbar! Der freie Wille, das menschliche Gewissen ist total eliminiert. Du bist nicht verantwortlich für was immer du auch an Gutem und Bösen tun magst!  Alles ist in diesem Falle gleich gültig, das Böse wie das Gute.

Das größte Problem dabei ist aber, dass hier das, was für jeden Einzelnen eine absolut SUBJEKTIVE Letztgültige Erfahrung/Erkenntnis ist und bleibt, verallgemeinert und objektiviert wird, wobei Jemand (Ego) aufgefordert wird, zu glauben, dass "Niemand da" ist, der irgendetwas tut.
 Also der Egomind, der nichts anderes tun kann als glauben (im Sinne von für wahr halten) , wird aufgefordert zu glauben, dass es ihn und sein Machen und Tun im Grunde gar nicht gibt. Und dass er keine Wahl hat, anders zu handeln, als er handelt, weil eh alles determiniert sei.  Das bedeutet recht eigentlich, dass  die (Aus-)Wirkungen des Egos keine Ursachen haben bzw. ihre Ursache im Ursprung haben, dem "Vater", Gott.
PS: Womit ich hiermit den Bogen zurück zu Tom de Toys schlage...


Suche

Man kann das Ich nicht daran hindern, Gott dort zu suchen, wo er nicht ist - in der Aussenwelt. Zur Aussenwelt zählen Bücher, Ashrams, Meister. Lehren. Übungen, usw.  Die erste Etappe der Suche - der Umkehr - ist gegeben, wenn du begriffen hast, dass es um die Annahme deiner BEfindlichkeit deines persönlichen Hier und Jetzt geht. Alles weitere ergibt sich von SELBST aus der Annahme.

Das Eine ohne das Zweite

ist kein philosphisches Postulat.  Nichtzwei ist die Erkenntnis der Einheit - dass du SELBST das "Eine ohne Zweite" bist  -  das EINE, EINzige , ungeteilte ALL-EINSige SUBJEKT ohne ein Objekt. 
Die WAHRHEIT ist unmittelbare ungeteilt erscheinende  WAHRHEIT nur im ungeteilten absoluten SUBJEKT und kann nicht übertragen oder verallgemeinert werden.
Früher sagte ich, dass ich erkannte, dass ich GOTT bin, jetzt scheint mir der Terminus Absolutes SUBJEKT passender... Im Wort Gott schwingt noch ein numinoser Pathos, im SUBJEKT ist Gott (s)einer falschen Heiligkeit beraubt. Wo ich mich als dieses absolute SUBJEKT erkannt habe, hat sich nicht nur Gott, sondern auch alle anderen in der Einheit aufgelöst. Kein Du, kein Wir, keine Anderen.


Der Begriff SELBSTfindung

ist auch irreführend. Es gibt jenseits von Ego weder ein Ich noch ein SELBST - derweil mein SEIN ein einziges ungeteiltes SEIN ist und weil es jenseits von Einheit NICHTS gibt, was man mit Worten beschreiben könnte.
Jenseits von Ego ist Jenseits von Einheit. Param Advaita. ICH BIN ein ALL-EINiges Individuum. LOL.

Die zeitlose WAHRHEIT ist zwar apodiktisch, aber duldsam.  Sie läßt sich nicht pro und kontra diskutieren, duldet aber jeden Widerspruch. Viele Lehrer geben sich diktatorisch-apodiktisch, es ist jedoch nicht die WAHRHEIT, sondern  ihr spirit. Ego, welches keinen Widerspruch duldet. Ihre Lehren aber sind auf Sand gebaut, was Lehren aber ganz allgemein so an sich haben...
Gibt es eine Lehre, die Widerspruch duldete? Jede Lehre ist apodiktisch, insbesondere sind dies die Irrlehren. Es gibt nur Lehrer/Menschen, die keinen Widerspruch dulden. Um den apodiktischen Lehrer bildet sich oft ein apodiktischer Personenkult. Zweifel und Abweichung  von der Lehre wird abgestraft oder es mit "Konsequenzen" und  Liebesentzug gedroht. Wenn der Meister keinen Widerspruch duldet, ist er kein wahrer Meister. Allein die WAHRHEIT ist apodiktisch. Eine Lehre ist konservierte eingefrorene WAHRHEIT, insfern ist es ein Unding für einen Meister, mit seiner Lehre identifiziert zu sein. Ist er das, dann ist er zwar ein Lehrer, aber kein Meister.
Der Wahre Meister  lehrt ohne zu lehren, er hat kein "Lehrgebäude", er lehrt keine Gedankenkonstrukte und schachert nicht mit Glaubensartikeln und  "Ablässen".  Dass und wie er lehrt, kann nur der Empfängliche sehen, der die inneren Augen hat zu sehen und die  inneren Ohren zu hören.  Dem Empfänglichen  ist die ganze Welt ein Guru. Ein Lehrer braucht zur Verbreitung seiner Lehre Schüler. Der Meister ist in sich SELBST Lehrer UND Schüler. Er bedarf keiner "Anderen".  Das Tun des Wahren Meisters ist SELBSTbezüglich - er  lehrt lernend aus und für sich SELBST heraus. Der wahre Meister steht jenseits von Spiritualität,  - param advaita - für ihn ist Spiritualität nur ein Wort unter vielen: absolut bedeutungsleer.



Wissen

des Verstandes kann richtig oder falsch sein. Die lebendige fleischige absolute WAHRHEIT - die universelle Weisheit aus der Quelle - aber ist nie richtig, sondern WAHR und ihr Gegenteil,  die UNwahrheit ist niemals falsch, sondern unwahr. Deshalb kann der Lebendigen WAHRHEIT nicht widersprochen werden.
Nur das  angelernte Wissen der relativen Wahrheiten kann richtig oder falsch sein, deshalb kann man widersprechen und  pro und kontra diskutieren.
Weil die Lebendige WAHRHEIT allein für das erkennende SUBJEKT absolut ist,  ist sie auch allein für das erkennende SUBJEKT "apodiktisch" , niemals aber kann und sollte der Lehrer (der Wahrheit) apodiktisch sein. Denn die lebendige WAHRHEIT läßt sich nicht lehren, ohne dass sie zur relativen Wahrheit wird, wo das Gewahrsein nicht entwickelt ist. 
Die WAHRHEIT duldet nicht nur jeden Widerspruch, sie duldet ALLES. (lol) Nichts kann ihr genommen oder hinzugefügt werden. Der WAHRHEIT ist es egal, wer an ihrem Stuhle sägt...LOL.

Am Ende der Tage werden viele kommen und in Jesu Namen sprechen: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Deshalb sagt Jesus im NT: Seid wachsam! Zündet Eure eigenen Laternen an, statt dem Irrlicht eines falschen Lehrers zu folgen.
Ein wahrer Lehrer  fordert nichts, nicht einmal deine Hingabe, erst recht keinen  bedingungslosen Glauben an seine Lehre. Er kann warten, bis die Hingabe von SELBST erwacht.Ein wahrer Lehrer hilft das Herz zu öffnen, damit es die WAHRHEIT dort empfangen kann, wo die WAHRHEIT  erkannt werden kann.  Denn ein wahrer Lehrer ist sich bewusst, dass die absolute WAHRHEIT, dort wo sie vom Verstand vereinnahmt wird, zur relativen Wahrheit verkommt, wenn das Herz noch nicht bereitet ist, die WAHRHEIT aufzunehmen.  Deswegen sagt er, statt Glauben zu fordern: Glaubt mir  n i c h t   - SEHT SELBST! Macht die Augen und Herzen auf!
Ein wahrer Meister "liebt" seine Schüler nicht auf persönliche Zuwendungsart, d.h. er bindet seine Schüler nicht an sich, ist auch kein umärmelnder "Papaji", Ersatzpapi, sondern läßt sie frei. Die LIEBE des Meisters ist unpersönlich, sie  gibt dir nichts, sie klebt nicht wie Bärendräck, sondern nimmt dir letztlich alles. Die Liebe eines Meisters ist nicht "wohlwollend", sie geht nicht auf deine Bedürftigkeit nach Liebe ein - bevor sie den Frieden bringt, bringt sie das Schwert, welches alles Unwahre vom WAHREN scheidet.
Ganz schlimm, wenn der Meister bei Verlassen der spirit. Community dem Untreuen gar mit dem ewigen Verderben oder höllischen Strafen droht oder/und verzweifelt versuchen sollte, von seiner Lehre/ "Wahrheit" zu  ü b e r z e u g e n  - Überzeugungsarbeit ist IMMER die Arbeit eines Egominds. 

Ein Guru, der sich in einem apodiktischen Autoritätswahn wie ein "Pöser Pädagoge" verhält, ist mit dem inneren Aggressor identifiziert bzw. mit dem patriarchalischen männlichen Rollenmodell. Unter der Herrschaft eines solchen spirit. Egos bilden sich  schnell totalitäre faschistoide Strukturen, nicht anders als in einer politischen Partei, die eine rigide Linientreue verlangt und Abweichlern mit Strafe/Konsequenzen droht. Meisterschaft ist keine akademische Würde,  keine äussere Errungenschaft und liegt in keiner Lehre, sondern liegt  allein in der  Bemeisterung des eigenen Ichs, ungeachtet dessen, ob die Welt davon weiss oder nicht. Nur ein Meister kann beschreiben, was ein Meister ist bzw. nicht ist. LOL.

Wenn Jesus sagt, dass er der WEg, die Wahrheit und das Leben sei, dann spricht er dies als unser innerer Meister, als der einzig wahre Vermittler zum Vater, als unser Wahres SELBST direkt in unser offenes Herz hinein. Zum Vater, dem Absoluten, dem Gewahrsein/Göttlichen kommt man nur über den Sohn, d.h. über die Menschwerdung (Individuation)  bzw.  SELBSTfindung. Niemals sollte sich ein  Guru oder spirit. Lehrer in seiner Personhaftigkeit als WEG, WAHRHEIT und LEBEN darstellen bzw. als den (einzigen) Sohn, über den man zum Vater kommt. Christus ist unser aller innerstes Herz.  Vorsicht sollte man als Sucher auch dort walten lassen, wo der spirit. Lehrer sich allzuoft fremder Meisterzitate bedient oder z.B. auch allzusehr mit Jesus identifiziert ist, derweil er seine (guten oder schlechten. LOL)  Befindlichkeiten mit allzuviel Jesuszitaten untermauert und sich als der inszeniert, der uns auf den Wolken des Himmels kommend am Ende der Zeit versprochen wurde. (Dies gilt auch für den Erfinder des Holofeelings). J.C. erscheint jenseits von Raum und Zeit -  nirgends anders als am Himmel unseres weit geöffneten Herzens.
Ein Meister ist weder dies noch das - Neti neti.

Tom de Toys

schreibt auf Facebook:
der idealistische kardinalfehler, den alle esoteriker (wie zb der spiri-chefideologe Werner Ablass) begehen, liegt in dem quasireligiösen aberglauben, BEWUSSTSEIN existiere (als erleuchtete "absolute wahrheit") unabhängig von der wirklichkeit, obwohl es nur ALS wirklichkeit wahrgenommen wird. und zwar völlig egal, ob der bewusstseinsinhalt als (materielle) "welt" oder (meditative) "leere" empfunden wird. LEERE existiert nur genauso als informationsobjekt wie der rest des angeblichen "traums gottes", sie findet IM traum ALS trauminhalt statt. deshalb macht es überhaupt keinen sinn, das SEIN als realität ODER illusion zu definieren, diese dualistische entscheidung ist völlig absurd im angesichte der tatsache, daß ALLES (auch "leeres" bewusstsein) eine eigenschaft, ein aspekt des SEINS ist. dazu ein zitat von meinem lieblingsautor:

"So wie das Universum unser Bewußtsein produziert, so ruft unser Bewußtsein das Universum hervor, und diese Erkenntnis transzendiert und beendet die Debatte zwischen Materialisten und Idealisten (oder Mentalisten), Deterministen und Verfechtern des freien Willens, die das yin und das yang in den philosophischen Ansichten vertreten."
Alan Watts, in: DER LAUF DES WASSERS (1975)

https://www.facebook.com/Neuroatheismus/?fref=nf
Ich habe keine Ahnung, was der "spiri-Chefideologe Werner Ablass" noch so an Irrtümern begeht und verstehe auch nicht so recht, was genau der Anti-Spiri-Ideologe, seines Zeichens Neuroatheist (Jeder Ismus ist Ideologie!) eigentlich genau sagen will...
Was mich angeht, sag ichs mal so: Bewusstsein existiert nicht als Absolute Wahrheit irgendwo außerhalb von mir und das Nichts bzw. die  Leere ist nicht wahrnehmbar, genauso wenig wie das Toy'sche Loch ohne Umrandung wahrnehmbar ist. ...hm..wie kann man z.B. den Hintergrund auf dem z.B. ein Geräusch stattfindet, wahrnehmen? Gewahrsein, Bewusstheit ist der Hintergrund, die Leere, die der Fülle gewahr wird. Untrennbar.

Leere existiert daher  auch nur als ein Gedankenkonstrukt, welches die Abwesenheit von Ego bezeichnet. Nichts, Leere oder Abwesenheit läßt sich nicht beschreiben, sowenig wie das Toy'sche Loch als Loch beschreibbar ist, wenn man seine Umrandung wegnimmt. Denn erst Begrenzung macht das Loch zum Loch. LOL. A. Watts verstehe ich hingegen sofort:  Die Neu-Entleerten bzw. Neu-Advaitisten sind i.d.R. einäugige zwangsneurotisch strukturierte Pöse Paternoster, unerlöstes Yang, Gefangene einer Leere, der es an der (Yin-)Fülle mangelt. Ein Sein ohne Werden - einen Determinismus ohne Evolution -  postulieren tut nur ein Eunuche. Eunuchen für das Himmelreich...?LOL Never ever!
Apropro Himmelreich: Da meinte der Herr Fredoo neulich doch tatsächlich (sinngemäß), dass das Himmelreich nur ein nichtsnutziges poetisches romantisches Wort sei. Dschiiiiisaaaaaaas Kreiiiiiiist, Herr Fredo!  Pfui over you!
Dass die Metaphern - abgesehen von ihrer letztgültigen Bedeutungsentleertheit - erstmal einen Inhalt haben, einen WIRKLICHKEITScharakter, ein WAHRhaftiges SEIN, beschreiben, kommt diesem abgefuckten Wortfetischisten wohl nicht in den Sinn. Dabei war er dem Himmelreich in seiner Erfahrung des "Eigentlichen" so nah - naher gehts nicht!
Wenn das "Eigentliche"  nicht der Himmel ist/war, dann war es auch nicht das "Eigentliche" bzw. der Himmel. Ach Babylon.... da kann ich nur hoffen, dass irgendwann einmal auch in und für Herrn Fredo  "das Wort Fleisch" werde... AMEN.




Was Bewusstheit - Gewahrsein

angeht, möchte ich noch mal richtigstellen, dass es dabei keineswegs um eine "360 Grad-Bewusstheit" geht, die gleichzeitig "alles" im Fokus hat, und die Dinge der Inneren sowie die Dinge der äusseren Welt umfasst, wie es wohl vom Egomind verstanden wird. 
Gewahrsein ist schlicht und einfach die nichtwissende Bewusstheit darüber,  mit der Quelle/Gott/Fülle verbunden zu sein,  - mit mir SELBST.


Ich will

Osho:
Ohne “Ich will” gibt es keine Freiheit! Du bleibst ein Kamel. Und dass du eines bleiben sollst, genau das wollen alle Machthaber – im Religiösen, Politischen, Sozialen. Reine Kamele sollt ihr sein, hässlich, ohne alle Würde, ohne alle Anmut, ohne alle Seele, einfach bereit zu dienen, willige Sklaven zu sein. Der Gedanke an Freiheit ist ihnen nicht einmal in den Sinn gekommen. Und das sind keine philosophischen Aussagen, das sind Wahrheiten.
Kamel? Na ja, für die "Machthaber", ansonsten befände ich das als ein ziemlich unfreundliches Urteil, denn wenn man nämlich hinter die "Kamele" guckt, sieht man Kinder, denen der Wille schon früh gebrochen wurde! Offensichtlich geht es Osho hier nicht um die innere nichtbedingte und "absolute" Freiheit, sondern um die bedingte, "gegebene" Freiheit, die von äusseren Einflüssen und Umständen  abhängig ist - eine Freiheit, die man sich "nehmen" kann durch Aufstand, Rebellion gegen die äusseren Machthaber, statt die inneren Überich-Instanzen zu entmachten. "Das sind Wahrheiten"? Ja, relative Wahrheiten sind das. Die wahre Freiheit ist absolut, weil sie nicht von dieser Welt (gegeben) ist. Die wahre, d.h.  Innere Freiheit ist so frei, dass sie der Welt, dem Kaiser gibt, was des Kaisers ist, ohne dass ihr, der Freiheit,  etwas genommen oder hinzugefügt werden könnte.
Der letztgültig zu sich SELBST befreite "EigenWille" ist kein Wille mehr, der FÜR etwas kämpft oder sich GEGEN etwas richtet.  Der befreite Wille will,  ohne zu wollen, d.h. er ist absichtslos und im Einklang mit dem Tao/Willen Gottes. Der befreite Wille LIEBT und tut, was er will, LOL. (Hier stosse ich wieder an  die Grenzen der Beschreibbarkeit, denn es gibt keine Worte für den zustands- bzw. eigenschaftslosen Zustand jenseits von Ego,  - wie jedes Wort ist auch der Begriff des Willens  hier eigentlich absolut unpassend, bedeutungsleer. 

Osho:
Ist den Hindus oder den Christen oder den Buddhisten oder den Mohammedanern je der Gedanke an Freiheit gekommen? Nein. Sie alle sagen aus einem Munde: “Alles wurde bereits beschlossen. Wir müssen nur folgen.” Und alle, die folgen, sind tugendhaft, und alle, die nicht folgen, werden bis in alle Ewigkeit ins Feuer der Hölle fahren.
Ja, neben den hinduistischen, christlichen, buddhistischen und muslimischen Kamelen gibt es neuerdings auch die Neu-Advaita-Kamele , die dasselbe sagen, nur in grün: Du musst nicht suchen, du bist schon da. Sorge dich nicht um deine Erwachen, Du bist schon erwacht. Egal, ob du Gutes oder Böses tust, alles ist  determiniert, du hast keinen Willen und keine Wahl und kannst nicht anders handeln als du es tust. Ein fataler Glaubenssatz, nicht weniger destruktiv als das schwarzchristliche Dogma: Du bist schon erlöst, denn Jesus ist für deine Sünden gestorben. Und an Followern fehlt es ihnen wahrlich auch nicht.

Osho bzw. Zarathustra (Nietzsche):
Meine Brüder, warum bedarf es des Löwen im Geiste? Warum genügt nicht das lastbare Tier, das entsagt und ehrfürchtig ist?
WAs das lastbare Tier betrifft: Man kann nicht einem Willen entsagen, den man nicht hat. Es bedarf einer großen Stärke, eines enormen Mutes und der  KRAFT eines Löwen - um den Drachen/Schatten zu besiegen - um den inneren Aggressor, das Sado-Maso- Überich in diesem inneren Djihad zu exorzieren und einen eigenen Willen zu entwickeln und mit eigenen Augen zu sehen.  Um nichts anderes geht es nämlich beim Heiligen Krieg - um die Individuation.  Dass der geläuterte  "EigenWille" letztlich auch transzendiert wird, um Ganzheit zu erlangen/erkennen, steht vorläufig noch auf einem anderen Blatt bzw.  ist nicht weiter beschreibbar, weil paradox. 

Osho:

Zarathustra will damit sagen, dass alle eure sogenannten Heiligen nichts anderes sind als vollkommene Kamele. Sie haben Ja gesagt zu den toten Traditionen, den toten Sitten, den toten Schriften, den toten Göttern. Und weil sie vollkommene Kamele sind, werden sie von unvollkommenen Kamelen angebetet. Klar.Zitatende
Heilige sind meist keine Mystiker, sondern die unverbesserlichen spirit. "Gutmenschen" (nicht zu verwechseln mit dem faschistoiden Gutmenschen, der Gutes mit dem Bösen verwechselt), die mit dem Guten identifiziert sind und mit dem Gutes-Tun. Daran erkennt die Kirche Heiligkeit; an äusseren Merkmalen, "Wunder"... am Tun. Mystiker "tun" nichts. LOL. 
Es ist selten, dass ein Mystiker von der Kirche heiliggesprochen wurde, die meisten wurden als Ketzer hingerichtet oder standen mit einem Bein im Gefängnis - eben weil ein Mystiker jenseits aller Traditionen steht, er hat die Tradition, die Religion transzendiert. Deswegen ist ein wahrer Mystiker aber nicht GEGEN jede Tradition, sondern hat sie eingeschlossen (Gegensatzvereinigung Exoterik-Esoterik). Ein Mystiker ist deshalb "unbeschmutzt von Heiligkeit", weil er über die Heiligkeit hinausgegangen ist, weil er sie transzendiert hat, und  nicht, weil er Heiligkeit ablehnt oder verachtet.  Im Herzen des Mystikers ist die tote Tradition/Schrift lebendige WAHRHEIT geworden.) Heute werden Mystiker nicht mehr hingerichtet, sondern verstoßen, aus der "Gemeinschaft der Heiligen" verbannt, exkommuniziert.

Osho:

Erstens also ist es Nietzsches Zarathustra – vergesst das nicht; er hat nichts mit dem originalen Zarathustra zu tun. Und zweitens: Wenn ich darüber spreche, ist es mir egal, was Nietzsche sich dabei gedacht hat – und ich habe auch nicht die geringste Möglichkeit zu wissen, was er sich dabei gedacht hat. So wie er Zarathustra benutzt hat, so benutze ich ihn!

DAs ist ja doch immer so, dass wir den Worten anderer die  Bedeutung geben, die sie für uns haben soll. Dem einen ist dies bewusst, dem anderen nicht. Osho war sich des "Bedeutungsgebers"  bewusst und hat die Verantwortung dafür übernommen. Auf diese Weise "nutze" auch ich meistens die Worte anderer ohne Ansehn der Person oder mich zu fragen oder zu berücksichtigen, was die Person gemeint haben könnte. Wie ein Kind, das denkt auch nicht darüber nach, was jemand meint, sondern versteht es spontan so, wie es, das Kind, es halt versteht. Unter der Herrschaft des zwangsstrukturierten und -strukturierenden  Egos allerdings versucht man immer herauszufinden, wie der Schreiber oder Sprecher es gemeint haben könnte, damit man dessen Ego zufriedenstellt und der Dialog im Fluss bleibt.  Unter der "SELBSTherrschaft"  der Losigkeiten,  LOL, handelt es sich um ein rücksichtsloses skrupelloses schamloses beziehungsloses SELBSTbezügliches Lehren-Lernen, wie beim Kind, solange es noch unschuldig ist...

Nietzsche hat immer gegen das Christentum polemisiert: Ihr Christen solltet mir erlöster aussehen... Mit Recht. Allerdings hat er das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und das Wahre Christentum (die Essenz, für die Jesus Christus steht)  nicht vom exoterischen Kirchenchristentum differenziert, welches sich bis heute weit von der Botschaft Jesu entfernt hat.

Das Christentum, gegen das er angetreten ist, war sein innerer Aggressor, sein Über-Ich. Ich weiss von was ich rede, ich habe den selben Kampf gekämpft, deshalb war mir Nietzsche auch ein geliebter Bruder und Begleiter auf meinem Weg. Er war eine Klerikerseele wie die meine. Sein Vater war Pastor, wie meine "Väter" Pastoren und meine Mütter Nonnen waren. Die Freiheit, die er erstrebte, war die Freiheit von der sadistischen Oberherrschaft seines schwarzchristlichen Über-Ichs, welches den kindlichen Willen schon im zarten Alter aufs Brutalste gebrochen hat. Das war ErziehungsUsus bis in die 1968er), Nietzsche hat - im Gegensatz zu dem dogmatischen Kirchenchristen -  nicht den Stock geschluckt, der ihn geschlagen, sondern hat ihn sich durch sein Schreiben langsam und überaus schmerzhaft herausexorziert. Ob es ihm ganz gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, vielleicht ist er ja auch darüber wahnsinnig geworden. 

Viele Heilige der kath. Kirche waren Masochisten, die ihre infantile Not zu einer spirituellen ReifeTugend stilisierten und der "Pöse Paternoster"  hat diese destruktive Art der Heiligkeit - recht eigentlich den Kadavergehorsam -   nicht selten mit Heiligsprechung belohnt.  Die Herrschenden haben es leicht mit Menschen, denen als Kind schon der Wille gebrochen wurde. 
In diesem Kontext aber ist es keine  spirituelle Tugend, willenlos zu sein, sondern eine Krankheit. Das ozeanische Glücksgefühl, welches sich in der Identifikation mit dem innren und äusseren Aggressor einstellt, wird meist verwechselt mit der Großen Erfahrung der Einheit mit dem SELBST.  Die regressive, prärationale "Spiritualität", die sich aus einer solchen Willens-/Ichchwäche und Aufgehen im "Wir" ergibt, macht aus diesen Menschen infantile regredierte willenlose Roboter mit vorlieblich faschistioder Gesinnung - Menschen, die nicht ihrem  "Heiligen Geist", sondern dem Kleingeist, dem inflationierten Ego des autoritären Führers/Gurus bzw. dem internalisierten Aggressor gehorchen.

"Ich will..." zu sagen, war uns als Kindern im Namen der christl. Religion bei Strafe verboten, der Spruch hiess: Kinder, die was wollen, krieg'n was auf die Bollen. Wille war gleich Sünde.
Wem so als Kind der Wille gebrochen wurde, muss ihn auf dem Individuationsweg erst einmal wiederfinden, statt aus seine Willensnot die Tugend der Willenlosigkeit zu machen. 
Um diese Freiheit geht es. Man könnte sagen, beim ERWACHEN geht es als erstes darum, zum persönlichen EIGENWILLEN zu erwachen.   Hier und Jetzt. Ein geläuterter Eigenwille ist eins mit dem Willen "Gottes".

(Ein Teil wurde von mir auf der Facebook-Seite vom Spektrum Sein.de gepostet)
Die Osho-Zitate wurden von Satyamnitya in seinem Blot "nit mööööglich" zitiert und auf FB transportiert. 
Osho zitierte aus Nietzsches “Zarathustra – ein Gott der tanzen kann”.
https://satyamnitya.wordpress.com/2015/12/04/osho-ohne-ich-will-bleibst-du-ein-kamel


Teals Blog

http://blog.thespiritualcatalyst.com/sex/
Symbols of the Three Monotheistic Religions...

Ich sage es mal es so: Religion ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Der Sündenfall im Paradies hatte den Fall in die Zeit zur Folge...Seitdem sehnt man sich zurück in die Ewigkeit, den zeitlosen Moment, Gott, das Paradies, den Himmel.  Abrahamitische Religionen sind ursprünglich Stammesreligionen der Väter, deren Gebote das soziale Stammesleben regelte.  Jesus macht der einäugigen frauenverachtenden Religion des "Pösen Paternoster" ein Ende, er verkörpert in der Botschaft des Neuen Testaments als der "Gesalbte der Frauen" die verdrängte weibliche Seite. 
Man darf diese biblischen Texte nicht buchstäblich nehmen, sondern tiefenpsychologisch/mystisch deuten. Teal Scott aber in ihrer Ablehnung nimmt sie buchstäblich.

Was die patr. Religion angeht, so ist sie tatsächlich eine reine  Männersache. Schaut man hinter die Kulisse der Buchstäblichkeit dann sieht man, dass Religion immer exoterisch, d.h. YANG  ist und als solche einen Gegenpol, der Esoterik /YIN bedarf.  Im SELBSTerkenntnisprozess wird man gewahr, wie der Verstand aus einer inneren Ein-SICHT, also einer esoterischen WAHRHEIT sofort eine relative exoterische Wahrheit/Überzeugung macht. Einen Glaubenssatz. .. Eine Lehre (Religion) für die anderen.  Das bleibt nicht aus, solange kein Gewahrsein entwickelt ist. 
Die Ratio ist keine evolutionäre Fehlentwicklung, wie uns so manche glauben machen wollen. Die Männer sind nicht schuld daran, dass die Ratio, der Verstand sich im Laufe der Evolution herausgebildet hat. Sie sind aber mit schuld daran, dass sie die Ratio mißbraucht haben, indem sie die Mutter, die Göttin, das Vielfältige Leben schädigten und schändeten, statt den Garten Gottes zu erhalten, wie es ihr biblischer Auftrag war. Sie  bzw. das Patriarchat ist aber schuld daran, dass der Verstand sich absolut setzte und wir alle einseitige emotional verkrüppelte Linkshirnis sind auf der ewigen Suche nach einer besseren (rechten)  Hälfte. 

Bei den Heidnischen Religionen herrschte das Mutterrecht. Hier war man einseitig rechtshirnig gepolt, es pervertierte ebenso wie das linkshirnirissige Patriarchat.  Die große Mutter duldete keine "Dif-feren-zen", keine Aus-ein-ander-setzung. Aus dieser ozeanischen  Einheit mit der Mutter galt es sich  zu emanzipieren. Jeder, der den großen SELBSTerkenntnisweg geht, erfährt dieses Wissen am eigenen Leib, derweil er hinunterblicken  kann in die archaischen Tiefen.  Ontogenese ist Stammesgenese.

Teal Scott (bzw. Teal Swan) mag vielleicht eine gute Psychotherapeutin sein, die hilft, all die "boundarys" des Körpers und der Psyche zu lockern,  ein "Meister" ist sie nicht, dazu ist sie noch viel zu sehr verliebt in den Körper, die Bilder, in die Trennung bzw.unterliegt sie der die Anziehungskraft von Mann und Frau. Sexualität. Teal ist eine Erscheinung, die eher vom WESENTLICHEN ablenkt, ein Männertraum,  eine Sexgöttin, eine verführerische Sirene, der mann wohl lieber seine Hose als sein Herz öffnen würde.  Ihre Selbstinszenierung ist auffällig  sexy und  geht zuweilen schon ins Pornographische über, wenn man ihre Bilder im Netz betrachtet... weshalb ich glaube, dass die alte Verwundung ist noch nicht ausgeheilt ist. 
Dennoch: Solche  Körperarbeiter/Therapeuten wie Teal Scott oder auch "Andersmensch"  werden auf dem spirituellen Sektor gebraucht, damit z.B. so Leute wie die blutleeren Nichts- und Niemand-Fetischisten daran erinnert werden, sich als erstes lustvoll mit ihrem Körper zu identifizieren - denn anders ist die Befreiung des Körpers, (Zentaur) die ein wichtiger Aspekt bei der  "Menschwerdung" ist, nicht zu bewerkstelligen. 

Es gibt auf dem spirit. Marktplatz viele Sucher, die einem einseitigen körperlosen spirituellen Ideal huldigen und den menschlichen, d.h., den Zentaur-Aspekt vernachlässigen, derweil sie sich von ihrem Körper desidentifiziert glauben, in Wirklichkeit aber nur von ihrem Empfinden, Denken und Fühlen dissoziiert sind. Sie haben es versäumt,  sich primär und  vorrangig zu allererst einmal mit ihrem Da-SEIN im Körper zu identifizieren - sich im Körper zu erden: .ICH BIN mein Körper!  Auch der sich selbst und seinem Körper neurotisch Entfremdete macht gern  aus seiner ihm unbewussten Not eine spirituelle Tugend, indem er sich spirituell fortgeschritten gibt und brav und tugendhaft suggeriert:   "Ich habe einen Körper, aber ich bin nicht mein Körper" -  derweil er seine neurotische Entfremdung mit einer  "progressiven" EgoDesidentifikation verwechselt und seine innere Unerfülltheit und freudlose Sinnleere für das Nichts resp. die (Bedeutungs-) Leere der Abwesenheit von Ego hält. 
Auch der Kurs in Wundern steuert m. E. mit seinen Übungen eine totale Desidentifikation von Ego/Körper an ohne vorherige Identifikation mit dem Körper bzw. der Erde. Das Menschliche wird somit einfach aussen vorgelassen. Was bleibt, sind spirituelle Krüppel, Einbeiner, die in die Höhe nach dem Göttlichen streben, dem Nicht-Sein (ohne Fülle), ohne in der Erde, dem Menschlichen verwurzelt zu sein... eine Religion für Schmerzverweigerer und "RealitätsFlüchtlinge", die mit ihren täglichen KIW-Lektionen dem schmerzhaften Hier und Jetzt ihrer Person ausweichen wollen und ihr Ich für das Böse schlechthin halten. Beam me up, Scotty...
Ohne Erdung gibts nun mal auch keinen Himmel!


(Aus Dezember 2015/Januar 2016)



Samstag, 30. Januar 2016

Wo der Mindcrash eine Farce, ist der Mensch nit ausgeschlaft.


Ductus apodictus

Schattenintegration ist MUSS,
ansonsten bleibst du unbewusst.
Wer andres lehrt, der lehrt dich Stuss
und Kacktus kackolorius!

Das Licht scheint in die Finsternis,
doch  Finsternis erkennt es nicht,
derweil sie unbeLICHTet ist -
Hört hört!!

Wo der  Mindcrash eine Farce,
Ist der Mensch nicht ausgeschlaft,
Weil den Schatten er verzweifelt
Ignoriert und arg verteufelt
Hat, bis an's Ende seiner Zeit
Wird er brennen, weil's ihn reut.

Ein Mensch erst dann geläutert ist
Wenn er sich ist ganz SELBSTgewiss,
Dass er die 10 Amendements
Verwandelt in Amusements. LOL
Wer die  göttlich' Alchimie gerafft
Und den Polsprung hat geschafft
Vom Sein des Alten Testaments
In die  Christus-SELBST-Essenz
SEINES  Neuen Testaments -
Der ist befreit von allem Leid!

Denn wie Jesus uns gezeigt:
Der Phönix aus der Asche erst steigt,
Wenn's Vater-UND MUTTER-Kind ist gezeugt.
(Hat mich schon immer sehr gestört,
Wenn man vom "Vaterschoß" spricht und hört. He he)



Die Lehre des Lehrer Ablass

wird mir immer wieder zum Anlass...LOL.  Wie man inzwischen wohl allseits bemerken konnte,  hat es mir insbesondere dieser Satz angetan, dem ich die ihm INNEwohnende Wahrheit unter bestimmten Umständen gar nicht abstreiten will, u.a. natürlich nur solange, als ICH und kein andere es ist, der IN der WAHRHEIT steht und erkennt:

" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du streiten kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht streitet!" (W. Ablass)

Wie des öfteren schon gesagt, ist diese Aussage nicht ganz unwahr, denn ob es aber für das betreffende SUBJEKT  (W.A.) auch wirklich WAHR ist, d.h. ABSOLUT wahr und nicht nur relativ wahr ist -  hängt von seinem SEIN ab. Unwahr an diesem Satz aber ist,  dass es jenseits von Ego - also dort, wo Herr Jemand abwesend  bzw. Herr Niemand anWESENd! - bessere, gute und weniger gute Ereignisse gibt. Also mal ganz  im Ernst. soweit ich dazu in der Lage bin, LOL  - hier gibt es überhaupt keine Ereignisse, die man als solche interpretieren könnte!

Ok. Was mich an diesem Satz nun schon seit längerem fasziniert, ist, dass man statt "streiten" buchstäblich jedes egoische Tun des Herrn Jemand an seiner Statt setzen kann und trotzdem daran GLAUBEN kann, dass da "Niemand da" sei, der egoisch handelt. Ob es sich bei Herrn Ablass um einen solchen Gläubigen handelt, sei mal dahingestellt, ich kenne aber sog. Neu-Advaitianer, die einen solchen Widersinn offenbar glauben. Und wo immer auch so ein fader fleischloser toter Glaubenssatzglaube herrscht, erscheint bei mir unweigerlich die Heilige Doppelaxt und tut ihr "spaltendes" Werk, d.h. die Axt scheidet die WAHRHEIT von der Unwahrheit - ob ich das will oder nicht, das ist bei mir seit nurmehr  4 Jahren ein spontan auftauchender "Automatismus" geworden.

Ok. Es stellte sich mir also die Frage, was an diesem Ereignis so besonders ist und in welchem Kontext man so richtig begeistert sein kann von div. Ereignissen - wobei mir natürlich niemand anders als Herr Jemand einfiel - ein Herr Jemand, dem es so richtig Spass macht, all das zu tun, was ihm vordem von seinem Über-Ich verboten war. Wobei wir beim Thema "Sünde" angekommen sind und ich in diesem Kontext den Herrn Ablass für durchaus fähig halte,  in Abwandlung seines Satzes ganz allgemein zu glauben, dass es 


" eins der besten Ereignisse ist, wenn du sündigen kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht sündigt!" 
Aber egal, ob es sich nun um das Streiten oder das Sündigen handelt, was im Endeffekt ja aufs selbe rauskommt - es stellte sich mir plötzlich ganz dringlich die Frage,  ob es sich bei diesen  "besten"Ereignissen" nicht einfach nur um eine "simple Bekehrung" handelt, wobei der Betreffende  seinem Über-Ich ein Schnippchen geschlagen hat bzw. eingesehen hat, dass Streiten (Sündigen) nichts Böses ist... ich kenne nämlich die große Erleuchterung und Euphorie, die eintritt, wenn man sich z.B. von seinen schwarzchristlichen Tabus befreit glaubt oder sich teilweise befreit hat. (Ich sage deshalb  "glaubt", weil eine umfassende Dekonditionierung nämlich keine Euphorie und andere sog. Seeligkeiten, sondern Heilige Nüchternheit hervorbringt. Seeligkeiten gibts nur solange der Vogel noch nicht richtig das Fliegen erlernt hat und immer wieder "ernüchtert" auf der alten Erde des Alten Adam notlanden muss. LOL)

Ganz allgemein verdichtete sich bei mir immer mehr der Verdacht, dass es sich bei der "Entleerung" des "Täters" eher um eine Gewissensentleerung handeln könnte. (Rubrik "relative (persönliche) Wahrheit" im Verlauf der Individuation) ...der Streiter/Sünder/"Täter" kann möglicherweise im Gegensatz zu früher nur deshalb genüsslich streiten, weil er sich die Erlaubnis zum Streiten gegeben hat!  Vielleicht war der Täter (eigentlich: der Handelnde) möglicherweise ein Böser Täter, derweil er schwarzchristlich auf Sünde konditioniert war -  und in dieser Lesart ist Streiten nun mal eine Sünde und deshalb immer mit Angst und Aufregung verbunden.
(WAHR ist: Jenseits von Ego  - also im absoluten "Raum" - kann man nun tatsächlich genussvoll streiten, ohne sich zu ängstigen oder aufzuregen. Früher warst du vielleicht verunsichert und leicht irritierbar, wenn jemand deine Wahrnehmung in Frage gestellt hat - jenseits von Ego kann dir so schnell keiner mehr ein X für ein U vormachen, auch wenn dir bewusst ist, dass X und U nur relative Glaubenssätze ohne Wirklichkeit sind. LOL.)

Was mich nun angeht, hatte ich eine schwarzpädagogische resp. schwarzchristliche Erziehung genossen. Ich war von Klerikern erzogen und hatte dementsprechend eine ängstliche kleine sündenbewusste schuldbeladene übergewissenhafte Klerikerseele, mit dem Unterschied, dass ich ab meinem 13. Lebensjahr  auf Teufel komm raus aus gegen sie rebellierte. Ich habe an anderer Stelle schon beschrieben, mit welch schweren inneren Kämpfen die Freiheiten verbunden waren, die ich mir gestattete... die immer wiederkehrenden Reue-Orgien...
Theoretisch war ich immer sehr dafür,  zu "sündigen", was das Zeug hält, in der Praxis sah das anders aus... Ich habe weiter oben schon beschrieben,  wie ich "sündigte", wie ich bei vollem Bewusstsein und unter wahrhaft höllischen Ängsten die 10 Gebote demontierte. Das tat ich so lange - und mit massenweisen Rückfällen ins alte Elend - bis sich nach fast 30 Jahren aus den 10 Amendments die 10 Amusements transformierten, was bedeutete, die Gebote der Pösen Pater Noster bzw. ihr pervertiertes  Sündenverständnis ad absurdum zu führen und als das zu begreifen, was sie sind und waren: Instrumente der patriarchalischen Unterdrückung, um das wilde (weibliche) Leben unserer Wahren (menschlich-göttlichen) Natur,  zu knebeln.

Umkehr: Was aus patriarchalischer Moralperspektive und im Yang-Entsagungsmodus eine  Sünde war, wurde im Zuge der Erlaubsnisgebung in den Heilungs-/Schattenprozessen  völlig herumgedreht, die alte Sündenkonditionierung wurde  total auf den Kopf gestellt. 
Insofern könnte ich sagen, dass ich frei wurde  v o n   der Fremdbestimmung und frei wurde  z u m   lustvollen "Sündigen", besser gesagt, zum Feiern des wilden Lebens und darin zu wissen, was Gut & Böse wirklich ist - ich erkannte: Gut ist alles, was dem Leben dient und Böse d.h.  Sünde ist alles, was gegen das Leben ist. Und was Leben bedeutet, definierte ich aus mir SELBST/Gott.
Ich bin frei heute, nicht frei zum Sündigen, sondern frei  v o n  Sünde, ich bin ohne Schuld, ohne konditioniertes Gewissen, tute weder Gutes noch Böses - ich bin frei, das zu SEIN, was ich wirklich bin. Niemals käme mir heute in den Sinn, auch nur im Spass  zu sagen, dass ich sündigen könnte, mit oder ohne Jemand bzw. Niemand, LOL! - denn das würde bedeuten, dass ich immer noch unfrei wäre und  mir Freiheiten  irgendwoher von irgendwem  n e h m e n  müßte. Es gibt keinen Grund, das Wort Sünde überhaupt in den Mund nehmen, es gibt nun mal keinen Begriff, der die REINE Lust dieser köstlich REINEN Skrupellosigkeit jenseits von Ego beschreibt, basta!
Und doch ist damit schon wieder zuviel des Guten gesagt... LOL.


Zurück zum Zitat: Angenommen, Herr Ablass würde meiner leichten Abwandlung seines Originals zustimmen, wäre dieser Ausspruch ganz gewiss kein göttliches Paradox, mit dem offensichtlich kokettiert würde, sondern  Widersinn hoch zwei,  - ähnlich dem meinigen, als ich heute zum neuen Nachbarn auf seine besorgte Frage antwortete:  Es stört mich nicht, wenn Sie mich stören. LoL.
Zudem: Wo jemand "sündigt" ist jemand da, der sein Tun als Sünde bewertet - Werten kann nur das Ego, d.h. unser berüchtigter Herr Jemand, (der Mann, den man zwar sieht, der aber nicht da ist. LOL.)  Also kann ich als dieser Jemand nicht behaupten, dass ich sündigen könnte, ohne dass sich "Jemand" einmischt.

Zum anderen liefe das "Sündigen", wo es den Herrn Niemand nur dem Glauben, aber nicht dem SEIN entsprechend gibt -  auf eine totale Anarchie des Gewissens hinaus statt auf die Freiheit und Anarchie des Herzens. Da ist dann zwar dem Glauben nach "Niemand da, der streitet, sündigt...usw. und trotzdem wird das Ego (Jemand!)  insofern bejaht, als es hemmungslos seine Neurose (Sünde) auslebt, all dies womöglich im naiven Glauben, dass eh alles, was man tut, determiniert ist und es deshalb gepisst wie geschissen ist, ob das Ego in seinem Tun nun geheilt oder ungeheilt ist. 

Es geht aber doch in der spirituellen Sache um ein bleibendes BEWUSST-SEIN dieser Leere/Entleerung im einzelnen Menschen und nicht um den allgemeinen Glauben, dass es keinen Täter/Ego gibt. Und in dieser Hinsicht bin und bleibe ich meinerseits ganz "apodiktisch" dabei, dass eine bleibende "Entleerung" nicht ohne Schattenintegration zu haben ist.

Es geht bei der Schattenintegration um die Dekonditionierung unserer Moralvorstellungen, der Demontage von ALLEM, was wir glauben zu sein und zu wissen. Das Wahre Gewissen will entdeckt werden, welches auf  dem Wahren Wissen um Gut und Böse basiert, dieses Wissen ist das,  was uns zutiefst menschlich macht. Die meisten Menschen sind kulturell/religiös konditioniert und  g l a u b e n  nur zu wissen, was gut und böse ist. Die Reifung der menschlichen Persönlichkeit im Individuationsprozess läuft auf die  Erkenntnis von Gut und Böse hinaus - das Transzendieren dieser Polarität ist der nächste Schritt und steht auf einem völlig anderen Blatt,was nicht näher "beschriftet" werden kann.

Was ist nun Sünde und was ist das Böse? Böse ist alles, was auf der personal-dualistischen Ebene nicht der Terra Mater, dem Kosmos, dem vielfältigen Leben dient. Im Individuationsprozess  musste erst einmal lernen, zu unterscheiden zwischen richtig und falsch, - was MIR ganz persönlich wirklich dienlich ist und was nicht. Ichbejahung oder Selbstannahme heisst, dass nicht die Neurose, sondern das Leben bejaht wird. Das ist der Punkt, an dem stets die Große Verwirrung einsetzt. Im Grunde geht es nicht um Bejahung, sondern ums reine Fühlen. DAss alles sein darf, heißt nicht, dass alles, was sein darf, auch ausgelebt werden darf. Ich kann und darf z.B. meine zerstörerischen Emotionen nicht annehmen bzw. als "berechtigt" oder "ES-gewollt" an anderen Menschen ausleben, ich kann mich nur im Schmerz und der Angst und den ungestillten Bedürfnissen des Kindes in mir annehmen, die HINTER den destruktiven Ent-Äusserungen zu finden sind.

Ok, die Frage, die sich in mir formulierte, ging also dahin, was wohl  so mancher öffentlich deklarierten "Entleerung" (von Ego/Jemand) zugrunde liegen mag. Ist diese Entleerung nur eine Kopfgeburt des Egos oder hat basiert diese Leere auf (Gewahr-) SEIN -  hat man sich wirklich von der Illusion des Handelnden/Täters "entleert"  oder hat man sich nur des falschen Gewissens bzw. des sadistischen Zensors  entledigt???
Im letzteren Falle würde ich mich vorübergehend anschliessen: bei Überlistung des Zensors ist es eine wahre Lust zu "sündigen", wenn sündigen heisst, das zu tun, was mir ein schwarzchristliches SadoMaso-Überich  bei Todesstrafe verboten hat - dieses teuflisch verdrehte und verkehrende  Über-Ich, welches nicht weiss, was richtig und falsch ist, ein Über-Ich,  welches sich als Gott aufspielt, derweil es in Wahrheit der Teufel ist: ein Über-Ich, welches das Gute für böse und das Böse für gut verkauft. .

Solange ich gegen dieses falsche Gewissen ankämpfe, bin ich ein Rebell und als solcher zwar relativ frei und freier werdend, aber nicht absolut frei von der Identifizierung mit dem  "Täter", dem Handelnden als solchem. Die "Letztgültige Entleerung" läßt da noch auf sich warten und zwar so lange, als er metaphorisch gesehen noch nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hat. Um die Früchte vom Baum des LEBENS zu ernten, braucht man das Schwert der Unterscheidung von richtig/falsch und gut/böse. Und das erlangt man nur durch Schattenarbeit, Schattenarbeit, Schattenarbeit - (ohne zu arbeiten, natürlich, LOL). Auch der Rebell muss sterben.


Abwandlung Nr. 5 - Die Prüfungsfrage
" Eins der besten Ereignisse ist, wenn du BEGEHREN kannst, ohne das sich ein Jemand einmischt, der dir einreden will, dass ein Niemand nicht BEGEHRT!"
Sollte W. Ablass etwa dieser Ansicht zustimmen? Wenn ja, dann hätte er sich damit als spiritueller Lehrer allerdings völlig disqualifiziert. Denn erst mit dem Ende des Begehrens hat auch das menschliche Leiden ein Ende - das Ziel allen spirituellen Strebens und Lassens! 
Aaaaber -  und jetzt kommts: Als Psychologen/Therapeuten könnte ich ihm hierbei durchaus zustimmen, als es auf dem spirit. "Hinweg" im Rahmen der Individuation/Reinigung der Psyche um die Erlaubnisgebung dessen geht, was vordem verboten war. Ein Mensch, der von Kindesbeinen an niemals überhaupt je begehren durfte, dessen Willen früh gebrochen wurde, der nie ausgreifen durfte, der sich das Leben nicht "nehmen" durfte - dieser Mensch wird im Heilungsprozess kräftig und fähig, zu wollen, was er begehrt  und zu begehren was er will.

AHAAAAH - ich komme der Sache immer näher und frage mich nun finally: Ist es vielleicht möglich, dass die Verwirrung, die mich bei Ablass-Sentenzen oftmals befällt und nach Klarheit schreit,  auf einer mutmaßlichen Vertauschung/Verwechslung der Ebenen basiert, mit der ich bei W. Ablass konfrontiert werde??? Dass ich W. Ablass nicht fragen kann, da er sich meiner Fragestellung entzogen hat, spielt keine Rolle, wie man sieht, komme ich auch ohne ihn zu den Antworten, die meine Fragerei aufgeworfen hat. Die Person W. Ablass' spielt nur eine sehr sehr untergeordnete Rolle beim "WAHRHEITsSpiel" - er vermittelt mir wie jede Person, die mir mit Unklarheiten in den Fokus tritt,  nur eine div. Verwirrung, die es für mich zu klären gibt. Dass diese Personen, die sich oftmals gar als erleuchtet oder als spirit. Lehrer gerieren, die Erwähnung ihrer Person so persönlich nehmen, spricht natürlich GEGEN ihre spirit. Qualifikation und FÜR eine VollIdentifikation mit ihrer Person... also mit dem geleugneten "Jemand", ne? LOL

Nochmal und immer wieder:

Jenseits von Ego ist deshalb "Niemand da", weil JEMAND (Ego) abwesend ist.  Sollte da in WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT "Niemand da" sein, dann ist ja nur deswegen "Niemand da",  WEIL er sich der Attribute des Egos entleert hat!!! - unter anderem des Begehrens, des Habenwollens, des Eingreifens, der Kontrolle. Wo Begehren ist, ist JEMAND, ist ein Handelnder. Ego.
An meinem Eindruck, dass es sich bei Neu-Advaita um eine Schmerzvermeidungsreligion handelt, hat sich bis jetzt nichts verändert. Sieht ganz so aus, als ob der Neu-Advaita-Gläubige das Kunststück vollbringt,  den Kuchen  zugleich zu essen und zu erhalten. (Den Handelnden/Ego  gleichzeitig bejahend auszuleben UND zu negieren.)
Ihr "Niemand da" hat mehrheitlich keine Basis in ihnen SELBST, sondern ist zu einer allgemeinen philosophischen Phrase heruntergewürdigt, zu einem Glaubensartikel, wie man ja auf dem spirit. Marktplatz auch allgemein weiss und glaubt, dass  - anders gesagt - das Ego eine Illusion ist, man selbst aber mehr als  meilenweit davon entfernt ist, das eigene Ego als einer solchen den Abschied gegeben zu haben.
Ich bin und bleibe dabei, dass jede Lehre, die die Schattenintegration bzw. die Heilung der Psyche für unnötig befindet, eine Irrlehre  -  eine Schmerzvermeidungsreligion ist.

Wer sagt, es gebe keine Sünde, versündigt sich! Sünde ist all das, was das Leben verletzt und gegen den GEIST handelt!.
Das Paradox: Erst durch die Letzte Befreiung, d.h. der  Letztgültigen Erkenntnis, u.a. der  Einsicht in das Detiminiertsein meines Handelns bedeutet, dass ich nurmehr, - insofern als "Jemand" (Ego) seinen Geist total aufgegeben hat, "param advaita" -  machen kann, was ich will, insofern mein Wille der Wille Gottes bzw. des Tao ist; ich kann nicht mehr gegen das Leben handeln,  weil ICH erkannte, dass ich das Leben BIN. 
Dieser Wille, der eigentlich kein Wille ist, sondern ein widerstandsloses Gehorchen auf den Fluss,  KANN nicht sündigen - das Verhalten des befreiten Individuum ist trans-ethisch, was bedeutet, dass dieser Wille niemals gegen das vielfältige Leben verstoßen kann oder in irgendwelcher Form gegen den GEIST handeln könnte.
Das Paradox: die Erkenntnis, dass  die Person incl. ihrer Geschichte nicht stattgefunden hat und DENNOCH alles, was ich als dieses Individuum  tue, determiniert ist.
Dieses "dennoch" - welches man auch am Ende vieler Weisheiten bekannter alter Meister findet -  bezieht sich auf das Paradox resp. die WAHRHEIT und  macht allen Eindeutigkeiten, allen festgelegten Definitionen des zustandeslosen Zustands jenseits von Ego einen Strich durch die Rechnung!
Die Letztgültige Erkenntnis ist deshalb letztgültig, weil sie letztgültig und nicht "erstgültig" ist -  das heisst, diese Erkenntnis, (die nicht nur einen Punkt, ein einzelnes Erkenntnis"objekt" betrifft, sondern eine Menge "Untererkenntnisse" beinhaltet - darf niemals ins Voraus gesetzt werden und als Glaubensartikel an empfängliche Gläubige verhökert werden. Ein "Meister", der seine Schüler beispielsweise lehrt, sie könnten sündigen wie sie wollten, ihr Verhalten sei eh  festgelegt, gleich, was sie machen, sie könnten gar nicht anders handeln, als sie handeln - der versündigt sich gegen den GEIST, der verhökert den GEIST aufs allerbilligste. Ebenso der sog. Meister, der voreilig  "Niemand" postuliert - also die Anwesenheit der (göttl.) WESENheit -   mit der Begründung,  da das Jemand/Ego eh eine Illusion sei, bedürfe es auch keiner Dekonditionierung/Desidentifizierung... Es gebe nix zu tun!   Das sind alles Kopfgeburten von Irrlehrern!
Dito der sog. Meister, der das Wort "Achtsamkeit" und "Gewahrsein"  oder (Schatten-) "Integration" meidet wie der Teufel das Weihwasser!


Verletzlichkeit

scheint eine besondere  Tugend auf dem spirituellen Marktplatz, die man nie mehr missen will. Verletzlichkeit ist aber keine spirituelle Tugend, sondern nur eine "Errungenschaft", die man im Verlauf des Heilungs- bzw. Individuationsprozesses (wieder-)erlangt, derweil die Abwehrstrukturen aufgelöst werden. Im selben Maß wie die Abwehr abgebaut wird, wird man liebesfähig und empathisch.  Viele Menschen wähnen sich verletzlich, dabei sind sie nur leicht kränkbar. Narzisstisch kränkbar aufgrund eines leicht irritierbaren Selbstwertgefühls. Ein Narzisst, ein Neurotiker kann sich nicht mit anderen identifizieren, was er für einfühlsame Identifikation hält, ist eine neurotische Projektion. (s.a. path. HerzensGutmenschen) Es sind dies gerade jene, die sich so vehement gegen die Unverletzlichkeit der Psyche wehren, die in der Endgültigen Befreiung liegt.
 Verletzlichkeit bedeutet, zu fühlen und berührbar, anrührbar zu sein, - es ist die gesunde Fähigkeit, sich mit den Menschen - allen Wesen -  in ihren diversen Freuden und Leiden zu identifizieren. Der ungeheilte Neurotiker hält sich für  anrührbar, derweil er sich  in seinen projektiv bedingten spektakulären Gefühlen suhlt, die er nicht selten für die kosmische LIEBE selbst hält. Jeder, der ihm seine Gefühligkeit wegnehmen will, ist für ihn ein Teufel.
Verletzlichkeit ist ja doch nicht die ultimative spirituelle Tugend, sondern nur  ein  Entwicklungsaspekt im Heilungsgeschehen der Persönlichkeitsreifung. Wird die Person im "Anschluss" daran letztendlich transzendiert, dann hat man das unendliche Bewusstsein realisiert, da ist das Ego  - Person und Psyche - mitsamt seiner Verletzlichkeit und seiner Identifikation mit dem Leiden überwunden.  Wer nicht mehr mit sich selbst als Person identifiziert ist, kann sich auch nicht mehr mit anderen Personen identifizieren. Mitzuleiden ist hier  nicht mehr möglich. Das "neutralisierte" Mitgefühl jenseits von Ego ist genausowenig ein Gefühl wie die LIEBE ein Gefühl ist.
Die neurotische "Verletzlichkeit" steht auf gefühligen "zu Herzen gehenden" Bild- und MusikMeditationen, sie ist süchtig nach "Berührtsein" und braucht dafür ständig neue äussere Reize. Werden ihr diese Reize verwehrt, wird sie depressiv bzw.  aggressiv.
Wo immer ein solcher  Gefühliger auf das mitleidlose  Mitgefühl eines Endgültig Befreiten triff, hört man ihn aufschreien - nach Umärmelung, nach Menschlichkeit, nach Liebe, nach Berührtsein, nach Wärme...
Weit weit ist der Weg.

EpiEpilog: Ach ja, und damit am Ende alle Klarheiten endgültig beseitigt sind:  Um absolut zu sein, bedarf das Absolute der relativen Wahrheit. LOLOLOL! Scheiss auf Advaita! Denn wo man hurt mit Babylon
gibt's nur Kopfgeburt, mein Sohn!


Weg ohne Meister?

„Die spirituelle Freundschaft endet sofort, wenn man offen von der gemeinsamen Ideologie abweicht.“
aus:
https://vikas.de/Meditieren%20ohne%20Meister.html
Lehre ist immer Ideologie, wo sie nicht verinnerlicht ist. Der Meister, der mit seiner Lehre identifiziert ist, verlangt bedingungs- und kritiklose Idealisierung seiner selbst. Er sagt z.B.: Ich und meine Lehre sind eins, wer meine Lehre angreift, greift mich an. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.
Es gibt m. E. keine "spirituelle Freundschaft", da Freundschaft immer eine Form der besonderen Liebe darstellt, die auf dem Weg nicht favorisiert sondern überwunden werden sollte.  Der Meister ist nur der unpersönlichen WAHRHEIT verpflichtet und keiner persönlichen Verbindung. Die unpersönliche WAHRHEIT wird da, wo sie unbequem wird, vom Schüler fast immer persönlich genommen, d.h. als Angriff auf sein Ego wahrgenommen.
Die Idealisierung und Ideologisierung kann  man in jeder sektenhaft organisierten Community sehen.
Es ist wahr: die Absolute Wahrheit läßt sich nicht diskutieren und kritisieren.  Die WAHRHEIT ist aber nur absolut für mich als das SUBJEKT, welches sie als die WAHR erkannte.  Du kannst zwar meine Person angreifen, aber nicht die WAHRHEIT, die ich als absolut erkannte. Ich - als Meister -  wiederum würde dich in der Freiheit deiner  Person angreifen, würde ich darauf bestehen, dass du  meiner SUBJEKTIV erkannten Absoluten WAHRHEIT einen absoluten bedingungslosen  Glauben schenkst. Die WAHRHEIT läßt sich niemals objektivieren!
Ich kann als Meister einen Schüler nur dahin begleiten, dass er den "rechten" Weg einschlägt, - also keine Umwege wählt -  um letztlich auf eigene Faust diese WAHRHEIT als das Absolute SUBJEKT, welches er ist in und aus sich SELBST heraus als ABSOLUT zu erkennen.


Ausschnitt: Dazu Zen-Aussteiger X , Zitat:

„ Aus psychologischer Sicht läuft der unkritische Glaube an eine absolute Autorität , die unangreifbar von rationalen Argumenten ist, der Entwicklung des Selbst zuwider, weil hierdurch die Eigenverantwortung aufgegeben und an eine andere Instanz übergeben wird. Eine Lehre,  die absolutes Vertrauen einfordert bei gleichzeitiger Unterminierung des Selbstvertrauens der Praktizierenden, kann keine taugliche Basis für persönlichen Fortschritt sein.“ (Zitat Ende).
Das ist aus psychologischer Sicht auch durchaus richtig, auch wenn der "persönliche Fortschritt" für Erklärungsbedarf sorgt. 
Die geschilderten Autoritätsprobleme treten auf, wenn unberücksichtigt bleibt,  dass die Entwicklung des Selbst (Ich) quasi zeitgleich mit der Demontage dieses Selbst abläuft. Vorsicht, Paradox: Ein Meister muss kein  Psychologe sein, weil ein Meister das Ich, welches der Psychologe aufgebaut bzw. geheilt  hat,  "zerstört" insofern es transzendiert wird. Trotzdem ist jeder Wahre Meister per se auch ein guter Psychologe, der wissen muss, dass Schattenintegration - die Persönlichkeitsentwicklung  in eine wahre Menschlichkeit - eine Vorbedingung für die Entwicklung des Bewusstseins/Gewahrseins ist.  Er muss wissen, dass es kein dauerhaftes Gewahrsein ohne die Heilung der Psyche gibt.
Caravaggio, Thomas der Zweifler
Der unkritische Glaube an eine absolute Autorität des Meisters symbolisiert das absolute Vertrauen in dein innerstes Wahres SELBST. Das ist seit jeher in allen Klöstern aller Religionen so, dass der Abt, die Äbtissin als die oberste Autorität und Stellvertretung Gottes gesehen werden, die niemals kritisiert werden können, egal wie fragwürdig und kritisierbar ihre Haltungen und Handlungen auch sind.  Persönlichkeit  wird hier nicht entfaltet, sondern unterdrückt, da die Person mit ihrem Eigenwillen als solche die Sünde repräsentiert.(Siehe den zweifelnden Apostel Thomas und der Kurs in Wundern,auch da wird die Person nicht zu der Persönlichkeit gereift und geläutert, die sich mit dem SELBST als EINS erkennt, sondern ganz aus dem Fokus eliminiert. ICH BIN ES, Thomas! sagt Jesus aber, als er ihm nach der Auferstehung im Körper/Person erscheint - zum Beweise lege deine Hand in meine Seite!


In diesen autoritär geführten Gemeinschaften geht es darum, den Willen und jeden Widerstand gegen die Lehre zu brechen, statt mit dem Widerstand zu arbeiten und den durch Transformation  veredelten Eigenwillen als einen konstruktiven Wegbegleiter zu akzeptieren.
Das Geschilderte hat große Ähnlichkeit mit der schwarzchristlichen Askese: da werden Wünsche, Bedürfnisse, Einstellungen, Standpunkte erwartungs- und programmgemäß "fallengelassen", LOL, statt sie bewusst zu machen und zu würdigen oder sie gar zu befriedigen suchen, bis sie wie reife Früchte selbst vom Baum abfallen.
Eine Community, in der mit allen Mitteln versucht wird, die Persönlichkeit als solche zu zerstören, ohne zu berücksichtigen, dass es auf dem spirit. Weg zuvorderst  um die Heilung der Neurose, der "Zerstörung" der FALSCHEN Persönlichkeit geht, sollte man schnellstens verlassen. Die patriarchalischen Religionen haben ausgedient, ebenso die patriarchalische Meister-Schüler-Beziehung, die zuvorderst auf eine Persönlichkeitszerstörung zielt, bei der nicht  zwischen falschen und wahrem Ich differenziert wird.
Der spirituelle Marktplatz ist trotz seiner scheinbaren Modernität und Aufgeschlossenheit immer noch ein Tummelplatz patriarchalischer Spiritualität.


Loslassen

kann nicht geübt werden, das Loslassen liegt im Akt der Selbstannahme beschlossen. Wer loslassen übt, dessen Ego versucht, sich selbst abzuschaffen, der übt sich recht eigentlich in der Selbstunterdrückung.
Bei Meister Eckhart heisst es: Der Mensch kommt durch das Lassen zur Gelassenheit, wenn er hinter sich lässt, aufgibt, vergisst. Der Mensch soll lassen, d. h., er soll das vergessen, dessen er sich stets erinnert, um sich dessen zu erinnern, was er stets vergisst.LOL.
Du, Mensch,  Du ollst lassen, was du weißt
und dich erinnern, wie du heißt.

Meister Eckhart kommt mir in letzter Zeit wieder sehr häufig in den Sinn, ...seine Wortschöpfungen... Das Wort Gelassenheit geht wohl auf sein Konto. Ich fragte mich, was hat er eigentlich für ein Wort für das Gemeine Ego? Sei's drum - es ist nicht wichtig, auch wenn mir Meister Eckhart früher lieb und teuer war - sein Schüler Johannes Tauler war mir dennoch näher und  lieber -  heute hat jener wie dieser seinen besonderen Glanz für mich verloren, weil ICH damit aufgehört habe, den Dingen und Menschen Glanz zu verleihen. (Alle, die zu Gurus laufen sage ich nur: DU machst den Guru zum Guru - niemand sonst.)

Eckharts  "So-heit", die mir einstmals in meiner Vorstellung das Wunderbare schlechthin zu sein schien, hat in der WIRKLICHKEIT & WAHRHEIT einer nüchternen Betrachtung - besser gesagt, WAHRNEHMUNG Platz gemacht. Die So-heit ist als das neutrale Gewahrsein dessen, was ist, ist etwas so Einfaches und Unspektakuläres, dass ich immer wieder lachen muss, wenn ich an den Respekt und die Verehrung denke, die ich früher den numinos-wohlklingenden Worten anderer (Meister) entgegenbrachte. Das numinose Pathos hat gewisslich seinen Platz auf der Jakobsleiter, nur nicht in der ersten Reihe. LOL. Wenn das Kind erst geboren ist, dann kann ES nur noch darüber lachen - das Lachen, das bleibt, hehe!


Die meisten Leute meditieren

wohl aus selbstsüchtigen Gründen, um erleuchtet oder vom Leiden befreit zu werden. Tatsächlich ist der Wunsch und  die Sehnsucht, vom Leiden befreit zu werden, ein legitimes Bedürfnis , die Sehnsucht nach Erlösung, nach Heilung ist ja doch geradezu die Triebfeder jeder echten Persönlichkeitsentwicklung, an deren Ende auch das Letztgültige HEIL winkt (Gewahrsein). Meditation ist gut, aber wo sie benutzt wird, um dem Leiden zu entfliehen, statt sich dem Leiden zu stellen, wird sie mißbraucht.
Ich kannte jemand, der jeden Ärger mit seinen Mitmenschen entweder in Meditation erstickt oder im Alkohol ersäuft hat, statt den Ärger zu fühlen, je nachdem, was ihm am nächsten war... die Flasche hatte jedenfalls ein Daueraufenthaltsrecht. Meditation und die Flasche erfüllten beide den selben Zweck: Zustandsveränderung statt adäquater Konfliktbewältigung. Seine Frau wollte noch immer reden, als er aus seiner "Versenkung" auftauchte, war für ihn die Sache erledigt.


Mißbrauch ist dann gegeben, wenn man durch Meditation eine Veränderung erreichen will - also aus dem Hier und Jetzt flieht, statt das persönliche Hier und Jetzt achtsam zu beobachten und anzunehmen.  Meditation kann, wo sie nur eine positive Zustandsveränderung bewirken soll,  zur Sucht werden... beam me up, Scotty! 

Selbstbehauptung

Nur damit man mich nicht falsch versteht: Wenn ich sagte, dass viele Sucher auf dem spirit. Weg aus ihren Nöten und Schwächen Tugenden basteln, dann bedeutet dies keineswegs, dass auf dem Individuationsweg aus IchSchwächen schöne kräftige IchStärken werden, um in der Welt den Mann zu stehen. Der Individuationsprozess ist kein Selbstbehauptungstrainingskurs, in dem man lernt, seine Aggressionen an anderen ab- oder zuzulassen und "Bedürfnisse adäquat auszudrücken" bzw. sich und seinen Eigenwillen durchzusetzen. Die Ichstärke, die im Individuationsprozess erlangt wird, hat eine gänzlich andere QUALITÄT. Diese Ich-Stärke kann sich zwar, aber muss sich nicht mehr behaupten und durchsetzen um z.B. anderen Menschen Grenzen  aufzeigen, um das Verhalten Anderer im "guten",  Sinne zu steuern bzw. vielmehr zum Zwecke der eigenen Selbsterhaltung zu kontrollieren. Diese Ichstärke, die im Individuationsprozess erlangt wird,  ist eine wehrlose Stärke, eine Stärke, die im Nicht-Tun liegt - im fehlenden Widerstand und fehlendem Eigenwillen, irgendetwas erreichen zu müssen - sie ist keine Stärke, um weltliche Ziele und Pläne durchzusetzen, die Stärke die aus sich SELBST herauswächst ist eine GEISTIGE KRAFT! Das Ich wird auf dem Individuationsweg nicht zum Kampf zwischen Gut und Böse auf der Weltbühne gestärkt und entwickelt, sondern um den  "Heiligen Krieg" im Inneren zu kämpfen. Das ist der Hauptgrund für die Erstarkung des Ichs im Individuationsprozess! Sich nach aussen wehren können, sich verteidigen, Grenzen setzen können  ist ok, aber ist nicht Vorbedingung. Selbstannahme ist bedingungslose Liebe zu sich selbst in dem wie ich mich auch immer vorfinde, v.a. in meiner Kleinheit, Schwäche, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Das Paradox im Individuationsprozess: dass das Ich, indem es nach aussen immer schwächer bzw. immer mehr gelassen wird, nach innen für seine eigentliche Aufgabe erstarkt. 

Dem weltlich erfolgreichen, dem eigen- und durchsetzungswilligen Ich geht es um psychische MACHT und Kontrolle,  hingegen geht es beim individuierenden/transformierenden Ich um eine geistige KRAFT, die alles aus dem Weg räumt, was der Vollendung im Wege steht und letztlich zur Vereinigung mit dem SELBST bereit macht.
Ich denke, ein Großteil der Verwirrung kommt daher, dass man nicht zwischen egoischer (relativer) Selbstverwirklichung und (absoluter)SELBSTverwirklichung unterscheidet.
Die Ichstärke als egoische Eigenmacht und Eigenwille muss und will  sich in der Welt behaupten bzw. selbstverwirklichen, das ist das Ziel der normalen Psychotherapie, die dich tauglich zum täglichen Arbeits- und Existenzkampf macht. Mit dieser Form einer "Gemeinen" Selbstverwirklichung  kannst du zwar Karriere in der Welt machen und dem Bruttosozialprodukt dienen,  sie steht aber in einem in einem unendlichen Abstand  zur SELBSTverwirklichung des Wahren SELBST und dessen Dienst an "Gott" (wie ich früher, als ich noch religiös war, zu sagen pflegte, als Gott für mich noch ohne Anführungszeichen existierte, LOL)
Wie gesagt, Selbstannahme heisst nicht, dass ich mich erst verändern muss, um mich anzunehmen, zumindest nicht in dem Sinne,  dass ich erst lernen muss, mich abzugrenzen, mich zu wehren bzw. diese und jene als positiv gewerteten Ich-Eigenschaften zu kultivieren. Ganz im Gegenteil muss ich all meine Ideale was die relative Selbstverwirklichung angeht, loslassen, um der zu werden, der ich wirklich bin.

Ja? Wirklich?

Um es an einem konkreten Beispiel zu zeigen, auf welche Weise Schwächen in WAHRE Stärke umgewandelt wird: Wer z.B. immer das Opfer war, weil er niemals gelernt hat, sich abzugrenzen, zu streiten oder sich zu wehren, hat sich nicht zu ändern, sondern in dieser Wehrlosigkeit anzunehmen. Niemand will gern ein Opfer sein, weil es verächtlich gemacht wird und als eine Schande empfunden wird. Opfersein ist mit der größten Scham besetzt. Das kann jede Frau bestätigen, die seelisch oder körperlich mißbraucht und vergewaltigt wurde. Nicht das Selbstwertgefühl des Täters, sondern das Selbstwertgefühl der Frau ist zerstört, was bleibt, ist der reinste Selbsthass - du fühlst dich abgrundtief gedemütigt und denkst abgrundtief schlecht von dir selbst und machst dich unbewusst zweifach zum Opfer, d.h. du wirst durch die introjezierte Selbstverachtung  zum Täter an dir selbst, derweil du dich mit der negativen Projektion  (Verachtung, Hass) des Mißbrauchers identifiziert hast. Das Problem dabei ist, dass du dir einen dicken Panzer angelegt hast,  um dein Opfersein nicht zu spüren, dass du ständig in der Defensive bist....dass du  gegen Männer und andere potentielle MißbraucherInnen eine hyper- bzw. pseudoselbstbewusste toffe und schroffe Linie abfährst, derweil du überall Mißbrauch, Verrat und Angriff witterst und damit in permanenter Alarm- und Verteidigungsbereitschaft bist - du bist an dir selbst zum Mißbraucher geworden.

Die Scham des Opferseins ist zu groß, als dass sie empfunden werden dürfte, doch die Scham  ist erst dann vorbei, wenn du den inneren Widerstand gegen dein Opfersein aufgibst.  Es gehört schon eine große Portion Achtsamkeit dazu, sich dieses Widerstandes überhaupt gewahr zu werden.  Der innere Widerstand gegen "Das Gute" - und darum geht es hier -  ist der größte Widerstand, den es jeweils zu überwinden gilt im Prozess der Selbstannahme.  Statt dem schamhaften Gefühl des Opferseins zu entfliehen und alle diesbezgl. Gefühle zu verdrängen, wirst du lernen müssen, sie anzunehmen.  
Transformation bedeutet nicht primär Desidentifizierung, sondern , dass du dich zu allererst einmal  mit dir selbst identifizieren musst, indem, was du wirklich und authentisch denkst und fühlst. Der Rest folgt ganz von SELBST: Das Opfer erlaubt sich, Opfer zu sein und es erlaubt sich damit seinerseits, den Täter - statt sich selbst -  zu verachten. Das Böse zu  h a s s e n   ist m. E.  ein notwendiger Schritt, ohne den es keine (Selbst-)Vergebung, keinen seelischen "Täter-Opfer-Ausgleich" geben kann - denn Selbstannahme hat immer Selbst- und "Fremd"vergebung zur Folge. Immer. Anders läuft der innere Aussöhnungsprozess mit dem sog. Inneren Kind nicht. Selbstvergebung bedeutet nicht, dass man sich irgendwelche "Sünden" vergibt, die man an ANDEREN verbrochen hat, sondern dass man sich den Selbstverrat vergibt... dass man sich mit den introjezierten Stimmen der Vergangenheit gemein gemacht hat...dass man  an der permanenten Vergewaltigung des eigenen Ichs mitbeteiligt war, derweil man mit dem inneren Aggressor identifiziert war. Selbstannahme und Selbstvergebung ist  SELBSTerkenntnis und - wie alles jenseits von Ego  - kein Tun & Machen, sondern ein Akt des Erkennens.


Wer strebt denn da?

Warum nur glauben so viele Sucher, dass es das Ego ist, welches nach seiner Erlösung "strebt"! So was gibts doch gar nicht, es sei denn es könnte sich selbst abschaffen. Das Ego strebt immer nach Lust und niemals nach seiner Auflösung! Es kann sich nicht selber loslassen! 
Was dabei rauskommt, wenn sich das Ego selbst abschaffen will, sieht man,  wenn man die schwarzchristliche Askese, die patriarchalische Mystik der sadomasochistischen Selbstzerstörung betrachtet, derweil das Ich das Ich auszurotten bemüht ist. Mit Loslassen hat das wenig zu tun, LOL. 
Der Mensch  kann nicht nach dem Göttlichen streben, da sein Verstand nur Vorstellungen vom Göttlichen produziert. Er kann erst dann dauerhaft  Eins mit dem Göttlichen,  - und damit auf Dauer vom Leiden befreit sein - wenn seine Seele/Psyche geheilt ist. Irgendwie ist das doch ganz logisch, nä? Wieso da immer noch Menschen sind, die glauben, man könne ungeheilt SELBSTverwirklichung (Ganzheit)erlangen, ist und bleibt mir ein Rätsel. Ganzheit ist das spirituelle Ziel, nachdem jeder Mensch mit allen seinen Zellen bewusst oder unbewusst strebt, ob er will oder nicht - und Ganzheit umfasst den GANZEN Menschen.


Die Erleuchtung Buddhas - jedes Menschen "Letztgültige Erkenntnis"  besteht darin, dass er Mensch und Gott , den Sucher und das Gesuchte als EINS erkannt hat. Buddha  erkannte, dass es Gott himSELF ist, der sich im Menschen SELBST sucht. Nicht das Ego ist die eigentliche TRiebfeder des Strebens, sondern ES - Gott selbst - das unendliche ewige Bewusstsein.