Mittwoch, 25. Juni 2014

Die Wahrheit absolut nur ist, wo sie dir SELBST entsprungen ist




Keiner kommt zum Vater denn durch mich

sagt Jesus als das Wahre SELBST. Was das bedeutet,  kann man nicht groß genug ins Gesangbuch insbesondere der Neo-Advaita-Aspostel schreiben: Keiner kommt in den Himmel, ohne durch die Hölle der Schattenprozesse/Individuation gegangen zu sein. Die Reinigung und Läuterung von falschen Ich-Anteilen bzw. die Befreiung der Ichanteile, die wir wegen gesellschaftlicher/familiärer Unzumutbarkeit nicht leben durften und deshalb als unsere "Dämonen" im Dunkel des Unbewußten hausen.

Jesus heilt und wer sich dem Heilungsprozess verweigert, kommt nicht zum "Vater". Der "Vater" steht für das Heil, der Sohn  für Heilung.
Anders gesagt: Niemand kommt zum (überpersönlichen) Heil, der nicht durch den Prozess der (persönlichen) Heilung gegangen ist;  keiner wird das Überpersönliche erfassen, der nicht die Person erfasst hat; keiner wird die absolute Wahrheit erfassen, der nicht seine  persönliche Wahrheit erfasst hat.
(Und keiner wird den GEIST erfassen, der nicht den Geist aufgegeben hat. LOL!)

Wortmagie: Wie merkwürdig doch, dass man zwar oft willens ist, den biblisch "korrekten" d.h. überlieferten Wortlaut von "Jesus" als  "Wahrheit" zu akzeptieren, wird dasselbe aber in anderen Worten gesagt, wird es abgewertet: So hätte Jesus nie gesprochen.  Nur wer die absolute Wahrheit aus sich SELBST heraus erkennt, ist fähig, die Geister zu unterscheiden, was heißt,  die relative von der absoluten Wahrheit zu unterscheiden.
Wer sich SELBST kennt, kennt Jesus. Keine Trennung - kein Unterschied.
Es gibt ja auch christlich geprägte Leute, er erkennen zwar die Wahrheiten des Buddha als absolute Wahrheiten, aber die Aussagen Jesu nicht. Wortmagie. (Shit - habe schon wieder vergessen, dass keine Wahrheit absolut ist, die nicht aus sich SELBST heraus erkannt worden ist).
Also nochmal von vorne: Die Aussagen von Buddha und Jesus sind nur dann absolute Wahrheiten, wenn sie aus sich SELBST erkannt worden sind. Amen.




"Es geschieht einfach"

höre ich häufig aus Neo-Advaita-Munde. Die Dinge geschehen einfach, es gibt keinen Grund dafür...
Ja, schön und gut, das  w i s s e n wirklich alle , die genug Spiri-Bücher gelesen haben. Deswegen frage ich mich immer, aus welcher Quelle DEINE Worte sind. Aus sich SELBST heraus  erkannt oder nur irgendwo gehört oder gelesen und als wahr übernommen? Um tatsächlich dessen GEWAHR zu SEIN, dass die Dinge alle aus sich selbst heraus geschehen, gibt es eine Bedingung: du resp. dein Ego muß den Widerstand (gegen das Fließen des Tao/Gott) aufgegeben haben. Es darf keine Theorie, kein Glaubenssatz bleiben, sondern zum Sein, zum  Sei-en werden. Dann erkennst du auch , dass die Dinge aus DIR selbst herausgeschehen, weil es nichts anderes als ICH gibt!
Und dennoch... und dennoch ist das Ursache-Wirkung-Prinzip in meinem Sei-en nicht einfach aufgehoben, es wurde einfach nur als eine "handfeste Illusion" , als eine Gedankenkonstruktion erkannt. Ursache und Wirkung gibts nur, wenn Du daran denkst, klaro? Und Gedankenkonstruktionen haben keinen Platz in der absoluten Präsenz des Augenblicks, das läßt sich sogar logisch nachvollziehen, woll?
Und doch... hahahaaaaaa in aeternum dei...lalala


Die meisten Mißverständnisse

gibt es der  Begriffe wegen. Sprache kann zwar gut  die Gegensätze und Polaritäten beschreiben, ist aber völlig unfähig, die Einheit in Worte zu fassen. Sprache ist per se Trennung. Dennoch muß der Verstand - er kann gar nicht anders - versuchen, die Einheit zumindest annähernd in Worte zu fassen. Dabei benutzen die Menschen oft verschiedene Begriffe und Terminologien. Und genau hier liegt der Hund begraben, hierin liegt m. E. der Hauptgrund dafür, dass man sich sogar in den "erlauchten" Kreisen gerne die Köpfe einschlägt. Dieselbe Wahrheit in verschiedenen Begriffen dargestellt wird nicht als dieselbe Wahrheit erkannt.
So gehts den Menschen, die buchstabengläubig sich nur an eine einzige Religion geheftet haben. Bei eigener spiritueller Erkenntnis/Erleuchtung/Erwachen usw.  wird diese ja immer vom Verstand übernommen und in die religiöse Terminologie gepreßt, von der man geprägt wurde.

Auch Neo-Advaita ist z.B. eine Religion, solange keine empirische Erfahrung gegeben ist. Alles, woran ich ohne eigene empirische Erfahrung glaube, ist Religion. Und blöderweise wird die eigene spirituelle Erfahrung ebenfalls sofort zu Verstandeswissen, d.h. zu einem Glauben- und Religionskonzept, insofern sie sofort danach nurmehr  Erinnerung und Vergangenheit ist.
Ja, sogar der Atheismus fällt in die Kategorie Religion - der Glaube an die Materie ist ein Glaube wie jeder andere religiöse Glaube, solange keine spirituelle Erfahrung diesen Glauben verifiziert. Der Unterschied: Der Atheist wird niemals die Gelegenheit bekommen, seinen Nichtglauben zu verifizieren!

Die Geister unterscheiden,

bedeutet, die absolute Wahrheit von der relativen Wahrheit zu unterscheiden.  Anders und biblisch gesagt wird hierbei die Spreu vom Weizen getrennt. Nichts anderes tue ich oder geschieht in mir, sobald sich meine Aufmerksamkeit auf geschriebene Worte richtet. Es braucht aber nicht unbedingt der Anreize von Außen oder des Inputs von Außen - auch aus mir SELBST heraus fällt mir reichlich "Futter" zu. Deswegen halte ich mich mit dem Lesen fremder Texte ziemlich zurück...


Teufel

Das schwarzchristliche Askese-Konzept sagt, dass du die Welt, die Menschen, die Situationen, wie sie dir begegnen so annehmen sollst, wie sie sind.
 Ha ha ha - lacht da das Kind: Wie sind denn die Dinge, Eierkopp? Horsch, solange du noch nicht begriffen hast, dass es dein Denken, deine Interpretation über die Welt, die Dinge, Menschen, Situationen sind, die du versuchst, anzunehmen, wirst du bei dieser wahrlich sadomasochistischen Art der Annahme buchstäblich in Teufels Küche gebraten. Dann weißt du, was Hölle ist!
Auf diese schwarzmagische Weise schafft sich die Kirche ihre Teufel, den sie dann mit Beelzebub zu exorzieren trachtet.


News vom  "Irdischen Scheißhaufen"

Es wird nicht lange dauern, bis der Staat eine Frischluftsteuer erhebt dafür, dass er dafür sorgt, dass sich die Schadstoffbelastung in Grenzen hält.
Auch hier wird der  Teufel mit Beelzebub ausgetrieben. Die Sonnensteuer wird dann auch nicht lange auf sich warten lassen... und eine Wettersteuer...

Jo, genau, stimmt mir der Stammtischrevolutionär zu, endlich guckst du dir mal die irdische Scheiße an, statt esoterische Luftschlösser zu bauen....Endlich siehst du mal klar... Genauso wirds kommen, eine Schweinerei ist das, immer schlimmer wirds,  wir müssen was TUN, auf die Barrikaden gehen! Wir brauchen Denker!
Jo, sach ick, wenn du dein Auto öfters mal stehn ließest, statt soviel darüber nachzudenken, wie und was der Staat alles für DICH tun könnte, statt umgekehrt, d.h. Selbstverantwortung zu übernehmen, dann hättest DU etwas geTAN...
So war und ist es immer: Der Maulheld hält sich für einen mündigen Bürger und beschwert sich über die wachsende Bevormundung durch den Staat, ist aber nicht fähig, Selbstverantwortung für sich und sein Handeln zu übernehmen. Er ist immer noch des Glaubens, er müsse Big Daddy um Erlaubnis bitten, frei zu sein und frei zu handeln.

Horsch emol: Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich durchaus fähig bin, den "irdischen Scheißhaufen" wahrzunehmen? In Wirklichkeit heisst das aber, dass ich  mich weder über den Scheißhaufen beklage, noch dass ich mich darüber beklage, dass es ihn gar nicht gibt.  Sowas ist mir nur möglich, weil ich mit der "Scheiße" nicht identifiziert bin und weil eben deshalb die Scheiße keine Scheiße für mich ist.. weshalb ich auch keinen Scheißhaufen wahrnehmen kann....LOL.

Irgendwer sagte mal:  Der Gedanke, dass ich nicht länger an dich denken werde, bedeutet, weiter an dich zu denken. Lass mich also versuchen, nicht daran zu denken, dass ich nicht weiter an dich denken werde.
Oder: Ich bin nur froh, dass ich keinen Spinat mag. Denn würde ich Spinat mögen, dann würde ich ihn auch essen - dabei kann ich das Zeug nicht ausstehen!

Cool, woll? So sieht das Denken jenseits von Ego aus.  Am Ende eines Denkvorgangs kriegst du immer TILT - das ist ein sog. Empedoklescher Knoten im Hirn.  Denk an die Escherhände!

Man glaubt, irgendwann würde man davon ablassen, von der Sprache, den Worten, dem  Denken und ständigem Ad-Absurdum-führen (und vom Schreiben!) - aber das funzt net, weil du keine Kontrolle darüber hast und es so abläuft, wie es ablaufen muß, LOL.
BlingBling - REINE Lust! (Aber genau das willst du mir ja gerade abgewöhnen, solche absurden "Bewußtseinssprünge", Bruder, woll? Das lenkt mich nur von der Realität, d.h. dem irdischen Scheißhaufen ab? hahaha....)
Deshalb mach ich ab und mal Pause und zieh mir ein bisschen  Flachwix mit dem Nachbarn oder den Flachwix aus dem Fernseher rein, sonst käme ich gar nicht mehr raus aus dem Modus Absurdus. Ora et labora! Auch hier wieder die Symbolik des Kreuzes, des linear-diskursiven "labora" und des vertikalen "Ora".
Labora: Ob ich selbst Kartoffeln schäle oder dem Fernsehkoch beim Kartoffelschälen zuschaue ist hierbei mal wieder Jacke wie Hose.

Das Motto der Bendikter ist "Bete, arbeite und lies." Sie haben das Schreiben vergessen.
Schreiben ist im spirituellen Kontext "Verkündigung". Die sog. Verkündigung Christi" ist eine mystische Angelegenheit und kann von innen wie von außen (durch Wort und Schrift) erfolgen, insofern das Herz offen und empfangsbereit ist.


Ich ohne mich

Ich wurde einmal gefragt, was man sich darunter vorstellen soll: Ich ohne mich. Nun, abgesehen davon, dass man sich am besten NICHTS darunter vorstellt...lol - läßt es sich doch beschreiben:
"Ich ohne mich" - übrigens ein Buchtitel von Daniel Herbst -  bedeutet die Abwesenheit des Ego. Anders gesagt: es ist "niemand da" (ein geflügeltes Wort besonders bei jenen dogmatisch-einäugigen Nondualisten, die ständig mit  ihren moralversyphten und spiri-konzeptuösen Muckis spielen und damit unbewußt  beweisen , dass doch "Jemand" da ist.)

Dass Niemand da ist, bemerkt man zunächst einmal daran, dass du deiner nicht mehr überdrüssig bist, du bist nicht mehr das Objekt deiner Überlegungen.. lol... Du mußt dich nicht mehr fragen wie es dir geht - weil es dir weder gut noch schlecht geht. Da wo es dir früher immer sagte, ob es dir gut oder schlecht geht, ist Leere. Keiner da. Dein Dasein ist nun "grundlos", das bedeutet, dass alle Gründe, Ursachen weggefallen sind, die dich früher beeinträchtigt und negativ oder positiv beeinflußt haben. Es ist einfach unmöglich geworden, dir Sorgen über dich oder andere zu machen. Was dir "mit dir" Sorgen und Kümmernis brachte, ist "ohne dich"  ständiger Anlaß zu Heiterkeit. "Ohne dich" - in der Abwesenheit von Ego -  bist du unverletztlich, logo, oder?
Und zwar nicht nur vorübergehend. Param advaita - was bei mir "nach der geistigen Wiedergeburt" bedeutet, bist du es für immer - das heißt, dein Leben ist zu Meditation, zum JETZT geworden. No way back.

Die Anwesenheit von "Jemand" (Ego) konnte ich früher körperlich spüren und zwar im Solarplexus. Wer achtsam ist, der hat vermutlich schon gemerkt, dass sich Gefühle oder "Sünden" wie Neid, Hass, Überdruss, Gier, Angst hauptsächlich im Solarplexus abspielen. Diese Gefühle beruhen auf Gedanken und Vorstellungsbildern. Wenn "Keiner da" ist, fehlen zwar nicht unbedingt alle Gedanken und Vorstellungsbilder, aber es fehlt der "Jemand", der danach greift und aus den Vorstellungen und Gedanken gute oder schlechte Gefühle bastelt.

Wer achtsam ist, der bemerkt oder besser gesagt, dem enthüllt sich der Charakter von Gedanken und Vorstellungen, der SCHAUT, wie negative oder positive Gedanken den Körper beeinträchtigen oder erleichtern.... Wo kein "Jemand",
Wo keiner oder "Niemand" da ist, kann man auch vom Nichts oder der Leere sprechen. Das ist keine Gedankenleere, sondern wie oben gesagt, es fehlt die Anhaftung, der Identifikationsklebstoff des (besitz-)ergreifenden Egos an die Gedanken. Deshalb spricht man in diesem Zusammenhang auch von Bedeutungsleere, - weil die  Gedanken durch diese Nichtanhaftung  ihrer Bedeutung entleert sind.

In gewissen Spiri-Kreisen spricht man lieber von "Jemand" statt von Ego. Hört sich netter an...
Jop, und Gott heißt hier "Niemand", klaro...lol...
Ich ohne mich ist "laufende Gegenwart".

Die meisten spirituellen Sucher/Finder sind noch sehr auf Begriffe fixiert. Wenn ich z.B. wie oben davon sprach, dass "ich" in Achtsamkeit die Auswirkungen von Denken und Fühlen bemerke, dann heißt es sofort: Solange da jemand ist, der etwas bemerkt, solange ist da auch "Jemand" (Ego), der es bemerken muss. Die bodenständige Logik sagt also: Wo Niemand ist, kann auch nichts bemerkt werden. Man verwechselt da wohl den nach außen gerichteten Aufmerksamkeitsfokus des Egomind mit dem Gewahrseinsfokus des SELBST - denn das ist falsch. Richtig ist:

Wo Niemand ist, da ist Gewahrsein. Und GeWAHRsein ist WAHRnehmen und (reines) SEIN. Schauen. Ent-hüllung.  Der christliche Mystiker sagt dazu  "Offenbarung".


Schattenarbeit

Wenn ich sage, dass Tiefenprozesse/Schattenarbeit von SELBST geschehen, dann ist das richtig, sie geschehen aber nicht ohne deine Einwilligung. Wäre es so, dann wären ja alle Menschen schon frei und "erleuchtet". Sind sie aber nicht. Die Menschheit ist nach wie vor "in Agonie" und das vor allem, weil  der Mensch seinen Widerstand nicht aufgeben kann.
Genauso ist es mit der nondualen Sichtweise, dass alles einfach so aus sich selbst heraus geschieht. Das kannst du auch erst dann authentisch erkennen (und vor allem leben/sei-en), wenn du deinen Willen gegen das fliessende Leben/ Tao/Gott aufgegeben hast! Alles andere ist Geschwätz!


Wiederholung

fällt mir immer schwerer. Was ich in meinem Blog schreibend erkannt und/oder erkennend geschrieben habe, läßt sich sich kaum mehr oder nur  mit Mühe und Stottern wiederholen. Das stelle ich immer wieder fest, wenn ich z.B. mit jemand über die Dinge rede, die ich schon im blog geschrieben habe. Es ist alter Käse und schon in den Orkus des Vergessens und Nichtwissens abgesoffen. In der Wiederholung drischt man nur noch leeres Stroh.



Den Himmel auf die Erde holen

ist eine Metapher, die auch gut beschreibt, wie das geistige VertikalErkennen in die linear-horizontale Sprache transponiert wird... nichts anderes tue ich auch während des Schreibens in meinem Tagebuch/Blog. Wenn das Thema aber in der nächsten Stunde, am nächsten Tag oder gar in der nächsten Woche noch einmal angesprochen oder besprochen wird, ist es tot, dann schwätze ich über einen Leichnam. Auch wenn mir jemand im Nachhinein sagt: Hey, das hast du gut beschrieben - dann  weiß ich schon nicht mehr, wovon die Rede ist, so fern ist mir das vormals Geschriebene. Es berührt mich nicht mehr und langweilt mich, über Aufgewärmtes zu palavern.
Ich habe schon früher niemals zurückgeblickt -  was geschrieben war, war geschrieben und ich habe niemals das Bedürfnis gehabt, in meinen Tagebüchern noch einmal zu lesen,  und wenn ich zufällig einmal hineinsah, dann war mir der Text so fremd, als hätte ihn jemand anders verfaßt.

Von Luise Rinser las ich mal vor langer Zeit, dass sie öfters in ihren alten Tagebüchern las  - das konnte ich schon damals  nicht nachvollziehen... Auch mit Luise Rinser war ich ein Herz und eine Seele. Im selben Geist vereint: LIEBE.




Erscheinungen

Ich habe Schwierigkeiten, die Satsangs oder Texte von zeitgenössichen Gurus oder spirit.Lehrern anzuschauen, zu hören oder zu lesen.  Irgendwie scheint mir, benutzen viele von ihnen eine einheitliche Terminologie, die ich nirgends so richtig unterbringen kann.  Ich habe gestern mal kurz bei Werner Ablaß reingeschaut (Was immer ist) und gleich wird mir erzählt, was ist: Alles ist Erscheinung, selbst ICH BIN ist Erscheinung.... usw, das klang mir nach einem  philosophischen Exkurs, nach 3 Sätzen habe ichs aufgegeben...es klang mir irgendwie nach Neo- bzw. Fredo-Advaita

Entweder bin ich noch nicht "soweit" bzw. so  "bewußtseinserweitert" dass ich das in seiner vollen Bedeutung erfassen kann oder es ist wieder einmal eine mir fremdartige Terminologie, die das Verständnis blockiert.
Meinen sie mit "Erscheinung" vielleicht das, was ich als Gedankenkonstrukt bezeichne, noch simpler: eine Vorstellung?  Angenommen ich habe recht mit meiner Vermutung,  wäre das ein Bespiel für die Begriffsverwirrung auf die man allerorten trifft:
Erscheinung oder Gedankenkonstrukt/Vorstellung - an sich scheinbar widersprechenden Begrifflichkeiten entzünden sich vor allem die unerfahrenen Spiri-Geister (aber auch ich zuweilen immer noch) recht gerne, weil man die Synonyme nicht erkennt und weil  die Begriffe sehr oft zum Fetisch werden, dass man nicht imstande ist, mit anderen Worten zu bezeichnen, was man meint.

Aber vielleicht soll der Begriff "Erscheinung" ja auch andeuten, dass ich nichts dazu tue oder dass ich "nichts dafür kann", was da erscheinen will?
ES erscheint? Was man unter ES  und Erscheinung versteht , blieb für mich bislang auch immer im Dunklen.  Mir scheint, dass ES manchem  dasselbe ist, was dem anderen der Liebe Gott ist. ES ist vielleicht für manche ein Begriff, der das Namenlose besser wiedergibt als der viel zu arg strapaziert "Gott". Wenn es so ist, dann könnte man vielleicht sagen: Gott erscheint als alles, was in unserem Bewußtsein Gestalt und Form annimmt?  Gedanken, Gefühle, Vorstellung,, Empfinden. Ist das gemeint? Keine Ahnung...
Und dass ES, was immer es auch ist,  "einfach so erscheint"  - ich rate mal - bedeutet wohl, dass es keine Ursache gibt für das, was erscheint?

Egal - wo das Wort "Erscheinung" im spirituellen Kontext auftaucht, kann ich erfahrungsgemäß davon ausgehen, dass ich es mit dem Vokabular einer bestimmten philosophischen Schule oder Richtung zu tun habe. Ebenso mit Fug und Recht kann ich davon ausgehen, dass die meisten, die dieses Wort benutzen, einfach nur Anhänger einer bestimmten Philosphie  und/oder Nachbeter eines spirituellen Konzeptes  sind, weil und wo sie nämlich anderen spirit. Konzepten, einer anderen Terminologie gegenüber völlig anpassungs- und konsensunfähig d.h. nicht imstande sind, ihr Vokabular/Konzept einigermaßen verständlich zu übersetzen, auf dass sich ein gegenseitiges Verständnis entwickeln könnte.

Dass es für sie keine Ursache gibt für das, was ihnen "einfach so erscheint", das scheint mir auch die Ursache dafür zu sein, dass z.B. dem Neo-Advaita-Gläubigen der Begriff der Verantwortung völlig fremd geworden ist. Dass nichts eine Ursache hat - mit dieser Begründung kannst du nämlich alles rechtfertigen. Da wird die grundlegende Grundlosigkeit des Daseins zum Anlaß genommen, Unmenschlichkeit zu rechtfertigen, besonders die eigene.
Dazu kommt noch der Glaube, dass alles determiniert ist, voila - schon sind wir wieder im christlichen Modus: Gott will es so.
Godfather-Syndrom.

Nun ja, aus transpersonaler Perspektive ist das ja alles völlig richtig, nur ist dieser Glaube dem Gros solchart Gläubigen nicht zu einer  lebendigen absoluten WAHRHEIT, sondern weitmehr zu einem Dogma geworden. (Und es wird Dir solange nicht zur lebendigen Wahrheit, solange Du nicht für diese WAHRHEIT "gestorben"bist, du Faulpelz!)

Die lebendige WAHRHEIT ist immer paradox, in diesem Fall heißt dies, das das Überpersönliche das Persönliche einschließt. Wer das Persönliche ausschließt, entzieht sich nicht nur seiner menschlichen Reifung, sondern auch seiner menschlichen Verantwortung.

Im Neo-Advaita - so wie es sich mir durch seine Vertreter bislang gezeigt hat -  gibt es nur Eindeutigkeit, nur entweder-oder. Wo man ein Eines ohne das Zweite postuliert, gibt es nunmal kein paradoxes Sowohl - Als auch.
Das Neo-Advaita ist vergleichbar mit dem Christentum, insofern das Christentum auch ein Neo-Christentum ist - eine Fälschung, weit entfernt vom Original des noch ganzheitlich orientierten Ur-Christentums. Beides, das Neo-Advaita wie das Neo-Christentum leiden an der "halbheitlichen Einbeinigkeit" - bei beiden handelt es sich um exakt dieselbe  "Gemeinschaft der Gläubigen". Beide stehen nur auf dem "Yang-Fuß", d.h.  beide opfern und töten weiterhin das Weibliche, die "Göttin"  und dienen damit nichts anderem als Archetyp des alttestamentarischen unmenschlich-grausamen patriarchalischen Vatergottes. Animusbesessenheit nenne ich das. Godfather-Syndrom.
Godfather-Syndrom: Eine Krankheit der "Gläubigen". Man könnte auch sagen, dass es sich um eine "Erleuchtungskrankheit" handelt, denn es betrifft, so scheint es mir, so ziemliche alle sog. Erwachten und sog. Erleuchteten, die einmal ein Lichtlein gesehen haben und fürderhin glauben, sie hätten "ES".  Mit der voreiligen  Begründung: es müsse nichts getan werden, wird der mühsame Weg der Menschwerdung (Individuation) negiert und nicht selten sogar aggressiv abgelästert. Tragisch: Dass sie mit der Ablehnung des Weiblichen (Persönlichen) und ihrem Widerstand gegen Tiefenprozesse/Individuation  Christus resp. ihr Wahres Selbst kreuzigen.

Dass dergleichen Erwachte bzw. Wiedereingeschlafene glauben, dass "die Scheiße nie aufhört"  oder dass das Dasein in "Resignation bis zum Ende"  gelebt werden muss, nimmt nicht wunder.
Genauso wie alle diejenigen das Ziel verfehlen, denen "grundlos und ohne Ursache" (LOL!)   so etwas wie Wut, Gier, Neid, Hass usw. zu "erscheinen" pflegen und dabei nicht erkennen, dass ihr Neo-Advaita-Dogma es ihnen verbietet, dahinter Frust,  enttäuschte Erwartungshaltung usw. -  vor allem aber SCHMERZ & ANGST wahrzunehmen.

Vollkommen zu sein, heißt ganz zu sein. Der vollkommene Mensch ist weiblich  u n d  männlich und in dieser Einheit  ist er göttlich  u n d  wahrhaft menschlich. Wahrhaft menschlich kannst du aber nur durch den Prozess der Individuation werden, in dem das männliche und weibliche als Einheit erkannt wird. Als Einheit kann es nur erkannt werden, wenn das authentische Männliche und das authentische Weibliche aus der Verdrängung (Schatten) befreit wird.  Das verstehe ich unter Persönlichkeitsreifung, Individuation. Und erst hier wird das Männliche und Weibliche transzendiert und Mensch und Gott in seiner Einheit erkannt.

Samstag, 21. Juni 2014

Der See Genezareth, my dear, ist nirgend sonst als nur in dir

(Überarbeitet und ergänzt)


Fehler

Na klar habe ich immer noch "Schwächen" und mache immer noch "Fehler"  - ich bin nur nicht mehr mit ihnen identifiziert. Sie ärgern mich nicht, berühren oder bekümmern
mich nicht (mehr), sie müssen nicht ausgeräumt werden, ich muß mich nicht mehr schlecht fühlen und für meine sog. Schwächen bestrafen, noch können andere mich für meine sog. Schwächen bestrafen. Ich verurteile mich nicht mehr, genausowenig  wie  das Urteil anderer mich nicht mehr bekümmert. Ich BEWERTE nicht mehr, deshalb ist das, was dem angepassten Ego eine Schwäche, ein Fehler/Fehleistung oder eine Unangepasstheit an die Normen ist, zwar immer noch da, aber sie werden eben auf neutrale Art wahrgenommen als das was es ist: ein Fliegenschiß, Nichts.
(Es ist total bekloppt, von Schwächen zu reden/schreiben, die keine Schwächen mehr sind und daher auch als solche nicht wahrgenommen werden können. Insfern habe ich keine Fehler und Schwächen, obwohl Du darüber garantiert gegensätzlicher Meinung wärest, Herr Horschemol, gell? LOL!)

Meine sog. "Ichschwächen" gehören in eine andere Kategorie von "Fehlern".  Sie waren mir eine ständige Quelle des Ungenügens und der (phantasierten) Niederlagen.
Ich habe früher ständig an mir herumgedoktort, noch schlimmer: ich  l i e ß  doktern: Weil ich mich nicht wehren konnte, machte ich ein "Aggressionstraining", ein Training, nicht um Aggressionen einzudämmen, sondern umgekehrt, mich in gesunder Aggression selbst behaupten zu können, meine Interessen wahrzunehmen, statt immer ängstlich anderen den Vortritt zu lassen. Einmal ohne schlechtes Gewissen laut zu werden und eine gesunde Wut oder einen berechtigten (!)  Ärger zu zeigen, ohne mich anschließend als schlecht und abgrundtief böse zu fühlen, war mir damals unmöglich. Das Training hat nicht geholfen,nicht zuletzt weil alles nur ein Spiel war. Auch hier fand ich diese typische Double-Bind-Situation wieder: Sobald ich nämlich vor Ort und live tatsächlich einmal aggressiv oder laut wurde, wurde mir die Tür gewiesen, Begründung: Widerstand und Abwehr. Wenn ich Spiel-Anordnungen nicht verstand, wurde ich von dem äusserst ungeduldigen und autoritären Leiter/Psychologe aus der Gruppe entfernt und in die Ecke gesetzt. Meine Verwirrung wurde nicht geglaubt, sondern als Abwehr & Widerstand gedeutet.
Diese Double-Binds sind in allen therapeutischen Situationen gegeben. Als Spiel  - als Tun-als-ob - ist Aggression erlaubt, im Rollenspiel wirst du dazu aufgefordert, aggressiv und fordernd zu deinen Eltern, Partner oder deinem Chef zu sprechen, du sollst und darfst sogar wütend werden und sie anschreien und dabei sollst du authentisch sein - aber sobald sich eine wirkliich echte authentische Aggression gegen den Therapeuten selbst richtet, bist du draußen. Therapeuten sind sakrosankt, sie genießen Immunität. Darin liegt ihr Machtpotential bzw. Machtmißbrauchspotential.

Eine weitere Schwäche und Quelle ständiger Selbstverachtung war meine Art,  anderer Leute Schwächen auf die eigene Kappe zu nehmen. Ich bin mir nicht sicher, ob aus Höflichkeit oder aus anerzogener weiblicher Unterwerfungslust, es war eine Art Reflex, den ich mir nicht abgewöhnen konnte. So konnte ich beispielsweise einem Bekannten nicht sagen, dass ich (mit einiger Berechtigung) seinen Autofahrkünsten nicht traute, sondern ich machte mich selbst selbst unfähig, klein oder krank, indem ich z.B. sagte, dass mir beim Autofahren schlecht würde... Damals glaubte ich, dass es Angst war, die mich zurückhielt - die Wahrheit zu sagen, schien mir nicht zumutbar, es schien mir, als müßte ich zwanghaft die anderen auf meine Kosten schützen und schonen und bewertete mein Verhalten mit den Begriffen Unfähigkeit, Schwäche, Krankheit.
Nun, dieser kleine (selbstgebastelte) Dämon taucht doch tatsächlich zuweilen immer noch auf. So beispielsweise, als Mr. Letterman mich vor 2 Jahren querfeldein durch die wilde Prärie Nordhessens jagen wollte, da entschuldigte ich mich damit, dass ich mir doch keine Zecken zuziehen wolle. In Wahrheit hatte ich kein Vertrauen in seinen Richtungssinn, der Typ, das hatte ich schon gemerkt, war ein Chaot, ein Abenteurer, dem durfte ich mich nicht anvertrauen, der verschwand einfach mal so aus dem Blickfeld, wenn ich ihn aus den Augen ließ. Mit dem über unwegsames und wildwüchsiges Gelände, wo wir uns eh schon kilometer abseits verlaufen hatten und die Nacht schon hereinbrach? Niemals!
So gingen meine Gedanken damals, Herr Letterman, so sieht die Wahrheit aus, mein Herr! LOL!

Ja, und neulich passierte es ein weiteres Mal, dass ich gegenüber einem Bekannten den Schongang einschaltete und ich stellte dabei wieder einmal fest, dass es mich überhaupt nicht mehr berührt oder bekümmert, und zwar  w e i l  ich das nicht mehr (als Unfähigkeit und Schwäche) BEWERTE! Ich registriere diesen Reflex oder Vorgang einfach nur, ohne ihm eine irgendwie geartete Bedeutsamkeit zuzuweisen.
Seit meiner "Auferstehung" im Herbst 2011 hat sich vieles geändert, aber vieles ist auch geblieben.



So hätte Jesus nicht gesprochen?

Das hört man vorwiegend aus Pharisäer-Munde, wenn sich der "Kaiser", das angepaßte Eltern-Ich (Überich)  in seiner angemaßten Ehre beleidigt und erniedrigt fühlt. Als hätte Jesus je Nattern an seinem Busen genährt! Als hätte Jesus nicht die Peitsche genommen und  Händler aus dem Vorhof des Tempels getrieben. Und er treibt sie heute noch aus, JETZT in diesem Moment -  i n  DIR,  i n  uns.
Dieses "Ungeziefer der Seele" sind u.a. die Händler, die Schacherer, die den Kuchen essen und behalten wollen, sich nicht zwischen Welt und Gott entscheiden wollen.  Der Sozialreformer Judas ist solch ein "Händler", der die Revolution will und glaubt, auf diese Weise das Reich Gottes auf die Erde zu holen, statt in sich selbst zu finden.
Alles diese Namen sind nur Metaphern für Ich-Anteile, die uns vom Inneren Heiligtum, dem Wahren SELBST (Buddha oder Christus-SELBST) trennen.


Wer nicht für mich ist, ist gegen mich

sagt Jesus und hat damit absolut recht. Mit "Jesus"  gibt es kein bequemes sowohl - als auch. Hier muss man sich entscheiden: Entweder- Oder. Entweder fürs wahre  Leben oder für den (seelischen) Tod.  Wer gegen Jesus  (das Wahre SELBST) ist, hat sich für den Tod entschieden und gehört damit  zu seinen Verfolgern, seinen Häschern, zu denen, die ihn ununterbrochen ans Kreuz schlagen.
Jeder, der den spirituellen Weg geht, wird an diese Weggabelung kommen und sich entscheiden müssen.


Offene Weite  - nichts von heilig

Das sog. Heilige ist die letzte kategorische Begrenzung, die überstiegen werden muß. Das Heilige (Gott, spirituelle Erfahrungen, mit denen man identifiziert ist)  als Konzepte des spirituellen Egos erkannt - und yipppppiiiiieeeee! Tragisch: Sogar die LIEBE kann zum Konzept werden!

Tragikomisch auch wieder, dass der spirituelle Maulheld, für den es offenbar so etwas wie  Transformation und Transzendieren gar nicht gibt -  trotz seiner  Heiligkeitsabwertung  (das ist sie nämlich in diesem Fall, denn das Heilige muss transzendiert werden statt negiert oder abgewertet) von einem Guru oder Meister einen heiligen Nimbus und ein heiligmäßiges Leben zu erwarten scheint. Da imponiert immer noch der Lendenschurz, das Käppi und das weiße Gewandl.

Aber wie stets ist auch hier nicht das Heilige selbst das Problem, sondern die Identifikation des Ego mit der Heiligkeit.


Gewahrsein

ist zwar unsere Wahre Natur, aber als das dritte Auge sich das erste Mal ein wenig öffnete, schien es das "Ganz Andere" zu sein. So fremd, so erschreckend und numinos... Die ersten Ein-SICHTEN liessen sich nicht fassen und artikulieren. Sie kamen wie ein kleiner Hauch und als ich danach greifen wollte, war es wieder weg. Ähnlich wie man morgens aufwacht und erhascht grad noch einen Zipfel eines schönen Traumes, aber egal, was man macht, er läßt sich nicht mehr fassen. Mit der kontinuierlichen Vergrößerung des Fokus oder Bewußtseinserweiterung ändert sich das: die Erkenntnis, die sich vorher nicht fassen ließ läßt, wird glasklar und läßt sich auch in Sprache formulieren.


Nur das Herz kann beurteilen,

ob ein anderer Mensch aus eigener Lebens- bzw. spiritueller Erfahrung heraus oder nur aus angelerntem theoretischem Bücherwissen schreibt oder spricht. Ein verkopfter linkshirnig gepolter Verstand kann in den Schriften anderer eben auch nichts anderes als Theorie wahrnehmen bzw. projezieren.
Im übrigen ist es der WAHRHEIT völlig schnurze, aus welchem Mund sie spricht. Aus Kinder- oder Narrenmund - Jacke wie Hose. Ich erinnere mich: Vor vielen Jahren in meiner Zeit bei den Anonymen Alkoholikern war ein Mann, der nicht gerade mit Intellekt oder Intelligenz gesegnet war. Aber einmal sprach er einen Satz aus - ich weiss nicht mehr, was - aber der hat mich fast umgehauen, der traf mich mitten ins Herz...boah, mit einem Schlag wurde es Licht in mir!
Oh, sollte ich den Mann sooo unterschätzt haben, verwunderte ich mich, ist er in wirklich vielleicht ein ganz anderer, ein Heiliger, ein weiser Mann? In meiner Ergriffenheit und Bewunderung ging ich später auf ihn zu und bedankte mich überschwänglich bei ihm für die Einsicht, die er mir mit seinem Satz beschert hatte. Er lächelte nur verlegen und verdrückte sich schnell.
Die Wahrheit war, wie mir relativ schnell klar wurde, dass er einfach nur bewußtlos eine wiederholte und oft gehörte AA-Allerweltsweisheit von sich gegeben hatte, die ich schon öfters gehört hatte, die aber nie so ganz an mich ran ging. Der Zufall? Schicksal? oder Gott WhatEver wollte es, dass mein Herz in diesem Moment offen und empfänglich für die WAHRHEIT und die Weisheit war. Es hatte mit diesem Mann aber nicht das geringste zu tun! Ich bin sicher, er war sich der wahren Bedeutung dessen, was er da so leicht dahinsagte, gar nicht bewußt.

Was ich damit sagen will: Der Verstand neigt dazu, die Weisheit zu personalisieren, und dann kommts vor, dass man sich bei Menschen für etwas bedankt, von dem sie selbst überhaupt keine Ahnung haben. Das ist mir früher sehr oft passiert. Dennoch war der Dank nicht unangebracht - einer mußte ja die Wahrheit aussprechen, damit ich sie empfangen konnte.
Aber wie gesagt, ist es egal, wer eine Weisheit oder Wahrheit ausspricht, ob der Sender sich ihrer bewußt oder unbewußt ist - es kommt wie stets nur auf das offene Herz des Empfängers an!
Ein anderes Wort für ein offenes Herz ist der (erweiterte) Gewahrseinsfokus.


Glaube vs. GLAUBE

Wenn die Kirche dogmatisch  behauptet, dass der  Glaube an Jesus  Christus unsere Rettung sei, dann hat sie recht. Dass dies ein Vorwand für Religionskriege wurde, liegt daran, dass die Kirche nicht nachdrücklich genug klar gemacht hat, dass das Himmelreich in uns liegt: Jesus CHristus als unsere Wahre Natur, statt dessen hat man aus Jesus Christus einen unerreichbaren Götzen gemacht. Glaubst du an Jesus? Diese Frage hieß, glaubst du an den Jesus der Geschichte, glaubst du an den Buchstaben der Schrift. Diese Frage entscheidet tatsächlich über Leben oder Tod;  aber anders als es gemeint war,  - nämlich innerlich - hat die Kirch/Inquisition diese Fragen aus dem Raum der Innerlichkeit in den Raum der Geschichte verlagert und wer nicht an den Buchstaben glaubte, dem hat man sein Leben genommen.
Wer an mich glaubt wird ewig leben. Eine absolute Wahrheit.


Absolute Wahrheit - Definition

Niemand kommt zum Vater denn durch mich, sagt Jesus.
Anders gesagt: Niemand kommt in den Himmel, ohne durch die Hölle der Individuation gegangen zu sein. (Schattenintegration,Heilung).
Nochmal anders: niemand kommt zum Heil, der nicht Heilung erlangt hat.
Dies ist für mich eine absolute Wahrheit.

Alles, was Christus als das Wahre SELBST in und aus mir selbst heraus "sagt", ist in diesem Sinn für mich eine Absolute Wahrheit. Wenn ich jetzt sagen würde: A l l e  Aussagen Jesu sind absolute Wahrheit, dann handelte es sich bei dieser Aussage um eine relative Wahrheit, d.h. es wäre ein Glaubenssatz (Dogma), insofern ich damit identifiziert wäre. Dies deshalb, weil ich noch nicht  a l l e   Aussagen Jesu als lebendige Wahrheit in meinem Herzen erkannt habe.
Insofern würde ich ergänzend sagen: Die gesamte Bibel ist für den Gläubigen eine relative und für den Erfahrenden/Erkennenden  (Mystiker) eine absolute Wahrheit. Der eine versteht sie exoterisch dem toten Buchstaben nach, dem anderen wird die Schrift nach und nach als eine lebendig gewordene Wahrheit von innen heraus offenbart. Aber nicht allein die Bibel, sondern alle Heiligen Schriften enthüllen sich in ihrem wahren Sinn.



 Es gibt Männer,

die finden den Intellekt, die Intelligenz einer Frau erotisch, andere fühlen sich von ihr in ihrer männlichen Monopolstellung verunsichert,  viele halten weibliche Intelligenz sogar für verkopfte Intellektualität. Dem patrischen "Knilch" sind intellektuelle Frauen garstige "Emanzen" oder  "kastrierende Weiber".


Auf meinem Weg

gab es Phasen, da habe ich mir jeden Schuh angezogen: Alle schlechten Eigenschaften waren die meinen. Das bin ich, jenes bin ich...Da gings mir gar nicht gut und ich dachte, ich bin in einer psychischen Krise. Es ging wieder vorbei... Heute glaube ich, dass das notwendig war - dass ich mich auch mit allem identifizierte, was ich glaubte, nicht zu sein.

Geschichte (History)  vs. Geschichte (Story) 

Ich habe schon öfters gelesen, wie von dogmatischen Neo-Advaita-Aposteln, die sich als erwacht bezeichneten,  die spirituellen Erfahrungen von Menschen als "Geschichten erzählen" bezeichnet oder mit "romantischen Gefühlen" gleichgesetzt wurden. Dass ihr eigenes Erwachen eine "romantische Story"  ist, die schon lange der Geschichte angehört, schien ihnen allerdings nicht bewußt.
Ich sehe die Sache so:  Alles, was du sagst, alles, was die Sprache formuliert, ist Geschichte im Sinne von Historie, Vergangenheit. Genau wie alles was das Ego als Gründe für sein Tun angibt, eine spätere Rationalisierung ist. In Wirklichkeit gibt es keine Gründe: wo das Ursache-Wirkung-Prinzip aufgehoben ist, erkennt man, dass die Dinge  grundlos geschehen. Im Grunde ist alles, was vergangen ist, Fiktion, die Menschheits- wie die Lebensgeschichte...
Und dennoch...


Kunst 


Der Künstler braucht das Leid, um Künstler zu sein, sagte mir einmal ein Künstler. Seine Kunst entspringt dem Leiden und dient eigentlich nichts anderem als der Kompensation von Leid. Wirkliche Kunst weist darüber hinaus auf die Wahre Wirklichkeit., sie ist ein  Finger der auf den Mond weist.  Hat der Künstler sich SELBST verwirklicht, hat sich die (religiöse) Kunst erledigt. Deswegen haben viele Künstler den letzten Schritt nicht getan: der Tod des Egos ist auch der Tod der Kunst, denn wer braucht noch Symbolik, wenn er die Wirklichkeit schaut, - wieso Finger malen, beschreiben oder besingen, wenn er auf dem Mond  l e b t?
Aber das Ego haftet am Leiden und der Leidenschaft... das Elend des Menschen ist dem Künstler eine stetige Quelle der Inspiration.... die Vorstellung von dieser Quelle abgeschnitten zu sein, erschreckt ihn zutiefst...



Das  Ego

will immer mehr, als es jetzt und heute gebrauchen kann. Ich habe eine Zeitlang jeden Tag nur das gekauft, was ich für das unmittelbare Überleben brauchte. Das ist gar nicht so einfach, weil man heutzutage immer alles im Dutzend kaufen muß. Es gibt nur noch Großpackungen. Hier in Gladenbach gibt es noch ein Geschäft, da kann ich die Nägel, Haken usw.  noch einzeln kaufen. Aber auch nicht mehr lange...



 Der Böse Blick


hat mich immer schon fasziniert.  "Attribuierungsstil" ist nur ein Synonym. In der WG, in der ich früher einmal lebte, war ein junger Mann, der wurde einmal furchtbar böse, weil er über das neue Bild, welches er sich voller Freude und Stolz an der Wand aufhängte von einigen Mitbewohnern ausgelacht wurde, es  sähe lächerlich und absolut altmodisch aus. Es war ein Pferdebild und es war glaube ich eine Art Gobelin, diese ARt, wie man sie im Orient heute noch gerne hat.
Er riß das Bild fluchend herunter und warf es in den Müll. Ich verstand das. Er hätte niemals mehr mit seiner ursprünglichen Freude darauf blicken können, für immer hätte er das Bild mit dem  Bösen BLick der anderen angeschaut.
Man internalisiert diese "Blicke". Auf diese Weise empfängt man auch als Kind sein negatives Selbstbild. Man wird zu dem, wie man wahrgenommen wird von anderen. Heute weiß ich, wie man sie "exorziert" bzw. bin ich immun dagegen.



Gottesliebe

In den Gesangbüchern der evangelischen und katholischen Kirche gibt es wunderschöne Liedertexte. Es ist erst ein paar Jahre her, dass ich mir ein Gesangbuch aus einer Kirche mitnahm, weniger, dass ich zuhause sang, als dass ich mir die Texte zu Herzen gehen ließ...  Ich ging in den Kirchenchor wegen der Liedertexte , weil ich nicht nur meine eigene Stimme hören wollte und kopierte mir die schönsten Lieder.. (Weil meine Stimme so tief war, sang ich mit den Männern entweder Tenor oder Baß. Seit meiner schweren Bronchitis vor kurzem kann ich kaum noch Töne treffen weil mir die Stimme bricht.)

Mit diesen Liedern bzw. Liedertexten war ich ein Herz und eine Seele. Wer das nicht kennt, weiß nicht, was LIEBE ist: Auch wenns "von oben", aus der transpersonalen Sicht anders aussehen mag: Die Liebe zu Gott ist dennoch kein frommes Märchen. Ob ich Gottes- oder SELBSTliebe dazu sage, ist mir jetzt Jacke wie Hose, in mir ist es EINS, Und deshalb  steht für mich immer noch felsenfest fest: Zur Wahren Selbstliebe kommt man nur über die Gottesliebe!
Anders gesagt: Ohne Gott - oder ohne Religion gibt es keine Spiritualität...Ohne Exoterik keine Esoterik. Weiße Wände können m. E. die  Hingabe an eine sog.Höhere Macht nicht ersetzen und allein die Beobachtung des Denkens macht das Denken nicht frei. Sich ständig einzureden, ich bin nicht meine Gefühle, ich bin nicht meine Gedanken ersetzt keine Schattenarbeit/Individuation, d.h. kann m. E. keine dauerhafte  Desidentifikation von Gefühlen und Gedanken bewirken.

Achtsamkeit ist der Schlüssel und wenn dich die Achtsamkeit über die Schwelle des Unbewußten trägt, dann ist es nicht das falscheste, einen festen Glauben und unerschütterliches Vertrauen in einen Jesus (oder Gott)  zu haben, der deine Angst beschwichtigt und dich trockenen Fußes über die stürmischen Gewässer des Unbewußten trägt. Dem "Ungläubigen" nämlich wird es sonst wie dem zweifelnden Petrus ergehen, der in letzter Sekunde seine Hand ausstreckte und sein Vertrauen bewies.


Sofort danach schickte Jesus seine Jünger zum Boot zurück und befahl ihnen, ans andere Ufer überzusetzen, während er die Menschen nach Hause entließ. Dann stieg er allein in die Berge hinauf, um dort zu beten. Als es dunkel wurde, war er immer noch allein dort oben. 
In der Zwischenzeit gerieten die Jünger weit weg vom Ufer in Seenot, denn ein starker Wind war aufgekommen, und sie hatten gegen hohe Wellen anzukämpfen.
Gegen drei Uhr morgens kam Jesus über das Wasser zu ihnen. Als ihn die Jünger sahen, schrien sie entsetzt auf, denn sie hielten ihn für einen Geist. Doch Jesus sprach sie sogleich an: »Es ist gut«, sagte er. »Ich bin es! Habt keine Angst.«
Da rief Petrus ihm zu: »Herr, wenn du es wirklich bist, befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.« »Dann komm«, sagte Jesus. Und Petrus stieg aus dem Boot und ging über das Wasser, Jesus entgegen.
Als er sich aber umsah und die hohen Wellen erblickte, bekam er Angst und begann zu versinken. »Herr, rette mich!«, schrie er. Sofort streckte Jesus ihm die Hand hin und hielt ihn fest. »Du hast nicht viel Glauben«, sagte Jesus. »Warum hast du gezweifelt?«

Als sie schließlich zurück ins Boot stiegen, legte sich der Wind. Da beteten ihn die Jünger an. »Du bist wirklich der Sohn Gottes!«, riefen sie.

http://gott.net/jesusgeschichten/sinkender-petrus.html

Die TodesSymbolik in dieser Geschichte ist jedem klar, der auf dem Individuationsweg die unbewußten Tiefen durchquert hat. Die Symbolik des "Anderen Ufers", der Überquerung des Todesflusses (Styx) kann man in jeder Religion finden. Petrus wie alle Apostel sind tiefenpsychologisch interpretiert allesamt "Teilpersönlichkeiten", Ich-Anteile... Hier wird gleichnishaft in Bildern dargestellt, was während  Individuationsprozessen innerseelisch geschieht.
Da gibt es viele dunkle Nächte, Phasen, in denen man sich von Gott und allen guten Geistern verlassen fühlt. Dies ist deshalb besonders schlimm, weil und wenn man sich zuvor schon eines großen Friedens, Freude und vieler geistiger "Süßigkeiten" oder "Seligkeiten" erfreute und sich dadurch oftmals schon am Ziel wähnte.
Dann aber muss man noch einmal hinab, noch einmal gilt es, Schatten zu konfrontieren. Gott ist fern  (Jesus auf dem Berg) Man fühlt sich total hilflos und allein den Wogen des Unbewußten ausgeliefert, durch vorangegangene Tiefenprozesse aber hat man schon gelernt, übers Wasser zu laufen, d.h. man lernte, sich nicht mehr mit den Inhalten des Unbewussten zu identifizieren. Trotzdem kommt immer wieder einmal eine schreckliche Angst vor dem Versinken, vor der Auflösung, vor dem Tode auf.  (Ich habe zu manchen Zeiten oft davon geträumt, übers Wasser zu laufen, mit Anlauf klappte das auch recht gut... lol)

Derweil das Menschlein orientierungslos, verlassen und verängstigt sein heftig schaukelndes Lebensschifflein durch das gefährliche Meer des Unbewussten rudert, ist Jesus (Wahres Selbst und der eigentliche Steuermann) auf dem Berg, d.h. er  ist beim "Vater". Als er auf dem Wasser laufend zu ihnen zurückkehrte konnten sie es zunächst nicht glauben, dass dies Jesus war, als sie ihn aber "erkannten", wußten sie sich beruhigt und gerettet, er gab ihnen die Gewissheit, dass es auch ihnen möglich ist... Petrus blickt zurück - Petrus sehe ich als den Teil in uns, der sich noch an die Vergangenheit klammert, er kann noch nichtganz  loslassen, sein Vertrauen ist noch nicht gefestigt,  deshalb versinkt er im Moment des Zurückblickens,ganz ähnlich wie Lots Frau zur Salzsäule erstarrte, weil sie auf die Stadt Sodom zurückblickte, die sie verlassen sollte...
Erst nach seinem Wasserlauf wird Petrus ist sein Vertrauen in Jesus gefestigt. Nun ist er der Fels geworden, auf dem Jesus seine Kirche (Reich Gottes) zu bauen verspricht.
Das "Andere Ufer" zu erreichen, bedeutet jenseits von Verstand und Ego in das Reich Gottes einzutreten.








Lasse das Gute und hasse das Böse sei deine Number-One-Devise!





Kommentar zu Nytia's Blog


Die natürliche Weisheit ist aus sich erleuchtet,
Die Myriaden Phänomene kehren zurück in Soheit.
Es gibt kein Zurückkehren und kein Empfangen,
Drum lass das Meditieren und das Halten von Geboten. (Xinming, Auszug)



Mit Geboten sind hier natürlich die asketischen Reinhaltegebote der buddhistischen Lehre gemeint. (Kann man natürlich auch auf die christliche Lehre übertragen, auf alle religiösen Lehren)
Das dumme oder der Haken daran ist nur:  Was man lassen soll, an dem muß man zuvor gehaftet oder muß man zuvor "gemacht"  haben;  um also eine Askeseübung  zu "lassen", muss also Askese zuvor geübt worden sein. Andernfalls machen solche Aufforderungen ja gar keinen Sinn!

Eine Doppelbindung liegt darin, dass im selben Zug ein Gebot aufgestellt wird, indem geboten wird, die Gebote  zu lassen.
Und weil es als eine Aufforderung formuliert ist, etwas (bleiben) zu lassen,  ist das für das autoritätshörige Spiri-Ego ein gefundenes Freßchen, ein richtig schöner fetter Happen!
Wenn das Ego nämlich etwas "läßt", dann läßt es etwas bleiben, was ihm Mühe macht oder keinen Nutzen bringt. Das Loslassen aber, welches nur durch Bewußtheit/Gewahrsein bewirkt wird, hat eine ganz andere QUALITÄT , weil es aus sich SELBST heraus geschieht..

Das LosLassen von Meditation und Geboten geschieht aber doch ganz von selbst, wenn man seine Identifikation mit der Konzepthaftigkeit von Geboten usw. erkannt hat. Man braucht hierzu keine Aufforderung... Intepretiert hier der Egomind, dann ist das alles in allem ein schöner Mindfuck für jene Faulpelze, die noch nicht einmal angefangen haben zu "meditieren" geschweige denn, dass sie sich je an irgendwelche "Gebote"  gehalten oder sich mühevoller Übungen unterworfen hätten...

Mehrfache Doppelbindung: Denn einerseits wird aufgefordert, die Meditation zu lassen, - nur:  die wird jedoch durch die Hintertür wieder hereingelassen, wenn es heißt, man solle das Auf und Ab von Begierden (u.ä. "Phänomenen) einfach nur beobachten, dann verschwänden sie.  Genau dies nämlich ist Achtsamkeitsmeditation! Was für ein Irrsinn. Das ist kein heiterer Witz und auch kein ernsthaft zu übender Koan, - das ist m. E. einfach nur irreführend.
Mit Meditation im Sinne von Sitzen oder besonderen Ritualen wird "automatisch" aufgehört  wenn sich Achtsamkeit resp. Gewahrsein stabilisiert hat und es keinerlei äusserer Aktion mehr bedarf, um in Kontakt mit der Quelle zu kommen. Dann nämlich bist du zu Meditation geworden und damit auch "marktplatzkompatibel". Permanentgewahrsein sage ich dazu.

Mißverständlich auch deshalb, weil hier für den (fehl-) interpretierenden Egomind garantiert eine Begründung herausgehört wird und flugs greift er mit Begeisterung in  die alte Trickkiste der alten verschimmelten Glaubenssätze und bastelt sich seine Entschuldigungen, w e s h a l b  er guten GEwissens mit dem Meditieren und allen Übungen  aufhören darf -  nämlich  w e i l    es weder dies noch jenes gibt,.... w e i l  ich eh schon erleuchtet bin ... weil es das, was ich mir so vorstelle, eh alles nicht gibt...   w e i l   alles eh schon da ist... w e i l  es nichts zu tun gibt... Egomind wird seine Faulheit schon zu rationalisieren wissen.

Ich meine im übrigen auch, der Meister XY hätte bei der  Frage die alte Frau betreffend den Finger auf den Mund legen müssen, - pssst -  denn die Frage, wie ein Meister handelt, wenn eine alte Frau auf der Straße stürzt ist nichts als eine Gedankenkonstruktion, eine Szenerie ohne jede Wirklichkeit, ein Tagtraum, der in einer vorgestellten Zukunft spielt - genau das, ein Bild, mit dem ein Meister niemals identifizert sein kann. Eine solche Entweder-Oder-Frage will  ja immer eine eindeutige Antwort. Läuft so aber nicht:  Ein Meister weiß, dass sein Handeln immer  spontan und daher unberechenbar der Notwendigkeit des Augenblicks gehorcht,  - ganz im Gegensatz zu früher, als er  im alten Adam seiner sozialen Programmierung , einem evtl. Helfersyndrom bzw. einer "Gutmensch"-Attitüde oder den Erwartungen anderer Menschen blindlings gehorchte.


Die Wahrheit jenseits von Ego ist wie immer paradox:: Es besteht weder eine "Notwendigkeit" zu helfen noch nicht zu helfen. Er kann der Frau helfen, er kann aber auch vorbeigehen. In jedem Fall hat er gut getan.
 Jop, und hier schießt dem AllzuGutmensch garantiert  einmal mehr der Empörungssaft in die Birne und die Rechtschaffenheit rüstet zum Kampf.

Was die "Notwendigkeit" angeht, sage ich es mal so: Jenseits von Ego besteht keine Notwendigkeit mehr, sich an Reinheitsgeboten noch sonstwelchen Gesetzen oder Geboten zu orientieren, man ist jenseits des Gesetzes. Hier gilt die Devise des Augustinus und die seines Plagiators Aleister Crowleys: Liebe und tu was du willst. (Natürlich kann das ungeläuterte Ich dieser Aufforderung auch nicht nachkommen, dem geläuterten Ich jedoch ist es ein Sein/Sei-en.)

Wer noch tief schläft, wird , was die Lehrgeschichten dieser alten Meister angeht, eben nicht SELBSTbezüglich, sondern ego-bezogen verstehen. Man liest eben nur mit dem Herzen gut. Deshalb sollte man nicht vergessen,  dass es darum geht, die Worte von spirituellen Meistern als die  "Stimme" des eigenen inneren Meisters in sich zu "hören". Es gilt, "gleichzeitig" mit IHM zu werden. Nur mit dem Herzen gelesen kann man den Vers aus dem Xinming in der rechten Weise verstehen - und zwar als lebendiges Geschehen in der eigenen Seele. Dann nämlich, wenn ich die Bindung oder Identifikation erkenne, kann ich im gleichen Zuge auch loslassen.

Natürlich fordert diese sog. innere Stimme nicht ausdrücklich auf: Lasse dies oder tue jenes, sondern läßt dich auf geistige Weise deine Identifikation, d.h. deine Bindung und dein  Anhaften und Ergreifen im Gewahrsein erkennen - Erkennen IST Loslassen.

Man sollte um Gottes Willen nicht alles wortwörtlich nehmen und immer daran denken, dass in diesen Beschreibungen/Versen eine Menge Poesie und Metapher hineingewoben ist, weil man auf diese Weise am  besten das Unbeschreibbare ausdrücken kann.
So wenig es natürlich eine Stimme gibt, sowenig gibt es ja LETZTLICH auch ein Lassen. Das solltest du aber eigentlich auch nicht wissen,  - weil ohne eigenes Erkennen ist es  nur Futter fürs Ego : angelernt und angelesen.  Nicht zuletzt deshalb wurden m. E. diese Dinge früher nie laut und öffentlich ausgesprochen: damit der Kopf nicht die Dinge des Herzens und seiner "Geheimer Offenbarungen"  vereinnahmt und mißbraucht.  Dafür gab es Klöster und Geheime Orden, man sprach über diese Dinge nur in kleinen Kreisen und unter strengstem Stillschweigen.



Ich übersetze und zerlege den eingangs zitierten  Xinmingtext  nun aus der Poesie  in meine Erfahrungswirklichkeit - guckst du:

Wenn die natürliche Weisheit der wahren Natur erlangt ist, werden im Gewahrsein - in der Bewußtheit der reinen neutralen Wahrnehmung -  die  Phänomene der äusseren und inneren Vielfalt als als leer und bedeutungslos erkannt. (Soheit) Es gibt kein Zurückkehren und Empfangen (mehr), weil du erstens übern Zenit geschossen bist, andere sagen,"über den Jordan gegangen",  wiedergeboren,  (ich nenne es auch param advaita) und zweitens so etwas wie Myriaden Dinge nicht gibt bzw. als Abstraktion erkannt werden.
Ist Gewahrsein alltagstauglich und markplatzkompatibel geworden - anders gesagt:

Dann, wenn Meditation zu deinem Sein und Sei-en geworden ist, brauchst du keine Gebote, keine Gesetze, keine Übungen, kein Sitzen, kein Mantra, kein gar nix mehr,  - es gibt weder etwas zu tun, noch gibt es etwas zu lassen.
Alles klar jetzt? LOL.







In der heutigen Zeit

sind alle früher geheimgehaltenen Schriften  jedem zugänglich...auch deshalb gab es niemals soviele pseudospirituelle Schwätzer,  Gurufakes  und Möchtegernmagier. Heute wirft man die Perlen en masse vor die Säue und aus dem  Gold der Wahrheit wird ein stinkender Scheißhaufen.

Das ist einer der Gründe, warum ich ab jetzt (19.06.2014, 18.00 Uhr)  auf meiner  Facebookseite kein ernsthaftes Wort mehr über Spiritualität schreiben mag. Meinen Blog werde ich wohl weiterschreiben, aber ich werde ihn nicht mehr unter die Leute bringen, d.h. keine Links mehr zu Facebook setzen. Ich habe einfach keine Lust und Freude daran, meine Worte jenen Gockeln zum Fraß vorzuwerfen, die Spiritualität wie Politik diskutieren wollen oder auf jene Angsthasen und chronischen Verdränger, die ihre Ängste auf mich projezieren und mir raten, Unangenehmes zu ignorieren und die Wahrheit in genießbaren Häppchen zu servieren... keine Lust mehr auf  Stutzer, die nicht ahnen, dass sie mit derselben Selbstgerechtigkeit, wie sie anderen Menschen die Flügel stutzen, sich selbst beschneiden. Und nein, ich habe kein Mitleid mit ihnen, Mitgefühl habe ich für das gequälte innere Kind in ihnen, aber keineswegs für den "Kaiser" bzw. den "König Herodes", das Sado-Maso-Überich - den Teil im Menschen, der das Kind gefangenhält und auf sadistische Weise quält und tötet - den mach ich nackisch, den führ ich vor.
Da lacht das Kind!


Gegenwart ist nicht Zeit, 

Gegenwart ist der zeitlose Moment, in dem Zeit nur eine Abstraktion ist. Dieser zeitlose Moment nennt sich auch Ewigkeit.  In der absoluten Präsenz zu leben heißt, "todlos" zu sein - d.h. nicht mehr mit Raum & Zeit (Ego) identifiziert zu sein. Dennoch bist du der Zeit bewußt, d.h. du bist dir des  Morgens, des Mittags und  des Abend bewußt - haha - bist dir aber auch dessen bewußt, dass dies nur "vorübergehende Erscheinungen" sind. Abstraktionen, Vorstellungen von Mittag, Abend usw.
Na ja, eigentlich läßt sich in oder von der absoluten Gegenwart gar nichts sagen, aber ich nehme mir die Freiheit, soviel darüber auszusagen, wie ich lustig bin... solange ich mit meinen Worten nicht identifiziert bin und sie für die WIRKLICHKEIT halte, spiele ich mit ihnen... REINES Spiel.
Da lacht das Kind!

Begrenzungen:

Vorsicht beim Lesen: Althergebrachte Definitionen/Klassifizierungen/Kategorien werden von mir öfters mal spielerisch umgedeutet. In meinem Universum BIN ICH the master of the definition, hält sich aber im Rahmen und wird meist auch von mir erklärt, wo die Bedeutungsänderung nicht so sichtbar ist.



Das Schlimmste


für den passiv-aggressiven Weltverbesserer und moralinsäuerlichen Stammtischrevolutionär wäre,  ihm die täglichen Horrornachrichten wegzunehmen. Nachrichten sind FETT für das moralitäre Ego, Futter für den gierigen Rechtschaffenheitsvirus;  Eine Nachrichten-Diät  wäre der Tod (LOL).
Der moralitäre Rechtschaffenheitsvirus des rebellischen Maulhelden mästet  sich mit Vorliebe an "Katastrophen" und Ereignissen, die ihn nichts angehen und weder in positiver noch negativer Weise tangieren könnten: die Zustände im Kongo oder Afghanistan oder die WM in Brasilien, Hauptsache, es ist weit weg und erfordert keinerlei eigenen persönlichen Einsatz geschweige denn so etwas wie heroischen Mut und Zivilcourage.  Typisch für diese Krankheit ist, dass man absolut blind ist für das konkrete Elend im eigenen engsten Umkreis.
Es soll ja tatsächlich sogar sog. spirituelle Leute geben, die diese Mediengeilheit  - das passive lesen und Fernsehen - "hingucken" nennen.
Man muss doch hingucken... hört man des öfteren. Auf der anderen Seite können es dieselben Leute sein, die dir erzählen, alles, was man hört und sieht, sei nur eine "Geschichte" ohne Bedeutung...eine Vorstellung des Verstandes - RICHTIG - aber warum willst du denn noch immer auf diese Geschichte "hingucken" - warum begehrst du dann noch gegen diese "Geschichte"  auf?
Ich sage es dir: Weil Du nur ein Maulheld bist, weil es nicht dein Sei-en ist, weil Nichtwissen bzw. das Leben in der Gegenwart für dich keine WIRKLICHKEIT ist, weil du immer noch mit Denken und Vorstellungen  identifiziert bist und dir deshalb eben nur vorstellst, dass  alles nur  Vorstellung ist.




Die Nöte zur Tugend zu erheben 

ist eine der vielen Fallen  auf dem spirituellen Weg. So erhöht der Egozentriker seine Neurose zur Gottheit. Der Zustand dieser Höchsten UnHeiligen Egozentrik scheint der All-Einigen SelbstZentriertheit von "aussen" gesehen völlig identisch. Auch hier sieht man wieder diese "Teuflische Verdrehung/Verkehrung"...denen wir so leicht auf den Leim gehen.
Wer brav und fromm erzogen wurde (edel,hilfreich,gut), glaubt zum Beispiel, die beste Voraussetzung fürs Klosterleben/Nachfolge Christi zu haben. die dressierte Folgsamkeit wird umbenannt in "christlichen Gehorsam".  Eine fulminante Selbsttäuschung. Denn noch immer folgt man nicht seiner inneren Führung/Autorität, sondern einer äusseren, dem Abt, der Oberin etc. Diese  Art von Spiritualität ist somit eine in die prärationale(unbewusste) Regression (unmündige, abhängige) führende Pseudo-Spiritualität. Sie sieht der authentischen Spiritualität von aussen täuschend ähnlich. Authentisch ist nur eine Spiritualität, die den Menschen aus der Autoritätsabhängigkeit hinausführt, ihn seinen eigenen Weg finden lässt in eine transpersonale/überbewusste Spiritualität.

Führung kann aber  bis zu einem gewissen Grade von Wert sein, später jedoch muss auch jede Führung losgelassen werden. In Klöstern ist dies z.B. selten der Fall, deswegen muss das Kloster auch nicht gleich schlecht sein, aber sollte seine Grenzen akzeptieren. Ich bin für Kloster auf Zeit - welches es wohl schon längere Zeit gibt, aber im allgemeinen nur für wohlhabende Erwerbstätige erschwinglich ist, die die Stille suchen, um mehr Kraft für ihre weltliche Karrierelaufbahn zu tanken. Ein guter Nebenerwerb der Klöster/Kirche. Weiter nichts. Ebenfalls ein Laster  und Dem Herrn ein Greuel".

Alle sog. Tugenden, die man erziehungsmässig antrainiert bekam, die kannst du schlicht vergessen. Keiner kann sich hier  z.b. seiner Hilfsbereitschaft rühmen  . Alles, was das ich/Ego an Tugend, an Gutem für sich reklamiert zu sein, ist für das göttl. Selbst ein Laster -
"Dem Herrn ein Greuel".
Nett und lieb sein ist eine Maske, die frau sich abschminken muss. Auch mit allen guten Manieren und Damenhaftigkeit kommt man nicht ins wilde Himmelreich.


Spiegelung

Auszug aus Nyta's Blog-Präfix:
 "Gestern habe ich mit meinen Kommentaren anscheinend den heiligen Raum eines Blogs entweiht und ich wurde schon in die geistige Nähe zu einem jugendlich-männlich-alkoholisierten Chauvinisten gerückt, nur weil ich mich nicht an der Verurteilung irgendeines menschlichen Verhaltens beteiligen wollte. Und ich bekam die Frage gestellt, ob ich das Attentat auf Hitler spirituell gut heißen kann. Ich habe diese Art von Fragen schon in meiner Kriegsdienstverweigerungs-Verhandlung nicht abgekonnt. Was für ein Missverstehen!" Zitatende

Hey, stell dir vor, das habe ich fast haargenau auch so erlebt:
Neulich habe ich mit meinen Kommentaren anscheinend den heiligen Blog-Raum des sich oben beklagenden Bloggers entweiht, kaum hatte ich den Mund aufgemacht, wurde ich  in die geistige Nähe zu einem gar garstigen großmäuligen Flintenweib gerückt, nur weil meine Beiträge nicht den spirituellen Vorstellungen des BlogBetreibers entsprochen haben!Der Fiese Möpp nahm sich nicht einmal die Zeit für eine Frage, der  hat doch tatsächlich ohne Vorwarnung  geblockt...schluchz  Oh mei...seufz.... Schon in meiner Kindheit  habe ich  Oberlehrerärsche nicht abgekonnt.

Aber: Was mir früher ein Arsch des Anstoßes war, ist mir heute eine tägliche Quelle  des Entzückens und der Inspiration.
Da lacht das Kind!



Kommentar zu Nytias Blog



http://satyamnitya.wordpress.com/2014/06/14/mullers-esel-der-bist-du/#respond

Zitiert wird Daniel Odier: "Im Chan verfolgen wir nicht den Traum, das Gemüt zu unterdrücken oder es zu vernichten. Viel einfacher: Wir lassen ihm einfach seinen Lauf, ohne ihm Aufmerksamkeit zu schenken, bis es zum Augenblick der großen Entspannung kommt. "

Nytia:"Aber spielt das für die Aussage Odiers eine Rolle? Sind die Wirkungen des Reptilienhirns, des limbischen Systems und des Großhirns nicht allesamt nur Erscheinungen im Bewusstsein? “Wir lassen ihm einfach seinen Lauf, ohne ihm Aufmerksamkeit zu schenken, bis es zum Augenblick der großen Entspannung kommt.”, sagt Daniel Odier.
Und was sagen die geschätzten Leser dieses Blogs dazu?"

Tja, ich meine, was Odier da sagt, stellt für mich mal wieder eine Doppelbindung dar, wie fast alles, was die Leute darüber aussagen... Jeder Entspannung geht eine Anspannung voraus, oder? Wenn man aber in der Lage wäre, dem Gemüt keine Aufmerksamkeit zu schenken und alles "ziehen zu lassen",  wäre man ja schon nicht mehr mit den "Erscheinungen" identifiziert, woll?  Was wiederum hiesse, dass es keine Verspannung und demzufolge auch keine Entspannung geben könnte.  Wer in der Lage ist, die Gedanken und Emotionen ziehen zu lassen, statt sich mit ihnen zu identifizieren, ist im Gewahrsein - also am Ziel seiner Träume. Gewahrsein aber ist per se Entspannung.
Verspannung liegt ja in der Identifikation  bzw. den Anstrengungen des Ego in der Verfolgung irgendwelcher (auch spiritueller) Ziele, ... Ich könnte mir vorstellen, dass es sehr anstrengend für das Ego ist, seine eigenen Gedanken und Emotionen gehenzulassen... Askese ist Anspannung. Und jede Anspannung verlangt nach Entspannung.
Was hat "Buddha" so unglaublich viele Leben getan, bevor er sich unter dem Bodhi-Baum entspannte?
Was hat "Christus" getan, bevor er in seinem letzten Seufzer endgültig kapitulierte:  Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist? Was ging da voraus? Bei Christus war es die Dunkle Nacht der Seele: Gott, warum hast du mich verlassen?
Und bei Buddha? Viel anders als bei Christus kann es nicht gewesen sein.
Buddha war mir einmal der Gegenpol zu Christus. Buddha war Erkenntnis, Christus die Liebe. Christus heilt, Buddha erleuchtet. Christus von unten, Buddha von oben. (Evolution vs. Involution).
In mir sind beide zu einer Einheit geschmolzen - (dualistisch ausgedrückt, ein Neo-Advaita-Aspostel würde das nun aus der nondualistischen Perspektive berichtigen und sagen: Da gibt es kein Zusammenschmelzen, da gibts keine Aktion, kein Machen, kein Tun - weil alles schon in Einheit "da" ist. Es kann nichts zusammenschmelzen, was nie getrennt war...
Jo,  is ja recht, mein kleines Wortwichserle...du erzählst mir nix, was ich nicht schon selbst erkannt habe: Ich bin nämlich sowohl der Hase als auch der Igel "Bin schon da".



Celebration of the Female Form

heisst eine Seite auf Facebook. Was da zelebriert wird ist nicht gerade die wilde, sondern größtenteils die domestizierte Frau als Sexobjekt. Vorrangig Femme fatale und Burlesque.

Alle Formen sind Yin... Deswegen: Wer die Formen verachtet, geht auch der Leere verlustig, er hat keinen Zugang zur Qelle.  Vater und Mutter (Leere und Form) sind eine Einheit: Leere ist Form und Form ist Leere. Zwei in Eins. Yin und Yang sind eins: Nichtzwei. ooops... I did again... LOL!




Wortmagie

Du willst also kein chronischer Suppenhaarsucher sein?
Na, wie wärs es dann damit: Gegen alles, was man dir sagt, findest du Einwände.  Auf diese Weise ausgedrückt, kannst du die Kritik  besser annehmen, nicht wahr? Was Worte doch für eine emotionale Wirkung auf uns entfalten...Oder wie wäre es mit "Abergeist"? - klingt dir auch nicht nett genug, ne?


Der Tesseract

ist auch ein Symbol für das Geschehen der Welt- bzw. Icherfassung: Was zuvor (diesseits) über das Außen erfasst wurde, wird jenseits von Ego von Innen erfasst.


Der spirituelle Gutmensch

verlangt, dass man die Wahrheit so sagt, dass sie niemanden verletzt. Unmöglich! Was mein letztes "Extrablatt" angeht, meinte jemand, da sei ja "jemand" ziemlich sauer gewesen. Nein, der emotionale Aufwand, den man betreiben muß,um "sauer" zu sein, ist gnädig von mir genommen. Wenn mich jemand "anpißt" ist mir das nur wie alles andere eine weitere Quelle der Inspiration. Dass du das  nicht wahrnimmst, liegt daran, dass du mit dem verletzten Ego des von mir Angesprochenen Titelhelden identifiziert bist , Deine Identifikation, deine Emotionen haben dich für die Wahrheit blind gemacht.
Ja aber, sagst du, die Liebe ist doch sanftmütig und deckt gnädig alle Fehler zu... Eine fromme Mär, wenn du meinst, dass sie DEINE "Fehler" zudeckt. Die Liebe ist erstens selbstbezüglich und zweitens streng, d.h. sie  kehrt ihre Wahrnehmungen nicht unter den Teppich der Verdrängung, sondern spricht an, was sie wahrnimmt.



Jaja, die Klitoris,

- das dreckige kleine Miststück war den "patrischen" Kerlen schon immer ein dicker  Dorn in Fleisch und Auge. Schließlich sieht sie nicht nur aus wie ein kleiner Phallus, sondern ist es auch -  ja, die Klitoris war zuerst da, der männliche Phallus hat sich aus dem weiblichen Geschlecht heraus entwickelt. Das weiß die Wissenschaft heute. Und die Psychologie weiß auch, dass der Phallus resp. die Klitoris  ein Machtsymbol ist...Gottvater aber teilt seine Macht nicht, er duldet keine anderen Götter neben sich und so werden auch heute noch in archaischen Gesellschaften, - mögen sie noch so modern daherkommen,  - die Frauen kastriert, indem man sie ihrer Eigenmacht, ihres Lustzentrums beraubt.

Was hat das Frauenproblem der Moslems mit Spiritualität zu tun, fragt der Neo-Apostel: Ja, was wohl? Es zeigt, wie du dich hier auf Erden an Gottes Stelle setzt. Wer, ich? Ich tue doch gar nichts, ich bin erstens mal ein christlicher Abendländer und zweitens bin ich  Softi!
Ja klar doch - aber wenn man ihn nicht 3mal vergrößert wiederspiegelt, läuft auch ein christlich-abendländischer Softi Amok.

Hätte ein Mann wirkliche Individuationserfahrung und Selbsterkenntnis, könnte er solche Fragen gar nicht nicht stellen. Leider ist es aber so, dass Individuation  (u.a. eben auch die Befreiung der authentischen Weiblichkeit  und Männlichkeit)  nicht auf dem Plan der Neo-Apostel steht. Ist ja "Alles schon da" und munter wird weiter gemetzelt, wo nicht direkt, dann sinnbildlich, auf unsichtbare "unkörperliche" Weise:  Verbale Gewalt ist auch Gewalt und seelische Unterdrückung ist auch Unterdrückung.

Ein befreiter aufrechter Mensch - darunter insbesondere das erigierte SELBSTbewußtsein einer befreiten Frau  - ist den Knilchen immer noch derselbe Dorn in Fleisch und Auge wie die Klitoris.
"Knilch" - ein Ausdruck von Mary Daly bezeichnet das unbewußte und unbefreite männliche Mitglied der patriarchalischen  Männergesellschaft. Ein Knilch ist z.B. derjenige, der die Kritik der Frauen (und Männer)  an der patriarchalischen Gesellschaft und deren Frauenfeindlichkeit  für Männerhass hält. Ein Knilch ist derjenige, der Freie Frauen auf den sog. Boden der Wirklichkeit  ("irdischer Scheißhaufen") herunterholen will. Der amerikanische Begriff, den Daly für Knilch benutzte,  ist mir nicht erinnerlich, aber die (patr.) Menschheitsgeschichte war für sie eine  cock & bull-history. Aus reinem Männerhass? Wohl eher Frauenschmerz.
Der Vergleich mit Tieren ist absolut gerechtfertigt: solange wir unbewußte Roboter sind, sind wir nichts weiter als programmierte domestizierte Primaten. Hör auf zu heulen - is so!

Jesus sagt: Hasse das Böse! Auch das ist eine Etappe auf dem spirituellen Weg, wo das WORT als lebendige Wirklichkeit nicht nur erkannt, sondern auch durchlebt und durchlitten wird.
Das Böse hassen kann man aber nur, wenn man das Böse kennt. Das patriarchalische Bewußtsein der Menschen ist sich seiner frauen- bzw. menschenverachtenden Programmierung nicht bewußt, wie kann man  dann das Böse daran erkennen?

Ich hasse nicht mehr, ich bin schon lange darüber hinaus. Habe genug gehaßt. Vor allem mich selbst. Diesen Selbsthass umzukehren und als internalisierte Projektion zu erkennen, war für mich keine leichte Sache, (sehr angstbesetzt) aber ist ganz allgemein unumgänglich auf dem Weg der SELBStverwirklichung. Aus dem Selbsthass muss der gesunde konstruktive  Hass werden, der das Böse hasst. (In der Gefangenschaft hassen wir ja das  G u t e  , weil wir es für das Böse halten, das muss alles umgedreht werden ("Umkehr")), Auf diesen Vorgang der Umkehrung bezieht sich meines Wissens und meiner Erfahrung nach die Aufforderung Jesu, das Böse zu hassen. Es muss und sollte aber m. E. nicht aktiv bekämpft, sondern nur "enthüllt" werden,  im Sinne von  BEWUSSTmachung.

Mary Daly hat sich wohl sehr viel Zeit genommen, das Böse zu hassen, - ob dieser sorgsam gepflegte und kultivierte Haß tatsächlich auch solange bei Gesundheit blieb? - keine Ahnung, jedenfalls hat er sie beflügelt, einige wunderbar unverständliche Bücher zu schreiben mit einer eigens für Frauen erfundenen Sprache. Unverständlich aber nur für unbewußte Menschen, für solche, die keinen Zugang zu ihrem Unbewußten haben.
Auch sie war mein Guru, eine meiner vielen Geburtshelfer...


Mittwoch, 18. Juni 2014

Bücherlesen ist koa Sünd' - wenn es die richt'gen Bücher sind!





Das richt'ge  Buch zum Herzen spricht
und zum Verstand:

"Es werde Licht!"








Nichtzweiheit heißt christlich ausgedrückt, in der Einheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes zu sein. Dies wiederum bedeutet u.a. ein einiges SEIN im GEISTE mit allen toten und lebenden Geistern, insoweit ihre Worte und Werke aus der höchsten WAHRHEIT sind.

Wenn ich z.B. sage, ich stehe im selben Geist wie Nietzsche, dann meine ich nicht (nur) die relativen Wahrheiten/Philosophien des relativen Nietzsche-Geistes, sondern primär den GEIST der höchsten WAHRHEIT, der mir in vielen seiner Aussagen aufgeleuchtet ist.
So ist es mit allen sog. Großen Geistern  oder Großen Namen. Nicht der Person eines Nietzsche oder eines Ramanas oder Oshos usw. fühle ich mich hier verbunden, sondern jenseits der Person, jenseits der Namen BIN ICH mit "ihnen" eines Geistes in der EINHEIT des Geistes der höchsten (absoluten) WAHRHEIT.
 (Verbundenheit hat nichts mit Einheit zu tun, Verbundenheit ist für mich immer Verbundenheit unter Personen, Einigkeit in dem, was relative WAhrheiten angeht.)

Mit manchen dieser sog. Großen Geister fühlte ich auch eine persönliche Verbundenheit, z.B. mit Nietzsche, ich konnte mich mit ihm  bzw. seiner allzu christlich geprägten Biographie  und schwarzpädagogischen Erziehung identifizieren. Sein Schmerz war mein Schmerz. Diese Art von Verbundenheit ist auch eine Art "Einssein", ein Erkennen im gemeinsamen Schmerz, er teilte mein Leid oder vice versa...Mitgefühl.  Diese Art von Einssein allerdings betrfft nur die personal-duale Ebene und hat nichts mit dem transpersonalen EINS-SEIN jenseits von Ego/Person zu tun.
I'm in you - you are in me - an dieser Stelle hatte diese Verschmelzung/Identifikation  mit einem anderen Menschen- wenn auch "nur" einen relativen, doch  auch seinen überaus berechtigten Sinn und Stellenwert.
Natürlich ist die relative und die absolute Ebene nicht voneinander zu trennen, nur werden leider die Ebenen allzuoft vertauscht.

Erst heute weiß ich, dass meine Art, Bücher zu lesen in sog. Schattenarbeit übergegangen ist - ich glaube, wir alle machen wir sog. Schattenarbeit, ohne es zu wissen, z.B. wenn wir Bücher, Biographien lesen, in denen wir uns, unsere Geschichte, unser Leiden, unseren Schmerz wiederfinden. Mit Franz Kafka ging es mir ebenso wie mit Nietzsche, ich fand mich  wieder in ihm bzw.seinen Erzählungen,  ich wurde zu Franz Kafka  - und wie er die Welt sah, sah ich sie ebenfalls zu manchen Zeiten.Tränenüberströmt schrieb ich mit ihm zusammen den "Brief an den Vater"... (im Nackten-Kaiser-Vokabular des befreiten Kindes: Pöser Pädagoge):
http://gutenberg.spiegel.de/buch/169/1

Sören Kierkegaard: Ich erkannte ihn und  mich, meine/seine  Ängste, mein/sein existentielles Leiden, meine Depressionen  wieder  in seinem Werk: Der Begriff Angst. Sein Ringen mit dem Christentum war mein Ringen... Die Auflösung seiner Verlobung sah ich anders als die meisten Interpreten als eine Art Opferung der weltlichen Liebe zugunsten der Liebe Gottes. Sicher war oft viel Projektion dabei, aber man könnte sagen, es war eine konstruktive Projektion.

Hugo von Hoffmannsthal fällt mir noch ein, Der Brief von Lord Chandos an Francis Bacon:
http://gutenberg.spiegel.de/buch/997/1
Mit ihm zusammen entdeckte und erlitt ich die Gewißheit, dass die Sprache nicht die wahre WIRKLICHKEIT wiedergeben kann. Der Brief gab diesen grausligen Schrecken der sich in mir ereignenden "Sprachzertrümmerung" wieder. Wie gut kannte ich dieses sich auflösende und zersplitternde Ich, dem die Worte "wie modernde Pilze" von den Lippen bröselten... Ein wahres Wunder, dass ich daran nicht wahnsinnig  wurde! (Erst gerade jetzt fällt mir auf, dass auch diese ziemlich grenzüberschrittene Phase in die Rubrik "Schattenarbeit" fällt. AHA!)

Das sind nur einige wenig, aber fast hätte ich Hermann Hesse vergessen. Er war mir recht eigentlich die Initiationszündung. Siddharta. Ich glaube, ich habe alle seine Bücher gelesen. Seine Briefe an die Eltern... ich.
Auf diese Weise fand ich alle Schriftsteller, bzw. den menschlich-persönlichen (!) Geist  aller sog. Großen Geister ebenfalls in mir als ICH.

Überhaupt ging ich seelisch durch alle literarischen Epochen, anders gesagt: im Sinne von "Ontogenese ist Stammesgenese" (übrigens auch eine eigene Erkenntnis, die mir aus dem fruchtbaren Miste eigener empirischer Erfahrungen zuwuchs) wurde mir exact im Jahre Tschernobyl  (1987?) bewußt, dass  ich in meinem Unterbewußtsein die ganze Entwicklung der Menschheitsgeschichte beherberge, eben auch das Wissen um alle Zeit- oder Kunstepochen. Hey - gerade eben fällt mir ein, dass ich hierbei wohl mit dem unterbewußten Bereich in Kontakt war, was man das Kollektive Unbewußte nennt. AHA!





D
er Deutsche geht nicht gerne auf die Barrikaden, sich wehren oder gar wildes Revolutionieren  ist nicht sein Ding.
Es muß ihn schon hart treffen, bevor sich ein autoritätsverängstigter Mensch gegen die Obrigkeit wehrt. Einen Comedian im TV hörte ich das gestern so formulieren: Wenn der Deutsche einen Bahnhof stürmen will, dann kauft er sich vorher brav eine Bahnsteigkarte. Lol, so sind wir Deutschen!

Den Deutschen kümmerts scheinbar auch wenig, überwacht und abgehört zu werden. Ich hab ja nichts zu verbergen, sagt sich der brave Mann. Dass man Transparenz aber umgekehrt auch von der Obrigkeit/NSA fordern dürfte, kommt ihm dabei nicht in den Sinn. "Ordnung muß sein" ist noch immer sein Lieblingsspruch, deshalb sorgt Deutschland noch immer gerne für Ordnung in der Welt.

Natürlich betrifft Autoritätshörigkeit nicht nur Deutsche, es ist die grundlegende Angst vor der (inneren) Freiheit eines jeden Menschen, eine "Mordsangst",  die auf dem psychospirituellen Weg konfrontiert werden muß.
In meiner Zeit bei den Anonymen Alkoholikern überwand ich sehr viele Ängste, u.a. wurde mir bewußt, wie ich anfangs förmlich um Erlaubnis bettelte, sagen zu  d ü r f e n , was mir auf dem Herzen lag, in der ARt: Hey, ich möchte gerne sagen, was mich an Euch, am AA-Programm uva. stört, - DARF ich? Natürlich gab man mir keine Erlaubnis, im Gegenteil, die Abwehrreaktion war sofort da, das AA-Programm war sakrosankt und über jede Kritik erhaben.

 Ich war sauer auf die Leute, die mich zu bremsen  und mir meine "Rechte"  oder Freiheiten streitig zu machen schienen. Es dauerte seine Zeit, bis mir klar wurde, dass es eine Instanz in mir selbst ist, die das besorgt und dass ich mir das Leben  - die Freiheit ! "nehmen" muss und dass ich  meine sog. "MenschenRechte" gegen den Willen/Widerstand des Kollektivs und gegen den Widerstand der inneren Überich-Instanz behaupten konnte. Ja, dass ich nicht nur Menschenrechte, sondern auch Menschenpflichten einfordern durfte!  Langsam überwand ich meine Unfähigkeit, mich zu wehren...  Das war eine schwere Hürde - die größte Angst ist die Angst vor der Freiheit!
Diederich Heßling, eine Romanfigur in Heinrich Manns Roman "Der Untertan" ist noch immer ein Teil unseres  (vor allem deutschen) Durchschnitts-Ichs. Auch in Heßling fand ich mich wieder, auch mit dem Untertan konnte ich mich gut identifizieren, allerdings erst nach erheblichem Widerstand...Diese Art der "negativen" Identifikation ist ganz gewiss nicht leicht, weil das Ego sich nur mit dem Guten, Edlen und Schönen von haus aus lieber identifizieren mag, wer sich aber auf den Individuationsweg macht und sich seinem Schatten stellt, wird nicht umhinkommen, sich auch mit diesen Schattenseiten zu identifizieren, bevor sie transformiert/ transzendiert werden können.

Das bin ich: Feige, ängstlich, ohnmächtig und zugleich größenwahnsinnig, ein ängstliches Mäuschen mit einer großen Klappe...; und vieles mehr, was ich an mir nicht sehen wollte und konnte. Das schmerzt... und wie das schmerzt. Selbsterkenntnis ist nämlich nicht  n u r   transpersonale SELBSTerkenntnis  - die Erkenntnis, dass ICH und Gott EINs und dasselbe ist , wie man mancherorts zu wissen meint - Selbsterkenntnis ist auch auf der personalen Ebene eine unabdingbare Notwendigkeit:  Ohne Schattenintegration wirds nichts mit der Bewußtseinsevolution. Die Erkenntnis oder besser gesagt, die Enthüllung im Gewahrsein, dass "Alles schon da"  ist, ist  von Schattenintegration abhängig, wenn Erwachen nicht nur ein kurzes Strohfeuer  - eine "vorübergehende Erscheinung" bleiben soll.

Die Weltliteratur war mir wie ich schon sagte, eine große Hilfe auf meinem Weg. Gerade auch die Romane... Romane, so lernte ich als Kind von den Nonnen, waren durchweg weltlicher Schund und antichristlich...
Ohne meine Bücher  - meine Geistesbrüder und Geistesschwestern - wäre das Zeitalter der Aufklärung niemals in mir selbst angebrochen. (Wer immer den Verstand verteufelt und  Bücher verbietet und vor allem  im Namen Gottes, ist ein Verbrecher!)

Immanuel Kant:
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. 

Freies Denken ist wildes und zugleich geordnetes Denken.
Es geht in der Spiritualität letztlich nicht darum, eine Heiliger - sondern ein wahrhaft freier Denker zu werden. Allerdings kommt er um die Heiiligkeit nicht herum... LOL! Erst wenn das Heilige ebenfalls transzendiert ist, bist du ein Wahrhaft Freier Denker!

Dienstag, 17. Juni 2014

Wer glaubt, dass er es nötig hat, für den gibts heut ein Extrablatt!

Luca Signorelli, 

Die Menschheit liegt in Agonie?
Ob Wirklichkeit, ob Phantasie,
frag Freifrau Lolo M. Sophie!


Nur der Mensch, der's nötig hat,
der lese dieses Extrablatt.


Horsch mei Bua,
Du meinst also, dass die Menschheit solche Blogs wie meine nicht braucht, sie brauche "Denker", wie? Und ganz bestimmt meinst du solche wie dich,  woll?
Ich schreibe aber nicht für dich, sondern  nur für mich .Außer in meiner  (und deiner,  haste nur noch nich gemerkt... ) Vorstellung gibt es keine Welt - da  gibt es weder dich noch gibt es eine Menschheit. Du allerdings glaubst noch immer an Worte und Bilder und an so etwas wie eine Welt, eine Menschheit, die zu retten wäre und siehst (noch) nicht, dass es nur dein eigenes illusionäres WeltBILD  ist, was du zu retten bemüht bist, ein mentales Bild, eine  WeltanSCHAUung, eine WeltSICHT.

Aber wie sehr du dich auch abstrampelst, solange du dir anmaßt zu wissen, was ich oder die "Menschheit" braucht oder nicht, und dich sogar im Namen der gesamten Menschheit in die Brust wirfst, um über meine Worte bzw. mich zu urteilen,  hast du weder eine Ahnung von dem, was DU bist noch von dem, was Menschheit ist. Du hast schlicht und einfach nur eine Phantasie, VORSTELLUNG von dir und deiner Menschheit, genauso wie du dir nur eine Vorstellung, ein Bild von mir gemacht hast - ob die nun richtig oder falsch sind, ist scheißendrrrckegall, es sind durch die Bank alles Gedankenkonstrukte ohne jeglichen Wirklichkeitsgehalt!

Was M. Eckhart angeht, den du als deinen Mitstreiter ins Feld führst:
Solange du  nicht unterscheiden kannst zwischen einer horizontalen Ego-Vorstellung und einer vertikalen Geist-Erkenntnis, solange  kannst du weder mich noch Meister Eckhart  verstehen. Der läßt  sich nämlich nicht als Verteidigungs- oder Argumentationswaffe für deine verkopften Tagträumereien von einer besseren Welt ins Feld führen. Ohne Apokalypse erscheint dir alles mögliche, nur kein "Meister Eckhart", d.h: Ohne  Apokalypse keine Auferstehung, klaro?
Dann nämlich erst,  wenn dir die Welt (Weltbilder, Weltanschauungen) mitsamt Deiner Vorstellung von einer Menschheit untergegangen ist, wirst du mich, Meister Eckhart uva. verstehen; denn wie Meister Eckhart, verlangt  auch mein "Blog" oder meine Worte von dem Leser,  dass er fähig ist, seinen Kopf vorübergehend auf dem Nachtisch zu deponieren!

Aber jetzt mal Tacheles - was fehlt dir eigentlich?
Seit du dich auf meiner Facebookseite tummelst, tust du nichts als stänkern und deine Gallenbitternis ausdünsten, willst dich mit mir anlegen, was? Du brauchst das wie die Luft zum atmen, hm? Harmonie, Konsensus kannst du scheinbar ganz schlecht ertragen, immer auf der Suche nach dem Suppenhaar und Aufregungsangeboten, immer gierig nach STOFF, nach FUTTER, um dich moralitär aufblähen zu können. Und wenn grad nichts anderes da ist, worüber du dich betroffen und rechtschaffen empört zeigen könntest, sorgt  dein Interpretationsraster dafür und:  obs passt oder nicht, du findest deine Aufreger...

http://cdn.theatlantic.com/newsroom/img/posts/2013/12/3680655443_2a2fe42d2c_o/1c96f3844.png
Distanziert bin ich also? Hast du schon mal meine Nähe gesucht, wohl kaum weil du nämlich eine Heidenangst vor wirklicher Nähe hast, woll? Meine Kommunikationsangebote "auf Augenhöhe" nimmst du doch gar nicht wahr, du Esel beschwerst dich aber, dass ich zu distanziert sei...
Wie du interpretierst, so nimmst du wahr: Hauptsache ist, dass dein Weltbild aufrechterhalten bleibt, damit du dich künstlich aufregen kannst. Dein Lieblingsbewusstseinszustand ist  die RAGE  - Du nennst das ganz bestimmt einen Gerechten Zorn oder Berechtigte Empörung. Aber wenn man ein Problem erst per (Fehl-) Interpretation schaffen muss, um sich dann darüber aufzuregen, ist das eine KRANKHEIT!
Mann, ziehst du dich runter, merkst du das nicht?!

Und nicht nur das - du verlangst ebenfalls von mir, mich in deinen stinkenden  "irdischen" Scheißhaufen zu hocken, das fändest du gar nicht "absurd", das würdest du mir sogar glatt zutrauen, die Zeichen stünden  günstig, he?... Wie?
Wer ist hier eigentlich "gönnerhaft"?
Oh MANN! Das ist das Allerabsurdeste überhaupt, denn du verlangst nichts weniger, als das sich der Dino in einen Regenwurm oder ein Adler in eine Henne zurückentwickelt, (wobei ich aber gerne einräume, dass ich beides bin...lol)
Kein Wunder, dass du den Blues kriegst... oh Baby, Baby...I'm so down, I got the blues, come to me, come down, pleazzzze, come on down with me...I give you truly all I've got, and all I got's the Blues..Oh .Baby Baby.. hopefully, every night and every day  - the Blues has here to stay -  Got nothing but the Blues,
ich nehm ihn mit von Ort zu Ort
und lass ihn nicht mehr fort...
Oh lord!


Hey - Dir ist voll entgangen, was für wundervolle Gelegenheiten ich dir mit meinen gar nicht bös gemeinten und auch nicht auf Männer gemünzten Lästerverschen gegeben habe, einmal deine Empfindlichkeiten  (z.B. deine Probleme mit deiner Männlichkeit, deine Mutterproblematik, dein Autoritätsproblem, deine Angst vor Frauen  usw. ) unter die Lupe zu nehmen. Warum fühlst du dich von mir resp. meinem blog angegriffen? Und sag jetzt bloß nicht die Menschheit tut das!

Na gut, wenn du es mir nicht sagen willst, dann sage ich's dir:
Was dir an meinem Blog nicht gefällt sind die vielen Spiegel, die dir unterwegs immer wieder begegnen. Das provoziert dich, das nagt, das beißt... kaum zu ertragen, nicht? Kaum vorstellbar, dass gerade du aggressoridentifiziert sein könntest,... dass gerade du deine Umwelt mit einem "grandiosen Größenselbst" quälen könntest, ...dass gerade du,.. dass gerade du eine widerliche pharisäische moralinsäureverspritzende  GutmenschRechtschaffenheitsbazille bist? .... oder dass gerade Du am Morbus Hafiz leiden könntest....he?  - ergänze, was immer dir in den Sinn kommt, es wird das Richtige sein.
(Da kommt man aus der Friedhofsruhe, was? Da ist man geneigt, sich jeden Schuh anzuziehen - und tut sogar gut daran! Schöne Scheiße aber auch...Ich kenne das, aber da muß man durch, sonst wirds nix mit der Selbsterkenntnis.)

Jaja, "Jesus hätte so nicht gesprochen..." sagst du.. bla bla bla... Auf jeden Fall hat Jesus dich schon öfters gefragt:  Willst du geheilt werden? Nein, hast du geantwortet, nicht nötig, brauche ich nicht, mir gehts nicht schlecht , die andern sind es,  die Menschheit ist es, die dich braucht - und hast ihm deine Herzenstür vor der Nase zugeschlagen.
"Und Jesus weinte bitterlich"... Noch heute.
Ach ja - und Jesus war und ist keinesfalls ein linker (großmäuliger) Sozialrevolutionär, für den den du und viele andere ihn zu halten scheinen!
Ach ja   - und einen Hund soll ich mir anschaffen, damit ich was...?
Fliegenschiß und Mausefurz!  ICH BIN Hund! Und deshalb weiss ich " 23 000 mal mehr als du", ohne mit der Nase am Boden herumzuschnuffeln oder die Ohren aufzustellen... oder was meintest du mit den "Erlebniswelten" eines Hundes? JungeJunge, du weißt wirklich genau, was die Menschheit braucht, woll?

Ich bin die Menschheit (oder du, ich bin ja nicht "so"...LOL)
Jeder Mensch, der durch Individuationsprozess gegangen ist, ist insofern jeder Mensch, als ihm nichts, aber auch gar nichts Menschliches mehr fremd ist. Deshalb kann er von sich sagen, dass er die Menschheit ist. Und so wie ich die ganze Menschheit, ja, mich sogar als das ganze Universum erkenne, bin ich auch Hund. Jeder Mensch, der einmal das Wesen eines Tieres erfasst und mit ihm Eins geworden ist, IST Hund. Logo, oder?

Wieso glaubst du, dass ich glaube, dass ich "weiter" bin? (Und es geht dir offenbar nicht gut mit deinem Glauben über den Glauben anderer Menschen?) Wie war das früher in der Schule mit dir, warst du da auch neidisch auf Klassenkameraden, die ein paar Klassen "weiter" waren? Hast du da nach Gleichheit verlangt? Glaub es mir, es gibt keine Demokratie, erst recht nicht im spirituellen Kontext. Hier gibt es nur Unbewußtheit und Bewußtheit und dazwischen jede Menge Grautöne - je nachdem, ob du brav deine Schattenarbeit machst, andernsonsten gibts nur schwarz-weiss, Bewusst und Unbewusst. Zu welcher Kategorie mit welchem Grauton du gehörst? Da sehe ich leider schwarz für dich, ziemlich schwarz:  jedenfalls ist es unmöglich für einen Zweitklässler, den Reifegrad eines Drittklässlers - geschweige denn eines Abiturienten oder gar Universiätsabsolventen  zu beurteilen. Und so wie ein  Abiturient über den sich Wissen und Reife anmaßenden  bzw. Wissen und Reife ignorierenden Erstklässler-Knirps nur herzlich lachen kann;  genauso lachen die Engel in den Himmeln über das Leiden der Menschheit, wie man aus der Bibel weiß, diese Unmenschen aber auch...

Denn tatsächlich lacht man hier oben in den Himmeln, aber man lacht niemanden aus, man lacht nicht über konkret leidende Menschen, man lacht über das Leiden als Abstraktion, weil man die Illusion des Leidens kennt und überwunden hat.
Der "Engel" ist nichts weiter als die Seele, die Flügel bekommen hat, die von allem Leiden befreite Seele.  Und diese Seele betrachtet alles mit göttlichem Humor, da hat das  "Leiden der Menschheit" einen ganz anderen Stellenwert.Was für den Menschen tragisch, ist für den Engel komisch. Die großte Komik oder Tragik liegt darin, zu sehen, wie gerade das sich spirituell gebärdene und Menschlein so sehr an seinem Leiden klebt, dass es ständig verteidigen und festigen muß, was es zu überwinden trachtet.

Das Lachen der "Engel" gilt also in erster Linie dem Egomind, dem Verstand  - besser gesagt: dem Un-Verstand; vor allem aber lacht man über den "Nackten Kaiser", das ist das dicke aufgeblähte Ego des Kaisers ohne Kleider -  eine ständige Quelle des Entzückens und der Erheiterung!
Oder über  (deine) ohnmächtigen (Verbal-) Bemühungen, die Welt zu verbessern...Das ist für Engel nichts als "Fliegenschiß und Mäusefürzchen"... flatterata flatterata... :-D

Was du aber an mir als distanziert und vielleicht sogar "unmenschlich" deutest, ist aber nur unpersönlich. Aber du magst es nicht unpersönlich, wie? Du willst kuscheln, "menscheln" und das möglichst auf pfälzisch, woll? ,  - das nennst du dann auf den Boden zurückkommen, was?  Ich soll mich der "irdischen Scheiße stellen"? Warum? Weil jeder hier "gebraucht" wird? hahaha - da lacht man sich im Himmel aber einen großen Kacktus in die Buchs! Ich werde also gebraucht? Wozu? Um mit dir  die "Erlebniswelten" von Hunden zu teilen? Zurück in den Hühnerstall? Erzähle du mir doch erst mal, wie und wozu DU auf dieser Welt zu "gebrauchen" bist,  oder bist du nur ein großmäuliger Stammtischschreihals?

Also, bevor du mir ans Tanzbein pinkelst und meine Flügel mit deinen Dreckspfoten begrabbelst,  zeig mir doch einmal, was du konkret getan hast, um die Welt zu retten und wenn du das nicht kannst, bist du nichts weiter als ein anarchistischer Maulheld -  ein "Theoriepapst" in einem verkopften Elfenbeinturm. (Hey - da hast du dir ja ein schönes Bild von mir gemalt  - warum nur siehst du nicht, dass es dem deinem gleicht?)

Und statt mich in die Verantwortung für deine ureigene Scheiße zu ziehen, solltest du dich um dich selbst kümmern und deinen Keller aufräumen. Es gibt nämlich keine andere "irdische Scheiße" als die DEINE! Das ist keine Interpretation, sondern die Wahrheit, wenn auch  eine relative und Gott sei Dank vergängliche Wahrheit! Nichts destotrotz muß sie konfrontiert werden. Denn wenn du deine Scheiß-Projektionen zurücknehmen könntest, würdest du erkennen, dass es um nichts anderes geht, als die eigene Scheiße im Keller deines Unbewußten aufzuräumen.
Der wahre Anarchismus heißt Individuation!

Statt sich um eine Menschheit zu besorgen, bringe du erst einmal deinen eigenen Keller in Ordnung dann ist auch die Welt in Ordnung gebracht. Das ist eine absolute Wahrheit! Dann bist du "beyond shit", d.h. du bist zwar  i n der Scheiße, aber nicht  v o n  der Scheiße !

Und vergiß vor allem, dass die Welt Leute brauche, die "denken"
können... Nicht nur diese Annahme, das gesamte Denken  - wie es jetzt ist - solltest du dir am besten ganz schnell abgewöhnen. Glaubst du das funktioniert: mit demselben Instrument die Welt zu  retten, mit dem man sie an den Abgrund gebracht hat? Wirklich? Wenn du das glaubst, dann bleibt nur eins: Schwätz net und tu wirklich was und geh in die Politik! Mit Spiritualität hat das allerdings nichts zu tun! Das bewirkt nur die Wiederkehr des immerselben. Und wenn es dir wirklich um die Spiritualität gehen sollte, dann rate ich zum Medienfasten, kein TV, keine Bücher, keine Nachrichten... wie lange hältst du das wohl aus, so ohne alle An- und Aufregungslieferanten? Wohin ginge die RAGE-Energie wohl...? Ich und du sind nicht auf der Welt, um sie zu verändern, sondern sie aus uns SELBST heraus zu überwinden - damit ist alles für die Welt getan!

Also, bringe deinen "Scheiß" in Ordnung und Herz und Kopf ist in Balance,  dann bist du auch fähig, ganzheitlich zu lesen und verstehen, statt  deine Blind-,Taub- und Lahmheit  - dein Unverständnis als meine Unauthentizität zu projezieren.

Du fühlst dich von meinem Blog provoziert?  Zwei Möglichkeiten gibts da: a) du kannst die Provokation als Chance ergreifen, b) davonabgesehen, mußt du meinen Blog nicht lesen -  wenn du dich von den Spiegeln terrorisiert fühlst und es dir so "Scheiße" dabei geht, gibt's ein probates Mittel dagegen: Klick!
(Oh shit - hab ich ganz vergessen: Nicht DIR geht es schlecht, sondern der "Menschheit", der Welt geht es schlecht, hast du mich korrigiert, -  die Menschheit müsse vor meinem Blog gerettet werden... Shit,  dass ich auch immer die Menschheit mit DIR verwechseln muß... erst mit mir und dann mit Dir, da soll sich noch einer auskennen...LOL

Das nennt man auch Erlöserwahn:
Wer sich selbst nicht retten kann,
holt Mantel sich und Degen und
zieht die Zorro-Maske an!

Grüße aus dem Adlerhorst
auch genannt "Der Engelsforst"!
Flatterata...

PS: Wenn du dich jetzt von mir aufs schwerste erniedrigt, beleidigt und "denunziert"  fühlen solltest, leidest du am Morbus Hafiz, aber schwer.  Meine Ratschläge sind rein rhetorisch, ich weiß, dass du es schlecht ertragen kannst...
Derjenige aber, der sie ertragen und sogar befolgen kann, der nimmt sein Bett und geht nach Hause und/oder  heute um 18 Uhr Fußballgucken...

DeutschlandDeutschlandÜberall
kämpft heut gegen Portugal... yipppieeee!