Donnerstag, 17. Juli 2014

"Graus seid ihr mir, getünchte Gräber!" schalt Jesus einst die Pharisäer

Flämischer Meister
Jesus spricht vor den Pharisäern



Schattenarbeit.


Ein Beispiel für Transformation von sog. Schwächen bezieht sich auf meine sog. Bindungsunfähigkeit, die ich aufgrund Fehlens einer konstanten Bezugsperson in meiner Kindheit entwickelte.  Das lieblose Wort Unfähigkeit wurde im Verlauf des Individuationsprozesses vollkommen aus meinem EigenschaftsKatalog  gestrichen, weil es Abwertung implizierte. In diesem Fall wertete ich die Unfähigkeit in Bindungsangst um.
Nachdem ich diese unter die Lupe nahm, entpuppte sich die Angst als  Trennungsangst. Das war stimmig und damit konnte ich viel besser umgehen  und meine Angst und frühen verdrängten Schmerzen intensiv fühlen und liebevoll annehmen. Diese Annahme wiederum transformierte die Trennungsangst  in eine neutrale Bindungslosigkeit. Mit solchen Akten der Annahme wurden nach und nach sämtliche Ängste ans Licht des Tages geholt und aufgelöst.
Ich möchte noch hinzufügen, dass ich keine Anleitungen zur Transformation gelesen hatte, alles entwickelte sich letztlich aus der Kapitulaltion des Ichs und  der Hingabe an den Prozess aus sich SELBST heraus. (Vor allem lief alles über das Fühlen, ich fühlte den Worten, den abwertenden und aufwertenden Begriffen nach,  mit denen mich identifiziert war.)
 Damals konnte ich nicht in Worte fassen, was sich da in mir erereignete. (Gepostet am 15.07.2014 im Allmy-Forum)


Nimm dir das Leben

Als ich heute durch den Wald ging und ein paar Himbeeren pflückte und aß, fiel mir wieder einmal mehr die Leere auf, mit der ich die Natur betrachte und dass es daran liegt, dass kein Begehren mehr da ist.
Früher nahm ich immer Tüten mit, mit dem Ziel die Beeren pfundweise nach Hause zu tragen, heute pflücke ich mir ein paar süße Himbeeren am Wegesrand und esse nicht mehr, als sich mir gerade bietet, ohne gezielt zu suchen.
Ich suche gar nichts mehr im Außen..

Früher waren meine Augen immer auf der Suche, irgendetwas mußte ich immer mitnehmen aus dem Wald, irgendetwas brauchte ich immer, egal, wo ich war...
Immer ging es ums Habenwollen, ums Genießen, und wenn es eine schöne Aussicht war... Jetzt genieße ich nichts Äußeres mehr, alles wird mir von Innen her geschenkt.

In meiner frauenbewegten Zeit hieß ein Slogan: Wer nicht begehrt, der lebt verkehrt. Was mir im späteren spirituellen Kontext ein verwirrender Widerspruch schien, hatte damals durchaus Sinn. Die vor allem "schwarzpatriarchalische" Domestizierung und Zucht und Ordnung-Dressur hatte uns das Begehren ausgetrieben. Und so begann ich das verbotene Wollen, das  Begehren aus der Verdrängung zu befreien, ein Begehren, welches sich nicht auf Männer reduzierte bezw. auf Sexualität, sondern die ganze Welt umschloß. Reaching out, nannte ich es - oder Nimm Dir das Leben!
Schattenarbeit: Bevor das Begehren, das Wollen und Wünschen transzendiert werden kann, muss man es sich zunächt einmal bewußt machen - den meisten Menschen wurden ihre natürlichen Triebe des Wollens und Begehrens nämlich in der Kindheit ausgetrieben. Schattenarbeit resp. Schattenintegration ist die Weise, auf die das ("labilste") Ich stark genug wird, um schließlich transzendiert und auf einer höheren Stufe wiedergeboren zu werden.


Das Gute im Schlechten

1970 bekam ich während der Schwangerschaft eine Thrombose. Wegen vorzeitigem Blasensprung mußte ich ins Krankenhaus.  Ich durfte wochenlang nicht aus dem Bett steigen, nur im Halbsitz essen.. die Schmerzen und die Schwellung am Bein hat man nicht ernst genommen.  Erst nachdem das Kind geboren und ich entlassen war und wieder laufen durfte, schwoll das Bein wie verrückt an und ich bekam Zinkleimverbände. Fortan litt ich unter Postthrombotischem Syndrom und ein Krankenhaus-Arzt sagte mir anläßlich eines wiederholten Erisypels (Blutvergiftung) am li. Bein , ich müsse unbedingt auch kleinste Verletzungen an den Beinen vermeiden und außerdem damit rechnen, jederzeit eine Lungenembolie zu bekommen. Hah!
Dieser "fürsorgliche" im Grunde unverantwortliche ärztliche Rat hat mich dahingebracht, mich bei jedem Beinschmerz dem Tode nah zu wähnen, was sein Gutes insofern hatte, dass ich mich noch intensiver mit Tod und Sterblichkeit auseinandersetzte und somit meine Bereitschaft der Hingabe und des Loslassens trainierte.

Unbeschreibbar

Die Unbeschreibbarkeit des Seins jenseits von Ego sorgt ob ihrer Paradoxität immer wieder für heftige Reaktionen unter den Gutmensch-Spiritanten und -spiritussen.
Beispiel:
Es gibt nichts mehr, was ich gerne tun würde.
Es gibt aber auch nichts mehr, was ich nicht gerne tun würde.
Bei Punkt 1 schreit der Spiri-Gutmensch laut auf: Das ist nicht erleuchtet, das ist unmenschlich! Punkt zwei dagegen akzeptiert er ohne weiteres...

Es gibt nichts mehr, was ich über mich aussagen könnte. Ich kann z.B. nicht einmal sagen, dass ich mich wohl fühle, weil es keinen Augenblick gibt, in dem ich mich unwohl fühlen würde. (Wohlfühlen bezieht sich hier auf das psychische, nicht auf körperliches Wohl- oder Unwohlsein, das kommt mitunter auch vor.)
Ja, und deshalb kann ich über mich auch nicht aussagen, dass ich erleuchtet wäre!  D a s   ist der einzige Grund, warum sog. Erleuchtete nichts über ihren erleuchteten Bewußtseinszustand aussagen können!
Aber auch daraus hat das niedrige Ego-BW wie es seine Art ist, eine moralitäre Verhaltensvorgabe gemacht,ein Kriterium, ein Merkmal von Demut vor Gott, aber besonders vor den Menschen: Ein wahrhaft Erleuchteter sagt niemals, dass er erleuchtet ist. Denkt man.. - ein Erleuchteter sagt aber auch niemals, dass er  n i c h t  erleuchtet ist, LOL!


Der Begriff der Erleuchtung

ist mittlerweile so abgelutscht und abgegriffelt, dass keiner ihn mehr in den Mund nehmen mag.
Ich selbst habe zwischen Erwachen und Erleuchtung nie einen Unterschied gemacht. Die erste Erleuchtung oder ein erstes Erwachen zu meiner "wahren Natur" war vor vielen Jahren die Erfahrung des Ur-Geborgenseins in der bedingungslosen Kosmischen Liebe,  - eine tiefgreifende und umwälzende Erfahrung, die der bedingungslosen Kapitulation des Egos entsprang. Diese Erfahrung ebnete  mir den Weg zu dem, was man auch Bhakti-Yoga nennt, den Weg der Hingabe - meine Hauptstraße, in den alle anderen sog. Yoga-Wege einmündeten und sich zu einer Einheit verbanden.
In meiner Definition von Erleuchtung gibt es nichts als "Geistesblitze". Am Anfang hauen sie dich noch um, später, param advaita,  wird es zum ganz "gewöhnlichen" SEIN.

Paradox: Ess ist keineswegs so, dass, wie man allgemein glaubt, das Unbeschreibbare in jeder Hinsicht jenseits aller Worte wäre. Es gehört zur intellektuellen Integration, dass man die geistigen Erkenntnisse soweit als möglich in Klarheit und Wahrheit wiedergeben kann.


Lüge und Wahrheit

Zum Video Forum Erleuchtung 2013. Gleich zu Anfang höre ich von einigen der Lehrer-Teilnehmer, sie könnten seit ihrem Erwachen nicht mehr lügen. Immer wenn sie lügen wollten, kämen sie ins Stocken: ... äh...äh... (Publikum lacht)
Ich kann nicht mehr lügen... Tja - das kann nicht anders als gelogen sein...LOL!

Ich drücke es mal so aus:
Im Sein jenseits von Ego hast du keine Angst mehr, deshalb fällt der meiste Grund fürs Lügen einfach flach. Du sagst spontan die Wahrheit oder auch die "Unwahrheit".
Weil: Man nimmt es,  - um es ausnahmsweise einmal mit Edgar Hofer zu sagen - "nicht mehr so genau".  Fragt mich jemand, ob ich verheiratet bin, was öfter vorkommt, dann sage ich mal ja, mal nein. Tatsache ist, dass ich seit über 10 Jahren in "Trennung" lebe und mein Männlein in Algerien so tief verschütt' gegangen ist, dass es die Scheidungspapiere nicht unterschreiben konnte bzw. wollte  - und mir außerdem mein Status inzwischen ziemlich scheißendrrreckmirrregalllo ist.

In dieser Hinsicht mache ich also nicht mehr viele Worte. Als mich letztes Jahr mal jemand fragte, ob mein Begleiter (Kerl Allmächtig) , mit dem ich gesehen wurde, mein Ehemann sei, habe ich das kurz und bündig bejaht. Dies hat mir weder etwas gegeben noch etwas genommen (an Reputation z.B.)
Es ist gleich gültig, egal, was ich sage; ich habe einfach kein Image mehr zu polieren, weder den unverheirateten noch den verheirateten Status gibt es mehr zu verteidigen. Bis zu meiner Heirat am Vorabend der neuen Zeitrechnung, dem 10.September 2001 war ich stolz, eine ledige Mutter und "Freifrau" zu sein und dass ich tatsächlich geheiratet habe, hatte ich mir streckenweise sehr sehr übel genommen, so übel, dass ich nicht lange danach die Scheidung eingereicht habe und einen Haufen Geld dabei verloren habe... Finanziell gesehen war die Heirat und die noch nicht vollzogene Scheidung für mich ein reines Verlustgeschäft. Aber bei Gott, was diesbezüglich an innerer Auseinandersetzung ablief, läßt sich mit Geld nicht aufwiegen...! (Wie nicht anders von mir zu erwarten war, hatte ich einen ziemlich Pösen Puben geheiratet... LOL)

Um es kurz zu machen: Lüge oder Wahrheit - diese Frage hat sich jenseits von Ego total erledigt. Du sagst einfach, was dir spontan in den Sinn kommt, die relativen persönlichen Wahrheiten, an denen man so geklebt hat und mit denen man sich identifzierte, spielen keine Rolle mehr. Da ist weder ein Erklärungs- noch ein Rechtfertigungsbedürfnis... da ist kein Image, kein Selbstbild mehr, was es nach außen hin zu vermitteln und zu profilieren gäbe. Du bist ein "ungerahmter" Mensch ohne Eigenschaften und ob man dich für eine Madam oder eine Hure hält, ist dir jetzt Jacke wie Hose.

Und zu guter Letzt: Im Sein jenseits von Ego gibt es keine Automatismen und es ist tatsächlich gar nicht möglich, (spontan!) lügen zu  w o l l e n . Und da ist auch nichts, was dich in dieser Hinsicht stocken ließe. Wenn du tatsächlich lügen willst und du wirst dir dessen bewußt (äähm...usw), dann ist da einfach keine Spontaneität, sondern, wie es sich mir darstellt,  könnte das, was dich stocken läßt, immer noch eine gewisse Angst bzw. der reflektierende Verstand sein.

Ein Kriterium der Inneren Freiheit:
Im Sein bist du der relativen Wahrheit und der allgemeinen Moral nicht mehr zwanghaft verpflichtet, hier fallen Lüge und Wahrheit in die Rubrik der unstatthaften Wertung, genau wie Negativ und Positiv, Gut und Böse usw. - In der Leichtigkeit des SEINS ist das, was immer du auch spontan (!) tust und sagst, weder gut noch schlecht, sondern wohlgetan und wohlgesagt und überhaupt kein Anlaß, sich darüber Gedanken zu machen. Die Wertungen (schlecht oder gut)  kannst du getrost den anderen überlassen...LOL! BEsonders das spirit. Gutmensch-Ego wird sich deiner Worte und Taten  gerne annehmen und dich  der hybriden, anarchistischen Umtriebe zeihen... ha ha ha...


Und so sehe ich auch auf dem Forum Erleuchtung wie der Verstand des erlauchten Lehrergremiums wie es so seine Art ist,  zu Pauschalisierung und Verallgemeinerumg neigt:  "Man lügt nicht mehr", man tut dies und jenes nicht mehr... wobei man  übersieht, dass man jenseits von Ego im eigenschaftslosen Sein  per se keinerlei eindeutige Aussagen machen kann.

Man kann nicht mehr lügen...? Mir liegt es fern, die Menschen abzuwerten in ihren spirit. Erfahrungen oder Wahrnehmungen, aber grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass der spirituelle Sucher/Finder sich der Finten seines Verstandes solange nicht gewahr wird, als er noch nicht den finalen Tod gestorben ist. Wer wirklich über den Jordan und am Anderen Ufer angekommen ist, der kann sich m. E.  nicht mehr so schnell solcher Worte bedienen - auch wenn man es nicht mehr so "genau nimmt".
Der Verstand ist nicht nur ein flinker, sondern auch ein linker Geselle:  er fixiert aus deiner authentischen spontanen Erfahrung des "Nichtlügen-Könnens" - bessser gesagt, des Wahrheitsagens - sofort eine feste Eigenschaft: die des nicht-lügen-könnens. Deshalb wäre das "Stocken" sehr kritisch zu betrachten, möglicherweise handelt es sich schlichtweg um den  reflektierenden Verstand, der eine authentische Erfahrung für sich vereinnahmt und nun den Glaubenssatz (inclusiv "Gewissen")  übernommen hat, dass er nun nicht mehr lügen könne.
Im Sein, d.h. im GeWAHRsein sieht man nur Wahrheit und sagt man nur Wahrheit. Diese Wahrheit aber ist rein subjektiv und nicht von und vor anderen Menschen als Lüge oder Wahrheit verifizierbar. Das Wort "Lüge" ist hier absolut bedeutungsleer.

Es stimmt schon: Vieles kommt einem nicht mehr so ohne weiteres über die Lippen. Ich selbst gerate grundsätzlich dann ins Stocken, wenn ich über mich selbst sprechen will. Es wird mir immer unmöglicher, denn alles, was ich über mich sage, könnte ich sofort wieder dementieren, weil es fast zeitgleich als nicht wahr erkannt wird, LOL!
Wenn ich Abaelard beispielsweise erzähle, dass ich mir zwar über eine Operation der HWS-Spinalkanalstenose Gedanken mache, (machen  s o l l , sagte mir der Doc vorgestern, hahaha!) aber andererseits die Diagnose keine Rolle für mich spielt, weil ich nicht an Diagnosen "glaube", dann gerate ich in höchsten Erklärungsnotstand und ich fange an zu stottern, zu lachen und zu lispeln... es geht nicht, es geht einfach nicht mehr...ganz egal, was immer ich auch von mir sagen will.
Und doch kann der Verstand nicht von seinem Laster ablassen, zu erklären...  Das ist so, weil...
Erklären ist im Chinesischen ein Synoynm für vergeblich.
LOL!


Focussing!

Focussing war auch etwas, was sich bei mir infolge der permanenten Selbstbeobachtung von Selbst einstellte. Dies fiel mir auf, als ich vor vielen Jahren das Buch von E.Gendlin kaufte, um das Focussing zu erlernen. Ähnlich ging es mir Jahre später, als ich meine "Faulheit" zu überwinden trachtete und mich entschloss, endlich Achtsamkeit zu erlenen;  nach ein paar Seiten fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich das gar nicht mehr "üben" muss, weil ich es schon jahrelang praktizierte. Babylon... 

http://www.amazon.de/Focusing-Praxis-schulen%C3%BCbergreifende-Methode-Psychotherapie/dp/3608890629/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1405410546&sr=8-3&keywords=focusing+eugene+gendlin

Dass ich jetzt noch ein weiteres Mal auf  Focussing komme, habe ich Colin Wilson zu verdanken, der das Vorwort zu Stephen Wolinsky's Quantenbewußtsein schrieb. Das Buch nahm ich mir mit, als ich gestern zum Doc ging, um mir ein Massagerezept abzuholen und um die Wartezeit zu überbrücken. Gleich auf der zweiten Seite lese ich im Vorwort:

"Meiner Meinung nach ist eine der interessantesten Entwicklungen der letzten Zeit die Technik des "Fokussierens", die von Eugine T. Gendlin entwickelt wurde. Beim Fokussieren bringt man dem Patienten als Grundlage bei, in sich selbst u blicken und zu versuchen, das Wesen seines Unglücks zu "fokussieren" und es mit Worten auszudrücken. Das hat natürlich etwas gemeinsam mit Freuds "Therapie durch Gespräch", es ist eine Technik, die für Schriftsteller ganz natürlich ist -insbesondere für Lyriker: Man lernt, seine Probleme auf Papier auszugießen und sie so aus seinem System zu verbannen.

All dies zeigt, dass es so etwas wie "Originalität" in der Psychologie nicht gibt. Die Psychologie ist schließlich die Wissenschaft von der Seele und jeder, der zu einer genauen Beobachtung fähig ist, wird unvermeidlich dieselben fundamentalen Wahrheiten erkennen."

Colin Wilson, der das Vorwort schrieb ist übrigens der Verfasser von "The Outsider", deutsch: Außenseiter. Ob dieses Buch noch am deutschen Markt zu haben ist, weiß ich nicht, auf jeden Fall war es ein Buch, welches mich unwahrscheinlich gestärkt hat und mich auf "going my own way" hielt. Allen sog. Außenseitern, den  Menschen, die sich so fremd in dieser Welt fühlen, kann ich es nur wärmstens ans Herz legen.


Tat vam asi

Das bist Du. Auch das gibt es in zwei Versionen: Einmal im personalen Individuationsprozess, wo du dich mit allen Menschen identifizierst und alles, was Menschen im Guten wie im Bösen ausmacht, in dir selbst erkennst. Ist der persönliche Bereich, das Unbewußte letztlich geläutert und transzendiert erkennst du in der Einheit mit Gott: ICH BIN.
Das BIN ICH. In der Einheit gibt es keine Trennung, also auch kein "Du".
Die Tat vam asi-Erfahrung  entspricht sogesehen der ICH-BIN-Erfahrung in der Einheit mit Gott, bzw. der Erkenntnis, dass niemand anders als ICH Gott ist.



Mensch ohne Schatten?


Ein Mensch ohne Schatten bist du dann, wenn du ein Mensch ohne Eigenschaften geworden bist, bzw. dich als das göttliche eigenschaftslose  ICH-BIN-Bewußtsein nicht nur ein- oder zweimal im "Moment" erkannt, sondern auch  - param advaita - dauerhaft stabilisiert hast.
Vorausbedingung dafür ist, dass du deine Schatten, dein  Unbewußtes bewußt machst und integrierst. Daran führt kein Weg vorbei.

Interessant zu sehen, dass die Menschen mit den stärksten psychologischen Abwehrreaktionen am aggressivsten gegen Schattenintegration polemisieren. Der ideologisch dogmenverseuchte Spiri-Betonkopf leugnet schlichtweg, dass es bei ihm so etwas wie Schatten oder Unbewußtes überhaupt gibt. Sowas wie Schatten haben seiner Meinung nach nur andere, z.B. Leute, die in ihrer Kindheit "schwer auf den Deckel gekriegt" haben.  Die Häme, die mitunter daraus spricht, ist eine Verächtlichmachung aller Opfer (von Miißhandlung).  Pharisäisch sagt er im übertragenen Sinne: Herr, wie froh bin ich, dass ich  nicht so bin wie diese.
Ein solches Ego ist unfähig, zu erkennen, dass es selbst Opfer ist und sein ganzes Abwehrsystem im Dienste der Verdrängung eben dieser Hilflosigkeit und Ohnmacht  eines wehrlosen Opfers steht. Statt zu fühlen und bewußt zu machen,  projeziert er seinen Mangel und seine  Minderwertigkeitsgefühle und macht andere Menschen zu Opfern, indem er sie erniedrigt und sich auf ihre Kosten erhöht. Er hat keinen Zugang zu seinem Unbewußten, d.h. vor allem hat er keinen Kontakt mit seinem inneren Kind, dem Kind, was er einst war.  Deshalb auch muß er das innere Kind, das freie Kind in anderen bekämpfen: mit Häme, Spott und einer elitären Ansprüchlichkeit, der er selbst keineswegs zu genügen imstande ist.

Alles an ihm ist Pseudo: berechnende Pseuofreundlichkeit, Pseudointellektualität, Pseudogefühle, Pseudo-Spiritualität - alles in allem zeigt sich hier eine immense Gefühlskälte und eine geisterhafte innere Leere, die u.a. damit aufgefüllt wird, dass man sie spiritualisiert und damit zum Kult erhebt:

Auf diese Weise kann ein Neurotiker aus jeder  Not eine Tugend machen, z.B.. aus der Unfähigkeit, sich selbst zu fühlen und zu lieben macht er einen spirituellen Event der "Leere" und seine unheilige Gefühllosigkeit wird zur Heiligen Nüchternheit umgedeutet.
Und um sein Grab auch richtig schön zu tapezieren,  wird  eine  philosophische oder eine spirituelle "Schule", ein berühmter Name  (z.B. das Neo-Advaita, R. Balsekar, Nisargaddata usw.) ) dazu benützt, die Abwehr resp. Ego zu stärken, statt "konstruktiv" zu schwächen, wie es eine Schattenkonfrontation mit sich brächte.
Jetzt ist aus dem Herrn Jemand ein Herr Niemand geworden, und zwar einer, der was auf sich hält!
Ein getünchtes Grab.



Alles angelesen?

Klar habe ich viel gelesen, aber auch wenig verstanden, bzw. wo ich nicht intuitiv verstanden habe, da hatte ich mir meine Bilder/ Vor-Stellungen gemacht. Nun verifiziert sich alles "Angelesene" von innen heraus...

Es ist schon komisch, aus der Retrospektive zu sehen, dass ich früher wohl einiges über Transformation oder Psychosynthese und einiges mehr gelesen hatte, aber als ich mitten drin im Prozess war, erkannte ich von dem Gelesenen rein gar nichts wieder. Ich wußte nicht, dass ich mich z.B. in einem Schattenprozess befand - und dies auch deshalb, weil die Vor-Stellung und Bilder, die man sich beim Lesen macht, ganz und gar nicht der Wirklichkeit entsprachen.
Manchmal dauerte es Jahre und es dauert noch an, bis sich die Kluft zwischen der verkopften Vorstellung und der erfahrenen Wirklichkeit erkennend schließt.
Manchmal dauerte es sogar Jahre, bis ich das geeignete Wort für  die Vorgänge fand.

Heilung

Vollständig geheilt ist man, wenn man die psychologischen Abwehrmechanismen nicht mehr benötigt.
AMEN!



Selbstbezüglichkeit


Alles, was ich schreibe oder auch jemandem sage,  erkenne ich als selbstbezüglich, d.h. ich spreche und schreibe nur für mich, um  m i r   über die Dinge  Klarheit zu verschaffen. Es ist eine Art von Spiralen und ein Ringen um immer größere Klarheit.
Wenn ich mir z.B. jetzt gerade erzählen will, weshalb ich mich nicht mehr mit Büchern, Videos u.a. beschäftigen kann, dann nur deshalb, weil ich mir selbst klar werden will über den Gegenstand meiner Betrachtung und durch das Aufschreiben und Benennen auch häufig wieder völlig neue Erkenntnisse gewinne - ein Spiralen und ein Ringen um immer größere Klarheit (auch der Beschreibung).

Dass ich nach Input keinerlei Bedürfnisse mehr habe, beruht v. a. darauf,  dass mein Wissen nurmehr aus mir SELBST herauskommen will. Sicher lasse ich mich mitunter auch von außen befruchten, aber ich habe keinerlei "aktiven"  Wissensdurst mehr, keinerlei Neugierde, die von außen befriedigt werden wollte, weshalb Bücher für mich völlig uninteressant geworden sind. Ich will nicht mehr Wissen, als ich immer frisch und neu  aus mir selbst heraus gewinne.
Was Videos angeht, ist es nicht nur die CPU-Überhitzung, die mich davon abhält, länger als nötig reinzuschaun, sondern wie auch bei spirit. Büchern oder Forenbeiträgen setzt bei mir nach nur wenig Fremdtext sofort der Vorgang der Geisterunterscheidung ein, sobald ich auf eine Unstimmigkeit stoße - was mir wiederum als "Blogfutter" dient, d.h. aufgeschrieben werden will.... Wie überhaupt all mein Schreiben mir schon seit 60 Jahren nur dazu dient, mich SELBST mehr und mehr zu erkennen.
Manchmal ist es auch so, dass ich nach wenigen Minuten Text  angetriggert werde, aus mir SELBSt heraus den Faden, den ich im Außen aufgenommen habe, einfach nur weiterzuspinnen und -  aufzuschreiben.
Schreibend habe ich mich befreit und schreibend feiere ich meine Freiheit. Aus den frühren gemeinen Selbstgesprächen,  haben sich nun SELBSTgespräche der höheren Art entwickelt.



Ego, Gutmensch-Ego

Ein alter Bekannter brach den nach langer Zeit wieder aufgenommenen Kontakt zu mir ab, als ich ihm zu verstehen gab, dass seine edelsten Motive im Grunde selbstsüchtig seien.

Ein anderes "High-Light" brach den Kontakt ab, als ich ihm erklärte, sein Garten sei wirklich sehr schön und seine Beschneidung in der Tat FORM-vollendet, zeige mir aber, dass er die (wilde) Weiblichkeit in sich nicht integriert habe.
Außerdem sei er viel zu nett... Big Daddy... LOL




Karl Renz

Da läuft mir soeben der Zenblog über die Linse und ich lese erstmals, was K. Renz unter dem doch sehr unpassenden und mißverständichen Begriff der  Resignation versteht, den man bei seinen Anhängern öfters lesen kann.  Ich vermute mal, er meint dasselbe wie  Kapitulation (des Egos.) Aber bei Gott - "Resignation"  klingt so müde und sooo depressiv... jo, so ähnlich wie: Die Scheiße hört nie auf...LOL

Ja, das Ego kann durchaus des öfteren kapitulieren oder in selbstvergessenen Momenten beiseite treten, wenn es aufgehört hat, mit sich und anderen zu kämpfen...daher ist es durchaus möglich, dass ein Mensch dadurch auch öfter in das erwacht, was man SEIN nennt und sich der Seinsattribute seiner Wahren Natur bewußt wird: Alliebe, All-Präsenz, AllWeisheit
Wenn dieses Erwachen ihn jedoch nicht transfomiert und letztlich in ein dauerhaftes Gewahrsein bringt, dann bleibt er wie K. Wilber sagt, ein Tourist -  ein kleines VerstandesLicht ohne Strahlkraft.

Mittwoch, 16. Juli 2014

...bis du zuletzt erkennst in einem Nu: Tat vam asi - DAS bist DU!




Mein Blog

Jeder mag ihn kommentieren, wie er Lust hat, aber ich will nur noch mal deutlich sagen, dass ich keine allgemeinbekannten angelesenen Theorien oder Thesen  von mir gebe oder diskutiere.  Alles, was ich schreibe, kommt mir aus eigener Erkenntnis zu. Vielleicht sind sie, weil universal z.T. auch allgemein bekannt, vielleicht nicht. Fakt ist nur: eigene geistige Erkenntnisse lassen sich nicht diskutieren und in Frage stellen. Ich kann sie manchmal nicht einmal in Worte fassen. Genauigkeit in der Beschreibung und Eindeutigkeit zu verlangen, ist beim Thema Spiritualität sowieso Humbug. Ich beschreibe die Dinge, ich ich "sehe" solange, bis  der Denk- bzw. Beschreibungsprozess abgeschlossen ist, d.h. er ist dann abgeschlossen, wenn der Kreis sich geschlossen hat und die Katze sich in den Schwanz beißt. Tilt. Deswegen scheine ich mich auch so oft zu wiederholen.
Der Erkenntnisprozess findet meistens durch und während des Schreibens statt. Die MC-Escher-Hände illustrieren auch diesen Vorgang recht gut. Wahrscheinlich gibt es dafür auch ein Wort...?





Für heute ist Redaktionsschluss

 - ich bin nämlich immer noch gezeichnet von der letzten ausschweifenden Nacht:
Nach dem dritten Tor Deutschland : Brasilien innerhalb weniger Minuten -  was ich so nebenbei registrierte, - ging ich rüber in die Kneipe zum Fußballgucken.  Als ich Platz nahm, stand es für Deutschland schon 5:0. Alles war totenstill, Schockstarre... letztlich siegte Deutschland 7:1!
Wie schön, dass - wo doch alles determiniert ist -  nichts, absolut nichts berechenbar ist!



Mein neuer Thread "Spirituelle Umgehung"

im Allmystery Forum gähnt so vor sich hin. Das liegt wohl nicht zuletzt auch daran, dass man sich großenteils die Hörner an mir abgestoßen hat. Man weiß, um was es mir geht und langweilt sich wohl mit dem immerselben Thema der Individuation und Schattenintegration usw.

Kaum jemand von den recht belesenen Klugschnackern ist wirklich zu sterben bereit . Kommt die Rede auf das Unbewußte resp. Schatten zieht man den Schwanz ein oder wird nicht selten sogar äusserst aggressiv. Zumindest wird es in diesem Thread keine logo-rrhoeischen Zweiergespräche geben, wie sie zwischen OIE und JimmyB/ Zenman stattfanden. Oneisenough hat sich gerade wieder einmal aus Allmy verabschiedet...
Wie es für mich ausschaut, will die Mehrheit der Sucher durch Beschäftigung mit Meditation und Spiritualität nur schnellstmöglich glücklich werden, um einen relativ ungestörten Alltag zu haben. Materieller Spiritualismus,   Spiritualität als Schmerzvermeidungsstrategie... Die Angst vor der Schwelle, dem Unbewußten, der Tiefe.... Die Mehrheit der Sucher flüchtet in die Spiritualität, um sich ihrem Hier und Jetzt nicht zu stellen, ihrem Leiden auszuweichen, statt sich ihm zu stellen und anzunehmen.
Vielleicht war es das, was ich in den letzten 3 Jahren im Allmy-Forum und Weltinnenraum-Forum lernen mußte.
Vielleicht geht die Forenlehrzeit ja auch langsam zu Ende.



Leiden und Verzweiflung

an der Welt sind die beste AusgangsBasis für eine spirituelle Entwicklung. Leiden befruchtet die Seele, das wußten die Mystiker aller Religionen. Auch die christliche Leidensmystik beruht darauf, dass Leiden als Gnade empfunden und empfangen - d.h. angenommen wurde. Allerdings pervertierte diese Form bei vielen Menschen in einen ungesunden Sadomasochismus, bei dem das Leiden regelrecht gesucht und provoziert wurde.

Vollends pervers verkehrt und verkehrend aber sind jene Sucher oder selbst ernannte "Erwachte", die , wie unser Großer Sinologe "Fred 鼠", ihre Häme und Gemeinheit über die Menschen ausgießen, deren leidvolle traumatische Kindheit sie dazu nötigte, ihr Heil und Heilung allein bei Gott zu suchen. Da wird ganz fix in einer strickstrumpfpsychologisierenden Umdeutung aus deren Heilungsbekenntnis  eine Hybris der Selbsterhöhung und aus dem durch die Heilung gewonnenen SELBSTvertrauen und der in diesem Prozess unter Schmerzen errungenen "Eigenmacht" resp. "Selfauthorization"  der Vorwurf der fehlenden Demut und Selbstherrlichkeit herausgefiltert.

Wie teuflisch verdreht, pervers und krank ist das: die  leidvolle Biographie eines anderen Menschen als Begründung (!)  heranzuziehen für dessen angebliche "Hybris der Selbsterhöhung"???  In der ihnen eigenen schamlosen Drecksrhetorik (Attribuierungsstil) wird da zuerst eine Wirkung (Selbsterhöhung)  gesetzt und sogleich auch die Ursache (leidvolle Vergangenheit) dazu mitgeliefert.

Auch wenn der Wolf gerade die Kreide gefressen hat: Wie "erwacht"  ist man, dass man nicht erkennen kann,  dass es das eigene ängstliche, neidische, haßerfüllte, ohnmächtige Ich  ist, was seine Ohnmacht projeziert - ein narzisstisch-aufgeblasenes moralinvergiftetes Ego, welches keine andern Götter neben sich duldet!? Ein Ego unfähig der Selbstreflexion, dass es nicht sieht, wie es seine eigene Kloake über die Menschen gießt, die der eigenen Ideologie widersprechen.

Kein Wunder, dass solcherart zu abgrundtiefer Bosheit "Erwachte" die Schattenarbeit verteufeln und buchstäblich fürchten, wie der Teufel das Weihwasser.  Und tatsächlich wird es ein "Heulen und Zähneknirschen" geben, wenn man dann eines Tages bzw. in einer Dunklen Nacht seinen Dämonen begegnen wird, nicht ahnend, dass es die eigene Fratze ist, in die man schaut.
Für jeden wird der Zeitpunkt kommen, an dem er von Gott und allen Menschen verlassen ist, ob dies ihm zum Segen oder zum Fluch wird, wird der Mensch ganz allein entscheiden.

Am Ende ist für jeden Menschen, der sich im Leben der Hingabe an die "alchimistische Verwandlung" verweigert der Tod der große Transformator. Vielleicht. Vielleicht auch nicht... vielleicht wird auf dieser Ebene ganz pragmatisch die Spreu vom Weizen getrennt... Die Energie bleibt ja erhalten, beispielsweise, wenn sich die "Spreu"  im großen kosmischen Recycling in einen Ameisenhaufen inkarnieren sollte ...oder in einer Ratte... LOL
Immer gilt: Gleiches gesellt sich zu Gleichem.


Gewahrsein

ist ein "dunkles" Licht,  welches dir die Wahrheit und die wahre Wirklichkeit zeigt. Ein Bewußtseinslicht, in dessen Beleuchtung nach und nach alles dahinschmilzt, was der weiteren Bewußtwerdung im Wege steht. Es ist nicht möglich, dass dir im Gewahrsein ein Widerstand, eine Anhaftung, d.h.eine Identifikation  erscheint, ohne dass es zugleich aufgelöst wird. Dabei handelt es sich um ein Gewahrwerden innerhalb eines Sekundenbruchteils. Wer nach innen  nicht achtsamkeitsgeübt ist, nimmt es nicht wahr.
So geht es mit allem, was mir im Fokus des Gewahrseins als Wahrheit aufleuchtet. Es ist wie ein Blitz, ja, ein Geistesblitz. Man sollte nicht Gewahrsein mit dem normalen Aufmerksamkeitsfokus des Egos und/oder dessen Vorstellungsvermögen verwechseln. Das innere Auge hat eine andere Sichtqualität als das, was die Phantasie und Vorstellung uns mitunter  "glasklar" vor Augen hält.  Das Auge des Gewahrseins sitzt im Herzen, die Vorstellungskraft im Kopf.

Advaita and Western Neo-Advaita

von Alan Jacobs, die Google-Übersetzung ist schauderhaft, gibt aber ein Geschmäckle des Gemeinten.
http://www.advaita.org.uk/discourses/trad_neo/neoadvaita_jacobs.htm
Wer will, kann sich das ja von Google übersetzen lassen.
http://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=http://www.advaita.org.uk/discourses/trad_neo/neoadvaita_jacobs.htm&prev=/search%3Fq%3Dneo%2Badvaita%2Bjacobs%26rlz%3D1C1VASM_enDE557DE568%26espv%3D2%26biw%3D1093%26bih%3D515


Stille

Ich habe es woanders schon einmal gesagt: Stille ist synonym mit Leerheit, d.h. mit der Abwesenheit des Ego.  Das bedeutet aber nicht, dass es eine tote leere Stille ist, wie unser Verstand bei diesem Begriff sofort interpretieren wird. Die Stille jenseits von "Jemand" /Ego ist eine sprechende Stille, eine "dynamische" Stille. Genauso, wie der "Moment" keine eingefrorene Szenerie darstellt, sondern ebenso dynamisch, fließendes Leben ist.
Dynamisch ist die Stille vor allem auch deshalb, weil hier ein permanentes Switchen zwischen dem vertikalen geistigen Erkenntnismodus und der horizontalen diskursiven Übersetzung des Erkannten in Sprache geschieht.
Das Pseudo-Advaita sagt: Wo Niemand ist, kann auch nichts wahrgenommen werden  - und verrät damit seine geistlose Unwissenheit.
Das Auge des Gewahrseins schläft niemals.

Alles ist Synonym für das Eine. Alle Synonyme reduzieren sich auf 1 - das EINE.
Alles spricht mir von Gott, sagt der christl. Mystiker.


Meister

Wieder lese ich, dass man in der Anwesenheit des wahren Meisters Liebe, Frieden und Freude spüre. Nein, die Anwesenheit allein öffnet dir nicht das Herz. Kann,  muss aber nicht sein... es kommt immer auf den Schüler/Besucher und dessen Bereitschaft an. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass - solange jemand mit seinem Ego identifiziert ist,  er sein Eigenes - auch auf den Meister - projezieren wird. Egal ob Frieden oder Unfrieden...
Es gilt nun mal: Wo ein Affe hineinschaut, kann kein Weiser herausschauen. Wie soll es möglich sein, dass bei einer einmaligen Begegnung plötzlich und mit einem Schlag alle deine psychol. Abwehrmechanismen außer Kraft gesetzt werden? Willst du in die Klappse? Und hätte ein Meister eine solche Macht, dann wäre es unverantwortlich, sie unterschiedslos auf alle Menschen anzuwenden. Die Gnade trifft nur den, der bereit ist...



Pseudo-Advaita


Natürlich gibt es von "oben" gesehen kein Erlangen oder Erreichen auf dem spirituellen Weg, den es aus nondualer Perspektive  auch nicht gibt..LOL!  Dass es niemals einen Weg oder einen Jemand gab, der ihn gegangen ist, ist allerdings eine geistige Erkenntnis, derer du dir aber erst GEWAHR wirst, nachdem du den mühevollen und schmerzhaften Weg gegangen bist. Das heisst, wenn du deine Individuations-Hausaufgaben gemacht und durch Schattenintegration für genügend Erkenntnis-Licht gesorgt hast. (Oder gibt es vielleicht so was wie eine "Letztgültige Erkenntnis", die dir schon im Vornherein zuteil wird? Bevor du alles getan hast, was zu tun war? Sozusagen eine "Erstgültige Erkenntnis", die besagt: Streng dich bloß nicht an, du bist schon frei...)

Und so kann man auch den sog. Nullpunkt nicht "erreichen", aber ERKENNEN. Es gibt nur ERKENNEN, WAHRNEHMUNG! Ist schon wichtig, dass man sich klar auszudrücken bemüht sein sollte, dennoch: die Wortwixerei ist ein Lieblingsspielzeug des linkshirnigen Egomind.

Nochmal: im Fokus des Gewahrseins erscheint bzw. erkennst du WAHRHEIT und zwar ABSOLUTE  wie auch relative WAHRHEIT! (Die Absolute Wahrheit birgt die relative Wahrheit in sich)
Wie es aussieht, kennt der Pseudo-Advaitist  den Unterschied zwischen relativer und absoluter Wahrheit nicht,  er kann ihn auch nicht kennen, solange er keine Innerlichkeit, kein Gewahrsein hat;  er ist ein spiritueller Kopffüssler, ein betrügerischer Igel- Bin-schon-da;  den beschwerlichen Weg des Hasen durch die Läuterungsprozesse des Ichs erspart er sich. Und daher ist Geist und Erkenntnis für ihn ein Fremdwort und wird es auch bleiben - weshalb er nun zurecht sagen kann: "Die Scheiße hört nie auf"! Er weiß nur nicht warum.


Forum Erleuchtung

Ich habe mal in das Video von 2013 hineingeschnuppert. Bei meinen Stichproben fand ich nichts vom beschwerlichen und gefährlichen Weg der Schattenintegration, kein Wort über Individuation, Dunkler Nacht und auch kein Wort von Geist, kein Wort von Erkenntnis, von Gewahrsein.
Eine Spiritualität ohne Spirit?



Der Wille - frei oder unfrei?

Nytia weiß es:

Was wir als bewusste Wahl bezeichnen, ist nichts als eine späte Aufwertung von Tausenden von unbewussten Vorgängen.” sagt Daniel Odier und sagt damit nichts Neues. Es ist ziemlich erstaunlich, wie hartnäckig sich der Glaube an den eigenen freien Willen hält – selbst bei Menschen, denen die Erkenntnisse der Neurobiologen bekannt geworden sind, selbst bei Menschen, die von sich behaupten, gar nicht zu existieren und daher auch nicht wählen zu können...." .


http://satyamnitya.wordpress.com/2014/07/14/daniel-odier-eine-neue-definition-des-spontanen/#comment-20329

Nun, Nytia, was du hier abgibst, ist nichts weiter als ein moralitäres Statement, welches dich gut aussehen läßt, aber all jene, die noch nie etwas von Odier, Wolf und Co.  gehört oder gelesen haben, zu hochmütigen Unwissenden abstempelt.

Was ist an dem Glauben an den Freien Willen denn so "erstaunlich"? Der Glaube an den freien Willen  wird solange existieren als du mit Ego identifiziert bist. Das hat nichts mit Hochmut zu tun , sondern mit Unbewusstheit. Unbewusst zu sein ist keine Sünde, soviel ich weiß, sonst wäre auch das Ich eine Sünde...
Die meisten Menschen haben von den neurologischen Forschungen in dieser Richtung noch nie etwas gehört und hörten oder  läsen sie davon, würde sich auch nichts weiter als ihr Glaube, ihre Überzeugung ändern. Wenn überhaupt....Genauso wie bei Dir, Nytia, du hast auch nur einen Glaubensatz von hier nach dorten verschoben.
Und klar, auch die Menschen, die von sich behaupten, d.h. die g l a u b e n , nicht zu existieren und keine Wahl zu haben, müssen  - egal was - so lange glauben, bis ihnen die  Basis all ihres Glaubens,  unter den Füßen weggerissen wird. Dann erst nämlich ist es möglich, dass dort, wo früher nur ein Glauben-als-für-wahrhalten war, eine Erkenntnis, d.h. ein  echtes Wissen, eine lebendige Offenbarung der Wahrheit durch GEWAHRSEIN wird. Dasselbe gilt natülich auch für einen so (welt-)klugen Mann wie dich: Glaubenssätze egal welcher Art werden nur durch die Schau, das Erkennen der Wahrheit im Gewahrsein aufgelöst, dann nämlich,  wenn du dir aus dir SELBST heraus einmal wirklich und WAHRhaftig des Vorgangs BEWUSST wirst, auf welche Art und Weise dein Egomind die nachträglichen Rationalisierungen für sein Sprechen und Handeln erfindet!

Mit dem selben Recht liesse sich fragen,   w e r   hier wirklich so "maßlos hochmütig" ist, denn solange dein Verstand  "hochmütig" aus dem Entweder-Oder-Modus heraus wertet und auf Eindeutigkeit beharrt, wird auch die Geistige (!)  Erkenntnis auf sich warten lassen.

Die WAhrheit ist wie immer zweideutig: Es gilt beides. Der Wille ist sowohl frei als auch unfrei. Auf der personal-dualen Ebene scheint der Wille frei zu sein und aus der transpersonalen Perspektive ist er unfrei, weil alles determiniert scheint.

Aber auch das soll man nicht einfach nur als einen neuen Glaubenssatz übernehmen -  die WAHRHEIT läßt sich allein durch Gewahrsein verifizieren!
Erkenne deine Glaubenssätze.  Das Problem: du kannst sie nicht erkennen (= auflösen) , solange du keine Achtsamkeit/Gewahrsam entwickelt hast.
Und so bleibt die Tatsache bestehen: Es ist Jacke wie Hose, ob du an den freien oder den unfreien Willen glaubst -  der Mensch/Egomind, der einfach nur die Seiten wechselt und sich mit dem Wissen um das Gegenteil identifiziert, ist und bleibt damit egoidentifiziert.
Neti neti - nicht dies, nicht das!


Club der kleinen Lichter

und was man sich sonst noch so dort denkt...

Fredo:  Zitatanfang
...das mit der “notwendigen” Schattenarbeit hab ich auch nie kapiert .wie könnte etwas notwendig sein , und für wen denn überhaupt , für den Schatten ?Letztlich ist dieses postulierte “Bearbeiten” nix anderes wie der Ausdruck eines merkwürdigen ( eigenen ? ) Misstrauens gegenüber (eigenen ? ) Spontanreaktionen .
“Bearbeiten” findet ja ebenso automatisch wie Spontanreaktion statt . Und zwar durch die ( ebenso automatisch ) entstehenden Konsequenzen der Reaktionen .
ergänzend :
Mir erscheinen die Postulierer der “notwendigen Schattenarbeit” zumeist nix anderes wie stolz auf und merkwürdig eingebildet von “eigener” Therapieleistung zu sein .
Da hat jemand ordentlich und langanhaltend “auf den Deckel” bekommen in seiner bisherigen Lebensgeschichte , und sich dann von “seiner” Schattenarbeit konfrontiert gesehen .
Da müssen dann deren Mühen unbedingt auch auf alle anderen postuliert werden .
...denkt sich so fredo …. Zitatende


Genau:... "denkt sich so" der Mann ohne Schatten. Hätte er seine Hausaufgaben gemacht, dann  w ü ß t e   er...

Hier sieht man in einer gezähmt-entzahnten MaulkorbVersion das bekannte Fredo-Advaita-Muster inclusiv der schon oben beschriebenen SchwarzPsychologisierung, welches nicht zuletzt der Abwehr eigener "Schatten" dient.

Einmal mehr kann man beobachten, wie sich bei bestimmten Leuten mit einer bestimmten Ideologie beim Thema Schattenintegration sämtliche Abwehrmechanismen aufstellen.
Da offenbart sich nicht nur eine erschreckende Ahnungslosigkeit hinsichtlich der eigenen Person bzw. Selbsterkenntnis, sondern auch ein sich eitel gepflegtgebender großmannssüchtiger Narzissmus, der in seiner Maniriertheit über die fundamentale Ahungslosigkeit und innere Leere hinwegtäuschen soll.

Eine der üblen Folge eines  Erwachens  ist nicht selten ein inflationäres narzisstisches Superego . Erkennbar ist es u.a. daran, dass es die notwendigen Individuationsprozesse, die nach dem Erwachen eigentlich anstünden,  ideologisch-aggressiv abwehrt und somit der Begriff der Schattenintegration zum Unwort wird, um jene, die sich diesem schmerzhaften Prozess unterzogen haben, herabzuwürdigen. Dahinter verbirgt sich die Unfähigkeit bzw. eine große Angst, sich den eigenen Gefühlen zu stellen. Schmerzvermeidung.
Gewahrsein, dauerhafte Bewußtheit ist abhängig von der "Lichtung" der Schatten, der Auflösung der verdängten Inhalte des Unbewußten. Wieso ist das eigentlich so schwer zu begreifen??? Ist sogar linkshirnig logisch zu erfassen!  Wer sich dem Schattenprozess verweigert, der stellt sein Gewahrseins- Licht unter den Scheffel und verübt weiterhin SElBSTverrat.


Zum Widerstand: Solange  man nicht verstanden hat, dass nicht das Reden  ü b e r ... sondern die ganz konkrete Annahme des Widerstands die Auflösung und  Transformation des Widerstands bedingt,  so lange wird man ein Höhlenbewohner bleiben, der sich nicht zum (Tages-)Licht hin umzudrehen traut - ein domestizierter Primat.

http://satyamnitya.wordpress.com/2014/07/14/daniel-odier-eine-neue-definition-des-spontanen/#comment-20336



Samstag, 12. Juli 2014

Der Jude ist in Dir und Israel die Seele, weil alles Gleichnis ist und Parallele

Nicolas Poissin; Anbetung des Goldenen Kalbs



Mühelosigkeit

ist ist wie die Absichtslosigkeit eine  F r u c h t   der Individuation  resp. spirituellen Entwicklung und keine vor-eilige Ausrede für Faulpelze, die sich der Transformation verweigern. (Nix zu tun) Die Leichtigkeit des Seins ist nur für jene, die sich ihren Schatten stellen.

John Welwood

http://www.arbor-verlag.de/files/9783936855975.pdf
prägte den  Begriff der "Spirituellen Umgehung"  - ein Abwehr- bzw.  Vermeidungsverhalten, durch das sich m. E. vor allem der Neo-Advaita-Anhänger auszeichnet.


Die Methode des Musterdurchbrechens -

ist für mich noch immer eine ziemlich undurchschaubare Art der  (körperlichen Symptom-) "Befreiung"...hm... nach wie vor bleibt für mich immer noch die Frage zu klären, inwieweit der Heiler diese Selbstorganisation/ Individuation, d.h. eine Innenkehr verifizieren kann? Individuation birgt große Gefahren. Die meisten Leute kommen mit der Schattenproblematik nicht allein zurecht. Wer ist dafür zuständig? Um vollumfängliche Individuation zu verifizieren, bräuchte es eine jahrelange Begleitung... und dazu fehlt mir einfach die Info. Mag ja sein, dass man ein bestimmtes Muster auflösen kann relativ schmerzfrei auflösen kann oder dadurch, dass man  bestimmte negative Glaubenssätze auflöst, indem man sie durch positive ersetzt... das hat aber nichts mit der grundlegenden personalen Transformation zu tun, die nur durch schmerzhafte innere Arbeit gewährleistet wird - wenns nicht wehtut, ist es m. E. auch keine Individuation/Heilung.

Das Thema Musterdurchbrechung scheint mir zuweilen weit mehr in die Rubrik der "Spirituellen Umgehung" zu gehören. Wo bleibt die Bewußtheit der solcherart "Geheilten"? Nichts nämlich kann die eigene Achtsamkeit ersetzen!
Denn: Was dich nicht transformiert, heilt dich auch nicht! Innere Freiheit kriegt man nicht für ein Linsengericht. Punkt!



Die Desidentifkation

vom Krankheits- resp. Gesundheitskonzept hat mich nicht, wie "hybride" erwartet (lol!), auf Dauer körperlich komplett gesund gemacht. Nach meinem "Tod" bzw. nach meiner Auferstehung im Herbst 2011 schien ich ca. ein halbes Jahr auf einem ziemlich hohen Energielevel,  diese  (Kundalini-) Beschwingtheit brachte während dieser Zeit auch meinen Körper in Schwingung. Damals verabschiedete ich auf unsanfte Weise meinen "zudringlichen" Hausarzt...
Schon im Vorfeld hatten sich über die Jahre  - im Zusammenhang mit Tiefenprozessen  - immer wieder Blockaden gelöst und  das sog. Fibromyalgiesyndrom (und/oder die schwere Borrelliosesymptomatik,) an dem ich seit 1994 litt, hatte sich langsam aus meinem Leben verabschiedet.

In der ersten Zeit  nach Herbst 2011 schien alles wie weggeblasen, was aber wieder einsetzte, ist eine LWS und HWS-Problematik, unter der ich schon seit Jugendtagen litt.  Auch die Symptomatik der HWS-Spinalkanalstenose, die mir immer wieder MS-artige Phasen von muskulärer Schwäche bzw. Lähmungen  verursacht, wuchs sich langsam wieder zur vollen Blüte aus.
Richtig eklig aber ist das mittlerweile schon  chronische Schulter-Arm-Syndrom. Cortison geht nicht, weil ich früher einmal allergisch darauf reagierte. Also muss ich es aushalten.
Ich habe es schon früher mit Muskelaufbautraining in Fitness-Studios versucht, das hatte zwar die Muskeln gestärkt, aber die Lähmungen nicht beseitigt. Bzw. war es so, dass ich dem Training nicht recht nachgehen konnte, wenn die Schübe einsetzten, weil mir einfach die Kraft dazu fehlte.
Mein home-made MuskelaufbauTraining mache ich heute ohne teures Fitness-Center mit einem simplen Sportband und statt Gewichten nehme ich einen mit Wasser gefüllen Eimer. Außerdem laufe ich jeden Tag 3 mal flott den Berg hinauf.  Das sind mir keine Gesundheits(Vorsorge)-maßnahmen, sondern ganz natürliche körperliche Bedürfnisse. Wozu noch irgendwelche Geräte?

Früher hatte mir hierbei Krankengymnastik und/oder Massagen geholfen. Besonders erwähnenswert sind da die Hände von Herrn Rindfleisch. Nur 6 Behandlungen und ich war für Jahre befreit.  Das  scheint aber nicht  mehr drin im "Budget", stattdessen schickte mich der Hausarzt vor ca. 2 Jahren ins Fitness-Studio, welches gerade unter der Leitung des dorfansässigen Physiotherapeuten eröffnet worden war.  Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Eine Bearbeitungspauschale von fast 200 Euro und  monatlich 70 Euro Beitrag. Dass ich aus dem Vertrag wieder herauskam, hatte ich nur meinem Umzug zu verdanken bzw. der zwar äusserst widerwilligen, aber wie er selbst von sich meinte,  großzügigen "Kulanz" des Betreibers. Ein Mordsgeschäft mit den alten Leuten - das ganze weibliche Wallau über 40 plus schien sich dort eingefunden zu haben.

Tatsächlich scheint der Trend dahin zu gehen, dass alte Menschen in Zukunft ihr RestLeben auf dem Crosstrainer zu beschließen haben; Jo, und wer sich dem nicht fügt, wird mit einer saftigen Krankenkassen-Beitragserhöhung rechnen müssen. ...Gibt bald keine Ärzte mehr auf dem Land, nur noch Fitness-Center -LOL.  Irgendwie auch witzig: da schwitzt und strampelt sich die Landbevölkerung tres chic und publikumswirksam auf den Laufbändern  einen ab, dabei ist der Wald, die Natur direkt vor der Haustür. Junge Leute!
Ansonsten habe ich gelernt, mit den körperlichen Einschränkungen zu leben. Es bekümmert mich nicht. Medikamente nehme ich nur selten, meist nur dann, wenn mich Schmerzen am Schlafen hindern.  (Mein Schlaf hat sich im übrigen auch wieder normalisiert, d.h. wenn ich nicht schlafe, dann bin ich müde.) Die Tabletten,  die mir der Doc verschrieben hat, reichen mir jahrlang - die pack ich nämlich in die Küchenmaschine und schreddere mir die in ganz winzige Stückchen...LOL... Mein früherer Glaube, dass Medikamente unsinnig und  dass rechte Heilung nur von innen kommt, relativiert sich.  Aussen und Innen sind für mich keine Gegensätze mehr.

Trotz allem würde ich niemals sagen "Der Scheiß hört nie auf..!"
In der Gegenwart zu leben, bedeutet nicht, dass man die Vergangenheit nicht beschreiben könnte. In der Gegenwart zu leben bedeutet, die Vergangenheit nicht zu fixieren und sie  nicht als Ursache für die Zukunft zu setzen.


Früher habe ich nach jedem  Durchbruch geglaubt, an Seele und Körper  "geheilt" zu sein und nichts mehr zu "brauchen". Alle Äußerlichkeiten oder auch Beeinflussungen von außen wollte ich auf ein Minimum reduzieren. Mit leichtem Gepäck wollte ich reisen...Auf diese Weise trennte ich mich häufig von allem, was ich eben glaubte, nicht mehr zu brauchen: Wohnung, Bücher, Kleider, Kosmetika, Medikamente usw. usw.  Fakt war, dass nach relativ kurzer Zeit alles, was ich abgeschafft hatte,  wieder von neuem "gebraucht" wurde. Heute schmeiß ich nichts mehr weg. Ich schaff aber auch kaum was an...
Und nein, ich habe mich immer noch nicht sesshaft gemacht, mich nicht "niedergelassen", ich bin so eingerichtet, dass ich jederzeit ohne große Probleme weiterreisen kann, falls es notwendig wird und ich woanders hin "gerufen" werde. Und das, was ich besitze, gebrauche ich, ohne zu brauchen - d.h. ich hafte nicht daran.



Tun als ob -  Schattenversion

"Erstaunlich ist, dass unsere Mimik nicht nur andere, sondern auch uns selbst beeinflusst: Versuchspersonen mussten mimisch ein Lachen „produzieren“, indem Sie sich einen Bleistift zwischen die Zähne steckten. Danach fanden Sie Comics viel komischer als andere, die den Stift – einen traurigen Flunsch ziehend – nur mit den Lippen halten durften." (Aus fokus online)
Ich stelle vor: Die neue Bleistift--Lachmeditation!

Das Selbstbewußtsein des Egos wird von Außen wie von Innen beeinflußt. Wie sehr nicht nur die Körperhaltung, sondern auch die Kleidung dein Selbstwertgefühl und Selbstbild stärkt,  kann dir jeder Schauspieler bestätigen. (Tun als ob)
Deshalb  kann der  A n s t o ß   zur  Heilung  (SELBSTorganisation) und Individuation durch den Inneren Therapeuten  wie auch von außen durch einen externen Therapeuten erfolgen. (Muster durchbrechen). Entweder durch Hypnose oder durch physiotherapeutische Maßnahmen; Ich bemerkte schon sehr früh im Leben, dass immer, wenn ich  Massagen bekam, sich nicht nur körperliche, sondern auch psychische Blockaden lösten.

"So tun als ob" ist zwar auf der personal-dualen Ebene eine legitime Möglichkeit, seine Befindlichkeiten bzw. sein Selbstbewußtsein positiv zu verändern, im spirituellen Prozess jedoch spielt das Selbstbewußtsein oder Selbstbild gar keine Rolle mehr, das positive wie das negative Selbstbild muß demontiert werden bzw. als das erkannt, was es ist: eine relative vergängliche Ich-Konstruktion. Ein Bild. Eine Vorstellung.

Die Schattenversion des "So tun als ob" wird insofern transformiert, als auf einer höheren Ebene genau dasselbe im unpersönlichen transpersonalen Rahmen geschieht; insofern du mit deinen Eigenschaften und Rollen nicht mehr identifiziert bist, bist du dennoch in der Lage, "so zu tun als ob"... Das heisst: Statt dich wie früher für die Rolle zu halten oder rebellisch aus den Rollen zu fallen,  s p i e l s t  du deine Rollen nun. Bewußt! Du spielst den Vater, die Mutter, den Chef, den Sohn... ob man allerdings ein Politiker oder ein Papst sein kann, ohne mit seinem Status, Partei und diesbezüglichen  Zielsetzungen nicht identifiziert zu sein?

Diese Art des unidentifizierten Tun als ob - ist Tun als täte man nicht. (Laotse)  Das heißt, das "Tuns" geschieht einfach spontan aus sich SELBST heraus, ohne nachzudenken, ohne willentliche Absicht, etwas zu erreichen oder etwas mit seinem Tun zu bezwecken, wie es beim Eigenwillen des Ego immer der Fall ist, das immer seinen Nutzen und Vorteil sucht.

Nochmal:
Vorsicht, Hans Vaihingers: "Handle, als ob du der Handelnde wärest, mit dem Wissen, dass du nicht der Handelnde bist" ist eine Handlungsanweisung. Das Tun ohne zu Tun aber ist ein SEIN, Sei-en jenseits von Ego und  bedarf keiner Aufforderung, "als ob" zu handeln. Für das spirituelle Ego sind solche Handlungsaufforderungen ein gefundenes Fresschen, wieder einmal das machen zu wollen, was sich jedem Machen entzieht.  In der Befolgung solcher "Affirmationen" wird einmal mehr die transpersonale WAHRHEIT und SEINS-Weise auf die personal-duale Ebene hinuntergezogen.

Solche mißverständliche "Handlungsanweisungen" findet man zuhauf in Lehrgeschichten und als Aphorismen berühmter Meister und Lehrer. Ein Befolgen solcher Gebote entspricht u.a. dem Befolgen der 10 christlichen Gebote als von außen gesetzten ethischen Vorgaben.
Gebote aber werden im Schattenprozess transfomiert und aus dem "Du sollst, Du sollst nicht" wird "Du  w i r s t ... - eine Verheißung kommender Erfüllung unter dem Gesetz der Liebe. Du erkennst: Du  w i r s t  aus dir SELBST heraus Vater und Mutter ehren, nicht stehlen, nicht morden, nicht ehebrechen usw. -
Und dann, wenn sich die Zeit erfüllt hat, wenn du am anderen Ufer angekommen bist,  - erst dann! - wirst du alles, was dir in den 10 Geboten (und anderen Handlungsanweisungen) zuvor von außen geboten war, von innen heraus, aus dem Herzen heraus als bereits erfüllt erkennen. Jetzt bist du eins mit dem Tao, Gottes Willen, jetzt erkennst du mit Augustinus, dass nun, in der Einheit des Ichs mit dem (Heiligen) GEIST, alles Tun (ohne willentliche Absicht und Zielsetzung) spontan aus sich SELBST heraus resp. aus der" Liebe Gottes" kommt.
Liebe und tu, was du willst.



Intepretation

Irgendwo las ich, ICH BIN sei auch nichts weiter als Interpretation. Das ist einerseits richtig, andererseits sollte man aber die Erfahrung als solche mit solchen Aussagen nicht herabwürdigen. Die authentische  ICHBIN-Erfahrung selbst ist natürlich keine Interpretation. Wahr ist, dass die IchBin-Erfahrung wie jede andere Erfahrung wortlos ist und wie alles nur retrospektiv als ICHBIN-Erfahrung interpretiert, bzw. wiedererkannt wird. In solchem Kontext wurde mir mit einem Schlag die tiefe Bedeutung der biblischen Dornbuschszene klar. Die ICH-BIN-Erfahrung beruht ja auf der Erkenntnis der Leere, die wiederum auf der Erkenntnis beruht,dass du EIGENSCHAFTSLOSES SEIN bist.
Natürlich ist der Verstand, dieser teuflische Verkehrer, auch imstande, die IchBINerfahrung zu simulieren. Bei einer solchen allerdings handelt es sich um reine Interpretation, Phantasie und Vorstellung.
Die ICH-BIN-Erfahrung ist die allerstillste Erfahrung überhaupt, die Leute, die aus ihrem Inneren eine laute Stimme dröhnen hören, sind ihrer Phantasie aufgesessen.
Der GEIST weht wortlos, sanft und leise wie ein Windhauch.

Was Besucher angeht,

lege ich allgemein keinen Wert darauf. Anfang liess ich mich darauf ein. Ich besuchte und ließ mich besuchen. Daraus habe ich gelernt, dass die Leute i.d.R. nur ihre Zweifel und VorstellungsBilder bestätigt haben wollen.
Viele sog. Meister glauben nur zu wissen, wie ein Meister zu sein hat und was man von ihm erwartet und spielen ihren Anhängern den Guru vor. Überall, wo einer dieser sog. Meister es zuläßt, dass zuviel Pathos und Geschiß um ihn gemacht wird, kann man sicher sein, dass es sich um einen Fake handelt. Das wäre eines der wenigen Kriterien, die ich an einen Meister anlegen würde.
Ich selbst würde mich niemals  "Meister" nennen lassen und ich habe auch keine Absicht, ein Lehrer oder Meister für andere zu sein. Es reicht völlig aus, dass ich mein Leben "meistere" - als VERB und nicht als Substantiv in die Geschichte eingehe...
begegne in meinem konkreten Leben den Menschen i.d.R. ganz gewöhnlich und unterschiedslos auf der Augenhöhe, die  i h r e m  (nicht meinem)  Horizont entspricht und die sie (konsensusmäßig) von mir erwarten. Ich habe keinen Missionsauftrag...
Wer sich als heiligmäßige Person verehren läßt und Wert auf diesen Nimbus legt, ist noch im Gut&Böse-Zirkus befangen.
Im Individuationsprozess wird die Persönlichkeit transformiert, geläutert, geheilt - geheiligt! Die Numinosität, die sich auf dieser (personalen!) Ebene auftut, wird jedoch auf der nächsthöheren Stufe wieder aufgehoben, d.h. wenn die Heiligkeit wiederum ins Überpersönliche, ins Trans-Personale transzendiert wird. Immer wieder heißt es: Darüberhinaus, darüberhinaus! Wer in der Heiligkeit "abhängt", ist nicht "darüber hinaus" gegangen, er ist noch mit Heiligkeit (Spirit. Ego) identifiziert...
Darüber hinaus - der Kreis schließt sich erst dann, wenn du jenseits von Heiligkeit wieder ein "ganz gewöhnlicher Mensch" geworden bist.


Individuation

ist nicht unbedingt ein lebenslanger Prozess, wie ich erst neulich irgendwo gelesen habe. In meiner Definition von Individuation und aus meiner eigenen Erfahrung ist der personale Prozess mit dem letzten Läuterungsakt des Egos abgeschlossen. Jetzt ist die Verdrängung aufgehoben und alle personalen Schatten sind transformiert.Die Persönlichkeit ist von ihren Prägungen und Konditionierungen gereinigt und der Mensch beginnt langsam, alle seine göttlichen Potentiale zu verwirklichen.  Anders gesagt: das sog. Karma ist "abgebüßt" und der Mensch ist zum Menschen geworden und dem Vergöttlichungsprozess steht nun nichts mehr im Wege: Offene Weite und nichts von heilig.


Der sog. Lichtarbeiter,

der Lightwarrior, der gegen das Böse und die Dunkelheit kämpft, steckt natürlich immer noch drin im Gut&Böse-Zirkus. Der sog. Schattenkrieger, der projektiv gegen die Schatten in der Außenwelt kämpft, statt die Schatten in sich selbst zu transformieren, ist immer noch dem Bösen Gott, dem "Demiurg", Yaldabaoth, hörig.  Wer Polarität und Gegensätze, d.h. auch Gut & Böse als eine nicht zu überwindende Notwendigkeit sieht, spricht für die Illusion, für Maya aus und betet damit den falschen Gott an! Dazu gehören auch die Utopisten,  - das  sind durchwegs Menschen, die das Gute wollen und dabei vergessen, dass sie damit das Böse schaffen und  aufrechterhalten.
Bevor man aber nicht neben dem Bösen auch das Gute transzendiert, wirds nichts mit der Menschwerdung, von Vergöttlichung schon mal gar nicht.


Guter Engel - Böser Engel


Wie ich schon mal sagte, ist der Gut&Böse-Dualismus in der geistigen (Innen-)Welt nicht aufgehoben, deshalb sollten die Engel-Medien sehr sehr vorsichtig mit ihren Channelings sein, solange sie selbst den Unterschied zwischen Gut & Böse nicht erkennen können. Wölfe im Schafspelz gibts hier wir dorten. Nur: wer vom rechten Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hat und den Dualismus überwunden hat,  - d.h. unter anderem auch, dass er Täter und  Opfer unterscheiden kann - wird garantiert kein Interesse mehr am Channeling haben, er sitzt nun direkt an der Quelle, und bedarf keiner Medien mehr.
Niemals sollte man sich mit Archetypen identifizieren - wie es die Engelmedien offensichtlich tun - seien es nun Gute oder Böse "Engel".
Aus christlicher Sicht gehört das Channeling, weiße wie schwarze Magie und der ganze Geisterbeschwörungsrummel  in die Kategorie der "Zauberei" -  ich selbst würde solche Praktiken im weitesten Sinne in das einordnen, was John Welwood eine  "Spirituelle Umgehung" nennt.



Immer wieder lese ich

von Kriterien, die einen Meister von einem Fake unterscheiden sollen. Da werden nun Eigenschaften und Fähigkeiten angeführt wie die Fähigkeit, zu staunen, warm und liebevoll soll er sein, empathisch, berührbar bis hin zu Tränen, Gefühle soll er zeigen...sämtliche Ego-Emotionen, die den spirit. GutMenschen auszeichnen, werden hier eingefordert.

Nur: Hier wird die Lüge zum Kriterium der Wahrheit erhoben. Ein wahrer Meister hat nämlich die guten Eigenschaften und Fähigkeiten ebenso transzendiert wie die negativen Eigenschaften, d.h. er ist "Niemand" - der Mensch ohne Eigenschaften.  Auf dieser Eigenschaftslosigkeit beruht sein Sei-en!

Und nun kommen die Hanseln daher und wollen von ihm just das sehen, was er unter großen Schmerzen und TodesQualen gelassen hat!
Seine "Fähigkeiten", seine "Eigenschaften" sind aber nicht mehr von dieser Welt, sondern Attribute des Seins, "virtue",  eine gänzlich andere QUALITÄT, die der (be-)urteilende Egomind nicht in der Lage ist, zu erkennen, geschweige denn anzuerkennen.
Der (neurotische) Egomind, der ja per se im dualistischen Denken von Gut & Böse befangen ist, hält die Seinsattribute nicht selten für Attribute des Teufels: Gleichmut & Neutralität hält er für Kälte, Allweisheit für angelerntes Wissen, wahres SELBSTvertrauen für Hybris... usw. usw.


Alles durchweg Projektionen, die von der Bedürftigkeit und Erwartungen diktiert sind: Wohlfühlen will man sich und sicher, anlehnen, kuscheln...
In der Nähe des Meister soll es anheimelnd menscheln, wärmeln und umärmeln soll er dich und nur ja nicht an der Maske zupfen. Im Gegenteil, die Maske fordert Anerkennung vom Meister und falsche Meister tun ihnen nicht selten auch den Gefallen.

Es gibt keine Meßlatte von Kriterien, an der man einen wahren Meister festmachen kann. Er ist jenseits von Eigenschaften und jeglicher Beurteilung, daher kann alles, was man an Kriterien einfordert, nur Projektion sein. Wer nicht bereit ist Risiken einzugehen, sollte sich ganz fernhalten von Meistern.

Das solltest du wissen: Ein wahrer Meister wird deine Bedürftigkeit und deine Projektionen nicht befriedigen, sondern aufdecken.Mit einem wahren Meister gehst du ein tödliches Risiko ein - denn eins ist sicher: er wird dein falsches Ich stören, verstören und letztlich auch gänzlich zerstören.


Der Name Mariana Caplan fiel mir diesbezüglich ein zweites Mal auf... Reingeschnuppert und für gut befunden. Ihre Bücher empfehle ich als Orientierungshilfe vor allem Menschen, die verwirrt und orientierungslos auf dem Spiri-Marktplatz herumlaufen.

http://integralesleben.org/il-home/il-integrales-leben/anwendungen/religion-spiritualitaet/papier-des-if-zur-diskussion-um-spirituelle-lehrer/mariana-caplan-wie-findet-man-einen-lehrerin/


Lüge? 

In meiner langjährigen Zeit bei den Anonymen Alkoholikern  (ca. 1990 - 2000) arbeitete ich quasi öffentlich und vor aller Augen und sehr emotional meine ganze Lebensgeschichte auf. Nach einigen Jahren begann ich langsam das Gefühl zu kriegen, dass alles, was ich von mir sagte, "gelogen" ist. Ein großer Zweifel hing über mir, wenn ich anfing zu sprechen - ein merkwürdig schwebendes und irgendwie witziges Gefühl, welches mich immer mehr in meinen Erzählungen stocken und in mich hineinkichern liess...
Heute sehe ich das so: Als alle Gefühle gefühlt und alle Emotionen bezgl. meiner Vergangenheit sozusagen ausgepowert waren, machte die Leere, die dadurch entstand, langsam Platz für die viele Jahre später (2011) kommende Einsicht oder "Letztgültige Erkenntnis", dass nichts von alledem, was ich glaubte zu sein, erlebt und erfahren zu haben, eine Wirklichkeit hat.

Um 2011 herum erlebte live und direkt vor Ort, wie mir im Gewahrseinsfokus alle meine Warumfragen null und nichtig wurden und sich mir dadurch der "grundlose Grund" offenbarte. (Die Worte "Gewahrsein" und "grundloser Grund" hatte ich aber dafür damals noch nicht.): Ich war WIRKLICH dabei, als ich mir  auf eine meiner Erklärungsversuche,  warum ich dies oder jenes tue - plötzlich GEWAHR wurde, wie die Antwort, die Begründung retrospektiv! in einem Sekundenbruchteil in meinem Fokus aufttauchte und ich plötzlich verstand, was ich früher schon einmal bei Prof. Wolf Singer gelesen hatte: dass alles, was wir an Antworten und Begründungen für unser Verhalten haben, nur eine nachträgliche Rationalisierung ist. Eine Rationalisierung dessen, was seit Ewigkeiten determiniert ist!
Jetzt wußte ich auch, warum ich immer kichern musste...LOL.
Als Jogi Löw nach dem 7:1 Sieg über die Brasilianer ernst und feierlich und voll überzeugt sein ErklärungsStatement abgab, mußte ich laut und herzhaft lachen.

Mit dem Fußballgucken ist das auch so eine Sache:  Ich habe keine (nationalen) Vorlieben mehr und habe oft auch keine Ahnung welche Mannschaft in welches Tor spielt. Mein mitunter lautes Mitfiebern gilt  - wenn ich nicht gut aufpasse -  j e d e m Spieler, der mit dem Ball nah an ein  Tor kommt - ein Umstand, der mir in der Kneipe schon einige fassungslose Blicke eintrug...LOL!


Israel

Der heimatlose in der Welt herumirrende Jude/Israelist bin ich. Es gibt kein gelobtes Land, als das Kanaan in deiner Seele jenseits des Jordans.  Israels Reise ist die Reise unserer Seele. Solang man die inneren UrBilder als eine Aktion in die Außenwelt ent-äußert, bleibt man ein Anbeter Yaldabaoths, ein Diener des Bösen Gottes, dem Rita Koch nicht aufhört, die Leviten zu lesen.  Der Jude/Israel symbolisiert die heimatlose Seele, die in der Welt keinen Platz findet, auf dem sie ihr Haupt legen könnte. Der Staat Israel hat aus dieser Sicht absolut keine Berechtigung und wie man sieht, tut er selbst auch nichts anderes als die, welche die Juden seit Jahrhunderten verfolgten. Israel ist Gleichnis. Das Volk Israel sollte sein Schicksal annehmen und erkennen, dass er kein Anrecht auf einen eigenen Staat hat. Genausowenig wie alle anderen Nationen. Die Grenzen sollten fallen, statt neue zu errichten. 
Alles Äussere ist Gleichnis und hat seine Entsprechung (Blaupause) im Geistigen.

Dienstag, 8. Juli 2014

Der Himmelsschlüssel zum ewigen Frieden liegt, my Dear, in den Gefühlen



Leere


Die Leerheit, die durch die Abwesenheit von Ego verursacht ist, bedingt auch, dass ich so etwas wie ein "Bauchgefühl" oder warnende Vorgefühle nicht mehr kenne. Es wird nicht mehr benötigt, weil die innere (Angst-) Freiheit keinen Grund mehr kennt, mich zu schützen, zu wehren  oder mich vor jemand zurückzuziehen. Auf der personal-dualen Ebene aber sind Bauchgefühle absolut wichtig. Viele Menschen kennen so etwas wie Bauchgefühl, Intuition überhaupt nicht, weil sie keine Antenne ausbilden konnte, die ihnen zu Vorsicht und gesundem Mißtrauen geraten hätte. Auch ich gehörte zu denen, die ihren Gefühlen grundsätzlich mißtrauten,  und dadurch immer "an die Falschen" geriet.


Unveröffentlichter Kommentar zu Sein.de


Zitat:
"Die meisten Menschen verbringen ihr Arbeitsleben in Jobs, die sie nicht erfüllen – eine ungeheure Vergeudung menschlichen Potenzials, die sich unter anderem in Depressionen, Süchten, ­körperlichen Krankheiten und innerer Distanz zum Job zeigt. Nur: Wie finde ich die Arbeit, die mich glücklich macht?"
http://www.sein.de/archiv/2014/juli-2014/jobutopia.html

Mein Kommentar: Ein Thema für die Sozialpsychologie!
Nun ja, wenn du zu den "meisten Menschen" gehörst, dann ist es ganz ok, dass du Befriedigung und Erfüllung durch weltliche Dinge suchst,  - den Partner, der dich glücklich macht oder die Arbeit....  Aber wer sich selbst und wie Sein.de die Spiritualität auf die Fahnen geschrieben hat, sollte ein bisschen achtsamer mit seinen Themen umgehen.  Hat man es noch immer nicht begriffen, dass nichts Weltliches dich je erfüllen wird? Suche  z u e r s t  das Reich Gottes! sagt Jesus, dein Wahres Selbst. Stattdessen versucht das gute (spirit.) Ego das Reich Gottes voreilig auf der Erde zu installieren!
Für den, der das REich Gottes in sich und als sich SELBST gefunden hat, haben sich alle Fragen nach Erfüllung erledigt, dem ist dein Glück nicht mehr von äußeren Umständen und Bedingungen wie Arbeit, Partner usw.  abhängig.
Die Welt war noch nie dazu da, den Menschen glücklich zu machen, erst die Umkehr in die Innerlichkeit, die SELBSTwerdung bringt das einzige Glück, was es gibt: Das Glück der Ganzheit. Dann ist die Welt - der Partner, der Job usw. auch nicht mehr in der Lage, dich unglücklich zu machen. Nur die eigene Veränderung ändert die Welt, bzw. die Sicht auf die Welt.

Es sind diese Wellness-Anbieter, die dir einen schnellen Platz an der Quelle anbieten. Glücksversprecher auf dem spirituellen Schnäppchenmarkt,  die die Menschen vom "Rechten Weg" abbringen. Du hast ein Recht auf Glück, Geld, Gesundheit und Wohlstand - hört man sie immer wieder, diese Marktschreier. Hast du aber nicht!
Auch ich war mal auf diesem Trip; da habe ich dann voller Hoffnung Lotto gespielt, dem Universum Briefe geschrieben, mich in Schulden gestürzt - weil Geld ja immer nachwächst, umso mehr man davon ausgibt... usw....LOL! Das "richtige" Wünschen wollte ich lernen... Gottseidank wurde ich dessen genauso müde wie aller anderen spirituellen "Übungen"


Auch die neue  Connection spirit  hat wieder einmal ein diesseitiges Thema :  Anders essen.Wie wir gesünder und leckerer essen können, ohne unserern Lebensraum zu zerstören.
Das  lese ich seit mehr als 50 Jahren in sämtlichen Büchern, Zeitschriften von der Brigitte bis zur Bildzeitung. Utopien sind Stolpersteine auf dem spirituellen Weg. Utopien waren immer schon die Sache der Weltverbesserer.

Aber das Weltliche soll man doch integrieren, höre ich dich jammern.
Ja, ber richtig "integral" wirds erst, wenn du am Andern Ufer angekommen bist. Param advaita. Dann erst kannst du mit Fug und Recht sagen, dass dir ganze Welt gehört....das ganze Universum IN DIR! Alles wartet darauf, dass du ES erkennend durchdringst. Von Innen her.
Nochmal für den, der es mit der Spiritualität ernst meint: Suche ZUERST das Reich Gottes ...Und das fängt damit an, dass du dir deiner Bedürfnisse nach dich erfüllender Arbeit und glückspendendem Partner usw. im Hier und Jetzt total bewußt wirst, nicht aber, dass du dich mit Bedürftigkeit & Mangel weiterhin identifizierst, indem du  Rettung und Erfüllung in der Außenwelt suchst! In der Bewußtwerdung des Mangels liegt auch die Umkehr(ung)  - was letztlich zum Bewußtsein deines inneren Reichtums führt.


Der Buddha sagt...

Der Christus hat gesagt...
Die Umkehr (in der kontinuierlichen  Verinnerlichung) ist nichts anderes als die Heimkehr in die bewußte Buddhaschaft oder zur Bewußtheit des Christus-SELBST zu kommen. Und ist es vollbracht, hat der Kreis sich geschlossen und hat man die Trennung überwunden, dann ist  es tatsächlich "nichts Besonderes". Der ganze Pathos, mit dem man früher Buddha oder Christus zitiert hat, als kämen ihre Worte  aus unerreichbar fernen Sphären,  ist weg... (Auch deshalb redet man vom "ganz gewöhnlichen" Bewußtsein). Das ganze Heiligkeitsgesummse, was man um Buddha, Christus usw. einst gemacht hat - einfach weg, Was bleibt?  Nüchternheit. Heilige Nüchternheit...LOL...na ja, ich will damit nur einen Unterschied setzen zur Nüchternheit des Egos, die oftmals aus einer Phantasielosigkeit und Überobjektivität - d.h., einer Kälte des Verstandes und Armut der Gefühle entspringt.

Umkehr - auch wieder so ein ekles fixierendes Substantiv, welches impliziert, es gäbe  da eine Bewegung, eine einmalige Kehrung - ist kein Vorgang, der mit einem Schlag getan ist, sondern hat seine Basis in der Schattenintegration: in einer kontinuierlichen Bewußtmachung der verdrängten Inhalte des Unbewußten wird alles aus dem Weg geräumt, was dem vollen Bewußtseinslicht bzw. der Vereinigung  - besser gesagt: der Erkenntnis der Einheit - von Mensch und Gott  oder Ich und SELBST im Wege steht.

Umkehr - Verinnerlichung -   war in meinem Leben ein permanenter Prozess, eine tägliche Erforschung meiner Gedanken und Gefühle.
Gewissenserforschung, ein ekler Begriff aus meiner katholisch-repressiven Vergangenheit bekam für mich eine völlig neue Bedeutung: Nicht mehr  die sog. Sünden, wie sie die Kirche definierte, wurden erforscht, sondern meine tägliche Frage hiess: wo - in welchen Situationen -  habe ich mich selbst verraten.
Klar bin ich auf meinem spirit. Weg dem Askeseideal des christlichen Sado-Masochismus erneut und immer wieder  in die Fänge geraten. Ich glaube, das bleibt nicht aus auf dem Weg ... oft stand ich kurz davor, dass ich wieder in die Kirche eingetreten wäre. Meine Sehnsucht ging nach dem Kloster, den Carmeliterinnen. Und so war damals meine Art der Gewissenserforschung zunächst  auch so,  wie die Kirche sie versteht: ich forschte täglich nach Sünden, Vergehen - ganz so brav, wie ich es als Kind gelernt hatte.
Und kam in Teufels Küche damit .
Denn was ich mir damit antat, war nichts anderes als eine massive Verstärkung meiner eh schon vorhandenen  (Selbst-) Unterdrückungsstrukturen. Der Zensor, das gestärkte sadistische Eltern-Ich trieb mich fast in den Wahnsinn. Ich gab mir sozusagen den Strick, bis ich nicht mehr atmen konnte.  Um mir wieder Luft zu verschaffen  geschah das übliche: Das Pendel ging ins andere Extrem: go wild, let's Party  -  ich ertränkte das Über-Ich in Alkohol und verfiel in wilden ungehemmten Anarchismus. Und natürlich erfolgte einmal mehr die übliche Bücherverbrennung...
Das ging einige Male so, denn die Reue ließ niemals lange auf sich warten und ich kam wieder zurückgekrochen.  Oh Herr, ich habe gesündigt... und ich kaufte mir dieselben  Bücher noch einmal. Immer wieder Rückfälle - die schwarzchristliche Programmierung hatte mich fest in ihren Klauen.  Jaja, die Reue, die Unterwerfung... die Reue ist ein zweischneidiges Schwert, eine verführerische Schwäche -  oder Kraft... je nachdem...
Hier auf dieser Bühne werden die schwersten SchattenKämpfe gekämpft... hier lauern die übelsten Dämonen...
Irgendwann aber erfolgte der Durchbruch und ich erkannte  in vollster Klarheit:
Die Kirche selbst ist die Krankheit, die sie zu heilen vorgibt und alle Versuche, diese Krankheit mit den Mitteln der Kirche auszutreiben, heißt den Teufel mit Beelzebub auszutreiben. Ihre Exorzisten sind nichts anderes als Erfüllungsgehilfen des Teufels. Und der Teufel ist nichts anderes als eine Eigenkreation der Kirche.

Das lernte ich auch: Dämonen wollen nicht verurteilt, sondern  freundlich empfangen werden. Bis ich dazu fähig war, dauerte es eine Weile, denn erst einmal war ich voller Hass gegen die Kirche und ich las viele Bücher, die meinen Haß am Leben hielten und ihn nährten. Das war kein Fehler, sondern Notwendigkeit. Es geht m. E.  darum, die Empörung so lange aufrechtzuerhalten, bis sie transformiert werden kann. Das ist der Punkt, an dem volle Klarheit eintritt über den Gegenstand der Empörung.
Die Desidentifikation von der schwarzchristlichen Sado-Maso-Prägung war für mich der bei weitem schwierigste Akt der Umkehrung.

Bei der  WAHREN Gewissenserforschung

ging es für mich darum, statt sog. Sünden jede Art von Selbstverrat aufzudecken und mir alle Gefühle und (selbstschädigenden) Gedanken  bewußt zu machen. Was Transformation war, wußte ich damals nicht, erst heute sehe ich, dass ich mit meinen Beobachtungen/ "Meditationen" nichts anderes bewirkte, als das, was man Transformation und  was ich Umkehrung  nenne.

Fast jeden Morgen stand ich um 3 oder 4 Uhr auf und lauschte mit einem Stift in der Hand in mich hinein. Zu Anfang wurde über einen längeren Zeitraum meine ganze Vergangenheit mit ihren traumatischen Begebenheiten und verdrängten schrecklichen Gefühlen ans Licht gehoben, durchlitten und geklärt. *
Dazwischen immer mehr Momente einer großen Klarheit und des Himmlischen Friedens.  Ich wußte damals auch nichts von sog. Schattenarbeit, genau dies aber geschah während meiner Morgenstunden. Ich hatte auch keine Ahnung davon, dass ich mich in dieser Zeit in Trance befand! lol...
Mit jeder Be-Reinigung, jedem "CLearing"  kam ich näher zu mir SELBST resp. ins HIER & JETZT der Vollpräsenz.
Nachdem die Vergangenheit und die Traumen geheilt waren, gab es nicht mehr soviel zu verdrängen. Ich hatte gelernt, in der Gegenwart achtsam auf mein Denken und Fühlen zu achten und so waren es meist nur  die leicht verdrängten Reste vom Vortag, die zur Bearbeitung anstanden. Es war nicht mehr notwendig, jeden Morgen so früh aufzustehen und  bis in den Vormittag zu schreiben und zu "arbeiten".  Eine Stunde reichte völlig aus.



*Bei der  "Arbeit" mit den Gefühlen fand ich übrigens heraus, dass es immer die gegenwärtigen Gefühle sind, die zu den vergangenen Traumen, den verdrängten Inhalten meines Unbewussten führen! Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Zurückverfolgung fiel es mir aber mit der Zeit immer leichter und ging immer schneller: ein Gefühl tauchte auf und fast sofort erschien vor meinem inneren Auge  das Bild der damaligen Situation in der Kindheit. (Sich vorrangig mit seiner Vergangenheit zu beschäftigen, in sie einzutauchen und Gefühle und Traumen absichtlich heraufzuholen finde ich heute nicht mehr gut.)

Erst wenn ich alle Gefühle, die sich einstellten, total gefühlt hatte und ihre Berechtigung anerkannte, wendete sich das Blatt und "himmlische" Klarheit und Frieden trat ein.
Achtsamkeit! Wie ich auch jetzt wieder erkenne, war Achtsamkeit der Weg, der mich von den Gefühlen im Hier und Jetzt zu ihrem Ursprung in der Vergangenheit führte.
Achtsamkeit ist der Schlüssel.


Selbstverwirklichung I

kleingeschrieben nenne ich für mich den  tiefenpsychologischen  TransformationsProzess der Individuation der Persönlichkeit. SELBSTverwirklichung indes die spirituelle Transformation der geläuterten Psyche/Persönlichkeit auf die Transpersonale Ebene. Beides ist im Grunde nicht voneinander zu trennen, sondern eher ineinander verflochten.



Selbstverwirklichung II

Im Rahmen von Selbst- und SELBSTvewirklichung habe ich sicher auch manchen Menschen wehgetan. So glaubte ich z.B. im Kontext meiner inneren Auseinandersetzung mit der Kirche auch den jahrzehntelang weiterbestehenden Kontakt zu meiner ehemaligen Lehrerin Schw. Editha abbrechen zu müssen. Ich  habe das Kloster in mir selbst gefunden, schrieb ich ihr... I go my own way... Sie schickte mir wortlos ein von mir gemaltes Bildchen aus meiner Kinderzeit zurück.
Magda Baelde, eine belgische Freundin und Malerin... auch ihr schrieb ich einen Brief, nachdem wir uns nach Jahrzehnten wiedergetroffen hatten, einen Brief, der sie mehr als getroffen haben wird.
Loretta Pryma...
Conny, eine Puppenspielerin aus Chemnitz, deren Nachnamen ich leider vergessen habe - sie war damals die Freundin von Georg Dick - auch ihr habe ich keine Chance gegeben, unsere Freundschaft zu vertiefen. Ihre Jugend... v.a. ihre Beziehung sah ich nur unter dem Aspekt von weiblicher Unterdrückung... ich hatte absolut keinen Sinn mehr für weltliche Bindung und Beziehung.
Auch ein Mann war darunter, der mich wirklich sehr liebte... auch hier Kontaktabbruch -
 "Jesus" allein sollte der Bräutigam meines Herzens sein. Ich war kein exoterischer Christ, mit dem Zugang zu meinem Unbewußten hatte ich auch Zugang zur (christlichen) Mystik.

Wohlgemerkt, bei meinen Kontaktabbrüchen handelte es sich keineswegs um Bindungsangst im üblichen psychologischen Sinne. Bindung im spirituellen Kontext wäre Verrat gewesen, SELBSTverrat.

Nein, nicht, dass ich mein Verhalten wirklich bereute...Es kann nicht ausbleiben, dass man Menschen wehtut, wenn und weil man sich der Welt notwendigerweise entfremden  m u s s . Es kann nicht anders sein. Und doch fühlte ich mich beschissen dabei,  die Menschen so vor den Kopf zu stoßen...

"Vater und Mutter zu verlassen", bedeutet im Grunde nur Desidentifizierung von den uns aufoktroyierten gesellschaftlichen Prägungen &Rollen. Dass man alles wörtlich nimmt und ent-äussert, kann wohl nicht vermieden werden. Und so verlassen Kinder ihre Eltern und Männer ihre Frauen, Frauen ihre Männer und manchmal die ganze Familie, weil sie dem inneren Ruf ihres Herzens folgen  m ü s s e n , ungeahnt, dass es eben auch "nur" der INNERE Ruf ist, der sich auf ein inneres Geschehen bezieht und vielleicht gar nicht unbedingt ausgelebt werden muss. Vielleicht. Denn wenn man liest und hört, dass sich in der heutigen Zeit immer noch tibetanische Mönche für Jahre  in Felshöhlen einmauern lassen... da scheint's sich in den höchsten Spiri-Kreisen  noch nicht rumgesprochen haben, dass es nicht um Ausagieren, sondern allein um Desidentifkation geht.
Das nach-Innen-gehen nach außen auszuleben, zu ent-äussern, indem ich gleichnishaft und symbolisch eine Felshöhle aufsuche, scheint mir doch verjährt zu sein... Ich glaube, ein echter Meister sagt dir, dass du da bleiben sollst, wo du bist und mit dem arbeiten, was da ist. Das Hier und Jetzt ist niemals woanders.


Individuation

ist der Heilungsprozess, in dem das Ich die nötige Stärke erlangt, um sich letztendlich in der Einheit mit Gott (SELBST) aufzulösen.
Jaja, höre ich dich sagen, da ist nichts, was aufzulösen wäre, ist doch schon "Alles da".
Gut auswendig gelernt, antworte ich dir. Hättest du deine Schulaufgaben gemacht, wüßtest du, dass Sprache es nicht anders als in solchen Worten beschreiben kann.
Ob ich die Einheitserfahrung nun als Aufgehen, Eingehen, Auflösung,Erkenntnis, Erfahrung, Vereinigung, Verschmelzung - what ever, bezeichne, ist doch

Wie war das mit deinem ERwachen, wenn es je stattgefunden hat - mit welchen Worten hast du es hinterher beschrieben? Glaubst du, du hast es besser formuliert? Genau, deine Worte sind genauso nichtsnutzig vor dem Herrn, wie meine,  - wie alle Beschreibungen es sind. Ob du nun sagst, dass dein Ich abwesend war oder ob du sagst, das Ich ist im Nichts aufgegangen oder dass da Niemand war oder dass Jemand abwesend und Niemand anwesend - oder wenn ich sage, das Ich ist in Gott aufgegangen, dann ist das Jacke wie Hose. Alles nur eine elende sophistisch-babylonische eitle Wortwixerei!
Herz oder Gewahrsein? Natürlich sagst Du lieber Gewahrsein, der Begriff "Herz", der genau dasselbe bezeichnet, ist dir zu romantisch und poetisch, du NüchternheitsSektierer!

Wenn ich überkorrekt sein will, ok.: Letztendlich gibt es natürlich keine VereinigungsErfahrung, sondern "nur" Erkenntnis der Einheit allein Seins. Genau gesagt,  annähernd klare Aussagen über diese Dinge zu machen ist eine Kunst, die wird dir nicht sofort in die Erwachens- oder Erleuchtungswiege gelegt. Es dauert seine Zeit, manchmal Jahre, bis man  die klarste Formulierung für das Unbeschreibbare findet. Retrospektiv nämlich erst fügt sich eins ins Andere, da wird dir die Bedeutung und der Sinn dessen offenbart, wofür du lange Zeit keine Sprache hattest.


Schatten


Man scheint ja vielerorts zu glauben, wer "erleuchtet" ist, würde demgemäß auch keine Schattenseiten bei anderen Menschen sehen. Das ist Unsinn. Ganz im Gegenteil: nur wer seine eigenen Schatten bzw. seine psychologische Abwehrstruktur aufgelöst hat,  ist imstande, Schattenanteile bei anderen wahrzunehmen.
Wenn ich auf Schattenanteile hinweise, dann werte ich damit weder den Menschen noch den sog. Schatten ab. Im Gegenteil, ich weise oft darauf hin, auf welche Weise er aufgelöst werden könnte.
In dem Verhalten einiger Leute, - ob jetzt einer über meine Facebookseite muffelt und nichts als Zweifel und schwarzgalliges Ennui verbreitet, oder bei dem  Spiri-Troll, der mir öfters in den Foren begegnet, -  erkenne ich  Abwehrverhalten.  Und was ich erkenne, das wird ausgesprochen. Insofern müssen sie damit rechnen, dass ich dieses Abwehrverhalten thematisiere.
DAss dies von manchen Allzugutmenschen  - das sind die Leute, die gewohnheitsmäßig Nattern an ihren Brüsten nähren, die RundUmToleranten - als Lieblosigkeit empfunden wird, ist verständlich.
 Auf Facebook gibt es eine Blockierfunktion, mit der man die Leute einfach aussperren  kann. Das habe ich bislang zwei- oder dreimal gemacht; das war aber eher versuchsweise und spielerisch als eine Art Nasenstüber gemeint, den ich auch sofort wieder rückgängig gemacht habe. Ich brauche sie nicht, die Blockierfunktion - ich spreche aus, was mir das  Abwehrverhalten der Leute  mir über sie aussagt - und  - pffffft...  sind sie weg.
Ja, und natürlich wird es dann heißen, ich könne keine Kritik vertragen. Nun ja, wenn sie denn imstande wären, Kritik zu definieren und wirkliche Kritik zu äußern... aber sie kritisieren ja gar nicht, sie meckern, provozieren und wollen  streiten und deshalb werden sie persönlich... besonders, wenn ihnen die Argumente ausgehen...
Und damit das mal klar ist: Die WAHRHEIT ist  UNKRITISIERBAR! Punkt.


Unberührbar

Wenn ich sage, dass ich unberührbar bin, will ich damit sagen, dass ich psychisch unverletztbar bin. Das Leiden - das konkrete (!) Leiden von konkreten (!) Menschen oder Tieren in meinem konkreten (!) Hier & Jetzt läßt mich nicht unberührt, auch wenn ich mich im Leiden nicht mehr mit den Menschen identifizieren kann.

Was mich allerdings kaum oder sehr sehr selten berührt sind dramatische Ereignisse und Berichterstattungen über Krieg, Massaker, Hungersnöte usw. in den Medien.  Auch wenn ich mir manche Fußballspiele der WM anschaue, "ERSCHEINT"  mir das doch genauso bedeutungsleer wie eine Sendung über das Geschehen in der Ukraine oder das Revivel von Monty Pyton - Alles ist gleich gültig. Kein Unterschied. Die sog. Fakten der Tagesschau oder die sog.Fiktion vom Tatort am Sonntag - Jacke wie Hose. Fiktion oder Fakten  - diese Kategorien sind in meinem Bewusstsein keine Unterschiede mehr, d.h. die Gegensätze und die Kategorien sind aufgehoben. Was aber nicht heißt, dass ich sie nicht wahrnehme, sie haben nur ihre Bedeutung verloren.
Die Unberührbarkeit leitet sich von der neutralen REINEN Wahrnehmung ab. Der Beobachter oder der Zeuge nimmt die Dinge neutral wie eine Kamera wahr, ohne Stellung zu beziehen.Richtig-falsch gibt es hier nicht. Und trotzdem.... es heißt nicht, dass man total gefühllos wäre, wie es oftmals angenommen wird.