Sonntag, 15. Juni 2014

Ein Mensch muß strebend sich bemühen, sonst wird kein Gott ihn je berühren.

Hierosgamos



 


Le Cock

Für die Armen Kerls, die sich von meinen Cock-Versen angegriffen und diskriminiert fühlten:  Ich habe darin überhaupt nicht von Männern und Frauen gesprochen. Meine Verse waren allegorisch gemeint und bezogen sich auf einen (spirituellen) Hühnerstall, der sich kleinmütig einem Hahn bzw. dem Hüter des (spirituellen Misthaufens) beugt, der ihnen einredet, sie seien schon Adler...
Neo-Advaita ist für mich dieser Misthaufen und die Anhänger sind die Hühner. Und Fredo ist einer ihrer Repräsentanten. Nur sind ihm seine Anhänger/"Chicks" - vorwiegend Frauen abhanden gekommen; auf meiner Facebookseite nahm er ein paar Frauen wahr  - da hat er laut und kräftig gekräht .... LOL!

Die Bedeutung war zugegebenermaßen nicht für jeden ersichtlich. Muß auch nicht. Der Leser sollte schon versuchen, sich nicht jeden Schuh anzuziehen und sich generell vergegenwärtigen, dass es nicht nur eine einzige Interpretationsweise gibt...  Aber der chronische Suppenhaarsucher sucht sich ja am liebsten die Version aus, an der er sich moralisch am eindruckvollsten emporranken kann! (> Werner)



Hierosgamos

Die Heilige oder die chymnische Hochzeit ist die bewußte Vereinigung  bzw. die Erkenntnis der Einheit von Mensch und Gott, Himmel und Erde, Yin und Yang (dem Männlichen und dem Weiblichen), Shaki und Shiva, Involution vs. Evolution usw.  
Neben dem menschlichen Geschlechtsakt ist mir nur ein abstraktes Symbol bekannt: der Sechsstern



Ego vs. SELBST II.

Das moralitäre  Ego des "spirituellen" Harcore-Gutmenschen kann wie oben schon gesagt, in anderen Menschen nur sich selbst sehen. Was den SELBStverwirklichten Menschen angeht, hat er eine feste Vorstellung, wie der zu sein hat. Die Tugenden bzw. Ausdrucksformen des SELBSt scheinen dem Ego wie ein Laster. (Für die, die meinen, das SELBST sei Leere und habe keine Ausdrucksformen sei gesagt, dass du jenseits von Ego auch noch Mensch bist: In der Einheit erkenne ich mich nicht nur als einen ständigen BewußtmachungsProzess, in dem ich ein Mensch bin , der Gott verwirklicht, sondern auch als Gott, der sich im Menschen verwirklicht. (Evolution -Involution) Als dieser Mensch drücke ich die sog. Seinsattribute des sich SELBST verwirklichenden "Gottmenschen".  (wachsende "allufassende" All-Liebe, All-Weisheit, Allgegenwärtigkeit usw. Dies ist aber dem unaufgeweckten Ego verborgen.  Wer Ohren hat, zu hören und Augen hat zu sehen...

Weitere Beispiele: Den spielerisch-kreativen und respektlosen Umgang mit der Sprache, (allen Klassifizierungen, Definitionen und wissenschaftl. Terminologien/ Kategorien; spielerische Modifizierungen oder Umdeutungen  vorgefundener Begriffe) wird von Kleingeist  - soll keine Beleidigung sein, sondern ist im Gegensatz zum Großen Geist zu verstehen! -  als hybride Willkür und pseudowissenschaftliche Profilierung interpretiert und  die Kosmische Intelligenz, die aus der Einheit von Kopf und Herz stammt, wird als distanzierte kalte Intellektualität empfunden.

Größenwahn nennt das autoritätshörige und sklavisch an Namen und Begriffen haftende Ego  es, wenn man(weil hinter den Namen) sich im Geiste eins mit den sog. Großen Geistern weiß. Und wer sein Licht nicht unter den Scheffel stellt, den klagt das Hardcore-Gutmensch   hybrider Anmaßung, Selbstüberhöhung, Eitelkeit  und dergleichen mehr an.

Der  kleinmütige Glaube des Hühnerstalls/Kollektivs, dass aus dem Huhn niemals ein Adler der Lüfte werden könne steht fest und unerschütterlich. Fliegen? Hey, das hat noch niemand geschafft, sagt der Hüter des Misthaufens. Was, du willst ein Adler sein? (In Korrelation zu dem myth. Bild des Jesus, der gefragt wird: Was, du bist ein König? Zeige uns dein Königreich)

Kikerikiki - Sei nicht so vorlaut...Bau keine Luftschlösser ...Ein bisschen Flügelflattern ist ja recht nett, aber zum Abheben sind kleine Hühner nicht geschaffen -  kräht der Hahn und begräbt das flatternde Hühnchen unter sich: Komm Schatz - komm runter auf den Boden, das ist deine wahre Bestimmung... -  LOL!

Hier gilt es umgekehrt: Was dem Ego ein Laster, ist vor Gott eine Tugend - allerdings nur unter dem transformativen resp. alchimistischen Aspekt der Schattenintegration,  wenn aus Scheiße Gold oder aus dem Teufel ein Engel wurde resp. aus dem Laster eine Tugend... aus der Dunkelheit zum Licht der Bewußtheit.

Wenn ich sage, dass das moralitäre Ego in anderen nur sich selbst sehen kann, meine ich nicht unbedingt die banale 1:1-Spiegelung, z.B. : Weil ich eitel bin, sehe ich in anderen meine eigene (nach außen projezierte)  Eitelkeit. Was häufig auch projeziert wird, ist ein angelerntes Wissen "über" ...



Du bist schon vollkommen - es gibt nichts zu tun?.

Jesus wird gefragt: Herr, was muß ich tun, um in das Himmelreich einzugehen?
"Jesus" antwortet uns gestern wie heute, weil:  Christus ist unser wahres SELBST und unsere Herzensstimme, die wir dann vernehmen, wenn das Herz bereit und still genug ist, um zu hören:

Markus 10:17–30; 12:41–44. Ein reicher junger Mann fragt, was er tun muß, um ewiges Leben zu erlangen.

Lukas 12:13–21. Jesus lehrt durch das Gleichnis vom reichen Mann und ermahnt seine Jünger, nach himmlischen statt nach irdischen Schätzen zu trachten.

Lukas 14:15–33. Jesus lehrt durch das Gleichnis vom Festmahl, daß diejenigen, die ihm nachfolgen, bereit sein müssen, alles aufzugeben.

Lukas16:1–12. Jesus lehrt durch das Gleichnis vom ungerechten Verwalter, daß sie mit der gleichen Begeisterung nach geistigem Reichtum streben sollten wie man den irdischen Gütern nachläuft...

Trachten oder streben - Tatsächlich ist es im Grunde nur die Bereitschaft, die ein Mensch aufbringen muss.. Das einzige Tun ist das (Los-) Lassen, aber bis das versteinerte Herz bereit ist und das Ego seinen Geist aufgibt und von seinen Identifikation losläßt - welch ein Ringen,  ein Kampf auf Leben oder Tod.
Was ich "gemacht" habe? Ich folgte der Devise: Be your own laboratory. D.h: ich beobachtete mein Denken und Fühlen, bis Achtsamkeit und schließlich auch Gewahrsein daraus wurde.

Wem das Herz nur ein wenig aufgegangen ist, der erkennt in den poetischen Bildern der Bibel so überwältigende Weisheit und unergründliche Tiefen, dass es nicht übertrieben ist, wenn man von der Bibel als dem Buch der Bücher spricht.

 

Ramesh Balsekar

Wenn man manchen seiner Anhängern glauben schenken soll, dann wäre das einmalige Erwachen zur Wahren Natur schon die ganze Miete. Erwachen mit dem unausbleiblichen Rückfall in den Alten Adam, in das alte Ego mit seinen Zwängen, Ängsten und allerlei Neurosen würde dann als schöne Erinnerung mit heroischer Resignation bis zum Lebensende zu ertragen sein. So sieht scheinbar der Held des Neo-Advaita aus. Scheinbar. Balsekar selbst sagt aber doch etwas ganz anderes:


Zitat:In seiner Antwort auf meinen Fragebogen zitiert Ramesh einen Satz von dem Zen‑Meister Shen Hui: "Zwischen dem Erwachen und der Befreiung oder Erlösung gibt es einen Unterschied. Das Erwachen geschieht augenblicklich, die Befreiung geschieht allmählich." Das Erwachen, das Erfassen des universellen Prinzips, unserer wahren Natur (aus dem Herzen heraus), geschieht ganz plötzlich; die Befreiung von persönlichen Strukturen als Ergebnis unserer Ängste, Begierden und Kindheitserfahrungen geschieht allmählich. Ramesh hatte zum Beispiel stets eine Abneigung, eine gewisse Angst, vor Publikum zu sprechen. Auf Familienfeiern in großem Rahmen oder bei Geschäftsbesprechungen eine Ansprache zu halten, war ihm ein Gräuel. Zitatende

Aus: http://www.advaita-journal.de/de/volume-1-15/volume-05/begegnung-mit-ramesh-balsekar-und-seinen-erwachten-schuelern/

Ich ergänze dazu: " Die Befreiung von persönlichen Strukturen" inkludiert natürlich auch die Befreiung von kollektiven Programmierungen und gesellschaftlichen Prägungen. Dieser Erlösungs- oder  Befreiungsprozess ist für mich synonym mit  Individuation incl. Schattenintegration.
Bis jetzt habe ich bei Ramesh Balsekar noch nichts gefunden, was direkt gegen eine integrale Spiritualität sprechen würde. Allerdings finde ich es für einen Meister nicht unbedingt erforderlich, die Alten Meister zu zitieren, die eigene spirituelle Erfahrung spricht für sich und aus sich SELBST heraus die WAHRHEIT und braucht keinen unterstützenden Beistand durch einen Großen Namen, wenn man (zu Lebzeiten) selbst schon einen großen Namen hat.

Für mich gilt ganz allgemein: Jemand, der sich selbst einen spirit. Lehrer bezeichnet und dabei häufig die Großen Alten zitiert,  ist noch nicht "fully authorized", d.h. hat m. E. noch nicht die volle SELBSTgewißheit erlangt, die Jenseits von Erleuchtung - param advaita - liegt.

Allerdings spricht es nicht gerade für Ramesh B., wenn es tatsächlich wahr wäre, dass irgend etwas für ihn ein anhaltendes "Gräuel" gewesen wäre. Jenseits von Erleuchtung/Ego ist man auch jenseits von Abneigung oder Vorliebe. (Was nicht bedeutet, dass man nicht mal nervös oder unruhig werden kann.)
Die Berichterstattung der Interviewer oder anderer Anhänger von Gurus sind natürlich auch mit aller Vorsicht zu genießen!



Nytia's Blog:

N:...  "und unsere Vorstellung von dieser geheimnisvollen sog. Erleuchtung ist auch nichts anderes als unsere Vorstellung davon, wie Klasse so eine Rutschpartie auf einer Rutschbahn ist - mal abgesehen davon, dass so eine Rutschpartie sehr viel handfester ist, als dieser angeblich permanente Erleuchtungszustand.
Ich bin erleuchtet, was für ein Witz!"

Ja, das ist wirklich ein Witz  -  wenn auch ein ganz besonders trauriger  - z.B. eine Vorstellung von Erleuchtung für die Erleuchtung selbst zu halten; allerdings ist dieser Witz sogar dann Usus, wenn tatsächlich eine Erleuchtung oder ein Erwachen stattfand, und zwar deshalb, weil es nicht ausbleibt, dass der Verstand aus spirituellen Einsichten ein Konzept bastelt, weil er sich nicht bewußt ist, dasss auch die Erinnerung an seine Erfahrung eine Vorstellung ist... Ein Witz auch, zu glauben, das ungeläuterte  ICH könne erleuchtet sein...
Wirklich witzig finde ich aber,  dass du eine Vorstellung von einer Rutschpartie für "handfester" hältst als die Vorstellung von Erleuchtung - LOL!

Ein trauriger Witz wäre es aber auch, an einen "angeblich permanenten Erleuchtungszustand"  n i c h t  zu glauben... da fehlt es eindeutig am "Rechten Glauben" an Erlösung, Befreiung, Wiedergeburt, abgesehen davon, dass man noch zu sehr an den Worten haftet.

Ein Mensch, der sich SELBST verwirklicht hat dürfte mit gleichem Recht von sich sagen, er sei erleuchtet  wie er von sich weiß und sagen darf, dass er wiedergeboren sei oder er hätte seine wahre Natur verwirklicht.  Dieses Unterschiedemachen ist nichts weiter als babylonische  Wortwichserei...)

Param Advaita  - jenseits von Erleuchtung - ist PermanentGewahrsein, insofern das befreite und erlöste Bewußtsein,  welches sich auf dem Marktplatz der Welt bewährt hat und nicht mehr rückfällig werden kann.  Wenn man das nun PermanentGewahrsein nennt oder Permanenterleuchtung nennt,  - Jacke wie Hose -  jedes Wort, jede Bezeichnung für das SEIN jenseits von Ego ist nur eine Annäherung:  Denn alles, was man darüber aussagen kann, ist paradox und daher nicht eindeutig beschreibbar.  Jenseits von Erleuchtung kann ich nämlich weder sagen, dass ich erleuchtet sei, noch, dass ich nicht erleuchtet sei.  Es gibt gar nichts auszusagen.
und doch...

Ich kann meinen Bewußtseinszustand  negativ oder positiv ausdrücken: Ob ich negativ ausdrücke, indem ich sage, dass ich meinen personalen Schatten konfrontiert und integriert habe oder ob ich es positiv ausdrücke,indem ich sage,  dass ich erleuchtet bin, ist gehupft wie gesprungen.  Und ja, ich könnte jetzt "ich" in Anführungszeichen setzen, weil da Niemand ist, der erleuchtet sein könnte ...mit vollem Recht dürfte - nein müßte ich dann aber auch jedes meiner  Worte in Anführungszeichen setzen. Ich machs mir aber gerne einfach, außerdem spiele ich gerne..... LOL!

Was man also immer hier  Jenseits des Verstandes sagt, es ist wahr und auch nicht wahr.  Dieses Paradox - DAS ist der Witz daran: Dass du gar nichts aussagen kannst. Es ist jenseits von Ego genauso wahr oder unwahr, zu sagen, man wäre erleuchtet als zu sagen, man wäre es nicht.
Ich war unbewußt und ward bewußt, christlich: Ich war tot und ward wiedergeboren. Oder: Ich war krank und Jesus hat mich geheilt ... - das ist zwar nicht "handfest", aber eine wahrere WIRKLICHKEIT als diese gibt es nicht. Aber beweisen läßt sich das nicht, nur anderen Menschen hat man die Freude und die Pflicht zu verkünden, dass diese Wiedergeburt tatsächlich möglich ist.
Param advaita - Jenseits der Erleuchtung BIN ICH Meister. Da beißt die Maus keinen Faden ab! Das einzige Problem ist dein vor-urteilender Verstand, der seine vor-urteilende VORSTELLUNG von MEISTERschaft nicht ablegen kann. GEnau diese Vorstellung ist es, die dich selbst von der Meisterschaft trennt.

Es gibt also kein "Permanentgewahrsein"? Merkwürdig, dass  Du deinen Blog mit Schriften und Zitaten "erleuchteter" Menschen/Meister füllst, denen du die Erleuchtung durchaus nicht abzusprechen scheinst, im Gegenteil... oder waren die alle nur ein bißchen erleuchtet? So dann und wann einmal ein Lichtblick? Gibts also keinen letztgültigen Durchbruch in die Freiheit?
Und Para vidya  - die Weisheit aus dem Ursprung - ist das also  auch nur eine
"vorübergehende Erscheinung?"
Und ja - auch darauf gibts keine eindeutige Antwort... so ist es und so ist es auch wieder nicht.
Nichts ist Alles, Alles ist Nichts.
LOL - Ja wat denn nu?
Weil es darauf keine Antworten gibt, ist alles was bleibt das Schweigen. Oder Lachen.


Zum Morbus Hafiz

Erstmal: der wirkliche Name hinter dem FB-Fake "Hafiz Rüegg" interessiert nicht, da Hafiz genau so eine Metapher ist wie Legion oder Krankheit. Ob es sich bei Hafiz um Fredo, (der seit neuestem unter seinem Real-Namen auf meiner FB-Seite kommentiert) selbst handelt oder nur um einen seiner wenigen Seelenbrüder(-schwestern,  oder vielleicht gar um einen abgespalteten Psycho-Anteil ist mir Jacke wie Hose - die Krankheit ist dieselbe: Der Böse Blick

Der Böse Blick - so  nenne ich einen  BLick, in dessen Fokus sich alles in einen stinkenden Scheißhaufen verwandelt...
Symptomatik: Ursache-Wirkung-Verwirrung , machtgeiles sadistisches Überich, zwanghaft-autoritär strukturiert (Kontrollfreak) , ausgeprägter Minderwertigkeitskomplex, Täter-Opfer-Verwechslung, "Attribuierungsstil",  schwerst co-abhängig, Retterkomplex. Täteridentifikation. Herzinfarktgefährdet. Angst vor Nähe und Hingabe. Kompensiert sein grundlegendes Ohnmachts- und Unterlegenheitsgefühl mit Machtgehabe... (inflationäres Größenselbst)  und Alkohol?
Menschen mit einem sadistischen Überich (internalisiertes Eltern-Ich; ) neigen nicht nur dazu, dieses auf andere Menschen zu projezieren, sondern  neigen vor allem auch zur Sucht, d.h.  Alkohol oder Drogen braucht man zur Betäubung der "inneren Stimme" einer gnadenlosen Kontrollinstanz, der sie niemals etwas recht machen können. Spiritualität? Wenn überhaupt, dann als Flucht...

Der Morbus Hafiz ist ein  im Grunde einsamer, schüchterner und ängstlicher Charakter: er hat Angst, sich zu zeigen, zu öffnen, zu sich selbst zu stehen. Deshalb traut er sich auch nur aus dem Versteck, dem Hinterhalt, der anonymen Verborgenheit  (z.B.aus Fake-Profil) heraus zu schießen. Typisches aufgeplustertes und aggressoridentifiziertes "Tresenschreihals"-Gehabe...nach dem dritten Glas traut man sich...

Heilungschancen schlecht, weil krankheitsuneinsichtig;  solange man seine Projektionen nicht erkennt, leidet man nicht, da läßt man andere leiden... und solange man nicht erkennt, dass man selbst die Geisel seines internalisierten sadistischen "schwarzpädagogischen" "Richters" ist. (Das sog. Stockholm-Syndrom ist nämlich vor allem und primär eine seelische Strukturiertheit.)

Im Weltbild des Morbus Hafiz ist nicht der Mörder, sondern der Ermordete schuldig, d.h. bei  der Täter-Opfer-Konfusion ist man täteridentifiziert, da hält man das Opfer für den Täter und vice versa; wer unliebsame Wahrheiten sagt, ist ein Denunzierer; ähnlich wie früher der Überbringer einer schlechten Nachricht geköpft wurde, wird derjenige, der das Übel benennt und anklagt zum Übeltäter gestempelt.

In der Bibel  (NT) begegnet man dem des Morbus Hafiz in der Geschichte der Heilung des Besessenen von Gerasa. Von diesem Dämon sind wir alle mehr oder weniger besessen,  - in Tiefenprozessen wo es um Schattenintegration geht, ist dies ein Seelenanteil, dem sich wohl jeder Mensch in mehr oder weniger schmerzhaften Konfrontation zu stellen  hat. Es ist m. E. der Hauptwiderstand gegen die Heilung/Individuation.

Der letzte FB-Kommentar - eine Art Publikumsansprache -  von Hafiz vom 11.06.2014 ist unter dem Blogposting "Collected Works of Hafiz Rüegg" zu finden.

(Ich hatte dieses BlogPosting nach der ersten Veröffentlichung für die Öffentlichkeit verborgen, weil ich aber seinem letzten Kommentar entnehme, wie sehr vergeßlich "Hafiz" ist, bekommt er jetzt die Gelegenheit, sich noch einmal oder öfters der Realität seines Stalkings zu stellen..

Ich erinnere ihn deshalb auch noch einmal daran, dass nicht nur ich, sondern mehrere Personen davon betroffen waren, der Grund dafür, dass der Kamphausenverlag mit der  Schließung des Wir-Forums drohte.  Es ist nicht das erste Mal, dass sich "Hafiz" als Opfer darstellt, weil er Aktion und Reaktion verwechselt, d.h. seine eigenen Anteile am Konflikt in keinster Weise wahrnimmt. Er gefällt sich offenbar in der Rolle eines Verrichtungsgehilfen in der Maske eines  Zorro, des Rächers der Erniedrigten und Beleidigten.



Die Symbolik

des keltischen Kreuzes muss man als eine Dynamik verstehen. Die Dynamik des eigenen  Bewußtseins jenseits von Ego, welche sich ständig ändert. Die Schnittstelle oder den Inneren Kreis des Kreuzes würde ich mit "param advaita" bezeichnen.
Param Advaita hat für mich zwei Bedeutungen: einmal symbolisiert es für mich das "Andere Ufer", welches dann erreicht ist, wenn ich Gott um Gottes willen gelassen habe, d.h. Gott bzw. die Konzepthaftigkeit Gottes und aller meiner (spirit.) Erfahrungen erkannt habe. Wiedergeburt auf dem "Pfadlosen Pfad".  (Ich könnte auch sagen, wenn ich erkannt habe, dass die Welt nur als mein "Wille" und meine angelernte Vorstellung existiert.)




Freitag, 13. Juni 2014

Ach, die böse Eitelkeit ...klagt bejammernd sich der Neid




Ken Wilber
Eitelkeit - Vanity

Dass ihn manche Leute nicht mögen, kann u.U. auch damit zusammenhängen, dass er manchen Leuten ihre (pseudospirituelle)  Stimmung versaut: Die Prä-Trans-Verwechslung ist ein Faktum, welches m. E. jeden Sucher erwischt. Da meint so mancher nach Jesu Botschaft "wieder "wie ein Kind" geworden zu sein, dabei ist er in der Hingabe an eine "Höhere Macht" in eine regressive PRÄpersonale Phase abgeschlittert. Das passiert vorrangig in Abhängigkeitsbeziehungen bei Machtmißbrauch des Gurus/Therapeuten: die schmelzenden ozeanischen Einheitsgefühle, die sich in der totalen Unterwerfung und Selbstaufgabe einstellen - I'm in you and you are in me -  beruhen darauf, dass man seinen Willen komplett unter den Willen eines anderen Menschen  gestellt hat, der sich nach dem Motto: Von mir bekommst du nicht, was du willst, sondern was du brauchst, einbildet, zu wissen, was ein Mensch braucht.

Die Gefahr der Regression besteht immer, wenn ein Guru/Lehrer Schüler um sich versammelt, die auf längere Sicht mit ihm zusammen in  einer Community leben. (Siehe auch den Fall  A. Cohen)

Im Zusammenhang mit Innerer-Kind-Arbeit greift man auch gerne wieder zu Stofftieren. Da ist nichts falsches dran, aber hat mit TRANSpersonaler Spiritualität - mit dem befreiten, d.h. göttlichen Kind nichts zu tun.  (Plüschtiere beruhigen das unfreie, weil angepaßte Kind). Ein befreites Kind leidet keinen Mangel und  braucht keine materiellen Ersatzbefriedigungen.
Der regressive Spiri-Kindergarten mit seinen "allzugutmenschlichen" Kindergärtnern (einbeinige spirit. Lehrer & einäugige Gurus)  hat seine Wurzeln darin, dass man zwar das Böse hassen, das Gute aber nicht lassen kann. Solange man aber das Gute nicht ebenso "hasst" wie das Böse wirds nix mit der Evolution des Bewußtseins. Wer ins Fröhliche Jenseits will, muß über beide Pole hinweghüpfen.


Stephen Wolinkskys Buch

Quantenbewußtsein ist ein Übungshandbuch und so etwas brauche ich nicht mehr. Ich schlug das Buch nach Erhalt kurz auf und sofort fiel mein Blick auf das Wort "Dissoziation" im Zusammenhang mit einer Übung, bei der die Dissoziation von den eigenen  Gefühlen direkt eingeübt werden soll. Für den schizoiden Charakter eine gute Möglichkeit, seine Not zu einer Tugend hochzustilieren.
Nach meiner Erfahrung ist das kein Weg, weil diese Art von Hypnose  (Ich bin nicht meine Gefühle, ich bin nicht meine Gedanken, ich bin nicht dies, ich bin nicht das, wofür ich mich oder andere mich halten...) dich aus der Hier & Jetzt-Achtsamkeit beamt und auch  keine Individuation/ Persönlichkeitsentwicklung mit sich bringt, bei der die Gefühle und das Denken von seinen kranken Prägungen befreit werden.  In meiner Erfahrung sind es nur die befreiten, d.h. die authentischen Gefühle, die transzendiert werden können,  - auf diese Weise habe ich ganz ohne Übung ganz von SELBST erkannt, dass ich nicht meine Gefühle bzw. nicht das bin, für das ich mich gehalten habe.



Paradox

"Wenn du dich zu ihm hinwendest, wendet es sich von dir ab."
Das existiert nur für den denkenden und suchenden Verstand, der das Paradox nicht kleinkriegen kann. In der Einheit des Heiligen Geistes Amen ist der Sucher und das Gesuchte eins,  - Nullo Problemos, Amigos!
Er kanns nicht einfach nicht lassen: Der Verstand sucht immer wieder nach Eindeutigkeit...!


Osho

Ich habe mich mal gefragt, wie und ob Osho nach seiner "Letztgültigen Erkenntnis" noch Bücher gelesen hat. Mir schien dies ein Unding zu sein, weil  Input nicht weiter benötigt wird. Es ist aber so, dass die Gabe der Geisterunterscheidung  (param advaita) trainiert bzw. "automatisch" (spontan) angewandt wird, egal, ob die "Reizung" dazu jetzt aus dem eigenen Inneren oder als Output über Medien wie Bücher oder ein spirituelles Schreibforum geschieht - der GEIST will geschärft werden! Da es zu Zeiten Oshos noch kein Internet, also auch keine spirituellen Foren gab, blieben nur die Bücher als Inspiration, um die  Messerchen der Unterscheidung zu schärfen.


News from Nytia's Castle


http://satyamnitya.wordpress.com/2014/06/10/alan-watts-der-begriff-leer-bezieht-sich-nicht-auf-es/#comments
Alan Watts  - wunderbar, besser kann man es nicht ausdrücken!
 Wie auch ich  immer betone: Das Nichts, die Leere bezieht sich nicht auf Gott oder "ES" oder irgendeine Abwesenheit von Vielheit, sondern auf die Bedeutungsleere der Begriffe, der Sprache jenseits von Ego.


Edgar Hofer über Param Advaita

http://www.sein.de/archiv/2012/juli-2012/param-advaita--jenseits-der-erleuchtung.html

Nix dran auszusetzen, ich sehe und sage es wohl nicht wesentlich anders. Was bei  Edgar das Loslassen der "Identifikation mit der NichtIdentifikation" ist, wird bei mir als das Loslassen der Identifikation mit dem SELBST, bzw. Loslassen des Spirituellen Egos erfahren und beschrieben... oder als "Tod Gottes", oder Gott um Gottes Willen lassen ....es gibt soviele Bezeichnungen...
Ich ergänze: Die Menschwerdung Gottes ist durch Individuation/Evolution gegeben, Gottwerdung durch Involution. Beides ist miteinander verwoben und befruchtet einander ohne Unterlaß. Yin und Yang -  ein umfassenderes Symbol gibt es gar nicht für die Trennung bzw. Einheit der scheinbaren Gegensätze und Polaritäten.


Der Neo-Advaita-Kult

scheint das Monopol und die Deutungshoheit bzgl. der Begriffe  Advaita, param advaita usw. zu haben, zumindest was das penible haarspalterische  Fredo-Advaita angeht. ...als hätten sie die Nichtzweiheit persönlich erfunden!

Hierosgamos: Das Ich muß geläutert und somit "gottgleich" werden, um die Einheit von Mensch und Gott bewußt zu erkennen. Im Neo-Advaita scheint es mir, will man den Kuchen essen und behalten. Zumal jene, die Läuterung  (Deprogrammierung) für ein spirituell unstatthaftes Tun und Machen des Egos halten, weil sie dogmatisch daran haften, dass "alles schon (in Vollkommenheit) da ist" und nichts verändert noch verbessert werden könnte.

Da wird m. E. sehr vieles verwechselt: Das einzigste, was weder verbessert noch verändert werden sollte, ist das Ego selbst. Das spirituelle Ego, welches sich z.B. mit asketischen Enthaltsamkeitsübungen knechtet, wie nicht zu werten oder vorzeitiger Wunschverzicht, Aufgabe von Plänen und Erwartungen, usw. betreibt damit unbewußt eine Ich-Kosmetik, eine Ich-Verbesserung insofern, als man ein besserer, ein guter Mensch werden will.  Das sind alles spirituelle Fallen, in die m. E. grundsätzlich jeder reintappt, dessen Achtsamkeit resp. Gewahrsein noch nicht "steht", weil nur Gewahrsein die Geister (Selbst vs. Ego) unterscheiden kann.

Tatsächlich muß nichts verändert noch verbessert werden, allerdings sollte man dies ERKANNT haben, statt als einen Glaubenssatz aus Büchern oder anderen Medien zu übernehmen.  Erst wenn das Auge des Gewahrseins genügend geöffnet ist, kann man SCHAUEN und erkennen, in welche Falle man getappt ist. Nur Gewahrsein läßt mich  die Wahrheit meiner IchIdentifikationen schauen - niemand anderer kann mir das sagen oder zeigen, denn es gibt m. E. keine Möglichkeit, n i c h t  in diese Falle des "gutmeinenden Machens" zu geraten. Niemand, auch kein daherkommender Karle Renz, der dir sagt: Du bist schon vollkommen, es muss nichts getan werden usw.  kann dir die Notwendigkeit der eigenen EIN-SICHT oder dieser "Letztgültigen Erkenntnis" abnehmen! Alles andere wäre einfach nur eine weiterer Glaubenssatz, eine gefundenes Fresschen fürs Ego und Alibi für spirituelle
Dass es Nichts zu tun und zu machen gibt, kann deshalb m. E. auch nur der erkennen, der genug gemacht und getan hat.

Der Advaita-Kult aber scheint mir eine Gemeinschaft der "Gläubigen", die die Faulheit zu ihrem Götzen erhoben hat.
Meines Erachtens wird hier wieder einmal mehr die transpersonale mit der personalen Ebene vertauscht. Tatsächlich sagt die Letztgültige Erkenntnis, dass nichts getan werden muß oder kann dass hier, jenseits von Ego, alles, was da getan und gemacht werden muß, absichtslos getan wird. Wie Laotse sagt: Ein Tun ohne zu tun... Wie bei jeder geistigen (vertikalen) Erkenntnis/Weisheit übernimmt sofort der lineare  Verstand und macht daraus ein (zu missionierendes) Konzept, das heißt, was er den Menschen zur Nahrung anbietet sind Steine statt Brot.
Die pervertierte ARt, den Himmel auf die Erde zu holen, ist nämlich die Vertauschung der Ebenen d.h., dem Ego eine Weisheit als Futter anzubieten, was es nur als transformiertes Ich von SELBST erlangt.
Es gibt nur eine WAHRHEIT und das ist das SEIN und die WAHRHEIT im Fokus des "eigenen" Gewahrseins.



 Das Ego

kann nichts anders als sich selbst in anderen Menschen sehen, d.h. das unbewußte Ego kann nichts als Ego sehen. Das Ego ist nicht fähig, einen SELBSTverwirklichten Menschen als das zu sehen, was er ist. So wird von ihm das wahre SELBST und seine Attribute als Egoeigenschaft (abge-) gewertet, z.B. wird in der SELBSTgewißheit jenseits von Ego eine ichhafte Selbstüberhöhung gesehen. In die Unerschütterlichkeit und Unverletzlichkeit des SELBST wird Abgebrühtheit und Kälte projeziert. SELBSTliebe wird als egozentrische Selbstverliebtheit gebrandmarkt...Statt Angstfreiheit und  "Hohen Mut" sieht der unbewußte Mensch nur  Hochmut und Arroganz, aus dem jenseitigen Humor wird Häme und aus der unver-schämten SELBST-Darstellung wird Eitelkeit, aus der jenseitigen Unpersönlichkeit wird von ihm Distanziertheit oder Unmenschlichkeit herausgefiltert. usw.

Dem Ego fehlt die Unterscheidungsgabe des wahren SELBSt und so hält es den Engel für den Teufel und verwechselt das Wahre SELBST mit dem inflationären Größenselbst des Ego. Es ist sich tragischerweise nicht bewußt, dass es mißverstehend  nicht nur außen, sondern auch im eigenen Herzen genau das verurteilt und kreuzigt, was es für sich am allersehnlichsten erwünscht: Sein Wahres SELBST. Christlich ausgedrückt wird hier Christus gekreuzigt.

Ursache ist natürlich die Unbewußtheit und vor allem die SelbstUNTERschätzung, was ein narzißtisches grandioses Größenselbst keineswegs ausschließt.


Notiz

zu Alfred B's Kommentare auf meiner Facebookseite:

https://www.facebook.com/notes/monika-schulte/hafiz-is-back-sein-name-ist-legion/637428116348661



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"Zwischen dem Erwachen und der Befreiung oder Erlösung gibt es einen Unterschied. Das Erwachen geschieht augenblicklich, die Befreiung geschieht allmählich." Shen Hui

Montag, 9. Juni 2014

Was nützt Dir 'ne Vollkommenheit in Theorie statt WIRKLICHKEIT???

sagt Paulus...





09.06.2014 - News vom Ollen Nytia


Monday morning, 8 o'clock:
Stante pede und adhoc
Grüß' Nytia ich von Blog zu Blog!
http://satyamnitya.wordpress.com/2014/06/09/karl-renz-du-bist-vollkommen-mit-und-ohne-sehnsucht/

Um deine hoffentlich rhetorischen Fragen zu beantworten -
also, die Sache ist so: Es ist wie mit den verflixten Koans, da kann dir wie immer das Licht nur aufgehen, indem du aus dem diskursiven Denken des Verstandes ausststeigst bzw. durch den "Polsprung" vom Egomind zum SELBST ins Vertikale Erkennen wechselst.

Tja, wie man das "macht"? Da wären wir wieder bei dem "Rattenfänger" Karl Renz: Durch "Resignation" und "Total anhalten" bzw.  durch Innehalten. Leider Gottes auch nur alles Dinge, die man nicht machen oder tun kann.
Statt "Resignation" würde ich übrigens lieber von einer "Kapitulation des Egos" sprechen, Resignation klingt mir viel zu sehr nach Depri & Ennui.

Innehalten oder anhalten - egal, wie man es nennt - heißt, in der Gegenwart anzukommen, in der absoluten Präsenz. (Eine lange Reise - viele Sucher verheizen dazu viele viele Leben, habe ich gehört...LOL!) Was dem Ego hier die totale Resignation ist, ist dem SELBST die fröhliche Auferstehung von den Toten. Und mehr noch: hier gibt es nicht nur kein Ego, sondern weder Selbst, Gott noch sonst ein "Etwas". Ab hier - param advaita - wirst du dann alles, was du von dir gibst, in Anführungszeichen setzen müssen... LOL!
Was ist denn das SELBST, was ist Gott? Sowohl Alles - als auch Nichts. Sowohl Fülle als auch Leere.

Ernsthaft? Na gut, in allem heitrem Ernste sei gesagt:  Bevor du "resignieren" tust, braucht das Ego erstmal einen Grund, zu kapitulieren, denn niemals wird es kampflos kapitulieren - das heißt, du mußt so lange im Außen kämpfen und suchen, bis du merkst, dass du jedes Mal, wenn du mit dem Kopf durch die Wand gegangen bist, statt in die ersehnte Freiheit nur in ein neues anderes Gefängnis durchgebrochen bist. Um dies zu erkennen, bedarf es aber wie immer des Hauptschlüssels: der Achtsamkeit.

(Die Universalantwort auf alle Fragen, Be- und Hinterfragungen ist immer dieselbe und im Grunde sehr einfach: Sei achtsam!)

Spirituelle  Double-Binds sind nur scheinbare Double-Binds und beantworten sich meistens, wenn man gelernt hat, sich im Paradox einzurichten, d.h. wenn man die Dinge von "oben"  aus der nondualen Sicht  und von "unten" aus der dualen Perspektive zu SCHAUEN gelernt hat und letztlich eben auch als EINHEIT erkennt.
Sowohl - als auch: "Wer sucht, der findet" hat aus der Einheitssicht dieselbe Berechtigung wie sein Gegenteil: Wer sucht, findet nicht.  Es braucht wie gesagt, die Kapitulation des Ego, um den Kampf und die Suche aufzugeben,  dann wirst du nämlich gefunden - Yippppieeee!
Was der Sucher letztlich findet, ist die Ein-Sicht, dass Sucher und Gesuchtes - Mensch und Gott - EINS- und dasselbe sind, aber das sollte er im vornherein weder glauben noch wissen. Denn alles, was man vom Hören-Sagen übernommen hat, gehört in die Rubrik: Meinung und Meinung ist ein großes Gräuel vor dem Herrn, Jungs!

Karl Renz meint:



Hier haben wir den Salat: Man darf dies um Himmels Willen nicht als eine Aufforderung begreifen, die Hände in den Schoß zu legen. Wenn es als eine solche gemeint ist - darfst du das Häppchen, welches Karl Renz uns hier so appetitlich missioniert, niemals schlucken, nur um ein bequemes Alibi dafür zu haben, die Suche aufzugeben!

Renz behauptet hier eine spirituell unstatthafte Entweder-Oder-Position aus der transpersonalen (nondualen) Sicht,  - eine Überzeugung des spirit. Egominds - eine konzeptuale Erinnerung an eine einstmals lebendige transpersonale Ein-Sicht. (Die seine oder die eines anderen, ist hier Jacke wie Hose)  Alter ranziger Käse!

Einheit


Es geht ja doch darum, dass jeder Mensch eine Ein-Sicht als zu einer LEBENDIGEN WAHRHEIT in sich und für sich SELBST vorstößt  - und ohne schmerzhafte Suche und ebenso schmerzhafte Kapitulation des Egominds geschieht dies einfach nicht. Und glaube mir, wenn du dann einmal tatsächlich total kapitulieren solltest "geht die Scheiße erst richtig los": da wartet das "Leben eben" darauf, dass du dich auf das "Leben eben" einläßt, was da bedeutet: Persönlichkeitsentwicklung resp. Individuation. Das eine geht nicht ohne das andere! Anders gesagt: den Gott Vater ohne die Mutter gibts nit!

Wo Gott kommt dir auf halbem Weg entgegen,
muß sich der Mensch im selben Maße bewegen... Evolution und Involution ist EINS!

So schaugts aus:

Du bist nicht eher "vollkommen", bis du aus dir SELBST der WIRKLICHKEIT deiner Vollkommenheit BEWUSST geworden bist.

Nicht früher und nicht später.





PROLOG

Ach Herr,
wie ist mir sonderbar:
der Igel sagt, ich bin schon da,
der Hase aber rast wie Hotte
und hechelt hinter 'ner Karotte.

Herr gib,
dass sie zusammenfinden,
die böse Trennung überwinden
um sich in Hochzeit zu verbinden,
und aller Welt dann zu verkünden,
dass Hüh und Hott ne Einheit bilden!
Hare Hedgehoc!



Sonntag, 8. Juni 2014

Statt Existenz ihr zu verwehren, will ich die Geschichte ehren.

Zu Hallenberg im Sauerland
einst meine Kinderwiege stand...





Ach Ihr Eierköppe!

Wer die Buddha resp. die Christusnatur verwirklicht hat, für den hat alles Mußmaßen, was Buddha bzw. Christus mit seinen Worten wohl gemeint haben könnte, ein Ende. Buddha oder Christus ist als die Stimme der WAHRHEIT (Gewahrsein) erkannt  - unfehlbar die Stimme deines Herzens.

Warum Buddha den Begriff Gott nicht (oft) benutzt? Zum Beispiel deshalb: Ab Position 4 des Tetralemmas gibt es nämlich weder einen Gott, noch gibt es keinen Gott.... LOL. Ich las irgendwo, dass Buddha den Begriff Gott sehr wohl benutzt hat. Als man ihn  fragte, ob es Gott gebe, antwortete er sinngemäß: dem einen ist Gott von nöten, dem anderen hat sich Gott erübrigt. Sowohl - als auch... he he he - je nachdem, wen er gerade vor sich hatte...
Nochmal: Das Tetralemma ist für mich ein lebendiger Erkenntnis-Vorgang, der aus dem Entweder-Oder des Verstandes herausführt.



Entweder-Oder-Denken

Von einem Extrem gehts ins Andere, immerzu wird ein Pol zugunsten eines anderen verbannt, immerzu wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet - bis man seine Mitte gefunden hat.Wirds dir zu ernst, gemahnst du an die Heiterkeit, wirds zu heiter, rufst du den Ernst herbei.
Auch die Ernsthaftigkeit, mit der manche Leute die Ernsthaftigkeit  der Ernsthaftigkeit beklagen, vergißt bzw. hats noch nicht erkannt: dass es nur  e i n   gutes Ruheplätzchen im Heiligen Geiste gibt: das Göttliche Paradox. Hier wirds erst rischtisch lustig - aber niemals ohne den dazugehörigen Ernst, Kerle!


Es feiert fröhlich Hohe Zeit Herr Tiefernst mit Frau Heiterkeit.
Und  immer, wenn sich zwei vereinen, hört man recht bald Geschrei und Weinen.
Das Kind aus dieser Liäson - mein Sohn, du ahnst es vielleicht schon? -
Heisst Serenitaserium.

Wenn du jetzt denkst, dies sei Arznei stimm ich dir zu, bin ich dabei,
Denn die bunte Mischmixtur aus Heiterkeit und  Serio
Macht nicht nur die Katzen froh, auch Kinder,
Ja sogar die Kinderschinder singen plötzlich frohe Lieder:
Doch angesichts des Ernsts der Lage ist man hier heiter - ohne Frage.

Man liebt des Ernstes Heiterkeit jenseits von Gott & Teufelei
Ist man erlöst, erfüllt und frei, da bleibt nur's  Lachen - heidernei!
Doch angesichts der heitren Lage, bleibst du auch ernst - ganz ohne Frage.

Sowohl - als auch ist die Devise, jenseits von Ego, liebe Liese,
Ist sowohl Ernst als Heiterkeit in LIEBE in sich SELBST vereint.
Serium & -enity  are living  perfect harmony like Ebony & Ivory... ääähm -

Genug der Reime sind gequält, bevor die Qual dich umgefällt,
Sei dir zum Schluß ans Herz gelegt:

Immer geht aus 'ner Verbindung, (der Aufhebung von Tod und Trennung
Nebst  Auflösung von Gegensatz) das Royal Child  hervor, mein Schatz,
Das Kind heißt  Einheit  -  UNITAS.

Hier zwischen Eselein und Ochs ruhst du im göttlich' Paradox -
Im heitren Ernst,  erlöst von Leid  bist du vergnügt,  erfüllt, befreit...
La la la...
.



Gott lebt in mir als Du?

Das glaube ich kaum, sagt mein willkürlicher Bedeutungsgeber, lol!
In der Regel nämlich nimmt der Mensch Gott als ein Du außerhalb von sich selbst an, bis er Gott in der Gotteinung  (anders gesagt: in der Erkenntnis, dass es niemals eine Trennung von Gott gab) in sich SELBST als ICH BIN erfährt. Und ab dieser Stelle, diesem Zeitpunkt ist Gott für den spirituellen Sucher mausetot. Merke: Ohne Transzendenz gibts auch keine Immanenz.
Wenn das Unbeschreibliche auch nicht beschreibbar ist, sollte man das Zweideutige doch so eindeutig wie möglich ausdrücken, auch wenn dies nicht möglich ist... oh shit...





Lasker-Kommentar zur Sucht
im AllmysteryThread: Musterdurchbrechen

Jepp. In der psychoanalytischen Tradition wird das Rauchen als orale Ersatzbefriedigung verstanden ... Um die in früheren Kindheitsstadien nicht ausreichend erlebte orale Befriedigung nachzuholen.

Mir erscheint dieser Ansatz zu einfach. Süchtige Menschen sind häufig solche, die sich durch ein hohes Maß an Pflichterfüllung auszeichneten. Dadurch konnten sie auf Anfragen ihres Umfeldes oftmals nicht mit einem klaren "Nein" antworten, was dazu führt, dass ihre eigenlustbetonten Anteile zu kurz kommen und verdrängt bzw. abgespalten werden. Die Erfahrung mit dem Suchtstoff kompensiert ihre unterdrückte Sehnsucht nach f r e i e r Selbstentfaltung - für den Preis: Aus der Sehnsucht wird die Sucht. Die Sucht wird dominant und die Pflichtseite dissoziiert. Dieses Konzept der fehlenden Kontrolle zu revidieren und wieder die Verantwortung für sein Tun zu übernehmen, ist dann weniger eine Frage des Wollens denn des KÖNNNENS.

Der süchtige Mensch wird "gelebt" - so ähnlich wie Neo-Advaita-Gläubige es in Verneinung jeglicher Ressourcen des Individuums generell (von sich) annehmen. In der Tat geschieht jedem nach seinem Glauben.




Laskers  - Beitrag zur Sucht II

in seinem  AllmysteryThread "Muster durchbrechen":
Zitatanfang: Für einen FREIEN Menschen spielt Sucht keine Rolle (ggf. mehr). Er kann Rauchen oder Trinken (was ihn allderdings nicht mehr reizt, weil mit dem Suchtstoff keine "tiefen" Bewusstseinsebenen mehr verdrängt werden müssen). Das Verdrängen tiefer Bewusstsensstufen zugunsten eines "High" (höherer BW-Stufen) ist die eigentliche Wurzel jeder Sucht. Mit fortschreitender Individuation (ver)schwindet jegliche Abhängigkeit an was auch immer wie auch jede Identifikation mit was auch immer! Zitatende

Anm: Aus eigener Erfahrung kann ich dem nur beipflichten.  Erst als ich mich z.B. meines christlich-anerzogenen  Pflichtbewußtsein und der  ÜberIdentifizierung mit Leistung bewusst wurde, die sich rebellisch im Dagegensein  (gegen das kapit. AusbeuterSystem/Lohnsklaverei usw. ) äußerte, wurde ich immer freier und damit immer weniger stoffabhängig.  Natürlich hing damit auch der Glaube zusammen, alles alleine machen  zu müssen. So konnte ich keine Arbeit delegieren und keine Hilfe annehmen. Und klar: ich hatte auch nie gelernt, mich abzugrenzen und Nein zu sagen. Überstunden machte ich z.B. kostenlos. Neinsagen war generell mit größten Ängsten verbunden. Und sagte ich dann  -   wenn ich zuviel geschluckt und sich einiges angestaut hatte - doch endlich einmal Nein, dann kam das so böse und gewalttätig raus, dass die Reaktionen darauf oftmals nicht minder aggressiv waren.
Dass ich mir dieser Hintergründe meiner Alkoholsucht/ Entlastungstrinkens bewußt wurde, war nur dadurch möglich, dass ich aufhörte mit dem Trinken. Es ist meines Erachtens nicht möglich, seine Identifizierungen zu erkennen und aufzulösen, wenn man unter Einfluß von Drogen/Alkohol steht.
Spirituelles Erwachen durch ALkohol ist zwar möglich, wenn Patrick Aigner sagt, dass die Scheiße aber bleibt,  ist das nur insofern richtig, als sie nach dem Erwachen und dem anschließenden Rückfall ins alte Ich erst richtig losgeht: Ein g'standner Suchtbolzen wird jetzt garantiert nach seinem Erwachenserlebnis süchtig. Und wenn er glaubt, er habe es  d u r c h  Alkohol erlangt, wird er vermutlich weiter und noch mehr trinken.

Manche Menschen denken ja, dass ich niemals eine Alkoholikern gewesen sei. (Dies aber vor allem, weil ich jetzt kontrolliert trinken kann, wenn ich überhaupt trinken will, was nicht sehr häufig vorkommt.)  Das sind vor allem die ehemaligen hardcore-Süchtigen, die fest daran glauben, dass Alkoholismus bzw. Sucht eine lebenslange chronische Krankheit sei, die immer im Hintergrund lauere, auch wenn man nicht mehr trinke.
Sicher war ich eine Entlastungstrinkerin, und es gab immer wieder Tage oder längere Pausen, in denen ich nicht trank. Allein für mich Zuhause trank ich nur sehr selten Alkohol.  Mein Glück. Dennoch brachte mich mein Trinken nicht nur zuweilen in schlimme finanzielle Krisen, sondern auch in Situationen, von denen ich an dieser Stelle gar nicht reden will...Im  Endeffekt war es doch immer so, dass ich mehr als einmal die Angebote diverser "Retter aus der Not" mit ausgeprägtem Kümmerreflex angenommen habe, zurück in ein spießiges Leben ging und mich in AbhängigkeitsGefängnisse einsperren ließ, die schlimmer als alles andere waren. Da hörte die "Scheiße" nicht auf, sondern fing erst richtig an zu qualmen...
http://www.allmystery.de/themen/rs108471-65

Einheit

Vielleicht ist es tatsächlich so, dass das vorletzte Worte, das gesprochen oder "gestammelt" werden kann, Einheit heißt. (Das berühmte "Stammeln"  hat übrigens nichts mit Ergriffenheit oder mit Staunen zu tun, genausowenig wie  die "Unbeschreiblichkeit" des "Jenseits" nichts mit Ergriffenheit oder Staunen zu tun hat, sondern schlicht darauf beruht, dass es halt  "in der Einheit des Heiligen Geistes"  keine passenden Worte für die WIRKLICHKEIT gibt, weil  sich alle Worte und Begriffe ihrer Bedeutung entleert haben. Deswegen ist der Begriff "Unbeschreib-b a r ke i t  sehr viel treffender). Es gibt über dich und die Welt einfach nichts  (eindeutiges) mehr auszusagen.
Einheit ist im Moment, in jedem Augenblick, in dem man innehält und  man nicht mit seinen Denkkonstrukten identifiziert ist. Nicht das Denken an sich, sondern die Identifikation mit den Denkkonstrukten (Konzepten, Kategorien, Klassifizierungen) ist die Begrenzung, der Schleier, der von der WIRKLICHKEIT,  der EINHEIT trennt. Die Person als unerlöstes Ego ist Konstrukt.
Noch mal: Nicht das Ich löst sich auf, sondern der Klebstoff der identifikation. Einheit erfährt jeder Mensch ständig, wenn er mit sich allein sein kann, d.h. wenn er  stillgeworden im AllEINS-SEIn ruht , aber wie Blaise Pascal bemerkte: "Allein ist der Mensch ein unvollkommenes Ding, er muss einen zweiten finden, um glücklich zu sein." und "Alles Unheit in der Welt rührt daher, dass wir nicht fähig sind, allein in einem stillen Raum zu sitzen."
Das letzte Wort ist la-la oder da-da. Ich habe gelesen, bei Männern soll es ma-ma sein, LOL!

Ahnen

Von Kind an war ich beeindruckt von den musischen Fähigkeiten meiner Verwandtschaft. Die ersten 6 Jahre meines Lebens  verbrachte ich in meinem Geburtsort Hallenberg im wunderschönen Sauerland und die Schönen Künste waren überall gegenwärtig. Hausmusik war damals noch nicht verpönt, in jedem Haus, was auf sich hielt, gab es ein Klavier. Und so begleitete mich das Flöten- und Klavierspiel von Tante Edel genauso wie mich das Klavierspiel von Onkel Weniger-edel ab und an begeisterte. Weniger edel deshalb, weil man munkelte, er sei ein Pöser Pube, ein schwarzes Schaf, er spiele in dubiosen Lokalitäten und nehme Rauschgift. Wenn mich nicht alles täuscht, rauchte er wie ein Schlot und litt an Asthma.

Nicht nur Musiker, auch einige Maler befinden sich  in meiner Ahnengalerie, ihre Bilder hingen überall herum und manche haben es zu Ruhm und Ehren bzw. einem Wiki-Eintrag gebracht. Als ich heute nach meiner Cousine Cordula suchte, fiel mir der Name ihres Vaters wieder mal ins Auge. Einer, der in die Schulte-Linie einheiratete und es u.a. zu akademischen Ehren brachte, war Hermann Teuber. Sein Opus kann ich mir nun im Internet anschauen. Sein Sohn Sebastian führt als Kunsterzieher und Bildhauer die Künstlerei fort.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Teuber

Auch die Schauspielkünste spielten eine besondere Rolle in Hallenberg. Wenn Edith Hartmann oder Marlies Schulte (Schwester meiner Mutter)  die Genoveva spielten, dann heulte das ganze Freilichttheater, für das Hallenberg heute noch bekannt ist.
Tante Elisabeth bildete Schauspieler aus, ihre Schauspielschule  in München gibt es allerdings nicht mehr. Ich selbst schien auch ein nicht geringes Schauspieltalent gehabt zu haben, zumindest sagte mir eine Lehrerin, dass auch ich es (als Kind) verstand, die Leute mit meinem intensivem Spiel zu Tränen  zu rühren.

Auch Lehrer gabs. Mein Urgroßvater war ein rabiater Schulleiter in Hallenberg,  die Alten in Hallenberg singen heute noch ein Liedchen. Was man mir so alles erzählte über ihn... LOL! Ein weißes Schaf schien er auch nicht zu sein und so waren fast alle seine Nachkommen mehr oder weniger schwarzgraue  Schafe. Er war auch Jäger, soff gern einen über den Durst und wilderte dann versehentlich auch mal eine  Katze, die er den aufgebrachten Besitzern vor die Tür zu legen pflegte... Viel Freunde schien er nicht zu haben, insbesondere aber seine Schüler hatten einen Heidenrespekt vor ihm - Angst ist aber wohl ein besserer Ausdruck. Sein Sohn, mein Opa Franz Schulte war Bäcker in Bochum. Dort wurde auch meine Mutter mit ihren 3 Schwestern geboren.

Mein Cousin Georg  Hartmann, dessen Mutter mich für einige Zeit bei sich aufnahm, war Lehrer in Biedenkopf und später Direktor der Gesamtschule Marburg. Ich besuchte ihn vor ein paar Jahren, er wohnt ganz in der Nähe.  Nebenbei ist er auch Ahnenforscher und hat akribisch alle unsere Ahnen aufgespürt, eine Ahnenchronik, die  bis ins 16 Jahrhundert reichte. Er hat alles aufbewahrt bzw. gesammelt, was er nur kriegen konnte.  Er besaß nicht nur  einen Brief, den ich 9jährig seiner Mutter  Tante Emma) später aus dem Kinderheim geschrieben hatte, sondern auch noch einen Brief von meiner eigenen Mutter, der an die Fam. Hartmann gerichtet war, die mich für einige Zeit bei sich aufgenommen hatte und bei der es mir sehr gut ging.


Außer sporadischen Kontakt zu meiner Hallenberger Cousine, die ebenfalls ganz in der Nähe wohnt habe ich keinen Kontakt mehr zur deutschen Verwandtschaft. Ist mir nicht soooo wichtig. Wichtig fand ich es jedoch, zu wissen, woher ich stammte. Auch wenn ich Geschichte, Menschheitsgeschichte, Lebensgeschichte aus der transpersonalen Perspektive  schon längst als eine Illusion erkannt hatte, hatte ich doch das Bedürfnis, genaueres über mich und meine Ahnen zu erfahren - und so kehrte ich ca. 2006 nach 50 Jahren Abwesenheit und Verwandtschaftsignoranz nach Hallenberg zurück, wo ich meine Bekanntschaft mit einigen VerwandtschaftsÜberlebenden auffrischen durfte. (Onkel Erhard, der mich auf dem Bild auf dem Arm trägt und sich damals schon in  Dortmund niedergelassen hatte, ist in diesem Jahr verstorben).


Den Buddha töten

oder Gott um Gottes Willen lassen bedeutet in der Praxis, alles als Denkkonstrukt zu erkennen. Alles, was ich über Gott weiß und glaube, spirituell erfahren zu haben, muss als Konzept erkannt und losgelassen, "vergessen" werden. In dem Moment, wo ich im Gewahrsein der Identifikation mit dem DenkKonstrukt gewahr werde, ist Gott resp. Buddha "vergessen" bzw. "getötet". Jetzt bist du im Bewusstsein des Nichtwissens. Param advaita.


 Der Freie Wille

ist nur eine Idee, solange man ein angepasster Roboter ist und den eingepflanzten Programmierungen gehorcht. Individuation ist der Weg.


 Tun im Lassen.

Die  TV-Kochsendungen, die seit einiger Zeit so ins Kraut geschossen sind,  werden noch mehr zunehmen. Schuld daran ist m. E., dass niemand mehr richtig kochen kann, so dass ein von Hand zubereitetes gutes Essen eine sensationelle Attraktion darstellt. Die Lebensmittelindustrie stellt all das, was bislang von  Hand zubereitet wurde, nun maschinell her und verdirbt mit dieser immer mehr zunehmenden Bevormundung der Menschen damit nicht nur Geschmack und Körperstruktur, sondern auch den Charakter: Bequemlichkeit, Faulheit und die Phantasielosigkeit, selber etwas zuzubereiten, macht eben fett.  Hierin liegt m. E. einer der Gründe, warum die globale Verfettung so rapide um sich greift, ein weiterer Aspekt der globalen Amerikanisierung.
Den Menschen - vor allem den (Haus-)Frauen  wird immer mehr aus der Hand genommen und sie merken gar nicht, wie sehr sie sich damit entmündigen und dadurch das System/Patriarchat stärken. Der Bürger ist weit entfernt davon, mündig zu sein;  wenn er aufhören würde, der Industrie (Wirtschaft) Establishment) buchstäblich jeden Scheiß aus der Hand zu fressen, wäre das schon eine stiller Boykott , der seine Wirkung zeitigen würde.  Deshalb: Augen auf, alles ist Sache der Bewußtheit! Wenn jeder sich nur für sich selbst verantwortlich fühlte und nicht darauf warten würde, dass ihm einer voran- oder mit ihm gehe, bräuchte es keinen Aufstand der Massen. Leider schielt die Mehrheit immer nach dem Nachbarn, wenn der nicht ebenso tut, dann sieht er keinen Sinn mehr in seinem Boykott und gibt auf - das ist der Knackpunkt.
Und dennoch... Alles ist gut - denn wechselt man den "Pol"  und schaut sich die Sache aus der Reich-Gottes-Perspektive an, ist es Jacke wie Hose und  das ganze Problem zeigt sich als optische Täuschung, eine Fata Morgana. Wie alle Probleme.



Dagegensein

Nochmal und deutlich in die Richtung der Weltverbesserer und Revolutionäre gesagt:
Rebellion - d.h. dagegen zu sein - gegen das kapitalistische System, gegen das Patriarchat, gegen das Establishment, gegen alles, was dich so (auf der dual-personalen Ebene berechtigterweise) empört und betroffen macht - gehört aus nondualer Sicht ebenfalls in die Rubrik Identifikation... Darüber hinaus!

Meister

Wie kann man das Selbst in einem anderen Meister/Menschen erkennen, wenn man sich selbst noch nicht erkannt hast? Unmöglich. Und wenn du dich selbst erkannt hast, wird es keine "anderen Menschen" geben, da gibt es weder mein noch dein SELBST, da gibt es nur EIN SELBST. Das, was man den "göttlichen Funken",  nennt, der in jedem Menschenwesen "wese", ist aus der Einheitsperspektive ("des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen")  gesehen auch nur ein Denkkonstrukt.

...wenn du erkennst in einem Nu den Sinn - ICH BIN...




 Erst jenseits von Erleuchtung 

- param advaita - kann man von Offener Weite ( - nichts ist heilig) reden. Was man sehr oft nämlich vergißt: Es gibt hier auch nichts Profanes. Deshalb wohl spricht man lieber von der "Gewöhnlichkeit", dem ganz banalen Alltagsbewußtsein.
Aber nochmal und bitte nicht verwechseln: Die jenseitige außergewöhnliche "Gewöhnlichkeit" param advaita  und das diesseitige profane AlltagsBewußtsein haben absolut nichts miteinander gemein. Schon deshalb, weil es dem letzteren an der "Offenen Weite" fehlt, die nur dann bewußt wird, wenn man alle Begrenzungen durchschaut und losgelassen hat.

Babel: Synonym mit der "Offenen Weite" ist das Gewahrsein, der Fokus, das dritte oder das Allsehende Auge. Andere nennen das auch den "Weiten Raum". Oder bewußtes SEIN. Oder Bewußtseinserweiterung. Natürlich ist da kein Raum, es ist nur eine annähernde Beschreibung,  ob man Raum oder Leere sagt, ist Jacke wie Hose.   Oh, die Scheißsprache...

Ich sags mal so:  Der Gewahrseins-Fokus ist der "Raum", in dem alle vergänglichen Erscheinungen als Gedankenkonstrukte bzw. Konzepte auftauchen und als Illusion, d.h. als vergängliche oder vorübergehende Erscheinungen erkannt und durch diese ERKENNTNIS aufgelöst werden.

Jetzt wirds verzwickt: Vorübergehende oder vergängliche "Erscheinungen" haben aber nicht wirklich etwas mit der Außenwelt oder der Betrachtung der Außenwelt zu tun. Wenn man einen Baum ansieht, sind sich unbewußte Menschen nicht bewußt, dass in ihrem AufmerksamkeitsFokus nicht der Baum, sondern das angelernte Wissen über den Baum "erscheint",  das Konzept.  Im Unterschied zum Gewahrseinsfokus werden Konzepte durch die Bank als solche im Gewahrseinsfokus "verbrannt", d.h. in ihrer jenseitigen Bedeutungsleere erkannt und durch diese Erkenntnis  "losgelassen". (Erkennen=Loslassen)
Im Gegensatz zum normopathischen Egomind- Aufmerksamkeitsfokus, der mit den "Erscheinungen", d.h. seinen Gedankenkonstrukten identifiziert ist. Wenn jemand z.B. meint, es tauchten "Erscheinungen" wie Wut oder Baum oder Wetter usw. auf, dann  i n t e r p r e t i e r t   er aus dem Egomind, niemals aber ERKENNT oder SCHAUT er dergleichen im Gewahrsein,  -
Gewahrsein schaut HINTER die Dinge bzw. ihre Namen; Gewahrsein ERKENNT, dass es Konzepte/Denkkonstrukte sind, wenn so etwas wie Baum "erscheint"!



Ach Ihr Eierköppe!

News from Nytia's Castle:
Nytia zitiert Robert Adams: "Alles entfaltet sich, wie es soll. Sei ehrlich mit dir selbst und die richtigen Dinge werden in deinem Leben geschehen. Erinnere dich daran, dich selbst zu lieben, dich selbst zu verehren, zu dir selbst zu beten, dich vor dir selbst zu verneigen. Denn Gott lebt in dir als Du."

Nytia dazu:
Zitatanfang: Gott lebt in dir als DU natürlich auch dann, wenn du nicht brav bist, wenn du nicht ehrlich mit dir selbst bist, wenn du dich nicht daran erinnerst, dich selbst zu lieben, dich selbst zu verehren, zu dir selbst zu beten, dich vor dir selbst zu verneigen. Wenn du nicht brav bist und nicht ehrlich und dich an gar nix erinnerst, dann ist es Gott, der nicht brav ist und nicht ehrlich und sich an gar nix erinnert.
Robert Adams verspricht: “Sei ehrlich mit dir selbst und die richtigen Dinge werden in deinem Leben geschehen.” Geschehen denn nicht immer die richtigen Dinge in meinem Leben? Bleibt also nur die Frage, ob das gesehen wird oder nicht.Zitatende

Ich würde es so sagen: Alles entfaltet sich dann von selbst, wenn du deinen Eigenwillen aufgegeben hast und sich dadurch dir deine Wahre Natur enthüllt hat. Und dann, in diesem widerstands- und absichtslosen Fließen geschen die Dinge von selbst. Ohne dass deine Drecksfinger sich einmischen, wird immer das Rechte geschehen.

Die "rechten" Dinge geschehen absichtslos jenseits des Eigenwillens des Egos, d.h. jenseits von Richtig und Falsch. Ehrlich mit sich selbst zu sein ist der erste psychospirituelle Schritt, nicht nur für Alkoholiker. Ehrlichkeit zu sich selbst hat nichts mit Bravheit, sondern etwas mit Achtsamkeit zu tun.  Solange wir uns selbst belügen müssen, um unser Selbstbild aufrechtzuerhalten, wirds auch keine Erleuchtung/Gewahrsein geben.

Wenn Nytia meint, dass Gott auch in mir und allen anderen lebe, wenn ich  unbewußt bin, also nicht brav und nicht ehrlich usw., dann zeugt dies nicht von jenseitiger Weisheit, sondern er missioniert  damit einen  "Glauben" -  einen Glaubenssatz, eine simple Überzeugung des Egominds, der jeglicher spiritueller Einsicht entbehrt. Ein billiger Trost für alle "Faulen", die sich z.B. der Ehrlichkeit zu sich selbst verweigern - und damit im dem ganzen Individuationsprozess!

R. Adams sagt mir mit seinen Worten u.a.: Selbsterkenntnis ist Gotteserkenntnis.
Der Selbsterkenntnisprozess ist aber synonym mit dem Individuationprozess. Und ohne Selbsterkenntnis gibts keine Bewusstheit/Gewahrsein (Gott). Was nützt es einem Menschen, von Gott nur mit dem Verstand  (exoterisch) zu wissen, ihn aber nicht inwendig als sein eigenes SELBST geistig  (esoterisch) zu erkennen?! So wie die Kirche fälschlicherweise ihren Schafen verspricht: Du bist schon erlöst (durch Christi Kreuzestod usw.) so hält sich auch der moderne "Gläubige", bzw. manches spirituelle Ego sich nicht für unbewußt oder heilungs-/erlösungs- bzw. erleuchtungsbedürftig, sondern  per dekret für erleuchtet.
Es gibt nichts zu tun, lautet ihr Credo und halten es kokett mit der "Faulheit"). Ja, es gibt tatsächlich nichts zu tun, aber erst wenn das Ego sein eigenwilliges Tun und Machen eingestellt hat... erst, wenn du bewußt  im Fluß bist, im Flow des Heiligen GEistes Amen (wenn man so will). Oder im Tao (wenn dir dieser  Begriff angenehmer ist). Und ja, gegen das Unbewußtsein muss du etwas tun: Achtsamkeit ist der Schlüssel! Ja, auch das Beten ist etwas, was man "tun" kann, denn solange Gott in Dir noch nicht zu ICH BIN geworden ist, lebst du in der Trennung (von Gott) und solange du in der Trennung lebst, bleibt Gott ein DU für dich, ein persönlicher Gott..

Und dann soll es jetzt auch noch Gott sein, der in mir den Unbewußten schauspielert? (Nicht brav, nicht ehrlich usw.), he? Ein Attribut des Seins/Gottes ist Bewußtsein resp. Bewußtheit! Bitte dies nicht verwechseln: DIR selbst bleibt Gott so lange unbewußt, als du mit Ego und Raumzeit identifiziert bist.
Bewußtes und Unbewußtes verhält sich wie Nondualität zur Dualität. Aber m. E. nicht wie Gott vs. Teufel! (Gut&Böse-Dualismus). Der wahre Gott ist eigenschaftsloses ICH BIN. Gott ist nicht der Teufel - es sei denn, es handelt sich um die Kraft, die man auch Yaldabaoth nennt.
Wenn Licht und Schatten - Gott und Teufel eine Einheit bilden würden, dann müßte auch nicht die Spreu vom Weizen getrennt werden. Dass dennoch paradoxerweise in der Tat ALLES eins ist, wird erst dann, wenn die Spreu vom Weizen getrennt ist - also  param advaita bewußt erkannt, vorher sollte man darüber den Mund halten und keine Hypnose betreiben bzw. Dogmen aufstellen wie z.B.  Du bist schon erleuchtet, du bist schon frei, nichts muss getan werden, Gott ist Licht und Dunkelheit usw... usf...


Die Trennung Gott und Mensch, das ist die Illusion
die überwunden werden muß, mein Sohn,
Bis dahin bleibt dir Gott ein Du,
bis du erkennst in einem Nu den Sinn:
ICH BIN 

Gott lebt in mir als ICH alsdann, wenn Gottes Name
Schall und Rauch geworden ist...
wie alle Namen, Worte und dergleichen -
dann nämlich muss der Name Gottes weichen
dem unsagbaren, attributentleertem BIN ...


Mit Attributentleertheit meine ich die BedeutungsEntleertheit von den  diesseitig-menschlichen Charakter-Eigenschaften im Gegensatz zu den jenseitigen SEINS-Attributen "Gottes" resp. des Vollendeten Menschen:

Allwissenheit (allumfassende Weisheit) ,
Unfehlbarkeit (befreit vom Gut&Böse bzw. Richtig &Falsch-Denken; spontanes Wissen im Sinne   von Weisheit aus der Quelle)
(All(umfassende) -Macht,
All(umfassende)- Liebe,
Allgegenwärtigkeit (absolute Präsenz im Hier & Jetzt)


*  Die Frage ist, wie Nytia richtig bemerkt, ob dies alles gesehen wird oder nicht.
Um aber wirklich zu "sehen", muss Bewußtheit  - also Gewahrsein - gegeben sein.
Statt "gesehen" würde ich lieber die Worte "schauen", "geistig erkennen" oder "bewußtgemacht" benutzen. Nämlich "sehen" kann auch der Egomind.




Nytia schreibt

des weiteren, ohne davon zu wissen, wären wir alle ohne Unterlass mitten drin im prallen Leben,
http://satyamnitya.wordpress.com/2014/01/10/werner-ablass-rein-ins-pralle-leben-und-nicht-aus-ihm-raus/#comment-19893könnten
wir könnten gar nicht anders, auch ein an den Schreibtisch gebundener Verwaltungsbeamter, der nichts anderes als tumpe seinen Job täte, wäre mitten drin. Das ist Humbug, ein nettes Konzept und ein falscher fauler Trost nicht nur für Beamte sondern allen Suchern, die gerne ihren  Tagträumen nachhängen.
Aufs Leben muss man sich schon einlassen, damit es richtig prall wird. Dein Leben, Nytia, wäre z.B. um einiges praller, wenn du dich auf mich und andere einlassen könntest, statt mich und andere nach ein paar Beiträgen aus deinem Blog zu werfen.
Was fehlt dir? Du leidest Mangel, Nytia, ohne Zweifel verweigerst du dich dem prallen Leben und fraglos entgeht dir dadurch eine ganze Menge, wenn du dich lustvollen bewußstseinserweiternden Auseinandersetzungen verweigerst. Merke: Wer sich auf andere Menschen nicht einlassen kann, kann sich auch auf sich selber nicht einlassen. Und vice versa.

Ach Ihr Eierköppe! Wie bei der Erleuchtung, ist das Leben auch nur dann prall und läßt es sich auch nur genießen, wenn du dir der Prallheit des Lebens BEWUSST bist. Alles andere ist Glaubenssatz, Annahme, Vermutung, Hypothese. Nochmal: Es gibt kein Leben außerhalb dem Deinen! (Das kannst du jetzt als Glaubenssatz annehmen oder ablehnen. Aber egal, wie du dich auch entscheidest, du liegst falsch damit. Es geht darum, aus dir SELBST heraus zu erkennen, dass du das einzige bist, was ist, dass DU das Leben SELBST bist...

Ich gebe also Werner Ablaß insofern durchaus recht, wenn er mit seinem Aufruf: Rein ins pralle Leben und nicht aus ihm raus, das meint, was  i c h  meine: sich EINLASSEN im Sinne von "Komm raus aus deinem Schneckenhaus und  n i m m dir das Leben, statt dich allzu vorschnell auf den spirituellen (Verzicht)- Weg zu machen. Mache dir deine Wünsche und Pläne erst einmal so richtig bewußt, statt sie aufgeben zu wollen oder sie gar zu unterdrücken. Versuche deine Wünsche zu verwirklichen... Sei gierig nach dem sog. Leben und sei es total... die Lebenssattheit kommt von selbst und damit wird auch der spirituelle Weg ein wesentlich leichterer sein... Riskiere etwas!

Leider ist es so, dass viele Spiris nichts riskieren wollen und die Spiritualität als Flucht aus der sog. Leben benutzen, zur Flucht vor sich selbst, Flucht vor ihren negativen Gedanken und unerträglichen Gefühlen...Manche sind deshalb auch regelrecht süchtig nach Spirituellen Erfahrungen.
Die meisten Menschen sind ja doch gar nicht fähig, das "Pralle Leben" bewußt zu genießen, solange sie nicht gelernt haben, bewußt im  Hier und Jetzt zu leben! Alle führen wir ein Ersatzleben mit Ersatzgefühlen und second-hand-Gedanken...
Auch wenn du glaubst, dass es keine Erfahrungen, keine Geschichte usw. gebe, ist es doch unerläßlich, dass ein Mensch in seinem Leben Erfahrungen sammelt, um ein gesundes Ich zu stabilisieren.
Aber wie bei allem ist es die Balance. Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen. R a u s  aus dem "Prallen Leben"  ist die Devise aller, die die Nase voll haben von Äußerlichkeiten, Leute, die sich ausgetobt haben und sich fragen : War das alles? Ist das alles? Letztlich geht es um die Wendung nach Innen. Nach Hause kommen. Hier ist das Leben weder prall noch dürftig. Im Augenblick, im Moment, im Nu - im Hier und Jetzt - gibt es so etwas wie Leben gar nicht. Es gibt nur (M)ICH. Mein SEIN.


Genauer Wortlaut des Werner Ablaß-Zitates:
Vom Himmel hoch da komm ich her... Was mir fehlt, sind die irdischen Erfahrungen. Also rein ins pralle Leben und nicht aus ihm raus. Wobei ich das kann, aber nicht muß."


Der erste Satz ist eine glatte Hypothese, die auf der allgemein bekannten spirituellen Annahme beruht: Wir sind geistige Wesen, die irdische Erfahrungen sammeln. Hätte er dies aus sich SELBST erkannt, hätte sich der Rest seiner Worte von SELBST erledigt.
Aber er redet ja im Grund nicht von sich selbst, sondern benutzt die Ich-Form, wie man die Man-Form (und auch die Du-Anrede) manchmal benutzt. Mit den anderen Sätzen er will einfach nur sagen, dass man sich vor dem (Aus-)Leben nicht drücken soll. Und dass er meint, man könne, aber müsse nicht, bedeutet auch weiter nichts, als das kein Zwang vorherrschen sollte. Das hat gewiß nichts mit Können oder Nichtkönnen und ganz gewiss nichts mit "Chakka - ich bin der Macher, der Könner, der Größte" zu tun.

Nytia und ich ähneln uns: Wir prüfen gerne die Worte, die uns begegnen auf Wahrheit. Er auf die deine und ich auf meine Art. Und ab und an muß auch der Prüfer auf den Prüfstand...LOL!
Und ja, du solltest dir, was deine "irdischen Erfahrungen" unbedingt Sorgen machen, ob die Dinge "so oder so geschehen" hängt nämlich  ganz massiv von deinem Bewußtheitszustand ab: Glauben vs. ERKENNEN.


Nytia schreibt: 

"Lieber P.,
du musst nicht alles glauben, was der olle Nytia so vom Stapel läßt, der lügt, wenn er den Mund aufmacht."

So N.s  Entgegnung auf einen kritischen Kommentar von P.  Auch hier wieder ein klarer Fall von Ebenenvertauschung, bei der man die Verantwortung für die eigenen Worte leugnet, indem man die nonduale Einsicht, dass Sprache/ Worte nicht die Wirklichkeit wiedergeben kann, konzeptual auf der relativen Ebene der Kommunikation als Defensiv- bzw.  OffensivWaffe benutzt,  - in diesem Falle dazu, sich defensiv der Kritik zu entziehen.

Das gehört in die Rubrik "Psychologische Abwehrreaktionen" und zeigt mir deutlich, wes Geistes Kind hier jemand ist. (Dies gilt auch für den Fall, dass es spaßhaft gemeint ist).
N. kritisiert andere recht gerne, aber die Ausgangsbasis seiner Kritik ist das spirituelle Ego und nicht die Unterscheidungsgabe der Geiste. (Die Gabe der Unterscheidung der Geister ist aber erst param advaita gegeben.)




Alles geschieht einfach?

Für Nytia (und viele andere einäugigen Einbeinigen) ist es so, dass  "alles einfach so geschieht",  für Micky dagegen steht ohne Zweifel fest, dass ohne ihn  (ohne das Ich) gar nichts geht. Nytia freue sich, wenn Micky seine Erkenntnis hinterfragen würde.  (Und ICH würde mich weder freuen noch nicht freuen, wenn  b e i d e  ihre jeweiligen Erkenntnisse hinterfragen würden....LOL)

Denn beiden ist noch nicht klar, dass beide recht  u n d  unrecht haben. Beide sprechen aus unterschiedlichen Ebenen die Wahrheit.  Auf der personal-dualen relativen Ebene ist das Ich gefordert, auf der nondualen absoluten Ebene ist das Ich aufgehoben.
Beide haben also recht. Denn: Im selben Maße der Mensch als Ich  Gott entgegengeht, im selben Maße kommt Gott ihm entgegen. (Evolution & Involution). Das heißt ganz klar, ohne das Ich läuft auch nix!


                                                      **********



Schüler: Meister, ich habe alles losgelassen.

Meister: Gut, dann schmeiß es weg.
Schüler: Was soll ich denn wegschmeißen, wenn ich eh schon alles losgelassen habe?
Meister: Ja,  wenn das so ist, dann schlepp es weiter mit dir herum.


Das letzte, was der Schüler wegschmeißen muss, ist sein Gedankenkonstrukt einer VORSTELLUNG von "Allem, was er losgelassen hat."
Danach erst enthüllt sich ihm,   dass es weder ETWAS zu schleppen noch ETWAS loszulassen gab.




Warum "psychospirituell"?

Aus ganzheitlicher Perspektive kann das spirituelle Suchen und Finden niemals ohne die Psyche, dem Menschlichen, der Individuation der Persönlichkeit vonstatten gehen.


Sonntag, 1. Juni 2014

Will man in der Tiefe gründeln, muß man seine Kräfte bündeln...

Spiritus Autem



Abergeist

Eines seiner Merkmale ist der Böse Blick. Jeder kennt die mit dem Bösen Blick begabten Menschen,  -  den Blick, der alles, was er anschaut, in einen Haufen Scheiße verwandelt. Nichts kann man ihnen recht machen, nichts ist ihnen gut genug,  nichts kann ihre Bitternis trüben - immer kommt dieselbe Reaktion: Ja, aber..
Kein Wetter ist ihnen gut und schön genug, sagst du z.B.: Was für ein herrlicher Tag, kommt prompt eine Ja, aber-Einschränkung: Ja, aber morgen soll es schon wieder regnen und nächste Woche solls noch schlimmer kommen.. usw. usf...

Fragt Jesus: Willst du geheilt werden? Ja, aber... Im Buddhismus wie auch im Christentum sind die sich der Heilung und dem Heil verweigernden Abergeister als Dämonen benannt.



Verstehen

Neulich las ich in einem spirituellen Forum, dass jemand es jetzo aufgibt, andere Menschen verstehn  zu wollen, weil Verstehen ja eh ganz unmöglich sei.
Wie so oft, werden m. E. auch hier die Ebenen verwechselt. Auf der personalen Ebene ist es nicht nur möglich und wünschenswert, sondern menschlich unerlässlich,  sich die Mühe zu machen, andere Menschen zu verstehen, sich in sie einzufühlen. Und nicht nur Menschen... Verstehen heißt sich mit dem Menschsein im anderen zu identifizieren und diese Art der Identifikation ist auf der personal-dualen Beziehungsebene eine Tugend.

Was der konzeptuale Verstand aber nicht verstehen kann ist die geistige Dimension, die über das Verstehen des Verstandes geht.  Hier sollte man das Verstehenwollen tatsächlich aufgeben. Das kann ein Mensch aber so lange nicht, wie er mit seinem angelernten Wissen resp. seinen Konzepten identifiziert ist.



 Ja zum Leben zu sagen,

ist nichts anderes, als Ja zu sich selbst zu sagen. Es gibt kein Leben außerhalb von mir - ICH BIN das Leben.
(Mal ehrlich: Wenn du dir suggerierst, dass du Ja zum Leben sagst, was geht da in deinem Kopf vor sich? Was siehst du? Bilder, Vorstellungen, Szenarien - allesamt Gedankenkonstrukte, die aus der Erinnerung, der Vergangenheit gespeist sind, die buchstäblich NICHTS sind vor dem Herrn. Deswegen gibt es so etwas wie "Das Leben" in letzter Instanz gar nicht. In letzter Instanz - aus der Einheitssicht -  ist es genauso bedeutugsleer wie alle anderen Substantive. Jaja -
und doch...und doch... LOL.


 Die wahre SELBSTliebe

hat nichts mit der gewöhnlichen Eigenliebe zu tun. Die Wahre SELBSTliebe hat ihren Geburtsort im Hierosgamos, der Heiligen Hochzeit von männlich und weiblich, oder auch Gott und der Seele".  Es ist dieselbe Liebe, die man auf dem kleinen (persönlichen) Weg zum Großen (überpersönlichen) WEG Gott entgegengebracht hat. In der Gotteinung der Heiligen Hochzeit wird das göttliche Kind geboren.  Gotteinung wird nur dadurch erlangt, , indem man Gott um Gottes Willen gelassen hat (durch Tod bzw. Läuterung des spirituellen Egos). Param advaita.
Hierosgamos: Erkenntnis des Einsseins von Sucher und Gesuchtem.


Wir-Forum

Mein Posting anlässlich eines Threads mit dem Titel: Einfach leben

 Es gibt noch eine dritte Art, um EIN-fach zu leben, das ist die EINfachheit  und EINheit, die in der VerEINigung der Gegensätze zustande kommt.Das allerdings ist eine geistige Gegebenheit, die jenseits von Gut&Böse/Ego liegt.

    Spiritualität in den Alltag zu integrieren - ich denke, da gibts keinen Plan oder irgendetwas, was du tun oder m a c h e n  kannst, ausser: du horchst auf dein Inneres und tust, was dein Inneres spontan von dir will.

    In meinem Leben war es so, dass ES mich morgens ziemlich früh aus der Kiste warf, kurz vor der Morgendämmerung. Ich tat nichts anderes als zu sitzen und nach innen zu lauschen. Nein , ich habe nie meditiert wie andere Leute, wenn ich sage "sitze", dann sass ich ganz einfach auf einem Stuhl - mehr braucht es auch nicht...  "Ich" habe mich spontan wie auf einen Punkt konzentriert und gelauscht und dabei kamen die Tiefenprozesse in Gang. Ich schrieb alles auf, was ich darin erkannte. GEistige Erkenntnisse, Schattenprozesse, das ging alles Hand in Hand und das hat sich phasenhaft  in längeren Abständen wiederholt. Jahrzehntelang. Manchmal war es auch ein Satz aus einem vor mir liegenden Buch, z.B. ein Satz, ein Vers z.B. von Johannes vom Kreuz.... oder auch andere Texte, die mein Herz ansprachen. Verkopfte Texte kamen gar nicht in frage, weil mein Kopf unfähig war, solche aufzunehmen... (Erst viele Jahre später erkannte ich, dass es sich um Kontemplation handelte, was ich da tat. Ich fiel in Trance... Meditation.
    Um 6 Uhr machte ich mich dann in der Regel zu ARbeit fertig.

    Für die Arbeitspausen hatte ich immer ein Buch dabei, in dem ich oft las, Kierkegaard, Novalis, Spinoza, Blaise Pascal - meistens nur die kurzen Aphorismen. Dabei ging ich raus in die Natur oder den Park, je nachdem wo ich arbeitete.

 Natürlich verbrachte ich auch manchmal die Pause mit meinen KollegInnen zum Schwatzen. Und natürlich las ich ansonsten auch andere Bücher, sah TV, ging unter Leute. Ich lebte zwar sehr für mich, bekam sehr selten Besuch, aber dennoch hatte ich genügend soziale Kontakte, so dass ich nicht den Faden zur sog. Normalität verlor. Ja, vegetarisch habe ich in diesem Rahmen auch eine Zeitlang gelebt. Das alles war spontan und ungewollt.

    Der Hauptpunkt liegt ja darin, die Kontrolle überhaupt abzugeben. In der Kapitulation ist zugleich die Hingabe und darin liegt der Schlüssel für alles weitere - z.B. die Erweckung der  Intuition. Dann kommt alles, was man tut, spontan aus dir SELBSt heraus.

    Aber primär ist es die Stille, die in den Alltag Eingang finden sollte, Ablenkung und Zerstreuung meiden, d.h. dem vielen Geschwätz aus dem Weg gehen, TV, Zeitunglesen einschränken, alles Dinge, die man  m a c h e n  kann.
    Fast hätte ichs vergessen: die (Stille der) Natur war es vor allen Dingen, die eine ungeheure Heilkraft auf mich ausübte. Jahrelang war ich jeden Tag an die 2- 3 Stunden lang in den Wäldern unterwegs...Wobei natürlich auch die Bewegung eine grosse Rolle spielte. Laufen, aber kein schnelles Laufen, sondern zügiges Spazierengehen... ZitatEnde

Anm: Mein Posting hatte den Threadersteller wohl sehr wenig interessiert, es ging ihm wohl in erster Linie um das Einfachleben auf der materiellen Ebene. Nur - all dieses Vereinfachen wird nicht viel nützen, wenn man nicht gleichzeitig die Konditionierungen (Glaubenssätze, wie man zu leben hat) unter die Lupe nimmt und loslässt. Zur Einfachheit kann ich nur noch einmal sagen. Suche zuerst das Reich Gottes, dann bist du EINfach im Sinne von EINS ohne ein zweites ...äääähm, falsch... Richtig: EINS incl. Allem. Wieso begreifen diese absolutistischen Kastraten  nicht, dass das Nichts Alles IST - eben Nichtzwei! Advaita!
Keine Leere ohne Fülle, keine Leere ohne Form.

Hat man das Reich Gottes gefunden, dann lebst du einfach, ohne Fragen, wie man zu leben hat. Du bist jenseits jeglicher Ideologie. Kannst auch wieder skrupellos Plastikgegenstände gebrauchen, ohne einen moralischen Anfall zu kriegen "und gegessen wird, was auf den Tisch kommt", Fleisch oder nicht Fleisch, auch diese Frage ist obsolet. Du  w ä h l s t  nicht mehr, du machst keine  U n t e r s c h i e d e mehr: "dies ist gut und das ist schlecht, dies gesund und jenes ungesund..." (Oi oi oi - Bei solchen ketzerischen Äusserungen kriegt der Veganer regelmäßig einen moralischen Grand Mal!)

Ja, und du gibst auf dieselbe skrupellose Weise dein Geld aus, keine Sparimpulse, kein Horten von Lebensmitteln, man isst, was am besten schmeckt. Deshalb wurde der Buddha wohl mit so einem dicken Bauch ausgestattet. Der lebte aus dem VOLLEN, der FÜLLE aus beiden Welten!.  Jetzt erst bist du nämlich mit materiellem Wohlleben gesegnet, die irdischen Früchte, die du geniessen kannst, ohne Angst, zu fett zu werden. Alle Äusserlichkeiten fallen dahin... Du bist todlos, da hängst du nicht mehr am Leben und kontrollierst deshalb auch nicht ständig deinen Cholesterinspiegel oder das Gewicht... "Gesund leben"?? - HAHAHAAAAAAA  - da lacht das Kind!
Die FÜLLE, die dir jenseits von Ego zuteil wird,  ist geistige wie auch materielle Fülle. Du hast alles was du brauchst - in jeder Hinsicht. Du bist der reichste Mensch  - wie im Himmel so auf Erden, Amen.
Yipppiiiiiiie!!!

Nicht schlecht zum Thema:
http://www.amazon.de/Das-einfache-Leben-Ernst-Wiechert/dp/3784429106
(aus 2013)



Ironie

Es sollte jedem einigermassen intelligenten Menschen klar sein, dass Ironie erkennbar sein sollte und dass diese Erkennbarkeit in einem SchreibForum mit unbekannten Menschen  - ohne die Mimik, Gestik, Stimmlage eines Gesprächspartners zu sehen - nicht so einfach gegeben ist.
(aus 2013)


Im Allmy-Thread "Bewusstseinsentwicklung"

sind wir wieder am selben  toten Punkt angekommen. Merkwürdig, immer spielt sich dasselbe ab, wenn ich auf Individuation zu sprechen komme und die Desidentifikation von der Geschlechterrolle anspreche bzw. dass ich die Wichtigkeit der Befreiung der verdrängten weiblichen und männlichen Anteile anspreche: sämtliche Schwänze stellen sich auf - cock it's tail -  da sträuben sich bei den Männern nicht nur die Nackenhaare, sondern sofort werden Kastrationsängste wach, ich werde eine Feministin geschimpft. An dieser Abwehrreaktion  erkennt man die Angst vor der Individuation, dem Schatten - ja, und natürlich auch die spirituelle UnReife. Es sind genau jene Kerle, die von sich selbst behaupten, erwacht zu sein und/oder ihre männlichen und weiblichen Anteile in 50:50-Balance verwirklicht zu haben - genau die schreien und am lautesten und lassen ihrer  Frauenverachtung (Selbstverachtung!) freien Lauf.

Immer wenn in einem Thread das Thema der Individuation angesprochen wird, wirds unweigerlich persönlich, und dann kann man sich darauf verlassen, dass Oneisenough erscheint und versucht, das Thema  mit seinen  gemeinen und komplizierten Linkswix- Fragen zu boykottieren - Cock it's tail - und natürlich Little JimmyBond, der sich keine Gelegenheit entgehen läßt, dem BigBoss auf den Schwanz zu treten...

BigMoms best piece... mine's  bigger than yours...LOL -  die geistige Androgynität ist eine der vielen Früchte der Hl. Hochzeit von Animus und Anima:
Ebony and Ivory live in perfect harmony, Balance, keine kognitiven Dissonanzen stören meine Kreise... Der Ernst der linken Gehirnhälfte wird parallel dazu immer von der Heiterkeit der rechten Gehirnhälfte begleitet. Balance. Anstrengungsloses Gleichgewicht.

Da fällt mir ein:  als ich vor vielen Jahren anfing, während meinen frühmorgendlichen Kontemplationen Gewahrsein zu entwickeln (wofür ich damals  natürlich keinen Namen hatte, ich schreibe jetzt aus der Retrospektive)  hat es genügt, den Kühlschrank zu öffnen, um mich wieder rauszukicken: diese kleine Funzel, dieses bisschen künstliches Licht brachte es fertig, meine HirnHemisphären komplett aus dem vertikalen Takt zu bringen. Mit Kerzenlicht hatte ich kein Problem. Auch Kommunikation mit anderen war nicht möglich: Ein Dialog von wenigen Sätzen und ich war aus meiner Mitte geworfen.
Erst wenn ich arbeitslos oder krank wurde,  - und diese Gnade wurde mir Gottseidank des öfteren beschieden - hatte ich die Zeit und die Muße, die Kontemplation bis in den Mittag hinein auszudehnen. Dann war ich bereit für den Tag, d.h. für die Begegnung mit Menschen. Seit Herbst 2011  brauche ich keine Rückzüge mehr in die Innerlichkeit. Das Aussen ist mir nun wie das Innen und das Innen wie das Aussen. Keine Trennung, kein Unterschied. Meditation ist nichts Besonderes mehr, sondern ist mir quasi zur Gewohnheit geworden,  - also ein ganz "gewöhnlicher" Bewußtseinszustand: Ein ständiges Hin- und HerGleiten aus der Vertikalen Tiefendimension in den horizontal-linearen B-Modus. Ich habe keine Angst mehr, den Anschluss an den Ursprung, die Tiefendimension nicht mehr zu finden. Das eine ist mir nun param advaita - unterschiedslos so lieb wie das andere.

PS. Die Arbeitslosigkeit konnte ich auch erst dann als Gnade empfinden, als ich aufgehört hatte, mich mit dem Bruttosozialprodukt zu identifzieren - LOL - ein hartes Stück Schattenarbeit... Den wenigsten spirituellen Suchern ist bewußt, dass das Dagegensein - gegen das System, gegen das Establishment - immer noch Identifikation mit dem System/Welt/Ego ist!
(aus 2013)




Dem werten Schriftgelehrten, dem Verehrten, fehlts nicht an eignen Worten nur,

es ist Erfahrung, die ihm fehlt, weshalb er sich darin gefällt,

die nonduale Wahrheit  zu bewerten als Traum und Quatsch und Blödsinn pur...


Wo Niemand ist, soll niemand klagen

Gabriele Rudolph versichert mir, dass sie sie nicht nur an  Nichts & Niemand glaubt, sondern auch an ALLES inclusiv der Wechseljahre. Ja, sie tut recht und gut daran, die Symptome zu umarmen. Warum aber gelingt es ihr dann nicht, in der selben Weise (ihren Videos) die Gefühle der Anrufer zu umarmen bzw. auf sie einzugehen, statt ihnen einzureden, dass da eigentlich ja niemand sei, der da Gefühle hätte.


PS.  Wo du ALLES bekommst - param advaita: jenseits der Erleuchtung - da gibts im übrigen auch keine WEchseljahre, da bist du so daneben und darüberhinaus, dass da nämlich tatsächlich keiner ist, der in so etwas wie die Wechseljahre überhaupt kommen könnte.
Die Wechseljahre sind m. E. organischer Ausdruck der Unbalanciertheit von Yin und Yang. Man befreie die verdrängte Männlichkeit bzw. Weiblichkeit in sich  - dann ist auch der Hormonhaushalt in Ordnung.
(Rubrik: Individuation.)

Diese Verkünder des Neoadvaita sind so überzeugt, dass sie buchstäblich NICHT wissen, von was. Dass sie sich neben NICHTS  nun auch am "ALLES" vergreifen, wo doch die Voraussetzung und Bedingung, um in den Genuß von "ALLES" (e x c l u s i v  der Wechseljahre!) zu kommen, darin besteht, dass Heilung/ Individuation/Schattenarbeit  zugelassen wird, um  letztlich den Buddha zu töten. Der Tod Gottes resp. des Buddha ist die Fahrkarte ins Fröhliche Jenseits. Gott um Gottes willen lassen nennt das unser Meister Eckhart.
(aus 2013)


Alles vs. ALLES


Der Neo-Advaita-Dogmatiker versteht offensichtlich unter  "ALLES"  die "vorübergehenden Erscheinungen" der egozentrierten Gefühle wie im vorliegenden Falle körperliche (Leidens-)"Erscheinungen" wie Hitzewallungen und Schweissausbrüche.
Wirklich ALLES aber kriegst du erst jenseits aller Ego (Körper-)Identifikation.
G. R. ist für sich zwar in der Lage, sich selbst dort abzuholen wo sie steht: Im körper- und gefühlsidentifizierten dualistischen Bewusstsein. Annahme -  sich hier an dieser Stelle so anzunehmen, wie frau sich fühlt - nämlich: aufgeregt, verwirrt, wütend, krank, verrückt usw... aber statt das "Arme Ich" zu hätscheln -  der Fehler, den wir häufig machen - sollte frau sich primär ihren wütenden Widerstand gegen die Symptome und den Widerstand gegen die Annahme derselben total bewusst machen und in den Arm nehmen.
Jetzt, Frau, ist die Zeit gekommen, psychisch, somatisch  u n d  geistig zum Mann zu werden.  Apokalypse Now!
(aus 2013)


Die eitlen Ignoranten

die sich so sehr darin gefallen, andere Sucher/Finder "eitler spiritueller Besonderheiten" anzuklagen, gefallen sich nicht selten darin, ihren spirituellen Status dadurch zu exhibitionieren, indem sie absichtsvoll auf das Wort Ich verzichten, um damit anzuzeigen, dass bei ihnen der Heilige Sei-bei-uns bzw. "Niemand" zu Hause ist. Auch leere schwarze Profilseiten oder Nicks mit Aufschriften: "Niemand da" sollen auf die göttliche Leere hinweisen. Wäre nicht weiter schlimm, wenn manche nicht so sehr mit diesem Nichts identifiziert wären und damit einem ganz gewöhnlichen Nihilismus huldigen, wie er jedem profan-freidünkerischen Atheisten zu eigen ist.

Der Schritt von "Ich bin Nichts" zum "Ich bin Alles"  wird dann getan, wenn die Identifikation mit dem Nichtskonzept aufgegeben wird. Solange dieses Dogma aber für viele Dogmenjunkies so überlebenswichtig ist, wird das transpersonale Bewusstsein des NICHTS=ALLES  vom Verstand auf der dualistischen EgoEbene fehlidentifiziert bzw. falsch gedeutet und verstanden.
(aus 2013)