Posts mit dem Label Bindung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bindung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 8. Dezember 2015

In Platon's Abgrund wird versenkelt, wer an des Denkens Kränkung kränkelt







Das JETZT

kann man nicht verstehen oder definieren. Das JETZT BIN ICH. Was man aber verstehen kann, ist die Art, wie unser Denken immer in der Zukunft oder in der Vergangenheit weilt,  das versteht jeder, der  schon ein wenig Achtsamkeit auf sein Denken ausübte und der Tatsache gewahr wurde, auf welche Weise das  Denken das im Hier und JETZT-Sein  vermeidet.
Ich las neulich von einem spirit. Lehrer, das Ego müsse nicht hinterfragt werden, sondern bejaht. Meiner Erfahrung gibt es da kein Entweder-Oder,  das eine schliesst das andere keineswegs aus, sondern ergänzt es. Um das Ego letztlich zu transzendieren, muss es sowohl bejaht als auch hinterfragt werden. Das Ego basiert auf Denken und dieses Denken muss zunächst bejaht werden, d.h. Achtsamkeit macht die Tabugedanken und -gefühle bewusst und befreit sie aus der Verdrängung. (Alles, was anVerdrängung aufgehoben ist, ist gleichzeitig ein mehr an Gewahrsein.)

Dekonditionierung von Ego bedeutet primär das Hinterfragen des Denkens.  Als mit Ego identifizierte Person dachte und  glaubte ich, ein beständiges kontinuierliches DaSein zu haben und  was in der Vergangenheit der Fall war, müßte nicht nur heute, sondern auch noch Morgen und Übermorgen der Fall sein.   Meine Hinterfragung  ging dahin,  diese Gedanken, die sich auf vergangene Erfahrung stützen und die Konditionierung des Egominds bis  in die Zukunft hinein bestimmen, bewusst zu machen.

Dabei bemerkte ich, dass diese Gedanken sich meist Plänen für den Tag oder auch auf  weiter vorausschauende Aktionen oder mit Wünschen und Bedürfnissen bzw. deren Befriedigung beschäftigten, - dass mir  mein Hier und Jetzt  fad war, dass ich immer woanders sein wollte und ich ständig Vergleiche anstellte, wo es in der Vergangenheit besser war oder wo ich es in Zukunft besser haben könnte.
Nachdem ich schon einige Zeit meine Gedanken beobachtete und mit ihnen herumexperimentierte, - sie stoppte, abschnitt, den Saft per Aufmerksamkeitsverlagerung ganz abdrehte - kam ich dazu, statt in unerfüllten Sehnsüchten zu schwelgen, diesen begehrlichen Gedanken, Planungen, Wünschen und Bedürfnissen die Realisierung zu verweigern, indem ich sie annahm -  d.h. zu registrieren, zu "würdigen"  und sie ganz bewusst ins JETZT zu überführen, indem ich mir bei allem sagte: "Dies denke, wünsche, brauche, plane ich JETZT!"  um sie  hernach bewusst wieder loszulassen und zu vergessen - dies aufgrund des Wissens und der Erfahrung, dass ich nicht wissen kann, ob das, was ich so denke, plane, zu brauchen scheine usw. auch in Zukunft eintreffen wird und dass es immer anders kam,  als ich dachte, plante, brauchte usw.
Das waren keine "Übungen", die ich aus Büchern hatte, sondern mein Führer war allein die Achtsamkeit, die mich meist auf solche Ideen brachte. Damals hätte ich nicht sagen können, dass ich Übungen im Loslassen bzw. "Abgeben" machte - damals war ich bei den Anonymen Alkoholikern und die gingen mir ganz gewaltig auf den Keks mit ihrem  Loslassen und Abgeben - ich konnte mir rein gar nichts darunter vorstellen. Ähnlich dem Schlüsselwort "Kapitulation".  Erst sehr viel später erfuhr ich, was Kapitulation bedeutet - es war das gewaltigste Loslassen, was ich je erlebte.

Leute, die was gegen das Wort Loslassen haben, haben erfahrungsgemäß auch was gegen den (Synonym-) Begriff des "Abgebens"-  das sind Abneigungen, die mir heute deutlich zeigen, dass sie keine Erfahrung bzw.kein  Gewahrsein solcher innerpsychischen mehr oder weniger subtil-spektakulären Vorgängen haben. Andererseits ist eine Ablehnung dieser Worte auch verständlich, insofern diese Begriffe in bestimmten Eso- und Selbsthilfekreisen inflationär überstrapaziert werden, und auch, weil sie sehr oft  dazu benutzt werden, ANDERE  moralitär zu maßregeln, was eine verständliche Abwehr auslöst. "Du musst loslassen...!" ist einfach dahingesagt, WIE man aber losläßt, bleibt i.d.R. im Dunkeln.

Was mich angeht, glaube ich, dass man mich nur deshalb aufforderte, von irgendwas loszulassen, weil man die  Nase voll davon hatte, dass  ich so lange auf dem selben Punkt herumkaute.  Ich bin wohl im chinesischen Horoskop ein Hund und wenn mir jemand einen schönen Knochen hinwirft, dann lasse ich den nicht mehr los.  Diesem verbissenen Charakterzug entsprangen wohl  auch meine AllzuTiefGründeleien  -  mein Hang, so lange herumzuschwätzen oder zu schreiben, um den Dingen auf den letzten und tiefsten Grund zu gehen, bis ich eine befriedigende Antwort für mich fand bzw. Klarheit bekam über das Objekt der Beunruhigung.  Wo andere allzu schnell "losliessen", indem sie die Dinge lieber unter den Teppich kehrten und gut unter Verschluss hielten, war ich "verbissen" bemüht, den Knochen so lange zu behalten und zu benagen, bis er mir von selbst aus dem Maul fiel. Diese sture Verbohrtheit, die damals eher eine  Not denn eine Tugend war, wurde mir letztlich zur Stärke, zur (männlichen) Tugend der Beharrlichkeit, - ein Vorgang, den man auch "Transformation" nennt (bzw. unter dem Aspekt der "Befreiung der männlichen Anteile" läuft.

Ich war schon immer sehr neugierig gewesen, für mich war alles und jeder interessant. Sogar wenn mich ich durch eine Bemerkung oder das Verhalten eines anderen verletzt fühlte, interessierte mich hernach der Grund dafür,  -  nicht allein, warum MICH  sein Verhalten oder seine Rede verletzte, sondern ich wollte insbesondere wissen, WARUM der Andere mich so garstig behandelt. Ich konnte nie wirklich glauben, dass jemand es wirklich bös mit mir meinte.  Das war ein merkwürdig-sachliches, neugieriges Interesse, mit dem ich aber jedes Mal peinlich abprallte, weil dieses Interesse den Anderen befremdete und er  es offensichtlich ablehnte, für sich selbst zu "gründeln" und lieber unter den Teppich kehrte, als sich und mir ein bisschen interessante Selbsterkenntnis zu schenken.

Wenn man dem Kopfkino Achtsamkeit schenkt, dann fällt auch auf, wie sehr man Phantasmagorien nachhängt, - speziell nach EgoNiederlagen -  indem man sich SiegerSzenarien ausmalt, in denen man absolut selbstsicher und idealiter agiert, um die Niederlage des Egos zu kompensieren oder zu eliminieren. Ich hasste mich z.B. immer dafür, dass ich nicht schlagfertig war und dass mir beim Schlagabtausch nie das Passende einfiel, wie viele Menschen hatte ich erst im Nachhinein großartige Einfälle und dann nahm ich mir vor oder stellte mir vor, wie ich meine Phantasien das "nächste Mal"  in der Wirklichkeit umsetzte, - doch war die Situation später dann immer eine völlig andere.  

Es sollte noch sehr lange dauern, bis ich gewahr wurde, dass es bei diesen Gedanken im Grunde nur um den Erhalt und Aufbau des Selbstwerts ging. Allerdings zerschellten meine angeübten Handlungsentwürfe immer an der sog. Wirklichkeit. Das Idealbild oder das Selbstbild beruht m. E. größtenteils auf solchen selbstbetrügerischen Phantastereien.
Aber dann - als ich mir der Fruchtlosigkeit meiner  "Trockenübungen" gewahr wurde, begann ich mir auch hier jedesmal dabei zu sagen: So denke ich JETZT, was ich aber wirklich tun werde, (wenn ich z.B. der Person begegne, die mich gekränkt hat,) kann ich nicht wissen. Ich berauschte mich an meinem Kopfkino und liess die Vorstellungen wieder los. Auf diese Weise lernte ich langsam, meine Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt zu bündeln.

(An dieser Stelle erinnere ich mich wieder an die (für mich)  fatale Aufforderung  Bhagwans: "Gehe nie als Verlierer aus einer Situation", der mit diesen Worten doch  recht eigentlich dem am Erfolg und GEwinnen orientierten Ego eine immense Bedeutung zumißt, ich weiss heut noch nicht, wie man diesen Satz anders verstehen kann,  - es waren solche Bemerkungen, die dazu führten, dass ich Bhagwan resp. seine Reden/Bücher nicht nur einmal in die Blaue Tonne trat.)



Selbsthass

Der Selbsthass hat viele Gesichter. Ich hatte an mir immer sehr viel auszusetzen, ich hasste mich dafür, nicht schlagfertig zu sein, ich hasste mich, weil ich mich langweilig fand und deshalb immerzu die Animierdame spielte. Weil ich aber andererseits auch ein narzißtischer Typ war und mich zuweilen auch für sehr intelligent hielt, (wenn ich mich gerade mal nicht für das Gegenteil hielt) konnte ich nicht ertragen, für dumm gehalten zu werden. Dass man mir eine überdurchschnittliche Intelligenz bescheinigte, befand ich mehr eine Beleidigung denn als Auszeichnung -  im Zeugnis! Wie bitte?
Ich glaube nicht, dass es irgendwas gab, für das ich mich nicht hasste. Ich hasste mich ganz besonders dafür,  dass ich mich nicht wehren konnte, wie ich mir das gerne vorstellte - ich hasste dieses wehrlose,  mich in meinem Stolz verletzende und degradierende Opfer-Dasein. Es hat sehr lange gedauert, bis ich mich mit diesem Opfer aussöhnte.
Auf meinem ca. 33jährigen Individuationsweg  habe ich gelernt, die fremdbestimmten Ansprüche an mich aufzudecken und komplett herunterzuschrauben. So wie ich es später unterliess, gedankliche Vorübungen für geplante Aktionen zu machen und meine Reaktionen nicht mehr im voraus plante und übte  (wie die Schulungen des Arbeitsamtes z.B. Vorstellungsgespräche übt), sondern spontan im Augenblick geschehen liess, so gestattete  ich mir langsam auch,  langweilig zu sein...Welche Erleichterung,  einfach schweigen zu dürfen ...oder ganz spontan im Hier und Jetzt  "dumme" Antworten zu geben...Dass mir für meine "Spontaneitäten" die soziale Anerkennung verweigert wurde, steht auf einem anderen Blatt,  LOL, da ging nicht nur ein (tatsächliches) Vorstellungsgespräch in die Hose.
Im Gegensatz zu früher lege ich heute gar keinen Wert mehr auf  "Erscheinung",  hehe, ich glaube, ich erscheine manchmal sogar regelrecht dumm, weil ich kein Bedürfnis mehr habe, mich zu profilieren, um  (m)ein Selbstbild zu reformieren. Ich habe überhaupt kein Bild mehr von mir.
Früher hätte ich mich dafür geschämt und gehasst, den Erwartungen und Ansprüchen an mein  Ideal-Ich - d.h. meiner TraumVorstellung von mir nicht entsprochen zu haben - Erwartungen, die ich natürlich in die Anderen hineinprojezierte und demgemäß  als Forderung und Anspruch von aussen erlebte.
Es ist nicht so leicht, sich seines Selbsthasses gewahr zu werden, weil man ihn in der Regel nach aussen projeziert. Gewahrsein bedeutet, Sich seiner Projektionen gewahr zu werden und zurückzuholen.  "Schattenintegration".



Gegensatzvereinigung

Die Gesetze von Ursache und Wirkung gelten nur auf der dualistischen Ebene der Trennung und sind absolut obsolet, wo die Einheit dieser scheinbaren Gegensätze bzw. Polaritäten erkannt wird. Eine dualistische Spiritualität bzw. Religion ist mit dem Causalitätsprinzip identifiziert, sie verteidigt die Gesetze von Ursache und Wirkung, als seien sie WIRKLICH und die Einheit unwirklich. Dass aus nondualistischer Sicht gerade das Gegenteil der Fall ist - Einheit, EINSSEIN der Polaritäten/Gegensätze die WIRKLICHKEIT und das Causalitätsgesetz unwirklich ist -  ist dem religiösen Verstand nicht einsichtig.
Und dennoch...Und dennoch ist die Exoterik und die Esoterik - Religion und Spiritualität/Mystik ebenfalls eine EINHEIT. Paradox.


Desidentifikation

Nochmal: Desidentifikation oder Dekonditionierung beginnt mit der Hinterfragung dessen, was ich bin bzw. des Bildes, welches ich von mir habe, dessen, was ich von mir DENKE.  (Das Ego - so meine sehr viel spätere Erkenntnis -  basiert auf einer Gedankenkonstruktion.)
Das erste, was ich bei diesem Procedere feststellte, war, dass nicht ich der Schöpfer meines minderwertigen SelbstBildes bin, sondern dass es mir quasi "verordnet" wurde, von aussen, ich fand mich vor als jemand, der das wurde, was andere Menschen in der frühen Kindheit und auch später noch in ihn hineingesehen haben. (Meine persönl. Lesart von "projekiver Identifizierung", die es als Erstes für mich zu erkennen und zurückzuholen galt.) Durch Achtsamkeit und Annahme erfuhr mein negatives Selbstbild  im Verlauf der Korrektur bzw. der Dekondtionierung eine langsame Umwandlung in ein positives Selbstbild bzw. realistisches Selbstbild mit Stärken und Schwächen.

Im fortgeschrittenen Verlauf  der Dekonditionierung kam ich dahin, mich von heilsamen Identifikationen zu dekonditionieren oder zu desidentifizieren. Als ich mich z.B. als Alkoholikerin bezeichnete, war diese Einsicht damals ein wichtiger Schritt zur Genesung und paradoxerweise ein Schritt zu mehr Selbstwert.
Später erkannte ich, dass ich meine Identifikation mit der Krankheit (Alkoholismus) ebenfalls loslassen musste, um wirklich vollumfänglich geheilt zu werden.


Der Führer

Viele spirit Sucher meinen ja, dass die spirituelle Suche gänzlich unnötig sei, sie begründen das damit, dass das nach oben strebende MacherEgo sich nicht selbst aus dem Weg räumen könnte bzw. dass jedes Streben von vornherein zum Scheitern verurteilt sei. Doch nicht das Ego, sondern die Achtsamkeit (aus sich SELBST heraus) ist der "Macher", der das Ego heilt und Gewahrsein ist der "All-Mächtige", der es transformiert bzw. sich SELBST erkennt. Achtsamkeit ist der Führer...


Der Faden

Das Beste, was man machen kann, um nicht in das Visier eines starken Menschen zu geraten und an seiner Stärke zu partizipieren, ist, sich mit ihm anzufreunden, sich auf seiner Seite zu halten, ihm nach dem Mund reden, - eine Symbiose einzugehen,  die jede Kritik ausschliesst. Diese Erfahrung habe ich mit Herrn XY gemacht. Offenen Auges liess ich mich ein...und  ja, es gab schon ein paar "anstößige" "Kritik"-Punkte, die ich ihm hätte persönlich mitteilen wollen, wenn ich Raum dafür bekommen oder mir genommen  hätte - Herr XY  pflegt zwar sehr interessant, aber auch sehr viel und sehr lange zu sprechen, ein  rieselnder Vorhang von aneinandergereiht-perlenden Worten, die ich nur mit erhöhtem Aufmerksamkeits- resp. Kraftaufwand aufnehmen konnte...Es war schwer, ihn zu unterbrechen, schwierig für mich auch deshalb, weil ich nicht konzentriert lauschen und mich gleichzeitig auf meine Einwände  konzentrieren konnte, entweder höre ich zu   oder ich konzentriere mich auf die innere Formulierung meiner GEdanken. Also liess ich seine Worte meist dahinplätschern und schrieb das, was ich nicht an den Mann bringen konnte, manchmal in meinen Blog,  - es war mir gar nicht wichtig, ob die Person beim Lesen meines Blogs meine Hinweise und Einwände als solche verstand und aufnahm, wichtig war mir nur, dass ich es für MICH aufgeschrieben habe, weil alles, was geschieht und jemand sagt, primär meiner eigenen ERkenntnis und Bewusstseinserweiterung dient.

Es war mir früher schon sehr schwer gefallen, andere Menschen zu unterbrechen, weil - ich hatte als Kind gelernt:  Erwachsene unterbricht man nicht. Diese Programmierung ist zwar gelöscht, dennoch ist es immer noch so, dass es mir sehr schwerfällt, meinen eigenen GEdanken nachzuhängen, wenn ein anderer mit mir spricht. Der Monologist läßt sich nicht gerne unterbrechen, er hasst das Chaos und haftet zwanghaft an seinem Faden, Off-topiks sind im ein Greuel. (Er hört deshalb auch den Witz nicht...) Wenn man es schafft ihn zu unterbrechen, dann hört er meist nur pro forma zu,  er läßt sich von seinem Themenfaden kaum abbringen - während der andere spricht, sitzt er im Geist schon in den Startlöchern, um die nächste kleine Pause zu nutzen und den Faden an der selben Stelle weiterzuspinnen, an der man ihn unterbrochen hat. Ich derweil ich zum Zuhören, zur Konzentration von Haus aus verdammt bin, komme nicht zu Wort, und wenn doch, dann habe ich vergessen, was ich sagen wollte, LOL. (Bei vielen Monologisten habe ich den Eindruck, dass das viele Reden allein dazu dient, dass nur kein Raum entsteht, in den ein anderer mit einem Wissen eindringen könnte, welches die Überzeugungen des andern erschüttern könnte.)

Ich war immer sehr leicht ablenkbar, es hat mich immer irritiert, unterbrochen zu werden, weil ich sofort den Faden verloren habe. Daran waren für mich  ganz klar die anderen schuld, weil sie mein Komma nicht von meinem Punkt unterscheiden konnten. LOL Heute macht es mir i.d.R. nichts aus, den Faden zu verlieren - schon deshalb, weil das Fadenverlieren als Nichtanhaftung zu einer Gewohnheit geworden ist. .
Das Fadenverlieren wurde zur bewussten Übung für mich, als ich damit anfing, meine Gedanken zu beboachten und absichtlich zu unterbrechen, um ihre Wichtigkeit infrage zu stellen und dabei langsam meines Anhaftens an die Gedanken gewahr wurde.
Was mir früher eine Not, eine Schwäche war, ist mir später zu einer Tugend/Stärke geworden. Diesen Umwandlungsvorgang nennt man auch Transformation.



Fundsache

Nochmal Meister Xless (Ernst beiseite: weil Der Meister seinen Reaktionen nach sehr empfindlich mit seiner Person, seinem Namen und seiner Lehre identifiziert scheint, werde ich ihn schonend anonymisieren und von nun an Meister Xless nennen):

Meister Xless: Wenn es durch durchaus rationale Überprüfung zu der Klarheit kommt, dass Gedanken, Entscheidungen und Taten ebenso "funktional" sind wie dein Herzschlag, der Atem, die Verdauung, der Blutkreislauf, ist die spirituelle Suche sofort vorüber. Denn welche spirituelle Ebene solltest du denn erreichen können, wenn der Handelnde nur eine Vorstellung ist?
Könnte dein Lebensweg denn anders verlaufen (sein) als so, wie es Gene, Konditionierung und Umwelteinflüsse beding(t)en? Kann Leben nach dieser Erkenntnis etwa noch als etwas wesentlich anderes erscheinen als der nächtliche Traum, den wir spätestens am Morgen eindeutig als solchen identifizieren?

Meint er das wirklich ernst? Durch rationale Prüfung zur "Klarheit"? Klarheit ist wohl sein Ersatzwort für Erleuchtung bzw. Gewahrsein.... Der Mind ist nach meiner Erfahrung aber erst dann dauerhaft "gecleart", wenn das Unbewusste bewusst gemacht wurde und die Verdrängung aufgehoben!
Ich frage mich wieder einmal, woran der Mind dieses und anderer radikalen Nondualisten eigentlich gecrashed ist - wenn er mit eben diesem Mind zu solchen  "klaren" Schlussfolgerungen kommt, die mir unter dem Namen "Letztgültige Erkenntnis" bekannt ist. Erkenntnis steht immer für Geistige Erkenntnis im Gewahrsein, niemals für verstandesmäßiges Erfassen bzw. logisch und rational begründeten Schlussfolgerungen.   An was crasht und scheitert denn der Mensch auf dem spirit. Weg, wenn nicht an dem konditionierten Denken eben dieses  rationalen Verstandes. Mir klingt das alles viel zu einfach, so als ob man nur dem alten Glauben abschwören müßte, um schmerzlos einer neuen Überzeugung zu frönen.


Der Meister Xless ist gegen so ziemlich alles, wofür ich und alle jene stehen, die eine integrale Spiritualität befürworten und erfahren: Schattenintegration, Individuation, Befreiung der Gefühle, Befreiung der verdrängten männlichen und weiblichen Anteile in uns. Jedoch schreibt er irgendwo, er sei durch die Hölle gegangen - ja, durch welche Hölle geht man denn, wenn nicht durch die "Höhle" des Unbewussten und durch die Hölle des Widerstandes des Ego(minds), der nicht von sich und seinen Vorstellungen/Konditionierungen ablassen will?  Allein mit rationaler Überprüfung kommt man m. E. nicht zum  ultimativen "Mindcrash"   - was da so schmerzhaft "losgelassen" werden muss, ist der Widerstand, der Verursacher der Hölle.  Mit den alten konditionierten Verstandeskräften  lassen sich keine Verdrängungen aufheben (Schatten). Und ohne Aufhebung  - Bewusstmachung des Verdrängten keine BEWUSSTHEIT!  Zur Klarheit des Denkens kommt man nicht durch rationale Überprüfung, KLARHEIT ist nur dort, wo die Gefühle geKLÄRT, wo keine Widerstände sind, d.h.,  keine psychol. Abwehrmechanismen. Wenn der  innere Krieg  von Gut & Böse gekämpft wurde....
Die Frage, die mich herumtreibt: Wenn er in der Hölle war - hat der Meister Xless vielleicht doch unbewusst die verpönte Schattenintegration betrieben? Dazu später mehr...
Ich schreibe dazu:

Wirkliche KLARHEIT  des Denkens erlangt man erst durch das, was Meister Xless wohl mit dem Mindcrash  meint. An was sonst sollte der Mind zerschellen, wenn nicht am einseitig rational-logischen EgoMind?
BEWUSSTHEIT/Gewahrsein läßt sich nicht mit logischen Schlussfolgerungen erlangen, sondern allein dadurch, dass die psychol. Abwehrmechanismen bzw. die Verdrängung aufgehoben wird. KLARHEIT als Synonyom für Erleuchtung ist nur dort wo die Widerstände des Ego(Minds) überwunden sind - und die lassen sich nicht mit der Ratio aufheben,  sondern nur durch einen seelischen Heilungsprozess, in dessen Verlauf v.a. die Gefühle befreit werden - die Unklarheit des Denkens beruht zum großen Teil auf der Verdrängung der Gefühle und anderer unbewusster Einflüsse.
Ich füge hier noch hinzu, dass der Weg, der zur  KLARHEIT (als Gewahrsein) führt, primär nicht durch logische Schlussfolgerungen, sondern durch SELBSTANNAHME  (u.a. der Gefühle) erlangt wird. Selbstannahme ist die größte Schwierigkeit, ist es doch nicht leicht selbst zur einfachsten Ehrlichkeit zu sich selbst zu finden.Zitatende


Immer, wenn ich Xless-Texte lese, gerate ich in große Verwirrung -  kommt man nun  m i t   dem Ego oder  o h n e   Ego zur Erleuchtung/Klarheit  - - ääähm, zum ultimativen "Mindcrash"? Für Xless scheint beides möglich: Einerseits durch die Überlegungen des Egomind (Rationale Schlussfolgerungen! ) andererseits aber durch die Dekonditionierung eben dieses  Egos, also der Auflösung der Identifizierung mit dem Ego als des "Täters"/Handelnden.
Mir scheint aber, er hat über den "Täter" schlichtweg die Aspekte bzw. die doppelte Funktion des  Egos/Egominds als des DENKENDEN  und des BEWEISFÜHRERs übersehen und dass der Beweisführer immer beweisen kann,  was der Denker denkt - nur so kann ich mir erklären, dass der Beweisführer mit seinen rationalen Schlussfolgerungen (Beweisführungen)  seine eigene Hinrichtung (Dekonditionierung)  zu beDENKEN in der Lage ist. LOL.

Noch immer fehlt mir auch das Verstehen darum, wie man undifferenziert das eigenschaftsbehaftete Ego  hochjubeln kann und gleich darauf das Nichts&Niemand preisen, wo doch das eigenschaftslose Nichts des Herrn Niemand sein (Nicht-)SEIN nur durch die Abwesenheit seines hochgelobten eigenschaftidentifizierten Egos hat. Göttliches Paradox oder einfach nur teuflischer Widersinn? 
Ego ist Leiden und beim spirit. Weg geht es darum, das Leiden zu überwinden. Wer sagt, dass das Ego nicht überwunden werden / "sterben" muss,  betrügt die Menschen.

Die paradoxe WAHRHEIT ist: Um das Ego zu überwinden, muss es bejaht werden.


Wer's nicht nur glaubt, sondern wer wirklich und "letztgültig"  im GEWAHRSEIN - auf geistige Weise - erkannt hat, dass es keinen Handelnden gibt, dessen Ego ist damit gestorben.





Toleranz vs. Intoleranz

Wieso ist es eigentlich möglich, dass die IS ihre brutalen HinrichtungsVideos auf youtube veröffentlichen kann? Dass Salafisten oder andere linke oder rechtsextreme Gruppen und Parteien  auf Facebook ohne weiteres ihre Hetzkampagnen veröffentlichen dürfen, andererseits FB aber so erzreaktionär prüde ist, dass es künstlerische und andere harmlosen  Darstellungen von Nacktheit als Pornographie löscht.

Die giftig-grüne GutmenschKrankheit ist inzwischen überall, die Folgen dieser pervertierten Toleranz sind z.B. Veranstaltungen, auf denen für die Bundeskanzlerin u.a. Politiker der Galgen gefordert  und quasi schon bereitgestellt wird. . Eine falsch verstandene Meinungsfreiheit,die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist... Eine falsch verstandene Demokratie, die es duldet, dass unter dem Mäntelchen der freien Religionsausübung Menschen in den Moscheen von fanatischen Imamen radikalisiert werden...
Die ganze westliche Welt wird in Geiselhaft genommen, weil sie schwächelt - weil sie Gut und Böse nicht unterscheiden kann.
Interessant: Vor etwa 30 Jahren schrieb ich in mein Tagebuch, dass ich "GESEHEN" hätte, wie der Petersdom durch muslimische Terroristen zerstört wird.


Rat-Schlag

Da empfiehlt Herr Z., der bekannte psychospirituelle NetzRatgeber einem Ratsuchenden: "Willst Du in die Zukunft schauen, sieh in die Vergangenheit" . (Er hätte auch sagen können: Wenn du wissen willst, wie diese Frau sich entwickeln wird, dann schaue ihre Mutter an.) Nach diesem dual. Motto denkt und handelt  er auch, - das ist in der Tat  das Bewusstsein, welches sein Sein bestimmt.
Es zeugt nicht gerade von Spirit,  sich am Vergangenen zu orientieren, um einen Menschen zu charakterisieren und in seinem Charakter/Verhalten für alle Zukunft festzuschreiben.

Bindung

Ich rufe nie jemanden an, ich gehe auch auf niemanden zu. Da sind weder Mitteilungs- noch Anlehnungsbedürfnisse. (In der Zeit meiner Telefonbekanntschaft mit Herrn XY, habe ich ihn  nicht ein einziges Mal angerufen).Ich brauche nichts und niemanden. Ich lasse alle und alles auf mich zukommen. Sicher gibt es auch mal eine Ausnahme, aber dabei handelt es sich immer nur darum, div. Informationen einzuholen oder mitzuteilen, nicht aber, um Beziehung, Bindung zu knüpfen oder zu festigen. Ich bin nicht mehr von Gefühlen gesteuert, von Vorlieben/Abneigung, Sympathie oder Antipathie. Es gibt auch nichts "Wichtiges" zu besprechen.

Aktuell: Ich habe seit einiger Zeit einen "Hausfreund", inzwischen ist er eine gemäßigte Konstante, er ist sehr anhänglich und bastelt heftig an Beziehung, so wie er sich Beziehung vorstellt. Manchmal bring ich ihn durcheinander, wenn ich eingefahrene Gewohnheiten durchbreche und nicht so stereotyp ritualmäßig reagiere wie er das gewohnt ist.

Tja,  ich bin wohl determiniert, in allen dahergelaufenen Mokassins zu laufen, die sich mir in den Weg stellen. Na gut, 5 Meilen, mehr nicht, solange es mir nicht zu kläbrisch und käsig wird...LOL



Meister-Kriterien

Alles, was man mit den Sinnen erfasst,  ist Schein aus der nondualen Perspektive.Ganz allgemein würde ich sagen, dass es keinerlei ÄUSSERE  Erkennungsmerkmale gibt, an denen man einen Meister erkennen kann. Auch  nicht an dem, was er sagt - er mag soviel  sog. Universelle Wahrheiten verkünden, wie er mag - nichts Äusseres sagt etwas über sein SEIN aus; nichts Äusserliches sagt etwas darüber aus, ob die universelle WAHRHEIT in ihm lebendig, d.h. "absolut" geworden ist - gleich, wie oft einer auch verlautbaren läßt, dass "Niemand da" sei, kein Täter/Handelnder - es sagt nichts darüber aus, ob er nicht doch mit dem Handelnden identifiziert ist.

Liebe und tu was du willst - bedeutet a): du kannst  tun und sagen was du willst, ohne davon überzeugt zu sein. (Wer überzeugt von etwas  ist, ist mit Egomind identifiziert)
b) dass du zwar vieles von dem,was du früher getan oder gesagt hast, machen oder sagen kannst, vieles aber jenseits von Ego nicht mehr machen oder sagen KANNST.
Der Unterschied zu früher  - d.h. in der Trennung/Identifizierung mit Ego  - aber ist der, dass du, egal was du auch tust, keinerlei Befriedigung oder Enttäuschung mehr über dein Tun und Machen fühlst. Du bist gleichmütig: Weil du keinen Mangel mehr spürst, fehlt auch dieses "gesättigte" Lebensgefühl, auf welches die spirit. Sucher nicht so leicht  verzichten wollen. Sie wissen nicht oder können sich nicht vorstellen, dass dort, wo kein Mangel ist, Überfluss herrscht.

Paradox

Richtig ist a) dass man durch die Hölle muss, um in den Himmel zu kommen,
Richtig ist auch b) dass es in Letztgültiger Erkenntnis weder Hölle noch Himmel noch jemanden gibt, der durch sie hindurchgegangen bzw. in den Himmel "auferstanden" ist.
Zu rechthaberishcen Auseinandersetzungen kommt es immer dann, wenn das Paradox nicht berücksichtigt wird und einseitig argumentiert wird - wenn der Eine  von oben kommt und der andere von unten.

Paradox

ist, dass jeder seinen Weg finden muss, um in letztgültiger Erkenntnis aus und durch sich SELBST zu erkennen, dass es keinen Weg und keinen Gehenden gibt. Niemals kann ein anderer dir vermitteln, dass "keiner da" ist.
Paradox ist, dass der Sucher immer findet und dass das  Gegenteil ebenso wahr ist. Die Suche hört erst auf, wenn du erkennst, dass der Sucher und das Gesuchte ein und dasselbe  bzw. EINS ist. WEnn du erkennst, dass Selbstverwirklichung Gottesverwirklichung resp. dass Gott und Du EINS sind.
Paradox und WAHRHEIT sind Synonyme.

Nichteingreifen

ist  ein Synonym,  ein anderes Wort  für Annahme und Akzeptieren dessen, was ist, so wie es JETZT ist - in der inneren und in der äusseren Welt.
Primär hat Nichteingreifen nur etwas mit dir selbst zu tun, dass du dich "läßt", wie du bist, dich annimmst, wie du BIST ( nicht wie du über dich urteilst!)
Nichteingreifen ist jenseits von Ignoranz, Laissez faire-Haltung  oder antiautoritärer Einstellung. Nichteingreifen heisst sekundär, im Aussen nicht zu kontrollieren, zu manipulieren und zu bestimmen, wie die Dinge sein sollten, Erwartungen und Ansprüche an andere Menschen bzw. deren Verhalten zu stellen.
Das Problem dabei entsteht, wenn man Nichteingreifen zur Übung macht und nicht bei sich selbst, sondern in seinem Umfeld anfängt. Das Nichteingreifen bzw. die Annahme  der äusseren Welt kommt im selben Zuge der Annahme deiner selbst.


Dienstag, 9. September 2014

Das Wissen klääbt wie Bäärendrääck - nur Buddha macht den Dräääck dir wäääg.





Gewahrsein

Es ist schon komisch zu sehen, wie ein Theoretiker und Lehrer der Lehre von der Leere das Gewahrsein beschreibt. Ein Erfahrender sieht: Weder ist dem Schreiber die Tiefe der WAHRheit im GeWAHRsein noch die Höhe und die Breite der FÜLLE des gesamten SEINS im GewahrSEIN zugänglich.
Diskussion: Bewußtsein - Gewahrsein, gibt es da einen Unterschied.
http://spectrum-sein.de/

Bewußtheit  i s t Gewahrsein, Folks!
Gewahrsein ist Gewahrsein ist Gewahrsein ist Gewahrsein...
Gewahrsein oder Bewußtheit ist nichts als "aufgeweckte"  ganzheitliche WAHRnehmung der dualen sowie der nondualen BW-Ebenen. (SEIN) Wem sich nicht WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT hinter dem Schleier der Maya offenbaren, der ist nicht im Gewahrsein! Gewahrsein ist stetiges geistiges Erkennen, unaufhörliche Offenbarung.
An der Unkonkretheit mancher InterpretationsBemühungen kann man deutlich erkennen, wieviel Erfahrung  oder zumindest Ahnung jemand hat. Dieser Schreiber hat nicht mal Ahnung. Derselbe Schreiber hat vor noch nicht allzu langer Zeit den Begriff  "Gewahrsein" noch in den Staub getreten, heute setzt er ihn recht eigentlich synonym mit seiner Differenzierung von Bewußtsein vs. Bewußtheit. (Gewahrsein und Gewahrheit) Oder etwa nicht? oder doch? In Babylon bleibt alles unklar. Klar ist nur, dass der Schreiber nicht weiß, von was er redet. Alles Hypothese und Spekulation. Wie gehabt. Eine Leere ohne Fülle...

Dennoch: Danke für die Einladung.Nettes Forum, angenehm fürs Auge... Im Moment schlampiere ich aber lieber ungebunden im Netz herum.. Zudem würde ich den "(In-)Zuchtbestand" dieses Forums gefährden, weil ich sofort einen Schattenarbeits-Thread aufmachen und auch sonst mit "The Work" nicht gerade geizen würde!  LOL
Und klaro, ich bin "wie E.M., nur intellektueller".  Ich würds mal so sagen: ich "spiegle" nur  i n t e l l i g e n t e r . Meine "Intellektualität" ist nun aber auch nichts, dessen ich mich schämen sollte, im Gegenteil, sie gehört in die Rubrik "Männliche Seelenanteile", die lange in mir verdrängt lagen bzw. pervertiert vor sich hingammelten.  Diese Anteile in sich selbst zu befreien, steht E.M. noch bevor - und nicht allein nur ihr. Bislang ist sie immer noch eine inquisitorische "Ausschließerin" und "Bücherverbrennerin". Dennoch und trotz allem war sie das hellste Licht an eurem dunklen WIR-Himmel, ihr Angstbeißer.
Ach, Ihr Mönche!




Versenkung

ist nichts anderes als die Erfahrung der Angebundenheit an unser Wahres Wesen. Wir haben unser Wahres Wesen vergessen und müssen uns  erINNERN.

Um sich davon eine konkrete Vorstellung zu machen denke man an die Situationen, als man  z.B. einen Namen, Einfall, eine Idee vergessen hat und an den Ort zurückgeht oder zur Tätigkeit zurückkehrt, an dem der Einfall aufgetaucht war - meistens fällt es einem dann wieder ein. Wenn du darüber nachdenkst, kriegst du den Einfall nicht mehr. Genauso ist es auch mit der Er-INNERN unseres Wahren Ich oder wahren SELBST.
Nein, Mr. Letterman, in den Himmel zu gucken, bedeutet nicht unbedingt, dass du dabei zu dir kommst, bei DIR bist, es bedeutet schlicht, dass du selbstvergessen bist, ähnlich bei (künstlerischen) Tätigkeiten, bei denen man in die Tätigkeit versunken ist, was jedoch nicht heißt, (bewußt!)  mit deinem Wahren Wesen verbunden zu sein.
Das Er-INNERn, das Gewahrsein unseres Wahren Wesens kommt am Anfang wie ein leichter Lufthauch, es ist das erste Blinzeln des dritten Auges. Wenn du es haschen willst, indem du darüber nachdenkst, ist es sofort wieder weg.
Versenkung ist das Abtauchen in die vertikale Anbindung an den Ursprung, die Quelle. Jede horizontale Beschäftigung/Denken unterbricht die Anbindung.
Als Kinder waren wir noch verbunden, ver-INNErlicht. Die Verbundenheit wurde mit der Zeit in die äussere Welt verlagert, von der Vertikale in die Horizontale verschoben, ent-äußert. Mit Aufforderungen wie z.B. : Träume nicht, bau keine Luftschlösser wurde dir der Zugang zu dir SELBST verbaut. Tagträumereien, Versunkenheit wurde oft gar als abnormal abqualifiziert und damit wurde deine Aufmerksamkeit auf dich SELBST  mehr und mehr von den Pseudobedürfnissen und Erfordernissen der Außenwelt absorbiert - die Entfremdung nahm ihren Lauf.
Man muß das Träumen wieder lernen...

Offenbarung

ist immer geistige Erkenntnis, die das Geheimnis hinter den Phänomenen, Dingen, ERscheinungen, hinter der Materie, hinter Ich und Welt offenbart. Transpersonale Offenbarung ist immer SELBST-offenbarung. SELBSt-Erkenntnis.

Die Heilung von Innen

hatte auch bei mir eine Zeitang oberste Priorität. Die Heilung durch den (Heiligen) Geist des VATERS  hatte Vorrang, hielt ich damals für die einzig legitime Heilung. Es gab eine Zeit, in der mein Körper jegliches Eingreifen von außen ablehnte. Ich konnte meine Medikamente nicht mehr nehmen, keine Zigarette mehr inhalieren. Aller Einfluß von außen  - von der Materie  her - schien eine gegenteilige Wirkung zu haben... Nichts wollte mehr an mich heran- und hineinkommen. Ich wurde dadurch quasi gezwungen, nur noch an die Wunder der geistigen bzw. seelischen Heilung durch den (Christus-)Geist zu glauben. Damals konnte ich nachvollziehen bzw. glaubte ich zu verstehen, warum manche Sekten sich weigern, einen Arzt aufzusuchen und nur auf die Hilfe Gottes zu setzen.
Mittlerweile hat sich meine Überzeugung relativiert, weil ich erkannt habe, dass der GEist derselbe ist. Ob der Geist von außen durch die Natur/ Materie  (Kräuter, Medikamente) zur Heilung und Gesundung eingesetzt wird  oder durch den bergeversetzenden Glauben an die  Heilung durch den Geist scheint  mir heute Jacke wie Hose. Von oben oder von unten: Der Geist ist derselbe.
(Zum bergeversetzenden Glauben sieh auch den Placebo- bzw. Noceboeffekt)

Was die diesbzg. Sekten angeht: Der alleinige Glaube an die Heilung  von "oben" durch den VATERGEIST wird der Menge der Gläubigen aufoktroyiert. Auch hier wieder sehe ich, wie aus einer lebendigen Wahrheit/Erfahrung eines Einzelnen - des "Religionsstifters" -  ein Glaubenssatz, eine Handlungsanweisung für die Vielen wurde.

Die Heilung von "unten" - die  Heilkräuter aus der Apotheke unseres MUTTERGEISTES, der Göttin, unserer Mutter Erde, der WEiblichkeit Gottes wurde durch die christlichen Phallokraten verteufelt, den Frauen wurden ihre Fähigkeiten entrissen... s.a.  Hexenverfolgungen, Inquisition... Was bis dato ein Metier der Frauen war, wurde eine Domäne der Herren Doktoren und Apotheker. Tabletten, Chemie... künstliche Ersatzdrogen wurden nun hergestellt. Die Entfremdung schreitet weiter fort. Der Mensch wird noch mehr aus dem Garten der Natur ausgeworfen...Die künstliche Ersatzwelt der Phallokraten gipfelt heute in dem, was man Virtual Reality nennt.


Chaosmagie

ist nichts spektakuläres. Chaosmagie entsteht auf völlig natürliche Weise durch das Quantenbewußtsein. Kleine Kinder sind Chaosmagier, bis das Ich auf der Bühne erscheint und machen will, was nicht zu machen ist. Dem Wahren Chaosmagier kommt alles zu, alles  kommt ihm entgegen, er muss weder machen noch  wünschen - ihm gehört die Welt, weil er mit ihr nichts "macht". (Magie ist nur dort, wo kein Eigenwille ist).
Chaos entsteht, wenn der Mind sich seiner Prägung und Konditionierung entledigt. Zugleich mit dem Chaos entsteht eine neue Ordnung - die wahre "Neue Weltordnung". Das ist auch neurologisch nachzuweisen, das Hirn, der befreite Mind bietet ein anderes Bild.
Die Menschen haben Angst vor dem Chaos, sie verbinden damit den Weltuntergang und haben recht damit. Die Apokalypse indes findet nicht draussen, sondern innerlich statt: der Weltanschauungs-Untergang, der Kollaps des Ich. In der Verwirrung  aber  hält man zunächst  die Apokalypse des Ego und das damit verbundene Chaos  für "Das Böse".
Wie jeder Stern ...Jeder Freie Denker wird aus dem Chaos geboren.
Man könnte sagen: wenn der Mystiker transzendiert ist, dann bist du ein Chaosmagier. resp. ein Diskordianer  - oder ein  Lolosoph. LOL.  Jenseits von heilig...
..der Narr. Null. 0. - - hahaha - der Nullosoph! Jenseits von LOL. lol.
(gepostet im Allmy-Forum)


Spirituelle Events

Alljährlich findet in Berlin das Forum Erleuchtung statt, ein WohlfühlEvent der Erlauchten, Erweckten und Entkoppelten und allen, die es sein wollen und was auf sich halten - ein Event der "herzöffnenden Feldintelligenz."
Nun, wie man mich kennt bin ich skeptisch, besonders, was Massenveranstaltungen angeht. Deshalb frage ich mich: "Herzöffnende Feldintelligenz" - was ist das eigentlich?   Einheit oder Verbundenheit? Geistige Einheit wird oft mit seelischer Verbundenheit verwechselt.  Hinzu kommt, dass mir manches, was die Teilnehmer  zuweilen über diese Veranstaltungen schreiben,  mir  mehr  nach symbiotischen Verschmelzungserlebnissen klingt, wie sie intensive gruppentherapeutische Erfahrungen hervorbringen.  Diese Art von "Einheitserfahrungen" haben weitmehr mit prärationaler Spiritualität - also kindlicher Bedürfnisbefriedigung nach Zugehörigkeit und Gemeinschaftsgefühl zu tun als mit transpersonaler spiritueller Entwicklung.

Jesus sagte: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Zwei oder drei, sagte er,  nicht 100 oder mehr!
Christus ist niemals mitten in der Menge. Wo Gruppe ist, ist Gruppengeist, Groupthink, da ist "WIR" und wo WIRgefühl ist, ist Gruppendynamik, da blühen die psychologischen Massenphänomene... die guten wie die bösen.
Wo mehr als 3 Personen versammelt sind, beginnt die Masse, die  Menge - da  beginnt die Organisation  und nicht zuletzt die Ideologie. In einer Gruppe aufzugehen ist eine seelische Angelegenheit, da gibt es viel Emotion - nichts schlimmes, nur  mit Spirit hat das nichts zu tun.
Gott ist immer nur mit dem Einzelnen und/oder wo 2 oder maximal 3 in Christi Namen  (Christus, Wahres SELBST) versammelt sind. Wo "Wir" sind, ist kein Alleinssein, sondern Verbundenheit auf der seelischen Eben. Alleins-SEIN ist man nur aus sich SELBST heraus.
Eines ist mal sicher: Wenn deine Befindlichkeit  im Forum Erleuchtung  (und ähnlichen spirit. Gruppenveranstaltungen) eine andere (bessere oder schlechtere)  war, als sie im Alltag ist, dann hast du noch einen weiten Weg vor dir. Wo Unterschied ist, ist Ego... wenn du in der Gegenwart von  Klofrau Friedelinde nicht dieselbe Liebe und Einigkeit spürst wie im Forum Erleuchtung - dann ist dein Erwachen nur eine vorübergehende "Erleuchterung" gewesen.
Ob nun das Jahrestreffen der Anonymen Alkoholiker oder das Jahrestreffen des Forum Erleuchtung - Jacke wie Hose. Kein Unterschied in der "Struktur".  Nur die Terminologie ist eine andere.   Das soll weder die Alkoholiker noch die Erwachten abwerten, denn auch der geheilte Alkoholiker ist erwacht, wenn er die Trockenheit transzendiert und die begehrte (spirit.) Nüchternheit erlangt hat. Die "herzöffnende Feldintelligenz" ist hier wir dorten ganz dieselbe: der Anonyme Alkoholiker nennt es schlicht und gewöhnlich "Verbundenheit". Jaja, die Wortmagie... LOLOLOL!


Die Wohlfühlspiritanten

und  allzuguten "Herzensmenschen", sind mit am militantesten in ihrer Abwehr, wenn man von der Notwendigkeit der Schattenintegration spricht. Sie akzeptieren nur das als Spiritualität, was sich gut anfühlt. Dass die Wahrheit zwar frei macht, aber deswegen zuallererst auch sehr weh tut, wird dabei gerne übersehen. Das sind u.a. auch  jene Leute, die auf HeilsVersprechungen hereinfallen, die ihnen einen jederzeitigen ungestörten Genuss an der "Wellnessquelle" versprechen.

Bei Nitya liest sich das z.B. so:

"Wie wäre es, die uns ständig mit Wellness versorgende Quelle zu entdecken, die uns nichts kostet, keine negativen Nebenwirkungen hat, ständig sprudelt und jederzeit anzapfbar ist. Das einzige, was wir Menschen dafür machen müssten, wäre, mal kurz anzuhalten und genau hinzuschauen. Hier und Jetzt in diesem Moment – das gilt auch für Sie, liebe Leser!"


Wenn das so leicht machbar ist, wie N. das darstellt, warum nur fällt es ihm so schwer, sich selbst daran zu halten? Statt im Hier und Jetzt am Busen seiner Wellnessquelle zu nuckeln, pflegt er seinen Bluthochdruck  und seinen Spiri-Blog mit parteiischen und prorussischen Politgesprächen und ängstlich-lustvollen  Gedanken über Krieg und Frieden. Der Ewige Linke, der noch immer nicht seine Mitte zwischen links und rechts gefunden hat.
Diese Rolle fühlt sich für ihn gut und richtig an. Er ist, wie er sagt, ja nicht blöd. Wie lange macht er das nun schon? Seit 1944?  Am Ende seiner Ansprache geht er Wolkengucken.  Am Ende! Zuerst sich in Rage reden und dann zur Beruhigung der Gedanken die Wolken heranziehen... na na na, das nenne ich aber den Teufel mit Beelzebub auszutreiben.
Dennoch empfehle ich N.  die Wolkenguck-Meditation mehrmals am Tage durchzuführen (eigene Erfahrung!), und zwar,  bevor er den Mund aufmacht und in die Tasten greift - dann wäre es ihm vielleicht möglich, zu erkennen,  was es bedeutet, an Gedanken zu  h a f t e n  - Gedankenhaftung, die ihn daran hindert, jederzeit die Wellnessquelle aufzusuchen, die er auf seiner Startseite den Lesern so vollmundig verspricht.

Solange  N. nämlich seine Gedanken für die Wirklichkeit hält (wie er schon sagte: er ist ja nicht blöd!)  und solange er sich "nicht verbieten läßt, sich seinen eigenen Kopf zu machen" hat er sich selbst den Zugang zu seiner  "Wellnessquelle" versperrt -   die Heimkehr in den "seligen Zustand, als alles so war wie es war."
Werden wie die Kinder...
Satyam = Das, was ist; die Wirklichkeit
Nitya = das, was nicht stirbt, das Ewige
Um seinem Namen alle Ehre zu machen, kann er nur eines tun:  das sterben lassen, was ihn permanent dazu zwingt, sich Gedanken zu machen und Krieg und Frieden für die WIRKLICHKEIT zu halten.

Das, was nicht stirbt, - das Ewige -  wird dir aber nicht helfen, wenn du dir dessen nicht BEWUSST bist! Um der Bewußtheit ein wenig auf die lahmen Hinterpfoten zu helfen ein kleiner Hinweis: Werde dir endlich bewußt, dass du nun schon seit 1968  die Amerikaner zu "stalken" pflegst - eine ebenso abstrakte Größe wie es Stalking Sophie ist.
In diesem Sinne Gute Besserung!
LG Stalking Sophie
‎Sonntag, ‎31. ‎August ‎2014

PS: Ach ja, was authentisch ist, kannst du nur an und durch dich SELBST  bzw. im Selbsterkenntnisprozess erfahren, z.B. wenn du den Unterschied kennenlernst zwischen echten und unechten Gefühlen - zwischen falschem und authentischem Verhalten/ Ich.  Zu Authentizität gehört Ehrlichkeit und Offenheit. Verletzlichkeit... der Mut, eigene Schwäche und Hilflosigkeit anzunehmen und zu äußern, statt eine Fassade der Härte aufzusetzen.
Wenns nach Dir geht, dann kann man ganz authentisch unehrlich sein, ganz authentisch angepasst... Dann war Hannibal Lecter wohl auch mörderisch authentisch ?
Authentisch zu sein, heißt ja wirklich nicht,  "gut" zu sein, sondern zu sich selbst in  a l l e n   Facetten zu stehen und keine Maske mehr zu benötigen.  Charles Bukowski war authentisch. Der hat nicht nur "Scheiße" gesagt...


Authentisch wärest DU beispielsweise, wenn du zugeben könntest, dass du keineswegs jederzeit Zugriff zu  der "Wellnessquelle" hast, die du in deinem EingangsBlogtext versprichst. Weeiter als bei und in dir brauchst du gar nicht nach Antworten suchen.

Was nun den Patrick Aigner angeht, kann ich mir kein Urteil erlauben, so genau habe ich da noch nicht hingeschaut. Um authentisch zu sein, darf er sich natürlich nicht mit Charles Bukowski vollidentifizieren. Patrick muss Patrick werden, das ist der Sinn des Individuationsprozesses. Patrick darf sich daher nicht voreilig mit ES identifizieren. Das VergleichsEtikett mit Bukowski hat er sich übrigens auch nicht selbst verpasst, das waren andere. Soweit ich mich  erinnere, hielt sich sein Gossenvokabular für meinen Geschmack viel zu sehr in Grenzen des guten Geschmacks.  Zumindest in seinem Buch  "Erwachen durch Alkohol"- und auch sonst finde ich ihn noch viel zu "nett" und " katholisch" - da habe ich mir sehr viel mehr versprochen. Um diesen Makel zu beheben, empfehle ich ihm einen Fortbildungslehrgang in "Reinvention of Obscenity", wobei ich gerne therapeutische Hilfe leiste. Mittlerweile habe ich selbst allerdings die Anale Phase transzendiert und der Baum ist wieder ein Baum und der Berg wieder ein Berg und die Pflaume wieder eine Pflaume...lol..

Und wie stets mit dir und den dirty words?  Könnte es nicht sein, dass auch du einen Nachholbedarf an  "Analer Phase" hast, Herr Lehrer? Das gehört übrigens mit zu meinem KKKfPP (KosmischesKreativitätsKompakt-Training für schwarzpädagogisch verelendete   Christenmenschen und andere Pöse Pädagogen; ich verspreche dir, es erhöht die kosmische Intelligenz um ein Vielfaches!  LOL)

( 8. Sept. 2014)

http://satyamnitya.wordpress.com/2014/09/08/was-ist-eigentlich-authentisch/#comment-21162



Bindung

Es ist sinnlos, sich im spirituellen Kontext mit Menschen abzugeben, deren Abwehrverhalten keinerlei Durchlässigkeit zeigt. Darunter sind Menschen, die im besten Fall die persönliche Begegnung  und im schlimmsten Fall den dauernden Clinch suchen.

Noch einmal: es kann zwischen zwei Menschen im spirituellen Kontext so etwas wie "persönliche Begegnung" im herkömmlichen Sinne nicht geben; einen "Austausch" auf der Personalen Ebene kann es niemals geben, wenn nur einer von beiden  SELBSTverwirklichung erlangt hat. Der Mensch, der noch stark mit seiner Person identifiziert und der andere, der nicht mehr mit der Person identifziert ist können keine gemeinsame Basis  haben.  Zuviel Erwartungen und Wünsche...Die Leute wollen nur Unterhaltung, Gerede, sie wollen ihr persönlichen Bedürfnisse erfüllt sehen, eine Bindung herstellen, Mama und Papa sollst du ihnen sein. Freundin.

Horch,  Bub: Du kannst tausendmal schreiben, ich sei deine "Freundin", dadurch wirds nicht wahrer.
Ich habe keine Freunde, ich brauche keine, weil ich kein Bedürfnis mehr nach spezieller exklusiver Freundschaft oder Beziehung habe. Mir ist alles, was mir über den Weg läuft ein Freund, die ganze Welt. Wie unmenschlich aber auch, was?
Dein Insistieren darauf, ich sei deine Freundin, zeigt mir dein Bedürfnis nach Liebe und Freundschaft, - nichts falsch daran, nur dir allerdings dient es dazu, feste "Bande" zwischen mir und dir zu knüpfen. Du glaubst dich in mir erkannt zu haben?  Aber dann sieh endlich ein, dass ALLES, was du (in mir) siehst, dein Werk, deine Vor-Stellung, deine Projektion ist, gleich, ob du den Engel oder die Teufelin siehst - und dass das, was du mir immer ständig um die Ohren haust, dein eigenes Bild ist.

Das Problem: Du hast mich einmal persönlich gesehen,  Du fandest mich im pers. Kontakt "nett".  Da hast du dir ein schönes gutes Bild von mir gemalt. Das willst du einfach nicht mehr hergeben oder modifizieren. Die unpersönliche/überpersönliche Lolosphian nämlich, die du im Schreibforum liest, - im spirituellen Kontext - die magst du nicht, darin siehst du meine schlechte, böse kalte Seite, das "Dicke Ego", dem du mit deiner unsäglichen jugendlichen Arroganz glaubst  Mores lehren zu können, du stachliger Ja,aber-Geist.


Am Anspruchsvollsten  sind jene zur Hingabe völlig Unfähigen, die ihrerseits Hingabe nur von anderen erwarten. Sie scheinen zu erwarten, dass ich mit ihnen Meile um Meile in ihren Mokassins laufe - tja, wenn nur ihre Füße nicht so groß und ihre Schuhe nicht gar so eng wären! Und mancher schreckt gar vor Kidnapping nicht zurück... :-)
... der Flügelstutzer, der mir Beziehungsunfähigkeit vorwirft, weil ich mich von seinen Bindungsversuchen nicht binden lasse. Du suchst zwar Beziehung, schaffst aber stets nur BeziehungsKISTEN  -  Clinchgerangel - ein "Beziehungsspiel" mit der unterschwelligen Bedingung, deine Mauern, deine Abwehr nicht anzutasten.
Woher kommt dein Bedürfnis, mir "auf die Pelle zu rücken" ,  wie du selbst sagst? hm?  Ich bin nicht deine Mutter!...hm... Oder vielleicht doch?... Eine bedenkenswerte Frage, die unbedingt nach deiner Beantwortung schreit.

Ich habe es nicht in der Hand, in wessen Mokassins ich laufe. Ebenso ist es mit dem "Interesse" für die Belange anderer. Wo meine Aufmerksamkeit hin geht, entscheide ich nicht.



Das Überpersönliche

wird vom Egomind als das kalte grausame Un-persönliche wahrgenommen. Davor hat man Angst. Solange man sein Bedürfnis nach Liebe durch die Außenwelt befriedigt sehen will, solange wird die Angst bleiben.



Kontrolle


Immer wieder faszinierend, wie spirituell reif und wissend manche Menschen in Wort und Schrift rüberkommen und dann doch bei der leisesten Infragestellung aufs empfindlichste reagieren.  Von Anfang an versucht X  das Verhalten der anderen zu kontrollieren,  indem er deren Worte auf die Goldwaage legt und die Reinheit der Sprache einfordert. Diese nach außen hin ganz liebenswert erscheinenden und "herzensguten" Menschen versuchen durch ihre Kontrolle, sich selbst und die anderen vor der Wahrheit zu schützen, die sie frei machen würde.  Hintergrund:  Angst vor Kritik und Auseinandersetzung. Konfliktunfähigkeit.

Und immer wieder ist zu beobachten, wie Menschen, die sich geheilt, erwacht oder erleuchtet präsentieren, noch immer nicht den  Engel nicht vom Teufel unterscheiden können - d.h., sie halten den, der auf Projektionen/Schatten/Verdrängtes hinweist, für den Teufel, den Bösen und den "Schattenträger"/Verdränger  für den Engel, den Guten. Ein sicheres Zeichen dafür, dass die Ego-Apoykalypse noch nicht stattgefunden hat. Ein Kriterium für die Wahrheit.


Im Forum


habe ich auch Menschen kennengelernt, die sich erwacht nennen und sich dabei  nicht scheuen, sich in dieser Eigenschaft über den (vergangenen) Schmerz und die (vergangenen) Lebensnöte anderer Menschen lustig zu machen.  Als ich beispielsweise meine Heilung "bekannte" und benannte, verdrehte ein solcher Mensch  in  einem seiner für ihn typischen perfide-teuflischen Umkehrschlüssen einmal mehr  die Ursache zu einer Wirkung:  Die "Selbsterhöhung", die sich immer wieder in meinen Worten und eben auch in meiner hybriden Behauptung zeige, geheilt zu sein, wäre auf dem Hintergrund meiner tragischen schmerzhaften Vergangenheit zu verstehen. Selbsterhöhung - einer seiner Lieblingsbegriffe, die er vorlieblich gegen die Menschen vorbrachte, die sich erdreisteten, von eigenen spirit. Erfahrungen zu berichten. (Ich war nicht die einzige).

X.  ist  der pseudo-erwachte Pseudo-Advaitianer, der leugnet, dass es so etwas wie Wahrheit gäbe.  So steht es bei Balsekar oder Nisargadatta geschrieben und so  wird es eifrig und unreflektiert nachgeplappert.

Aber,  - Folks - wenn Nisargadatta  oder Balsekar keine Wahrheit erkannten, dann haben sie auch die Täuschung, Maya, die Welt, das Ego nicht durchschaut. Wahrheit ist ja doch nur ein anderes Wort für die (absolute) WIRKLICHKEIT, wer dies nicht erkennt, ist nicht erwacht, sondern  frönt einer elenden babylonischen Wortwixerei. Wer die Täuschung durchschaut, schaut mit den gereinigten "Pforten der WAHRnehmung"  die WAHRHEIT dahinter - DAS, WAS WIRKLICH IST! So ist es und nicht anders!
Absolute Wahrheit oder Absolute Wirklichkeit sind ein und dasselbe. Absolut ist alles, was ich im GeWAHRsein, im GEIST!  - d.h. aus mir SELBST heraus - als WAHR und WIRKLICH erkenne. Deshalb schreibe ich die absolute WAHRHEIT immer in großen Lettern im Gegensatz zur relativen Wahrheit des  Ich, wobei ich mir total bewußt bin, dass es  ha ha ha  letztendlich zwischen relativ und absoluter Wahrheit keine Trennung gibt, weil als Einheit erkannt... ui ui ui - womit wir   j e n s e i t s  von relativer und absoluter WAhrheit wären und die Herren Nisargadatta & Company sogar die Wahrheit (!) sagten - weil Einheit sprachlich nicht ausgedrückt werden kann!  LOLOLOLOLLLL -
Hörst du das Klatschen der einen Hand??? Herrlich!



Ach, Querulatius,

du Linker Sohn des Assassinen, du Einfallsreicher Luntenleger und kratzsüchtiger Lügenbeutel,  du mein tränenreicher Lieblingserniedrigter und -beleidigter:  wie kreativ und einfallsreich doch, den Spieß umzudrehen und meine Tagebucheinträge nun  im AllmyForum zur Diskussion zu stellen. Ich bitte aber doch, dass du auch die Verfasserin des Blogauszugs nennst, auf den du deine empörtem Kommentare beziehst. Den Link nicht vergessen - denke an die Regeln, Schatz, du bist mit deiner Aktion OFF TOPIC! nur nach außen hin, von innen heraus gesehen,  bist du voll im Spirit. Umgehungsmodus - man sieht: das Medium ist wie immer die Botschaft!
Leider zeigt deine jammervolle Reaktion einmal mehr, dass du meinen Blog und meine Allmykommentare  nicht aufmerksam gelesen hast. Himmel, muß man dir denn immer die Pointe erklären?!
Es hilft alles nichts - um dein Renitenz- und Resistenznaturell  (christl. Ja, Aber-Geist) zu überwinden kann nur noch das 4-Schritte-Übungs-Programm nach "LOL" helfen:

a) Lass dir den Witz, über den du dich mal wieder so dekorativ-schmerzensreich aufregst, am besten von MickeyM.  erklären:  was es damit auf sich hat,  dass das Ich resp. der Verstand, bevor man beides  in den Orkus schickt, zu allererst erst einmal  aus dem Orkus befreit werden muß.  (Und das gilt nicht nur für DEINEN, damned!) Lesen kann er nämlich, der Mick. Und zu seinem Glück resp. Unglück merkt er sich i.d.R. auch das Gelesene - ja, es kläääbt geradezu, es klääääbt  an ihm wie  Bäääärendreck...

b) lass dir zweitens den von dir so übel beleumendeten BlogAuszug von Magister Coppafield in Zahlensymbolik übersetzen.

c) wird Prof. Z. den Muskeltest nach Hawkins über den von dir so lust- und absichtsvoll mißverstandenen armen Worten machen und seine absolute & relative Wahrheit verifizieren.LOL.

d) Und zuletzt ist ein Besuch im Bardo des 12. Tages fällig, eine kleine Hier&Jetzt-Übung, die das Auge klar macht, dir die Angst vor den scharfen Messern des Buddha-Geistes nimmt und dich komplett von deinem LieblingsDämon (Botulus Doloroso) befreien wird:

So höre, oh Eierkopp!
JETZT da der zwölfte Tag angebrochen ist   - und dieser Tag ist immer JETZT -, tritt der Blutsaufende der Karma-Familie, Buddha Karma Heruka genannt, in Vereinigung mit seiner Gefährtin klar aus dem nördlichen Viertel Deines Gehirns hervor und erscheint vor Dir; er ist von grünlich-schwarzer Körperfarbe, hat drei Gesichter, sechs Arme und vier gespreizt stehende Beine; sein rechtes Gesicht ist weiß, sein mittleres Gesicht ist wild und von grünlich-schwarzer Farbe, und das linke ist rot; in seiner obersten rechten Hand hält er ein Schwert, in der mittleren einen Kathvanga und in der unteren einen Stab, und in der obersten linken Hand hält er eine Glocke, in der mittleren eine Schädelschale und in der unteren einen Pflug; die Gefährtin Karma Krodeshvari umarmt seinen Körper, den rechten Arm um seinen Nacken geschlungen und die Linke mit der Schädelschale zum Munde führend. Du solltest vor ihm keine Furcht haben! Gerate nicht in Panik! Sei nicht von Schrecken überwältigt! Erkenne ihn vielmehr als Manifestation Deines eigenen Gewahrseins! Weil er Deine eigene Yidam-Gottheit ist, brauchst Du keine Angst zu haben. Er ist in Wirklichkeit Buddha Amoghasiddhi in Vereinigung; Du solltest Hingabe und Respekt ihm gegenüber entwickeln. Wenn Du ihn als solchen erkennst, wirst Du gleichzeitig die Befreiung
erlangen.“
Hingabe und Respekt, klaro? Der Buddha Amoghasiddi ist kein Kuschelbärchen aus Nitya's Wellness- und Wohlfühl-Pool. Der Buddha Amoghasiddi ist immer gegenwärtig, er sitzt dir gerade jetzt, wo du dies liest, direkt auf der Nasenspitze. OM bzw. LOL


* Anm: Botulus doloroso ist der Name eines fleisch- (vorlieblich Leber)fressenden  Dämons, dem der (Ego-) Sterbende dann begegnet, wenn er trotz Anleitung  (Wer nicht hören will, muß fühlen!) seine Yidams aufgrund übler sturer Gewohnheitsmechanismen nicht erkennt und von Angst und Schrecken ergriffen die Flucht ergreift. Jetzt erscheinen sie, die Vampire - all die blutsaufenden Manifestationen der Karma-Family und die bunten Göttinnen, die Pisacis, die Durgas. Wenn der Bardo-Schlampierer nur ein Bardo-Disneyland-Tourist ist, wird er sie nicht als die eigene Projektionen, als seine  (vor allem göttlichen) Anteile erkennen, die er zu Tisch bitten sollte. Und dann  gehts zurück auf LOS!


Dienstag, 8. Juli 2014

Der Himmelsschlüssel zum ewigen Frieden liegt, my Dear, in den Gefühlen



Leere


Die Leerheit, die durch die Abwesenheit von Ego verursacht ist, bedingt auch, dass ich so etwas wie ein "Bauchgefühl" oder warnende Vorgefühle nicht mehr kenne. Es wird nicht mehr benötigt, weil die innere (Angst-) Freiheit keinen Grund mehr kennt, mich zu schützen, zu wehren  oder mich vor jemand zurückzuziehen. Auf der personal-dualen Ebene aber sind Bauchgefühle absolut wichtig. Viele Menschen kennen so etwas wie Bauchgefühl, Intuition überhaupt nicht, weil sie keine Antenne ausbilden konnte, die ihnen zu Vorsicht und gesundem Mißtrauen geraten hätte. Auch ich gehörte zu denen, die ihren Gefühlen grundsätzlich mißtrauten,  und dadurch immer "an die Falschen" geriet.


Unveröffentlichter Kommentar zu Sein.de


Zitat:
"Die meisten Menschen verbringen ihr Arbeitsleben in Jobs, die sie nicht erfüllen – eine ungeheure Vergeudung menschlichen Potenzials, die sich unter anderem in Depressionen, Süchten, ­körperlichen Krankheiten und innerer Distanz zum Job zeigt. Nur: Wie finde ich die Arbeit, die mich glücklich macht?"
http://www.sein.de/archiv/2014/juli-2014/jobutopia.html

Mein Kommentar: Ein Thema für die Sozialpsychologie!
Nun ja, wenn du zu den "meisten Menschen" gehörst, dann ist es ganz ok, dass du Befriedigung und Erfüllung durch weltliche Dinge suchst,  - den Partner, der dich glücklich macht oder die Arbeit....  Aber wer sich selbst und wie Sein.de die Spiritualität auf die Fahnen geschrieben hat, sollte ein bisschen achtsamer mit seinen Themen umgehen.  Hat man es noch immer nicht begriffen, dass nichts Weltliches dich je erfüllen wird? Suche  z u e r s t  das Reich Gottes! sagt Jesus, dein Wahres Selbst. Stattdessen versucht das gute (spirit.) Ego das Reich Gottes voreilig auf der Erde zu installieren!
Für den, der das REich Gottes in sich und als sich SELBST gefunden hat, haben sich alle Fragen nach Erfüllung erledigt, dem ist dein Glück nicht mehr von äußeren Umständen und Bedingungen wie Arbeit, Partner usw.  abhängig.
Die Welt war noch nie dazu da, den Menschen glücklich zu machen, erst die Umkehr in die Innerlichkeit, die SELBSTwerdung bringt das einzige Glück, was es gibt: Das Glück der Ganzheit. Dann ist die Welt - der Partner, der Job usw. auch nicht mehr in der Lage, dich unglücklich zu machen. Nur die eigene Veränderung ändert die Welt, bzw. die Sicht auf die Welt.

Es sind diese Wellness-Anbieter, die dir einen schnellen Platz an der Quelle anbieten. Glücksversprecher auf dem spirituellen Schnäppchenmarkt,  die die Menschen vom "Rechten Weg" abbringen. Du hast ein Recht auf Glück, Geld, Gesundheit und Wohlstand - hört man sie immer wieder, diese Marktschreier. Hast du aber nicht!
Auch ich war mal auf diesem Trip; da habe ich dann voller Hoffnung Lotto gespielt, dem Universum Briefe geschrieben, mich in Schulden gestürzt - weil Geld ja immer nachwächst, umso mehr man davon ausgibt... usw....LOL! Das "richtige" Wünschen wollte ich lernen... Gottseidank wurde ich dessen genauso müde wie aller anderen spirituellen "Übungen"


Auch die neue  Connection spirit  hat wieder einmal ein diesseitiges Thema :  Anders essen.Wie wir gesünder und leckerer essen können, ohne unserern Lebensraum zu zerstören.
Das  lese ich seit mehr als 50 Jahren in sämtlichen Büchern, Zeitschriften von der Brigitte bis zur Bildzeitung. Utopien sind Stolpersteine auf dem spirituellen Weg. Utopien waren immer schon die Sache der Weltverbesserer.

Aber das Weltliche soll man doch integrieren, höre ich dich jammern.
Ja, ber richtig "integral" wirds erst, wenn du am Andern Ufer angekommen bist. Param advaita. Dann erst kannst du mit Fug und Recht sagen, dass dir ganze Welt gehört....das ganze Universum IN DIR! Alles wartet darauf, dass du ES erkennend durchdringst. Von Innen her.
Nochmal für den, der es mit der Spiritualität ernst meint: Suche ZUERST das Reich Gottes ...Und das fängt damit an, dass du dir deiner Bedürfnisse nach dich erfüllender Arbeit und glückspendendem Partner usw. im Hier und Jetzt total bewußt wirst, nicht aber, dass du dich mit Bedürftigkeit & Mangel weiterhin identifizierst, indem du  Rettung und Erfüllung in der Außenwelt suchst! In der Bewußtwerdung des Mangels liegt auch die Umkehr(ung)  - was letztlich zum Bewußtsein deines inneren Reichtums führt.


Der Buddha sagt...

Der Christus hat gesagt...
Die Umkehr (in der kontinuierlichen  Verinnerlichung) ist nichts anderes als die Heimkehr in die bewußte Buddhaschaft oder zur Bewußtheit des Christus-SELBST zu kommen. Und ist es vollbracht, hat der Kreis sich geschlossen und hat man die Trennung überwunden, dann ist  es tatsächlich "nichts Besonderes". Der ganze Pathos, mit dem man früher Buddha oder Christus zitiert hat, als kämen ihre Worte  aus unerreichbar fernen Sphären,  ist weg... (Auch deshalb redet man vom "ganz gewöhnlichen" Bewußtsein). Das ganze Heiligkeitsgesummse, was man um Buddha, Christus usw. einst gemacht hat - einfach weg, Was bleibt?  Nüchternheit. Heilige Nüchternheit...LOL...na ja, ich will damit nur einen Unterschied setzen zur Nüchternheit des Egos, die oftmals aus einer Phantasielosigkeit und Überobjektivität - d.h., einer Kälte des Verstandes und Armut der Gefühle entspringt.

Umkehr - auch wieder so ein ekles fixierendes Substantiv, welches impliziert, es gäbe  da eine Bewegung, eine einmalige Kehrung - ist kein Vorgang, der mit einem Schlag getan ist, sondern hat seine Basis in der Schattenintegration: in einer kontinuierlichen Bewußtmachung der verdrängten Inhalte des Unbewußten wird alles aus dem Weg geräumt, was dem vollen Bewußtseinslicht bzw. der Vereinigung  - besser gesagt: der Erkenntnis der Einheit - von Mensch und Gott  oder Ich und SELBST im Wege steht.

Umkehr - Verinnerlichung -   war in meinem Leben ein permanenter Prozess, eine tägliche Erforschung meiner Gedanken und Gefühle.
Gewissenserforschung, ein ekler Begriff aus meiner katholisch-repressiven Vergangenheit bekam für mich eine völlig neue Bedeutung: Nicht mehr  die sog. Sünden, wie sie die Kirche definierte, wurden erforscht, sondern meine tägliche Frage hiess: wo - in welchen Situationen -  habe ich mich selbst verraten.
Klar bin ich auf meinem spirit. Weg dem Askeseideal des christlichen Sado-Masochismus erneut und immer wieder  in die Fänge geraten. Ich glaube, das bleibt nicht aus auf dem Weg ... oft stand ich kurz davor, dass ich wieder in die Kirche eingetreten wäre. Meine Sehnsucht ging nach dem Kloster, den Carmeliterinnen. Und so war damals meine Art der Gewissenserforschung zunächst  auch so,  wie die Kirche sie versteht: ich forschte täglich nach Sünden, Vergehen - ganz so brav, wie ich es als Kind gelernt hatte.
Und kam in Teufels Küche damit .
Denn was ich mir damit antat, war nichts anderes als eine massive Verstärkung meiner eh schon vorhandenen  (Selbst-) Unterdrückungsstrukturen. Der Zensor, das gestärkte sadistische Eltern-Ich trieb mich fast in den Wahnsinn. Ich gab mir sozusagen den Strick, bis ich nicht mehr atmen konnte.  Um mir wieder Luft zu verschaffen  geschah das übliche: Das Pendel ging ins andere Extrem: go wild, let's Party  -  ich ertränkte das Über-Ich in Alkohol und verfiel in wilden ungehemmten Anarchismus. Und natürlich erfolgte einmal mehr die übliche Bücherverbrennung...
Das ging einige Male so, denn die Reue ließ niemals lange auf sich warten und ich kam wieder zurückgekrochen.  Oh Herr, ich habe gesündigt... und ich kaufte mir dieselben  Bücher noch einmal. Immer wieder Rückfälle - die schwarzchristliche Programmierung hatte mich fest in ihren Klauen.  Jaja, die Reue, die Unterwerfung... die Reue ist ein zweischneidiges Schwert, eine verführerische Schwäche -  oder Kraft... je nachdem...
Hier auf dieser Bühne werden die schwersten SchattenKämpfe gekämpft... hier lauern die übelsten Dämonen...
Irgendwann aber erfolgte der Durchbruch und ich erkannte  in vollster Klarheit:
Die Kirche selbst ist die Krankheit, die sie zu heilen vorgibt und alle Versuche, diese Krankheit mit den Mitteln der Kirche auszutreiben, heißt den Teufel mit Beelzebub auszutreiben. Ihre Exorzisten sind nichts anderes als Erfüllungsgehilfen des Teufels. Und der Teufel ist nichts anderes als eine Eigenkreation der Kirche.

Das lernte ich auch: Dämonen wollen nicht verurteilt, sondern  freundlich empfangen werden. Bis ich dazu fähig war, dauerte es eine Weile, denn erst einmal war ich voller Hass gegen die Kirche und ich las viele Bücher, die meinen Haß am Leben hielten und ihn nährten. Das war kein Fehler, sondern Notwendigkeit. Es geht m. E.  darum, die Empörung so lange aufrechtzuerhalten, bis sie transformiert werden kann. Das ist der Punkt, an dem volle Klarheit eintritt über den Gegenstand der Empörung.
Die Desidentifikation von der schwarzchristlichen Sado-Maso-Prägung war für mich der bei weitem schwierigste Akt der Umkehrung.

Bei der  WAHREN Gewissenserforschung

ging es für mich darum, statt sog. Sünden jede Art von Selbstverrat aufzudecken und mir alle Gefühle und (selbstschädigenden) Gedanken  bewußt zu machen. Was Transformation war, wußte ich damals nicht, erst heute sehe ich, dass ich mit meinen Beobachtungen/ "Meditationen" nichts anderes bewirkte, als das, was man Transformation und  was ich Umkehrung  nenne.

Fast jeden Morgen stand ich um 3 oder 4 Uhr auf und lauschte mit einem Stift in der Hand in mich hinein. Zu Anfang wurde über einen längeren Zeitraum meine ganze Vergangenheit mit ihren traumatischen Begebenheiten und verdrängten schrecklichen Gefühlen ans Licht gehoben, durchlitten und geklärt. *
Dazwischen immer mehr Momente einer großen Klarheit und des Himmlischen Friedens.  Ich wußte damals auch nichts von sog. Schattenarbeit, genau dies aber geschah während meiner Morgenstunden. Ich hatte auch keine Ahnung davon, dass ich mich in dieser Zeit in Trance befand! lol...
Mit jeder Be-Reinigung, jedem "CLearing"  kam ich näher zu mir SELBST resp. ins HIER & JETZT der Vollpräsenz.
Nachdem die Vergangenheit und die Traumen geheilt waren, gab es nicht mehr soviel zu verdrängen. Ich hatte gelernt, in der Gegenwart achtsam auf mein Denken und Fühlen zu achten und so waren es meist nur  die leicht verdrängten Reste vom Vortag, die zur Bearbeitung anstanden. Es war nicht mehr notwendig, jeden Morgen so früh aufzustehen und  bis in den Vormittag zu schreiben und zu "arbeiten".  Eine Stunde reichte völlig aus.



*Bei der  "Arbeit" mit den Gefühlen fand ich übrigens heraus, dass es immer die gegenwärtigen Gefühle sind, die zu den vergangenen Traumen, den verdrängten Inhalten meines Unbewussten führen! Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Zurückverfolgung fiel es mir aber mit der Zeit immer leichter und ging immer schneller: ein Gefühl tauchte auf und fast sofort erschien vor meinem inneren Auge  das Bild der damaligen Situation in der Kindheit. (Sich vorrangig mit seiner Vergangenheit zu beschäftigen, in sie einzutauchen und Gefühle und Traumen absichtlich heraufzuholen finde ich heute nicht mehr gut.)

Erst wenn ich alle Gefühle, die sich einstellten, total gefühlt hatte und ihre Berechtigung anerkannte, wendete sich das Blatt und "himmlische" Klarheit und Frieden trat ein.
Achtsamkeit! Wie ich auch jetzt wieder erkenne, war Achtsamkeit der Weg, der mich von den Gefühlen im Hier und Jetzt zu ihrem Ursprung in der Vergangenheit führte.
Achtsamkeit ist der Schlüssel.


Selbstverwirklichung I

kleingeschrieben nenne ich für mich den  tiefenpsychologischen  TransformationsProzess der Individuation der Persönlichkeit. SELBSTverwirklichung indes die spirituelle Transformation der geläuterten Psyche/Persönlichkeit auf die Transpersonale Ebene. Beides ist im Grunde nicht voneinander zu trennen, sondern eher ineinander verflochten.



Selbstverwirklichung II

Im Rahmen von Selbst- und SELBSTvewirklichung habe ich sicher auch manchen Menschen wehgetan. So glaubte ich z.B. im Kontext meiner inneren Auseinandersetzung mit der Kirche auch den jahrzehntelang weiterbestehenden Kontakt zu meiner ehemaligen Lehrerin Schw. Editha abbrechen zu müssen. Ich  habe das Kloster in mir selbst gefunden, schrieb ich ihr... I go my own way... Sie schickte mir wortlos ein von mir gemaltes Bildchen aus meiner Kinderzeit zurück.
Magda Baelde, eine belgische Freundin und Malerin... auch ihr schrieb ich einen Brief, nachdem wir uns nach Jahrzehnten wiedergetroffen hatten, einen Brief, der sie mehr als getroffen haben wird.
Loretta Pryma...
Conny, eine Puppenspielerin aus Chemnitz, deren Nachnamen ich leider vergessen habe - sie war damals die Freundin von Georg Dick - auch ihr habe ich keine Chance gegeben, unsere Freundschaft zu vertiefen. Ihre Jugend... v.a. ihre Beziehung sah ich nur unter dem Aspekt von weiblicher Unterdrückung... ich hatte absolut keinen Sinn mehr für weltliche Bindung und Beziehung.
Auch ein Mann war darunter, der mich wirklich sehr liebte... auch hier Kontaktabbruch -
 "Jesus" allein sollte der Bräutigam meines Herzens sein. Ich war kein exoterischer Christ, mit dem Zugang zu meinem Unbewußten hatte ich auch Zugang zur (christlichen) Mystik.

Wohlgemerkt, bei meinen Kontaktabbrüchen handelte es sich keineswegs um Bindungsangst im üblichen psychologischen Sinne. Bindung im spirituellen Kontext wäre Verrat gewesen, SELBSTverrat.

Nein, nicht, dass ich mein Verhalten wirklich bereute...Es kann nicht ausbleiben, dass man Menschen wehtut, wenn und weil man sich der Welt notwendigerweise entfremden  m u s s . Es kann nicht anders sein. Und doch fühlte ich mich beschissen dabei,  die Menschen so vor den Kopf zu stoßen...

"Vater und Mutter zu verlassen", bedeutet im Grunde nur Desidentifizierung von den uns aufoktroyierten gesellschaftlichen Prägungen &Rollen. Dass man alles wörtlich nimmt und ent-äussert, kann wohl nicht vermieden werden. Und so verlassen Kinder ihre Eltern und Männer ihre Frauen, Frauen ihre Männer und manchmal die ganze Familie, weil sie dem inneren Ruf ihres Herzens folgen  m ü s s e n , ungeahnt, dass es eben auch "nur" der INNERE Ruf ist, der sich auf ein inneres Geschehen bezieht und vielleicht gar nicht unbedingt ausgelebt werden muss. Vielleicht. Denn wenn man liest und hört, dass sich in der heutigen Zeit immer noch tibetanische Mönche für Jahre  in Felshöhlen einmauern lassen... da scheint's sich in den höchsten Spiri-Kreisen  noch nicht rumgesprochen haben, dass es nicht um Ausagieren, sondern allein um Desidentifkation geht.
Das nach-Innen-gehen nach außen auszuleben, zu ent-äussern, indem ich gleichnishaft und symbolisch eine Felshöhle aufsuche, scheint mir doch verjährt zu sein... Ich glaube, ein echter Meister sagt dir, dass du da bleiben sollst, wo du bist und mit dem arbeiten, was da ist. Das Hier und Jetzt ist niemals woanders.


Individuation

ist der Heilungsprozess, in dem das Ich die nötige Stärke erlangt, um sich letztendlich in der Einheit mit Gott (SELBST) aufzulösen.
Jaja, höre ich dich sagen, da ist nichts, was aufzulösen wäre, ist doch schon "Alles da".
Gut auswendig gelernt, antworte ich dir. Hättest du deine Schulaufgaben gemacht, wüßtest du, dass Sprache es nicht anders als in solchen Worten beschreiben kann.
Ob ich die Einheitserfahrung nun als Aufgehen, Eingehen, Auflösung,Erkenntnis, Erfahrung, Vereinigung, Verschmelzung - what ever, bezeichne, ist doch

Wie war das mit deinem ERwachen, wenn es je stattgefunden hat - mit welchen Worten hast du es hinterher beschrieben? Glaubst du, du hast es besser formuliert? Genau, deine Worte sind genauso nichtsnutzig vor dem Herrn, wie meine,  - wie alle Beschreibungen es sind. Ob du nun sagst, dass dein Ich abwesend war oder ob du sagst, das Ich ist im Nichts aufgegangen oder dass da Niemand war oder dass Jemand abwesend und Niemand anwesend - oder wenn ich sage, das Ich ist in Gott aufgegangen, dann ist das Jacke wie Hose. Alles nur eine elende sophistisch-babylonische eitle Wortwixerei!
Herz oder Gewahrsein? Natürlich sagst Du lieber Gewahrsein, der Begriff "Herz", der genau dasselbe bezeichnet, ist dir zu romantisch und poetisch, du NüchternheitsSektierer!

Wenn ich überkorrekt sein will, ok.: Letztendlich gibt es natürlich keine VereinigungsErfahrung, sondern "nur" Erkenntnis der Einheit allein Seins. Genau gesagt,  annähernd klare Aussagen über diese Dinge zu machen ist eine Kunst, die wird dir nicht sofort in die Erwachens- oder Erleuchtungswiege gelegt. Es dauert seine Zeit, manchmal Jahre, bis man  die klarste Formulierung für das Unbeschreibbare findet. Retrospektiv nämlich erst fügt sich eins ins Andere, da wird dir die Bedeutung und der Sinn dessen offenbart, wofür du lange Zeit keine Sprache hattest.


Schatten


Man scheint ja vielerorts zu glauben, wer "erleuchtet" ist, würde demgemäß auch keine Schattenseiten bei anderen Menschen sehen. Das ist Unsinn. Ganz im Gegenteil: nur wer seine eigenen Schatten bzw. seine psychologische Abwehrstruktur aufgelöst hat,  ist imstande, Schattenanteile bei anderen wahrzunehmen.
Wenn ich auf Schattenanteile hinweise, dann werte ich damit weder den Menschen noch den sog. Schatten ab. Im Gegenteil, ich weise oft darauf hin, auf welche Weise er aufgelöst werden könnte.
In dem Verhalten einiger Leute, - ob jetzt einer über meine Facebookseite muffelt und nichts als Zweifel und schwarzgalliges Ennui verbreitet, oder bei dem  Spiri-Troll, der mir öfters in den Foren begegnet, -  erkenne ich  Abwehrverhalten.  Und was ich erkenne, das wird ausgesprochen. Insofern müssen sie damit rechnen, dass ich dieses Abwehrverhalten thematisiere.
DAss dies von manchen Allzugutmenschen  - das sind die Leute, die gewohnheitsmäßig Nattern an ihren Brüsten nähren, die RundUmToleranten - als Lieblosigkeit empfunden wird, ist verständlich.
 Auf Facebook gibt es eine Blockierfunktion, mit der man die Leute einfach aussperren  kann. Das habe ich bislang zwei- oder dreimal gemacht; das war aber eher versuchsweise und spielerisch als eine Art Nasenstüber gemeint, den ich auch sofort wieder rückgängig gemacht habe. Ich brauche sie nicht, die Blockierfunktion - ich spreche aus, was mir das  Abwehrverhalten der Leute  mir über sie aussagt - und  - pffffft...  sind sie weg.
Ja, und natürlich wird es dann heißen, ich könne keine Kritik vertragen. Nun ja, wenn sie denn imstande wären, Kritik zu definieren und wirkliche Kritik zu äußern... aber sie kritisieren ja gar nicht, sie meckern, provozieren und wollen  streiten und deshalb werden sie persönlich... besonders, wenn ihnen die Argumente ausgehen...
Und damit das mal klar ist: Die WAHRHEIT ist  UNKRITISIERBAR! Punkt.


Unberührbar

Wenn ich sage, dass ich unberührbar bin, will ich damit sagen, dass ich psychisch unverletztbar bin. Das Leiden - das konkrete (!) Leiden von konkreten (!) Menschen oder Tieren in meinem konkreten (!) Hier & Jetzt läßt mich nicht unberührt, auch wenn ich mich im Leiden nicht mehr mit den Menschen identifizieren kann.

Was mich allerdings kaum oder sehr sehr selten berührt sind dramatische Ereignisse und Berichterstattungen über Krieg, Massaker, Hungersnöte usw. in den Medien.  Auch wenn ich mir manche Fußballspiele der WM anschaue, "ERSCHEINT"  mir das doch genauso bedeutungsleer wie eine Sendung über das Geschehen in der Ukraine oder das Revivel von Monty Pyton - Alles ist gleich gültig. Kein Unterschied. Die sog. Fakten der Tagesschau oder die sog.Fiktion vom Tatort am Sonntag - Jacke wie Hose. Fiktion oder Fakten  - diese Kategorien sind in meinem Bewusstsein keine Unterschiede mehr, d.h. die Gegensätze und die Kategorien sind aufgehoben. Was aber nicht heißt, dass ich sie nicht wahrnehme, sie haben nur ihre Bedeutung verloren.
Die Unberührbarkeit leitet sich von der neutralen REINEN Wahrnehmung ab. Der Beobachter oder der Zeuge nimmt die Dinge neutral wie eine Kamera wahr, ohne Stellung zu beziehen.Richtig-falsch gibt es hier nicht. Und trotzdem.... es heißt nicht, dass man total gefühllos wäre, wie es oftmals angenommen wird.